Cosmos, Earth and Man
GA 105
6 August 1908, Stuttgart
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Universe, Earth And Man, tr. Collison
Dritter Vortrag
Lecture Three
[ 1 ] Wenn wir in den kommenden Auseinandersetzungen uns die Beziehungen zwischen Welt, Erde und Mensch vor Augen führen wollen, dann wird es notwendig sein, daß wir uns heute manches vor die Seele stellen, was uns eine Art Grundlage dazu liefert. Wir müssen ja bedenken, daß, wenn wir uns nur unserer äußeren Sinne und des an die Sinne gebundenen Verstandes bedienen, wir dann im Grunde genommen sehr wenig überschauen können. Das gilt sowohl von der Erde wie von dem Menschen, und in höherem Maße noch von dem Weltall. Wir müssen uns klar sein darüber, daß ein großer Teil des Wesentlichsten den äußeren Sinnen wie auch der äußeren Verstandesbetrachtung überhaupt verborgen bleibt. Daher wollen wir zunächst auf einiges hindeuten, was von den uns umgebenden Wesenheiten im Verborgenen vorhanden ist. Dabei wird mancherlei erwähnt werden müssen, was vielen von Ihnen schon bekannt ist, aber zum Verfolgen des ganzen großen tatsächlichen Zusammenhangs ist es notwendig, daß wir uns vorher alle diese Dinge noch einmal vor die Seele führen. Vor allen Dingen müssen wir uns einmal umschauen auf dem Weltenkörper, den wir zunächst bewohnen und der im Mittelpunkt unserer Betrachtung liegen wird: unsere Erde.
[ 1 ] If we are to bring the relationship of Universe, Earth, and Man before our minds in the following lectures, it will first be necessary to gather together many things that will furnish us with some kind of foundation. At the same time we must remember that if we only use our external senses and the intellect that is bound up with these, we shall see very little; this applies to the Earth as well as to man, and in a still higher degree to the Universe. We must realize that the greater part of what is most essential is hidden from the outer senses, and also from external intellectual observation. Therefore to begin with we will point out a few things appertaining to the beings that surround us, but which are hidden from view. Much will have to be said which many of you know already, but in order to grasp our vast subject thoroughly it will be necessary to recapitulate to a certain extent. We must in the first place consider the planet on which we live, and which forms the centre of our studies.
[ 2 ] Wir haben gestern ein Stück unserer Erdenentwickelung im Zusammenhange mit der ganzen Erdenentwickelung betrachtet; wir haben gesehen, wie sich im Laufe dieser Entwickelung Wesenheiten in immer anderer Weise betätigt haben, von jenem Zeitpunkt an, wo Erde und Sonne noch einen Körper bildeten, bis in unsere Zeit hinein. Und wir haben gesehen, wie in der nachatlantischen Zeit die Menschen in der Erkenntnis und im religiösen Bewußtsein alles das wiederholen, was die ganze Erde im Laufe ihrer Entwickelung durchgemacht hat. Nun aber müssen wir auf diese Erde immer tiefer eingehen. In der sichtbaren Welt umgibt uns zunächst in bezug auf unsere Erde die Gesamtheit dessen, was wir die vier Reiche der Natur nennen: das mineralische Reich, das pflanzliche, das tierische und das menschliche Reich. Aber der Mensch ist nicht bloß das materiell-physische Wesen, von dem uns die äußeren Sinne Kunde geben, das uns der Verstand der äußeren Wissenschaft beschreibt und erklärt, sondern er ist eine komplizierte Wesenheit, die sich aus dem physischen Leib, dem Atherleib, dem Astralleib und dem Ich aufbaut. Das alles wissen wir ja.
[ 2 ] Yesterday we considered one portion of the earth's evolution in connection with the whole. We saw how beings have been active in various ways, from the time when earth and sun still formed one body up to our own day. We saw also that in the various ages of the Post-Atlantean epoch man has repeated in knowledge and in religious consciousness all that the earth has passed through in the course of its evolution. We will now go more deeply into the various conditions on this our earth. We are surrounded in the first place by the four kingdoms of nature; the mineral, vegetable, animal, and human kingdoms. Man is not the mere material physical being of which the outer senses inform us, and which the scientific intellect describes and explains but he is a complicated being made up of physical body, etheric body, astral body, and ego. All this we know.
[ 3 ] Wenn wir nun den Blick über die anderen Wesen der Erdenreiche hinschweifen lassen, dann müssen wir uns vor allen Dingen dessen bewußt sein, daß diese Ausdrücke — physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich — nicht etwa bedeutungslos für die anderen Wesenheiten sind, sondern daß sie im Gegenteil ihre gute Bedeutung haben. Wenn wir im Physischen bleiben, können wir von allen Erdenwesen ja zunächst nur dem Menschen eine Ich-Wesenheit zuschreiben. Hier in dieser physischen Welt hat nur der Mensch ein selbstbewußtes Ich. Bei den Tieren ist es ein ganz anderes Verhältnis; das Tier hat nicht in derselben Weise sein Ich in der physischen Welt wie der Mensch. Wenn wir das Tier in seinem Unterschiede von dem Menschen betrachten, dann müssen wir zunächst sagen: Während jeder Mensch als einzelne, innerhalb seiner Haut abgeschlossene Individualität sein Ich hat, hat das einzelne Tier nicht sein Ich, sondern es ist so, daß immer gewisse Gruppen gleichgestalteter Tiere zusammen ein Ich haben. So haben zum Beispiel alle Löwen oder alle Bären zusammen ein Ich, und wir nennen daher ein solches Ich der tierischen Welt ein Gruppen-Ich. Des Menschen Ich begegnet uns in der physischen Welt; wenn wir es auch nicht mit den Augen sehen können, es ist in jedem Menschen sozusagen innerhalb seiner Haut vorhanden. Bei dem Tiere ist das nicht der Fall, das Gruppen-Ich begegnet uns nicht in der physischen Welt. Um uns nun eine Vorstellung von einem solchen Gruppen-Ich zu verschaffen, denken Sie sich einmal, vor mir stünde eine Wand, und in dieser Wand wären zehn Löcher. Ich strecke meine zehn Finger durch die Löcher und bewege sie. Nun können Sie meine zehn Finger sehen, mich selbst aber nicht, und Sie werden sich ohne weiteres sagen, daß diese Finger sich nicht von selbst bewegen, sondern daß da irgend etwas Verborgenes sein muß, was die Bewegung verursacht; mit anderen Worten: Sie vermuten eine Wesenheit, die zu den zehn Fingern gehört. Dieser Vergleich führt uns auf das Gruppenhafte, auf das Seelenartige beim Tiere. Die vielen Löwen hier auf dem physischen Plane sind Wesen, die uns in einer gewissen Beziehung auch etwas verbergen. So wie sich die Zentralwesenheit zu den zehn Fingern hinter der Wand verbirgt, so verbirgt sich auch hier etwas, was allen Löwen gemeinsam ist, und zwar aus dem Grunde, weil es in der physischen Welt überhaupt nicht vorhanden ist. Dasselbe Ich-Wesen, das beim Menschen in der physischen Welt vorhanden ist, befindet sich beim Tier in der astralischen Welt: das Tier hat sein Gruppen-Ich in der astralischen Welt. Wenn wir uns schematisch die Beziehung des Tieres zu seinem Ich vorstellen wollen, so müssen wir uns eine Grenze zwischen der physischen und der astralischen Welt denken; beim Menschen ist das Ich unten in der physischen Welt, beim Tier dagegen ist nur der physische Leib, der Atherleib und der Astralleib in der physischen Welt. Das vierte Glied, das Ich, ist nicht wie beim Menschen in der physischen Welt. Von jedem einzelnen Tiere erstreckt sich eine Fortsetzung in die astralische Welt hinein, und da gehen diese Fortsetzungen zusammen und bilden dort das Kleid, die Hülle für das tierische Gruppen-Ich, sagen wir für das Löwen-Ich. Dieses Gruppen-Ich lebt als einzelne Persönlichkeit auf dem Astralplane wie das menschliche individuelle Ich hier auf dem physischen Plane. Schematisch ausgedrückt: Wenn der Hellseher den astralischen Plan betritt, so begegnet er dort den tierischen «Ichen» als einzelnen Wesenheiten, die ihre Glieder in die physische Welt vorstrecken. Nun dürfen Sie aber freilich sich die Sache nicht bloß schematisch vorstellen, sondern Sie müssen sich daran gewöhnen, sie sich in ihrer wirklichen Tatsächlichkeit vorzustellen. Sie müssen sich klar darüber sein, daß wir nicht in eine andere Region zu gehen haben, um in die astralische Welt hineinzukommen, denn diese astralische Welt durchdringt unsere physische Welt; es handelt sich nur darum, daß wir mit geöffneten astralischen Sinnen in sie hineinblicken können.
