Egyptian Myths and Mysteries
in Relation to the Active Spiritual Forces of the Present
GA 106
5 September 1908, Leipzig
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Ägyptische Mythen und Mysterien, 5th ed.
Vierter Vortrag
Vierter Vortrag
[ 1 ] Gestern beschlossen wir unsere Betrachtung mit der Besprechung eines außerordentlich wichtigen Ereignisses im inneren Leben, im eigentlichen Geistesleben des Menschen. Wir versuchten vor unsere Seele zu rücken einen Eindruck, den der atlantische Einzuweihende hatte im Beginn des letzten Drittels der atlantischen Kulturepoche. Uns trat da vor die Seele, wie dem Einzuweihenden eine ideale Menschengestalt vor der Seele stand, die ein Gedankenbild war, auf das er sich zu konzentrieren hatte in der Meditation, und wie dies das Vorstellungs-, Gefühls- und Willensleben des atlantischen Einzuweihenden erfüllte. Dieses Gedankenbild sollte immer mehr und mehr das Modell für den zukünftigen Menschen werden.
[ 1 ] Gestern beschlossen wir unsere Betrachtung mit der Besprechung eines außerordentlich wichtigen Ereignisses im inneren Leben, im eigentlichen Geistesleben des Menschen. Wir versuchten vor unsere Seele zu rücken einen Eindruck, den der atlantische Einzuweihende hatte im Beginn des letzten Drittels der atlantischen Kulturepoche. Uns trat da vor die Seele, wie dem Einzuweihenden eine ideale Menschengestalt vor der Seele stand, die ein Gedankenbild war, auf das er sich zu konzentrieren hatte in der Meditation, und wie dies das Vorstellungs-, Gefühls- und Willensleben des atlantischen Einzuweihenden erfüllte. Dieses Gedankenbild sollte immer mehr und mehr das Modell für den zukünftigen Menschen werden.
[ 2 ] Nun müssen wir uns noch einmal vor Augen führen, wie dieses Gedankenbild eigentlich ungefähr aussah. Es war nicht ganz dem Menschen von heute ähnlich; so war es nicht. Wenn wir uns eine Art Kombination denken würden aus Mann und Frau, wobei alles das, was niedrig ist, wegbleibt, wenn wir uns eine Art Doppelgestalt denken, von der nur erfaßbar deutlich der obere Teil des Leibes ist, so haben wir das eigentliche sinnlich-übersinnliche Bild, das vor dem Meditierenden damals stand. Dieses Bild wirkte so stark, daß diejenigen, welche Einzuweihende waren, wirklich ihren äußeren Leib immer ähnlicher machten diesem Bilde.
[ 2 ] Nun müssen wir uns noch einmal vor Augen führen, wie dieses Gedankenbild eigentlich ungefähr aussah. Es war nicht ganz dem Menschen von heute ähnlich; so war es nicht. Wenn wir uns eine Art Kombination denken würden aus Mann und Frau, wobei alles das, was niedrig ist, wegbleibt, wenn wir uns eine Art Doppelgestalt denken, von der nur erfaßbar deutlich der obere Teil des Leibes ist, so haben wir das eigentliche sinnlich-übersinnliche Bild, das vor dem Meditierenden damals stand. Dieses Bild wirkte so stark, daß diejenigen, welche Einzuweihende waren, wirklich ihren äußeren Leib immer ähnlicher machten diesem Bilde.
[ 3 ] Nun ist ein Umstand sehr wichtig, das ist der, daß ja gerade der meditierende Einzuweihende eine Art Menschengestalt vor sich hatte, welche ihm gegenüberstand in seinem Inneren. Wenn der Einzuweihende vorbereitet worden war, daß er dieses Bild lebendig vor sich hatte, so mußte er sich folgendes klarmachen, wenn er dieses Bild vor sich aufleuchten sah: Indem ich dieses Bild anblicke, versetze ich mich in den Urzustand der Erdenentwickelung, als Erde, Mond und Sonne noch nicht getrennt waren. — Damals bestand die Erde aus ihrem Uratom, aber in diesem Atom war für den Hellseher das Bild zu sehen, das jetzt vor mir auftaucht. Das Bild war schon in der Urzeit der Erde vorhanden, als es noch keine Tier-, Pflanzen- und Mineralformen gab. Damals bestand die Erde nur aus dem Menschenatom, aus den wiedererweckten Menschen. Allerdings haben sich ja schon die ersten Anlagen der Tiere während des Monden- zustandes der Erde gebildet; die Tiere waren schon da. Aber wir wissen auch, wenn ein planetarisches System verschwindet, daß dieses hineingeht in ein Pralaya, in das dann alle Formen aufgelöst werden. Wenn auch der alte Mond von Tierformen bereits bevölkert war, so hatte die Erde zuerst aber damit noch nicht gleich Tiere und Pflanzen, die kamen erst später. Erst nach der Abtrennung der Sonne tauchten die Tiere allmählich auf. Die Erde war bloß Mensch in ihrer Ürzeit.
[ 3 ] Nun ist ein Umstand sehr wichtig, das ist der, daß ja gerade der meditierende Einzuweihende eine Art Menschengestalt vor sich hatte, welche ihm gegenüberstand in seinem Inneren. Wenn der Einzuweihende vorbereitet worden war, daß er dieses Bild lebendig vor sich hatte, so mußte er sich folgendes klarmachen, wenn er dieses Bild vor sich aufleuchten sah: Indem ich dieses Bild anblicke, versetze ich mich in den Urzustand der Erdenentwickelung, als Erde, Mond und Sonne noch nicht getrennt waren. — Damals bestand die Erde aus ihrem Uratom, aber in diesem Atom war für den Hellseher das Bild zu sehen, das jetzt vor mir auftaucht. Das Bild war schon in der Urzeit der Erde vorhanden, als es noch keine Tier-, Pflanzen- und Mineralformen gab. Damals bestand die Erde nur aus dem Menschenatom, aus den wiedererweckten Menschen. Allerdings haben sich ja schon die ersten Anlagen der Tiere während des Monden- zustandes der Erde gebildet; die Tiere waren schon da. Aber wir wissen auch, wenn ein planetarisches System verschwindet, daß dieses hineingeht in ein Pralaya, in das dann alle Formen aufgelöst werden. Wenn auch der alte Mond von Tierformen bereits bevölkert war, so hatte die Erde zuerst aber damit noch nicht gleich Tiere und Pflanzen, die kamen erst später. Erst nach der Abtrennung der Sonne tauchten die Tiere allmählich auf. Die Erde war bloß Mensch in ihrer Ürzeit.
[ 4 ] Auf diesen Urzustand der Erde blickte also der Einzuweihende. Er sah im Uratom das Idealbild des Menschen. Diese Menschengestalt hatte der Einzuweihende vor sich, und nun wurde ihm klar: Also versetze ich mich in den Urzustand der Erde. Das was in der Erde lebt, das Idealbild, die Idealform des Menschen, das sagt mir folgendes: Die Gottheit wirkt von Ewigkeit zu Ewigkeit; sie hat sich ausgegossen in diese Formen und hat diese menschliche Urform aus sich herausgehaucht. — Jetzt sagte er sich: Wo sind die Tiere, Pflanzen und anderen Wesen hergekommen ?
[ 4 ] Auf diesen Urzustand der Erde blickte also der Einzuweihende. Er sah im Uratom das Idealbild des Menschen. Diese Menschengestalt hatte der Einzuweihende vor sich, und nun wurde ihm klar: Also versetze ich mich in den Urzustand der Erde. Das was in der Erde lebt, das Idealbild, die Idealform des Menschen, das sagt mir folgendes: Die Gottheit wirkt von Ewigkeit zu Ewigkeit; sie hat sich ausgegossen in diese Formen und hat diese menschliche Urform aus sich herausgehaucht. — Jetzt sagte er sich: Wo sind die Tiere, Pflanzen und anderen Wesen hergekommen ?
