Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Original Impulses of Spiritual Science
GA 96

1 April 1907, Berlin

Translate the original German text into any language:

18. Die Reinigung des Blutes von der Ich-Sucht durch das Mysterium von Golgatha

18. Die Reinigung des Blutes von der Ich-Sucht durch das Mysterium von Golgatha

[ 1 ] Über das Mysterium von Golgatha wollen wir heute sprechen und damit zu gleicher Zeit eine geisteswissenschaftliche Osterbetrachtung anstellen. Vor acht Tagen durfte ich hier darauf hinweisen, daß das Mysterium von Golgatha nicht nur etwas in der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit bedeutet wie ein anderes geschichtliches Ereignis, sondern daß es eine tiefste Bedeutung hat für die ganze Erdenentwickelung, insofern wir zu dieser Erdenentwickelung selbstverständlich den Menschen mitrechnen. Damals schon durfte ich Sie darauf aufmerksam machen, wie einem Beobachter unserer Erdkugel, der von einem fernen Planeten aus seine Augen durch Jahrtausende hindurch auf unseren Planeten richten könnte, die Umwandlung unseres Planeten erschienen wäre. Tatsächlich würde ein solches Auge, das von einem fernen Planeten herunterschaute, sehen, wie sich durch Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung der Anblick der Erde verändert hat. Und wenn es ein hellseherisches Auge wäre, also ein Auge, das nicht nur beobachten könnte, was im Physischen auf unserem Planeten vor sich geht, sondern das auch die geistige Verwandlung beobachten könnte, so würde es sehen, daß mit dem Erscheinen des Christus Jesus auf der Erde die ganze geistige Atmosphäre der Erde sich ändert, eine andere wird.

[ 1 ] Über das Mysterium von Golgatha wollen wir heute sprechen und damit zu gleicher Zeit eine geisteswissenschaftliche Osterbetrachtung anstellen. Vor acht Tagen durfte ich hier darauf hinweisen, daß das Mysterium von Golgatha nicht nur etwas in der geschichtlichen Entwickelung der Menschheit bedeutet wie ein anderes geschichtliches Ereignis, sondern daß es eine tiefste Bedeutung hat für die ganze Erdenentwickelung, insofern wir zu dieser Erdenentwickelung selbstverständlich den Menschen mitrechnen. Damals schon durfte ich Sie darauf aufmerksam machen, wie einem Beobachter unserer Erdkugel, der von einem fernen Planeten aus seine Augen durch Jahrtausende hindurch auf unseren Planeten richten könnte, die Umwandlung unseres Planeten erschienen wäre. Tatsächlich würde ein solches Auge, das von einem fernen Planeten herunterschaute, sehen, wie sich durch Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung der Anblick der Erde verändert hat. Und wenn es ein hellseherisches Auge wäre, also ein Auge, das nicht nur beobachten könnte, was im Physischen auf unserem Planeten vor sich geht, sondern das auch die geistige Verwandlung beobachten könnte, so würde es sehen, daß mit dem Erscheinen des Christus Jesus auf der Erde die ganze geistige Atmosphäre der Erde sich ändert, eine andere wird.

[ 2 ] So wie der Mensch seinen physischen Leib, Ätherleib und Astralleib hat, so hat auch die Erde ihren physischen Leib, Ätherleib und Astralleib. Wir sind alle nicht nur eingehüllt von der Luft, wir sind auch eingehüllt vom Ätherleib und vom Astralleib der Erde. Wir leben mit dem physischen Leib nicht nur in der Luft, sondern auch im Ätherleib und im Astralleib der Erde, und ein solcher Beobachter würde mit seinem hellseherischen Auge diesen Äther- und Astralleib der Erde sehen. Dieser Äther- und Astralleib der Erde hätte eine bestimmte Farbe und eine bestimmte Bewegung bis zum Erscheinen des Christus Jesus. Da aber verwandelt er sich und nimmt neue Farben und neue Bewegung an. So tiefgehend, daß der ganze geistige Inhalt unserer Erde anders wird, ist dieses Ereignis für unsere Erde und die Menschheitsentwickelung.

[ 2 ] So wie der Mensch seinen physischen Leib, Ätherleib und Astralleib hat, so hat auch die Erde ihren physischen Leib, Ätherleib und Astralleib. Wir sind alle nicht nur eingehüllt von der Luft, wir sind auch eingehüllt vom Ätherleib und vom Astralleib der Erde. Wir leben mit dem physischen Leib nicht nur in der Luft, sondern auch im Ätherleib und im Astralleib der Erde, und ein solcher Beobachter würde mit seinem hellseherischen Auge diesen Äther- und Astralleib der Erde sehen. Dieser Äther- und Astralleib der Erde hätte eine bestimmte Farbe und eine bestimmte Bewegung bis zum Erscheinen des Christus Jesus. Da aber verwandelt er sich und nimmt neue Farben und neue Bewegung an. So tiefgehend, daß der ganze geistige Inhalt unserer Erde anders wird, ist dieses Ereignis für unsere Erde und die Menschheitsentwickelung.

[ 3 ] Sie müssen das nicht so auffassen, als wenn das plötzlich geschehen wäre mit dem Geborenwerden, dem Leiden und Sterben des Christus. Es hat sich durch Jahrhunderte vorbereitet im geistigen Gehalt unseres Planeten, und es ist heute noch nicht vollendet. Immer noch könnte man mit einem solchen Auge sehen, wie das, was damals die Erde als neuen geistigen Einschlag erhalten hat, sich immer noch verdichtet und konsolidiert. Es wird noch lange dauern, bis alle die Früchte von der Erde aufgenommen sind, welche damals mit der Erscheinung des Christus Jesus gezeitigt wurden.

[ 3 ] Sie müssen das nicht so auffassen, als wenn das plötzlich geschehen wäre mit dem Geborenwerden, dem Leiden und Sterben des Christus. Es hat sich durch Jahrhunderte vorbereitet im geistigen Gehalt unseres Planeten, und es ist heute noch nicht vollendet. Immer noch könnte man mit einem solchen Auge sehen, wie das, was damals die Erde als neuen geistigen Einschlag erhalten hat, sich immer noch verdichtet und konsolidiert. Es wird noch lange dauern, bis alle die Früchte von der Erde aufgenommen sind, welche damals mit der Erscheinung des Christus Jesus gezeitigt wurden.

[ 4 ] Wenn wir verstehen wollen, um was es sich da handelt, müssen wir die ganze Erdenentwickelung nochmals vor unserem Geiste vorüberziehen lassen. Wir müssen zurückgehen bis in jenes Zeitalter der Erdenentwickelung, in dem sich sozusagen der Mensch in seiner gegenwärtigen Gestalt erst entwickelt, erst gebildet hat. Wir nennen es das lemurische Zeitalter. Wir kommen in diese Zeit, wenn wir zurückgehen durch die verschiedenen geschichtlichen Epochen unseres gegenwärtigen Zeitalters.

[ 4 ] Wenn wir verstehen wollen, um was es sich da handelt, müssen wir die ganze Erdenentwickelung nochmals vor unserem Geiste vorüberziehen lassen. Wir müssen zurückgehen bis in jenes Zeitalter der Erdenentwickelung, in dem sich sozusagen der Mensch in seiner gegenwärtigen Gestalt erst entwickelt, erst gebildet hat. Wir nennen es das lemurische Zeitalter. Wir kommen in diese Zeit, wenn wir zurückgehen durch die verschiedenen geschichtlichen Epochen unseres gegenwärtigen Zeitalters.

[ 5 ] Wir leben jetzt im sogenannten fünften Unterzeitalter des fünften Hauptzeitalters unserer Erde. Wenn wir zurückgehen in die Zeit der griechisch-lateinischen Völker, also in jene Zeit, in der sich herausgebildet hat jene wunderbare Kunst, die eigentlich erst im griechischen Zeitalter heraufgekommen ist, in der sich die römischen Rechtsbegriffe gebildet haben, dann würden wir im vierten Unterzeitalter unserer Zeitrechnung sein. Noch weiter zurückgehend würden wir zu einem Zeitalter kommen, welches die hohe Entwickelung der ägyptisch-babylonisch-assyrischen Zeit gesehen hat. Noch weiter zurück würden wir finden das Zeitalter, in welchem die ersten Keime eines geistigen Lebens aufgegangen sind, indem ihm Zarathustra die erste Geisteskultur gegeben hat. Das würde das zweite Zeitalter gewesen sein. Noch weiter zurückgehend kämen wir an das uralte indische Volk, nicht an das, von dem die Veden und die Bhagavad Gita erzählen, sondern an das vorvedische Volk, das von den heiligen Rishis selber unterrichtet worden ist. Da kommen wir zu einer wunderbaren alten Kultur, die der Hellseher noch durchschauen kann. Es ist das erste Entwickelungszeitalter, dem unmittelbar vorangegangen ist die Überflutung unserer Erde, die hinweggespült hat den atlantischen Kontinent, der zwischen Europa und Amerika lag.

[ 5 ] Wir leben jetzt im sogenannten fünften Unterzeitalter des fünften Hauptzeitalters unserer Erde. Wenn wir zurückgehen in die Zeit der griechisch-lateinischen Völker, also in jene Zeit, in der sich herausgebildet hat jene wunderbare Kunst, die eigentlich erst im griechischen Zeitalter heraufgekommen ist, in der sich die römischen Rechtsbegriffe gebildet haben, dann würden wir im vierten Unterzeitalter unserer Zeitrechnung sein. Noch weiter zurückgehend würden wir zu einem Zeitalter kommen, welches die hohe Entwickelung der ägyptisch-babylonisch-assyrischen Zeit gesehen hat. Noch weiter zurück würden wir finden das Zeitalter, in welchem die ersten Keime eines geistigen Lebens aufgegangen sind, indem ihm Zarathustra die erste Geisteskultur gegeben hat. Das würde das zweite Zeitalter gewesen sein. Noch weiter zurückgehend kämen wir an das uralte indische Volk, nicht an das, von dem die Veden und die Bhagavad Gita erzählen, sondern an das vorvedische Volk, das von den heiligen Rishis selber unterrichtet worden ist. Da kommen wir zu einer wunderbaren alten Kultur, die der Hellseher noch durchschauen kann. Es ist das erste Entwickelungszeitalter, dem unmittelbar vorangegangen ist die Überflutung unserer Erde, die hinweggespült hat den atlantischen Kontinent, der zwischen Europa und Amerika lag.

[ 6 ] In der Atlantis haben unsere Vorfahren gelebt, die Menschen des vierten Hauptzeitalters, die noch nicht wie heute in einer gesellschaftlichen Ordnung lebten, wo keine Gebote, keine Gesetze waren. Auch nicht das logische Denken und nicht das Rechnen gab es dazumal. Erst in der letzten Zeit des atlantischen Zeitalters kamen die Elemente des Zählens auf. Die höchste Seelenkraft wurde allmählich das Gedächtnis. Der Mensch lebte in einer wunderbaren Wechselwirkung mit der Natur. Allerdings stellen wir uns das Zeitalter der atlantischen Kultur nur richtig vor, wenn wir wissen, daß damals die physischen Verhältnisse auf unserer Erde ganz andere waren, als sie später geworden sind. In mitteleuropäischen Sagen hat sich eine Erinnerung an jenes alte atlantische Zeitalter erhalten in Niflheim oder Nebelheim. Jenes Nebelheim war wirklich ganz durchsetzt von schweren, dichten Nebelmassen, und weil alle Wesen in solchen schweren, dichten Nebelmassen lebten, deshalb waren auch die seelisch-geistigen Verhältnisse ganz andere.

[ 6 ] In der Atlantis haben unsere Vorfahren gelebt, die Menschen des vierten Hauptzeitalters, die noch nicht wie heute in einer gesellschaftlichen Ordnung lebten, wo keine Gebote, keine Gesetze waren. Auch nicht das logische Denken und nicht das Rechnen gab es dazumal. Erst in der letzten Zeit des atlantischen Zeitalters kamen die Elemente des Zählens auf. Die höchste Seelenkraft wurde allmählich das Gedächtnis. Der Mensch lebte in einer wunderbaren Wechselwirkung mit der Natur. Allerdings stellen wir uns das Zeitalter der atlantischen Kultur nur richtig vor, wenn wir wissen, daß damals die physischen Verhältnisse auf unserer Erde ganz andere waren, als sie später geworden sind. In mitteleuropäischen Sagen hat sich eine Erinnerung an jenes alte atlantische Zeitalter erhalten in Niflheim oder Nebelheim. Jenes Nebelheim war wirklich ganz durchsetzt von schweren, dichten Nebelmassen, und weil alle Wesen in solchen schweren, dichten Nebelmassen lebten, deshalb waren auch die seelisch-geistigen Verhältnisse ganz andere.

[ 7 ] Es würde zu weit führen, wenn wir die Beschreibung des atlantischen Zeitalters weiter ausführen wollten. Nur andeuten wollte ich und mußte ich es, wenn wir den Zeitpunkt erreichen wollen, wo die Menschen die gegenwärtige Gestalt angenommen haben. Da würden wir zurückgehen müssen nicht zu einer Überflutung, sondern zu mächtigen Revolutionen, die herbeigeführt wurden durch Feuermächte. Durch diese Feuerrevolutionen wurde das in der theosophischen Literatur als Lemurien bekannte Land vernichtet. Das war tief unten im Süden und erstreckte sich vom Norden Afrikas bis zum südlichen Australien. Es war das Gebiet, welches den Menschen zuerst in seiner heutigen Gestalt sah.

[ 7 ] Es würde zu weit führen, wenn wir die Beschreibung des atlantischen Zeitalters weiter ausführen wollten. Nur andeuten wollte ich und mußte ich es, wenn wir den Zeitpunkt erreichen wollen, wo die Menschen die gegenwärtige Gestalt angenommen haben. Da würden wir zurückgehen müssen nicht zu einer Überflutung, sondern zu mächtigen Revolutionen, die herbeigeführt wurden durch Feuermächte. Durch diese Feuerrevolutionen wurde das in der theosophischen Literatur als Lemurien bekannte Land vernichtet. Das war tief unten im Süden und erstreckte sich vom Norden Afrikas bis zum südlichen Australien. Es war das Gebiet, welches den Menschen zuerst in seiner heutigen Gestalt sah.

