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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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The Christian Mystery
GA 97

11 February 1906, Düsseldorf

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2. Das religiöse Weltbild des Mittelalters in Dantes «Göttlicher Komödie»

2. The religious worldview of the Middle Ages in Dante's “Divine Comedy”

[ 1 ] Wir wollen heute über eine der größten Schöpfungen der Weltliteratur sprechen, über die «Göttliche Komödie» Dantes. Da müssen wir uns klar sein, daß es notwendig sein wird, wenn wir uns nur ein klein wenig Verständnis für diese Dichtung aneignen wollen, uns in das 13. und 14. Jahrhundert zurückzuversetzen. Goethe läßt seinen Faust sagen:

[ 1 ] Today we want to talk about one of the greatest creations of world literature, Dante's “Divine Comedy.” We must be aware that if we want to gain even a little understanding of this poem, we will need to transport ourselves back to the 13th and 14th centuries. Goethe has his Faust say:

Was ihr den Geist der Zeiten heißt,
Das ist im Grund der Herren eigner Geist,
In dem die Zeiten sich bespiegeln.

What you call the spirit of the times,
Is basically the spirit of the masters themselves,
In which the times are reflected.

[ 2 ] Wenn einer eine Dichtung aus früherer Zeit deuten will, geschieht es gewöhnlich so, daß er seinen eigenen Geist hineinlegt und das aus der Dichtung herausliest, was aus seinem subjektiven Gefühl kommt.

[ 2 ] When someone wants to interpret a poem from an earlier time, they usually do so by putting their own spirit into it and reading from the poem what comes from their subjective feelings.

[ 3 ] Bei Dantes «Göttlicher Komödie» sieht man, wie schwer es ist, sich in die Zeit des Mittelalters zu versetzen. Es gibt dazu alle möglichen Auslegungen. So ist da eine deutsche Übersetzung von Garneri. Aus der Vorrede sieht man, er hat ein außerordentliches Wagnis unternommen. Er sagt, die «Göttliche Komödie» würde einem immer verleidet durch die theologische Anschauung, die von den Auslegern hineingebracht werde. Er habe die rein menschliche Anschauung hineingebracht. Carneri ist der Ethiker des Darwinismus. Er hat auf Grundlage des Darwinismus eine Sittenlehre aufgestellt, eine edle Ethik, aber materialistisch, ohne Bewußtsein von den geistigen Kräften in der Welt. Über seine ganze Übersetzung ist eine materialistische Gesinnung ausgegossen. Das ist «der Herren eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln».

[ 3 ] In Dante's “Divine Comedy,” one sees how difficult it is to transport oneself back to the Middle Ages. There are all kinds of interpretations. There is a German translation by Garneri. From the preface, it is clear that he undertook an extraordinary venture. He says that the Divine Comedy is always spoiled by the theological views introduced by interpreters. He introduced a purely human view. Carneri is the ethicist of Darwinism. On the basis of Darwinism, he has established a moral doctrine, a noble ethic, but materialistic, without awareness of the spiritual forces in the world. A materialistic attitude pervades his entire translation. This is “the spirit of the masters, in which the times are reflected.”

[ 4 ] Nun wollen wir uns aber wirklich in die damalige Zeit hineinversetzen. Wir müssen einmal alles ganz vergessen, was wir seit unserer Kindheit aufgenommen haben, um uns in jene vergangenen Zeiten zu versetzen. Damals dachten die Menschen darüber ganz anders und fühlten ganz anders. Wir haben gelernt, wie die Planeten mit der Sonne ein System bilden, und daß dieses System eines unter vielen ist. In der Schule lernen wir: Die Sonne steht in der Mitte des einen Systems, und um sie herum kreisen die Planeten. Abstrakte Verstandesgesetze beherrschen alles, was da kreist, was da lebt, was da schwebt in dem unendlichen Weltenraume um uns her. Wer so denkt, sieht in diesem weiten Weltenraum nichts anderes als Weltenkörper, die in dern großen, unendlichen leeren Raum kreisen, Weltenkörper und darauf Lebewesen.

[ 4 ] Now let us really put ourselves in the shoes of those times. We must forget everything we have learned since childhood in order to transport ourselves into those bygone times. Back then, people thought and felt very differently. We have learned how the planets form a system with the sun, and that this system is one among many. At school we learn that the sun is at the center of one system, and the planets revolve around it. Abstract laws of reason govern everything that revolves, everything that lives, everything that floats in the infinite space around us. Those who think this way see nothing in this vast space but celestial bodies orbiting in the great, infinite empty space, celestial bodies and the living beings on them.

