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Original Impulses of Spiritual Science
GA 96

4 March 1907, Berlin

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16. Der Lebenslauf des Menschen im Zusammenhang mit der planetarischen Evolution

16. Der Lebenslauf des Menschen im Zusammenhang mit der planetarischen Evolution

[ 1 ] Ich möchte Ihnen heute eine Art Ergänzung und Erweiterung dessen geben, was im letzten Vortrag über den Lebenslauf des Menschen gesagt worden ist. Wir können dabei einige intimere Dinge besprechen und außerdem an dieser oder jener Stelle etwas einfügen, was im öffentlichen Vortrag weggelassen werden mußte. Vor allen Dingen möchte ich Ihnen diesen Lebenslauf in ein großes Ganzes hinstellen. Ich möchte Ihnen zeigen, wie der Mensch, so wie er heute vor uns steht, in der Tat eine Art von Mikrokosmos ist, eine kleine Welt; wie er alles das, was uns rings umgibt, nicht nur auf der Erde, sondern in gewisser Beziehung auch im Sternenhimmel als Gesetz seiner Entwickelung in sich schließt.

[ 1 ] Ich möchte Ihnen heute eine Art Ergänzung und Erweiterung dessen geben, was im letzten Vortrag über den Lebenslauf des Menschen gesagt worden ist. Wir können dabei einige intimere Dinge besprechen und außerdem an dieser oder jener Stelle etwas einfügen, was im öffentlichen Vortrag weggelassen werden mußte. Vor allen Dingen möchte ich Ihnen diesen Lebenslauf in ein großes Ganzes hinstellen. Ich möchte Ihnen zeigen, wie der Mensch, so wie er heute vor uns steht, in der Tat eine Art von Mikrokosmos ist, eine kleine Welt; wie er alles das, was uns rings umgibt, nicht nur auf der Erde, sondern in gewisser Beziehung auch im Sternenhimmel als Gesetz seiner Entwickelung in sich schließt.

[ 2 ] Wie Sie sich erinnern, ist hier schon öfters davon gesprochen worden, daß unsere Erde eine ähnliche Entwickelung wie der Mensch selbst durchzumachen hat; daß unsere Erde nicht von Anfang an dieser Planet war, den wir heute bewohnen, sondern daß sie sozusagen die Wiederverkörperung anderer Planeten ist. Im Sinne der Geisteswissenschaft sprechen wir davon, daß unsere Erde sich aus einem Planeten entwickelt hat, der unserer Erde vorangegangen ist, allerdings vor einer ungeheuren Anzahl von Jahren, und wir haben öfter davon gesprochen, daß dieser Planet im Okkultismus den Namen «Mond» trägt. Nicht etwa, weil er irgendwie zusammengeworfen werden dürfte mit dem heutigen Mond. Der heutige Mond, der ein Nebenplanet unserer Erde ist, ist eine Art von Schlacke, die als unbrauchbar abgeworfen worden ist. Sie könnten den Vorgänger der Erde sich herausbilden sehen, wenn Sie alles, was unsere Erde und was der Mond heute ist, mit allem, was sie an Geistigem und an Seelischem enthalten, durcheinanderrühren könnten. Da würden Sie einen Planeten erhalten, der etwa der Vorgänger unserer Erde, der Mond sein würde. Auf jenem Mond, aus dem sich unsere Erde allmählich herausgebildet hat, war der physische Mensch noch nicht in seiner heutigen Form vorhanden, sondern es lebte eine Art physischer Vorgänger des Menschen auf dem Monde, aber dieser Vorgänger war noch recht tierischer Art. Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß das, was heute Mensch ist, in dem tierischen Menschen des Mondes enthalten gewesen wäre. Das würde eine materialistische Vorstellung sein. Auf dem alten Monde wandelten Wesen tierisch-menschlicher Art umher, höher als die jetzigen Säugetiere, aber tiefer als der heutige Mensch. Was heute als Seele im Inneren des Menschen ist, war auf dem Monde noch nicht in seinem Inneren. Das war etwas, was den Menschen damals so einhüllte, wie ihn heute unsichtbar seine astralische Aura umgibt.

[ 2 ] Wie Sie sich erinnern, ist hier schon öfters davon gesprochen worden, daß unsere Erde eine ähnliche Entwickelung wie der Mensch selbst durchzumachen hat; daß unsere Erde nicht von Anfang an dieser Planet war, den wir heute bewohnen, sondern daß sie sozusagen die Wiederverkörperung anderer Planeten ist. Im Sinne der Geisteswissenschaft sprechen wir davon, daß unsere Erde sich aus einem Planeten entwickelt hat, der unserer Erde vorangegangen ist, allerdings vor einer ungeheuren Anzahl von Jahren, und wir haben öfter davon gesprochen, daß dieser Planet im Okkultismus den Namen «Mond» trägt. Nicht etwa, weil er irgendwie zusammengeworfen werden dürfte mit dem heutigen Mond. Der heutige Mond, der ein Nebenplanet unserer Erde ist, ist eine Art von Schlacke, die als unbrauchbar abgeworfen worden ist. Sie könnten den Vorgänger der Erde sich herausbilden sehen, wenn Sie alles, was unsere Erde und was der Mond heute ist, mit allem, was sie an Geistigem und an Seelischem enthalten, durcheinanderrühren könnten. Da würden Sie einen Planeten erhalten, der etwa der Vorgänger unserer Erde, der Mond sein würde. Auf jenem Mond, aus dem sich unsere Erde allmählich herausgebildet hat, war der physische Mensch noch nicht in seiner heutigen Form vorhanden, sondern es lebte eine Art physischer Vorgänger des Menschen auf dem Monde, aber dieser Vorgänger war noch recht tierischer Art. Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß das, was heute Mensch ist, in dem tierischen Menschen des Mondes enthalten gewesen wäre. Das würde eine materialistische Vorstellung sein. Auf dem alten Monde wandelten Wesen tierisch-menschlicher Art umher, höher als die jetzigen Säugetiere, aber tiefer als der heutige Mensch. Was heute als Seele im Inneren des Menschen ist, war auf dem Monde noch nicht in seinem Inneren. Das war etwas, was den Menschen damals so einhüllte, wie ihn heute unsichtbar seine astralische Aura umgibt.

[ 3 ] Ich habe öfter gesagt, daß des Nachts des Menschen Astralleib herausgeht aus dem physischen Leib. Der Astralleib hängt dann im Schlafe nur durch einen dem Hellseher wahrnehmbaren astralischen Strang in der Gegend der Milz mit dem physischen Leibe zusammen. Die Milz hat nicht nur eine physische Aufgabe, sondern es ist auch ihre Funktion, den Zusammenhang des Physischen mit dem geistig-seelischen Teil des Menschen zu vermitteln. Die Milz ist der Anknüpfungspunkt des physischen Leibes an den Astralleib. Daher können Sie in jedem Lehrbuch der Anatomie lesen, daß man über die Milz nichts Rechtes weiß. Die Milz ist eines derjenigen Organe, die an der Grenze der physischen Organe stehen. Der Astralleib, der also während des Schlafes nur durch die Milz mit dem physischen Leib verbunden ist, arbeitet daran, die Ermüdungsstoffe aus dem physischen Leib hinwegzuschaften. Für den Hellseher erscheint der schlafende Mensch wie in eine merkwürdige Wolke gehüllt, die an dem physischen Leib fortwährend arbeitet.

[ 3 ] Ich habe öfter gesagt, daß des Nachts des Menschen Astralleib herausgeht aus dem physischen Leib. Der Astralleib hängt dann im Schlafe nur durch einen dem Hellseher wahrnehmbaren astralischen Strang in der Gegend der Milz mit dem physischen Leibe zusammen. Die Milz hat nicht nur eine physische Aufgabe, sondern es ist auch ihre Funktion, den Zusammenhang des Physischen mit dem geistig-seelischen Teil des Menschen zu vermitteln. Die Milz ist der Anknüpfungspunkt des physischen Leibes an den Astralleib. Daher können Sie in jedem Lehrbuch der Anatomie lesen, daß man über die Milz nichts Rechtes weiß. Die Milz ist eines derjenigen Organe, die an der Grenze der physischen Organe stehen. Der Astralleib, der also während des Schlafes nur durch die Milz mit dem physischen Leib verbunden ist, arbeitet daran, die Ermüdungsstoffe aus dem physischen Leib hinwegzuschaften. Für den Hellseher erscheint der schlafende Mensch wie in eine merkwürdige Wolke gehüllt, die an dem physischen Leib fortwährend arbeitet.

