Spiritual Hierarchies
and their Reflection in the Physical World
GA 110
15 April 1909, Düsseldorf
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Spiritual Hierarchies, tr. SOL
Sechster Vortrag
Sixth Lecture
[ 1 ] Wir haben nun gestern gesehen, wie aus dem geistigen Leben der über dem Menschen stehenden Wesenheiten die Tatsachen des Kosmos hervorgehen. Und insbesondere eine solche Erscheinung wie diejenige, die wir gestern zum Schluß anführen konnten, der Streit am Himmel, der sozusagen auf dem Schlachtfelde zwischen Jupiter und Mars so viele Leichen zurückgelassen hat, daß sie als Planetoiden heute noch immer in größerer und größerer Zahl von der physischen Wissenschaft gefunden werden, gerade eine solche Erscheinung muß uns von ganz besonderer Wichtigkeit sein. Und wir werden auf dieselbe noch zurückzukommen haben; wir werden sehen, wie sich diese Erscheinung am Himmel auch spiegelt in gewissen Vorgängen der Erdenentwickelung, und wir werden gerade im Anfang der Bhagavad Gita die irdische Spiegelung dieses Streites am Himmel finden.
[ 1 ] Yesterday we saw how the facts of the cosmos emerge from the spiritual life of the beings that stand above humanity. And in particular, a phenomenon such as the one we were able to cite at the end yesterday—the conflict in the heavens, which, so to speak, left so many corpses on the battlefield between Jupiter and Mars that they are still being discovered today by physical science in ever-increasing numbers as asteroids—precisely such a phenomenon must be of very special importance to us. And we will have to return to it; we will see how this phenomenon in the heavens is also reflected in certain processes of Earth’s development, and we will find the earthly reflection of this conflict in the heavens right at the beginning of the Bhagavad Gita.
[ 2 ] Heute aber wollen wir unsere Betrachtung in der Weise fortsetzen, daß wir auch noch zunächst skizzenhaft beschreiben die anderen Wesenheiten der geistigen Hierarchien, auf die wir zwar schon hingedeutet haben, die wir aber gestern wegließen. Das sind die Wesenheiten, die eigentlich, wenn wir aufsteigen vom Menschen hinauf, dem Menschen am nächsten liegen; die in der christlichen Esoterik genannt werden Engel, Erzengel und Urbeginne oder Urkräfte, also Angeloi, Archangeloi, Archai. Die Erzengel werden ja gemäß der anthroposophischen Literatur auch Feuergeister zu nennen sein, und die Urbeginne können wir auch nennen Geister der Persönlichkeit.
[ 2 ] Today, however, we shall continue our discussion by first providing a brief outline of the other beings of the spiritual hierarchies, to which we have already alluded but which we omitted yesterday. These are the beings who, strictly speaking, are closest to the human being as we ascend from the human level; those referred to in Christian esotericism as angels, archangels, and primordial principles or primordial forces—that is, Angeloi, Archangeloi, and Archai. According to anthroposophical literature, the archangels may also be called fire spirits, and the primordial principles we may also call spirits of personality.
[ 3 ] Diese Wesenheiten, die sozusagen zwischendrinnen stehen zwischen dem Menschen und jenen geistigen Wesenheiten, von denen wir gestern gezeigt haben, wie sie hereinreichen zum Jupiter, Mars und so weiter, stehen natürlich auch in einem näheren Verhältnis zum Menschen auf der Erde selber. Da haben wir zunächst die Angeloi oder Engel. Sie haben ihre Menschheitsstufe während der alten Mondenentwickelung durchgemacht, sind also im Grunde genommen während unserer heutigen Erdenentwickelung erst so weit, als der Mensch sein wird während seiner Jupiterentwickelung. Eine Stufe über dem Menschen stehen sie. Was ist denn eigentlich die Aufgabe dieser geistigen Wesenheiten? Wir werden uns diese Aufgabe vor Augen führen können, wenn wir die Entwickelung des Menschen auf der Erde in Betracht ziehen.
[ 3 ] These beings, who stand, so to speak, in between human beings and those spiritual beings—whose influence we demonstrated yesterday extends to Jupiter, Mars, and so on—naturally also have a closer relationship with human beings on Earth itself. First, we have the Angeloi, or angels. They passed through their human stage during the ancient lunar evolution; thus, during our present-day Earth evolution, they have essentially reached only as far as human beings will have reached during their Jupiter evolution. They stand one stage above human beings. What, then, is the actual task of these spiritual beings? We will be able to grasp this task when we consider the evolution of human beings on Earth.
[ 4 ] Der Mensch entwickelt sich von Verkörperung zu Verkörperung. In der Weise, wie jetzt die menschliche Entwickelung vor sich geht, reicht sie ja zurück durch die alte atlantische Zeit, durch die lemurische Zeit und beginnt eigentlich in der alten lemurischen Zeit. Und diese Entwickelung durch Inkarnationen hindurch wird auch noch längere Zeit anhalten, bis gegen das Ende der Erdenentwickelung, wo dann andere Formen der Menschheitsentwickelung eintreten werden. Nun wissen Sie ja, daß dasjenige, was wir den eigentlichen ewigen Wesenskern des Menschen nennen, die Individualität, sich fortsetzt von Inkarnation zu Inkarnation. Sie wissen aber auch, daß für die weitaus größte Anzahl der Menschen heute noch ein Bewußtsein vom Leben in den vorhergehenden Verkörperungen nicht vorhanden ist, daß die Menschen sich heute noch nicht erinnern an dasjenige, was sich mitihnen vollzogen hat in vorhergehenden Inkarnationen. Nur solche, die bis zu einem gewissen Grade bis zur Hellsichtigkeit sich entwickelt haben, blicken zurück in ihre vorhergehenden Inkarnationen.
[ 4 ] Human beings evolve from one incarnation to the next. The way human evolution is currently unfolding, it extends back through the ancient Atlantean era and the Lemurian era, and actually began in the ancient Lemurian era. And this development through incarnations will continue for quite some time yet, until near the end of Earth’s evolution, when other forms of human development will then take their place. Now you know, of course, that what we call the actual eternal core of the human being—the individuality—continues from incarnation to incarnation. But you also know that for the vast majority of people today, there is still no awareness of life in previous incarnations, that people today do not yet remember what took place within them in previous incarnations. Only those who have developed to a certain degree of clairvoyance look back into their previous incarnations.
[ 5 ] Was würde nun für eine Zusammengehörigkeit sein zwischen den Inkarnationen eines Menschen auf der Erde, der sich noch nicht erinnert an seine früheren Verkörperungen, wenn nicht gewisse Wesenheiten da wären, die sozusagen die einzelnen Inkarnationen zusammenschließen, die da wachen über das Fortentwickeln von einer Inkarnation zur anderen? Für jeden Menschen müssen wir voraussetzen eine Wesenheit, welche dadurch, daß sie um eine Stufe höher ist als der Mensch, die Individualität von einer Inkarnation zur andern hinüberleitet. Wohlgemerkt, das sind nicht jene Wesenheiten, die das Karma regeln und auf die wir noch zurückkommen werden; das sind einfach wachsame Wesenheiten, die sozusagen das Gedächtnis bewahren von einer Inkarnation zur anderen, solange der Mensch selber es nicht kann. Und diese Wesenheiten sind eben die Angeloi oder Engel. So daß wir sagen können: Jeder Mensch ist in jeder Inkarnation eine Persönlichkeit, aber über jeden Menschen wacht eine Wesenheit, welche ein Bewußtsein hat, das von Inkarnation zu Inkarnation geht. Das ist es ja auch, was möglich macht, daß für gewisse niedrigere Grade der Einweihung der Mensch, wenn er auch selbst noch nichts weiß von seinen vorhergehenden Verkörperungen, doch die Möglichkeit erhält, seinen Engel zu fragen. Das ist für gewisse niedere Grade der Initiation durchaus möglich. So also dürfen wir sagen: Die Wesen, die als Angeloi eine Stufe höher stehen als der Mensch, die haben Wache zu halten über den ganzen Menschheitsfaden, der sich für die einzelne Individualität von Verkörperung zu Verkörperung spinnt. Nun steigen wir hinauf zu der nächsten Gruppe von Wesenheiten, zu den Erzengeln, Archangeloi, zu den Feuergeistern, wie wir sie auch nennen. Diese Wesenheiten beschäftigen sich nun nicht mit dem einzelnen Menschen, mit der einzelnen Individualität, sondern haben schon eine umfassendere Aufgabe: Sie bringen in eine harmonische Ordnung das Leben des Einzelnen und das Leben größerer Menschheitszusammenhänge, wie zum Beispiel Völker, Rassen und so weiter. Es haben die Erzengel innerhalb unserer Erdenentwickelung die Aufgabe, sozusagen die Seele des Einzelnen in einen gewissen Zusammenhang zu bringen mit dem, was wir Volksseele, Rassenseele nennen. Denn für denjenigen, der in das spirituelle Wissen eindringt, sind Volksseelen, Rassenseelen noch etwas ganz anderes als für die Abstraktlinge der heutigen Wissenschaft oder heutigen Bildung überhaupt. Auf irgendeinem Territorium, meinetwillen in Deutschland oder Frankreich oder Italien, leben so und so viele Menschen, und weil diesinnlichen Augen nursound so vieleMenschenalsäußere Gestalten sehen, so können sich solche Abstraktlinge das, was man Volksgeist oder Volksseele nennt, nur wie eine bloß begriffliche Zusammenfassung des Volkes vorstellen. Wirklich real ist für sie nur der einzelne Mensch, nicht die Volksseele, nicht der Volksgeist. Für denjenigen, der in das wirkliche Getriebe des spirituellen Lebens hineinschaut, für den ist das, was wir Volksseele oder Volksgeist nennen, eine Realität. Es lebtund webtin einer Volksseele dasjenige, was wir nennen einen Feuergeist oder einen Erzengel. Er regelt also sozusagen das Verhältnis des einzelnen Menschen zu der Gesamtheit eines Volkes oder einer Rasse.