[ 8 ] Wenn wir in dieser lemurischen Zeit weit zurückgehen, so würden wir auf der Erde Menschen herumwandeln sehen von ganz anderer Gestalt als die heutigen Menschen, Gestalten, die noch nicht menschlich genannt werden dürfen, weil sie noch nicht den Keim der menschlichen Seele in sich hatten, der erst ermöglichte, daß sie zu höheren Graden der Entwickelung aufsteigen konnten. Wir würden da Menschengestalten finden, die erst die Hülle hatten zu der menschlichen Seele, Menschen, die erst physischen Leib, Ätherleib und Astralleib hatten. Und die Astralleiber hatten eine Art von Einbuchtung - bildlich zu verstehen —- zur Aufnahme des Ich-Bewußtseins. Es sind im Grunde genommen die vier Glieder der menschlichen Hülle schon da, aber dasjenige, zu dem Sie heute «Ich» sagen, was in Ihnen heute lebt, das war dazumal noch im Schoße der Gottheit.

[ 8 ] Wenn wir in dieser lemurischen Zeit weit zurückgehen, so würden wir auf der Erde Menschen herumwandeln sehen von ganz anderer Gestalt als die heutigen Menschen, Gestalten, die noch nicht menschlich genannt werden dürfen, weil sie noch nicht den Keim der menschlichen Seele in sich hatten, der erst ermöglichte, daß sie zu höheren Graden der Entwickelung aufsteigen konnten. Wir würden da Menschengestalten finden, die erst die Hülle hatten zu der menschlichen Seele, Menschen, die erst physischen Leib, Ätherleib und Astralleib hatten. Und die Astralleiber hatten eine Art von Einbuchtung - bildlich zu verstehen —- zur Aufnahme des Ich-Bewußtseins. Es sind im Grunde genommen die vier Glieder der menschlichen Hülle schon da, aber dasjenige, zu dem Sie heute «Ich» sagen, was in Ihnen heute lebt, das war dazumal noch im Schoße der Gottheit.

[ 9 ] Auf dieser Erde wandelten also Gestalten. Wenn ich sie Ihnen beschreiben würde, diese menschlichen Gestalten, die bereit waren, den menschlichen Wesenskern aufzunehmen, so müßte ich sagen: Sie waren ganz anders als heutige Menschen. Sie würden Ihnen höchst grotesk vorkommen, an der äußersten Grenze der Häßlichkeit stehend. Diese menschlichen «Gehäuse» waren von allen Seiten eingehüllt wie die heutigen Menschen von der Luft, so von einer geistigen Atmosphäre. Sie waren eingehüllt von einem geistigen Luftkreis, sie lebten und webten in einem geistigen Luftkreis.

[ 9 ] Auf dieser Erde wandelten also Gestalten. Wenn ich sie Ihnen beschreiben würde, diese menschlichen Gestalten, die bereit waren, den menschlichen Wesenskern aufzunehmen, so müßte ich sagen: Sie waren ganz anders als heutige Menschen. Sie würden Ihnen höchst grotesk vorkommen, an der äußersten Grenze der Häßlichkeit stehend. Diese menschlichen «Gehäuse» waren von allen Seiten eingehüllt wie die heutigen Menschen von der Luft, so von einer geistigen Atmosphäre. Sie waren eingehüllt von einem geistigen Luftkreis, sie lebten und webten in einem geistigen Luftkreis.

AltNameAltName

[ 10 ] Wenn ich eine schematische Zeichnung geben wollte von dem, was dazumal die Menschen waren, so würde ich diese Menschen gleichsam wie Gefäße zeichnen müssen, die bereit waren, den höheren seelischen Gehalt in sich aufzunehmen. Der innere Raum soll bedeuten eine Aushöhlung des Astralleibes, der bereit ist, einen höheren seelischen Gehalt in sich aufzunehmen. Dieser höhere Gehalt war noch in der ihn umgebenden Atmosphäre, in der geistigen Luftschicht. Also was heute in eines jeden Inneren von Ihnen ist, das war damals noch nicht im Inneren des Menschen, das umgab, umwebte den Menschen. Freilich müssen Sie sich da klarmachen, daß der Geist verschiedene Formen annehmen kann, daß dasjenige, was dazumal Ihr Geist war, nicht einen physischen Leib brauchte. Gerade darin besteht seine Weiterentwickelung, daß er den physischen Leib bezogen hat, um sich innerlich als Seele weiterzuentwickeln. Was heute in Ihnen lebt, lebte dazumal außer Ihnen, in der Geistatmosphäre, die Sie umgab. Aber es lebten die einzelnen Seelen, die heute getrennt in ihren Leibern leben, dazumal noch nicht getrennt.

[ 10 ] Wenn ich eine schematische Zeichnung geben wollte von dem, was dazumal die Menschen waren, so würde ich diese Menschen gleichsam wie Gefäße zeichnen müssen, die bereit waren, den höheren seelischen Gehalt in sich aufzunehmen. Der innere Raum soll bedeuten eine Aushöhlung des Astralleibes, der bereit ist, einen höheren seelischen Gehalt in sich aufzunehmen. Dieser höhere Gehalt war noch in der ihn umgebenden Atmosphäre, in der geistigen Luftschicht. Also was heute in eines jeden Inneren von Ihnen ist, das war damals noch nicht im Inneren des Menschen, das umgab, umwebte den Menschen. Freilich müssen Sie sich da klarmachen, daß der Geist verschiedene Formen annehmen kann, daß dasjenige, was dazumal Ihr Geist war, nicht einen physischen Leib brauchte. Gerade darin besteht seine Weiterentwickelung, daß er den physischen Leib bezogen hat, um sich innerlich als Seele weiterzuentwickeln. Was heute in Ihnen lebt, lebte dazumal außer Ihnen, in der Geistatmosphäre, die Sie umgab. Aber es lebten die einzelnen Seelen, die heute getrennt in ihren Leibern leben, dazumal noch nicht getrennt.

[ 11 ] Stellen wir uns das so vor, wie wenn in diesem Wasserglase Tausende von Wassertropfen wären, die alle miteinander verbunden sind. So waren alle Seelen, die dann auf die Menschen verteilt wurden, in dieser Geistesatmosphäre wie Seelentropfen, aber wie in einem einheitlich verfließenden Element aufgelöst. Und Sie können sich noch weiter vorstellen: Wenn ich tausend kleine Schwämmchen nähme und sie tausend Tropfen einsaugen ließe, dann würden diese tausend Tropfen jetzt in den tausend Schwämmchen verteilt sein. So müssen Sie sich die Verteilung des Geistigen im lemurischen Zeitalter vorstellen. Was vorher im Umkreis war, das senkte sich in die Leiber; es wurden besondere Wesenheiten. So wie die tausend Wassertropfen sich individualisieren in den tausend Schwämmchen, so individualisierte sich die gemeinschaftliche Geistessubstanz im lemurischen Zeitalter in den einzelnen Hüllen. Nicht ganz nahm in der ersten Zeit des lemurischen Zeitalters eine jede solche menschliche Hülle gleich die Seele auf. Würde ich schematisch andeuten, wie der Seeleninhalt aufgenommen worden ist, so müßte ich Ihnen das so andeuten (siehe Zeichnung S. 277). Aber ich müßte auch noch andeuten, daß in der Umgebung, außerhalb des Leibes, vieles übrigblieb, so daß der Leib gleichzeitig umgeben war von geistigem Inhalt, der gleichartig war mit dem Teil, der schon in der Hülle steckte.

[ 11 ] Stellen wir uns das so vor, wie wenn in diesem Wasserglase Tausende von Wassertropfen wären, die alle miteinander verbunden sind. So waren alle Seelen, die dann auf die Menschen verteilt wurden, in dieser Geistesatmosphäre wie Seelentropfen, aber wie in einem einheitlich verfließenden Element aufgelöst. Und Sie können sich noch weiter vorstellen: Wenn ich tausend kleine Schwämmchen nähme und sie tausend Tropfen einsaugen ließe, dann würden diese tausend Tropfen jetzt in den tausend Schwämmchen verteilt sein. So müssen Sie sich die Verteilung des Geistigen im lemurischen Zeitalter vorstellen. Was vorher im Umkreis war, das senkte sich in die Leiber; es wurden besondere Wesenheiten. So wie die tausend Wassertropfen sich individualisieren in den tausend Schwämmchen, so individualisierte sich die gemeinschaftliche Geistessubstanz im lemurischen Zeitalter in den einzelnen Hüllen. Nicht ganz nahm in der ersten Zeit des lemurischen Zeitalters eine jede solche menschliche Hülle gleich die Seele auf. Würde ich schematisch andeuten, wie der Seeleninhalt aufgenommen worden ist, so müßte ich Ihnen das so andeuten (siehe Zeichnung S. 277). Aber ich müßte auch noch andeuten, daß in der Umgebung, außerhalb des Leibes, vieles übrigblieb, so daß der Leib gleichzeitig umgeben war von geistigem Inhalt, der gleichartig war mit dem Teil, der schon in der Hülle steckte.

[ 12 ] Die Entwickelung durch das lemurische und das atlantische Zeitalter bis zu uns bestand darin, daß dasjenige, was außerhalb des physischen Leibes war, nach und nach in den physischen Leib hineingezogen wurde, durch das lemurische und das ganze atlantische Zeitalter hindurch. Da müssen Sie sich vorstellen, daß der Mensch dauernd in halbschlafendem und halbwachendem Zustand war. Dieser Zustand war allerdings verknüpft mit einer Art von Hellsichtigkeit. Wenn derjenige, dessen geistiges Auge geöffnet ist, hätte auf die Menschen des atlantischen Zeitalters hinschauen können, so würde ihm der Mensch erschienen sein wie heute ein Schlafender. Wenn der Mensch im Schlafe liegt, so liegt der physische und der ätherische Leib im Bette und um ihn herum breitet sich der höhere geistige Inhalt aus. Gerade dadurch, daß dieser draußen ist, wird der Schlafzustand hervorgerufen. Den atlantischen Menschen würden Sie in einem solchen dauernden Schlafzustand sehen, der aber ausgefüllt ist mit lebendigen Träumen.

[ 12 ] Die Entwickelung durch das lemurische und das atlantische Zeitalter bis zu uns bestand darin, daß dasjenige, was außerhalb des physischen Leibes war, nach und nach in den physischen Leib hineingezogen wurde, durch das lemurische und das ganze atlantische Zeitalter hindurch. Da müssen Sie sich vorstellen, daß der Mensch dauernd in halbschlafendem und halbwachendem Zustand war. Dieser Zustand war allerdings verknüpft mit einer Art von Hellsichtigkeit. Wenn derjenige, dessen geistiges Auge geöffnet ist, hätte auf die Menschen des atlantischen Zeitalters hinschauen können, so würde ihm der Mensch erschienen sein wie heute ein Schlafender. Wenn der Mensch im Schlafe liegt, so liegt der physische und der ätherische Leib im Bette und um ihn herum breitet sich der höhere geistige Inhalt aus. Gerade dadurch, daß dieser draußen ist, wird der Schlafzustand hervorgerufen. Den atlantischen Menschen würden Sie in einem solchen dauernden Schlafzustand sehen, der aber ausgefüllt ist mit lebendigen Träumen.

[ 13 ] Wenn ein Mensch in der damaligen Zeit sich einem andern Menschen genähert hat, so hat er ihn nicht so gesehen, wie man ihn heute sieht, mit Grenzen, sondern es stieg in seiner Seele eine gewisse Farbenform auf. Und diese Farbenform bedeutete, wenn er sich einem Wesen näherte, das ihm sympathisch war, eben diese Sympathie, und bei einem Wesen, das ihm antipathisch war, zeigte sich das in antipathischen Farbenschattierungen. Es war also so, daß der Mensch damals seine ganze Umgebung mehr hellseherisch wahrnahm und daß, je mehr geistige Substanz sich in ihn hineinsenkte, um so mehr das Bewußtsein ein solches wurde, wie wir es im heutigen hellen Tagesbewußtsein erkennen.

[ 13 ] Wenn ein Mensch in der damaligen Zeit sich einem andern Menschen genähert hat, so hat er ihn nicht so gesehen, wie man ihn heute sieht, mit Grenzen, sondern es stieg in seiner Seele eine gewisse Farbenform auf. Und diese Farbenform bedeutete, wenn er sich einem Wesen näherte, das ihm sympathisch war, eben diese Sympathie, und bei einem Wesen, das ihm antipathisch war, zeigte sich das in antipathischen Farbenschattierungen. Es war also so, daß der Mensch damals seine ganze Umgebung mehr hellseherisch wahrnahm und daß, je mehr geistige Substanz sich in ihn hineinsenkte, um so mehr das Bewußtsein ein solches wurde, wie wir es im heutigen hellen Tagesbewußtsein erkennen.

[ 14 ] Was ich hier beschrieben habe als das Hineinsenken der Seele in den physischen Leib, das hat auch seine physische Seite, das hat auch seine physische Nebentatsache. Diese physische Nebentatsache wird Ihnen im Alten Testament bedeutsam angedeutet in den Worten: «Und Gott hauchte dem Menschen den Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.» In der Tat wurde dazumal dem Menschen nicht nur der Luftstrom eingehaucht, sondern das, was als geistiger Mensch ihn durchlebte. Sie müssen sich klarwerden, daß das, was als Materie um uns lebt, keineswegs bloß Materie, bloß Stoff ist. Wenn Sie Luft spüren, dann müssen Sie sich klar sein, daß diese ein den physischen Körper ganz umgebendes Geistiges ist, und daß Sie mit jedem Atemzug nicht nur physische Luft einatmen, sondern Geist einatmen. Vollständig wahr ist es, daß dazumal mit dem Einatmen der physischen Luft in der Weise, wie es von den Menschen in der gegenwärtigen Gestalt geschieht — denn darauf wird im Alten Testament hingedeutet —, sich das alles in die physische Hülle hineinsenkte, was hier aufgezeichnet worden ist. Und würden Sie fragen: Was war der Körper des Menschen dazumal, als die Seele sich heruntersenkte aus dem Schoße der Gottheit? - Der Körper war die Luft und heute atmen Sie noch das, was sich dazumal in den Leib der Menschen hineingesenkt hat. Denn dasjenige, was man den Geist nennt, ist in der Luft. Die Luft ist nur der Körper, der Stoff dieses Geistes.