[ 4 ] Was nun heute im Schlafe außerhalb des physischen Leibes ist, das war während des Mondenzustandes ständig außerhalb des physischen Leibes und hing zusammen mit dem allgemeinen göttlichen Weltengeist. Ein Teil der den Mond umhüllenden Geistigkeit schnürte sich erst im Erdendasein für den Menschen ab. Daher sagt der Okkultismus zwar: Der Mensch hat einen Vorgänger tierisch-geistiger Art. Aber nie hätte sich daraus von selbst der heutige Mensch entwickelt, wenn Sie nur materialistische Vorstellungen gelten lassen. Was von außen wirkte, mußte eindringen und sich zu späteren Stufen hinaufbilden. Es fand also wirklich auf der Erde jene Beseelung statt, von der in der Paradiesesmythe gesprochen wird. Diese Paradiesesmythe können Sie im weitesten Sinne wörtlich nehmen. Die Luft, wie sie uns heute umgibt, war auf dem Monde der richtige Körper der Menschenseele. Dazumal war die Luft noch ganz durchgeistigt. Wie die Erde heute nur von physischer Luft umgeben ist, so war der Mond von einer Hülle umgeben, die von Seelensubstanz durchdrungen war. Und nun verstehen Sie, warum die Luft entseelt, physisch geworden ist. Die Seele ging in den Körper ein: «Und Gott hauchte dem Menschen den lebendigen Odem ein, und also ward der Mensch eine lebendige Seele.» Es ist die tiefste Weisheit in dieser Paradiesesmythe.

[ 4 ] Was nun heute im Schlafe außerhalb des physischen Leibes ist, das war während des Mondenzustandes ständig außerhalb des physischen Leibes und hing zusammen mit dem allgemeinen göttlichen Weltengeist. Ein Teil der den Mond umhüllenden Geistigkeit schnürte sich erst im Erdendasein für den Menschen ab. Daher sagt der Okkultismus zwar: Der Mensch hat einen Vorgänger tierisch-geistiger Art. Aber nie hätte sich daraus von selbst der heutige Mensch entwickelt, wenn Sie nur materialistische Vorstellungen gelten lassen. Was von außen wirkte, mußte eindringen und sich zu späteren Stufen hinaufbilden. Es fand also wirklich auf der Erde jene Beseelung statt, von der in der Paradiesesmythe gesprochen wird. Diese Paradiesesmythe können Sie im weitesten Sinne wörtlich nehmen. Die Luft, wie sie uns heute umgibt, war auf dem Monde der richtige Körper der Menschenseele. Dazumal war die Luft noch ganz durchgeistigt. Wie die Erde heute nur von physischer Luft umgeben ist, so war der Mond von einer Hülle umgeben, die von Seelensubstanz durchdrungen war. Und nun verstehen Sie, warum die Luft entseelt, physisch geworden ist. Die Seele ging in den Körper ein: «Und Gott hauchte dem Menschen den lebendigen Odem ein, und also ward der Mensch eine lebendige Seele.» Es ist die tiefste Weisheit in dieser Paradiesesmythe.

[ 5 ] Auf dem Monde als physischem Weltkörper war der Mensch also als physisches Wesen viel unvollkommener, und dementsprechend war auch alles noch nicht so weit gediehen wie heute. Ich habe Ihnen auch diesen Mondleib hier schon öfter beschrieben. Wir wollen uns noch einmal ins Gedächtnis rufen, wie dieser Weltkörper wohl ausgesehen hat. Solche Felsen, solche Ackerkrume, solchen festen Boden, auf dem wir heute herumtreten, gab es auf dem Monde nicht. Dieser alte Mond war als Weltkörper eine Art von halb lebendem Wesen. Stellen Sie sich ein Torfmoor vor, aber noch mehr durchlebt als der heutige Torf — wie einen Pflanzenbrei etwa oder wie Spinat. Diese breiige Masse war durchzogen von verholzten Substanzen. Statt unserer heutigen Felsen gab es auf dem Monde eine Art von Holzgrundlage, und darüber eine Masse, halb Pflanze, halb Stein. Darauf wuchsen nun Wesenheiten, die mitten zwischen Pflanzen und Tieren standen, sozusagen Pflanzentiere. Die heutigen Schmarotzerpflanzen sind Nachzügler solcher Pflanzen, wie sie auf dem Mond gelebt haben, so vor allem die Mistel. Sie kann nur auf andern Pflanzen wachsen, weil sie eine zurückgebliebene Mondenpflanze ist, die auf dem Mond auf einer Art Pflanzengrundlage wuchs. Damit hängt die besondere Bedeutung der Mistel in der Volksdichtung zusammen.

[ 5 ] Auf dem Monde als physischem Weltkörper war der Mensch also als physisches Wesen viel unvollkommener, und dementsprechend war auch alles noch nicht so weit gediehen wie heute. Ich habe Ihnen auch diesen Mondleib hier schon öfter beschrieben. Wir wollen uns noch einmal ins Gedächtnis rufen, wie dieser Weltkörper wohl ausgesehen hat. Solche Felsen, solche Ackerkrume, solchen festen Boden, auf dem wir heute herumtreten, gab es auf dem Monde nicht. Dieser alte Mond war als Weltkörper eine Art von halb lebendem Wesen. Stellen Sie sich ein Torfmoor vor, aber noch mehr durchlebt als der heutige Torf — wie einen Pflanzenbrei etwa oder wie Spinat. Diese breiige Masse war durchzogen von verholzten Substanzen. Statt unserer heutigen Felsen gab es auf dem Monde eine Art von Holzgrundlage, und darüber eine Masse, halb Pflanze, halb Stein. Darauf wuchsen nun Wesenheiten, die mitten zwischen Pflanzen und Tieren standen, sozusagen Pflanzentiere. Die heutigen Schmarotzerpflanzen sind Nachzügler solcher Pflanzen, wie sie auf dem Mond gelebt haben, so vor allem die Mistel. Sie kann nur auf andern Pflanzen wachsen, weil sie eine zurückgebliebene Mondenpflanze ist, die auf dem Mond auf einer Art Pflanzengrundlage wuchs. Damit hängt die besondere Bedeutung der Mistel in der Volksdichtung zusammen.

[ 6 ] Über diesen Wesenheiten, die halb Pflanzen und halb Tiere waren, standen die Menschen. Wäre der Mond geblieben, wie er damals war, hätte er alles das bei sich behalten, so hätten die Seelen der Menschen es niemals dahin bringen können, den 'Tiermenschen auf dem Monde hinaufzuentwickeln zu der heutigen menschlichen Gestalt. Die ganze Substanz des Mondes war nicht dazu angetan, daß man aus ihr heraus den Menschen hätte weiterbringen können. Dazu mußte erst das, was heute im Monde ist, herausgeworfen werden. Erst dadurch entstand aus dem Erdenmaterial die Möglichkeit, den Tiermenschen zur Stufe des heutigen Menschen hinaufzuentwickeln. So haben wir einen Vorgänger unserer Erde, den wir den Mondplaneten nennen, der eine Zusammenfassung unserer heutigen Erde mit dem heutigen Mond ist, der nur von ihr abgeworfen wurde, damit die geläuterte Substanz gewonnen würde, um den Menschen in der Form, wie er sich heute darstellt, zustande zu bringen.

[ 6 ] Über diesen Wesenheiten, die halb Pflanzen und halb Tiere waren, standen die Menschen. Wäre der Mond geblieben, wie er damals war, hätte er alles das bei sich behalten, so hätten die Seelen der Menschen es niemals dahin bringen können, den 'Tiermenschen auf dem Monde hinaufzuentwickeln zu der heutigen menschlichen Gestalt. Die ganze Substanz des Mondes war nicht dazu angetan, daß man aus ihr heraus den Menschen hätte weiterbringen können. Dazu mußte erst das, was heute im Monde ist, herausgeworfen werden. Erst dadurch entstand aus dem Erdenmaterial die Möglichkeit, den Tiermenschen zur Stufe des heutigen Menschen hinaufzuentwickeln. So haben wir einen Vorgänger unserer Erde, den wir den Mondplaneten nennen, der eine Zusammenfassung unserer heutigen Erde mit dem heutigen Mond ist, der nur von ihr abgeworfen wurde, damit die geläuterte Substanz gewonnen würde, um den Menschen in der Form, wie er sich heute darstellt, zustande zu bringen.

