Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

The Advent of Christ in the Ethereal World
GA 118

5 March 1910, Stuttgart

Translate the original German text into any language:

6. Die Geheimnisse des Weltenalls Kometarisches und Lunarisches

6. The Secrets of the Universe: Cometary and Lunar Phenomena

[ 1 ] In sternklarer Nacht, wenn wir den Blick in den Himmelsraum hinausrichten, dann ist es zunächst das Gefühl des Erhabenen, das durch unsere Seele fließt, indem wir die unzählbaren Sternwunder auf uns wirken lassen. Dieses Gefühl von einem Erhabenen, das da durch unsere Seele fließt, das wird sich bei dem einen Menschen mehr, bei dem andern weniger geltend machen, je nach seiner besonderen, individuellen Veranlagung. Der Mensch wird aber - und das darf insbesondere der Erscheinung des Sternenhimmels gegenüber gesagt werden -, der Mensch wird aber sehr bald seine Sehnsucht erweckt finden, etwas zu verstehen von diesen Wundern des Weltenraumes, die ihn da anblicken. Und wir dürfen wohl sagen, daß gerade dem Sternenhimmel gegenüber der Mensch am allerwenigsten vom Verstehen sich abhalten wird dadurch etwa, daß er sich sagte, es könnte ihm das ungeteilte, unmittelbare Gefühl des Erhabenen verlorengehen, wenn er mit seinem Begreifen durchdringen wollte das Geheimnis der Sternenwelt. Es ist das Gefühl berechtigt, daß das Begreifen, das Verstehen, insbesondere auf diesem Gebiete, unser unmittelbares Gefühl nicht beeinträchtigen kann. So wie es sich auch für andere Gebiete des Daseins in größerem oder geringerem Maße bald herausstellt, daß insbesondere geisteswissenschaftliches Erkennen unsere Gefühle und Empfindungen, wenn wir nur gesunden Sinn haben, erhöht, verstärkt, so kann sich der Mensch überzeugen, und wird sich immer mehr und mehr überzeugen, daß insbesondere gegenüber den großen, den erhabenen Weltentatsachen sein Gefühl auch nicht um ein weniges zusammenschrumpfen wird, wenn er erkennen, begreifen lernt, was da eigentlich durch den Raum geht oder scheinbar stillesteht.

[ 1 ] On a starry night, when we gaze out into the vastness of the heavens, it is first and foremost a sense of the sublime that flows through our soul as we let the countless wonders of the stars work their magic on us. This feeling of the sublime that flows through our soul will be more pronounced in some people and less so in others, depending on their particular, individual disposition. But the human being—and this may be said especially in regard to the sight of the starry sky—will very soon find their longing awakened to understand something of these wonders of the cosmos that gaze upon them. And we may well say that it is precisely in the face of the starry sky that human beings will be least deterred from understanding by the fear that they might lose the undivided, immediate feeling of the sublime if they were to attempt to penetrate the mystery of the starry world with their intellect. The feeling is justified that comprehension, that understanding, especially in this realm, cannot impair our immediate feeling. Just as it soon becomes apparent, to a greater or lesser extent, in other realms of existence as well, that spiritual scientific knowledge in particular elevates and strengthens our feelings and sensations—provided we possess sound judgment—so can human beings convince themselves and will become increasingly convinced that, especially in the face of the great, sublime facts of the universe, his feelings will not diminish in the slightest when he learns to recognize and comprehend what actually moves through space or appears to stand still.

[ 2 ] Nun können wir allerdings die Welt in irgendeiner Darstellung sozusagen immer nur wie in einer Ecke erfassen und müssen es der Zeit überlassen, daß wir Schritt für Schritt die Tatsachen der Welt begreifen lernen. Heute soll uns ein Teil, ein kleiner, geringer Teil gerade der Raumeswelt im Zusammenhang mit dem Menschenleben beschäftigen. Ahnt es ja wohl der Mensch zunächst schon, so lernt er es doch durch Geisteswissenschaft immer mehr und mehr, immer genauer und genauer kennen, daß er aus dem Ganzen des Weltenalls herausgeboren ist, und daß die Geheimnisse des Weltenalls mit seinen eigenen Geheimnissen zusammenhängen. Das aber zeigt sich insbesondere, wenn wir genauer auf gewisse Geheimnisse des Daseins eingehen.

[ 2 ] However, in any given representation of the world, we can, so to speak, ever only grasp a corner of it, and must leave it to time to enable us to learn, step by step, to comprehend the facts of the world. Today we shall concern ourselves with a part—a small, insignificant part—of the spatial world in connection with human life. Although human beings may intuit this at first, through spiritual science they come to know it more and more, ever more precisely: that they have been born out of the entirety of the universe, and that the mysteries of the universe are connected to their own mysteries. This becomes particularly evident when we examine certain mysteries of existence more closely.

[ 3 ] Ein Gegensatz gibt sich kund im Menschenleben, so wie sich dieses Menschenleben zunächst auf unserer Erde entwickelt. Dieser Gegensatz, er tritt uns überall und immerzu entgegen. Es ist der Gegensatz des Männlichen und des Weiblichen. Wir wissen, daß wir diesen Gegensatz des Männlichen und des Weiblichen auf der Erde zu suchen haben in bezug auf das Menschengeschlecht seit der alten lemurischen Zeit, und wir wissen auch, daß er eine Weile in unserem Erdendasein dauern wird und sich wiederum in eine höhere Einheit auflösen wird.

[ 3 ] A contrast manifests itself in human life, as this human life first develops on our Earth. This contrast confronts us everywhere and at all times. It is the contrast between the masculine and the feminine. We know that we must look for this contrast between the masculine and the feminine on Earth in relation to the human race since the ancient Lemurian era, and we also know that it will persist for a time in our earthly existence and will eventually dissolve into a higher unity.

[ 4 ] Wenn wir das, was eben gesagt worden ist, daß alles menschliche Leben aus dem Weltenleben herausgeboren ist, festhalten, dürfen wir uns fragen: Ja, wenn es schon so ist, daß dasjenige, was wir im Menschenleben seit der alten lemurischen Zeit als Mann und Frau bezeichnen, auf der Erde über eine gewisse Strecke ihrer Entwickelung mitgeht, können wir - da alles Leben aus dem Universum herausgeboren ist - irgend etwas im gesamten Universum finden, welches sozusagen in einem höheren Sinn Ähnliches darstellt wie diesen Gegensatz des Männlichen und des Weiblichen? Können wir in einer gewissen Beziehung dasjenige finden, aus dem, wie aus einem Kosmischen heraus, das Männliche und das Weibliche auf der Erde geboren ist? - Diese Frage kann aufgeworfen werden.

[ 4 ] If we take to heart what has just been said—that all human life is born out of the life of the world—we may ask ourselves: Yes, if it is indeed the case that what we have called man and woman in human life since the ancient Lemurian era has accompanied humanity on Earth for a certain stretch of its development, can we—since all life is born out of the universe—find anything in the entire universe that, so to speak, represents in a higher sense something similar to this contrast between the masculine and the feminine? Can we, in a certain sense, find that from which—as from a cosmic source—the masculine and the feminine are born on Earth?—This question may be raised.

[ 5 ] Nun dürfen wir allerdings, wenn wir auf dem Boden der Geisteswissenschaft stehen, nicht etwa vorgehen nach dem Rezept, nach dem der heutige Materialist vorgeht. Dieser heutige Materialist kann sich ja nichts anderes vorstellen, als was in seiner unmittelbaren nächsten Umgebung lebt, und daher ist er so leicht geneigt, das, was für das Menschenleben nur in bezug auf unsere Erde, und für das Tierleben eigentlich auch nur höchstens für Mond und Erde eine Bedeutung hat - diesen Gegensatz - in allem Weltenall zu suchen und geradezu als Männliches und Weibliches zu bezeichnen. Das ist ein Unfug unserer Zeit. Wir müssen scharf festhalten, daß die Bezeichnung «männlich» und «weiblich» für das Menschliche in jenem eng umgrenzten Sinn nur seit der lemurischen Zeit und bis zu einem gewissen Zeitpunkt der Erdenentwickelung gilt, für das Tierische und Pflanzliche höchstens noch während der Mondenentwickelung und der Erdenentwickelung. Aber es frägt sich eben: Ist das irdische Männliche und Weibliche aus einem höheren kosmischen Gegensatz herausgeboren? Wenn wir diesen Gegensatz finden können, dann würde sich uns auch ein wunderbarer, zunächst geheimnisvoller Zusammenhang ergeben zwischen dieser Erscheinung und einer Erscheinung im Kosmos. Nun gibt es allerdings überall im Kosmos Gegensätze. Man muß sie nur in der richtigen Weise aufzufinden verstehen.

[ 5 ] However, if we stand on the ground of spiritual science, we must not proceed according to the same formula as today’s materialists. After all, today’s materialist can imagine nothing other than what lives in his immediate surroundings, and therefore he is so easily inclined to seek this contrast—which has significance for human life only in relation to our Earth, and for animal life, in fact, at most only for the Moon and Earth—throughout the entire universe and to designate it outright as masculine and feminine. This is a folly of our time. We must firmly hold to the fact that the terms “male” and “female” apply to the human realm in that narrowly defined sense only from the Lemurian period onward and up to a certain point in Earth’s evolution; for the animal and plant realms, at most, they apply only during the lunar and Earth evolutions. But the question arises: Is the earthly male and female born out of a higher cosmic opposition? If we can find this opposition, then a wonderful, initially mysterious connection would also reveal itself to us between this phenomenon and a phenomenon in the cosmos. Now, of course, there are oppositions everywhere in the cosmos. One must only know how to find them in the right way.

