The Gospel of St. John
in comparison with the other three Gospels,
particularly the Gospel of Luke
GA 112
7 July 1909, Kassel
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Das Johannes-Evangelium, 8th ed.
Vierzehnter Vortrag
Vierzehnter Vortrag
[ 1 ] Es kann allerdings dem unvorbereiteten Menschen etwas sonderbar vorgekommen sein, wenn gestern der Name des Vater-Geistes der Welt in Zusammenhang gebracht worden ist mit dem Namen des Todes. Allein, Sie müssen dabei bedenken, daß zu gleicher Zeit gesagt worden ist, daß diejenige Gestalt, in welcher der Tod dem Menschen in der physischen Welt entgegentritt, eben nicht die wahre Gestalt ist, und daß daher auch, indem uns die äußere Sinneswelt mit dem Tode behaftet erscheint, diese äußere Sinneswelt eben deshalb, weil sie so ist, daß sie mit dem Tode behaftet erscheinen muß, nicht eine wahre Gestalt dessen ist, was ihr eigentlich zugrunde liegt, nicht eine wahre Gestalt der eigentlich ihr zugrunde liegenden geistig-göttlichen Wesenheit ist. Es ist im Grunde genommen damit nichts anderes gesagt als: Der Mensch gibt sich einer Illusion hin, einer großen Täuschung, einer Maja über das, was im Raume um ihn für die Sinne ausgebreitet ist, und was er wahrnimmt. Würde er die wahre Gestalt erkennen, so würde er nicht das Sinnenbild haben, sondern dann würde er den Geist haben. Würde er den Tod in seiner wahren Gestalt erkennen, dann würde er im Tode sehen denjenigen Ausdruck, den diese Sinnenwelt haben muß, damit sie der Ausdruck sein kann des göttlichen Vater-Geistes.
[ 1 ] Es kann allerdings dem unvorbereiteten Menschen etwas sonderbar vorgekommen sein, wenn gestern der Name des Vater-Geistes der Welt in Zusammenhang gebracht worden ist mit dem Namen des Todes. Allein, Sie müssen dabei bedenken, daß zu gleicher Zeit gesagt worden ist, daß diejenige Gestalt, in welcher der Tod dem Menschen in der physischen Welt entgegentritt, eben nicht die wahre Gestalt ist, und daß daher auch, indem uns die äußere Sinneswelt mit dem Tode behaftet erscheint, diese äußere Sinneswelt eben deshalb, weil sie so ist, daß sie mit dem Tode behaftet erscheinen muß, nicht eine wahre Gestalt dessen ist, was ihr eigentlich zugrunde liegt, nicht eine wahre Gestalt der eigentlich ihr zugrunde liegenden geistig-göttlichen Wesenheit ist. Es ist im Grunde genommen damit nichts anderes gesagt als: Der Mensch gibt sich einer Illusion hin, einer großen Täuschung, einer Maja über das, was im Raume um ihn für die Sinne ausgebreitet ist, und was er wahrnimmt. Würde er die wahre Gestalt erkennen, so würde er nicht das Sinnenbild haben, sondern dann würde er den Geist haben. Würde er den Tod in seiner wahren Gestalt erkennen, dann würde er im Tode sehen denjenigen Ausdruck, den diese Sinnenwelt haben muß, damit sie der Ausdruck sein kann des göttlichen Vater-Geistes.
[ 2 ] Damit diese unsere Erdenwelt überhaupt entstehen konnte, mußte eine frühere, überirdische Welt bis zur physischen Materie, bis zum physischen Stoffe herunter, im irdischen Sinne sich verdichten. Dadurch konnte die äußere Welt der Ausdruck werden einer göttlich-geistigen Welt, einer solchen göttlich-geistigen Welt, die damit etwas hat wie Geschöpfe neben sich und außer sich. Alle früheren Gestaltungen unseres Weltendaseins waren so, daß sie mehr oder weniger in der göttlichen Wesenheit darinnen waren. Auf dem alten Saturn gab es noch nicht unsere Luft, nicht unser Wasser, nicht unsere Erde, das heißt, nicht unsere festen Körper. Der ganze Saturn war noch ein Körper aus Wärme nur bestehend, ein Wärme-Raum war der alte Saturn. Und alles, was an Wesenheiten auf dem Saturn war, war noch im Schoße des göttlichen Vater-Geistes. So war es auch auf der alten Sonne, wenn sie auch schon bis zur Luft verdichtet war. Dieser Luft-Planet, die alte Sonne, enthielt in ihrem Schoß, und damit im Schoß der göttlich-geistigen Wesenheit, alle ihre Geschöpfe. Und so war es auch beim alten Mond. Erst auf der Erde drang aus dem Schoß der göttlich-geistigen Wesenheit die Schöpfung hervor, wurde etwas neben der göttlich-geistigen Wesenheit. Dem aber, was nun neben der göttlich-geistigen Wesenheit wurde, und was auch das Kleid, die Umhüllung, die physische Leiblichkeit des Menschen wurde, dem wob sich allmählich ein, gliederte sich allmählich ein alles, was von zurückgebliebenen Geistern vorhanden war. Dadurch aber wurde es als ein Geschöpf nicht so, wie es hätte werden sollen, wenn es ein Abbild der göttlich-geistigen Wesenheit geworden wäre. Die göttlich-geistige Wesenheit, nachdem sie alle Geschöpfe, unser heutiges Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich und Menschenreich in ihrem Schoß getragen, hat gleichsam sie alle entlassen, ausgebreitet wie einen Teppich um sich her. Und das war nun ein Abbild der göttlich-geistigen Wesenheit. So hätte es bleiben sollen. Aber da hat sich hineinverwoben alles, was zurückgeblieben war, was vorher von der göttlich-geistigen Wesenheit ausgestoßen war. Das alles hat sich eingegliedert, und es wurde so das Geschöpf gleichsam getrübt, weniger wert gemacht, als es sonst gewesen wäre.
[ 2 ] Damit diese unsere Erdenwelt überhaupt entstehen konnte, mußte eine frühere, überirdische Welt bis zur physischen Materie, bis zum physischen Stoffe herunter, im irdischen Sinne sich verdichten. Dadurch konnte die äußere Welt der Ausdruck werden einer göttlich-geistigen Welt, einer solchen göttlich-geistigen Welt, die damit etwas hat wie Geschöpfe neben sich und außer sich. Alle früheren Gestaltungen unseres Weltendaseins waren so, daß sie mehr oder weniger in der göttlichen Wesenheit darinnen waren. Auf dem alten Saturn gab es noch nicht unsere Luft, nicht unser Wasser, nicht unsere Erde, das heißt, nicht unsere festen Körper. Der ganze Saturn war noch ein Körper aus Wärme nur bestehend, ein Wärme-Raum war der alte Saturn. Und alles, was an Wesenheiten auf dem Saturn war, war noch im Schoße des göttlichen Vater-Geistes. So war es auch auf der alten Sonne, wenn sie auch schon bis zur Luft verdichtet war. Dieser Luft-Planet, die alte Sonne, enthielt in ihrem Schoß, und damit im Schoß der göttlich-geistigen Wesenheit, alle ihre Geschöpfe. Und so war es auch beim alten Mond. Erst auf der Erde drang aus dem Schoß der göttlich-geistigen Wesenheit die Schöpfung hervor, wurde etwas neben der göttlich-geistigen Wesenheit. Dem aber, was nun neben der göttlich-geistigen Wesenheit wurde, und was auch das Kleid, die Umhüllung, die physische Leiblichkeit des Menschen wurde, dem wob sich allmählich ein, gliederte sich allmählich ein alles, was von zurückgebliebenen Geistern vorhanden war. Dadurch aber wurde es als ein Geschöpf nicht so, wie es hätte werden sollen, wenn es ein Abbild der göttlich-geistigen Wesenheit geworden wäre. Die göttlich-geistige Wesenheit, nachdem sie alle Geschöpfe, unser heutiges Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich und Menschenreich in ihrem Schoß getragen, hat gleichsam sie alle entlassen, ausgebreitet wie einen Teppich um sich her. Und das war nun ein Abbild der göttlich-geistigen Wesenheit. So hätte es bleiben sollen. Aber da hat sich hineinverwoben alles, was zurückgeblieben war, was vorher von der göttlich-geistigen Wesenheit ausgestoßen war. Das alles hat sich eingegliedert, und es wurde so das Geschöpf gleichsam getrübt, weniger wert gemacht, als es sonst gewesen wäre.
[ 3 ] Diese Trübung entstand ja in dem Zeitalter, als der Mond sich abtrennte von der Erde, in jenem Zeitalter, von dem wir gesagt haben: Wenn nichts anderes gekommen wäre und nicht der Mond ausgestoBen worden wäre, so wäre die Erde schon dazumal verödet. Aber der Mensch sollte doch so fortgepflegt werden, daß er seine Selbständigkeit erringen konnte. Er mußte sich also in einer äußeren, irdisch-physischen Materie verkörpern. Der Mensch mußte von der lemurischen Zeit an durch die atlantische Zeit hindurch so geführt werden, daß er immer mehr und mehr dazu kam, sich in einem physisch-sinnlichen Stoff zu verkörpern. Aber in diesem physisch-sinnlichen Stoff war drinnen, was an zurückgebliebenen Wesenheiten vorhanden war. Der Mensch konnte also gar nicht anders als hineinverkörpert werden in leibliche Hüllen, in denen die zurückgebliebenen Wesenheiten waren.
[ 3 ] Diese Trübung entstand ja in dem Zeitalter, als der Mond sich abtrennte von der Erde, in jenem Zeitalter, von dem wir gesagt haben: Wenn nichts anderes gekommen wäre und nicht der Mond ausgestoBen worden wäre, so wäre die Erde schon dazumal verödet. Aber der Mensch sollte doch so fortgepflegt werden, daß er seine Selbständigkeit erringen konnte. Er mußte sich also in einer äußeren, irdisch-physischen Materie verkörpern. Der Mensch mußte von der lemurischen Zeit an durch die atlantische Zeit hindurch so geführt werden, daß er immer mehr und mehr dazu kam, sich in einem physisch-sinnlichen Stoff zu verkörpern. Aber in diesem physisch-sinnlichen Stoff war drinnen, was an zurückgebliebenen Wesenheiten vorhanden war. Der Mensch konnte also gar nicht anders als hineinverkörpert werden in leibliche Hüllen, in denen die zurückgebliebenen Wesenheiten waren.
[ 4 ] Es gab gewisse Wesenheiten in der atlantischen Zeit; die waren damals Genossen der Menschen. Der Mensch selbst war ja in der atlantischen Zeit noch in einer weichen Materie. Das, was heute das Menschenfleisch ist, war noch nicht so wie heute, Wenn man in der alten Atlantis, wo die Luft ganz erfüllt war von dichten, schweren Wasser-Nebelmassen, und wo der Mensch ein Wasserwesen war, den Menschen angesehen hätte, so hätte man sagen können: Er war so ähnlich beschaffen wie heute gewisse gallertartige Tiere im Meereswasser, die man kaum unterscheiden kann von dem umliegenden Wasser. So war der Mensch beschaffen. Alle Organe waren schon veranlagt. Aber erst nach und nach verhärteten sich die Organe, erst nach und nach bekam der Mensch die Knochen und so weiter. Also die feinen stofflichen Anlagen waren vorhanden, aber sie verhärteten sich erst im Laufe der Zeit.
[ 4 ] Es gab gewisse Wesenheiten in der atlantischen Zeit; die waren damals Genossen der Menschen. Der Mensch selbst war ja in der atlantischen Zeit noch in einer weichen Materie. Das, was heute das Menschenfleisch ist, war noch nicht so wie heute, Wenn man in der alten Atlantis, wo die Luft ganz erfüllt war von dichten, schweren Wasser-Nebelmassen, und wo der Mensch ein Wasserwesen war, den Menschen angesehen hätte, so hätte man sagen können: Er war so ähnlich beschaffen wie heute gewisse gallertartige Tiere im Meereswasser, die man kaum unterscheiden kann von dem umliegenden Wasser. So war der Mensch beschaffen. Alle Organe waren schon veranlagt. Aber erst nach und nach verhärteten sich die Organe, erst nach und nach bekam der Mensch die Knochen und so weiter. Also die feinen stofflichen Anlagen waren vorhanden, aber sie verhärteten sich erst im Laufe der Zeit.
[ 5 ] In der ersten Zeit der atlantischen Entwickelung gab es nun noch Wesenheiten, die sozusagen Genossen des Menschen waren, insofern als der Mensch damals hellseherisch war und auch diejenigen Wesenheiten sehen konnte, die eigentlich ihren Wohnsitz auf der Sonne aufgeschlagen hatten, die ihm aber in den Strahlen der Sonne entgegenschienen. Denn nicht bloß ein physisches Sonnenlicht kam dem Menschen entgegen, sondern im physischen Sonnenlichte kamen ihm Wesenheiten entgegen, die der Mensch sah. Und wenn der Mensch selber in einem Zustand war, den man dem Schlafe vergleichen könnte, dann konnte er sagen: Jetzt bin ich aus meinem Leib heraus und bin in der Sphäre, wo Sonnenwesen wandeln.
[ 5 ] In der ersten Zeit der atlantischen Entwickelung gab es nun noch Wesenheiten, die sozusagen Genossen des Menschen waren, insofern als der Mensch damals hellseherisch war und auch diejenigen Wesenheiten sehen konnte, die eigentlich ihren Wohnsitz auf der Sonne aufgeschlagen hatten, die ihm aber in den Strahlen der Sonne entgegenschienen. Denn nicht bloß ein physisches Sonnenlicht kam dem Menschen entgegen, sondern im physischen Sonnenlichte kamen ihm Wesenheiten entgegen, die der Mensch sah. Und wenn der Mensch selber in einem Zustand war, den man dem Schlafe vergleichen könnte, dann konnte er sagen: Jetzt bin ich aus meinem Leib heraus und bin in der Sphäre, wo Sonnenwesen wandeln.
[ 6 ] Dann kam aber die Zeit, gegen die Mitte und das letzte Drittel der atlantischen Zeit, wo die Erde in ihrer physischen Materie immer dichter und dichter wurde, und wo der Mensch die Anlage bekam, sein Selbstbewußtsein zu entwickeln. Da gab es solche Wesenheiten für den Menschen nicht mehr zu sehen. Da mußten solche Wesenheiten sich zurückziehen von der Erde, von dem Anblick, den der Mensch auf der Erde haben konnte. Immer mächtiger zog es den Menschen durch den luziferischen Einfluß in die dichte Materie herunter. Da wurde es einer Wesenheit möglich, die als Luzifer-Wesenheit angesprochen werden muß, sich so einzunisten in den menschlichen astralischen Leib, daß der Mensch immer mehr herunterstieg zu einem dichten physischen Körper. Die Wesenheiten aber, die früher seine Genossen waren, die hoben sich damals immer höher und höher. Die sagten: Wir wollen nichts zu tun haben mit den Wesenheiten, die zurückgeblieben sind! - Sie machten sich von ihnen los. In den menschlichen astralischen Leib zogen ein die luziferischen Wesenheiten. Die höheren Wesenheiten aber machten sich von ihnen los, stießen sie herunter, indem sie sagten: Ihr sollt nicht weiter mit hinauf, ihr sollt sehen, wie ihr unten fortkommt!
[ 6 ] Dann kam aber die Zeit, gegen die Mitte und das letzte Drittel der atlantischen Zeit, wo die Erde in ihrer physischen Materie immer dichter und dichter wurde, und wo der Mensch die Anlage bekam, sein Selbstbewußtsein zu entwickeln. Da gab es solche Wesenheiten für den Menschen nicht mehr zu sehen. Da mußten solche Wesenheiten sich zurückziehen von der Erde, von dem Anblick, den der Mensch auf der Erde haben konnte. Immer mächtiger zog es den Menschen durch den luziferischen Einfluß in die dichte Materie herunter. Da wurde es einer Wesenheit möglich, die als Luzifer-Wesenheit angesprochen werden muß, sich so einzunisten in den menschlichen astralischen Leib, daß der Mensch immer mehr herunterstieg zu einem dichten physischen Körper. Die Wesenheiten aber, die früher seine Genossen waren, die hoben sich damals immer höher und höher. Die sagten: Wir wollen nichts zu tun haben mit den Wesenheiten, die zurückgeblieben sind! - Sie machten sich von ihnen los. In den menschlichen astralischen Leib zogen ein die luziferischen Wesenheiten. Die höheren Wesenheiten aber machten sich von ihnen los, stießen sie herunter, indem sie sagten: Ihr sollt nicht weiter mit hinauf, ihr sollt sehen, wie ihr unten fortkommt!
