Spiritual Hierarchies
and their Reflection in the Physical World
GA 110
12 April 1909 evening, Düsseldorf
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Spiritual Hierarchies, tr. SOL
Zweiter Vortrag
Second Lecture
[ 1 ] Es war eine Erkenntnis, welche durchaus auf die geistigen Quellen des Daseins zurückgeht, die Lehre, die von den heiligen Rishis verkündet worden ist in der ersten Kulturperiode der nachatlantischen Zeit. Und das ist das Bedeutsame gerade an dieser Lehre, an dieser Forschung vom Aufgange unserer nachatlantischen Zeit, daß sie so tief in alle Naturprozesse eindrang, daß sie in diesen Naturprozessen das Geistig-Wirksame erkennen konnte. Im Grunde genommen sind wir immer umgeben von geistigen Geschehnissen und geistigen Wesenheiten. Alles, was materiell geschieht, ist ja nur der Ausdruck von geistigen Tatsachen, und alle Dinge, die uns materiell entgegentreten, sind nur die äußere Hülle von geistigen Wesenheiten. Wenn nun in der genannten uralten heiligen Lehre von den uns umgebenden Erscheinungen gesprochen wurde, die wir wahrnehmen in unserer Umgebung, so wurde da immer auf eine Erscheinung besonders hingewiesen, auf die wichtigste, die bedeutsamste Naturerscheinung, die den Menschen auf der Erde umgibt. Und als diese bedeutsamste Naturerscheinung wurde angesehen von jener Geisteswissenschaft die Tatsache des Feuers. Bei allen Erklärungen dessen, was auf der Erde vorgeht, wurde in den Mittelpunkt gestellt die geistige Forschung über das Feuer. Wollen wir aber verstehen diese, wir können sagen, östliche Lehre vom Feuer, die so weittragend war in alten Zeiten für alle Erkenntnis und auch für alles Leben, wollen wir verstehen diese Lehre vom Feuer, dann müssen wir uns ein wenig umschauen unter den anderen Naturerscheinungen und Naturgegenständen, wie sie angesehen wurden von jener uralten, aber heute noch durchaus für die Geisteswissenschaft gültigen Lehre.
[ 1 ] It was a realization that traces its origins entirely to the spiritual sources of existence—the teaching proclaimed by the holy Rishis during the first cultural epoch of the post-Atlantean era. And what is significant about this teaching, about this research from the dawn of our post-Atlantean era, is that it penetrated so deeply into all natural processes that it was able to recognize the spiritual forces at work within them. Fundamentally, we are always surrounded by spiritual events and spiritual beings. Everything that happens in the material world is, after all, merely the expression of spiritual realities, and all things that appear to us in the material world are merely the outer shell of spiritual beings. When the aforementioned ancient sacred teaching spoke of the phenomena surrounding us that we perceive in our environment, it always drew particular attention to one phenomenon—the most important, the most significant natural phenomenon surrounding human beings on Earth. And this most significant natural phenomenon was regarded by that spiritual science as the reality of fire. In all explanations of what takes place on Earth, spiritual research into fire was placed at the center. But if we wish to understand this, we might say, Eastern teaching about fire—which was so far-reaching in ancient times for all knowledge and indeed for all life—if we wish to understand this teaching about fire, then we must look a little more closely at the other natural phenomena and natural objects, as they were viewed by that ancient teaching, which remains entirely valid for spiritual science even today.
[ 2 ] Da wurde alles, was zunächst in der physischen Welt den Menschen umgibt, zurückgeführt auf die sogenannten vier Elemente. Diese vier Elemente werden heute von unserer modernen materialistischen Wissenschaft allerdings nicht mehr respektiert. Sie wissen ja alle, daß diese vier Elemente heißen: Erde, Wasser, Luft und Feuer. Unter der Erde hat man aber da, wo Geisteswissenschaft blühte, nicht dasjenige verstanden, was heute mit dem Worte Erde bezeichnet wird. Mit Erde wurde ein Zustand des materiellen Daseins bezeichnet, der Zustand des Festen. Alles das, was wir heute fest nennen, das wurde erdig genannt in der Geisteswissenschaft. Also, ob wir feste Ackererde haben oder ob wir ein Stück Bergkristall, ein Stück Blei oder Gold haben, alles was fest ist, wurde als Erde bezeichnet. Alles das, was flüssig ist, nicht nur das heutige Wasser, wurde bezeichnet als wässerig oder als Wasser. Wenn Sie also meinetwillen Eisen haben, und Sie bringen es zum Glühen, so daß es nach und nach durch die Hitze hinschmilzt und hinrinnt, so ist dasjenige, was da als Eisen hinrinnt, für die Geisteswissenschaft Wasser. Alle Metalle, wenn sie flüssig sind, wurden als Wasser bezeichnet. Alles das, was wir heute luftförmig nennen, dieser Zustand, den wir heute auch als gasig bezeichnen, das wurde, gleichgültig welcher Stoff in Betracht kam, ob Sauerstoffgas, Wasserstoffgas oder andere Gase, das wurde alles als Luft bezeichnet.
[ 2 ] At that time, everything that initially surrounded human beings in the physical world was traced back to the so-called four elements. Today, however, these four elements are no longer recognized by our modern materialistic science. As you all know, these four elements are: earth, water, air, and fire. However, in the spiritual science of the past, the term “earth” did not refer to what we understand by that word today. “Earth” was used to describe a state of material existence—the state of the solid. Everything that we call solid today was called “earth” in spiritual science. So, whether we have solid farmland or a piece of rock crystal, a piece of lead, or gold—everything that is solid was designated as earth. Everything that is liquid—not just what we today call water—was referred to as watery or as water. So if, for example, you have iron and you heat it until it glows, so that it gradually melts and flows away due to the heat, then what flows away as iron is, in spiritual science, water. All metals, when they are liquid, were referred to as water. Everything that we today call air-like—this state that we also refer to today as gaseous—was, regardless of the substance in question, whether oxygen gas, hydrogen gas, or other gases, was all referred to as air.
[ 3 ] Als viertes Element wurde das Feuer angesehen. Die heutige Wissenschaft, das wissen diejenigen, die sich an die physikalischen Grundbegriffe erinnern, sieht im Feuer kein Ding, das man vergleichen kann mit Erde oder Luft oder Wasser, sondern die heutige Physik sieht darinnen nur einen Bewegungszustand. Die Geisteswissenschaft sieht in der Wärme oder in dem Feuer nichts anderes als etwas, was eine noch feinere Substantialität hat als die Luft. Gerade wie Erde oder das Feste sich in das Flüssige verwandelt, so geht das Luftförmige allmählich über für die Geisteswissenschaft in den Feuerzustand, und das Feuer ist ein so feines Element, daß es alle übrigen Elemente durchdringt. Feuer durchdringt die Luft und macht sie warm, ebenso das Wasser, ebenso die Erde. Während also sozusagen die anderen drei Elemente verteilt sind, sehen wir das Element des Feuers alles, alles durchdringen.
[ 3 ] Fire was regarded as the fourth element. Modern science—as those who recall the basic concepts of physics will know—does not view fire as a substance comparable to earth, air, or water; rather, modern physics sees in it merely a state of motion. Spiritual science sees in heat or fire nothing other than something that possesses an even finer substantiality than air. Just as earth or the solid transforms into the liquid, so does the gaseous gradually transition, according to spiritual science, into the state of fire, and fire is such a fine element that it permeates all the other elements. Fire permeates the air and warms it, as well as water and earth. While the other three elements are, so to speak, distributed, we see the element of fire permeating everything, everything.
