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Myths and Legends
Occult Signs and Symbols
GA 101

13 September 1907, Stuttgart

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8. Okkulte Zeichen und Symbole I

8. Okkulte Zeichen und Symbole I

in ihrem Zusammenhang mit der astralen und geistigen Welt

in ihrem Zusammenhang mit der astralen und geistigen Welt

[ 1 ] Diese vier Vorträge, die hier in Stuttgart stattfinden sollen, werden einen etwas intimeren Charakter haben, weil ja der Zuhörerkreis zum größten Teil wenigstens—sich aus Mitgliedern der Theosophischen Gesellschaft zusammensetzt, die schon mit den theosophischen Grundideen seit langer Zeit bekannt sind und daher wohl auch den Wunsch hegen, eine intimere Materie aus dem Gebiete der Theosophie kennenzulernen. Was in diesen Vorträgen behandelt werden soll, sind die okkulten Sinnbilder und Zeichen mit Beziehung auf die astralische und die geistige Welt. Eine Reihe von okkulten Symbolen und Sinnbildern soll in ihrer tieferen Bedeutung dargelegt werden. Dabei bitte ich Sie darauf Rücksicht zu nehmen, daß in den ersten beiden Vorträgen manches sonderbar klingen und erst im Laufe des dritten und vierten Vortrages seine volle Erklärung finden wird. Das liegt ja in der Natur der Sache, denn theosophische Vorträge können nicht wie andere Vorträge sein, die sich sozusagen in mathematischer Weise aus einfachen Elementen aufbauen. Manches wird im Anfang undeutlich sein müssen, aber nach und nach wird es klar und verständlich hervortreten.

[ 1 ] Diese vier Vorträge, die hier in Stuttgart stattfinden sollen, werden einen etwas intimeren Charakter haben, weil ja der Zuhörerkreis zum größten Teil wenigstens—sich aus Mitgliedern der Theosophischen Gesellschaft zusammensetzt, die schon mit den theosophischen Grundideen seit langer Zeit bekannt sind und daher wohl auch den Wunsch hegen, eine intimere Materie aus dem Gebiete der Theosophie kennenzulernen. Was in diesen Vorträgen behandelt werden soll, sind die okkulten Sinnbilder und Zeichen mit Beziehung auf die astralische und die geistige Welt. Eine Reihe von okkulten Symbolen und Sinnbildern soll in ihrer tieferen Bedeutung dargelegt werden. Dabei bitte ich Sie darauf Rücksicht zu nehmen, daß in den ersten beiden Vorträgen manches sonderbar klingen und erst im Laufe des dritten und vierten Vortrages seine volle Erklärung finden wird. Das liegt ja in der Natur der Sache, denn theosophische Vorträge können nicht wie andere Vorträge sein, die sich sozusagen in mathematischer Weise aus einfachen Elementen aufbauen. Manches wird im Anfang undeutlich sein müssen, aber nach und nach wird es klar und verständlich hervortreten.

[ 2 ] Sinnbilder und Zeichen machen—nicht nur in der profanen, sondern auch in der theosophischen Welt—oftmals den Eindruck von etwas mehr oder weniger Willkürlichem, das nur eine «Bedeutung» hat. Das ist durchaus nicht richtig. Sie alle haben schon von solchen Sinnbildern und Zeichen gehört und wissen wohl, daß zum Beispiel die verschiedenen Planeten des Weltalls durch Zeichen angedeutet werden. Sie wissen, daß ein bekanntes Zeichen in theosophischen Allegorien das sogenannte Pentagramm ist. Ferner ist Ihnen bekannt, daß in verschiedenen Religionen das Licht im Sinne von Weisheit, von geistiger Klarheit angeführt wird. Wenn Sie nun nach der Bedeutung solcher Dinge fragen, dann können Sie hören oder lesen, es bedeute dieses oder jenes; ein Dreieck zum Beispiel bedeute die höhere Dreiheit, und dergleichen mehr. Häufig auch werden in theosophischen Schriften und Vorträgen Mythen und Legenden ausgelegt, «sie bedeuten etwas», sagt man. Hinter den Sinn, hinter das Wesen dieser Bedeutung zu kommen, die Wirklichkeit solcher Sinnbilder zu erkennen, das eben soll die Aufgabe dieser Vorträge sein. Wie das gemeint ist, wollen wir uns an einem Beispiel klarmachen.

[ 2 ] Sinnbilder und Zeichen machen—nicht nur in der profanen, sondern auch in der theosophischen Welt—oftmals den Eindruck von etwas mehr oder weniger Willkürlichem, das nur eine «Bedeutung» hat. Das ist durchaus nicht richtig. Sie alle haben schon von solchen Sinnbildern und Zeichen gehört und wissen wohl, daß zum Beispiel die verschiedenen Planeten des Weltalls durch Zeichen angedeutet werden. Sie wissen, daß ein bekanntes Zeichen in theosophischen Allegorien das sogenannte Pentagramm ist. Ferner ist Ihnen bekannt, daß in verschiedenen Religionen das Licht im Sinne von Weisheit, von geistiger Klarheit angeführt wird. Wenn Sie nun nach der Bedeutung solcher Dinge fragen, dann können Sie hören oder lesen, es bedeute dieses oder jenes; ein Dreieck zum Beispiel bedeute die höhere Dreiheit, und dergleichen mehr. Häufig auch werden in theosophischen Schriften und Vorträgen Mythen und Legenden ausgelegt, «sie bedeuten etwas», sagt man. Hinter den Sinn, hinter das Wesen dieser Bedeutung zu kommen, die Wirklichkeit solcher Sinnbilder zu erkennen, das eben soll die Aufgabe dieser Vorträge sein. Wie das gemeint ist, wollen wir uns an einem Beispiel klarmachen.

[ 3 ] Betrachten wir einmal das Pentagramm. Sie wissen, es ist vieles darüber spintisiert und ausgedacht worden; darum kann es sich im Okkultismus nicht handeln. Um zu verstehen, was der Okkultist vom Pentagramm sagt, müssen wir uns zunächst an die sieben Grundteile der menschlichen Wesenheit erinnern. Sie wissen Ja, daß es in der menschlichen Wesenheit die sieben Grundteile gibt: Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich, ferner Geistselbst, Lebensgeist und den Geistesmenschen, oder—wie man in der theosophischen Literatur gewohnt ist, die letzteren zu nennen: Manas, Budhi, Atma. Wir wollen vom physischen Leib absehen, der etwas Stoffliches ist, den man mit Händen tasten kann; es ist der Ätherleib, der hier besonders in Betracht kommt. Der Ätherleib gehört schon zu dem für die physischen Sinne Verborgenen, zu dem sogenannten «Okkulten»; mit den gewöhnlichen Augen kann man ihn nicht sehen. Es bedarf der hellseherischen Methode, um ihn wahrzunehmen. Wenn man ihn aber schauen kann, dann ist er freilich etwas ganz, ganz anderes als der physische Leib. Der Ätherleib ist nicht etwa—wie sich die meisten Menschen vorstellen—ein dünner, stofflicher Körper, eine Art feineres Nebelgebilde. Das Charakteristische des Ätherleibes ist, daß er zusammengesetzt ist aus verschiedenen Strömungen, die ihn durchziehen. Er ist ja der Architekt, der Bildner des physischen Leibes. Wie sich das Eis aus dem Wasser herausgestaltet, so gestaltet sich der physische Leib aus dem Ätherleibe heraus; und durchzogen ist dieser Ätherleib nach allen Seiten hin von Strömungen, wie das Meer. Darunter gibt es nun fünf Hauptströmungen. Wenn Sie sich hinstellen mit auseinandergespreizten Beinen und die Hände ausgebreitet halten, dann stellt sich der menschliche Leib so dar, wie hier im Bilde (es wird gezeichnet):

