Introduction to the Basics of Theosophy
GA 111
10 March 1908 a.m., Nijmegen
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Einführung in die Grundlagen der Theosophie, 1st ed.
24. Die Rosenkreuz-Esoterik und ihre Lehre von der Entwicklung des Kosmos
24. Die Rosenkreuz-Esoterik und ihre Lehre von der Entwicklung des Kosmos
[ 1 ] Nachdem Dr. Steiner am vorigen Nachmittag eine Übersicht gegeben hatte von der Art, wie man Bewusstsein auf höheren Gebieten erlangen kann, sprach er diesmal in ausführlicher Weise über die Resultate der hellsichtigen Erforschung der kosmischen Entwicklung. Nur sehr kurz skizziert sagte Dr. Steiner das Folgende:
[ 1 ] Nachdem Dr. Steiner am vorigen Nachmittag eine Übersicht gegeben hatte von der Art, wie man Bewusstsein auf höheren Gebieten erlangen kann, sprach er diesmal in ausführlicher Weise über die Resultate der hellsichtigen Erforschung der kosmischen Entwicklung. Nur sehr kurz skizziert sagte Dr. Steiner das Folgende:
[ 2 ] Man muss die esoterische Lehre der Rosenkreuzer vor allen Dingen nicht als etwas anderes betrachten als andere Lehren. Es wird hier nur ein bestimmter Aspekt der Wahrheit wiedergegeben, der die Forderungen von bestimmten Individuen erfüllt. Sie ist wie eine der Seiten eines Berges, der einen Gipfel hat, wo alle Berghänge zusammenkommen.
[ 2 ] Man muss die esoterische Lehre der Rosenkreuzer vor allen Dingen nicht als etwas anderes betrachten als andere Lehren. Es wird hier nur ein bestimmter Aspekt der Wahrheit wiedergegeben, der die Forderungen von bestimmten Individuen erfüllt. Sie ist wie eine der Seiten eines Berges, der einen Gipfel hat, wo alle Berghänge zusammenkommen.
[ 3 ] Die Rosenkreuzer-Lehre eignet sich aber am besten für den Menschen der modernen Welt, in welcher Industrie und Kampf um stoffliche Dinge in den Vordergrund treten und der Intellekt herrscht. Seit dem Jahre 1400 sind die menschlichen Gehirne verändert durch Umwandlung der Astral- und ätherischen Leiber, und von dieser Zeit an datieren auch die Lehren des Gesandten der weißen Loge, bekannt unter dem Namen Christian Rosenkreutz. Der Hauptgedanke ist der innige Zusammenhang von Mensch und Welt, Mikrokosmos und Makrokosmos, beide ein untrennbares Ganzes bildend. Durch das bewusste «Ich-bin» unterscheidet der Mensch sich von allen niedrigeren Wesen der Schöpfung.
[ 3 ] Die Rosenkreuzer-Lehre eignet sich aber am besten für den Menschen der modernen Welt, in welcher Industrie und Kampf um stoffliche Dinge in den Vordergrund treten und der Intellekt herrscht. Seit dem Jahre 1400 sind die menschlichen Gehirne verändert durch Umwandlung der Astral- und ätherischen Leiber, und von dieser Zeit an datieren auch die Lehren des Gesandten der weißen Loge, bekannt unter dem Namen Christian Rosenkreutz. Der Hauptgedanke ist der innige Zusammenhang von Mensch und Welt, Mikrokosmos und Makrokosmos, beide ein untrennbares Ganzes bildend. Durch das bewusste «Ich-bin» unterscheidet der Mensch sich von allen niedrigeren Wesen der Schöpfung.
[ 4 ] Der stoffliche Leib des Menschen ist der älteste und darum der am meisten vollkommene. Die höheren Leiber haben noch nicht eine so vollkommene Organisation, aber einmal muss der ganze viergliederige Mensch - bestehend aus Ich, dem Astral-, dem Äther- und dem grobstofflichen Leib - ebenso vollkommen werden wie der so vollkommen organisierte grobstoffliche Leib. Die Entwicklung des grobstofflichen Leibes beginnt bereits auf unserem Planeten in dem Saturnzustand, das heißt auf der ersten Planeten-Kette. Der ätherische Leib beginnt seine Entwicklung auf der zweiten Kette, als unser Planet in dem Sonnenzustand war. Der Astralleib wurde geboren auf der dritten Kette, als unser Planet in dem Mondenzustand war; und endlich das Ich, das erst auf dieser Erde in dem Menschen gebildet wurde und also das jüngste Glied ist.
