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The Rudolf Steiner Archive

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The Gospel of Luke
GA 114

24 September 1909, Basel

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Achter Vortrag

Achter Vortrag

[ 1 ] Wir haben versucht, uns darüber Vorstellungen zu bilden, was eigentlich den ersten Kapiteln des Lukas-Evangeliums zugrunde liegt. Nur wenn man jene Vorgänge kennt, die sich innerhalb der Menschheitsevolution abgespielt haben und die uns so lange beschäftigen mußten, um sie eingehend zu besprechen, kann man enträtseln, was der Schreiber des Lukas-Evangeliums wie eine Art Vorgeschichte des großen Christus-Ereignisses erzählt hat. Man wird dadurch in dieLage versetzt, zu wissen, wer derjenige war, der dann im dreißigsten Jahre seines Lebens jenes Weltenprinzip aufgenommen hat, das wir ja auch charakterisiert haben: das Christus-Prinzip. Zum Verständnis dessen, was der Schreiber des Lukas-Evangeliums uns von der Persönlichkeit und der Wirksamkeit des Christus Jesus erzählt — das heißt derjenigen Individualität, die dann drei Jahre in der Welt wirkte und welche den Christus innerhalb eines Menschenleibes darstellt -, ist nun aber notwendig, daß wir mit einigen Strichen auf die Menschheitsentwickelung hinweisen und Eigenschaften dieser Menschheitsentwickelung berücksichtigen, von denen sich unsere Zeit so wenig einen Begriff machen kann. Unsere Zeit ist in vieler Beziehung außerordentlich kurzsichtig und glaubt, alles, was heute oder im Laufe von ungefähr zwei bis drei Jahrhunderten mit der Menschheit geschieht, was dieser Zeit als Gesetze der Menschheitsentwickelung zugrunde liegt, das wäre immer dagewesen, und namentlich das, was heute nicht gilt, habe immer nicht gegolten. Deshalb wird es für den heutigen Menschen so schwer, Erzählungen, die sich auf eine Vergangenheit beziehen wie diejenige, in welcher der Christus auf der Erde gelebt hat, zu begreifen und unbefangen hinzunehmen.

[ 1 ] Wir haben versucht, uns darüber Vorstellungen zu bilden, was eigentlich den ersten Kapiteln des Lukas-Evangeliums zugrunde liegt. Nur wenn man jene Vorgänge kennt, die sich innerhalb der Menschheitsevolution abgespielt haben und die uns so lange beschäftigen mußten, um sie eingehend zu besprechen, kann man enträtseln, was der Schreiber des Lukas-Evangeliums wie eine Art Vorgeschichte des großen Christus-Ereignisses erzählt hat. Man wird dadurch in dieLage versetzt, zu wissen, wer derjenige war, der dann im dreißigsten Jahre seines Lebens jenes Weltenprinzip aufgenommen hat, das wir ja auch charakterisiert haben: das Christus-Prinzip. Zum Verständnis dessen, was der Schreiber des Lukas-Evangeliums uns von der Persönlichkeit und der Wirksamkeit des Christus Jesus erzählt — das heißt derjenigen Individualität, die dann drei Jahre in der Welt wirkte und welche den Christus innerhalb eines Menschenleibes darstellt -, ist nun aber notwendig, daß wir mit einigen Strichen auf die Menschheitsentwickelung hinweisen und Eigenschaften dieser Menschheitsentwickelung berücksichtigen, von denen sich unsere Zeit so wenig einen Begriff machen kann. Unsere Zeit ist in vieler Beziehung außerordentlich kurzsichtig und glaubt, alles, was heute oder im Laufe von ungefähr zwei bis drei Jahrhunderten mit der Menschheit geschieht, was dieser Zeit als Gesetze der Menschheitsentwickelung zugrunde liegt, das wäre immer dagewesen, und namentlich das, was heute nicht gilt, habe immer nicht gegolten. Deshalb wird es für den heutigen Menschen so schwer, Erzählungen, die sich auf eine Vergangenheit beziehen wie diejenige, in welcher der Christus auf der Erde gelebt hat, zu begreifen und unbefangen hinzunehmen.

[ 2 ] Die Taten des Christus auf der Erde erzählt uns der Schreiber des Lukas-Evangeliums. Er erzählt sie uns so, daß wir, wenn wir wirklich auf den Sinn seiner Darstellungen eingehen, immer mehr und mehr einen Begriff empfangen müssen von dem, was eigentlich die Menschheitsentwickelung damals war. Wir müssen schon ein wenig wieder auf das aufmerksam machen, was im Laufe unserer anthroposophischen Betrachtungen Öfter gesagt worden ist: daß unsere gegenwärtige Menschheit ihren Ausgangspunkt zunächst von der atlantischen Katastrophe genommen hat, daß unsere Vorfahren — das heißt unsere eigenen Seelen in anderen Leibern - in der alten Atlantis gelebt haben, auf jenem Kontinent, den wir zu suchen haben zwischen Europa und Afrika einerseits und Amerika andererseits. Dann kam die große atlantische Katastrophe, wodurch das Antlitz der Erde umgestaltet wurde. Die Menschenmassen sind von der Atlantis nach dem Osten und nach dem Westen gezogen und haben so die Erde besiedelt, wie wir das für die nachatlantische Zeit bezeichnet haben. Da entstanden dann in der nachatlantischen Zeit die verschiedenen Kulturen, die wir charakterisiert haben als die alte indische Kultur, als die urpersische Kultur, die ägyptisch-chaldäische Kultur, die griechisch-lateinische Kultur und jene, in der wir heute leben.

[ 2 ] Die Taten des Christus auf der Erde erzählt uns der Schreiber des Lukas-Evangeliums. Er erzählt sie uns so, daß wir, wenn wir wirklich auf den Sinn seiner Darstellungen eingehen, immer mehr und mehr einen Begriff empfangen müssen von dem, was eigentlich die Menschheitsentwickelung damals war. Wir müssen schon ein wenig wieder auf das aufmerksam machen, was im Laufe unserer anthroposophischen Betrachtungen Öfter gesagt worden ist: daß unsere gegenwärtige Menschheit ihren Ausgangspunkt zunächst von der atlantischen Katastrophe genommen hat, daß unsere Vorfahren — das heißt unsere eigenen Seelen in anderen Leibern - in der alten Atlantis gelebt haben, auf jenem Kontinent, den wir zu suchen haben zwischen Europa und Afrika einerseits und Amerika andererseits. Dann kam die große atlantische Katastrophe, wodurch das Antlitz der Erde umgestaltet wurde. Die Menschenmassen sind von der Atlantis nach dem Osten und nach dem Westen gezogen und haben so die Erde besiedelt, wie wir das für die nachatlantische Zeit bezeichnet haben. Da entstanden dann in der nachatlantischen Zeit die verschiedenen Kulturen, die wir charakterisiert haben als die alte indische Kultur, als die urpersische Kultur, die ägyptisch-chaldäische Kultur, die griechisch-lateinische Kultur und jene, in der wir heute leben.

[ 3 ] Nun macht man sich von der Menschheitsentwickelung eine ganz falsche Vorstellung, wenn man glaubt, daß der Mensch während dieses Zeitraumes der nachatlantischen Entwickelung immer so beschaffen war, wie er heute ist. Er hat sich immer wieder verändert; gewaltige Veränderungen gingen mit der Menschennatur vor sich. Die äußeren geschichtlichen Dokumente berichten ja nur von wenigen Jahrtausenden. Einzig und allein jene für die äußere Forschung unzugängliche Urkunde, die wir die Akasha-Chronik nennen und die wir auch bei diesem Zyklus ein wenig charakterisiert haben, gibt uns Aufschluß über die Entwickelung seit der atlantischen Katastrophe. - Da finden wir, daß sich nach der atlantischen Katastrophe zunächst die altindische Kultur entwickelt hat, in welcher die Menschen mehr noch in ihrem Ätherleibe lebten und noch nicht so stark in ihrem physischen Leibe, wie das später der Fall war. Der weitaus größte Teil der indischen Bevölkerung war, ohne daß er freilich das heutige Ich-Bewußtsein entwickelt hatte, hellsichtig, dumpf-dämmerhaft hellsichtig. Sein Bewußtsein war ähnlich einem Traumbewußtsein, aber dafür war es ein Bewußtsein, das noch hineinschaute in die Untergründe des Daseins, in die geistige Welt. Nun sind wir gewohnt, bei unseren Vorstellungen hervorzuheben, wie es für den heutigen Menschen notwendig ist zu wissen — weil es ihm vorwärtshelfen kann in die Zukunft hinein -, was mit der Erkenntnis und der Erkenntnisform zusammenhängt. Wir betonen immer, wie diese unsere Vorfahren im alten Indien die Welt erkannt, angeschaut haben, wie sie noch viel hellsehender waren als in späterer Zeit. Wenn wir aber das Lukas-Evangelium verstehen wollen, so müssen wir noch eine andere Eigenschaft dieser unserer Vorfahren hervorheben.

[ 3 ] Nun macht man sich von der Menschheitsentwickelung eine ganz falsche Vorstellung, wenn man glaubt, daß der Mensch während dieses Zeitraumes der nachatlantischen Entwickelung immer so beschaffen war, wie er heute ist. Er hat sich immer wieder verändert; gewaltige Veränderungen gingen mit der Menschennatur vor sich. Die äußeren geschichtlichen Dokumente berichten ja nur von wenigen Jahrtausenden. Einzig und allein jene für die äußere Forschung unzugängliche Urkunde, die wir die Akasha-Chronik nennen und die wir auch bei diesem Zyklus ein wenig charakterisiert haben, gibt uns Aufschluß über die Entwickelung seit der atlantischen Katastrophe. - Da finden wir, daß sich nach der atlantischen Katastrophe zunächst die altindische Kultur entwickelt hat, in welcher die Menschen mehr noch in ihrem Ätherleibe lebten und noch nicht so stark in ihrem physischen Leibe, wie das später der Fall war. Der weitaus größte Teil der indischen Bevölkerung war, ohne daß er freilich das heutige Ich-Bewußtsein entwickelt hatte, hellsichtig, dumpf-dämmerhaft hellsichtig. Sein Bewußtsein war ähnlich einem Traumbewußtsein, aber dafür war es ein Bewußtsein, das noch hineinschaute in die Untergründe des Daseins, in die geistige Welt. Nun sind wir gewohnt, bei unseren Vorstellungen hervorzuheben, wie es für den heutigen Menschen notwendig ist zu wissen — weil es ihm vorwärtshelfen kann in die Zukunft hinein -, was mit der Erkenntnis und der Erkenntnisform zusammenhängt. Wir betonen immer, wie diese unsere Vorfahren im alten Indien die Welt erkannt, angeschaut haben, wie sie noch viel hellsehender waren als in späterer Zeit. Wenn wir aber das Lukas-Evangelium verstehen wollen, so müssen wir noch eine andere Eigenschaft dieser unserer Vorfahren hervorheben.

[ 4 ] In dieser Zeit, als noch der Ätherleib viel mehr auf allen Seiten über den physischen Leib hinausragte und mit diesem noch nicht so dicht verbunden war wie das heute der Fall ist, da hatte auch noch alles, was seelische Kräfte und Eigenschaften des Menschen sind, eine größere Gewalt über den physischen Leib. Aber je mehr der Atherleib in den physischen Leib hineindrang, desto schwächer wurde er und desto weniger Macht hatte er über den physischen Leib. Bei den alten Atlantiern ragte der Kopfteil des Atherleibes noch stark über den physischen Leib hinaus. In gewissem Maße war das aber auch noch bei den alten Indern der Fall. Das gestattete ihnen, auf der einen Seite das hellsichtige Bewußtsein zu entfalten, aber andererseits auch eine große Macht zu haben über die Vorgänge im physischen Leibe.

[ 4 ] In dieser Zeit, als noch der Ätherleib viel mehr auf allen Seiten über den physischen Leib hinausragte und mit diesem noch nicht so dicht verbunden war wie das heute der Fall ist, da hatte auch noch alles, was seelische Kräfte und Eigenschaften des Menschen sind, eine größere Gewalt über den physischen Leib. Aber je mehr der Atherleib in den physischen Leib hineindrang, desto schwächer wurde er und desto weniger Macht hatte er über den physischen Leib. Bei den alten Atlantiern ragte der Kopfteil des Atherleibes noch stark über den physischen Leib hinaus. In gewissem Maße war das aber auch noch bei den alten Indern der Fall. Das gestattete ihnen, auf der einen Seite das hellsichtige Bewußtsein zu entfalten, aber andererseits auch eine große Macht zu haben über die Vorgänge im physischen Leibe.

