The Principle of Spiritual Economy
in Relation to Reincarnation
GA 109
6 April 1909, Malsch
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Das Prinzip der spirituellen Ökonomie, 4th ed.
4. Zur Einweihung des Franz Von Assisi-Zweiges
4. Zur Einweihung des Franz Von Assisi-Zweiges
[ 1 ] Wir sind heute hier versammelt, um unserem anthroposophischen Zweig in Malsch die Weihe zu geben. Zwar ist dieser Zweig schon seit längerer Zeit in voller Arbeit tätig, doch sind wir erst heute imstande, die Eröffnungsweihe diesem Zweige zu geben.
[ 1 ] Wir sind heute hier versammelt, um unserem anthroposophischen Zweig in Malsch die Weihe zu geben. Zwar ist dieser Zweig schon seit längerer Zeit in voller Arbeit tätig, doch sind wir erst heute imstande, die Eröffnungsweihe diesem Zweige zu geben.
[ 2 ] Zu dieser Feier sind die lieben anthroposophischen Freunde von den verschiedensten Gegenden unseres anthroposophischen Strebens zusammengekommen und haben damit gezeigt, daß sie ihre anthroposophischen Gefühle und Gedanken vereinigen wollen mit jener ernsten, arbeitenden Menschengruppe, die hier - man möchte sagen, verschlagen ins Gebirge, aber zugleich umgeben von allen schönen und großen und edlen Kräften der Natur - anthroposophisches Leben entfalten wird. Diejenigen von Ihnen, die ihr Auge haben herumschweifen lassen in der Umgebung dieses gastlichen Hauses in Malsch, werden gesehen haben, daß da mancherlei auch in bezug auf das Äußere gearbeitet worden ist, um auch in der äußeren Erscheinung zutage treten zu lassen, daß das spirituelle Leben, welches uns alle beseelt, hier auf diesem Fleck Erde ganz besonders zum Ausdruck kommen soll.
[ 2 ] Zu dieser Feier sind die lieben anthroposophischen Freunde von den verschiedensten Gegenden unseres anthroposophischen Strebens zusammengekommen und haben damit gezeigt, daß sie ihre anthroposophischen Gefühle und Gedanken vereinigen wollen mit jener ernsten, arbeitenden Menschengruppe, die hier - man möchte sagen, verschlagen ins Gebirge, aber zugleich umgeben von allen schönen und großen und edlen Kräften der Natur - anthroposophisches Leben entfalten wird. Diejenigen von Ihnen, die ihr Auge haben herumschweifen lassen in der Umgebung dieses gastlichen Hauses in Malsch, werden gesehen haben, daß da mancherlei auch in bezug auf das Äußere gearbeitet worden ist, um auch in der äußeren Erscheinung zutage treten zu lassen, daß das spirituelle Leben, welches uns alle beseelt, hier auf diesem Fleck Erde ganz besonders zum Ausdruck kommen soll.
[ 3 ] Und wenn wir zurückblicken auf unseren Anfang des anthroposophischen Lebens bei der Gründung unserer deutschen Sektion, der sich Malsch als Faktor einfügt, wenn wir zurückblicken auf die geringfügigen Anfänge unseres Lebens in der deutschen Sektion, wo wir mit einer kleinen Gruppe geisteswissenschaftlich begeisterter Menschen begonnen haben, und dann den Blick schweifen lassen auf solche Ereignisse wie heute und sehen, wie zahlreich die Seelen sind, die sich vereinigen mit uns in geisteswissenschaftlichen Gefühlen und Empfindungen, so dürfen wir wohl mit Befriedigung auf die letzten Jahre unseres Strebens zurückblicken.
[ 3 ] Und wenn wir zurückblicken auf unseren Anfang des anthroposophischen Lebens bei der Gründung unserer deutschen Sektion, der sich Malsch als Faktor einfügt, wenn wir zurückblicken auf die geringfügigen Anfänge unseres Lebens in der deutschen Sektion, wo wir mit einer kleinen Gruppe geisteswissenschaftlich begeisterter Menschen begonnen haben, und dann den Blick schweifen lassen auf solche Ereignisse wie heute und sehen, wie zahlreich die Seelen sind, die sich vereinigen mit uns in geisteswissenschaftlichen Gefühlen und Empfindungen, so dürfen wir wohl mit Befriedigung auf die letzten Jahre unseres Strebens zurückblicken.
[ 4 ] Und die Familie Stockmeyer, welche sich hier auf diesem Fleck Erde die größte Mühe gegeben hat, um dieses spirituelle Leben hier zu entfalten innerhalb der es allerdings sehr fördernden Geister der Natur, diese Familie kann wiederum mit Befriedigung sehen, wie nach ihrem gastlichen Fleckchen Erde herbeigeeilt sind so viele echte, wahre Freunde; denn echte, wahre Freunde dürfen alle die anthroposophischen Freunde genannt werden. Denn Anthroposophie muß vor allem sein Wahrheit in unseren Herzen. Und Wahrheit ist Aufrichtigkeit. Anthroposophie muß daher sein Aufrichtigkeit und anthroposophische Freundschaft, die sich ausdrückt in dem Mitfeiern eines solchen Festes, eines solchen Weihefestes. Getaucht muß das alles sein in Aufrichtigkeit. Freundschaft in Aufrichtigkeit verbindet uns mit denen, die hier so emsig gearbeitet haben, damit auch hier ein Arbeitsfeld anthroposophischen Wirkens sei. Und aller derjenigen Herzen, die herbeigekommen sind, werden von Dankbarkeit erfüllt sein gegenüber dem, was gerade hier von der Familie Stockmeyer gearbeitet worden ist, und versichert kann sie sein dieser dankbaren Gefühle wahrhaftiger Aufrichtigkeit, anthroposophischer Dankbarkeit.
[ 4 ] Und die Familie Stockmeyer, welche sich hier auf diesem Fleck Erde die größte Mühe gegeben hat, um dieses spirituelle Leben hier zu entfalten innerhalb der es allerdings sehr fördernden Geister der Natur, diese Familie kann wiederum mit Befriedigung sehen, wie nach ihrem gastlichen Fleckchen Erde herbeigeeilt sind so viele echte, wahre Freunde; denn echte, wahre Freunde dürfen alle die anthroposophischen Freunde genannt werden. Denn Anthroposophie muß vor allem sein Wahrheit in unseren Herzen. Und Wahrheit ist Aufrichtigkeit. Anthroposophie muß daher sein Aufrichtigkeit und anthroposophische Freundschaft, die sich ausdrückt in dem Mitfeiern eines solchen Festes, eines solchen Weihefestes. Getaucht muß das alles sein in Aufrichtigkeit. Freundschaft in Aufrichtigkeit verbindet uns mit denen, die hier so emsig gearbeitet haben, damit auch hier ein Arbeitsfeld anthroposophischen Wirkens sei. Und aller derjenigen Herzen, die herbeigekommen sind, werden von Dankbarkeit erfüllt sein gegenüber dem, was gerade hier von der Familie Stockmeyer gearbeitet worden ist, und versichert kann sie sein dieser dankbaren Gefühle wahrhaftiger Aufrichtigkeit, anthroposophischer Dankbarkeit.
[ 5 ] Auf der andern Seite zeigt gerade der Erfolg eines solchen Weihefestes mit den zahlreichen Seelen, daß Geisteswissenschaft in unserer Gegenwart ein mächtiger Magnet für das menschliche Streben ist. Und es darf vielleicht bei einem solchen Weihefeste erwähnt werden, daß wir ja auch hinausblicken können über die Räume, die, so schön umschlossen von den Geistern einer herrlichen Natur, uns heute umschließen, daß wir hinausblicken dürfen in die übrige Welt. Man darf sagen: Geisteswissenschaftliches Leben und Streben, es ist heute wahrhaft etwas, was sich zeigt wie mit einer inneren Notwendigkeit behaftet. Es ist wirklich so, wie wenn manches Blatt der alten Kulturen, die durch Jahrtausende hindurch die europäische und abendländische Menschheit aufrechterhalten haben, die dieser Menschheit gegeben haben Sicherheit und Kraft fürs Leben, wie wenn sie heute anfingen zu verdorren, kalt und nüchtern zu erscheinen den Menschenherzen. Daher sehen wir, wie auf mancherlei L.ebensgebieten heute geisteswissenschaftliche Sehnsucht lebt. Und wahrhaftig, es ist etwas wie Zukunftskraft, was gerade in den letzten Tagen um mich herum sich abspielen durfte, der ich hier zu Ihnen sprechen darf.
[ 5 ] Auf der andern Seite zeigt gerade der Erfolg eines solchen Weihefestes mit den zahlreichen Seelen, daß Geisteswissenschaft in unserer Gegenwart ein mächtiger Magnet für das menschliche Streben ist. Und es darf vielleicht bei einem solchen Weihefeste erwähnt werden, daß wir ja auch hinausblicken können über die Räume, die, so schön umschlossen von den Geistern einer herrlichen Natur, uns heute umschließen, daß wir hinausblicken dürfen in die übrige Welt. Man darf sagen: Geisteswissenschaftliches Leben und Streben, es ist heute wahrhaft etwas, was sich zeigt wie mit einer inneren Notwendigkeit behaftet. Es ist wirklich so, wie wenn manches Blatt der alten Kulturen, die durch Jahrtausende hindurch die europäische und abendländische Menschheit aufrechterhalten haben, die dieser Menschheit gegeben haben Sicherheit und Kraft fürs Leben, wie wenn sie heute anfingen zu verdorren, kalt und nüchtern zu erscheinen den Menschenherzen. Daher sehen wir, wie auf mancherlei L.ebensgebieten heute geisteswissenschaftliche Sehnsucht lebt. Und wahrhaftig, es ist etwas wie Zukunftskraft, was gerade in den letzten Tagen um mich herum sich abspielen durfte, der ich hier zu Ihnen sprechen darf.
[ 6 ] Jetzt darf ich das Wort unserer großen Verkündiger der neuen Weisheit, das Wort unserer Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen hier an diesem Ort vermitteln, an diesem Ort, der umgeben ist von grünen Bäumen und dem sprießenden Leben der Natur, von dem herrlichen, alles belebenden und geistdurchdrungenen Sonnenlicht, das heute so günstig herniederschaut auf unsere liebe Feier. Heute darf das geschehen.
[ 6 ] Jetzt darf ich das Wort unserer großen Verkündiger der neuen Weisheit, das Wort unserer Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen hier an diesem Ort vermitteln, an diesem Ort, der umgeben ist von grünen Bäumen und dem sprießenden Leben der Natur, von dem herrlichen, alles belebenden und geistdurchdrungenen Sonnenlicht, das heute so günstig herniederschaut auf unsere liebe Feier. Heute darf das geschehen.
[ 7 ] Und es sind wenige Tage her, da durfte ich aus demselben Geiste heraus sprechen in einem Vortragszyklus, weit weg von hier. Ich durfte sprechen in einem Zyklus, den ich in Rom halten konnte. Und gerade diese Tatsache symbolisiert mir so recht, welcher Magnet das geisteswissenschaftliche Streben ist. Anders sah aus der Ort, an dem da gesprochen werden sollte zu denjenigen, die auch geisteswissenschaftliche Sehnsucht im Herzen haben, wenn auch manchmal eine Sehnsucht, die noch recht ungeklärt ist. Auf einem Boden, den eigentlich mit geistigen Angelegenheiten nur Kardinäle betreten haben, nur diejenigen, die aus positiv-orthodoxestem Katholizismus heraus wirken, auf diesem Boden durfte in den letzten Tagen der freie Hauch geisteswissenschaftlicher Weltanschauung verkündet werden. Dasselbe Wort durfte tönen durch die Luft derjenigen Räume, in denen eigentlich nur die Botschaft verkündet worden ist aus dem orthodoxen Zentrum Roms heraus.