[ 6 ] Diejenigen Gegensätze im Kosmos, welche uns zunächst für das Menschenleben wichtig sind, sind so, daß wir als ersten angeben können den Gegensatz von Sonne und Erde. Wir haben zwar bei den verschiedenen Betrachtungen der Erdenentwickelung gesehen, wie sich die Sonne von unserer Erde abgespalten hat, wie beide selbständige Körper im Raum geworden sind, aber wir können auch fragen: Wie wiederholt sich denn der Gegensatz von Sonne und Erde im Makrokosmos, der großen Welt, wie wiederholt sich denn dieser Gegensatz im Menschen, im Mikrokosmos? Gibt es im Menschen selber einen Gegensatz, der in der menschlichen Natur entspricht dem Gegensatz von Sonne und Erde unseres Planeten-Sonnensystems? Ja, diesen Gegensatz gibt es! Und dieser Gegensatz ist im menschlichen Organismus — aber jetzt Gesamtorganismus, leiblich und geistig sozusagen zwischen alldem, was sich äußerlich in dem Organ des Kopfes ausdrückt, und alldem, was sich äußerlich in den Organen der menschlichen Bewegung ausdrückt. Alles das am Menschen, was sich ausdrückt als Gegensatz zwischen dem Organe des Kopfes und den Organen der Bewegung, also Händen und Füßen, entspricht beim Menschen jenem Gegensatz, jener Polarität, die wir im Kosmos als Sonne und Erde bezeichnen können. Wir werden schon noch sehen, wie sich das verträgt mit jener andern Entsprechung, wo man in gewisser Beziehung die Sonne parallelisiert mit dem Herzen; aber darauf kommt es jetzt nicht an, sondern es kommt jetzt an auf ein Gegensatzpaar: darauf, daß im Menschen der Kopf auf der einen Seite ist und auf der andern Seite dasjenige, was wir am Menschen die Bewegungsorgane nennen.

[ 6 ] The contrasts in the cosmos that are most immediately relevant to human life are such that we can first mention the contrast between the Sun and the Earth. Although we have seen in our various examinations of the Earth’s development how the Sun separated from our Earth, and how both became independent bodies in space, we may also ask: How does the opposition between the Sun and the Earth repeat itself in the macrocosm, the great world? How does this opposition repeat itself in the human being, in the microcosm? Is there within the human being itself an opposition that corresponds, in human nature, to the opposition between the Sun and the Earth in our planetary solar system? Yes, this opposition does exist! And this opposition is present in the human organism—but now the entire organism, physically and spiritually, so to speak, between all that is outwardly expressed in the organ of the head and all that is outwardly expressed in the organs of human movement. Everything in the human being that expresses itself as a contrast between the organ of the head and the organs of movement—that is, the hands and feet—corresponds in the human being to that contrast, that polarity, which we can describe in the cosmos as the sun and the earth. We shall yet see how this relates to that other correspondence, where in a certain sense the sun is paralleled with the heart; but that is not what matters now; what matters now is a pair of opposites: the fact that in the human being the head is on one side and on the other side that which we call the organs of movement.

[ 7 ] Sie können sich leicht klarmachen, daß der Mensch noch auf der alten Mondenentwickelung in bezug auf seine Gliedmaßen ein ganz anderes Wesen war als während der Erdenentwickelung. Zu einem aufrechten Wesen, das sozusagen Hände und Füße in der Weise gebraucht wie heute, hat erst unsere Erde den Menschen gemacht, und auf der Erde wiederum konnte sein Haupt nur dadurch in den Weltenraum frei herausschauend werden, daß aus einer andern Lage, wo etwa sein Rückgrat während der Mondenentwickelung der Mondoberfläche parallel war, ihn die Kräfte der Sonne aufgerichtet haben. Von der Erde, wie sie heute ist, können wir sagen: Sie ist schuld daran, daß der Mensch seine Beine und Hände so gebrauchen kann, wie er sie heute gebraucht. Die Sonne, von außen auf unsere Erde wirkend und den Gegensatz zur Erde bildend, ist schuld daran, daß das menschliche Antlitz mit dem Haupte sich sozusagen in einer gewissen Weise entrissen hat der Gebundenheit an die Erde und frei in den Weltenraum hinauszublicken in der Lage ist. Was also draußen im Planeten-Sonnensystem der Gegensatz von Sonne und Erde ist, das ist im Menschen der Gegensatz von Kopf und Gliedmaßen. Diesen Gegensatz von Kopf und Gliedmaßen, wir finden ihn bei allen Menschen, seien sie nun Männer, oder seien sie Frauen, und wir finden auch, daß für das Wesentliche dabei Männer und Frauen im Grunde genommen gleichgeartet sind. So daß wir sagen können: In bezug auf jenen Gegensatz zwischen Sonne und Erde muß auch der entsprechende Gegensatz beim Menschen sich gleichartig ausdrücken bei Männern und Frauen. Die Erde wirkt in demselben Maße auf die Frau wie auf den Mann, die Frau ist in derselben Weise an die Erde gefesselt wie der Mann, und in derselben Weise entreißt die Sonne das Haupt der Frau wie das des Mannes der Fesselung an die Erde.

[ 7 ] You can easily see that, during the old lunar phase of development, human beings were quite different creatures in terms of their limbs than they were during the Earth phase of development. It was only our Earth that made human beings into upright beings who use their hands and feet, so to speak, in the way they do today; and on Earth, in turn, their heads could only come to gaze freely out into space because the forces of the Sun raised them up from a different position—one in which, for example, their spines were parallel to the surface of the Moon during the lunar phase of development. Of the Earth as it is today, we can say: It is responsible for the fact that human beings can use their legs and hands as they do today. The Sun, acting upon our Earth from the outside and forming the contrast to the Earth, is responsible for the fact that the human face, with the head, has, so to speak, in a certain way torn itself free from its bond to the Earth and is able to look out freely into outer space. What, then, is the contrast between Sun and Earth out there in the planetary solar system is, in the human being, the contrast between head and limbs. We find this contrast between head and limbs in all human beings, whether they are men or women, and we also find that, in essence, men and women are fundamentally alike in this respect. So that we can say: With regard to that contrast between the sun and the Earth, the corresponding contrast in human beings must also express itself in the same way in men and women. The Earth acts upon the woman to the same extent as upon the man; the woman is bound to the Earth in the same way as the man, and in the same way the Sun rends the woman’s head from its bondage to the Earth, just as it does the man’s.

[ 8 ] Den Gegensatz, den wir eben berührt haben, werden wir in seiner vollen Tiefe würdigen, wenn wir bedenken, daß zum Beispiel jene Wesen, die sozusagen zu früh in die dichte Materie gefallen sind - die Säugetiere - es nicht bis zu dem freien Hinausschauen in den Weltenraum bringen konnten, daß sie mit ihrem Antlitz gefesselt sind an das Erdendasein. Für sie wurde der Gegensatz von Sonne und Erde nicht im gleichen Sinne zu einem Gegensatz in ihrer eigenen Wesenheit, Daher dürfen wir ein Säugetier keinen Mikrokosmos nennen. Den Menschen können wir aber den Mikrokosmos nennen. Und wir haben jetzt ein solches Zeugnis für die mikrokosmische Natur des Menschen im Gegensatz zwischen Kopf und Gliedmaßen.

[ 8 ] We will appreciate the full depth of the contrast we have just touched upon when we consider, for example, that those beings who, so to speak, fell into dense matter too early—the mammals—were unable to attain the freedom to gaze out into outer space, and are thus bound by their very nature to earthly existence. For them, the contrast between the sun and the earth did not become a contrast within their own being in the same sense. Therefore, we cannot call a mammal a microcosm. But we can call the human being a microcosm. And we now have such evidence of the microcosmic nature of the human being in the contrast between the head and the limbs.

[ 9 ] Hier haben Sie ein Beispiel, an dem sich zu gleicher Zeit zeigt, wie unendlich wichtig es ist, nicht einseitig in der Betrachtung zu werden. Man kann noch so sehr die Knochen des Menschen zählen und die Knochen der höheren Säugetiere zählen und die Muskeln zählen beim Menschen und den Säugetieren, und man kann dadurch jenen Zusammenhang herstellen, welcher in der neueren Zeit für eine gewisse Weltanschauung dazu geführt hat, den Menschen möglichst nahe an die höheren Säugetiere heranzurücken. Daß so etwas geschehen kann, rührt lediglich davon her, daß die Menschen erst durch die Geisteswissenschaft lernen werden, wie wichtig es ist, nicht bloß Wahrheiten zu haben, sondern zu den Wahrheiten noch etwas hinzu. Seien Sie sich bewußt, daß jetzt in diesem Moment etwas sehr Wichtiges gesagt wird, etwas, was sich der Anthroposoph wohl ins Gedächtnis und ins Herz schreiben sollte: Wahr sind viele Sachen, aber bloß zu wissen, daß eine Sache wahr ist, das genügt noch nicht! - Es ist gar kein Zweifel, daß es wahr ist, was zum Beispiel die neuere Naturwissenschaft über die Verwandtschaft des Menschen mit den Affen sagt. Aber es kommt bei einer Wahrheit nicht bloß darauf an, daß man sie als Wahrheit hat, sondern daß man weiß, wie wichtig man die betreffende Wahrheit nehmen muß für die Gesamterklärung des Daseins. Also das genügt nicht, daß man irgendwie etwas als eine Wahrheit hat, sondern man muß wissen, wie wichtig eine Wahrheit für die Gesamterklärung des Daseins ist. Und da kann eine ganz gewöhnliche, scheinbar alltägliche Wahrheit nur deshalb nicht zum Ausschlaggebenden gerechnet werden, weil man sie eben nicht in ihrer Wichtigkeit betrachtet. Es gibt eine ganz alltägliche Wahrheit, die jeder Mensch kennt und die man nur in ihrer Wichtigkeit nehmen muß, dann wird sie tief, tief bedeutsam für unsere ganze irdische Entwickelungslehre. Das ist die Wahrheit, daß der Mensch das einzige Wesen ist auf der Erde, welches prinzipiell wirklich frei das Antlitz in den Weltenraum hinausrichten kann. Wenn wir den Menschen in dieser Beziehung vergleichen mit dem ihm nächststehenden Affen, so können wir doch nur sagen: Wenn auch der Affe versucht hat sich aufzurichten, so hat er eben dieses Aufrichten doch verpfuscht. - Und das ist es, worauf es ankommt. Man muß nur das Gewicht einer Wahrheit einsehen. Daß der Mensch diesen Vorzug hat, das muß man zunächst in seiner Wichtigkeit empfinden, dann wird man es in seiner Wichtigkeit auch zusammenbringen mit der andern eben charakterisierten Weltentatsache: daß es nun nicht die Erde allein ist, sondern die Sonne im Gegensatz zur Erde, das heißt also ein Außerirdisches, das den Menschen zu einem Bürger des Himmelsraumes zunächst macht, ihn entreißt dem irdischen Dasein. Und wir dürfen in gewisser Weise sagen: Um dem Menschen diese Vorzugsstellung in unserem Weltenall zu geben, mußte diese ganze kosmische Einrichtung gemacht werden, die wir heute als Gegensatz von Sonne und Erde kennen. Um des Menschen willen, damit er aufgehoben werden konnte aus der Lage der Tiere, mußte diese Konstellation von Sonne und Erde bewirkt werden.

