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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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The Gospel of Luke
GA 114

17 September 1909, Basel

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Dritter Vortrag

Third Lecture

[ 1 ] Wer das Lukas-Evangelium auf sich wirken läßt, der wird alles, was in demselben liegt, allerdings zunächst nur fühlen, nur empfinden können. Er wird aber dann eine Ahnung bekommen, daß wirklich große, gewaltige geistige Welten aus diesem Lukas-Evangelium ihm entgegenströmen. Und nach dem, was wir gestern gehört haben, wird es uns erklärlich erscheinen, daß dieses so ist. Denn wir haben gesehen, daß uns die geistige Forschung zeigt, wie die buddhistische Weltanschauung mit allem, was sie der Menschheit zu geben hatte, eingeflossen ist in das Lukas-Evangelium. Man kann wohl sagen: Es ist Buddhismus, der aus dem Lukas-Evangelium auf den Menschen herausströmt. Aber dieser Buddhismus strömt doch in einer ganz eigenartigen Form aus dieser Urkunde heraus. Er strömt so heraus, daß er, wie wir auch schon angedeutet haben, in der Form, wie er darinnen ist, für das einfältigste, naivste Gemüt verständlich ist. |

[ 1 ] Anyone who allows the Gospel of Luke to take hold of them will, at first, be able to do nothing more than feel and sense everything contained within it. But they will then begin to sense that truly vast, powerful spiritual worlds are flowing toward them from this Gospel of Luke. And in light of what we heard yesterday, it will seem understandable to us that this is so. For we have seen that spiritual research shows us how the Buddhist worldview, with all it had to offer humanity, has flowed into the Gospel of Luke. One might well say: It is Buddhism that flows out from the Gospel of Luke to humanity. But this Buddhism flows out of this text in a very peculiar form. It flows out in such a way that, as we have already indicated, in the form in which it is contained therein, it is comprehensible even to the simplest, most naive mind. |

[ 2 ] Wie wir schon aus den gestrigen Auseinandersetzungen entnehmen konnten und wie es uns heute noch besonders klar werden wird, ist der Buddhismus als solcher, wie er als Lehre des großen Buddha in die Welt getreten ist, eine Weltanschauung, die nur derjenige verstehen kann, der sich bis zu gewissen hohen Ideen, bis zu den reinen Ätherhöhen des Geistes hinaufschwingt. Und um den Buddhismus selbst zu verstehen, dazu gehört viel Vorbereitung. Im Lukas-Evangelium ist die eigentliche geistige Substanz so enthalten, daß sie in einer gewissen Weise auf jedes Gemüt wirken kann, das überhaupt verstehen gelernt hat, die not- . wendigsten menschlichen Vorstellungen und Begriffe in sein Herz einfließen zu lassen. Warum dies so ist, das wird uns erklärlich werden, wenn wir das Geheimnis des Lukas-Evangeliums ergründen werden. Aber nicht nur, daß uns die geistigen Errungenschaften des Buddhismus aus dem Lukas-Evangelium entgegenströmen, sondern sie strömen uns in einer noch erhöhteren Form entgegen, wie hinaufgehoben auf eine noch höhere Stufe, als sie damals hatten, da sie fast sechshundert Jahre vor unserer Zeitrechnung im fernen Indien der Menschheit geschenkt worden sind. Nur an ein paar Beispielen soll uns einmal vor die Seele treten, worin diese Erhöhung des Buddhismus besteht.

[ 2 ] As we were already able to gather from yesterday’s discussions, and as will become particularly clear to us today, Buddhism as such—as it entered the world as the teaching of the great Buddha—is a worldview that can be understood only by those who raise themselves up to certain lofty ideas, to the pure etheric heights of the spirit. And to understand Buddhism itself requires a great deal of preparation. In the Gospel of Luke, the actual spiritual substance is contained in such a way that it can, in a certain sense, affect any mind that has learned to allow the most essential human ideas and concepts to flow into its heart. Why this is so will become clear to us when we fathom the mystery of the Gospel of Luke . But not only do the spiritual achievements of Buddhism flow toward us from the Gospel of Luke; they flow toward us in an even more exalted form, as if raised to a higher level than they had at the time they were bestowed upon humanity in distant India nearly six hundred years before our era. Let us consider just a few examples to bring before our souls what this elevation of Buddhism consists of.

[ 3 ] Wir haben gestern den Buddhismus die reinste Lehre des Mitleides und der Liebe genannt. Und in der Tat, von dem Punkte der Welt aus, wo Buddha gewirkt hat, strömt ein Evangelium der Liebe und des Mitleides auf alle Wesen der Erde aus. Das Evangelium der Liebe, das Evangelium des Mitleides, es erscheint uns in dem echten, wahren Buddhisten lebend, wenn sein warmes Herz mitempfindet mit allem Leid, das ihm in der Außenwelt bei allem, was lebt, entgegentritt. Da tritt uns zunächst die buddhistische Liebe, das buddhistische Mitleid im vollsten Sinne des Wortes entgegen. Aber wir sehen, daß uns aus dem Lukas-Evangelium etwas entgegenströmt, was noch mehr ist als dies umfassende Mitleid, als diese umfassende Liebe. Wir könnten das, was uns da entgegenströmt, etwa bezeichnen als die Umsetzung des Mitleides und der Liebe in die der Seele notwendige Tat. Mitleid im eminentesten Sinne des Wortes will der Buddhist; zugreifende Liebe entfalten will der, welcher im Sinne des Lukas-Evangeliums lebt. Mit dem Kranken den Schmerz mitempfinden kann der Buddhist; die Aufforderung, tätig zuzugreifen und zur Heilung zu bewirken, was er vermag, findet. der Mensch aus dem Lukas-Evangelium heraus. Alles zu verstehen, was die Menschenseele belebt, das findet der Mensch aus dem Buddhismus heraus; nicht zu richten, mehr zu tun als uns selbst getan wird, das geht als eine merkwürdige Forderung aus dem LukasEvangelium hervor. Mehr zu geben, als man empfängt! Die Liebe, umgewandelt in Tat, das ist etwas, was uns wie eine Erhöhung noch erscheinen muß, trotzdem wir im Lukas-Evangelium den reinsten, den echtesten Buddhismus haben.

[ 3 ] Yesterday we called Buddhism the purest teaching of compassion and love. And indeed, from the corner of the world where Buddha worked, a gospel of love and compassion flows out to all beings on earth. The gospel of love, the gospel of compassion—it appears to us as alive in the genuine, true Buddhist when his warm heart feels in sympathy with all the suffering he encounters in the outer world in all that lives. Here we first encounter Buddhist love, Buddhist compassion, in the fullest sense of the word. But we see that something flows toward us from the Gospel of Luke that is even more than this all-encompassing compassion, than this all-encompassing love. We might describe what flows toward us there as the translation of compassion and love into the action necessary for the soul. The Buddhist seeks compassion in the most eminent sense of the word; the one who lives in the spirit of the Gospel of Luke seeks to unfold active love. The Buddhist can empathize with the sick person’s pain; the call to take active measures and do whatever he can to bring about healing is found by the person in the Gospel of Luke. To understand everything that animates the human soul, this is what one finds in Buddhism; not to judge, to do more than is done to us—this emerges as a remarkable demand from the Gospel of Luke. To give more than one receives! Love transformed into action—this is something that must still appear to us as an elevation, even though we have the purest, the most authentic Buddhism in the Gospel of Luke.

[ 4 ] Um diese Seite des Christentums, des durch das Christentum noch höher heraufgehobenen Buddhismus, zu schildern, dazu bedurfte es des Herzens eben gerade des Schreibers des Lukas-Evangeliums. Den Christus Jesus als den Leibes- und Seelenarzt zu begreifen, war dem Schreiber des Lukas-Evangeliums am ehesten möglich. Dazu fand er die tief zum Herzen sprechenden Töne, weil er selbst als Arzt gewirkt hat und vom Standpunkt des Leibes- und Seelenarztes aufgezeichnet und betont hat, was er über den Christus Jesus zu sagen hatte. Das wird uns immer mehr und mehr entgegentreten, wenn wir in die Tiefen des Lukas-Evangeliums untertauchen.

[ 4 ] To describe this aspect of Christianity—Buddhism elevated even higher through Christianity—it required precisely the heart of the writer of the Gospel of Luke. Understanding Christ Jesus as the physician of body and soul was most possible for the writer of the Gospel of Luke. To this end, he found the tones that speak deeply to the heart, because he himself had worked as a physician and, from the standpoint of a physician of body and soul, recorded and emphasized what he had to say about Christ Jesus. This will become increasingly apparent to us as we delve into the depths of the Gospel of Luke.

[ 5 ] Aber noch etwas anderes fällt uns auf, wenn wir insbesondere den Blick darauf richten, wie dieses Lukas-Evangelium nach der bereits gegebenen Anschauung selbst auf das kindlichste Gemüt wirkt. Das fällt uns auf, daß die hohe buddhistische Lehre, die nur gereifte Intelligenz, gereiftes menschliches Seelenvermögen zu begreifen vermag, uns im Lukas-Evangelium wie verjüngt erscheint, wie aus einem Jungborn neu geboren. Wie eine Frucht am Menschheitsbaume erscheint uns der Buddhismus. Wenn wir ihn wiederschauen im Lukas-Evangelium, so erscheint er uns als die jugendliche Blüte, als eine Verjüngung dessen, was vorher da war. Daher müssen wir also fragen: Wie ist diese Verjüngung des Buddhismus zustande gekommen? Das aber werden wir erst einsehen, wenn wir einen genauen Blick auf die Lehren des großen Buddha selber richten und zunächst einmal mit unserer anthroposophischen Vorbereitung vor unser geistiges Auge führen, was des Buddha Seele bewegt hat.

[ 5 ] But something else strikes us when we focus in particular on how this Gospel of Luke, according to the view already presented, affects even the most childlike mind. We notice that the lofty Buddhist teaching, which only a mature intellect and a mature human soul can comprehend, appears to us in the Gospel of Luke as if rejuvenated, as if newly born from a spring of youth. Buddhism appears to us like a fruit on the tree of humanity. When we view it anew in the Gospel of Luke, it appears to us as the youthful blossom, as a rejuvenation of what was there before. Therefore, we must ask: How did this rejuvenation of Buddhism come about? But we will only understand this when we turn our attention to the teachings of the great Buddha himself and, drawing on our anthroposophical preparation, first bring before our spiritual eye what moved the Buddha’s soul.

[ 6 ] Halten wir zunächst daran fest, daß der Buddha aus dem Bodhisattva geworden ist, das heißt aus einer hohen Wesenheit, die hineinschauen konnte in die Geheimnisse des Daseins. Dadurch, daß der Buddha ein Bodhisattva war, war er ein Teilnehmer alles dessen, was in der Menschheitsentwickelung vorging durch die alten Zeiten hindurch. Als die Menschheit in der nachatlantischen Zeit auftauchte, um die erste nachatlantische Kulturentwickelung zu begründen und sie später fortzusetzen,da war der Buddha als Bodhisattva schon dabei und vermittelte für die Menschen aus den geistigen Welten herunter das, was gestern angedeutet worden ist. Auch in den atlantischen Zeiten war er schon dabei, sogar in den lemurischen Zeiten schon. Und weil er auf eine so hohe Stufe der Entwickelung gekommen war, konnte er sich auch während seines Bodhisattva-Daseins in den neunundzwanzig Jahren seit seiner letzten Geburt, bevor er der Buddha wurde, nach und nach an alles erinnern, an alle die Gemeinschaften, die er früher durchgemacht hatte, bevor er sich in Indien zum letzten Male verkörpert hatte. Er konnte zurückschauen auf sein Mitwirken in der Menschheit, auf sein Dasein in den göttlich-geistigen Welten, um aus deren Mitte herunterzutragen, was er den Menschen zu bringen hatte. Schon gestern wurde angedeutet, daß auch eine so hohe Individualität, wenn auch kurz, noch einmal das durchzumachen hat, was sie schon einmal gelernt hat. So schildert uns auch der Buddha, wie er während seiner Bodhisattva-Zeit allmählich hinaufdrang, bis sich seine geistige Anschauung, seine geistige Erleuchtung immer vollkommener und vollkommener gestaltete.

