Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Spiritual Hierarchies
and their Reflection in the Physical World
GA 110

13 April 1909 afternoon, Düsseldorf

Translate the original German text into any language:

Versions Available:

Spiritual Hierarchies, tr. SOL
  1. Geistige Hierarchien, 7th ed.

Dritter Vortrag

Third Lecture

[ 1 ] Es werden gestern am Ende des Vortrages über das sozusagen unterste Reich der geistigen Hierarchien in mancher Seele Gedanken aufgestiegen sein, mancherlei Fragen sich aufgedrängt haben. Und das ist nur natürlich, denn gegenüber dem Denken und Vorstellen, das der Mensch heute haben kann, erscheint sehr vieles von dem, was gesagt worden ist, zunächst fragwürdig und unerklärlich. Der Lauf der Vorträge wird von selbst über mancherlei Licht verbreiten. Eines aber muß schon heute gesagt werden, damit Sie sozusagen eine Direktive haben für die ganze Gesinnung, die man einer solchen Sache entgegenzubringen hat. Heute kann sich der Mensch zum Beispiel die naheliegende Frage vorlegen: Ja, wenn du nun wirklich ein verzaubertes Wesen aus einem Stein heraushebst, indem du über den Stein nachdenkst und nachsinnst und indem du nachher dieses verzauberte Wesen sozusagen befreist, was bleibt denn dann im Stein noch drinnen? Ist denn noch dieses Wesen im Stein drinnen, oder was ist eigentlich im Stein geschehen? Der Zweite, der nun nachkommt und denselben Prozeß durchmacht, wie ist es mit dem? — Diese Frage könnte also bei sehr vielen entstehen. Wie gesagt, im Laufe der Vorträge wird sich manche solche Frage beantworten, aber gesagt werden muß, daß mit demjenigen, was die Erde dem Menschen gibt zum Denken, diese Dinge überhaupt gar noch nicht erfaßt werden können. Denn auf der Erde ist alles verhüllt, alles in Maja gekleidet, und die Dinge sehen für den Gedanken ganz anders aus, als sie in Wirklichkeit sind. Es ist nicht Schuld der Tatsachen, daß die Fragen unbeantwortet bleiben. Die Fragen sind falsch gestellt, aber wir werden den Maßstab für die richtige Fragestellung schon mit der Zeit gewinnen. Wesentlich anders nehmen sich die Dinge schon aus, wenn wir in Zustände Einblick erhalten, die eben die ganze Sache noch nicht so in Illusion gehüllt enthalten. Auf der Erde ist alles ineinandergeschoben; dadurch wird das Denken der Menschen fortwährend getäuscht. Wir bekommen reinere Vorstellungen von den Sachen, wenn wir zurückgehen in ältere Zeiten.

[ 1 ] At the end of yesterday’s lecture on what might be called the lowest realm of the spiritual hierarchies, thoughts may have arisen in some souls, and various questions may have come to mind. And that is only natural, for in light of the thinking and imagination that people possess today, much of what has been said may at first seem questionable and inexplicable. The course of the lectures will naturally shed light on many things. But one thing must be said today so that you have, so to speak, a guideline for the entire attitude one should bring to such a subject. Today, for example, one might ask the obvious question: Well, if you really do lift an enchanted being out of a stone by thinking and meditating on the stone and then, so to speak, freeing this enchanted being, what then remains inside the stone? Is this being still inside the stone, or what has actually happened to the stone? What about the second person who comes along and goes through the same process? — This question could arise in many people. As I said, in the course of the lectures, many such questions will be answered, but it must be said that with what the Earth gives to human beings for thinking, these things cannot be grasped at all. For on Earth everything is veiled, everything is clothed in Maya, and things appear quite different to the mind than they are in reality. It is not the fault of the facts that the questions remain unanswered. The questions are posed incorrectly, but we will gain the standard for the correct way of asking them in time. Things already appear quite different when we gain insight into states that do not yet contain the whole matter shrouded in illusion. On Earth, everything is jumbled together; this continually deceives human thinking. We gain purer conceptions of things when we go back to earlier times.

[ 2 ] Geradeso wie der Mensch Verkörperung nach Verkörperung durchmacht, Metamorphose nach Metamorphose, so machen alle Wesen der Welt Verkörperungen und Wiederverkörperungen durch, vom kleinsten bis zum größten, und auch ein solches Wesen, wie unsere Erde selber ist, also ein planetarisches Wesen, macht Wiederverkörperungen durch. Unsere Erde war nicht etwa schon als Erde entstanden, sondern ihr ging voran ein anderer Zustand. Darüber ist ja gerade in unseren Kreisen immer besonders viel gesprochen worden, daß ebenso wie der Mensch in diesem Dasein die Wiederverkörperung eines vorhergehenden Lebens ist, auch die Erde eine Wiederverkörperung eines alten Planeten darstellt, der ihr vorangegangen ist. Wir bezeichnen als diesen vorangegangenen Planeten den Mond und meinen damit nicht den heutigen Mond, der nur ein Stück, ein Rest ist vom alten Mond, sondern einen vorhergehenden Zustand unserer Erde, der einmal da war und ebenso durch ein geistiges Leben hindurchgegangen ist, das man gewöhnlich Pralaya nennt, wie der Mensch nach dem Tode durch einen geistigen Zustand durchgeht. Dieser Mondplanet ist wiedergeboren worden, wie der Mensch wiedergeboren wird. Was wir aber so als den planetarischen Zustand des Mondes bezeichnet haben, das ist wiederum nur die Verkörperung eines vorhergehenden planetarischen Zustandes, den wir als Sonne bezeichnen. Diese, also nicht die heutige Sonne, sondern ein ganz anderes Wesen, diese Sonne ist die Wiederverkörperung des letzten Planeten, auf den wir zunächst zurückzuschauen haben, wenn wir von den Verkörperungen unserer Erde sprechen, des uralten Saturn. So haben wir also vier aufeinanderfolgende Verkörperungen: den Saturn, die Sonne, den Mond, die Erde.

[ 2 ] Just as human beings undergo incarnation after incarnation, metamorphosis after metamorphosis, so do all beings in the world undergo incarnations and reincarnations, from the smallest to the largest; and even a being such as our Earth itself—that is, a planetary being—undergoes reincarnations. Our Earth did not simply come into being as Earth, but was preceded by another state. This has been a frequent topic of discussion in our circles: just as the human being in this life is the reincarnation of a previous life, so too does the Earth represent the reincarnation of an ancient planet that preceded it. We refer to this preceding planet as the Moon, and by this we do not mean the Moon of today, which is only a fragment, a remnant of the old Moon, but rather a preceding state of our Earth that once existed and likewise passed through a spiritual life, which is usually called Pralaya, just as the human being passes through a spiritual state after death. This lunar planet has been reborn, just as a human being is reborn. But what we have referred to as the planetary state of the Moon is, in turn, merely the embodiment of a preceding planetary state, which we call the Sun. This—not the present-day Sun, but an entirely different being—this Sun is the reincarnation of the last planet to which we must first look back when speaking of the incarnations of our Earth: the ancient Saturn. Thus we have four successive incarnations: Saturn, the Sun, the Moon, and the Earth.

