The Gospel of St. John
in comparison with the other three Gospels,
particularly the Gospel of Luke
GA 112
28 June 1909, Kassel
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Das Johannes-Evangelium, 8th ed.
Fünfter Vortrag
Fünfter Vortrag
[ 1 ] Wenn wir den Menschen in seiner heutigen Gestalt betrachten, wie er sich zusammensetzt aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich, so stellt sich für das hellseherische Bewußtsein vor allen Dingen die wichtige Tatsache heraus, daß-der physische Leib und der Ätherleib in bezug auf Größe und Form — wenigstens für die oberen Partien des Menschen — annähernd gleich sind. Namentlich wenn wir uns den Kopf des Menschen denken, wie er sich uns physisch darstellt, so fällt er fast ganz mit dem Ätherteil des Kopfes zusammen; nur etwas ragt nach allen Seiten der Ätherkopf des Menschen über den physischen Kopf hinaus. Das ist bei den Tieren durchaus nicht der Fall. Schon bei den höheren Tieren ist ein gewaltiger Unterschied vorhanden zwischen der Form und Größe des Ätherteils des Kopfes und dem physischen Kopfe. Wenn Sie ein Pferd zum Beispiel mit hellseherischem Bewußtsein betrachten, werden Sie sehen, daß weit über den physischen Kopf und in ziemlich anderer Gestalt, als dieser ist, der Ätherkopf hinausragt. Wenn ich Ihnen aufzeichnen würde, was für ein Gebilde der Elefant über seinem Rüssel und über dem Kopfe hat, würden Sie recht erstaunt sein über die Wesenheit eines solchen Tieres. Denn was die physische Wahrnehmung von einem solchen Tiere sieht, ist ja nur der verfestigte physische Teil in der Mitte. Diese Tatsache wollen wir einmal ins Auge fassen.
[ 1 ] Wenn wir den Menschen in seiner heutigen Gestalt betrachten, wie er sich zusammensetzt aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich, so stellt sich für das hellseherische Bewußtsein vor allen Dingen die wichtige Tatsache heraus, daß-der physische Leib und der Ätherleib in bezug auf Größe und Form — wenigstens für die oberen Partien des Menschen — annähernd gleich sind. Namentlich wenn wir uns den Kopf des Menschen denken, wie er sich uns physisch darstellt, so fällt er fast ganz mit dem Ätherteil des Kopfes zusammen; nur etwas ragt nach allen Seiten der Ätherkopf des Menschen über den physischen Kopf hinaus. Das ist bei den Tieren durchaus nicht der Fall. Schon bei den höheren Tieren ist ein gewaltiger Unterschied vorhanden zwischen der Form und Größe des Ätherteils des Kopfes und dem physischen Kopfe. Wenn Sie ein Pferd zum Beispiel mit hellseherischem Bewußtsein betrachten, werden Sie sehen, daß weit über den physischen Kopf und in ziemlich anderer Gestalt, als dieser ist, der Ätherkopf hinausragt. Wenn ich Ihnen aufzeichnen würde, was für ein Gebilde der Elefant über seinem Rüssel und über dem Kopfe hat, würden Sie recht erstaunt sein über die Wesenheit eines solchen Tieres. Denn was die physische Wahrnehmung von einem solchen Tiere sieht, ist ja nur der verfestigte physische Teil in der Mitte. Diese Tatsache wollen wir einmal ins Auge fassen.
[ 2 ] Des Menschen Vollkommenheit auf unserem physischen Plan beruht im Grunde genommen darauf, daß sich sein Ätherleib so stark mit seinem physischen Leibe deckt. Das war aber nicht immer der Fall. Es gab in den Zeiten unserer Erdentwickelung, die wir in den letzten Betrachtungen verfolgt haben, auch Epochen, wo des Menschen Ätherleib durchaus nicht in dieser Weise zusammenfiel mit dem physischen Leibe, wie es heute der Fall ist. Ja es besteht der Fortschritt des Menschen im Laufe seiner Entwickelung darin, daß nach und nach der über den physischen Leib hinausragende Ätherleib hineinkroch gleichsam in den physischen Leib und allmählich mit ihm zur Deckung kam. Nun ist es wesentlich, ins Auge zu fassen, daß dieses Durchdringen von Ätherleib und physischem Leib zu einer ganz bestimmten Zeit der Erdentwickelung stattfinden mußte, wenn die Menschheit in der richtigen Art ihre Entwickelung durchmachen sollte. Wäre der Ätherleib des Menschen früher zur Deckung gekommen mit dem physischen Leib, so würde der Mensch eine gewisse Stufe der Entwickelung zu früh erlangt und sich in ihr verhärtet haben, so daß er hätte stehen bleiben müssen. Daß er eine gewisse Entwickelungsmöglichkeit erlangte, das rührt davon her, daß dieses Decken in einem ganz bestimmten Zeitpunkt stattgefunden hat. Dazu müssen wir uns einmal genauer die Entwickelung anschauen, die wir in großen Umrissen gestern und vorgestern vor unser geistiges Auge führten.
[ 2 ] Des Menschen Vollkommenheit auf unserem physischen Plan beruht im Grunde genommen darauf, daß sich sein Ätherleib so stark mit seinem physischen Leibe deckt. Das war aber nicht immer der Fall. Es gab in den Zeiten unserer Erdentwickelung, die wir in den letzten Betrachtungen verfolgt haben, auch Epochen, wo des Menschen Ätherleib durchaus nicht in dieser Weise zusammenfiel mit dem physischen Leibe, wie es heute der Fall ist. Ja es besteht der Fortschritt des Menschen im Laufe seiner Entwickelung darin, daß nach und nach der über den physischen Leib hinausragende Ätherleib hineinkroch gleichsam in den physischen Leib und allmählich mit ihm zur Deckung kam. Nun ist es wesentlich, ins Auge zu fassen, daß dieses Durchdringen von Ätherleib und physischem Leib zu einer ganz bestimmten Zeit der Erdentwickelung stattfinden mußte, wenn die Menschheit in der richtigen Art ihre Entwickelung durchmachen sollte. Wäre der Ätherleib des Menschen früher zur Deckung gekommen mit dem physischen Leib, so würde der Mensch eine gewisse Stufe der Entwickelung zu früh erlangt und sich in ihr verhärtet haben, so daß er hätte stehen bleiben müssen. Daß er eine gewisse Entwickelungsmöglichkeit erlangte, das rührt davon her, daß dieses Decken in einem ganz bestimmten Zeitpunkt stattgefunden hat. Dazu müssen wir uns einmal genauer die Entwickelung anschauen, die wir in großen Umrissen gestern und vorgestern vor unser geistiges Auge führten.
[ 3 ] Wir stellen uns noch einmal vor, daß im Beginne unserer Erdentwickelung die Erde vereinigt war mit der Sonne und dem Monde. Damals war der Mensch aus seiner Keimanlage, die den physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib in sich hatte, wiedererstanden. Er war sozusagen in seiner ersten Erdenform so da, wie er eben sein konnte, als die Erde noch die Sonne und den Mond in sich enthielt. Diese Zeit der Erdentwickelung, die der Mensch durchmachte und sein Planet mit ihm, nennt man gewöhnlich in der geisteswissenschaftlichen Literatur die «polarische Zeit» der Erdentwickelung. Zu erklären, warum sie die polarische Zeit heißt, würde heute zu weit führen, nehmen wir diesen Namen einfach hin. Dann kommt die Zeit, in der die Sonne sich anschickt aus der Erde herauszugehen, wo diejenigen Wesenheiten, die sozusagen nicht mit den gröberen oder gröber werdenden Substanzen der Erde weitergehen können, sich mit den feineren Substanzen der Sonne von der Erde trennen. Diese Zeit nennen wir die hyperboräische Zeit. Dann kommt ein Zeitalter, in dem die Erde nur noch mit dem Monde vereint ist, wo ein fortdauerndes Veröden unseres Erdenlebens stattfindet. Wir haben gestern gesehen, wie die Menschenseelen diese Erde verlassen, und wie da nur verkümmerte Menschengestalten zurückbleiben. Es ist die Zeit, die man in der geisteswissenschaftlichen Literatur die lemurische Zeit nennt. In dieser Zeit findet die Abtrennung des Mondes von der Erde statt, und es erfolgt auf der Erde eine Wiederbelebung aller Reiche, die sich auf ihr begründet haben. Die geringste Wiederbelebung braucht das Mineralreich; das Pflanzenreich braucht schon etwas mehr, das Tierreich noch mehr, und das Menschengeschlecht braucht der bedeutsamsten, stärksten Kräfte, damit es sich weiterentwickeln kann. Diese Neubelebung beginnt mit dem Austritt des Mondes. Wir haben da nur eine kleine Anzahl von Menschen, wie wir es gestern besprochen haben, und diese Menschen bestehen aus den drei Gliedern, die sie während der Saturn-, Sonnen- und Mondentwickelung aufgenommen haben, zu denen die Anlage zum Ich sich auf der Erde zugesellt hat.
[ 3 ] Wir stellen uns noch einmal vor, daß im Beginne unserer Erdentwickelung die Erde vereinigt war mit der Sonne und dem Monde. Damals war der Mensch aus seiner Keimanlage, die den physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib in sich hatte, wiedererstanden. Er war sozusagen in seiner ersten Erdenform so da, wie er eben sein konnte, als die Erde noch die Sonne und den Mond in sich enthielt. Diese Zeit der Erdentwickelung, die der Mensch durchmachte und sein Planet mit ihm, nennt man gewöhnlich in der geisteswissenschaftlichen Literatur die «polarische Zeit» der Erdentwickelung. Zu erklären, warum sie die polarische Zeit heißt, würde heute zu weit führen, nehmen wir diesen Namen einfach hin. Dann kommt die Zeit, in der die Sonne sich anschickt aus der Erde herauszugehen, wo diejenigen Wesenheiten, die sozusagen nicht mit den gröberen oder gröber werdenden Substanzen der Erde weitergehen können, sich mit den feineren Substanzen der Sonne von der Erde trennen. Diese Zeit nennen wir die hyperboräische Zeit. Dann kommt ein Zeitalter, in dem die Erde nur noch mit dem Monde vereint ist, wo ein fortdauerndes Veröden unseres Erdenlebens stattfindet. Wir haben gestern gesehen, wie die Menschenseelen diese Erde verlassen, und wie da nur verkümmerte Menschengestalten zurückbleiben. Es ist die Zeit, die man in der geisteswissenschaftlichen Literatur die lemurische Zeit nennt. In dieser Zeit findet die Abtrennung des Mondes von der Erde statt, und es erfolgt auf der Erde eine Wiederbelebung aller Reiche, die sich auf ihr begründet haben. Die geringste Wiederbelebung braucht das Mineralreich; das Pflanzenreich braucht schon etwas mehr, das Tierreich noch mehr, und das Menschengeschlecht braucht der bedeutsamsten, stärksten Kräfte, damit es sich weiterentwickeln kann. Diese Neubelebung beginnt mit dem Austritt des Mondes. Wir haben da nur eine kleine Anzahl von Menschen, wie wir es gestern besprochen haben, und diese Menschen bestehen aus den drei Gliedern, die sie während der Saturn-, Sonnen- und Mondentwickelung aufgenommen haben, zu denen die Anlage zum Ich sich auf der Erde zugesellt hat.
