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The Christian Mystery
GA 97

3 February 1907, Heidelberg

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5. Das Johannes-Evangelium

5. Das Johannes-Evangelium

[ ] Von der heutigen christlichen Theologie wird das Johannes-Evangelium angefochten. Man sagt: Die Synoptiker, die drei ersten Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas, gäben ein einheitliches Bild von Jesus. Die Abweichungen hält man für unbedeutend. Man sagt, nach den Synoptikern könne man sich ein einheitliches Bild von Jesus machen. Das Johannes-Evangelium dagegen weicht davon stark ab, indem es in ganz anderem Ton und scheinbar in ganz anderer Weise über den Stifter des Christentums spricht. Man hält es deshalb für weniger glaubwürdig. Die Synoptiker, sagt man, wollten das Leben Christi erzählen, der Schreiber des Johannes-Evangeliums aber habe später gelebt und in einer Art von Hymnus ausgedrückt, was er fühlte. Die Theologie sieht im Johannes-Evangelium eine glaubige Dichtung. Die Zeiten sind vorüber, wo der Theologe Bunsen sagte: Wenn das Johannes-Evangelium nicht historische Wahrheit enthält, dann ist das Christentum überhaupt nicht zu halten. — Die Geisteswissenschaft hat die Aufgabe, die Bedeutung des Johannes-Evangeliums den heutigen Menschen wieder zu eröffnen.

[ ] Von der heutigen christlichen Theologie wird das Johannes-Evangelium angefochten. Man sagt: Die Synoptiker, die drei ersten Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas, gäben ein einheitliches Bild von Jesus. Die Abweichungen hält man für unbedeutend. Man sagt, nach den Synoptikern könne man sich ein einheitliches Bild von Jesus machen. Das Johannes-Evangelium dagegen weicht davon stark ab, indem es in ganz anderem Ton und scheinbar in ganz anderer Weise über den Stifter des Christentums spricht. Man hält es deshalb für weniger glaubwürdig. Die Synoptiker, sagt man, wollten das Leben Christi erzählen, der Schreiber des Johannes-Evangeliums aber habe später gelebt und in einer Art von Hymnus ausgedrückt, was er fühlte. Die Theologie sieht im Johannes-Evangelium eine glaubige Dichtung. Die Zeiten sind vorüber, wo der Theologe Bunsen sagte: Wenn das Johannes-Evangelium nicht historische Wahrheit enthält, dann ist das Christentum überhaupt nicht zu halten. — Die Geisteswissenschaft hat die Aufgabe, die Bedeutung des Johannes-Evangeliums den heutigen Menschen wieder zu eröffnen.

[ ] Es gibt noch etwas anderes, weshalb die heutigen Theologen den Synoptikern den Vorzug vor dem Johannes-Evangelium geben. Wenn man den Inhalt dieser drei Evangelien zusammenfaßt, nachdem man die Wunder hinausgeworfen hat, so geben sie das Bild eines erhabenen Menschen, der aber eben nur ein hochentwickelter Mensch ist. Nach dem Johannes-Evangelium aber war Jesus etwas anderes als nur ein hochentwickelter Mensch: Er war eine universelle Wesenheit, die in dem irdischen Leibe verkörpert war. Die Synoptiker erzählen von Jesus von Nazareth, das Johannes-Evangelium handelt von dem Christus.

[ ] Es gibt noch etwas anderes, weshalb die heutigen Theologen den Synoptikern den Vorzug vor dem Johannes-Evangelium geben. Wenn man den Inhalt dieser drei Evangelien zusammenfaßt, nachdem man die Wunder hinausgeworfen hat, so geben sie das Bild eines erhabenen Menschen, der aber eben nur ein hochentwickelter Mensch ist. Nach dem Johannes-Evangelium aber war Jesus etwas anderes als nur ein hochentwickelter Mensch: Er war eine universelle Wesenheit, die in dem irdischen Leibe verkörpert war. Die Synoptiker erzählen von Jesus von Nazareth, das Johannes-Evangelium handelt von dem Christus.

[ ] Die Einleitung des Johannes-Evangeliums redet von einem umfassenden Weltprinzip, dem Logos, das sich in Jesus von Nazareth verkörperte: «Im Urbeginne war der Logos.» Der heutige Mensch will nichts wissen von einem hochgeistigen Wesen, das heruntersteigt. Er glaubt nur an hochentwickelte Menschen, er glaubt nicht, daß je ein Gott auf Erden gelebt hat. Davon rührt es her, daß man in den letzten Jahrhunderten das Verhältnis zum Johannes-Evangelium verloren hat. Über dieses Verhältnis des Menschen zum JohannesEvangelium soll der Vortrag handeln.

[ ] Die Einleitung des Johannes-Evangeliums redet von einem umfassenden Weltprinzip, dem Logos, das sich in Jesus von Nazareth verkörperte: «Im Urbeginne war der Logos.» Der heutige Mensch will nichts wissen von einem hochgeistigen Wesen, das heruntersteigt. Er glaubt nur an hochentwickelte Menschen, er glaubt nicht, daß je ein Gott auf Erden gelebt hat. Davon rührt es her, daß man in den letzten Jahrhunderten das Verhältnis zum Johannes-Evangelium verloren hat. Über dieses Verhältnis des Menschen zum JohannesEvangelium soll der Vortrag handeln.

[ ] Wenn man das Johannes-Evangelium liest, wie man ein anderes Buch liest, um sich zu unterrichten von dem, was darin steht, so liest man es ganz falsch. Das Johannes-Evangelium ist kein Buch wie das, was man heute unter einem Buch versteht. Es ist ein Lebensbuch.

[ ] Wenn man das Johannes-Evangelium liest, wie man ein anderes Buch liest, um sich zu unterrichten von dem, was darin steht, so liest man es ganz falsch. Das Johannes-Evangelium ist kein Buch wie das, was man heute unter einem Buch versteht. Es ist ein Lebensbuch.

[ ] Es sei vorausgeschickt, daß in allen tiefreligiösen Urkunden jedes Wort mit tiefer Absicht gesetzt ist. Ein Beispiel sei erläutert anhand der Frage: Wie heißt nach dem Johannes-Evangelium die Mutter Jesu? - Jeder wird antworten: Maria. -— Aber aus dem JohannesEvangelium läßt sich das nicht nachweisen. Die Mutter Jesu wird im Johannes-Evangelium zuerst bei der Erzählung der Hochzeit zu Kana erwähnt, aber ohne Namen: «Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana, und die Mutter Jesu war da.» Später wird sie noch einmal erwähnt unter den drei Frauen am Kreuze: «Es stand aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena.» Hier wird also nicht die Mutter Jesu, sondern ihre Schwester «Maria» genannt. Da es nicht wahrscheinlich ist, daß die Schwestern beide Maria hießen, so muß man annehmen, daß die Mutter Jesu einen andern Namen trug.

[ ] Es sei vorausgeschickt, daß in allen tiefreligiösen Urkunden jedes Wort mit tiefer Absicht gesetzt ist. Ein Beispiel sei erläutert anhand der Frage: Wie heißt nach dem Johannes-Evangelium die Mutter Jesu? - Jeder wird antworten: Maria. -— Aber aus dem JohannesEvangelium läßt sich das nicht nachweisen. Die Mutter Jesu wird im Johannes-Evangelium zuerst bei der Erzählung der Hochzeit zu Kana erwähnt, aber ohne Namen: «Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana, und die Mutter Jesu war da.» Später wird sie noch einmal erwähnt unter den drei Frauen am Kreuze: «Es stand aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena.» Hier wird also nicht die Mutter Jesu, sondern ihre Schwester «Maria» genannt. Da es nicht wahrscheinlich ist, daß die Schwestern beide Maria hießen, so muß man annehmen, daß die Mutter Jesu einen andern Namen trug.

[ ] Ein anderes Beispiel: Der Schreiber des Johannes-Evangeliums oder derjenige, der sonst immer als Johannes bezeichnet wird, heißt hier immer nur «der Jünger, den der Herr lieb hatte»: «Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn.» Dies ist von tiefer Bedeutung für das Verständnis der Fragen, die uns im Johannes-Evangelium entgegentreten, wenn wir es in geistigem Sinne auffassen.

