Introduction to the Basics of Theosophy
GA 111
7 March 1908 p.m., Amsterdam
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Einführung in die Grundlagen der Theosophie, 1st ed.
21. Astralwelt und Devachan
21. Astralwelt und Devachan
[ 1 ] Wenn der Mensch seine geistigen Organe durch Meditation und Konzentration entwickelt hat und bewusst auf den Astralplan kommt, dann schaut er eine gänzlich andere Welt. Eine Bilderwelt, eine Welt von Sinnbildern schaut er um sich herum. Gewöhnlich wird die astrale Welt zu sinnlich angeschaut, das heißt zu viel wie eine stoffliche, sinnlich-wahrnehmbare Welt gefühlt und beschrieben durch den Hellsichtigen, der noch Neuling auf diesem Gebiete ist. Dazu kommt noch, dass er oft Spiegelbilder des ätherischen Gebietes für Astralbilder hält; manche Beschreibungen der Astralwelt sind nicht viel anderes als Spiegelbilder dieses ätherischen Gebietes. Auf dem Astralgebiet sieht man alles in Farben: Nähert sich uns ein feindliches Wesen, dann sieht der Hellsichtige ein orange-gelbes Farbenbild; ist es ein uns sympathisches Wesen, dann ist das Farbenbild indigoblau gefärbt. Man sieht dort alles - wie im Spiegelbild - umgekehrt, auch in Bezug auf die Zeit. Zum Beispiel sieht man zuerst das Huhn und dann das Ei, aus dem es herausgekrochen ist; oder [man sieht] zuerst die Blüte und dann die Wurzel der Pflanze. Dasselbe geschieht mit unserem Seelenleben: Die Leidenschaften und Begierden, die vom Menschen ausströmen, kommen auf dem Astralplan als tierische Wesen aus dem Raum ihm entgegengeströmt, als Schlangen, Wölfe und so weiter, je nach der Art der Gefühle und Begierden. Jegliches edles Verlangen und Gefühl, die auf Erden durch die Umstände zurückgehalten werden, kommen ihm da in herrlichen Farbenbildern entgegen. Der Mensch, der im Materialismus versunken ist, vielfach hochbegabte Persönlichkeiten, deren Gedanken aber nicht weiter gehen als bis zur sinnlich-wahrnehmbaren Welt, sehen hier die Leerheit ihrer Ideale. Der Künstler, der Gelehrte, der seine Kunst und seine Wissenschaft liebt des Genusses wegen, den diese ihm verschaffen, und der sie nicht in den Dienst des Entwicklungsganges der Menschheit nach dem geistigen Ideal hin stellt, sieht hier das Eitle und Vergebliche seiner Bestrebungen ein. Die Kenntnis der höheren Gebiete, die die Theosophie uns schenkt, muss uns die Mittel verschaffen, um die geistige Entwicklung der Menschheit vorwärtszubringen.
[ 1 ] Wenn der Mensch seine geistigen Organe durch Meditation und Konzentration entwickelt hat und bewusst auf den Astralplan kommt, dann schaut er eine gänzlich andere Welt. Eine Bilderwelt, eine Welt von Sinnbildern schaut er um sich herum. Gewöhnlich wird die astrale Welt zu sinnlich angeschaut, das heißt zu viel wie eine stoffliche, sinnlich-wahrnehmbare Welt gefühlt und beschrieben durch den Hellsichtigen, der noch Neuling auf diesem Gebiete ist. Dazu kommt noch, dass er oft Spiegelbilder des ätherischen Gebietes für Astralbilder hält; manche Beschreibungen der Astralwelt sind nicht viel anderes als Spiegelbilder dieses ätherischen Gebietes. Auf dem Astralgebiet sieht man alles in Farben: Nähert sich uns ein feindliches Wesen, dann sieht der Hellsichtige ein orange-gelbes Farbenbild; ist es ein uns sympathisches Wesen, dann ist das Farbenbild indigoblau gefärbt. Man sieht dort alles - wie im Spiegelbild - umgekehrt, auch in Bezug auf die Zeit. Zum Beispiel sieht man zuerst das Huhn und dann das Ei, aus dem es herausgekrochen ist; oder [man sieht] zuerst die Blüte und dann die Wurzel der Pflanze. Dasselbe geschieht mit unserem Seelenleben: Die Leidenschaften und Begierden, die vom Menschen ausströmen, kommen auf dem Astralplan als tierische Wesen aus dem Raum ihm entgegengeströmt, als Schlangen, Wölfe und so weiter, je nach der Art der Gefühle und Begierden. Jegliches edles Verlangen und Gefühl, die auf Erden durch die Umstände zurückgehalten werden, kommen ihm da in herrlichen Farbenbildern entgegen. Der Mensch, der im Materialismus versunken ist, vielfach hochbegabte Persönlichkeiten, deren Gedanken aber nicht weiter gehen als bis zur sinnlich-wahrnehmbaren Welt, sehen hier die Leerheit ihrer Ideale. Der Künstler, der Gelehrte, der seine Kunst und seine Wissenschaft liebt des Genusses wegen, den diese ihm verschaffen, und der sie nicht in den Dienst des Entwicklungsganges der Menschheit nach dem geistigen Ideal hin stellt, sieht hier das Eitle und Vergebliche seiner Bestrebungen ein. Die Kenntnis der höheren Gebiete, die die Theosophie uns schenkt, muss uns die Mittel verschaffen, um die geistige Entwicklung der Menschheit vorwärtszubringen.
