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Original Impulses of Spiritual Science
GA 96

27 April 1907, Berlin

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19. Der Zugang zum Christentum durch die Geisteswissenschaft

19. Der Zugang zum Christentum durch die Geisteswissenschaft

[ 1 ] Ich möchte Ihnen heute einige Ergänzungen zu verschiedenen Betrachtungen geben, die wir über das Christentum im geisteswissenschaftlichen Sinne angestellt haben. Zunächst werden wir es mit einer geisteswissenschaftlichen Auslegung und Erklärung von christlichen Gleichnissen zu tun haben. Dann will ich einiges von dem, was Sie in den öffentlichen Vorträgen hören konnten, andeutungsweise über die Apokalypse sagen.

[ 1 ] Ich möchte Ihnen heute einige Ergänzungen zu verschiedenen Betrachtungen geben, die wir über das Christentum im geisteswissenschaftlichen Sinne angestellt haben. Zunächst werden wir es mit einer geisteswissenschaftlichen Auslegung und Erklärung von christlichen Gleichnissen zu tun haben. Dann will ich einiges von dem, was Sie in den öffentlichen Vorträgen hören konnten, andeutungsweise über die Apokalypse sagen.

[ 2 ] Das Gleichnis, das ich zuerst besprechen möchte, ist das Gleichnis vom ungerechten Haushalter. Sie wissen, daß dieses Gleichnis vielen Menschen Kopfzerbrechen macht. Wir wollen es uns einmal, wenigstens soweit wir es heute erklären wollen, vor die Seele führen. Es soll deshalb nach der literarischen Übersetzung hier vorgeführt werden. Wir werden es nachher im esoterischen Sinne besprechen.

[ 2 ] Das Gleichnis, das ich zuerst besprechen möchte, ist das Gleichnis vom ungerechten Haushalter. Sie wissen, daß dieses Gleichnis vielen Menschen Kopfzerbrechen macht. Wir wollen es uns einmal, wenigstens soweit wir es heute erklären wollen, vor die Seele führen. Es soll deshalb nach der literarischen Übersetzung hier vorgeführt werden. Wir werden es nachher im esoterischen Sinne besprechen.

[ 3 ] «Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward vor ihm berüchtigt, als hätte er ihm seine Güter umgebracht. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schäme ich mich, zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Öls. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreibe flugs fünfzig. Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wieviel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig. Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich getan hatte, denn die Kinder dieser Welt sind klüger denn die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlechte.»

[ 3 ] «Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward vor ihm berüchtigt, als hätte er ihm seine Güter umgebracht. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schäme ich mich, zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Öls. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreibe flugs fünfzig. Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wieviel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig. Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich getan hatte, denn die Kinder dieser Welt sind klüger denn die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlechte.»

[ 4 ] Dieses Gleichnis hat viel Kopfzerbrechen verursacht, und mit Recht. Bevor wit auf dasselbe eingehen, wollen wir kurz darauf hinweisen, daß solche Gleichnisse wie dieses im Laufe der Zeiten die verschiedensten Arten von Erklärungen hervorgerufen haben. Wir haben erlebt, wie Leute gesagt haben: Hinter einem solchen Gleichnis steckt ein tiefer Sinn. Da haben sich viele bemüht, aus ihrem eigenen Geist Erklärungen zu finden. Es ist ganz klar: Wenn ein jeder kommt und aus seinem eigenen Geist heraus Erklärungen für solche Gleichnisse gibt, muß etwas Gescheites bei Gescheiten, etwas weniger Gescheites bei weniger Gescheiten herauskommen. Wenn jeder seinen Geist hineinträgt, kann natürlich keine Garantie dafür da sein, daß die Auslegung richtig ist. In der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung handelt es sich um etwas ganz anderes. Für uns handelt es sich darum, daß wir solche Gleichnisse so erklären, wie es in den ursprünglichen christlichen Mysterien geschehen ist; daß wir den tiefen Sinn wissen, der hineingelegt worden ist und aus dem sie hervorgegangen sind.

[ 4 ] Dieses Gleichnis hat viel Kopfzerbrechen verursacht, und mit Recht. Bevor wit auf dasselbe eingehen, wollen wir kurz darauf hinweisen, daß solche Gleichnisse wie dieses im Laufe der Zeiten die verschiedensten Arten von Erklärungen hervorgerufen haben. Wir haben erlebt, wie Leute gesagt haben: Hinter einem solchen Gleichnis steckt ein tiefer Sinn. Da haben sich viele bemüht, aus ihrem eigenen Geist Erklärungen zu finden. Es ist ganz klar: Wenn ein jeder kommt und aus seinem eigenen Geist heraus Erklärungen für solche Gleichnisse gibt, muß etwas Gescheites bei Gescheiten, etwas weniger Gescheites bei weniger Gescheiten herauskommen. Wenn jeder seinen Geist hineinträgt, kann natürlich keine Garantie dafür da sein, daß die Auslegung richtig ist. In der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung handelt es sich um etwas ganz anderes. Für uns handelt es sich darum, daß wir solche Gleichnisse so erklären, wie es in den ursprünglichen christlichen Mysterien geschehen ist; daß wir den tiefen Sinn wissen, der hineingelegt worden ist und aus dem sie hervorgegangen sind.

[ 5 ] Daß es solche christlichen Mysterien gegeben hat, habe ich öfter erwähnt. Ich habe wiederholt gesagt, daß Paulus hinausgezogen ist und das Christentum erklärt hat, und daß er die esoterische christliche Schule in Athen unter Dionysius gegründet hat. In der Art wollen auch wir die Gleichnisse erklären, wie sie damals erklärt worden sind. Nicht was uns einfällt, wollen wir sagen, sondern das, was wir wirklich wissen können. Diejenigen, die in diesen christlichen Schulen lehrten, schöpften aus dem, was sie von dem Christus Jesus selbst empfangen hatten.

[ 5 ] Daß es solche christlichen Mysterien gegeben hat, habe ich öfter erwähnt. Ich habe wiederholt gesagt, daß Paulus hinausgezogen ist und das Christentum erklärt hat, und daß er die esoterische christliche Schule in Athen unter Dionysius gegründet hat. In der Art wollen auch wir die Gleichnisse erklären, wie sie damals erklärt worden sind. Nicht was uns einfällt, wollen wir sagen, sondern das, was wir wirklich wissen können. Diejenigen, die in diesen christlichen Schulen lehrten, schöpften aus dem, was sie von dem Christus Jesus selbst empfangen hatten.

[ 6 ] Namentlich in unserer Zeit haben solche Gleichnisse überhaupt unter der allgemeinen materialistischen Vorstellungsart — auch der Theologen - gelitten. Um Ihnen zu beweisen, was auf diesem Gebiet schließlich möglich ist, möchte ich Ihnen aus einem Büchelchen, das in der Sammlung «Aus Natur- und Geisteswelt» erschienen ist, etwas über dieses Gleichnis vorlesen. Der Verfasser gilt als einer der hervorragendsten Vertreter der Harnackschen Richtung und wurde als außerordentlicher Professor an die Universität in Jena berufen. Er erhielt dort vor wenigen Tagen den Lehrstuhl für Neues Testament. Das ist der Geist, der von einem theologischen Lehrstuhl herab verkündigt wird. Es kommt hinzu, daß diese Weisheit in einem Büchelchen, das sich jeder für achtzig Pfennig kaufen kann, an die Menschen herangebracht wird. Es ist der beste Weg, solchen Geist zu verbreiten, ihn so in billigen Werken anzubringen. Alles spricht dafür, daß die Sache wichtiger ist, als man sie gewöhnlich auffaßt, denn so findet der materialistische Sinn der Theologen den Weg zu den Herzen und den Sinnen der Menschen. Die Art, ein solches Gleichnis zu erklären, ist ungefähr folgende: Was die Leute von einem tieferen Sinn dieser Gleichnisse reden, ist nichts besonderes, ist etwas, was gar nicht hinter den Gleichnissen steckt. Wir müssen auf unseren kindlichen, ursprünglichen Sinn zurückgehen. - Es ist so, als ob Christus nichts habe geben wollen als eine kunstvoll aufgebaute Geschichte. Was er darin sagt, ist so wenig bedeutsam, daß es ganz im Stile des heutigen materialistischen Denkens ist, das eine solche Sache nicht genug herunterschrauben kann, um sie auf das Niveau der alltäglichsten Trivialität zu bringen. Er sagt wörtlich folgendes darüber: «Nehmen wir das Gleichnis vom ungerechten Haushalter, das besonders häufig Anstoß gibt. Wir nehmen es ganz für sich allein, nur bis zu dem Satze: Der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich getan hatte. Warum wir alle andern Sprüche abtrennen, wird später deutlich werden; soviel ist jedenfalls klar, daß sie nicht mehr alle zur Deutung herangezogen werden können, weil sie ganz verschiedenartige Gedanken enthalten. Nehmen wir das Gleichnis wiederum als Gleichnis, so will es einfach sagen: der Hausverwalter wußte, daß demnächst die Abrechnung und dann seine Entlassung kommen werde. Daraufhin überlegte er, was er in seiner Lage tun könnte, und wandte das einzige Mittel, das er fand, sofort an. Das war klug gehandelt. Selbst sein betrugener Herr mußte das anerkennen. Nun die Anwendung auf Jesu Zeitgenossen: Auch ihr wißt und glaubt, daß Gott einmal von euch Rechenschaft fordern wird, also seid klug und bereitet euch darauf vor! Seid wenigstens klug, will das Gleichnis sagen. Jesus wendet sich hier nicht an die Güte und nicht an die Sehnsucht des Menschenherzens. Es ist eine harte, ironische Stimmung, die das Ganze durchweht. Es klingt nicht: Selig die da Leid tragen, selig die reines Herzens sind! Es klingt vielmehr: Wenn ihr auf alles nicht hört, so klug wenigstens wie ein solcher schurkischer Hausverwalter solltet ihr auch sein! Es ist ein scharfer Nebenton in diesem Gleichnis, darum ist das Bild so merkwürdig gewählt. Daß man sich nicht auf das Gericht Gottes vorbereiten kann, indem man wie der Hausverwalter neue Schurkereien begeht, das hat Jesus hinzuzufügen für überflüssig gehalten.»

