Original Impulses of Spiritual Science
GA 96
22 October 1906 p.m., Berlin
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Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft, 2nd ed.
12. Die Technik des Karma
12. Die Technik des Karma
[ 1 ] Man versteht die Wege des Karma besser, wenn man die Schicksale der menschlichen Seele zwischen dem Tode und einer neuen Geburt betrachtet. So sollen uns heute mancherlei Ausblicke des Weges beschäftigen, den die Seele zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zurückzulegen hat. Es soll ein Bild von den Schicksalen der Seele nach dem Tode aufgerollt werden. Und da man sich mit seinen Gedanken erst nach und nach in diese Gebiete hineinlebt und hineingewöhnt, so kann es nur nützlich sein, wenn man sich solche Gedanken öfter durch die Seele ziehen läßt.
[ 1 ] Man versteht die Wege des Karma besser, wenn man die Schicksale der menschlichen Seele zwischen dem Tode und einer neuen Geburt betrachtet. So sollen uns heute mancherlei Ausblicke des Weges beschäftigen, den die Seele zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zurückzulegen hat. Es soll ein Bild von den Schicksalen der Seele nach dem Tode aufgerollt werden. Und da man sich mit seinen Gedanken erst nach und nach in diese Gebiete hineinlebt und hineingewöhnt, so kann es nur nützlich sein, wenn man sich solche Gedanken öfter durch die Seele ziehen läßt.
[ 2 ] Wenn wir das Schicksal der Seele nach dem Tode betrachten wollen, müssen wir uns vor allen Dingen klarmachen, daß alsdann ein ganz neues Verhältnis zwischen dem inneren Menschen und den umliegenden Welten eintritt. Es ist immer gut, wenn man eine Parallele zwischen Tod und Schlaf zieht. So wie der Mensch vor uns steht, ist er aus verschiedenen Gliedern zusammengesetzt. Da haben wir zunächst den physischen Leib vor uns. Ihm liegt wie ein Urbild der Ätherleib zugrunde. In gewisser Beziehung ist dieser Ätherleib der Schöpfer des physischen Leibes. Es hat eine relative Berechtigung, zu sagen, daß der Ätherleib dem physischen Leibe gleicht. Namentlich in seiner Kopfpartie, der oberen Partie, ist der Ätherleib eine Art Doppelbild des physischen Leibes. Der Ätherleib ist der Träger des Temperamentes, aber auch der Träger der Vorstellungen, die sich in der Seele festlegen. Wenn eine Vorstellung bleibendes Eigentum des Menschen wird, so daß sie immer verfügbar ist, dann hat sie sich dem Ätherleib eingeprägt. Der Ätherleib ist der Träger des Gedächtnisses, und der dichteste Teil des Ätherleibes ist der Träger des Gewissens. Das dritte Wesensglied des Menschen ist der Astralleib, der Träger der Begierden und Leidenschaften, der Wünsche, die durch seine Bedürfnisse im Menschen auftauchen. Eine feste Grenze zwischen dem Äther- und dem Astralleib besteht nicht. Das vierte Glied der menschlichen Wesenheit ist das Ich. In ihm ist die Anlage zu dem unsterblichen Menschen, dem Geistesmenschen oder Atma, dem Lebensgeist oder Buddhi und dem Geistselbst oder Manas.
[ 2 ] Wenn wir das Schicksal der Seele nach dem Tode betrachten wollen, müssen wir uns vor allen Dingen klarmachen, daß alsdann ein ganz neues Verhältnis zwischen dem inneren Menschen und den umliegenden Welten eintritt. Es ist immer gut, wenn man eine Parallele zwischen Tod und Schlaf zieht. So wie der Mensch vor uns steht, ist er aus verschiedenen Gliedern zusammengesetzt. Da haben wir zunächst den physischen Leib vor uns. Ihm liegt wie ein Urbild der Ätherleib zugrunde. In gewisser Beziehung ist dieser Ätherleib der Schöpfer des physischen Leibes. Es hat eine relative Berechtigung, zu sagen, daß der Ätherleib dem physischen Leibe gleicht. Namentlich in seiner Kopfpartie, der oberen Partie, ist der Ätherleib eine Art Doppelbild des physischen Leibes. Der Ätherleib ist der Träger des Temperamentes, aber auch der Träger der Vorstellungen, die sich in der Seele festlegen. Wenn eine Vorstellung bleibendes Eigentum des Menschen wird, so daß sie immer verfügbar ist, dann hat sie sich dem Ätherleib eingeprägt. Der Ätherleib ist der Träger des Gedächtnisses, und der dichteste Teil des Ätherleibes ist der Träger des Gewissens. Das dritte Wesensglied des Menschen ist der Astralleib, der Träger der Begierden und Leidenschaften, der Wünsche, die durch seine Bedürfnisse im Menschen auftauchen. Eine feste Grenze zwischen dem Äther- und dem Astralleib besteht nicht. Das vierte Glied der menschlichen Wesenheit ist das Ich. In ihm ist die Anlage zu dem unsterblichen Menschen, dem Geistesmenschen oder Atma, dem Lebensgeist oder Buddhi und dem Geistselbst oder Manas.
[ 3 ] Wenn der Mensch schlafend im Bette liegt, so bleiben der Ätherleib und der physische Leib miteinander verbunden. Herausgehoben ist der Astralleib. In der Nacht versinken Schmerzen und Freuden, auch alle anderen Empfindungen, weil der Astralleib vom physischen Leibe getrennt ist und deshalb keine Wahrnehmung davon da sein kann. Anders ist es, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes hindurchschreitet. Wir haben es da mit dem vom Ätherleib eben verlassenen physischen Leibe zu tun. Während im Schlafe der Ätherleib den physischen Leib nicht verläßt, verläßt er den physischen Leib im Tode.