[ 5 ] Obwohl sie weit auseinanderliegen, können wir einen alten indischen Leib mit einem Leibe unserer Zeit vergleichen. In unserer Zeit ist der Ätherleib am tiefsten hineingestiegen in den physischen Leib, ist am meisten mit den Tatsachen des physischen Leibes verbunden. Wir sind heute hart an der Grenze, wo der Ätherleib wieder heraustritt, sich freimacht von dem physischen Leibe und mehr selbständig wird; und indem die Menschheit der Zukunft entgegeneilt, wird der Atherleib immer mehr und mehr herauskommen aus dem physischen Leibe. Heute ist die Menschheit über den tiefsten Punkt, wo die größte Gemeinschaft des Atherleibes mit dem physischen Leibe vorhanden war, schon etwas hinaus. Wenn wir einen alten indischen Leib mit einem heutigen Leib vergleichen, so können wir sagen: Beim indischen Leib ist der Atherleib noch verhältnismäßig frei, und die Seele kann Kräfte entfalten, die in den physischen Leib hineinwirken. Der Ätherleib nimmt die Kräfte der Seele auf, weil er noch nicht so an den physischen Leib gebunden ist; dafür aber beherrscht er auch mehr den physischen Leib, und die Folge davon ist, daß die Wirkungen, die in dieser Zeit auf die Seele ausgeübt werden, in ungeheurem Maße auch auf den Leib wirken. Wenn in der indischen Zeit ein Mensch, der einen anderen Menschen haßte, ein haßerfülltes Wort sprach, so stach dieses Wort den anderen - es wirkte bis in das physische Gefüge hinein. Die Seele wirkte noch auf den Ätherleib und der Atherleib auf den physischen Leib. Diese Kraft ist heute ja dem Ätherleibe genommen worden. Und wenn andererseits ein Wort der Liebe gesprochen wurde, so wirkte das erweiternd, erwärmend, aufschließend auf den anderen Menschen und auch so auf den physischen Leib. Daher war es damals sehr wichtig, ob ein liebes oder ein haßerfülltes Wort gesprochen wurde, denn das wirkte auf alle Vorgänge des Leibes. Diese Wirkung nahm in der Menschheit immer mehr und mehr ab, je mehr der Ätherleib in den physischen Leib hineinstieg. Heute ist das anders. Heute wirkt ein Wort, das wir sprechen, zunächst nur auf die Seele, und recht selten sind die Menschen geworden, welche ein haßerfülltes, ein liebloses Wort so fühlen, als ob es ihnen etwas zusammenschnürte, ein liebeerfülltes Wort dagegen so, wie wenn es sie erweiterte und beseligte. Jene eigenartigen Wirkungen, die wir heute noch in unserem physischen Herzen als die Wirkung eines liebe- oder haßerfüllten Wortes spüren können, sind von einer ungeheuren Intensität gewesen im Aufgange unserer nachatlantischen Entwickelung. Daher konnte man sozusagen mit diesen Einwirkungen auf die Seele etwas ganz anderes anfangen, als man heute damit anfangen kann. Denn heute hängt es ja nicht davon ab, wie ein Wort gesprochen wird. Es kann ein Wort mit noch so warmer Liebe gesprochen sein, wenn es aufstößt auf die heutige Menschenorganisation, so wird es stets mehr oder weniger zurückgeworfen, es dringt nicht hinein, denn das hängt nicht nur davon ab, wie es gesprochen wird, sondern auch davon, wie es aufgenommen werden kann.

[ 5 ] Obwohl sie weit auseinanderliegen, können wir einen alten indischen Leib mit einem Leibe unserer Zeit vergleichen. In unserer Zeit ist der Ätherleib am tiefsten hineingestiegen in den physischen Leib, ist am meisten mit den Tatsachen des physischen Leibes verbunden. Wir sind heute hart an der Grenze, wo der Ätherleib wieder heraustritt, sich freimacht von dem physischen Leibe und mehr selbständig wird; und indem die Menschheit der Zukunft entgegeneilt, wird der Atherleib immer mehr und mehr herauskommen aus dem physischen Leibe. Heute ist die Menschheit über den tiefsten Punkt, wo die größte Gemeinschaft des Atherleibes mit dem physischen Leibe vorhanden war, schon etwas hinaus. Wenn wir einen alten indischen Leib mit einem heutigen Leib vergleichen, so können wir sagen: Beim indischen Leib ist der Atherleib noch verhältnismäßig frei, und die Seele kann Kräfte entfalten, die in den physischen Leib hineinwirken. Der Ätherleib nimmt die Kräfte der Seele auf, weil er noch nicht so an den physischen Leib gebunden ist; dafür aber beherrscht er auch mehr den physischen Leib, und die Folge davon ist, daß die Wirkungen, die in dieser Zeit auf die Seele ausgeübt werden, in ungeheurem Maße auch auf den Leib wirken. Wenn in der indischen Zeit ein Mensch, der einen anderen Menschen haßte, ein haßerfülltes Wort sprach, so stach dieses Wort den anderen - es wirkte bis in das physische Gefüge hinein. Die Seele wirkte noch auf den Ätherleib und der Atherleib auf den physischen Leib. Diese Kraft ist heute ja dem Ätherleibe genommen worden. Und wenn andererseits ein Wort der Liebe gesprochen wurde, so wirkte das erweiternd, erwärmend, aufschließend auf den anderen Menschen und auch so auf den physischen Leib. Daher war es damals sehr wichtig, ob ein liebes oder ein haßerfülltes Wort gesprochen wurde, denn das wirkte auf alle Vorgänge des Leibes. Diese Wirkung nahm in der Menschheit immer mehr und mehr ab, je mehr der Ätherleib in den physischen Leib hineinstieg. Heute ist das anders. Heute wirkt ein Wort, das wir sprechen, zunächst nur auf die Seele, und recht selten sind die Menschen geworden, welche ein haßerfülltes, ein liebloses Wort so fühlen, als ob es ihnen etwas zusammenschnürte, ein liebeerfülltes Wort dagegen so, wie wenn es sie erweiterte und beseligte. Jene eigenartigen Wirkungen, die wir heute noch in unserem physischen Herzen als die Wirkung eines liebe- oder haßerfüllten Wortes spüren können, sind von einer ungeheuren Intensität gewesen im Aufgange unserer nachatlantischen Entwickelung. Daher konnte man sozusagen mit diesen Einwirkungen auf die Seele etwas ganz anderes anfangen, als man heute damit anfangen kann. Denn heute hängt es ja nicht davon ab, wie ein Wort gesprochen wird. Es kann ein Wort mit noch so warmer Liebe gesprochen sein, wenn es aufstößt auf die heutige Menschenorganisation, so wird es stets mehr oder weniger zurückgeworfen, es dringt nicht hinein, denn das hängt nicht nur davon ab, wie es gesprochen wird, sondern auch davon, wie es aufgenommen werden kann.

[ 6 ] Heute ist es also nicht möglich, so unmittelbar auf die Seele des Menschen zu wirken, daß das auch wirklich bis in seine ganze physische Organisation hineindringt. Nicht unmittelbar ist das möglich. In gewisser Weise wird es aber doch möglich sein, denn wir nähern uns ja jener Zukunft, in der das Geistige wiederum seine Bedeutung haben wird. Wir können auch heute schon wieder darauf hinweisen, wie das in der Zukunft sein wird. Wir können in unserem jetzigen Menschheitszyklus heute auf diesem Felde sehr wenig tun, damit das, was in unserer eigenen Seele an Liebe, an Wohlwollen, an Weisheit lebt, sich unmittelbar hinüberergießt in die andere Seele und dort diejenige Stärke gewinnt, die bis in den physischen Leib hinein wirkt. Wir müssen uns heute sagen, daß wir eine solche Wirkung nur nach und nach erzeugen können. Aber diese geistige Wirkungsweise beginnt wieder. Und sie beginnt gerade auf dem Boden, wo die geisteswissenschaftliche Weltanschauung gepflanzt wird, denn diese Weltanschauung ist der Anfang der Verstärkung der Seelenwirkungen. Das ist heute nur in wenigen Fällen möglich, daß ein Wort physische Wirkungen erzielt. Aber es ist möglich, daß sich Menschen zusammentun, um eine Summe geistiger Wahrheiten in ihre Seelen aufzunehmen. Diese geistigen Wahrheiten werden sich nach und nach verstärken, werden in den Seelen Gewalt gewinnen und dadurch auch die Kraft, bis in die physische Organisation hinein zu wirken und diese darnach zu formen, wie sie selber sind. So wird in der Zukunft wiederum das Seelisch-Geistige eine große Gewalt gewinnen über das Physische und wird sich dieses Physische als sein Nachbild formen.

[ 6 ] Heute ist es also nicht möglich, so unmittelbar auf die Seele des Menschen zu wirken, daß das auch wirklich bis in seine ganze physische Organisation hineindringt. Nicht unmittelbar ist das möglich. In gewisser Weise wird es aber doch möglich sein, denn wir nähern uns ja jener Zukunft, in der das Geistige wiederum seine Bedeutung haben wird. Wir können auch heute schon wieder darauf hinweisen, wie das in der Zukunft sein wird. Wir können in unserem jetzigen Menschheitszyklus heute auf diesem Felde sehr wenig tun, damit das, was in unserer eigenen Seele an Liebe, an Wohlwollen, an Weisheit lebt, sich unmittelbar hinüberergießt in die andere Seele und dort diejenige Stärke gewinnt, die bis in den physischen Leib hinein wirkt. Wir müssen uns heute sagen, daß wir eine solche Wirkung nur nach und nach erzeugen können. Aber diese geistige Wirkungsweise beginnt wieder. Und sie beginnt gerade auf dem Boden, wo die geisteswissenschaftliche Weltanschauung gepflanzt wird, denn diese Weltanschauung ist der Anfang der Verstärkung der Seelenwirkungen. Das ist heute nur in wenigen Fällen möglich, daß ein Wort physische Wirkungen erzielt. Aber es ist möglich, daß sich Menschen zusammentun, um eine Summe geistiger Wahrheiten in ihre Seelen aufzunehmen. Diese geistigen Wahrheiten werden sich nach und nach verstärken, werden in den Seelen Gewalt gewinnen und dadurch auch die Kraft, bis in die physische Organisation hinein zu wirken und diese darnach zu formen, wie sie selber sind. So wird in der Zukunft wiederum das Seelisch-Geistige eine große Gewalt gewinnen über das Physische und wird sich dieses Physische als sein Nachbild formen.

[ 7 ] In jenen alten Zeiten der indischen Urkultur war zum Beispiel auch das, was man «heilen» nennt, etwas anderes als später, denn das hängt alles mit dem zusammen, was eben gesagt worden ist. Weil man mit dem, was auf die Seele wirkte, eine ungeheure Wirkung auf den Leib erzielen konnte, deshalb konnte man mit dem vom richtigen Willensimpuls durchströmten Wort auf die Seele des anderen Menschen so wirken, daß diese Seele wiederum die Wirkung übertrug auf den Atherleib und dieser wieder auf den physischen Leib. Hatte man eine Ahnung davon, welche Wirkung man auf die andere Seele ausüben wollte, so konnte man bei erkrankter Organisation die richtige Wirkung in der angedeuteten Weise auf die Seele ausüben und dadurch auf den physischen Leib, was dann die Gesundheit herbeiführte. Nun denken Sie sich dies im höchsten Maße gesteigert, so daß der indische Arzt vorzugsweise jene Seeleneinflüsse und -einwirkungen beherrschte, die dabei in Frage kommen, dann müssen Sie sich klar sein, daß alles Heilen in der indischen Zeit ein viel geistigerer Vorgang war, als es heute sein kann — ausdrücklich ist gesagt: als es heute sein kann. Aber wir nähern uns wieder solchen Wirkungsweisen. Was aus kosmischen, aus geistigen Höhen als eine Weltanschauung, als eine Summe von Wahrheiten heruntergeholt wird, welche dem großen geistigen Inhalte der Welt entsprechen, das wird in die Menschenseelen einfließen und das wird, indem die Menschheit der Zukunft entgegenlebt, selbst ein Gesundungsmittel sein aus dem innersten Wesen des Menschen heraus. Geisteswissenschaft ist das große Heilmittel der Seelen im Leben in die Zukunft hinein. Nur müssen wir verstehen, daß die Menschheit auf einem absteigenden Wege der Entwickelung war, daß die geistigen Wirkungen immer mehr und mehr zurückgegangen sind, daß wir im Tiefstande der Entwickelung stehen und daß wir uns nur ganz allmählich hinaufheben können zu den Höhen, auf denen wir einstmals gestanden haben.

[ 7 ] In jenen alten Zeiten der indischen Urkultur war zum Beispiel auch das, was man «heilen» nennt, etwas anderes als später, denn das hängt alles mit dem zusammen, was eben gesagt worden ist. Weil man mit dem, was auf die Seele wirkte, eine ungeheure Wirkung auf den Leib erzielen konnte, deshalb konnte man mit dem vom richtigen Willensimpuls durchströmten Wort auf die Seele des anderen Menschen so wirken, daß diese Seele wiederum die Wirkung übertrug auf den Atherleib und dieser wieder auf den physischen Leib. Hatte man eine Ahnung davon, welche Wirkung man auf die andere Seele ausüben wollte, so konnte man bei erkrankter Organisation die richtige Wirkung in der angedeuteten Weise auf die Seele ausüben und dadurch auf den physischen Leib, was dann die Gesundheit herbeiführte. Nun denken Sie sich dies im höchsten Maße gesteigert, so daß der indische Arzt vorzugsweise jene Seeleneinflüsse und -einwirkungen beherrschte, die dabei in Frage kommen, dann müssen Sie sich klar sein, daß alles Heilen in der indischen Zeit ein viel geistigerer Vorgang war, als es heute sein kann — ausdrücklich ist gesagt: als es heute sein kann. Aber wir nähern uns wieder solchen Wirkungsweisen. Was aus kosmischen, aus geistigen Höhen als eine Weltanschauung, als eine Summe von Wahrheiten heruntergeholt wird, welche dem großen geistigen Inhalte der Welt entsprechen, das wird in die Menschenseelen einfließen und das wird, indem die Menschheit der Zukunft entgegenlebt, selbst ein Gesundungsmittel sein aus dem innersten Wesen des Menschen heraus. Geisteswissenschaft ist das große Heilmittel der Seelen im Leben in die Zukunft hinein. Nur müssen wir verstehen, daß die Menschheit auf einem absteigenden Wege der Entwickelung war, daß die geistigen Wirkungen immer mehr und mehr zurückgegangen sind, daß wir im Tiefstande der Entwickelung stehen und daß wir uns nur ganz allmählich hinaufheben können zu den Höhen, auf denen wir einstmals gestanden haben.

