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The Rudolf Steiner Archive

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Egyptian Myths and Mysteries
in Relation to the Active Spiritual Forces of the Present
GA 106

4 September 1908, Leipzig

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Dritter Vortrag

Dritter Vortrag

[ 1 ] Wir haben gestern über den geheimnisvollen Zusammenhang gesprochen, in dem die früheren Entwickelungszustände unserer Erde mit den verschiedenen Weltanschauungen der aufeinanderfolgenden Kulturperioden der nachatlantischen Zeit stehen. Und es hat sich die merkwürdige Tatsache uns erschlossen, daß da, als die atlantische Katastrophe das Antlitz der Erde verändert hatte, in Indien die vorvedische, uralt heilige indische Kultur mit ihrer gewaltigen philosophischen Auffassung der ersten Kulturperiode etwas zeigte wie ein Spiegelbild der Tatsachen, die sich im Beginne der Erdenentwickelung abgespielt haben in einer urfernen Vergangenheit, als Sonne, Mond und Erde noch vereinigt waren. Das, was damals im Geiste gesehen worden ist, und wozu sich erhoben diejenigen, denen es gegeben war, das war nichts anderes, als eine im Geiste erfaßte, spirituelle Gestalt, die wirklich war, als unsere Erde im Beginne ihrer Entwickelung stand. Und wir haben gesehen, daß der zweite Zustand der Erde, als die Sonne sich losgelöst hatte, aber Erde und Mond noch einen Körper bildeten, daß dieses eigentümliche Gegenüberstehen von zwei Welten in der zweiten Kulturperiode, der urpersischen, als philosophischreligiöses System zum Vorschein kam in den Gegensätzen des Lichtprinzips in der Sonnenaura und des Prinzips der Finsternis, als der Gegensatz des Ormuzd und Ahriman. Die dritte der großen Kulturperioden, die ägyptisch-babylonisch-assyrische, ist eine geistige Spiegelung dessen, was sich abgespielt hat, als Erde, Sonne und Mond drei Körper geworden waren. Und wir konnten auch schon skizzenhaft darauf hinweisen, daß in der Dreiheit Osiris, Isis, Horus sich spiegelt diese astrale Dreiheit der dritten Erdepoche, diese Sternendreiheit: Sonne, Erde und Mond. Wir haben auch schon darauf hingewiesen, daß diese Trennung in dem lemurischen Zeitalter erfolgte, und daß auf dieses das atlantische Zeitalter folgte, der vierte Entwikkelungszustand unserer Erde, wo ganz andere Bewußtseinsverhältnisse herrschten als heute. Damals lebte der Mensch durch die andere Bewußtseinsform mit den Göttern zusammen, die er kannte, mit den Göttern, die man später Wotan, Baldur, Thor, Zeus, Apollo und so weiter benannte. Das sind Wesen, die der atlantische Mensch mit seinem Hellsehen hat wahrnehmen können. Wir haben die Wiederholung dieses Schauens von göttlich-geistigen Wesenheiten in der atlantischen Epoche in der Erinnerung der Völker der griechischlateinischen Zeit, auch bei den Völkern im Norden Europas. Es war die Erinnerung an die Erlebnisse früherer Bewußtseinszustände. Sei es Wotan oder Zeus, sei es Mars, Hera, Athene, alle waren eine Erinnerung an die alten Geistgestalten, die den Inhalt jener alten Götterwelt ausmachten.

[ 1 ] Wir haben gestern über den geheimnisvollen Zusammenhang gesprochen, in dem die früheren Entwickelungszustände unserer Erde mit den verschiedenen Weltanschauungen der aufeinanderfolgenden Kulturperioden der nachatlantischen Zeit stehen. Und es hat sich die merkwürdige Tatsache uns erschlossen, daß da, als die atlantische Katastrophe das Antlitz der Erde verändert hatte, in Indien die vorvedische, uralt heilige indische Kultur mit ihrer gewaltigen philosophischen Auffassung der ersten Kulturperiode etwas zeigte wie ein Spiegelbild der Tatsachen, die sich im Beginne der Erdenentwickelung abgespielt haben in einer urfernen Vergangenheit, als Sonne, Mond und Erde noch vereinigt waren. Das, was damals im Geiste gesehen worden ist, und wozu sich erhoben diejenigen, denen es gegeben war, das war nichts anderes, als eine im Geiste erfaßte, spirituelle Gestalt, die wirklich war, als unsere Erde im Beginne ihrer Entwickelung stand. Und wir haben gesehen, daß der zweite Zustand der Erde, als die Sonne sich losgelöst hatte, aber Erde und Mond noch einen Körper bildeten, daß dieses eigentümliche Gegenüberstehen von zwei Welten in der zweiten Kulturperiode, der urpersischen, als philosophischreligiöses System zum Vorschein kam in den Gegensätzen des Lichtprinzips in der Sonnenaura und des Prinzips der Finsternis, als der Gegensatz des Ormuzd und Ahriman. Die dritte der großen Kulturperioden, die ägyptisch-babylonisch-assyrische, ist eine geistige Spiegelung dessen, was sich abgespielt hat, als Erde, Sonne und Mond drei Körper geworden waren. Und wir konnten auch schon skizzenhaft darauf hinweisen, daß in der Dreiheit Osiris, Isis, Horus sich spiegelt diese astrale Dreiheit der dritten Erdepoche, diese Sternendreiheit: Sonne, Erde und Mond. Wir haben auch schon darauf hingewiesen, daß diese Trennung in dem lemurischen Zeitalter erfolgte, und daß auf dieses das atlantische Zeitalter folgte, der vierte Entwikkelungszustand unserer Erde, wo ganz andere Bewußtseinsverhältnisse herrschten als heute. Damals lebte der Mensch durch die andere Bewußtseinsform mit den Göttern zusammen, die er kannte, mit den Göttern, die man später Wotan, Baldur, Thor, Zeus, Apollo und so weiter benannte. Das sind Wesen, die der atlantische Mensch mit seinem Hellsehen hat wahrnehmen können. Wir haben die Wiederholung dieses Schauens von göttlich-geistigen Wesenheiten in der atlantischen Epoche in der Erinnerung der Völker der griechischlateinischen Zeit, auch bei den Völkern im Norden Europas. Es war die Erinnerung an die Erlebnisse früherer Bewußtseinszustände. Sei es Wotan oder Zeus, sei es Mars, Hera, Athene, alle waren eine Erinnerung an die alten Geistgestalten, die den Inhalt jener alten Götterwelt ausmachten.

[ 2 ] So nimmt sich die vierte Kulturperiode aus, daß in ihren Religionen Spiegelbilder erscheinen dessen, was sich in der Erdenentwikkelung abgespielt hat während der atlantischen Zeit. Nun müssen wir uns heute allmählich ein wenig mehr in die Seelen der alten indischen, persischen, ägyptischen Kulturmenschheit vertiefen. Wenn wir uns so recht ein Bild machen wollen von diesen Erlebnissen, von dem, was religiös in den alten Kulturperioden lebte, so müssen wir bedenken, daß sowohl die wichtigsten Volksbestandteile dieser alten Völker wie auch die erleuchteten Personen, die Seher und Propheten, alle Nachfolger waren derjenigen Menschen, die auch schon in der atlantischen Zeit gelebt haben, und daß keineswegs unmittelbar nach der großen Katastrophe gleich alles zugrunde gegangen war, was alte atlantische Kultur war, sondern, daß nach und nach dasjenige, was damals lebte, in die neue Zeit hinübergepflanzt worden ist. Und wir werden die Seelen der alten nachatlantischen Nachkommen am besten verstehen, wenn wir uns in das Seelenleben der letzten Atlantier versenken.