[ 9 ] Here is an example that illustrates just how infinitely important it is not to adopt a one-sided perspective. One can count the bones of humans and the bones of higher mammals, and count the muscles in humans and mammals, and thereby establish the connection that in recent times has led a certain worldview to place humans as close as possible to higher mammals. That such a thing can happen stems solely from the fact that it is only through spiritual science that people will learn how important it is not merely to have truths, but to have something more in addition to the truths. Be aware that something very important is being said right now, something that the anthroposophist should surely take to heart and commit to memory: Many things are true, but merely knowing that a thing is true is not enough! — There is no doubt whatsoever that what modern science says, for example, about the kinship between humans and apes is true. But with a truth, it is not merely a matter of having it as a truth, but of knowing how seriously one must take that particular truth for the overall explanation of existence. So it is not enough to simply hold something as a truth; one must know how important a truth is for the overall explanation of existence. And that is why a very ordinary, seemingly everyday truth cannot be counted as decisive simply because one does not consider its importance. There is a very everyday truth that every human being knows, and one need only take it seriously in terms of its importance; then it becomes deeply, deeply significant for our entire doctrine of earthly evolution. This is the truth that the human being is the only being on Earth who, in principle, can truly and freely turn his face out into the cosmos. If we compare human beings in this regard with the ape closest to them, we can only say: even if the ape has tried to stand upright, it has, in fact, botched this very act of standing upright. — And that is what matters. One must simply grasp the weight of a truth. That human beings possess this advantage—one must first grasp its significance; then one will also be able to connect it in its significance with the other cosmic fact just described: that it is not the Earth alone, but the Sun in contrast to the Earth—that is, an extraterrestrial entity—that first makes human beings citizens of the heavens, snatching them away from earthly existence. And we may say, in a certain sense: In order to grant humanity this privileged position in our universe, this entire cosmic arrangement—which we know today as the contrast between the Sun and the Earth—had to be created. For the sake of humanity, so that it might be lifted out of the condition of the animals, this constellation of Sun and Earth had to be brought about.

[ 10 ] So sehen wir uns auf der einen Seite den Menschen an und sagen: Wir haben an ihm denselben Gegensatz, den wir auf der andern Seite sehen, wenn wir in den Himmelsraum hinausblicken und die Sonne mit ihrem Gegenbild, der Erde, betrachten.

[ 10 ] So, on the one hand, we look at human beings and say: We see in them the same contrast that we see on the other hand when we look out into space and observe the sun with its counterpart, the Earth.

[ 11 ] Nun frägt es sich: Können wir auch den andern Gegensatz, der auf der Erde sich findet, und auf den wir eingangs hingedeutet haben, den Gegensatz von männlich und weiblich, können wir den im Kosmos wiederfinden? Ist vielleicht gar irgend etwas im Kosmos - ich meine mit Kosmos unser Sonnensystem - so eingerichtet, daß sich von dieser kosmischen Einrichtung wie eine Art Wirkung, wie eine Art Spiegelbild auf der Erde ergibt der Gegensatz zwischen Mann und Frau? Ja, es ist etwas so eingerichtet. Der höhere Gegensatz, das ist der, den wir bezeichnen können als den Gegensatz des Kometarischen und des Lunarischen, des Kometen und des Mondes. Dieser Gegensatz von Komet und Mond, in ähnlicher Weise betrachtet wie der Gegensatz von Sonne und Erde, gilt für den Gegensatz von Weiblichem und Männlichem. So daß wir sagen können: Wie sich in Kopf und Gliedmaßen spiegelt die Polarität Sonne-Erde, so spiegelt sich im Weiblichen und Männlichen die Polarität, der Gegensatz Komet-Mond. Dieses führt uns nun in einer gewissen Beziehung tief hinein in gewisse Weltengeheimnisse. Nämlich, so sonderbar es Ihnen klingen mag, es ist durchaus wahr, daß die verschiedenen Glieder der Menschennatur, die uns am äußeren physischen Menschenleib entgegentreten, von verschiedenartiger Wertigkeit sind, das heißt, in verschieden starkem Maße ein Ausdruck des Geistigen sind, das hinter ihnen liegt. In Wahrheit ist am Menschen, so wie er uns als physischer Leib entgegentritt, auch nur der Kopf und in gewissem anderem Sinn die Gliedmaßen dasjenige, was am meisten in bezug auf die äußere Form den inneren geistigen Kräften, die zugrunde liegen, entspricht. Also merken wir wohl, damit wir uns hier verstehen: Es ist ja alles dasjenige, was uns äußerlich in der physischen Welt entgegenttitt, ein Abbild eines Geistigen, das Geistige hat das äußerlich Physische geformt. Wenn nun ein Geistiges ein äußeres Physisches formt, so kann es sich dieses so formen, daß dieses Physische auf gewisser Entwickelungsstufe ihm selber mehr oder weniger ähnlich sieht, oder daß es ihm mehr oder weniger unähnlich ist. Bloß Kopf und Gliedmaßen sehen als äußere Figur einigermaßen ihrem geistigen Gegenbilde ähnlich. Gar nicht ähnlich sieht dem geistigen Bilde alles übrige am menschlichen Leibe, so daß außer Kopf und Gliedmaßen eigentlich die äußere Figur des Menschen im eminentesten Sinne ein Trugbild ist. Und derjenige, dessen hellseherischer Blick geschult ist, der sieht eigentlich den Menschen immer so, daß einen wahren Eindruck nur Kopf und Gliedmaßen machen. Bei diesen hat der hellseherische Mensch das Gefühl: die sind wahr, die lügen nicht. Dagegen in bezug auf das übrige des menschlichen Leibes hat das hellsichtige Bewußtsein das Gefühl: das ist unwahre Form, das ist etwas Verlogenes, das sieht dem Geistigen, das dahintersteht, gar nicht ähnlich. Und zwar ist es so, daß alles Weibliche dem hellsichtigen Bewußtsein so erscheint, als ob es bis zu einer gewissen Entwickelungsstufe nicht vorgedrungen wäre, sondern zurückgeblieben wäre.

[ 11 ] Now the question arises: Can we also find the other contrast that exists on Earth—the one we alluded to at the beginning, the contrast between male and female—can we find it in the cosmos? Is there perhaps something in the cosmos—and by cosmos I mean our solar system—arranged in such a way that this cosmic arrangement produces, as a kind of effect, as a kind of mirror image on Earth, the contrast between man and woman? Yes, there is something arranged in this way. The higher contrast is the one we can describe as the contrast between the cometary and the lunar, between the comet and the moon. This contrast between comet and moon, viewed in a similar way to the contrast between sun and Earth, applies to the contrast between the feminine and the masculine. So that we can say: Just as the sun-Earth polarity is reflected in the head and limbs, so the comet-moon polarity, the contrast between comet and moon, is reflected in the feminine and the masculine. This now leads us, in a certain sense, deep into certain mysteries of the world. Namely, as strange as it may sound to you, it is absolutely true that the various parts of human nature, which confront us in the outer physical human body, are of varying value, that is, they are to varying degrees an expression of the spiritual that lies behind them. In truth, in the human being, as he appears to us as a physical body, it is only the head—and in a certain other sense the limbs—that most closely correspond, in terms of outer form, to the inner spiritual forces that underlie them. So let us note, so that we may understand one another here: Everything that appears to us externally in the physical world is an image of something spiritual; the spiritual has shaped the external physical. Now, when a spiritual entity shapes an external physical form, it can shape it in such a way that this physical form, at a certain stage of development, resembles the spiritual entity itself to a greater or lesser extent, or that it is more or less dissimilar to it. Only the head and limbs resemble their spiritual counterparts to some degree in their external form. Everything else in the human body bears no resemblance at all to the spiritual image, so that apart from the head and limbs, the outer form of the human being is, in the truest sense, a mirage. And the person whose clairvoyant vision is trained actually always sees the human being in such a way that only the head and limbs make a true impression. In these, the clairvoyant person has the feeling: these are true, they do not lie. In contrast, with regard to the rest of the human body, the clairvoyant consciousness has the feeling: this is a false form, this is something deceptive, it bears no resemblance at all to the spiritual reality that lies behind it. In fact, everything feminine appears to the clairvoyant consciousness as if it had not progressed to a certain stage of development, but had remained behind.