[ 5 ] Ganz anders war das Bild der Welt für die Menschen, die zur Dante-Zeit lebten. Kein Mensch dachte damals an so etwas wie diese abstrakten Vorstellungen. Da war unsere Erde der Mittelpunkt des ganzen Weltensysterns. Sie war aber nicht nur dieser feste Planet, sondern innerhalb der Erde waren Wesenheiten, die zu dem Menschen in Beziehung standen. Es waren dort die Kräfte, die den Menschen zu einem tierähnlichen Wesen machten. Diese waren in der Mitte der Erde. Darin waren die verschiedenen Stufen dessen, was man als Hölle bezeichnete. So wie Dante diese Dinge schildert, so galten sie dem Menschen dazumal als wirklich. Das ist bei Dante nicht Dichtung. Der versteht ihn nicht, der nur einen Moment daran denken kann, daß Dante das als bloßen Aberglauben angesehen hat. Damals hatte man die Vorstellung: Jenseits, auf der andern Seite der Erde, wirkt die Schwerkraft in der entgegengesetzten Richtung. Da stellten sich die mittelalterlichen Menschen die Kräfte vor, die dem Menschen entgegengesetzt waren, die Kräfte, die ihn loslösten von alledem, was geistige Erdenschwere bedeutet. Da war das Läuterungsfeuer, Kamaloka.

[ 5 ] The image of the world was very different for the people who lived in Dante's time. No one at that time thought of such abstract ideas. Our Earth was the center of the entire universe. But it was not only this solid planet; within the Earth there were beings that were related to human beings. There were forces that made human beings into animal-like beings. These were in the center of the Earth. Within it were the various levels of what was called hell. Just as Dante describes these things, they were considered real by people at that time. This is not fiction in Dante. Anyone who can even for a moment think that Dante regarded this as mere superstition does not understand him. At that time, people had the idea that on the other side of the Earth, gravity worked in the opposite direction. Medieval people imagined forces that were opposed to human beings, forces that detached them from everything that meant spiritual heaviness on earth. There was the purifying fire, Kamaloka.

[ 6 ] Wenn man von da aus in den Sternenraum hinausblickt, so waren da ganz andere Vorstellungen. Der Mond war nicht ein Mineral, sondern der Körper eines Geistwesens, auf dem viele Geistwesen wohnten, ein Weltenkörper. Es lebten darauf Wesen, die ähnliche Entwickelungszustände durchgemacht hatten wie die Menschen. Sie waren aber tiefer hinuntergefallen als die Menschen, nur waren ihre Laster geistiger aufgefaßt als die tierischen Laster der Menschen.

[ 6 ] Looking out into the starry space from there, people had completely different ideas. The moon was not a mineral, but the body of a spirit being, on which many spirit beings lived, a world body. Beings lived on it who had undergone similar stages of development as humans. However, they had fallen deeper than humans, only their vices were understood as more spiritual than the animal vices of humans.

[ 7 ] Den Merkur stellte man sich auch als körperliches Wesen vor, welches einen Geist umfaßte. Wie wir den Menschen aus dem innersten des Seelenwesens ableiten, so dachte sich der mittelalterliche Mensch als Geistwesen die Sonne, den Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Der Mensch nahm damals überall Geist wahr. Überall war die Welt für ihn von Geistwesen bevölkert.

[ 7 ] Mercury was also imagined as a physical being that encompassed a spirit. Just as we derive human beings from the innermost part of the soul, medieval people thought of the sun, moon, Mercury, Venus, Mars, Jupiter, and Saturn as spiritual beings. At that time, people perceived spirit everywhere. For them, the world was populated by spiritual beings everywhere.

[ 8 ] In dem Fixsternhimmel lebte der Christus, seit er die Welt verlassen hatte. Jenseits des Fixsternhimmels war das Empyreum, das heißt der zehnte Himmel, welcher die Urgründe alles Daseins umfaßte. Diejenigen Wesenheiten, welche nicht hier auf der Erde in diesem Leibe waren, stellte sich der Mensch vor als wohnend in irgendeinem Gebiet außerhalb der Erde. Einen Krieger, der durch den Tod gegangen war, hätten wir nach der damaligen Vorstellung auf dem Mars zu suchen. Einer, der ein beschauliches Leben geführt hat, wäre auf dem Saturn. Der noch höhergestiegen war, war im Fixsternhimmel zu suchen, wo der Christus nach seinem Tode war. Darüber standen dann noch höhere Wesenheiten.

[ 8 ] Christ had lived in the fixed starry sky since he left the world. Beyond the fixed starry sky was the Empyrean, that is, the tenth heaven, which encompassed the primordial foundations of all existence. Humans imagined that those beings who were not here on Earth in this body lived in some area outside of Earth. According to the ideas of that time, we would have to look for a warrior who had passed through death on Mars. Someone who had led a contemplative life would be on Saturn. Those who had ascended even higher were to be found in the fixed starry sky, where Christ was after his death. Above them were even higher beings.