[ 7 ] Noch weiter vorher war unsere Erde ein Planet, den man in der Geisteswissenschaft «Sonne» nennt, der aber wiederum nicht das gleiche ist wie die heutige Sonne. Wenn Sie die heutige Erde, die heutige Sonne und den heutigen Mond zusammenrührten, mit allen Wesen, die zu ihnen gehören, dann bekämen Sie den Planeten, der die frühere Sonne war. Die Sonne ist in ihrer Art, kosmisch genommen, ein viel höheres Wesen als unsere Erde. Ihre Bewohner sind solche geistigen Wesenheiten, die immer in einem Zustande leben, in dem sich der Mensch nur befindet, wenn er zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in der Devachanwelt ist. Es sind devachanische Wesen, die wir unsere devachanischen Genossen nennen könnten. Damit nun diese Wesen, die schon früher die Stufen durchgemacht haben, die der heutige Mensch durchläuft, zu dieser Stufe aufsteigen konnten, mußten sie ihrerseits vorher den damaligen Mond abschieben, geradeso wie die Erde später den heutigen Mond. Das mußte aus der damaligen Sonne herausgesetzt werden und dadurch ist jener Planet zum Fixstern avanciert. Ein Stern ist nicht von Anfang an Fixstern. In Wahrheit hat sich ein Fixstern aus einem Planeten entwickelt. Auch unsere Erde wird einst ein Fixstern werden, sie wird dann auch eine Sonne sein, und unsere Erdenbewohner werden dann ebenfalls ein geistiges Dasein haben wie heute die Sonnenbewohner. Dazu mußte aber der Mond erst abgeworfen werden.

[ 7 ] Noch weiter vorher war unsere Erde ein Planet, den man in der Geisteswissenschaft «Sonne» nennt, der aber wiederum nicht das gleiche ist wie die heutige Sonne. Wenn Sie die heutige Erde, die heutige Sonne und den heutigen Mond zusammenrührten, mit allen Wesen, die zu ihnen gehören, dann bekämen Sie den Planeten, der die frühere Sonne war. Die Sonne ist in ihrer Art, kosmisch genommen, ein viel höheres Wesen als unsere Erde. Ihre Bewohner sind solche geistigen Wesenheiten, die immer in einem Zustande leben, in dem sich der Mensch nur befindet, wenn er zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in der Devachanwelt ist. Es sind devachanische Wesen, die wir unsere devachanischen Genossen nennen könnten. Damit nun diese Wesen, die schon früher die Stufen durchgemacht haben, die der heutige Mensch durchläuft, zu dieser Stufe aufsteigen konnten, mußten sie ihrerseits vorher den damaligen Mond abschieben, geradeso wie die Erde später den heutigen Mond. Das mußte aus der damaligen Sonne herausgesetzt werden und dadurch ist jener Planet zum Fixstern avanciert. Ein Stern ist nicht von Anfang an Fixstern. In Wahrheit hat sich ein Fixstern aus einem Planeten entwickelt. Auch unsere Erde wird einst ein Fixstern werden, sie wird dann auch eine Sonne sein, und unsere Erdenbewohner werden dann ebenfalls ein geistiges Dasein haben wie heute die Sonnenbewohner. Dazu mußte aber der Mond erst abgeworfen werden.

[ 8 ] Diese Sonne hat sich ihrerseits aus einem Planeten entwickelt, der schon so weit zurückliegt, daß die heutige Menschheit sehr schwer eine Vorstellung davon gewinnen kann. Dazu gehört schon eine hohe Initiation. Man nennt diesen Planeten «Saturn». Der Saturn verwandelte sich in die Sonne, die Sonne in den Mond, der Mond in die Erde, die Erde wird sich verwandeln in « Jupiter», der Jupiter in «Venus» und die Venus in einen Planeten, den man als «Vulkan» bezeichnet.

[ 8 ] Diese Sonne hat sich ihrerseits aus einem Planeten entwickelt, der schon so weit zurückliegt, daß die heutige Menschheit sehr schwer eine Vorstellung davon gewinnen kann. Dazu gehört schon eine hohe Initiation. Man nennt diesen Planeten «Saturn». Der Saturn verwandelte sich in die Sonne, die Sonne in den Mond, der Mond in die Erde, die Erde wird sich verwandeln in « Jupiter», der Jupiter in «Venus» und die Venus in einen Planeten, den man als «Vulkan» bezeichnet.

[ 9 ] Nun kann aber jemand fragen: Eine Venus steht heute auch schon am Himmel, und ein Jupiter ebenfalls — wie verhalten sich nun all diese Planeten zueinander? Daß unsere heutige Menschheit jemals auf dem Saturn war, der heute im Weltenraum draußen ist, wäre eine ganz und gar falsche Vorstellung. Das wäre dasselbe, wie wenn Sie ein Kind von sechs Jahren und einen Mann von fünfzig Jahren vor sich hätten und nun glauben würden, daß die Kräfte des Kindes jemals auf diesen Mann übergehen könnten. Der Mann war auch einmal ein sechsjähriges Kind, er hat ganz dasselbe Stadium durchgemacht. So ist es auch mit dem jetzigen Planeten Saturn. Er hat mit der Erdenentwickelung nichts zu tun, aber er stellt jenes Stadium dar, in welchem die Erde auch einmal war. Wie der fünfzigjährige Mann dasselbe war, wie der sechsjährige Knabe ist, so war unsere Erde auch einmal in einem ähnlichen Zustand wie der heutige Saturn, die heutige Sonne und der heutige Mond. Wenn Sie aber die heutige Venus betrachten, so stellt sie uns einen Zukunftszustand der Erde dar. Die Erde wird einmal in einem solchen Zustand sein. Die Venus ist nicht irgendein Himmelskörper, den der Mensch einmal bewohnen wird, sondern die Erde wird auch einmal Venus sein. Das sind Gattungsnamen, die die betreffenden Stadien eines Planeten darstellen.

[ 9 ] Nun kann aber jemand fragen: Eine Venus steht heute auch schon am Himmel, und ein Jupiter ebenfalls — wie verhalten sich nun all diese Planeten zueinander? Daß unsere heutige Menschheit jemals auf dem Saturn war, der heute im Weltenraum draußen ist, wäre eine ganz und gar falsche Vorstellung. Das wäre dasselbe, wie wenn Sie ein Kind von sechs Jahren und einen Mann von fünfzig Jahren vor sich hätten und nun glauben würden, daß die Kräfte des Kindes jemals auf diesen Mann übergehen könnten. Der Mann war auch einmal ein sechsjähriges Kind, er hat ganz dasselbe Stadium durchgemacht. So ist es auch mit dem jetzigen Planeten Saturn. Er hat mit der Erdenentwickelung nichts zu tun, aber er stellt jenes Stadium dar, in welchem die Erde auch einmal war. Wie der fünfzigjährige Mann dasselbe war, wie der sechsjährige Knabe ist, so war unsere Erde auch einmal in einem ähnlichen Zustand wie der heutige Saturn, die heutige Sonne und der heutige Mond. Wenn Sie aber die heutige Venus betrachten, so stellt sie uns einen Zukunftszustand der Erde dar. Die Erde wird einmal in einem solchen Zustand sein. Die Venus ist nicht irgendein Himmelskörper, den der Mensch einmal bewohnen wird, sondern die Erde wird auch einmal Venus sein. Das sind Gattungsnamen, die die betreffenden Stadien eines Planeten darstellen.

[ 10 ] So wie nun der Mensch heute vor Ihnen steht, besteht er aus dem physischen Leib, der dieselben Stoffe in sich hat, welche auch das ganze Mineralreich in sich hat. Ferner besteht er aus dem Ätherleib, den auch die Pflanze hat, dann aus dem AÄstralleib, den auch das Tier hat, und dann aus dem Ich. Gehen wir nun bis zum Saturn zurück, so hatte der Mensch — der damalige physische Menschenvorfahr — noch nichts als die Anlage zum physischen Leib. Die Anlage zum Ätherleib bekommt er erst auf der Sonne dazu, die Anlage zum Astralleib auf dem Mond, und das Ich entwickelt sich auf der Erde. Das ist der Sinn der aufeinanderfolgenden Entwickelung.