[ 3 ] Wenn der Mensch schlafend im Bette liegt, so bleiben der Ätherleib und der physische Leib miteinander verbunden. Herausgehoben ist der Astralleib. In der Nacht versinken Schmerzen und Freuden, auch alle anderen Empfindungen, weil der Astralleib vom physischen Leibe getrennt ist und deshalb keine Wahrnehmung davon da sein kann. Anders ist es, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes hindurchschreitet. Wir haben es da mit dem vom Ätherleib eben verlassenen physischen Leibe zu tun. Während im Schlafe der Ätherleib den physischen Leib nicht verläßt, verläßt er den physischen Leib im Tode.
[ 4 ] Der physische Leib löst sich nach dem Tode dutch die Verwesung oder Verbrennung auf, und seine Teile werden an die physische Welt zurückgegeben. Dann bleiben noch eine Zeitlang der Astralleib und Ätherleib miteinander verbunden. Das ist ein wichtiger Augenblick im Leben nach dem Tode: In dem Moment, wo der Ätherleib sich vom physischen Leibe loslöst, aber noch mit dem Astralleibe verbunden ist, tritt das ganze Leben wie ein Erinnerungstableau vor die Seele des Menschen. Das ist deshalb der Fall, weil der Ätherleib eben der 'Träger des Gedächtnisses ist. Solange der Ätherleib mit dem physischen Leib verbunden bleibt, ist das Gedächtnis an die Kräfte des physischen Leibes gebunden. Wenn nun der Ätherleib nach dem Tode aus dem physischen Leibe herausgehoben ist, dann tritt das alles gleichzeitig wie ein Erinnerungstableau in der Seele auf.
[ 4 ] Der physische Leib löst sich nach dem Tode dutch die Verwesung oder Verbrennung auf, und seine Teile werden an die physische Welt zurückgegeben. Dann bleiben noch eine Zeitlang der Astralleib und Ätherleib miteinander verbunden. Das ist ein wichtiger Augenblick im Leben nach dem Tode: In dem Moment, wo der Ätherleib sich vom physischen Leibe loslöst, aber noch mit dem Astralleibe verbunden ist, tritt das ganze Leben wie ein Erinnerungstableau vor die Seele des Menschen. Das ist deshalb der Fall, weil der Ätherleib eben der 'Träger des Gedächtnisses ist. Solange der Ätherleib mit dem physischen Leib verbunden bleibt, ist das Gedächtnis an die Kräfte des physischen Leibes gebunden. Wenn nun der Ätherleib nach dem Tode aus dem physischen Leibe herausgehoben ist, dann tritt das alles gleichzeitig wie ein Erinnerungstableau in der Seele auf.
[ 5 ] Es ist zunächst schwierig, sich im gewöhnlichen Bewußtsein vorzustellen, wie ein so langer Zeitraum in einem einzigen Augenblick von der Seele überschaut werden kann. Aber noch ein anderes Moment ist wesentlich. In der physischen Welt ist jedes Erlebnis für den Menschen mit Schmerzen und Freuden, mit Lust und Unlust verknüpft. Und wenn der Mensch sich im gewöhnlichen physischen Leben erinnert, was er erlebt hat, dann tauchen Lust und Unlust in der Erinnerung wieder auf. Nach dem Tode sind aber Schmerz und Leid ausgelöscht. Es sind objektive Bilder, die uns nicht wehe tun, Bilder, die keine persönlichen Empfindungen in uns hervorrufen. Ein solches Erinnerungstableau kann auch sonst im Leben einmal ausnahmsweise auftreten, zum Beispiel bei Leuten, die dem Ertrinken nahe sind oder sich sonst in einer Lebensgefahr befinden. Man führt für solche Dinge am besten solche Zeugen an, die gar nichts wissen wollen von einer eigentlichen geistigen Forschung, zum Beispiel das Zeugnis des Wiener Kriminalanthropologen Benedikt. Der erzählt in seinen Lebenserinnerungen, daß er einmal bei einer Bergpartie dem Tode nahe war und daß in diesem Augenblick sein ganzes Leben durch seine Seele zog. Diese Erscheinung kommt davon her, daß mit dem Ätherleib etwas Bestimmtes vorgeht, wenn der Mensch einen gewaltigen Lebensschock bekommt.
[ 5 ] Es ist zunächst schwierig, sich im gewöhnlichen Bewußtsein vorzustellen, wie ein so langer Zeitraum in einem einzigen Augenblick von der Seele überschaut werden kann. Aber noch ein anderes Moment ist wesentlich. In der physischen Welt ist jedes Erlebnis für den Menschen mit Schmerzen und Freuden, mit Lust und Unlust verknüpft. Und wenn der Mensch sich im gewöhnlichen physischen Leben erinnert, was er erlebt hat, dann tauchen Lust und Unlust in der Erinnerung wieder auf. Nach dem Tode sind aber Schmerz und Leid ausgelöscht. Es sind objektive Bilder, die uns nicht wehe tun, Bilder, die keine persönlichen Empfindungen in uns hervorrufen. Ein solches Erinnerungstableau kann auch sonst im Leben einmal ausnahmsweise auftreten, zum Beispiel bei Leuten, die dem Ertrinken nahe sind oder sich sonst in einer Lebensgefahr befinden. Man führt für solche Dinge am besten solche Zeugen an, die gar nichts wissen wollen von einer eigentlichen geistigen Forschung, zum Beispiel das Zeugnis des Wiener Kriminalanthropologen Benedikt. Der erzählt in seinen Lebenserinnerungen, daß er einmal bei einer Bergpartie dem Tode nahe war und daß in diesem Augenblick sein ganzes Leben durch seine Seele zog. Diese Erscheinung kommt davon her, daß mit dem Ätherleib etwas Bestimmtes vorgeht, wenn der Mensch einen gewaltigen Lebensschock bekommt.