[ 2 ] So nimmt sich die vierte Kulturperiode aus, daß in ihren Religionen Spiegelbilder erscheinen dessen, was sich in der Erdenentwikkelung abgespielt hat während der atlantischen Zeit. Nun müssen wir uns heute allmählich ein wenig mehr in die Seelen der alten indischen, persischen, ägyptischen Kulturmenschheit vertiefen. Wenn wir uns so recht ein Bild machen wollen von diesen Erlebnissen, von dem, was religiös in den alten Kulturperioden lebte, so müssen wir bedenken, daß sowohl die wichtigsten Volksbestandteile dieser alten Völker wie auch die erleuchteten Personen, die Seher und Propheten, alle Nachfolger waren derjenigen Menschen, die auch schon in der atlantischen Zeit gelebt haben, und daß keineswegs unmittelbar nach der großen Katastrophe gleich alles zugrunde gegangen war, was alte atlantische Kultur war, sondern, daß nach und nach dasjenige, was damals lebte, in die neue Zeit hinübergepflanzt worden ist. Und wir werden die Seelen der alten nachatlantischen Nachkommen am besten verstehen, wenn wir uns in das Seelenleben der letzten Atlantier versenken.

[ 3 ] In der letzten atlantischen Zeit waren die Menschen sehr verschieden voneinander. Die einen hatten sich noch einen hohen Grad von hellseherischen Fähigkeiten bewahrt. Dieses Hellsehervermögen war nicht plötzlich ganz verschwunden, es war noch bei vielen der Menschen vorhanden, die teilnahmen an dem großen Zuge vom Westen nach dem Osten, während es aber anderen schon abhanden gekommen war. Es gab vorgeschrittene und zurückgebliebene Menschen, und es ist zu begreifen, daß nach der ganzen Art der damaligen Entwickelung gerade die wenigst vorgeschrittenen diejenigen waren, die am besten hellsehen konnten, denn sie waren gewissermaßen stehengeblieben und hatten bewahrt den alten Charakter der Atlantier. Die Fortgeschrittensten waren die, die sich zuerst angeeignet haben das physische Wahrnehmen der Welt, die schon mehr unsere Art der Tagesanschauung angenommen hatten. Das waren die Fortgeschrittensten, die aufhörten, in der Nacht hellseherisch zu sehen die geistige Welt, die immer schärfere Konturen der Gegenstände sahen während des Tagwachens. Und gerade jenes kleine Häuflein, von dem schon gesprochen worden ist, das geführt wurde von einem der großen, von dem größten Eingeweihten, den man gewöhnlich als Manz bezeichnet, und seinen Schülern, dieses Völkchen, das bis tief nach Asien hineingeführt wurde und das von da aus die anderen Kulturländer befruchtete, gerade dieses Völkchen, das am frühesten für die gewöhnlichen Verhältnisse des Lebens die Gabe des alten Helisehens verlor, das setzte sich zusammen aus den fortgeschrittensten Menschen der damaligen Zeit. Immer deutlicher trat für sie das Tagesbewußtsein in Erscheinung, das was wir schen als physische Gegenstände mit ihren scharfen Grenzen. Und ihre großen Führer hatten dieses Volk am weitesten nach Asien geführt, damit es in Abgeschlossenheit leben konnte; sonst wäre es zu sehr in Berührung gekommen mit anderen Völkern, die sich das alte Hellsehen noch bewahrt hatten. Nur, indem es eine Zeitlang getrennt blieb von den anderen Völkern, konnte es zu einer neuen Art Menschsein heranwachsen. Eine Kolonie wurde in Innerasien begründet, von wo aus die großen Kulturströme zu den verschiedensten Völkern gehen sollten.

[ 3 ] In der letzten atlantischen Zeit waren die Menschen sehr verschieden voneinander. Die einen hatten sich noch einen hohen Grad von hellseherischen Fähigkeiten bewahrt. Dieses Hellsehervermögen war nicht plötzlich ganz verschwunden, es war noch bei vielen der Menschen vorhanden, die teilnahmen an dem großen Zuge vom Westen nach dem Osten, während es aber anderen schon abhanden gekommen war. Es gab vorgeschrittene und zurückgebliebene Menschen, und es ist zu begreifen, daß nach der ganzen Art der damaligen Entwickelung gerade die wenigst vorgeschrittenen diejenigen waren, die am besten hellsehen konnten, denn sie waren gewissermaßen stehengeblieben und hatten bewahrt den alten Charakter der Atlantier. Die Fortgeschrittensten waren die, die sich zuerst angeeignet haben das physische Wahrnehmen der Welt, die schon mehr unsere Art der Tagesanschauung angenommen hatten. Das waren die Fortgeschrittensten, die aufhörten, in der Nacht hellseherisch zu sehen die geistige Welt, die immer schärfere Konturen der Gegenstände sahen während des Tagwachens. Und gerade jenes kleine Häuflein, von dem schon gesprochen worden ist, das geführt wurde von einem der großen, von dem größten Eingeweihten, den man gewöhnlich als Manz bezeichnet, und seinen Schülern, dieses Völkchen, das bis tief nach Asien hineingeführt wurde und das von da aus die anderen Kulturländer befruchtete, gerade dieses Völkchen, das am frühesten für die gewöhnlichen Verhältnisse des Lebens die Gabe des alten Helisehens verlor, das setzte sich zusammen aus den fortgeschrittensten Menschen der damaligen Zeit. Immer deutlicher trat für sie das Tagesbewußtsein in Erscheinung, das was wir schen als physische Gegenstände mit ihren scharfen Grenzen. Und ihre großen Führer hatten dieses Volk am weitesten nach Asien geführt, damit es in Abgeschlossenheit leben konnte; sonst wäre es zu sehr in Berührung gekommen mit anderen Völkern, die sich das alte Hellsehen noch bewahrt hatten. Nur, indem es eine Zeitlang getrennt blieb von den anderen Völkern, konnte es zu einer neuen Art Menschsein heranwachsen. Eine Kolonie wurde in Innerasien begründet, von wo aus die großen Kulturströme zu den verschiedensten Völkern gehen sollten.

[ 4 ] Zunächst war das nördliche Indien dasjenige Land, das von diesem Zentrum seine neue Kulturströmung erhalten hatte. Nun ist hier schon angedeutet worden, daß diese kleinen Völkermassen, die ausgesandt wurden als Kulturpioniere, nirgends unbewohntes Land gefunden haben, denn früher schon, bevor jener große Zug sich von Westen nach Osten bewegte, waren schon immer große Wanderungen geschehen, und immer, wenn neue Landstrecken aus dem Meeresgrunde sich erhoben, waren sie von den wandernden Scharen bevölkert worden. So daß das Volk, das ausgesandt wurde von jener Kolonie Asiens, sich vermischen mußte mit anderen Völkermassen, die aber alle zurückgebliebener waren als diejenigen, die vom Manu geführt worden waren. Bei den anderen Völkern traf man noch viele, die das alte Hellsehen bewahrt hatten.

[ 4 ] Zunächst war das nördliche Indien dasjenige Land, das von diesem Zentrum seine neue Kulturströmung erhalten hatte. Nun ist hier schon angedeutet worden, daß diese kleinen Völkermassen, die ausgesandt wurden als Kulturpioniere, nirgends unbewohntes Land gefunden haben, denn früher schon, bevor jener große Zug sich von Westen nach Osten bewegte, waren schon immer große Wanderungen geschehen, und immer, wenn neue Landstrecken aus dem Meeresgrunde sich erhoben, waren sie von den wandernden Scharen bevölkert worden. So daß das Volk, das ausgesandt wurde von jener Kolonie Asiens, sich vermischen mußte mit anderen Völkermassen, die aber alle zurückgebliebener waren als diejenigen, die vom Manu geführt worden waren. Bei den anderen Völkern traf man noch viele, die das alte Hellsehen bewahrt hatten.