[ 5 ] Gleichsam die Urform der Gottheit sah der Einzuweihende im Geiste, und die Tiere sah er als Nebenformen, auch die Pflanzen sah er als Nebengestalten, die erst später entstanden waren. Alles das, was hier an niederen Reichen lebt, alles das sah der atlantische Einzuweihende an als erst aus der Menschengestalt hervorgegangen. Wir können uns eine Vorstellung von diesem Gedanken machen, wenn wir daran denken, wie die Steinkohle entstanden ist. Denken wir an die großen Urwälder, die damals entstanden und lebten und die jetzt Steinkohle sind. Sie sind zurückgeblieben, sie haben sich aus einem höheren in ein niederes Reich entwickelt. Da sehen wir, wie die Pflanzen zu Stein geworden, verhärtet sind.
[ 5 ] Gleichsam die Urform der Gottheit sah der Einzuweihende im Geiste, und die Tiere sah er als Nebenformen, auch die Pflanzen sah er als Nebengestalten, die erst später entstanden waren. Alles das, was hier an niederen Reichen lebt, alles das sah der atlantische Einzuweihende an als erst aus der Menschengestalt hervorgegangen. Wir können uns eine Vorstellung von diesem Gedanken machen, wenn wir daran denken, wie die Steinkohle entstanden ist. Denken wir an die großen Urwälder, die damals entstanden und lebten und die jetzt Steinkohle sind. Sie sind zurückgeblieben, sie haben sich aus einem höheren in ein niederes Reich entwickelt. Da sehen wir, wie die Pflanzen zu Stein geworden, verhärtet sind.
[ 6 ] So sah der atlantische Einzuweihende alles, die ganze Umwelt aus der Menschenform hervorgehen. Dieser Eindruck wurde in den urfernen Zeiten vor die Seele des Menschen hingezaubert, und diese Eindrücke wurden in der Erinnerung behalten durch die Zeit der Flut hindurch, und die alten indischen Initiatoren riefen dieses Bild des Urmenschen auch noch hervor in der Seele des Schülers, das Bild des Urmenschen, der vom ewigen Selbst ausgehaucht worden war. Wenn der indische Schüler dieses Bild vor sich hatte, dann fühlte er, daß alles aus diesem Bilde entstanden war, daß das, was wie das Blut vorhanden war in diesem Urbilde, zu den Wassern der Erde geworden ist und so weiter. Und so erweiterte sich dieses Bild zu dem Urgrund des Alls. Jetzt wurde ihm folgendes vor die Seele gestellt. Es wurde ihm gesagt: Zweierlei hast du in diesem Urbild vor Augen, einmal das Urbild selbst, dann aber auch das, was in dir als innerste Wesenheit aufleuchtete bei Betrachtung des Bildes. Draußen der Makrokosmos und dann das, was du gewissermaßen in dir als Extrakt empfindest, der Mikrokosmos.
[ 6 ] So sah der atlantische Einzuweihende alles, die ganze Umwelt aus der Menschenform hervorgehen. Dieser Eindruck wurde in den urfernen Zeiten vor die Seele des Menschen hingezaubert, und diese Eindrücke wurden in der Erinnerung behalten durch die Zeit der Flut hindurch, und die alten indischen Initiatoren riefen dieses Bild des Urmenschen auch noch hervor in der Seele des Schülers, das Bild des Urmenschen, der vom ewigen Selbst ausgehaucht worden war. Wenn der indische Schüler dieses Bild vor sich hatte, dann fühlte er, daß alles aus diesem Bilde entstanden war, daß das, was wie das Blut vorhanden war in diesem Urbilde, zu den Wassern der Erde geworden ist und so weiter. Und so erweiterte sich dieses Bild zu dem Urgrund des Alls. Jetzt wurde ihm folgendes vor die Seele gestellt. Es wurde ihm gesagt: Zweierlei hast du in diesem Urbild vor Augen, einmal das Urbild selbst, dann aber auch das, was in dir als innerste Wesenheit aufleuchtete bei Betrachtung des Bildes. Draußen der Makrokosmos und dann das, was du gewissermaßen in dir als Extrakt empfindest, der Mikrokosmos.
[ 7 ] Und als die Griechen bei den Alexanderzügen nach Indien drangen und die letzten Nachklänge vernahmen dessen, was der Schüler damals gefühlt hatte, da empfanden sie folgendes. Sie sagten: Wenn der Schüler das betrachtet, was in der großen Welt ausgebreitet ist als Mensch, dann hat er den Herakles vor sich. Der Inder nannte das, was als Kräfte des Weltalls lebt, Vâc. - Im Menschen aber fühlten sie gewissermaßen als den Extrakt des Ganzen das Brahman. — So verdeutlichten sich die Griechen das, was Nachklänge sind von demjenigen, was in der Seele des Schülers vor sich ging in der uralt heiligen indischen Kultur. Das war die Frucht eines Zuges der Griechen unter Alexander dem Großen nach Indien. Gerade aus dieser Grundempfindung heraus entwickelte sich die uralt heilige indische Eingeweihtenlehre, die wie ein geistiges Abbild erscheint jenes Urzustandes der Erde, wo die Erde noch die Sonnenkräfte und hohen Wesenheiten in sich hatte, nach deren Erhabenheit man sich später sehnte. Deshalb war es ein hohes Gefühl geistigen Lebens, wenn der Schüler eingeweiht wurde, wenn er das in sich erstehen lassen konnte, was man als Brahman erfaßt. Es war ein ungeheurer Vorgang in der Menschenseele. Das war eine Erhebung in hohe Welten. Nicht anders konnte man eingeweiht werden und zum wirklichen Schauen gelangen, als wenn man sich erhob zu höchsten Welten. Diejenige Welt, die um uns ist, ist die physische Welt. Um sie und in ihr wogt die Astralwelt. Höher steht das Devachan, die Götterwelt, und in die höchsten Regionen des Devachan mußte entrückt werden der Schüler, wenn er in dem Makrokosmos das Brahman, das Urselbst fühlen sollte. Im obersten Devachan war dann der Schüler, in der Götterwelt, aus der herausstammt das Edelste, was der Mensch in sich hat. Es war ein Reich höchster, vollkommenster Ordnung, in das der Schüler entrückt wurde, ein Reich, das noch vieles andere bot an Erkenntnis; denn das, was hier geschildert wurde, war nicht das einzige.
[ 7 ] Und als die Griechen bei den Alexanderzügen nach Indien drangen und die letzten Nachklänge vernahmen dessen, was der Schüler damals gefühlt hatte, da empfanden sie folgendes. Sie sagten: Wenn der Schüler das betrachtet, was in der großen Welt ausgebreitet ist als Mensch, dann hat er den Herakles vor sich. Der Inder nannte das, was als Kräfte des Weltalls lebt, Vâc. - Im Menschen aber fühlten sie gewissermaßen als den Extrakt des Ganzen das Brahman. — So verdeutlichten sich die Griechen das, was Nachklänge sind von demjenigen, was in der Seele des Schülers vor sich ging in der uralt heiligen indischen Kultur. Das war die Frucht eines Zuges der Griechen unter Alexander dem Großen nach Indien. Gerade aus dieser Grundempfindung heraus entwickelte sich die uralt heilige indische Eingeweihtenlehre, die wie ein geistiges Abbild erscheint jenes Urzustandes der Erde, wo die Erde noch die Sonnenkräfte und hohen Wesenheiten in sich hatte, nach deren Erhabenheit man sich später sehnte. Deshalb war es ein hohes Gefühl geistigen Lebens, wenn der Schüler eingeweiht wurde, wenn er das in sich erstehen lassen konnte, was man als Brahman erfaßt. Es war ein ungeheurer Vorgang in der Menschenseele. Das war eine Erhebung in hohe Welten. Nicht anders konnte man eingeweiht werden und zum wirklichen Schauen gelangen, als wenn man sich erhob zu höchsten Welten. Diejenige Welt, die um uns ist, ist die physische Welt. Um sie und in ihr wogt die Astralwelt. Höher steht das Devachan, die Götterwelt, und in die höchsten Regionen des Devachan mußte entrückt werden der Schüler, wenn er in dem Makrokosmos das Brahman, das Urselbst fühlen sollte. Im obersten Devachan war dann der Schüler, in der Götterwelt, aus der herausstammt das Edelste, was der Mensch in sich hat. Es war ein Reich höchster, vollkommenster Ordnung, in das der Schüler entrückt wurde, ein Reich, das noch vieles andere bot an Erkenntnis; denn das, was hier geschildert wurde, war nicht das einzige.
