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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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From the Pictorial Script
of the Apocalypse of John
GA 104a

8 May 1907, Munich

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Dritter Vortrag

Dritter Vortrag

[ 1 ] Ein solcher Erinnerungstag, wie wir ihn heute haben, bedeutet für die Angehörigen der theosophischen Bewegung, die sich angehörig fühlen einer spirituellen Bewegung, etwas ganz anderes als ein Erinnerungstag an andere Menschen, als das Hinsterben eines in unserer materiellen Kultur fest verankerten Menschen. Es ist ein solcher Tag für uns auch ein Tag der Vereinigung; denn was wäre die theosophische Lehre, wenn sie nicht einginge in alle Fasern unseres Herzens und da zu innerster Empfindung, zum unmittelbaren Gefühl würde? Hat sich eine Seele vom physischen Leib gelöst, so bedeutet es nur, daß das innerste Wesen eines Menschen zu uns in ein anderes Verhältnis getreten ist. Ein solches Verhältnis zur Stifterin der theosophischen Bewegung wollen wir an diesem Tage besonders lebendig in uns machen. Wir wollen uns mit dem Gefühl der Zusammengehörigkeit mit der Stifterin unserer Bewegung erfüllen. Wir wollen uns das Bewußtsein ganz zu eigen machen, daß Gedanken und Gefühle unsichtbare Mächte in unserer Seele, daß sie Tatsachen sind. Gefühle sind lebendige Kräfte. Wenn wir heute alle unsere Gedanken verbinden mit dem, was der Name «Helena Petrowna Blavatsky» einschließt, wenn wir mit dem Geist, der sich am 8. Mai 1891 seiner irdischen Hülle entledigt hat, verbunden sind, dann sind unsere Empfindungen und Gedanken reale Kräfte und bilden eine wirkliche geistige Brücke zu einer anderen Daseinsform. Eine andere Welt findet den Zugang zu unseren Seelen durch diese Brücke. Für den sehenden Menschen sind solche Gedanken und Gefühle wirklich lebendige Strahlen, Strahlen geistigen Lichtes, die hervorsprießen aus dem Menschen und sich vereinigen in einem Punkte und dann zusammentreffen können mit der geistigen Wesenheit. So ist ein solcher feierlicher Moment eine Wirklichkeit. Wenn unsere Seele, die in unserem Leibe wohnt, wirken will auf dem physischen Plan, dann muß sie sich einen Leib formen; sie muß die Stoffe und Kräfte so aufbauen, daß sie durch diese ihren Ausdruck finden kann. Würden sich die Stoffe und Kräfte der Seele nicht fügen, so könnte diese Seele sich nimmermehr auf dem physischen Plan ausleben. Wie es hier auf dem physischen Plan ist, so ist es auch mit den geistigen Wesenheiten auf den höheren Planen. Wollen wir Helena Petrowna Blavatsky richtig verstehen, so müssen wir sie so auffassen, daß all ihr Sinnen und Trachten an dem richtigen Fortgang der theosophischen Bewegung hängt. So ist es, seitdem ihre Seele sich herausgelöst hat aus dem physischen Leib. Sie wirkt als eine lebendige Wesenheit auch jetzt innerhalb der theosophischen Bewegung. Soll sie wirken, so müssen sich Stoffe und Kräfte ihr zur Verfügung stellen. Wo können sie besser hergenommen werden als aus den Seelen derjenigen, die innerhalb der theosophischen Bewegung diese Wesenheit verstehen? Wie unsere Seele die Stoffe und Kräfte auf dem physischen Plan ergreift, so ergreift eine solche Wesenheit die Stoffe und Kräfte der Seelen, um durch sie zu wirken. Würden diejenigen, die Glieder der theosophischen Bewegung sind, sich nicht willig zur Verfügung stellen dieser Wesenheit, so könnte diese Wesenheit nicht zum Ausdruck kommen auf dem physischen Plan. Wir müssen in unseren Seelen selbst die Stätten bilden für Verehrung, Liebe, Hingabe und dadurch die Kräfte bilden, durch die Helena Petrowna Blavatsky wirken kann, wie unsere Seele durch unseren fleischlichen Leib. Wir müssen uns bewußt werden, daß wir da etwas Tatsächliches tun, indem wir lieben und verehren in diesem Augenblicke. Wahr ist es, daß alle Liebe und Verehrung, die heute hinaufströmen zu der Seele Helena Petrowna Blavatskys, berufen sind als Kräfte, mit ihr in Verbindung zu treten.