[ 9 ] Aus solcher Vorstellungsweise heraus hat Dante seine «Göttliche Komödie» gedichtet. Die Menschen haben jetzt gar keine Vorstellung davon, daß Leute der damaligen Zeit in allem Materiellen noch etwas Geistiges gesehen haben. Für die damalige Anschauung gibt es kein rein Körperliches und kein rein Geistiges. So ist ein Ineinanderweben des Physischen und Geistigen für alle Gemüter selbstverständlich gewesen. Wenn wir uns in eine solche Anschauung hineinversetzen, dann leben und weben wir in den Gefühlen, aus denen heraus die «Göttliche Komödie» geschrieben ist. Es ist unsinnig, darüber zu streiten, ob Beatrice nur Symbol war oder die Geliebte des Dante. Darin liegt gar kein Widerspruch. Beatrice war eine wirkliche Persönlichkeit, sie war aber auch der Ausdruck alles Geistigen. Beatrice ist gerade vor dem nicht verlernten inneren Sinn die echte Personifikation der Theologia.

[ 9 ] Dante wrote his Divine Comedy based on this way of thinking. People today have no idea that people at that time still saw something spiritual in everything material. According to the view of that time, there is no such thing as purely physical or purely spiritual. Thus, the interweaving of the physical and the spiritual was a matter of course for all minds. When we put ourselves in such a perspective, we live and weave in the feelings from which the Divine Comedy is written. It is pointless to argue about whether Beatrice was only a symbol or Dante's beloved. There is no contradiction in this. Beatrice was a real person, but she was also the expression of everything spiritual. Beatrice is the true personification of theology, especially in the inner sense that has not been forgotten.

[ 10 ] Wir wollen nun die geistige Atmosphäre untersuchen, aus der das Gedicht herausgewachsen ist. Es ist der höchste Ausdruck des christlichen Katholizismus im 13., 14. Jahrhundert, der vor der Kirchenspaltung liegt, aus dem heraus solche Geister gewirkt haben wie der Kardinal Nikolaus Cusanus, der aus der Scholastik herausgewachsen ist. Dante ist ein Schüler der Scholastik. Er hat die Welt so angesehen wie sein Lehrer Thomas von Aquino.

[ 10 ] Let us now examine the spiritual atmosphere from which the poem grew. It is the highest expression of Christian Catholicism in the 13th and 14th centuries, before the schism in the Church, from which such minds as Cardinal Nikolaus Cusanus, who grew out of scholasticism, emerged. Dante is a student of scholasticism. He viewed the world in the same way as his teacher Thomas Aquinas.

[ 11 ] Was war die Mission des Christentums? Es hatte die Mission, eine andere religiöse Grundanschauung zu begründen als diejenige, welche vorher auf der Erde war. Vorher war ein Gürtel von religiösen Anschauungen über die ganze Welt verbreitet. Nun kam eine andere Grundanschauung.

[ 11 ] What was the mission of Christianity? Its mission was to establish a different basic religious view than the one that had previously existed on earth. Previously, a belt of religious views had spread across the entire world. Now a different basic view came along.

[ 12 ] Wir müssen weit zurückgehen, wenn wir uns in den Grundton des Danteschen Gedichtes versetzen wollen. Etwa zehntausend Jahre vor unserer Zeitrechnung geschah es, daß der weitausgebreitete Kontinent, welcher Atlantis heißt, immer mehr und mehr unterging. In der Zeitschrift «Kosmos» wird die Existenz von Atlantis von dem Naturforscher Arldt naturwissenschaftlich bewiesen. Was wir Sintflut nennen, ist das allmähliche Überfluten dieses Kontinentes. Die Vorfahren der jetzigen europäischen und asiatischen Menschheit lebten auf diesem Kontinent. Eine tiefe Verwandtschaft findet sich bei all diesen Völkern in ihrer Mythologie. Die deutsche Mythologie spricht von jener Atlantis und nennt den atlantischen Kontinent Niflheim, Nebelheim. Was herübergekommen ist nach Deutschland, ist die Weltanschauung, die uns die Gestalt mitgebracht hat, die als Wotan geherrscht hat. Wotan ist derselbe wie Bodha oder Buddha. Veda und Edda haben beispielsweise ebenfalls sprachlich den gleichen Ursprung.

[ 12 ] We have to go back a long way if we want to understand the underlying tone of Dante's poem. About ten thousand years before our era, the vast continent known as Atlantis began to sink more and more. In the magazine “Kosmos,” the natural scientist Arldt provides scientific proof of the existence of Atlantis. What we call the Flood is the gradual flooding of this continent. The ancestors of today's European and Asian humanity lived on this continent. A deep kinship can be found in the mythology of all these peoples. German mythology speaks of Atlantis and calls the Atlantic continent Niflheim, Nebelheim. What came over to Germany is the worldview brought to us by the figure who ruled as Wotan. Wotan is the same as Bodha or Buddha. Veda and Edda, for example, also have the same linguistic origin.