[ 4 ] Aber der Mensch ist dazumal, beim Austritt des Mondes aus der Erde, noch nicht in jener fleischlichen Substanz vorhanden, in der er uns später entgegentritt. Er ist in den feinsten Materien jener Zeit vorhanden. In der lemurischen Zeit war die Erde in einem Zustand, daß zum Beispiel vieles von dem, was heute als festes Mineral vorhanden ist, noch flüssig, aufgelöst war in den andern Substanzen, die heute als Wässeriges abgetrennt sind, wie zum Beispiel das Wasser. Es war die Zeit, wo die Luft noch durchsetzt war mit dichten Dämpfen der mannigfaltigsten Stoffe. Reine Luft, reines Wasser im heutigen Sinne war im Grunde genommen in dieser Zeit nicht vorhanden, oder wenigstens nur in den kleinsten Gebieten der Erde. Also in den damals reinsten Substanzen prägte der Mensch seinen flüchtigen, feinen Leib aus. Hätte er dazumal in einer gröberen Substanz seinen Leib ausgeprägt, so würde sich die Form dieses Leibes zu einem ganz bestimmten Umriß, zu einer Gestalt mit scharfen Konturen ausgebildet haben. Diese Konturen würden sich vererbt haben auf die Nachkommen, und das Menschengeschlecht wäre dabei stehengeblieben. In einer solchen Materie durfte der Mensch seine Gestalt nicht schaffen, er mußte vielmehr dafür sorgen, daß er die Materie seiner Leiblichkeit frei nach den Impulsen der Seele bewegen konnte. So weich war die Materie dazumal, in der sich sein Leib ausprägte, daß sie nach allen Richtungen hin dem Antriebe des Willens folgte. Heute können Sie Ihre Hand ausstrecken, aber Sie können nicht durch Ihren Willen die Hand drei Meter lang machen. Sie können nicht Materie bezwingen, weil die Form sich so vererbt, wie sie heute ist.
[ 4 ] Aber der Mensch ist dazumal, beim Austritt des Mondes aus der Erde, noch nicht in jener fleischlichen Substanz vorhanden, in der er uns später entgegentritt. Er ist in den feinsten Materien jener Zeit vorhanden. In der lemurischen Zeit war die Erde in einem Zustand, daß zum Beispiel vieles von dem, was heute als festes Mineral vorhanden ist, noch flüssig, aufgelöst war in den andern Substanzen, die heute als Wässeriges abgetrennt sind, wie zum Beispiel das Wasser. Es war die Zeit, wo die Luft noch durchsetzt war mit dichten Dämpfen der mannigfaltigsten Stoffe. Reine Luft, reines Wasser im heutigen Sinne war im Grunde genommen in dieser Zeit nicht vorhanden, oder wenigstens nur in den kleinsten Gebieten der Erde. Also in den damals reinsten Substanzen prägte der Mensch seinen flüchtigen, feinen Leib aus. Hätte er dazumal in einer gröberen Substanz seinen Leib ausgeprägt, so würde sich die Form dieses Leibes zu einem ganz bestimmten Umriß, zu einer Gestalt mit scharfen Konturen ausgebildet haben. Diese Konturen würden sich vererbt haben auf die Nachkommen, und das Menschengeschlecht wäre dabei stehengeblieben. In einer solchen Materie durfte der Mensch seine Gestalt nicht schaffen, er mußte vielmehr dafür sorgen, daß er die Materie seiner Leiblichkeit frei nach den Impulsen der Seele bewegen konnte. So weich war die Materie dazumal, in der sich sein Leib ausprägte, daß sie nach allen Richtungen hin dem Antriebe des Willens folgte. Heute können Sie Ihre Hand ausstrecken, aber Sie können nicht durch Ihren Willen die Hand drei Meter lang machen. Sie können nicht Materie bezwingen, weil die Form sich so vererbt, wie sie heute ist.
[ 5 ] Das war damals nicht der Fall. Der Mensch konnte beliebig gestaltet werden, konnte die Form ausprägen, wie es seine Seele wollte. Das war sozusagen Bedingung für die weitere Entwickelung des Menschen, daß er nach dem Herausgang des Mondes sich in den weichsten Massen verkörperte, so daß sein Leib noch plastisch und biegsam war und der Seele in einer jeden Beziehung folgte.
[ 5 ] Das war damals nicht der Fall. Der Mensch konnte beliebig gestaltet werden, konnte die Form ausprägen, wie es seine Seele wollte. Das war sozusagen Bedingung für die weitere Entwickelung des Menschen, daß er nach dem Herausgang des Mondes sich in den weichsten Massen verkörperte, so daß sein Leib noch plastisch und biegsam war und der Seele in einer jeden Beziehung folgte.
[ 6 ] Nun kam die Zeit, in welcher allmählich gewisse Teile der Materie, die heute zu unserem Leben so notwendig sind, das Wasser und die Luft, sich reinigten von dem, was sie an dichter Materie enthielten, wo sich sozusagen aus dem Wasser heraustrennte, was früher darin aufgelöst war. Wie in einem erkaltenden Wasser aufgelöste Substanzen zu Boden fallen, so fiel die aufgelöste Materie gleichsam zum Erdboden herunter. Das Wasser wurde frei, aus der Luft wurde die Materie herausgetrennt, Luft und Wasser bildeten sich. Der Mensch war imstande, zu seinem Aufbau diese verfeinerte Materie zu benutzen.
[ 6 ] Nun kam die Zeit, in welcher allmählich gewisse Teile der Materie, die heute zu unserem Leben so notwendig sind, das Wasser und die Luft, sich reinigten von dem, was sie an dichter Materie enthielten, wo sich sozusagen aus dem Wasser heraustrennte, was früher darin aufgelöst war. Wie in einem erkaltenden Wasser aufgelöste Substanzen zu Boden fallen, so fiel die aufgelöste Materie gleichsam zum Erdboden herunter. Das Wasser wurde frei, aus der Luft wurde die Materie herausgetrennt, Luft und Wasser bildeten sich. Der Mensch war imstande, zu seinem Aufbau diese verfeinerte Materie zu benutzen.
[ 7 ] Aus diesem dritten Zeitalter lebten die Menschen allmählich hinüber in eine Zeit der Erdentwickelung, die wir die atlantische nennen, weil während dieser Zeit der Hauptteil des Menschengeschlechtes auf einem heute untergegangenen Weltteillebte, der zwischen dem heutigen Amerika und Europa und Afrika gelegen war, da, wo jetzt der Atlantische Ozean ist. Nachdem also der lemurische Zeitraum noch eine Weile gedauert hatte, entwickelten sich die Menschen auf dem atlantischen Kontinent weiter. Und da geschah alles das, was ich Ihnen jetzt zu beschreiben habe, und auch vieles von dem, was wir gestern schon anzuführen hatten.
[ 7 ] Aus diesem dritten Zeitalter lebten die Menschen allmählich hinüber in eine Zeit der Erdentwickelung, die wir die atlantische nennen, weil während dieser Zeit der Hauptteil des Menschengeschlechtes auf einem heute untergegangenen Weltteillebte, der zwischen dem heutigen Amerika und Europa und Afrika gelegen war, da, wo jetzt der Atlantische Ozean ist. Nachdem also der lemurische Zeitraum noch eine Weile gedauert hatte, entwickelten sich die Menschen auf dem atlantischen Kontinent weiter. Und da geschah alles das, was ich Ihnen jetzt zu beschreiben habe, und auch vieles von dem, was wir gestern schon anzuführen hatten.
[ 8 ] In dem Augenblicke, als der Mond die Erde verließ, waren ja auf der Erde die wenigsten von den Menschenseelen, die später verkörpert waren. Da waren ja die Menschenseelen verteilt auf die verschiedenen Weltenkörper. Während der letzten lemurischen Zeit und der ersten atlantischen Zeit kamen diese Menschenseelen herunter. Wenige Menschen, sagte ich Ihnen, hatten die Krisis während der lemurischen Epoche erleben können, denn nur die Stärksten, die vor dem Mondenaustritt diese erhärtende, noch nicht wieder erweichte Materie beziehen konnten, hatten sich über diese Mondkrisis der Erde erhalten. Als sich aber dann alles aufweichte, was sich während der Mondkrisis verhärtet hatte, als sich Nachkommen bildeten, die nicht durch die Vererbungsverhältnisse in feste Konturen gepreßt, sondern beweglich waren, da kamen nach und nach wieder die Seelen von den verschiedenen Planeten herunter und bezogen diese Leiber. Diejenigen Gestalten allerdings, welche ganz früh physisch wurden nach der Mondabtrennung, behielten die feste Gestalt durch Vererbung und konnten menschliche Seelen auch nicht nach der Mondabtrennung aufnehmen. Wir können uns geradezu den Vorgang so vorstellen, daß diese Seelen das Bedürfnis haben, wieder herunterzukommen auf die Erde. Da unten entstehen die mannigfaltigsten Gestalten, Nachkommen der Gestalten, die übriggeblieben waren nach der Mondabtrennung, und unter diesen gibt es die verschiedensten Grade der Verhärtung. Diejenigen Menschenseelen, überhaupt diejenigen Scelenwesenheiten, die in einer gewissen Beziehung am wenigsten jetzt schon den Drang hatten, sich ganz mit einer Materie zu vereinigen, wählten sich nun die weichsten dieser Gestalten und verließen sie auch bald wieder. Dagegen waren die anderen Seelenwesen, die sich jetzt schon mit den verhärteten Gestalten vereinigten, an diese Gestalten gefesselt, und infolgedessen blieben sie zurück in der Entwickelung. Gerade die dem Menschen nächststehenden Tiere sind dadurch entstanden, daß gewisse Seelen, die aus dem Weltenraum heruntergestiegen sind, nicht haben warten können. Sie haben zu früh die Leiber unten aufgesucht und sie zu festbegrenzten Gestalten gemacht, bevor sich diese Leiber ganz durchdringen konnten mit dem Ätherleib. Die Menschengestalt ist so lange plastisch geblieben, bis sie sich ganz an den Ätherleib anpassen konnte. Dadurch entstand jene Deckung, von der ich gesprochen habe, und die sich ungefähr im letzten Drittel der atlantischen Zeit vollzog. Vorher war es so, daß der menschliche Seelenteil, der daherunterkam, den Leib flüssig erhielt und dafür sorgte, daß der Ätherleib nicht vollständig mit irgendeinem Teildes physischen Leibes zusammenschmolz. Dieses Zusammengreifen von Ätherleib und physischem Leib geschah an einem ganz bestimmten Zeitpunkt. Erst während der atlantischen Epoche nahm der menschliche physische Leib eine bestimmte Konfiguration an und fing an, sich zu verhärten.