[ 4 ] Der stoffliche Leib des Menschen ist der älteste und darum der am meisten vollkommene. Die höheren Leiber haben noch nicht eine so vollkommene Organisation, aber einmal muss der ganze viergliederige Mensch - bestehend aus Ich, dem Astral-, dem Äther- und dem grobstofflichen Leib - ebenso vollkommen werden wie der so vollkommen organisierte grobstoffliche Leib. Die Entwicklung des grobstofflichen Leibes beginnt bereits auf unserem Planeten in dem Saturnzustand, das heißt auf der ersten Planeten-Kette. Der ätherische Leib beginnt seine Entwicklung auf der zweiten Kette, als unser Planet in dem Sonnenzustand war. Der Astralleib wurde geboren auf der dritten Kette, als unser Planet in dem Mondenzustand war; und endlich das Ich, das erst auf dieser Erde in dem Menschen gebildet wurde und also das jüngste Glied ist.
[ 5 ] Die vier aufeinanderfolgenden Zustände von Saturn, Sonne, Mond und Erde stimmen mit den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser, Erde überein.
[ 5 ] Die vier aufeinanderfolgenden Zustände von Saturn, Sonne, Mond und Erde stimmen mit den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser, Erde überein.
[ 6 ] Die erste Kugel war mit einem Wärmespiegel zu vergleichen, der alles zurückstrahlte, was er empfing, in dem die Geister des Willens, der Weisheit, der Bewegung und Form sich spiegelten, und die entstandenen Spiegelbilder waren die Keime des zukünftigen Menschen. In dem Saturnzustand war der menschliche Leib nichts als ein Partikel in einem Konglomerat. Der erste Bewusstseinszustand war sehr dumpf, aber allumfassend, wie von einem Stein auf dem stofflichen Gebiet.
[ 6 ] Die erste Kugel war mit einem Wärmespiegel zu vergleichen, der alles zurückstrahlte, was er empfing, in dem die Geister des Willens, der Weisheit, der Bewegung und Form sich spiegelten, und die entstandenen Spiegelbilder waren die Keime des zukünftigen Menschen. In dem Saturnzustand war der menschliche Leib nichts als ein Partikel in einem Konglomerat. Der erste Bewusstseinszustand war sehr dumpf, aber allumfassend, wie von einem Stein auf dem stofflichen Gebiet.
[ 7 ] Nach dem Pralaya kam der Sonnenzustand, hier tritt die gasförmige Bildung auf. Die Feuergeister machten da den Menschheitszustand durch, und der zukünftige Mensch empfing seinen ätherischen Leib. Die menschlichen Leiber sahen aus wie Fata-Morgana-Bilder, das Bewusstsein war das der Pflanze, also das traumlose Schlafbewusstsein.
[ 7 ] Nach dem Pralaya kam der Sonnenzustand, hier tritt die gasförmige Bildung auf. Die Feuergeister machten da den Menschheitszustand durch, und der zukünftige Mensch empfing seinen ätherischen Leib. Die menschlichen Leiber sahen aus wie Fata-Morgana-Bilder, das Bewusstsein war das der Pflanze, also das traumlose Schlafbewusstsein.
[ 8 ] Im Mondzustand kamen die astralen Leiber hinzu, und es entstand die Flüssigkeitsbildung. Das Bewusstsein erreichte den dritten Zustand, das Bilderbewusstsein, das imaginative.
[ 8 ] Im Mondzustand kamen die astralen Leiber hinzu, und es entstand die Flüssigkeitsbildung. Das Bewusstsein erreichte den dritten Zustand, das Bilderbewusstsein, das imaginative.
[ 9 ] Etwas Besonderes in dieser dritten Zeitperiode ist, dass in einem bestimmten Augenblick ein Teil des Planeten sich abspaltet und die sich rasch entwickelnden Wesen mitnimmt. Dieser Teil wurde eine Sonne; der alte Mond blieb zurück mit den sich langsamer entwickelnden Wesen, den Menschen von heute. Der Mond wurde auch dichter, aber es gab noch kein Mineralreich. Man kann den Mond am besten vergleichen mit einer Spinatmasse. Berge und Täler waren Pflanzenartig. Auf jeder folgenden Kette entstand durch Zurückgebliebene ein niederes Reich, sodass beginnend mit dem Menschen das vierte Reich oder Mineralreich erst in der Erdperiode entstand.
[ 9 ] Etwas Besonderes in dieser dritten Zeitperiode ist, dass in einem bestimmten Augenblick ein Teil des Planeten sich abspaltet und die sich rasch entwickelnden Wesen mitnimmt. Dieser Teil wurde eine Sonne; der alte Mond blieb zurück mit den sich langsamer entwickelnden Wesen, den Menschen von heute. Der Mond wurde auch dichter, aber es gab noch kein Mineralreich. Man kann den Mond am besten vergleichen mit einer Spinatmasse. Berge und Täler waren Pflanzenartig. Auf jeder folgenden Kette entstand durch Zurückgebliebene ein niederes Reich, sodass beginnend mit dem Menschen das vierte Reich oder Mineralreich erst in der Erdperiode entstand.