[ ] Ein anderes Beispiel: Der Schreiber des Johannes-Evangeliums oder derjenige, der sonst immer als Johannes bezeichnet wird, heißt hier immer nur «der Jünger, den der Herr lieb hatte»: «Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn.» Dies ist von tiefer Bedeutung für das Verständnis der Fragen, die uns im Johannes-Evangelium entgegentreten, wenn wir es in geistigem Sinne auffassen.

[ ] Bis vor wenigen Jahrhunderten wurde das Johannes-Evangelium als Meditationsbuch angesehen, das derjenige, der eine innere Anschauung von Jesus haben wollte, innerlich erleben mußte. Es war für den Priester, der die Geheimnisse des Christentums schauen wollte. Das haben Hunderte und Hunderte wirklich ausgeführt, und Hunderte und Hunderte haben die Früchte davon gehabt. Wer zu den christlichen Mysterien vordringen wollte, sollte seine Seele allein durch das Johannes-Evangelium reif machen. Aber er mußte wissen, daß die ersten Sätze Zauberkraft haben. Der Schüler mußte sie jeden Morgen eine Viertel- oder halbe Stunde in seiner Seele leben lassen, aber ohne darüber zu spekulieren, sondern um rein die Kraft daraus zu saugen. Das war Meditation. Dem, der so monatelang, jahrelang mit den ersten Sätzen des Johannes-Evangeliums lebte, zeigten diese Sätze eine besondere Kraft: Die geistigen Augen gingen ihm auf. Diese Sätze sind lebendige Kräfte, die fähig sind, schlummernde Fähigkeiten zu wecken. So erlebte der Schüler alle Bilder des Johannes-Evangeliums in astralen Visionen. Die ersten Worte können dieses Erleben hervorbringen. Diese Kraft war früher größer als heute. Die Menschen haben sich mehr verändert, als man gewöhnlich glaubt.

[ ] Bis vor wenigen Jahrhunderten wurde das Johannes-Evangelium als Meditationsbuch angesehen, das derjenige, der eine innere Anschauung von Jesus haben wollte, innerlich erleben mußte. Es war für den Priester, der die Geheimnisse des Christentums schauen wollte. Das haben Hunderte und Hunderte wirklich ausgeführt, und Hunderte und Hunderte haben die Früchte davon gehabt. Wer zu den christlichen Mysterien vordringen wollte, sollte seine Seele allein durch das Johannes-Evangelium reif machen. Aber er mußte wissen, daß die ersten Sätze Zauberkraft haben. Der Schüler mußte sie jeden Morgen eine Viertel- oder halbe Stunde in seiner Seele leben lassen, aber ohne darüber zu spekulieren, sondern um rein die Kraft daraus zu saugen. Das war Meditation. Dem, der so monatelang, jahrelang mit den ersten Sätzen des Johannes-Evangeliums lebte, zeigten diese Sätze eine besondere Kraft: Die geistigen Augen gingen ihm auf. Diese Sätze sind lebendige Kräfte, die fähig sind, schlummernde Fähigkeiten zu wecken. So erlebte der Schüler alle Bilder des Johannes-Evangeliums in astralen Visionen. Die ersten Worte können dieses Erleben hervorbringen. Diese Kraft war früher größer als heute. Die Menschen haben sich mehr verändert, als man gewöhnlich glaubt.

[ ] In der Zeit des 13. Jahrhunderts, als es noch keine Buchdruckerkunst gab, lasen die Menschen nicht. Das Lesen hat die Menschen sehr verändert. Von dem Reichtum der Gefühle der damaligen Menschen macht sich heute auch der Allerfrömmste keinen Begriff. Heute müssen wir denen, die vorwärtskommen wollen, andere Meditationen geben.

[ ] In der Zeit des 13. Jahrhunderts, als es noch keine Buchdruckerkunst gab, lasen die Menschen nicht. Das Lesen hat die Menschen sehr verändert. Von dem Reichtum der Gefühle der damaligen Menschen macht sich heute auch der Allerfrömmste keinen Begriff. Heute müssen wir denen, die vorwärtskommen wollen, andere Meditationen geben.

[ ] Man müßte auch das Johannes-Evangelium richtig übersetzen, damit es den heutigen Menschen wieder das sein könnte, was es den früheren war:

[ ] Man müßte auch das Johannes-Evangelium richtig übersetzen, damit es den heutigen Menschen wieder das sein könnte, was es den früheren war:

«Im Urbeginne war das Wort; und das Wort war bei Gott, und ein Gott war das Wort.

Dieses war im Urbeginne bei Gott.

Alles ist durch dasselbe geworden, und außer durch dieses ist nichts von dem Entstandenen geworden. In diesem war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht schien in die Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht begriffen. Es ward ein Mensch, gesandt von Gott, mit seinem Namen Johannes.

Dieser kam zum Zeugnis, auf daß er das Zeugnis ablege von dem Licht, auf daß durch ihn alle glauben sollten.

Er war nicht das Licht, sondern ein Zeuge des Lichtes.

Denn das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.

Es war in der Welt, und die Welt ist durch es geworden, aber die Welt hat es nicht erkannt.

In die einzelnen Menschen kam es (bis zu den Ich-Menschen kam es); aber die einzelnen Menschen (die Ich-Menschen) nahmen es nicht auf.»

«Im Urbeginne war das Wort; und das Wort war bei Gott, und ein Gott war das Wort.

Dieses war im Urbeginne bei Gott.

Alles ist durch dasselbe geworden, und außer durch dieses ist nichts von dem Entstandenen geworden. In diesem war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht schien in die Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht begriffen. Es ward ein Mensch, gesandt von Gott, mit seinem Namen Johannes.

Dieser kam zum Zeugnis, auf daß er das Zeugnis ablege von dem Licht, auf daß durch ihn alle glauben sollten.

Er war nicht das Licht, sondern ein Zeuge des Lichtes.

Denn das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.

Es war in der Welt, und die Welt ist durch es geworden, aber die Welt hat es nicht erkannt.

In die einzelnen Menschen kam es (bis zu den Ich-Menschen kam es); aber die einzelnen Menschen (die Ich-Menschen) nahmen es nicht auf.»

[ ] Zur Zeit der lemurischen Rasse stieg die menschliche Seele in ihre erste menschliche Verkörperung. Vorher ruhte sie im Schoße Gottes; die Menschen waren noch keine Ich-Menschen.

[ ] Zur Zeit der lemurischen Rasse stieg die menschliche Seele in ihre erste menschliche Verkörperung. Vorher ruhte sie im Schoße Gottes; die Menschen waren noch keine Ich-Menschen.

[ ] Das innere Schauen. — Was geht nun vor, wenn der Mensch sich einen Einblick in die geistige Welt verschafft? Der Alltagsmensch lebt zwischen Wachen und Schlaf, der höchstens durch den Traum unterbrochen wird. Der Mensch besteht aus physischem Leib, dem Ätherleib oder Lebensleib, dem astralischen Leib und dem Ich. Diese vier Glieder sind im Wachen beieinander. Der physische Leib ist eine Summe von physikalischen Apparaten, das Auge eine Camera obscura, das Ohr ein Saiteninstrument. Diese Apparate werden durchsetzt von dem Ätherleib, der sie belebt und der die Empfindungen dem Astralleib, dem Träger von Lust und Leid, von Trieb, Begierde und Leidenschaft, und weiter auch dem Ich überträgt. Im Schlafe liegen der physische und der Ätherleib im Bette, der astralische Leib mit dem Ich ist herausgehoben. Der Ätherleib bleibt beim physischen Leib und belebt ihn; die Lebensfunktionen sind nicht unterbrochen während des Schlafes. Farben, Töne, Lust und Leid aber sind wie in ein tiefes Dunkel getaucht, der Mensch ist sich ihrer nicht bewußt.