[ 7 ] Eine dieser Wesenheiten wird dargestellt in Michael, der die luziferischen Wesenheiten hinunterstieß in den Abgrund, daß sie sich bewegten im Bereich der Erde. Und in der astralischen Wesenheit der Menschen suchten sie da ihre Wirkung auszuüben. Und der Ort dieser Wesenheiten war nicht mehr der «Himmel». Jene Wesenheiten, deren Schauplatz im Himmel gefunden wurde, haben sie hinuntergestoßen auf die Erde. Alles Böse, alles Schlimme hat aber sein Gutes und ist mitbegründet in der Weisheit der Welt. Diese Wesenheiten mußten zurückgelassen werden in der Welt, damit sie den Menschen herunterzogen in die physische Materie, innerhalb welcher er nur lernen konnte, zu sich «Ich» zu sagen, damit er sein Selbstbewußtsein entwickeln konnte. Ohne die Verwickelung in die Maja hätte der Mensch nicht gelernt, zu sich «Ich » zu sagen. Aber der Mensch wäre untergegangen in der Illusion, wenn es der Illusion und ihren Mächten — Luzifer- Ahriman - gelungen wäre, den Menschen zu halten innerhalb der Illusion.
[ 7 ] Eine dieser Wesenheiten wird dargestellt in Michael, der die luziferischen Wesenheiten hinunterstieß in den Abgrund, daß sie sich bewegten im Bereich der Erde. Und in der astralischen Wesenheit der Menschen suchten sie da ihre Wirkung auszuüben. Und der Ort dieser Wesenheiten war nicht mehr der «Himmel». Jene Wesenheiten, deren Schauplatz im Himmel gefunden wurde, haben sie hinuntergestoßen auf die Erde. Alles Böse, alles Schlimme hat aber sein Gutes und ist mitbegründet in der Weisheit der Welt. Diese Wesenheiten mußten zurückgelassen werden in der Welt, damit sie den Menschen herunterzogen in die physische Materie, innerhalb welcher er nur lernen konnte, zu sich «Ich» zu sagen, damit er sein Selbstbewußtsein entwickeln konnte. Ohne die Verwickelung in die Maja hätte der Mensch nicht gelernt, zu sich «Ich » zu sagen. Aber der Mensch wäre untergegangen in der Illusion, wenn es der Illusion und ihren Mächten — Luzifer- Ahriman - gelungen wäre, den Menschen zu halten innerhalb der Illusion.
[ 8 ] Ich muß jetzt allerdings einiges aussprechen, was ich Sie bitte — ich möchte sagen — mit aller Erkenntnisvorsicht anzuhören. Denn nur dann, wenn Sie sich diese Gedanken weiter ausbilden und sie zwar wörtlich nehmen, aber doch nicht in dem Sinne, wie eine materialistische Ansicht das Wörtlichnehmen zu tun pflegt, werden Sie sie richtig verstehen.
[ 8 ] Ich muß jetzt allerdings einiges aussprechen, was ich Sie bitte — ich möchte sagen — mit aller Erkenntnisvorsicht anzuhören. Denn nur dann, wenn Sie sich diese Gedanken weiter ausbilden und sie zwar wörtlich nehmen, aber doch nicht in dem Sinne, wie eine materialistische Ansicht das Wörtlichnehmen zu tun pflegt, werden Sie sie richtig verstehen.
[ 9 ] Was beabsichtigten die luziferisch-ahrimanischen Wesenheiten mit der physischen Welt? Was wollten sie mit all den Wesenheiten, die jetzt in der Welt sind, und auf die sie wirken konnten, nachdem sie sich einmal verbunden hatten mit der menschlichen Entwickelung in der atlantischen Zeit?
[ 9 ] Was beabsichtigten die luziferisch-ahrimanischen Wesenheiten mit der physischen Welt? Was wollten sie mit all den Wesenheiten, die jetzt in der Welt sind, und auf die sie wirken konnten, nachdem sie sich einmal verbunden hatten mit der menschlichen Entwickelung in der atlantischen Zeit?
[ 10 ] Diese Wesenheiten — Luzifer-Ahriman — wollten nichts Geringeres, als alle Wesenheiten, die auf der Erde sind, in der Gestalt, wie sie verwoben sind in der dichten physischen Materie, zu erhalten. Wenn zum Beispiel eine Pflanze wächst, herauswächst aus ihrer Wurzel, Blatt für Blatt in die Höhe treibt bis zur Blüte, dann haben Luzifer- Ahriman die Absicht, dieses Treiben und Wachsen immer weiter und weiter zu bringen, das heißt, diese Wesenheit, die sich da herausentwickelt, der physischen Gestalt ähnlich zu machen, zu erhalten, wie sie ist, und sie damit zu entreißen der geistigen Welt. Denn würde es ihnen gelingen, diese Wesenheit der geistigen Welt der physischen Gestalt ähnlich zu machen, so würden sie den Himmel sozusagen der Erde entreißen. Und auch bei allen Tieren haben die luziferisch-ahrimanischen Wesenheiten die Tendenz, sie ähnlich zu machen dem Körper, in dem sie sind, und sie ihren göttlich-geistigen Ursprung innerhalb der Materie vergessen zu lassen. Und ebenso auch beim Menschen.
[ 10 ] Diese Wesenheiten — Luzifer-Ahriman — wollten nichts Geringeres, als alle Wesenheiten, die auf der Erde sind, in der Gestalt, wie sie verwoben sind in der dichten physischen Materie, zu erhalten. Wenn zum Beispiel eine Pflanze wächst, herauswächst aus ihrer Wurzel, Blatt für Blatt in die Höhe treibt bis zur Blüte, dann haben Luzifer- Ahriman die Absicht, dieses Treiben und Wachsen immer weiter und weiter zu bringen, das heißt, diese Wesenheit, die sich da herausentwickelt, der physischen Gestalt ähnlich zu machen, zu erhalten, wie sie ist, und sie damit zu entreißen der geistigen Welt. Denn würde es ihnen gelingen, diese Wesenheit der geistigen Welt der physischen Gestalt ähnlich zu machen, so würden sie den Himmel sozusagen der Erde entreißen. Und auch bei allen Tieren haben die luziferisch-ahrimanischen Wesenheiten die Tendenz, sie ähnlich zu machen dem Körper, in dem sie sind, und sie ihren göttlich-geistigen Ursprung innerhalb der Materie vergessen zu lassen. Und ebenso auch beim Menschen.
[ 11 ] Damit das nicht sein konnte, kam der göttlich-geistige Vater und sagte: Zwar haben sich errungen die Wesen der Erde in ihrem Gipfel, in dem Menschen, das äußere Erkennen im Ich; aber das Leben dürfen wir ihnen jetzt nicht überlassen! Denn das Leben würde so gestaltet werden, daß die Wesenheiten in diesem Leben entrissen würden ihrer göttlich-geistigen Wurzel; der Mensch würde sich eingliedern in den physischen Leib und für ewig seinen göttlich-geistigen Ursprung vergessen. — Dadurch allein konnte der göttliche Vater-Geist die Erinnerung an den göttlichen Ursprung retten, daß er allem, was in die Materie strebt, die Wohltat des Todes mitgab. So war es möglich, daß die Pflanze, wenn sie wächst, in die Höhe schießt bis zu dem Moment, wo die Befruchtung eintritt - und in demselben Moment welkt die Pflanzengestalt, eine neue Pflanzengestalt tritt aus dem Samen hervor. Dadurch aber, wenn die Pflanze in den Samen tritt, ist sie für einen Moment in der göttlich-geistigen Welt und wird erfrischt durch die göttlich-geistige Welt. Und so ist es insbesondere für den Menschen. Der Mensch würde hineingebannt in die Erde und vergessen seinen geistig-göttlichen Ursprung, wenn nicht der Tod ausgebreitet wäre über die Erde, wenn der Mensch nicht immer neue Kraftquellen zwischen dem Tode und der neuen Geburt zugeführt erhielte, um nicht zu vergessen seinen göttlich-geistigen Ursprung.
[ 11 ] Damit das nicht sein konnte, kam der göttlich-geistige Vater und sagte: Zwar haben sich errungen die Wesen der Erde in ihrem Gipfel, in dem Menschen, das äußere Erkennen im Ich; aber das Leben dürfen wir ihnen jetzt nicht überlassen! Denn das Leben würde so gestaltet werden, daß die Wesenheiten in diesem Leben entrissen würden ihrer göttlich-geistigen Wurzel; der Mensch würde sich eingliedern in den physischen Leib und für ewig seinen göttlich-geistigen Ursprung vergessen. — Dadurch allein konnte der göttliche Vater-Geist die Erinnerung an den göttlichen Ursprung retten, daß er allem, was in die Materie strebt, die Wohltat des Todes mitgab. So war es möglich, daß die Pflanze, wenn sie wächst, in die Höhe schießt bis zu dem Moment, wo die Befruchtung eintritt - und in demselben Moment welkt die Pflanzengestalt, eine neue Pflanzengestalt tritt aus dem Samen hervor. Dadurch aber, wenn die Pflanze in den Samen tritt, ist sie für einen Moment in der göttlich-geistigen Welt und wird erfrischt durch die göttlich-geistige Welt. Und so ist es insbesondere für den Menschen. Der Mensch würde hineingebannt in die Erde und vergessen seinen geistig-göttlichen Ursprung, wenn nicht der Tod ausgebreitet wäre über die Erde, wenn der Mensch nicht immer neue Kraftquellen zwischen dem Tode und der neuen Geburt zugeführt erhielte, um nicht zu vergessen seinen göttlich-geistigen Ursprung.
[ 12 ] Der Tod, wenn wir ihn prüfen, wo ist er auf der Erde? Fragen wir einmal bei irgendeinem Wesen, das als Pflanze uns erfreut. Ein Wesen, das mit herrlichen Pflanzenblüten unser Auge erfreut - in einigen Monaten ist es nicht mehr da. Der Tod ist über dasselbe gekommen. Schauen wir uns ein Tier an, das uns meinetwillen treu ist, oder irgendein anderes Tier: in kurzer Zeit wird es nicht mehr sein. Der Tod ist über dasselbe gekommen. Schauen wir uns einen Menschen an, wie er in der physischen Welt steht: Nach einiger Zeit ist der Tod über ihn gekommen. Er wird nicht mehr sein, denn wäre er noch da, er würde seinen göttlich-geistigen Ursprung vergessen. Schauen wir uns einen Berg an. Es wird eine Zeit kommen, wo die vulkanische Tätigkeit unserer Erde den Berg verschlungen haben wird: Der Tod ist über ihn hinweggegangen. Schauen wir uns an, was wir wollen: Es gibt nichts, dem nicht der Tod einverwoben wäre. Alles auf der Erde ist in den Tod eingetaucht!
[ 12 ] Der Tod, wenn wir ihn prüfen, wo ist er auf der Erde? Fragen wir einmal bei irgendeinem Wesen, das als Pflanze uns erfreut. Ein Wesen, das mit herrlichen Pflanzenblüten unser Auge erfreut - in einigen Monaten ist es nicht mehr da. Der Tod ist über dasselbe gekommen. Schauen wir uns ein Tier an, das uns meinetwillen treu ist, oder irgendein anderes Tier: in kurzer Zeit wird es nicht mehr sein. Der Tod ist über dasselbe gekommen. Schauen wir uns einen Menschen an, wie er in der physischen Welt steht: Nach einiger Zeit ist der Tod über ihn gekommen. Er wird nicht mehr sein, denn wäre er noch da, er würde seinen göttlich-geistigen Ursprung vergessen. Schauen wir uns einen Berg an. Es wird eine Zeit kommen, wo die vulkanische Tätigkeit unserer Erde den Berg verschlungen haben wird: Der Tod ist über ihn hinweggegangen. Schauen wir uns an, was wir wollen: Es gibt nichts, dem nicht der Tod einverwoben wäre. Alles auf der Erde ist in den Tod eingetaucht!
[ 13 ] So ist der Tod der wohltätige Entreißer aus einem Dasein, das den Menschen ganz herausführen würde aus der göttlich-geistigen Welt. Aber es mußte dieser Mensch in die physisch-sinnliche Welt kommen. Denn nur in der physisch-sinnlichen Welt war es ihm möglich, sein Selbstbewußtsein, seine menschliche Ichheit zu erringen. Würde er durch den Tod immer gehen müssen, ohne etwas mitnehmen zu können aus diesem Reich des Todes, dann würde er zwar in die göttlichgeistige Welt wieder zurückgehen können, aber unbewußt, ohne Ichheit. Er muß it seiner Ichheit in die göttlich-geistige Welt hineingehen. Er muß daher das irdische Reich, dem ganz der Tod einverwoben ist, befruchten können so, daß der Tod der Same wird für eine Ichheit im Ewigen, im Geistigen.
[ 13 ] So ist der Tod der wohltätige Entreißer aus einem Dasein, das den Menschen ganz herausführen würde aus der göttlich-geistigen Welt. Aber es mußte dieser Mensch in die physisch-sinnliche Welt kommen. Denn nur in der physisch-sinnlichen Welt war es ihm möglich, sein Selbstbewußtsein, seine menschliche Ichheit zu erringen. Würde er durch den Tod immer gehen müssen, ohne etwas mitnehmen zu können aus diesem Reich des Todes, dann würde er zwar in die göttlichgeistige Welt wieder zurückgehen können, aber unbewußt, ohne Ichheit. Er muß it seiner Ichheit in die göttlich-geistige Welt hineingehen. Er muß daher das irdische Reich, dem ganz der Tod einverwoben ist, befruchten können so, daß der Tod der Same wird für eine Ichheit im Ewigen, im Geistigen.
[ 14 ] Diese Möglichkeit aber, daß der Tod, der sonst Vernichtung wäre, umgewandelt wird in den Samen für die ewige Ichheit, ist gegeben worden durch den Christus-Impuls. Auf Golgatha ist zuerst die wahre Gestalt des Todes vor die Menschheit hingestellt worden. Und dadurch, daß sich mit dem 'Tode vermählt hat der Christus, das Abbild des VaterGeistes, der Sohn des Vater-Geistes, dadurch ist der Tod auf Golgatha der Ausgang eines neuen Lebens und, wie wir gestern gesehen haben, einer neuen Sonne. Und nunmehr kann in der Tat alles, was früher als die Lehrzeit des Menschen da war, nachdem sich der Mensch ein Ich für die Ewigkeit erobert hat, nun kann alles Frühere verschwinden, und der Mensch kann in die Zukunft hineingehen mit seiner geretteten Ichheit, die immer mehr und mehr eine Nachbildung der Christus-Ichheit werden wird.
[ 14 ] Diese Möglichkeit aber, daß der Tod, der sonst Vernichtung wäre, umgewandelt wird in den Samen für die ewige Ichheit, ist gegeben worden durch den Christus-Impuls. Auf Golgatha ist zuerst die wahre Gestalt des Todes vor die Menschheit hingestellt worden. Und dadurch, daß sich mit dem 'Tode vermählt hat der Christus, das Abbild des VaterGeistes, der Sohn des Vater-Geistes, dadurch ist der Tod auf Golgatha der Ausgang eines neuen Lebens und, wie wir gestern gesehen haben, einer neuen Sonne. Und nunmehr kann in der Tat alles, was früher als die Lehrzeit des Menschen da war, nachdem sich der Mensch ein Ich für die Ewigkeit erobert hat, nun kann alles Frühere verschwinden, und der Mensch kann in die Zukunft hineingehen mit seiner geretteten Ichheit, die immer mehr und mehr eine Nachbildung der Christus-Ichheit werden wird.
[ 15 ] Nehmen wir als Beispiel für das eben Gesagte einen allmählich entzündeten siebenarmigen Leuchter und betrachten wir die erste Flamme seiner Siebenheit als ein Symbolum für die erste Zeit der Menschenentwickelung, die Saturnentwickelung. Jede Entwickelung läuft in sieben kleineren Unterabteilungen ab. So haben wir in der ersten Flamme der Siebenheit des Leuchters ein Symbolum für die Kräfte, die dem Menschen zugeflossen sind während der Saturnzeit. Gehen wir zu der zweiten Flamme innerhalb der Siebenheit dieses Leuchters, so haben wir darinnen ein Symbolum für die Kräfte, die aus der alten Sonnen-Entwickelung dem Menschen zugeflossen sind. In derselben Weise haben wir in der dritten Flamme der Siebenheit ein Symbolum für die Kräfte, die dem Menschen im Laufe der alten Mondenzeit zugeflossen sind. Und in der vierten haben wir ein Symbolum für alles, was dem Menschen zugeflossen ist aus der Erdenentwickelung. Denken wir uns nun das mittlere Licht hellentzündet, die nächsten noch in dunklen Flammen brennend: da, wo das mittlere Licht ist, da ist der Zeitpunkt, wo das Christus-Licht in die Entwickelung eingeschlagen hat. Niemals könnten die anderen Lichter entzündet werden, niemals könnten die folgenden Zeiten der Entwickelung kommen, wenn nicht der Christus-Impuls in die Mensch heitsentwickelung eingeschlagen hätte. Dunkel sind sie heute noch.