[ 6 ] Namentlich in unserer Zeit haben solche Gleichnisse überhaupt unter der allgemeinen materialistischen Vorstellungsart — auch der Theologen - gelitten. Um Ihnen zu beweisen, was auf diesem Gebiet schließlich möglich ist, möchte ich Ihnen aus einem Büchelchen, das in der Sammlung «Aus Natur- und Geisteswelt» erschienen ist, etwas über dieses Gleichnis vorlesen. Der Verfasser gilt als einer der hervorragendsten Vertreter der Harnackschen Richtung und wurde als außerordentlicher Professor an die Universität in Jena berufen. Er erhielt dort vor wenigen Tagen den Lehrstuhl für Neues Testament. Das ist der Geist, der von einem theologischen Lehrstuhl herab verkündigt wird. Es kommt hinzu, daß diese Weisheit in einem Büchelchen, das sich jeder für achtzig Pfennig kaufen kann, an die Menschen herangebracht wird. Es ist der beste Weg, solchen Geist zu verbreiten, ihn so in billigen Werken anzubringen. Alles spricht dafür, daß die Sache wichtiger ist, als man sie gewöhnlich auffaßt, denn so findet der materialistische Sinn der Theologen den Weg zu den Herzen und den Sinnen der Menschen. Die Art, ein solches Gleichnis zu erklären, ist ungefähr folgende: Was die Leute von einem tieferen Sinn dieser Gleichnisse reden, ist nichts besonderes, ist etwas, was gar nicht hinter den Gleichnissen steckt. Wir müssen auf unseren kindlichen, ursprünglichen Sinn zurückgehen. - Es ist so, als ob Christus nichts habe geben wollen als eine kunstvoll aufgebaute Geschichte. Was er darin sagt, ist so wenig bedeutsam, daß es ganz im Stile des heutigen materialistischen Denkens ist, das eine solche Sache nicht genug herunterschrauben kann, um sie auf das Niveau der alltäglichsten Trivialität zu bringen. Er sagt wörtlich folgendes darüber: «Nehmen wir das Gleichnis vom ungerechten Haushalter, das besonders häufig Anstoß gibt. Wir nehmen es ganz für sich allein, nur bis zu dem Satze: Der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich getan hatte. Warum wir alle andern Sprüche abtrennen, wird später deutlich werden; soviel ist jedenfalls klar, daß sie nicht mehr alle zur Deutung herangezogen werden können, weil sie ganz verschiedenartige Gedanken enthalten. Nehmen wir das Gleichnis wiederum als Gleichnis, so will es einfach sagen: der Hausverwalter wußte, daß demnächst die Abrechnung und dann seine Entlassung kommen werde. Daraufhin überlegte er, was er in seiner Lage tun könnte, und wandte das einzige Mittel, das er fand, sofort an. Das war klug gehandelt. Selbst sein betrugener Herr mußte das anerkennen. Nun die Anwendung auf Jesu Zeitgenossen: Auch ihr wißt und glaubt, daß Gott einmal von euch Rechenschaft fordern wird, also seid klug und bereitet euch darauf vor! Seid wenigstens klug, will das Gleichnis sagen. Jesus wendet sich hier nicht an die Güte und nicht an die Sehnsucht des Menschenherzens. Es ist eine harte, ironische Stimmung, die das Ganze durchweht. Es klingt nicht: Selig die da Leid tragen, selig die reines Herzens sind! Es klingt vielmehr: Wenn ihr auf alles nicht hört, so klug wenigstens wie ein solcher schurkischer Hausverwalter solltet ihr auch sein! Es ist ein scharfer Nebenton in diesem Gleichnis, darum ist das Bild so merkwürdig gewählt. Daß man sich nicht auf das Gericht Gottes vorbereiten kann, indem man wie der Hausverwalter neue Schurkereien begeht, das hat Jesus hinzuzufügen für überflüssig gehalten.»

[ 7 ] Sie sehen, daß Weinel selbst den Hausherrn mit dem lieben Gott vergleicht. Daß das Gleichnis darauf bezogen werden konnte, das zeigen uns die drei letzten Zeilen klar, wo gesagt wird, daß Gott einstmals von der Seele Rechenschaft fordern könne. Da sollte doch nun ein «seid wenigstens gut» kommen. Aber wenn man dann liest, was der Herr zum ungerechten Haushalter sagt, und den Satz braucht «so klug wenigstens wie ein solcher schurkischer Hausverwalter solltet ihr auch sein» ; dann hat man das Gleichnis nicht verstanden. Aber dergleichen Dinge werden heute in solchen volkstümlichen Büchern verkündigt. Das wird den jungen Studenten eingepflanzt. Nicht der Materialismus ist der schlimmste, der die äußere Welt materialistisch erklärt, sondern der, welcher nichts wissen will von jeder tieferen Einsicht in das Theologische. Das ist ein solcher Materialismus, der die Ursache des anderen, des naturwissenschaftlichen Materialismus ist. Hier senkt sich der Materialismus in die Seelen hinein, und dann kann man nicht anders, als die Tatsachen der Naturwissenschaft materialistisch auszulegen. Wir werden wieder lernen müssen, das Geistige zu verstehen. Und das kann nur durch die Strömung geschehen, welche die Bibel und andere religiöse Urkunden wirklich zu erklären vermag.

[ 7 ] Sie sehen, daß Weinel selbst den Hausherrn mit dem lieben Gott vergleicht. Daß das Gleichnis darauf bezogen werden konnte, das zeigen uns die drei letzten Zeilen klar, wo gesagt wird, daß Gott einstmals von der Seele Rechenschaft fordern könne. Da sollte doch nun ein «seid wenigstens gut» kommen. Aber wenn man dann liest, was der Herr zum ungerechten Haushalter sagt, und den Satz braucht «so klug wenigstens wie ein solcher schurkischer Hausverwalter solltet ihr auch sein» ; dann hat man das Gleichnis nicht verstanden. Aber dergleichen Dinge werden heute in solchen volkstümlichen Büchern verkündigt. Das wird den jungen Studenten eingepflanzt. Nicht der Materialismus ist der schlimmste, der die äußere Welt materialistisch erklärt, sondern der, welcher nichts wissen will von jeder tieferen Einsicht in das Theologische. Das ist ein solcher Materialismus, der die Ursache des anderen, des naturwissenschaftlichen Materialismus ist. Hier senkt sich der Materialismus in die Seelen hinein, und dann kann man nicht anders, als die Tatsachen der Naturwissenschaft materialistisch auszulegen. Wir werden wieder lernen müssen, das Geistige zu verstehen. Und das kann nur durch die Strömung geschehen, welche die Bibel und andere religiöse Urkunden wirklich zu erklären vermag.

[ 8 ] Wir verstehen ein solches Gleichnis, wenn wir tiefer in den Sinn eindringen. Eines kommt von vornherein in Betracht, nämlich daß es ein Gleichnis ist, das im Evangelium des Lukas steht, und nur in diesem. Es steht nicht in den anderen Evangelien. Was heißt das: Es steht nur im Evangelium des Lukas? Das heißt sehr viel. Wenn Sie sich die Evangelien vornehmen, so das Markus- und das LukasEvangelium, und sie miteinander vergleichen, werden Sie finden, daß ihnen ein gewisser Stimmungston zugrunde liegt. In dem Vortrag von gestern habe ich gesagt, daß es sich um gewisse kanonische Bücher handelt, welche aus verschiedenen Einweihungsstätten stammen. Lukas führt auf die Einweihung zurück, welche die Essäer und Therapeuten durchgemacht haben. Daher finden Sie bei ihm den Zug, der einen ärztlichen Charakter hat, der einen Ausgleich der Menschen anstrebt, der sich bemüht, den Unterschied zwischen Mensch und Mensch zu überbrücken und zu verwirklichen, daß vor der geistigen Welt alle Menschen gleich sind. Das Evangelium des Lukas scheint oft wie ein Evangelium für die Bedrückten und Mühseligen. Sie können sich daran aufrichten, weil sie gleich sind vor der geistigen Welt. Das muß man bedenken, dann wird man den Grundton, die Stimmung finden, die in dem Evangelium nach Lukas zu finden ist.

[ 8 ] Wir verstehen ein solches Gleichnis, wenn wir tiefer in den Sinn eindringen. Eines kommt von vornherein in Betracht, nämlich daß es ein Gleichnis ist, das im Evangelium des Lukas steht, und nur in diesem. Es steht nicht in den anderen Evangelien. Was heißt das: Es steht nur im Evangelium des Lukas? Das heißt sehr viel. Wenn Sie sich die Evangelien vornehmen, so das Markus- und das LukasEvangelium, und sie miteinander vergleichen, werden Sie finden, daß ihnen ein gewisser Stimmungston zugrunde liegt. In dem Vortrag von gestern habe ich gesagt, daß es sich um gewisse kanonische Bücher handelt, welche aus verschiedenen Einweihungsstätten stammen. Lukas führt auf die Einweihung zurück, welche die Essäer und Therapeuten durchgemacht haben. Daher finden Sie bei ihm den Zug, der einen ärztlichen Charakter hat, der einen Ausgleich der Menschen anstrebt, der sich bemüht, den Unterschied zwischen Mensch und Mensch zu überbrücken und zu verwirklichen, daß vor der geistigen Welt alle Menschen gleich sind. Das Evangelium des Lukas scheint oft wie ein Evangelium für die Bedrückten und Mühseligen. Sie können sich daran aufrichten, weil sie gleich sind vor der geistigen Welt. Das muß man bedenken, dann wird man den Grundton, die Stimmung finden, die in dem Evangelium nach Lukas zu finden ist.

[ 9 ] In den alten Zeiten wurden tatsächlich diese verschiedenen Evangelien dem Tone nach schon verschieden erklärt. Daran wollen wir uns etwas halten. Wir müssen da auf eine wesentliche Grundeigenschaft des Christentums eingehen, die wir wohl aus früheren Vorträgen kennen. Sie wissen, daß ich oft an den Satz erinnert habe: «Wer da nicht verlässet Weib, Kind, Mutter und Bruder, der kann nicht mein Jünger sein.» Sie wissen, daß dieses Wort auf einen großen Fortschritt in der Entwickelung der Menschheit hindeutet. Er ergibt sich daraus, daß wir in den alten Zeiten eine Liebe in der Welt haben, die auf Blutsbande gegründet ist; daß diese Liebe aber schwinden mußte, sobald die Bande des Blutes zerrissen wurden. In den alten Zeiten, in der Vergangenheit liebte sich, was blutsverwandt war. Der Christus lehrte die Liebe, die darin besteht, daß der Mensch den Menschen lieben wird, unbeschadet dessen, wie er im Blute zu ihm steht. Dieser Bruderbund wird die Menschen nicht in der größtmöglichen äußeren Gleichheit finden, aber in dem, was das Christentum als die Gleichheit gegenüber den geistigen Welten lehrt.

[ 9 ] In den alten Zeiten wurden tatsächlich diese verschiedenen Evangelien dem Tone nach schon verschieden erklärt. Daran wollen wir uns etwas halten. Wir müssen da auf eine wesentliche Grundeigenschaft des Christentums eingehen, die wir wohl aus früheren Vorträgen kennen. Sie wissen, daß ich oft an den Satz erinnert habe: «Wer da nicht verlässet Weib, Kind, Mutter und Bruder, der kann nicht mein Jünger sein.» Sie wissen, daß dieses Wort auf einen großen Fortschritt in der Entwickelung der Menschheit hindeutet. Er ergibt sich daraus, daß wir in den alten Zeiten eine Liebe in der Welt haben, die auf Blutsbande gegründet ist; daß diese Liebe aber schwinden mußte, sobald die Bande des Blutes zerrissen wurden. In den alten Zeiten, in der Vergangenheit liebte sich, was blutsverwandt war. Der Christus lehrte die Liebe, die darin besteht, daß der Mensch den Menschen lieben wird, unbeschadet dessen, wie er im Blute zu ihm steht. Dieser Bruderbund wird die Menschen nicht in der größtmöglichen äußeren Gleichheit finden, aber in dem, was das Christentum als die Gleichheit gegenüber den geistigen Welten lehrt.

[ 10 ] So schneidet die Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde in die Menschheitsentwickelung tief ein. Sie gibt den Impuls zu diesem Fortschreiten des Menschengeschlechtes zu einem großen, weltumfassenden Bruderbunde. Was der Christus Jesus den Menschen gegeben hat, das besteht darin, daß sie durch die Kraft geführt werden können, die aus den Kundgebungen des Christus Jesus stammt, zu jener allumfassenden Liebe, die mit dem Worte Bruderbund ausgedrückt ist. Aus dem Evangelium schöpfen wir die Kraft, um diesen Bruderbund zu begründen. Dessen müssen wir uns klar sein.