[ ] Das innere Schauen. — Was geht nun vor, wenn der Mensch sich einen Einblick in die geistige Welt verschafft? Der Alltagsmensch lebt zwischen Wachen und Schlaf, der höchstens durch den Traum unterbrochen wird. Der Mensch besteht aus physischem Leib, dem Ätherleib oder Lebensleib, dem astralischen Leib und dem Ich. Diese vier Glieder sind im Wachen beieinander. Der physische Leib ist eine Summe von physikalischen Apparaten, das Auge eine Camera obscura, das Ohr ein Saiteninstrument. Diese Apparate werden durchsetzt von dem Ätherleib, der sie belebt und der die Empfindungen dem Astralleib, dem Träger von Lust und Leid, von Trieb, Begierde und Leidenschaft, und weiter auch dem Ich überträgt. Im Schlafe liegen der physische und der Ätherleib im Bette, der astralische Leib mit dem Ich ist herausgehoben. Der Ätherleib bleibt beim physischen Leib und belebt ihn; die Lebensfunktionen sind nicht unterbrochen während des Schlafes. Farben, Töne, Lust und Leid aber sind wie in ein tiefes Dunkel getaucht, der Mensch ist sich ihrer nicht bewußt.

[ ] So viele Welten gibt es, als der Mensch Organe hat, sie wahrzunehmen. Ohne Augen kein Licht. Hätte der Mensch ein Organ für die Elektrizität, so würde er diese ebenso wahrnehmen, wie er jetzt etwa das Licht wahrnimmt.

[ ] So viele Welten gibt es, als der Mensch Organe hat, sie wahrzunehmen. Ohne Augen kein Licht. Hätte der Mensch ein Organ für die Elektrizität, so würde er diese ebenso wahrnehmen, wie er jetzt etwa das Licht wahrnimmt.

[ ] Im Schlafe lebt nun der Mensch in der astralen oder auch in der devachanischen Welt, aber er empfindet dort nichts. Erst wenn er durch ausdauernde Arbeit höhere Organe herausbildet, tritt eine Veränderung mit dem Menschen ein: Es beginnt um ihn her hell zu werden. Im Schlafe empfindet er einen Raum um sich her, erfüllt von Gegenständen. Es geschieht ihm, wie dem Blindgeborenen, der operiert wird, astrale und geistige Sinnesorgane entstehen, er sieht die geistige Welt, der Schlaf macht ihn nicht mehr unbewußt. Später beginnt die geistige Welt um ihn her zu tönen. Er hört die Sphärenmusik der Pythagoreer, die der heutige Mensch für einen bildlichen Ausdruck hält. Goethe verstand es richtig. Im Prolog des «Faust» sagt er:

[ ] Im Schlafe lebt nun der Mensch in der astralen oder auch in der devachanischen Welt, aber er empfindet dort nichts. Erst wenn er durch ausdauernde Arbeit höhere Organe herausbildet, tritt eine Veränderung mit dem Menschen ein: Es beginnt um ihn her hell zu werden. Im Schlafe empfindet er einen Raum um sich her, erfüllt von Gegenständen. Es geschieht ihm, wie dem Blindgeborenen, der operiert wird, astrale und geistige Sinnesorgane entstehen, er sieht die geistige Welt, der Schlaf macht ihn nicht mehr unbewußt. Später beginnt die geistige Welt um ihn her zu tönen. Er hört die Sphärenmusik der Pythagoreer, die der heutige Mensch für einen bildlichen Ausdruck hält. Goethe verstand es richtig. Im Prolog des «Faust» sagt er:

Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.

Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.

[ ] Das kann man nicht für eine Phrase halten, sondern man muß es wörtlich nehmen: Man hört die Sonne tönen, wenn man die geistige Musik hört. Im zweiten Teil des «Faust» sagt Goethe im gleichen Sinne:

[ ] Das kann man nicht für eine Phrase halten, sondern man muß es wörtlich nehmen: Man hört die Sonne tönen, wenn man die geistige Musik hört. Im zweiten Teil des «Faust» sagt Goethe im gleichen Sinne:

Tönend wird für Geistesohren
Schon der neue Tag geboren.

Tönend wird für Geistesohren
Schon der neue Tag geboren.

[ ] Die geistige Welt tritt also für den Menschen zuerst im Schlafe auf, aber was er im Schlafe erlebt, muß er auch ins Alltagsleben herübernehmen können. Das, was er zuerst im Schlafe entdeckt, muß er auch im Wachen zwischen den physischen Gegenständen wiederfinden. Das erfolgt in der weiteren Schulung des Schülers.

[ ] Die geistige Welt tritt also für den Menschen zuerst im Schlafe auf, aber was er im Schlafe erlebt, muß er auch ins Alltagsleben herübernehmen können. Das, was er zuerst im Schlafe entdeckt, muß er auch im Wachen zwischen den physischen Gegenständen wiederfinden. Das erfolgt in der weiteren Schulung des Schülers.

[ ] Nachdem die Wirkung der ersten Sätze des Johannes-Evangeliums eingetreten war, indem die Bilder desselben vor seine Seele traten, unterstützte man ihn in der Ausbildung gewisser Gefühle. Nach einigen anderen Übungen forderte der Lehrer den Schüler auf, lange Zeit hindurch folgendes Gefühl auszubilden: Würde die Pflanze, die aus dem Boden wächst, den Stein betrachten, aus dem sie wächst, so müßte sie zu ihm sagen: Du Stein gehörst zwar einem niedereren Reiche an als ich, aber ohne dich könnte ich nicht sein. — Sie müßte sich demütig zu ihm herunterneigen und ihm danken, daß er ihr das Leben ermöglicht. Ebenso müßte das Tier demütig sich vor der Pflanze neigen und ihr danken, daß sie ihm die Atmungsluft gibt, die es verbraucht. Ebenso muß jede höhere Klasse von Menschen sich herabneigen zu der niederen Klasse und ihr danken. Jeder höherstehende Mensch verdankt dem niederen sein Dasein. Dieses Gefühl mußt du ganz in deiner Seele festsetzen, stundenlang, jeden Tag, in Wochen oder Monaten.

[ ] Nachdem die Wirkung der ersten Sätze des Johannes-Evangeliums eingetreten war, indem die Bilder desselben vor seine Seele traten, unterstützte man ihn in der Ausbildung gewisser Gefühle. Nach einigen anderen Übungen forderte der Lehrer den Schüler auf, lange Zeit hindurch folgendes Gefühl auszubilden: Würde die Pflanze, die aus dem Boden wächst, den Stein betrachten, aus dem sie wächst, so müßte sie zu ihm sagen: Du Stein gehörst zwar einem niedereren Reiche an als ich, aber ohne dich könnte ich nicht sein. — Sie müßte sich demütig zu ihm herunterneigen und ihm danken, daß er ihr das Leben ermöglicht. Ebenso müßte das Tier demütig sich vor der Pflanze neigen und ihr danken, daß sie ihm die Atmungsluft gibt, die es verbraucht. Ebenso muß jede höhere Klasse von Menschen sich herabneigen zu der niederen Klasse und ihr danken. Jeder höherstehende Mensch verdankt dem niederen sein Dasein. Dieses Gefühl mußt du ganz in deiner Seele festsetzen, stundenlang, jeden Tag, in Wochen oder Monaten.

[ ] Führte der Schüler das aus, so kam schließlich ein geistiges Bild vor seine Augen, das bei jedem in gleicher Weise auftrat: Er sah um sich herum zwölf niedere Menschen sitzen, denen er die Füße wusch. Dann sagte ihm der Lehrer: Jetzt verstehst du innerlich das dreizehnte Kapitel des Johannes-Evangeliums, die Fußwaschung. Neben diesem geistigen Bild trat auch ein äußeres Symptom auf, und zwar wieder bei allen das gleiche. Der Schüler fühlte, wie wenn Wasser um seine Füße spülte.