[ 5 ] What connection would there be between the incarnations of a human being on Earth who does not yet remember his past lives, were it not for certain beings who, so to speak, link the individual incarnations together and watch over the progression from one incarnation to the next? For every human being, we must assume the existence of an entity which, by being one level higher than the human being, transmits the individuality from one incarnation to the next. Mind you, these are not the entities that govern karma, to which we will return later; these are simply watchful entities that, so to speak, preserve the memory from one incarnation to the next, as long as the human being cannot do so themselves. And these entities are precisely the Angeloi or angels. So that we can say: Every human being is a personality in every incarnation, but watching over every human being is a being whose consciousness passes from incarnation to incarnation. This is precisely what makes it possible, for certain lower degrees of initiation, for a human being—even if he himself knows nothing yet of his previous incarnations—to have the opportunity to ask his angel. This is entirely possible for certain lower degrees of initiation. Thus, we may say: The beings who, as Angeloi, stand one step higher than human beings, are charged with keeping watch over the entire thread of humanity that is spun for the individual soul from incarnation to incarnation. Now we ascend to the next group of beings, to the Archangels, Archangeloi, to the spirits of fire, as we also call them. These beings do not concern themselves with the individual human being, with the individual soul, but have a more comprehensive task: they bring the life of the individual and the life of larger human contexts—such as peoples, races, and so on—into a harmonious order. Within the course of Earth’s evolution, the archangels have the task, so to speak, of bringing the soul of the individual into a certain connection with what we call the national soul and the racial soul. For those who delve into spiritual knowledge, national souls and racial souls are something quite different from what they are for the abstract thinkers of modern science or modern education in general. In any given territory—say, in Germany, France, or Italy—there live so many people, and because these abstract thinkers see only so many people as external forms with their inner eyes, they can conceive of what is called the national spirit or national soul only as a purely conceptual summary of the people. For them, only the individual human being is truly real, not the national soul, not the national spirit. For those who look into the true workings of spiritual life, what we call the national soul or national spirit is a reality. What we call a fire spirit or an archangel lives and works within a national soul. It thus regulates, so to speak, the relationship of the individual human being to the totality of a people or a race.
[ 6 ] Und dann kommen wir hinauf zu den Wesenheiten, die wir bezeichnen als Geister der Persönlichkeit, als Urbeginne, Urkräfte, Archai. Das sind nun noch höhere Wesenheiten, sie haben eine noch höhere Aufgabe im Menschheitszusammenhange. Sie regeln im Grunde genommen die irdischen Verhältnisse des ganzen Menschengeschlechtes auf Erden, und sie leben so, daß sie durch die Wellen der Zeit von Epoche zu Epoche in einer ganz bestimmten Zeitsich verändern, sozusagen einen andern Geistleib annehmen. Sie alle kennen wiederum etwas, was für die Abstraktlinge unserer heutigen Bildung eigentlich ein bloßer Begriff ist, was aber für denjenigen, der hineinsieht in die spirituelle Wirklichkeit, eine Realität ist: Es ist das, was man mit einem eigentlich recht häßlichen Ausdruck unserer Zeit den Zeitgeist nennen könnte. Sie haben zu tun mit dem, was der Sinn und die Mission einer Epoche der Menschheit ist. Denken Sie nur einmal daran, daß wir ja schildern können den Sinn und die Mission zum Beispiel in den ersten Jahrtausenden unmittelbar nach der atlantischen Katastrophe. Diese Zeitgeister, sie umfassen etwas, was über das einzelne Volk, über die einzelne Rasse hinausgeht. Der Geist einer Epoche ist nicht beschränkt auf dieses oder jenes Volk, er geht hinüber über die Grenze der Völker. Das nun, was man in Wirklichkeit Zeitgeist, Geist einer Epoche nennt, das ist der Geistleib der Archai, der Urbeginne oder Geister der Persönlichkeit. Diesen Geistern der Persönlichkeit ist es zum Beispiel zuzuschreiben, daß für gewisse Epochen ganz bestimmte menschliche Persönlichkeiten auf unserem Erdenrund auftreten. Nicht wahr, Sie begreifen ja, daß die irdischen Aufgaben zunächst gelöst werden müssen durch irdische Persönlichkeiten. In einer ganz bestimmten Epoche mußte diese oder jene epochemachende Persönlichkeit auftreten. Aber es würde ein sonderbares Durcheinander in der ganzen Erdenentwikkelung eintreten, wenn das alles dem Zufall überlassen wäre, wenn in irgendeine Epoche Luther meinetwegen oder Karl der Große hineingestellt würden. Das muß im Zusammenhang gedacht werden erst mit der ganzen Entwickelung der Menschheit über die Erde hin; es muß sozusagen aus dem Sinn der ganzen Erdenentwickelung in einer bestimmten Epoche die richtige Seele auftreten. Das regeln die Geister der Persönlichkeit, das regeln die Archai oder Urbeginne.
[ 6 ] And then we come to the beings we refer to as spirits of personality, as primordial beginnings, primordial forces, Archai. These are even higher beings; they have an even higher task in the context of humanity. They essentially govern the earthly conditions of the entire human race on Earth, and they live in such a way that, through the waves of time, they change from epoch to epoch in a very specific way, assuming, so to speak, a different spiritual body. They all, in turn, are familiar with something that for the abstract thinkers of our modern education is actually merely a concept, but which is a reality for those who look into spiritual reality: it is what one might call, using a rather ugly expression of our time, the “zeitgeist.” They are concerned with what constitutes the meaning and mission of an epoch of humanity. Just think for a moment that we can indeed describe the meaning and mission, for example, of the first millennia immediately following the Atlantean catastrophe. These time spirits encompass something that goes beyond the individual people, beyond the individual race. The spirit of an epoch is not limited to this or that people; it transcends the boundaries of peoples. Now, what is actually called the spirit of the age, the spirit of an epoch, is the spiritual body of the Archai, the Primordial Beings, or the Spirits of Personality. It is to these Spirits of Personality, for example, that we owe the fact that very specific human personalities appear on our Earth during certain epochs. Surely you understand that earthly tasks must first be solved by earthly personalities. In a very specific epoch, this or that epoch-defining personality had to appear. But a strange confusion would arise in the entire development of the Earth if all this were left to chance, if, for example, Luther or Charlemagne were placed in just any epoch. This must be considered in connection with the entire development of humanity across the Earth; the right soul must, so to speak, emerge from the spirit of the entire development of the Earth in a specific epoch. This is governed by the spirits of personality; this is governed by the Archai or Primordial Beings.