[ 15 ] Nehmen wir als Beispiel für das eben Gesagte einen allmählich entzündeten siebenarmigen Leuchter und betrachten wir die erste Flamme seiner Siebenheit als ein Symbolum für die erste Zeit der Menschenentwickelung, die Saturnentwickelung. Jede Entwickelung läuft in sieben kleineren Unterabteilungen ab. So haben wir in der ersten Flamme der Siebenheit des Leuchters ein Symbolum für die Kräfte, die dem Menschen zugeflossen sind während der Saturnzeit. Gehen wir zu der zweiten Flamme innerhalb der Siebenheit dieses Leuchters, so haben wir darinnen ein Symbolum für die Kräfte, die aus der alten Sonnen-Entwickelung dem Menschen zugeflossen sind. In derselben Weise haben wir in der dritten Flamme der Siebenheit ein Symbolum für die Kräfte, die dem Menschen im Laufe der alten Mondenzeit zugeflossen sind. Und in der vierten haben wir ein Symbolum für alles, was dem Menschen zugeflossen ist aus der Erdenentwickelung. Denken wir uns nun das mittlere Licht hellentzündet, die nächsten noch in dunklen Flammen brennend: da, wo das mittlere Licht ist, da ist der Zeitpunkt, wo das Christus-Licht in die Entwickelung eingeschlagen hat. Niemals könnten die anderen Lichter entzündet werden, niemals könnten die folgenden Zeiten der Entwickelung kommen, wenn nicht der Christus-Impuls in die Mensch heitsentwickelung eingeschlagen hätte. Dunkel sind sie heute noch.
[ 16 ] Wenn wir nun die zukünftige Entwickelung ebenso symbolisch darstellen wollten, so müßten wir, indem sich das nächste Licht nach dem mittleren entzündet und immer heller wird, das erste Licht verglimmen lassen. Indem sich das nächstfolgende entzündet, müßten wir das zweite verglimmen lassen und so fort. Denn hier ist der Beginn einer neuen Sonnen-Entwickelung! Und wenn die Lichter bis zum letzten brennen werden, dann werden wir die ersten verlöschen sehen können, weil ihre Früchte eingeflossen sind in die letzten Lichter, übergegangen sind in die Zukunft.
[ 16 ] Wenn wir nun die zukünftige Entwickelung ebenso symbolisch darstellen wollten, so müßten wir, indem sich das nächste Licht nach dem mittleren entzündet und immer heller wird, das erste Licht verglimmen lassen. Indem sich das nächstfolgende entzündet, müßten wir das zweite verglimmen lassen und so fort. Denn hier ist der Beginn einer neuen Sonnen-Entwickelung! Und wenn die Lichter bis zum letzten brennen werden, dann werden wir die ersten verlöschen sehen können, weil ihre Früchte eingeflossen sind in die letzten Lichter, übergegangen sind in die Zukunft.
[ 17 ] So haben Sie eine Entwickelung in der Vergangenheit, die ihre Kräfte empfangen hat von dem Vater-Geist. Würde der Vater-Geist so weiter wirken, so müßten die Lichter alle nach und nach verlöschen, weil Luzifer-Ahriman sich einverwoben hat. Dadurch aber, daß der Christus-Impuls gekommen ist, leuchtet jetzt ein neues Licht auf. Eine Weltensonne beginnt.
[ 17 ] So haben Sie eine Entwickelung in der Vergangenheit, die ihre Kräfte empfangen hat von dem Vater-Geist. Würde der Vater-Geist so weiter wirken, so müßten die Lichter alle nach und nach verlöschen, weil Luzifer-Ahriman sich einverwoben hat. Dadurch aber, daß der Christus-Impuls gekommen ist, leuchtet jetzt ein neues Licht auf. Eine Weltensonne beginnt.
[ 18 ] Ja, es mußte der Tod einverwoben werden allem natürlichen Dasein, weil ihm einverwoben ist Luzifer-Ahriman. Und ohne Luzifer- Ahriman wäre die Menschheit nicht zur Selbständigkeit gekommen. Mit Luzifer-Ahriman allein aber wäre die Selbständigkeit immer stärker und stärker geworden und hätte endlich das Vergessen des göttlichgeistigen Ursprungs herbeigeführt. Deshalb mußte selbst unserem Leib der Tod beigemischt werden. Wir könnten aus uns nicht einmal die Ichheit in die Ewigkeit mitnehmen, wenn nicht dem äußeren Ausdrucke der Ichheit, die im Blute liegt, beigemischt wäre der Tod.
[ 18 ] Ja, es mußte der Tod einverwoben werden allem natürlichen Dasein, weil ihm einverwoben ist Luzifer-Ahriman. Und ohne Luzifer- Ahriman wäre die Menschheit nicht zur Selbständigkeit gekommen. Mit Luzifer-Ahriman allein aber wäre die Selbständigkeit immer stärker und stärker geworden und hätte endlich das Vergessen des göttlichgeistigen Ursprungs herbeigeführt. Deshalb mußte selbst unserem Leib der Tod beigemischt werden. Wir könnten aus uns nicht einmal die Ichheit in die Ewigkeit mitnehmen, wenn nicht dem äußeren Ausdrucke der Ichheit, die im Blute liegt, beigemischt wäre der Tod.
[ 19 ] Wir haben in uns ein Blut des Lebens: den roten Blutstrom. Und wir haben ein Blut des Todes in uns: das blaue Blut. In jedem Augenblicke muß, damit unsere Ichheit leben kann, das Leben, das im roten Blute fließt, im blauen Blute ertötet werden. Würde es nicht ertötet, so würde der Mensch im Leben so untergehen, daß er seinen göttlich-geistigen Ursprung vergessen würde. Die abendländische Esoterik hat ein Symbolum für diese beiden Blutarten, zwei Säulen, eine rote und eine blaue: die eine ein Leben symbolisierend, das aus dem göttlichen VaterGeist fließt, aber in der Form, wo es sich selber verlieren würde; die andere die Vernichtung desselben. Der Tod ist der Stärkere, der Kräftigere, das, was die Vernichtung desjenigen herbeiführt, was sich selbst sonst in sich verlieren würde. Vernichtung aber dessen, was sich sonst verlieren würde, bedeutet aufrufen zur Auferstehung!
[ 19 ] Wir haben in uns ein Blut des Lebens: den roten Blutstrom. Und wir haben ein Blut des Todes in uns: das blaue Blut. In jedem Augenblicke muß, damit unsere Ichheit leben kann, das Leben, das im roten Blute fließt, im blauen Blute ertötet werden. Würde es nicht ertötet, so würde der Mensch im Leben so untergehen, daß er seinen göttlich-geistigen Ursprung vergessen würde. Die abendländische Esoterik hat ein Symbolum für diese beiden Blutarten, zwei Säulen, eine rote und eine blaue: die eine ein Leben symbolisierend, das aus dem göttlichen VaterGeist fließt, aber in der Form, wo es sich selber verlieren würde; die andere die Vernichtung desselben. Der Tod ist der Stärkere, der Kräftigere, das, was die Vernichtung desjenigen herbeiführt, was sich selbst sonst in sich verlieren würde. Vernichtung aber dessen, was sich sonst verlieren würde, bedeutet aufrufen zur Auferstehung!
[ 20 ] So sehen Sie, wie wir durch eine richtige Interpretation des JohannesEvangeliums in den Sinn des ganzen Lebens hineinschauen. Dasjenige, was wir gestern und heute gewonnen haben, ist also nichts anderes, als daß in dem Momente unserer Zeitentwickelung, welche die christliche Zeitrechnung mit einer neuen «1» beginnt, etwas eingetreten ist, was für die ganze Erdentwickelung und, insofern die kosmische Entwickelung mit der Erde zusammenhängt, auch für die kosmische Entwickelung von höchster Bedeutung ist. Ja, mit dem Golgatha-Ereignis ist ein neuer Mittelpunkt geschaffen. Mit der Erde ist seitdem vereint der Christus-Geist. Nach und nach ist er herangekommen, und seit der Zeit ist er in der Erde. Und es.handelt sich darum, daß die Menschen erkennen lernen, daß der Christus-Geist seit jener Zeit in der Erde ist, daß in jedem Produkt der Erde der Christus-Geist ist, und daß sie alles unter dem Gesichtspunkt des Todes erkennen, wenn sie nicht den ChristusGeist darinnen erblicken, alles aber erkennen unter dem Gesichtspunkt des Lebens, wenn sie darinnen erblicken den Christus-Geist.
[ 20 ] So sehen Sie, wie wir durch eine richtige Interpretation des JohannesEvangeliums in den Sinn des ganzen Lebens hineinschauen. Dasjenige, was wir gestern und heute gewonnen haben, ist also nichts anderes, als daß in dem Momente unserer Zeitentwickelung, welche die christliche Zeitrechnung mit einer neuen «1» beginnt, etwas eingetreten ist, was für die ganze Erdentwickelung und, insofern die kosmische Entwickelung mit der Erde zusammenhängt, auch für die kosmische Entwickelung von höchster Bedeutung ist. Ja, mit dem Golgatha-Ereignis ist ein neuer Mittelpunkt geschaffen. Mit der Erde ist seitdem vereint der Christus-Geist. Nach und nach ist er herangekommen, und seit der Zeit ist er in der Erde. Und es.handelt sich darum, daß die Menschen erkennen lernen, daß der Christus-Geist seit jener Zeit in der Erde ist, daß in jedem Produkt der Erde der Christus-Geist ist, und daß sie alles unter dem Gesichtspunkt des Todes erkennen, wenn sie nicht den ChristusGeist darinnen erblicken, alles aber erkennen unter dem Gesichtspunkt des Lebens, wenn sie darinnen erblicken den Christus-Geist.
[ 21 ] Wir sind erst im Anfange derjenigen Entwickelung, welche die christliche Entwickelung ist. Die Zukunft dieser Entwickelung besteht darinnen, daß wir in der ganzen Erde sehen den Körper des Christus. Denn der Christus ist seit jener Zeit in die Erde eingezogen, hat in der Erde einen neuen Lichtmittelpunkt geschaffen und durchdringt die Erde, leuchtet in die Welt hinaus und ist ewig in der Erdenaura verwoben. Sehen wir daher die Erde heute ohne den Christus-Geist, der ihr zugrunde liegt, so sehen wir das Verwesende, das Verfaulende der Erde, den sich zersetzenden Leichnam. Sehen wir die Erde zerspaltet in noch so viele kleine Partikel, so sehen wir, wenn wir nicht den Christus verstehen, den sich zersetzenden Erdenleichnam. Überall, wo wir bloß Stoffe sehen, da sehen wir die Unwahrheit.
[ 21 ] Wir sind erst im Anfange derjenigen Entwickelung, welche die christliche Entwickelung ist. Die Zukunft dieser Entwickelung besteht darinnen, daß wir in der ganzen Erde sehen den Körper des Christus. Denn der Christus ist seit jener Zeit in die Erde eingezogen, hat in der Erde einen neuen Lichtmittelpunkt geschaffen und durchdringt die Erde, leuchtet in die Welt hinaus und ist ewig in der Erdenaura verwoben. Sehen wir daher die Erde heute ohne den Christus-Geist, der ihr zugrunde liegt, so sehen wir das Verwesende, das Verfaulende der Erde, den sich zersetzenden Leichnam. Sehen wir die Erde zerspaltet in noch so viele kleine Partikel, so sehen wir, wenn wir nicht den Christus verstehen, den sich zersetzenden Erdenleichnam. Überall, wo wir bloß Stoffe sehen, da sehen wir die Unwahrheit.
[ 22 ] So finden Sie nicht dieWahrheit, wenn Sie den Menschen der Erde studieren; Sie studieren nur seinen sich zersetzenden Leichnam. Wenn Sie seinen Leichnam studieren, dann können Sie konsequenterweise dieElemente der Erde nur so beurteilen, daß Sie sagen: «Die Erde besteht aus Stoff-Atomen » - gleichgültig, ob es räumlich ausgedehnte Atome oder Kraftmittelpunkte sind, es kommt darauf nicht an. Wenn wir Atome sehen, aus denen unsere Erde bestehen soll, dann sehen wir den Erdenleichnam, das, was sich fortwährend zersetzt, und was einst nicht mehr sein wird, wenn die Erde nicht mehr sein wird. Und die Erde löst sich auf.
[ 22 ] So finden Sie nicht dieWahrheit, wenn Sie den Menschen der Erde studieren; Sie studieren nur seinen sich zersetzenden Leichnam. Wenn Sie seinen Leichnam studieren, dann können Sie konsequenterweise dieElemente der Erde nur so beurteilen, daß Sie sagen: «Die Erde besteht aus Stoff-Atomen » - gleichgültig, ob es räumlich ausgedehnte Atome oder Kraftmittelpunkte sind, es kommt darauf nicht an. Wenn wir Atome sehen, aus denen unsere Erde bestehen soll, dann sehen wir den Erdenleichnam, das, was sich fortwährend zersetzt, und was einst nicht mehr sein wird, wenn die Erde nicht mehr sein wird. Und die Erde löst sich auf.
[ 23 ] Dann erst erkennen wir die Wahrheit, wenn wir in jedem Atom sehen einen Teil des Christus-Geistes, der seit jener Zeit darinnen ist. Aus was besteht denn die Erde, seitdem der Christus-Geist sie durchdrungen hat? Bis ins Atom hinein besteht die Erde aus Leben, seit sie der Christus durchdrungen hat! Jedes Atom hat nur dadurch einen Wert und kann nur dadurch erkannt werden, daß Sie in ihm sehen eine Hülle, die ein Geistiges umschließt. Und dieses Geistige ist ein Teil des Christus.
[ 23 ] Dann erst erkennen wir die Wahrheit, wenn wir in jedem Atom sehen einen Teil des Christus-Geistes, der seit jener Zeit darinnen ist. Aus was besteht denn die Erde, seitdem der Christus-Geist sie durchdrungen hat? Bis ins Atom hinein besteht die Erde aus Leben, seit sie der Christus durchdrungen hat! Jedes Atom hat nur dadurch einen Wert und kann nur dadurch erkannt werden, daß Sie in ihm sehen eine Hülle, die ein Geistiges umschließt. Und dieses Geistige ist ein Teil des Christus.
[ 24 ] Nehmen Sie jetzt irgend etwas von der Erde. Wann erkennen Sie es richtig? Wenn Sie sagen: «Das ist ein Teil des Leibes des Christus!» Was konnte der Christus sagen zu denjenigen, die ihn erkennen mochten ? Indem er ihnen das Brot brach, das aus dem Korn der Erde kommt, konnte der Christus sagen: « Dies ist mein Leib!» Was konnte er ihnen sagen, indem er ihnen den Rebensaft gab, der aus dem Saft der Pflanzen kommt? — «Dies ist mein Blut!» Weil er die Seele der Erde geworden ist, konnte erzu dem, was fest ist, sagen: « Dies ist mein Fleisch » und zu dem Pflanzensaft: « Dies ist mein Blut », wie Sie zu Ihrem Fleisch sagen: Dies ist mein Fleisch, und zu Ihrem Blut: Dies ist mein Blut. - Und diejenigen Menschen, welche imstande sind, den richtigen Sinn dieser Worte des Christus zu fassen, die machen sich Gedankenbilder, die anziehen in dem Brot und in dem Rebensaft den Leib und das Blut Christi, die anziehen den Christus-Geist darinnen. Und sie vereinigen sich mit dem Christus-Geist.
