The Advent of Christ in the Ethereal World
GA 118
27 January 1910, Heidelberg
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Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, 5th ed.
2. Geisteswissenschaft als Vorbereitung auf das neue Äthersehen
2. Geisteswissenschaft als Vorbereitung auf das neue Äthersehen
[ 1 ] In unseren Zweigvorträgen würden wir wenig vorwärtskommen, wenn wir nicht zuweilen auch sprechen würden über intimere Vorgänge des geistigen Lebens der Menschheit. Was wir uns in unseren Zweigen aneignen sollen, ist ja eine Vorbereitung für das Erfassen hoher geistiger Wahrheiten, und dabei dürfen wir bei dieser Vorbereitung nicht denken etwa an ein bloßes Lernen von Theorien, von Ideen, sondern was wir in unserem Sinne Vorbereitung für die höheren Wahrheiten nennen, das soll eigentlich mehr bestehen in einer Art von Gefühls- und Empfindungsverfassung unserer Seele. Durch das Leben im Zweige, dadurch daß wir uns sozusagen von Woche zu Woche in unseren Zweigen versammeln, soll unsere Seele sich allmählich heranreifen dazu, eine Empfänglichkeit zu bekommen auch für diejenigen Teile der Geisteswissenschaft, welche heruntersteigen, oder wenn wir wollen, können wir auch sagen, hinaufsteigen von den allgemeinen Wahrheiten, die wir auch heute schon einem größeren Publikum draußen in den exoterischen Vorträgen verkündigen können, zu den konkreten Tatsachen des Lebens.
[ 1 ] In unseren Zweigvorträgen würden wir wenig vorwärtskommen, wenn wir nicht zuweilen auch sprechen würden über intimere Vorgänge des geistigen Lebens der Menschheit. Was wir uns in unseren Zweigen aneignen sollen, ist ja eine Vorbereitung für das Erfassen hoher geistiger Wahrheiten, und dabei dürfen wir bei dieser Vorbereitung nicht denken etwa an ein bloßes Lernen von Theorien, von Ideen, sondern was wir in unserem Sinne Vorbereitung für die höheren Wahrheiten nennen, das soll eigentlich mehr bestehen in einer Art von Gefühls- und Empfindungsverfassung unserer Seele. Durch das Leben im Zweige, dadurch daß wir uns sozusagen von Woche zu Woche in unseren Zweigen versammeln, soll unsere Seele sich allmählich heranreifen dazu, eine Empfänglichkeit zu bekommen auch für diejenigen Teile der Geisteswissenschaft, welche heruntersteigen, oder wenn wir wollen, können wir auch sagen, hinaufsteigen von den allgemeinen Wahrheiten, die wir auch heute schon einem größeren Publikum draußen in den exoterischen Vorträgen verkündigen können, zu den konkreten Tatsachen des Lebens.
[ 2 ] Daher sei insbesondere unser heutiger Abend ein solcher, der ein wenig auf eine solche Vorbereitung unserer Seele, auf eine Gefühlsvorbereitung unserer Seele rechnet. Es sollen gewisse Dinge heute vor unsere Seele treten, welche wir allerdings erst langsam und allmählich verstehen lernen, welche wir aber empfinden und ahnen können, wenn wir die durch das Zweigleben zu erreichende Reife uns aneignen. Es wird dabei vorausgesetzt, daß solche Wahrheiten aufgenommen werden mit der entsprechenden Zartheit, aufgenommen werden so, daß wir sie als teures Gut unserer Seele betrachten, nicht als etwas, wovon wir glauben können, daß wir es hinaustragen können so ohne weiteres vor ein unvorbereitetes Publikum. Von Bekanntem werden wir allmählich aufsteigen zu Unbekanntem.
[ 2 ] Daher sei insbesondere unser heutiger Abend ein solcher, der ein wenig auf eine solche Vorbereitung unserer Seele, auf eine Gefühlsvorbereitung unserer Seele rechnet. Es sollen gewisse Dinge heute vor unsere Seele treten, welche wir allerdings erst langsam und allmählich verstehen lernen, welche wir aber empfinden und ahnen können, wenn wir die durch das Zweigleben zu erreichende Reife uns aneignen. Es wird dabei vorausgesetzt, daß solche Wahrheiten aufgenommen werden mit der entsprechenden Zartheit, aufgenommen werden so, daß wir sie als teures Gut unserer Seele betrachten, nicht als etwas, wovon wir glauben können, daß wir es hinaustragen können so ohne weiteres vor ein unvorbereitetes Publikum. Von Bekanntem werden wir allmählich aufsteigen zu Unbekanntem.
[ 3 ] Eine Frage ist es ja, welche sich dem aufdrängt, der auch nur mit den Anfangsgründen der anthroposophischen Weltanschauung bekannt wird. Das ist die Frage: Hat es denn einen Sinn, einen Zweck, daß die Menschenseele in immer wieder aufeinanderfolgenden Inkarnationen oder Verkörperungen hier auf der Erde erscheint? Man kann die abstrakte Wahrheit der Wiederverkörperung einsehen, aber von solchen abstrakten Wahrheiten hat man im Grunde genommen im Leben wenig. Für das Leben gewinnen Wahrheiten erst dann ihre Bedeutung, wenn sie geeignet sind, in unserer Seele umgeschmolzen zu werden in die Wärme des Gefühls, in das Licht, das uns im Innern so leuchtet, daß es uns die Lebenspfade vorwärts führt. Deshalb wird die abstrakte Wahrheit von der Wiederverkörperung für uns erst dann bedeutungsvoll, wenn wir sozusagen erst etwas Genaueres, Intimeres wissen über den Sinn und die Bedeutung der aufeinanderfolgenden Inkarnationen des Menschen. Das soll die eine Frage sein, die uns heute beschäftigen wird.
[ 3 ] Eine Frage ist es ja, welche sich dem aufdrängt, der auch nur mit den Anfangsgründen der anthroposophischen Weltanschauung bekannt wird. Das ist die Frage: Hat es denn einen Sinn, einen Zweck, daß die Menschenseele in immer wieder aufeinanderfolgenden Inkarnationen oder Verkörperungen hier auf der Erde erscheint? Man kann die abstrakte Wahrheit der Wiederverkörperung einsehen, aber von solchen abstrakten Wahrheiten hat man im Grunde genommen im Leben wenig. Für das Leben gewinnen Wahrheiten erst dann ihre Bedeutung, wenn sie geeignet sind, in unserer Seele umgeschmolzen zu werden in die Wärme des Gefühls, in das Licht, das uns im Innern so leuchtet, daß es uns die Lebenspfade vorwärts führt. Deshalb wird die abstrakte Wahrheit von der Wiederverkörperung für uns erst dann bedeutungsvoll, wenn wir sozusagen erst etwas Genaueres, Intimeres wissen über den Sinn und die Bedeutung der aufeinanderfolgenden Inkarnationen des Menschen. Das soll die eine Frage sein, die uns heute beschäftigen wird.
[ 4 ] Die andere Frage ist diese: Was hat es denn für eine Bedeutung, daß wir in der gegenwärtigen Inkarnation gerade in der Lage sind, Anthroposophie in unsere Seele einzuführen, anthroposophische Wahrheiten zu verbinden mit unserem innersten Leben? - Wir werden sehen, daß diese zwei Dinge sich für uns harmonisch heute zusammenschließen werden.
[ 4 ] Die andere Frage ist diese: Was hat es denn für eine Bedeutung, daß wir in der gegenwärtigen Inkarnation gerade in der Lage sind, Anthroposophie in unsere Seele einzuführen, anthroposophische Wahrheiten zu verbinden mit unserem innersten Leben? - Wir werden sehen, daß diese zwei Dinge sich für uns harmonisch heute zusammenschließen werden.
[ 5 ] Sie haben ja schon öfter gehört, daß zwei aufeinanderfolgende Inkarnationen eines Menschen nicht in beliebiger Weise sich folgen, sondern daß der Mensch, wenn er durch den Tod aus einem Erdenleben hinausgeschritten ist, erst dann wiederkehrt zu einem neuen Erdenleben, wenn er in diesem neuen Erdenleben Gelegenheit hat, Neues auf unserer Erde kennenlernen zu können, mit seiner Seele verbinden zu können. Das kann allerdings nur derjenige verstehen, der die Entwickelung unserer Erde nicht nur insoweit betrachtet, als sie sich sozusagen für ein paar Jahrhunderte oder Jahrtausende abspielt; nur derjenige kann das erst in der richtigen Weise einsehen, der den Blick über die Gesamtentwickelung der Erde hinwendet. Schon in bezug auf die äußeren physischen Verhältnisse werden wir, wenn wir uns auch auf äußere Quellen beschränken, einsehen lernen, wie das Antlitz der Erde sich in verhältnismäßig kurzen Zeiträumen verändert. Lesen Sie einmal nach, wie die Gegenden, in denen wir hier sind, ausgesehen haben etwa zur Zeit, als der Christus über die Erde gewandelt ist, und Sie werden finden, wie sich das ganze Antlitz dieser Gegend in verhältnismäßig wenig Jahrhunderten geändert hat. Und fragen Sie sich dann, wie sich verändert haben mögen im Laufe dieser wenigen Jahrhunderte die moralischen und die andern Kulturverhältnisse. Versuchen Sie sich einmal vor die Seele zu stellen, was zum Beispiel ein Kind gelernt hat etwa in der Zeit, in der unsere Zeitrechnung begonnen hat, und was es heute lernt. Machen Sie sich das alles klar und erinnern Sie sich dann aus den anthroposophischen Lehren selber, daß wir zurückblicken können in ururferne Vergangenheiten, in denen das Antlitz der Erde noch ganz anders ausgesehen hat, in denen zum großen Teil jene Kontinente noch nicht da waren, die es heute gibt, dafür aber ein mächtig ausgedehnter Kontinent an der Stelle war, die heute der Atlantische Ozean einnimmt. Und denken Sie daran, was alles vorgegangen sein muß im Laufe von langen, langen Zeiträumen, um das Antlitz der Erde in dieser Weise zu ordnen, wie es heute geordnet ist. Wenn Sie das alles vor Ihre Seele treten lassen, so müssen Sie sich sagen: Es gibt die Möglichkeit, daß die Seelen immer Neues erleben, immer neue Früchte des Daseins unserer Erde in sich aufnehmen und diese Früchte dann mit ihrem eigenen Leben vereinigen, um dann durch ein geistiges Leben zwischen Tod und neuer Geburt hindurchzugehen. Und wenn wiederum die Verhältnisse sich so geändert haben, daß Neues gelernt werden kann und neuerdings wieder herunterzukommen auf unsere Erde sich verlohnt, dann kommen die Seelen auch wirklich wieder zur Verkörperung.
[ 5 ] Sie haben ja schon öfter gehört, daß zwei aufeinanderfolgende Inkarnationen eines Menschen nicht in beliebiger Weise sich folgen, sondern daß der Mensch, wenn er durch den Tod aus einem Erdenleben hinausgeschritten ist, erst dann wiederkehrt zu einem neuen Erdenleben, wenn er in diesem neuen Erdenleben Gelegenheit hat, Neues auf unserer Erde kennenlernen zu können, mit seiner Seele verbinden zu können. Das kann allerdings nur derjenige verstehen, der die Entwickelung unserer Erde nicht nur insoweit betrachtet, als sie sich sozusagen für ein paar Jahrhunderte oder Jahrtausende abspielt; nur derjenige kann das erst in der richtigen Weise einsehen, der den Blick über die Gesamtentwickelung der Erde hinwendet. Schon in bezug auf die äußeren physischen Verhältnisse werden wir, wenn wir uns auch auf äußere Quellen beschränken, einsehen lernen, wie das Antlitz der Erde sich in verhältnismäßig kurzen Zeiträumen verändert. Lesen Sie einmal nach, wie die Gegenden, in denen wir hier sind, ausgesehen haben etwa zur Zeit, als der Christus über die Erde gewandelt ist, und Sie werden finden, wie sich das ganze Antlitz dieser Gegend in verhältnismäßig wenig Jahrhunderten geändert hat. Und fragen Sie sich dann, wie sich verändert haben mögen im Laufe dieser wenigen Jahrhunderte die moralischen und die andern Kulturverhältnisse. Versuchen Sie sich einmal vor die Seele zu stellen, was zum Beispiel ein Kind gelernt hat etwa in der Zeit, in der unsere Zeitrechnung begonnen hat, und was es heute lernt. Machen Sie sich das alles klar und erinnern Sie sich dann aus den anthroposophischen Lehren selber, daß wir zurückblicken können in ururferne Vergangenheiten, in denen das Antlitz der Erde noch ganz anders ausgesehen hat, in denen zum großen Teil jene Kontinente noch nicht da waren, die es heute gibt, dafür aber ein mächtig ausgedehnter Kontinent an der Stelle war, die heute der Atlantische Ozean einnimmt. Und denken Sie daran, was alles vorgegangen sein muß im Laufe von langen, langen Zeiträumen, um das Antlitz der Erde in dieser Weise zu ordnen, wie es heute geordnet ist. Wenn Sie das alles vor Ihre Seele treten lassen, so müssen Sie sich sagen: Es gibt die Möglichkeit, daß die Seelen immer Neues erleben, immer neue Früchte des Daseins unserer Erde in sich aufnehmen und diese Früchte dann mit ihrem eigenen Leben vereinigen, um dann durch ein geistiges Leben zwischen Tod und neuer Geburt hindurchzugehen. Und wenn wiederum die Verhältnisse sich so geändert haben, daß Neues gelernt werden kann und neuerdings wieder herunterzukommen auf unsere Erde sich verlohnt, dann kommen die Seelen auch wirklich wieder zur Verkörperung.