[ 8 ] In dem Augenblicke, als der Mond die Erde verließ, waren ja auf der Erde die wenigsten von den Menschenseelen, die später verkörpert waren. Da waren ja die Menschenseelen verteilt auf die verschiedenen Weltenkörper. Während der letzten lemurischen Zeit und der ersten atlantischen Zeit kamen diese Menschenseelen herunter. Wenige Menschen, sagte ich Ihnen, hatten die Krisis während der lemurischen Epoche erleben können, denn nur die Stärksten, die vor dem Mondenaustritt diese erhärtende, noch nicht wieder erweichte Materie beziehen konnten, hatten sich über diese Mondkrisis der Erde erhalten. Als sich aber dann alles aufweichte, was sich während der Mondkrisis verhärtet hatte, als sich Nachkommen bildeten, die nicht durch die Vererbungsverhältnisse in feste Konturen gepreßt, sondern beweglich waren, da kamen nach und nach wieder die Seelen von den verschiedenen Planeten herunter und bezogen diese Leiber. Diejenigen Gestalten allerdings, welche ganz früh physisch wurden nach der Mondabtrennung, behielten die feste Gestalt durch Vererbung und konnten menschliche Seelen auch nicht nach der Mondabtrennung aufnehmen. Wir können uns geradezu den Vorgang so vorstellen, daß diese Seelen das Bedürfnis haben, wieder herunterzukommen auf die Erde. Da unten entstehen die mannigfaltigsten Gestalten, Nachkommen der Gestalten, die übriggeblieben waren nach der Mondabtrennung, und unter diesen gibt es die verschiedensten Grade der Verhärtung. Diejenigen Menschenseelen, überhaupt diejenigen Scelenwesenheiten, die in einer gewissen Beziehung am wenigsten jetzt schon den Drang hatten, sich ganz mit einer Materie zu vereinigen, wählten sich nun die weichsten dieser Gestalten und verließen sie auch bald wieder. Dagegen waren die anderen Seelenwesen, die sich jetzt schon mit den verhärteten Gestalten vereinigten, an diese Gestalten gefesselt, und infolgedessen blieben sie zurück in der Entwickelung. Gerade die dem Menschen nächststehenden Tiere sind dadurch entstanden, daß gewisse Seelen, die aus dem Weltenraum heruntergestiegen sind, nicht haben warten können. Sie haben zu früh die Leiber unten aufgesucht und sie zu festbegrenzten Gestalten gemacht, bevor sich diese Leiber ganz durchdringen konnten mit dem Ätherleib. Die Menschengestalt ist so lange plastisch geblieben, bis sie sich ganz an den Ätherleib anpassen konnte. Dadurch entstand jene Deckung, von der ich gesprochen habe, und die sich ungefähr im letzten Drittel der atlantischen Zeit vollzog. Vorher war es so, daß der menschliche Seelenteil, der daherunterkam, den Leib flüssig erhielt und dafür sorgte, daß der Ätherleib nicht vollständig mit irgendeinem Teildes physischen Leibes zusammenschmolz. Dieses Zusammengreifen von Ätherleib und physischem Leib geschah an einem ganz bestimmten Zeitpunkt. Erst während der atlantischen Epoche nahm der menschliche physische Leib eine bestimmte Konfiguration an und fing an, sich zu verhärten.
[ 9 ] Wäre an diesem Zeitpunkt der atlantischen Entwickelung nichts anderes geschehen, wäre sonst gar nichts eingetreten, dann würde die Entwickelung anders verlaufen sein, als es in Wirklichkeit geschehen ist, Dann würde der Mensch von einem früheren Bewußtseinszustand zu einem späteren ziemlich rasch übergegangen sein. Bevor der Mensch völlig vereint war in bezug auf seinen physischen und seelischen Teil, war er ein hellseherisches Wesen, aber dieses Hellsehen war ein dämmerhaftes, ein dumpfes. Der Mensch hatte die Möglichkeit, in die geistige Welt hineinzuschauen, aber er konnte nicht zu sich «Ich » sagen, er konnte sich nicht von der Umgebung unterscheiden. Selbstbewußtsein fehlte ihm. Das trat in dem Punkt der Entwickelung ein, wo sich der physische Leib mit dem Ätherleib vereinigte. Und wenn nichts anderes geschehen wäre, hätte in verhältnismäßig kurzer Zeit das Folgende stattgefunden.
[ 9 ] Wäre an diesem Zeitpunkt der atlantischen Entwickelung nichts anderes geschehen, wäre sonst gar nichts eingetreten, dann würde die Entwickelung anders verlaufen sein, als es in Wirklichkeit geschehen ist, Dann würde der Mensch von einem früheren Bewußtseinszustand zu einem späteren ziemlich rasch übergegangen sein. Bevor der Mensch völlig vereint war in bezug auf seinen physischen und seelischen Teil, war er ein hellseherisches Wesen, aber dieses Hellsehen war ein dämmerhaftes, ein dumpfes. Der Mensch hatte die Möglichkeit, in die geistige Welt hineinzuschauen, aber er konnte nicht zu sich «Ich » sagen, er konnte sich nicht von der Umgebung unterscheiden. Selbstbewußtsein fehlte ihm. Das trat in dem Punkt der Entwickelung ein, wo sich der physische Leib mit dem Ätherleib vereinigte. Und wenn nichts anderes geschehen wäre, hätte in verhältnismäßig kurzer Zeit das Folgende stattgefunden.
[ 10 ] Der Mensch hatte vor diesem Zeitpunkt ein Bewußtsein von der geistigen Welt. Er konnte die Tiere, Pflanzen und so weiter nicht deutlich sehen, wohl aber ein Geistiges um sie herum. Er würde zum Beispiel die Gestalt des Elefanten nicht deutlich gesehen haben, aber das Ätherische, das sich über dem physischen Leibe des Elefanten ausdehnt, das würde er gesehen haben. Dieses Bewußtsein der Menschen würde nach und nach geschwunden sein, das Ich würde sich ausgebildet haben beim Zusammenfallen des physischen und ätherischen Leibes, und der Mensch würde wie von einer anderen Seite her die Welt an sich haben herankommen sehen. Während er früher hellseherische Bilder geschaut hatte, würde er von diesem Zeitpunkt an eine Außenwelt wahrgenommen haben, aber zugleich auch die geistigen Wesenheiten und geistigen Kräfte, die dieser Außenwelt zugrunde liegen. Er würde das physische Bild der Pflanze nicht so gesehen haben, wie wir es heute sehen, sondern gleichzeitig mit diesem physischen Bild hätte er das geistige Wesen der Pflanze wahrgenommen. Warum ist nicht im Verlaufe der Entwickelung das dumpfe Hellscherbewußtsein einfach abgelöst worden von einem Gegenstandsbewußtsein, das aber zugleich den Menschen Geistiges hätte wahrnehmen und wissen lassen?
[ 10 ] Der Mensch hatte vor diesem Zeitpunkt ein Bewußtsein von der geistigen Welt. Er konnte die Tiere, Pflanzen und so weiter nicht deutlich sehen, wohl aber ein Geistiges um sie herum. Er würde zum Beispiel die Gestalt des Elefanten nicht deutlich gesehen haben, aber das Ätherische, das sich über dem physischen Leibe des Elefanten ausdehnt, das würde er gesehen haben. Dieses Bewußtsein der Menschen würde nach und nach geschwunden sein, das Ich würde sich ausgebildet haben beim Zusammenfallen des physischen und ätherischen Leibes, und der Mensch würde wie von einer anderen Seite her die Welt an sich haben herankommen sehen. Während er früher hellseherische Bilder geschaut hatte, würde er von diesem Zeitpunkt an eine Außenwelt wahrgenommen haben, aber zugleich auch die geistigen Wesenheiten und geistigen Kräfte, die dieser Außenwelt zugrunde liegen. Er würde das physische Bild der Pflanze nicht so gesehen haben, wie wir es heute sehen, sondern gleichzeitig mit diesem physischen Bild hätte er das geistige Wesen der Pflanze wahrgenommen. Warum ist nicht im Verlaufe der Entwickelung das dumpfe Hellscherbewußtsein einfach abgelöst worden von einem Gegenstandsbewußtsein, das aber zugleich den Menschen Geistiges hätte wahrnehmen und wissen lassen?
[ 11 ] Das ist deshalb nicht geschehen, weil gerade während der Mondenkrisis, als der Mensch wieder auflebte, Wesenheiten auf ihn Einfluß nahmen, die man als zurückgeblieben bezeichnen muß, die aber höher sind als der Mensch. Wir haben schon verschiedene solcher höheren Wesenheiten kennengelernt. Wir wissen, daß es solche gibt, die zur Sonne hinaufgestiegen sind, und andere, die zu anderen Planeten gegangen sind. Aber es gab auch geistige Wesenheiten, die das Pensum, das sie auf dem Monde hätten erledigen sollen, nicht erledigt hatten. Diese Wesenheiten, tieferstehend als die Götter, höherstehend als der Mensch, bezeichnen wir nach ihrem Führer, nach dem höchsten, stärksten unter ihnen, dem Luzifer, als die luziferischen Wesenheiten.
[ 11 ] Das ist deshalb nicht geschehen, weil gerade während der Mondenkrisis, als der Mensch wieder auflebte, Wesenheiten auf ihn Einfluß nahmen, die man als zurückgeblieben bezeichnen muß, die aber höher sind als der Mensch. Wir haben schon verschiedene solcher höheren Wesenheiten kennengelernt. Wir wissen, daß es solche gibt, die zur Sonne hinaufgestiegen sind, und andere, die zu anderen Planeten gegangen sind. Aber es gab auch geistige Wesenheiten, die das Pensum, das sie auf dem Monde hätten erledigen sollen, nicht erledigt hatten. Diese Wesenheiten, tieferstehend als die Götter, höherstehend als der Mensch, bezeichnen wir nach ihrem Führer, nach dem höchsten, stärksten unter ihnen, dem Luzifer, als die luziferischen Wesenheiten.