[ 24 ] Nehmen Sie jetzt irgend etwas von der Erde. Wann erkennen Sie es richtig? Wenn Sie sagen: «Das ist ein Teil des Leibes des Christus!» Was konnte der Christus sagen zu denjenigen, die ihn erkennen mochten ? Indem er ihnen das Brot brach, das aus dem Korn der Erde kommt, konnte der Christus sagen: « Dies ist mein Leib!» Was konnte er ihnen sagen, indem er ihnen den Rebensaft gab, der aus dem Saft der Pflanzen kommt? — «Dies ist mein Blut!» Weil er die Seele der Erde geworden ist, konnte erzu dem, was fest ist, sagen: « Dies ist mein Fleisch » und zu dem Pflanzensaft: « Dies ist mein Blut », wie Sie zu Ihrem Fleisch sagen: Dies ist mein Fleisch, und zu Ihrem Blut: Dies ist mein Blut. - Und diejenigen Menschen, welche imstande sind, den richtigen Sinn dieser Worte des Christus zu fassen, die machen sich Gedankenbilder, die anziehen in dem Brot und in dem Rebensaft den Leib und das Blut Christi, die anziehen den Christus-Geist darinnen. Und sie vereinigen sich mit dem Christus-Geist.
[ 25 ] So wird aus dem Symbolum des Abendmahles eine Wirklichkeit.
[ 25 ] So wird aus dem Symbolum des Abendmahles eine Wirklichkeit.
[ 26 ] Ohne den Gedanken, der an den Christus anknüpft im menschlichen Herzen, kann keine Anziehungskraft entwickelt werden zu dem Christus-Geist beim Abendmahl. Aber durch diese Gedankenform wird solche Anziehungskraft entwickelt. Und so wird für alle diejenigen, welche das äußere Symbolum brauchen, um einen geistigen Actus zu vollziehen, nämlich die Vereinigung mit dem Christus, das Abendmahl derWeg sein, der Weg bis dahin, wo ihre innere Kraft so stark ist, wo sie so erfüllt sind von dem Christus, daß sie ohne die äußere physische Vermittelung sich mit dem Christus vereinigen können. Die Vorschule für die mystische Vereinigung mit dem Christus ist das Abendmahl - die Vorschule. So müssen wir diese Dinge verstehen. Und ebenso wie alles sich entwickelt vom Physischen zum Geistigen hinauf unter dem christlichen Einfluß, so müssen sich zuerst unter dem Christus-Einfluß heranentwickeln die Dinge, die zuerst da waren als eine Brücke: vom Physischen zum Geistigen muß sich das Abendmahl entwickeln, um hinzuführen zur wirklichen Vereinigung mit dem Christus. — Über diese Dinge kann man nur in Andeutungen sprechen, denn nur wenn sie aufgenommen werden in ihrer vollen heiligen Würde, werden sie im richtigen Sinne verstanden.
[ 26 ] Ohne den Gedanken, der an den Christus anknüpft im menschlichen Herzen, kann keine Anziehungskraft entwickelt werden zu dem Christus-Geist beim Abendmahl. Aber durch diese Gedankenform wird solche Anziehungskraft entwickelt. Und so wird für alle diejenigen, welche das äußere Symbolum brauchen, um einen geistigen Actus zu vollziehen, nämlich die Vereinigung mit dem Christus, das Abendmahl derWeg sein, der Weg bis dahin, wo ihre innere Kraft so stark ist, wo sie so erfüllt sind von dem Christus, daß sie ohne die äußere physische Vermittelung sich mit dem Christus vereinigen können. Die Vorschule für die mystische Vereinigung mit dem Christus ist das Abendmahl - die Vorschule. So müssen wir diese Dinge verstehen. Und ebenso wie alles sich entwickelt vom Physischen zum Geistigen hinauf unter dem christlichen Einfluß, so müssen sich zuerst unter dem Christus-Einfluß heranentwickeln die Dinge, die zuerst da waren als eine Brücke: vom Physischen zum Geistigen muß sich das Abendmahl entwickeln, um hinzuführen zur wirklichen Vereinigung mit dem Christus. — Über diese Dinge kann man nur in Andeutungen sprechen, denn nur wenn sie aufgenommen werden in ihrer vollen heiligen Würde, werden sie im richtigen Sinne verstanden.
[ 27 ] Daß durch das Ereignis von Golgatha der Christus seit jener Zeit bei der Erde war, das zu erkennen war eine Aufgabe für die Menschen. Sie sollten das immer mehr erkennen und in der Erkenntnis sich immer mehr davon durchdringen lassen.
[ 27 ] Daß durch das Ereignis von Golgatha der Christus seit jener Zeit bei der Erde war, das zu erkennen war eine Aufgabe für die Menschen. Sie sollten das immer mehr erkennen und in der Erkenntnis sich immer mehr davon durchdringen lassen.
[ 28 ] Dazu aber bedurfte es der Vermittler. Und einer der ersten großen Vermittler war derjenige, der aus dem Saulus ein Paulus geworden war. Was konnte Saulus wissen, da er eine Art jüdischer Eingeweihter war? Ungefähr in folgenden Worten können wir aussprechen, was Saulus wissen konnte.
[ 28 ] Dazu aber bedurfte es der Vermittler. Und einer der ersten großen Vermittler war derjenige, der aus dem Saulus ein Paulus geworden war. Was konnte Saulus wissen, da er eine Art jüdischer Eingeweihter war? Ungefähr in folgenden Worten können wir aussprechen, was Saulus wissen konnte.
[ 29 ] Wissen konnte er das, was Eigentum war der hebräischen Geheimlehre. Was der Zarathustra gesehen hatte als Ahura Mazdao, was Moses gesehen hatte im brennenden Dornbusch und im Donner und Blitz auf Sinai als «ehjeh asher ehjeh», als Jahve oder Jehova, das, wußte er, war herangekommen an die Erde, hatte sich genähert und würde einmal in einem Menschenleib sein und in diesem Menschenleibe bewirken, daß die Erde eine Erneuerung erfährt. Aber nun stand er unter dem Eindrucke des Urteils seiner Zeit und der jüdischen Gesetze. Das Ereignis von Golgatha hat er mitgemacht. Aber er konnte sich nicht sagen, daß derjenige, der am Kreuz geendet hatte, der Träger war des Christus. Die Ereignisse, die er erfahren und erlebt hatte, konnten ihm die Überzeugung nicht beibringen, daß derjenige, den er erwarten mußte nach der jüdischen Einweihung, in dem Jesus von Nazareth verkörpert war. Was mußte er denn erleben, damit er zu seiner Überzeugung machen konnte, daß auf Golgatha in dem sterbenden Leib des Jesus von Nazareth wirklich der unsterbliche Christus-Geist gewesen war?
[ 29 ] Wissen konnte er das, was Eigentum war der hebräischen Geheimlehre. Was der Zarathustra gesehen hatte als Ahura Mazdao, was Moses gesehen hatte im brennenden Dornbusch und im Donner und Blitz auf Sinai als «ehjeh asher ehjeh», als Jahve oder Jehova, das, wußte er, war herangekommen an die Erde, hatte sich genähert und würde einmal in einem Menschenleib sein und in diesem Menschenleibe bewirken, daß die Erde eine Erneuerung erfährt. Aber nun stand er unter dem Eindrucke des Urteils seiner Zeit und der jüdischen Gesetze. Das Ereignis von Golgatha hat er mitgemacht. Aber er konnte sich nicht sagen, daß derjenige, der am Kreuz geendet hatte, der Träger war des Christus. Die Ereignisse, die er erfahren und erlebt hatte, konnten ihm die Überzeugung nicht beibringen, daß derjenige, den er erwarten mußte nach der jüdischen Einweihung, in dem Jesus von Nazareth verkörpert war. Was mußte er denn erleben, damit er zu seiner Überzeugung machen konnte, daß auf Golgatha in dem sterbenden Leib des Jesus von Nazareth wirklich der unsterbliche Christus-Geist gewesen war?
[ 30 ] Er wußte aus seiner hebräischen Einweihung heraus: Wenn der Christus-Geist in einem menschlichen Leib gewesen ist und dieser menschliche Leib tot ist, dann muß in der Erdenaura der Christus vorhanden sein. Dann muß es möglich sein für den, der selber mit geistigem Auge in die Erdenaura schauen kann, daß ihm der Christus sichtbar wird. Das wußte er. Nur war er bis dahin nicht fähig geworden, in die Erdenaura hineinzuschauen. Er war zwar ein Ringeweihter in die Weisheit, aber kein Hellseher. Aber er hatte eine Vorbedingung, um ein Hellseher auf einem abnormen Wege zu werden, und diese Vorbedingung spricht er selber aus. Er spricht sie so aus, daß er sie als eine Gnade bezeichnet, die ihm von oben verliehen worden ist: er sagt von sich selber, daß er eine Frühgeburt sei, was gewöhnlich übersetzt wird mit «eine unzeitige Geburt». Er ist nicht ausgetragen worden im mütterlichen Leibe; er ist aus der geistigen Welt in die physische Welt heruntergestiegen, als er noch nicht völlig eingetaucht war in alle Elemente des Erdendaseins. Früher als man sich sonst entreißt jenen Verbindungen, in denen man noch unbewußt den geistigen Mächten angehört, ist er in die Welt gekommen. Das Ereignis von Damaskus wurde dadurch möglich, daß ihm das geistige Auge geöffnet wurde als einer Geburt, die zur Unzeit zur Welt gekommen war. So wurde ihm als einer Frühgeburt das geistige Auge eröffnet; er sah in die Erdenaura hinein und sah, daß der Christus darinnen war. Also mußte der Zeitpunkt, da dieser Christus durch einen physischen Menschenleib gewandelt war, schon dagewesen sein. Der Beweis war ihm geliefert worden, daß der Christus an dem Kreuze gestorben war. Denn derjenige, von dem er wußte, daß er den Tod auf der Erde überwinden würde, der war ihm als geistig Lebendiger erschienen. Das Ereignis von Golgatha kannte er jetzt in seiner Bedeutung. Er wußte: Der Christus ist auferstanden! Denn derjenige, den er gesehen hatte, der konnte früher nicht in der Erdenaura gesehen werden. Jetzt verstand er die Worte:
[ 30 ] Er wußte aus seiner hebräischen Einweihung heraus: Wenn der Christus-Geist in einem menschlichen Leib gewesen ist und dieser menschliche Leib tot ist, dann muß in der Erdenaura der Christus vorhanden sein. Dann muß es möglich sein für den, der selber mit geistigem Auge in die Erdenaura schauen kann, daß ihm der Christus sichtbar wird. Das wußte er. Nur war er bis dahin nicht fähig geworden, in die Erdenaura hineinzuschauen. Er war zwar ein Ringeweihter in die Weisheit, aber kein Hellseher. Aber er hatte eine Vorbedingung, um ein Hellseher auf einem abnormen Wege zu werden, und diese Vorbedingung spricht er selber aus. Er spricht sie so aus, daß er sie als eine Gnade bezeichnet, die ihm von oben verliehen worden ist: er sagt von sich selber, daß er eine Frühgeburt sei, was gewöhnlich übersetzt wird mit «eine unzeitige Geburt». Er ist nicht ausgetragen worden im mütterlichen Leibe; er ist aus der geistigen Welt in die physische Welt heruntergestiegen, als er noch nicht völlig eingetaucht war in alle Elemente des Erdendaseins. Früher als man sich sonst entreißt jenen Verbindungen, in denen man noch unbewußt den geistigen Mächten angehört, ist er in die Welt gekommen. Das Ereignis von Damaskus wurde dadurch möglich, daß ihm das geistige Auge geöffnet wurde als einer Geburt, die zur Unzeit zur Welt gekommen war. So wurde ihm als einer Frühgeburt das geistige Auge eröffnet; er sah in die Erdenaura hinein und sah, daß der Christus darinnen war. Also mußte der Zeitpunkt, da dieser Christus durch einen physischen Menschenleib gewandelt war, schon dagewesen sein. Der Beweis war ihm geliefert worden, daß der Christus an dem Kreuze gestorben war. Denn derjenige, von dem er wußte, daß er den Tod auf der Erde überwinden würde, der war ihm als geistig Lebendiger erschienen. Das Ereignis von Golgatha kannte er jetzt in seiner Bedeutung. Er wußte: Der Christus ist auferstanden! Denn derjenige, den er gesehen hatte, der konnte früher nicht in der Erdenaura gesehen werden. Jetzt verstand er die Worte:
«Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu löcken.» (Apg. 9 5)
«Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu löcken.» (Apg. 9 5)
[ 31 ] Was ist der Stachel? Paulus hat es selber ausgesprochen: «Tod, wo ist dein Stachel? » (1. Kor. 15, 55). Umsonst wirst du wider den Stachel löcken. Denn würdest du es tun, so würdest du nur den Tod erkennen. Aber du kannst jetzt nicht mehr gegen den Tod löcken, denn du hast den gesehen, der den Tod überwunden hat.
[ 31 ] Was ist der Stachel? Paulus hat es selber ausgesprochen: «Tod, wo ist dein Stachel? » (1. Kor. 15, 55). Umsonst wirst du wider den Stachel löcken. Denn würdest du es tun, so würdest du nur den Tod erkennen. Aber du kannst jetzt nicht mehr gegen den Tod löcken, denn du hast den gesehen, der den Tod überwunden hat.
[ 32 ] Damit wurde Paulus derjenige Verkünder des Christentums, der vor allen Dingen den lebendigen, den geistig lebendigen Christus verkündet hat.
[ 32 ] Damit wurde Paulus derjenige Verkünder des Christentums, der vor allen Dingen den lebendigen, den geistig lebendigen Christus verkündet hat.
[ 33 ] Wodurch war der Christus in der Erdenaura zu sehen? Dadurch, daß bei dem Christus Jesus, als einem ersten Impuls der Erdenentwickelung in die Zukunft hinein, zuerst der Ätherleib wieder vollständig durchdrungen war von dem Christus. Natürlich war der Ätherleib des Jesus von Nazareth vollständig durchdrungen von dem Christus. Daher war es solch ein Ätherleib, der ganz den physischen Leib unter seiner Herrschaft hatte, der dadurch, weil er völliger Herrscher war über den physischen Leib, nach dem Tode den physischen Leib wiederherstellen konnte, das heißt, in einer solchen Erscheinung auftreten konnte, daß alles das, was im physischen Leibe war, wieder da war, aber aus der Kraft des Ätherleibes heraus. Wenn daher der Christus nach dem Tode gesehen worden ist, so war das der Ätherleib des Christus. Aber für diejenigen, welche imstande waren, durch die Kraft, welche sie durch die Ereignisse gewonnen hatten, nicht nur einen physisch-sinnlichen Leib als einen wirklichen Leib anzuerkennen, sondern auch einen Ätherleib mit allen Erscheinungen des physischen Leibes, für sie war der Christus als ein Leibhaftiger auferstanden. Und er war es in Wirklichkeit.
[ 33 ] Wodurch war der Christus in der Erdenaura zu sehen? Dadurch, daß bei dem Christus Jesus, als einem ersten Impuls der Erdenentwickelung in die Zukunft hinein, zuerst der Ätherleib wieder vollständig durchdrungen war von dem Christus. Natürlich war der Ätherleib des Jesus von Nazareth vollständig durchdrungen von dem Christus. Daher war es solch ein Ätherleib, der ganz den physischen Leib unter seiner Herrschaft hatte, der dadurch, weil er völliger Herrscher war über den physischen Leib, nach dem Tode den physischen Leib wiederherstellen konnte, das heißt, in einer solchen Erscheinung auftreten konnte, daß alles das, was im physischen Leibe war, wieder da war, aber aus der Kraft des Ätherleibes heraus. Wenn daher der Christus nach dem Tode gesehen worden ist, so war das der Ätherleib des Christus. Aber für diejenigen, welche imstande waren, durch die Kraft, welche sie durch die Ereignisse gewonnen hatten, nicht nur einen physisch-sinnlichen Leib als einen wirklichen Leib anzuerkennen, sondern auch einen Ätherleib mit allen Erscheinungen des physischen Leibes, für sie war der Christus als ein Leibhaftiger auferstanden. Und er war es in Wirklichkeit.