[ 2 ] Wir werden jetzt übergehen zu den Erlebnissen auf dem Astralplan nach dem Tode. Der Tod unterscheidet sich nur dadurch vom Schlafe, dass dabei nicht nur der Astralleib, sondern auch der Ätherleib mit den höheren Leibern den stofflichen Leib verlässt.
[ 2 ] Wir werden jetzt übergehen zu den Erlebnissen auf dem Astralplan nach dem Tode. Der Tod unterscheidet sich nur dadurch vom Schlafe, dass dabei nicht nur der Astralleib, sondern auch der Ätherleib mit den höheren Leibern den stofflichen Leib verlässt.
[ 3 ] Das Verlassen des stofflichen Leibes durch den Ätherleib geschieht sonst nie zwischen Geburt und Tod des Menschen, wenn er nicht gewisse Einweihungszustände durchmacht. Der wichtigste Augenblick für den Menschen nach dem Tode ist der Augenblick gleich nach dem Sterben. Dieser Augenblick kann Stunden, manchmal Tage dauern. In diesem Zustande zieht das Leben der letzten Inkarnation als ein Erinnerungsbild an ihm vorüber. Das Eigenartige dieses Erinnerungspanoramas ist, dass beim Anschauen dieser Lebenserinnerungen von der Wiege bis zum Grabe alle subjektiven Gefühle von Freude und Schmerz aus ihm verschwunden sind. Es ist, als ob man das Lebensbild eines anderen anschaut, so unpersönlich steht man ihm gegenüber. Dieselbe Erscheinung erlebt man, wenn durch einen plötzlichen Schock - zum Beispiel beim Sturz in einen Abgrund oder bei der Gefahr des Ertrinkens - eine augenblickliche Trennung von physischem und ätherischem Leib stattfindet. Der ätherische Leib ist der Träger unseres Erinnerungsvermögens, nicht der Astralleib. Solange der Ätherleib an den Astralleib gebunden bleibt, so lange bleibt das Erinnerungsbild unserer letzten Inkarnation bei uns. Das ist abhängig von der Dauer des Wachbleiben-Könnens während unseres Lebens im stofflichen Leibe. Können wir drei Tage wach bleiben, dann wird der ätherische Leib drei Tage lang verbunden bleiben mit dem Astralleib. Sobald der ätherische Leib den Astralleib loslässt, verschwindet das Erinnerungspanorama. Aber als Frucht, als Keim für eine zukünftige Inkarnation bleibt eine Essenz dieser Lebenserfahrungen bestehen, die in dem Kausalleib aufbewahrt wird.