[ 7 ] Und dann, wenn wir über die Urbeginne hinaufkommen, dann kommen wir zu denjenigen Wesenheiten, die wir gestern gerade noch berührt haben, zu den sogenannten Gewalten, Exusiai, die wir auch nennen die Geister der Form. Da kommen wir allerdings zu Aufgaben, die schon über die Erde hinausgehen. Wir unterscheiden ja in der Menschheitsentwickelung eine Saturnentwickelung, eine Sonnenentwickelung, eine Monden-, eine Erden-, Jupiter-, Venus- und Vulkanentwickelung. Von dem allem, was innerhalb der Erde selbst geschieht, haben wir jetzt gesehen, daß es geregelt wird durch Engel für den einzelnen Menschen, durch Erzengel für den Zusammenhalt des einzelnen Menschen mit großen Menschenmassen; für die ganze Menschheitsentwickelung von der lemurischen Zeit bis hin in die Zeit, wo der Mensch wiederum so weit vergeistigt sein wird, daß er kaum noch der Erde angehört, wird alles geregelt durch die Geister der Persönlichkeit. Jetzt aber muß noch etwas anderes geregelt werden: Es muß die Menschheit von einem planetarischen Zustand zum andern geführt werden. Es müssen auch geistige Wesenheiten da sein, die während der ganzen Erdenentwickelung dafür sorgen, daß dann, wenn die Erdenentwickelung fertig sein wird, die Menschheit in der richtigen Weise wiederum durch ein Pralaya durchgehen kann und den Weg findet zum nächsten Ziel, zum Jupiterziel. Das sind die Gewalten oder Geister der Form. Wir haben gestern von oben herunter ihre Aufgabe charakterisiert, jetzt charakterisieren wir sie von unten hinauf. Diejenigen Geister, die dafür sorgen, daß sozusagen die ganze Menschheit von einem planetarischen Zustand zum andern geführt wird, das sind die Gewalten, Exusiai oder Geister der Form.
[ 7 ] And then, when we rise above the very beginnings, we come to those beings we touched upon just yesterday—the so-called Powers, the Exusiai, whom we also call the Spirits of Form. There, however, we encounter tasks that already extend beyond the Earth. In the development of humanity, we distinguish a Saturn phase, a Sun phase, a Moon phase, an Earth phase, a Jupiter phase, a Venus phase, and a Vulcan phase. We have now seen that everything that happens within the Earth itself is governed by angels for the individual human being, by archangels for the connection of the individual human being with large masses of people; for the entire development of humanity from the Lemurian era up to the time when humanity will once again be so spiritualized that it will scarcely belong to the Earth anymore, everything is governed by the Spirits of Personality. But now something else must be governed: humanity must be guided from one planetary state to another. There must also be spiritual beings who, throughout the entire development of the Earth, ensure that when Earth’s development is complete, humanity can once again pass through a Pralaya in the proper manner and find the path to the next goal, the Jupiter goal. These are the Powers or Spirits of Form. Yesterday we characterized their task from above; now we characterize them from below. Those spirits who ensure that, so to speak, all of humanity is guided from one planetary state to another—these are the Powers, Exusiai, or Spirits of Form.
[ 8 ] Nun müssen wir uns einmal über die Weltstellung dieser Wesenheiten einen gewissen Aufschluß verschaffen. In der Geisteswissenschaft, in demjenigen, was sich heute wieder fortsetzen soll als Anthroposophie, also im Grunde genommen in der Mysterienweisheit, hat man immer in derselben Weise, wie das jetzt vor Ihnen geschehen ist, von diesen verschiedenen Wesenheiten der geistigen Hierarchien gesprochen. Wir haben nun gestern gesehen, daß der heutige Saturn die Marke bedeutet, bis zu welcher die Throne hereingewirkt haben, daß der Jupiter die Marke bedeutet, bis zu welcher die Herrschaften gewirkt haben, und der Mars die Marke, bis zu welcher die Mächte oder Dynamis oder Virtutes gewirkt haben.
[ 8 ] Now we must gain some insight into the place these beings occupy in the world. In spiritual science—in what is to be continued today as anthroposophy, that is, essentially in the wisdom of the mysteries—these various beings of the spiritual hierarchies have always been spoken of in the same way as has just been done before you. We saw yesterday that present-day Saturn marks the point up to which the Thrones have worked, that Jupiter marks the point up to which the Dominions have worked, and that Mars marks the point up to which the Powers, or Dynamis, or Virtutes have worked.
[ 9 ] Nun wollen wir einmal auch in entsprechender Weise charakterisieren, wie sich räumlich sozusagen die Herrschaftsgebiete der heute genannten Wesenheiten in unserem Sonnensystem verteilen. Da muß eine Sache berührt werden, die vielleicht selbst unter Ihnen, die Sie in gewisser Beziehung schon vorbereitet sind, einiges Befremden hervorrufen wird, die aber doch durchaus mit der Wahrheit übereinstimmt. Sehen Sie, im heutigen Schulunterricht werden die Leute darauf hingewiesen, daß man einmal im grauen Altertum bis herein zu Kopernikus eine Weltanschauung über unser Sonnensystem gehabt hat, die bekannt ist unter dem Namen Ptolemäisches Weltensystem. Damals hat man geglaubt, die Erde stünde im Mittelpunkt unseres Systems, und es bewegten sich, wie es grob sinnlich für das Auge aussieht, die Planeten um die Erde herum. Seit Kopernikus weiß man endlich, so sagt man, was früher eben die Menschen nicht gewußt haben, daß nämlich die Sonne im Mittelpunkt steht und daß die Planeten in Kreisen respektive in Ellipsen sich um die Sonne herumbewegen. Schön! Aber das, was bei einer solchen Beschreibung unseres Sonnensystems vor allen Dingen den Leuten ganz präzis klargemacht werden sollte, wenn man aufrichtig und ehrlich im heutigen Sinne solch eine Sache vorträgt, das ist noch etwas anderes. Man sollte sagen: Bis zu Kopernikus kannten die Leute nur gewisse Bewegungsformen am Himmelsraum, und danach berechneten sie, wie unser Sonnensystem sein könnte; das, was Kopernikus getan hat, das war nun nicht, daß er sozusagen einen Stuhl genommen und sich hinausgesetzt hat in den Weltenraum, um zuzuschauen, wie die Sonne in irgendeinem Mittelpunkt von Kreis oder Ellipse steht und sich die Planeten herumbewegen, sondern er hat eine Rechnung angestellt, und diese Rechnung erklärt einfacher dasjenige, was man sieht, als frühere Rechnungen. Das Kopernikanische Weltensystem ist nichts anderes als ein Ergebnis des Gedankens.
[ 9 ] Now let us also describe, in a similar manner, how the domains of the entities mentioned today are distributed spatially, so to speak, within our solar system. There is one point that must be addressed which may cause some surprise even among you, who are already prepared in a certain sense, but which nevertheless corresponds entirely to the truth. You see, in today’s school lessons, people are told that from ancient times right up to Copernicus, there was a worldview regarding our solar system known as the Ptolemaic system. Back then, it was believed that the Earth stood at the center of our system, and that, as it roughly appears to the naked eye, the planets moved around the Earth. Since Copernicus, it is said, we have finally come to know what people did not know before, namely that the Sun is at the center and that the planets move in circles or ellipses around the Sun. Fine! But what, above all, should be made perfectly clear to people in such a description of our solar system—if one presents such a matter sincerely and honestly in today’s sense—is something else entirely. One should say: Up until Copernicus, people knew only certain forms of motion in the heavens, and based on that, they calculated what our solar system might be like; what Copernicus did was not, so to speak, to take a chair and sit out in outer space to watch how the Sun stands at some center of a circle or ellipse and the planets move around it, but rather he made a calculation, and this calculation explains what one sees more simply than earlier calculations. The Copernican system of the world is nothing other than a product of thought.
[ 10 ] Sehen wir einmal ab von dem, was Ptolemäus angenommen hat. Setzen wir die Rechnung so, daß die Sonne im Mittelpunkt steht, rechnen wir aus, wo die Orte für die einzelnen Planeten sein müssen, und suchen dann, ob das mit der Erfahrung übereinstimmt. Gewiß, für die bloß physische Beobachtung stimmt das mit der Erfahrung zunächst überein. Freilich hat man dann allerlei Weltensysteme, zum Beispiel das Kant-Laplacesche, darauf gebaut. Aber da kam man schon in eine Sache hinein mit den fortgehenden Entdeckungen, die im Grunde genommen nicht mehr ganz wissenschaftlich ehrlich ist, denn später wurden für die rein sinnliche Beobachtung zwei Planeten hinzugesellt — wir haben sie noch nicht berührt, wir werden aber später zeigen, was sie für unser Sonnensystem bedeuten, der Uranus und der Neptun. Man müßte allerdings, wenn man dieses Weltensystem beschreibt, die Leute wiederum aufmerksam machen darauf, daß eigentlich diese beiden, der Uranus und der Neptun, einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen.