[ 8 ] Ganz langsam verloren sich jene Wirkungen, die im alten Indien in so eminentem Maße vorhanden waren. Noch eine ähnliche Organisation — so daß von Seele zu Seele gewirkt werden konnte - war zum Beispiel in der altägyptischen Kultur vorhanden. Je weiter wir in der ägyptischen Kultur zurückgehen, desto mehr finden wir, daß eine unmittelbare Wirkung von einer Seele auf die andere da war, die dann übergehen konnte auf die physische Organisation. Viel weniger war sie vorhanden in der alten persischen Zeit. Denn diese hatte eine andere Aufgabe; sie war dazu berufen, den ersten Anstoß zu geben zu dem Hineindringen in die physische Welt. In bezug auf diejenigen Eigenschaften, welche ich jetzt charakterisiert habe, steht das Ägyptertum dem Indertum viel näher als der persischen Kultur. Im Persertum beginnt die Seele bereits, sich sozusagen immer mehr in sich zu verschließen, immer weniger Gewalt über die äußere Organisation zu haben, weil sie das Selbstbewußtsein immer mehr und mehr in sich ausbilden sollte. Deshalb mußte mit jener Richtung, die sich die Herrschaft des Geistigen über das Physische bewahrt hatte, eine andere Kulturströmung zusammenströmen, die vorzugsweise auf die innerliche Vertiefung, auf die Erzeugung des Selbstbewußtseins angelegt war; und eine Art von Ausgleich finden diese beiden Strömungen in dem, was wir die griechisch-lateinische Kultur nennen. Das ist die vierte nachatlantische Kulturperiode. Da ist die Menschheit bereits so weit in die physische Welt herabgestiegen, daß jetzt eine Art Gleichgewicht zwischen dem Physischen und dem Seelisch-Geistigen eintritt. Das heißt, in dieser vierten Kulturperiode ist es so, daß der Geist und die Seele etwa $o viel Herrschaft über den Leib haben, als der Leib wiederum Herrschaft hat über die Seele. Eine Art Ausgleich zwischen den beiden ist eingetreten: die Menschheit ist heruntergestiegen bis zum Gleichgewichtszustand.

[ 8 ] Ganz langsam verloren sich jene Wirkungen, die im alten Indien in so eminentem Maße vorhanden waren. Noch eine ähnliche Organisation — so daß von Seele zu Seele gewirkt werden konnte - war zum Beispiel in der altägyptischen Kultur vorhanden. Je weiter wir in der ägyptischen Kultur zurückgehen, desto mehr finden wir, daß eine unmittelbare Wirkung von einer Seele auf die andere da war, die dann übergehen konnte auf die physische Organisation. Viel weniger war sie vorhanden in der alten persischen Zeit. Denn diese hatte eine andere Aufgabe; sie war dazu berufen, den ersten Anstoß zu geben zu dem Hineindringen in die physische Welt. In bezug auf diejenigen Eigenschaften, welche ich jetzt charakterisiert habe, steht das Ägyptertum dem Indertum viel näher als der persischen Kultur. Im Persertum beginnt die Seele bereits, sich sozusagen immer mehr in sich zu verschließen, immer weniger Gewalt über die äußere Organisation zu haben, weil sie das Selbstbewußtsein immer mehr und mehr in sich ausbilden sollte. Deshalb mußte mit jener Richtung, die sich die Herrschaft des Geistigen über das Physische bewahrt hatte, eine andere Kulturströmung zusammenströmen, die vorzugsweise auf die innerliche Vertiefung, auf die Erzeugung des Selbstbewußtseins angelegt war; und eine Art von Ausgleich finden diese beiden Strömungen in dem, was wir die griechisch-lateinische Kultur nennen. Das ist die vierte nachatlantische Kulturperiode. Da ist die Menschheit bereits so weit in die physische Welt herabgestiegen, daß jetzt eine Art Gleichgewicht zwischen dem Physischen und dem Seelisch-Geistigen eintritt. Das heißt, in dieser vierten Kulturperiode ist es so, daß der Geist und die Seele etwa $o viel Herrschaft über den Leib haben, als der Leib wiederum Herrschaft hat über die Seele. Eine Art Ausgleich zwischen den beiden ist eingetreten: die Menschheit ist heruntergestiegen bis zum Gleichgewichtszustand.

[ 9 ] Nun muß aber die Menschheit erst wieder eine Art Weltenprüfung durchmachen, um wiederum in die geistigen Höhen hinaufsteigen zu können. Daher ist es gekommen, daß die Menschheit seit der griechisch-lateinischen Zeit eigentlich noch tiefer in die physische Materialität heruntergestiegen ist. Alles, was mit dem Körperlichen, mit dem Physischen zu tun hat, ist noch tiefer heruntergestiegen. Der Mensch wurde in der Zeit, in welcher wir leben, in der fünften nachatlantischen Kulturepoche, im Grunde genommen unter die Gleichgewichtslinie heruntergetrieben und konnte sich zunächst nur in seinem Innern erheben, konnte ein Bewußtsein aufnehmen von der geistigen Welt, das einen mehr theoretischen Charakter hatte. Er mußte sich innerlich stärken.

[ 9 ] Nun muß aber die Menschheit erst wieder eine Art Weltenprüfung durchmachen, um wiederum in die geistigen Höhen hinaufsteigen zu können. Daher ist es gekommen, daß die Menschheit seit der griechisch-lateinischen Zeit eigentlich noch tiefer in die physische Materialität heruntergestiegen ist. Alles, was mit dem Körperlichen, mit dem Physischen zu tun hat, ist noch tiefer heruntergestiegen. Der Mensch wurde in der Zeit, in welcher wir leben, in der fünften nachatlantischen Kulturepoche, im Grunde genommen unter die Gleichgewichtslinie heruntergetrieben und konnte sich zunächst nur in seinem Innern erheben, konnte ein Bewußtsein aufnehmen von der geistigen Welt, das einen mehr theoretischen Charakter hatte. Er mußte sich innerlich stärken.

[ 10 ] So sehen wir in der griechisch-lateinischen Kultur einen verhältnismäßigen Gleichgewichtszustand, während jetzt, in unserer Zeit, das Physische ein Übergewicht erlangt hat und das Geistig-Seelische beherrscht. Wir sehen, daß das Geistig-Seelische in gewisser Beziehung ohnmächtig geworden ist; es kann nur mehr theoretisch aufgenommen werden. Es hat sich das Innere des Menschen durch die Jahrhunderte hindurch darauf beschränken müssen, sich innerlich zu stärken in einer Kräftigung, die nicht in dem offenbaren Bewußtsein sich abspielt. Nach und nach muß es wieder stärker und kräftiger werden, damit darüber auch ein neues Bewußtsein entwickelt werden kann. Und wenn es bei einer gewissen Stärke angelangt sein wird — das wird in der sechsten nachatlantischen Kulturperiode der Fall sein -, dann wird das Geistig-Seelische dadurch, daß der Mensch immer mehr und mehr geistige Nahrung aufgenommen hat, von dieser geistigen Nahrung nicht mehr eine theoretische, sondern eine lebendige Weisheit, eine lebendige Wahrheit haben. Dann wird dieses Geistige so stark sein, daß es nun wiederum — und zwar jetzt von der anderen Seite her — die Herrschaft über den physischen Leib gewinnen wird.

[ 10 ] So sehen wir in der griechisch-lateinischen Kultur einen verhältnismäßigen Gleichgewichtszustand, während jetzt, in unserer Zeit, das Physische ein Übergewicht erlangt hat und das Geistig-Seelische beherrscht. Wir sehen, daß das Geistig-Seelische in gewisser Beziehung ohnmächtig geworden ist; es kann nur mehr theoretisch aufgenommen werden. Es hat sich das Innere des Menschen durch die Jahrhunderte hindurch darauf beschränken müssen, sich innerlich zu stärken in einer Kräftigung, die nicht in dem offenbaren Bewußtsein sich abspielt. Nach und nach muß es wieder stärker und kräftiger werden, damit darüber auch ein neues Bewußtsein entwickelt werden kann. Und wenn es bei einer gewissen Stärke angelangt sein wird — das wird in der sechsten nachatlantischen Kulturperiode der Fall sein -, dann wird das Geistig-Seelische dadurch, daß der Mensch immer mehr und mehr geistige Nahrung aufgenommen hat, von dieser geistigen Nahrung nicht mehr eine theoretische, sondern eine lebendige Weisheit, eine lebendige Wahrheit haben. Dann wird dieses Geistige so stark sein, daß es nun wiederum — und zwar jetzt von der anderen Seite her — die Herrschaft über den physischen Leib gewinnen wird.

[ 11 ] Wie können wir also die Mission der Geisteswissenschaft von diesem Gesichtspunkte aus für die Menschheit eigentlich erklären? Wenn in unserer Zeit die Geisteswissenschaft immer mehr zu etwas wird, das innerlich lebendig wird in der Seele, das imstande sein wird, nicht nur den Verstand, den Intellekt der Menschen anzuregen, sondern immer mehr und mehr die Seele zu erwärmen, dann wird die Seele so stark werden, daß sie die Herrschaft über das Physische gewinnt. Dazu sind natürlich gewisse Übergänge notwendig; dazu ist mancherlei notwendig, was sich zunächst sogar wie ein Abfallen ausnimmt, wie Schäden. Aber das sind Übergangsformen, die jenem Zukunftszustande weichen werden, wo die Menschen in ihre Ideen das spirituelle Leben aufnehmen werden und wo für die gesamte Menschheit jener Zustand eintreten wird, welcher die Herrschaft des Seelisch-Geistigen über das Physisch-Materielle bedeuten wird. Und ein jeder Mensch, den heute die geisteswissenschaftlichen Weistümer nicht nur interessieren, weil sie seinen Verstand anregen, sondern der entzückt sein kann von den geisteswissenschaftlichen Wahrheiten, der seine innerliche, lebendige Befriedigung daran haben kann, der wird ein Vorläufer derjenigen Menschen sein, die wiederum die rechte Herrschaft der Seele über den Leib gewonnen haben werden.

[ 11 ] Wie können wir also die Mission der Geisteswissenschaft von diesem Gesichtspunkte aus für die Menschheit eigentlich erklären? Wenn in unserer Zeit die Geisteswissenschaft immer mehr zu etwas wird, das innerlich lebendig wird in der Seele, das imstande sein wird, nicht nur den Verstand, den Intellekt der Menschen anzuregen, sondern immer mehr und mehr die Seele zu erwärmen, dann wird die Seele so stark werden, daß sie die Herrschaft über das Physische gewinnt. Dazu sind natürlich gewisse Übergänge notwendig; dazu ist mancherlei notwendig, was sich zunächst sogar wie ein Abfallen ausnimmt, wie Schäden. Aber das sind Übergangsformen, die jenem Zukunftszustande weichen werden, wo die Menschen in ihre Ideen das spirituelle Leben aufnehmen werden und wo für die gesamte Menschheit jener Zustand eintreten wird, welcher die Herrschaft des Seelisch-Geistigen über das Physisch-Materielle bedeuten wird. Und ein jeder Mensch, den heute die geisteswissenschaftlichen Weistümer nicht nur interessieren, weil sie seinen Verstand anregen, sondern der entzückt sein kann von den geisteswissenschaftlichen Wahrheiten, der seine innerliche, lebendige Befriedigung daran haben kann, der wird ein Vorläufer derjenigen Menschen sein, die wiederum die rechte Herrschaft der Seele über den Leib gewonnen haben werden.

[ 12 ] Wir können in unserer Zeit schon die großen Wahrheiten hinstellen über solche Vorgänge, wie wir sie in den letzten Tagen haben vor unsere Seele treten lassen, jene gewaltigen Vorgänge von dem Zusammenfließen des Buddha-Elementes mit dem Zarathustra-Element, alles, was vorgegangen ist im Beginne unserer Zeitrechnung in Palästina. Wir konnten darstellen, wie die Weisheit im Fortschritte der Welt sich jene zwei Kindheitsgestalten des nathanischen und des salomonischen Jesus geschaffen hat und durch diese großen, gewaltigen Vorgänge jene Weltenströmungen hat zusammenfließen lassen, die vorher getrennt über die Erde geflossen sind.