[ 3 ] Betrachten wir einmal das Pentagramm. Sie wissen, es ist vieles darüber spintisiert und ausgedacht worden; darum kann es sich im Okkultismus nicht handeln. Um zu verstehen, was der Okkultist vom Pentagramm sagt, müssen wir uns zunächst an die sieben Grundteile der menschlichen Wesenheit erinnern. Sie wissen Ja, daß es in der menschlichen Wesenheit die sieben Grundteile gibt: Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich, ferner Geistselbst, Lebensgeist und den Geistesmenschen, oder—wie man in der theosophischen Literatur gewohnt ist, die letzteren zu nennen: Manas, Budhi, Atma. Wir wollen vom physischen Leib absehen, der etwas Stoffliches ist, den man mit Händen tasten kann; es ist der Ätherleib, der hier besonders in Betracht kommt. Der Ätherleib gehört schon zu dem für die physischen Sinne Verborgenen, zu dem sogenannten «Okkulten»; mit den gewöhnlichen Augen kann man ihn nicht sehen. Es bedarf der hellseherischen Methode, um ihn wahrzunehmen. Wenn man ihn aber schauen kann, dann ist er freilich etwas ganz, ganz anderes als der physische Leib. Der Ätherleib ist nicht etwa—wie sich die meisten Menschen vorstellen—ein dünner, stofflicher Körper, eine Art feineres Nebelgebilde. Das Charakteristische des Ätherleibes ist, daß er zusammengesetzt ist aus verschiedenen Strömungen, die ihn durchziehen. Er ist ja der Architekt, der Bildner des physischen Leibes. Wie sich das Eis aus dem Wasser herausgestaltet, so gestaltet sich der physische Leib aus dem Ätherleibe heraus; und durchzogen ist dieser Ätherleib nach allen Seiten hin von Strömungen, wie das Meer. Darunter gibt es nun fünf Hauptströmungen. Wenn Sie sich hinstellen mit auseinandergespreizten Beinen und die Hände ausgebreitet halten, dann stellt sich der menschliche Leib so dar, wie hier im Bilde (es wird gezeichnet):

[ 4 ] Sie können die Richtungen der fünf Hauptströmungen genau verfolgen; sie bilden ein Pentagramm. Diese fünf Strömungen hat jeder Mensch verborgen in sich. Sie durchströmen den Ätherleib in den durch die Pfeile angegebenen Richtungen (siehe Zeichnung), sie bilden sozusagen das «Knochengerüst» des menschlichen Ätherleibes. Fortwährend gehen diese Strömungen durch den Ätherleib, und dies bleibt auch der Fall, wenn der Mensch sich bewegt. Wie auch die Körperstellung sein mag, immer geht eine Strömung von der Mitte der Stirn, dem Punkte zwischen den Augenbrauen aus, hinunter zum rechten Fuß, von da nach der linken Hand, von da zur rechten Hand, dann zum linken Fuß und von da wieder zurück zur Stirn. Das, was man das Pentagramm nennt, das ist innerlich so beweglich im Ätherleib, wie es der menschliche physische Leib selbst ist. Und wenn der Okkultist vom Pentagramm als von der Figur des Menschen spricht, dann handelt es sich nicht um etwas Ausgeklügeltes, sondern er spricht davon wie der Anatom vom Knochengerüst. Diese Figur ist wirklich im Ätherleib vorhanden, sie ist eine Tatsache.

[ 4 ] Sie können die Richtungen der fünf Hauptströmungen genau verfolgen; sie bilden ein Pentagramm. Diese fünf Strömungen hat jeder Mensch verborgen in sich. Sie durchströmen den Ätherleib in den durch die Pfeile angegebenen Richtungen (siehe Zeichnung), sie bilden sozusagen das «Knochengerüst» des menschlichen Ätherleibes. Fortwährend gehen diese Strömungen durch den Ätherleib, und dies bleibt auch der Fall, wenn der Mensch sich bewegt. Wie auch die Körperstellung sein mag, immer geht eine Strömung von der Mitte der Stirn, dem Punkte zwischen den Augenbrauen aus, hinunter zum rechten Fuß, von da nach der linken Hand, von da zur rechten Hand, dann zum linken Fuß und von da wieder zurück zur Stirn. Das, was man das Pentagramm nennt, das ist innerlich so beweglich im Ätherleib, wie es der menschliche physische Leib selbst ist. Und wenn der Okkultist vom Pentagramm als von der Figur des Menschen spricht, dann handelt es sich nicht um etwas Ausgeklügeltes, sondern er spricht davon wie der Anatom vom Knochengerüst. Diese Figur ist wirklich im Ätherleib vorhanden, sie ist eine Tatsache.

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[ 5 ] Schon aus diesem wenigen sehen wir, wie es sich mit der wirklichen Bedeutung eines Zeichens verhält. Alle Zeichen und Sinnbilder, die Ihnen im Okkultismus entgegentreten, führen zu solchen Wirklichkeiten hin. Das Pentagramm ist also das bewegliche «Knochengerüst» des Ätherleibes, deshalb ist es die Figur des Menschen. Dieses ist die wirkliche Bedeutung eines solchen Zeichens.

[ 5 ] Schon aus diesem wenigen sehen wir, wie es sich mit der wirklichen Bedeutung eines Zeichens verhält. Alle Zeichen und Sinnbilder, die Ihnen im Okkultismus entgegentreten, führen zu solchen Wirklichkeiten hin. Das Pentagramm ist also das bewegliche «Knochengerüst» des Ätherleibes, deshalb ist es die Figur des Menschen. Dieses ist die wirkliche Bedeutung eines solchen Zeichens.

[ 6 ] Wenn man nach und nach die richtigen Anweisungen bekommt, die Figuren oder Zeichen zu gebrauchen, dann sind sie ein Mittel, durch das der Mensch allmählich in die Erkenntnis der geistigen Welt eingeführt wird und hellsichtig werden kann. Wer sich in der Meditation in das Pentagramm vertieft, für den ist der Weg dieser Strömungen im Ätherleib zu finden. Es hat keinen Zweck, sich willkürliche Bedeutungen dieser Zeichen auszudenken. Wenn man sich dieses Zeichen in der Meditation vorhält—man muß es nur mit Geduld tun -, dann führt das zu okkulten Wirklichkeiten. Und so ist es mit allen Sinnbildern und Zeichen, auch mit denen, die Sie in den verschiedenen religiösen Urkunden finden können, denn diese Sinnbilder sind tief begründet im Okkultismus. Wenn irgendein Prophet oder Religionsstifter vom Lichte spricht und damit die Weisheit bezeichnen will, so müssen Sie nicht denken, daß ihm das nur so einfällt oder daß er diesen Ausdruck gebraucht, weil er vielleicht geistreich sein will. Der Okkultist fußt auf Tatsachen, deshalb liegt ihm nichts daran, geistreich zu sein. Er will nur wahr sein. Man muß als Okkultist sich das regellose Denken abgewöhnen, das heißt, man darf nicht in willkürlicher Weise Schlüsse ziehen und Urteile fällen, man muß Schritt für Schritt an der Hand geistiger Tatsachen das richtige Denken entwickeln.

[ 6 ] Wenn man nach und nach die richtigen Anweisungen bekommt, die Figuren oder Zeichen zu gebrauchen, dann sind sie ein Mittel, durch das der Mensch allmählich in die Erkenntnis der geistigen Welt eingeführt wird und hellsichtig werden kann. Wer sich in der Meditation in das Pentagramm vertieft, für den ist der Weg dieser Strömungen im Ätherleib zu finden. Es hat keinen Zweck, sich willkürliche Bedeutungen dieser Zeichen auszudenken. Wenn man sich dieses Zeichen in der Meditation vorhält—man muß es nur mit Geduld tun -, dann führt das zu okkulten Wirklichkeiten. Und so ist es mit allen Sinnbildern und Zeichen, auch mit denen, die Sie in den verschiedenen religiösen Urkunden finden können, denn diese Sinnbilder sind tief begründet im Okkultismus. Wenn irgendein Prophet oder Religionsstifter vom Lichte spricht und damit die Weisheit bezeichnen will, so müssen Sie nicht denken, daß ihm das nur so einfällt oder daß er diesen Ausdruck gebraucht, weil er vielleicht geistreich sein will. Der Okkultist fußt auf Tatsachen, deshalb liegt ihm nichts daran, geistreich zu sein. Er will nur wahr sein. Man muß als Okkultist sich das regellose Denken abgewöhnen, das heißt, man darf nicht in willkürlicher Weise Schlüsse ziehen und Urteile fällen, man muß Schritt für Schritt an der Hand geistiger Tatsachen das richtige Denken entwickeln.