[ 10 ] So schneidet die Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde in die Menschheitsentwickelung tief ein. Sie gibt den Impuls zu diesem Fortschreiten des Menschengeschlechtes zu einem großen, weltumfassenden Bruderbunde. Was der Christus Jesus den Menschen gegeben hat, das besteht darin, daß sie durch die Kraft geführt werden können, die aus den Kundgebungen des Christus Jesus stammt, zu jener allumfassenden Liebe, die mit dem Worte Bruderbund ausgedrückt ist. Aus dem Evangelium schöpfen wir die Kraft, um diesen Bruderbund zu begründen. Dessen müssen wir uns klar sein.

[ 11 ] Wenn wir das so verstehen, dann fassen wir ein Wort tief, tief auf, das wir auch in mannigfaltiger Art im Evangelium finden, das Wort, das immer hindeutet auf das alte Gesetz, auf jenes Gesetz, das in alten Zeiten, die das Alte Testament uns beschreibt, geherrscht hat. Zwar sagt Jesus, daß nicht ein Tüpfelchen und nicht ein Häkchen an diesem Gesetze verletzt werden soll, aber er setzt etwas völlig Neues an die Stelle dieses Gesetzes, etwas, was noch nicht wirklich ist. Er setzt das freie, liebevolle Verhalten des einen zum anderen an die Stelle dessen, was heute durch das Gesetz geregelt ist. Mit Gesetzen ist geregelt die Art, wie die Menschen zusammen leben, was einer dem anderen zu tun, zu leisten hat. Aber Zeiten werden kommen, wo jeder wissen wird, aus dem unmittelbaren Gefühl heraus, was er seinem Mitbruder zu leisten, zu geben hat.

[ 11 ] Wenn wir das so verstehen, dann fassen wir ein Wort tief, tief auf, das wir auch in mannigfaltiger Art im Evangelium finden, das Wort, das immer hindeutet auf das alte Gesetz, auf jenes Gesetz, das in alten Zeiten, die das Alte Testament uns beschreibt, geherrscht hat. Zwar sagt Jesus, daß nicht ein Tüpfelchen und nicht ein Häkchen an diesem Gesetze verletzt werden soll, aber er setzt etwas völlig Neues an die Stelle dieses Gesetzes, etwas, was noch nicht wirklich ist. Er setzt das freie, liebevolle Verhalten des einen zum anderen an die Stelle dessen, was heute durch das Gesetz geregelt ist. Mit Gesetzen ist geregelt die Art, wie die Menschen zusammen leben, was einer dem anderen zu tun, zu leisten hat. Aber Zeiten werden kommen, wo jeder wissen wird, aus dem unmittelbaren Gefühl heraus, was er seinem Mitbruder zu leisten, zu geben hat.

[ 12 ] Nun blicken wir herunter von dieser Perspektive, die uns das Christentum eröffnet, auf das Gleichnis. Nehmen wir das ernst, dann werden wir den tiefen Sinn erfassen und verstehen, daß tatsächlich verglichen werden darf der reiche Mann mit dem göttlichen Weltenlenker. Es liegt wirklich der Vergleich vor: der reiche Mann mit dem göttlichen Weltenlenker. Aber wie? — Wer so fragt, der könnte leicht fragen, warum der Haushalter ungerecht ist. Gewöhnlich wird als Grund angenommen, daß er statt hundert Tonnen nur achtzig aufschreiben läßt und so weiter. Die Leute meinen, der Haushalter wäre deshalb ungerecht, weil er den Menschen etwas aufhalst, was nicht dem Schuldschein entspricht. Das ist ganz falsch. Wahr ist vielmehr, daß der Haushalter deshalb ungerecht genannt wird, weil er früher ungerecht gehandelt hat, weil er den Leuten, denen er Getreide und so weiter verkauft hat, zu hohe Preise angerechnet hat. Nun begreifen wir, daß die Leute, wenn sein Herr ihn entläßt, ihn nicht unterstützen werden. Wäre das nicht so, dann müßten wir annehmen, daß der reiche Mann selbst ungerecht sein will. Das ist aber nirgends im Gleichnis ausgedrückt. Und wenn wir die späteren Sätze dazunehmen, die Weinel willkürlich wegläßt, dann werden wir finden, daß wir nicht nötig haben, den reichen Mann so aufzufassen, als wenn er von seinem Haushalter verlangen würde, daß er die Leute beschummelt. Der Haushalter glaubt dem Herrn einen Dienst zu erweisen, wenn er ihm möglichst hohe Preise zuschanzt. Trotzdem könnte er der Anschuldigung nicht entgehen, daß er seinen Herrn geschädigt hat.

[ 12 ] Nun blicken wir herunter von dieser Perspektive, die uns das Christentum eröffnet, auf das Gleichnis. Nehmen wir das ernst, dann werden wir den tiefen Sinn erfassen und verstehen, daß tatsächlich verglichen werden darf der reiche Mann mit dem göttlichen Weltenlenker. Es liegt wirklich der Vergleich vor: der reiche Mann mit dem göttlichen Weltenlenker. Aber wie? — Wer so fragt, der könnte leicht fragen, warum der Haushalter ungerecht ist. Gewöhnlich wird als Grund angenommen, daß er statt hundert Tonnen nur achtzig aufschreiben läßt und so weiter. Die Leute meinen, der Haushalter wäre deshalb ungerecht, weil er den Menschen etwas aufhalst, was nicht dem Schuldschein entspricht. Das ist ganz falsch. Wahr ist vielmehr, daß der Haushalter deshalb ungerecht genannt wird, weil er früher ungerecht gehandelt hat, weil er den Leuten, denen er Getreide und so weiter verkauft hat, zu hohe Preise angerechnet hat. Nun begreifen wir, daß die Leute, wenn sein Herr ihn entläßt, ihn nicht unterstützen werden. Wäre das nicht so, dann müßten wir annehmen, daß der reiche Mann selbst ungerecht sein will. Das ist aber nirgends im Gleichnis ausgedrückt. Und wenn wir die späteren Sätze dazunehmen, die Weinel willkürlich wegläßt, dann werden wir finden, daß wir nicht nötig haben, den reichen Mann so aufzufassen, als wenn er von seinem Haushalter verlangen würde, daß er die Leute beschummelt. Der Haushalter glaubt dem Herrn einen Dienst zu erweisen, wenn er ihm möglichst hohe Preise zuschanzt. Trotzdem könnte er der Anschuldigung nicht entgehen, daß er seinen Herrn geschädigt hat.

[ 13 ] Gehen wir mit diesen Voraussetzungen an das Gleichnis heran und machen wir es uns klar. Man hat den Haushalter verleumdet, daß er seinen Herrn betrogen habe. Er weiß: bei der Art, wie er gewirtschaftet hat, wie er hohe Preise gemacht hat, wird er keine Unterstützung bei den Leuten haben. Deshalb überlegt er: Was soll ich tun? Mein Herr fordert Rechnung, er wird mich meines Amtes entsetzen. Die anderen Leute werden mich nicht aufnehmen - so sagt er sich. Und was tut er nun? Er macht einiges von dem gut, was er früher als ungerechter Haushalter schlecht gemacht hat. Er läßt den Leuten etwas nach, das heißt er macht jetzt Preise, die menschlich sind. Er läßt etwas nach von dem ungerechten Mammon, den er für seinen Herrn eingeheimst hat. Wenn wir das Gleichnis so auffassen, dann dürfen wir den reichen Mann vergleichen mit dem göttlichen Weltenlenker, dann dürfen wir den Haushalter vergleichen mit dem, der im Auftrag des göttlichen Weltenlenkers gesetzt ist über diese alte Welt, wo das Gesetz die Verhältnisse zu regeln hatte. Dann dürfen wir es auch auffassen so, daß Rechnung gelegt werden sollte darüber, wie die Verwaltung geleitet worden ist. Beim Haushalter stellt es sich heraus, daß er ungerecht geworden ist. Das gleiche stellt sich heraus beim Gesetz. Ursprünglich war es gut, aber nach und nach ist es ungerecht geworden. Es hat Standesunterschiede gemacht und Rechte geschaffen, die nicht mehr aufrechtzuerhalten sind. Deshalb muß derjenige, der gesagt hat, es wird kein Tüpfelchen und kein Häkchen des alten Gesetzes geändert, jetzt Rechnung von denen fordern, die die Verwalter des Gesetzes sind, von den Phatisäern und Schriftgelehrten. Das Gleichnis ging auf die Pharisäer; sie waren die ungerechten Haushalter, die Verwalter des Gesetzes. Sie waren diejenigen, die sich nicht einbilden durften, daß sie in die Hütten derjenigen, die unter dem Gesetze standen, aufgenommen werden, wenn sie nicht bei dem vermeintlichen Gott Unterkunft finden. Jetzt können wir auch verstehen, warum das Gleichnis nicht den reichen Mann selber als ungerecht auftreten zu lassen braucht. Gerade deshalb lobt er den Haushalter, weil er die Preise heruntergeschraubt hat. Wenn ein reicher Mann selber betrügen will, dann wird er doch den nicht loben, der von den hohen Preisen etwas zurückgibt. Der Haushalter glaubte eben dem Herrn zu dienen und wurde ungerecht gegen die anderen. So glaubten diejenigen, welche die Gesetze zu hüten hatten, sie dienten ihrem Herrn und wurden ungerecht gegen die übrigen Menschen.

[ 13 ] Gehen wir mit diesen Voraussetzungen an das Gleichnis heran und machen wir es uns klar. Man hat den Haushalter verleumdet, daß er seinen Herrn betrogen habe. Er weiß: bei der Art, wie er gewirtschaftet hat, wie er hohe Preise gemacht hat, wird er keine Unterstützung bei den Leuten haben. Deshalb überlegt er: Was soll ich tun? Mein Herr fordert Rechnung, er wird mich meines Amtes entsetzen. Die anderen Leute werden mich nicht aufnehmen - so sagt er sich. Und was tut er nun? Er macht einiges von dem gut, was er früher als ungerechter Haushalter schlecht gemacht hat. Er läßt den Leuten etwas nach, das heißt er macht jetzt Preise, die menschlich sind. Er läßt etwas nach von dem ungerechten Mammon, den er für seinen Herrn eingeheimst hat. Wenn wir das Gleichnis so auffassen, dann dürfen wir den reichen Mann vergleichen mit dem göttlichen Weltenlenker, dann dürfen wir den Haushalter vergleichen mit dem, der im Auftrag des göttlichen Weltenlenkers gesetzt ist über diese alte Welt, wo das Gesetz die Verhältnisse zu regeln hatte. Dann dürfen wir es auch auffassen so, daß Rechnung gelegt werden sollte darüber, wie die Verwaltung geleitet worden ist. Beim Haushalter stellt es sich heraus, daß er ungerecht geworden ist. Das gleiche stellt sich heraus beim Gesetz. Ursprünglich war es gut, aber nach und nach ist es ungerecht geworden. Es hat Standesunterschiede gemacht und Rechte geschaffen, die nicht mehr aufrechtzuerhalten sind. Deshalb muß derjenige, der gesagt hat, es wird kein Tüpfelchen und kein Häkchen des alten Gesetzes geändert, jetzt Rechnung von denen fordern, die die Verwalter des Gesetzes sind, von den Phatisäern und Schriftgelehrten. Das Gleichnis ging auf die Pharisäer; sie waren die ungerechten Haushalter, die Verwalter des Gesetzes. Sie waren diejenigen, die sich nicht einbilden durften, daß sie in die Hütten derjenigen, die unter dem Gesetze standen, aufgenommen werden, wenn sie nicht bei dem vermeintlichen Gott Unterkunft finden. Jetzt können wir auch verstehen, warum das Gleichnis nicht den reichen Mann selber als ungerecht auftreten zu lassen braucht. Gerade deshalb lobt er den Haushalter, weil er die Preise heruntergeschraubt hat. Wenn ein reicher Mann selber betrügen will, dann wird er doch den nicht loben, der von den hohen Preisen etwas zurückgibt. Der Haushalter glaubte eben dem Herrn zu dienen und wurde ungerecht gegen die anderen. So glaubten diejenigen, welche die Gesetze zu hüten hatten, sie dienten ihrem Herrn und wurden ungerecht gegen die übrigen Menschen.

