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Myths and Legends
Occult Signs and Symbols
GA 101

29 December 1907, Cologne

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Mythen und Sagen, Okkulte Zeichen und Symbole, 2nd ed.
  1. Myths and Legends, Occult Signs and Symbols, tr. SOL

15. Bildhafte Vorstellungen als notwendiges Erziehungsmittel zur Geistesschulung

15. Bildhafte Vorstellungen als notwendiges Erziehungsmittel zur Geistesschulung

[ 1 ] Ich möchte heute noch einige charakteristische Symbole und Zeichen besprechen, damit wir uns immer klarer und klarer über das eigentliche Grundthema unserer Vorträge werden, das ja darin bestehen soll, zu zeigen, wie Zeichen und Symbole in Beziehung stehen zur astralen und zur geistigen Welt, die man auch die devachanische Welt nennt.

[ 1 ] Ich möchte heute noch einige charakteristische Symbole und Zeichen besprechen, damit wir uns immer klarer und klarer über das eigentliche Grundthema unserer Vorträge werden, das ja darin bestehen soll, zu zeigen, wie Zeichen und Symbole in Beziehung stehen zur astralen und zur geistigen Welt, die man auch die devachanische Welt nennt.

[ 2 ] Wir haben gesehen, daß die Symbole und Bilder und die wirklich aus der Natur und Wesenheit der höheren Welten herausgeholten Zahlen- und Formenverhältnisse, wenn die Seele sie aufgenommen hat, in ihr wirkliche Seelenkräfte in Form von Vorstellungen, Gedanken, Ideen und Empfindungen hervorrufen, die gestaltende Wirkung haben. Ja, wir konnten sogar sehen, daß die Arche Noah für den gegenwärtigen physischen Leib des Menschen gestaltend war, und dafß3 der Salomonische Tempel, wenn er in seinen Formen auf die Menschen der Gegenwart wirkt, eine große Bedeutung für die Gestaltung des Menschen in der sechsten Rasse haben wird. Aus diesen Angaben können Sie schon ersehen, daß durch die Führer der Menschheit, die fortwährend am Entwickelungsgange der Menschheit tätig sind, eigentlich ein ähnlicher Weg eingeschlagen wird wie für den einzelnen Menschen in den elementaren Geheimschulen. Auch da haben wir es zu tun mit einer Konzentration von Empfindungen, Gedanken, Vorstellungen und so weiter - es kommt noch manches andere hinzu -, die wirksam und gestaltend sind für den Menschen.

[ 2 ] Wir haben gesehen, daß die Symbole und Bilder und die wirklich aus der Natur und Wesenheit der höheren Welten herausgeholten Zahlen- und Formenverhältnisse, wenn die Seele sie aufgenommen hat, in ihr wirkliche Seelenkräfte in Form von Vorstellungen, Gedanken, Ideen und Empfindungen hervorrufen, die gestaltende Wirkung haben. Ja, wir konnten sogar sehen, daß die Arche Noah für den gegenwärtigen physischen Leib des Menschen gestaltend war, und dafß3 der Salomonische Tempel, wenn er in seinen Formen auf die Menschen der Gegenwart wirkt, eine große Bedeutung für die Gestaltung des Menschen in der sechsten Rasse haben wird. Aus diesen Angaben können Sie schon ersehen, daß durch die Führer der Menschheit, die fortwährend am Entwickelungsgange der Menschheit tätig sind, eigentlich ein ähnlicher Weg eingeschlagen wird wie für den einzelnen Menschen in den elementaren Geheimschulen. Auch da haben wir es zu tun mit einer Konzentration von Empfindungen, Gedanken, Vorstellungen und so weiter - es kommt noch manches andere hinzu -, die wirksam und gestaltend sind für den Menschen.

[ 3 ] Es herrscht in den verschiedenen okkulten Strömungen der Gegenwart vielfach die Meinung, als ob es in unserer Zeit auch auf anderem Wege als durch die Anwendung imaginativer und symbolischer Vorstellungen, ein Aufsteigen in die höheren Welten geben könne. Und es ist bei den Menschen der Gegenwart mit einer gewissen Furcht, ja sogar Aversion verbunden, in die astrale Welt mit Hilfe symbolischer Zeichen oder sonstiger okkulter Erziehungsmittel aufzusteigen. Wenn man die Frage aufwirft: Sind solche Furchtzustände berechtigt?, so kann man sagen: Ja und Nein. - In einer gewissen Beziehung sind sie berechtigt; in einer anderen Beziehung sind sie ganz und gar nicht am Platze, weil in die höheren Welten niemand wirklich hinaufkommen kann, ohne durch die astrale Welt hindurchzugehen. Es ist eine irrige Annahme, wenn jemand meint, er könne mit verbundenen Augen durch die astrale Welt hindurchgehen. Nur müssen Sie sich darüber klar sein, daß die geistige Welt als solche verschiedene Gebiete hat. Der Mensch ist durch die astrale Welt heruntergestiegen in die physische Welt, und er muß durch die astrale Welt wiederum hinaufsteigen in die geistige Welt. Was vermieden werden muß, ist, daß der Mensch bei seiner Entwickelung in frühere Zustände zurückfällt. Der Mensch darf niemals in frühere Zustände zurückfallen. Jeder mediale Zustand ist ein Zurückfallen in einen früheren Zustand, während wahre Geheimschulung ein Aufsteigen in höhere Zustände ist. Der Mensch muß durch die astrale Welt mit vollem, hellem Tagesbewußtsein hinaufsteigen, um in die höheren Gebiete der geistigen Welt zu gelangen. Was der heutige Mensch an Begierden, Leidenschaften, Instinkten in sich trägt, das ist verankert im Astralleib, deren Träger ist der Astralleib. Der Mensch muß, wenn er aufsteigen will in höhere Welten, allerdings wiederum mit Empfindungen und Gefühlen arbeiten; einen anderen Weg gibt es nicht. Aber es handelt sich darum, daß er niemals versuchen soll, anders als unter voller Aufrechterhaltung der Errungenschaften unserer physischen Welt in die höheren Welten hinaufzukommen, das heißt, niemals mit einer Herabdämpfung des Bewußtseins. Wenn wir Medien betrachten, finden wir immer, daß sie in einen früheren Bewußtseinszustand zurückgeworfen werden. Ihr helles Tagesbewußtsein wird heruntergedämpft, abgeschwächt, und ein früherer Bewußtseinszustand, den der Mensch schon überwunden hat, wird hervorgerufen. Wer in modernem Sinne Hellseher werden will, muß sein gegenwärtiges helles Tagesbewußtsein behalten und mitnehmen. Das kann er nur dadurch, daß er durch den Punkt des «sinnlichkeitsfreien Denkens» hindurchgeht, und niemals kann irgend etwas passieren, wenn der Mensch durch das sinnlichkeitsfreie Denken hindurchgeht. Machen wir uns ganz klar, was das heißt.

[ 3 ] Es herrscht in den verschiedenen okkulten Strömungen der Gegenwart vielfach die Meinung, als ob es in unserer Zeit auch auf anderem Wege als durch die Anwendung imaginativer und symbolischer Vorstellungen, ein Aufsteigen in die höheren Welten geben könne. Und es ist bei den Menschen der Gegenwart mit einer gewissen Furcht, ja sogar Aversion verbunden, in die astrale Welt mit Hilfe symbolischer Zeichen oder sonstiger okkulter Erziehungsmittel aufzusteigen. Wenn man die Frage aufwirft: Sind solche Furchtzustände berechtigt?, so kann man sagen: Ja und Nein. - In einer gewissen Beziehung sind sie berechtigt; in einer anderen Beziehung sind sie ganz und gar nicht am Platze, weil in die höheren Welten niemand wirklich hinaufkommen kann, ohne durch die astrale Welt hindurchzugehen. Es ist eine irrige Annahme, wenn jemand meint, er könne mit verbundenen Augen durch die astrale Welt hindurchgehen. Nur müssen Sie sich darüber klar sein, daß die geistige Welt als solche verschiedene Gebiete hat. Der Mensch ist durch die astrale Welt heruntergestiegen in die physische Welt, und er muß durch die astrale Welt wiederum hinaufsteigen in die geistige Welt. Was vermieden werden muß, ist, daß der Mensch bei seiner Entwickelung in frühere Zustände zurückfällt. Der Mensch darf niemals in frühere Zustände zurückfallen. Jeder mediale Zustand ist ein Zurückfallen in einen früheren Zustand, während wahre Geheimschulung ein Aufsteigen in höhere Zustände ist. Der Mensch muß durch die astrale Welt mit vollem, hellem Tagesbewußtsein hinaufsteigen, um in die höheren Gebiete der geistigen Welt zu gelangen. Was der heutige Mensch an Begierden, Leidenschaften, Instinkten in sich trägt, das ist verankert im Astralleib, deren Träger ist der Astralleib. Der Mensch muß, wenn er aufsteigen will in höhere Welten, allerdings wiederum mit Empfindungen und Gefühlen arbeiten; einen anderen Weg gibt es nicht. Aber es handelt sich darum, daß er niemals versuchen soll, anders als unter voller Aufrechterhaltung der Errungenschaften unserer physischen Welt in die höheren Welten hinaufzukommen, das heißt, niemals mit einer Herabdämpfung des Bewußtseins. Wenn wir Medien betrachten, finden wir immer, daß sie in einen früheren Bewußtseinszustand zurückgeworfen werden. Ihr helles Tagesbewußtsein wird heruntergedämpft, abgeschwächt, und ein früherer Bewußtseinszustand, den der Mensch schon überwunden hat, wird hervorgerufen. Wer in modernem Sinne Hellseher werden will, muß sein gegenwärtiges helles Tagesbewußtsein behalten und mitnehmen. Das kann er nur dadurch, daß er durch den Punkt des «sinnlichkeitsfreien Denkens» hindurchgeht, und niemals kann irgend etwas passieren, wenn der Mensch durch das sinnlichkeitsfreie Denken hindurchgeht. Machen wir uns ganz klar, was das heißt.

[ 4 ] Sinnlichkeitserfülltes Denken und Vorstellen ist ein jegliches, das ausgeht von dem sinnlichen Wahrnehmen der uns umgebenden Gegenstände. Wenn Sie Ihre Vorstellungen so bilden, daß Sie zunächst einen Gegenstand ansehen, wahrnehmen, und ihn dann im Gedächtnis behalten, und Ihr Gedankenleben verläuft so, daß Sie angeregt sind durch solche Vorstellungen, dann haben Sie ein sinnlichkeitserfülltes Denken. Dies füllt den weitaus größten Teil der seelischen Erlebnisse des gegenwärtigen Menschen aus. Und wenn der Mensch einmal mit sich zu Rate geht, wieviel ihm bleibt, wenn er alle Vorstellungen aus seiner Seele herauswirft, die durch sinnliche Wahrnehmung veranlaßt sind, dann wird er erst einmal gewahr werden, was da noch an Inhalt in der Seele ist. Wenn die Vorstellungen, die durch Äußeres angeregt wurden, weggebracht sind, dann begreift er, was der griechische Philosoph Plato meinte, als er vor das Tor seiner Schule schrieb, kein mit Geometrie Unbekannter solle eintreten. Das ist so gemeint, daß kein solcher eintreten solle, der sich nicht zu einem sinnlichkeitsfreien Denken erheben konnte. Keine gewöhnliche Geometrie hat er verlangt. Das wird auch heute nicht von denen verlangt, die zu höheren Welten aufsteigen wollen. Es würde auch heute aus inneren sachlichen Gründen nicht notwendig sein. Aber an den geometrischen Vorstellungen kann man sich eine Idee bilden, was sinnlichkeitsfreies Denken ist. Wenn Sie hier drei Bohnen hinlegen, noch drei Bohnen dazulegen, und noch einmal drei Bohnen, dann können Sie an diesem sinnlichen Eindruck lernen, daß 3 mal 3 = 9 ist. Das Kind oder der primitive Mensch lernt es an den Fingern. Das ist sinnlichkeitserfülltes Denken. Wenn Sie nicht mehr die Finger brauchen oder die Bohnen, sondern wenn Sie dasselbe lernen durch rein geistige Anschauung, dann ist das sinnlichkeitsfreies Denken. Das Kind geht beim Lernen von einer Brücke aus [Bohnen oder Finger], und erhebt sich erst später zu einem sinnlichkeitsfreien Denken. Wenn wir an die Tafel einen Kreis zeichnen, so ergibt dies in Wirklichkeit keinen Kreis; was wir da hinzeichnen, ist eine Anhäufung von kleinen Kreidebergen. Sie werden mit der sinnlichen Wahrnehmung allein nicht erfassen können, was ein wirklicher Kreis ist. Nur der geistig angeschaute, innerlich konstruierte Kreis ist sinnlichkeitsfrei.