[ 3 ] When we allow our gaze to sweep over the beings of the other kingdoms of the earth we must be fully aware that the expressions physical body, etheric body, astral body, and ego are by no means meaningless in respect of them also. When dealing with the physical world we have to allow that of all earthly beings man alone possesses an ego-nature; he alone in this physical world has a self-conscious ego. With animals it is quite different; the ego of animals is not in the physical world in the same way man's ego is. If we consider the difference between animals and man we must acknowledge that whereas every human being has its individual “I” enclosed as a single individuality within its skin, not every animal has an “I,” but that certain groups of similarly formed animals have one “I,” or ego, in common. For example, all lions, or all bears, have a common ego, hence we call such an ego belonging to the animal kingdom a group-ego. The human ego is found in the physical world; although we may not see it with our eyes it is present within the skin of every human being. This is not the case with animals. We do not find their group-ego in the physical world. In order that you may form an idea of such a group-ego imagine that there is a partition before me, and in this partition ten holes. I put my ten fingers through the holes and move them. You see my fingers but not myself, and without much deep thought you say that these ten fingers do not move of themselves, but something hidden must be causing the movement; in other words you think of a being that belongs to the fingers. This comparison brings us to the group-nature or soul-nature in the case of animals. The various lions on the physical plane are beings which, in a certain sense, have also something hidden behind them. Just as the central being belonging to the ten fingers is hidden by the partition, so something is also hidden which is common to all lions. It is hidden because it is not present at all in the physical world. The same ego-nature which in the case of man is present in the physical world is to be found in the case of animals in the astral world. The group ego of animals is in the astral world. From each single animal there stretches a sort of continuation of its being into the astral world, there these continuations meet together and form the garment or covering for the animal-ego. These group egos live as single individuals on the astral plane, just as human individual egos do here on the physical plane. When the clairvoyant enters the astral plane he encounters the various animal egos as separate beings which stretch forth their principles into the physical world. One must not merely picture this diagrammatically, but must accustom oneself to picture these egos in their reality. It must be clearly understood that we do not have to go into another region to enter the astral world; the astral world permeates our physical world. It is only a case of our being able to look into it with opened astral senses.


[ 4 ] Nun fragen wir: Wie sieht denn der Hellseher die Gruppen-Iche der Tiere? — Der Hellseher nimmt das Gruppen-Ich einer der höheren Tiergattungen zum Beispiel dadurch wahr, daß er längs des Rückgrats des Tieres etwas wie einen helleuchtenden Streifen sieht. Es durchziehen unseren Luftkreis in der Tat nicht nur die materiellen Strömungen, die wir kennen, sondern nach allen Seiten wird er auch von wirklichen Strömungen astralischer Art durchzogen. Der Hellseher sieht, wenn sein geistiges Auge geöffnet ist, unsere Erde von vielerlei Strömungen durchzogen, und in solchen Strömungen lernt er erkennen die Gruppen-Iche der Tiere.
[ 4 ] You may now ask what do the group-egos of animals look like? The group-ego of one of the higher orders of animals appears to the clairvoyant somewhat as follows: Along the spine of the animal he sees what resembles a brightly shining line. As a matter of fact our atmosphere is permeated not only by the material currents generally recognized, but also in every direction by astral currents, and in these currents the clairvoyant recognizes the group-egos of animals.
[ 5 ] Als zweites tritt die Frage an uns heran: Haben denn auch die niedrigeren Wesen, wie zum Beispiel die Pflanzen, etwas von einem Ich? — Ja, auch sie haben ein Ich. Wenn der Hellseher die Pflanze untersucht, so findet er folgendes: Das, was in der physischen Welt da ist, ist nichts anderes als eine Zusammenfügung von physischem und Ätherleib. Denken wir uns, daß wir hier die Oberfläche der Erde haben (es wird gezeichnet); hier die Wurzel einer Pflanze, den Stengel, die Blätter und die Blüte. Was da in der physischen Welt herauswächst, hat nicht wie der Mensch physischen, Ather-, Astralleib und Ich, sondern nur physischen Leib und Ätherleib. Das Tier hat auf dieser Welt noch seinen Astralleib, die Pflanze nicht. Aber Sie dürfen daraus nicht schließen, daß das, was als Astralisches Sie erfüllt und auch in dem Tiere tätig ist, bei der Pflanze nicht tätig wäre. Für das geöffnete Auge des Hellsehers wird die Pflanze umglüht und umstrahlt, und zwar vorzugsweise umstrahlt von astralischen Substanzen. Und diese sind es auch, die da mitwirken an der Bildung der Blüte. Während also die Pflanze von Blatt zu Blatt wächst durch den Einfluß des Ätherleibes, wird sie oben in der Blüte abgeschlossen dadurch, daß sie umspült wird von astralischer Substanz.
[ 5 ] A second question might now be asked: Have lower beings, such as plants for example, an ego? Yes, they have an ego. When the clairvoyant examines a plant he finds that the part visible in the physical world is nothing but a combination of the physical and etheric bodies of the plant. Imagine the surface of the earth on which plants grow, picture the root of a plant, the stem, the leaves, and flowers. That which grows has not in the physical world, like man, a physical body, an etheric body, astral body, and ego, but only a physical and etheric body. We must not conclude from this that the astrality with which we are filled, and which is active also in animals, is not active in the plant. To the opened eyes of the clairvoyant the plant is surrounded by a glow, and this comes from astral substances. It is this also which cooperates in the development of the flower. While the plant grows from leaf to leaf through the influence of the etheric body its growth terminates above in a flower through being surrounded by astral substance.