[ 5 ] Nicht so wie heute kolonisiert wird, pflegten die Eingeweihten Kolonien zu begründen; sie machten es anders. Sie wußten, daß man von den Seelen derjenigen ausgehen mußte, welche man antraf in den Ländern, die kolonisiert werden sollten. Es war nicht so, daß die Sendlinge aufoktroyierten, was sie zu sagen hatten. Es wurde gerechnet mit dem, was man antraf. Es wurde ein Ausgleich geschaffen, und es wurden die Bedürfnisse derjenigen berücksichtigt, die die alten Insassen waren. Man mußte mit der religiösen Anschauung rechnen, die sich auf die Erinnerung an frühere Zeiten gründete, und mit den alten hellseherischen Anlagen. Daher war es natürlich, daß nur bei einem kleinen Häuflein der Fortgeschrittensten die reinen Vorstellungen sich ausbilden konnten. Bei der großen Masse bildeten sich Kompromißvorstellungen aus der alten atlantischen und der nachatlantischen Anschauung. Deshalb finden wir überall in diesen Völkermassen, sowohl in Indien wie in Persien, wie auch in Ägypten, überall, wo die verschiedenen nachatlantischen Kulturen entstanden, da finden wir auf dem Grunde überall für die damalige Zeit weniger fortgeschrittene, unkultiviertere religiöse Vorstellungen, die aber nichts anderes waren als eine Art Fortpflanzung der alten atlantischen Vorstellungen.

[ 5 ] Nicht so wie heute kolonisiert wird, pflegten die Eingeweihten Kolonien zu begründen; sie machten es anders. Sie wußten, daß man von den Seelen derjenigen ausgehen mußte, welche man antraf in den Ländern, die kolonisiert werden sollten. Es war nicht so, daß die Sendlinge aufoktroyierten, was sie zu sagen hatten. Es wurde gerechnet mit dem, was man antraf. Es wurde ein Ausgleich geschaffen, und es wurden die Bedürfnisse derjenigen berücksichtigt, die die alten Insassen waren. Man mußte mit der religiösen Anschauung rechnen, die sich auf die Erinnerung an frühere Zeiten gründete, und mit den alten hellseherischen Anlagen. Daher war es natürlich, daß nur bei einem kleinen Häuflein der Fortgeschrittensten die reinen Vorstellungen sich ausbilden konnten. Bei der großen Masse bildeten sich Kompromißvorstellungen aus der alten atlantischen und der nachatlantischen Anschauung. Deshalb finden wir überall in diesen Völkermassen, sowohl in Indien wie in Persien, wie auch in Ägypten, überall, wo die verschiedenen nachatlantischen Kulturen entstanden, da finden wir auf dem Grunde überall für die damalige Zeit weniger fortgeschrittene, unkultiviertere religiöse Vorstellungen, die aber nichts anderes waren als eine Art Fortpflanzung der alten atlantischen Vorstellungen.

[ 6 ] Um nun zu verstehen, was das eigentlich für Vorstellungen waren in diesen Volksreligionen, müssen wir uns einmal ein Bild davon machen. Da müssen wir uns in die Seelen der letzten atlantischen Bevölkerung versetzen. Wir müssen uns erinnern, daß in der atlantischen Zeit der Mensch in der Nacht nicht bewußtlos war, sondern daß er dann ebenso wahrnahm, wie er bei Tage wahrnahm, wenn man überhaupt in dieser Zeit von Tag und Nacht sprechen darf. Bei Tage nahm er die erste Spur dessen wahr, was wit heute so klar sehen als die Welt der Sinneswahrnehmungen. Bei Nacht war er ein Genosse der göttlich-geistigen Wesenheiten. Er brauchte keinen Beweis dafür, daß es Götter gab, ebensowenig wie wir heute einen Beweis dafür brauchen, daß es Mineralien gibt. Die Götter waren seine Genossen, er selbst war in der Nacht eine geistige Wesenheit. In seinem Astralleibe und Ich wandelte er in der geistigen Welt umher. Er war selbst ein Geist und traf Wesen, die mit ihm gleichartiger Natur waren. Natürlich waren die höheren geistigen Wesen nicht die einzigen, die er dann antraf. Er traf auch niedrigere Geister, als die waren, die später als Zeus, Wotan und so weiter beschrieben wurden. Diese waren natürlich nicht die einzigen, es waren nur die auserwähltesten Gestalten. Es war damit so, wie wenn man heute Könige und Kaiser sieht. Viele sehen sie nicht und glauben doch, daß es Könige oder Kaiser gibt. In diesem Zustande, der allgemein menschlich war, nahm man, auch wenn man während des Tages bewußt war, die umliegenden Gegenstände anders wahr als heute, auch das Tagesbewußtsein war anders, und wir müssen versuchen zu verstehen, wie dieses letztere Bewußtsein der Atlantier war.

[ 6 ] Um nun zu verstehen, was das eigentlich für Vorstellungen waren in diesen Volksreligionen, müssen wir uns einmal ein Bild davon machen. Da müssen wir uns in die Seelen der letzten atlantischen Bevölkerung versetzen. Wir müssen uns erinnern, daß in der atlantischen Zeit der Mensch in der Nacht nicht bewußtlos war, sondern daß er dann ebenso wahrnahm, wie er bei Tage wahrnahm, wenn man überhaupt in dieser Zeit von Tag und Nacht sprechen darf. Bei Tage nahm er die erste Spur dessen wahr, was wit heute so klar sehen als die Welt der Sinneswahrnehmungen. Bei Nacht war er ein Genosse der göttlich-geistigen Wesenheiten. Er brauchte keinen Beweis dafür, daß es Götter gab, ebensowenig wie wir heute einen Beweis dafür brauchen, daß es Mineralien gibt. Die Götter waren seine Genossen, er selbst war in der Nacht eine geistige Wesenheit. In seinem Astralleibe und Ich wandelte er in der geistigen Welt umher. Er war selbst ein Geist und traf Wesen, die mit ihm gleichartiger Natur waren. Natürlich waren die höheren geistigen Wesen nicht die einzigen, die er dann antraf. Er traf auch niedrigere Geister, als die waren, die später als Zeus, Wotan und so weiter beschrieben wurden. Diese waren natürlich nicht die einzigen, es waren nur die auserwähltesten Gestalten. Es war damit so, wie wenn man heute Könige und Kaiser sieht. Viele sehen sie nicht und glauben doch, daß es Könige oder Kaiser gibt. In diesem Zustande, der allgemein menschlich war, nahm man, auch wenn man während des Tages bewußt war, die umliegenden Gegenstände anders wahr als heute, auch das Tagesbewußtsein war anders, und wir müssen versuchen zu verstehen, wie dieses letztere Bewußtsein der Atlantier war.