[ 4 ] Sinnlichkeitserfülltes Denken und Vorstellen ist ein jegliches, das ausgeht von dem sinnlichen Wahrnehmen der uns umgebenden Gegenstände. Wenn Sie Ihre Vorstellungen so bilden, daß Sie zunächst einen Gegenstand ansehen, wahrnehmen, und ihn dann im Gedächtnis behalten, und Ihr Gedankenleben verläuft so, daß Sie angeregt sind durch solche Vorstellungen, dann haben Sie ein sinnlichkeitserfülltes Denken. Dies füllt den weitaus größten Teil der seelischen Erlebnisse des gegenwärtigen Menschen aus. Und wenn der Mensch einmal mit sich zu Rate geht, wieviel ihm bleibt, wenn er alle Vorstellungen aus seiner Seele herauswirft, die durch sinnliche Wahrnehmung veranlaßt sind, dann wird er erst einmal gewahr werden, was da noch an Inhalt in der Seele ist. Wenn die Vorstellungen, die durch Äußeres angeregt wurden, weggebracht sind, dann begreift er, was der griechische Philosoph Plato meinte, als er vor das Tor seiner Schule schrieb, kein mit Geometrie Unbekannter solle eintreten. Das ist so gemeint, daß kein solcher eintreten solle, der sich nicht zu einem sinnlichkeitsfreien Denken erheben konnte. Keine gewöhnliche Geometrie hat er verlangt. Das wird auch heute nicht von denen verlangt, die zu höheren Welten aufsteigen wollen. Es würde auch heute aus inneren sachlichen Gründen nicht notwendig sein. Aber an den geometrischen Vorstellungen kann man sich eine Idee bilden, was sinnlichkeitsfreies Denken ist. Wenn Sie hier drei Bohnen hinlegen, noch drei Bohnen dazulegen, und noch einmal drei Bohnen, dann können Sie an diesem sinnlichen Eindruck lernen, daß 3 mal 3 = 9 ist. Das Kind oder der primitive Mensch lernt es an den Fingern. Das ist sinnlichkeitserfülltes Denken. Wenn Sie nicht mehr die Finger brauchen oder die Bohnen, sondern wenn Sie dasselbe lernen durch rein geistige Anschauung, dann ist das sinnlichkeitsfreies Denken. Das Kind geht beim Lernen von einer Brücke aus [Bohnen oder Finger], und erhebt sich erst später zu einem sinnlichkeitsfreien Denken. Wenn wir an die Tafel einen Kreis zeichnen, so ergibt dies in Wirklichkeit keinen Kreis; was wir da hinzeichnen, ist eine Anhäufung von kleinen Kreidebergen. Sie werden mit der sinnlichen Wahrnehmung allein nicht erfassen können, was ein wirklicher Kreis ist. Nur der geistig angeschaute, innerlich konstruierte Kreis ist sinnlichkeitsfrei.

[ 5 ] Das beste Mittel für einen größeren Menschenkreis, zu einem sinnlichkeitsfreien Denken zu kommen, ist heute die Theosophie, wenn die Theosophie so aufgefaßt wird, daß der Mensch lernt, die Vorstellungen loszulösen von der Sinnlichkeit. Namentlich auf den Gebieten, die ein wenig über das Allerelementarste hinausgehen, wird der Mensch durch Theosophie zu sinnlichkeitsfreiem Denken geführt. Wenn Sie sich zum Beispiel klarmachen wollen, was der Ätherleib oder der Astralleib ist, so können Sie diese ja äußerlich nicht sehen. Gerade das gibt Ihnen die Theosophie, daß sie Dinge beschreibt, die Sie äußerlich nicht sehen können. Oder wenn wir in der Theosophie den alten Mond beschreiben, dann entwerfen wir von ihm ein Bild, ein möglichst drastisches sogar, in dem wir sinnliche und übersinnliche Vorstellungen zusammenfügen, so daß ein materialistisch gesinnter Mensch sagen würde: Der malt da etwas hin, was gar nicht möglich ist. - Ja, man muß in der Theosophie etwas für heutige Verhältnisse geradezu Unmögliches lehren und den alten Mond so beschreiben, daß auf ihm keine solchen Felsen, Mineralien und Steine waren, wie sie heute auf unserer Erde sind. Der ganze alte Mond bestand aus einer lebendigen Substanz, die man vergleichen könnte in der Dichtigkeit mit einer Art Spinatbrei oder Kochsalat, also ein Körper zwischen Mineralien und Pflanzen mittendrin, ein halb pflanzlicher, halb mineralischer Körper. Wir finden auf dem alten Mond etwas wie ein halb-pflanzliches Leben. Solche Mineralien wie heute gab es damals noch nicht. Wenn Sie die heutigen Torfmoore betrachten, wo auch eine Art halb-pflanzliche Substanz ist, würden Sie ein äußerlich ähnliches Bild bekommen, wie die Substanz des alten Mondes war. Statt Felsen und Berge würden Sie auf dem alten Monde höchstens so etwas gefunden haben, wie es heute die Borke unserer Bäume ist. Nun wird Ihnen jeder Naturforscher heute einwenden, so etwas könne nicht als Planet existieren. - Aber darauf kommt es ja gerade an - und es ist eine Notwendigkeit, um andere Entwickelungsepochen zu verstehen -, daß der Mensch sein Denken losreißt von dem, was heute den Vorstellungen von gewöhnlichem sinnlichen Denken und Empfinden anhaftet, und zu einem sinnlichkeitsfreien Denken kommt. Sinnlichkeitsfreies Denken ist nicht abstraktes Denken, sondern sehr, sehr wirkliches Denken. Wenn wir uns den alten Mond als eine Art großen Kochsalat denken mit eingeschlossener Borke und so weiter, so ist das «sinnlich-übersinnlich» gedacht, wie Goethe sagt. Indem Sie Farbe und Form loslösen von der Sinnlichkeit und sie frei in den Raum hinaus projizieren, haben Sie durch sinnlichkeitsfreies Denken Vorstellungen gewonnen. Wer dies als eine feste Grundlage betrachtet, der wird niemals straucheln können beim Aufsteigen in höhere Welten.

[ 5 ] Das beste Mittel für einen größeren Menschenkreis, zu einem sinnlichkeitsfreien Denken zu kommen, ist heute die Theosophie, wenn die Theosophie so aufgefaßt wird, daß der Mensch lernt, die Vorstellungen loszulösen von der Sinnlichkeit. Namentlich auf den Gebieten, die ein wenig über das Allerelementarste hinausgehen, wird der Mensch durch Theosophie zu sinnlichkeitsfreiem Denken geführt. Wenn Sie sich zum Beispiel klarmachen wollen, was der Ätherleib oder der Astralleib ist, so können Sie diese ja äußerlich nicht sehen. Gerade das gibt Ihnen die Theosophie, daß sie Dinge beschreibt, die Sie äußerlich nicht sehen können. Oder wenn wir in der Theosophie den alten Mond beschreiben, dann entwerfen wir von ihm ein Bild, ein möglichst drastisches sogar, in dem wir sinnliche und übersinnliche Vorstellungen zusammenfügen, so daß ein materialistisch gesinnter Mensch sagen würde: Der malt da etwas hin, was gar nicht möglich ist. - Ja, man muß in der Theosophie etwas für heutige Verhältnisse geradezu Unmögliches lehren und den alten Mond so beschreiben, daß auf ihm keine solchen Felsen, Mineralien und Steine waren, wie sie heute auf unserer Erde sind. Der ganze alte Mond bestand aus einer lebendigen Substanz, die man vergleichen könnte in der Dichtigkeit mit einer Art Spinatbrei oder Kochsalat, also ein Körper zwischen Mineralien und Pflanzen mittendrin, ein halb pflanzlicher, halb mineralischer Körper. Wir finden auf dem alten Mond etwas wie ein halb-pflanzliches Leben. Solche Mineralien wie heute gab es damals noch nicht. Wenn Sie die heutigen Torfmoore betrachten, wo auch eine Art halb-pflanzliche Substanz ist, würden Sie ein äußerlich ähnliches Bild bekommen, wie die Substanz des alten Mondes war. Statt Felsen und Berge würden Sie auf dem alten Monde höchstens so etwas gefunden haben, wie es heute die Borke unserer Bäume ist. Nun wird Ihnen jeder Naturforscher heute einwenden, so etwas könne nicht als Planet existieren. - Aber darauf kommt es ja gerade an - und es ist eine Notwendigkeit, um andere Entwickelungsepochen zu verstehen -, daß der Mensch sein Denken losreißt von dem, was heute den Vorstellungen von gewöhnlichem sinnlichen Denken und Empfinden anhaftet, und zu einem sinnlichkeitsfreien Denken kommt. Sinnlichkeitsfreies Denken ist nicht abstraktes Denken, sondern sehr, sehr wirkliches Denken. Wenn wir uns den alten Mond als eine Art großen Kochsalat denken mit eingeschlossener Borke und so weiter, so ist das «sinnlich-übersinnlich» gedacht, wie Goethe sagt. Indem Sie Farbe und Form loslösen von der Sinnlichkeit und sie frei in den Raum hinaus projizieren, haben Sie durch sinnlichkeitsfreies Denken Vorstellungen gewonnen. Wer dies als eine feste Grundlage betrachtet, der wird niemals straucheln können beim Aufsteigen in höhere Welten.

Diagram
Diagram 1
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Diagram 1

[ 6 ] Wir wollen uns einmal eine schematische Zeichnung machen. Manches wird ja durch unrichtiges symbolisches Zeichnen unklar. So genügt es zwar für das Verständnis gewisser Verhältnisse, wenn man den physischen Plan, den Astralplan und den Devachanplan übereinander zeichnet; richtiger ist es aber, sich die physische Welt als eine in sich geschlossene Sphäre vorzustellen, wo das Astralische ringsherum ist, und das Devachanische dann wieder um dieses herum. Statt horizontale Schichten zu zeichnen, ist es gut, die Sache so (siehe Zeichnung) zu zeichnen, weil dies eine Möglichkeit bietet, zwei Gebiete des Astralplanes voneinander zu unterscheiden. Wenn wir in zwei ganz bestimmte Gebiete des Astralplanes hineinschauen, die wir mit dem Pfeil 1 hier bezeichnen, so gibt es in der astralen Welt für das, was wir hier auf der Erde das Männliche und das Weibliche nennen, die beiden Gegensätze «Form» und «Leben». Form und Leben sind Gegensätze auf dem Astralplan. Nun würden wir aber, wenn wir auf dem Astralplan Form und Leben treffen wollen, sie nur treffen, wenn wir in dieser Richtung (von der Mitte nach oben, siehe Pfeil 2) gehen. Gehen wir nach der anderen Seite (Mitte nach unten, siehe Pfeil 3), so treffen wir dort keineswegs den wohltätigen Gegensatz von Form und Leben an, sondern wir treffen den Gegensatz «Verwesung» und «Krankheit» an. Wenn wir also von der physischen Welt ausgehen, treffen wir auf dem Astralplan nach oben den Gegensatz Form und Leben; dem entspricht in der astralen Welt nach unten, also gleichsam unter das Physische hinuntergehend, der Gegensatz von Verwesung und Krankheit. Immer wenn wir nach der einen Seite gehen, wo wir für die physische Welt wohltätige Eigenschaften sehen, entsprechen diesen auf der anderen Seite für die physische Welt zerstörende, schädliche Einflüsse. Da haben wir jetzt eine Möglichkeit, zu unterscheiden zwischen den Teilen des Astralplanes. Auf die menschliche Seele wirken tatsächlich zwei ganz voneinander verschiedene Gebiete des Astralplanes. Wenn wir uns eine Vorstellung davon bilden wollen, wie diese zwei ganz verschiedenen Gebiete auf die Seele wirken, müssen wir uns denken, daß wir beim Menschen haben: den physischen Leib, den Ätherleib, den Astralleib; und je nach deren Ausbildung, die ja öfter beschrieben worden ist: Manas oder Geistselbst, Budhi oder Lebensgeist, und Atma oder den Geistesmenschen; und zwischen drinnen haben wir, vom Ich erfüllt, das Seelische. So daß wir in gewisser Beziehung unterscheiden können: Leib - der eigentlich die drei Leiber umfaßt -, Seele und Geist. Nun spiegeln sich in der Seele die drei unteren Glieder Astralleib, Ätherleib und physischer Leib. Insofern sich physischer Leib, Ätherleib und Astralleib in ihrer ursprünglichen Art spiegeln, versetzen sie in die Seele des Menschen niedere, herunterziehende Eigenschaften. Aber es spiegelt sich im Menschen auch das, was das Obere ist: Manas, Budhi, Atma, und dadurch haben wir in der Seele ebenso heraufziehende, läuternde Elemente. Im strengen Christentum wußte man auch von dieser zweifachen Art der Spiegelung in der menschlichen Seele. Man sah, es spiegelt sich die höhere Menschennatur in der Seele, oder es spiegelt sich die untere Natur in der Seele. Das ahnten manche, auch wenn es nicht Esoteriker waren. Deshalb sagte man: Wenn der Mensch zum Tode kommt, nimmt er die Spiegelung der geistigen Welt als die Gesetzessammlung des Moses wahr; und wenn sich das Untere in der Seele spiegelt, wird der Seele im Tode vom Teufel das Sündenregister vorgelesen.