[ 6 ] Let us first note that the Buddha emerged from the Bodhisattva, that is, from a high being who could look into the mysteries of existence. Because the Buddha was a Bodhisattva, he was a participant in everything that took place in the development of humanity throughout the ancient times. When humanity emerged in the post-Atlantean era to establish the first post-Atlantean cultural development and later to continue it, the Buddha was already present as a Bodhisattva, conveying to humanity from the spiritual worlds what was hinted at yesterday. He was also present during the Atlantean era, and even during the Lemurian era. And because he had reached such a high stage of development, he was able, even during his existence as a Bodhisattva in the twenty-nine years since his last birth, before he became the Buddha, to gradually recall everything—all the communities he had previously lived through before incarnating in India for the last time. He could look back on his involvement with humanity, on his existence in the divine-spiritual worlds, in order to bring down from their midst what he had to bring to humanity. It was already hinted at yesterday that even such a high individuality, albeit briefly, must go through once more what it has already learned. Thus the Buddha also describes to us how, during his time as a Bodhisattva, he gradually ascended until his spiritual vision, his spiritual enlightenment, took on an ever more perfect form.

[ 7 ] Es wird uns gesagt, wie er seinen Bekennern das schilderte. So sagte er ihnen, um den Weg zu schildern, welchen seine Seele durchgemacht hatte, um sich nach und nach wieder an das zu erinnern, was sie durch die Vorzeiten hindurch erlebt hatte: Es gab eine Zeit für mich, ihr Mönche, da erschien es mir aus der geistigen Welt wie ein allumfassender Lichtglanz; aber ich konnte darin noch nichts unterscheiden, keine Gestalten, keine Bilder; meine Erleuchtung war noch nicht rein genug. Dann fing ich an, nicht nur das Licht, sondern innerhalb des Lichtes einzelne Bilder und einzelne Gestalten zu schauen, aber ich konnte noch nicht unterscheiden, was diese Gestalten und Bilder bedeuteten; meine Erleuchtung war noch nicht rein genug. Dann fing ich an zu erkennen, daß sich in diesen Bildern und Gestalten geistige Wesenheiten ausdrückten, aber ich konnte noch nicht unterscheiden, welchen Reichen der geistigen Welt diese Wesenheiten angehörten; meine Erleuchtung war noch nicht rein genug. Dann lernte ich erkennen, welchen verschiedenen Reichen der geistigen Welt diese einzelnen geistigen Wesenheiten angehörten, aber ich konnte noch nicht unterscheiden, durch welche Taten sie sich ihren Platz in den geistigen Reichen erobert hatten und welches ihre Gemütszustände waren; denn meine Erleuchtung war nicht rein genug. Dann kam für mich die Zeit, da konnte ich unterscheiden, welche Taten diese geistigen Wesenheiten in diese Reiche versetzt hatten und welches ihre Gemütszustände waren; aber ich konnte noch nicht unterscheiden, mit welchen geistigen Wesenheiten ich selbst in früheren Zeiten zusammengelebt hatte und wie ich selber mit ihnen zu tun hatte, denn meine Erleuchtung war noch nicht rein genug. Dann kam die Zeit, wo ich wissen konnte, ich war mit diesen und jenen Wesenheiten in dieser und jener Epoche zusammen und hatte dieses oder jenes mit ihnen zu tun; ich wußte, wie meine Vorleben waren: jetzt war meine Erleuchtung rein.

[ 7 ] We are told how he described this to his followers. Thus he told them, to describe the path his soul had traversed in order to gradually recall what it had experienced throughout the ages: “There was a time for me, monks, when it appeared to me from the spiritual world like an all-encompassing radiance of light; but I could not yet distinguish anything within it—no figures, no images; my enlightenment was not yet pure enough. Then I began to see not only the light, but within the light individual images and individual figures, yet I could not yet discern what these figures and images signified; my enlightenment was not yet pure enough. Then I began to recognize that spiritual beings were expressing themselves in these images and figures, but I could not yet distinguish to which realms of the spiritual world these beings belonged; my enlightenment was not yet pure enough. Then I learned to recognize to which different realms of the spiritual world these individual spiritual beings belonged, but I could not yet distinguish through which deeds they had earned their place in the spiritual realms and what their states of mind were; for my enlightenment was not pure enough. Then came the time for me when I could discern which deeds had brought these spiritual beings into these realms and what their states of mind were; but I could not yet distinguish with which spiritual beings I myself had lived together in earlier times and how I myself had dealt with them, for my enlightenment was not yet pure enough. Then came the time when I could know I had been with these and those beings in this and that epoch and had had this or that to do with them; I knew what my past lives had been like: now my enlightenment was pure.

[ 8 ] Damit hatte der Buddha seinen Bekennern angedeutet, wie er sich allmählich hinaufgearbeitet hatte zu einem Erkennen, das er zwar früher schon hatte, das man sich aber in jeder Inkarnation nach den Bedingungen der Zeitepoche neu erwerben muß, das er sich aber nunmehr wieder so hatte erwerben müssen, wie es seinem völligen Herabsteigen in einen physischen Menschenleib entsprach. Wenn wir dies nachempfinden, bekommen wir eine Ahnung davon, welche Bedeutung und welche Größe jene bedeutsame Individualität hatte, die sich in dem Königssohne aus dem Sakya-Geschlecht damals verkörpert hatte. Was der Buddha auf diese Weise wiedererkennen konnte, und wohinein er schauen konnte, von dem wußte er aber auch: Das ist eine Welt, welche die Menschen mit ihrem gewöhnlichen Anschauen der unmittelbaren Gegenwart und nächsten Zukunft wieder verlassen mußten. Nur Eingeweihte, zu denen ja der Buddha selber gehörte, können hineinschauen in die geistige Welt; aber für die normale Menschheit war dazu die Möglichkeit verlorengegangen. Die Erbstücke alter hellseherischer Anschauung waren immer geringer geworden. Da Buddha nicht bloß von dem zu sprechen hatte, was der Eingeweihte zu sagen hat, sondern da er vor allem die Mission hatte, den Menschen zu erzählen von den Kräften, die aus der eigenen menschlichen Seele herausfließen sollen, so konnte er nicht nur hinweisen auf die Ergebnisse seiner Erleuchtung, sondern er sagte sich: Ich muß sprechen von dem, wozu die Menschen kommen können, zwar durch eine höhere, aber doch durch eine Entwickelung ihrer eigenen inneren Wesenheit, durch Entwickelung dessen, was in dieser Zeitepoche ist. Nach und nach werden die Menschen im Laufe der Erdenentwickelung aus ihrer Seele, aus ihrem Herzen heraus den Inhalt der Lehre des Buddha erkennen als etwas, was ihnen ihre eigene Vernunft, ihr eigenes Gemüt sagt. Aber es wird noch viel, viel Zeit hinfließen müssen, bevor alle Menschen reif werden, um sozusagen aus der eigenen Seele das hervorzuholen, was der Buddha zuerst wie eine rein menschliche Erkenntnis ausgesprochen hat. Denn es ist etwas anderes, in späteren Zeiten gewisse Fähigkeiten zu entwickeln, und etwas anderes, sie zuerst hervorzuholen aus den tiefen Schächten des menschlichen Gemüts.

[ 8 ] With this, the Buddha had indicated to his followers how he had gradually worked his way up to a realization that he had indeed possessed before, but which must be newly acquired in every incarnation according to the conditions of the era, and which he had now had to acquire anew in a manner corresponding to his complete descent into a physical human body. If we try to imagine this, we gain a sense of the significance and greatness of that remarkable individuality which had incarnated at that time in the prince of the Sakya clan. But the Buddha also knew this about what he was able to recognize in this way and into which he could look: This is a world that human beings, with their ordinary perception of the immediate present and the near future, had to leave behind. Only initiates, to whom the Buddha himself belonged, can look into the spiritual world; but for ordinary humanity, the possibility of doing so had been lost. The remnants of the ancient clairvoyant vision had grown ever smaller. Since the Buddha had to speak not merely of what the initiate has to say, but since his mission was above all to tell people about the powers that are to flow forth from the human soul itself, he could not merely point to the results of his own enlightenment; rather, he said to himself: I must speak of what people can attain, albeit through a higher, yet still through a development of their own inner being, through the development of what is present in this epoch. Gradually, in the course of Earth’s evolution, people will recognize the content of the Buddha’s teaching from within their own souls, from their own hearts, as something their own reason and their own minds tell them. But much, much time will have to pass before all people become mature enough to bring forth, so to speak, from their own souls what the Buddha first expressed as a purely human insight. For it is one thing to develop certain abilities in later times, and quite another to first bring them forth from the deep recesses of the human mind.

[ 9 ] Nehmen Sie dazu ein anderes Beispiel. Heute eignet sich die Regeln des logischen Denkens der jugendliche Mensch an. Logisch zu denken gehört heute zu den allgemeinen menschlichen Fähigkeiten, die der Mensch aus seinem Inneren heraus entwickelt. Damit aber diese Fähigkeit zuerst aus einer menschlichen Brust kam, dazu gehörte der große Geist des griechischen Denkers Aristoteles. Es ist etwas anderes, zuerst etwas herauszuholen aus den Schächten des menschlichen Gemütes, und es herauszuholen, nachdem es sich eine Zeitlang in der Menschheit entwickelt hatte.

[ 9 ] Take another example. Today, young people acquire the rules of logical thinking. Thinking logically is now one of the general human abilities that people develop from within themselves. But for this ability to have first emerged from a human breast, the great mind of the Greek thinker Aristotle was required. It is one thing to first draw something out from the depths of the human mind, and quite another to draw it out after it has developed within humanity for some time.

[ 10 ] Nun gehört das, was der Buddha den Menschen zu sagen hatte, zu den größten Lehren auf lange Epochen hin. Daher gehört auch das große Gemüt eines Bodhisattva, eines so hoch Erleuchteten dazu, um es zuerst in einem Menschen gegenwärtig werden zu lassen. Nur wer im höchsten Sinne erleuchtet war, konnte zuerst in seiner Seele erstehen lassen, was nach und nach Allgemeingut der Menschheit werden sollte: die hohe Lehre des Mitleides und der Liebe und alles dessen, was damit zusammenhängt. Was der Buddha zu sagen hatte, das mußte er in Worte kleiden, die der damaligen Menschheit, namentlich seinen Heimatgenossen, geläufig waren. Wir haben schon darauf hingedeutet, wie im alten Indien zur Zeit des Buddha die Sankhya- und die Yoga-Philosophie gelehrt wurden. Sie hatten die geläufigen Ausdrücke und Begriffe geliefert; sie waren gang und gäbe. Solche gangbaren Ausdrücke mußte derjenige benutzen, der etwas Neues zu geben hatte; in solche gangbare Begriffe mußte der Buddha kleiden, was in seiner Seele lebte. Allerdings bekamen dann solche Vorstellungen und Begriffe durch ihn eine ganz neue Gestalt, aber er mußte sich ihrer bedienen, denn alle Entwickelung muß so verlaufen, daß das Zukünftige sich auf das Vergangene gründet. So kleidete der Buddha seine hehre Weisheit in die gangbaren Ausdrücke der damals gebräuchlichen indischen Lehre.