[ 10 ] So wie nun der Mensch heute vor Ihnen steht, besteht er aus dem physischen Leib, der dieselben Stoffe in sich hat, welche auch das ganze Mineralreich in sich hat. Ferner besteht er aus dem Ätherleib, den auch die Pflanze hat, dann aus dem AÄstralleib, den auch das Tier hat, und dann aus dem Ich. Gehen wir nun bis zum Saturn zurück, so hatte der Mensch — der damalige physische Menschenvorfahr — noch nichts als die Anlage zum physischen Leib. Die Anlage zum Ätherleib bekommt er erst auf der Sonne dazu, die Anlage zum Astralleib auf dem Mond, und das Ich entwickelt sich auf der Erde. Das ist der Sinn der aufeinanderfolgenden Entwickelung.

[ 11 ] Nun war aber auf dem Saturn nicht so etwas vorhanden wie ein heutiger physischer Menschenleib. Als der Saturn am dichtesten war, war er folgendermaßen: Wenn ich hier spreche, bringe ich die Luft in Schwingungen. Bräuchten Sie meine Worte nicht zu hören, könnte ich die Luft in Bewegung bringen, ohne zu sprechen, könnten Sie die Schwingungen meiner Worte sehen - die ganz bestimmten Luftbewegungen -, so würden Sie Abbilder meiner Worte sehen. Wenn Sie dann den Zusammenhang wüßten, dann könnten Sie aus den Schwingungen entnehmen, was ich gesprochen habe. Meine Worte sind der Grund, daß die Luft hier in Bewegung ist. Denken Sie sich nun einmal, Sie könnten die Luftwellen in einem Moment ganz erstarren lassen: dann würden meine Worte herunterfallen. Sie würden auf der Erde etwas wie Austernschalen haben, und Sie könnten in der festgewordenen Luft die Formen meiner Worte sehen. So ungefähr müssen Sie sich den menschlichen Leib, die tierischen Leiber, die Pflanzen und die mineralischen Kristalle auf dem Saturn vorstellen: aus ihrer Erstarrung heraus aufgelöst bis zum luftförmigen Zustand. Denn all dies hat damals auf dem Saturn nur als eine wogende, wallende Luftmaterie gelebt. Was heute ein Kristall ist, ist festgewordene wallende Materie vom Saturn. Ebenso ist es mit den Pflanzen und mit den Tieren, die auf dem Saturn als Schwingungen der leichten, feinen Saturnmaterie existiert haben. Genauso war es, wie wenn von höheren Geistern alle Wesen in die Saturnmaterie hineingesprochen worden wären, wie ich hier die Schwingungen in die Luft hineinspreche. Die schöpferischen Geister des Saturn brachten die Saturnmaterie in innere Schwingungen, welche die Vorboten für die späteren Pflanzen, Tier- und Menschenleiber waren.

[ 11 ] Nun war aber auf dem Saturn nicht so etwas vorhanden wie ein heutiger physischer Menschenleib. Als der Saturn am dichtesten war, war er folgendermaßen: Wenn ich hier spreche, bringe ich die Luft in Schwingungen. Bräuchten Sie meine Worte nicht zu hören, könnte ich die Luft in Bewegung bringen, ohne zu sprechen, könnten Sie die Schwingungen meiner Worte sehen - die ganz bestimmten Luftbewegungen -, so würden Sie Abbilder meiner Worte sehen. Wenn Sie dann den Zusammenhang wüßten, dann könnten Sie aus den Schwingungen entnehmen, was ich gesprochen habe. Meine Worte sind der Grund, daß die Luft hier in Bewegung ist. Denken Sie sich nun einmal, Sie könnten die Luftwellen in einem Moment ganz erstarren lassen: dann würden meine Worte herunterfallen. Sie würden auf der Erde etwas wie Austernschalen haben, und Sie könnten in der festgewordenen Luft die Formen meiner Worte sehen. So ungefähr müssen Sie sich den menschlichen Leib, die tierischen Leiber, die Pflanzen und die mineralischen Kristalle auf dem Saturn vorstellen: aus ihrer Erstarrung heraus aufgelöst bis zum luftförmigen Zustand. Denn all dies hat damals auf dem Saturn nur als eine wogende, wallende Luftmaterie gelebt. Was heute ein Kristall ist, ist festgewordene wallende Materie vom Saturn. Ebenso ist es mit den Pflanzen und mit den Tieren, die auf dem Saturn als Schwingungen der leichten, feinen Saturnmaterie existiert haben. Genauso war es, wie wenn von höheren Geistern alle Wesen in die Saturnmaterie hineingesprochen worden wären, wie ich hier die Schwingungen in die Luft hineinspreche. Die schöpferischen Geister des Saturn brachten die Saturnmaterie in innere Schwingungen, welche die Vorboten für die späteren Pflanzen, Tier- und Menschenleiber waren.

[ 12 ] Das ist der Anfang unserer Evolution - «Im Anfang war das Wort». Das Wort durchtönte die Saturnmaterie, und alle Wesen waren in Schwingungen in dieser Saturnmaterie. Denken Sie zum Vergleich an die Chladnischen Klangfiguren: Wenn Sie eine Messingplatte, die Sie mit feinem Sand oder Staub bestreut haben, mit einem Violinbogen streichen, so bekommen Sie auf der Platte die verschiedensten Figuren. Das beruht darauf, daß Sie die Platte festgehalten und sie gestrichen haben. Durch das Streichen bekommen Sie einen Ton mit gewissen Schwingungen und Linien. Wo die Platte nicht schwingt, bleibt der Staub liegen, woanders schüttelt sie ihn ab. Hier können Sie gleichsam aus der Klangfärbung die Figuren herauslocken, wie sie einstmals - im Anfang durch das «Wort» - in die Materie hineingesprochen wurden. Materie ist innerlich nach den Gesetzen der Tonschwingungen gestaltet und gegliedert. Nach und nach sind aus diesen Schwingungen heraus jene festen Körper geworden.

[ 12 ] Das ist der Anfang unserer Evolution - «Im Anfang war das Wort». Das Wort durchtönte die Saturnmaterie, und alle Wesen waren in Schwingungen in dieser Saturnmaterie. Denken Sie zum Vergleich an die Chladnischen Klangfiguren: Wenn Sie eine Messingplatte, die Sie mit feinem Sand oder Staub bestreut haben, mit einem Violinbogen streichen, so bekommen Sie auf der Platte die verschiedensten Figuren. Das beruht darauf, daß Sie die Platte festgehalten und sie gestrichen haben. Durch das Streichen bekommen Sie einen Ton mit gewissen Schwingungen und Linien. Wo die Platte nicht schwingt, bleibt der Staub liegen, woanders schüttelt sie ihn ab. Hier können Sie gleichsam aus der Klangfärbung die Figuren herauslocken, wie sie einstmals - im Anfang durch das «Wort» - in die Materie hineingesprochen wurden. Materie ist innerlich nach den Gesetzen der Tonschwingungen gestaltet und gegliedert. Nach und nach sind aus diesen Schwingungen heraus jene festen Körper geworden.

[ 13 ] Auf der Sonne kam der Ätherleib hinzu und durchgeistigte jetzt einen Teil dieser Formen, die auf dem Saturn sich herausgebildet hatten. Die von ihm durchgeistigte Form hob sich hinauf bis zu einer Art von Pflanzendasein. Auf dem Mond kam dazu der Astralleib. Hier hoben sich die Wesen hinauf bis zu einer Art von tierischem Dasein. Auf der Erde kam dazu die Beseelung mit dem Ich. Es konnte aber der Mensch auf der Erde nur dadurch entstehen, daß von dem Vorgänger der Erde das abgeworfen ist, was die heutige physische Mondmaterie geworden ist. Es werden weiter von der Erde gewisse Bestandteile auszusondern sein, damit der Mensch sich weiterentwickeln kann zum Jupiterdasein, zur Venus und zum Vulkan.

[ 13 ] Auf der Sonne kam der Ätherleib hinzu und durchgeistigte jetzt einen Teil dieser Formen, die auf dem Saturn sich herausgebildet hatten. Die von ihm durchgeistigte Form hob sich hinauf bis zu einer Art von Pflanzendasein. Auf dem Mond kam dazu der Astralleib. Hier hoben sich die Wesen hinauf bis zu einer Art von tierischem Dasein. Auf der Erde kam dazu die Beseelung mit dem Ich. Es konnte aber der Mensch auf der Erde nur dadurch entstehen, daß von dem Vorgänger der Erde das abgeworfen ist, was die heutige physische Mondmaterie geworden ist. Es werden weiter von der Erde gewisse Bestandteile auszusondern sein, damit der Mensch sich weiterentwickeln kann zum Jupiterdasein, zur Venus und zum Vulkan.