[ 10 ] In dem Erdenzustand empfing endlich der Mensch das Ich, und ein verlangsamtes Entwicklungstempo wurde eingeschlagen. Die Sonne, das Gebiet der viel schnelleren Entwicklung, trat aus unserer Erde heraus während der zweiten Wurzelrasse; der Mond, das Gebiet der Kristallisation aller Entwicklung, trat während der Periode der dritten Wurzelrasse heraus. In den ersten drei Runden der Erdkette waren nämlich Erde, Sonne und Mond verbunden.
[ 10 ] In dem Erdenzustand empfing endlich der Mensch das Ich, und ein verlangsamtes Entwicklungstempo wurde eingeschlagen. Die Sonne, das Gebiet der viel schnelleren Entwicklung, trat aus unserer Erde heraus während der zweiten Wurzelrasse; der Mond, das Gebiet der Kristallisation aller Entwicklung, trat während der Periode der dritten Wurzelrasse heraus. In den ersten drei Runden der Erdkette waren nämlich Erde, Sonne und Mond verbunden.
[ 11 ] Auf der Erde ging die Entwicklung also in einem mittleren Tempo vorwärts, und in der Periode der dritten Wurzelrasse waren die Zustände so geworden, dass der Mensch das Ich empfangen konnte.
[ 11 ] Auf der Erde ging die Entwicklung also in einem mittleren Tempo vorwärts, und in der Periode der dritten Wurzelrasse waren die Zustände so geworden, dass der Mensch das Ich empfangen konnte.
[ 12 ] Nun skizzierte der Redner noch in Kürze die höheren Zustände unseres Planeten, also die drei späteren Ketten, die übereinstimmen mit dem Venus-, Merkur- und Vulkanzustand. In dem Venuszustand wird das höhere Manas entwickelt, in dem Merkurzustand Budhi, während Atma im Vulkanzustand entfaltet wird. Von den Planeten, die nun bereits dieses höhere Entwicklungsstadium erreicht hatten, kamen Führer und Lehrer auf unsere Erde, um der Menschheit zu helfen.
[ 12 ] Nun skizzierte der Redner noch in Kürze die höheren Zustände unseres Planeten, also die drei späteren Ketten, die übereinstimmen mit dem Venus-, Merkur- und Vulkanzustand. In dem Venuszustand wird das höhere Manas entwickelt, in dem Merkurzustand Budhi, während Atma im Vulkanzustand entfaltet wird. Von den Planeten, die nun bereits dieses höhere Entwicklungsstadium erreicht hatten, kamen Führer und Lehrer auf unsere Erde, um der Menschheit zu helfen.
[ 13 ] Indem er die Organe des stofflichen Leibes betrachtete, wies der Redner darauf hin, dass sie nicht alle gleich alt wären. Das Herz zum Beispiel ist sehr alt; für dieses wurde zuerst die Grundlage gelegt. Die Fortpflanzungsorgane sind dagegen jünger und wurden erst in einem Pflanzenzustand entwickelt.
[ 13 ] Indem er die Organe des stofflichen Leibes betrachtete, wies der Redner darauf hin, dass sie nicht alle gleich alt wären. Das Herz zum Beispiel ist sehr alt; für dieses wurde zuerst die Grundlage gelegt. Die Fortpflanzungsorgane sind dagegen jünger und wurden erst in einem Pflanzenzustand entwickelt.
[ 14 ] Im Ganzen zusammengefasst, betrachtet die rosenkreuzerische esoterische Lehre den Menschen als Mikrokosmos, als ein Produkt des Makrokosmos; in ihm muss alles wiedergefunden werden können, was im Makrokosmos offenbart ist.
[ 14 ] Im Ganzen zusammengefasst, betrachtet die rosenkreuzerische esoterische Lehre den Menschen als Mikrokosmos, als ein Produkt des Makrokosmos; in ihm muss alles wiedergefunden werden können, was im Makrokosmos offenbart ist.
[ 15 ] Am Schluss des Vortrages wurden einige Fragen gestellt, mit deren Beantwortung Dr. Steiner seine Art der Betrachtung gab von der Zusammenstellung und der Lebensentwicklung in den Planetenketten, wobei eine ganz andere Anschauung gegeben wurde von der Theorie über die Ketten, Runden und Rassen, als wir dies bis jetzt gewöhnt waren, sodass viel Anpassungsvermögen nötig war, um sich in diese Vorstellungsart hineinzudenken.
[ 15 ] Am Schluss des Vortrages wurden einige Fragen gestellt, mit deren Beantwortung Dr. Steiner seine Art der Betrachtung gab von der Zusammenstellung und der Lebensentwicklung in den Planetenketten, wobei eine ganz andere Anschauung gegeben wurde von der Theorie über die Ketten, Runden und Rassen, als wir dies bis jetzt gewöhnt waren, sodass viel Anpassungsvermögen nötig war, um sich in diese Vorstellungsart hineinzudenken.