[ 7 ] Dieses Sinnbild vom Licht hat wiederum eine sehr, sehr tiefe Bedeutung, es ist eine geistige Tatsache. Um das zu erkennen, wenden wir uns wieder der menschlichen Wesenheit zu. Wir wissen, daß das dritte Glied der menschlichen Wesenheit der Astralleib ist, der der Träger ist von Lust und Leid, von Freude und Schmerz, von Trieb, Begierde und Leidenschaft, von allem, was der Mensch an inneren seelischen Erlebnissen hat. Die Pflanze hat keinen Astralleib, hat also auch nicht Lust und Leid wie der Mensch und das Tier. Wenn heute der Naturforscher von der Empfindung der Pflanze spricht, so beruht das auf einer vollständigen Verkennung dessen, was eigentlich das Wesen der Empfindung ist. Eine richtige Vorstellung dieses Astralleibes erhalten wir erst, wenn wir seine Entwickelung verfolgen, die er im Laufe der Zeiten erfahren hat. Wir haben schon früher die Entwickelung des Menschen im Zusammenhang mit der Entwickelung im großen Weltall betrachtet und dabei gefunden, daß der physische Leib des Menschen das älteste und komplizierteste Glied der menschlichen Wesenheit ist, daß der Ätherleib weniger alt ist, der Astralleib noch jünger, und daß das Ich endlich das jüngste Glied der menschlichen Wesenheit darstellt. Der Grund hierfür ist, daß der physische Leib in seiner Entwickelung schon durch vier planetarische Zustände der Erde hindurchgegangen ist; er war schon in seiner Anlage vorhanden, als unsere Erde in einer früheren Verkörperung war, die man als den Saturnzustand bezeichnet. Damals, vor langen Zeiträumen, war die Erde noch nicht Erde und der Mensch noch nicht in seiner heutigen Gestalt vorhanden; nur die Anlage zum physischen Leib war auf dem Saturn da; aber es fehlten noch alle seine übrigen Leiber, wie Ätherleib, Astralleib und so weiter. Erst in der zweiten Verkörperung der Erde, auf der Sonne, kam für den Menschen der Ätherleib dazu. Damals hatte dieser menschliche Ätherleib die Gestalt des Pentagramms am ausgesprochensten; später ist das etwas modifiziert worden dadurch, daß auf der dritten Verkörperung unseres Planeten, auf dem Monde, sich der astralische Leib hinzugesellte. Und dann verwandelte sich der Mond in die Erde, und zu den drei Leibern trat das Ich hinzu.

[ 7 ] Dieses Sinnbild vom Licht hat wiederum eine sehr, sehr tiefe Bedeutung, es ist eine geistige Tatsache. Um das zu erkennen, wenden wir uns wieder der menschlichen Wesenheit zu. Wir wissen, daß das dritte Glied der menschlichen Wesenheit der Astralleib ist, der der Träger ist von Lust und Leid, von Freude und Schmerz, von Trieb, Begierde und Leidenschaft, von allem, was der Mensch an inneren seelischen Erlebnissen hat. Die Pflanze hat keinen Astralleib, hat also auch nicht Lust und Leid wie der Mensch und das Tier. Wenn heute der Naturforscher von der Empfindung der Pflanze spricht, so beruht das auf einer vollständigen Verkennung dessen, was eigentlich das Wesen der Empfindung ist. Eine richtige Vorstellung dieses Astralleibes erhalten wir erst, wenn wir seine Entwickelung verfolgen, die er im Laufe der Zeiten erfahren hat. Wir haben schon früher die Entwickelung des Menschen im Zusammenhang mit der Entwickelung im großen Weltall betrachtet und dabei gefunden, daß der physische Leib des Menschen das älteste und komplizierteste Glied der menschlichen Wesenheit ist, daß der Ätherleib weniger alt ist, der Astralleib noch jünger, und daß das Ich endlich das jüngste Glied der menschlichen Wesenheit darstellt. Der Grund hierfür ist, daß der physische Leib in seiner Entwickelung schon durch vier planetarische Zustände der Erde hindurchgegangen ist; er war schon in seiner Anlage vorhanden, als unsere Erde in einer früheren Verkörperung war, die man als den Saturnzustand bezeichnet. Damals, vor langen Zeiträumen, war die Erde noch nicht Erde und der Mensch noch nicht in seiner heutigen Gestalt vorhanden; nur die Anlage zum physischen Leib war auf dem Saturn da; aber es fehlten noch alle seine übrigen Leiber, wie Ätherleib, Astralleib und so weiter. Erst in der zweiten Verkörperung der Erde, auf der Sonne, kam für den Menschen der Ätherleib dazu. Damals hatte dieser menschliche Ätherleib die Gestalt des Pentagramms am ausgesprochensten; später ist das etwas modifiziert worden dadurch, daß auf der dritten Verkörperung unseres Planeten, auf dem Monde, sich der astralische Leib hinzugesellte. Und dann verwandelte sich der Mond in die Erde, und zu den drei Leibern trat das Ich hinzu.

[ 8 ] Nun können wir fragen: Wo waren denn nun diese Leiber, bevor sie sich der menschlichen Wesenheit einverleibten? Wo war zum Beispiel das, was auf der Sonne als Ätherleib hineingezogen ist in den physischen Leib, wo war das auf dem alten Saturn? Irgendwoher muß der Ätherleib doch gekommen sein.—Er war im Umkreis des Saturn, geradeso wie heute die Luft im Umkreis der Erde ist. Alles, was später in den Menschen hineingezogen ist, das war im Umkreis, in der Atmosphäre des alten Saturn schon vorhanden. Ebenso war auf der alten Sonne der astralische Leib, der ja erst auf dem Monde hineingezogen ist, im Umkreis vorhanden. Sie können sich die alte Sonne so vorstellen, daß sie nicht aus Felsen, Pflanzen und Tieren bestand, wie heute die Erde, sondern da waren zwei Naturreiche, die es auf der Sonne gab. Die Wesen, die Menschen, die sich auf der Sonne befanden, waren erst menschliche Pflanzen. Daneben gab es auf der alten Sonne eine Art von Mineralien. Sie dürfen aber diese alte Sonne nicht mit der jetzigen Sonne verwechseln. Die alte Sonne war umflossen von einer mächtigen Astralhülle. Gleichsam von einer astralischen Lufthülle war die alte Sonne umgeben, und diese Astralhülle war leuchtend. So war der Schauplatz auf der alten Sonne.

[ 8 ] Nun können wir fragen: Wo waren denn nun diese Leiber, bevor sie sich der menschlichen Wesenheit einverleibten? Wo war zum Beispiel das, was auf der Sonne als Ätherleib hineingezogen ist in den physischen Leib, wo war das auf dem alten Saturn? Irgendwoher muß der Ätherleib doch gekommen sein.—Er war im Umkreis des Saturn, geradeso wie heute die Luft im Umkreis der Erde ist. Alles, was später in den Menschen hineingezogen ist, das war im Umkreis, in der Atmosphäre des alten Saturn schon vorhanden. Ebenso war auf der alten Sonne der astralische Leib, der ja erst auf dem Monde hineingezogen ist, im Umkreis vorhanden. Sie können sich die alte Sonne so vorstellen, daß sie nicht aus Felsen, Pflanzen und Tieren bestand, wie heute die Erde, sondern da waren zwei Naturreiche, die es auf der Sonne gab. Die Wesen, die Menschen, die sich auf der Sonne befanden, waren erst menschliche Pflanzen. Daneben gab es auf der alten Sonne eine Art von Mineralien. Sie dürfen aber diese alte Sonne nicht mit der jetzigen Sonne verwechseln. Die alte Sonne war umflossen von einer mächtigen Astralhülle. Gleichsam von einer astralischen Lufthülle war die alte Sonne umgeben, und diese Astralhülle war leuchtend. So war der Schauplatz auf der alten Sonne.

