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Myths and Legends
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GA 101

21 October 1907 a.m., Berlin

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3. Absterbende und aufsteigende Organentwickelungen im menschlichen Leibe. Die Physiognomie des Todes

3. Absterbende und aufsteigende Organentwickelungen im menschlichen Leibe. Die Physiognomie des Todes

anläßlich der Generalversammlung der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft

anläßlich der Generalversammlung der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft

[ 1 ] Aus den verschiedenen Vorträgen, die über Sagen und Mythen gehalten worden sind, können Sie ersehen, daß in solchen im Volke lebenden oder sonst durch den menschlichen Geist sich fortpflanzenden Erzählungen, Zeichen und dergleichen, uralte Erkenntnisse der geistigen Welt fortleben. Wir finden in den Sagen und Mythen einen Zustand des menschlichen Fühlens und Empfindens sozusagen konserviert, durch den die Menschheit im Besitz eines viel, viel höheren Wissens noch war, als dasjenige ist, das der Mensch gewinnen kann mit Hilfe der gewöhnlichen, an die äußeren Sinne gebundenen Beobachtungsgabe. Wer für solche Dinge eine Ahnung hat, dem können aus kurzen sagenhaften Erzählungen manchmal tiefe Weisheiten herausleuchten.

[ 1 ] Aus den verschiedenen Vorträgen, die über Sagen und Mythen gehalten worden sind, können Sie ersehen, daß in solchen im Volke lebenden oder sonst durch den menschlichen Geist sich fortpflanzenden Erzählungen, Zeichen und dergleichen, uralte Erkenntnisse der geistigen Welt fortleben. Wir finden in den Sagen und Mythen einen Zustand des menschlichen Fühlens und Empfindens sozusagen konserviert, durch den die Menschheit im Besitz eines viel, viel höheren Wissens noch war, als dasjenige ist, das der Mensch gewinnen kann mit Hilfe der gewöhnlichen, an die äußeren Sinne gebundenen Beobachtungsgabe. Wer für solche Dinge eine Ahnung hat, dem können aus kurzen sagenhaften Erzählungen manchmal tiefe Weisheiten herausleuchten.

[ 2 ] Sie wissen ja aus den verschiedenen Vorträgen, die da und dort von mir gehalten worden sind, daß einstmals ein großer Zug von Westen nach Osten stattgefunden hat, wo ein gewisser Teil der atlantischen Bevölkerung von Westen nach Osten herüberzog, der mitgenommen hat die Erinnerung an Zustände der alten atlantischen Zeit und an noch ältere Zeiten. Wer mit durch Geisteswissenschaft geschärften Blicken die sagenhaften Andeutungen dieser verschiedenen, da und dort seßhaften Völker betrachtet, dem gehen in diesen Sagen tiefe Erkenntnisse alter Zeiten auf. Und dann lebt sich nicht nur unser Denken, nicht nur unser Philosophieren, sondern dann lebt sich auch unser Gefühl, das tief ergriffen werden kann von jenen Weisheiten, in die göttliche Weltordnung ein. Denn je mehr die Weisheit nach dem Verstande zueilt, desto kälter, desto gefühlloser wird sie; je mehr die Weisheit hinaufeilt, den höheren Regionen des eigentlichen Geisteslebens zu, desto wärmer, desto gefühldurchtränkter wird sie.

[ 2 ] Sie wissen ja aus den verschiedenen Vorträgen, die da und dort von mir gehalten worden sind, daß einstmals ein großer Zug von Westen nach Osten stattgefunden hat, wo ein gewisser Teil der atlantischen Bevölkerung von Westen nach Osten herüberzog, der mitgenommen hat die Erinnerung an Zustände der alten atlantischen Zeit und an noch ältere Zeiten. Wer mit durch Geisteswissenschaft geschärften Blicken die sagenhaften Andeutungen dieser verschiedenen, da und dort seßhaften Völker betrachtet, dem gehen in diesen Sagen tiefe Erkenntnisse alter Zeiten auf. Und dann lebt sich nicht nur unser Denken, nicht nur unser Philosophieren, sondern dann lebt sich auch unser Gefühl, das tief ergriffen werden kann von jenen Weisheiten, in die göttliche Weltordnung ein. Denn je mehr die Weisheit nach dem Verstande zueilt, desto kälter, desto gefühlloser wird sie; je mehr die Weisheit hinaufeilt, den höheren Regionen des eigentlichen Geisteslebens zu, desto wärmer, desto gefühldurchtränkter wird sie.

[ 3 ] Wer vermöchte wohl eine abstrakte Theorie der materialistischen Naturwissenschaft, sei sie auch noch so sehr durchdrungen von wahren Beobachtungen wie der Darwinismus, wer vermöchte diese Theorien mit warmer Empfindung und warmem Gefühl zu verfolgen? Wem könnte wohl das Herz schneller schlagen, wenn er die Worte Vererbung, Anpassung und dergleichen hört? Er empfindet nichts dabei. Aber wer davon hört, wie die Erde hindurchgegangen ist durch die früheren Formzustände von Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit, wer davon hört, wie die Menschheit aufgestiegen ist von der lemurischen zur atlantischen Zeit und so weiter -, wer davon hört und dabei unbewegt bliebe, der muß in einem ungesunden Seelenzustand sein. Wer unbefangen zu empfinden vermag, dem schneiden solche Erzählungen tief in das Herz. Wer solche Sagen und Märchen anhört, der ahnt die Tiefe der darin enthaltenen Weisheit in den Gefühlen, die sie in ihm erregen.

[ 3 ] Wer vermöchte wohl eine abstrakte Theorie der materialistischen Naturwissenschaft, sei sie auch noch so sehr durchdrungen von wahren Beobachtungen wie der Darwinismus, wer vermöchte diese Theorien mit warmer Empfindung und warmem Gefühl zu verfolgen? Wem könnte wohl das Herz schneller schlagen, wenn er die Worte Vererbung, Anpassung und dergleichen hört? Er empfindet nichts dabei. Aber wer davon hört, wie die Erde hindurchgegangen ist durch die früheren Formzustände von Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit, wer davon hört, wie die Menschheit aufgestiegen ist von der lemurischen zur atlantischen Zeit und so weiter -, wer davon hört und dabei unbewegt bliebe, der muß in einem ungesunden Seelenzustand sein. Wer unbefangen zu empfinden vermag, dem schneiden solche Erzählungen tief in das Herz. Wer solche Sagen und Märchen anhört, der ahnt die Tiefe der darin enthaltenen Weisheit in den Gefühlen, die sie in ihm erregen.

[ 4 ] Es gibt eine einfache Erzählung, die unter den Mongolen Asiens lebt, und die auch bis nach dem Osten Europas sich verpflanzt hat, da wo mongolische Sagen und Erzählungen leben. Können wir nicht etwas tief Ergreifendes empfinden, selbst wenn wir noch nicht ahnen, welche Weisheit darin liegt, wenn uns diese mongolische Sage mitgeteilt wird, die da sagt:

[ 4 ] Es gibt eine einfache Erzählung, die unter den Mongolen Asiens lebt, und die auch bis nach dem Osten Europas sich verpflanzt hat, da wo mongolische Sagen und Erzählungen leben. Können wir nicht etwas tief Ergreifendes empfinden, selbst wenn wir noch nicht ahnen, welche Weisheit darin liegt, wenn uns diese mongolische Sage mitgeteilt wird, die da sagt:

[ 5 ] Es gibt eine Mutter, die hat ein einziges Auge oben am Kopfe. Diese Mutter eilt trostlos durch die Welt, denn sie hat ihr einziges Kind verloren. Sie eilt durch die Welt, sie hebt jeden Stein auf, führt ihn an ihr Auge oben am Kopfe, und enttäuscht wirft sie ihn wieder von sich auf den Boden, daß er in tausend Stücke zerspringt, denn sie hat sich überzeugen müssen, daß er nicht ihr verlorenes Kind ist. Mit jedem Gegenstand macht sie dasselbe, in jedem Gegenstande glaubt sie ihr verlorenes Kind zu finden; sie greift ihn auf, hält ihn an das Auge und wirft ihn enttäuscht von sich. So eilt sie rastlos durch die Welt, immer wieder diese Prozedur wiederholend.

[ 5 ] Es gibt eine Mutter, die hat ein einziges Auge oben am Kopfe. Diese Mutter eilt trostlos durch die Welt, denn sie hat ihr einziges Kind verloren. Sie eilt durch die Welt, sie hebt jeden Stein auf, führt ihn an ihr Auge oben am Kopfe, und enttäuscht wirft sie ihn wieder von sich auf den Boden, daß er in tausend Stücke zerspringt, denn sie hat sich überzeugen müssen, daß er nicht ihr verlorenes Kind ist. Mit jedem Gegenstand macht sie dasselbe, in jedem Gegenstande glaubt sie ihr verlorenes Kind zu finden; sie greift ihn auf, hält ihn an das Auge und wirft ihn enttäuscht von sich. So eilt sie rastlos durch die Welt, immer wieder diese Prozedur wiederholend.

[ 6 ] Diese Erzählung ist nichts anderes als die Erinnerung jenes am meisten nach dem Osten getriebenen Volksstammes, der noch gewußt hat von der alten Atlantis, von dem Urzustande der Menschheit, wo der Mensch noch nähergestanden hat den geistigen Welten und noch selbst in die geistigen Welten hat hineinschauen können.

[ 6 ] Diese Erzählung ist nichts anderes als die Erinnerung jenes am meisten nach dem Osten getriebenen Volksstammes, der noch gewußt hat von der alten Atlantis, von dem Urzustande der Menschheit, wo der Mensch noch nähergestanden hat den geistigen Welten und noch selbst in die geistigen Welten hat hineinschauen können.

[ 7 ] Sie wissen ja alle, daß beim Kinde nach der Geburt die Knochen hier oben am Kopfe sich nur langsam schließen. Da war in uralten Zeiten beim Menschen noch eine Verbindung mit der Außenwelt vorhanden. Hätte man damals sehen können wie heute, so hätte man an jener Stelle des Kopfes ein Organ hervorragen sehen können wie einen leuchtenden Körper, dessen Strahlen die menschliche Begrenzung durchdrangen und langsam in der Außenwelt verschwanden. Man würde etwas wie eine wundersame Laterne haben sehen können, was man nur mit Unrecht ein Auge nennt, denn ein Auge war jenes Organ nicht. Aber es war ein Empfindungs-, ein Wahrnehmungsorgan der Menschheit in jenen ur-uralten Zeiten, mit dem der Mensch noch frei und offen hinausschauen konnte in das, was wir die astralische Welt nennen, mit dem er nicht nur die Körper, sondern auch die Seelen hat sehen können und das, was in diesen Seelen um ihn herum gelebt hat.