[ 8 ] Bevor wir aber weiteres schildern, müssen wir auch die Lehrer kennenlernen. Sie alle haben schon gehört von den heiligen Rishis, den ursprünglichen Begründern der uralt heiligen indischen Kultur, welche selbst den Manu zum Lehrer gehabt hatten. Wer waren diese sieben großen Lehrer des alten Indiens? Wir müssen die Natur der heiligen Rishis, soweit das möglich ist, uns ein wenig verdeutlichen. Dazu müssen wir noch einmal in die große Welt schauen. Wir müssen uns klar sein, daß dasjenige, was wir mit physischen Sinnen, Augen und so weiter wahrnehmen können, eine Folge des Geistigen ist. Wenn wir die ganze Umwelt, die wir erblicken, vergeistigt denken, so können wir sie etwa mit einem ätherischen Urnebel vergleichen. Dieser Nebel wurde dann allmählich dichter, er stieg hinab in den Zustand der Materie, und es ballten sich heraus verschiedene Weltkörper: die Sonne, der Mond, die Erde trennten sich.
[ 8 ] Bevor wir aber weiteres schildern, müssen wir auch die Lehrer kennenlernen. Sie alle haben schon gehört von den heiligen Rishis, den ursprünglichen Begründern der uralt heiligen indischen Kultur, welche selbst den Manu zum Lehrer gehabt hatten. Wer waren diese sieben großen Lehrer des alten Indiens? Wir müssen die Natur der heiligen Rishis, soweit das möglich ist, uns ein wenig verdeutlichen. Dazu müssen wir noch einmal in die große Welt schauen. Wir müssen uns klar sein, daß dasjenige, was wir mit physischen Sinnen, Augen und so weiter wahrnehmen können, eine Folge des Geistigen ist. Wenn wir die ganze Umwelt, die wir erblicken, vergeistigt denken, so können wir sie etwa mit einem ätherischen Urnebel vergleichen. Dieser Nebel wurde dann allmählich dichter, er stieg hinab in den Zustand der Materie, und es ballten sich heraus verschiedene Weltkörper: die Sonne, der Mond, die Erde trennten sich.
[ 9 ] Warum spalteten sich aber die anderen Planeten heraus? Denn das geschah während der einzelnen Trennungen auch. Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Merkur spalteten sich ab. Warum geschah das?
[ 9 ] Warum spalteten sich aber die anderen Planeten heraus? Denn das geschah während der einzelnen Trennungen auch. Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Merkur spalteten sich ab. Warum geschah das?
[ 10 ] Wir werden das begreifen, wenn wir uns sagen, daß im großen Weltenall etwas Ähnliches vor sich geht wie das, was sich auch in unserem gewöhnlichen, trivialen Leben abspielt. Es bleiben nicht bloß Schüler im Gymnasium sitzen, sondern auch im großen Kosmos gibt es Wesen, die zurückbleiben und nicht mitkommen können. Nun machen wir uns das einmal ganz klar. Eine Gruppe hoher Wesen waren es, die nicht das Tempo der Erde mitmachen konnten, die die feinsten Substanzen herausnahmen und daraus die Sonne gestalteten zu ihrem Wohnplatz. Das waren die höchsten Wesen, die mit unserer Evolution verknüpft waren. Sie hatten aber auch eine Entwickelung durchgemacht. Es gab also Wesen, die damals im Begriff standen, Sonnengeister zu werden und solche, die zurückgeblieben waren, die tiefer standen als die Sonnengeister, jedoch höher als der Mensch, die die Entwickelung der Sonnengeister nicht mitmachen konnten, weil sie nicht so reif waren wie diese. Sie konnten nicht mit der Sonne herausgehen; die Sonne hätte sie versengt. Für die Erde waren sie aber zu edel, daher hatten sie sich besondere Substanzen, die an Feinheit zwischen Sonne und Erde stehen, die ihrer Natur entsprachen, herausgenommen und sich Wohnplätze gebildet zwischen Sonne und Erde. So spalteten sich heraus Venus und Merkur. Da haben wir zwei Gruppen von Wesenheiten, die nicht so hoch gekommen waren wie die Sonnengeister, aber weiter waren als der Mensch. Sie wurden Venus-, sie wurden Merkurgeister. Diese Wesenheiten sind die Veranlasser der Entstehung dieser beiden Planeten. Ferner bildeten sich schon früher heraus Mars, Jupiter und Saturn, aus anderen Gründen. Diese wurden wiederum Wohnplätze für bestimmte Wesenheiten.
[ 10 ] Wir werden das begreifen, wenn wir uns sagen, daß im großen Weltenall etwas Ähnliches vor sich geht wie das, was sich auch in unserem gewöhnlichen, trivialen Leben abspielt. Es bleiben nicht bloß Schüler im Gymnasium sitzen, sondern auch im großen Kosmos gibt es Wesen, die zurückbleiben und nicht mitkommen können. Nun machen wir uns das einmal ganz klar. Eine Gruppe hoher Wesen waren es, die nicht das Tempo der Erde mitmachen konnten, die die feinsten Substanzen herausnahmen und daraus die Sonne gestalteten zu ihrem Wohnplatz. Das waren die höchsten Wesen, die mit unserer Evolution verknüpft waren. Sie hatten aber auch eine Entwickelung durchgemacht. Es gab also Wesen, die damals im Begriff standen, Sonnengeister zu werden und solche, die zurückgeblieben waren, die tiefer standen als die Sonnengeister, jedoch höher als der Mensch, die die Entwickelung der Sonnengeister nicht mitmachen konnten, weil sie nicht so reif waren wie diese. Sie konnten nicht mit der Sonne herausgehen; die Sonne hätte sie versengt. Für die Erde waren sie aber zu edel, daher hatten sie sich besondere Substanzen, die an Feinheit zwischen Sonne und Erde stehen, die ihrer Natur entsprachen, herausgenommen und sich Wohnplätze gebildet zwischen Sonne und Erde. So spalteten sich heraus Venus und Merkur. Da haben wir zwei Gruppen von Wesenheiten, die nicht so hoch gekommen waren wie die Sonnengeister, aber weiter waren als der Mensch. Sie wurden Venus-, sie wurden Merkurgeister. Diese Wesenheiten sind die Veranlasser der Entstehung dieser beiden Planeten. Ferner bildeten sich schon früher heraus Mars, Jupiter und Saturn, aus anderen Gründen. Diese wurden wiederum Wohnplätze für bestimmte Wesenheiten.
[ 11 ] So sehen wir, wie Geister die Ursachen von der Entstehung der Planeten sind. Nun darf man nicht glauben, daß diese Wesenheiten, die die verschiedenen Körper des Sonnensystems bewohnen, daß die nicht in Zusammenhang stehen mit den Erdbewohnern. Wir müssen einsehen, daß die physischen Grenzen nicht die wirklichen Grenzen sind, daß auch über diese Grenzen hinaus vielfach die Möglichkeit besteht für die Wesenheiten der anderen Himmelskörper, magische Wirkungen auszuüben auf die Erde. So erstrecken sich die Wirkungen der Sonnen-, Mars-, Jupiter-, Saturn-, Venus-, Merkurgeister und so weiter in die Erde hinein. Die beiden letzteren stehen der Erde näher; sie haben den Menschen geholfen, als die Sonne herausgetreten war, die Erde so vorzubereiten, wie wir sie jetzt vor uns haben.