[ ] Führte der Schüler das aus, so kam schließlich ein geistiges Bild vor seine Augen, das bei jedem in gleicher Weise auftrat: Er sah um sich herum zwölf niedere Menschen sitzen, denen er die Füße wusch. Dann sagte ihm der Lehrer: Jetzt verstehst du innerlich das dreizehnte Kapitel des Johannes-Evangeliums, die Fußwaschung. Neben diesem geistigen Bild trat auch ein äußeres Symptom auf, und zwar wieder bei allen das gleiche. Der Schüler fühlte, wie wenn Wasser um seine Füße spülte.

[ ] Darauf hatte er ein zweites Gefühl durch Wochen und Monate zu entwickeln: Wenn alle möglichen Schmerzen und alle Härten des Daseins auf mich eindringen, ich will die Kraft entwickeln, mich immer dagegenzustellen. — Hatte er dieses Gefühl in sich entwickelt, so trat wieder eine Vision auf: Er sah sich gegeißelt. Auch diese Vision trat bei allen in gleicher Weise ein. Das äußere Symptom war ein Stechen und Jucken am ganzen Körper während langer Zeit.

[ ] Darauf hatte er ein zweites Gefühl durch Wochen und Monate zu entwickeln: Wenn alle möglichen Schmerzen und alle Härten des Daseins auf mich eindringen, ich will die Kraft entwickeln, mich immer dagegenzustellen. — Hatte er dieses Gefühl in sich entwickelt, so trat wieder eine Vision auf: Er sah sich gegeißelt. Auch diese Vision trat bei allen in gleicher Weise ein. Das äußere Symptom war ein Stechen und Jucken am ganzen Körper während langer Zeit.

[ ] Darauf hatte er ein drittes Gefühl auszubilden: Die Härten des Daseins zu ertragen, ist noch nicht genug. Es kann das Beste, das du hast, dir mit Spott und Hohn übergossen werden. Bleibe dennoch aufrecht stehen. — Hatte der Schüler dieses Gefühl ausgebildet, so trat eine dritte Vision ein: Er sah sich mit der Dornenkrone. Als äußeres Symptom fühlte er heftige Kopfschmerzen.

[ ] Darauf hatte er ein drittes Gefühl auszubilden: Die Härten des Daseins zu ertragen, ist noch nicht genug. Es kann das Beste, das du hast, dir mit Spott und Hohn übergossen werden. Bleibe dennoch aufrecht stehen. — Hatte der Schüler dieses Gefühl ausgebildet, so trat eine dritte Vision ein: Er sah sich mit der Dornenkrone. Als äußeres Symptom fühlte er heftige Kopfschmerzen.

[ ] Darauf hatte er wieder ein anderes Gefühl auszubilden: Alle Menschen sagen zu dem Leibe, den sie tragen: Ich. Dein Leib muß dir nicht wichtiger sein als irgendein anderer Gegenstand. Du mußt deinen Leib als etwas Fremdes empfinden. — Hatte der Schüler das durchgemacht, so trat die Vision der Kreuzigung ein, äußerlich begleitet von dem Auftreten der Blutmale Christi an den Händen und Füßen und an der rechten Brust — nicht an der linken Brust, wie gewöhnlich gesagt wird. In den Zeiten der Meditation kamen diese Symptome öfter wieder.

[ ] Darauf hatte er wieder ein anderes Gefühl auszubilden: Alle Menschen sagen zu dem Leibe, den sie tragen: Ich. Dein Leib muß dir nicht wichtiger sein als irgendein anderer Gegenstand. Du mußt deinen Leib als etwas Fremdes empfinden. — Hatte der Schüler das durchgemacht, so trat die Vision der Kreuzigung ein, äußerlich begleitet von dem Auftreten der Blutmale Christi an den Händen und Füßen und an der rechten Brust — nicht an der linken Brust, wie gewöhnlich gesagt wird. In den Zeiten der Meditation kamen diese Symptome öfter wieder.

[ ] Darauf sagte der Lehrer zum Schüler: Nun kannst du den mystischen Tod erleben. Dieses kann nur ungefähr geschildert werden. Der Schüler erlebt, wie wenn das ganze Dasein für einen Moment ausgelöscht würde, alle Dinge sind nicht mehr da, sind hinter einem Schleier verborgen. Dann reißt der Schleier von oben bis unten auseinander, und der Schüler sieht in die geistige Welt. Davor kommt noch ein anderes Moment. Vor dem mystischen Tode hat der Schüler Visionen von allem Schlechten, was es in der Welt geben kann; er muß in die Hölle hinabsteigen, ehe er den mystischen Tod erlebt.

[ ] Darauf sagte der Lehrer zum Schüler: Nun kannst du den mystischen Tod erleben. Dieses kann nur ungefähr geschildert werden. Der Schüler erlebt, wie wenn das ganze Dasein für einen Moment ausgelöscht würde, alle Dinge sind nicht mehr da, sind hinter einem Schleier verborgen. Dann reißt der Schleier von oben bis unten auseinander, und der Schüler sieht in die geistige Welt. Davor kommt noch ein anderes Moment. Vor dem mystischen Tode hat der Schüler Visionen von allem Schlechten, was es in der Welt geben kann; er muß in die Hölle hinabsteigen, ehe er den mystischen Tod erlebt.

[ ] Darauf folgt die sechste Station, wo der Schüler anfängt, seinen Leib überhaupt nicht mehr als etwas ihm Eigenes zu empfinden. Er erweitert sein Bewußtsein auf die ganze Erde. Hat er das ausgebildet, so nennt man das die Grablegung. — Die siebente Station kann man nicht mehr mit irdischen Worten schildern. Es ist die Auferstehung und Himmelfahrt; dieser Zustand ist höher, als sich ein Mensch ausdenken kann.

[ ] Darauf folgt die sechste Station, wo der Schüler anfängt, seinen Leib überhaupt nicht mehr als etwas ihm Eigenes zu empfinden. Er erweitert sein Bewußtsein auf die ganze Erde. Hat er das ausgebildet, so nennt man das die Grablegung. — Die siebente Station kann man nicht mehr mit irdischen Worten schildern. Es ist die Auferstehung und Himmelfahrt; dieser Zustand ist höher, als sich ein Mensch ausdenken kann.

[ ] Diese sieben Stufen schildert das Johannes-Evangelium. Wer sie alle durchmachte, der erkannte Jesus, wie er auf Erden gelebt hat. Das Johannes-Evangelium ist der Weg, den Christus Jesus zu erkennen. Deshalb wurde es denen, die weise werden wollten, als Entwikkelungsbuch, nicht nur als Erbauungsbuch gegeben. Man kann jeden Teil daraus erleben.

[ ] Diese sieben Stufen schildert das Johannes-Evangelium. Wer sie alle durchmachte, der erkannte Jesus, wie er auf Erden gelebt hat. Das Johannes-Evangelium ist der Weg, den Christus Jesus zu erkennen. Deshalb wurde es denen, die weise werden wollten, als Entwikkelungsbuch, nicht nur als Erbauungsbuch gegeben. Man kann jeden Teil daraus erleben.

[ ] Einzelheiten: Daß diese Wahrheit der Menschheit enthüllt wurde, bildet einen Abschnitt in der Menschenentwickelung, der sich mit keinem andern Abschnitt vergleichen läßt. Durch Jesus wurde in die Welt folgendes hineingebracht: Viergliedrig war der Mensch schon bei seiner ersten Verkörperung, aber er entwickelte sich weiter. Betrachten wir einen unentwickelten Menschen: sein astralischer Leib ist so geblieben, wie er ihn erhalten hat. Vergleichen wir ihn mit dem astralischen Leib eines europäischen Durchschnittsmenschen oder dem eines Idealisten wie Schiller oder einem hochentwickelten Menschen wie Franz von Assist. Der europäische Durchschnittsmensch folgt nicht mehr allen seinen Trieben. Die einen verwirft er, er setzt auch andere Gefühle an ihre Stelle, die moralischen Gebote. Das Ich hat an dem astralischen Leib gearbeitet. Sein astralischer Leib besteht aus zwei Teilen: dem ungeläuterten, der noch so ist, wie er ihn empfing, und dem geläuterten Teil. Bei Schiller ist der geläuterte Teil schon sehr groß gegenüber dem ungeläuterten. Und der Astralleib eines Franz von Assisi besteht nur noch aus dem geläuterten Teil. Diesen geläuterten Teil des astralischen Leibes nennt man das Geistselbst oder Manas. Der Mensch hat dann fünf Wesensglieder.