[ 12 ] Wenn wir also sagen können, die Entwickelung schreitet so vorwärts: vom Punkt A nach B, C wäre eine Art Normalentwickelung, so würden wir in C für den Menschen Kopf- und Gliedmaßenform haben. Dagegen ist die übrige Form des weiblichen Leibes so, daß der weibliche Leib stehengeblieben wäre bei D, nicht vorgedrungen ist bis zum gegenwärtigen Entwickelungspunkt, hinter diesem Entwickelungspunkt zurückgeblieben ist. Wenn man das nicht mißversteht, so kann man sagen: Der weibliche Leib, so wie er sich heute darstellt, ist auf einer geistigeren Stufe zurückgeblieben; er ist nicht so tief in das Materielle hinuntergestiegen in seiner Form, als die Durchschnittsentwickelungsstufe ist. Alles entwickelt sich vom Geistigen bis zum Leiblichen herunter. Der weibliche Leib ist auf einer früheren Entwickelungsstufe zurückgeblieben und ist nicht bis zum mittleren Entwickelungspunkt vorgedrungen. Der männliche Leib aber ist, abgesehen von Kopf und Gliedmaßen, hinausgedrungen über den mittleren Entwickelungspunkt. Er hat diesen Punkt überschritten, übersprungen. Er ist also als männlicher Leib deshalb verlogen, weil er materieller ist als sein geistiges Urbild, weil er tiefer in das Materielle heruntergestiegen ist, als es der durchschnittlichen Entwickelungsstufe entspricht. So haben wir im weiblichen Leib etwas, was sozusagen hinter der normalen Entwickelung zurückgeblieben ist, und im männlichen Leib etwas, was tiefer in das Materielle hineingestiegen ist, als entsprechend Kopf und Gliedmaßen beim Vollmenschen.

[ 12 ] If we can say that development proceeds in this way—from point A to B, and C would be a kind of normal development—then at C we would have the form of a human head and limbs. In contrast, the rest of the female body’s form is such that the female body has remained at D, has not advanced to the present stage of development, and has lagged behind this stage of development. If one does not misunderstand this, one can say: The female body, as it appears today, has remained at a more spiritual stage; it has not descended as deeply into the material in its form as the average stage of development. Everything develops downward from the spiritual to the physical. The female body has remained at an earlier stage of development and has not advanced to the middle point of development. The male body, however, apart from the head and limbs, has pushed beyond the midpoint of development. It has crossed this point, leaped over it. It is therefore, as a male body, a distortion because it is more material than its spiritual archetype, because it has descended deeper into the material than corresponds to the average stage of development. Thus, in the female body we have something that has, so to speak, lagged behind normal development, and in the male body something that has descended deeper into the material than corresponds to the head and limbs in the fully developed human being.

[ 13 ] Dieser selbe Gegensatz findet sich nun auch im Kosmos, in unserem Sonnenkosmos. Und zwar so, daß dann, wenn wir unsere Erde und die Sonne als Normalentwickelungsstufe ansehen, der Komet nicht vorgedrungen ist bis zu dieser Normalentwickelungsstufe: Er entspricht im Kosmos dem, was im Menschen das Weibliche ist. So daß wir das kometarische Dasein anzusehen haben als das Urbild des weiblichen Organismus im Kosmos draußen. Und das lunarische Dasein, das ist das Gegenbild zum männlichen Dasein. Das können Sie sich ja leicht aus den bisherigen Auseinandersetzungen klarmachen. Wir haben hervorgehoben, daß der Mond ein Stück Erde ist, das abgesondert werden mußte. Wäre er in der Erde geblieben, so hätte die Erde nicht fortschreiten können in ihrer Entwickelung. Der Mond mußte gerade wegen seiner Dichtigkeit abgesondert werden. Also es ist der Gegensatz des Kometen und des Mondes draußen das Urbild des Weiblichen und des Männlichen im Menschlichen.

[ 13 ] This same contrast is also found in the cosmos, in our solar system. Specifically, if we regard our Earth and the Sun as the normal stage of development, the comet has not yet reached this normal stage of development: in the cosmos, it corresponds to what is feminine in human beings. Thus we must regard the cometary existence as the archetype of the feminine organism in the cosmos out there. And the lunar existence is the counterpart to the masculine existence. You can easily understand this from our previous discussions. We have emphasized that the Moon is a piece of Earth that had to be separated. Had it remained within the Earth, the Earth would not have been able to progress in its development. The Moon had to be separated precisely because of its density. Thus, the contrast between the comet and the Moon out there is the archetype of the feminine and the masculine in the human being.

[ 14 ] Diese Sache ist ja außerordentlich interessant, weil wir daraus sehen, daß wir, wenn wir ein Wesen anschauen, sei es nun ein Wesen, das auf der Erde herumwandelt wie der Mensch, oder sei es das ganze Weltenwesen, wir da nicht ein Glied einfach neben das andere hinsetzen dürfen, wie sie uns im Raume nebeneinander erscheinen, denn wenn wir das tun, so geben wir uns einer ganz unerhörten Illusion hin. Was nebeneinander ist im Raume, das ist nicht gleichwertig. Gewiß sind die verschiedenen Glieder eines menschlichen Organismus nebeneinander, und der gewöhnliche materialistische Anatom wird alle diese Glieder als gleichwertig im Raum nebeneinander betrachten. Für denjenigen aber, der die Dinge ihrer Wahrheit nach betrachtet, unterscheiden sich diese Dinge, indem das eine bei einem bestimmten Entwickelungspunkt angelangt ist und das andere noch vor diesem Punkte ist, daneben aber dennoch weitergekommen ist, und das andere diesen Entwickelungspunkt überschritten hat. Es wird einmal dazu kommen, daß der ganze menschliche Organismus nach dieser Richtung hin zu betrachten sein wird, dann wird es erst eine okkulte ‚Anatomie im wirklichen Sinne geben können. Denn so, wie ich jetzt dieses vorgestellt habe, daß die Dinge nebeneinander auf verschiedenen Entwickelungsstufen stehen, so sind alle Organe im menschlichen Organismus nur zu verstehen, wenn man weiß, daß jedes auf einer ganz andern Entwickelungsstufe angekommen ist. Man kann nicht einfach die Dinge nebeneinanderstellen, die im Raume nebeneinander stehen, weil sie nach dieser Richtung verschiedene Wertigkeit haben.

[ 14 ] This matter is, of course, extraordinarily interesting, because we see from it that when we look at a being—be it a being that walks the earth like a human, or be it the entire cosmic being—we must not simply place one part next to another as they appear to us side by side in space; for if we do so, we succumb to a completely outrageous illusion. What is side by side in space is not equivalent. Certainly, the various parts of a human organism are side by side, and the ordinary materialistic anatomist will regard all these parts as equivalent in space. But for those who view things according to their true nature, these things differ in that one has reached a certain point of development while the other is still before that point, yet has nevertheless progressed further, and the other has surpassed that point of development. The time will come when the entire human organism must be viewed in this light; only then will it be possible to provide an occult ‘anatomy in the true sense.’ For just as I have now presented it—that things stand side by side at different stages of development—so all organs in the human organism can only be understood if one knows that each has reached a completely different stage of development. One cannot simply place side by side things that stand next to one another in space, because they have different values in this respect.

[ 15 ] Wenn Sie sich nun erinnern, daß unserer jetzigen Erdenentwickelung eine alte Mondenentwickelung vorangegangen ist, so werden Sie sich sagen können nach dem, was eben besprochen worden ist, daß unser jetziger Mond zwar allerdings ein Stück der alten Mondenentwickelung ist, daß er aber nicht auf der Stufe der alten Mondenentwickelung steht, daß er diese nicht darstellt. Denn er ist nicht nur bis zur Erde vorgeschritten, sondern sogar über diese hinaus. Er hat es nicht abwarten können, bis die Erde ein Jupiter sein wird, und dadurch ist er in die Erstarrung verfallen. Also der Mond hat den Punkt übersprungen, er ist über die normale Entwickelung hinausgeschritten und dadurch in die Erstarrung verfallen, was seine materielle Seite anbetrifft; in bezug auf seine geistigen Zugehörigkeiten allerdings nicht.

[ 15 ] If you now recall that our present Earth evolution was preceded by an ancient lunar evolution, you will be able to conclude, based on what has just been discussed, that our present Moon is indeed a remnant of the ancient lunar evolution, but that it does not stand at the stage of the ancient lunar evolution, nor does it represent it. For it has not only progressed as far as the Earth, but even beyond it. It could not wait until the Earth became a Jupiter, and as a result it has fallen into solidification. Thus the Moon has skipped a step; it has advanced beyond the normal course of development and thereby fallen into solidification as regards its material aspect; though not, of course, in terms of its spiritual affiliations.

[ 16 ] Dagegen dasjenige, was heute auch noch so ist, dem entsprechend ist, wie in bezug auf das Verhältnis im Weltenall auf der alten Mondenentwickelung zu einer gewissen Zeit der Mond zur Sonne stand, das stellt sich dar im Kometen. Der Komet ist in diesem Entwickelungsstadium geblieben; nur muß er dieses jetzt etwas anders ausleben. Aber er ist im Stadium des alten Mondendaseins geblieben. Der Komet ist also nicht vorgeschritten bis zum normalen Erdendasein. So daß wir ein Stück viel zu früh geborenen späteren Jupiters in dem jetzigen Monde haben, der dadurch erstarrt ist, nicht lebensfähig ist, und wir ein Stück alten Mondendaseins hereinragen haben in unsere jetzige Erdenentwickelung in unseren Kometen.

[ 16 ] In contrast, what still exists today—and corresponds to the relationship between the Moon and the Sun during a certain period of the Moon’s development in the ancient cosmos—is manifested in the comet. The comet has remained at this stage of development; it simply has to live out this stage somewhat differently now. But it has remained in the stage of the old lunar existence. The comet has therefore not progressed to the normal Earth existence. So that we have a fragment of a much too prematurely born future Jupiter in the present Moon, which has thereby become solidified and is not viable, and we have a fragment of the old lunar existence protruding into our present Earth development in our comets.