[ 9 ] Betrachten wir jetzt wieder den heutigen Menschen, der einen physischen Leib, einen Ätherleib, einen astralischen Leib und ein Ich hat. Wenn das Ich nun hineinarbeitet in den astralischen Leib und ihn immer mehr läutert in intellektueller, moralischer und geistiger Beziehung, dann wird aus diesem Astralleib Geistselbst oder Manas. Wenn in ferner Zukunft das vollendet sein wird, was heute kaum begonnen hat, wenn der Mensch seinen ganzen astralischen Leib umgewandelt haben wird, dann wird dieser astralische Leib «physisch» leuchtend sein. So wie die Pflanze schon den Keim zu neuem Leben in sich trägt, so enthält der astralische Leib schon den Keim eines Lichtes, das dereinst hinausstrahlen wird in den Weltenraum, wenn der Mensch seinen Astralleib immer mehr und mehr gereinigt und geläutert haben wird. Unsere Erde wird sich in andere Planeten verwandeln. Heute ist sie dunkel. Wer sie von außen beobachten könnte, würde sehen, daß sie nur durch das zurückgeworfene Licht der Sonne hell erscheint. Aber einst wird sie selbst leuchtend sein, leuchtend durch die Menschen, die dann ihren ganzen Astralleib umgewandelt haben werden. Die Summe aller Astralleiber wird hinausstrahlen als Licht in den Weltenraum.

[ 9 ] Betrachten wir jetzt wieder den heutigen Menschen, der einen physischen Leib, einen Ätherleib, einen astralischen Leib und ein Ich hat. Wenn das Ich nun hineinarbeitet in den astralischen Leib und ihn immer mehr läutert in intellektueller, moralischer und geistiger Beziehung, dann wird aus diesem Astralleib Geistselbst oder Manas. Wenn in ferner Zukunft das vollendet sein wird, was heute kaum begonnen hat, wenn der Mensch seinen ganzen astralischen Leib umgewandelt haben wird, dann wird dieser astralische Leib «physisch» leuchtend sein. So wie die Pflanze schon den Keim zu neuem Leben in sich trägt, so enthält der astralische Leib schon den Keim eines Lichtes, das dereinst hinausstrahlen wird in den Weltenraum, wenn der Mensch seinen Astralleib immer mehr und mehr gereinigt und geläutert haben wird. Unsere Erde wird sich in andere Planeten verwandeln. Heute ist sie dunkel. Wer sie von außen beobachten könnte, würde sehen, daß sie nur durch das zurückgeworfene Licht der Sonne hell erscheint. Aber einst wird sie selbst leuchtend sein, leuchtend durch die Menschen, die dann ihren ganzen Astralleib umgewandelt haben werden. Die Summe aller Astralleiber wird hinausstrahlen als Licht in den Weltenraum.

[ 10 ] So war es auch bei der alten Sonne. Die alte Sonne hatte als Bewohner höhere Wesen, als die heutigen Menschen sind, und diese Wesenheiten hatten leuchtende Astralleiber. Diese Wesenheiten, die die Bibel in sehr richtiger Weise Lichtgeister oder Elohim nennt, strahlten ihre Astralität hinaus in den Weltenraum.

[ 10 ] So war es auch bei der alten Sonne. Die alte Sonne hatte als Bewohner höhere Wesen, als die heutigen Menschen sind, und diese Wesenheiten hatten leuchtende Astralleiber. Diese Wesenheiten, die die Bibel in sehr richtiger Weise Lichtgeister oder Elohim nennt, strahlten ihre Astralität hinaus in den Weltenraum.

[ 11 ] Wenn wir uns nun fragen: Was ist es, was der Mensch in seinen Astralleib hineinarbeitet? -, dann ist die Antwort: Es ist das, was wir das Gute, das Gescheite nennen, durch das der Mensch seinen Astralleib veredelt. Wenn wir einen Wilden betrachten, der noch auf der Stufe des Menschenfressers steht, der allen Leidenschaften blind folgt, und uns fragen, wodurch er sich unterscheidet von höherentwickelten Menschen, so müssen wir sagen: dadurch, daß der Kulturmensch schon gearbeitet hat an seinem Astralleib, der Wilde dagegen noch nicht. Der Mensch, der seine Triebe und Leidenschaften so auffaßt, daß er sich sagt: diesem darf ich folgen, anderem dagegen nicht -, bildet sich moralische Begriffe und Ideale, und das bedeutet Verwandlung und Veredelung des Astralleibes. Dadurch, daß der Mensch von Verkörperung zu Verkörperung an seinem Astralleib arbeitet, veredelt er sich immer mehr und mehr zu jener leuchtenden Wesenheit, von der wir vorhin gesprochen haben. Man nennt das das «Hineinarbeiten der Weisheit». Je mehr Weisheit in dem Astralleibe ist, desto leuchtender wird er sein. Die Elohim, jene Wesenheiten, die auf der Sonne wohnten, waren ganz Weisheitdurchdrungen. So wie unsere Seele sich zum Leibe verhält, so verhält sich die Weisheit zum Licht. Sie sehen, der Zusammenhang zwischen Licht und Weisheit ist nicht ein Bild, das man ausgesonnen hat; er beruht auf einer Tatsache, er ist eine Wahrheit. Das Licht ist tatsächlich der Körper der Weisheit. So lernen wir verstehen, daß die religiösen Urkunden vom Lichte sprechen als einer Versinnbildlichung der Weisheit.

[ 11 ] Wenn wir uns nun fragen: Was ist es, was der Mensch in seinen Astralleib hineinarbeitet? -, dann ist die Antwort: Es ist das, was wir das Gute, das Gescheite nennen, durch das der Mensch seinen Astralleib veredelt. Wenn wir einen Wilden betrachten, der noch auf der Stufe des Menschenfressers steht, der allen Leidenschaften blind folgt, und uns fragen, wodurch er sich unterscheidet von höherentwickelten Menschen, so müssen wir sagen: dadurch, daß der Kulturmensch schon gearbeitet hat an seinem Astralleib, der Wilde dagegen noch nicht. Der Mensch, der seine Triebe und Leidenschaften so auffaßt, daß er sich sagt: diesem darf ich folgen, anderem dagegen nicht -, bildet sich moralische Begriffe und Ideale, und das bedeutet Verwandlung und Veredelung des Astralleibes. Dadurch, daß der Mensch von Verkörperung zu Verkörperung an seinem Astralleib arbeitet, veredelt er sich immer mehr und mehr zu jener leuchtenden Wesenheit, von der wir vorhin gesprochen haben. Man nennt das das «Hineinarbeiten der Weisheit». Je mehr Weisheit in dem Astralleibe ist, desto leuchtender wird er sein. Die Elohim, jene Wesenheiten, die auf der Sonne wohnten, waren ganz Weisheitdurchdrungen. So wie unsere Seele sich zum Leibe verhält, so verhält sich die Weisheit zum Licht. Sie sehen, der Zusammenhang zwischen Licht und Weisheit ist nicht ein Bild, das man ausgesonnen hat; er beruht auf einer Tatsache, er ist eine Wahrheit. Das Licht ist tatsächlich der Körper der Weisheit. So lernen wir verstehen, daß die religiösen Urkunden vom Lichte sprechen als einer Versinnbildlichung der Weisheit.

[ 12 ] Für den Lernenden, für den sich zu höherer Schaukraft, zu Hellsichtigkeit Entwickelnden ist es von großer Bedeutung, wenn er Übungen macht wie etwa die folgende: Er stellt sich den Raum finster vor, ohne daß ein äußeres Licht auf ihn einwirkt—sei es bei nächtlichem Dunkel oder durch Schließen der Augen—und sucht dann nach und nach vorzudringen durch eigene innere Kraft zu der Vorstellung des Lichts. Wenn der Mensch sich diese Vorstellung intensiv genug bilden kann, so wird es nach und nach heller, und er wird dann ein Licht sehen, das kein physisches Licht ist, sondern ein Licht, das er nun sich selber schafft, das er durch innere Kraft in sich erzeugt. Und das ist ein Licht, das durchstrahlt sein wird von der Weisheit, in dem ihm die schaffende Weisheit erscheint. Das ist das, . was man Astrallicht nennt. Durch Meditation kommt der Mensch dazu, durch innere Kraft Licht zu erzeugen. Dieses Licht ist ein Vorbote dessen, was der Mensch dereinst—nicht mit physischen Augen, sondern mit feineren Sinnesorganen—sehen wird. Es wird das Kleid werden für wirklich vorhandene Geistwesen, wie es die Elohim sind. Wenn der Mensch diese Übung in der richtigen Weise macht, ist sie ein Mittel, zu diesen höheren Wesen in Beziehung zu kommen. So haben es diejenigen gemacht, die aus eigener Erfahrung etwas wissen von der geistigen Welt.