[ 7 ] Es ist beschrieben worden, wie dem Menschen sich die göttlichen Wesenheiten entzogen, wenn er morgens hinuntertauchte in seinen physischen Leib. Er sah die Gegenstände wie mit einem Nebel umhüllt. So waren die Bilder des damaligen Tagwachens. Diese Bilder hatten aber noch eine andere eigentümliche Eigenschaft, die wir ganz genau erfassen müssen. Denken wir uns, eine solche Seele näherte sich einem Teiche. Das Wasser in diesem Teiche sah diese Seele nicht so scharf begrenzt wie heute; aber wenn diese Seele ihre Aufmerksamkeit darauf richtete, dann erlebte sie noch etwas ganz anderes, als wenn heute sich jemand einem Teiche nähert. Beim Annähern an den Teich, schon durch die bloße Anschauung, stieg in ihr ein Gefühl auf, wie wenn sie einen Geschmack bekäme von dem, was da physisch vor ihr lag, ohne daß sie das Wasser des Teiches zu trinken brauchte. Durch das bloße Anschauen würde sie gefühlt haben: das Wasser ist süß oder salzig. Überhaupt war es nicht so, wie wenn wir heute Wasser sehen. Wir sehen heute nur die Oberfläche, aber ins Innere kommen wir nicht hinein. Derjenige, der früher, als es noch dämmerhaftes Hellsehen gab, sich dem Teiche näherte, der hatte nicht das Gefühl der Fremdheit diesem gegenüber, er fühlte sich darinnen in den Eigenschaften des Wassers; er stand dem Gegenstande gar nicht so gegenüber wie heute, es war so, als wenn er in das Wasser hätte eindringen können. Nehmen wir an, wir wären einem Salzklotz entgegengetreten, wir hätten, indem wir uns annäherten, den Geschmack gemerkt. Heute müssen wir das Salz erst kosten, damals wäre das durch die Anschauung gegeben worden. Der Mensch war wie darinnen in dem ganzen, und er nahm die Dinge wie beseelt wahr. Er nahm sozusagen die Wesenheiten wahr, die zum Beispiel dem Dinge den salzigen Geschmack verliehen. So beseelte sich ihm alles. Luft, Erde, Wasser, Feuer, alles, alles verriet ihm etwas. Der Mensch konnte sich in das Innere der Gegenstände hineinfühlen, er lebte im Inneren ihrer Wesenheit. Das was heute dem Bewußtsein als seelenlose Gegenstände erscheint, gab es damals nicht. Daher empfand der Mensch auch alles mit Sympathie und Antipathie, weil er das Innere sah. Er fühlte, er erlebte das innere Wesen der Gegenstände.

[ 7 ] Es ist beschrieben worden, wie dem Menschen sich die göttlichen Wesenheiten entzogen, wenn er morgens hinuntertauchte in seinen physischen Leib. Er sah die Gegenstände wie mit einem Nebel umhüllt. So waren die Bilder des damaligen Tagwachens. Diese Bilder hatten aber noch eine andere eigentümliche Eigenschaft, die wir ganz genau erfassen müssen. Denken wir uns, eine solche Seele näherte sich einem Teiche. Das Wasser in diesem Teiche sah diese Seele nicht so scharf begrenzt wie heute; aber wenn diese Seele ihre Aufmerksamkeit darauf richtete, dann erlebte sie noch etwas ganz anderes, als wenn heute sich jemand einem Teiche nähert. Beim Annähern an den Teich, schon durch die bloße Anschauung, stieg in ihr ein Gefühl auf, wie wenn sie einen Geschmack bekäme von dem, was da physisch vor ihr lag, ohne daß sie das Wasser des Teiches zu trinken brauchte. Durch das bloße Anschauen würde sie gefühlt haben: das Wasser ist süß oder salzig. Überhaupt war es nicht so, wie wenn wir heute Wasser sehen. Wir sehen heute nur die Oberfläche, aber ins Innere kommen wir nicht hinein. Derjenige, der früher, als es noch dämmerhaftes Hellsehen gab, sich dem Teiche näherte, der hatte nicht das Gefühl der Fremdheit diesem gegenüber, er fühlte sich darinnen in den Eigenschaften des Wassers; er stand dem Gegenstande gar nicht so gegenüber wie heute, es war so, als wenn er in das Wasser hätte eindringen können. Nehmen wir an, wir wären einem Salzklotz entgegengetreten, wir hätten, indem wir uns annäherten, den Geschmack gemerkt. Heute müssen wir das Salz erst kosten, damals wäre das durch die Anschauung gegeben worden. Der Mensch war wie darinnen in dem ganzen, und er nahm die Dinge wie beseelt wahr. Er nahm sozusagen die Wesenheiten wahr, die zum Beispiel dem Dinge den salzigen Geschmack verliehen. So beseelte sich ihm alles. Luft, Erde, Wasser, Feuer, alles, alles verriet ihm etwas. Der Mensch konnte sich in das Innere der Gegenstände hineinfühlen, er lebte im Inneren ihrer Wesenheit. Das was heute dem Bewußtsein als seelenlose Gegenstände erscheint, gab es damals nicht. Daher empfand der Mensch auch alles mit Sympathie und Antipathie, weil er das Innere sah. Er fühlte, er erlebte das innere Wesen der Gegenstände.

[ 8 ] Überall waren noch die Erinnerungen an diese Erlebnisse geblieben. So daß die Teile der indischen Bevölkerung, die angetroffen wurden von den Kolonisten, von einem solchen Zusammenhang mit den Dingen beseelt waren. Sie wußten: in den Dingen lebten Seelen. Sie hatten sich die Fähigkeit bewahrt, die Eigenschaften der Dinge zu sehen. Nun stellen wir uns dieses ganze Verhältnis des Menschen zu den Dingen vor. Der Mensch nimmt damals wahr, wie das Wasser schmeckt, indem er sich dem Teiche nähert. Da sieht er eine geistige Wesenheit, die dem Wasser den Geschmack gibt. Diese geistige Wesenheit kann er während der Nacht treffen, wenn er sich neben das Wasser legt und einschläft. Bei Tage sieht er das Materielle, bei Nacht sieht er das, was alles durchlebt. Bei Tage sieht er die Gegenstände, Steine, Pflanzen, Tiere, er hört den Wind wehen, das Wasser rauschen; bei Nacht sieht er in seinem Inneren das, was er bei Tage empfindet, in seiner wirklichen Gestalt, da sieht er die Geister, die in allem leben. Wenn er sagte: In den Mineralien, in den Pflanzen, im Wasser, in den Wolken, im Winde, da leben Geister, überall leben Geister - so waren das für ihn ganz und gar keine Dichtungen, das war ihm keine Phantasie, das war etwas, was er wahrnehmen konnte.

[ 8 ] Überall waren noch die Erinnerungen an diese Erlebnisse geblieben. So daß die Teile der indischen Bevölkerung, die angetroffen wurden von den Kolonisten, von einem solchen Zusammenhang mit den Dingen beseelt waren. Sie wußten: in den Dingen lebten Seelen. Sie hatten sich die Fähigkeit bewahrt, die Eigenschaften der Dinge zu sehen. Nun stellen wir uns dieses ganze Verhältnis des Menschen zu den Dingen vor. Der Mensch nimmt damals wahr, wie das Wasser schmeckt, indem er sich dem Teiche nähert. Da sieht er eine geistige Wesenheit, die dem Wasser den Geschmack gibt. Diese geistige Wesenheit kann er während der Nacht treffen, wenn er sich neben das Wasser legt und einschläft. Bei Tage sieht er das Materielle, bei Nacht sieht er das, was alles durchlebt. Bei Tage sieht er die Gegenstände, Steine, Pflanzen, Tiere, er hört den Wind wehen, das Wasser rauschen; bei Nacht sieht er in seinem Inneren das, was er bei Tage empfindet, in seiner wirklichen Gestalt, da sieht er die Geister, die in allem leben. Wenn er sagte: In den Mineralien, in den Pflanzen, im Wasser, in den Wolken, im Winde, da leben Geister, überall leben Geister - so waren das für ihn ganz und gar keine Dichtungen, das war ihm keine Phantasie, das war etwas, was er wahrnehmen konnte.