[ 7 ] Und es sind wenige Tage her, da durfte ich aus demselben Geiste heraus sprechen in einem Vortragszyklus, weit weg von hier. Ich durfte sprechen in einem Zyklus, den ich in Rom halten konnte. Und gerade diese Tatsache symbolisiert mir so recht, welcher Magnet das geisteswissenschaftliche Streben ist. Anders sah aus der Ort, an dem da gesprochen werden sollte zu denjenigen, die auch geisteswissenschaftliche Sehnsucht im Herzen haben, wenn auch manchmal eine Sehnsucht, die noch recht ungeklärt ist. Auf einem Boden, den eigentlich mit geistigen Angelegenheiten nur Kardinäle betreten haben, nur diejenigen, die aus positiv-orthodoxestem Katholizismus heraus wirken, auf diesem Boden durfte in den letzten Tagen der freie Hauch geisteswissenschaftlicher Weltanschauung verkündet werden. Dasselbe Wort durfte tönen durch die Luft derjenigen Räume, in denen eigentlich nur die Botschaft verkündet worden ist aus dem orthodoxen Zentrum Roms heraus.
[ 8 ] So sehen wir, daß die freien Geister der Gegenwart, die sich hier mehr im Norden zur Anthroposophie herangezogen fühlen, doch auch mit einer gewissen Befriedigung blicken können auf jene Seelen, die sich heraussehnen aus einer wie mit eisernen Banden haltenden alten Tradition, aus einem alten Orthodoxismus. Und es ist immerhin ein Zeichen der Zeit, daß es möglich war, ebenso frei und unbefangen über die anthroposophischen Wahrheiten auf dem Boden zu sprechen, wo bisher nur Kardinäle gesprochen haben, wie hier auf dem freien nordischen Boden.
[ 8 ] So sehen wir, daß die freien Geister der Gegenwart, die sich hier mehr im Norden zur Anthroposophie herangezogen fühlen, doch auch mit einer gewissen Befriedigung blicken können auf jene Seelen, die sich heraussehnen aus einer wie mit eisernen Banden haltenden alten Tradition, aus einem alten Orthodoxismus. Und es ist immerhin ein Zeichen der Zeit, daß es möglich war, ebenso frei und unbefangen über die anthroposophischen Wahrheiten auf dem Boden zu sprechen, wo bisher nur Kardinäle gesprochen haben, wie hier auf dem freien nordischen Boden.
[ 9 ] Denn das ist wahr gesprochen, was vorhin gesagt worden ist: Anthroposophie ist Aufrichtigkeit. Und wo sie gerufen wird, wo Seelen ihrer bedürfen, da geht sie hin. Aber in keinem Augenblick wird sie aus irgendeiner Rücksicht auf den Boden, wo sie verkündigt wird, auch nur das allergeringste ablassen von dem, was die große Richtschnur ist, die uns beseelt bei der Verkündigung.
[ 9 ] Denn das ist wahr gesprochen, was vorhin gesagt worden ist: Anthroposophie ist Aufrichtigkeit. Und wo sie gerufen wird, wo Seelen ihrer bedürfen, da geht sie hin. Aber in keinem Augenblick wird sie aus irgendeiner Rücksicht auf den Boden, wo sie verkündigt wird, auch nur das allergeringste ablassen von dem, was die große Richtschnur ist, die uns beseelt bei der Verkündigung.
[ 10 ] Wo sie auch immer verkündigt wird die anthroposophische Wahrheit, wo das Spirituelle gepflegt wird, das uns durchpulst: Im Lichte der Aufrichtigkeit soll diese Botschaft verkündet werden, auch da, wo sie noch umgeben wird von den Gedanken derer, die Anthroposophie hassen. Mitten unter denen, die Anthroposophie hassen, leben aber die Seelen, die mehr oder weniger bewußt doch nach dem Lichte der Anthroposophie sich hinsehnen. Und so kann gerade ein solcher Kontrast, wie er an mir vorübergegangen ist seit vierzehn Tagen, uns zeigen, ein wie starker Magnet das anthroposophische Leben ist.
[ 10 ] Wo sie auch immer verkündigt wird die anthroposophische Wahrheit, wo das Spirituelle gepflegt wird, das uns durchpulst: Im Lichte der Aufrichtigkeit soll diese Botschaft verkündet werden, auch da, wo sie noch umgeben wird von den Gedanken derer, die Anthroposophie hassen. Mitten unter denen, die Anthroposophie hassen, leben aber die Seelen, die mehr oder weniger bewußt doch nach dem Lichte der Anthroposophie sich hinsehnen. Und so kann gerade ein solcher Kontrast, wie er an mir vorübergegangen ist seit vierzehn Tagen, uns zeigen, ein wie starker Magnet das anthroposophische Leben ist.
[ 11 ] Wenn uns so die Betrachtung der unmittelbaren Gegenwart lehrt, daß diese anthroposophische Kraft eine starke in der Gegenwart ist, die Betrachtung der Zeiten, die lehrt uns erst recht, daß wir mit freudiger und uns befriedigender Zuversicht hoffen dürfen, daß das, was wir mit kleinen Keimen heute pflanzen, zum mächtigen Baum sich entfalten wird in der Zukunft. Wir sind als Theosophen heute in einer Lage, die wir nur vergleichen können mit der Lage, in der die Menschheit war in der alten atlantischen Zeit. Und wie seit der Zeit das Leben anders geworden ist, so wird das Leben in eine gewisse Zukunft hinein wiederum bis nach einer Katastrophe anders werden. Aber diese große Perspektive soll vor unsere Seele treten.
[ 11 ] Wenn uns so die Betrachtung der unmittelbaren Gegenwart lehrt, daß diese anthroposophische Kraft eine starke in der Gegenwart ist, die Betrachtung der Zeiten, die lehrt uns erst recht, daß wir mit freudiger und uns befriedigender Zuversicht hoffen dürfen, daß das, was wir mit kleinen Keimen heute pflanzen, zum mächtigen Baum sich entfalten wird in der Zukunft. Wir sind als Theosophen heute in einer Lage, die wir nur vergleichen können mit der Lage, in der die Menschheit war in der alten atlantischen Zeit. Und wie seit der Zeit das Leben anders geworden ist, so wird das Leben in eine gewisse Zukunft hinein wiederum bis nach einer Katastrophe anders werden. Aber diese große Perspektive soll vor unsere Seele treten.
[ 12 ] Erinnern wir uns einmal an eine ähnliche Bewegung, die klein ausgegangen ist wie die unsrige, im letzten Drittel der atlantischen Zeit. Da war das atlantische Seelenleben auf einen Höhepunkt gediehen. Dieses Seelenleben war in vieler Beziehung noch ein hellseherisches. Was sich die Menschheit hinzuerobert hat, das ist das Selbstbewußtsein, das ist das starke Ich-Gefühl. Dieses Ich-Gefühl, dieses Selbstbewußtsein hatte die atlantische Menschheit noch nicht. Die atlantische Menschheit hatte dafür ein gewisses Hellsehen und gewisse magische Kräfte. Hineinschauen konnte der Atlantier in die geistige Welt. Und das waren diejenigen, die an der Spitze der Zivilisation geschritten waren, die am besten hineinschauen konnten in die geistige Welt in der alten Weise, diejenigen, die am meisten Kundschaft herausbringen konnten aus dem Reich des Astralischen. Denn nach und nach schwand dieses Hellsehen dahin. Die Menschheit mußte es verlieren als ein Ganzes, um sich das Selbstbewußtsein an der physischen Außenwelt zu erobern. Aber es war das hellseherische Wissen im letzten Drittel der atlantischen Zeit auf eine besondere Höhe gestiegen.
[ 12 ] Erinnern wir uns einmal an eine ähnliche Bewegung, die klein ausgegangen ist wie die unsrige, im letzten Drittel der atlantischen Zeit. Da war das atlantische Seelenleben auf einen Höhepunkt gediehen. Dieses Seelenleben war in vieler Beziehung noch ein hellseherisches. Was sich die Menschheit hinzuerobert hat, das ist das Selbstbewußtsein, das ist das starke Ich-Gefühl. Dieses Ich-Gefühl, dieses Selbstbewußtsein hatte die atlantische Menschheit noch nicht. Die atlantische Menschheit hatte dafür ein gewisses Hellsehen und gewisse magische Kräfte. Hineinschauen konnte der Atlantier in die geistige Welt. Und das waren diejenigen, die an der Spitze der Zivilisation geschritten waren, die am besten hineinschauen konnten in die geistige Welt in der alten Weise, diejenigen, die am meisten Kundschaft herausbringen konnten aus dem Reich des Astralischen. Denn nach und nach schwand dieses Hellsehen dahin. Die Menschheit mußte es verlieren als ein Ganzes, um sich das Selbstbewußtsein an der physischen Außenwelt zu erobern. Aber es war das hellseherische Wissen im letzten Drittel der atlantischen Zeit auf eine besondere Höhe gestiegen.
[ 13 ] Sie erinnern sich, wie die eigentliche Technik der Atlantier war. Auf kleinen Luftschiffen fuhren die Atlantier dahin über die Erde, nahe der Erde, weil die Luft durchsetzt war von dichten Nebelmassen. Und für dieses Luft-Wassermeer hatten sie ihre kleinen Fahrzeuge, die sie mit der Kraft der sprießenden Pflanze in Bewegung setzten. Diejenigen, welche in bezug auf solche Technik das Äußerste leisteten, das waren diejenigen Menschen, die verglichen werden können mit unseren heutigen großen Industriellen, mit denjenigen, die kunstvolle Maschinen bauen aus toten Kräften heraus. Und diejenigen, die aus der geistigen Welt am meisten verkündigen konnten, das waren diejenigen, die sich vergleichen lassen mit denen, die [heute] unsere Gelehrten, Naturforscher sind, die an der Spitze der Bildung marschieren.
[ 13 ] Sie erinnern sich, wie die eigentliche Technik der Atlantier war. Auf kleinen Luftschiffen fuhren die Atlantier dahin über die Erde, nahe der Erde, weil die Luft durchsetzt war von dichten Nebelmassen. Und für dieses Luft-Wassermeer hatten sie ihre kleinen Fahrzeuge, die sie mit der Kraft der sprießenden Pflanze in Bewegung setzten. Diejenigen, welche in bezug auf solche Technik das Äußerste leisteten, das waren diejenigen Menschen, die verglichen werden können mit unseren heutigen großen Industriellen, mit denjenigen, die kunstvolle Maschinen bauen aus toten Kräften heraus. Und diejenigen, die aus der geistigen Welt am meisten verkündigen konnten, das waren diejenigen, die sich vergleichen lassen mit denen, die [heute] unsere Gelehrten, Naturforscher sind, die an der Spitze der Bildung marschieren.
