The Principle of Spiritual Economy
in Relation to Reincarnation
GA 109
21 January 1909, Heidelberg
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Das Prinzip der spirituellen Ökonomie, 4th ed.
1. Komplizierte Fragen Der Wiederverkörperung
1. Komplizierte Fragen Der Wiederverkörperung
Wodurch Bleibt Das, Was Die Eingeweihten Errungen Haben, Für Die Zukunft Erhalten?
Wodurch Bleibt Das, Was Die Eingeweihten Errungen Haben, Für Die Zukunft Erhalten?
[ 1 ] Es sollen einige intime Fragen der Wiederverkörperung besprochen werden, welche nur in einem Zweige von vorbereiteten Anthroposophen erörtert werden können. Damit ist nicht bloß gemeint, daß solche Anthroposophen theoretisch vorbereitet sein sollen, sondern daß sie durch ihr Mitarbeiten in einem Zweige ihr Empfindungsvermögen herangebildet haben. Denn wir alle erinnern uns, daß durch dieses Mitarbeiten Veränderungen vorgegangen sind in unseren Empfindungen und Gefühlen für die Wahrheit. Was wir heute nicht nur glauben, sondern als über allem Glauben stehend [als wahr] betrachten, das war auch uns früher unglaubhaft und ist heute noch phantastisch, Unsinn, Träumerei für die Fernstehenden. Daß man sich also gewöhnt hat, wirklich in diesen Anschauungen so zu leben, das ist das Zeichen des Vorgerückteren, und dieser kann dann herantreten an die Betrachtung spezieller Fragen. Manches, was hier gesagt wird, scheint fernliegend; und doch sind alle diese Dinge aufklärend für das Leben und seine Erscheinungen, obwohl wir zunächst weit zurückgehen müssen in ferne Perioden der Menschheitsentwickelung. Wir müssen davon ausgehen, uns vor die Seele zu stellen, wie der Vorgang der Reinkarnation sich im allgemeinen darstellt.
[ 1 ] Es sollen einige intime Fragen der Wiederverkörperung besprochen werden, welche nur in einem Zweige von vorbereiteten Anthroposophen erörtert werden können. Damit ist nicht bloß gemeint, daß solche Anthroposophen theoretisch vorbereitet sein sollen, sondern daß sie durch ihr Mitarbeiten in einem Zweige ihr Empfindungsvermögen herangebildet haben. Denn wir alle erinnern uns, daß durch dieses Mitarbeiten Veränderungen vorgegangen sind in unseren Empfindungen und Gefühlen für die Wahrheit. Was wir heute nicht nur glauben, sondern als über allem Glauben stehend [als wahr] betrachten, das war auch uns früher unglaubhaft und ist heute noch phantastisch, Unsinn, Träumerei für die Fernstehenden. Daß man sich also gewöhnt hat, wirklich in diesen Anschauungen so zu leben, das ist das Zeichen des Vorgerückteren, und dieser kann dann herantreten an die Betrachtung spezieller Fragen. Manches, was hier gesagt wird, scheint fernliegend; und doch sind alle diese Dinge aufklärend für das Leben und seine Erscheinungen, obwohl wir zunächst weit zurückgehen müssen in ferne Perioden der Menschheitsentwickelung. Wir müssen davon ausgehen, uns vor die Seele zu stellen, wie der Vorgang der Reinkarnation sich im allgemeinen darstellt.
[ 2 ] Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so hat er zunächst bestimmte Erlebnisse. Das erste Erlebnis besteht darin, daß er das Gefühl hat, als ob er größer würde, als ob er hinauswüchse aus seiner Haut. Er bekommt dann eine andere Anschauung von den Dingen als vorher im physischen Leben. In der physischen Welt hat jedes Ding seinen bestimmten Platz, hier oder dort, außerhalb des Beobachters. In dieser neuen Welt aber ist das anders. Da ist es, als ob der Mensch [in den Dingen] darinnen sei, als ob er mit oder in den Dingen ausgedehnt wäre, während er früher nur ein Glied an seinem Platze war. Das zweite Erlebnis besteht darin, daß der Mensch ein Erinnerungstableau seines verflossenen Lebens hat, daß alle Ereignisse des Lebens in umfassender Erinnerung auftreten. Dies dauert eine ganz bestimmte Zeit. Aus Gründen, die heute nicht angegeben werden können, ist diese Zeit länger oder kürzer, je nach dem Individuum. Im allgemeinen kann man die Dauer dieses Zustandes daran bestimmen, wie lange der Mensch in seinem verflossenen Leben sich wach erhalten konnte, ohne vom Schlaf bezwungen zu werden. Angenommen, er habe als äußerste Grenze für die Dauer des Wachbleibens die Zeit von achtundvierzig Stunden gehabt, dann dauert auch nach seinem 'Tode das Erinnerungstableau achtundvierzig Stunden. Also diese Stufe ist wie ein Überschauen des letzten Lebens.
[ 2 ] Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so hat er zunächst bestimmte Erlebnisse. Das erste Erlebnis besteht darin, daß er das Gefühl hat, als ob er größer würde, als ob er hinauswüchse aus seiner Haut. Er bekommt dann eine andere Anschauung von den Dingen als vorher im physischen Leben. In der physischen Welt hat jedes Ding seinen bestimmten Platz, hier oder dort, außerhalb des Beobachters. In dieser neuen Welt aber ist das anders. Da ist es, als ob der Mensch [in den Dingen] darinnen sei, als ob er mit oder in den Dingen ausgedehnt wäre, während er früher nur ein Glied an seinem Platze war. Das zweite Erlebnis besteht darin, daß der Mensch ein Erinnerungstableau seines verflossenen Lebens hat, daß alle Ereignisse des Lebens in umfassender Erinnerung auftreten. Dies dauert eine ganz bestimmte Zeit. Aus Gründen, die heute nicht angegeben werden können, ist diese Zeit länger oder kürzer, je nach dem Individuum. Im allgemeinen kann man die Dauer dieses Zustandes daran bestimmen, wie lange der Mensch in seinem verflossenen Leben sich wach erhalten konnte, ohne vom Schlaf bezwungen zu werden. Angenommen, er habe als äußerste Grenze für die Dauer des Wachbleibens die Zeit von achtundvierzig Stunden gehabt, dann dauert auch nach seinem 'Tode das Erinnerungstableau achtundvierzig Stunden. Also diese Stufe ist wie ein Überschauen des letzten Lebens.