[ 9 ] So tief müssen wir jetzt in die Seelen hinuntersteigen, um sie zu verstehen. Und dann begreift man, daß es ein furchtbarer Unsinn ist, wenn die heutigen Gelehrten von Animismus reden, der die Volksphantasie veranlaßt, alles zu beseelen und zu personifizieren. Eine solche Volksphantasie gibt es nicht. Der redet nicht davon, der das Volk wirklich kennt. Man kann wiederholt das sonderbare Beispiel finden: Gerade wie ein Kind, wenn es sich an einem Tisch stößt, diesen Tisch nun schlägt, weil es den Tisch beseele — so reden die Gelehrten -, ebenso hätte der Urmensch, der kindliche Mensch, die Gegenstände in der Natur, die Bäume und so weiter beseelt, in alles etwas hineingedichtet. — Bis zur Ermüdung wurde dieses Gleichnis wiederholt. Es ist gewiß, daß dabei Phantasie ist, aber die Phantasie haben die Gelehrten gehabt, nicht das Volk. Sie sind es, die geträumt haben. Diejenigen, die ursprünglich alles beseelt wahrgenommen haben, die haben nicht geträumt, die haben nur das wiedergegeben, was sie selber wahrgenommen haben.

[ 9 ] So tief müssen wir jetzt in die Seelen hinuntersteigen, um sie zu verstehen. Und dann begreift man, daß es ein furchtbarer Unsinn ist, wenn die heutigen Gelehrten von Animismus reden, der die Volksphantasie veranlaßt, alles zu beseelen und zu personifizieren. Eine solche Volksphantasie gibt es nicht. Der redet nicht davon, der das Volk wirklich kennt. Man kann wiederholt das sonderbare Beispiel finden: Gerade wie ein Kind, wenn es sich an einem Tisch stößt, diesen Tisch nun schlägt, weil es den Tisch beseele — so reden die Gelehrten -, ebenso hätte der Urmensch, der kindliche Mensch, die Gegenstände in der Natur, die Bäume und so weiter beseelt, in alles etwas hineingedichtet. — Bis zur Ermüdung wurde dieses Gleichnis wiederholt. Es ist gewiß, daß dabei Phantasie ist, aber die Phantasie haben die Gelehrten gehabt, nicht das Volk. Sie sind es, die geträumt haben. Diejenigen, die ursprünglich alles beseelt wahrgenommen haben, die haben nicht geträumt, die haben nur das wiedergegeben, was sie selber wahrgenommen haben.

[ 10 ] Als ein Rest tauchte diese Wahrnehmung als Erinnerung bei den alten Völkern auf. Auch das Kind sieht den Tisch nicht als beseelt an; es fühlt noch nicht in sich die Seele, es sieht sich selbst wie einen Holzklotz an. Weil es sich selbst eben seelenlos fühlt, deshalb stellt es sich auf gleiche Stufe mit dem seelenlosen 'Tisch, indem es ihn haut. Gerade das Gegenteil von dem, was in den Büchern der Gelehrten darüber steht, ist Tatsache. Ob wir nach Indien gehen, nach Persien, nach Ägypten, nach Griechenland, oder sonstwohin, überall finden wir da auf dem Grunde dieselben Vorstellungen, die oben charakterisiert worden sind. Und in diese Vorstellungen wurde hineinergossen das, was als Kultur von den alten Eingeweihten gegeben wurde.

[ 10 ] Als ein Rest tauchte diese Wahrnehmung als Erinnerung bei den alten Völkern auf. Auch das Kind sieht den Tisch nicht als beseelt an; es fühlt noch nicht in sich die Seele, es sieht sich selbst wie einen Holzklotz an. Weil es sich selbst eben seelenlos fühlt, deshalb stellt es sich auf gleiche Stufe mit dem seelenlosen 'Tisch, indem es ihn haut. Gerade das Gegenteil von dem, was in den Büchern der Gelehrten darüber steht, ist Tatsache. Ob wir nach Indien gehen, nach Persien, nach Ägypten, nach Griechenland, oder sonstwohin, überall finden wir da auf dem Grunde dieselben Vorstellungen, die oben charakterisiert worden sind. Und in diese Vorstellungen wurde hineinergossen das, was als Kultur von den alten Eingeweihten gegeben wurde.

[ 11 ] Im alten Indien lenkten die Kultur die Rishis. Nun müssen wir aber auch ein wenig verstehen, was eigentlich die Veranlassung gegeben hat zu der Gestalt, die sich als eine der wichtigsten Gestalten der indischen Anschauung herausgebildet hat. Wir wissen, daß es zu allen Zeiten sogenannte Mysterienschulen gegeben hat, wo diejenigen, welche ihre geistigen Fähigkeiten entwickeln konnten, lernten, tiefer hineinzuschauen in das Weltall, wo sie die schlummernden Fähigkeiten erweckten, um den geistigen Zusammenhang der Dinge zu sehen. Von diesen Mysterienstätten gingen überall die geistigen Impulse der Kulturen aus. Und damit wir die Eingeweihten recht von Grund aus verstehen, wenn wir diese Eingeweihten betrachten, so betrachten wir sie gewöhnlich in der nachatlantischen Zeit, weil ihr Wesen da am leichtesten verständlich ist, jedoch würden wir in der atlantischen Zeit auch schon auf ähnliches wie Eingeweihtenschulen stoßen. Damit wir sie nun so recht von Grund aus verstehen, wollen wir uns einmal versetzen in die Methode einer solchen alten atlantischen Einweihungsschule.

[ 11 ] Im alten Indien lenkten die Kultur die Rishis. Nun müssen wir aber auch ein wenig verstehen, was eigentlich die Veranlassung gegeben hat zu der Gestalt, die sich als eine der wichtigsten Gestalten der indischen Anschauung herausgebildet hat. Wir wissen, daß es zu allen Zeiten sogenannte Mysterienschulen gegeben hat, wo diejenigen, welche ihre geistigen Fähigkeiten entwickeln konnten, lernten, tiefer hineinzuschauen in das Weltall, wo sie die schlummernden Fähigkeiten erweckten, um den geistigen Zusammenhang der Dinge zu sehen. Von diesen Mysterienstätten gingen überall die geistigen Impulse der Kulturen aus. Und damit wir die Eingeweihten recht von Grund aus verstehen, wenn wir diese Eingeweihten betrachten, so betrachten wir sie gewöhnlich in der nachatlantischen Zeit, weil ihr Wesen da am leichtesten verständlich ist, jedoch würden wir in der atlantischen Zeit auch schon auf ähnliches wie Eingeweihtenschulen stoßen. Damit wir sie nun so recht von Grund aus verstehen, wollen wir uns einmal versetzen in die Methode einer solchen alten atlantischen Einweihungsschule.

[ 12 ] Damals waren also jene eben beschriebenen Bewußtseinszustände vorhanden. Wenn wir in jene Zeiten zurückgehen, dann finden wir den Menschen noch nicht in seiner heutigen Gestalt. Damals war er noch ganz anders gestaltet. Wir gehen da allerdings in die erste Hälfte der atlantischen Zeit zurück. Der Mensch bestand da auch schon aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und dem Ich, aber der physische Leib sah noch ganz anders aus. Der physische Leib war so, daß wir ihn etwa vergleichen könnten mit den Körpern mancher Meerestiere, durchsichtig, die wir kaum sehen würden, die wir gerade greifen könnten, zwar schon durchzogen von gewissen Richtungslinien, die in ihnen aufglänzten. Es war der physische Leib des Menschen viel weicher als heute, es gab noch keine Knochen. Wenn es auch schon knorpelartige Ansätze gab, so war doch dieser physische Leib in der ältesten Zeit durchaus nicht von der heutigen Gestalt.

[ 12 ] Damals waren also jene eben beschriebenen Bewußtseinszustände vorhanden. Wenn wir in jene Zeiten zurückgehen, dann finden wir den Menschen noch nicht in seiner heutigen Gestalt. Damals war er noch ganz anders gestaltet. Wir gehen da allerdings in die erste Hälfte der atlantischen Zeit zurück. Der Mensch bestand da auch schon aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und dem Ich, aber der physische Leib sah noch ganz anders aus. Der physische Leib war so, daß wir ihn etwa vergleichen könnten mit den Körpern mancher Meerestiere, durchsichtig, die wir kaum sehen würden, die wir gerade greifen könnten, zwar schon durchzogen von gewissen Richtungslinien, die in ihnen aufglänzten. Es war der physische Leib des Menschen viel weicher als heute, es gab noch keine Knochen. Wenn es auch schon knorpelartige Ansätze gab, so war doch dieser physische Leib in der ältesten Zeit durchaus nicht von der heutigen Gestalt.