[ 17 ] Wie in Parenthese möchte ich nur sagen: Hier haben wir einen merkwürdigen Punkt, in dem gewissermaßen unsere geisteswissenschaftliche Betrachtungsweise eine Art kleinen Triumphes erlebt hat. Diejenigen, welche im Jahre 1906 bei meinem Pariser Vortragszyklus anwesend waren, werden sich erinnern, daß ich dazumal gewisse Dinge dargestellt habe, die - man kann nicht immer alles darstellen zwar auch zur Gesamterdenentwickelung gehören, aber in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» nicht berührt werden, weil da eben anderes hat berührt werden müssen. Man müßte nicht ein Buch, man müßte endlose Bücher schreiben, wenn man alles entwickeln wollte. Also ich habe den Punkt entwickelt, der sich sozusagen mehr auf das Materiell-Chemische bezieht. Ich habe dazumal gesagt, daß die alte Mondenentwickelung — die also in unser jetziges kometarisches Dasein hereinragt, weil der Komet auf dieser Stufe stehengeblieben ist und, soweit die jetzigen Verhältnisse ihm gestatten, diese alten Verhältnisse in ihrer Gesetzmäßigkeit auslebt -, ich habe gesagt, daß diese Mondenentwickelung sich so von der Erde unterscheidet, daß die alten Mondenwesen ebenso notwendig hatten den Stickstoff und gewisse Stickstoffverbindungen, Zyan, Blausäureverbindungen, wie die heutigen Erdenwesen notwendig haben den Sauerstoff. Zyan und ähnliches, das sind die Verbindungen, die in gewisser Beziehung dem Leben der höheren Wesen heute tödlich sind, die ihren Untergang herbeiführen. Aber eine ganz ähnliche Rolle [wie heute der Sauerstoff] spielten die Verbindungen des Kohlenstoffes mit dem Stickstoff, die blausäureartigen und ähnlichen Verbindungen.

[ 17 ] As an aside, I would just like to say: Here we have a curious point at which, in a sense, our humanistic approach has experienced a small triumph. Those who were present at my lecture series in Paris in 1906 will recall that I presented certain things at that time which—though one cannot always present everything—do indeed belong to the overall development of the Earth, but are not addressed in my *Outline of Esoteric Science* because other matters had to be addressed there. One would not need just one book, but endless books, if one wanted to develop everything. So I have developed the point that relates, so to speak, more to the material-chemical aspect. I said at the time that the ancient lunar evolution—which thus extends into our present cometary existence, because the comet has remained at this stage and, as far as present conditions permit, lives out these ancient conditions in their regularity— I said that this lunar evolution differs from that of the Earth in that the ancient lunar beings needed nitrogen and certain nitrogen compounds—cyanide, hydrocyanic acid compounds—just as much as today’s earthly beings need oxygen. Cyanide and similar compounds are those that, in a certain sense, are fatal to the life of higher beings today, bringing about their downfall. But the compounds of carbon with nitrogen—the hydrocyanic acid-like and similar compounds—played a role quite similar to that of oxygen today.

[ 18 ] Das sind Dinge, die dazumal in Paris aus dem ganzen Umfang der Geisteswissenschaft heraus entwickelt wurden, so daß diejenigen, die sich diese Dinge in die Seele geschrieben haben, sich die ganzen Jahre her sagen mußten: Wenn das richtig wäre, dann müßten sich doch eigentlich in den heutigen Kometen so etwas wie Verbindungen von Kohlenstoff und Stickstoff nachweisen lassen. Nun erinnern Sie sich vielleicht - mir wurde die Nachricht gerade gebracht während des Stockholmer Kursus im Januar -, wie die Nachricht durch die Zeitungen gegangen ist, daß tatsächlich im Spektrum des Kometen sich blausäureartige Verbindungen zeigen. Das ist eine glänzende Bestätigung dessen, was die geistige Forschung schon früher sagen konnte, und was durch die physische Naturwissenschaft ihre nachträgliche Bestätigung gefunden hat! Solche Beweise werden von uns immer gefordert, darum sei dies angeführt. Wenn ein so eklatanter Fall da ist, ist es wichtig, daß wir Anthroposophen darauf hinweisen, und uns — das soll ohne Hochmut gesagt werden - dieses kleinen Triumphes der Geisteswissenschaft auch erinnern.

[ 18 ] These are ideas that were developed back then in Paris from the full scope of spiritual science, so that those who took these ideas to heart have had to tell themselves all these years: If that were true, then surely something like compounds of carbon and nitrogen should be detectable in today’s comets. Now you may recall—the news was just brought to me during the Stockholm course in January—how the news spread through the newspapers that compounds resembling hydrocyanic acid are indeed appearing in the comet’s spectrum. This is a brilliant confirmation of what spiritual research was already able to say earlier, and which has now found its subsequent confirmation through physical science! We are always calling for such evidence, which is why this should be mentioned. When such a striking case presents itself, it is important that we anthroposophists point it out and—let this be said without arrogance—also remember this small triumph of spiritual science.

[ 19 ] So also sehen Sie, daß wir in der Tat jenen Gegensatz des Männlichen und des Weiblichen im Kosmos in einem höheren Sinne, gleichsam seinem Urbild nach, wiederfinden können in dem Gegensatz des Kometen und des Mondes. Und wenn wir von da ausgehen könnten — was ja natürlich nicht in alle Verzweigungen hinein möglich ist - und könnten nun gerade die volle Wirksamkeit des Mondenkörpers auf der einen Seite und die der kometarischen Sterne auf der andern Seite darlegen, dann würden Sie sehen, wie großartig und gewaltig, wie, man möchte sagen, alles sonstige allgemeine Gefühl des Erhabenen Überragendes für unsere Seele die Empfindung ist: Wir sehen hier auf der Erde etwas abgebildet, und das äußert sich auf der Erde in seinen Funktionen genau so, wie der Gegensatz des Kometen und des Mondes im Weltenall. - Aber nur auf einige dieser Dinge kann hingedeutet werden. Einige dieser Dinge sind wichtig, und darauf soll hingewiesen werden.

[ 19 ] So you see that we can indeed find that contrast between the masculine and the feminine in the cosmos, in a higher sense—as it were, in its archetype—in the contrast between the comet and the moon. And if we could proceed from there—which, of course, is not possible in every respect—and could now explain the full effect of the lunar body on the one hand and that of the cometary stars on the other, then you would see how magnificent and powerful, how, one might say, surpassing all other general feelings of the sublime, this sensation is for our soul: We see something reflected here on Earth, and it manifests itself on Earth in its functions exactly as the contrast between the comet and the moon does in the universe. — But only a few of these things can be pointed out. Some of these things are important, and they should be highlighted.

[ 20 ] Vor allen Dingen müssen wir uns der Wirksamkeit jenes Gegensatzes auf den Menschen bewußt werden, der sich da ausdrückt in Komet und Mond. Wir müssen ihn uns nun nicht bloß so denken, daß dieser Gegensatz sich nur ausdrückt in alledem, was zum Beispiel Mann und Frau in der Menschheit ist, sondern wir müssen uns klar sein darüber, daß sozusagen männliche Eigenschaften in jeder Frau und weibliche Eigenschaften in jedem Manne sind. Wir wissen ja auch, daß der Ätherleib des Mannes weiblich, und der der Frau männlich ist, und dadurch wird die Sache gleich außerordentlich kompliziert. Da müssen wir uns jetzt klar sein, daß dasjenige, was im Manne weiblich ist, nämlich der Ätherleib, zu dem, was in der Frau männlich ist, nämlich wieder der Ätherleib, den Gegensatz umkehrt, daß da sozusagen die Wirkung des Kometarischen und Lunarischen sich umkehrt in bezug auf den Ätherleib. Auch in bezug auf den astralischen Leib und das Ich sind die Wirkungen da. So daß also jener Gegensatz des Kometen und des Mondes tief einschneidende Bedeutung hat für die Menschheitsentwickelung auf der Erde. Nun, daß die Mondenentwickelung mit der Beziehung der Geschlechter einen geheimnisvollen Zusammenhang hat, der sich einer exoterischen Betrachtungsweise allerdings entzieht, den Sie aber kennenlernen werden, das drückt sich Ihnen ja unter anderem in dem scheinbar ganz Nebensächlichen aus, daß das Ergebnis des Männlichen und Weiblichen in ihrer Zusammenwirkung, das Kind, zehn Mondenmonate zu seiner Entwickelung vor der Geburt, von der Empfängnis an, braucht, und daß selbst die heutige Wissenschaft noch nicht mit Sonnenmonaten, sondern mit Mondenmonaten rechnet, weil eben da die Beziehung, die da herrscht von dem Monde, das heißt dem Repräsentanten des Männlichen im Weltenall, zur Erde und zum Kometarischen, das heißt dem Repräsentanten des Weiblichen im Weltenall, maßgebend ist, sich abbildet in dem Ergebnis der Geschlechter.

[ 20 ] Above all, we must become aware of the effect that contrast has on human beings, a contrast expressed in the comet and the moon. We must not merely conceive of this opposition as being expressed solely in, for example, what is male and female in humanity, but we must be clear that, so to speak, there are masculine qualities in every woman and feminine qualities in every man. We also know that the etheric body of the man is feminine, and that of the woman is masculine, and this immediately makes the matter extraordinarily complicated. We must now be clear that what is feminine in the man—namely, the etheric body—reverses the opposition to what is masculine in the woman—namely, again, the etheric body—so that, so to speak, the effect of the cometary and the lunar is reversed with regard to the etheric body. These effects are also present in relation to the astral body and the ego. Thus, the contrast between the comet and the moon has profound significance for the development of humanity on Earth. Now, the fact that the development of the Moon has a mysterious connection with the relationship between the sexes—a connection that certainly eludes exoteric observation but which you will come to know—is expressed to you, among other things, in the seemingly quite trivial fact that the result of the male and female in their interaction, the child, requires ten lunar months for its development before birth, from the moment of conception, and that even modern science still calculates not in solar months but in lunar months, because the relationship that prevails there—between the Moon, that is, the representative of the masculine in the universe, and the Earth and the cometary, that is, the representative of the feminine in the universe—is decisive and is reflected in the result of the sexes.