[ ] Einzelheiten: Daß diese Wahrheit der Menschheit enthüllt wurde, bildet einen Abschnitt in der Menschenentwickelung, der sich mit keinem andern Abschnitt vergleichen läßt. Durch Jesus wurde in die Welt folgendes hineingebracht: Viergliedrig war der Mensch schon bei seiner ersten Verkörperung, aber er entwickelte sich weiter. Betrachten wir einen unentwickelten Menschen: sein astralischer Leib ist so geblieben, wie er ihn erhalten hat. Vergleichen wir ihn mit dem astralischen Leib eines europäischen Durchschnittsmenschen oder dem eines Idealisten wie Schiller oder einem hochentwickelten Menschen wie Franz von Assist. Der europäische Durchschnittsmensch folgt nicht mehr allen seinen Trieben. Die einen verwirft er, er setzt auch andere Gefühle an ihre Stelle, die moralischen Gebote. Das Ich hat an dem astralischen Leib gearbeitet. Sein astralischer Leib besteht aus zwei Teilen: dem ungeläuterten, der noch so ist, wie er ihn empfing, und dem geläuterten Teil. Bei Schiller ist der geläuterte Teil schon sehr groß gegenüber dem ungeläuterten. Und der Astralleib eines Franz von Assisi besteht nur noch aus dem geläuterten Teil. Diesen geläuterten Teil des astralischen Leibes nennt man das Geistselbst oder Manas. Der Mensch hat dann fünf Wesensglieder.

[ ] Ebenso kann der Mensch in den Ätherleib hineinarbeiten. Religiöse und künstlerische Gefühle arbeiten am Ätherleib und schaffen daraus den Lebensgeist, Buddhi. Kann der Mensch seinen physischen Leib in seine Gewalt bekommen, so ist das, was er davon vergeistigt hat, das Atma. In der äußeren Entwickelung geht dieser Prozeßß sehr langsam vor sich. In Griechenland nannte man die Buddhi «Chrestos», und dies ist heute bei den meisten Menschen nur in den ersten Anfängen da.

[ ] Ebenso kann der Mensch in den Ätherleib hineinarbeiten. Religiöse und künstlerische Gefühle arbeiten am Ätherleib und schaffen daraus den Lebensgeist, Buddhi. Kann der Mensch seinen physischen Leib in seine Gewalt bekommen, so ist das, was er davon vergeistigt hat, das Atma. In der äußeren Entwickelung geht dieser Prozeßß sehr langsam vor sich. In Griechenland nannte man die Buddhi «Chrestos», und dies ist heute bei den meisten Menschen nur in den ersten Anfängen da.

[ ] Die größte Kraft, die unsere Zeit bekam, um die Buddhi zu entwickeln, ist durch Christus gekommen. Er ermöglichte die Ausbildung des sechsten Prinzips, der Buddhi, in der ganzen Menschheit. Er vergeistigte die Menschheit. Das siebente Prinzip ist das des Vaters. Durch den Heiligen Geist wird Manas ausgebildet, durch Christus wird das sechste Prinzip ausgebildet, und wenn das in großem Umfang bei einer ganzen Rasse entwickelt ist, so ist das herausgekommen, was als Kraft in ihr verborgen lag, nämlich das sechste Prinzip. Dann werden alle Menschen, die zu dieser Rasse gehören, die sechste Stufe der Einweihung erreicht haben: die Grablegung.

[ ] Die größte Kraft, die unsere Zeit bekam, um die Buddhi zu entwickeln, ist durch Christus gekommen. Er ermöglichte die Ausbildung des sechsten Prinzips, der Buddhi, in der ganzen Menschheit. Er vergeistigte die Menschheit. Das siebente Prinzip ist das des Vaters. Durch den Heiligen Geist wird Manas ausgebildet, durch Christus wird das sechste Prinzip ausgebildet, und wenn das in großem Umfang bei einer ganzen Rasse entwickelt ist, so ist das herausgekommen, was als Kraft in ihr verborgen lag, nämlich das sechste Prinzip. Dann werden alle Menschen, die zu dieser Rasse gehören, die sechste Stufe der Einweihung erreicht haben: die Grablegung.

[ ] Ein heiteres oder ein trauriges Gesicht läßt auf eine heitere oder trauernde Seele schließen, im Äußeren sieht man das Innere, alles ist eine Äußerung der Seele. Denkt man sich die Erde als Leib einer seelischen Wesenheit, so sind, wenn die Menschen leiblich in der Erde aufgegangen sind, die Seelen der Menschen aufgegangen in der Seele der Erde. Diese könnte so in der Erde sein, wie die menschliche Seele im menschlichen Leib.

[ ] Ein heiteres oder ein trauriges Gesicht läßt auf eine heitere oder trauernde Seele schließen, im Äußeren sieht man das Innere, alles ist eine Äußerung der Seele. Denkt man sich die Erde als Leib einer seelischen Wesenheit, so sind, wenn die Menschen leiblich in der Erde aufgegangen sind, die Seelen der Menschen aufgegangen in der Seele der Erde. Diese könnte so in der Erde sein, wie die menschliche Seele im menschlichen Leib.

[ ] Der Mensch entnimmt dem Leibe der Erde seine Nahrung und er tritt sie mit Füßen. «Wer mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen», sagt Jesus. In älteren Schriften kommen oft sogenannte Schlüsselworte vor, ganz bestimmte Bezeichnungen für bestimmte Dinge. Wenn zum Beispiel ein Meister mit seinen Schülern in das innerste Heiligtum geht, so «geht er auf den Berg». Die Bergpredigt ist eine Predigt vor den Schülern allein: «Als Jesus aber das Volk sah, da ging er mit seinen Jüngern auf den Berg.»

[ ] Der Mensch entnimmt dem Leibe der Erde seine Nahrung und er tritt sie mit Füßen. «Wer mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen», sagt Jesus. In älteren Schriften kommen oft sogenannte Schlüsselworte vor, ganz bestimmte Bezeichnungen für bestimmte Dinge. Wenn zum Beispiel ein Meister mit seinen Schülern in das innerste Heiligtum geht, so «geht er auf den Berg». Die Bergpredigt ist eine Predigt vor den Schülern allein: «Als Jesus aber das Volk sah, da ging er mit seinen Jüngern auf den Berg.»

[ ] Ebenso ist «Tempel» der Ausdruck für den physischen Leib. Die niedere Natur wird er gewöhnlich genannt. Ist er wirklich niedrig im Verhältnis zum astralischen Leib? Tatsächlich ist heute der physische Leib viel höher entwickelt als der Astralleib. Später wird ja allerdings der astralische Leib höher entwickelt sein als der physische Leib. Man betrachte den Oberschenkelknochen, wo mit dem geringsten Aufwand von Stoff die größtmögliche Kraft geleistet wird. Oder man betrachte das Herz, das so weise eingerichtet ist, daß es durch Jahrzehnte den fortwährenden Attacken des Astralleibes standhält.

[ ] Ebenso ist «Tempel» der Ausdruck für den physischen Leib. Die niedere Natur wird er gewöhnlich genannt. Ist er wirklich niedrig im Verhältnis zum astralischen Leib? Tatsächlich ist heute der physische Leib viel höher entwickelt als der Astralleib. Später wird ja allerdings der astralische Leib höher entwickelt sein als der physische Leib. Man betrachte den Oberschenkelknochen, wo mit dem geringsten Aufwand von Stoff die größtmögliche Kraft geleistet wird. Oder man betrachte das Herz, das so weise eingerichtet ist, daß es durch Jahrzehnte den fortwährenden Attacken des Astralleibes standhält.