[ 14 ] Nun müssen Sie sich darüber klar sein, daß man im Okkultismus die erste und die zweite Hälfte der Erde sorgfältig unterscheidet, weil die Erde in der ersten Hälfte einen Durchgang durch den Mars erlebte. Damals wurde die Möglichkeit aufgenommen, warmes, rotes Blut zu bilden. Der Eisengehalt der Erde rührt von dem Mars her, und die Eingliederung des Eisens in das Blut hängt mit diesem Marsdurchgang zusammen. Die alten griechischen und römischen Eingeweihten, die gewußt haben, daß gerade mit dem roten Blut das Mutartige, das Aggressive den Menschen gegeben worden ist, bezeichneten daher den Mars als den Kriegsgott. Die Namen, welche heute die Astronomen neu entdeckten Gestirnen geben, entspringen der Willkür. Damals betrachtete man den Namen noch als etwas, was aus der Natur der Sache heraus genommen wurde. Die mutartige Natur der Seele hängt so mit den Kräften zusammen, welche die Erde dem Mars verdankt. So gab man dem Mars als dem Mutigen den Namen des Kriegsgottes. Dagegen hängt die zweite Hälfte der Erde immer mehr mit Kräften zusammen, welche die Erde dem Merkur verdanken wird. Der Zusammenhang der Erde mit dem Merkur ist aber mehr geistiger Art.

[ 14 ] Nun müssen Sie sich darüber klar sein, daß man im Okkultismus die erste und die zweite Hälfte der Erde sorgfältig unterscheidet, weil die Erde in der ersten Hälfte einen Durchgang durch den Mars erlebte. Damals wurde die Möglichkeit aufgenommen, warmes, rotes Blut zu bilden. Der Eisengehalt der Erde rührt von dem Mars her, und die Eingliederung des Eisens in das Blut hängt mit diesem Marsdurchgang zusammen. Die alten griechischen und römischen Eingeweihten, die gewußt haben, daß gerade mit dem roten Blut das Mutartige, das Aggressive den Menschen gegeben worden ist, bezeichneten daher den Mars als den Kriegsgott. Die Namen, welche heute die Astronomen neu entdeckten Gestirnen geben, entspringen der Willkür. Damals betrachtete man den Namen noch als etwas, was aus der Natur der Sache heraus genommen wurde. Die mutartige Natur der Seele hängt so mit den Kräften zusammen, welche die Erde dem Mars verdankt. So gab man dem Mars als dem Mutigen den Namen des Kriegsgottes. Dagegen hängt die zweite Hälfte der Erde immer mehr mit Kräften zusammen, welche die Erde dem Merkur verdanken wird. Der Zusammenhang der Erde mit dem Merkur ist aber mehr geistiger Art.

[ 15 ] So haben Sie also als die verschiedenen Stadien unseres Planeten: Saturn, Sonne, Mond, Mars, weil davon der starke Einfluß kam, dann Merkur, Jupiter, Venus und Vulkan. Dies ist dann ausgedrückt in der Aufeinanderfolge der Wochentage. Die Eingeweihten haben in den Namen der Wochentage die Aufeinanderfolge der Erdeninkarnationen zum Ausdruck gebracht. Anfangen müssen Sie beim Sonnabend, der Saturntag war. Er heißt heute noch im Englischen Saturday, holländisch Zaterdag. Dann kommt der Sonntag, der Montag, der Marstag, französisch mardi; im alten Germanischen war Ziu der Kriegsgott, daher also «Ziustag», englisch Tuesday. Mittwoch ist ein mehr exoterischer Name, er hat bei den Alten Merkurtag geheißen, mercredi im Französischen, im Germanischen Wodanstag -— weil Wodan eine Merkurwesenheit ist -, Woensdag holländisch, Wednesday englisch. Dann haben wir den Jupitertag, französisch jeudi. Der Jupiter der Deutschen ist Donar, der Donnerer, also Donnerstag. Dann Venustag, französisch vendredi, deutsch Freyatag. Und dann beginnt es wieder von neuem, weil Vulkan ein neues Stadium des Saturn ist.

[ 15 ] So haben Sie also als die verschiedenen Stadien unseres Planeten: Saturn, Sonne, Mond, Mars, weil davon der starke Einfluß kam, dann Merkur, Jupiter, Venus und Vulkan. Dies ist dann ausgedrückt in der Aufeinanderfolge der Wochentage. Die Eingeweihten haben in den Namen der Wochentage die Aufeinanderfolge der Erdeninkarnationen zum Ausdruck gebracht. Anfangen müssen Sie beim Sonnabend, der Saturntag war. Er heißt heute noch im Englischen Saturday, holländisch Zaterdag. Dann kommt der Sonntag, der Montag, der Marstag, französisch mardi; im alten Germanischen war Ziu der Kriegsgott, daher also «Ziustag», englisch Tuesday. Mittwoch ist ein mehr exoterischer Name, er hat bei den Alten Merkurtag geheißen, mercredi im Französischen, im Germanischen Wodanstag -— weil Wodan eine Merkurwesenheit ist -, Woensdag holländisch, Wednesday englisch. Dann haben wir den Jupitertag, französisch jeudi. Der Jupiter der Deutschen ist Donar, der Donnerer, also Donnerstag. Dann Venustag, französisch vendredi, deutsch Freyatag. Und dann beginnt es wieder von neuem, weil Vulkan ein neues Stadium des Saturn ist.

[ 16 ] Was ich Ihnen jetzt geschildert habe, hat dieser Menschenleib alles bis zu einem gewissen Grade mitgemacht. Die Nachspuren dessen, was im Saturn als Bewegung war, haben Sie jetzt im physischen Leib als Schwingungsvorgänge. Wenn also in den ersten sieben Jahren der physische Leib sich entwickelt, so ist das eine Art Wiederholung des Saturndaseins, und deshalb nennt man im Okkultismus die Zeit vom ersten bis siebenten Jahre, also bis zum Zahnwechsel, die Zeit des Saturndaseins. Da sind dieselben Kräfte tätig, die dazumal in ihrer ersten Anlage erschienen sind, als der Mensch nur seinem physischen Leib nach auf dem Saturn entwickelt war. Dann wird geboren der Ätherleib und damit die Kräfte, die mit dem Sonnendasein zusammenhängen. Wir nennen die Zeit vom siebenten bis vierzehnten oder sechzehnten Lebensjahr, in der diese Kräfte tätig sind, das Sonnendasein des Menschen. Sie müssen sich klar darüber sein, daß alle die Kräfte, die dazumal im Menschen waren, als die Kräfte des aufblühenden Lebens, also die Sonnenkräfte, herauskommen und sich entwikkeln in der Zeit vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife. Das ist aus dem Grunde nicht unwichtig, weil man nur dann anfängt, ein bißchen den Zusammenhang zwischen diesen menschlichen Kräften und den entsprechenden heutigen Formen jener Sterne zu verstehen, wenn man sich erinnert an jene Zeit, wo die Erde selbst ein ähnlicher Stern war. So sind in dem Kinde bis zum siebenten Jahr Kräfte wirksam, die auch mit dem heutigen Saturn verwandt sind. Hier sehen Sie den ersten inneren Keim zu jener ausgebreiteten und gewaltigen Weisheit, die als Astrologie aus den Zeiten der wirklichen großen Eingeweihten überliefert ist und die heute gar nicht mehr verstanden wird. Weil eine innere Verwandtschaft zwischen dem Saturn und den Kinderjahren da ist, verstehen Sie jetzt, wie diese Dinge innerlich zusammenhängen. Ebenso sehen Sie, wie die Kräfte der Sonne selbst herausgezogen sind. Was für den Menschen später wichtig ist, ist abgeschlossen worden mit Mond und Erde: die Formenkräfte sind insbesondere wichtig für die Entwickelung des Menschen vom siebenten Jahr bis zur Geschlechtsreife. Das gibt Ihnen wiederum einen richtigen Blick dafür, wie außerordentlich wichtig es ist, daß die Kinder gerade in dieser Zeit, in bezug auf ihren Ätherleib, zu dem, was man die geistige Sonne nennt, in einem tieferen Verhältnis stehen.