[ 6 ] Jede Pflanze, die in die Höhe wächst, sieht der Hellseher so von dieser astralischen Substanz umgeben. Aber es ist noch etwas anderes bei dieser Pflanze vorhanden - das Ich. Wollen wir das Ich der Pflanze fassen, so müssen wir es im Mittelpunkt der Erde suchen. Dort haben alle Pflanzen ihr Ich, das ist eine wichtige und wesentliche Wahrheit. Während wir also die Iche der Tiere die Erde umkreisen sehen, müssen wir, um das Pflanzen-Ich wahrzunehmen, den Blick hinlenken zum Mittelpunkt der Erde. Und in der Tat, wenn der hellseherische Blick vordringt zu solchem Anschauen der Pflanze, dann erweitert sich die Erde, die ja dem Menschen sonst nur wie ein materielles Gebilde gegenübersteht, zu einem Organismus, der in der Mitte sein Ich hat; und dieses Ich besteht aus allen Pflanzen-Ichen zusammen. Die Erde ist beseelt mit einem Ich, und geradeso wie Ihr Kopf Haare trägt, die also aus Ihrem Wesen herauswachsen, so wachsen die Pflanzen aus dem Wesen der Erde heraus und gehören zum gesamten Erdenorganismus. Und wenn Sie eine Pflanze mit der Wurzel aus der Erde herausreißen, so tut das der gesamten Erde weh, so empfindet die Pflanzenseele Schmerz. Das ist eine Tatsache. Dagegen dürfen Sie nicht glauben, daß es der Erde weh tut, wenn man etwa die Blüte abpflückt; da findet das Entgegengesetzte statt. Wenn Sie zum Beispiel im Herbste sehen, wie der Schnitter durch die Kornhalme fährt, so sieht der hellseherische Blick, wie über die Erde hinstreichen ganze Ströme von Wohigefühlen. Sie dürfen dabei keine moralischen Einwände geltend machen. Sie könnten zum Beispiel sagen: Ist es denn eine geringere Sünde, wenn das Kind alle möglichen Pflanzen ganz unnütz abreißt, als wenn man eine Pflanze sorgfältig und mit guter Absicht versetzt? — Die Tatsachen bleiben bestehen. Entwurzeln Sie eine Pflanze, so tut es der Erde weh, schneiden Sie eine Pflanze ab, so tut es der Erde wohl. Denn die Erde gibt gern her, was sie an der Oberfläche trägt, und wenn die Tiere über den Erdboden gehen und die Pflanzen abgrasen, dann empfindet sie es als ein Wohlgefühl, ähnlich wie es die Kuh empfindet, wenn das Kalb an ihrer Brust saugt. Das ist durchaus eine okkulte Tatsache. Das, was als Pflanze aus der Erde herauswächst und oben von dem Astralleib umstrahlt wird, das ist für die Erde dasselbe wie die von den tierischen Lebewesen hingegebene Milch. Das alles sind keine bloßen Vergleiche, sondern wirkliche Tatsachen. Wer mit hellseherischem Blick in die astralische Welt hineinsehen kann, sieht aber noch nichts von dem Ich der Pflanze, dazu gehört ein höheres Hellsehen, das in die devachanische Welt hineinzuschauen vermag. Wir müssen also sagen, die Gruppen-Iche der Tiere sind in der astralischen Welt, während das Ich der Pflanze sich in der devachanischen Welt befindet.
[ 6 ] The clairvoyant sees every growing plant thus surrounded by astral substance, but there is something else connected with the plant, namely its ego. If we wish to locate the ego of a plant we must seek it in the centre of the earth. There the ego of all plants is to be found; this is an important and essential truth. Whereas we see the egos of animals in the circumference of the earth, we must turn to the centre of the earth for the egos of plants. In fact, when clairvoyant vision has attained to such a view of the plant creation the earth, which otherwise confronts man merely as a material structure, expands to an organism having its ego in the centre; this ego includes all plant egos. The earth is ensouled by an ego and in the same way as your head is covered with hairs which grow from out your being, so plants grow from out the being of the earth, and belong to the whole organism of the earth. When one tears a plant up by the roots it hurts the whole earth, the soul of the plant experiences pain. This is a fact. On the other hand one should not think that the earth feels pain when a flower is plucked; exactly the reverse is the case. For example, when in autumn a reaper cuts corn the clairvoyant sees great currents of a feeling of well-being pass over the earth. Objections to this from the moral standpoint do not hold good. One might for example ask: Is it then a more trifling sin when a child plucks all sorts of plants uselessly than when a man transplants one carefully and with good intention? The fact remains the same: If a plant is uprooted the earth feels pain; if a plant is cut the earth feels pleasure. For the earth has pleasure in yielding up what it bears on its surface; also when animals pass over the earth grazing upon its plants the earth has a sensation of pleasure; much the same as a cow has when her calf draws milk. This is an absolutely occult fact. The sensation of the earth when plants spring from it and are beamed upon by the astral body is the same as that of animals when they yield their milk. These are not merely comparisons, but are actual facts. Anyone who with clairvoyant vision can see into the astral world still sees nothing of the ego of plants; to do this a higher clairvoyance is required, that by which it is possible to see into the devachanic world. We can say, therefore, that the group-ego of animals is in the astral world, whereas the ego of plants is in the devachanic world.
[ 7 ] Und nun stellt sich uns von selbst die Frage: Wie steht es denn mit der mineralischen Welt? Wie steht es mit dem sogenannten toten Gestein? Hat auch das etwas wie ein Ich oder wie höhere Glieder? - Wenn wir den Stein betrachten, so finden wir, daß er in dieser Welt nur den physischen Leib hat. Der Ätherleib des Minerals umgibt das Mineral und hüllt es von allen Seiten ein. Wenn Sie zum Beispiel einen Bergkristall nehmen, so müssen Sie sich vorstellen, daß diese ganze Form ausgespart ist, wie ein ätherischer Hohlraum ist, und daß erst da, wo die physische Substanz aufhört, das Ätherische beginnt; wie die Pflanze oben von dem Astralischen umspült wird, so ist das Mineral von allen Seiten vom Ätherischen umgeben. Dieses Ätherische ist zu Hause in der Astralwelt; merken Sie wohl auf: hier haben wir ein Ätherisches, das in der Astralwelt zu Hause ist. Die Dinge sind in Wirklichkeit komplizierter, als man gewöhnlich denkt. Nicht etwa ist es so, daß in der astralischen Welt alles astralisch ist; das ist ebensowenig der Fall, wie in der physischen Welt alles physisch ist. Sie haben zum Beispiel auf dem physischen Plane, in der physischen Welt den Ätherleib, den Astralleib und sogar das Ich des Menschen. So sieht auch der Hellseher den Atherleib des Minerals in der astralischen Welt.
[ 7 ] The next question that naturally presents itself is: How is it with the mineral world? How is it with so-called lifeless minerals? Have they anything resembling an ego, or some other higher principle? If we observe a stone clairvoyantly we find that in the physical world it has only a physical body; the etheric body of minerals surrounds and envelops this on all sides. Take, for example, a rock crystal; you must imagine this entire form as hollowed out, that it resembles a hollow space, and that only where the physical substance ends does the etheric begin. Just as the upper part of a plant is woven round by the astral, so the mineral is surrounded by the etheric. This etheric is at home in the astral world. Mark this well—we have an etheric that is at home in the astral world. Things are really more complicated than is generally supposed. It is not the case that in the astral world everything is astral; this is as little the case as that in the physical world everything is physical. For example, in the physical world you have the etheric body, the astral body, and even the ego of man; and the clairvoyant also sees the etheric body of minerals in the astral world.
[ 8 ] Wo ist nun der Astralleib des Minerals?