[ 14 ] Was ich hier beschrieben habe als das Hineinsenken der Seele in den physischen Leib, das hat auch seine physische Seite, das hat auch seine physische Nebentatsache. Diese physische Nebentatsache wird Ihnen im Alten Testament bedeutsam angedeutet in den Worten: «Und Gott hauchte dem Menschen den Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.» In der Tat wurde dazumal dem Menschen nicht nur der Luftstrom eingehaucht, sondern das, was als geistiger Mensch ihn durchlebte. Sie müssen sich klarwerden, daß das, was als Materie um uns lebt, keineswegs bloß Materie, bloß Stoff ist. Wenn Sie Luft spüren, dann müssen Sie sich klar sein, daß diese ein den physischen Körper ganz umgebendes Geistiges ist, und daß Sie mit jedem Atemzug nicht nur physische Luft einatmen, sondern Geist einatmen. Vollständig wahr ist es, daß dazumal mit dem Einatmen der physischen Luft in der Weise, wie es von den Menschen in der gegenwärtigen Gestalt geschieht — denn darauf wird im Alten Testament hingedeutet —, sich das alles in die physische Hülle hineinsenkte, was hier aufgezeichnet worden ist. Und würden Sie fragen: Was war der Körper des Menschen dazumal, als die Seele sich heruntersenkte aus dem Schoße der Gottheit? - Der Körper war die Luft und heute atmen Sie noch das, was sich dazumal in den Leib der Menschen hineingesenkt hat. Denn dasjenige, was man den Geist nennt, ist in der Luft. Die Luft ist nur der Körper, der Stoff dieses Geistes.

[ 15 ] Nun müssen Sie sich auch darüber klarwerden, wie mit dieser Art von Luftatmung, mit dieser Hineinsenkung des Geistes in die Hülle des Menschen etwas anderes verknüpft war. Es hängt innig damit zusammen, was wir nennen das warme, respektive das gegen die Umgebung wärmere Blut des Menschen. Bevor dieser Zeitpunkt in unserer Erdenentwickelung herangekommen wat, gab es keine warmblütigen Wesen. Warmblütige Tiere sind erst später entstanden. Mit dieser Atmung war im Gefolge verknüpft die Warmblütigkeit, so daß damals noch etwas anderes geschah: Es zog in jede solche Menschenhülle ein gewisses Quantum, eine gewisse Summe von Wärme ein, die Blutwärme, die Sie in sich tragen und die eine höhere Wärme ist als die Ihrer Umgebung. Es war damals, in der Zeit, die vorangegangen ist dieser eigentlichen Menschwerdung, in der Umgebung der physischen Menschenvorfahren auf der Erde noch etwas ganz anderes, etwas wesentlich anderes als der Geist, der in der Luft verkörpert ist. Sie bekommen eine Vorstellung von dem, was noch in der Atmosphäre der Erde da war, wenn Sie sich folgendes denken - nicht ganz genau, etwas bildlich, aber doch wieder real -, wenn Sie sich denken, was in den verschiedenen Menschen, die auf der Erde gelebt haben, an Wärme vorhanden war, [wenn Sie sich] die Wärme denken, die in Ihrem Blute lebt, und dann die Wärme, die in Ihre Umgebung ausgeströmt ist, und diese ganze Wärme einhüllend die Erde, also alle Blutwärme, alle Wärme, die vom Blute kommt und in uns strömt: es ist die Wärme, die früher uns umgeben hat. Sie haben die Wärme, die früher uns umgeben hat, in sich aufgenommen. So wahr, wie der Geist, der außer Ihnen war, jetzt in Ihnen ist, so wahr ist die Wärme, die außer Ihnen war, jetzt in Ihnen.

[ 15 ] Nun müssen Sie sich auch darüber klarwerden, wie mit dieser Art von Luftatmung, mit dieser Hineinsenkung des Geistes in die Hülle des Menschen etwas anderes verknüpft war. Es hängt innig damit zusammen, was wir nennen das warme, respektive das gegen die Umgebung wärmere Blut des Menschen. Bevor dieser Zeitpunkt in unserer Erdenentwickelung herangekommen wat, gab es keine warmblütigen Wesen. Warmblütige Tiere sind erst später entstanden. Mit dieser Atmung war im Gefolge verknüpft die Warmblütigkeit, so daß damals noch etwas anderes geschah: Es zog in jede solche Menschenhülle ein gewisses Quantum, eine gewisse Summe von Wärme ein, die Blutwärme, die Sie in sich tragen und die eine höhere Wärme ist als die Ihrer Umgebung. Es war damals, in der Zeit, die vorangegangen ist dieser eigentlichen Menschwerdung, in der Umgebung der physischen Menschenvorfahren auf der Erde noch etwas ganz anderes, etwas wesentlich anderes als der Geist, der in der Luft verkörpert ist. Sie bekommen eine Vorstellung von dem, was noch in der Atmosphäre der Erde da war, wenn Sie sich folgendes denken - nicht ganz genau, etwas bildlich, aber doch wieder real -, wenn Sie sich denken, was in den verschiedenen Menschen, die auf der Erde gelebt haben, an Wärme vorhanden war, [wenn Sie sich] die Wärme denken, die in Ihrem Blute lebt, und dann die Wärme, die in Ihre Umgebung ausgeströmt ist, und diese ganze Wärme einhüllend die Erde, also alle Blutwärme, alle Wärme, die vom Blute kommt und in uns strömt: es ist die Wärme, die früher uns umgeben hat. Sie haben die Wärme, die früher uns umgeben hat, in sich aufgenommen. So wahr, wie der Geist, der außer Ihnen war, jetzt in Ihnen ist, so wahr ist die Wärme, die außer Ihnen war, jetzt in Ihnen.

[ 16 ] Wir würden also in die Zeit kommen, wo die ganze Erde von einer Wärmeatmosphäre eingehüllt war. In dieser Wärmeatmosphäre war eine andere Geistigkeit verkörpert, eine Geistigkeit, welche gleich war jenen Geistern, die auf der Sonne waren - die einer der drei Planeten war, welche der Erde vorangegangen sind — und die einstmals, als die Sonne noch Planet war, ihre Vollendung erreicht hatten. Die Geistigkeit, die in dieser Wärme verkörpert war, hat eine so hohe Vollendung, wie sie nur diejenigen Geister haben, die damals auf dem Sonnenplaneten das Ziel ihrer Entwickelung erreicht haben und die heute die Sonne bewohnen. In der Tat war dazumal, als diese Wärme die Erde umhüllte, darin der Träger einer einzigen Geistigkeit für die ganze Menschheit. Und noch lange, lange war für alle Menschen dasjenige, was die Erde an Wärme umgibt, der Träger einer einzigen Geistigkeit, jener Geistigkeit, welche keine andere ist als die des Geistes der Erde selber.

[ 16 ] Wir würden also in die Zeit kommen, wo die ganze Erde von einer Wärmeatmosphäre eingehüllt war. In dieser Wärmeatmosphäre war eine andere Geistigkeit verkörpert, eine Geistigkeit, welche gleich war jenen Geistern, die auf der Sonne waren - die einer der drei Planeten war, welche der Erde vorangegangen sind — und die einstmals, als die Sonne noch Planet war, ihre Vollendung erreicht hatten. Die Geistigkeit, die in dieser Wärme verkörpert war, hat eine so hohe Vollendung, wie sie nur diejenigen Geister haben, die damals auf dem Sonnenplaneten das Ziel ihrer Entwickelung erreicht haben und die heute die Sonne bewohnen. In der Tat war dazumal, als diese Wärme die Erde umhüllte, darin der Träger einer einzigen Geistigkeit für die ganze Menschheit. Und noch lange, lange war für alle Menschen dasjenige, was die Erde an Wärme umgibt, der Träger einer einzigen Geistigkeit, jener Geistigkeit, welche keine andere ist als die des Geistes der Erde selber.

[ 17 ] Ebenso wie jeder Mensch seinen Geist hat, wie jeder Mensch durchdrungen ist von seiner Geistigkeit, so ist für den, der diese Dinge durchschaut, jeder Planet und jedes stoffliche Wesen zu gleicher Zeit der Ausdruck eines geistigen Wesens. So ist unsere Erde der Körper oder der geistige Ausdruck des Erdengeistes. Das Mittel, durch das der Erdengeist in den Menschen hineindringen kann, ist diese Blutwärme. In der Blutwärme, die in dem Menschen lebt, die in der vorlemurischen Zeit außerhalb des Menschen lebte, haben wir das Mittel, durch das der Geist der Erde in den Menschen selbst hineindringt.

[ 17 ] Ebenso wie jeder Mensch seinen Geist hat, wie jeder Mensch durchdrungen ist von seiner Geistigkeit, so ist für den, der diese Dinge durchschaut, jeder Planet und jedes stoffliche Wesen zu gleicher Zeit der Ausdruck eines geistigen Wesens. So ist unsere Erde der Körper oder der geistige Ausdruck des Erdengeistes. Das Mittel, durch das der Erdengeist in den Menschen hineindringen kann, ist diese Blutwärme. In der Blutwärme, die in dem Menschen lebt, die in der vorlemurischen Zeit außerhalb des Menschen lebte, haben wir das Mittel, durch das der Geist der Erde in den Menschen selbst hineindringt.

[ 18 ] So müssen Sie sich vorstellen, daß damals, als die eigentliche Menschwerdung in der lemurischen Zeit begann, sich auf der einen Seite auf die Menschen der Geist heruntersenkte, welcher der Luft angehörte, und daß dann jener höhere Geist sich herunterzusenken begann, der in der Wärme des Blutes enthalten ist, der eigentliche Erdengeist. Diese beiden Geister stehen so zueinander, daß man sagen kann: Der Geist, der in der Luft seinen Körper hat, ist es, der es den Menschen möglich gemacht hat, zur Sprache zu kommen. — Denn diejenige Einrichtung des menschlichen Organismus, welche seinen jetzigen Atmungsprozeß möglich macht, die macht auch die Sprache möglich. In der atlantischen Zeit entwickelte sich die Sprache, und der höchste Ausdruck der Sprache war dasjenige, was schon am Ende der atlantischen Zeit das «Ich» aussprechen lernte.

[ 18 ] So müssen Sie sich vorstellen, daß damals, als die eigentliche Menschwerdung in der lemurischen Zeit begann, sich auf der einen Seite auf die Menschen der Geist heruntersenkte, welcher der Luft angehörte, und daß dann jener höhere Geist sich herunterzusenken begann, der in der Wärme des Blutes enthalten ist, der eigentliche Erdengeist. Diese beiden Geister stehen so zueinander, daß man sagen kann: Der Geist, der in der Luft seinen Körper hat, ist es, der es den Menschen möglich gemacht hat, zur Sprache zu kommen. — Denn diejenige Einrichtung des menschlichen Organismus, welche seinen jetzigen Atmungsprozeß möglich macht, die macht auch die Sprache möglich. In der atlantischen Zeit entwickelte sich die Sprache, und der höchste Ausdruck der Sprache war dasjenige, was schon am Ende der atlantischen Zeit das «Ich» aussprechen lernte.

[ 19 ] Das ist ein Prozeß, der in der lemurischen Zeit beginnt und gegen das Ende der atlantischen Zeit allmählich seine Vollkommenheit erreicht. In der Bibel steht das Wort: «Und Gott hauchte dem Menschen lebendigen Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.» Das vervollkommnete sich immer mehr, bis es zu dem Worte «Ich» wurde, bis der Geist anfing, aus dem Inneren des Menschen selbst zu sprechen und anfing, sich zu rufen aus dem Inneren des Menschen heraus: «J-a-h-v-e.» Das ist zu gleicher Zeit der ewige Wesenskern in jedem einzelnen Menschen: «Ich bin, der ich bin, der da war und der da sein wird.» «Ich-bin» ist der tiefste innere Wesenskern, der damals sich eingesenkt hat und in alle Ewigkeit bleiben wird als Individualität.

[ 19 ] Das ist ein Prozeß, der in der lemurischen Zeit beginnt und gegen das Ende der atlantischen Zeit allmählich seine Vollkommenheit erreicht. In der Bibel steht das Wort: «Und Gott hauchte dem Menschen lebendigen Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.» Das vervollkommnete sich immer mehr, bis es zu dem Worte «Ich» wurde, bis der Geist anfing, aus dem Inneren des Menschen selbst zu sprechen und anfing, sich zu rufen aus dem Inneren des Menschen heraus: «J-a-h-v-e.» Das ist zu gleicher Zeit der ewige Wesenskern in jedem einzelnen Menschen: «Ich bin, der ich bin, der da war und der da sein wird.» «Ich-bin» ist der tiefste innere Wesenskern, der damals sich eingesenkt hat und in alle Ewigkeit bleiben wird als Individualität.

[ 20 ] Dieses war die erste Ausgießung der Gottheit. Man nennt sie die Ausgießung des Geistes, die Ausgießung Jahves. Diese Ausgießung des Geistes oder Jahves wird in den Mythen der religiösen Völker, die immer noch gescheiter sind als die wissenschaftlichen Schriften, so dargestellt, daß dieser Gott in dem dahinfahrenden Winde lebt, in dem, was in der Luft säuselt, was sich in der Luft hinbewegt über den Erdkreis. Aus der germanischen Sage und auch aus der jüdischen, hebräischen Sage, in der Jahve dargestellt wird als Sturm- oder Windgott, geht hervor, daß man es zu tun hat mit einer Gottheit, die ihren äußeren Körper in dem Luftstrom hat und die sich dem Menschen eingegossen hat.

[ 20 ] Dieses war die erste Ausgießung der Gottheit. Man nennt sie die Ausgießung des Geistes, die Ausgießung Jahves. Diese Ausgießung des Geistes oder Jahves wird in den Mythen der religiösen Völker, die immer noch gescheiter sind als die wissenschaftlichen Schriften, so dargestellt, daß dieser Gott in dem dahinfahrenden Winde lebt, in dem, was in der Luft säuselt, was sich in der Luft hinbewegt über den Erdkreis. Aus der germanischen Sage und auch aus der jüdischen, hebräischen Sage, in der Jahve dargestellt wird als Sturm- oder Windgott, geht hervor, daß man es zu tun hat mit einer Gottheit, die ihren äußeren Körper in dem Luftstrom hat und die sich dem Menschen eingegossen hat.