[ 12 ] In der Zeit der Mondenkrisis hatte sich der Mensch so weit entwikkelt, daß er seinen physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und sein Ich hatte. Das Ich verdankte er dem Einfluß der «Geister der Form», wie er seinen astralischen Leib den «Geistern der Bewegung», seinen Ätherleib den «Geistern der Weisheit» und seinen physischen Leib dem Einfluß der «Throne» verdankt. Die Geister der Form «Exusiai» oder «Gewalten» in der christlichen Esoterik — waren es, die es möglich machten, daß der Keim des Ich hinzukam zu den anderen drei Gliedern. Wenn nun der Mensch nur in der normalen Entwickelung gestanden hätte und alle die Wesenheiten um ihn herum ihre entsprechenden Aufgaben durchgemacht hätten, dann würden gewisse Wesenheiten auf seinen physischen Leib gewirkt haben, andere auf seinen Ätherleib, andere auf seinen astralischen Leib und wieder andere auf sein Ich, wir können sagen, so wie es sich gehört hätte, jede Art auf das Glied, zu dem sie gehörte. Jetzt aber waren diese auf der Mondesstufe zurückgebliebenen Wesenheiten da, die luziferischen Wesenheiten. Hätten sie richtig weiterwirken können, dann wären sie berufen gewesen, auf das Ich zu wirken. Sie hatten auf dem Monde aber nur gelernt, auf den astralischen Leib zu wirken, und das hatte etwas Bedeutsarnes zur Folge. Wären diese luziferischen Geister nicht dagewesen, so würde der Mensch seine Ich-Anlage in sich aufgenommen haben und sich bis zum letzten Drittel der atlantischen Zeit so entwickelt haben, daß er das dämmerhafte Hellseherbewußtsein vertauscht hätte mit dem äußeren Gegenstandsbewußtsein. So aber drangen, gleichsam wie Strahlen von Kräften, die Wirkungen der luziferischen Geister in seinen astralischen Leib hinein. Worin bestanden diese Wirkungen?
[ 12 ] In der Zeit der Mondenkrisis hatte sich der Mensch so weit entwikkelt, daß er seinen physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und sein Ich hatte. Das Ich verdankte er dem Einfluß der «Geister der Form», wie er seinen astralischen Leib den «Geistern der Bewegung», seinen Ätherleib den «Geistern der Weisheit» und seinen physischen Leib dem Einfluß der «Throne» verdankt. Die Geister der Form «Exusiai» oder «Gewalten» in der christlichen Esoterik — waren es, die es möglich machten, daß der Keim des Ich hinzukam zu den anderen drei Gliedern. Wenn nun der Mensch nur in der normalen Entwickelung gestanden hätte und alle die Wesenheiten um ihn herum ihre entsprechenden Aufgaben durchgemacht hätten, dann würden gewisse Wesenheiten auf seinen physischen Leib gewirkt haben, andere auf seinen Ätherleib, andere auf seinen astralischen Leib und wieder andere auf sein Ich, wir können sagen, so wie es sich gehört hätte, jede Art auf das Glied, zu dem sie gehörte. Jetzt aber waren diese auf der Mondesstufe zurückgebliebenen Wesenheiten da, die luziferischen Wesenheiten. Hätten sie richtig weiterwirken können, dann wären sie berufen gewesen, auf das Ich zu wirken. Sie hatten auf dem Monde aber nur gelernt, auf den astralischen Leib zu wirken, und das hatte etwas Bedeutsarnes zur Folge. Wären diese luziferischen Geister nicht dagewesen, so würde der Mensch seine Ich-Anlage in sich aufgenommen haben und sich bis zum letzten Drittel der atlantischen Zeit so entwickelt haben, daß er das dämmerhafte Hellseherbewußtsein vertauscht hätte mit dem äußeren Gegenstandsbewußtsein. So aber drangen, gleichsam wie Strahlen von Kräften, die Wirkungen der luziferischen Geister in seinen astralischen Leib hinein. Worin bestanden diese Wirkungen?
[ 13 ] Der astralische Leib ist der Träger der Triebe, Begierden, Leidenschaften, Instinkte und so weiter. Der Mensch würde ganz anders im Aufbau seines astralischen Leibes geworden sein, wenn die luziferischen Geister nicht an ihn herangekommen wären. Er würde dann nur Triebe entwickelt haben, die ihn mit Sicherheit geführt und nur vorwärts gebracht hätten. Die Geister würden ihn geleitet haben zu dem Anschauen der Welt in Gegenständen, hinter denen die geistigen Wesenheiten sichtbar geworden wären. Aber Freiheit, Enthusiasmus, Selbständigkeitsgefühl und Leidenschaft für dieses Höhere würden ihm gefehlt haben. Der Mensch würde verloren haben das alte Hellseherbewußtsein. Die Herrlichkeit der Welt hätte er angeschaut wie eine Art Gott, denn er wäre ein Glied der Gottheit geworden. Und diese Anschauung der Welt hätte in seinem Verstande ihr Spiegelbild erschaffen mit einer großen Vollkommenheit. Aber der Mensch wäre eben nur wie ein großer Spiegel des Universums in seiner Vollkommenheit gewesen.
[ 13 ] Der astralische Leib ist der Träger der Triebe, Begierden, Leidenschaften, Instinkte und so weiter. Der Mensch würde ganz anders im Aufbau seines astralischen Leibes geworden sein, wenn die luziferischen Geister nicht an ihn herangekommen wären. Er würde dann nur Triebe entwickelt haben, die ihn mit Sicherheit geführt und nur vorwärts gebracht hätten. Die Geister würden ihn geleitet haben zu dem Anschauen der Welt in Gegenständen, hinter denen die geistigen Wesenheiten sichtbar geworden wären. Aber Freiheit, Enthusiasmus, Selbständigkeitsgefühl und Leidenschaft für dieses Höhere würden ihm gefehlt haben. Der Mensch würde verloren haben das alte Hellseherbewußtsein. Die Herrlichkeit der Welt hätte er angeschaut wie eine Art Gott, denn er wäre ein Glied der Gottheit geworden. Und diese Anschauung der Welt hätte in seinem Verstande ihr Spiegelbild erschaffen mit einer großen Vollkommenheit. Aber der Mensch wäre eben nur wie ein großer Spiegel des Universums in seiner Vollkommenheit gewesen.
[ 14 ] Nun gossen die luziferischen Geister vor diesem Zeitpunkt in den astralischen Leib hinein Leidenschaften, Triebe, Begierden, die sich mit dem vereinigten, was der Mensch auf seinem Entwickelungsweg in sich aufnahm. Dadurch konnte er nicht nur der Sterne ansichtig werden, sondern zu gleicher Zeit dafür aufflammen, Enthusiasmus entfachen und Leidenschaft, nicht nur den vergöttlichten Trieben des astralischen Leibes folgen, sondern eigene Triebe entfalten aus seiner Freiheit heraus. Das hatten ihm die luziferischen Geister in seinen astralischen Leib hineingegossen. Aber damit hatten sie ihm zugleich etwas anderes gegeben: die Möglichkeit zum Bösen, zur Sünde. Die hätte er nicht gehabt, wenn er Schritt für Schritt von den erhabeneren Göttern geführt worden wäre. Die luziferischen Geister haben den Menschen frei gemacht, ihm Enthusiasmus eingepflanzt, aber ihm zu gleicher Zeit die Möglichkeit der niederen Begierden gegeben. Der Mensch hätte, bei einem normalen Entwickelungsgange, sozusagen mit einem jeglichen Ding die normalen Empfindungen verknüpft. So aber konnten ihm die Dinge der Sinneswelt mehr gefallen, als sie ihm hätten gefallen sollen. Er konnte mit seinem Interesse haften an den Dingen der Sinneswelt. Und die Folge war, daß er früher, als es sonst geschehen wäre, in diese physische Verhärtung hineinkam.
[ 14 ] Nun gossen die luziferischen Geister vor diesem Zeitpunkt in den astralischen Leib hinein Leidenschaften, Triebe, Begierden, die sich mit dem vereinigten, was der Mensch auf seinem Entwickelungsweg in sich aufnahm. Dadurch konnte er nicht nur der Sterne ansichtig werden, sondern zu gleicher Zeit dafür aufflammen, Enthusiasmus entfachen und Leidenschaft, nicht nur den vergöttlichten Trieben des astralischen Leibes folgen, sondern eigene Triebe entfalten aus seiner Freiheit heraus. Das hatten ihm die luziferischen Geister in seinen astralischen Leib hineingegossen. Aber damit hatten sie ihm zugleich etwas anderes gegeben: die Möglichkeit zum Bösen, zur Sünde. Die hätte er nicht gehabt, wenn er Schritt für Schritt von den erhabeneren Göttern geführt worden wäre. Die luziferischen Geister haben den Menschen frei gemacht, ihm Enthusiasmus eingepflanzt, aber ihm zu gleicher Zeit die Möglichkeit der niederen Begierden gegeben. Der Mensch hätte, bei einem normalen Entwickelungsgange, sozusagen mit einem jeglichen Ding die normalen Empfindungen verknüpft. So aber konnten ihm die Dinge der Sinneswelt mehr gefallen, als sie ihm hätten gefallen sollen. Er konnte mit seinem Interesse haften an den Dingen der Sinneswelt. Und die Folge war, daß er früher, als es sonst geschehen wäre, in diese physische Verhärtung hineinkam.
[ 15 ] Der Mensch ist also früher zu einer festen Gestalt gekommen, als es bei den göttlich-geistigen Wesenheiten sozusagen beschlossen war. Eigentlich hätte er in dem letzten Drittel der atlantischen Zeit aus einer luftigen zu einer festen Gestalt heruntersteigen sollen. So aber ist er vor dieser Zeit heruntergestiegen und ein festes Wesen geworden. Es ist das, was uns in der Bibel als der Sündenfall beschrieben wird. Das ist der luziferische Einfluß, der sich da geltend macht. Wir haben aber auch in den Zeiten, die wir jetzt betrachtet haben, hohe geistige Wesenheiten, die auf das Ich des Menschen wirken, das sie ihm geschenkt haben. Die lassen die Kräfte einströmen, die den Menschen vorwärts bringen in seiner Bahn im Kosmos in demselben Maße, als wiederum diese Menschenwesenheiten herunterkommen und sich mit den Menschenkörpern vereinigen. Sie halten ihre Hand schützend über ihn. Auf der anderen Seite aber sind jene Wesenheiten, die sich nicht aufgeschwungen haben, um auf das Ich zu wirken. Die wirken nun auf den astralischen Leib des Menschen und entwickeln in ihm ganz besondere Triebe.
[ 15 ] Der Mensch ist also früher zu einer festen Gestalt gekommen, als es bei den göttlich-geistigen Wesenheiten sozusagen beschlossen war. Eigentlich hätte er in dem letzten Drittel der atlantischen Zeit aus einer luftigen zu einer festen Gestalt heruntersteigen sollen. So aber ist er vor dieser Zeit heruntergestiegen und ein festes Wesen geworden. Es ist das, was uns in der Bibel als der Sündenfall beschrieben wird. Das ist der luziferische Einfluß, der sich da geltend macht. Wir haben aber auch in den Zeiten, die wir jetzt betrachtet haben, hohe geistige Wesenheiten, die auf das Ich des Menschen wirken, das sie ihm geschenkt haben. Die lassen die Kräfte einströmen, die den Menschen vorwärts bringen in seiner Bahn im Kosmos in demselben Maße, als wiederum diese Menschenwesenheiten herunterkommen und sich mit den Menschenkörpern vereinigen. Sie halten ihre Hand schützend über ihn. Auf der anderen Seite aber sind jene Wesenheiten, die sich nicht aufgeschwungen haben, um auf das Ich zu wirken. Die wirken nun auf den astralischen Leib des Menschen und entwickeln in ihm ganz besondere Triebe.