[ 4 ] Nun sagte die alte und mit ihr auch die neue Geisteswissenschaft: Es ist noch ein anderer, ein beträchtlicher Unterschied zwischen dem, was wir Erde, Wasser, Luft und dem, was wir Feuer oder Wärme nennen. — Wie kann Erde oder Festes wahrgenommen werden? Nun, sagen wir, indem wir es berühren. Wir nehmen das Feste wahr, indem wir es berühren und es einen Widerstand ausübt. Ebenso ist es noch beim Wässerigen. Dieses gibt zwar leichter nach, der Widerstand ist nicht so groß, aber wir nehmen es doch wahr als etwas uns Äußerliches, als einen Widerstand. Und so ist es auch mit dem Elemente der Luft. Wir nehmen auch sie nur äußerlich wahr. Anders ist es mit der Wärme. Es muß da etwas hervorgehoben werden, was die heutige Weltanschauung nicht als bedeutsam ansieht, was aber als bedeutsam angesehen werden muß, wenn man hineinblicken will in die wirklichen Rätsel des Daseins. Wärme nehmen wir nämlich auch wahr, ohne daß wir sie äußerlich berühren. Das ist das Wesentliche: Wir können Wärme wahrnehmen, indem wir einen Körper, der einen bestimmten Grad von Wärme hat, berühren; wir können Wärme äußerlich wahrnehmen wie die drei anderen Elemente, aber wir fühlen Wärme auch in unseren eigenen inneren Zuständen. Daher hat die alte Wissenschaft, schon bei den Indern, hervorgehoben: Erde, Wasser, Luft nimmst du in der Außenwelt allein wahr, Wärme ist das erste Element, das auch innerlich wahrgenommen werden kann. Wärme oder Feuer hat also sozusagen zwei Seiten: eine Außenseite, die sich uns zeigt, wenn wir sie äußerlich wahrnehmen, eine innerliche Seite, wenn wir uns selbst in einem bestimmten Wärmezustand fühlen. Nicht wahr, der Mensch fühlt seinen inneren Wärmezustand, es ist ihm heiß, es friert ihn; dagegen kümmert er sich bewußt nicht viel um dasjenige, was in ihm luftförmige, wässerige, feste Substanzen sind, was also Luft, Wasser, Erde in ihm ist. Er fängt erst sozusagen an, sich zu fühlen im Elemente der Wärme. Eine innerliche und äußerliche Seite hat das Element der Wärme. Daher sagt die alte Geisteswissenschaft und mit ihr die neue Geisteswissenschaft: Die Wärme oder das Feuer ist dasjenige, wo das Materielle beginnt seelisch zu werden. Wir können daher im wahren Sinne des Wortes sprechen von einem äußeren Feuer, das wir gleich den anderen Elementen wahrnehmen, und einem innerlichen, seelischen Feuer in uns.
[ 4 ] Now the old spiritual science—and with it the new—said: There is yet another, significant difference between what we call earth, water, and air, and what we call fire or heat. — How can earth or the solid be perceived? Well, let’s say, by touching it. We perceive the solid by touching it and feeling its resistance. The same is true of the liquid. Although it yields more easily—the resistance is not as great—we still perceive it as something external to us, as a resistance. And so it is with the element of air. We perceive it, too, only externally. It is different with heat. Something must be emphasized here that today’s worldview does not regard as significant, but which must be regarded as significant if one wishes to look into the real mysteries of existence. For we also perceive heat without touching it externally. This is the essential point: we can perceive heat by touching a body that has a certain degree of heat; we can perceive heat externally like the other three elements, but we also feel heat in our own inner states. Hence, ancient science, even among the Indians, emphasized: Earth, water, and air you perceive solely in the external world; heat is the first element that can also be perceived internally. Heat or fire thus has, so to speak, two sides: an external side that reveals itself to us when we perceive it externally, and an internal side when we feel ourselves in a certain state of warmth. Isn’t it true that a person feels their inner state of warmth—they feel hot, they feel cold—but, on the other hand, they consciously pay little attention to what within them are airy, watery, and solid substances, that is, what air, water, and earth are within them. They only begin, so to speak, to feel themselves within the element of warmth. The element of warmth has an inner and an outer aspect. That is why ancient spiritual science, and with it modern spiritual science, says: Warmth or fire is that in which the material begins to become spiritual. We can therefore speak, in the true sense of the word, of an outer fire, which we perceive just like the other elements, and of an inner, spiritual fire within us.
[ 5 ] So bildete das Feuer für die Geisteswissenschaft immer die Brücke zwischen dem äußerlich Materiellen und dem Seelischen, das nur innerlich wahrgenommen wird vom Menschen. Man stellte das Feuer oder die Wärme in den Mittelpunkt von aller Naturbetrachtung, weil das Feuer sozusagen das Tor ist, wodurch wir von außen nach innen dringen. Es ist wirklich dieses Feuer wie eine Tür, vor der man stehen kann; man sieht sie von außen an, macht sie auf und kann sie von innen anschauen. So ist das Feuer unter den Naturerscheinungen. Man betastet einen äußeren Gegenstand und lernt kennen das Feuer, das von außen zuströmt wie die anderen drei Elemente; man nimmt die innere Wärme wahr und fühlt sie als etwas, was einem selbst angehört: Man steht innerhalb des Tores, man tritt hinein in das Seelische. So sprach man die Wissenschaft vom Feuer aus. Daher aber auch sah man in dem Feuer etwas, wo zusammenspielt Seelisches und Materielles.
[ 5 ] Thus, for spiritual science, fire has always served as the bridge between the external material world and the soul, which can only be perceived inwardly by human beings. Fire or heat was placed at the center of all observation of nature because fire is, so to speak, the gateway through which we penetrate from the outside to the inside. It is truly this fire that is like a door before which one can stand; one looks at it from the outside, opens it, and can look at it from the inside. Such is fire among the phenomena of nature. One touches an external object and comes to know the fire that flows in from the outside like the other three elements; one perceives the inner warmth and feels it as something that belongs to oneself: one stands within the gate, one steps into the soul. Thus the science of fire was articulated. But for this reason, too, one saw in fire something in which the soul and the material interact.
[ 6 ] Es ist wirklich eine Elementarlektion der ersten menschlichen Weisheit, was wir jetzt einmal vor unsere Seele hinstellen wollen. Da haben die Lehrer etwa so gesagt: Sieh dir an einen brennenden Gegenstand, der durch Feuer verzehrt wird! Zweierlei siehst du in diesem brennenden Gegenstand. Das eine nannte man in dieser alten Zeit, und könnte es noch heute so nennen, Rauch, und das andere nannte man Licht. Denn diese beiden Naturerscheinungen treten vor uns auf, wenn ein Gegenstand durch das Feuer verzehrt wird: Licht auf der einen Seite, Rauch auf der anderen. So also sah der Geisteswissenschafter das Feuer mitten drinnen stehen zwischen Licht und Rauch. Der Lehrer sagte: Gleichsam wird geboren aus der Flamme auf der einen Seite das Licht, auf der anderen der Rauch.
[ 6 ] What we now wish to present to our souls is truly a fundamental lesson of the earliest human wisdom. The teachers used to say something like this: Look at a burning object being consumed by fire! You see two things in this burning object. One was called, in those ancient times—and could still be called today—smoke, and the other was called light. For these two natural phenomena appear before us when an object is consumed by fire: light on one side, smoke on the other. Thus the spiritual scientist saw the fire standing right in the middle, between light and smoke. The teacher said: As it were, light is born from the flame on one side, and smoke on the other.
[ 7 ] Nun aber müssen wir uns einmal in bezug auf das Licht, das vom Feuer geboren ist, eine höchst einfache, aber weittragende Tatsache klar vor Augen legen. Es ist höchstwahrscheinlich, daß sehr viele Menschen, wenn man sie fragen würde: Siehst du das Licht? antworten würden: Nun gewiß seh ich das Licht! — Aber doch ist diese Antwort so falsch wie irgend möglich, denn in Wahrheit sieht kein physisches Auge das Licht. Es ist absolut unrichtig, wenn man sagt, man sieht das Licht. Man sieht durch das Licht die Gegenstände, welche fest, flüssig, luftförmig sind, aber das Licht selber sieht man nicht. Denken Sie sich einmal den ganzen Weltenraum vom Licht durchleuchtet, und die Quelle des Lichtes wäre irgendwo, wo Sie sie nicht sehen könnten, hinter Ihnen, und Sie schauen nun in den Weltenraum hinein, der durchleuchtet ist vom Lichte - würden Sie das Licht sehen? Sie würden dann überhaupt nichts sehen. Sie würden erst dann etwas sehen, wenn irgendein Gegenstand in den durchleuchteten Raum hineingestellt wird. Man sieht nicht das Licht, sondern nur Festes, Wässeriges, Gasiges durch das Licht. Also in Wahrheit wird das physische Licht überhaupt nicht mit den physischen Augen gesehen. Das ist nun etwas, was sich mit einer besonderen Klarheit vor das geistige Auge stellt. Die Geisteswissenschaft sagt deshalb: Das Licht macht zwar alles sichtbar, aber das Licht selber ist unsichtbar. Und das ist ein wichtiger Satz: Es ist unwahrnehmbar das Licht. Man kann es nicht durch äußere Sinne wahrnehmen. Man kann wahrnehmen Festes, Flüssiges, Gasförmiges, man kann gerade noch als letztes Element die Wärme oder das Feuer äußerlich wahrnehmen; das kann man aber auch schon anfangen innerlich wahrzunehmen. Das Licht selber aber kann man nicht mehr äußerlich wahrnehmen. Wenn Sie etwa glauben, daß, wenn man die Sonne sieht, man Licht sieht, so ist das falsch: Man sieht einen flammenden Körper, eine brennende Substanz, von der das Licht ausströmt. Würden Sie es prüfen, so würden Sie sehen, daß Sie Gasiges, Flüssiges, Erdiges haben. Das Licht sehen Sie nicht, sondern das, was brennt.
