The Deeper Mysteries of Human Development
in the Light of the Gospels
GA 117
11 October 1909, Berlin
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Die Tieferen Geheimnisse des Menschheitswerdens, 3rd ed.
1. Buddha und die zwei Jesusknaben
1. Buddha und die zwei Jesusknaben
[ 1 ] Im letzten Basler Kursus war es zum ersten Male möglich, über ein Thema zu sprechen, das bis dahin innerhalb der Deutschen Sektion noch nicht berührt worden ist. Über das Christus-Ereignis selber ist freilich schon öfters gesprochen worden, besonders in Anknüpfung an das Johannes-Evangelium. Durch Anknüpfung an das LukasEvangelium, wie das in Basel geschehen ist, war es möglich, besonders auch das zu berühren, was die Vorgeschichte des Christus genannt werden kann. Dabei hat man es mit sehr komplizierten Verhältnissen zu tun. In den Leib des Jesus von Nazareth zog bekanntlich ein hohes Sonnenwesen ein und lebte drei Jahre lang darin, von der Jordantaufe bis zum Mysterium von Golgatha. Über dieses hohe ChristusWesen ist schon öfters geredet worden. Aber über das, was als die Persönlichkeit des Jesus von Nazareth vor unserer Seele lebt und jene Wesenheit aufgenommen hat, kann nur in Anknüpfung an ein Evangelium, welches die Geschichte des Jesus von seiner Kindheit an umfaßt, Genaueres gesagt werden. Die Entwickelung des Jesus von seiner Geburt bis zur Jordantaufe bildete das Hauptthema der Basler Vorträge. Schon in dieser Vorgeschichte haben wir sehr komplizierte Verhältnisse vor uns. Das Größte, muß man stets bedenken, ist eben nicht leicht zu fassen und so einfach darzustellen. Das Weltgebäude ist mit ein paar wenigen Strichen nicht zu zeichnen oder mit ein paar bequemen Begriffen zu begreifen.
[ 1 ] Im letzten Basler Kursus war es zum ersten Male möglich, über ein Thema zu sprechen, das bis dahin innerhalb der Deutschen Sektion noch nicht berührt worden ist. Über das Christus-Ereignis selber ist freilich schon öfters gesprochen worden, besonders in Anknüpfung an das Johannes-Evangelium. Durch Anknüpfung an das LukasEvangelium, wie das in Basel geschehen ist, war es möglich, besonders auch das zu berühren, was die Vorgeschichte des Christus genannt werden kann. Dabei hat man es mit sehr komplizierten Verhältnissen zu tun. In den Leib des Jesus von Nazareth zog bekanntlich ein hohes Sonnenwesen ein und lebte drei Jahre lang darin, von der Jordantaufe bis zum Mysterium von Golgatha. Über dieses hohe ChristusWesen ist schon öfters geredet worden. Aber über das, was als die Persönlichkeit des Jesus von Nazareth vor unserer Seele lebt und jene Wesenheit aufgenommen hat, kann nur in Anknüpfung an ein Evangelium, welches die Geschichte des Jesus von seiner Kindheit an umfaßt, Genaueres gesagt werden. Die Entwickelung des Jesus von seiner Geburt bis zur Jordantaufe bildete das Hauptthema der Basler Vorträge. Schon in dieser Vorgeschichte haben wir sehr komplizierte Verhältnisse vor uns. Das Größte, muß man stets bedenken, ist eben nicht leicht zu fassen und so einfach darzustellen. Das Weltgebäude ist mit ein paar wenigen Strichen nicht zu zeichnen oder mit ein paar bequemen Begriffen zu begreifen.
[ 2 ] Jene Persönlichkeit, die in dem dreißigsten Jahre die ChristusWesenheit in sich aufnahm, ist in sehr komplizierter Weise zusammengesetzt. Nur aus der Akasha-Chronik heraus sind die richtigen Anhaltspunkte zu gewinnen, warum in den verschiedenen Evangelien die Vorgeschichte Jesu verschieden dargestellt ist.
[ 2 ] Jene Persönlichkeit, die in dem dreißigsten Jahre die ChristusWesenheit in sich aufnahm, ist in sehr komplizierter Weise zusammengesetzt. Nur aus der Akasha-Chronik heraus sind die richtigen Anhaltspunkte zu gewinnen, warum in den verschiedenen Evangelien die Vorgeschichte Jesu verschieden dargestellt ist.