[ 12 ] Für den Lernenden, für den sich zu höherer Schaukraft, zu Hellsichtigkeit Entwickelnden ist es von großer Bedeutung, wenn er Übungen macht wie etwa die folgende: Er stellt sich den Raum finster vor, ohne daß ein äußeres Licht auf ihn einwirkt—sei es bei nächtlichem Dunkel oder durch Schließen der Augen—und sucht dann nach und nach vorzudringen durch eigene innere Kraft zu der Vorstellung des Lichts. Wenn der Mensch sich diese Vorstellung intensiv genug bilden kann, so wird es nach und nach heller, und er wird dann ein Licht sehen, das kein physisches Licht ist, sondern ein Licht, das er nun sich selber schafft, das er durch innere Kraft in sich erzeugt. Und das ist ein Licht, das durchstrahlt sein wird von der Weisheit, in dem ihm die schaffende Weisheit erscheint. Das ist das, . was man Astrallicht nennt. Durch Meditation kommt der Mensch dazu, durch innere Kraft Licht zu erzeugen. Dieses Licht ist ein Vorbote dessen, was der Mensch dereinst—nicht mit physischen Augen, sondern mit feineren Sinnesorganen—sehen wird. Es wird das Kleid werden für wirklich vorhandene Geistwesen, wie es die Elohim sind. Wenn der Mensch diese Übung in der richtigen Weise macht, ist sie ein Mittel, zu diesen höheren Wesen in Beziehung zu kommen. So haben es diejenigen gemacht, die aus eigener Erfahrung etwas wissen von der geistigen Welt.

[ 13 ] Durch gewisse andere Methoden, von denen wir später sprechen werden, kann der Mensch dahin gelangen, daß ihm durch eigene innere Kraft der Raum nicht nur vom Lichte erleuchtet, vom Weisheitslichte durchflossen sein wird, sondern daß der Raum gleichsam zu tönen beginnt. In der alten pythagoreischen Philosophie wurde, wie Sie wissen, von Sphärenmusik gesprochen. Unter «Sphäre» wird dabei der Weltenraum begriffen, der Raum, in dem die Sterne schweben. Das ist kein erdachtes, ausspintisiertes Bild, kein poetischer Vergleich, sondern das ist eine Wirklichkeit. Wenn der Mensch sich genügend nach den Angaben des Geheimlehrers geübt hat, dann lernt er, innerlich nicht nur einen erhellten, durchleuchteten Raum zu schauen, der der Ausdruck der Weisheit ist, sondern er lernt auch zu hören die Sphärenmusik, die den Weltenraum durchflutet. Und wenn der Raum zu erklingen beginnt, dann sagt man, der Mensch sei in der himmlischen Welt, im Devachan. Richtig ist, daß der Raum erklingt, aber es ist nicht ein physischer Ton, sondern dies sind geistige Töne, die nicht in der Luft leben, sondern in einem viel höheren, feineren Stoffe, im Akasha-Stoff. Fortwährend ist der Raum von solcher Musik erfüllt, und es gibt in dieser Sphärenmusik gewisse Grundtöne.

[ 13 ] Durch gewisse andere Methoden, von denen wir später sprechen werden, kann der Mensch dahin gelangen, daß ihm durch eigene innere Kraft der Raum nicht nur vom Lichte erleuchtet, vom Weisheitslichte durchflossen sein wird, sondern daß der Raum gleichsam zu tönen beginnt. In der alten pythagoreischen Philosophie wurde, wie Sie wissen, von Sphärenmusik gesprochen. Unter «Sphäre» wird dabei der Weltenraum begriffen, der Raum, in dem die Sterne schweben. Das ist kein erdachtes, ausspintisiertes Bild, kein poetischer Vergleich, sondern das ist eine Wirklichkeit. Wenn der Mensch sich genügend nach den Angaben des Geheimlehrers geübt hat, dann lernt er, innerlich nicht nur einen erhellten, durchleuchteten Raum zu schauen, der der Ausdruck der Weisheit ist, sondern er lernt auch zu hören die Sphärenmusik, die den Weltenraum durchflutet. Und wenn der Raum zu erklingen beginnt, dann sagt man, der Mensch sei in der himmlischen Welt, im Devachan. Richtig ist, daß der Raum erklingt, aber es ist nicht ein physischer Ton, sondern dies sind geistige Töne, die nicht in der Luft leben, sondern in einem viel höheren, feineren Stoffe, im Akasha-Stoff. Fortwährend ist der Raum von solcher Musik erfüllt, und es gibt in dieser Sphärenmusik gewisse Grundtöne.

[ 14 ] Wir wollen jetzt einmal betrachten, was man unter Sphärenmusik zu verstehen hat. Ich weiß sehr wohl, daß die heutigen mathematischen Astronomen es für hellen Wahnsinn erklären würden, wie ‚man im Okkultismus über die Planeten spricht. Das macht nichts, deshalb ist es doch wahr.

[ 14 ] Wir wollen jetzt einmal betrachten, was man unter Sphärenmusik zu verstehen hat. Ich weiß sehr wohl, daß die heutigen mathematischen Astronomen es für hellen Wahnsinn erklären würden, wie ‚man im Okkultismus über die Planeten spricht. Das macht nichts, deshalb ist es doch wahr.

[ 15 ] Wir haben davon gesprochen, daß unsere Erde sich nach und nach entwickelt hat; von Erdverkörperungen haben wir gesprochen. Unsere Erde war erst Saturn, wurde dann Sonne, dann Mond, jetzt ist sie Erde, später wird sie Jupiter, Venus, Vulkan werden. Nun können Sie fragen: Es steht doch auch heute ein Saturn am Himmel; hat nun dieser heutige Saturn etwas zu tun mit dem Saturn, der die erste Verkörperung der Erde war?—Wenn wir den gestirnten Himmel betrachten, sehen wir da die uns exoterisch bekannten Planeten. Die Namen dieser Planeten sind nicht willkürlich gewählt, nicht etwa, wie es in neuerer Zeit Brauch geworden ist, nach einem bestimmten Manne, etwa nach ihrem Entdecker, sondern es sind bedeutungsvolle Namen, die aus tiefem Wissen über das Wesen der Sterne heraus gegeben wurden. Heute tut man das ja nicht mehr, und zum Beispiel der Uranus hat nicht einen solchen berechtigten Namen, weil er erst später entdeckt wurde. Das, was Sie heute als Saturn am Himmel sehen, steht auf der Stufe der Entwickelung wie unsere Erde, als sie noch im Zustande des Saturn war. Der exoterische Saturn verhält sich zur Erde etwa so wie ein Knabe zum Greis. So wenig wie der Greis sich aus einem neben ihm stehenden Knaben entwickelt hat—er war selbst einmal ein Knabe -, ebensowenig hat die Erde sich aus dem heutigen Saturn entwickelt. Der Saturn, der heute am Himmel steht, wird auch einmal «Erde» werden; er steht jetzt in einer Art Jugendstadium. Und ähnlich ist es auch mit den anderen Himmelskörpern. Die Sonne ist ein solcher Körper, wie die Erde es einstmals war, nur ist sie sozusagen «avanciert». Und so, wie bei den Menschen verschiedene Altersstufen beisammen sind, wie neben dem Greis der Knabe steht, so stehen am Himmel die verschiedenen Planeten nebeneinander auf verschiedenen Entwickelungsstufen, die unsere Erde, welche sich jetzt in ihrer vierten Verkörperung befindet, zum Teil schon durchgemacht hat, zum Teil noch durchmachen wird. Die Planeten stehen in ganz bestimmten Verhältnissen zueinander. Aber der Okkultist drückt diese Verhältnisse anders aus, als es der heutige Astronom tut.