[ 6 ] Wir kennen das Gefühl einer eingeschlafenen Hand. Das beruht darauf, daß der Ätherleib sich gelockert hat. Der Hellseher kann dann sehen, wie schlaff, wie ein Handschuh, die Finger, die eingeschlafen sind, von der Hand herunterhängen. Etwas Derartiges ist auch der Fall, wenn man einen Menschen hypnotisiert. Da sieht der Hellseher den Ätherkopf rechts und links aus dem physischen Kopf heraushängen. Wenn der Mensch einen so gewaltigen Lebensschock erleidet wie beim Ertrinken, dann wird sein ganzer Ätherleib aus dem physischen Leibe herausgehoben. Das bewirkt dann, daß ein solches Erinnerungstableau auftritt.
[ 6 ] Wir kennen das Gefühl einer eingeschlafenen Hand. Das beruht darauf, daß der Ätherleib sich gelockert hat. Der Hellseher kann dann sehen, wie schlaff, wie ein Handschuh, die Finger, die eingeschlafen sind, von der Hand herunterhängen. Etwas Derartiges ist auch der Fall, wenn man einen Menschen hypnotisiert. Da sieht der Hellseher den Ätherkopf rechts und links aus dem physischen Kopf heraushängen. Wenn der Mensch einen so gewaltigen Lebensschock erleidet wie beim Ertrinken, dann wird sein ganzer Ätherleib aus dem physischen Leibe herausgehoben. Das bewirkt dann, daß ein solches Erinnerungstableau auftritt.
[ 7 ] Wenn die Seele nach dem Tode eine Zeitlang in diesem Erinnerungsbild gelebt hat, folgt ein zweites Sterben. Es löst sich aus dem Ätherleib der Astralleib mit dem Ich heraus. Der Ätherleib geht, ebenso wie der physische Leib in die Elemente der physischen Welt übergeht, in den Weltenäther oder in die Welt des allgemeinen Weltenlebens über. Wenn der Ätherleib sich heraushebt, hat er eine Zeitlang noch die Form des physischen Leibes. Man kann den Ätherleib wie eine Art Spuk sehen, der sich in der Nähe des Grabes oder sonst irgendwo aufhält, wo der betreffende Mensch gewesen ist. Er hat die Tendenz, in der Nähe des physischen Leibes zu bleiben.
[ 7 ] Wenn die Seele nach dem Tode eine Zeitlang in diesem Erinnerungsbild gelebt hat, folgt ein zweites Sterben. Es löst sich aus dem Ätherleib der Astralleib mit dem Ich heraus. Der Ätherleib geht, ebenso wie der physische Leib in die Elemente der physischen Welt übergeht, in den Weltenäther oder in die Welt des allgemeinen Weltenlebens über. Wenn der Ätherleib sich heraushebt, hat er eine Zeitlang noch die Form des physischen Leibes. Man kann den Ätherleib wie eine Art Spuk sehen, der sich in der Nähe des Grabes oder sonst irgendwo aufhält, wo der betreffende Mensch gewesen ist. Er hat die Tendenz, in der Nähe des physischen Leibes zu bleiben.
[ 8 ] Wir müssen nun das Schicksal des Astralleibes mit dem Selbstbewußtsein des Menschen verfolgen. Eine gewisse Art des Bewußtseins tritt auf, bald nachdem der Ätherleib sich von dem Astralleib getrennt hat. Dies Bewußtsein ist viel stärker als ein lebhaftes Träumen. Es erlebt die Wirklichkeit der astralen Welt. Man nennt diesen Zustand Kamaloka, das heißt wörtlich: Ort der Begierden. Es ist aber kein Ort gemeint, der jenseits der physischen Welt ist. Die astrale Welt ist innerhalb unserer physischen Welt. Die Welten unterscheiden sich nur dadurch, daß die eine Welt durch eine andere Art von Organen erkennbar ist als die andere. In der Astralwelt lebt jetzt der Mensch, der von seinem Astralleibe umgeben ist. Es ist ein eigentümliches Leben, das er nun durchmacht. Wir werden uns darüber am besten klar, wenn wir uns vor die Seele führen, wie der Mensch bis dahin gelebt hat.
[ 8 ] Wir müssen nun das Schicksal des Astralleibes mit dem Selbstbewußtsein des Menschen verfolgen. Eine gewisse Art des Bewußtseins tritt auf, bald nachdem der Ätherleib sich von dem Astralleib getrennt hat. Dies Bewußtsein ist viel stärker als ein lebhaftes Träumen. Es erlebt die Wirklichkeit der astralen Welt. Man nennt diesen Zustand Kamaloka, das heißt wörtlich: Ort der Begierden. Es ist aber kein Ort gemeint, der jenseits der physischen Welt ist. Die astrale Welt ist innerhalb unserer physischen Welt. Die Welten unterscheiden sich nur dadurch, daß die eine Welt durch eine andere Art von Organen erkennbar ist als die andere. In der Astralwelt lebt jetzt der Mensch, der von seinem Astralleibe umgeben ist. Es ist ein eigentümliches Leben, das er nun durchmacht. Wir werden uns darüber am besten klar, wenn wir uns vor die Seele führen, wie der Mensch bis dahin gelebt hat.