[ 3 ] Dann tritt der Ätherleib heraus aus dem Astralleibe, in welchem das Ich lebt. Bisher waren alle drei verbunden, nachdem der physische Leichnam verlassen worden war; nun tritt auch der Ätherkörper aus und wird zum ätherischen Leichnam. Jedoch wird bei keinem heutigen Menschen der Ätherleib vollständig abgelegt, sondern der Mensch nimmt von seinem Ätherleibe einen Extrakt oder Auszug für die ganze folgende Zeit mit. Also der Ätherleichnam wird abgelegt, aber die Frucht des letzten Lebens wird von Astralleib und Ich mitgenommen. Wenn man ganz genau sprechen will, so muß man sagen, daß auch vom physischen Leibe etwas mitgenommen wird: eine Art geistigen Auszug dieses Leibes — die Tinktur der mittelalterlichen Mystiker. Aber dieser Auszug des Physischen ist in allen Leben gleich, er repräsentiert nur das Faktum, daß das Ich verkörpert war. Die Essenz des Ätherleibes dagegen ist in allen Leben verschieden, je nach den darin gesammelten Erfahrungen, je nachdem man viel oder wenig vorwärtsgekommen ist.
[ 3 ] Dann tritt der Ätherleib heraus aus dem Astralleibe, in welchem das Ich lebt. Bisher waren alle drei verbunden, nachdem der physische Leichnam verlassen worden war; nun tritt auch der Ätherkörper aus und wird zum ätherischen Leichnam. Jedoch wird bei keinem heutigen Menschen der Ätherleib vollständig abgelegt, sondern der Mensch nimmt von seinem Ätherleibe einen Extrakt oder Auszug für die ganze folgende Zeit mit. Also der Ätherleichnam wird abgelegt, aber die Frucht des letzten Lebens wird von Astralleib und Ich mitgenommen. Wenn man ganz genau sprechen will, so muß man sagen, daß auch vom physischen Leibe etwas mitgenommen wird: eine Art geistigen Auszug dieses Leibes — die Tinktur der mittelalterlichen Mystiker. Aber dieser Auszug des Physischen ist in allen Leben gleich, er repräsentiert nur das Faktum, daß das Ich verkörpert war. Die Essenz des Ätherleibes dagegen ist in allen Leben verschieden, je nach den darin gesammelten Erfahrungen, je nachdem man viel oder wenig vorwärtsgekommen ist.
[ 4 ] Darauf folgt nun der Kamalokazustand, die Zeit des Abgewöhnens vom physischen, sinnlichen Leben, welche etwa ein Drittel der physischen Lebenszeit dauert. Wenn der Ätherleib abgelegt ist, so hat der Astralleib noch alle die Leidenschaften, Begierden und so weiter, welche er am Ende des Lebens hatte; diese müssen nun abgewöhnt, geläutert werden, und das ist Kamaloka. Dann wird auch der Astralleib abgelegt. Auch da wieder wird die Frucht, die Astralessenz mitgenommen, das übrige, der Astralleichnam, zerfließt in die astralische Welt. Und nun tritt der Mensch ins Devachan ein, wo er sich in der geistigen Welt vorbereitet für ein neues, künftiges Leben. Hier lebt er mit geistigen Ereignissen und Wesenheiten, bis er wieder hereingerufen wird in die physische Welt, sei es, weil sein Karma es so bedingt, sei es, weil er auf der physischen Erde gebraucht wird.
[ 4 ] Darauf folgt nun der Kamalokazustand, die Zeit des Abgewöhnens vom physischen, sinnlichen Leben, welche etwa ein Drittel der physischen Lebenszeit dauert. Wenn der Ätherleib abgelegt ist, so hat der Astralleib noch alle die Leidenschaften, Begierden und so weiter, welche er am Ende des Lebens hatte; diese müssen nun abgewöhnt, geläutert werden, und das ist Kamaloka. Dann wird auch der Astralleib abgelegt. Auch da wieder wird die Frucht, die Astralessenz mitgenommen, das übrige, der Astralleichnam, zerfließt in die astralische Welt. Und nun tritt der Mensch ins Devachan ein, wo er sich in der geistigen Welt vorbereitet für ein neues, künftiges Leben. Hier lebt er mit geistigen Ereignissen und Wesenheiten, bis er wieder hereingerufen wird in die physische Welt, sei es, weil sein Karma es so bedingt, sei es, weil er auf der physischen Erde gebraucht wird.
[ 5 ] Dies ist eine allgemeine Schilderung des Vorganges. Aber das Leben im Geistigen schreitet beständig vorwärts, dadurch daß das Zukünftige sich angliedert an das Vergangene, daß das Kommende sich aufbaut mit Hilfe des Früheren. Wenn man darauf eingeht, wie dies im einzelnen geschieht, so enthüllen sich wunderbare Dinge, vieles, was in der einfachen Darstellung des Reinkarnationsvorganges nicht enthalten ist. Es ist ja klar, daß es große Unterschiede in dem Gange der Entwickelung der Menschen gibt, daß auch die Auszüge oder Extrakte ihrer Körper von ganz verschiedenem Werte sein werden, je nachdem sie diese oder jene Früchte aus dem Leben herausgezogen haben. Und wenn wir uns erinnern, daß es große Führer der Menschheit, Eingeweihte gibt, welche andere Menschen in die geistigen Welten einführen, so müssen wir uns fragen: Wodurch bleibt das, was die Eingeweihten errungen haben, für die Zukunft erhalten? - Die äußere Geschichte kann darüber natürlich keine Auskunft geben. Wir müssen die Wiederverkörperung der Eingeweihten näher betrachten, und zwar zunächst der ältesten Eingeweihten, um dann die Resultate anzuwenden.