[ 10 ] Let us set aside what Ptolemy assumed. Let’s set up the calculation so that the Sun is at the center, determine where the positions of the individual planets must be, and then see if this agrees with empirical observation. Certainly, for purely physical observation, this initially agrees with empirical data. Of course, all sorts of cosmological systems, such as the Kant-Laplace model, were then built upon this. But with the ongoing discoveries, one got into a situation that, strictly speaking, is no longer entirely scientifically honest, for later two planets were added to the purely sensory observation—we have not yet touched upon them, but we will show later what they mean for our solar system: Uranus and Neptune. However, when describing this planetary system, one would have to draw people’s attention once again to the fact that these two, Uranus and Neptune, actually throw a huge wrench into the works.
[ 11 ] Wenn man das Kant-Laplacesche Weltensystem schon einmal annehmen will, so müßten sich der Uranus und der Neptun so bewegen mit ihren Monden, wie zum Beispiel die andern Monde um die andern Planeten sich bewegen. So tun sie es aber nicht, sondern da haben wir sogar unter diesen äußeren Planeten, unter diesen später gefundenen Planeten einen, der sich ganz sonderbar benimmt. Für den müßte nämlich eigentlich, wenn das Kant-Laplacesche Weltensystem richtig ist, irgend jemand, nachdem sich die ganzen Planeten abgespalten haben, die Achse so gedreht haben, daß sie um neunzig Grad gedreht wäre, denn er macht einen andern Kreislauf als die anderen Planeten. Diese zwei unterscheiden sich erheblich von den übrigen Planeten unseres Sonnensystems. Wir werden später sehen, wie es sich mit ihnen verhält; jetzt soll nur darauf aufmerksam gemacht werden, daß man es in dem kopernikanischen System nur mit einer Rechnung zu tun hat, mit etwas, was man hypothetisch, als Voraussetzung, hingestellt hat in der Zeit, wo man vollständig abkam von einer Erkenntnis der geistigen Zusammenhänge, von einer Beobachtung dessen, was geistig dem äußeren Geschehen zugrunde liegt. Aber das alte Ptolemäische System ist eben kein bloß physisches System, es ist ein System, das noch zurückgeht auf die geistige Beobachtung, wo man gewußt hat, daß die Planeten Marken sind für gewisse Herrschaftsgebiete der höheren Wesenheiten. Und man muß das ganze System unseres Planeten-Sonnen-Systems anders aufzeichnen, wenn man nun die Herrschaftsgebiete in entsprechender Weise charakterisieren will. Ich werde Ihnen dieses Planetensystem so aufzeichnen, wie es erklärt worden ist in den Mysterien des Zarathustra. Wir könnten ebensogut andere Mysterien zu Rate ziehen, aber wir wollen gerade dieses System herausgreifen für die Charakteristik unseres Sonnensystems mit seinen Planeten in bezug auf die innerhalb dieses Systems wirkenden geistigen Wesenheiten.
[ 11 ] If one were to accept the Kant-Laplacean model of the solar system, then Uranus and Neptune, along with their moons, would have to move in the same way that, for example, the other moons orbit the other planets. But they do not do so; on the contrary, even among these outer planets, among these planets discovered later, there is one that behaves quite strangely. For, if the Kant-Laplacean system of the world is correct, someone would have had to, after all the planets had separated, rotate its axis so that it would be turned ninety degrees, since it follows a different orbit than the other planets. These two differ considerably from the other planets of our solar system. We will see later how things stand with them; for now, it should simply be noted that in the Copernican system one is dealing merely with a calculation, with something that was posited hypothetically, as a premise, at a time when one had completely turned away from an understanding of spiritual connections, from an observation of what spiritually underlies external events. But the old Ptolemaic system is not merely a physical system; it is a system that goes back to spiritual observation, when it was known that the planets are markers for certain spheres of influence of the higher beings. And one must map out the entire system of our planetary solar system differently if one now wishes to characterize these spheres of influence in a corresponding way. I will describe this planetary system to you as it has been explained in the Mysteries of Zarathustra. We could just as well consult other Mysteries, but we shall single out this particular system for the characterization of our solar system with its planets in relation to the spiritual beings active within this system.
[ 12 ] In dem System des Zarathustra war nämlich etwas aufgenommen, was sich unterscheidet von demjenigen, was unsere Himmelsbeobachtungen sind. Sie wissen ja, daß man einen gewissen — nennen Sie ihn nun scheinbar oder anders-, einen gewissen Fortgang der Sonne durch den Tierkreis im Laufe langer Jahre beobachten kann. Es wird gewöhnlich gesagt, und das ist richtig, daß ungefähr seit dem 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung die Sonne im Frühjahr aufgeht im Frühlingspunkt im Tierkreiszeichen 1Hier und im folgenden sind nicht die Zeichen im üblichen Sinn, sondern die Bilder gemeint. des Widders; aber jedes Jahr rückt die Sonne ein Stückchen weiter, so daß sie im Verlauf von langen, langen Zeiträumen den ganzen Widder durchläuft mit ihrem Aufgangspunkt. Vor dem Jahre 800 vor unserer Zeitrechnung ging sie nun nicht im Widder, sondern im Stier auf, und zwar ging sie durch 2200 Jahre etwa im Stier auf, durchwanderte also mit ihrem Frühlingspunkt das ganze Tierkreiszeichen des Stieres. Noch vorher ging sie auf im Tierkreiszeichen der Zwillinge. Die Zwillinge waren das Frühjahrs-Tierkreisgestirn in den Zeiten, die also 800 plus etwa 2200 Jahre vor unserer Zeitrechnung liegen. Wenn wir also ins 4. und 5. Jahrtausend vor Christus zurückgehen, so haben wir den Frühlingspunkt zu verlegen in das Tierkreiszeichen der Zwillinge. Das war aber die Zeit, in der die Mysterien des Zarathustra geblüht haben. Weit hinein in ein graues Altertum haben sie geblüht, und man rechnete, wenn man sprach von den Erscheinungen am Himmel, alles mit Bezug auf das Sternbild der Zwillinge. So daß, wenn wir den Tierkreis, wie wir ihn ja schon gestern charakterisiert haben, aufzeichnen würden, wir hier oben zu zeichnen hätten das Sternbild der Zwillinge. Es würde dann zu zeichnen sein im unmittelbaren Anschluß an den Tierkreis das, was das Herrschaftsgebiet der Throne begrenzt, was also zur Grenzmarke den Saturn hat. Dann kommen wir dazu, zu begrenzen, wie wir gesagt haben, das Herrschaftsgebiet derjenigen geistigen Wesenheiten, die man nennt die Herrschaften oder Geister der Weisheit; die äußerste Marke ist der Jupiter. Wir kommen dann dazu, zu begrenzen das Herrschaftsgebiet der Mächte, auch die Geister der Bewegung genannt: Das ist das Herrschaftsgebiet, das zur Marke den Mars hat. Wir haben gesehen, zwischenherein fällt das Schlachtfeld, das der Streit am Himmel gelassen hat. Jetzt aber müssen wir, wenn wir die Herrschaftsgebiete richtig abteilen wollen, dasjenige zeichnen, was zur Grenzmarke die Sonne hat. Also, ebenso wie wir den Mars aufzeichnen als die Grenze, bis wohin das Herrschaftsgebiet der Mächte geht, müssen wir die Sonne selber aufzeichnen als die Marke, die die Grenze bezeichnet, bis zu der die Gewalten oder Geister der Form gehen. Und nunmehr kommen wir zu der Grenze, welche wir bezeichnen durch die Marke der Venus. Bis zur Venus reicht das Herrschaftsgebiet der Geister der Persönlichkeit oder Archai. Dann kommen wir zu dem Herrschaftsgebiete, das wir bezeichnen mit der Marke des Merkur. Also bis hier herein, zur Venus, reicht das Herrschaftsgebiet der Geister der Persönlichkeit; bis hierher, zum Merkur, reicht das Herrschaftsgebiet derjenigen Wesenheiten, die wir die Erzengel oder Feuergeister nennen. Und jetzt kommen wir der Erde schon sehr nahe. Wir können jetzt das Herrschaftsgebiet bezeichnen, welches. zu seiner Marke den Mond hat, und kommen jetzt dazu, hierher die Erde zu zeichnen.