[ 1 ] Ein solcher Erinnerungstag, wie wir ihn heute haben, bedeutet für die Angehörigen der theosophischen Bewegung, die sich angehörig fühlen einer spirituellen Bewegung, etwas ganz anderes als ein Erinnerungstag an andere Menschen, als das Hinsterben eines in unserer materiellen Kultur fest verankerten Menschen. Es ist ein solcher Tag für uns auch ein Tag der Vereinigung; denn was wäre die theosophische Lehre, wenn sie nicht einginge in alle Fasern unseres Herzens und da zu innerster Empfindung, zum unmittelbaren Gefühl würde? Hat sich eine Seele vom physischen Leib gelöst, so bedeutet es nur, daß das innerste Wesen eines Menschen zu uns in ein anderes Verhältnis getreten ist. Ein solches Verhältnis zur Stifterin der theosophischen Bewegung wollen wir an diesem Tage besonders lebendig in uns machen. Wir wollen uns mit dem Gefühl der Zusammengehörigkeit mit der Stifterin unserer Bewegung erfüllen. Wir wollen uns das Bewußtsein ganz zu eigen machen, daß Gedanken und Gefühle unsichtbare Mächte in unserer Seele, daß sie Tatsachen sind. Gefühle sind lebendige Kräfte. Wenn wir heute alle unsere Gedanken verbinden mit dem, was der Name «Helena Petrowna Blavatsky» einschließt, wenn wir mit dem Geist, der sich am 8. Mai 1891 seiner irdischen Hülle entledigt hat, verbunden sind, dann sind unsere Empfindungen und Gedanken reale Kräfte und bilden eine wirkliche geistige Brücke zu einer anderen Daseinsform. Eine andere Welt findet den Zugang zu unseren Seelen durch diese Brücke. Für den sehenden Menschen sind solche Gedanken und Gefühle wirklich lebendige Strahlen, Strahlen geistigen Lichtes, die hervorsprießen aus dem Menschen und sich vereinigen in einem Punkte und dann zusammentreffen können mit der geistigen Wesenheit. So ist ein solcher feierlicher Moment eine Wirklichkeit. Wenn unsere Seele, die in unserem Leibe wohnt, wirken will auf dem physischen Plan, dann muß sie sich einen Leib formen; sie muß die Stoffe und Kräfte so aufbauen, daß sie durch diese ihren Ausdruck finden kann. Würden sich die Stoffe und Kräfte der Seele nicht fügen, so könnte diese Seele sich nimmermehr auf dem physischen Plan ausleben. Wie es hier auf dem physischen Plan ist, so ist es auch mit den geistigen Wesenheiten auf den höheren Planen. Wollen wir Helena Petrowna Blavatsky richtig verstehen, so müssen wir sie so auffassen, daß all ihr Sinnen und Trachten an dem richtigen Fortgang der theosophischen Bewegung hängt. So ist es, seitdem ihre Seele sich herausgelöst hat aus dem physischen Leib. Sie wirkt als eine lebendige Wesenheit auch jetzt innerhalb der theosophischen Bewegung. Soll sie wirken, so müssen sich Stoffe und Kräfte ihr zur Verfügung stellen. Wo können sie besser hergenommen werden als aus den Seelen derjenigen, die innerhalb der theosophischen Bewegung diese Wesenheit verstehen? Wie unsere Seele die Stoffe und Kräfte auf dem physischen Plan ergreift, so ergreift eine solche Wesenheit die Stoffe und Kräfte der Seelen, um durch sie zu wirken. Würden diejenigen, die Glieder der theosophischen Bewegung sind, sich nicht willig zur Verfügung stellen dieser Wesenheit, so könnte diese Wesenheit nicht zum Ausdruck kommen auf dem physischen Plan. Wir müssen in unseren Seelen selbst die Stätten bilden für Verehrung, Liebe, Hingabe und dadurch die Kräfte bilden, durch die Helena Petrowna Blavatsky wirken kann, wie unsere Seele durch unseren fleischlichen Leib. Wir müssen uns bewußt werden, daß wir da etwas Tatsächliches tun, indem wir lieben und verehren in diesem Augenblicke. Wahr ist es, daß alle Liebe und Verehrung, die heute hinaufströmen zu der Seele Helena Petrowna Blavatskys, berufen sind als Kräfte, mit ihr in Verbindung zu treten.

[ 2 ] Recht verstehen müssen wir, was gerade diese Persönlichkeit innerhalb unserer Geisteskultur bedeutet. Das 19. Jahrhundert wird einstmals in der Geschichte der Menschheit als das eigentlich materialistische Jahrhundert geschildert werden. Wie tief das 19. Jahrhundert in den Materialismus verstrickt war, davon können die Menschen des 20. Jahrhunderts sich gar keine Vorstellung machen; erst später wird das möglich sein, wenn die Menschen wieder spirituell geworden sind. Alles, auch das religiöse Leben, ist durchdrungen vom Materialismus. Wer von höheren Planen einen Blick tun kann auf die Entwickelung, der weiß, daß in den 40er Jahren ein besonderer Tiefstand war im geistigen Leben. Wissenschaft, Philosophie und Religion waren ergriffen vom Materialismus. Den Führern der Menschheit oblag es, nach und nach einen Strom spirituellen Lebens in die Menschheit einströmen zu lassen. Viel ist damit gesagt, wenn es heißt, daß im weiten Umkreis des Geisteslebens innerhalb der Kultur des Abendlandes niemand sich fand, der so geeignet war, den Strom spirituellen Lebens in die Welt zu leiten, der das Leben der Menschheit auffrischen und aus dem Materialismus herausreißen sollte, als Helena Petrowna Blavatsky. Was auch heute gegen sie an Angriffen in der Welt herumschwirrt, gegenüber dieser einen Tatsache schwindet die Tragweite aller solcher Angriffe. Denn unter vielen anderen muß die theosophische Bewegung uns das Gefühl der Positivität beibringen. Wir müssen es zu einer Empfindung bringen, daß wir vor allem das, was groß an einem Menschen ist, sehen können; demgegenüber können alle diejenigen kleinen Lichter verlöschen, welche die Kritik gegenüber einer solchen Persönlichkeit ansteckt. Ebenso wie an anderen großen Persönlichkeiten manche Dinge geschwunden sind, welche die Zeitgenossen mit kritischen Augen betrachtet haben, so wird auch von ihr alles das hinwegschwinden. Aber was sie Großes getan hat, wird bleiben.

[ 2 ] Recht verstehen müssen wir, was gerade diese Persönlichkeit innerhalb unserer Geisteskultur bedeutet. Das 19. Jahrhundert wird einstmals in der Geschichte der Menschheit als das eigentlich materialistische Jahrhundert geschildert werden. Wie tief das 19. Jahrhundert in den Materialismus verstrickt war, davon können die Menschen des 20. Jahrhunderts sich gar keine Vorstellung machen; erst später wird das möglich sein, wenn die Menschen wieder spirituell geworden sind. Alles, auch das religiöse Leben, ist durchdrungen vom Materialismus. Wer von höheren Planen einen Blick tun kann auf die Entwickelung, der weiß, daß in den 40er Jahren ein besonderer Tiefstand war im geistigen Leben. Wissenschaft, Philosophie und Religion waren ergriffen vom Materialismus. Den Führern der Menschheit oblag es, nach und nach einen Strom spirituellen Lebens in die Menschheit einströmen zu lassen. Viel ist damit gesagt, wenn es heißt, daß im weiten Umkreis des Geisteslebens innerhalb der Kultur des Abendlandes niemand sich fand, der so geeignet war, den Strom spirituellen Lebens in die Welt zu leiten, der das Leben der Menschheit auffrischen und aus dem Materialismus herausreißen sollte, als Helena Petrowna Blavatsky. Was auch heute gegen sie an Angriffen in der Welt herumschwirrt, gegenüber dieser einen Tatsache schwindet die Tragweite aller solcher Angriffe. Denn unter vielen anderen muß die theosophische Bewegung uns das Gefühl der Positivität beibringen. Wir müssen es zu einer Empfindung bringen, daß wir vor allem das, was groß an einem Menschen ist, sehen können; demgegenüber können alle diejenigen kleinen Lichter verlöschen, welche die Kritik gegenüber einer solchen Persönlichkeit ansteckt. Ebenso wie an anderen großen Persönlichkeiten manche Dinge geschwunden sind, welche die Zeitgenossen mit kritischen Augen betrachtet haben, so wird auch von ihr alles das hinwegschwinden. Aber was sie Großes getan hat, wird bleiben.

[ 3 ] Lernen wir der Menschen Fehler als ihre eigene Angelegenheit betrachten, und lernen wir der Menschen Taten als die Angelegenheit der ganzen Menschheit betrachten. Worin die Menschen fehlen, das gehört zu ihrem Karma; was sie tun, ist Angelegenheit der Menschheit. Lernen wir, uns nicht zu bekümmern um der Menschen Fehler; die müssen sie selbst büßen. Aber lernen wir, dankbar zu sein für ihre Leistungen, denn von diesen lebt die ganze Menschheitsentwickelung.

[ 3 ] Lernen wir der Menschen Fehler als ihre eigene Angelegenheit betrachten, und lernen wir der Menschen Taten als die Angelegenheit der ganzen Menschheit betrachten. Worin die Menschen fehlen, das gehört zu ihrem Karma; was sie tun, ist Angelegenheit der Menschheit. Lernen wir, uns nicht zu bekümmern um der Menschen Fehler; die müssen sie selbst büßen. Aber lernen wir, dankbar zu sein für ihre Leistungen, denn von diesen lebt die ganze Menschheitsentwickelung.

[ 4 ] Der diesjährige weiße Lotustag, der ein Erinnerungstag ist daran, daß eine Seele sich losgerungen hat vom Leibe und ihre Erfahrungen in anderer Form zur Höhe emporträgt, der Lotusblume gleich, ist der erste Tag dieser Art, den wir nicht mehr in Gemeinschaft mit Henry Steel Olcott, dem Genossen Helena Petrowna Blavatskys, begehen. Auch er hat den physischen Plan verlassen, er, der als der große Organisator dasteht, als die formgebende Kraft. [Folgt ein unverständlicher Satz.] Zu ihm lenken wir unsere dankbaren, verehrenden und von Liebe erfüllten Gedanken hinauf; einströmen werden diese Gedanken in die geistige Welten, und wir selbst werden Kraft dadurch gewinnen. So sollen wir die Feier auch an den anderen Tagen des Jahres fortsetzen, indem wir die Kräfte, die wir erhalten haben, indem wir unsere Gedanken hinaussenden als Lichtstrahlen, indem wir die Kräfte anwenden in der Arbeit, die wir theosophische Bewegung nennen. Arbeiten in ihrem Sinne werden wir nur dann, wenn wir ganz und gar dogmenfrei, sektenfrei hingegeben sind dem spirituellen Leben. Von niemand hat Helena Petrowna Blavatsky einen blinden Glauben verlangt. Was verlangt werden kann von ihren Bekennern, ist, daß sie sich von ihrer Spiritualität befruchten lassen. In dem, was durch Helena Petrowna Blavatsky dem physischen Plan überliefert worden ist, in dem liegt ein Quell von spiritueller Kraft, der uns so segensreich sein wird, wenn wir ihn lebendig auf uns wirken lassen. Befruchten können wir uns lassen von den Buchstaben, aber es muß der Geist in uns lebendig werden. Von den Schriften Helena Petrowna Blavatskys gilt eines: Unterschätzen kann sie nur der, der sie nicht versteht. Wer aber immer mehr den Schlüssel findet zu dem, was Großes ist in diesen Werken, der wird ihr immer größerer Verehrer. Das ist das Bedeutsame dieser Werke, daß, je mehr man sich in sie vertieft, man ein um so größerer Verehrer wird. Daß man etwa keine Fehler darinnen sehen könnte, das ist nicht der Fall; wer aber das lebendige Leben ergreift, weiß, wenn er sich immer mehr in diese Werke vertieft, daß solches, was da ausgesprochen ist, nur herüberkommen konnte von den großen spirituellen Wesenheiten, die heute die Weltentwickelung leiten. So müssen wir die «Entschleierte Isis» lesen, ein Buch, das wirklich die größten Wahrheiten enthält, aber manchmal verzerrt und karikiert, wie ein schönes Antlitz in einem Spiegel, der es verzerrt zurückwirft.

[ 4 ] Der diesjährige weiße Lotustag, der ein Erinnerungstag ist daran, daß eine Seele sich losgerungen hat vom Leibe und ihre Erfahrungen in anderer Form zur Höhe emporträgt, der Lotusblume gleich, ist der erste Tag dieser Art, den wir nicht mehr in Gemeinschaft mit Henry Steel Olcott, dem Genossen Helena Petrowna Blavatskys, begehen. Auch er hat den physischen Plan verlassen, er, der als der große Organisator dasteht, als die formgebende Kraft. [Folgt ein unverständlicher Satz.] Zu ihm lenken wir unsere dankbaren, verehrenden und von Liebe erfüllten Gedanken hinauf; einströmen werden diese Gedanken in die geistige Welten, und wir selbst werden Kraft dadurch gewinnen. So sollen wir die Feier auch an den anderen Tagen des Jahres fortsetzen, indem wir die Kräfte, die wir erhalten haben, indem wir unsere Gedanken hinaussenden als Lichtstrahlen, indem wir die Kräfte anwenden in der Arbeit, die wir theosophische Bewegung nennen. Arbeiten in ihrem Sinne werden wir nur dann, wenn wir ganz und gar dogmenfrei, sektenfrei hingegeben sind dem spirituellen Leben. Von niemand hat Helena Petrowna Blavatsky einen blinden Glauben verlangt. Was verlangt werden kann von ihren Bekennern, ist, daß sie sich von ihrer Spiritualität befruchten lassen. In dem, was durch Helena Petrowna Blavatsky dem physischen Plan überliefert worden ist, in dem liegt ein Quell von spiritueller Kraft, der uns so segensreich sein wird, wenn wir ihn lebendig auf uns wirken lassen. Befruchten können wir uns lassen von den Buchstaben, aber es muß der Geist in uns lebendig werden. Von den Schriften Helena Petrowna Blavatskys gilt eines: Unterschätzen kann sie nur der, der sie nicht versteht. Wer aber immer mehr den Schlüssel findet zu dem, was Großes ist in diesen Werken, der wird ihr immer größerer Verehrer. Das ist das Bedeutsame dieser Werke, daß, je mehr man sich in sie vertieft, man ein um so größerer Verehrer wird. Daß man etwa keine Fehler darinnen sehen könnte, das ist nicht der Fall; wer aber das lebendige Leben ergreift, weiß, wenn er sich immer mehr in diese Werke vertieft, daß solches, was da ausgesprochen ist, nur herüberkommen konnte von den großen spirituellen Wesenheiten, die heute die Weltentwickelung leiten. So müssen wir die «Entschleierte Isis» lesen, ein Buch, das wirklich die größten Wahrheiten enthält, aber manchmal verzerrt und karikiert, wie ein schönes Antlitz in einem Spiegel, der es verzerrt zurückwirft.

[ 5 ] Wer den bloß kritischen Geist anlegen möchte, wird vielleicht sagen, es sei besser, kein solches Zerrbild zu geben. Wer aber die Sache im richtigen Lichte sieht, der sagt sich: Wenn jemand seine schwachen Geisteskräfte zur Verfügung stellt den geistigen Mächten, die sich offenbaren wollen, und weiß, daß diese Kräfte nur ein Zerrbild geben können, daß aber niemand sonst es besser zu tun vermag, der vollzieht durch diese Hingabe ein großes Opfer für die Welt. Alle Wiedergabe der großen Wahrheit ist ein Zerrbild. Wollte man warten, bis die ganze Wahrheit zum Vorschein kommen könnte, da müßte man lange warten. Selbstlos sind die, die sich hingeben wollen und sagen: Mögen die Menschen mich zerreißen, ich muß die Wahrheit so bringen, wie ich sie bringen kann. — Ein viel größeres Opfer als ein moralisches Opfer ist dies Opfer, dies hohe Opfer des Intellekts - ein Wort, das von einer mißbräuchlichen Religionsauffassung so mißbraucht ist. Es bedeutet die Hinopferung des Intellekts für die einströmende spirituelle Wahrheit. Wollen wir den Intellekt nicht opfern, so können wir der Wahrheit nicht Dienste leisten. Wenn wir dankbar hinblicken auf Helena Petrowna Blavatsky, so ist es vor allen Dingen, weil sie, in dem eben geschilderten Sinne, eine Märtyrerin ist unter den großen Märtyrern der Wahrheit. So blickt man auf sie hin, wenn man sie gern und willig als ein Vorbild in der theosophischen Gesellschaft betrachtet. Man weiß, daß man den Tag nicht entweiht, wenn man über die Gebiete spricht, zu denen ihr der Zugang fehlte.

[ 5 ] Wer den bloß kritischen Geist anlegen möchte, wird vielleicht sagen, es sei besser, kein solches Zerrbild zu geben. Wer aber die Sache im richtigen Lichte sieht, der sagt sich: Wenn jemand seine schwachen Geisteskräfte zur Verfügung stellt den geistigen Mächten, die sich offenbaren wollen, und weiß, daß diese Kräfte nur ein Zerrbild geben können, daß aber niemand sonst es besser zu tun vermag, der vollzieht durch diese Hingabe ein großes Opfer für die Welt. Alle Wiedergabe der großen Wahrheit ist ein Zerrbild. Wollte man warten, bis die ganze Wahrheit zum Vorschein kommen könnte, da müßte man lange warten. Selbstlos sind die, die sich hingeben wollen und sagen: Mögen die Menschen mich zerreißen, ich muß die Wahrheit so bringen, wie ich sie bringen kann. — Ein viel größeres Opfer als ein moralisches Opfer ist dies Opfer, dies hohe Opfer des Intellekts - ein Wort, das von einer mißbräuchlichen Religionsauffassung so mißbraucht ist. Es bedeutet die Hinopferung des Intellekts für die einströmende spirituelle Wahrheit. Wollen wir den Intellekt nicht opfern, so können wir der Wahrheit nicht Dienste leisten. Wenn wir dankbar hinblicken auf Helena Petrowna Blavatsky, so ist es vor allen Dingen, weil sie, in dem eben geschilderten Sinne, eine Märtyrerin ist unter den großen Märtyrern der Wahrheit. So blickt man auf sie hin, wenn man sie gern und willig als ein Vorbild in der theosophischen Gesellschaft betrachtet. Man weiß, daß man den Tag nicht entweiht, wenn man über die Gebiete spricht, zu denen ihr der Zugang fehlte.

[ 6 ] Über die spirituelle Weltenströmung soll gesprochen werden, die auf dem physischen Plan Helena Petrowna Blavatsky am wenigsten verstanden hat. Am besten dienen wir ihr, wenn wir uns in den Dienst dessen stellen, zu dem sie nicht den Zugang gefunden hat. Viel lieber wird es ihr sein, wenn sie statt Nachbeter Nachfolger findet. Wenn auch manches ihr entgegengesetzt klingt, wissen wir doch, daß wir in ihrem Sinne handeln; durch diese Freiheit würdigen wir sie am allermeisten.

[ 6 ] Über die spirituelle Weltenströmung soll gesprochen werden, die auf dem physischen Plan Helena Petrowna Blavatsky am wenigsten verstanden hat. Am besten dienen wir ihr, wenn wir uns in den Dienst dessen stellen, zu dem sie nicht den Zugang gefunden hat. Viel lieber wird es ihr sein, wenn sie statt Nachbeter Nachfolger findet. Wenn auch manches ihr entgegengesetzt klingt, wissen wir doch, daß wir in ihrem Sinne handeln; durch diese Freiheit würdigen wir sie am allermeisten.

[ 7 ] Der Übergang zur Apokalypse ist nicht gesucht, nicht etwa weit hergeholt. Wenn wir nämlich die welthistorische Mission Helena Petrowna Blavatskys noch tiefer verstehen wollen, so müssen wir die Entwickelung uns vorstellen als aus zwei Strömungen bestehend. 1841 war der Tiefstand des spirituellen Lebens. Die Gegner des spirituellen Lebens hatten 1841 den stärksten Angriffspunkt in der Menschheitsentwickelung. Sie bereiten den Boden vor für viele derjenigen Dinge, die als prophetische Zukunftsgedanken in der Apokalypse geschildert sind. Das, was ausgedrückt ist durch das Tier mit den Widderhörnern und die Zahl 666, das Tier mit den sieben Köpfen, und so weiter, das wird vorbereitet durch die Mächte, die 1841 ihren Angriffspunkt gefunden haben in der Menschheitsentwickelung. Jene Elementarwesen, die damals den ihnen geeigneten Boden gefunden haben, jene Mächte haben heute von einem großen Teil der Menschheit Besitz ergriffen und üben da ihren Einfluß aus. Sonst würden die Gegenkräfte, die in den beiden Tieren zum Ausdruck kommen, nicht in der Menschheit sein und sie hinunterziehen. Dagegen ist ein anderer Gang vorhanden, der aufwärts geht. Was heute geleistet wird zum Aufwärtssteigen, ist die Vorbereitung für alle diejenigen, die versiegelt werden sollen, die in die geistige Entwickelungsströmung hineinkommen. Dieser Strom des spirituellen Lebens hat sich gerade in Helena Petrowna Blavatsky ein Instrument geschaffen. Wir verstehen unsere Zeit nicht, wenn wir diese spirituelle Strömung nicht als eine tiefe Notwendigkeit erkennen.

[ 7 ] Der Übergang zur Apokalypse ist nicht gesucht, nicht etwa weit hergeholt. Wenn wir nämlich die welthistorische Mission Helena Petrowna Blavatskys noch tiefer verstehen wollen, so müssen wir die Entwickelung uns vorstellen als aus zwei Strömungen bestehend. 1841 war der Tiefstand des spirituellen Lebens. Die Gegner des spirituellen Lebens hatten 1841 den stärksten Angriffspunkt in der Menschheitsentwickelung. Sie bereiten den Boden vor für viele derjenigen Dinge, die als prophetische Zukunftsgedanken in der Apokalypse geschildert sind. Das, was ausgedrückt ist durch das Tier mit den Widderhörnern und die Zahl 666, das Tier mit den sieben Köpfen, und so weiter, das wird vorbereitet durch die Mächte, die 1841 ihren Angriffspunkt gefunden haben in der Menschheitsentwickelung. Jene Elementarwesen, die damals den ihnen geeigneten Boden gefunden haben, jene Mächte haben heute von einem großen Teil der Menschheit Besitz ergriffen und üben da ihren Einfluß aus. Sonst würden die Gegenkräfte, die in den beiden Tieren zum Ausdruck kommen, nicht in der Menschheit sein und sie hinunterziehen. Dagegen ist ein anderer Gang vorhanden, der aufwärts geht. Was heute geleistet wird zum Aufwärtssteigen, ist die Vorbereitung für alle diejenigen, die versiegelt werden sollen, die in die geistige Entwickelungsströmung hineinkommen. Dieser Strom des spirituellen Lebens hat sich gerade in Helena Petrowna Blavatsky ein Instrument geschaffen. Wir verstehen unsere Zeit nicht, wenn wir diese spirituelle Strömung nicht als eine tiefe Notwendigkeit erkennen.

[ 8 ] Wir stehen in der fünften Unterrasse der fünften Wurzelrasse und leben entgegen der sechsten Unterrasse und der siebenten Unterrasse, dann der sechsten Grundrasse. Was heißt das: wir leben diesen Rassen entgegen? Das heißt, daß für den Menschen, der es will, in dem sechsten Zeitraum - sei es in dem sechsten Zeitraum der prophetisch verkündeten sechsten Unterrasse oder der sechsten Wurzelrasse — das Verständnis für den Christus enthalten ist. Es wird da ChristusMenschen geben, die Versiegelten; es wird in den Zeiten der künftigen Spiritualität das Aufschließen der Menschenseelen stattfinden. Daß die fünf Jungfrauen Öl in den Lampen brennen haben, daß der Bräutigam beleuchtete Seelen findet, bedeutet, daß sich dann einem Teil der Menschheit das enthüllen wird, was heute noch der Menschheit verschlossen ist. Das Buch mit sieben Siegeln wird sich einem großen Teil der Menschheit enträtseln. Hindeuten will auf diese Zeit der Apokalyptiker Johannes, vorausverkünden will er diese Zeit durch Zeichen.

[ 8 ] Wir stehen in der fünften Unterrasse der fünften Wurzelrasse und leben entgegen der sechsten Unterrasse und der siebenten Unterrasse, dann der sechsten Grundrasse. Was heißt das: wir leben diesen Rassen entgegen? Das heißt, daß für den Menschen, der es will, in dem sechsten Zeitraum - sei es in dem sechsten Zeitraum der prophetisch verkündeten sechsten Unterrasse oder der sechsten Wurzelrasse — das Verständnis für den Christus enthalten ist. Es wird da ChristusMenschen geben, die Versiegelten; es wird in den Zeiten der künftigen Spiritualität das Aufschließen der Menschenseelen stattfinden. Daß die fünf Jungfrauen Öl in den Lampen brennen haben, daß der Bräutigam beleuchtete Seelen findet, bedeutet, daß sich dann einem Teil der Menschheit das enthüllen wird, was heute noch der Menschheit verschlossen ist. Das Buch mit sieben Siegeln wird sich einem großen Teil der Menschheit enträtseln. Hindeuten will auf diese Zeit der Apokalyptiker Johannes, vorausverkünden will er diese Zeit durch Zeichen.

[ 9 ] In einem Satz heißt es: «Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel...» (Apk. 12, 1) Das bedeutet, daß wir es in der Apokalypse zu tun haben mit Zeichen für die großen Entwickelungsphasen der Menschheit. Diese Zeichen haben wir zu entziffern. Wir erinnern uns, daß unserer jetzigen fünften Hauptrasse die atlantische Rasse vorangegangen ist, die durch eine Flut zugrunde gegangen ist. Was wird die fünfte Rasse zugrunde richten? Die fünfte Rasse hat eine besondere Aufgabe: Die Egoität zur Entfaltung zu bringen. Diese Selbstsucht wird zugleich dasjenige bilden, was der fünften Hauptrasse den Untergang bereiten wird. Ein geringer Teil wird entgegenleben der Zeit der sechsten Hauptrasse. Der größere Teil der Menschen wird das Licht im Innern noch nicht gefunden haben. Und weil der Egoismus die Grundkraft bildet, wird innerhalb dieses Teiles der Menschheit der Krieg aller gegen alle wüten. Wie die lemurische Rasse durch Feuergewalten, wie die Atlantis durch Wasser untergegangen ist, so wird die fünfte Rasse den Untergang durch ein Gegeneinanderwüten selbstsüchtiger Gewalten und einen Krieg aller gegen alle finden. Immer tiefer wird die Linie dieser Entwickelung gehen; wenn sie unten angelangt ist, werden alle gegen alle wüten. Dem wird sich ein kleiner Teil entziehen, wie es auch beim Untergang der atlantischen Rasse geschehen ist. Es ist an jedem selbst gelegen, die Verbindung mit dem spirituellen Leben zu finden, um mit hinüberzugehen zur sechsten Hauptrasse. Gewaltige Revolutionen stehen der Menschheit bevor, und das schildert die Apokalypse.

[ 9 ] In einem Satz heißt es: «Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel...» (Apk. 12, 1) Das bedeutet, daß wir es in der Apokalypse zu tun haben mit Zeichen für die großen Entwickelungsphasen der Menschheit. Diese Zeichen haben wir zu entziffern. Wir erinnern uns, daß unserer jetzigen fünften Hauptrasse die atlantische Rasse vorangegangen ist, die durch eine Flut zugrunde gegangen ist. Was wird die fünfte Rasse zugrunde richten? Die fünfte Rasse hat eine besondere Aufgabe: Die Egoität zur Entfaltung zu bringen. Diese Selbstsucht wird zugleich dasjenige bilden, was der fünften Hauptrasse den Untergang bereiten wird. Ein geringer Teil wird entgegenleben der Zeit der sechsten Hauptrasse. Der größere Teil der Menschen wird das Licht im Innern noch nicht gefunden haben. Und weil der Egoismus die Grundkraft bildet, wird innerhalb dieses Teiles der Menschheit der Krieg aller gegen alle wüten. Wie die lemurische Rasse durch Feuergewalten, wie die Atlantis durch Wasser untergegangen ist, so wird die fünfte Rasse den Untergang durch ein Gegeneinanderwüten selbstsüchtiger Gewalten und einen Krieg aller gegen alle finden. Immer tiefer wird die Linie dieser Entwickelung gehen; wenn sie unten angelangt ist, werden alle gegen alle wüten. Dem wird sich ein kleiner Teil entziehen, wie es auch beim Untergang der atlantischen Rasse geschehen ist. Es ist an jedem selbst gelegen, die Verbindung mit dem spirituellen Leben zu finden, um mit hinüberzugehen zur sechsten Hauptrasse. Gewaltige Revolutionen stehen der Menschheit bevor, und das schildert die Apokalypse.

[ 10 ] Zuerst werden uns vorgeführt sieben Briefe an sieben Gemeinden. Wenn die Menschen den Weg finden sollen zu jenem großen Zeitpunkt, dann müssen sie etwas haben, woran sie sich halten können, wodurch sie ihre sieben menschlichen Wesensglieder veredeln können, so daß man sie bereit findet, wenn der große Zeitpunkt eingetreten ist. Es gibt Orte auf der Erde, wo durch religiöse Übungen hauptsächlich Rücksicht genommen ist auf die Ausbildung des physischen Leibes. An anderen Orten wird mehr Rücksicht genommen auf die Ausbildung des Ätherleibes. Wieder an anderen Orten wird mehr Rücksicht genommen auf die Ausbildung des Astralleibes oder des Ichs. Es wird auch immer mehr Orte geben, wo man besonders achtgeben wird auf die Ausbildung des Manas, oder der Budhi, oder des Atma. Man würde nicht im richtigen Sinne an die Wiederverkörperung glauben, wenn man sich nicht sagen würde: Ist ein Mensch einmal geboren an einem Orte, wo hauptsächlich Rücksicht genommen wird auf den physischen Leib, so wird er ein anderes Mal geboren an einem Orte, wo man mehr Rücksicht nehmen wird auf die anderen Leiber, und so weiter.

[ 10 ] Zuerst werden uns vorgeführt sieben Briefe an sieben Gemeinden. Wenn die Menschen den Weg finden sollen zu jenem großen Zeitpunkt, dann müssen sie etwas haben, woran sie sich halten können, wodurch sie ihre sieben menschlichen Wesensglieder veredeln können, so daß man sie bereit findet, wenn der große Zeitpunkt eingetreten ist. Es gibt Orte auf der Erde, wo durch religiöse Übungen hauptsächlich Rücksicht genommen ist auf die Ausbildung des physischen Leibes. An anderen Orten wird mehr Rücksicht genommen auf die Ausbildung des Ätherleibes. Wieder an anderen Orten wird mehr Rücksicht genommen auf die Ausbildung des Astralleibes oder des Ichs. Es wird auch immer mehr Orte geben, wo man besonders achtgeben wird auf die Ausbildung des Manas, oder der Budhi, oder des Atma. Man würde nicht im richtigen Sinne an die Wiederverkörperung glauben, wenn man sich nicht sagen würde: Ist ein Mensch einmal geboren an einem Orte, wo hauptsächlich Rücksicht genommen wird auf den physischen Leib, so wird er ein anderes Mal geboren an einem Orte, wo man mehr Rücksicht nehmen wird auf die anderen Leiber, und so weiter.

[ 11 ] Sieben Briefe werden gerichtet an sieben gesonderte geographische Bezirke, in denen besondere Rücksicht genommen wurde auf einen der sieben Teile der menschlichen Wesenheit. Der erste Brief ist gerichtet an die Epheser. Bei ihnen wurde starkes Gewicht gelegt auf die Ausbildung des physischen Leibes. Bei den Phrygiern, in Smyrna, wurde besonders berücksichtigt der Ätherleib, in Pergamon der Astralleib.

[ 11 ] Sieben Briefe werden gerichtet an sieben gesonderte geographische Bezirke, in denen besondere Rücksicht genommen wurde auf einen der sieben Teile der menschlichen Wesenheit. Der erste Brief ist gerichtet an die Epheser. Bei ihnen wurde starkes Gewicht gelegt auf die Ausbildung des physischen Leibes. Bei den Phrygiern, in Smyrna, wurde besonders berücksichtigt der Ätherleib, in Pergamon der Astralleib.

[ 12 ] Wir wollen sehen, warum sieben geographische Bezirke in bezug auf die sieben Glieder der menschlichen Wesenheit besondere Entwickelungsarten der Menschheit bedeuten. Nehmen wir an, ein Mensch lebt in einer Gegend, wo vorzugsweise der physische Leib ausgebildet wird; wenn er dann seinen physischen Leib vernachlässigt, wird dieser ein Zerrbild werden dessen, was er hätte werden sollen. Wird das, was zu einer gewissen Vollkommenheit gebracht werden soll, nicht ausgebildet, dann entsteht etwas in ihm, was ihn vorbereitet zu den schlimmen Erscheinungen in der Menschheitsentwickelung.

[ 12 ] Wir wollen sehen, warum sieben geographische Bezirke in bezug auf die sieben Glieder der menschlichen Wesenheit besondere Entwickelungsarten der Menschheit bedeuten. Nehmen wir an, ein Mensch lebt in einer Gegend, wo vorzugsweise der physische Leib ausgebildet wird; wenn er dann seinen physischen Leib vernachlässigt, wird dieser ein Zerrbild werden dessen, was er hätte werden sollen. Wird das, was zu einer gewissen Vollkommenheit gebracht werden soll, nicht ausgebildet, dann entsteht etwas in ihm, was ihn vorbereitet zu den schlimmen Erscheinungen in der Menschheitsentwickelung.

[ 13 ] Das erste Sendschreiben ist gerichtet an die Gemeinde zu Ephesus, den der Diana geweihten Ort. Es betont die schöne Gestaltung des physischen Leibes. Wohin neigt die Entwickelung des physischen Leibes? Das können wir uns immer mehr klarmachen, wenn wir wissen, daß der physische Leib sich immer mehr läutern und immer mehr werden muß ein Ausdruck des Ätherleibes, und dieser wiederum des Astralleibes, und dieser des Ichs.

[ 13 ] Das erste Sendschreiben ist gerichtet an die Gemeinde zu Ephesus, den der Diana geweihten Ort. Es betont die schöne Gestaltung des physischen Leibes. Wohin neigt die Entwickelung des physischen Leibes? Das können wir uns immer mehr klarmachen, wenn wir wissen, daß der physische Leib sich immer mehr läutern und immer mehr werden muß ein Ausdruck des Ätherleibes, und dieser wiederum des Astralleibes, und dieser des Ichs.

[ 14 ] In den alten Pythagoreerschulen spielten die Zahlen eine große Rolle. Erinnern wir uns daran, daß in der Devachanwelt, wie auch sonst, alles geordnet ist nach Maß und Zahl. Was würde es heißen, die Naturgesetze suchen, wenn sie nicht da vorhanden wären? Wir wägen und messen die Weltenkörper, wie wir es mit Substanzen im kleinen tun. Diese Tatsache müssen wir mit einer anderen Tatsache zusammenstellen. Wir denken uns diesen Raum ausgefüllt mit den Klanggebilden einer hohen musikalischen Komposition, zum Beispiel den Tönen des Karfreitagszaubers. Das ist die seelische höhere Form für das, was der Physiker uns in den Zahlen der Luftschwingungen ausdrücken würde. Unsere Seelen durchflutet der Geist dieser Schwingungen in der Musik. Man denke sich nun die Zahlen vom Ohr des Geistes gehört, dann haben wir die Sphärenmusik. Wenn ein Physiker die Vibrationen der Luft in Zahlen aufzeichnen würde, so würde er uns ebensowenig den Karfreitagszauber aufzeichnen, wie der Mathematiker die pythagoreischen Vorstellungen in Maß und Zahl. In den Zahlen wurden nur die Harmonien ausgedrückt. Wenn der Pythagoreer die vier Glieder der menschlichen Wesenheit ausdrücken will, so klingen sie zusammen in dem Verhältnis von 1:3:7:12. Das bedeutet jenen Klang, in dem die vier Zahlen zusammenklingen wie die vier Wesensteile des Menschen. Die 3 Töne: I Ton von der Sonne, II- Ton von dem Monde, III - Ton von der Erde selbst — tönen hinein in den astralischen Leib.

[ 14 ] In den alten Pythagoreerschulen spielten die Zahlen eine große Rolle. Erinnern wir uns daran, daß in der Devachanwelt, wie auch sonst, alles geordnet ist nach Maß und Zahl. Was würde es heißen, die Naturgesetze suchen, wenn sie nicht da vorhanden wären? Wir wägen und messen die Weltenkörper, wie wir es mit Substanzen im kleinen tun. Diese Tatsache müssen wir mit einer anderen Tatsache zusammenstellen. Wir denken uns diesen Raum ausgefüllt mit den Klanggebilden einer hohen musikalischen Komposition, zum Beispiel den Tönen des Karfreitagszaubers. Das ist die seelische höhere Form für das, was der Physiker uns in den Zahlen der Luftschwingungen ausdrücken würde. Unsere Seelen durchflutet der Geist dieser Schwingungen in der Musik. Man denke sich nun die Zahlen vom Ohr des Geistes gehört, dann haben wir die Sphärenmusik. Wenn ein Physiker die Vibrationen der Luft in Zahlen aufzeichnen würde, so würde er uns ebensowenig den Karfreitagszauber aufzeichnen, wie der Mathematiker die pythagoreischen Vorstellungen in Maß und Zahl. In den Zahlen wurden nur die Harmonien ausgedrückt. Wenn der Pythagoreer die vier Glieder der menschlichen Wesenheit ausdrücken will, so klingen sie zusammen in dem Verhältnis von 1:3:7:12. Das bedeutet jenen Klang, in dem die vier Zahlen zusammenklingen wie die vier Wesensteile des Menschen. Die 3 Töne: I Ton von der Sonne, II- Ton von dem Monde, III - Ton von der Erde selbst — tönen hinein in den astralischen Leib.

Physischer Leib 12 Ephesus
Ätherleib 7 Smyrna
Astralleib 3 Pergamon
Ich 1
Geistselbst
Lebensgeist
Geistesmensch

Physischer Leib 12 Ephesus
Ätherleib 7 Smyrna
Astralleib 3 Pergamon
Ich 1
Geistselbst
Lebensgeist
Geistesmensch

[ 15 ] Was von der Erde, der Sonne und dem Mond ausgeht, das klingt zusammen in unserem astralischen Leib. In unseren Ätherleib aber klingt hinein, was ausgeht von den sieben Planeten. Es ist da ein siebenfacher Einfluß von den Planeten auf den Ätherleib, wie von den sieben Tönen: Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime — Saturn, Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus. Diese sieben Planeten tönen hinein in unseren Ätherleib. Es tönen zwölf Einflüsse, von den Zeichen des Tierkreises ausgehend, hinein in den physischen Leib. Der Seher erfährt zwölf Grundtöne auf dem Devachanplan. Die beeinflussen unseren physischen Leib. Alles, was im Ich, im Astralleib, Atherleib und im physischen Leib ist, klingt in Tönen.

[ 15 ] Was von der Erde, der Sonne und dem Mond ausgeht, das klingt zusammen in unserem astralischen Leib. In unseren Ätherleib aber klingt hinein, was ausgeht von den sieben Planeten. Es ist da ein siebenfacher Einfluß von den Planeten auf den Ätherleib, wie von den sieben Tönen: Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime — Saturn, Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus. Diese sieben Planeten tönen hinein in unseren Ätherleib. Es tönen zwölf Einflüsse, von den Zeichen des Tierkreises ausgehend, hinein in den physischen Leib. Der Seher erfährt zwölf Grundtöne auf dem Devachanplan. Die beeinflussen unseren physischen Leib. Alles, was im Ich, im Astralleib, Atherleib und im physischen Leib ist, klingt in Tönen.

In das Ich klingt hinein 1 Ton,
in den Astralleib klingen 3 Töne,
in den Ätherleib klingen 7 Töne,
in den physischen Leib klingen 12 Töne.

In das Ich klingt hinein 1 Ton,
in den Astralleib klingen 3 Töne,
in den Ätherleib klingen 7 Töne,
in den physischen Leib klingen 12 Töne.

[ 16 ] Das gibt zusammen eine Harmonie oder auch eine Disharmonie.

[ 16 ] Das gibt zusammen eine Harmonie oder auch eine Disharmonie.