[ 21 ] Dagegen haben wir ein anderes wichtiges Ergebnis für die Menschheitsentwickelung, wenn wir nun die andere Seite betrachten, wenn wir das Kometarische betrachten. Das Kometarische ist also gleichsam ein Weibliches, und in den Bewegungen des Kometen, in der ganzen Erscheinungsweise des Kometen von Zeit zu Zeit haben wir sozusagen Hereinragungen des Urbildes unserer weiblichen Natur im Kosmos draußen. Es ist in der Tat etwas, was sich ausnimmt, wie wenn es Halt gemacht hätte vor einer gewissen normalen mittleren Entwickelungsstufe. Nun, dieses kosmische Weibliche - es ist der Ausdruck durchaus nicht sehr zutreffend, aber es fehlen uns die geeigneten Ausdrücke -, dieses kosmische Weibliche, das im kometarischen Dasein uns vor Augen tritt, das rückt also zuweilen herein wie sozusagen etwas, was unser Dasein aus den Tiefen einer vorzeitlichen Natur aufrüttelt. So ist auch der Komet in seiner Erscheinung ähnlich sozusagen dem Weiblichen. Wir könnten es so ausdrücken: Wie zu dem trockenen, nüchternen männlichen Urteil - wohlgemerkt zu dem trockenen, nüchternen männlichen Urteil - sich verhält das, was bei der Frau getan wird mehr aus der Leidenschaft, aus dem Gefühl, aus der Empfindung heraus, so verhält sich dasjenige, was von dem regelmäßigen, nüchternen Gang des Mondes herrührt, zu dem, was eben wie scheinbar unregelmäßig zuweilen hereinragt in unser Dasein als Kometarisches. Das ist ja das Eigenartige des weiblichen Geisteslebens. Wohlgemerkt, ich meine nicht das Geistesleben des Weibes, sondern des weiblichen Geisteslebens. Das ist ein Unterschied. Das Geistesleben des Weibes hat natürlich männliche Eigenschaften in sich; dasjenige aber, was weibliches Geistesleben ist, gleichgültig ob im Manne oder in der Frau, das stellt sich herein in unser Dasein so, wie etwas, was Ursprünglichkeit, was etwas Elementares in unser ganzes Dasein bringt. Das tut der Komet auch. Und wo uns dieser Gegensatz an Mann und Frau entgegentritt, da können wir sehen, wie er mit einer ungemeinen Deutlichkeit sich ausdrückt. Es tadeln die Menschen, die alles nur nach Äußerlichkeit betrachten, die Geisteswissenschaft deshalb, weil zu ihr besonders viele Frauen kommen in der heutigen Zeit. Das begreifen die Leute nicht, daß das etwas ganz Selbstverständliches ist; Selbstverständliches ist aus dem einfachen Grunde, weil für das Durchschnittsgehirn des Mannes in der Tat dasjenige vorliegt, daß es den gewissen mittleren Entwickelungspunkt überschritten hat. Es ist trockener, verholzter geworden, es hält daher an den überkommenen Begriffen strenger fest, kann nicht heraus aus den Vorurteilen, in denen es steckt. Das ist etwas, was zuweilen von einem, der nun von der geisteswissenschaftlichen Betrachtung aus dieses männliche Gehirn gebraucht, so schwer empfunden wird: daß er in dieser Inkarnation ein männliches Gehirn hat! Denn es ist ungelenk, es ist hart und läßt sich schwerer handhaben als das weibliche, das daher auch leichter über gewisse Hindernisse, die sich das männliche Gehirn in seiner Dichtigkeit setzt, über gewisse Schwierigkeiten sich hinwegsetzt, das daher leichter folgt demjenigen, was als Neues in unsere Weltanschauung hereintritt. Insofern im Bau des menschlichen Gehirnes das Männliche und Weibliche sich auslebt, kann sogar gesagt werden, daß für unsere jetzige Zeit es höchst unangenehm und unbehaglich ist, just ein männliches Gehirn benützen zu müssen. Das männliche Gehirn muß viel ordentlicher, radikaler dressiert werden als ein weibliches. Da werden Sie sehen, daß es gar nicht so wunderbar ist, daß die Frau heute leichter sich zurechtfindet in etwas so eminent neu sich Hineinstellendes, wie es die Geisteswissenschaft ist. Das sind Dinge, die kulturhistorisch von ungeheurer Wichtigkeit sind, die man aber heutzutage kaum irgend anders besprechen kann als auf anthroposophischem Boden. Wer würde das nur irgendwie - außer als auf anthroposophischem Boden - ernst nehmen, daß es unbehaglicher ist, ein männliches Gehirn zu haben als ein weibliches? Wobei natürlich durchaus nicht gesagt sein sollte, daß nicht manches Gehirn in Frauenkörpern recht männliche Eigenschaften hat in bezug auf das, was jetzt gesagt worden ist. Die Dinge sind nicht so einfach in der Welt, als wir sie mit unseren Begriffen heutzutage zu fassen versuchen.

[ 21 ] On the other hand, we arrive at another important insight into human development when we now consider the other side, when we consider the cometary aspect. The cometary realm is, so to speak, a feminine force, and in the movements of the comet, in the entire way the comet appears from time to time, we have, so to speak, projections of the archetype of our feminine nature out in the cosmos. It is, in fact, something that appears as if it had come to a halt before a certain normal, intermediate stage of development. Now, this cosmic feminine—the term is by no means very accurate, but we lack suitable terms—this cosmic feminine that presents itself to us in cometary existence, this sometimes moves in, as it were, like something that stirs our existence from the depths of a prehistoric nature. Thus the comet, too, is in its appearance similar, so to speak, to the feminine. We could put it this way: Just as what is done by a woman—out of passion, out of feeling, out of emotion—relates to the dry, sober male judgment—mind you, to the dry, sober male judgment— so does that which arises from the regular, sober course of the moon relate to that which, seemingly irregularly, sometimes intrudes into our existence as something cometary. That is, after all, the peculiarity of the feminine spiritual life. Mind you, I do not mean the spiritual life of the woman, but the feminine spiritual life. That is a difference. The spiritual life of a woman naturally contains masculine qualities; but that which is feminine spiritual life, whether in a man or a woman, enters our existence as something that brings primal, elemental quality into our entire being. The comet does the same. And where this contrast between man and woman confronts us, we can see how it expresses itself with extraordinary clarity. People who judge everything solely by outward appearances criticize spiritual science precisely because so many women are drawn to it in our time. People fail to realize that this is something entirely natural; it is natural for the simple reason that the average male mind has, in fact, passed a certain midpoint in its development. It has become drier, more rigid; it therefore clings more strictly to traditional concepts and cannot free itself from the prejudices in which it is mired. This is something that is sometimes so difficult to accept for someone who, from the perspective of spiritual science, uses this male brain: that in this incarnation he has a male brain! For it is inflexible, it is hard, and is more difficult to handle than the female brain, which therefore more easily overcomes certain obstacles that the male brain sets for itself in its density, overcomes certain difficulties, and therefore more readily follows what enters our worldview as something new. Insofar as the masculine and feminine express themselves in the structure of the human brain, it can even be said that for our present time it is highly unpleasant and uncomfortable to have to use a male brain. The male brain must be trained much more thoroughly and radically than a female one. You will see that it is not at all so wonderful that women today find it easier to navigate something as eminently new as spiritual science. These are matters of immense cultural-historical importance, yet today they can scarcely be discussed anywhere other than on anthroposophical ground. Who would take seriously—except on an anthroposophical basis—the idea that it is more uncomfortable to have a male brain than a female one? Although, of course, this is by no means to say that some brains in women’s bodies do not possess quite masculine characteristics in relation to what has just been said. Things in the world are not as simple as we try to grasp them with our concepts today.

[ 22 ] Aber so etwas Elementares, etwas, was aufrüttelt und in einer gewissen Beziehung notwendig ist, um den fortschreitenden Gang der Entwickelung vom Kosmos aus in der richtigen Art zu unterhalten, so etwas ist das Kometarische. Daß dieses Kometarische mit den irdischen Wesen in irgendwelchem Zusammenhang steht, das hat man immer geahnt. Nur heute ahnen es die Menschen sozusagen nicht, wollen es die Menschen nicht ahnen. Wir brauchen nur einmal zu denken, was erst heute ein Durchschnittsgelehrter für komische Augen machen würde, wenn dasselbe ihm passieren würde, was dem Professor Bode mit Hegel passiert ist. hegel behauptete nämlich einmal schnurstracks kühnlich gegenüber einem ordentlichen deutschen Professor, daß auf die Kometen gute Weinjahre folgten, und suchte das zu belegen dadurch, daß er auf die Jahre 1811 und 1819 hinwies, welches gute Weinjahre waren, denen Kometen vorangingen. Das tiefe heute schöne Bestürzung hervor! Aber Hegel sagte, diese Behauptung wäre so gut belegt wie manche Sternenbahnberechnung; denn es sei eben eine empirische Sache, die sich in diesen zwei Fällen verifiziert, herausgestellt habe. Wenn wir auch absehen von solchen scherzhaften Dingen, sagen können wir doch: Vermutet und geahnt haben die Menschen immer etwas in dieser Beziehung.

[ 22 ] But something so fundamental, something that stirs us and is, in a certain sense, necessary to maintain the proper course of cosmic evolution, is the cometary phenomenon. People have always sensed that this cometary phenomenon is connected in some way to earthly beings. Only today, people do not sense it, so to speak; they do not want to sense it. We need only imagine what an average scholar today would think were he to be met with the same reaction that Professor Bode received from Hegel. For Hegel once boldly asserted straight to a respectable German professor that good wine years followed comets, and sought to prove this by pointing to the years 1811 and 1819, which were good wine years preceded by comets. What profound consternation this would cause today! But Hegel said that this assertion was as well substantiated as many calculations of stellar orbits; for it was precisely an empirical matter that had been verified in these two cases. Even if we disregard such jesting matters, we can still say: People have always suspected and sensed something in this regard.

[ 23 ] Nun können wir nicht auf Einzelheiten eingehen, denn diese sind sozusagen etwas, was sich nicht ausschöpfen läßt. Aber wir wollen auf eine hauptsächliche Wirkung in bezug auf die menschliche Entwickelung Licht werfen.