[ 6 ] Wir wollen uns einmal eine schematische Zeichnung machen. Manches wird ja durch unrichtiges symbolisches Zeichnen unklar. So genügt es zwar für das Verständnis gewisser Verhältnisse, wenn man den physischen Plan, den Astralplan und den Devachanplan übereinander zeichnet; richtiger ist es aber, sich die physische Welt als eine in sich geschlossene Sphäre vorzustellen, wo das Astralische ringsherum ist, und das Devachanische dann wieder um dieses herum. Statt horizontale Schichten zu zeichnen, ist es gut, die Sache so (siehe Zeichnung) zu zeichnen, weil dies eine Möglichkeit bietet, zwei Gebiete des Astralplanes voneinander zu unterscheiden. Wenn wir in zwei ganz bestimmte Gebiete des Astralplanes hineinschauen, die wir mit dem Pfeil 1 hier bezeichnen, so gibt es in der astralen Welt für das, was wir hier auf der Erde das Männliche und das Weibliche nennen, die beiden Gegensätze «Form» und «Leben». Form und Leben sind Gegensätze auf dem Astralplan. Nun würden wir aber, wenn wir auf dem Astralplan Form und Leben treffen wollen, sie nur treffen, wenn wir in dieser Richtung (von der Mitte nach oben, siehe Pfeil 2) gehen. Gehen wir nach der anderen Seite (Mitte nach unten, siehe Pfeil 3), so treffen wir dort keineswegs den wohltätigen Gegensatz von Form und Leben an, sondern wir treffen den Gegensatz «Verwesung» und «Krankheit» an. Wenn wir also von der physischen Welt ausgehen, treffen wir auf dem Astralplan nach oben den Gegensatz Form und Leben; dem entspricht in der astralen Welt nach unten, also gleichsam unter das Physische hinuntergehend, der Gegensatz von Verwesung und Krankheit. Immer wenn wir nach der einen Seite gehen, wo wir für die physische Welt wohltätige Eigenschaften sehen, entsprechen diesen auf der anderen Seite für die physische Welt zerstörende, schädliche Einflüsse. Da haben wir jetzt eine Möglichkeit, zu unterscheiden zwischen den Teilen des Astralplanes. Auf die menschliche Seele wirken tatsächlich zwei ganz voneinander verschiedene Gebiete des Astralplanes. Wenn wir uns eine Vorstellung davon bilden wollen, wie diese zwei ganz verschiedenen Gebiete auf die Seele wirken, müssen wir uns denken, daß wir beim Menschen haben: den physischen Leib, den Ätherleib, den Astralleib; und je nach deren Ausbildung, die ja öfter beschrieben worden ist: Manas oder Geistselbst, Budhi oder Lebensgeist, und Atma oder den Geistesmenschen; und zwischen drinnen haben wir, vom Ich erfüllt, das Seelische. So daß wir in gewisser Beziehung unterscheiden können: Leib - der eigentlich die drei Leiber umfaßt -, Seele und Geist. Nun spiegeln sich in der Seele die drei unteren Glieder Astralleib, Ätherleib und physischer Leib. Insofern sich physischer Leib, Ätherleib und Astralleib in ihrer ursprünglichen Art spiegeln, versetzen sie in die Seele des Menschen niedere, herunterziehende Eigenschaften. Aber es spiegelt sich im Menschen auch das, was das Obere ist: Manas, Budhi, Atma, und dadurch haben wir in der Seele ebenso heraufziehende, läuternde Elemente. Im strengen Christentum wußte man auch von dieser zweifachen Art der Spiegelung in der menschlichen Seele. Man sah, es spiegelt sich die höhere Menschennatur in der Seele, oder es spiegelt sich die untere Natur in der Seele. Das ahnten manche, auch wenn es nicht Esoteriker waren. Deshalb sagte man: Wenn der Mensch zum Tode kommt, nimmt er die Spiegelung der geistigen Welt als die Gesetzessammlung des Moses wahr; und wenn sich das Untere in der Seele spiegelt, wird der Seele im Tode vom Teufel das Sündenregister vorgelesen.

Diagram
Diagram 2
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Diagram 2

[ 7 ] Das bedeutet, es werden der Seele alle Eigenschaften vor das Auge gestellt, die ihr anhaften: Das, was sich von oben spiegelt, wird ihr als Gesetzestafel des Moses vorgehalten; und das Untere, das sich in der Seele spiegelt, wurde beschrieben, indem man sagte: Der Teufel liest der Seele das Sündenregister vor. Wenn der Weg nicht richtig eingeschlagen wird von der Seele, kann die Seele allerdings in ihre niederen Leidenschaften versinken; das kann eintreten. Das darf aber nicht als ein Abschreckungsmittel vor den Menschen hingestellt werden.

[ 7 ] Das bedeutet, es werden der Seele alle Eigenschaften vor das Auge gestellt, die ihr anhaften: Das, was sich von oben spiegelt, wird ihr als Gesetzestafel des Moses vorgehalten; und das Untere, das sich in der Seele spiegelt, wurde beschrieben, indem man sagte: Der Teufel liest der Seele das Sündenregister vor. Wenn der Weg nicht richtig eingeschlagen wird von der Seele, kann die Seele allerdings in ihre niederen Leidenschaften versinken; das kann eintreten. Das darf aber nicht als ein Abschreckungsmittel vor den Menschen hingestellt werden.

[ 8 ] Alle auf Imaginationen, auf das Bildliche hinzielenden Vorstellungen erziehen den Menschen, um ihn allmählich zu jenem Punkte der Lebensentwickelung zu bringen, wo er lernt, immer mehr und mehr in die höheren Welten hineinzublicken. Bildhafte Vorstellungen, wie zum Beispiel die Vorstellung vom alten Mond, sind ein mächtiges Erziehungsmittel nach dieser Richtung. Durch solche Vorstellungen bringt man die Entwickelungsidee in richtiger esoterischer Art an den Menschen heran. Wenn man vor den Menschen nur trokkene, abstrakte Begriffe hinstellt, bleibt er mit dem Denken auf dem physischen Plan, denn das gewöhnliche Denken als solches kommt niemals vom physischen Plan weg. Es ist zwar eine Herunterspiegelung vom Devachanplan; aber der Gedanke, den der Mensch hegt, ist etwas, was zum physischen Plan gehört, er ist nur wie ein Schattenbild der höheren Vorgänge. Wenn Sie sich noch so feine Vorstellungen davon bilden, wie die Entwickelung vor sich geht, wie ein Wesen auf der ersten Stufe des Daseins sich differenziert, sich herabsenkt und umhüllt, - das sind alles nur Vorstellungen, die Ihnen Begriffe des physischen Planes geben, die Sie aber nicht in der Entwickelung weiterbringen. Erst sinnlich-übersinnliche Vorstellungen und Begriffe können Sie nach und nach wirklich eine Stufe weiterbringen. Zuerst muß man die Begriffe in Bilder, in Imaginationen umwandeln und diesen Vorgang immer und immer wiederholen.

[ 8 ] Alle auf Imaginationen, auf das Bildliche hinzielenden Vorstellungen erziehen den Menschen, um ihn allmählich zu jenem Punkte der Lebensentwickelung zu bringen, wo er lernt, immer mehr und mehr in die höheren Welten hineinzublicken. Bildhafte Vorstellungen, wie zum Beispiel die Vorstellung vom alten Mond, sind ein mächtiges Erziehungsmittel nach dieser Richtung. Durch solche Vorstellungen bringt man die Entwickelungsidee in richtiger esoterischer Art an den Menschen heran. Wenn man vor den Menschen nur trokkene, abstrakte Begriffe hinstellt, bleibt er mit dem Denken auf dem physischen Plan, denn das gewöhnliche Denken als solches kommt niemals vom physischen Plan weg. Es ist zwar eine Herunterspiegelung vom Devachanplan; aber der Gedanke, den der Mensch hegt, ist etwas, was zum physischen Plan gehört, er ist nur wie ein Schattenbild der höheren Vorgänge. Wenn Sie sich noch so feine Vorstellungen davon bilden, wie die Entwickelung vor sich geht, wie ein Wesen auf der ersten Stufe des Daseins sich differenziert, sich herabsenkt und umhüllt, - das sind alles nur Vorstellungen, die Ihnen Begriffe des physischen Planes geben, die Sie aber nicht in der Entwickelung weiterbringen. Erst sinnlich-übersinnliche Vorstellungen und Begriffe können Sie nach und nach wirklich eine Stufe weiterbringen. Zuerst muß man die Begriffe in Bilder, in Imaginationen umwandeln und diesen Vorgang immer und immer wiederholen.

[ 9 ] Wenn man dieses Vorgehen, das zum Beispiel in den Rosenkreuzer-Schulen gelehrt wurde, in einen Dialog zwischen Lehrer und Schüler fassen würde, so könnte man das so ausdrücken: - In Wirklichkeit hat ein solcher Dialog nie so stattgefunden, wir können es aber einmal so darstellen, um zu zeigen, was der Schüler in langen, langen Erlebnissen nach und nach durchmachen mußte. - Der Lehrer sagte dem Schüler: Sieh dir einmal die Pflanze an, wie sie ihre Wurzel in die Erde hinein richtet, wie sie mit dem Stengel und der Blüte der Sonne entgegenwächst und ihre Fruchtorgane zur Entfaltung bringt. Und jetzt stelle dir dagegen den Menschen vor. - Der Mensch wird schlecht verglichen mit der Pflanze, wenn man seinen Kopf mit der Blüte und seine Fortpflanzungsorgane mit der Wurzel der Pflanze vergleicht. Selbst Darwin, der große Naturforscher, hat diesen Vergleich richtig gebraucht, indem er den Kopf des Menschen mit der Wurzel der Pflanze verglich, so daß selbst für Darwin die Pflanze der auf den Kopf gestellte Mensch ist. Was die Pflanze keusch dem Sonnenstrahl entgegenhält, ihre Fortpflanzungsorgane, das richtet der Mensch dem Mittelpunkte der Erde zu, so daß wir also im Menschen eine Umkehrung der Pflanze zu denken haben, indem er alle die Kräfte, die bei der Pflanze nach dem Mittelpunkte der Erde gerichtet sind, frei nach dem sonnenerfüllten Kosmos richtet, und jene Organe, die die Pflanze keusch dem Sonnenstrahl entgegenstreckt, schamvoll nach der Erde richtet. Das Tier steht mitten darinnen.