[ 3 ] Heute soll in kurzen Umrissen einiges über den Jesus von Nazareth erzählt werden, um doch eine Übersicht über das in den Basler Vorträgen näher Ausgeführte zu haben. Es wird auch beabsichtigt, in den Mitgliedervorträgen diesen Winter zu sprechen über das Matthäusoder eventuell über das Markus-Evangelium. Das Christus-Ereignis tritt dann in einer solchen neuen Darstellung wieder in ganz anderem Lichte an uns heran. Man kennt dieses Ereignis in der bloßen Anknüpfung an das Johannes-Evangelium durchaus noch nicht genügend. Doch kann zunächst nur skizzenhaft über diese Dinge gesprochen werden.
[ 3 ] Heute soll in kurzen Umrissen einiges über den Jesus von Nazareth erzählt werden, um doch eine Übersicht über das in den Basler Vorträgen näher Ausgeführte zu haben. Es wird auch beabsichtigt, in den Mitgliedervorträgen diesen Winter zu sprechen über das Matthäusoder eventuell über das Markus-Evangelium. Das Christus-Ereignis tritt dann in einer solchen neuen Darstellung wieder in ganz anderem Lichte an uns heran. Man kennt dieses Ereignis in der bloßen Anknüpfung an das Johannes-Evangelium durchaus noch nicht genügend. Doch kann zunächst nur skizzenhaft über diese Dinge gesprochen werden.
[ 4 ] Die Chronik des Hellsehers, die Akasha-Chronik, enthüllt uns in lebendigen Schriftzeichen das, was im Laufe der Zeit geschehen ist. Der Gang der spirituellen Mitteilungen ist in der Regel so, daß zunächst Tatsachen der Akasha-Chronik bekanntgegeben werden, ohne Anknüpfung an eine bestimmte Urkunde. Erst nachher wird dann gezeigt, daß sich alle diese Dinge in gewissen Urkunden wiederfinden lassen, besonders in den Evangelien, die nur mit Zuhilfenahme der Tatsachen der Akasha-Chronik richtig zu verstehen sind.
[ 4 ] Die Chronik des Hellsehers, die Akasha-Chronik, enthüllt uns in lebendigen Schriftzeichen das, was im Laufe der Zeit geschehen ist. Der Gang der spirituellen Mitteilungen ist in der Regel so, daß zunächst Tatsachen der Akasha-Chronik bekanntgegeben werden, ohne Anknüpfung an eine bestimmte Urkunde. Erst nachher wird dann gezeigt, daß sich alle diese Dinge in gewissen Urkunden wiederfinden lassen, besonders in den Evangelien, die nur mit Zuhilfenahme der Tatsachen der Akasha-Chronik richtig zu verstehen sind.
[ 5 ] In Palästina sind seinerzeit die geistigen Strömungen zusammengeflossen, die vorher in der Welt getrennt gegangen waren. Anknüpfend an das Lukas-Evangelium könnte man von drei geistigen Strömungen reden, die sich im Christus-Ereignis getroffen haben. Die eine ist an Buddha geknüpft, die andere an Zarathustra, und die dritte war verkörpert in der althebräischen Kultur. Diese drei Strömungen flossen in einem konkreten Ereignis zusammen, eben in jenem Christus-Ereignis. Man redet von solchen geistigen Strömungen meistens viel zu abstrakt. Tatsächlich aber verwirklichen sie sich in speziellen Wesen, die so gestaltet sein müssen, daß in ihnen die Strömungen zusammenfließen konnten. Es ist also nötig, solche Wesenheiten in ihrer inneren Zusammensetzung genau zu erforschen.
[ 5 ] In Palästina sind seinerzeit die geistigen Strömungen zusammengeflossen, die vorher in der Welt getrennt gegangen waren. Anknüpfend an das Lukas-Evangelium könnte man von drei geistigen Strömungen reden, die sich im Christus-Ereignis getroffen haben. Die eine ist an Buddha geknüpft, die andere an Zarathustra, und die dritte war verkörpert in der althebräischen Kultur. Diese drei Strömungen flossen in einem konkreten Ereignis zusammen, eben in jenem Christus-Ereignis. Man redet von solchen geistigen Strömungen meistens viel zu abstrakt. Tatsächlich aber verwirklichen sie sich in speziellen Wesen, die so gestaltet sein müssen, daß in ihnen die Strömungen zusammenfließen konnten. Es ist also nötig, solche Wesenheiten in ihrer inneren Zusammensetzung genau zu erforschen.