[ ] Von Eingeweihten sagte man, wenn der astrale Leib sich lockert und bewußt wird‘ er ist ausgetreten aus dem Tempel. Im JohannesEvangelium spricht Christus vom Tempel: «Da huben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.» In diesem Sinne spricht er ferner von der Reinigung des Tempels und dem Abbrechen des Tempels und Wiederaufbauen in drei Tagen.

[ ] Von Eingeweihten sagte man, wenn der astrale Leib sich lockert und bewußt wird‘ er ist ausgetreten aus dem Tempel. Im JohannesEvangelium spricht Christus vom Tempel: «Da huben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.» In diesem Sinne spricht er ferner von der Reinigung des Tempels und dem Abbrechen des Tempels und Wiederaufbauen in drei Tagen.

[ ] Wie Christus in die Welt trat, läßt sich folgendermaßen erkennen. Das sechste Prinzip, die Buddhi, ist geboren aus dem fünften, wenn dieses zur vollen Höhe gelangt ist, aus dem Geistselbst oder Manas, oder wie die Griechen damals das fünfte Prinzip nannten, aus der Sophia. Alle Gnostiker, die sich zum Sinne des JohannesEvangeliums bekannten, nannten die Mutter Jesu «Sophia».

[ ] Wie Christus in die Welt trat, läßt sich folgendermaßen erkennen. Das sechste Prinzip, die Buddhi, ist geboren aus dem fünften, wenn dieses zur vollen Höhe gelangt ist, aus dem Geistselbst oder Manas, oder wie die Griechen damals das fünfte Prinzip nannten, aus der Sophia. Alle Gnostiker, die sich zum Sinne des JohannesEvangeliums bekannten, nannten die Mutter Jesu «Sophia».

[ ] Durch das Erscheinen Jesu wird der Erde das sechste Prinzip gebracht. Die Vereinigung des Lebensgeistes mit der Menschheit vollzieht sich. Dazu mußte die Sophia erst ganz reif werden. Wenn der Lebensgeist sich mit der Menschheit vereinigt, so ist die Menschheit die Sophia. In der Hochzeit zu Kana wird uns das im Gleichnis erzählt.

[ ] Durch das Erscheinen Jesu wird der Erde das sechste Prinzip gebracht. Die Vereinigung des Lebensgeistes mit der Menschheit vollzieht sich. Dazu mußte die Sophia erst ganz reif werden. Wenn der Lebensgeist sich mit der Menschheit vereinigt, so ist die Menschheit die Sophia. In der Hochzeit zu Kana wird uns das im Gleichnis erzählt.

[ ] Das Johannes-Evangelium hat der Herr offenbaren lassen durch den Jünger, den er lieb hatte. Diesen Namen trägt immer der erste und Lieblingsschüler eines Meisters. Im Johannes-Evangelium tritt zum ersten Mal der Ausdruck von dem Jünger, den der Herr lieb hatte, im elften Kapitel bei der Auferweckung des Lazarus auf. In damaliger Zeit geschah die Einweihung so, daß der Schüler drei Tage im Tempel zubrachte. Hier wurde nicht nur sein Astralleib, sondern auch sein Ätherleib gelockert. Er starb also gewissermaßen und wurde am Ende der drei Tage wieder auferweckt. Diesen Jünger, den der Herr lieb hatte, weihte er ein, und die Auferweckung des Lazarus bedeutet diese Einweihung.

[ ] Das Johannes-Evangelium hat der Herr offenbaren lassen durch den Jünger, den er lieb hatte. Diesen Namen trägt immer der erste und Lieblingsschüler eines Meisters. Im Johannes-Evangelium tritt zum ersten Mal der Ausdruck von dem Jünger, den der Herr lieb hatte, im elften Kapitel bei der Auferweckung des Lazarus auf. In damaliger Zeit geschah die Einweihung so, daß der Schüler drei Tage im Tempel zubrachte. Hier wurde nicht nur sein Astralleib, sondern auch sein Ätherleib gelockert. Er starb also gewissermaßen und wurde am Ende der drei Tage wieder auferweckt. Diesen Jünger, den der Herr lieb hatte, weihte er ein, und die Auferweckung des Lazarus bedeutet diese Einweihung.

[ ] Der Jünger, der am Kreuze stand, war also auch Lazarus, und derselbe Eingeweihte ist der Schreiber des Johannes-Evangeliums. Um alles zusammenstimmen zu lassen, ist der Jünger, den der Herr lieb hatte, auch nicht früher erwähnt, als bei der Auferweckung des Lazarus im elften Kapitel. Diese Auffassung hatte man in allen gnostischen und Rosenkreuzerschulen und diese Auffassung wird auch wiederkommen.

[ ] Der Jünger, der am Kreuze stand, war also auch Lazarus, und derselbe Eingeweihte ist der Schreiber des Johannes-Evangeliums. Um alles zusammenstimmen zu lassen, ist der Jünger, den der Herr lieb hatte, auch nicht früher erwähnt, als bei der Auferweckung des Lazarus im elften Kapitel. Diese Auffassung hatte man in allen gnostischen und Rosenkreuzerschulen und diese Auffassung wird auch wiederkommen.

[ ] Das Johannes-Evangelium ist ein Buch voll von Geheimnissen, voll von Kräften für die Menschheit.

[ ] Das Johannes-Evangelium ist ein Buch voll von Geheimnissen, voll von Kräften für die Menschheit.

Fragenbeantwortung

Fragenbeantwortung

Was ist der Kausalkörper?

Was ist der Kausalkörper?

[ ] Beim Tode des Menschen von heute trennen sich der Ätherleib mit dem Astralleib und dem Ich von dem physischen Leib. Eine Zeitlang bleibt der Ätherleib noch bei den höheren Prinzipien, und während dieser ersten Zeit nach dem Verlassen des physischen Leibes tritt vor die Seele des Menschen sein ganzes letztes Leben wie in einem großen Tableau. Das rührt davon her, daß der Ätherleib nicht nur der Träger der Lebensfunktionen ist, sondern auch der Träger des Gedächtnisses. Während des Lebens ist er aber durch das physische Gehirn eingeengt, er kann seine Funktion nicht entfalten. Sobald aber die physischen Schranken fallen, so liegt das ganze Gedächtnis wie ausgebreitet vor der Seele des Menschen. Dies dauert so lange, bis der Ätherleib sich nach einigen Tagen auch von dem Astralleib und dem Ich loslöst. Es löst sich aber nur das ÄtherischMaterielle, während dieses Erinnerungsbild von dem Menschen mitgenommen wird. Diese Essenz des Ätherleibes behält der Mensch, und die Summe dieser Essenzen aus allen Erdenleben ist der Kausalkörper.

[ ] Beim Tode des Menschen von heute trennen sich der Ätherleib mit dem Astralleib und dem Ich von dem physischen Leib. Eine Zeitlang bleibt der Ätherleib noch bei den höheren Prinzipien, und während dieser ersten Zeit nach dem Verlassen des physischen Leibes tritt vor die Seele des Menschen sein ganzes letztes Leben wie in einem großen Tableau. Das rührt davon her, daß der Ätherleib nicht nur der Träger der Lebensfunktionen ist, sondern auch der Träger des Gedächtnisses. Während des Lebens ist er aber durch das physische Gehirn eingeengt, er kann seine Funktion nicht entfalten. Sobald aber die physischen Schranken fallen, so liegt das ganze Gedächtnis wie ausgebreitet vor der Seele des Menschen. Dies dauert so lange, bis der Ätherleib sich nach einigen Tagen auch von dem Astralleib und dem Ich loslöst. Es löst sich aber nur das ÄtherischMaterielle, während dieses Erinnerungsbild von dem Menschen mitgenommen wird. Diese Essenz des Ätherleibes behält der Mensch, und die Summe dieser Essenzen aus allen Erdenleben ist der Kausalkörper.

Wie ist die Feier des Abendmahls im Johannes-Evangelium zu verstehen, besonders die Reichung des Brotes an Judas, den Verräter?

Wie ist die Feier des Abendmahls im Johannes-Evangelium zu verstehen, besonders die Reichung des Brotes an Judas, den Verräter?