[ 3 ] Wir haben auch öfter erwähnt, daß jeder planetarische Zustand eine bestimmte Aufgabe hat. Was hat unsere Erde für eine Aufgabe? Die Aufgabe unserer Erde ist, dem Menschen, wie wir ihn heute Mensch nennen, eben sein Menschendasein möglich zu machen. Alle Wirkungen der Erde sind so, daß durch sie der Mensch eine Ich-Wesenheit wird. Das war in früheren Zuständen, die er mitgemacht hat, nicht der Fall. Der Mensch ist also sozusagen Mensch im heutigen Sinne erst auf der Erde geworden. Eine ähnliche Aufgabe hatten die früheren planetarischen Zustände, die die Erde durchgemacht hat. Andere Wesenheiten sind auf diesen anderen Planeten Mensch geworden, Wesenheiten, die heute eben höher stehen als der Mensch. Sie erinnern sich vielleicht aus meinem Buche «Das Christentum als mystische Tatsache», daß ein ägyptischer Weiser dem Griechen Solon einmal eine merkwürdige Andeutung gemacht hat über eine Mysterienwahrheit; daß er ihm gesagt hat, es sei eine wichtige Wahrheit, daß die Götter einstmals Menschen waren. Das gehörte geradezu zu jenen Wahrheiten, die der Mysterienschüler schon im Altertum empfangen mußte, daß die Götter, die heute oben stehen in den geistigen Höhen, nicht immer Götter waren, sondern daß sie hinaufgestiegen sind und daß sie auch einmal Menschen gewesen sind, auch einmal die Menschheitsstufen durchgemacht haben. Natürlich folgt daraus unmittelbar eine gefährliche Wahrheit, die die Mysterienschüler auch daraus ziehen mußten als Konsequenz: daß nämlich die Menschen einmal Götter werden. Und gerade um dieser Konsequenz willen betrachtete man diese Wahrheit als etwas Gefährliches; denn notwendig ist, daß man sich zu gleicher Zeit sagt: Der Mensch kann erst Gott werden, wenn er dazu reif ist; und wenn er sich jemals in einem Augenblick einbildet, den Gott in sich zu finden, bevor er reif dazu ist, so wird er eben nicht ein Gott, sondern ein Tor. - Und dem Menschen stehen daher diese zwei Wege offen: in Geduld seiner, wie es Dionysius nennt, Deifikation entgegenzuleben, seiner Gottwerdung, oder aber sich vorher einzubilden, er sei schon Gott. Der eine Weg führt wirklich zur Vergottung, der andere zur Torheit, zur Narrheit.

[ 3 ] We have also mentioned on several occasions that every planetary state has a specific task. What is the task of our Earth? The task of our Earth is to make human existence possible for human beings, as we call them today. All of the Earth’s effects are such that through them, human beings become beings with an “I.” This was not the case in earlier states that they experienced. Human beings, so to speak, only became human in the modern sense on Earth. The earlier planetary states that the Earth went through had a similar task. Other beings became human on these other planets—beings who today stand higher than human beings. You may recall from my book *Christianity as a Mystical Fact* that an Egyptian sage once made a curious allusion to a mystery truth to the Greek Solon; that he told him it was an important truth that the gods were once human beings. This was precisely one of those truths that the mystery student had to receive even in ancient times: that the gods who now dwell in the spiritual heights were not always gods, but that they ascended and that they, too, were once human beings, having once passed through the stages of humanity. Of course, a dangerous truth follows directly from this, one that the mystery students also had to draw as a consequence: namely, that human beings will one day become gods. And precisely because of this consequence, this truth was regarded as something dangerous; for it is necessary to say at the same time: A human being can only become a god when he is ready for it; and if he ever imagines for a moment that he has found the god within himself before he is ready for it, then he does not become a god, but a fool. - And so two paths lie open to man: to await with patience what Dionysius calls his deification, his becoming God, or else to imagine beforehand that he is already God. One path truly leads to deification, the other to folly, to madness.

[ 4 ] In den Ausdrücken des Altertums wird sehr häufig deshalb etwas Mißverständliches gesehen, weil in unserer Gegenwart nicht mehr unterschieden wird zwischen den verschiedenen Stufen göttlich-geistiger Wesenheiten. Der ägyptische Weise, der also von Göttern gesprochen hat, der hat damit nicht etwa nur eine Stufe von Göttern oder von Gott gemeint, sondern ganze Stufenfolgen göttlich-geistiger Wesenheiten. Dionysius der Areopagite und auch die östlichen Weisen, sie haben immer diese Stufen göttlich-geistiger Wesenheiten unterschieden. Ob wir nun sprechen von Engeln oder von DhyanChohans, das ist gleich, denn diejenigen, die wirklich die Einheit der Weltenweisheit erkennen, wissen, daß das nur verschiedene Namen sind für eine Sache. Aber auch in diesem Reich muß man wiederum unterscheiden. Diejenigen Wesenheiten, die zunächst unsichtbar sind und welche unmittelbar über dem Menschen stehen, das heißt eine Stufe höher stehen als der Mensch, die nennt man in der christlichen Esoterik Engel, Angeloi, Boten, das heißt Boten der göttlich-geistigen Welt. Diejenigen Wesenheiten, die wiederum eine Stufe höher stehen, also zwei Stufen höher als der Mensch, nennt man Erzengel, Archangeloi, auch Feuergeister. Diejenigen Wesenheiten, die wiederum, wenn sie ihre normale Entwickelung durchmachen, eine Stufe höher stehen als die Erzengel, das sind die Wesenheiten, die man nennt Geister der Persönlichkeit oder Urbeginne, Urkräfte, Archai. So haben wir also zunächst drei Stufen über dem Menschen stehender Wesenheiten. Diese drei Arten von Wesenheiten haben alle ihre Menschheit durchgemacht, sie waren einmal Menschen. Wesen, die heute Engel sind, haben sogar, wenn man nach Weltenzeiten die Sache ansieht, ihr Menschentum gar nicht so weit hinter sich, sie waren auf dem Monde Menschen; und so wie Sie durch die Erdenverhältnisse auf der Erde als Menschen herumwandeln können, so konnten die Engel in ihrer Menschheitsstufe eben den Mond bewohnen. Die Erzengel machten ihre Menschheitsstufe auf der Sonne durch, und die Urbeginne, die Geister der Persönlichkeit, auf dem alten Saturn. So also sind diese Wesenheiten vom Menschentum stufenweise aufgeschritten, sind heute höhere Wesenheiten in höheren Stufen der Hierarchie als der Mensch, und wir können einfach sagen, wenn wir nun die Stufenlage der Weltreiche im geistigen Sinne aufzählen: Wir haben auf der Erde sichtbar das mineralische Reich, das Pflanzenreich, das Tierreich, das menschliche Reich, und nun geht es ins Unsichtbare hinauf, ins Reich der Engel, der Feuergeister oder Erzengel, der Urkräfte oder Geister der Persönlichkeit oder Archai. Während so diese Wesenheiten nun in bezug auf ihr inneres Werden und Wesen vorwärtsschritten, sozusagen von Menschen zu Göttern wurden oder zu Götterboten — was sogar eine richtige Bezeichnung ist für diese Wesenheiten —, während so diese Wesenheiten in ein geistiges Dasein aufstiegen, veränderten sich die Zustände des Planeten, auf dem und für den sie lebten. Wenn wir zurückblicken auf den alten Saturn, auf dem die Archai Menschen waren, so finden wir ihn noch ganz anders aussehend als unsere Erde.