[ 14 ] Das wurde umgewandelt in dem Momente, da der Christus kam. Da sehen wir auch, daß notwendig solche, die diese Gesetze gehandhabt haben, von dem, was sie dabei falsch getan haben, etwas auf das Richtige zurückführen müssen. Ungerecht ist das Gesetz geworden. Jetzt da die Liebe zu allen Menschen gefordert wird, müssen diejenigen, die einigermaßen sich die Hütten der Menschen - das ist das Gleichnis für die Seelen — erobern wollen, für das an besonderen Stellen ungerecht gewordene Gesetz das gerechte setzen. Sie müssen etwas abschreiben von dem, was ungerecht geworden ist. Daher teilt das Evangelium die alten Schriftgelehrten und Pharisäer ein in solche, welche starr orthodox sich fortnennen «die Kinder Gottes». Das sind diejenigen, die von dem Christus Jesus verurteilt werden als diejenigen, mit denen er nichts zu tun haben will. Das sind diejenigen, von denen er sagt, daß sie weit von ihm bleiben; die sagen: Wir dienen Gott, der uns die Gesetze gegeben hat. — Weil sie so festhalten an dem Gesetz, deshalb sind sie die Kinder des Lichtes. Das ist der technische Ausdruck für die Diener Gottes, die später mit dem ungerechten Haushalter verglichen werden. Die anderen, die mit den Menschen leben, mit den menschlichen Neigungen zusammen sein mußten, das sind die Kinder der Welt. Die haben nicht auf den starren Buchstaben des Gesetzes gepocht, sie haben nachgelassen, weil man nicht mehr ungerecht verwalten konnte. Das sind diejenigen, welche früher ungerecht waren, aber deshalb, weil sie mit dem Leben leben mußten, gezwungen worden sind, sich zu ändern. Deshalb sind die Kinder der Welt klüger als die Kinder des Lichtes.

[ 14 ] Das wurde umgewandelt in dem Momente, da der Christus kam. Da sehen wir auch, daß notwendig solche, die diese Gesetze gehandhabt haben, von dem, was sie dabei falsch getan haben, etwas auf das Richtige zurückführen müssen. Ungerecht ist das Gesetz geworden. Jetzt da die Liebe zu allen Menschen gefordert wird, müssen diejenigen, die einigermaßen sich die Hütten der Menschen - das ist das Gleichnis für die Seelen — erobern wollen, für das an besonderen Stellen ungerecht gewordene Gesetz das gerechte setzen. Sie müssen etwas abschreiben von dem, was ungerecht geworden ist. Daher teilt das Evangelium die alten Schriftgelehrten und Pharisäer ein in solche, welche starr orthodox sich fortnennen «die Kinder Gottes». Das sind diejenigen, die von dem Christus Jesus verurteilt werden als diejenigen, mit denen er nichts zu tun haben will. Das sind diejenigen, von denen er sagt, daß sie weit von ihm bleiben; die sagen: Wir dienen Gott, der uns die Gesetze gegeben hat. — Weil sie so festhalten an dem Gesetz, deshalb sind sie die Kinder des Lichtes. Das ist der technische Ausdruck für die Diener Gottes, die später mit dem ungerechten Haushalter verglichen werden. Die anderen, die mit den Menschen leben, mit den menschlichen Neigungen zusammen sein mußten, das sind die Kinder der Welt. Die haben nicht auf den starren Buchstaben des Gesetzes gepocht, sie haben nachgelassen, weil man nicht mehr ungerecht verwalten konnte. Das sind diejenigen, welche früher ungerecht waren, aber deshalb, weil sie mit dem Leben leben mußten, gezwungen worden sind, sich zu ändern. Deshalb sind die Kinder der Welt klüger als die Kinder des Lichtes.

[ 15 ] Dieses Gleichnis deutet hin auf die Weltregierung. Was früher gut war, das wird unter Umständen ein Martyrium, und anderes muß an seine Stelle treten. Wie steht es jetzt mit dem Gesetz und mit der Lauterkeit derjenigen, die es verwalten? Wo sind diejenigen, welche nicht mehr auf dem Boden des alten Gesetzes stehen? Wo diejenigen, die sich fürchten müßten, keine Unterstützung in den Hütten der anderen zu finden, weil das, was sie getan haben, ungerecht ist? So wird uns dieses Gleichnis zwanglos klar, wenn wir ihm die alte esoterische Auslegung geben, aus der das Gleichnis ursprünglich geflossen ist. Man muß das Gleichnis nicht in materialistisch-theologischer Weise auslegen, sondern ganz einfach. Diese Gleichnisse sind dazu da, den tiefen Sinn der großen Menschheitsmission darzulegen.

[ 15 ] Dieses Gleichnis deutet hin auf die Weltregierung. Was früher gut war, das wird unter Umständen ein Martyrium, und anderes muß an seine Stelle treten. Wie steht es jetzt mit dem Gesetz und mit der Lauterkeit derjenigen, die es verwalten? Wo sind diejenigen, welche nicht mehr auf dem Boden des alten Gesetzes stehen? Wo diejenigen, die sich fürchten müßten, keine Unterstützung in den Hütten der anderen zu finden, weil das, was sie getan haben, ungerecht ist? So wird uns dieses Gleichnis zwanglos klar, wenn wir ihm die alte esoterische Auslegung geben, aus der das Gleichnis ursprünglich geflossen ist. Man muß das Gleichnis nicht in materialistisch-theologischer Weise auslegen, sondern ganz einfach. Diese Gleichnisse sind dazu da, den tiefen Sinn der großen Menschheitsmission darzulegen.

[ 16 ] Das andere Gleichnis ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Sie kennen und das manchem ebenfalls Schwierigkeiten bietet. Es würde zu weit führen, wollte ich das ganze Gleichnis vorlesen. Sie wissen, worum es sich handelt. Ein Vater hatte zwei Söhne. Der eine forderte sein Erbgut, um in die Welt hinauszuziehen, der andere blieb zu Hause, war brav und gut und wirtschaftete mit dem Vater zusammen. Der, welcher hinaus in die Welt ging, verlor sein Gut, wurde arm und kam in bitterste Not und großes Elend. Als er dann zurückkehrte, wurde er vom Vater in der liebevollsten Weise aufgenommen. Da der ältere Sohn das hörte, wurde er darüber zornig und wollte nicht in das Haus gehen. Darauf ging sein Vater hinaus und bat ihn, hereinzukommen. Der aber sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden hätte fröhlich sein können. Nun aber dieser dein Sohn gekommen ist, der sein Gut mit Dirnen verschlungen hat, hast du ihm ein gemästet Kalb geschlachtet. - Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist alle Zeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein, denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden. Er war verloren und ist wiedergefunden.

[ 16 ] Das andere Gleichnis ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Sie kennen und das manchem ebenfalls Schwierigkeiten bietet. Es würde zu weit führen, wollte ich das ganze Gleichnis vorlesen. Sie wissen, worum es sich handelt. Ein Vater hatte zwei Söhne. Der eine forderte sein Erbgut, um in die Welt hinauszuziehen, der andere blieb zu Hause, war brav und gut und wirtschaftete mit dem Vater zusammen. Der, welcher hinaus in die Welt ging, verlor sein Gut, wurde arm und kam in bitterste Not und großes Elend. Als er dann zurückkehrte, wurde er vom Vater in der liebevollsten Weise aufgenommen. Da der ältere Sohn das hörte, wurde er darüber zornig und wollte nicht in das Haus gehen. Darauf ging sein Vater hinaus und bat ihn, hereinzukommen. Der aber sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden hätte fröhlich sein können. Nun aber dieser dein Sohn gekommen ist, der sein Gut mit Dirnen verschlungen hat, hast du ihm ein gemästet Kalb geschlachtet. - Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist alle Zeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein, denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden. Er war verloren und ist wiedergefunden.

[ 17 ] Denken Sie sich, jemand machte heute das Gleichnis vom verlorenen Sohne mit, und es wäre nicht jener Staub daran, der durch die jahrtausendealte, ehrwürdige "Tradition daran haftet. Glauben Sie nicht, daß es heute keine Leute gibt, die meinen, es sei im höchsten Grade ungerecht, wenn der Vater den Sohn, der davongelaufen ist, wieder aufnimmt und den anderen Sohn dadurch benachteiligt. Glauben Sie nicht, daß die Menschen anderes sagen würden! — Und sie sagen so. Es gibt Menschen, für die nicht die Ehrfurcht vor der Bibel besteht wie für den Gläubigen. Es gibt Menschen, welche die Bibel betrachten wie ein gewöhnliches Weltbuch. Ein paar Sätze von einem Menschen, der so die Bibel betrachtet, von einem freisinnigen Menschen und wahren Philister, werden Ihnen das zeigen. Sie sind enthalten in dem Buch «Finsternisse». Hier heißt es: «Unsere Sympathie steht ganz auf der Seite des älteren Sohnes. ... Die Behandlung, welche der Vater seinem jüngeren Sohne angedeihen läßt, schließt eine schwere Ungerechtigkeit gegen den ältern Sohn in sich» und so weiter.

[ 17 ] Denken Sie sich, jemand machte heute das Gleichnis vom verlorenen Sohne mit, und es wäre nicht jener Staub daran, der durch die jahrtausendealte, ehrwürdige "Tradition daran haftet. Glauben Sie nicht, daß es heute keine Leute gibt, die meinen, es sei im höchsten Grade ungerecht, wenn der Vater den Sohn, der davongelaufen ist, wieder aufnimmt und den anderen Sohn dadurch benachteiligt. Glauben Sie nicht, daß die Menschen anderes sagen würden! — Und sie sagen so. Es gibt Menschen, für die nicht die Ehrfurcht vor der Bibel besteht wie für den Gläubigen. Es gibt Menschen, welche die Bibel betrachten wie ein gewöhnliches Weltbuch. Ein paar Sätze von einem Menschen, der so die Bibel betrachtet, von einem freisinnigen Menschen und wahren Philister, werden Ihnen das zeigen. Sie sind enthalten in dem Buch «Finsternisse». Hier heißt es: «Unsere Sympathie steht ganz auf der Seite des älteren Sohnes. ... Die Behandlung, welche der Vater seinem jüngeren Sohne angedeihen läßt, schließt eine schwere Ungerechtigkeit gegen den ältern Sohn in sich» und so weiter.