[ 13 ] Alle diese Anschauungen, die hier gleichsam als ein älterer Bodensatz vorhanden sind, haben ein Gemeinsames. Ihnen war ursprünglich die Reinkarnation ganz selbstverständlich. Der Buddhismus fand dann allerdings seine Verbreitung bei mongolischen Völkern, nicht bei arischen Völkern. In die Anschauungsweise der arischen Völker schob sich das semitische Element hinein, das von Reinkarnation nichts weiß. Der erhabenste Ausdruck dieser Religionsform, die nur mit einer Inkarnation rechnet, ist das Christentum. Es hat sein charakteristisches Merkmal darin, daß es nur mit einer Verkörperung rechnet. Bei der esoterischen christlichen Lehre war das nicht so, doch in der Volksreligion war die Lehre von der Reinkarnation nicht enthalten. Das alte Judentum und der Arabismus kannten nicht die Lehre von der Reinkarnation.

[ 13 ] All these views, which exist here as an older sediment, have one thing in common. Reincarnation was originally a matter of course for them. Buddhism, however, found its spread among Mongolian peoples, not among Aryan peoples. The Semitic element, which knows nothing of reincarnation, crept into the worldview of the Aryan peoples. The most sublime expression of this form of religion, which reckons only with one incarnation, is Christianity. Its characteristic feature is that it reckons with only one embodiment. This was not the case in esoteric Christian teaching, but the doctrine of reincarnation was not included in popular religion. Ancient Judaism and Arabism did not know the doctrine of reincarnation.

[ 14 ] Wenn man dies voraussetzt, hat man den Grundton, aus dem das herrliche Gedicht Dantes herausgewachsen ist. Das Gedicht stellt dar eine Vision, ausgehend vom Karfreitag. Der war der Merktag für den Sieg des Lebens über den Tod. Das stellte man sich nicht abstrakt vor. Der Mensch empfand am Karfreitag und an Ostern, daß die Sonne die neue Frühlingskraft empfängt. Sie steigt auf, sie tritt in das Sternbild des Widders oder Lammes. Sie treibt die Pflanzenwelt hervor. Die Sonne betrachtete man als den Ausdruck eines Geisteswesens. Man stellte sich eine Beziehung der geistig-seelischen Kräfte zum Geist des Sonnenkörpers vor. So empfand man die Nacht des Karfreitags als die geeignetste Zeit, in welcher die Seele sich in das versetzen kann, was jenseits des Todes liegt.

[ 14 ] If one assumes this, one has the basic tone from which Dante's magnificent poem grew. The poem depicts a vision based on Good Friday. That was the day that marked the victory of life over death. This was not imagined in abstract terms. On Good Friday and Easter, people felt that the sun was receiving the new power of spring. It rises, it enters the constellation of Aries or the Lamb. It brings forth the plant world. The sun was regarded as the expression of a spiritual being. People imagined a relationship between the spiritual and soul forces and the spirit of the sun. Thus, Good Friday night was felt to be the most appropriate time for the soul to enter into what lies beyond death.

[ 15 ] Eine Vision ist das Dantesche Gedicht, eine Vision in dem Sinne, wie sie der Eingeweihte erlebt, eine Wirklichkeit in der geistigen Welt. Dante kann wirklich das Geistige wahrnehmen. Er nimmt mit geistigen Sinnen das, was in der geistigen Welt ist, wahr. Er stellt sich das als ein christkatholischer Eingeweihter vor. Bei der Vision bringt er mit, was sich in seinen Organismus von der katholischen Welt hineingelebt hat, aber er sieht es geistig. Jederzeit sieht der Mensch das Geistige durch die Brille seiner Erfahrungen. Wie der Aufenthalt des Kindes im Leibe der Mutter sich zu dem physischen Plan verhält, so verhält sich der Aufenthalt in der geistigen Welt zu dem, was wir hier auf der Erde geistig erleben. Hier in unserem Erdenleben reifen wir gleichsam wie im Mutterleibe aus, um nachher geistig zu erstehen. Die Sinne, die wir für das Geistige ausgebildet haben, hängen von dem Leben auf dieser Erde ab. Hier reifen wir aus für das Jenseits, hier bereiten wir uns die geistigen Augen und Ohren für das Jenseits. Daher hatte Dante seine geistigen Organe in der Weise ausgebildet, wie es die christkatholische Welt hervorgebracht hatte.

