The Christian Mystery
GA 97
13 February 1906, Düsseldorf
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Das christliche Mysterium, 4th ed.
4. Das Johannes-Evangelium als Einweihungsurkunde
4. Das Johannes-Evangelium als Einweihungsurkunde
Der zweite Teil des Johannes-Evangeliums
Der zweite Teil des Johannes-Evangeliums
[ 1 ] Die Erlebnisse des Johannes von Kapitel dreizehn an beziehen sich auf den Devachanplan. Das deutet Johannes dadurch an, daß er auferweckt ist: Der auferweckte Lazarus, das ist Johannes. Daher kann man verstehen, daß erst von nun an die Rede von dem Jünger ist, den der Herr lieb hatte. Das ist das Mittelpunktsgeheimnis des Johannes-Evangeliums, daß der Schreiber der auferweckte Lazarus ist.
[ 1 ] Die Erlebnisse des Johannes von Kapitel dreizehn an beziehen sich auf den Devachanplan. Das deutet Johannes dadurch an, daß er auferweckt ist: Der auferweckte Lazarus, das ist Johannes. Daher kann man verstehen, daß erst von nun an die Rede von dem Jünger ist, den der Herr lieb hatte. Das ist das Mittelpunktsgeheimnis des Johannes-Evangeliums, daß der Schreiber der auferweckte Lazarus ist.
[ 2 ] Johannes macht nun in der geistigen Welt die Erlebnisse mit dem Christus durch. Namentlich der zweite Teil ist nicht bloß eine Erzählung dessen, was sich auf irgendeinem Weltenplane ereignet hat, sondern es wird beschrieben, was jeder in seinem Inneren erleben kann. Die Art und Weise, wie man empfindet, daß man auf der Stufe ist, die Johannes schildert, ist folgende: Der Mensch fühlt sich von einem bestimmten Punkte der Entwickelung an nicht mehr getrennt von allen Dingen. Er taucht unter in den Dingen um ihn her. Das bedeutet das eigene Selbst zum Universum erweitern. Johannes fühlt sich als ein Glied der ganzen ihn umgebenden Welt. Das kommt zum Ausdruck in dem devachanischen Bild von der Fußwaschung. Die erlebt Johannes in der geistigen Welt, wenn die Fußwaschung auch zu gleicher Zeit historisches Ereignis ist.
[ 2 ] Johannes macht nun in der geistigen Welt die Erlebnisse mit dem Christus durch. Namentlich der zweite Teil ist nicht bloß eine Erzählung dessen, was sich auf irgendeinem Weltenplane ereignet hat, sondern es wird beschrieben, was jeder in seinem Inneren erleben kann. Die Art und Weise, wie man empfindet, daß man auf der Stufe ist, die Johannes schildert, ist folgende: Der Mensch fühlt sich von einem bestimmten Punkte der Entwickelung an nicht mehr getrennt von allen Dingen. Er taucht unter in den Dingen um ihn her. Das bedeutet das eigene Selbst zum Universum erweitern. Johannes fühlt sich als ein Glied der ganzen ihn umgebenden Welt. Das kommt zum Ausdruck in dem devachanischen Bild von der Fußwaschung. Die erlebt Johannes in der geistigen Welt, wenn die Fußwaschung auch zu gleicher Zeit historisches Ereignis ist.
[ 3 ] Immer erhebt sich ein höheres Naturreich auf Kosten eines niedrigeren Reiches. Gäbe es kein Mineralreich, so könnte das Pflanzenreich nicht seine Nahrung daraus nehmen. Das Pflanzenreich wird hinuntergestoßen, damit sich wieder ein höheres Reich, das Tierreich, entwickeln kann und so weiter. Das Menschenreich braucht auch die andern Reiche. Der höher Entwickelte braucht den weniger Entwickelten. Wenn sich nicht eine untergeordnete Kaste bildete, so könnte es keine höhere Kaste geben. So wie das Pflanzenreich das Mineralreich voraussetzt, so setzt der Christus Jesus die Apostel voraus. Kein Heiliger könnte sich entwickeln, wenn nicht andere hinuntergestoßen würden. In Kapitel 13, Vers 16 steht: «Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr.» Christus ist aus den Aposteln herausgewachsen, daher kann er sie die Herren nennen, aus deren Gemeinschaft er herausgewachsen ist. Er wäscht ihnen die Füße, um anzuzeigen, daß er insofern unter ihnen steht, als er ihnen sein Dasein verdankt. Diese Empfindung muß jeder durchmachen am eigenen Leibe. Wer niemals diese Empfindung durchlebt hat, der hat den christlich-mystischen Weg nicht erkannt.