[ 21 ] Diese Gottheit hat in ihrer Wesenheit, in der sie sich in die Menschen senkte, wohl gewirkt auf das Individuellwerden des Menschen, gewirkt dahin, daß dasjenige, was ein einheitlich verfließendes Element war, das in der vorsintflutlichen Zeit den Menschen in großartiger Gestalt umgeben hat, sich auf die einzelnen Menschen verteilt hat wie das Wasser, wenn die einzelnen Tropfen von den Schwämmchen aufgesaugt werden. Aber es hat den Menschen nicht vollständig individualisieren können. Die Menschen mußten erst den Übergang zur vollständigen Individualisierung finden. Nicht gleich wurde der Mensch dazu berufen, eine vollständige Individualität zu werden. Zuerst bildete er Gruppen. Auch das ist schon erwähnt worden, daß der Mensch kleine Stammesgruppen bildete. Der Mensch fühlte sich dazumal noch nicht als Individualität abgesondert. Wie ein Teil einer solchen Stammesgruppe oder eines Geschlechtes fühlte sich die menschliche Individualität, ganz dazugehörig, so wie die Hand zum Körper. Der Mensch, der heute mit einem ganz andern Bewußtsein begabt ist, kann sich keine rechte Vorstellung mehr machen von der Zugehörigkeit zu einem Stamm, von dem Sich-Fühlen in dem Körper eines ganzen Stammes drinnen. Aber es ist so, und je mehr sich die kleinen Stämme ausbreiteten, je mehr die Familie zum Stamme wurde, desto individualisierter wurde der Mensch.

[ 21 ] Diese Gottheit hat in ihrer Wesenheit, in der sie sich in die Menschen senkte, wohl gewirkt auf das Individuellwerden des Menschen, gewirkt dahin, daß dasjenige, was ein einheitlich verfließendes Element war, das in der vorsintflutlichen Zeit den Menschen in großartiger Gestalt umgeben hat, sich auf die einzelnen Menschen verteilt hat wie das Wasser, wenn die einzelnen Tropfen von den Schwämmchen aufgesaugt werden. Aber es hat den Menschen nicht vollständig individualisieren können. Die Menschen mußten erst den Übergang zur vollständigen Individualisierung finden. Nicht gleich wurde der Mensch dazu berufen, eine vollständige Individualität zu werden. Zuerst bildete er Gruppen. Auch das ist schon erwähnt worden, daß der Mensch kleine Stammesgruppen bildete. Der Mensch fühlte sich dazumal noch nicht als Individualität abgesondert. Wie ein Teil einer solchen Stammesgruppe oder eines Geschlechtes fühlte sich die menschliche Individualität, ganz dazugehörig, so wie die Hand zum Körper. Der Mensch, der heute mit einem ganz andern Bewußtsein begabt ist, kann sich keine rechte Vorstellung mehr machen von der Zugehörigkeit zu einem Stamm, von dem Sich-Fühlen in dem Körper eines ganzen Stammes drinnen. Aber es ist so, und je mehr sich die kleinen Stämme ausbreiteten, je mehr die Familie zum Stamme wurde, desto individualisierter wurde der Mensch.

[ 22 ] Was wir hier als Prozeß des Sich-Vereinzelns kennenlernen, was wir als fortlaufenden Prozeß des Individuellwerdens kennen, das müssen Sie sich vorstellen als an des Menschen Blut gebunden. Sie werden dieses Gebundensein an sein Blut verstehen, wenn ich Ihnen eines sage, was ich bitte, festzuhalten: Diese Ausgießung des Geistes, die in der lemurischen Zeit stattgefunden hat, war keine einheitliche Ausgießung. Sie hätten da sehen können, daß viele Geister sich aus der geistigen Umgebung der Erde auf die Erde herniedersenkten. Es waren viele Individualitäten darin enthalten. Indem wir von Jahve sprechen, haben wir es nicht mit einer einzigen Gottheit zu tun, sondern mit vielen Volksgottheiten. Die Juden haben ein Bewußtsein davon, daß es eine unter mehreren, unter vielen Gottheiten war. Weil viele solcher Volksseelen — die ich als Realität zu nehmen bitte — sich herniedersenkten, deshalb waren die Völker gespalten in Stämme. Und je weiter sie in der Entwickelung kommen, desto mehr bilden sie sich zu Familien aus, zu Stämmen, wo sie dann zu größeren Volksstämmen zusammengeschlossen worden sind. Ein Zusammenschluß zu einem großen einheitlichen Bruderbund war aber auf diese Weise nicht möglich. Nur dadurch wurde dieser Zusammenschluß der ganzen Menschheit auf der Erde möglich, und das wird allmählich verwirklicht werden, daß außer dieser Geistaussendung und Beseelung des Menschen mit diesen Geist, der in viele Völkerseelen heruntergeströmt ist, auch etwas strömte, was in der Wärme der Erde lebte, nicht in der Luft, und daß dieses Allgemeinere einströmte in die Menschen. Das, was zuerst einströmte, nennt man in der christlichen Esoterik auch den Heiligen Geist. Man müßte eigentlich sprechen, indem man von den alten Geistern spricht, die eingeflossen sind, von vielen heiligen Geistern, von vielen Jahves. Wenn man aber von dem Geiste spricht, der die gesamte Wärme in sich hat, dann kann man nur von einem einzigen sprechen. Er wird innerhalb der christlichen Esoterik der Logos, der Christos selber genannt, der einheitliche Geist des Menschengeschlechts auf der Erde.

[ 22 ] Was wir hier als Prozeß des Sich-Vereinzelns kennenlernen, was wir als fortlaufenden Prozeß des Individuellwerdens kennen, das müssen Sie sich vorstellen als an des Menschen Blut gebunden. Sie werden dieses Gebundensein an sein Blut verstehen, wenn ich Ihnen eines sage, was ich bitte, festzuhalten: Diese Ausgießung des Geistes, die in der lemurischen Zeit stattgefunden hat, war keine einheitliche Ausgießung. Sie hätten da sehen können, daß viele Geister sich aus der geistigen Umgebung der Erde auf die Erde herniedersenkten. Es waren viele Individualitäten darin enthalten. Indem wir von Jahve sprechen, haben wir es nicht mit einer einzigen Gottheit zu tun, sondern mit vielen Volksgottheiten. Die Juden haben ein Bewußtsein davon, daß es eine unter mehreren, unter vielen Gottheiten war. Weil viele solcher Volksseelen — die ich als Realität zu nehmen bitte — sich herniedersenkten, deshalb waren die Völker gespalten in Stämme. Und je weiter sie in der Entwickelung kommen, desto mehr bilden sie sich zu Familien aus, zu Stämmen, wo sie dann zu größeren Volksstämmen zusammengeschlossen worden sind. Ein Zusammenschluß zu einem großen einheitlichen Bruderbund war aber auf diese Weise nicht möglich. Nur dadurch wurde dieser Zusammenschluß der ganzen Menschheit auf der Erde möglich, und das wird allmählich verwirklicht werden, daß außer dieser Geistaussendung und Beseelung des Menschen mit diesen Geist, der in viele Völkerseelen heruntergeströmt ist, auch etwas strömte, was in der Wärme der Erde lebte, nicht in der Luft, und daß dieses Allgemeinere einströmte in die Menschen. Das, was zuerst einströmte, nennt man in der christlichen Esoterik auch den Heiligen Geist. Man müßte eigentlich sprechen, indem man von den alten Geistern spricht, die eingeflossen sind, von vielen heiligen Geistern, von vielen Jahves. Wenn man aber von dem Geiste spricht, der die gesamte Wärme in sich hat, dann kann man nur von einem einzigen sprechen. Er wird innerhalb der christlichen Esoterik der Logos, der Christos selber genannt, der einheitliche Geist des Menschengeschlechts auf der Erde.

[ 23 ] Wenn Sie sich nun überlegen, daß alles, was im Geistselbst lebt, alles, was wir mit Manas bezeichnen, in einer Vielheit sich herniedersenkte, und daß alles das, was man als Budhi bezeichnet, sich als eine geistige Einheit über die Menschheit ergoß, so haben Sie den Gegensatz. Und Sie werden begreifen, daß die Menschheit erst durch die Ausgießung des Geistes vorbereitet werden mußte auf die Ausgießung des Christos oder der Budhi, des Lebensgeistes. Bis zu dem Zeitpunkte, in dem der Christus Jesus auf der Erde erschien, ist alles, was vom Christus-Geist vorhanden war, eine Einheit. Es war eine einheitliche Hülle, welche die ganze Erde umgab, die in der festen Erde gleichsam ihr Knochensystem hatte. Wenn Sie die feste Erde nehmen mit alledem, was sie in sich hat, und dann dazunehmen, was die Erde an Wärme umgibt, dann haben Sie ungefähr das, was man den Körper des Christus-Geistes nennt. Daher das schöne Wort im JohannesEvangelium, wo sich der Christus Jesus selbst bezeichnet als den Geist der Erde: «Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.» Was isset der Mensch, wenn er ißt? Das Brot. Er ißt das Brot, das der Leib des Christus ist. Und indem er auf der Erde geht, tut der Mensch das andere: er tritt ihn mit Füßen. Ganz wörtlich ist das zu nehmen.

[ 23 ] Wenn Sie sich nun überlegen, daß alles, was im Geistselbst lebt, alles, was wir mit Manas bezeichnen, in einer Vielheit sich herniedersenkte, und daß alles das, was man als Budhi bezeichnet, sich als eine geistige Einheit über die Menschheit ergoß, so haben Sie den Gegensatz. Und Sie werden begreifen, daß die Menschheit erst durch die Ausgießung des Geistes vorbereitet werden mußte auf die Ausgießung des Christos oder der Budhi, des Lebensgeistes. Bis zu dem Zeitpunkte, in dem der Christus Jesus auf der Erde erschien, ist alles, was vom Christus-Geist vorhanden war, eine Einheit. Es war eine einheitliche Hülle, welche die ganze Erde umgab, die in der festen Erde gleichsam ihr Knochensystem hatte. Wenn Sie die feste Erde nehmen mit alledem, was sie in sich hat, und dann dazunehmen, was die Erde an Wärme umgibt, dann haben Sie ungefähr das, was man den Körper des Christus-Geistes nennt. Daher das schöne Wort im JohannesEvangelium, wo sich der Christus Jesus selbst bezeichnet als den Geist der Erde: «Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.» Was isset der Mensch, wenn er ißt? Das Brot. Er ißt das Brot, das der Leib des Christus ist. Und indem er auf der Erde geht, tut der Mensch das andere: er tritt ihn mit Füßen. Ganz wörtlich ist das zu nehmen.

[ 24 ] Ebenso wie sich in der lemurischen Zeit in die einzelnen Individualitäten ausgegossen hat von dem Element des Geistes der Jahvegeist, ebenso goß sich nach und nach in den Zeitaltern, die dem Christus Jesus vorangegangen waren, und in denjenigen, die ihm jetzt nachfolgen, langsam der Christus-Geist ein, der seinen Körper in der Wärme des Blutes hat. Und wenn der ganze Christus-Geist ausgegossen sein wird in die menschlichen Individualitäten hinein, dann wird das Christentum, die große Menschenbrüderschaft, die Erde erobert haben. Dann wird es überhaupt kein Bewußtsein von Cliquen und kleinen Zusammenhängen mehr geben, sondern nur das Bewußtsein, daß die Menschheit ein Bruderbund ist. Bei der größten Individualisierung wird dennoch jeder zum andern hingezogen sein. Die kleinen Stammes- und Volksgemeinschaften werden gewichen sein der Gemeinschaft des Lebensgeistes, der Budhi, der Gemeinschaft des Christus.

[ 24 ] Ebenso wie sich in der lemurischen Zeit in die einzelnen Individualitäten ausgegossen hat von dem Element des Geistes der Jahvegeist, ebenso goß sich nach und nach in den Zeitaltern, die dem Christus Jesus vorangegangen waren, und in denjenigen, die ihm jetzt nachfolgen, langsam der Christus-Geist ein, der seinen Körper in der Wärme des Blutes hat. Und wenn der ganze Christus-Geist ausgegossen sein wird in die menschlichen Individualitäten hinein, dann wird das Christentum, die große Menschenbrüderschaft, die Erde erobert haben. Dann wird es überhaupt kein Bewußtsein von Cliquen und kleinen Zusammenhängen mehr geben, sondern nur das Bewußtsein, daß die Menschheit ein Bruderbund ist. Bei der größten Individualisierung wird dennoch jeder zum andern hingezogen sein. Die kleinen Stammes- und Volksgemeinschaften werden gewichen sein der Gemeinschaft des Lebensgeistes, der Budhi, der Gemeinschaft des Christus.

[ 25 ] Das wird ein Seelenauge sehen, das als hellseherisches Auge herunterblickt auf unseren Planeten. Verfolgen könnte es, wie damals der Christus-Geist voll enthalten war in dem, was die Erde umgibt, und wie er sich hineinergießt in die einzelnen Menschen. Die Erde würde es sehen, sich immer mehr und mehr ändernd. Andere Farben und Stimmungen würden auftreten. Was in der Umgebung der Erde war, würde man jetzt im Inneren der einzelnen Menschen aufsuchen müssen. Dies bedeutet die Erscheinung des Christus Jesus, und das ist seine kosmische Bedeutung.

[ 25 ] Das wird ein Seelenauge sehen, das als hellseherisches Auge herunterblickt auf unseren Planeten. Verfolgen könnte es, wie damals der Christus-Geist voll enthalten war in dem, was die Erde umgibt, und wie er sich hineinergießt in die einzelnen Menschen. Die Erde würde es sehen, sich immer mehr und mehr ändernd. Andere Farben und Stimmungen würden auftreten. Was in der Umgebung der Erde war, würde man jetzt im Inneren der einzelnen Menschen aufsuchen müssen. Dies bedeutet die Erscheinung des Christus Jesus, und das ist seine kosmische Bedeutung.

[ 26 ] Alles, was Sie sonst finden können in der Geistentwickelung unserer Erde, ist Vorbereitung. Es bereitete sich in Jahrhunderten die Erscheinung des Christus vor. Es bereitete sich das bedeutsame Ereignis für die ganze kosmische Erdenentwickelung vor, indem Er gezeigt hat, wie die engen Stammesgrenzen zu überwinden sind. Sie kennen den Merkur, den Hermes Trismegistos, den Perser Zarathustra, die Inder Krishna, Buddha, den Griechen Pythagoras. Der Christos-Geist, der früher in der Umgebung der Erde war, beginnt in die Menschen einzuziehen. Dann beginnt eine Zone der Religionsstifter, in der wir mehr und mehr den Prozeß der Umwandlung sich fördern sehen und den Geist des Christentums verstehen lernen.