[ 12 ] Wir können in unserer Zeit schon die großen Wahrheiten hinstellen über solche Vorgänge, wie wir sie in den letzten Tagen haben vor unsere Seele treten lassen, jene gewaltigen Vorgänge von dem Zusammenfließen des Buddha-Elementes mit dem Zarathustra-Element, alles, was vorgegangen ist im Beginne unserer Zeitrechnung in Palästina. Wir konnten darstellen, wie die Weisheit im Fortschritte der Welt sich jene zwei Kindheitsgestalten des nathanischen und des salomonischen Jesus geschaffen hat und durch diese großen, gewaltigen Vorgänge jene Weltenströmungen hat zusammenfließen lassen, die vorher getrennt über die Erde geflossen sind.

[ 13 ] Es kann eine doppelte Anschauung von allem geben, was wir in den letzten Tagen auf uns haben wirken lassen. Da könnte jemand sagen: Das sieht für das heutige Bewußtsein zunächst etwas phantastisch aus, aber wenn ich alles auf die Waagschale lege, was an äußeren Wirkungen da ist, so erscheint es mir sehr plausibel, und erst dann sind mir die Evangelien erklärlich, wenn ich voraussetze, was mir aus der AkashaChronik erzählt wird. Es kann sich jemand von dem, was ihm zum Beispiel über die zwei Jesusgestalten und so weiter erzählt wird, interessiert fühlen, es kann sein Interesse befriedigen. Er kann sagen: Jetzt kann ich mir vieles erklären, was ich mir vorher nicht erklären konnte. Und ein anderer wieder könnte dann sagen: Es gibt für mich jetzt noch etwas anderes. Wenn ich alle diese Vorgänge überblicke, wenn ich alles überschaue, was aus der okkulten Forschung gesagt wird über jenes wunderbare Herniederwirken des Nirmanakaya des Buddha, was zugrunde liegt jener Verkündigung der Hirten und so weiter, und wenn ich auch die andere Strömung nehme und sehe, wie der Stern die Gesinnungsgenossen des Zarathustra-leitete, als ihr Führer wieder erschien auf der Erde, wenn ich da sehe, wie Weltenströmung zu Weltenströmung fließt, wie sich vereinigt, was erst getrennt gegangen ist, wenn ich das alles auf meine Seele wirken lasse, dann habe ich vor allem einen Eindruck: den Eindruck, daß das alles unbeschreiblich schön ist im Laufe des Weltenwerdens! — Diesen Eindruck kann man auch haben, daß es herrlich, gewaltig, großartig ist. Da ist in Wahrheit etwas, an dem unsere Seele Feuer fangen, was uns erglühen lassen kann für die wirklichen Weltenvorgänge.

[ 13 ] Es kann eine doppelte Anschauung von allem geben, was wir in den letzten Tagen auf uns haben wirken lassen. Da könnte jemand sagen: Das sieht für das heutige Bewußtsein zunächst etwas phantastisch aus, aber wenn ich alles auf die Waagschale lege, was an äußeren Wirkungen da ist, so erscheint es mir sehr plausibel, und erst dann sind mir die Evangelien erklärlich, wenn ich voraussetze, was mir aus der AkashaChronik erzählt wird. Es kann sich jemand von dem, was ihm zum Beispiel über die zwei Jesusgestalten und so weiter erzählt wird, interessiert fühlen, es kann sein Interesse befriedigen. Er kann sagen: Jetzt kann ich mir vieles erklären, was ich mir vorher nicht erklären konnte. Und ein anderer wieder könnte dann sagen: Es gibt für mich jetzt noch etwas anderes. Wenn ich alle diese Vorgänge überblicke, wenn ich alles überschaue, was aus der okkulten Forschung gesagt wird über jenes wunderbare Herniederwirken des Nirmanakaya des Buddha, was zugrunde liegt jener Verkündigung der Hirten und so weiter, und wenn ich auch die andere Strömung nehme und sehe, wie der Stern die Gesinnungsgenossen des Zarathustra-leitete, als ihr Führer wieder erschien auf der Erde, wenn ich da sehe, wie Weltenströmung zu Weltenströmung fließt, wie sich vereinigt, was erst getrennt gegangen ist, wenn ich das alles auf meine Seele wirken lasse, dann habe ich vor allem einen Eindruck: den Eindruck, daß das alles unbeschreiblich schön ist im Laufe des Weltenwerdens! — Diesen Eindruck kann man auch haben, daß es herrlich, gewaltig, großartig ist. Da ist in Wahrheit etwas, an dem unsere Seele Feuer fangen, was uns erglühen lassen kann für die wirklichen Weltenvorgänge.

[ 14 ] Und das ist das Beste, was wir aus den großen Wahrheiten gewinnen können. Die kleinen Wahrheiten werden unsere Erkenntnisbedürfnisse befriedigen, und die großen werden unsere Seele warm machen, und wir werden sagen: Was so durch die Weltenvorgänge geht, das ist zu gleicher Zeit ein ungeheuer Schönes. Wenn wir es so in seiner Schönheit, in seiner Herrlichkeit empfinden, dann fängt'es an, in uns Wurzel zu fassen, dann dringt es hinaus über das bloße theoretische Verständnis. — Wie sagt doch im Sinne des Lukas-Evangeliums der Christus Jesus?

[ 14 ] Und das ist das Beste, was wir aus den großen Wahrheiten gewinnen können. Die kleinen Wahrheiten werden unsere Erkenntnisbedürfnisse befriedigen, und die großen werden unsere Seele warm machen, und wir werden sagen: Was so durch die Weltenvorgänge geht, das ist zu gleicher Zeit ein ungeheuer Schönes. Wenn wir es so in seiner Schönheit, in seiner Herrlichkeit empfinden, dann fängt'es an, in uns Wurzel zu fassen, dann dringt es hinaus über das bloße theoretische Verständnis. — Wie sagt doch im Sinne des Lukas-Evangeliums der Christus Jesus?

«Der Säemann ging aus, seinen Samen zu säen. Und da er säte, fiel das eine an den Weg und ward zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf; und anderes fiel auf felsigen Boden, und wie es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte; und anderes fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen wuchsen mit heran und erstickten es; und anderes fiel auf das gute Land und wuchs und brachte hundertfältige Frucht» (Lukas 8, 5-8).

«Der Säemann ging aus, seinen Samen zu säen. Und da er säte, fiel das eine an den Weg und ward zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf; und anderes fiel auf felsigen Boden, und wie es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte; und anderes fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen wuchsen mit heran und erstickten es; und anderes fiel auf das gute Land und wuchs und brachte hundertfältige Frucht» (Lukas 8, 5-8).

[ 15 ] So ist es auch mit der anthroposophischen Weltanschauung. Auf sie ist anwendbar, was der Christus Jesus seinen Schülern als Erklärung dieses Gleichnisses vom Säemann gibt. Der Same ist das Reich der Götter, das Reich der Himmel, das Reich des Geistes. Dieses Reich des Geistes soll als Same einströmen in die Menschenseelen, soll wirksam werden auf der Erde. Da sind nun solche Menschen, die in sich nur jene Seelenkräfte haben, welche die spirituelle Weltanschauung, das Reich der göttlich-geistigen Wesenheiten zurückstoßen. Es wird aufgefressen von den Hindernissen in der menschlichen Seele, wird gleich, ehe es irgendwie keimen kann, zurückgestoßen. Das gilt für viele Menschen gegenüber den Worten des Christus Jesus, das gilt heute für viele gegenüber dem, was die Anthroposophie in die Welt zu bringen hat: es wird zurückgestoßen, die Vögel sozusagen fressen es auf und lassen es überhaupt nicht in einen Grund und Boden eindringen. — Dann aber kann es zwar zu einer Seele gesprochen werden - sei es das Wort des Christus Jesus, sei es das Wort der spirituellen Weisheit —, aber die Seele ist nicht tief genug. Die Seele ist gerade so weit vorbereitet, daß sie verstehen kann, daß das ganz plausible Wahrheiten sind, aber das vereinigt sich nicht mit ihrer eigenen Substanz und Wesenheit. Sie kann die Weisheit vielleicht sogar wieder von sich geben, aber sie ist nicht mit ihr eins geworden; sie gleicht dem Samenkorn, das auf den Felsen gefallen ist und nicht sprießen kann. — Und das dritte Samenkorn ist in den Dornenstrauch gefallen; da keimt es zwar, aber es kann nicht aufsprießen. Das heißt, der Christus Jesus erklärt, daß es Menschen gibt, die in ihrer Seele so erfüllt sind von den Sorgen und Interessen des gewöhnlichen Lebens, daß sie zwar imstande sind, das Wort der spirituellen Wahrheit zu verstehen, aber alles andere in der Seele wirkt so wie ein Dornenstrauch, der es immer zurückhält. Es gibt auch heute Seelen - sie sind sehr zahlreich —, die würden gerne in sich die geisteswissenschaftlichen Wahrheiten verarbeiten, wenn nicht das andere, das äußere Leben, so an sie heranträte, daß es sie immer wieder niederhielte. Und nur wenige sind imstande, die spirituellen Wahrheiten zu entfalten als etwas Freies, wie das vierte Samenkorn. Das sind die, welche beginnen, das anthroposophische Element als lebendige Wahrheit zu empfinden, die es als das Lebenselement in die Seele aufnehmen und ganz darinnen leben; das sind zugleich die, welche die Vorläufer für die Wirksamkeit der spirituellen Wahrheiten in der Zukunft sind. Niemand aber, der nicht durch seine eigene innere Seelenkraft das richtige Vertrauen, die richtige Überzeugungskraft von der Wirkungsweise dieser spirituellen Weisheit hat, kann durch irgend etwas Äußerliches heute von der Wahrheit und der Wirkungskraft der spirituellen Weisheit überzeugt werden.

[ 15 ] So ist es auch mit der anthroposophischen Weltanschauung. Auf sie ist anwendbar, was der Christus Jesus seinen Schülern als Erklärung dieses Gleichnisses vom Säemann gibt. Der Same ist das Reich der Götter, das Reich der Himmel, das Reich des Geistes. Dieses Reich des Geistes soll als Same einströmen in die Menschenseelen, soll wirksam werden auf der Erde. Da sind nun solche Menschen, die in sich nur jene Seelenkräfte haben, welche die spirituelle Weltanschauung, das Reich der göttlich-geistigen Wesenheiten zurückstoßen. Es wird aufgefressen von den Hindernissen in der menschlichen Seele, wird gleich, ehe es irgendwie keimen kann, zurückgestoßen. Das gilt für viele Menschen gegenüber den Worten des Christus Jesus, das gilt heute für viele gegenüber dem, was die Anthroposophie in die Welt zu bringen hat: es wird zurückgestoßen, die Vögel sozusagen fressen es auf und lassen es überhaupt nicht in einen Grund und Boden eindringen. — Dann aber kann es zwar zu einer Seele gesprochen werden - sei es das Wort des Christus Jesus, sei es das Wort der spirituellen Weisheit —, aber die Seele ist nicht tief genug. Die Seele ist gerade so weit vorbereitet, daß sie verstehen kann, daß das ganz plausible Wahrheiten sind, aber das vereinigt sich nicht mit ihrer eigenen Substanz und Wesenheit. Sie kann die Weisheit vielleicht sogar wieder von sich geben, aber sie ist nicht mit ihr eins geworden; sie gleicht dem Samenkorn, das auf den Felsen gefallen ist und nicht sprießen kann. — Und das dritte Samenkorn ist in den Dornenstrauch gefallen; da keimt es zwar, aber es kann nicht aufsprießen. Das heißt, der Christus Jesus erklärt, daß es Menschen gibt, die in ihrer Seele so erfüllt sind von den Sorgen und Interessen des gewöhnlichen Lebens, daß sie zwar imstande sind, das Wort der spirituellen Wahrheit zu verstehen, aber alles andere in der Seele wirkt so wie ein Dornenstrauch, der es immer zurückhält. Es gibt auch heute Seelen - sie sind sehr zahlreich —, die würden gerne in sich die geisteswissenschaftlichen Wahrheiten verarbeiten, wenn nicht das andere, das äußere Leben, so an sie heranträte, daß es sie immer wieder niederhielte. Und nur wenige sind imstande, die spirituellen Wahrheiten zu entfalten als etwas Freies, wie das vierte Samenkorn. Das sind die, welche beginnen, das anthroposophische Element als lebendige Wahrheit zu empfinden, die es als das Lebenselement in die Seele aufnehmen und ganz darinnen leben; das sind zugleich die, welche die Vorläufer für die Wirksamkeit der spirituellen Wahrheiten in der Zukunft sind. Niemand aber, der nicht durch seine eigene innere Seelenkraft das richtige Vertrauen, die richtige Überzeugungskraft von der Wirkungsweise dieser spirituellen Weisheit hat, kann durch irgend etwas Äußerliches heute von der Wahrheit und der Wirkungskraft der spirituellen Weisheit überzeugt werden.

[ 16 ] Denn ist es ein Beweis gegen die Wirksamkeit der spirituellen Weisheit, wenn sie heute bei so und so vielen Menschen nicht schon physisch wirkt? Im Gegenteil, man könnte sagen, es ist ein Beweis für die Gesundheit der spirituellen Weisheit, daß sie jene mächtigen physischen Leiber, auf die sie trifft, oftmals im negativen Sinne berührt, wie zum Beispiel ein Stadtkind mit einer schwachen physischen Gesundheit, das von frühester Kindheit auf nur Stadtluft eingesogen hat und sich in einer gewissen Weise dadurch geschwächt hat, nicht gesund zu werden braucht, wenn es in die scharfe, gesunde Bergesluft hinauskommt, sondern vielleicht gerade recht krank wird. So wenig das ein Beweis ist gegen das Gesunde der Bergesluft, so wenig ist es ein Beweis gegen die Wirkungsweise der spirituellen Weistümer, wenn sie, eindringend in gewisse menschliche Organisationen, auch vorübergehend Unheil anrichten können. Denn sie dringen an das heran, was seit Jahrhunderten und Jahrtausenden in den Menschenkörpern vererbt ist; sie treffen ja nicht etwas anderes als das, was zu ihnen nicht paßt.