[ 14 ] Aber innerhalb dieser Menschheit bereitete sich eine andere Menschheit vor, eine Menschheit, die nur geringe Kräfte des Hellsehens hatte, dafür aber die Fähigkeit, die äußere Welt liebevoll zu beobachten. Die ersten Elemente des Rechnens und Zählens bereiteten sich vor. Aber sie konnten sich nur in geringem Maße beteiligen an den großen Fortschritten der atlantischen Industrie, an dem Bau der mächtiger und immer mächtiger werdenden Fahrzeuge, die das Wasser-Luftmeer durchsetzten. Und so war eine kleine, unscheinbare Menschenmenge gerade im letzten Drittel der atlantischen Zeit entstanden, die in gewisser Beziehung verachtet wurde, denn sie war wenig hellseherisch, wenig imstande, sich zu beteiligen an dieser großen Industrie. Sie bereitete aber das Erkennen vor, das heute unser Erkennen ist, auf das die äußere Welt in unserer Zeit so stolz ist, da sie es einseitig ausgebildet hat.
[ 14 ] Aber innerhalb dieser Menschheit bereitete sich eine andere Menschheit vor, eine Menschheit, die nur geringe Kräfte des Hellsehens hatte, dafür aber die Fähigkeit, die äußere Welt liebevoll zu beobachten. Die ersten Elemente des Rechnens und Zählens bereiteten sich vor. Aber sie konnten sich nur in geringem Maße beteiligen an den großen Fortschritten der atlantischen Industrie, an dem Bau der mächtiger und immer mächtiger werdenden Fahrzeuge, die das Wasser-Luftmeer durchsetzten. Und so war eine kleine, unscheinbare Menschenmenge gerade im letzten Drittel der atlantischen Zeit entstanden, die in gewisser Beziehung verachtet wurde, denn sie war wenig hellseherisch, wenig imstande, sich zu beteiligen an dieser großen Industrie. Sie bereitete aber das Erkennen vor, das heute unser Erkennen ist, auf das die äußere Welt in unserer Zeit so stolz ist, da sie es einseitig ausgebildet hat.
[ 15 ] Bei denjenigen Menschen, welche an der Spitze der atlantischen Zivilisation standen, die alles beherrschten, was man aus dem atlantischen Wissen heraus erfahren konnte, welche in der Beherrschung der Technik der Atlantis am weitesten vorgeschritten waren, da tauchte gegen Ende der atlantischen Zeit zuerst ein technischer Gedanke auf, der dann fruchtbar geworden ist für unsere Zeit. Wir können ihn mit einem andern Fortschritt in unserer Zeit vergleichen, mit einem Fortschritt, der hinüberragen wird über die nächste Katastrophe. Die Atlantier hatten Fahrzeuge während ihrer Blüteperiode, welche durch die wassergeschwängerte Luft hingingen. Aber später, als die atlantische Kultur schon im Niedergang war, tauchte die Notwendigkeit auf, auch das Wasser zu befahren. Und bei den späteren Kulturrassen der atlantischen Zeit entstand der Gedanke an die Schifffahrt, die Eroberung des Wassers. Das war ein gewaltiger, in der alten atlantischen Zeit einschlagender Gedanke. Und ungeheure Sensation im atlantischen Leben machte es, als man zuerst auf einem Fahrzeug nicht nur in die Lüfte sich erhob und die Luft durchmaß, sondern hinsegelte auf der Wasser-Meeresfläche. Ein Gedanke, der ungeheuer sensationell wirkte, und der bei den letzten atlantischen Rassen in die Wirklichkeit umgesetzt wurde. Lange Versuche wurden gemacht, um auf dem bloßen Wasser zu fahren. Dann gelang es. Es gelang das in jener Zeit, wo die atlantische Kultur im Niedergang begriffen war.
[ 15 ] Bei denjenigen Menschen, welche an der Spitze der atlantischen Zivilisation standen, die alles beherrschten, was man aus dem atlantischen Wissen heraus erfahren konnte, welche in der Beherrschung der Technik der Atlantis am weitesten vorgeschritten waren, da tauchte gegen Ende der atlantischen Zeit zuerst ein technischer Gedanke auf, der dann fruchtbar geworden ist für unsere Zeit. Wir können ihn mit einem andern Fortschritt in unserer Zeit vergleichen, mit einem Fortschritt, der hinüberragen wird über die nächste Katastrophe. Die Atlantier hatten Fahrzeuge während ihrer Blüteperiode, welche durch die wassergeschwängerte Luft hingingen. Aber später, als die atlantische Kultur schon im Niedergang war, tauchte die Notwendigkeit auf, auch das Wasser zu befahren. Und bei den späteren Kulturrassen der atlantischen Zeit entstand der Gedanke an die Schifffahrt, die Eroberung des Wassers. Das war ein gewaltiger, in der alten atlantischen Zeit einschlagender Gedanke. Und ungeheure Sensation im atlantischen Leben machte es, als man zuerst auf einem Fahrzeug nicht nur in die Lüfte sich erhob und die Luft durchmaß, sondern hinsegelte auf der Wasser-Meeresfläche. Ein Gedanke, der ungeheuer sensationell wirkte, und der bei den letzten atlantischen Rassen in die Wirklichkeit umgesetzt wurde. Lange Versuche wurden gemacht, um auf dem bloßen Wasser zu fahren. Dann gelang es. Es gelang das in jener Zeit, wo die atlantische Kultur im Niedergang begriffen war.
[ 16 ] Aus denjenigen, welche an diesem mächtigen Fortschritt beteiligt waren, konnten sich nicht rekrutieren die einfachen Leute, die mit den Fähigkeiten für die physische Welt zuerst ausgestattet waren, und die hinübertragen sollten das eigentliche geistige Leben aus der atlantischen Zeit in unsere Zeit, das geistige Leben: Schlichte, einfache Leute, die sich am wenigsten Reste bewahrt hatten von dem Hellsehen, aber doch noch so viel, als nötig war für den, der ein Sendbote war aus der geistigen Welt. Menschen mit diesem Geistvermögen sammelte damals ein großer Eingeweihter um sich, der, den wir nennen den großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Es waren die Menschen, die am wenigsten technische Fähigkeiten bewahrt hatten, auf die höhnend herabsahen diejenigen, die an der Spitze standen. Alle die, welche die großen Forscher und Entdecker waren, sahen verachtungsvoll herunter auf dieses kleine Häuflein. Aber diese waren es, die der große Eingeweihte des Sonnenorakels führte von Westen nach Osten, durch Europa nach Asien. Und dieses kleine Häuflein war es, welches dann die Möglichkeit lieferte, daß die nachatlantischen Kulturen begründet worden sind.
[ 16 ] Aus denjenigen, welche an diesem mächtigen Fortschritt beteiligt waren, konnten sich nicht rekrutieren die einfachen Leute, die mit den Fähigkeiten für die physische Welt zuerst ausgestattet waren, und die hinübertragen sollten das eigentliche geistige Leben aus der atlantischen Zeit in unsere Zeit, das geistige Leben: Schlichte, einfache Leute, die sich am wenigsten Reste bewahrt hatten von dem Hellsehen, aber doch noch so viel, als nötig war für den, der ein Sendbote war aus der geistigen Welt. Menschen mit diesem Geistvermögen sammelte damals ein großer Eingeweihter um sich, der, den wir nennen den großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Es waren die Menschen, die am wenigsten technische Fähigkeiten bewahrt hatten, auf die höhnend herabsahen diejenigen, die an der Spitze standen. Alle die, welche die großen Forscher und Entdecker waren, sahen verachtungsvoll herunter auf dieses kleine Häuflein. Aber diese waren es, die der große Eingeweihte des Sonnenorakels führte von Westen nach Osten, durch Europa nach Asien. Und dieses kleine Häuflein war es, welches dann die Möglichkeit lieferte, daß die nachatlantischen Kulturen begründet worden sind.
[ 17 ] Denn das Beste, was die verschiedenen Kulturen dann entwickelten, der mächtige Baum der nachatlantischen Bildung, ging hervor aus den Nachkommen der verachteten, schlichten Leute aus der atlantischen Zeit. Vor allen Dingen ging aus der Mitte derer, die die Nachkommen dieses schlichten Häufleins waren, noch etwas anderes hervor. Stellen wir die äußeren Ereignisse neben die inneren Ereignisse unserer Bildung.
[ 17 ] Denn das Beste, was die verschiedenen Kulturen dann entwickelten, der mächtige Baum der nachatlantischen Bildung, ging hervor aus den Nachkommen der verachteten, schlichten Leute aus der atlantischen Zeit. Vor allen Dingen ging aus der Mitte derer, die die Nachkommen dieses schlichten Häufleins waren, noch etwas anderes hervor. Stellen wir die äußeren Ereignisse neben die inneren Ereignisse unserer Bildung.
[ 18 ] Sehen wir uns an die große Sensation der atlantischen Zeit, als die Erfindung gemacht wurde bei derjenigen Unterrasse, deren Nachkommen die Phönizier waren: sehen wir uns die Schiffahrt an. Was hat sie geschaffen, diese Schiffahrt?
[ 18 ] Sehen wir uns an die große Sensation der atlantischen Zeit, als die Erfindung gemacht wurde bei derjenigen Unterrasse, deren Nachkommen die Phönizier waren: sehen wir uns die Schiffahrt an. Was hat sie geschaffen, diese Schiffahrt?
[ 19 ] Wir brauchen uns nur zu erinnern an die großen Ereignisse vom Beginn der neuen Zeit, an das, was Kolumbus und die andern Seefahrer getan haben, an die großen Entdeckungsteisen, die nicht hätten gemacht werden können ohne die Schiffahrt, und wir werden sehen, daß diese Sensation dazu geführt hat, den physischen Plan der Erde nach und nach zu erobern. Die Erde hat sich geschlossen, sozusagen. Auf kleine Kreise waren beschränkt die Nachatlantier. Aber die Erfindung der Schiffe hat die Erde abgerundet zu einem geschlossenen Gebilde des physischen Planes. So ragt die sensationelle Erfindung der atlantischen Welt herein in unsere Zeit und hilft mit, die großen Fortschritte auf dem physischen Plan zu machen.
[ 19 ] Wir brauchen uns nur zu erinnern an die großen Ereignisse vom Beginn der neuen Zeit, an das, was Kolumbus und die andern Seefahrer getan haben, an die großen Entdeckungsteisen, die nicht hätten gemacht werden können ohne die Schiffahrt, und wir werden sehen, daß diese Sensation dazu geführt hat, den physischen Plan der Erde nach und nach zu erobern. Die Erde hat sich geschlossen, sozusagen. Auf kleine Kreise waren beschränkt die Nachatlantier. Aber die Erfindung der Schiffe hat die Erde abgerundet zu einem geschlossenen Gebilde des physischen Planes. So ragt die sensationelle Erfindung der atlantischen Welt herein in unsere Zeit und hilft mit, die großen Fortschritte auf dem physischen Plan zu machen.
[ 20 ] Die größte Eroberung aber, sie ging hervor in der nachatlantischen Zeit aus denjenigen, die die Nachfolger waren jener schlichten Schar um den großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Und nachdem sie vorbereitet hatten, was so zu tun war, diese schlichten Leute, durch ihre eigene Entwickelung die indische, persische, ägyptische, griechisch-lateinische und unsere Kultur, da war es der Erde möglich, das Material herzugeben, in das der Christus hineingeboren werden konnte. Und so ging das größte geistige Ereignis, die größte spirituelle Tat der nachatlantischen Zeit hervor aus dem Volk, das zu den verachtetsten Menschenschichten gehörte bei denen, die an der Spitze der Zivilisation in der Atlantis marschierten. Daraus ging der große spirituelle Fortschritt hervor, der alles geistige Leben in unserer Zeit trägt und hält und durchfruchtet und durchwebt.