[ 4 ] The expressions of antiquity are very often seen as misleading because, in our time, we no longer distinguish between the various levels of divine-spiritual beings. The Egyptian sage, who spoke of gods, did not mean by this merely a single level of gods or of God, but entire sequences of levels of divine-spiritual beings. Dionysius the Areopagite and the Eastern sages always distinguished between these levels of divine-spiritual beings. Whether we speak of angels or of Dhyan-Chohans makes no difference, for those who truly recognize the unity of world wisdom know that these are merely different names for the same thing. But even within this realm, distinctions must again be made. Those beings who are initially invisible and who stand immediately above humanity—that is, one level higher than humanity—are called angels, Angeloi, or messengers in Christian esotericism; that is, messengers of the divine-spiritual world. Those beings who, in turn, stand one level higher—that is, two levels higher than humanity—are called archangels, Archangeloi, or fire spirits. Those beings who, in turn, when they undergo their normal development, stand one level higher than the archangels—these are the beings called spirits of personality or primal beginnings, primal forces, Archai. Thus, we have three levels of beings standing above human beings. These three types of beings have all undergone their humanity; they were once human beings. Beings who are angels today, when viewed in terms of cosmic ages, have not left their humanity so far behind; they were human beings on the Moon; and just as you can walk about on Earth as human beings due to Earth’s conditions, so the angels, in their human stage, were able to inhabit the Moon. The archangels went through their human stage on the Sun, and the Primordial Spirits, the Spirits of Personality, on ancient Saturn. Thus these beings have ascended step by step from humanity; today they are higher beings in higher stages of the hierarchy than humans, and we can simply say, when we now enumerate the hierarchical order of the world realms in a spiritual sense: Visibly on Earth we have the mineral kingdom, the plant kingdom, the animal kingdom, the human kingdom, and now we ascend into the invisible, into the kingdom of the angels, the fire spirits or archangels, the primal forces or spirits of personality, or Archai. While these beings advanced in terms of their inner development and nature—becoming, so to speak, gods or messengers of the gods—which is indeed an accurate designation for these beings—and while they ascended into a spiritual existence, the conditions of the planet on which and for which they lived underwent changes. When we look back at ancient Saturn, where the Archai were human, we find it looking quite different from our Earth.

[ 5 ] Wir haben gestern davon gesprochen, daß wir auf unserer Erde vier Elemente unterscheiden: Erde, Wasser, Luft, Feuer oder Wärme. Von den drei erstgenannten Elementen war auf dem alten Saturn überhaupt noch nichts vorhanden. Von diesen vier Elementen gab es auf dem Saturn nur das Feuer oder die Wärme. Der heutige materialistische Philosoph wird sagen: Aber Wärme kann doch nur an äußeren Gegenständen uns entgegentreten, es kann warme feste Körper, warmes Wasser geben, aber es kann nicht Wärme für sich geben. Das glaubt eben der materialistische Philosoph; das ist aber nicht wahr. Wenn Sie mit heutigen Sinnen schon den Saturn hätten beobachten können, wie würde er sich dargestellt haben? Nehmen Sie an - wir setzen das als Hypothese voraus —, Sie wären in der alten Saturnzeit durch den Weltenraum geflogen. Gesehen hätten Sie nichts da, wo der alte Saturn war; eines aber würden Sie gewahr geworden sein: da ist es ja warm! Wie wenn Sie durch den erwärmten Raum eines Backofens geflogen wären, so wäre es Ihnen vorgekommen, wenn Sie den Saturn durchflogen hätten. Sie hätten nicht etwa einen Luftzug spüren können, hätten nicht schwimmen können, denn Luft, Wasser gab es noch nicht; auftreten hätten Sie auch nicht können, denn Erde gab es noch nicht. Ihre Hand hätte nichts berühren können; es war eben die ganze Kugel nur Wärme. Also der alte Saturn bestand lediglich zunächst aus dem Elemente der Wärme oder des Feuers. Unser Erdendasein fing in seiner ersten Metamorphose an als ein Planet der Wärme, und daraus können Sie schon entnehmen, wie es richtig ist, wenn zum Beispiel der alte Heraklit sagt: Alles ist aus dem Feuer entsprungen. — Ja selbstverständlich! Weil die Erde nur der verwandelte alte Saturn ist, so ist auch alles auf der Erde aus diesem Feuer herausgekommen. Das war eine Wahrheit, die Heraklit aus den alten Mysterien hatte. Das wird auch angedeutet, indem gesagt wird, daß er das Buch, indem er diese Wahrheit niedergeschrieben hatte, der Göttin zu Ephesus geweiht, auf dem Altar dort niedergelegt hat. Das bedeutet, daß er sich bewußt war, daß er diese Weisheit den Mysterien, den ephesischen Mysterien verdankt, wo in ihrer Reinheit diese Lehre vom Urfeuer Saturn noch immer verkündet worden ist. Nun können Sie auch daraus entnehmen, daß diejenigen Wesen, die wir Urbeginne, Archai, Geister der Persönlichkeit nennen, unter ganz anderen Verhältnissen ihr Menschentum durchgemacht haben als der heutige Mensch. Der Mensch heute hat die Möglichkeit, in seine Körperlichkeit, in sein Knochen- und Blutsystem das Feste, das Flüssige, das Gasförmige hereinzunehmen. Der Mensch des Saturn, der Geist der Persönlichkeit, mußte sich seinen ganzen Leib aus Wärme, aus Feuer bilden. Und das tat er auch: Er hatte nur einen Feuerleib, der Geist der Persönlichkeit auf dem alten Saturn. Sein Leib bestand nur aus Wärme.

[ 5 ] Yesterday we spoke of how we distinguish four elements on our Earth: earth, water, air, and fire or heat. Of the first three elements mentioned, none existed at all on ancient Saturn. Of these four elements, only fire or heat existed on Saturn. Today’s materialistic philosopher will say: But heat can only be encountered in external objects; there can be warm solid bodies, warm water, but there cannot be heat in and of itself. That is what the materialistic philosopher believes; but it is not true. If you had been able to observe Saturn with today’s senses, how would it have appeared? Suppose—let us take this as a hypothesis—that you had flown through space during the time of ancient Saturn. You would have seen nothing where ancient Saturn was; but you would have noticed one thing: it is warm there! Just as if you had flown through the heated interior of an oven, so it would have seemed to you if you had flown through Saturn. You would not have been able to feel a draft, nor would you have been able to swim, for there was no air or water yet; nor would you have been able to walk, for there was no earth yet. Your hand would not have been able to touch anything; the entire sphere was simply heat. Thus, ancient Saturn initially consisted solely of the element of heat or fire. Our earthly existence began in its first metamorphosis as a planet of heat, and from this you can already see how true it is when, for example, the ancient Heraclitus says: Everything has sprung from fire. — Yes, of course! Because the Earth is merely the transformed ancient Saturn, everything on Earth has also emerged from this fire. That was a truth Heraclitus derived from the ancient Mysteries. This is also hinted at by the fact that, having written down this truth in a book, he dedicated it to the goddess at Ephesus and laid it upon the altar there. This means that he was aware that he owed this wisdom to the mysteries, the Ephesian mysteries, where this teaching of the primordial fire Saturn was still being proclaimed in its purity. Now you can also infer from this that those beings we call the Primordial Beginnings, the Archai, the Spirits of Personality, experienced their humanity under conditions entirely different from those of modern humans. Modern humans have the ability to incorporate the solid, the liquid, and the gaseous into their physicality, into their bone and blood systems. The human of Saturn, the Spirit of Personality, had to form his entire body out of warmth, out of fire. And that is what he did: he had only a body of fire, the Spirit of Personality on ancient Saturn. His body consisted solely of warmth.