[ 26 ] Alles, was Sie sonst finden können in der Geistentwickelung unserer Erde, ist Vorbereitung. Es bereitete sich in Jahrhunderten die Erscheinung des Christus vor. Es bereitete sich das bedeutsame Ereignis für die ganze kosmische Erdenentwickelung vor, indem Er gezeigt hat, wie die engen Stammesgrenzen zu überwinden sind. Sie kennen den Merkur, den Hermes Trismegistos, den Perser Zarathustra, die Inder Krishna, Buddha, den Griechen Pythagoras. Der Christos-Geist, der früher in der Umgebung der Erde war, beginnt in die Menschen einzuziehen. Dann beginnt eine Zone der Religionsstifter, in der wir mehr und mehr den Prozeß der Umwandlung sich fördern sehen und den Geist des Christentums verstehen lernen.

[ 27 ] Die Ausgießung des Geistes — was konnte sie bewirken? Sie konnte bewirken, daß die Liebe an das Blut gebunden war. Nicht weniger als heute liebten die Menschen einander in den alten Zeiten, als sie noch kleine Stammesgemeinschaften bildeten. Sie liebten einander sogar mehr, aber sie liebten einander in der Art der Mutter- und Kindesliebe. Diese Liebe war also mehr durch die Natur bedingt. Blut fühlte sich zu Blut hingezogen, und in diesem Sich-Hingezogenfühlen von Blut zu Blut drückte sich die Zusammengehörigkeit der Menschen aus. Aber indem diejenigen, welche so in die Blutsgemeinschaft hineingezogen sind, sich vorwätrtsentwickelten, wurden die Menschen so, daß sie vereinzelt sympathisierten. Dadurch entwickelten sich kleinere Zusammenhänge, Familien und Gemeinschaften, und diese wurden wieder in größere Gemeinschaften zusammengeschlossen. Aber die einzelnen Menschen wurden egoistischer und selbstsüchtiger. So daß wir haben: die Menschheit auf der einen Seite immer selbstsüchtiger werdend, und auf der andern Seite das Einziehen des vereinheitlichenden Einflusses des Christus. Auf der einen Seite haben wir die Individualisierung, das Selbständigwerden der Individualität, auf der andern Seite den vereinheitlichenden Geist des Christentums. Nur wenn diese zwei Strömungen sich voll ausleben, wird ein Zustand auf der Erde herbeigeführt werden können, in welchem jedermann selbständig ist und auf der andern Seite wieder zusammenhängt mit allen, weil jeder durchdrungen ist von dem sogenannten Christos-Geist.

[ 27 ] Die Ausgießung des Geistes — was konnte sie bewirken? Sie konnte bewirken, daß die Liebe an das Blut gebunden war. Nicht weniger als heute liebten die Menschen einander in den alten Zeiten, als sie noch kleine Stammesgemeinschaften bildeten. Sie liebten einander sogar mehr, aber sie liebten einander in der Art der Mutter- und Kindesliebe. Diese Liebe war also mehr durch die Natur bedingt. Blut fühlte sich zu Blut hingezogen, und in diesem Sich-Hingezogenfühlen von Blut zu Blut drückte sich die Zusammengehörigkeit der Menschen aus. Aber indem diejenigen, welche so in die Blutsgemeinschaft hineingezogen sind, sich vorwätrtsentwickelten, wurden die Menschen so, daß sie vereinzelt sympathisierten. Dadurch entwickelten sich kleinere Zusammenhänge, Familien und Gemeinschaften, und diese wurden wieder in größere Gemeinschaften zusammengeschlossen. Aber die einzelnen Menschen wurden egoistischer und selbstsüchtiger. So daß wir haben: die Menschheit auf der einen Seite immer selbstsüchtiger werdend, und auf der andern Seite das Einziehen des vereinheitlichenden Einflusses des Christus. Auf der einen Seite haben wir die Individualisierung, das Selbständigwerden der Individualität, auf der andern Seite den vereinheitlichenden Geist des Christentums. Nur wenn diese zwei Strömungen sich voll ausleben, wird ein Zustand auf der Erde herbeigeführt werden können, in welchem jedermann selbständig ist und auf der andern Seite wieder zusammenhängt mit allen, weil jeder durchdrungen ist von dem sogenannten Christos-Geist.

[ 28 ] Wir müssen uns klar sein, daß alles das mit dem Blute verknüpft ist und daß im Menschenblut ursprünglich etwas ausgedrückt war, was das Gefühl und die Empfindung zutage brachte, die zwar innerhalb der Blutsverwandtschaft wirkten, aber die Blutliebe bewirkten, und daß dann die Gefühle egoistischer wurden. Die Ich-Sucht lebte sich immer mehr und mehr ins Blut ein. Das ist das Geheimnis der Menschheitsentwickelung, daß das Blut immer mehr den Charakter der IchSucht annahm. Dieses egoistisch gewordene Blut mußte überwunden werden.

[ 28 ] Wir müssen uns klar sein, daß alles das mit dem Blute verknüpft ist und daß im Menschenblut ursprünglich etwas ausgedrückt war, was das Gefühl und die Empfindung zutage brachte, die zwar innerhalb der Blutsverwandtschaft wirkten, aber die Blutliebe bewirkten, und daß dann die Gefühle egoistischer wurden. Die Ich-Sucht lebte sich immer mehr und mehr ins Blut ein. Das ist das Geheimnis der Menschheitsentwickelung, daß das Blut immer mehr den Charakter der IchSucht annahm. Dieses egoistisch gewordene Blut mußte überwunden werden.

[ 29 ] Dasjenige, was der überschüssige Egoismus im menschlichen Blut war, das rann am Kreuze mystisch-real aus den Wunden des Christus Jesus heraus, das wurde geopfert. Wäre dieses Blut nicht geflossen, dann wäre im Laufe der Entwickelung die Ich-Sucht im Blute des Menschen immer größer und größer geworden. Die Reinigung des Blutes von der Ich-Sucht, das wird durch das Mysterium von Golgatha bewirkt. Das Menschenblut wurde durch diese Tat der Liebe vor seiner Ich-Sucht errettet.

[ 29 ] Dasjenige, was der überschüssige Egoismus im menschlichen Blut war, das rann am Kreuze mystisch-real aus den Wunden des Christus Jesus heraus, das wurde geopfert. Wäre dieses Blut nicht geflossen, dann wäre im Laufe der Entwickelung die Ich-Sucht im Blute des Menschen immer größer und größer geworden. Die Reinigung des Blutes von der Ich-Sucht, das wird durch das Mysterium von Golgatha bewirkt. Das Menschenblut wurde durch diese Tat der Liebe vor seiner Ich-Sucht errettet.

[ 30 ] Keiner versteht die kosmische Bedeutung dessen, was sich auf Golgatha vollzogen hat, der nur sieht, daß da ein Mensch am Kreuze hängt und blutet, weil mit der Lanze in ihn hereingestochen worden ist. Die tiefe mystische Bedeutung dieses Vorganges liegt darin, daß es stellvertretend das Blut ist, welches die Menschheit zu ihrer Erlösung verlieren mußte. Nie kann einer das Christentum verstehen, der diese Dinge nur materialistisch begreift, der nur den materiellen Vorgang kennt und nicht auch das Geistige, das dahintersteht. Dieses Geistige aber ist: die regenerierende Wirkung des Erlöserblutes, das am Kreuz geflossen ist. Wir verstehen die weitere Entwickelung der Menschheit nur, wenn wir erfassen, wie einschneidend diese Tatsache ist, wenn wir verstehen, daß der gewaltigste Umschwung in der geistigen Menschheitsevolution auf Erden mit dieser Tatsache zusammenhängt.

[ 30 ] Keiner versteht die kosmische Bedeutung dessen, was sich auf Golgatha vollzogen hat, der nur sieht, daß da ein Mensch am Kreuze hängt und blutet, weil mit der Lanze in ihn hereingestochen worden ist. Die tiefe mystische Bedeutung dieses Vorganges liegt darin, daß es stellvertretend das Blut ist, welches die Menschheit zu ihrer Erlösung verlieren mußte. Nie kann einer das Christentum verstehen, der diese Dinge nur materialistisch begreift, der nur den materiellen Vorgang kennt und nicht auch das Geistige, das dahintersteht. Dieses Geistige aber ist: die regenerierende Wirkung des Erlöserblutes, das am Kreuz geflossen ist. Wir verstehen die weitere Entwickelung der Menschheit nur, wenn wir erfassen, wie einschneidend diese Tatsache ist, wenn wir verstehen, daß der gewaltigste Umschwung in der geistigen Menschheitsevolution auf Erden mit dieser Tatsache zusammenhängt.

[ 31 ] Wenn man die Entwickelung auf Erden verfolgt, findet man, daß in den alten Zeiten, bevor das Christos-Prinzip in die menschliche Seele eingezogen ist, die Mysterien des Geistes die tiefen Lehr- und Kultstätten waren. Je mehr der Christos in die Welt hineinkam, desto mehr entfalteten sich die Mysterien des Sohnes, und in der Zukunft wird man die Mysterien des Vaters pflegen. Diese werden uns in der Apokalypse schon angekündigt.

[ 31 ] Wenn man die Entwickelung auf Erden verfolgt, findet man, daß in den alten Zeiten, bevor das Christos-Prinzip in die menschliche Seele eingezogen ist, die Mysterien des Geistes die tiefen Lehr- und Kultstätten waren. Je mehr der Christos in die Welt hineinkam, desto mehr entfalteten sich die Mysterien des Sohnes, und in der Zukunft wird man die Mysterien des Vaters pflegen. Diese werden uns in der Apokalypse schon angekündigt.

[ 32 ] Kehren wir zu den Mysterien des Geistes zurück. Zuerst wurden sie begründet an einem Ort, der liegen würde zwischen Europa und Amerika und der längst untergegangen ist. Da wurde die Pflanzschule der großen Adepten gestiftet, da wurden die Mysterien des Geistes inauguriert, die bis in unsere Zeit sich fortgepflanzt haben. Diejenigen, welche die Proben ihrer Reife abgelegt hatten, konnten in die Mysterien des Geistes eingeweiht werden. Wer genügend unterrichtet und geläutert war, wurde zugelassen. Er hatte dann die Lehren aufgenommen, die allen Religionen als ’Theosophie zugrunde liegen und die wit heute mit der Geisteswissenschaft aufnehmen. Er hatte seine Triebe geläutert, einen geordneten Gedankengang sich anerzogen, dann sich angewöhnt, nicht nur innerhalb der Blutsbande zu lieben, sondern die ganze Menschheit in Liebe zu umfangen. Er war das geworden, was man einen «heimatlosen Menschen» nennt. Was in der Gegenwart in den höchsten Entwickelungsstadien der Menschheit geschieht, ist eine Hindeutung auf die Zukunft.

[ 32 ] Kehren wir zu den Mysterien des Geistes zurück. Zuerst wurden sie begründet an einem Ort, der liegen würde zwischen Europa und Amerika und der längst untergegangen ist. Da wurde die Pflanzschule der großen Adepten gestiftet, da wurden die Mysterien des Geistes inauguriert, die bis in unsere Zeit sich fortgepflanzt haben. Diejenigen, welche die Proben ihrer Reife abgelegt hatten, konnten in die Mysterien des Geistes eingeweiht werden. Wer genügend unterrichtet und geläutert war, wurde zugelassen. Er hatte dann die Lehren aufgenommen, die allen Religionen als ’Theosophie zugrunde liegen und die wit heute mit der Geisteswissenschaft aufnehmen. Er hatte seine Triebe geläutert, einen geordneten Gedankengang sich anerzogen, dann sich angewöhnt, nicht nur innerhalb der Blutsbande zu lieben, sondern die ganze Menschheit in Liebe zu umfangen. Er war das geworden, was man einen «heimatlosen Menschen» nennt. Was in der Gegenwart in den höchsten Entwickelungsstadien der Menschheit geschieht, ist eine Hindeutung auf die Zukunft.

[ 33 ] Bei den Einweihungen in den alten Mysterientempeln, die fortgepflanzt wurden bis in die letzten vorchristlichen Jahrhunderte und die sich uns zeigen, wenn wir hineinschauen in die ägyptischen Pyramiden, wurde der Schüler, der so weit gekommen war, daß er die ganze Menschheit lieben konnte, versenkt in einen dreitägigen Schlaf. Sein physischer Leib war wie tot, in vollständiger Lethargie. Der Einweihende war nun imstande, aus ihm herauszuziehen seinen Geist so, wie jede Nacht im Schlafe Ihr Geist aus dem Leibe herausgezogen ist. So wahr es ist, daß dieser Geist im gewöhnlichen Schlafe bewußtlos ist, so wahr ist es, daß er bei diesen genügend vorbereiteten Schülern bewußt wurde. Nur die störenden Eigenschaften des physischen Leibes waren nicht mehr da. An dasjenige aber, was früher gelernt worden war, konnten sich die Schüler während dieses dreitägigen Schlafes genau erinnern; dies konnten sie in ihren Leib hineinführen.

[ 33 ] Bei den Einweihungen in den alten Mysterientempeln, die fortgepflanzt wurden bis in die letzten vorchristlichen Jahrhunderte und die sich uns zeigen, wenn wir hineinschauen in die ägyptischen Pyramiden, wurde der Schüler, der so weit gekommen war, daß er die ganze Menschheit lieben konnte, versenkt in einen dreitägigen Schlaf. Sein physischer Leib war wie tot, in vollständiger Lethargie. Der Einweihende war nun imstande, aus ihm herauszuziehen seinen Geist so, wie jede Nacht im Schlafe Ihr Geist aus dem Leibe herausgezogen ist. So wahr es ist, daß dieser Geist im gewöhnlichen Schlafe bewußtlos ist, so wahr ist es, daß er bei diesen genügend vorbereiteten Schülern bewußt wurde. Nur die störenden Eigenschaften des physischen Leibes waren nicht mehr da. An dasjenige aber, was früher gelernt worden war, konnten sich die Schüler während dieses dreitägigen Schlafes genau erinnern; dies konnten sie in ihren Leib hineinführen.