[ 23 ] We cannot go into detail here, as these matters are, so to speak, inexhaustible. But we would like to shed light on one of the main effects with regard to human development.

[ 24 ] Die Kometen erscheinen in großen Zeiträumen. Nun fragen wir uns: Haben sie da, wo sie erscheinen, eine solche Beziehung zur gesamten menschlichen Entwickelung, daß sie sozusagen das Weibliche in der menschlichen Natur zu irgend etwas anregen? Nun, da haben wir zum Beispiel den sogenannten Halleyschen Kometen, der ja jetzt wiederum gewisse Aktualität hat. Wir könnten ja von manchem andern Kometen derlei Dinge anführen. Er hat nun eine ganz bestimmte Aufgabe, und alles, was er sonst mitbringt, steht mit dieser Aufgabe in einem gewissen Zusammenhang. Der Halleysche Komet und wir reden zunächst vom Geistigen desselben - hat die Aufgabe, in der gesamten menschlichen Natur sein eigenes Wesen so abzudrücken, daß diese menschliche Natur und Wesenheit immer, wenn er in die besondere Sphäre der Erde, wenn er in die Erdennähe tritt, dann einen Schritt in der Entwickelung des Ich weiter macht, und zwar jenen Schritt in der Entwickelung des Ich macht, der dieses Ich herausführt in seinen Begriffen auf den physischen Plan. Zunächst hat der Komet seinen besonderen Einfluß auf die zwei unteren Glieder der menschlichen Natur, auf dasjenige, was männlich und weiblich ist; da gesellt er sich dann zu den Wirkungen des Mondes hinzu. Wenn er nicht da ist, so ist die Mondenwirkung einseitig, die Wirkungen werden also anders, wenn der Komet da ist. Nun drückt sich die Wirkung des Kometen so aus: Nicht wahr, wenn das menschliche Ich einen Ruck macht nach vorwärts, da muß ja, damit der ganze Mensch vorwärtskommen kann, auch der physische und Äther- oder Lebensleib in entsprechender Weise umgeformt werden. Wenn das Ich anders denken soll im 19. Jahrhundert, als es im 18. Jahrhundert gedacht hat, so muß auch etwas da sein, was den äußeren Ausdruck des Ich im physischen und im Äther- oder Lebensleib ändert, und das ist der Komet! Der Komet wirkt auf den physischen und den Äther- oder Lebensleib des Menschen so, daß dieser physische und Äther- oder Lebensleib des Menschen in der Tat Organe, feine Organe schaffen, die der Fortentwickelung des Ich angemessen sind, dieses Ich, wie es sich als Bewußtseins-Ich insbesondere seit dem Einschlag des Christus-Impulses auf der Erde entwickelt hat. Seit jener Zeit haben die Kometenerscheinungen die Bedeutung, daß das Ich, indem es sich immer weiter und weiter entwickelt, von Etappe zu Etappe sich entwickelt, solche Organe zuerteilt bekommt, das heißt, solche physische und ätherische Organe bekommt, daß dieses fortgeschrittene Ich sie eben brauchen kann. Denn denken Sie nur einmal, so sonderbar das auch klingen mag und so schrecklich närrisch es die heutigen Zeitgenossen finden werden, es ist aber trotzdem so: Wenn das Ich des Büchner, das Ich des Moleschott und anderer Materialisten so um 1850/60 herum nicht ein geeignetes physisches Gehirn und nicht ein geeignetes Äthergehirn gehabt hätten, dann hätten sie auch nicht so materialistisch denken können, wie sie gedacht haben. Dann wäre vielleicht der gute Büchner ein braver Durchschnittspfarrer geworden. Damit er dasjenige, was er in seinem «Kraft und Stoff» zuweggekriegt hat, in Gedanken hat ausführen können, mußte nicht nur sein Ich diese Entwickelung durchmachen, die dazu notwendig war, es mußte auch die entsprechende Organisation im physischen und Äther- oder Lebensleib da sein. Wenn wir die Ich-Entwickelung selber suchen, dann müssen wir uns nur im geistigen Kulturleben umtun. Wenn wir aber wissen wollen: Was hat es bewirkt, daß diese Leute, daß die Menschen des 19. Jahrhunderts überhaupt ein zum materialistischen Denken geeignetes physisches Gehirn und den geeigneten Äther- oder Lebensleib hatten? - dann müssen wir sagen, das hat der 1835 erschienene Halleysche Komet auf dem Gewissen. Und was hat im 18. Jahrhundert bewirkt, daß damals dasjenige aufgetreten ist, was man «Aufklärung» nennt, was auch eine gewisse Etappe in der Ich-Entwickelung ist? In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hat der Durchschnittsmensch diese geistige Konfiguration in seinem Gehirn, die man «Aufklärung» nennt. Das war dasjenige, worüber Goethe sich so erbost hat, daß da nämlich ein paar Begriffe hingepfahlt werden und die Leute sich damit zufrieden geben! Was hat diesem « Aufklärungszeitalter» die Gehirne geschafft? Der Halleysche Komet vom Jahre 1759 hat diese Gehirne geschafft. Das ist eine zentrale Wirkung in bezug auf den Halleyschen Kometen.

[ 24 ] Comets appear at long intervals. Now we ask ourselves: Do they, wherever they appear, have such a connection to the entire course of human development that they, so to speak, stimulate the feminine aspect of human nature to do something? Well, there is, for example, the so-called Halley’s Comet, which is once again in the news. We could, of course, cite similar examples from many other comets. It has a very specific task, and everything else it brings with it is connected in some way to this task. Halley’s Comet—and we are speaking first of all of its spiritual aspect —has the task of imprinting its own nature upon the whole of human nature in such a way that this human nature and being, whenever it enters the specific sphere of the Earth, whenever it comes near the Earth, then takes a step forward in the development of the I, and specifically takes that step in the development of the I which leads this I out into the physical plane in its concepts. First of all, the comet has a special influence on the two lower members of human nature, on that which is male and female; there it then joins the effects of the Moon. When it is not present, the Moon’s influence is one-sided; the effects are therefore different when the comet is present. Now the comet’s effect manifests itself as follows: Is it not true that when the human ego makes a leap forward, the physical and etheric or life bodies must also be transformed accordingly so that the whole human being can move forward? If the ego is to think differently in the 19th century than it did in the 18th century, there must also be something that changes the outer expression of the ego in the physical and etheric or life bodies, and that is the comet! The comet acts upon the human physical and etheric or life bodies in such a way that these physical and etheric or life bodies of the human being actually create organs—subtle organs—that are appropriate to the further development of the I, this I as it has developed as the I of consciousness, particularly since the impact of the Christ impulse on Earth. Since that time, cometary phenomena have signified that as the I develops further and further, stage by stage, it is endowed with such organs—that is, such physical and etheric organs—that this advanced I can indeed make use of them. For just think for a moment—as strange as it may sound and as terribly foolish as today’s contemporaries will find it—it is nevertheless true: If the ego of Büchner, the ego of Moleschott, and other materialists around 1850–60 had not possessed a suitable physical brain and a suitable etheric brain, then they would not have been able to think as materialistically as they did. Then perhaps the good Büchner would have become a respectable average pastor. In order for him to be able to carry out in thought what he accomplished in his *Force and Matter*, not only did his ego have to undergo the development necessary for this, but the corresponding organization in the physical and etheric or life body also had to be present. If we seek the development of the ego itself, we need only look around in spiritual cultural life. But if we want to know: What caused these people, the people of the 19th century, to have a physical brain suited to materialistic thinking and the appropriate etheric or life body in the first place?—then we must say that Halley’s Comet, which appeared in 1835, is to blame. And what caused what is called the “Enlightenment”—which is also a certain stage in the development of the ego—to occur in the 18th century? In the second half of the 18th century, the average person had this spiritual configuration in their brain that is called the “Enlightenment.” That was what so enraged Goethe—namely, that a few concepts were being staked out and people were content with them! What created the minds of this “Age of Enlightenment”? Halley’s Comet of 1759 created these minds. That is a central effect of Halley’s Comet.

[ 25 ] So hat ein jeder kometarische Körper geradezu eine ganz bestimmte Aufgabe. Sozusagen verläuft das menschliche Geistesleben mit einer gewissen kosmischen, man könnte sagen, bürgerlichen Regelmäßigkeit. So wie sich der Mensch mit einer irdischen bürgerlichen Regelmäßigkeit Tag für Tag gewissen Beschäftigungen unterzieht, sich zum Mittags- und Abendtisch begibt, so verläuft auch das menschliche Geistesleben mit einer gewissen kosmischen Regelmäßigkeit. Da hinein kommen nun andere Ereignisse, die auch beim gewöhnlichen bürgerlichen Leben nicht ganz gleich mit den gewöhnlichen Ereignissen sind, Ereignisse, durch die sich ein gewisser Fortschritt bemerkbar macht. So zum Beispiel wenn ein Kind in eine Familie hineingeboren wird. So verlaufen auch in bezug auf die ganze menschliche Entwickelung die kosmischen bürgerlichen Regelmäßigkeiten unter dem Einfluß des Mondes, des lunarischen Körpers. Dagegen verlaufen diejenigen Dinge, die immer einen Ruck nach vorwärts bringen, die natürlich auf größere Zeiträume verteilt sind, unter dem Einfluß des kometarischen Körpers. Und die verschiedenen Kometen haben dabei ihre verschiedenen Aufgaben. Und wenn einer ausgedient hat, dann zersplittert er. Daher sehen wir, daß gewisse Kometen von einem bestimmten Zeitpunkt an als zwei erscheinen und dann zersplittern. Sie lösen sich auf, wenn sie ihre Aufgabe vollendet haben. So also ist dasjenige, was sozusagen das Tagtägliche, das Regelmäßige ist, von lunarischem Einfluß, dasjenige aber, was Elementares hineinbringt, was immer Neues sozusagen eingliedert, das ist von kometarischem Einfluß. Diese Dinge, die zeigen uns auch, daß dasjenige, was scheinbar als Irrstern am Himmel wandelt, in unserem gesamten Weltenbau wohl seine gute Stelle und Bedeutung hat.