[ 20 ] Die größte Eroberung aber, sie ging hervor in der nachatlantischen Zeit aus denjenigen, die die Nachfolger waren jener schlichten Schar um den großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Und nachdem sie vorbereitet hatten, was so zu tun war, diese schlichten Leute, durch ihre eigene Entwickelung die indische, persische, ägyptische, griechisch-lateinische und unsere Kultur, da war es der Erde möglich, das Material herzugeben, in das der Christus hineingeboren werden konnte. Und so ging das größte geistige Ereignis, die größte spirituelle Tat der nachatlantischen Zeit hervor aus dem Volk, das zu den verachtetsten Menschenschichten gehörte bei denen, die an der Spitze der Zivilisation in der Atlantis marschierten. Daraus ging der große spirituelle Fortschritt hervor, der alles geistige Leben in unserer Zeit trägt und hält und durchfruchtet und durchwebt.
[ 21 ] Wir sehen etwas ähnliches in unserer Zeit sich abspielen. Wir sehen, wie jene Fähigkeiten, die in der Atlantis in ihren ersten Keimen enthalten waren, das Rechnen, das Zählen, wie diese Fertigkeiten alle ausgebildet werden heute zu einer wunderbaren Eroberung des physischen Planes durch alle möglichen technischen Fortschritte hindurch. Wir sehen heute die großen Erfinder und Entdecker gerade diejenigen Kräfte anwenden in gewisser Beziehung auf einem Gipfelpunkt, die bei einem verachteten Menschenhäuflein der atlantischen Zeit zuerst aufsprießten. Und was damals hellseherische Erkenntnis war, in der atlantischen Zeit, heute ist es Naturerkenntnis, heute ist es Erkenntnis der physischen Welt. Und vergleichen lassen sich mit den Spitzen der atlantischen Zivilisation unsere heutigen Naturforscher und Gelehrten. Aber auch heute ist wieder eine schlichte Menschenklasse da, ohne Unterschied der andern Stellungen in der Welt, überall verbreitet, und hat im Herzen jenen mächtigen Magnet, der zum spirituellen Leben hinzieht wie damals zum Leben in den äußeren Fähigkeiten für den physischen Plan.
[ 21 ] Wir sehen etwas ähnliches in unserer Zeit sich abspielen. Wir sehen, wie jene Fähigkeiten, die in der Atlantis in ihren ersten Keimen enthalten waren, das Rechnen, das Zählen, wie diese Fertigkeiten alle ausgebildet werden heute zu einer wunderbaren Eroberung des physischen Planes durch alle möglichen technischen Fortschritte hindurch. Wir sehen heute die großen Erfinder und Entdecker gerade diejenigen Kräfte anwenden in gewisser Beziehung auf einem Gipfelpunkt, die bei einem verachteten Menschenhäuflein der atlantischen Zeit zuerst aufsprießten. Und was damals hellseherische Erkenntnis war, in der atlantischen Zeit, heute ist es Naturerkenntnis, heute ist es Erkenntnis der physischen Welt. Und vergleichen lassen sich mit den Spitzen der atlantischen Zivilisation unsere heutigen Naturforscher und Gelehrten. Aber auch heute ist wieder eine schlichte Menschenklasse da, ohne Unterschied der andern Stellungen in der Welt, überall verbreitet, und hat im Herzen jenen mächtigen Magnet, der zum spirituellen Leben hinzieht wie damals zum Leben in den äußeren Fähigkeiten für den physischen Plan.
[ 22 ] Nur ist ein gewisser Unterschied. Während damals die letzten Reste des Hellsehens noch da waren, konnten sie erkennen den großen Eingeweihten. Heute haben es die Menschen in gewisser Richtung noch schwieriger. Heute ertönt an ein ähnliches kleines Häuflein ein Ruf aus der geistigen Welt, den wir den Ruf der Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen nennen. Weil aber heute die Menschen herausgestellt sind auf den physischen Plan, bleiben die Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen zunächst wie etwas Unbekanntes dem heutigen kleinen Menschenkern, der sich herauskristallisiert aus der großen Masse. Aber in ihren Herzen fühlen diese Menschen, wie wir aus den Tatsachen der Gegenwart ersehen können, daß es so etwas gibt wie eine neue spirituelle Botschaft, die ebenso in die Zukunft hineinwirken soll, wie die damalige Botschaft in unsere Gegenwart hereingewirkt hat. Diese Menschen, die heute aus allen Schichten unserer Bevölkerung heraus kommen, mit der Sehnsucht im Herzen nach spirituellem Leben, das die Zukunftskulturen begründen soll, diese Menschen, die wir überall finden, diese sind eben die wahren Theosophen.
[ 22 ] Nur ist ein gewisser Unterschied. Während damals die letzten Reste des Hellsehens noch da waren, konnten sie erkennen den großen Eingeweihten. Heute haben es die Menschen in gewisser Richtung noch schwieriger. Heute ertönt an ein ähnliches kleines Häuflein ein Ruf aus der geistigen Welt, den wir den Ruf der Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen nennen. Weil aber heute die Menschen herausgestellt sind auf den physischen Plan, bleiben die Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen zunächst wie etwas Unbekanntes dem heutigen kleinen Menschenkern, der sich herauskristallisiert aus der großen Masse. Aber in ihren Herzen fühlen diese Menschen, wie wir aus den Tatsachen der Gegenwart ersehen können, daß es so etwas gibt wie eine neue spirituelle Botschaft, die ebenso in die Zukunft hineinwirken soll, wie die damalige Botschaft in unsere Gegenwart hereingewirkt hat. Diese Menschen, die heute aus allen Schichten unserer Bevölkerung heraus kommen, mit der Sehnsucht im Herzen nach spirituellem Leben, das die Zukunftskulturen begründen soll, diese Menschen, die wir überall finden, diese sind eben die wahren Theosophen.
[ 23 ] Und die wahren Theosophen, die tauchen auf in unserer Zeit, gerade als in unserer Zeit eine ähnliche Sensation auftaucht wie damals in der atlantischen Zeit.
[ 23 ] Und die wahren Theosophen, die tauchen auf in unserer Zeit, gerade als in unserer Zeit eine ähnliche Sensation auftaucht wie damals in der atlantischen Zeit.
[ 24 ] Das Wasser wurde damals erobert durch die höchsten Fortschritte der Technik. Die Luft wird erobert in unserer Zeit. Freilich wird diese Eroberung hineinragen in eine spätere Epoche. Aber wie in unserer Zeit die Schiffe nur heraufgebracht haben die Eroberung des physischen Planes, so wird das Luftschiff die Menschen in die Lüfte führen, in den Lüften aber werden die Luftschiffer nur finden den Stoff, nur Materielles. Und wenn auch neue Gebiete des physischen Planes erobert werden, und wenn auch segensreich für die äußere Welt wirken wird, was in der äußeren Technik geschieht, das innere, geistige Leben tragen diejenigen im Busen, welche sich spirituell, geistig fühlen, erfüllt fühlen von dem, was in der Zukunft führen soll zu einem Hineinschauen in die geistige Welt mit Selbstbewußtsein.
[ 24 ] Das Wasser wurde damals erobert durch die höchsten Fortschritte der Technik. Die Luft wird erobert in unserer Zeit. Freilich wird diese Eroberung hineinragen in eine spätere Epoche. Aber wie in unserer Zeit die Schiffe nur heraufgebracht haben die Eroberung des physischen Planes, so wird das Luftschiff die Menschen in die Lüfte führen, in den Lüften aber werden die Luftschiffer nur finden den Stoff, nur Materielles. Und wenn auch neue Gebiete des physischen Planes erobert werden, und wenn auch segensreich für die äußere Welt wirken wird, was in der äußeren Technik geschieht, das innere, geistige Leben tragen diejenigen im Busen, welche sich spirituell, geistig fühlen, erfüllt fühlen von dem, was in der Zukunft führen soll zu einem Hineinschauen in die geistige Welt mit Selbstbewußtsein.
[ 25 ] Und diejenigen, die an der Spitze der Zivilisation heute marschieren, die sich vergleichen lassen mit den atlantischen Weisen und Technikern — seht hinaus, draußen wirken sie als Erfinder und Entdecker und Gelehrte und Naturforscher. Auf ein solches Häuflein, das heute sich rekrutiert zu einem neuen Kulturträger, wie es hier sitzt, wie es sich vereinigt in unseren geisteswissenschaftlichen Vereinigungen, da blicken diese großen Forscher und Gelehrten, die die äußere Kultur tragen, mit Verachtung und Hohn wieder herab. Die Erscheinungen der alten atlantischen Zeit wiederholen sich.
[ 25 ] Und diejenigen, die an der Spitze der Zivilisation heute marschieren, die sich vergleichen lassen mit den atlantischen Weisen und Technikern — seht hinaus, draußen wirken sie als Erfinder und Entdecker und Gelehrte und Naturforscher. Auf ein solches Häuflein, das heute sich rekrutiert zu einem neuen Kulturträger, wie es hier sitzt, wie es sich vereinigt in unseren geisteswissenschaftlichen Vereinigungen, da blicken diese großen Forscher und Gelehrten, die die äußere Kultur tragen, mit Verachtung und Hohn wieder herab. Die Erscheinungen der alten atlantischen Zeit wiederholen sich.
[ 26 ] Aber wenn das spirituelle Leben Eure Herzen so stark ergreift, daß Ihr Euch mit Würde vergleichen könnt mit denen, die um den großen Sonneneingeweihten sich geschart haben, wenn dieselbe Kraft der Zuversicht in Euch lebt, dann werdet Ihr in späteren Zeiten die Träger sein des geistigen Lebens, jenes Lebens, das der Menschheit zu den äußeren, materiellen Körperlichkeiten gibt das Wiederhineindringen in die geistige Welt. Damals war es der große Eingeweihte, der in ähnlicher Weise die Menschen um sich versammelte, heute sind es die Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen. Ihr Ruf ergeht an Euch. Und wenn Ihr so fühlt, so aus der Geschichte heraus Eure Mission fühlt, dann werden Eure Herzen stark werden, das zu ertragen, was von außen als Spott und Hohn von denen auf die Geisteswissenschaft gegossen wird, die sich Kulturträger nennen. Und wenn Ihr so Eure Mission begreift, dann werden Eure Gedanken stark sein, und kein Zweifel, der von außen heranklingt, wird Euch erschüttern können in Eurer Überzeugung. Denn Eure Gedanken selber werden durchgeistigt sein durch die Kraft, die ausfließen kann aus einer solchen Erkenntnis unserer Mission. Und wenn wir auch über Jahrtausende den Blick werfen müssen und Ideale aufstellen müssen, die weithin reichen: Wo solche Ideale nicht aufgestellt werden, ist das Leben tot; wo sie aufgestellt werden, verwandelt sich das Leben. Ideale, die zwar den großen Zeiträumen entnommen sind und manchen kleinmütig erscheinen lassen könnten, die verwandeln sich in eine Kraft des Augenblicks. Ihr werdet stark sein für die kleinste Tat, wenn Ihr Euer Ideal aus den höchsten Höhen herauszunehmen imstande seid. So werdet Ihr feststehen, wenn diejenigen, die die Welt beherrschen mit ihrer Bildung, mit Hohn und Verachtung von den kleinen geisteswissenschaftlichen Vereinigungen sprechen, in denen die sitzen, die «nicht mitwollen mit der heutigen Kultur». Oh, sie wollen mit, sie wissen ebenso zu schätzen das, was in der äußeren, physischen Welt gewonnen wird, aber sie wissen auch, daß ebensowenig wie ein Körper ohne Seele ist, ebensowenig eine äußere Kultur ohne spirituelles Leben bestehen könnte.