[ 9 ] Nehmen wir an, ein Durchschnittsmensch der heutigen Zeit habe eine Leibspeise, er habe seine Lust an dieser Speise. Diese Lust an der Speise hat er nicht etwa im physischen Leibe. Der nimmt nur die Speise auf, das sind physische Vorgänge. Diese physischen Vorgänge können sich als chemischer Prozeß zutragen. Das ist aber nicht der Genuß an der Speise. Den Genuß enthält die Seele des Feinschmekkers. So ist es bei allen Freuden und Schmerzen, welche die Seele erlebt. Um den Genuß an einer Speise zu haben, braucht der Mensch natürlich das physische Werkzeug, um diese Speise in sich aufzunehmen. Wenn die Seele sich an schönen Farben oder anderen Dingen erquickt, ist es notwendig, daß ein physisches Auge da ist, damit die Freude an der Farbe in die Seele einziehen kann. Das, was verlangt in der Seele, durch die Sinne befriedigt zu werden, ist Kama. Im Kamaloka lechzt die Seele noch nach dem Genuß, aber ihr fehlen nach dem Tode die Organe, um die Begierden zu befriedigen. Da kommt in die Seele eine Empfindung besonderer Art. Man kann sie mit dem vergleichen, was in der Seele vorgeht, wenn man durch eine Wüste geht, in der kein Quell ist, während man einen brennenden Durst hat. Der Zustand nach dem Tode ist also dadurch bedingt, daß die Organe zur Befriedigung der Begierden fehlen. Da erlebt der Mensch einen brennenden Durst, und zwar so lange, bis alle Begierde geschwunden ist. Je mehr er sich in diesem Leben davon befreit hat, durch die Sinne befriedigt zu werden, je mehr er sich das Schöne, das Gute der Welt, das Reine, die leibfreien Ideen angeeignet hat, desto schneller geht die Kamalokazeit vorüber. Hat er sich gar in die geistige Welt eingelebt, hat er seine Seele mit den Vorstellungen und Gedanken durchdrungen, die hinter der Sinnenwelt stehen, dann ist seine Kamalokazeit kurz.
[ 9 ] Nehmen wir an, ein Durchschnittsmensch der heutigen Zeit habe eine Leibspeise, er habe seine Lust an dieser Speise. Diese Lust an der Speise hat er nicht etwa im physischen Leibe. Der nimmt nur die Speise auf, das sind physische Vorgänge. Diese physischen Vorgänge können sich als chemischer Prozeß zutragen. Das ist aber nicht der Genuß an der Speise. Den Genuß enthält die Seele des Feinschmekkers. So ist es bei allen Freuden und Schmerzen, welche die Seele erlebt. Um den Genuß an einer Speise zu haben, braucht der Mensch natürlich das physische Werkzeug, um diese Speise in sich aufzunehmen. Wenn die Seele sich an schönen Farben oder anderen Dingen erquickt, ist es notwendig, daß ein physisches Auge da ist, damit die Freude an der Farbe in die Seele einziehen kann. Das, was verlangt in der Seele, durch die Sinne befriedigt zu werden, ist Kama. Im Kamaloka lechzt die Seele noch nach dem Genuß, aber ihr fehlen nach dem Tode die Organe, um die Begierden zu befriedigen. Da kommt in die Seele eine Empfindung besonderer Art. Man kann sie mit dem vergleichen, was in der Seele vorgeht, wenn man durch eine Wüste geht, in der kein Quell ist, während man einen brennenden Durst hat. Der Zustand nach dem Tode ist also dadurch bedingt, daß die Organe zur Befriedigung der Begierden fehlen. Da erlebt der Mensch einen brennenden Durst, und zwar so lange, bis alle Begierde geschwunden ist. Je mehr er sich in diesem Leben davon befreit hat, durch die Sinne befriedigt zu werden, je mehr er sich das Schöne, das Gute der Welt, das Reine, die leibfreien Ideen angeeignet hat, desto schneller geht die Kamalokazeit vorüber. Hat er sich gar in die geistige Welt eingelebt, hat er seine Seele mit den Vorstellungen und Gedanken durchdrungen, die hinter der Sinnenwelt stehen, dann ist seine Kamalokazeit kurz.
[ 10 ] Auf dem Astralplan verläuft alles rückwärts, und die Dinge stellen sich umgekehrt, also im Spiegelbild dar, zum Beispiel muß die Zahl 641 da als 146 gelesen werden. Eine Leidenschaft, die man erzeugt, kommt in Gestalt eines Bildes auf den Menschen zu, etwa als wildes Tier. Ein solches Bild geht aber in Wahrheit von dem Menschen selber aus.
[ 10 ] Auf dem Astralplan verläuft alles rückwärts, und die Dinge stellen sich umgekehrt, also im Spiegelbild dar, zum Beispiel muß die Zahl 641 da als 146 gelesen werden. Eine Leidenschaft, die man erzeugt, kommt in Gestalt eines Bildes auf den Menschen zu, etwa als wildes Tier. Ein solches Bild geht aber in Wahrheit von dem Menschen selber aus.
[ 11 ] So durchlebt der Mensch das hinter ihm liegende physische Leben noch einmal, rückwärts. Die Dinge, die vor dem Tode geschehen sind, lebt er zurück. Dieses Rückwärtserleben führt ihn bis in die Kindheit zurück. Dadurch wird er schließlich von allem, was ihn an das physische Dasein gebunden hat, frei. Das Wort erfüllt sich: «Wenn ihr nicht werdet wie die Kindlein, könnt ihr nicht ins Himmelreich eingehen.» Er ist angelangt an dem Punkt, wo er war, ehe er sich inkarnierte. Er wird wiederum, wie er als ein Kind war. Damit ist er reif, in das Devachan zurückzukehren.