[ 7 ] Now, however, we must clearly bear in mind a very simple yet far-reaching fact regarding the light produced by fire. It is highly likely that if one were to ask a great many people, “Do you see the light?” they would reply, “Of course I see the light!” — Yet this answer is as wrong as can be, for in truth no physical eye sees the light. It is absolutely incorrect to say that one sees the light. One sees through the light the objects that are solid, liquid, or gaseous, but one does not see the light itself. Imagine the entire universe illuminated by light, and the source of the light were somewhere you could not see it, behind you, and you were now looking into the universe, which is illuminated by the light—would you see the light? You would see nothing at all. You would only see something if some object were placed within the illuminated space. One does not see the light, but only solids, liquids, and gases through the light. So in truth, physical light is not seen at all with the physical eyes. This is something that presents itself with particular clarity before the spiritual eye. Spiritual science therefore says: Light does indeed make everything visible, but the light itself is invisible. And this is an important statement: Light is imperceptible. It cannot be perceived through the external senses. One can perceive solids, liquids, and gases; one can just barely perceive heat or fire as the last element externally; but one can also begin to perceive this internally. Light itself, however, can no longer be perceived externally. If, for example, you believe that when you see the sun, you are seeing light, that is incorrect: you are seeing a flaming body, a burning substance from which light emanates. If you were to examine it, you would see that it consists of gaseous, liquid, and earthy elements. You do not see the light, but rather that which is burning.
[ 8 ] Also wir treten, wenn wir aufsteigen — so sagt die Geisteswissenschaft - von Erde durch Wasser, durch Luft zum Feuer und dann zum Licht, wir treten da von äußerlich Wahrnehmbarem, Sichtbarem ins Unsichtbare hinein, ins Ätherisch-Geistige. Oder, wie man auch sagt: Das Feuer steht an der Grenze zwischen dem äußerlich Wahrnehmbaren, Materiellen und dem, was ätherisch-geistig ist, was nicht mehr äußerlich wahrnehmbar ist. Was tut also ein durch die Flamme, das heißt durch das Feuer aufgezehrter Körper? Was geschieht, wenn etwas brennt? Wenn etwas brennt, so sehen wir auf der einen Seite entstehen das Licht. Das erste äußerlich Unwahrnehmbare, dasjenige, was in die geistige Welt hineinwirkt, was nicht mehr bloß äußerlich materiell ist sozusagen, gibt die Wärme, wenn sie so stark ist, daß sie eine Lichtquelle wird. Sie gibt an das Unsichtbare, an das, was nicht mehr äußerlich wahrgenommen werden kann, etwas ab, aber sie muß das bezahlen durch den Rauch. Sie muß aus dem, was vorher durchsichtig durchleuchtet war, sich herausbilden lassen das Undurchsichtige, das Rauchige. Und so sehen wir, wie in der Tat die Wärme oder das Feuer sich differenziert, sich teilt. Sie teilt sich nach der einen Seite in Licht, und damit eröffnet sie einen Weg in die übersinnliche Welt hinein. Dafür, daß sie etwas hinaufsendet als Licht in die übersinnliche Welt, dafür muß sie etwas hinuntersenden in die materielle Welt, in die Welt des Undurchsichtigen, aber Sichtbaren. Nichts entsteht einseitig in der Welt. Alles, was entsteht, hat zwei Seiten: Wenn durch Wärme Licht entsteht, so entsteht auf der anderen Seite Trübung, finstere Materie. Das ist uralte geisteswissenschaftliche Lehre.
[ 8 ] So, according to spiritual science, as we ascend, we pass from earth through water, through air, to fire, and then to light; we move from what is externally perceptible and visible into the invisible, into the ethereal-spiritual realm. Or, as one might also say: Fire stands at the boundary between the externally perceptible, material world and that which is ethereal-spiritual, which is no longer externally perceptible. So what happens to a body consumed by the flame, that is, by fire? What happens when something burns? When something burns, we see light arising on the one hand. The first thing that is imperceptible externally—that which works into the spiritual world, that which is no longer merely externally material, so to speak—gives off heat when it is strong enough to become a source of light. It imparts something to the invisible, to that which can no longer be perceived externally, but it must pay for this with smoke. It must allow the opaque, the smoky, to form out of what was previously transparent and illuminated. And so we see how, in fact, heat or fire differentiates itself, divides itself. It divides itself on one side into light, and thereby opens a path into the supersensible world. In order to send something upward as light into the supersensible world, it must send something downward into the material world, into the world of the opaque but visible. Nothing arises unilaterally in the world. Everything that arises has two sides: When light arises through heat, opacity, dark matter, arises on the other side. This is an ancient spiritual-scientific teaching.
[ 9 ] Nun aber ist der Vorgang, wie wir ihn jetzt beschrieben haben, nur die Außenseite, nur der physisch-materielle Vorgang. Diesem physisch-materiellen Vorgang liegt nun etwas wesentlich anderes noch zugrunde. Wenn Sie bloße Wärme vor sich haben, also etwas, was noch nicht leuchtet, dann ist darinnen in gewisser Beziehung die Wärme selbst, die Sie wahrnehmen, das äußerlich Physische, aber es ist ein Geistiges darinnen. Wenn diese Wärme nun so stark wird, daß Leuchten entsteht und Rauch sich bildet, dann muß etwas von dem Geistigen, das in der Wärme war, in den Rauch hinein. Und dieses Geistige, das in der Wärme war, das in den Rauch, in ein Luftförmiges übergeht, also in etwas, was unter der Wärme steht, das ist jetzt in dem Rauch, in dem, was als Trübung erscheint, verzaubert. Geistige Wesenheiten, die mit der Wärme sind, müssen sich sozusagen herbeilassen, in das Dichtwerdende, in das Rauchigwerdende sich hineinverzaubern zu lassen. Und so ist denn mit allem, was sozusagen wie eine Trübung, wie eine Materialisierung herausfällt aus der Wärme, eine Verzauberung geistiger Wesen verbunden. Wir können das noch krasser hinstellen. Denken wir uns einmal, wir bringen, was ja heute schon möglich ist, die Luft zur Verflüssigung. Die Luft selber ist nichts anderes als verdichtete Wärme, sie ist entstanden aus der Wärme, indem sich Rauch gebildet hat. Das vom Geistigen ist hineingezaubert worden in den Rauch, was eigentlich im Feuer sein möchte. Geistige Wesenheiten, die man nun auch Elementarwesen nennt, sind verzaubert in aller Luft, und sie werden noch weiter verzaubert, sozusagen zu einem noch niedrigeren Dasein verbannt, wenn die Luft in Wasser übergeführt wird. Daher sieht die Geisteswissenschaft überhaupt in dem, was äußerlich wahrnehmbar ist, etwas, was aus einem Urzustande des Feuers oder der Wärme hervorgegangen ist auf die Weise, daß es erst Luft oder Rauch oder Gas wurde, indem die Wärme sich zu Gas verdichtete, das Gas zu Flüssigem, das Flüssige zum Festen. Seht zurück, so sagt der Geheimwissenschafter, seht euch an irgend etwas Festes: Es war einmal flüssig, es ist erst im Verlaufe der Entwickelung zum Festen geworden; und das Flüssige war einmal gasförmig, und das Gasförmige bildete sich als Rauch heraus aus dem Feuer. Aber mit dieser Verdichtung, mit diesem Gasförmig- und Festwerden ist immer eine Verzauberung von geistigen Wesenheiten verbunden.
[ 9 ] However, the process we have just described is only the outer aspect, only the physical-material process. Underlying this physical-material process is something fundamentally different. If you have mere heat before you—that is, something that does not yet glow—then, in a certain sense, the heat itself that you perceive is the outwardly physical aspect, but there is a spiritual element within it. When this heat becomes so intense that a glow arises and smoke forms, then something of the spiritual element that was in the heat must pass into the smoke. And this spiritual element, which was in the heat and which passes into the smoke—into an air-like state, that is, into something that is subject to the heat—is now enchanted within the smoke, within what appears as a haze. Spiritual beings associated with heat must, so to speak, allow themselves to be drawn into the process of becoming dense, of becoming smoky. And so, everything that emerges from the heat—as it were, as a kind of cloudiness, as a materialization—is connected to an enchantment by spiritual beings. We can put this even more starkly. Let us imagine, as is already possible today, that we cause the air to liquefy. The air itself is nothing other than condensed warmth; it has arisen from warmth through the formation of smoke. That which belongs to the spiritual has been enchanted into the smoke—that which actually wishes to be in the fire. Spiritual beings, now also called elemental beings, are enchanted throughout the air, and they are further enchanted—banished, so to speak, to an even lower existence—when the air is transformed into water. Therefore, spiritual science sees in what is outwardly perceptible something that has emerged from a primordial state of fire or heat in such a way that it first became air or smoke or gas as heat condensed into gas, the gas into liquid, and the liquid into solid. Look back, says the esotericist, look at any solid object: It was once liquid; it only became solid in the course of development; and the liquid was once gaseous, and the gaseous form emerged as smoke from the fire. But this condensation, this process of becoming gaseous and solid, is always accompanied by an enchantment by spiritual beings.