[ 12 ] For in Zarathustra’s system, something was incorporated that differs from our observations of the heavens. As you know, one can observe a certain—call it apparent or otherwise—a certain progression of the sun through the zodiac over the course of many years. It is usually said—and this is correct—that since about the 8th century B.C.E., the sun rises in the spring at the vernal equinox in the zodiacal sign 1Here and in what follows, the term “signs” does not refer to the signs in the usual sense, but to the images. of Aries; but every year the Sun moves a little further, so that over the course of very long periods of time, its rising point traverses the entire constellation of Aries. Before the year 800 BCE, it did not rise in Aries, but in Taurus; indeed, for about 2,200 years it rose in Taurus, thus traversing the entire zodiacal sign of Taurus with its vernal equinox. Even earlier, it rose in the zodiac sign of Gemini. Gemini was the vernal zodiacal star in the times that lie, therefore, 800 plus approximately 2,200 years before our era. So if we go back to the 4th and 5th millennia B.C., we must place the vernal equinox in the zodiacal sign of Gemini. But that was the time when the mysteries of Zarathustra flourished. They flourished far back into a gray antiquity, and when speaking of celestial phenomena, everything was calculated with reference to the constellation of Gemini. So that if we were to map out the zodiac, as we characterized it yesterday, we would have to draw the constellation of Gemini here above. We would then have to draw, immediately following the zodiac, that which delimits the domain of the Thrones, which thus has Saturn as its boundary marker. Then we come to delimiting, as we have said, the domain of those spiritual beings called the Dominions or Spirits of Wisdom; the outermost boundary is Jupiter. We then come to demarcate the domain of the Powers, also called the Spirits of Movement: this is the domain that has Mars as its boundary marker. We have seen that the battlefield left by the conflict in the heavens lies in between. But now, if we wish to properly demarcate the domains, we must draw that which has the Sun as its boundary marker. So, just as we mark Mars as the boundary up to which the domain of the Powers extends, we must mark the Sun itself as the boundary that designates the limit up to which the Powers or Spirits of Form extend. And now we come to the boundary that we designate by the mark of Venus. The domain of the Spirits of Personality, or Archai, extends up to Venus. Then we come to the sphere of influence that we designate with the mark of Mercury. So up to here, to Venus, extends the sphere of influence of the spirits of personality; up to here, to Mercury, extends the sphere of influence of those beings we call the archangels or fire spirits. And now we are already very close to the Earth. We can now designate the realm whose mark is the Moon, and we now come to drawing the Earth here.


[ 13 ] Sie müssen sich also denken die Erde als Ausgangspunkt, müssen sich denken um die Erde herum ein Herrschaftsgebiet, das bis zum Mond reicht; dann kommt ein Herrschaftsgebiet, das bis zum Merkur reicht, dann ein Herrschaftsgebiet bis zur Venus, dann eines bis zur Sonne. Nun werden Sie erstaunt sein über die Reihenfolge der einzelnen Planeten, so wie ich sie gegeben habe. Wenn hier die Erde und hier die Sonne ist, so würden Sie glauben, daß ich hierher zeichnen müßte den Merkur in Sonnennähe und hierher die Venus. Das ist aber nicht richtig, denn die beiden Planeten wurden in bezug auf ihre Namen verwechselt durch die spätere Astronomie. Was man heute Merkur nennt, wird in allen alten Lehren Venus genannt, und was man heute Venus nennt, heißt in allen alten Lehren Merkur. Also wohlgemerkt: Man versteht die alten Schriften und die alten Lehren nicht, wenn man dasjenige, was dort über Venus oder Merkur gesagt ist, auf das bezieht, was heute mit denselben Namen gemeint ist. Was über die Venus gesagt wird, muß auf den heutigen Merkur bezogen werden, und was über den Merkur gesagt wird, auf die Venus, denn diese beiden Bezeichnungen sind später miteinander verwechselt worden. Bei der Gelegenheit, wo man das Weltensystem umgedreht hat, wo die Erde entkleidet worden ist ihrer Mittelpunktsstellung, da hat man nicht bloß die Perspektive geändert, sondern man hat Merkur und Venus umeinander herumkollern lassen in bezug auf die alten Bezeichnungen.
[ 13 ] So you must imagine the Earth as the starting point, and imagine a sphere of influence around the Earth that extends to the Moon; then comes a sphere of influence that extends to Mercury, then one that extends to Venus, and then one that extends to the Sun. Now you will be surprised by the order of the individual planets, as I have presented them. If the Earth is here and the Sun is here, you would think that I should draw Mercury near the Sun here and Venus here. But that is not correct, for the two planets were confused in terms of their names by later astronomy. What is called Mercury today is called Venus in all ancient teachings, and what is called Venus today is called Mercury in all ancient teachings. So, mind you: One does not understand the ancient writings and the ancient teachings if one applies what is said there about Venus or Mercury to what is meant by those same names today. What is said about Venus must be applied to today’s Mercury, and what is said about Mercury to Venus, for these two designations were later confused with one another. When the world system was turned upside down, when the Earth was stripped of its central position, not only was the perspective changed, but Mercury and Venus were also swapped around with respect to the ancient designations.
[ 14 ] Nun werden Sie sehr leicht das, was da aufgezeichnet ist, in Einklang bringen können mit dem physischen Weltensystem. Sie brauchen sich nur zu denken: Hier ist die Sonne ☉, um die Sonne dreht sich die Venus ♀ ; weiter um die Sonne dreht sich der Merkur ☿, dann die Erde ♁ mit dem Mond ☾; es drehen sich herum Mars ♂, Jupiter ♃, dann Saturn ♄. Sie müssen sich die physischen Bewegungen so denken, daß sich jeder Planet um die Sonne bewegt. Aber Sie können sich doch eine solche Stellung denken, daß sozusagen die Erde hier steht und daß sich die andern Planeten so gedreht haben, daß sie hinter der Sonne stehen auf ihrem Weg. Also wenn ich das zeichnen will, so wäre es so: Wir zeichnen unser gewöhnliches physisches System auf. Wir zeichnen in den einen Brennpunkt die Sonne, lassen herumgehen um die Sonne Venus, Merkur, Erde mit ihrem Mond: Das ist die Erde, Merkur, Venus nach der alten Bezeichnung, der nächste, der folgt, ist der Mars, der nächste, nach den Planetoiden, Jupiter, und dann kommt Saturn. Sie denken es sich nun so, daß, während da unten die Erde steht, dann Merkur und Venus kommen, daß dann der Mars da oben steht, daß der Jupiter da steht und so weiter. Jetzt haben Sie die Sonne, den [heutigen] Merkur, die heutige Venus hier. Nicht wahr, da diese Planeten alle möglichen Lagen gegeneinander einnehmen, so können sie doch auch einmal so stehen (siehe Zeichnung S5. 101, unten). Das wird plausibel sein. Hiermit ist das gegenwärtige physische System gezeichnet, es ist nur ein Zeitpunkt gewählt, wo, wenn die Erde, der Merkur und die Venus auf der einen Seite der Sonne stehen, die anderen Planeten Mars, Jupiter und Saturn auf der anderen Seite stehen. Das ist hier gezeichnet, weiter gar nichts. Hier ist Erde, Merkur, Venus, und auf der anderen Seite der Sonne Mars, Jupiter, Saturn. Also es handelt sich nur um eine Perspektivenänderung. Dieses System ist durchaus zu denken, aber nur, wenn diese Konstellation da ist. Sie war tatsächlich da in einer Zeit, in der oberhalb des Saturn die Zwillinge waren. Da konnte man nun hellseherisch besonders gut beobachten die Herrschaftsverhältnisse der geistigen Hierarchien. Da zeigte sich denn, daß rings um die Erde herum bis zum Mond die Sphäre der Engel ist. Wirklich, wenn man nicht das physische System zugrunde legt, sondern diese eigentümliche Konstellation, dann ist um die Erde der Kreis der Engel bis zum Mond, dann weiter bis zum Merkur der Kreis der Erzengel, dann bis zur Venus der Kreis der Geister der Persönlichkeit, bis zur Sonne zunächst der Kreis der Gewalten oder Exusiai oder Geister der Form; dann kommt der Kreis, wie ich ihn charakterisiert habe gestern, der Virtutes oder Mächte, dann der Kreis der Herrschaften und dann derjenige der Throne (siehe Zeichnung).