[ 15 ] Wir haben davon gesprochen, daß unsere Erde sich nach und nach entwickelt hat; von Erdverkörperungen haben wir gesprochen. Unsere Erde war erst Saturn, wurde dann Sonne, dann Mond, jetzt ist sie Erde, später wird sie Jupiter, Venus, Vulkan werden. Nun können Sie fragen: Es steht doch auch heute ein Saturn am Himmel; hat nun dieser heutige Saturn etwas zu tun mit dem Saturn, der die erste Verkörperung der Erde war?—Wenn wir den gestirnten Himmel betrachten, sehen wir da die uns exoterisch bekannten Planeten. Die Namen dieser Planeten sind nicht willkürlich gewählt, nicht etwa, wie es in neuerer Zeit Brauch geworden ist, nach einem bestimmten Manne, etwa nach ihrem Entdecker, sondern es sind bedeutungsvolle Namen, die aus tiefem Wissen über das Wesen der Sterne heraus gegeben wurden. Heute tut man das ja nicht mehr, und zum Beispiel der Uranus hat nicht einen solchen berechtigten Namen, weil er erst später entdeckt wurde. Das, was Sie heute als Saturn am Himmel sehen, steht auf der Stufe der Entwickelung wie unsere Erde, als sie noch im Zustande des Saturn war. Der exoterische Saturn verhält sich zur Erde etwa so wie ein Knabe zum Greis. So wenig wie der Greis sich aus einem neben ihm stehenden Knaben entwickelt hat—er war selbst einmal ein Knabe -, ebensowenig hat die Erde sich aus dem heutigen Saturn entwickelt. Der Saturn, der heute am Himmel steht, wird auch einmal «Erde» werden; er steht jetzt in einer Art Jugendstadium. Und ähnlich ist es auch mit den anderen Himmelskörpern. Die Sonne ist ein solcher Körper, wie die Erde es einstmals war, nur ist sie sozusagen «avanciert». Und so, wie bei den Menschen verschiedene Altersstufen beisammen sind, wie neben dem Greis der Knabe steht, so stehen am Himmel die verschiedenen Planeten nebeneinander auf verschiedenen Entwickelungsstufen, die unsere Erde, welche sich jetzt in ihrer vierten Verkörperung befindet, zum Teil schon durchgemacht hat, zum Teil noch durchmachen wird. Die Planeten stehen in ganz bestimmten Verhältnissen zueinander. Aber der Okkultist drückt diese Verhältnisse anders aus, als es der heutige Astronom tut.

[ 16 ] Sie wissen, die Planeten bewegen sich mit ganz bestimmten Geschwindigkeiten um die Sonne. Aber auch diese bewegt sich, und es ist diese Bewegung, wie auch die der Planeten, welche von den okkulten Astronomen genau erforscht worden sind. Die Forschung hat ergeben, daß die Sonne sich um einen geistigen Mittelpunkt bewegt, und daß die Bahnen der Planeten Spiralen sind, deren Richtlinie die Sonnenbahn ist. Die Geschwindigkeiten, womit die einzelnen Planeten ihre Bahnen vollziehen, stehen zueinander in ganz bestimmten, harmonischen Verhältnissen, und es stellen sich diese Verhältnisse als Töne für den Hörenden zu einer Symphonie zusammen, welche durch die Pythagoreer als Sphärenmusik bezeichnet wurde. Dies Zusammenklingen, diese Musik ist also ein Abbild kosmischer Vorgänge, und was die pythagoreische Schule lehrt, ist nichts Ausgeklügeltes. Die alten okkulten Astronomen sagten sich: Der Sternenhimmel, welcher scheinbar ruhend sich ausnimmt, ist in Wahrheit in Bewegung und dreht sich um den geistigen Mittelpunkt mit solcher Geschwindigkeit, daß er in 100 Jahren um 1° vorrückt. Es verhalten sich nun die Geschwindigkeiten der Planeten zueinander wie folgt: wobei die Geschwindigkeit des Saturn 1200mal größer ist als die des ganzen Sternenhimmels, oder 12° im Jahre vorrückt.

[ 16 ] Sie wissen, die Planeten bewegen sich mit ganz bestimmten Geschwindigkeiten um die Sonne. Aber auch diese bewegt sich, und es ist diese Bewegung, wie auch die der Planeten, welche von den okkulten Astronomen genau erforscht worden sind. Die Forschung hat ergeben, daß die Sonne sich um einen geistigen Mittelpunkt bewegt, und daß die Bahnen der Planeten Spiralen sind, deren Richtlinie die Sonnenbahn ist. Die Geschwindigkeiten, womit die einzelnen Planeten ihre Bahnen vollziehen, stehen zueinander in ganz bestimmten, harmonischen Verhältnissen, und es stellen sich diese Verhältnisse als Töne für den Hörenden zu einer Symphonie zusammen, welche durch die Pythagoreer als Sphärenmusik bezeichnet wurde. Dies Zusammenklingen, diese Musik ist also ein Abbild kosmischer Vorgänge, und was die pythagoreische Schule lehrt, ist nichts Ausgeklügeltes. Die alten okkulten Astronomen sagten sich: Der Sternenhimmel, welcher scheinbar ruhend sich ausnimmt, ist in Wahrheit in Bewegung und dreht sich um den geistigen Mittelpunkt mit solcher Geschwindigkeit, daß er in 100 Jahren um 1° vorrückt. Es verhalten sich nun die Geschwindigkeiten der Planeten zueinander wie folgt: wobei die Geschwindigkeit des Saturn 1200mal größer ist als die des ganzen Sternenhimmels, oder 12° im Jahre vorrückt.

Geschwindigkeit des Saturn = 2 1/2 mal die des Jupiter
des Jupiter = 5 mal die des Mars
des Mars = 2 mal die von Sonne, Merkur und Venus
der Sonne = 12 mal die des Mondes

Geschwindigkeit des Saturn = 2 1/2 mal die des Jupiter
des Jupiter = 5 mal die des Mars
des Mars = 2 mal die von Sonne, Merkur und Venus
der Sonne = 12 mal die des Mondes

[ 17 ] Wenn physische musikalische Harmonien entstehen, beruht das darauf, daß beispielsweise verschiedene Saiten verschiedenartig schwingen, die eine schneller, die andere langsamer. Je nach der Geschwindigkeit, mit der sich die einzelnen Saiten bewegen, erklingt ein höherer oder tieferer Ton, und das Zusammenklingen dieser verschiedenen Töne ertönt als Musik, ergibt die Harmonie. Genauso wie Sie nun musikalische Eindrücke hier im Physischen von den Bewegungen der Saiten erhalten, so hört derjenige, der zu der Stufe des Hellhörens im Devachan emporgedrungen ist, die Bewegung der Himmelskörper als Sphärenmusik. Und durch das Verhältnis der verschiedenen Schnelligkeiten in der Bewegung der Planeten entstehen die Grundtöne der Sphärenharmonie, die durch das ganze Weltall erklingt. In der Pythagoreischen Schule wird also mit Recht von einer Sphärenmusik gesprochen, man kann sie mit geistigen Ohren hören.

[ 17 ] Wenn physische musikalische Harmonien entstehen, beruht das darauf, daß beispielsweise verschiedene Saiten verschiedenartig schwingen, die eine schneller, die andere langsamer. Je nach der Geschwindigkeit, mit der sich die einzelnen Saiten bewegen, erklingt ein höherer oder tieferer Ton, und das Zusammenklingen dieser verschiedenen Töne ertönt als Musik, ergibt die Harmonie. Genauso wie Sie nun musikalische Eindrücke hier im Physischen von den Bewegungen der Saiten erhalten, so hört derjenige, der zu der Stufe des Hellhörens im Devachan emporgedrungen ist, die Bewegung der Himmelskörper als Sphärenmusik. Und durch das Verhältnis der verschiedenen Schnelligkeiten in der Bewegung der Planeten entstehen die Grundtöne der Sphärenharmonie, die durch das ganze Weltall erklingt. In der Pythagoreischen Schule wird also mit Recht von einer Sphärenmusik gesprochen, man kann sie mit geistigen Ohren hören.