[ 6 ] Ich habe Ihnen gestern gesagt, daß die Wärme sozusagen zwei Seiten hat. Die eine Seite ist diese, daß sie eigentlich innerlich wahrgenommen wird als innerliche Wärme, wir fühlen uns warm oder kalt, ohne daß wir die Umgebung betasten wie beim Festen; aber wir können die Wärme auch äußerlich fühlen, wenn wir einen warmen Körper angreifen. Das ist das Eigenartige in der Entwickelung des Saturn, daß sozusagen die Wärme übergeht nach und nach vom Anfang des Saturn, wo sie eine bloß innerliche war, bis zum Ende, wo sie äußerlicher, wahrnehmbarer wird. Wenn Sie also im Anfangszustand des Saturn diese Reise durch die Welt gemacht hätten, dann würden Sie, wenn Sie den Raum des Saturn betreten hätten, auf Ihrer Haut keine Wärmebewegung gespürt haben, aber innerlich würden Sie sich gesagt haben: Es ist so behaglich warm. Etwas, was Sie heute nur noch als Seelenwärme kennen, das würde Sie überkommen haben, wenn Sie in den allerersten Stadien des Saturn diese Reise gemacht hätten. Sie können sich eine Vorstellung bilden der Erlebnisse, die Sie gehabt hätten, wenn Sie folgendes betrachten. Sie wissen, daß ein Unterschied besteht, wenn Sie eine rote oder eine blaue Fläche betrachten. Wenn Sie sich der roten Farbe gegenüberstellen, so sagen Ste sich: Das gibt ein warmes Gefühl]; stellen Sie sich dem Blauen gegenüber, so haben Sie das Gefühl des Kalten. Denken Sie sich diese Gefühle, die in der menschlichen Seele ausgelöst werden durch den Eindruck des Roten, den Sie damals ja nicht gehabt hätten, aber Sie hätten so etwas behaglich Warmes gefühlt, wie wenn Sie sich heute dem Roten gegenüberstellen. Am Ende der Saturnzeit würden Sie nicht nur diesen innerlich behaglichen Zustand gefühlt haben, sondern etwas, wie wenn von außen an Sie herangetreten wäre Wärme. Innerliche Wärme hätte sich allmählich verwandelt in äußere Wärmewahrnehmung. Das ist der Weg, den der Saturn durchmachte: von einer innerlich seelischen Wärme zu einer äußerlich wahrnehmbaren Wärme, zu dem, was wir äußerliche Wärme oder Feuer nennen. Und man möchte sagen: Geradeso wie das Kind heranwächst zum großen Menschen und verschiedenes durchmacht, so wuchsen auf dem alten Saturn die Geister der Persönlichkeit heran. Sie fühlten sich zuerst wie innerlich warm, sozusagen innerlich behaglich warm, und nach und nach fühlten sie diese Wärme auch veräußerlicht, verwirklicht, ja verkörperlicht, könnten wir sagen. Und was entstand da? Wenn Sie sich vor die Seele rufen wollen, was da entstand, dann müssen Sie sich’s so vorstellen: Vorerst haben wir die innerliche Erwärmung der Saturnkugel; da finden die Geister der Persönlichkeit die Möglichkeit, sich zuerst zu verkörpern. Während sie sich verkörpern, bildet sich dasjenige, was man äußere Wärme nennt. Und wenn Sie die Reise in einem späteren Saturnzustand hätten machen können, so hätten Sie auch unterscheiden können zwischen äußerlich warmen und kalten Stellen im Saturn. Und wenn Sie jetzt das nachgezeichnet hätten, was Sie als eingeschlossene Wärmekörper gefunden, dann hätte sich folgende Zeichnung ergeben: Im Umkreise ist es, wie wenn lauter solche Wärme-Eier eine Oberfläche des Saturn gebildet hätten. Von außen würde das ausgesehen haben, wenn man es hätte sehen können, wie eine Brombeere oder Himbeere. Was waren diese Eier? Es waren die Körper der Geister der Persönlichkeit, und diese Geister der Persönlichkeit bildeten gerade durch ihre innere Wärme die äußere Wärme dieser Saturn-Eier. Von diesem Zustande kann man so recht sagen: Und die Geister brüteten über der Wärme, und sie brüteten wirklich die ersten Feuerleiber aus. Vom Weltenraum herein wurden die ersten Feuerleiber ausgebrütet. Wenn wir den Ausdruck gebrauchen dürfen, es koagulierten im Wärmeraum die äußeren Wärme-Eier aus dem Innern heraus. Also, auf dem alten Saturn waren die Geister der Persönlichkeit, die Archai, man nennt sie auch Asuras, in diesen Feuerleibern verkörpert. Es bestand der Saturn nur aus diesem Elemente des Feuers.

[ 6 ] I told you yesterday that heat, so to speak, has two sides. One side is that it is actually perceived internally as inner warmth; we feel warm or cold without touching the surroundings, as we do with solids; but we can also feel heat externally when we touch a warm body. This is the peculiarity of Saturn’s development: that heat, so to speak, gradually shifts from the beginning of Saturn, where it was purely internal, to the end, where it becomes more external and perceptible. So if you had made this journey through the world in the initial state of Saturn, then when you entered the space of Saturn, you would not have felt any sensation of warmth on your skin, but inwardly you would have said to yourself: It is so comfortably warm. Something that you today know only as soul warmth would have overcome you if you had made this journey in the very earliest stages of Saturn. You can form an idea of the experiences you would have had by considering the following. You know that there is a difference when you look at a red or a blue surface. When you face the red color, you say to yourself: “That gives a warm feeling”; when you face the blue, you have the feeling of cold. Imagine these feelings that are triggered in the human soul by the impression of red—which you would not have had back then—but you would have felt something pleasantly warm, as if you were facing red today. At the end of the Saturn era, you would not only have felt this inner sense of comfort, but something as if warmth had approached you from the outside. Inner warmth would have gradually transformed into an external perception of warmth. This is the path Saturn underwent: from an inner, soulful warmth to an outwardly perceptible warmth, to what we call external warmth or fire. And one might say: just as a child grows into an adult and goes through various experiences, so did the spirits of the personality grow on the ancient Saturn. At first they felt as if they were inwardly warm, so to speak, inwardly comfortably warm, and little by little they also felt this warmth externalized, realized, indeed embodied, we might say. And what arose there? If you wish to call to mind what arose there, then you must imagine it like this: To begin with, we have the inner warming of the sphere of Saturn; there the spirits of personality find the opportunity to first incarnate. As they incarnate, what is called external warmth forms. And if you had been able to make the journey in a later state of Saturn, you would also have been able to distinguish between externally warm and cold spots on Saturn. And if you had now sketched what you found as enclosed heat bodies, the following drawing would have resulted: Around the circumference, it is as if all these heat eggs had formed a surface of Saturn. From the outside, if one could have seen it, it would have looked like a blackberry or a raspberry. What were these eggs? They were the bodies of the spirits of the personality, and it was precisely through their inner warmth that these spirits of the personality formed the outer warmth of these Saturn eggs. Of this state one can truly say: And the spirits brooded over the warmth, and they truly hatched the first fire bodies. The first fire bodies were hatched from outer space. If we may use the expression, the outer heat-eggs coagulated from within in the heat chamber. Thus, on ancient Saturn, the spirits of personality—the Archai, also called Asuras—were embodied in these fire bodies. Saturn consisted solely of this element of fire.

Spiritual HierarchiesSpiritual Hierarchies

[ 7 ] Nun gab es in dieser alten Saturnentwickelung für die Geister der Persönlichkeit die Möglichkeit, die äußere Wärme wiederum in innere zu verwandeln. Der Vorgang war nämlich nicht steif und hart, sondern innerlich beweglich. Tatsächlich erzeugten diese Geister der Persönlichkeit fortwährend diese Wärme-Eier und ließen sie wieder verschwinden. Und jetzt können Sie sich diesen Vorgang noch genauer vorstellen. Denken Sie sich, Sie hätten eine Zeitlang diese Reise hin und her gemacht, da würden Sie gemerkt haben, es gibt auf diesem Saturn jetzt Zeiten, in denen äußerlich gar keine Wärme wahrnehmbar ist, in denen nur das behagliche innere Feuer da ist; dann wiederum Zeiten, in denen diese Wärme-Eier auftreten. Sie hätten etwas wahrgenommen wie das Atmen des ganzen alten Saturn, aber ein FeuerAtmen. Sie hätten sich gesagt: Ich bin manchmal in diesem alten Saturn so drinnen, wie wenn alle äußerliche Wärme verinnerlicht, weggenommen wäre, wie wenn alles nur innerliche Behaglichkeit wäre, und Sie hätten sich gesagt: Jetzt hat der Saturn die Wärme eingeatmet. — Und dann wären Sie ein anderes Mal durchgekommen und hätten diese vielen Wärme-Eier gefunden, und Sie hätten gesagt: Jetzt hat der Saturn seine innere Wärme ausgeatmet, sie ist äußeres Feuer.

