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The Rudolf Steiner Archive

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Anthroposophy's Response
to Universal Questions
GA 108

21 November 1908, Vienna

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1. Über die höheren Welten

Regarding Higher Worlds

[ 1 ] Auf den Wunsch Ihres Vorsitzenden werden wir heute über ein Thema sprechen, das gewisse Voraussetzungen an die Zuhörer stellt, also in einer gewissen Weise für vorgeschrittene Anthroposophen bestimmt ist. Wir werden in den folgenden öffentlichen Vorträgen Gelegenheit haben, denjenigen Rechnung zu tragen, die von den Grundlagen der anthroposophischen Weltanschauung noch wenig gehört haben, und manches, was vielleicht in den internen Vorträgen sozusagen einer Aufklärung bedarf, wird wenigstens zum Teile in den öffentlichen Vorträgen eine solche erfahren. Wenn von vorgeschrittenen Anthroposophen gesprochen wird, so fassen Sie das keineswegs so auf, meine lieben Freunde, als ob damit gemeint wäre, daß man, um auf geisteswissenschaftlichem Felde vorgeschritten zu sein, theoretisch viel gelernt haben müßte; darauf kommt es eigentlich nicht an. Worauf es ankommt, ist weniger eine Welt von solchen Theorien im Inneren der Seele, sondern eine gewisse Ausbildung unserer Empfindungswelt, unserer Gefühlswelt, eine gewisse Gesinnung, könnte man sagen, die man sich allmählich aneignet, wenn man wieder und wieder im anthroposophischen Kreise arbeitet.

[ 1 ] As a result of a wish from your chairperson we shall speak today about a theme which sets certain presuppositions to the audience, and is, in a certain sense, aimed at advanced Anthroposophists. We will have the opportunity in the following open lectures to work from the basics of the anthroposophical world view with something which formerly has not been taken into account much, something which perhaps in internal lectures had dared give a solution, and which will at least be partly experienced in an open lecture like this. When we speak about advanced Anthroposophists, don't suppose, my dear friends, it means to have advanced in the spiritual scientific fields, that you have become learned in theory. It doesn't really come to that. What it involves is less of a theoretic world created in the soul, but rather a certain development of our world of impressions, our feeling-world, a certain inclination, we could say, which we gradually acquire when we repeatedly work within anthroposophic circles.

[ 2 ] Diejenigen, welche viel und seit Jahren innerhalb dieses Kreises arbeiteten, oder innerhalb eines anderen solchen Kreises sich betätigten, die werden zurückdenken an die Zeit, wo sie sozusagen zum ersten Male etwas gehört haben von dem, was die anthroposophische Geisteswissenschaft der Menschheit zu sagen hat, und sie werden sich erinnern, daß mancherlei von dem, was ihnen damals wie eine erste Botschaft zugekommen ist, nicht nur unwahrscheinlich, sondern vielleicht konfus, phantastisch - wenn nicht vielleicht noch Schlimmeres davon gesagt werden müßte - geschienen hat. Aber im Laufe der Zeit haben sich solche, die dann der anthroposophischen Weltanschauung näher und näher traten, hineingewöhnt in eine gewisse Empfindungs - und Gefühlswelt, die es möglich macht, Dinge, die aus den höheren Welten mitgeteilt werden, hinzunehmen, wie eben Erzählungen von Tatsachen, die auf dem physischen Plane, in der physischen Welt geschehen, hingenommen werden. Dasjenige, was man Beweise für die geisteswissenschaftlichen Mitteilungen nennen könnte, ist ganz und gar nicht auf dem Felde zu suchen, wie der Beweis für die anerkannten wissenschaftlichen Wahrheiten. Mit solcher Beweisführung würde man nicht viel anfangen können. Die Beweisführung, die sich ergibt für den, der sich einlebt in die anthroposophische Weltanschauung, liegt in der ganzen intimen Umgestaltung, die das Seelenleben erfährt. Und lange bevor der Mensch so glücklich sein kann, durch Anwendung der geisteswissenschaftlichen oder okkulten Methoden hinaufzudringen zur Anschauung der geistigen Welten, bildet sich in ihm ein Vorgefühl, eine Vorahnung aus von der Richtigkeit, von der tiefen Begründetheit dessen, was mitgeteilt wird über diese höheren Welten. Mancherlei von dem, was uns eine Vorstellung wird geben können über die Art, wie der Mensch hinaufdringen kann in die höheren Welten, wie er mit seinen eigenen geistigen Sinneswerkzeugen wahrnehmen kann in diesen höheren Welten, wird Ihnen der nächste Vortrag «Was ist Selbsterkenntnis?» zur Anschauung bringen. Heute wollen wir mehr erzählend einige Betrachtungen über diese höheren Welten pflegen, über den Zusammenhang dieser Welten mit unserer physischen Welt.

[ 2 ] Whoever has worked for many years within these circles, or are inwardly active in such circles, will think back to a time when they had, for the first time, heard something about the anthroposophic occult science of man, and they will remember that some of the first communications not only appeared improbable, but perhaps confused and fantastic—perhaps even worse could be said about them. However, with the passing time you may get used to certain impressions as the anthroposophic world view comes ever closer, and the world of feeling makes it possible to share things which are revealed from Higher Worlds. These revelations become absorbed just like facts on the physical place, taking place in the physical world, they too are taken in. Whatever one can call proof of spiritual statements is not to be sought in the same fields as are the proofs for scientific certainties. With such a line of argument one can't do much. The line of argument which is available for experiences in the anthroposophic world view lies in the complete intimate transformation as experienced within the soul life. Long before we can happily penetrate to perceiving the spiritual worlds through the application of spiritual scientific or occult methods, we can build in ourselves a presentiment, a premonition out of the correctness, from deep legitimacy, that which is shared regarding Higher Worlds. Much of what we can, from an imagination regarding the way we can penetrate the Higher Worlds, how we can with our own spiritual sense organs perceive the Higher Worlds will be brought out in our next lecture: “What is self knowledge?” Today we want to reveal single observations about these Higher Worlds and cultivate the connection between these worlds and our physical world.

[ 3 ] Sie alle kennen ja aus Ihren bisherigen anthroposophischen Arbeiten außer unserer Welt zwei andere Welten, die sogenannte astralische und die sogenannte devachanische Welt, die von den Religionen, soweit sie hierzulande bekannt sind, die himmlische Welt genannt wird, die eigentlich geistige Welt. Sie kennen vor allem diese Welten als Gebiete, die der Mensch zu durchlaufen hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Sie wissen ja, daß zunächst die astralische Welt als Kamaloka durchlaufen wird, daß dann der Mensch in eine rein geistige Welt, in das Devachan eintritt, wo er heranreift zu einer neuen Geburt, um nach einer gewissen Zeit wieder herunterzusteigen zu einem neuen Erdenleben, einem Leben in der physischen Welt.

[ 3 ] You all know by now through anthroposophical work that two other worlds exist beside our own; the so-called astral and devachanic worlds, called, as far as they are known in religion, as the heavenly world, the actual spiritual world. You are familiar with these worlds as areas through which we journey between death and a new birth. You know that after the astral world has been passed through during Kamaloka, you enter the pure spiritual world, Devachan, where you are called again to a new birth, in order to descend again after a certain time into a new earthly life, a life in the physical world.

[ 4 ] Nun ist es aber nicht genug, wenn man die Astral- und Devachanwelt eigentlich sich nur vorstellt als gewisse Gebiete, die der Mensch zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchläuft, sondern diese Welten sind ja fortwährend um uns. Wir leben fortwährend nicht nur in der physischen Welt, sondern auch in der astralischen oder Seelenwelt, die uns mit ihren Wesenheiten und Tatsachen umgibt. Man kann diese Astral- oder Seelenwelt so bezeichnen, daß man sagt, sie durchdringt unsere physische Welt, wie wenn man einen Schwamm mit Wasser durchtränkt. Der Unterschied dieser beiden Welten gegenüber unserer physischen Welt ist nur der, daß unsere physische Welt wahrgenommen wird durch Werkzeuge unseres Leibes, und daß sich zunächst für den Menschen diese höheren Welten der Wahrnehmung deshalb entziehen, weil er dafür keine Wahrnehmungsorgane ausgebildet hat. So wahr sie innerhalb unserer Welt sind, so wahr spielen ihre Wirkungen fortwährend in unsere Welt herein. Und vieles, was in der physischen Welt vorgeht, würde sich der Mensch leichter erklären können, wenn er die dahinterliegende geistige Astral- und Devachanwelt kennen würde, wenn er wüßte, daß in unserem Umkreis Wesen um uns sind und Tatsachen, welche mit unseren Sinnen nicht erfaßt und begriffen werden können. Die Astralwelt enthält zunächst nicht nur Tatsachen, die sich übersinnlich in unserer Umgebung abspielen; sie enthält auch Wesenheiten, die, wenn wir so sagen dürfen, in der Substanz dieser Welt ebenso verkörpert sind, wie der Mensch, die menschliche selbstbewußte Wesenheit, hier in der physischen Welt verbunden ist mit Fleisch und Blut. Der Unterschied zu Wesenheiten wie den eben bezeichneten ist der, daß diese Wesenheiten keine so dichten physischen Leiber annehmen, daß sie mit unseren physischen Augen gesehen werden. Ihr gröbster Leib ist der Astralleib.

