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Introduction to the Basics of Theosophy
GA 111

10 March 1908 p.m., Arnheim

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Einführung in die Grundlagen der Theosophie, 1st ed.
  1. Introduction to the Basics of Theosophy, tr. SOL

25. Der Lebenslauf des Menschen in geheimwissenschaftlicher Beleuchtung

25. Der Lebenslauf des Menschen in geheimwissenschaftlicher Beleuchtung

Meine sehr geehrten Anwesenden!

Meine sehr geehrten Anwesenden!

[ 1 ] Theosophie soll sein in unserer Zeit eine Vertiefung unseres ganzen Kulturlebens nach der geistigen Seite hin, sodass durch die theosophische Kulturbewegung die Menschheit wiederum hingewiesen wird auf die Tatsache, dass allem unserem physischen, unserem sinnlichen Leben zugrunde liegt das geistige, das übersinnliche Leben.

[ 1 ] Theosophie soll sein in unserer Zeit eine Vertiefung unseres ganzen Kulturlebens nach der geistigen Seite hin, sodass durch die theosophische Kulturbewegung die Menschheit wiederum hingewiesen wird auf die Tatsache, dass allem unserem physischen, unserem sinnlichen Leben zugrunde liegt das geistige, das übersinnliche Leben.

[ 2 ] Auf zwei Grundwahrheiten beruht alle theosophische Weltanschauung. Die erste Grundwahrheit ist die, dass unserer - für unsere Sinne und unseren Verstand wahrnehmbaren - Welt eine übersinnliche, eine geistige zugrunde liegt. Und die andere Grundwahrheit ist die, dass es für den Menschen möglich ist, einzudringen in diese übersinnliche, in diese geistige Welt.

[ 2 ] Auf zwei Grundwahrheiten beruht alle theosophische Weltanschauung. Die erste Grundwahrheit ist die, dass unserer - für unsere Sinne und unseren Verstand wahrnehmbaren - Welt eine übersinnliche, eine geistige zugrunde liegt. Und die andere Grundwahrheit ist die, dass es für den Menschen möglich ist, einzudringen in diese übersinnliche, in diese geistige Welt.

[ 3 ] Dabei stößt sehr bald derjenige, der auf dem Boden dieser theosophischen Weltanschauung steht, auf den Widerstand mancher unserer Zeitgenossen und den Widerstand von denjenigen, die da behaupten, unsere Wissenschaft sei hinaus über das Vorurteil, hinter unserer physischen Welt sei keine überphysische, keine übersinnliche Welt.

[ 3 ] Dabei stößt sehr bald derjenige, der auf dem Boden dieser theosophischen Weltanschauung steht, auf den Widerstand mancher unserer Zeitgenossen und den Widerstand von denjenigen, die da behaupten, unsere Wissenschaft sei hinaus über das Vorurteil, hinter unserer physischen Welt sei keine überphysische, keine übersinnliche Welt.

[ 4 ] Andere kommen und sagen: Gewiss, man mag zugeben, dass es vielleicht irgendwo eine übersinnliche, eine überphysische Welt geben könne, aber des Menschen Erkenntniskräfte, seine Wahrnehmungsfähigkeiten, sie reichen jedenfalls nicht zu einer solchen Welt. Die geheimwissenschaftliche oder theosophische Weltanschauung soll dem Menschen zum Bewusstsein bringen, dass zwar diejenigen Erkenntniskräfte und Fähigkeiten, welche es uns möglich machen, die gewöhnliche Welt um uns wahrzunehmen, dass diese Erkenntniskräfte und Fähigkeiten wohl nicht in der übersinnlichen Welt liegen, dass dagegen in jeder Seele schlummernde Kräfte sind, welche, wenn sie geweckt werden, den Menschen hineinführen in übersinnliche Welten. Und wollen wir uns im Sinne der theosophischen Weltansicht das ganze Verhältnis des Menschen zu übersinnlicher Welt klarmachen, so machen wir dieses am besten durch einen Vergleich, wodurch hervorgeht, dass es keine Phantasterei und kein Aberglauben ist, wodurch der Theosoph von jenseitigen, von fernen geistigen Welten spricht, sondern dass diese geistigen Welten da sind, wie unsere Welt auch da ist.

[ 4 ] Andere kommen und sagen: Gewiss, man mag zugeben, dass es vielleicht irgendwo eine übersinnliche, eine überphysische Welt geben könne, aber des Menschen Erkenntniskräfte, seine Wahrnehmungsfähigkeiten, sie reichen jedenfalls nicht zu einer solchen Welt. Die geheimwissenschaftliche oder theosophische Weltanschauung soll dem Menschen zum Bewusstsein bringen, dass zwar diejenigen Erkenntniskräfte und Fähigkeiten, welche es uns möglich machen, die gewöhnliche Welt um uns wahrzunehmen, dass diese Erkenntniskräfte und Fähigkeiten wohl nicht in der übersinnlichen Welt liegen, dass dagegen in jeder Seele schlummernde Kräfte sind, welche, wenn sie geweckt werden, den Menschen hineinführen in übersinnliche Welten. Und wollen wir uns im Sinne der theosophischen Weltansicht das ganze Verhältnis des Menschen zu übersinnlicher Welt klarmachen, so machen wir dieses am besten durch einen Vergleich, wodurch hervorgeht, dass es keine Phantasterei und kein Aberglauben ist, wodurch der Theosoph von jenseitigen, von fernen geistigen Welten spricht, sondern dass diese geistigen Welten da sind, wie unsere Welt auch da ist.

[ 5 ] Nehmen wir einmal an, wir könnten einen Blindgeborenen in diesen Saal hineinführen. Um ihn ist Finsternis und Dunkelheit, während sich um Sie die Gegenstände zeigen in Licht und Farbe und Glanz. Das alles, was um Sie ist, dies alles ist für den Blindgeborenen nicht da. In dem Augenblick, dass wir das Glück haben, diesen Blindgeborenen zu operieren, ihm das Sehvermögen zu geben, in diesem Augenblick tritt aus Finsternis und Dunkelheit Licht und Farbe und Glanz hervor. Die ganze Welt ist jetzt erfüllt von neuen Eigenschaften und Tatsachen. Und warum? Weil ihm ein Erkenntnisorgan geöffnet ist.

[ 5 ] Nehmen wir einmal an, wir könnten einen Blindgeborenen in diesen Saal hineinführen. Um ihn ist Finsternis und Dunkelheit, während sich um Sie die Gegenstände zeigen in Licht und Farbe und Glanz. Das alles, was um Sie ist, dies alles ist für den Blindgeborenen nicht da. In dem Augenblick, dass wir das Glück haben, diesen Blindgeborenen zu operieren, ihm das Sehvermögen zu geben, in diesem Augenblick tritt aus Finsternis und Dunkelheit Licht und Farbe und Glanz hervor. Die ganze Welt ist jetzt erfüllt von neuen Eigenschaften und Tatsachen. Und warum? Weil ihm ein Erkenntnisorgan geöffnet ist.

[ 6 ] So, wie nun diesem Menschen ein physisches Organ geöffnet ist und dadurch ein großes Erlebnis in seine Seele eintritt, dass eine neue Welt hineinflutet, so ist es auch möglich, dass geistige Erkenntniskräfte, seelische Fähigkeiten, die in jedem Menschen schlummern, geweckt werden und dass unbekannte Welten mit geistigen Tatsachen, mit geistigen Wesenheiten in die menschliche Seele einfluten. Wir können nicht jeden Blindgeborenen operieren, aber in jeder menschlichen Seele sind diese schlummernden Fähigkeiten zu erwecken, wodurch er in die um ihn befindlichen [geistigen] Welten eintreten kann.

[ 6 ] So, wie nun diesem Menschen ein physisches Organ geöffnet ist und dadurch ein großes Erlebnis in seine Seele eintritt, dass eine neue Welt hineinflutet, so ist es auch möglich, dass geistige Erkenntniskräfte, seelische Fähigkeiten, die in jedem Menschen schlummern, geweckt werden und dass unbekannte Welten mit geistigen Tatsachen, mit geistigen Wesenheiten in die menschliche Seele einfluten. Wir können nicht jeden Blindgeborenen operieren, aber in jeder menschlichen Seele sind diese schlummernden Fähigkeiten zu erwecken, wodurch er in die um ihn befindlichen [geistigen] Welten eintreten kann.

[ 7 ] Aus solchen höheren Erkenntnissen stammt alles dasjenige, was die geisteswissenschaftliche und geheimwissenschaftliche und theosophische Geistesströmung den Menschen heute zu sagen hat.

[ 7 ] Aus solchen höheren Erkenntnissen stammt alles dasjenige, was die geisteswissenschaftliche und geheimwissenschaftliche und theosophische Geistesströmung den Menschen heute zu sagen hat.

[ 8 ] Nun werden die heutigen Zeitgenossen, die da glauben, auf dem festen wissenschaftlichen Standpunkt zu stehen, die meisten werden denken, dass eine solche Weltanschauung uns zu Weltfremden machen wird, uns von der Welt fern führen wird, dass die Menschen von dem unmittelbar praktischen Leben entfremden.

[ 8 ] Nun werden die heutigen Zeitgenossen, die da glauben, auf dem festen wissenschaftlichen Standpunkt zu stehen, die meisten werden denken, dass eine solche Weltanschauung uns zu Weltfremden machen wird, uns von der Welt fern führen wird, dass die Menschen von dem unmittelbar praktischen Leben entfremden.

[ 9 ] Heute soll uns ein Gegenstand beschäftigen, so recht geeignet, um zu zeigen, wie die Geheimwissenschaft oder Theosophie aus ihrer geheimwissenschaftlichen Kenntnis heraus gerade geeignet ist, unmittelbar ins praktische Leben einzugreifen; wie sie gerade dadurch, dass sie uns die Kräfte, die Tatsachen der geistigen Welt enthüllt, wie sie dadurch ein brauchbares Mittel wird für die Menschen, um sicher und sachgemäß im Leben zu arbeiten.

[ 9 ] Heute soll uns ein Gegenstand beschäftigen, so recht geeignet, um zu zeigen, wie die Geheimwissenschaft oder Theosophie aus ihrer geheimwissenschaftlichen Kenntnis heraus gerade geeignet ist, unmittelbar ins praktische Leben einzugreifen; wie sie gerade dadurch, dass sie uns die Kräfte, die Tatsachen der geistigen Welt enthüllt, wie sie dadurch ein brauchbares Mittel wird für die Menschen, um sicher und sachgemäß im Leben zu arbeiten.

[ 10 ] Wir werden ein Menschenleben, einen menschlichen Lebenslauf von Geburt bis zum Tode verfolgen, verfolgen von diesem theosophischen oder geheimwissenschaftlichen Standpunkt, und werden sehen, was für praktische Gesichtspunkte uns diese theosophische Geistesrichtung gerade für eine solche Auffassung des Lebens, die unmittelbar auf das Alltägliche, auf dasjenige, was um uns ist, losgeht, geben kann.

[ 10 ] Wir werden ein Menschenleben, einen menschlichen Lebenslauf von Geburt bis zum Tode verfolgen, verfolgen von diesem theosophischen oder geheimwissenschaftlichen Standpunkt, und werden sehen, was für praktische Gesichtspunkte uns diese theosophische Geistesrichtung gerade für eine solche Auffassung des Lebens, die unmittelbar auf das Alltägliche, auf dasjenige, was um uns ist, losgeht, geben kann.

[ 11 ] Wir wollen nicht von dem reden, was die Theosophie wiederum für die Menschen an Erkenntnis bringen kann, was über Geburt und Tod hinausreicht, nicht sprechen von wiederholtem Erdenleben, nicht zunächst davon sprechen, dass Theosophie von geistigen Ursachen spricht. Nur das einzelne menschliche Leben wollen wir betrachten zwischen Geburt und Tod mit all der Freude und den Schmerzen, mit allen den Erwartungen und Hoffnungen, mit allen Kräften, die wir brauchen, um dieses Leben so wertvoll als möglich zu führen.

[ 11 ] Wir wollen nicht von dem reden, was die Theosophie wiederum für die Menschen an Erkenntnis bringen kann, was über Geburt und Tod hinausreicht, nicht sprechen von wiederholtem Erdenleben, nicht zunächst davon sprechen, dass Theosophie von geistigen Ursachen spricht. Nur das einzelne menschliche Leben wollen wir betrachten zwischen Geburt und Tod mit all der Freude und den Schmerzen, mit allen den Erwartungen und Hoffnungen, mit allen Kräften, die wir brauchen, um dieses Leben so wertvoll als möglich zu führen.

[ 12 ] Da sehen wir den Menschen ins Leben eintreten. Sie wissen aber alle, dass, wenn der Mensch ins Leben eintritt, er bereits einen wichtigen, einen wesentlichen Lebensabschnitt hinter sich hat, das ist der Lebensabschnitt, den er als Menschenkeim im Leibe der Mutter durchzumachen hat. Da ist er von einer schützenden Mutterhülle umhüllt, da lebt er in dieser Hülle, und worin besteht die Geburt anders als darin, dass der Mensch sozusagen diese schützende Mutterhülle abstreift und heraustritt, sodass seine Sinne und sein Organismus der Welt und den Elementen frei gegenübertreten?