[ 26 ] Aber wenn das spirituelle Leben Eure Herzen so stark ergreift, daß Ihr Euch mit Würde vergleichen könnt mit denen, die um den großen Sonneneingeweihten sich geschart haben, wenn dieselbe Kraft der Zuversicht in Euch lebt, dann werdet Ihr in späteren Zeiten die Träger sein des geistigen Lebens, jenes Lebens, das der Menschheit zu den äußeren, materiellen Körperlichkeiten gibt das Wiederhineindringen in die geistige Welt. Damals war es der große Eingeweihte, der in ähnlicher Weise die Menschen um sich versammelte, heute sind es die Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen. Ihr Ruf ergeht an Euch. Und wenn Ihr so fühlt, so aus der Geschichte heraus Eure Mission fühlt, dann werden Eure Herzen stark werden, das zu ertragen, was von außen als Spott und Hohn von denen auf die Geisteswissenschaft gegossen wird, die sich Kulturträger nennen. Und wenn Ihr so Eure Mission begreift, dann werden Eure Gedanken stark sein, und kein Zweifel, der von außen heranklingt, wird Euch erschüttern können in Eurer Überzeugung. Denn Eure Gedanken selber werden durchgeistigt sein durch die Kraft, die ausfließen kann aus einer solchen Erkenntnis unserer Mission. Und wenn wir auch über Jahrtausende den Blick werfen müssen und Ideale aufstellen müssen, die weithin reichen: Wo solche Ideale nicht aufgestellt werden, ist das Leben tot; wo sie aufgestellt werden, verwandelt sich das Leben. Ideale, die zwar den großen Zeiträumen entnommen sind und manchen kleinmütig erscheinen lassen könnten, die verwandeln sich in eine Kraft des Augenblicks. Ihr werdet stark sein für die kleinste Tat, wenn Ihr Euer Ideal aus den höchsten Höhen herauszunehmen imstande seid. So werdet Ihr feststehen, wenn diejenigen, die die Welt beherrschen mit ihrer Bildung, mit Hohn und Verachtung von den kleinen geisteswissenschaftlichen Vereinigungen sprechen, in denen die sitzen, die «nicht mitwollen mit der heutigen Kultur». Oh, sie wollen mit, sie wissen ebenso zu schätzen das, was in der äußeren, physischen Welt gewonnen wird, aber sie wissen auch, daß ebensowenig wie ein Körper ohne Seele ist, ebensowenig eine äußere Kultur ohne spirituelles Leben bestehen könnte.
[ 27 ] Wie die Menschheit, die charakterisiert worden ist, die sich als ein damals verachtetes Häuflein um den großen Eingeweihten geschart hat, nach Generationen das Material gegeben hat, um den Christus auf Erden möglich zu machen, so muß die heutige anthroposophische Menschheit wieder möglich machen, Christus vollkommen zu verstehen. Christus ist im vierten Zeitraum herabgestiegen. Den Christus ganz zu verstehen, es wird gegeben sein denjenigen, die ihn aus der Anthroposophie verstehen wollen.
[ 27 ] Wie die Menschheit, die charakterisiert worden ist, die sich als ein damals verachtetes Häuflein um den großen Eingeweihten geschart hat, nach Generationen das Material gegeben hat, um den Christus auf Erden möglich zu machen, so muß die heutige anthroposophische Menschheit wieder möglich machen, Christus vollkommen zu verstehen. Christus ist im vierten Zeitraum herabgestiegen. Den Christus ganz zu verstehen, es wird gegeben sein denjenigen, die ihn aus der Anthroposophie verstehen wollen.
[ 28 ] Warum kommen aus einem unbestimmten Bewußtsein diejenigen, die bisher genährt worden sind von den positiven Religionen, von den orthodoxen Religionen, warum kommen sie auch zur Geisteswissenschaft? Warum hören sie das anthroposophische Wort, während sie bisher nur den Vatikan gehört haben? Warum? Darf man heute noch sagen, Anthroposophie sei etwas, was nur da sei für diejenigen, die die größte geistige Tatsache unseres Zeitalters gleichgültig ansehen, die Tatsache des Christus-Impulses? Was verlangen jene Leute von uns? Daß wir ihnen sagen, wer der Christus war, was der Christus getan hat! Sie kommen, weil diejenigen, die sich heute als die privilegierten Träger des Christus-Namens bezeichnen, ihnen nicht sagen können, wer der Christus war. Deshalb kommen sie zur Anthroposophie, weil diese sagen kann, was der Christus ist. Nicht die heutigen Kulturträger, welche der äußeren Überlieferung, die sich anschließt an diese oder jene Religion, entgegenstellen die Leugnung des Christus, nicht diese können etwas anhaben den positiven, absterbenden spirituellen Strömungen. Wer nicht zu sagen weiß, was der große Christus ist, wer den Christus ableugnet in seiner Spiritualität, demgegenüber werden sich die alten Religionsströmungen noch immer stärker erweisen. Erst die geistigen Richtungen, die sich hineinstellen mitten unter diejenigen, die sich das Privilegium auf den Christus-Namen geben, die zu sagen wissen, was die wahre Wesenheit des Christus ist, denen, die es im andern Sinne verlangen, die werden sammeln um sich eine Menschheit, die in sich die Zukunft im Busen trägt. Gegenüber allem Religionsnihilismus werden sich die althergebrachten Religionsströmungen stärker erweisen.
[ 28 ] Warum kommen aus einem unbestimmten Bewußtsein diejenigen, die bisher genährt worden sind von den positiven Religionen, von den orthodoxen Religionen, warum kommen sie auch zur Geisteswissenschaft? Warum hören sie das anthroposophische Wort, während sie bisher nur den Vatikan gehört haben? Warum? Darf man heute noch sagen, Anthroposophie sei etwas, was nur da sei für diejenigen, die die größte geistige Tatsache unseres Zeitalters gleichgültig ansehen, die Tatsache des Christus-Impulses? Was verlangen jene Leute von uns? Daß wir ihnen sagen, wer der Christus war, was der Christus getan hat! Sie kommen, weil diejenigen, die sich heute als die privilegierten Träger des Christus-Namens bezeichnen, ihnen nicht sagen können, wer der Christus war. Deshalb kommen sie zur Anthroposophie, weil diese sagen kann, was der Christus ist. Nicht die heutigen Kulturträger, welche der äußeren Überlieferung, die sich anschließt an diese oder jene Religion, entgegenstellen die Leugnung des Christus, nicht diese können etwas anhaben den positiven, absterbenden spirituellen Strömungen. Wer nicht zu sagen weiß, was der große Christus ist, wer den Christus ableugnet in seiner Spiritualität, demgegenüber werden sich die alten Religionsströmungen noch immer stärker erweisen. Erst die geistigen Richtungen, die sich hineinstellen mitten unter diejenigen, die sich das Privilegium auf den Christus-Namen geben, die zu sagen wissen, was die wahre Wesenheit des Christus ist, denen, die es im andern Sinne verlangen, die werden sammeln um sich eine Menschheit, die in sich die Zukunft im Busen trägt. Gegenüber allem Religionsnihilismus werden sich die althergebrachten Religionsströmungen stärker erweisen.
[ 29 ] Nicht im kleinen, dogmatischen Sinne fassen wir auf das anthroposophische Leben. Nicht mit einzelnen Dogmen, nicht mit einzelnen Erkenntnissätzen wollen wir dieses anthroposophische Leben umfassen, sondern so, daß wir die Mission und die Aufgabe unserer Zeit erkennen. Wir wollen es so umfassen, daß aus uns der wahre Geist unserer Zeit spricht, daß die größte Tatsache unserer nachatlantischen Zeit durch die Worte der Anthroposophie ausgesprochen werden kann. Dann werden diese Worte lebendiges Leben und lebendige Kraft in unserer Seele sein. Dann wird man verstehen, was das anthroposophische Leben ist. Das läßt sich nicht deklamieren, sondern nur herausleben aus dem Geiste unserer Zeit.
[ 29 ] Nicht im kleinen, dogmatischen Sinne fassen wir auf das anthroposophische Leben. Nicht mit einzelnen Dogmen, nicht mit einzelnen Erkenntnissätzen wollen wir dieses anthroposophische Leben umfassen, sondern so, daß wir die Mission und die Aufgabe unserer Zeit erkennen. Wir wollen es so umfassen, daß aus uns der wahre Geist unserer Zeit spricht, daß die größte Tatsache unserer nachatlantischen Zeit durch die Worte der Anthroposophie ausgesprochen werden kann. Dann werden diese Worte lebendiges Leben und lebendige Kraft in unserer Seele sein. Dann wird man verstehen, was das anthroposophische Leben ist. Das läßt sich nicht deklamieren, sondern nur herausleben aus dem Geiste unserer Zeit.
[ 30 ] Wenn wir so fühlen, werden unsere Kräfte größer und größer. Wenn wir so fühlen, bekommen wir Stärke, uns fest anzuklammern an unser Ideal. Und dann wissen wir, wie wir dieses Ideal vertreten können, gleichgültig ob auf diesem oder jenem Boden, wo eine alte Kultur sich sehnt nach einem neuen Inhalt, oder auf diesem Boden hier, wo ringsherum umschlossen ist das, was durch das Tagewerk der Anthroposophie zustande gebracht wird, von der Natur und den herrlichen, geistbelebten Sonnenstrahlen, die uns jetzt hier umglänzen. Denn wir werden wiederum, was uns auch äußere Forschung sagen mag, in den Sonnenstrahlen, die uns hier umglänzen, erkennen den Geist dieser Strahlen. Und wir werden wissen, daß, wenn die Sonne untergegangen sein wird, der Geist, der in der Sonne lebt, in unsere Herzen hineinscheint. Wir werden lernen, was es heißt, die Sonne um Mitternacht zu schauen, den Geist der Sonne zu schauen. Und wenn wir den Geist der Sonne begreifen, dann werden wir sehen, wie dieser heruntergestiegen ist, sich vereinigt hat als spirituelles Leben mit demjenigen, was als das Beste in unserer Zeit lebt. Es ist notwendig, daß der Christus-Impuls verstanden wird, daß wir zu sagen wissen, wer der Christus war. In dieser Beziehung ist die Menschheit erst im Anfang. In demselben Maße wie die spirituelle Einsicht wachsen wird, in demselben Maße wird die Menschheit erkennen, wie sich der Christus-Impuls in dieses Weltgebäude hineingestellt hat.
[ 30 ] Wenn wir so fühlen, werden unsere Kräfte größer und größer. Wenn wir so fühlen, bekommen wir Stärke, uns fest anzuklammern an unser Ideal. Und dann wissen wir, wie wir dieses Ideal vertreten können, gleichgültig ob auf diesem oder jenem Boden, wo eine alte Kultur sich sehnt nach einem neuen Inhalt, oder auf diesem Boden hier, wo ringsherum umschlossen ist das, was durch das Tagewerk der Anthroposophie zustande gebracht wird, von der Natur und den herrlichen, geistbelebten Sonnenstrahlen, die uns jetzt hier umglänzen. Denn wir werden wiederum, was uns auch äußere Forschung sagen mag, in den Sonnenstrahlen, die uns hier umglänzen, erkennen den Geist dieser Strahlen. Und wir werden wissen, daß, wenn die Sonne untergegangen sein wird, der Geist, der in der Sonne lebt, in unsere Herzen hineinscheint. Wir werden lernen, was es heißt, die Sonne um Mitternacht zu schauen, den Geist der Sonne zu schauen. Und wenn wir den Geist der Sonne begreifen, dann werden wir sehen, wie dieser heruntergestiegen ist, sich vereinigt hat als spirituelles Leben mit demjenigen, was als das Beste in unserer Zeit lebt. Es ist notwendig, daß der Christus-Impuls verstanden wird, daß wir zu sagen wissen, wer der Christus war. In dieser Beziehung ist die Menschheit erst im Anfang. In demselben Maße wie die spirituelle Einsicht wachsen wird, in demselben Maße wird die Menschheit erkennen, wie sich der Christus-Impuls in dieses Weltgebäude hineingestellt hat.