[ 6 ] Es ist nicht bloß ein Spiel der hinter den Erscheinungen wirkenden Wesenheiten und Kräfte, das den Menschen immer wiederum herunterträgt zu neuen Inkarnationen, sondern es ist so, daß jede Verkörperung eine neue Kraft und Fähigkeit als ein neues Glied in den Götterplan, welchen das Gesamtleben des Menschen darstellt, einreiht. Nur wenn wir das Leben so überschauen, dann gewinnt das Gesetz von den wiederholten Erdenleben einen wirklichen Sinn. Dann aber müssen wir uns auch sagen: Können wir dann nicht eigentlich etwas versäumen, hängt denn nicht etwas davon ab, daß wir eine Inkarnation, eine Verkörperung in der richtigen Weise anwenden? Wenn wir so ohne weiteres einfach eine Wiederholung hätten des gegenwärtigen Lebens in einer nächstfolgenden Inkarnation, dann könnte ja mancher sagen, ich habe ja Zeit, ich werde noch oftmals leben.
[ 6 ] Es ist nicht bloß ein Spiel der hinter den Erscheinungen wirkenden Wesenheiten und Kräfte, das den Menschen immer wiederum herunterträgt zu neuen Inkarnationen, sondern es ist so, daß jede Verkörperung eine neue Kraft und Fähigkeit als ein neues Glied in den Götterplan, welchen das Gesamtleben des Menschen darstellt, einreiht. Nur wenn wir das Leben so überschauen, dann gewinnt das Gesetz von den wiederholten Erdenleben einen wirklichen Sinn. Dann aber müssen wir uns auch sagen: Können wir dann nicht eigentlich etwas versäumen, hängt denn nicht etwas davon ab, daß wir eine Inkarnation, eine Verkörperung in der richtigen Weise anwenden? Wenn wir so ohne weiteres einfach eine Wiederholung hätten des gegenwärtigen Lebens in einer nächstfolgenden Inkarnation, dann könnte ja mancher sagen, ich habe ja Zeit, ich werde noch oftmals leben.
[ 7 ] Wenn man aber auf die wichtigsten Tatsachen des Lebens sieht und weiß, daß das, was die Erde in einem bestimmten Zeitraum uns geben kann, nicht in einer andern Zeit erlebt werden kann, dann schon wird man sich sagen, daß man auch etwas versäumen kann, daß man eine innere Verpflichtung und Verantwortung sich aneignen kann, jede Inkarnation, jede Verkörperung in der entsprechend richtigen Weise anzuwenden. Und wir sehen noch genauer ein, wie wir diese Verkörperungen anwenden können, wenn wir jetzt aus der geistigen Forschung heraus selber einen kleinen Rückblick halten. Zum Teil werde ich nun sprechen über etwas uns schon Bekanntes, dann aber werde ich es zu erweitern haben über etwas, was den meisten der Hiersitzenden noch unbekannt sein wird. Das was Ihnen bekannt ist, das ist, daß unsere eigenen Seelen in früheren Verkörperungen ganz andere Fähigkeiten gehabt haben. Diejenigen Fähigkeiten, durch welche die heutige Menschheit lebt und wirkt, waren nicht immer da. Wenn wir uns fragen, wodurch die Seele des Menschen heute ganz besonders wirkt, so müssen wir uns sagen, sie wirkt dadurch, daß sie in einer genauen Weise die äußeren Tatsachen der Welt durch die Sinne aufnimmt, daß der Mensch einen selbstbewußten Verstand, eine selbstbewußte Urteilskraft hat, die er auf die Sinneswahrnehmungen verwenden und durch die er die Sinneswahrnehmungen kombinieren kann, um auf diese Weise ein Bild der Welt durch seine Erkenntnis zu gewinnen. Wir wissen dann, daß der Mensch, wenn er seine Seele immer weiter und weiter entwickelt durch die Methoden, die Sie in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» beschrieben finden, noch eine andere, eine geistige Umgebung um sich herum haben kann. Wir wissen, daß es ein geöffnetes geistiges Auge gibt, eine Erweckung übersinnlicher höherer Fähigkeiten, die beim Alltagsmenschen heute schlafen, wir wissen, daß es eine Zeit gegeben hat, wo die geistige Welt für alle Menschen wahrnehmbar war, aber auch, daß es eine Zeit geben wird, wo die geistige Welt wieder hereinfluten kann in unsere Seele wie für den operierten Blindgeborenen Licht und Farbe, die auch vorher in seiner Umgebung waren, aber nicht hereinfluten konnten, weil er nicht die geöffneten Organe hatte, sie aufzunehmen.
[ 7 ] Wenn man aber auf die wichtigsten Tatsachen des Lebens sieht und weiß, daß das, was die Erde in einem bestimmten Zeitraum uns geben kann, nicht in einer andern Zeit erlebt werden kann, dann schon wird man sich sagen, daß man auch etwas versäumen kann, daß man eine innere Verpflichtung und Verantwortung sich aneignen kann, jede Inkarnation, jede Verkörperung in der entsprechend richtigen Weise anzuwenden. Und wir sehen noch genauer ein, wie wir diese Verkörperungen anwenden können, wenn wir jetzt aus der geistigen Forschung heraus selber einen kleinen Rückblick halten. Zum Teil werde ich nun sprechen über etwas uns schon Bekanntes, dann aber werde ich es zu erweitern haben über etwas, was den meisten der Hiersitzenden noch unbekannt sein wird. Das was Ihnen bekannt ist, das ist, daß unsere eigenen Seelen in früheren Verkörperungen ganz andere Fähigkeiten gehabt haben. Diejenigen Fähigkeiten, durch welche die heutige Menschheit lebt und wirkt, waren nicht immer da. Wenn wir uns fragen, wodurch die Seele des Menschen heute ganz besonders wirkt, so müssen wir uns sagen, sie wirkt dadurch, daß sie in einer genauen Weise die äußeren Tatsachen der Welt durch die Sinne aufnimmt, daß der Mensch einen selbstbewußten Verstand, eine selbstbewußte Urteilskraft hat, die er auf die Sinneswahrnehmungen verwenden und durch die er die Sinneswahrnehmungen kombinieren kann, um auf diese Weise ein Bild der Welt durch seine Erkenntnis zu gewinnen. Wir wissen dann, daß der Mensch, wenn er seine Seele immer weiter und weiter entwickelt durch die Methoden, die Sie in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» beschrieben finden, noch eine andere, eine geistige Umgebung um sich herum haben kann. Wir wissen, daß es ein geöffnetes geistiges Auge gibt, eine Erweckung übersinnlicher höherer Fähigkeiten, die beim Alltagsmenschen heute schlafen, wir wissen, daß es eine Zeit gegeben hat, wo die geistige Welt für alle Menschen wahrnehmbar war, aber auch, daß es eine Zeit geben wird, wo die geistige Welt wieder hereinfluten kann in unsere Seele wie für den operierten Blindgeborenen Licht und Farbe, die auch vorher in seiner Umgebung waren, aber nicht hereinfluten konnten, weil er nicht die geöffneten Organe hatte, sie aufzunehmen.
[ 8 ] So haben wir heute eine Menschheit, welche nur durch abnorme Entwickelung, durch ganz besondere Methoden in die geistige Welt hineinschauen kann. Der normale Zustand des heutigen Menschen besteht ja darin, daß er durch die äußeren Sinne die Dinge der Welt wahrnimmt und seine Wahrnehmungen kombiniert mit seinem Verstand, der an das physische Gehirn gebunden ist.
[ 8 ] So haben wir heute eine Menschheit, welche nur durch abnorme Entwickelung, durch ganz besondere Methoden in die geistige Welt hineinschauen kann. Der normale Zustand des heutigen Menschen besteht ja darin, daß er durch die äußeren Sinne die Dinge der Welt wahrnimmt und seine Wahrnehmungen kombiniert mit seinem Verstand, der an das physische Gehirn gebunden ist.
[ 9 ] So wie diese Menschheit heute ist, so war sie aber nicht immer. Wir können in alte Zeiten der Menschheitsentwickelung zurückblicken und finden da, wenn wir das hellseherische Auge gegenüber den Urkunden, die wir die Akasha-Chronik nennen, öffnen, daß ganz andere Seelenfähigkeiten sozusagen die normalen menschlichen waren. Alle Menschen hatten in alten Zeiten eine Art von Hellsichtigkeit. Nicht eine solche, wie man sie heute durch die genannten Methoden erwirbt, sondern eine Hellsichtigkeit, die anderer Art war, eine solche, von der wir sagen müssen, sie war eine dämmerhafte, dumpfe, wie traumhafte Hellsichtigkeit. Aber sie war da, sie war da insbesondere in gewissen abnormen Verhältnissen. Nur kam sie dann ganz von selbst, brauchte nicht besonders anerzogen zu werden. Zwar müßten wir weit zurückgehen, wenn wir eine Menschheit finden wollten mit konstantem Hellsehen, aber in der Tat war in gewissen Zwischenzuständen zwischen Schlafen und Wachen ein gewisses Hellsehen der Menschheit immer eigen. Dieses Hellsehen finden wir immer mehr und mehr, je weiter wir zurückgehen. Sie erinnern sich, daß wir, indem wir durch verschiedene Kulturzeiträume zurückgehen, durch verschiedene Bildungsepochen der Menschheit kommen. Wir leben jetzt in einem Kulturzeitraum, dem ein anderer vorangegangen ist. Diesen anderen Kulturzeitraum bezeichnen wir als den griechisch-lateinischen. Diesem ist wieder ein anderer vorhergegangen, den wir bezeichnen nach den führenden Völkern als die ägyptisch-chaldäisch-babylonischassyrische Epoche. Dem ist wieder ein anderer vorangegangen, den wir als den urpersischen bezeichnen, und noch früher kommen wir zu dem, den wir als den urindischen bezeichnen. Das war eine Kultur, zu der nur zurückschauen kann das hellseherische Auge, denn jene Kultur, die die Veden hervorgebracht hat, ist in viel späteren Zeiten entstanden als schwacher Nachklang jener hohen Weisheit, welche die sieben heiligen Rishis in der ursprünglichen uraltindischen Kultur selbst der Welt geschenkt haben. Und wenn wir hinter jenen Zeitraum zurückgehen, dann finden wir die große atlantische Katastrophe, welche durch mächtige Wasser- und Luftwirkungen das Antlitz unserer Erde so verändert hat, daß nach und nach der atlantische Kontinent verschwunden ist und an seine Stelle getreten ist das, was heute einerseits Afrika und Europa und auf der andern Seite Amerika ist.