[ 16 ] Denn ist es ein Beweis gegen die Wirksamkeit der spirituellen Weisheit, wenn sie heute bei so und so vielen Menschen nicht schon physisch wirkt? Im Gegenteil, man könnte sagen, es ist ein Beweis für die Gesundheit der spirituellen Weisheit, daß sie jene mächtigen physischen Leiber, auf die sie trifft, oftmals im negativen Sinne berührt, wie zum Beispiel ein Stadtkind mit einer schwachen physischen Gesundheit, das von frühester Kindheit auf nur Stadtluft eingesogen hat und sich in einer gewissen Weise dadurch geschwächt hat, nicht gesund zu werden braucht, wenn es in die scharfe, gesunde Bergesluft hinauskommt, sondern vielleicht gerade recht krank wird. So wenig das ein Beweis ist gegen das Gesunde der Bergesluft, so wenig ist es ein Beweis gegen die Wirkungsweise der spirituellen Weistümer, wenn sie, eindringend in gewisse menschliche Organisationen, auch vorübergehend Unheil anrichten können. Denn sie dringen an das heran, was seit Jahrhunderten und Jahrtausenden in den Menschenkörpern vererbt ist; sie treffen ja nicht etwas anderes als das, was zu ihnen nicht paßt.

[ 17 ] In der äußeren Welt können wir noch nicht in dieser Beziehung die Beweisgründe suchen; wir müssen in diese Weistümer eindringen und uns die starke Überzeugung für sie verschaffen. Wie viele Indizienbeweise auch in der Außenwelt sein können, wir müssen in das Innere einzudringen die Möglichkeit haben, müssen in uns selbst die Überzeugung ausbilden und uns sagen: Wenn diese anthroposophischen Weistümer heute da oder dort zu angreifend sind, so ist das deshalb, weil sie an ungesunde Verhältnisse der Menschen geraten sind. Deshalb ist die spirituelle Weisheit doch gesund, aber nicht immer die Menschen. Deshalb ist es auch begreiflich, daß nicht alles heute enthüllt wird, was an spiritueller Weisheit an die Menschen im Laufe der Zeit herankommen kann. Es wird schon dafür gesorgt, daß der Schaden nicht zu groß wird; man schickt nicht die Stadtkinder hinaus in für sie zehrende Bergesluft. Daher aber kann nur von Zeit zu Zeit dasjenige mitgeteilt werden, was im Durchschnitt die Menschen vertragen können. Wenn das, was zum Beispiel noch an tieferen Weistümern vorhanden ist, ganz enthüllt würde, dann würde es so sein, daß Menschen mit gewissen Organisationen darunter zusammenbrechen würden wie die physisch gestörte Gesundheit in der Bergesluft. Nach und nach nur können die großen Weistümer der Menschheit enthüllt werden; aber es wird geschehen, und es wird zu einem umfassenden Gesunden der Menschheit werden.

[ 17 ] In der äußeren Welt können wir noch nicht in dieser Beziehung die Beweisgründe suchen; wir müssen in diese Weistümer eindringen und uns die starke Überzeugung für sie verschaffen. Wie viele Indizienbeweise auch in der Außenwelt sein können, wir müssen in das Innere einzudringen die Möglichkeit haben, müssen in uns selbst die Überzeugung ausbilden und uns sagen: Wenn diese anthroposophischen Weistümer heute da oder dort zu angreifend sind, so ist das deshalb, weil sie an ungesunde Verhältnisse der Menschen geraten sind. Deshalb ist die spirituelle Weisheit doch gesund, aber nicht immer die Menschen. Deshalb ist es auch begreiflich, daß nicht alles heute enthüllt wird, was an spiritueller Weisheit an die Menschen im Laufe der Zeit herankommen kann. Es wird schon dafür gesorgt, daß der Schaden nicht zu groß wird; man schickt nicht die Stadtkinder hinaus in für sie zehrende Bergesluft. Daher aber kann nur von Zeit zu Zeit dasjenige mitgeteilt werden, was im Durchschnitt die Menschen vertragen können. Wenn das, was zum Beispiel noch an tieferen Weistümern vorhanden ist, ganz enthüllt würde, dann würde es so sein, daß Menschen mit gewissen Organisationen darunter zusammenbrechen würden wie die physisch gestörte Gesundheit in der Bergesluft. Nach und nach nur können die großen Weistümer der Menschheit enthüllt werden; aber es wird geschehen, und es wird zu einem umfassenden Gesunden der Menschheit werden.

[ 18 ] Das alles liegt hinter dem, was wir zusammenfassen in dem Begriffe der geisteswissenschaftlichen Bewegung. Langsam müssen sich die Menschen das wieder erobern, was sie verlieren mußten: die Herrschaft des Geistig-Seelischen über das Materielle. Langsam ist es verlorengegangen, von der Entwickelung der indischen Kultur an bis in die griechisch-lateinische Zeit hinein. Es waren in der griechisch-lateinischen Zeit immer noch Menschen da, die als Erbstück aus alten Zeiten jenes Herausgehobensein des Ätherleibes hatten, die in ihrer ganzen Organisation zugänglich waren für seelisch-geistige Wirkungen. Deshalb mußte in dieser Zeit gerade der Christus Jesus erscheinen. Wäre er in unserer Zeit erschienen, so hätte er nicht wirken können, wie er damals gewirkt hat, und nicht das große Vorbild hinstellen können wie damals. In unserer Zeit würde er auf Menschenorganisationen auftreffen, die viel tiefer hineingestiegen sind in die physische Materie. Er selber müßte heute in eine physische Organisation hineinsteigen, in der jene mächtige Wirkung vom Seelisch-Geistigen auf die physische Organisation nicht mehr möglich sein könnte wie damals.

[ 18 ] Das alles liegt hinter dem, was wir zusammenfassen in dem Begriffe der geisteswissenschaftlichen Bewegung. Langsam müssen sich die Menschen das wieder erobern, was sie verlieren mußten: die Herrschaft des Geistig-Seelischen über das Materielle. Langsam ist es verlorengegangen, von der Entwickelung der indischen Kultur an bis in die griechisch-lateinische Zeit hinein. Es waren in der griechisch-lateinischen Zeit immer noch Menschen da, die als Erbstück aus alten Zeiten jenes Herausgehobensein des Ätherleibes hatten, die in ihrer ganzen Organisation zugänglich waren für seelisch-geistige Wirkungen. Deshalb mußte in dieser Zeit gerade der Christus Jesus erscheinen. Wäre er in unserer Zeit erschienen, so hätte er nicht wirken können, wie er damals gewirkt hat, und nicht das große Vorbild hinstellen können wie damals. In unserer Zeit würde er auf Menschenorganisationen auftreffen, die viel tiefer hineingestiegen sind in die physische Materie. Er selber müßte heute in eine physische Organisation hineinsteigen, in der jene mächtige Wirkung vom Seelisch-Geistigen auf die physische Organisation nicht mehr möglich sein könnte wie damals.

[ 19 ] Das gilt aber nicht nur für den Christus Jesus, das gilt auch für alle ähnlichen Erscheinungen, und wir verstehen die Menschheitsevolution nur, wenn wir sie von diesem Gesichtspunkte aus durchleuchten. Das gilt zum Beispiel auch für den Buddha und sein Auftreten auf der Erde. Wir haben gesehen, was der Buddha für eine Mission hatte. Er hat zuerst hingestellt, was man nennen kann die große Lehre von der Liebe und dem Mitleid und allem, was damit zusammenhängt und was umschrieben ist in dem achtgliedrigen Pfad. Meinen Sie, wenn der Buddha heute erscheinen würde, er würde in derselben Weise das hinstellen können? Nein. Denn heute ist eine physische Organisation nicht möglich, die den Buddha jene Entwickelung durchmachen ließe, die er zu seiner Zeit durchgemacht hat. Die physischen Organisationen ändern sich fortwährend. Es mußte genau jener Zeitpunkt eingehalten werden, damit gerade eine solche Musterorganisation hingestellt werden konnte, damit der Buddha heruntersteigen und jene menschliche Organisation benutzen konnte, um einmal die gewaltige Tat des achtgliedrigen Pfades hinzustellen, die fortwirken soll, damit die Menschen sie geistig durchdringen. Heute ist die Menschheit darauf angewiesen, nach und nach diesen achtgliedrigen Pfad geistig-seelisch sich anzueignen. Es nimmt sich sonderbar aus, ist aber doch so: Alles, was hinterher die Menschheit in allen philosophischen und moralischen Lehren geleistet hat, das ist nur ein ganz schwacher Anfang, um das zu erreichen, was der Buddha einmal hingestellt hat. Mögen die Menschen noch so sehr alle möglichen Philosophien bewundern, mögen sie schwärmen von Kantianismus und sonstigen Dingen, alles das ist nur eine Kleinigkeit, ist nur ein Elementarstes gegen die umfassenden Grundsätze des achtgliedrigen Pfades. Und nur langsam kann die Menschheit wieder aufsteigen, um zu verstehen, was hinter den Worten des achtgliedrigen Pfades liegt. Zuerst wird so etwas im richtigen Zeitpunkte in einer umfassenden Tatsache hingestellt; dann geht von da aus die Entwickelung weiter. Es nimmt die Menschheit von da den Ausgangspunkt und erlangt erst nach langer Zeit das, was zuerst als eine gewaltige Tat vorbildlich hingestellt wurde. So stand der Buddha in seiner Zeit da und brachte der Welt die Lehre von der Liebe und dem Mitleid als ein Wahrzeichen für kommende Geschlechter, die sich nach und nach die Fähigkeit erobern sollen, aus sich heraus das zu erkennen, was in dem achtgliedrigen Pfade liegt. Und in dem sechsten Kulturzeitraume wird es schon eine gute Anzahl von Menschen geben, die dazu fähig sein werden. Oh, wir haben es noch ziemlich weit bis dahin, daß die Menschen sich sagen: Was der Buddha im fünften, sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung vorbildlich hingestellt hat, das können wir jetzt aus unserer eigenen Seele heraus gewinnen; wir sind jetzt in unserer eigenen Seele ähnlich geworden dem Buddha.

[ 19 ] Das gilt aber nicht nur für den Christus Jesus, das gilt auch für alle ähnlichen Erscheinungen, und wir verstehen die Menschheitsevolution nur, wenn wir sie von diesem Gesichtspunkte aus durchleuchten. Das gilt zum Beispiel auch für den Buddha und sein Auftreten auf der Erde. Wir haben gesehen, was der Buddha für eine Mission hatte. Er hat zuerst hingestellt, was man nennen kann die große Lehre von der Liebe und dem Mitleid und allem, was damit zusammenhängt und was umschrieben ist in dem achtgliedrigen Pfad. Meinen Sie, wenn der Buddha heute erscheinen würde, er würde in derselben Weise das hinstellen können? Nein. Denn heute ist eine physische Organisation nicht möglich, die den Buddha jene Entwickelung durchmachen ließe, die er zu seiner Zeit durchgemacht hat. Die physischen Organisationen ändern sich fortwährend. Es mußte genau jener Zeitpunkt eingehalten werden, damit gerade eine solche Musterorganisation hingestellt werden konnte, damit der Buddha heruntersteigen und jene menschliche Organisation benutzen konnte, um einmal die gewaltige Tat des achtgliedrigen Pfades hinzustellen, die fortwirken soll, damit die Menschen sie geistig durchdringen. Heute ist die Menschheit darauf angewiesen, nach und nach diesen achtgliedrigen Pfad geistig-seelisch sich anzueignen. Es nimmt sich sonderbar aus, ist aber doch so: Alles, was hinterher die Menschheit in allen philosophischen und moralischen Lehren geleistet hat, das ist nur ein ganz schwacher Anfang, um das zu erreichen, was der Buddha einmal hingestellt hat. Mögen die Menschen noch so sehr alle möglichen Philosophien bewundern, mögen sie schwärmen von Kantianismus und sonstigen Dingen, alles das ist nur eine Kleinigkeit, ist nur ein Elementarstes gegen die umfassenden Grundsätze des achtgliedrigen Pfades. Und nur langsam kann die Menschheit wieder aufsteigen, um zu verstehen, was hinter den Worten des achtgliedrigen Pfades liegt. Zuerst wird so etwas im richtigen Zeitpunkte in einer umfassenden Tatsache hingestellt; dann geht von da aus die Entwickelung weiter. Es nimmt die Menschheit von da den Ausgangspunkt und erlangt erst nach langer Zeit das, was zuerst als eine gewaltige Tat vorbildlich hingestellt wurde. So stand der Buddha in seiner Zeit da und brachte der Welt die Lehre von der Liebe und dem Mitleid als ein Wahrzeichen für kommende Geschlechter, die sich nach und nach die Fähigkeit erobern sollen, aus sich heraus das zu erkennen, was in dem achtgliedrigen Pfade liegt. Und in dem sechsten Kulturzeitraume wird es schon eine gute Anzahl von Menschen geben, die dazu fähig sein werden. Oh, wir haben es noch ziemlich weit bis dahin, daß die Menschen sich sagen: Was der Buddha im fünften, sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung vorbildlich hingestellt hat, das können wir jetzt aus unserer eigenen Seele heraus gewinnen; wir sind jetzt in unserer eigenen Seele ähnlich geworden dem Buddha.