[ 4 ] It's not enough to only imagine the astral and devachanic worlds as distinct areas through which we move between death and a new birth, because these worlds continuously surround us. We live continuously not only in the physical world but also in the astral or soul-world, surrounding us with their beings and truth. We can describe this astral or soul-world as penetrating our physical world just like a sponge is penetrated by water. The only difference between both these worlds as opposed to our physical world is this: our physical world is perceived through the tools of our body, and for us this perception of the Higher Worlds is withdrawn because we haven't developed the organs needed for their perception. As real as they are within our world, just so real their activities play continuously into our world. Much taking place in the physical world can be more easily explained if the spiritual astral and devachanic worlds, behind it all, are made aware regarding beings and realities existing in our surroundings, beings which can't be grasped and understood by our senses. The astral world contains not only realities which play supersensibly into our environment; it contains beings who, if we dare say so, are incorporated in the substance of their world just as we, humans, self conscious beings, are here in the physical world bound to flesh and blood. The distinction of these described beings is namely that they don't possess solid physical bodies which may be seen by our physical eyes. Their major mass is the astral body.

[ 5 ] Nun müssen wir gleich, wenn wir von den Wesenheiten sprechen, die also zum untersten Gliede ihres geistigen Organismus ebenso den Astralleib haben, wie der Mensch zum untersten Gliede den physischen Leib hat, von vornherein aufmerksam machen, wie nun derjenige, dessen hellseherisches Bewußtsein geöffnet ist, der also schauen kann, diese Wesenheiten wahrnimmt. Diese Wesenheiten unterscheiden sich ganz wesentlich von den auf dem physischen Plane existierenden Wesenheiten unserer verschiedenen Naturreiche. Wir sind hier umgeben von Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen. Wenn wir eine charakteristische Eigenschaft dieser Wesenheiten der verschiedenen Naturreiche einmal hinstellen wollen, so ist es das Ständige, das Bleibende der Form. Einen Menschen, den Sie heute gesehen haben, werden Sie morgen oder übermorgen oder selbst nach Jahren noch daran erkennen, daß seine äußere Form beständig geblieben ist. Ebenso ist es der Fall beim Tier, bei der Pflanze, beim Mineral. Das ist nun ganz und gar nicht der Fall bei den Wesenheiten, die nur auf dem astralischen Plan verkörpert sind. Die haben fortwährend eine wechselnde Gestaltung, eine Gestaltung, die bei vielen Wesenheiten in jedem Augenblick eine andere wird; denn die Gestalt, welche auf dem astralischen Plan wahrgenommen wird, ist ein genauer Abdruck der inneren Seelenerlebnisse und Seelenbetätigungen dieser Wesenheiten.

[ 5 ] Now we need to immediately make a note when we speak about these beings who have as their lowest member of their organism the astral body, that they are perceptible to whoever has opened their clairvoyant awareness and can also see these beings. They are differentiated substantially from those existing beings on our physical plane which belong to the various kingdoms of nature. We are surrounded by minerals, plants, animals and people. When we determine a single characteristic of all these different kingdoms we conclude that their form is firm, established. When you see a person today, you may well recognize them tomorrow, or even after a year, because their outer form has remained constant. Similarly with the animal, the plant or mineral. This is not at all the situation with the beings which are incorporated on the astral plane. These possess a continuously changing form, a shape which in many of them, from one moment to the next become another, because the form which can be observed in the astral plane is the exact expression of the inner soul experiences and soul activity of these beings.

[ 6 ] Denken Sie sich nur einmal, wenn Sie Ihre Seele betrachten am Morgen, wo Sie gerade einen freudigen Brief erhalten haben, und die frohe Botschaft die Seele angefüllt hat mit Freude und Lust, und sozusagen dieses Gefühl in Ihrer Seele lebt, denken Sie sich nun, wenn Sie Ihre äußere Gestalt jedesmal dem Seelenleben entsprechend änderten, wie anders diese Bilder aussehen würden als nachmittags, etwa wenn Sie eine Todesnachricht erhalten, oder in dem Augenblicke, wo Zorn und Furcht Sie durchzittern. Wenn dann jedesmal Ihre äußere Gestalt geändert würde und diese zum Ausdruck brächte, was in der Seele vorgeht, dann hätten Sie ein Bild dessen, was auf dem Astralplan vorgeht. Daher also das Verwirrende, das Hinhuschende und sich fortwährend Verändernde der Formen der Astralwesenheiten. So also müßten Sie sich vorstellen, daß das hellseherische Bewußtsein, wenn es die Aufmerksamkeit vom physischen Plane abwendet, umgeben ist von einer solchen astralen Bilderwelt. Natürlich kann alles das, was sich da abspielt, nicht geschildert werden; es können nur Einzelheiten skizzenhaft hingestellt werden.

[ 6 ] Just think about yourself, how you may observe your soul in the morning just after you have received a cheerful letter and how the joyful message filled your soul with delight and pleasure and how this feeling lived in the soul. Then think how your soul will express itself in the direct contrary situation, how different the image will be when you receive news of a death in the afternoon, or you are shaken in rage and fear. Consider how your outer expression changes each time as a result of what took place in the soul, then you have an image of what happens on the astral plane. Hence the bewildering scurrying and continuously changing forms of the astral beings. Thus you have to imagine that the clairvoyant awareness, when it is turned away from perceiving the physical plane, is surrounded by the astral image world. Naturally everything that enfolds there can't be depicted; only single sketches can be given.

[ 7 ] Das Leben auf dem astralen Plan ist viel reicher als auf der physischen Welt. Sie müssen sich nur vorstellen, daß da in der Astralwelt lichte Bilder, die nicht an einem äußeren Gegenstande haften, hinhuschen, daß sie eine gewisse Form haben, die entweder licht oder weniger licht, weniger leuchtend oder getrübt sind, daß sie in jedem Augenblicke sich ändern, und das sie nichts anderes sind als ein Ausdruck für Seelen, sagen wir, die da leben auf dem astralen Plane. Aber diese lichten Körper zeigen nicht bloß Licht und verschiedene Farbenbildungen, sondern auch alle anderen dem Physischen ähnliche Sinneseindrücke; nur werden diese nicht mit äußeren, sondern mit den Geistorganen der Seele wahrgenommen.

[ 7 ] Life on the astral plane is far richer than on the physical plane. You can imagine light images in the astral world which don't cling to outer objects but flash with a definite form, one moment either light or less luminous, less radiant or misty, changing in every blink of the eye. They are nothing other than expressions for souls, we may call them, which live there on the astral plane. However these light bodies show not mere light and different colour images but also all other physically similar sense impressions, only these are not perceived with outer but with inner spiritual organs of the soul.

[ 8 ] Es ist nun ein Unterschied zwischen der Wahrnehmung eines Lichtkörpers auf dem astralen Plane und der einer Farbe oder eines Lichtkörpers auf dem physischen Plan. Demgegenüber, was dort als Licht entgegentritt, hat das Bewußtsein nicht das Gefühl, als sei es außerhalb dessen, sondern es hat das Gefühl: Du lebst darin. - Das ist zunächst recht schwer, sich vorzustellen; denn Sie müssen sich denken, daß in dem Augenblicke, wo das hellseherische Bewußtsein im Menschen aufgeht, der Mensch noch etwas anderes fühlt, als daß nur der Raum sich mit astralen Tatsachen und Wesenheiten anfüllt, sondern er fühlt, als wenn er wüchse, als wenn er größer und größer würde. Es dehnt sich das Bewußtsein: «Das bin ich» über die Haut hinaus. Das ist das Wesentliche des hellseherischen Bewußtseins. Er spürt, wie wenn er sich hinausbreite und in das, was er wahrnimmt, hineinkröche, so daß er innerhalb dieser Leuchtkörper lebt und Wärme- und Kälteempfindungen verspürt; er verspürt auch Geschmack. Alle diese Empfindungen, die er zunächst aus der Sinnenwelt kennt und die hier mit dem äußeren begrenzten Körper verknüpft sind, durchströmen und durchhuschen den Raum, und vor allen Dingen tritt noch etwas auf. Hier in der physischen Welt hat der Mensch natürlich das Gefühl, daß nur dasjenige zu einem Wesen gehört, was sozusagen räumlich mit dem Wesen zusammenhängt. Es würde Sie sonderbar überraschen, wenn irgendein physisches Wesen hineinliefe in den Raum und hinterher ein anderes, und jemand behauptete, die beiden gehören zusammen, obzwar keine Verbindung zwischen ihnen da ist. Man würde sie für getrennte Wesen halten; denn man wird niemals räumlich getrennte Körper in der physischen Welt als ein Wesen ansehen. In der Astralwelt ist das durchaus der Fall, daß das, was gar nicht räumlich zusammenhängt, ein Wesen ist, und da haben Sie keinen anderen Maßstab dafür, anzuerkennen, daß das ein Wesen ist, als daß, sagen wir, Sie drinnen sind und nun das Bewußtsein haben, diese zwei voneinander ganz abstehenden Glieder gehören zu einer Wesenheit. Verwirrend ist also, daß sich das hellseherische Bewußtsein nicht immer gleicht, und daß das, was zusammengehört, nicht immer als solches erblickt werden kann. Ja, es kann noch weitergehen: Daß Sie ein Wesen sehen können, das Ihnen erscheint als eine Reihe voneinander getrennter Kugeln, hier eine leuchtende Kugel, weit davon eine zweite, dann eine dritte, vierte und so weiter. Daraus werden Sie sehen, daß es auf dem Astralplan in gründlichster Weise anders aussieht als hier.