[ 3 ] Das Verlassen des stofflichen Leibes durch den Ätherleib geschieht sonst nie zwischen Geburt und Tod des Menschen, wenn er nicht gewisse Einweihungszustände durchmacht. Der wichtigste Augenblick für den Menschen nach dem Tode ist der Augenblick gleich nach dem Sterben. Dieser Augenblick kann Stunden, manchmal Tage dauern. In diesem Zustande zieht das Leben der letzten Inkarnation als ein Erinnerungsbild an ihm vorüber. Das Eigenartige dieses Erinnerungspanoramas ist, dass beim Anschauen dieser Lebenserinnerungen von der Wiege bis zum Grabe alle subjektiven Gefühle von Freude und Schmerz aus ihm verschwunden sind. Es ist, als ob man das Lebensbild eines anderen anschaut, so unpersönlich steht man ihm gegenüber. Dieselbe Erscheinung erlebt man, wenn durch einen plötzlichen Schock - zum Beispiel beim Sturz in einen Abgrund oder bei der Gefahr des Ertrinkens - eine augenblickliche Trennung von physischem und ätherischem Leib stattfindet. Der ätherische Leib ist der Träger unseres Erinnerungsvermögens, nicht der Astralleib. Solange der Ätherleib an den Astralleib gebunden bleibt, so lange bleibt das Erinnerungsbild unserer letzten Inkarnation bei uns. Das ist abhängig von der Dauer des Wachbleiben-Könnens während unseres Lebens im stofflichen Leibe. Können wir drei Tage wach bleiben, dann wird der ätherische Leib drei Tage lang verbunden bleiben mit dem Astralleib. Sobald der ätherische Leib den Astralleib loslässt, verschwindet das Erinnerungspanorama. Aber als Frucht, als Keim für eine zukünftige Inkarnation bleibt eine Essenz dieser Lebenserfahrungen bestehen, die in dem Kausalleib aufbewahrt wird.
[ 4 ] Von jedem Leben bringt man seine Erfahrungen als Lebensessenz in dem Kausalleib mit; jedes Leben vermehrt die Kraft, den Inhalt dieser Lebensessenz. Das ist die Ursache für die Unterschiedlichkeit der angeborenen Fähigkeiten, welche jeder Mensch in sein neues Leben, als Resultat seiner vorigen Leben mitbringt, wodurch sein Leben reich oder arm sein wird gemäß den Fähigkeiten und Veranlagungen. Um das Leben des Astralleibes nach der Trennung vom ätherischen Leib begreifen zu können, müssen wir zunächst einen Blick in die astrale Welt und ihre Verhältnisse werfen. Der Astralleib ist der Begierdenleib. Der Sitz unserer Begierden und Leidenschaften liegt im Astralleib. Der stoffliche Leib ist nur das Werkzeug des Astralleibes, um seine Begierden und Leidenschaften auf dem stofflichen Gebiet ausleben zu können. Beim Tode fällt der stoffliche Leib, das Werkzeug der Begierden, ab, die Begierden bleiben leben. Daraus entsteht das brennende Feuer der Lüste und Begierden in der Kamaloka-Zeit.
[ 4 ] Von jedem Leben bringt man seine Erfahrungen als Lebensessenz in dem Kausalleib mit; jedes Leben vermehrt die Kraft, den Inhalt dieser Lebensessenz. Das ist die Ursache für die Unterschiedlichkeit der angeborenen Fähigkeiten, welche jeder Mensch in sein neues Leben, als Resultat seiner vorigen Leben mitbringt, wodurch sein Leben reich oder arm sein wird gemäß den Fähigkeiten und Veranlagungen. Um das Leben des Astralleibes nach der Trennung vom ätherischen Leib begreifen zu können, müssen wir zunächst einen Blick in die astrale Welt und ihre Verhältnisse werfen. Der Astralleib ist der Begierdenleib. Der Sitz unserer Begierden und Leidenschaften liegt im Astralleib. Der stoffliche Leib ist nur das Werkzeug des Astralleibes, um seine Begierden und Leidenschaften auf dem stofflichen Gebiet ausleben zu können. Beim Tode fällt der stoffliche Leib, das Werkzeug der Begierden, ab, die Begierden bleiben leben. Daraus entsteht das brennende Feuer der Lüste und Begierden in der Kamaloka-Zeit.
