Cosmos, Earth and Man
GA 105
12 August 1908, Stuttgart
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Welt, Erde und Mensch, 6th ed.
Achter Vortrag
Achter Vortrag
[ 1 ] Wir werden auch heute zum genauen Verständnis dessen, was uns als unser eigentliches Ziel in den nächsten Vorträgen entgegentreten wird, einen Blick werfen in die großen Welten und dann wieder herunterschauen auf den engeren Kreis unseres irdischen unmittelbaren Daseins. Auf diese Weise werden wir die Möglichkeit gewinnen, uns eine genaue Vorstellung von dem zu machen, was man im geisteswissenschaftlichen oder okkulten Sinne unter den drei Begriffen eigentlich zu verstehen hat, die wir zusammengestellt haben als Welt, Erde und Mensch. Denn aus gar mancherlei, was in diesen Vorträgen schon vorgekommen ist, werden Sie entnommen haben, daß man im geheimwissenschaftlichen Sinne von einer Welt als einem bloß materiellen Inhalte gar nicht sprechen kann. Wir haben gesehen, daß die verschiedenen Weltwesen — wir möchten gar nicht sagen Weltkörper -, die uns entgegengetreten sind, wie die verschiedenen Verkörperungen unserer Erde als Saturn, Sonne und Mond, wie auch schließlich dasjenige, was wir als den Gegensatz bezeichnen zwischen der Erde als Planeten und der Sonne als Fixstern, daß alles das etwas ganz anderes ist als ein bloß Materielles: Ein jedes solcher Weltwesen ist ja, wie wir gesehen haben, der. Schauplatz einer Summe von geistigen Wesenheiten, das heißt im Grunde genommen materiell nur so beschaffen, wie diese geistigen Wesenheiten, die auf den Weltkörpern wohnen, es brauchen. Dann haben wir gesehen, daß die Sonne sich herausgetrennt hat aus der Erde, weil auf ihr der Schauplatz sein mußte für gewisse erhabene Wesenheiten, die nur die feineren Substanzen zu ihrer Entwickelung brauchen konnten, während der Mensch auf der Erde die anderen Substanzen zurückbehalten mußte. Und wenn wir den ganzen weiten Weltenraum durchforschen würden, wir würden überall finden, daß wir nichts Materielles für sich auskundschaften könnten, daß alles mit einem Geistigen verknüpft ist. Ferner sahen wir, inwiefern die verschiedenen Erdenwesen mit geistigen Wesen verknüpft sind. Die Steine, die Mineralien unserer Erde haben im Umkreise unserer Welt, im Universum ihr Ich; die Pflanzen haben ihr Ich lokalisiert im Mittelpunkt unseres Erdplaneten, und dann haben wir gesehen, daß die Pflanzen eine astrale Wesenheit haben, die sie sozusagen von außen umkreist und den Abschluß der Blüte bewirkt. So haben wir alles durchgeistigt gefunden, und dadurch erweitert sich der Begriff oder die Vorstellung eines Weltkörpers. Wir sehen hinauf zu irgendeinem Weltkörper und wissen, er ist nur der Ausdruck für geistige Wesenheiten, die materiell mit ihm verknüpft sind. Nun ist der Mensch in der Tat durch die Entwickelung der in ihm befindlichen schlummernden Fähigkeiten in der Lage, sich eine gewisse Kenntnis zu verschaffen von solchen Weltkörpern, die draußen im Raume ausgebreitet sind, und wir werden heute den Menschen im Zusammenhang mit den verschiedenen Weltkörpern vor unsere Seele zu führen haben.
[ 1 ] Wir werden auch heute zum genauen Verständnis dessen, was uns als unser eigentliches Ziel in den nächsten Vorträgen entgegentreten wird, einen Blick werfen in die großen Welten und dann wieder herunterschauen auf den engeren Kreis unseres irdischen unmittelbaren Daseins. Auf diese Weise werden wir die Möglichkeit gewinnen, uns eine genaue Vorstellung von dem zu machen, was man im geisteswissenschaftlichen oder okkulten Sinne unter den drei Begriffen eigentlich zu verstehen hat, die wir zusammengestellt haben als Welt, Erde und Mensch. Denn aus gar mancherlei, was in diesen Vorträgen schon vorgekommen ist, werden Sie entnommen haben, daß man im geheimwissenschaftlichen Sinne von einer Welt als einem bloß materiellen Inhalte gar nicht sprechen kann. Wir haben gesehen, daß die verschiedenen Weltwesen — wir möchten gar nicht sagen Weltkörper -, die uns entgegengetreten sind, wie die verschiedenen Verkörperungen unserer Erde als Saturn, Sonne und Mond, wie auch schließlich dasjenige, was wir als den Gegensatz bezeichnen zwischen der Erde als Planeten und der Sonne als Fixstern, daß alles das etwas ganz anderes ist als ein bloß Materielles: Ein jedes solcher Weltwesen ist ja, wie wir gesehen haben, der. Schauplatz einer Summe von geistigen Wesenheiten, das heißt im Grunde genommen materiell nur so beschaffen, wie diese geistigen Wesenheiten, die auf den Weltkörpern wohnen, es brauchen. Dann haben wir gesehen, daß die Sonne sich herausgetrennt hat aus der Erde, weil auf ihr der Schauplatz sein mußte für gewisse erhabene Wesenheiten, die nur die feineren Substanzen zu ihrer Entwickelung brauchen konnten, während der Mensch auf der Erde die anderen Substanzen zurückbehalten mußte. Und wenn wir den ganzen weiten Weltenraum durchforschen würden, wir würden überall finden, daß wir nichts Materielles für sich auskundschaften könnten, daß alles mit einem Geistigen verknüpft ist. Ferner sahen wir, inwiefern die verschiedenen Erdenwesen mit geistigen Wesen verknüpft sind. Die Steine, die Mineralien unserer Erde haben im Umkreise unserer Welt, im Universum ihr Ich; die Pflanzen haben ihr Ich lokalisiert im Mittelpunkt unseres Erdplaneten, und dann haben wir gesehen, daß die Pflanzen eine astrale Wesenheit haben, die sie sozusagen von außen umkreist und den Abschluß der Blüte bewirkt. So haben wir alles durchgeistigt gefunden, und dadurch erweitert sich der Begriff oder die Vorstellung eines Weltkörpers. Wir sehen hinauf zu irgendeinem Weltkörper und wissen, er ist nur der Ausdruck für geistige Wesenheiten, die materiell mit ihm verknüpft sind. Nun ist der Mensch in der Tat durch die Entwickelung der in ihm befindlichen schlummernden Fähigkeiten in der Lage, sich eine gewisse Kenntnis zu verschaffen von solchen Weltkörpern, die draußen im Raume ausgebreitet sind, und wir werden heute den Menschen im Zusammenhang mit den verschiedenen Weltkörpern vor unsere Seele zu führen haben.
[ 2 ] Wir auf unserer Erde sind ja umgeben von Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschengenossen! Wir wissen, daß daneben aber die Angelegenheiten unserer Erde besorgt werden von höheren Wesenheiten, von Wesenheiten, die wir im christlichen Sinne als Engel, Erzengel und Urkräfte bezeichnet haben; wir wissen auch, daß noch andere Wesenheiten, wenn sie auch von der Sonne oder dem Monde aus ihre Kräfte senden, mit der Erde zu tun haben. Heute soll nun noch etwas anderes hinzukommen, Es kann uns zunächst einmal die Frage vor die Seele treten: Inwiefern läßt sich einer der Planeten unseres Sonnensystems mit dem anderen hinsichtlich seiner Wesenheit vergleichen? Und wir wollen der Leichtigkeit halber auf diejenigen Wesenheiten sehen, die uns im heutigen Menschheitszyklus sozusagen sichtbar entgegentreten können. Wir fragen: Wie verhält es sich mit den Wesen, die uns als Mineralien, Pflanzen und Tiere und Menschen umgeben, in bezug auf andere Weltenwesen?
[ 2 ] Wir auf unserer Erde sind ja umgeben von Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschengenossen! Wir wissen, daß daneben aber die Angelegenheiten unserer Erde besorgt werden von höheren Wesenheiten, von Wesenheiten, die wir im christlichen Sinne als Engel, Erzengel und Urkräfte bezeichnet haben; wir wissen auch, daß noch andere Wesenheiten, wenn sie auch von der Sonne oder dem Monde aus ihre Kräfte senden, mit der Erde zu tun haben. Heute soll nun noch etwas anderes hinzukommen, Es kann uns zunächst einmal die Frage vor die Seele treten: Inwiefern läßt sich einer der Planeten unseres Sonnensystems mit dem anderen hinsichtlich seiner Wesenheit vergleichen? Und wir wollen der Leichtigkeit halber auf diejenigen Wesenheiten sehen, die uns im heutigen Menschheitszyklus sozusagen sichtbar entgegentreten können. Wir fragen: Wie verhält es sich mit den Wesen, die uns als Mineralien, Pflanzen und Tiere und Menschen umgeben, in bezug auf andere Weltenwesen?
[ 3 ] Selbstverständlich behandeln wir diese Frage von dem geisteswissenschaftlichen Standpunkte aus, der sich ergibt durch die Entwickelung derjenigen Kräfte, die dem hellseherischen Bewußtsein offen liegen, und von deren Entwickelung wir noch sprechen werden, von dem also, was das hellseherische Bewußtsein wissen kann. Da fragen wir uns zunächst: Gibt es solche Menschen, wie sie sich auf unserer Erde entwickeln, für das hellseherische Bewußtsein auch auf anderen Planeten? — Und da antwortet uns das hellseherische Bewußtsein: Solche Menschen wie auf der Erde, in genau derselben Gestalt, finden wir auf anderen Planeten nicht. — Und wir finden erhärtet, daß jeder Planer, jeder Himmelskörper seine besondere Aufgabe, seine besondere Mission hat. Nichts wiederholt sich im Weltall, andere Weltenschauplätze haben auch andere Missionen. Diese unsere Erde ist entstanden aus drei vorhergehenden Verkörperungen. Sie wissen, daß diejenige Stufe des Menschendaseins, die wir jetzt durchmachen, das Menschsein, allerdings gewisse Wesenheiten schon durchgemacht haben, zum Beispiel die Engel auf dem Monde. Andere Wesenheiten, die Feuergeister, haben diesen Zustand auf der Sonne durchgemacht, und noch andere, die Geister der Persönlichkeit, auf dem Saturn. Da könnte nun leicht der Irrtum entstehen: Dann gab es aber doch Menschen auf den vorhergehenden Planeten! — Sie müssen aber vor Augen haben, daß es auf dem Monde kein festes Gestein und Mineral gab, und daß daher die Wesenheiten, die dort ihre Menschheitsstufe durchgemacht haben, es unter ganz anderen Verhältnissen getan haben. Wir reden daher von der Stufe der Menschheit, wissen aber, daß die Menschheit unter ganz anderen Verhältnissen durchgemacht worden ist. Unter verschiedenen Verhältnissen zum Beispiel haben auch die Feuergeister auf der alten Sonne ihre Menschheit durchgemacht, denn die Sonne bestand ja nur aus Luft und Gas. Eine solche Menschwerdung konnten natürlich nur Wesen durchmachen, die nicht einen Körper wie den unsrigen mit fester Substanz, Muskeln und so weiter brauchten. Auch im Werden auf der Erde wiederholt sich nichts, und jeder einzelne Punkt hat seine besondere Mission im großen Haushalt des kosmischen Daseins.