[ 15 ] Dante's poem is a vision, a vision in the sense experienced by the initiate, a reality in the spiritual world. Dante can truly perceive the spiritual. He perceives what is in the spiritual world with his spiritual senses. He imagines this as a Christian Catholic initiate. In his vision, he brings with him what has become part of his organism from the Catholic world, but he sees it spiritually. At all times, human beings see the spiritual through the lens of their experiences. Just as a child's stay in its mother's womb relates to the physical plane, so does our stay in the spiritual world relate to what we experience spiritually here on earth. Here in our earthly life, we mature, as it were, as in the womb, in order to subsequently arise spiritually. The senses that we have developed for the spiritual depend on life on this earth. Here we mature for the hereafter; here we prepare our spiritual eyes and ears for the hereafter. That is why Dante had trained his spiritual organs in the way that the Christian Catholic world had produced.

[ 16 ] Wenn wir in das andere Dasein hinüberkommen, dann können wir dasjenige wahrnehmen, was jetzt in uns ist. Das wird uns dann außerlich sichtbar. Von Leidenschaften, Instinkten, Trieben sagen wir, sie gehören uns. Wenn wir in die geistigen Welten eingetreten sind, dann werden die Inhalte unseres seelischen Organismus etwas, was außer uns vorhanden ist, so wie im physischen Dasein die äußeren Gegenstände wahrzunehmen sind. Was in unserer Seele lebt, wird uns symbolisch sichtbar.

[ 16 ] When we pass over into the other existence, we can perceive what is now within us. This then becomes visible to us externally. We say that passions, instincts, and drives belong to us. When we have entered the spiritual worlds, the contents of our soul organism become something that exists outside of us, just as external objects can be perceived in physical existence. What lives in our soul becomes symbolically visible to us.

[ 17 ] Dante nennt drei Symbole, die drei Haupteigenschaften seines Triebkörpers, seines Astralleibes, seiner niederen Seele darstellen: einen Panther, einen Löwen, eine Wölfin. Seine Hauptleidenschaften treten ihm also in Gestalt von drei Tieren entgegen. Das ist aber nicht ein bloßes Sinnbild. Wenn der Mensch den Astralplan betritt, dann kommen ihm eben wirklich die niederen Leidenschaften in der Form ‚von Tieren entgegen. Die Wölfin bedeutet die eine Leidenschaft. Es ist dieselbe Wölfin, die einstmals Romulus und Remus gesäugt hat. Das ist die Leidenschaft, die dazumal, als das römische Volk gegründet wurde, von den Menschen angenommen worden ist, die Leidenschaft, die in allem lebt, was sich auf den Besitz richtet, die Habsucht und andererseits das Recht auf persönlichen Besitz. Diese Leidenschaft ist damals den Menschen eingeimpft worden, als die Wölfin Romulus und Remus gesäugt hat, vorher eignete sich der Mensch die Eigenschaft der Tapferkeit an, die im Löwen zum Ausdruck kommt und die zur Herrschsucht werden kann. Noch weiter zurück liegt das, wie sich aus der Priesterherrschaft die größere Schlauheit herausbildet: der Panther, die Odysseus-Eigenschaft. Als Pirgil dem Dante entgegentritt, sagt er: Befreien kann ich dich nicht von den drei Tieren, am wenigsten aber von der Wölfin. - Das sagt er, weil Dante aus dem herausgewachsen ist, was von den alten römischen Leidenschaften in Italien geblieben ist. Den Virgil, der in der Äneide ein Bild der Einweihung gegeben hat, mußte Dante zum Führer nehmen. Von Virgil lernten die Menschen damals am meisten darüber, wie es im Jenseits aussieht. In drei Stufen bauten sie sich damals das Jenseits auf: aus Hölle, Fegefeuer und Himmel.

[ 17 ] Dante names three symbols that represent the three main characteristics of his instinctual body, his astral body, his lower soul: a panther, a lion, and a she-wolf. His main passions thus confront him in the form of three animals. But this is not merely a symbol. When a person enters the astral plane, the lower passions really do confront them in the form 'animals. The she-wolf represents one passion. It is the same she-wolf that once suckled Romulus and Remus. This is the passion that was adopted by the people when the Roman nation was founded, the passion that lives in everything that is directed toward possession, greed, and, on the other hand, the right to personal property. This passion was instilled in people at the time when the she-wolf suckled Romulus and Remus. Before that, people acquired the characteristic of bravery, which is expressed in the lion and can become a desire to rule. Even further back, greater cunning developed from the rule of priests: the panther, the characteristic of Odysseus. When Virgil confronts Dante, he says: I cannot free you from the three animals, least of all from the she-wolf. He says this because Dante has outgrown what remains of the ancient Roman passions in Italy. Dante had to take Virgil, who gave a picture of initiation in the Aeneid, as his guide. From Virgil, people at that time learned most about what the afterlife looks like. At that time, they constructed the afterlife in three stages: hell, purgatory, and heaven.