[ 7 ] Now, in this ancient Saturn evolution, the spirits of personality had the ability to transform external heat back into internal heat. The process was not rigid and unyielding, but internally flexible. In fact, these spirits of personality were constantly producing these “heat eggs” and causing them to disappear again. And now you can imagine this process in even greater detail. Imagine that you had been making this journey back and forth for a while; you would have noticed that there are times on this Saturn when no external heat is perceptible at all, when only the cozy inner fire is present; then again, times when these heat-eggs appear. You would have perceived something like the breathing of the whole old Saturn, but a fire-breath. You would have said to yourself: Sometimes I am so deep inside this old Saturn, as if all external warmth were internalized, taken away, as if everything were only inner comfort, and you would have said to yourself: Now Saturn has breathed in the warmth. — And then another time you would have come through and found these many heat eggs, and you would have said: Now Saturn has exhaled its inner warmth; it is external fire.

[ 8 ] Sehen Sie, diese Vorstellung haben die alten heiligen Rishis bei ihren Schülern hervorgerufen. Sie haben sie sozusagen im Geiste zurückversetzt in die alte Saturnzeit und haben sie empfinden lassen, wie ein ganzer Planet etwas vollzieht, das ähnlich ist wie unser heutiges Aus- und Einatmen. Sie haben in ihnen die Vorstellung hervorgerufen: Das Feuer fließt heraus und wird zu unzähligen Wärmeleibern, das Feuer wird eingesogen und wird innerliche Ichheit der Geister der Persönlichkeit. Daher haben sie dieses Leben eines Planeten verglichen mit einem Aus- und Einatmen, aber es ist zunächst auf dem alten Saturn nur ein Feuer-Atmen. Luft ist noch nicht vorhanden. Nehmen wir nun an, es wäre folgendes geschehen: alle diese Geister der Persönlichkeit auf dem Saturn hätten sozusagen immer Wärme eingeatmet und ausgeatmet. Da würden sie ihre regelmäßige Saturnentwickelung durchgemacht haben, und die Folge wäre gewesen, daß nach der entsprechenden Zeit alles wiederum hereingenommen worden wäre in innere Wärme, und der Saturn wäre als äußerer Feuerplanet verschwunden, wäre wieder aufgenommen worden in die Reiche der geistigen Welt. So hätte es geschehen können. Dann hätten wir allerdings niemals den Sonnen-, den Mond- und den Erdenzustand gehabt, denn es wäre alles, was hätte ausgeatmet werden können, wiederum zurückgenommen worden in innere Wärme, wäre zurückgekehrt in die geistige Welt. Aber nun wollen wir einen trivialen Ausdruck gebrauchen, der uns verständlicher werden wird: Es gefiel sozusagen gewissen Geistern der Persönlichkeit besser, nur einen Teil der ausgeatmeten Wärme wieder zurückzunehmen und immer etwas zurückzulassen, so daß also beim Einatmen alle diese SaturnEier draußen nicht verschwanden, sondern daß sie blieben. Und so stellte sich allmählich eine Zweiheit heraus auf dem Saturn: innerliche Wärme und daneben die äußere Wärme, in den Saturn-Eiern verkörpert. Es wurde nicht alles wieder zurückgenommen. Sozusagen überließen die Geister der Persönlichkeit einen Teil der ausgeatmeten Wärme sich selber, sie ließen sie da draußen. Warum taten sie das eigentlich? Das mußten sie tun; wenn sie es nicht getan hätten, dann wären sie auf dem Saturn gar nicht Menschen geworden.

[ 8 ] You see, this is the vision the ancient holy Rishis evoked in their disciples. They transported them, so to speak, back in spirit to the ancient Saturn era and allowed them to experience how an entire planet performs an action similar to our modern-day inhalation and exhalation. They evoked the following image in them: The fire flows out and becomes countless bodies of warmth; the fire is drawn in and becomes the inner selfhood of the spirits of personality. Therefore, they compared this life of a planet to an exhalation and inhalation, but on ancient Saturn it is initially only a breathing of fire. Air does not yet exist. Let us now assume that the following happened: all these spirits of personality on Saturn would, so to speak, have constantly inhaled and exhaled warmth. They would have undergone their regular Saturn development, and the result would have been that, after the appropriate time, everything would again have been taken back into inner warmth, and Saturn would have disappeared as an outer fire planet, would have been reabsorbed into the realms of the spiritual world. That is how it could have happened. Then, however, we would never have had the solar, lunar, and terrestrial states, for everything that could have been exhaled would have been taken back again into inner warmth, would have returned to the spiritual world. But now let us use a trivial expression that will become clearer to us: Certain spirits of the personality, so to speak, preferred to take back only a portion of the exhaled heat and always leave something behind, so that when inhaling, all these Saturn eggs did not disappear, but remained. And so a duality gradually emerged on Saturn: inner heat and, alongside it, outer heat, embodied in the Saturn eggs. Not everything was taken back. So to speak, the spirits of personality left a portion of the exhaled warmth to itself; they left it out there. Why did they do that, actually? They had to do it; if they hadn’t, they would never have become human beings on Saturn.

[ 9 ] Denn was heißt Mensch werden? Das heißt: zum Ich-Bewußtsein kommen. Sie können das nicht, wenn Sie sich als Ich nicht von einem Äußeren unterscheiden. Nur dadurch sind Sie ein Ich. Der Blumenstrauß ist hier, ich bin da, ich unterscheide mich als Ich von dem Objekte. Die Geister der Persönlichkeit hätten ewig nur ihr Ich ausgeströmt, wenn sie nicht etwas draußen gelassen hätten, was ihnen Widerstand geleistet hätte: Das andere ist draußen, ich unterscheide mich von dem objektiv gemachten Wärme-Element. Dadurch sind die Geister der Persönlichkeit zu ihrem Ich, zum Selbstbewußtsein gekommen, daß sie einen Teil der Saturnwesenheiten hinabgedrängt haben in ein bloß äußeres Wärmedasein. Sie sagten sich: Ich muß etwas von mir nach außen strömen lassen und draußen lassen, damit ich mich davon unterscheiden kann, damit mein Ich-Bewußtsein sich entzündet an diesem Äußeren. So hatten sie also ein Reich neben sich geschaffen, sie hatten sich gleichsam ein Spiegelbild ihres Innern in dem Äußeren geschaffen. Dadurch kam es auch, daß, als sozusagen das Leben des Saturn abgelaufen war, die Geister der Persönlichkeit gar nicht in der Lage waren, den Saturn verschwinden zu lassen. Er wäre, wenn sie alles Feuer eingeatmet hätten, verschwunden; so aber waren sie nicht imstande, das, was sie hinausgesetzt hatten aus sich selbst, zurückzuatmen. Sie mußten das Feld, das ihnen die Möglichkeit geboten hatte, zum Selbstbewußtsein zu kommen, sich selbst überlassen.