[ 34 ] Aber auch im Evangelium ist uns gesagt, daß der Mensch, wenn er so weit vorgeschritten ist, daß das Verwesliche ein Unverwesliches entwickelt, daß er dann auch ein höheres Anschauen hat. Und es wird auch gesagt, daß diejenigen Menschen, welche sich damals schon zu einem höheren Anschauen hinaufentwickelt hatten, den Christus erkennen konnten. Das wird uns deutlich genug gesagt, nur haben die Menschen nicht den Willen, wirklich das zu lesen, was im Evangelium steht. Nehmen Sie zum Beispiel die erste Erscheinung des Christus nach dem Tode. Da heißt es:
[ 34 ] Aber auch im Evangelium ist uns gesagt, daß der Mensch, wenn er so weit vorgeschritten ist, daß das Verwesliche ein Unverwesliches entwickelt, daß er dann auch ein höheres Anschauen hat. Und es wird auch gesagt, daß diejenigen Menschen, welche sich damals schon zu einem höheren Anschauen hinaufentwickelt hatten, den Christus erkennen konnten. Das wird uns deutlich genug gesagt, nur haben die Menschen nicht den Willen, wirklich das zu lesen, was im Evangelium steht. Nehmen Sie zum Beispiel die erste Erscheinung des Christus nach dem Tode. Da heißt es:
«Maria aber stund vor dem Grabe, und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das Grab,
Und siehet zween Engel in weißen Kleidern sitzen, einen zu den Häupten und den anderen zu den Füßen, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten.
Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.
Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück, und siehet Jesum stehen,
und weiß nicht, daß es Jesus ist.
Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weg getragen, so sage mir: wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um, und spricht zu ihm: Rabbuni! das heißet: O Meister!» (20, 11-16)
«Maria aber stund vor dem Grabe, und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das Grab,
Und siehet zween Engel in weißen Kleidern sitzen, einen zu den Häupten und den anderen zu den Füßen, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten.
Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.
Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück, und siehet Jesum stehen,
und weiß nicht, daß es Jesus ist.
Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weg getragen, so sage mir: wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um, und spricht zu ihm: Rabbuni! das heißet: O Meister!» (20, 11-16)
[ 35 ] Nun stellen Sie sich einmal vor: Sie haben jemanden vor ein paar Tagen gesehen, und Sie sehen ihn nach ein paar Tagen wieder. Trauen Sie sich zu, ihn nicht wiederzuerkennen ? Trauen Sie sich zu, ihn zu fragen, ob er der Gärtner sei, und wo er eigentlich hingelegt worden ist, wenn Sie ihn selber sehen? Das aber müssen Sie der Maria zutrauen, oder derjenigen, welche hier als Maria bezeichnet wird, wenn Sie annehmen wollen, daß ein jedes physische Auge den Christus erkannt hätte und ihn in derselben Weise gesehen hätte, wie ihn ein physisches Auge früher gesehen hat. Lesen Sie die Evangelien dem Geiste nach!
[ 35 ] Nun stellen Sie sich einmal vor: Sie haben jemanden vor ein paar Tagen gesehen, und Sie sehen ihn nach ein paar Tagen wieder. Trauen Sie sich zu, ihn nicht wiederzuerkennen ? Trauen Sie sich zu, ihn zu fragen, ob er der Gärtner sei, und wo er eigentlich hingelegt worden ist, wenn Sie ihn selber sehen? Das aber müssen Sie der Maria zutrauen, oder derjenigen, welche hier als Maria bezeichnet wird, wenn Sie annehmen wollen, daß ein jedes physische Auge den Christus erkannt hätte und ihn in derselben Weise gesehen hätte, wie ihn ein physisches Auge früher gesehen hat. Lesen Sie die Evangelien dem Geiste nach!
[ 36 ] Erst mußte die heilige Kraft der Worte als Kraft eindringen in die Frau. Das war notwendig! Da ging in ihr auf das Echo der Worte, und sie entzündeten wieder alles, was sie früher gesehen hatte. Und das machte jetzt ihr geistiges Auge fähig, den Auferstandenen zu sehen. — Sagt uns dasselbe nicht auch der Paulus?
[ 36 ] Erst mußte die heilige Kraft der Worte als Kraft eindringen in die Frau. Das war notwendig! Da ging in ihr auf das Echo der Worte, und sie entzündeten wieder alles, was sie früher gesehen hatte. Und das machte jetzt ihr geistiges Auge fähig, den Auferstandenen zu sehen. — Sagt uns dasselbe nicht auch der Paulus?
[ 37 ] Bei dem Paulus werden Sie niemals bezweifeln, daß er durch sein geistiges Auge den Christus gesehen hat, als dieser Christus wiederum nur in den Höhen des Geistigen war, in der Erdenaura. Was aber sagt der Paulus? Als einen Beweis dafür, daß der Christus lebt, führt er an, daß er erschienen ist. Und er führt an als gleichbedeutende Erscheinungen zuerst,
[ 37 ] Bei dem Paulus werden Sie niemals bezweifeln, daß er durch sein geistiges Auge den Christus gesehen hat, als dieser Christus wiederum nur in den Höhen des Geistigen war, in der Erdenaura. Was aber sagt der Paulus? Als einen Beweis dafür, daß der Christus lebt, führt er an, daß er erschienen ist. Und er führt an als gleichbedeutende Erscheinungen zuerst,
«...daß er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwölfen.
Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünfhundert Brüdern auf einmal, deren noch viele leben, etliche aber sind entschlafen. Darnach ist er gesehen worden von Jakobus, darnach von allen Aposteln. Am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden.
Denn ich bin der Geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße.» (1. Kor. 15, 5-9)
«...daß er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwölfen.
Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünfhundert Brüdern auf einmal, deren noch viele leben, etliche aber sind entschlafen. Darnach ist er gesehen worden von Jakobus, darnach von allen Aposteln. Am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden.
Denn ich bin der Geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße.» (1. Kor. 15, 5-9)
[ 38 ] Er stellt die Erscheinungen, welche die anderen gehabt haben, ganz gleich der seinigen, die dem geistigen Auge möglich war. Daher sagt Paulus wörtlich: «Wie ich gesehen habe den Christus, so haben ihn die anderen gesehen.» Durch das, was sie erlebt haben, sagt Paulus, ist in ihnen die Kraft entzündet worden, den Christus zu sehen als einen Auferstandenen.
[ 38 ] Er stellt die Erscheinungen, welche die anderen gehabt haben, ganz gleich der seinigen, die dem geistigen Auge möglich war. Daher sagt Paulus wörtlich: «Wie ich gesehen habe den Christus, so haben ihn die anderen gesehen.» Durch das, was sie erlebt haben, sagt Paulus, ist in ihnen die Kraft entzündet worden, den Christus zu sehen als einen Auferstandenen.
[ 39 ] Nun verstehen wir, was Paulus meint. Und des Paulus Anschauung ist eine solche, daß sie unmittelbar erkannt wird als die anthroposophisch-geistige, das heißt, daß sie uns sagt: Es gibt eine geistige Welt. Wenn wir diese geistige Welt mit dem Impuls betrachten, der uns durch die Christus-Kraft gegeben wird, so dringen wir so ein, daß wir in dieser geistigen Welt auch den Christus selber finden, denjenigen, der durch das Ereignis von Golgatha gegangen ist. - Das wollte er damit sagen. Und der Mensch kann, im besonderen durch das, was man «christliche Einweihung» nennt, nach und nach, mit Geduld und Ausdauer, sozusagen ein Nachfolger werden des Paulus, sich nach und nach selber aneignen die Fähigkeiten, um hineinzublicken in die geistige Welt und den Christus von geistigem Angesicht zu geistigem Angesicht zu schauen.
[ 39 ] Nun verstehen wir, was Paulus meint. Und des Paulus Anschauung ist eine solche, daß sie unmittelbar erkannt wird als die anthroposophisch-geistige, das heißt, daß sie uns sagt: Es gibt eine geistige Welt. Wenn wir diese geistige Welt mit dem Impuls betrachten, der uns durch die Christus-Kraft gegeben wird, so dringen wir so ein, daß wir in dieser geistigen Welt auch den Christus selber finden, denjenigen, der durch das Ereignis von Golgatha gegangen ist. - Das wollte er damit sagen. Und der Mensch kann, im besonderen durch das, was man «christliche Einweihung» nennt, nach und nach, mit Geduld und Ausdauer, sozusagen ein Nachfolger werden des Paulus, sich nach und nach selber aneignen die Fähigkeiten, um hineinzublicken in die geistige Welt und den Christus von geistigem Angesicht zu geistigem Angesicht zu schauen.
[ 40 ] Ich habe in anderen Vorträgen öfter ausgeführt die Anfangsstufen, durch die wir hinauf kommen zum Schauen der Christus-Wesenheit selber. Da muß der Schüler nachleben, was uns im Johannes-Evangelium vorgezeichnet ist. Nur in allerkürzesten Umrissen sei im Zusammenhange angedeutet, wie der Mensch sich hinaufentwickeln kann in die geistige Welt, in welcher das Licht des Christus seit dem Ereignis von Golgatha entzündet ist, wenn sich der Mensch entschließt, eine gewisse Skala von Gefühlen durchzumachen.
[ 40 ] Ich habe in anderen Vorträgen öfter ausgeführt die Anfangsstufen, durch die wir hinauf kommen zum Schauen der Christus-Wesenheit selber. Da muß der Schüler nachleben, was uns im Johannes-Evangelium vorgezeichnet ist. Nur in allerkürzesten Umrissen sei im Zusammenhange angedeutet, wie der Mensch sich hinaufentwickeln kann in die geistige Welt, in welcher das Licht des Christus seit dem Ereignis von Golgatha entzündet ist, wenn sich der Mensch entschließt, eine gewisse Skala von Gefühlen durchzumachen.
[ 41 ] Das erste ist, daß der Mensch sich sagt: Ich sehe mir die Pflanze an. Sie wächst aus dem mineralischen Erdboden heraus, sie wächst und blüht. Aber wenn die Pflanze Bewußtsein entwickeln könnte wie der Mensch, so müßte sie hinunterschauen zum Steinreich, zur mineralischen Erde, aus der sie herauswächst, und müßte sagen: Du Stein bist ein niedrigeres Wesen unter den heutigen Wesen der Natur als ich, aber ohne dich, niedrigeres Reich, kann ich nicht bestehen! Und ebenso wenn sich das Tier der Pflanze näherte und empfinden könnte, wie es die Pflanze zum Untergrunde seines Daseins hat, müßte es sich sagen: Ich als Tier bin ein höheres Wesen als du, Pflanze, aber ohne dich, Pflanze, könnte ich nicht sein! Und in Demut müßte sich das Tier herunterneigen zur Pflanze und sagen: Dir, niedrigere Pflanze, verdanke ich mein Dasein! - Und im Menschenreich müßte es so sein: Ein jeder, der auf der Stufenleiter höher gestiegen ist, müßte herunterschauen in geistiger Beziehung zu dem unter ihm Stehenden und sagen: Ihr gehört zwar einer niedrigeren Welt an, aber wie die Pflanze sich zum Stein, das Tier sich zur Pflanze neigen müßte, so müßte der Mensch auf einer höheren Stufe sagen: Dir Niedrigerem verdanke ich mein Dasein!
[ 41 ] Das erste ist, daß der Mensch sich sagt: Ich sehe mir die Pflanze an. Sie wächst aus dem mineralischen Erdboden heraus, sie wächst und blüht. Aber wenn die Pflanze Bewußtsein entwickeln könnte wie der Mensch, so müßte sie hinunterschauen zum Steinreich, zur mineralischen Erde, aus der sie herauswächst, und müßte sagen: Du Stein bist ein niedrigeres Wesen unter den heutigen Wesen der Natur als ich, aber ohne dich, niedrigeres Reich, kann ich nicht bestehen! Und ebenso wenn sich das Tier der Pflanze näherte und empfinden könnte, wie es die Pflanze zum Untergrunde seines Daseins hat, müßte es sich sagen: Ich als Tier bin ein höheres Wesen als du, Pflanze, aber ohne dich, Pflanze, könnte ich nicht sein! Und in Demut müßte sich das Tier herunterneigen zur Pflanze und sagen: Dir, niedrigere Pflanze, verdanke ich mein Dasein! - Und im Menschenreich müßte es so sein: Ein jeder, der auf der Stufenleiter höher gestiegen ist, müßte herunterschauen in geistiger Beziehung zu dem unter ihm Stehenden und sagen: Ihr gehört zwar einer niedrigeren Welt an, aber wie die Pflanze sich zum Stein, das Tier sich zur Pflanze neigen müßte, so müßte der Mensch auf einer höheren Stufe sagen: Dir Niedrigerem verdanke ich mein Dasein!
[ 42 ] Dann, wenn der Mensch durch Wochen und Monate, vielleicht durch Jahre hindurch unter der Anleitung seines entsprechenden Lehrers sich ganz hineinversetzt in solche Gefühle einer universellen Demut, dann kommt er so weit, daß er weiß, was da bedeutet die «Fußwaschung ». Denn vor ihm steht ein unmittelbar geistiges Schauen dessen, was der Christus getan hat, als er als das höhere Wesen sich vor den Zwölfen neigte und ihnen die Füße wusch. Und die ganze Bedeutung dieses Ereignisses geht alsdann dem Schüler wie ein Schauen auf, so daß er weiß, daß dieses Ereignis der Fußwaschung stattgefunden hat. Das Erkenntnisband führt ihn dahin, daß er keinen weiteren Beweis dafür braucht, sondern jetzt schaut er unmittelbar hinein in die geistige Welt und sieht den Christus in der Szene der Fußwaschung.
[ 42 ] Dann, wenn der Mensch durch Wochen und Monate, vielleicht durch Jahre hindurch unter der Anleitung seines entsprechenden Lehrers sich ganz hineinversetzt in solche Gefühle einer universellen Demut, dann kommt er so weit, daß er weiß, was da bedeutet die «Fußwaschung ». Denn vor ihm steht ein unmittelbar geistiges Schauen dessen, was der Christus getan hat, als er als das höhere Wesen sich vor den Zwölfen neigte und ihnen die Füße wusch. Und die ganze Bedeutung dieses Ereignisses geht alsdann dem Schüler wie ein Schauen auf, so daß er weiß, daß dieses Ereignis der Fußwaschung stattgefunden hat. Das Erkenntnisband führt ihn dahin, daß er keinen weiteren Beweis dafür braucht, sondern jetzt schaut er unmittelbar hinein in die geistige Welt und sieht den Christus in der Szene der Fußwaschung.
[ 43 ] Dann kann ein solcher Mensch angeleitet werden vom Lehrer, daß er die Kraft hat zu sagen: Ich werde in der Welt alle Leiden und Schmerzen, die an mich herankommen können, standhaft ertragen und nicht murren. Ich werde mich so stählen, daß solche Leiden und Schmerzen nicht Schmerzen und Leiden mehr für mich sind, sondern daß ich weiß: das sind Notwendigkeiten in der Welt! Wenn der Mensch dann genügend fest in der Seele geworden ist, so ersprießt aus dieser Beobachtung in seiner Seele das Gefühl der «Geißelung», und der Mensch fühlt an sich selber geistig die Geißelung. Das aber öffnet ihm sein geistiges Auge, um die Geißelung, wie sie im Johannes-Evangelium beschrieben ist, selber zu schauen.
[ 43 ] Dann kann ein solcher Mensch angeleitet werden vom Lehrer, daß er die Kraft hat zu sagen: Ich werde in der Welt alle Leiden und Schmerzen, die an mich herankommen können, standhaft ertragen und nicht murren. Ich werde mich so stählen, daß solche Leiden und Schmerzen nicht Schmerzen und Leiden mehr für mich sind, sondern daß ich weiß: das sind Notwendigkeiten in der Welt! Wenn der Mensch dann genügend fest in der Seele geworden ist, so ersprießt aus dieser Beobachtung in seiner Seele das Gefühl der «Geißelung», und der Mensch fühlt an sich selber geistig die Geißelung. Das aber öffnet ihm sein geistiges Auge, um die Geißelung, wie sie im Johannes-Evangelium beschrieben ist, selber zu schauen.
[ 44 ] Dann wird der Mensch angeleitet, jene Kraft zu entwickeln, die noch eine Stufe höher ist, wo er nicht bloß imstande ist, Leiden und Schmerzen von aller Welt zu ertragen, sondern sich zu sagen: Ich habe ein Heiligstes, wofür ich meine ganze Person einsetze. Möge mich die ganze Welt mit Hohn und Spott übergießen, dies ist mir das Heiligste. Hohn und Spott von allen Seiten werden mich nicht abhalten von diesem Heiligsten, wenn ich auch allein stehe. Ich trete für dasselbe ein! Da erlebt der Mensch in sich geistig die «Dornenkrönung ». Und ohne ein historisches Dokument vermittelt ihm sein geistiges Auge die Szene im Johannes-Evangelium, die als Dornenkrönung geschildert wird.