[ 5 ] Dies ist eine allgemeine Schilderung des Vorganges. Aber das Leben im Geistigen schreitet beständig vorwärts, dadurch daß das Zukünftige sich angliedert an das Vergangene, daß das Kommende sich aufbaut mit Hilfe des Früheren. Wenn man darauf eingeht, wie dies im einzelnen geschieht, so enthüllen sich wunderbare Dinge, vieles, was in der einfachen Darstellung des Reinkarnationsvorganges nicht enthalten ist. Es ist ja klar, daß es große Unterschiede in dem Gange der Entwickelung der Menschen gibt, daß auch die Auszüge oder Extrakte ihrer Körper von ganz verschiedenem Werte sein werden, je nachdem sie diese oder jene Früchte aus dem Leben herausgezogen haben. Und wenn wir uns erinnern, daß es große Führer der Menschheit, Eingeweihte gibt, welche andere Menschen in die geistigen Welten einführen, so müssen wir uns fragen: Wodurch bleibt das, was die Eingeweihten errungen haben, für die Zukunft erhalten? - Die äußere Geschichte kann darüber natürlich keine Auskunft geben. Wir müssen die Wiederverkörperung der Eingeweihten näher betrachten, und zwar zunächst der ältesten Eingeweihten, um dann die Resultate anzuwenden.
[ 6 ] Ehe die Menschheit die jetzigen Kontinente bewohnte, war die Physiognomie der Erde eine ganz andere. Es existierte da, wo heute der Atlantische Ozean ist, der Kontinent Atlantis. Dieser wurde dann durch große Katastrophen, die in der Sintflutsage der Völker enthalten sind, vernichtet. Die Atlantier - also wir selbst — hatten ihre großen Führer und Eingeweihten, und es gab schon zu jener Zeit Lehrstätten oder Schulen, in denen die Eingeweihten lehrten. Sie können heute hellseherisch erforscht werden. Wir sehen dann, daß es eine Anzahl solcher Stätten gab, in denen die Führer lehrten und lebten. Ein guter Name für dieselben ist «Orakel». Eines der größten und wichtigsten Orakel war das Sonnenorakel. In diesem lebte der bedeutsamste Führer. Seine Hauptaufgabe bestand darin, Offenbarungen über die Geheimnisse der Sonne zu geben; nicht der physischen — denn das ist nur die Außenseite -, sondern der wirklichen Sonne. Diese wirkliche Sonne besteht aus geistigen Wesenheiten, die sich der physischen Sonne bedienen, wie die Menschen sich der Erde bedienen. Die inneren Geheimnisse dieses Sonnendaseins zu schauen und zu offenbaren, das war die Aufgabe des großen Sonnenorakels. Für dieses war das Sonnenlicht nicht einfach etwas Physisches, sondern jeder Sonnenstrahl ist die Tat der geistigen Wesenheiten, welche auf der Sonne ihren Schauplatz haben. Diese großen Wesenheiten waren zur Zeit der alten Atlantis noch ausschließlich auf der Sonne. Später änderte sich dies, indem die große Wesenheit, welche später Christus genannt wurde, sich mit der Erde vereinte. Man kann daher das Sonnenorakel auch das Christus-Orakel nennen. Die Vereinigung der Christus-Wesenheit mit der Erde geschah, als auf Golgatha das Blut des Christus Jesus floß. Da vereinte sich sein Wesen mit der ‚Atmosphäre der Erde, wie dies heute noch im hellseherischen Rückblick wahrgenommen werden kann. So kam die Christus-Wesenheit von der Sonne auf die Erde. Als bei Damaskus das Licht der geistigen Erleuchtung auf den Saulus-Paulus fiel, da sah Paulus den mit der Erde vereinten Christus und wußte zugleich, daß er es war, der auf Golgatha sein Blut vergossen hatte.
[ 6 ] Ehe die Menschheit die jetzigen Kontinente bewohnte, war die Physiognomie der Erde eine ganz andere. Es existierte da, wo heute der Atlantische Ozean ist, der Kontinent Atlantis. Dieser wurde dann durch große Katastrophen, die in der Sintflutsage der Völker enthalten sind, vernichtet. Die Atlantier - also wir selbst — hatten ihre großen Führer und Eingeweihten, und es gab schon zu jener Zeit Lehrstätten oder Schulen, in denen die Eingeweihten lehrten. Sie können heute hellseherisch erforscht werden. Wir sehen dann, daß es eine Anzahl solcher Stätten gab, in denen die Führer lehrten und lebten. Ein guter Name für dieselben ist «Orakel». Eines der größten und wichtigsten Orakel war das Sonnenorakel. In diesem lebte der bedeutsamste Führer. Seine Hauptaufgabe bestand darin, Offenbarungen über die Geheimnisse der Sonne zu geben; nicht der physischen — denn das ist nur die Außenseite -, sondern der wirklichen Sonne. Diese wirkliche Sonne besteht aus geistigen Wesenheiten, die sich der physischen Sonne bedienen, wie die Menschen sich der Erde bedienen. Die inneren Geheimnisse dieses Sonnendaseins zu schauen und zu offenbaren, das war die Aufgabe des großen Sonnenorakels. Für dieses war das Sonnenlicht nicht einfach etwas Physisches, sondern jeder Sonnenstrahl ist die Tat der geistigen Wesenheiten, welche auf der Sonne ihren Schauplatz haben. Diese großen Wesenheiten waren zur Zeit der alten Atlantis noch ausschließlich auf der Sonne. Später änderte sich dies, indem die große Wesenheit, welche später Christus genannt wurde, sich mit der Erde vereinte. Man kann daher das Sonnenorakel auch das Christus-Orakel nennen. Die Vereinigung der Christus-Wesenheit mit der Erde geschah, als auf Golgatha das Blut des Christus Jesus floß. Da vereinte sich sein Wesen mit der ‚Atmosphäre der Erde, wie dies heute noch im hellseherischen Rückblick wahrgenommen werden kann. So kam die Christus-Wesenheit von der Sonne auf die Erde. Als bei Damaskus das Licht der geistigen Erleuchtung auf den Saulus-Paulus fiel, da sah Paulus den mit der Erde vereinten Christus und wußte zugleich, daß er es war, der auf Golgatha sein Blut vergossen hatte.