[ 10 ] Now, what the Buddha had to say to humanity belongs to the greatest teachings across long epochs. Therefore, the great spirit of a Bodhisattva—one so highly enlightened—is also required to first make it present in a human being. Only one who was enlightened in the highest sense could first bring into being within his soul what was to gradually become the common heritage of humanity: the lofty teaching of compassion and love and all that is connected with it. What the Buddha had to say, he had to clothe in words that were familiar to the people of his time, namely his fellow countrymen. We have already pointed out how the Sankhya and Yoga philosophies were taught in ancient India at the time of the Buddha. They had provided the common expressions and concepts; they were the accepted norm. One who had something new to offer had to use such common expressions; the Buddha had to clothe what lived in his soul in such common concepts. Admittedly, such ideas and concepts then took on a completely new form through him, but he had to make use of them, for all development must proceed in such a way that the future is founded upon the past. Thus the Buddha clothed his sublime wisdom in the common expressions of the Indian teachings in use at that time.

[ 11 ] Aber wir müssen uns doch eine Anschauung von dem verschaffen, was Buddha damals als seine Lehre, welche die innerste Lehre der Menschheit werden sollte, unter dem Bodhibaume in der Zeit der siebentägigen Erleuchtung erlebte. Versuchen wir einmal, wenn auch nur mit annähernden Gedanken, vor unsere Seele hinzustellen, was als der Gedankenausdruck der tiefsten Seelenerlebnisse durch das Gemüt des Buddha ging, als er unter dem Bodhibaume erleuchtet war. Da konnte er sich etwa das Folgende sagen: Es gab alte Zeiten in der Menschheitsentwickelung, in welchen viele Menschen dumpf, dämmerhaft hellsichtig waren, und es gab noch ältere Zeiten, in denen alle Menschen hellsichtig waren. Was heißt es denn, dumpf, dämmerhaft hellsichtig sein? Was heißt es überhaupt, hellsichtig sein? Hellsichtig sein heißt, sich der Organe seines ätherischen Leibes bedienen können. Wenn man sich nur der Organe seines astralischen Leibes bedienen kann, so kann man zwar innerlich fühlen und empfinden, innerlich erleben die tiefsten Geheimnisse, aber man kann sie nicht schauen. Erst wenn das, was im astralischen Leibe erlebt wird, sich sozusagen seinen Abdruck verschafft im Ätherleibe, kann Hellsichtigkeit eintreten. Auch das alte dumpfe Hellsehen der Menschheit war dadurch zustande gekommen, daß der noch nicht vollständig in den physischen Leib hineingedrungene Ätherleib Organe hatte, derer sich die alte Menschheit noch bedienen konnte. Was also hat die Menschheit im Laufe der Zeit verloren? Sie hat verloren die Fähigkeit, sich der Organe des Ätherleibes bedienen zu können. Sie mußte sich nach und nach damit begnügen, sich nur der äußeren Organe des physischen Leibes zu bedienen und das, was der physische Leib vermittelt, dann im astralischen Leibe als Gedanken, Empfindungen, als Gefühle, als Vorstellungen zu erleben. Das alles ging damals als Ausdruck dessen, was er erlebte, durch des Buddha große Seele. Er sagte sich: Also haben die Menschen die Fähigkeit verloren, sich der Organe ihres Ätherleibes zu bedienen. Sie erleben in ihren astralischen Leibern das, was sie von der Außenwelt erfahren durch die Werkzeuge ihres physischen Leibes.

[ 11 ] But we must nevertheless form a conception of what the Buddha experienced at that time under the Bodhi tree during the seven days of enlightenment as his teaching, which was to become the innermost teaching of humanity. Let us try, even if only with approximate thoughts, to picture before our soul what passed through the Buddha’s mind as the mental expression of the deepest soul experiences when he was enlightened under the Bodhi tree. There he might have said to himself something like the following: There were ancient times in human evolution when many people possessed a dim, twilight-like clairvoyance, and there were even earlier times when all people were clairvoyant. What does it mean to be dimly, twilight-like clairvoyant? What does it mean, in general, to be clairvoyant? To be clairvoyant means to be able to make use of the organs of one’s etheric body. If one can make use only of the organs of one’s astral body, then one can indeed feel and sense inwardly, inwardly experience the deepest mysteries, but one cannot see them. Only when what is experienced in the astral body leaves, so to speak, its imprint in the etheric body can clairvoyance occur. The ancient, dim clairvoyance of humanity had also come about because the etheric body—which had not yet fully penetrated the physical body—had organs that ancient humanity could still make use of. So what has humanity lost over the course of time? It has lost the ability to make use of the organs of the etheric body. It gradually had to content itself with using only the external organs of the physical body and then experiencing what the physical body conveys in the astral body as thoughts, sensations, feelings, and images. All of this passed through the Buddha’s great soul at that time as an expression of what he experienced. He said to himself: So humanity has lost the ability to make use of the organs of its etheric body. In their astral bodies, they experience what they perceive from the external world through the instruments of their physical body.

[ 12 ] Nun konnte sich der Buddha eine bedeutsame Frage stellen: Wenn das Auge die rote Farbe empfindet, wenn das Ohr irgendeinen Ton hört, wenn der Geschmackssinn irgendeine Geschmacksempfindung hat, dann treten unter normalen Verhältnissen diese Empfindungen an den Menschen heran und werden seine Vorstellungen, werden innerlich im Astralleibe erlebt. Sie könnten, wenn sie nur so erlebt würden, dasjenige, was man Schmerz und Leid nennt, nicht als eine Beigabe im normalen Zustande haben. Wenn der Mensch sich einfach den Eindrücken der Außenwelt überließe, wie diese auf seine Sinne wirkt, wie sie ihm erscheint in ihren Farben und Lichtern, in ihren Tönen und so weiter, so würde er durch die Welt wandeln, ohne daß er von diesen Eindrücken Schmerz und Leid empfinden könnte. Nur unter gewissen Bedingungen kann der Mensch Schmerz und Leid empfinden.

[ 12 ] Now the Buddha was able to ask himself a significant question: When the eye perceives the color red, when the ear hears a sound, when the sense of taste has a taste sensation, then under normal circumstances these sensations approach the human being and become his ideas, are experienced inwardly in the astral body. If they were experienced in this way alone, what we call pain and suffering would not be present as an accompaniment in the normal state. If a person simply surrendered to the impressions of the external world—how they affect his senses, how they appear to him in their colors and lights, in their sounds, and so on—he would walk through the world without being able to perceive pain and suffering from these impressions. Only under certain conditions can a person experience pain and suffering.

[ 13 ] Nach diesen Bedingungen, unter welchen der Mensch Schmerz und Leid, Sorgen und Kümmernisse erlebt, forschte daher der große Buddha. Wann werden die Eindrücke der Außenwelt zu schmerzvollen? Und warum werden sie es unter gewissen Verhältnissen?

[ 13 ] The great Buddha therefore investigated these conditions under which a person experiences pain and suffering, worries, and sorrows. When do the impressions of the external world become painful? And why do they become so under certain circumstances?

[ 14 ] Da sagte er sich: Wenn wir in die alten Zeiten zurückblicken, so finden wir, wie auf den Menschen, als er in früheren Inkarnationen auf der Erde hinwandelte, von zwei Seiten her Wesenheiten in das Innere der menschlichen Natur, in den astralischen Leib, hereinwirkten. Da haben im Laufe der Inkarnationen durch die lemurische und atlantische Zeit hindurch in die menschliche Natur diejenigen Wesenheiten hereingewirkt, die wir die luziferischen Wesenheiten nennen, so daß der Mensch im Laufe der Zeiten in seinen astralischen Leib aufgenommen hat die Eindrücke und Einflüsse der luziferischen Wesenheiten. Von der atlantischen Zeit an wirkten dann noch diejenigen Wesenheiten auf den Menschen ein, welche unter der Führung des Ahriman standen. So hat der Mensch in seinen früheren Inkarnationen die Einflüsse der beiden Mächte auf sich erfahren, die wir als die luziferischen und die ahrimanischen Wesenheiten bezeichnen. Hätten diese Wesenheiten nicht auf den Menschen gewirkt, so hätte sich der Mensch nicht die Freiheit, nicht die Gabe der Unterscheidung zwischen Gut und Böse und nicht die freie Willensbestimmung erwerben können. Von einem höheren Gesichtspunkte aus angesehen, ist es auch gut, daß diese Einflüsse so auf den Menschen gewirkt haben; aber in gewisser Beziehung haben sie auch den Menschen aus den göttlich-geistigen Höhen wieder weiter in das sinnliche Dasein heruntergeführt, als er sonst heruntergestiegen wäre. Dadurch hat der Mensch - so konnte sich der große Buddha sagen — gewisse Einflüsse in sich, die heute in ihm sind und die Erbstücke der Einwirkung Luzifers auf der einen Seite und Ahrimans auf der anderen Seite sind. Die sind ihm aus den früheren Inkarnationen geblieben, die trägt er in sich.

[ 14 ] Then he said to himself: If we look back to ancient times, we find that, as human beings walked the earth in earlier incarnations, beings from two sides worked their way into the inner nature of the human being, into the astral body. Thus, in the course of incarnations through the Lemurian and Atlantean periods, those beings we call the Luciferic beings worked into human nature, so that over time, human beings absorbed the impressions and influences of the Luciferic beings into their astral bodies. From the Atlantean era onward, those beings who were under the leadership of Ahriman also began to influence humanity. Thus, in their earlier incarnations, human beings experienced the influences of the two forces we refer to as the Luciferic and the Ahrimanic beings. Had these beings not acted upon humanity, humanity would not have been able to acquire freedom, the gift of discerning between good and evil, or the exercise of free will. Viewed from a higher perspective, it is also good that these influences have acted upon human beings in this way; but in a certain sense, they have also led human beings further down from the divine-spiritual heights into the sensory realm than they would otherwise have descended. As a result, the great Buddha could say to himself, human beings have within them certain influences that are present in them today and that are the legacy of the influence of Lucifer on the one hand and Ahriman on the other. These have remained with them from earlier incarnations; they carry them within themselves.

[ 15 ] Als der Mensch noch vermöge seiner alten dumpfen Hellsichtigkeit in die geistige Welt hineinblicken konnte, da sah er die Einflüsse Luzifers und Ahrimans und konnte genau unterscheiden: hierher kommt ein Einfluß Luzifers, hierher kommt ein Einfluß Ahrimans. Und indem er hineinblickte in die astralische Welt und die luziferischen und ahrimanischen schädlichen Einflüsse wahrnahm, konnte er sich darüber Rechenschaft geben und sich vor ihnen schützen. Er wußte auch, wie er mit diesen Wesenheiten in Berührung gekommen ist. Es gab eine Zeit — so sagte sich Buddha -, in welcher die Menschen gewußt haben, woher diese Einflüsse kommen, die sie seit alten Zeiten von Inkarnation zu Inkarnation in sich tragen. Aber mit dem alten Hellsehen ist das Wissen von diesen Mächten verlorengegangen, und da die Menschen die Hellsichtigkeit verloren hatten, so ist auch das Nichtwissen von dem eingetreten, was auf ihre Seele von Inkarnation zu Inkarnation eingewirkt hat. An die Stelle des früheren hellseherischen Wissens ist das Nichtwissen getreten. Dunkelheit breitet sich über den Menschen aus. Er kann nicht erkennen, woher diese Einflüsse von Luzifer und Ahriman kommen, aber er trägt sie in sich. Er trägt etwas in sich, worüber er nichts weiß. Es wäre natürlich einfältig, die Realität und Wirksamkeit dessen abzuleugnen, was da ist, auch wenn man nichts davon weiß. Im Menschen wirken die Einflüsse, die sich in ihn hineinbegeben haben von Inkarnation zu Inkarnation. Sie sind da und wirken das ganze Leben hindurch; nur weiß der Mensch nichts davon. — So sagte sich der große Buddha.