[ 44 ] Dann wird der Mensch angeleitet, jene Kraft zu entwickeln, die noch eine Stufe höher ist, wo er nicht bloß imstande ist, Leiden und Schmerzen von aller Welt zu ertragen, sondern sich zu sagen: Ich habe ein Heiligstes, wofür ich meine ganze Person einsetze. Möge mich die ganze Welt mit Hohn und Spott übergießen, dies ist mir das Heiligste. Hohn und Spott von allen Seiten werden mich nicht abhalten von diesem Heiligsten, wenn ich auch allein stehe. Ich trete für dasselbe ein! Da erlebt der Mensch in sich geistig die «Dornenkrönung ». Und ohne ein historisches Dokument vermittelt ihm sein geistiges Auge die Szene im Johannes-Evangelium, die als Dornenkrönung geschildert wird.
[ 45 ] Und wenn dann der Mensch unter entsprechender Anleitung dazu gelangt, sein physisches Dasein ganz anders zu betrachten, als er es vorher getan hat, wenn er lernt, seinen eigenen Leib so zu betrachten wie etwas, was er äußerlich trägt; wenn es ihm ein selbstverständliches Gefühl und eine selbstverständliche Empfindung geworden ist, zu sagen: Ich trage wie ein äußeres Werkzeug meinen physischen Leib durch die Welt!- dann ister auf der vierten Stufe der christlichen Einweihung angekommen, bei der «Kreuztragung ». Er ist nicht etwa dadurch ein schwacher Asket geworden; sondern dann lernen wir dasjenige, was wir als physisches Instrument haben, viel stärker handhaben als früher. Wenn Sie gelernt haben, den Leib anzusehen wie etwas, was Sie tragen, dann sind Sie auf der vierten Stufe der christlichen Einweihung angekommen, die man die Kreuztragung nennt. Und dann erobern Sie sich die Erkenntnis, geistig zu schauen jene Szene, da der Christus sein Kreuz trägt auf dem Rücken, wie Sie gelernt haben, durch Ihre erhöhte Seelenkraft Ihren Leib wie ein Holz zu tragen.
[ 45 ] Und wenn dann der Mensch unter entsprechender Anleitung dazu gelangt, sein physisches Dasein ganz anders zu betrachten, als er es vorher getan hat, wenn er lernt, seinen eigenen Leib so zu betrachten wie etwas, was er äußerlich trägt; wenn es ihm ein selbstverständliches Gefühl und eine selbstverständliche Empfindung geworden ist, zu sagen: Ich trage wie ein äußeres Werkzeug meinen physischen Leib durch die Welt!- dann ister auf der vierten Stufe der christlichen Einweihung angekommen, bei der «Kreuztragung ». Er ist nicht etwa dadurch ein schwacher Asket geworden; sondern dann lernen wir dasjenige, was wir als physisches Instrument haben, viel stärker handhaben als früher. Wenn Sie gelernt haben, den Leib anzusehen wie etwas, was Sie tragen, dann sind Sie auf der vierten Stufe der christlichen Einweihung angekommen, die man die Kreuztragung nennt. Und dann erobern Sie sich die Erkenntnis, geistig zu schauen jene Szene, da der Christus sein Kreuz trägt auf dem Rücken, wie Sie gelernt haben, durch Ihre erhöhte Seelenkraft Ihren Leib wie ein Holz zu tragen.
[ 46 ] Dann aber tritt etwas ein, was als eine fünfte Stufe der christlichen Einweihung anzusehen ist, was man den «mystischen Tod» nennt. Da erscheint uns durch unsere innere Reifung alles, was um uns herum ist, die ganze physisch-sinnliche Welt, wie ausgelöscht. Finsternis ist um uns her. Und dann tritt ein Moment ein, wie wenn diese Finsternis mitten auseinandergerissen würde wie ein Vorhang, und wir sehen hinter diese physische Welt, in die geistige Welt hinein. Während dieses Momentes tritt aber noch etwas anderes ein. Wir haben jetzt kennengelernt alles, was Sünde und Böses ist, in seiner wahren Gestalt, das heißt, wir haben kennengelernt auf dieser Stufe, was das «Hinabsteigen in die Hölle» ist.
[ 46 ] Dann aber tritt etwas ein, was als eine fünfte Stufe der christlichen Einweihung anzusehen ist, was man den «mystischen Tod» nennt. Da erscheint uns durch unsere innere Reifung alles, was um uns herum ist, die ganze physisch-sinnliche Welt, wie ausgelöscht. Finsternis ist um uns her. Und dann tritt ein Moment ein, wie wenn diese Finsternis mitten auseinandergerissen würde wie ein Vorhang, und wir sehen hinter diese physische Welt, in die geistige Welt hinein. Während dieses Momentes tritt aber noch etwas anderes ein. Wir haben jetzt kennengelernt alles, was Sünde und Böses ist, in seiner wahren Gestalt, das heißt, wir haben kennengelernt auf dieser Stufe, was das «Hinabsteigen in die Hölle» ist.
[ 47 ] Und dann lernen wir nicht nur unseren Leib als etwas Fremdes anzusehen, sondern alles andere ebenso zu uns gehörig zu betrachten wie unseren Leib - alles, was auf der Erde ist, ebenso zu uns gehörig anzusehen, wie man es einst im alten Hellsehen getan hat. Und auch die Leiden der anderen Menschen lernen wir, als zu einem großen Organismus gehörig, zu uns gehörig anzusehen. Dann aber sind wir mit der Erde vereinigt in dem Grade, als wires erkennen. Dann erleben wir das «Hineingelegtsein in die Erde», die «Grablegung ». Und indem wir mit der Erde vereinigt sind, sind wir auch aus ihr auferstanden. Denn damit haben wir gekostet, was es heißt: Die Erde ist in einem neuen SonneWerden!
[ 47 ] Und dann lernen wir nicht nur unseren Leib als etwas Fremdes anzusehen, sondern alles andere ebenso zu uns gehörig zu betrachten wie unseren Leib - alles, was auf der Erde ist, ebenso zu uns gehörig anzusehen, wie man es einst im alten Hellsehen getan hat. Und auch die Leiden der anderen Menschen lernen wir, als zu einem großen Organismus gehörig, zu uns gehörig anzusehen. Dann aber sind wir mit der Erde vereinigt in dem Grade, als wires erkennen. Dann erleben wir das «Hineingelegtsein in die Erde», die «Grablegung ». Und indem wir mit der Erde vereinigt sind, sind wir auch aus ihr auferstanden. Denn damit haben wir gekostet, was es heißt: Die Erde ist in einem neuen SonneWerden!
[ 48 ] Durch diesen vierten, fünften und sechsten Grad der christlichen Einweihung aber haben wir das erlangt, was uns befähigt, das Ereignis von Golgatha in eigener Anschauung zu sehen, uns hineinzuleben in das Ereignis von Golgatha. Wir brauchen dann keine Urkunde mehr. Die Urkunde hat uns gedient, uns die Sprossen hinaufzuführen.
[ 48 ] Durch diesen vierten, fünften und sechsten Grad der christlichen Einweihung aber haben wir das erlangt, was uns befähigt, das Ereignis von Golgatha in eigener Anschauung zu sehen, uns hineinzuleben in das Ereignis von Golgatha. Wir brauchen dann keine Urkunde mehr. Die Urkunde hat uns gedient, uns die Sprossen hinaufzuführen.
[ 49 ] Dann kommt die siebente Stufe, die man die «Himmelfahrt» nennt, das Aufleben in der geistigen Welt, mit anderen Worten. Das ist diejenige Stufe, von der man mit Recht sagt, daß man sie nicht mit einem Worte, das unserer Sprache entnommen ist, ausdrücken kann, daß sie nur derjenige sich vorstellen kann, der fähig geworden ist, ohne das Instrument des Gehirns zu denken. Die Wunder der Auferstehung können nur diejenigen denken, die nicht mehr darauf angewiesen sind, durch das Instrument des physischen Gehirns zu denken.
[ 49 ] Dann kommt die siebente Stufe, die man die «Himmelfahrt» nennt, das Aufleben in der geistigen Welt, mit anderen Worten. Das ist diejenige Stufe, von der man mit Recht sagt, daß man sie nicht mit einem Worte, das unserer Sprache entnommen ist, ausdrücken kann, daß sie nur derjenige sich vorstellen kann, der fähig geworden ist, ohne das Instrument des Gehirns zu denken. Die Wunder der Auferstehung können nur diejenigen denken, die nicht mehr darauf angewiesen sind, durch das Instrument des physischen Gehirns zu denken.
[ 50 ] Dadurch, daß diejenigen, die als Gläubige dazumal dabei waren, als das Ereignis von Golgatha sich vollzogen hat, solche waren, deren geistige Augen geöffnet waren und die da sehen konnten, was geschah, dadurch wären sie imstande gewesen, den Christus so zu sehen, wie ich es Ihnen geschildert habe, ihn nämlich dann zu sehen, wenn er innerhalb der Erdenaura ihrem geöffneten geistigen Auge sich mitgeteilt hätte. So hätten sie den Christus sehen können - auch wenn er in einer gewissen Beziehung immer in derselben Gestalt verblieben wäre, in der er dazumal war -, wenn er selbst, der Christus, als geistige Wesenheit nicht sich auch etwas errungen hätte dadurch, daß er den Tod überwunden hat! Und jetzt kommen wir zu einem Begriff, der allerdings schwer zu fassen ist.
[ 50 ] Dadurch, daß diejenigen, die als Gläubige dazumal dabei waren, als das Ereignis von Golgatha sich vollzogen hat, solche waren, deren geistige Augen geöffnet waren und die da sehen konnten, was geschah, dadurch wären sie imstande gewesen, den Christus so zu sehen, wie ich es Ihnen geschildert habe, ihn nämlich dann zu sehen, wenn er innerhalb der Erdenaura ihrem geöffneten geistigen Auge sich mitgeteilt hätte. So hätten sie den Christus sehen können - auch wenn er in einer gewissen Beziehung immer in derselben Gestalt verblieben wäre, in der er dazumal war -, wenn er selbst, der Christus, als geistige Wesenheit nicht sich auch etwas errungen hätte dadurch, daß er den Tod überwunden hat! Und jetzt kommen wir zu einem Begriff, der allerdings schwer zu fassen ist.
[ 51 ] Der Mensch lernt unablässig, indem er auf der Stufe, auf der er steht, sich immer weiter und weiter entwickelt. Aber nicht nur der Mensch, ein jedes Wesen, vom untersten bis zum höchsten göttlichen Wesen, lernt, indem es sich immer weiter entwickelt. Das, was der Christus als göttliche Wesenheit getan hat in dem Leibe des Jesus von Nazareth, das haben wir bisher geschildert in seiner Wirkung und in seiner Frucht für die Menschheit. Jetzt aber fragen wir uns: Hat der Christus dadurch auch in sich selber etwas erlebt, was ihn zu einer höheren Stufe geführt hat? Ja, das hat er. Auch göttlich-geistige Wesenheiten erleben etwas, was sie zu einer höheren Stufe führt. Das aber, was er erlebt hat, sein Hinaufsteigen in eine noch höhere Welt als die, in der er vorher war, das ließ er denen, die seine Genossen auf der Erde waren, erscheinen als seine Himmelfahrt. Daher kann auch derjenige, der durch das Instrument des physischen Gehirnes als Uneingeweihter, als Nichthellsehender lebt, er kann verstehen, wenn auch nicht selber sehen, die sechs ersten Stufen der christlichen Einweihung. Die siebente Stufe aber, die Himmelfahrt, kann nur der Hellseher verstehen, der nicht mehr an das Instrument des physischen Gehirnes gebunden ist, der einmal selber gesehen hat, was es heißt, ohne das Gehirn zu denken und ohne das Gehirn zu sehen. So hängen diese Dinge zusammen.
[ 51 ] Der Mensch lernt unablässig, indem er auf der Stufe, auf der er steht, sich immer weiter und weiter entwickelt. Aber nicht nur der Mensch, ein jedes Wesen, vom untersten bis zum höchsten göttlichen Wesen, lernt, indem es sich immer weiter entwickelt. Das, was der Christus als göttliche Wesenheit getan hat in dem Leibe des Jesus von Nazareth, das haben wir bisher geschildert in seiner Wirkung und in seiner Frucht für die Menschheit. Jetzt aber fragen wir uns: Hat der Christus dadurch auch in sich selber etwas erlebt, was ihn zu einer höheren Stufe geführt hat? Ja, das hat er. Auch göttlich-geistige Wesenheiten erleben etwas, was sie zu einer höheren Stufe führt. Das aber, was er erlebt hat, sein Hinaufsteigen in eine noch höhere Welt als die, in der er vorher war, das ließ er denen, die seine Genossen auf der Erde waren, erscheinen als seine Himmelfahrt. Daher kann auch derjenige, der durch das Instrument des physischen Gehirnes als Uneingeweihter, als Nichthellsehender lebt, er kann verstehen, wenn auch nicht selber sehen, die sechs ersten Stufen der christlichen Einweihung. Die siebente Stufe aber, die Himmelfahrt, kann nur der Hellseher verstehen, der nicht mehr an das Instrument des physischen Gehirnes gebunden ist, der einmal selber gesehen hat, was es heißt, ohne das Gehirn zu denken und ohne das Gehirn zu sehen. So hängen diese Dinge zusammen.
[ 52 ] So entwickelte sich die Welt in der Zeit, von welcher wir zu sprechen die Möglichkeit hatten in diesen unseren vierzehn Vorträgen.
[ 52 ] So entwickelte sich die Welt in der Zeit, von welcher wir zu sprechen die Möglichkeit hatten in diesen unseren vierzehn Vorträgen.
[ 53 ] Wir haben schon gesehen, daß der Christus angedeutet hatte, daß in demjenigen, der blind geboren war und dessen Heilung er bewirkt hat, . offenbar werden sollte, was in einem früheren Leben in ihm gesündigt hat. Es stand also der Christus so vor der Menschheit da, daß er sie, soweit sie das verstehen konnte, die Idee der Reinkarnation lehrte. Das Karma, das Hineinreichen der Ursachen von einer Lebensverkörperung zur anderen Lebensverkörperung, das lehrte er. Er lehrte es so, wie man es tut, wenn man praktisch lehrt für das Leben. Er wollte sagen: Es wird eine Zukunft geben, da alle Menschen das Karma anerkennen werden, wo sie verstehen werden, daß, wenn der Mensch etwas Böses tut, er nicht braucht von einer äußeren irdischen Macht bestraft zu werden; denn dieses Böse zieht notwendigerweise den Ausgleich in dieser oder einer folgenden Inkarnation nach sich. Dann aber brauchen wir einfach in das große Gesetzbuch der Akasha-Chronik, in die geistige Welt einzuschreiben seine Tat. Dann brauchen wir ihn als Menschen nicht zu verurteilen, dann können wir als Menschen vor ihm stehen und können das, was er getan hat, den geistigen Gesetzen überlassen, daß es in der geistigen Welt stehe; wir können überlassen den Menschen dem Karma!
[ 53 ] Wir haben schon gesehen, daß der Christus angedeutet hatte, daß in demjenigen, der blind geboren war und dessen Heilung er bewirkt hat, . offenbar werden sollte, was in einem früheren Leben in ihm gesündigt hat. Es stand also der Christus so vor der Menschheit da, daß er sie, soweit sie das verstehen konnte, die Idee der Reinkarnation lehrte. Das Karma, das Hineinreichen der Ursachen von einer Lebensverkörperung zur anderen Lebensverkörperung, das lehrte er. Er lehrte es so, wie man es tut, wenn man praktisch lehrt für das Leben. Er wollte sagen: Es wird eine Zukunft geben, da alle Menschen das Karma anerkennen werden, wo sie verstehen werden, daß, wenn der Mensch etwas Böses tut, er nicht braucht von einer äußeren irdischen Macht bestraft zu werden; denn dieses Böse zieht notwendigerweise den Ausgleich in dieser oder einer folgenden Inkarnation nach sich. Dann aber brauchen wir einfach in das große Gesetzbuch der Akasha-Chronik, in die geistige Welt einzuschreiben seine Tat. Dann brauchen wir ihn als Menschen nicht zu verurteilen, dann können wir als Menschen vor ihm stehen und können das, was er getan hat, den geistigen Gesetzen überlassen, daß es in der geistigen Welt stehe; wir können überlassen den Menschen dem Karma!
«Jesus aber ging an den Ölberg.
Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie.
Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten ein Weib zu ihm, im Ehebruch ergriffen, und stelleten sie in die Mitte,
Und sprachen zu ihm: Meister, dies Weib ist ergriffen auf frischer Tat im Ehebruch. Moses aber hat uns im Gesetz geboten, solche zu steinigen; was sagest du?