[ 12 ] Da sehen wir den Menschen ins Leben eintreten. Sie wissen aber alle, dass, wenn der Mensch ins Leben eintritt, er bereits einen wichtigen, einen wesentlichen Lebensabschnitt hinter sich hat, das ist der Lebensabschnitt, den er als Menschenkeim im Leibe der Mutter durchzumachen hat. Da ist er von einer schützenden Mutterhülle umhüllt, da lebt er in dieser Hülle, und worin besteht die Geburt anders als darin, dass der Mensch sozusagen diese schützende Mutterhülle abstreift und heraustritt, sodass seine Sinne und sein Organismus der Welt und den Elementen frei gegenübertreten?

[ 13 ] Dann müssen wir allerdings, wenn wir die Wirkungen dieser äußeren Welt auf die menschlichen Organe betrachten wollen, begreifen, dass die geheimwissenschaftliche Lehre dieses Wesen nicht nur nimmt als dasjenige, was die äußeren Sinne der Menschen sehen, was die Augen wahrnehmen, was die Hände greifen können, dass das für die theosophische Betrachtung nur ein Teil der ganzen menschlichen Wesenheit ist. Wenn die physische Wissenschaft diesen einen Teil der menschlichen Wesenheit für den ganzen Menschen nimmt, so ist ihr das Leben nicht bewusst, das dahinter im Überphysischen steckt.

[ 13 ] Dann müssen wir allerdings, wenn wir die Wirkungen dieser äußeren Welt auf die menschlichen Organe betrachten wollen, begreifen, dass die geheimwissenschaftliche Lehre dieses Wesen nicht nur nimmt als dasjenige, was die äußeren Sinne der Menschen sehen, was die Augen wahrnehmen, was die Hände greifen können, dass das für die theosophische Betrachtung nur ein Teil der ganzen menschlichen Wesenheit ist. Wenn die physische Wissenschaft diesen einen Teil der menschlichen Wesenheit für den ganzen Menschen nimmt, so ist ihr das Leben nicht bewusst, das dahinter im Überphysischen steckt.

[ 14 ] In der Geheimwissenschaft spricht man auch über andere Kleider, über ein zweites Kleid; und Sie werden sofort eine Vorstellung bekommen von dem, was man unter diesem zweiten Kleide verstehen muss, wenn wir uns klar werden, dass Geisteswissenschaft ebenso wie physische Wissenschaft auf dem Boden der Tatsachen steht, dass [in der Welt des überirdischen Lebens] dieselben Stoffe durch dieselben Kräfte vereint sind wie draußen in unserer Umgebung der scheinbar leblosen Welt.

[ 14 ] In der Geheimwissenschaft spricht man auch über andere Kleider, über ein zweites Kleid; und Sie werden sofort eine Vorstellung bekommen von dem, was man unter diesem zweiten Kleide verstehen muss, wenn wir uns klar werden, dass Geisteswissenschaft ebenso wie physische Wissenschaft auf dem Boden der Tatsachen steht, dass [in der Welt des überirdischen Lebens] dieselben Stoffe durch dieselben Kräfte vereint sind wie draußen in unserer Umgebung der scheinbar leblosen Welt.

[ 15 ] Es ist ein großer Unterschied, wie diese Kräfte in einem Mineral vorkommen und wie sie in menschlichem oder überhaupt in einem lebendigen Leben vorkommen. Dieses lebendige Leben sind dieselben Kräfte, die draußen in der leblosen Welt im Mineralreiche sind, sie sind so kompliziert zusammengefügt, so kompliziert, dass diese Kombination sofort in sich selbst zerfallen würde, wenn in jedem Augenblick des Lebens nicht ein Kämpfer vorhanden wäre gegen dieses Zerfallen des Lebens. Und dieser Kämpfer ist das zweite Kleid menschlicher Wesenheit. Wir nennen es den Ätherleib oder Lebensleib. Und wir sagen: Jedes Lebewesen hat einen solchen Ätherleib, welcher verhindert zwischen Geburt und Tod, dass die physischen Stoffe und Kräfte ihren eigenen Gesetzen folgen. Sehen Sie einen Kristall oder ein anderes Mineral. Es hat eine Form, in der es Ihnen entgegentritt. Durch seine chemische Kraft bleibt es, wie es ist.

[ 15 ] Es ist ein großer Unterschied, wie diese Kräfte in einem Mineral vorkommen und wie sie in menschlichem oder überhaupt in einem lebendigen Leben vorkommen. Dieses lebendige Leben sind dieselben Kräfte, die draußen in der leblosen Welt im Mineralreiche sind, sie sind so kompliziert zusammengefügt, so kompliziert, dass diese Kombination sofort in sich selbst zerfallen würde, wenn in jedem Augenblick des Lebens nicht ein Kämpfer vorhanden wäre gegen dieses Zerfallen des Lebens. Und dieser Kämpfer ist das zweite Kleid menschlicher Wesenheit. Wir nennen es den Ätherleib oder Lebensleib. Und wir sagen: Jedes Lebewesen hat einen solchen Ätherleib, welcher verhindert zwischen Geburt und Tod, dass die physischen Stoffe und Kräfte ihren eigenen Gesetzen folgen. Sehen Sie einen Kristall oder ein anderes Mineral. Es hat eine Form, in der es Ihnen entgegentritt. Durch seine chemische Kraft bleibt es, wie es ist.

[ 16 ] Nimmermehr würde ein lebendiges Wesen durch diese Kräfte bleiben, wie es ist. Das zeigt sich im Augenblick des Todes. Warum wird dann das Lebewesen Leichnam seinem physischen Leibe nach? Warum stirbt es? [Weil sich im Augenblick des Todes der physische Leib getrennt hat vom Ätherleib oder Lebensleib.] Dann folgt der physische Leib seinen eigenen Stoffen und Kräften, seinen eigenen Gesetzen, dann verfällt er.

[ 16 ] Nimmermehr würde ein lebendiges Wesen durch diese Kräfte bleiben, wie es ist. Das zeigt sich im Augenblick des Todes. Warum wird dann das Lebewesen Leichnam seinem physischen Leibe nach? Warum stirbt es? [Weil sich im Augenblick des Todes der physische Leib getrennt hat vom Ätherleib oder Lebensleib.] Dann folgt der physische Leib seinen eigenen Stoffen und Kräften, seinen eigenen Gesetzen, dann verfällt er.

[ 17 ] Aber es ist durchaus der Geisteswissenschaft klar, was die physische Wissenschaft gegen den Äther einwender. Dieses soll uns aber heute nicht beschäftigen. Wir wollen nur skizzenhaft hinstellen, wie wir den Körper laut geheimwissenschaftlicher Lehre zu betrachten haben.

[ 17 ] Aber es ist durchaus der Geisteswissenschaft klar, was die physische Wissenschaft gegen den Äther einwender. Dieses soll uns aber heute nicht beschäftigen. Wir wollen nur skizzenhaft hinstellen, wie wir den Körper laut geheimwissenschaftlicher Lehre zu betrachten haben.

[ 18 ] Wir haben also dieses zweite Kleid, das in jedem Augenblick an uns ein Kämpfer ist gegen das Zerfallen des physischen Lebens. Dann gibt es ein drittes Kleid. Dieses dritte Kleid hat man sich so vor die Seele zu stellen. Wenn Sie sich denken, ein Mensch stehe vor Ihnen, und [Sie] frage[n] [sich]: Gibt es nicht irgendetwas an diesem Menschen, das ihm selber viel näher steht als ein großer Teil seines physischen Leibes und als sein Ätherleib, so würde er zugeben: Er hat innerhalb der Haut seines physischen Leibes etwas, das ihm näher steht als der physische Leib und der Ätherleib. Es ist noch etwas Näheres, insbesondere wenn er ein naiver Mensch ist, wenn er ein ursprünglicher Mensch ist, der sich nicht erst durch wissenschaftliche Studien überzeugt hat, wie der innerliche Mensch - sein Blut, seine Nerven, seine Muskeln, alles, woraus der Mensch besteht - aussieht, das sind seine Triebe, Instinkte, Begierden und Leidenschaften. Das ist. der auf und ab flutende Empfindungs- oder Vorstellungsleib. Dieser Empfindungs- oder Vorstellungsleib, der Träger dieser Begierden und Leidenschaften, ist das dritte Kleid der menschlichen Wesenheit, der Astralleib, wie man ihn aus gewissen Gründen in der Theosophie nennt.

[ 18 ] Wir haben also dieses zweite Kleid, das in jedem Augenblick an uns ein Kämpfer ist gegen das Zerfallen des physischen Lebens. Dann gibt es ein drittes Kleid. Dieses dritte Kleid hat man sich so vor die Seele zu stellen. Wenn Sie sich denken, ein Mensch stehe vor Ihnen, und [Sie] frage[n] [sich]: Gibt es nicht irgendetwas an diesem Menschen, das ihm selber viel näher steht als ein großer Teil seines physischen Leibes und als sein Ätherleib, so würde er zugeben: Er hat innerhalb der Haut seines physischen Leibes etwas, das ihm näher steht als der physische Leib und der Ätherleib. Es ist noch etwas Näheres, insbesondere wenn er ein naiver Mensch ist, wenn er ein ursprünglicher Mensch ist, der sich nicht erst durch wissenschaftliche Studien überzeugt hat, wie der innerliche Mensch - sein Blut, seine Nerven, seine Muskeln, alles, woraus der Mensch besteht - aussieht, das sind seine Triebe, Instinkte, Begierden und Leidenschaften. Das ist. der auf und ab flutende Empfindungs- oder Vorstellungsleib. Dieser Empfindungs- oder Vorstellungsleib, der Träger dieser Begierden und Leidenschaften, ist das dritte Kleid der menschlichen Wesenheit, der Astralleib, wie man ihn aus gewissen Gründen in der Theosophie nennt.

[ 19 ] Diesen Leib hat der Mensch nicht mehr gemeinschaftlich mit den Pflanzen. Diesen Leib hat er gemeinschaftlich nur noch mit den Tieren. Die Tiere haben eben, wie der Mensch, einen Astralleib.

[ 19 ] Diesen Leib hat der Mensch nicht mehr gemeinschaftlich mit den Pflanzen. Diesen Leib hat er gemeinschaftlich nur noch mit den Tieren. Die Tiere haben eben, wie der Mensch, einen Astralleib.

[ 20 ] [Das aber, wodurch der Mensch - die Krone der Erdenschöpfung — über das Tier herauskommt, ist das vierte Kleid.] Es ist die Summe von Kräften, welche ihm befehlen, sich als ein «Ich zu bezeichnen. Mit diesen Fähigkeiten, sich als ein «Ich» zu bezeichnen, ist mehr gesagt, als viele Menschen bedenken.

[ 20 ] [Das aber, wodurch der Mensch - die Krone der Erdenschöpfung — über das Tier herauskommt, ist das vierte Kleid.] Es ist die Summe von Kräften, welche ihm befehlen, sich als ein «Ich zu bezeichnen. Mit diesen Fähigkeiten, sich als ein «Ich» zu bezeichnen, ist mehr gesagt, als viele Menschen bedenken.

[ 21 ] Dieses ‹Ich› - oder wie man auch sagt ‹Ich bin› — wurde beispielsweise in alttestamentarischen Religionen der «unaussprechbare Name Gottes genannt. Warum? Weil man sagte, alles, alles andere, was in unserer Umgebung ist, das wird, wenn es zu unserer Seele spricht oder sprechen will, so zu uns sprechen, dass es durch die Organe vom physischen, Äther- und Astralleib zu unserer Seele spricht.

[ 21 ] Dieses ‹Ich› - oder wie man auch sagt ‹Ich bin› — wurde beispielsweise in alttestamentarischen Religionen der «unaussprechbare Name Gottes genannt. Warum? Weil man sagte, alles, alles andere, was in unserer Umgebung ist, das wird, wenn es zu unserer Seele spricht oder sprechen will, so zu uns sprechen, dass es durch die Organe vom physischen, Äther- und Astralleib zu unserer Seele spricht.

[ 22 ] Das aber, was aus göttlichen Wesenheiten die Welt durchflutet, das braucht kein Organ, um in der Seele aufzuleben. Das kündigt sich uns mittelbar in der Seele an. Und wenn die Seele zu sich ‹Ich bin› sagt, ihr eigenes Dasein erkennt, in diesem Augenblick spricht, so meinte man mit Recht, ein Tropfen oder Funken der Gottheit in der Seele.

[ 22 ] Das aber, was aus göttlichen Wesenheiten die Welt durchflutet, das braucht kein Organ, um in der Seele aufzuleben. Das kündigt sich uns mittelbar in der Seele an. Und wenn die Seele zu sich ‹Ich bin› sagt, ihr eigenes Dasein erkennt, in diesem Augenblick spricht, so meinte man mit Recht, ein Tropfen oder Funken der Gottheit in der Seele.

[ 23 ] Mancher könnte dagegen einwenden: Dann macht ihr Theosophen den Menschen zu einem Gott, wenn [ihr behauptet], dass in seinem Ich die göttlichen Substanzen enthalten sind. Wer solche Einwände macht, könnte gleich auch sagen: Wenn wir einen Tropfen nehmen aus dem Meer und behaupten, dieser Tropfen sei gleicher Substanz und Wesenheit mit dem Meereswasser, dann behaupten wir, der Tropfen sei das Meer. [Des Menschen intimstes Ich ist göttlicher Natur. Es ist ein Tropfen, ein Funken des Meeres, der Gottheit, und deshalb ist auch der Mensch teilhaftig an der durch die Welt flutenden Gottheit.] Ebenso wie der Tropfen ein Teil des Meeres ist, so ist der Mensch ein Teil der Gottheit.

[ 23 ] Mancher könnte dagegen einwenden: Dann macht ihr Theosophen den Menschen zu einem Gott, wenn [ihr behauptet], dass in seinem Ich die göttlichen Substanzen enthalten sind. Wer solche Einwände macht, könnte gleich auch sagen: Wenn wir einen Tropfen nehmen aus dem Meer und behaupten, dieser Tropfen sei gleicher Substanz und Wesenheit mit dem Meereswasser, dann behaupten wir, der Tropfen sei das Meer. [Des Menschen intimstes Ich ist göttlicher Natur. Es ist ein Tropfen, ein Funken des Meeres, der Gottheit, und deshalb ist auch der Mensch teilhaftig an der durch die Welt flutenden Gottheit.] Ebenso wie der Tropfen ein Teil des Meeres ist, so ist der Mensch ein Teil der Gottheit.

[ 24 ] Dieses sind also die vier Kleider. Der physische Leib, der Ätherleib, der Astralleib und der Leib, worin die Kräfte liegen, wodurch der Mensch sein «Ich bin» aussprechen kann.

[ 24 ] Dieses sind also die vier Kleider. Der physische Leib, der Ätherleib, der Astralleib und der Leib, worin die Kräfte liegen, wodurch der Mensch sein «Ich bin» aussprechen kann.

[ 25 ] Wenn der Mensch ein klein wenig die Tatsachen des Lebens überblickt, so könnte man sich über verschiedene Tatsachen im Leben im Verhältnis zu diesen verschiedenen Kleidern der Wesenheit klar werden. Man würde schon bald den Unterschied zwischen Schlafen und Wachen sehen. Man würde sehen, dass im Schlaf nur im Bett liegen der physische und der Ätherleib. Der Astralleib und das Ich, sie sind herausgehoben aus dem physischen und dem Ätherleib, und weil der Astralleib der Träger ist von Freude, Schmerz, Lust und Leid, von allen Vorstellungen und Empfindungen, deshalb steigen die Erlebnisse der Seele, wenn der Astralleib herausgehoben ist, in die Bewusstlosigkeit herab. Warum ist das der Fall? Wo ist dann dieser Astralleib, wo ist dann dieses «Ich» in der Nacht?

[ 25 ] Wenn der Mensch ein klein wenig die Tatsachen des Lebens überblickt, so könnte man sich über verschiedene Tatsachen im Leben im Verhältnis zu diesen verschiedenen Kleidern der Wesenheit klar werden. Man würde schon bald den Unterschied zwischen Schlafen und Wachen sehen. Man würde sehen, dass im Schlaf nur im Bett liegen der physische und der Ätherleib. Der Astralleib und das Ich, sie sind herausgehoben aus dem physischen und dem Ätherleib, und weil der Astralleib der Träger ist von Freude, Schmerz, Lust und Leid, von allen Vorstellungen und Empfindungen, deshalb steigen die Erlebnisse der Seele, wenn der Astralleib herausgehoben ist, in die Bewusstlosigkeit herab. Warum ist das der Fall? Wo ist dann dieser Astralleib, wo ist dann dieses «Ich» in der Nacht?

[ 26 ] Es wäre unlogisch, falls irgendein Mensch sagen würde, dass der Mensch jeden Abend stirbt und morgens wieder geboren wird. [Nur das kann es verständlich machen, wenn man versteht, dass das Ich und der Astralleib morgens untertauchen in den physischen und Ätherleib, dass das Ich und der Astralleib gebrauchen die Hände, die Augen, die Ohren, den ganzen physischen Leib mit Gehirn, gebrauchen den physischen Leib als Werkzeug, um alles tun zu können.]

[ 26 ] Es wäre unlogisch, falls irgendein Mensch sagen würde, dass der Mensch jeden Abend stirbt und morgens wieder geboren wird. [Nur das kann es verständlich machen, wenn man versteht, dass das Ich und der Astralleib morgens untertauchen in den physischen und Ätherleib, dass das Ich und der Astralleib gebrauchen die Hände, die Augen, die Ohren, den ganzen physischen Leib mit Gehirn, gebrauchen den physischen Leib als Werkzeug, um alles tun zu können.]

[ 27 ] Das Ich ist die geistige Wesenheit des Menschen, die des Morgens untertaucht im physischen Leben, welche abends, wenn der Mensch einschlummert, in andere Welten, in geistige Welten geht.

[ 27 ] Das Ich ist die geistige Wesenheit des Menschen, die des Morgens untertaucht im physischen Leben, welche abends, wenn der Mensch einschlummert, in andere Welten, in geistige Welten geht.

[ 28 ] «Warum weiß der Mensch nichts von diesen geistigen Welten», so könnte man fragen. Er weiß nur in seiner gegenwärtigen Entwicklung von diesen Welten nichts aus dem Grunde, weil dieser Astralleib des Abends aus dem physischen Leib geht [und] in dem heutigen Durchschnittsmenschen kein geistiges Wahrnehmungsorgan ist. Wenn aber diese geistigen Wahrnehmungsorgane entwickelt werden - das sind die schlummernden Fähigkeiten der Seele -, nimmt die Seele wahr in der Umgebung der Nacht. Und dasjenige, was wir bezeichnet haben als geistige Welt, die um den Menschen ist, das ist zu gleicher Zeit die Welt, worin die Seele nachts ist.

[ 28 ] «Warum weiß der Mensch nichts von diesen geistigen Welten», so könnte man fragen. Er weiß nur in seiner gegenwärtigen Entwicklung von diesen Welten nichts aus dem Grunde, weil dieser Astralleib des Abends aus dem physischen Leib geht [und] in dem heutigen Durchschnittsmenschen kein geistiges Wahrnehmungsorgan ist. Wenn aber diese geistigen Wahrnehmungsorgane entwickelt werden - das sind die schlummernden Fähigkeiten der Seele -, nimmt die Seele wahr in der Umgebung der Nacht. Und dasjenige, was wir bezeichnet haben als geistige Welt, die um den Menschen ist, das ist zu gleicher Zeit die Welt, worin die Seele nachts ist.

[ 29 ] Das ist ein Erlebnis, das aus dem Wechsel von Schlafen und Wachen jeder Mensch jeden Tag erfährt. Im Tode liegt aber ein ganz anderes Erlebnis vor. Dann trennt sich der physische Leib vom Ätherleib und Astralleib und Ich, die im nächsten Moment eine Weile zusammenbleiben. Und weil nun der physische Leib vom Äther- und Astralleib sich trennt, weil der Kämpfer, der von Geburt bis zum Tode da war, nicht mehr da ist, deshalb folgt der physische Leib seinen eigenen Kräften und Gesetzen und fällt auseinander.

[ 29 ] Das ist ein Erlebnis, das aus dem Wechsel von Schlafen und Wachen jeder Mensch jeden Tag erfährt. Im Tode liegt aber ein ganz anderes Erlebnis vor. Dann trennt sich der physische Leib vom Ätherleib und Astralleib und Ich, die im nächsten Moment eine Weile zusammenbleiben. Und weil nun der physische Leib vom Äther- und Astralleib sich trennt, weil der Kämpfer, der von Geburt bis zum Tode da war, nicht mehr da ist, deshalb folgt der physische Leib seinen eigenen Kräften und Gesetzen und fällt auseinander.

[ 30 ] Dieses mussten wir erfahren, um den Lebenslauf des Menschen verständlich zu machen, denn für die Geisteswissenschaft wird im Augenblick der Geburt, der physischen Geburt, in dem Moment, in dem der Menschenkeim den Leib der Mutter verlässt, auch vollständig nur der physische Mensch geboren. Das, was zunächst den äußeren Elementen ausgesetzt wird vom Menschen, das ist zunächst nur der physische Menschenleib, denn vom theosophischen Standpunkt sprechen wir nicht nur von einer Geburt, sondern von mehreren Geburten, und diese Sprache von mehreren Geburten macht uns den Lebenslauf des Menschen voll verständlich.

[ 30 ] Dieses mussten wir erfahren, um den Lebenslauf des Menschen verständlich zu machen, denn für die Geisteswissenschaft wird im Augenblick der Geburt, der physischen Geburt, in dem Moment, in dem der Menschenkeim den Leib der Mutter verlässt, auch vollständig nur der physische Mensch geboren. Das, was zunächst den äußeren Elementen ausgesetzt wird vom Menschen, das ist zunächst nur der physische Menschenleib, denn vom theosophischen Standpunkt sprechen wir nicht nur von einer Geburt, sondern von mehreren Geburten, und diese Sprache von mehreren Geburten macht uns den Lebenslauf des Menschen voll verständlich.

[ 31 ] Wir sprechen zunächst von einer zweiten Geburt des Menschen, die eintritt ungefähr um das siebente Jahr herum, besser gesagt, wenn der Mensch den Zahnwechsel durchmacht. Es sieht für viele Menschen sehr fremd aus, von einer zweiten Geburt zu sprechen.

[ 31 ] Wir sprechen zunächst von einer zweiten Geburt des Menschen, die eintritt ungefähr um das siebente Jahr herum, besser gesagt, wenn der Mensch den Zahnwechsel durchmacht. Es sieht für viele Menschen sehr fremd aus, von einer zweiten Geburt zu sprechen.

[ 32 ] Ebenso wie der Keim bis zur physischen Geburt im Mutterleibe ist, so ist des Menschen Äther- oder Lebensleib, das zweite Kleid des Leibes, bis zum Zahnwechsel umschlossen durch eine Ätherhülle, durch die Äthermutter, und erst bei dem Zahnwechsel nach und nach wird diese Ätherhülle des Menschen weggeschoben.

[ 32 ] Ebenso wie der Keim bis zur physischen Geburt im Mutterleibe ist, so ist des Menschen Äther- oder Lebensleib, das zweite Kleid des Leibes, bis zum Zahnwechsel umschlossen durch eine Ätherhülle, durch die Äthermutter, und erst bei dem Zahnwechsel nach und nach wird diese Ätherhülle des Menschen weggeschoben.

[ 33 ] Dieses kann zuerst aussehen wie eine graue Theorie, ist es aber nicht. Nur derjenige kann Grundsätze bei der Erziehung des Kindes entfalten, der weiß, dass mit der physischen Geburt auch das physische Leben geboren wird und dass erst bei dem Zahnwechsel der Ätherleib vorhanden ist, dass erst dann dieser Ätherleib frei der Welt entgegentritt. Nun schen wir, was daraus folgt: Solange der Menschenkeim im Mutterleib ist, kommt er nicht in Berührung mit dem äußeren Licht oder äußeren Einflüssen. Dieses wäre unmöglich, da sonst der Keim zerstört werden würde. Sie müssen warten mit der Einwirkung des Lichts, bis die Augen, bis der Mensch geboren ist. Das sieht jeder materialistisch denkende Mensch ein. Aber er weiß nichts davon, dass es ebenso schlimm für den geistigen Menschen ist, Einflüsse auf den Ätherleib einströmen zu lassen, welche erst nach dem Zahnwechsel, wenn der Ätherleib nach allen Seiten freigelegt ist, einströmen sollen. Das heißt also nichts anderes als: Wir müssen unsere Erziehungsgrundsätze danach einrichten.

[ 33 ] Dieses kann zuerst aussehen wie eine graue Theorie, ist es aber nicht. Nur derjenige kann Grundsätze bei der Erziehung des Kindes entfalten, der weiß, dass mit der physischen Geburt auch das physische Leben geboren wird und dass erst bei dem Zahnwechsel der Ätherleib vorhanden ist, dass erst dann dieser Ätherleib frei der Welt entgegentritt. Nun schen wir, was daraus folgt: Solange der Menschenkeim im Mutterleib ist, kommt er nicht in Berührung mit dem äußeren Licht oder äußeren Einflüssen. Dieses wäre unmöglich, da sonst der Keim zerstört werden würde. Sie müssen warten mit der Einwirkung des Lichts, bis die Augen, bis der Mensch geboren ist. Das sieht jeder materialistisch denkende Mensch ein. Aber er weiß nichts davon, dass es ebenso schlimm für den geistigen Menschen ist, Einflüsse auf den Ätherleib einströmen zu lassen, welche erst nach dem Zahnwechsel, wenn der Ätherleib nach allen Seiten freigelegt ist, einströmen sollen. Das heißt also nichts anderes als: Wir müssen unsere Erziehungsgrundsätze danach einrichten.

[ 34 ] Bis zum siebten Lebensjahr muss aber auch, weil nur der physische Leib den äußeren Verhältnissen ausgesetzt ist, bei dem wachsenden Menschen, insbesondere auf diese Ausbildung des Leibes geachtet werden, denn bis zum Zahnwechseljahr werden alle Formen, worin sich der physische Leib gestalten muss, ausgebildet. Und was bis zu dieser Zeit am Leibe nicht in Form veranlagt ist, an groben und feinen Formen, das ist für das ganze menschliche Leben verloren. Größer wird der Mensch, er wächst, aber die Formen, welche größer werden, sind im Feinsten bis da veranlagt. Daher muss man gerade in dieser Zeit, in der man nicht auf den Ätherleib einzuwirken hat, alles tun, um die Formen so gut wie möglich zu machen.

[ 34 ] Bis zum siebten Lebensjahr muss aber auch, weil nur der physische Leib den äußeren Verhältnissen ausgesetzt ist, bei dem wachsenden Menschen, insbesondere auf diese Ausbildung des Leibes geachtet werden, denn bis zum Zahnwechseljahr werden alle Formen, worin sich der physische Leib gestalten muss, ausgebildet. Und was bis zu dieser Zeit am Leibe nicht in Form veranlagt ist, an groben und feinen Formen, das ist für das ganze menschliche Leben verloren. Größer wird der Mensch, er wächst, aber die Formen, welche größer werden, sind im Feinsten bis da veranlagt. Daher muss man gerade in dieser Zeit, in der man nicht auf den Ätherleib einzuwirken hat, alles tun, um die Formen so gut wie möglich zu machen.

[ 35 ] Wir können nur einzelne Gesichtspunkte anführen, welche zeigen werden, wie man das macht. Es gibt ein Wort, das wie ein Zauberwort in der Entwicklung vor die Seele tritt, für diese Zeit bis zum siebten Jahr, also bis zum Zahnwechsel, und dieses Wort heißt: «Nachahmung. Es gibt nichts, was so wichtig ist für die Entwicklung des physischen Leibes als Nachahmung. Alles, alles was auf den Menschen einwirkt, wirkt nur auf dem Wege der Nachahmung. Was das Kind sieht in seiner Umgebung, das wirkt durch die Sinne auf den Menschen ein. Und nicht allein physische Dinge, sondern alles, was in der physischen Welt vorgeht, auch die moralischen Dinge, die das Kind um sich sieht, auch die wirken zunächst auf die Formen bis zum Zahnwechsel ein.

[ 35 ] Wir können nur einzelne Gesichtspunkte anführen, welche zeigen werden, wie man das macht. Es gibt ein Wort, das wie ein Zauberwort in der Entwicklung vor die Seele tritt, für diese Zeit bis zum siebten Jahr, also bis zum Zahnwechsel, und dieses Wort heißt: «Nachahmung. Es gibt nichts, was so wichtig ist für die Entwicklung des physischen Leibes als Nachahmung. Alles, alles was auf den Menschen einwirkt, wirkt nur auf dem Wege der Nachahmung. Was das Kind sieht in seiner Umgebung, das wirkt durch die Sinne auf den Menschen ein. Und nicht allein physische Dinge, sondern alles, was in der physischen Welt vorgeht, auch die moralischen Dinge, die das Kind um sich sieht, auch die wirken zunächst auf die Formen bis zum Zahnwechsel ein.

[ 36 ] Denken Sie sich ein Kind, das sieben Jahre nur Schlechtes und Böses gesehen hat. Das wirkt auf seinen physischen Leib ein. Das bewirkt im Gehirn solche Formen, dass diese Formen sich besonders eignen werden, ein besonderes Instrument zu werden für Unmoralisches, und es ist nicht mehr in der Erziehung zu verbessern, was man durch Unkenntnis versäumt hat dem Kinde beizubringen.

[ 36 ] Denken Sie sich ein Kind, das sieben Jahre nur Schlechtes und Böses gesehen hat. Das wirkt auf seinen physischen Leib ein. Das bewirkt im Gehirn solche Formen, dass diese Formen sich besonders eignen werden, ein besonderes Instrument zu werden für Unmoralisches, und es ist nicht mehr in der Erziehung zu verbessern, was man durch Unkenntnis versäumt hat dem Kinde beizubringen.

[ 37 ] «Nachahmung» ist das Zauberwort, von außen zu wirken, dass das Kind sehen kann. Sehen Sie, da handelt es sich darum, das Wort «Nachahmung in der bestvollkommensten Art zu verstehen.

[ 37 ] «Nachahmung» ist das Zauberwort, von außen zu wirken, dass das Kind sehen kann. Sehen Sie, da handelt es sich darum, das Wort «Nachahmung in der bestvollkommensten Art zu verstehen.

[ 38 ] Ich will Ihnen ein Beispiel geben, aus dem Sie sehen werden, dass alles, was wir dem Kinde zeigen, dass alles, was wir ihm als Grundsätze beibringen, durch das Kind nachgeahmt wird.

[ 38 ] Ich will Ihnen ein Beispiel geben, aus dem Sie sehen werden, dass alles, was wir dem Kinde zeigen, dass alles, was wir ihm als Grundsätze beibringen, durch das Kind nachgeahmt wird.

[ 39 ] Nehmen wir einen sehr guten Jungen - ein wirklich recht guter Junge -, der bringt seine Eltern in Verlegenheit dadurch, dass er auf einen Tag etwas Geld aus der Kasse nimmt. Da kommt bei den Eltern der Gedanke auf: Wie kann das sein, dass ein Junge, den wir so erzogen haben, Geld aus der Kasse nimmt? Gestohlen hat das Kind, meinen die Eltern. Nein, sagt man vom theosophischen Standpunkt. Eben weil es ein guter Junge ist, hat er das getan. Was habt ihr aber getan? Tag und Tag hast du es getan, jeden Tag hast du Geld aus der Geldkassette genommen, der Junge hat es gesehen jeden Tag. Er sollte tun alles, was die Eltern tun, und das ist auch richtig. Deshalb hat er jetzt auch Geld genommen. Der Junge war kein Dieb, er hat überhaupt das Geld nicht für sich verwenden wollen, oder verwendet, er hat es einem anderen Jungen gegeben. Er hat sich eben besonders moralisch gezeigt, gerade bei dieser Tat. Man muss es zum Grundsatz machen, in der Umgebung der Kinder nur das zu tun, was das Kind auch tun könnte. Was es nicht tun darf, darf nicht geschehen in seiner Umgebung.

[ 39 ] Nehmen wir einen sehr guten Jungen - ein wirklich recht guter Junge -, der bringt seine Eltern in Verlegenheit dadurch, dass er auf einen Tag etwas Geld aus der Kasse nimmt. Da kommt bei den Eltern der Gedanke auf: Wie kann das sein, dass ein Junge, den wir so erzogen haben, Geld aus der Kasse nimmt? Gestohlen hat das Kind, meinen die Eltern. Nein, sagt man vom theosophischen Standpunkt. Eben weil es ein guter Junge ist, hat er das getan. Was habt ihr aber getan? Tag und Tag hast du es getan, jeden Tag hast du Geld aus der Geldkassette genommen, der Junge hat es gesehen jeden Tag. Er sollte tun alles, was die Eltern tun, und das ist auch richtig. Deshalb hat er jetzt auch Geld genommen. Der Junge war kein Dieb, er hat überhaupt das Geld nicht für sich verwenden wollen, oder verwendet, er hat es einem anderen Jungen gegeben. Er hat sich eben besonders moralisch gezeigt, gerade bei dieser Tat. Man muss es zum Grundsatz machen, in der Umgebung der Kinder nur das zu tun, was das Kind auch tun könnte. Was es nicht tun darf, darf nicht geschehen in seiner Umgebung.

[ 40 ] Für die plastische Ausbildung der Organe ist dieses auch sehr wichtig, und da kann bloß die Geisteswissenschaft die richtigen Grundsätze angeben.

[ 40 ] Für die plastische Ausbildung der Organe ist dieses auch sehr wichtig, und da kann bloß die Geisteswissenschaft die richtigen Grundsätze angeben.

[ 41 ] Sie wissen, dass ein Muskel plastischer gestaltet wird, wenn man ihn richtig anwendet. Eben in diesem Alter muss alles plastisch gestaltet werden. Die Farben, die in der Umgebung sind - es seien Rot, Blau, Grün und so weiter —, das hat alles eine bestimmte tiefe Bedeutung für die Entwicklung der inneren Organe, was die physischen Organe betrifft; und da werden eben wieder viele Fehler gemacht. Denn Sie wissen, es gibt viele Leute, welche da sprechen über das, was man nervöse Kinder genannt hat, Kinder, die ein sehr unruhiges Wesen haben. Sie werden glauben, man muss in der Umgebung grüne, blaue, dunkle Farben bringen zur Beruhigung. Andere haben sehr ruhige Kinder, sie glauben, man muss ihnen helle, rote, weiße Kleider anziehen. Gerade das Umgekehrte ist richtig, denn es kommt nicht darauf an, dass die Farben auf diese Kinder einwirken. Es kommt darauf an, wie diese Farben auf das Innere der Kinder wirken. Sehen Sie beispielsweise einen roten Fleck auf schwarzem Hintergrund, dann werden Sie bald sehen, dass Grün nachhält. Das bedeutet, dass der innere Organismus, während Sie auf Rot sehen, das Grün wahrnimmt. Und so wird bei dem Kinde, wenn es aufgeregt ist und Sie Rot in seine Umgebung bringen, auch das Rot nicht so auf das Kind einwirken, wie Sie das denken. Und ist es eben dieses, was das Kind braucht bis zum Zahnwechsel, also bis zum siebenten Jahr. Daher müssen Sie einem Kinde, das unruhig ist, rote Kleider anziehen, während umgekehrt, wenn ein Kind sehr ruhig ist, zu ruhig, lethargisch, grüne, blaue, dunkle Farben gebraucht werden müssen.

[ 41 ] Sie wissen, dass ein Muskel plastischer gestaltet wird, wenn man ihn richtig anwendet. Eben in diesem Alter muss alles plastisch gestaltet werden. Die Farben, die in der Umgebung sind - es seien Rot, Blau, Grün und so weiter —, das hat alles eine bestimmte tiefe Bedeutung für die Entwicklung der inneren Organe, was die physischen Organe betrifft; und da werden eben wieder viele Fehler gemacht. Denn Sie wissen, es gibt viele Leute, welche da sprechen über das, was man nervöse Kinder genannt hat, Kinder, die ein sehr unruhiges Wesen haben. Sie werden glauben, man muss in der Umgebung grüne, blaue, dunkle Farben bringen zur Beruhigung. Andere haben sehr ruhige Kinder, sie glauben, man muss ihnen helle, rote, weiße Kleider anziehen. Gerade das Umgekehrte ist richtig, denn es kommt nicht darauf an, dass die Farben auf diese Kinder einwirken. Es kommt darauf an, wie diese Farben auf das Innere der Kinder wirken. Sehen Sie beispielsweise einen roten Fleck auf schwarzem Hintergrund, dann werden Sie bald sehen, dass Grün nachhält. Das bedeutet, dass der innere Organismus, während Sie auf Rot sehen, das Grün wahrnimmt. Und so wird bei dem Kinde, wenn es aufgeregt ist und Sie Rot in seine Umgebung bringen, auch das Rot nicht so auf das Kind einwirken, wie Sie das denken. Und ist es eben dieses, was das Kind braucht bis zum Zahnwechsel, also bis zum siebenten Jahr. Daher müssen Sie einem Kinde, das unruhig ist, rote Kleider anziehen, während umgekehrt, wenn ein Kind sehr ruhig ist, zu ruhig, lethargisch, grüne, blaue, dunkle Farben gebraucht werden müssen.

[ 42 ] Man muss mir genau zuhören. Man kann sehr leicht folgenden Einwand machen, der immer wieder gemacht wird. Man sagt dann zu mir: Sehen Sie, wenn ich abends einen roten Schirm an die Lampe mache, dann regt mich das auf. Die Antwort, welche ich dann an so eine Dame oder Herrn geben muss ist: Ja, aber Sie sind doch auch kein Kind vor dem Zahnwechsel. Das darf man natürlich nicht vergessen, und soll bedenken, dass für die weitere Entwicklung auch wieder andere Bedingungen vorliegen.

[ 42 ] Man muss mir genau zuhören. Man kann sehr leicht folgenden Einwand machen, der immer wieder gemacht wird. Man sagt dann zu mir: Sehen Sie, wenn ich abends einen roten Schirm an die Lampe mache, dann regt mich das auf. Die Antwort, welche ich dann an so eine Dame oder Herrn geben muss ist: Ja, aber Sie sind doch auch kein Kind vor dem Zahnwechsel. Das darf man natürlich nicht vergessen, und soll bedenken, dass für die weitere Entwicklung auch wieder andere Bedingungen vorliegen.

[ 43 ] Sobald die Seele die Ätherhülle verlassen hat, handelt es sich darum, dass man die richtige Beschäftigung für das Kind findet, und da liegt vieles im Leben, zu dem eine materialistische Betrachtungsweise ganz, ganz fehlgeht.

[ 43 ] Sobald die Seele die Ätherhülle verlassen hat, handelt es sich darum, dass man die richtige Beschäftigung für das Kind findet, und da liegt vieles im Leben, zu dem eine materialistische Betrachtungsweise ganz, ganz fehlgeht.

[ 44 ] Man könnte - obwohl derjenige, der auf dem Boden der Geisteswissenschaft steht, dieses nicht tun soll —, man könnte sentimental werden, wenn man auf die vielen Fehler sieht und deren Wirkungen, die auf diesen Gebieten gemacht werden. Man könnte manches anführen aus der Jugend und dem Leben eines Menschen, der ein großer Materialist geworden ist, der alles andere ableugnet, weil er glaubt, dass alles sich aus der Kombination von Molekülen und Atomen ergibt. Das kommt, weil dieser Mensch in seiner Kinderzeit nicht das richtige Spielzeug erhalten hat, das ihm das Leben vor Augen [stellen kann.] Wenn man zum Beispiel dem Kinde ein solches Spielzeug gibt, bei dem es sich durch die Zusammenfügung von Steinen ein ganz neues Bild vor Augen stellen kann, wodurch es kombinieren kann, dann werden hierdurch neue Formen gebildet. Alles Spielzeug, das die Vorstellung hervorruft, ist richtiges Spielzeug. Dieses Spielzeug bringt den Impuls hervor, dass das Kind sich entwickeln kann. Geben Sie zum Beispiel einem gesunden Kinde eine Puppe, die man aus einem alten Taschentuch, an dem man zwei Zöpfe zu Beinen, zwei Zöpfe zu Händen gemacht hat und mit Tinte ein paar Augen. Das gesunde Kind wird sehr wahrscheinlich auf die Dauer mehr Freude an so einer Puppe haben als an einer echten Puppe mit echtem Haar und sehr schön bemalten Wangen, da so eine schöne Puppe - welche trotzdem immer sehr scheußlich ist - die plastischen Gestaltungskräfte nicht in Tätigkeit zu bringen vermag, während, wenn Sie dem Kinde eine Puppe gemacht aus einem Taschentuch geben, es sehen wird, dass dieses keine menschliche Gestalt ist. Da muss die Imagination, da muss die Phantasie wirken. Da kommen innere plastische Formen zur Ausgestaltung, welche zur Ausgestaltung kommen müssen, die man brachliegen lässt, wenn man dasjenige als Spielzeug gibt, bei dem das Kind seine Phantasie, seine Imagination nicht zu gebrauchen hat. Wenn Sie eben wissen, dass so wie bei dem Zahnwechsel das Kind sich plastisch gestalten muss, so findet man in der Theosophie sehr viele Anhaltspunkte für die ganze Erziehung, welche alle eine gute, tiefe Grundlage haben. Wir können jetzt bloß einzelne Punkte hier erwähnen, zum Beispiel bei der Ernährung der Kinder, wie das Kind zu «bilden» ist.

[ 44 ] Man könnte - obwohl derjenige, der auf dem Boden der Geisteswissenschaft steht, dieses nicht tun soll —, man könnte sentimental werden, wenn man auf die vielen Fehler sieht und deren Wirkungen, die auf diesen Gebieten gemacht werden. Man könnte manches anführen aus der Jugend und dem Leben eines Menschen, der ein großer Materialist geworden ist, der alles andere ableugnet, weil er glaubt, dass alles sich aus der Kombination von Molekülen und Atomen ergibt. Das kommt, weil dieser Mensch in seiner Kinderzeit nicht das richtige Spielzeug erhalten hat, das ihm das Leben vor Augen [stellen kann.] Wenn man zum Beispiel dem Kinde ein solches Spielzeug gibt, bei dem es sich durch die Zusammenfügung von Steinen ein ganz neues Bild vor Augen stellen kann, wodurch es kombinieren kann, dann werden hierdurch neue Formen gebildet. Alles Spielzeug, das die Vorstellung hervorruft, ist richtiges Spielzeug. Dieses Spielzeug bringt den Impuls hervor, dass das Kind sich entwickeln kann. Geben Sie zum Beispiel einem gesunden Kinde eine Puppe, die man aus einem alten Taschentuch, an dem man zwei Zöpfe zu Beinen, zwei Zöpfe zu Händen gemacht hat und mit Tinte ein paar Augen. Das gesunde Kind wird sehr wahrscheinlich auf die Dauer mehr Freude an so einer Puppe haben als an einer echten Puppe mit echtem Haar und sehr schön bemalten Wangen, da so eine schöne Puppe - welche trotzdem immer sehr scheußlich ist - die plastischen Gestaltungskräfte nicht in Tätigkeit zu bringen vermag, während, wenn Sie dem Kinde eine Puppe gemacht aus einem Taschentuch geben, es sehen wird, dass dieses keine menschliche Gestalt ist. Da muss die Imagination, da muss die Phantasie wirken. Da kommen innere plastische Formen zur Ausgestaltung, welche zur Ausgestaltung kommen müssen, die man brachliegen lässt, wenn man dasjenige als Spielzeug gibt, bei dem das Kind seine Phantasie, seine Imagination nicht zu gebrauchen hat. Wenn Sie eben wissen, dass so wie bei dem Zahnwechsel das Kind sich plastisch gestalten muss, so findet man in der Theosophie sehr viele Anhaltspunkte für die ganze Erziehung, welche alle eine gute, tiefe Grundlage haben. Wir können jetzt bloß einzelne Punkte hier erwähnen, zum Beispiel bei der Ernährung der Kinder, wie das Kind zu «bilden» ist.

[ 45 ] Man glaubte früher immer, man müsste kleine Kinder füttern mit recht viel Eiern. Nun ist gerade der beste Grundsatz für dieses Lebensalter, absolut nicht über den notwendigen Eiweißbedarf hinauszugehen, denn durch Übermaß von Eiweiß verliert das Kind die Nahrungsinstinkte, die Fähigkeit, um seine Formen zu gestalten. Ein Kind, dem Sie nicht viel Eiweiß geben, wird nur dasjenige verlangen, was ihm gesund ist, und eben dasjenige hat das Kind nötig, um sich plastisch auszubilden. Dasjenige, was im Eiweiß liegt, ist etwas, was durch seine Kraft die plastische Form über sich hinausschaffend macht, und dadurch werden sichere Instinkte nicht ausgearbeitet. Dadurch tötet man die Kraft, wenn man das Kind mit Eiweiß überfüttert.

[ 45 ] Man glaubte früher immer, man müsste kleine Kinder füttern mit recht viel Eiern. Nun ist gerade der beste Grundsatz für dieses Lebensalter, absolut nicht über den notwendigen Eiweißbedarf hinauszugehen, denn durch Übermaß von Eiweiß verliert das Kind die Nahrungsinstinkte, die Fähigkeit, um seine Formen zu gestalten. Ein Kind, dem Sie nicht viel Eiweiß geben, wird nur dasjenige verlangen, was ihm gesund ist, und eben dasjenige hat das Kind nötig, um sich plastisch auszubilden. Dasjenige, was im Eiweiß liegt, ist etwas, was durch seine Kraft die plastische Form über sich hinausschaffend macht, und dadurch werden sichere Instinkte nicht ausgearbeitet. Dadurch tötet man die Kraft, wenn man das Kind mit Eiweiß überfüttert.

[ 46 ] Dieses ist also die Pflege des physischen Leibes, des Leibes, der zuerst geboren ist. Nun, mit dem Zahnwechsel zieht sich die Ätherhülle zurück, und der physische Leib und Ätherleib sind nun da. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass man mit allen Kräften von auRen wirken muss, um den Ätherleib zu entwickeln. Wir müssen uns deshalb erst klarmachen, von welchen Kräften der Lebensleib der Träger ist. Wir wollen vorzugsweise heute auf das Geistige Rücksicht nehmen. Dieser Leib ist auch der Träger vor allen Dingen des Gedächtnisses, und dann ist er der Träger der weltlichen Vorstellungskraft, der Imagination. Alles, was der Mensch nicht durch seinen trockenen Verstand begreift, sondern was er begreifen kann durch das Bild. Wenn man dieses weiß, dieses kennt, dann wird man sich klar sein, dass im Augenblick, in dem der Ätherleib geboren wird, eine Erziehung stattfinden muss, die dieses besonders berücksichtigt. Dieses ist also die zweite Geburt.

[ 46 ] Dieses ist also die Pflege des physischen Leibes, des Leibes, der zuerst geboren ist. Nun, mit dem Zahnwechsel zieht sich die Ätherhülle zurück, und der physische Leib und Ätherleib sind nun da. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass man mit allen Kräften von auRen wirken muss, um den Ätherleib zu entwickeln. Wir müssen uns deshalb erst klarmachen, von welchen Kräften der Lebensleib der Träger ist. Wir wollen vorzugsweise heute auf das Geistige Rücksicht nehmen. Dieser Leib ist auch der Träger vor allen Dingen des Gedächtnisses, und dann ist er der Träger der weltlichen Vorstellungskraft, der Imagination. Alles, was der Mensch nicht durch seinen trockenen Verstand begreift, sondern was er begreifen kann durch das Bild. Wenn man dieses weiß, dieses kennt, dann wird man sich klar sein, dass im Augenblick, in dem der Ätherleib geboren wird, eine Erziehung stattfinden muss, die dieses besonders berücksichtigt. Dieses ist also die zweite Geburt.

[ 47 ] [Das dritte Kleid ist jetzt noch von einer äußeren Hülle, von einem Schutz umgeben.] Dieser Schutz, die Astralhülle, wird auch später zurückgezogen, zurückgeschlagen, abgestreift, aber erst um das fünfzehnte Jahr in der Zeit der Geschlechtsreife.

[ 47 ] [Das dritte Kleid ist jetzt noch von einer äußeren Hülle, von einem Schutz umgeben.] Dieser Schutz, die Astralhülle, wird auch später zurückgezogen, zurückgeschlagen, abgestreift, aber erst um das fünfzehnte Jahr in der Zeit der Geschlechtsreife.

[ 48 ] Da findet im fünfzehnten Jahr die dritte Geburt statt, und alles dasjenige, was vor dieser Geburt von außen auf den Astralleib eindrängt und seine Wirkungen absendet, ohne zu bemerken, dass er noch eingehüllt ist, wirkt auf selbe Weise, wie das Licht auf den Keim einwirken würde, während dieser Keim noch im Mutterleibe ist. Nun gibt es für die zweite Epoche der menschlichen Entwicklung, die verläuft zwischen Zahnwechsel, also dem siebten Jahr, und der Geschlechtsreife um das fünfzehnte Jahr, wieder einen bestimmten Weg, welchem wir zu folgen haben. Auch hier gibt es wieder ein Zauberwort, das ebenso wichtig ist wie die Nachahmung für die ersten sieben Jahre, und das Wort für diese zweite Lebensepoche heißt ‹Autoritäv›.

[ 48 ] Da findet im fünfzehnten Jahr die dritte Geburt statt, und alles dasjenige, was vor dieser Geburt von außen auf den Astralleib eindrängt und seine Wirkungen absendet, ohne zu bemerken, dass er noch eingehüllt ist, wirkt auf selbe Weise, wie das Licht auf den Keim einwirken würde, während dieser Keim noch im Mutterleibe ist. Nun gibt es für die zweite Epoche der menschlichen Entwicklung, die verläuft zwischen Zahnwechsel, also dem siebten Jahr, und der Geschlechtsreife um das fünfzehnte Jahr, wieder einen bestimmten Weg, welchem wir zu folgen haben. Auch hier gibt es wieder ein Zauberwort, das ebenso wichtig ist wie die Nachahmung für die ersten sieben Jahre, und das Wort für diese zweite Lebensepoche heißt ‹Autoritäv›.

[ 49 ] Es gibt nichts, was jemals im späteren Leben ersetzen könnte den ungeheuer günstigen Einfluss der richtigen Autorität in diesem Zeitalter des Lebens. So wie alles um uns bis zum siebten Lebensjahre zur Nachahmung aufweckt, so wirken auf den Menschen zwischen dem siebten und fünfzehnten Jahr nicht ein irgendwie Verstandsbeurteilungen. Keine Moralgrundsätze können auf diesen Menschen einwirken. Das ist alles Sache des Astralleibes, und der ist noch gar nicht geboren. Wenn wir aber hinsehen auf das Verkörpern, das ideale Streben, und dem Kinde eine richtige Autorität gegenüberstellen, dann werden in der Seele die richtigen Kräfte erweckt, welche später sonst nicht erreicht werden könnten. Wenn die Menschen nur wüssten, von welch großer Wichtigkeit, von welcher Bedeutung die richtige Autorität ist! Diese Autorität ist etwas sehr Wichtiges für den Menschen in seinem Leben zwischen Geburt und Tod. Und in dieser Zeit zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife müssen aller Unterricht und Erziehung darauf aufgebaut sein. Es genügt nicht, dass wir dem Kinde nur Gutes sagen, wir müssen durch Autorität auf dasselbe einwirken. Wir müssen alles, was das Kind zu wissen hat, ihm durch Bilder beibringen, denn wenn das Kind das Bild für die verschiedenen ‹Warums› der Natur in sich aufgenommen hat, dann erst ist es in der Lage, bei der Geburt des Astralleibes alles, was es bis jetzt in konkreten Formen gesehen hat, in abstrakten Begriffen des Verstandes zu empfangen.

[ 49 ] Es gibt nichts, was jemals im späteren Leben ersetzen könnte den ungeheuer günstigen Einfluss der richtigen Autorität in diesem Zeitalter des Lebens. So wie alles um uns bis zum siebten Lebensjahre zur Nachahmung aufweckt, so wirken auf den Menschen zwischen dem siebten und fünfzehnten Jahr nicht ein irgendwie Verstandsbeurteilungen. Keine Moralgrundsätze können auf diesen Menschen einwirken. Das ist alles Sache des Astralleibes, und der ist noch gar nicht geboren. Wenn wir aber hinsehen auf das Verkörpern, das ideale Streben, und dem Kinde eine richtige Autorität gegenüberstellen, dann werden in der Seele die richtigen Kräfte erweckt, welche später sonst nicht erreicht werden könnten. Wenn die Menschen nur wüssten, von welch großer Wichtigkeit, von welcher Bedeutung die richtige Autorität ist! Diese Autorität ist etwas sehr Wichtiges für den Menschen in seinem Leben zwischen Geburt und Tod. Und in dieser Zeit zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife müssen aller Unterricht und Erziehung darauf aufgebaut sein. Es genügt nicht, dass wir dem Kinde nur Gutes sagen, wir müssen durch Autorität auf dasselbe einwirken. Wir müssen alles, was das Kind zu wissen hat, ihm durch Bilder beibringen, denn wenn das Kind das Bild für die verschiedenen ‹Warums› der Natur in sich aufgenommen hat, dann erst ist es in der Lage, bei der Geburt des Astralleibes alles, was es bis jetzt in konkreten Formen gesehen hat, in abstrakten Begriffen des Verstandes zu empfangen.

[ 50 ] Es ist notwendig für das Kind zu wissen, wie sich alles zu der Seele verhält. In Bildern müssen Sie ihm dieses beibringen. Wenn man dem Kinde zeigt die Puppe des Schmetterlings und zeigt, wie die Puppe sich entwickelt, bis der Falter herausfliegt, und ihm sagt, dass die unsterbliche Seele aus dem Körper geht, eben wie der Falter aus der Puppe fliegt, wie er in die andere Welt kommt. Nun kann man dagegen in unserer Zeit einwenden: Aber das glauben die Kinder nicht! — Wissen Sie, warum sie es nicht glauben? Weil die Lehrer, weil die Erzieher selbst nicht daran glauben. Nun sagt der materialistisch denkende Mensch: Nun verlangen Sie noch, dass nicht nur die Kinder das glauben, aber auch, dass die Lehrer es glauben!

[ 50 ] Es ist notwendig für das Kind zu wissen, wie sich alles zu der Seele verhält. In Bildern müssen Sie ihm dieses beibringen. Wenn man dem Kinde zeigt die Puppe des Schmetterlings und zeigt, wie die Puppe sich entwickelt, bis der Falter herausfliegt, und ihm sagt, dass die unsterbliche Seele aus dem Körper geht, eben wie der Falter aus der Puppe fliegt, wie er in die andere Welt kommt. Nun kann man dagegen in unserer Zeit einwenden: Aber das glauben die Kinder nicht! — Wissen Sie, warum sie es nicht glauben? Weil die Lehrer, weil die Erzieher selbst nicht daran glauben. Nun sagt der materialistisch denkende Mensch: Nun verlangen Sie noch, dass nicht nur die Kinder das glauben, aber auch, dass die Lehrer es glauben!

[ 51 ] Die Theosophie will wieder schen lassen, wie die Seele bestehen bleibt, nachdem sie den physischen Leib verlassen hat, eben wie dieses mit der Puppe und dem Falter der Fall ist. Ja, wir werden wieder daran glauben können, und das ist die schönste Errungenschaft der Theosophie, dass wir in diesen Dingen nicht nur eine Verstandsaufgabe sehen, sondern dass wir wieder Wahrheiten haben, welche auch durch das Gefühl verstanden werden können. Wenn die Menschen dieses verstehen, dann geht auch der Glauben auf das Kind über, und je mehr das Kind davon begreifen soll, und je mehr man hierüber dem Kinde beibringt, desto besser ist es, dass dann das Kind dieses durch Imagination verstehen lernt. Es ist etwas ganz anderes, ob ein Kind die Geheimnisse der Natur nach dem Gefühl erlebt hat und dadurch zu dem abstrakten Begriffe kommt, als dass man vorher als Kind den trockenen Begriff verstehen muss, sodass das Gefühl dabei nicht ins Spiel kommt. Und dieses Gefühl wirkt am besten, bei der Entwicklung des Ätherleibes - und deshalb muss darauf ein besonderer Wert bei der Erziehung gelegt werden.

[ 51 ] Die Theosophie will wieder schen lassen, wie die Seele bestehen bleibt, nachdem sie den physischen Leib verlassen hat, eben wie dieses mit der Puppe und dem Falter der Fall ist. Ja, wir werden wieder daran glauben können, und das ist die schönste Errungenschaft der Theosophie, dass wir in diesen Dingen nicht nur eine Verstandsaufgabe sehen, sondern dass wir wieder Wahrheiten haben, welche auch durch das Gefühl verstanden werden können. Wenn die Menschen dieses verstehen, dann geht auch der Glauben auf das Kind über, und je mehr das Kind davon begreifen soll, und je mehr man hierüber dem Kinde beibringt, desto besser ist es, dass dann das Kind dieses durch Imagination verstehen lernt. Es ist etwas ganz anderes, ob ein Kind die Geheimnisse der Natur nach dem Gefühl erlebt hat und dadurch zu dem abstrakten Begriffe kommt, als dass man vorher als Kind den trockenen Begriff verstehen muss, sodass das Gefühl dabei nicht ins Spiel kommt. Und dieses Gefühl wirkt am besten, bei der Entwicklung des Ätherleibes - und deshalb muss darauf ein besonderer Wert bei der Erziehung gelegt werden.

[ 52 ] Es gibt in unserer Zeit in vielen Gegenden in Europa Anschauungen, man soll das Kind heute nicht zur Gedächtnismaschine machen. Man sagt, das Kind muss denken lernen. Man lehrt ihn, dass Ix1=1 schon sehr früh, und auch muss das Kind schon bald vieles andere lernen. Es gibt aber nichts Schlimmeres, als dass man zu früh die reinen Verstandeskräfte anstrengen muss. Erst muss ein Fonds von Wissen da sein, dann kann man beurteilen, was man weiß. Heute wird den Kindern die Geschichte gelehrt, ohne dass die Kinder dieselbe verstehen, da das Kind noch nicht urteilen kann, über Ursache und Wirkungen. Das Kind muss erst eine ausreichende Menge Gedanken haben, und wenn das Kind vieles in seiner Seele sieht, kann es vergleichen. Wenn man nur weniges weiß, und man fängt an zu urteilen, kann man nicht vergleichen, und [dann] ist der Mensch dumm. Man kann nichts Schlimmeres tun für die Entwicklung in diesem [Abschnitt] des Lebens, in dem wirklich unser Gedächtnis bereichert werden soll, als nicht genau darauf zu achten, dass das Kind die Fähigkeit bekommt zu vergleichen, wodurch es besser urteilen kann. Dieses wird heute noch nicht eingesehen, [und das hat auch schon zu schlimmen Dingen geführt]. Junge Leute geben heute ihr Urteil über alles ab, und wir haben es zu erleben, dass in Zeitungen Artikel erscheinen von jungen Leuten, deren Astralleib erst kürzlich geboren ist.

[ 52 ] Es gibt in unserer Zeit in vielen Gegenden in Europa Anschauungen, man soll das Kind heute nicht zur Gedächtnismaschine machen. Man sagt, das Kind muss denken lernen. Man lehrt ihn, dass Ix1=1 schon sehr früh, und auch muss das Kind schon bald vieles andere lernen. Es gibt aber nichts Schlimmeres, als dass man zu früh die reinen Verstandeskräfte anstrengen muss. Erst muss ein Fonds von Wissen da sein, dann kann man beurteilen, was man weiß. Heute wird den Kindern die Geschichte gelehrt, ohne dass die Kinder dieselbe verstehen, da das Kind noch nicht urteilen kann, über Ursache und Wirkungen. Das Kind muss erst eine ausreichende Menge Gedanken haben, und wenn das Kind vieles in seiner Seele sieht, kann es vergleichen. Wenn man nur weniges weiß, und man fängt an zu urteilen, kann man nicht vergleichen, und [dann] ist der Mensch dumm. Man kann nichts Schlimmeres tun für die Entwicklung in diesem [Abschnitt] des Lebens, in dem wirklich unser Gedächtnis bereichert werden soll, als nicht genau darauf zu achten, dass das Kind die Fähigkeit bekommt zu vergleichen, wodurch es besser urteilen kann. Dieses wird heute noch nicht eingesehen, [und das hat auch schon zu schlimmen Dingen geführt]. Junge Leute geben heute ihr Urteil über alles ab, und wir haben es zu erleben, dass in Zeitungen Artikel erscheinen von jungen Leuten, deren Astralleib erst kürzlich geboren ist.

[ 53 ] Wenn man wüsste, wie die Gesetze wirken, dann sollte man wissen, dass erst mit der Geschlechtsreife wirklich - um diese Zeit - der Astralleib geboren wird und vor dieser Zeit das Kind noch nicht die Fähigkeiten hat zu urteilen. Die Zeit vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife sollte als Zauberworte haben: ‹Autoritäv›, ‹Bild› und ‹Gedächtnis›. Vieles könnten wir hierbei anführen, vor allem aber ist ein Ding sehr notwendig: Sobald der Astralleib geboren ist, kommen die Entwicklung der Gemütskräfte und die ästhetische Anlage der Menschen in Betracht. So wie während der ersten sieben Jahre der physische Leib, vom siebten bis zum fünfzehnten Jahr der Ätherleib entwickelt wurde, so kommt jetzt der Astralleib in Betracht. Wenn wir dieses richtig beurteilen wollen, müssen wir uns über sehr vieles klar werden, da in dieser Zeit sehr viele Bilder vor die Seele gelegt werden. In dieser Zeit muss der Mensch gute Vorbilder, Ideale haben, welchen er nachstreben kann. Das Zauberwort für diese Epoche der menschlichen Entwicklung heißt: «Nacheiferung. Man muss diesen Menschen Bilder von bedeutenden Männern und Frauen geben und ihnen klar machen, was diese Leute getan haben in der Entwicklung der Welt. Und was man in dieser Zeit versäumt hat, um die Sinne für das Schöne und Künstlerische auszubilden, ist später nicht mehr einzuholen. Mit der Geschlechtsreife ist mit dem Menschen das herausgekommen, was der Mensch sozusagen ererbt hat aus den Generationen, aus der Familie und so weiter.

[ 53 ] Wenn man wüsste, wie die Gesetze wirken, dann sollte man wissen, dass erst mit der Geschlechtsreife wirklich - um diese Zeit - der Astralleib geboren wird und vor dieser Zeit das Kind noch nicht die Fähigkeiten hat zu urteilen. Die Zeit vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife sollte als Zauberworte haben: ‹Autoritäv›, ‹Bild› und ‹Gedächtnis›. Vieles könnten wir hierbei anführen, vor allem aber ist ein Ding sehr notwendig: Sobald der Astralleib geboren ist, kommen die Entwicklung der Gemütskräfte und die ästhetische Anlage der Menschen in Betracht. So wie während der ersten sieben Jahre der physische Leib, vom siebten bis zum fünfzehnten Jahr der Ätherleib entwickelt wurde, so kommt jetzt der Astralleib in Betracht. Wenn wir dieses richtig beurteilen wollen, müssen wir uns über sehr vieles klar werden, da in dieser Zeit sehr viele Bilder vor die Seele gelegt werden. In dieser Zeit muss der Mensch gute Vorbilder, Ideale haben, welchen er nachstreben kann. Das Zauberwort für diese Epoche der menschlichen Entwicklung heißt: «Nacheiferung. Man muss diesen Menschen Bilder von bedeutenden Männern und Frauen geben und ihnen klar machen, was diese Leute getan haben in der Entwicklung der Welt. Und was man in dieser Zeit versäumt hat, um die Sinne für das Schöne und Künstlerische auszubilden, ist später nicht mehr einzuholen. Mit der Geschlechtsreife ist mit dem Menschen das herausgekommen, was der Mensch sozusagen ererbt hat aus den Generationen, aus der Familie und so weiter.

[ 54 ] Dann, wenn der Mensch die Geschlechtsreife erreicht hat, wenn er die Astralhülle abgestreift hat, dann treten die Eigenschaften, welche er mitgebracht hat aus früheren Leben, zutage. Ihre Schatten hatten sich schon auf das junge Kind zurückgeworfen, aber wenn wir das Wesentliche betrachten, so kommt das zum Vorschein, was hinausgeht über Tod und Geburt: die Individualität.

[ 54 ] Dann, wenn der Mensch die Geschlechtsreife erreicht hat, wenn er die Astralhülle abgestreift hat, dann treten die Eigenschaften, welche er mitgebracht hat aus früheren Leben, zutage. Ihre Schatten hatten sich schon auf das junge Kind zurückgeworfen, aber wenn wir das Wesentliche betrachten, so kommt das zum Vorschein, was hinausgeht über Tod und Geburt: die Individualität.

[ 55 ] Bei der Geschlechtsreife wird die Astralhülle zurückgeschlagen, und der Astralleib wird frei. Und jetzt kommen Zeiten für den Menschen, dass andere Dinge wichtig sind. Jetzt wird Rücksicht genommen auf die Bildung, die Urteilskraft, auf ein sicheres Urteil des Menschen. Aber etwas anderes ist noch wichtiger. Dasjenige, was der Mensch aus seinem früheren Leben mitgebracht hat, das tritt in besonderer Weise heraus, das er gestalten will in diesem Leben zwischen Geburt und Tod. Der Mensch ist in dieser Zeit noch nicht geeignet, die äußere Welt in einer objektiven Weise zu betrachten. Aber dasjenige, das auf die Welt zutritt, ist von schöner, idealer Art. [Auch diese Art will heraus, und hier handelt es sich darum, wie diese Art, insofern sie als Idealismus herauskommt, als Hoffnung dem Leben entgegentreten wird.] Diese Hoffnung und dieser Idealismus zeigen sich in ihrer wahren Gestalt zwischen 14, 15 und 21 bis 22 Jahren. In dieser Zeit zeigt sich alles, was heraus will, auch wenn es in Widerspruch ist mit der Realität. Es sind alles Erinnerungen von früherem Leben, mit den neuen frischen Kräften des Astralleibs. Wehe, wehe den Menschen, denen man die Hoffnungsideale, denen man die Erwartungsideale in dieser Zeit trübe macht, den Menschen, denen man sagt, dass ein großer Teil dieser Dinge später bloß als Frühlingshoffnungen dastehen werden, dass dieses bloß unerreichbare Ideale und Hoffnungen sind. Darauf kommt es nicht an. Es kommt nicht darauf an, ob die Ideale zu erreichen sind, sondern es handelt sich um die Kräfte, die darin liegen. Diese sind die günstigen Lebenskräfte, die, falls sie gut erzogen werden, unseren Astralleib für das Leben sicher und fest machen. Wenn wir diese Ideale haben, machen wir uns ein starkes drittes Kleid, und es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man für diese Zeit nicht sorgt, dass der Idealismus sich entwickeln kann, wenn man diesem Idealismus entgegentritt mit einem Philistertum, das versuchen will, den Idealismus zu brechen.

[ 55 ] Bei der Geschlechtsreife wird die Astralhülle zurückgeschlagen, und der Astralleib wird frei. Und jetzt kommen Zeiten für den Menschen, dass andere Dinge wichtig sind. Jetzt wird Rücksicht genommen auf die Bildung, die Urteilskraft, auf ein sicheres Urteil des Menschen. Aber etwas anderes ist noch wichtiger. Dasjenige, was der Mensch aus seinem früheren Leben mitgebracht hat, das tritt in besonderer Weise heraus, das er gestalten will in diesem Leben zwischen Geburt und Tod. Der Mensch ist in dieser Zeit noch nicht geeignet, die äußere Welt in einer objektiven Weise zu betrachten. Aber dasjenige, das auf die Welt zutritt, ist von schöner, idealer Art. [Auch diese Art will heraus, und hier handelt es sich darum, wie diese Art, insofern sie als Idealismus herauskommt, als Hoffnung dem Leben entgegentreten wird.] Diese Hoffnung und dieser Idealismus zeigen sich in ihrer wahren Gestalt zwischen 14, 15 und 21 bis 22 Jahren. In dieser Zeit zeigt sich alles, was heraus will, auch wenn es in Widerspruch ist mit der Realität. Es sind alles Erinnerungen von früherem Leben, mit den neuen frischen Kräften des Astralleibs. Wehe, wehe den Menschen, denen man die Hoffnungsideale, denen man die Erwartungsideale in dieser Zeit trübe macht, den Menschen, denen man sagt, dass ein großer Teil dieser Dinge später bloß als Frühlingshoffnungen dastehen werden, dass dieses bloß unerreichbare Ideale und Hoffnungen sind. Darauf kommt es nicht an. Es kommt nicht darauf an, ob die Ideale zu erreichen sind, sondern es handelt sich um die Kräfte, die darin liegen. Diese sind die günstigen Lebenskräfte, die, falls sie gut erzogen werden, unseren Astralleib für das Leben sicher und fest machen. Wenn wir diese Ideale haben, machen wir uns ein starkes drittes Kleid, und es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man für diese Zeit nicht sorgt, dass der Idealismus sich entwickeln kann, wenn man diesem Idealismus entgegentritt mit einem Philistertum, das versuchen will, den Idealismus zu brechen.

[ 56 ] Denn ungefähr um das zwanzigste Jahr wird das eigentliche Ich im Menschen, das bis jetzt in seiner Hülle war, erst vollständig geboren. Und damit tritt der Mensch im freien Verkehr in die Welt, damit ist er zu einem Wesen geworden, das sich in absolut freien Verkehr mit der Außenwelt stellt.

[ 56 ] Denn ungefähr um das zwanzigste Jahr wird das eigentliche Ich im Menschen, das bis jetzt in seiner Hülle war, erst vollständig geboren. Und damit tritt der Mensch im freien Verkehr in die Welt, damit ist er zu einem Wesen geworden, das sich in absolut freien Verkehr mit der Außenwelt stellt.

[ 57 ] Dann erst ist alles, was in ihm war, heraus. Jetzt muss er sich bilden durch Abschleifen. Dieses dauert eine längere Zeit. Das dauert so bis zum fünfunddreißigsten Jahr. Dieses ist ein wichtiges Jahr im Menschenleben. Dieses fünfunddreißigste Jahr gilt für diejenigen, die auf dem Boden der theosophischen Geisteswissenschaft stehen, als ein Wendepunkt.

[ 57 ] Dann erst ist alles, was in ihm war, heraus. Jetzt muss er sich bilden durch Abschleifen. Dieses dauert eine längere Zeit. Das dauert so bis zum fünfunddreißigsten Jahr. Dieses ist ein wichtiges Jahr im Menschenleben. Dieses fünfunddreißigste Jahr gilt für diejenigen, die auf dem Boden der theosophischen Geisteswissenschaft stehen, als ein Wendepunkt.

[ 58 ] Wenn wir das Durchschnittsleben betrachten, werden wir sehen, dass dieses fünfunddreißigste Jahr bedeutet das Jahr, worin alles, was im Menschen veranlagt war, zum Abschluss kommt. Bis jetzt hat er sich alles angeeignet, was er sich einüben konnte. Gegen die letzten Jahre dieses fünfunddreißigjährigen Mittelpunktes, wenn die Lehrund Wanderzeit des Menschen vorüber ist, fängt er an, seine Kräfte und Fähigkeiten auszuüben. Aber dann fangen die Kräfte wieder an, abwärts zu gehen. Mit dem fünfunddreißigsten Jahr beginnt der Astralleib, der bis dahin im freien Verkehr mit der Außenwelt war und worin alles eingraviert ist, was festgestellt worden ist, jetzt fängt dieser Astralleib an, sich zu verhärten, sich zurückzubilden. Das dauert bis zum vierzigsten Jahr. Dieses ist eine wichtige Epoche in der Entwicklung des Menschen, denn diese Rückbildung ist die eine Seite der Sache - und die andere Seite ist wesentlich wichtiger.

[ 58 ] Wenn wir das Durchschnittsleben betrachten, werden wir sehen, dass dieses fünfunddreißigste Jahr bedeutet das Jahr, worin alles, was im Menschen veranlagt war, zum Abschluss kommt. Bis jetzt hat er sich alles angeeignet, was er sich einüben konnte. Gegen die letzten Jahre dieses fünfunddreißigjährigen Mittelpunktes, wenn die Lehrund Wanderzeit des Menschen vorüber ist, fängt er an, seine Kräfte und Fähigkeiten auszuüben. Aber dann fangen die Kräfte wieder an, abwärts zu gehen. Mit dem fünfunddreißigsten Jahr beginnt der Astralleib, der bis dahin im freien Verkehr mit der Außenwelt war und worin alles eingraviert ist, was festgestellt worden ist, jetzt fängt dieser Astralleib an, sich zu verhärten, sich zurückzubilden. Das dauert bis zum vierzigsten Jahr. Dieses ist eine wichtige Epoche in der Entwicklung des Menschen, denn diese Rückbildung ist die eine Seite der Sache - und die andere Seite ist wesentlich wichtiger.

[ 59 ] In dem Augenblick, in dem die Hülle, der Astralleib, anfängt, sich zurückzubilden, in dem die Kräfte des Astralleibes verzehrt werden, in diesem Moment wird der Kern im Menschen, der ewige Kern hervorgehoben. Falls der Mensch richtig erzogen ist, umso mehr kann sich dieser Keim bilden für die Zeiten nach dem Tode. Während das Zeitliche abwärts verschwindet, wächst dieses Ewige im Menschen. Das zeigt sich sehr stark im vierzigsten Jahr, in dem nach dem Astralleib auch der Ätherleib anfängt auszuzehren. Gerade so, wie es erst mit dem Astralleib gegangen ist, geht es jetzt mit dem Ätherleib, welcher jetzt angefangen hat, sich zurückzubilden. Wir können dieses deutlich sehen bei vielen Menschen, die um diese Zeit sich an vieles erinnern, was sie als Kind erlebt haben. Gerade vom siebten bis vierzehnten Jahr, während sie viele Dinge, welche sie vor Kurzem erlebt haben, gänzlich vergessen haben. Diese alten Erinnerungen kommen zurück, wenn der Ätherleib zurückgeht.

[ 59 ] In dem Augenblick, in dem die Hülle, der Astralleib, anfängt, sich zurückzubilden, in dem die Kräfte des Astralleibes verzehrt werden, in diesem Moment wird der Kern im Menschen, der ewige Kern hervorgehoben. Falls der Mensch richtig erzogen ist, umso mehr kann sich dieser Keim bilden für die Zeiten nach dem Tode. Während das Zeitliche abwärts verschwindet, wächst dieses Ewige im Menschen. Das zeigt sich sehr stark im vierzigsten Jahr, in dem nach dem Astralleib auch der Ätherleib anfängt auszuzehren. Gerade so, wie es erst mit dem Astralleib gegangen ist, geht es jetzt mit dem Ätherleib, welcher jetzt angefangen hat, sich zurückzubilden. Wir können dieses deutlich sehen bei vielen Menschen, die um diese Zeit sich an vieles erinnern, was sie als Kind erlebt haben. Gerade vom siebten bis vierzehnten Jahr, während sie viele Dinge, welche sie vor Kurzem erlebt haben, gänzlich vergessen haben. Diese alten Erinnerungen kommen zurück, wenn der Ätherleib zurückgeht.

[ 60 ] Die letzte Epoche ist, wenn der physische Leib zurückgeht. Dieses ist im Großen und Ganzen, wenn die physischen Organe, das ganze Knochensystem schlecht werden. Wir brauchen diesen physischen Verfall nicht zu beschreiben, aber wir weisen darauf hin, damit Sie sehen können, was man eigentlich sagen kann gerade über diese Epoche des Lebens.

[ 60 ] Die letzte Epoche ist, wenn der physische Leib zurückgeht. Dieses ist im Großen und Ganzen, wenn die physischen Organe, das ganze Knochensystem schlecht werden. Wir brauchen diesen physischen Verfall nicht zu beschreiben, aber wir weisen darauf hin, damit Sie sehen können, was man eigentlich sagen kann gerade über diese Epoche des Lebens.

[ 61 ] Jetzt ist dieses alles nicht mehr allgemein bekannt, aber es hat Zeiten gegeben, sehr lange, lange her, in denen man dieses alles wusste, dass man zum Beispiel wusste, dass das fünfunddreißigste Jahr eine Lebensmitte ist, und dass man erst nach dieser Zeit, wenn man mit sich selbst ganz fertig ist - und das ist um das fünfunddreißigste Jahr -, dass man dann erst reif ist, anderen zu geben, um das auszugeben, was man als Überfluss hat. Erst nach dem fünfunddreißigsten Jahr hat man einen Überfluss. Bis so lange hat der Mensch zu sorgen für die Entwicklung seiner Kleider. Also bis zu seinem dreißigsten Jahr hat der Mensch mit sich selbst zu tun. Hat er nichts mehr an sich selbst zu tun - erst nach seinem fünfunddreißigsten Jahr, weil dann die Körper sich zurückbilden -, dann strömen die Kräfte, die früher eingeströmt sind in seinen physischen Leib, in seinen geistigen Leib, um auf seine Umgebung zu wirken. In den Zeiten, als man Ahnung hatte von diesen Dingen, wurde deshalb dieses fünfunddreißigste Jahr für so wichtig gehalten. Man hat dem Menschen erst ein Urteil zugetraut, als er das fünfunddreißigste Lebensjahr erreicht hatte, wenn er alle Kräfte bekommen hatte. Der Mensch, so sagte man, werde erst dann urteilsfähig. Andere Menschen haben dann auf sein Urteil zu hören, wenn er nichts mehr an sich selbst zu tun hat; und dann war dieses so lange gültig, solange der Mensch seinen Astralleib hatte. Wenn der Ätherleib beginnt hinzuschwinden, dann ist sein Urteil nicht nur maßgebend, dass man darauf höre, dann ist es maßgebend, dass man es als etwas hinnimmt, was nicht nur für ihn, sondern für die Gemeinschaft gilt, innerhalb welcher er sich befindet.

[ 61 ] Jetzt ist dieses alles nicht mehr allgemein bekannt, aber es hat Zeiten gegeben, sehr lange, lange her, in denen man dieses alles wusste, dass man zum Beispiel wusste, dass das fünfunddreißigste Jahr eine Lebensmitte ist, und dass man erst nach dieser Zeit, wenn man mit sich selbst ganz fertig ist - und das ist um das fünfunddreißigste Jahr -, dass man dann erst reif ist, anderen zu geben, um das auszugeben, was man als Überfluss hat. Erst nach dem fünfunddreißigsten Jahr hat man einen Überfluss. Bis so lange hat der Mensch zu sorgen für die Entwicklung seiner Kleider. Also bis zu seinem dreißigsten Jahr hat der Mensch mit sich selbst zu tun. Hat er nichts mehr an sich selbst zu tun - erst nach seinem fünfunddreißigsten Jahr, weil dann die Körper sich zurückbilden -, dann strömen die Kräfte, die früher eingeströmt sind in seinen physischen Leib, in seinen geistigen Leib, um auf seine Umgebung zu wirken. In den Zeiten, als man Ahnung hatte von diesen Dingen, wurde deshalb dieses fünfunddreißigste Jahr für so wichtig gehalten. Man hat dem Menschen erst ein Urteil zugetraut, als er das fünfunddreißigste Lebensjahr erreicht hatte, wenn er alle Kräfte bekommen hatte. Der Mensch, so sagte man, werde erst dann urteilsfähig. Andere Menschen haben dann auf sein Urteil zu hören, wenn er nichts mehr an sich selbst zu tun hat; und dann war dieses so lange gültig, solange der Mensch seinen Astralleib hatte. Wenn der Ätherleib beginnt hinzuschwinden, dann ist sein Urteil nicht nur maßgebend, dass man darauf höre, dann ist es maßgebend, dass man es als etwas hinnimmt, was nicht nur für ihn, sondern für die Gemeinschaft gilt, innerhalb welcher er sich befindet.