[ 20 ] So muß die Menschheit nach und nach aufsteigen zum Gipfel. Die ersten Bekenner sind die, welche mit der betreffenden Individualität hineinragen in eine große Zeit und sich dann die Erbstücke mitbringen, um so etwas zu verstehen. Die übrige große Menschheit geht langsam hinauf und erlangt das erst viel später, was ihr als ein zu Erreichendes angegeben wird. Dann aber, wenn eine größere Anzahl von Menschen dahin gelangt sein wird, den achtgliedrigen Pfad aus ureigener Erkenntnis der Seele als ihr Eigenes zu haben - nicht als etwas, was sie aus dem Buddhismus haben, was ihnen darin vorerzählt wird -, dann werden diese selben Menschen auch schon in bezug auf etwas anderes sehr weit gekommen sein. Lesen Sie nach in der Zeitschrift «Lucifer-Gnosis» «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», wie die Entwickelung der sechzehnblättrigen Lotusblume mit dem achtgliedrigen Pfade zusammenhängt. Die Menschen werden dann dahin gelangt sein, gerade die sechzehnblättrige Lotusblume zu entwickeln durch den achtgliedrigen Pfad. Das hängt innig zusammen. Und für denjenigen, der in die Menschheitsentwickelung hineinschauen kann, gibt es ein Zeichen dafür, wie weit die Menschheit in der Entwickelung gediehen ist. Sie ist so weit gediehen, wie sie gediehen ist in der Entwickelung der sechzehnblättrigen Lotusblume, die eines der ersten Organe ist, deren sich die Menschen in der Zukunft bedienen werden. Wenn aber dieses Organ entwickelt sein wird, dann wird eine gewisse Herrschaft des Seelisch-Geistigen über das Physische eingetreten sein. Nur der, der sich heute darauf einläßt, eine geistige Entwickelung im esoterischen Sinne durchzumachen, kann davon sprechen, daß er auf dem Wege ist, sich richtig den achtgliedrigen Pfad einzuverleiben. Der andere «studiert» ihn. Das ist natürlich auch sehr nützlich; es wird eben eine Anregung sein.

[ 20 ] So muß die Menschheit nach und nach aufsteigen zum Gipfel. Die ersten Bekenner sind die, welche mit der betreffenden Individualität hineinragen in eine große Zeit und sich dann die Erbstücke mitbringen, um so etwas zu verstehen. Die übrige große Menschheit geht langsam hinauf und erlangt das erst viel später, was ihr als ein zu Erreichendes angegeben wird. Dann aber, wenn eine größere Anzahl von Menschen dahin gelangt sein wird, den achtgliedrigen Pfad aus ureigener Erkenntnis der Seele als ihr Eigenes zu haben - nicht als etwas, was sie aus dem Buddhismus haben, was ihnen darin vorerzählt wird -, dann werden diese selben Menschen auch schon in bezug auf etwas anderes sehr weit gekommen sein. Lesen Sie nach in der Zeitschrift «Lucifer-Gnosis» «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», wie die Entwickelung der sechzehnblättrigen Lotusblume mit dem achtgliedrigen Pfade zusammenhängt. Die Menschen werden dann dahin gelangt sein, gerade die sechzehnblättrige Lotusblume zu entwickeln durch den achtgliedrigen Pfad. Das hängt innig zusammen. Und für denjenigen, der in die Menschheitsentwickelung hineinschauen kann, gibt es ein Zeichen dafür, wie weit die Menschheit in der Entwickelung gediehen ist. Sie ist so weit gediehen, wie sie gediehen ist in der Entwickelung der sechzehnblättrigen Lotusblume, die eines der ersten Organe ist, deren sich die Menschen in der Zukunft bedienen werden. Wenn aber dieses Organ entwickelt sein wird, dann wird eine gewisse Herrschaft des Seelisch-Geistigen über das Physische eingetreten sein. Nur der, der sich heute darauf einläßt, eine geistige Entwickelung im esoterischen Sinne durchzumachen, kann davon sprechen, daß er auf dem Wege ist, sich richtig den achtgliedrigen Pfad einzuverleiben. Der andere «studiert» ihn. Das ist natürlich auch sehr nützlich; es wird eben eine Anregung sein.

[ 21 ] So sehen wir aber auch, daß im Grunde genommen das Geistig-Seelische nur bei denjenigen Menschen wirken kann, die bereits beginnen, mit ihrer eigenen Seele ganz organisch zu verbinden, was ihnen als spirituelle Weisheit gegeben wird. In demselben Maße, wie der achtgliedrige Pfad eigenes Erlebnis der Seele wird, wirkt er auch wieder auf das Physische zurück. Jetzt freilich können die ganz gescheiten Menschen der Gegenwart, die am Materialismus hängen, kommen und sagen: Da haben wir ganz besondere Erfahrungen gemacht; da hatten wir diesen oder jenen, der angefangen hat, eine spirituelle Entwickelung zu pflegen, das heißt, in deinem Sinne die spirituellen Weisheiten in sich lebendig zu machen, er ist aber mit fünfzig Jahren gestorben; also haben sie wenig zur Verlängerung seines Lebens beigetragen. — Das ist eine recht gescheite Wahrheit, man kann sie immer wieder erleben. Es ist nur schade, daß nicht die gegenteiligen Instanzen ins Feld geführt werden, nämlich wie lange der Betreffende gelebt haben würde, wenn er keine spirituelle Entwickelung durchgemacht hätte — ob er nicht dann vielleicht nur vierzig Jahre alt geworden wäre! Diese Frage müßte man ja erst entscheiden. Man konstatiert immer nur das, was da ist, und gibt nicht acht auf das, was nicht da ist. Das ist das Wesentliche, daß man die Dinge so ansieht.

[ 21 ] So sehen wir aber auch, daß im Grunde genommen das Geistig-Seelische nur bei denjenigen Menschen wirken kann, die bereits beginnen, mit ihrer eigenen Seele ganz organisch zu verbinden, was ihnen als spirituelle Weisheit gegeben wird. In demselben Maße, wie der achtgliedrige Pfad eigenes Erlebnis der Seele wird, wirkt er auch wieder auf das Physische zurück. Jetzt freilich können die ganz gescheiten Menschen der Gegenwart, die am Materialismus hängen, kommen und sagen: Da haben wir ganz besondere Erfahrungen gemacht; da hatten wir diesen oder jenen, der angefangen hat, eine spirituelle Entwickelung zu pflegen, das heißt, in deinem Sinne die spirituellen Weisheiten in sich lebendig zu machen, er ist aber mit fünfzig Jahren gestorben; also haben sie wenig zur Verlängerung seines Lebens beigetragen. — Das ist eine recht gescheite Wahrheit, man kann sie immer wieder erleben. Es ist nur schade, daß nicht die gegenteiligen Instanzen ins Feld geführt werden, nämlich wie lange der Betreffende gelebt haben würde, wenn er keine spirituelle Entwickelung durchgemacht hätte — ob er nicht dann vielleicht nur vierzig Jahre alt geworden wäre! Diese Frage müßte man ja erst entscheiden. Man konstatiert immer nur das, was da ist, und gibt nicht acht auf das, was nicht da ist. Das ist das Wesentliche, daß man die Dinge so ansieht.

[ 22 ] Nach und nach also ist der Menschheit die Herrschaft des GeistigSeelischen über das Physische hingeschwunden, bis in den vierten Kulturzeitraum hinein, in welchem der Christus erschien und in welchem noch genügend Menschen vorhanden waren, an denen man sehen konnte, wie das Geistige auf das Physische wirkt. Da mußte der Christus erscheinen. Wäre er später erschienen, so hätten alle die Dinge nicht gezeigt werden können, die damals gezeigt worden sind. Es mußte eine solche große Erscheinung in die Welt, aber gerade zur rechten Zeit, hineintreten.

[ 22 ] Nach und nach also ist der Menschheit die Herrschaft des GeistigSeelischen über das Physische hingeschwunden, bis in den vierten Kulturzeitraum hinein, in welchem der Christus erschien und in welchem noch genügend Menschen vorhanden waren, an denen man sehen konnte, wie das Geistige auf das Physische wirkt. Da mußte der Christus erscheinen. Wäre er später erschienen, so hätten alle die Dinge nicht gezeigt werden können, die damals gezeigt worden sind. Es mußte eine solche große Erscheinung in die Welt, aber gerade zur rechten Zeit, hineintreten.

[ 23 ] Was bedeutet denn das Hineintreten des Christus in die Welt? Daß der Mensch, indem er den Christus richtig versteht, sich nun voll seines Selbstbewußtseins bedienen lernt, daß er sein ganzes Ich-Bewußtsein damit durchdringen lernt, daß sein Ich ganz und gar Herrschaft gewinnt über alles, was in ihm ist, das bedeutet das Hineintreten des Christus in die Welt. Dieses Ich, dieses seiner selbst bewußte Ich wird es sein, das sich wieder alles zurückerobert, was der Menschheit verlorengegangen ist durch die Zeiträume hindurch. Aber genau ebenso, wie der achtgliedrige Pfad durch den Buddha zuerst hingestellt werden mußte, so mußte zuerst einmal vor Ablauf der alten Zeiten die Herrschaft dieses Ich-Prinzips über alles, was in der Welt an Vorgängen der äußeren Leiblichkeit vorhanden sein kann, sichtbarlich hingestellt werden. In unserer Zeit würde es nicht mehr möglich sein, daß, indem das Christus-Prinzip in die Welt hereinträte, auf die Umgebung jene gewaltigen Heilwirkungen ausgehen könnten, die in der damaligen Zeit ausgegangen sind. Dazu war jene Zeit notwendig, in der es noch Menschen gab, die so weit ihre Atherleiber herausragen hatten, daß sie durch das bloße Wort, durch die bloßen Berührungen so gewaltige Wirkungen empfangen konnten, von denen heute höchstens schwache Nachklänge vorhanden sein können. Und die Menschheit fing an, das Ich zu entwickeln, damit sie zuerst den Christus verstehen kann, um, davon ausgehend, wieder zurückzugewinnen, was sie einst verloren hat. An den letzten Exemplaren der Menschheit aus der Vorzeit mußte gezeigt werden, wie das Ich, das jetzt voll in einem Menschen vorhan. den war, in dem Christus Jesus, so, wie es am Ende der Erdenzeit einst in den übrigen Menschen sein wird, auf allen Gebieten mächtig auf die Menschen der damaligen Zeit wirkte. Das stellt der Schreiber des Lukas-Evangeliums dar, um uns zu zeigen: Jetzt trägt der Christus in die Welt hinein ein Ich, das den menschlichen physischen Leib, den Atherleib und Astralleib in der Art durchdringt, daß es Wirkungen ausüben kann, welche die ganze Organisation der Leiblichkeit beeinflussen können, sie auch gesundend beeinflussen können. Hingestellt mußte diese Tatsache werden, um zu zeigen: Wenn die Menschen alles, was als Kraft von dem Christus-Ich ausgehen kann, in der Zukunft, in Jahrhunderttausenden sich angeeignet haben werden, dann werden von den Menschen-Ichen Wirkungen ausgehen können, wie sie damals von dem Christus in die Menschheit hineingestrahlt sind. Das mußte gezeigt werden auf allen Gebieten; das konnte aber nur gezeigt werden für die damalige Menschheit.

[ 23 ] Was bedeutet denn das Hineintreten des Christus in die Welt? Daß der Mensch, indem er den Christus richtig versteht, sich nun voll seines Selbstbewußtseins bedienen lernt, daß er sein ganzes Ich-Bewußtsein damit durchdringen lernt, daß sein Ich ganz und gar Herrschaft gewinnt über alles, was in ihm ist, das bedeutet das Hineintreten des Christus in die Welt. Dieses Ich, dieses seiner selbst bewußte Ich wird es sein, das sich wieder alles zurückerobert, was der Menschheit verlorengegangen ist durch die Zeiträume hindurch. Aber genau ebenso, wie der achtgliedrige Pfad durch den Buddha zuerst hingestellt werden mußte, so mußte zuerst einmal vor Ablauf der alten Zeiten die Herrschaft dieses Ich-Prinzips über alles, was in der Welt an Vorgängen der äußeren Leiblichkeit vorhanden sein kann, sichtbarlich hingestellt werden. In unserer Zeit würde es nicht mehr möglich sein, daß, indem das Christus-Prinzip in die Welt hereinträte, auf die Umgebung jene gewaltigen Heilwirkungen ausgehen könnten, die in der damaligen Zeit ausgegangen sind. Dazu war jene Zeit notwendig, in der es noch Menschen gab, die so weit ihre Atherleiber herausragen hatten, daß sie durch das bloße Wort, durch die bloßen Berührungen so gewaltige Wirkungen empfangen konnten, von denen heute höchstens schwache Nachklänge vorhanden sein können. Und die Menschheit fing an, das Ich zu entwickeln, damit sie zuerst den Christus verstehen kann, um, davon ausgehend, wieder zurückzugewinnen, was sie einst verloren hat. An den letzten Exemplaren der Menschheit aus der Vorzeit mußte gezeigt werden, wie das Ich, das jetzt voll in einem Menschen vorhan. den war, in dem Christus Jesus, so, wie es am Ende der Erdenzeit einst in den übrigen Menschen sein wird, auf allen Gebieten mächtig auf die Menschen der damaligen Zeit wirkte. Das stellt der Schreiber des Lukas-Evangeliums dar, um uns zu zeigen: Jetzt trägt der Christus in die Welt hinein ein Ich, das den menschlichen physischen Leib, den Atherleib und Astralleib in der Art durchdringt, daß es Wirkungen ausüben kann, welche die ganze Organisation der Leiblichkeit beeinflussen können, sie auch gesundend beeinflussen können. Hingestellt mußte diese Tatsache werden, um zu zeigen: Wenn die Menschen alles, was als Kraft von dem Christus-Ich ausgehen kann, in der Zukunft, in Jahrhunderttausenden sich angeeignet haben werden, dann werden von den Menschen-Ichen Wirkungen ausgehen können, wie sie damals von dem Christus in die Menschheit hineingestrahlt sind. Das mußte gezeigt werden auf allen Gebieten; das konnte aber nur gezeigt werden für die damalige Menschheit.