[ 34 ] Weil der Einzuweihende gelernt hatte, weil er die entsprechenden Begriffe und Gefühle aufgenommen hatte, konnte der Initiator dasjenige, was jener als Schüler früher erarbeitet und an Empfindungen in sich aufgenommen hatte, ihn jetzt als geistige Wirklichkeit erleben lassen. Es wanderte die Seele, wenn sie während der drei Tage aus dem Leibe war, durch die astralische und devachanische Welt. So erfuhr sie real, was sie früher gelernt hatte, und so war dadurch der Mensch ein Wissender geworden. Die theosophischen Lehren waren ihm nun keine bloßen Lehren mehr; sie waren ihm dasjenige, worin er als in einem Lebenselement sich selber aufgehalten hatte. Wenn er dann wieder innerhalb des Leibes erwachte und hinschaute in die physische Umgebung, dann kam ein Laut auf seine Lippen, der sich von selbst der Seele entringt, entringen muß, wenn diese Seele nach dreieinhalbtägiger Wanderung durch die geistige Welt sich wieder in die physische Welt versetzt erblickt. Da empfand die Seele, daß das Ich ein Bürger höherer Welten geworden ist, daß das Ich in höheren Welten geweilt hat und nun hintreten kann vor die Menschen und sprechen kann von seinen Erlebnissen. Indem so der Mensch von der geistigen Welt redet, ist er ein Verkünder des Geistes in der physischen Welt geworden, ein Missionar des Geistes. Und das drückt sich aus in den Worten: «Eli, Eli, lama sabachthani!» Das heißt: Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verherrlicht! - Das war dasjenige, was man hören konnte von einem jeden, der in dieser Weise eingeweiht war.

[ 34 ] Weil der Einzuweihende gelernt hatte, weil er die entsprechenden Begriffe und Gefühle aufgenommen hatte, konnte der Initiator dasjenige, was jener als Schüler früher erarbeitet und an Empfindungen in sich aufgenommen hatte, ihn jetzt als geistige Wirklichkeit erleben lassen. Es wanderte die Seele, wenn sie während der drei Tage aus dem Leibe war, durch die astralische und devachanische Welt. So erfuhr sie real, was sie früher gelernt hatte, und so war dadurch der Mensch ein Wissender geworden. Die theosophischen Lehren waren ihm nun keine bloßen Lehren mehr; sie waren ihm dasjenige, worin er als in einem Lebenselement sich selber aufgehalten hatte. Wenn er dann wieder innerhalb des Leibes erwachte und hinschaute in die physische Umgebung, dann kam ein Laut auf seine Lippen, der sich von selbst der Seele entringt, entringen muß, wenn diese Seele nach dreieinhalbtägiger Wanderung durch die geistige Welt sich wieder in die physische Welt versetzt erblickt. Da empfand die Seele, daß das Ich ein Bürger höherer Welten geworden ist, daß das Ich in höheren Welten geweilt hat und nun hintreten kann vor die Menschen und sprechen kann von seinen Erlebnissen. Indem so der Mensch von der geistigen Welt redet, ist er ein Verkünder des Geistes in der physischen Welt geworden, ein Missionar des Geistes. Und das drückt sich aus in den Worten: «Eli, Eli, lama sabachthani!» Das heißt: Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verherrlicht! - Das war dasjenige, was man hören konnte von einem jeden, der in dieser Weise eingeweiht war.

[ 35 ] Wenn Sie einen solchen Menschen nun seiner ganzen Wesenheit nach geprüft hätten, so würden Sie gefunden haben, ein solcher Eingeweihter aus den Mysterien des Geistes war eine Vorherverkündigung desjenigen, was in Christus Jesus für die ganze Menschheit da war. Allerdings nur innerlich, und zwar im sogenannten Ätherleib, war erwacht bei einem solchen Eingeweihten die Budhi. So gab es im ganzen Altertum der vorchristlichen Zeit Eingeweihte des Geistes, in denen der Sohn, der Christos, innerlich erwacht war. Nicht bis in den physischen Leib hinein war dieser Christos gedrungen, aber er war erwacht innerhalb des Ätherleibes. Als Äthermenschen waren sie unsterblich geworden, diese Eingeweihten.

[ 35 ] Wenn Sie einen solchen Menschen nun seiner ganzen Wesenheit nach geprüft hätten, so würden Sie gefunden haben, ein solcher Eingeweihter aus den Mysterien des Geistes war eine Vorherverkündigung desjenigen, was in Christus Jesus für die ganze Menschheit da war. Allerdings nur innerlich, und zwar im sogenannten Ätherleib, war erwacht bei einem solchen Eingeweihten die Budhi. So gab es im ganzen Altertum der vorchristlichen Zeit Eingeweihte des Geistes, in denen der Sohn, der Christos, innerlich erwacht war. Nicht bis in den physischen Leib hinein war dieser Christos gedrungen, aber er war erwacht innerhalb des Ätherleibes. Als Äthermenschen waren sie unsterblich geworden, diese Eingeweihten.

[ 36 ] Jetzt besteht der große Menschheitsfortschritt darin, daß dasjenige, was für die großen Eingeweihten des Geistes gilt, auch gilt von der Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Von dem, der am Kreuze starb, gilt dies aber bis in den physischen Leib hinein. Alles, was in den alten Mysterien außerhalb des Leibes erlebt werden konnte, das konnte man in diesem einen Falle auf dem physischen Weltenplane sehen dutch das Ereignis von Golgatha. Auch für die bloß mit physischen Augen Begabten war das sichtbar. Sehen konnten es in den alten Zeiten diejenigen, die bis dahin gedrungen waren. Selig wurden sie, weil sie innerlich, als Auserwählte, erlebten, wie das Leben über den Tod siegen muß. Das brauchte man von jetzt ab nicht mehr. Durch das Ereignis von Golgatha hatte es sich vor den physischen Menschen abgespielt. Da war es geschehen, daß das Leben den Tod überwunden hat. Und durch die Verbindung mit diesem Einzigen, durch das Band, das wie ein Familienband jeden einzelnen damit verbindet, wurde der Ersatz geschaffen für dasjenige, was man in den Mysterien des Geistes gehabt hatte.

[ 36 ] Jetzt besteht der große Menschheitsfortschritt darin, daß dasjenige, was für die großen Eingeweihten des Geistes gilt, auch gilt von der Erscheinung des Christus Jesus auf der Erde. Von dem, der am Kreuze starb, gilt dies aber bis in den physischen Leib hinein. Alles, was in den alten Mysterien außerhalb des Leibes erlebt werden konnte, das konnte man in diesem einen Falle auf dem physischen Weltenplane sehen dutch das Ereignis von Golgatha. Auch für die bloß mit physischen Augen Begabten war das sichtbar. Sehen konnten es in den alten Zeiten diejenigen, die bis dahin gedrungen waren. Selig wurden sie, weil sie innerlich, als Auserwählte, erlebten, wie das Leben über den Tod siegen muß. Das brauchte man von jetzt ab nicht mehr. Durch das Ereignis von Golgatha hatte es sich vor den physischen Menschen abgespielt. Da war es geschehen, daß das Leben den Tod überwunden hat. Und durch die Verbindung mit diesem Einzigen, durch das Band, das wie ein Familienband jeden einzelnen damit verbindet, wurde der Ersatz geschaffen für dasjenige, was man in den Mysterien des Geistes gehabt hatte.

[ 37 ] Eines der großen, bedeutsamen Bilder innerhalb der Mysterien des Geistes muß ich schildern, wenn Sie verstehen wollen die Mysterien des Sohnes. Ich muß schildern, wie der, welcher dreieinhalb Tage im Schlafe lag, umgeben wurde von zwölf Menschengestalten, mit denen er zusammen wie um eine Tafel saß. Und als was müssen sie erscheinen einem jeden, der als Eingeweihter die Erlebnisse der höheren Welt erlebt hatte? Vor einem solchen waren zwölf seiner Inkarnationen aufgetreten, zwölf seiner verschiedenen Leiber, durch die er selbst durchgegangen war. Diese zwölf Leiber waren nichts anderes als das, was er in sich trug als die Glieder seines Leibes. In okkulter Beziehung teilt man den menschlichen Leib in zwölf Glieder, und diese sollen nichts anderes sein als die Wiedergabe von zwölf Inkarnationen, durch die der Mensch allmählich gereinigt wird und zu einer höheren Stufe der Vollkommenheit hinaufgeführt wird. So fühlte sich der Mensch umgeben von den Gestalten, durch die er einst selbst hindurchgegangen ist, und er sagte sich: Die Gestalt, die du früher getragen hast, sie lebt in einem deiner Glieder; in einem andern lebt die zweite Gestalt, in einem andern die dritte, in einem andern die vierte und so weiter. So umgeben sie dich, wie bei einer Mahlzeit die Gäste den Gastgeber.

[ 37 ] Eines der großen, bedeutsamen Bilder innerhalb der Mysterien des Geistes muß ich schildern, wenn Sie verstehen wollen die Mysterien des Sohnes. Ich muß schildern, wie der, welcher dreieinhalb Tage im Schlafe lag, umgeben wurde von zwölf Menschengestalten, mit denen er zusammen wie um eine Tafel saß. Und als was müssen sie erscheinen einem jeden, der als Eingeweihter die Erlebnisse der höheren Welt erlebt hatte? Vor einem solchen waren zwölf seiner Inkarnationen aufgetreten, zwölf seiner verschiedenen Leiber, durch die er selbst durchgegangen war. Diese zwölf Leiber waren nichts anderes als das, was er in sich trug als die Glieder seines Leibes. In okkulter Beziehung teilt man den menschlichen Leib in zwölf Glieder, und diese sollen nichts anderes sein als die Wiedergabe von zwölf Inkarnationen, durch die der Mensch allmählich gereinigt wird und zu einer höheren Stufe der Vollkommenheit hinaufgeführt wird. So fühlte sich der Mensch umgeben von den Gestalten, durch die er einst selbst hindurchgegangen ist, und er sagte sich: Die Gestalt, die du früher getragen hast, sie lebt in einem deiner Glieder; in einem andern lebt die zweite Gestalt, in einem andern die dritte, in einem andern die vierte und so weiter. So umgeben sie dich, wie bei einer Mahlzeit die Gäste den Gastgeber.

[ 38 ] Das war ein Bild, das vor eines jeden Seele in den Mysterien des Geistes zu sehen war. Derjenige, der den Abschluß machte, das war der Menschensohn, der nicht mehr der Sohn einer Familie, eines Stammes, eines Volkes ist, sondern der Sohn der ganzen Menschheit. Die höchste Vollkommenheit unter den Zwölfen hatte eigentlich der Dreizehnte. Und weil er außerhalb seines irdischen Selbstes war, sah er sich als den Dreizehnten.

[ 38 ] Das war ein Bild, das vor eines jeden Seele in den Mysterien des Geistes zu sehen war. Derjenige, der den Abschluß machte, das war der Menschensohn, der nicht mehr der Sohn einer Familie, eines Stammes, eines Volkes ist, sondern der Sohn der ganzen Menschheit. Die höchste Vollkommenheit unter den Zwölfen hatte eigentlich der Dreizehnte. Und weil er außerhalb seines irdischen Selbstes war, sah er sich als den Dreizehnten.

[ 39 ] Was so in der höheren Welt von jedem Einzuweihenden erlebt wurde, das wollen wir jetzt einmal verfolgen, wie es im Christus Jesus wiederholt wurde. Es ist eingekleidet wie in einen Schleier, so wie alles äußerlich exoterisch Gegebene in Schleier eingehüllt ist. Das OÖstermahl, das der Christus mit den Zwölfen begeht, soll kein gewöhnliches Mahl sein. Es soll etwas anderes sein: es soll auf dem physischen Plan die Wiederholung dessen sein, was so und so oft die Eingeweihten des Geistes auf dem höheren Plane erlebt haben.

[ 39 ] Was so in der höheren Welt von jedem Einzuweihenden erlebt wurde, das wollen wir jetzt einmal verfolgen, wie es im Christus Jesus wiederholt wurde. Es ist eingekleidet wie in einen Schleier, so wie alles äußerlich exoterisch Gegebene in Schleier eingehüllt ist. Das OÖstermahl, das der Christus mit den Zwölfen begeht, soll kein gewöhnliches Mahl sein. Es soll etwas anderes sein: es soll auf dem physischen Plan die Wiederholung dessen sein, was so und so oft die Eingeweihten des Geistes auf dem höheren Plane erlebt haben.

[ 40 ] Es heißt im Lukas-Evangelium, Kapitel 22, Vers 7-12: «Es kam nun der Tag der süßen Brote, und die Jünger sprachen zu Jesu: Wo willst du, daß wir das Osterlamm bereiten? Er sagte: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommet, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug. Folget ihm nach in das Haus, wo er hineingeht und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist die Herberge, darin ich mit meinen Jüngern das Osterlamm essen möge? — Und er wird euch einen großen Saal zeigen, daselbst bereitet es.»

[ 40 ] Es heißt im Lukas-Evangelium, Kapitel 22, Vers 7-12: «Es kam nun der Tag der süßen Brote, und die Jünger sprachen zu Jesu: Wo willst du, daß wir das Osterlamm bereiten? Er sagte: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommet, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug. Folget ihm nach in das Haus, wo er hineingeht und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist die Herberge, darin ich mit meinen Jüngern das Osterlamm essen möge? — Und er wird euch einen großen Saal zeigen, daselbst bereitet es.»

[ 41 ] Während des Ostermahles erklärte Er nochmals, daß das Brot Sein Leib ist, und daß das Blut, das in Seinem Leibe fließt, ist wie der Saft in dem Leibe der Pflanze. Er darf sagen in bezug auf den Pflanzensaft, in bezug auf den Wein: «Das ist mein Blut», und Er darf es deshalb sagen, weil Er der Geist der Erde ist. Er darf sagen von allen Stoffen: «Das ist mein Leib», und von allen Säften: «Das ist mein Blut.»

[ 41 ] Während des Ostermahles erklärte Er nochmals, daß das Brot Sein Leib ist, und daß das Blut, das in Seinem Leibe fließt, ist wie der Saft in dem Leibe der Pflanze. Er darf sagen in bezug auf den Pflanzensaft, in bezug auf den Wein: «Das ist mein Blut», und Er darf es deshalb sagen, weil Er der Geist der Erde ist. Er darf sagen von allen Stoffen: «Das ist mein Leib», und von allen Säften: «Das ist mein Blut.»

[ 42 ] Dann kommt die Szene, wo der Christus Jesus die Mysterien des Geistes weiterentwickelt zu den Mysterien des Sohnes, um sie dann fortzuleiten zu den Mysterien des Vaters. Wieder haben Sie sich vorzustellen, daß die zwölf Apostel, die um ihn herumsitzen, eine Verkörperung seiner zwölf eigenen Körperglieder sind. Wenn Sie sich das richtig vor die Seele führen, wenn Sie versuchen, mit Zartheit und innerem Seelentakt eine Stelle zu fassen, die geradezu das Tiefste, was im Christentum enthalten ist, enthüllt — eigentlich verhüllt -, dann werden Sie den Übergang von den Mysterien des Geistes zu den Mysterien des Sohnes geistig erfassen können.