[ 3 ] Immer erhebt sich ein höheres Naturreich auf Kosten eines niedrigeren Reiches. Gäbe es kein Mineralreich, so könnte das Pflanzenreich nicht seine Nahrung daraus nehmen. Das Pflanzenreich wird hinuntergestoßen, damit sich wieder ein höheres Reich, das Tierreich, entwickeln kann und so weiter. Das Menschenreich braucht auch die andern Reiche. Der höher Entwickelte braucht den weniger Entwickelten. Wenn sich nicht eine untergeordnete Kaste bildete, so könnte es keine höhere Kaste geben. So wie das Pflanzenreich das Mineralreich voraussetzt, so setzt der Christus Jesus die Apostel voraus. Kein Heiliger könnte sich entwickeln, wenn nicht andere hinuntergestoßen würden. In Kapitel 13, Vers 16 steht: «Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr.» Christus ist aus den Aposteln herausgewachsen, daher kann er sie die Herren nennen, aus deren Gemeinschaft er herausgewachsen ist. Er wäscht ihnen die Füße, um anzuzeigen, daß er insofern unter ihnen steht, als er ihnen sein Dasein verdankt. Diese Empfindung muß jeder durchmachen am eigenen Leibe. Wer niemals diese Empfindung durchlebt hat, der hat den christlich-mystischen Weg nicht erkannt.
[ 4 ] Weiter sagt Jesus: «Wer mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.» Er fühlt sich als in einer Gemeinschaft mit der ganzen Erde befindlich. Er fühlt die ganze Menschheit als auf ihm lastend, ihn mit Füßen tretend.
[ 4 ] Weiter sagt Jesus: «Wer mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.» Er fühlt sich als in einer Gemeinschaft mit der ganzen Erde befindlich. Er fühlt die ganze Menschheit als auf ihm lastend, ihn mit Füßen tretend.
[ 5 ] Nachdem Johannes dies alles auf dem Devachanplan erlebt hat, kann er verstehen, was jetzt im Gleichnis vom Weinstock und den Reben kommt. Die Gemeinschaft der ganzen christlichen Gemeinde kommt darin zum Ausdruck.
[ 5 ] Nachdem Johannes dies alles auf dem Devachanplan erlebt hat, kann er verstehen, was jetzt im Gleichnis vom Weinstock und den Reben kommt. Die Gemeinschaft der ganzen christlichen Gemeinde kommt darin zum Ausdruck.
[ 6 ] Wir leben in der fünften Wurzelrasse unseres Erdendaseins. Diese fünfte Wurzelrasse hat sieben Unterrassen, die urindische, die urpersische, die ägyptisch-babylonisch-chaldäische, die griechisch-römisch-semitische, die germanische, die slawische und die siebente Unterrasse. Die drei letzten Unterrassen der vierten Wurzelrasse, der atlantischen, sind besonders wichtig. Aus der drittletzten, der ursemitischen Unterrasse, ist die fünfte Wurzelrasse hervorgegangen. In der Gegend, wo heute Irland ist, saß diese fünfte Unterrasse. Sie wanderte von dort aus und ließ sich in die Wüste Gobi oder Schamo führen. Von hier ging die Stammrasse für die jetzige Wurzelrasse, die fünfte, aus. Nun sind drei Unterrassen der Atlantier, sieben Unterrassen der arischen Wurzelrasse und zwei der sechsten Wurzelrasse, die in gewisser Beziehung zusammengehören. Dann, wenn die Menschheit alle diese Rassen durchlaufen hat, dann wird sie soweit gekommen sein, daß ein großer Teil der Menschheit das erlangt hat, wozu sie veranlagt ist.