[ 18 ] Es gibt nur zwei konsequente Weltanschauungen. Die eine ist die des Augustinus, die andere ist die von Reinkarnation und Karma. Augustinus sagt: Auf dieser Erde ist ein Teil der Menschen zum Guten und ein Teil zum Bösen bestimmt. — Die andere Anschauung ist die, wonach wir uns durch viele Verkörperungen hindurch entwickeln. Nur diese zwei Weltanschauungen sind möglich. Dante steht auf dem Boden der Augustinischen Weltanschauung. Da bereitet sich der Mensch in diesem Erdenleben zu einem Schicksal für die Ewigkeit vor. Daher schließt sich an dieses Erdenleben unmittelbar Hölle, Fegefeuer oder Himmel an. Man betrachtet das eine Erdenleben hier als maßgebend. Man sieht nur auf die Persönlichkeit des Menschen.

[ 18 ] There are only two consistent worldviews. One is that of Augustine, the other is that of reincarnation and karma. Augustine says: On this earth, some people are destined for good and some for evil. — The other view is that we develop through many incarnations. Only these two worldviews are possible. Dante stands on the ground of the Augustinian worldview. There, man prepares himself in this earthly life for a destiny for eternity. Therefore, this earthly life is immediately followed by hell, purgatory, or heaven. One considers this one earthly life to be decisive. One looks only at the personality of the human being.

[ 19 ] Geht man über die Persönlichkeit hinaus, so geht man über Geburt und Tod hinaus. Über die Persönlichkeit hinausgehend ist das, was bei der Geburt hereinkommt und beim Tode wieder herausgeht. Das ist die Individualität. Was der Mensch als Individualität verschuldet hat, muß in einem nächsten Leben ausgeglichen werden. Streicht man Reinkarnation und Karma, so muß alles in einem Leben ausgeglichen werden. Wenn man für alles, was die Persönlichkeit angeht, die Vergeltung sucht, so schafft man für das Persönliche das Gegenbild, das ist die Hölle. Die Hölle ist nichts anderes als das völlige Verstricktsein in das Persönliche. Das Gegenbild des Persönlichen im Diesseits, das ist die Hölle im Jenseits. Das Persönliche darf nicht so verstrickt sein in das Diesseits, daß es das Dasein verschönt. Das Christentum hat in die Welt die Auffassung hineingebracht, daß alles davon abhängt, wie sich dies eine Leben zwischen Geburt und Tod abspielt. Darum mußte es das Irdische zu einem Jammertal machen. Es mußte darauf hinweisen, daß man das Irdische abzustreifen hat. Die heidnische Kunst ist dagegen das, was uns in das persönliche Element verstrickt. Die alten Künstler versuchten, dieses Irdische schön zu gestalten. Wer nur das Persönliche sieht, sagt: Dieses Persönliche muß alles Schöne abstreifen. Er muß gerade die Erde weniger schön machen, die Persönlichkeit von dem Diesseits losreißen. Darum war es konsequent, daß Homer und alle Dichter des Altertums dem Dante in der Hölle erschienen.

[ 19 ] If one goes beyond personality, one goes beyond birth and death. Beyond personality is that which enters at birth and leaves again at death. That is individuality. What a person has caused as an individual must be balanced out in the next life. If you remove reincarnation and karma, everything must be balanced out in one life. If you seek retribution for everything that concerns the personality, you create the opposite image for the personal, which is hell. Hell is nothing other than being completely entangled in the personal. The counter-image of the personal in this life is hell in the hereafter. The personal must not be so entangled in this life that it embellishes existence. Christianity has brought into the world the idea that everything depends on how this one life between birth and death unfolds. That is why it had to make the earthly realm a vale of tears. It had to point out that one must strip oneself of the earthly. Pagan art, on the other hand, is what entangles us in the personal element. The ancient artists tried to make this earthly life beautiful. Those who see only the personal say: this personal aspect must strip away everything beautiful. It must make the earth less beautiful, tear the personality away from this world. That is why it was logical that Homer and all the poets of antiquity appeared to Dante in hell.

[ 20 ] Wahr ist seine Schilderung der Geizigen und Verschwender auf dem astralen Plan. Dort kommen dem Menschen die eigenen Leidenschaften als Spiegelbilder entgegen. Der Geizige sieht auf dem astralen Plan das, was er mit dem Geiz anrichtet, als Verschwender. Der Verschwender sieht seine Eigenschaften in dem Gegenbild des Geizigen.

[ 20 ] His description of the miser and the spendthrift on the astral plane is true. There, people encounter their own passions as mirror images. On the astral plane, the miser sees what he causes with his miserliness as a spendthrift. The spendthrift sees his characteristics in the opposite image of the miser.

[ 21 ] In der Stadt Dis ist Epikur, der Vertreter der Weltanschauung, die auf den Ausbau des Diesseits geht. Die Stadt Dis soll den Repräsentanten des physisch Wirklichen ausdrücken. Da sind die Menschen in Särgen. Die Materialisten sind lebendige Tote. Sie sagen, der Mensch sei ein bloßer Leichnam. Nun müssen sie als tote Seelen in Särgen liegen.