[ 42 ] Dann kommt die Szene, wo der Christus Jesus die Mysterien des Geistes weiterentwickelt zu den Mysterien des Sohnes, um sie dann fortzuleiten zu den Mysterien des Vaters. Wieder haben Sie sich vorzustellen, daß die zwölf Apostel, die um ihn herumsitzen, eine Verkörperung seiner zwölf eigenen Körperglieder sind. Wenn Sie sich das richtig vor die Seele führen, wenn Sie versuchen, mit Zartheit und innerem Seelentakt eine Stelle zu fassen, die geradezu das Tiefste, was im Christentum enthalten ist, enthüllt — eigentlich verhüllt -, dann werden Sie den Übergang von den Mysterien des Geistes zu den Mysterien des Sohnes geistig erfassen können.

[ 43 ] Denken Sie noch einmal daran, was geschehen mußte, als die Mysterien des Sohnes herankamen: hingedeutet mußte werden darauf, daß das Blut die Bindung an die Blutsbande verlieren muß. Die Blutsbande würden einst dem Menschen weniger bedeuten als der Egoismus. Indem der Christus Jesus hinblickte auf die künftige Mission des Christentums, fühlte er, daß diese nur erreicht werden könne durch sein Opfer. Es mußte so sein. Denn Zeiten würden kommen, wo die Menschen immer egoistischer und egoistischer werden, um zur Freiheit zu gelangen. Deshalb mußte das überschüssige egoistische Blut durch eine kosmische Tat geopfert werden, damit die Menschen, trotz der Selbständigkeit, einst zu dem großen Bruderbund vereinigt werden können. Was da ist, gerade durch die Menschheit, und was durch das Christentum vergeistigt, veredelt werden soll, das egoistische Element, es ist immer größer und größer geworden. Die Menschen werden dadurch immer selbständiger und selbständiger. Aber überblicken wir einmal das, was seither den Erdball umsponnen hat, überblicken wir die äußeren Verkehrsmittel: Was sind sie anderes als Veranstaltungen zur Befriedigung des Egoismus? Alles, was Verstand und Vernunft ersonnen haben, ist nur ersonnen zur Befriedigung des Egoismus, wenn auch auf Umwegen. Weniger egoistisch war die Menschheit, als man das Getreide noch mit zwei Steinen mahlte. Weil aber die Menschheit selbständig werden mußte, so mußte sie auch durch den Egoismus hindurchgehen, und unsere ganze materielle Kultur ist die Unterlage dazu.

[ 43 ] Denken Sie noch einmal daran, was geschehen mußte, als die Mysterien des Sohnes herankamen: hingedeutet mußte werden darauf, daß das Blut die Bindung an die Blutsbande verlieren muß. Die Blutsbande würden einst dem Menschen weniger bedeuten als der Egoismus. Indem der Christus Jesus hinblickte auf die künftige Mission des Christentums, fühlte er, daß diese nur erreicht werden könne durch sein Opfer. Es mußte so sein. Denn Zeiten würden kommen, wo die Menschen immer egoistischer und egoistischer werden, um zur Freiheit zu gelangen. Deshalb mußte das überschüssige egoistische Blut durch eine kosmische Tat geopfert werden, damit die Menschen, trotz der Selbständigkeit, einst zu dem großen Bruderbund vereinigt werden können. Was da ist, gerade durch die Menschheit, und was durch das Christentum vergeistigt, veredelt werden soll, das egoistische Element, es ist immer größer und größer geworden. Die Menschen werden dadurch immer selbständiger und selbständiger. Aber überblicken wir einmal das, was seither den Erdball umsponnen hat, überblicken wir die äußeren Verkehrsmittel: Was sind sie anderes als Veranstaltungen zur Befriedigung des Egoismus? Alles, was Verstand und Vernunft ersonnen haben, ist nur ersonnen zur Befriedigung des Egoismus, wenn auch auf Umwegen. Weniger egoistisch war die Menschheit, als man das Getreide noch mit zwei Steinen mahlte. Weil aber die Menschheit selbständig werden mußte, so mußte sie auch durch den Egoismus hindurchgehen, und unsere ganze materielle Kultur ist die Unterlage dazu.

[ 44 ] Wie derjenige, der in die Mysterien des Geistes eingeweiht wurde, seine eigenen Inkarnationen sieht und an ihrer Spitze sich selbst, das, was nun das Vollkommenste ist, wie der Menschensohn den Kreis seiner Jünger als die Ausprägungen seiner selbst gesehen hat, so sieht derjenige, der in die Zukunft blickt, die Gestaltungen, welche die Menschheit durchmachen muß. Wer die Mysterien des Sohnes durchlebt, sieht in die Zukunft hinein bis zum Ende der Erdenentwickelung, wo der Erdenzustand übergeht in einen neuen Sternenzustand. Der Christus Jesus konnte daher vom ersten Zustand damals sagen: Ihr, die ihr um mich sitzet, stellt dar verschiedene Grade der Vollkommenheit, und wenn ich in die Zukunft blicke, so seid ihr, wie ihr hier sitzet, die zwölf Stationen. Die müssen aber überwunden werden. Ich muß sie durch mich hindurch zum Vater hinüberleiten. Wie durch mich hindurch muß ich euch zum Vater führen, damit die Erde zu einem höheren Vollkommenheitsgrade aufsteigen kann. — Alles, was an Sinnlichkeit vorhanden ist, alles, was an Triebe und Leidenschaft und Affekte der Menschen gebunden ist, muß überwunden werden. Das zeigt sich symbolisch an dem, was an den Zwölfen geschieht.

[ 44 ] Wie derjenige, der in die Mysterien des Geistes eingeweiht wurde, seine eigenen Inkarnationen sieht und an ihrer Spitze sich selbst, das, was nun das Vollkommenste ist, wie der Menschensohn den Kreis seiner Jünger als die Ausprägungen seiner selbst gesehen hat, so sieht derjenige, der in die Zukunft blickt, die Gestaltungen, welche die Menschheit durchmachen muß. Wer die Mysterien des Sohnes durchlebt, sieht in die Zukunft hinein bis zum Ende der Erdenentwickelung, wo der Erdenzustand übergeht in einen neuen Sternenzustand. Der Christus Jesus konnte daher vom ersten Zustand damals sagen: Ihr, die ihr um mich sitzet, stellt dar verschiedene Grade der Vollkommenheit, und wenn ich in die Zukunft blicke, so seid ihr, wie ihr hier sitzet, die zwölf Stationen. Die müssen aber überwunden werden. Ich muß sie durch mich hindurch zum Vater hinüberleiten. Wie durch mich hindurch muß ich euch zum Vater führen, damit die Erde zu einem höheren Vollkommenheitsgrade aufsteigen kann. — Alles, was an Sinnlichkeit vorhanden ist, alles, was an Triebe und Leidenschaft und Affekte der Menschen gebunden ist, muß überwunden werden. Das zeigt sich symbolisch an dem, was an den Zwölfen geschieht.

[ 45 ] Das Zeitalter, das folgt, ist vertreten durch Judas Ischariot. Mit dem Repräsentanten der größten Sittlichkeit ist verknüpft der Repräsentant der niederen Sinnlichkeit. Judas Ischariot ist es, der eigentlich in unmittelbarer Folge das Christentum verrät. Oh, es wird eine Zeit kommen, in der es so ausschauen wird, wie wenn dasjenige, was auf Golgatha geschah, auch auf der ganzen Erde geschähe! Es wird so aussehen, als wenn der Egoismus dem Christus, der Budhi, den Tod bringen sollte. Das wird die Zeit des Antichrist sein. Das ist das Gesetz, daß alles, was um das Kreuz herum geschah, auch auf dem physischen Plane wird geschehen müssen. Was auf Golgatha geschehen ist, hat zugleich eine tiefe symbolische Bedeutung. Der Verrat des Judas bedeutet das Überhandnehmen der niederen Triebe. Aber alles Sinnliche muß sich vergeistigen.

[ 45 ] Das Zeitalter, das folgt, ist vertreten durch Judas Ischariot. Mit dem Repräsentanten der größten Sittlichkeit ist verknüpft der Repräsentant der niederen Sinnlichkeit. Judas Ischariot ist es, der eigentlich in unmittelbarer Folge das Christentum verrät. Oh, es wird eine Zeit kommen, in der es so ausschauen wird, wie wenn dasjenige, was auf Golgatha geschah, auch auf der ganzen Erde geschähe! Es wird so aussehen, als wenn der Egoismus dem Christus, der Budhi, den Tod bringen sollte. Das wird die Zeit des Antichrist sein. Das ist das Gesetz, daß alles, was um das Kreuz herum geschah, auch auf dem physischen Plane wird geschehen müssen. Was auf Golgatha geschehen ist, hat zugleich eine tiefe symbolische Bedeutung. Der Verrat des Judas bedeutet das Überhandnehmen der niederen Triebe. Aber alles Sinnliche muß sich vergeistigen.

[ 46 ] Damit wird hingedeutet auf die künftige Entwickelung der Menschheit innerhalb der Erde. Das habe ich öfter angeführt. Alles, was niedrig ist am Menschen, wird von ihm abfallen. Es bereitet sich im Menschen schon dasjenige vor, was er später sein wird. Nicht in der Art wird er schöpferisch sein wie heute. Nicht aus seinen niederen Leidenschaften heraus wird er schaffen. Wie er heute das Wort hervorbringt, das Wort, welches das Höchste verkörpern kann, so wird er durch das Wort immer schöpferischer werden. Wie er durch die Sexualität egoistischer geworden ist, so wird er durch den Wegfall der Sexualität wieder selbstlos werden. Was man heute nur durch den Luftstrom aus dem Kehlkopf hervorbringt, das Wort, das wird in der Zukunft der Menschheit schaffend werden. Die Mutierung, das Ändern der Stimme, hängt mit der Geschlechtsreife zusammen. Die Stimme wird das Hervorbringende werden. Und indem das Wort das Hervorbringende werden wird, wird dieses Wort zu gleicher Zeit - in der Zukunft, weil das ganze Verhältnis sich umkehren wird — der Ausdruck der Herrschaft des Menschen über die Luft sein. Also dasjenige, was ihn ursprünglich durchhaucht hat, wird umgestaltend wirken auf etwas, was noch tiefer mit seinem Wesen zusammenhängt. Es wird das Wort schöpferisch werden für die Blutbereitung. Selbst das Blut des Menschen wird umgestaltet werden. Es wird nur noch reine, selbstlose Gefühle hervorbringen können. Ein Menschengeschlecht wird es geben, das durch das Wort schöpferisch sein wird. Die Selbstlosigkeit wird sich umsetzen in eine Eigenschaft des Blutes, und das Denkorgan wird sich umsetzen in das Herz. Da haben wir die eine der zwei Evolutionen, die auf das Christentum folgen. Das Zeitalter, in dem der Egoismus herrscht, ist repräsentiert durch Judas Ischariot. Wer unbefangen die Weltgeschehnisse betrachtet, der sieht, wie die Sexualität im Menschen imstande ist, ihn als Geist zu verraten, ihn zu töten. Es wird aber der Mensch, so wie er heute sich sein Höheres, das Wort erzeugt, durch das Wort einst schöpferisch wirken dann, wenn das Herz sein Geistorgan sein wird.

[ 46 ] Damit wird hingedeutet auf die künftige Entwickelung der Menschheit innerhalb der Erde. Das habe ich öfter angeführt. Alles, was niedrig ist am Menschen, wird von ihm abfallen. Es bereitet sich im Menschen schon dasjenige vor, was er später sein wird. Nicht in der Art wird er schöpferisch sein wie heute. Nicht aus seinen niederen Leidenschaften heraus wird er schaffen. Wie er heute das Wort hervorbringt, das Wort, welches das Höchste verkörpern kann, so wird er durch das Wort immer schöpferischer werden. Wie er durch die Sexualität egoistischer geworden ist, so wird er durch den Wegfall der Sexualität wieder selbstlos werden. Was man heute nur durch den Luftstrom aus dem Kehlkopf hervorbringt, das Wort, das wird in der Zukunft der Menschheit schaffend werden. Die Mutierung, das Ändern der Stimme, hängt mit der Geschlechtsreife zusammen. Die Stimme wird das Hervorbringende werden. Und indem das Wort das Hervorbringende werden wird, wird dieses Wort zu gleicher Zeit - in der Zukunft, weil das ganze Verhältnis sich umkehren wird — der Ausdruck der Herrschaft des Menschen über die Luft sein. Also dasjenige, was ihn ursprünglich durchhaucht hat, wird umgestaltend wirken auf etwas, was noch tiefer mit seinem Wesen zusammenhängt. Es wird das Wort schöpferisch werden für die Blutbereitung. Selbst das Blut des Menschen wird umgestaltet werden. Es wird nur noch reine, selbstlose Gefühle hervorbringen können. Ein Menschengeschlecht wird es geben, das durch das Wort schöpferisch sein wird. Die Selbstlosigkeit wird sich umsetzen in eine Eigenschaft des Blutes, und das Denkorgan wird sich umsetzen in das Herz. Da haben wir die eine der zwei Evolutionen, die auf das Christentum folgen. Das Zeitalter, in dem der Egoismus herrscht, ist repräsentiert durch Judas Ischariot. Wer unbefangen die Weltgeschehnisse betrachtet, der sieht, wie die Sexualität im Menschen imstande ist, ihn als Geist zu verraten, ihn zu töten. Es wird aber der Mensch, so wie er heute sich sein Höheres, das Wort erzeugt, durch das Wort einst schöpferisch wirken dann, wenn das Herz sein Geistorgan sein wird.

[ 47 ] Nun bitte ich Sie, dies anzuwenden auf das Evangelium und eine Stelle zu beachten, welche in wunderbarer Weise, mit einer grandiosen Symbolik das ausdrückt, was ich jetzt gesagt habe. Sehen Sie hin, was daraus folgen wird, wenn das Christentum selbstlos und brüderlich sein wird; wie das, was den Menschen egoistisch macht, in Judas Ischariot verkörpert ist, und sehen Sie auch dasjenige, wohin die Menschheit sich durch die zwölf Stationen entwickeln wird: zu der Gestalt, die der Christus Jesus selbst angenommen hat. Es steigt alles herauf nach dem Herzen.