[ 6 ] Wir leben in der fünften Wurzelrasse unseres Erdendaseins. Diese fünfte Wurzelrasse hat sieben Unterrassen, die urindische, die urpersische, die ägyptisch-babylonisch-chaldäische, die griechisch-römisch-semitische, die germanische, die slawische und die siebente Unterrasse. Die drei letzten Unterrassen der vierten Wurzelrasse, der atlantischen, sind besonders wichtig. Aus der drittletzten, der ursemitischen Unterrasse, ist die fünfte Wurzelrasse hervorgegangen. In der Gegend, wo heute Irland ist, saß diese fünfte Unterrasse. Sie wanderte von dort aus und ließ sich in die Wüste Gobi oder Schamo führen. Von hier ging die Stammrasse für die jetzige Wurzelrasse, die fünfte, aus. Nun sind drei Unterrassen der Atlantier, sieben Unterrassen der arischen Wurzelrasse und zwei der sechsten Wurzelrasse, die in gewisser Beziehung zusammengehören. Dann, wenn die Menschheit alle diese Rassen durchlaufen hat, dann wird sie soweit gekommen sein, daß ein großer Teil der Menschheit das erlangt hat, wozu sie veranlagt ist.
[ 7 ] Die zwölf Apostel sind die Sinnbilder für diese zwölf Unterrassen. Jesus ist aus den zwölf Aposteln herausgewachsen. Jesus neigt sich in der Fußwaschung zu den Rassen, denen er das Heil zu bringen hat.
[ 7 ] Die zwölf Apostel sind die Sinnbilder für diese zwölf Unterrassen. Jesus ist aus den zwölf Aposteln herausgewachsen. Jesus neigt sich in der Fußwaschung zu den Rassen, denen er das Heil zu bringen hat.
[ 8 ] Im Gleichnis vom Weinstock fühlt Christus sich als derjenige, der mit allen Rassen in Verbindung steht; er versorgt sie mit dem, was das geistige Lebensblut ausmacht.
[ 8 ] Im Gleichnis vom Weinstock fühlt Christus sich als derjenige, der mit allen Rassen in Verbindung steht; er versorgt sie mit dem, was das geistige Lebensblut ausmacht.
[ 9 ] Nun kommen da noch die verschiedensten Bilder in der höheren Welt hinein. Es wird uns der Verrat des Judas von Iskarioth vorgeführt. Er ist der Vertreter einer der Rassen, und zwar der Rasse, welche gerade alles auf den materiellen Plan herabbringt, unserer jetzigen fünften Unterrasse, der materialistischen. Die Entwickelung, derzufolge die Menschen vorher in der geistigen Anschauung gelebt hatten und nun in die physische Welt hineingeführt werden mußten, machte es ganz selbstverständlich, daß der Vertreter dieser fünften Unterrasse gerade der Verräter wurde. Judas von Iskarioth war der Vertreter der Rasse, die am tiefsten herunterkommt. Das Johannes-Evangelium erlangt dadurch, daß es symbolisch aufzufassen ist, die Möglichkeit, über Raum und Zeit hinaus seinen Wert zu behalten. Die Tat des Judas gliedert sich ganz organisch in die Mission Christi ein. Judas geht durch eine Art Märtyrertum. Er ist der Verräter und auch in gewissem Sinne Märtyrer. Er führt die Opferung Christi herbei.
[ 9 ] Nun kommen da noch die verschiedensten Bilder in der höheren Welt hinein. Es wird uns der Verrat des Judas von Iskarioth vorgeführt. Er ist der Vertreter einer der Rassen, und zwar der Rasse, welche gerade alles auf den materiellen Plan herabbringt, unserer jetzigen fünften Unterrasse, der materialistischen. Die Entwickelung, derzufolge die Menschen vorher in der geistigen Anschauung gelebt hatten und nun in die physische Welt hineingeführt werden mußten, machte es ganz selbstverständlich, daß der Vertreter dieser fünften Unterrasse gerade der Verräter wurde. Judas von Iskarioth war der Vertreter der Rasse, die am tiefsten herunterkommt. Das Johannes-Evangelium erlangt dadurch, daß es symbolisch aufzufassen ist, die Möglichkeit, über Raum und Zeit hinaus seinen Wert zu behalten. Die Tat des Judas gliedert sich ganz organisch in die Mission Christi ein. Judas geht durch eine Art Märtyrertum. Er ist der Verräter und auch in gewissem Sinne Märtyrer. Er führt die Opferung Christi herbei.