[ 14 ] Now you will be able to easily reconcile what is recorded here with the physical world system. You need only think: Here is the Sun ☉, and Venus ♀ revolves around the Sun; further around the Sun revolves Mercury ☿, then the Earth ♁ with the Moon ☾; Mars ♂, Jupiter ♃, and then Saturn ♄ revolve around it. You must imagine the physical movements in such a way that each planet moves around the Sun. But you can still imagine a configuration in which, so to speak, the Earth stands here and the other planets have rotated so that they are behind the Sun on its path. So if I were to draw this, it would look like this: We sketch our usual physical system. We draw the Sun at one focus, and have Venus, Mercury, and Earth with its Moon orbiting the Sun: That is Earth, Mercury, and Venus according to the old designation; the next one following is Mars; the next, after the asteroids, is Jupiter; and then comes Saturn. Now imagine it this way: while the Earth is down there, then Mercury and Venus come, then Mars is up there, then Jupiter is there, and so on. Now you have the Sun, [today’s] Mercury, and today’s Venus here. Isn’t it true that since these planets assume all kinds of positions relative to one another, they can also be arranged like this at times (see drawing S5. 101, below). That will be plausible. Here the present physical system is drawn; only a single moment in time has been chosen where, when the Earth, Mercury, and Venus are on one side of the Sun, the other planets—Mars, Jupiter, and Saturn—are on the other side. That is drawn here; nothing else. Here are the Earth, Mercury, and Venus, and on the other side of the Sun are Mars, Jupiter, and Saturn. So it is merely a change of perspective. This system is certainly conceivable, but only if this constellation is present. It was indeed present at a time when Gemini was above Saturn. At that time, one could observe the power structures of the spiritual hierarchies particularly well through clairvoyance. It then became apparent that the sphere of the angels extends all the way around the Earth to the Moon. Truly, if one does not take the physical system as the basis, but rather this peculiar constellation, then around the Earth is the circle of angels up to the Moon, then further on to Mercury is the circle of archangels, then up to Venus is the circle of the spirits of personality, up to the Sun first the circle of the Powers or Exusiai or spirits of form; then comes the circle, as I characterized it yesterday, of the Virtutes or Powers, then the circle of the Dominions, and then that of the Thrones (see drawing).
[ 15 ] Also wenn man vom Kopernikanischen und Ptolemäischen Weltensystem spricht, so handelt es sich darum, daß man klar ist darüber, daß im Ptolemäischerr System etwas zurückgeblieben ist von der Konstellation der waltenden Geister, und da muß man die Erde als Anfangspunkt der Perspektive nehmen. Es wird eine Zukunft kommen, da wird dieses Weltensystem wieder richtig sein, weil der Mensch wieder wissen wird von der geistigen Welt. Hoffentlich werden dann die Menschen weniger fanatisch sein als unsere Gegenwart. Unsere Gegenwart sagt: Die Leute vor Kopernikus haben alle Unsinn geredet, haben alle ein primitives Weltensystem gehabt. Seit Kopernikus wissen wir endlich das richtige, und alles andere ist falsch, und bis in die unendlichsten Zeiten hinein, und wenn es Jahrmillionen wären, wird natürlich, weil das Kopernikanische System das richtige ist, immer dieses gelehrt werden. - So ungefähr denken und reden die Menschen der Gegenwart. Es gab kaum jemals eine so abergläubische Bevölkerung, als die gegenwärtigen astronomischen Theoretiker sind, und es gab kaum jemals einen so großen Fanatismus, als er gerade auf diesem Gebiet herrscht. Zukünftige Generationen werden hoffentlich toleranter sein und werden sagen: Vom 15., 16. Jahrhundert an haben die Menschen das Bewußtsein verloren gehabt, daß es eine geistige Welt gibt und daß man in der geistigen Welt andere Perspektiven hat, daß man da die Himmelskörper anders anordnen muß, als wenn man sie bloß physisch beobachtet. Vorher war das vorhanden, nachher kam die Zeit, in welcher die Menschen nur physisch die Anordnung der Himmelskörper betrachteten. Schön, das kann man auch, werden die Menschen der Zukunft sagen, vom 16. Jahrhundert ab war das ganz richtig. Die Menschen mußten eine Weile absehen von alledem, was in der geistigen Welt ist, aber dann haben sie sich wieder besonnen, die Menschen, darauf, daß es eine geistige Welt gibt, dann sind sie wieder zurückgekommen zu der ursprünglichen spirituellen Perspektive. - Die Menschen der Zukunft werden hoffentlich begreifen, daß einmal auch die astronomische Mythologie möglich war, nicht nur andere Mythologien, und werden nicht mit derselben Geringschätzigkeit auf unsere Zeit blicken, wie die Menschen der Gegenwart in ihrem Aberglauben auf ihre Vorfahren schauen.
[ 15 ] So when we speak of the Copernican and Ptolemaic world systems, the point is to recognize that in the Ptolemaic system, something of the constellation of the ruling spirits has been left behind, and therefore we must take the Earth as the starting point of the perspective. A future will come when this world system will be correct again, because humanity will once more know about the spiritual world. Hopefully, people will then be less fanatical than they are today. Our present day says: The people before Copernicus all talked nonsense; they all had a primitive world system. Since Copernicus, we finally know the truth, and everything else is false, and this will remain so into the most infinite of times—even if it were millions of years—and naturally, because the Copernican system is the correct one, it will always be taught. - That is roughly how people today think and speak. There has hardly ever been a population as superstitious as today’s astronomical theorists, and there has hardly ever been such great fanaticism as that which currently prevails in this very field. Future generations will hopefully be more tolerant and will say: From the 15th and 16th centuries onward, people lost the awareness that there is a spiritual world and that in the spiritual world one has different perspectives, that one must arrange the celestial bodies differently there than when observing them merely physically. Before that, this awareness existed; afterward came the time when people viewed the arrangement of the celestial bodies only physically. Fine, that’s possible too, the people of the future will say; from the 16th century onward, that was quite correct. People had to set aside for a while everything that exists in the spiritual world, but then they came to their senses again, realizing that there is a spiritual world, and so they returned to the original spiritual perspective. - Hopefully, the people of the future will understand that astronomical mythology was once possible, not just other mythologies, and will not look upon our time with the same contempt as the people of the present, in their superstition, look upon their ancestors.
[ 16 ] Wir sehen also, daß das Kopernikanische Weltensystem einfach deshalb ein anderes geworden ist, weil bloß physische Anschauungen dabei zu Rate gezogen worden sind. Vorher waren geistige Anschauungen noch als Reste geblieben im Ptolemäischen Weltensystem. Aber nur dadurch, daß man dieses andere Weltensystem in Betracht zieht, kann man sich überhaupt eine Vorstellung machen von dem Walten und Wirken der geistigen Wesenheiten innerhalb unseres Sonnen-Planeten-Systems. Da halten wir die geistigen Verhältnisse fest, indem wir sagen: Eben bis zum Mond walten die Engel, bis zum Merkur die Erzengel, bis zur Venus die Geister der Persönlichkeit, bis zur Sonne die Gewalten, bis zum Mars die Mächte. Hier kommen dann die Wesenheiten, die wir nennen Herrschaften, und hier endlich die Throne. Wir brauchen also bloß in das physische System andere Linien hineinzuzeichnen, dann haben wir in diesen Linien die Herrschaftsbereiche der Hierarchien abgegrenzt. Für die geistigen Wirksamkeiten steht eben gar nicht unsere Sonne im Mittelpunkt des Systems, sondern die Erde. Daher haben alle Zeiten, in denen man das Wesentliche in die geistige Entwickelung gelegt hat, gesagt: Gewiß, die Sonne ist meinetwillen ein vornehmerer Himmelskörper, auf ihm sind Wesenheiten entwickelt, die höher stehen als der Mensch; aber worauf es ankommt in der Entwickelung, das ist der Mensch, der auf der Erde lebt. Und wenn sich die Sonne getrennt hat, so hat sie es deshalb getan, damit der Mensch in der richtigen Weise sich fortentwickeln kann. Würde die Sonne mit der Erde vereinigt geblieben sein, so hätte der Mensch niemals im richtigen Tempo vorwärts kommen können. Das war nur möglich dadurch, daß die Sonne mit denjenigen Wesenheiten, die ganz andere Verhältnisse vertragen, weggegangen ist. Sie hat die Erde sozusagen für sich allein gelassen, damit dann der Mensch sein Tempo der Entwickelung einschlagen konnte.