[ 6 ] Die buddhistische Strömung erreichte ihren Höhepunkt im Gautama Buddha. Er hatte vorher Verkörperungen durchgemacht. Jene Verkörperung im 6. Jahrhundert vor Christus war jedoch in seinem Dasein ein bedeutungsvoller Höhepunkt. Da wurde Gautama erst das, was man einen Buddha nennt. Vorher war er bloß Bodhisattva, das heißt, ein großer Lehrer der Menschheit. Diese letztere nimmt im Laufe der Zeit allmählich andere Fähigkeiten an. Wir selber lebten wohl einst im alten Ägypten, aber mit ganz andern Fähigkeiten ausgestattet, als wir sie heute haben; alte Fähigkeiten sind zum Teil zurückgegangen, neue hinzugetreten.
[ 6 ] Die buddhistische Strömung erreichte ihren Höhepunkt im Gautama Buddha. Er hatte vorher Verkörperungen durchgemacht. Jene Verkörperung im 6. Jahrhundert vor Christus war jedoch in seinem Dasein ein bedeutungsvoller Höhepunkt. Da wurde Gautama erst das, was man einen Buddha nennt. Vorher war er bloß Bodhisattva, das heißt, ein großer Lehrer der Menschheit. Diese letztere nimmt im Laufe der Zeit allmählich andere Fähigkeiten an. Wir selber lebten wohl einst im alten Ägypten, aber mit ganz andern Fähigkeiten ausgestattet, als wir sie heute haben; alte Fähigkeiten sind zum Teil zurückgegangen, neue hinzugetreten.
[ 7 ] Wer eine solche Entwickelung nicht berücksichtigt, tut eben keinen unbefangenen Blick hinaus in die Welt. Heute zum Beispiel kann der Mensch aus sich heraus gewisse logische und Sittengesetze erkennen, kann seine Urteilskraft anwenden, aus sich heraus dies oder jenes erkennen. So war es aber in den Urzeiten nicht. Damals hätte zum Beispiel der Mensch nichts über das Sittliche in sich gefunden. Er würde solche Gesetze, wenn sie ihm in den heutigen Worten beigebracht worden wären, auch gar nicht verstanden haben. Es mußte an eine ganz andere Fähigkeit appelliert werden. So gibt es heute gewisse Wahrheitsbestände für den Menschen, die noch vor dreitausend Jahren nicht auffindbar gewesen wären, so zum Beispiel die Lehre vom Mitleid und von der Liebe. Heute belehrt uns eine innere Stimme über die Gesetze von Mitleid und Liebe. Damals hätte der Mensch vergeblich nach einer solchen Stimme gesucht. Da mußte, um ein häßliches Wort zu gebrauchen, dem Menschen Mitleid und Liebe einsuggeriert werden.
[ 7 ] Wer eine solche Entwickelung nicht berücksichtigt, tut eben keinen unbefangenen Blick hinaus in die Welt. Heute zum Beispiel kann der Mensch aus sich heraus gewisse logische und Sittengesetze erkennen, kann seine Urteilskraft anwenden, aus sich heraus dies oder jenes erkennen. So war es aber in den Urzeiten nicht. Damals hätte zum Beispiel der Mensch nichts über das Sittliche in sich gefunden. Er würde solche Gesetze, wenn sie ihm in den heutigen Worten beigebracht worden wären, auch gar nicht verstanden haben. Es mußte an eine ganz andere Fähigkeit appelliert werden. So gibt es heute gewisse Wahrheitsbestände für den Menschen, die noch vor dreitausend Jahren nicht auffindbar gewesen wären, so zum Beispiel die Lehre vom Mitleid und von der Liebe. Heute belehrt uns eine innere Stimme über die Gesetze von Mitleid und Liebe. Damals hätte der Mensch vergeblich nach einer solchen Stimme gesucht. Da mußte, um ein häßliches Wort zu gebrauchen, dem Menschen Mitleid und Liebe einsuggeriert werden.
[ 8 ] Die Wesenheit, deren Aufgabe es während Jahrtausenden war, Mitleid und Liebe in die Menschen aus höheren, geistigen Regionen einfließen zu lassen, war jener Bodhisattva, der sich dann in Indien als Buddha inkarnierte. Als ein Mensch in der physischen Welt hätte er von Mitleid und Liebe nichts in sich gefunden. Durch ihre Einweihung ragten aber die Bodhisattvas in die geistigen Regionen empor, wo sie derartige Lehren wie diejenige von Mitleid und Liebe herunterholen konnten. Es kommt aber einmal der Moment, da die Menschheit reif geworden ist, das nunmehr selber zu finden, was ihr vorher eingeflößt worden war. So war es auch für Mitleid und Liebe.