[ 10 ] Blicken wir also jetzt in unsere Umwelt, sehen wir uns an die festen Steine, die Ströme von Wasser, welche hinrinnen, sehen wir das, was an Wasser verdunstet, als Nebel emporsteigt, sehen wir die Luft, sehen wir alles Feste, Flüssige, Luftförmige und Feuer: so haben wir im Grunde nichts als Feuer. Alles ist Feuer, nur eben verdichtetes Feuer. Gold, Silber, Kupfer ist verdichtetes Feuer. Alles war einstmals Feuer, alles ist aus dem Feuer geboren - aber in all diesem Verdichteten überall ein Geistiges, das darin verzaubert ruht!
[ 10 ] So let us now look at our surroundings, let us look at the solid stones, the streams of water flowing by, let us see what evaporates from the water and rises as mist, let us see the air, let us see everything solid, liquid, gaseous, and fire: thus, we have essentially nothing but fire. Everything is fire, just condensed fire. Gold, silver, and copper are condensed fire. Everything was once fire; everything is born of fire—but in all this condensed matter, everywhere, there is a spiritual element that rests enchanted within it!
[ 11 ] Womit erreichen es also die geistig-göttlichen Wesenheiten, die um uns herum sind, daß, wie es auf unserem Planeten ist, ein Festes entsteht, daß ein Flüssiges, ein Luftförmiges entsteht? Sie schicken ihre Elementargeister, die im Feuer leben, hinunter, sie sperren sie ein in Luft, Wasser und Erde. Das sind die Boten, die Elementarboten der geistigen schöpferischen Bildnerwesen. Erst hat man diese Elementargeister im Feuer. Im Feuer fühlen sie sich, wenn wir bildlich sprechen, noch wohl, und nun werden sie sozusagen verdammt, in Verzauberung zu leben. Und wir blicken um uns herum und sagen uns: Diese Wesenheiten, denen wir alles das verdanken, was um uns herum ist, sie haben aus dem Elemente des Feuers heruntersteigen müssen, sie sind in den Dingen verzaubert.
[ 11 ] So how do the spiritual-divine beings around us bring about the formation of solids, liquids, and gases on our planet? They send down their elemental spirits, who live in fire, and confine them within air, water, and earth. These are the messengers, the elemental messengers of the spiritual, creative formative beings. At first, these elemental spirits are in fire. In fire, figuratively speaking, they still feel at home, and now they are, so to speak, condemned to live in enchantment. And we look around us and say to ourselves: These beings, to whom we owe everything that surrounds us, have had to descend from the element of fire; they are enchanted within things.
[ 12 ] Können wir als Menschen für diese Elementargeister etwas tun? Das ist die große Frage, die sich die heiligen Rishis aufwarfen. Können wir etwas tun, um das, was da verzaubert ist, zu erlösen? Ja, wir können etwas tun! Denn das, was wir Menschen tun hier in der physischen Welt, ist auch nichts anderes als der äußere Ausdruck geistiger Prozesse. Alles, was wir tun, hat zu gleicher Zeit seine Bedeutung in der geistigen Welt. Nehmen wir einmal folgendes an: Ein Mensch steht gegenüber irgendeinem, sagen wir, Bergkristall oder einem Stück Gold oder dergleichen. Er schaut das an. Was geschieht, wenn ein Mensch einfach anglotzt, anschaut mit seinem sinnlichen Auge irgendeinen äußeren Gegenstand, was geschieht da? Da ist ein fortwährendes Wechselspiel zwischen dem verzauberten Elementargeist und dem Menschen. Dasjenige, was da in der Materie drinnen verzaubert ist, und der Mensch, sie haben etwas miteinander zu tun. Nehmen wir nun an, der Mensch glotzt nur den Gegenstand an, so daß ihm nur auffällt, was ans Auge herandringt; da geht immer etwas von diesen Elementarwesen in den Menschen herein. Fortwährend geht etwas von den verzauberten Elementarwesen in den Menschen herein, von früh bis abends. Indem Sie wahrnehmen, geht von Ihrer Umgebung fortwährend eine Schar von Elementarwesenheiten, die verzaubert war und die fortwährend verzaubert wird durch die Verdichtungsprozesse der Welt, fortwährend geht eine solche Schar von Wesenheiten in Sie hinein. Nehmen wir nun einmal an, der Mensch, der so die Gegenstände anglotzt, hätte gar nicht die Neigung, nachzudenken über die Gegenstände, in seiner Seele irgend etwas leben zu lassen vom Geist der Dinge. Er macht sich’s bequem, geht nur so durch die Welt, verarbeitet es aber geistignicht, nicht mit Ideen, nicht mit Gefühlen, mit gar nichts, er bleibt sozusagen ein bloßer Anschauer dessen, was ihm materiell in der Welt entgegentritt. Da gehen diese Elementargeister in ihn herein und sitzen nun in ihm, sind in ihm drinnen und haben nichts anderes gewonnen im Weltprozeß, als daß sie hereingestiegen sind aus der Außenwelt in den Menschen. Nehmen wir aber an, der Mensch sei ein solcher, der die Eindrücke der Außenwelt geistig verarbeitet, der mit seinen Ideen, Begriffen sich Vorstellungen macht über die geistigen Grundlagen der Welt, der also ein Stück Metall nicht einfach anglotzt, sondern über das Wesen nachdenkt, die Schönheit der Sache nachfühlt, der seinen Eindruck vergeistigt; was tut der? Der erlöst durch seinen eigenen geistigen Prozeß das Elementarwesen, das überströmt von der Außenwelt zu ihm; der hebt es herauf zu dem, was es war, der befreit das Elementarwesen aus seiner Verzauberung. So können wir durch unsere eigene Vergeistigung diejenigen Wesenheiten, die in Luft, Wasser und Erde verzaubert sind, wir können sie entweder einsperren in unser Inneres, ohne sie zu verändern, oder aber wir können sie dadurch, daß wir uns selber immer mehr und mehr vergeistigen, befreien, erlösen, sie wiederum zu ihrem Elemente zurückführen. Sein ganzes Leben hindurch auf der Erde läßt der Mensch aus der Außenwelt Elementargeister in sich hereinfließen. In demselben Maße, in dem er die Dinge bloß anglotzt, in demselben Maße läßt er diese Geister einfach in sich hineinwandern und verändert sie nicht; in demselben Maße, in dem er die Dinge der Außenwelt in seinem Geist zu verarbeiten sucht durch Ideen, Begriffe, Gefühle der Schönheit und so weiter, in demselben Maße erlöst und befreit er diese geistigen Elementarwesen.
[ 12 ] Is there anything we, as human beings, can do for these elemental spirits? That is the great question the holy Rishis asked themselves. Can we do anything to liberate what is enchanted? Yes, we can do something! For what we humans do here in the physical world is nothing other than the outward expression of spiritual processes. Everything we do simultaneously has its significance in the spiritual world. Let us assume the following: A person stands before, say, a rock crystal or a piece of gold or something similar. He looks at it. What happens when a person simply stares, looks at some external object with their physical eye—what happens there? There is a constant interplay between the enchanted elemental spirit and the human being. That which is enchanted within the matter, and the human being—they have a connection with one another. Now let us suppose that the person merely stares at the object, so that they notice only what meets the eye; in that case, something from these elemental beings is always entering the person. Something from the enchanted elemental beings constantly enters the human being, from morning till night. As you perceive, a host of elemental beings—which was enchanted and is constantly being enchanted by the world’s processes of condensation—constantly emanates from your surroundings; such a host of beings constantly enters you. Let us now suppose that the person who stares at objects in this way has no inclination whatsoever to think about the objects, to allow anything of the spirit of things to live in his soul. He makes himself comfortable, simply goes through the world, but does not process it spiritually—not with ideas, not with feelings, with nothing at all; he remains, so to speak, a mere observer of what confronts him materially in the world. Then these elemental spirits enter into him and now sit within him; they are inside him and have gained nothing else in the world process except that they have entered from the external world into the human being. But let us suppose that the human being is one who processes the impressions of the external world spiritually, who forms conceptions of the spiritual foundations of the world with his ideas and concepts, who thus does not simply stare at a piece of metal but reflects on its essence, feels the beauty of the thing, who spiritualizes his impression; what does he do? Through his own spiritual process, he redeems the elemental being that flows from the external world to him; he raises it up to what it was; he liberates the elemental being from its enchantment. Thus, through our own spiritualization, we can take those beings that are enchanted in air, water, and earth; we can either lock them away within ourselves without altering them, or, by spiritualizing ourselves more and more, we can liberate them, redeem them, and lead them back to their own elements. Throughout his entire life on earth, man allows elemental spirits from the external world to flow into himself. To the same extent that he merely stares at things, to that same extent he simply allows these spirits to wander into himself and does not alter them; to the same extent that he seeks to process the things of the external world in his mind through ideas, concepts, feelings of beauty, and so on, to that same extent he redeems and liberates these spiritual elemental beings.