[ 62 ] In alten Zeiten, als dieses verstanden wurde, als man wusste, dass derjenige, der in dieses Alter eingetreten ist, nichts mehr in seinen Ätherleib hinzuzutun brauchte, da dieser bereits zurückgeht, in diesem Alter konnte der Mensch sein Urteil geben in den Rat der Gemeinschaft. In den Zeiten, als man davon wusste, als man das Leben so kannte, da richtete man das Leben danach ein, und etwas Wunderbares sagte man in denjenigen Zeiten, da man diese Dinge fühlte. Man sagte: Dann erst, wenn der Mensch gekommen ist in dasjenige Lebensalter, in dem sein physischer Leib nach und nach verfällt, sodass er nichts mehr beansprucht und seine Zeit fortschwindet, dann kann man auf ihn hören, dann ist sein Urteil erhaben. Man kann sein Urteil annehmen. Solche Dinge hat es gegeben, und viele waren sich darüber bewusst.

[ 62 ] In alten Zeiten, als dieses verstanden wurde, als man wusste, dass derjenige, der in dieses Alter eingetreten ist, nichts mehr in seinen Ätherleib hinzuzutun brauchte, da dieser bereits zurückgeht, in diesem Alter konnte der Mensch sein Urteil geben in den Rat der Gemeinschaft. In den Zeiten, als man davon wusste, als man das Leben so kannte, da richtete man das Leben danach ein, und etwas Wunderbares sagte man in denjenigen Zeiten, da man diese Dinge fühlte. Man sagte: Dann erst, wenn der Mensch gekommen ist in dasjenige Lebensalter, in dem sein physischer Leib nach und nach verfällt, sodass er nichts mehr beansprucht und seine Zeit fortschwindet, dann kann man auf ihn hören, dann ist sein Urteil erhaben. Man kann sein Urteil annehmen. Solche Dinge hat es gegeben, und viele waren sich darüber bewusst.

[ 63 ] Ich erinnere Sie nur an eine Tatsache. Lesen Sie nur den Anfang von Dantes «Commedia». Dann lesen Sie darin, wie er schildert, was er erlebt hat, wo er schreibt, dass das Gewaltigste, was er erlebt hat, dasjenige in der Mitte seines Lebens war — das ist das fünfunddreißigste Lebensjahr von Dante. Da erlebte er diese Einweihung, die man nennen konnte die «Einweihung in die Mysterien des Dasein». Und es gibt eine Geheimschulung, eine Einweihe in die Geheimnisse des Daseins in besonderen Schulen, in Mysterienschulen unter denjenigen Verhältnissen, in denen niemals der Mensch für reif erklärt wird, über die geheimwissenschaftlichen Tatsachen zu sprechen, der noch etwas mit sich selbst zu tun hat, der nicht bereits auf der absteigenden Linie ist.

[ 63 ] Ich erinnere Sie nur an eine Tatsache. Lesen Sie nur den Anfang von Dantes «Commedia». Dann lesen Sie darin, wie er schildert, was er erlebt hat, wo er schreibt, dass das Gewaltigste, was er erlebt hat, dasjenige in der Mitte seines Lebens war — das ist das fünfunddreißigste Lebensjahr von Dante. Da erlebte er diese Einweihung, die man nennen konnte die «Einweihung in die Mysterien des Dasein». Und es gibt eine Geheimschulung, eine Einweihe in die Geheimnisse des Daseins in besonderen Schulen, in Mysterienschulen unter denjenigen Verhältnissen, in denen niemals der Mensch für reif erklärt wird, über die geheimwissenschaftlichen Tatsachen zu sprechen, der noch etwas mit sich selbst zu tun hat, der nicht bereits auf der absteigenden Linie ist.

[ 64 ] Wenn Sie dieses alles zusammennehmen vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt, dann werden Sie sehen, dass Sie auf der einen Seite einen Weg haben, worauf sich die verschiedenen Körper — der physische Körper, der Äther- und der Astralleib - entwickeln, und einen Weg, worauf sich diese Körper zurückbilden, einen aufsteigenden und absteigenden Weg. Auf dem Letzten aber ist es, auf dem das Ewige im Menschen wächst, auf dem die Quelle abnimmt, und der Mensch dann zu schreiten hat durch die Pforte des Todes. Dann treten die Kräfte hervor, die sich auf geheimnisvolle Weise in den Hüllen ausgebildet haben. Und je mehr der Mensch in seinem Leben danach strebt, sich selbst zu entwickeln, und je mehr er die theosophischen Ansichten in der praktischen Welt benützt, umso besser hat er den wahren Geist davon verstanden.

[ 64 ] Wenn Sie dieses alles zusammennehmen vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt, dann werden Sie sehen, dass Sie auf der einen Seite einen Weg haben, worauf sich die verschiedenen Körper — der physische Körper, der Äther- und der Astralleib - entwickeln, und einen Weg, worauf sich diese Körper zurückbilden, einen aufsteigenden und absteigenden Weg. Auf dem Letzten aber ist es, auf dem das Ewige im Menschen wächst, auf dem die Quelle abnimmt, und der Mensch dann zu schreiten hat durch die Pforte des Todes. Dann treten die Kräfte hervor, die sich auf geheimnisvolle Weise in den Hüllen ausgebildet haben. Und je mehr der Mensch in seinem Leben danach strebt, sich selbst zu entwickeln, und je mehr er die theosophischen Ansichten in der praktischen Welt benützt, umso besser hat er den wahren Geist davon verstanden.

[ 65 ] Wir haben jetzt gesehen, dass wir aus diesen theosophischen Ansichten unmittelbar praktische Grundsätze gewonnen haben, und doch gibt es sehr viele Leute, die da sagen: Es gibt solche sonderbaren Leute in der Welt, die nennen sich Theosophen, die behaupten solche sonderbare Sachen von einer Welt, welche [zusätzlich] noch bestehen [solle], [wovon wir doch nichts wissen können]. Ein vernünftiger Mensch hält dieses alles für Phantasterei. - Man kann das alles sagen, wir nehmen aber an, dass solche Menschen sich aufschwingen, bis sie sagen: Nun, wenn man so einem Theosophen begegnet und mit ihm spricht, so haben sie doch über andere Sachen wohl ein vernünftiges Urteil. Hören wir also die Sache auch einmal an, auch wenn sie uns etwas sagen, was wir nun noch nicht direkt verstehen können; vielleicht ist doch etwas Gutes darin, was diese merkwürdigen Menschen behaupten, aber man kann es probieren.

[ 65 ] Wir haben jetzt gesehen, dass wir aus diesen theosophischen Ansichten unmittelbar praktische Grundsätze gewonnen haben, und doch gibt es sehr viele Leute, die da sagen: Es gibt solche sonderbaren Leute in der Welt, die nennen sich Theosophen, die behaupten solche sonderbare Sachen von einer Welt, welche [zusätzlich] noch bestehen [solle], [wovon wir doch nichts wissen können]. Ein vernünftiger Mensch hält dieses alles für Phantasterei. - Man kann das alles sagen, wir nehmen aber an, dass solche Menschen sich aufschwingen, bis sie sagen: Nun, wenn man so einem Theosophen begegnet und mit ihm spricht, so haben sie doch über andere Sachen wohl ein vernünftiges Urteil. Hören wir also die Sache auch einmal an, auch wenn sie uns etwas sagen, was wir nun noch nicht direkt verstehen können; vielleicht ist doch etwas Gutes darin, was diese merkwürdigen Menschen behaupten, aber man kann es probieren.

[ 66 ] Man kann das Leben selbst zum Beweis machen. Man kann durch das Leben beweisen, was da richtig ist. Alles Reden und Diskutieren ist nur teilweise sehr gut, aber es ist doch nicht das Richtige. Mit Diskutieren kann man faktisch alles beweisen, was man will. Es ist hiermit wie mit Heilmitteln. Der Heilmeister meint, dass sein Mittel das Beste ist. Aber es kann ein anderer kommen, der sagt, dass das, was er hat, bestimmt besser ist, dass sein Heilmittel überhaupt das Beste ist, was es gibt. Dann kann wieder ein anderer kommen und sagen: Das ist alles nichts wert, und er beweist es auch. Mit solchem Diskutieren kommt man nicht weiter. Man kommt nur weiter dadurch, dass man das Mittel verwendet. Hilft dieses Heilmittel, dann ist es bewiesen, dass es gut ist. Hilft es nicht, dann ist es nicht bewiesen.

[ 66 ] Man kann das Leben selbst zum Beweis machen. Man kann durch das Leben beweisen, was da richtig ist. Alles Reden und Diskutieren ist nur teilweise sehr gut, aber es ist doch nicht das Richtige. Mit Diskutieren kann man faktisch alles beweisen, was man will. Es ist hiermit wie mit Heilmitteln. Der Heilmeister meint, dass sein Mittel das Beste ist. Aber es kann ein anderer kommen, der sagt, dass das, was er hat, bestimmt besser ist, dass sein Heilmittel überhaupt das Beste ist, was es gibt. Dann kann wieder ein anderer kommen und sagen: Das ist alles nichts wert, und er beweist es auch. Mit solchem Diskutieren kommt man nicht weiter. Man kommt nur weiter dadurch, dass man das Mittel verwendet. Hilft dieses Heilmittel, dann ist es bewiesen, dass es gut ist. Hilft es nicht, dann ist es nicht bewiesen.

[ 67 ] Wenn die Theosophie Einfluss auf unser Leben haben soll, dann muss das Leben der Beweis für solche Sachen sein. Der Mensch möge es wagen, das Leben zu setzen unter die Tatsachen, worüber die Theosophie spricht. Sie werden dann sehen, dass der Mensch höher kommt, gesund an Leib und Seele, dass der Mensch sich besser entwickeln wird. Sie werden sehen, dass das Leben der Beweis ist für die Richtigkeit, was die Theosophie zu geben hat, und Sie mögen Ihr ganzes Leben unter das Zeichen der Ansichten, der Tatsachen stellen und Sie werden sehen, dass das ganze Leben sich schöner entwickeln wird. Sie werden sehen, dass es nicht nötig ist, dass unsere Tüchtigkeit und unsere Hoffnungen dafür schwinden müssen. Verfehlen wir, Ihnen zu beweisen die Richtigkeit unserer Anschauungen, so sind dieselben für Sie nicht richtig gewesen. Aber wir wissen, dass das, was wir sagen, richtig ist. Wir fühlen und wissen, dass das Zeitliche stirbt, dass das Ewige wächst. Wir laufen entgegen den Momenten, in denen wir durchgehen sollen durch das Tor des Todes.

[ 67 ] Wenn die Theosophie Einfluss auf unser Leben haben soll, dann muss das Leben der Beweis für solche Sachen sein. Der Mensch möge es wagen, das Leben zu setzen unter die Tatsachen, worüber die Theosophie spricht. Sie werden dann sehen, dass der Mensch höher kommt, gesund an Leib und Seele, dass der Mensch sich besser entwickeln wird. Sie werden sehen, dass das Leben der Beweis ist für die Richtigkeit, was die Theosophie zu geben hat, und Sie mögen Ihr ganzes Leben unter das Zeichen der Ansichten, der Tatsachen stellen und Sie werden sehen, dass das ganze Leben sich schöner entwickeln wird. Sie werden sehen, dass es nicht nötig ist, dass unsere Tüchtigkeit und unsere Hoffnungen dafür schwinden müssen. Verfehlen wir, Ihnen zu beweisen die Richtigkeit unserer Anschauungen, so sind dieselben für Sie nicht richtig gewesen. Aber wir wissen, dass das, was wir sagen, richtig ist. Wir fühlen und wissen, dass das Zeitliche stirbt, dass das Ewige wächst. Wir laufen entgegen den Momenten, in denen wir durchgehen sollen durch das Tor des Todes.

[ 68 ] So gibt uns die Theosophie, die Geisteswissenschaft die Mittel an die Hand, in das unmittelbare, praktische Leben gesund einzugreifen, und das Leben, worauf diese Einflüsse eingewirkt haben, wird den besten Beweis bringen für die Wahrheit davon. Die Menschen brauchen heute diesen Einfluss der Theosophie in diesem alltäglichen Leben. Und das Leben wird dann gesund und frisch und hoffnungsvoll und arbeitstüchtig, wenn der Mensch alles dasjenige weiß, was ihm in der Außenwelt gegenübertritt durch die starken Kräfte des Geistes, dem alles zugrunde liegt. Dann soll alles ein Abbild von geistigen Tatsachen sein. Dann stößt in aller Wahrheit der Entwicklung Geist auf Geist, und wenn Geist sich an Geist entzündet in der Evolution, dann geht diese Entwicklung in wirklicher Weise vorwärts, aufwärts zum Heil allen Lebens, zum Heil allen Daseins.

[ 68 ] So gibt uns die Theosophie, die Geisteswissenschaft die Mittel an die Hand, in das unmittelbare, praktische Leben gesund einzugreifen, und das Leben, worauf diese Einflüsse eingewirkt haben, wird den besten Beweis bringen für die Wahrheit davon. Die Menschen brauchen heute diesen Einfluss der Theosophie in diesem alltäglichen Leben. Und das Leben wird dann gesund und frisch und hoffnungsvoll und arbeitstüchtig, wenn der Mensch alles dasjenige weiß, was ihm in der Außenwelt gegenübertritt durch die starken Kräfte des Geistes, dem alles zugrunde liegt. Dann soll alles ein Abbild von geistigen Tatsachen sein. Dann stößt in aller Wahrheit der Entwicklung Geist auf Geist, und wenn Geist sich an Geist entzündet in der Evolution, dann geht diese Entwicklung in wirklicher Weise vorwärts, aufwärts zum Heil allen Lebens, zum Heil allen Daseins.