[ 8 ] Die Wesenheit, deren Aufgabe es während Jahrtausenden war, Mitleid und Liebe in die Menschen aus höheren, geistigen Regionen einfließen zu lassen, war jener Bodhisattva, der sich dann in Indien als Buddha inkarnierte. Als ein Mensch in der physischen Welt hätte er von Mitleid und Liebe nichts in sich gefunden. Durch ihre Einweihung ragten aber die Bodhisattvas in die geistigen Regionen empor, wo sie derartige Lehren wie diejenige von Mitleid und Liebe herunterholen konnten. Es kommt aber einmal der Moment, da die Menschheit reif geworden ist, das nunmehr selber zu finden, was ihr vorher eingeflößt worden war. So war es auch für Mitleid und Liebe.
[ 9 ] Als jener Bodhisattva zum Buddha aufstieg, also in der betreffenden Inkarnation im 6. Jahrhundert vor Christus - Sitzen des Bodhisattva unter dem Bodhibaum -, ging in seinem eigenen Wesen nicht nur Wichtiges vor, sondern auf der ganzen Erde überhaupt. Damals ging in dem Mensch gewordenen Buddha jene Lehre von Mitleid und Liebe auf, beziehungsweise eine Umschreibung derselben, nämlich die vom achtteiligen Pfad, der genaueren Ausführung jener Lehre von Mitleid und Liebe. Dadurch, daß der Buddha diese Lehre lebendig in sich erkennen konnte, ward der Menschheit die Möglichkeit geschaffen, künftig dasselbe zu erleben. Seit damals können nun gewisse Menschen solches erkennen und nach dem Vorbild des großen Buddha ein entsprechendes Leben führen, das gleichsam die Lehre vom achtgliedrigen Pfad lebendig aus sich herauskristallisiert.
[ 9 ] Als jener Bodhisattva zum Buddha aufstieg, also in der betreffenden Inkarnation im 6. Jahrhundert vor Christus - Sitzen des Bodhisattva unter dem Bodhibaum -, ging in seinem eigenen Wesen nicht nur Wichtiges vor, sondern auf der ganzen Erde überhaupt. Damals ging in dem Mensch gewordenen Buddha jene Lehre von Mitleid und Liebe auf, beziehungsweise eine Umschreibung derselben, nämlich die vom achtteiligen Pfad, der genaueren Ausführung jener Lehre von Mitleid und Liebe. Dadurch, daß der Buddha diese Lehre lebendig in sich erkennen konnte, ward der Menschheit die Möglichkeit geschaffen, künftig dasselbe zu erleben. Seit damals können nun gewisse Menschen solches erkennen und nach dem Vorbild des großen Buddha ein entsprechendes Leben führen, das gleichsam die Lehre vom achtgliedrigen Pfad lebendig aus sich herauskristallisiert.
[ 10 ] Erst dann aber, wenn eine größere Anzahl von Menschen so weit herangereift ist, das zu erfahren, was Buddha damals erfuhr, ist diese Sache zur eigenen und eigentlichen Angelegenheit der Menschheit geworden. So wird aus höheren Sphären herab unserer Welt Mission nach Mission übertragen. Bis nach etwa dreitausend Jahren, von jetzt ab gerechnet, sind genug Menschen reif geworden, den achtgliedrigen Pfad zu wandeln, und dann wird Mitleid und Liebe der Menschheit zu eigen geworden sein. Dann wird ein neues Ereignis kommen und eine neue Mission heranbringen, aus der geistigen in die physische Welt herunter.
[ 10 ] Erst dann aber, wenn eine größere Anzahl von Menschen so weit herangereift ist, das zu erfahren, was Buddha damals erfuhr, ist diese Sache zur eigenen und eigentlichen Angelegenheit der Menschheit geworden. So wird aus höheren Sphären herab unserer Welt Mission nach Mission übertragen. Bis nach etwa dreitausend Jahren, von jetzt ab gerechnet, sind genug Menschen reif geworden, den achtgliedrigen Pfad zu wandeln, und dann wird Mitleid und Liebe der Menschheit zu eigen geworden sein. Dann wird ein neues Ereignis kommen und eine neue Mission heranbringen, aus der geistigen in die physische Welt herunter.
[ 11 ] Einst ließ also der Buddha jene Lehre von Mitleid und Liebe in die Menschheit einströmen. Nun aber wirkt sie lebendig in ihr weiter, seitdem Buddha den Anstoß dazu gegeben. Wenn ein Bodhisattva nach etwa dreitausendjähriger Tätigkeit sein Amt verwaltet hat, wird er ein Buddha, der dann eben eine gewisse Mission an der Menschheit erfüllt.