[ 8 ] Now, let us ask: where is the astral body of minerals?
[ 9 ] Er nimmt sich aus wie ganz eiigentümlich geformte Strahlen. Denken Sie sich solche Strahlen, die sich wie Spitzen in den Ätherleib hineinbohren, denken Sie sich solche Lichtgebilde, welche immer breiter und breiter werden, und dann sich sozusagen hineinbohren in den Ätherleib des Minerals. So haben Sie astralische Strahlenfiguren, die von jedem Mineral ausstrahlen. Ein Ende finden Sie da nicht, denn diese Figuren strahlen ins Unbestimmte in den Weltenraum hinaus. Wenn Sie also einen Bergkristall betrachten, so sehen Sie zunächst den Raum, der physisch ausgefüllt ist; hellseherisch sehen Sie die physische Form umgeben vom Lichte des Atherleibes und dann wie eingebohrt allerlei Strahlengebilde, die sich nach allen Seiten hin unendlich hinauserstrekken in den Raum. Hier wird Ihnen der Blick erweitert von jedem Punkte des Raumes, der von irgendeiner mineralischen Substanz erfüllt ist, in das Unendliche hinaus. Kein Punkt des Raumes, der außer Zusammenhang mit dem Weltall wäre. Es ist, wie wenn jedes einzelne in unserer Welt an tausend und tausend Lichtfäden geistiger Art hinge, Lichtfäden, die sich in den unendlichen Raum hinaus erstrecken, und Sie können sich vorstellen, wenn sich das immer mehr und mehr erweitert, wie dann alle diese Lichter ineinanderfließen müssen. Und in der Tat, wenn Sie ein Mineral hellseherisch betrachten, so stellt sich Ihnen dieser Anblick dar: Sie sehen den physischen Leib umstrahlt von den Lichtfiguren des Ätherleibes; dann sehen Sie Strahlen, die sich immer mehr und mehr erweitern, hinausgehen in den Weltenraum; Sie sehen sie verschwinden wie in einer Hohlkugel; von jedem Mineral aus können Sie sich den Mittelpunkt denken von einer solchen Hohlkugel, und diese sind überall, in der ganzen Welt vorhanden. Solche Hohlkugeln stecken ineinander, und wenn wir uns vorstellen, daß sich das hellseherische Vermögen mehr und mehr erhebt bis dahin, wo diese Strahlen sich vereinigen, da kommen wir zu dem, wo uns von allen Seiten des Weltenraumes entgegenstrahlen die Iche der Mineralien. Dem hellseherischen Vermögen zeigen sich diese Iche, wenn es die höheren Partien des devachanischen Planes betritt. Während die Strahlen selbst in den niederen Partien sind, also auch der Astralleib, ist das Ich in der höchsten devachanischen Welt.
[ 9 ] This looks like peculiarly formed rays. Picture to yourselves forms of light, or rays, broadening out more and more, and piercing into the etheric body of the mineral. Astral rays stream thus from every mineral. They have no end, but stream out indefinitely into space. When a rock crystal is observed you see first the space which is filled out physically; clairvoyantly you see this physical form surrounded by the light of the etheric body, and this again as if pierced by all kinds of ray-formations which extend endlessly in all directions into space. Vision is led from each point of space that is filled by some substance into the infinite. There is no point of space that is not connected with the Universe, it is as if every single thing in the world hung on thousands and thousands of threads of spiritual light which stretch into infinite space, and you can imagine, if these extended more and more, how they would all ultimately mingle. In fact, when a mineral is examined clairvoyantly something like the following is presented to view: the physical part is seen rayed round by the light-forms of the etheric body, these rays of light appear to broaden and radiate continually into space till they ultimately disappear as if into a hollow globe. You can think of every mineral as being the centre of such a hollow globe, and that these are present everywhere in the world. These hollow globes interpenetrate each other, and if we can picture clairvoyant power enhanced more and more to where these rays unite we arrive at where the egos of the minerals stream towards us from every direction of space. These egos reveal themselves to clairvoyant capacity when it enters the higher regions of the devachanic plane. Whereas the rays which compose the astral body are in the lower regions, the ego is in the higher devachanic world.
[ 10 ] So haben wir also eine Übersicht über die verschiedenen Reiche. Das Ich des Menschen ist auf dem physischen Plane, das Ich der Tiere auf dem Astralplane, das der Pflanze auf den niederen Stufen der devachanischen Welt, und das Ich der Mineralien auf den höchsten devachanischen Stufen.
[ 10 ] You have here been given a panoramic view of the different kingdoms. The ego of man is on the physical plane, that of animals on the astral plane, that of plants in the lower regions of the devachanic world, and the ego of minerals is in the higher regions of the same world.
[ 11 ] In einer gewissen Beziehung sind deshalb die Mineralien hier auf der Erde in der entgegengesetzten Lage wie der Mensch. Der Mensch hat sein Ich drinnen, innerhalb der Haut eingeschlossen, der Mensch ist, jeder für sich, ein Zentrum, ein Menschenzentrum. Die Pflanzen bilden schon ein weiteres Zentrum; alle zusammen bilden sie ein Erdenzentrum, und die Mineralien bilden in ihren Ichen den Umkreis unserer Weltensphäre. Daher ist das menschliche Ich überall Mittelpunkt, wo der Mensch steht; das mineralische Ich ist überall im Umkreise: genau das Entgegengesetzte wie beim Menschen. Und nun werden Sie es begreiflich finden, wenn ich sage, daß das Mineral als Seele in einer ganz anderen Lage ist als zum Beispiel die Menschen- oder Tierseele. Wenn Sie ein Mineral zerschlagen, so empfindet es nicht Schmerz, sondern im Gegenteil Lust und Wollust, und ganze Ströme von Wollust entströmen einem Steinbruch, wenn das Gestein zerschlagen und zersplittert wird. Dagegen würde es einen ungeheuren Schmerz verursachen, wenn Sie all das Zersplitterte, all das Abgespaltete wieder zusammensetzen wollten. Sie können das an einem anderen Vorgange verfolgen. Denken Sie sich ein Glas mit warmem Wasser, Sie werfen ein Stück Salz hinein. Indem sich das Salz auflöst, löst sich nicht nur Materie auf, sondern Wohlgefühl erfüllt das warme Wasser, Wollust im Zerreißen der mineralischen Teile beim Auflösen. Wenn Sie aber nun das Wasser abkühlen, so daß das Salz sich wieder kristallisiert, dann ist dieser Vorgang mit Schmerzgefühl verbunden. Solche Dinge haben die Eingeweihten immer gewußt, und sie haben es auch den Menschen immer gesagt. Die Menschen müssen es nur verstehen lernen. Einer der großen Eingeweihten hat gerade darüber Bedeutsames gesprochen. Denken wir uns einmal, wie es einst im Erdenwerden war. Heute wandeln wir auf einer festen Erde umher; aber das war nicht immer so. Wenn wir die Erde in ihrer Entwickelung zurückverfolgen, so finden wir, daß sie immer weicher wird, zuletzt flüssig und sogar dampfförmig. Alles, was heute Festes, Mineralisches ist, hat sich herauskristallisiert aus der einst flüssigen Erde. Damit der Mensch auf dieser Erde wandeln könne, mußte sich verfestigen, was weich und flüssig war. Zum Menschendasein war notwendig, daß die Erde in ihrem mineralischen Wesen Unendliches durchgemacht hat an Schmerz, denn unendlicher Schmerz war verknüpft mit diesem Festwerden der Erdenmasse. Deshalb sagt Paulus mit Bezug auf diese Tatsache: «Alle Kreatur seufzet unter Schmerzen, der Annahme an Kindesstatt harrend.» Das heißt, es mußte unter Schmerzen sich die Erde verfestigen, der Mineralgrund sich bilden, damit der Mensch in Gottes Kindschaft angenommen werden konnte,