[ 9 ] Wenn man dieses Vorgehen, das zum Beispiel in den Rosenkreuzer-Schulen gelehrt wurde, in einen Dialog zwischen Lehrer und Schüler fassen würde, so könnte man das so ausdrücken: - In Wirklichkeit hat ein solcher Dialog nie so stattgefunden, wir können es aber einmal so darstellen, um zu zeigen, was der Schüler in langen, langen Erlebnissen nach und nach durchmachen mußte. - Der Lehrer sagte dem Schüler: Sieh dir einmal die Pflanze an, wie sie ihre Wurzel in die Erde hinein richtet, wie sie mit dem Stengel und der Blüte der Sonne entgegenwächst und ihre Fruchtorgane zur Entfaltung bringt. Und jetzt stelle dir dagegen den Menschen vor. - Der Mensch wird schlecht verglichen mit der Pflanze, wenn man seinen Kopf mit der Blüte und seine Fortpflanzungsorgane mit der Wurzel der Pflanze vergleicht. Selbst Darwin, der große Naturforscher, hat diesen Vergleich richtig gebraucht, indem er den Kopf des Menschen mit der Wurzel der Pflanze verglich, so daß selbst für Darwin die Pflanze der auf den Kopf gestellte Mensch ist. Was die Pflanze keusch dem Sonnenstrahl entgegenhält, ihre Fortpflanzungsorgane, das richtet der Mensch dem Mittelpunkte der Erde zu, so daß wir also im Menschen eine Umkehrung der Pflanze zu denken haben, indem er alle die Kräfte, die bei der Pflanze nach dem Mittelpunkte der Erde gerichtet sind, frei nach dem sonnenerfüllten Kosmos richtet, und jene Organe, die die Pflanze keusch dem Sonnenstrahl entgegenstreckt, schamvoll nach der Erde richtet. Das Tier steht mitten darinnen.

Diagram
Diagram 3
Diagram
Diagram 3

[ 10 ] Wenn wir daher die realen, in der Welt vorhandenen Kraftrichtungen zeichnen wollen, können wir das so tun: Die wahre esoterische Bedeutung des Kreuzeszeichens ist eine Summe von Kräften. Die eine Kraftrichtung geht nach unten: das Pflanzenwesen wird dirigiert von dieser Kraft. Beim Menschen ist sie nach der entgegengesetzten Seite gerichtet. Das Tier hat sein Rückgrat horizontal gerichtet, bei ihm zeigt sich die Kraft horizontal die Erde umkreisend. Das seelische Prinzip steigt hinauf vom Pflanzendasein zum Tierdasein, zum Menschendasein. Und Plato, der so oft Dinge zum Ausdruck brachte, die der Einweihung entstammen, sprach den schönen Satz aus: Die Weltenseele ist an den Weltenleib gekreuzigt. - Das heißt, die Weltenseele geht durch Pflanze, Tier und Mensch hindurch; sie ist gekreuzigt in den Kräften der drei Reiche: Pflanzenreich, Tierreich und Menschenreich. Und wenn wir so das Kreuz hineinschreiben in die drei Naturreiche, dann wird uns das Kreuz zum Zeichen der Entwickelungsrichtung.

[ 10 ] Wenn wir daher die realen, in der Welt vorhandenen Kraftrichtungen zeichnen wollen, können wir das so tun: Die wahre esoterische Bedeutung des Kreuzeszeichens ist eine Summe von Kräften. Die eine Kraftrichtung geht nach unten: das Pflanzenwesen wird dirigiert von dieser Kraft. Beim Menschen ist sie nach der entgegengesetzten Seite gerichtet. Das Tier hat sein Rückgrat horizontal gerichtet, bei ihm zeigt sich die Kraft horizontal die Erde umkreisend. Das seelische Prinzip steigt hinauf vom Pflanzendasein zum Tierdasein, zum Menschendasein. Und Plato, der so oft Dinge zum Ausdruck brachte, die der Einweihung entstammen, sprach den schönen Satz aus: Die Weltenseele ist an den Weltenleib gekreuzigt. - Das heißt, die Weltenseele geht durch Pflanze, Tier und Mensch hindurch; sie ist gekreuzigt in den Kräften der drei Reiche: Pflanzenreich, Tierreich und Menschenreich. Und wenn wir so das Kreuz hineinschreiben in die drei Naturreiche, dann wird uns das Kreuz zum Zeichen der Entwickelungsrichtung.

[ 11 ] Nun sagte also der Lehrer zum Schüler: Du hast dir vorzustellen, wie die Pflanze ihren Kelch dem Sonnenstrahl entgegenstreckt, wie die Fruchtorgane zur Reife kommen, wenn die Pflanze geküßt wird vom Sonnenstrahl. - Die Entwickelung zum Menschen geschieht dadurch, daß die reine keusche Pflanzensubstanz durchzogen wird von Begierden, Instinkten und Leidenschaften. Dadurch erobert sich der Mensch sein Bewußtsein, dadurch wird er zum Menschen, daß er hindurchgeht durch die Tiernatur. Dadurch, daß der Mensch in die reine Pflanzennatur die niedere Begierdennatur hineinverwoben hat, ist er auf der anderen Seite aufgestiegen vom dumpfen Pflanzenbewußtsein zum hellen Tagesbewußtsein.

[ 11 ] Nun sagte also der Lehrer zum Schüler: Du hast dir vorzustellen, wie die Pflanze ihren Kelch dem Sonnenstrahl entgegenstreckt, wie die Fruchtorgane zur Reife kommen, wenn die Pflanze geküßt wird vom Sonnenstrahl. - Die Entwickelung zum Menschen geschieht dadurch, daß die reine keusche Pflanzensubstanz durchzogen wird von Begierden, Instinkten und Leidenschaften. Dadurch erobert sich der Mensch sein Bewußtsein, dadurch wird er zum Menschen, daß er hindurchgeht durch die Tiernatur. Dadurch, daß der Mensch in die reine Pflanzennatur die niedere Begierdennatur hineinverwoben hat, ist er auf der anderen Seite aufgestiegen vom dumpfen Pflanzenbewußtsein zum hellen Tagesbewußtsein.

[ 12 ] Von dieser Stufe des gegenwärtigen Menschen wies der Lehrer den Schüler auf eine höhere Stufe hin. So wie der Mensch sich aus einem Zustand heraufentwickelt hat, wie ihn die Pflanze hat, so wird er auch seine Instinkte und Begierden wiederum läutern zu einer höheren, keuschen Stufe. Der Lehrer zeigte dem Schüler die Anlagen im physischen Leibe des Menschen, durch welche die höheren Stufen des Bewußtseins errungen werden können und die menschliche Substanz wiederum zu einer der Pflanze ähnlichen Substanz werden kann. Ein jegliches Wesen muß einen physischen Leib benutzen, wenn es auf der Erde erscheinen will. Aber der Leib des Menschen wird sich in der Zukunft immer mehr und mehr umgestalten. Wir unterscheiden in bezug auf die menschlichen Organe eine absteigende und eine aufsteigende Entwickelung. Ein Teil der menschlichen Organe ist in absteigender Entwickelung; diese wird der Mensch im Laufe der Zeit, die allerdings nach Jahrtausenden zählt, abwerfen. Andere Organe sind im Werden, sie werden in der Zukunft eine Höherentwickelung haben, zum Beispiel der menschliche Kehlkopf; er ist erst im Anfange seiner Entwickelung. Eine andere Höherentwickelung wird das menschliche Herz nehmen, das in der Zukunft ein ganz anderes Organ werden wird. Während andere Organe ihren Höhepunkt bereits überschritten haben, sich abschnüren von der menschlichen Natur und verdorren, haben wir im Herzen ein Organ, das erst am Anfange seiner Entwickelung ist.

[ 12 ] Von dieser Stufe des gegenwärtigen Menschen wies der Lehrer den Schüler auf eine höhere Stufe hin. So wie der Mensch sich aus einem Zustand heraufentwickelt hat, wie ihn die Pflanze hat, so wird er auch seine Instinkte und Begierden wiederum läutern zu einer höheren, keuschen Stufe. Der Lehrer zeigte dem Schüler die Anlagen im physischen Leibe des Menschen, durch welche die höheren Stufen des Bewußtseins errungen werden können und die menschliche Substanz wiederum zu einer der Pflanze ähnlichen Substanz werden kann. Ein jegliches Wesen muß einen physischen Leib benutzen, wenn es auf der Erde erscheinen will. Aber der Leib des Menschen wird sich in der Zukunft immer mehr und mehr umgestalten. Wir unterscheiden in bezug auf die menschlichen Organe eine absteigende und eine aufsteigende Entwickelung. Ein Teil der menschlichen Organe ist in absteigender Entwickelung; diese wird der Mensch im Laufe der Zeit, die allerdings nach Jahrtausenden zählt, abwerfen. Andere Organe sind im Werden, sie werden in der Zukunft eine Höherentwickelung haben, zum Beispiel der menschliche Kehlkopf; er ist erst im Anfange seiner Entwickelung. Eine andere Höherentwickelung wird das menschliche Herz nehmen, das in der Zukunft ein ganz anderes Organ werden wird. Während andere Organe ihren Höhepunkt bereits überschritten haben, sich abschnüren von der menschlichen Natur und verdorren, haben wir im Herzen ein Organ, das erst am Anfange seiner Entwickelung ist.

[ 13 ] Wir können bei den Muskeln des Menschen quergestreifte und längsgestreifte unterscheiden; das sind willkürliche und unwillkürliche Muskeln. Die willkürlichen Muskeln der Hand zum Beispiel sind quergestreift. Die Muskeln der Gedärme dagegen, welche die Speise unwillkürlich vorwärtstreiben, sind längsgestreift. Das Herz macht hierbei eine Ausnahme, und das ist für die heutigen physiologischen und anatomischen Wissenschaftler eine Crux. Das Herz gehört zwar zu den unwillkürlichen Muskeln, aber es hat quergestreifte Muskulatur. Daher können unsere Anatomen auch das Herz nicht begreifen. Sie betrachten ja alle Organe als gleichartig. Wenn man die Organe geistig betrachtet, können sie durchaus chemisch aus denselben Bestandteilen bestehen, aber doch kann das eine in einer absteigenden und das andere in einer aufsteigenden Entwickelung sich befinden. Das Herz ist auf dem Wege, in der Zukunft ein willkürlicher Muskel zu werden, es trägt in seinem anatomischen Bau schon jetzt die charakteristischen Merkmale dafür. Heute ist davon nur sehr wenig zu merken. Heute trägt es dazu bei, daß seelische Erlebnisse auf das Blut wirken. Sie können sehen, wie, wenn Sie ein Angstgefühl bekommen, die Blutmasse von der Peripherie des Leibes nach dem Innern sich zurückzieht, oder wie bei Auftreten von Schamgefühl das Blut vom Innern des Leibes nach der Peripherie hingetrieben wird. In der Zukunft wird außer der Umgestaltung des Herzens auch eine Umgestaltung unseres Kehlkopfes vor sich gehen. Heute dient der Kehlkopf dazu, meine Gedanken in Worte umzusetzen, indem er die Luft in Schwingungen versetzt. Sie können mit Ihren Ohren meine Worte aufnehmen und hören; das wird durch die Schwingungen der Luft verursacht. Der heutige menschliche Kehlkopf ist imstande, in Luftschwingungen umzusetzen, was in der Seele vorgeht. Der zukünftige Menschenleib wird seinen Kehlkopf zum Befruchtungsorgan umgestalten, und das Wort, das heute nur in der Luft schafft, wird zukünftig in unserer Umgebung schaffend werden. Die Reproduktion wird dann durch den Kehlkopf vor sich gehen, der die Rasse der Zukunft schaffen wird.