[ 11 ] So durchlebt der Mensch das hinter ihm liegende physische Leben noch einmal, rückwärts. Die Dinge, die vor dem Tode geschehen sind, lebt er zurück. Dieses Rückwärtserleben führt ihn bis in die Kindheit zurück. Dadurch wird er schließlich von allem, was ihn an das physische Dasein gebunden hat, frei. Das Wort erfüllt sich: «Wenn ihr nicht werdet wie die Kindlein, könnt ihr nicht ins Himmelreich eingehen.» Er ist angelangt an dem Punkt, wo er war, ehe er sich inkarnierte. Er wird wiederum, wie er als ein Kind war. Damit ist er reif, in das Devachan zurückzukehren.
[ 12 ] Zwei Begriffe müssen wir uns aneignen. Wir müssen eine Empfindung in Betracht ziehen, die im Moment des Sterbens mit starker Intensität auftritt. Gleichzeitig mit dem Erinnerungsbilde empfindet der Mensch, daß er immer größer und größer wird. Die Bilder, die ihn umgeben, welche die Bilder des vergangenen Lebens sind, vergrößern sich ebenfalls. Indem der Mensch sich noch im Ätherleib befindet, wächst er sozusagen in seine Umgebung hinein. Wenn der im Ätherleib befindliche Mensch ein Ereignis erlebt hat, das sich fünfzig Meilen entfernt abgespielt hat, dann ist das so, als ob er sich bis zu dem Schauplatz des Ereignisses ausdehnte. Wenn er einmal in Amerika war, fühlt er sich hinauswachsen bis nach Amerika. Im Ätherleib empfindet der Mensch das Immer-größer-Werden. Im Astralleib fühlt er sich dagegen aufgestückelt in verschiedene einzelne Teile. Er empfindet den astralischen Leib keineswegs als eine räumliche Einheit. Es gibt zum Beispiel Gallwespen, deren Vorder- und Hinterleib nur durch einen ganz dünnen Stiel verbunden sind. Das ist ein Beispiel dafür, wie auch in der physischen Welt zwei zueinandergehörige Teile nur durch eine Verbindung von sehr geringer Ausdehnung zusammengehalten werden. In der astralischen Welt kann es nun vorkommen, daß sogar überhaupt keine Verbindung zwischen zwei Teilen da ist und dennoch der eine Teil zum anderen gehört und diese Zugehörigkeit durchaus empfunden wird. Im Astralleib kann sich der Mensch an den verschiedensten Orten zugleich befinden. Wenn ein Mensch, der durch das Kamaloka hindurchgeht, in seinem Erdenleben einmal einem anderen einen physischen oder seelischen Schmerz zugefügt hat und im Rückwärtserleben zu diesem Zeitpunkt gelangt, dann fühlt er sich in dem anderen darin und erlebt dessen Schmerz in seinem eigenen Astralleibe. Alle Erlebnisse und Taten des vorangegangenen Erdenlebens werden in diesem Empfindungsspiegel zum zweitenmal vorgefunden. Das ist auch ein Teil des Kamalokalebens.
[ 12 ] Zwei Begriffe müssen wir uns aneignen. Wir müssen eine Empfindung in Betracht ziehen, die im Moment des Sterbens mit starker Intensität auftritt. Gleichzeitig mit dem Erinnerungsbilde empfindet der Mensch, daß er immer größer und größer wird. Die Bilder, die ihn umgeben, welche die Bilder des vergangenen Lebens sind, vergrößern sich ebenfalls. Indem der Mensch sich noch im Ätherleib befindet, wächst er sozusagen in seine Umgebung hinein. Wenn der im Ätherleib befindliche Mensch ein Ereignis erlebt hat, das sich fünfzig Meilen entfernt abgespielt hat, dann ist das so, als ob er sich bis zu dem Schauplatz des Ereignisses ausdehnte. Wenn er einmal in Amerika war, fühlt er sich hinauswachsen bis nach Amerika. Im Ätherleib empfindet der Mensch das Immer-größer-Werden. Im Astralleib fühlt er sich dagegen aufgestückelt in verschiedene einzelne Teile. Er empfindet den astralischen Leib keineswegs als eine räumliche Einheit. Es gibt zum Beispiel Gallwespen, deren Vorder- und Hinterleib nur durch einen ganz dünnen Stiel verbunden sind. Das ist ein Beispiel dafür, wie auch in der physischen Welt zwei zueinandergehörige Teile nur durch eine Verbindung von sehr geringer Ausdehnung zusammengehalten werden. In der astralischen Welt kann es nun vorkommen, daß sogar überhaupt keine Verbindung zwischen zwei Teilen da ist und dennoch der eine Teil zum anderen gehört und diese Zugehörigkeit durchaus empfunden wird. Im Astralleib kann sich der Mensch an den verschiedensten Orten zugleich befinden. Wenn ein Mensch, der durch das Kamaloka hindurchgeht, in seinem Erdenleben einmal einem anderen einen physischen oder seelischen Schmerz zugefügt hat und im Rückwärtserleben zu diesem Zeitpunkt gelangt, dann fühlt er sich in dem anderen darin und erlebt dessen Schmerz in seinem eigenen Astralleibe. Alle Erlebnisse und Taten des vorangegangenen Erdenlebens werden in diesem Empfindungsspiegel zum zweitenmal vorgefunden. Das ist auch ein Teil des Kamalokalebens.