[ 18 ] Das ist zwar philiströs, aber es wird viele Leute geben, die ebenso urteilen würden, wenn das Gleichnis heute geschrieben würde. Denken Sie sich aber, daß sich hinter solchen Dingen etwas verbirgt. Denken Sie sich, daß wir aus dem Verborgenen die ganze Art dieser Dinge begreifen können. Wir sehen dann, daß wir einfach einen tieferen Sinn hineinlegen müssen. Die wichtigsten dieser Gleichnisse sind nämlich auch in einer Art Mysterienkanon enthalten, und sie treten auf bei den verschiedenen Völkern in einer verschiedenen Form. Aus dem hebräischen Kanon möchte ich Ihnen eines erzählen, und dann vergleichen Sie.

[ 18 ] Das ist zwar philiströs, aber es wird viele Leute geben, die ebenso urteilen würden, wenn das Gleichnis heute geschrieben würde. Denken Sie sich aber, daß sich hinter solchen Dingen etwas verbirgt. Denken Sie sich, daß wir aus dem Verborgenen die ganze Art dieser Dinge begreifen können. Wir sehen dann, daß wir einfach einen tieferen Sinn hineinlegen müssen. Die wichtigsten dieser Gleichnisse sind nämlich auch in einer Art Mysterienkanon enthalten, und sie treten auf bei den verschiedenen Völkern in einer verschiedenen Form. Aus dem hebräischen Kanon möchte ich Ihnen eines erzählen, und dann vergleichen Sie.

[ 19 ] Ein König mußte es mitansehen, wie sein Sohn ihn verließ und davonzog. Er schickte den Erzieher aus, der über diesen Sohn Macht hatte, damit er ihn heimbringe. Dieser erweichte auch das Herz des Sohnes. Aber der sagte: Wie soll ich wieder vor das Angesicht meines Vaters treten? — Und der Vater ließ ihm sagen: Ist es nicht deines Vaters Antlitz, vor das du trittst - und so weiter. Da steht aber noch etwas dabei, nämlich: So ist es auch dem Volke Israel ergangen, das sich in seiner Sündhaftigkeit von seinem Vater, dem göttlichen Weltenlenker, abgewendet hat. Es wurde untreu. — Und dann geht es weiter: Der König sandte Boten aus nach seinem Sohn. Der aber sagte: Wie kann ich hintreten vor das Antlitz meines Vaters? — Da antwortete dieser: Ist es nicht dein Vater, vor dessen Antlitz du trittst?

[ 19 ] Ein König mußte es mitansehen, wie sein Sohn ihn verließ und davonzog. Er schickte den Erzieher aus, der über diesen Sohn Macht hatte, damit er ihn heimbringe. Dieser erweichte auch das Herz des Sohnes. Aber der sagte: Wie soll ich wieder vor das Angesicht meines Vaters treten? — Und der Vater ließ ihm sagen: Ist es nicht deines Vaters Antlitz, vor das du trittst - und so weiter. Da steht aber noch etwas dabei, nämlich: So ist es auch dem Volke Israel ergangen, das sich in seiner Sündhaftigkeit von seinem Vater, dem göttlichen Weltenlenker, abgewendet hat. Es wurde untreu. — Und dann geht es weiter: Der König sandte Boten aus nach seinem Sohn. Der aber sagte: Wie kann ich hintreten vor das Antlitz meines Vaters? — Da antwortete dieser: Ist es nicht dein Vater, vor dessen Antlitz du trittst?

[ 20 ] Das Gleichnis ist nicht dasselbe wie das im Evangelium, aber es ist mit deutlichem Anklang an dasselbe Motiv viele Jahrhunderte vor dem Christentum entstanden und in der hebräischen Tradition erhalten. Es ist nur der Unterschied da, daß eine tiefere Erklärung dafür gegeben ist. Die Leute werden da mit der Nase darauf hingestoßen, daß das Volk gemeint ist, das wieder zu seinem Vater zurückkehren soll. Jesus gab nur die Gleichnisbilder, seinen Jüngern allein aber legte er die Gleichnisse aus. Wie das jüdische Gleichnis hinweist auf das Volk, auf ein einzelnes Volk, das durch Blutbande verbunden ist, so weist das christliche Gleichnis auf die ganze Menschheitsentwickelung hin.

[ 20 ] Das Gleichnis ist nicht dasselbe wie das im Evangelium, aber es ist mit deutlichem Anklang an dasselbe Motiv viele Jahrhunderte vor dem Christentum entstanden und in der hebräischen Tradition erhalten. Es ist nur der Unterschied da, daß eine tiefere Erklärung dafür gegeben ist. Die Leute werden da mit der Nase darauf hingestoßen, daß das Volk gemeint ist, das wieder zu seinem Vater zurückkehren soll. Jesus gab nur die Gleichnisbilder, seinen Jüngern allein aber legte er die Gleichnisse aus. Wie das jüdische Gleichnis hinweist auf das Volk, auf ein einzelnes Volk, das durch Blutbande verbunden ist, so weist das christliche Gleichnis auf die ganze Menschheitsentwickelung hin.

[ 21 ] Nun erinnern wir uns daran, wie in der alten lemurischen Zeit die ‚Seelen heruntergestiegen sind aus dem Schoße der Gottheit, wie die Seele in den Menschen eingezogen ist, und wie der Mensch dadurch erst ein einzelner Mensch geworden ist. Verfolgen wit, wie die Seele immer individueller und individueller wird, verfolgen wir, wie das Tier heute noch eine Gruppenseele hat, wie es gar nicht eine individuelle Seele besitzt, sondern auf dem Astralplan eine Gruppenseele hat. Wenn wir das Menschengeschlecht verfolgen, so finden wir auch, daß die Menschen Gruppenseelen hatten, daß sie dem Göttlichen noch näherstanden als heute. Damals waren die Menschen noch nicht herabgestiegen, noch nicht eingezogen in die Körper. Da wirkten sie, was der Gott in ihnen wirkte. Nachdem sie in die Menschenkörper eingezogen waren, wurden sie immer individueller, sie wurden mehr ihre eigenen Herren im Gehäuse des Menschenleibes. Aber andere blieben auch zurück, andere blieben auf der ursprünglichen Stufe und auf weiteren früheren Stufen. Wir haben dadurch die verschiedenen Gattungen der Menschen nebeneinander. Wir haben dadurch Menschen, die heute noch fast die Gattungsseele haben, bei denen wir also nicht auf eigene Impulse hinschauen können, die weniger aus sich als aus der Gattung heraus handelten. Die Gruppenseele war es, was der Gott ihr eingeflößt hat. Das war so bis zum Heraufkommen des selbständigen Menschen, der den Weg wieder zurück sucht zu dem Gott.

[ 21 ] Nun erinnern wir uns daran, wie in der alten lemurischen Zeit die ‚Seelen heruntergestiegen sind aus dem Schoße der Gottheit, wie die Seele in den Menschen eingezogen ist, und wie der Mensch dadurch erst ein einzelner Mensch geworden ist. Verfolgen wit, wie die Seele immer individueller und individueller wird, verfolgen wir, wie das Tier heute noch eine Gruppenseele hat, wie es gar nicht eine individuelle Seele besitzt, sondern auf dem Astralplan eine Gruppenseele hat. Wenn wir das Menschengeschlecht verfolgen, so finden wir auch, daß die Menschen Gruppenseelen hatten, daß sie dem Göttlichen noch näherstanden als heute. Damals waren die Menschen noch nicht herabgestiegen, noch nicht eingezogen in die Körper. Da wirkten sie, was der Gott in ihnen wirkte. Nachdem sie in die Menschenkörper eingezogen waren, wurden sie immer individueller, sie wurden mehr ihre eigenen Herren im Gehäuse des Menschenleibes. Aber andere blieben auch zurück, andere blieben auf der ursprünglichen Stufe und auf weiteren früheren Stufen. Wir haben dadurch die verschiedenen Gattungen der Menschen nebeneinander. Wir haben dadurch Menschen, die heute noch fast die Gattungsseele haben, bei denen wir also nicht auf eigene Impulse hinschauen können, die weniger aus sich als aus der Gattung heraus handelten. Die Gruppenseele war es, was der Gott ihr eingeflößt hat. Das war so bis zum Heraufkommen des selbständigen Menschen, der den Weg wieder zurück sucht zu dem Gott.

[ 22 ] So fand der Entwickelungsgang statt, daß der Mensch ursprünglich eine Gruppenseele im Schoße der Gottheit war. Wenn wir heute einen Menschen und die Entwickelung des Menschen ansehen, so können wir sagen: Der primitive Mensch ist noch beim Vater geblieben, er ist nicht herausgekommen aus dem Gehäuse des Vaters; derandere aber ist hinausgezogen in die Welt, hat sein Erbgut gefordert, damit er sich frei entfalten kann. Da gibt es einen Moment, wo der so sich entwikkelnde Mensch vereinsamt, sich verarmt fühlt an geistigen Gütern. Dann sucht er den Rückweg zu Gott wiederzufinden. Das ist der Gang der Entwickelung: Herunterstieg aus dem Gott in die Materie und das Wiederaufsteigen, das Zurückkehren in das Haus des Vaters. Wenn wir durch die eigene Kraft wieder den Rückweg finden, so kehren wir wieder zurück, nachdem wir verarmt waren, Hunger gelitten haben nach geistigen Gütern. Wir kehren aber als freie Individualitäten zurück, und wir kehren um so mehr zurück, je höher wir geistig hinaufsteigen. Die Einzuweihenden fühlten sich als in das göttliche Vaterhaus Zurückkehtende. Das, was sie sagten, ist von der Gruppenseele ausgegangen. Wenn wir es im okkulten Sinne auffassen, wird es uns klar werden.

[ 22 ] So fand der Entwickelungsgang statt, daß der Mensch ursprünglich eine Gruppenseele im Schoße der Gottheit war. Wenn wir heute einen Menschen und die Entwickelung des Menschen ansehen, so können wir sagen: Der primitive Mensch ist noch beim Vater geblieben, er ist nicht herausgekommen aus dem Gehäuse des Vaters; derandere aber ist hinausgezogen in die Welt, hat sein Erbgut gefordert, damit er sich frei entfalten kann. Da gibt es einen Moment, wo der so sich entwikkelnde Mensch vereinsamt, sich verarmt fühlt an geistigen Gütern. Dann sucht er den Rückweg zu Gott wiederzufinden. Das ist der Gang der Entwickelung: Herunterstieg aus dem Gott in die Materie und das Wiederaufsteigen, das Zurückkehren in das Haus des Vaters. Wenn wir durch die eigene Kraft wieder den Rückweg finden, so kehren wir wieder zurück, nachdem wir verarmt waren, Hunger gelitten haben nach geistigen Gütern. Wir kehren aber als freie Individualitäten zurück, und wir kehren um so mehr zurück, je höher wir geistig hinaufsteigen. Die Einzuweihenden fühlten sich als in das göttliche Vaterhaus Zurückkehtende. Das, was sie sagten, ist von der Gruppenseele ausgegangen. Wenn wir es im okkulten Sinne auffassen, wird es uns klar werden.