[ 7 ] Sie wissen ja alle, daß beim Kinde nach der Geburt die Knochen hier oben am Kopfe sich nur langsam schließen. Da war in uralten Zeiten beim Menschen noch eine Verbindung mit der Außenwelt vorhanden. Hätte man damals sehen können wie heute, so hätte man an jener Stelle des Kopfes ein Organ hervorragen sehen können wie einen leuchtenden Körper, dessen Strahlen die menschliche Begrenzung durchdrangen und langsam in der Außenwelt verschwanden. Man würde etwas wie eine wundersame Laterne haben sehen können, was man nur mit Unrecht ein Auge nennt, denn ein Auge war jenes Organ nicht. Aber es war ein Empfindungs-, ein Wahrnehmungsorgan der Menschheit in jenen ur-uralten Zeiten, mit dem der Mensch noch frei und offen hinausschauen konnte in das, was wir die astralische Welt nennen, mit dem er nicht nur die Körper, sondern auch die Seelen hat sehen können und das, was in diesen Seelen um ihn herum gelebt hat.

[ 8 ] Zusammengeschrumpft zu der sogenannten Zirbeldrüse ist dieses Organ, das von der Decke des Kopfes jetzt bedeckt ist. Der Mensch trägt aber heute als Erbstück dieses alten Organs, mit dem er die geistigen Welten um sich erleben konnte, eines in seiner Seele in sich, und das ist die Sehnsucht nach diesen Welten, für die sich ihm das Tor geschlossen hat, das Tor seines eigenen Kopfes. Die Sehnsucht nach dieser Welt ist geblieben, nicht die Möglichkeit des Hineinschauens. In den Religionen drückt sich diese Sehnsucht aus, die in den Menschenseelen lebt. Sah der Mensch früher in den geistigen Regionen warme, fühlende Wesenheiten um sich, so sieht er sich heute durch seine Augen umgeben von physischen, konturierten Gestalten.

[ 8 ] Zusammengeschrumpft zu der sogenannten Zirbeldrüse ist dieses Organ, das von der Decke des Kopfes jetzt bedeckt ist. Der Mensch trägt aber heute als Erbstück dieses alten Organs, mit dem er die geistigen Welten um sich erleben konnte, eines in seiner Seele in sich, und das ist die Sehnsucht nach diesen Welten, für die sich ihm das Tor geschlossen hat, das Tor seines eigenen Kopfes. Die Sehnsucht nach dieser Welt ist geblieben, nicht die Möglichkeit des Hineinschauens. In den Religionen drückt sich diese Sehnsucht aus, die in den Menschenseelen lebt. Sah der Mensch früher in den geistigen Regionen warme, fühlende Wesenheiten um sich, so sieht er sich heute durch seine Augen umgeben von physischen, konturierten Gestalten.

[ 9 ] Wirkt nun nicht ergreifend jene Erzählung von der Frau, die die Mutter der Menschheit ist, die suchend durch die Welt geht, die sucht, was ihre Sehnsucht stillt, und es nicht findet in all den äußeren Gegenständen, weil sie das nicht mehr sieht, was sie einst wahrnehmen konnte, als das eine Auge oben am Kopfe noch funktionierte? In all den äußeren Gegenständen, die heute der Menschheit durch die Sinne gegeben sind, kann es nicht mehr gefunden werden. So tief spricht der Mund des Weltengeistes zu uns durch die Sagen und Märchen; und erst dann können wir deren tiefen Sinn verstehen, wenn wir sie vom Standpunkte wahrer Geisteswissenschaft betrachten. Wir könnten glauben, wenn wir eine solche Erzählung hören, diese Erklärung, die anknüpft an die Erinnerung eines wahren Tatbestandes bei der Menschheit, sei tief genug. Doch sie ist noch viel tiefer. Es kommt bei diesen Sagen auch nicht nur darauf an, was gesagt wird, sondern auch wie es gesagt wird. Wenn man wirklich ihren Weisheitskern erforscht, so sieht man, daß ein scheinbarer Widerspruch sich löst. Denn es könnte ja als Widerspruch erscheinen, daß die Frau, die sich dieses Organ bewahrt hat, die äußeren Gegenstände an das eine Auge hält und mit diesem Auge sieht und erkennt, während man doch die Dinge der Außenwelt nur mit den jetzigen zwei Augen sehen kann. Gerade darin liegt aber eine tiefe Mysterienwahrheit, die wir nur tief genug fassen müssen; dann können wir einen Blick hinein tun in das Geschehen, in das die Menschheit mit hineinverflochten ist. Wir werden sehen, wie praktisch und ganz alltäglich anwendbar eine solche Wahrheit ist, die wir herausholen aus den Tiefen der Mysterienweisheit.

[ 9 ] Wirkt nun nicht ergreifend jene Erzählung von der Frau, die die Mutter der Menschheit ist, die suchend durch die Welt geht, die sucht, was ihre Sehnsucht stillt, und es nicht findet in all den äußeren Gegenständen, weil sie das nicht mehr sieht, was sie einst wahrnehmen konnte, als das eine Auge oben am Kopfe noch funktionierte? In all den äußeren Gegenständen, die heute der Menschheit durch die Sinne gegeben sind, kann es nicht mehr gefunden werden. So tief spricht der Mund des Weltengeistes zu uns durch die Sagen und Märchen; und erst dann können wir deren tiefen Sinn verstehen, wenn wir sie vom Standpunkte wahrer Geisteswissenschaft betrachten. Wir könnten glauben, wenn wir eine solche Erzählung hören, diese Erklärung, die anknüpft an die Erinnerung eines wahren Tatbestandes bei der Menschheit, sei tief genug. Doch sie ist noch viel tiefer. Es kommt bei diesen Sagen auch nicht nur darauf an, was gesagt wird, sondern auch wie es gesagt wird. Wenn man wirklich ihren Weisheitskern erforscht, so sieht man, daß ein scheinbarer Widerspruch sich löst. Denn es könnte ja als Widerspruch erscheinen, daß die Frau, die sich dieses Organ bewahrt hat, die äußeren Gegenstände an das eine Auge hält und mit diesem Auge sieht und erkennt, während man doch die Dinge der Außenwelt nur mit den jetzigen zwei Augen sehen kann. Gerade darin liegt aber eine tiefe Mysterienwahrheit, die wir nur tief genug fassen müssen; dann können wir einen Blick hinein tun in das Geschehen, in das die Menschheit mit hineinverflochten ist. Wir werden sehen, wie praktisch und ganz alltäglich anwendbar eine solche Wahrheit ist, die wir herausholen aus den Tiefen der Mysterienweisheit.

[ 10 ] Der Wissenschaftler, der mit dem äußeren Blick den Menschen betrachtet, im Seziersaal oder sonst, nach den physiologischen und biologischen Bestandteilen, der hat das Gefühl, daß er an jedes der Organe mit der gleichen Stimmung herangeht; er legt in derselben Weise die Instrumente an, wenn er das Herz, das Hirn, die Leber, den Magen zerfasert. Er meint, es komme einzig darauf an zu begreifen, aus welchen chemischen Bestandteilen diese Organe bestehen und geformt seien. Er ahnt nichts davon, daß diese Organe grundverschieden sind, je nachdem, woraus sie gebildet sind. Die Nerven würden nicht da sein, wenn nicht dem Menschen ein astralischer Leib eingegliedert wäre, und diese innere Wesenheit ist es, die heraussondert das Nervensystem und dadurch die Nervensubstanz zu etwas von den anderen Substanzen Wesensverschiedenem macht. In der astralischen Welt wesen und leben die Bildner und Baumeister der Nervensubstanz, und sie bilden weise, sehr weise.

[ 10 ] Der Wissenschaftler, der mit dem äußeren Blick den Menschen betrachtet, im Seziersaal oder sonst, nach den physiologischen und biologischen Bestandteilen, der hat das Gefühl, daß er an jedes der Organe mit der gleichen Stimmung herangeht; er legt in derselben Weise die Instrumente an, wenn er das Herz, das Hirn, die Leber, den Magen zerfasert. Er meint, es komme einzig darauf an zu begreifen, aus welchen chemischen Bestandteilen diese Organe bestehen und geformt seien. Er ahnt nichts davon, daß diese Organe grundverschieden sind, je nachdem, woraus sie gebildet sind. Die Nerven würden nicht da sein, wenn nicht dem Menschen ein astralischer Leib eingegliedert wäre, und diese innere Wesenheit ist es, die heraussondert das Nervensystem und dadurch die Nervensubstanz zu etwas von den anderen Substanzen Wesensverschiedenem macht. In der astralischen Welt wesen und leben die Bildner und Baumeister der Nervensubstanz, und sie bilden weise, sehr weise.

[ 11 ] In gewissen noch höheren Gebieten des geistigen Daseins befinden sich Wesen, die identisch, gleichartig sind dem menschlichen Ich-Wesen selber, die zuerst Veranlassung gegeben haben zur Bildung des roten Blutes. Sie können das lesen in der Schrift «Blut ist ein ganz besondrer Saft». Ich-Wesen sind die Bildner und Baumeister dieses roten Blutes. Sie wirkten von außen, damit das Ich sich in den Menschen versenken konnte. Die Tiere haben das Ich noch nicht. Wo beim Tier rotes Blut ist, da wirken Wesen von außen; die Tiere sind vom roten Blute «besessen». Der Mensch aber kommt dadurch zur Freiheit, daß er von seinem Ich, von sich selbst «besessen» ist. Er mußte von sich selbst Besitz ergreifen, um die Herrschaft über sein Blut erlangen zu können.

[ 11 ] In gewissen noch höheren Gebieten des geistigen Daseins befinden sich Wesen, die identisch, gleichartig sind dem menschlichen Ich-Wesen selber, die zuerst Veranlassung gegeben haben zur Bildung des roten Blutes. Sie können das lesen in der Schrift «Blut ist ein ganz besondrer Saft». Ich-Wesen sind die Bildner und Baumeister dieses roten Blutes. Sie wirkten von außen, damit das Ich sich in den Menschen versenken konnte. Die Tiere haben das Ich noch nicht. Wo beim Tier rotes Blut ist, da wirken Wesen von außen; die Tiere sind vom roten Blute «besessen». Der Mensch aber kommt dadurch zur Freiheit, daß er von seinem Ich, von sich selbst «besessen» ist. Er mußte von sich selbst Besitz ergreifen, um die Herrschaft über sein Blut erlangen zu können.

[ 12 ] In den Absonderungsorganen, die wir Drüsen nennen, wirkt der Ätherleib, das heißt, es wirken diejenigen Wesen, die im Ätherraum wirken. Um diese Drüsen zu verstehen, müssen wir uns etwas klarmachen. Würde der Mensch nur einen Ätherleib haben und keinen Astralleib, dann würden auch nur Wesen aus der Welt des Äthers im menschlichen Leibe wirken, und es könnten dann keineswegs die Organe entstehen, die wir als Drüsen bezeichnen, sondern nur solche Organe, die ähnlich wären denen, wie sie sich draußen im Pflanzenreich finden. Denn auch da wirkt der Ätherleib, der die Pflanzen durchsetzt und das Unorganische zum Leben aufruft. Jedes neue Prinzip, das dazukommt, wirkt umgestaltend auf alle vorhandenen. Dadurch, daß das Astralische in den Menschenleib eindringt und für sich selbst das Nervensystem konstruiert, wirkt es auch zurück auf die Welt des Äthers und gestaltet die ursprünglichen Pflanzenorgane um, so daß sie zu Drüsen werden.