[ ] Ein ganz bestimmter Vorgang bei der alten Einweihung besteht darin, daß der Schüler in den Tempel gebracht wird und in einem «dreitägigen Tode», wobei also auch sein Ätherleib gelockert wird, durch astrale und devachanische Erlebnisse hindurchgeführt wird. Eines dieser Erlebnisse war, daß jeder Teil des Körpers in eine menschliche Gestalt verwandelt wurde. Zwölf Glieder zählte man, und zwölf Gestalten sah der Schüler, und sich als den Dreizehnten, die Seele der Zwölf.

[ ] Ein ganz bestimmter Vorgang bei der alten Einweihung besteht darin, daß der Schüler in den Tempel gebracht wird und in einem «dreitägigen Tode», wobei also auch sein Ätherleib gelockert wird, durch astrale und devachanische Erlebnisse hindurchgeführt wird. Eines dieser Erlebnisse war, daß jeder Teil des Körpers in eine menschliche Gestalt verwandelt wurde. Zwölf Glieder zählte man, und zwölf Gestalten sah der Schüler, und sich als den Dreizehnten, die Seele der Zwölf.

[ ] Die Sinnlichkeit hat den Egoismus gebracht, der überwunden werden muß. Das wurde besonders dem mittelalterlichen Schüler gelehrt. Das Folgende hätte etwa ein Lehrer damals zu seinen Schülern sprechen können: Sieh dir die Pflanze an, sie hält die Fruchtorgane keusch nach oben der Sonne entgegen. Eine Frucht kann nur entstehen, wenn die Blüte von der Sonne geküßt wird. Der Mensch ist eine umgekehrte Pflanze. Das Tier steht mitten zwischen beiden. Die Weltenseele geht durch die Pflanze, das Tier, den Menschen. Die Weltenseele ist gekreuzigt am Kreuze der Erde. Der Mensch hat seine Substanz durchwirkt von Begierden. Sein Fleisch steht tiefer als das Fleisch der Pflanze. Später wird der Mensch wieder begierdelos werden und sich keusch den geistigen Sonnenstrahlen entgegenbringen. Es entsteht das, was man den Heiligen Gral nennt, das geistige Hervorbringen.

[ ] Die Sinnlichkeit hat den Egoismus gebracht, der überwunden werden muß. Das wurde besonders dem mittelalterlichen Schüler gelehrt. Das Folgende hätte etwa ein Lehrer damals zu seinen Schülern sprechen können: Sieh dir die Pflanze an, sie hält die Fruchtorgane keusch nach oben der Sonne entgegen. Eine Frucht kann nur entstehen, wenn die Blüte von der Sonne geküßt wird. Der Mensch ist eine umgekehrte Pflanze. Das Tier steht mitten zwischen beiden. Die Weltenseele geht durch die Pflanze, das Tier, den Menschen. Die Weltenseele ist gekreuzigt am Kreuze der Erde. Der Mensch hat seine Substanz durchwirkt von Begierden. Sein Fleisch steht tiefer als das Fleisch der Pflanze. Später wird der Mensch wieder begierdelos werden und sich keusch den geistigen Sonnenstrahlen entgegenbringen. Es entsteht das, was man den Heiligen Gral nennt, das geistige Hervorbringen.

[ ] Beim Abendmahl im Johannes-Evangelium erscheint die niedere Selbstsucht als Judas, der Verräter. Der Jünger, den der Herr lieb hatte, liegt an seiner Brust. Die geläuterte Kraft dringt herauf zum Herzen, das in der Zukunft geistiges Hervorbringungsorgan werden wird. Das zeigt sich schon heute im anatomischen Bau des Herzens. Das Herz gehört zu den unwillkürlichen Muskeln und sollte als solcher glatte Fasern zeigen. Aber das tut es nicht, sondern ist quergestreift wie die willkürlichen Muskeln. Dadurch weist es schon jetzt auf die Zeit hin, wo es ein willkürlicher Muskel werden wird.

[ ] Beim Abendmahl im Johannes-Evangelium erscheint die niedere Selbstsucht als Judas, der Verräter. Der Jünger, den der Herr lieb hatte, liegt an seiner Brust. Die geläuterte Kraft dringt herauf zum Herzen, das in der Zukunft geistiges Hervorbringungsorgan werden wird. Das zeigt sich schon heute im anatomischen Bau des Herzens. Das Herz gehört zu den unwillkürlichen Muskeln und sollte als solcher glatte Fasern zeigen. Aber das tut es nicht, sondern ist quergestreift wie die willkürlichen Muskeln. Dadurch weist es schon jetzt auf die Zeit hin, wo es ein willkürlicher Muskel werden wird.

[ ] Beim Erwachen nach der Einweihung entrangen sich dem Schüler die Worte: «Eli, Eli, lama sabachthani!», das heißt: «Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verklärt!» Dieser Wortlaut läßt sich im Urtext leicht in die andere Version umstellen, die bedeutet: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.»

[ ] Beim Erwachen nach der Einweihung entrangen sich dem Schüler die Worte: «Eli, Eli, lama sabachthani!», das heißt: «Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verklärt!» Dieser Wortlaut läßt sich im Urtext leicht in die andere Version umstellen, die bedeutet: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.»

[ ] Das Haus, wo das Abendmahl stattfand, war eines der Einweihungshäuser.

[ ] Das Haus, wo das Abendmahl stattfand, war eines der Einweihungshäuser.

Was bedeutet die Verwandlung von Wasser in Wein bei der Hochzeit zu Kana?

Was bedeutet die Verwandlung von Wasser in Wein bei der Hochzeit zu Kana?

[ ] Nach der Erklärung der heutigen Theologen bedeutet es die Umwandlung des Alten Testamentes in das Neue, das den sprudelnden Wein bedeuten soll.

[ ] Nach der Erklärung der heutigen Theologen bedeutet es die Umwandlung des Alten Testamentes in das Neue, das den sprudelnden Wein bedeuten soll.

[ ] Hier im Norden war Siegfried der vorchristliche Eingeweihte, der vor der christlichen Einweihung stehenblieb. Das ist angedeutet durch die verwundbare Stelle Siegfrieds. Siegfried, der Unverwundbare, war an der Stelle verwundbar, wo Christus das Kreuz trug.

[ ] Hier im Norden war Siegfried der vorchristliche Eingeweihte, der vor der christlichen Einweihung stehenblieb. Das ist angedeutet durch die verwundbare Stelle Siegfrieds. Siegfried, der Unverwundbare, war an der Stelle verwundbar, wo Christus das Kreuz trug.

[ ] Einer wird kommen, der den Sinn der Erde bedeutet. Das Blut dieses Wesens ist das Wasser. In allen Mysterien wurde das Wasser das Blut Christi genannt.

[ ] Einer wird kommen, der den Sinn der Erde bedeutet. Das Blut dieses Wesens ist das Wasser. In allen Mysterien wurde das Wasser das Blut Christi genannt.

[ ] Im 8. Jahrhundert vor Christi Geburt entwickelt sich der Dionysos-Dienst; mit ihm das Überhandnehmen des Weingenusses. In der atlantischen Zeit kannte man keinen Wein. Heute hat der Wein seine Funktion erfüllt. Ein Zeichen für das Schwinden des Weines ist das Auftreten der Reblaus. Als es noch keinen Wein gab, hatten alle Menschen ein Bewußtsein von dem ewigen Kern, der von Leben zu Leben geht. In dem Glauben an die Reinkarnation hatte der ägyptische Arbeiter, von dessen Mühen bei dem Bau der Pyramiden wir uns heute keinen Begriff machen, seinen Trost. Das waren Menschen, die keinen Wein tranken. Durch den Genuß des Weines wird der Mensch abgeschnitten von der Erkenntnis der höheren Prinzipien. Dieser Zustand mußte einmal eintreten. Wäre der Mensch ohne Wein geblieben, so wäre er der Erde überdrüssig geworden, aber das durfte nicht geschehen. Um die Kultur hervorzubringen, mußte der Mensch die Erde lieb gewinnen, er mußte von seinen früheren Verkörperungen abgeschnitten werden, um nur die eine, in der er gerade lebte, zu lieben. Die ganze Menschheit mußte einmal durch eine Periode hindurchgehen, in der sie von ihren höheren Prinzipien und von den früheren Verkörperungen nichts wußte. Das Christentum lehrte in den ersten zwei Jahrtausenden öffentlich keine Reinkarnation, sondern nur den Eingeweihten, wie auch Christus das tat: «Saget es niemand, bis ich wiederkomme», das heißt, bis sich langsam die Entwickelung des sechsten Prinzips vollzogen hat. Nun ist die Zeit da. Die ganze Menschheit ist einmal durch eine Inkarnation hindurchgegangen, wo sie von oben abgeschnitten war.