[ 23 ] Wenn wir den menschlichen Organismus im esoterischen Sinne studieren, so ist das nicht so einfach. So wie die Menschen heute sind, haben sie den physischen Leib, den Ätherleib, den Astralleib und das eigentliche Ich. Alle diese verschiedenen Leiber sind nicht allein für sich da, sie sind noch nicht selbständige Wesenheiten. Verzeihen Sie das unappetitliche Gleichnis, aber es macht die Sache etwas deutlicher. In allen diesen Leibern stecken mehr oder weniger fremdartige Wesenheiten, wie die Maden im Käse stecken. Aus und ein gehen diese verschiedenen Wesenheiten. Die Einflüsse, die der Mensch von außen erleidet, beruhen auf ganz anderen Wesen. Die Wesenheiten, die in den physischen Leib einziehen und ausziehen, nennt man Phantome. Dadurch wird der Mensch unfrei. Die Wesenheiten, welche den Ätherleib durchziehen, nennt man Gespenster oder Spektra. Und diejenigen Wesenheiten, welche den Astralleib durchziehen, nennt man Dämonen. Sie wissen, diejenigen Leute, welche nicht abergläubisch waren, aber etwas gewußt haben von diesen Dingen, kennen das. Was mit dem Ich zu tun hat, ist das, was man Geister nennt.

[ 23 ] Wenn wir den menschlichen Organismus im esoterischen Sinne studieren, so ist das nicht so einfach. So wie die Menschen heute sind, haben sie den physischen Leib, den Ätherleib, den Astralleib und das eigentliche Ich. Alle diese verschiedenen Leiber sind nicht allein für sich da, sie sind noch nicht selbständige Wesenheiten. Verzeihen Sie das unappetitliche Gleichnis, aber es macht die Sache etwas deutlicher. In allen diesen Leibern stecken mehr oder weniger fremdartige Wesenheiten, wie die Maden im Käse stecken. Aus und ein gehen diese verschiedenen Wesenheiten. Die Einflüsse, die der Mensch von außen erleidet, beruhen auf ganz anderen Wesen. Die Wesenheiten, die in den physischen Leib einziehen und ausziehen, nennt man Phantome. Dadurch wird der Mensch unfrei. Die Wesenheiten, welche den Ätherleib durchziehen, nennt man Gespenster oder Spektra. Und diejenigen Wesenheiten, welche den Astralleib durchziehen, nennt man Dämonen. Sie wissen, diejenigen Leute, welche nicht abergläubisch waren, aber etwas gewußt haben von diesen Dingen, kennen das. Was mit dem Ich zu tun hat, ist das, was man Geister nennt.

[ 24 ] Wodurch wird nun der Mensch individuell? Dadurch, daß er sich reinigt. Am stärksten wird er gereinigt, indem er Genosse der geistigen Welt wird. Dann arbeitet er an dem Astralleib, damit er von den Dämonen frei wird. Wenn er an dem Ätherleib arbeitet, macht er sich frei von den Gespenstern oder Spektren. Arbeitet er an dem physischen Leib, so macht er sich frei von den Phantomen. Hat er dies geleistet, dann kehrt er zurück in das reine Göttliche. Dadurch hat er aber etwas gewonnen. Unfrei war er. Jetzt aber, nachdem er sich befreit hat, kehrt er als Freier in das Vaterhaus zurück. Die Berichte, die sich auf das Austreiben der Dämonen durch Christus beziehen, werden Sie so leichter verstehen.

[ 24 ] Wodurch wird nun der Mensch individuell? Dadurch, daß er sich reinigt. Am stärksten wird er gereinigt, indem er Genosse der geistigen Welt wird. Dann arbeitet er an dem Astralleib, damit er von den Dämonen frei wird. Wenn er an dem Ätherleib arbeitet, macht er sich frei von den Gespenstern oder Spektren. Arbeitet er an dem physischen Leib, so macht er sich frei von den Phantomen. Hat er dies geleistet, dann kehrt er zurück in das reine Göttliche. Dadurch hat er aber etwas gewonnen. Unfrei war er. Jetzt aber, nachdem er sich befreit hat, kehrt er als Freier in das Vaterhaus zurück. Die Berichte, die sich auf das Austreiben der Dämonen durch Christus beziehen, werden Sie so leichter verstehen.

[ 25 ] Im Gleichnis von dem verlorenen Sohn haben Sie sich die Entwickelung der ganzen Menschheit vorzustellen. Freuen werden sich die Geister über die wieder einkommende Seele, denn sie ist nicht so geblieben, wie sie ausgezogen ist. Der Mensch hat sich verändert, ist frei geworden. Deshalb freuen sich die Genossen über ihn. Daher dürfen wir das Gebiet, auf das sich das Gleichnis bezieht, nicht niedrig, nicht klein auffassen, sondern wir müssen es als das große Weltentableau ansehen. Wenn Sie sich erinnern, daß ich gesagt habe, auf dem astralen Plan ist alles umgekehrt, dann kommen Sie noch tiefer hinein. Ich habe ja gesagt, daß selbst die Zahlen in der astralen Welt im Spiegelbild gelesen werden müssen. Wenn uns da die Zahl 64 gegenübertritt, so müssen wir nicht 64, sondern 46 lesen. Wenn nun die Leidenschaften von Ihnen ausziehen, so erscheinen sie Ihnen als allerlei Wesenheiten, die auf Sie zustürzen. Wenn Sie ein Gleichnis bilden wollen mit einem tiefen sittlichen Kern für die höchsten Welten, so gebrauchen Sie viele Bilder, die im Physischen umgekehrt erscheinen. Daraus erkennen Sie die tiefere Bedeutung, warum manche Gleichnisse, die für die geistige Welt ethisch sind, im Physischen manchmal anstößig sind. Ihr müßt manches in Gleichnissen denken, durch die ihr hineingetrieben werdet, durch das Gefühl, in die geistige Welt. So ist auch der Stimmungston, der in solchen Gleichnissen lebt. Und sogar das ist bezeichnend, daß solche Gleichnisse in ihrer physischen Bildung anstößig sind.

[ 25 ] Im Gleichnis von dem verlorenen Sohn haben Sie sich die Entwickelung der ganzen Menschheit vorzustellen. Freuen werden sich die Geister über die wieder einkommende Seele, denn sie ist nicht so geblieben, wie sie ausgezogen ist. Der Mensch hat sich verändert, ist frei geworden. Deshalb freuen sich die Genossen über ihn. Daher dürfen wir das Gebiet, auf das sich das Gleichnis bezieht, nicht niedrig, nicht klein auffassen, sondern wir müssen es als das große Weltentableau ansehen. Wenn Sie sich erinnern, daß ich gesagt habe, auf dem astralen Plan ist alles umgekehrt, dann kommen Sie noch tiefer hinein. Ich habe ja gesagt, daß selbst die Zahlen in der astralen Welt im Spiegelbild gelesen werden müssen. Wenn uns da die Zahl 64 gegenübertritt, so müssen wir nicht 64, sondern 46 lesen. Wenn nun die Leidenschaften von Ihnen ausziehen, so erscheinen sie Ihnen als allerlei Wesenheiten, die auf Sie zustürzen. Wenn Sie ein Gleichnis bilden wollen mit einem tiefen sittlichen Kern für die höchsten Welten, so gebrauchen Sie viele Bilder, die im Physischen umgekehrt erscheinen. Daraus erkennen Sie die tiefere Bedeutung, warum manche Gleichnisse, die für die geistige Welt ethisch sind, im Physischen manchmal anstößig sind. Ihr müßt manches in Gleichnissen denken, durch die ihr hineingetrieben werdet, durch das Gefühl, in die geistige Welt. So ist auch der Stimmungston, der in solchen Gleichnissen lebt. Und sogar das ist bezeichnend, daß solche Gleichnisse in ihrer physischen Bildung anstößig sind.

[ 26 ] Ein anderes Gleichnis, das ich noch kurz anführen will, ist das von den fünf törichten und den fünf klugen Jungfrauen. Das gibt auch manches zu denken. Wir wollen es uns einmal vorführen: «Dann wird das Himmelteich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und sie schliefen ein. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe der Bräutigam kommt, gehet aus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebet uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; gehet aber hin zu den Krämern und kaufet für euch selbst. Als sie aber hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. Darum wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.»

[ 26 ] Ein anderes Gleichnis, das ich noch kurz anführen will, ist das von den fünf törichten und den fünf klugen Jungfrauen. Das gibt auch manches zu denken. Wir wollen es uns einmal vorführen: «Dann wird das Himmelteich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und sie schliefen ein. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe der Bräutigam kommt, gehet aus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebet uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; gehet aber hin zu den Krämern und kaufet für euch selbst. Als sie aber hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. Darum wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.»

[ 27 ] Hier wird hingedeutet, daß dieses Gleichnis etwas damit zu tun hat, daß der Christus in Zukunft wieder erscheinen wird. Machen wir es uns einmal klar. Das können wir, wenn wir uns die Teile des Menschen noch einmal vor Augen führen. Wenn ich am Astralleibe arbeite, so wird im christlichen Sinne der Heilige Geist. Wenn das Ich am Ätherleibe arbeitet, so wird das, was wir Budhi nennen oder Christus oder der Logos. In meiner «Theosophie» wird der Heilige Geist Geistselbst genannt, und Christus, der Logos, wird Budhi oder Lebensgeist genannt.

[ 27 ] Hier wird hingedeutet, daß dieses Gleichnis etwas damit zu tun hat, daß der Christus in Zukunft wieder erscheinen wird. Machen wir es uns einmal klar. Das können wir, wenn wir uns die Teile des Menschen noch einmal vor Augen führen. Wenn ich am Astralleibe arbeite, so wird im christlichen Sinne der Heilige Geist. Wenn das Ich am Ätherleibe arbeitet, so wird das, was wir Budhi nennen oder Christus oder der Logos. In meiner «Theosophie» wird der Heilige Geist Geistselbst genannt, und Christus, der Logos, wird Budhi oder Lebensgeist genannt.

[ 28 ] Wenn wir den Menschen heute betrachten, dann finden wir, daß bei den Menschen, so wie sie heute leben, entwickelt sind: physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich. Wird von dem Ich an dem Astralleib gearbeitet, so entwickelt sich aus dem Astralleib der Heilige Geist, das Geistselbst, Manas. Und weil das Ich schon etwas am Astralleib gearbeitet hat, so ist bei den Menschen auch etwas Manas, etwas Heiliger Geist vorhanden. Dieses Manas wirkt in den Menschen hinein durch die Ausgießung des Heiligen Geistes. Es wird eine Zeit kommen, in welcher die Menschheit in die sechste der Wurzelrassen eintreten wird. Dann wird Manas ausgebildet sein bei denjenigen Menschen, die wirklich etwas für ihre Entwickelung getan haben. Bei diesen wird Manas ausgebildet sein. Sie werden bereit sein, Budhi, den Christus, das sechste Grundteil aufzunehmen. In der sechsten Rasse wird der Mensch den Christus entwickeln, und zwar die Mehrzahl der Menschen. Diesem Zeitpunkt gehen wir entgegen. Es ist ein Zeitpunkt, in dem der Christus Jesus erscheinen wird. In diesem Zeitpunkt wird den Menschen die Kraft gegeben, damit sie sich dahin bewegen können, wo sie den Christus in neuer Gestalt als Frucht empfangen können, da, wo der Christus gleichsam den Samen gelegt hat, wie ein Senfkörnlein, das aufgehen wird in der Seele. In Sichtbarkeit wird ihnen der Christus erscheinen und zwar denjenigen, die das Christus-Auge in sich entwickelt haben. Was der Mensch in sich entwickelt, bezeichnet man durch ein Gleichnis, durch ein Symbolum. So wie der physische Mensch durch das Zusammenwirken des Männlichen und Weiblichen entsteht, so stellt man sich es vor, daß auch die übrigen Teile des Menschen befruchtet werden, daß die verschiedenen Teile ebenfalls in gewisser Weise befruchtet werden. In uralten Zeiten war nur der physische Leib für den Menschen vorhanden. Das war in der Saturnzeit. Dann entwickelte sich der Ätherleib und dann der Astralleib. Dieses Heraufkommen der neuen Entwickelungsmomente wird wie eine Befruchtung vorgestellt. Da können Sie, gerade bei diesem Beispiel, auch sehen, wie tief die Worte der Bibel zu fassen sind. Nicht umsonst wird in der Bibel gesagt: «Und Adam erkannte sein Weib» für die Tatsache, daß es befruchtet ist, weil das Bewußtsein von einem geistigen Befruchten dem zugrunde gelegt wird. Erkennen heißt: mit irgend etwas befruchtet sein. Selbsterkenntnis heißt nichts anderes, als befruchtet werden mit dem göttlichen Selbst. Erkenne dich selbst, heißt: Lasse dich befruchten mit dem göttlichen Selbst, das die Welt durchzieht.