[ 10 ] Durch die Reihe von Gleichnissen sollen die Apostel hinaufgeführt werden in die innere Natur des Christentums. Bei dem Opfertode Christi trat alles auf den Weltenplan, auf den Plan der Geschichte, was früher sich im Mysterienkultus selbst abgespielt hatte, indem der Schüler es so durchlebte, wie hier im Evangelium Lazarus es durchlebte als den dreitägigen sinnbildlichen Tod. In Christus sollte das auf den großen Plan der Geschichte heraustreten. Ein Mensch sollte von nun an auch dadurch erlöst werden, wenn er nur glaubte, ohne selbst in den Mysterien geschaut zu haben. Jeder sollte das erleben, wenn der Geist der Wahrheit kam. Er verkündet, was durch die christlichen Ereignisse als eine Kraft in die Weltgeschichte gelegt wird. «Was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.»
[ 10 ] Durch die Reihe von Gleichnissen sollen die Apostel hinaufgeführt werden in die innere Natur des Christentums. Bei dem Opfertode Christi trat alles auf den Weltenplan, auf den Plan der Geschichte, was früher sich im Mysterienkultus selbst abgespielt hatte, indem der Schüler es so durchlebte, wie hier im Evangelium Lazarus es durchlebte als den dreitägigen sinnbildlichen Tod. In Christus sollte das auf den großen Plan der Geschichte heraustreten. Ein Mensch sollte von nun an auch dadurch erlöst werden, wenn er nur glaubte, ohne selbst in den Mysterien geschaut zu haben. Jeder sollte das erleben, wenn der Geist der Wahrheit kam. Er verkündet, was durch die christlichen Ereignisse als eine Kraft in die Weltgeschichte gelegt wird. «Was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.»
[ 11 ] Aus diesem Geiste der Wahrheit verkündet Johannes voraus. Der geschichtliche Verrat Christi spielt sich in der Zukunft ab in der Rasse, die dem Judas entspricht.
[ 11 ] Aus diesem Geiste der Wahrheit verkündet Johannes voraus. Der geschichtliche Verrat Christi spielt sich in der Zukunft ab in der Rasse, die dem Judas entspricht.
[ 12 ] Nun folgen die Ereignisse, die vorbildlich sind für das eigene innere Erlebnis des christlichen Mystikers. Christus erhält den Bakkenstreich. Das ist das zweite wichtige Ereignis nach der Fußwaschung. Das muß jeder empfangen, der in seiner Seele das ChristusLeben durchmachen will. Man muß es mit völliger Seelenruhe ertragen, von denen, vor denen man sein Bestes vertritt, nicht Anerkennung zu finden. Als zweites folgt auch noch die Geißelung. Dies heißt moralisch-seelisch, daß wir die Schmerzen, die uns von der Welt kommen, in Ruhe ertragen. Das ist, mit dem Backenstreich zusammen, die zweite Stufe, die der christliche Mystiker durchzumachen hat.
[ 12 ] Nun folgen die Ereignisse, die vorbildlich sind für das eigene innere Erlebnis des christlichen Mystikers. Christus erhält den Bakkenstreich. Das ist das zweite wichtige Ereignis nach der Fußwaschung. Das muß jeder empfangen, der in seiner Seele das ChristusLeben durchmachen will. Man muß es mit völliger Seelenruhe ertragen, von denen, vor denen man sein Bestes vertritt, nicht Anerkennung zu finden. Als zweites folgt auch noch die Geißelung. Dies heißt moralisch-seelisch, daß wir die Schmerzen, die uns von der Welt kommen, in Ruhe ertragen. Das ist, mit dem Backenstreich zusammen, die zweite Stufe, die der christliche Mystiker durchzumachen hat.