[ 11 ] So sehen wir, wie Geister die Ursachen von der Entstehung der Planeten sind. Nun darf man nicht glauben, daß diese Wesenheiten, die die verschiedenen Körper des Sonnensystems bewohnen, daß die nicht in Zusammenhang stehen mit den Erdbewohnern. Wir müssen einsehen, daß die physischen Grenzen nicht die wirklichen Grenzen sind, daß auch über diese Grenzen hinaus vielfach die Möglichkeit besteht für die Wesenheiten der anderen Himmelskörper, magische Wirkungen auszuüben auf die Erde. So erstrecken sich die Wirkungen der Sonnen-, Mars-, Jupiter-, Saturn-, Venus-, Merkurgeister und so weiter in die Erde hinein. Die beiden letzteren stehen der Erde näher; sie haben den Menschen geholfen, als die Sonne herausgetreten war, die Erde so vorzubereiten, wie wir sie jetzt vor uns haben.
[ 12 ] Ich möchte hier etwas einfügen, weil Mißverständnisse sich eingeschlichen haben, die sich beziehen auf die Benennung der Planeten. In allen okkulten Benennungen wird das, was heute astronomisch Merkur genannt wird, Venus genannt, und umgekehrt, was man astronomisch Venus nennt, wird Merkur genannt. Die rein äußerlichen Astronomen wissen nicht, daß da Geheimnisse zugrunde liegen, weil man tiefe, esoterische Benennungen nicht verraten wollte. Es ist das geschehen, um gewisse Dinge zu verhüllen.
[ 12 ] Ich möchte hier etwas einfügen, weil Mißverständnisse sich eingeschlichen haben, die sich beziehen auf die Benennung der Planeten. In allen okkulten Benennungen wird das, was heute astronomisch Merkur genannt wird, Venus genannt, und umgekehrt, was man astronomisch Venus nennt, wird Merkur genannt. Die rein äußerlichen Astronomen wissen nicht, daß da Geheimnisse zugrunde liegen, weil man tiefe, esoterische Benennungen nicht verraten wollte. Es ist das geschehen, um gewisse Dinge zu verhüllen.
[ 13 ] Es wirken nun alle diese Geister der anderen Planeten auf die Erde. Von allen Planeten gehen Wirkungen auf den Menschen aus. Diese Wirkungen mußten aber zunächst dem Menschen vermittelt werden, und das geschah dadurch, daß durch den großen Manu die sieben Rishis so eingeweiht wurden, daß der einzelne Rishi die Geheimnisse eines dieser Planeten in ihren Wirkungen verstand. Und weil man sieben Planeten zählte, so waren diese sieben Rishis in ihrer Gemeinsamkeit dasjenige, was darstellt eine siebengliedrige Loge, welche die Lehren von den Geheimnissen unseres Sonnensystems ihren Schülern übermitteln konnte. Daher finden wir Hindeutungen darauf in manchen alten okkulten Schriften. Da steht zum Beispiel: Es gibt Geheimnisse, die zu suchen sind jenseits der Sieben, das sind die, die der heilige Manu selbst bewahrte, über die Zeit vor der Spaltung der Planeten.
[ 13 ] Es wirken nun alle diese Geister der anderen Planeten auf die Erde. Von allen Planeten gehen Wirkungen auf den Menschen aus. Diese Wirkungen mußten aber zunächst dem Menschen vermittelt werden, und das geschah dadurch, daß durch den großen Manu die sieben Rishis so eingeweiht wurden, daß der einzelne Rishi die Geheimnisse eines dieser Planeten in ihren Wirkungen verstand. Und weil man sieben Planeten zählte, so waren diese sieben Rishis in ihrer Gemeinsamkeit dasjenige, was darstellt eine siebengliedrige Loge, welche die Lehren von den Geheimnissen unseres Sonnensystems ihren Schülern übermitteln konnte. Daher finden wir Hindeutungen darauf in manchen alten okkulten Schriften. Da steht zum Beispiel: Es gibt Geheimnisse, die zu suchen sind jenseits der Sieben, das sind die, die der heilige Manu selbst bewahrte, über die Zeit vor der Spaltung der Planeten.
[ 14 ] Das was die Planeten als Kräfte bewahrten, das war dasjenige, was in den Geheimnissen der sieben Rishis verborgen war. Und so wirkte dieser Chor der sieben Rishis zusammen, in vollster Einheit mit dem Manu, in der wunderbaren Weisheit, die den Schülern von ihnen vermittelt wurde. Wenn wir das charakterisieren wollten, so müßten wir sagen: Diese Urlehre enthielt ungefähr dasjenige, was wir heute kennenlernen als die Evolution der Menschheit durch die planetarischen Zustände von Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus, Vulkan. Die Geheimnisse der Evolution waren hineingeheimnißt in die sieben Glieder der Loge, von denen ein jedes eine Stufe im Fortschritt der Menschheit bedeutete.
[ 14 ] Das was die Planeten als Kräfte bewahrten, das war dasjenige, was in den Geheimnissen der sieben Rishis verborgen war. Und so wirkte dieser Chor der sieben Rishis zusammen, in vollster Einheit mit dem Manu, in der wunderbaren Weisheit, die den Schülern von ihnen vermittelt wurde. Wenn wir das charakterisieren wollten, so müßten wir sagen: Diese Urlehre enthielt ungefähr dasjenige, was wir heute kennenlernen als die Evolution der Menschheit durch die planetarischen Zustände von Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus, Vulkan. Die Geheimnisse der Evolution waren hineingeheimnißt in die sieben Glieder der Loge, von denen ein jedes eine Stufe im Fortschritt der Menschheit bedeutete.
[ 15 ] Das sah der Schüler. Er sah es nicht nur, er hörte es sogar, wenn er sich erhob in das Devachan, in die devachanische Welt: denn diese Welt ist eine Welt des Tönens. Da hörte er den Sphärenklang der sieben Planeten. Er sah in der astralischen Welt das Bild; in der devachanischen Welt hörte er den Ton, und in der obersten, der höchsten der Welten, erlebte er das Wort. Wenn also der indische Schüler sich erhob in das obere Devachan, so nahm er durch die Sphärenmusik und durch das Sphärenwort wahr, wie der Urgeist Brahma sich gliedert durch die Evolution, in der siebengliedrigen Planetenkette, und er hörte das aus dem Urwort Vâc. Das war die Bezeichnung des Urtones der Schöpfung, den der Schüler hörte; darinnen hörte er die ganze Weltenentwickelung. Das in sieben Glieder gespaltene Wort, das Urwort der Schöpfung, das wirkte in der Seele des Schülers, das Urwort, das er den Nichteingeweihten ungefähr so beschrieb, wie wir heute beschreiben würden unsere Weltenevolution. Was er wahrnahm, ist elementar beschrieben in meiner «Theosophie», ‚Und diese Beschreibung finden wir zuerst wieder in. der uralt heiligen Religion der Inder, in dem, was man nannte den «Veda» oder auf deutsch das «Wort».