[ 9 ] So wie diese Menschheit heute ist, so war sie aber nicht immer. Wir können in alte Zeiten der Menschheitsentwickelung zurückblicken und finden da, wenn wir das hellseherische Auge gegenüber den Urkunden, die wir die Akasha-Chronik nennen, öffnen, daß ganz andere Seelenfähigkeiten sozusagen die normalen menschlichen waren. Alle Menschen hatten in alten Zeiten eine Art von Hellsichtigkeit. Nicht eine solche, wie man sie heute durch die genannten Methoden erwirbt, sondern eine Hellsichtigkeit, die anderer Art war, eine solche, von der wir sagen müssen, sie war eine dämmerhafte, dumpfe, wie traumhafte Hellsichtigkeit. Aber sie war da, sie war da insbesondere in gewissen abnormen Verhältnissen. Nur kam sie dann ganz von selbst, brauchte nicht besonders anerzogen zu werden. Zwar müßten wir weit zurückgehen, wenn wir eine Menschheit finden wollten mit konstantem Hellsehen, aber in der Tat war in gewissen Zwischenzuständen zwischen Schlafen und Wachen ein gewisses Hellsehen der Menschheit immer eigen. Dieses Hellsehen finden wir immer mehr und mehr, je weiter wir zurückgehen. Sie erinnern sich, daß wir, indem wir durch verschiedene Kulturzeiträume zurückgehen, durch verschiedene Bildungsepochen der Menschheit kommen. Wir leben jetzt in einem Kulturzeitraum, dem ein anderer vorangegangen ist. Diesen anderen Kulturzeitraum bezeichnen wir als den griechisch-lateinischen. Diesem ist wieder ein anderer vorhergegangen, den wir bezeichnen nach den führenden Völkern als die ägyptisch-chaldäisch-babylonischassyrische Epoche. Dem ist wieder ein anderer vorangegangen, den wir als den urpersischen bezeichnen, und noch früher kommen wir zu dem, den wir als den urindischen bezeichnen. Das war eine Kultur, zu der nur zurückschauen kann das hellseherische Auge, denn jene Kultur, die die Veden hervorgebracht hat, ist in viel späteren Zeiten entstanden als schwacher Nachklang jener hohen Weisheit, welche die sieben heiligen Rishis in der ursprünglichen uraltindischen Kultur selbst der Welt geschenkt haben. Und wenn wir hinter jenen Zeitraum zurückgehen, dann finden wir die große atlantische Katastrophe, welche durch mächtige Wasser- und Luftwirkungen das Antlitz unserer Erde so verändert hat, daß nach und nach der atlantische Kontinent verschwunden ist und an seine Stelle getreten ist das, was heute einerseits Afrika und Europa und auf der andern Seite Amerika ist.
[ 10 ] Und wir würden noch weiter zurückgehen können und die Urkunden der Akasha-Chronik würden uns zeigen, wie bei den Menschen des alten atlantischen Kontinents noch ganz andere Seelenfähigkeiten vorhanden waren, Seelenfähigkeiten, die dem heutigen Menschen kaum glaublich erscheinen werden, weil sie alldem, was der heutige Mensch kennt, viel zu ferne liegen.
[ 10 ] Und wir würden noch weiter zurückgehen können und die Urkunden der Akasha-Chronik würden uns zeigen, wie bei den Menschen des alten atlantischen Kontinents noch ganz andere Seelenfähigkeiten vorhanden waren, Seelenfähigkeiten, die dem heutigen Menschen kaum glaublich erscheinen werden, weil sie alldem, was der heutige Mensch kennt, viel zu ferne liegen.
[ 11 ] In all diesen Zeiträumen waren unsere Seelen schon vorhanden, in andern Körpern vorhanden, hatten aber immer andere Fähigkeiten. Und wenn wir zurückgehen könnten, würden wir finden, daß unsere Seelen dazumal mit einem hohen Grad hellseherischer Empfänglichkeit begabt waren, insbesondere in gewissen Zwischenzuständen zwischen Schlafen und Wachen Zeugen waren einer geistigen Welt, hineinschauen konnten in die geistige Welt. Wenn Sie zurückgehen könnten, würden Sie finden, wie Sie die Tatsachen und die Wesenheiten der geistigen Welten selber sahen. Damals gab es für die Menschenseelen keine Versuchung, keine Möglichkeit sogar, die geistige Welt zu leugnen, denn sie haben sie gesehen, denn sie waren nur in einigen Tagesstunden herausgewandt in die physische Welt. Die Gegenstände der äußeren physischen Welt waren noch nicht sichtbar wie in späteren Zeiten eingeordnet. Daher, wenn die Menschen in diesen Zwischenzustand zwischen Schlafen und Wachen kamen, dann hatten sie um sich herum die Welt, die sie als die geistige empfinden mußten, die ihnen die Überzeugung geben mußte: Aus dieser Welt entstammt der Mensch. Er ist heruntergestiegen aus ihr, um sich in der physischen Welt etwas zu erwerben, was er in der geistigen Welt allein nicht hätte erwerben können. Was hat er sich denn erwerben können in dieser äußeren Welt, das er nicht auch schon in der geistigen Welt hätte haben können? Was sie nicht hatte, die geistige Welt, das war die Möglichkeit, Selbstbewußtsein zu entfalten, die Möglichkeit, zu sich Ich zu sagen. Das hatte die Menschheit nicht. Es war sozusagen der Mensch außerhalb seiner selber gerade in den wichtigsten Momenten seines Lebens, wie in einem Zustande von Entrücktheit, wo er gar nicht einmal wußte, daß er eine selbständige innerliche Individualität war. Hingegeben war er an die geistige Welt. Sich als Ich zu empfinden, das konnte der Mensch nur hier lernen in dieser physischen Welt, ein richtiges Selbstbewußtsein konnte er nur hier empfangen. Und mit diesem Selbstbewußtsein ist unzertrennlich verbunden dasjenige, was wir Urteilskraft, unser heutiges Denken und unsere Wahrnehmungsfähigkeit nennen. So mußte der Mensch seine frühere Verbundenheit mit der geistigen Welt, sein altes dämmerhaftes Hellsehen hingeben, um sich die Möglichkeit aneignen zu können, sich als Ich zu unterscheiden von der Umwelt und dadurch überhaupt zum Ich, zum Selbstbewußtsein zu kommen.
[ 11 ] In all diesen Zeiträumen waren unsere Seelen schon vorhanden, in andern Körpern vorhanden, hatten aber immer andere Fähigkeiten. Und wenn wir zurückgehen könnten, würden wir finden, daß unsere Seelen dazumal mit einem hohen Grad hellseherischer Empfänglichkeit begabt waren, insbesondere in gewissen Zwischenzuständen zwischen Schlafen und Wachen Zeugen waren einer geistigen Welt, hineinschauen konnten in die geistige Welt. Wenn Sie zurückgehen könnten, würden Sie finden, wie Sie die Tatsachen und die Wesenheiten der geistigen Welten selber sahen. Damals gab es für die Menschenseelen keine Versuchung, keine Möglichkeit sogar, die geistige Welt zu leugnen, denn sie haben sie gesehen, denn sie waren nur in einigen Tagesstunden herausgewandt in die physische Welt. Die Gegenstände der äußeren physischen Welt waren noch nicht sichtbar wie in späteren Zeiten eingeordnet. Daher, wenn die Menschen in diesen Zwischenzustand zwischen Schlafen und Wachen kamen, dann hatten sie um sich herum die Welt, die sie als die geistige empfinden mußten, die ihnen die Überzeugung geben mußte: Aus dieser Welt entstammt der Mensch. Er ist heruntergestiegen aus ihr, um sich in der physischen Welt etwas zu erwerben, was er in der geistigen Welt allein nicht hätte erwerben können. Was hat er sich denn erwerben können in dieser äußeren Welt, das er nicht auch schon in der geistigen Welt hätte haben können? Was sie nicht hatte, die geistige Welt, das war die Möglichkeit, Selbstbewußtsein zu entfalten, die Möglichkeit, zu sich Ich zu sagen. Das hatte die Menschheit nicht. Es war sozusagen der Mensch außerhalb seiner selber gerade in den wichtigsten Momenten seines Lebens, wie in einem Zustande von Entrücktheit, wo er gar nicht einmal wußte, daß er eine selbständige innerliche Individualität war. Hingegeben war er an die geistige Welt. Sich als Ich zu empfinden, das konnte der Mensch nur hier lernen in dieser physischen Welt, ein richtiges Selbstbewußtsein konnte er nur hier empfangen. Und mit diesem Selbstbewußtsein ist unzertrennlich verbunden dasjenige, was wir Urteilskraft, unser heutiges Denken und unsere Wahrnehmungsfähigkeit nennen. So mußte der Mensch seine frühere Verbundenheit mit der geistigen Welt, sein altes dämmerhaftes Hellsehen hingeben, um sich die Möglichkeit aneignen zu können, sich als Ich zu unterscheiden von der Umwelt und dadurch überhaupt zum Ich, zum Selbstbewußtsein zu kommen.
[ 12 ] In der Zukunft wird der Mensch sich diese Gabe, hellseherisch hineinzuschauen in die Geisteswelt, wiederum hinzuerobern zu seinem Selbstbewußtsein. Das Tor zur geistigen Welt ist ihm gleichsam zugeschlossen worden, damit der Mensch eine selbstbewußte, innerliche geistige Wesenheit zu werden vermochte, damit er hinaufsteigen konnte zum Selbstbewußtsein, um dann als eine selbständige Wesenheit wieder eintreten zu können in die geistige Welt.
[ 12 ] In der Zukunft wird der Mensch sich diese Gabe, hellseherisch hineinzuschauen in die Geisteswelt, wiederum hinzuerobern zu seinem Selbstbewußtsein. Das Tor zur geistigen Welt ist ihm gleichsam zugeschlossen worden, damit der Mensch eine selbstbewußte, innerliche geistige Wesenheit zu werden vermochte, damit er hinaufsteigen konnte zum Selbstbewußtsein, um dann als eine selbständige Wesenheit wieder eintreten zu können in die geistige Welt.
[ 13 ] Es gab also uralte Zeiten, in denen der Mensch sozusagen auf eine Umgebung blickte, die ganz anders war als heute. Wenn wir heute hinausblicken in unsere physische Umgebung, was sehen wir da? Wir sehen die Welt der Mineralien, Pflanzen, Tiere und unserer physischsinnlichen Mitmenschen. Das ist dasjenige, was uns umgibt und wozu wir zunächst gehören als zu der Welt, die uns eröffnet ist zwischen Geburt und Tod.
[ 13 ] Es gab also uralte Zeiten, in denen der Mensch sozusagen auf eine Umgebung blickte, die ganz anders war als heute. Wenn wir heute hinausblicken in unsere physische Umgebung, was sehen wir da? Wir sehen die Welt der Mineralien, Pflanzen, Tiere und unserer physischsinnlichen Mitmenschen. Das ist dasjenige, was uns umgibt und wozu wir zunächst gehören als zu der Welt, die uns eröffnet ist zwischen Geburt und Tod.
[ 14 ] Zu jener Welt, aus der diese stammt, und die hinter dieser liegt, können wir nur durch hellseherische Gaben eindringen, die, wie gesagt, heute nicht die normalen Fähigkeiten des Gegenwartsmenschen sind, aber in jenen alten Zeiten in gewissen Zuständen allen Menschen zur Verfügung standen. Da lebte er sich hinein in die geistige Welt, da nahm er darin wahr jene geistigen Wesenheiten und geistigen Tatsachen, von denen wir in der Geisteswissenschaft hören, die vorhanden sind, die nicht deshalb als nicht vorhanden bezeichnet werden können, weil das normale heutige Wahrnehmen sie nicht sehen kann, die vorhanden sind, ebenso wie Licht und Farbe um den Blinden herum sind, wenn er sie auch nicht wahrnehmen kann. Diese geistigen Wesenheiten, das waren damals die Genossen der Menschen, und der Mensch konnte sich sagen: Ich gehöre einer geistigen Welt an, als geistig-seelisches Wesen gehöre ich einer Welt an, in der, wie mein eigenes Geistig-Seelisches, solche Wesenheiten sind, wie ich sie in solchen Zuständen um mich herum habe. - Genosse geistig-seelischer Wesenheiten war der Mensch in jenen Zeiten urferner Vergangenheit. Diejenigen Welteinsichten und Erkenntnisse, die in diese Verhältnisse hineingeschaut haben, haben immer genau unterscheiden können und können auch heute unterscheiden die verschiedenen Stufen, die der Mensch in den verschiedenen Zeiten durchlaufen hat. Zunächst jene Stufe, da er noch vollständig darinnen war in dieser geistigen Welt, wo er eigentlich kaum herunterstieg mit Bewußtsein in die sinnlichphysische Welt, sondern sich ganz fühlte als der geistigen Welt angehörig, so daß er alle seine Kräfte aus dieser geistigen Welt zog. Diese Stufe unterschied eine geistige Erkenntnis von den folgenden, in denen diese Kraft immer mehr schwand, in denen immer mehr dann heraufkam das Wahrnehmen scharf umrissener Gegenstände der Außenwelt, das Verarbeiten dieser Eindrücke durch logisches Denken und Urteilen zugleich mit der Ausprägung des Ich, des Selbstbewußtseins.