Das sprachen sie aber, ihn zu versuchen, auf daß sie eine Sache zu ihm hätten. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.» (8, 1-6)
«Jesus aber ging an den Ölberg.
Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie.
Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten ein Weib zu ihm, im Ehebruch ergriffen, und stelleten sie in die Mitte,
Und sprachen zu ihm: Meister, dies Weib ist ergriffen auf frischer Tat im Ehebruch. Moses aber hat uns im Gesetz geboten, solche zu steinigen; was sagest du?
Das sprachen sie aber, ihn zu versuchen, auf daß sie eine Sache zu ihm hätten. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.» (8, 1-6)
[ 54 ] Was schrieb er? Er schrieb in die geistige Welt hinein die Sünde. Und die Sünde wird aus der geistigen Welt heraus ihren Ausgleich finden! Die anderen aber erinnert er daran, ob sie sich selber keiner Sünde bewußt sind? Denn nur dann, wenn sie nichts auszugleichen hätten, nur dann könnten sie sich sagen, daß sie ohne Zusammenhang stünden mit der Sünde dieses Weibes und könnten über sie richten. So aber wissen sie ja nicht, ob sie nicht selber im früheren Leben die Ursache gelegt haben zu dem, was sie jetzt trifft; sie können ja nicht wissen, ob sie nicht in früheren Leben dieses Weib dazu gebracht haben, daß sie jetzt die Ehe gebrochen hat, ob sie nicht selbst in früheren Leben diese Sünde begangen oder die Ursachen dazu gelegt haben. Alles ist in das Karma hineingeschrieben. Jesus schrieb auf die Erde, die er mit seinem geistigen Licht schon durchdrungen hat; das heißt, in die Erde hinein vertraut er das, was Karma sein sollte für die Ehebrecherin. Er wollte sagen: Wandelt in den Bahnen, die ich euch jetzt vorzeichne! Werdet so, daß ihr sagt: Wir richten nicht, wir überlassen das, was im Menschen ist, dem karmischen Ausgleich! - Wenn die Menschen das befolgen, dann kommen sie zum Karma. Man braucht das Karma nicht als Dogma zu lehren. Man hat es durch die Tat gelehrt. So lehrte der Christus.
[ 54 ] Was schrieb er? Er schrieb in die geistige Welt hinein die Sünde. Und die Sünde wird aus der geistigen Welt heraus ihren Ausgleich finden! Die anderen aber erinnert er daran, ob sie sich selber keiner Sünde bewußt sind? Denn nur dann, wenn sie nichts auszugleichen hätten, nur dann könnten sie sich sagen, daß sie ohne Zusammenhang stünden mit der Sünde dieses Weibes und könnten über sie richten. So aber wissen sie ja nicht, ob sie nicht selber im früheren Leben die Ursache gelegt haben zu dem, was sie jetzt trifft; sie können ja nicht wissen, ob sie nicht in früheren Leben dieses Weib dazu gebracht haben, daß sie jetzt die Ehe gebrochen hat, ob sie nicht selbst in früheren Leben diese Sünde begangen oder die Ursachen dazu gelegt haben. Alles ist in das Karma hineingeschrieben. Jesus schrieb auf die Erde, die er mit seinem geistigen Licht schon durchdrungen hat; das heißt, in die Erde hinein vertraut er das, was Karma sein sollte für die Ehebrecherin. Er wollte sagen: Wandelt in den Bahnen, die ich euch jetzt vorzeichne! Werdet so, daß ihr sagt: Wir richten nicht, wir überlassen das, was im Menschen ist, dem karmischen Ausgleich! - Wenn die Menschen das befolgen, dann kommen sie zum Karma. Man braucht das Karma nicht als Dogma zu lehren. Man hat es durch die Tat gelehrt. So lehrte der Christus.
[ 55 ] Solche Dinge aber konnte allerdings nur derjenige seiner Schüler und seiner Jünger schreiben, der von ihm selber eingeweiht worden war: der Lazarus- Johannes. Daher verstand auch nur dieser Schüler in richtigem Maße, wie es wirkt, wenn ein Wesen es sich erarbeitet hatte, von der Johannes-Taufe an nach und nach in dem Ätherleibe Herr zu werden über den physischen Leib, den Ätherleib zum Beleber zu machen. Daher verstand auch dieser Schreiber des Johannes-Evangeliums, daß es möglich ist, das, was äußerlich noch wie Wasser aussieht, so zu wandeln, daß, wenn es der Mensch trinkt, es durch die Aufnahme in die menschlichen Organe in Wein sich wandelt. Deshalb verstand er, daß es möglich ist, eine kleine Anzahl von Fischen und Broten zu haben, und durch die Kraft des Ätherleibes so zu wirken, daß die Menschen satt werden. Das aber hat uns der Schreiber des Johannes-Evangeliums gesagt, wenn wir nur das Evangelium ernst nehmen. Sagt er uns irgendwo, daß auch nur die wenigen Brote und die wenigen Fische so gegessen wurden, wie sonst physisch gegessen wird? Nirgends sagt er das, und wenn Sie das ganze Johannes-Evangelium durchgehen. Er sagt Ihnen klar und deutlich, wenn Sie nur jedes Wort wörtlich nehmen, daß der Christus das Brot brach, daß er aber ein Dankgebet zum Himmel richtete:
[ 55 ] Solche Dinge aber konnte allerdings nur derjenige seiner Schüler und seiner Jünger schreiben, der von ihm selber eingeweiht worden war: der Lazarus- Johannes. Daher verstand auch nur dieser Schüler in richtigem Maße, wie es wirkt, wenn ein Wesen es sich erarbeitet hatte, von der Johannes-Taufe an nach und nach in dem Ätherleibe Herr zu werden über den physischen Leib, den Ätherleib zum Beleber zu machen. Daher verstand auch dieser Schreiber des Johannes-Evangeliums, daß es möglich ist, das, was äußerlich noch wie Wasser aussieht, so zu wandeln, daß, wenn es der Mensch trinkt, es durch die Aufnahme in die menschlichen Organe in Wein sich wandelt. Deshalb verstand er, daß es möglich ist, eine kleine Anzahl von Fischen und Broten zu haben, und durch die Kraft des Ätherleibes so zu wirken, daß die Menschen satt werden. Das aber hat uns der Schreiber des Johannes-Evangeliums gesagt, wenn wir nur das Evangelium ernst nehmen. Sagt er uns irgendwo, daß auch nur die wenigen Brote und die wenigen Fische so gegessen wurden, wie sonst physisch gegessen wird? Nirgends sagt er das, und wenn Sie das ganze Johannes-Evangelium durchgehen. Er sagt Ihnen klar und deutlich, wenn Sie nur jedes Wort wörtlich nehmen, daß der Christus das Brot brach, daß er aber ein Dankgebet zum Himmel richtete:
«Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbigengleichen auch von den Fischen, wieviel sie wollten.» (6,11)
«Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbigengleichen auch von den Fischen, wieviel sie wollten.» (6,11)
[ 56 ] Aber der Sinn dieser Worte, wenn wir sie im Urtext nehmen - er ist schlecht wiedergegeben in den deutschen Worten -, ist etwa der folgende: Die Jünger gaben die Brote und die Fische weiter, und einen jeden ließen sie damit machen, was er wollte; keiner aber wollte damit etwas anderes, als in diesem Momente das empfinden, was als Kraft ausgeht von dem mächtigen Ätherleibe des Christus Jesus. Keiner wollte etwas anderes. Und wodurch wurden sie satt? Im 23. Verse heißt es:
[ 56 ] Aber der Sinn dieser Worte, wenn wir sie im Urtext nehmen - er ist schlecht wiedergegeben in den deutschen Worten -, ist etwa der folgende: Die Jünger gaben die Brote und die Fische weiter, und einen jeden ließen sie damit machen, was er wollte; keiner aber wollte damit etwas anderes, als in diesem Momente das empfinden, was als Kraft ausgeht von dem mächtigen Ätherleibe des Christus Jesus. Keiner wollte etwas anderes. Und wodurch wurden sie satt? Im 23. Verse heißt es:
«Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe zu der Stätte, da sie das Brot gegessen hatten durch des Herrn Danksagung.»
«Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe zu der Stätte, da sie das Brot gegessen hatten durch des Herrn Danksagung.»
[ 57 ] Durch das Gebet des Herrn hatten sie das Brot gegessen! Sie hatten Brot gegessen, ohne daß sich der physische Akt vollzogen hatte. Und dadurch konnte der Christus Jesus das Geschehene hinterher interpretieren, daß er sagt: «Ich bin das Brot des Lebens!»
[ 57 ] Durch das Gebet des Herrn hatten sie das Brot gegessen! Sie hatten Brot gegessen, ohne daß sich der physische Akt vollzogen hatte. Und dadurch konnte der Christus Jesus das Geschehene hinterher interpretieren, daß er sagt: «Ich bin das Brot des Lebens!»
[ 58 ] Was also hatten sie gegessen? Die Kraft des Christus-Leibes hatten sie gegessen! Was konnte übrigbleiben? Übrigbleiben konnte nur die Kraft des Christus-Leibes! Sie wirkte so stark, daß man hinterher noch einsammeln konnte.
[ 58 ] Was also hatten sie gegessen? Die Kraft des Christus-Leibes hatten sie gegessen! Was konnte übrigbleiben? Übrigbleiben konnte nur die Kraft des Christus-Leibes! Sie wirkte so stark, daß man hinterher noch einsammeln konnte.
[ 59 ] Ein jeder Leib aber besteht nach okkulter Anschauung aus zwölf Gliedern,. Man nennt das oberste Glied den Widder; dasjenige Glied, das darauf folgt, den Stier; das Glied, wo die beiden Hände sind, die Zwillinge; die Brust heißt der Krebs; was in der Herzgegend des Menschen ist, der Löwe; was nach unten folgt im Rumpf, ist die Jungfrau; dann die Hüfte, die Waage; dann kommt nach unten der Skorpion; dann weiter: Schütze, Oberschenkel; Steinbock, Knie; Wassermann, Unterschenkel, und die Füße sind die Fische.
[ 59 ] Ein jeder Leib aber besteht nach okkulter Anschauung aus zwölf Gliedern,. Man nennt das oberste Glied den Widder; dasjenige Glied, das darauf folgt, den Stier; das Glied, wo die beiden Hände sind, die Zwillinge; die Brust heißt der Krebs; was in der Herzgegend des Menschen ist, der Löwe; was nach unten folgt im Rumpf, ist die Jungfrau; dann die Hüfte, die Waage; dann kommt nach unten der Skorpion; dann weiter: Schütze, Oberschenkel; Steinbock, Knie; Wassermann, Unterschenkel, und die Füße sind die Fische.
[ 60 ] In zwölf Glieder — das ist wohlbegründet - zerfällt der Menschenleib. Wenn man nun einsammelt das, was übrigbleibt, nachdem man die Kraft des Christus-Leibes zu seiner Sättigung benutzt hat, so muß man es in zwölf Maßen einsammeln!
[ 60 ] In zwölf Glieder — das ist wohlbegründet - zerfällt der Menschenleib. Wenn man nun einsammelt das, was übrigbleibt, nachdem man die Kraft des Christus-Leibes zu seiner Sättigung benutzt hat, so muß man es in zwölf Maßen einsammeln!
«Da sammelten sie, und fülleten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die überblieben denen, die gespeist worden.» (6, 13)
«Da sammelten sie, und fülleten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die überblieben denen, die gespeist worden.» (6, 13)
[ 61 ] Sie hatten nicht die Gerstenbrote gegessen. Sie hatten die Kraft gegessen, die von dem Christus ausgegangen war. Und sie waren satt geworden durch die Kraft, die von dem Christus ausgegangen war durch die Danksagung, indem der Christus an diejenigen Sphären appellierte, aus denen er heruntergekommen ist.
[ 61 ] Sie hatten nicht die Gerstenbrote gegessen. Sie hatten die Kraft gegessen, die von dem Christus ausgegangen war. Und sie waren satt geworden durch die Kraft, die von dem Christus ausgegangen war durch die Danksagung, indem der Christus an diejenigen Sphären appellierte, aus denen er heruntergekommen ist.
[ 62 ] So müssen wir verstehen die Wirkung der geistigen Welt in die physische Welt. Und so können wir verstehen, wie sich die einzelnen Ereignisse hineinstellen in das Grundereignis des Sonne-Werdens der Erde. Sie stellen sich alle hinein als mächtige Kräfte-Ereignisse in das SonneWerden der Erde. Deshalb werden wir aber auch begreifen können, daß das, was dazumal wie ein mächtiger Impuls sich der Erde mitteilt, nach und nach, langsam und allmählich erst zu den Menschen kommen konnte. Es muß daher langsam und allmählich der Menschheit eingeAlößt werden.
[ 62 ] So müssen wir verstehen die Wirkung der geistigen Welt in die physische Welt. Und so können wir verstehen, wie sich die einzelnen Ereignisse hineinstellen in das Grundereignis des Sonne-Werdens der Erde. Sie stellen sich alle hinein als mächtige Kräfte-Ereignisse in das SonneWerden der Erde. Deshalb werden wir aber auch begreifen können, daß das, was dazumal wie ein mächtiger Impuls sich der Erde mitteilt, nach und nach, langsam und allmählich erst zu den Menschen kommen konnte. Es muß daher langsam und allmählich der Menschheit eingeAlößt werden.
[ 63 ] Wie gestern angedeutet worden ist, war zuerst das Markus-Evangelium dazu geeignet, den Menschen, die dazu reif waren, die großen Wahrheiten nahezubringen. Das war in den ersten Jahrhunderten. Die Menschen sollten sich durch eigene Kraft das wieder erobern, aus dem sie herausgekommen waren. Versuchen wir uns klarzumachen, wie der Mensch selber aus göttlich-geistigen Höhen heruntergestiegen ist bis zu einem tiefsten Punkte, der eingetreten war in der Zeit, als das Ereignis von Golgatha wiederum das Hinaufstreben bewirkte. Wie ein mächtiger Anstoß wirkte es, den Menschen wiederum hinaufziehend. Der Mensch war heruntergestiegen aus göttlich-geistigen Höhen, und immer weiter und weiter war er hinuntergekommen. Dann bekam er durch den Christus-Impuls die Kraft, nachdem er sich mit dem neugeborenen geistigen Lichte durchtränkt hatte, sich nach und nach alles Frühere wieder zu erobern, und zwar in dieser Weise: In den unmittel bar auf das Christus-Ereignis folgenden Zeiten mußte der Mensch sich das wiedergewinnen, was er verloren hatte in den letzten Jahrhunderten vor dem Christus. Das konnte er durch das Markus-Evangelium. Was er in einer noch früheren Zeit verloren hatte, das mußte er sich in der dann folgenden Zeit wiedererobern durch ein Evangelium, das ihn mehr auf die Innerlichkeit richtete. Das war das Lukas-Evangelium.
[ 63 ] Wie gestern angedeutet worden ist, war zuerst das Markus-Evangelium dazu geeignet, den Menschen, die dazu reif waren, die großen Wahrheiten nahezubringen. Das war in den ersten Jahrhunderten. Die Menschen sollten sich durch eigene Kraft das wieder erobern, aus dem sie herausgekommen waren. Versuchen wir uns klarzumachen, wie der Mensch selber aus göttlich-geistigen Höhen heruntergestiegen ist bis zu einem tiefsten Punkte, der eingetreten war in der Zeit, als das Ereignis von Golgatha wiederum das Hinaufstreben bewirkte. Wie ein mächtiger Anstoß wirkte es, den Menschen wiederum hinaufziehend. Der Mensch war heruntergestiegen aus göttlich-geistigen Höhen, und immer weiter und weiter war er hinuntergekommen. Dann bekam er durch den Christus-Impuls die Kraft, nachdem er sich mit dem neugeborenen geistigen Lichte durchtränkt hatte, sich nach und nach alles Frühere wieder zu erobern, und zwar in dieser Weise: In den unmittel bar auf das Christus-Ereignis folgenden Zeiten mußte der Mensch sich das wiedergewinnen, was er verloren hatte in den letzten Jahrhunderten vor dem Christus. Das konnte er durch das Markus-Evangelium. Was er in einer noch früheren Zeit verloren hatte, das mußte er sich in der dann folgenden Zeit wiedererobern durch ein Evangelium, das ihn mehr auf die Innerlichkeit richtete. Das war das Lukas-Evangelium.