[ 11 ] Einst ließ also der Buddha jene Lehre von Mitleid und Liebe in die Menschheit einströmen. Nun aber wirkt sie lebendig in ihr weiter, seitdem Buddha den Anstoß dazu gegeben. Wenn ein Bodhisattva nach etwa dreitausendjähriger Tätigkeit sein Amt verwaltet hat, wird er ein Buddha, der dann eben eine gewisse Mission an der Menschheit erfüllt.
[ 12 ] Was ist nun aus jenem Buddha, dessen Mission gewesen ist, Mitleid und Liebe an die Menschheit zu bringen, geworden, nachdem er den physischen Körper verlassen hatte? Buddha bedeutet immer eine letzte Inkarnation. Er bedurfte nur noch der Gautama-Inkarnation, um eine Mission zu erfüllen. Seit jener Zeit ist es nun jener Bodhisattva-Individualität, weil sie Buddha geworden, nicht mehr möglich, in einen physischen Leib herabzusteigen. Sie kann sich bloß noch bis herab zum Ätherleib inkarnieren. Jener Buddha kann also heute nur noch vom Hellseher geschaut werden. Eine solche Form, die eine Individualität annimmt, ohne den physischen Leib mitzuenthalten, nennt man Nirmanakaya. Darin leitet die Wesenheit die Mission weiter, die ihr als Bodhisattva übertragen worden war. So wurde auch das große Christus-Ereignis durch jenen im Nirmanakaya waltenden Buddha vorbereitet.
[ 12 ] Was ist nun aus jenem Buddha, dessen Mission gewesen ist, Mitleid und Liebe an die Menschheit zu bringen, geworden, nachdem er den physischen Körper verlassen hatte? Buddha bedeutet immer eine letzte Inkarnation. Er bedurfte nur noch der Gautama-Inkarnation, um eine Mission zu erfüllen. Seit jener Zeit ist es nun jener Bodhisattva-Individualität, weil sie Buddha geworden, nicht mehr möglich, in einen physischen Leib herabzusteigen. Sie kann sich bloß noch bis herab zum Ätherleib inkarnieren. Jener Buddha kann also heute nur noch vom Hellseher geschaut werden. Eine solche Form, die eine Individualität annimmt, ohne den physischen Leib mitzuenthalten, nennt man Nirmanakaya. Darin leitet die Wesenheit die Mission weiter, die ihr als Bodhisattva übertragen worden war. So wurde auch das große Christus-Ereignis durch jenen im Nirmanakaya waltenden Buddha vorbereitet.
[ 13 ] Ein Elternpaar, nämlich Joseph und Maria von Nazareth, erhielt ein Kind, Jesus mit Namen. Dieses war eigentümlicherweise so veranlagt, daß der Nirmanakaya-Buddha sich sagen konnte, dieses Kind hätte in seiner physischen Leiblichkeit die Möglichkeit, die Menschheit mittels derselben einen großen Schritt vorwärtszubringen, wenn er als Buddha seinen Beitrag liefern würde. Er senkte sich daher in seinem Nirmanakaya in jenes Kind herab. Unter dem Nirmanakaya hat man sich nicht einen geschlossenen Leib vorzustellen, wie wir ihn haben, sondern das, was sonst bloße Kräfte waren, sind hier besondere Wesenheiten geworden. Dieses System von Wesenheiten wird in den höheren Welten durch das Ich der betreffenden zugrundeliegenden Individualität zusammengehalten, ähnlich wie in uns die Fähigkeiten des Denkens, Fühlens und Wollens. Der Hellseher nimmt diese Schar zusammengehöriger Wesenheiten des Nirmanakaya-Buddha wahr.
[ 13 ] Ein Elternpaar, nämlich Joseph und Maria von Nazareth, erhielt ein Kind, Jesus mit Namen. Dieses war eigentümlicherweise so veranlagt, daß der Nirmanakaya-Buddha sich sagen konnte, dieses Kind hätte in seiner physischen Leiblichkeit die Möglichkeit, die Menschheit mittels derselben einen großen Schritt vorwärtszubringen, wenn er als Buddha seinen Beitrag liefern würde. Er senkte sich daher in seinem Nirmanakaya in jenes Kind herab. Unter dem Nirmanakaya hat man sich nicht einen geschlossenen Leib vorzustellen, wie wir ihn haben, sondern das, was sonst bloße Kräfte waren, sind hier besondere Wesenheiten geworden. Dieses System von Wesenheiten wird in den höheren Welten durch das Ich der betreffenden zugrundeliegenden Individualität zusammengehalten, ähnlich wie in uns die Fähigkeiten des Denkens, Fühlens und Wollens. Der Hellseher nimmt diese Schar zusammengehöriger Wesenheiten des Nirmanakaya-Buddha wahr.