[ 13 ] Fassen wir noch einmal zusammen, was über die nachtodlichen Erlebnisse gesagt wurde. Das erste ist, daß alles im Erdendasein Erlebte vorüberzieht, ohne daß der Mensch Lust und Leid empfindet. Als zweites macht der Mensch in einem rückläufigen Lebenslauf die Leiden durch, die er selbst verursacht hat. Zwei Dinge sind es, die dem Menschen bleiben. Die Substanz des Ätherleibes geht aus ihm heraus, aber die Kräfte des Ätherleibes bleiben; gleichsam als Rückstand bleibt der Extrakt aller Erlebnisse. Dieser Extrakt durchtränkt sich mit dem, was er an Taten verübt hat. Die Erlebnisse aus Kamaloka nimmt er mit und trägt sie ins Devachan hinauf. Der Stoff, dessen sich der Mensch vor seinem Eintritt in das höhere Leben entledigen muß, löst sich nun heraus. Der Astralplan ringsumher ist wie durchsetzt mit astralen Leichnamen. Das ist das, was der Mensch nicht mitnehmen kann ins Devachan. Der astrale Leichnam löst sich in der astralen Welt auf.
[ 13 ] Fassen wir noch einmal zusammen, was über die nachtodlichen Erlebnisse gesagt wurde. Das erste ist, daß alles im Erdendasein Erlebte vorüberzieht, ohne daß der Mensch Lust und Leid empfindet. Als zweites macht der Mensch in einem rückläufigen Lebenslauf die Leiden durch, die er selbst verursacht hat. Zwei Dinge sind es, die dem Menschen bleiben. Die Substanz des Ätherleibes geht aus ihm heraus, aber die Kräfte des Ätherleibes bleiben; gleichsam als Rückstand bleibt der Extrakt aller Erlebnisse. Dieser Extrakt durchtränkt sich mit dem, was er an Taten verübt hat. Die Erlebnisse aus Kamaloka nimmt er mit und trägt sie ins Devachan hinauf. Der Stoff, dessen sich der Mensch vor seinem Eintritt in das höhere Leben entledigen muß, löst sich nun heraus. Der Astralplan ringsumher ist wie durchsetzt mit astralen Leichnamen. Das ist das, was der Mensch nicht mitnehmen kann ins Devachan. Der astrale Leichnam löst sich in der astralen Welt auf.
[ 14 ] Wenn man verstehen will, was der Mensch im Devachan tut, dann muß man sich zunächst vor Augen halten, wie das Leben hier auf der Erde abläuft. Die Art und Weise, wie die Erlebnisse hier auf der Erde verarbeitet werden, ist so beschaffen, daß nur der allergeringste Teil aus diesen Erlebnissen herausgezogen wird; aus jedem Geschehnis könnte man viel mehr herausziehen. Das wird am klarsten, wenn wir uns die Sache umgekehrt betrachten. Man erinnere sich zum Beispiel, wie man schreiben gelernt hat. Das war mit den verschiedensten Erlebnissen verbunden. Diese Erlebnisse drängen sich alle zu einem einzigen zusammen, der Fähigkeit des Schreibens. Was sich zuerst äußerlich in der Welt abgespielt hat, verwandelt sich in eine Fähigkeit. In allen Erlebnissen ist eine solche Möglichkeit, eine solche Gelegenheit beschlossen: sie können sich später in Fähigkeiten verwandeln. Nach dem Tode geschieht eine solche Umwandlung. Wenn der Mensch wieder geboren wird, erscheint dann vieles als Fähigkeit, als Anlage. Er kehrt mit immer reicheren Anlagen wieder. Das ist im Devachan die Grundempfindung: daß sich alle Erlebnisse in Fähigkeiten verwandeln. Das gibt das Gefühl der Seligkeit. Ein Strom von Seligkeit durchzieht dann den Menschen. Man kann diese Empfindung mit der vergleichen, die ein Huhn seelisch durchströmt, wenn es ein Ei ausbrütet. Jedes Hervorbringen empfindet ein Wesen als Seligkeit. Je höher die Produktion ist, desto höher ist die Seligkeit, die empfunden wird. Dieses Devachangefühl ist keine Illusion. Die Beziehungen, die sich in dieser Welt angesponnen haben, sind im Devachan viel intensiver als hier. Die Schranken von Raum und Zeit fallen weg. Man kann in dieser Welt tatsächlich im anderen Menschen aufgehen. Das Verhältnis der Mutter zum Kinde arbeitet sich aus dem animalischen Gefühl heraus zum moralischen Verhältnis. Alles, was animalisch ist, fällt in der Kamalokazeit wie Schuppen ab, und alles Geistige durchdringt die beiden Wesen im Devachan. Alle hier angesponnenen Verhältnisse sind in größerer Intensität im Devachan verwandelt. Wenn der Mensch im Devachan alles entwickelt hat, was notwendig ist, dann ist er reif zu einer neuen Geburt.