[ 8 ] There exists a differentiation between the observation of a bright body on the astral plane and a colour or a bright body on the physical plane. In contrast, what meets light there, has an awareness—not a feeling, as if it is beyond that- yet has a sense: “You live in this”.—This is really quite difficult to imagine, because you have to think, that the very moment this clairvoyant awareness rises up in you, you feel something different, as if not only is the space filled with astral truths and beings, but it feels as if it is all growing larger and larger. It stretches your awareness with “This is me”—right over your skin. That is the essential part of clairvoyant consciousness. It senses, as when it spreads itself out into that which is perceived, creeping in, so that it lives within these light bodies and experiences warmth and cold, sensing taste as well. All these experiences which you know firstly from the sense world and which are integrated in the outer limited body, stream and flash through the realm—and then something else appears. Here in the physical world we have naturally the feeling that all that belongs to a physical being is actually spatially linked to that being. It comes as an extraordinary surprise when some physical being walks into a space and behind him follows another and someone insists the two belong together although no link exists between them. You would insist they are separate beings, because we never consider spatially separate beings as a single being. We would take them as separate beings; because we will never consider separate bodies in the physical world as one being. In the astral world it is throughout applicable that things which in no way connect spatially, comprise one being, and so you have no tool which can help you pin-point a single being when you are within, and has the consciousness, that two quite outstanding members belong to a single being. Confusing it is also, that clairvoyant consciousness is not always the same and that which belong together, can't always be glimpsed again. Yes, it can go further: you could see a single being, which appears to you as a row of separate spheres, here a shining sphere, and far from this a second, then a third, fourth and so on. In conclusion, the astral place basically looks different from here.

[ 9 ] Aber es gibt ja etwas, das mit dem Menschen selbst verbunden ist und das in dieser Verbindung mit dem Menschen zu gleicher Zeit alle Eigenheiten der astralischen Welt als Wirkungen auf den Menschen äußert; das ist des Menschen eigener Astralleib. Das ist das dritte Glied seiner Wesenheit, von dem Sie erfahren haben, daß es in einer gewissen Weise eine selbstbegrenzte Gestalt hat. Während des Lebens zwischen Geburt und Tod kann man allerdings sehen, daß im wesentlichen der Astralleib sich wie eine Art ovale Wolke ausnimmt, in welche der physische und Ätherleib eingebettet sind. Eine Art Eiform ist der Körper, auf dessen äußeren Grenzen beständig wogende Bewegungen geschehen, so daß von einer Regelmäßigkeit keine Rede sein kann. Der Astralleib zeigt eine verhältnismäßig feste, beständige Form, solange er im physischen Leibe drinnensteckt. Solange das der Fall ist, so lange bleibt diese Form. Schon in der Nacht, wenn der Astralleib sich herauszieht, beginnt dieser sich dem Seelenleibe anzupassen. Da kann man schon sehen, wie ein Mensch, der bei Tage in bösartigen Gefühlen lebt, in der Nacht eine andere Form zeigt als ein Mensch, der während des Tages in guten Gefühlen gelebt hat. Im allgemeinen bleibt aber doch die Form des astralischen Leibes in der Nacht bestehen, weil die Kräfte des physischen und Ätherleibes sehr stark wirken und auch in der Nacht noch nachwirken, und den Astralleib in seiner Form im wesentlichen, aber nur im wesentlichen, erhalten.

[ 9 ] Yet there is something which is linked to us and this connection expresses simultaneously all the similarities of the astral world working in us; this is our own astral body. This is the third member of our being, which you experience as having a definite self-contained shape. During our life between birth and death we can definitely see the essential astral body resembling a kind of oval cloud, within which the physical and astral bodies are embedded. A kind of egg shape is this body, the outer boundary existing in a constant surging movement, so that some kind of regularity of form is out of the question. The astral body only appears in a kind of firm, steady form as long as it is contained within the physical body. As long as this is the case, it retains this form. Already at night, when the astral body withdraws, it begins to adapt itself to the soul body. Then you can see how a human being, who lives with evil feelings during the day, appear in quite another form compared with someone who has lived with noble feelings during the day. In general the form of the astral body is steady at night, while the forces of the physical and etheric bodies work very strongly through the night, and the astral body retains its form essentially, but only essentially.

[ 10 ] Aber wenn der Mensch im Tode, nach Beendigung seines physischen Lebens, zunächst den physischen Leib abstößt und dann auch denjenigen Teil des Ätherleibes abstößt, der abzustoßen ist, dann zeigt der Astralleib schon während der Kamalokazeit durchaus eine wechselnde Form. Ganz und gar angepaßt ist dieser Leib in seiner Form und Bildgestalt seinem Seelenleben, so daß ein Mensch, der seinen Leib im Tode mit häßlichen Gefühlen verloren hat, eine abschreckende Gestalt zeigt, während ein Mensch, der mit schönen Gefühlen gestorben ist, schöne, sympathische Formen des Astralleibes zeigt. Es kann so weit kommen, daß Menschen, die ganz und gar aufgehen in sinnlichen Begierden und die sich nicht erheben können zu irgendwelchen edlen Gefühlen und Trieben, nach dem Tode eine Zeitlang wirklich die Form von allerlei grotesken Tieren annehmen, nicht solchen, wie sie auf dem physischen Plan leben, sondern solchen, die nur daran erinnern. Derjenige nun, der Erlebnisse hat auf dem astralen Plan und verfolgen kann, welche Gestalten sich da dem hellseherischen Bewußtsein darbieten, der weiß, welches Bild einer Seele mit edlem und einer mit unedlem Inhalt entspricht; von dem kann also alles an den Gestalten erlebt und erschaut werden. Ich sagte schon, daß dieser astrale Menschenleib keineswegs absolut etwa ganz bestimmte innere und äußere Formen zeigt, sondern nur innerhalb bestimmter Grenzen ist das der Fall. Auch schon im physischen Leben, namentlich in jenem Teil des Leibes, der nach dem Einschlafen austritt, paßt sich in einer gewissen Weise der Astralleib doch auch dem an, was die Seele erlebt. Und da kann man aus gewissen Bildungen und Gestaltungen, die der Astralleib in sich annimmt, sehen, was innerhalb des Menschen vorgeht und was er erlebt.

[ 10 ] However, when we die, after the end of our physical life, we relinquish our physical body, as well as push away that part of our etheric body which is to be given up, then the astral body takes on a variable form right through the Kamaloka time. This body completely matches its form and image to the soul life, hence a person who has lost a body which had been filled with hateful feelings shows a withered form while a person who died with beautiful feelings, show a sympathetic form as an astral body. It can go so far that people who are totally taken with sensory desires and who can't lift themselves into an exchange towards noble feelings and impulses, after their death for a while really take on the forms of all kinds of grotesque animals—not those living on the physical plane but those who only remind us of animals. Whoever has had experiences on the astral plane and is able to follow which forms are offered to the clairvoyant consciousness, knows which image speaks nobly and which doesn't contain noble content; they can experience and observe everything from these images. I have already mentioned that these human astral bodies cannot appear in absolute definite inner and outer shape, only within certain boundaries is this the case. Also already in physical life, actually in every part of the body which appear after falling asleep, the astral body matches that which the soul experiences. From here certain images and forms taken up by the astral body can be seen according to what is happening to a person and what he or she is living through.