[ 24 ] Es wurde gezeigt, daß es Krankheiten gibt, welche im astralischen Leibe des Menschen ihren Ursprung haben, Wie sie sich äußern, das hängt zusammen mit der Wesenheit des ganzen Menschen. Wenn heute der Mensch schlechte moralische Eigenschaften hat, so sind diese vielleicht nur darauf beschränkt, daß sie schlechte Eigenschaften seiner Seele sind. Weil die Seele heute nicht jene Herrschaft über den Leib hat, die sie zur Zeit des Christus Jesus hatte, so wird nicht leicht jede Sünde auch zu einer äußeren Krankheit. Nach und nach nähern wir uns schon jenem Zustande wieder, wo der Atherleib wieder herausrückt. Daher beginnt für die Menschheit eine Epoche, wo gar sehr darauf geachtet werden muß, daß die seelischen Untugenden in moralischer und intellektueller Beziehung sich nicht als Krankheiten physisch äußern. Diese Zeit fängt jetzt schon an. Und viele von jenen Krankheiten, die als halb seelische, halb körperliche Krankheiten — die nervösen Erkrankungen unserer Zeit — hingestellt werden, bezeichnen den Anfang dieser Epoche. Weil die heutigen Menschen das Unharmonische der Außenwelt in ihren Wahrnehmungen und in ihrem Denken in sich aufgenommen haben, können sich natürlich solche Dinge nur äußern in Erscheinungen wie Hysterie und ähnlichem. Das hängt aber zusammen mit der Eigenart der geistigen Entwickelung, der wir entgegengehen: dem Herauslösen des Atherleibes.

[ 24 ] Es wurde gezeigt, daß es Krankheiten gibt, welche im astralischen Leibe des Menschen ihren Ursprung haben, Wie sie sich äußern, das hängt zusammen mit der Wesenheit des ganzen Menschen. Wenn heute der Mensch schlechte moralische Eigenschaften hat, so sind diese vielleicht nur darauf beschränkt, daß sie schlechte Eigenschaften seiner Seele sind. Weil die Seele heute nicht jene Herrschaft über den Leib hat, die sie zur Zeit des Christus Jesus hatte, so wird nicht leicht jede Sünde auch zu einer äußeren Krankheit. Nach und nach nähern wir uns schon jenem Zustande wieder, wo der Atherleib wieder herausrückt. Daher beginnt für die Menschheit eine Epoche, wo gar sehr darauf geachtet werden muß, daß die seelischen Untugenden in moralischer und intellektueller Beziehung sich nicht als Krankheiten physisch äußern. Diese Zeit fängt jetzt schon an. Und viele von jenen Krankheiten, die als halb seelische, halb körperliche Krankheiten — die nervösen Erkrankungen unserer Zeit — hingestellt werden, bezeichnen den Anfang dieser Epoche. Weil die heutigen Menschen das Unharmonische der Außenwelt in ihren Wahrnehmungen und in ihrem Denken in sich aufgenommen haben, können sich natürlich solche Dinge nur äußern in Erscheinungen wie Hysterie und ähnlichem. Das hängt aber zusammen mit der Eigenart der geistigen Entwickelung, der wir entgegengehen: dem Herauslösen des Atherleibes.

[ 25 ] In der Zeit, als der Christus auf der Erde erschien, waren zahlreiche Menschen in seiner Umgebung, bei denen Sünde, namentlich aber Charakterversündigung von aus früherer Zeit herrührenden schlechten Eigenschaften sich in Krankheiten äußerten. Das, was im Grunde genommen im Astralleib als Versündigung liegt und als Krankheit erscheint, das wird im Lukas-Evangelium Besessenheit genannt, wo der Mensch fremde Geister in seinen Astralleib hereinzieht, wo er nicht durch seine besseren Qualitäten Herr ist über seine ganze Menschlichkeit. Bei jenen Menschen, die noch die alte Trennung des Ätherleibes vom physischen Leibe hatten, äußerte es sich in hervorragendem Maße in jenen Zeiten darin, daß schlechte Eigenschaften, schlechte Qualitäten so wirkten, wie sie uns der Schreiber des Lukas-Evangeliums als Krankheitsformen schildert, die sich als Besessenheit darstellen. - Nun zeigt uns das Lukas-Evangelium, wie solche Menschen durch die Nähe und den Zuspruch jener Individualität, die in dem Christus Jesus war, geheilt wurden, wie das, was als Böses wirkte, aus solchen Individualitäten herausgetrieben wurde. Das wird als ein Vorbild dafür hingestellt, wie die guten Eigenschaften am Ende der Erdenzeit auf alle Eigenschaften gesundend wirken werden.

[ 25 ] In der Zeit, als der Christus auf der Erde erschien, waren zahlreiche Menschen in seiner Umgebung, bei denen Sünde, namentlich aber Charakterversündigung von aus früherer Zeit herrührenden schlechten Eigenschaften sich in Krankheiten äußerten. Das, was im Grunde genommen im Astralleib als Versündigung liegt und als Krankheit erscheint, das wird im Lukas-Evangelium Besessenheit genannt, wo der Mensch fremde Geister in seinen Astralleib hereinzieht, wo er nicht durch seine besseren Qualitäten Herr ist über seine ganze Menschlichkeit. Bei jenen Menschen, die noch die alte Trennung des Ätherleibes vom physischen Leibe hatten, äußerte es sich in hervorragendem Maße in jenen Zeiten darin, daß schlechte Eigenschaften, schlechte Qualitäten so wirkten, wie sie uns der Schreiber des Lukas-Evangeliums als Krankheitsformen schildert, die sich als Besessenheit darstellen. - Nun zeigt uns das Lukas-Evangelium, wie solche Menschen durch die Nähe und den Zuspruch jener Individualität, die in dem Christus Jesus war, geheilt wurden, wie das, was als Böses wirkte, aus solchen Individualitäten herausgetrieben wurde. Das wird als ein Vorbild dafür hingestellt, wie die guten Eigenschaften am Ende der Erdenzeit auf alle Eigenschaften gesundend wirken werden.

[ 26 ] Man merkt das Feinere gewöhnlich nicht, was sich hinter manchem verbirgt, so daß auch da noch die Rede ist von ganz anderen Erkrankungen, wie sie uns in dem Kapitel geschildert werden, das gewöhnlich genannt wird die «Heilung des Gichtbrüchigen» (Lukas 5, 17-26). Eigentlich sollte es heißen die «Heilung eines Gelähmten», denn im griechischen Texte steht an dieser Stelle das Wort «paralelym&nos»; das bedeutet einen, der an seinen Gliedern gelähmt ist. Von diesen Krankheitsformen wußte man in jenen Zeiten noch, daß sie von den Eigenschaften des Ätherleibes herrühren. Und indem uns geschildert wird, daß der Christus Jesus auch solche heilt, die gelähmt sind, wird uns gesagt, daß durch die Kräfte seiner Individualität nicht nur Wirkungen bis in die Astralleiber hinein erzielt werden, sondern bis in die Atherleiber, so daß auch solche Menschen, die in ihrem Atherleibe schadhaft sind, heilende Wirkungen erleben können. Gerade wo der Christus von dem spricht, was als «tiefere Sünde» bis in den Atherleib hinein seinen Sitz hat, da gebraucht er einen besonderen Ausdruck. Das weist ersichtlich darauf hin, daß das krankmachende Geistige erst weggeschafft werden muß; denn er spricht nicht gleich zu dem Gelähmten: «Stehe auf und wandle», sondern er geht auf die Ursache, die als Krankheit bis in den Ätherleib hinein wirkt, und sagt: «Deine Sünden sind dir vergeben», das heißt: was sich als Sünde in den Atherleib hineingefressen hat, das muß erst fort. Auf diese feineren Unterscheidungen geht aber die gewöhnliche Bibelforschung nicht ein, sie sieht nicht, daß hier gezeigt ist, wie diese Individualität Einfluß hatte auf die Geheimnisse des Astralleibes und auch auf die des Atherleibes. Ja, sie hatte sogar auf die Geheimnisse des physischen Leibes Einfluß.

[ 26 ] Man merkt das Feinere gewöhnlich nicht, was sich hinter manchem verbirgt, so daß auch da noch die Rede ist von ganz anderen Erkrankungen, wie sie uns in dem Kapitel geschildert werden, das gewöhnlich genannt wird die «Heilung des Gichtbrüchigen» (Lukas 5, 17-26). Eigentlich sollte es heißen die «Heilung eines Gelähmten», denn im griechischen Texte steht an dieser Stelle das Wort «paralelym&nos»; das bedeutet einen, der an seinen Gliedern gelähmt ist. Von diesen Krankheitsformen wußte man in jenen Zeiten noch, daß sie von den Eigenschaften des Ätherleibes herrühren. Und indem uns geschildert wird, daß der Christus Jesus auch solche heilt, die gelähmt sind, wird uns gesagt, daß durch die Kräfte seiner Individualität nicht nur Wirkungen bis in die Astralleiber hinein erzielt werden, sondern bis in die Atherleiber, so daß auch solche Menschen, die in ihrem Atherleibe schadhaft sind, heilende Wirkungen erleben können. Gerade wo der Christus von dem spricht, was als «tiefere Sünde» bis in den Atherleib hinein seinen Sitz hat, da gebraucht er einen besonderen Ausdruck. Das weist ersichtlich darauf hin, daß das krankmachende Geistige erst weggeschafft werden muß; denn er spricht nicht gleich zu dem Gelähmten: «Stehe auf und wandle», sondern er geht auf die Ursache, die als Krankheit bis in den Ätherleib hinein wirkt, und sagt: «Deine Sünden sind dir vergeben», das heißt: was sich als Sünde in den Atherleib hineingefressen hat, das muß erst fort. Auf diese feineren Unterscheidungen geht aber die gewöhnliche Bibelforschung nicht ein, sie sieht nicht, daß hier gezeigt ist, wie diese Individualität Einfluß hatte auf die Geheimnisse des Astralleibes und auch auf die des Atherleibes. Ja, sie hatte sogar auf die Geheimnisse des physischen Leibes Einfluß.

[ 27 ] Warum wird in diesem Zusammenhange von den Geheimnissen des physischen Leibes als sozusagen von den obersten Geheimnissen gesprochen? Sogar für das äußere Leben ist zunächst die Einwirkung von Astralleib zu Astralleib die offenbarste. Sie können einen Menschen verletzen, wenn Sie zum Beispiel ein haßerfülltes Wort sagen. Das ist ein Vorgang in seinem astralischen Leibe. Er hört das verletzende Wort, er empfindet das als Leid in seinem astralischen Leibe. Da haben Sie den Austausch zwischen Astralleib und Astralleib. Viel verborgener ist schon das, was Austausch ist zwischen Ätherleib und ÄAtherleib; dazu gehören schon feinere Wirkungen von Mensch zu Mensch, die heute gar nicht mehr beachtet werden. Aber die verborgensten sind die Wirkungen, welche auf den physischen Leib gehen, weil der physische Leib am meisten durch die dichte Materialität die Wirkungen des Geistigen verhüllt. Nun aber soll uns auch gezeigt werden, daß der Christus Jesus Herrschaft hat über den physischen Leib. Wie wird das gezeigt? Da berühren wir ein Kapitel, das den heutigen materialistisch denkenden Menschen ganz unverständlich sein würde. — Es ist gut, daß nur vorbereitete Kenner der Geisteswissenschaft bei diesem Zyklus beisammen sind; denn wer nur von der Straße hereinkäme, der würde das, was heute gesprochen wird, für ganzen Wahnsinn halten, auch wenn er das andere nur für halben oder viertel Wahnsinn hielte.