[ 7 ] Auf den kommenden Christus wies schon das Sonnenorakel der alten Atlantis. Es prophezeite das Kommen des Sonnengottes, der zwar erst viel später als Christus bezeichnet wurde, aber wir können trotzdem das Sonnenorakel als Christus-Orakel bezeichnen. Diese Orakel hatten viele Nachzügler in späteren Zeiten, es gab Saturn-, Jupiter-, Mars-, Venus-, Merkur-, Vulkanorakel, jedes mit seinen großen Geheimnissen und Lehren. Gegen Ende der atlantischen Zeit entwickelte sich in der Nähe des heutigen Irland eine Schar von Vorgeschrittenen, aus deren Mitte sich der größte Führer eine Anzahl auserwählte, um durch sie die Kultur fortzusetzen, wenn die sich vorbereitende Katastrophe eintreten würde. Unterdessen hatten schon vor langen Zeiten große Wanderungen stattgefunden in die sich hebenden Länder von Europa, Asien und Afrika, und in diesen entstanden viele Nachfolger der alten Orakel, aber immer mehr an Bedeutung abnehmend. Der große Führer aber wählte die Besten aus, um sie in ein besonderes Land zu führen. Sie waren schlichte, einfache Leute und unterschieden sich von den meisten andern Atlantiern dadurch, daß sie die Hellsichtigkeit fast ganz verloren hatten. Die Mehrzahl der Atlantier war ja noch hellsichtig. Wenn sie nachts einschliefen, wurden sie nicht bewußtlos, sondern die Sinnenwelt verschwand, und an ihrer Stelle baute sich auf die geistige Welt, in der sie dann Genossen der göttlich-geistigen Wesen waren. Die Fortgeschrittenen aber hatten angefangen, den Intellekt zu entwickeln. Aber sie waren schlicht, tief warm von Gemüt, tief anhänglich an ihren Führer. Mit ihnen zog er nach dem Osten, nach dem Inneren von Asien und gründete dort das Zentrum für die nachatlantische Kultur. Ferngehalten wurde dort die Schar von den andern Lebenden, welche für diese Aufgabe ungeeignet waren. Die Erziehung der Nachkommen wurde ganz besonders sorgfältig gepflegt. Erst bei diesen Nachkommen bildete sich das aus, wodurch sie zu großen Lehrern wurden. Auf geheimnisvolle Weise wurde das erreicht. Vorbereitet wurde [so], was nötig war, um alles Gute der atlantischen Kultur herüberzuretten in die neue Rasse, um eine neue, fortschreitende Kultur einzuleiten. Das war die Aufgabe des Manu, des großen Führers; denn die Weisen, welche an den kleineren Orakeln lebten, konnten dies nicht tun. Es war durch den Manu von den großen Orakelweisen dasjenige aufbewahrt worden, was wir den Ätherleib nennen. Während dieser Ätherleib sonst, wie wir sahen, als zweiter Leichnam sich auflöst, wurde er in gewissen Fällen aufbewahrt. Die größten dieser Orakelweisen hatten in ihren Ätherleib so viel hineingearbeitet, daß er zu wertvoll war, um in die allgemeine Ätherwelt aufzugehen. Deshalb wurden die sieben besten Ätherleiber der sieben größten Weisen aufbewahrt, bis der Manu die sieben Besten aus seiner Schar so weit ausgebildet hatte, daß sie für diese Ätherleiber geeignet waren. Nur der Ätherleib des großen Eingeweihten des Christus-Orakels wurde in gewisser Beziehung verschieden behandelt von diesen andern. Diese sieben Weisen also, die sieben großen Rishis, welche die sieben Ätherleiber der größten Eingeweihten empfangen hatten, diese gingen nach Indien und wurden dort die großen Gründer der indischen Kultur, die sieben großen Lehrer.
[ 7 ] Auf den kommenden Christus wies schon das Sonnenorakel der alten Atlantis. Es prophezeite das Kommen des Sonnengottes, der zwar erst viel später als Christus bezeichnet wurde, aber wir können trotzdem das Sonnenorakel als Christus-Orakel bezeichnen. Diese Orakel hatten viele Nachzügler in späteren Zeiten, es gab Saturn-, Jupiter-, Mars-, Venus-, Merkur-, Vulkanorakel, jedes mit seinen großen Geheimnissen und Lehren. Gegen Ende der atlantischen Zeit entwickelte sich in der Nähe des heutigen Irland eine Schar von Vorgeschrittenen, aus deren Mitte sich der größte Führer eine Anzahl auserwählte, um durch sie die Kultur fortzusetzen, wenn die sich vorbereitende Katastrophe eintreten würde. Unterdessen hatten schon vor langen Zeiten große Wanderungen stattgefunden in die sich hebenden Länder von Europa, Asien und Afrika, und in diesen entstanden viele Nachfolger der alten Orakel, aber immer mehr an Bedeutung abnehmend. Der große Führer aber wählte die Besten aus, um sie in ein besonderes Land zu führen. Sie waren schlichte, einfache Leute und unterschieden sich von den meisten andern Atlantiern dadurch, daß sie die Hellsichtigkeit fast ganz verloren hatten. Die Mehrzahl der Atlantier war ja noch hellsichtig. Wenn sie nachts einschliefen, wurden sie nicht bewußtlos, sondern die Sinnenwelt verschwand, und an ihrer Stelle baute sich auf die geistige Welt, in der sie dann Genossen der göttlich-geistigen Wesen waren. Die Fortgeschrittenen aber hatten angefangen, den Intellekt zu entwickeln. Aber sie waren schlicht, tief warm von Gemüt, tief anhänglich an ihren Führer. Mit ihnen zog er nach dem Osten, nach dem Inneren von Asien und gründete dort das Zentrum für die nachatlantische Kultur. Ferngehalten wurde dort die Schar von den andern Lebenden, welche für diese Aufgabe ungeeignet waren. Die Erziehung der Nachkommen wurde ganz besonders sorgfältig gepflegt. Erst bei diesen Nachkommen bildete sich das aus, wodurch sie zu großen Lehrern wurden. Auf geheimnisvolle Weise wurde das erreicht. Vorbereitet wurde [so], was nötig war, um alles Gute der atlantischen Kultur herüberzuretten in die neue Rasse, um eine neue, fortschreitende Kultur einzuleiten. Das war die Aufgabe des Manu, des großen Führers; denn die Weisen, welche an den kleineren Orakeln lebten, konnten dies nicht tun. Es war durch den Manu von den großen Orakelweisen dasjenige aufbewahrt worden, was wir den Ätherleib nennen. Während dieser Ätherleib sonst, wie wir sahen, als zweiter Leichnam sich auflöst, wurde er in gewissen Fällen aufbewahrt. Die größten dieser Orakelweisen hatten in ihren Ätherleib so viel hineingearbeitet, daß er zu wertvoll war, um in die allgemeine Ätherwelt aufzugehen. Deshalb wurden die sieben besten Ätherleiber der sieben größten Weisen aufbewahrt, bis der Manu die sieben Besten aus seiner Schar so weit ausgebildet hatte, daß sie für diese Ätherleiber geeignet waren. Nur der Ätherleib des großen Eingeweihten des Christus-Orakels wurde in gewisser Beziehung verschieden behandelt von diesen andern. Diese sieben Weisen also, die sieben großen Rishis, welche die sieben Ätherleiber der größten Eingeweihten empfangen hatten, diese gingen nach Indien und wurden dort die großen Gründer der indischen Kultur, die sieben großen Lehrer.