[ 18 ] Wir können bei diesen Betrachtungen noch auf ein anderes Phänomen hindeuten. Wenn Sie eine dünne Messingplatte nehmen, sie möglichst gleichmäßig mit feinem Staube bestreuen und mit einem Fiedelbogen diese Platte streichen, dann wird nicht nur ein Ton hörbar, sondern es ordnen sich die Staubpartikelchen in ganz bestimmten Linien an. Da bilden sich allerlei Figuren, dem Tone entsprechend. Der Ton bewirkt eine Verteilung der Materie, des Stoffes. Das sind die bekannten Chladnischen Klangfiguren.

[ 18 ] Wir können bei diesen Betrachtungen noch auf ein anderes Phänomen hindeuten. Wenn Sie eine dünne Messingplatte nehmen, sie möglichst gleichmäßig mit feinem Staube bestreuen und mit einem Fiedelbogen diese Platte streichen, dann wird nicht nur ein Ton hörbar, sondern es ordnen sich die Staubpartikelchen in ganz bestimmten Linien an. Da bilden sich allerlei Figuren, dem Tone entsprechend. Der Ton bewirkt eine Verteilung der Materie, des Stoffes. Das sind die bekannten Chladnischen Klangfiguren.

[ 19 ] Als der geistige Ton durch das Weltall erklang, ordnete er die Planeten in ihren Verhältnissen zueinander zu einer Sphärenharmonie. Was Sie im Weltenraume ausgebreitet sehen, das hat dieser schaffende Ton der Gottheit angeordnet. Dadurch, daß dieser Ton in den Weltenraum hineintönte, gestaltete sich die Materie zu einem System, dem Sonnen- und Planetensystem. So ist auch der Ausdruck «Sphärenharmonie» nicht ein geistreicher Vergleich; er ist Wirklichkeit.

[ 19 ] Als der geistige Ton durch das Weltall erklang, ordnete er die Planeten in ihren Verhältnissen zueinander zu einer Sphärenharmonie. Was Sie im Weltenraume ausgebreitet sehen, das hat dieser schaffende Ton der Gottheit angeordnet. Dadurch, daß dieser Ton in den Weltenraum hineintönte, gestaltete sich die Materie zu einem System, dem Sonnen- und Planetensystem. So ist auch der Ausdruck «Sphärenharmonie» nicht ein geistreicher Vergleich; er ist Wirklichkeit.

[ 20 ] Nun wollen wir zu etwas anderem übergehen. Wir wissen, daß unsere Erde nicht immer so war, wie sie jetzt ist. Wer sich längere Zeit mit Theosophie beschäftigt hat, der weiß, daß unsere Erde in ihrer jetzigen Verkörperung verschiedene Entwickelungsstufen durchgemacht hat. In urferner Vergangenheit war sie in einem feuerflüssigen Zustande. Was unsere heutigen Steine und Metalle sind, war einmal aufgelöst in dieser feuerflüssigen Erde vorhanden. Der Einwand, daß in solcher Glut keine Menschen und keine anderen Wesen leben konnten, muß dahin beantwortet werden: Der menschliche Leib war damals in einem solchen physischen Zustande, der den damaligen Bedingungen angepaßt war; er konnte leben in einer Temperatur, die noch heißer war als die heutigen Schmelzöfen. Diesem Feuerzeitalter der Erde ist ein Wasserzeitalter gefolgt, das wir das atlantische Zeitalter nennen. Betrachten wir einmal dieses atlantische Zeitalter. Der atlantische Kontinent, der zwischen dem heutigen Europa und Amerika in der Mitte des atlantischen Ozeans sich ausbreitete, wurde bewohnt von unseren Vorfahren, welche natürlich ganz anders beschaffen waren als die heutigen Menschen. Ihr Sehen war nicht wie das unsere; sie waren in gewisser Beziehung hellsehend. In der Entwickelung der Atlantier gab es verschiedene Stufen des Sehens. Die letzte Stufe, am Ende der atlantischen Zeit, war wie eine Art Nachklang von viel höheren Stufen. Einen äußeren Gegenstand zum Beispiel konnte der Atlantier erst in der letzten Zeit der Atlantis sehen. Früher war sie so von dichten Wassernebelmassen erfüllt, daß sich die Gegenstände nicht räumlich voneinander abgrenzten. In dieser ersten Zeit der atlantischen Entwickelung war die Art der Wahrnehmung ganz anders. Nicht zuerst den Umrifß, die Physiognomie eines Menschen oder eines Gegenstandes sah der alte Atlantier, wenn er sich einem Dinge oder einem Wesen näherte, es stieg vielmehr in ihm ein Farbenbild auf, das nichts mit dem Äußeren zu tun hatte, sondern einen inneren Seelenzustand wiedergab. Farbenbilder sagten ihm, ob ein entgegenkommendes Wesen nützlich oder gefährlich für ihn war. War es zum Beispiel ein Rachegefühl, was der Entgegenkommende für den anderen hatte, so drückte sich ihm dies durch ein entsprechendes Farbenbild aus, und er rannte davon. Nahte sich ein wildes Tier, erkannte er es ebenso, und er konnte sich retten. Die Seelenzustände seiner Umgebung nahm der Atlantier wahr in dieser letzten Phase des Hellsehens. Erst allmählich entwickelt sich daraus das heutige Sehen. Denken Sie sich einen recht nebligen Tag, wie da die Gegenstände verschwimmen. Denken Sie sich an einem solchen Tage die Straßenlaterne, die erst wie ein Punkt auftaucht; dann allmählich unterscheiden Sie die Umrisse. So ganz allmählich lernte der Atlantier sehen. Was der Mensch früher sah, war eine Art astraler Farbe, die er anfänglich noch frei schwebend sah und die sich ihm gleichsam über die Dinge gelegt hat.

[ 20 ] Nun wollen wir zu etwas anderem übergehen. Wir wissen, daß unsere Erde nicht immer so war, wie sie jetzt ist. Wer sich längere Zeit mit Theosophie beschäftigt hat, der weiß, daß unsere Erde in ihrer jetzigen Verkörperung verschiedene Entwickelungsstufen durchgemacht hat. In urferner Vergangenheit war sie in einem feuerflüssigen Zustande. Was unsere heutigen Steine und Metalle sind, war einmal aufgelöst in dieser feuerflüssigen Erde vorhanden. Der Einwand, daß in solcher Glut keine Menschen und keine anderen Wesen leben konnten, muß dahin beantwortet werden: Der menschliche Leib war damals in einem solchen physischen Zustande, der den damaligen Bedingungen angepaßt war; er konnte leben in einer Temperatur, die noch heißer war als die heutigen Schmelzöfen. Diesem Feuerzeitalter der Erde ist ein Wasserzeitalter gefolgt, das wir das atlantische Zeitalter nennen. Betrachten wir einmal dieses atlantische Zeitalter. Der atlantische Kontinent, der zwischen dem heutigen Europa und Amerika in der Mitte des atlantischen Ozeans sich ausbreitete, wurde bewohnt von unseren Vorfahren, welche natürlich ganz anders beschaffen waren als die heutigen Menschen. Ihr Sehen war nicht wie das unsere; sie waren in gewisser Beziehung hellsehend. In der Entwickelung der Atlantier gab es verschiedene Stufen des Sehens. Die letzte Stufe, am Ende der atlantischen Zeit, war wie eine Art Nachklang von viel höheren Stufen. Einen äußeren Gegenstand zum Beispiel konnte der Atlantier erst in der letzten Zeit der Atlantis sehen. Früher war sie so von dichten Wassernebelmassen erfüllt, daß sich die Gegenstände nicht räumlich voneinander abgrenzten. In dieser ersten Zeit der atlantischen Entwickelung war die Art der Wahrnehmung ganz anders. Nicht zuerst den Umrifß, die Physiognomie eines Menschen oder eines Gegenstandes sah der alte Atlantier, wenn er sich einem Dinge oder einem Wesen näherte, es stieg vielmehr in ihm ein Farbenbild auf, das nichts mit dem Äußeren zu tun hatte, sondern einen inneren Seelenzustand wiedergab. Farbenbilder sagten ihm, ob ein entgegenkommendes Wesen nützlich oder gefährlich für ihn war. War es zum Beispiel ein Rachegefühl, was der Entgegenkommende für den anderen hatte, so drückte sich ihm dies durch ein entsprechendes Farbenbild aus, und er rannte davon. Nahte sich ein wildes Tier, erkannte er es ebenso, und er konnte sich retten. Die Seelenzustände seiner Umgebung nahm der Atlantier wahr in dieser letzten Phase des Hellsehens. Erst allmählich entwickelt sich daraus das heutige Sehen. Denken Sie sich einen recht nebligen Tag, wie da die Gegenstände verschwimmen. Denken Sie sich an einem solchen Tage die Straßenlaterne, die erst wie ein Punkt auftaucht; dann allmählich unterscheiden Sie die Umrisse. So ganz allmählich lernte der Atlantier sehen. Was der Mensch früher sah, war eine Art astraler Farbe, die er anfänglich noch frei schwebend sah und die sich ihm gleichsam über die Dinge gelegt hat.