[ 14 ] Zu jener Welt, aus der diese stammt, und die hinter dieser liegt, können wir nur durch hellseherische Gaben eindringen, die, wie gesagt, heute nicht die normalen Fähigkeiten des Gegenwartsmenschen sind, aber in jenen alten Zeiten in gewissen Zuständen allen Menschen zur Verfügung standen. Da lebte er sich hinein in die geistige Welt, da nahm er darin wahr jene geistigen Wesenheiten und geistigen Tatsachen, von denen wir in der Geisteswissenschaft hören, die vorhanden sind, die nicht deshalb als nicht vorhanden bezeichnet werden können, weil das normale heutige Wahrnehmen sie nicht sehen kann, die vorhanden sind, ebenso wie Licht und Farbe um den Blinden herum sind, wenn er sie auch nicht wahrnehmen kann. Diese geistigen Wesenheiten, das waren damals die Genossen der Menschen, und der Mensch konnte sich sagen: Ich gehöre einer geistigen Welt an, als geistig-seelisches Wesen gehöre ich einer Welt an, in der, wie mein eigenes Geistig-Seelisches, solche Wesenheiten sind, wie ich sie in solchen Zuständen um mich herum habe. - Genosse geistig-seelischer Wesenheiten war der Mensch in jenen Zeiten urferner Vergangenheit. Diejenigen Welteinsichten und Erkenntnisse, die in diese Verhältnisse hineingeschaut haben, haben immer genau unterscheiden können und können auch heute unterscheiden die verschiedenen Stufen, die der Mensch in den verschiedenen Zeiten durchlaufen hat. Zunächst jene Stufe, da er noch vollständig darinnen war in dieser geistigen Welt, wo er eigentlich kaum herunterstieg mit Bewußtsein in die sinnlichphysische Welt, sondern sich ganz fühlte als der geistigen Welt angehörig, so daß er alle seine Kräfte aus dieser geistigen Welt zog. Diese Stufe unterschied eine geistige Erkenntnis von den folgenden, in denen diese Kraft immer mehr schwand, in denen immer mehr dann heraufkam das Wahrnehmen scharf umrissener Gegenstände der Außenwelt, das Verarbeiten dieser Eindrücke durch logisches Denken und Urteilen zugleich mit der Ausprägung des Ich, des Selbstbewußtseins.
[ 15 ] In der orientalischen Philosophie, die in diese Verhältnisse noch hat hineinschauen können, weil ihr noch geblieben sind Rückstände der alten heiligen Lehre der Rishis, da hatte man noch Bezeichnungen für diese verschiedenen Zeiträume der Menschheitsentwickelung. Für die ältesten Zeiten, für die Zeiträume hellseherischer Menschenentwickelung, in denen dieses Hellsehen sozusagen bis in die höchsten Regionen der geistigen Welt, bis zu denjenigen Wesenheiten hinaufging, die wir uns als die höchsten vorzustellen haben, die mit unserer Welt zusammenhängen, hatte man die Bezeichnung Krita Yuga, was dann später das goldene Zeitalter genannt wurde. Dann kam eine andere Zeit, in der die Menschen schon viel weniger gesehen haben von der geistigen Welt, in der nicht mehr so ganz lebendig waren die Wirkungen der geistigen Welt in den Menschen. Diese Zeit wurde genannt das Treta Yuga, später das silberne Zeitalter. In anderer Weise gewannen hier die Menschen, welche zwischen Geburt und Tod lebten, eine Gewißheit von der geistigen Welt. Sie hatten zwar unmittelbar nur noch ganz undeutliche Erlebnisse aus der geistigen Welt, aber sie erinnerten sich dafür an diejenigen Zeiten, die vor ihrer Geburt lagen, wo sie ebenfalls mit den geistigen Wesenheiten lebten. Es war dadurch diese Zeit eine solche, in der der Mensch immer noch die geistige Welt so gewiß wußte, wie er heute, wenn er alt geworden ist, nicht ableugnen kann, daß er eine Jugend gehabt hat. Dieses Zeitalter bezeichnete man in denjenigen Erkenntnissen, wo man solche Dinge weiß, als Treta Yuga, wofür man dann später, etwas undeutlich, den Ausdruck silbernes Zeitalter gebraucht hat. Alle diese alten Ausdrücke haben aber ihre tiefe Bedeutung, und es ist von der heutigen Wissenschaft geradezu kindlich, wie sie diese Ausdrücke nimmt, weil sie keine Ahnung von den Realitäten hat, aus denen diese Bezeichnungen geflossen sind.
[ 15 ] In der orientalischen Philosophie, die in diese Verhältnisse noch hat hineinschauen können, weil ihr noch geblieben sind Rückstände der alten heiligen Lehre der Rishis, da hatte man noch Bezeichnungen für diese verschiedenen Zeiträume der Menschheitsentwickelung. Für die ältesten Zeiten, für die Zeiträume hellseherischer Menschenentwickelung, in denen dieses Hellsehen sozusagen bis in die höchsten Regionen der geistigen Welt, bis zu denjenigen Wesenheiten hinaufging, die wir uns als die höchsten vorzustellen haben, die mit unserer Welt zusammenhängen, hatte man die Bezeichnung Krita Yuga, was dann später das goldene Zeitalter genannt wurde. Dann kam eine andere Zeit, in der die Menschen schon viel weniger gesehen haben von der geistigen Welt, in der nicht mehr so ganz lebendig waren die Wirkungen der geistigen Welt in den Menschen. Diese Zeit wurde genannt das Treta Yuga, später das silberne Zeitalter. In anderer Weise gewannen hier die Menschen, welche zwischen Geburt und Tod lebten, eine Gewißheit von der geistigen Welt. Sie hatten zwar unmittelbar nur noch ganz undeutliche Erlebnisse aus der geistigen Welt, aber sie erinnerten sich dafür an diejenigen Zeiten, die vor ihrer Geburt lagen, wo sie ebenfalls mit den geistigen Wesenheiten lebten. Es war dadurch diese Zeit eine solche, in der der Mensch immer noch die geistige Welt so gewiß wußte, wie er heute, wenn er alt geworden ist, nicht ableugnen kann, daß er eine Jugend gehabt hat. Dieses Zeitalter bezeichnete man in denjenigen Erkenntnissen, wo man solche Dinge weiß, als Treta Yuga, wofür man dann später, etwas undeutlich, den Ausdruck silbernes Zeitalter gebraucht hat. Alle diese alten Ausdrücke haben aber ihre tiefe Bedeutung, und es ist von der heutigen Wissenschaft geradezu kindlich, wie sie diese Ausdrücke nimmt, weil sie keine Ahnung von den Realitäten hat, aus denen diese Bezeichnungen geflossen sind.
[ 16 ] Auf dieses silberne Zeitalter kommt dann allerdings ein Zeitalter, in dem vorhanden war zwar noch ein deutliches Wissen, eine Art wirklicher Erkenntnis der geistigen Welt, aber so, daß dabei der Mensch doch schon so weit heruntergestiegen war in die physischsinnliche Welt, daß er sozusagen zwischen den beiden Welten wählen konnte in bezug auf seine Überzeugung. Das alte Hellsehen wurde in diesem dritten, ehernen Zeitalter, Dvapara Yuga, dunkler und dunkler, aber es war immerhin noch in einer dämmerhaften Art bis zu einem gewissen Grade da, und der Mensch konnte aus seiner eigenen inneren Überzeugung heraus sich mehr oder weniger anschließen an die geistige Welt. Es war für ihn diese geistige Welt einstens ein Erlebnis, das wußte er noch in diesem Zeitalter.
[ 16 ] Auf dieses silberne Zeitalter kommt dann allerdings ein Zeitalter, in dem vorhanden war zwar noch ein deutliches Wissen, eine Art wirklicher Erkenntnis der geistigen Welt, aber so, daß dabei der Mensch doch schon so weit heruntergestiegen war in die physischsinnliche Welt, daß er sozusagen zwischen den beiden Welten wählen konnte in bezug auf seine Überzeugung. Das alte Hellsehen wurde in diesem dritten, ehernen Zeitalter, Dvapara Yuga, dunkler und dunkler, aber es war immerhin noch in einer dämmerhaften Art bis zu einem gewissen Grade da, und der Mensch konnte aus seiner eigenen inneren Überzeugung heraus sich mehr oder weniger anschließen an die geistige Welt. Es war für ihn diese geistige Welt einstens ein Erlebnis, das wußte er noch in diesem Zeitalter.
[ 17 ] Dann kam nach und nach jenes Zeitalter heran, welches wir mit einem orientalischen Ausdruck als Kali Yuga bezeichnen, als das finstere Zeitalter. Das ist dasjenige Zeitalter, in dem langsam und allmählich für die menschlichen Seelenfähigkeiten das Tor sich vollständig zuschloß gegenüber der geistigen Welt. Und indem die Menschen immer mehr und mehr angewiesen waren darauf, nur in der physisch-sinnlichen Welt wahrnehmen zu können, da konnten sie in dieser Welt auch immer mehr ihr Selbstgefühl, ihr Ich-Gefühl, ihr Ich-Bewußtsein ausbilden. Dieses Zeitalter begann in einer verhältnismäßig späten Zeit, etwa um das Jahr 3100 vor unserer Zeitrechnung, und ging bis in unsere Zeit herauf.
[ 17 ] Dann kam nach und nach jenes Zeitalter heran, welches wir mit einem orientalischen Ausdruck als Kali Yuga bezeichnen, als das finstere Zeitalter. Das ist dasjenige Zeitalter, in dem langsam und allmählich für die menschlichen Seelenfähigkeiten das Tor sich vollständig zuschloß gegenüber der geistigen Welt. Und indem die Menschen immer mehr und mehr angewiesen waren darauf, nur in der physisch-sinnlichen Welt wahrnehmen zu können, da konnten sie in dieser Welt auch immer mehr ihr Selbstgefühl, ihr Ich-Gefühl, ihr Ich-Bewußtsein ausbilden. Dieses Zeitalter begann in einer verhältnismäßig späten Zeit, etwa um das Jahr 3100 vor unserer Zeitrechnung, und ging bis in unsere Zeit herauf.
[ 18 ] Wir betrachten das heute in dem Sinne, wie wir diese Zeitalter unterscheiden lernen müssen, damit wir die wichtigsten Aufgaben unserer eigenen gegenwärtigen Inkarnationen verstehen können.
[ 18 ] Wir betrachten das heute in dem Sinne, wie wir diese Zeitalter unterscheiden lernen müssen, damit wir die wichtigsten Aufgaben unserer eigenen gegenwärtigen Inkarnationen verstehen können.