[ 11 ] Therefore the minerals are in the opposite position to man. Man has his ego within him, it is enclosed within his skin; each human being is a centre in himself, a “man-centre.” Plants form a wider centre; taken together they form an “earth-centre”; and the egos of minerals form the circumference of the earth-sphere. Wherever a man is found the human ego is always the centre; the mineral ego is always in the circumference—exactly the opposite of man. You will now find it comprehensible when I tell you that the mineral soul is in an entirely different position to the human or to the animal soul. When a mineral is broken up it does not feel pain, on the contrary it feels pleasure, it has a sensation of well-being. Great currents of pleasurable feeling stream forth from a quarry where stones are broken to pieces; on the other hand were you to put all the broken pieces together again it would cause very great pain. The same fact may be observed in another process. Imagine that you have a glass of warm water into which you throw a piece of salt. When the salt dissolves not only does the substance dissolve, but feelings of well-being fill the warm water, feelings of pleasure on the part of the mineral at being dissolved. Again, if you cool the water so that the salt crystallizes, the process is connected with a feeling of pain. Initiates have always known these things and have told them to man; he has but to learn to understand what they say. One great Initiate spoke about this in a very significant manner. Let us picture how things were at one time in the earth's development. Today we walk on solid earth, but it was not always thus. When we trace the evolution of the earth backwards we find that it becomes ever softer and softer till at last its condition is fluidic or even vapoury. That which is solid today, namely, the mineral part, has crystallized from out the erstwhile fluidic earth. It had to become solid in order that man might walk upon it. It was necessary for human existence that the earth, as regards its mineral nature, should suffer infinite pain—for infinite pain was connected with the solidification of the earth. Paul said, referring to this: “The whole creation groaneth in pain awaiting the state of adoption,” meaning that the earth has to endure pain in connection with solidification, and formation of the mineral earth, in order that man may be adopted as the child of God.
[ 12 ] Die Schriften, die von wirklichen Eingeweihten stammen, sind so, daß der Mensch keineswegs die Achtung vor ihnen zu verlieren braucht, wenn er sie wirklich kennenlernt; mit tiefen Schauern wird ihn jede Zeile der inspirierten Bibelschrift erfüllen, wenn er durch Geistesweisheit ihren Sinn erkennt. In einem solchen Worte: «Alle Kreatur seufzet unter Schmerzen», liegen Weltengeheimnisse verborgen. Allerdings werden solche Wahrheiten erst wieder fruchtbar werden für die Menschheit, wenn sie in das Gefühl eingedrungen sind. Nicht nur abstrakt, mit dem Verstande, dürfen sie begriffen werden, sondern sie müssen einverleibt werden, eindringen in die wirkliche Erkenntnis. Betrachten wir noch einmal die Pflanze, wie der physische Leib herauswächst, oben umglüht vom Astralleib, mit ihrem Ich im Mittelpunkt der Erde. Lassen Sie mich noch einmal auf das Wesentliche der Sache hinweisen. Was tut denn dieser Astralleib, der von außen die Blüte umhüllt? Er tut wirklich etwas, was von Bedeutung ist im Leben der Pflanze, und wir werden es verstehen, wenn wir ein wenig tiefer noch in das geistige Gefüge unseres Erdendaseins hineinblicken. Wir haben gestern gesehen, daß es eine Zeit gab, wo Erde und Sonne noch einen Körper bildeten. Der Mensch lebte schon damals, wenn auch unter ganz anderen Bedingungen als heute; er hatte ein dumpfes hellseherisches Bewußtsein; sein Organismus war so, daß er in dieser ErdenSonnenmasse leben konnte. Heute ist er so organisiert, daß, wenn der Sonnenstrahl zu ihm kommt und in sein Auge fällt, er dann diesen Sonnenstrahl sieht. Das heißt, er sieht den von außen an ihn herandringenden Sonnenstrahl, oder er sieht durch den Sonnenstrahl. Aber so war es nicht, als der Mensch noch mit der Erde in der Sonne war. Da sah er den Sonnenstrahl sozusagen von innen, er sah die seelischen Kräfte, die den Sonnenstrahl durchdrangen — und wissen Sie, was diese Seelenkräfte waren? Der Sonnenstrahl ist durchdrungen von derselben Kraft, die wir in unserem eigenen Astralleibe haben. Das physische Licht ist nur der äußere Leib des astralischen Lichtes, das von der Sonne ausstrahlt, und in Wahrheit ist das, was da oben den Pflanzenleib umglimmt, astralisch innig verbunden mit dem, was an Astralischem von der Sonne kommt. Sie haben einen Wunsch, einen Willen, weil Sie einen Astralleib haben. Hier ist Wunsch, Wille, Gefühl, was oben die Pflanzenblüte umspült. Was will denn das, was die Blüte umspült? Es will einsaugen, aufnehmen die Seele des Sonnenstrahls, und mit der Seele das Reinste, das Ich, und es ist die Fortsetzung des Sonnenstrahles, was durch die Pflanze zum Mittelpunkt der Erde geht. In dieser Tätigkeit des geistigen Inhaltes des Sonnenstrahls, der durch die Pflanze hindurch zum Mittelpunkt der Erde geht, drückt sich die Tätigkeit des Ich der Pflanze aus. So wirken Geist, Pflanze und Sonne zusammen. Es werden in der Tat die geistigen Kräfte, die in der Sonne liegen, fort und fort der Erde zugeführt, und wodurch? Durch jene die Pflanzenblüte umspülenden Astralkörper, die sich sehnen nach der Seele des Sonnenstrahls, die sie lechzend aufnehmen und hinuntersenken durch ihren Leib hindurch in die Erde. Das, was sich äußerlich abspielt in der physischen Welt durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen, das ist nur die eine Seite, die andere aber ist, was in der Pflanze seelisch wirkt und was sich lechzend sehnt nach der Seele des Lichts, die in dem Sonnenstrahle der Erde zuströmt.