[ 13 ] Wir können bei den Muskeln des Menschen quergestreifte und längsgestreifte unterscheiden; das sind willkürliche und unwillkürliche Muskeln. Die willkürlichen Muskeln der Hand zum Beispiel sind quergestreift. Die Muskeln der Gedärme dagegen, welche die Speise unwillkürlich vorwärtstreiben, sind längsgestreift. Das Herz macht hierbei eine Ausnahme, und das ist für die heutigen physiologischen und anatomischen Wissenschaftler eine Crux. Das Herz gehört zwar zu den unwillkürlichen Muskeln, aber es hat quergestreifte Muskulatur. Daher können unsere Anatomen auch das Herz nicht begreifen. Sie betrachten ja alle Organe als gleichartig. Wenn man die Organe geistig betrachtet, können sie durchaus chemisch aus denselben Bestandteilen bestehen, aber doch kann das eine in einer absteigenden und das andere in einer aufsteigenden Entwickelung sich befinden. Das Herz ist auf dem Wege, in der Zukunft ein willkürlicher Muskel zu werden, es trägt in seinem anatomischen Bau schon jetzt die charakteristischen Merkmale dafür. Heute ist davon nur sehr wenig zu merken. Heute trägt es dazu bei, daß seelische Erlebnisse auf das Blut wirken. Sie können sehen, wie, wenn Sie ein Angstgefühl bekommen, die Blutmasse von der Peripherie des Leibes nach dem Innern sich zurückzieht, oder wie bei Auftreten von Schamgefühl das Blut vom Innern des Leibes nach der Peripherie hingetrieben wird. In der Zukunft wird außer der Umgestaltung des Herzens auch eine Umgestaltung unseres Kehlkopfes vor sich gehen. Heute dient der Kehlkopf dazu, meine Gedanken in Worte umzusetzen, indem er die Luft in Schwingungen versetzt. Sie können mit Ihren Ohren meine Worte aufnehmen und hören; das wird durch die Schwingungen der Luft verursacht. Der heutige menschliche Kehlkopf ist imstande, in Luftschwingungen umzusetzen, was in der Seele vorgeht. Der zukünftige Menschenleib wird seinen Kehlkopf zum Befruchtungsorgan umgestalten, und das Wort, das heute nur in der Luft schafft, wird zukünftig in unserer Umgebung schaffend werden. Die Reproduktion wird dann durch den Kehlkopf vor sich gehen, der die Rasse der Zukunft schaffen wird.

[ 14 ] So wie der Lehrer den Schüler hinwies auf den keuschen Pflanzenkelch, und wie er hinwies auf den Menschen, der im Herabsteigen seine Pflanzensubstanz durchzogen hat mit der niederen Natur der Leidenschaften, Begierden und Instinkte, dafür aber eingetauscht hat sein heutiges helles Tagesbewußtsein, so zeigte der Lehrer, wie der gegenwärtige Mensch aufsteigen wird zu höheren Bewußtseinszuständen, und wie der zukünftige Mensch die von Begierden erfüllte Substanz wiederum umwandeln wird zu reinen und keuschen Organen. Auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wurde der Schüler hingewiesen. Wie der Kelch der Pflanze keusch der Sonne sich entgegenstreckt und ihre Fruchtorgane der Sonne entgegenwachsen, das wird wieder da sein auf einer höheren Stufe, wo der Mensch seinen Kehlkopf als Kelch dem geistigen Sonnenstrahl darbieten wird. Diesen geistigen Kelch, das umgestaltete Sprachorgan, nannte man den Heiligen Gral. Das ist ein reales Ideal. Anfang, Mitte und Ende der Menschheitsentwickelung, hier sehen Sie den Entwickelungsgedanken der Menschheit verwandelt in ein Bild.

[ 14 ] So wie der Lehrer den Schüler hinwies auf den keuschen Pflanzenkelch, und wie er hinwies auf den Menschen, der im Herabsteigen seine Pflanzensubstanz durchzogen hat mit der niederen Natur der Leidenschaften, Begierden und Instinkte, dafür aber eingetauscht hat sein heutiges helles Tagesbewußtsein, so zeigte der Lehrer, wie der gegenwärtige Mensch aufsteigen wird zu höheren Bewußtseinszuständen, und wie der zukünftige Mensch die von Begierden erfüllte Substanz wiederum umwandeln wird zu reinen und keuschen Organen. Auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wurde der Schüler hingewiesen. Wie der Kelch der Pflanze keusch der Sonne sich entgegenstreckt und ihre Fruchtorgane der Sonne entgegenwachsen, das wird wieder da sein auf einer höheren Stufe, wo der Mensch seinen Kehlkopf als Kelch dem geistigen Sonnenstrahl darbieten wird. Diesen geistigen Kelch, das umgestaltete Sprachorgan, nannte man den Heiligen Gral. Das ist ein reales Ideal. Anfang, Mitte und Ende der Menschheitsentwickelung, hier sehen Sie den Entwickelungsgedanken der Menschheit verwandelt in ein Bild.

[ 15 ] Durch die Empfindungen, die wir an diesen Bildern entwickeln, strömen uns die Kräfte zu, die uns wirklich die höheren Welten erschließen. Alles geht ohne Zauberei vor sich. An den Bildern werden die Empfindungen angeregt, die den Menschen hineinführen in die höheren Welten. Gefühle und Empfindungen führen den Menschen in die astrale Welt, wie der Wille ihn in die devachanische oder Geisteswelt führt. Denken entspricht der physischen Welt, Gefühl der astralischen Welt und der geläuterte Wille der Devachanwelt.

[ 15 ] Durch die Empfindungen, die wir an diesen Bildern entwickeln, strömen uns die Kräfte zu, die uns wirklich die höheren Welten erschließen. Alles geht ohne Zauberei vor sich. An den Bildern werden die Empfindungen angeregt, die den Menschen hineinführen in die höheren Welten. Gefühle und Empfindungen führen den Menschen in die astrale Welt, wie der Wille ihn in die devachanische oder Geisteswelt führt. Denken entspricht der physischen Welt, Gefühl der astralischen Welt und der geläuterte Wille der Devachanwelt.

[ 16 ] Wenn wir die Pflanze in der ursprünglichen keuschen Substanz betrachten, so finden wir das Grün als Farbe im Leben der Pflanze. Die Pflanze ist in denjenigen Teilen, in denen der Ätherleib lebendig tätig ist, durchdrungen vom Blattgrün, von dem, was man das Chlorophyli nennt. Der Ätherleib hat ein Grundgesetz, das ist das Gesetz der Wiederholung. Würde in der Pflanze nur der Ätherleib allein tätig sein, so würde sich immer wieder ein und dieselbe Form wiederholen; Blatt um Blatt setzt sie an. Wenn aber der Astralleib der Erde auf die Pflanze einzuwirken beginnt, schließt sie das Wachstum ab und setzt die Blüte an. Die Wirkung des Ätherleibes offenbart sich in der Wiederholung. Auch beim menschlichen Wachstum macht sich dieses Prinzip geltend. Der Ätherleib zeigt seinen Einfluß in der Bildung der Rückenwirbel, die aber da ihren Abschluß findet, wo der Astralleib zu wirken beginnt und sich die Schädelkapsel wölbt. Wir können daher auf den ätherischen Leib nur einwirken durch das Prinzip der Wiederholung. Wenn Sie denken und begreifen, so wirkt das nur auf den Astralleib. Wenn Sie aber zum Beispiel beten oder meditieren und täglich dasselbe Gebet oder dieselbe Meditation wiederholen, so wirken Sie bis in den Ätherleib hinein. Die Dinge sind so, daß im Kosmos sich zuerst das Prinzip der Wiederholung zeigt in den Taten des Ätherleibes, dann das Prinzip des Abschlusses durch den Astralleib. Wo der Astralleib sich zurückzieht, tritt mit Selbstverständlichkeit wieder das Prinzip der Wiederholung auf. So wachsen Ihre Haare und Nägel, weil sich der Astralleib dort zurückgezogen hat. Es schmerzt ja auch nicht, wenn Sie sich die Haare abschneiden, denn der Schmerz ist ein Ausdruck des Astralleibes.

[ 16 ] Wenn wir die Pflanze in der ursprünglichen keuschen Substanz betrachten, so finden wir das Grün als Farbe im Leben der Pflanze. Die Pflanze ist in denjenigen Teilen, in denen der Ätherleib lebendig tätig ist, durchdrungen vom Blattgrün, von dem, was man das Chlorophyli nennt. Der Ätherleib hat ein Grundgesetz, das ist das Gesetz der Wiederholung. Würde in der Pflanze nur der Ätherleib allein tätig sein, so würde sich immer wieder ein und dieselbe Form wiederholen; Blatt um Blatt setzt sie an. Wenn aber der Astralleib der Erde auf die Pflanze einzuwirken beginnt, schließt sie das Wachstum ab und setzt die Blüte an. Die Wirkung des Ätherleibes offenbart sich in der Wiederholung. Auch beim menschlichen Wachstum macht sich dieses Prinzip geltend. Der Ätherleib zeigt seinen Einfluß in der Bildung der Rückenwirbel, die aber da ihren Abschluß findet, wo der Astralleib zu wirken beginnt und sich die Schädelkapsel wölbt. Wir können daher auf den ätherischen Leib nur einwirken durch das Prinzip der Wiederholung. Wenn Sie denken und begreifen, so wirkt das nur auf den Astralleib. Wenn Sie aber zum Beispiel beten oder meditieren und täglich dasselbe Gebet oder dieselbe Meditation wiederholen, so wirken Sie bis in den Ätherleib hinein. Die Dinge sind so, daß im Kosmos sich zuerst das Prinzip der Wiederholung zeigt in den Taten des Ätherleibes, dann das Prinzip des Abschlusses durch den Astralleib. Wo der Astralleib sich zurückzieht, tritt mit Selbstverständlichkeit wieder das Prinzip der Wiederholung auf. So wachsen Ihre Haare und Nägel, weil sich der Astralleib dort zurückgezogen hat. Es schmerzt ja auch nicht, wenn Sie sich die Haare abschneiden, denn der Schmerz ist ein Ausdruck des Astralleibes.

[ 17 ] Wir haben zunächst die reine keusche Pflanzensubstanz, wo die Pflanze, lediglich dem Gesetz des Ätherleibes unterliegend, Blatt für Blatt ansetzt. Jetzt durchdringt diese reine keusche Pflanzensubstanz immer mehr dasjenige, was in der Theosophie das Kama genannt wird, das Instinkt- und Empfindungsmäßige, das Begierdenreich, bis hinauf zu den Vorstellungen. Und nun soll im Menschen dasjenige wieder überwunden werden, was sich in ihm hinaufentwickelt hat, seit er eine Pflanzennatur hatte. Indem der Mensch sich hinaufentwickelte, hat er in sich das rote Blut aufgenommen. Durch das rote Blut wird dasjenige im Menschen bewirkt, was ihn selbstbewußt macht. Es ist das von astralischer Substanz und vom Ich durchzogene Chlorophyll der Pflanze, das sich umgewandelt hat in das rote Blut. Wenn Sie die grüne Pflanzensubstanz durchziehen könnten mit Ich und astralischer Substanz, würden Sie das rote Blut bekommen. Denken Sie nun an das Bild des Kreuzes. Im Bild des Kreuzes haben Sie auch etwas, das auf des Menschen Zukunft hinweist. Wo liegt des Menschen Zukunft? Die Pflanzennatur soll er wieder erringen, aber verbunden mit der höheren Stufe des Bewußtseins, die der heutige Mensch sich schon errungen hat. Die roten Rosen des Rosenkreuzes bezeichnen, was durch das Blut errungen wurde, aber auch, was er als Pflanzennatur hatte und wieder haben soll. Das ist vorgebildet in der Rose. Sie hat Pflanzennatur, und sie hat auch die rote Farbe des Blutes. In den grünen Blättern wirkt der Ätherleib, in der roten Blüte, wo der Abschluß ist, wirkt der Astralleib; die Rosenblüte verdankt das Rot den intensivsten Einwirkungen des Astralleibes der Erde.