[ 31 ] So etwas fühlt man mit Recht, wenn ein Zweig ins Leben tritt, dem man die Weihe zu geben hat, wie wir heute hier, und der aus einem tiefen Bedürfnis der in diesem Zweig Vereinigten sich mit einem Namen belegt hat, der in so tief inniger Beziehung steht zu der ganzen Entwickelung des Christentums. Aus einem tiefen Bedürfnis der in diesem Zweige Vereinigten nennt sich dieser Zweig: Franz von AssisiZweig. Oh, es umschwebt ein tiefes, spirituelles Geheimnis jenen Franz von Assisi.
[ 31 ] So etwas fühlt man mit Recht, wenn ein Zweig ins Leben tritt, dem man die Weihe zu geben hat, wie wir heute hier, und der aus einem tiefen Bedürfnis der in diesem Zweig Vereinigten sich mit einem Namen belegt hat, der in so tief inniger Beziehung steht zu der ganzen Entwickelung des Christentums. Aus einem tiefen Bedürfnis der in diesem Zweige Vereinigten nennt sich dieser Zweig: Franz von AssisiZweig. Oh, es umschwebt ein tiefes, spirituelles Geheimnis jenen Franz von Assisi.
[ 32 ] Als der Christus auf die Erde herniederstieg, umhüllte er sich mit dem dreifachen Leibe des Jesus von Nazareth, mit dem physischen, Äther- und Astralleib des Jesus von Nazareth. Drei Jahre lebte der Christus, der Sonnengeist, in der Hülle des Jesus von Nazareth. Und als das Mysterium von Golgatha eintrat, da geschah so mancherlei. Der Christus stieg aus den Höhen herunter auf die Erde. Aber es geschah, abgesehen von dem, was Ihr kennt, auch noch etwas anderes. Durch das Wohnen des Christus in dem Jesus von Nazareth geschah mit den drei Leibern des Jesus von Nazareth, namentlich mit dem Astralleib und Ätherleib, etwas ganz Besonderes. Da der Christus abgelegt hat die Leiber des Jesus von Nazareth, da waren sie geistig vorhanden in der geistigen Welt, aber vervielfältigt in vielen, vielen Abbildern. Nicht zugrunde gingen sie im Weltenäther oder in der astralischen Welt, sondern fortlebten sie in der geistigen Welt in Abbildern. So wie das Pflanzenkorn, das wir hinab in die Erde senken, in vielen Körnern erscheint nach dem Geheimnis der Zahl, so waren in der geistigen Welt vorhanden in Abbildern der Ätherleib und der Astralleib des Jesus von Nazareth. Und wozu waren sie da in dem großen Zusammenhange spiritueller Ökonomie? Um aufbewahrt zu werden und ihren Dienst zu tun im großen Fortschritt des Menschengeschlechts.
[ 32 ] Als der Christus auf die Erde herniederstieg, umhüllte er sich mit dem dreifachen Leibe des Jesus von Nazareth, mit dem physischen, Äther- und Astralleib des Jesus von Nazareth. Drei Jahre lebte der Christus, der Sonnengeist, in der Hülle des Jesus von Nazareth. Und als das Mysterium von Golgatha eintrat, da geschah so mancherlei. Der Christus stieg aus den Höhen herunter auf die Erde. Aber es geschah, abgesehen von dem, was Ihr kennt, auch noch etwas anderes. Durch das Wohnen des Christus in dem Jesus von Nazareth geschah mit den drei Leibern des Jesus von Nazareth, namentlich mit dem Astralleib und Ätherleib, etwas ganz Besonderes. Da der Christus abgelegt hat die Leiber des Jesus von Nazareth, da waren sie geistig vorhanden in der geistigen Welt, aber vervielfältigt in vielen, vielen Abbildern. Nicht zugrunde gingen sie im Weltenäther oder in der astralischen Welt, sondern fortlebten sie in der geistigen Welt in Abbildern. So wie das Pflanzenkorn, das wir hinab in die Erde senken, in vielen Körnern erscheint nach dem Geheimnis der Zahl, so waren in der geistigen Welt vorhanden in Abbildern der Ätherleib und der Astralleib des Jesus von Nazareth. Und wozu waren sie da in dem großen Zusammenhange spiritueller Ökonomie? Um aufbewahrt zu werden und ihren Dienst zu tun im großen Fortschritt des Menschengeschlechts.
[ 33 ] Einer der ersten, dem die große Wohltat wurde, die dadurch der Menschheit möglich geworden ist, daß der Ätherleib des Jesus in vielen, vielen Abbildern in der geistigen Welt vorhanden war, einer der ersten war der, den man den Augustinus nennt. Als Augustinus nach seiner früheren Verkörperung wieder herunterstieg auf die Erde, da wurde ihm nicht ein beliebiger Ätherleib einverwoben, sondern in seinen Ätherleib wurde hineinverwoben ein Abbild des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Den Astralleib und das Ich hatte er für sich. In seinem Ätherleib hatte er ein Abbild des Jesus von Nazareth. Er mußte sich hindurcharbeiten durch die Kultur seines Ich und Astralleibes. Als er an den Ätherleib drang, da kamen ihm die großen Wahrheiten, die uns in seiner Mystik entgegentreten. Und viele Menschen des 6., 7., 8. und 9. Jahrhunderts bekamen in ihren eigenen Ätherleib einverwoben Nachbilder des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Manche von denen, welche in jener Zeit die große christliche Konzeption gefaßt haben jener Bilder, die die Kunst dann so verherrlicht hat - die Madonna, Christus am Kreuz -, alle diejenigen, die gewirkt haben so, daß sie die Bilder schufen, trugen einverwoben in ihren Ätherleib ein Abbild des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Daher erlebten sie wieder in sich das, was die Menschen erlebt hatten zur Zeit des Ereignisses von Golgatha.
[ 33 ] Einer der ersten, dem die große Wohltat wurde, die dadurch der Menschheit möglich geworden ist, daß der Ätherleib des Jesus in vielen, vielen Abbildern in der geistigen Welt vorhanden war, einer der ersten war der, den man den Augustinus nennt. Als Augustinus nach seiner früheren Verkörperung wieder herunterstieg auf die Erde, da wurde ihm nicht ein beliebiger Ätherleib einverwoben, sondern in seinen Ätherleib wurde hineinverwoben ein Abbild des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Den Astralleib und das Ich hatte er für sich. In seinem Ätherleib hatte er ein Abbild des Jesus von Nazareth. Er mußte sich hindurcharbeiten durch die Kultur seines Ich und Astralleibes. Als er an den Ätherleib drang, da kamen ihm die großen Wahrheiten, die uns in seiner Mystik entgegentreten. Und viele Menschen des 6., 7., 8. und 9. Jahrhunderts bekamen in ihren eigenen Ätherleib einverwoben Nachbilder des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Manche von denen, welche in jener Zeit die große christliche Konzeption gefaßt haben jener Bilder, die die Kunst dann so verherrlicht hat - die Madonna, Christus am Kreuz -, alle diejenigen, die gewirkt haben so, daß sie die Bilder schufen, trugen einverwoben in ihren Ätherleib ein Abbild des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Daher erlebten sie wieder in sich das, was die Menschen erlebt hatten zur Zeit des Ereignisses von Golgatha.
[ 34 ] Und im 11., 12., 13., 14. und 15. Jahrhundert war die Zeit gekommen, wo bei der Verkörperung gewisser Seelen verwoben wurde in den Astralleib ein Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth. Viele Menschen des 11., 12., 13., 14. Jahrhunderts bekamen nicht bloß den Astralleib beim Heruntersteigen, sondern während sich ihr Astralleib bei der Wiederverkörperung bildete, wob sich ein in diesen Astralleib ein Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth. Daher konnten diese Leute die großen christlichen Wahrheiten verkündigen. Denn sie hatten in ihren Astralleib, aus dem ihr Wissen entsprungen ist, einverwoben das, was Abbild war des Astralleibes des Jesus von Nazareth selber. Unter denen aber, die in sich verwoben hatten ein solches Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth, war Franz von Assisi. Es waren in der damaligen Zeit viele, unter andern Zlisabeth von Thüringen, die hatten eingewoben [in ihren Astralleib] ein Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth. Daher konnten sie die großen Wahrheiten des Christentums als Urteil, als logische Erkenntnis, als wissenschaftliche Weisheit verkündigen. Aber sie konnten noch etwas anderes: Sie konnten in sich erleben, was man fühlen kann, wenn man den Astralleib des Jesus von Nazareth selbst in sich trägt.
[ 34 ] Und im 11., 12., 13., 14. und 15. Jahrhundert war die Zeit gekommen, wo bei der Verkörperung gewisser Seelen verwoben wurde in den Astralleib ein Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth. Viele Menschen des 11., 12., 13., 14. Jahrhunderts bekamen nicht bloß den Astralleib beim Heruntersteigen, sondern während sich ihr Astralleib bei der Wiederverkörperung bildete, wob sich ein in diesen Astralleib ein Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth. Daher konnten diese Leute die großen christlichen Wahrheiten verkündigen. Denn sie hatten in ihren Astralleib, aus dem ihr Wissen entsprungen ist, einverwoben das, was Abbild war des Astralleibes des Jesus von Nazareth selber. Unter denen aber, die in sich verwoben hatten ein solches Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth, war Franz von Assisi. Es waren in der damaligen Zeit viele, unter andern Zlisabeth von Thüringen, die hatten eingewoben [in ihren Astralleib] ein Abbild des Astralleibes des Jesus von Nazareth. Daher konnten sie die großen Wahrheiten des Christentums als Urteil, als logische Erkenntnis, als wissenschaftliche Weisheit verkündigen. Aber sie konnten noch etwas anderes: Sie konnten in sich erleben, was man fühlen kann, wenn man den Astralleib des Jesus von Nazareth selbst in sich trägt.
[ 35 ] Nun lassen Sie auf sich wirken all die Demut, das Hingebungsvolle, das christlich Liebende in dem Franz von Assisi, und es wird Ihnen wie Schuppen von den Augen fallen. Und Sie werden verstehen, wie Sie Franz von Assisi begreifen können: in allen seinen Irrtümern, weil er sein Ich für sich hatte; in all seinem Großen, da er ein Abbild in sich trug des Astralleibes des Jesus von Nazareth.
[ 35 ] Nun lassen Sie auf sich wirken all die Demut, das Hingebungsvolle, das christlich Liebende in dem Franz von Assisi, und es wird Ihnen wie Schuppen von den Augen fallen. Und Sie werden verstehen, wie Sie Franz von Assisi begreifen können: in allen seinen Irrtümern, weil er sein Ich für sich hatte; in all seinem Großen, da er ein Abbild in sich trug des Astralleibes des Jesus von Nazareth.