[ 5 ] Die Kamaloka-Zeit, die Zeit, die man durchlebt auf dem niedrigen Teil des Astralplanes, wird kürzer oder länger dauern, je nachdem, ob wir stärker und gröber begehrt haben während unseres Lebens auf dem stofflichen Plane. Durchschnittlich dauert die Kamaloka-Zeit ein Drittel unserer Lebenszeit auf dem stofflichen Plan. Das Eigenartige der Kamaloka-Zeit ist, dass man seinen Lebenslauf noch einmal durchmacht, aber jetzt von hinten nach vorne: Man beginnt mit der letzten Lebenserfahrung und geht mit dreifacher Geschwindigkeit zurück zu der Zeit der Kindheit. War zuerst die Lebenserinnerung im ätherischen Leibe [unmittelbar nach dem Tod] ohne Freude oder Schmerz, so durchlebt man jetzt alle Freuden und Schmerzen des vergangenen Lebens noch einmal, aber im umgekehrten Sinne, das heißt, dass man alles, was man anderen angetan, das Leid und die Freude, selbst durchmacht. Diese Erinnerungen bleiben als Eindrücke im Astralleib zurück, zur Erfüllung unseres Karmas in folgenden Inkarnationen, in denen wir mit den gleichen Persönlichkeiten geboren werden, denen wir in früheren Inkarnationen Gutes oder Böses getan haben. Nun [nach der Kamaloka-Zeit] wird der Astralleib losgelassen. Wenn der Mensch seinen stofflichen, ätherischen und Astralleib verlassen hat, erreicht er den Zustand, der in der Bibel mystisch ausgedrückt wird mit den Worten: So ihr nicht werdet wie die Kindlein, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
[ 5 ] Die Kamaloka-Zeit, die Zeit, die man durchlebt auf dem niedrigen Teil des Astralplanes, wird kürzer oder länger dauern, je nachdem, ob wir stärker und gröber begehrt haben während unseres Lebens auf dem stofflichen Plane. Durchschnittlich dauert die Kamaloka-Zeit ein Drittel unserer Lebenszeit auf dem stofflichen Plan. Das Eigenartige der Kamaloka-Zeit ist, dass man seinen Lebenslauf noch einmal durchmacht, aber jetzt von hinten nach vorne: Man beginnt mit der letzten Lebenserfahrung und geht mit dreifacher Geschwindigkeit zurück zu der Zeit der Kindheit. War zuerst die Lebenserinnerung im ätherischen Leibe [unmittelbar nach dem Tod] ohne Freude oder Schmerz, so durchlebt man jetzt alle Freuden und Schmerzen des vergangenen Lebens noch einmal, aber im umgekehrten Sinne, das heißt, dass man alles, was man anderen angetan, das Leid und die Freude, selbst durchmacht. Diese Erinnerungen bleiben als Eindrücke im Astralleib zurück, zur Erfüllung unseres Karmas in folgenden Inkarnationen, in denen wir mit den gleichen Persönlichkeiten geboren werden, denen wir in früheren Inkarnationen Gutes oder Böses getan haben. Nun [nach der Kamaloka-Zeit] wird der Astralleib losgelassen. Wenn der Mensch seinen stofflichen, ätherischen und Astralleib verlassen hat, erreicht er den Zustand, der in der Bibel mystisch ausgedrückt wird mit den Worten: So ihr nicht werdet wie die Kindlein, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
[ 6 ] Wir müssen nun die devachanische Welt studieren. Sie ist ebenso abwechslungsreich wie unsere stoffliche Welt. Wir können dort vergleichsweise ebenso wie hier sprechen von einem Kontinentalgebiet, einem Ozeangebiet und einem Luftgebiet (Atmosphäre oder Dunstkreis), die einander durchdringen. Das Kontinentalgebiet enthält die Urbilder der stofflichen Welt, insofern sie nicht mit Leben beseelt sind, das heißt die stofflichen Formen der Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen.
[ 6 ] Wir müssen nun die devachanische Welt studieren. Sie ist ebenso abwechslungsreich wie unsere stoffliche Welt. Wir können dort vergleichsweise ebenso wie hier sprechen von einem Kontinentalgebiet, einem Ozeangebiet und einem Luftgebiet (Atmosphäre oder Dunstkreis), die einander durchdringen. Das Kontinentalgebiet enthält die Urbilder der stofflichen Welt, insofern sie nicht mit Leben beseelt sind, das heißt die stofflichen Formen der Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen.
[ 7 ] Man denke sich einen begrenzten Raum, erfüllt mit stofflichen Leibern. Mit devachanischem Blick betrachtet, verschwinden die stofflichen Formen, dagegen hebt ein Strahlen um die Körper herum an, während der Platz, den die stofflichen Leiber einnahmen, einen leeren Raum, ein negatives oder Schattenbild formt. Tiere und Menschen, in dieser Weise betrachtet, erscheinen als negative Bilder: Das Blut erscheint grün, also in der Komplementärfarbe des Rot. Die ganze stoffliche Welt ist in dieser Weise als Urbild auf dem devachanischen Gebiet anwesend.
[ 7 ] Man denke sich einen begrenzten Raum, erfüllt mit stofflichen Leibern. Mit devachanischem Blick betrachtet, verschwinden die stofflichen Formen, dagegen hebt ein Strahlen um die Körper herum an, während der Platz, den die stofflichen Leiber einnahmen, einen leeren Raum, ein negatives oder Schattenbild formt. Tiere und Menschen, in dieser Weise betrachtet, erscheinen als negative Bilder: Das Blut erscheint grün, also in der Komplementärfarbe des Rot. Die ganze stoffliche Welt ist in dieser Weise als Urbild auf dem devachanischen Gebiet anwesend.
[ 8 ] Das zweite Gebiet, das Ozean-Gebiet, besteht nicht aus Wasser, sondern aus strömendem Leben, das das ganze devachanische Gebiet durchströmt, so wie der Blutkreislauf beim Menschen alles durchdringt. Die eigenartige Substanz, das «Pran», das hier [auf der Erde] in für sich gesonderten tierischen und menschlichen Leibern strömt, bildet im Devachan einen ewig fließenden Lebensstrom von der Farbe des Pfirsichblüt. Dieses Element bildet die schaffende Urkraft von allem, was auf Erden als lebendiges Wesen auftritt. Im Devachan sehen wir, dass das Leben, das uns alle beseelt, in der Tat eine Einheit bilder.
[ 8 ] Das zweite Gebiet, das Ozean-Gebiet, besteht nicht aus Wasser, sondern aus strömendem Leben, das das ganze devachanische Gebiet durchströmt, so wie der Blutkreislauf beim Menschen alles durchdringt. Die eigenartige Substanz, das «Pran», das hier [auf der Erde] in für sich gesonderten tierischen und menschlichen Leibern strömt, bildet im Devachan einen ewig fließenden Lebensstrom von der Farbe des Pfirsichblüt. Dieses Element bildet die schaffende Urkraft von allem, was auf Erden als lebendiges Wesen auftritt. Im Devachan sehen wir, dass das Leben, das uns alle beseelt, in der Tat eine Einheit bilder.
[ 9 ] Das dritte Gebiet kann man am besten charakterisieren, wenn man sagt, dass alles, was sich hier [auf der Erde] an innerlichem Gefühl von Freude oder Schmerz, Leidenschaft oder Zorn in den Seelen abspielt, sich dort als atmosphärische Erscheinung offenbart. Das stille Verlangen einer Menschenseele nimmt man dort wahr wie einen sanft säuselnden Wind; ein Hervorbrechen von Leidenschaften wie einen Sturmwind; ein Schlachtfeld verursacht durch die Ausbrüche von Hass, Wut und Mordlust ein schweres Ungewitter mit rollendem Donner und grellen Blitzschlägen. So wie die Erde umgeben ist von ihrem Dunstkreis, so hat das Devachan als seinen Dunstkreis um sich herum zerstreut alle Gefühle, die hier auf Erden gehegt oder zum Ausdruck gebracht werden.
[ 9 ] Das dritte Gebiet kann man am besten charakterisieren, wenn man sagt, dass alles, was sich hier [auf der Erde] an innerlichem Gefühl von Freude oder Schmerz, Leidenschaft oder Zorn in den Seelen abspielt, sich dort als atmosphärische Erscheinung offenbart. Das stille Verlangen einer Menschenseele nimmt man dort wahr wie einen sanft säuselnden Wind; ein Hervorbrechen von Leidenschaften wie einen Sturmwind; ein Schlachtfeld verursacht durch die Ausbrüche von Hass, Wut und Mordlust ein schweres Ungewitter mit rollendem Donner und grellen Blitzschlägen. So wie die Erde umgeben ist von ihrem Dunstkreis, so hat das Devachan als seinen Dunstkreis um sich herum zerstreut alle Gefühle, die hier auf Erden gehegt oder zum Ausdruck gebracht werden.
[ 10 ] Das vierte Gebiet des Devachan hat keine unmittelbare Beziehung zu den niedrigeren Welten. Die Urbilder, die man dort findet, sind Wesen, die die Urbilder der niedrigeren devachanischen Gebiete beherrschen und ihr Zusammengehen bewirken. Sie sind also mehr beschäftigt mit dem Ordnen und Gruppieren der ihnen unterstellten Urbilder. Von diesem Gebiet geht also eine größere Kraft aus als von den unteren drei Gebieten.
[ 10 ] Das vierte Gebiet des Devachan hat keine unmittelbare Beziehung zu den niedrigeren Welten. Die Urbilder, die man dort findet, sind Wesen, die die Urbilder der niedrigeren devachanischen Gebiete beherrschen und ihr Zusammengehen bewirken. Sie sind also mehr beschäftigt mit dem Ordnen und Gruppieren der ihnen unterstellten Urbilder. Von diesem Gebiet geht also eine größere Kraft aus als von den unteren drei Gebieten.
[ 11 ] Im fünften, sechsten und siebenten Gebiet des Devachan finden wir die schaffenden Kräfte der Urbilder. Wer bis hierher aufsteigen kann, lernt die Zielsetzungen kennen, die unserer Welt zugrunde liegen. Die Urbilder liegen hier noch als beseelte Keimzellen vor, bereit, die verschiedensten Formen anzunehmen, wenn sie in die niedrigeren Gebiete kommen, Die Ideen, wodurch der menschliche Geist in der stofflichen Welt schaffend auftritt, sind eine Widerspiegelung, ein Schattenbild von diesen Keimen der höheren Geistwelt. Die Harmonie der Sphären des devachanischen Gebietes wird hier in geistige Sprache umgesetzt. Man beginnt hier, das geistige Wort zu hören, wodurch die Dinge ihr inneres Wesen nicht allein in Tönen und Klängen, sondern auch in Worten äußern. Sie sagen [dem menschlichen Geist] ihren «ewigen Namem.
[ 11 ] Im fünften, sechsten und siebenten Gebiet des Devachan finden wir die schaffenden Kräfte der Urbilder. Wer bis hierher aufsteigen kann, lernt die Zielsetzungen kennen, die unserer Welt zugrunde liegen. Die Urbilder liegen hier noch als beseelte Keimzellen vor, bereit, die verschiedensten Formen anzunehmen, wenn sie in die niedrigeren Gebiete kommen, Die Ideen, wodurch der menschliche Geist in der stofflichen Welt schaffend auftritt, sind eine Widerspiegelung, ein Schattenbild von diesen Keimen der höheren Geistwelt. Die Harmonie der Sphären des devachanischen Gebietes wird hier in geistige Sprache umgesetzt. Man beginnt hier, das geistige Wort zu hören, wodurch die Dinge ihr inneres Wesen nicht allein in Tönen und Klängen, sondern auch in Worten äußern. Sie sagen [dem menschlichen Geist] ihren «ewigen Namem.
[ 12 ] Den Wert des Aufenthaltes im Devachan lernen wir erst begreifen, wenn wir die Pilgerfahrt der Seele durch die drei Welten in Kürze verfolgen. Solange der Mensch in seinem Körper lebt, wirkt und schafft er auf dem stofflichen Gebiet, aber er wirkt dort als geistiges Wesen. Was sein Geist schafft, wird in stofflichen Formen ausgedrückt; er muss als Abgesandter der geistigen Welt den Stoff mit seinem Geist beseelen. Solange er aber an den stofflichen Leib gebunden ist, kann sein geistiges Leben nicht zu einer vollkommenen Entfaltung kommen. Er muss immer wieder zurückkehren zu dem devachanischen Gebiet, um dort neue Geisteskraft, neue Einsichten über Ziel und Streben von Seele und Welt zu erlangen. So ist denn die stoffliche Welt zu gleicher Zeit der Ort zum Schaffen und zum Lernen, das heißt: [Der Mensch] muss in der stofflichen Welt die Eigenschaften des Stoffes kennenlernen und sie dienstbar zu machen wissen, um den Geist zu offenbaren. Im Devachan wird das Gelernte, werden die Erfahrungen des stofflichen Gebietes umgesetzt in geistige Eigenschaften. Der Mensch arbeitet an sich selbst, um bei jeder Wiederverkörperung seine Lebensaufgabe besser erfüllen zu können. So ist sein Blick stets auf die Erde gerichtet, seinen gegenwärtigen Arbeitsplatz, um sie ihrer Vollkommenheit immer näherzubringen.