[ 13 ] Dies machen seit jener Zeit wirklich die Schüler der christlichen Mystik durch. Daß man fähig ist, in dieser Ruhe die Schmerzen zu ertragen, das drückt sich am eigenen Leibe des Schülers aus. Er bekommt tatsächlich eine Empfindung, als ob er mit Nadeln gestochen würde.
[ 13 ] Dies machen seit jener Zeit wirklich die Schüler der christlichen Mystik durch. Daß man fähig ist, in dieser Ruhe die Schmerzen zu ertragen, das drückt sich am eigenen Leibe des Schülers aus. Er bekommt tatsächlich eine Empfindung, als ob er mit Nadeln gestochen würde.
[ 14 ] Das nächste, die dritte Stufe, ist das Tragen der Dornenkrone. Das ist: Erniedrigung ruhig hinzunehmen. Das, was niedergedrückt wird, ist gerade das menschliche Ich. Das Vorderhirn, welches in der letzten Zeit der Atlantis ausgebildet wurde, das empfindet die Dornenkrone. Es treten wirklich schmerzhafte Erscheinungen dieses mystisch-seelischen Zustandes auf, die man überwinden muß.
[ 14 ] Das nächste, die dritte Stufe, ist das Tragen der Dornenkrone. Das ist: Erniedrigung ruhig hinzunehmen. Das, was niedergedrückt wird, ist gerade das menschliche Ich. Das Vorderhirn, welches in der letzten Zeit der Atlantis ausgebildet wurde, das empfindet die Dornenkrone. Es treten wirklich schmerzhafte Erscheinungen dieses mystisch-seelischen Zustandes auf, die man überwinden muß.
[ 15 ] Dann kommt als vierte Stufe die Kreuzigung. Dies ist das mystische Erlebnis, welches bedeutet, daß einem der eigene Leib so fremd geworden ist wie etwas Äußerliches. Der Mensch trägt dann die Last des Kreuzes. Seine Seele ist nun selbständig geworden. Sie ist dann nur noch so an den Leib gefesselt, wie der Leib Christi an das Kreuz genagelt war. Es ist dies ein Vorgang im Inneren, den der Mystiker empfindet. Der Mensch weiß jetzt tatsächlich, daß er in einem geistigen Leibe lebt. Die Begleiterscheinung dieses Vorganges ist die Blutsprobe. Dann treten wirklich an den Händen und Füßen die Wundmale Christi auf, wenn der christliche Mystiker das durchgemacht hat. Für alles, was geistig ist, gibt es eine physische Begleiterscheinung.
[ 15 ] Dann kommt als vierte Stufe die Kreuzigung. Dies ist das mystische Erlebnis, welches bedeutet, daß einem der eigene Leib so fremd geworden ist wie etwas Äußerliches. Der Mensch trägt dann die Last des Kreuzes. Seine Seele ist nun selbständig geworden. Sie ist dann nur noch so an den Leib gefesselt, wie der Leib Christi an das Kreuz genagelt war. Es ist dies ein Vorgang im Inneren, den der Mystiker empfindet. Der Mensch weiß jetzt tatsächlich, daß er in einem geistigen Leibe lebt. Die Begleiterscheinung dieses Vorganges ist die Blutsprobe. Dann treten wirklich an den Händen und Füßen die Wundmale Christi auf, wenn der christliche Mystiker das durchgemacht hat. Für alles, was geistig ist, gibt es eine physische Begleiterscheinung.
[ 16 ] Wenn der Mensch soweit ist, dann tritt der Tod am Kreuz ein. Das ist ein geistiges Erlebnis. Es wird ausgedrückt in dem Ausspruch Goethes:
[ 16 ] Wenn der Mensch soweit ist, dann tritt der Tod am Kreuz ein. Das ist ein geistiges Erlebnis. Es wird ausgedrückt in dem Ausspruch Goethes:
[ 17 ] Und solang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
[ 17 ] Und solang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
[ 18 ] Und Jakob Böhme sagt: «Wer nicht stirbt, bevor er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt.» Der christliche Mystiker muß den Tod ganz und gar durchmachen. Anders kann er nicht in ein höheres Leben eingehen.