[ 16 ] We see, then, that the Copernican system of the world has become a different one simply because only physical observations were taken into account. Previously, spiritual insights had remained as remnants within the Ptolemaic world system. But only by taking this other world system into account can one even begin to form a conception of the rule and activity of spiritual beings within our solar-planetary system. Here we establish the spiritual relationships by saying: The angels reign up to the Moon, the archangels up to Mercury, the spirits of personality up to Venus, the principalities up to the Sun, and the powers up to Mars. Here then come the beings we call dominions, and here finally the thrones. We therefore need only draw other lines into the physical system; then, within these lines, we have delineated the spheres of dominion of the hierarchies. For spiritual forces, it is not our Sun that stands at the center of the system, but the Earth. That is why all eras in which the essence was placed in spiritual development have said: Certainly, the Sun is, for my sake, a more noble celestial body; on it are developed beings who stand higher than human beings; but what matters in development is the human being who lives on Earth. And if the Sun has separated, it has done so precisely so that humanity can continue to develop in the right way. Had the Sun remained united with the Earth, humanity would never have been able to progress at the right pace. This was only possible because the Sun departed along with those beings who can tolerate entirely different conditions. It left the Earth, so to speak, to itself, so that humanity could then set its own pace of development.
[ 17 ] Ein Weltensystem wird so oder so, je nachdem man den Ausgangspunkt, die Perspektive, wählt. Fragt man sich innerhalb unseres Weltensystems, wo der Mittelpunkt liegt in bezug auf das, was rein physische Sinne sehen können, dann Kopernikanisches Weltensystem! Fragt man nach der Anordnung unseres Sonnensystems, welche von den Herrschaftsgebieten der geistigen Hierarchien ausgeht, dann müssen wir noch immer die Erde in den Mittelpunkt stellen, dann bekommen wir andere Grenzlinien, dann sind die Planeten etwas ganz anderes, nämlich Grenzmarken für die Herrschaftsgebiete der einzelnen geistigen Hierarchien.
[ 17 ] A world system is one thing or another, depending on the starting point or perspective one chooses. If, within our world system, one asks where the center lies in relation to what the purely physical senses can perceive, then it is the Copernican world system! If one inquires about the arrangement of our solar system as it relates to the spheres of influence of the spiritual hierarchies, then we must still place the Earth at the center; this yields different boundaries, and the planets become something entirely different—namely, boundary markers for the spheres of influence of the individual spiritual hierarchies.
[ 18 ] Und nunmehr werden Sie leicht das, was eben gesagt worden ist über die räumliche Verteilung der einzelnen Herrschaftsgebiete, in Zusammenhang bringen können mit dem, was vorhin über die Aufgabe und Mission der einzelnen Wesenheiten gesagt worden ist. Diejeniigen Wesenheiten, die der Erde am nächsten sind, die sozusagen im unmittelbaren Umkreis der Erde wirken bis zum Mond hinauf, das sind die Engel. Von diesem Gebiete aus lenken sie das Leben der einzelnen Individualität, wie sie durchgeht von Inkarnation zu Inkarnation. Dagegen bedarf es mehr, um ganze Völkermassen auf der Erde in entsprechender Weise zu verteilen und ihnen ihre Mission zuzuteilen. Daß da der Weltenraum mitwirken muß, kann Ihnen eine einfache Überlegung zeigen. Nicht wahr, es hängt wirklich nicht bloß von irdischen, sondern von kosmischen Verhältnissen ab, ob irgendeine Bevölkerung so oder so in ihrem Charakter veranlagt ist. Denken Sie nur daran, daß eine Rasse mit anderen, sagen wir, Hautund Haarverhältnissen anders wirkt als eine andere Rasse - da wirken kosmische Verhältnisse mit, Verhältnisse, die aus dem Himmelsraum herunter geregelt werden müssen, wirken mit. Das geschieht aus einem Herrschaftsgebiet, das bis zum Merkur, bis zur Grenze der Erzengel-Wirksamkeit geht. Und dann, wenn die ganze Menschheit, wie sie auf der Erde sich entwickelt, gelenkt und geleitet werden soll, dann muß das aus noch weiterem Weltenraum herein geschehen, aus einem Weltenraum, der bis hinauf zur Venus reicht. Wenn nunmehr aber gelenkt und geleitet werden soll die Aufgabe der Erde selber, dann muß das vom Mittelpunkt des ganzen Systems heraus geschehen.
[ 18 ] And now you will easily be able to connect what has just been said about the spatial distribution of the individual spheres of influence with what was said earlier about the task and mission of the individual beings. Those entities that are closest to the Earth, that work, so to speak, in the immediate vicinity of the Earth up to the Moon, are the angels. From this realm, they guide the life of the individual soul as it passes from incarnation to incarnation. In contrast, it takes more to distribute entire masses of people on Earth in a corresponding manner and assign them their mission. A simple consideration can show you that the cosmos must be involved here. Isn’t it true that whether a population is predisposed in one way or another in its character really depends not merely on earthly but on cosmic conditions? Just consider that a race with different, let us say, skin and hair characteristics has a different effect than another race—cosmic conditions are at work here, conditions that must be regulated from the heavens. This occurs from a sphere of influence that extends as far as Mercury, to the boundary of the Archangels’ sphere of activity. And then, when the whole of humanity, as it develops on Earth, is to be guided and directed, this must come from an even wider region of space, from a region of space that extends all the way up to Venus. But when the task of the Earth itself is to be guided and directed, this must come from the center of the entire system.
[ 19 ] Ich habe Ihnen gesagt: Unsere Menschheit entwickelt sich durch Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus und Vulkan. Die Wesenheiten der geistigen Hierarchie, die von einem Planeten zum andern hinüber die Menschheitsmission dirigieren, das sind die Gewalten, die Geister der Form. Die müssen an einem auserlesenen Platz sein; sie sind eben so, daß ihr Herrschaftsgebiet bis hinauf zur Sonne geht. Die Sonne war ja schon da als ein besonderer Körper neben dem alten Mond, sie ist jetzt wieder da neben der Erde, wird auch noch neben dem Jupiter sein. Ihr Herrschaftsgebiet geht über den einzelnen Planeten hinaus. Daher muß das Dasein der Sonne verbunden sein mit denjenigen geistigen Wesenheiten, deren Herrschaftsgebiet auch hinausgeht über den einzelnen Planeten. Insofern ist also die Sonne allerdings ein ausgezeichneter Körper, daß bis zu ihr jenes Herrschaftsgebiet geht, das sich erstreckt über den einzelnen Planeten hinaus. So sehen Sie, daß wir eigentlich den äußeren Raumkreis, den äußeren Wohnort der Hierarchien finden nicht so sehr auf den einzelnen Planeten, als in den Kreisen, die durch die Planeten begrenzt werden wie durch Marken. Wenn Sie sich den ganzen Umkreis denken von der Erde bis zum Mond, so ist er ausgefüllt mit Engelwirksamkeit, und den Umkreis von der Erde bis zum Merkur, so ist er ausgefüllt mit der Wirksamkeit der Erzengel und so weiter.
[ 19 ] I have told you: Humanity evolves through Saturn, the Sun, the Moon, Earth, Jupiter, Venus, and Vulcan. The beings of the spiritual hierarchy who direct humanity’s mission from one planet to another are the Powers, the Spirits of Form. They must be in a chosen place; they are such that their sphere of influence extends all the way up to the Sun. The Sun was already there as a special body alongside the old Moon; it is now there again alongside the Earth, and will also be alongside Jupiter. Its sphere of influence extends beyond the individual planets. Therefore, the existence of the Sun must be connected with those spiritual beings whose sphere of influence also extends beyond the individual planets. In this respect, then, the Sun is indeed an exceptional body in that its sphere of influence extends beyond the individual planets. Thus you see that we actually find the outer sphere of space, the outer dwelling place of the hierarchies, not so much on the individual planets as in the spheres delimited by the planets as by boundaries. If you imagine the entire sphere from Earth to the Moon, it is filled with the activity of angels, and the sphere from Earth to Mercury is filled with the activity of the archangels, and so on.
[ 20 ] Also wir haben es mit Raumsphären zu tun, und die Planeten sind die Marken, die Grenzsteine für diese Raumwirksamkeiten der höheren Wesenheiten. Wir sehen also, daß sozusagen eine fortgehende Linie der Vollkommenheit zu suchen ist vom Menschen nach aufwärts. Der Mensch selber ist an die Erde gefesselt; dasjenige, was als Ewiges von einer Inkarnation zur andern geht, wird gelenkt von Wesenheiten, die nicht nur an die Erde gefesselt sind, sondern die den Luftkreis und das, was über ihm liegt bis zum Mond hinaus, durchmessen - und so weiter hinauf.
[ 20 ] So we are dealing with spheres of space, and the planets are the markers, the boundary stones for these spatial manifestations of the higher beings. We see, then, that there is, so to speak, a continuous line of perfection to be traced upward from humanity. Human beings themselves are bound to the Earth; that which, as the eternal self, passes from one incarnation to the next is guided by beings who are not only bound to the Earth, but who traverse the air sphere and what lies above it, all the way to the Moon—and so on upward.