[ 3 ] Selbstverständlich behandeln wir diese Frage von dem geisteswissenschaftlichen Standpunkte aus, der sich ergibt durch die Entwickelung derjenigen Kräfte, die dem hellseherischen Bewußtsein offen liegen, und von deren Entwickelung wir noch sprechen werden, von dem also, was das hellseherische Bewußtsein wissen kann. Da fragen wir uns zunächst: Gibt es solche Menschen, wie sie sich auf unserer Erde entwickeln, für das hellseherische Bewußtsein auch auf anderen Planeten? — Und da antwortet uns das hellseherische Bewußtsein: Solche Menschen wie auf der Erde, in genau derselben Gestalt, finden wir auf anderen Planeten nicht. — Und wir finden erhärtet, daß jeder Planer, jeder Himmelskörper seine besondere Aufgabe, seine besondere Mission hat. Nichts wiederholt sich im Weltall, andere Weltenschauplätze haben auch andere Missionen. Diese unsere Erde ist entstanden aus drei vorhergehenden Verkörperungen. Sie wissen, daß diejenige Stufe des Menschendaseins, die wir jetzt durchmachen, das Menschsein, allerdings gewisse Wesenheiten schon durchgemacht haben, zum Beispiel die Engel auf dem Monde. Andere Wesenheiten, die Feuergeister, haben diesen Zustand auf der Sonne durchgemacht, und noch andere, die Geister der Persönlichkeit, auf dem Saturn. Da könnte nun leicht der Irrtum entstehen: Dann gab es aber doch Menschen auf den vorhergehenden Planeten! — Sie müssen aber vor Augen haben, daß es auf dem Monde kein festes Gestein und Mineral gab, und daß daher die Wesenheiten, die dort ihre Menschheitsstufe durchgemacht haben, es unter ganz anderen Verhältnissen getan haben. Wir reden daher von der Stufe der Menschheit, wissen aber, daß die Menschheit unter ganz anderen Verhältnissen durchgemacht worden ist. Unter verschiedenen Verhältnissen zum Beispiel haben auch die Feuergeister auf der alten Sonne ihre Menschheit durchgemacht, denn die Sonne bestand ja nur aus Luft und Gas. Eine solche Menschwerdung konnten natürlich nur Wesen durchmachen, die nicht einen Körper wie den unsrigen mit fester Substanz, Muskeln und so weiter brauchten. Auch im Werden auf der Erde wiederholt sich nichts, und jeder einzelne Punkt hat seine besondere Mission im großen Haushalt des kosmischen Daseins.
[ 4 ] Betrachten wir jetzt einmal das Werden unserer Erde. So wie wir sie okkult betrachten, sehen wir sie als einen Körper, den der Mensch bewohnt, auf dem sich der Mensch entwickelt. Nur dadurch ist diese Entwickelung ermöglicht worden, daß sich die Sonne und der Mond abgetrennt haben von der Erde, und daß seine Kräfte zwischen Sonne und Mond im Gleichgewicht gehalten werden. Damals, als die Erde, wenn wir so sagen dürfen, selbst noch Sonne war, machte sie ihre Entwickelung so durch, daß die Sonne mit der Erde vereint war. Die Sonne selbst war also noch auf der Stufe des Planetendaseins und war bewohnt von den Feuergeistern. Nun aber durch die fortschreitende Entwickelung war es möglich, daß ein Teil dessen, was der Erde einverleibt war, zu höherem Dasein aufstieg, auf Kosten dessen, was sich als Erdenmond aus der Erde heraussetzte. So sehen wir, daß im großen Weltenall die Entwickelung so vor sich geht, daß etwas, das eine Weile mit anderem zusammengeht, sich trennt, und zwar steigt das eine dann hinauf in höhere Regionen, und das andere geht hinunter in eine tiefere Region. Damit gewisse höhere Wesenheiten sich hoch genug entwickeln konnten, mußte die Sonne für sich ein solcher Körper werden, daß er der Schauplatz höherer Wesenheiten sein konnte. Die Sonne ist also gleichsam avanciert, aufgestiegen aus dem Planetendasein zu einem Fixsterndasein, sagen wir einmal. So müssen wir überhaupt ein Weltwesen wie unsere Sonne betrachten, daß sie geworden ist, daß sie hervorgegangen ist aus einem Planeten; okkult sehen wir daher in einer Sonne einen aufgestiegenen Planeten. Nun aber haben wir gestern darauf hingewiesen, wie, nachdem alles sich vereinigt hatte und die Sonne in einem gewissen Zeitpunkt sich wieder abgetrennt hatte, auch innerhalb unseres engeren Erdendaseins der Mensch eine Zeitlang auf der Erde lebte ohne die geistigen Sonnenkräfte, und wie durch das Eintreten des Christus die geistige Sonnenkraft auf unserer Erde Platz gefaßt hat. Wenn nun der Christus unserer Erde sich einverleibt, so wird der Mensch durch die Aufnahme des Christus-Prinzips immer reifer und reifer, und die materielle Gestalt, die ein Planet annimmt, ist abhängig von dem, was dieser Planet für Wesenheiten entwickelt. Geradeso wie die Sonne so wurde, wie sie ist, indem sie die feinsten Substanzen herausholte, weil die Wesenheiten diese Substanzen brauchten, so wird es auch die Erde machen, so werden auch die Substanzen der Erde sich umwandeln, daß sie dem angemessen sein werden, was in einer fernen Zukunft aus dem Menschen geworden sein wird und aus den Erdenwesen, die der Mensch mit sich zieht; denn der Mensch wird, wenn er einmal mächtig geworden ist, auch die anderen Erdenwesen nachziehen. Was wird dann geschehen? Der Mensch, wenn er sich immer mehr mit dem Christus-Prinzip durchzieht, wenn er immer mehr die hohen Sonnenkräfte, die mit dem Christus auf die Erde herabstiegen, aufnimmt, wird selber immer christushafter werden. Dann durchstrahlt er selbst die ganze Erde mit dem ChristusPrinzip.
[ 4 ] Betrachten wir jetzt einmal das Werden unserer Erde. So wie wir sie okkult betrachten, sehen wir sie als einen Körper, den der Mensch bewohnt, auf dem sich der Mensch entwickelt. Nur dadurch ist diese Entwickelung ermöglicht worden, daß sich die Sonne und der Mond abgetrennt haben von der Erde, und daß seine Kräfte zwischen Sonne und Mond im Gleichgewicht gehalten werden. Damals, als die Erde, wenn wir so sagen dürfen, selbst noch Sonne war, machte sie ihre Entwickelung so durch, daß die Sonne mit der Erde vereint war. Die Sonne selbst war also noch auf der Stufe des Planetendaseins und war bewohnt von den Feuergeistern. Nun aber durch die fortschreitende Entwickelung war es möglich, daß ein Teil dessen, was der Erde einverleibt war, zu höherem Dasein aufstieg, auf Kosten dessen, was sich als Erdenmond aus der Erde heraussetzte. So sehen wir, daß im großen Weltenall die Entwickelung so vor sich geht, daß etwas, das eine Weile mit anderem zusammengeht, sich trennt, und zwar steigt das eine dann hinauf in höhere Regionen, und das andere geht hinunter in eine tiefere Region. Damit gewisse höhere Wesenheiten sich hoch genug entwickeln konnten, mußte die Sonne für sich ein solcher Körper werden, daß er der Schauplatz höherer Wesenheiten sein konnte. Die Sonne ist also gleichsam avanciert, aufgestiegen aus dem Planetendasein zu einem Fixsterndasein, sagen wir einmal. So müssen wir überhaupt ein Weltwesen wie unsere Sonne betrachten, daß sie geworden ist, daß sie hervorgegangen ist aus einem Planeten; okkult sehen wir daher in einer Sonne einen aufgestiegenen Planeten. Nun aber haben wir gestern darauf hingewiesen, wie, nachdem alles sich vereinigt hatte und die Sonne in einem gewissen Zeitpunkt sich wieder abgetrennt hatte, auch innerhalb unseres engeren Erdendaseins der Mensch eine Zeitlang auf der Erde lebte ohne die geistigen Sonnenkräfte, und wie durch das Eintreten des Christus die geistige Sonnenkraft auf unserer Erde Platz gefaßt hat. Wenn nun der Christus unserer Erde sich einverleibt, so wird der Mensch durch die Aufnahme des Christus-Prinzips immer reifer und reifer, und die materielle Gestalt, die ein Planet annimmt, ist abhängig von dem, was dieser Planet für Wesenheiten entwickelt. Geradeso wie die Sonne so wurde, wie sie ist, indem sie die feinsten Substanzen herausholte, weil die Wesenheiten diese Substanzen brauchten, so wird es auch die Erde machen, so werden auch die Substanzen der Erde sich umwandeln, daß sie dem angemessen sein werden, was in einer fernen Zukunft aus dem Menschen geworden sein wird und aus den Erdenwesen, die der Mensch mit sich zieht; denn der Mensch wird, wenn er einmal mächtig geworden ist, auch die anderen Erdenwesen nachziehen. Was wird dann geschehen? Der Mensch, wenn er sich immer mehr mit dem Christus-Prinzip durchzieht, wenn er immer mehr die hohen Sonnenkräfte, die mit dem Christus auf die Erde herabstiegen, aufnimmt, wird selber immer christushafter werden. Dann durchstrahlt er selbst die ganze Erde mit dem ChristusPrinzip.