[ 21 ] Natürlich war diese andere Art der Wahrnehmung damit verbunden, daß der damalige Mensch ganz anders ausschaute als der heutige. In der letzten Zeit der atlantischen Periode hatte der Mensch zum Beispiel eine weit zurückliegende physische Stirn, über welche der Ätherleib wie eine mächtige Kugel herausragte. Der Punkt hinter der Stirn, zwischen den Augen etwas zurückliegend, war bei physischem Leib und Ätherleib noch nicht zusammenfallend. Dann zogen sich physischer Leib und Ätherleib zusammen, und die Vereinigung dieser beiden Punkte in Ätherleib und physischem Leib war ein wichtiger Moment in der Menschheitsentwickelung. Heute paßt in den Ätherkopf der physische Kopf ungefähr gerade hinein. Beim Pferd ist das noch anders. Aber wie sich dieser Kopf verändert hat beim Menschen, so haben sich auch seine Gliedmaßen verändert. Allmählich bildete sich seine jetzige Körpergestalt heran. Denken Sie sich lebhaft hinein in das Ende der atlantischen Zeit. Wie war das eigentlich damals? Der Mensch nahm wahr in einer Art von Hellsehen die Seelenzustände seiner Umgebung. Denken Sie sich noch einmal diese dichte Nebelatmosphäre, die mit schweren Wasserdünsten durchschwängerte Luft. Die Sonne, die Sterne und alle Gegenstände um Sie her hätten Sie damals in dieser dichten wäßrigen Luft nicht sehen können. Den Regenbogen gab es damals noch nicht, denn der Regenbogen konnte sich noch nicht bilden. Alles war in dichte, schwere Nebelmassen gehüllt. Deshalb spricht die Sage von Niflheim, von einem Nebelheim. Allmählich verdichtete sich das Wasser, das mächtig in der Luft ausgedehnt war, «und die Wasser der Sintflut strömten zur Erde nieder». Damit ist nichts anderes gemeint, als daß sich die mächtigen Nebelmassen zu Wasser verdichteten und als Niederschläge, als Regen herunterfielen. Indem das Wasser sich von der Luft schied, wurde die Luft reiner, und mit dem Reinerwerden der Luft bildete sich die heutige Art des Anschauens heraus. Der Mensch hat sich selbst erst sehen können, als er die Gegenstände um sich her sehen konnte.

[ 21 ] Natürlich war diese andere Art der Wahrnehmung damit verbunden, daß der damalige Mensch ganz anders ausschaute als der heutige. In der letzten Zeit der atlantischen Periode hatte der Mensch zum Beispiel eine weit zurückliegende physische Stirn, über welche der Ätherleib wie eine mächtige Kugel herausragte. Der Punkt hinter der Stirn, zwischen den Augen etwas zurückliegend, war bei physischem Leib und Ätherleib noch nicht zusammenfallend. Dann zogen sich physischer Leib und Ätherleib zusammen, und die Vereinigung dieser beiden Punkte in Ätherleib und physischem Leib war ein wichtiger Moment in der Menschheitsentwickelung. Heute paßt in den Ätherkopf der physische Kopf ungefähr gerade hinein. Beim Pferd ist das noch anders. Aber wie sich dieser Kopf verändert hat beim Menschen, so haben sich auch seine Gliedmaßen verändert. Allmählich bildete sich seine jetzige Körpergestalt heran. Denken Sie sich lebhaft hinein in das Ende der atlantischen Zeit. Wie war das eigentlich damals? Der Mensch nahm wahr in einer Art von Hellsehen die Seelenzustände seiner Umgebung. Denken Sie sich noch einmal diese dichte Nebelatmosphäre, die mit schweren Wasserdünsten durchschwängerte Luft. Die Sonne, die Sterne und alle Gegenstände um Sie her hätten Sie damals in dieser dichten wäßrigen Luft nicht sehen können. Den Regenbogen gab es damals noch nicht, denn der Regenbogen konnte sich noch nicht bilden. Alles war in dichte, schwere Nebelmassen gehüllt. Deshalb spricht die Sage von Niflheim, von einem Nebelheim. Allmählich verdichtete sich das Wasser, das mächtig in der Luft ausgedehnt war, «und die Wasser der Sintflut strömten zur Erde nieder». Damit ist nichts anderes gemeint, als daß sich die mächtigen Nebelmassen zu Wasser verdichteten und als Niederschläge, als Regen herunterfielen. Indem das Wasser sich von der Luft schied, wurde die Luft reiner, und mit dem Reinerwerden der Luft bildete sich die heutige Art des Anschauens heraus. Der Mensch hat sich selbst erst sehen können, als er die Gegenstände um sich her sehen konnte.

[ 22 ] Nun weist der physische Leib des Menschen viele Regelmäßigkeiten auf, die von tiefer Bedeutung sind. Eine davon ist die folgende: Wenn Sie eine Kiste fabrizieren würden in den Verhältnissen, daß sich Höhe, Breite und Länge verhalten wie drei Teile zu fünf Teilen zu dreißig Teilen, und wenn dabei die Länge der Körperlänge entspricht, dann finden Sie dieselben Maßverhältnisse im menschlichen Körper. Mit anderen Worten: Es ist damit das Verhältnis einer regelmäßigen Gliederung des menschlichen Leibes angegeben. Damals, als der Mensch den Fluten der Atlantis entstieg, war sein Leib so gebildet, daß er den Maßverhältnissen 3:5:30 entsprach. In schöner Weise ist das in der Bibel ausgedrückt mit den Worten: «Und Gott befahl Noah, einen Kasten zu bauen von dreihundert Ellen Länge, fünfzig Ellen Breite und dreißig Ellen Höhe.» In diesen Maßen der Arche Noah haben wir genau die Maße der Harmonie des menschlichen Leibes.

[ 22 ] Nun weist der physische Leib des Menschen viele Regelmäßigkeiten auf, die von tiefer Bedeutung sind. Eine davon ist die folgende: Wenn Sie eine Kiste fabrizieren würden in den Verhältnissen, daß sich Höhe, Breite und Länge verhalten wie drei Teile zu fünf Teilen zu dreißig Teilen, und wenn dabei die Länge der Körperlänge entspricht, dann finden Sie dieselben Maßverhältnisse im menschlichen Körper. Mit anderen Worten: Es ist damit das Verhältnis einer regelmäßigen Gliederung des menschlichen Leibes angegeben. Damals, als der Mensch den Fluten der Atlantis entstieg, war sein Leib so gebildet, daß er den Maßverhältnissen 3:5:30 entsprach. In schöner Weise ist das in der Bibel ausgedrückt mit den Worten: «Und Gott befahl Noah, einen Kasten zu bauen von dreihundert Ellen Länge, fünfzig Ellen Breite und dreißig Ellen Höhe.» In diesen Maßen der Arche Noah haben wir genau die Maße der Harmonie des menschlichen Leibes.

[ 23 ] Okkulte Zeichen und Sinnbilder sind eben aus dem Wesen der Dinge heraus genommen und zeigen darum, wie wir durch sie in die Verhältnisse der geistigen Welten hineinschauen können.

[ 23 ] Okkulte Zeichen und Sinnbilder sind eben aus dem Wesen der Dinge heraus genommen und zeigen darum, wie wir durch sie in die Verhältnisse der geistigen Welten hineinschauen können.