[ 15 ] Das sah der Schüler. Er sah es nicht nur, er hörte es sogar, wenn er sich erhob in das Devachan, in die devachanische Welt: denn diese Welt ist eine Welt des Tönens. Da hörte er den Sphärenklang der sieben Planeten. Er sah in der astralischen Welt das Bild; in der devachanischen Welt hörte er den Ton, und in der obersten, der höchsten der Welten, erlebte er das Wort. Wenn also der indische Schüler sich erhob in das obere Devachan, so nahm er durch die Sphärenmusik und durch das Sphärenwort wahr, wie der Urgeist Brahma sich gliedert durch die Evolution, in der siebengliedrigen Planetenkette, und er hörte das aus dem Urwort Vâc. Das war die Bezeichnung des Urtones der Schöpfung, den der Schüler hörte; darinnen hörte er die ganze Weltenentwickelung. Das in sieben Glieder gespaltene Wort, das Urwort der Schöpfung, das wirkte in der Seele des Schülers, das Urwort, das er den Nichteingeweihten ungefähr so beschrieb, wie wir heute beschreiben würden unsere Weltenevolution. Was er wahrnahm, ist elementar beschrieben in meiner «Theosophie», ‚Und diese Beschreibung finden wir zuerst wieder in. der uralt heiligen Religion der Inder, in dem, was man nannte den «Veda» oder auf deutsch das «Wort».
[ 16 ] Das ist der wirkliche Sinn der Veden, und dasjenige, was später geschrieben ist, ist nur die letzte Erinnerung an die uralt heilige Wortlehre. Das Wort selbst ist nur von Mund zu Mund fortgepflanzt worden, denn durch das Niederschreiben wird die Urtradition verletzt. Nur aus den Veden kann man noch etwas herausfühlen von dem, was damals in diese Kultur eingeflossen ist. Wenn der Schüler das in seiner Erinnerung erlebte, konnte er sich sagen: Was ich als Brahman in meiner Seele erlebe, was ich als Urwort in meiner Seele habe, das war auch schon da auf dem alten Saturn; auf dem Saturn erklang schon der erste Hauch des Vedawortes.
[ 16 ] Das ist der wirkliche Sinn der Veden, und dasjenige, was später geschrieben ist, ist nur die letzte Erinnerung an die uralt heilige Wortlehre. Das Wort selbst ist nur von Mund zu Mund fortgepflanzt worden, denn durch das Niederschreiben wird die Urtradition verletzt. Nur aus den Veden kann man noch etwas herausfühlen von dem, was damals in diese Kultur eingeflossen ist. Wenn der Schüler das in seiner Erinnerung erlebte, konnte er sich sagen: Was ich als Brahman in meiner Seele erlebe, was ich als Urwort in meiner Seele habe, das war auch schon da auf dem alten Saturn; auf dem Saturn erklang schon der erste Hauch des Vedawortes.
[ 17 ] Nun hatte sich die Entwickelung fortgesetzt durch Sonne und Mond bis zur Erde. Das Wort war immer dichter geworden, hatte immer dichtere Formen angenommen, und das Menschenbild im Ursamen der Erde war schon eine Verdichtung des Zustandes, in dem das Urwort auf dem Saturn war. Was war nun geschehen?
[ 17 ] Nun hatte sich die Entwickelung fortgesetzt durch Sonne und Mond bis zur Erde. Das Wort war immer dichter geworden, hatte immer dichtere Formen angenommen, und das Menschenbild im Ursamen der Erde war schon eine Verdichtung des Zustandes, in dem das Urwort auf dem Saturn war. Was war nun geschehen?
[ 18 ] Das Gotteswort, der Urmensch hatte sich in immer neue Hüllen gehüllt, und es kam darauf an, welche Hüllen das Wort innerhalb der Erdenentwickelung annahm. Der Schüler wußte, daß sich nichts vollständig wiederholt im Weltenall und daß jeder Planet seine Mission hat. Was er auf der alten Sonne als das Leben sich gestalten sah, was auf dem alten Monde als Weisheit eingeimpft wurde auf den Grund aller Dinge, dem folgte auf der Erde, was die Aufgabe, die Mission der Erde ist, das ist, die Liebe zu entwickeln; die war auf dem alten Monde noch nicht da. So kleidete sich dasjenige, was in einer viel geistigeren, aber auch in einer viel kälteren Form auf dem vorigen Planeten vorhanden war, das Urbild des Menschen, es kleidete sich in eine warme astralische Umhüllung. Dasjenige, was Mensch werden sollte, war auf dem Monde in eine astralische Hülle gekleidet worden, und dieser Teil ist es, der auf der Erde das innere Menschenleben dazu fähig macht, Liebe zu entwickeln von der niedersten bis zur höchsten Form.
[ 18 ] Das Gotteswort, der Urmensch hatte sich in immer neue Hüllen gehüllt, und es kam darauf an, welche Hüllen das Wort innerhalb der Erdenentwickelung annahm. Der Schüler wußte, daß sich nichts vollständig wiederholt im Weltenall und daß jeder Planet seine Mission hat. Was er auf der alten Sonne als das Leben sich gestalten sah, was auf dem alten Monde als Weisheit eingeimpft wurde auf den Grund aller Dinge, dem folgte auf der Erde, was die Aufgabe, die Mission der Erde ist, das ist, die Liebe zu entwickeln; die war auf dem alten Monde noch nicht da. So kleidete sich dasjenige, was in einer viel geistigeren, aber auch in einer viel kälteren Form auf dem vorigen Planeten vorhanden war, das Urbild des Menschen, es kleidete sich in eine warme astralische Umhüllung. Dasjenige, was Mensch werden sollte, war auf dem Monde in eine astralische Hülle gekleidet worden, und dieser Teil ist es, der auf der Erde das innere Menschenleben dazu fähig macht, Liebe zu entwickeln von der niedersten bis zur höchsten Form.
[ 19 ] Dem indischen Schüler wurde die Menschengestalt, das Urbild, im oberen Devachan klar wahrnehmbar. Dann umhüllte es sich im niederen Devachan mit einer astralischen Hülle, die in sich die Kräfte hatte, Liebe zu entwickeln. Die Liebe, den Eros, nannte man Kama. So bekommt Kama einen Sinn für die Erdenentwickelung. Es kleidete sich das göttliche Wort, das Brahman, in Kama, und durch das Kama hindurch tönte dem Schüler das Urwort heraus. Das Kleid der Liebe war Kama, das Kleid des Urwortes Vâc, des Wortes Vâc, das dem lateinischen «vox» zugrunde liegt. Und so empfand der Schüler im innersten Wesen, daß sich das Gotteswort ein astralisches Liebeskleid umgelegt hatte, und nun sagte er sich: Der Mensch, der heute aus vier Gliedern besteht, aus dem physischen Leibe, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich, dieser Mensch hat als höchstes Glied sein Ich. Und dieses Ich stieg hinunter in das Liebeskleid und bildete sich Kama-Manas. Das war das innerste Wesen des Menschen, Kama war es, in das sich Manas kleidete: das war das Ich. Aber wir wissen auch, daß dieses innerste Wesen herausentwickeln wird drei Glieder, die höher sind, die wandeln die niederen Glieder um, wandeln auch den physischen Leib um, und wie das Manas aus der Astralhülle wird, wie dem Prana die Budhi auf höherer Stufe entspricht, so wird der physische Leib, wenn er ganz vergeistigt sein wird, Atma sein. Alles das war aber schon keimhaft veranlagt in der Vâc, und ein Vedasatz erinnert noch daran, wie der Schüler das Geheimnis des innersten Wesens zum Ausdruck brachte.
[ 19 ] Dem indischen Schüler wurde die Menschengestalt, das Urbild, im oberen Devachan klar wahrnehmbar. Dann umhüllte es sich im niederen Devachan mit einer astralischen Hülle, die in sich die Kräfte hatte, Liebe zu entwickeln. Die Liebe, den Eros, nannte man Kama. So bekommt Kama einen Sinn für die Erdenentwickelung. Es kleidete sich das göttliche Wort, das Brahman, in Kama, und durch das Kama hindurch tönte dem Schüler das Urwort heraus. Das Kleid der Liebe war Kama, das Kleid des Urwortes Vâc, des Wortes Vâc, das dem lateinischen «vox» zugrunde liegt. Und so empfand der Schüler im innersten Wesen, daß sich das Gotteswort ein astralisches Liebeskleid umgelegt hatte, und nun sagte er sich: Der Mensch, der heute aus vier Gliedern besteht, aus dem physischen Leibe, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich, dieser Mensch hat als höchstes Glied sein Ich. Und dieses Ich stieg hinunter in das Liebeskleid und bildete sich Kama-Manas. Das war das innerste Wesen des Menschen, Kama war es, in das sich Manas kleidete: das war das Ich. Aber wir wissen auch, daß dieses innerste Wesen herausentwickeln wird drei Glieder, die höher sind, die wandeln die niederen Glieder um, wandeln auch den physischen Leib um, und wie das Manas aus der Astralhülle wird, wie dem Prana die Budhi auf höherer Stufe entspricht, so wird der physische Leib, wenn er ganz vergeistigt sein wird, Atma sein. Alles das war aber schon keimhaft veranlagt in der Vâc, und ein Vedasatz erinnert noch daran, wie der Schüler das Geheimnis des innersten Wesens zum Ausdruck brachte.