[ 64 ] Wir haben aber auch gesagt, daß sechshundert Jahre vor dem Erscheinen des Christus auf der Erde alles das, was in den früheren Jahrhunderten der Menschheit geistig gegeben worden war und was sie nach und nach verloren hatte, zusammengefaßt worden war von der großen Wesenheit des Buddha. Damals, sechs Jahrhunderte vor Christus, hat die Buddha-Wesenheit gelebt und hat zusammengefaßt, was an uralter Weisheit vorhanden war in der Welt, was der Menschheit verlorengegangen war, und wofür der Buddha ein Verkünder wurde. Daher wird uns erzählt, daß, als der Buddha zur Welt kommt, seine Geburt vorherverkündigt wird seiner Mutter Maya. Es wird weiter erzählt, daß uns entgegentritt einer, der da ankündigt über das Kind: Dieses ist das Kind, das Buddha werden wird, der Erlöser, der Führer zu Unsterblichkeit, Freiheit und Licht! - Dann wird uns in mancher Buddha-Legende berichtet, daß der Buddha als zwölfjähriger Knabe verlorengegangen sei, und daß er wiedergefunden wird unter einem Baume, umgeben von den Sängern und Weisen der Vorzeit, die er lehrte. In meiner Schrift «Das Christentum als mystische Tatsache » werden Sie sehen können, wie sechs Jahrhunderte nach Buddha im Lukas-Evangelium wiederum auftauchen die gleichen Legenden, die über den Buddha erzählt werden, wie durch das Lukas-Evangelium wiederum in einer neuen Form auftritt, was durch den Buddha offenbart worden ist. Daher tritt im Lukas-Evangelium auf, was in den Buddha-Legenden bereits enthalten war. Bis zu diesem Grade stimmen die Dinge zusammen, wenn wir sie im Lichte der geistigen Forschung betrachten.
[ 64 ] Wir haben aber auch gesagt, daß sechshundert Jahre vor dem Erscheinen des Christus auf der Erde alles das, was in den früheren Jahrhunderten der Menschheit geistig gegeben worden war und was sie nach und nach verloren hatte, zusammengefaßt worden war von der großen Wesenheit des Buddha. Damals, sechs Jahrhunderte vor Christus, hat die Buddha-Wesenheit gelebt und hat zusammengefaßt, was an uralter Weisheit vorhanden war in der Welt, was der Menschheit verlorengegangen war, und wofür der Buddha ein Verkünder wurde. Daher wird uns erzählt, daß, als der Buddha zur Welt kommt, seine Geburt vorherverkündigt wird seiner Mutter Maya. Es wird weiter erzählt, daß uns entgegentritt einer, der da ankündigt über das Kind: Dieses ist das Kind, das Buddha werden wird, der Erlöser, der Führer zu Unsterblichkeit, Freiheit und Licht! - Dann wird uns in mancher Buddha-Legende berichtet, daß der Buddha als zwölfjähriger Knabe verlorengegangen sei, und daß er wiedergefunden wird unter einem Baume, umgeben von den Sängern und Weisen der Vorzeit, die er lehrte. In meiner Schrift «Das Christentum als mystische Tatsache » werden Sie sehen können, wie sechs Jahrhunderte nach Buddha im Lukas-Evangelium wiederum auftauchen die gleichen Legenden, die über den Buddha erzählt werden, wie durch das Lukas-Evangelium wiederum in einer neuen Form auftritt, was durch den Buddha offenbart worden ist. Daher tritt im Lukas-Evangelium auf, was in den Buddha-Legenden bereits enthalten war. Bis zu diesem Grade stimmen die Dinge zusammen, wenn wir sie im Lichte der geistigen Forschung betrachten.
[ 65 ] So bekommen wir wohl die Anschauung, daß eine solche Urkunde wie das Johannes-Evangelium und die sich daran anschließenden Evangelien eine unendliche Tiefe enthalten. Wir haben in einer Reihe von Vorträgen diese Tiefen betrachtet. Könnten wir diese Vorträge fortsetzen und doppelt so lang machen, als sie gewesen sind, wir könnten immer neue und neue Tiefen aus den Evangelien herausholen. Und könnten wir die doppelt so lange Zeit noch einmal verdoppeln, und die zweimal verdoppelte Zeit noch einmal verdoppeln: wir würden neue Tiefen erschließen können! Und wir würden eine Ahnung davon bekommen, daß in die Menschenzukunft hinein immer neue und neue Tiefen aus den Untergründen dieser Dokumente heraus gefunden werden können. Die Menschen lernen wahrhaftig niemals aus in dem Interpretieren dieser Urkunden. Nichts brauchen wir in sie hineinzutragen, nur vorbereiten müssen wir uns dazu, durch die okkulten Wahrheiten, herauszufinden, was wirklich in den Evangelien liegt. Dann enthüllt sich uns in den Evangelien der ganze universelle Menschheitszusammenhang, und wiederum der Zusammenhang dieses Menschheitszusammenhanges mit dem Kosmos, und wir lernen immer tiefer und tiefer hineinschauen in die geistige Welt.
[ 65 ] So bekommen wir wohl die Anschauung, daß eine solche Urkunde wie das Johannes-Evangelium und die sich daran anschließenden Evangelien eine unendliche Tiefe enthalten. Wir haben in einer Reihe von Vorträgen diese Tiefen betrachtet. Könnten wir diese Vorträge fortsetzen und doppelt so lang machen, als sie gewesen sind, wir könnten immer neue und neue Tiefen aus den Evangelien herausholen. Und könnten wir die doppelt so lange Zeit noch einmal verdoppeln, und die zweimal verdoppelte Zeit noch einmal verdoppeln: wir würden neue Tiefen erschließen können! Und wir würden eine Ahnung davon bekommen, daß in die Menschenzukunft hinein immer neue und neue Tiefen aus den Untergründen dieser Dokumente heraus gefunden werden können. Die Menschen lernen wahrhaftig niemals aus in dem Interpretieren dieser Urkunden. Nichts brauchen wir in sie hineinzutragen, nur vorbereiten müssen wir uns dazu, durch die okkulten Wahrheiten, herauszufinden, was wirklich in den Evangelien liegt. Dann enthüllt sich uns in den Evangelien der ganze universelle Menschheitszusammenhang, und wiederum der Zusammenhang dieses Menschheitszusammenhanges mit dem Kosmos, und wir lernen immer tiefer und tiefer hineinschauen in die geistige Welt.
[ 66 ] Das aber gehört dazu, wenn wir einen Zyklus von solchen Vorträgen gehört haben, daß wir uns sagen: Wir haben nicht nur eine Summe von Erkenntnissen gewonnen, nicht nur eine Summe von einzelnen Wahrheiten aufgenommen. Das wäre, obwohl es unerläßlich ist, das geringere Notwendige der Sache; nur können wir das andere nicht erhalten ohne dieses. Das aber, was uns aus solchen Betrachtungen hervorgehen soll als eine besondere Frucht, das ist, daß alles das, was wir aufgenommen haben mit unserm Geiste, wenn wir es nun in unser Herz senken, zu einem Gefühl für die Sache, zu Empfindungen, zu Willensimpulsen selber werde. Wenn Herzenswärme dasjenige wird, was wir durch den Geist aufgenommen haben, dann wird es Kraft in uns, dann wird es heilende Kraft in uns für Geistiges, Seelisches und Physisches. Und dann sagen wir uns: Wir sind während unserer geistigen Betrachtungen untergetaucht gewesen in das geistige Leben. Wir haben mancherlei durch dieses geistige Leben uns angeeignet während einer vierzehntägigen Betrachtung, aber wir haben uns nicht nur angeeignet leere Begriffe und Ideen, sondern solche Wahrheiten, Begriffe und Ideen, die geeignet dazu sind, aufzuquellen in der Seele zu einer lebendigen Stärke unserer Gefühle und unserer Empfindungen. Und diese Gefühle und Empfindungen werden uns bleiben, sie sind unverlierbar für uns; mit ihnen leben wir weiter in der Welt. Wir haben nicht nur etwas gelernt, sondern wir sind lebendiger geworden durch das, was wir gelernt haben. — Verlassen wir diesen Zyklus, indem wir solche Gefühle in uns aufnehmen, dann wird uns Geisteswissenschaft ein Lebensinhalt werden; dann wird Geisteswissenschaft uns etwas werden, was uns nicht dem äußeren Leben entzieht, sondern sie wird uns selber etwas werden wie ein Abbild des Höchsten, was uns in diesen Vorträgen charakterisiert worden ist. Charakterisiert worden ist uns, daß zwar Tod sein mußte in der Welt, aber daß die Anschauung, die wir von dem Tod haben, nicht die richtige ist; daß der Christus uns die rechte Anschauung über den Tod gelehrt hat. Dadurch ist der Tod der Same geworden für ein höheres Leben.
[ 66 ] Das aber gehört dazu, wenn wir einen Zyklus von solchen Vorträgen gehört haben, daß wir uns sagen: Wir haben nicht nur eine Summe von Erkenntnissen gewonnen, nicht nur eine Summe von einzelnen Wahrheiten aufgenommen. Das wäre, obwohl es unerläßlich ist, das geringere Notwendige der Sache; nur können wir das andere nicht erhalten ohne dieses. Das aber, was uns aus solchen Betrachtungen hervorgehen soll als eine besondere Frucht, das ist, daß alles das, was wir aufgenommen haben mit unserm Geiste, wenn wir es nun in unser Herz senken, zu einem Gefühl für die Sache, zu Empfindungen, zu Willensimpulsen selber werde. Wenn Herzenswärme dasjenige wird, was wir durch den Geist aufgenommen haben, dann wird es Kraft in uns, dann wird es heilende Kraft in uns für Geistiges, Seelisches und Physisches. Und dann sagen wir uns: Wir sind während unserer geistigen Betrachtungen untergetaucht gewesen in das geistige Leben. Wir haben mancherlei durch dieses geistige Leben uns angeeignet während einer vierzehntägigen Betrachtung, aber wir haben uns nicht nur angeeignet leere Begriffe und Ideen, sondern solche Wahrheiten, Begriffe und Ideen, die geeignet dazu sind, aufzuquellen in der Seele zu einer lebendigen Stärke unserer Gefühle und unserer Empfindungen. Und diese Gefühle und Empfindungen werden uns bleiben, sie sind unverlierbar für uns; mit ihnen leben wir weiter in der Welt. Wir haben nicht nur etwas gelernt, sondern wir sind lebendiger geworden durch das, was wir gelernt haben. — Verlassen wir diesen Zyklus, indem wir solche Gefühle in uns aufnehmen, dann wird uns Geisteswissenschaft ein Lebensinhalt werden; dann wird Geisteswissenschaft uns etwas werden, was uns nicht dem äußeren Leben entzieht, sondern sie wird uns selber etwas werden wie ein Abbild des Höchsten, was uns in diesen Vorträgen charakterisiert worden ist. Charakterisiert worden ist uns, daß zwar Tod sein mußte in der Welt, aber daß die Anschauung, die wir von dem Tod haben, nicht die richtige ist; daß der Christus uns die rechte Anschauung über den Tod gelehrt hat. Dadurch ist der Tod der Same geworden für ein höheres Leben.
[ 67 ] Draußen, außerhalb des Bereiches dieser Vorträge, quillt das Leben, strömt das äußere Dasein. Die Menschen leben in ihm. Die Geistesforschung wird dieses Leben um kein Atom verkleinern, nichts nehmen von diesem Leben. Aber die Anschauung, die man gewöhnlich von die sein Leben hat, bevor man es mit dem Geiste durchschaut, ist eine unrichtige, und dieses Unrichtige muß uns als die Illusion des Lebens erscheinen. Diese Illusion des Lebens müssen wir in uns ersterben lassen; dann wird aus dem Samen, den wir uns durch eine Illusion erworben haben, in uns ein höheres Leben werden. Das aber kann nur dadurch werden, daß wir die lebendige geistige Anschauung in uns aufnehmen. Dadurch machen wir uns im Leben nicht asketisch, sondern gerade dadurch lernen wir das Leben in seiner wirklichen Gestalt erkennen und tragen in das Leben hinaus eine richtige Lebensbeherrschung, eine richtige Frucht. Dadurch aber verchristlichen wir das Leben in dem Maße, als wir die Geisteswissenschaft selber christlich erleben, und wir erleben ein Abbild dessen, wie der Tod ein Abbild des Lebens wird. In demselben Maße, als wir die Geisteswissenschaft zu unserer Gesinnung machen, entfremden wir uns nicht etwa dem Leben, sondern lernen erkennen, was an unseren Anschauungen von diesem Leben unrichtig ist. Und dann gehen wir gestärkt durch eine richtige Anschauung in dieses Leben hinaus, gehen als Arbeitsame in das Leben, dem wir uns nicht entziehen, nachdem wir Kraft und Stärke gewonnen haben innerhalb einer solchen Betrachtung, die uns in die geistige Welt einführt.
[ 67 ] Draußen, außerhalb des Bereiches dieser Vorträge, quillt das Leben, strömt das äußere Dasein. Die Menschen leben in ihm. Die Geistesforschung wird dieses Leben um kein Atom verkleinern, nichts nehmen von diesem Leben. Aber die Anschauung, die man gewöhnlich von die sein Leben hat, bevor man es mit dem Geiste durchschaut, ist eine unrichtige, und dieses Unrichtige muß uns als die Illusion des Lebens erscheinen. Diese Illusion des Lebens müssen wir in uns ersterben lassen; dann wird aus dem Samen, den wir uns durch eine Illusion erworben haben, in uns ein höheres Leben werden. Das aber kann nur dadurch werden, daß wir die lebendige geistige Anschauung in uns aufnehmen. Dadurch machen wir uns im Leben nicht asketisch, sondern gerade dadurch lernen wir das Leben in seiner wirklichen Gestalt erkennen und tragen in das Leben hinaus eine richtige Lebensbeherrschung, eine richtige Frucht. Dadurch aber verchristlichen wir das Leben in dem Maße, als wir die Geisteswissenschaft selber christlich erleben, und wir erleben ein Abbild dessen, wie der Tod ein Abbild des Lebens wird. In demselben Maße, als wir die Geisteswissenschaft zu unserer Gesinnung machen, entfremden wir uns nicht etwa dem Leben, sondern lernen erkennen, was an unseren Anschauungen von diesem Leben unrichtig ist. Und dann gehen wir gestärkt durch eine richtige Anschauung in dieses Leben hinaus, gehen als Arbeitsame in das Leben, dem wir uns nicht entziehen, nachdem wir Kraft und Stärke gewonnen haben innerhalb einer solchen Betrachtung, die uns in die geistige Welt einführt.
[ 68 ] Ist es einigermaßen gelungen, diese Vorträge so zu gestalten, daß sie fruchtbar werden im Leben, daß sie ein Kleines, wenn auch nur ein Kleines beitragen, daß Sie Geist-Erkenntnis fühlen lernen als eine Erhöhung des Lebens, als Lebenswärme in Ihrem Fühlen, Denken und Wollen, in Ihrem Arbeiten, dann kann das Licht, das wir aus der anthroposophischen Weltanschauung herausgeholt haben, leuchten als das Feuer der Lebenswärme, als das Lebensfeuer. Und wenn dieses Feuer ein wenig stark genug ist, um anhalten zu können und fortzubrennen im Leben, dann ist das erreicht, was angestrebt worden ist, als ich mich entschlossen habe, diese Vorträge zu halten.
[ 68 ] Ist es einigermaßen gelungen, diese Vorträge so zu gestalten, daß sie fruchtbar werden im Leben, daß sie ein Kleines, wenn auch nur ein Kleines beitragen, daß Sie Geist-Erkenntnis fühlen lernen als eine Erhöhung des Lebens, als Lebenswärme in Ihrem Fühlen, Denken und Wollen, in Ihrem Arbeiten, dann kann das Licht, das wir aus der anthroposophischen Weltanschauung herausgeholt haben, leuchten als das Feuer der Lebenswärme, als das Lebensfeuer. Und wenn dieses Feuer ein wenig stark genug ist, um anhalten zu können und fortzubrennen im Leben, dann ist das erreicht, was angestrebt worden ist, als ich mich entschlossen habe, diese Vorträge zu halten.
[ 69 ] Mit diesen Worten nun darf ich Ihnen diese Gefühle, die eben ausgesprochen worden sind, als einen Gegenstand der inneren Meditation ans Herz legen und Ihnen ein «Auf Wiedersehen bei einer andern Gelegenheit» sagen.
[ 69 ] Mit diesen Worten nun darf ich Ihnen diese Gefühle, die eben ausgesprochen worden sind, als einen Gegenstand der inneren Meditation ans Herz legen und Ihnen ein «Auf Wiedersehen bei einer andern Gelegenheit» sagen.