[ 36 ] Alle die demutsvollen Gefühle, die tiefe, tiefe Mystik, all das spirituelle psychische Leben, das in Franz von Assisi lebt, wird verständlich, wenn wir dieses Geheimnis seines Lebens kennen. Und dann können wir gute Aussicht für die Zukunft dieses Zweiges im Geiste erblicken, wenn er sich so recht aufrankt an dieser großen Gestalt des Franz von Assisi. Denn diejenigen, die durch solche Gnade wie Franz von Assisi berufen worden sind, die christliche abendländische Menschheit zu leiten, die lassen auch ihr spirituelles Licht hineinstrahlen da, wo in spirituellem Sinne gearbeitet wird in allen Zeiten. Und wenn in echtem spirituellem Sinne gerade der Franz von AssisiZweig arbeitet, dann wird in der Vereinigung der Gedanken und Gefühle, die da walten in diesem Zweig, es wird in ihm walten das harmonisch einigende Licht des Franz von Assisi, das er durch eine solche Gnade, wie geschildert worden ist, in dem Durchdringen seines eigenen Astralleibes mit dem Astralleib des Jesus von Nazareth, erhalten hat. Es wird etwas hereinscheinen von diesem seinem Lichte in diesen Zweig.
[ 36 ] Alle die demutsvollen Gefühle, die tiefe, tiefe Mystik, all das spirituelle psychische Leben, das in Franz von Assisi lebt, wird verständlich, wenn wir dieses Geheimnis seines Lebens kennen. Und dann können wir gute Aussicht für die Zukunft dieses Zweiges im Geiste erblicken, wenn er sich so recht aufrankt an dieser großen Gestalt des Franz von Assisi. Denn diejenigen, die durch solche Gnade wie Franz von Assisi berufen worden sind, die christliche abendländische Menschheit zu leiten, die lassen auch ihr spirituelles Licht hineinstrahlen da, wo in spirituellem Sinne gearbeitet wird in allen Zeiten. Und wenn in echtem spirituellem Sinne gerade der Franz von AssisiZweig arbeitet, dann wird in der Vereinigung der Gedanken und Gefühle, die da walten in diesem Zweig, es wird in ihm walten das harmonisch einigende Licht des Franz von Assisi, das er durch eine solche Gnade, wie geschildert worden ist, in dem Durchdringen seines eigenen Astralleibes mit dem Astralleib des Jesus von Nazareth, erhalten hat. Es wird etwas hereinscheinen von diesem seinem Lichte in diesen Zweig.
[ 37 ] Und wir werden die rechten Weihegefühle heute zurücklassen, die wir versammelt sind, um diesem Zweige die Weihe zu geben, diesem Zweige, der an bescheidenem Orte wirkt, wenn wir an uns vorüberziehen lassen die Betrachtung solcher Perspektiven. Blicken wir auf zum Lichte des Franz von Assisi, nehmen wir mit das, was entzündet werden kann in uns in diesem Augenblick, und denken wir zurück mit solchen Gefühlen an diesen Zweig und an diesen Augenblick, dann werden unsere Gefühle und Gedanken unsichtbar auch umschweben diesen Zweig Franz von Assisi, in dem gearbeitet werden wird in einer Weise dann, daß das, was von unten hinauf sich ringt, sich würdig erweisen mag dem Lichte, das von außen hereinkommt. In einem solchen Augenblick werden wir uns bewußt, daß wir da sind zu wirken für die wahren, wirklichen Fortschritte unserer nachatlantischen Zeit. Und es lebte wohl in den Seelen der Begründer dieses Zweiges, als das Bedürfnis entstand, ihn so zu nennen, etwas von dem Bewußtsein dieses großen Fortschrittes in unserer Zeit, jenes großen Fortschrittes in unserer nachatlantischen Zeit.
[ 37 ] Und wir werden die rechten Weihegefühle heute zurücklassen, die wir versammelt sind, um diesem Zweige die Weihe zu geben, diesem Zweige, der an bescheidenem Orte wirkt, wenn wir an uns vorüberziehen lassen die Betrachtung solcher Perspektiven. Blicken wir auf zum Lichte des Franz von Assisi, nehmen wir mit das, was entzündet werden kann in uns in diesem Augenblick, und denken wir zurück mit solchen Gefühlen an diesen Zweig und an diesen Augenblick, dann werden unsere Gefühle und Gedanken unsichtbar auch umschweben diesen Zweig Franz von Assisi, in dem gearbeitet werden wird in einer Weise dann, daß das, was von unten hinauf sich ringt, sich würdig erweisen mag dem Lichte, das von außen hereinkommt. In einem solchen Augenblick werden wir uns bewußt, daß wir da sind zu wirken für die wahren, wirklichen Fortschritte unserer nachatlantischen Zeit. Und es lebte wohl in den Seelen der Begründer dieses Zweiges, als das Bedürfnis entstand, ihn so zu nennen, etwas von dem Bewußtsein dieses großen Fortschrittes in unserer Zeit, jenes großen Fortschrittes in unserer nachatlantischen Zeit.
[ 38 ] Wann ist der tiefste Einschnitt geschehen in unserer ganzen Evolution? Da, als der Christus heruntergestiegen ist. Blicken wir zurück sechshundert Jahre vor diesen Zeitraum, und blicken wir sechshundert Jahre später die Erde an, nachdem der Christus da war. Zwölfhundert Jahre liegen die beiden Zeiten auseinander.
[ 38 ] Wann ist der tiefste Einschnitt geschehen in unserer ganzen Evolution? Da, als der Christus heruntergestiegen ist. Blicken wir zurück sechshundert Jahre vor diesen Zeitraum, und blicken wir sechshundert Jahre später die Erde an, nachdem der Christus da war. Zwölfhundert Jahre liegen die beiden Zeiten auseinander.
[ 39 ] Blicken wir auf eine Individualität, so groß, daß wahrhaftig nicht Worte der Bewunderung ausgesprochen werden sollen, blicken wir auf den großen Buddha, der gelebt hat sechshundert Jahre vor Christus. Sehen wir auf jenen Augenblick, wo er herausgeführt wird, wo er nicht hat leben können das Leben, das er hat leben sollen, wo er hinausgeführt wird ins Leben. Sehen wir, wie ihm begegnet zuerst ein unbeholfenes Kind. Und er bildet sich die Anschauung: Ja, es ist Leid in dem, in das der Mensch eintritt durch die Geburt. Und dann sieht er einen Kranken. Und er sagt sich: Es ist ja Leid, Krankheit da. Der Krankheit ist der Mensch ausgesetzt auf diesem Plan. Und er sieht einen alten Menschen, der seine Glieder nicht mehr bewegen kann. Und er sagt sich: Es ist Leid, alt zu werden. Und er sieht einen Leichnam. Und der ruft in ihm hervor die Anschauung: Der Tod, er ist Leid. Und dann bildet er sich noch die Anschauung: Getrennt sein von dem, was man liebt, ist Leid. Vereint sein mit dem, was man nicht liebt, ist Leid. Nicht erlangen, was man begehtt, ist leid. Und diese Lehre breitete sich aus als die Lehre des großen Buddha, sechshundert Jahre vor Christus.
[ 39 ] Blicken wir auf eine Individualität, so groß, daß wahrhaftig nicht Worte der Bewunderung ausgesprochen werden sollen, blicken wir auf den großen Buddha, der gelebt hat sechshundert Jahre vor Christus. Sehen wir auf jenen Augenblick, wo er herausgeführt wird, wo er nicht hat leben können das Leben, das er hat leben sollen, wo er hinausgeführt wird ins Leben. Sehen wir, wie ihm begegnet zuerst ein unbeholfenes Kind. Und er bildet sich die Anschauung: Ja, es ist Leid in dem, in das der Mensch eintritt durch die Geburt. Und dann sieht er einen Kranken. Und er sagt sich: Es ist ja Leid, Krankheit da. Der Krankheit ist der Mensch ausgesetzt auf diesem Plan. Und er sieht einen alten Menschen, der seine Glieder nicht mehr bewegen kann. Und er sagt sich: Es ist Leid, alt zu werden. Und er sieht einen Leichnam. Und der ruft in ihm hervor die Anschauung: Der Tod, er ist Leid. Und dann bildet er sich noch die Anschauung: Getrennt sein von dem, was man liebt, ist Leid. Vereint sein mit dem, was man nicht liebt, ist Leid. Nicht erlangen, was man begehtt, ist leid. Und diese Lehre breitete sich aus als die Lehre des großen Buddha, sechshundert Jahre vor Christus.
[ 40 ] Halten wir jenen Moment fest, wo der Buddha hinaustritt in die Welt und einen Leichnam sieht, dem Tode ins Angesicht sieht. Sechshundert Jahre vor Christus war das. Und sechshundert Jahre nach dem Ereignis von Golgatha entsteht zuerst das Bild, zu dem Tausende ihre Augen richten, das Holz des Kreuzes, an dem der Leichnam des Erlösers hängt. Buddha hat einen Leichnam angeschaut, und der Leichnam personifizierte ihm alles Erdenleid. Die Gläubigen der ChristusGemeinde sehen hin auf einen Leichnam, sechshundert Jahre nach Christus, und, indem sie den Leichnam anblicken, sehen die Gläubigen den Sieg alles geistigen Lebens über den Tod, die Anwartschaft auf die Seligkeit. So wurde ein Leichnam angeschaut von einem der größten Menschen sechshundert Jahre vor Christus, und so wurde er angesehen sechshundert Jahre nach dem Ereignis von Golgatha von einer gläubigen Gemeinde.
[ 40 ] Halten wir jenen Moment fest, wo der Buddha hinaustritt in die Welt und einen Leichnam sieht, dem Tode ins Angesicht sieht. Sechshundert Jahre vor Christus war das. Und sechshundert Jahre nach dem Ereignis von Golgatha entsteht zuerst das Bild, zu dem Tausende ihre Augen richten, das Holz des Kreuzes, an dem der Leichnam des Erlösers hängt. Buddha hat einen Leichnam angeschaut, und der Leichnam personifizierte ihm alles Erdenleid. Die Gläubigen der ChristusGemeinde sehen hin auf einen Leichnam, sechshundert Jahre nach Christus, und, indem sie den Leichnam anblicken, sehen die Gläubigen den Sieg alles geistigen Lebens über den Tod, die Anwartschaft auf die Seligkeit. So wurde ein Leichnam angeschaut von einem der größten Menschen sechshundert Jahre vor Christus, und so wurde er angesehen sechshundert Jahre nach dem Ereignis von Golgatha von einer gläubigen Gemeinde.
[ 41 ] Und was sagt uns das Christus-Ereignis über die andern Sätze des Leides? Ist die Geburt Leiden? Buddha hat es gesagt. Im Anblick des Christus sagt sich die Menschheit, die ihn versteht: Durch die Geburt treten wir ein in dieses Dasein, das wert befunden wurde, den Christus zu tragen. Geboren werden wir in ein Leben hinein, in dem wir uns mit Christus verbinden können. Krankheit ist nicht Leid, wenn man Christus versteht. Man wird aus dem Christus-Impuls verstehen lernen das, was aus dem Geiste heraus die Gesundheit schafft. Auf spirituelle Weise wird die Krankheit geheilt werden aus dem innersten, christianisierten Leben heraus. Indem wir dem Äußeren absterben, werden wir gewiß, daß wir das, was wir in der Verbindung mit dem Christus-Impuls haben, hinübertragen in jegliches Leben.
[ 41 ] Und was sagt uns das Christus-Ereignis über die andern Sätze des Leides? Ist die Geburt Leiden? Buddha hat es gesagt. Im Anblick des Christus sagt sich die Menschheit, die ihn versteht: Durch die Geburt treten wir ein in dieses Dasein, das wert befunden wurde, den Christus zu tragen. Geboren werden wir in ein Leben hinein, in dem wir uns mit Christus verbinden können. Krankheit ist nicht Leid, wenn man Christus versteht. Man wird aus dem Christus-Impuls verstehen lernen das, was aus dem Geiste heraus die Gesundheit schafft. Auf spirituelle Weise wird die Krankheit geheilt werden aus dem innersten, christianisierten Leben heraus. Indem wir dem Äußeren absterben, werden wir gewiß, daß wir das, was wir in der Verbindung mit dem Christus-Impuls haben, hinübertragen in jegliches Leben.