[ 9 ] For what does it mean to become human? It means: to attain self-consciousness. You cannot do this if, as a self, you do not distinguish yourself from the external world. Only in this way are you a self. The bouquet of flowers is here, I am there; I distinguish myself as a self from the object. The spirits of personality would have eternally radiated only their “I” had they not left something outside that offered them resistance: The other is outside; I distinguish myself from the heat element that has been objectified. Through this, the spirits of personality have attained their “I,” their self-consciousness, by forcing a part of the Saturn beings down into a mere external existence of heat. They said to themselves: I must let something of myself flow outward and remain outside, so that I can distinguish myself from it, so that my sense of self may be kindled by this external reality. Thus they had created a realm beside themselves; they had, as it were, created a mirror image of their inner being in the outer world. This also meant that when, so to speak, the life of Saturn had run its course, the spirits of personality were not at all able to let Saturn disappear. It would have disappeared if they had breathed in all the fire; but as it was, they were unable to breathe back into themselves what they had projected out of themselves. They had to leave the field that had offered them the possibility of attaining self-consciousness to its own devices.

[ 10 ] Für den Saturn hätte kein Pralayazustand eintreten können durch die Geister der Persönlichkeit allein. Da mußten höhere Geister eintreten, die mußten sozusagen das wieder auflösen, damit ein Pralaya, ein Zwischenzustand, ein Zustand des Verschwindens, des Schlafes eintrat. Höhere Geister, von denen wir jetzt nur den Namen anführen, die Throne, mußten eintreten und mußten alles das wieder auflösen. So daß, als das Leben des Saturn zu Ende ging, sich folgender Prozeß abspielte: Die Geister der Persönlichkeit hatten Selbstbewußstsein erlangt, hatten einen Teil der Wärme wiederum in sich aufgesogen, hatten in ihren Mittelpunkt das Selbstbewußtsein aufgenommen und hatten dafür zurückgelassen ein niederes Reich. Jetzt kam das Reich der Throne, und diese lösten, was jene übriggelassen hatten, auf, und der Saturn ging in eine Art Planetennacht ein. Nun kam der Planetenmorgen. Das Ganze sollte durch Gesetze, die wir noch kennenlernen werden, sozusagen wiederum aufwachen. Wäre der alte Saturn verschwunden durch das Einatmen der gesamten Wärme, so wäre alles Saturndasein in die geistige Welt aufgenommen worden. Ein Aufwachen wäre überhaupt nicht geschehen. Nun konnten die Throne zwar für eine Zeitlang auflösen, was die Geister der Persönlichkeit als Eier herausgesetzt hatten, aber sie konnten es nur für eine Zeit. Es mußte das gewissermaßen zu einer weiteren Entwickelung wiederum einem niedrigeren Dasein übergeben werden. Dadurch kam ein Planetenmorgen; der zweite Verwandlungszustand des Saturn trat ein, der Sonnenzustand. Was wurde denn da eigentlich herausgeboren jetzt in diesem Sonnenzustand? Herüber kamen nach dem Schlafzustand des Planeten vom alten Saturn die Geister der Persönlichkeit, die jetzt ihr Selbstbewußtsein hatten, die also nicht mehr darauf angewiesen waren, ähnliches durchzumachen, wie sie schon durchgemacht hatten. Aber sie hatten gewisse WärmeEier ausgeatmet, die kamen wiederum nach und nach heraus, die differenzierten sich heraus aus der allgemeinen Masse. Und die Folge war, daß jetzt diese Geister der Persönlichkeit sozusagen gebunden waren an dasjenige, was sie von sich hinterlassen hatten. Hätten sie alles in die geistige Welt hinaufgenommen, so wären sie nicht sonnengebunden gewesen, sie hätten nicht heruntersteigen müssen; so mußten sie es, denn sie hatten einen Teil ihres früheren eigenen Wesens zurückgelassen. Darum mußten sie sich kümmern, der zog sie Jetzt hinunter zu einem neuen planetarischen Dasein.

[ 10 ] For Saturn, a state of Pralaya could not have been brought about by the spirits of the personality alone. Higher spirits had to intervene; they had to, so to speak, dissolve it all again so that a Pralaya—an intermediate state, a state of disappearance, of sleep—could set in. Higher spirits, of whom we now mention only the name, the Thrones, had to intervene and dissolve all of that again. So that, as Saturn’s life drew to a close, the following process took place: The spirits of personality had attained self-consciousness, had absorbed part of the warmth back into themselves, had taken self-consciousness into their center, and had left behind a lower realm. Now came the realm of the Thrones, and these dissolved what the former had left behind, and Saturn entered a kind of planetary night. Now came the planetary morning. The whole was to be reawakened, so to speak, through laws we shall yet come to know. Had the old Saturn disappeared through the inhalation of all the warmth, the entire Saturnian existence would have been absorbed into the spiritual world. An awakening would not have taken place at all. Now the Thrones were indeed able to dissolve for a time what the spirits of personality had laid out as eggs, but they could do so only for a time. It had to be handed over, so to speak, to a lower existence for further development. Through this, a planetary dawn came; Saturn’s second state of transformation set in, the solar state. What, then, was actually born in this solar state? Emerging from the planetary sleep of the old Saturn were the spirits of personality, who now possessed self-consciousness and were therefore no longer dependent on undergoing experiences similar to those they had already endured. But they had exhaled certain “warmth-eggs,” which in turn emerged little by little, differentiating themselves from the general mass. And the consequence was that these spirits of personality were now, so to speak, bound to what they had left behind. Had they taken everything up into the spiritual world, they would not have been bound to the sun; they would not have had to descend; but they had to, because they had left behind a part of their former being. They had to take care of this; it now drew them down to a new planetary existence.

[ 11 ] Das war Karma des Saturn, das war Weltenkarma, kosmisches Karma. Weil die Geister der Persönlichkeit auf dem alten Saturn nicht alles in sich hineingenommen hatten, hatten sie sich das Karma bereitet, zurückkehren zu müssen: Sie fanden unten dasjenige, was sie angerichtet hatten, als eine Erbschaft des alten Saturn. Und was geschah nun, indem sich die Geister der Persönlichkeit jetzt befaßten, abgaben mit ihrem geschaffenen Karma? Dadurch geschah das, was ich gestern im allgemeinen charakterisiert habe: Die Wärme spaltete sich auf der einen Seite in Licht, auf der anderen in Rauch. Und so entstand im wiedererstandenen Saturn aus diesen Wärme-Eiern auf der einen Seite der neue Planet wie Gas, wie Luft oder wie Rauch, wie man es genannt hat, und auf der anderen Seite entstand Licht, indem die Wärme sozusagen wiederum zurückkehrte in höhere Zustände. Innerlich im verwandelten Saturn Rauch, Gas, Luft, auf der anderen Seite Licht! Und wären Sie jetzt auf einer Reise durch die Welt an den Ort gekommen, wo diese alte Sonne war, dann würden Sie schon von weitem dasjenige, was sich da als Licht gebildet hatte, gespürt haben, weil ja dahinter der Rauch war. Sie hätten, wenn auch nicht das Licht, aber eine leuchtende Kugel wahrgenommen, wie beim Saturn eine Wärmekugel. Eine leuchtende Kugel wäre es gewesen, an die Sie herangetreten wären, und wären Sie an die Oberfläche gekommen, hineingedrungen in diese Kugel, so würden Sie nicht nur Wärme wahrgenommen haben, sondern Winde, Luft, strömendes Gas nach allen Seiten hin. So hat sich die Wärmekugel zu einer Leuchtekugel verwandelt: Es ist eine Sonne entstanden. Mit völligem Rechte nennt man das eine Sonne. Und was heute Sonnen sind, die machen heute noch diesen Prozeß durch: Die sind heute innerlich strömendes Gas, und nach der anderen Seite bewirken sie, daß dieses Gas zum Licht wird; sie verbreiten Licht in den Weltenraum. Jetzt war also eigentlich erst das Licht in dem Verwandlungszustande der Erde gebildet, jetzt war erst Licht entstanden. In der Wärme, in der alten Saturnwärme, da konnten zunächst die Geister der Persönlichkeit Mensch werden; in dem Licht, das jetzt von der Sonne ausstrahlte, da konnten Mensch werden diejenigen Wesenheiten der geistigen Hierarchien, die wir Erzengel oder Archangeloi nennen. Und Sie würden in der Tat, wenn Sie nicht nur wie ein heutiger Mensch sich der Sonne genähert hätten, sondern wie ein hellseherischer, Sie würden nicht nur Leuchten wahrgenommen haben, das von der Sonne ausgeht, nicht bloß Licht, sondern es wären Ihnen entgegengeströmt im Lichte die Taten der Erzengel.