[ 13 ] Dagegen war der Ätherleib des Menschen das viel wichtigere Glied. Der physische Leib der Menschen war damals mehr oder weniger klein, der Ätherleib dagegen war damals außerordentlich groß. Dieser Ätherleib unterschied sich für die einzelnen so, daß man etwa vier verschiedene Typen hätte wahrnehmen können. Diese vier typischen Gestalten waren so vorhanden, daß ein Teil der Menschen den einen Typus zeigte, ein anderer den anderen. Nun haben sich in vier Namen die Typen erhalten. Es sind die Namen der apokalyptischen Tiere: Ochs oder Stier, Löwe, Adler, Mensch. Nun ist es nicht ganz richtig, wenn wir uns vorstellen wollten, daß diese Gestalten den heutigen Tieren vollkommen ähnlich gewesen wären, aber sie erinnerten dennoch durch ihren Eindruck an die Art des Eindrucks, den heute die entsprechenden Tiere machen. Man konnte die Eindrücke, die die Ätherleiber machten, verstehen durch das Bild des Löwen, Stieres, Adlers oder Menschen. Einen Teil, der die Eigenschaften eines starken Fortpflanzungsvermögens als Eindruck machte, oder wegen eines außerordentlichen Appetits, den verglich man zum Beispiel mit dem Stier; eine andere Art von Menschen war eine solche, die schon mehr im Geistigen lebte, das waren die Adlermenschen, die sich wenig wohl fühlten in der physischen Welt. Und dann gab es noch Menschen, die sozusagen schon in ihrem Ätherleibe ähnlich waren dem heutigen physischen Leibe; zwar war er nicht ganz gleich, aber er war doch schon wie die Menschengestalt. Wir müssen uns natürlich vorstellen, daß im einzelnen nicht nur der eine Typus allein vertreten war, sondern daß in jedem alle vier veranlagt waren, aber daß einer dieser vier dominierte.

[ 13 ] Dagegen war der Ätherleib des Menschen das viel wichtigere Glied. Der physische Leib der Menschen war damals mehr oder weniger klein, der Ätherleib dagegen war damals außerordentlich groß. Dieser Ätherleib unterschied sich für die einzelnen so, daß man etwa vier verschiedene Typen hätte wahrnehmen können. Diese vier typischen Gestalten waren so vorhanden, daß ein Teil der Menschen den einen Typus zeigte, ein anderer den anderen. Nun haben sich in vier Namen die Typen erhalten. Es sind die Namen der apokalyptischen Tiere: Ochs oder Stier, Löwe, Adler, Mensch. Nun ist es nicht ganz richtig, wenn wir uns vorstellen wollten, daß diese Gestalten den heutigen Tieren vollkommen ähnlich gewesen wären, aber sie erinnerten dennoch durch ihren Eindruck an die Art des Eindrucks, den heute die entsprechenden Tiere machen. Man konnte die Eindrücke, die die Ätherleiber machten, verstehen durch das Bild des Löwen, Stieres, Adlers oder Menschen. Einen Teil, der die Eigenschaften eines starken Fortpflanzungsvermögens als Eindruck machte, oder wegen eines außerordentlichen Appetits, den verglich man zum Beispiel mit dem Stier; eine andere Art von Menschen war eine solche, die schon mehr im Geistigen lebte, das waren die Adlermenschen, die sich wenig wohl fühlten in der physischen Welt. Und dann gab es noch Menschen, die sozusagen schon in ihrem Ätherleibe ähnlich waren dem heutigen physischen Leibe; zwar war er nicht ganz gleich, aber er war doch schon wie die Menschengestalt. Wir müssen uns natürlich vorstellen, daß im einzelnen nicht nur der eine Typus allein vertreten war, sondern daß in jedem alle vier veranlagt waren, aber daß einer dieser vier dominierte.

[ 14 ] So war also die Beschaffenheit der Ätherleiber der atlantischen Bevölkerung. Dann war besonders mächtig, aber unentwickelt, der Astralleib, und das Ich war noch ganz außerhalb des Menschen. Also ganz anders sahen damals die Menschen aus als heute. Natürlich nahmen frühreife Menschen die spätere Gestalt schon früher an, aber im wesentlichen kann man die Menschen der damaligen Zeit so charakterisieren, wie wir das eben getan haben. Das war also der normale Durchschnittszustand der damaligen Menschheit.

[ 14 ] So war also die Beschaffenheit der Ätherleiber der atlantischen Bevölkerung. Dann war besonders mächtig, aber unentwickelt, der Astralleib, und das Ich war noch ganz außerhalb des Menschen. Also ganz anders sahen damals die Menschen aus als heute. Natürlich nahmen frühreife Menschen die spätere Gestalt schon früher an, aber im wesentlichen kann man die Menschen der damaligen Zeit so charakterisieren, wie wir das eben getan haben. Das war also der normale Durchschnittszustand der damaligen Menschheit.

[ 15 ] Ganz anders war es bei den Vorgerückteren, bei den Schülern der Mysterienstätten, bei denen, die die Einweihung der alten Atlantis erstrebten. Betreten wir nun im Geiste eine solche alte atlantische Einweihungsstätte, und versuchen wir einmal dasjenige, was der Lehrer zu geben hatte, uns vor Augen zu stellen. Was war dieser Lehrer denn selbst?

[ 15 ] Ganz anders war es bei den Vorgerückteren, bei den Schülern der Mysterienstätten, bei denen, die die Einweihung der alten Atlantis erstrebten. Betreten wir nun im Geiste eine solche alte atlantische Einweihungsstätte, und versuchen wir einmal dasjenige, was der Lehrer zu geben hatte, uns vor Augen zu stellen. Was war dieser Lehrer denn selbst?

[ 16 ] Wenn heute der Mensch einem Eingeweihten begegnete, so würde er ihn am Äußeren überhaupt gar nicht zu erkennen vermögen. Die wenigsten Menschen würden heute einen solchen Eingeweihten äußerlich erkennen, denn heute, nachdem der physische Körper des Menschen so weit fortgebildet ist, der Eingeweihte aber doch im Körper leben muß, unterscheidet sich dieser nur in intimen Feinheiten von den anderen Menschen. Damals aber war der Eingeweihte sehr, sehr verschieden von den anderen Menschen. Die anderen hatten noch mehr tierische Gestalten, der physische Leib war klein im Verhältnis zu den riesenhaften Ätherleibern, er bildete mehr eine plumpe tierische Substanz und Masse. Nun unterschied sich der Eingeweihte dadurch, daß er in seinem physischen Leibe ähnlicher war der heutigen Menschenbildung, daß er ein ähnliches Menschenantlitz trug wie der heutige Mensch, daß er ein Vorderhirn besaß wie der heutige Durchschnittsmensch. Damals hatten die Eingeweihten schon ein sehr ausgebildetes Gehirn für die damalige Zeit, während bei den anderen das Gehirn noch unausgebildet war. Nun waren solche Eingeweihte da und hatten ihre Schulen, und in diese Einweihungsschulen nahmen sie, durch bestimmte Methoden, aus der normalen Menschheit Schüler auf, je nachdem sich diese Zöglinge als reif und genügend entwickelt erwiesen.