[ 15 ] When human beings could still look into the spiritual world by virtue of their ancient, dim clairvoyance, they saw the influences of Lucifer and Ahriman and could distinguish precisely: here comes an influence of Lucifer, here comes an influence of Ahriman. And by looking into the astral world and perceiving the harmful influences of Lucifer and Ahriman, they could take stock of them and protect themselves from them. They also knew how they had come into contact with these beings. There was a time—Buddha told himself—when people knew where these influences came from, influences they have carried within themselves from incarnation to incarnation since ancient times. But with the loss of the old clairvoyance, knowledge of these powers was lost, and since human beings had lost their clairvoyance, ignorance also set in regarding what has been acting upon their souls from incarnation to incarnation. Ignorance has taken the place of the former clairvoyant knowledge. Darkness spreads over humanity. People cannot recognize where these influences from Lucifer and Ahriman come from, yet they carry them within themselves. They carry something within them about which they know nothing. It would, of course, be naive to deny the reality and effectiveness of what is there, even if one knows nothing about it. The influences that have entered into the human being work within him from incarnation to incarnation. They are there and work throughout his entire life; only the human being knows nothing of them. — So said the great Buddha.

[ 16 ] Wie wirken diese Einflüsse in dem Menschen? Wenn der Mensch sie auch nicht erkennen kann, er fühlt sie, er spürt sie; es ist eine Kraft in ihm, die der Ausdruck dessen ist, was also von Inkarnation zu Inkarnation sich fortgelebt hat und hinaufgestiegen ist bis zum gegenwärtigen Dasein. Was die Kräfte darstellen, deren eigene Natur der Mensch nicht erkennen kann, das ist die Begierde nach äußerem Leben, die Begierde, in der Welt wahrzunehmen, der Durst nach Leben, das Verlangen nach Leben. So wirken die alten luziferischen und die ahrimanischen Einflüsse im Menschen als der Durst nach Dasein, als die Begierde nach Dasein. Und dieser Durst nach Dasein geht von Inkarnation zu Inkarnation weiter. — Das ist es, was der große Buddha sagte; nur stellte er für seine intimeren Schüler genauer dar, worum es sich handelte.

[ 16 ] How do these influences work within a person? Even if a person cannot recognize them, they feel them, they sense them; there is a force within them that is the expression of what has thus lived on from incarnation to incarnation and ascended to the present existence. What these forces represent—whose very nature human beings cannot perceive—is the craving for external life, the craving to perceive the world, the thirst for life, the longing for life. Thus the ancient Luciferic and Ahrimanic influences work within the human being as the thirst for existence, as the desire for existence. And this thirst for existence continues from incarnation to incarnation. — This is what the great Buddha said; only, for his more intimate disciples, he described more precisely what was at stake.

[ 17 ] Wie er darstellte, was er so empfand, das kann man nur verstehen, wenn man eine gewisse Vorbereitung durch die Theosophie schon durchgemacht hat. Wir wissen ja: Wenn der Mensch stirbt, in dem Moment, da der Tod eintritt, verlassen sein Ich, sein astralischer Leib und sein Ätherleib den physischen Leib. Dann hat der Mensch eine Zeit hindurch jenes große Erinnerungstableau an das letzte Leben, das ihm wie in einem gewaltigen Bilde entgegentritt. Dann wissen wir, daß das Hauptglied des Ätherleibes wie ein zweiter Leichnam abgeworfen wird und daß etwas zurückbleibt wie’ein Extrakt, wie eine Essenz des Ätherleibes. Diesen Extrakt nimmt der Mensch mit durch die Kamalokaund Devachanzeit und bringt ihn wieder zurück in das nächste Dasein. Während aber der Mensch in Kamaloka ist, schreibt sich in diesen Lebensextrakt alles ein, was der Mensch an Taten erlebt hat, alles, was in bezug auf das menschliche Karma wirkt, wofür er einen Ausgleich zu schaffen hat. Das alles verbindet sich in einer gewissen Weise mit diesem Extrakt aus dem Ätherleibe, der sich von einer Inkarnation zu der anderen hinzieht. Alles, was der Mensch aus einer Inkarnation in die andere trägt, ist in diesem Extrakt des Ätherleibes darinnen, und das bringt sich der Mensch wieder mit, wenn er wieder durch die Geburt ins Dasein tritt. — Die orientalische Literatur ist gewohnt geworden, das, was wir Ätherleib nennen, als Linga sharira zu bezeichnen. So ist es also ein Extrakt aus Linga sharira, was der Mensch von Inkarnation zu Inkarnation mitnimmt.

[ 17 ] How he described what he felt in this way can only be understood if one has already undergone a certain preparation through theosophy. We know, after all: When a person dies, at the very moment death occurs, their I, their astral body, and their etheric body leave the physical body. Then, for a time, the person experiences that great tableau of memories from the last life, which confronts them as if in a vast image. Then we know that the main part of the etheric body is cast off like a second corpse and that something remains like an extract, like an essence of the etheric body. The human being takes this extract with them through the Kamaloka and Devachan periods and brings it back into the next existence. But while the human being is in Kamaloka, everything the person has experienced in terms of deeds, everything that affects human karma and for which they must create a balance, is inscribed into this life extract. All of this connects in a certain way with this extract from the etheric body, which extends from one incarnation to the next. Everything that the human being carries from one incarnation into the next is contained within this extract of the etheric body, and the human being brings this with them again when they enter existence through birth. — Oriental literature has come to refer to what we call the etheric body as Linga sharira. Thus, it is an extract from the Linga sharira that the human being carries with them from incarnation to incarnation.

[ 18 ] Nun konnte Buddha sagen: Seht einmal hin auf den Menschen, der geboren ist. Er bringt sich mit in seinem Linga sharira das, was sich aus den früheren Inkarnationen abgeladen hat; da ist es eingeschrieben. In diesem Linga sharira sitzt alles das, wovon der Mensch in dem gegenwärtigen Menschheitszyklus nichts weiß, worüber sich die Dunkelheit des Nichtwissens breitet, was sich aber geltend macht, indem der Mensch ins Dasein hereintritt, als der Durst nach Dasein, als die Begierde zum Leben. In dem, was man Begierde zum Leben nennt, sah der Buddha alles das, was aus früheren Inkarnationen stammt und was den Menschen treibt zu der Sucht, die Welt zu genießen, nicht nur als ein Wanderer durch die Farben- und Tonwelt und durch die Welt der anderen Eindrücke hinzuwandern, sondern diese Welt zu begehren. Das ist es, was aus den früheren Inkarnationen her als eine Tendenz, als eine Kraft in dem Menschen ist. Diese Kraft bezeichnen die Schüler des Buddha als Samskara. So also sagte der Buddha zu seinen intimen Schülern: Was für den gegenwärtigen Menschen charakteristisch ist, das ist das Nichtwissen über etwas Wichtiges, was in ihm selber vorhanden ist. Dieses Nichtwissen verwandelt das, was dem Menschen sonst entgegentreten würde als von den luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten herrührend und zu dem er sich sonst in ein Verhältnis setzen könnte, in den Durst nach Dasein, in alle die in ihm schlummernden Kräfte, die dunkel im Menschen wühlen aus früheren Inkarnationen herüber. Das bezeichnete man unter dem Einfluß des großen Buddha als das Samskara. Und es bildet sich aus diesem Samskara heraus, was nun im Menschen sein gegenwärtiges Denken ist und was bewirkt, daß der Mensch in dem gegenwärtigen Menschheitszyklus nicht ohne weiteres objektiv denken kann.

[ 18 ] Now Buddha could say: Look upon the human being who has been born. They bring with them in their Linga sharira that which has been accumulated from previous incarnations; it is inscribed there. In this Linga sharira lies everything of which the human being knows nothing in the present cycle of humanity, over which the darkness of ignorance spreads, but which asserts itself as the human being enters into existence—as the thirst for existence, as the desire for life. In what is called the desire for life, the Buddha saw all that which originates from past incarnations and which drives the human being to the craving to enjoy the world—not merely to wander through the world of colors and sounds and through the world of other impressions, but to desire this world. This is what remains from past incarnations as a tendency, as a force within the human being. The Buddha’s disciples refer to this force as samskara. Thus the Buddha said to his inner circle of disciples: What is characteristic of the present-day human being is ignorance of something important that is present within him. This ignorance transforms what would otherwise confront the human being as originating from the Luciferic and Ahrimanic beings—and to which he could otherwise relate—into a thirst for existence, into all the forces slumbering within them, which darkly stir within the human being from past incarnations. Under the influence of the great Buddha, this was called samskara. And out of this samskara arises what is now the human being’s present thinking, and what causes the human being in the present cycle of humanity to be unable to think objectively without further ado.

[ 19 ] Merken Sie wohl, was für einen feinen Unterschied der Buddha seinen Schülern klarmachte: den Unterschied zwischen dem objektiven Denken, das nur die Sache im Auge hat, und demjenigen Denken, welches unter dem Einfluß der Kräfte steht, die aus dem Linga sharira stammen. Denken Sie darüber nach, wieviel Sie sich über die Dinge als Ihre Meinungen aneignen; fragen Sie sich aber, wieviel Sie sich von diesen Meinungen deshalb aneignen, weil sie Ihnen gefallen, und wieviel deshalb, weil Sie die Dinge objektiv betrachten! Alles, was man als Wahrheit sich aneignet, nicht weil man objektiv über eine Sache denkt, sondern weil man die alten Neigungen aus früheren Inkarnationen mitgebracht hat, das alles bildet für Buddha ein «inneres Denkorgan». Dieses Denkorgan ist die Gesamtheit dessen, was der Mensch denkt, weil er in früheren Inkarnationen diese oder jene Erlebnisse hatte, welche als Rückstände in seinem Linga sharira geblieben sind. Also eine Art von innerem Denkorgan, das durch die Gesamtheit des Samskara gebildet wird, sah der Buddha im Innern des Menschen. Und nun sagte er: Erst diese Denksubstanz bildet aus dem gegenwärtigen Menschen das, was man seine gegenwärtige Individualität nennt, — im Buddhismus «Name und Form» oder Namarupa. Es ist dasselbe, was von einer andern philosophischen Richtung Ahamkara genannt wird.

[ 19 ] Note well the subtle distinction the Buddha made clear to his disciples: the difference between objective thinking, which focuses solely on the matter at hand, and that thinking which is under the influence of the forces originating from the linga sharira. Think about how much of what you take on as your opinions about things; but ask yourself how much of these opinions you adopt because they please you, and how much because you view things objectively! Everything one takes on as truth, not because one thinks objectively about a matter, but because one has brought along old inclinations from previous incarnations—all of this constitutes, for the Buddha, an “inner thinking organ.” This thinking organ is the totality of what a person thinks because in past incarnations they had this or that experience, which has remained as residues in their linga sharira. Thus, the Buddha saw within the human being a kind of inner thinking organ formed by the totality of samskara. And now he said: It is this very substance of thought that forms, out of the present human being, what is called his present individuality—in Buddhism, “name and form” or namarupa. It is the same thing that is called Ahamkara in another philosophical tradition.