[ 8 ] Diese uralte, heilige Kultur der vorvedischen Zeit stammt von den sieben Rishis, welche die aufbewahrten Ätherleiber der Orakeleingeweihten des Venus-, Mars-, Jupiterorakels und so weiter trugen. In ihnen wirkte sozusagen ein Abdruck jener Eingeweihten, eine Wiederholung von deren Fähigkeiten. Äußerlich waren sie ganz schlicht und einfach. Ihre große Bedeutung war nicht äußerlich erkennbar. Auch ihr Intellekt stand nicht auf der gewaltigen Höhe ihrer Prophetien. Sie waren nicht Gelehrte, sie standen nicht so hoch in der Urteilskraft wie manche andere, tiefer sogar als viele heutige Menschen. Ihr Astralleib und Ich war ja das ihrige, nur der Ätherleib war ihnen von jenen großen Weisen gegeben. Aber in inspirierten Zeiten wurden sie von diesen Orakelwesen gleichsam ergriffen; der Ätherleib war dann tätig, sie waren dann nur Instrumente, durch welche jene uralte Weisheit verkündet wurde - Veden -, welche für den heutigen Menschen viel zu schwer, ja unverständlich ist. So offenbarte sich die alte Weisheit der alten Orakel. Nur das Sonnen- oder ChristusOrakel konnte auf diesem Wege nicht ganz offenbart werden. Ein Abglanz nur der Sonnenweisheit konnte überliefert werden, denn sie war so hoch, daß auch die heiligen Rishis sie nicht erreichen konnten.
[ 8 ] Diese uralte, heilige Kultur der vorvedischen Zeit stammt von den sieben Rishis, welche die aufbewahrten Ätherleiber der Orakeleingeweihten des Venus-, Mars-, Jupiterorakels und so weiter trugen. In ihnen wirkte sozusagen ein Abdruck jener Eingeweihten, eine Wiederholung von deren Fähigkeiten. Äußerlich waren sie ganz schlicht und einfach. Ihre große Bedeutung war nicht äußerlich erkennbar. Auch ihr Intellekt stand nicht auf der gewaltigen Höhe ihrer Prophetien. Sie waren nicht Gelehrte, sie standen nicht so hoch in der Urteilskraft wie manche andere, tiefer sogar als viele heutige Menschen. Ihr Astralleib und Ich war ja das ihrige, nur der Ätherleib war ihnen von jenen großen Weisen gegeben. Aber in inspirierten Zeiten wurden sie von diesen Orakelwesen gleichsam ergriffen; der Ätherleib war dann tätig, sie waren dann nur Instrumente, durch welche jene uralte Weisheit verkündet wurde - Veden -, welche für den heutigen Menschen viel zu schwer, ja unverständlich ist. So offenbarte sich die alte Weisheit der alten Orakel. Nur das Sonnen- oder ChristusOrakel konnte auf diesem Wege nicht ganz offenbart werden. Ein Abglanz nur der Sonnenweisheit konnte überliefert werden, denn sie war so hoch, daß auch die heiligen Rishis sie nicht erreichen konnten.
[ 9 ] Hier sehen wir, daß die Reinkarnation nicht immer und allgemein so glatt vor sich geht, wie man vielfach annimmt, sondern wenn ein Ätherleib besonders wertvoll ist, so wird so etwas wie ein Modell, um es bildlich auszudrücken, aufbewahrt und dann einem späteren Menschen gegeben. Und dieser Fall ist nicht so ganz selten. Mancher schlichte Mensch kann einen sehr wertvollen Ätherleib haben, und dieser wird aufgespart. Es lösen sich nicht alle Ätherleiber einfach wieder auf, sondern die besonders brauchbar sind, die werden auf andere Menschen übertragen. Und zwar ist es durchaus nicht dasselbe «Ich», welches diesen erhaltenen Ätherleib oder Astralleib wieder erhält, sondern ein anderes Ego, welches mit dem Ich, welches vorher den Ätherleib hatte, gar nichts zu tun hat. Dies gibt leicht Anlaß zu großen Täuschungen, wenn die Vergangenheit eines Menschen mit unvollkommenen hellseherischen Mitteln erforscht wird. Daher sind oft die okkulten Theorien über die früheren Leben von Menschen ganz verkehrt, wie es ja auch ganz verkehrt wäre zu sagen, daß die sieben Rishis dieselben Iche seien wie die Eingeweihten, deren Ätherkörper sie haben.
[ 9 ] Hier sehen wir, daß die Reinkarnation nicht immer und allgemein so glatt vor sich geht, wie man vielfach annimmt, sondern wenn ein Ätherleib besonders wertvoll ist, so wird so etwas wie ein Modell, um es bildlich auszudrücken, aufbewahrt und dann einem späteren Menschen gegeben. Und dieser Fall ist nicht so ganz selten. Mancher schlichte Mensch kann einen sehr wertvollen Ätherleib haben, und dieser wird aufgespart. Es lösen sich nicht alle Ätherleiber einfach wieder auf, sondern die besonders brauchbar sind, die werden auf andere Menschen übertragen. Und zwar ist es durchaus nicht dasselbe «Ich», welches diesen erhaltenen Ätherleib oder Astralleib wieder erhält, sondern ein anderes Ego, welches mit dem Ich, welches vorher den Ätherleib hatte, gar nichts zu tun hat. Dies gibt leicht Anlaß zu großen Täuschungen, wenn die Vergangenheit eines Menschen mit unvollkommenen hellseherischen Mitteln erforscht wird. Daher sind oft die okkulten Theorien über die früheren Leben von Menschen ganz verkehrt, wie es ja auch ganz verkehrt wäre zu sagen, daß die sieben Rishis dieselben Iche seien wie die Eingeweihten, deren Ätherkörper sie haben.
[ 10 ] Vieles aber in der menschlichen Entwickelung wird erst klar, wenn man solche Dinge weiß; dann erst wird es erklärlich, wie das einmal Errungene aufbewahrt wird und dem Haushalte der Natur erhalten bleibt. So konnte das Höchste der atlantischen Kultur uns gerettet werden durch die Übertragung dieser sieben Ätherleiber.
[ 10 ] Vieles aber in der menschlichen Entwickelung wird erst klar, wenn man solche Dinge weiß; dann erst wird es erklärlich, wie das einmal Errungene aufbewahrt wird und dem Haushalte der Natur erhalten bleibt. So konnte das Höchste der atlantischen Kultur uns gerettet werden durch die Übertragung dieser sieben Ätherleiber.
[ 11 ] Es soll hier noch ein anderes Beispiel angeführt werden, über welches früher nicht gesprochen werden konnte. Gehen wir zurück auf die altpersische Zeit, die Periode der Zarathustra-Kultur. Wir sehen eine wichtige Periode in ihr, weil sie die erste nachatlantische Zeit ist, in der die physische Welt mehr erobert wurde. In der indischen Zeit ist noch die Sehnsucht nach dem Geistigen überwiegend. Die geistige Welt war jenem Menschen die wirkliche, er fühlte sich ein Fremdling im Physischen, das Irdische ist vorübergehend, illusorisch, Maja. In der vorgeschichtlichen persischen Kultur wurde dies anders durch die Lehren des Zarathustra, das heißt des eigentlichen oder ersten Zarathustra, denn es gab deren viele. Seine Aufgabe als Führer bestand darin, die Menschen auf den physischen Plan hinzuweisen, Erfindungen zu machen, Instrumente und Geräte herzustellen, um diese physische Welt zu erobern. Dies war nötig. Der Mensch mußte ja das Physische als etwas für ihn Wichtiges kennenlernen. Aber der Verführer, der sagt ihm, daß das Physische das einzige sei, daß es nur das Irdische gäbe. Und da lehrt Zarathustra, daß dies falsch ist, daß es hinter allem Physischen das Geistige gibt, so wie die physische Sonne uns das äußere Zeichen ist der großen Sonnenwesenheit, des Geistig-Göttlichen, der großen Aura, Ahura Mazdao, Ormuzd. Diese Wesenheit ist jetzt physisch unsichtbar und jetzt fern von der Erde auf der Sonne. Aber, so sagt Zarathustra, einmal wird sie offenbar werden; später einmal wird sie auch auf der Erde erscheinen, so wie sie jetzt auf der Sonne ist.
[ 11 ] Es soll hier noch ein anderes Beispiel angeführt werden, über welches früher nicht gesprochen werden konnte. Gehen wir zurück auf die altpersische Zeit, die Periode der Zarathustra-Kultur. Wir sehen eine wichtige Periode in ihr, weil sie die erste nachatlantische Zeit ist, in der die physische Welt mehr erobert wurde. In der indischen Zeit ist noch die Sehnsucht nach dem Geistigen überwiegend. Die geistige Welt war jenem Menschen die wirkliche, er fühlte sich ein Fremdling im Physischen, das Irdische ist vorübergehend, illusorisch, Maja. In der vorgeschichtlichen persischen Kultur wurde dies anders durch die Lehren des Zarathustra, das heißt des eigentlichen oder ersten Zarathustra, denn es gab deren viele. Seine Aufgabe als Führer bestand darin, die Menschen auf den physischen Plan hinzuweisen, Erfindungen zu machen, Instrumente und Geräte herzustellen, um diese physische Welt zu erobern. Dies war nötig. Der Mensch mußte ja das Physische als etwas für ihn Wichtiges kennenlernen. Aber der Verführer, der sagt ihm, daß das Physische das einzige sei, daß es nur das Irdische gäbe. Und da lehrt Zarathustra, daß dies falsch ist, daß es hinter allem Physischen das Geistige gibt, so wie die physische Sonne uns das äußere Zeichen ist der großen Sonnenwesenheit, des Geistig-Göttlichen, der großen Aura, Ahura Mazdao, Ormuzd. Diese Wesenheit ist jetzt physisch unsichtbar und jetzt fern von der Erde auf der Sonne. Aber, so sagt Zarathustra, einmal wird sie offenbar werden; später einmal wird sie auch auf der Erde erscheinen, so wie sie jetzt auf der Sonne ist.
[ 12 ] In diese Geheimnisse weihte er seine intimsten Schüler ein, und namentlich zweien derselben gab er die tiefsten Lehren. Den einen bildete er vorzüglich aus in bezug auf alles, was die Urteilskraft betrifft, in den Wissenschaften, Astronomie und Astrologie, in Ackerbau und anderem. Alles dies übertrug er auf diesen einen Schüler, und zwar wurde dies ermöglicht durch einen Vorgang oder Prozeß zwischen ihnen, welcher ein Geheimnis ist. Dadurch wurde der Schüler so vorbereitet, daß er in der folgenden Verkörperung den Astralleib des Lehrers tragen konnte. Dieser wiederverkörperte Schüler mit dem Astralleib seines Lehrers ist Hermes. Hermes war der große Lehrer und Weise der ägyptischen Mysterien. Mit Zarathustras Astralleib wird Hermes geboren; dadurch wird er zum Träger der großen Weisheit.
[ 12 ] In diese Geheimnisse weihte er seine intimsten Schüler ein, und namentlich zweien derselben gab er die tiefsten Lehren. Den einen bildete er vorzüglich aus in bezug auf alles, was die Urteilskraft betrifft, in den Wissenschaften, Astronomie und Astrologie, in Ackerbau und anderem. Alles dies übertrug er auf diesen einen Schüler, und zwar wurde dies ermöglicht durch einen Vorgang oder Prozeß zwischen ihnen, welcher ein Geheimnis ist. Dadurch wurde der Schüler so vorbereitet, daß er in der folgenden Verkörperung den Astralleib des Lehrers tragen konnte. Dieser wiederverkörperte Schüler mit dem Astralleib seines Lehrers ist Hermes. Hermes war der große Lehrer und Weise der ägyptischen Mysterien. Mit Zarathustras Astralleib wird Hermes geboren; dadurch wird er zum Träger der großen Weisheit.
[ 13 ] Der zweite intime Schüler wurde unterrichtet in den Dingen, welche sich besonders im Ätherleib ausprägen, also tiefere Eigenschaften. Dieser Schüler empfing in der folgenden Verkörperung den Ätherleib des Zarathustra. Die religiösen Urkunden erzählen darüber Dinge, welche erst durch diese Erklärungen verständlich werden. Der Schüler mußte bei seiner Wiedergeburt in ganz besonderer Weise aufleben, der Ätherleib mußte stark sein, ehe der Astralleib auflebte. Dies wird erreicht mit dem, was mit der Geburt des Moses - denn er ist der wiedergeborene Schüler - verbunden war. Daß er in ein Kästchen gepackt in das Wasser gelegt wurde und so weiter, das hatte den Zweck, den Ätherleib als Kind völlig zu erwecken. Dadurch wurde Moses befähigt, über weit vergangene Zeiten im Gedächtnis zurückzuschauen, die Genesis der Erde in Bildern niederzuschreiben, in der Akasha-Chronik zu lesen. So sieht man gleichsam hinter den Kulissen diese Dinge wirken, durch welche alles Wertvolle aufbewahrt und verwendet wird.
[ 13 ] Der zweite intime Schüler wurde unterrichtet in den Dingen, welche sich besonders im Ätherleib ausprägen, also tiefere Eigenschaften. Dieser Schüler empfing in der folgenden Verkörperung den Ätherleib des Zarathustra. Die religiösen Urkunden erzählen darüber Dinge, welche erst durch diese Erklärungen verständlich werden. Der Schüler mußte bei seiner Wiedergeburt in ganz besonderer Weise aufleben, der Ätherleib mußte stark sein, ehe der Astralleib auflebte. Dies wird erreicht mit dem, was mit der Geburt des Moses - denn er ist der wiedergeborene Schüler - verbunden war. Daß er in ein Kästchen gepackt in das Wasser gelegt wurde und so weiter, das hatte den Zweck, den Ätherleib als Kind völlig zu erwecken. Dadurch wurde Moses befähigt, über weit vergangene Zeiten im Gedächtnis zurückzuschauen, die Genesis der Erde in Bildern niederzuschreiben, in der Akasha-Chronik zu lesen. So sieht man gleichsam hinter den Kulissen diese Dinge wirken, durch welche alles Wertvolle aufbewahrt und verwendet wird.
[ 14 ] Es gibt auch andere Beispiele aus späteren Zeiten. So lebte im 15. Jahrhundert eine merkwürdige Persönlichkeit: Nikolaus von Kues Cusanus. Wir sehen hier den merkwürdigen Fall, daß dieser Mann in seinen Forschungen die ganze Lehre des Kopernikus im 16. Jahrhundert sozusagen vorbereitet hat. Sie ist zwar in seinen Büchern noch nicht so richtig reif wie bei Kopernikus, aber sie ist doch darin in allem Wesentlichen enthalten, eine Tatsache, welche der gewöhnlichen Forschung ganz unerklärlich ist. Tatsächlich ist der Astralleib des Cusanus auf den Kopernikus übertragen worden, obwohl das Ich des Kopernikus ein ganz anderes war als das des Cusanus. Dadurch erhielt Kopernikus die Grundlagen, alle Vorbereitungen seiner Lehre.
[ 14 ] Es gibt auch andere Beispiele aus späteren Zeiten. So lebte im 15. Jahrhundert eine merkwürdige Persönlichkeit: Nikolaus von Kues Cusanus. Wir sehen hier den merkwürdigen Fall, daß dieser Mann in seinen Forschungen die ganze Lehre des Kopernikus im 16. Jahrhundert sozusagen vorbereitet hat. Sie ist zwar in seinen Büchern noch nicht so richtig reif wie bei Kopernikus, aber sie ist doch darin in allem Wesentlichen enthalten, eine Tatsache, welche der gewöhnlichen Forschung ganz unerklärlich ist. Tatsächlich ist der Astralleib des Cusanus auf den Kopernikus übertragen worden, obwohl das Ich des Kopernikus ein ganz anderes war als das des Cusanus. Dadurch erhielt Kopernikus die Grundlagen, alle Vorbereitungen seiner Lehre.
[ 15 ] Ähnliche Fälle kommen öfter vor. Immer wird das besonders Wertvolle erhalten, nichts vergeht. Aber Verwechslungen kommen dadurch natürlich oft vor, besonders auch, wenn die früheren Leben eines Menschen vermittels spiritistischer Medien erforscht werden sollen. Die Übertragung vom Äther- oder Astralleib auf spätere Menschen geschieht jetzt gewöhnlich so, daß, wenn ein Astralleib übertragen wird, er innerhalb desselben Volkes - sprachlich - bleibt; ein Ätherleib kann aber in ein anderes Volk gehen.
[ 15 ] Ähnliche Fälle kommen öfter vor. Immer wird das besonders Wertvolle erhalten, nichts vergeht. Aber Verwechslungen kommen dadurch natürlich oft vor, besonders auch, wenn die früheren Leben eines Menschen vermittels spiritistischer Medien erforscht werden sollen. Die Übertragung vom Äther- oder Astralleib auf spätere Menschen geschieht jetzt gewöhnlich so, daß, wenn ein Astralleib übertragen wird, er innerhalb desselben Volkes - sprachlich - bleibt; ein Ätherleib kann aber in ein anderes Volk gehen.
[ 16 ] Ein anderer charakteristischer Fall ist der folgende. Wenn eine bahnbrechende Persönlichkeit stirbt, so wird stets der Ätherkörper erhalten. Dafür gibt es künstliche Methoden, die in den Geheimschulen immer bekannt waren. So war es für gewisse Zwecke der Neuzeit wichtig, daß der Ätherkörper des Galilei aufbewahrt wurde. Er war der große Reformator der mechanischen Physik, er hat Ungeheures geleistet, ja man kann sagen, daß ohne seine Entdeckungen viele rein praktische Errungenschaften der Neuzeit gar nicht möglich gewesen wären, denn alle Fortschritte der Technik beruhen auf der Wissenschaft Galileis. Ein Gotthard- oder Simplontunnel sind nur möglich geworden dadurch, daß Leibniz, Newton, Galilei die Wissenschaften der Integral- und Differentialrechnung, der Mechanik und so weiter ausgearbeitet haben. Es wäre also auch in bezug auf Galilei eine Verschwendung im Haushalte der Natur gewesen, wenn sein Ätherleib, der 'Träger seines Gedächtnisses und seiner Fähigkeiten, verlorengegangen wäre. So wurde dieser Ätherleib auf einen andern Menschen übertragen. Aus einem armen Bauerndorf ging dieser hervor und wurde später der Schöpfer der russischen Grammatik, der klassischen Literatur: Michail Lomonossow. Aber dieser ist nicht der wiedergeborene Galilei, wie eine oberflächliche Forschung vielleicht finden könnte.
[ 16 ] Ein anderer charakteristischer Fall ist der folgende. Wenn eine bahnbrechende Persönlichkeit stirbt, so wird stets der Ätherkörper erhalten. Dafür gibt es künstliche Methoden, die in den Geheimschulen immer bekannt waren. So war es für gewisse Zwecke der Neuzeit wichtig, daß der Ätherkörper des Galilei aufbewahrt wurde. Er war der große Reformator der mechanischen Physik, er hat Ungeheures geleistet, ja man kann sagen, daß ohne seine Entdeckungen viele rein praktische Errungenschaften der Neuzeit gar nicht möglich gewesen wären, denn alle Fortschritte der Technik beruhen auf der Wissenschaft Galileis. Ein Gotthard- oder Simplontunnel sind nur möglich geworden dadurch, daß Leibniz, Newton, Galilei die Wissenschaften der Integral- und Differentialrechnung, der Mechanik und so weiter ausgearbeitet haben. Es wäre also auch in bezug auf Galilei eine Verschwendung im Haushalte der Natur gewesen, wenn sein Ätherleib, der 'Träger seines Gedächtnisses und seiner Fähigkeiten, verlorengegangen wäre. So wurde dieser Ätherleib auf einen andern Menschen übertragen. Aus einem armen Bauerndorf ging dieser hervor und wurde später der Schöpfer der russischen Grammatik, der klassischen Literatur: Michail Lomonossow. Aber dieser ist nicht der wiedergeborene Galilei, wie eine oberflächliche Forschung vielleicht finden könnte.
[ 17 ] So finden wir also, daß solche Fälle vielfach vorliegen, und daß der Vorgang der Wiederverkörperung nicht so einfach ist, wie man meist annimmt. Daher muß auch viel größere Vorsicht angewendet werden, wenn Menschen mit okkulten Mitteln ihre früheren Inkarnationen erforschen. In vielen Fällen ist es ja nichts als Kinderei, wenn Leute angeben oder sich einbilden, sie seien der wiedergeborene so und so, vielleicht Nero, Napoleon, Beethoven oder Goethe. Das ist natürlich albern und verwerflich. Aber die Sache ist viel gefährlicher, wenn vorgeschrittene Okkultisten in dieser Beziehung Fehler machen, sich vielleicht einbilden, sie seien die Wiedergeburt von diesem oder jenem Manne, wenn sie in Wirklichkeit nur dessen Ätherkörper haben. Dann ist dies nicht nur ein Irrtum - der ja an und für sich bedauerlich ist -, sondern der Mensch lebt dann unter dem Einfluß dieser falschen Idee, und dies hat geradezu verheerende Wirkungen. Die ganze Seelenentwickelung nimmt einen falschen Gang durch diese Illusion.
[ 17 ] So finden wir also, daß solche Fälle vielfach vorliegen, und daß der Vorgang der Wiederverkörperung nicht so einfach ist, wie man meist annimmt. Daher muß auch viel größere Vorsicht angewendet werden, wenn Menschen mit okkulten Mitteln ihre früheren Inkarnationen erforschen. In vielen Fällen ist es ja nichts als Kinderei, wenn Leute angeben oder sich einbilden, sie seien der wiedergeborene so und so, vielleicht Nero, Napoleon, Beethoven oder Goethe. Das ist natürlich albern und verwerflich. Aber die Sache ist viel gefährlicher, wenn vorgeschrittene Okkultisten in dieser Beziehung Fehler machen, sich vielleicht einbilden, sie seien die Wiedergeburt von diesem oder jenem Manne, wenn sie in Wirklichkeit nur dessen Ätherkörper haben. Dann ist dies nicht nur ein Irrtum - der ja an und für sich bedauerlich ist -, sondern der Mensch lebt dann unter dem Einfluß dieser falschen Idee, und dies hat geradezu verheerende Wirkungen. Die ganze Seelenentwickelung nimmt einen falschen Gang durch diese Illusion.
[ 18 ] Wir sehen also, daß nicht nur die Iche sich wiederverkörpern, sondern daß auch die niederen Glieder in einem gewissen Sinne einen ähnlichen Vorgang durchmachen. Dadurch bekommt der Gesamtvorgang der Wiederverkörperung eine viel kompliziertere Gestaltung, als man gewöhnlich annimmt. So sehen wir, daß das Ich des Zarathustra sich wiederverkörpert als Zarathas-Nazarathos, welcher der Lehrer des Pythagoras wurde. Sein Astralleib tritt wieder auf in Hermes und sein Ätherleib in Moses. Nichts also geht verloren in der Welt, alles wird aufbewahrt und übertragen, wenn es nur wertvoll genug ist.
[ 18 ] Wir sehen also, daß nicht nur die Iche sich wiederverkörpern, sondern daß auch die niederen Glieder in einem gewissen Sinne einen ähnlichen Vorgang durchmachen. Dadurch bekommt der Gesamtvorgang der Wiederverkörperung eine viel kompliziertere Gestaltung, als man gewöhnlich annimmt. So sehen wir, daß das Ich des Zarathustra sich wiederverkörpert als Zarathas-Nazarathos, welcher der Lehrer des Pythagoras wurde. Sein Astralleib tritt wieder auf in Hermes und sein Ätherleib in Moses. Nichts also geht verloren in der Welt, alles wird aufbewahrt und übertragen, wenn es nur wertvoll genug ist.