[ 21 ] In the city of Dis is Epicurus, the representative of the worldview that focuses on the development of the here and now. The city of Dis is supposed to express the representatives of the physical reality. There are people in coffins. The materialists are the living dead. They say that man is a mere corpse. Now they must lie in coffins as dead souls.

[ 22 ] Aus der Hölle wird Dante in das Fegefeuer geführt. Fürsten, die ihr eigenes Seelenheil gegenüber dem Staatswohl versaumt haben, müssen auch im Fegefeuer gereinigt werden. Die christlich-katholische Weltanschauung geht auf Ausbildung des Persönlichen aus. Daher müssen die Fürsten, die das versäumt haben, im Fegefeuer schmachten.

[ 22 ] From hell, Dante is led to purgatory. Princes who have neglected their own salvation in favor of the welfare of the state must also be purified in purgatory. The Christian-Catholic worldview is based on the development of the individual. Therefore, princes who have neglected this must languish in purgatory.

[ 23 ] Als nächstes Gebiet zwischen Fegefeuer und Himmel kommt Dante in den Garten Eden. Dort werden wir in die Anschauungsweise eingeführt, die die eigentlich christliche ist: wie der Ursprung der Kirche im Geistigen ruht. Wer im Sinne des Mittelalters verstehen will, wie die Kirche sein soll, muß sich hinauforganisieren dahin, ihr Urbild im Jenseits zu sehen. Das führt Dante im Hinblick auf die Weltanschauung des Dionysius Areopagita von den himmlischen Hierarchien aus. Eine Stufenfolge gibt es da, die Dionysius bezeichnet: Engel, Erzengel, Urkräfte, Gewalten, Mächte, Herrschaften, Throne, Cherubim, Seraphim. Die Stufenfolge der weltlichen Hierarchie der Kirche sollte ein Abbild dieser himmlischen Hierarchien sein. Das stellt Dante im Garten Eden dar, wo uns die Hierarchien symbolisch entgegentreten.

[ 23 ] The next area between purgatory and heaven is the Garden of Eden. There we are introduced to the Christian view of how the origin of the Church lies in the spiritual realm. Anyone who wants to understand what the Church should be like in the medieval sense must organize themselves to see its archetype in the hereafter. Dante derives this from the worldview of Dionysius Areopagita on the heavenly hierarchies. There is a sequence of levels that Dionysius describes: angels, archangels, primal forces, powers, authorities, dominions, thrones, cherubim, seraphim. The hierarchy of the Church should be a reflection of these heavenly hierarchies. Dante depicts this in the Garden of Eden, where the hierarchies symbolically confront us.

[ 24 ] Dann übernimmt Beatrice die Führung. In der Seele unterscheiden wir ein weibliches Element, das innere Seelenwesen, und ein männliches Element, das Geistige im Universum, das die Seele befruchtet. Die weibliche Seele zieht uns hinan. Die mittelalterlichen Alchimisten nannten das Weibliche im Menschen das «Lilium». Darum spricht auch Goethe in seinem Märchen von der «schönen Lilie». Beatrice ist wirklich im Sinne der Danteschen Denkweise so dargestellt, daß er in ihr das Gebäude der scholastischen Theologie zum Ausdruck bringen kann.

[ 24 ] Then Beatrice takes the lead. In the soul, we distinguish between a feminine element, the inner soul, and a masculine element, the spirit in the universe that fertilizes the soul. The female soul draws us upward. Medieval alchemists called the feminine in humans the “lilium.” That is why Goethe also speaks of the “beautiful lily” in his fairy tale. Beatrice is truly portrayed in the spirit of Dante's thinking in such a way that he can express the structure of scholastic theology in her.

[ 25 ] Ihr, Beatrice, werden zuerst die Wesen des Mondes entgegengeführt, die ihr geistliches Gelübde gebrochen haben. Sie hatten das Gelübde, nur dem Geistigen zu dienen, gebrochen und waren wieder der Sinnlichkeit verfallen. Merkur war noch für die alte griechische Theosophie dasjenige Wesen, das mitgewirkt hat, als der alte Atlantier sich zu dem Begriff des Ich aufgeschwungen hat. Die ersten Atlantier hatten noch nicht das Ich-Bewußtsein. Die Wesenheit, in deren Zeichen das Persönliche steht, ist der Gott Merkur, Hermes. Der Mensch kommt zum Persönlichen, indem er zur Ichheit, zum Egoismus herunterfällt. Das hat uns zugleich zu den Menschen gemacht, die nach dem Besitz streben. Daher ist der Merkur auch der Gott der Kaufleute.