[ 19 ] Wir würden noch in die atlantische Zeit zurückkommen, wenn wir das Krita Yuga bis zu seinem Anfange zurückverfolgen. Demgegenüber fällt das Treta Yuga noch in die Zeit der heiligen Rishis, das heißt in die indische, zum Teil aber auch in die urpersische Kultur. Dvapara Yuga dagegen fällt mit den späteren Kulturepochen zusammen, den chaldäisch-babylonisch-assyrisch-ägyptischen Zeiten. Da war noch immer ein gewisser Grad alten dämmerhaften Hellsehens vorhanden. Und der Zeitpunkt, in dem langsam und allmählich der vollständige Verschluß des Tores gegenüber der geistigen Welt nach und nach immer gründlicher und gründlicher beginnt, die Menschheit auf den physischen Plan sozusagen zu beschränken, der Anfang dieses Zeitalters fällt in das Jahr 3101 vor unserer Zeitrechnung, das heißt bevor der Christus Jesus über die Erde gewandelt ist. So daß wir also etwas über 3000 Jahre vor dem Christus-Ereignis ein Zeitalter eintreten sehen, welches allmählich aus uns gemacht hat das, was wir heute sind. Wenn wir wissen, daß in dieses Zeitalter hinein die wichtigste Tat der ganzen Erdenevolution fällt, die Tat des Christus, können wir die ganze Bedeutung dieser Tat würdigen. Wie waren denn die Menschen in jenem Zeitalter, dem Kali Yuga, als der Christus auf die Erde herniederstieg ? Sie waren bereits mehr als 3000 Jahre in einer Entwickelung, die sie beschränkte auf die physische Welt, die sie beschränkte, zwischen Geburt und Tod nur dasjenige in sich aufzunehmen, was ihnen in dieser physischen Welt dargeboten wurde, was sich ihnen in dieser physischen Welt darstellte. Wäre diese Entwickelung so fortgegangen, so wäre zwar das Ich-Bewußtsein der Menschen immer stärker und stärker geworden, aber lediglich in das Egoistische hinein. Lediglich ein Genußling, ein Begierdewesen wäre der Mensch geworden, der frostig alles in sein Ich eingeschlossen hätte. Das Bewußtsein, daß es eine geistige Welt gibt, hätte er vollständig verloren, wenn nichts anderes eingetreten wäre. Was ist da eingetreten? Die ganze Bedeutung dessen, was da eingetreten ist, tritt uns vor die Seele, wenn wir einmal verstehen, daß es für die Erdenentwickelung wirklich Übergangszeiten gibt. Manche Leute, die bloß spekulieren, die bloß eine abstrakte Philosophie treiben oder sonst irgendeine andere Ideologie pflegen, die nennen oft jedes Zeitalter eine Übergangszeit, und man kann fast jede Zeit, so weit man zurückgehen kann in der Zeit seit der Erfindung der Buchdruckerkunst, seit so viel gedruckt worden ist, ein Übergangszeitalter genannt finden. Derjenige, der auf dem Boden der Geisteswissenschaft steht, wird nicht so freigebig sein mit diesem Wort, denn Übergangszeiten sind nur jene Zeiten, in denen wirklich Wesentlicheres, Entscheidenderes geschieht als in den übrigen Zeitaltern.
[ 19 ] Wir würden noch in die atlantische Zeit zurückkommen, wenn wir das Krita Yuga bis zu seinem Anfange zurückverfolgen. Demgegenüber fällt das Treta Yuga noch in die Zeit der heiligen Rishis, das heißt in die indische, zum Teil aber auch in die urpersische Kultur. Dvapara Yuga dagegen fällt mit den späteren Kulturepochen zusammen, den chaldäisch-babylonisch-assyrisch-ägyptischen Zeiten. Da war noch immer ein gewisser Grad alten dämmerhaften Hellsehens vorhanden. Und der Zeitpunkt, in dem langsam und allmählich der vollständige Verschluß des Tores gegenüber der geistigen Welt nach und nach immer gründlicher und gründlicher beginnt, die Menschheit auf den physischen Plan sozusagen zu beschränken, der Anfang dieses Zeitalters fällt in das Jahr 3101 vor unserer Zeitrechnung, das heißt bevor der Christus Jesus über die Erde gewandelt ist. So daß wir also etwas über 3000 Jahre vor dem Christus-Ereignis ein Zeitalter eintreten sehen, welches allmählich aus uns gemacht hat das, was wir heute sind. Wenn wir wissen, daß in dieses Zeitalter hinein die wichtigste Tat der ganzen Erdenevolution fällt, die Tat des Christus, können wir die ganze Bedeutung dieser Tat würdigen. Wie waren denn die Menschen in jenem Zeitalter, dem Kali Yuga, als der Christus auf die Erde herniederstieg ? Sie waren bereits mehr als 3000 Jahre in einer Entwickelung, die sie beschränkte auf die physische Welt, die sie beschränkte, zwischen Geburt und Tod nur dasjenige in sich aufzunehmen, was ihnen in dieser physischen Welt dargeboten wurde, was sich ihnen in dieser physischen Welt darstellte. Wäre diese Entwickelung so fortgegangen, so wäre zwar das Ich-Bewußtsein der Menschen immer stärker und stärker geworden, aber lediglich in das Egoistische hinein. Lediglich ein Genußling, ein Begierdewesen wäre der Mensch geworden, der frostig alles in sein Ich eingeschlossen hätte. Das Bewußtsein, daß es eine geistige Welt gibt, hätte er vollständig verloren, wenn nichts anderes eingetreten wäre. Was ist da eingetreten? Die ganze Bedeutung dessen, was da eingetreten ist, tritt uns vor die Seele, wenn wir einmal verstehen, daß es für die Erdenentwickelung wirklich Übergangszeiten gibt. Manche Leute, die bloß spekulieren, die bloß eine abstrakte Philosophie treiben oder sonst irgendeine andere Ideologie pflegen, die nennen oft jedes Zeitalter eine Übergangszeit, und man kann fast jede Zeit, so weit man zurückgehen kann in der Zeit seit der Erfindung der Buchdruckerkunst, seit so viel gedruckt worden ist, ein Übergangszeitalter genannt finden. Derjenige, der auf dem Boden der Geisteswissenschaft steht, wird nicht so freigebig sein mit diesem Wort, denn Übergangszeiten sind nur jene Zeiten, in denen wirklich Wesentlicheres, Entscheidenderes geschieht als in den übrigen Zeitaltern.
[ 20 ] Es ist ein Ausspruch in der Wissenschaft üblich, der als eine Selbstverständlichkeit gilt - Anthroposophen sollten lernen, daß er ein Unsinn ist: Die Natur macht keine Sprünge. - Er klingt sehr sachlich und doch ist er ein Unsinn, denn die Natur macht lauter Sprünge. Verfolgen Sie, wie eine Pflanze sich entwickelt, wie jedesmal ein Sprung vor sich geht, wenn ein Neues in den Gang der Entwickelung sich hereinarbeitet, wie ein Sprung geschieht von der regelmäßigen Blattbildung zur Blüte, vom Kelch zum Blumenblatt, von den Blumenblättern zu den Staubgefäßen und so weiter. Lauter Sprünge macht, nachdem sie eine Zeitlang allmählich gegangen ist, die Natur, und alles Dasein macht Sprünge. Darin besteht gerade das Wesentliche der Entwickelung, daß Krisen und Sprünge eintreten, und es gehört sozusagen zu den Allgemeinplätzen der furchtbarsten Bequemlichkeiten des menschlichen Denkens der Ausspruch: Die Natur macht keine Sprünge - denn sie macht wirklich viele Sprünge.
[ 20 ] Es ist ein Ausspruch in der Wissenschaft üblich, der als eine Selbstverständlichkeit gilt - Anthroposophen sollten lernen, daß er ein Unsinn ist: Die Natur macht keine Sprünge. - Er klingt sehr sachlich und doch ist er ein Unsinn, denn die Natur macht lauter Sprünge. Verfolgen Sie, wie eine Pflanze sich entwickelt, wie jedesmal ein Sprung vor sich geht, wenn ein Neues in den Gang der Entwickelung sich hereinarbeitet, wie ein Sprung geschieht von der regelmäßigen Blattbildung zur Blüte, vom Kelch zum Blumenblatt, von den Blumenblättern zu den Staubgefäßen und so weiter. Lauter Sprünge macht, nachdem sie eine Zeitlang allmählich gegangen ist, die Natur, und alles Dasein macht Sprünge. Darin besteht gerade das Wesentliche der Entwickelung, daß Krisen und Sprünge eintreten, und es gehört sozusagen zu den Allgemeinplätzen der furchtbarsten Bequemlichkeiten des menschlichen Denkens der Ausspruch: Die Natur macht keine Sprünge - denn sie macht wirklich viele Sprünge.
[ 21 ] So aber läuft insbesondere das geistige Leben in Sprüngen ab. Es geschehen im Laufe der geistigen Entwickelung große, bedeutende Sprünge. Dann geht das Leben wiederum einen allmählichen Gang fort, dann geschehen wiederum bedeutende geistige Sprünge. Ein solcher gewaltiger Sprung für das Leben der Menschheit - nicht nur für diejenigen, welche um den Christus waren - ist eben geschehen in der Zeit, als der Christus auf der Erde wandelte. Und in diesem Sinn dürfen wir das Zeitalter, in dem der Christus in Palästina lebte und lehrte, ein Übergangszeitalter nennen. Sagen Sie nicht, daß alle Menschen leicht solch einen Sprung, solch einen Übergang bemerken müssen. Oh, es kann sich das Wesentlichste, was in einer Zeit geschieht, für die Augen der Zeitgenossen völlig verbergen, es kann an ihnen vorübergehen, ohne daß sie etwas davon bemerken. Wissen wir doch, daß einst ein solches Ereignis an Millionen und aber Millionen spurlos vorübergegangen ist. Wissen wir doch, daß Tacitus, dieser bedeutende römische Schriftsteller, an einer Stelle seines Werkes von den Christen wie von einer verborgenen Sekte schreibt, daß zum Beispiel fast hundert Jahre, nachdem das Christentum sich schon über die südlichen Gegenden Europas ausgebreitet hatte, in Rom ganz Merkwürdiges erzählt wurde von dem Christentum. Es gab also in Rom um diese Zeit Gesellschaftskreise, die wußten nichts anderes von dem Christentum, als eine sie störende Sekte sei da, es gebe eine Sekte in einer abgelegenen Winkelgasse, geleitet von einem gewissen Jesus, und der stifte sie zu allerhand Untaten an. Das ist eine Erzählung, die - bereits ein Jahrhundert nachdem das Christentum schon vorhanden war - in Rom umging. So spurlos vorübergegangen ist an einer großen Anzahl von Menschen das bedeutendste Ereignis nicht nur jener Zeit, sondern der ganzen Menschheitsentwickelung. Wir müssen uns vorstellen können, daß in der Tat, während die Menschen nichts, gar nichts merken, Wichtigstes, Bedeutungsvollstes geschehen kann. Wenn daher die Menschen sagen, wir leben in einer Zeit, in der nichts Wesentliches, Wichtiges geschieht, so ist das kein Beweis dafür, daß diese Menschen wirklich recht haben.
[ 21 ] So aber läuft insbesondere das geistige Leben in Sprüngen ab. Es geschehen im Laufe der geistigen Entwickelung große, bedeutende Sprünge. Dann geht das Leben wiederum einen allmählichen Gang fort, dann geschehen wiederum bedeutende geistige Sprünge. Ein solcher gewaltiger Sprung für das Leben der Menschheit - nicht nur für diejenigen, welche um den Christus waren - ist eben geschehen in der Zeit, als der Christus auf der Erde wandelte. Und in diesem Sinn dürfen wir das Zeitalter, in dem der Christus in Palästina lebte und lehrte, ein Übergangszeitalter nennen. Sagen Sie nicht, daß alle Menschen leicht solch einen Sprung, solch einen Übergang bemerken müssen. Oh, es kann sich das Wesentlichste, was in einer Zeit geschieht, für die Augen der Zeitgenossen völlig verbergen, es kann an ihnen vorübergehen, ohne daß sie etwas davon bemerken. Wissen wir doch, daß einst ein solches Ereignis an Millionen und aber Millionen spurlos vorübergegangen ist. Wissen wir doch, daß Tacitus, dieser bedeutende römische Schriftsteller, an einer Stelle seines Werkes von den Christen wie von einer verborgenen Sekte schreibt, daß zum Beispiel fast hundert Jahre, nachdem das Christentum sich schon über die südlichen Gegenden Europas ausgebreitet hatte, in Rom ganz Merkwürdiges erzählt wurde von dem Christentum. Es gab also in Rom um diese Zeit Gesellschaftskreise, die wußten nichts anderes von dem Christentum, als eine sie störende Sekte sei da, es gebe eine Sekte in einer abgelegenen Winkelgasse, geleitet von einem gewissen Jesus, und der stifte sie zu allerhand Untaten an. Das ist eine Erzählung, die - bereits ein Jahrhundert nachdem das Christentum schon vorhanden war - in Rom umging. So spurlos vorübergegangen ist an einer großen Anzahl von Menschen das bedeutendste Ereignis nicht nur jener Zeit, sondern der ganzen Menschheitsentwickelung. Wir müssen uns vorstellen können, daß in der Tat, während die Menschen nichts, gar nichts merken, Wichtigstes, Bedeutungsvollstes geschehen kann. Wenn daher die Menschen sagen, wir leben in einer Zeit, in der nichts Wesentliches, Wichtiges geschieht, so ist das kein Beweis dafür, daß diese Menschen wirklich recht haben.