[ 12 ] Den Wert des Aufenthaltes im Devachan lernen wir erst begreifen, wenn wir die Pilgerfahrt der Seele durch die drei Welten in Kürze verfolgen. Solange der Mensch in seinem Körper lebt, wirkt und schafft er auf dem stofflichen Gebiet, aber er wirkt dort als geistiges Wesen. Was sein Geist schafft, wird in stofflichen Formen ausgedrückt; er muss als Abgesandter der geistigen Welt den Stoff mit seinem Geist beseelen. Solange er aber an den stofflichen Leib gebunden ist, kann sein geistiges Leben nicht zu einer vollkommenen Entfaltung kommen. Er muss immer wieder zurückkehren zu dem devachanischen Gebiet, um dort neue Geisteskraft, neue Einsichten über Ziel und Streben von Seele und Welt zu erlangen. So ist denn die stoffliche Welt zu gleicher Zeit der Ort zum Schaffen und zum Lernen, das heißt: [Der Mensch] muss in der stofflichen Welt die Eigenschaften des Stoffes kennenlernen und sie dienstbar zu machen wissen, um den Geist zu offenbaren. Im Devachan wird das Gelernte, werden die Erfahrungen des stofflichen Gebietes umgesetzt in geistige Eigenschaften. Der Mensch arbeitet an sich selbst, um bei jeder Wiederverkörperung seine Lebensaufgabe besser erfüllen zu können. So ist sein Blick stets auf die Erde gerichtet, seinen gegenwärtigen Arbeitsplatz, um sie ihrer Vollkommenheit immer näherzubringen.
[ 13 ] Was er auf Erden gedacht hat, durchlebt er im Devachan. Der Mensch lebt dort zwischen Gedankenbildern, die dort Wirklichkeit sind. Man sieht dort die Gedankenwelt in Tätigkeit, gedankenschaffend und -bildend und zur Erde hinsendend. Zu den Gedankenbildern, die man dort sieht, gehört auch das Gedankenbild seines eigenen Körpers. Man fühlt sich ihm dort gar nicht mehr verwandt, sondern identifiziert sich völlig mit dem Geist und frägt sich: Wer bist du? Man lernt seinen Körper als Teil eines großen Ganzen zu betrachten; man lernt die Einheit von allem, was uns umgibt, begreifen. So übersieht man vom devachanischen Gebiet aus das ganze Leben, wie von einem höheren Standpunkt von außen her betrachtet. Die Früchte der Lebenserfahrungen werden hier im Kausalleib gesammelt, damit sie hinübergebracht werden können in die folgenden Inkarnationen. Man sieht zurück auf viele Inkarnationen in der Vergangenheit und strebt danach, seine Lebenserfahrungen aufzunehmen in den Lebensplan für die zukünftigen Inkarnationen. Die Vergangenheit und die Zukunft werden einen Augenblick mit grellem Licht beschienen, bevor der Mensch wieder niedersteigt zu einer neuen Inkarnation.
[ 13 ] Was er auf Erden gedacht hat, durchlebt er im Devachan. Der Mensch lebt dort zwischen Gedankenbildern, die dort Wirklichkeit sind. Man sieht dort die Gedankenwelt in Tätigkeit, gedankenschaffend und -bildend und zur Erde hinsendend. Zu den Gedankenbildern, die man dort sieht, gehört auch das Gedankenbild seines eigenen Körpers. Man fühlt sich ihm dort gar nicht mehr verwandt, sondern identifiziert sich völlig mit dem Geist und frägt sich: Wer bist du? Man lernt seinen Körper als Teil eines großen Ganzen zu betrachten; man lernt die Einheit von allem, was uns umgibt, begreifen. So übersieht man vom devachanischen Gebiet aus das ganze Leben, wie von einem höheren Standpunkt von außen her betrachtet. Die Früchte der Lebenserfahrungen werden hier im Kausalleib gesammelt, damit sie hinübergebracht werden können in die folgenden Inkarnationen. Man sieht zurück auf viele Inkarnationen in der Vergangenheit und strebt danach, seine Lebenserfahrungen aufzunehmen in den Lebensplan für die zukünftigen Inkarnationen. Die Vergangenheit und die Zukunft werden einen Augenblick mit grellem Licht beschienen, bevor der Mensch wieder niedersteigt zu einer neuen Inkarnation.