[ 5 ] Was ist dieses Christus-Prinzip? Wir wollen es uns einmal so klar machen, wie wir es brauchen. Dazu müssen wir wissen, was die Mission unseres Erdendaseins ist, so daß wir diese Mission in einer bestimmten Weise, mit einem bestimmten Wort bezeichnen können. Was ist nun die Mission unseres Erdendaseins? Was war zum Beispiel die Mission des der Erde vorhergehenden Mondes? Wenn wir den geistigen Blick einmal zurückschweifen lassen auf unseren alten Mond, dann werden wir im Anfange seines Daseins etwas sehr Merkwürdiges finden innerhalb derjenigen Wesenheiten, die die Vorläufer unserer Erdenwesen sind. Vieles haben diese Wesenheiten, doch eines fehlt ihnen noch ganz im Beginn der alten Mondentwickelung: es fehlt ihnen dasjenige, was wir heute überall um uns herum im Erdendasein sehen. Unweise wirkten die Kräfte des Mondes, des Vorgängers unserer Erde, zusammen; alles im Beginn des Mondendaseins ist noch so, daß man nirgends ein harmonisches Zusammenwirken in Weisheit wahrnehmen kann. Wenn man das Werden des alten Mondes hellseherisch verfolgt, so sieht man, wie von denjenigen Wesenheiten, welche im Umkreis des Mondes wirken, den Wesen, die auf dem Monde lebten, aus dem Kosmos heraus die Weisheit einverleibt wurde. Deshalb nennen wir den alten Mond den Planeten der Weisheit. So daß, als das Mondendasein beendet war, Weisheit war in allen Dingen. Und als dann das Mondendasein durchging durch einen Zwischenzustand wie durch einen Weltenschlaf und als Erdendasein wieder heraustrat, und als die Wesen wieder herauskamen aus dem Pralaya, da brachten sie auch die auf dem Monde ihnen einverleibte Weisheit mit. Und die Folge davon ist, daß in allen Wesenheiten der Erde die Weisheit drinnen ist; daß eingeimpft ist die Weisheit auf dem Grunde aller Dinge. Wir betrachten die Wesenheiten um uns herum, die die Ergebnisse der Mondentwickelung sind und noch eine weitere Mission haben, und wir finden Weisheit überall. Betrachten Sie, was Sie wollen; nehmen Sie zum Beispiel irgendeine Pflanzenblüte, je genauer Sie sie betrachten, desto wunderbarer wird es Ihnen erscheinen, wie die einzelnen Teile im Sinne einer höheren Weisheit angeordnet sind. Nehmen Sie ein Stück Knochen aus dem menschlichen Oberschenkel: Sie werden sehen, wie in höchster Weisheit die Balken zu einem Gerüst angeordnet sind, so daß der Oberleib getragen wird. Und keine Ingenieurkunst ist heute imstande, beim Brückenbau die hohe Weisheit dieses Gerüstes nachzuahmen. So sehen wir in allen übrigen menschlichen Organen, ja in der ganzen uns umgebenden Welt, Weisheit auf dem Grunde der Dinge. Der Mensch sollte auf der Erde erst in seinem Inneren diese Weisheit, man könnte sagen, wie ein Stümper aufnehmen; die mikrokosmische Weisheit ist etwas, was der Mensch erst hier von den Dingen lernt. Aber im Grunde der Dinge und im Grunde all dessen im Menschen, woran der Mensch im Inneren unbeteiligt ist, da ist die Weisheit bereits eingeformt. Wenn man die Geschichte entwickelt, rühmt man oft die menschliche Weisheit. Wie wunderbar nimmt es sich aus, wenn wir in der Schule lernen, daß der Mensch in einer bestimmten Zeit diese oder jene Erfindung oder Entdeckung gemacht hat. Wie wurde es uns zum Beispiel eingeimpft, daß so gegen die neuere Zeit die Menschen die Kunst entdeckt haben, Papier zu fabrizieren: menschliche Intelligenz hat es dahin gebracht. Nun, die Wespen können das schon lange, sie haben es viel früher als der Mensch gekonnt. Allerdings nicht die einzelne Wespe, aber die Gruppenseele der Wespen baut im Wespennest etwas, was genau aus demselben Stoff wie unser Papier ist! Diese Gruppenseelen sind längst so weit, wie es menschliche Weisheit allmählich wird. Diese Weisheit, die sich im Grunde aller Wesen auf unserer Erde befindet, mußte auch erst nach und nach einverleibt werden, und wir werden sehen, wie sich im Verlaufe des Mondendaseins einverleibt hat diese Weisheit, wie da die Weisheit gegen die Unweisheit kämpfte, und wie dann der alte Mond der Erde die Wesenskeime übergab, denen die Weisheit eingeimpft worden war.
[ 5 ] Was ist dieses Christus-Prinzip? Wir wollen es uns einmal so klar machen, wie wir es brauchen. Dazu müssen wir wissen, was die Mission unseres Erdendaseins ist, so daß wir diese Mission in einer bestimmten Weise, mit einem bestimmten Wort bezeichnen können. Was ist nun die Mission unseres Erdendaseins? Was war zum Beispiel die Mission des der Erde vorhergehenden Mondes? Wenn wir den geistigen Blick einmal zurückschweifen lassen auf unseren alten Mond, dann werden wir im Anfange seines Daseins etwas sehr Merkwürdiges finden innerhalb derjenigen Wesenheiten, die die Vorläufer unserer Erdenwesen sind. Vieles haben diese Wesenheiten, doch eines fehlt ihnen noch ganz im Beginn der alten Mondentwickelung: es fehlt ihnen dasjenige, was wir heute überall um uns herum im Erdendasein sehen. Unweise wirkten die Kräfte des Mondes, des Vorgängers unserer Erde, zusammen; alles im Beginn des Mondendaseins ist noch so, daß man nirgends ein harmonisches Zusammenwirken in Weisheit wahrnehmen kann. Wenn man das Werden des alten Mondes hellseherisch verfolgt, so sieht man, wie von denjenigen Wesenheiten, welche im Umkreis des Mondes wirken, den Wesen, die auf dem Monde lebten, aus dem Kosmos heraus die Weisheit einverleibt wurde. Deshalb nennen wir den alten Mond den Planeten der Weisheit. So daß, als das Mondendasein beendet war, Weisheit war in allen Dingen. Und als dann das Mondendasein durchging durch einen Zwischenzustand wie durch einen Weltenschlaf und als Erdendasein wieder heraustrat, und als die Wesen wieder herauskamen aus dem Pralaya, da brachten sie auch die auf dem Monde ihnen einverleibte Weisheit mit. Und die Folge davon ist, daß in allen Wesenheiten der Erde die Weisheit drinnen ist; daß eingeimpft ist die Weisheit auf dem Grunde aller Dinge. Wir betrachten die Wesenheiten um uns herum, die die Ergebnisse der Mondentwickelung sind und noch eine weitere Mission haben, und wir finden Weisheit überall. Betrachten Sie, was Sie wollen; nehmen Sie zum Beispiel irgendeine Pflanzenblüte, je genauer Sie sie betrachten, desto wunderbarer wird es Ihnen erscheinen, wie die einzelnen Teile im Sinne einer höheren Weisheit angeordnet sind. Nehmen Sie ein Stück Knochen aus dem menschlichen Oberschenkel: Sie werden sehen, wie in höchster Weisheit die Balken zu einem Gerüst angeordnet sind, so daß der Oberleib getragen wird. Und keine Ingenieurkunst ist heute imstande, beim Brückenbau die hohe Weisheit dieses Gerüstes nachzuahmen. So sehen wir in allen übrigen menschlichen Organen, ja in der ganzen uns umgebenden Welt, Weisheit auf dem Grunde der Dinge. Der Mensch sollte auf der Erde erst in seinem Inneren diese Weisheit, man könnte sagen, wie ein Stümper aufnehmen; die mikrokosmische Weisheit ist etwas, was der Mensch erst hier von den Dingen lernt. Aber im Grunde der Dinge und im Grunde all dessen im Menschen, woran der Mensch im Inneren unbeteiligt ist, da ist die Weisheit bereits eingeformt. Wenn man die Geschichte entwickelt, rühmt man oft die menschliche Weisheit. Wie wunderbar nimmt es sich aus, wenn wir in der Schule lernen, daß der Mensch in einer bestimmten Zeit diese oder jene Erfindung oder Entdeckung gemacht hat. Wie wurde es uns zum Beispiel eingeimpft, daß so gegen die neuere Zeit die Menschen die Kunst entdeckt haben, Papier zu fabrizieren: menschliche Intelligenz hat es dahin gebracht. Nun, die Wespen können das schon lange, sie haben es viel früher als der Mensch gekonnt. Allerdings nicht die einzelne Wespe, aber die Gruppenseele der Wespen baut im Wespennest etwas, was genau aus demselben Stoff wie unser Papier ist! Diese Gruppenseelen sind längst so weit, wie es menschliche Weisheit allmählich wird. Diese Weisheit, die sich im Grunde aller Wesen auf unserer Erde befindet, mußte auch erst nach und nach einverleibt werden, und wir werden sehen, wie sich im Verlaufe des Mondendaseins einverleibt hat diese Weisheit, wie da die Weisheit gegen die Unweisheit kämpfte, und wie dann der alte Mond der Erde die Wesenskeime übergab, denen die Weisheit eingeimpft worden war.
[ 6 ] Was soll in gleicher Weise den Wesen auf unserer Erde eingeimpft werden? So wie auf unserem Vorgänger, dem Monde, die Weisheit eingeimpft worden ist, so soll auf unserem Planeten eingeimpft werden die Liebe. Unser Planet ist der Planet der Liebe. Deshalb hat begonnen die Entwickelung, sozusagen die Einträufelung der Liebe in ihrer niedrigsten Form. Da alles herausgekommen war in der Zeit der Lemuria, als das Ich des Menschen Form annahm, da begann durch die Geschlechterteilung die Entwickelung der Liebe in ihrer niedrigsten Form. Und alle Weiterentwickelung besteht in einer zunehmenden Veredelung bis zur Vergeistigung dieses Liebeprinzips. Und ebenso wie auf dem Monde | Weisheit den Wesen eingeträufelt worden ist, so wird, wenn unsere Erde einst an ihrem Ziele angelangt sein wird, Liebe auf dem Grunde aller Wesen sein.
[ 6 ] Was soll in gleicher Weise den Wesen auf unserer Erde eingeimpft werden? So wie auf unserem Vorgänger, dem Monde, die Weisheit eingeimpft worden ist, so soll auf unserem Planeten eingeimpft werden die Liebe. Unser Planet ist der Planet der Liebe. Deshalb hat begonnen die Entwickelung, sozusagen die Einträufelung der Liebe in ihrer niedrigsten Form. Da alles herausgekommen war in der Zeit der Lemuria, als das Ich des Menschen Form annahm, da begann durch die Geschlechterteilung die Entwickelung der Liebe in ihrer niedrigsten Form. Und alle Weiterentwickelung besteht in einer zunehmenden Veredelung bis zur Vergeistigung dieses Liebeprinzips. Und ebenso wie auf dem Monde | Weisheit den Wesen eingeträufelt worden ist, so wird, wenn unsere Erde einst an ihrem Ziele angelangt sein wird, Liebe auf dem Grunde aller Wesen sein.