[ 12 ] In den Absonderungsorganen, die wir Drüsen nennen, wirkt der Ätherleib, das heißt, es wirken diejenigen Wesen, die im Ätherraum wirken. Um diese Drüsen zu verstehen, müssen wir uns etwas klarmachen. Würde der Mensch nur einen Ätherleib haben und keinen Astralleib, dann würden auch nur Wesen aus der Welt des Äthers im menschlichen Leibe wirken, und es könnten dann keineswegs die Organe entstehen, die wir als Drüsen bezeichnen, sondern nur solche Organe, die ähnlich wären denen, wie sie sich draußen im Pflanzenreich finden. Denn auch da wirkt der Ätherleib, der die Pflanzen durchsetzt und das Unorganische zum Leben aufruft. Jedes neue Prinzip, das dazukommt, wirkt umgestaltend auf alle vorhandenen. Dadurch, daß das Astralische in den Menschenleib eindringt und für sich selbst das Nervensystem konstruiert, wirkt es auch zurück auf die Welt des Äthers und gestaltet die ursprünglichen Pflanzenorgane um, so daß sie zu Drüsen werden.

[ 13 ] Es ist nun möglich, die Organe des Menschen zu studieren in ihrer verschiedenen Wertigkeit, wenn man zurückgeht auf die Urgründe, die in den geistigen Welten zu finden sind. Wir finden, daß Leber, Galle, Milz und so weiter etwas ganz anderes sind, wenn man weiß, wie verschiedene Welten an ihrer Gestaltung beteiligt sind, als wenn wir sie bloß mit den gewöhnlichen Instrumenten der Wissenschaft physiologisch zergliedern. Sie sind Erbteile aus der geistigen Welt heraus. Es müssen alle Organe beim Menschen aus ihren geistigen Ursprüngen heraus von uns betrachtet werden, wenn wir deren Bedeutung richtig verstehen wollen. Da sehen wir hin auf eine zukünftige Behandlungsweise des menschlichen Leibes, wo man sich dieses geistigen Ursprunges der Organe bewußt sein wird und diese Erkenntnisse anwenden wird in der alltäglichen Medizin. Das ist ein Prozeß, der langsam und geduldig durchgemacht werden muß. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen, aber es bereitet sich vor und wird in der Zukunft geschehen.

[ 13 ] Es ist nun möglich, die Organe des Menschen zu studieren in ihrer verschiedenen Wertigkeit, wenn man zurückgeht auf die Urgründe, die in den geistigen Welten zu finden sind. Wir finden, daß Leber, Galle, Milz und so weiter etwas ganz anderes sind, wenn man weiß, wie verschiedene Welten an ihrer Gestaltung beteiligt sind, als wenn wir sie bloß mit den gewöhnlichen Instrumenten der Wissenschaft physiologisch zergliedern. Sie sind Erbteile aus der geistigen Welt heraus. Es müssen alle Organe beim Menschen aus ihren geistigen Ursprüngen heraus von uns betrachtet werden, wenn wir deren Bedeutung richtig verstehen wollen. Da sehen wir hin auf eine zukünftige Behandlungsweise des menschlichen Leibes, wo man sich dieses geistigen Ursprunges der Organe bewußt sein wird und diese Erkenntnisse anwenden wird in der alltäglichen Medizin. Das ist ein Prozeß, der langsam und geduldig durchgemacht werden muß. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen, aber es bereitet sich vor und wird in der Zukunft geschehen.

[ 14 ] Namentlich eines ist wichtig zu beachten bei der Betrachtung des menschlichen Leibes. Es gibt in ihm solche Organe, die ihre jetzige Gestalt erst verhältnismäßig spät bekommen haben, und andere, welche schon seit Urzeiten ihre jetzige Gestalt haben. Es gibt solche Organe, die durch ihre jetzige Gestalt dazu berufen sind, immer mehr und mehr zu vertrocknen und abzufallen, wegzufallen vom menschlichen Leibe; und es gibt solche Organe, die jetzt ihre Anfangsgestalt haben, die dazu berufen sind, diese mehr und mehr zu vervollkommnen und in der Zukunft geradezu eine wichtige Rolle zu spielen bei allem, was durch den Menschen geschieht. Zu den Organen, welche in der Zukunft geradezu schöpferisch sein werden, gehört alles, was mit dem menschlichen Herzen und dem menschlichen Kehlkopf zusammenhängt. Diese Organe stehen erst im Anfange ihrer Entwickelung, sie werden in Zukunft Reproduktionsorgane, Fortpflanzungsorgane sein. Sie finden das heute schon leise angedeutet dadurch, daß beim Manne sich die Stimme verändert, wenn die Geschlechtsreife eintritt. Herz und Kehlkopf werden sich verändern, sie werden sich vollkommener und vollkommener gestalten, und später werden ihnen menschliche Wesen entspringen.

[ 14 ] Namentlich eines ist wichtig zu beachten bei der Betrachtung des menschlichen Leibes. Es gibt in ihm solche Organe, die ihre jetzige Gestalt erst verhältnismäßig spät bekommen haben, und andere, welche schon seit Urzeiten ihre jetzige Gestalt haben. Es gibt solche Organe, die durch ihre jetzige Gestalt dazu berufen sind, immer mehr und mehr zu vertrocknen und abzufallen, wegzufallen vom menschlichen Leibe; und es gibt solche Organe, die jetzt ihre Anfangsgestalt haben, die dazu berufen sind, diese mehr und mehr zu vervollkommnen und in der Zukunft geradezu eine wichtige Rolle zu spielen bei allem, was durch den Menschen geschieht. Zu den Organen, welche in der Zukunft geradezu schöpferisch sein werden, gehört alles, was mit dem menschlichen Herzen und dem menschlichen Kehlkopf zusammenhängt. Diese Organe stehen erst im Anfange ihrer Entwickelung, sie werden in Zukunft Reproduktionsorgane, Fortpflanzungsorgane sein. Sie finden das heute schon leise angedeutet dadurch, daß beim Manne sich die Stimme verändert, wenn die Geschlechtsreife eintritt. Herz und Kehlkopf werden sich verändern, sie werden sich vollkommener und vollkommener gestalten, und später werden ihnen menschliche Wesen entspringen.

[ 15 ] Die heutigen Fortpflanzungsorgane dagegen sind auf dem Aussterbeetat; sie werden sich immer mehr verhärten und schnüren sich ab vom menschlichen Leibe. Man versteht den menschlichen Leib nur dann in richtiger Weise, wenn man weiß, daß er zusammengesetzt ist aus einem absterbenden Teil und einem in der Entwickelung fortschreitenden Teil und wie sich der absterbende Teil zu dem fortschreitenden Teil verhält. Der menschliche Leib enthält etwas in sich, was immer mehr in den Tod hineingeht, und etwas, was immer mehr zu neuem Leben aufblüht. Wer den Menschen vom okkulten Standpunkte aus betrachtet, kann bei jedem Organ angeben, ob es ein solches ist, das zur abflutenden Entwickelung gehört, das dem Tode zueilt, das die Menschheit künftig nicht mehr haben wird, oder ob es ein solches ist, das auf der Jugendstufe steht und in Zukunft erst größer und gewaltiger ausgebildet sein wird. Sie können solche Organe im menschlichen Leibe sehen, die in ihrer Natur schon zusammengeschrumpft und in ihrer Tätigkeit abgestumpft sind, die nur noch eine spärliche Tätigkeit haben. Ein solches Organ ist die Zirbeldrüse. Sie hatte einstmals eine mächtige Tätigkeit und ist jetzt herabgesunken zu einem fast bedeutungslosen Organ. Gewisse Organe gehen fast bis zur Stufe des Todes und werden dann wieder neu belebt in anderer Weise. Andere Organe sterben ganz ab, sie verschwinden in ihrer Form vom physischen Plan und treten dann wieder auf in anderer Gestalt.

[ 15 ] Die heutigen Fortpflanzungsorgane dagegen sind auf dem Aussterbeetat; sie werden sich immer mehr verhärten und schnüren sich ab vom menschlichen Leibe. Man versteht den menschlichen Leib nur dann in richtiger Weise, wenn man weiß, daß er zusammengesetzt ist aus einem absterbenden Teil und einem in der Entwickelung fortschreitenden Teil und wie sich der absterbende Teil zu dem fortschreitenden Teil verhält. Der menschliche Leib enthält etwas in sich, was immer mehr in den Tod hineingeht, und etwas, was immer mehr zu neuem Leben aufblüht. Wer den Menschen vom okkulten Standpunkte aus betrachtet, kann bei jedem Organ angeben, ob es ein solches ist, das zur abflutenden Entwickelung gehört, das dem Tode zueilt, das die Menschheit künftig nicht mehr haben wird, oder ob es ein solches ist, das auf der Jugendstufe steht und in Zukunft erst größer und gewaltiger ausgebildet sein wird. Sie können solche Organe im menschlichen Leibe sehen, die in ihrer Natur schon zusammengeschrumpft und in ihrer Tätigkeit abgestumpft sind, die nur noch eine spärliche Tätigkeit haben. Ein solches Organ ist die Zirbeldrüse. Sie hatte einstmals eine mächtige Tätigkeit und ist jetzt herabgesunken zu einem fast bedeutungslosen Organ. Gewisse Organe gehen fast bis zur Stufe des Todes und werden dann wieder neu belebt in anderer Weise. Andere Organe sterben ganz ab, sie verschwinden in ihrer Form vom physischen Plan und treten dann wieder auf in anderer Gestalt.

[ 16 ] Nun betrachten wir einmal den menschlichen Leib, da wo er am deutlichsten auf der absteigenden Bahn dem Tode zueilt, und da, wo er in aufsteigender Bahn ein neues, junges Leben entfaltet. Diese beiden Dinge gehen durch einander hindurch. Die wichtigsten Organe sind hineingepreßt in diese Bahn der auf- und absteigenden Entwickelung, so daß sie beides, den Tod und das Leben, in sich haben. Ihre Behandlung ist unter Umständen im menschlichen Leben das Allerwichtigste. So wollen wir sie an einem signifikanten Beispiel anschauen.

[ 16 ] Nun betrachten wir einmal den menschlichen Leib, da wo er am deutlichsten auf der absteigenden Bahn dem Tode zueilt, und da, wo er in aufsteigender Bahn ein neues, junges Leben entfaltet. Diese beiden Dinge gehen durch einander hindurch. Die wichtigsten Organe sind hineingepreßt in diese Bahn der auf- und absteigenden Entwickelung, so daß sie beides, den Tod und das Leben, in sich haben. Ihre Behandlung ist unter Umständen im menschlichen Leben das Allerwichtigste. So wollen wir sie an einem signifikanten Beispiel anschauen.

[ 17 ] Sie wissen alle aus meinen sonstigen Vorträgen die ganz elementare Tatsache, daß der Mensch besteht aus dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich. Sie wissen, daß das Ich zunächst am Astralleib arbeitet und immerfort einen Teil desselben umgestaltet. Wenn Sie zurückblicken auf jenen Zeitpunkt der Menschheitsentwickelung, wo das Ich sozusagen heruntergestiegen ist aus dem Schoße der Gottheit und zum ersten Male angefangen hat, am astralischen Leibe zu arbeiten, da geht Ihnen doch die Anschauung auf, daß einstmals der astralische Leib ein Geschenk der Gottheit an den Menschen war. Wenn wir uns schematisch diesen Menschen klarmachen wollen in dem Moment, wo eben das Ich eingepflanzt worden ist in ihn, so können wir sagen: Es war vorhanden sein physischer Leib (es wird gezeichnet), sein Atherleib und sein astralischer Leib.