[ 11 ] Nur bezüglich einiger Dinge, die die Seele erleben kann, möchte ich Ihnen einiges angeben, nämlich, wie dann der astrale Leib gesehen wird. Nehmen Sie an, ein Mensch sei schwatzhaft, neugierig ‚oder er neige zum Jähzorn oder anderen ähnlichen, sagen wir, Untugenden. Da drücken sich diese Untugenden in einer ganz bestimmten Weise in seinem Astralleib aus. Wenn der Mensch zum Beispiel geplagt wird von Zorn, Ärger, namentlich wenn er jähzornig ist, dann zeigen sich in seinem Astralleib knollige Bildungen, Verdichtungen durch den Astralleib. Er wird unrein. Von diesen Verdichtungen gehen recht schlimm aussehende schlangenartige Fortsetzungen aus, die sich auch in der Färbung von anderen Substanzen unterscheiden. Namentlich bei jähzornigen Menschen kann das leicht beobachtet werden. Wenn die Menschen schwatzhaft sind, dann zeigt sich dieses namentlich dadurch, daß der Astralleib allerlei Verdichtungen zeigt, die man so charakterisieren könnte, daß man sagt, durch die Verdichtungen werde nach allen Seiten ein Druck im Astralleib ausgeübt. Wenn die Menschen neugierig sind, dann zeigt sich das im Astralleib, indem er sich in Falten legt; gewisse Teile werden faltig schlaff, und es hängen sozusagen gewisse Teile einander entgegen; es zeigt sich ein allgemeines Schlaffwerden. Sie sehen also, daß dieser astrale Menschenleib in einer gewissen Art die allgemeinen Eigenschaften der Astralwelt teilt, daß er seine Form den inneren Seelenerlebnissen des Menschen anpaßt.

[ 11 ] With regard to some things which the soul may experience, I would like to indicate something to you, namely, how the astral body may be observed. Take for example a person who is a gossip, inquisitive or tend towards temper outbursts or, let's say, similar bad habits. These bad habits will express themselves in a distinct manner through the astral body. If someone is for instance plagued by fury, annoyance and especially if the person is irascible, then we see tuberous formations, thickenings expressed in the astral body. The person becomes polluted. From these thickenings exude evil looking snakelike protuberances, distinguishable in colouring and other substances. Particularly with irascible people this can easily be seen. When a person is talkative, tend to gossip, it appears in the astral body as all kinds of thickenings, which can be characterized by saying the thickenings will exercise pressure in all directions in the astral body. When a person is inquisitive then it shows in the astral body in such a way that folds are created, sections become slack and hang as it were against one another in parts; it shows a general slackness, it seems as if these astral bodies in a certain way participate in the general characteristics of the astral world, matching in form its inner soul experiences.

[ 12 ] Nun finden wir, wenn wir die Astralwelt im allgemeinen durchforschen, zunächst gewisse Wesenheiten, von denen der Mensch, der nur das Physische kennt, eigentlich keine Ahnung haben kann. Vor allen Dingen erscheint ihm diese physische Welt in einer ganz anderen Art, als sie ihm vorher erschienen ist. So zum Beispiel finden wir als ganz besondere Wesenheiten die Gruppenseelen der Tiere. Der Mensch, wie er uns hier entgegentritt, hat eine individuelle Seele, die, eine jede für sich, eine Ich-Wesenheit hat. Die Tiere haben nicht in der gleichen Weise eine Ich-Wesenheit. Bei ihnen haben die gleichgestalteten Formen, also alle Löwen, alle Tiger, alle Schildkröten dasjenige, was man eine gemeinsame, eine Gruppenseele nennen kann. Und Sie müssen sich vorstellen, daß auf dem astralen Plane eine Ichheit lebt, gleichgültig wo die Tiere im Physischen leben. Alle sind eingebettet in eine Ichheit, die auf dem astralen Plane eine wirkliche Persönlichkeit ist, und dort kann man dieser Persönlichkeit, dieser Gruppenseele begegnen, wie hier einem Menschen.

[ 12 ] We discover, on researching the astral world in general, certain beings of which we, who only know the physical, actually can have no inkling. In the physical world these beings appear in quite a different way, than what we have perceived about them before. For example, we find quite extraordinary beings in the group souls of animals. The human being, as he approaches us here, has an individual soul which comes to meet us—a soul for each person, an Ego-Being. The animals don't have the same kind of I or Ego-Being. They have similarly shaped forms, all lions, tigers, all tortoises, which we call a mutual group soul. Just imagine that on the astral plane there is a single I-Being, simultaneously living in the physical animal. All the animals are imbedded in the I-Being, who has a definite personality on the astral plane, and there we can meet this personality, this group soul, just like meeting a person.

[ 13 ] Ein Beispiel: Nehmen Sie einmal einen Vogelzug, wenn die Vögel anfangen, von den nördlichen Gegenden zum Äquator zu ziehen. Wer nicht oberflächlich diese wirklich außerordentlich weisheitsvollen Vogelzüge beobachtet, wird staunen darüber, wieviel von dem, was man Intelligenz nennt, zu einem solchen Zuge der Vögel gehört. Die einen ziehen in diese, andere in die andere Region; Gefahren bestehen sie, sie landen, wo sie landen müssen. Da sieht das gewöhnliche physische Bewußtsein nur die dahinziehenden Schwärme. Das hellseherische Bewußtsein aber sieht die Gruppenseele, das Wirken der Persönlichkeiten, die da leiten und lenken, was da vorgeht. Tatsächlich sind es solche astrale Persönlichkeiten, die das Ganze führen und leiten. Diese Gruppenseelen sind es, die uns zunächst als eine Bevölkerung der Astralwelt entgegentreten. Die Mannigfaltigkeit, die in der Gruppenseele der Tiere auf dem Astralplan herrscht, diese Buntheit ist eine unendlich viel größere. Nur nebenbei sei erwähnt, daß auf dem astralen Plan Platz für alle ist, weil sich dort die Wesen durchdringen; denn das Gesetz der Undurchdringlichkeit gilt nur für den physischen Plan. Nur fühlen sie dort die Einflüsse, wenn sie durchdrungen werden, gute wie böse; im innerlichen Erleben spüren sie das Durchgehen. Sie können also durch einander durchgehen; sie können auch an ein und demselben Orte leben. Es herrscht dort das Gesetz der Durchdringlichkeit.

[ 13 ] An example: take a migration of birds when they all start to move from the northern hemisphere towards the equator. Whoever doesn't consider this extraordinary wise migration superficially, will be amazed how many have what we note as intelligence in such a flight of birds. Various birds come from different regions, one from this, one from another: the danger exists that they land where they need to land. Ordinary physical awareness only sees the massive swarms. The clairvoyant consciousness however, sees the group soul, the action of the personalities who lead and link what is happening. Actually these are such astral personalities who direct and lead. These group souls are the ones we meet as inhabitants of the astral world. The diversity which rules in the group souls of the astral plane, this variegation is endlessly larger. Just to mention aside, the astral plane has space for everything, because there beings interpenetrate; because the law of the impenetrable is only valid on the physical plane. However, there we feel influences, good or bad, when we are penetrated and experience this in our inner life. They could thus go through one another; they can exist in one and the same place. There the law of interpenetration rules.

[ 14 ] Aber das ist wiederum nur ein Teil der Astralbevölkerung, allerdings einer, den wir im vollen, richtigen Sinne erst erkennen, wenn wir ihn ganz erfassen. Glauben Sie nicht, daß derjenige schon einen Begriff von einer Gruppenseele irgendeiner Tierform hat, der, sagen wir, aufmerksam ist, wie diese in der Astralwelt eingebettet ist und wie zu dieser Gruppenseele hinauf sein Bewußtsein geleitet wird. Das genügt nicht. Gerade hier tritt uns lebendig entgegen, daß das, was räumlich getrennt ist, zusammengehört, so daß wir für jede Tiergruppenseele, die weisheitsvoll das Ganze leitet, ein Gegenbild haben, und zwar ein schlimmes Gegenbild. Darin besteht die Tierheit, daß sie einmal hinaufweist in die Astralwelt, aber dann hinunterweist in jenen Teil der Astralwelt, wo Häßlichkeit und Widrigkeit herrschen, so daß wir für jede Tiergruppe eine Lichtgestalt und eine häßliche Gestalt haben, welche sich einmal abgesondert hat von der Lichtgestalt als das Böse, Häßliche, was einmal in ihr drinnen war. Da können Sie nun sehen, wie die alten Bilder und Kunstwerke aus einer höheren Erkenntnis hervorgegangen sind. Heute erkennt man als eine Individualität nur das, was im Menschen lebt. Und man kann daher, wenn man etwas Höheres darstellen will, nur zur Phantasie greifen. So war das durchaus nicht immer. Damals, als ein großer Teil der Menschheit, namentlich der, welcher künstlerisch wirkte, ein gewisses hellseherisches Bewußtsein oder doch Überlieferungen vom Hellsehen hatte, da hat man immer dargestellt das, was sich wirklich in den höheren Welten vorfindet. Und so haben Sie in dem Ihnen bekannten Michael mit dem Drachen oder Sankt Georg mit dem Drachen eine wunderbare Darstellung der Verhältnisse, welche der Hellseher auf dem astralen Plane bezüglich der Tierformen immer vorfindet. Sie erhebt ihn zu einer höheren Gestaltung, die weise ist und weit hinausragt über die Weisheit der Menschen. Aber diese Weisheit ist errungen dadurch, das herausgeworfen worden ist aus der Astralität solcher Wesenheiten die schlimme Seite. Diese schlimme Gestalt haben Sie in dem widrigen Drachen. Wenn der Hellseher aufsieht von der lebenden Form, so sieht er alles, was für die lebendige Form angeordnet wird von der höheren Wesenheit, die weise ist, die nur nicht die Liebe kennt. Aber diese Ausbildung der lichten Seelengestalt ist nur errungen worden dadurch, daß unter die Füße getreten worden sind die bösen Eigenschaften, die in der Wesenheitsform waren. Der Mensch hat seine heutige Natur dadurch errungen, daß er heute noch in seinem Karma Gut und Böse vermischt hat, während auf das Tier die moralischen Unterschiede von Gut und Böse sich nicht anwenden lassen. Aber der Begriff der lichtvollen Wesenheit ist mit dem Zuge nach oben, der des Gefallenseins mit dem, was überwunden worden ist, verknüpft. Alte Kunst hat meist so geschaffen in bedeutungsvollen Symbolen, und was da geschaffen worden ist, ist nichts weiter als ein Ergebnis hellseherischer Betrachtungen. Das wird erst dann begriffen werden, wenn man die astralischen Urbilder wieder erkennen wird.