[ 20 ] So etwa sagte der Buddha zu seinen Schülern: Als die Menschen in uralten Zeiten noch Hellsichtigkeit hatten und hineinschauten in die Welt, die hinter dem physischen Dasein liegt, da sahen sie in einer gewissen Weise alle dasselbe, denn die objektive Welt ist für alle gleich. Als aber das Nichtwissen sich über die Welt als Dunkelheit breitete, da brachte sich ein jeder individuelle Anlagen mit, die ihn von dem anderen unterschieden. Das machte ihn zu einem Wesen, das man am besten bezeichnet als ein Wesen mit dieser oder jener «Form» der Seele; jeder hatte einen bestimmten «Namen», der ihn von dem anderen unterschied, ein Ahamkara. |

[ 20 ] The Buddha said something like this to his disciples: In ancient times, when human beings still possessed clairvoyance and looked into the world that lies beyond physical existence, they all saw the same thing in a certain sense, for the objective world is the same for everyone. But when ignorance spread over the world like darkness, each individual brought with them innate dispositions that distinguished them from one another. This made them beings best described as beings with this or that “form” of soul; each had a specific “name” that distinguished them from the others, an Ahamkara. |

[ 21 ] Dasjenige nun, was also erzeugt ist im Innern des Menschen unter der Wirkung dessen, was er sich aus den früheren Inkarnationen mitgebracht hat, was «Name und Form», was die Individualität gebildet hat, das bildet in ihm nun von innen heraus Manas und die fünf Sinnesorgane, die sogenannten sechs Organe. — Wohlgemerkt, der Buddha sagte nicht: Das Auge ist bloß von dem Innern heraus gebildet -, sondern er sagte: Dem Auge ist etwas eingegliedert, was im Linga sharira war und mitgebracht ist aus den früheren Daseinsstufen. Daher sieht das Auge nicht rein; es würde anders in die Welt des äußeren Daseins sehen, wenn es nicht innerlich durchdrungen wäre von dem, was aus den früheren Daseinsstufen geblieben ist. Daher hört das Ohr nicht rein, sondern getrübt, abgetönt durch das, was aus früheren Daseinsstufen geblieben ist. Und das bewirkt, daß sich hineinmischt in alles das Verlangen, dieses oder jenes zu sehen, dieses oder jenes zu hören, in dieser oder jener Weise zu schmecken oder wahrzunehmen. So schleicht sich in alles, was dem Menschen in dem gegenwärtigen Zyklus entgegentritt, dasjenige hinein, was von früheren Inkarnationen geblieben ist als das «Verlangen».

[ 21 ] That which is thus generated within the human being under the influence of what he has brought with him from previous incarnations—that which is “name and form,” that which has formed individuality—now forms within him, from within, the manas and the five sense organs, the so-called six organs. — Note well, the Buddha did not say: “The eye is merely formed from within”—but rather he said: “Something is incorporated into the eye that was in the linga sharira and has been brought along from earlier stages of existence.” Therefore, the eye does not see purely; it would perceive the world of external existence differently if it were not internally permeated by what has remained from earlier stages of existence. Therefore, the ear does not hear purely, but rather with a clouded, tinted perception due to what has remained from earlier stages of existence. And this causes the desire to see this or that, to hear this or that, to taste or perceive in this or that way to mingle into everything. Thus, into everything that meets the human being in the present cycle, that which has remained from earlier incarnations as “desire” creeps in.

[ 22 ] Würde sich dieses Verlangen aus den früheren Inkarnationen nicht hineinschleichen — so etwa sagte der Buddha -, so würde der Mensch hinausschauen in die Welt gleichsam wie ein göttliches Wesen, würde die Welt auf sich wirken lassen und nie mehr verlangen, nie mehr begehren als das, was ihm wird. Er würde mit seinem Wissen nicht mehr hinausgehen über das, was ihm beschert ist durch die göttlichen Mächte; er. würde keinen Unterschied machen zwischen sich und der äußeren Welt und würde sich wie ein Glied der äußeren Welt empfinden. Denn nur dadurch empfindet sich der Mensch als etwas, was von der übrigen Welt getrennt ist, weil er mehr haben will, anderes haben will, als ihm die übrige Welt an Genüssen freiwillig bietet. Dadurch tritt das Bewußtsein ihm in die Seele, daß er etwas anderes ist als die Welt. Würde er zufrieden sein mit dem, was in der Welt ist, so würde er sich nicht von ihr unterscheiden. Er würde sein eigenes Dasein sich fortsetzen fühlen in der äußeren Welt. Er würde nie kennen, was man Berührung mit der äußeren Welt nennt; er wäre nicht von ihr getrennt, könnte sich also auch nicht mit ihr berühren. Dadurch, daß diese «sechs Organe» gebildet wurden, entstand allmählich die «Berührung mit der Außenwelt» und durch die Berührung erst dasjenige, was man in unserem Leben die Empfindung nennt, und durch die Empfindung das «Haften an der Außenwelt». Dadurch aber, daß der Mensch an der Außenwelt zu haften sucht, entsteht Schmerz, Leid, Sorge, Kümmernis.

[ 22 ] If this desire from past incarnations did not creep in—as the Buddha put it—then a person would look out into the world as it were like a divine being, would allow the world to act upon them, and would never again desire, never again crave anything other than what is given to them. With their knowledge, they would no longer go beyond what is bestowed upon them by the divine powers; they would make no distinction between himself and the external world and would feel himself to be a part of the external world. For it is only through this that a human being perceives himself as something separate from the rest of the world, because he wants more, wants something other than what the rest of the world voluntarily offers him in terms of pleasures. Through this, the awareness enters his soul that he is something other than the world. If he were content with what is in the world, he would not differ from it. He would feel his own existence continuing in the external world. He would never know what is called contact with the external world; he would not be separated from it, and thus could not come into contact with it either. Through the formation of these “six organs,” “contact with the external world” gradually arose, and through this contact came what we call sensation in our lives, and through sensation, “attachment to the external world.” But because human beings seek to cling to the external world, pain, suffering, worry, and grief arise.

[ 23 ] Das war es, was der Buddha seinen Schülern von dem inneren Menschen sagte, von einem inneren Menschen, der die Ursache davon ist, daß Schmerz und Leid, Kümmernis und Sorge in der Welt der Menschen ist. Es war eine feinsinnige, eine hohe Theorie, aber eine Theorie, die unmittelbar aus dem Leben hervorquoll, denn ein «Erleuchteter» hatte sie empfunden als eine tiefste Wahrheit über die gegenwärtige Menschheit. Dem, der durch Jahrtausende und aber Jahrtausende als Bodhisattva die Menschheit nach der Lehre des Mitleides und der Liebe geführt hatte, ihm war jetzt, als er zum Buddha geworden war, die eigentliche Natur des Leides in der gegenwärtigen Menschheit aus den Ursachen heraus aufgegangen. Daher konnte er sehen, warum die Menschen leiden, und so setzte er es seinen intimen Schülern auseinander.

[ 23 ] This was what the Buddha told his disciples about the inner human being—an inner human being who is the cause of the pain, suffering, grief, and worry that exist in the human world. It was a subtle, lofty theory, yet one that sprang directly from life, for an “Enlightened One” had perceived it as the deepest truth regarding present-day humanity. To the one who, for millennia upon millennia as a Bodhisattva, had guided humanity according to the teachings of compassion and love—to him, now that he had become the Buddha, the true nature of suffering in present-day humanity had become clear through its causes. Therefore, he could see why people suffer, and so he explained it to his closest disciples.

[ 24 ] Und als er so weit war, den Kern des Menschenseins für den gegenwärtigen Menschheitszyklus zu erleben, faßte er das alles zusammen in jener berühmten Predigt, durch welche er seine Wirksamkeit als Buddha eingeleitet hat, in der Predigt von Benares. Da lehrte er in einer populären Weise, was er seinen Schülern vorher in intimerer Weise mitgeteilt hatte: Wer die Ursachen dieses Menschendaseins erkennt, der weiß, daß das Leben, so wie es ist, Leiden enthalten muß, Schmerzen enthalten muß. Die erste Lehre, die ich euch zu geben habe, ist die Lehre von dem Leiden in der Welt. Die zweite Lehre ist die von den Ursachen des Leidens. Worinnen liegen diese Ursachen des Leidens? Sie liegen darinnen, daß sich in den Menschen hineinschleicht das Verlangen, der Durst nach Dasein aus dem, was ihm aus den früheren Inkarnationen geblieben ist. Durst nach Dasein ist die Ursache des Leidens. Die dritte Lehre ist diese: Wie wird das Leiden aus der Welt geschafft? Natürlich wird es dadurch aus der Welt geschafft, daß die Ursache aus der Welt geschafft wird, daß der Durst nach Dasein zum Verlöschen gebracht wird, wie er aus dem Nichtwissen hervorgeht. Denn die Menschen sind aus dem früheren hellsichtigen Wissen zu einem Nichtwissen übergegangen, und dieses Nichtwissen verdeckt ihnen die geistige Welt. Das Nichtwissen ist schuld an dem Durst nach Dasein. Und der Durst nach Dasein ist wiederum die Ursache von Leiden und Schmerzen, von Sorgen und Kümmernissen. Der Durst nach Dasein muß aus der Welt verschwinden, wenn Schmerz und Leid, Kümmernis und Sorge aus der Welt verschwinden sollen. Das alte Wissen ist aus der Welt geschwunden, die Menschen können sich nicht mehr der Organe ihres Ätherleibes bedienen. Aber ein neues Wissen ist dem Menschen möglich, dasjenige Wissen, welches sich der Mensch aneignet, wenn er sich ganz und gar in das versenkt, was ihm sein astralischer Leib geben kann durch seine tiefsten Kräfte, mit Hilfe dessen, was die äußeren Sinnesorgane in der äußeren physischen Welt zu beobachten gestatten. Was aber durch diese Beobachtung im Astralleib in seinen tiefsten Kräften angeregt wird, sich also durch Inanspruchnahme des physischen Leibes, nicht aber aus dieser Inanspruchnahme entwickelt, das allein kann dem Menschen zunächst helfen und ihm ein Wissen geben; denn dieses Wissen ist ihm zunächst beschert. - So etwa sagte der Buddha in seiner großen Weltantrittsrede.

[ 24 ] And when he had reached the point of experiencing the essence of human existence for the present cycle of humanity, he summarized all of this in that famous sermon with which he inaugurated his ministry as a Buddha, the Sermon at Benares. There he taught in a popular manner what he had previously communicated to his disciples in a more intimate way: Whoever recognizes the causes of this human existence knows that life, as it is, must contain suffering, must contain pain. The first teaching I have to give you is the teaching of suffering in the world. The second teaching is that of the causes of suffering. Where do these causes of suffering lie? They lie in the fact that the desire, the thirst for existence, creeps into human beings from what has remained to them from their previous incarnations. Thirst for existence is the cause of suffering. The third teaching is this: How is suffering eradicated from the world? Naturally, it is eradicated from the world by removing its cause, by extinguishing the thirst for existence, as it arises from ignorance. For people have passed from their former clairvoyant knowledge into a state of ignorance, and this ignorance veils the spiritual world from them. Ignorance is to blame for the thirst for existence. And the thirst for existence is, in turn, the cause of suffering and pain, of worries and sorrows. The thirst for existence must vanish from the world if pain and suffering, sorrow and worry are to vanish from the world. The old knowledge has vanished from the world; people can no longer make use of the organs of their etheric body. But a new knowledge is possible for human beings—the knowledge that a person acquires when they immerse themselves completely in what their astral body can offer through its deepest powers, with the help of what the external sense organs allow them to observe in the external physical world. But what is stimulated through this observation in the astral body within its deepest powers—that is, what develops through the use of the physical body, yet not from this use alone—that alone can initially help humanity and impart knowledge to it; for this knowledge is initially bestowed upon it. —This is roughly what the Buddha said in his great inaugural address.

[ 25 ] Also, wollte er sagen, ich muß der Menschheit dasjenige Wissen vermitteln, das erreichbar ist durch die höchste Entfaltung der Kräfte des astralischen Leibes. Daher mußte der Buddha lehren, was der Mensch erlangen kann durch die gewaltige Vertiefung und Versenkung in die Kräfte des astralischen Leibes. Dadurch erlangt er ein Wissen, das ihm jetzt geziemt, das ihm jetzt ermöglicht ist, aber zugleich ein Wissen, das nichts zu tun hat mit den Einflüssen aus früheren Inkarnationen. Ein solches Wissen wollte der Buddha den Menschen geben, welches nichts zu tun hat mit dem, was dunkel und dem Nichtwissen preisgegeben in der Menschenseele als Samskara schlummert, ein Wissen, das man sich aneignen kann, wenn man alle Kräfte, die im astralischen Leibe sind, in einer Inkarnation wachruft.