[ 28 ] Wenn wir den Menschen heute betrachten, dann finden wir, daß bei den Menschen, so wie sie heute leben, entwickelt sind: physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich. Wird von dem Ich an dem Astralleib gearbeitet, so entwickelt sich aus dem Astralleib der Heilige Geist, das Geistselbst, Manas. Und weil das Ich schon etwas am Astralleib gearbeitet hat, so ist bei den Menschen auch etwas Manas, etwas Heiliger Geist vorhanden. Dieses Manas wirkt in den Menschen hinein durch die Ausgießung des Heiligen Geistes. Es wird eine Zeit kommen, in welcher die Menschheit in die sechste der Wurzelrassen eintreten wird. Dann wird Manas ausgebildet sein bei denjenigen Menschen, die wirklich etwas für ihre Entwickelung getan haben. Bei diesen wird Manas ausgebildet sein. Sie werden bereit sein, Budhi, den Christus, das sechste Grundteil aufzunehmen. In der sechsten Rasse wird der Mensch den Christus entwickeln, und zwar die Mehrzahl der Menschen. Diesem Zeitpunkt gehen wir entgegen. Es ist ein Zeitpunkt, in dem der Christus Jesus erscheinen wird. In diesem Zeitpunkt wird den Menschen die Kraft gegeben, damit sie sich dahin bewegen können, wo sie den Christus in neuer Gestalt als Frucht empfangen können, da, wo der Christus gleichsam den Samen gelegt hat, wie ein Senfkörnlein, das aufgehen wird in der Seele. In Sichtbarkeit wird ihnen der Christus erscheinen und zwar denjenigen, die das Christus-Auge in sich entwickelt haben. Was der Mensch in sich entwickelt, bezeichnet man durch ein Gleichnis, durch ein Symbolum. So wie der physische Mensch durch das Zusammenwirken des Männlichen und Weiblichen entsteht, so stellt man sich es vor, daß auch die übrigen Teile des Menschen befruchtet werden, daß die verschiedenen Teile ebenfalls in gewisser Weise befruchtet werden. In uralten Zeiten war nur der physische Leib für den Menschen vorhanden. Das war in der Saturnzeit. Dann entwickelte sich der Ätherleib und dann der Astralleib. Dieses Heraufkommen der neuen Entwickelungsmomente wird wie eine Befruchtung vorgestellt. Da können Sie, gerade bei diesem Beispiel, auch sehen, wie tief die Worte der Bibel zu fassen sind. Nicht umsonst wird in der Bibel gesagt: «Und Adam erkannte sein Weib» für die Tatsache, daß es befruchtet ist, weil das Bewußtsein von einem geistigen Befruchten dem zugrunde gelegt wird. Erkennen heißt: mit irgend etwas befruchtet sein. Selbsterkenntnis heißt nichts anderes, als befruchtet werden mit dem göttlichen Selbst. Erkenne dich selbst, heißt: Lasse dich befruchten mit dem göttlichen Selbst, das die Welt durchzieht.

[ 29 ] Etwas Ähnliches liegt dem Gleichnis von den fünf törichten und den fünf klugen Jungfrauen in der christlichen Esoterik zugrunde. Sie stellt sich diese Befruchtung unter dem Bilde der Lampe vor, die Öl bekommen hat. So ist jeder dieser Menschenteile vorgestellt als die Jungfrau, die noch unbefruchtet ist, und die befruchteten Wesensglieder des Menschen als die Jungfrauen, die Öl auf die Lampe gegossen haben. Der unentwickelte Teil der Menschheit bleibt stehen, hat kein Öl auf der Lampe, bringt nicht seine Wesensglieder bis zu Budhi herauf; der entwickelte hat auf seine Körper den Geist wirken lassen, sozusagen Öl auf die Lampe gegossen. Die anderen haben kein Öl auf die Lampe gegossen, sie haben ihre fünf Glieder nicht entwickelt. Die ersteren haben sie entwickelt, sie haben sich zu dem wichtigen Zeitpunkte, in dem der Christus kommt, vorbereitet. Nun ist die Zeit da, wo der Christus kommt. Die einen werden Öl auf ihre Lampen gegossen haben, ihre Seelen werden hell werden und bereit sein, den Christus zu empfangen. Die anderen, welche in sich dunkel geblieben sind, werden sehen, daß andere das entwickelt haben und sie werden hingehen, um die Weisheit von den anderen zu empfangen. Sie werden das Öl bei den Krämern zu holen haben. Aber sie kommen zu spät. Und was wird der Christus zu den klugen Jungfrauen sagen? Ich kenne euch. — Und was wird er zu den unklugen Jungfrauen sagen? Ich kenne euch nicht.

[ 29 ] Etwas Ähnliches liegt dem Gleichnis von den fünf törichten und den fünf klugen Jungfrauen in der christlichen Esoterik zugrunde. Sie stellt sich diese Befruchtung unter dem Bilde der Lampe vor, die Öl bekommen hat. So ist jeder dieser Menschenteile vorgestellt als die Jungfrau, die noch unbefruchtet ist, und die befruchteten Wesensglieder des Menschen als die Jungfrauen, die Öl auf die Lampe gegossen haben. Der unentwickelte Teil der Menschheit bleibt stehen, hat kein Öl auf der Lampe, bringt nicht seine Wesensglieder bis zu Budhi herauf; der entwickelte hat auf seine Körper den Geist wirken lassen, sozusagen Öl auf die Lampe gegossen. Die anderen haben kein Öl auf die Lampe gegossen, sie haben ihre fünf Glieder nicht entwickelt. Die ersteren haben sie entwickelt, sie haben sich zu dem wichtigen Zeitpunkte, in dem der Christus kommt, vorbereitet. Nun ist die Zeit da, wo der Christus kommt. Die einen werden Öl auf ihre Lampen gegossen haben, ihre Seelen werden hell werden und bereit sein, den Christus zu empfangen. Die anderen, welche in sich dunkel geblieben sind, werden sehen, daß andere das entwickelt haben und sie werden hingehen, um die Weisheit von den anderen zu empfangen. Sie werden das Öl bei den Krämern zu holen haben. Aber sie kommen zu spät. Und was wird der Christus zu den klugen Jungfrauen sagen? Ich kenne euch. — Und was wird er zu den unklugen Jungfrauen sagen? Ich kenne euch nicht.

[ 30 ] Das Gleichnis, angewendet auf die Befruchtung, bedeutet also: Er wird kommen, um das sechste Grundteil zu befruchten, und er wird in das sechste Grundteil einziehen. «Adam erkannte sein Weib, und sie ward schwanger.» Und jetzt spricht der Bräutigam zu den unklugen Jungfrauen: Ich kenne euch nicht. - Wenn wir ein solches Wort aus der Tiefe der Schrift übernehmen, dann wird es immer stimmen. Wenn wir so weiter vorgingen, würden wir finden, daß die Bibel Buchstabe für Buchstabe die geisteswissenschaftliche Lehre enthält und daß wir die geisteswissenschaftlichen Wahrheiten daraus lernen können. Wir brauchten kein anderes Buch. Wer sagt, die Bibel widerspricht der Geisteswissenschaft, der kennt die Bibel nicht, gleichviel ob es noch so hoch sich dünkende Theologen sind, die das sagen. Es muß aber das spirituelle Leben in dieser Urkunde wiedergefunden werden.

[ 30 ] Das Gleichnis, angewendet auf die Befruchtung, bedeutet also: Er wird kommen, um das sechste Grundteil zu befruchten, und er wird in das sechste Grundteil einziehen. «Adam erkannte sein Weib, und sie ward schwanger.» Und jetzt spricht der Bräutigam zu den unklugen Jungfrauen: Ich kenne euch nicht. - Wenn wir ein solches Wort aus der Tiefe der Schrift übernehmen, dann wird es immer stimmen. Wenn wir so weiter vorgingen, würden wir finden, daß die Bibel Buchstabe für Buchstabe die geisteswissenschaftliche Lehre enthält und daß wir die geisteswissenschaftlichen Wahrheiten daraus lernen können. Wir brauchten kein anderes Buch. Wer sagt, die Bibel widerspricht der Geisteswissenschaft, der kennt die Bibel nicht, gleichviel ob es noch so hoch sich dünkende Theologen sind, die das sagen. Es muß aber das spirituelle Leben in dieser Urkunde wiedergefunden werden.

[ 31 ] Nun noch einige Bemerkungen zu dem, was ich in den öffentlichen Vorträgen über die Apokalypse angedeutet habe. Sie wissen, daß sich die Sonne einmal von der Erde abgetrennt hat, daß sie sich aber in ferner Zukunft mit der Erde wieder vereinigen wird. Das Wesen, das die Menschen dazu befähigt, sich so zu vergeistigen, daß sie sich mit der Sonne wieder vereinigen können, bezeichnet man im Okkultismus als die Intelligenz der Sonne. Diesem guten Sonnengeist wirkt ein böser, das Dämonium der Sonne, entgegen. Beide Kräfte wirken nicht nur in der Sonne, sondern sie senden ihre Wirkungen auf die Erde herab. Die Kräfte des guten Sonnengeistes ziehen in Pflanze, Tier und Mensch ein, sie rufen das Leben auf der Erde hervor. Das gegnerische Prinzip des Sonnendämons, diejenige Gewalt, welche der Vereinigung der Erde mit der Sonne entgegensteht, wirkt in den bösen Kräften des Menschen.

[ 31 ] Nun noch einige Bemerkungen zu dem, was ich in den öffentlichen Vorträgen über die Apokalypse angedeutet habe. Sie wissen, daß sich die Sonne einmal von der Erde abgetrennt hat, daß sie sich aber in ferner Zukunft mit der Erde wieder vereinigen wird. Das Wesen, das die Menschen dazu befähigt, sich so zu vergeistigen, daß sie sich mit der Sonne wieder vereinigen können, bezeichnet man im Okkultismus als die Intelligenz der Sonne. Diesem guten Sonnengeist wirkt ein böser, das Dämonium der Sonne, entgegen. Beide Kräfte wirken nicht nur in der Sonne, sondern sie senden ihre Wirkungen auf die Erde herab. Die Kräfte des guten Sonnengeistes ziehen in Pflanze, Tier und Mensch ein, sie rufen das Leben auf der Erde hervor. Das gegnerische Prinzip des Sonnendämons, diejenige Gewalt, welche der Vereinigung der Erde mit der Sonne entgegensteht, wirkt in den bösen Kräften des Menschen.