[ 14 ] Analogien hierzu gibt es auch im Naturleben: zum Beispiel ist bei der Gallwespe der Vorderkörper mit dem Hinterkörper nur durch einen dünnen Stiel verbunden. Denkt man sich diesen unsichtbar, so hat man zwei unverbundene, aber doch zusammengehörige Teile. Ähnliche Zusammengehörigkeitsverhältnisse walten im Bienenstock und Ameisenhaufen.
[ 14 ] Analogien hierzu gibt es auch im Naturleben: zum Beispiel ist bei der Gallwespe der Vorderkörper mit dem Hinterkörper nur durch einen dünnen Stiel verbunden. Denkt man sich diesen unsichtbar, so hat man zwei unverbundene, aber doch zusammengehörige Teile. Ähnliche Zusammengehörigkeitsverhältnisse walten im Bienenstock und Ameisenhaufen.
[ 15 ] Derartige Verhältnisse waren dem Schreiber des Lukas-Evangeliums durchaus bekannt. Er wußte auch, daß der NirmanakayaBuddha sich in das Jesuskind herabsenkte. Er drückt es so aus, daß er sagt: Als das Kind zu Bethlehem geboren wurde, stieg aus den geistigen Welten eine Engelschar herab und verkündigte den Hirten, was geschehen sei. Dieselben sind aus gewissen Gründen hellsichtig geworden in jenem Augenblicke.
[ 15 ] Derartige Verhältnisse waren dem Schreiber des Lukas-Evangeliums durchaus bekannt. Er wußte auch, daß der NirmanakayaBuddha sich in das Jesuskind herabsenkte. Er drückt es so aus, daß er sagt: Als das Kind zu Bethlehem geboren wurde, stieg aus den geistigen Welten eine Engelschar herab und verkündigte den Hirten, was geschehen sei. Dieselben sind aus gewissen Gründen hellsichtig geworden in jenem Augenblicke.
[ 16 ] Jenes Jesuskind entwickelte sich zunächst nur langsam heran. Es zeigte äußerlich keine besonders hervorragenden Eigenschaften, die auf einen Riesengeist gedeutet hätten. Aber dafür machte sich bald eine tiefe Innerlichkeit und Seelenhaftigkeit bemerkbar, ein reges Gemütsleben. Der Hellseher hätte den Nirmanakaya-Buddha über diesem Kinde schweben sehen. In der indischen Legende wird uns erzählt, daß ein alter Weiser zum Buddhakind gekommen sei und an ihm erkannt hätte, daß hier ein Bodhisattva zum Buddha heranreife. Der Alte brach darob in Tränen aus, weil er nämlich den großen Buddha selber nicht mehr erleben durfte. Asita, so hieß der Weise, wurde wiedergeboren und war wieder ein alter Mann, als Jesus jung war, nämlich der Simeon des Lukas-Evangeliums. Er sah bei der Darstellung des Jesus im Tempel nun den Bodhisattva als wirklichen Buddha vor sich und konnte daher sagen: Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen. — So sah der Weise nach fünfhundert Jahren, was er vorher nicht hatte sehen können.
[ 16 ] Jenes Jesuskind entwickelte sich zunächst nur langsam heran. Es zeigte äußerlich keine besonders hervorragenden Eigenschaften, die auf einen Riesengeist gedeutet hätten. Aber dafür machte sich bald eine tiefe Innerlichkeit und Seelenhaftigkeit bemerkbar, ein reges Gemütsleben. Der Hellseher hätte den Nirmanakaya-Buddha über diesem Kinde schweben sehen. In der indischen Legende wird uns erzählt, daß ein alter Weiser zum Buddhakind gekommen sei und an ihm erkannt hätte, daß hier ein Bodhisattva zum Buddha heranreife. Der Alte brach darob in Tränen aus, weil er nämlich den großen Buddha selber nicht mehr erleben durfte. Asita, so hieß der Weise, wurde wiedergeboren und war wieder ein alter Mann, als Jesus jung war, nämlich der Simeon des Lukas-Evangeliums. Er sah bei der Darstellung des Jesus im Tempel nun den Bodhisattva als wirklichen Buddha vor sich und konnte daher sagen: Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen. — So sah der Weise nach fünfhundert Jahren, was er vorher nicht hatte sehen können.