[ 25 ] So, he meant to say, I must impart to humanity the knowledge that is attainable through the highest unfolding of the powers of the astral body. Therefore, the Buddha had to teach what a human being can attain through the profound deepening and immersion in the powers of the astral body. Through this, he attains a knowledge that is now appropriate for him, that is now possible for him, but at the same time a knowledge that has nothing to do with the influences from past incarnations. The Buddha wished to give humanity such knowledge, which has nothing to do with what lies dormant in the human soul as samskara—dark and abandoned to ignorance—a knowledge that can be acquired by awakening all the powers within the astral body in a single incarnation.

[ 26 ] Das ist die Ursache des Leidens in der Welt - sagte Buddha -, daß aus den früheren Inkarnationen etwas zurückgeblieben ist, über das der Mensch nichts weiß. Was er aus den früheren Inkarnationen hat, das ist die Ursache, weshalb sich bei ihm Nichtwissen über die Welt ausbreitet; das ist die Ursache beim Menschen für Leid und Schmerz, für Kümmernis und Sorge. Aber wenn er sich bewußt wird, was in seinem astralischen Leibe für Kräfte liegen, in die er hineindringen kann, dann kann er sich, wenn er will, ein Wissen aneignen, das unabhängig geblieben ist von allem Früheren, ein eigenes Wissen.

[ 26 ] “This is the cause of suffering in the world,” said the Buddha, “that something has remained from past incarnations of which the human being knows nothing. What he has from past incarnations is the cause of why ignorance about the world spreads within him; this is the cause in human beings of suffering and pain, of grief and worry. But when he becomes aware of the powers lying within his astral body, into which he can penetrate, then, if he wishes, he can acquire a knowledge that has remained independent of all that came before—a knowledge of his own.

[ 27 ] Dieses Wissen wollte der große Buddha den Menschen übermitteln. Und er übermittelte es ihnen in dem sogenannten achtgliedrigen Pfad. Darin will er diejenigen Kräfte angeben, welche der Mensch ausbilden soll, damit er im gegenwärtigen Menschheitszyklus zu einem solchen Wissen kommt, das unbeeinflußt ist von den immer wiederkehrenden Wiedergeburten. So hat der Buddha selbst durch die Kraft, die er erlangt hat, seine Seele erhoben zu dem, was man durch die intensivsten Kräfte des astralischen Leibes erlangen kann; und er wollte in dem achtgliedrigen Pfad der Menschheit den Weg vorzeichnen, wie sie zu einem von dem Samskara unbeeinflußten Wissen kommen kann. Er definierte es so:

[ 27 ] This is the knowledge the great Buddha wished to impart to humanity. And he imparted it to them through the so-called Eightfold Path. In it, he seeks to indicate the powers that human beings must develop so that, within the present cycle of humanity, they may attain a knowledge that is unaffected by the ever-recurring process of rebirth. Thus, through the power he attained, the Buddha himself raised his soul to the highest level attainable through the most intense powers of the astral body; and in the Eightfold Path, he sought to chart a course for humanity, showing how it might attain a knowledge unaffected by samskara. He defined it thus:

[ 28 ] Der Mensch kommt zu einem solchen Wissen über die Welt, wenn er sich eine richtige Meinung über die Dinge aneignet, eine Meinung, die nichts zu tun hat mit Sympathie oder Antipathie oder damit, daß er für sie eingenommen ist, sondern indem er versucht —- rein nach dem, was sich ihm außen darbietet -, nach Kräften über ein jedes Ding die richtige Meinung zu gewinnen. Das ist das erste, die «richtige Meinung» über eine Sache.

[ 28 ] A person attains such knowledge of the world when they form a correct opinion about things—an opinion that has nothing to do with sympathy or antipathy or being taken with them, but rather by striving—based purely on what presents itself to them externally—to form the correct opinion about every single thing to the best of their ability. That is the first, the “correct opinion” about a thing.

[ 29 ] Als zweites ist notwendig, daß man unabhängig werde von dem, was aus den früheren Inkarnationen zurückgeblieben ist, daß wir uns bestreben, nach unserer richtigen Meinung auch zu urteilen, nicht nach irgendwelchen anderen Einflüssen, sondern nur nach dem, was unsere richtige Meinung von einer Sache ist. Also das «richtige Urteilen» ist das zweite, um was es sich handelt.

[ 29 ] Secondly, it is necessary to become independent of what remains from previous incarnations; we must strive to judge according to our correct opinion, not according to any other influences, but solely according to what our correct opinion of a matter is. Thus, “correct judgment” is the second point at issue.

[ 30 ] Das dritte ist, daß wir uns bestreben, wenn wir uns der Welt mitteilen, das auch richtig auszudrücken, was wir mitteilen wollen, was wir richtig meinen und richtig geurteilt haben, daß wir in unsere Worte nichts anderes hineinlegen, als was unsere Meinung ist, und zwar nicht nur in unsere Worte, sondern in alle Äußerungen der menschlichen Wesenheit. Das ist das «richtige Wort» im Sinne Buddhas.

[ 30 ] The third is that, when we communicate with the world, we strive to express correctly what we wish to convey—what we truly mean and have correctly judged—so that we put nothing into our words other than our own opinion, and not only into our words, but into all expressions of the human being. This is the “right speech” in the sense of the Buddha.

[ 31 ] Als viertes ist notwendig, daß wir uns bestreben, nicht nach unseren Sympathien und Antipathien, nicht nach dem, was dunkel in uns wühlt als Samskara, unsere Taten auszuführen, sondern daß wir dasjenige zur Tat werden lassen, was wir als unsere richtige Meinung, als unser richtiges Urteilen und als richtiges Wort erfaßt haben. Das ist also die richtige Tat, die «richtige Handlungsweise».

[ 31 ] Fourthly, it is necessary that we strive not to carry out our actions based on our likes and dislikes, nor on what stirs darkly within us as samskara, but rather that we put into action what we have grasped as our correct opinion, as our correct judgment, and as the right word. This, then, is the right action, the “right conduct.”

[ 32 ] Das fünfte, was der Mensch braucht, um sich frei zu machen von dem, was in ihm lebt, das ist, den richtigen Stand, die richtige Lage in der Welt zu gewinnen. Was Buddha damit meinte, können wir uns am besten klarmachen, wenn wir uns sagen: Es gibt so viele Menschen, die mit ihrer Aufgabe in der Welt unzufrieden sind, die meinen, sie könnten besser an diesem oder jenem Platze stehen. Aber der Mensch sollte die Möglichkeit gewinnen, aus der Lage, in die er hineingeboren ist oder in die ihn das Schicksal hineingebracht hat, das Beste herauszuholen, was er herausholen kann, also den besten Standort gewinnen. Wer nicht Befriedigung fühlt in seiner Lage, in der er ist, der wird auch nicht aus dieser Lage die Kraft herausziehen können, die ihn zum richtigen Wirken in der Welt bringt. Das nennt Buddha den «richtigen Standort» gewinnen.

[ 32 ] The fifth thing a person needs to free themselves from what lives within them is to attain the right standing, the right position in the world. We can best understand what the Buddha meant by this when we say to ourselves: There are so many people who are dissatisfied with their role in the world, who think they would be better off in this or that position. But a person should gain the ability to make the best of the situation into which they were born or into which fate has placed them—that is, to gain the best possible position. Whoever does not feel satisfaction in the situation they are in will also be unable to draw from that situation the strength that leads them to act correctly in the world. This is what the Buddha calls gaining the “right position.”

[ 33 ] Das sechste ist, daß wir immer mehr und mehr dafür sorgen, daß dasjenige, was wir uns so aneignen durch richtige Meinung, richtiges Urteilen und so weiter, in uns zur Gewohnheit werde. Werden wir in die Welt hineingeboren, so haben wir gewisse Gewohnheiten. Das Kind zeigt diese oder jene Neigung oder Gewohnheit. Der Mensch aber sollte sich bestreben, nicht die Gewohnheiten zu behalten, die aus Samskara ihm kommen, sondern sich jene Gewohnheiten anzueignen, die aus der “richtigen Meinung, dem richtigen Urteil, dem richtigen Wort und so weiter ihm nach und nach ganz zu eigen werden. Das sind die «richtigen Gewohnheiten», die wir uns aneignen sollen.

[ 33 ] The sixth is that we must increasingly ensure that what we acquire through right view, right judgment, and so on, becomes a habit within us. When we are born into the world, we have certain habits. The child displays this or that inclination or habit. But human beings should strive not to retain the habits that come to them from samskara, but rather to acquire those habits that, through “right view, right judgment, right speech, and so on,” gradually become entirely their own. These are the “right habits” that we should acquire.

[ 34 ] Das siebente ist, daß wir dadurch Ordnung in unser Leben bringen, daß wir nicht immer das Gestern vergessen, wenn wir heute handeln sollen. Wenn wir jedesmal alle unsere Geschicklichkeiten neu lernen müßten, dann würden wir nie etwas zustande bringen. Der Mensch muß versuchen, über alle Dinge seines Daseins ein Gedenken, ein Gedächtnis zu entwickeln. Er muß immer das verwerten, was er schon gelernt hat, muß die Gegenwart an die Vergangenheit anknüpfen. Also das «richtige Gedächtnis» — so ist es im buddhistischen Sinne gesprochen — hat sich der Mensch auf dem achtgliedrigen Pfade anzueignen.

[ 34 ] The seventh is that we bring order to our lives by not always forgetting yesterday when we are to act today. If we had to relearn all our skills anew every time, we would never accomplish anything. A person must try to develop a remembrance, a memory, of all the things in their existence. They must always make use of what they have already learned; they must link the present to the past. Thus, the “right memory”—as it is called in the Buddhist sense—is what a person must acquire on the Eightfold Path.

[ 35 ] Und das achte ist das, was der Mensch dadurch gewinnt, daß er ohne Vorliebe für diese oder jene Meinung, ohne daß er mitsprechen läßt, was ihm von früheren Inkarnationen geblieben ist, sich rein den Dingen hingibt, sich in sie versenkt und nur die Dinge zu sich sprechen läßt. Das ist die «richtige Beschaulichkeit».

[ 35 ] And the eighth is what a person gains by devoting themselves purely to things, immersing themselves in them, and letting only the things speak to them—without a preference for this or that opinion, and without allowing what remains from earlier incarnations to have a say. This is “right contemplation.”