[ 14 ] However, this is only a part of the astral inhabitants, surely one in which we can only fully, in the right sense, understand when we come to grips with it completely. Don't believe that someone already has a concept of a group soul with some or other animal form, how, shall we say, it is observable already in the way it is embedded in the astral world and how this group soul is led into his consciousness. This is not enough. Right here we are reproached vividly by that which is spatially separated but belongs together, so that we, for every animal group soul filled with wisdom and leading the whole, arrive at a counter image, a terrible counter image. Within this exists the animality to which we refer in the astral world, and find, on descending into that part of the astral world where ugliness and adversity rule, where every animal group has a light-form and an ugly form, that which had at one time been separated from the light-form of evil and ugliness, which had been at one time within them, part of them. From this you can see how the old pictures and artworks sprung from a higher knowledge. Today we recognise only that which lives as an individuality. Hence if we want to invoke something higher today, we can only grasp at fantasy. This was not always the case. In the past, most of mankind who worked artistically, had a clairvoyant consciousness or still a remnant of clairvoyance, and they depicted what they actually found in Higher Worlds. Thus they depicted what was known to them in Michael and the Dragon or Saint Georg with the Dragon in a wonderful representation of relationships which the clairvoyant finds as animal forms on the astral plane. The wise lifted them to a higher form, to tower far above the wisdom of people. However the wisdom is acquired through what has been thrown out of the astrality of such beings' ugly side. The ugly side you find in the adverse dragon. When the clairvoyant looks on the living form he sees everything as lively form organised by higher beings who are wise but do not know love. However these expressions of the light soul form can only be acquired through treading the evil qualities underfoot which are in the being's form. Human beings have acquired their current nature through good and bad still being mixed in their karma, while in the animal the moral distinctions of good and bad can't be applied. The concept of light filled being is with an upwards reach while connecting and lifting that which had fallen and had been conquered. Ancient art was mostly produced with meaningful symbols and created through nothing less than with a clairvoyant conscious consideration. They will only be comprehended once we have understood the astral archetypal images.

[ 15 ] Auch die Pflanzenwelt bietet auf der astralischen Ebene etwas Eigentümliches dar. Wenn der Hellseher eine Pflanze betrachtet, wie sie mit der Wurzel im Boden wurzelt, Blätter und Blüten ansetzt, hat er zunächst vor sich die Pflanze, bestehend aus dem physischen Leibe und dem Ätherleib. Das Tier hat noch den Astralleib. Nun können Sie einmal die Frage aufwerfen: Haben die Pflanzen gar nichts von einem Astralleibe? Es wäre falsch, würde man das behaupten; er ist nur nicht drinnen, wie er in dem Tiere drinnen ist. Wenn das hellseherische Bewußtsein die Pflanze beschaut, so sieht es namentlich oben, wo die Blüten sind oder entstehen, die ganze Pflanze eingetaucht in eine astrale Wolke, eine helle Wolke, die die Pflanze namentlich an diesen Teilen umgibt und einhüllt, wo sie blüht und Früchte trägt. Also die Astralität senkt sich gleichsam auf die Pflanze nieder und hüllt einen Teil der Pflanze ein. Der Astralleib der Pflanze ist eingebettet in diese Astralität. Und das Eigentümliche davon ist, daß, wenn Sie sich die ganze Pflanzendecke der Erde denken, so werden Sie finden, daß die Astralleiber der Pflanzen einer an den anderen grenzen und sie ein Ganzes bilden, von dem die Erde eingehüllt ist wie von physischer Luft, von der Pflanzenastralität. Wenn die Pflanzen nur einen Ätherleib hätten, würden sie so wachsen, daß sie nur Blätter, keine Blüten ansetzen würden, denn das Prinzip des Ätherleibes ist Wiederholung. Wenn eine Wiederholung abgeschlossen und ein Abschluß gebildet werden soll, muß ein Astralleib dazukommen.

[ 15 ] The plant world also presents something curious on the astral plane. When a clairvoyant considers a plant and how its roots worm their way in the earth and leaves and flower appear, he perceives the plant possessing a physical and ether body. The animal has the astral body in addition. Now the question may surface: do the plants not have any form of an astral body? It would be wrong to hope for this; there is nothing within the plant as there is within the animal. When the plant is looked at with clairvoyant consciousness, the upper part, where the flowers develop, appear as if dipped in an astral cloud, a bright cloud surrounding and wrapping this part of the plant where it blossoms and bears fruit. Thus astrality gradually sinks down over the plant and wraps part of it. The astral body of the plant is embedded in this astrality. What is peculiar is that when the spread of plants cover the earth, it is found that the astral bodies of the plants merge their boundaries and envelop the earth as if by a physical air of plant-astrality. If the plants only had an ether body they would only develop leaves and no flowers because the principle of the ether body is repetition. When a repetition is completed and a conclusion needs to be created, then an astral body must join in.

[ 16 ] So können Sie am Menschenleibe selbst betrachten, wie das Ätherische und das Astrale zusammenwirken. Denken Sie sich die aufeinanderfolgenden Ringe des Rückgrats. Da gliedert sich Ring an Ring. Solange dies geschieht, wirkt hauptsächlich das ätherische Prinzip im Organismus. Oben, wo die knöcherne Schädelkapsel eintritt, dort überwiegt das Astrale, nämlich dort hat das Astrale das Übergewicht. Also das Prinzip der Wiederholung ist das Prinzip des Ätherischen, und das Prinzip des Abschlusses ist dasjenige des Astralen. Die Pflanze würde oben nicht abgeschlossen sein in der Blüte, wenn sich nicht in das Ätherische das Astrale der Pflanzennatur senken würde.

[ 16 ] Likewise the human body may be considered—how the etheric and the astral co-operate. Contemplate how the vertebrae of the spine follow successively. Vertebra upon vertebra they are divided. As long as this happens it is mainly the etheric principle working. At the top, where the bony skull capsule appears, here the astral has the upper hand. The principle of repetition is the principle of the etheric, and the principle of conclusion is that of the astral. The plant would not come to a conclusion in its flower if it's etheric isn't sunk into the astral nature of the plant.

[ 17 ] Wenn Sie eine Pflanze verfolgen, wie sie den Sommer hindurch wächst und dann im Herbste Früchte trägt und dann anfängt zu welken, also wenn die Blüte anfängt zu ersterben, dann zieht sich das Astrale wieder aus der Pflanze zurück nach oben. Das ist ganz besonders schön zu beoachten. Während das physische Bewußtsein des Menschen im Frühling seine Freude haben kann an dem Erblühen der Pflanzen, wie sich Flur um Flur mit herrlichen Blüten bedeckt, gibt es für das hellseherische Bewußtsein noch eine andere Freude. Wenn gegen den Herbst zu die Pflanzen, die einjährig sind, absterben, dann leuchtet es und huscht hinauf wie huschende Gestalten, die sich als astrale Wesenheiten herausbegeben aus den Pflanzen, die sie den Sommer hindurch versorgt haben. Hier ist wieder eine Tatsache, die uns in dem poetischen Bilde entgegentritt, das nicht verstanden werden kann, wenn nicht hierin das hellseherische Bewußtsein verfolgt werden kann. Da sind wir schon in einem intimen Felde des astralen Bewußtseins. Aber bei Völkern der Vorzeit, wo solche intime Hellseher vorhanden waren, da war auch schon dieses Sehen im Herbst vorhanden. Sie finden bei dem hellseherischen Volke Indiens in der Kunst das wunderbare Phänomen dargestellt, daß ein Schmetterling oder ein Vogel hinausfliegt aus einem Blütenkelch. Wiederum ein solches Beispiel, wie in der Kunst etwas aufsteigt, wo durchaus das hellseherische Bewußtsein zugrunde liegt aus jenen fernen Zeiten her, wo entweder das hellseherische Bewußtsein in den Künstlern gewirkt hat oder als eine Tradition beachtet wurde.