[ 18 ] Und Jakob Böhme sagt: «Wer nicht stirbt, bevor er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt.» Der christliche Mystiker muß den Tod ganz und gar durchmachen. Anders kann er nicht in ein höheres Leben eingehen.
[ 19 ] Dann tritt als sechstes Ereignis die Grablegung ein. Das ist die mystische Verwirklichung der Gemeinschaft mit dem Erdenorganismus. Der Schuler vereinigt sich dann mit dem Erdplaneten, er wird ein planetarischer Geist. Alles um ihn her ist dann für ihn sein Körper.
[ 19 ] Dann tritt als sechstes Ereignis die Grablegung ein. Das ist die mystische Verwirklichung der Gemeinschaft mit dem Erdenorganismus. Der Schuler vereinigt sich dann mit dem Erdplaneten, er wird ein planetarischer Geist. Alles um ihn her ist dann für ihn sein Körper.
[ 20 ] Die siebente Stufe ist das höhere Leben, die Auferstehung, die dem Menschen zuteil wird.
[ 20 ] Die siebente Stufe ist das höhere Leben, die Auferstehung, die dem Menschen zuteil wird.
[ 21 ] Das sind die sieben Stufen der christlich-mystischen Entwickelung: die Fußwaschung, der Backenstreich und die Geißelung, die Dornenkrönung, die Kreuzigung, der Tod, die Grablegung und die Auferstehung. Es ist ein innerer Weg mit äußeren Symbolen.
[ 21 ] Das sind die sieben Stufen der christlich-mystischen Entwickelung: die Fußwaschung, der Backenstreich und die Geißelung, die Dornenkrönung, die Kreuzigung, der Tod, die Grablegung und die Auferstehung. Es ist ein innerer Weg mit äußeren Symbolen.
[ 22 ] Johannes stellt das alles in einer solchen Weise dar, daß er tatsächlich ein mystisches Grundbuch gegeben hat. Die Sätze müssen, indem sie gelesen werden, als Meditationsstoff verwendet werden. Dann hat der Mensch die Meditation, welche notwendig ist, um . diese Ereignisse durchzumachen. Es ist das Johannes-Evangelium ein Wunderbuch, indem es in der Seele Wunder wirkt. Es ist geschrieben für alle Menschen, und alle können das Johannes-Evangelium in sich erleben.
[ 22 ] Johannes stellt das alles in einer solchen Weise dar, daß er tatsächlich ein mystisches Grundbuch gegeben hat. Die Sätze müssen, indem sie gelesen werden, als Meditationsstoff verwendet werden. Dann hat der Mensch die Meditation, welche notwendig ist, um . diese Ereignisse durchzumachen. Es ist das Johannes-Evangelium ein Wunderbuch, indem es in der Seele Wunder wirkt. Es ist geschrieben für alle Menschen, und alle können das Johannes-Evangelium in sich erleben.
[ 23 ] Wir betrachten von diesem Gesichtspunkte aus nochmals das zweite Kapitel. Der Mensch vor der Fußwaschung ist derjenige, der den neuen Menschen gebären soll. Durch die sieben Stufen ist der Mensch dann hindurchgegangen. Er wird nun der neue Mensch. Der neue Mensch verhält sich zu dem alten Menschen, wie das Kind zu der Mutter. Der alte Mensch hat ihn empfangen, der alte Mensch hat ihn getragen. So haben wir das Bild von der Mutter Jesu zu verstehen. Jeder alte Mensch ist dazu veranlagt, ein neuer Mensch zu werden.
[ 23 ] Wir betrachten von diesem Gesichtspunkte aus nochmals das zweite Kapitel. Der Mensch vor der Fußwaschung ist derjenige, der den neuen Menschen gebären soll. Durch die sieben Stufen ist der Mensch dann hindurchgegangen. Er wird nun der neue Mensch. Der neue Mensch verhält sich zu dem alten Menschen, wie das Kind zu der Mutter. Der alte Mensch hat ihn empfangen, der alte Mensch hat ihn getragen. So haben wir das Bild von der Mutter Jesu zu verstehen. Jeder alte Mensch ist dazu veranlagt, ein neuer Mensch zu werden.