[ 17 ] Wir haben zunächst die reine keusche Pflanzensubstanz, wo die Pflanze, lediglich dem Gesetz des Ätherleibes unterliegend, Blatt für Blatt ansetzt. Jetzt durchdringt diese reine keusche Pflanzensubstanz immer mehr dasjenige, was in der Theosophie das Kama genannt wird, das Instinkt- und Empfindungsmäßige, das Begierdenreich, bis hinauf zu den Vorstellungen. Und nun soll im Menschen dasjenige wieder überwunden werden, was sich in ihm hinaufentwickelt hat, seit er eine Pflanzennatur hatte. Indem der Mensch sich hinaufentwickelte, hat er in sich das rote Blut aufgenommen. Durch das rote Blut wird dasjenige im Menschen bewirkt, was ihn selbstbewußt macht. Es ist das von astralischer Substanz und vom Ich durchzogene Chlorophyll der Pflanze, das sich umgewandelt hat in das rote Blut. Wenn Sie die grüne Pflanzensubstanz durchziehen könnten mit Ich und astralischer Substanz, würden Sie das rote Blut bekommen. Denken Sie nun an das Bild des Kreuzes. Im Bild des Kreuzes haben Sie auch etwas, das auf des Menschen Zukunft hinweist. Wo liegt des Menschen Zukunft? Die Pflanzennatur soll er wieder erringen, aber verbunden mit der höheren Stufe des Bewußtseins, die der heutige Mensch sich schon errungen hat. Die roten Rosen des Rosenkreuzes bezeichnen, was durch das Blut errungen wurde, aber auch, was er als Pflanzennatur hatte und wieder haben soll. Das ist vorgebildet in der Rose. Sie hat Pflanzennatur, und sie hat auch die rote Farbe des Blutes. In den grünen Blättern wirkt der Ätherleib, in der roten Blüte, wo der Abschluß ist, wirkt der Astralleib; die Rosenblüte verdankt das Rot den intensivsten Einwirkungen des Astralleibes der Erde.

[ 18 ] Der Astralleib des Menschen wird künftig frei werden und bewußt von außen, von außerhalb des physischen Leibes wirken, so wie jetzt der Astralleib der Erde auf die Rose wirkt. Dann wird das, was jetzt als Pflanzenrose auf niederer Stufe da ist, auf höherer Stufe erscheinen als die Menschenrose. So haben wir in dem Kranz von Rosen, der das schwarze Holz des Kreuzes umgibt, tatsächlich ein Zeichen für die Entwickelung des Menschen. In dem schwarzen Holz blicken wir auf das Absterbende, es ist ein Bild für das, was auch beim Menschen absterben wird. Und in der roten Rose blicken wir auf das, was sich weiter entwickeln wird bis zu jenem Kelch, der sich - wie der Pflanzenkelch der Sonne - den geistigen Sonnenstrahlen entgegenhält. Und das Rosenkreuz, wo die roten Rosen das schwarze Kreuz umgeben, stellt uns diesen Vorgang im Bilde dar.

[ 18 ] Der Astralleib des Menschen wird künftig frei werden und bewußt von außen, von außerhalb des physischen Leibes wirken, so wie jetzt der Astralleib der Erde auf die Rose wirkt. Dann wird das, was jetzt als Pflanzenrose auf niederer Stufe da ist, auf höherer Stufe erscheinen als die Menschenrose. So haben wir in dem Kranz von Rosen, der das schwarze Holz des Kreuzes umgibt, tatsächlich ein Zeichen für die Entwickelung des Menschen. In dem schwarzen Holz blicken wir auf das Absterbende, es ist ein Bild für das, was auch beim Menschen absterben wird. Und in der roten Rose blicken wir auf das, was sich weiter entwickeln wird bis zu jenem Kelch, der sich - wie der Pflanzenkelch der Sonne - den geistigen Sonnenstrahlen entgegenhält. Und das Rosenkreuz, wo die roten Rosen das schwarze Kreuz umgeben, stellt uns diesen Vorgang im Bilde dar.

[ 19 ] Das ist das wesentliche bei den Symbolen, daß wir sie nicht bloß denken, sondern daß wir sie fühlen und empfinden. Denn nur, wenn wir an der roten Rose fühlen, daß sie uns sagt: das werdet ihr einstmals sein, das ist das, was euch das Ziel der Menschenentwickelung darstellt -, und wenn uns dabei das Herz aufgeht und unsere Gefühle rein werden, dann werden die Kräfte in uns ausgelöst, die uns hinaufführen in eine höhere Welt. So sind diese Symbole Arbeiter an unserer Seele. Sie durchkraften und durchwirken unsere Seele, sie sind die größten und wirksamsten Erzieher unseres Menschengeschlechtes.

[ 19 ] Das ist das wesentliche bei den Symbolen, daß wir sie nicht bloß denken, sondern daß wir sie fühlen und empfinden. Denn nur, wenn wir an der roten Rose fühlen, daß sie uns sagt: das werdet ihr einstmals sein, das ist das, was euch das Ziel der Menschenentwickelung darstellt -, und wenn uns dabei das Herz aufgeht und unsere Gefühle rein werden, dann werden die Kräfte in uns ausgelöst, die uns hinaufführen in eine höhere Welt. So sind diese Symbole Arbeiter an unserer Seele. Sie durchkraften und durchwirken unsere Seele, sie sind die größten und wirksamsten Erzieher unseres Menschengeschlechtes.

[ 20 ] So wie wir hier Bilder, Imaginationen vor die Seele hinstellen, so stellt man auf noch höheren Gebieten die inneren Kräfte der Zahlen vor den Menschen hin. Der Mensch muß lernen, die inneren Verhältnisse der Zahlen wie eine geistige Musik zu empfinden. Man kann die Verhältnisse des physischen Leibes, Ätherleibes, Astralleibes und Ich zueinander beschreiben, wenn man versucht, Bilder dafür zu geben, wie das Verhältnis dieser vier Glieder der menschlichen Natur zueinander ist. Dadurch erlebt der Mensch eine Art von Imagination. So kann man das Verhältnis von physischem Leib und Ätherleib zueinander beschreiben, indem man sagt: Der physische Leib entsteht dadurch, daß alle Kräfte und Stoffe, die im Mineralreich ausgebreitet sind, durch den Ätherleib verbunden sind; er würde zerfallen, wenn der Ätherleib ihn nicht durchdringen würde; der Ätherleib ist ein innerer Kämpfer gegen den Zerfall des physischen Leibes. Auf diese Weise arbeiten wir uns hinauf zu einer Vorstellung des Ätherleibes.

[ 20 ] So wie wir hier Bilder, Imaginationen vor die Seele hinstellen, so stellt man auf noch höheren Gebieten die inneren Kräfte der Zahlen vor den Menschen hin. Der Mensch muß lernen, die inneren Verhältnisse der Zahlen wie eine geistige Musik zu empfinden. Man kann die Verhältnisse des physischen Leibes, Ätherleibes, Astralleibes und Ich zueinander beschreiben, wenn man versucht, Bilder dafür zu geben, wie das Verhältnis dieser vier Glieder der menschlichen Natur zueinander ist. Dadurch erlebt der Mensch eine Art von Imagination. So kann man das Verhältnis von physischem Leib und Ätherleib zueinander beschreiben, indem man sagt: Der physische Leib entsteht dadurch, daß alle Kräfte und Stoffe, die im Mineralreich ausgebreitet sind, durch den Ätherleib verbunden sind; er würde zerfallen, wenn der Ätherleib ihn nicht durchdringen würde; der Ätherleib ist ein innerer Kämpfer gegen den Zerfall des physischen Leibes. Auf diese Weise arbeiten wir uns hinauf zu einer Vorstellung des Ätherleibes.

[ 21 ] Und versuchen wir, eine bildhafte Vorstellung vom Astralleib zu gewinnen, so stellen wir uns vor, wie er herausrückt in der Nacht und von außen auf Ätherleib und physischen Leib wirkt, indem er die Ermüdungsstoffe fortschafft. Machen wir uns das bildlich klar. Nun gibt es aber eine noch höhere Art, sich dieses Verhältnis vorzustellen; da muß man sich den inneren Wert gewisser Zahlen vorstellen. Man muß erkennen, daß das Verhältnis von 1: 3 etwas ganz anderes ist als das Verhältnis von 1: 7. Das ist nicht gleichgültig. Man muß sich bei dem Verhältnis von 1: 3 vorstellen, daß die 3 in sich selbst differenziert ist, und man muß sich die Wechselbeziehungen der einzelnen Größen zu den anderen vorstellen.

[ 21 ] Und versuchen wir, eine bildhafte Vorstellung vom Astralleib zu gewinnen, so stellen wir uns vor, wie er herausrückt in der Nacht und von außen auf Ätherleib und physischen Leib wirkt, indem er die Ermüdungsstoffe fortschafft. Machen wir uns das bildlich klar. Nun gibt es aber eine noch höhere Art, sich dieses Verhältnis vorzustellen; da muß man sich den inneren Wert gewisser Zahlen vorstellen. Man muß erkennen, daß das Verhältnis von 1: 3 etwas ganz anderes ist als das Verhältnis von 1: 7. Das ist nicht gleichgültig. Man muß sich bei dem Verhältnis von 1: 3 vorstellen, daß die 3 in sich selbst differenziert ist, und man muß sich die Wechselbeziehungen der einzelnen Größen zu den anderen vorstellen.

[ 22 ] Worauf es aber ankommt, das ist das Verhältnis von 1:3:7:12. Wenn Sie das Verhältnis dieser Zahlen zueinander als Tonverhältnis auffassen, indem Sie sich vorstellen, daß ein Ton in einer bestimmten Zeit drei Schwingungen macht, ein anderer in derselben Zeit sieben Schwingungen, und noch ein anderer zwölf Schwingungen, dann haben Sie in diesen Zahlen jenes Verhältnis ausgedrückt, das in geistiger Musik das Verhältnis angibt von Ich, Astralleib, Ätherleib und physischem Leib.

[ 22 ] Worauf es aber ankommt, das ist das Verhältnis von 1:3:7:12. Wenn Sie das Verhältnis dieser Zahlen zueinander als Tonverhältnis auffassen, indem Sie sich vorstellen, daß ein Ton in einer bestimmten Zeit drei Schwingungen macht, ein anderer in derselben Zeit sieben Schwingungen, und noch ein anderer zwölf Schwingungen, dann haben Sie in diesen Zahlen jenes Verhältnis ausgedrückt, das in geistiger Musik das Verhältnis angibt von Ich, Astralleib, Ätherleib und physischem Leib.

Ich = 1
Astralleib = 3
Ätherleib = 7
physischer Leib = 12

Ich = 1
Astralleib = 3
Ätherleib = 7
physischer Leib = 12

[ 23 ] Das hat seinen guten Grund im Weltendasein. Wenn wir die Entwickelung vom ältesten Saturndasein bis zum jetzigen Erdendasein verfolgen würden, könnten wir bald finden, wie dies im Menschendasein begründet ist. Die Erde war in ihrer ersten, in der Saturn-Verkörperung, umgeben von den zwölf Zeichen des Tierkreises. Sie gaben die erste Keimanlage zum physischen Leib. Durch die Einwirkung der entsprechenden Zeichen auf den Leib entstand dieses Verhältnis der Zwölfzahl zu den einzelnen Gliedern des physischen Leibes. Auf den Ätherleib wirkten die sieben Planeten. Als die Erde Sonne war, standen um sie die anderen Planeten, und so wirkte die Siebenzahl auf den Ätherleib. Als die Erde in ihrer Mondenverkörperung war, wirkte auf sie zunächst die Sonne. Dann aber entstanden dadurch, daß sich die Sonne und dann der Mond von der Erde abtrennten, aus einem Körper drei Körper, und dadurch wirkte bei der Bildung des Astralleibes die Dreizahl. Und als das Ich aus den höheren Welten herunterkam, drückte sich das aus in der Zahl Eins. Das Verhältnis von 1: 3 gibt Ihnen das Verhältnis des Ich zum Astralkörper, zu 7 das Verhältnis zum Ätherleib, und zu 12 das Verhältnis zum physischen Leib.