[ 17 ] On researching the plant, how it grows through summer and bears fruit in autumn to eventually start wilting, or when the flower starts dying away, the astral withdraws upward from the plant. This is particularly beautiful to observe. While our physical consciousness may experience joy in the blossoms during spring, covering meadow after meadow, yet another joy can be experienced by the clairvoyant. In comparison, when the annual plants die down in autumn, it glows and flashes above it beings, the astral beings withdrawing from the plants, beings which had cared for the plants during summer. Here lies another fact which we discover in poetic images, which are incomprehensible when we can't research this with clairvoyant consciousness. Here we connect to the intimate fields of the astral consciousness. With folk in past times, where clairvoyants with such intimate knowledge were around, these insights existed in autumn. We find in the clairvoyant Indian folk art representations of wonderful phenomena, of a butterfly or a bird flying out of the flower's calyx. Against such an example we see how something of it arises in their art, from a basis of the clairvoyant consciousness since way back; either clairvoyant consciousness of the artist works into it, or inspiration from tradition.

[ 18 ] Ein Astralleib ist also auch in der Pflanze vorhanden. Das Tier hat physischen Leib, Ätherleib, Astralleib. Das Ich des Tieres haben wir gefunden in der Gruppenseele. Wir haben jetzt vom Astralleib der Pflanze gesprochen, den wir, wenn die Pflanze welk wird, als ein sich herausziehendes Wesen charakterisiert haben. Hat die Pflanze auch ein Ich? Ja, es gibt dasselbe für die Pflanzen, was wir beim Tier die Gruppenseele nennen, nur herrscht hier das Eigentümliche vor, daß alle die Pflanzen-Iche nach einem einzigen Ort der Erde sich richten, nämlich nach dem Mittelpunkt der Erde. Es ist, als ob die Erde von allen Seiten bestrahlt würde von den Gruppen-Ichen aller Pflanzen, und deshalb wächst die Pflanze gegen die Erde zu. Dieses Ich aber kann auf dem astralen Plan nicht beobachtet werden. Dort findet der Hellseher die tierischen Gruppenseelen. Er findet auch jene Doppelwesen, wie wir sie im Symbol von Michael mit dem Drachen gesehen haben. Er findet auch, was nun geschildert worden ist, aber die Pflanzen-Iche würde er vergeblich auf dem astralen Plane suchen. Die sind erst in der höheren, in der eigentlich geistigen Welt, in den gröberen, unteren Partien des Devachans, im Rupa-Devachan. Da sind die eigentlichen Pflanzenseelen, die Pflanzen-Iche, und die stecken alle so ineinander, daß sie mit ihrem eigentlichen Mittelpunkte alle ineinander sind, im Mittelpunkte der Erde vereinigt sind.

[ 18 ] An astral body thus also exists in the plant. An animal has a physical, ether and astral body. The Ego of the animal we find in the group soul. The astral body of the plant we noticed in the beings withdrawing from the wilting plant. Has the plant an Ego? Yes, the same exists for the plants as we called a Group Soul in the animal, only here the extraordinary exists, that the Plant-Ego directs itself towards a single place on earth, namely the centre of the earth. It is as if the earth is being radiated from all sides by the Group Ego of the plant, and therefore the plants grow towards the earth. This Ego however we can't see on the astral plane—here we find the animal group soul. Here we also find every double-being, as we see in the symbol of Michael and the Dragon. We also find what has been depicted, but the plant-Ego will be sought in vain on the astral plane. The actual plant soul, the plant-Ego is only found in the higher, the actual spiritual world, in the greatest, under layers of Devachan, in Rupa-Devachan. Here the plant soul and plant-Ego mingle, their actual centres so intermingled, that they unite in the centre of the earth.

[ 19 ] Da kann nun die Frage entstehen: Es sind doch der physische Plan, der astrale Plan, der devachanische Plan eigentlich ineinander, so daß der Hellseher sich räumlich nirgends anders befindet, als wo der physische Mensch sich befindet; wie unterscheidet man da eigentlich den einen von dem anderen? Es ist bald gesagt, wodurch der physische Plan sich vom astralen unterscheidet. Der physische Plan ist da, solange man sieht, hört, tastet, und wenn der Mensch innere Fähigkeiten entwickelt, dann werden ihm zwischen und in dem Physischen die astralen Wesen unterscheidbar. Dort, wo solche Wesen in unser Bewußtsein eintreten, die mit physischen Organen nicht wahrzunehmen sind, da beginnt der astrale Plan. Aber wann beginnt dann der devachanische Plan? Nun gibt es die Möglichkeit, Grenzen anzugeben zwischen dem astralen und devachanischen Plan, obwohl sie ineinander verschwimmen; es gibt durchaus eine äußere und eine innere Möglichkeit, den Aufstieg vom astralen zum devachanischen Plane zu erkennen. Die äußere Möglichkeit ist folgende: Wenn der Mensch sein hellseherisches Bewußtsein entwickelt, muß er zunächst Augenblicke im Leben haben, wo er die physische Welt in gewisser Beziehung verläßt. Das ist schon ein höherer Grad menschlicher Entwickelung, wenn er sozusagen gleichzeitig die physische und dann in ihr, diese durchsetzend, die astrale Welt erblickt, also zum Beispiel das Physische eines Tieres und den astralen Leib eines Tieres sieht. Aber das kann nur erreicht werden bei einem gewissen Grade von Entwickelung, nachdem man etwas anderes durchgemacht hat, nämlich, daß man die physische Welt nicht sieht, wenn man die astrale Welt sieht.

[ 19 ] Now the question may arise: Surely the physical plane, the astral plane and devachanic plane are within one another, so while the clairvoyant is situated where physical man finds himself, how is one distinguishable from the other? The physical plane is there as long as we can see, hear and taste it and when we develop an inner capability, we can distinguish between the physical and astral worlds. There were such beings entering into our awareness who may not be observable through physical organs, here the astral plane starts. Where then begins the devachanic plane? Now there is the possibility to provide boundaries between the astral and devachanic plane, although they blur into one another; through this is created an outer and inner possibility to recognise the astral from the devachanic plane. The outer possibility is as follows: when you develop a clairvoyant consciousness, you should experience moments in life when you leave the physical worlds to a certain extent. This is already a higher degree of human development when you can so to say simultaneously glance at the physical, then penetrate the astral world, as for example the physical of the animal and the astral body of the animal. This can only be accomplished through specific levels of development, after we have gone through something else, namely that you don't see the physical world when you see the astral world.

[ 20 ] Dieses Hineinleben des Menschen im Beginn der Entwickelung in die astrale Welt zeigt sich dadurch, daß sich folgendes abspielt. Der Mensch ist an einem bestimmten Orte. Er hört allerlei um sich, sieht die Gegenstände, er tastet sie, er schmeckt sie. Wenn nun der Mensch sich nach und nach hellseherisch in die astrale Welt einlebt, dann ist es so, daß diese sinnlichen Eindrücke zuerst anfangen, weiter und weiter vom Menschen abzuziehen, so daß der Ton wie in weiter, weiter Ferne zu sein und dann ganz und gar zu verschwinden scheint. Ebenso ist es mit den Tastwahrnehmungen: Der Mensch wird nach und nach dasjenige, was sonst getastet wird, nicht als unmittelbar empfinden; er wird mit gewissen Gefühlen die Körper durchdringen, in sie hineintasten. Ebenso die Farbenwelt, die Lichtwelt; der Mensch breitet sich aus, er lebt sich in diese Lichtwelt hinein. So zieht dasjenige, was die sinnliche Welt ist, vom Menschen ab, und an ihre Stelle treten die Erscheinungen, wie sie vorhin besprochen worden sind. Das erste nun zunächst, was da beobachtet werden muß, ist das, daß da, wo die Astralwelt wirklich vom Menschen beschritten wird, sozusagen vollständig die Tonwahrnehmungen, die Gehörwahrnehmungen, die Schallwelt, die Tonwelt ausgelöscht sind. Das ist eine Zeitlang überhaupt in der Astralwelt nicht vorhanden. Der Mensch muß sozusagen diesen Abgrund durchmachen, in einer tonlosen Welt zu leben. Allerdings ist sie dadurch ausgezeichnet, daß sich in ihr mannigfaltige Eindrücke finden, namentlich eine differenzierte Bilderwelt. Wenn er höher steigt in der Entwickelung, lernt er etwas kennen, was ihm jetzt ganz neu ist, nämlich das, was wie ein geistiges Gegenbild zur Tonwelt zu bezeichnen ist. Er lernt zuerst innerhalb der Astralwelt kennen das, was neu auftritt als geistiges Hören. Das ist nun freilich schwer zu beschreiben.

