The Advent of Christ in the Ethereal World
GA 118
6 March 1910, Stuttgart
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7. Das Wiedererscheinen des Christus im Ätherischen
2. The Second Coming of Christ in the Etheric World
[ 1 ] Es besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Zukunft der Menschheitsentwickelung. Dieser Zusammenhang bringt, wenn man ihn betrachtet, viel Licht in die Fragen, die wir etwa aufstellen können dahingehend: Was obliegt uns selber als Menschen irgendeines bestimmten Zeitalters?
[ 1 ] In the process of human evolution a certain definite connection exists between the past and the future. Study of this connection sheds a great deal of light upon questions such as: What devolves upon us as men belonging to a particular epoch?
[ 2 ] Als wir vor einiger Zeit hier zusammenkamen, da sprachen wir mancherlei über die Vergangenheit der Menschheitsentwickelung. Heute sei etwas gesprochen über den Zusammenhang von Vergangenheit und nächster Zukunft der Menschheitsentwickelung. Wir haben gestern damit schließen können, daß wir auf einen wichtigen Hinweis deuteten, der uns sozusagen wie vom Himmel herab sagt, daß die Menschheit einen spirituellen Antrieb, etwas wie einen neuen Zeitimpuls braucht. Verstehen, wie dieser neue Zeitimpuls wirken muß, können wir nur, wenn wir so die letzten Jahrtausende vor der Begründung des Christentums in einem gewissen Zusammenhang betrachten mit den Jahrtausenden nach der Begründung des Christentums, mit den Jahrtausenden, in denen wir also selber drinnen leben.
[ 2 ] When we were together here some little time ago, many things were said about the past evolution of humanity, and to-day I will add something about the connection between the past and the immediate future. At the end of the lecture yesterday attention was called to a significant sign, telling us as it were from the heavens that humanity needs a spiritual impetus, something like a new impulse for the age.1Mysteries of Cosmic Existence. Comets and the Moon, Stuttgart, 5th March, 1910.: “... Halley's Comet has a quite definite task and everything else that it brings with it is definitely related to this task. Halley's Comet—we are speaking of its spiritual aspect—has the task of impressing human nature as a whole in such a way that human nature and the human being always take a further step in respect of the development of the Ego when the Comet comes near to the Earth. It is the step in development which leads out the Ego to concepts connected with the physical plane. ... When it is said that Halley's Comet may be an omen, that its influence, working alone, might make men superficial and lead out the Ego more and more on to the physical plane, and that precisely in our days this must be resisted—it is not said for the purpose of reviving an old superstition. The resistance can come about only by a spiritual view of the world like that of Anthroposophy taking the place of the trend of evolution brought about by Halley's Comet ...” Understanding of how this impulse must work is possible only when we study the last millennia prior to the founding of Christianity in a certain connection with the millennia after it, with the millennia, that is to say, in which we ourselves are living.
[ 3 ] Es gibt ein gewisses Gesetz, nach welchem sich gewisse Ereignisse in der Menschheitsentwickelung wiederholen, und wir haben ja in dem letzten Stuttgarter Zyklus von solchen Wiederholungen in der Menschheitsentwickelung gesprochen. Ich möchte heute nur besonders darauf hinweisen, daß, wenn durch die Geisteswissenschaft auf solche regelmäßige Wiederholungen hingewiesen wird in der Menschheitsentwickelung, man dann nicht glauben soll, daß man solche Wiederholungen aus dem Verstand heraus sich konstruieren darf. Denn die Wiederholungen müssen doch alle im einzelnen untersucht werden, müssen aus der Geistesforschung heraus im einzelnen festgestellt werden. Sonst kann man sehr, sehr fehl gehen, wenn man gleichsam nach dem Muster der einen oder der andern Wiederholung sich neue konstruiert. Nun gibt es eine Wiederholung, welche allerdings einer andern ähnlich sieht: das ist jene Wiederholung, welche so sich darstellt, daß Grundereignisse, wichtige Ereignisse, welche wirksam waren vor der Begründung des Christentums, in einer gewissen Weise wieder auftreten nach der Begründung des Christentums. Wenn man die drei letzten Jahrtausende vor der Begründung des Christentums ins Auge faßt, so gehören diese drei Jahrtausende einer Zeitepoche in der Entwickelungsgeschichte der Menschheit an, welche man bezeichnet als das sogenannte finstere Zeitalter, als das kleinere finstere Zeitalter: Kali Yuga.
[ 3 ] There is a law in accordance with which certain happenings are repeated in the process of man's evolution, and we spoke of them in the last lecture-course given here in Stuttgart. 2Universe, Earth and Man. Eleven lectures, 4th–16th August, 1908. Today I want only to emphasise that when reference is made in Spiritual Science to these systematic repetitions in the course of human evolution it must not he imagined that they can be worked up by the intellect; they must be investigated in detail and confirmed by spiritual research. Attempts to construct new repetitions according to the pattern of others can lead one very far astray. There is, however, one repetition which does, in fact, resemble another, the form it takes being that happenings of crucial importance before the founding of Christianity come to pass again afterwards in a certain way. The last three millennia prior to the founding of Christianity belong to an epoch in the history of human evolution called the Dark Age, the lesser Dark Age—Kali Yuga. Kali Yuga began in the year 3101 B.C. With it is connected everything we recognise nowadays as the great achievements of humanity, as the fundamental characteristics of present-day culture. Before this Dark Age, before Kali Yuga, all human thinking, all the powers of the human soul, were in a certain respect differently organised.
[ 4 ] Dieses Kali Yuga beginnt im Jahre 3101 vor der Begründung des Christentums. Mit diesem finsteren Zeitalter ist alles dasjenige verknüpft, was wireigentlich gegenwärtig als die großen Errungenschaften der Menschheit bezeichnen, was wir als den eigentlichen Grundzug der menschlichen Kultur der Gegenwart bezeichnen. Vor diesem Zeitalter, vor diesem finstern Zeitalter oder Kali Yuga, da war das ganze menschliche Denken, waren alle menschlichen Seelenkräfte in einer gewissen Beziehung anders noch eingerichtet. Es war in jenem Zeitalter vor 3101 - das ist eine Durchschnittszahl, die Entwickelung ging allmählich von der einen Art der Eigenschaften in die andere über -, es war vorher dasjenige da, was man als letzte Reste des alten Hellsehens bezeichnen kann. Im Verlauf der Menschheitsentwickelung folgen sich die Zeitalter: Krita Yuga, Treta Yuga, Dvapara Yuga, Kali Yuga. Das letztere interessiert uns heute ganz besonders. Mit den früheren Zeitaltern kommen wir in die alte Atlantis zurück. Und von dem alten Hellsehen waren in den alten Zeiten noch Reste vorhanden, so daß der Mensch vor dem finsteren Zeitalter durchaus noch ein unmittelbares Bewußtsein von dem Vorhandensein einer geistigen Welt hatte, weil er hineinschauen konnte in die geistige Welt. Dieses Bewußtsein von der geistigen Welt, das trat sozusagen vor dem menschlichen Anschauen immer mehr und mehr zurück, und im Durchschnitt, können wir sagen, beginnen die Fähigkeiten und Kräfte sich auszubilden, welche auf der einen Seite das menschliche Urteil auf die sinnliche Welt beschränken und auf der andern Seite das menschliche Selbstbewußtsein ausbilden. Diese Kräfte alle beginnen im Kali Yuga. Und während der Mensch während dieses Zeitalters nicht in die Lage kam, hineinzuschauen in die geistigen Welten, entwickelte sich innerhalb der physisch-sinnlichen Welt um so mehr der feste Punkt in seinem Innern, entwickelte sich dasjenige, was wir das Wissen um das Selbstbewußtsein nennen. Glauben Sie aber nicht, daß dieses Wissen um das Selbstbewußtsein schon bis zu einem hohen Grad ausgebildet ist; es muß sich erst weiter und weiter ausbilden. Aber es hätte niemals ins menschliche Bewußtsein hereintreten können, wenn es nicht dieses finstere Zeitalter gegeben hätte. So verlor der Mensch immer mehr und mehr in den drei Jahrtausenden vor der Begründung des Christentums den Zusammenhang mit der geistigen Welt. Aus seiner unmittelbaren Anschauung heraus hatte er ihn nicht.
[ 4 ] The year 3101 B.C. is an approximate date, for in the process of development qualities of one kind passed over gradually into others; but before that time the last vestiges of ancient clairvoyance were still present. In the course of evolution the sequence of the ages is: Krita Yuga, Treta Yuga, Dvapara Yuga, Kali Yuga. It is the last that is of particular interest to us to-day. The earlier ages take us back to old Atlantis. In very ancient times, vestiges of the ancient clairvoyance still survived and prior to the Dark Age man was directly conscious of the presence of a spiritual world because he was able to gaze into it. But this consciousness of the spiritual world withdrew more and more from man's vision and speaking generally we can say that the development then begins of those faculties of soul which on the one hand confine his power of judgment to the sense-perceptible world, while, on the other, they promote his self-consciousness; all these powers begin to operate in Kali Yuga. And whereas during this age man was not in a position to look into the spiritual worlds, the firm centre we call the knowledge of self-consciousness developed all the more strongly within him. But do not imagine that even now this knowledge of self-consciousness is already highly developed; it has yet to reach many further stages. But it could never have been experienced by man if there had not been this “Dark Age”. Thus during the three millennia prior to the founding of Christianity man was losing his connection with the spiritual world to an increasing extent and indeed had no direct perception of that connection.
[ 5 ] Wir haben nun gesehen bei meinem letzten Besuche hier, wie das erste Jahrtausend bei seinem Abschlusse eine Art Ersatz brachte für das Hineinschauen in die geistigen Welten, jenen Ersatz, der dadurch dem Menschen gegeben war, daß eine besondere Individualität, Abraham, ausersehen worden ist — die jene Einrichtung im physischen Gehirn besonders hatte -, ohne die alten Fähigkeiten dennoch zu einem Bewußtsein von der geistigen Welt kommen zu können. Deshalb nennen wir den ersten Teil des Kali Yuga in der Geisteswissenschaft vorzugsweise das abrahamitische Zeitalter, jenes Zeitalter, in dem der Mensch zwar den unmittelbaren Ausblick in die höheren geistigen Welten verliert, in dem ihm aber etwas erwächst wie ein Gottesbewußtsein, das nach und nach immer mehr und mehr in sein Ich hereinwächst, so daß er immer mehr und mehr den Gott vorstellt als verwandt mit dem Ich-Bewußtsein, dem menschlichen Ich-Bewußtsein. Wie das Welten-Ich, so erscheint die Gottheit demjenigen Zeitalter, dem ersten Jahrtausend im Kali Yuga, das wir an seinem Abschluß das abrahamitische Zeitalter nennen können.
[ 5 ] On the occasion of my last visit here we heard how, at the conclusion of the first millennium of Kali Yuga, a kind of substitute was given for vision of the spiritual worlds. This substitute was made possible through the fact that a particular individual—Abraham—was chosen out because the special organisation of his physical brain enabled him to have consciousness of the spiritual world without the old faculties. That is why in Spiritual Science we call the first millennium of Kali Yuga the Abraham-epoch; it was the epoch when man did, it is true, lose the direct vision of the spiritual worlds, but when there unfolded in him something like a consciousness of the Divine which gradually made its way more and more deeply into his ego, with the result that he came to conceive of the Deity as related to human ego-consciousness. In the first millennium of Kali Yuga—which at its conclusion we can call the Abraham-epoch—the Deity is revealed as the World-Ego.
[ 6 ] Auf dieses abrahamitische Zeitalter folgte das Moses-Zeitalter, wo es nicht mehr sozusagen dabei bleibt, daß sich der Gott Jahve, daß sich das Welten-Ich offenbart wie eine geheimnisvolle Führung der Menschengeschicke, wie ein Gott eines Volkes allein, sondern es offenbart sich diese Gottheit im Moses-Zeitalter, wie wir wissen, im brennenden Dornbusch als der Gott der Elemente. Und es war ein großer Fortschritt, als aus den Lehren des Moses heraus das WeltenIch als die Gottheit so empfunden wurde, daß man sich sagte: Die Elemente des Daseins, dasjenige, was man mit sinnlichen Augen sieht — Blitz und Donner und so weiter —, das sind Ausflüsse, sind Taten des Welten-Ich, des einigen Welten-Ich zuletzt. - Wir müssen uns nur ganz klarmachen, inwiefern dies ein Fortschritt war.
[ 6 ] This Abraham-epoch was followed by the Moses-epoch, when the God Jahve, the World-Ego, was no longer revealed in the form of a mysterious guidance of human destinies, as a God of a single people; in the Moses-epoch this Deity was revealed, as we know, in the burning bush, as the God of the Elements. And it was a great advance when, through the teachings of Moses, the World-Ego as the Deity was experienced in such a way that men realised: the Elements of manifested existence, all that is seen with physical eyes—lightning, thunder, and so on—are emanations, deeds of the World-Ego, ultimately of the one World-Ego. We must, however, clearly understand in what way this denoted an advance.
[ 7 ] Wenn wir zurückgehen hinter das abrahamitische Zeitalter und hinter das Kali Yuga, dann finden wir, daß die Menschen durch ihren unmittelbaren, aus den Resten des alten Hellsehens sich ergebenden Blick in die geistigen Welten, das Geistige sehen. Aber sie sehen dieses Geistige in all den alten Zeiten. Wir müßten weit, weit zurückgehen, wenn wir etwas anderes finden wollten. Die Menschen sehen dieses Geistige während Dyapara Yuga, Treta Yuga, Krita Yuga. Sie sehen dieses Geistige so, daß dieses Geistige sich darstellt als eine Vielheit von Wesen. Sie wissen ja, daß, wenn wir in die geistigen Welten aufsteigen, wir da die Hierarchien der geistigen Wesenheiten finden. Diese stehen natürlich unter einer geistigen Führung, unter einer einheitlichen geistigen Führung. Aber bis zu dieser einheitlichen geistigen Führung reichte das Bewußtsein in jenen alten Zeiten nicht. Man sah die einzelnen Glieder der Hierarchien, man sah eine Vielheit von Götterwesen. Sie zusammenzufassen zu einer Einheit, das war nur den Eingeweihten möglich. Jetzt aber stellte sich das Welten-Ich, das der Mensch selber zuerst auffaßte mit dem physischen Werkzeug des Gehirns, welches bei Abraham sich besonders ausprägte, vor ihn hin, jetzt faßte der Mensch dieses Welten-Ich auf als sich kundgebend in den verschiedenen Reichen der Natur, in den verschiedenen Elementen.
[ 7 ] Before the Abraham-epoch and before Kali Yuga, we find that through the direct vision of the spiritual worlds made possible by the remains of the old clairvoyance, men beheld the spiritual, as indeed was the case in all these ancient times. We should have to go infinitely far back to find anything else. Men actually beheld the spiritual during Dvapara Yuga, Treta Yuga, Krita Yuga, beheld it as a multiplicity of Beings. You know that when we rise into the spiritual worlds we find there the Hierarchies of spiritual Beings. They, naturally, are under a unified guidance, but this was beyond the grasp of consciousness in those ancient times. Men beheld the individual members of the Hierarchies, a multiplicity of Divine Beings. To grasp them as a unity was possible only for the Initiates. But now the World-Ego, grasped for the first time by man himself with the physical instrument of the brain—a faculty that had developed in a specially marked way in Abraham—confronted him, and he conceived the World-Ego as manifesting in the different kingdoms of Nature, in the Elements.
[ 8 ] Und ein weiterer Fortschritt war dann der, der sozusagen für das letzte Jahrtausend vor der Begründung des Christentums gemacht worden ist, im salomonischen Zeitalter. Wir können also sozusagen die drei Jahrtausende vor der Begründung des Christentums so unterscheiden, daß wir etwa das erste Jahrtausend nach derjenigen Individualität, die da auftritt und die da in das zweite hereinwirkt, das abrahamitische Zeitalter nennen. Vom Beginn des Kali Yuga bis Abraham bereiten sich die Menschen vor, hinter den Naturerscheinungen den Einheitsgott zu erkennen. Mit Abraham tritt diese Möglichkeit auf. Der Einheitsgott wird der Lenker der Naturerscheinungen, wird hinter den Naturerscheinungen gesucht im Moses-Zeitalter.
[ 8 ] A further advance was made in the last millennium before the founding of Christianity, in the Solomon-epoch. Thus the three millennia before the founding of Christianity can be distinguished by calling the first millennium by the name of the individuality who appears and then works on into the second: the Abraham-epoch. From the beginning of Kali Yuga until Abraham men are being prepared to recognise the One God behind the manifestations of Nature. This possibility begins with Abraham. In the Moses-epoch the One God becomes the ruler of the manifestations of Nature and is sought for behind them.
[ 9 ] Das Ganze erfährt dann eine Erhöhung im salomonischen Zeitalter. Und durch dieses letztere Zeitalter werden wir geführt bis zu jenem Punkt der Entwickelung, wo ganz dieselbe göttliche Wesenheit, welche angeschaut hat das abrahamitische Zeitalter in Jahve, welche angeschaut hat das Moses-Zeitalter wiederum in Jahve, wo dieselbe göttliche Wesenheit Menschengestalt annimmt. Denn das muß man vor einer geisteswissenschaftlichen Betrachtung der Sache streng festhalten, daß die Evangelien in dieser Beziehung recht haben: Wir dürfen den Christus von dem Jahve nicht anders unterscheiden, als wie wir jenes Sonnenlicht, das uns der Mond zurückstrahlt, vom direkten Sonnenlicht unterscheiden. Was haben wir denn für ein Licht in einer mondhellen Nacht? Es ist das echte Sonnenlicht, nur daß es uns vom Mond zurückstrahlt; so daß wir dieses Sonnenlicht haben können direkt am Tag, oder von dem Mond zurückgeschickt in mondhellen Nächten. Was da im Raum sich so darstellt, das stellt sich außerdem so dar, daß dasjenige, was zuletzt als eine Geistessonne in Christus erscheinen sollte, vorher sich sozusagen wie zurückgestrahlt zeigte. In Jahve ist die Rückstrahlung, die dem Christus in der Zeit vorausgeht. Wie das Mondenlicht das Sonnenlicht zurückstrahlt, so strahlte sich die Christus-Wesenheit für Abraham, Moses, Salomo zurück. Es war immer dieselbe Wesenheit. Sie erschien dann selber als die ChristusSonne eben mit der Begründung des Christentums. So haben wir die Vorbereitung dieses großen Ereignisses im abrahamitischen, im Moses-, im salomonischen Zeitalter.
[ 9 ] All this is then intensified in the Solomon-epoch, and we are led through this last epoch to that point in evolution where the same Divine Being whom the Abraham-epoch and the Moses-epoch, too, beheld in Jahve, where the same Divine Being takes on human form. In contemplating this subject from the spiritual-scientific point of view it must be firmly realised that in this respect the Gospels are right: Christ may not be distinguished from Jahve otherwise than that the light of the sun reflected by the moon is to be distinguished from the direct light of the sun. Where is the light that floods a bright moonlit night? It is actual sunlight, only it is reflected back to us from the moon. So we can have this sunlight directly by day or rayed back by the moon on bright moonlit nights. What manifests thus in space also manifests in the following way: what was finally to appear in Christ as a Spirit-Sun was revealed beforehand in reflection. Jahve is the reflection which precedes Christ in time. Just as the moonlight reflects the sunlight, so was the Christ Being reflected for Abraham, Moses, Solomon. It was always the same Being. Then He Himself appeared as the Christ-Sun at the time of the founding of Christianity. The preparation for this great event was made in the Abraham-epoch, in the Moses-epoch, in the Solomon-epoch.
[ 10 ] Nun geschieht eine Wiederholung dieser drei Zeitalter, wie sie vor der Begründung des Christentums da waren, in der nachchristlichen Zeit, und zwar jetzt in der umgekehrten Folge. Die Wiederholung geschieht so, daß sich der wesentliche Grundzug des salomonischen Zeitalters im ersten Jahrtausend nach Christus wiederholt, und zwar so, daß der Geist des Salomo lebt und webt in den hervorragendsten Geistern des ersten christlichen Jahrtausends. Und es war im Grunde genommen Weisheit des Salomo, es war dasjenige, was sich ausgebreitet hatte als Weisheit des Salomo, wodurch man die Natur und Wesenheit des Christus-Ereignisses zu begreifen versuchte. Was man gelernt hatte an der salomonischen Weisheit, das war es, wodurch man die Bedeutung des Christus-Ereignisses zu verstehen suchte.
[ 10 ] A repetition of these three pre-Christian ages takes place in the Christian era, but now in reverse order. The essential and fundamental trend of the Solomon-epoch is repeated in the first thousand years after Christ, in that the spirit of Solomon lives and is active as an impulse in the most outstanding minds of the first Christian millennium. And fundamentally speaking it was the wisdom of Solomon through which men endeavoured to grasp the nature and essence of the Christ Event. Then, following the Solomon-epoch, came the era that can be called the revival of the Moses-epoch ... and in the second millennium after Christ the best minds of this era are permeated by the spirit of Moses.
[ 11 ] Dann folgte das Zeitalter, das die Wiederauflebung des MosesZeitalters genannt werden kann. Auf das salomonische Zeitalter nach Christus folgte das Moses-Zeitalter. Und wenn wir in das zweite nachchristliche Jahrtausend heraufkommen, so ist es der Geist des Moses, der wiederum die Besten dieses Zeitalters durchdringt. Ja, wir können diesen Geist des Moses in neuer Gestalt wieder aufleben finden. Während der Geist des Moses in der vorchristlichen Zeit den Blick hinausgerichtet hat in die Welt nach der äußeren physischen Natur, um das Welten-Ich, den Weltengott als Jahve, eben als Welten-Ich zu finden, zu finden in Blitz und Donner, zu finden in demjenigen, was einströmen kann von außen als das große Gesetz des menschlichen Handelns, wie da gleichsam von außen hereinströmt zu Moses das WeltenIch, wie das Welten-Ich sich also gleichsam von außen offenbart, so finden wir, daß sich im zweiten nachchristlichen Zeitalter dafür von innen dieselbe Wesenheit im Innern der Seele ankündigt. Der Eindruck, der sozusagen als ein äußeres Ereignis für den Moses da war, als er sich von seinem Volk entfernte, um den Dekalog zu vernehmen, dieses bedeutsame Ereignis wiederholt sich. Es wiederholt sich im zweiten nachchristlichen Jahrtausend durch eine mächtige innere Offenbarung. Die Dinge wiederholen sich eben nicht in derselben Weise, sondern so, daß eben dasjenige, was aufeinander folgt, sich ausnimmt wie eine Art Polarität. Hatte sich also für Moses aus den Naturelementen der Gott geoffenbart, so offenbarte er sich jetzt in dem zweiten nachchristlichen Jahrtausend aus den tiefsten Untergründen der menschlichen Seele heraus. Und wie könnte uns denn das großartiger entgegentreten, als wenn wir hören, wie ein bedeutsamer und großartig angelegter Mensch predigte, so predigte, daß man hörte: Er verkündet aus den Tiefen seiner Seele heraus gewaltige Dinge. Voraussetzen kann man, daß er tief durchdrungen ist von dem, was man christliche Mystik nennen kann. Dann kommt in denselben Ort, in dem er predigt, ein scheinbar unbedeutender Laie, der sich zuerst die Predigten anhört, sich aber dann herausstellt als einer, der nicht Laie zu sein braucht, sondern der der Lehrer des Predigers Tauler werden kann, der den Prediger Tauler veranlaßt, trotzdem dieser auf solcher Höhe stand, eine Weile auszusetzen mit seinen Predigten, weil er sich doch nicht voll durchdrungen fühlt von demjenigen, was in jenem Laien lebt. Und als dann derselbe Prediger, nachdem er sich hat inspirieren lassen, den Predigerstuhl wiederum besteigt, da wird uns der gewaltige Eindruck seiner Predigt symbolisch zum Ausdruck gebracht, indem es heißt, daß viele seiner Zuhörer wie tot hinfielen. Das heißt, es wird in ihnen ertötet, was niedere Natur war. Es war eine Offenbarung des Welten-Ich von innen heraus, mit ebensolcher Gewalt von innen heraus, wie in dem zweiten Zeitalter vor Christus bei Moses aus den Elementen heraus. So sehen wir das Moses-Zeitalter da wieder aufleben, und zwar so, daß den ganzen Geist der christlichen Mystik, von Meister Eckhart bis herauf zu den späteren christlichen Mystikern, dieser Geist des Moses durchstrahlte und durchlebte. Oh, er lebte in diesen christlichen Mystikern, der Geist des Moses! Er war sozusagen so da, daß er sich in ihre Seelen hineinlebte. Das war das zweite Zeitalter der nachchristlichen Zeit, in dem der ganze Charakter auch des Moses-Zeitalters wieder auferstand. So wie im ersten Jahrtausend der nachchristlichen Zeit das salomonische Zeitalter gebracht hat all die Ausgestaltungen sozusagen der christlichen Mysterienanschauung, alles dessen, was wir zum Beispiel im christlichen Sinn als die Hierarchien kennen, ausgestaltet hat sozusagen die Weisheit über die höheren Welten im einzelnen, so gestaltete insbesondere das zweite Moses-Zeitalter dasjenige aus, was die deutsche Mystik war: das tiefe mystische Bewußtsein von dem Einheitsgott, der in der menschlichen Seele auferweckt werden kann, der in der menschlichen Seele auferstehen kann.
[ 11 ] The spirit of Moses does indeed come to life again in a new form. In the pre-Christian age the spirit of Moses had been directed towards the outer world of physical Nature in order to find the Divine World-Ego as Jahve, the World-Ego manifesting in lightning and thunder, in the great revelation from the Elements of laws for men. Whereas the World-Ego streams into Moses from outside, is revealed from outside, in the second millennium after Christ the same Divine Being announces Himself within the soul. The experience which came to Moses as an outer happening when he withdrew from his people in order to receive the Decalogue this significant happening is repeated in the second Christian millennium in the form of a mighty revelation from within man. Repetitions do not take the same form but what comes later manifests as a kind of polarity. It was from the Elements, from outer Nature, that the God revealed Himself to Moses; in the second millennium after Christ He reveals Himself from the deepest foundations of the human soul. And how could this be presented to us more impressively than in the story of a great, supremely gifted man of whose preaching it was said that he proclaimed mighty truths from the very depths of his soul! It can be taken for granted that this man was steeped through and through in what can be called Christian mysticism. Then, to the place where he is preaching comes a seemingly unimportant layman who at first listens to the sermons but then turns out to be one who need not be considered a layman but can become the instructor of the preacher—Tauler—and induces him, despite his renown, to suspend his sermons for a time because he does not feel inwardly imbued with what is living in the layman. And when Tauler, after having received the inspiration, ascends the pulpit again, the overwhelmingly powerful impression made by his sermon is described symbolically by saying that many of his listeners fell down as if dead—meaning that everything of a lower nature in them was killed. This was a revelation of the World-Ego from within—working from within with a power as great as that of the revelation from the Elements to Moses in the second millennium before Christ. Thus we see a revival of the Moses-epoch inasmuch as the spirit of Moses illumined and imbued with life the whole of Christian mysticism, from Meister Eckhart down to the later Christian mystics. Verily the spirit of Moses was alive in the souls of the Christian mystics! This was in the second millennium after Christ when there was a revival of the whole character of the Moses-epoch. Just as in the first millennium of the Christian era the repetition of the Solomon-epoch was responsible for bringing to expression the inner content of the Christian mysteries—for example, the Christian teaching concerning the Hierarchies, the detailed wisdom concerning the higher worlds—so was the second Moses-epoch particularly responsible for the essential character of German mysticism: a deep, mystical consciousness of the One God who can be awakened and resurrected within the human soul.
[ 12 ] Und es ist dieses Moses-Zeitalter wirksam geblieben in alledem, was seit jener Zeit strebte, immer genauer zu erforschen das Welten-Ich, den Einheitsgott. Aber es erfolgt nach dem Gang der Menschheitsentwickelung von unseren Zeiten ab, von jenen Zeiten ab, in denen wir langsam hinüberleben in das dritte Jahrtausend, eine Wiedererneuerung des abrahamitischen Zeitalters. So wie das abrahamitische Zeitalter, das mosaische und das salomonische Zeitalter sich folgen in der vorchristlichen Zeit, so folgen sie sich in der nachchristlichen Zeit in umgekehrter Reihe: salomonisches Zeitalter, Moses-Zeitalter und abrahamitisches Zeitalter. Diesem abrahamitischen Zeitalter gehen wir entgegen und dieses muß uns und wird uns Gewaltiges bringen. Erinnern wir uns nur einmal, was eigentlich die Bedeutung des abrahamitischen Zeitalters war.
[ 12 ] And the influence of this Moses-epoch has persisted in all the endeavours made since that time to fathom the nature of the World-Ego, the Undivided Godhead. But the course of the evolution of humanity is such that from our time onwards a renaissance of the Abraham-epoch will take place as we pass slowly into the third millennium. In pre-Christian times the sequence is: Abraham-epoch, Moses-epoch, Solomon-epoch; in the Christian era the order is reversed: Solomon-epoch, Moses-epoch, Abraham-epoch. We are moving towards the Abraham-epoch, and this will inevitably bring momentous consequences in its train.
[ 13 ] Die Bedeutung des abrahamitischen Zeitalters war, daß sozusagen das alte Hellsehen geschwunden ist, daß dem Menschen ein Gottesbewußtsein gegeben ward, das mit den menschlichen Fähigkeiten eng zusammenhängt. Alles, was die Menschheit aus diesem Gottesbewußtsein, das an das menschliche Gehirn gebunden ist, gewinnen konnte, ist nach und nach ausgeschöpft worden, und nur wenig ist noch auf dem Weg dieser Fähigkeiten für das Gottesbewußtsein der Menschen zu gewinnen, wenig nur noch. Dagegen gehen wir den genau umgekehrten Weg in dem neuen abrahamitischen Zeitalter. Wir gehen den Weg, der die Menschheit wiederum hinausführt aus dem bloß physisch-sinnlichen Anschauen, aus dem Kombinieren der physischsinnlichen Merkmale; wir gehen den Weg, der die Menschen wiederum zurückführt in jene Regionen, in denen sie einmal vor dem abrahamitischen Zeitalter waren. Wir gehen den Weg, der die Menschen wieder eintreten lassen wird in Zustände natürlichen Hellsehens, natürlich hellseherischer Kräfte. In dem Zeitalter Kali Yuga war es ja nur die Einweihung, die hinaufführen konnte in regelrechter Weise in die geistigen Welten. Natürlich führt die Einweihung in hohe Stufen hinauf, die von den Menschen in sehr ferner Zukunft erst erklommen werden können, aber die ersten Spuren eines erneuerten Hellsehens, das auftreten wird wie eine natürliche menschliche Fähigkeit, werden sich verhältnismäßig bald zeigen, je mehr wir in die Erneuerung des abrahamitischen Zeitalters hinübergehen.
[ 13 ] Let us recall what was of essential significance in the pre-Christian Abraham-epoch. It was the fact that the old clairvoyance had disappeared, that there had been bestowed upon man a consciousness of the Divine closely bound up with human faculties. Everything that humanity could acquire from this brain-bound consciousness of the Divine had by now been gradually exhausted and there is very little left to be gained through these faculties. But on the other hand, in the new Abraham-epoch exactly the opposite path is taken—the path Which leads humanity away from vision confined to the physical and material, away from intellectual inferences based upon material data. We are moving along the path leading into the regions where men once dwelt in times before the Abraham-epoch. It is the path that will make states of natural clairvoyance possible for man, states in which natural clairvoyant forces will be in active operation. During Kali Yuga itself, Initiation alone could lead into the spiritual worlds in the right way. Initiation does, of course, lead to higher stages that will be accessible to men only in the very far distant future; but the first signs of a natural faculty of clairvoyance will become evident fairly soon, as the renewal of the Abraham-epoch approaches.
[ 14 ] Nachdem wir uns das Ich-Bewußtsein erobert haben, nachdem die Menschen erkennen gelernt haben, daß das Ich im Innern ein fester Mittelpunkt ist, werden die Menschen wiederum hinausgeführt, um wiederum in die geistigen Welten einen tieferen Blick tun zu können. Das hängt noch zusammen mit demjenigen Zeitalter, in dem das Kali Yuga abgelaufen ist. 5000 Jahre währt Kali Yuga, bis zum Jahre 1899 hat es gewährt. 1899 war in der Tat ein wichtiges Jahr für die Menschheitsentwickelung. Das ist natürlich wiederum ein Durchschnittsjahr, denn die Dinge geschehen allmählich. Aber ebenso wie das Jahr 3101 angegeben werden kann als dasjenige, wo die Menschheit heruntergeführt worden ist aus dem alten Hellsehen zum sinnlichen Anschauen und verstandesmäßigen Urteilen, so ist das Jahr 1899 dasjenige, wo die Menschheit wiederum einen Ruck bekommen hat, um hinaufzusteigen zu den ersten Anfängen eines künftigen menschlichen Hellsehertums. Und es ist der Menschheit noch in diesem vor dem nächsten Jahrtausend stehenden 20. Jahrhundert - ja, für wenige Menschen noch in der ersten Hälfte dieses 20. Jahrhunderts — beschieden, die ersten Elemente eines neuen Hellsehens wiederum zu entwickeln, eines Hellsehens, das ganz gewiß in der Menschheit auftreten wird, wenn die Menschen sich fähig erweisen, dieses neue Hellsehen zu verstehen. Denn dessen müssen wir uns klar sein: zwei Dinge könnten eintreten. Auf dem Grund der Menschenseele ruht es schon für die Zukunft, daß solche hellseherische Fähigkeiten sich als natürliche Fähigkeiten - wir müssen unterscheiden das künstliche Hellsehen und dasjenige Hellsehen, welches als natürliches Hellsehen sich ergeben wird - für wenige Menschen noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in den nächsten 2500 Jahren für immer mehr und mehr Menschen ergeben werden, bis zuletzt eine genügend große Anzahl von Menschen da sein wird, die, wenn sie nur will, das neue natürliche Hellsehen erlangen wird.
[ 14 ] Thus, after men have acquired ego-consciousness, after they have come to know the ego as a firm inner centre, they are led out of themselves again in order to be able to look with an even deeper vision into the spiritual worlds. The ending of Kali Yuga has to do with this also. