The Principle of Spiritual Economy
in Relation to Reincarnation
GA 109
15 February 1909, Berlin
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Christianity in Human Evolution, tr. Church, et.al.
2. Das Christentum im Entwickelungsgang unserer gegenwärtigen Menschheit
Christianity in Human Evolution
Führende Individualitäten Und Avatarische Wesenheiten
Not translated
[ 1 ] Sie haben aus dem einen Vortrag, der hier über kompliziertere Fragen der Wiederverkörperung gehalten worden ist, ersehen können, daß mit dem weiteren Fortschreiten in der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung dasjenige, was man anfangs geben konnte als elementare Wahrheiten, sich modifiziert, daß wir allmählich zu höheren und höheren Wahrheiten aufsteigen. Es bleibt deshalb doch richtig, daß man im Anfang die allgemeinen Weltwahrheiten so elementar, so einfach wie möglich darstellt. Es ist aber auch notwendig, daß man nach und nach vom Abe aus langsam hinaufdringt zu den höheren Wahrheiten; denn durch diese höheren Wahrheiten wird ja erst allmählich das erreicht, was unter anderem die Geisteswissenschaft geben soll: die Möglichkeit nämlich, die Welt, die uns in der sinnlichen, in der physischen Sphäre umgibt, zu verstehen, zu durchdringen. Nun haben wir allerdings noch sehr weit hinauf, bis es uns gelingen wird, einigen Zusammenhang zeichnen zu können in den geistigen Linien und Kräften, die hinter der Sinneswelt sind. Aber schon durch manches, was in den letzten Stunden gesagt worden ist, wird diese oder jene Erscheinung unseres Daseins erklärlicher, klarer geworden sein. Heute wollen wir gerade in dieser Beziehung ein wenig vorschreiten, und auch da wollen wir wieder über kompliziertere Fragen der Reinkarnation, der Wiederverkörperung sprechen.
[ 1 ] You will have seen from the lecture given here on the more complicated questions of reincarnation that, with further progress in the development of the spiritual scientific view of the world, what in the beginning could be given as elementary truths becomes modified. Thus, we gradually rise to ever higher truths. Still, it was right to present the general cosmic truths at first in as simple and elementary a form as possible. It is, however, also necessary to advance slowly step by step from the simple abc's to the higher truths. Only through them will what spiritual science is intended to give gradually be attained; that is, the possibility of understanding and penetrating the world surrounding us in the physical, sense perceptible sphere. Now it is true that we have a long way to go before we shall be able to coordinate the spiritual lines and forces existing behind the world of the senses, but because of much that has been said in recent lectures, various phenomena of our existence will already have become clearer and more understandable.
[ 2 ] Dazu wollen wir uns heute vor allen Dingen klarmachen, daß zwischen den Wesenheiten, welche eine führende Stellung einnehmen in der Menschheitsentwickelung der Erde, ein Unterschied besteht. Wir haben im Laufe unserer Erdenentwickelung solche führenden Individualitäten zu unterscheiden, welche sozusagen von Anfang an mit der Menschheit unserer Erde, wie sie eben ist, sich entwickelt haben, nur daß sie schneller fortgeschritten sind. Man möchte so sagen: Wenn man zurückgeht bis in die Zeit der urfernen lemurischen Vergangenheit, so findet man unter den damals verkörperten Menschenwesen die verschiedensten Entwickelungsgrade. Alle die Seelen, die damals verkörpert waren, haben durch die folgende atlantische Zeit, durch unsere nachatlantische Zeit immer wieder und wieder Reinkarnationen, Wiederverkörperungen durchgemacht. Mit einer verschiedenen Schnelligkeit haben sich die Seelen entwickelt. Da leben Seelen, die verhältnismäßig langsam durch die verschiedenen Inkarnationen sich hindurchentwickelt haben, die noch weite, weite Strecken in der Zukunft erst zu durchschreiten haben. Da sind aber auch solche Seelen, welche sich rasch entwickelt haben, die, man könnte sagen, in ausgiebigerem Maße ihre Inkarnationen benutzt haben, und die daher heute auf einer so hohen Stufe stehen in seelisch-geistiger, also in spiritueller Beziehung, daß der normale Mensch von heute erst in einer sehr, sehr fernen Zukunft zu einer solchen Stufe hinanschreiten wird. Aber wenn wir in dieser Sphäre von Seelen bleiben, so können wir doch sagen: So fortgeschritten diese einzelnen Seelen auch sein mögen, wie weit sie auch hinausragen mögen über den normalen Menschen, sie haben doch innerhalb unserer Erdenentwickelung einen gleichartigen Gang durchgemacht mit den übrigen Menschen; sie sind eben nur schneller fortgeschritten.
[ 2 ] Today we shall proceed a little further and speak again about more complicated questions of reincarnation or re-embodiment. To that end, we must first realize that differences exist among the beings who occupy leading places in the earth's human evolution. In the course of earthly evolution we must distinguish those leading individualities who have developed along with humanity from the beginning, but who have made more rapid progress. We might put it this way. If we go back into the past to the remote Lemurian time, we find the most varied stages of development among the human beings then incarnated. All the souls embodied at that time have since repeatedly experienced reincarnations during the succeeding Atlantean and post-Atlantean periods. These souls have developed with varying rapidity. Some have made relatively slow progress through their incarnations and still have long distances to travel in the future. But there are also souls who have developed rapidly, who, one might say, have utilized their incarnations to better advantage and are therefore at a stage of soul-spiritual development that will be attained by normal men only in the far distant future. Nevertheless, we may say that however advanced these individual souls may be, however far they may tower above normal men, they have still followed the same path in earthly evolution as the rest of humanity but have merely advanced more rapidly.
[ 3 ] Außer diesen führenden Individualitäten, die also in dieser Art gleichartig sind mit den übrigen Menschen, nur auf einer höheren Stufe stehen, gibt es auch im Verlaufe der Menschheitsentwickelung andere Individualitäten, andere Wesenheiten, die keineswegs ebenso durch verschiedene Verkörperungen hindurchgegangen sind wie die andern Menschen. Wir können uns etwa veranschaulichen, was da zugrunde liegt, wenn wir uns sagen: Es hat Wesen gegeben zu eben der Zeit der lemurischen Entwickelung, die wir gerade in Betracht gezogen haben, welche es nicht mehr nötig hatten, so tief hinunterzusteigen in die physische Verkörperung wie die andern Menschen, wie alle die Wesen, die eben geschildert worden sind, Wesen also, welche in höheren, geistigeren Regionen ihre Entwickelung weiter hinauf hätten durchlaufen können, die es also zu ihrem eigenen weiteren Fortschreiten nicht nötig hatten, in fleischliche Leiber hinunterzusteigen. Solch eine Wesenheit kann aber dennoch, um einzugreifen in den Gang der Menschheitsentwickelung, sozusagen stellvertretend heruntersteigen eben in einen solchen Leib, wie ihn die Menschen haben. So daß also zu irgendeiner Zeit eine Wesenheit auftreten kann, und wenn wir sie hellseherisch in bezug auf ihre Seele prüfen, können wir bei ihr nicht wie bei andern Menschen sagen, wir verfolgen sie in der Zeit zurück und finden sie in einer vorhergehenden fleischlichen Inkarnation, verfolgen sie weiter zurück und finden sie wieder in einer andern Inkarnation und so weiter, sondern wir müssen uns sagen: Verfolgen wir die Seele einer solchen Wesenheit im Zeitenlauf zurück, so kommen wir vielleicht gar nicht zu einer früheren fleischlichen Inkarnation einer solchen Wesenheit. Wenn wir aber zu einer solchen kommen, dann ist es nur aus dem Grunde, weil eine solche Wesenheit auch öfter in Zwischenräumen heruntersteigen und sich stellvertretend in einem menschlichen Leib verkörpern kann. - Solch eine geistige Wesenheit, die also heruntersteigt in einen menschlichen Leib, um als Mensch einzugreifen in die Entwickelung, ohne daß sie sozusagen selber etwas von dieser Verkörperung hat, ohne daß dasjenige, was sie hier erfährt in der Welt, für sie selbst diese oder jene Bedeutung hat, wird in der morgenländischen Weisheit «Avatar» genannt. Und das ist der Unterschied zwischen einer führenden Wesenheit, die aus der Menschheitsentwickelung selbst hervorgegangen ist, und einer solchen, die man Avatar nennt, daß eine Avatarwesenheit für sich keine Früchte zu ziehen hat aus ihren physischen Verkörperungen, oder aus der einen physischen Verkörperung, der sie sich unterzieht, denn sie zieht als Wesenheit zum Heil und Fortschritt der Menschen in einen physischen Körper ein. Also wie gesagt: Entweder nur einmal, oder auch mehrmals hintereinander kann eine solche Avatarwesenheit in einen menschlichen Leib einziehen, und sie ist durchaus dann etwas anderes als eine andere menschliche Individualität.
[ 3 ] Besides these leading individualities, who in this sense are like the rest of humanity but are at a higher stage, there are also other individualities, other beings, who have by no means gone through various incarnations as other men have in the course of their evolution. We can perhaps illustrate what lies at the bottom of this by saying that there were beings in the time of the Lemurian evolution who no longer needed to descend so deeply into physical embodiment as the other men who have just been described. There were beings who could have accomplished their development in higher, more spiritual regions and who did not need to descend into bodies of flesh for their further progress. In order to intervene in the course of human evolution it is nevertheless possible for these beings to descend vicariously, so to speak, into just such bodies as our own. At any time, therefore, a being may appear of whom, if we make the necessary clairvoyant test, we cannot say, as we can of other human beings, that we trace the soul back in time and find it in a previous fleshly incarnation, trace it farther back and find it again in another incarnation, and so on. Instead, we must say that if we trace the soul of such a being back through the course of time, we may perhaps not find it at all in a former fleshly incarnation. If we do, it is only because the being in question is able to descend repeatedly to incarnate vicariously in a human body. A spiritual being who descends thus into a human body in order to intervene in evolution as a human being, but without gaining anything from this embodiment for himself or experiencing anything here in the world of special significance for himself, is called an avatar. This is the distinction between a leading being who has sprung from human evolution itself and an avatar. An avatar being reaps no benefits for himself from his physical embodiments, or from even one embodiment to which he may subject himself; he enters a physical body for the blessing and advancement of mankind. Thus, an avatar being can either enter a human body just once or several times in succession, and when embodied is entirely different from other human beings.
[ 4 ] Die größte Avatarwesenheit, die auf der Erde gelebt hat, wie Sie ja aus dem Geiste aller der Vorträge, die hier gehalten werden, entnehmen können, ist der Christus, diejenige Wesenheit, die wir als den Christus bezeichnen, und die im dreißigsten Jahre des Lebens des Jesus von Nazareth von dessen Körper Besitz ergriffen hat. Diese Wesenheit, die erst im Beginne unserer Zeitrechnung mit unserer Erde in Berührung gekommen ist, drei Jahre verkörpert war in einem fleischlichen Leib, seit jener Zeit mit der astralen Sphäre, also mit der geistigen Sphäre unserer übersinnlichen Welt in Verbindung steht, diese Wesenheit ist als avatarische Wesenheit von einer ganz einzigartigen Bedeutung. Wir würden die Christus-Wesenheit ganz vergeblich in einer früheren menschlichen Verkörperung auf der Erde suchen, während andere, niedrigere Avatarwesenheiten sich allerdings auch öfters verkörpern können. Der Unterschied liegt nicht darin, daß sie sich öfter verkörpern, sondern daß sie für sich selber aus den Erdenverkörperungen keine Früchte ziehen. Die Menschen geben nichts der Welt, sie nehmen nur. Diese Wesenheiten geben nur, sie nehmen nichts von der Erde. Nun müssen Sie allerdings, wenn Sie diese Sache ganz ordentlich verstehen wollen, unterscheiden zwischen einer so hohen Avatarwesenheit, wie es der Christus war, und zwischen niedrigeren Avatarwesenheiten.
[ 4 ] The greatest avatar being who has lived on earth, as you can gather from the spirit of the lectures given here, is the Christ, that Being Whom we designate as the Christ, Who took possession of the bodies of Jesus of Nazareth in the thirtieth year of his life. This Being, Who first came in contact with our earth at the beginning of our era, Who was incarnated for three years in a body of flesh, and Who since that time has been connected with the astral sphere, the spiritual sphere of our super-sensible world—this Being is of unique significance as an avatar being. We should seek the Christ Being quite in vain in an earlier human embodiment, whereas other, lower avatar beings can be found to be embodied more than once. They incarnate repeatedly but obtain no benefit from their earthly embodiments for themselves. They only give; they take nothing from the earth.
[ 5 ] Die verschiedensten Aufgaben können solche Avatarwesenheiten auf unserer Erde haben. Wir können zunächst von einer solchen Aufgabe avatarischer Wesenheiten sprechen. Und damit wir nicht im Spekulativen herumsprechen, wollen wir gleich an einen konkreten Fall herangehen und uns veranschaulichen, worinnen eine solche Aufgabe bestehen kann.
[ 5 ] If you want to understand these things perfectly, you must distinguish between such a lofty avatar being as the Christ and lower avatar beings who can have the most varied missions, and so as not to flounder about in speculation, we shall give a concrete instance to illustrate such a mission.
[ 6 ] Sie alle wissen aus der Erzählung, die sich um Noah herumgruppiert, daß in der althebräischen Darstellung ein großer Teil der nachatlantischen, der Nach-Noahschen Menschheit zurückgeführt wird auf die drei Stammväter Sem, Ham und Japhet. Heute wollen wir nicht weiter eingehen auf das, was uns in einer anderen Hinsicht Noah und diese drei Stammväter darstellen wollen. Wir wollen uns nur klarmachen, daß das hebräische Schrifttum, das von Sem, dem einen Sohne Noahs spricht, den ganzen Stamm der Semiten auf Sem als auf dessen Stammvater zurückführt. Einer wirklich okkulten Anschauung über eine solche Sache, einer solchen Erzählung, liegen überall die tieferen Wahrheiten dabei zugrunde. Diejenigen, welche aus dem Okkultismus heraus eine solche Sache erforschen können, wissen über diesen Sem, den Stammvater der Semiten, das Folgende.
[ 6 ] You all know from the story of Noah that in the ancient Hebrew narrative a great part of post-Noah humanity is derived from his sons, Shem, Ham and Japheth. Today we shall not go into what Noah and these three tribal ancestors are intended to represent in another respect, but shall simply realize clearly that the Hebrew literature that speaks of Noah's son, Shem, traces the whole tribe of the Semites back to him as its ancestor. A genuinely occult view of such a matter is always based upon deeper truths. Those who are able to carry on occult research into such things know the following facts concerning Shem, the ancestor of the Semites.
[ 7 ] Für eine solche Persönlichkeit, die der Stammvater eines ganzen Stammes werden soll, muß schon von der Geburt an, ja schon früher, vorgesorgt werden, daß sie eben dieser Stammvater sein kann. Wodurch wird nun vorgesorgt dafür, daß eine solche Individualität, wie hier zum Beispiel der Sem, der Stammvater einer solchen ganzen Volks- oder Stammesgemeinschaft sein kann? Bei Sem ist das dadurch geschehen, daß er sozusagen einen ganz besonders zugerichteten Ätherleib erhielt. Wir wissen ja, daß der Mensch dann, wenn er hineingeboren wird in diese Welt, herumgliedert um seine Individualität seinen Äther- oder Lebensleib neben den andern Gliedern der menschlichen Wesenheit. Für einen solchen Stammahnen muß sozusagen ein besonderer Ätherleib zubereitet werden, welcher gleichsam der Musterätherleib ist für alle die Nachkommen, die dieser Individualität in den Generationen folgen. So daß wir bei einer solchen Stammesindividualität einen typischen Ätherleib haben, gleichsam den Musterätherleib; und dann geht durch die Blutsverwandtschaft die Sache durch die Generationen hindurch so, daß in einer gewissen Weise die Ätherleiber aller Nachkommen, die zu demselben Stamm gehören, Abbilder sind des Ätherleibes des Ahnen. So war in allen Ätherleibern des semitischen Volkes etwas wie ein Abbild des Ätherleibes des Sem eingewoben. Wodurch wird nun eine solche Sache herbeigeführt im Laufe der Menschheitsentwickelung?
[ 7 ] In the case of such a personality who is destined to be the forebear of an entire tribe, care must be taken from the time of his birth to make it possible for him to become this ancestor. Now in what way will care be taken that a personality like Shem, for example, can be the ancestor of a whole people, or of a tribal community? In the case of Shem it was brought about through his receiving a quite specially prepared etheric body. We know that when a human being is born into this world he fashions about his individuality his etheric or life body, along with the other members of his being. For such a tribal ancestor a special etheric body must be prepared that will be the model etheric body for all the descendants in the succeeding generations. So we have in such a tribal progenitor a typical model etheric body that, through blood relationship passes through the generations. In this wise, the etheric bodies of all the descendants who belong to the same tribe are copies in a certain sense of the etheric body of the ancestor. Thus, into all the etheric bodies of the Semitic people there was woven something like a copy of Shem's etheric body. Now by what means is such a circumstance brought about in the course of human evolution?
[ 8 ] Wenn wir uns diesen Sem genauer ansehen, so finden wir, daß sein Ätherleib dadurch seine urbildliche Gestalt erhalten hat, daß sich gerade in seinen Ätherleib ein Avatar eingewoben hat - wenn auch nicht ein so hoher Avatar, daß wir ihn mit gewissen andern Avatarwesenheiten vergleichen können; aber immerhin hatte sich eine hohe Avatarwesenheit heruntergesenkt in seinen Ätherleib, die allerdings mit dem astralischen Leib nicht verbunden gewesen ist und auch nicht mit dem Ich des Sem, aber sie hatte sich sozusagen eingewoben in den Ätherleib des Sem. Und wir können gerade gleich an diesem Beispiel studieren, was das für eine Bedeutung hat, wenn eine Avatarwesenheit an der Konstitution, an der Zusammensetzung des Menschen teilnimmt. Was hat es denn überhaupt für einen Sinn, daß ein Mensch, der wie Sem eine solche Aufgabe hat, der Stammvater des ganzen Volkes zu sein, in seinen Leib sozusagen einverwoben erhält eine Avatarwesenheit? Es hat das den Sinn, daß jedesmal, wenn eine Avatarwesenheit einverwoben ist einem fleischlichen Menschen, irgendein Glied, oder auch mehrere Glieder dieser menschlichen Wesenheit sich vervielfältigen können, auseinandergesplittert werden können.
[ 8 ] If we observe this man Shem a little more closely, we find that his etheric body received its archetypal form because an avatar had woven himself into it. Although he was not so exalted as certain other avatar beings, still, it was a lofty individuality who descended into his etheric body. This being was not united with Shem's astral body nor with his ego, but was woven into his etheric body alone. In this very example we are able to study the exact significance of the participation of an avatar being in the constitution and composition of a human being. What does it mean, then, that a man like Shem, who has the mission to be the ancestor of a whole people, should have an avatar being woven into his body? It means that whenever an avatar being is woven into a fleshly human body, some one member, or even several members, of the super-sensible constitution of this human being are capable of being multiplied and split into many parts.
[ 9 ] In der Tat war infolge der Tatsache, daß eine Avatarwesenheit dem Ätherleib des Sem einverwoben war, die Möglichkeit geboten, daß lauter Abbilder des Originals entstanden und diese unzähligen Abbilder einverwoben werden konnten all den Menschen, die in der Generationenfolge dem Stammvater nachfolgten. Also das Herabsteigen einer Avatarwesenheit hat unter anderem den Sinn, daß es zur Vervielfältigung eines oder mehrerer Glieder der betreffenden Wesenheit, die beseelt wird durch den Avatar, beiträgt. Lauter Abbilder des Originals entstehen, die alle darnach gebildet sind. Es war, wie Sie daraus sehen können, ein besonders wertvoller Ätherleib in diesem Sem vorhanden, ein urbildlicher Ätherleib, der durch einen hohen Avatar zubereitet und dann einverwoben worden ist dem Sem, so daß er dann in vielen Abbildern herabsteigen konnte zu all denen, die blutsverwandt sein sollten mit diesem Ahnen.
[ 9 ] It was really because an avatar being was interwoven with Shem's etheric body that it became possible for numberless copies of the original to be formed, and these many copies could be woven into all the descendants of this tribal ancestor in subsequent generations. Thus, the descent to earth of an avatar being is significant, among other things, in that it contributes to the multiplication of one or several members of the person in question who is animated by the avatar. There existed in Shem, as you can see from this, an especially precious etheric body, an archetypal etheric body, prepared by an exalted avatar. It was woven into Shem so that it could then descend in many copies to all those who were ordained to be related by blood to him.
[ 10 ] Nun haben wir ja schon in der eingangs erwähnten Stunde davon gesprochen, daß es auch eine spirituelle Ökonomie gibt, darin bestehend, daß etwas, was besonders wertvoll ist, erhalten bleibt und hinübergetragen wird in die Zukunft. Wir haben gehört, daß nicht nur das Ich sich wiederverkörpert, sondern daß auch der astralische Leib und der Ätherleib sich wiederverkörpern können. Abgesehen davon, daß unzählige Abbilder des Ätherleibes des Sem entstanden, wurde auch wieder der eigene Ätherleib des Sem in der geistigen Welt aufbewahrt, denn dieser Ätherleib konnte später sehr gut gebraucht werden in der Mission des hebräischen Volkes. In diesem Ätherleib waren ja ursprünglich alle Eigentümlichkeiten des hebräischen Volkes zum Ausdruck gekommen. Sollte einmal etwas ganz besonders Wichtiges geschehen für das alte hebräische Volk, sollte jemandem eine besondere Aufgabe, eine besondere Mission übertragen werden, dann konnte das am besten von einer Individualität geschehen, die in sich diesen Ätherleib des Stammvaters trug.
[ 10 ] Now we have already said in the lecture mentioned at the beginning that there is also a spiritual economy consisting in the fact that anything of especial value is preserved and carried over into the future. We have heard that not only is the ego re-embodied, but that also the astral body and the etheric body can be re-embodied. Aside from the fact that numberless copies of Shem's etheric body were formed, his own etheric body was also preserved in the spiritual world because it could later be useful in the mission of the Hebrew people. In this etheric body all the peculiarities of the Hebrews had originally come to expression, and if at any time something of especial importance was to occur for them, if a special task or mission was to be assigned to some one of them, it could best be accomplished by one who bore the etheric body of the ancestor.
[ 11 ] Tatsächlich trug später eine in dieGeschichte des hebräischen Volkes eingreifende Individualität den Ätherleib des Stammvaters. Hier haben wir in der Tat eine jener wunderbaren Komplikationen im Menschheitswerden, die uns so viel erklären können. Wir haben es zu tun mit einer sehr hohen Individualität, die sich sozusagen herablassen mußte, um zum hebräischen Volke in einer entsprechenden Weise zu reden und ihm die Kraft zu einer besonderen Mission zu geben, etwa so, wie wenn ein geistig besonders hervorragender Mensch zu einem niedrigen Volksstamm sprechen müßte, er ja die Sprache dieses Volksstammes lernen müßte, aber man deshalb nicht behaupten muß, daß die Sprache irgend etwas ist, was ihn selbst höher bringt, der Betreffende muß nur in diese Sprache sich hineinbequemen. So mußte sich eine hohe Individualität hineinbequemen in den Ätherleib des Sem selber, um einen ganz bestimmten Impuls dem althebräischen Volke geben zu können. Diese Individualität, diese Persönlichkeit ist dieselbe, die Sie unter dem Namen Melchisedek in der biblischen Geschichte finden. Das ist die Individualität, die sozusagen den Ätherleib des Sem sich anzog, um dann den Impuls an Abraham zu geben, den Sie dann so schön in der Bibel geschildert finden. Also abgesehen davon, daß das, was in der Individualität des Sem enthalten war, sich vervielfältigte dadurch, daß eine Avatarwesenheit darinnen verkörpert war und dann einverwoben wurde all den andern Ätherleibern der Angehörigen des hebräischen Volkes, wurde der eigene Ätherleib des Sem in der geistigen Welt aufbewahrt, damit ihn später Melchisedek tragen konnte, der dem hebräischen Volke durch Abraham einen wichtigen Impuls geben sollte.
[ 11 ] At a later time, a man who played an important role in the history of the Hebrews actually did bear the etheric body of the tribal ancestor, Shem. In fact, we have here one of those wonderful complications in human evolution that can explain a great deal to us. We have to do with an exalted individuality who was compelled to condescend, in somewhat the way a spiritually advanced person would have to speak to a lowly tribe, to speak to the Hebrew people in a manner appropriate to giving them strength for a special mission. He would, of course, be compelled to learn the language of this tribe, but it should not be maintained because of this that the language was something that would be used to advance him personally; he needed only take the trouble to learn the language. In this same way a lofty individuality had to make the effort to use Shem's etheric body to be able to give a definite impulse to the ancient Hebrew people. This personality is the one you find in Biblical history named Melchizedek. He took upon himself the etheric body of Shem so that later he could give Abraham the impulse you find so beautifully described in the Bible. So, aside from the fact that what was contained in the individuality of Shem was multiplied because an avatar being was embodied in it, which then became woven into all the other etheric bodies of the Hebrews, Shem's own etheric body was preserved in the spiritual world so that it could be borne at a later time by Melchizedek, who was to give the Hebrews an important impulse through Abraham.
[ 12 ] So fein verwoben sind die Tatsachen, die hinter der physischen Welt sind und die uns das erst erklärlich machen, was in der physischen Welt vorgeht. Wir lernen die Geschichte erst dadurch kennen, daß wir auf solche Tatsachen hinweisen können: auf Tatsachen geistiger Art, die hinter den physischen Tatsachen stehen. Niemals kann die Geschichte aus sich selber erklärlich werden, wenn wir nur bei den physischen Tatsachen stehenbleiben.
[ 12 ] Thus delicately interwoven are the facts existing behind the physical world that alone make explicable to us what occurs in it. We come to understand history only when we are able to point to such facts of a spiritual nature lying behind the physical ones. History can never be explained by considering physical facts alone.
[ 13 ] Von einer ganz besonderen Wichtigkeit wird das, was wir jetzt erörtert haben, daß durch das Herabsteigen einer Avatarwesenheit die Wesensglieder desjenigen Menschen, der Träger einer solchen Avatarwesenheit ist, vervielfältigt werden und aufandere übertragen werden, in Abbildern des Urbildes erscheinen, von einer ganz besonderen Wichtigkeit wird das durch die Erscheinung des Christus auf der Erde. Dadurch, daß die Avatarwesenheit des Christus in dem Leib des Jesus von Nazareth wohnte, war die Möglichkeit gegeben, daß sowohl der Ätherleib des Jesus von Nazareth unzählige Male vervielfältigt wurde als auch der astralische Leib und sogar auch das Ich, das Ich als ein Impuls, wie er dazumal in dem astralischen Leib angefacht worden ist, als in die dreifache Hülle des Jesus von Nazareth der Christus einzog. Doch zunächst wollen wir darauf Rücksicht nehmen, daß durch die Avatarwesenheit vervielfältigt werden konnte der Ätherleib und der astralische Leib des Jesus von Nazareth.
[ 13 ] What we have been discussing becomes especially significant. Through the descent of an avatar being the essential soul-spiritual members of the individual who is the bearer of this avatar being are multiplied and transmitted as copies to other human beings. This fact assumes special significance through the appearance of Christ on earth. Because the Avatar Being of Christ lived in the body of Jesus of Nazareth, it became possible for his etheric body to be multiplied innumerable times. This was true as well of the astral body and even the ego; that is, the ego as an impulse, as it was kindled in the astral body of Jesus of Nazareth when Christ entered his threefold sheath. First, however, we will take into account the fact that through the Avatar Being the etheric and astral bodies of Jesus could be multiplied.
[ 14 ] Nun tritt in der Menschheit einer der bedeutsamsten Einschnitte auf, gerade durch das Erscheinen des Christus-Prinzips in der Erdenentwickelung. Was ich Ihnen von Sem erzählt habe, das ist im Grunde genommen typisch und charakteristisch für die vorchristliche Zeit. Wenn in dieser Weise ein Ätherleib oder auch ein astralischer Leib vervielfältigt wird, so werden die Abbilder desselben in der Regel auf solche Leute übergehen, die blutsverwandt sind mit dem, der das Urbild hatte. Auf die Angehörigen des hebräischen Stammes wurden daher die Abbilder des Sem-Ätherleibes übertragen. Das wurde anders durch das Erscheinen der Christus-Avatarwesenheit. Der Ätherleib und der astralische Leib des Jesus von Nazareth wurden vervielfältigt und als solche Vervielfältigungen nun aufgehoben, bis sie im Verlaufe der Menschheitsentwickelung gebraucht werden konnten. Aber sie waren nicht gebunden an diese oder jene Nationalität, an diesen oder jenen Stamm, sondern, wo sich in der Folgezeit ein Mensch fand, gleichgültig welche Nationalität er trug, der reif war, geeignet dazu war, in seinem eigenen astralischen Leib ein astralisches Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth einverwoben zu erhalten oder ein ätherisches Abbild des Ätherleibes des Jesus von Nazareth, dem konnten diese einverwoben werden.
[ 14 ] Now, through the appearance of the Christ principle in earthly evolution one of the most significant phenomena in humanity occurred. What I have told you about Shem is fundamentally typical and characteristic of the pre-Christian times. When an etheric or an astral body is multiplied in this way, the copies are transmitted as a rule to those people who are related by blood to the one who had the original. Hence, the copies of Shem's etheric body were transmitted to the members of the Hebrew tribe. This was changed when the Christ Avatar Being appeared. The etheric and astral bodies of Jesus of Nazareth were multiplied and the copies preserved until they could be used in the course of human development. They were not, however, limited to any one nationality nor to any particular people. But when in the course of time a human being appeared who, irrespective of nationality, was ripe to have interwoven with his etheric or astral body an etheric or astral copy of the etheric or astral body of Jesus of Nazareth, they could be woven into his being.
[ 15 ] So sehen wir, wie die Möglichkeit gegeben war, daß in der Folgezeit, sagen wir, allerlei Leuten wie Abdrücke einverwoben wurden die Abbilder des astralischen Leibes oder des Ätherleibes des Jesus von Nazareth.
[ 15 ] Thus, we see how it became possible in the course of time for all sorts of people to have woven into them copies of the astral or etheric bodies of Jesus of Nazareth.
[ 16 ] Mit dieser Tatsache hängt die intime Geschichte der christlichen Entwickelung zusammen. Was gewöhnlich als Geschichte der christlichen Entwickelung geschildert wird, ist eine Summe von ganz äußeren Vorgängen. Und daher wird auf das Hauptsächlichste, nämlich auf die Scheidung in bezug auf wirkliche Perioden in der christlichen Entwickelung, viel zu wenig Rücksicht genommen. Wer tiefer in den Entwickelungsgang des Christentums Einblick halten kann, der wird leicht erkennen, daß in den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeit die Art, wie das Christentum verbreitet wurde, eine ganz andere war als in den späteren Jahrhunderten. In den ersten christlichen Jahrhunderten war sozusagen die Verbreitung des Christentums gebunden an alles das, was man vom physischen Plan her erringen konnte. Wir brauchen nur bei den ersten Lehrern des Christentums Umschau zu halten, und wir werden sehen, wie da die physischen Erinnerungen, die physischen Zusammenhänge und alles, was physisch geblieben war, betont wird. Denken Sie nur daran, wie Irenäus, der in dem 1. Jahrhundert viel beigetragen hat zur Verbreitung der christlichen Lehre in den verschiedenen Ländern, gerade einen großen Wert darauf legt, daß Erinnerungen zurückreichen zu solchen, die noch selber die Apostelschüler gehört haben. Man legte großen Wert darauf, durch solche physischen Erinnerungen bewahrheiten zu können, daß der Christus in Palästina selber gelehrt hatte. Da wird zum Beispiel besonders betont, daß Papias selber gesessen hat zu den Füßen der Apostelschüler. Es werden sogar die Orte gezeigt und beschrieben, wo solche Persönlichkeiten gesessen haben, die noch als Augenzeugen dafür da waren, daß Christus in Palästina gelebt hat. [Die sich fortpflanzende lebendige Erinnerung an die physischen Ereignisse] ist das, was besonders betont wird in den ersten Jahrhunderten des Christentums.
[ 16 ] The intimate history of Christian development is connected with this fact. What is ordinarily described as the history of Christian development is a sum of entirely external occurrences. Therefore, far too little consideration is given to the distinction of actual periods in Christian development. Anyone who can look more deeply into the evolutionary progress of Christianity will easily perceive that, in the early centuries of the Christian era, the manner in which Christianity was spread was entirely different from that of later centuries. In the first Christian centuries the spread of Christianity was connected with everything that could be procured from the physical plane. We need only look at the early teachers of Christianity to see how physical recollections, relationships, and relics were emphasized. Just consider the importance that Irenaeus, who contributed so much to the spread of Christian teaching in various lands in the first century, gave to the fact that his recollections extended back to those who had listened to the pupils of the Apostles. Great value was set upon being able to prove by means of such memories of physical life that Christ Himself had taught in Palestine. It was especially emphasized, for example, that Papias himself had sat at the feet of the Apostles’ pupils. Even the places where those personalities had sat who were still eye witnesses of the fact that Christ had lived in Palestine were pointed out and described. The continuing remembrance of physical happenings and places is what was especially emphasized in the early Christian centuries.
[ 17 ] Wie sehr alles, was physisch geblieben ist, hervorgehoben wird, das sehen Sie an den Worten des alten Augustinus, der am Ende dieser Zeit steht und der da sagt: Warum glaube ich denn an die Wahrheiten des Christentums? Weil die Autorität der katholischen Kirche mich dazu zwingt. — Ihm ist die physische Autorität, daß etwas da ist in der physischen Welt, das Wichtige und Wesentliche, daß sich eine Körperschaft erhalten hat, welche, Persönlichkeit an Persönlichkeit knüpfend, hinaufreicht bis zu dem, der ein Genosse des Christus war wie Petrus. Das ist für ihn das Maßgebende. Wir können also sehen, die Dokumente, die Eindrücke des physischen Planes sind es, auf welche in den ersten Jahrhunderten der christlichen Verbreitung der größte Wert gelegt wird.
[ 17 ] The great prominence that was given to everything of a physical nature can be seen in the words of the ancient Augustine, who says, “Why do I believe in the truths of Christianity? Because the authority of the Catholic Church compels me to.” The authority for the existence of something in the physical world is the important and essential thing to him. Thus, the determining factor for him is that a corporate body has been maintained that, linking personality with personality, reaches back to one, such as Peter, who was a companion of Christ. Here we can see that in the spread of Christianity during the early centuries it was the documents and the impressions of the physical plane to which the greatest importance was attached.
[ 18 ] Das wird nunmehr nach der Zeit des Augustinus bis etwa in das 10., 11., 12. Jahrhundert hinein anders. Da ist es nicht mehr möglich, sich auf die lebendige Erinnerung zu berufen, nur die Dokumente des physischen Planes heranzuziehen, denn sie liegen zu weit zurück. Da ist auch in der ganzen Stimmung, in der Gesinnung der Menschen, die nunmehr das Christentum annahmen - und besonders ist das gerade bei den europäischen Völkern der Fall -, etwas ganz anderes vorhanden. In dieser Zeit ist in der Tat etwas da wie eine Art unmittelbares Wissen, daß ein Christus existiert, daß ein Christus gestorben ist am Kreuz, daß er fortlebt. Es gab in der Zeit vom 4., 5. Jahrhundert bis zum 10., 12. Jahrhundert eine große Anzahl von Menschen, denen gegenüber es höchst töricht erschienen wäre, wenn man ihnen gesagt hätte, man könne an den Ereignissen von Palästina auch zweifeln, denn sie wußten es besser. Besonders über europäische Länder waren diese Menschen verbreitet. Sie hatten in sich selber immer erleben können etwas, was eine Art Paulus-Offenbarung im kleinen war, was Paulus, der bis dahin ein Saulus war, auf dem Wege nach Damaskus erfahren hat, und wodurch er ein Paulus wurde.
[ 18 ] Now, after the time of Augustine, the situation changed. Up to the tenth, eleventh or twelfth centuries it was no longer possible to appeal to living memories, nor to draw upon the documents of the physical plane, which now lay too far in the past. Something entirely different also came into existence in the whole mood and disposition of the humanity that was then embracing Christianity. This was especially the case among Europeans. During that time, there was actually something like a direct knowledge of the existence of Christ, of His death on the cross and of His continuing life in the present. From the fourth or fifth centuries up to the tenth or twelfth there was a large number of people who would have considered it the greatest folly had they been told that the events of Palestine could be doubted because they knew better. They had always been able to experience inwardly in miniature a kind of Pauline revelation; that is, the experience through which Saul, on the road to Damascus, became a Paul.
[ 19 ] Wodurch hat in diesen Jahrhunderten eine Anzahl von Menschen solche, in einer gewissen Beziehung hellseherischen Offenbarungen über die Ereignisse von Palästina erhalten können? Das war dadurch möglich, daß in diesen Jahrhunderten die Abbilder des vervielfältigten Ätherleibes des Jesus von Nazareth, die aufbewahrt worden waren, einer großen Anzahl von Menschen einverwoben worden sind, daß sie diese sozusagen anziehen durften. Ihr Ätherleib bestand nicht ausschließlich aus diesem Abbild des Ätherleibes des Jesus, aber es war ihrem Ätherleib einverwoben ein Abbild des ursprünglichen Originals des Jesus von Nazareth. Menschen, die in sich einen solchen Ätherleib haben konnten, und die dadurch unmittelbar ein Wissen haben konnten von dem Jesus von Nazareth und auch von dem Christus, solche Menschen gab es in diesen Jahrhunderten. Dadurch wurde aber auch das Christus-Bild losgelöst von der äußerlich historischen, physischen Überlieferung. Und am meisten losgelöst erscheint es uns in jener wunderbaren Dichtung des 9. Jahrhunderts, die bekannt ist als die Heliand-Dichtung, die aus der Zeit Ludwigs des Frommen stammt, der von 814 bis 840 regiert hat, und die von einem äußerlich schlichten Manne des Sachsenlandes niedergeschrieben worden war. In bezug auf seinen astralischen Leib und sein Ich konnte er gar nicht heranreichen an das, was in seinem Ätherleibe war. Denn seinem Ätherleib war einverwoben ein Abbild des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Dieser schlichte sächsische Sänger, der diese Dichtung geschrieben hat, hatte aus unmittelbarer hellseherischer Anschauung die Gewißheit: der Christus ist vorhanden auf dem astralischen Plan, und der ist derselbe, der auf Golgatha gekreuzigt worden ist! Und weil das für ihn eine unmittelbare Gewißheit war, brauchte er sich nicht mehr an die historischen Dokumente zu halten. Er brauchte nicht mehr die physische Vermittlung, daß der Christus da war. Er schildert ihn daher auch losgelöst von der ganzen Szenerie in Palästina, losgelöst von dem Eigentümlichen des Jüdischen. Er schildert ihn etwa so wie einen Anführer eines mitteleuropäischen oder germanischen Stammes, und diejenigen, die als seine Bekenner, als die ‚Apostel um ihn herum sind, beschreibt er so etwa wie die Dienstmannen eines germanischen Fürsten. Alle äußere Szenerie ist verändert, nur das, was das eigentlich Wesentliche, das Ewige an der Christus-Gestalt ist, was die Struktur der Ereignisse ist, das ist geblieben. Er also, der ein solches unmittelbares Wissen hatte, das sich auf solchen wichtigen Grund aufbaute, wie auf den Abdruck des Ätherleibes des Jesus von Nazareth, er war nicht angewiesen, da wo er von Christus sprach, sich ganz hart an die unmittelbaren historischen Ereignisse zu halten. Er umkleidete das, was er als ein unmittelbares Wissen hatte, mit einer andern äußeren Szenerie. Und so wie wir in diesem Schreiber der Heliand-Dichtung eine der merkwürdigen Persönlichkeiten haben schildern können, der einverwoben hatte in seinem Ätherleib ein Abbild des Ätherleibes des Jesus von Nazareth, so könnten wir andere Persönlichkeiten in dieser Zeit finden, die ein Gleiches hatten. So sehen wir, wie hinter den physischen Ereignissen das Allerwichtigste vorgeht, was uns in intimer Weise die Geschichte erklären kann.
[ 19 ] What made it possible for a number of people in those centuries to be able to receive revelations, which were in a certain sense clairvoyant, concerning the events in Palestine? It was possible because the multiplied copies of the etheric body of Jesus of Nazareth had been preserved and were woven into a great number of people. They were able to wear them as garments that were woven into their etheric bodies. This was not Jesus’ own etheric body but copies of the original. In these centuries there were those who could possess such an etheric copy and who could thereby have a direct knowledge of Jesus of Nazareth and the Christ. For this reason, the Christ picture became dissociated from external, historical, physical existence. A most extreme dissociation is presented in that wonderful work of the ninth century, the Heliand, a poem that was written down by an outwardly simple man of Saxony in the time of Ludwig the Pious, who reigned from 814 – 40. His astral body and ego could by no means equal what his etheric body contained because a copy of the etheric body of Jesus of Nazareth was woven into his etheric body. The simple Saxon pastor who wrote this poem had the certainty through direct clairvoyant vision that the Christ exists on the astral plane, and that He is the same as He who was crucified on Golgotha. Because this was a direct certainty for him, he no longer needed to cling to historical documents, nor did he need physical assurance that the Christ existed. He described Him, therefore, detached from the whole Palestinian setting, as something like a leader of a Middle European or Germanic tribe, and those who surrounded Him as His followers, the Apostles, he described as vassals of a Germanic prince. All external scenery was changed. Only what constitutes the structure of events, and the actually essential and eternal in the Christ figure remained. Having such a direct knowledge, which was built upon such an important foundation as the copy of the etheric body of Jesus of Nazareth, it was not necessary to hold rigidly to historical events when he was speaking of the Christ. Thus, he was able to invest his direct knowledge with a different external setting. In the case of the writer of the Heliand we have been able to describe one of the strange personalities who had a copy of the etheric body of Jesus of Nazareth interwoven with his etheric body, and we could find other personalities in this period who had similar copies. We see here how the most important occurrences, with which we are able to explain history in an intimate way, take place behind the physical events.
[ 20 ] Wenn wir nun weiter die christliche Entwickelung verfolgen, so kommen wir etwa ins 11., 12. bis 15. Jahrhundert hinauf. Da war nun wiederum ein ganz anderes Geheimnis, welches nun die ganze Entwickelung weitertrug. Erst war es sozusagen die Erinnerung an das, was auf dem physischen Plan war, dann war es das Ätherische, das unmittelbar sich hineinverwob in die Ätherleiber der Träger des Christentums in Mitteleuropa. In den späteren Jahrhunderten, vom 12. bis 15. Jahrhundert, da war es besonders der astralische Leib des Jesus von Nazareth, der in zahlreichen Abbildern einverwoben wurde den astralischen Leibern der wichtigsten Träger des Christentums. Solche Menschen hatten dann ein Ich, das sich als Ich sehr falsche Vorstellungen machen konnte von allem möglichen, aber in ihren astralischen Leibern lebte ein Unmittelbares an Kraft, an Hingebung, eine unmittelbare Gewißheit der heiligen Wahrheiten. Tiefe Inbrunst, ganz unmittelbare Überzeugung und unter Umständen auch die Fähigkeit, diese Überzeugung zu begründen, lag in solchen Menschen. Was uns manchmal gerade bei diesen Persönlichkeiten so sonderbar anmuten muß, das ist, daß sie in ihrem Ich oft gar nicht gewachsen waren dem, was ihr astralischer Leib enthielt, weil er einverwoben hatte ein Abbild des astralischen Leibes des Jesus von Nazareth. Grotesk erschien manchmal das, was ihr Ich tat, großartig und erhaben aber die Welt ihrer Stimmungen und Gefühle, ihrer Inbrunst. Eine solche Persönlichkeit zum Beispiel ist Franz von Assisi. Und gerade wenn wir Franz von Assisi studieren und nicht verstehen können als heutige Menschen sein bewußtes Ich und dennoch die allertiefste Verehrung haben müssen für seine ganze Gefühlswelt, für alles, was er getan hat, so wird das erklärlich unter einem solchen Gesichtspunkt. Er war einer derjenigen, die einverwoben hatten ein Abbild des astralischen Leibes des Jesus von Nazareth. Dadurch war er imstande, gerade das zu vollbringen, was er gerade vollbracht hat. Und zahlreiche seiner Anhänger aus dem Orden der Franziskaner mit seinen Dienern und Minoriten hatten in ähnlicher Weise solche Abbilder in ihrem astralischen Leib einverwoben.
[ 20 ] If we follow Christian development further, we come to the period between the eleventh or twelfth centuries and the fifteenth. Here there was an entirely different mystery that now carried evolution forward. First, it was the memory of what had taken place on the physical plane; then it was the etheric element that was directly woven into the etheric bodies of the Christians of Middle Europe. In later centuries, from the twelfth to the fifteenth, it was especially the numerous copies of the astral body of Jesus of Nazareth that were woven into the astral bodies of the most important supporters of Christianity. The egos of such people were capable of forming false notions of all sorts of things, but immediate sources of strength and devotion and a direct certainty of sacred truths existed in their astral bodies. Such people possessed deep fervor, absolutely direct conviction and also in some circumstances the ability to prove this conviction. What must sometimes seem so strange to us is that in their ego development they by no means equaled what their astral bodies contained because copies of the astral body of Jesus of Nazareth were woven into them. What their egos did often seemed grotesque, but the world of their moods and feelings and fervor was grand and exalted. Francis of Assisi, for example, was such a personality. This fact becomes explicable when we, as people of the present, study his life and are unable to understand his conscious ego, but are nevertheless compelled to hold the deepest possible reverence for the entire world of his feelings and for all that he did. He was one of those who had a copy of the astral body of Jesus of Nazareth, and it was this that made his accomplishments possible. Many of his followers in the Order of the Franciscans also had such copies interwoven with their astral bodies.
[ 21 ] Gerade alle die merkwürdigen, sonst rätselhaften Erscheinungen aus jener Zeit werden Ihnen lichtvoll und klar werden, wenn Sie dieses Vermitteln im Weltenwerden zwischen Vergangenheit und Zukunft sich ordentlich vor das Auge der Seele führen. Da kam es nun darauf an, ob diesen Leuten des Mittelalters vom astralischen Leibe des Jesus von Nazareth mehr einverwoben war dasjenige, was wir Empfindungsseele nennen oder mehr die Verstandesseele oder das, was wir Bewußtseinsseele nennen. Denn der astralische Leib des Menschen muß ja in gewisser Beziehung alles dieses in sich enthaltend gedacht werden: also das Ich umschließend und dieses enthaltend gedacht werden, Empfindungsseele, Verstandesseele und Bewußtseinsseele. Ganz sozusagen Empfindungsseele des Jesus von Nazareth war alles in Franz von Assisi. Ganz Empfindungsseele des Jesus von Nazareth war alles in jener wunderbaren Persönlichkeit, die Sie mit der ganzen Seele biographisch verfolgen werden, wenn Sie das Geheimnis ihres Lebens kennen: in der Elisabeth von Thüringen, 1207 geboren. Da haben wir eine solche Persönlichkeit, die einverwoben hatte in die Empfindungsseele ein Abbild des astralischen Leibes des Jesus von Nazareth. Das Rätsel dieser Menschengestalt wird uns gerade durch solch ein Wissen gelöst.
[ 21 ] All the strange and otherwise mysterious phenomena of that time will become luminous and clear to you, if you bring properly before the eyes of your soul this mediation in world evolution between that time and the past. It is also important to know, however, whether what was woven into these people of the Middle Ages from the astral body of Jesus of Nazareth was more from what we call the sentient soul, the intellectual soul or the consciousness soul, since the astral body must, of course, be considered in a certain sense as something containing all of this as well as enclosing the ego. All that was woven into Francis of Assisi was wholly sentient soul of Jesus of Nazareth. Wholly sentient soul of Jesus of Nazareth was also contained in that remarkable personality, Elizabeth of Thüringen, who was born in 1207. Knowing this secret of her life will enable you to follow her biography with your soul. She, too, was a personality who had a copy of the astral body of Jesus of Nazareth woven into her sentient soul. The riddle of the human being is solved for us by means of just such knowledge.
[ 22 ] Und vor allen Dingen wird Ihnen eine Erscheinung klar werden, wenn Sie wissen, daß in dieser Zeit die mannigfaltigsten Persönlichkeiten Empfindungsseele, Verstandesseele oder Bewußtseinsseele als Abbilder aus dem astralischen Leib des Jesus von Nazareth in sich einverwoben hatten: Es wird Ihnen verständlich werden jene Wissenschaft, die sonst heute so wenig verstanden und so viel verlästert wird, die man gewöhnlich als die Scholastik bezeichnet. Was hatte sich denn die Scholastik für eine Aufgabe gestellt? Sie hatte sich die Aufgabe gestellt, aus Urteilsgründen heraus, aus dem Intellekt heraus Belege, Beweise zu finden für das, woran man keine historische Anknüpfung, keine physische Vermittlung hatte, und wofür man auch keine unmittelbare hellseherische Gewißheit hatte, wie es in den vorherigen Jahrhunderten war durch den einverwobenen Ätherleib des Jesus von Nazareth. Diese Leute mußten sich so die Aufgabe stellen, daß sie sich sagten: Es ist uns durch Überlieferung mitgeteilt worden, daß in der Geschichte aufgetreten ist jene Wesenheit, die als der Christus Jesus bekannt ist, daß eingegriffen haben in die Menschheitsentwickelung andere geistige Wesenheiten, von denen uns die religiösen Urkunden zeugen. — Aus ihrer Verstandesseele heraus, aus dem Intellekt des Abbildes des Jesus von Nazareth-Astralleibes stellten sie sich die Aufgabe, mit feinen und scharf ausgebauten Begriffen alles das zu beweisen, was in ihren Schriften als Mysterienwahrheiten da war. So entstand jene merkwürdige Wissenschaft, die das größte an Scharfsinn, an Intellekt zu leisten versucht hat, was überhaupt wohl in der Menschheit geleistet worden ist. Durch mehrere Jahrhunderte hindurch - man möge über den Inhalt der Scholastik denken, wie man will — wurde einfach dadurch, daß diese feine, feine Begriffsunterscheidung und Begriffskonturierung getrieben wurde, die Fähigkeit des menschlichen Nachdenkens gepflegt und der Zeitkultur eingeprägt. Es war ja im 13. bis 15. Jahrhundert, daß die Menschheit durch die Scholastik eingeprägt erhalten hat die Fähigkeit, scharfsinnig, eindringend logisch zu denken.
[ 22 ] One phenomenon above all will become understandable when you know that during this time the most diverse personalities had sentient soul, intellectual soul or consciousness soul woven into them as copies of the astral body of Jesus of Nazareth. From this you will be able to comprehend that little understood science, scholasticism. What task did the scholastics set for themselves? They set out to find, on the basis of judgment and intellect, verifications and proof of that with which there was no historical connecting link, and which was no longer available with the direct clairvoyant certainty that existed in previous centuries through the interwoven etheric body of Jesus of Nazareth. These people set themselves the task by saying, “It has been communicated to us through tradition that in history that Being appeared Who is known as Christ Jesus, and also that other spiritual beings of whom the religious documents bear witness have intervened in human evolution.” Then, from the intellectual soul, that is, from the intellectual element of the copy of the astral body of Jesus of Nazareth, they set themselves the task of proving with subtle and clearly developed concepts all that existed in their literature as mystery truths. Thus arose the strange science in which an attempt was made to achieve what was perhaps the ultimate in human intellect. One may think of the content of scholasticism as one wishes, but simply by means of this delicate discrimination and exact outlining of concepts, the capacity for human reflection was developed and impressed upon the culture of that period. This capacity to think with acute and searching logic through scholasticism was implanted into humanity between the thirteenth and fifteenth centuries.
[ 23 ] Bei denen, welchen wiederum mehr eingeprägt war die Bewußtseinsseele beziehungsweise das Abbild, das sich als Bewußtseinsseele des Jesus von Nazareth auslebt, trat auf - weil in der Bewußtseinsseele das Ich sitzt - die besondere Erkenntnis, daß im Ich der Christus gefunden werden kann. Und weil sie selber das Element der Bewußtseinsseele aus dem astralischen Leib des Jesus von Nazareth in sich hatten, leuchtete in ihrem Innern ihnen der innere Christus auf, und durch diesen Astralleib erkannten sie, daß der Christus in ihrem Innern der Christus selber war. Das waren die, die Sie kennen als Meister Eckart, Johannes Tauler und die ganzen Träger der mittelalterlichen Mystik.
[ 23 ] Among those who were more imbued with the copy of what had constituted the consciousness soul of Jesus of Nazareth, the special conviction arose, because the ego functions in the consciousness soul, that the Christ can be found in the ego. Because they had within them the element of the consciousness soul from the astral body of Jesus of Nazareth, the inner Christ rose resplendent in their souls. These are the individuals whom you know as Meister Eckhart, Johannes Tauler and all the other bearers of medieval mysticism.
[ 24 ] So sehen Sie, wie die verschiedensten Phasen des astralischen Leibes, die dadurch vervielfältigt wurden, daß die hohe Avatarwesenheit des Christus eingezogen war in den Leib des Jesus von Nazareth, weiter wirkten in der folgenden Zeit und die eigentliche Entwickelung des Christentums bewirkten. Es ist übrigens auch sonst ein wichtiger Übergang. Wir sehen, wie die Menschheit in ihrer Entwickelung auch sonst darauf angewiesen ist, diese Stücke der Jesus von NazarethWesenheit in sich einverleibt zu erhalten. In den ersten Jahrhunderten waren Menschen da, die ganz auf den physischen Plan angewiesen waren; dann kamen Menschen in den folgenden Jahrhunderten, die zugänglich waren in ihrem Ätherleib eingewoben zu erhalten das Element des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Später waren die Menschen sozusagen mehr hingeordnet auf den astralischen Leib; daher konnte ihnen jetzt auch das Abbild des astralischen Leibes des Jesus von Nazareth einverleibt werden. Der astralische Leib ist der Träger der Urteilskraft. Die Urteilskraft erwacht ganz besonders im 12. bis 14. Jahrhundert. Das könnten Sie auch noch aus einer andern Erscheinung ersehen.
[ 24 ] Here you see how the diversified phases of the astral body were multiplied because the exalted Avatar Being of Christ had entered into the body of Jesus of Nazareth, and they worked on in the following age to bring about the real development of Christianity. This was an important transition in other respects also. We have seen how in the course of its development humanity was dependent upon having incorporated within it copies of the other bodies of Jesus of Nazareth. In the early centuries there were people who were entirely dependent upon the physical plane; then in the following centuries came those to whom the etheric body of Jesus of Nazareth was accessible to interweave with their etheric bodies. Later, between the twelfth and fourteenth centuries, people tended more toward the astral body, the bearer of power and judgment, and so the astral body of Jesus of Nazareth came to be incorporated in them.
[ 25 ] Bis zu dieser Zeit war es ganz besonders klar, welche Mysterientiefen das Abendmahl enthielt. Das Abendmahl wurde so hingenommen — höchstens im kleinen wurde darüber diskutiert —, daß man selbst alles das zu empfinden verstand, was in den Worten lag: «Dies ist mein Leib und dies ist mein Blut...», weil der Christus darauf hinwies, daß er vereinigt sein werde mit der Erde, der planetarische Geist der Erde sein werde. Und weil das Kostbarste aus der physischen Erde das Mehl ist, deshalb wurde dem Menschen das Mehl zum Leibe des Christus, und der Saft, der durch die Pflanzen, durch die Reben geht, wurde ihnen etwas von dem Blute des Christus. Durch dieses Wissen wurde der Wert des Abendmahls nicht verringert, sondern im Gegenteil erhöht. Etwas von diesen unendlichen Tiefen fühlte man in diesen Jahrhunderten, bis dann die Urteilskraft im astralischen Leib erwachte. Von da ab erwacht auch erst der Zweifel. Von da ab begann auch erst der Streit über das Abendmahl. Denken Sie einmal darüber nach, wie im Hussitismus, wie im Luthertum und seinen Spaltungen des Zwinglianismus und Calvinismus diskutiert wird, was das Abendmahl sein soll! Solche Diskussionen wären früher nicht möglich gewesen, weil man da noch ein unmittelbares Wissen von dem Abendmahl hatte. Aber da sehen wir bewahrheitet ein großes historisches Gesetz, das besonders für Geisteswissenschafter wichtig sein sollte: Solange die Leute wußten, was das Abendmahl war, hatten sie nicht diskutiert, erst als sie verloren hatten das unmittelbare Wissen vom Abendmahl, fingen sie zu diskutieren an. Betrachten Sie es überhaupt als ein Anzeichen, daß man irgendeine Sache eigentlich nicht weiß, wenn man über diese Sache zu diskutieren anfängt. Wo Wissen ist, wird das Wissen erzählt, und da ist eigentlich keine besondere Lust am Diskutieren vorhanden. Wo Lust am Diskutieren ist, da ist in der Regel kein Wissen von der Wahrheit. Die Diskussion beginnt erst mit dem Nichtwissen, und es ist stets und überall ein Zeichen des Verfalls in bezug auf den Ernst einer Sache, wenn Diskussionen beginnen. Auflösung der betreffenden Strömung kündigt sich immer mit Diskussionen an. Das ist sehr wichtig, daß man das auf geisteswissenschaftlichem Felde immer wieder und wieder begreifen lernt, daß der Wille zum Diskutieren eigentlich als ein Zeichen der Unwissenheit aufgefaßt werden darf. Dagegen sollte dasjenige, was dem Diskutieren gegenübersteht, der Wille zum Lernen, der Wille, nach und nach einzusehen, um was es sich handelt, gepflegt werden.
[ 25 ] The awakening of the astral body can be observed also in another phenomenon. Before the twelfth century, the depths of mystery contained in the Holy Communion were especially well-understood. It was not widely discussed but was rather accepted in a manner that enabled one to feel all that was contained in the words, “This is My body and this is My blood.” Christ here indicated that he would be united with the earth, becoming its planetary Spirit. Because grain is the physical earth's most precious produce, bread became for man the body of Christ; the sap flowing through plants became something from His blood. Through this knowledge the value of the Lord's Supper was not diminished but was, on the contrary, enhanced. Something of these limitless depths was felt in these early centuries and it continued up to the time when the power of judgment awakened in the astral body. It was only then that disputes began about the Lord's Supper. Just consider the discussions as to what the Lord's Supper is intended to be that took place among the Hussites, Lutherans and the dissenting Zwinglians and Calvinists. This could not have been possible earlier when direct knowledge of the Lord's Supper still existed. Here we see verified a great historical truth that should be of special importance to spiritual scientists. As long as people knew what the Lord's Supper was, they did not discuss it. In general, when people discuss, you can consider it a sign that they really have no knowledge of the subject they are discussing. Where knowledge exists, knowledge is imparted and there is no particular desire for discussion. Where there is desire for discussion, however, there is as a rule no knowledge of the truth. Discussion begins only when there is a lack of knowledge, and it is always and everywhere the sign of a decline regarding the seriousness of a subject when it is discussed. Disintegration of a particular trend is always proclaimed by discussions. It is important that in spiritual science we come increasingly to understand that the wish for discussion may really be taken as a sign of ignorance. On the other hand, the opposite of discussion, the will to learn, the will gradually to comprehend what is in question, should be cultivated.
[ 26 ] Hier sehen wir eine große historische Tatsache an der Entwickelung des Christentums selber bewahrheitet. Wir können aber noch etwas anderes lernen, wenn wir sehen, wie in diesen charakterisierten Jahrhunderten des Christentums die Urteilskraft - das, was im astralischen Leibe ist -, diese scharfe intellektuelle Weisheit ausgestaltet wird. Allerdings, wenn wir Realitäten, nicht Dogmen, ins Auge fassen, dann können wir daran lernen, was das Christentum im Fortschreiten überhaupt alles getan hat. Was ist denn aus der Scholastik geworden, wenn wir sie nicht ihrem Inhalt nach auffassen, sondern wenn wir sie als Heranzüchtung, Heranerziehung von Fähigkeiten ins Auge fassen? Wissen Sie, was daraus geworden ist? Die moderne Naturwissenschaft ist daraus geworden! Die moderne Naturwissenschaft ist gar nicht denkbar ohne die Realität einer christlichen Wissenschaft des Mittelalters. Nicht nur, daß Kopernikus ein Domherr war, daß Giordano Bruno ein Dominikaner war, sondern alle die Gedankenformen, mit denen man seit dem 15., 16. Jahrhundert über die Naturobjekte sich hermachte, sind nichts anderes als das, was heranerzogen, herangezüchtet worden ist vom 11. bis 16. Jahrhundert durch die christliche Wissenschaft des Mittelalters. Diejenigen leben nicht in der Realität, sondern in Abstraktionen, die da nachschlagen in den Büchern der Scholastik, das mit der neueren Naturwissenschaft vergleichen und dann sagen: Haeckel und so weiter behaupten etwas ganz anderes. Auf Realitäten kommt es an! Ein Haeckel, ein Darwin, ein Du Bois-Reymond, ein Huxley und andere wären alle unmöglich, wenn nicht die christliche Wissenschaft des Mittelalters vorangegangen wäre. Denn daß sie so denken können, das verdanken sie der christlichen Wissenschaft des Mittelalters. Das ist die Realität. Daran hat die Menschheit denken gelernt im wahren Sinne des Wortes.
[ 26 ] Here we see an important historical fact verified by the development of Christianity itself. But we can also learn to see how, in these centuries of Christendom just described, the power of judgment, this acute intellectual wisdom residing in the astral body, is developed. Indeed, if we fix our attention on realities rather than dogmas, we can learn how much Christianity has accomplished since its inception. When we consider scholasticism, not as to content, but as a means of cultivating and disciplining our faculties, what has become of it? It has become natural science. Modern natural science is entirely unthinkable without the Christian natural science of the Middle Ages. It is not only that Copernicus was a canon and Giordano Bruno a Dominican, but that the thought forms employed in the natural sciences since the fifteenth and sixteenth centuries are nothing but what was developed and nurtured by the scholastic science of the Middle Ages. Those people do not live in reality but in abstractions who look up passages in scholastic books, compare them with the statements made in recent natural science, and then say that Haeckel and others maintain something entirely different. Realities are what matter. The work of Haeckel, Darwin, du Bois-Reymond, Huxley and others would all have been impossible if the Christian scholastic science of the Middle Ages had not preceded them. The very fact that these scientists were able to think as they did, they owe to the Christianized science of the scholastics of the Middle Ages. That is the reality, and it is by this means that humanity has learned to think in the true sense of the word.
[ 27 ] Die Sache geht noch weiter. Lesen Sie David Friedrich Strauß. Versuchen Sie zu schauen auf die Art und Weise, wie er denkt. Versuchen Sie seine Gedankengebilde sich klarzulegen: wie er darstellen will, daß das ganze Leben des Jesus von Nazareth ein Mythos ist. Wissen Sie, woher er die Gedankenschärfe hat? Er hat sie aus der christlichen Wissenschaft des Mittelalters. Alles das, womit man heute dasChristentum so radikal bekämpft, das ist gelernt an der christlichen Wissenschaft des Mittelalters. Es könnte heute eigentlich gar keinen Gegner des Christentums geben, bei dem man nicht leicht nachweisen könnte, daß er gar nicht so denken könnte, wie er denkt, wenn er die Gedankenformen nicht gelernt hätte an der christlichen Wissenschaft des Mittelalters. Das hieße allerdings die Weltgeschichte real betrachten.
[ 27 ] Furthermore, read David Friedrich Strauss. Try to observe the mode of his thinking; try to analyze his thought pictures and how he insists upon representing the life of Jesus of Nazareth as a myth. Do you know where the keenness of his thinking originates? He gets it from the Christian scholasticism of the Middle Ages. Everything used today to combat Christianity so radically has been learned from the Christian scholastic science of the Middle Ages. Actually, today there cannot be an opponent of Christianity of whom it cannot easily be pointed out that he would be unable to think as he does had he not learned the thought forms of the scholastic science of the Middle Ages. This, indeed, would be to observe world history in its reality.
[ 28 ] Und was ist denn seit dem 16. Jahrhundert geschehen? Seit dem 16. Jahrhundert ist immer mehr und mehr das Ich selber zur Geltung gekommen, damit auch der menschliche Egoismus und damit der Materialismus. Man hat verlernt und vergessen, was das Ich alles an Inhalt aufgenommen hat: man mußte sich daher beschränken auf das, was das Ich beobachten kann, was das Instrument der Sinnlichkeit dem gewöhnlichen Verstande geben kann, und nur das konnte es in die innerliche Wohnstätte nehmen. Eine Kultur der Egoität ist die Kultur seit dem 16. Jahrhundert. Was muß nun in dieses Ich hineinkommen? Die christliche Entwickelung hat durchgemacht eine Entwickelung in dem äußeren physischen Leib, eine Entwickelung im Ätherleib, eine solche im astralischen Leib, und bis zum Ich ist sie hinaufgedrungen. Jetzt muß sie in dieses Ich aufnehmen die Mysterien und Geheimnisse des Christentums selber. Jetzt muß es möglich sein, das Ich zum Christus-empfänglichen Organ zu machen, nachdem eine Weile das Ich das Denken gelernt hat durch das Christentum und die Gedanken angewendet hat auf die Außenwelt. Jetzt muß dieses Ich wiederum die Weisheit finden, welche die Urweisheit des großen Avatars, des Christus selber ist. Und wodurch muß das geschehen? Durch die geisteswissenschaftliche Vertiefung des Christentums. Sorgsam vorbereitet durch die drei Stufen der physischen, der ätherischen und der astralischen Entwickelung, würde es jetzt darauf ankommen, daß im Innern das Organ sich dem Menschen erschließe, um nunmehr in seine geistige Umwelt zu schauen mit jenem Auge, das ihm der Christus öffnen kann. Als die größte Avatarwesenheit ist der Christus auf die Erde herabgestiegen. Stellen wir uns auf diese Perspektive ein: versuchen wir so die Welt anzuschauen, wie wir die Welt anschauen können, wenn wir den Christus in uns aufgenommen haben. Dann finden wir unseren ganzen Weltenwerdegang durchglüht und durchflutet von der Christus-Wesenheit. Das heißt, wir schildern, wie nach und nach entstanden ist auf dem Saturn der physische Leib des Menschen, wie auf der Sonne der Ätherleib hinzutrat, auf dem Mond der astralische Leib, und auf der Erde dann das Ich dazugekommen ist, und wir finden, wie das alles zu dem Ziel hinstrebt, immer selbständiger und individueller zu werden, um jene Weisheit, die von der Sonne zur Erde übergeht, der Erdenentwickelung einzuverleiben. Sozusagen zu dem perspektivischen Mittelpunkt der Weltenbetrachtung muß für das freigewordene Ich der neueren Zeit der Christus und das Christentum werden.
[ 28 ] What, then, has happened since the sixteenth century? The ego has come gradually into prominence, and with it human egotism, and with egotism, materialism. What the ego had previously acquired was unlearned and forgotten and it became necessary for man to limit himself to what the ego can observe, to what the physical sensory system is able to give to ordinary intelligence. That alone could the ego take into the inner sanctuary. The civilization since the sixteenth century is one of egotism. What must now enter into this ego? Christian evolution has passed through a development in the physical, etheric and astral bodies, and has penetrated as far as the ego. Now it must take into this ego the mysteries and secrets of Christianity. Following a time when the ego learned to think through Christianity and to apply the thoughts to the outer world, it must now be possible for it to be made into a Christ receptive organ. It must rediscover the primordial wisdom of the Great Avatar, Christ. By what means must this come about? By a more profound understanding of Christianity through spiritual science. Having been carefully prepared through the three stages of physical; etheric and astral development, the concern should now be that the organ within man be opened so that he may henceforth see into his spiritual environment with the eye that can be opened for him by the Christ. As the greatest Avatar Being, Christ descended to earth. Let us view this in the right perspective and try to look at the world as we shall be able to see it when we shall have received the Christ into ourselves. We then find the whole process of our world evolution illuminated and pervaded by the Christ being. That is to say, we see how man's physical body gradually came into existence on Saturn, how the etheric body made its appearance on the Sun, on the Moon the astral body, and then on the earth, the ego. We find how everything tends toward the goal of becoming ever more independent and individual in order to incorporate into the evolution of the earth the wisdom that passes over from the Sun. In other words, the Christ and Christianity must become the perspective center of the cosmic view.
[ 29 ] So sehen Sie, wie das Christentum sich nach und nach vorbereitet hat zu dem, was es werden soll. Mit seiner physischen Erkenntnisfähigkeit hat in den ersten Jahrhunderten der Christ das Christentum aufgenommen, dann später mit seiner ätherischen Erkenntnisfähigkeit und mit seiner astralischen Erkenntnisfähigkeit durch das Mittelalter hindurch. Dann wurde das Christentum in seiner wahren Gestalt eine Weile zurückgedrängt, bis das Ich durch die drei Leiberim Werdegang der nachchristlichen Entwickelung erzogen worden ist. Aber nachdem dieses Ich denken und den Blick in die objektive Welt hinauszurichten gelernt hat, ist es jetzt auch reif, in dieser objektiven Welt in allen Erscheinungen das zu schauen, was an geistigen Tatsachen mit der Mittelpunktswesenheit, mit der Christus-Wesenheit so innig verknüpft ist: den Christus in den mannigfaltigsten Gestalten allüberall als die Grundlage zu schauen.
[ 29 ] So you see how Christianity has gradually prepared itself for what it is to become. In the early centuries the Christian received Christianity with his physical capacity for knowledge, later with his etheric capacity, and throughout the Middle Ages with his astral capacity. Then for a time Christianity in its true form was repressed until the ego had been trained by the three bodies in the course of Christian development. But since this ego has learned to think and to direct its vision to the objective world, it is now capable also of seeing in all phenomena spiritual facts that are intimately connected with the Central Being, the Christ. It is capable of beholding the Christ everywhere in the most varied forms as the foundation of the objective world.
[ 30 ] Damit stehen wir am Ausgangspunkte eben des geisteswissenschaftlichen Begreifens und Erkennens des Christentums, und wir erkennen, welche Aufgabe, welche Mission dieser Bewegung für Geist-Erkenntnis zugeteilt ist. Da erkennen wir zugleich die Realität dieser Mission. So wie der einzelne Mensch physischen Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich hat und nach und nach hinaufsteigt zu immer höheren Höhen, so ist es auch im geschichtlichen Werdegang des Christentums. Man möchte sagen: Auch das Christentum hat einen physischen Leib, einen Ätherleib, einen Astralleib und ein Ich, ein Ich, das sogar seinen Ursprung verleugnen kann wie in unserer Zeit, wie überhaupt das Ich egoistisch werden kann, aber doch ein Ich, das zu gleicher Zeit auch die wahre Christus-Wesenheit in sich aufnehmen und zu immer höheren Stufen des Daseins aufsteigen kann. — Was der Mensch im einzelnen ist, das ist die große Welt sowohl in ihrer Gesamtheit als im Verlauf ihres geschichtlichen Werdens.
[ 30 ] Here we stand at the starting point of spiritual scientific comprehension and knowledge of Christianity. We begin to understand the task and mission that has been assigned to this movement for spiritual knowledge, and we come to realize its reality. The individual human being has physical, etheric and astral bodies, and ego, and continues to rise to ever more lofty heights; it is the same in the historical development of Christianity. We might say that it, too, has physical, etheric and astral bodies, and an ego—an ego that can even deny its origin, as in our time, since it can become egotistic. But it is still an ego that can receive the true Christ Being into itself, thereby rising to ever higher stages of existence. What the human being is in particular, the great world is in its totality, and that includes its historical development.
[ 31 ] Wenn wir die Sache so betrachten, eröffnet sich uns vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus eine weite Zukunftsperspektive. Und wir wissen, wie diese unser Herz ergreifen und mit Enthusiasmus erfüllen kann. Wir begreifen immer mehr und mehr, was wir zu tun haben, und wir wissen auch, daß wir nicht im dunkeln tappen. Denn wir haben uns keine Ideen ausgeheckt, die wir willkürlich in die Zukunft hineinstellen wollen, sondern diejenigen Ideen wollen wir haben und ihnen allein folgen, die nach und nach durch die Jahrhunderte der christlichen Entwickelung vorbereitet worden sind. So wahr es ist, daß das Ich erst erscheinen und nach und nach hinaufentwickelt werden muß zum Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmenschen, nachdem der physische Leib, der Ätherleib und astralische Leib zuerst vorhanden waren, so wahr konnte sich der moderne Mensch mit seiner Ich-Gestalt, mit seinem heutigen Denken nur entwickeln aus der astralischen, der ätherischen und der physischen Gestalt des Christentums heraus. Ich ist das Christentum geworden. So wahr, wie das die Entwickelung aus der Vergangenheit war, so wahr ist es, daß die Ich-Gestalt der Menschheit erst in Erscheinung treten kann, nachdem die astralische und ätherische Gestalt des Christentums entwickelt worden ist. Das Christentum wird sich in die Zukunft fortentwickeln, es wird noch ganz andere Dinge der Menschheit darbieten, und die christliche Entwickelung und die christliche Lebenshaltung werden in neuer Gestalt erstehen: es wird der umgewandelte astralische Leib erscheinen als das christliche Geistselbst, der umgewandelte Ätherleib als der christliche Lebensgeist. Und in einer leuchtenden Zukunftsperspektive des Christentums glänzt vor unserer Seele auf als der Stern, dem wir zuleben, der Geistesmensch, ganz durchleuchtet und durchglüht von dem Geiste des Christentums.
[ 31 ] When observed in this light, a perspective of the far-distant future opens before us from the spiritual scientific viewpoint, and we realize how it can lay hold upon our hearts and fill them with meaning. We comprehend evermore what we have to do, knowing that we are not groping in the dark. We have not devised ideas that we intend arbitrarily to project into the future, but we intend to harbor and to follow only those ideas that have been slowly prepared through the centuries. It is true that, after the physical, etheric and astral bodies had come into existence, the ego appeared and is now to be developed little by little up to spirit self, life spirit and spirit man. It is also true that modern man, with his ego form and present thinking could only be developed from the astral, etheric and physical forms of Christianity. Christianity has now become ego. Just as truly as this was the development of the past, so it is also true that the ego form of humanity can appear only after the astral and etheric forms of Christianity have been developed. Christianity will develop on into the future. It will offer humanity far greater things and the Christian development and standard of life will arise in new form. The transformed astral body will appear as the Christian spirit self; the transformed etheric body will appear as the Christian life spirit. In a radiant perspective of the future of Christianity, spirit man shines forth before our souls like a star toward which we strive, illuminated and glowing through and through with the spirit of Christianity.