[ 20 ] This participation of the human being in the development of the astral world from the beginning shows in the following. The human being exists in a certain place. He hears all kinds of things, looks at objects, touches and tastes them. When the human being gradually lives into the astral world, these sensory perceptions start to withdraw further and further away, similar to a sound which moves ever further away until it disappears. Just so it is with sensory perceptions: the human being gradually becomes that which is being touched, not through direct experience but, he or she has a distinct feeling of their body being penetrated as the sensory object senses, stirs into the human body. The same is valid for the world of colour, the world of light: the human being expands, he or she lives into this light world. In this manner the sensory world withdraws from the human being and is replaced by appearances, as mentioned earlier. Next, what has to be observed is what the human being really must go through in the astral world, so to speak the entire perception of tone, of hearing, the world of sound which dissolves tone. This is not available in the astral world for quite a while. The human being must so to speak go through this abyss and live in a soundless world. However it is excellent that through this is found an abundance of impressions in him- or herself, namely a differentiated world of images. When the human being ascends in his development, he or she will meet something which appears as quite new, a spiritual counter-image linked to the world of tone. What is first learnt within the astral world as something new and appears as spiritual hearing. This is of course difficult to describe.

[ 21 ] Nehmen Sie nun folgendes an: Sie sehen eine leuchtende Gestalt. Eine andere kommt ihr entgegen; sie nähern sich und durchdringen sich. Eine dritte kommt, kreuzt den Weg und so weiter. Nun, was sich Ihnen darbietet, das sehen Sie nicht bloß an mit dem hellseherischen Bewußtsein, sondern das gibt Ihnen in die Seele die mannigfaltigsten Gefühle. So kann es sein, daß in Ihnen die Gefühle einer geistigen Lust entstehen, dann wieder Unlust, aber die verschiedenst differenzierten Gefühle, wenn sich die Wesen durchdringen, oder wenn sie sich annähern oder entfernen. Und so lebt sich die hellsehend werdende Seele ein, so daß das Zusammenwirken auf dem astralen Plan nach und nach durchglüht und durchsetzt wird von erhabenen oder widersprechenden Gefühlen rein geistiger Art. Das ist die geistige Musik, die wahrgenommen wird. Aber mit dem Momente, wo dies auftritt, ist man schon im Gebiete des Devachan. Also das Devachan beginnt äußerlich, wo die Tonlosigkeit beginnt aufzuhören, die zum Teile auf dem astralen Plane eine schauerliche Tonlosigkeit ist. Denn der Mensch hat keine Ahnung, was es heißt, in einer unendlichen Tonlosigkeit zu leben, die nicht nur keinen Ton darbietet, sondern die auch zeigt, daß sie keinen in sich hat. Das Gefühl der Entbehrung auf der physischen Welt ist eine Kleinigkeit gegen die Gefühle der Seele, wenn diese Unmöglichkeit empfunden wird, daß da etwas heraustönen kann aus dem unendlich sich ausbreitenden Raum. Dann kommen eben die Möglichkeiten, das Zusammenwirken der Wesenheiten, ihre Harmonie und Disharmonie wahrzunehmen, die Tonwelt beginnt. Das ist das Devachan, äußerlich in den Formen betrachtet.

[ 21 ] Take for example the following: you see a shining form. Another one approaches, comes closer and merges with it. A third comes, crosses the way and so on. Now, what is appearing before you is not merely seen clairvoyantly, but it evokes in your soul the most diverse feelings. Thus it can happen that these inner feelings tend towards an inclination, then towards reluctance, the most varied feelings appear when you penetrate the being, when you approach or withdraw from them. Thus the acquiring-clairvoyance soul lives into the astral plane cooperation and hence becomes glowing and penetrated by existing or contradictory feelings of a pure spiritual nature. Here spiritual music can be perceived. The moment this happens, you are already in the region of Devachan. Thus Devachan begins its presence from outside, where soundlessness begins to cease, partly a horrific toneless experience on the astral plane. The human being has no idea what it means to live in an endless toneless place where no sound exists but also shows that there is none to be found within. The feeling of hardship in the physical world is trivial compared to feelings in the soul when this impossibility is experienced, that something could sound out of this endless spread out realm. The possibility arises that through cooperation with the Beings and observing their harmony and disharmony, a world of tone is begun. That is Devachan, seen externally through its forms.

[ 22 ] Auch in anderer Weise kann die Seelenempfindung den Übergang von der Astralwelt zum Devachan anzeigen. In der physischen Welt begleitet der Mensch in seiner Seele die Dinge ja nach dem Charakter, den er hat. Der eine geht an einem Bilde vorbei und empfindet nichts, der andere fühlt eine Welt von Seligkeit, indem er vor dem Bilde steht. Menschen gehen aneinander vorbei; der eine sagt von dem anderen, daß er der Rechte sei und sieht vermöge seiner Seeleneigentümlichkeit, daß er zu dem anderen gehört, er empfindet eine aufleuchtende Freude. So ist es eigentlich in den höheren Welten sehr bald nicht mehr. Da fordert der Mensch mit einer inneren Notwendigkeit die Erlebnisse einer Gefühlswelt heraus, und da können Sie nicht etwa kalt oder nüchtern vor gewissen Erlebnissen des astralen und devachanischen Planes vorbeigehen, sondern gewisse Erlebnisse fordern Ihnen ab eine Hingebung, ein volles Eingehen; andere hingegen stoßen Sie ab.

[ 22 ] The transition from the astral world to Devachan as experienced through the soul can be illustrated in another way. In the physical world we are accompanied in our soul by our character type. One person may pass a picture and experience nothing while another will feel a world filled with bliss as he stands before the image. People pass one another, the one says of the other he could be the right one and sees soul peculiarities that they belong to one another, and experience an enlightening joy. Very soon no more of this will exist in the Higher Worlds. Here the human being demands with inner urgency the experiences of the world of feeling thus not enabling the passing by to have a somewhat cold or sober experience of the astral and devachanic planes, but rather particular experiences demanding dedication, a full penetration, while other experiences are repelled.

[ 23 ] Das ist es, was dem nicht richtig Vorbereiteten gefährlich werden kann, weil er nämlich in fortwährend wechselnden Empfindungen leben muß, die unter Umständen innerlich zerstören, innerlich zerreißen und daher wieder auf die Gesundheit schädigend rückwirken müssen. Da kann er von Stufe zu Stufe merken, in welcher Welt er ist. Während er in der Astralwelt ist, kennt er hauptsächlich zwei Gefühlsnuancen in der mannigfaltigsten Weise. Die eine ist die, die besonders stark hervortritt, wenn der Mensch unmittelbar nach dem Tode in dem Gebiete der Astralwelt ist, das wir Kamaloka nennen. Da ist er ja sozusagen mit seinen Gefühlen noch nicht losgekommen vom Leben der physischen Welt; da verlangt er nach ihr, er begehrt ihrer. Nehmen wir zum Beispiel einen Feinschmecker, der Verlangen nach leckeren Speisen hat. Nach dem Tode und nach dem Übergang in die Astralwelt hat er noch immer die Lust, aber nicht mehr die physischen Organe. Daher lechzt er gierig nach dem, was nur Zunge und Gaumen einem Menschen bieten können. Daher wird ihm dieses, was er in seiner Seele erlebt, zur peinigendsten Nuance dieses Gefühls, zum Gefühle der Entbehrung. Entbehrung ist überhaupt etwas, was auf der einen Seite unserer Gefühlswelt steht, wenn wir in der Astralwelt sind. Man lernt da, wenn man das Bewußtsein entwickelt hat, nicht jene peinigende Entbehrung kennen, wie ein Gestorbener sie hat, aber das Gefühl des Suchens nach etwas, das Gefühl der Entbehrung wird auch den Hellseher überkommen, wenn nicht ein anderes zum Erhalten des Gleichgewichtes da wäre. Betritt er unvorbereitet oder nicht in der richtigen Weise vorbereitet den astralen Plan, dann wird sich das geltend machen. Nicht Rast und nicht Ruhe hat die Seele; eine Unruhe, eine Rastlosigkeit wird die Seele von einem zum anderen drängen. Um das zu vermeiden, gibt es nur eines: die entgegengesetzte Gefühlsnuance muß ausgebildet werden, und in allen Geheimschulen wird diese Gefühlsnuance vorbereitet: die Entsagung. Man bereitet sich für ein richtiges Leben in der Astralwelt durch alles das vor, was in einer gewissen Weise mit Entsagung bezeichnet werden kann. Wenn Sie sich die geringste Kleinigkeit hier versagen, ist es durchaus wahr, daß Sie sozusagen einen Stein in die Treppe zum astralen Plan einlegen. Die ruhigere Betrachtung der Astralwelt wird errungen dadurch, daß man sich dazu vorbereitet durch die Gefühlswelt der Entsagung. Während das Gefühl der Begierde die Astralwelt zu einer Welt des Schmerzes und der Unlust macht, macht das, was man durch Entsagung erwirkt, daß man immer klarer und klarer, deutlicher und deutlicher die Gebilde und Wesenheiten des astralen Planes beobachten kann, so daß man nicht mehr hin und her schwanken muß zwischen Begierde und Entsagung. Das sind die Gefühlsnuancen im astralen Plane, und so lange diese vorzugsweise in der Seele tätig sind, ist man im astralen Plan.