[ 47 ] Nun bitte ich Sie, dies anzuwenden auf das Evangelium und eine Stelle zu beachten, welche in wunderbarer Weise, mit einer grandiosen Symbolik das ausdrückt, was ich jetzt gesagt habe. Sehen Sie hin, was daraus folgen wird, wenn das Christentum selbstlos und brüderlich sein wird; wie das, was den Menschen egoistisch macht, in Judas Ischariot verkörpert ist, und sehen Sie auch dasjenige, wohin die Menschheit sich durch die zwölf Stationen entwickeln wird: zu der Gestalt, die der Christus Jesus selbst angenommen hat. Es steigt alles herauf nach dem Herzen.

[ 48 ] Die Umwandlung vollzieht sich so, daß die schaffende Kraft heraufdrängt vom Schoße nach dem Herzen. Bei dem, welcher der Ausdruck der höchsten Gestalt und Jesus am nächsten ist, muß das zum Ausdruck kommen. Und nun lesen Sie: «Einer von den Jüngern, der, den Jesus liebhatte, lag zu Tische im Schoße Jesu. Dem winkte Simon Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre. Da legte sich dieser an die Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer ist es?» Das ist eine Stelle, die ausdrückt, wie die niederste Produktionskraft des Menschen heraufrückt in die Brust, dargestellt durch den intimsten Schüler des Christus Jesus. Mit einer Zartheit, die nicht grandioser gedacht werden kann, wird das Mysterium des Sohnes, das Mysterium Jesu angedeutet. Daß es ein Mysterium sein soll, das können Sie bei dem eingeweihten Jünger selber lesen am Schlusse dieser ganzen Szene, nachdem er durchlebt hatte, wie er verwandelt sein und durch den Sohn zum Vater kommen wird. Was kann er da sagen? Auf einer höheren Stufe kann er selber sagen, was die Eingeweihten sagten: «Eli, Eli, lama sabachthani.» Das sagt er. Lesen Sie es selber bei Johannes: «Da spricht Jesus: Jetzt ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.»

[ 48 ] Die Umwandlung vollzieht sich so, daß die schaffende Kraft heraufdrängt vom Schoße nach dem Herzen. Bei dem, welcher der Ausdruck der höchsten Gestalt und Jesus am nächsten ist, muß das zum Ausdruck kommen. Und nun lesen Sie: «Einer von den Jüngern, der, den Jesus liebhatte, lag zu Tische im Schoße Jesu. Dem winkte Simon Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre. Da legte sich dieser an die Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer ist es?» Das ist eine Stelle, die ausdrückt, wie die niederste Produktionskraft des Menschen heraufrückt in die Brust, dargestellt durch den intimsten Schüler des Christus Jesus. Mit einer Zartheit, die nicht grandioser gedacht werden kann, wird das Mysterium des Sohnes, das Mysterium Jesu angedeutet. Daß es ein Mysterium sein soll, das können Sie bei dem eingeweihten Jünger selber lesen am Schlusse dieser ganzen Szene, nachdem er durchlebt hatte, wie er verwandelt sein und durch den Sohn zum Vater kommen wird. Was kann er da sagen? Auf einer höheren Stufe kann er selber sagen, was die Eingeweihten sagten: «Eli, Eli, lama sabachthani.» Das sagt er. Lesen Sie es selber bei Johannes: «Da spricht Jesus: Jetzt ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.»

[ 49 ] Es war dieses Ostermahl die Vorbereitung zu dem, was sich dann auf dem physischen Plan vollzogen hat. Daher lernen wir am ChristusTod die Überwindung des Todes auf dem physischen Plan, die Überwindung des egoistischen Blutes durch das Rinnen des Blutes aus den Wunden. Und wir lernen auch jene große Perspektive kennen, indem vom Kreuz herunter diese Worte wieder tönen, aus dem Bewußtsein der Zukunft hervortönen: Die Erde ist am Ziel der großen Brüderlichkeit, der Vergeistigung, der Überwindung alles dessen angelangt, was den Geist des Menschen herunterziehen könnte.

[ 49 ] Es war dieses Ostermahl die Vorbereitung zu dem, was sich dann auf dem physischen Plan vollzogen hat. Daher lernen wir am ChristusTod die Überwindung des Todes auf dem physischen Plan, die Überwindung des egoistischen Blutes durch das Rinnen des Blutes aus den Wunden. Und wir lernen auch jene große Perspektive kennen, indem vom Kreuz herunter diese Worte wieder tönen, aus dem Bewußtsein der Zukunft hervortönen: Die Erde ist am Ziel der großen Brüderlichkeit, der Vergeistigung, der Überwindung alles dessen angelangt, was den Geist des Menschen herunterziehen könnte.

[ 50 ] Diejenigen Menschen, die das an der Seite des Christus mitgemacht haben, werden, wenn sie aus der Erdenentwickelung hinausgehen und zu einer höheren Entwickelung aufsteigen, sich um den Christus scharen können, und der Christus Jesus wird noch einmal rufen können, das Ende der Erdenvervollkommnung erblickend, die Worte, die Er damals am Kreuze gerufen hat: «Eli, Eli, lama sabachthani!» «Mein Gott, mein Gott, wie hast du das Ich in der Menschheit verherrlicht, vergeistigt.» Das bedeuten diese Worte. Es gibt auch eine spätere, falsche Übersetzung, die sich anlehnen wollte an die Psalmworte, aber die wahrhafte Übersetzung der Worte ist die, welche Sie jetzt kennen. Das sind die Worte, die das Mysterium zu Golgatha ausdrücken: Mein Gott, mein Gott, wie stark, wie sehr hast du mich verherrlicht, vergeistigt.

[ 50 ] Diejenigen Menschen, die das an der Seite des Christus mitgemacht haben, werden, wenn sie aus der Erdenentwickelung hinausgehen und zu einer höheren Entwickelung aufsteigen, sich um den Christus scharen können, und der Christus Jesus wird noch einmal rufen können, das Ende der Erdenvervollkommnung erblickend, die Worte, die Er damals am Kreuze gerufen hat: «Eli, Eli, lama sabachthani!» «Mein Gott, mein Gott, wie hast du das Ich in der Menschheit verherrlicht, vergeistigt.» Das bedeuten diese Worte. Es gibt auch eine spätere, falsche Übersetzung, die sich anlehnen wollte an die Psalmworte, aber die wahrhafte Übersetzung der Worte ist die, welche Sie jetzt kennen. Das sind die Worte, die das Mysterium zu Golgatha ausdrücken: Mein Gott, mein Gott, wie stark, wie sehr hast du mich verherrlicht, vergeistigt.

[ 51 ] Dieses Wort enthüllt uns das Sich-Losringen des Geistes vom Leibe. Das Mysterium des Sohnes enthüllt uns, daß damals der innere seherische Blick des Welterlösers hinschaute bis zum Ende der Erdenvervollkommnung und das große Ziel der Menschheit aussprach in diesen Worten von der Überwindung aller Unterschiede und der Begründung der großen Menschenliebe. Dieses Ziel wird nicht anders erreicht als dadurch, daß die Menschen lernen, in die geistige Welt immer mehr und mehr geistig einzugehen. Denn im Geiste liegt die Vereinheitlichung der Menschheit. So wie die Menschen eins waren, als sie herausgetreten sind aus dem Geiste, aus dem Einheitlichen, aus dem Allverfließenden der Gottheit, wie sie dann individualisiert sind, indem sie herunterzogen in die einzelnen Menschenleiber — wie das Wasser individualisiert wird, wenn die Wassertropfen aufgesaugt werden von kleinen Schwämmchen -, so werden die individuell gewordenen einzelnen Menschen wieder einheitlich werden, wenn sie, mit Aufrechterhaltung ihrer Individualität, in den großen Bruderbund eintreten und dadurch sich vorbereiten, vergöttlichte Schöpfer zu sein, wie sie Götter, Schöpfer waren, bevor sie als Menschen auf der Erde aufgetreten sind.

[ 51 ] Dieses Wort enthüllt uns das Sich-Losringen des Geistes vom Leibe. Das Mysterium des Sohnes enthüllt uns, daß damals der innere seherische Blick des Welterlösers hinschaute bis zum Ende der Erdenvervollkommnung und das große Ziel der Menschheit aussprach in diesen Worten von der Überwindung aller Unterschiede und der Begründung der großen Menschenliebe. Dieses Ziel wird nicht anders erreicht als dadurch, daß die Menschen lernen, in die geistige Welt immer mehr und mehr geistig einzugehen. Denn im Geiste liegt die Vereinheitlichung der Menschheit. So wie die Menschen eins waren, als sie herausgetreten sind aus dem Geiste, aus dem Einheitlichen, aus dem Allverfließenden der Gottheit, wie sie dann individualisiert sind, indem sie herunterzogen in die einzelnen Menschenleiber — wie das Wasser individualisiert wird, wenn die Wassertropfen aufgesaugt werden von kleinen Schwämmchen -, so werden die individuell gewordenen einzelnen Menschen wieder einheitlich werden, wenn sie, mit Aufrechterhaltung ihrer Individualität, in den großen Bruderbund eintreten und dadurch sich vorbereiten, vergöttlichte Schöpfer zu sein, wie sie Götter, Schöpfer waren, bevor sie als Menschen auf der Erde aufgetreten sind.

[ 52 ] Von einem göttlichen Wesen geht die Menschheitsentwickelung aus, und zu einem göttlichen Wesen geht sie zurück. Die verschiedenen Iche werden individuell sein, aber zu gleicher Zeit werden sie, indem sie zu dem Bruderbund vereinigt sind, eine Einheit bilden, die einen neuen Stern gebären wird, jenen neuen Stern, der in der Apokalypse genannt wird «das neue Jerusalem». Die menschlichen Iche werden geboten in ihrer Ichheit, und dann werden die Sphärenharmonien das Echo bilden zu den Worten, in die das Mysterium von Golgatha sich geschlossen hat, zu den Worten: «Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verherrlicht!»

[ 52 ] Von einem göttlichen Wesen geht die Menschheitsentwickelung aus, und zu einem göttlichen Wesen geht sie zurück. Die verschiedenen Iche werden individuell sein, aber zu gleicher Zeit werden sie, indem sie zu dem Bruderbund vereinigt sind, eine Einheit bilden, die einen neuen Stern gebären wird, jenen neuen Stern, der in der Apokalypse genannt wird «das neue Jerusalem». Die menschlichen Iche werden geboten in ihrer Ichheit, und dann werden die Sphärenharmonien das Echo bilden zu den Worten, in die das Mysterium von Golgatha sich geschlossen hat, zu den Worten: «Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verherrlicht!»

[ 53 ] Damals wurden diese Worte gesprochen, und wiederholt werden sie, went die Menschen auf die höchsten Stufen emporsteigen zu immer höheren Höhen, wo sie durchgeschritten sein werden durch den Sohn zum Vater. Der Sohn führt die Menschen bis zum Ende der Erdenentwickelung; dann sind sie in den Kosmos wieder aufgenommen mit erhaltenem Ich. Dann geht die Erde zum Vater zurück. «Niemand kommt zum Vater denn durch mich.»

[ 53 ] Damals wurden diese Worte gesprochen, und wiederholt werden sie, went die Menschen auf die höchsten Stufen emporsteigen zu immer höheren Höhen, wo sie durchgeschritten sein werden durch den Sohn zum Vater. Der Sohn führt die Menschen bis zum Ende der Erdenentwickelung; dann sind sie in den Kosmos wieder aufgenommen mit erhaltenem Ich. Dann geht die Erde zum Vater zurück. «Niemand kommt zum Vater denn durch mich.»

[ 54 ] Weit, weit schaut der geistige Blick, wenn der Mensch sich einläßt auf ein Begreifen dieses tiefen Geheimnisses von Golgatha. Aber Feste, wie die großen Feste des Jahres, sie sind da als die großen Abschnitte, an denen die Menschen haltmachen sollen vor dem gewöhnlichen alltäglichen Treiben, und an denen sie den Blick schweifen lassen sollen zu den großen Merksteinen der Entwickelung, an denen sie hinschauen sollen nicht nur über Jahrhunderte, sondern über Jahrtausende hinweg. Mit einer im Bewußtsein aufgehenden Schau sollen wir durch die Menschheit hindurchgehen. Wenn wir es wirken lassen auf unsere Seele, das weite, zukünftige Ziel, wie es uns gelehrt wird von den großen Führern der Menschheit, wenn wir dieses ferne Ziel wirken lassen, das uns so weit ist, das uns so nahe sein kann, wenn es Kraft wird in unseren Herzen — dann allein erreichen wir es.

[ 54 ] Weit, weit schaut der geistige Blick, wenn der Mensch sich einläßt auf ein Begreifen dieses tiefen Geheimnisses von Golgatha. Aber Feste, wie die großen Feste des Jahres, sie sind da als die großen Abschnitte, an denen die Menschen haltmachen sollen vor dem gewöhnlichen alltäglichen Treiben, und an denen sie den Blick schweifen lassen sollen zu den großen Merksteinen der Entwickelung, an denen sie hinschauen sollen nicht nur über Jahrhunderte, sondern über Jahrtausende hinweg. Mit einer im Bewußtsein aufgehenden Schau sollen wir durch die Menschheit hindurchgehen. Wenn wir es wirken lassen auf unsere Seele, das weite, zukünftige Ziel, wie es uns gelehrt wird von den großen Führern der Menschheit, wenn wir dieses ferne Ziel wirken lassen, das uns so weit ist, das uns so nahe sein kann, wenn es Kraft wird in unseren Herzen — dann allein erreichen wir es.

[ 55 ] Lassen wir solche Feste wie dieses niemals an uns vorübergehen, ohne daß wir uns solche große Zukunftsperspektiven der Menschheit in die Seele schreiben! Zu dem Alltäglichen haben die Menschen am Alltag Zeit. Wenn aber die Feiertagsglocken klingen, dann mag der Mensch sich erinnern, daß er nicht bloß ein Kind der Zeit ist, sondern als Geist auch ein Kind der Ewigkeit.

[ 55 ] Lassen wir solche Feste wie dieses niemals an uns vorübergehen, ohne daß wir uns solche große Zukunftsperspektiven der Menschheit in die Seele schreiben! Zu dem Alltäglichen haben die Menschen am Alltag Zeit. Wenn aber die Feiertagsglocken klingen, dann mag der Mensch sich erinnern, daß er nicht bloß ein Kind der Zeit ist, sondern als Geist auch ein Kind der Ewigkeit.