[ 20 ] Wir wissen, daß der physische Leib auf dem Saturn, der Ätherleib auf der Sonne, der Astralleib auf dem Monde, und das Ich auf der Erde erst entstanden ist. Aber die wahre, ursprüngliche Menschenanlage, das Urwort Vâc, hatte auch schon die drei folgenden Glieder in sich. Drei höhere Glieder hat der Mensch noch zu erwarten, dann wird er erst ein getreues Abbild des Schöpfungswortes, des Urwortes sein. Und darauf sollte der Schüler hingewiesen werden, daß nur dem Eingeweihten die wahre Natur des physischen, ätherischen und astralischen Leibes klar sein konnte. Heute ist der Mensch er selbst nur, wenn er sein «Ich bin» ausspricht, wenn er das ins Auge faßt, was ganz sein eigen ist. Nur da ist er ganz Mensch. Die anderen Glieder sind zwar auch offenbar, aber da ist er noch unbewußt. Aber im vierten ist die Vâc offenbar geworden: «Im vierten spricht der. Mensch!» Das war der Satz des Veda. Wenn das Wort des Ich ertönt, so tönt der vierte Teil der Vâc. Der Vedasatz hieß: «Vier Vierteile der Vâc sind bemessen; drei sind im Verborgenen bewahrt und rühren sich nicht; nur das vierte Vierteil sprechen die Menschen.»
[ 20 ] Wir wissen, daß der physische Leib auf dem Saturn, der Ätherleib auf der Sonne, der Astralleib auf dem Monde, und das Ich auf der Erde erst entstanden ist. Aber die wahre, ursprüngliche Menschenanlage, das Urwort Vâc, hatte auch schon die drei folgenden Glieder in sich. Drei höhere Glieder hat der Mensch noch zu erwarten, dann wird er erst ein getreues Abbild des Schöpfungswortes, des Urwortes sein. Und darauf sollte der Schüler hingewiesen werden, daß nur dem Eingeweihten die wahre Natur des physischen, ätherischen und astralischen Leibes klar sein konnte. Heute ist der Mensch er selbst nur, wenn er sein «Ich bin» ausspricht, wenn er das ins Auge faßt, was ganz sein eigen ist. Nur da ist er ganz Mensch. Die anderen Glieder sind zwar auch offenbar, aber da ist er noch unbewußt. Aber im vierten ist die Vâc offenbar geworden: «Im vierten spricht der. Mensch!» Das war der Satz des Veda. Wenn das Wort des Ich ertönt, so tönt der vierte Teil der Vâc. Der Vedasatz hieß: «Vier Vierteile der Vâc sind bemessen; drei sind im Verborgenen bewahrt und rühren sich nicht; nur das vierte Vierteil sprechen die Menschen.»
[ 21 ] Da haben wir eine wunderbare Beschreibung von dem, was wir so oft gehört haben. Das stand vor dem geistigen Blick des Schülers. Sein Blick wurde auf den Zustand zurückgelenkt, wo noch nichts getrennt war, wo noch eine Urerde war, wo die volle Vâc sprach. Das drückt ein anderer Vedasatz aus: «Vorher wußte ich nicht, was das ist, das «Ich bin», erst als die Erstgebotene der Erde über mich kam, wurde der Geist lichtvoll erfüllt, und ich hatte Anteil an der heiligen Vâc», der Weisheit. Darinnen ist ein Schauen wiedergegeben, das der Eingeweihte hatte.
[ 21 ] Da haben wir eine wunderbare Beschreibung von dem, was wir so oft gehört haben. Das stand vor dem geistigen Blick des Schülers. Sein Blick wurde auf den Zustand zurückgelenkt, wo noch nichts getrennt war, wo noch eine Urerde war, wo die volle Vâc sprach. Das drückt ein anderer Vedasatz aus: «Vorher wußte ich nicht, was das ist, das «Ich bin», erst als die Erstgebotene der Erde über mich kam, wurde der Geist lichtvoll erfüllt, und ich hatte Anteil an der heiligen Vâc», der Weisheit. Darinnen ist ein Schauen wiedergegeben, das der Eingeweihte hatte.
[ 22 ] Damit ist nur angedeutet einiges wenige von den Erlebnissen der alten Rishi-Schüler, von den wunderbaren Lehren, die einflossen in die indische Kultur, die überliefert wurden an die folgenden Zeitalter und die umgestaltet wurden nach den Lebensbedürfnissen anderer Völker. Aber alle hatten es verstanden, das Urwort Vâc.
[ 22 ] Damit ist nur angedeutet einiges wenige von den Erlebnissen der alten Rishi-Schüler, von den wunderbaren Lehren, die einflossen in die indische Kultur, die überliefert wurden an die folgenden Zeitalter und die umgestaltet wurden nach den Lebensbedürfnissen anderer Völker. Aber alle hatten es verstanden, das Urwort Vâc.
[ 23 ] Wir werden manches besser verstehen, wenn wir ein Geheimnis in seinem ganzen Zusammenhang uns vor Augen führen. Wir müssen uns vorstellen, daß damals die Wirkung des Lehrers auf den Schüler eine ganz andere war als heute. Heute ist nur dann, wenn der Schüler auf eine gewisse Einweihungsstufe schon gebracht ist, einigermaßen eine solche Wirkung möglich. Damals waren die Kräfte des Lehrers, die auf den Schüler übergingen, viel stärker. Von diesen Kräften machen wir uns eine Vorstellung, wenn wir sagen: Nicht nur das, was der Lehrer durch das Wort oder durch die Schrift übermitteln konnte, wirkte. Das alles wirkte eigentlich nur auf die Verstandesseele, aber außerdem wirkten magische, geheimnisvolle Kräfte vom Lehrer auf den Schüler, und es waren im wesentlichen die Kräfte des Lehrers, die da imstande waren, die Bilder, die der Lehrer vor die Seele des Schülers rückte, zu erfüllen mit Helligkeit und lebendiger Kraft. Diese eigenartige Wirkung hat sich im vierten nachatlantischen Zeitalter, der griechisch-lateinischen Kultur, erst verloren. Die Kräfte ändern sich eben. Es war ganz etwas anderes, wenn ein alter Ägypter einem jungen gegenüberstand, als wenn heute ein Lehrer dem Schüler gegenübersteht. Ganz andere Kräfte wirkten vom Alter auf die Jugend. Das muß derjenige wissen, der verstehen will, was noch im alten Griechentum beschrieben ist. So&rates hatte tatsächlich telepathische Kräfte, die er auf seine Schüler übergehen ließ, während er sie belehrte. Solches kann in unserer Zeit nicht mehr wirken. Solche Dinge werden angedeutet in P/atos Schriften. Heute würde es selbstverständlich eine verwerfliche Untugend sein, was damals durchaus berechtigt war. Es gehen eben Änderungen vor sich; niemand hat das Recht, das heute zu kopieren. Heutige Erscheinungen wollen sich darauf berufen, aber dasselbe würde heute verwerflich sein.