[ 25 ] Beatrice is the first to be confronted with the beings of the moon who have broken their spiritual vows. They had broken their vow to serve only the spiritual and had fallen back into sensuality. In ancient Greek theosophy, Mercury was still the being who had contributed to the ancient Atlanteans' rise to the concept of the ego. The first Atlanteans did not yet have ego consciousness. The entity that represents the personal is the god Mercury, Hermes. Man becomes personal by falling into egoism. This has also made us people who strive for possessions. That is why Mercury is also the god of merchants.

[ 26 ] Auf dem Jupiter findet Dante die Fürsten, die Gerechtigkeit geübt haben. Auf der Sonne geht etwas sehr Wichtiges vor. Auf der Sonne wird Dante der eigentliche Charakter des Ewigen gezeigt; wie es aufzufassen ist, wenn man einen Tag erlebt, den man den Jüngsten Tag nennt. Der Jüngste Tag verändert die Verhältnisse. Da treten uns zwei Menschen entgegen: Thomas von Aquino und der König Salomo. Thomas von Aquino stellt das Leben im Sinne des Christentums, des Neuen Testamentes dar, und König Salomo ist der Lehrer des Alten Testamentes.

[ 26 ] On Jupiter, Dante finds the princes who have practiced justice. Something very important is happening on the sun. On the sun, Dante is shown the true character of the eternal; how to understand it when one experiences a day called Judgment Day. The Last Day changes circumstances. Two people come to meet us: Thomas Aquinas and King Solomon. Thomas Aquinas represents life in the sense of Christianity, of the New Testament, and King Solomon is the teacher of the Old Testament.

[ 27 ] In dem Priestertum sah der Christ den körperlichen Ausdruck dessen, was ihm der Christus in der geistigen Entwickelung war. Nach dem Erdenleben ist der Christus entrückt und hält seinen Triumphzug in den Fixsternhimmel. Wer hier seinen geistigen Embryo so zubereitet hat, daß er geistig schauen kann, vermag Christus in dem Fixsternhimmel zu sehen. Der tiefsteingeweihte Jünger, Johannes, tritt als der Lehrer dieser Anschauung auf. Nur Christus und Maria konnten ihren Leib in den Fixsternhimmel mit hinaufnehmen. Eine Meisterindividualität hat auch den Körper ganz in der Hand. So wie der heutige Kulturmensch lernt, mit seinen sittlichen Ideen über die Leidenschaften Herr zu sein, so wahr lernt der Mensch auf höherer Stufe den physischen Leib beherrschen. Jesus und Maria hatten den physischen Leib so geheiligt, daß sie ihn in die höchsten Regionen mitnehmen konnten.

[ 27 ] In the priesthood, Christians saw the physical expression of what Christ was to them in their spiritual development. After his earthly life, Christ ascended and made his triumphal procession into the fixed starry sky. Those who have prepared their spiritual embryo here in such a way that they can see spiritually are able to see Christ in the fixed starry sky. The most deeply initiated disciple, John, appears as the teacher of this view. Only Christ and Mary were able to take their bodies up into the fixed starry sky. A master individuality also has complete control over the body. Just as today's cultured human being learns to master his passions with his moral ideas, so too does the human being at a higher level learn to master the physical body. Jesus and Mary had sanctified their physical bodies to such an extent that they could take them with them to the highest regions.

[ 28 ] Dann übernimmt der heilige Bernhard die Führung in die höheren Gebiete, wo er die Gottesanschauung, die Versenkung in das göttliche Selbst erhält. Da wächst Dante über das Kirchlich-Christliche hinaus. Er sieht die drei Kreise, die dreifache Urwesenheit der Welt, Vater, Sohn und Geist. Die indische Religion nennt sie Brahma, Vishnu, Shiva. Hier stellt sich die Dreifaltigkeit des Universums dar, wo Dante sich zur rein geistigen Anschauung, zur Kontemplation aufschwingt.

[ 28 ] Then St. Bernard takes the lead into the higher realms, where he receives the vision of God, the immersion into the divine Self. Here Dante grows beyond the ecclesiastical Christian sphere. He sees the three circles, the threefold primordial being of the world, Father, Son, and Spirit. The Indian religion calls them Brahma, Vishnu, Shiva. Here the Trinity of the universe is represented, where Dante rises to pure spiritual contemplation.

[ 29 ] Am Schluß wird dargestellt, wie wir in Gott leben, weben und sind, aber uns nicht vermessen können, Gott zu verstehen. Nur das ahnende Gewißwerden der menschlichen Erkenntnis von Gott wird am Ende dargestellt. Für Dante war sein Gedicht das Schauspiel der Welt, von der andern Seite gesehen.

[ 29 ] In the end, it is shown how we live, weave, and are in God, but cannot presume to understand God. Only the intuitive certainty of human knowledge of God is presented in the end. For Dante, his poem was the spectacle of the world seen from the other side.