[ 24 ] Verschiedene Typen haben die alten Menschen. Wenn der neue Mensch in ihnen geboren wird, so werden alle den gleichen Christus aus sich heraus gebären. Der alte Mensch, die Mutter, kann in verschiedener Weise da sein. Als Christus am Kreuze ist, blickt er zurück auf seine Mutter, und zwar auf die drei Frauen als seine Mutter, als Repräsentanten dreier verschiedener Menschengestaltungen, aus denen der Mystiker herauswachsen kann. Nicht mit einem Eigennamen kann man die Mutter Jesu nennen. Dennoch nennt man sie Maria. Maria ist dasselbe Wort wie Maja, die Hülle, aus der der neue Mensch hervorgegangen ist.
[ 24 ] Verschiedene Typen haben die alten Menschen. Wenn der neue Mensch in ihnen geboren wird, so werden alle den gleichen Christus aus sich heraus gebären. Der alte Mensch, die Mutter, kann in verschiedener Weise da sein. Als Christus am Kreuze ist, blickt er zurück auf seine Mutter, und zwar auf die drei Frauen als seine Mutter, als Repräsentanten dreier verschiedener Menschengestaltungen, aus denen der Mystiker herauswachsen kann. Nicht mit einem Eigennamen kann man die Mutter Jesu nennen. Dennoch nennt man sie Maria. Maria ist dasselbe Wort wie Maja, die Hülle, aus der der neue Mensch hervorgegangen ist.
[ 25 ] Bei der Herabnahme vom Kreuz sollte dem Christus kein Bein gebrochen werden. Das hängt mit unserer ganzen Kulturentwickelung zusammen. In der Atlantis besaß der Mensch noch die Fähigkeit, auf die ätherischen Bildekräfte einzuwirken. So konnte er die Keimkraft der Körnerfrüchte benutzen, um Luftschiffe in Bewegung zu bringen. Die Aufgabe der zwölf Unterrassen, von der fünften atlantischen Unterrasse an, ist es, die Kräfte und Fähigkeiten zu entwickeln, die sich auf das mineralische Reich beziehen, die kombinatorischen Fähigkeiten. Die zwölf Rassen haben die Erde so weit zu bringen, daß das mineralische Reich im wesentlichen erobert wird. Die Zeit, für die das Christentum im Mittelpunkt steht, ist die Zeit, in welcher der Mensch das mineralische Reich umwandelt. Der Mensch wird sich den Erdmagnetismus dienstbar machen, wenn er einmal durch seine moralischen Kräfte auf die Erde wirkt. Für alles übrige ist der Mensch noch mehr oder weniger unbewußt.
[ 25 ] Bei der Herabnahme vom Kreuz sollte dem Christus kein Bein gebrochen werden. Das hängt mit unserer ganzen Kulturentwickelung zusammen. In der Atlantis besaß der Mensch noch die Fähigkeit, auf die ätherischen Bildekräfte einzuwirken. So konnte er die Keimkraft der Körnerfrüchte benutzen, um Luftschiffe in Bewegung zu bringen. Die Aufgabe der zwölf Unterrassen, von der fünften atlantischen Unterrasse an, ist es, die Kräfte und Fähigkeiten zu entwickeln, die sich auf das mineralische Reich beziehen, die kombinatorischen Fähigkeiten. Die zwölf Rassen haben die Erde so weit zu bringen, daß das mineralische Reich im wesentlichen erobert wird. Die Zeit, für die das Christentum im Mittelpunkt steht, ist die Zeit, in welcher der Mensch das mineralische Reich umwandelt. Der Mensch wird sich den Erdmagnetismus dienstbar machen, wenn er einmal durch seine moralischen Kräfte auf die Erde wirkt. Für alles übrige ist der Mensch noch mehr oder weniger unbewußt.
[ 26 ] Das Johannes-Evangelium ist eine der Schriften, die das Unendliche wie einen Quell in sich tragen.
[ 26 ] Das Johannes-Evangelium ist eine der Schriften, die das Unendliche wie einen Quell in sich tragen.