[ 7 ] Und jetzt lassen Sie uns kurz den Blick richten auf das nächste Planetendasein, das unsere Erde ablösen wird, auf den Planeten Jupiter. Wenn da wieder erscheinen werden die ihn bewohnenden Wesenheiten, dann werden sie in ihren Umkreis blicken auf die Wesenheiten mit ihren eigenen geistigen Kräften. Und wie wir mit dem Intellekt bewundern im Stein, in der Pflanze, im Tier, in allen Wesenheiten um uns herum die Weisheit, die da waltet in allem, wie wir die Weisheit heraussaugen, daß wir sie auch in derselben Weise haben können: so wird es bei den Wesenheiten des Jupiters sein, daß sie ihre Kräfte richten auf die Umwesen, und es wird ihnen entgegenduften die Liebe, die während der Erdentwickelung in sie eingeimpft worden ist. Wie wir analysieren ein Wesen und uns erbauen an der Weisheit, so werden sich die Jupiterwesen erbauen an den aus den Wesen herauskommenden Liebesströmungen. Diese Liebe, die auf der Erde sich entwickeln soll, kann nur dadurch sich entwickeln, daß die Erden-Iche so einander gegenübertreten, wie wir es gesehen haben; nur dadurch konnte die Entwickelung beginnen, daß die Wesen in ihrer Gruppenseelenhaftigkeit auseinandergerissen wurden und Wesen dem Wesen gegenübertrat, nur so konnte die wahre Liebe sich entwickeln. Wo die Iche in der Gruppenseele miteinander verbunden sind, da ist nicht die richtige Liebe. Getrennt muß das Wesen vom Wesen sein und die Liebe darbieten als freie Gabe. Erst durch die Spaltung der Wesen, wie sie im Menschenreiche eingetreten ist, wo Ich dem Ich als selbständige Einzelheit gegenübertritt, erst da ist die Liebe als freie Gabe von Ich zu Ich möglich geworden. So mußte auf Erden ein immer mehr zunehmender Individualismus eintreten und ein Zusammenführen der einzelnen Wesenheiten. Denken wir uns die einzelnen Wesenheiten, die in einer Gruppenseele miteinander verbunden sind; die Gruppenseele dirigiert sie, wie sie sich verhalten sollen. Kann irgend jemand sagen, daß das Herz den Magen liebt? Nein, das Herz ist mit dem Magen verbunden durch die innere Wesenheit, die sie zusammenhält. So sind auch die Tiergruppen miteinander verbunden in der Gruppenseelenhaftigkeit, und was sie zu tun haben, wird ihnen angeordnet von der weisheitsvollen Gruppenseele. Erst wenn diese Gruppenhaftigkeit überwunden wird, wenn das einzelne Ich dem einzelnen Ich gegenübertritt, da kann die Sympathie der Liebe als freie Gabe von Wesen zu Wesen dargeboten werden.
[ 7 ] Und jetzt lassen Sie uns kurz den Blick richten auf das nächste Planetendasein, das unsere Erde ablösen wird, auf den Planeten Jupiter. Wenn da wieder erscheinen werden die ihn bewohnenden Wesenheiten, dann werden sie in ihren Umkreis blicken auf die Wesenheiten mit ihren eigenen geistigen Kräften. Und wie wir mit dem Intellekt bewundern im Stein, in der Pflanze, im Tier, in allen Wesenheiten um uns herum die Weisheit, die da waltet in allem, wie wir die Weisheit heraussaugen, daß wir sie auch in derselben Weise haben können: so wird es bei den Wesenheiten des Jupiters sein, daß sie ihre Kräfte richten auf die Umwesen, und es wird ihnen entgegenduften die Liebe, die während der Erdentwickelung in sie eingeimpft worden ist. Wie wir analysieren ein Wesen und uns erbauen an der Weisheit, so werden sich die Jupiterwesen erbauen an den aus den Wesen herauskommenden Liebesströmungen. Diese Liebe, die auf der Erde sich entwickeln soll, kann nur dadurch sich entwickeln, daß die Erden-Iche so einander gegenübertreten, wie wir es gesehen haben; nur dadurch konnte die Entwickelung beginnen, daß die Wesen in ihrer Gruppenseelenhaftigkeit auseinandergerissen wurden und Wesen dem Wesen gegenübertrat, nur so konnte die wahre Liebe sich entwickeln. Wo die Iche in der Gruppenseele miteinander verbunden sind, da ist nicht die richtige Liebe. Getrennt muß das Wesen vom Wesen sein und die Liebe darbieten als freie Gabe. Erst durch die Spaltung der Wesen, wie sie im Menschenreiche eingetreten ist, wo Ich dem Ich als selbständige Einzelheit gegenübertritt, erst da ist die Liebe als freie Gabe von Ich zu Ich möglich geworden. So mußte auf Erden ein immer mehr zunehmender Individualismus eintreten und ein Zusammenführen der einzelnen Wesenheiten. Denken wir uns die einzelnen Wesenheiten, die in einer Gruppenseele miteinander verbunden sind; die Gruppenseele dirigiert sie, wie sie sich verhalten sollen. Kann irgend jemand sagen, daß das Herz den Magen liebt? Nein, das Herz ist mit dem Magen verbunden durch die innere Wesenheit, die sie zusammenhält. So sind auch die Tiergruppen miteinander verbunden in der Gruppenseelenhaftigkeit, und was sie zu tun haben, wird ihnen angeordnet von der weisheitsvollen Gruppenseele. Erst wenn diese Gruppenhaftigkeit überwunden wird, wenn das einzelne Ich dem einzelnen Ich gegenübertritt, da kann die Sympathie der Liebe als freie Gabe von Wesen zu Wesen dargeboten werden.
[ 8 ] Zu dieser Mission konnte der Mensch erst allmählich vorbereitet werden. Daher sehen wir, wie er eine Art Vorschule durchmacht zu dieser Liebe, bevor der Mensch völlig individualisiert wird. Ehe er sein Ich völlig als sein eigen hat, sehen wir, wie er durch die leitenden Wesenheiten in Gruppen vereinigt wird, die blutsverwandt sind, und die sich lieben, insofern sie blutsverwandt sind. Das ist die große Vorbereitungszeit der Menschheit. Wir haben schon angedeutet, wie die Liebe noch keine freie Gabe ist, sondern von einem Rest der Weisheit geleitet wird; wir haben gesehen, wie da hineinwirken die Geister der luziferischen Wesenheiten, die dem Zusammenwirken der Menschen in Stämmen und Völkern durch die Blutskraft ihre stark befreiende Kraft entgegensetzen: Alles, was da wirkt, um die Menschen selbständig zu machen, das wirkt durch die luziferischen Geister. Und so reift der Mensch heran, um nach und nach die höchste Potenz der Liebe zu empfangen, das Christus-Prinzip, jenes Prinzip, das seine Wesenheit ausdrücken durfte in den Worten: Wer nicht verläßt Vater, Mutter, Sohn, Tochter, wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist meiner nicht wert. — Das ist nicht in trivialer Weise aufzufassen, sondern so, daß die alte Blutsverwandtschaft durch die Aufnahme des Christus-Prinzips neue Formen der Zusammengehörigkeit ausbilden soll, die ohne Rücksicht auf materielle Grundlagen, von Seele zu Seele, von Mensch zu Mensch gehen. Daß der Mensch den Menschen liebt, dazu hat das Christus-Prinzip den Impuls gegeben. Und so wird durch die Verchristung die Menschheit immer mehr vergeistigt werden in der Liebe. Die Liebe wird immer seelenhafter und geistiger werden, und damit wird der Mensch auch die niedrigen Wesen der Erde mitreißen, er wird die ganze Erde dadurch umformen. In einer urfernen Zukunft wird er das ganze Material der Erde umformen und diesen Erdenleib wieder reif machen zur Vereinigung mit der Sonne. So hat der Christus als die geistige Sonne den Impuls gegeben, daß Erde und Sonne dereinst sich wieder zu einem Leibe vereinigen.
[ 8 ] Zu dieser Mission konnte der Mensch erst allmählich vorbereitet werden. Daher sehen wir, wie er eine Art Vorschule durchmacht zu dieser Liebe, bevor der Mensch völlig individualisiert wird. Ehe er sein Ich völlig als sein eigen hat, sehen wir, wie er durch die leitenden Wesenheiten in Gruppen vereinigt wird, die blutsverwandt sind, und die sich lieben, insofern sie blutsverwandt sind. Das ist die große Vorbereitungszeit der Menschheit. Wir haben schon angedeutet, wie die Liebe noch keine freie Gabe ist, sondern von einem Rest der Weisheit geleitet wird; wir haben gesehen, wie da hineinwirken die Geister der luziferischen Wesenheiten, die dem Zusammenwirken der Menschen in Stämmen und Völkern durch die Blutskraft ihre stark befreiende Kraft entgegensetzen: Alles, was da wirkt, um die Menschen selbständig zu machen, das wirkt durch die luziferischen Geister. Und so reift der Mensch heran, um nach und nach die höchste Potenz der Liebe zu empfangen, das Christus-Prinzip, jenes Prinzip, das seine Wesenheit ausdrücken durfte in den Worten: Wer nicht verläßt Vater, Mutter, Sohn, Tochter, wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist meiner nicht wert. — Das ist nicht in trivialer Weise aufzufassen, sondern so, daß die alte Blutsverwandtschaft durch die Aufnahme des Christus-Prinzips neue Formen der Zusammengehörigkeit ausbilden soll, die ohne Rücksicht auf materielle Grundlagen, von Seele zu Seele, von Mensch zu Mensch gehen. Daß der Mensch den Menschen liebt, dazu hat das Christus-Prinzip den Impuls gegeben. Und so wird durch die Verchristung die Menschheit immer mehr vergeistigt werden in der Liebe. Die Liebe wird immer seelenhafter und geistiger werden, und damit wird der Mensch auch die niedrigen Wesen der Erde mitreißen, er wird die ganze Erde dadurch umformen. In einer urfernen Zukunft wird er das ganze Material der Erde umformen und diesen Erdenleib wieder reif machen zur Vereinigung mit der Sonne. So hat der Christus als die geistige Sonne den Impuls gegeben, daß Erde und Sonne dereinst sich wieder zu einem Leibe vereinigen.