[ 23 ] Wir werden manches besser verstehen, wenn wir ein Geheimnis in seinem ganzen Zusammenhang uns vor Augen führen. Wir müssen uns vorstellen, daß damals die Wirkung des Lehrers auf den Schüler eine ganz andere war als heute. Heute ist nur dann, wenn der Schüler auf eine gewisse Einweihungsstufe schon gebracht ist, einigermaßen eine solche Wirkung möglich. Damals waren die Kräfte des Lehrers, die auf den Schüler übergingen, viel stärker. Von diesen Kräften machen wir uns eine Vorstellung, wenn wir sagen: Nicht nur das, was der Lehrer durch das Wort oder durch die Schrift übermitteln konnte, wirkte. Das alles wirkte eigentlich nur auf die Verstandesseele, aber außerdem wirkten magische, geheimnisvolle Kräfte vom Lehrer auf den Schüler, und es waren im wesentlichen die Kräfte des Lehrers, die da imstande waren, die Bilder, die der Lehrer vor die Seele des Schülers rückte, zu erfüllen mit Helligkeit und lebendiger Kraft. Diese eigenartige Wirkung hat sich im vierten nachatlantischen Zeitalter, der griechisch-lateinischen Kultur, erst verloren. Die Kräfte ändern sich eben. Es war ganz etwas anderes, wenn ein alter Ägypter einem jungen gegenüberstand, als wenn heute ein Lehrer dem Schüler gegenübersteht. Ganz andere Kräfte wirkten vom Alter auf die Jugend. Das muß derjenige wissen, der verstehen will, was noch im alten Griechentum beschrieben ist. So&rates hatte tatsächlich telepathische Kräfte, die er auf seine Schüler übergehen ließ, während er sie belehrte. Solches kann in unserer Zeit nicht mehr wirken. Solche Dinge werden angedeutet in P/atos Schriften. Heute würde es selbstverständlich eine verwerfliche Untugend sein, was damals durchaus berechtigt war. Es gehen eben Änderungen vor sich; niemand hat das Recht, das heute zu kopieren. Heutige Erscheinungen wollen sich darauf berufen, aber dasselbe würde heute verwerflich sein.
[ 24 ] Damals, in der alten Zeit, gingen Kräfte aus vom Lehrer zum Schüler. Noch im alten Ägypten gab es wirklich eine große Zahl Menschen, die fähig waren, auf eine derartige Weise Kräfte aufzunehmen. Wenn ein Mensch besonders empfänglich war und einem anderen gegenüberstand, der gelernt hatte, seine Gedanken zu verstärken, dann wirkte ein starker Gedanke so, daß er in der Seele des Empfänglichen auftauchte als Bild. Es war also im alten Ägypten eine solche telepathische Wirkung in hohem Grade möglich, und Gedankenübertragung war in hohem Maße vorhanden. Wenn eine starke Willensnatur einer nicht gestärkten gegenüberstand, war das sehr der Fall. So vermochte man auch noch in Ägypten einen anderen durch Gedanken zu lenken und zu leiten in einem Maße, wie man es sich heute gar nicht vorstellen kann, Heute würde man natürlich mit solchen Kräften argen Mißbrauch treiben. Im wesentlichen beruhten im alten Ägypten die Einweihungen auf ähnlichen Kräften. So war es auch im alten Indien möglich gewesen und in Persien. Diese Kräfte verstärkten noch die Methode, die, wenn man sich exoterisch ausdrücken wollte, man auch eine medizinische nennen könnte. Darunter ist natürlich nicht die offizielle Heilkunde von heute zu verstehen. Über das, was heute der Mensch Medizin nennt, darüber hätte der ägyptische Arzt und Eingeweihte nur gelacht. Der alte ägyptische Mediziner hat eins gewußt: er hat gewußt, daß jene Zustände, die in der Atlantis ursprünglich vorhanden waren, und wie man sie bei der Einweihung hat wahrnehmen können, auch jetzt noch in gewissem Sinne wieder zu erwecken waren. Das Bewußtsein, in dem der Mensch in der Atlantis lebte, war ein dumpfes Hellseherbewußtsein. Da gab es eine Zeit, sagte sich der ägyptische Eingeweihte, in der die geistigen Wesen eine viel größere Kraft auf den Menschen ausübten. Heute weiß der Mensch, wenn er schläft, nichts von den höheren Welten; aber der atlantische Mensch lebte da noch in einem dämmerhaften Hellseherbewußtsein mit den Göttern. Und so wie es viel besser wirkt als alle moralischen Lehren, wenn der heutige Mensch sich erheben kann zu einem idealen Menschen, so wirkte damals der ägyptische Eingeweihte durch Kräfte und Bilder höherer geistiger Vorgänge auf den Schüler. Das wirkte nicht bloß äußerlich, sondern tief innerlich, es wirkte so, daß ein ganz bestimmter Vorgang resultierte.
[ 24 ] Damals, in der alten Zeit, gingen Kräfte aus vom Lehrer zum Schüler. Noch im alten Ägypten gab es wirklich eine große Zahl Menschen, die fähig waren, auf eine derartige Weise Kräfte aufzunehmen. Wenn ein Mensch besonders empfänglich war und einem anderen gegenüberstand, der gelernt hatte, seine Gedanken zu verstärken, dann wirkte ein starker Gedanke so, daß er in der Seele des Empfänglichen auftauchte als Bild. Es war also im alten Ägypten eine solche telepathische Wirkung in hohem Grade möglich, und Gedankenübertragung war in hohem Maße vorhanden. Wenn eine starke Willensnatur einer nicht gestärkten gegenüberstand, war das sehr der Fall. So vermochte man auch noch in Ägypten einen anderen durch Gedanken zu lenken und zu leiten in einem Maße, wie man es sich heute gar nicht vorstellen kann, Heute würde man natürlich mit solchen Kräften argen Mißbrauch treiben. Im wesentlichen beruhten im alten Ägypten die Einweihungen auf ähnlichen Kräften. So war es auch im alten Indien möglich gewesen und in Persien. Diese Kräfte verstärkten noch die Methode, die, wenn man sich exoterisch ausdrücken wollte, man auch eine medizinische nennen könnte. Darunter ist natürlich nicht die offizielle Heilkunde von heute zu verstehen. Über das, was heute der Mensch Medizin nennt, darüber hätte der ägyptische Arzt und Eingeweihte nur gelacht. Der alte ägyptische Mediziner hat eins gewußt: er hat gewußt, daß jene Zustände, die in der Atlantis ursprünglich vorhanden waren, und wie man sie bei der Einweihung hat wahrnehmen können, auch jetzt noch in gewissem Sinne wieder zu erwecken waren. Das Bewußtsein, in dem der Mensch in der Atlantis lebte, war ein dumpfes Hellseherbewußtsein. Da gab es eine Zeit, sagte sich der ägyptische Eingeweihte, in der die geistigen Wesen eine viel größere Kraft auf den Menschen ausübten. Heute weiß der Mensch, wenn er schläft, nichts von den höheren Welten; aber der atlantische Mensch lebte da noch in einem dämmerhaften Hellseherbewußtsein mit den Göttern. Und so wie es viel besser wirkt als alle moralischen Lehren, wenn der heutige Mensch sich erheben kann zu einem idealen Menschen, so wirkte damals der ägyptische Eingeweihte durch Kräfte und Bilder höherer geistiger Vorgänge auf den Schüler. Das wirkte nicht bloß äußerlich, sondern tief innerlich, es wirkte so, daß ein ganz bestimmter Vorgang resultierte.