[ 36 ] Das ist der achtgliedrige Pfad, von dem Buddha seinen Bekennern sagte, daß seine Beachtung dahin führt, allmählich jenen leidbringenden Durst nach Dasein verlöschen zu lassen und der Seele etwas zu bringen, was sie befreit von alledem, was aus den verflossenen Leben kommt und sie zum Sklaven macht. Damit haben wir zugleich etwas von dem ganzen Geist und Ursprung des Buddhismus aufnehmen können. Damit wissen wir aber auch, was es für eine Bedeutung hatte, daß aus dem alten Bodhisattva ein Buddha geworden ist. Wir wissen, daß der alte Bodhisattva alles, was mit seiner Mission zusammenhängt, immer in die Menschheit hat einfließen lassen. Die Menschheit war in den alten Zeiten, bevor der Buddha in die Welt eingetreten ist, nicht imstande, irgendwie auch nur die inneren Kräfte so zu verwenden, daß ein richtiges Wort, ein richtiges Urteil von selbst eingetreten wäre. Dazu mußten Einflüsse von den geistigen Welten auf den Menschen herunterfließen. Die ließ der alte Bodhisattva herunterfließen. Daher war es ein Ereignis einziger Art, als dieser Bodhisattva zum Buddha wurde, der jetzt lehrte, was er in früheren Zeiten in die Menschheit hatte einfließen lassen, das heißt, daß er jetzt einen Leib in die Welt hineinstellte, der aus sich selbst heraus solche Kräfte in sich entwickeln konnte, die früher nur von oben herunterfließen konnten. Als einen ersten Leib dieser Art hat sich der Buddha diesen Leib als Gautama Buddha in die Welt hineingestellt. Damit ist alles, was er früher herunterfließen ließ, einmal dagewesen in der Welt. So etwas aber hat eine große und weittragende Bedeutung für die ganze Erdenentwickelung, wenn das, was von Epoche zu Epoche in die Erde heruntergeflossen ist, einmal in einem Menschen da war, einmal leibhaftig in einem Menschen auf der Erde gewandelt ist. Denn jetzt bildet es eine Kraft, die auf alle Menschen übergehen kann. Und in dem Leibe des Gautama Buddha liegen die Ursachen für alle Zeiten, daß die Menschen bis in alle Zukunft hinein die Kräfte des achtgliedrigen Pfades in sich entwickeln können, so daß der achtgliedrige Pfad Eigentum eines jeden Menschen werden kann. Daß der Buddha da war, das gab den Menschen die Möglichkeit, richtig zu denken, und was nach dieser Richtung geschehen wird, bis die ganze Menschheit sich den achtgliedrigen Pfad angeeignet haben wird, das wird dem Buddha-Dasein verdankt. Was der Buddha in sich hatte, das hat er den Menschen zur geistigen Nahrung hingegeben.

[ 36 ] This is the Eightfold Path, of which the Buddha told his followers that observing it leads to gradually quenching that suffering thirst for existence and bringing the soul something that frees it from all that comes from past lives and makes it a slave. In this way, we have also been able to grasp something of the whole spirit and origin of Buddhism. But with this, we also know what significance it held that the ancient Bodhisattva became a Buddha. We know that the ancient Bodhisattva always allowed everything connected with his mission to flow into humanity. In ancient times, before the Buddha entered the world, humanity was not capable of using even its inner forces in such a way that a true word or a true judgment would arise of its own accord. For this to happen, influences from the spiritual worlds had to flow down to humanity. It was the ancient Bodhisattva who allowed these influences to flow down. Therefore, it was an event of a unique kind when this Bodhisattva became the Buddha, who now taught what he had previously allowed to flow into humanity—that is, that he now placed a body into the world capable of developing within itself the very forces that had previously only been able to flow down from above. As the first body of this kind, the Buddha placed this body into the world as Gautama Buddha. Thus, everything he had previously allowed to flow down has now been present in the world. But this has a great and far-reaching significance for the entire development of the Earth, for when that which has flowed down into the Earth from epoch to epoch has once been present in a human being, has once walked in bodily form as a human being upon the Earth, it now forms a power that can pass on to all human beings. And within the body of Gautama Buddha lie the causes for all time, so that human beings may develop the forces of the Eightfold Path within themselves into the future, so that the Eightfold Path may become the property of every human being. The fact that the Buddha was there gave human beings the possibility to think correctly, and what will happen in this direction until all of humanity has made the Eightfold Path its own is owed to the Buddha’s existence. What the Buddha had within himself, he gave to humanity as spiritual nourishment.

[ 37 ] Solche Dinge sieht gemeinhin heute noch keine äußere Wissenschaft. Aber solche großen Dinge aus dem Entwickelungsgange der Menschheit sagen uns oftmals die kindlichsten Märchen und Sagen. Das mußte ich ja schon verschiedentlich betonen, daß weiser und wissenschaftlicher als unsere objektive Wissenschaft oftmals die Märchen und Sagen sind. Die Tiefe der menschlichen Seele empfand immer etwas ganz Besonderes als Wahrheit bei einer solchen Wesenheit wie der eines Bodhisattva. Daß zuerst etwas herunterströmt, was dann nach und nach Eigentum der Menschenseele wird und was dann aus der Menschenseele gleichsam widerstrahlt in den Weltenraum hinaus, das empfanden die Menschen als etwas ganz Besonderes. Und diejenigen, welche das mehr oder weniger dunkel empfinden konnten, sagten sich: Wie die Strahlen der Sonne in den Himmelsraum scheinen, so strahlte einstmals die Kraft des Bodhisattva die Kräfte der Lehre von Mitleid und Liebe auf die Erde herunter, die Kräfte des achtgliedrigen Pfades; dann aber hat der Bodhisattva in einem Menschenleibe Wohnung aufgeschlagen, hat den Menschen hingegeben, was einst sein Eigentum war. Das lebt nun in der Menschheit und strahlt zurück in den Weltenraum, wie das Mondenlicht die Sonnenstrahlen in den Weltenraum zurückstrahlt. Das empfand man immer als etwas besonders Bedeutungsvolles da, wo man märchen- und sagenhaft eine solche Wahrheit ausdrückte. Daher wurde, um diese Wahrheit in bezug auf den Bodhisattva auszudrücken, in den Gegenden, in welchen er aufgetreten ist, ein merkwürdiges Märchen gebildet. Dieses große Ereignis wurde in die folgende einfache Erzählung gekleidet.

[ 37 ] Such things are generally not yet perceived by external science today. But such great things from the course of human development are often told to us by the simplest of fairy tales and legends. I have had to emphasize this on various occasions: that fairy tales and legends are often wiser and more scientific than our objective science. The depths of the human soul have always sensed something very special as truth in a being such as a Bodhisattva. That something first flows down, which then gradually becomes the property of the human soul and which then, as it were, radiates out from the human soul into the space of the universe—this is what people sensed as something very special. And those who could sense this, however dimly, said to themselves: Just as the rays of the sun shine into the heavens, so once the power of the Bodhisattva shone down upon the earth the forces of the teaching of compassion and love, the forces of the Eightfold Path; but then the Bodhisattva took up residence in a human body and gave to humanity what was once his own. This now lives within humanity and radiates back into the cosmos, just as the moonlight reflects the sun’s rays back into the cosmos. This was always felt as something particularly significant wherever such a truth was expressed through fairy tales and legends. Therefore, to express this truth regarding the Bodhisattva, a remarkable fairy tale was formed in the regions where he appeared. This great event was clothed in the following simple narrative.

[ 38 ] Da lebte einmal der Buddha als Hase, und es war eine Zeit, in welcher die verschiedensten anderen Wesen nach Nahrung suchten, aber alle Nahrung war aufgezehrt. Was der Hase selbst als Nahrung haben konnte, die Vegetabilien, war aber für die Wesenheiten, die Fleischfresser waren, nicht geeignet. Da beschloß der Hase, der eigentlich der Buddha war, als ein Brahmane kam, sich selbst zu opfern und sich als Nahrung hinzugeben. In diesem Augenblicke kam der Gott Shakra; der sah die gewaltige Tat des Hasen. Und ein Bergspalt öffnete sich und nahm den Hasen auf. Nun nahm der Gott eine Tinktur und zeichnete das Bild dieses Hasen auf den Mond. Und seit jener Zeit ist das Bild des Buddha als Hase im Monde zu sehen. —- Im Abendlande spricht man nicht von dem Hasen im Monde, sondern von dem «Mann im Monde».

[ 38 ] Once upon a time, the Buddha lived as a hare, and it was a time when all manner of other beings were searching for food, but all food had been consumed. What the hare himself could eat—vegetables—was, however, unsuitable for the beings who were carnivores. So the hare, who was actually the Buddha, decided, when a Brahmin came by, to sacrifice himself and offer himself as food. At that moment, the god Shakra arrived; he witnessed the hare’s mighty deed. And a crevice in the mountain opened up and took the hare in. Then the god took a tincture and painted the image of this hare on the moon. And ever since that time, the image of the Buddha as a hare has been visible on the moon. —- In the West, people do not speak of the hare in the moon, but of the “man in the moon.”

[ 39 ] Aber noch deutlicher heißt es in einem kalmückischen Märchen: Im Monde lebt ein Hase, der dadurch einst hinaufgekommen ist, daß sich der Buddha geopfert hat und der Erdgeist selber das Bild des Hasen in den Mond gezeichnet hat. - Das drückt die große Wahrheit aus, wie der Bodhisattva zum Buddha geworden ist und wie sich der Buddha selbst hingegeben hat, wie er das, was sein Inhalt war, der Menschheit zur Nahrung gab, so daß es jetzt aus den Herzen der Menschen herausstrahlen kann in die Welt.

[ 39 ] But a Kalmyk fairy tale states it even more clearly: A hare lives in the moon, having ascended there because the Buddha sacrificed himself and the Earth Spirit himself drew the image of the hare on the moon. - This expresses the great truth of how the Bodhisattva became the Buddha and how the Buddha gave himself up, how he offered what was his very essence as nourishment to humanity, so that it can now radiate out from the hearts of people into the world.

[ 40 ] Von einer solchen Wesenheit wie dem Bodhisattva, der zum Buddha geworden ist, haben wir gesagt — und das ist die Lehre aller, die da wissen -: Wenn sie eine solche Stufe durchmacht wie die des Bodhisattva zum Buddha, dann ist das eine letzte Inkarnation auf der Erde, wo das ganze Wesen des Betreffenden aufgeht in einem menschlichen Leibe. Eine solche Inkarnation macht dann ein solches Wesen nicht mehr durch. Daher konnte der Buddha sagen, als er fühlte, was sein gegenwärtiges Dasein bedeutet: Dies ist die letzte der Verkörperungen, es gibt keine andere Verkörperung mehr auf der Erde. - Dennoch wäre es unrichtig, zu glauben, daß sich ein solches Wesen sodann ganz von dem Erdendasein zurückzieht. Es wirkt weiter herein in das Erdendasein. Es tritt zwar nicht unmittelbar in einen physischen Leib herein, aber es nimmt einen andern Leib an - sei er aus astralischer, sei er aus ätherischer Wesenheit gebildet - und wirkt so in die Welt herein. Und die Art, wie es hereinwirkt, nachdem es selbst seine letzte ihm gehörende Inkarnation durchgemacht hat, kann die folgende sein.

[ 40 ] Regarding a being such as the Bodhisattva who became a Buddha, we have said—and this is the teaching of all who know—that when such a being passes through a stage like that of the Bodhisattva becoming a Buddha, this is a final incarnation on Earth, where the entire being of the individual is absorbed into a human body. Such a being then undergoes no further incarnations of this kind. That is why the Buddha could say, when he sensed the significance of his present existence: “This is the last of the incarnations; there will be no further incarnation on Earth.”—Nevertheless, it would be incorrect to believe that such a being then withdraws entirely from earthly existence. It continues to work into earthly existence. Although it does not enter directly into a physical body, it assumes another body—whether formed of astral or etheric substance—and thus works into the world. And the manner in which it works into the world, after having undergone its own final incarnation, may be as follows.