[ 9 ] So sehen wir den Gang durch die Weltentwickelung: wie sich die Sonne erst von der Erde körperlich trennt, wie dann der mächtige Impuls des Christus-Prinzips heruntergeschickt wird, und wie dadurch der Anstoß zu einer Wiedervereinigung von Erde und Sonne gegeben wird, um zu höheren Daseinsstufen hinaufzugehen. Und wir haben erkannt, daß unsere Erde nur solche Menschen mit solcher Mission bergen kann. Wenn wir also im Menschenreiche Umschau halten und den Erdenmenschen kennenlernen wollen, so können wir ihn nur auf der Erde finden, denn hier wurden die Bedingungen geschaffen zu solchen Menschen, wie sie heute hier sind.
[ 9 ] So sehen wir den Gang durch die Weltentwickelung: wie sich die Sonne erst von der Erde körperlich trennt, wie dann der mächtige Impuls des Christus-Prinzips heruntergeschickt wird, und wie dadurch der Anstoß zu einer Wiedervereinigung von Erde und Sonne gegeben wird, um zu höheren Daseinsstufen hinaufzugehen. Und wir haben erkannt, daß unsere Erde nur solche Menschen mit solcher Mission bergen kann. Wenn wir also im Menschenreiche Umschau halten und den Erdenmenschen kennenlernen wollen, so können wir ihn nur auf der Erde finden, denn hier wurden die Bedingungen geschaffen zu solchen Menschen, wie sie heute hier sind.
[ 10 ] Nun aber fragen wir uns: Wie steht es mit den anderen Reichen? Betrachten wir zunächst das Pflanzenreich. Wenn der hellseherische Blick umherschweift in unserer Welt und die zum Sonnensystem gehörigen anderen Planeten untersucht: ein Pflanzenreich ganz im Sinne unseres Pflanzenreiches finden wir überall bei den Planeten, die zu unserer Sonne gehören; so daß wir in unserem Pflanzenreich etwas haben, was sozusagen Systemdasein hat, was zu unserem System gehört. Wir sehen also unser Sonnensystem bevölkert von Pflanzenwesen, und wenn wir die Sache okkult betrachten würden, dann würden wir auch jeden Planeten mit seiner Eigenart von Menschenwesen bevölkert sehen, Sie werden aber eine innige Verwandtschaft zwischen Pflanze und Sonne sehr bald einsehen können, und dann werden Sie auch glauben können, daß das Pflanzendasein innig verbunden mit dem Sonnendasein ist. Wenn das aber so ist, so muß es auch mit allen Planeten, die zu diesem Sonnensystem gehören, verbunden sein. Lassen wir den Blick zurückschweifen zu demjenigen Zustand, da die Erde noch der Sonnenplanet war, so wissen wir, daß damals der Mensch aus physischem und Ätherleib bestand, also auf der Stufe des Pflanzendaseins war. Der Mensch hatte damals den Wert einer Pflanze, er war sozusagen in der Lage, in der die Pflanzenwelt heute ist. Unsere Pflanzenwelt um uns herum hat Wesen, die aus physischem und Ätherleib bestehen. Diese Wesen treten uns so entgegen, daß wir sagen können: sie sind der Sonne treu geblieben, sie zeigen uns auch heute noch klar ihre Beziehungen zur Sonne. Betrachten wir ein solches Pflanzenwesen im Sinne der rosenkreuzerischen Weisheit. Da sehen wir, wie die Pflanze mit der Wurzel im Boden haftet. Das ist das Organ, das sie hinlenkt zum Mittelpunkt der Erde, also zu ihrem Ich; und ihre Befruchtungsorgane lenkt sie der Sonne zu. Da nimmt sie auf den keuschen Sonnenstrahl. Stellen wir uns jetzt den Menschen vor: Es ist nicht schwer, sich den Menschen als eine umgekehrte Pflanze vorzustellen; denken Sie sich die Pflanze in genau der umgekehrten Lage, so haben Sie den Menschen: Er hat die Befruchtungsorgane dem Mittelpunkt der Erde zugewandt, und die Wurzel in den Weltenraum hinaus. Das Tier steht mitten darin. Daher sagt man in geistiger Beziehung: Als die Seelenhaftigkeit der Welt durch die verschiedenen Reiche hindurchging, ging sie durch Pflanzen-, Tier- und Menschendasein. Plato drückt es in einer großartigen Weise aus: Die Weltenseele ist am Kreuze des Weltenleibes gekreuzigt.
[ 10 ] Nun aber fragen wir uns: Wie steht es mit den anderen Reichen? Betrachten wir zunächst das Pflanzenreich. Wenn der hellseherische Blick umherschweift in unserer Welt und die zum Sonnensystem gehörigen anderen Planeten untersucht: ein Pflanzenreich ganz im Sinne unseres Pflanzenreiches finden wir überall bei den Planeten, die zu unserer Sonne gehören; so daß wir in unserem Pflanzenreich etwas haben, was sozusagen Systemdasein hat, was zu unserem System gehört. Wir sehen also unser Sonnensystem bevölkert von Pflanzenwesen, und wenn wir die Sache okkult betrachten würden, dann würden wir auch jeden Planeten mit seiner Eigenart von Menschenwesen bevölkert sehen, Sie werden aber eine innige Verwandtschaft zwischen Pflanze und Sonne sehr bald einsehen können, und dann werden Sie auch glauben können, daß das Pflanzendasein innig verbunden mit dem Sonnendasein ist. Wenn das aber so ist, so muß es auch mit allen Planeten, die zu diesem Sonnensystem gehören, verbunden sein. Lassen wir den Blick zurückschweifen zu demjenigen Zustand, da die Erde noch der Sonnenplanet war, so wissen wir, daß damals der Mensch aus physischem und Ätherleib bestand, also auf der Stufe des Pflanzendaseins war. Der Mensch hatte damals den Wert einer Pflanze, er war sozusagen in der Lage, in der die Pflanzenwelt heute ist. Unsere Pflanzenwelt um uns herum hat Wesen, die aus physischem und Ätherleib bestehen. Diese Wesen treten uns so entgegen, daß wir sagen können: sie sind der Sonne treu geblieben, sie zeigen uns auch heute noch klar ihre Beziehungen zur Sonne. Betrachten wir ein solches Pflanzenwesen im Sinne der rosenkreuzerischen Weisheit. Da sehen wir, wie die Pflanze mit der Wurzel im Boden haftet. Das ist das Organ, das sie hinlenkt zum Mittelpunkt der Erde, also zu ihrem Ich; und ihre Befruchtungsorgane lenkt sie der Sonne zu. Da nimmt sie auf den keuschen Sonnenstrahl. Stellen wir uns jetzt den Menschen vor: Es ist nicht schwer, sich den Menschen als eine umgekehrte Pflanze vorzustellen; denken Sie sich die Pflanze in genau der umgekehrten Lage, so haben Sie den Menschen: Er hat die Befruchtungsorgane dem Mittelpunkt der Erde zugewandt, und die Wurzel in den Weltenraum hinaus. Das Tier steht mitten darin. Daher sagt man in geistiger Beziehung: Als die Seelenhaftigkeit der Welt durch die verschiedenen Reiche hindurchging, ging sie durch Pflanzen-, Tier- und Menschendasein. Plato drückt es in einer großartigen Weise aus: Die Weltenseele ist am Kreuze des Weltenleibes gekreuzigt.


[ 11 ] Das Pflanzendasein hat der Mensch durchgemacht, dem Mittelpunkt der Erde zugekehrt; das Tier hat in seinem Rückgrat die entsprechende Richtung horizontal; der Mensch ist der Pflanze gegenüber völlig umgekehrt: so entsteht das Kreuz. Die Weltenseele ist gekreuzigt, das ist die tiefste esoterische Bedeutung des Kreuzes. So daß wir in der heutigen Pflanze ein Wesen vor uns haben, das nach der Sonne strebt, das gewissermaßen mit der Sonne verbunden geblieben ist, daher hat es die umgekehrte Richtung wie der Mensch. Die Tierformen sind zum Teil gleich, zum Teil verschieden auf den verschiedenen planetarischen Daseinsformen; das Tier steht auch hier in der Mitte zwischen Mensch und Pflanze.
[ 11 ] Das Pflanzendasein hat der Mensch durchgemacht, dem Mittelpunkt der Erde zugekehrt; das Tier hat in seinem Rückgrat die entsprechende Richtung horizontal; der Mensch ist der Pflanze gegenüber völlig umgekehrt: so entsteht das Kreuz. Die Weltenseele ist gekreuzigt, das ist die tiefste esoterische Bedeutung des Kreuzes. So daß wir in der heutigen Pflanze ein Wesen vor uns haben, das nach der Sonne strebt, das gewissermaßen mit der Sonne verbunden geblieben ist, daher hat es die umgekehrte Richtung wie der Mensch. Die Tierformen sind zum Teil gleich, zum Teil verschieden auf den verschiedenen planetarischen Daseinsformen; das Tier steht auch hier in der Mitte zwischen Mensch und Pflanze.
[ 12 ] Gehen wir jetzt zum mineralischen Reich, so finden wir, daß wir in den Kristallformen etwas haben, das uns hinausführt über unser Sonnensystem in den Weltenraum; wir können in den Gestaltungskräften des Mineralreichs Kräfte finden, die weit hinaus über unser Sonnensystem reichen. Wenn wir auf die Gestalten des Mineralreichs unseren Blick richten, vorzugsweise auf diejenigen Gestalten, die es bis zur Lichtdurchlässigkeit bringen, so werden wir also hinausgeführt, daß wir eine Ahnung erhalten können von dem, was weit über unser Sonnensystem hinaus in der Welt vor sich geht. Das Abstrakteste, dasjenige, was am wenigsten bestimmtes Dasein hat, was jetzt die Grundlage unseres Daseins ist, das Mineralische, hat ein universelles Dasein, und je höher die Wesenheiten stehen, desto mehr sind sie unserem Sonnen- und Erdensystem angepaßt.
[ 12 ] Gehen wir jetzt zum mineralischen Reich, so finden wir, daß wir in den Kristallformen etwas haben, das uns hinausführt über unser Sonnensystem in den Weltenraum; wir können in den Gestaltungskräften des Mineralreichs Kräfte finden, die weit hinaus über unser Sonnensystem reichen. Wenn wir auf die Gestalten des Mineralreichs unseren Blick richten, vorzugsweise auf diejenigen Gestalten, die es bis zur Lichtdurchlässigkeit bringen, so werden wir also hinausgeführt, daß wir eine Ahnung erhalten können von dem, was weit über unser Sonnensystem hinaus in der Welt vor sich geht. Das Abstrakteste, dasjenige, was am wenigsten bestimmtes Dasein hat, was jetzt die Grundlage unseres Daseins ist, das Mineralische, hat ein universelles Dasein, und je höher die Wesenheiten stehen, desto mehr sind sie unserem Sonnen- und Erdensystem angepaßt.