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[ 32 ] Seit alten Zeiten gibt es hierfür okkulte Sinnbilder. Ein siebeneckiges Zeichen ist das Symbol für den guten Sonnengeist. Die sieben Ecken bezeichnen symbolisch die sieben Planeten. Das Pentagramm ist das Sinnbild für den Menschen. Die Sterne zeichnet der Okkultist in der Gestalt von sieben Augen in die Figur [des Septagramms] hinein. Umgeben von einer Linie sind die Kräfte alle verschlungen. Sie binden alles zusammen. Das ist auch von den Okkultisten aufgezeichnet in den Wochentagen. Verfolgen Sie diese Linie, so haben Sie die Namen der Wochentage in der Richtung der Linie gehend.

[ 32 ] Seit alten Zeiten gibt es hierfür okkulte Sinnbilder. Ein siebeneckiges Zeichen ist das Symbol für den guten Sonnengeist. Die sieben Ecken bezeichnen symbolisch die sieben Planeten. Das Pentagramm ist das Sinnbild für den Menschen. Die Sterne zeichnet der Okkultist in der Gestalt von sieben Augen in die Figur [des Septagramms] hinein. Umgeben von einer Linie sind die Kräfte alle verschlungen. Sie binden alles zusammen. Das ist auch von den Okkultisten aufgezeichnet in den Wochentagen. Verfolgen Sie diese Linie, so haben Sie die Namen der Wochentage in der Richtung der Linie gehend.

[ 33 ] In alter Vergangenheit konnte die Zeit noch nicht äußerlich danach bemessen werden, wie die Sonne sich um die Erde dreht. Die alten Okkultisten dachten sich besondere Regenten für den Umlauf der Sonne, und sie dachten sich auch das Richtige. Das ganze System kreist, und so bestimmte man die Zeit entsprechend dem Umkreis durch die zwölf Zeichen des Tierkreises, Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage und so weiter. Nun wissen Sie, daß in der Entwickelung eines Weltsystems ein Umlauf ein Manvantara genannt wird, daß diesem jeweils ein Pralaya als Ruhezustand folgt und daß solche Zustände einander ablösen wie Tag und Nacht. Daher hat der Tag zwölf Stunden und die Nacht hat zwölf Stunden. Diese zwölf Stunden entsprechen den großen Zeiträumen des Weltentages, die von den alten Herrschern des Umlaufs des Tierkreises geregelt werden. Vierundzwanzig Herren des Umlaufs müßte ich aufzeichnen um dieses Zeichen herum. Wenn ich Ihnen das aufzeichnen würde, so hätten Sie hier das Septagramm. Sie hätten dann hier die sieben Augen, welche die sieben Sterne bedeuten, und die vierundzwanzig alten Herrscher, zwölf für den Tag und zwölf für die Nacht.

[ 33 ] In alter Vergangenheit konnte die Zeit noch nicht äußerlich danach bemessen werden, wie die Sonne sich um die Erde dreht. Die alten Okkultisten dachten sich besondere Regenten für den Umlauf der Sonne, und sie dachten sich auch das Richtige. Das ganze System kreist, und so bestimmte man die Zeit entsprechend dem Umkreis durch die zwölf Zeichen des Tierkreises, Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage und so weiter. Nun wissen Sie, daß in der Entwickelung eines Weltsystems ein Umlauf ein Manvantara genannt wird, daß diesem jeweils ein Pralaya als Ruhezustand folgt und daß solche Zustände einander ablösen wie Tag und Nacht. Daher hat der Tag zwölf Stunden und die Nacht hat zwölf Stunden. Diese zwölf Stunden entsprechen den großen Zeiträumen des Weltentages, die von den alten Herrschern des Umlaufs des Tierkreises geregelt werden. Vierundzwanzig Herren des Umlaufs müßte ich aufzeichnen um dieses Zeichen herum. Wenn ich Ihnen das aufzeichnen würde, so hätten Sie hier das Septagramm. Sie hätten dann hier die sieben Augen, welche die sieben Sterne bedeuten, und die vierundzwanzig alten Herrscher, zwölf für den Tag und zwölf für die Nacht.

[ 34 ] Man nennt den guten Sonnengeist auch das Lamm. Wir sprachen schon vom Pentagramm als Symbol des Menschen. Der schwarze Magier verwendet das Pentagramm so, daß die zwei «Hörner» nach oben gehen und das eine, die Spitze, nach unten. Nach der Vollendung dieser Entwickelung haben die Guten dann sieben «Hörner» entwickelt. Das ist das Zeichen für den Christus-Geist.

[ 34 ] Man nennt den guten Sonnengeist auch das Lamm. Wir sprachen schon vom Pentagramm als Symbol des Menschen. Der schwarze Magier verwendet das Pentagramm so, daß die zwei «Hörner» nach oben gehen und das eine, die Spitze, nach unten. Nach der Vollendung dieser Entwickelung haben die Guten dann sieben «Hörner» entwickelt. Das ist das Zeichen für den Christus-Geist.

[ 35 ] Lesen Sie die Stelle, wo Johannes das Buch mit den sieben Siegeln empfängt, mit dieser okkulten Erkenntnis. Lesen wir es, wie das geschildert wird im vierten Kapitel der Offenbarung. «Und also bald war ich im Geist. Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel und auf dem Stuhl saß einer; und der da saß, war gleich anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder... Und um den Stuhl waren vierundzwanzig Stühle und auf den Stühlen saßen vierundzwanzig Älteste» — die ich Ihnen vorgeführt habe in den vierundzwanzig Stunden des Weltentages — Tag und Nacht. Und dann, was weiter zu finden ist im fünften Kapitel. «Und ich sah, und siehe, mitten zwischen dem Stuhl und den vier Tieren und zwischen den Ältesten stand ein Lamm, wie wenn es erwürgt wäre, und hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.» — Dieses okkulte Zeichen liegt zugrunde, wenn Johannes in der Apokalypse auf die Geheimnisse des Weltendaseins hinweist. Nur wer diese kennt, kann erahnen, ein wie tiefes Buch die Apokalypse ist und was es zu bedeuten hat, wenn der Widersacher des Lammes als das Tier mit den zwei Hörnern geschildert wird. Das Symbol des Sonnendämons wird so gezeichnet:

[ 35 ] Lesen Sie die Stelle, wo Johannes das Buch mit den sieben Siegeln empfängt, mit dieser okkulten Erkenntnis. Lesen wir es, wie das geschildert wird im vierten Kapitel der Offenbarung. «Und also bald war ich im Geist. Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel und auf dem Stuhl saß einer; und der da saß, war gleich anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder... Und um den Stuhl waren vierundzwanzig Stühle und auf den Stühlen saßen vierundzwanzig Älteste» — die ich Ihnen vorgeführt habe in den vierundzwanzig Stunden des Weltentages — Tag und Nacht. Und dann, was weiter zu finden ist im fünften Kapitel. «Und ich sah, und siehe, mitten zwischen dem Stuhl und den vier Tieren und zwischen den Ältesten stand ein Lamm, wie wenn es erwürgt wäre, und hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.» — Dieses okkulte Zeichen liegt zugrunde, wenn Johannes in der Apokalypse auf die Geheimnisse des Weltendaseins hinweist. Nur wer diese kennt, kann erahnen, ein wie tiefes Buch die Apokalypse ist und was es zu bedeuten hat, wenn der Widersacher des Lammes als das Tier mit den zwei Hörnern geschildert wird. Das Symbol des Sonnendämons wird so gezeichnet:

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[ 36 ] Die Apokalypse ist ganz in okkulter Schrift geschrieben, die durch Worte ausgedrückt ist.

[ 36 ] Die Apokalypse ist ganz in okkulter Schrift geschrieben, die durch Worte ausgedrückt ist.

[ 37 ] Ein Geheimnis verbirgt sich auch in der Zahl des Tieres 666, von der es zugleich heißt: Es ist eines Menschen Zahl. — Nach der aramäischen Geheimlehre ist diese Zahl so zu lesen: 400, 200, 6, 60. Diesen vier Zahlen entsprechen die hebräischen Buchstaben ת (Taw), ר (Resch), ו (Waw) und ס (Samech). Im Hebräischen liest man von rechts nach links:

[ 37 ] Ein Geheimnis verbirgt sich auch in der Zahl des Tieres 666, von der es zugleich heißt: Es ist eines Menschen Zahl. — Nach der aramäischen Geheimlehre ist diese Zahl so zu lesen: 400, 200, 6, 60. Diesen vier Zahlen entsprechen die hebräischen Buchstaben ת (Taw), ר (Resch), ו (Waw) und ס (Samech). Im Hebräischen liest man von rechts nach links:

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[ 38 ] Diese Buchstaben symbolisieren die vier Prinzipien, die den Menschen zur völligen Verhärtung führen, wenn es ihm nicht gelingt, sie umzuwandeln. Durch Samech wird das Prinzip des physischen Leibes ausgedrückt, durch Waw das des Ätherleibes, durch Resch das des Astralleibes, durch 'Taw das niedere Ich, das sich nicht zum höheren Ich erhoben hat. Das Ganze zusammengelesen, heißt Sorat. Dies ist der okkulte Name des Sonnendämons, des Widersachers des Lammes.

[ 38 ] Diese Buchstaben symbolisieren die vier Prinzipien, die den Menschen zur völligen Verhärtung führen, wenn es ihm nicht gelingt, sie umzuwandeln. Durch Samech wird das Prinzip des physischen Leibes ausgedrückt, durch Waw das des Ätherleibes, durch Resch das des Astralleibes, durch 'Taw das niedere Ich, das sich nicht zum höheren Ich erhoben hat. Das Ganze zusammengelesen, heißt Sorat. Dies ist der okkulte Name des Sonnendämons, des Widersachers des Lammes.

[ 39 ] Das ist das Geheimnis, aus dem die neuere Theologie gemacht hat: Es heißt Nero. Man kann wirklich keine größere Fabelei finden. Der, welcher die Sache von Nero erfunden hat, wird als einer der größten Geister der Theologie geschätzt. Dicke Werke sind darüber geschrieben worden. So wird mißverstanden, was in den symbolischen Zeichen liegt. Bücher wie die Apokalypse kann nur der verstehen, der die okkulte Schrift zu lesen vermag.

[ 39 ] Das ist das Geheimnis, aus dem die neuere Theologie gemacht hat: Es heißt Nero. Man kann wirklich keine größere Fabelei finden. Der, welcher die Sache von Nero erfunden hat, wird als einer der größten Geister der Theologie geschätzt. Dicke Werke sind darüber geschrieben worden. So wird mißverstanden, was in den symbolischen Zeichen liegt. Bücher wie die Apokalypse kann nur der verstehen, der die okkulte Schrift zu lesen vermag.

[ 40 ] Daß die geisteswissenschaftliche Bewegung eine wichtige Mission hat, will Ihnen auch die prophetische Bedeutung solcher Wahrzeichen andeuten. Indem wir die sieben Siegel der Apokalypse zum Saalschmuck in München wählen, weisen wir auch äußerlich darauf hin, worauf unser Streben gerichtet ist. Das Geistige soll uns auch in der Außenwelt wieder entgegentreten.

[ 40 ] Daß die geisteswissenschaftliche Bewegung eine wichtige Mission hat, will Ihnen auch die prophetische Bedeutung solcher Wahrzeichen andeuten. Indem wir die sieben Siegel der Apokalypse zum Saalschmuck in München wählen, weisen wir auch äußerlich darauf hin, worauf unser Streben gerichtet ist. Das Geistige soll uns auch in der Außenwelt wieder entgegentreten.