[ 22 ] In der Tat leben wir heute wiederum in einem Übergangszeitalter, in dem sich wichtigste geistige Tatsachen vollziehen, von denen aber viele unserer Zeitgenossen nichts wissen, die aber da sind. Das ist dasjenige, was wir uns auf der einen Seite klarmachen sollen, daß wir wirklich sprechen können von Übergangszeiten, daß wir aber nicht freigebig sein sollen mit diesem Worte. Was war denn das Wesentliche der Übergangszeit, in der der Christus Jesus erschien? Das Wesentliche dieser Übergangszeit für die Gesamtmenschheit, das drückt sich aus in einem bedeutungsvollen Worte, das man nur richtig verstehen muß. Es drückt sich aus in der Vorherverkündigung des Täufers Johannes, die dann der Christus wieder aufgenommen hat und die da heißt: «Ändert eure Seelenverfassung, die Reiche der Himmel sind nahe zu euch herbeigekommen.» Eine ganze Welt liegt in diesem Ausspruch, gerade jene Welt, die intim zusammenhängt mit jenem Wichtigsten, was sich für die Gesamtmenschheitsentwickelung dazumal vollzog.
[ 22 ] In der Tat leben wir heute wiederum in einem Übergangszeitalter, in dem sich wichtigste geistige Tatsachen vollziehen, von denen aber viele unserer Zeitgenossen nichts wissen, die aber da sind. Das ist dasjenige, was wir uns auf der einen Seite klarmachen sollen, daß wir wirklich sprechen können von Übergangszeiten, daß wir aber nicht freigebig sein sollen mit diesem Worte. Was war denn das Wesentliche der Übergangszeit, in der der Christus Jesus erschien? Das Wesentliche dieser Übergangszeit für die Gesamtmenschheit, das drückt sich aus in einem bedeutungsvollen Worte, das man nur richtig verstehen muß. Es drückt sich aus in der Vorherverkündigung des Täufers Johannes, die dann der Christus wieder aufgenommen hat und die da heißt: «Ändert eure Seelenverfassung, die Reiche der Himmel sind nahe zu euch herbeigekommen.» Eine ganze Welt liegt in diesem Ausspruch, gerade jene Welt, die intim zusammenhängt mit jenem Wichtigsten, was sich für die Gesamtmenschheitsentwickelung dazumal vollzog.
[ 23 ] Durch die natürliche Entwickelung im Kali Yuga waren die Menschen allmählich so weit gekommen, daß sie Urteilskraft und IchBewußtsein erlangt hatten, daß sie aber unfähig geworden waren, aus diesem Ich-Bewußtsein durch eigene Kraft den Zusammenhang mit der geistigen Welt wieder zu gewinnen. Der Täufer sagte: Es ist jetzt die Zeit gekommen, wo euer Ich sich so erziehen muß, daß dieses Ich in sich selbst seelisch so vertieft werden kann, daß es in sich findet das Band zu den Himmelsreichen hin, denn außer sich, in hellseherischen Zuständen kann normalerweise der Mensch jetzt nicht mehr hinaufsteigen in eine geistige Welt. Bis in die physische Welt herunter mußten die Reiche der Himmel kommen. Sie müssen sich offenbaren so, daß das Ich sie durch das gewöhnliche Selbstbewußtsein erkennen kann, durch den Wahrheitssinn des gewöhnlichen Selbstbewußtseins erkennen kann. Ändert den Sinn, ändert die alte Seelenverfassung, so daß ihr glauben könnt, euer Seelenleben kann in sich selber, in dem Ich so erwarmen, daß ihr durch die Beobachtung alles dessen, was um euch vorgeht, begreifen könnt: Es gibt eine geistige Welt! Ihr müßt in eurem Ich, durch euer Ich, die geistigen Welten begreifen lernen. Nahe herab sind sie gekommen. Nicht in einer Welt der Entrückungen müssen sie jetzt gesucht werden! - Deshalb mußte der Christus heruntersteigen und in einem menschlichen, fleischlichen Leibe erscheinen, denn die menschliche Seelenverfassung war gestimmt auf eine Auffassung des physischen Planes. Der Gott mußte zu den Menschen auf den physischen Plan kommen, weil die Menschen durch die Ausbildung ihres Ich und durch das Zuschließen der Tore gegenüber der geistigen Welt nicht mehr fähig waren, in der alten Weise zu den Göttern zu gehen. Das ist das Große, das in der damaligen Zeit geschah, daß auf der einen Seite durch die natürliche Entwickelung der menschlichen Fähigkeiten die alte Verbindung mit den geistigen Welten verloren und ein Ich-Bewußtsein erlangt worden war, aber auf der andern Seite damit innerhalb der physischen Welt das Bewußtsein von diesen geistigen Welten erlangt werden konnte. So war der Christus der Mittler für die geistigen Welten denjenigen Menschen, die es zu einer solchen Entwickelungsstufe gebracht haben, daß sie in einem auf dem physischen Plan lebenden Ich nun den Zusammenhang gewinnen können mit der geistigen Welt. Ändert eure Seelenverfassung, glaubt nicht mehr, daß durch Entrückung der Mensch normalerweise in die geistige Welt hinaufsteigen kann, sondern glaubt daran, daß durch die Entfaltung der in eurem Ich liegenden Möglichkeiten selbst, mit der Hilfe des Christus, der Weg in die geistigen Welten gefunden werden kann. Denn nur so wird die Menschheit zunächst den Geist finden können.
[ 23 ] Durch die natürliche Entwickelung im Kali Yuga waren die Menschen allmählich so weit gekommen, daß sie Urteilskraft und IchBewußtsein erlangt hatten, daß sie aber unfähig geworden waren, aus diesem Ich-Bewußtsein durch eigene Kraft den Zusammenhang mit der geistigen Welt wieder zu gewinnen. Der Täufer sagte: Es ist jetzt die Zeit gekommen, wo euer Ich sich so erziehen muß, daß dieses Ich in sich selbst seelisch so vertieft werden kann, daß es in sich findet das Band zu den Himmelsreichen hin, denn außer sich, in hellseherischen Zuständen kann normalerweise der Mensch jetzt nicht mehr hinaufsteigen in eine geistige Welt. Bis in die physische Welt herunter mußten die Reiche der Himmel kommen. Sie müssen sich offenbaren so, daß das Ich sie durch das gewöhnliche Selbstbewußtsein erkennen kann, durch den Wahrheitssinn des gewöhnlichen Selbstbewußtseins erkennen kann. Ändert den Sinn, ändert die alte Seelenverfassung, so daß ihr glauben könnt, euer Seelenleben kann in sich selber, in dem Ich so erwarmen, daß ihr durch die Beobachtung alles dessen, was um euch vorgeht, begreifen könnt: Es gibt eine geistige Welt! Ihr müßt in eurem Ich, durch euer Ich, die geistigen Welten begreifen lernen. Nahe herab sind sie gekommen. Nicht in einer Welt der Entrückungen müssen sie jetzt gesucht werden! - Deshalb mußte der Christus heruntersteigen und in einem menschlichen, fleischlichen Leibe erscheinen, denn die menschliche Seelenverfassung war gestimmt auf eine Auffassung des physischen Planes. Der Gott mußte zu den Menschen auf den physischen Plan kommen, weil die Menschen durch die Ausbildung ihres Ich und durch das Zuschließen der Tore gegenüber der geistigen Welt nicht mehr fähig waren, in der alten Weise zu den Göttern zu gehen. Das ist das Große, das in der damaligen Zeit geschah, daß auf der einen Seite durch die natürliche Entwickelung der menschlichen Fähigkeiten die alte Verbindung mit den geistigen Welten verloren und ein Ich-Bewußtsein erlangt worden war, aber auf der andern Seite damit innerhalb der physischen Welt das Bewußtsein von diesen geistigen Welten erlangt werden konnte. So war der Christus der Mittler für die geistigen Welten denjenigen Menschen, die es zu einer solchen Entwickelungsstufe gebracht haben, daß sie in einem auf dem physischen Plan lebenden Ich nun den Zusammenhang gewinnen können mit der geistigen Welt. Ändert eure Seelenverfassung, glaubt nicht mehr, daß durch Entrückung der Mensch normalerweise in die geistige Welt hinaufsteigen kann, sondern glaubt daran, daß durch die Entfaltung der in eurem Ich liegenden Möglichkeiten selbst, mit der Hilfe des Christus, der Weg in die geistigen Welten gefunden werden kann. Denn nur so wird die Menschheit zunächst den Geist finden können.
[ 24 ] In einem Zeitalter ähnlicher Art leben wir heute wieder, denn abgelaufen war im Jahre 1899 das Kali Yuga, das finstere Zeitalter, und langsam bereiten sich jetzt auf ähnliche Weise neue Seelenverfassungen, neue Seelenfähigkeiten vor. Es ist durchaus möglich, daß die Zeitgenossen, die Menschen unserer Zeit sie verschlafen. Nach und nach werden wir das kennenlernen, was für alle Menschen geschehen wird in unserem Zeitalter, das nun nach dem Ablauf des Kali Yuga begonnen hat. Wir haben heute die Aufgabe, gerade dafür zu sorgen, daß dieses Ereignis, dieses Übergangsereignis nicht unbemerkt und ohne Wirkung für den Fortschritt der Menschheit an uns vorübergehe.
[ 24 ] In einem Zeitalter ähnlicher Art leben wir heute wieder, denn abgelaufen war im Jahre 1899 das Kali Yuga, das finstere Zeitalter, und langsam bereiten sich jetzt auf ähnliche Weise neue Seelenverfassungen, neue Seelenfähigkeiten vor. Es ist durchaus möglich, daß die Zeitgenossen, die Menschen unserer Zeit sie verschlafen. Nach und nach werden wir das kennenlernen, was für alle Menschen geschehen wird in unserem Zeitalter, das nun nach dem Ablauf des Kali Yuga begonnen hat. Wir haben heute die Aufgabe, gerade dafür zu sorgen, daß dieses Ereignis, dieses Übergangsereignis nicht unbemerkt und ohne Wirkung für den Fortschritt der Menschheit an uns vorübergehe.
[ 25 ] Das Kali Yuga ist abgelaufen, wenige Jahre ist es her. 1899 ist der Durchschnittszeitpunkt, in dem es abgelaufen ist. Jetzt leben wir einer Zeit entgegen, wo sich auf natürliche Weise wieder entwickeln werden, zu dem entwickelten Selbstbewußtsein hinzu, gewisse hellsehetische Fähigkeiten. Die Menschen werden das Eigentümliche und Merkwürdige erleben, daß sie eigentlich nicht wissen werden, wie es ihnen ist! Die Menschen werden anfangen Ahnungen zu bekommen, die sich verwirklichen werden, Ereignisse vorauszusehen, die sie treffen werden. Die Menschen werden überhaupt anfangen, nach und nach das wirklich zu sehen, wenn auch schattenhaft und in den ersten Elementen, was wir den Ätherleib des Menschen nennen. Heute sieht der Mensch nur den physischen Leib. Das Sehen des Ätherleibes wird nach und nach hinzutreten als etwas, von dem die Menschen entweder gelernt haben werden, daß es eine Realität hat, oder von dem sie denken werden, daß es Sinnestäuschung sei, daß es das gar nicht gibt. So weit wird das gehen, daß manche sich bei solchen Erlebnissen fragen werden: Bin ich denn verrückt?
[ 25 ] Das Kali Yuga ist abgelaufen, wenige Jahre ist es her. 1899 ist der Durchschnittszeitpunkt, in dem es abgelaufen ist. Jetzt leben wir einer Zeit entgegen, wo sich auf natürliche Weise wieder entwickeln werden, zu dem entwickelten Selbstbewußtsein hinzu, gewisse hellsehetische Fähigkeiten. Die Menschen werden das Eigentümliche und Merkwürdige erleben, daß sie eigentlich nicht wissen werden, wie es ihnen ist! Die Menschen werden anfangen Ahnungen zu bekommen, die sich verwirklichen werden, Ereignisse vorauszusehen, die sie treffen werden. Die Menschen werden überhaupt anfangen, nach und nach das wirklich zu sehen, wenn auch schattenhaft und in den ersten Elementen, was wir den Ätherleib des Menschen nennen. Heute sieht der Mensch nur den physischen Leib. Das Sehen des Ätherleibes wird nach und nach hinzutreten als etwas, von dem die Menschen entweder gelernt haben werden, daß es eine Realität hat, oder von dem sie denken werden, daß es Sinnestäuschung sei, daß es das gar nicht gibt. So weit wird das gehen, daß manche sich bei solchen Erlebnissen fragen werden: Bin ich denn verrückt?