[ 14 ] Wenn man verstehen will, was der Mensch im Devachan tut, dann muß man sich zunächst vor Augen halten, wie das Leben hier auf der Erde abläuft. Die Art und Weise, wie die Erlebnisse hier auf der Erde verarbeitet werden, ist so beschaffen, daß nur der allergeringste Teil aus diesen Erlebnissen herausgezogen wird; aus jedem Geschehnis könnte man viel mehr herausziehen. Das wird am klarsten, wenn wir uns die Sache umgekehrt betrachten. Man erinnere sich zum Beispiel, wie man schreiben gelernt hat. Das war mit den verschiedensten Erlebnissen verbunden. Diese Erlebnisse drängen sich alle zu einem einzigen zusammen, der Fähigkeit des Schreibens. Was sich zuerst äußerlich in der Welt abgespielt hat, verwandelt sich in eine Fähigkeit. In allen Erlebnissen ist eine solche Möglichkeit, eine solche Gelegenheit beschlossen: sie können sich später in Fähigkeiten verwandeln. Nach dem Tode geschieht eine solche Umwandlung. Wenn der Mensch wieder geboren wird, erscheint dann vieles als Fähigkeit, als Anlage. Er kehrt mit immer reicheren Anlagen wieder. Das ist im Devachan die Grundempfindung: daß sich alle Erlebnisse in Fähigkeiten verwandeln. Das gibt das Gefühl der Seligkeit. Ein Strom von Seligkeit durchzieht dann den Menschen. Man kann diese Empfindung mit der vergleichen, die ein Huhn seelisch durchströmt, wenn es ein Ei ausbrütet. Jedes Hervorbringen empfindet ein Wesen als Seligkeit. Je höher die Produktion ist, desto höher ist die Seligkeit, die empfunden wird. Dieses Devachangefühl ist keine Illusion. Die Beziehungen, die sich in dieser Welt angesponnen haben, sind im Devachan viel intensiver als hier. Die Schranken von Raum und Zeit fallen weg. Man kann in dieser Welt tatsächlich im anderen Menschen aufgehen. Das Verhältnis der Mutter zum Kinde arbeitet sich aus dem animalischen Gefühl heraus zum moralischen Verhältnis. Alles, was animalisch ist, fällt in der Kamalokazeit wie Schuppen ab, und alles Geistige durchdringt die beiden Wesen im Devachan. Alle hier angesponnenen Verhältnisse sind in größerer Intensität im Devachan verwandelt. Wenn der Mensch im Devachan alles entwickelt hat, was notwendig ist, dann ist er reif zu einer neuen Geburt.
[ 15 ] In der Astralwelt existieren die verschiedensten Gebilde. Man lernt die mannigfachsten Bewohner des Astralplanes kennen. So gibt es Gebilde, die mit riesiger Schnelligkeit durch den Astralraum eilen; wie Glockengebilde durchschwirren sie die Astralwelt. Es sind die wieder zur Geburt zurückkehrenden Menschen. Wenn der Mensch im Devachan alle Erlebnisse in Fähigkeiten umgewandelt hat, steigt er wieder nieder in die astrale Welt. Wie der Magnet Eisensplitter anzieht, so gliedert sich der Mensch bei der Rückkehr in den Astralraum den Ätherleib für sein neues Erdenleben an. Das geschieht mit Hilfe anderer geistiger Wesen. Dann wird der Mensch gleichzeitig hingeleitet zu dem Elternpaar, welches für seine neue Inkarnation annähernd geeignet ist. Nur der bestmögliche Leib kann ihm angegliedert werden. Nun geschieht die Eingliederung in den physischen Leib nicht bloß nach diesem einen Gesichtspunkt, sondern auch der Ort und die Umgebung wird bestimmt, woraus sich der Mensch entwikkelt. All dies wird bestimmt durch die Handlungen, welche die Menschen im vorhergehenden Leben vollführt haben. Was sich von Astralsubstanz herangliedert, das sind die Fähigkeiten, die er erworben hat. Die Vorstellungen, die zu einem festen Bestandteil seiner Seele geworden sind, wirken sich in der Gestaltung des Ätherleibes aus. Der Ätherleib bedingt wiederum die Beschaffenheit des physischen Leibes.
[ 15 ] In der Astralwelt existieren die verschiedensten Gebilde. Man lernt die mannigfachsten Bewohner des Astralplanes kennen. So gibt es Gebilde, die mit riesiger Schnelligkeit durch den Astralraum eilen; wie Glockengebilde durchschwirren sie die Astralwelt. Es sind die wieder zur Geburt zurückkehrenden Menschen. Wenn der Mensch im Devachan alle Erlebnisse in Fähigkeiten umgewandelt hat, steigt er wieder nieder in die astrale Welt. Wie der Magnet Eisensplitter anzieht, so gliedert sich der Mensch bei der Rückkehr in den Astralraum den Ätherleib für sein neues Erdenleben an. Das geschieht mit Hilfe anderer geistiger Wesen. Dann wird der Mensch gleichzeitig hingeleitet zu dem Elternpaar, welches für seine neue Inkarnation annähernd geeignet ist. Nur der bestmögliche Leib kann ihm angegliedert werden. Nun geschieht die Eingliederung in den physischen Leib nicht bloß nach diesem einen Gesichtspunkt, sondern auch der Ort und die Umgebung wird bestimmt, woraus sich der Mensch entwikkelt. All dies wird bestimmt durch die Handlungen, welche die Menschen im vorhergehenden Leben vollführt haben. Was sich von Astralsubstanz herangliedert, das sind die Fähigkeiten, die er erworben hat. Die Vorstellungen, die zu einem festen Bestandteil seiner Seele geworden sind, wirken sich in der Gestaltung des Ätherleibes aus. Der Ätherleib bedingt wiederum die Beschaffenheit des physischen Leibes.