[ 16 ] Was ich Ihnen jetzt geschildert habe, hat dieser Menschenleib alles bis zu einem gewissen Grade mitgemacht. Die Nachspuren dessen, was im Saturn als Bewegung war, haben Sie jetzt im physischen Leib als Schwingungsvorgänge. Wenn also in den ersten sieben Jahren der physische Leib sich entwickelt, so ist das eine Art Wiederholung des Saturndaseins, und deshalb nennt man im Okkultismus die Zeit vom ersten bis siebenten Jahre, also bis zum Zahnwechsel, die Zeit des Saturndaseins. Da sind dieselben Kräfte tätig, die dazumal in ihrer ersten Anlage erschienen sind, als der Mensch nur seinem physischen Leib nach auf dem Saturn entwickelt war. Dann wird geboren der Ätherleib und damit die Kräfte, die mit dem Sonnendasein zusammenhängen. Wir nennen die Zeit vom siebenten bis vierzehnten oder sechzehnten Lebensjahr, in der diese Kräfte tätig sind, das Sonnendasein des Menschen. Sie müssen sich klar darüber sein, daß alle die Kräfte, die dazumal im Menschen waren, als die Kräfte des aufblühenden Lebens, also die Sonnenkräfte, herauskommen und sich entwikkeln in der Zeit vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife. Das ist aus dem Grunde nicht unwichtig, weil man nur dann anfängt, ein bißchen den Zusammenhang zwischen diesen menschlichen Kräften und den entsprechenden heutigen Formen jener Sterne zu verstehen, wenn man sich erinnert an jene Zeit, wo die Erde selbst ein ähnlicher Stern war. So sind in dem Kinde bis zum siebenten Jahr Kräfte wirksam, die auch mit dem heutigen Saturn verwandt sind. Hier sehen Sie den ersten inneren Keim zu jener ausgebreiteten und gewaltigen Weisheit, die als Astrologie aus den Zeiten der wirklichen großen Eingeweihten überliefert ist und die heute gar nicht mehr verstanden wird. Weil eine innere Verwandtschaft zwischen dem Saturn und den Kinderjahren da ist, verstehen Sie jetzt, wie diese Dinge innerlich zusammenhängen. Ebenso sehen Sie, wie die Kräfte der Sonne selbst herausgezogen sind. Was für den Menschen später wichtig ist, ist abgeschlossen worden mit Mond und Erde: die Formenkräfte sind insbesondere wichtig für die Entwickelung des Menschen vom siebenten Jahr bis zur Geschlechtsreife. Das gibt Ihnen wiederum einen richtigen Blick dafür, wie außerordentlich wichtig es ist, daß die Kinder gerade in dieser Zeit, in bezug auf ihren Ätherleib, zu dem, was man die geistige Sonne nennt, in einem tieferen Verhältnis stehen.

[ 17 ] Hier sehen Sie den mehr esoterischen Zusammenhang der Dinge, die ich schon im öffentlichen Vortrag angedeutet habe. Vor allem erinnern Sie sich, daß es in dieser Zeit besonders darauf ankommt, daß man dem Kinde Schönheitssinn beibringt. Bringt man ihm den Schönheitssinn in dieser Zeit nicht bei, dann kann man es später nicht mehr nachholen, weil dann ganz andere Kräfte wirksam sind. Diese Zeit hängt zusammen mit der Empfindung für Licht und Schatten, und Sie können nichts besseres tun, als wenn Sie dem Kinde Sinn für Licht und Schatten beibringen. Ich kenne einen schrbedeutenden Kunsthistotiker, der klagte einmal recht bitter: Da soll man den Leuten Kunstgeschichte-Vorlesungen halten. Wenn ich sie ihnen begreiflich zu machen versuche und ihnen Bilder zeige, so haben sie keine Ahnung. Die jungen Leute kommen vom Gymnasium her und haben keinen Sinn für Licht und Schatten; nicht einmal begreifen können sie, warum eine Hand verkürzt ist; man könnte gerade im weitesten Sinne an Licht und Schatten anknüpfen, aber die Leute haben sehr wenig Sinn dafür.

[ 17 ] Hier sehen Sie den mehr esoterischen Zusammenhang der Dinge, die ich schon im öffentlichen Vortrag angedeutet habe. Vor allem erinnern Sie sich, daß es in dieser Zeit besonders darauf ankommt, daß man dem Kinde Schönheitssinn beibringt. Bringt man ihm den Schönheitssinn in dieser Zeit nicht bei, dann kann man es später nicht mehr nachholen, weil dann ganz andere Kräfte wirksam sind. Diese Zeit hängt zusammen mit der Empfindung für Licht und Schatten, und Sie können nichts besseres tun, als wenn Sie dem Kinde Sinn für Licht und Schatten beibringen. Ich kenne einen schrbedeutenden Kunsthistotiker, der klagte einmal recht bitter: Da soll man den Leuten Kunstgeschichte-Vorlesungen halten. Wenn ich sie ihnen begreiflich zu machen versuche und ihnen Bilder zeige, so haben sie keine Ahnung. Die jungen Leute kommen vom Gymnasium her und haben keinen Sinn für Licht und Schatten; nicht einmal begreifen können sie, warum eine Hand verkürzt ist; man könnte gerade im weitesten Sinne an Licht und Schatten anknüpfen, aber die Leute haben sehr wenig Sinn dafür.

[ 18 ] Einen Schönheitssinn können die Menschen nur dann entwickeln, wenn sie das, was die Sonne auf der Erde schön macht, die geistigen Taten der Sonne, verstehen lernen. Das ist sehr wichtig. Die Wesen der Sonne haben ein geistig-göttliches Dasein. Deshalb ist es auch notwendig, daß in dieser Zeit die religiöse Entwickelung einsetzt. Dieses hängt zusammen mit der Entwickelung des Ätherleibes des Menschen. So wie die Sonne in kosmischer Entwickelung die Existenz ihrer Wesen zu Geistern erheben konnte, so ist der Mensch imstande, als Erzieher in dem Kinde zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife das Empfängliche, das Gefühl für das rein Geistige und für das Religiöse zu erwecken, weil da der Sonnenleib sich frei nach allen Seiten entwickelt.

[ 18 ] Einen Schönheitssinn können die Menschen nur dann entwickeln, wenn sie das, was die Sonne auf der Erde schön macht, die geistigen Taten der Sonne, verstehen lernen. Das ist sehr wichtig. Die Wesen der Sonne haben ein geistig-göttliches Dasein. Deshalb ist es auch notwendig, daß in dieser Zeit die religiöse Entwickelung einsetzt. Dieses hängt zusammen mit der Entwickelung des Ätherleibes des Menschen. So wie die Sonne in kosmischer Entwickelung die Existenz ihrer Wesen zu Geistern erheben konnte, so ist der Mensch imstande, als Erzieher in dem Kinde zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife das Empfängliche, das Gefühl für das rein Geistige und für das Religiöse zu erwecken, weil da der Sonnenleib sich frei nach allen Seiten entwickelt.

[ 19 ] Vom vierzehnten bis einundzwanzigsten oder dreiundzwanzigsten Jahre haben Sie dann das Mondendasein des Menschen, in dem sein Astralleib vorzugsweise zur Geltung kommt. Das ist die Epoche des Daseins, in welcher leicht die Triebe herauskommen, die im eminentesten Sinne zu bekämpfen sind; wovon alles abzuwerfen ist, was nicht geläutert werden kann. Da kommt heraus, was wirklich manchmal so behandelt werden muß wie die Schlacke des Mondes; es muß wirklich manches herausgeworfen werden, wie es mit dem Mond geschehen ist.

[ 19 ] Vom vierzehnten bis einundzwanzigsten oder dreiundzwanzigsten Jahre haben Sie dann das Mondendasein des Menschen, in dem sein Astralleib vorzugsweise zur Geltung kommt. Das ist die Epoche des Daseins, in welcher leicht die Triebe herauskommen, die im eminentesten Sinne zu bekämpfen sind; wovon alles abzuwerfen ist, was nicht geläutert werden kann. Da kommt heraus, was wirklich manchmal so behandelt werden muß wie die Schlacke des Mondes; es muß wirklich manches herausgeworfen werden, wie es mit dem Mond geschehen ist.