[ 42 ] Der Tod erscheint uns dadurch, daß der Christus den Sieg davongetragen hat, als das, was uns hinüberführt in eine geistige Welt. Den Tod lernen wir verstehen in seiner Bedeutung für die geistige Welt durch den Christus-Impuls.
[ 42 ] Der Tod erscheint uns dadurch, daß der Christus den Sieg davongetragen hat, als das, was uns hinüberführt in eine geistige Welt. Den Tod lernen wir verstehen in seiner Bedeutung für die geistige Welt durch den Christus-Impuls.
[ 43 ] Und nicht mehr kann man sagen, es sei Leid, von dem getrennt zu sein, was man liebt. Denn die Christus-Kraft wird uns zusammenführen mit alldem, was wir lieben wollen von Seele zu Seele. Zu dem, was sich liebt, wird die Christus-Kraft die Bande schlingen. Das Leid, das kommen könnte dadurch, daß getrennt wird, was sich liebt: Mit Christus wird diese Trennung überwunden werden.
[ 43 ] Und nicht mehr kann man sagen, es sei Leid, von dem getrennt zu sein, was man liebt. Denn die Christus-Kraft wird uns zusammenführen mit alldem, was wir lieben wollen von Seele zu Seele. Zu dem, was sich liebt, wird die Christus-Kraft die Bande schlingen. Das Leid, das kommen könnte dadurch, daß getrennt wird, was sich liebt: Mit Christus wird diese Trennung überwunden werden.
[ 44 ] Und lernen wir, alle zu lieben, werden wir nicht mehr anschauen die Welt, als ob vereinigt sein mit dem, was man nicht liebt, Leid sei. Ein jegliches Geschöpf wollen wir lieben lernen nach seinem Maße. Und unsere Begierde wird so geläutert werden, daß uns zuteil werden kann, was der Seele zuteil werden muß, wenn nicht mehr die Hindernisse der physischen Welt da sind, wenn die geistigen Quellen fließen. Fließen können sie durch den Christus-Impuls. Im Geist, im Christus-Geist werden Sie erlangen, was Sie begehren. Denn Sie werden ein geläutertes Verlangen haben.
[ 44 ] Und lernen wir, alle zu lieben, werden wir nicht mehr anschauen die Welt, als ob vereinigt sein mit dem, was man nicht liebt, Leid sei. Ein jegliches Geschöpf wollen wir lieben lernen nach seinem Maße. Und unsere Begierde wird so geläutert werden, daß uns zuteil werden kann, was der Seele zuteil werden muß, wenn nicht mehr die Hindernisse der physischen Welt da sind, wenn die geistigen Quellen fließen. Fließen können sie durch den Christus-Impuls. Im Geist, im Christus-Geist werden Sie erlangen, was Sie begehren. Denn Sie werden ein geläutertes Verlangen haben.
[ 45 ] So hat sich hingestellt durch den Christus-Impuls das neue spirituelle Leben neben das alte. So tief war der Fortschritt im geistigen Leben vor und nach dem Christus-Impuls.
[ 45 ] So hat sich hingestellt durch den Christus-Impuls das neue spirituelle Leben neben das alte. So tief war der Fortschritt im geistigen Leben vor und nach dem Christus-Impuls.
[ 46 ] So etwas fühlt derjenige, der an einen der frohesten, der glühendsten Verehrer und Botschafter des Christus-Impulses sich wendet, um einen Namen zu haben für die Vereinigung, in der spirituelles Leben gepflegt werden soll. Möge dieser Name eine gute Vorbedeutung sein, damit in diesem Zweige hier so gearbeitet wird, wie es aus dem Geiste unserer Zeit, aus dem wahrhaft begriffenen Geiste unserer Zeit heraus notwendig ist für jenen Fortschritt, den wir uns vor die Seele gemalt haben.
[ 46 ] So etwas fühlt derjenige, der an einen der frohesten, der glühendsten Verehrer und Botschafter des Christus-Impulses sich wendet, um einen Namen zu haben für die Vereinigung, in der spirituelles Leben gepflegt werden soll. Möge dieser Name eine gute Vorbedeutung sein, damit in diesem Zweige hier so gearbeitet wird, wie es aus dem Geiste unserer Zeit, aus dem wahrhaft begriffenen Geiste unserer Zeit heraus notwendig ist für jenen Fortschritt, den wir uns vor die Seele gemalt haben.
[ 47 ] In dem Geiste, der aus den Worten heraus gesprochen, in dem Geiste sei heute dieser Zweig eingeweiht durch die Herunterrufung eines Segens, den wir schon gestern heruntergerufen haben, als wir den Grundstein legten zum äußeren Tempel. Noch einmal sei dieser Geist angerufen, daß er walte und webe in diesem Franz von AssisiZweige.
[ 47 ] In dem Geiste, der aus den Worten heraus gesprochen, in dem Geiste sei heute dieser Zweig eingeweiht durch die Herunterrufung eines Segens, den wir schon gestern heruntergerufen haben, als wir den Grundstein legten zum äußeren Tempel. Noch einmal sei dieser Geist angerufen, daß er walte und webe in diesem Franz von AssisiZweige.
[ 48 ] Vereinigen mögen sich mit diesem Geiste alle die Gefühle von uns allen, die wir heute herbeigekommen sind, um die Weihe zu geben diesem Zweige, um uns brüderlich zu vereinigen mit denjenigen, die hier im ernsten anthroposophischen Sinne arbeiten, damit mitten unter Bäumen und Wald, unter sprießenden, sprossenden Pflanzen, mitten unter einer sonnigen Natur geistiges Leben aufsprießen könne. Und ob draußen die hellen Sonnenstrahlen verkünden das, was in der Natur ein Schönes, Herrliches ist, ob draußen auch hoch der Schnee liegen möge und ob dichte Wolken das äußere, physische Sonnenlicht verdunkeln mögen: Zu allen Zeiten, zu den Zeiten, wo die äußere Natur sich erneut, oder wo sie ihr düsteres Kleid anzieht, immer soll walten hier der Geist spirituellen Lebens, den wir heute mit unserer Weihe über diesen Zweig von allen Geistern, die diese Geistigkeit leiten, herbeisehnen möchten.
[ 48 ] Vereinigen mögen sich mit diesem Geiste alle die Gefühle von uns allen, die wir heute herbeigekommen sind, um die Weihe zu geben diesem Zweige, um uns brüderlich zu vereinigen mit denjenigen, die hier im ernsten anthroposophischen Sinne arbeiten, damit mitten unter Bäumen und Wald, unter sprießenden, sprossenden Pflanzen, mitten unter einer sonnigen Natur geistiges Leben aufsprießen könne. Und ob draußen die hellen Sonnenstrahlen verkünden das, was in der Natur ein Schönes, Herrliches ist, ob draußen auch hoch der Schnee liegen möge und ob dichte Wolken das äußere, physische Sonnenlicht verdunkeln mögen: Zu allen Zeiten, zu den Zeiten, wo die äußere Natur sich erneut, oder wo sie ihr düsteres Kleid anzieht, immer soll walten hier der Geist spirituellen Lebens, den wir heute mit unserer Weihe über diesen Zweig von allen Geistern, die diese Geistigkeit leiten, herbeisehnen möchten.
[ 49 ] Damit sei aus unserer aller Herzen diesem Franz von Assisi-Zweig die Weihe gegeben. Er wirke fort in dem Sinn, wie er angefangen hat, durch die in jeden Zweig hineinströmende spirituelle Gewalt der Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen. Er wirke fort durch den guten Geist, den er sich selbst gegeben hat, indem er in seinem Namen den glänzenden Christus-Träger angerufen hat. Er wirke fort, wie er begonnen hat.
[ 49 ] Damit sei aus unserer aller Herzen diesem Franz von Assisi-Zweig die Weihe gegeben. Er wirke fort in dem Sinn, wie er angefangen hat, durch die in jeden Zweig hineinströmende spirituelle Gewalt der Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen. Er wirke fort durch den guten Geist, den er sich selbst gegeben hat, indem er in seinem Namen den glänzenden Christus-Träger angerufen hat. Er wirke fort, wie er begonnen hat.
[ 50 ] Es werden gute Geister über ihm walten. Er wird eine von den Pflegestätten sein jenes Lebens, das nach so vielen Anzeichen unsere Zeit braucht, braucht, um die Keime zu legen zu dem, was eine fernste Zukunft notwendig haben wird.
[ 50 ] Es werden gute Geister über ihm walten. Er wird eine von den Pflegestätten sein jenes Lebens, das nach so vielen Anzeichen unsere Zeit braucht, braucht, um die Keime zu legen zu dem, was eine fernste Zukunft notwendig haben wird.
[ 51 ] Mögen diejenigen, die jetzt wieder einsam hier arbeiten müssen, aus dieser heutigen Festlichkeit, wo so viele gleichgesinnte, aufrichtige Freunde ihre Gefühle mit ihnen vereinigen, gestärkt hervorgehn! Dann wird zurückfließen zu allen das spirituelle Leben, das auf diesem Boden hier gepflegt wird. Und eine der Quellen möge auch hier an diesem Orte erfließen, zusammenfließen in die große Harmonie anthroposophischen Lebens hinein. Die Gedanken, die hier entstehen, werden den unsrigen begegnen. Unsere Gedanken werden hierher fließen. Diese Harmonie aber bedeutet etwas wie ein äußeres Kleid der Spiritualität, die wie ein geistiger Windhauch durch die Evolution der Menschheit gehen muß, wenn Segenskräfte über der geistigen Menschheit walten sollen.
[ 51 ] Mögen diejenigen, die jetzt wieder einsam hier arbeiten müssen, aus dieser heutigen Festlichkeit, wo so viele gleichgesinnte, aufrichtige Freunde ihre Gefühle mit ihnen vereinigen, gestärkt hervorgehn! Dann wird zurückfließen zu allen das spirituelle Leben, das auf diesem Boden hier gepflegt wird. Und eine der Quellen möge auch hier an diesem Orte erfließen, zusammenfließen in die große Harmonie anthroposophischen Lebens hinein. Die Gedanken, die hier entstehen, werden den unsrigen begegnen. Unsere Gedanken werden hierher fließen. Diese Harmonie aber bedeutet etwas wie ein äußeres Kleid der Spiritualität, die wie ein geistiger Windhauch durch die Evolution der Menschheit gehen muß, wenn Segenskräfte über der geistigen Menschheit walten sollen.
[ 52 ] Und damit sei dieser Zweig im vollsten Sinne des Wortes eröffnet, geweiht, zu einem Arbeitsfelde gemacht, auf das wir immer hoffen, mit derselben Liebe, mit derselben inneren Befriedigung sehen zu können, wie wir das heute in diesem Weiheaugenblicke, wo wir so schön beisammen sind, tun.
[ 52 ] Und damit sei dieser Zweig im vollsten Sinne des Wortes eröffnet, geweiht, zu einem Arbeitsfelde gemacht, auf das wir immer hoffen, mit derselben Liebe, mit derselben inneren Befriedigung sehen zu können, wie wir das heute in diesem Weiheaugenblicke, wo wir so schön beisammen sind, tun.