[ 23 ] Das hat seinen guten Grund im Weltendasein. Wenn wir die Entwickelung vom ältesten Saturndasein bis zum jetzigen Erdendasein verfolgen würden, könnten wir bald finden, wie dies im Menschendasein begründet ist. Die Erde war in ihrer ersten, in der Saturn-Verkörperung, umgeben von den zwölf Zeichen des Tierkreises. Sie gaben die erste Keimanlage zum physischen Leib. Durch die Einwirkung der entsprechenden Zeichen auf den Leib entstand dieses Verhältnis der Zwölfzahl zu den einzelnen Gliedern des physischen Leibes. Auf den Ätherleib wirkten die sieben Planeten. Als die Erde Sonne war, standen um sie die anderen Planeten, und so wirkte die Siebenzahl auf den Ätherleib. Als die Erde in ihrer Mondenverkörperung war, wirkte auf sie zunächst die Sonne. Dann aber entstanden dadurch, daß sich die Sonne und dann der Mond von der Erde abtrennten, aus einem Körper drei Körper, und dadurch wirkte bei der Bildung des Astralleibes die Dreizahl. Und als das Ich aus den höheren Welten herunterkam, drückte sich das aus in der Zahl Eins. Das Verhältnis von 1: 3 gibt Ihnen das Verhältnis des Ich zum Astralkörper, zu 7 das Verhältnis zum Ätherleib, und zu 12 das Verhältnis zum physischen Leib.

[ 24 ] 1:3:7:12 bezeichnet also das Verhältnis der vier Wesensglieder des Menschen, das Sie innerlich fühlen müssen. Es ist nicht leicht, die Empfindungen zu erwecken, daß man den physischen Leib als den vollkommensten der vier Teile sich vorzustellen hat, den Ätherleib als den weniger vollkommenen, den Astralleib noch weniger vollkommen, und das Ich als das «Baby» unter den vier Gliedern der Menschennatur. Man muß den physischen Leib zwölfmal so vollkommen denken wie das Ich, den Ätherleib siebenmal so vollkommen, und den Astralleib dreimal so vollkommen. Diese Zahlen geben die Vollkommenheitsgrade für die vier Glieder der Menschennatur an. Es werden uns also in diesen Zahlen tiefe Symbole für die realen Verhältnisse gegeben.

[ 24 ] 1:3:7:12 bezeichnet also das Verhältnis der vier Wesensglieder des Menschen, das Sie innerlich fühlen müssen. Es ist nicht leicht, die Empfindungen zu erwecken, daß man den physischen Leib als den vollkommensten der vier Teile sich vorzustellen hat, den Ätherleib als den weniger vollkommenen, den Astralleib noch weniger vollkommen, und das Ich als das «Baby» unter den vier Gliedern der Menschennatur. Man muß den physischen Leib zwölfmal so vollkommen denken wie das Ich, den Ätherleib siebenmal so vollkommen, und den Astralleib dreimal so vollkommen. Diese Zahlen geben die Vollkommenheitsgrade für die vier Glieder der Menschennatur an. Es werden uns also in diesen Zahlen tiefe Symbole für die realen Verhältnisse gegeben.

Diagram
Diagram 4
Diagram
Diagram 4

[ 25 ] Es gab in den okkulten Schulen Anleitungen, die Zahlenwerte nach und nach kennenzulernen. So lehrte man die Bedeutung der Dreizahl, indem man sagte: Fassen wir einmal die Entwickelung der Pflanze ins Auge, da haben wir auf dreierlei zu achten. Fangen wir zunächst an beim Pflanzenkeim. Sie haben einen unscheinbaren, kleinen Pflanzenkeim, aus diesem entwickelt sich nach und nach die Pflanze. Wir können das zeichnerisch so darstellen, daß wir den Pflanzenkeim strahlenförmig auseinandergehen lassen, bis zu Blättern, Blüten und Frucht. Nun ist der Keim zur Pflanze und dann aus der Pflanze wiederum der Pflanzenkeim geworden. Was in der Pflanze auseinandergewickelt zu Blättern, Blüte und Frucht geworden ist, das alles ist im Keim zusammengewickelt, es ist gleichsam hineingeschlüpft in den Keim. In einer entwickelten Pflanze ist alles im Sinnlichen offenbart. Dann geht das Sinnliche in ein ganz Rleines hinein, in den Keim. Da haben wir im Keim das Sinnliche so klein wie möglich, das Geistige so groß wie möglich.

[ 25 ] Es gab in den okkulten Schulen Anleitungen, die Zahlenwerte nach und nach kennenzulernen. So lehrte man die Bedeutung der Dreizahl, indem man sagte: Fassen wir einmal die Entwickelung der Pflanze ins Auge, da haben wir auf dreierlei zu achten. Fangen wir zunächst an beim Pflanzenkeim. Sie haben einen unscheinbaren, kleinen Pflanzenkeim, aus diesem entwickelt sich nach und nach die Pflanze. Wir können das zeichnerisch so darstellen, daß wir den Pflanzenkeim strahlenförmig auseinandergehen lassen, bis zu Blättern, Blüten und Frucht. Nun ist der Keim zur Pflanze und dann aus der Pflanze wiederum der Pflanzenkeim geworden. Was in der Pflanze auseinandergewickelt zu Blättern, Blüte und Frucht geworden ist, das alles ist im Keim zusammengewickelt, es ist gleichsam hineingeschlüpft in den Keim. In einer entwickelten Pflanze ist alles im Sinnlichen offenbart. Dann geht das Sinnliche in ein ganz Rleines hinein, in den Keim. Da haben wir im Keim das Sinnliche so klein wie möglich, das Geistige so groß wie möglich.

[ 26 ] Aber noch ein Drittes findet statt. Während aus der Pflanze der Keim sich bildet und aus diesem wiederum die neue Pflanze entsteht, wirken fortwährend von außen elementare Kräfte der Umgebung auf die Pflanze. Der Keim ist da, der aus der Pflanze entstand, und aus ihm entsteht wiederum die neue Pflanze; aber das Dritte kommt aus der ganzen umgebenden Welt; und dieses Dritte ist es, was jede Pflanze wieder etwas verändert. Je höher ein Wesen steht, desto mehr wirkt der Einfluß des Dritten verändernd.

[ 26 ] Aber noch ein Drittes findet statt. Während aus der Pflanze der Keim sich bildet und aus diesem wiederum die neue Pflanze entsteht, wirken fortwährend von außen elementare Kräfte der Umgebung auf die Pflanze. Der Keim ist da, der aus der Pflanze entstand, und aus ihm entsteht wiederum die neue Pflanze; aber das Dritte kommt aus der ganzen umgebenden Welt; und dieses Dritte ist es, was jede Pflanze wieder etwas verändert. Je höher ein Wesen steht, desto mehr wirkt der Einfluß des Dritten verändernd.

[ 27 ] Betrachten wir nun wieder die menschliche Seele, wie sie lebt zwischen Geburt und Tod. Da hat sie ausgebreitet, was sie mitgebracht hat als Früchte einer vorhergehenden Verkörperung. So wie auf das unbewußte Pflanzenleben äußere Einflüsse einwirken, so erfährt der Mensch im Leben zwischen Geburt und Tod bewußt die mannigfachsten Einflüsse von außen. Und alles, was er da erfährt, das war im Keim noch nicht veranlagt; es ist etwas ganz Neues, eine Bereicherung, deren Früchte der Mensch wieder mitnimmt in ein späteres Leben, in eine folgende Inkarnation. Was in der alten Pflanze veranlagt war, wirkt in der neuen Pflanze fort; aber in der Ausgestaltung der neuen Pflanze zeigt sich noch etwas, was in der alten Pflanze nicht gelegen hat.

[ 27 ] Betrachten wir nun wieder die menschliche Seele, wie sie lebt zwischen Geburt und Tod. Da hat sie ausgebreitet, was sie mitgebracht hat als Früchte einer vorhergehenden Verkörperung. So wie auf das unbewußte Pflanzenleben äußere Einflüsse einwirken, so erfährt der Mensch im Leben zwischen Geburt und Tod bewußt die mannigfachsten Einflüsse von außen. Und alles, was er da erfährt, das war im Keim noch nicht veranlagt; es ist etwas ganz Neues, eine Bereicherung, deren Früchte der Mensch wieder mitnimmt in ein späteres Leben, in eine folgende Inkarnation. Was in der alten Pflanze veranlagt war, wirkt in der neuen Pflanze fort; aber in der Ausgestaltung der neuen Pflanze zeigt sich noch etwas, was in der alten Pflanze nicht gelegen hat.

[ 28 ] So haben wir bei allem Werden dreierlei zu beachten: Zuerst die Entfaltung aus einem gleichsam eingewickelten Zustande heraus; wir nennen das Entwickelung oder Evolution. Dann muß, was im Keime liegt, entstehen durch den umgekehrten Prozeß, die Einwickelung oder Involution. Diese beiden Prozesse allein geben aber noch keinen Fortschritt. Einzig und allein dadurch, daß ein Wesen imstande ist, Einflüsse von außen aufzunehmen und zu inneren Erlebnissen zu verarbeiten, kann ein Neues, ein Fortschritt in der Welt entstehen. Das ist das Dritte; man nennt es Schöpfung aus dem Nichts. Fortwährend entwickeln Sie, was in Ihnen von früher her veranlagt ist, fortwährend nehmen Sie etwas aus Ihrer Umwelt auf, das Sie umgestalten zu Erlebnissen, und das tragen Sie dann in eine neue Verkörperung hinein. In allem Leben wirkt die Dreiheit von Evolution, Involution und Schöpfung aus dem Nichts. Beim Menschen haben wir diese Schöpfung aus dem Nichts in der Arbeit seines Bewußtseins. Er erlebt die Vorgänge in seiner Umwelt und verarbeitet sie zu Ideen, Gedanken und Begriffen. Veranlagungen stammen aus früheren Verkörperungen, aber aller Fortschritt im Leben beruht darauf, daß neue Gedanken und neue Ideen produziert werden. Die Verhältnisse der Umgebung werden «konsumiert», und die inneren Erlebnisse führen zu neuen Gedanken und Ideen. Daher ist Drei die Zahl des Lebens, man nennt sie die Zahl der Schöpfung oder des Wirkens.

[ 28 ] So haben wir bei allem Werden dreierlei zu beachten: Zuerst die Entfaltung aus einem gleichsam eingewickelten Zustande heraus; wir nennen das Entwickelung oder Evolution. Dann muß, was im Keime liegt, entstehen durch den umgekehrten Prozeß, die Einwickelung oder Involution. Diese beiden Prozesse allein geben aber noch keinen Fortschritt. Einzig und allein dadurch, daß ein Wesen imstande ist, Einflüsse von außen aufzunehmen und zu inneren Erlebnissen zu verarbeiten, kann ein Neues, ein Fortschritt in der Welt entstehen. Das ist das Dritte; man nennt es Schöpfung aus dem Nichts. Fortwährend entwickeln Sie, was in Ihnen von früher her veranlagt ist, fortwährend nehmen Sie etwas aus Ihrer Umwelt auf, das Sie umgestalten zu Erlebnissen, und das tragen Sie dann in eine neue Verkörperung hinein. In allem Leben wirkt die Dreiheit von Evolution, Involution und Schöpfung aus dem Nichts. Beim Menschen haben wir diese Schöpfung aus dem Nichts in der Arbeit seines Bewußtseins. Er erlebt die Vorgänge in seiner Umwelt und verarbeitet sie zu Ideen, Gedanken und Begriffen. Veranlagungen stammen aus früheren Verkörperungen, aber aller Fortschritt im Leben beruht darauf, daß neue Gedanken und neue Ideen produziert werden. Die Verhältnisse der Umgebung werden «konsumiert», und die inneren Erlebnisse führen zu neuen Gedanken und Ideen. Daher ist Drei die Zahl des Lebens, man nennt sie die Zahl der Schöpfung oder des Wirkens.