[ 13 ] Nun aber wollen wir einmal dieselbe Frage in bezug auf den Menschen aufwerfen! Würde der Mensch nur an diejenigen Kräfte angepaßt sein, die auf der Erde walten, dann würde er verurteilt sein, nur auf der Erde zu existieren, nur auf der Erde sein Dasein zu fristen; er könnte niemals sich zu einem Weltenbürger machen, er könnte überhaupt nicht sprechen von irgend etwas, was über die Erde hinausgeht. Wenn er also auch in seiner äußerlichen Gestalt an die Erdenverhältnisse angepaßt ist, so hat er doch durch seine höheren Kräfte teil an dem, was die höheren Wesenheiten sind, die mit unserer Erde in Verbindung stehen. Was den Menschen auf die Erde beschränkt, bezieht sich nur auf seine Leiblichkeit; was in ihm an geistigen Kräften veranlagt ist, das führt ihn wiederum über die Erde hinaus. Auch da müssen wir unterscheiden zwischen den verschiedensten Kräften. Bleiben wir zunächst, damit wir uns verstehen, bei den Kräften, welche wir leicht einteilen können. Da haben wir zuerst diejenige Kraft, die wir sozusagen unter unseren geistigen Augen haben entstehen sehen in den voratlantischen Zeiten. Wir haben gesehen: der Mensch ist eingetreten mit einem Bilderbewußtsein, und erst im Laufe des Erdendaseins konnte er äußere Gegenstände im Gegenstandsbewußtsein erfassen. Und dieses Gegenstandsbewußtsein, das uns heute die Sinneswelt so darstellt, daß wir mit den Augen die Farben sehen können, daß wir Töne hören, daß wir riechen, schmecken, das hat sich, wie wir gesehen haben, erst aus der Wärmewahrnehmung heraus differenziert aus jenem Organ, das wie eine Art von Laterne da war, aus der Zirbeldrüse. Und es ist rein irdisch, dieses Gegenstandsbewußtsein. Nur auf der Erde ist diese Sinnesempfindung heimisch. So sonderbar es erscheinen mag: alle unsere Empfindungen, wie der Mensch die Farben über die Dinge hingezogen sieht, wie er die Töne erklingen hört, alles das hat nur ein irdisches Dasein, und wenn Sie die Wesen anderer Planeten betrachten würden, dann würden Sie sehen, daß Sie sich mit ihnen nicht unmittelbar verständigen können. Wenn Sie diesen Wesen etwas von Rot sagen, dann wissen sie nichts davon; sie haben auf ihrem Planeten eine andere Art, Gegenstände und Wesenheiten wahrzunehmen. Das, was wir Sinnesempfindung nennen, ist für unseren besonderen Planeten dienlich.
[ 13 ] Nun aber wollen wir einmal dieselbe Frage in bezug auf den Menschen aufwerfen! Würde der Mensch nur an diejenigen Kräfte angepaßt sein, die auf der Erde walten, dann würde er verurteilt sein, nur auf der Erde zu existieren, nur auf der Erde sein Dasein zu fristen; er könnte niemals sich zu einem Weltenbürger machen, er könnte überhaupt nicht sprechen von irgend etwas, was über die Erde hinausgeht. Wenn er also auch in seiner äußerlichen Gestalt an die Erdenverhältnisse angepaßt ist, so hat er doch durch seine höheren Kräfte teil an dem, was die höheren Wesenheiten sind, die mit unserer Erde in Verbindung stehen. Was den Menschen auf die Erde beschränkt, bezieht sich nur auf seine Leiblichkeit; was in ihm an geistigen Kräften veranlagt ist, das führt ihn wiederum über die Erde hinaus. Auch da müssen wir unterscheiden zwischen den verschiedensten Kräften. Bleiben wir zunächst, damit wir uns verstehen, bei den Kräften, welche wir leicht einteilen können. Da haben wir zuerst diejenige Kraft, die wir sozusagen unter unseren geistigen Augen haben entstehen sehen in den voratlantischen Zeiten. Wir haben gesehen: der Mensch ist eingetreten mit einem Bilderbewußtsein, und erst im Laufe des Erdendaseins konnte er äußere Gegenstände im Gegenstandsbewußtsein erfassen. Und dieses Gegenstandsbewußtsein, das uns heute die Sinneswelt so darstellt, daß wir mit den Augen die Farben sehen können, daß wir Töne hören, daß wir riechen, schmecken, das hat sich, wie wir gesehen haben, erst aus der Wärmewahrnehmung heraus differenziert aus jenem Organ, das wie eine Art von Laterne da war, aus der Zirbeldrüse. Und es ist rein irdisch, dieses Gegenstandsbewußtsein. Nur auf der Erde ist diese Sinnesempfindung heimisch. So sonderbar es erscheinen mag: alle unsere Empfindungen, wie der Mensch die Farben über die Dinge hingezogen sieht, wie er die Töne erklingen hört, alles das hat nur ein irdisches Dasein, und wenn Sie die Wesen anderer Planeten betrachten würden, dann würden Sie sehen, daß Sie sich mit ihnen nicht unmittelbar verständigen können. Wenn Sie diesen Wesen etwas von Rot sagen, dann wissen sie nichts davon; sie haben auf ihrem Planeten eine andere Art, Gegenstände und Wesenheiten wahrzunehmen. Das, was wir Sinnesempfindung nennen, ist für unseren besonderen Planeten dienlich.
[ 14 ] Nun haben wir auch gesehen, wie die Sinnesempfindung, bevor sie sich differenziert hat, innig verbunden war mit der Befruchtung. Genauso wie die Form unserer Sinnesempfindung irdisch ist, so ist nun auch die Form der Befruchtung, wie sie heute im Menschenreiche ist, irdisch und eignet diesem Planetendasein; sie ist dazu da, um die erste Grundlage zur Erdenmission, zur Liebe, auszubilden. Denn auf unserer Erde entwickelt sich die Liebe. Da haben wir also im Menschen in bezug auf seine äußere Fähigkeit etwas, was nur für die Erde gilt.
[ 14 ] Nun haben wir auch gesehen, wie die Sinnesempfindung, bevor sie sich differenziert hat, innig verbunden war mit der Befruchtung. Genauso wie die Form unserer Sinnesempfindung irdisch ist, so ist nun auch die Form der Befruchtung, wie sie heute im Menschenreiche ist, irdisch und eignet diesem Planetendasein; sie ist dazu da, um die erste Grundlage zur Erdenmission, zur Liebe, auszubilden. Denn auf unserer Erde entwickelt sich die Liebe. Da haben wir also im Menschen in bezug auf seine äußere Fähigkeit etwas, was nur für die Erde gilt.
[ 15 ] Nun kommen wir zu einer anderen Kraft. Betrachten Sie einen Sinnesgegenstand. Solange Sie das Auge darauf richten, wissen Sie, daß Sie mit dem Gegenstande in Korrespondenz sind: er wirkt auf Sie. Jetzt drehen Sie sich um und behalten das Vorstellungsbild des Gegenstandes im Gedächtnis. Der Gegenstand ist fort, aber das Bild bleibt Ihnen. Wenn der Mensch nicht die Fähigkeit hätte, solche Bilder zu behalten, würde er ein ganz anderes Wesen sein. Denn die Bilder würden, sobald Sie den Blick abwenden, verschwunden sein; Sie würden also auch nicht die Fähigkeit haben, die Eigenschaften der Wesen mit Ihrem eigenen Wesen zu verbinden. Das, was den heutigen Menschen fähig macht, ein Bild zu behalten, auch wenn der Gegenstand fort ist, sich die Dinge wieder vorzustellen, diese Bewußtseinsfähigkeit hatte der Mensch schon auf dem alten Monde, denn es ist dieselbe Fähigkeit, die es ihm damals möglich machte, das Äußere im Bilde zu sehen. Äußere Gegenstände konnte er damals nicht sehen wie heute, aber wenn er sich einem Gegenstande genähert hätte, würde ihm ein astrales Bild aufgestiegen sein, wie ein lebhaftes Traumbild, das aber in einer bestimmten Beziehung zu dem Gegenstande stand. Nicht ein Gegenstands-, sondern ein Bilderbewußtsein hatte der Mensch. Heute stellt sich der Mensch in Korrespondenz mit den Gegenständen, er hat das Bild über die Gegenstände ausgebreitet. Von dieser Fähigkeit ist ein letzter Rest zurückgeblieben in dem Erinnerungsbild. Dafür aber ist dies Erinnerungsbild auch etwas, was schon eine weitere Geltung hat als die bloße Betrachtung des äußeren Gegenstandes. Wenn Sie mehrere gleiche äußere Gegenstände betrachten, so bringen Sie sie unter einen gemeinschaftlichen Begriff. Es gibt viele Stücke Kreide, Sie bringen sie alle unter den gemeinschaftlichen Begriff Kreide. So kommt der Mensch hinauf zu allgemeinen Begriffen, für die keine äußeren Wesen existieren. Er kann innerlich arbeiten mit seinen Vorstellungen; und wenn Sie mit diesem innerlichen Arbeiten, mit diesem Vorstellen, ohne daß es auf Gegenstände bezogen ist, in Beziehung treten würden zu Wesen außerhalb unseres planetarischen Daseins, da würden Sie sich schon leichter verständigen können. Das Bilderbewußtsein, das der Mensch hatte, bevor er äußere Gegenstände wahrnehmen konnte, und das ein dämmerhaft-hellseherisches war, und auch das imaginative Bewußtsein, das sich später einmal entwickeln wird, beide sind schon umfassender. Wenn der Mensch sich durch die okkulte Entwickelung das Bilderbewußtsein aneignet, so daß er nicht nur darauf angewiesen ist, äußere Gegenstände wahrzunehmen, sondern wenn er zum Beispiel die Aura eines Menschen ausströmen sieht, wenn er in Bildern das Seelisch-Geistige um sich herum sieht, wenn ihm in bildhaften Symbolen vor Augen tritt, was in der Welt lebt, dann ist er zu der Fähigkeit aufgestiegen mit diesem Bewußtsein, sich mit anderen Wesenheiten in Verbindung zu setzen, die die planetarische Welt bewohnen.