[ 13 ] Und was geschieht also jetzt mit diesen Elementarwesen, die sozusagen von den Dingen aus in den Menschen eingetreten sind, was geschieht mit ihnen? Sie sind zunächst im Menschen. Auch die erlösten müssen zunächst im Menschen bleiben, aber nur bis zum physischen Tod des Menschen. Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes tritt, dann tritt ein Unterschied ein zwischen denjenigen Elementarwesen, die bloß hereingewandert sind und die der Mensch nicht wiederum hinaufgeführt hat zu einem höheren Elemente, und zwischen jenen, die der Mensch durch seine eigene Vergeistigung zu ihrem früheren Element zurückgebracht hat. Die Elementarwesen, die der Mensch nicht verändert hat, die haben zunächst gar nichts gewonnen dadurch, daß sie herübergewandert sind von den Dingen zum Menschen; die anderen aber, die haben das gewonnen, daß sie mit dem Tode des Menschen wiederum in ihre ursprüngliche Welt zurückkehren können. Der Mensch ist in seinem Leben ein Durchgangspunkt für diese Elementarwesenheiten. Und wenn nun der Mensch durch die geistige Welt durchgegangen ist und in einer nächsten Verkörperung wiedergeboren wird, da kommen bei der Wiederverkörperung des Menschen, indem der Mensch durchgeht durch die Pforte der Geburt, alle die Elementarwesen, die der Mensch vorher nicht befreit hat, wieder zurück in die physische Welt; die aber, die er befreit hat, die bringt er nicht wieder mit, wenn er heruntersteigt, die sind zurückgekehrt zu ihrem ursprünglichen Elemente.
[ 13 ] And so what happens now to these elemental beings, who have, so to speak, entered into human beings from the physical world—what happens to them? They remain within the human being for the time being. Even the redeemed must remain within the human being at first, but only until the human being’s physical death. When the human being passes through the gate of death, a distinction arises between those elemental beings who have merely migrated in and whom the human being has not in turn led up to a higher element, and those whom the human being has, through his own spiritualization, brought back to their former element. The elemental beings whom the human being has not transformed have, at first, gained nothing at all by having migrated from the physical world to the human being; the others, however, have gained the ability to return to their original world upon the human being’s death. In his life, man is a point of passage for these elemental beings. And when man has passed through the spiritual world and is reborn in a subsequent incarnation, at the time of his reincarnation—as he passes through the gate of birth—all the elemental beings whom man has not previously liberated return to the physical world; but those whom they have liberated, they do not bring back with them when they descend; those have returned to their original element.
[ 14 ] So sehen wir, wie der Mensch es in der Hand hat, durch seine Entwickelung, durch die Art und Weise, wie er sich zur äußeren Natur verhält, die zur Entstehung unseres Erdendaseins notwendig verzauberten Elementarwesen entweder zu befreien oder aber sie noch mehr an die Erde zu fesseln, als sie es schon vorher waren. Was tut ein Mensch, der also irgendeinen äußeren Gegenstand anschaut und, indem er ihn erläutert, den Elementargeist daraus erlöst? Geistig macht er das Gegenteil von dem, was früher geschehen ist. Während früher sozusagen aus dem Feuer Rauch gebildet worden ist, bildet der Mensch wiederum aus dem Rauch geistig das Feuer; er entläßt nur dieses Feuer erst nach seinem Tode. Nun denken Sie sich einmal, wie unendlich tief und wie unendlich geistvoll alte Opfergebräuche sind, wenn Sie sie im Lichte uralt-heiliger Geisteswissenschaft betrachten: Denken Sie sich einmal den Priester am Opferaltar in denjenigen Zeiten, in denen Religion gebaut war auf wirkliche Erkenntnis der geistigen Gesetze, denken Sie sich, daß der Priester die Flamme entzündet und Rauch aufsteigt und das Aufsteigen des Rauches nun wirklich zum Opfer gemacht wird, das heißt durch Gebete verfolgt wird, was geschieht da? Was geschieht mit solchem Opfer überhaupt? Der Priester steht am Altar, wo Rauch erzeugt wird. Wo das Feste herausgeht aus der Wärme, wird ein Geist verzaubert, gleichzeitig wird aber dadurch, daß der Mensch mit den Gebeten den ganzen Vorgang verfolgt, dieser Geist als ein solcher in die Menschen aufgenommen, daß er nach dem Tode wiederum aufsteigt in die höhere Welt. Was sagte daher der Angehörige der alten Weisheit zu denen, die solches verstehen sollten? Er sagte: Wenn du die Außenwelt so ansiehst, daß dein geistiger Prozeß nicht ein Hängenbleiben am Rauch ist, sondern ein Hinaufheben des Geistigen zum Feuerelement, dann befreist du nach dem Tode den im Rauch verzauberten Geist. — Und nun sprach der Mensch, der das verstand von dem in den Menschen übergegangenen, aus dem Rauch verzauberten Geist: Hast du den Geist so gelassen, wie er im Rauch war, dann muß er mit dir wiedergeboren werden, dann kann er nach deinem Tod nicht zurückgehen in die geistige Welt; hast du ihn aber befreit, hast du ihn zurückgeführt zum Feuer, dann wird er nach deinem Tod in die geistigen Welten hinaufgehen und braucht mit deiner Geburt nicht wieder zurückzukehren auf die Erde.
[ 14 ] Thus we see how it is up to human beings, through their development and through the way they relate to the external natural world, either to liberate the elemental beings—who were necessarily enchanted for the creation of our earthly existence—or to bind them even more tightly to the earth than they were before. What does a human being do when he looks at any external object and, by explaining it, liberates the elemental spirit from it? Spiritually, he does the opposite of what happened in the past. Whereas in the past, smoke was formed from fire, so to speak, the human being in turn forms fire spiritually from the smoke; he releases this fire only after his death. Now imagine how infinitely profound and how infinitely spiritual ancient sacrificial customs are when you view them in the light of ancient, sacred spiritual science: Imagine the priest at the sacrificial altar in those times when religion was founded on a true understanding of spiritual laws; imagine the priest kindling the flame and smoke rising, and the rising of the smoke now truly being made into a sacrifice—that is, accompanied by prayers—what happens there? What happens to such a sacrifice at all? The priest stands at the altar where smoke is produced. Where the solid matter is released from the heat, a spirit is conjured; at the same time, however, because the human being accompanies the entire process with prayers, this spirit is received by the people as such, so that after death it ascends once more into the higher world. What, then, did the adherent of the ancient wisdom say to those who were to understand such things? He said: If you view the outer world in such a way that your spiritual process is not a lingering in the smoke, but a lifting of the spiritual up to the fire element, then after death you liberate the spirit enchanted in the smoke. — And now the person who understood this spoke of the spirit enchanted in the smoke that had passed into the human being: If you have left the spirit as it was in the smoke, then it must be reborn with you; then it cannot return to the spiritual world after your death; but if you have freed it, if you have led it back to the fire, then after your death it will ascend into the spiritual worlds and will not need to return to Earth with your birth.
[ 15 ] Und nun haben Sie einen Teil dieser tiefen Sätze aus der Bhagavad Gita, die im vorigen Vortrag angeführt worden sind. Es ist da gar nicht die Rede vom menschlichen Ich, es ist die Rede von jenen Naturwesenheiten, von jenen Elementarwesen, die aus der Außenwelt in den Menschen hereingehen, und es wird gesagt: Sieh das Feuer, sieh den Rauch! Das, was der Mensch durch seine geistigen Prozesse zum Feuer macht, das sind Geister, die er befreit mit seinem Tod. Was er läßt, wie es im Rauch ist, das muß bei seinem Tod mit ihm vereinigt bleiben und muß wiedergeboren werden, wenn er geboren wird. Das Schicksal der Elementargeister ist uns zunächst damit gekennzeichnet: Durch Weisheit, die der Mensch in sich entwickelt, befreit der Mensch fortwährend bei seinem Tode Elementargeister; durch Unweisheit, durch bloßes materielles Hängenbleiben am Sinnenschein klammert er Elementargeister an sich und zwingt sie, immer wieder mitzugehen in diese Welt, immer wieder mit ihm geboren zu werden.