[ 23 ] Thus if you are not thoroughly prepared it can become dangerous because you experience continuous changes under inwardly disturbing circumstances, inward tearing and as a result undermining your health. Step by step you will realize in which world you find yourself. While you are in the astral world, you will recognise principally two nuances of feeling expressed in a varied manner. The one, which appears most strongly when you enter the astral world directly after death, is the one we call Kamaloka. Here you have, so to speak, not yet freed your feelings from life in the physical and you desire and long for it. Take for example a gourmet, who longs for delicious food. After death and his transition to the astral world he still has desires but no longer the physical organs to satisfy them. Thus he greedily craves for that which only the tongue and palate can provide. As a result he experiences in his soul the most painful sensation, the feeling of deprivation. Deprivation is one of the principal sensations we have when we are in the astral world. Here you become aware, when you have developed your consciousness, not only particular painful feelings of deprivation like in those who have died, but also the feeling of a search for something. The feeling of deprivation will also overtake the clairvoyant when there is no other to balance out the weight. If you enter unprepared or not prepared in the right way for the astral plane, then this applies. Neither rest nor peace will the soul have; anxiety and restlessness shoves the soul from one side to another. To avoid this there is only one possibility: the formation of the opposing nuance of feeling, and in all secret schools this nuance is unanimous: it is renunciation. To prepare yourself for the right existence in the astral world, you need to know that everything, in some way or another, refers to renunciation. When you abstain from the slightest insignificance here, it is totally valid that you are, so to speak, laying a stepping stone in the astral world. The calm observation of the astral world is achieved through your own preparation regarding the feeling world of abstinence. While the feeling of the desire turns the astral world into one of pain and reluctance, the opposite happens through working with renunciation, because the images and beings of the astral world become ever clearer and more distinct to observation and thus you no longer sway between desire and denial. These are the nuances of feelings in the astral plane as long as the foregoing is active in the soul, while you are in the astral plane.

[ 24 ] Dann kommen neue Gefühlserlebnisse der Seele. Vor allen Dingen macht sich dort, wo die Seele die Grenze der Devachanwelt überschreitet, das Gefühl der Beseligung geltend, der Seligkeit. Selbst wenn man das Devachan unwürdig betreten würde, das heißt, wenn man durch irgendeinen Zauber oder durch schwarze Magie vor dem Tode dort eintreten könnte, würde man sehr bald in einem Meer von Seligkeiten geringeren oder höheren Grades schwimmen. Nun könnte man sagen, das ist doch sonderbar, daß selbst ein unwürdiges Betreten des Devachan Beseligung verleiht. Es ist so, aber es hat in gewisser Weise auch seine Nachteile, lautet die Antwort. Dieses Gefühl aus- und hinfließender Seligkeit ist auf dem devachanischen Plane untrennbar mit etwas anderem verknüpft, nämlich mit dem Verluste des Selbst, der Selbstbewußtseinskraft, der inneren Ich-Kraft. Wir würden zerfließen, wenn nicht eine andere Gefühlsnuance hinzutreten würde. Das ist die, die man in der Geheimwissenschaft das Gefühl der opferwilligen Hingabe, der Opferfähigkeit nennt.

[ 24 ] Now new experiences of feeling enter the soul. First of all, at the boundary where the soul crosses into the devachanic world, feelings of bliss and happiness ensue. Even when you enter Devachan in an unworthy manner, through some or other spell or through black magic before death allows this entry, you will soon swim in a sea of happiness in some higher or lower degree. Now you may say it is peculiar that even an unworthy entry of Devachan spoils you with blessedness. Indeed this is the case, but it has certain disadvantages, is the answer. This feeling of outer and inner blissfulness is in the devachanic planes inseparable from something else, namely the loss of self, the power of self consciousness, the inner Ego-force. We will dissolve into it if no other feeling nuance comes to the fore. This feeling is called, in occult science, the feeling of self sacrificing dedication, called the ability to sacrifice.

[ 25 ] Im astralen Plan finden wir also Entbehrung und Entsagung, auf dem devachanischen Plane Seligkeit und Opferwilligkeit. Und es ist sonderbar, aber doch wahr, daß, wenn der Mensch auf dem devachanischen Plane gar nicht das Gefühl hätte: Du sollst dich hingeben dem, was um dich ist -, sondern mit seinem Ich nur die Seligkeit genießen wollte, würde er zerfließen im Meere der devachanischen Wesenheiten. Wenn er aber mit dem Gefühle sich durchtränkt: Ich will mich opfern, ich will ausströmen lassen, was ich mir erworben habe -, dann bewahrt er sich im Devachan vor dem Zerfließen, vor dem Vergehen. Das höchste Gefühl der Liebe, der schaffenden Liebe, das muß als zweite Gefühlsnuance im Devachan da sein. Und das ist etwas, was Ihnen auch verständlich macht, wie das Wirken im Devachan zwischen Tod und einer neuen Geburt geschieht. Indem der Mensch aus dem Kamaloka, wo er zunächst in Entbehrung gelebt und die Dauer seines Aufenthaltes dadurch verkürzt, daß er entsagen gelernt hat, in das Devachan kommt, muß er gleich beginnen, an die Arbeit einer nächsten Inkarnation zu gehen. Langsam baut er sich die Urbilder seines nächsten Erdenlebens auf. Er wird es um so besser aufbauen, wenn er zum Gefühl der Seligkeit, das unbedingt eintritt, gelernt hat hinzuzufügen die opferwillige Hingabe seines Wesens an das, was ihn umgibt. In dem Maße, als er sich hinopfert mit seiner Seele, in dem Maße baut sich das Urbild seiner künftigen Persönlichkeit auf. Würde er das nicht können, dann würde er entweder ganz und gar vergehen oder riesig lange brauchen, bis er wieder zu einem irdischen Dasein kommen könnte. So sehen wir sozusagen, wie die Seele äußerlich in den Formen - beim Übergange aus der stummen, leuchtenden Astralwelt in die tönende Devachanwelt - die Grenzen findet; viel wichtiger aber ist, wie sie sich innerlich hineinlebt in die andere Welt. - Das sind so einige Hindeutungen auf die Verhältnisse der höheren Welten, die der Mensch betritt in der Beobachtung des alten griechischen Weisheitsspruches «Erkenne dich selbst!» Man könnte noch vieles hinzufügen, aber es kann ja immer nur ein Stück davon gegeben werden, was zur Charakteristik der höheren Welten zu gelten habe. So lebt man sich allmählich ein, und indem man sich einlebt, wird man auch die Wirkungen auf die physische Welt erkennen lernen, und so wird auch diese Welt immer durchsichtiger.

[ 25 ] In the astral plane we find deprivation and renunciation; on the devachanic plane, blessedness and self-sacrifice. It is strange, yet true, that when someone on the devachanic plane doesn't have the feeling:—‘you must dedicate yourself to what surrounds you’—but only wants to enjoy the bliss with the Ego, then he or she will be dissolved by devachanic beings. When he or she however allows the penetrating feeling: ‘I want to offer myself, I will not dissolve into what I've acquired,’—then he or she will be shielded in Devachan from dissolving, passing away. The noblest feeling of love, creative love, must be the second feeling nuance in Devachan. This is something which can be understood in the manner it works in Devachan between death and a new birth. Through the fact that a person coming out of Kamaloka, who lived with deprivation and thus shortened the duration of his sojourn through learning renunciation, upon arrival in Devachan, must immediately begin to work towards his next incarnation. Slowly he builds up the archetypes of his next earthly life. How much better would he create these while experiencing a feeling of blessedness, really entering this bliss, having learnt to add the self sacrificing dedication of his own being to that which surrounds him. In the degree to which he offers himself through his soul, to this degree is the archetype created for his future personality. Should he be unable to do this, then he would either totally pass away or need an enormous length of time until he returns again to an earthly existence. So we see, so to speak, how the soul is formed externally—through transitions from the dumb, radiant astral world into the sounding devachanic world—by finding the boundary; more importantly though is how one lives in this other world within one's soul. Thus we have some indications of the relationships in the Higher Worlds, which one enters through the observation of the ancient Greek words of wisdom: “Know thyself!” Much can still be added, however only a portion of it can be given which is characteristically valid of the Higher Worlds. So we gradually live into that and through the experience, we also start to recognise the working of it into the physical world and hence this world becomes ever more transparent.