[ 26 ] Wenn es auch zunächst eine kleine Anzahl von Menschen sein wird, die in den nächsten Jahrzehnten diese Fähigkeiten sich heranentwickeln werden, so ist Geisteswissenschaft etwas, was man verbreitet, weil man die Verantwortung fühlt, welche wir haben gegenüber dem, was in der Realität geschieht, geschehen muß nach dem natürlichen Gang der Ereignisse. Warum lehren wir Geisteswissenschaft? Weil Erscheinungen auftreten werden, die nur durch Geisteswissenschaft zu begreifen sein werden, und die unverstanden bleiben werden, wenn man nicht Geisteswissenschaft haben wird... [Lücke].
[ 26 ] Wenn es auch zunächst eine kleine Anzahl von Menschen sein wird, die in den nächsten Jahrzehnten diese Fähigkeiten sich heranentwickeln werden, so ist Geisteswissenschaft etwas, was man verbreitet, weil man die Verantwortung fühlt, welche wir haben gegenüber dem, was in der Realität geschieht, geschehen muß nach dem natürlichen Gang der Ereignisse. Warum lehren wir Geisteswissenschaft? Weil Erscheinungen auftreten werden, die nur durch Geisteswissenschaft zu begreifen sein werden, und die unverstanden bleiben werden, wenn man nicht Geisteswissenschaft haben wird... [Lücke].
[ 27 ] Diese Fähigkeiten werden sich verhältnismäßig rasch entwickeln bei einer geringen Anzahl von Menschen. Es ist ja allerdings wahr: Durch eine esoterische Schulung kann der Mensch schon heute weit über das hinaufsteigen, was sich da in kleinen Anfängen für alle Menschen vorbereitet. Aber das, wozu der Mensch heute künstlich durch entsprechende Schulung aufsteigen kann, das bereitet sich wenigstens in kleinen Anfängen für die ganze Menschheit vor wie etwas, wovon man wird reden müssen, ob man es nun verstehen wird oder nicht, in den Jahren 1930 bis 1940. Nur noch wenige Jahrzehnte trennen uns von dem Zeitpunkt, an dem solche Erscheinungen schon anfangen werden, häufiger zu sein.
[ 27 ] Diese Fähigkeiten werden sich verhältnismäßig rasch entwickeln bei einer geringen Anzahl von Menschen. Es ist ja allerdings wahr: Durch eine esoterische Schulung kann der Mensch schon heute weit über das hinaufsteigen, was sich da in kleinen Anfängen für alle Menschen vorbereitet. Aber das, wozu der Mensch heute künstlich durch entsprechende Schulung aufsteigen kann, das bereitet sich wenigstens in kleinen Anfängen für die ganze Menschheit vor wie etwas, wovon man wird reden müssen, ob man es nun verstehen wird oder nicht, in den Jahren 1930 bis 1940. Nur noch wenige Jahrzehnte trennen uns von dem Zeitpunkt, an dem solche Erscheinungen schon anfangen werden, häufiger zu sein.
[ 28 ] Dann aber wird noch etwas anderes für jene Menschen eintreten, die diese Fähigkeiten werden errungen haben. Diesen Menschen wird sich ein Beweis ergeben für einen der größten Sätze des neuen Testamentes, der erschütternd für diese Seelen wirkt. Denn in diesen Seelen ersteht der Satz: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt», das heißt, wenn wir es richtig übersetzen: «bis ans Ende der Erdenäonen». Dieser Ausspruch sagt uns, daß das Christentum nicht bloß dasjenige ist, was einmal in Büchern geschrieben war, was in gewissen Zeiten gelernt worden ist; er sagt uns, daß Christentum nicht bloß das ist, was man heute zusammenfaßt unter diesen oder jenen Dogmen, sondern etwas Lebendiges, das Sehen und Erleben von Offenbarungen in sich hat, das immer stärker und stärker sich entfalten wird. Wir stehen heute erst am Anfange der Wirkung des Christentums, und wer wirklich mit dem Christus sich verbunden hat, der weiß, daß aus diesem Christentum immer neue und neue Offenbarungen kommen werden. Er weiß: das Christentum ist nicht im Weichen, das Christentum ist im Wachsen, im Werden, das Christentum ist etwas Lebendiges, nicht etwas Totes.
[ 28 ] Dann aber wird noch etwas anderes für jene Menschen eintreten, die diese Fähigkeiten werden errungen haben. Diesen Menschen wird sich ein Beweis ergeben für einen der größten Sätze des neuen Testamentes, der erschütternd für diese Seelen wirkt. Denn in diesen Seelen ersteht der Satz: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt», das heißt, wenn wir es richtig übersetzen: «bis ans Ende der Erdenäonen». Dieser Ausspruch sagt uns, daß das Christentum nicht bloß dasjenige ist, was einmal in Büchern geschrieben war, was in gewissen Zeiten gelernt worden ist; er sagt uns, daß Christentum nicht bloß das ist, was man heute zusammenfaßt unter diesen oder jenen Dogmen, sondern etwas Lebendiges, das Sehen und Erleben von Offenbarungen in sich hat, das immer stärker und stärker sich entfalten wird. Wir stehen heute erst am Anfange der Wirkung des Christentums, und wer wirklich mit dem Christus sich verbunden hat, der weiß, daß aus diesem Christentum immer neue und neue Offenbarungen kommen werden. Er weiß: das Christentum ist nicht im Weichen, das Christentum ist im Wachsen, im Werden, das Christentum ist etwas Lebendiges, nicht etwas Totes.
[ 29 ] Derjenige, der heute eine geistige Entwickelung durchmacht, der kann schon heute anfangen, die Wahrheit des Ausspruches zu erleben: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten». So ist er bei uns, umschwebend die Erde in Geistesform. Vor dem Ereignis von Golgatha konnten die Hellseher den Christus nicht in der Erdenatmosphäre finden. Erst nach dem Ereignis von Golgatha wird der Christus in der Erdenatmosphäre sichtbar, weil er seit dieser Zeit da ist. Einer, der gelehrt war in der Hellsichtigkeit der vorchristlichen Zeit, wußte, daß einmal ein Zeitpunkt kommen werde, in dem folgendes eintreten wird. Er wußte: Jetzt findet man im Bereiche des Astralischen unserer Erde noch nicht das, was man den Christus nennt, aber es wird eine Zeit kommen, wo dann das hellseherische Auge offen sein wird und sehen wird im Bereiche der Erde den Christus! Er wußte, daß einmal in bezug auf das irdische Hellsehen eine große Veränderung eintreten wird. Er war nicht so weit, überzeugt werden zu können durch die Ereignisse von Palästina, daß diese Ereignisse schon eingetreten seien. Keine physischen Ereignisse konnten ihn überzeugen, daß der Christus schon zur Erde niedergestiegen sei. Eines erst konnte ihn überzeugen: als er hellseherisch in der Erdenatmosphäre den Christus sah. Da war er überzeugt davon, daß der von den Mysterien erwartete Herabstieg des Christus zur Erde sich wirklich vollzogen hatte. Das was Paulus erlebt hatte, die Anwesenheit des Christus in der Erdenatmosphäre, das ist dasjenige, was ein durch esoterische Schulung hellseherischer Mensch heute künstlich erleben kann, das ist auch das, was eben durch natürlich gewordenes Hellsehen einzelne Menschen werden erleben können, wie es charakterisiert worden ist, von den Jahren 1930 bis 1940 anfangend, dann durch längere Zeiträume hindurch als etwas ganz natürlich Gewordenes. Das Ereignis von Damaskus wird sich dann für viele wiederholen, und wir können dieses Ereignis eine Wiederkunft des Christus nennen, eine Wiederkunft im Geiste. DerChristus wird für die Menschen, die hinaufsteigen können bis zum Sehen des Ätherleibes, da sein. Denn bis zum Fleische ist der Christus nur einmal heruntergestiegen: damals in Palästina. Aber im Ätherleibe ist er immer vorhanden in der Ätheratmosphäre der Erde. Und weil die Menschen sich zum Äthersehen entwickeln werden, deshalb werden sie ihn schauen. So ergibt sich die Wiederkunft des Christus dadurch, daß die Menschen hinaufsteigen zu der Fähigkeit, den Christus zu schauen im Ätherischen. Dieses haben wir in unserer Übergangszeit zu erwarten. Und dasjenige, was die Geisteswissenschaft zu leisten hat, das ist nun auch, vorzubereiten die Seelen, damit sie empfangen können den Christus, der zu ihnen herniedersteigt.
[ 29 ] Derjenige, der heute eine geistige Entwickelung durchmacht, der kann schon heute anfangen, die Wahrheit des Ausspruches zu erleben: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten». So ist er bei uns, umschwebend die Erde in Geistesform. Vor dem Ereignis von Golgatha konnten die Hellseher den Christus nicht in der Erdenatmosphäre finden. Erst nach dem Ereignis von Golgatha wird der Christus in der Erdenatmosphäre sichtbar, weil er seit dieser Zeit da ist. Einer, der gelehrt war in der Hellsichtigkeit der vorchristlichen Zeit, wußte, daß einmal ein Zeitpunkt kommen werde, in dem folgendes eintreten wird. Er wußte: Jetzt findet man im Bereiche des Astralischen unserer Erde noch nicht das, was man den Christus nennt, aber es wird eine Zeit kommen, wo dann das hellseherische Auge offen sein wird und sehen wird im Bereiche der Erde den Christus! Er wußte, daß einmal in bezug auf das irdische Hellsehen eine große Veränderung eintreten wird. Er war nicht so weit, überzeugt werden zu können durch die Ereignisse von Palästina, daß diese Ereignisse schon eingetreten seien. Keine physischen Ereignisse konnten ihn überzeugen, daß der Christus schon zur Erde niedergestiegen sei. Eines erst konnte ihn überzeugen: als er hellseherisch in der Erdenatmosphäre den Christus sah. Da war er überzeugt davon, daß der von den Mysterien erwartete Herabstieg des Christus zur Erde sich wirklich vollzogen hatte. Das was Paulus erlebt hatte, die Anwesenheit des Christus in der Erdenatmosphäre, das ist dasjenige, was ein durch esoterische Schulung hellseherischer Mensch heute künstlich erleben kann, das ist auch das, was eben durch natürlich gewordenes Hellsehen einzelne Menschen werden erleben können, wie es charakterisiert worden ist, von den Jahren 1930 bis 1940 anfangend, dann durch längere Zeiträume hindurch als etwas ganz natürlich Gewordenes. Das Ereignis von Damaskus wird sich dann für viele wiederholen, und wir können dieses Ereignis eine Wiederkunft des Christus nennen, eine Wiederkunft im Geiste. DerChristus wird für die Menschen, die hinaufsteigen können bis zum Sehen des Ätherleibes, da sein. Denn bis zum Fleische ist der Christus nur einmal heruntergestiegen: damals in Palästina. Aber im Ätherleibe ist er immer vorhanden in der Ätheratmosphäre der Erde. Und weil die Menschen sich zum Äthersehen entwickeln werden, deshalb werden sie ihn schauen. So ergibt sich die Wiederkunft des Christus dadurch, daß die Menschen hinaufsteigen zu der Fähigkeit, den Christus zu schauen im Ätherischen. Dieses haben wir in unserer Übergangszeit zu erwarten. Und dasjenige, was die Geisteswissenschaft zu leisten hat, das ist nun auch, vorzubereiten die Seelen, damit sie empfangen können den Christus, der zu ihnen herniedersteigt.
[ 30 ] Jetzt haben wir sozusagen nun auch schon die zweite der von uns gestellten Fragen ins Auge gefaßt. Wir haben auf der einen Seite gesehen, wie es einen guten Sinn hat, seine Inkarnationen gut anzuwenden, wir haben aber auch gesehen, wie wir am besten unsere eigene gegenwärtige Verkörperung anwenden können dadurch, daß wir uns vorbereiten für jenen Einblick, der uns wird für die Zukunft des Christus. Und im richtigen Sinn sollen wir sie verstehen, diese Wiederkunft, dann werden wir auch verstehen, was an großen Gefahren damit verbunden ist. Das ist, was ich Ihnen jetzt noch sagen muß.