[ 12 ] We need never lose respect for the writings of true Initiates when we come to understand them; every line of the inspired Biblical record fills us with profound awe when we learn its meaning with the help of Spiritual Science. Cosmic secrets are hidden in the saying of Paul quoted above. It is true that such truths as these will only again become fruitful for humanity when they enter into and affect men's feeling. They must not be only comprehended intellectually, but must be embodied in feeling if they are to become true knowledge. Let us turn now to the consideration of plants; let us think how their physical body grows, how the glow of the astral body surrounds this, and how the ego is in the centre of the earth. Let me point out once more what is essential in this. What does the astral body really do when it develops the flower from outside? It does something of great importance in the life of the plant, and we shall understand this if we go a little more deeply into the spiritual structure of our earth. In the last lecture we learnt that there was a time when the earth and the sun formed one body. Man was already there though he lived under entirely different conditions from those of today. He possessed a dim clairvoyant consciousness; and his organism was such that he could live in that earth-sun body. Today he is so organized that, when a sunbeam falls on his eye he “sees,” that is, he sees the sunbeam which penetrates to him from outside, and he sees by means of this sunbeam. This was not the case at the time when man was still one with the earth, in the sun. He then saw the sunbeams from within; he saw the soul-forces which permeated the sunbeams. What were these soul-forces? The forces permeating the sunbeams are the same as the forces within our astral bodies. Physical light is but the external body of the astral light which radiates from the sun, and the astrality gleaming about the upper part of the body of a plant is connected inwardly with the astral outpourings coming from the sun. You have wishes and impulses of will, because you possess an astral body. In the case of plants it is desire, feeling, and will that play round the blossoms. What does that which plays round the plant desire? It desires to absorb the soul of the sunbeam, and with the soul its purest part—its ego; and it is this purest part which passes through the plant to the centre of the earth. The activity of the plant's ego is expressed in the activity of the spiritual content of the sunbeam which passes through it to the centre of the earth. Thus earth, plant, and sun work together. The spiritual powers of the sun are in fact continually being led to the earth. And how? By means of the astral body playing round them; the blossoms, which long to absorb the soul of the sunlight, allow to sink through their bodies into the earth. That which is brought about outwardly in the physical world through the beams of the sun is but one side of its activity; the other works psychically in the plant, which longs for the soul of the light that streams to earth in the rays of the sun.
[ 13 ] Und nun werden Sie begreifen, wie diese Dinge praktisch werden können. Denken Sie sich einen Menschen der fernen Zukunft, der das, was eben gesagt worden ist von den sehnsüchtigen Wünschen der Pflanzen, die Sonnenseele einzusaugen, einer jeden Pflanze gegenüber empfindet. Dieser Mensch wird auf einer höheren, spirituellen Stufe etwas haben, was das Tier auf einer niedrigen Stufe hat, wenn es über eine Weide geht und die Pflanzen, die ihm gerade taugen, abpflückt und die anderen stehen läßt. Ein unbewußter Instinkt, das heißt in Wirklichkeit höhere Geister, lenken das Tier. In bewußter Weise wird der Mensch der Zukunft sich den Pflanzen nähern, die ihm taugen; nicht wie heute, wo er nachdenkt, was die beste Substanz für seinen Leib gibt, sondern einen lebendigen Bezug wird er haben zu jeder einzelnen Pflanze, denn er wird wissen, daß, was die Pflanzen eingesogen haben, auch als solches in ihn übergeht. Das Essen wird nicht eine niedrige Beschäftigung für ihn sein, sondern etwas, was mit Seele und Geist vollbracht wird, weil er wissen wird, daß alles, was er verzehrt, die äußere Gestalt für ein Seelisches ist. Für unsere Zeit, für unser Zwischenzeitalter, wo die Menschen nicht so viel wissen können von den lebendigen seelischen Beziehungen zwischen sich und der Welt, mußten allerlei Surrogate geschaffen werden. Warum haben zu allen Zeiten die Eingeweihten den Menschen dazu angehalten, zu beten vor dem Essen? Das Gebet sollte nichts anderes sein als eine Dokumentierung dafür, daß beim Essen ein Geistiges in den Menschen einfließt. So sehen wir die Empfindungs- und Gefühlswelt eine andere werden, wenn der Mensch wirkliche Weisheit in sich aufnimmt. Mit einer Sicherheit, wie auf niederer Stufe der Instinkt des Tieres, wird der Mensch in strahlender, heller Klarheit wissen, was er tut; er wird es wissen, weil er die Seele dessen erkennen wird, was er mit sich vereint. Selbst bis in dies Gebiet hinunter können wir verfolgen, welch einen praktischen Wert die Geisteswissenschaft für die Zukunft hat.
[ 13 ] Let us now try to understand the practical result of these things. Imagine a man of a far distant future who perceives in every plant what I have just told you of its longing to absorb the soul of the sun. This man will have, at a higher spiritual stage, something that the animal has at a lower stage—when grazing in a meadow it chooses the plants that are of use to it and leaves others alone—an unconscious instinct, but really it is higher spirits who guide the animal. The man of the future will approach plants that are of use to him consciously; not as now when he reflects on which yield the best substances for his body; he will then have a vital relationship to every plant, for he will know what it is they have absorbed, and what passes from them to him. Eating will not be to him a mean occupation, but an act consummated with soul and spirit, for he will know that everything he eats is the external form of something spiritual. In our immediate age, when men know little about the vital inward relations between themselves and the world, all kinds of substitutes are made use of. Why have the Initiates of all ages urged people to say grace before eating? The grace should be a token of the recognition that, together with the food, something spiritual enters into man. We have seen how sensation and feeling alter when man acquires true wisdom. With a certainty as sure as the instinct of animals at a lower stage man will know with shining clearness what he should do; he will know because he will recognize the soul of that which he absorbs into himself. Down to everyday details such as these we can trace the practical value of Spiritual Science for the future.
[ 14 ] Und so betrachten wir nun die Welt mit ganz anderen Empfindungen. Wir sehen die Erde nicht nur als einen Weltkörper an, der von den Sonnenstrahlen beschienen wird, sondern ein Lebewesen wird sie uns, das durch den Mantel der astralischen Pflanzenhülle die Seele der Sonne einsaugt; und wir sehen, daß das ganze Weltall durchzogen ist von den Ichen der Mineralien, alles wird beseelt und durchgeistigt.
[ 14 ] Thus we can now consider the world with entirely different feelings; for we regard the earth not only as a body shone upon by the rays of the sun, but as a living being which absorbs the soul of the sun through the astral mantle of plants, and we see the entire Universe permeated by the egos of minerals, we see how all these things are ensouled and filled with spirit.