[ 21 ] Nun ist der Mensch auf unserer Erde in Entwickelung begriffen seit uralten Zeiten, und es geht in bezug auf den Menschen in seiner ganzen Entwickelung auf der Erde geradeso, wie es geht mit dem Verhältnis zwischen dem kleinen Kind und dem erwachsenen Menschen: Der letztere lehrt das kleine Kind. So geht es nun auch in bezug auf die Hierarchien im Weltenall. Der Mensch, der an die Erde gefesselt ist, kann sich erst nach und nach hinaufringen zu einer Erkenntnis, die er notwendig hat, zu den Geschicklichkeiten, die er notwendig hat auf der Erde. Die höheren Wesenheiten müssen ihn unterrichten. Was muß zu diesem Zweck geschehen? Es müssen in den Anfangszeiten des Erdendaseins solche Wesenheiten, die eigentlich sonst nicht an die Erde gefesselt sind, aus den höheren Sphären heruntersteigen. Und das geschieht wirklich! Wesenheiten, welche sonst nu rzu leben brauchten im Umkreis der Erde, die müssen heruntersteigen, um dasjenige, was sie schon können als die älteren, vollkommeneren Glieder der Hierarchie, den Menschen mitzuteilen. Sie müssen sich in menschlichen Körpern verkörpern - nicht zu ihrer eigenen Entwickelung, denn sie brauchen das nicht -, geradeso wie der erwachsene Mensch das Abc nicht zu seiner Entwickelung betreibt, sondern damit er das die Kinder lehren kann. So sehen wir zurück in die atlantische, in die lemurische Zeit, wo aus dem Umkreis der Erdeheruntersteigen Wesenheiten, die zu diesem Umkreis gehören, sich in Menschenleibern verkörpern und Lehrer der Menschen werden. Das sind Wesenheiten, die den höheren Hierarchien, denen von Merkur und Venus, angehören; die Venus- und Merkursöhne steigen herunter und werden die Lehrer der jungen Menschheit. So daß es in dieser jungen Menschheit solche Menschen gibt, die eigentlich Maja darstellen in ihrem Wandeln auf der Erde. Es gab solche Menschen. Sagen wir einmal, um sie deutlich zu charakterisieren: Irgendein normal entwickelter Mensch der lemurischen Zeit begegnete einem solchen anderen Menschen. Äußerlich sah er nicht viel anders aus als die andern, aber in ihn war gleichsam hineingefahren ein Geist, dessen Gebiet bis zum Merkur oder bis zur Venus hinaufreichte. So stellte das Äußere eines solchen Menschen eigentlich eine Maja, eine Illusion dar. Er schaute nur so aus wie die anderen Menschen, war aber etwas ganz anderes: ein Merkur- oder ein Venussohn. Diese Erscheinung gibt es durchaus in der Morgenröte der menschlichen Entwickelung. Die Merkur- und Venussöhne stiegen herunter und wandelten so unter den Menschen, daß sie auch innerlich nun den Charakter hatten, den Merkur- und Venuswesen haben. Wir haben gesagt, daß die Venuswesen die Geister der Persönlichkeit sind. Solche Wesen wandelten als Menschen auf der Erde, die äußerlich eng begrenzte menschliche Persönlichkeiten waren, die aber in ihrer gewaltigen Macht die Menschheit lenkten. Das waren die großen Herrschaftsverhältnisse in der lemurischen Zeit, wo die Venussöhne lenkten die ganze Menschheit. Merkursöhne lenkten Teile der Menschheit; sie waren so mächtig wie jetzt diejenigen, die wir Völker- oder Rassengeister nennen.
[ 21 ] Now, humanity on our Earth has been in the process of development since time immemorial, and the situation regarding humanity in its entire development on Earth is just like the relationship between a small child and an adult: the latter teaches the small child. The same is true of the hierarchies in the universe. Human beings, who are bound to the Earth, can only gradually work their way up to the knowledge they need and the skills they require on Earth. The higher beings must teach them. What must happen for this purpose? In the early days of earthly existence, such beings—who are not otherwise bound to the Earth—must descend from the higher spheres. And this truly happens! Beings who would otherwise only need to live in the vicinity of the Earth must descend in order to impart to humanity what they already know as the older, more perfect members of the hierarchy. They must incarnate in human bodies—not for their own development, for they have no need of that—just as an adult does not learn the ABCs for his own development, but so that he can teach them to children. Thus we look back to the Atlantean and Lemurian eras, when beings belonging to the sphere surrounding the Earth descend from that sphere, incarnate in human bodies, and become teachers of humanity. These are beings who belong to the higher hierarchies, those of Mercury and Venus; the Sons of Venus and Mercury descend and become the teachers of young humanity. So that among this young humanity there are such people who actually represent Maya in their walk upon the Earth. Such people existed. Let us say, to characterize them clearly: A normally developed human being of the Lemurian era encountered such another human being. Outwardly, he did not look much different from the others, but a spirit had, as it were, entered into him, whose realm extended as far as Mercury or Venus. Thus, the outward appearance of such a human being actually represented a Maya, an illusion. He looked just like the other people, but was something entirely different: a son of Mercury or a son of Venus. This phenomenon certainly existed in the dawn of human evolution. The sons of Mercury and Venus descended and walked among humanity in such a way that they now also possessed, inwardly, the character of the beings of Mercury and Venus. We have said that the beings of Venus are the spirits of the personality. Such beings walked the earth as human beings who, outwardly, were strictly limited human personalities, but who, in their immense power, guided humanity. These were the great power structures of the Lemurian era, when the Sons of Venus guided all of humanity. The Sons of Mercury guided parts of humanity; they were as powerful as those we now call national or racial spirits.
[ 22 ] Maja oder Illusion ist nicht nur im allgemeinen in der Welt vorhanden, sondern auch in bezug auf den Menschen. Der Mensch, wie er vor uns steht, kann so aussehen, daß sein Aussehen eine Wahrheit ist, daß sein Äußeres seiner Seele genau entspricht, oder aber es ist eine Maja: In Wahrheit hat er eine Aufgabe, die entspricht der Aufgabe eines Merkur- oder Venussohnes. Das ist gemeint, wenn davon gesprochen wird, daß im Grunde genommen die führenden Individualitäten der alten Zeiten, so wie sie auf der Erde wandelten, mit ihrem gewöhnlichen Namen eine Maja vorstellen, und das hat H. P. Blavatsky gemeint, als sie darauf aufmerksam gemacht hat, daß die Buddhas eine Maja darstellen. Sie können dieses Wort selber finden in der «Geheimlehre». Diese Dinge stammen durchaus aus den Lehren der heiligen Mysterien; man muß sie nur verstehen.
[ 22 ] Maya, or illusion, exists not only in the world in general, but also in relation to human beings. The human being standing before us may appear such that his outward appearance is a truth, that his exterior corresponds exactly to his soul; or, on the other hand, it is a Maya: In truth, they have a task that corresponds to the task of a son of Mercury or Venus. This is what is meant when it is said that, fundamentally, the leading individualities of ancient times, as they walked the earth, represent a Maya with their ordinary names, and this is what H. P. Blavatsky meant when she pointed out that the Buddhas represent a Maya. You can find this word yourself in *The Secret Doctrine*. These things originate entirely from the teachings of the sacred mysteries; one must only understand them.
[ 23 ] Nun obliegt es uns zunächst, zu fragen: Wie geschieht es denn, daß solch ein Venussohn heruntersteigt? Wie geschieht es, daß ein Bodhisattva auf der Erde leben kann? Die Wesenheit eines Bodhisattva, die Wesenheit von Merkur- und Venussöhnen, sie bildet ein wichtiges Kapitel in der Entwickelung unserer Erde in bezug auf ihren Zusammenhang mit dem Kosmos selber. Daher haben wir morgen zu betrachten die Natur der Merkur- und Venussöhne, der Bodhisattvas oder Dhyani-Buddhas.
[ 23 ] Now it is up to us first to ask: How is it that such a Son of Venus descends? How is it that a Bodhisattva can live on Earth? The nature of a Bodhisattva, the nature of the Sons of Mercury and Venus, constitutes an important chapter in the evolution of our Earth in relation to its connection with the cosmos itself. Therefore, tomorrow we will consider the nature of the Sons of Mercury and Venus, the Bodhisattvas, or Dhyani-Buddhas.