[ 20 ] Wir könnten gerade in diese Zeit noch manchen tiefen Blick hineintun und würden dabei sehen, wie tief der Mensch mit dem ganzen Weltenbau zusammenhängt. Wir würden sehen, wie in der Tat dadurch, daß der Mensch nicht imstande ist, gewisse Kräfte, die eigentlich Mondenkräfte sind, aus sich herauszuwerfen, jene furchtbaren Erkrankungen herauskommen, die man als Jugendblödsinn, Dementia praecox, bezeichnet. Das ist eine spezifische Erscheinung, die durch ihren eigentümlichen Symptomcharakter verrät, wie sie an dem eben aus dem Ätherleib sich herausgestaltenden Astralleib haftet. Versuchen Sie einmal, einen solchen Menschen zu beobachten, der im geschlechtsreifen Alter in die Dementia praecox hineinsegelt. Da treten eigenartige Symptome auf, die eine merkwürdige Sucht zu Wiederholungen zeigen. Der Astralleib ist mitunter sehr klug, aber die Art und Weise, wie sich der Astralleib zum Ätherleib stellen soll, ist in Unordnung. Fragen Sie einen solchen Menschen zum Beispiel: Wieviel ist fünf mal sechs? — Er antwortet: Dreißig. — Wieviel ist sieben mal acht? - Dreißig. — Wieviel ist sechs mal neun? — Dreißig. — Und so weiter, immer dreißig. Das ist eine Art Überschnappen des Gedächtnisses, und so können Sie sich vorstellen, wie er aus dem Stadium des Ätherleibes nicht herauskommen kann, wie er das Mondenzeitalter für sich nicht herbeiführen kann. Unter solchen Gesichtspunkten kann man tief in den Mikrokosmos hineinleuchten.

[ 20 ] Wir könnten gerade in diese Zeit noch manchen tiefen Blick hineintun und würden dabei sehen, wie tief der Mensch mit dem ganzen Weltenbau zusammenhängt. Wir würden sehen, wie in der Tat dadurch, daß der Mensch nicht imstande ist, gewisse Kräfte, die eigentlich Mondenkräfte sind, aus sich herauszuwerfen, jene furchtbaren Erkrankungen herauskommen, die man als Jugendblödsinn, Dementia praecox, bezeichnet. Das ist eine spezifische Erscheinung, die durch ihren eigentümlichen Symptomcharakter verrät, wie sie an dem eben aus dem Ätherleib sich herausgestaltenden Astralleib haftet. Versuchen Sie einmal, einen solchen Menschen zu beobachten, der im geschlechtsreifen Alter in die Dementia praecox hineinsegelt. Da treten eigenartige Symptome auf, die eine merkwürdige Sucht zu Wiederholungen zeigen. Der Astralleib ist mitunter sehr klug, aber die Art und Weise, wie sich der Astralleib zum Ätherleib stellen soll, ist in Unordnung. Fragen Sie einen solchen Menschen zum Beispiel: Wieviel ist fünf mal sechs? — Er antwortet: Dreißig. — Wieviel ist sieben mal acht? - Dreißig. — Wieviel ist sechs mal neun? — Dreißig. — Und so weiter, immer dreißig. Das ist eine Art Überschnappen des Gedächtnisses, und so können Sie sich vorstellen, wie er aus dem Stadium des Ätherleibes nicht herauskommen kann, wie er das Mondenzeitalter für sich nicht herbeiführen kann. Unter solchen Gesichtspunkten kann man tief in den Mikrokosmos hineinleuchten.

[ 21 ] Vom einundzwanzigsten bis achtundzwanzigsten oder dreißigsten Jahre haben wir das Marsdasein des Menschen. Gerade in dieser Zeit kommt durch die Blutsphäre der mutartige Charakter des Menschen heraus. Nicht umsonst zieht man gerade in diesen Jahren die Menschen zum Marsdienst heran. Zum Teil geschehen diese Dinge instinktmäßig. Vielfach sind es auch Traditionen dessen, was man früher spirituell gewußt hat.

[ 21 ] Vom einundzwanzigsten bis achtundzwanzigsten oder dreißigsten Jahre haben wir das Marsdasein des Menschen. Gerade in dieser Zeit kommt durch die Blutsphäre der mutartige Charakter des Menschen heraus. Nicht umsonst zieht man gerade in diesen Jahren die Menschen zum Marsdienst heran. Zum Teil geschehen diese Dinge instinktmäßig. Vielfach sind es auch Traditionen dessen, was man früher spirituell gewußt hat.

[ 22 ] Dann kommen Vorbereitungen zu zukünftigen Zeitaltern. Wenn die Seele mehr und mehr sich selber überlassen ist, leitet sie im Menschen den Prozeß ein, der sich kosmisch mit der Erde vollziehen wird. Von der Erde wird sich etwas loslösen, damit sie höher steigen kann, zum Jupiter hinauf. Und diesen Prozeß beginnt der Mensch heute schon. Auch da ist er ein Mikrokosmos. Da löst sich etwas Inneres heraus, und es entwickelt sich zu jener Freiheit der Seele, die wir als das Merkurdasein bezeichnen, das im fünfunddreißigsten Lebensjahr zu seiner Höhe kommt. Man spricht von der Lebensmitte, wie man nicht mit Unrecht siebzig das Patriarchenalter genannt hat. So gewinnt der Mensch mit dem fünfunddreißigsten Jahr seine Selbständigkeit. Er tritt in das Alter ein, in dem er nicht nur bloß erfährt, sondern das Erlebte innerlich kräftigt und verfestigt. Durch den fest einsetzenden Willen wird der Leib des Menschen sich selbst überlassen, und das Innere konsolidiert sich. Jetzt wird der Mensch ein Rater für seine Umgebung. Sein Urteil hat nun Wert für die andern. Früher sollte er auf die Welt hören, nun kann die Welt auf ihn hören. Das ist wichtig, denn in dieser Beziehung wird viel gesündigt. Vor allen Dingen schädigt der Mensch sich selbst, wenn er sich hinstellt und Ratschläge erteilt, bevor er das Reifealter, die Mitte des Lebens, erreicht hat. Fühlt er sich nur als Schüler, der das wiedergibt, was er gehört hat, so wird er sich nicht solche Blöcke in den Weg werfen, wie es geschieht, wenn er allerlei Dinge als seine eigene Lehre darstellt. Dadurch macht er geradezu seine besten Kräfte unwirksam. Wissen kann man sich vorher erwerben, aber Weisheit ist etwas, was innerlich entwickelt werden muß. Wissen ist das, was man erst aufsammeln muß und was dann Weisheit werden kann.

[ 22 ] Dann kommen Vorbereitungen zu zukünftigen Zeitaltern. Wenn die Seele mehr und mehr sich selber überlassen ist, leitet sie im Menschen den Prozeß ein, der sich kosmisch mit der Erde vollziehen wird. Von der Erde wird sich etwas loslösen, damit sie höher steigen kann, zum Jupiter hinauf. Und diesen Prozeß beginnt der Mensch heute schon. Auch da ist er ein Mikrokosmos. Da löst sich etwas Inneres heraus, und es entwickelt sich zu jener Freiheit der Seele, die wir als das Merkurdasein bezeichnen, das im fünfunddreißigsten Lebensjahr zu seiner Höhe kommt. Man spricht von der Lebensmitte, wie man nicht mit Unrecht siebzig das Patriarchenalter genannt hat. So gewinnt der Mensch mit dem fünfunddreißigsten Jahr seine Selbständigkeit. Er tritt in das Alter ein, in dem er nicht nur bloß erfährt, sondern das Erlebte innerlich kräftigt und verfestigt. Durch den fest einsetzenden Willen wird der Leib des Menschen sich selbst überlassen, und das Innere konsolidiert sich. Jetzt wird der Mensch ein Rater für seine Umgebung. Sein Urteil hat nun Wert für die andern. Früher sollte er auf die Welt hören, nun kann die Welt auf ihn hören. Das ist wichtig, denn in dieser Beziehung wird viel gesündigt. Vor allen Dingen schädigt der Mensch sich selbst, wenn er sich hinstellt und Ratschläge erteilt, bevor er das Reifealter, die Mitte des Lebens, erreicht hat. Fühlt er sich nur als Schüler, der das wiedergibt, was er gehört hat, so wird er sich nicht solche Blöcke in den Weg werfen, wie es geschieht, wenn er allerlei Dinge als seine eigene Lehre darstellt. Dadurch macht er geradezu seine besten Kräfte unwirksam. Wissen kann man sich vorher erwerben, aber Weisheit ist etwas, was innerlich entwickelt werden muß. Wissen ist das, was man erst aufsammeln muß und was dann Weisheit werden kann.