[ 16 ] Wenn wir das physische Menschenleben während dieser Zeit betrachten, so stellt sich uns ein Abbild dieser beiden widerstrebenden Mächte dar, der göttlich-geistigen Mächte, die auf das Ich wirken, und der luziferischen Wesenheiten. Wenn wir ein wenig die geistige Seite des Vorganges verfolgen, so können wir uns sagen: Während die Erde verödet war, sind die Menschenseelen hinaufgegangen zu den verschiedenen Weltenkörpern, die zu unserem Sonnensystem gehören. Jetzt kehren diese Seelen wieder zurück, je nachdem sie Leiber finden in der physischen Vererbungslinie. Wenn Sie daran denken, daß gerade bei der Mondabtrennung die Erde am wenigsten bevölkert ist, so können Sie sich vorstellen, daß sich das Menschengeschlecht von wenigen Menschen aus verzweigte. Nach und nach vermehrt es sich, und immer mehr und mehr Seelen steigen herunter und bevölkern die Leiber, die auf der Erde entstehen. Lange Zeit hindurch war es so, daß nur von den wenigen Menschen, die zur Zeit der Mondabtrennung da waren, Nachkommen entstanden. Auf diese Menschen wirkten die hohen Sonnenkräfte selber. Diese Menschen hatten sich ja stark genug gehalten, um den Sonnenkräften einen Angriffspunkt zu geben auch während der Mondenktrisis. Alle diese Menschen und ihre Nachkommen fühlten sich sozusagen als «Sonnenmenschen». Machen wir uns das einmal klar.
[ 16 ] Wenn wir das physische Menschenleben während dieser Zeit betrachten, so stellt sich uns ein Abbild dieser beiden widerstrebenden Mächte dar, der göttlich-geistigen Mächte, die auf das Ich wirken, und der luziferischen Wesenheiten. Wenn wir ein wenig die geistige Seite des Vorganges verfolgen, so können wir uns sagen: Während die Erde verödet war, sind die Menschenseelen hinaufgegangen zu den verschiedenen Weltenkörpern, die zu unserem Sonnensystem gehören. Jetzt kehren diese Seelen wieder zurück, je nachdem sie Leiber finden in der physischen Vererbungslinie. Wenn Sie daran denken, daß gerade bei der Mondabtrennung die Erde am wenigsten bevölkert ist, so können Sie sich vorstellen, daß sich das Menschengeschlecht von wenigen Menschen aus verzweigte. Nach und nach vermehrt es sich, und immer mehr und mehr Seelen steigen herunter und bevölkern die Leiber, die auf der Erde entstehen. Lange Zeit hindurch war es so, daß nur von den wenigen Menschen, die zur Zeit der Mondabtrennung da waren, Nachkommen entstanden. Auf diese Menschen wirkten die hohen Sonnenkräfte selber. Diese Menschen hatten sich ja stark genug gehalten, um den Sonnenkräften einen Angriffspunkt zu geben auch während der Mondenktrisis. Alle diese Menschen und ihre Nachkommen fühlten sich sozusagen als «Sonnenmenschen». Machen wir uns das einmal klar.
[ 17 ] Stellen Sie sich der Einfachheit wegen vor, daß überhaupt während der Mondenkrisis nur er Menschenpaar da war. Ich will nicht darüber entscheiden, ob es wirklich so war. Dieses Menschenpaar hat Nachkommen, diese haben wiederum Nachkommen, und so weiter. So verzweigte sich das Menschengeschlecht. Solange nun im engeren Sinne eine bloße Nachkommenschaft der alten Sonnenmenschen da war, so lange war bei all diesen Menschen vermöge ihres alten Hellsehens auch noch ein ganz besonderer Bewußtseinszustand vorhanden. Der Mensch hatte damals nicht nur ein Gedächtnis für das, was er selber erlebte von seiner Geburt an oder, wie es heute der Fall ist, von einem Zeitpunkt an, der später liegt als die Geburt, sondern er erinnerte sich an alles, was der Vater, der Großvater und so weiter erlebt hatte. Das Gedächtnis ging hinauf bis zu den Vorfahren, zu all denen, mit denen er blutsverwandt war. Das kam davon her, weil in gewisser Beziehung über alle diejenigen, die miteinander blutsverwandt waren und die ihre Abstammung noch zurückleiteten bis zu den Menschen, welche die Mondabtrennung überdauert hatten, die Sonnenkräfte ihre Hand hielten. Die Sonnenkräfte hatten das Ichbewußtsein hervorgerufen und hielten es aufrecht durch die ganze Blutslinie hindurch. Nun vermehrte sich das Menschengeschlecht, und die Seelen, die in den Weltenraum gegangen waren, kamen zurück auf die Erde. Aber diejenigen Seelen, in denen die Sonnenkräfte stark genug waren, fühlten, trotzdem sie herunter gekommen und mit ganz anderen Sphären als mit der Sonne verwandt waren, immer noch diese Sonnenkräfte.
[ 17 ] Stellen Sie sich der Einfachheit wegen vor, daß überhaupt während der Mondenkrisis nur er Menschenpaar da war. Ich will nicht darüber entscheiden, ob es wirklich so war. Dieses Menschenpaar hat Nachkommen, diese haben wiederum Nachkommen, und so weiter. So verzweigte sich das Menschengeschlecht. Solange nun im engeren Sinne eine bloße Nachkommenschaft der alten Sonnenmenschen da war, so lange war bei all diesen Menschen vermöge ihres alten Hellsehens auch noch ein ganz besonderer Bewußtseinszustand vorhanden. Der Mensch hatte damals nicht nur ein Gedächtnis für das, was er selber erlebte von seiner Geburt an oder, wie es heute der Fall ist, von einem Zeitpunkt an, der später liegt als die Geburt, sondern er erinnerte sich an alles, was der Vater, der Großvater und so weiter erlebt hatte. Das Gedächtnis ging hinauf bis zu den Vorfahren, zu all denen, mit denen er blutsverwandt war. Das kam davon her, weil in gewisser Beziehung über alle diejenigen, die miteinander blutsverwandt waren und die ihre Abstammung noch zurückleiteten bis zu den Menschen, welche die Mondabtrennung überdauert hatten, die Sonnenkräfte ihre Hand hielten. Die Sonnenkräfte hatten das Ichbewußtsein hervorgerufen und hielten es aufrecht durch die ganze Blutslinie hindurch. Nun vermehrte sich das Menschengeschlecht, und die Seelen, die in den Weltenraum gegangen waren, kamen zurück auf die Erde. Aber diejenigen Seelen, in denen die Sonnenkräfte stark genug waren, fühlten, trotzdem sie herunter gekommen und mit ganz anderen Sphären als mit der Sonne verwandt waren, immer noch diese Sonnenkräfte.
[ 18 ] Dann aber kamen Zeiten, in denen diese Seelen, wenn sie spätereNachkommen waren, den Zusammenhang mit den Sonnenkräften verloren. Und damit verloren sie diese gemeinsame Erinnerung mit ihren Vorfahren. Und je mehr sich das Menschengeschlecht vermehrte, desto mehr ging dieses lebendige Bewußtsein verloren, das mit der Blutsvererbung verbunden war. Und zwar ging es dadurch verloren, daß denjenigen Mächten, welche die Menschen vorwärts leiteten und ihnen das Ich einpflanzten, gegenübertraten die luziferischen Mächte, die auf den astralischen Leib wirkten. Sie wirkten all dem entgegen, was die Menschen zusammenkittete. Sie wollten dem Menschen Freiheit, Selbstbewußtsein beibringen. Es war also so, daß die ältesten Menschen nach der Mondabtrennung «Ich » sagten nicht nur zu dem, was sie selbst erlebten, sondern auch zu dem, was ihre Vorfahren erlebt hatten. Sie fühlten das gemeinsame Sonnenwesen, das im Blute wirkte. Und auch als das schon erstorben war, fühlten zum Beispiel diejenigen, welche vom Mars gekommen waren, das Band, das sie mit dem schützenden Geiste des Mars vereinigte. Die Nachkommen der vom Mars Niedergestiegenen fühlten, eben weil sie sich aus Mars-Seelen rektutierten, das Schützende, das von dem Mars-Geist ausging.
[ 18 ] Dann aber kamen Zeiten, in denen diese Seelen, wenn sie spätereNachkommen waren, den Zusammenhang mit den Sonnenkräften verloren. Und damit verloren sie diese gemeinsame Erinnerung mit ihren Vorfahren. Und je mehr sich das Menschengeschlecht vermehrte, desto mehr ging dieses lebendige Bewußtsein verloren, das mit der Blutsvererbung verbunden war. Und zwar ging es dadurch verloren, daß denjenigen Mächten, welche die Menschen vorwärts leiteten und ihnen das Ich einpflanzten, gegenübertraten die luziferischen Mächte, die auf den astralischen Leib wirkten. Sie wirkten all dem entgegen, was die Menschen zusammenkittete. Sie wollten dem Menschen Freiheit, Selbstbewußtsein beibringen. Es war also so, daß die ältesten Menschen nach der Mondabtrennung «Ich » sagten nicht nur zu dem, was sie selbst erlebten, sondern auch zu dem, was ihre Vorfahren erlebt hatten. Sie fühlten das gemeinsame Sonnenwesen, das im Blute wirkte. Und auch als das schon erstorben war, fühlten zum Beispiel diejenigen, welche vom Mars gekommen waren, das Band, das sie mit dem schützenden Geiste des Mars vereinigte. Die Nachkommen der vom Mars Niedergestiegenen fühlten, eben weil sie sich aus Mars-Seelen rektutierten, das Schützende, das von dem Mars-Geist ausging.
[ 19 ] Gegen dieses Gefühl von Gruppen, in denen die Liebe waltet, versuchten die luziferischen Geister ihren Angriff. Sie wußten gegenüber dem gemeinsamen Ich, das in solchen Gruppen sich ausprägte, das individuelle Ich des Menschen zu kultivieren.
[ 19 ] Gegen dieses Gefühl von Gruppen, in denen die Liebe waltet, versuchten die luziferischen Geister ihren Angriff. Sie wußten gegenüber dem gemeinsamen Ich, das in solchen Gruppen sich ausprägte, das individuelle Ich des Menschen zu kultivieren.
[ 20 ] Wenn wir in die alten Zeiten zurückblicken, finden wir überall, je weiter wir zurückgehen um so mehr, Gemeinschaftsbewußtsein gebunden an die Blutsverwandtschaft. Und je mehr wir vorwärts kommen, desto mehr schwindet dieses Bewußtsein, und immer mehr fühlt der Mensch sich selbständig, fühlt er, daß er ein individuelles Ich gegenüber dem gemeinsamen Ich entwickeln soll. So wirken zwei Reiche in dem Menschen: das Reich der luziferischen Geister und das der göttlich-geistigen Wesenheiten. Die göttlich-geistigen Wesenheiten führen den Menschen zum Menschen, aber durch die Blutsbande. Die luziferischen Wesenheiten suchen zu trennen, suchen Mensch vom Menschen abzusondern. Diese beiden Kräfte wirken durch die atlantische Zeit hindurch. Und sie wirken auch dann noch, als der atlantische Kontinent durch große Katastrophen zugrunde geht und Europa, Asien, Afrika und auf der anderen Seite Amerika die heutige Gestalt bekommen. Sie wirken weiter in der fünften Erdenepoche, bis in unsere Zeit hinein.