[ 17 ] Sie wissen alle aus meinen sonstigen Vorträgen die ganz elementare Tatsache, daß der Mensch besteht aus dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich. Sie wissen, daß das Ich zunächst am Astralleib arbeitet und immerfort einen Teil desselben umgestaltet. Wenn Sie zurückblicken auf jenen Zeitpunkt der Menschheitsentwickelung, wo das Ich sozusagen heruntergestiegen ist aus dem Schoße der Gottheit und zum ersten Male angefangen hat, am astralischen Leibe zu arbeiten, da geht Ihnen doch die Anschauung auf, daß einstmals der astralische Leib ein Geschenk der Gottheit an den Menschen war. Wenn wir uns schematisch diesen Menschen klarmachen wollen in dem Moment, wo eben das Ich eingepflanzt worden ist in ihn, so können wir sagen: Es war vorhanden sein physischer Leib (es wird gezeichnet), sein Atherleib und sein astralischer Leib.

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[ 18 ] Dann schlägt das Ich von oben ein in den astralischen Leib und beginnt zu arbeiten im Menschen, und wir haben dann einen Teil des astralischen Leibes, der vom Ich selbst geformt ist. Dieser astralische Leib besteht heute aus zwei Gliedern, einem Gliede, das auch das Tier hat, und einem anderen, das nur der Mensch hat, das dadurch entsteht, daß der Mensch durch viele Verkörperungen hindurch mit seinem Ich gearbeitet hat am astralischen Leibe. Nun wirkt im Menschen etwas anderes als im Tier. Das Tier hat diesen Einschlag des Ich in den astralischen Leib nicht. Es hat seinen astralischen Leib nur in einer ganz bestimmten Weise geformt, wie es ihn eben von den äußeren Mächten bekommen hat. Nun wirkt alles, was aus den höheren Welten kommt, wieder auf das Ganze des menschlichen Organismus ein, gestaltet alles in einer gewissen Weise um und bewirkt Neugestaltungen der alten Organe, es wandelt die alten Organe um.

[ 18 ] Dann schlägt das Ich von oben ein in den astralischen Leib und beginnt zu arbeiten im Menschen, und wir haben dann einen Teil des astralischen Leibes, der vom Ich selbst geformt ist. Dieser astralische Leib besteht heute aus zwei Gliedern, einem Gliede, das auch das Tier hat, und einem anderen, das nur der Mensch hat, das dadurch entsteht, daß der Mensch durch viele Verkörperungen hindurch mit seinem Ich gearbeitet hat am astralischen Leibe. Nun wirkt im Menschen etwas anderes als im Tier. Das Tier hat diesen Einschlag des Ich in den astralischen Leib nicht. Es hat seinen astralischen Leib nur in einer ganz bestimmten Weise geformt, wie es ihn eben von den äußeren Mächten bekommen hat. Nun wirkt alles, was aus den höheren Welten kommt, wieder auf das Ganze des menschlichen Organismus ein, gestaltet alles in einer gewissen Weise um und bewirkt Neugestaltungen der alten Organe, es wandelt die alten Organe um.

[ 19 ] Betrachten wir einmal das Verhältnis dieser drei Leiber von diesem Gesichtspunkte aus. Der physische Leib besteht aus ähnlichen Stoffen und Kräften, wie sie in der mineralischen Welt draußen ausgebreitet sind, aus physischen, aus chemischen Stoffen und Kräften. Würde er nur diese haben, wäre er ein Mineral, wenn auch noch so kunstvoll geformt. Ihn durchsetzt von allen Seiten der Äther- oder Lebensleib. Was tut dieser Lebensleib? Er wirkt in jedem Moment dem Zerfall des physischen Leibes entgegen, er ist der Kämpfer gegen diesen Zerfall des physischen Leibes. Ohne ihn würde der physische Leib, wenn er nur sich selbst überlassen bliebe, den physischen Kräften folgen und nach und nach zerfallen. Während des Lebens sind physischer Leib und Ätherleib verbunden, und der Ätherleib kämpft fortwährend gegen den Zerfall des physischen Leibes.

[ 19 ] Betrachten wir einmal das Verhältnis dieser drei Leiber von diesem Gesichtspunkte aus. Der physische Leib besteht aus ähnlichen Stoffen und Kräften, wie sie in der mineralischen Welt draußen ausgebreitet sind, aus physischen, aus chemischen Stoffen und Kräften. Würde er nur diese haben, wäre er ein Mineral, wenn auch noch so kunstvoll geformt. Ihn durchsetzt von allen Seiten der Äther- oder Lebensleib. Was tut dieser Lebensleib? Er wirkt in jedem Moment dem Zerfall des physischen Leibes entgegen, er ist der Kämpfer gegen diesen Zerfall des physischen Leibes. Ohne ihn würde der physische Leib, wenn er nur sich selbst überlassen bliebe, den physischen Kräften folgen und nach und nach zerfallen. Während des Lebens sind physischer Leib und Ätherleib verbunden, und der Ätherleib kämpft fortwährend gegen den Zerfall des physischen Leibes.

[ 20 ] Was tut nun der astralische Leib? Es ist außerordentlich wichtig, das zu wissen. Der astralische Leib ist in gewisser Beziehung während des bewußten Lebens - nicht während des Schlafes - damit beschäftigt, den Ätherleib fortwährend zu töten, fortwährend die Kräfte, die der Ätherleib entwickelt, herabzusetzen, abzudämpfen. Daher ist der Ausdruck für das Leben des Astralleibes die Ermüdung, die Abmüdung des Körpers während des Tages. Der astralische Leib zerstört fortwährend den Ätherleib. Würde er das nicht tun, dann entstünde kein Bewußtsein, denn Bewußtsein ist nicht möglich, ohne daß das Leben fortwährend wieder stufenweise zerstört wird. Das ist außerordentlich wichtig zu beachten. Diese geistige Tätigkeit - das Leben in der Ätherwelt, das wunderbare Aufflackern des Lebens in der Ätherwelt, das sich in den herrlichsten Bewegungen und Rhythmen auslebt, und die fortwährende Dämpfung dieses Rhythmus des Ätherleibes durch den astralischen Leib das ist dasjenige, was das Bewußtsein hervorbringt, auch schon das einfachste tierische Bewußtsein. Diese geistigen Vorgänge drücken sich in der physischen Welt nun so aus, daß in dem Augenblick, wo in das bloße Leben Bewußtsein einschießt, Verhärtung, Verknöcherung im physischen Leibe eintritt. Es gibt natürlich Übergänge, Weichtiere und so weiter; diese haben auch ein ganz eigentümliches Bewußtsein. Das Bewußtsein wird erst dadurch ein eigenes, es nähert sich um so mehr dem Selbstbewußstsein, je mehr sich die weichen, organischen Lebensmassen mit harten, knöchernen Einschlüssen innerlich durchsetzen. Es ist also der astralische Leib in seiner Wirkung auf den Ätherleib, der - wie bei den Weichtieren, Schnecken, Muscheln und so weiter - nach außen die harten Schalenteile absondert, um in ihnen jenes dumpfe Bewußtsein zu erzeugen, das in diesen Tieren lebt. Bei den höheren Tieren, bei denen das Selbstbewußtsein stärker wird, ist es eine Nebentätigkeit des astralischen Leibes neben der Bildung des Nervensystems, alles Knöchertige, Verhärtende abzusondern. In demselben Maße, in dem das Selbstbewußitsein stärker wird, sondert sich aus der weichen, gallertartigen Masse das feste Knorpel- und Knochenartige heraus. Bei den höchsten Tieren ist diese Bildung ungefähr fertig; der astralische Leib hat da ein Knochensystem herausgebildet, das in seiner Art beinah abgeschlossen ist.

[ 20 ] Was tut nun der astralische Leib? Es ist außerordentlich wichtig, das zu wissen. Der astralische Leib ist in gewisser Beziehung während des bewußten Lebens - nicht während des Schlafes - damit beschäftigt, den Ätherleib fortwährend zu töten, fortwährend die Kräfte, die der Ätherleib entwickelt, herabzusetzen, abzudämpfen. Daher ist der Ausdruck für das Leben des Astralleibes die Ermüdung, die Abmüdung des Körpers während des Tages. Der astralische Leib zerstört fortwährend den Ätherleib. Würde er das nicht tun, dann entstünde kein Bewußtsein, denn Bewußtsein ist nicht möglich, ohne daß das Leben fortwährend wieder stufenweise zerstört wird. Das ist außerordentlich wichtig zu beachten. Diese geistige Tätigkeit - das Leben in der Ätherwelt, das wunderbare Aufflackern des Lebens in der Ätherwelt, das sich in den herrlichsten Bewegungen und Rhythmen auslebt, und die fortwährende Dämpfung dieses Rhythmus des Ätherleibes durch den astralischen Leib das ist dasjenige, was das Bewußtsein hervorbringt, auch schon das einfachste tierische Bewußtsein. Diese geistigen Vorgänge drücken sich in der physischen Welt nun so aus, daß in dem Augenblick, wo in das bloße Leben Bewußtsein einschießt, Verhärtung, Verknöcherung im physischen Leibe eintritt. Es gibt natürlich Übergänge, Weichtiere und so weiter; diese haben auch ein ganz eigentümliches Bewußtsein. Das Bewußtsein wird erst dadurch ein eigenes, es nähert sich um so mehr dem Selbstbewußstsein, je mehr sich die weichen, organischen Lebensmassen mit harten, knöchernen Einschlüssen innerlich durchsetzen. Es ist also der astralische Leib in seiner Wirkung auf den Ätherleib, der - wie bei den Weichtieren, Schnecken, Muscheln und so weiter - nach außen die harten Schalenteile absondert, um in ihnen jenes dumpfe Bewußtsein zu erzeugen, das in diesen Tieren lebt. Bei den höheren Tieren, bei denen das Selbstbewußtsein stärker wird, ist es eine Nebentätigkeit des astralischen Leibes neben der Bildung des Nervensystems, alles Knöchertige, Verhärtende abzusondern. In demselben Maße, in dem das Selbstbewußitsein stärker wird, sondert sich aus der weichen, gallertartigen Masse das feste Knorpel- und Knochenartige heraus. Bei den höchsten Tieren ist diese Bildung ungefähr fertig; der astralische Leib hat da ein Knochensystem herausgebildet, das in seiner Art beinah abgeschlossen ist.

[ 21 ] Beim Menschen geschieht mit dem astralischen Leibe etwas besonderes, da findet ein neuer Einschlag statt. Der Astralleib wird durch das Ich teilweise umgewandelt, und das bewirkt die Umsetzung der Tendenz der Verknöcherung, die früher da war. Hätte der Mensch den Astralleib unverändert gelassen und weiter fortgearbeitet an der Skelettbildung, so gäbe es keine menschliche Kultur auf der Erde. Aller Fortschritt in der menschlichen Entwickelung ist dadurch bedingt, daß Teile des menschlichen Astralleibes herausgesondert und dem Ich unterworfen werden. Dieser abgesonderte Teil des Astralleibes hat eine besondere Aufgabe, er bewirkt eine neue Tendenz; dadurch kommt die Skelettbildung, die Verknöcherung unter die Herrschaft des abgesonderten Teiles des astralischen Leibes.