[ 23 ] Mit dem neunundvierzigsten Jahr beginnt sodann das Jupiterzeitalter, in welchem die Seele noch freier wird in ihrem Inneren, indem sie den Körper noch weiter sich selbst überläßt und das in sich entwickelt, was die besten Kräfte enthält, um in das Venuszeitalter überzugehen, das im dreiundsechzigsten, vierundsechzigsten Lebensjahre beginnt. Da hat das Innere sich soweit konsolidiert, daß der Mensch in schöner Entwickelung allen äußeren Egoismus abgestreift haben kann. Da hat er nur noch die Liebe zu dem, was da ist in der Welt. Er will nichts mehr für sich haben, er ist jetzt für seine Umgebung da. Das bildet die Menschheit heute erst in ihrer allerersten Anlage heraus, weshalb es heute noch schwer ist, darüber zu sprechen.

[ 23 ] Mit dem neunundvierzigsten Jahr beginnt sodann das Jupiterzeitalter, in welchem die Seele noch freier wird in ihrem Inneren, indem sie den Körper noch weiter sich selbst überläßt und das in sich entwickelt, was die besten Kräfte enthält, um in das Venuszeitalter überzugehen, das im dreiundsechzigsten, vierundsechzigsten Lebensjahre beginnt. Da hat das Innere sich soweit konsolidiert, daß der Mensch in schöner Entwickelung allen äußeren Egoismus abgestreift haben kann. Da hat er nur noch die Liebe zu dem, was da ist in der Welt. Er will nichts mehr für sich haben, er ist jetzt für seine Umgebung da. Das bildet die Menschheit heute erst in ihrer allerersten Anlage heraus, weshalb es heute noch schwer ist, darüber zu sprechen.

[ 24 ] Man spricht in der Geisteswissenschaft von einem siebenfach gegliederten Lebenslauf und zeigt auch in dieser Richtung, wie man den Menschen als eine kleine Welt aufzufassen versteht, die auf eine verflossene kosmische Epoche zurückblickt und auf eine zukünftige Entwickelung hinweist. So ist er herausgeboren aus dem Weltenall — nicht nur aus dem Vergangenen, sondern in seiner ganzen Entwickelung ist auch etwas Prophetisches, das auf eine künftige Epoche hinweist. Und was da geschehen soll, das geschieht heute schon im Lebenslauf des Menschen. Daher ist es nicht ganz unsinnig zu sagen, daß der Mensch wahrhaftig sein Selbst kennenlernt, wenn er die Weltevolution kennenlernt. Wenn er den Blick schweifen läßt von Saturn bis Venus, so sieht er in der großen Welt das, was sich in seinem eigenen Dasein abspielt. Das ist der Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Kosmos. Wenn Sie sich den Menschen, so wie er ist, mit allen seinen Organen aufgeteilt denken in den Kosmos, dann bekommen Sie die Vorstellung, die schon eine alte Mythe Mitteleuropas bewahrt. Danach ist das Weltenganze aus einem Urmenschen geschaffen worden, aus dem Riesen Ymir: aus seiner Hirnschale das Himmelsgewölbe, aus seinem Blut die Flüsse, aus seinen Knochen die Berge und so weiter. Ähnliches besagen die Mythen von Osiris und Dionysos. Wenn man also von dem aufgeteilten Urmenschen spricht, meint man nichts anderes, als daß man in dem Menschen den ganzen Kosmos finden kann, und tritt der Mensch hinein in den Kosmos, so findet er in ihm vergrößert sein eigenes Dasein. Wir müssen die eigene Erkenntnis zur Welterkenntnis erweitern, und nicht hineinbrüten in unser Inneres. Wie wir uns ansehen in dem Leib, in dem unsere Seele und unser Geist konzentriert sind, so dürfen wir den großen Leib, der das ausgebreitete Abbild unseres eigenen Leibes ist, als den göttlichen Leib ansehen, als Abbild des Weltengeistes, und wir haben in der Selbsterkenntnis Welterkenntnis, Gotteserkenntnis.

[ 24 ] Man spricht in der Geisteswissenschaft von einem siebenfach gegliederten Lebenslauf und zeigt auch in dieser Richtung, wie man den Menschen als eine kleine Welt aufzufassen versteht, die auf eine verflossene kosmische Epoche zurückblickt und auf eine zukünftige Entwickelung hinweist. So ist er herausgeboren aus dem Weltenall — nicht nur aus dem Vergangenen, sondern in seiner ganzen Entwickelung ist auch etwas Prophetisches, das auf eine künftige Epoche hinweist. Und was da geschehen soll, das geschieht heute schon im Lebenslauf des Menschen. Daher ist es nicht ganz unsinnig zu sagen, daß der Mensch wahrhaftig sein Selbst kennenlernt, wenn er die Weltevolution kennenlernt. Wenn er den Blick schweifen läßt von Saturn bis Venus, so sieht er in der großen Welt das, was sich in seinem eigenen Dasein abspielt. Das ist der Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Kosmos. Wenn Sie sich den Menschen, so wie er ist, mit allen seinen Organen aufgeteilt denken in den Kosmos, dann bekommen Sie die Vorstellung, die schon eine alte Mythe Mitteleuropas bewahrt. Danach ist das Weltenganze aus einem Urmenschen geschaffen worden, aus dem Riesen Ymir: aus seiner Hirnschale das Himmelsgewölbe, aus seinem Blut die Flüsse, aus seinen Knochen die Berge und so weiter. Ähnliches besagen die Mythen von Osiris und Dionysos. Wenn man also von dem aufgeteilten Urmenschen spricht, meint man nichts anderes, als daß man in dem Menschen den ganzen Kosmos finden kann, und tritt der Mensch hinein in den Kosmos, so findet er in ihm vergrößert sein eigenes Dasein. Wir müssen die eigene Erkenntnis zur Welterkenntnis erweitern, und nicht hineinbrüten in unser Inneres. Wie wir uns ansehen in dem Leib, in dem unsere Seele und unser Geist konzentriert sind, so dürfen wir den großen Leib, der das ausgebreitete Abbild unseres eigenen Leibes ist, als den göttlichen Leib ansehen, als Abbild des Weltengeistes, und wir haben in der Selbsterkenntnis Welterkenntnis, Gotteserkenntnis.

[ 25 ] So ist der Mensch aus der Gottheit heraus geboren und kann sich durch seine Erkenntnis der Gottheit allmählich wieder nähern. Eingehen in den Kosmos und aufschließen mit allen menschlichen Seelenkräften das Weltendasein: das ist die Stimmung, die uns aus der Geisteswissenschaft heraus kommen kann. Durch sie lernt der Mensch die Welt als einen großen Körper der Gottheit anzusehen, und er lernt, wie sein Selbst aus diesem Körper heraus geworden ist. Lernt man das aus der Geisteswissenschaft heraus zuerst empfinden, so verwandelt sich diese Empfindung zuletzt in ein Gefühl der Gottseligkeit. Mit diesem Gefühl, mit diesem Erleben vollendet sich, freilich in sehr weiter Ferne, dasjenige, was der Mensch durch die geisteswissenschaftliche Weltanschauung lernen kann.

[ 25 ] So ist der Mensch aus der Gottheit heraus geboren und kann sich durch seine Erkenntnis der Gottheit allmählich wieder nähern. Eingehen in den Kosmos und aufschließen mit allen menschlichen Seelenkräften das Weltendasein: das ist die Stimmung, die uns aus der Geisteswissenschaft heraus kommen kann. Durch sie lernt der Mensch die Welt als einen großen Körper der Gottheit anzusehen, und er lernt, wie sein Selbst aus diesem Körper heraus geworden ist. Lernt man das aus der Geisteswissenschaft heraus zuerst empfinden, so verwandelt sich diese Empfindung zuletzt in ein Gefühl der Gottseligkeit. Mit diesem Gefühl, mit diesem Erleben vollendet sich, freilich in sehr weiter Ferne, dasjenige, was der Mensch durch die geisteswissenschaftliche Weltanschauung lernen kann.