[ 17 ] Wenn man die Herkunft des Jesus im Lukas-Evangelium studiert und sie vergleicht mit der im Matthäus-Evangelium dargestellten, so zeigt sich eine gewisse Verschiedenheit, die man in der Wissenschaft durchaus nicht beachtet hat. Aus der Akasha-Chronik heraus freilich kann man den richtigen Aufschluß erhalten, warum die beiden Stammbäume verschieden sind und sein müssen.
[ 17 ] Wenn man die Herkunft des Jesus im Lukas-Evangelium studiert und sie vergleicht mit der im Matthäus-Evangelium dargestellten, so zeigt sich eine gewisse Verschiedenheit, die man in der Wissenschaft durchaus nicht beachtet hat. Aus der Akasha-Chronik heraus freilich kann man den richtigen Aufschluß erhalten, warum die beiden Stammbäume verschieden sind und sein müssen.
[ 18 ] Ungefähr in derselben Zeit, als Jesus geboren wurde, ward in Palästina einem andern Elternpaar, das auch Joseph und Maria hieß, auch ein Kind geschenkt, mit demselben Namen Jesus. Es gab also damals zwei Jesuskinder von zwei Elternpaaren desselben Namens. Der eine Jesus ist der bethlehemitische. Er lebte mit seinen Eltern zu Bethlehem; der andere hatte seine Eltern wohnhaft in Nazareth. Der erstere Jesus stammt aus der Linie des davidischen Hauses, welche durch Salomo durchging. Der nazarenische Jesus hingegen stammt aus der nathanischen Linie des davidischen Hauses. Lukas erzählt mehr von dem einen, Matthäus vom andern Kinde. Das bethlehemitische Kind zeigte in seiner frühen Jugend ganz andere Fähigkeiten als das nazarenische. Ersteres zeigte sich in all den Eigenschaften, die äußerlich hervortreten können, gut entwickelt. So konnte dieses Kind zum Beispiel auch gleich von der Geburt an reden, wenn auch zunächst für die Umgebung noch mehr oder weniger unverständlich. Das andere Jesuskind zeigte eine mehr nach innen gehende Veranlagung.
[ 18 ] Ungefähr in derselben Zeit, als Jesus geboren wurde, ward in Palästina einem andern Elternpaar, das auch Joseph und Maria hieß, auch ein Kind geschenkt, mit demselben Namen Jesus. Es gab also damals zwei Jesuskinder von zwei Elternpaaren desselben Namens. Der eine Jesus ist der bethlehemitische. Er lebte mit seinen Eltern zu Bethlehem; der andere hatte seine Eltern wohnhaft in Nazareth. Der erstere Jesus stammt aus der Linie des davidischen Hauses, welche durch Salomo durchging. Der nazarenische Jesus hingegen stammt aus der nathanischen Linie des davidischen Hauses. Lukas erzählt mehr von dem einen, Matthäus vom andern Kinde. Das bethlehemitische Kind zeigte in seiner frühen Jugend ganz andere Fähigkeiten als das nazarenische. Ersteres zeigte sich in all den Eigenschaften, die äußerlich hervortreten können, gut entwickelt. So konnte dieses Kind zum Beispiel auch gleich von der Geburt an reden, wenn auch zunächst für die Umgebung noch mehr oder weniger unverständlich. Das andere Jesuskind zeigte eine mehr nach innen gehende Veranlagung.
[ 19 ] In dem bethlehemitischen Kinde nun war inkarniert der große Zarathustra der Vorzeit. Jener Zarathustra hatte bekanntlich seinen astralischen Leib an Hermes abgegeben und seinen Ätherleib an Moses. Sein Ich wurde sechshundert Jahre vor Christus in Chaldäa als Nazarathos oder Zarathos wiedergeboren und schließlich nochmals als der Jesus. Dieses Jesuskind mußte nach Ägypten geführt werden, um da für einige Zeit in der ihm gemäßen Umgebung zu leben und die Eindrücke derselben in sich wieder zu beleben. Man darf also durchaus nicht glauben, daß es derselbe Jesus ist, von dem Lukas spricht, wie derjenige, von dem Matthäus erzählt. Durch die Verordnung des Herodes wurden alle Kinder bis zu zwei Jahren getötet. Da wäre Johannes der Täufer auch mitbetroffen worden, wenn nicht inzwischen genug Zeit zwischen seiner Geburt und der des Jesus verstrichen wäre.