[ 21 ] Beim Menschen geschieht mit dem astralischen Leibe etwas besonderes, da findet ein neuer Einschlag statt. Der Astralleib wird durch das Ich teilweise umgewandelt, und das bewirkt die Umsetzung der Tendenz der Verknöcherung, die früher da war. Hätte der Mensch den Astralleib unverändert gelassen und weiter fortgearbeitet an der Skelettbildung, so gäbe es keine menschliche Kultur auf der Erde. Aller Fortschritt in der menschlichen Entwickelung ist dadurch bedingt, daß Teile des menschlichen Astralleibes herausgesondert und dem Ich unterworfen werden. Dieser abgesonderte Teil des Astralleibes hat eine besondere Aufgabe, er bewirkt eine neue Tendenz; dadurch kommt die Skelettbildung, die Verknöcherung unter die Herrschaft des abgesonderten Teiles des astralischen Leibes.

[ 22 ] Wie äußert sich das? Sehr merkwürdig. Während früher die Tendenz des Astralleibes dahin gegangen ist, das Wesen mehr und mehr zu verhärten, gleichsam einen Schlußpunkt in der Entwickelung des Knochensystems zu setzen, behält der Astralleib des Menschen eine Kraft zurück, eine Tendenz, wiederum zu erweichen, so daß ein Fortschreiten der Entwickelung wiederum möglich ist. Gäbe es das nicht, würde alles das, was fest werden kann, in das menschliche Knochensystem einfließen, so gäbe es keinen menschlichen Fortschritt, keine Kultur. Ebenso wie die tierische Art keinen Fortschritt kennt - die Art der Löwen, der Tiger ist fertig, abgeschlossen -, so würde es auch beim Menschen sein. Der Mensch aber kann mit dem abgesonderten Teil des Astralleibes wiederum das zurücknehmen, was sich verhärtet hat. Neben der Tendenz der Verhärtung, der Knochenbildung, ist im menschlichen Leibe immer die Tendenz vorhanden, etwas zurückzubehalten, so daß neue Organe gebildet werden können, die weich sind. Das ist außerordentlich wichtig zu beachten. Diese Tendenz ist beim Tiere nicht vorhanden.

[ 22 ] Wie äußert sich das? Sehr merkwürdig. Während früher die Tendenz des Astralleibes dahin gegangen ist, das Wesen mehr und mehr zu verhärten, gleichsam einen Schlußpunkt in der Entwickelung des Knochensystems zu setzen, behält der Astralleib des Menschen eine Kraft zurück, eine Tendenz, wiederum zu erweichen, so daß ein Fortschreiten der Entwickelung wiederum möglich ist. Gäbe es das nicht, würde alles das, was fest werden kann, in das menschliche Knochensystem einfließen, so gäbe es keinen menschlichen Fortschritt, keine Kultur. Ebenso wie die tierische Art keinen Fortschritt kennt - die Art der Löwen, der Tiger ist fertig, abgeschlossen -, so würde es auch beim Menschen sein. Der Mensch aber kann mit dem abgesonderten Teil des Astralleibes wiederum das zurücknehmen, was sich verhärtet hat. Neben der Tendenz der Verhärtung, der Knochenbildung, ist im menschlichen Leibe immer die Tendenz vorhanden, etwas zurückzubehalten, so daß neue Organe gebildet werden können, die weich sind. Das ist außerordentlich wichtig zu beachten. Diese Tendenz ist beim Tiere nicht vorhanden.

[ 23 ] Betrachten wir jetzt einmal einen Menschen mitten im Leben drinnen, wie er dasteht auf der einen Seite mit seiner Tendenz zu verhärten, und auf der anderen Seite mit seiner Tendenz, etwas zurückzubehalten. Wir sehen diese beiden Tendenzen sich da scheiden, wo der Mensch um das siebente Jahr herum seine zweiten Zähne bekommt. Die Tendenz, in die Knochenbildung hineinzugehen, sich abzuschließen in der Verhärtung, findet ihren Ausdruck in den Zähnen, die das Kind um das siebente Lebensjahr herum bekommt. Der abgesonderte Teil des Astralleibes bewirkt, daß der Mensch abweichend vom Tier - gewisse Lebenskräfte zurückbehält, so daß er sich weiterbilden kann. Bis zum siebenten Jahre kam beim Menschen nur das Artmäßige, das Gattungsmäßige zum Ausdruck; jetzt tritt der Zeitpunkt ein, wo er sich in den Kulturfortschritt unserer Zeit hineinleben kann. Es beginnt die Schulzeit. Diese zwei Dinge hängen wesenhaft zusammen: die Tendenz zur Verhärtung, die sich ausdrückt in der Zahnbildung, und die Tendenz zur Erweichung, die etwas zurückbehalten muß, was der Ätherleib, der im siebenten Jahr frei wird, zu seiner Fortentwickelung braucht. Diese zwei Tendenzen sind aneinandergefesselt, das zeigt sich klar und deutlich im Leben.

[ 23 ] Betrachten wir jetzt einmal einen Menschen mitten im Leben drinnen, wie er dasteht auf der einen Seite mit seiner Tendenz zu verhärten, und auf der anderen Seite mit seiner Tendenz, etwas zurückzubehalten. Wir sehen diese beiden Tendenzen sich da scheiden, wo der Mensch um das siebente Jahr herum seine zweiten Zähne bekommt. Die Tendenz, in die Knochenbildung hineinzugehen, sich abzuschließen in der Verhärtung, findet ihren Ausdruck in den Zähnen, die das Kind um das siebente Lebensjahr herum bekommt. Der abgesonderte Teil des Astralleibes bewirkt, daß der Mensch abweichend vom Tier - gewisse Lebenskräfte zurückbehält, so daß er sich weiterbilden kann. Bis zum siebenten Jahre kam beim Menschen nur das Artmäßige, das Gattungsmäßige zum Ausdruck; jetzt tritt der Zeitpunkt ein, wo er sich in den Kulturfortschritt unserer Zeit hineinleben kann. Es beginnt die Schulzeit. Diese zwei Dinge hängen wesenhaft zusammen: die Tendenz zur Verhärtung, die sich ausdrückt in der Zahnbildung, und die Tendenz zur Erweichung, die etwas zurückbehalten muß, was der Ätherleib, der im siebenten Jahr frei wird, zu seiner Fortentwickelung braucht. Diese zwei Tendenzen sind aneinandergefesselt, das zeigt sich klar und deutlich im Leben.

[ 24 ] Man kann leicht die Beobachtung machen, daß manche Erscheinungen im Leben vorkommen, die man schwer miteinander verbinden kann, wenn man sie nicht vom Standpunkt der Geisteswissenschaft aus betrachtet. Wer zum Beispiel das sogenannte Kindbettfieber beobachtet, kann finden, daß es meistens mit schadhaften Zähnen verbunden ist. Frauen, die Kindbettfieber haben, haben oft schadhafte Zähne. Warum? Weil diese zwei Tendenzen - die Tendenz zur Verhärtung, die sich in der Zahnbildung ausdrückt, und die Tendenz, sich fortzuentwickeln, sich aufzuschließen und über sich hinauszuwachsen, die in der Reproduktionskraft, in der Fortpflanzung zum Ausdruck kommt - zusammenhängen. Ist die eine geschädigt, so ist auch die andere mit geschädigt.

[ 24 ] Man kann leicht die Beobachtung machen, daß manche Erscheinungen im Leben vorkommen, die man schwer miteinander verbinden kann, wenn man sie nicht vom Standpunkt der Geisteswissenschaft aus betrachtet. Wer zum Beispiel das sogenannte Kindbettfieber beobachtet, kann finden, daß es meistens mit schadhaften Zähnen verbunden ist. Frauen, die Kindbettfieber haben, haben oft schadhafte Zähne. Warum? Weil diese zwei Tendenzen - die Tendenz zur Verhärtung, die sich in der Zahnbildung ausdrückt, und die Tendenz, sich fortzuentwickeln, sich aufzuschließen und über sich hinauszuwachsen, die in der Reproduktionskraft, in der Fortpflanzung zum Ausdruck kommt - zusammenhängen. Ist die eine geschädigt, so ist auch die andere mit geschädigt.

[ 25 ] Überall im menschlichen Leben tritt uns das entgegen, wie diese zwei Tendenzen, die nach Verhärtung und die nach dem Weichbleiben gewisser Organe, zusammenhängen. Es ist wichtig, daß diese zwei Tendenzen sich ausgleichen. Man muß das Leben so einzurichten trachten, daß sie sich die Waage halten, denn durch die Kulturverhältnisse, in die der Mensch hineingestellt ist, kommt es oft zu wesentlichen Veränderungen. Holt man zum Beispiel Landarbeiter vom Land weg, aus einem Leben in der freien Natur, aus einer Umgebung, in der schon ihre Vorfahren lebten, und verpflanzt sie in die Stadt, beschäftigt sie in Fabriken und so weiter, so verlieren sie durch die ganz veränderten Lebensbedingungen das Zusammenstimmen, das Äquilibrium zwischen den verhärtenden und erweichenden Kräften in ihrem Organismus. Und was ist die Folge? Eine der beiden Tendenzen wird dann die Oberhand gewinnen, entweder die verhärtenden oder die erweichenden Kräfte. Das sind die Ursachen in der geistigen Welt; die Wirkungen in der physischen Welt können Sie selbst sehen. Nehmen Sie an, die erweichenden Kräfte nehmen die Oberhand, dann treten Kulturkrankheiten auf wie Rachitis und ähnliche Krankheiten. Wenn dagegen die verhärtenden Tendenzen die Oberhand erlangen, dann werden gewisse Weichteile des Organismus anfangen, sich in ganz merkwürdiger Weise zu verhärten. Wenn der Verhärtungsprozeß in ungeeigneter Weise in den Vordergrund tritt, dann entsteht die Tuberkulose. Bei Tieren, die in der Natur leben, finden Sie solche Krankheiten nicht. Versetzen Sie sie aber aus ihrer gewohnten Umgebung in die unsere, zum Beispiel Affen, und sperren Sie sie auch noch ein, da bekommen sie sehr häufig Tuberkulose und gehen in der Gefangenschaft daran zugrunde. Warum geschieht das? Weil da die Verhärtungstendenzen überwiegen, wenn der Affe in eine Umgebung gestellt ist, in die er nicht hineinpaßt.