[ 11 ] That was the karma of Saturn; it was world karma, cosmic karma. Because the spirits of personality on the ancient Saturn had not fully assimilated everything within themselves, they had brought upon themselves the karma of having to return: they found below them what they had wrought as an inheritance from the ancient Saturn. And what happened now, as the spirits of personality now dealt with, processed their created karma? Through this, what I characterized in general terms yesterday came to pass: The heat split on one side into light, on the other into smoke. And so, in the resurrected Saturn, from these heat-eggs, on one side the new planet arose like gas, like air, or like smoke, as it has been called, and on the other side light arose, as the heat, so to speak, returned once more to higher states. Inside the transformed Saturn: smoke, gas, air; on the other side, light! And if you had now, on a journey through the world, come to the place where this ancient Sun was, you would have sensed from afar what had formed there as light, because the smoke was behind it. You would have perceived, if not the light itself, then a luminous sphere, like a sphere of heat in the case of Saturn. It would have been a luminous sphere that you would have approached, and if you had reached the surface, penetrated into this sphere, you would have perceived not only heat, but winds, air, and gas flowing in all directions. Thus the heat sphere has transformed into a luminous sphere: a sun has come into being. It is quite rightly called a sun. And what are suns today are still undergoing this process: they are internally flowing gas today, and on the other hand they cause this gas to become light; they radiate light into outer space. So it was only now that light was actually formed during the Earth’s state of transformation; it was only now that light had come into being. In the warmth, in the ancient Saturn warmth, the spirits of the personality were first able to become human; in the light now radiating from the sun, those beings of the spiritual hierarchies whom we call archangels or Archangeloi were able to become human. And indeed, if you had approached the sun not merely as a modern human being, but as a clairvoyant, you would not have perceived only the radiance emanating from the sun, not merely light, but the deeds of the Archangels would have flowed toward you in the light.

[ 12 ] Aber es haben sozusagen diese Erzengel etwas mit in Kauf nehmen müssen. Die alten Geister der Persönlichkeit haben auf dem Saturn noch das reine Feuer gefunden. Die Erzengel, die erst auf der Sonne Mensch werden konnten, haben jetzt auf der Sonne, die sie bewohnen mußten, Rauch, Gas gefunden. Was mußten sie nun tun, um mit der Sonne in festem Zusammenhange zu bleiben, um da ihren Wohnplatz aufzuschlagen? Sie bildeten sich ihre Seele, ihr Inneres aus dem Licht, sie woben sich ihren Seelenleib aus Licht, gliederten aber diesem Seelenleibe dasjenige, was als Gas da war, als den äußeren Leib ein. Wie Sie heute also Leib und Seele haben, so hatten diese Erzengel als Menschen auf der Sonne ein Inneres, das imstande war, Licht auszuströmen, und ein Äußeres, einen physischen Leib, der aus Gas, aus Luft bestand. Wie heute der Mensch in seinem Leib aus Erde, Wasser, Luft und Feuer besteht, so bestanden diese Erzengel aus Luft, und innerlich hatten sie Licht. Aber es war natürlich das Element des Feuers mit herübergenommen worden, denn gerade das war es, was sich zu Rauch und Licht entwickelte. Daher hatten diese Erzengel auch Feuer in sich. Ihre gesamte Wesenheit bestand also aus Licht, Rauch und Feuer. Sie hätten die Erzengel angetroffen in Leibern, gewoben aus Gas, Feuer und Licht. Durch das Licht lebten sie ein Leben nach außen, strömten sie in den Weltenraum hinaus die leuchtende Kraft. Durch das Feuer lebten sie ein Leben in ihrem eigenen Innern, die Behaglichkeit der Wärme. Durch das Leben im Gas-Leib lebten sie ein Leben im Sonnenplaneten selber. Sie konnten jetzt sozusagen im Sonnenplaneten von der allgemeinen Sonnensubstanz ihren eigenen Gas-Leib unterscheiden. Sie stießen mit dem anderen zusammen: dadurch entzündete sich für sie eine Art Selbstbewußtsein. Aber nur dadurch konnte sich dieses Selbstbewußtsein höher und höher gestalten, daß es nun auch diesen Erzengeln, wenn wir so sagen dürfen, besser gefiel, in diesem GasLeib, im Rauch-Leib in gewisser Beziehung zu verbleiben oder ihn wenigstens zu belassen in der Sonnensubstanz. Denn diese Erzengel auf der alten Sonne hätten in wechselndem Zustand wiederum den ganzen Rauch, das ganze Gas, das sozusagen in der Umgebung war, in sich aufnehmen können. Jetzt haben Sie einen wirklichen Armungsprozeß! Auf der alten Sonne würden Sie diese Strömungen im Gas wie einen Atmungsprozeß wahrgenommen haben. Sie würden gewisse Zustände gefunden haben, wo absolute Windstille war, und Sie hätten sich gesagt: Jetzt haben die Erzengel alles strömende Gas eingeatmet. - Dann aber begannen die Erzengel wieder herauszuatmen: Es fing an, innerlich zu strömen und damit zu gleicher Zeit sich Licht zu entwickeln. Das war der Wechselzustand der Sonne: Es atmeten die Erzengel ein das gesamte Gas — Windstille war da, dafür auch Dunkelheit, Sonnennacht. Sie atmeten aus - die Sonne erfüllte sich mit strömendem Rauch, dafür auch erglänzte sie nach außen, es wurdeSonnentag. Und so gab es einen wirklichen Atmungsprozeß des ganzen Sonnenleibes: Ausatmen — Sonnentag, Beleuchten der Umwelt; Einatmen - Sonnennacht, Dunkelwerden in der ganzen Umwelt.