[ 16 ] Wenn heute der Mensch einem Eingeweihten begegnete, so würde er ihn am Äußeren überhaupt gar nicht zu erkennen vermögen. Die wenigsten Menschen würden heute einen solchen Eingeweihten äußerlich erkennen, denn heute, nachdem der physische Körper des Menschen so weit fortgebildet ist, der Eingeweihte aber doch im Körper leben muß, unterscheidet sich dieser nur in intimen Feinheiten von den anderen Menschen. Damals aber war der Eingeweihte sehr, sehr verschieden von den anderen Menschen. Die anderen hatten noch mehr tierische Gestalten, der physische Leib war klein im Verhältnis zu den riesenhaften Ätherleibern, er bildete mehr eine plumpe tierische Substanz und Masse. Nun unterschied sich der Eingeweihte dadurch, daß er in seinem physischen Leibe ähnlicher war der heutigen Menschenbildung, daß er ein ähnliches Menschenantlitz trug wie der heutige Mensch, daß er ein Vorderhirn besaß wie der heutige Durchschnittsmensch. Damals hatten die Eingeweihten schon ein sehr ausgebildetes Gehirn für die damalige Zeit, während bei den anderen das Gehirn noch unausgebildet war. Nun waren solche Eingeweihte da und hatten ihre Schulen, und in diese Einweihungsschulen nahmen sie, durch bestimmte Methoden, aus der normalen Menschheit Schüler auf, je nachdem sich diese Zöglinge als reif und genügend entwickelt erwiesen.

[ 17 ] Etwas müssen wir berücksichtigen, wenn wir das Folgende ganz verstehen wollen. Wir müssen uns klarmachen, daß mit der sich fortentwickelnden Zeit die Herrschaft der geistigen Glieder des Menschen über den physischen Leib beim heutigen Menschen bis auf weniges vollständig abgenommen hat. Wenn auch heute der Mensch seine Beine und Arme bewegen kann und auf dem Fahrrad strampeln kann, wenn er auch seine Physiognomie beherrschen kann, kurz, in einem gewissen Grade eine Herrschaft über den Körper hat, so ist das alles nur ein armseliger, letzter Rest des alten Herrschaftsverhältnisses über den physischen Leib, wie es in der atlantischen Zeit war. Damals hatte der Gedanke, das Gefühl einen viel größeren Einfluß auf den physischen Leib. Das was der Mensch denkt, übte damals einen viel wesentlicheren Einfluß auf den physischen Leib aus. Wenn heute jemandem ein Gedanke gegeben wird für Wochen, Monate oder gar Jahre, wird er nur in ganz besonderen Ausnahmefällen weiter wirken als auf den Ätherleib. Sehr selten wird zum Beispiel durch eine Meditation der physische Leib beeinflußt werden. Gelänge es jemandem, dadurch zum Beispiel ein etwas zurückliegendes Gehirn etwas mehr vorzurücken, das heißt, wenn die Stirnknochen etwas weiter nach vorne rückten, also eine Wirkung bis in die Knochen da wäre, so wäre das schon ein ungeheurer Erfolg für heute. Das ist heute sehr, sehr selten der Fall. Es muß heute eine ungeheure Energie entwickelt werden, wenn der Gedanke auf den physischen Leib wirken soll. Leichter ist es schon, auf die Blutzirkulation oder auf die Atmungsverhältnisse einzuwirken, aber das ist auch noch schwer. Auf den Ätherleib kann heute der Gedanke schon wirken, und in der nächsten Inkarnation, da wird der Gedanke so mächtig gewirkt haben, daß dann die äußeren Körperverhältnisse sich geändert haben werden. Man soll heute eben so arbeiten, daß man weiß, man arbeitet nicht für eine Inkarnation, sondern darüber hinaus für zukünftige Inkarnationen. Die Seele ist ein Ewiges, sie kehrt immer wieder.

[ 17 ] Etwas müssen wir berücksichtigen, wenn wir das Folgende ganz verstehen wollen. Wir müssen uns klarmachen, daß mit der sich fortentwickelnden Zeit die Herrschaft der geistigen Glieder des Menschen über den physischen Leib beim heutigen Menschen bis auf weniges vollständig abgenommen hat. Wenn auch heute der Mensch seine Beine und Arme bewegen kann und auf dem Fahrrad strampeln kann, wenn er auch seine Physiognomie beherrschen kann, kurz, in einem gewissen Grade eine Herrschaft über den Körper hat, so ist das alles nur ein armseliger, letzter Rest des alten Herrschaftsverhältnisses über den physischen Leib, wie es in der atlantischen Zeit war. Damals hatte der Gedanke, das Gefühl einen viel größeren Einfluß auf den physischen Leib. Das was der Mensch denkt, übte damals einen viel wesentlicheren Einfluß auf den physischen Leib aus. Wenn heute jemandem ein Gedanke gegeben wird für Wochen, Monate oder gar Jahre, wird er nur in ganz besonderen Ausnahmefällen weiter wirken als auf den Ätherleib. Sehr selten wird zum Beispiel durch eine Meditation der physische Leib beeinflußt werden. Gelänge es jemandem, dadurch zum Beispiel ein etwas zurückliegendes Gehirn etwas mehr vorzurücken, das heißt, wenn die Stirnknochen etwas weiter nach vorne rückten, also eine Wirkung bis in die Knochen da wäre, so wäre das schon ein ungeheurer Erfolg für heute. Das ist heute sehr, sehr selten der Fall. Es muß heute eine ungeheure Energie entwickelt werden, wenn der Gedanke auf den physischen Leib wirken soll. Leichter ist es schon, auf die Blutzirkulation oder auf die Atmungsverhältnisse einzuwirken, aber das ist auch noch schwer. Auf den Ätherleib kann heute der Gedanke schon wirken, und in der nächsten Inkarnation, da wird der Gedanke so mächtig gewirkt haben, daß dann die äußeren Körperverhältnisse sich geändert haben werden. Man soll heute eben so arbeiten, daß man weiß, man arbeitet nicht für eine Inkarnation, sondern darüber hinaus für zukünftige Inkarnationen. Die Seele ist ein Ewiges, sie kehrt immer wieder.

[ 18 ] Ganz anders war das aber in den alten Einweihungsschulen. Da war es die Herrschaft des Gedankens, der Einfluß hatte auf den physischen Leib in einer verhältnismäßig kurzen Zeit. Der Mysterienschüler konnte seine Organisation selber ins Menschenähnliche hinaufarbeiten. Man konnte also damals einen Schüler annehmen aus der normalen Menschheit, man mußte ihm nur den rechten Impuls geben. Der Schüler brauchte nicht einmal selber zu denken, es wurden ihm durch eine Art Suggestion Gedanken in seine Seele einverleibt. Es mußte vor seiner Seele eine ganz bestimmte geistige Gestalt stehen, in die sich der Schüler immer hat vertiefen müssen. Überall gab der atlantische Eingeweihte dem Schüler eine Gedankenform, in die dieser sich wieder und wieder versenken mußte. Was war das für ein Bild? Was hatte der Schüler zu denken? Was meditierte er?

[ 18 ] Ganz anders war das aber in den alten Einweihungsschulen. Da war es die Herrschaft des Gedankens, der Einfluß hatte auf den physischen Leib in einer verhältnismäßig kurzen Zeit. Der Mysterienschüler konnte seine Organisation selber ins Menschenähnliche hinaufarbeiten. Man konnte also damals einen Schüler annehmen aus der normalen Menschheit, man mußte ihm nur den rechten Impuls geben. Der Schüler brauchte nicht einmal selber zu denken, es wurden ihm durch eine Art Suggestion Gedanken in seine Seele einverleibt. Es mußte vor seiner Seele eine ganz bestimmte geistige Gestalt stehen, in die sich der Schüler immer hat vertiefen müssen. Überall gab der atlantische Eingeweihte dem Schüler eine Gedankenform, in die dieser sich wieder und wieder versenken mußte. Was war das für ein Bild? Was hatte der Schüler zu denken? Was meditierte er?