[ 25 ] Überall im menschlichen Leben tritt uns das entgegen, wie diese zwei Tendenzen, die nach Verhärtung und die nach dem Weichbleiben gewisser Organe, zusammenhängen. Es ist wichtig, daß diese zwei Tendenzen sich ausgleichen. Man muß das Leben so einzurichten trachten, daß sie sich die Waage halten, denn durch die Kulturverhältnisse, in die der Mensch hineingestellt ist, kommt es oft zu wesentlichen Veränderungen. Holt man zum Beispiel Landarbeiter vom Land weg, aus einem Leben in der freien Natur, aus einer Umgebung, in der schon ihre Vorfahren lebten, und verpflanzt sie in die Stadt, beschäftigt sie in Fabriken und so weiter, so verlieren sie durch die ganz veränderten Lebensbedingungen das Zusammenstimmen, das Äquilibrium zwischen den verhärtenden und erweichenden Kräften in ihrem Organismus. Und was ist die Folge? Eine der beiden Tendenzen wird dann die Oberhand gewinnen, entweder die verhärtenden oder die erweichenden Kräfte. Das sind die Ursachen in der geistigen Welt; die Wirkungen in der physischen Welt können Sie selbst sehen. Nehmen Sie an, die erweichenden Kräfte nehmen die Oberhand, dann treten Kulturkrankheiten auf wie Rachitis und ähnliche Krankheiten. Wenn dagegen die verhärtenden Tendenzen die Oberhand erlangen, dann werden gewisse Weichteile des Organismus anfangen, sich in ganz merkwürdiger Weise zu verhärten. Wenn der Verhärtungsprozeß in ungeeigneter Weise in den Vordergrund tritt, dann entsteht die Tuberkulose. Bei Tieren, die in der Natur leben, finden Sie solche Krankheiten nicht. Versetzen Sie sie aber aus ihrer gewohnten Umgebung in die unsere, zum Beispiel Affen, und sperren Sie sie auch noch ein, da bekommen sie sehr häufig Tuberkulose und gehen in der Gefangenschaft daran zugrunde. Warum geschieht das? Weil da die Verhärtungstendenzen überwiegen, wenn der Affe in eine Umgebung gestellt ist, in die er nicht hineinpaßt.

[ 26 ] So sehen Sie die geistigen Kräfte in unser physisches Leben hineinwirken, und so verstehen wir die äußeren physischen Wirkungen aus ihren geistigen Ursachen. Ich müßte noch viel reden, wenn ich diese Zusammenhänge noch genauer erklären wollte. Da aber die wenigsten von Ihnen Mediziner sind, werden Sie sich damit zufrieden geben können.

[ 26 ] So sehen Sie die geistigen Kräfte in unser physisches Leben hineinwirken, und so verstehen wir die äußeren physischen Wirkungen aus ihren geistigen Ursachen. Ich müßte noch viel reden, wenn ich diese Zusammenhänge noch genauer erklären wollte. Da aber die wenigsten von Ihnen Mediziner sind, werden Sie sich damit zufrieden geben können.

[ 27 ] Und nun bedenken Sie, wie alles das, was jetzt gesagt wurde, zusammenhängt mit des Menschen Glück oder Leid, wie das Äquilibrium des ganzen menschlichen Lebens davon abhängt, daß seine Organe zur rechten Zeit der Entwickelung die richtige Gestalt angenommen haben. Bleibt ein Organ auf einer früheren Stufe zurück, wird die Erweichung oder Verhärtung in unregelmäßiger Weise hervorgerufen, so ist ein unglückliches Leben die Folge. Jedes Organ muß die Ausbildung seiner bestimmten Form auf einer bestimmten Stufe des Lebens erreichen. Wird ein altes Organ auf seiner früheren Stufe erhalten, muß Unglück, Leid kommen. Auch die verborgenen, die nicht ganz sichtbaren Organe des Menschen können in der Entwickelung entweder nachhinken oder vorauseilen. Die Tuberkulose ist etwas, was in der Zukunft den Menschen nicht mehr schaden wird, sie ist nur ein zu frühes Auftreten eines Zustandes, der später selbstverständlich sein wird. Heute ist der Zustand krankhaft, später wird er gesund sein. Von den gewöhnlichen Krankheiten, die auch im Tierleben zu finden sind, unterscheiden sich diese eigentlichen Kulturkrankheiten.

[ 27 ] Und nun bedenken Sie, wie alles das, was jetzt gesagt wurde, zusammenhängt mit des Menschen Glück oder Leid, wie das Äquilibrium des ganzen menschlichen Lebens davon abhängt, daß seine Organe zur rechten Zeit der Entwickelung die richtige Gestalt angenommen haben. Bleibt ein Organ auf einer früheren Stufe zurück, wird die Erweichung oder Verhärtung in unregelmäßiger Weise hervorgerufen, so ist ein unglückliches Leben die Folge. Jedes Organ muß die Ausbildung seiner bestimmten Form auf einer bestimmten Stufe des Lebens erreichen. Wird ein altes Organ auf seiner früheren Stufe erhalten, muß Unglück, Leid kommen. Auch die verborgenen, die nicht ganz sichtbaren Organe des Menschen können in der Entwickelung entweder nachhinken oder vorauseilen. Die Tuberkulose ist etwas, was in der Zukunft den Menschen nicht mehr schaden wird, sie ist nur ein zu frühes Auftreten eines Zustandes, der später selbstverständlich sein wird. Heute ist der Zustand krankhaft, später wird er gesund sein. Von den gewöhnlichen Krankheiten, die auch im Tierleben zu finden sind, unterscheiden sich diese eigentlichen Kulturkrankheiten.

[ 28 ] Hören Sie nicht nachklingen diese Wahrheit in dem mongolischen Märchen von der Frau, die vergebens ihr verlorenes Kind sucht? Zur Unzeit hat sie noch das Organ oben am Kopfe. Es bringt ihr Unglück. Rastlos eilt sie durch die Welt, sie findet nicht das, was ihr entspricht, was zu ihr gehört. Welche Weisheit ist da hineingeheimnißt in die einfachen Volkssagen durch die Führer der Menschheit.

[ 28 ] Hören Sie nicht nachklingen diese Wahrheit in dem mongolischen Märchen von der Frau, die vergebens ihr verlorenes Kind sucht? Zur Unzeit hat sie noch das Organ oben am Kopfe. Es bringt ihr Unglück. Rastlos eilt sie durch die Welt, sie findet nicht das, was ihr entspricht, was zu ihr gehört. Welche Weisheit ist da hineingeheimnißt in die einfachen Volkssagen durch die Führer der Menschheit.

[ 29 ] Wir können nun noch weitergehen. Betrachten Sie den Menschen, wie er heute ist, wie er besteht aus Organen in aufsteigender und Organen in absteigender Linie der Entwickelung. Nicht immer hat der Mensch den astralischen Leib gehabt; dieser wurde ihm erst nach und nach eingegliedert. Bevor er den astralischen Leib eingegliedert hatte, waren seine Organe pflanzenähnlich, sie waren von pflanzlichem Wesen. Dadurch, daß der Mensch sich eingegliedert hat den astralischen Leib, hat er sich das Fleisch in den ganzen Organismus des Pflanzenleibes hineingegliedert. Dieses Hineinarbeiten des astralischen Leibes in den Pflanzenleib, das ist die Fleischwerdung. Aber dies hat nach und nach stattgefunden, es hat sich nach und nach entwickelt, es hat nicht alle Organe zu gleicher Zeit ergriffen.

[ 29 ] Wir können nun noch weitergehen. Betrachten Sie den Menschen, wie er heute ist, wie er besteht aus Organen in aufsteigender und Organen in absteigender Linie der Entwickelung. Nicht immer hat der Mensch den astralischen Leib gehabt; dieser wurde ihm erst nach und nach eingegliedert. Bevor er den astralischen Leib eingegliedert hatte, waren seine Organe pflanzenähnlich, sie waren von pflanzlichem Wesen. Dadurch, daß der Mensch sich eingegliedert hat den astralischen Leib, hat er sich das Fleisch in den ganzen Organismus des Pflanzenleibes hineingegliedert. Dieses Hineinarbeiten des astralischen Leibes in den Pflanzenleib, das ist die Fleischwerdung. Aber dies hat nach und nach stattgefunden, es hat sich nach und nach entwickelt, es hat nicht alle Organe zu gleicher Zeit ergriffen.

[ 30 ] Wenn wir zurückgehen in der Menschheitsentwickelung durch die ganze atlantische und Teile der lemurischen Zeit und noch weiter zurück, so würden wir da einen Menschenleib finden, der noch deutlich Pflanzenorgane an sich trug. Teile des menschlichen Leibes waren schon umgewandelt in Fleisch, als andere noch pflanzlicher Natur waren. Alle diejenigen Organe des Menschenleibes, die die Begierden weniger stark in sich tragen, sind am frühesten in Fleisch umgewandelt worden; und die, welche die Begierden am stärksten in sich tragen, die Sexualorgane, sind am spätesten umgewandelt worden. Sie waren lange, lange pflanzlicher Natur, und sie werden auch am frühesten wieder zur pflanzlichen Natur zurückkehren. Erst als in der Entwickelung des Menschen das Ich schon tief in den Astralleib hinuntergestiegen war und die eigensüchtigen Begierden tief eingedrungen waren, da gestalteten sich die ehemals pflanzlichen Organe um und wurden fleischliche Organe.

[ 30 ] Wenn wir zurückgehen in der Menschheitsentwickelung durch die ganze atlantische und Teile der lemurischen Zeit und noch weiter zurück, so würden wir da einen Menschenleib finden, der noch deutlich Pflanzenorgane an sich trug. Teile des menschlichen Leibes waren schon umgewandelt in Fleisch, als andere noch pflanzlicher Natur waren. Alle diejenigen Organe des Menschenleibes, die die Begierden weniger stark in sich tragen, sind am frühesten in Fleisch umgewandelt worden; und die, welche die Begierden am stärksten in sich tragen, die Sexualorgane, sind am spätesten umgewandelt worden. Sie waren lange, lange pflanzlicher Natur, und sie werden auch am frühesten wieder zur pflanzlichen Natur zurückkehren. Erst als in der Entwickelung des Menschen das Ich schon tief in den Astralleib hinuntergestiegen war und die eigensüchtigen Begierden tief eingedrungen waren, da gestalteten sich die ehemals pflanzlichen Organe um und wurden fleischliche Organe.

[ 31 ] Auf jene uralte heilige Zeit blickt die Geisteswissenschaft zurück, als der Mensch noch nichts von den sexuellen Kräften wußte. In den alten Mysterien wurde ein Bild verehrt, das den Menschen darstellt, der noch ungeschlechtlich war, bei dem noch nicht umgestaltet war das Geschlechtliche. An der Stelle des Leibes, wo heute die Sexualorgane sind, können wir rankenartige, pflanzliche Organe erblikken, die bloß vom Ätherleib durchzogen sind und noch nichts vom Astralleib in sich tragen. Der Hermaphrodit der antiken Kunst tritt uns so entgegen. Er wurde so abgebildet, wie man den früheren Menschen auch aus der Geistesforschung heraus schildern kann. Er hat Pflanzenorgane an der Stelle der jetzigen Fortpflanzungsorgane, und aus seinem Rücken treiben rankenförmige Pflanzengebilde heraus. Jetzt begreifen wir - in anderer Weise, als es die kindliche Art ist, in der man dies gewöhnlich versteht -, warum die alten Mythen und die biblische Geschichte vom Feigenblatt sprechen: Nicht um etwas zu verdecken, zu verhüllen, sondern um auf eine wirkliche Tatsache in der Menschheitsentwickelung hinzudeuten, auf jenen uralten heiligen Zustand, von dem die Alten noch wußten, daß der Mensch da auf einer höheren Stufe gestanden hatte und die Organe an dieser Stelle noch pflanzlicher Natur gewesen waren.