[ 19 ] In dem bethlehemitischen Kinde nun war inkarniert der große Zarathustra der Vorzeit. Jener Zarathustra hatte bekanntlich seinen astralischen Leib an Hermes abgegeben und seinen Ätherleib an Moses. Sein Ich wurde sechshundert Jahre vor Christus in Chaldäa als Nazarathos oder Zarathos wiedergeboren und schließlich nochmals als der Jesus. Dieses Jesuskind mußte nach Ägypten geführt werden, um da für einige Zeit in der ihm gemäßen Umgebung zu leben und die Eindrücke derselben in sich wieder zu beleben. Man darf also durchaus nicht glauben, daß es derselbe Jesus ist, von dem Lukas spricht, wie derjenige, von dem Matthäus erzählt. Durch die Verordnung des Herodes wurden alle Kinder bis zu zwei Jahren getötet. Da wäre Johannes der Täufer auch mitbetroffen worden, wenn nicht inzwischen genug Zeit zwischen seiner Geburt und der des Jesus verstrichen wäre.
[ 20 ] Im zwölften Lebensjahre geht die Ichheit des bethlehemitischen Jesuskindes, also das Zarathustra-Ich, über in den andern Jesusknaben. Vom zwölften Jahre an also lebte im nazarenischen Jesus nicht mehr das frühere Ich, sondern nun das Zarathustra-Ich. Das bethlehemitische Kind starb bald, nachdem jenes Ich es verlassen hatte. Jene Übertragung des Zarathustra-Ich auf den nazarenischen Jesus beschreibt uns Lukas in der Geschichte vom zwölfjährigen Jesus im Tempel. Es war nämlich seinen Eltern unerklärlich, warum ihr Kind plötzlich so weise redete. Diese Eltern besaßen außer diesem kein weiteres Kind. Das andere Elternpaar hingegen hatte noch weitere Kinder, vier Knaben und zwei Mädchen. Beide Familien wurden später allerdings Nachbarsfamilien in Nazareth, ja, verschmolzen schließlich in eine einzige Familie. Der Vater des bethlehemitischen Jesus war bereits ein alter Mann, als der Jesus geboren wurde. Er starb auch bald darauf, und die Mutter zog mit ihren Kindern nach Nazareth zu der andern Familie.
[ 20 ] Im zwölften Lebensjahre geht die Ichheit des bethlehemitischen Jesuskindes, also das Zarathustra-Ich, über in den andern Jesusknaben. Vom zwölften Jahre an also lebte im nazarenischen Jesus nicht mehr das frühere Ich, sondern nun das Zarathustra-Ich. Das bethlehemitische Kind starb bald, nachdem jenes Ich es verlassen hatte. Jene Übertragung des Zarathustra-Ich auf den nazarenischen Jesus beschreibt uns Lukas in der Geschichte vom zwölfjährigen Jesus im Tempel. Es war nämlich seinen Eltern unerklärlich, warum ihr Kind plötzlich so weise redete. Diese Eltern besaßen außer diesem kein weiteres Kind. Das andere Elternpaar hingegen hatte noch weitere Kinder, vier Knaben und zwei Mädchen. Beide Familien wurden später allerdings Nachbarsfamilien in Nazareth, ja, verschmolzen schließlich in eine einzige Familie. Der Vater des bethlehemitischen Jesus war bereits ein alter Mann, als der Jesus geboren wurde. Er starb auch bald darauf, und die Mutter zog mit ihren Kindern nach Nazareth zu der andern Familie.
[ 21 ] So wirkte also der Buddha in seinem Nirmanakaya mit dem Ich des Zarathustra in dem Jesus von Nazareth. Buddha und Zarathustra wirkten in diesem Kinde zusammen.
[ 21 ] So wirkte also der Buddha in seinem Nirmanakaya mit dem Ich des Zarathustra in dem Jesus von Nazareth. Buddha und Zarathustra wirkten in diesem Kinde zusammen.
[ 22 ] Im Matthäus-Evangelium ist zunächst mehr die Rede vom bethlehemitischen Jesus. Da erschienen bei der Geburt die weisen Magier des Morgenlandes, die von dem Stern dahin geführt wurden, wo der Zarathustra wiedergeboren ward.
[ 22 ] Im Matthäus-Evangelium ist zunächst mehr die Rede vom bethlehemitischen Jesus. Da erschienen bei der Geburt die weisen Magier des Morgenlandes, die von dem Stern dahin geführt wurden, wo der Zarathustra wiedergeboren ward.