[ 29 ] Dagegen bezeichnet man eine andere Zahl als die Zahl der Offenbarung. Sie können sich leicht denken, welche Zahl man als die der Offenbarung bezeichnet. Wenn Sie sich irgend etwas in der Welt ansehen, muß es sich immer in einer Zweiheit offenbaren. Wie wir Licht nicht ohne Finsternis wahrnehmen können, so tritt uns immer zu jedem realen Begriffe ein Abgeschwächtes oder Entgegengesetztes entgegen. Licht und Finsternis, Gut und Böse und so weiter. In aller geoffenbarten Welt herrscht die Zweiheit. Daher ist die Zwei die Zahl der Offenbarung. Vereint sind die Gegensätze nur im Bereich des Okkulten, dem unter dem Offenbaren liegenden. Daher ist die Zahl Eins die Zahl der Einheit. Evolution und Involution sind keine Gegensätze, weil sie immer auf gleiche Weise sich entfalten würden ohne das Dritte - vom Keim zur Pflanze und von der Pflanze zum Keim. Erst in Verbindung mit dem Dritten, der Schöpfung aus dem Nichts, ergibt sich das Neue, das durch die Dreizahl ausgedrückt ist.

[ 29 ] Dagegen bezeichnet man eine andere Zahl als die Zahl der Offenbarung. Sie können sich leicht denken, welche Zahl man als die der Offenbarung bezeichnet. Wenn Sie sich irgend etwas in der Welt ansehen, muß es sich immer in einer Zweiheit offenbaren. Wie wir Licht nicht ohne Finsternis wahrnehmen können, so tritt uns immer zu jedem realen Begriffe ein Abgeschwächtes oder Entgegengesetztes entgegen. Licht und Finsternis, Gut und Böse und so weiter. In aller geoffenbarten Welt herrscht die Zweiheit. Daher ist die Zwei die Zahl der Offenbarung. Vereint sind die Gegensätze nur im Bereich des Okkulten, dem unter dem Offenbaren liegenden. Daher ist die Zahl Eins die Zahl der Einheit. Evolution und Involution sind keine Gegensätze, weil sie immer auf gleiche Weise sich entfalten würden ohne das Dritte - vom Keim zur Pflanze und von der Pflanze zum Keim. Erst in Verbindung mit dem Dritten, der Schöpfung aus dem Nichts, ergibt sich das Neue, das durch die Dreizahl ausgedrückt ist.

[ 30 ] So haben Sie in den ersten drei Zahlen wichtige Symbole der geistigen Welt. Es sollte Ihnen an einzelnen Beispielen angegeben werden, wie das, was man Symbole nennt, sich zu den höheren Welten verhält, und wie zum Beispiel Symbole wie der Heilige Gral oder das Rosenkreuz im Bilde die Höherentwickelung ausdrücken.

[ 30 ] So haben Sie in den ersten drei Zahlen wichtige Symbole der geistigen Welt. Es sollte Ihnen an einzelnen Beispielen angegeben werden, wie das, was man Symbole nennt, sich zu den höheren Welten verhält, und wie zum Beispiel Symbole wie der Heilige Gral oder das Rosenkreuz im Bilde die Höherentwickelung ausdrücken.

[ 31 ] Ein weiteres schönes Symbol haben Sie in dem Bilde des Spiegels. Man nennt oft das, was uns umgibt, einen Spiegel des Geistigen, weil in Wahrheit kein Äußeres etwas anderes uns zeigt als die Spiegelung geistigen Wesens. Sie können das selbst im physischen Leben beobachten. Wenn Sie einen physischen Gegenstand wahrnehmen, was sieht denn da Ihr Auge? Ihr Auge würde den Gegenstand gar nicht sehen, wenn nicht Sonnenstrahlen auf ihn fielen und von dem Gegenstand in Ihr Auge zurückgeworfen würden. In Wahrheit sieht Ihr Auge nicht die gewöhnlichen Gegenstände, sondern das von den Gegenständen zurückgeworfene Sonnenlicht, und dadurch erscheint Ihnen ein Gegenstand in einer bestimmten Form. In Wahrheit sehen $ie auch nicht sich selbst, wenn Sie in den Spiegel schauen, denn Ihr geistiger Teil ist außerhalb Ihrer physischen Wesenheit. Was Sie im Spiegel sehen, ist die Reflexion der Strahlen, die aus der geistigen Welt auf Sie fallen. Das, was Sie sehen, reflektiert ebenso das Geisteslicht, wie die gewöhnlichen Gegenstände das Sonnenlicht reflektieren. Der äußere Körper des Menschen ist tatsächlich der Spiegel, in dem sich sein wahres Wesen spiegelt.

[ 31 ] Ein weiteres schönes Symbol haben Sie in dem Bilde des Spiegels. Man nennt oft das, was uns umgibt, einen Spiegel des Geistigen, weil in Wahrheit kein Äußeres etwas anderes uns zeigt als die Spiegelung geistigen Wesens. Sie können das selbst im physischen Leben beobachten. Wenn Sie einen physischen Gegenstand wahrnehmen, was sieht denn da Ihr Auge? Ihr Auge würde den Gegenstand gar nicht sehen, wenn nicht Sonnenstrahlen auf ihn fielen und von dem Gegenstand in Ihr Auge zurückgeworfen würden. In Wahrheit sieht Ihr Auge nicht die gewöhnlichen Gegenstände, sondern das von den Gegenständen zurückgeworfene Sonnenlicht, und dadurch erscheint Ihnen ein Gegenstand in einer bestimmten Form. In Wahrheit sehen $ie auch nicht sich selbst, wenn Sie in den Spiegel schauen, denn Ihr geistiger Teil ist außerhalb Ihrer physischen Wesenheit. Was Sie im Spiegel sehen, ist die Reflexion der Strahlen, die aus der geistigen Welt auf Sie fallen. Das, was Sie sehen, reflektiert ebenso das Geisteslicht, wie die gewöhnlichen Gegenstände das Sonnenlicht reflektieren. Der äußere Körper des Menschen ist tatsächlich der Spiegel, in dem sich sein wahres Wesen spiegelt.

[ 32 ] In der atlantischen Zeit hat der Mensch gar nicht Gegenstände draußen gesehen. Er hat gewußt, daß er in einer geistigen Substanz darinnen ist und konnte deshalb Geistiges innerlich sehen. Erst ungefähr im letzten Drittel der atlantischen Zeit ist ihm das Geisteslicht erloschen, und der Mensch hat nur noch die zurückgeworfenen Strahlen des Geisteslichtes gesehen. Denken Sie sich, Sie blicken in eine Glasscheibe und haben das Bewußtsein Ihrer eigenen geistigen Eigenschaften. Nun streicht jemand auf die Rückseite der Glasscheibe Spiegelsubstanz; dadurch sehen Sie in der Glasscheibe nicht mehr Ihre eigene Wesenheit, sondern nur das vom Spiegel zurückgeworfene Bild. Der Mensch sieht jetzt sein Bild; und nun entsteht ihm die Illusion, daß das, was er da sieht, sein Ich sei. Diese Illusion ist wunderbar ausgedrückt in der Bibel. Der Mensch verlor das Paradies, als er so in die Sinnlichkeit hineinverschlungen wurde, daß er sich selbst sah. Vorher hatten Adam und Eva nicht «gesehen», jetzt «wurden ihnen die Augen aufgeran, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren». Und weil hier eigentlich eine Täuschung eintrat, schreibt die Sage den Tatbestand des äußeren Sichtbarwerdens der Gegenstände dem luziferischen Prinzip zu.

[ 32 ] In der atlantischen Zeit hat der Mensch gar nicht Gegenstände draußen gesehen. Er hat gewußt, daß er in einer geistigen Substanz darinnen ist und konnte deshalb Geistiges innerlich sehen. Erst ungefähr im letzten Drittel der atlantischen Zeit ist ihm das Geisteslicht erloschen, und der Mensch hat nur noch die zurückgeworfenen Strahlen des Geisteslichtes gesehen. Denken Sie sich, Sie blicken in eine Glasscheibe und haben das Bewußtsein Ihrer eigenen geistigen Eigenschaften. Nun streicht jemand auf die Rückseite der Glasscheibe Spiegelsubstanz; dadurch sehen Sie in der Glasscheibe nicht mehr Ihre eigene Wesenheit, sondern nur das vom Spiegel zurückgeworfene Bild. Der Mensch sieht jetzt sein Bild; und nun entsteht ihm die Illusion, daß das, was er da sieht, sein Ich sei. Diese Illusion ist wunderbar ausgedrückt in der Bibel. Der Mensch verlor das Paradies, als er so in die Sinnlichkeit hineinverschlungen wurde, daß er sich selbst sah. Vorher hatten Adam und Eva nicht «gesehen», jetzt «wurden ihnen die Augen aufgeran, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren». Und weil hier eigentlich eine Täuschung eintrat, schreibt die Sage den Tatbestand des äußeren Sichtbarwerdens der Gegenstände dem luziferischen Prinzip zu.

[ 33 ] Im östlichen Europa gibt es eine Volkssage, die erzählt: Einst war einmal ein Mönch, der prüfen wollte, ob der biblische Ausspruch auf Wahrheit beruhe: Diejenigen, die suchen, werden finden, und denen, die bitten, wird gegeben. - Er wollte prüfen, ob das wirklich wahr sei, und da betete er um das, was er sich erflehen wollte. Er wollte nichts Höheres und nicht Geringeres haben als gleich die Königstochter. Er hielt um die Königstochter an. Diese sagte ihm: Ja, sie würde die Seine werden unter einer Bedingung, er müsse ihr ein Instrument bringen, in dem sie sich von oben bis unten besehen könne. Es war in der Zeit, als es noch keine Spiegel gab. Da ging er hin und suchte; dabei begegnete er dem Teufel, der ihm das Geheimnis des Spiegelprinzips mitteilte. Als er damit zurückkam, erhielt er das Jawort der Königstochter; er entsagte ihr allerdings nachher. Um den Spiegel zu erhalten, mußte er also seine Zuflucht zum Teufel nehmen.

[ 33 ] Im östlichen Europa gibt es eine Volkssage, die erzählt: Einst war einmal ein Mönch, der prüfen wollte, ob der biblische Ausspruch auf Wahrheit beruhe: Diejenigen, die suchen, werden finden, und denen, die bitten, wird gegeben. - Er wollte prüfen, ob das wirklich wahr sei, und da betete er um das, was er sich erflehen wollte. Er wollte nichts Höheres und nicht Geringeres haben als gleich die Königstochter. Er hielt um die Königstochter an. Diese sagte ihm: Ja, sie würde die Seine werden unter einer Bedingung, er müsse ihr ein Instrument bringen, in dem sie sich von oben bis unten besehen könne. Es war in der Zeit, als es noch keine Spiegel gab. Da ging er hin und suchte; dabei begegnete er dem Teufel, der ihm das Geheimnis des Spiegelprinzips mitteilte. Als er damit zurückkam, erhielt er das Jawort der Königstochter; er entsagte ihr allerdings nachher. Um den Spiegel zu erhalten, mußte er also seine Zuflucht zum Teufel nehmen.

[ 34 ] In den mannigfachen Zeichen und Symbolen, die uns in diesen Vorträgen entgegengetreten sind, konnten wir die reale Bedeutung dieser Bilder sehen. Sinnliche Wahrnehmung ist der Inhalt der physischen Welt. Bilder und Imaginationen sind der Ausdruck der astralen Welt. Sphärenharmonie, Sphärenklang ist der Ausdruck der geistigen Welt. Wer aufsteigt zu dieser geistigen Welt, der nimmt ihre innere geistige Klangfülle wahr, sie dringt in ihn ein. Inspiration ist das Lebenselement der geistigen Welt, wie Imagination das Lebenselement der astralen Welt ist. Eine wirklich inspirierte Welt ist aus dem Geiste heraus geschaffen.

[ 34 ] In den mannigfachen Zeichen und Symbolen, die uns in diesen Vorträgen entgegengetreten sind, konnten wir die reale Bedeutung dieser Bilder sehen. Sinnliche Wahrnehmung ist der Inhalt der physischen Welt. Bilder und Imaginationen sind der Ausdruck der astralen Welt. Sphärenharmonie, Sphärenklang ist der Ausdruck der geistigen Welt. Wer aufsteigt zu dieser geistigen Welt, der nimmt ihre innere geistige Klangfülle wahr, sie dringt in ihn ein. Inspiration ist das Lebenselement der geistigen Welt, wie Imagination das Lebenselement der astralen Welt ist. Eine wirklich inspirierte Welt ist aus dem Geiste heraus geschaffen.