[ ] Im 8. Jahrhundert vor Christi Geburt entwickelt sich der Dionysos-Dienst; mit ihm das Überhandnehmen des Weingenusses. In der atlantischen Zeit kannte man keinen Wein. Heute hat der Wein seine Funktion erfüllt. Ein Zeichen für das Schwinden des Weines ist das Auftreten der Reblaus. Als es noch keinen Wein gab, hatten alle Menschen ein Bewußtsein von dem ewigen Kern, der von Leben zu Leben geht. In dem Glauben an die Reinkarnation hatte der ägyptische Arbeiter, von dessen Mühen bei dem Bau der Pyramiden wir uns heute keinen Begriff machen, seinen Trost. Das waren Menschen, die keinen Wein tranken. Durch den Genuß des Weines wird der Mensch abgeschnitten von der Erkenntnis der höheren Prinzipien. Dieser Zustand mußte einmal eintreten. Wäre der Mensch ohne Wein geblieben, so wäre er der Erde überdrüssig geworden, aber das durfte nicht geschehen. Um die Kultur hervorzubringen, mußte der Mensch die Erde lieb gewinnen, er mußte von seinen früheren Verkörperungen abgeschnitten werden, um nur die eine, in der er gerade lebte, zu lieben. Die ganze Menschheit mußte einmal durch eine Periode hindurchgehen, in der sie von ihren höheren Prinzipien und von den früheren Verkörperungen nichts wußte. Das Christentum lehrte in den ersten zwei Jahrtausenden öffentlich keine Reinkarnation, sondern nur den Eingeweihten, wie auch Christus das tat: «Saget es niemand, bis ich wiederkomme», das heißt, bis sich langsam die Entwickelung des sechsten Prinzips vollzogen hat. Nun ist die Zeit da. Die ganze Menschheit ist einmal durch eine Inkarnation hindurchgegangen, wo sie von oben abgeschnitten war.

[ ] In alten Zeiten bestand die Nahehe, die Ehe unter Blutsverwandten. Eine Folge des Übergangs zur Fernehe war das Erlöschen des Hellsehens. Heute würde die Nahehe die Degeneration hervorbringen. Zur Zeit der Nahehe hatten die Menschen nicht nur ein Gedächtnis von dem, was sie selbst erlebten, sondern auch von dem Leben ihrer Eltern. Dieses vererbte Gedächtnis trug einen Namen: Adam, Seth, Enoch. Außer dem Gedächtnis erbte sich Gutes und auch Böses durch die Geburt hindurch, die Erbsünde.

[ ] In alten Zeiten bestand die Nahehe, die Ehe unter Blutsverwandten. Eine Folge des Übergangs zur Fernehe war das Erlöschen des Hellsehens. Heute würde die Nahehe die Degeneration hervorbringen. Zur Zeit der Nahehe hatten die Menschen nicht nur ein Gedächtnis von dem, was sie selbst erlebten, sondern auch von dem Leben ihrer Eltern. Dieses vererbte Gedächtnis trug einen Namen: Adam, Seth, Enoch. Außer dem Gedächtnis erbte sich Gutes und auch Böses durch die Geburt hindurch, die Erbsünde.

[ ] Sollte das geändert werden, so mußte für die Blutsliebe die allgemeine Menschenliebe treten: «Wer nicht verlässet Vater, Mutter, Weib, Kinder, der kann nicht mein Jünger werden.» Jesus geht auch zu den Fremden, zu dem samaritischen Weib. «Die Juden hatten keine Gemeinschaft mit den Samaritern.» Christus Jesus stammt aus Galiläa, dem Lande, wo die größtmögliche Blutsmischung bestand.

[ ] Sollte das geändert werden, so mußte für die Blutsliebe die allgemeine Menschenliebe treten: «Wer nicht verlässet Vater, Mutter, Weib, Kinder, der kann nicht mein Jünger werden.» Jesus geht auch zu den Fremden, zu dem samaritischen Weib. «Die Juden hatten keine Gemeinschaft mit den Samaritern.» Christus Jesus stammt aus Galiläa, dem Lande, wo die größtmögliche Blutsmischung bestand.

[ ] Wenn von einem entfernten Stern ein Wesen die Erde beobachten könnte, so würde es die physische Erde von einem Äther- und Astralleib durchdrungen und umgeben sehen. Würde dieses Wesen etwa die Entwickelung der Erde von Abraham bis heute beobachten, so würde es eine Änderung der Farben sehen in dem Augenblick, als das Blut aus Christi Wunden fließt. - Eine Einweihung wie die des Apostels Paulus hätte vor dem Erscheinen Christi nicht stattfinden können. Es war das eine äußere Einweihung, die dadurch ermöglicht wurde, daß der ganze Astralleib der Erde verändert wurde.

[ ] Wenn von einem entfernten Stern ein Wesen die Erde beobachten könnte, so würde es die physische Erde von einem Äther- und Astralleib durchdrungen und umgeben sehen. Würde dieses Wesen etwa die Entwickelung der Erde von Abraham bis heute beobachten, so würde es eine Änderung der Farben sehen in dem Augenblick, als das Blut aus Christi Wunden fließt. - Eine Einweihung wie die des Apostels Paulus hätte vor dem Erscheinen Christi nicht stattfinden können. Es war das eine äußere Einweihung, die dadurch ermöglicht wurde, daß der ganze Astralleib der Erde verändert wurde.

Frage nach der Zukunft des Christentums

Frage nach der Zukunft des Christentums

[ ] Das Christentum hat so unendliche Tiefen, daß seine Entwickelung ganz unabsehbar ist. Das Christentum ist als Religion die letzte. Es trägt alle Möglichkeiten der Entwickelung in sich. Die Theosophie ist nur ein Diener des Christentums.

[ ] Das Christentum hat so unendliche Tiefen, daß seine Entwickelung ganz unabsehbar ist. Das Christentum ist als Religion die letzte. Es trägt alle Möglichkeiten der Entwickelung in sich. Die Theosophie ist nur ein Diener des Christentums.

[ ] Der Unterschied zwischen Christus und den andern großen Religionsstiftern liegt darin, daß in den andern Religionen an das geglaubt wird, was ihre Stifter lehrten, im Christentum aber glaubt man an das, was Christus ist.

[ ] Der Unterschied zwischen Christus und den andern großen Religionsstiftern liegt darin, daß in den andern Religionen an das geglaubt wird, was ihre Stifter lehrten, im Christentum aber glaubt man an das, was Christus ist.

[ ] Einfluß des Ätherleibes auf die Heilung des physischen Leibes

[ ] Einfluß des Ätherleibes auf die Heilung des physischen Leibes

[ ] Geisteskrankheiten beruhen zum Teil darauf, daß der Ätherleib nicht die Macht hat, auf gewisse Teile des physischen Körpers zu wirken. Ist der Ätherleib zu schwach, einen Teil des Körpers zu beherrschen, so wird dieser Teil krank. Macht man den Ätherleib stark, so hat man geholfen.

[ ] Geisteskrankheiten beruhen zum Teil darauf, daß der Ätherleib nicht die Macht hat, auf gewisse Teile des physischen Körpers zu wirken. Ist der Ätherleib zu schwach, einen Teil des Körpers zu beherrschen, so wird dieser Teil krank. Macht man den Ätherleib stark, so hat man geholfen.