[ 15 ] And now you have a portion of these profound passages from the Bhagavad Gita that were cited in the previous lecture. There is no mention at all of the human ego; rather, it speaks of those natural beings, those elemental beings, that enter into the human being from the external world, and it is said: Behold the fire, behold the smoke! That which the human being, through his spiritual processes, transforms into fire—these are spirits whom he liberates upon his death. That which he leaves behind, as it is in the smoke, must remain united with him at his death and must be reborn when he is born. The fate of the elemental spirits is thus initially characterized for us: Through the wisdom that a human being develops within themselves, they continually set elemental spirits free at their death; through ignorance, through mere material clinging to sensory appearances, they bind elemental spirits to themselves and force them to return again and again to this world, to be born with them again and again.
[ 16 ] Aber nicht nur mit dem Feuer und demjenigen, was mit ihm zusammenhängt, sind solche Elementarwesenheiten verknüpft. Solche Elementarwesenheiten sind die Boten für die höheren göttlich-geistigen Wesenheiten bei allem, was äußerlich sinnlich geschieht. Niemals hätte zum Beispiel in der Welt das Zusammenspiel derjenigen Kräfte eintreten können, welche Tag und Nacht bewirkt haben, wenn nicht solche Elementarwesenheiten in großen Scharen arbeiteten, um die Planeten in entsprechender Weise herumzukugeln in der Welt, eben damit dieser Wechsel von Tag und Nacht geschieht. Alles, was geschieht, wird von Scharen von geistigen Unter- und Oberwesenheiten der geistigen Hierarchien bewirkt. Wir sind bei den alleruntergeordnetsten Wesenheiten, bei den Boten. Wenn aus Nacht Tag und aus Tag Nacht entsteht, da leben darinnen nun auch Elementarwesenheiten. Und so ist es, daß der Mensch nun wieder in einer innigen Beziehung steht mit den Wesenheiten der Elementarreiche, die Tag und Nacht mit zu erarbeiten haben. Wenn der Mensch träge, faul ist, wenn er sich gehen läßt, dann wirkt er auf diese Elementarwesenheiten, die es mit Tag und Nacht zu tun haben, anders, als wenn er schaffenskräftig, arbeitsam, fleißig, produktiv ist. Wenn der Mensch nämlich träge ist, so verbindet er sich wiederum mit ganz bestimmten Elementarwesen, ebenso wie wenn er fleißig ist, aber in ganz eigentümlicher Weise. Diejenigen der jetzt genannten zweiten Klasse von Elementarwesen, die ihr Leben entfalten während des Tages, die den Tag sozusagen herumwälzen, sind wiederum in ihrem höheren Elemente. Aber wie die Elementarwesen der ersten Klasse des Feuers gebunden sind in Luft, Wasser und in der Erde, so sind durch die Finsternis gewisse Elementarwesen gebunden, und es könnte nicht der Tag von der Nacht sich scheiden, wenn nicht diese Elementarwesenheiten sozusagen eingekerkert würden in die Nacht. Daß der Mensch den Tag genießen kann, das verdankt er dem Umstande, daß die göttlich-geistigen Wesenheiten herausgetrieben haben die Elementarwesen und sie gefesselt haben in der Nachtzeit. Wenn der Mensch nun träge ist, so fließen fortwährend diese Elementarwesenheiten in ihn herein, aber er läßt sie, wie sie sind. Die Elementarwesenheiten, die in der Nacht angekettet sind an die Finsternis, die läßt der Mensch durch seine Faulheit, wie sie sind; die Elementarwesen, die in ihn einziehen, indem er fleißig, arbeitskräftig ist, indem er etwas tut, diese führt er geistig wiederum zurück zum Tag. Er entfesselt also fortwährend diese Elementarwesen der zweiten Klasse. Das ganze Leben hindurch tragen wir in uns alle die Elementarwesen, die eingezogen sind während unseres Trägheitszustandes und die eingezogen sind während unseres Fleißzustandes. Indem wir durch die Pforte des Todes gehen, können wiederum die Wesen, die wir zum Tag zurückgebracht haben, in die geistige Welt gehen; die Wesen, die wir in der Nacht gelassen haben durch unsere Trägheit, bleiben an uns gefesselt, und wir bringen sie zurück bei der neuen Wiederverkörperung. Das, was wir durch den bloßen Sinnentrug an äußeren Elementarwesen einfließen lassen in uns, was wir durch Faulheit und Trägheit von den Nachtwesenheiten in uns einfließen lassen, das wird wiedergeboren mit unserer Wiederverkörperung. Und jetzt haben Sie den zweiten Punkt in der Bhagavad Gita. Wiederum ist es nicht das menschliche Ich, sondern diese Sorte von Elementarwesen, auf die hingewiesen wird mit den Worten: Sieh dir an Tag und Nacht; was du selbst dadurch erlöst, daß du es durch deinen Fleiß aus einem Nachtwesen zum Tagwesen machst: Das, was aus dem Tag herausgeht, wenn du stirbst, das tritt in die höhere Welt ein; was du als Nachtwesen mitnimmst, das verdammst du dazu, mit dir wiedergeboren zu werden.
[ 16 ] But such elemental beings are not linked solely to fire and all that is associated with it. These elemental beings serve as messengers for the higher divine-spiritual beings in everything that occurs externally in the physical world. For example, the interplay of those forces that bring about day and night could never have come into being in the world if such elemental beings had not worked in great multitudes to cause the planets to revolve around the world in the appropriate manner, precisely so that this alternation of day and night might occur. Everything that happens is brought about by multitudes of spiritual beings, both lower and higher, within the spiritual hierarchies. We are now dealing with the most subordinate beings, the messengers. When night turns into day and day into night, elemental beings are at work within this process. And so it is that human beings are once again in an intimate relationship with the beings of the elemental realms who are involved in bringing about day and night. When a person is sluggish, lazy, or lets themselves go, they affect these elemental beings—who are involved with day and night—differently than when they are energetic, hardworking, diligent, and productive. For when a person is sluggish, they connect with very specific elemental beings, just as when they are diligent, but in a quite peculiar way. Those of the second class of elemental beings just mentioned, who unfold their lives during the day, who, so to speak, turn the day over and over, are in turn in their higher element. But just as the elemental beings of the first class of fire are bound in air, water, and earth, so are certain elemental beings bound by darkness, and day could not be separated from night if these elemental beings were not, so to speak, imprisoned in the night. That human beings can enjoy the day, they owe to the fact that the divine-spiritual beings have driven out the elemental beings and bound them during the night. If a person is now sluggish, these elemental beings continually flow into him, but he leaves them as they are. The elemental beings that are chained to the darkness at night, these humans, through their laziness, leave as they are; the elemental beings that enter them when they are diligent, hardworking, and doing something—these they in turn lead back spiritually to the day. Thus they continually release these second-class elemental beings. Throughout our entire life, we carry within us all the elemental beings that have entered during our state of sloth and those that have entered during our state of diligence. As we pass through the gate of death, the beings we have brought back to the day can in turn enter the spiritual world; the beings we have left behind in the night through our inertia remain bound to us, and we bring them back with us in the new reincarnation. That which we allow to flow into us through mere sensory delusion regarding external elemental beings, that which we allow to flow into us through laziness and inertia from the night beings, is reborn with our reincarnation. And now you have the second point in the Bhagavad Gita. Again, it is not the human ego, but this kind of elemental being that is referred to with the words: “Observe day and night; what you yourself redeem by transforming it through your diligence from a night being into a day being: that which emerges from the day when you die enters the higher world; what you take with you as a night being, you condemn to be reborn with you.”