[ 25 ] Denken wir uns einen kranken Menschen, der deshalb krank ist, weil bestimmte Verrichtungen nicht in normaler Weise verlaufen. Woher kommt das? Derjenige, der okkult geschult ist, weiß, daß es nicht von außen kommt, wenn der physische Leib unregelmäßig funktioniert; sondern alles, was an Krankheiten da ist und nicht von außen kommt, ist darauf zurückzuführen, daß der Ätherleib nicht in Ordnung ist. Aber der Ätherleib ist krank, weil der Astralleib in Unordnung ist. Wenn nun bei dem atlantischen Menschen Gefahr vorhanden war, daß irgendeine Unordnung in der Säfteverteilung eintreten konnte, dann war sehr bald dafür gesorgt, daß wieder Ordnung hineinkommen konnte. Der Mensch bekam im Schlafzustand aus den geistigen Welten eine solche Kraft, daß durch den Schlaf die gestörten Kräfte und Funktionen wieder hergestellt wurden, daß der Mensch wieder gesundete. Er stellte gewissermaßen durch Erschlafen die gesunden Kräfte wieder her. Die alten ägyptischen Ärzte gebrauchten etwas Ähnliches. Sie dämmerten das Bewußtsein des Patienten künstlich herab bis zu einer Art hypnotischen Schlafes, und nun waren sie Herren über die Bilder der Scelenwelt, die um den Patienten entstanden. Und diese Bilder lenkten sie so, daß sie Kräfte hatten, zurückzuwirken auf den physischen Leib und ihn gesund zu machen. Das war der Sinn des Tempelschlafs, den man für innerliche Krankheiten verwendete. Den Kranken gab man keine Medizin, sondern man ließ einen solchen Menschen im Tempel schlafen. Man umdämmerte sein Bewußtsein und ließ ihn in die geistigen Welten hineinschauen. Man lenkte nun seine astralischen Erlebnisse so, daß diese die Kräfte hatten, wieder Gesundheit in den Leib hineinzugießen. Das ist kein Aberglaube, das ist ein Geheimnis, das die Eingeweihten kannten: daß sie das Geistige in die Erlebnisse der Kranken hineinbrachten. In der Heilkunde, die wir daher so innig verbunden mit dem Prinzip der Einweihung finden, stellte man bei der Heilung gleichsam künstlich den atlantischen Zustand wieder her. Und dadurch, daß der Mensch durch sein Tagesbewußtsein nicht sich entgegensetzte, wirkten die Kräfte, die nötig waren zur Gesundung. So wirkte der Tempelschlaf.
[ 25 ] Denken wir uns einen kranken Menschen, der deshalb krank ist, weil bestimmte Verrichtungen nicht in normaler Weise verlaufen. Woher kommt das? Derjenige, der okkult geschult ist, weiß, daß es nicht von außen kommt, wenn der physische Leib unregelmäßig funktioniert; sondern alles, was an Krankheiten da ist und nicht von außen kommt, ist darauf zurückzuführen, daß der Ätherleib nicht in Ordnung ist. Aber der Ätherleib ist krank, weil der Astralleib in Unordnung ist. Wenn nun bei dem atlantischen Menschen Gefahr vorhanden war, daß irgendeine Unordnung in der Säfteverteilung eintreten konnte, dann war sehr bald dafür gesorgt, daß wieder Ordnung hineinkommen konnte. Der Mensch bekam im Schlafzustand aus den geistigen Welten eine solche Kraft, daß durch den Schlaf die gestörten Kräfte und Funktionen wieder hergestellt wurden, daß der Mensch wieder gesundete. Er stellte gewissermaßen durch Erschlafen die gesunden Kräfte wieder her. Die alten ägyptischen Ärzte gebrauchten etwas Ähnliches. Sie dämmerten das Bewußtsein des Patienten künstlich herab bis zu einer Art hypnotischen Schlafes, und nun waren sie Herren über die Bilder der Scelenwelt, die um den Patienten entstanden. Und diese Bilder lenkten sie so, daß sie Kräfte hatten, zurückzuwirken auf den physischen Leib und ihn gesund zu machen. Das war der Sinn des Tempelschlafs, den man für innerliche Krankheiten verwendete. Den Kranken gab man keine Medizin, sondern man ließ einen solchen Menschen im Tempel schlafen. Man umdämmerte sein Bewußtsein und ließ ihn in die geistigen Welten hineinschauen. Man lenkte nun seine astralischen Erlebnisse so, daß diese die Kräfte hatten, wieder Gesundheit in den Leib hineinzugießen. Das ist kein Aberglaube, das ist ein Geheimnis, das die Eingeweihten kannten: daß sie das Geistige in die Erlebnisse der Kranken hineinbrachten. In der Heilkunde, die wir daher so innig verbunden mit dem Prinzip der Einweihung finden, stellte man bei der Heilung gleichsam künstlich den atlantischen Zustand wieder her. Und dadurch, daß der Mensch durch sein Tagesbewußtsein nicht sich entgegensetzte, wirkten die Kräfte, die nötig waren zur Gesundung. So wirkte der Tempelschlaf.
[ 26 ] In der ägyptischen Kultur herrschte das Prinzip auch noch, das in Indien bei den weisen Rishis herrschte, die selbst die Dinge lenkten, die selbst die Vermittler der Planetenkräfte waren, die Schüler des Manu, des großen Lehrers der ersten erhabenen Kultur. In der ersten Kultur der nachatlantischen Zeit waren es die Rishis, die jene erhabene Lehre brachten, eine Lehre, die den Menschen in hohe, erhabene, geistige Welten führte, bis in die obere Devachanwelt. Das, was da geschaut wurde, das wurde heruntergeführt in den folgenden Kulturperioden bis auf den physischen Plan; bis im vierten nachatlantischen Zeitraum sich hineinsenkte in den physischen Plan die Wesenheit, die wir als das Brahman der indischen Kulturperiode kennengelernt haben, die wir als Christus bezeichnen, die nicht mehr das Geistige zu vermitteln hat, sondern selbst Mensch wurde, um über alle Menschen auszustrahlen die geheimnisvolle Macht des Urwortes.
[ 26 ] In der ägyptischen Kultur herrschte das Prinzip auch noch, das in Indien bei den weisen Rishis herrschte, die selbst die Dinge lenkten, die selbst die Vermittler der Planetenkräfte waren, die Schüler des Manu, des großen Lehrers der ersten erhabenen Kultur. In der ersten Kultur der nachatlantischen Zeit waren es die Rishis, die jene erhabene Lehre brachten, eine Lehre, die den Menschen in hohe, erhabene, geistige Welten führte, bis in die obere Devachanwelt. Das, was da geschaut wurde, das wurde heruntergeführt in den folgenden Kulturperioden bis auf den physischen Plan; bis im vierten nachatlantischen Zeitraum sich hineinsenkte in den physischen Plan die Wesenheit, die wir als das Brahman der indischen Kulturperiode kennengelernt haben, die wir als Christus bezeichnen, die nicht mehr das Geistige zu vermitteln hat, sondern selbst Mensch wurde, um über alle Menschen auszustrahlen die geheimnisvolle Macht des Urwortes.
[ 27 ] So ist das Urwort herabgestiegen, um den Menschen wieder hinaufzubringen. Und der Mensch muß verstehen, wie das geschah, um ein Instrument aus sich zu bilden, durch das er in die Zukunft wirken kann. Wir müssen kennenlernen, was vor uns gewirkt hat, damit wir selbst mitarbeiten können an immer höherer Gestaltung dessen, was für uns um uns ist.
[ 27 ] So ist das Urwort herabgestiegen, um den Menschen wieder hinaufzubringen. Und der Mensch muß verstehen, wie das geschah, um ein Instrument aus sich zu bilden, durch das er in die Zukunft wirken kann. Wir müssen kennenlernen, was vor uns gewirkt hat, damit wir selbst mitarbeiten können an immer höherer Gestaltung dessen, was für uns um uns ist.
[ 28 ] Eine geistige Welt müssen wir in Zukunft schaffen. Dazu ist nötig, daß wir zuerst den Kosmos verstehen.
[ 28 ] Eine geistige Welt müssen wir in Zukunft schaffen. Dazu ist nötig, daß wir zuerst den Kosmos verstehen.