[ 25 ] Thus, every cometary body has a very specific task. One might say that human spiritual life proceeds with a certain cosmic, or one might say, mundane regularity. Just as human beings engage in certain activities day after day with an earthly, mundane regularity—sitting down to lunch and dinner—so too does human spiritual life unfold with a certain cosmic regularity. Now other events enter into this, events that are not quite the same as the ordinary events of everyday life, events through which a certain progress becomes noticeable. For example, when a child is born into a family. Thus, with regard to the whole of human development, the cosmic, everyday regularities proceed under the influence of the Moon, the lunar body. In contrast, those things that always bring about a leap forward—which are naturally spread out over longer periods of time—unfold under the influence of the cometary body. And the various comets have their different tasks in this process. And when one has served its purpose, it shatters. Thus we see that certain comets appear as two from a certain point onward and then shatter. They dissolve when they have completed their task. So, what is, so to speak, the everyday, the regular, is of lunar influence; but what introduces the elemental, what always incorporates the new, so to speak, is of cometary influence. These phenomena also show us that what appears to wander across the sky as a wandering star has its proper place and significance within the entire structure of our universe.

[ 26 ] Und nun können Sie sich auch denken, daß dasjenige, was so wie etwas Neues hineingeschneit wird, wie ein Ergebnis des kosmischen Weiblichen in die Menschheitsentwickelung, daß das in gewisser Beziehung Stürme ergeben kann, die schon durchaus bemerkbar sind, die die Menschen nur nicht bemerken wollen. Aber es könnte sein, daß in einer sehr bemerkbaren Weise den Menschen zum Bewußtsein gebracht würde, wie sehr doch zusammenhängen gewisse Ereignisse des Erdendaseins mit dem Dasein der Kometen. Es ist tatsächlich so mit dem Kometen wie mit etwas, was als Neues, als Geschenk der Frau hineinkommt zu dem alltäglichen Getriebe der Familie. Wie wenn ein neuer Sprößling hineingeboren ist, so ist es, wenn durch die Wiederkehr des Kometen irgend etwas ganz Neues sich ergibt. Nur ist sozusagen für gewisse Kometen das so, daß in der Tat das Ich immer mehr und mehr herausgetrieben wird in die physische Welt, und daß wir uns zu wehren haben gegen das, was die Kometen verursachen. Denn wenn das so fortgehen würde wie beim Halleyschen Kometen, dann könnte uns ein neues Erscheinen desselben eine ganz besondere Steigerung der Büchnerschen Denkweise bringen. Das würde eine schlimme Geschichte werden. Sollte also der Halleysche Komet wiederkommen, so sollte er uns ein Wahrzeichen sein, daß er uns ein sehr übler Gast werden könnte, wenn wir uns ihm nur hingeben würden, wenn wir nicht seinem Einfluß entgegenarbeiten würden. Da handelt es sich darum, daß wir uns halten an höhere, bedeutsamere Wirkungen und Einflüsse des Kosmos, als diejenigen des Halleyschen Kometen sind. Aber es wird notwendig sein, daß die Menschen ihn in der Tat wie ein Wahrzeichen betrachten, daß sie wissen, daß es jetzt nicht mehr so ist wie in früheren Zeiten, wo es in gewissem Sinne fruchtbar für die Menschen war, daß sie heruntergestiegen sind. Jetzt ist dies nicht mehr fruchtbar. Jetzt müssen sich die Menschen mit andern Mächten verbinden, um diesen gefährlichen Einfluß, wie er vom Halleyschen Kometen kommt, sozusagen wettzumachen. Es ist wahrlich nicht, um einen alten Aberglauben aufleben zu lassen, sondern um eine tiefe Wahrheit zum Bewußtsein zu bringen, wenn hingewiesen wird darauf, wie der Halleysche Komet ein Wahrzeichen sein kann dafür, daß wenn nur dasjenige, was er bedeuten würde, wenn nur er wirken würde, die Menschheit immer mehr verflachen und das Ich immer mehr auf den physischen Plan herausführen würde, und daß dem gerade jetzt entgegengewirkt werden muß. Das kann nur dadurch geschehen, daß eine spirituelle Weltanschauung, wie sie die anthroposophische ist, an Stelle dessen tritt, was in derjenigen Entwickelungslinie geht, die der Halleysche Komet bewirkt.

[ 26 ] And now you can also imagine that what is being introduced as something new—as a result of the cosmic feminine into human development—can, in a certain sense, give rise to storms that are already quite noticeable, but which people simply do not want to acknowledge. But it could be that people might be made aware, in a very noticeable way, of just how closely certain events in earthly existence are connected with the existence of comets. It is indeed the case with comets that they are like something new, a gift from the feminine, entering into the daily life of the family. Just as when a new child is born, so it is when the return of a comet brings about something entirely new. Only, with certain comets, so to speak, the ego is in fact driven more and more out into the physical world, and we must defend ourselves against what the comets cause. For if things were to continue as they did with Halley’s Comet, then a new appearance of it could bring us a very particular intensification of Büchner’s way of thinking. That would be a terrible affair. So if Halley’s Comet were to return, it should serve as a warning sign to us that it could become a very unwelcome guest if we were to simply surrender to it, if we did not work against its influence. The point is that we must hold fast to higher, more significant effects and influences of the cosmos than those of Halley’s Comet. But it will be necessary for people to indeed regard it as a warning sign, so that they know that things are no longer as they were in earlier times, when it was, in a certain sense, fruitful for humanity that they had descended. Now this is no longer fruitful. Now people must connect with other forces to, so to speak, counteract this dangerous influence emanating from Halley’s Comet. It is truly not to revive an old superstition, but to bring a deep truth to consciousness, when it is pointed out how Halley’s Comet can be a symbol of the fact that if only what it would signify were to come to pass, if only it were to take effect, humanity would become increasingly superficial and the ego would be drawn ever more out onto the physical plane, and that this must be counteracted precisely now. This can only happen by replacing what follows the line of development brought about by Halley’s Comet with a spiritual worldview such as the anthroposophical one.

[ 27 ] So könnte man allerdings es aussprechen, daß wiederum einmal der Herrgott die Himmelsrute aus dem Himmel heraushängt, um selbst durch dieses Wahrzeichen den Menschen zu sagen: Jetzt ist es Zeit, das spirituelle Leben zu entfachen! Auf der andern Seite: ist es nicht wunderbar, daß das kometarische Dasein eingreift in Tiefen des Lebens, daß es auch in das Leben eingreift, das mit dem Menschen verbunden ist: in das tierische und in das pflanzliche Leben? Ja, es kann einer, der genau acht gibt auf solche Dinge, beobachten, wie selbst im Blühen der Blumen dann allüberall etwas anderes da ist, als es sonst der Fall ist. Die Dinge sind schon da, nur können die Menschen leicht darüber hinwegsehen, wie sie überhaupt auch über den Geist hinwegsehen, den Geist nicht sehen wollen.

[ 27 ] One could, however, say that once again the Lord God is hanging the celestial rod from the heavens to tell humanity through this very symbol: Now is the time to kindle the spiritual life! On the other hand: isn’t it wonderful that the cometary existence intervenes in the depths of life, that it also intervenes in the life connected to humanity: in animal and plant life? Yes, anyone who pays close attention to such things can observe how, even in the blooming of flowers, there is something different everywhere than is usually the case. These things are already there; it is just that people can easily overlook them, just as they overlook the spirit altogether, not wanting to see the spirit.

[ 28 ] Wir können uns nun fragen: Führt uns auch das in den Kosmos hinaus, was wir eben jetzt angedeutet haben, der Aufstieg zu einem spirituellen Leben? Gibt es auch für das etwas, was draußen im Kosmos ihm entspricht? Wir haben gesehen, wie Kopf und Gliedmaßen ihren polarischen Gegensatz im Kosmos haben und wie auch das Männliche und Weibliche seinen polarischen Gegensatz im Kosmos hat, so können wir uns fragen: Gibt es für dieses Heraussprudeln des Spirituellen, für dieses Hinaufschreiten des Menschen über sich selber, aus dem niederen Ich in das höhere Ich, gibt es dafür etwas im Kosmos?

[ 28 ] We may now ask ourselves: Does what we have just hinted at—the ascent to a spiritual life—also lead us out into the cosmos? Is there something out there in the cosmos that corresponds to it? We have seen how the head and the limbs have their polar opposites in the cosmos, and how the masculine and the feminine also have their polar opposites in the cosmos; so we may ask ourselves: Is there something in the cosmos that corresponds to this outpouring of the spiritual, to this ascent of the human being above itself, from the lower self to the higher self?

[ 29 ] Diese Frage im Zusammenhang mit den größten Aufgaben des Geisteslebens unserer Zeit wollen wir uns morgen stellen. Ich wollte heute zunächst einmal die Bedingungen dafür herstellen, daß wir uns aus einem gewissen größeren Zusammenhang heraus über eine wichtige Frage der Gegenwart morgen besser verstehen können. Zugegeben wird, daß manches, was heute gesagt worden ist, ferner liegt; aber wir leben im Kometenjahr. Daher ist es gut, wenn wir zugleich imstande sind, etwas zu sagen über die geheimnisvollen Beziehungen des kometarischen Daseins zu unserem Erdendasein. Anknüpfend daran wollen wir morgen etwas über die großen geistigen Inhalte unserer Zeit sprechen.

[ 29 ] We will address this question tomorrow in the context of the greatest challenges facing intellectual life in our time. Today, I wanted first of all to lay the groundwork so that, by considering it within a broader context, we can better understand an important contemporary issue tomorrow. It is acknowledged that some of what has been said today is more distant; but we are living in the Year of the Comet. Therefore, it is good if we are also able to say something about the mysterious connections between cometary existence and our earthly existence. Building on this, let us speak tomorrow about the great spiritual themes of our time.