[ 20 ] Wenn wir in die alten Zeiten zurückblicken, finden wir überall, je weiter wir zurückgehen um so mehr, Gemeinschaftsbewußtsein gebunden an die Blutsverwandtschaft. Und je mehr wir vorwärts kommen, desto mehr schwindet dieses Bewußtsein, und immer mehr fühlt der Mensch sich selbständig, fühlt er, daß er ein individuelles Ich gegenüber dem gemeinsamen Ich entwickeln soll. So wirken zwei Reiche in dem Menschen: das Reich der luziferischen Geister und das der göttlich-geistigen Wesenheiten. Die göttlich-geistigen Wesenheiten führen den Menschen zum Menschen, aber durch die Blutsbande. Die luziferischen Wesenheiten suchen zu trennen, suchen Mensch vom Menschen abzusondern. Diese beiden Kräfte wirken durch die atlantische Zeit hindurch. Und sie wirken auch dann noch, als der atlantische Kontinent durch große Katastrophen zugrunde geht und Europa, Asien, Afrika und auf der anderen Seite Amerika die heutige Gestalt bekommen. Sie wirken weiter in der fünften Erdenepoche, bis in unsere Zeit hinein.
[ 21 ] So haben wir fünf Erdenepochen schildern können: die polarische Zeit, wo die Erde noch mit der Sonne vereinigt war, die hyperboräische Zeit,wo der Mond noch mit der Erde vereinigt war, dann die lemurische Zeit, dann die atlantische Zeit und endlich die nachatlantische, unsere eigene Zeit. Wir sahen, wie die luziferischen Geister eingegriffen haben, und wie sie den göttlich-geistigen Mächten, welche die Menschen zusammengeführt haben, entgegenwirkten. Und wir müssen uns sagen: Es wäre etwas ganz anderes geschehen, wenn die luziferischen Geister nicht eingegriffen hätten in die Menschheitsentwickelung. Es wäre im letzten Drittel der atlantischen Zeit das alte Hellseherbewußtsein vertauscht worden gegen ein Gegenstandsbewußtsein, aber gegen ein geistdurchsetztes Gegenstandsbewußtsein. So aber haben die luziferischen Geister den Menschen früher zu einem verhärteten physischen Leibe geführt. Der Mensch hat dadurch früher hinausgesehen in die physische Welt, als er sonst hätte hinaussehen können. Und die Folge davon war, daß der Mensch das letzte Drittel der atlantischen Zeit in einem ganz anderen Zustand antrat, als es geschehen wäre, wenn nur die göttlichgeistigen Mächte führend gewesen wären.
[ 21 ] So haben wir fünf Erdenepochen schildern können: die polarische Zeit, wo die Erde noch mit der Sonne vereinigt war, die hyperboräische Zeit,wo der Mond noch mit der Erde vereinigt war, dann die lemurische Zeit, dann die atlantische Zeit und endlich die nachatlantische, unsere eigene Zeit. Wir sahen, wie die luziferischen Geister eingegriffen haben, und wie sie den göttlich-geistigen Mächten, welche die Menschen zusammengeführt haben, entgegenwirkten. Und wir müssen uns sagen: Es wäre etwas ganz anderes geschehen, wenn die luziferischen Geister nicht eingegriffen hätten in die Menschheitsentwickelung. Es wäre im letzten Drittel der atlantischen Zeit das alte Hellseherbewußtsein vertauscht worden gegen ein Gegenstandsbewußtsein, aber gegen ein geistdurchsetztes Gegenstandsbewußtsein. So aber haben die luziferischen Geister den Menschen früher zu einem verhärteten physischen Leibe geführt. Der Mensch hat dadurch früher hinausgesehen in die physische Welt, als er sonst hätte hinaussehen können. Und die Folge davon war, daß der Mensch das letzte Drittel der atlantischen Zeit in einem ganz anderen Zustand antrat, als es geschehen wäre, wenn nur die göttlichgeistigen Mächte führend gewesen wären.
[ 22 ] Während der Mensch sonst eine Außenwelt gesehen hätte, wie durchglüht und durchgeistigt von höheren Wesenheiten, war es jetzt so, daß er nur eine physische Welt sah, und daß die göttliche Welt sich von ihm zurückgezogen hatte. In seinen astralischen Leib hinein hatten sich gemischt die luziferischen Geister. In seine äußere Anschauung, in das Verhältnis des Ich zur Außenwelt, in das Unterscheiden des Ich von der Außenwelt, da mischten sich nun hinein, weil der Mensch sich mit der Sinnenwelt verbunden hatte, die ahrimanischen Geister des Zarathustra, die wir auch die mephistophelischen Geister nennen können. Der Mensch hat seinen physischen Leib, den Ätherleib und den astralischen Leib nicht so in sich, wie er sie haben würde, wenn nur die oberen Götter gewirkt hätten. Er hat aufgenommen in seinen astralischen Leib Wesenheiten, die wir als die luziferischen bezeichnen, und die ihn früher aus dem Paradiese geführt haben, als er eigentlich hätte herauskommen sollen. Und die Folge der Wirkung der luziferischen Geister ist, daß sich in sein Anschauen hineingemischt haben die ahrimanischen, die mephistophelischen Geister, die ihm die Außenwelt jetzt in der bloßen Sinnesgestalt zeigen, nicht wie sie in ihrer Wahrheit ist. Deshalb nennt die hebräische Welt diese Geister, die dem Menschen ein Falsches vorgaukeln: «mephiz -topel» — «mephiz» der Verderber, und «topel» der Lügner. « Mephistopheles » ist dann daraus geworden. Das ist derselbe Geist wie Ahriman. Was hat nun Ahriman im Menschen bewirkt im Gegensatz zu Luzifer?
[ 22 ] Während der Mensch sonst eine Außenwelt gesehen hätte, wie durchglüht und durchgeistigt von höheren Wesenheiten, war es jetzt so, daß er nur eine physische Welt sah, und daß die göttliche Welt sich von ihm zurückgezogen hatte. In seinen astralischen Leib hinein hatten sich gemischt die luziferischen Geister. In seine äußere Anschauung, in das Verhältnis des Ich zur Außenwelt, in das Unterscheiden des Ich von der Außenwelt, da mischten sich nun hinein, weil der Mensch sich mit der Sinnenwelt verbunden hatte, die ahrimanischen Geister des Zarathustra, die wir auch die mephistophelischen Geister nennen können. Der Mensch hat seinen physischen Leib, den Ätherleib und den astralischen Leib nicht so in sich, wie er sie haben würde, wenn nur die oberen Götter gewirkt hätten. Er hat aufgenommen in seinen astralischen Leib Wesenheiten, die wir als die luziferischen bezeichnen, und die ihn früher aus dem Paradiese geführt haben, als er eigentlich hätte herauskommen sollen. Und die Folge der Wirkung der luziferischen Geister ist, daß sich in sein Anschauen hineingemischt haben die ahrimanischen, die mephistophelischen Geister, die ihm die Außenwelt jetzt in der bloßen Sinnesgestalt zeigen, nicht wie sie in ihrer Wahrheit ist. Deshalb nennt die hebräische Welt diese Geister, die dem Menschen ein Falsches vorgaukeln: «mephiz -topel» — «mephiz» der Verderber, und «topel» der Lügner. « Mephistopheles » ist dann daraus geworden. Das ist derselbe Geist wie Ahriman. Was hat nun Ahriman im Menschen bewirkt im Gegensatz zu Luzifer?
[ 23 ] Luzifer hat bewirkt, daß die Kräfte des astralischen Leibes schlechter geworden sind, als sie sonst hätten werden sollen, und daß der Mensch früher als sonst seine physische Materie verdichtet hat. Allerdings hat der Mensch auch dadurch seine Freiheit erlangt, zu der er sonst nicht gekommen wäre. Die mephistophelischen Geister haben bewirkt, daß der Mensch nicht die geistige Grundlage der Welt sieht, sondern daß ihm vorgegaukelt wird eine Illusion der Welt. Mephistopheles hat dem Menschen die Meinung beigebracht, daß die Außenwelt nur ein materielles Dasein hat, daß nicht in jedem und hinter jedem Materiellen ein Geistiges ist. In der ganzen Menschheit hat sich immer schon die Szene abgespielt, die Goethe in seinem «Faust» so wunderbar malt. Da sehen wir auf der einen Seite Faust, der den Weg sucht in die geistige Welt, auf der anderen Seite Mephistopheles, der diese geistige Welt als ein Nichts bezeichnet, weil er ein Interesse daran hat, ihm die Sinneswelt als das Ganze vorzustellen. Faust entgegnet ihm, was jeder Geistesforscher in diesem Falle sagen würde: «In deinem Nichts hoff' ich das All zu finden!» Erst wenn man weiß, wie in jedem kleinsten Teile der Materie Geist ist, und wie die Vorstellung der Materie Lüge ist, erst wenn man erkennt, daß Mephistopheles der die Vorstellungen verderbende Geist in der Welt ist, dann erst kommt man zu einer wirklichen Vorstellung von der Außenwelt.
[ 23 ] Luzifer hat bewirkt, daß die Kräfte des astralischen Leibes schlechter geworden sind, als sie sonst hätten werden sollen, und daß der Mensch früher als sonst seine physische Materie verdichtet hat. Allerdings hat der Mensch auch dadurch seine Freiheit erlangt, zu der er sonst nicht gekommen wäre. Die mephistophelischen Geister haben bewirkt, daß der Mensch nicht die geistige Grundlage der Welt sieht, sondern daß ihm vorgegaukelt wird eine Illusion der Welt. Mephistopheles hat dem Menschen die Meinung beigebracht, daß die Außenwelt nur ein materielles Dasein hat, daß nicht in jedem und hinter jedem Materiellen ein Geistiges ist. In der ganzen Menschheit hat sich immer schon die Szene abgespielt, die Goethe in seinem «Faust» so wunderbar malt. Da sehen wir auf der einen Seite Faust, der den Weg sucht in die geistige Welt, auf der anderen Seite Mephistopheles, der diese geistige Welt als ein Nichts bezeichnet, weil er ein Interesse daran hat, ihm die Sinneswelt als das Ganze vorzustellen. Faust entgegnet ihm, was jeder Geistesforscher in diesem Falle sagen würde: «In deinem Nichts hoff' ich das All zu finden!» Erst wenn man weiß, wie in jedem kleinsten Teile der Materie Geist ist, und wie die Vorstellung der Materie Lüge ist, erst wenn man erkennt, daß Mephistopheles der die Vorstellungen verderbende Geist in der Welt ist, dann erst kommt man zu einer wirklichen Vorstellung von der Außenwelt.