[ 30 ] Jetzt haben wir sozusagen nun auch schon die zweite der von uns gestellten Fragen ins Auge gefaßt. Wir haben auf der einen Seite gesehen, wie es einen guten Sinn hat, seine Inkarnationen gut anzuwenden, wir haben aber auch gesehen, wie wir am besten unsere eigene gegenwärtige Verkörperung anwenden können dadurch, daß wir uns vorbereiten für jenen Einblick, der uns wird für die Zukunft des Christus. Und im richtigen Sinn sollen wir sie verstehen, diese Wiederkunft, dann werden wir auch verstehen, was an großen Gefahren damit verbunden ist. Das ist, was ich Ihnen jetzt noch sagen muß.
[ 31 ] Größtes ist es, was der Menschheit in den kommenden Zeiten in dem charakterisierten Wiederkommen des Christus im Geiste bevorsteht. Aber der Materialismus unserer Zeit wird so stark sein, daß selbst eine solche Wahrheit materialistisch gedeutet werden wird. Und diese materialistischen Deutungen werden sich in Realität umsetzen. Als ein Wiederkommen im Fleische wird man umdeuten diese Wahrheit. Falsche Christusse werden in gar nicht zu ferner Zeit über die Erde wandeln, falsche Messiasse, Leute, die sich ausgeben werden für den wieder heruntergestiegenen Christus. Anthroposophen aber sollten diejenigen sein, die nicht bis in den Materialismus hinein verfallen können, zu glauben, daß der Christus wiederum im Fleische heruntersteigt auf die Erde, denn sie wissen, daß das finstere Zeitalter zu Ende ist, in dem die Menschen zur Entwickelung ihres Ich-Bewußtseins das Leben im Physisch-Stofflichen ohne Einblick in die geistigen Welten brauchten. Der Mensch muß sich jetzt wieder hinaufentwickeln bis in die geistigen Sphären, wo er den Christus als einen Lebendigen und Gegenwärtigen im Ätherischen wird schauen können.
[ 31 ] Größtes ist es, was der Menschheit in den kommenden Zeiten in dem charakterisierten Wiederkommen des Christus im Geiste bevorsteht. Aber der Materialismus unserer Zeit wird so stark sein, daß selbst eine solche Wahrheit materialistisch gedeutet werden wird. Und diese materialistischen Deutungen werden sich in Realität umsetzen. Als ein Wiederkommen im Fleische wird man umdeuten diese Wahrheit. Falsche Christusse werden in gar nicht zu ferner Zeit über die Erde wandeln, falsche Messiasse, Leute, die sich ausgeben werden für den wieder heruntergestiegenen Christus. Anthroposophen aber sollten diejenigen sein, die nicht bis in den Materialismus hinein verfallen können, zu glauben, daß der Christus wiederum im Fleische heruntersteigt auf die Erde, denn sie wissen, daß das finstere Zeitalter zu Ende ist, in dem die Menschen zur Entwickelung ihres Ich-Bewußtseins das Leben im Physisch-Stofflichen ohne Einblick in die geistigen Welten brauchten. Der Mensch muß sich jetzt wieder hinaufentwickeln bis in die geistigen Sphären, wo er den Christus als einen Lebendigen und Gegenwärtigen im Ätherischen wird schauen können.
[ 32 ] Der Menschheit wird eine Zeit von etwa 2500 Jahren gelassen werden, um sich diese Fähigkeiten anzueignen. 2500 Jahre werden ihr zur Verfügung stehen, das Äthersehen als natürliche, allgemeine Menschheitsgabe zu erwerben, bis die Menschen dann zu einer andern Fähigkeit wiederum in einer Übergangszeit hinaufzusteigen haben werden. In diesen 2500 Jahren werden immer mehr Seelen der Menschen sich zu diesen Fähigkeiten hinaufentwickeln können. Und es wird keinen Unterschied machen, ob die Menschen in der genannten Zeit leben werden hier zwischen Geburt und Tod, oder nach dem Tode in der geistigen Welt sich aufhalten werden. Auch die Zeit des Menschenlebens zwischen Tod und neuer Geburt wird anders verbracht werden, wenn die Seelen erlebt haben werden die Wiederkunft des Christus. Auch das wird durch dieses Erlebnis anders werden. Daher wird es für die Seelen, die jetzt verkörpert sind, so sehr von Bedeutung sein, wohlvorbereitet zu sein für das Christus-Ereignis, das in diesem Jahrhundert kommt, sowohl wenn sie noch hier im physischen Leibe verkörpert sind, wie es auch wichtig sein wird für diejenigen, die dann schon durch die Todespforte geschritten sind und zwischen Tod und neuer Geburt sich befinden, wenn dieses neue ChristusEreignis vor sich gehen wird. Für alle gegenwärtigen Seelen ist es wichtig, vorbereitet zu sein auf dieses Geschehen und dadurch gewappnet zu sein auch vor den Gefahren.
[ 32 ] Der Menschheit wird eine Zeit von etwa 2500 Jahren gelassen werden, um sich diese Fähigkeiten anzueignen. 2500 Jahre werden ihr zur Verfügung stehen, das Äthersehen als natürliche, allgemeine Menschheitsgabe zu erwerben, bis die Menschen dann zu einer andern Fähigkeit wiederum in einer Übergangszeit hinaufzusteigen haben werden. In diesen 2500 Jahren werden immer mehr Seelen der Menschen sich zu diesen Fähigkeiten hinaufentwickeln können. Und es wird keinen Unterschied machen, ob die Menschen in der genannten Zeit leben werden hier zwischen Geburt und Tod, oder nach dem Tode in der geistigen Welt sich aufhalten werden. Auch die Zeit des Menschenlebens zwischen Tod und neuer Geburt wird anders verbracht werden, wenn die Seelen erlebt haben werden die Wiederkunft des Christus. Auch das wird durch dieses Erlebnis anders werden. Daher wird es für die Seelen, die jetzt verkörpert sind, so sehr von Bedeutung sein, wohlvorbereitet zu sein für das Christus-Ereignis, das in diesem Jahrhundert kommt, sowohl wenn sie noch hier im physischen Leibe verkörpert sind, wie es auch wichtig sein wird für diejenigen, die dann schon durch die Todespforte geschritten sind und zwischen Tod und neuer Geburt sich befinden, wenn dieses neue ChristusEreignis vor sich gehen wird. Für alle gegenwärtigen Seelen ist es wichtig, vorbereitet zu sein auf dieses Geschehen und dadurch gewappnet zu sein auch vor den Gefahren.
[ 33 ] Wenn wir so sprechen, dann fühlen wir, was uns Anthroposophie sein soll und sein kann, wie sie uns vorbereiten soll, damit wir das erfüllen können, was machen wird, daß ein größtes Ereignis nicht spurlos an der Menschheit vorübergeht. Denn würde es spurlos an der Menschheit vorübergehen, so würde die Menschheit eine wichtige Entwickelungsmöglichkeit verlieren, und sie würde in Finsternis, in das Verdorren versinken. Licht kann es nur bringen, wenn die Menschen aufwachen für das neue Wahrnehmen und so auch dem neuen Christus-Ereignis sich öffnen. Das wird immer und immer wieder gesagt werden in der Zukunft. Aber immer wieder und wiederum gesagt wird auch werden, daß die falschen Propheten das Gute, das Große würden verhindern können, wenn es ihnen gelänge, die Meinung zu verbreiten, daß der Christus im Fleische erscheinen würde. Wenn das Anthroposophen nicht begreifen sollten, dann würden sie dem Irrtum verfallen können, der es ermöglichen würde, daß falsche Messiasse auftreten. Sie werden auftreten, weil sie auf die schwachen, auf die durch den Materialismus schwach gemachten Seelen rechnen, die sich nur vorstellen können, daß, wenn der Christus wiederkommt, er im materiellen Fleische erscheinen muß. Diese Mißdeutung der Verkündigung ist eine schlimme; sie wird eintreten als eine schlimme Versuchung für die Menschheit. Anthroposophie hat die Aufgabe, die Menschen vor dieser Versuchung zu bewahren. Das kann nicht stark genug betont werden für alle, die es hören wollen. Damit sehen Sie aber auch, daß Anthroposophie Wichtiges zu sagen hat, daß wir Anthroposophie nicht bloß treiben, weil wir neugierig sind auf allerlei Wahrheiten, sondern weil wir wissen, daß diese Wahrheiten gebraucht werden zum Heile der Menschheit, zur stetigen Vervollkommnung der Menschheit.
[ 33 ] Wenn wir so sprechen, dann fühlen wir, was uns Anthroposophie sein soll und sein kann, wie sie uns vorbereiten soll, damit wir das erfüllen können, was machen wird, daß ein größtes Ereignis nicht spurlos an der Menschheit vorübergeht. Denn würde es spurlos an der Menschheit vorübergehen, so würde die Menschheit eine wichtige Entwickelungsmöglichkeit verlieren, und sie würde in Finsternis, in das Verdorren versinken. Licht kann es nur bringen, wenn die Menschen aufwachen für das neue Wahrnehmen und so auch dem neuen Christus-Ereignis sich öffnen. Das wird immer und immer wieder gesagt werden in der Zukunft. Aber immer wieder und wiederum gesagt wird auch werden, daß die falschen Propheten das Gute, das Große würden verhindern können, wenn es ihnen gelänge, die Meinung zu verbreiten, daß der Christus im Fleische erscheinen würde. Wenn das Anthroposophen nicht begreifen sollten, dann würden sie dem Irrtum verfallen können, der es ermöglichen würde, daß falsche Messiasse auftreten. Sie werden auftreten, weil sie auf die schwachen, auf die durch den Materialismus schwach gemachten Seelen rechnen, die sich nur vorstellen können, daß, wenn der Christus wiederkommt, er im materiellen Fleische erscheinen muß. Diese Mißdeutung der Verkündigung ist eine schlimme; sie wird eintreten als eine schlimme Versuchung für die Menschheit. Anthroposophie hat die Aufgabe, die Menschen vor dieser Versuchung zu bewahren. Das kann nicht stark genug betont werden für alle, die es hören wollen. Damit sehen Sie aber auch, daß Anthroposophie Wichtiges zu sagen hat, daß wir Anthroposophie nicht bloß treiben, weil wir neugierig sind auf allerlei Wahrheiten, sondern weil wir wissen, daß diese Wahrheiten gebraucht werden zum Heile der Menschheit, zur stetigen Vervollkommnung der Menschheit.
[ 34 ] Der Christus wird noch in vielen Formen an die Menschheit herantreten. Diejenige Form, die er gewählt hat bei den Ereignissen von Palästina, die wählte er, weil die Menschen dazumal auf die Fähigkeit angewiesen waren, ihr Bewußtsein auf dem physischen Plan zu entfalten und diesen zu erobern. Die Menschheit ist aber dazu berufen, immer höhere und höhere Fähigkeiten zu entwickeln, damit dann immer wiederum die Entwickelung einen neuen Sprung machen kann.
[ 34 ] Der Christus wird noch in vielen Formen an die Menschheit herantreten. Diejenige Form, die er gewählt hat bei den Ereignissen von Palästina, die wählte er, weil die Menschen dazumal auf die Fähigkeit angewiesen waren, ihr Bewußtsein auf dem physischen Plan zu entfalten und diesen zu erobern. Die Menschheit ist aber dazu berufen, immer höhere und höhere Fähigkeiten zu entwickeln, damit dann immer wiederum die Entwickelung einen neuen Sprung machen kann.
[ 35 ] Der Christus wird da sein, um auch für diese höheren Erkenntnisstufen erlebt werden zu können. Das Christentum steht auch in dieser Beziehung nicht am Ende, sondern am Anfang seiner Wirksamkeit, und von Stufe zu Stufe wird die Menschheit hinaufsteigen, und von Stufe zu Stufe wird das Christentum da sein, um in aller Erdenzukunft die tiefsten Bedürfnisse der Menschenseele zu befriedigen.
[ 35 ] Der Christus wird da sein, um auch für diese höheren Erkenntnisstufen erlebt werden zu können. Das Christentum steht auch in dieser Beziehung nicht am Ende, sondern am Anfang seiner Wirksamkeit, und von Stufe zu Stufe wird die Menschheit hinaufsteigen, und von Stufe zu Stufe wird das Christentum da sein, um in aller Erdenzukunft die tiefsten Bedürfnisse der Menschenseele zu befriedigen.