[ 17 ] Und nun werden Sie wohl ahnen, wie die Sache sich fortsetzt. Wie bei den Erscheinungen, die eben besprochen worden sind, so ist es auch bei umfassenderen Naturerscheinungen, so zum Beispiel bei dem, was unsere 28 Monatstage hervorbringt, dem Wechsel im zunehmenden und abnehmenden Mond. Da mußte eine ganze Schar von Elementarwesen mitwirken, um den Mond so in Bewegung zu bringen, daß diese unsere Mondzeit entstehen konnte, daß alles das, was mit dem Mondwechsel zusammenhängt, sich auf unserer sichtbaren Erde wirklich entfalten konnte. Und dazu mußten wiederum von den höheren Wesenheiten gewisse Wesenheiten verzaubert, verdammt, gefesselt werden. Dem hellseherischen Blick zeigt es sich immer, daß, wenn der Mond zunimmt, immer geistige Wesenheiten aus einem unteren Reich in ein übergeordnetes Reich kommen. Damit aber Ordnung ist, müssen auch andere geistige Elementarwesenheiten in untergeordnetere Reiche hinunter verzaubert werden. Auch diese Elementarwesen eines dritten Reiches stehen in Wechselwirkung mit dem Menschen. Wenn der Mensch heiter ist, wenn er mit der Welt zufrieden ist, wenn er die Welt so versteht, daß er in einem heiteren Gemüte alle Dinge umfaßt, dann befreit er fortwährend die Wesenheiten, die durch den abnehmenden Mond gefesselt werden. Die Wesenheiten kommen in ihn herein und werden durch seine Seelenruhe, durch die innere Zufriedenheit, durch die harmonische Weltempfindung und Weltanschauung fortwährend befreit. Diejenigen Wesenheiten, welche einziehen in den Menschen, wenn er mißmutig ist, wenn er griesgrämig ist, wenn er mit nichts zufrieden ist, wenn er durch alles mögliche verstimmt wird, sie bleiben im Zustande der Verzauberung, in dem sie waren durch den abnehmenden Mond. Oh, es gibt Menschen, die dadurch, daß sie zu einer harmonischen Weltempfindung gekommen sind, heiteren Gemütes sind, unendlich befreiend wirken auf eine ganz große Summe von Elementarwesen, die eben so entstanden sind, wie geschildert worden ist. Der Mensch ist durch eine harmonische Weltempfindung, durch innerliches Befriedigtsein über die Welt, ein Befreier geistiger Elementarwesen. Der Mensch ist durch seine Griesgrämigkeit, Verstimmtheit, durch seinen Mißmut ein Feßler von Elementarwesen, die befreit werden könnten durch seine Heiterkeit. So sehen Sie, wie des Menschen Gemütsstimmung nicht bloß für diesen Menschen selbst eine Bedeutung hat, wie des Menschen Heiterkeit oder Griesgrämigkeit etwas ist, was wie Befreiung oder wie Fesselung ausströmt aus seiner Wesenheit. Es geht nach allen Windrichtungen in das Geistige hinaus, was der Mensch tut durch seine bloßen Gemütsstimmungen. Da haben wir den dritten Punkt jener wichtigen Lehre der Bhagavad Gita: Sieh hin, wenn ein Mensch so wirkt durch seine Gemütsstimmung, daß er Geister befreit, wie bei dem zunehmenden Monde Geister befreit werden, dann können diese befreiten Geister, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, zurückgehen in die höhere Welt. Wenn der Mensch durch seinen Mißmut, seine Hypochondrie, die Geister, die um ihn herum sind, in sich hereinruft und sie läßt, wie sie sind, wie sie da sein mußten, damit die Ordnung des Mondes herbeigeführt werden kann, dann bleiben diese Geister an ihn gefesselt und müssen wiedergeboren werden, wenn er in ein neues Dasein tritt. So haben wir eine dritte Stufe von Elementargeistern, die entweder mit dem Tod des Menschen befreit werden, zurückgehen in ihr Heimatland oder die wiedergeboren werden müssen in dieser Welt mit dem Menschen.
[ 17 ] And now you can probably guess how the story continues. Just as with the phenomena we have just discussed, so it is with more comprehensive natural phenomena, such as what gives rise to our 28-day lunar cycle: the waxing and waning of the moon. A whole host of elemental beings had to be involved to set the moon in motion in such a way that our lunar cycle could come into being, so that everything connected with the changing of the moon could truly unfold on our visible Earth. And for this, certain beings had to be enchanted, condemned, and bound by the higher beings. To the clairvoyant eye, it is always evident that when the moon waxes, spiritual beings from a lower realm always ascend to a higher realm. But to maintain order, other spiritual elemental beings must also be enchanted down into lower realms. These elemental beings of a third realm also interact with human beings. When a person is serene, when they are content with the world, when they understand the world in such a way that they embrace all things with a serene spirit, then they continually liberate the beings who are bound by the waning moon. The beings enter into him and are continually liberated by his peace of mind, by his inner contentment, by his harmonious perception of the world and his worldview. Those entities that enter the human being when he is discontented, when he is grumpy, when he is satisfied with nothing, when he is upset by all manner of things—they remain in the state of enchantment in which they were placed by the waning moon. Oh, there are people who, by having attained a harmonious perception of the world and a cheerful disposition, have an infinitely liberating effect on a very large number of elemental beings that have come into being precisely as described. Through a harmonious perception of the world and inner contentment with the world, the human being is a liberator of spiritual elemental beings. Through his grumpiness, his bad mood, and his discontent, a human being becomes a fetterer of elemental beings who could be liberated by his cheerfulness. Thus you see how a human being’s mood is significant not merely for that person himself, how a human being’s cheerfulness or grumpiness is something that radiates from his being as either liberation or bondage. Whatever a person does through their mere moods radiates out into the spiritual realm in all directions. Here we have the third point of that important teaching of the Bhagavad Gita: Observe that when a person acts through his mood in such a way that he liberates spirits, just as spirits are liberated during the waxing moon, then these liberated spirits can return to the higher world when the person passes through the gate of death. If a person, through his discontent and hypochondria, calls the spirits around him into himself and leaves them as they are, as they had to be there so that the order of the moon can be brought about, then these spirits remain bound to him and must be reborn when he enters a new existence. Thus we have a third class of elemental spirits who are either liberated upon the person’s death, returning to their homeland, or who must be reborn in this world with the person.
[ 18 ] Und endlich haben wir eine vierte Art von Elementargeistern. Es sind diejenigen, die den Sonnenlauf des Jahres mitzubewirken haben, damit die Sonne des Sommers weckend und befruchtend auf die Erde herniederscheinen kann, damit das, was vom Frühling bis Herbst gedeiht, eben gedeihen kann. Dazu müssen gewisse Geister im Winter gefesselt sein, müssen verzaubert sein während der Zeit der Wintersonne. Und in derselben Weise wirkt der Mensch, wie es früher geschildert worden ist, für die anderen Stufen der geistigen Wesenheiten des Elementarreiches. Nehmen Sie einen Menschen an, der eintritt in die Winterzeit, der sich sagt: Die Nächte werden länger, die Tage werden kürzer, wir kommen zu dem Teil des Jahressonnenlaufes, wo sozusagen die Sonne ihre befruchtenden Kräfte der Erde entzieht. Die äußere Erde stirbt, aber mit dieser absterbenden Erde fühle ich mich um so mehr verpflichtet, geistig aufzuleben. Ich muß jetzt sozusagen den Geist immer mehr und mehr in mich aufnehmen. - Nehmen wir einen Menschen, der gegen das Weihnachtsfest zu immer frömmere Festesstimmung in sich aufnimmt, der das Weihnachtsfest verstehen lernt in der Bedeutung, daß die äußere sinnliche Welt am meisten abgestorben ist, der Geist dafür am meisten leben muß; nehmen wir an, es durchlebt der Mensch die Winterzeit bis Ostern hin, er erinnert sich, daß mit dem Aufleben des Äußeren verknüpft ist der Tod des Geistigen, er durchlebt das Osterfest mit Verständnis. Solch ein Mensch hat nicht bloß äußerliche Religion, sondern Religionsverständnis für Naturprozesse, für den Geist, der in der Natur waltet, und er befreit durch diese Art seiner Frömmigkeit, seiner Geistigkeit jene vierte Klasse von Elementarwesenheiten, die immer aus- und einströmen in den Menschen, die mit dem Laufe der Sonne zusammenhängen. Und ein Mensch, der unfromm in diesem Sinn ist, der den Geist leugnet oder nicht empfindet, der im materialistischen Chaos dahinsumpft, in den strömen ein die Elementargeister dieser vierten Stufe und bleiben, wie sie sind. Und durch den Tod tritt nun wieder das ein, daß diese Elementargeister der vierten Stufe entweder befreit werden zu ihrem Elemente oder aber an den Menschen gefesselt bleiben und wieder erscheinen müssen, wenn er zu einer neuen Verkörperung schreitet. So wird der Mensch, wenn er sich verbindet mit den Wintergeistern, ohne sie zu Sommergeistern zu machen, ohne sie durch seine Geistigkeit zu erlösen, so wird er diese Geister verurteilen wiedergeboren zu werden, während sie sonst nicht wiedergeboren werden, nicht wiederkehren müssen mit ihm.