[ 15 ] Aber wir können noch weitergehen. Wir haben die vier Reiche gefunden: Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenreich. Aber damit ist es nicht zu Ende. Das sind nur diejenigen Reiche, welche der Mensch in seiner normalen Entwickelung sehen kann. Wir haben schon früher darauf aufmerksam gemacht, daß der Mensch zum Beispiel in der atlantischen Zeit Genosse von solchen Wesenheiten war, die nur einen Ätherleib als dichtestes Gebilde hatten. Das, was als Erinnerung geblieben ist in den Sagen der Völker, die Gestalten eines Zeus, eines Apollo, sie waren wirkliche Gestalten für die alten Atlantier; während des Schlafzustandes haben sie mit ihnen zusammen gelebt. Solche Wesen gibt es durchaus, die nicht bis zur fleischlichen Verkörperung heruntergestiegen sind. Und so können wir vom Menschen hinaufblicken zu höheren Reichen, und da sind es zunächst drei Reiche, die uns interessieren. Wir nennen im Sinne der christlichen Esoterik dasjenige Reich, das an das menschliche Reich unmittelbar angrenzt, das Reich der Engel oder Angeloi; man nennt sie auch die Geister des Zwielichts. Dann ein zweites, höheres Reich über den Engeln ist das Reich der Erzengel oder Archangeloi oder auch der Feuergeister; und endlich ein noch höheres Reich, das der Urkräfte, Urbeginne oder Archai, auch die Geister der Persönlichkeit genannt. Das sind also drei Reiche über dem Menschen, und nun wollen wir uns über das Leben dieser Reiche einiges klarmachen. Sie spielen in unser Leben durchaus hinein: wie der Mensch in das Leben der Pflanzen hineinspielt, wenn er die Erde bebaut, so spielen diese höheren Reiche herein in das Menschenreich. Wir werden uns das am besten klarmachen können, wenn wir folgendes betrachten: Gegenwärtig hat der Mensch ein Ich, einen Astralleib, einen Ätherleib und einen physischen Leib. Wie geschieht nun die Weiterentwickelung? Dadurch, daß der Mensch an sich selbst mehr und mehr arbeitet. Heute ist das Ich des Menschen in vieler Beziehung noch ohnmächtig gegenüber den anderen Gliedern seiner Wesenheit. Denken Sie nur daran, wie der heutige Mensch vielfach nicht irhstande ist, seine Leidenschaften zu beherrschen und von ihnen, also von seinem astralischen Leib, beherrscht wird. Es ist ein großer Unterschied unter den Menschen in dieser Beziehung. Der eine ist ganz hingegeben seinen astralischen Kräften, seinen Leidenschaften. Betrachten Sie den Wilden, der seine Mitmenschen frißt, und vergleichen Sie ihn mit dem heutigen europäischen Kulturmenschen; und dann betrachten Sie einen hohen Idealen nachstrebenden Menschen, wie Schiller oder Franz von Assisi. Sie sehen, es ist eine Fortentwickelung, die darin besteht, daß die Menschen immer mehr und mehr lernen, ihren Astralleib vom Ich aus zu beherrschen. Und es wird eine Zeit kommen, wo das Ich den Astralleib ganz beherrscht, ihn durchglüht und durchzieht. Dann wird der Mensch ein höheres Glied ausgebildet haben, das wir Manas oder Geistselbst nennen. Es ist nichts anderes als der durch das Ich umgewandelte Astralleib. Wenn wir den heutigen Menschen betrachten, so müssen wir sagen, sein Astralleib besteht eigentlich aus zwei Teilen, aus dem, was er schon umgewandelt hat, was unter der Herrschaft des Ich steht, und dem, was sein Ich noch nicht beherrschen kann. Dieser Teil ist noch von anderen, niederen Kräften und Trieben erfüllt, und wenn das Ich diese hinaustreibt, fügt es dem astralischen Leibe allerlei Kräfte hinzu. Damit aber der Astralleib überhaupt erhalten bleibe, damit er nicht durch das Niedere zerstört werde, muß er immer noch durchdrungen, durchsetzt sein von höheren Wesenheiten, die ihn heute so beherrschen können, wie einst der Mensch es tun wird, wenn er am Ziele seiner Entwickelung angelangt sein wird. Diese Wesen, die die Aufgabe haben, den vom Menschen unbeherrtschten Teil seines Astralleibes zu beherrschen, stehen eine Stufe höher als der Mensch, es sind die Engel oder Geister des Zwielichts. In der Tat wacht sozusagen über jedem Menschen ein solch höherer Geist, der über seinen Astralleib Macht hat, und es ist nicht bloß eine kindliche Vorstellung, sondern eine tiefe Weisheit, wenn man von Schutzengeln spricht. Sie haben eine große Aufgabe, diese Schutzengel.
[ 15 ] We have now dealt with the four kingdoms of nature, the mineral, vegetable, animal, and human kingdoms, but the series does not end here; it goes farther. These are only the kingdoms which man can see in his normal development. We have already pointed out, however, that in the Atlantean epoch man was the companion of Beings who as their densest form had only an etheric body. Those figures which have remained as a memory in the legends of various peoples, the figures of Zeus, Apollo, etc., were actual to the ancient Atlanteans; they dwelt with them during sleep. Such Beings were to be found everywhere who had not descended so far as to embodiment in the flesh. Looking from man upwards to higher kingdoms, we have to begin with three kingdoms which interest us. In accordance with Christian esotericism, we call the kingdom immediately bordering on the human the realm of the Angels; they are also called Spirits of Twilight. Then there is a second kingdom, higher than the Angels, the kingdom of the Archangels; they are also called the Spirits of Fire. Lastly there is a still higher kingdom, that of the Archai (Original Forces or First Beginnings), called also the Spirits of Personality. These are the three kingdoms next above man. I will try to tell you a little about the life of these kingdoms; they play a very positive part in our life. Just as man plays a part in the life of plants when he tills the ground, so these higher kingdoms influence the human kingdom. We shall best understand this if we consider the following: Man has at the present time an ego, an astral body, an etheric body, and a physical body. How does further development come to pass? Through working continually upon himself. Today the ego of man is still in many respects powerless to affect the other principles of his being, he is in many ways unable to control his passions, but is therefore ruled by them, that is, by his astral body. There is a great difference between human beings in this respect. Compare a savage who eats his fellow men with a European and then think of a high idealist such as Schiller or Francis of Assisi. You see here an advancing development which consists in man learning more and more to control his astral body by his ego. A time will come when the ego will do this completely; it will irradiate the astral body completely. Man will then have formed a higher principle, this principle we call Manas, or Spirit-Self. It is nothing but the astral body, which has been transformed by the ego. When we observe a man of the present day clairvoyantly we see that his astral body really consists of two parts, namely, the part that is already under the control of the ego and the part he is not yet able to control. This latter is still filled with lower forces and impulses, and when the ego drives these out all kinds of powers are added to the astral body. In order that the astral body should not be destroyed by the lower forces it must always be permeated and suffused by higher beings who control it in the same way that man will control it in the future when he has attained the goal of his evolution. The beings whose task it is to control that part of the astral body which is still uncontrolled by man are one stage higher than he is, they are the Angels, or Spirits of Twilight. In fact one such Spirit watches over every human being, and this Spirit has power over the astral body; it is therefore no childish idea, but profound wisdom, to speak of guardian angels. These guardian angels have a great duty to perform.
[ 16 ] Betrachten wir den Gang eines Menschenlebens über die Erde in seiner Gesamtheit. Wir wissen, es geht durch viele Verkörperungen hindurch. Einmal, in einem gewissen Punkte der Erdentwickelung, beginnt der Mensch als Seelen-Ich in seiner ersten Inkarnation auf der Erde zu leben. Dann stirbt er, es kommt eine Zwischenzeit, dann eine neue Verkörperung, und so geht es fort von Inkarnation zu Inkarnation, und das wird erst in einem fernen Punkte der menschlichen Entwickelung sein Ende haben. Dann wird der Mensch durch alle Inkarnationen hindurchgegangen sein, und dann wird er auch die Fähigkeit erlangt haben, seinen astralischen Leib vollkommen zu beherrschen. Das kann er nicht früher, als bis er durch alle Inkarnationen hindurchgegangen ist, wenigstens nicht in normaler Entwickelung. Da verfolgt nun ein solcher höherer Geist das Innerste der Menschennatur, was sich von Inkarnation zu Inkarnation zieht, und leitet den Menschen von Inkarnation zu Inkarnation, so daß er seine Erdenmission wirklich erfüllen kann. Es ist in der Tat so, wie wenn der Mensch seit dem Beginn seiner Erdenwanderung hinaufsehen könnte nach einem erhabenen Geist, der sein Vorbild ist, der ganz seinen astralischen Leib beherrschen kann, der ihm sagt: So mußt du sein, wenn du einst aus dieser Erdentwickelung heraustrittst. — Das ist die Aufgabe der sogenannten Geister des Engelreiches, die Inkarnationen der Menschen zu leiten. Und ob man sagt, der Mensch blickt auf zu seinem höheren Selbst, dem er immer ähnlicher werden soll, oder ob man sagt, er schaue zu seinem Engel als zu seinem großen Vorbilde hinauf, das ist im Grunde genommen geistig ganz dasselbe.
[ 16 ] Let us consider the course of a human life in its entirety. We know that it passes through many incarnations. At a given time—at a certain point in earthly evolution—man began to live as a soul, as an ego, in his first incarnation on earth. He then died, there was an interval, then a new incarnation, and so it has gone on from incarnation to incarnation; and these will only come to an end at a far-off period of human evolution. Man will then have passed through all his incarnations, and he will also have attained power to control his astral body perfectly. This can not be done till he has passed through all his incarnations, at least not in normal evolution. Now, an Angel accompanies the inmost part of man's being and guides him from incarnation to incarnation, so that he may truly fulfil his mission on earth. It is, in fact, as if the human being had been able, since the beginning of his life on earth, to look up to an exalted Spirit who was his prototype, who could completely control his astral body, and who said to him: “Thou must be like unto me when in future thou passest out of this earthly evolution.” It is the task of Angels to guide the incarnations of men and whether we say that he looks up to his higher self, whom he must come to resemble more and more, or that he looks up to his Angel as his great pattern, it is exactly the same in a spiritual sense.
[ 17 ] Und dann, wenn der Mensch weiterarbeitet, wird er den Ätherleib umgestalten zu Buddhi oder Lebensgeist; bewußt wird er es einst tun, aber auch heute schon arbeitet er unbewußt daran. Um so mehr müssen heute höhere Geisteswelten mitwirken in allen Menschen-Atherleibern, und die Feuergeister sind es, die diese Arbeit verrichten. Nun sind aber die Ätherleiber der Menschheit nicht so individuell verschieden wie die Astralleiber. Jeder Mensch hat seine besonderen Tugenden oder Untugenden, aber in bezug auf das, was mit dem Ätherleib zusammenhängt, herrscht eine gewisse Gleichheit; wir sehen das an den Eigenschaften, die mit der Rasse, mit dem Volkstum zu tun haben. Und deshalb sehen wir auch, daß in bezug auf seinen Ätherleib nicht jeder Mensch seinen Erzengel hat, sondern es sind Volksstämme, Rassen, die von höheren und niederen Feuergeistern geleitet werden. Die Völker und Rassen unserer Erde werden in der Tat gemeinschaftlich gelenkt von jenen Geistern, die man die Erzengel oder Feuergeister nennt. Da erweitert sich Ihr Blick auf etwas, was für viele Menschen recht abstrakt ist, was aber für den, der in geistige Welten hineinsieht, etwas sehr Konkretes darstellt. Wenn jemand heute vom Volksgeist oder von der Volksseele spricht, so hält er das für irgendeine Abstraktion. Für den okkulten Beobachter ist das nicht so. Da ist das ganze Volk wie gemeinsam hineingebettet in eine geistige Substanz, und diese geistige Substanz ist der Leib eines Feuergeistes. Und wie unsere Erde gelenkt und geleitet wird von alten grauen Zeiten her bis auf uns, von Volk zu Volk, von Rasse zu Rasse, da sind es die sozusagen über die Entwickelung hinschreitenden Feuergeister, die in den Volksseelen ihren Leib haben und die den Gang der Erdentwickelung also leiten.
[ 17 ] As man works further upon himself he will transform the etheric body into Buddhi, or Life Spirit; one day he will do this consciously, even now he is working on it unconsciously. So even higher Spiritual Beings have to work today in all human etheric bodies; this is the task of the Fire Spirits. Now, human etheric bodies are not individually so different as are human astral bodies. Every man has his own particular virtue or vice, but in things connected with the etheric body there is a certain similarity. This can be seen in the qualities peculiar to a race or nation. Because of this we see that each individual human being does not have an Archangel in connection with his etheric body, but that whole nations and races are guided by higher or lower Spirits of Fire. The peoples and races of the earth are indeed guided as a whole by Archangels. Here our view expands to something which to many persons is entirely abstract, but for those who are able to see into the Spiritual world it is entirely concrete. If anyone today mentions a national spirit, or a national-soul, this is considered an abstraction. It is not so to the occult observer. To him the whole nation is as if embedded in Spiritual substance and this Spiritual substance is the body of a Fire-Spirit. From hoary antiquity until now our evolution has been led and guided from people to people, from race to race, by the Spirits of Fire, whose bodies are the souls of nations, and whose mission it is to guide the course of human evolution through the various races of the earth.
[ 18 ] Und dann gibt es noch etwas, was von solchen Gemeinschaften wie Volk und Rasse unabhängig ist. Betrachten wir unsere heutige Zeit, wie vieles unabhängig von solchen Gemeinschaften ist; und blicken wir zurück zum Beispiel auf die Zeiten des 12. Jahrhunderts. Da sehen wir, wie gewisse geistige Angelegenheiten sich bei allen Völkern Europas in gleicher Weise abspielen, wir sehen etwas, was übergreifend ist über die Volksgeister - man hat den Namen Zeitgeist dafür geprägt. Aber dieser Zeitgeist ist in Wirklichkeit vorhanden, und er ist der Leib für noch höhere Wesenheiten, er ist der Leib von den Geistern der Persönlichkeit, von den Urbeginnen.
[ 18 ] There is, however, something else which is independent of tribe, nation, and race. In studying our present age we find much that is independent of such communities, yet that manifests itself simultaneously in many. For example, if we look back to the twelfth century we see how certain similar spiritual tendencies occurred in all the peoples of Europe, something that goes beyond the national-spirit. A word has been coined for this, it has been called the “Spirit of the Age.” This Spirit of the Age really exists, it forms the body for still Higher Beings, namely, the Spirits of Personality, or Archai.
[ 19 ] Und jetzt sehen wir, wie unsere Erde gleichsam eingebettet ist in eine geistige Atmosphäre. Sie läßt aus mineralischen Gebilden heraus die Pflanze hervorsprießen, Tiere und Menschen wandeln auf ihr; sie selbst aber ist wie eingehüllt von erhabenen geistigen Wesenheiten: von Geistern, die den einzelnen Menschen lenken; von Geistern, die die Leiter und Führer der Volks- und Rassengemeinschaften sind, und von denen, die den Zeitgeist hinüberlenken von einer Epoche zur anderen.
[ 19 ] From all that has been said you can see that our earth is embedded in a spiritual atmosphere. From a mineral foundation plants spring forth, and animals and human beings walk on it; enveloping all this are exalted Spiritual Beings who guide individual men, and other spirits who are the leaders of communities of people and races; and, further, there are other Beings who guide the “Spirit of each Age” over from one epoch to another.
[ 20 ] So haben wir heute einmal versucht, uns einen Überblick zu verschaffen über das, was unsere Erde, ja was unsere Welt in geistiger Beziehung ist und wie der Mensch mit alldem zusammenhängt. Und damit haben wir eine Grundlage geschaffen, um wirklich mit Nutzen zu betrachten, was wir über das Verhältnis von Welt, Erde und Mensch zu sagen haben werden.
[ 20 ] In this lecture we have tried to give a panoramic view of our earth, of what it is also in a spiritual sense, and of man's connection with it all. At the same time a foundation has been laid on which we can build usefully what we have to say in the following lectures on the relationship between Universe, Earth, and Man.