[ 16 ] Wie kommt es nun, daß der Mensch gerade die Situation antrifft, in die er bei seiner neuen Inkarnation hineingeführt wird? Da müssen wir noch von geheimnisvollen Wirkungen sprechen, die sich um den Menschen abspielen. Wenn der Mensch einen Gedanken hegt, einen Wunsch, eine Empfindung hat, dann sind dies zunächst Erlebnisse im astralen Leibe. Seine Empfindungen, seine Gedanken, die in der Aura zum Ausdruck kommen, stellen zugleich Formen auf dem Astralplan dar. Was der Mensch im physischen Leben in der Seele erlebt, hat eine entsprechende Form im Astralraum. Physische Erlebnisse sind nicht nur auf dem physischen Plan vorhanden, sondern sie setzen sich fort auf dem Astralplan. Alles was der Mensch in seiner tiefsten Seele erlebt, hat ein Spiegelbild auf dem Astralplan. Was aber eine Eigenschaft des Ätherleibes ist, setzt sich fort auf dem Devachanplan. So wie jeder Gedanke eine Form auf dem Astralplan erzeugt, so ruft jede Eigenschaft des Ätherleibes ihr Gegenbild auf dem Devachanplan hervor. Auch Handlungen haben in höheren Welten ihr Gegenbild, und zwar auf dem Budhiplan. Die Gedanken haben also ein Gegenbild auf dem Astralplan, die Gewohnheiten auf dem Devachanplan, die Handlungen auf dem Budhiplan.
[ 16 ] Wie kommt es nun, daß der Mensch gerade die Situation antrifft, in die er bei seiner neuen Inkarnation hineingeführt wird? Da müssen wir noch von geheimnisvollen Wirkungen sprechen, die sich um den Menschen abspielen. Wenn der Mensch einen Gedanken hegt, einen Wunsch, eine Empfindung hat, dann sind dies zunächst Erlebnisse im astralen Leibe. Seine Empfindungen, seine Gedanken, die in der Aura zum Ausdruck kommen, stellen zugleich Formen auf dem Astralplan dar. Was der Mensch im physischen Leben in der Seele erlebt, hat eine entsprechende Form im Astralraum. Physische Erlebnisse sind nicht nur auf dem physischen Plan vorhanden, sondern sie setzen sich fort auf dem Astralplan. Alles was der Mensch in seiner tiefsten Seele erlebt, hat ein Spiegelbild auf dem Astralplan. Was aber eine Eigenschaft des Ätherleibes ist, setzt sich fort auf dem Devachanplan. So wie jeder Gedanke eine Form auf dem Astralplan erzeugt, so ruft jede Eigenschaft des Ätherleibes ihr Gegenbild auf dem Devachanplan hervor. Auch Handlungen haben in höheren Welten ihr Gegenbild, und zwar auf dem Budhiplan. Die Gedanken haben also ein Gegenbild auf dem Astralplan, die Gewohnheiten auf dem Devachanplan, die Handlungen auf dem Budhiplan.
Gedanken: Astralplan
Neigungen: Devachanplan
Handlungen: Budhiplan
Gedanken: Astralplan
Neigungen: Devachanplan
Handlungen: Budhiplan
[ 17 ] Der Mensch bevölkert fortwährend den Astralplan mit Gedankenformen, den Devachanplan mit Formen seiner Neigungen, den Budhiplan mit Abdrücken seiner Handlungen. All dies umgibt uns auf den höheren Planen fortwährend. Das ist die eine Seite. Nun gibt es dazu noch eine andere Seite. Man denke sich, man habe irgendeinem Menschen etwas getan, eine Handlung zugefügt, die ihn geschädigt hat. Während der Kamalokazeit erlebt man das an sich selbst. Was man dann mitnimmt als den Schmerz, den man im anderen erlebt hat, wird eine Kraft, die eingeschrieben wird auf dem Budhiplan. Die Entfaltung dieser Kraft wird dadurch vorbereitet, daß sie auf dem Budhiplan eingetragen ist. Der Mensch wird zu alledem hingeleitet, was auf dem Budhiplan eingeschrieben ist. Durch die Erfahrungen, die ihm in Kamaloka zuteil geworden sind, verbindet er sich wieder mit den Folgen seiner Handlungen auf dem Budhiplan. Weil der Mensch jetzt noch nicht auf dem Budhiplan leben kann, vermag er dies nicht selbst zu tun. Er muß Führer haben. Das sind die Lipikas, die Schicksalsgötter. Sie geleiten den Menschen in sein Schicksal hinein, weil er selbst noch nicht imstande ist, es zu ergreifen.
[ 17 ] Der Mensch bevölkert fortwährend den Astralplan mit Gedankenformen, den Devachanplan mit Formen seiner Neigungen, den Budhiplan mit Abdrücken seiner Handlungen. All dies umgibt uns auf den höheren Planen fortwährend. Das ist die eine Seite. Nun gibt es dazu noch eine andere Seite. Man denke sich, man habe irgendeinem Menschen etwas getan, eine Handlung zugefügt, die ihn geschädigt hat. Während der Kamalokazeit erlebt man das an sich selbst. Was man dann mitnimmt als den Schmerz, den man im anderen erlebt hat, wird eine Kraft, die eingeschrieben wird auf dem Budhiplan. Die Entfaltung dieser Kraft wird dadurch vorbereitet, daß sie auf dem Budhiplan eingetragen ist. Der Mensch wird zu alledem hingeleitet, was auf dem Budhiplan eingeschrieben ist. Durch die Erfahrungen, die ihm in Kamaloka zuteil geworden sind, verbindet er sich wieder mit den Folgen seiner Handlungen auf dem Budhiplan. Weil der Mensch jetzt noch nicht auf dem Budhiplan leben kann, vermag er dies nicht selbst zu tun. Er muß Führer haben. Das sind die Lipikas, die Schicksalsgötter. Sie geleiten den Menschen in sein Schicksal hinein, weil er selbst noch nicht imstande ist, es zu ergreifen.