[ 31 ] Auf jene uralte heilige Zeit blickt die Geisteswissenschaft zurück, als der Mensch noch nichts von den sexuellen Kräften wußte. In den alten Mysterien wurde ein Bild verehrt, das den Menschen darstellt, der noch ungeschlechtlich war, bei dem noch nicht umgestaltet war das Geschlechtliche. An der Stelle des Leibes, wo heute die Sexualorgane sind, können wir rankenartige, pflanzliche Organe erblikken, die bloß vom Ätherleib durchzogen sind und noch nichts vom Astralleib in sich tragen. Der Hermaphrodit der antiken Kunst tritt uns so entgegen. Er wurde so abgebildet, wie man den früheren Menschen auch aus der Geistesforschung heraus schildern kann. Er hat Pflanzenorgane an der Stelle der jetzigen Fortpflanzungsorgane, und aus seinem Rücken treiben rankenförmige Pflanzengebilde heraus. Jetzt begreifen wir - in anderer Weise, als es die kindliche Art ist, in der man dies gewöhnlich versteht -, warum die alten Mythen und die biblische Geschichte vom Feigenblatt sprechen: Nicht um etwas zu verdecken, zu verhüllen, sondern um auf eine wirkliche Tatsache in der Menschheitsentwickelung hinzudeuten, auf jenen uralten heiligen Zustand, von dem die Alten noch wußten, daß der Mensch da auf einer höheren Stufe gestanden hatte und die Organe an dieser Stelle noch pflanzlicher Natur gewesen waren.

[ 32 ] Aber gehen wir noch weiter. Wir können das Erobern der Verhärtungstendenz beim Menschen noch in anderer Weise beobachten. Es ist merkwürdig, daß in den okkulten Schulen in einer ganz eigenartigen Weise darauf Rücksicht genommen ist. Als das Menschen-Ich hinabgestiegen war auf die Erde aus dem Schoße der Gottheit, da mußte diese Verhärtungstendenz von ihm erobert werden. Aber es gibt andere Wesen, die viel früher den Abschluß ihrer Entwickelung schon erlangt hatten. Das sind die Vögel. Sie haben auch ein Ich, aber ein solches, das viel mehr in der Außenwelt lebt. Sie haben deshalb auch etwas nicht mitgemacht, was wichtig ist für alle menschliche Höherentwickelung, für die okkulte Entwickelung des Menschen. Sie haben nicht mitgemacht dasjenige, was seinen Ausdruck findet in der Herausbildung gewisser Teile des Knochenbaues, des Knochenmarkes, des innersten Inhaltes der Knochen. Vögel haben viel hohlere Knochen als der Mensch und als die anderen Tiere; sie haben einen viel älteren Zustand konserviert. Der Mensch ist über diesen Zustand hinaus-, hinweggeschritten; auch die höheren Tiere sind darüber hinweggeschritten. Es sendet der Mensch die Kräfte des Ich bis in das Knochenmark hinein, und ein guter Teil der okkulten Entwickelung besteht darin, durch Übungen darauf Rücksicht zu nehmen, daß der Mensch jene passive, untätige Art, wie er sich zu seinem Knochenmark verhält, verlebendigt, in eine bewußte umändert. Heute kann er nur wirken auf den Inhalt der Knochenkapsel seines Schädels, auf sein Gehirn. Aber vorbereiten wird sich ein zukünftiger Zustand der Menschheit dadurch, daß er Gewalt bekommen wird über das Element, das als halbflüssiges Element seine Knochen durchsetzt. Die Konstruktion der Knochen hat dem Menschen - und auch den Tieren - auf der Erde die Gestalt gegeben. Daß der Mensch die Knochen so ausgebildet hat, gab ihm die Möglichkeit seiner jetzigen Entwickelung. In Zukunft muß der Mensch die Kräfte gewinnen, seine Knochen wieder zu beleben, ihnen die Verhärtungstendenz zu nehmen und sie umzuwandeln. Er wird die Herrschaft über sein Blut gewinnen, so daß in viel größerem Maße die Kraft des Ich darin sein wird, und dieses Blut wird dann das Instrument sein, mit dem der Mensch wirken kann bis in die Umgestaltung der Knochensubstanz. Was ist denn die Knochenbildung anderes als eine Vermineralisierung? Wenn der Mensch die Tendenz zur Erweichung, die sich heute zur Unzeit als Rachitis ausdrückt, beherrschen wird, wenn er das Blut so beherrschen wird, daß er wirken kann bis in die Knochensubstanz, dann wächst er über die Mineralisierungstendenz hinaus; er wird sich selbst die Gestalt geben, er wird seinen physischen Leib umgestalten bis zu dem, was wir Atma oder Geistesmensch nennen. Da besiegt der Mensch das Verhärtungsprinzip, jenes starke Prinzip, das zum Tode führt, dessen eigentliche Physiognomie ausgedrückt ist im menschlichen Skelett. Es ist eine Intuition richtiger Art, wenn man den Tod im Bilde des Skeletts anschaulich macht. Diese Physiognomie des Todes wird der Mensch unter seine Herrschaft bringen. Er wird sie besiegen, wenn er seine Gestalt, so wie er sie jetzt von außen durch die mechanische Kraft der Muskeln beherrscht, von innen durch die Kraft des Geistes beherrschen und sich selbst die Gestalt geben wird. Heute kann der Mensch erst seine Gedanken bis in seine Knochen schicken; wenn später seine Gefühle in den Knochen wirken werden und noch später der bewußte Wille, dann wird er die Physiognomie des Todes überwunden haben.

[ 32 ] Aber gehen wir noch weiter. Wir können das Erobern der Verhärtungstendenz beim Menschen noch in anderer Weise beobachten. Es ist merkwürdig, daß in den okkulten Schulen in einer ganz eigenartigen Weise darauf Rücksicht genommen ist. Als das Menschen-Ich hinabgestiegen war auf die Erde aus dem Schoße der Gottheit, da mußte diese Verhärtungstendenz von ihm erobert werden. Aber es gibt andere Wesen, die viel früher den Abschluß ihrer Entwickelung schon erlangt hatten. Das sind die Vögel. Sie haben auch ein Ich, aber ein solches, das viel mehr in der Außenwelt lebt. Sie haben deshalb auch etwas nicht mitgemacht, was wichtig ist für alle menschliche Höherentwickelung, für die okkulte Entwickelung des Menschen. Sie haben nicht mitgemacht dasjenige, was seinen Ausdruck findet in der Herausbildung gewisser Teile des Knochenbaues, des Knochenmarkes, des innersten Inhaltes der Knochen. Vögel haben viel hohlere Knochen als der Mensch und als die anderen Tiere; sie haben einen viel älteren Zustand konserviert. Der Mensch ist über diesen Zustand hinaus-, hinweggeschritten; auch die höheren Tiere sind darüber hinweggeschritten. Es sendet der Mensch die Kräfte des Ich bis in das Knochenmark hinein, und ein guter Teil der okkulten Entwickelung besteht darin, durch Übungen darauf Rücksicht zu nehmen, daß der Mensch jene passive, untätige Art, wie er sich zu seinem Knochenmark verhält, verlebendigt, in eine bewußte umändert. Heute kann er nur wirken auf den Inhalt der Knochenkapsel seines Schädels, auf sein Gehirn. Aber vorbereiten wird sich ein zukünftiger Zustand der Menschheit dadurch, daß er Gewalt bekommen wird über das Element, das als halbflüssiges Element seine Knochen durchsetzt. Die Konstruktion der Knochen hat dem Menschen - und auch den Tieren - auf der Erde die Gestalt gegeben. Daß der Mensch die Knochen so ausgebildet hat, gab ihm die Möglichkeit seiner jetzigen Entwickelung. In Zukunft muß der Mensch die Kräfte gewinnen, seine Knochen wieder zu beleben, ihnen die Verhärtungstendenz zu nehmen und sie umzuwandeln. Er wird die Herrschaft über sein Blut gewinnen, so daß in viel größerem Maße die Kraft des Ich darin sein wird, und dieses Blut wird dann das Instrument sein, mit dem der Mensch wirken kann bis in die Umgestaltung der Knochensubstanz. Was ist denn die Knochenbildung anderes als eine Vermineralisierung? Wenn der Mensch die Tendenz zur Erweichung, die sich heute zur Unzeit als Rachitis ausdrückt, beherrschen wird, wenn er das Blut so beherrschen wird, daß er wirken kann bis in die Knochensubstanz, dann wächst er über die Mineralisierungstendenz hinaus; er wird sich selbst die Gestalt geben, er wird seinen physischen Leib umgestalten bis zu dem, was wir Atma oder Geistesmensch nennen. Da besiegt der Mensch das Verhärtungsprinzip, jenes starke Prinzip, das zum Tode führt, dessen eigentliche Physiognomie ausgedrückt ist im menschlichen Skelett. Es ist eine Intuition richtiger Art, wenn man den Tod im Bilde des Skeletts anschaulich macht. Diese Physiognomie des Todes wird der Mensch unter seine Herrschaft bringen. Er wird sie besiegen, wenn er seine Gestalt, so wie er sie jetzt von außen durch die mechanische Kraft der Muskeln beherrscht, von innen durch die Kraft des Geistes beherrschen und sich selbst die Gestalt geben wird. Heute kann der Mensch erst seine Gedanken bis in seine Knochen schicken; wenn später seine Gefühle in den Knochen wirken werden und noch später der bewußte Wille, dann wird er die Physiognomie des Todes überwunden haben.

[ 33 ] Nun denken Sie sich einmal, wie segensreich die Wissenschaften werden wirken können für die Menschen, wenn die, welche dazu berufen sind, die Wissenschaften zu repräsentieren, wieder wissen werden, wie die menschlichen Organe diesem Verhärtungs- und Erweichungsprinzip unterliegen. In diesem Sinne ist es gemeint, daß das, was die Geisteswissenschaft sagt, praktisch anwendbar sei in seiner Wirkung auf das Leben. Wenn diese Dinge Anwendung finden und Wirkung haben im Leben, und wenn man solche Wahrheiten, wie sie angedeutet sind in dem alten mongolischen Märchen, mit geisteswissenschaftlichem Blick durchdringt, dann wird man manches jetzt rätselhaft Erscheinende wieder besser verstehen und seine Wahrheit erkennen können. Man wird mit anderen Sinnen die Welt betrachten und wird zum Beispiel die merkwürdige Erscheinung des Vogelfluges verstehen lernen. Auf wunderbaren Bahnen ziehen die Vögel mit der einbrechenden kalten Herbsteszeit vom äußersten Norden nach dem wärmeren Süden, manchmal Hunderte von Meilen, und gelangen im Frühling zurück auf anderen Wegen. Wir haben gesagt, daß die Vögel ein Geschlecht sind, das auf einer früheren Stufe der Entwickelung stehengeblieben ist. Sie wissen, daß der eigentliche Fortschritt auf der Erde erst begann in dem Zeitpunkt, als sich der Mond von der Erde abtrennte. Früher, als die Erde noch mit dem jetzigen Monde zusammen einen Himmelskörper bildete, den sogenannten Erden-Mond oder die Mond-Erde, da bewegte sich dieser Körper um die Sonne in einer bestimmten Bahn und in einer gewissen Zeit, indem er ihr stets eine Seite zuwendete. In dieser Zeit wanderten alle Lebewesen einmal um den Mond herum, um einmal die Sonneneinwirkung zu empfangen. Jener Zug um den Planeten hat sich heute noch erhalten im Vogelflug, weil die Vögel damals, bevor das Ich in die Erdenentwickelung eintrat, sich abgespalten haben von der fortschreitenden Entwickelung auf der Erde.