[ 15 ] Nun kommen wir zu einer anderen Kraft. Betrachten Sie einen Sinnesgegenstand. Solange Sie das Auge darauf richten, wissen Sie, daß Sie mit dem Gegenstande in Korrespondenz sind: er wirkt auf Sie. Jetzt drehen Sie sich um und behalten das Vorstellungsbild des Gegenstandes im Gedächtnis. Der Gegenstand ist fort, aber das Bild bleibt Ihnen. Wenn der Mensch nicht die Fähigkeit hätte, solche Bilder zu behalten, würde er ein ganz anderes Wesen sein. Denn die Bilder würden, sobald Sie den Blick abwenden, verschwunden sein; Sie würden also auch nicht die Fähigkeit haben, die Eigenschaften der Wesen mit Ihrem eigenen Wesen zu verbinden. Das, was den heutigen Menschen fähig macht, ein Bild zu behalten, auch wenn der Gegenstand fort ist, sich die Dinge wieder vorzustellen, diese Bewußtseinsfähigkeit hatte der Mensch schon auf dem alten Monde, denn es ist dieselbe Fähigkeit, die es ihm damals möglich machte, das Äußere im Bilde zu sehen. Äußere Gegenstände konnte er damals nicht sehen wie heute, aber wenn er sich einem Gegenstande genähert hätte, würde ihm ein astrales Bild aufgestiegen sein, wie ein lebhaftes Traumbild, das aber in einer bestimmten Beziehung zu dem Gegenstande stand. Nicht ein Gegenstands-, sondern ein Bilderbewußtsein hatte der Mensch. Heute stellt sich der Mensch in Korrespondenz mit den Gegenständen, er hat das Bild über die Gegenstände ausgebreitet. Von dieser Fähigkeit ist ein letzter Rest zurückgeblieben in dem Erinnerungsbild. Dafür aber ist dies Erinnerungsbild auch etwas, was schon eine weitere Geltung hat als die bloße Betrachtung des äußeren Gegenstandes. Wenn Sie mehrere gleiche äußere Gegenstände betrachten, so bringen Sie sie unter einen gemeinschaftlichen Begriff. Es gibt viele Stücke Kreide, Sie bringen sie alle unter den gemeinschaftlichen Begriff Kreide. So kommt der Mensch hinauf zu allgemeinen Begriffen, für die keine äußeren Wesen existieren. Er kann innerlich arbeiten mit seinen Vorstellungen; und wenn Sie mit diesem innerlichen Arbeiten, mit diesem Vorstellen, ohne daß es auf Gegenstände bezogen ist, in Beziehung treten würden zu Wesen außerhalb unseres planetarischen Daseins, da würden Sie sich schon leichter verständigen können. Das Bilderbewußtsein, das der Mensch hatte, bevor er äußere Gegenstände wahrnehmen konnte, und das ein dämmerhaft-hellseherisches war, und auch das imaginative Bewußtsein, das sich später einmal entwickeln wird, beide sind schon umfassender. Wenn der Mensch sich durch die okkulte Entwickelung das Bilderbewußtsein aneignet, so daß er nicht nur darauf angewiesen ist, äußere Gegenstände wahrzunehmen, sondern wenn er zum Beispiel die Aura eines Menschen ausströmen sieht, wenn er in Bildern das Seelisch-Geistige um sich herum sieht, wenn ihm in bildhaften Symbolen vor Augen tritt, was in der Welt lebt, dann ist er zu der Fähigkeit aufgestiegen mit diesem Bewußtsein, sich mit anderen Wesenheiten in Verbindung zu setzen, die die planetarische Welt bewohnen.
[ 16 ] Dann gibt es noch einen höheren Grad des Bewußtseins. In dumpfer Art hat der Mensch ihn gehabt während der Sonnenzeit, und in dumpfer Art er ihn heute noch, während er schläft. Das ist das traumlose Schlafbewußtsein. Der Mensch ist nicht ohne Bewußtsein, wenn er schläft, und auch die Pflanze ist nicht ohne Bewußtsein; sie hat dasselbe Bewußtsein, auch bei Tage, wie der Mensch es schlafend hat. Und es ist nur ein niedrigerer Grad des Bewußtseins; die Dinge entschlüpfen seiner Aufmerksamkeit, er kann sie nicht ins Auge fassen. Aber dadurch, daß er gewisse Kräfte in sich entwickelt, kann er sich zu der Fähigkeit aufschwingen, wahrzunehmen, was während des Zustandes des traumlosen Schlafes um ihn ist. Das ist ein höherer Bewußtseinszustand als das Bilderbewußtsein, es ist ein Bewußtsein, das auch die Pflanze hat, aber in schlafender Form. Wenn Sie zu dem Bewußtsein der Pflanze hinaufsteigen, es aber mit Ihrem Ich im hellen Tagesbewußtsein durchdringen, dann haben Sie in der okkulten Entwickelung die Stufe der Inspiration, des inspirierten Bewußtseins erreicht. Dies inspirierte Bewußtsein wirkt nicht bloß bildhaft. Wenn das, was aus den Dingen fließt, in das andere Wesen hineingeht: dieses Bewußtsein läßt sich nicht mit dem Bilderbewußtsein vergleichen, es ist ein tönendes Bewußtsein. In eine geistige Tonwelt tritt da der Mensch hinein, Es ist jenes Bewußtsein, von dem schon Pythagoras als von der Sphärenharmonie spricht. Die ganze Welt tönt ihr Wesen hinaus, und wenn der Mensch abends einschläft, wenn sein Astralleib mit dem Ich hinausgeht aus seinem physischen und Ätherleibe, dann dringen die Harmonien und Melodien der Weltenmusik durch diesen Astralleib; dann ist er eingebettet in sein eigentliches geistiges Dasein, und da erlangt er aus der Sphärenmusik heraus die Fähigkeit, die abgenützten Kräfte zu ersetzen. Der Mensch taucht unter in der Nacht in die Sphärenmusik, und dadurch, daß ihn die Töne durchklingen, fühlt er am Morgen sich neu gekräftigt und gestärkt. Und wenn der Mensch das zum Bewußtsein bringt, dann ist er in der Inspiration, dann wird er fähig, alles das wahrzunehmen, was innerhalb seines Sonnensystems ist. Während der Mensch durch sein gewöhnliches Vorstellen nur die Dinge der Erde wahrnimmt, wird er durch die Imagination befähigt, in Korrespondenz mit den Wesenheiten der einzelnen Planeten zu treten; mit dem Sonnensystem wird er in Zusammenhang treten, wenn er zur Inspiration dringt. Das hat man in gewissen Kreisen immer gewußt. Goethe, der ein unbewußter Eingeweihter war, wußte das. Deshalb läßt er im «Faust» im Prolog, der in der geistigen Welt, im Himmel spielt, die Engel sagen:
[ 16 ] Dann gibt es noch einen höheren Grad des Bewußtseins. In dumpfer Art hat der Mensch ihn gehabt während der Sonnenzeit, und in dumpfer Art er ihn heute noch, während er schläft. Das ist das traumlose Schlafbewußtsein. Der Mensch ist nicht ohne Bewußtsein, wenn er schläft, und auch die Pflanze ist nicht ohne Bewußtsein; sie hat dasselbe Bewußtsein, auch bei Tage, wie der Mensch es schlafend hat. Und es ist nur ein niedrigerer Grad des Bewußtseins; die Dinge entschlüpfen seiner Aufmerksamkeit, er kann sie nicht ins Auge fassen. Aber dadurch, daß er gewisse Kräfte in sich entwickelt, kann er sich zu der Fähigkeit aufschwingen, wahrzunehmen, was während des Zustandes des traumlosen Schlafes um ihn ist. Das ist ein höherer Bewußtseinszustand als das Bilderbewußtsein, es ist ein Bewußtsein, das auch die Pflanze hat, aber in schlafender Form. Wenn Sie zu dem Bewußtsein der Pflanze hinaufsteigen, es aber mit Ihrem Ich im hellen Tagesbewußtsein durchdringen, dann haben Sie in der okkulten Entwickelung die Stufe der Inspiration, des inspirierten Bewußtseins erreicht. Dies inspirierte Bewußtsein wirkt nicht bloß bildhaft. Wenn das, was aus den Dingen fließt, in das andere Wesen hineingeht: dieses Bewußtsein läßt sich nicht mit dem Bilderbewußtsein vergleichen, es ist ein tönendes Bewußtsein. In eine geistige Tonwelt tritt da der Mensch hinein, Es ist jenes Bewußtsein, von dem schon Pythagoras als von der Sphärenharmonie spricht. Die ganze Welt tönt ihr Wesen hinaus, und wenn der Mensch abends einschläft, wenn sein Astralleib mit dem Ich hinausgeht aus seinem physischen und Ätherleibe, dann dringen die Harmonien und Melodien der Weltenmusik durch diesen Astralleib; dann ist er eingebettet in sein eigentliches geistiges Dasein, und da erlangt er aus der Sphärenmusik heraus die Fähigkeit, die abgenützten Kräfte zu ersetzen. Der Mensch taucht unter in der Nacht in die Sphärenmusik, und dadurch, daß ihn die Töne durchklingen, fühlt er am Morgen sich neu gekräftigt und gestärkt. Und wenn der Mensch das zum Bewußtsein bringt, dann ist er in der Inspiration, dann wird er fähig, alles das wahrzunehmen, was innerhalb seines Sonnensystems ist. Während der Mensch durch sein gewöhnliches Vorstellen nur die Dinge der Erde wahrnimmt, wird er durch die Imagination befähigt, in Korrespondenz mit den Wesenheiten der einzelnen Planeten zu treten; mit dem Sonnensystem wird er in Zusammenhang treten, wenn er zur Inspiration dringt. Das hat man in gewissen Kreisen immer gewußt. Goethe, der ein unbewußter Eingeweihter war, wußte das. Deshalb läßt er im «Faust» im Prolog, der in der geistigen Welt, im Himmel spielt, die Engel sagen:
Die Sonne tönt nach alter Weise
in Brudersphären Wettgesang.
Die Sonne tönt nach alter Weise
in Brudersphären Wettgesang.
[ 17 ] Da sehen wir, wie ihm bewußt ist, daß alles das, was die Geheimnisse eines Sonnensystems sind, sich in Tönen ausdrückt, und daß der, der sich zur Inspiration erhebt, die Geheimnisse des Sonnensystems kennenlernt. Daß Goethe nicht zufällig sich so ausdrückt, das sehen wir daran, daß er in der Rolle bleibt. Denn da, wo Goethe im zweiten Teile Faust hinaufführt in die geistige Welt, spricht er dasselbe nochmals aus:
[ 17 ] Da sehen wir, wie ihm bewußt ist, daß alles das, was die Geheimnisse eines Sonnensystems sind, sich in Tönen ausdrückt, und daß der, der sich zur Inspiration erhebt, die Geheimnisse des Sonnensystems kennenlernt. Daß Goethe nicht zufällig sich so ausdrückt, das sehen wir daran, daß er in der Rolle bleibt. Denn da, wo Goethe im zweiten Teile Faust hinaufführt in die geistige Welt, spricht er dasselbe nochmals aus:
Tönend wird für Geistes-Ohren
Schon der neue Tag geboren.