[ 19 ] Es ist schon auf den Urzustand der Erde hingewiesen worden, es ist die ganze Entwickelung schon skizziert worden, es ist auch gesprochen worden von der Lichtgestalt im Urstaub. Hätte man damals hellseherisch das Atom angesehen, so wäre herausgewachsen das Urbild des heutigen Menschen. Das wuchs aus diesem Staubkorn, diesem Uratom heraus. Nicht die Gestalt des Menschen der alten Zeiten, nicht des atlantischen Menschen, sondern die Gestalt des heutigen Menschen wuchs heraus aus diesem Uratom. Und was tat der atlantische Eingeweihte? Eben dieses Urbild, dieses menschliche Urbild, das sich aus dem Ursamen heraus erhebt, das stellte er vor die Seele seiner Schüler. So mußte der Schüler meditieren über dieses Urbild. Die Menschengestalt als Gedankenform stellte der Eingeweihte der Atlantis vor den sehenden Blick des Schülers hin, mit all den Impulsen und Empfindungen, die darin waren. Und ob nun der Schüler den Löwentypus oder einen anderen besaß, er mußte sich das Gedankenbild vorhalten, was der Mensch werden sollte in der nachatlantischen Zeit. Dieses Gedankenbild bekam er immer als Ideal. Er mußte diesen Gedanken wollen: Mein physischer Leib soll werden wie dieses Bild. — Und durch die Kräfte dieses Bildes, das der Schüler lernen mußte, wurde so auf den Körper gewirkt, daß er sich dann von den anderen Menschen unterschied. Durch die Kräfte dieses Bildes wurden bestimmte Teile umgebildet, und allmählich wurden die vorgerücktesten Schüler immer ähnlicher den heutigen Menschen.

[ 19 ] Es ist schon auf den Urzustand der Erde hingewiesen worden, es ist die ganze Entwickelung schon skizziert worden, es ist auch gesprochen worden von der Lichtgestalt im Urstaub. Hätte man damals hellseherisch das Atom angesehen, so wäre herausgewachsen das Urbild des heutigen Menschen. Das wuchs aus diesem Staubkorn, diesem Uratom heraus. Nicht die Gestalt des Menschen der alten Zeiten, nicht des atlantischen Menschen, sondern die Gestalt des heutigen Menschen wuchs heraus aus diesem Uratom. Und was tat der atlantische Eingeweihte? Eben dieses Urbild, dieses menschliche Urbild, das sich aus dem Ursamen heraus erhebt, das stellte er vor die Seele seiner Schüler. So mußte der Schüler meditieren über dieses Urbild. Die Menschengestalt als Gedankenform stellte der Eingeweihte der Atlantis vor den sehenden Blick des Schülers hin, mit all den Impulsen und Empfindungen, die darin waren. Und ob nun der Schüler den Löwentypus oder einen anderen besaß, er mußte sich das Gedankenbild vorhalten, was der Mensch werden sollte in der nachatlantischen Zeit. Dieses Gedankenbild bekam er immer als Ideal. Er mußte diesen Gedanken wollen: Mein physischer Leib soll werden wie dieses Bild. — Und durch die Kräfte dieses Bildes, das der Schüler lernen mußte, wurde so auf den Körper gewirkt, daß er sich dann von den anderen Menschen unterschied. Durch die Kräfte dieses Bildes wurden bestimmte Teile umgebildet, und allmählich wurden die vorgerücktesten Schüler immer ähnlicher den heutigen Menschen.

[ 20 ] Da blicken wir auf merkwürdige Geheimnisse zurück, da blicken wir in die Mysterien der atlantischen Zeit. Und auch ein anderes wird uns auffallen. Wie auch die Menschen gestaltet waren, eins schwebte vor ihrer Seele als Bild, das als Geistbild schon vorhanden war, als die Sonne mit der Erde noch vereint war. Und dieses Bild trat immer mehr heraus als der Sinn der Erde, als das, was der Erde geistig zugrunde liegt. Und dieses Bild erschien ihnen nicht in der oder jener Gestalt, als das Bild der oder jener Rasse, es erschien ihnen als das allgemeine Ideal der Menschheit.

[ 20 ] Da blicken wir auf merkwürdige Geheimnisse zurück, da blicken wir in die Mysterien der atlantischen Zeit. Und auch ein anderes wird uns auffallen. Wie auch die Menschen gestaltet waren, eins schwebte vor ihrer Seele als Bild, das als Geistbild schon vorhanden war, als die Sonne mit der Erde noch vereint war. Und dieses Bild trat immer mehr heraus als der Sinn der Erde, als das, was der Erde geistig zugrunde liegt. Und dieses Bild erschien ihnen nicht in der oder jener Gestalt, als das Bild der oder jener Rasse, es erschien ihnen als das allgemeine Ideal der Menschheit.

[ 21 ] Das ist das Gefühl, das der Schüler sich an diesem Bilde hat entwickeln sollen: Die höchsten geistigen Wesen haben dieses Bild gewollt, dieses Bild, durch das Einheit kommt in die Menschheit. Dieses Bild ist der Sinn der Erdenentwickelung, dieses Bild zu verwirklichen, hat die Sonne sich getrennt von der Erde, ist der Mond herausgetreten. Dadurch konnte der Mensch Mersch werden. Das ist das eine, was zuletzt erscheinen soll als das hohe Ideal der Erde. Und in dieses hohe Ideal strömten ein die Gefühle, welche den Schüler in seiner Meditation belebten.

[ 21 ] Das ist das Gefühl, das der Schüler sich an diesem Bilde hat entwickeln sollen: Die höchsten geistigen Wesen haben dieses Bild gewollt, dieses Bild, durch das Einheit kommt in die Menschheit. Dieses Bild ist der Sinn der Erdenentwickelung, dieses Bild zu verwirklichen, hat die Sonne sich getrennt von der Erde, ist der Mond herausgetreten. Dadurch konnte der Mensch Mersch werden. Das ist das eine, was zuletzt erscheinen soll als das hohe Ideal der Erde. Und in dieses hohe Ideal strömten ein die Gefühle, welche den Schüler in seiner Meditation belebten.

[ 22 ] So war es ungefähr um die Mitte der atlantischen Zeit, und wir werden zu verfolgen haben, wie dieses Bild der Meditation, das da vor dem Schüler als Menschengestalt stand, sich umwandelte in etwas anderes, und wie dieses herübergerettet wurde nach der atlantischen Katastrophe. Das ist es, was auflebte in dem indischen Eingeweihtenunterricht, das, was man zusammenfassen kann in dem uralt heiligen Namen: Brahma. Das was die Weltengottheit gewollt hat als Sinn der Erde, das war das Heiligste des alten indischen Eingeweihten, dann sprach er von Brahma. Daraus entsprang später die ZarathustraLehre und die ägyptische Weisheit, wovon dann später gesprochen werden soll. Wie es sich umbildet aus Brahma zur ägyptischen Weisheit, das wollen wir morgen weiter sehen.

[ 22 ] So war es ungefähr um die Mitte der atlantischen Zeit, und wir werden zu verfolgen haben, wie dieses Bild der Meditation, das da vor dem Schüler als Menschengestalt stand, sich umwandelte in etwas anderes, und wie dieses herübergerettet wurde nach der atlantischen Katastrophe. Das ist es, was auflebte in dem indischen Eingeweihtenunterricht, das, was man zusammenfassen kann in dem uralt heiligen Namen: Brahma. Das was die Weltengottheit gewollt hat als Sinn der Erde, das war das Heiligste des alten indischen Eingeweihten, dann sprach er von Brahma. Daraus entsprang später die ZarathustraLehre und die ägyptische Weisheit, wovon dann später gesprochen werden soll. Wie es sich umbildet aus Brahma zur ägyptischen Weisheit, das wollen wir morgen weiter sehen.