[ 12 ] But these archangels, so to speak, had to accept certain conditions. The ancient spirits of personality had found pure fire on Saturn. The archangels, who were only able to become human on the Sun, now found smoke and gas on the Sun, which they were compelled to inhabit. What, then, did they have to do to remain in a firm connection with the Sun, to make their home there? They formed their soul, their inner being, out of light; they wove their soul-body from light, but incorporated into this soul-body that which was present as gas, as the outer body. Just as you have a body and a soul today, so these archangels, as human beings on the Sun, had an inner being capable of radiating light, and an outer being, a physical body, consisting of gas and air. Just as human beings today consist in their bodies of earth, water, air, and fire, so these archangels consisted of air, and inwardly they had light. But of course the element of fire had been brought over as well, for that was precisely what developed into smoke and light. Therefore, these archangels also had fire within them. Their entire being thus consisted of light, smoke, and fire. You would have encountered the archangels in bodies woven from gas, fire, and light. Through the light they lived a life outwardly, streaming the luminous power out into the cosmos. Through the fire they lived a life within their own inner being, the comfort of warmth. Through life in the gaseous body they lived a life within the sun-planet itself. They could now, so to speak, distinguish their own gaseous body from the general solar substance within the sun-planet. They came into contact with the other: through this, a kind of self-awareness was kindled within them. But this self-awareness could only develop higher and higher because it now also pleased these archangels, if we may say so, to remain in this gaseous body, in the smoky body, in a certain sense, or at least to leave it within the solar substance. For these archangels on the ancient Sun, in a state of flux, could have absorbed all the smoke, all the gas that was, so to speak, in the surrounding environment. Now they have a real process of arming! On the ancient Sun, they would have perceived these currents in the gas as a breathing process. They would have found certain states where there was absolute stillness, and they would have said to themselves: Now the archangels have inhaled all the flowing gas. — But then the archangels began to exhale again: It began to flow inwardly, and at the same time light began to develop. That was the alternating state of the sun: The archangels inhaled the entire gas—there was stillness, but also darkness, a solar night. They exhaled—the sun filled with flowing smoke, yet it also shone outward; it became a sunny day. And so there was a real breathing process of the entire solar body: exhaling—sunny day, illuminating the surroundings; inhaling—solar night, darkness falling over the entire surroundings.

[ 13 ] Hier haben Sie die alte Sonne zugleich in ihrem Unterschied geschildert von unserer jetzigen Sonne. Unsere jetzige Sonne leuchtet immer, und die Dunkelheit wird nur bewirkt, wenn sich etwas vor ihr Licht hinstellt. Das war bei der alten Sonne eben nicht so. Sie hatte in sich selbst die Kraft, in abwechselnden Zuständen hell und dunkel zu werden, aufzuleuchten und sich zu verfinstern, denn das war ihr Ausatmen und Einatmen. Nun stellen wir uns so ganz lebhaft vor, was da eigentlich, nun sagen wir, äußerlich, sichtbarlich geschehen war.

[ 13 ] Here you have described the ancient sun in contrast to our present sun. Our present sun always shines, and darkness is only caused when something stands in the way of its light. That was not the case with the ancient sun. It possessed within itself the power to alternate between light and dark, to shine and to darken, for that was its exhalation and inhalation. Now let us vividly imagine what actually happened there—let us say, externally, visibly.

[ 14 ] Nehmen wir diesen Zustand des Ausatmens: Licht verbreitet sich, dafür aber auch erfüllt sich die Sonne mit Rauch. Diese Rauchgestalten, diese Rauchströmungen sind regelmäßige Gebilde. Es ist also sozusagen eingeschaltet in der Sonnensubstanz beim jedesmaligen Ausatmen eine Summe von regelmäßigen Gebilden. Dasjenige, was früher bloß Eiform hatte, Wärme-Ei war, hatte sich zu allerlei regelmäßigen Gebilden umgestaltet. Ganz sonderbare Rauchgebilde mit innerem Leben und innerer Regelmäßigkeit waren entstanden. Wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf: Die Eier sind ausgebrütet worden. Es war wirklich etwas, was sich vergleichen läßt mit diesem verfestigenden Prozeß. So wie das Hühnchen herauskommt aus dem Hühnerei, so war das Wärme-Ei entzweigegangen und heraus waren gekommen regelmäßige Rauchgestalten, und diese regelmäßigen Rauchgestalten waren die dichtesten Leiber, welche die Erzengel hatten. In Rauch-, in Gas-, in Luft-Leibern belebten sie die Sonne; so wandelten sie als Menschen sozusagen auf der Sonne herum. Jetzt haben wir also den geistigen Begriff eines Fixsternes, den geistigen Begriff einer Weltensonne, die sozusagen durch ihre eigene Macht Sonne ist, die Tag und Nacht wechseln läßt durch ihre eigene Macht. Wie Aus- und Einatmen läßt sie wechseln Helligkeit und Dunkelheit, denn die Sonne war dazumal eine Art Fixstern. Alles, was selbstleuchtend ist in unserem Weltenraum, das sendet in den Weltenraum mit dem Licht auch hinaus das Leben von geistigen Boten: Archangeloi.

[ 14 ] Let us consider this state of exhalation: light spreads out, but at the same time the sun fills with smoke. These smoky forms, these streams of smoke, are regular structures. So, to speak, a sum of regular formations is incorporated into the substance of the sun with every exhalation. That which formerly had merely an egg-like form, which was a heat-egg, had transformed itself into all manner of regular formations. Quite peculiar smoke formations with inner life and inner regularity had come into being. If I may use the expression: The eggs have hatched. It was truly something comparable to this process of solidification. Just as the chick emerges from the chicken egg, so the heat-egg had split open and out had come regular smoke-figures, and these regular smoke-figures were the densest bodies that the archangels possessed. In bodies of smoke, gas, and air, they animated the sun; thus they walked about on the sun, so to speak, as human beings. So now we have the spiritual concept of a fixed star, the spiritual concept of a world-sun that is, so to speak, a sun by its own power, which causes day and night to alternate by its own power. Like inhaling and exhaling, it alternates brightness and darkness, for the sun was at that time a kind of fixed star. Everything that is self-luminous in our world-space sends out into world-space, along with the light, the life of spiritual messengers: Archangeloi.

[ 15 ] Was hatten also die ursprünglichen Archai, die Urbeginne, die Geister der Persönlichkeit durch ihre eigene Entwickelung bewirkt, was hatten sie hergestellt? Daß überhaupt eine Sonne hat hervortreten können. Während sich sonst nur ein Saturndasein in der Evolution angekündigt hätte, während sonst nur die den Saturn mit Wärme erfüllenden Archai gewesen wären, ist dadurch, daß die Archai die äußeren Wärme-Eier dem Saturn überlassen haben, der Saturn zur Sonne geworden. Und auf der Sonne fanden die Erzengel die Möglichkeit, die Menschheitsstufe durchzumachen. Sie wurden für die Welt die Verkündiger, die sagen konnten: Uns sind die Urbeginne, die Geister der Persönlichkeit, vorangegangen. Wir verkünden als die Boten dem Universum im strahlenden Lichte das ehemalige Dasein des warmen, des innerlich durchwärmten Saturn. Wir sind die Boten, die Verkündiger der Archai. — Bote heißt Angelos, Archai heißt die Anfänge; es waren also diese Erzengel nichts anderes als die Boten von den Taten der Urbeginne oder Archai in früherer Zeit. Und daher heißen sie die Engel des Anfanges, Archai-Angeloi, was dann zum deutschen Wort Erzengel geworden ist. So sind sie, diese Erzboten, die Menschen der Sonne gewesen.

[ 15 ] So what had the original Archai, the Primordial Beginnings, the spirits of personality, brought about through their own evolution; what had they created? That a sun could emerge at all. Whereas otherwise only a Saturn existence would have been foreshadowed in evolution, whereas otherwise there would have been only the Archai filling Saturn with warmth, Saturn became the Sun because the Archai left the outer heat-eggs to Saturn. And on the Sun, the Archangels found the opportunity to pass through the human stage. They became the heralds for the world, who could say: The Primordial Beings, the Spirits of Personality, have gone before us. We proclaim, as the messengers, to the universe in radiant light the former existence of the warm, the inwardly heated Saturn. We are the messengers, the heralds of the Archai. — Messenger is called Angelos, Archai means the beginnings; thus these archangels were nothing other than the messengers of the deeds of the Primordial Beginnings or Archai in earlier times. And that is why they are called the angels of the beginning, Archai-Angeloi, which then became the German word Erzengel. Thus they, these archmessengers, were the people of the Sun.