[ 24 ] Was war notwendig für die Menschheit, um die Menschheit wieder vorwärts zu bringen, um sie nicht in das Schicksal versinken zu lassen, das ihr durch Luzifer, durch Ahriman bereitet worden wäre?
[ 24 ] Was war notwendig für die Menschheit, um die Menschheit wieder vorwärts zu bringen, um sie nicht in das Schicksal versinken zu lassen, das ihr durch Luzifer, durch Ahriman bereitet worden wäre?
[ 25 ] Schon während der atlantischen Zeit mußte dahin gewirkt werden, daß der Einfluß der luziferischen Wesenheiten nicht ein zu großer werde. Es gab schon in den alten atlantischen Zeiten Menschen, die so an sich arbeiteten, daß der luziferische Einfluß in ihrem astralischen Leibe nicht zu groß werden konnte, die achtgaben auf das, was von Luzifer kam, die in der eigenen Seele die Leidenschaften, Triebe und Begierden aufsuchten, die von Luzifer herrührten. Was geschah dadurch, daß sie diese Eigenschaften ausrotteten, die von Luzifer kamen? Dadurch verschafften sie sich wieder die Möglichkeit, in reiner Gestalt zu schauen, was der Mensch erblickt haben würde, wenn er nicht den Einfluß der luziferischen und später der ahrimanischen Geister erlitten hätte. Durch eine reine Lebensweise und sorgfältige Selbsterkenntnis suchten gewisse Menschen der atlantischen Zeit diesen Einfluß Luzifers aus sich herauszuwerfen. Und dadurch war es ihnen möglich in jenen Zeiten, als noch die Reste des alten Hellsehertums vorhanden waren, hineinzuschauen in die geistige Welt und Höheres zu sehen, als es die anderen konnten, die in sich die physische Materie durch den luziferischen Einfluß verhärtet hatten. Solche Menschen, die durch eine charaktervolle Selbsterkenntnis den luziferischen Einfluß ausrotteten, wurden die Führer der atlantischen Zeit, wir können auch sagen: die atlantischen Eingeweihten. - Was hat denn Luzifer eigentlich getan?
[ 25 ] Schon während der atlantischen Zeit mußte dahin gewirkt werden, daß der Einfluß der luziferischen Wesenheiten nicht ein zu großer werde. Es gab schon in den alten atlantischen Zeiten Menschen, die so an sich arbeiteten, daß der luziferische Einfluß in ihrem astralischen Leibe nicht zu groß werden konnte, die achtgaben auf das, was von Luzifer kam, die in der eigenen Seele die Leidenschaften, Triebe und Begierden aufsuchten, die von Luzifer herrührten. Was geschah dadurch, daß sie diese Eigenschaften ausrotteten, die von Luzifer kamen? Dadurch verschafften sie sich wieder die Möglichkeit, in reiner Gestalt zu schauen, was der Mensch erblickt haben würde, wenn er nicht den Einfluß der luziferischen und später der ahrimanischen Geister erlitten hätte. Durch eine reine Lebensweise und sorgfältige Selbsterkenntnis suchten gewisse Menschen der atlantischen Zeit diesen Einfluß Luzifers aus sich herauszuwerfen. Und dadurch war es ihnen möglich in jenen Zeiten, als noch die Reste des alten Hellsehertums vorhanden waren, hineinzuschauen in die geistige Welt und Höheres zu sehen, als es die anderen konnten, die in sich die physische Materie durch den luziferischen Einfluß verhärtet hatten. Solche Menschen, die durch eine charaktervolle Selbsterkenntnis den luziferischen Einfluß ausrotteten, wurden die Führer der atlantischen Zeit, wir können auch sagen: die atlantischen Eingeweihten. - Was hat denn Luzifer eigentlich getan?
[ 26 ] Luzifer hat seinen Angriff vorzugsweise gerichtet gegen das, was die Menschen zusammenhielt, was in der Liebe an das Blut geknüpft war. Nun wußten diese Menschen den Einfluß Luzifers zu bekämpfen. Dadurch erlangten sie, daß sie diesen Zusammenhang geistig schauen konnten, daß sie sagen konnten: Nicht in der Trennung, nicht in der Absonderung liegt das, was den Menschen vorwärts bringt, sondern in dem, was die Menschen vereint. So haben diese Menschen, die dem luziferischen Einfluß entgegenarbeiteten, gleichsam den uralten Zustand wieder herbeizuführen gesucht, da noch nicht durch Luzifers Macht die obere geistige Welt gefährdet war. Sie waren bemüht, das persönliche Element auszurotten: Tötet das, was euch ein persönliches Ich gibt, und blickt hinauf in diejenigen alten Zeiten, wo die Blutsverwandtschaft noch so rege sprach, daß der Nachkomme sein Ich bis zum ersten Vorfahren hinauf empfand, wo der erste Ahne, der längst verstorben war, noch als heilig galt! - In jene Zeiten uralter Menschengemeinschaft wollten die Führer der atlantischen Zeit die Menschen hinaufführen. Durch die ganze Entwickelung hindurch gab es solche Führer der Menschheit, die immer von neuem auftraten und sagten: Suchet nicht zu verfallen den Einflüssen, die euch in das persönliche Ich hineintreiben wollen; suchet das zu erkennen, was die Menschen in alten Zeiten zusammengehalten hat! Dann werdet ihr den Weg finden zum göttlichen Geiste!
[ 26 ] Luzifer hat seinen Angriff vorzugsweise gerichtet gegen das, was die Menschen zusammenhielt, was in der Liebe an das Blut geknüpft war. Nun wußten diese Menschen den Einfluß Luzifers zu bekämpfen. Dadurch erlangten sie, daß sie diesen Zusammenhang geistig schauen konnten, daß sie sagen konnten: Nicht in der Trennung, nicht in der Absonderung liegt das, was den Menschen vorwärts bringt, sondern in dem, was die Menschen vereint. So haben diese Menschen, die dem luziferischen Einfluß entgegenarbeiteten, gleichsam den uralten Zustand wieder herbeizuführen gesucht, da noch nicht durch Luzifers Macht die obere geistige Welt gefährdet war. Sie waren bemüht, das persönliche Element auszurotten: Tötet das, was euch ein persönliches Ich gibt, und blickt hinauf in diejenigen alten Zeiten, wo die Blutsverwandtschaft noch so rege sprach, daß der Nachkomme sein Ich bis zum ersten Vorfahren hinauf empfand, wo der erste Ahne, der längst verstorben war, noch als heilig galt! - In jene Zeiten uralter Menschengemeinschaft wollten die Führer der atlantischen Zeit die Menschen hinaufführen. Durch die ganze Entwickelung hindurch gab es solche Führer der Menschheit, die immer von neuem auftraten und sagten: Suchet nicht zu verfallen den Einflüssen, die euch in das persönliche Ich hineintreiben wollen; suchet das zu erkennen, was die Menschen in alten Zeiten zusammengehalten hat! Dann werdet ihr den Weg finden zum göttlichen Geiste!
[ 27 ] Im Grunde hatte sich diese Gesinnung am reinsten bei denen erhalten, die wir als das alte hebräische Volk kennen. Versuchen Sie einmal die Predigten derer, die die Führer dieses alten hebräischen Volkes waren, richtig zu verstehen. Da traten sie hin vor ihr Volk und sagten ihnen: Ihr seid bis dahin gekommen, daß ein jeder sein persönliches Ich in sich betont, daß jeder nur in sich selber sein Wesen sucht. Aber ihr fördert die Entwickelung, wenn ihr das persönliche Ich ertötet und alle diejenigen Kräfte anspannt, die euch zu dem Bewußtsein hinbringen, daß ihr alle abstammt von Abraham und zusammenhängt bis hinauf zu Abraham, daß ihr Glieder seid an dem großen Organismus bis zu Abraham hinauf. Wenn euch gesagt wird: «Ich und der Vater Abraham sind eins», und ihr dies mit Außerachtlassung alles Persönlichen in euch aufnehmet, dann habt ihr das rechte Bewußtsein, das euch zum Göttlichen führt, denn über den Urvater geht der Weg zum Göttlichen. - Am längsten hatte sich das hebräische Volk das bewahrt, was der Grundnerv ist in der Führerschaft derer, die den luziferischen Einfluß bekämpft haben.
[ 27 ] Im Grunde hatte sich diese Gesinnung am reinsten bei denen erhalten, die wir als das alte hebräische Volk kennen. Versuchen Sie einmal die Predigten derer, die die Führer dieses alten hebräischen Volkes waren, richtig zu verstehen. Da traten sie hin vor ihr Volk und sagten ihnen: Ihr seid bis dahin gekommen, daß ein jeder sein persönliches Ich in sich betont, daß jeder nur in sich selber sein Wesen sucht. Aber ihr fördert die Entwickelung, wenn ihr das persönliche Ich ertötet und alle diejenigen Kräfte anspannt, die euch zu dem Bewußtsein hinbringen, daß ihr alle abstammt von Abraham und zusammenhängt bis hinauf zu Abraham, daß ihr Glieder seid an dem großen Organismus bis zu Abraham hinauf. Wenn euch gesagt wird: «Ich und der Vater Abraham sind eins», und ihr dies mit Außerachtlassung alles Persönlichen in euch aufnehmet, dann habt ihr das rechte Bewußtsein, das euch zum Göttlichen führt, denn über den Urvater geht der Weg zum Göttlichen. - Am längsten hatte sich das hebräische Volk das bewahrt, was der Grundnerv ist in der Führerschaft derer, die den luziferischen Einfluß bekämpft haben.
[ 28 ] Aber die Menschen waren mit der Mission betraut, das Ich nicht zu ertöten, sondern es auszubauen und zu kultivieren. Die alten Eingeweihten vermochten nichts gegen das persönliche Ich vorzubringen, als daß man über die Urahnen hinauf zu den alten Göttern steigen sollte.
[ 28 ] Aber die Menschen waren mit der Mission betraut, das Ich nicht zu ertöten, sondern es auszubauen und zu kultivieren. Die alten Eingeweihten vermochten nichts gegen das persönliche Ich vorzubringen, als daß man über die Urahnen hinauf zu den alten Göttern steigen sollte.
[ 29 ] Als der große Impuls auf die Erde kam, wie wir das gestern charakterisieren konnten, als der Christus-Impuls kam, da erklang zuerst ganz klar und deutlich eine andere Rede. Und sie konnte so klar und deutlich gerade innerhalb des hebräischen Volkes vernommen werden, weil sich dieses Volk bis in die späteste Zeit hinein das bewahrt hatte, was wir als den Nachklang der alten atlantischen Eingeweihten hinstellen können.
[ 29 ] Als der große Impuls auf die Erde kam, wie wir das gestern charakterisieren konnten, als der Christus-Impuls kam, da erklang zuerst ganz klar und deutlich eine andere Rede. Und sie konnte so klar und deutlich gerade innerhalb des hebräischen Volkes vernommen werden, weil sich dieses Volk bis in die späteste Zeit hinein das bewahrt hatte, was wir als den Nachklang der alten atlantischen Eingeweihten hinstellen können.
[ 30 ] Christus verwandelte jene Rede der alten Eingeweihten und sagte: Es gibt eine Möglichkeit, daß der Mensch seine eigene Persönlichkeit pflegt, daß er nicht bloß den physischen Banden der Blutsbrüderschaft folgt, sondern daß er in sein Ich schaut und dort das Göttliche sucht und findet! In dem, was wir charakterisiert haben als den Christus-Impuls, liegt die Kraft, die, wenn wir uns mit ihr vereinen, es uns ermöglicht, trotz der Individualität des Ich ein geistiges Bruderband von Mensch zu Mensch zu stiften. So war die Kraft des Christus eine andere als die, welche in dem Kreise herrschte, in den er hineingestellt war. Da sagte man: «Ich und der Vater Abraham sind eins! Das muß ich wissen, wenn ich den Weg zum Göttlichen zurückfinden will.» Der Christus aber sagte: «Es gibt einen anderen Vater, durch den das Ich den Weg zum Göttlichen finden wird; denn das Ich oder Ich-bin und das Göttliche sind eines! Es gibt ein Ewiges, das du finden kannst, wenn du in dir bleibst.» Daher konnte Christus die Kraft, die er den Menschen mitteilen wollte, bezeichnen mit den Worten des Johannes-Evangeliums: «Ehe denn Abraham war, war das Ich-bin!» Und das Ich-bin war kein anderer Name als der, den sich der Christus selber beilegte. Und entzündet der Mensch dieses Bewußtsein: In mir lebt etwas, was viel früher als Abraham vorhanden war; ich brauche nicht bis zu Abraham zu gehen, ich finde in mir den göttlichen Vater-Geist! - dann kann er das, was durch Luzifer gebracht wurde zur Pflege und Kultivierung des Ich, und was zur Hemmung der Menschheit geführt hat, umwandeln ins Gute. Das ist die Tat des Christus, daß er den Einfluß des Luzifer ins Gute gewandelt hat.
[ 30 ] Christus verwandelte jene Rede der alten Eingeweihten und sagte: Es gibt eine Möglichkeit, daß der Mensch seine eigene Persönlichkeit pflegt, daß er nicht bloß den physischen Banden der Blutsbrüderschaft folgt, sondern daß er in sein Ich schaut und dort das Göttliche sucht und findet! In dem, was wir charakterisiert haben als den Christus-Impuls, liegt die Kraft, die, wenn wir uns mit ihr vereinen, es uns ermöglicht, trotz der Individualität des Ich ein geistiges Bruderband von Mensch zu Mensch zu stiften. So war die Kraft des Christus eine andere als die, welche in dem Kreise herrschte, in den er hineingestellt war. Da sagte man: «Ich und der Vater Abraham sind eins! Das muß ich wissen, wenn ich den Weg zum Göttlichen zurückfinden will.» Der Christus aber sagte: «Es gibt einen anderen Vater, durch den das Ich den Weg zum Göttlichen finden wird; denn das Ich oder Ich-bin und das Göttliche sind eines! Es gibt ein Ewiges, das du finden kannst, wenn du in dir bleibst.» Daher konnte Christus die Kraft, die er den Menschen mitteilen wollte, bezeichnen mit den Worten des Johannes-Evangeliums: «Ehe denn Abraham war, war das Ich-bin!» Und das Ich-bin war kein anderer Name als der, den sich der Christus selber beilegte. Und entzündet der Mensch dieses Bewußtsein: In mir lebt etwas, was viel früher als Abraham vorhanden war; ich brauche nicht bis zu Abraham zu gehen, ich finde in mir den göttlichen Vater-Geist! - dann kann er das, was durch Luzifer gebracht wurde zur Pflege und Kultivierung des Ich, und was zur Hemmung der Menschheit geführt hat, umwandeln ins Gute. Das ist die Tat des Christus, daß er den Einfluß des Luzifer ins Gute gewandelt hat.
[ 31 ] Nehmen wir an, es hätten nur die oberen geistig-göttlichen Wesenheiten gewirkt, diejenigen, welche die Liebe nur an die Blutsbande geknüpft haben, die immer nur von dem Menschen verlangten: Du mußt durch die ganze Blutsreihe hinaufgehen, wenn du den Weg zu den Göttern finden willst! - dann wären die Menschen, ohne daß ihr volles Bewußtsein dabei gewesen wäre, zu einer Menschengemeinschaft zusammengetrieben worden, und nie hätten sie ein volles Bewußtsein ihrer Freiheit und Selbständigkeit erlangt. Das haben die luziferischen Geister dem Menschen eingeimpft in seinen astralischen Leib vor der Erscheinung des Christus. Sie haben die Menschen abgesondert, haben jeden auf die eigenen Füße stellen wollen. Der Christus aber hat das, was notwendig hätte kommen müssen, wenn der luziferische Einfluß ins Extrem gegangen wäre, ins Gute gewandelt. Wäre der luziferische Einfluß ins Extrem gegangen, dann wären die Menschen in Lieblosigkeit verfallen. Luzifer hat den Menschen Freiheit und Selbständigkeit gebracht; Christus hat diese Freiheit in Liebe umgewandelt. Und durch das Christus-Band werden die Menschen zur geistigen Liebe geführt.
[ 31 ] Nehmen wir an, es hätten nur die oberen geistig-göttlichen Wesenheiten gewirkt, diejenigen, welche die Liebe nur an die Blutsbande geknüpft haben, die immer nur von dem Menschen verlangten: Du mußt durch die ganze Blutsreihe hinaufgehen, wenn du den Weg zu den Göttern finden willst! - dann wären die Menschen, ohne daß ihr volles Bewußtsein dabei gewesen wäre, zu einer Menschengemeinschaft zusammengetrieben worden, und nie hätten sie ein volles Bewußtsein ihrer Freiheit und Selbständigkeit erlangt. Das haben die luziferischen Geister dem Menschen eingeimpft in seinen astralischen Leib vor der Erscheinung des Christus. Sie haben die Menschen abgesondert, haben jeden auf die eigenen Füße stellen wollen. Der Christus aber hat das, was notwendig hätte kommen müssen, wenn der luziferische Einfluß ins Extrem gegangen wäre, ins Gute gewandelt. Wäre der luziferische Einfluß ins Extrem gegangen, dann wären die Menschen in Lieblosigkeit verfallen. Luzifer hat den Menschen Freiheit und Selbständigkeit gebracht; Christus hat diese Freiheit in Liebe umgewandelt. Und durch das Christus-Band werden die Menschen zur geistigen Liebe geführt.
[ 32 ] Von diesem Gesichtspunkt aus fällt ein anderes Licht auf das, was die luziferischen Geister getan haben. Dürfen wir es immer noch als Lässigkeit und Trägheit bezeichnen, daß sie einstmals «zurückgeblieben » sind? Nein! Sie sind zurückgeblieben, um eine bestimmte Mission zu erfüllen während der Erde: um zu verhindern, daß die Menschen wie zu einem bloßen Brei durch nur natürliche Bande zusammengeschmiedet werden. Und vorbereiten sollten sie den Weg zu dem Christus. Sie haben gleichsam auf dem Monde gesagt: Wir wollen verzichten auf unser Mondesziel, damit wir auf der Erde im Sinne der Fortentwickelung wirken können! — Das ist eines der Beispiele dafür, wie ein scheinbar Böses, ein scheinbarer Irrtum im ganzen Zusammenhange der Welt doch zum Besten gewendet wird. Damit der Christus in der rechten Zeit eingreifen konnte in die Erdentwickelung, mußten gewisse Mondgeister ihre Mondenmission opfern und den Christus vorbereiten. Wir sehen daraus, daß wir Luzifers Zurückbleiben auf dem Monde ebensogut als ein Opfer auffassen können.
[ 32 ] Von diesem Gesichtspunkt aus fällt ein anderes Licht auf das, was die luziferischen Geister getan haben. Dürfen wir es immer noch als Lässigkeit und Trägheit bezeichnen, daß sie einstmals «zurückgeblieben » sind? Nein! Sie sind zurückgeblieben, um eine bestimmte Mission zu erfüllen während der Erde: um zu verhindern, daß die Menschen wie zu einem bloßen Brei durch nur natürliche Bande zusammengeschmiedet werden. Und vorbereiten sollten sie den Weg zu dem Christus. Sie haben gleichsam auf dem Monde gesagt: Wir wollen verzichten auf unser Mondesziel, damit wir auf der Erde im Sinne der Fortentwickelung wirken können! — Das ist eines der Beispiele dafür, wie ein scheinbar Böses, ein scheinbarer Irrtum im ganzen Zusammenhange der Welt doch zum Besten gewendet wird. Damit der Christus in der rechten Zeit eingreifen konnte in die Erdentwickelung, mußten gewisse Mondgeister ihre Mondenmission opfern und den Christus vorbereiten. Wir sehen daraus, daß wir Luzifers Zurückbleiben auf dem Monde ebensogut als ein Opfer auffassen können.
[ 33 ] Wir werden dadurch immer näher einer Wahrheit kommen, die sich der Mensch als eine hohe Moral in die Seele schreiben soll: Wenn du in der Weit ein Böses siehst, so sage nicht: Hier ist ein Böses, also ein Unvollkommenes, sondern frage: Wie kann ich mich zu der Erkenntnis hinauf entwickeln, daß dieses Böse in einem höheren Zusammenhange von der Weisheit, die im Kosmos ist, in ein Gutes verwandelt wird? Wie gelange ich dahin, mir zu sagen: Daß du hier ein Unvollkommenes siehst, rührt davon her, daß du noch nicht so weit bist, die Vollkommenheit auch dieses Unvollkommenen einzusehen. -— Wo der Mensch ein Böses sicht, soll er in seine eigene Seele schauen und sich fragen: Wie kommts, daß ich hier, wo das Böse mir entgegentritt, nicht so weit bin, das Gute in diesem Bösen zu erkennen?
[ 33 ] Wir werden dadurch immer näher einer Wahrheit kommen, die sich der Mensch als eine hohe Moral in die Seele schreiben soll: Wenn du in der Weit ein Böses siehst, so sage nicht: Hier ist ein Böses, also ein Unvollkommenes, sondern frage: Wie kann ich mich zu der Erkenntnis hinauf entwickeln, daß dieses Böse in einem höheren Zusammenhange von der Weisheit, die im Kosmos ist, in ein Gutes verwandelt wird? Wie gelange ich dahin, mir zu sagen: Daß du hier ein Unvollkommenes siehst, rührt davon her, daß du noch nicht so weit bist, die Vollkommenheit auch dieses Unvollkommenen einzusehen. -— Wo der Mensch ein Böses sicht, soll er in seine eigene Seele schauen und sich fragen: Wie kommts, daß ich hier, wo das Böse mir entgegentritt, nicht so weit bin, das Gute in diesem Bösen zu erkennen?
[ 34 ] Davon morgen weiter.
[ 34 ] Davon morgen weiter.