Tönend wird für Geistes-Ohren
Schon der neue Tag geboren.
[ 18 ] Geistesohren sind die Ohren des Hellsehers, der die Sphärenharmonie eines Sonnensystems wahrnimmt. Und könnten Sie jene Sonnenkräfte wahrnehmen, die auf die Pflanzenleiber niederströmen, wenn sie aus der Erde herauswachsen, diese Pflanzenleiber mit ihren Wurzeln und Blättern, die oben sich abschließen in der Blüte, wo der Astralleib sie umspült, und in die die geistigen Kräfte der Sonne hineinwirken, könnten Sie diese Kräfte geistig wahrnehmen, die durch die Blüte geheimnisvoll einziehen, Sie würden sie wahrnehmen als die geistige Sphärenmusik, die allerdings nur Geistesohren hören können. Geistige Töne ziehen geheimnisvoll hinein in die Pflanzenblüte. Das ist das Geheimnis des Pflanzenwerdens, daß man in jeder einzelnen Blüte einen Ausdruck hat für die Töne, die diese Blüte formen und der Frucht ihren Charakter geben. Aufgefangen werden die Sonnentöne von der Pflanze und walten darin als Geist. Vielleicht wissen Sie, wie man durch den Ton in der materiellen Welt Form geben kann. Denken Sie einmal an das Experiment der Chladnischen Klangfiguren, wie da auf einer Platte der Staub durch die Einwirkung des Tones zu Figuren angeordnet wird; in diesen Figuren finden Sie den Ausdruck für den Ton, der sie angeordnet hat. Und wie in diesem Staube gleichsam der physische Ton aufgefangen wird, so wird der geistige Ton der Sonne aufgefangen und aufgesogen von der Blüte und der Frucht. Im Samen ist er verborgen, geheimnisvoll, und wenn aus dem Samen die Pflanze herauswächst, dann ist es der eingefangene, der aufgesogene Sonnenton, der die Form der Pflanze herauszaubert. Das hellseherische Bewußtsein blickt auf unsere Pflanzenwelt rings umher, und in den Blüten, die den Teppich unserer Erdoberfläche bilden, schaut er überall den Reflex der Sonnentöne, und so ist es wahr, was Goethe gesagt hat: «Die Sonne tönt nach alter Weise.» Aber wahr ist es auch, daß diese Sonnentöne niederströmen, aufgesogen werden von den Pflanzen und wiedererscheinen, wenn aus dem Samen die neue Pflanze entsteht; denn in den Pflanzenformen tönen die Sonnentöne, die Widerspiegelung der Sphärenmusik, in den Raum hinaus. - So sehen wir, wie Welt und Erde, wie Fixstern und Planet innerlich geistigen Zusammenhang haben. Wir lernen nicht nur anschauen, was in unserer Umgebung in der physischen Welt ist; wir erhalten eine Ahnung davon, wie der, der teilhaft ist der Inspiration, aufsteigt zur Sonne.
[ 18 ] Geistesohren sind die Ohren des Hellsehers, der die Sphärenharmonie eines Sonnensystems wahrnimmt. Und könnten Sie jene Sonnenkräfte wahrnehmen, die auf die Pflanzenleiber niederströmen, wenn sie aus der Erde herauswachsen, diese Pflanzenleiber mit ihren Wurzeln und Blättern, die oben sich abschließen in der Blüte, wo der Astralleib sie umspült, und in die die geistigen Kräfte der Sonne hineinwirken, könnten Sie diese Kräfte geistig wahrnehmen, die durch die Blüte geheimnisvoll einziehen, Sie würden sie wahrnehmen als die geistige Sphärenmusik, die allerdings nur Geistesohren hören können. Geistige Töne ziehen geheimnisvoll hinein in die Pflanzenblüte. Das ist das Geheimnis des Pflanzenwerdens, daß man in jeder einzelnen Blüte einen Ausdruck hat für die Töne, die diese Blüte formen und der Frucht ihren Charakter geben. Aufgefangen werden die Sonnentöne von der Pflanze und walten darin als Geist. Vielleicht wissen Sie, wie man durch den Ton in der materiellen Welt Form geben kann. Denken Sie einmal an das Experiment der Chladnischen Klangfiguren, wie da auf einer Platte der Staub durch die Einwirkung des Tones zu Figuren angeordnet wird; in diesen Figuren finden Sie den Ausdruck für den Ton, der sie angeordnet hat. Und wie in diesem Staube gleichsam der physische Ton aufgefangen wird, so wird der geistige Ton der Sonne aufgefangen und aufgesogen von der Blüte und der Frucht. Im Samen ist er verborgen, geheimnisvoll, und wenn aus dem Samen die Pflanze herauswächst, dann ist es der eingefangene, der aufgesogene Sonnenton, der die Form der Pflanze herauszaubert. Das hellseherische Bewußtsein blickt auf unsere Pflanzenwelt rings umher, und in den Blüten, die den Teppich unserer Erdoberfläche bilden, schaut er überall den Reflex der Sonnentöne, und so ist es wahr, was Goethe gesagt hat: «Die Sonne tönt nach alter Weise.» Aber wahr ist es auch, daß diese Sonnentöne niederströmen, aufgesogen werden von den Pflanzen und wiedererscheinen, wenn aus dem Samen die neue Pflanze entsteht; denn in den Pflanzenformen tönen die Sonnentöne, die Widerspiegelung der Sphärenmusik, in den Raum hinaus. - So sehen wir, wie Welt und Erde, wie Fixstern und Planet innerlich geistigen Zusammenhang haben. Wir lernen nicht nur anschauen, was in unserer Umgebung in der physischen Welt ist; wir erhalten eine Ahnung davon, wie der, der teilhaft ist der Inspiration, aufsteigt zur Sonne.
[ 19 ] Und dann gibt es noch eine höhere Stufe des Bewußtseins, die wir im echten Sinne des Wortes die Intuition nennen, wo der Mensch sozusagen hineinkriechen kann in die Dinge. Das ist nicht nur inspiriertes Bewußtsein. Da taucht der Mensch gleichsam in die Wesenheiten hinein, er identifiziert sich mit ihnen. Das führt ihn noch weiter. Wohin kann das inspirierte Bewußtsein ihn führen? Es führt den Menschen dahin, daß er sich eins fühlt mit seinem Erdenplaneten, denn die Iche der Pflanzen sind im Mittelpunkt der Erde. Ergreift er den Sonnenton, dann wird er eins mit dem planetarischen Wesen, das im Mittelpunkt der Erde verkörpert ist: er wird eins mit seinem Planeten. Aber er kann eins werden mit einem jeglichen Wesen. Dann macht er allerdings Erfahrungen, die über unser Sonnensystem hinausreichen. Dann erweitert sich sein Blick vom Systembewußtsein zum Weltenbewußtsein. Die Intuition führt über die einzelnen Sonnensysteme hinaus.
[ 19 ] Und dann gibt es noch eine höhere Stufe des Bewußtseins, die wir im echten Sinne des Wortes die Intuition nennen, wo der Mensch sozusagen hineinkriechen kann in die Dinge. Das ist nicht nur inspiriertes Bewußtsein. Da taucht der Mensch gleichsam in die Wesenheiten hinein, er identifiziert sich mit ihnen. Das führt ihn noch weiter. Wohin kann das inspirierte Bewußtsein ihn führen? Es führt den Menschen dahin, daß er sich eins fühlt mit seinem Erdenplaneten, denn die Iche der Pflanzen sind im Mittelpunkt der Erde. Ergreift er den Sonnenton, dann wird er eins mit dem planetarischen Wesen, das im Mittelpunkt der Erde verkörpert ist: er wird eins mit seinem Planeten. Aber er kann eins werden mit einem jeglichen Wesen. Dann macht er allerdings Erfahrungen, die über unser Sonnensystem hinausreichen. Dann erweitert sich sein Blick vom Systembewußtsein zum Weltenbewußtsein. Die Intuition führt über die einzelnen Sonnensysteme hinaus.
[ 20 ] So sehen wir, daß wir in dem Mineralreiche etwas haben, das uns in seiner einheitlichen Gestaltung einen Grundboden liefert, der weit hinausreicht über unser gewöhnliches Dasein. Wir sehen, daß die heutige Menschengestalt eine physisch-irdische Gestalt ist, daß der Mensch sich aber wieder erheben wird von dem gewöhnlichen Erdenbewußtsein zum Planetenbewußtsein in der Imagination, zum Systembewußtsein in der Inspiration und zum Weltenbewußtsein in der Intuition.
[ 20 ] So sehen wir, daß wir in dem Mineralreiche etwas haben, das uns in seiner einheitlichen Gestaltung einen Grundboden liefert, der weit hinausreicht über unser gewöhnliches Dasein. Wir sehen, daß die heutige Menschengestalt eine physisch-irdische Gestalt ist, daß der Mensch sich aber wieder erheben wird von dem gewöhnlichen Erdenbewußtsein zum Planetenbewußtsein in der Imagination, zum Systembewußtsein in der Inspiration und zum Weltenbewußtsein in der Intuition.
[ 21 ] Das ist der Gang der Menschheit, insofern dieser Gang mit der ganzen Evolution unserer Welt verknüpft ist. Und wir werden nun im nächsten Vortrag heruntersteigen von dieser Betrachtung, die uns hinaufgeführt hat, zu dem, was sich abgespielt hat in den letzten Zeiten unseres Erdendaseins durch die ägyptische, durch die griechische Zeit und durch die Jetztzeit. Und wir werden sehen, wie sich im einzelnen Menschen in der Weltanschauung und im Leben, wie sich im Mikrokosmos spiegelt dasjenige, wovon wir uns heute ein Ahnung verschafft haben: wie sich da spiegelt das große Weltendasein.
[ 21 ] Das ist der Gang der Menschheit, insofern dieser Gang mit der ganzen Evolution unserer Welt verknüpft ist. Und wir werden nun im nächsten Vortrag heruntersteigen von dieser Betrachtung, die uns hinaufgeführt hat, zu dem, was sich abgespielt hat in den letzten Zeiten unseres Erdendaseins durch die ägyptische, durch die griechische Zeit und durch die Jetztzeit. Und wir werden sehen, wie sich im einzelnen Menschen in der Weltanschauung und im Leben, wie sich im Mikrokosmos spiegelt dasjenige, wovon wir uns heute ein Ahnung verschafft haben: wie sich da spiegelt das große Weltendasein.