[ 18 ] And finally, we have a fourth type of elemental spirit. These are the ones that help govern the sun’s course throughout the year, so that the summer sun can shine down upon the earth, awakening and fertilizing it, and so that everything that flourishes from spring to autumn can indeed flourish. For this to happen, certain spirits must be bound during the winter, must be enchanted during the time of the winter sun. And in the same way, as described earlier, human beings influence the other levels of spiritual beings in the elemental realm. Consider a person who enters the winter season, who says to themselves: The nights are growing longer, the days are growing shorter; we are coming to that part of the sun’s annual course where, so to speak, the sun withdraws its fertilizing powers from the earth. The outer earth is dying, but with this dying earth I feel all the more compelled to come alive spiritually. I must now, so to speak, take the spirit more and more into myself. — Let us take a person who, as Christmas approaches, takes on an ever more devout festive mood within themselves, who learns to understand Christmas in the sense that the outer sensory world is most dead, and the spirit must therefore live most fully; let us suppose that this person lives through the winter season until Easter, remembering that the revival of the external is linked to the death of the spiritual, and experiences the Easter festival with understanding. Such a person has not merely an outward religion, but a religious understanding of natural processes, of the spirit that reigns in nature, and through this kind of piety, this spirituality, they liberate that fourth class of elemental beings that constantly flow in and out of the human being, beings connected to the course of the sun. And a person who is irreligious in this sense, who denies the spirit or does not perceive it, who wallows in materialistic chaos—into them the elemental spirits of this fourth stage flow and remain as they are. And through death, the process begins anew: these elemental spirits of the fourth stage are either liberated to return to their element, or they remain bound to the human being and must reappear when he proceeds to a new incarnation. Thus, if a human being connects with the winter spirits without transforming them into summer spirits, without redeeming them through his spirituality, he will condemn these spirits to be reborn, whereas otherwise they would not be reborn, would not have to return with him.
[ 19 ] Sieh das Feuer und den Rauch! Verbindest du dich so mit der äußeren Welt, daß dein geistig-seelischer Prozeß etwas ist, wie wenn Feuer und Rauch entstehen, daß du selbst die Dinge vergeistigst in deinem Erkennungs- oder Empfindungsprozeß, dann verhilfst du gewissen geistigen Elementarwesen zum Aufsteigen. Verbindest du dich mit dem Rauch, dann verurteilst du sie zur Wiedergeburt. Verbindest du dich mit dem Tag, dann befreist du wiederum die entsprechenden Geister des Tages. Sieh auf das Licht, sieh auf den Tag, sieh auf den zunehmenden Mond, auf die Sonnenhälfte des Jahres: Wirkst du so, daß du die Elementarwesen zurückführst zum Licht, zum Tag, zum zunehmenden Mond, zur Sommerszeit des Jahres, dann befreist du diese Elementarwesen, die dir so notwendig sind, mit deinem Tode, sie steigen auf in die geistige Welt. Verbindest du dich mit dem Rauch, glotzt du das Feste nur an, verbindest du dich mit der Nacht durch Trägheit, verbindest du dich mit den Geistern des abnehmenden Mondes durch deinen Mißmut, verbindest du dich mit den Geistern, die gefesselt worden sind in der Wintersonnenzeit durch deine Gottlosigkeit oder Geistlosigkeit, dann verurteilst du diese Elementarwesenheiten dazu, daß sie wiedergeboren werden müssen mit dir.
[ 19 ] Behold the fire and the smoke! If you connect with the outer world in such a way that your spiritual-soul process is like the arising of fire and smoke—that is, if you yourself spiritualize things in your process of cognition or perception—then you help certain spiritual elemental beings to ascend. If you connect with the smoke, you condemn them to rebirth. If you connect with the day, you in turn liberate the corresponding spirits of the day. Look to the light, look to the day, look to the waxing moon, to the sunny half of the year: If you act in such a way that you lead the elemental beings back to the light, to the day, to the waxing moon, to the summer season of the year, then you liberate these elemental beings, who are so necessary to you, through your death; they ascend into the spiritual world. If you connect with the smoke, if you merely stare at the feast, if you connect with the night through inertia, if you connect with the spirits of the waning moon through your discontent, if you connect with the spirits who have been bound during the winter solstice through your godlessness or spiritlessness, then you condemn these elemental beings to be reborn with you.
[ 20 ] Jetzt wissen wir erst, von was eigentlich an dieser Stelle der Bhagavad Gita die Rede ist. Derjenige, der glaubt, es wäre die Rede vom Menschen, der versteht die Bhagavad Gita nicht; derjenige aber, der weiß, daß alles menschliche Leben ein fortwährendes Wechselspiel ist zwischen ihm und Geistern, die in unserer Umgebung verzaubert leben und entzaubert werden müssen, der blickt auf ein Aufsteigen oder auf ein Wiederverkörpertwerden von vier Gruppen von Elementarwesen. Das Geheimnis dieser niedersten Art von Hierarchie ist uns in dieser Stelle der Bhagavad Gita erhalten geblieben. Ja, wenn man aus der Urweltweisheit herausholen muß, was uns in den großen Religionsurkunden überliefert ist, da merkt man, was Großes in diesen Religionsurkunden liegt und wie unrecht die haben, die sie oberflächlich verstehen oder sie nicht in ihrer Tiefe verstehen wollen. Man verhält sich erst dann richtig zu ihnen, wenn man sich sagt: Es ist keine Weisheit hoch genug, um das herauszufinden, was in sie hineingeheimnißt ist. Dann erst durchdringen sich diese Urkunden mit dem Zauberhauch echt frommer Gefühle, dann erst werden sie im wahren Sinne des Wortes das, was sie sein sollen: selber veredelnde und läuternde Mittel der menschlichen Entwickelung. Sie weisen uns oftmals noch hin in ungeheure Abgründe menschlicher Weisheit. Und was aus den Quellen der Geheimschulen und der Mysterien von jetzt ab in die allgemeine Menschheit hineinfließen kann, das erst wird diese Abglanze — denn solche sind sie doch nur - der Urweltweisheit in ihrer Größe und in ihrem Lichte erscheinen lassen.
[ 20 ] Now we finally understand what this passage of the Bhagavad Gita is actually talking about. Anyone who believes it is speaking of human beings does not understand the Bhagavad Gita; but anyone who knows that all human life is a continuous interplay between oneself and spirits who live enchanted in our surroundings and must be disenchanted, perceives an ascent or a reincarnation of four groups of elemental beings. The secret of this lowest form of hierarchy has been preserved for us in this passage of the Bhagavad Gita. Indeed, when one must extract from primordial wisdom what has been handed down to us in the great religious texts, one realizes what greatness lies within these religious texts and how wrong are those who understand them superficially or who do not wish to understand them in their depth. One behaves correctly toward them only when one says to oneself: There is no wisdom high enough to fathom what is hidden within them. Only then do these texts become imbued with the magical breath of genuine pious feelings; only then do they become, in the true sense of the word, what they are meant to be: means of human development that ennoble and purify. They often still point us toward the immense abysses of human wisdom. And what can flow from the sources of the secret schools and the mysteries into the general humanity from now on—that alone will allow these reflections—for that is all they are—of the primordial wisdom to appear in their grandeur and in their light.
[ 21 ] Wir mußten einmal an einem verhältnismäßig schwierigen Beispiel zeigen, wie man in der Urweltweisheit das Zusammenwirken aller jener Geister gewußt hat, die uns umgeben, die überall da sind, die aus- und einströmen in den Menschen, und wie man auch gewußt hat, daß des Menschen Taten eine Wechselwirkung darstellen zwischen der geistigen Welt und seiner eigenen inneren Welt. Da wird uns das Menschenrätsel erst wichtig, wenn wir gewahr werden, daß wir mit allem, was wir tun, selbst mit dem, wie wir gestimmt sind, auf einen ganzen Kosmos zurückwirken, daß diese unsere kleine Welt von einer unendlich weittragenden Bedeutung für alles Werden im Makrokosmos ist. Gerade die Erhöhung des Verantwortlichkeitsgefühls ist das Schönste und Bedeutsamste, was wir gewinnen können aus der Geisteswissenschaft. Es lehrt uns das Leben im wahren Sinne ergreifen und es so wichtig nehmen, daß dieses Leben, das wir hineinzuwerfen haben in den Entwickelungsstrom des Lebens, als erwas Bedeutungsvolles hineingeworfen wird.
[ 21 ] We once had to use a relatively difficult example to show how ancient wisdom understood the interplay of all those spirits that surround us, that are everywhere, that flow in and out of human beings, and how it was also understood that human actions represent an interaction between the spiritual world and one’s own inner world. The mystery of the human being only becomes significant to us when we realize that everything we do—even our moods—has an effect on the entire cosmos, and that our small world has infinitely far-reaching significance for all becoming in the macrocosm. It is precisely this heightened sense of responsibility that is the most beautiful and significant thing we can gain from spiritual science. It teaches us to grasp life in its true sense and to take it so seriously that this life, which we must cast into the stream of life’s development, is cast in as something of significance.