[ 27 ] Warum wird in diesem Zusammenhange von den Geheimnissen des physischen Leibes als sozusagen von den obersten Geheimnissen gesprochen? Sogar für das äußere Leben ist zunächst die Einwirkung von Astralleib zu Astralleib die offenbarste. Sie können einen Menschen verletzen, wenn Sie zum Beispiel ein haßerfülltes Wort sagen. Das ist ein Vorgang in seinem astralischen Leibe. Er hört das verletzende Wort, er empfindet das als Leid in seinem astralischen Leibe. Da haben Sie den Austausch zwischen Astralleib und Astralleib. Viel verborgener ist schon das, was Austausch ist zwischen Ätherleib und ÄAtherleib; dazu gehören schon feinere Wirkungen von Mensch zu Mensch, die heute gar nicht mehr beachtet werden. Aber die verborgensten sind die Wirkungen, welche auf den physischen Leib gehen, weil der physische Leib am meisten durch die dichte Materialität die Wirkungen des Geistigen verhüllt. Nun aber soll uns auch gezeigt werden, daß der Christus Jesus Herrschaft hat über den physischen Leib. Wie wird das gezeigt? Da berühren wir ein Kapitel, das den heutigen materialistisch denkenden Menschen ganz unverständlich sein würde. — Es ist gut, daß nur vorbereitete Kenner der Geisteswissenschaft bei diesem Zyklus beisammen sind; denn wer nur von der Straße hereinkäme, der würde das, was heute gesprochen wird, für ganzen Wahnsinn halten, auch wenn er das andere nur für halben oder viertel Wahnsinn hielte.

[ 28 ] Der Christus Jesus zeigt, daß er durchschauen kann durch die physische Leiblichkeit und bis in dieselbe hineinwirken kann. Das wird dadurch gezeigt, daß er auch durch seine Kraft auf diejenigen Krankheiten heilend wirken kann, die im physischen Leibe wurzeln. Dazu muß man aber die geheimnisvollen Wirkungen kennen, die vom physischen Leibe des einen Menschen auf den physischen Leib des anderen Menschen hin wirken, wenn man im physischen Leibe die Krankheiten beheben will. Wenn man geistig wirken will, so kann man nicht den Menschen als ein in seiner Haut abgeschlossenes Wesen betrachten. Es ist hier schon oft gesagt worden, daß unser Finger gescheiter ist als wir. Unser Finger weiß, daß das Blut in ihm nur dadurch fließen kann, daß es in dem ganzen Leibe ordentlich fließt, und er weiß, daß er verdorren muß, wenn er von dem übrigen Organismus getrennt wird. So müßte der Mensch auch wissen, wenn er die Verhältnisse seines Leibes durchschauen würde, daß er seiner physischen Organisation nach zur ganzen Menschheit gehört, daß fortwährend Wirkungen von dem einen auf den anderen übergehen und daß man gar nicht seine physische Gesundheit als Einzelmensch abtrennen kann von der Gesundheit der ganzen Menschheit. In den gröberen Wirkungen werden das heute die Menschen auch zugeben, in bezug auf die feineren Wirkungen aber nicht, weil sie die Tatsachen nicht wissen können. Hier im Lukas-Evangelium wird aber auf die feineren Wirkungen hingedeutet. Lesen Sie im 8. Kapitel, wo es heißt:

[ 28 ] Der Christus Jesus zeigt, daß er durchschauen kann durch die physische Leiblichkeit und bis in dieselbe hineinwirken kann. Das wird dadurch gezeigt, daß er auch durch seine Kraft auf diejenigen Krankheiten heilend wirken kann, die im physischen Leibe wurzeln. Dazu muß man aber die geheimnisvollen Wirkungen kennen, die vom physischen Leibe des einen Menschen auf den physischen Leib des anderen Menschen hin wirken, wenn man im physischen Leibe die Krankheiten beheben will. Wenn man geistig wirken will, so kann man nicht den Menschen als ein in seiner Haut abgeschlossenes Wesen betrachten. Es ist hier schon oft gesagt worden, daß unser Finger gescheiter ist als wir. Unser Finger weiß, daß das Blut in ihm nur dadurch fließen kann, daß es in dem ganzen Leibe ordentlich fließt, und er weiß, daß er verdorren muß, wenn er von dem übrigen Organismus getrennt wird. So müßte der Mensch auch wissen, wenn er die Verhältnisse seines Leibes durchschauen würde, daß er seiner physischen Organisation nach zur ganzen Menschheit gehört, daß fortwährend Wirkungen von dem einen auf den anderen übergehen und daß man gar nicht seine physische Gesundheit als Einzelmensch abtrennen kann von der Gesundheit der ganzen Menschheit. In den gröberen Wirkungen werden das heute die Menschen auch zugeben, in bezug auf die feineren Wirkungen aber nicht, weil sie die Tatsachen nicht wissen können. Hier im Lukas-Evangelium wird aber auf die feineren Wirkungen hingedeutet. Lesen Sie im 8. Kapitel, wo es heißt:

«Als aber Jesus zurückkam, empfing ihn die Menge; denn alles wartete auf ihn.

Und siehe, es kam ein Mann mit Namen Jairus, der war Oberer der Synagoge, und er fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen;

denn er hatte eine einzige Tochter von ungefähr zwölf Jahren, die lag im Sterben. Als er aber hinging, drängte ihn die Menge.

Und eine Frau, die seit zwölf Jahren am Blutfluß litt und all ihr Vermögen an Ärzte gewendet hatte, und niemand vermochte sie zu heilen,

trat von hinten herzu und rührte die Quaste seines Kleides an,

und alsbald stand ihr Blutfluß stille» (Lukas 8, 40-44).

«Als aber Jesus zurückkam, empfing ihn die Menge; denn alles wartete auf ihn.

Und siehe, es kam ein Mann mit Namen Jairus, der war Oberer der Synagoge, und er fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen;

denn er hatte eine einzige Tochter von ungefähr zwölf Jahren, die lag im Sterben. Als er aber hinging, drängte ihn die Menge.

Und eine Frau, die seit zwölf Jahren am Blutfluß litt und all ihr Vermögen an Ärzte gewendet hatte, und niemand vermochte sie zu heilen,

trat von hinten herzu und rührte die Quaste seines Kleides an,

und alsbald stand ihr Blutfluß stille» (Lukas 8, 40-44).

[ 29 ] Also der Christus Jesus soll das zwölfjährige Töchterchen des Jairus heilen. Wie kann es nur geheilt werden, denn es ist nahe am Tode? Das kann man nur verstehen, wenn man weiß, wie seine physische Krankheit zusammenhängt mit einer anderen Erscheinung bei einem anderen Menschen, und daß es nicht geheilt werden kann, ohne daß man diese andere Erscheinung ins Auge faßt. Denn als das jetzt zwölfjährige Mädchen geboren wurde, da gab es eine gewisse Beziehung zu einer anderen Persönlichkeit, die tief im Karma begründet war. Deshalb wird uns jetzt erzählt, daß sich von hinten an den Christus Jesus heran ein Weib drängte, das seit zwölf Jahren an einer gewissen Krankheit litt, und den Saum seines Kleides berührte. Warum wird dieses Weib hier erwähnt? Weil sie in ihrem Karma verknüpft war mit diesem Kinde des Jairus. Dieses zwölfjährige Mädchen und die seit zwölf Jahren kranke Frau hängen zusammen, und nicht umsonst wird uns wie ein Zahlengeheimnis dies hingestellt. Da tritt diese Frau mit einer zwölf Jahre dauernden Krankheit an Jesus heran, und sie wird geheilt - und jetzt erst konnte er in das Haus des Jairus hineingehen, und nun konnte das zwölfjährige Mädchen geheilt werden, das schon für tot gehalten wurde.

[ 29 ] Also der Christus Jesus soll das zwölfjährige Töchterchen des Jairus heilen. Wie kann es nur geheilt werden, denn es ist nahe am Tode? Das kann man nur verstehen, wenn man weiß, wie seine physische Krankheit zusammenhängt mit einer anderen Erscheinung bei einem anderen Menschen, und daß es nicht geheilt werden kann, ohne daß man diese andere Erscheinung ins Auge faßt. Denn als das jetzt zwölfjährige Mädchen geboren wurde, da gab es eine gewisse Beziehung zu einer anderen Persönlichkeit, die tief im Karma begründet war. Deshalb wird uns jetzt erzählt, daß sich von hinten an den Christus Jesus heran ein Weib drängte, das seit zwölf Jahren an einer gewissen Krankheit litt, und den Saum seines Kleides berührte. Warum wird dieses Weib hier erwähnt? Weil sie in ihrem Karma verknüpft war mit diesem Kinde des Jairus. Dieses zwölfjährige Mädchen und die seit zwölf Jahren kranke Frau hängen zusammen, und nicht umsonst wird uns wie ein Zahlengeheimnis dies hingestellt. Da tritt diese Frau mit einer zwölf Jahre dauernden Krankheit an Jesus heran, und sie wird geheilt - und jetzt erst konnte er in das Haus des Jairus hineingehen, und nun konnte das zwölfjährige Mädchen geheilt werden, das schon für tot gehalten wurde.

[ 30 ] So tief muß man in die Dinge hineingehen, um das Karma, das von Mensch zu Mensch geht, zu erfassen. Dann kann man sehen, wie die dritte der Wirkungsweisen des Christus Jesus — die auf den ganzen menschlichen Organismus — gezeigt wird. Insbesondere mit Rücksicht darauf muß man die höhere Wirksamkeit des Christus betrachten, wie sie uns im Lukas-Evangelium gezeigt wird.

[ 30 ] So tief muß man in die Dinge hineingehen, um das Karma, das von Mensch zu Mensch geht, zu erfassen. Dann kann man sehen, wie die dritte der Wirkungsweisen des Christus Jesus — die auf den ganzen menschlichen Organismus — gezeigt wird. Insbesondere mit Rücksicht darauf muß man die höhere Wirksamkeit des Christus betrachten, wie sie uns im Lukas-Evangelium gezeigt wird.

[ 31 ] So werden wir in anschaulicher Weise darauf hingewiesen, wie auf alle übrigen Glieder des Menschen die Ich-Wesenheit des Christus wirkte. Das ist das, worauf es ankommt. Und der Schreiber des LukasEvangeliums, der insbesondere in diesen Partien auf die Darstellung der Heilwirkungen ausgeht, wollte zeigen, wie die Heilwirkungen des Ich uns darstellen die Entfaltung des Ich auf einem hohen Gipfel der Menschheitsentwickelung, und er zeigt, wie der Christus wirken mußte auf den astralischen Leib, auf den Atherleib und auf den physischen Leib der Menschen. Lukas hat gleichsam das große Ideal der Menschheitsentwickelung hingestellt: Sehet hin auf eure Zukunft; heute ist euer Ich, wie es sich herausentwickelt hat, noch schwach, es hat noch wenig Herrschaft. Aber es wird nach und nach Herr werden über den Astralleib, über den Atherleib und über den physischen Leib und wird dieselben umgestalten. Vor euch ist das große Ideal des Christus hingestellt, der der Menschheit zeigt, wie die Herrschaft des Ich über den Astralleib, Atherleib und physischen Leib sein kann.

[ 31 ] So werden wir in anschaulicher Weise darauf hingewiesen, wie auf alle übrigen Glieder des Menschen die Ich-Wesenheit des Christus wirkte. Das ist das, worauf es ankommt. Und der Schreiber des LukasEvangeliums, der insbesondere in diesen Partien auf die Darstellung der Heilwirkungen ausgeht, wollte zeigen, wie die Heilwirkungen des Ich uns darstellen die Entfaltung des Ich auf einem hohen Gipfel der Menschheitsentwickelung, und er zeigt, wie der Christus wirken mußte auf den astralischen Leib, auf den Atherleib und auf den physischen Leib der Menschen. Lukas hat gleichsam das große Ideal der Menschheitsentwickelung hingestellt: Sehet hin auf eure Zukunft; heute ist euer Ich, wie es sich herausentwickelt hat, noch schwach, es hat noch wenig Herrschaft. Aber es wird nach und nach Herr werden über den Astralleib, über den Atherleib und über den physischen Leib und wird dieselben umgestalten. Vor euch ist das große Ideal des Christus hingestellt, der der Menschheit zeigt, wie die Herrschaft des Ich über den Astralleib, Atherleib und physischen Leib sein kann.

[ 32 ] Das sind solche Wahrheiten, wie sie den Evangelien zugrunde liegen, und die nur diejenigen schreiben konnten, die sich nicht auf äußere Dokumente stützten, sondern auf das Zeugnis derjenigen, die «Selbstseher» und «Diener des Wortes» waren. Nach und nach wird sich die Menschheit erst eine Überzeugung von dem aneignen, was hinter den Evangelien liegt. Dann aber wird sie sich allmählich das, was den religiösen Urkunden zugrunde liegt, in solcher Intensität und Stärke zu eigen machen, daß es wirklich auf alle übrigen Glieder der menschlichen Organisation wirken kann.

[ 32 ] Das sind solche Wahrheiten, wie sie den Evangelien zugrunde liegen, und die nur diejenigen schreiben konnten, die sich nicht auf äußere Dokumente stützten, sondern auf das Zeugnis derjenigen, die «Selbstseher» und «Diener des Wortes» waren. Nach und nach wird sich die Menschheit erst eine Überzeugung von dem aneignen, was hinter den Evangelien liegt. Dann aber wird sie sich allmählich das, was den religiösen Urkunden zugrunde liegt, in solcher Intensität und Stärke zu eigen machen, daß es wirklich auf alle übrigen Glieder der menschlichen Organisation wirken kann.