[ 33 ] Nun denken Sie sich einmal, wie segensreich die Wissenschaften werden wirken können für die Menschen, wenn die, welche dazu berufen sind, die Wissenschaften zu repräsentieren, wieder wissen werden, wie die menschlichen Organe diesem Verhärtungs- und Erweichungsprinzip unterliegen. In diesem Sinne ist es gemeint, daß das, was die Geisteswissenschaft sagt, praktisch anwendbar sei in seiner Wirkung auf das Leben. Wenn diese Dinge Anwendung finden und Wirkung haben im Leben, und wenn man solche Wahrheiten, wie sie angedeutet sind in dem alten mongolischen Märchen, mit geisteswissenschaftlichem Blick durchdringt, dann wird man manches jetzt rätselhaft Erscheinende wieder besser verstehen und seine Wahrheit erkennen können. Man wird mit anderen Sinnen die Welt betrachten und wird zum Beispiel die merkwürdige Erscheinung des Vogelfluges verstehen lernen. Auf wunderbaren Bahnen ziehen die Vögel mit der einbrechenden kalten Herbsteszeit vom äußersten Norden nach dem wärmeren Süden, manchmal Hunderte von Meilen, und gelangen im Frühling zurück auf anderen Wegen. Wir haben gesagt, daß die Vögel ein Geschlecht sind, das auf einer früheren Stufe der Entwickelung stehengeblieben ist. Sie wissen, daß der eigentliche Fortschritt auf der Erde erst begann in dem Zeitpunkt, als sich der Mond von der Erde abtrennte. Früher, als die Erde noch mit dem jetzigen Monde zusammen einen Himmelskörper bildete, den sogenannten Erden-Mond oder die Mond-Erde, da bewegte sich dieser Körper um die Sonne in einer bestimmten Bahn und in einer gewissen Zeit, indem er ihr stets eine Seite zuwendete. In dieser Zeit wanderten alle Lebewesen einmal um den Mond herum, um einmal die Sonneneinwirkung zu empfangen. Jener Zug um den Planeten hat sich heute noch erhalten im Vogelflug, weil die Vögel damals, bevor das Ich in die Erdenentwickelung eintrat, sich abgespalten haben von der fortschreitenden Entwickelung auf der Erde.

[ 34 ] Etwas anderes ist noch viel merkwürdiger. Mit der fortschreitenden physischen Entwickelung des Menschen und der höheren Tiere hat sich das Geschlechtliche des einzelnen Leibes bemächtigt. Jene Begierde, die im einzelnen Leibe sitzt, die heute ganz im Geschlechtlichen lebt, war vorher dort nicht vorhanden, sie war eine kosmische Kraft. Dem alten Erden-Monde strömte sie von der Sonne zu. Sie war die Ursache jener Umgänge um den Planeten, mit denen die Art zusammenhing, wie sich die Fortpflanzung vollzog. Der Frühlingszug der Vögel ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Art Brautzug. Bei diesen Wesen ist das Geschlechtliche noch in der Umwelt, und die kosmische Kraft ist die dirigierende Macht, die den Zug von außen lenkt und leitet, während bei den anderen Wesen diese Kraft eingezogen ist in die einzelnen Leiber. Dieselben Kräfte, die im Innern des Menschen, in seinem Leibe wirken, wirken auch im äußeren Makrokosmos. Dieselbe Kraft, die Mensch und Mensch zusammenführt, die im Leibe des Menschen als Geschlechtskraft wirkt, wirkt bei der Vogelspezies nicht im Innern der Wesen, sondern von außen und drückt sich in dem äußeren Zuge der Vögel um den Planeten aus.

[ 34 ] Etwas anderes ist noch viel merkwürdiger. Mit der fortschreitenden physischen Entwickelung des Menschen und der höheren Tiere hat sich das Geschlechtliche des einzelnen Leibes bemächtigt. Jene Begierde, die im einzelnen Leibe sitzt, die heute ganz im Geschlechtlichen lebt, war vorher dort nicht vorhanden, sie war eine kosmische Kraft. Dem alten Erden-Monde strömte sie von der Sonne zu. Sie war die Ursache jener Umgänge um den Planeten, mit denen die Art zusammenhing, wie sich die Fortpflanzung vollzog. Der Frühlingszug der Vögel ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Art Brautzug. Bei diesen Wesen ist das Geschlechtliche noch in der Umwelt, und die kosmische Kraft ist die dirigierende Macht, die den Zug von außen lenkt und leitet, während bei den anderen Wesen diese Kraft eingezogen ist in die einzelnen Leiber. Dieselben Kräfte, die im Innern des Menschen, in seinem Leibe wirken, wirken auch im äußeren Makrokosmos. Dieselbe Kraft, die Mensch und Mensch zusammenführt, die im Leibe des Menschen als Geschlechtskraft wirkt, wirkt bei der Vogelspezies nicht im Innern der Wesen, sondern von außen und drückt sich in dem äußeren Zuge der Vögel um den Planeten aus.

[ 35 ] So wandern die Kräfte, die außen sind, in das Innere der Wesenheiten hinein, um im Menschen die Möglichkeit zu finden, wiederum hinauszuwirken, wenn er die Fähigkeit erobert haben wird, wieder eins zu werden mit dem ganzen Kosmos, dem Außerirdischen. Was die Menschen an solchen großen Wahrheiten in so ergreifender Weise in den alten Sagen und Märchen ausdrückten - wie in dem mongolischen Märchen von der Frau mit dem einen Auge -, das wird eine zukünftige Menschheit in anderen Formen ausdrücken. Die Kraft des geistigen Schauens wird im Menschen wieder lebendig werden. Jene Kraft des geistigen Schauens, die eine Eigenschaft des Kopfauges ist, sie wird nicht mehr den Menschen sich unbefriedigt fühlen lassen beim Schauen der physischen Dinge der uns umgebenden Welt, wie die Frau in der Legende, die jedes Wesen, das in ihre Nähe gebracht wird, wegwirft. Diese Kraft wird durchdringen des Menschen jetziges Wesen, und er wird dann nicht nur das Äußere, Physische der Dinge sehen, sondern das, was sich in den äußeren Gegenständen an Geistigem ausdrückt. Was heute materiell geworden ist, wird geistig für ihn sein; sein jetzt verhärteter physischer Leib wird dann wiederum vergeistigt sein. Jene Frau aus der mongolischen Legende wird wieder leben und hinausschauen in die Welt. Und während sie heute die Wesen, die ihr nur ihre sinnliche Seite zeigen, wegwirft, weil sie in ihnen nicht findet, was sie sucht, wird der Mensch der Zukunft wieder den Geist in der Materie sehen und in den Wesen das finden, was zu ihm gehört; er kann es ergreifen und liebevoll ans Herz drücken. Er wird an den Wesen das Geistige der Welt finden, dasjenige, was er liebend umfassen kann.

[ 35 ] So wandern die Kräfte, die außen sind, in das Innere der Wesenheiten hinein, um im Menschen die Möglichkeit zu finden, wiederum hinauszuwirken, wenn er die Fähigkeit erobert haben wird, wieder eins zu werden mit dem ganzen Kosmos, dem Außerirdischen. Was die Menschen an solchen großen Wahrheiten in so ergreifender Weise in den alten Sagen und Märchen ausdrückten - wie in dem mongolischen Märchen von der Frau mit dem einen Auge -, das wird eine zukünftige Menschheit in anderen Formen ausdrücken. Die Kraft des geistigen Schauens wird im Menschen wieder lebendig werden. Jene Kraft des geistigen Schauens, die eine Eigenschaft des Kopfauges ist, sie wird nicht mehr den Menschen sich unbefriedigt fühlen lassen beim Schauen der physischen Dinge der uns umgebenden Welt, wie die Frau in der Legende, die jedes Wesen, das in ihre Nähe gebracht wird, wegwirft. Diese Kraft wird durchdringen des Menschen jetziges Wesen, und er wird dann nicht nur das Äußere, Physische der Dinge sehen, sondern das, was sich in den äußeren Gegenständen an Geistigem ausdrückt. Was heute materiell geworden ist, wird geistig für ihn sein; sein jetzt verhärteter physischer Leib wird dann wiederum vergeistigt sein. Jene Frau aus der mongolischen Legende wird wieder leben und hinausschauen in die Welt. Und während sie heute die Wesen, die ihr nur ihre sinnliche Seite zeigen, wegwirft, weil sie in ihnen nicht findet, was sie sucht, wird der Mensch der Zukunft wieder den Geist in der Materie sehen und in den Wesen das finden, was zu ihm gehört; er kann es ergreifen und liebevoll ans Herz drücken. Er wird an den Wesen das Geistige der Welt finden, dasjenige, was er liebend umfassen kann.

[ 36 ] Des Menschen Entwickelung wird eine Entwickelung zu einem langsamen Aufgehen in den Kosmos hinein sein. Sehr langsam muß sie sein, nicht im Fluge kann sie erhascht werden. Würde der Mensch sie nicht in Geduld mitmachen wollen, dann würde die Kraft des Auges, das da sitzt am Kopfe der Alten, nicht sein ganzes Wesen, alle seine Organe durchströmen als Fluidum der Liebe. Diese Kraft würde sich erschöpfen, und der Mensch müßte dann in Lieblosigkeit dem Äußeren sich verschließen und verdorren. Der Mensch ist aber berufen, alles, was auf seinem Planeten ist, liebend zu durchdringen, den Planeten mit sich zu nehmen und zu erlösen. Die Erlösung des Innern kann sich nicht vollziehen ohne die Erlösung dessen, was außer uns ist. Der Mensch muß seinen Planeten zusammen mit sich selbst erlösen. Die Erlösung kann nur sein, wenn der Mensch seine Kräfte in den Kosmos hineingießt, er muß nicht nur werden ein Erlöster, sondern er muß werden ein Erlöser.

[ 36 ] Des Menschen Entwickelung wird eine Entwickelung zu einem langsamen Aufgehen in den Kosmos hinein sein. Sehr langsam muß sie sein, nicht im Fluge kann sie erhascht werden. Würde der Mensch sie nicht in Geduld mitmachen wollen, dann würde die Kraft des Auges, das da sitzt am Kopfe der Alten, nicht sein ganzes Wesen, alle seine Organe durchströmen als Fluidum der Liebe. Diese Kraft würde sich erschöpfen, und der Mensch müßte dann in Lieblosigkeit dem Äußeren sich verschließen und verdorren. Der Mensch ist aber berufen, alles, was auf seinem Planeten ist, liebend zu durchdringen, den Planeten mit sich zu nehmen und zu erlösen. Die Erlösung des Innern kann sich nicht vollziehen ohne die Erlösung dessen, was außer uns ist. Der Mensch muß seinen Planeten zusammen mit sich selbst erlösen. Die Erlösung kann nur sein, wenn der Mensch seine Kräfte in den Kosmos hineingießt, er muß nicht nur werden ein Erlöster, sondern er muß werden ein Erlöser.