[ 41 ] Ein gewöhnlicher Mensch, der aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich besteht, kann sozusagen von einem solchen Wesen durchdrungen werden..Es kann sich ein solches Wesen, das nicht mehr bis zu einem physischen Leibe heruntersteigt, aber noch einen astralischen Leib hat, hineingliedern in den astralischen Leib eines anderen Menschen. Dann wirkt es in einem solchen Erdenmenschen. Dann kann dieser Mensch eine wichtige Persönlichkeit werden, denn in ihm wirken jetzt die Kräfte einer solchen Wesenheit, welche schon ihre letzte Inkarnation auf der Erde durchgemacht hat. So verbindet sich eine solche astralische Wesenheit mit der astralischen Wesenheit irgendeines Menschen auf der Erde. In der kompliziertesten Art kann eine solche Verbindung geschehen. Als der Buddha in der Form der «himmlischen Heerscharen» den Hirten im Bilde erschien, da war er nicht in einem physischen Leibe, aber er war in einem astralischen Leibe. Einen Leib hatte er angenommen, durch den er doch hineinwirken konnte auf die Erde. Man unterscheidet daher bei einem solchen Wesen, welches nun ein Buddha geworden ist, einen dreifachen Leib:

[ 41 ] An ordinary human being, consisting of a physical body, an etheric body, an astral body, and an I, can, so to speak, be permeated by such a being. Such a being, which no longer descends into a physical body but still possesses an astral body, can integrate itself into the astral body of another human being. It then works within such an earthly human being. Then this person can become an important figure, for the forces of such a being—which has already undergone its final incarnation on Earth—are now at work within him. Thus, such an astral being connects with the astral being of some human being on Earth. This connection can occur in the most complex ways. When the Buddha appeared to the shepherd in the form of the “heavenly hosts,” he was not in a physical body, but he was in an astral body. He had taken on a body through which he could still work upon the Earth. One therefore distinguishes, in such a being who has now become a Buddha, a threefold body:

[ 42 ] Erstens denjenigen Leib, den es vor der Buddhaschaft hat, wo es von oben herunterwirkt als Bodhisattva, einen Leib, der nicht alles enthält, wodurch dies Wesen wirken kann; es steht noch in den Höhen oben und ist mit seiner früheren Mission verknüpft wie der frühere Bodhisattva im Buddha, bevor er diese Mission in die Buddha-Mission verwandelt hat. Solange ein solches Wesen in einem solchen Leibe ist, nennt man seinen Leib einen Dharmakaya.

[ 42 ] First, the body it possessed before Buddhahood, when it worked down from above as a Bodhisattva—a body that does not contain everything through which this being can act; it still stands in the heights above and is linked to its former mission, just as the former Bodhisattva was in the Buddha before he transformed this mission into the Buddha mission. As long as such a being is in such a body, its body is called a Dharmakaya.

[ 43 ] Zweitens denjenigen Leib, den sich ein solches Wesen bildet, den es an sich hat, und in welchem es alles, was es in sich hat, im physischen Leibe zum Ausdruck bringt; diesen Leib nennt man den «Leib der Vollendung», Sambhogakaya.

[ 43 ] Second, the body that such a being forms, which it possesses, and in which it expresses everything it contains within itself through the physical body; this body is called the “Body of Fulfilment,” Sambhogakaya.

[ 44 ] Drittens denjenigen Leib,.den ein solches Wesen annimmt, nachdem es durch die Vollendung durchgegangen ist und jetzt in der geschilderten Weise herunterwirken kann; diesen nennt man einen Nirmanakaya.

[ 44 ] Third, the body that such a being assumes after having passed through perfection and can now work downwards in the manner described; this is called a Nirmanakaya.

[ 45 ] Wir können also sagen: Der Nirmanakaya des Buddha erschien den Hirten in der Form der Engelscharen. Da erstrahlte der Buddha in seinem Nirmanakaya und offenbarte sich auf diese Weise den Hirten. Er sollte aber noch weiter den Weg suchen, um in dieser wichtigen Zeit in die palästinensischen Ereignisse hineinzuwirken. Das geschah auf folgende Art.

[ 45 ] We can therefore say: The Buddha’s Nirmanakaya appeared to the shepherds in the form of the angelic hosts. There the Buddha shone forth in his Nirmanakaya and revealed himself in this way to the shepherds. But he was to continue seeking the path to work into the events in Palestine during this important time. This happened in the following manner.

[ 46 ] Um das zu begreifen, müssen wir uns kurz in dieErinnerung zurückrufen, was wir aus den anthroposophischen Vorträgen vom Wesen des Menschen kennen. Wir wissen, daß wir in der Geisteswissenschaft mehrere «Geburten» unterscheiden. In dem, was man die physische Geburt nennt, streift der Mensch gleichsam die physische Mutterhülle ab. Mit dem siebenten Jahre streift er die ätherische Hülle ab, welche ihn bis dahin, bis zum Zahnwechsel, ebenso umgibt wie bis zur physischen Geburt die physische Mutterhülle; und mit der Geschlechtsreife, also in unserer heutigen Zeit im vierzehnten, fünfzehnten Jahre, streift der Mensch das ab, was er bis dahin wie eine astralische Hülle hat. Daher wird also des Menschen Ätherleib eigentlich erst mit dem siebenten Jahre als ein freier Leib nach außen geboren, und des Menschen astralischer Leib wird geboren mit der Geschlechtsreife; die äußere astralische Hülle wird dann abgestreift.

[ 46 ] To understand this, we must briefly recall what we know from the anthroposophical lectures on the nature of the human being. We know that in spiritual science we distinguish between several “births.” In what is called physical birth, the human being, as it were, sheds the physical maternal sheath. By the age of seven, he sheds the etheric sheath, which until then—until the change of teeth—surrounds him just as the physical maternal sheath does until physical birth; and upon reaching sexual maturity—which in our time occurs around the age of fourteen or fifteen—the human being sheds what has until then functioned as an astral sheath. Thus, the human etheric body is actually only born outwardly as a free body at the age of seven, and the human astral body is born with sexual maturity; the outer astral sheath is then shed.

[ 47 ] Fassen wir jetzt einmal das ins Auge, was da mit der Geschlechtsreife abgestreift wird. In denjenigen Gegenden, in welchen sich das palästinensische Ereignis abspielte, trat dieser Zeitpunkt etwas früher ein, unter normalen Verhältnissen mit dem zwölften Jahre; da wurde also die astralische Mutterhülle abgestreift. Im gewöhnlichen Leben wird diese Hülle abgestreift und der äußeren astralischen Welt übergeben. Bei demjenigen Kinde, das aus der priesterlichen Linie des davidischen Geschlechtes stammte, trat etwas anderes ein. Es wurde mit dem zwölften Jahre die astralische Hülle abgestreift; aber sie löste sich nicht in der allgemeinen astralischen Welt auf, sondern so, wie sie war als schützende astralische Hülle des jungen Knaben mit all den belebenden Kräften, die zwischen der Zeit des Zahnwechsels und der Geschlechtsreife hineingeflossen waren, strömte sie jetzt zusammen mit dem, was sich als der Nirmanakaya des Buddha heruntergesenkt hatte. Was in der Engelschar herunterscheinend erschienen ist, das vereinigte sich mit dem, was bei dem zwölfjährigen Jesusknaben als astralische Hülle sich loslöste, vereinigte sich mit all den jugendlichen Kräften, die einen jugendlich erhalten in der Zeit zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife. Der Nirmanakaya des Buddha, der das Jesuskind von der Geburt an überstrahlte, wurde eins mit dem, was sich von diesem Kinde bei der Geschlechtsreife als seine jugendliche astralische Mutterhülle loslöste; das nahm er auf, vereinigte sich damit und dadurch verjüngte er sich. Und durch diese Verjüngung war es möglich, daß dasjenige, was er früher der Welt gegeben hatte, jetzt wiedererscheinen konnte in dem Jesuskinde wie in einer kindlichen Einfalt. Damit hat dieses Kind die Möglichkeit aufgenommen, kindlich zu reden über die hohen Lehren vom Mitleid und der Liebe, die wir heute in dieser Komplikation dargestellt haben. Damals bei der Darstellung des Jesus im Tempel redete der Knabe deshalb so, daß seine Umgebung überrascht war, weil ihn umschwebte der Nirmanakaya des Buddha, aufgefrischt wie aus einem Jungbrunnen von der astralischen Mutterhülle des Knaben. | Das ist etwas, was der Geistesforscher wissen kann und was der Schreiber des Lukas-Evangeliums hineingeheimnißt hat in die merkwürdige Szene des zwölfjährigen Jesus im Tempel, wo er plötzlich ein anderer wird. Darum wird im Lukas-Evangelium der Buddhismus in einer für die kindlichste Einfalt verständlichen Weise gelehrt. Das müssen wir begreifen. Dann wissen wir, warum der Knabe nicht mehr so spricht, wie er früher gesprochen hat. So wie er früher gesprochen hat, so spricht jetzt um diese Zeit derjenige, der als der König Kanishka im alten Indien drüben eine Synode zusammenruft und dort den alten Buddhismus als orthodoxe Lehre verkündigen läßt. Aber der Buddha war inzwischen selber fortgeschritten. Er hatte die Kräfte der astralischen Mutterhülle des Jesuskindes aufgenommen, und dadurch ist er fähig geworden, in einer neuen Art zu sprechen zu den Gemütern der Menschen. |

[ 47 ] Let us now consider what is shed at the onset of sexual maturity. In the regions where the Palestinian events took place, this point occurred somewhat earlier, under normal circumstances at the age of twelve; thus, the astral maternal sheath was shed. In ordinary life, this sheath is shed and handed over to the outer astral world. In the case of the child who came from the priestly line of the House of David, something else occurred. The astral sheath was shed at the age of twelve; but it did not dissolve into the general astral world; rather, just as it had been the young boy’s protective astral sheath—containing all the vitalizing forces that had flowed into him between the time of tooth change and sexual maturity—it now merged with that which had descended as the Buddha’s Nirmanakaya. That which appeared to descend in the host of angels united with what detached itself from the twelve-year-old Jesus as an astral sheath, united with all the youthful forces that keep one youthful in the time between the change of teeth and sexual maturity. The Nirmanakaya of the Buddha, which outshone the infant Jesus from birth, became one with what detached from this child at puberty as his youthful astral mother-sheath; he absorbed it, united with it, and thereby rejuvenated himself. And through this rejuvenation, it became possible for what he had previously given to the world to reappear now in the child Jesus as in childlike simplicity. Thus this child took up the ability to speak in a childlike manner about the high teachings of compassion and love that we have described today in this context. At that time, during the scene of Jesus in the temple, the boy spoke in such a way that those around him were surprised, because the Nirmanakaya of the Buddha hovered around him, refreshed as if from a fountain of youth by the boy’s astral mother-sheath. | This is something the spiritual researcher can know, and which the writer of the Gospel of Luke has woven into the remarkable scene of the twelve-year-old Jesus in the temple, where he suddenly becomes someone else. That is why, in the Gospel of Luke, Buddhism is taught in a way comprehensible to the most childlike simplicity. We must understand this. Then we will know why the boy no longer speaks as he did before. Just as he spoke before, so now, at this time, speaks the one who, as King Kanishka in ancient India, convenes a synod there and has the old Buddhism as orthodox doctrine. But the Buddha himself had advanced in the meantime. He had absorbed the forces of the astral mother-sheath of the infant Jesus, and through this he became capable of speaking in a new way to the minds of human beings.

[ 48 ] Thus the Gospel of Luke contains Buddhism in a new form, as if from a fountain of youth, and therefore it expresses the religion of compassion and love to the simplest minds in a natural way. We can read it. The writer of the Gospel of Luke has woven this mystery into it. But there is even more to it. Only a part of what is contained in this scene of the presentation in the temple could be described today, and we will have to shine a light even deeper into the depths of this mystery; then light will also fall upon both the earlier and later periods of the life of Jesus of Nazareth.

[ 48 ] So enthält das Lukas-Evangelium den Buddhismus in einer neuen Gestalt wie aus einem Jungbrunnen heraus, und daher spricht es die Religion des Mitleides und der Liebe für die einfältigsten Gemüter in einer selbstverständlichen Form aus. Wir können es lesen. Das hat der Schreiber des Lukas-Evangeliums in dasselbe hineingeheimnifßt. Es liegt aber noch mehr darinnen. Nur ein Teil dessen, was in dieser Szene der Darstellung im Tempel enthalten ist, konnte heute geschildert werden, und wir werden noch tiefer in die Untergründe dieses Geheimnisses hineinzuleuchten haben; dann wird uns auch noch ein Licht fallen auf die früheren wie auch auf die späteren Zeiten des Lebens des Jesus von Nazareth.