[ 17 ] Es gibt einen Ausdruck im Okkultismus: die 12 geht in die 7, das heißt der physische Leib wird immer ähnlicher dem Ätherleib. Klingt der physische Leib richtig, so hört man durch die 12 Töne hindurch die 7 Töne der Sterne. Werdet so, daß die 12 zur 7 wird, daß die 7 Sterne erscheinen, wird den Ephesern gesagt, weil da der physische Leib besonders ausgebildet wird. Sie sollen den Blick wenden zu den 7 Sternen. Wir wissen, daß die Entwickelung des Christentums bedeutet den Übergang von den alten Stammesgemeinschaften zu der geistigen Liebe, daß das Fleischliche vom Geistigen abgelöst werden soll. Diejenigen, welche uns sagen, wie wir vor allen Dingen trachten müssen, daß das Sinnliche, das Elementarische zu seinem Recht kommt, die nannte man damals die Nikolaiten; es waren solche, die stecken bleiben wollten im materiellen Blute; daher die Warnung vor dem Nikolaitismus. Diese Nikolaiten sind jene, die den Untergang herbeiführen werden.

[ 17 ] Es gibt einen Ausdruck im Okkultismus: die 12 geht in die 7, das heißt der physische Leib wird immer ähnlicher dem Ätherleib. Klingt der physische Leib richtig, so hört man durch die 12 Töne hindurch die 7 Töne der Sterne. Werdet so, daß die 12 zur 7 wird, daß die 7 Sterne erscheinen, wird den Ephesern gesagt, weil da der physische Leib besonders ausgebildet wird. Sie sollen den Blick wenden zu den 7 Sternen. Wir wissen, daß die Entwickelung des Christentums bedeutet den Übergang von den alten Stammesgemeinschaften zu der geistigen Liebe, daß das Fleischliche vom Geistigen abgelöst werden soll. Diejenigen, welche uns sagen, wie wir vor allen Dingen trachten müssen, daß das Sinnliche, das Elementarische zu seinem Recht kommt, die nannte man damals die Nikolaiten; es waren solche, die stecken bleiben wollten im materiellen Blute; daher die Warnung vor dem Nikolaitismus. Diese Nikolaiten sind jene, die den Untergang herbeiführen werden.

[ 18 ] Ihnen stehen die anderen gegenüber, welche die materielle Entwikkelung überwinden wollen, die das geistige Leben wollen. Der Brief schließt mit dem Symbolum des Lebensbaumes: «Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem verborgenen Manna...» (Apk. 2, 17)

[ 18 ] Ihnen stehen die anderen gegenüber, welche die materielle Entwikkelung überwinden wollen, die das geistige Leben wollen. Der Brief schließt mit dem Symbolum des Lebensbaumes: «Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem verborgenen Manna...» (Apk. 2, 17)

[ 19 ] Der zweite Brief ist an die Gemeinde gerichtet, welche im besonderen die Pflege des Ätherleibes sich angelegen lassen sein soll. Der Ätherleib muß allmählich vergeistigt werden zum Lebensgeist. Der Mensch geht jetzt durch Geburt und Tod hindurch; aber später wird dieser Ätherleib Lebensgeist werden; dann wird er den Tod überwunden haben. In der Bergpredigt heißt es: «Selig sind, die da betteln um Geist, denn sie finden durch sich selbst die Reiche der Himmel.» (Vgl. Mt. 5, 3) Die da betteln um Geist, sind selig, das heißt Seele durchdringt ihr Leben. So wie der physische Leib bei den Ephesern sich hinaufentwickelt, so entwickelt sich der Ätherleib bei der zweiten Gemeinde zu dem Seelenleib. Wenn sie streben nach dieser Beseligung, dann werden sie genannt «die Bettler um Geist»; sie betteln um die Beseligung durch die Verlebendigung des Ätherleibes. Das wird angedeutet in den Worten: «Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.» (Apk. 2, 10) Da ist die Entwickelung des Ätherleibes klar und deutlich ausgedrückt.

[ 19 ] Der zweite Brief ist an die Gemeinde gerichtet, welche im besonderen die Pflege des Ätherleibes sich angelegen lassen sein soll. Der Ätherleib muß allmählich vergeistigt werden zum Lebensgeist. Der Mensch geht jetzt durch Geburt und Tod hindurch; aber später wird dieser Ätherleib Lebensgeist werden; dann wird er den Tod überwunden haben. In der Bergpredigt heißt es: «Selig sind, die da betteln um Geist, denn sie finden durch sich selbst die Reiche der Himmel.» (Vgl. Mt. 5, 3) Die da betteln um Geist, sind selig, das heißt Seele durchdringt ihr Leben. So wie der physische Leib bei den Ephesern sich hinaufentwickelt, so entwickelt sich der Ätherleib bei der zweiten Gemeinde zu dem Seelenleib. Wenn sie streben nach dieser Beseligung, dann werden sie genannt «die Bettler um Geist»; sie betteln um die Beseligung durch die Verlebendigung des Ätherleibes. Das wird angedeutet in den Worten: «Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.» (Apk. 2, 10) Da ist die Entwickelung des Ätherleibes klar und deutlich ausgedrückt.

[ 20 ] Eine der größten spirituellen Urkunden ist die Apokalypse. Es gibt kaum große geistige Wahrheiten, deren Bedeutung nicht in der Apokalypse zu finden ist. Nicht ohne Zusammenhang mit der theosophischen Entwickelung steht die Betrachtung der Apokalypse selbst.

[ 20 ] Eine der größten spirituellen Urkunden ist die Apokalypse. Es gibt kaum große geistige Wahrheiten, deren Bedeutung nicht in der Apokalypse zu finden ist. Nicht ohne Zusammenhang mit der theosophischen Entwickelung steht die Betrachtung der Apokalypse selbst.

[ 21 ] Indem wir ein solches Werk verstehen, lassen wir uns in Wirklichkeit befruchten von dem Geiste, der durch Helena Petrowna Blavatsky gesprochen hat. Was die theosophische Bewegung will, muß uns erscheinen wie ein Posaunenton, in die Menschheit hineingesandt. Je mehr wir die Apokalypse verstehen, desto mehr verstehen wir die Aufgabe unserer Bewegung.

[ 21 ] Indem wir ein solches Werk verstehen, lassen wir uns in Wirklichkeit befruchten von dem Geiste, der durch Helena Petrowna Blavatsky gesprochen hat. Was die theosophische Bewegung will, muß uns erscheinen wie ein Posaunenton, in die Menschheit hineingesandt. Je mehr wir die Apokalypse verstehen, desto mehr verstehen wir die Aufgabe unserer Bewegung.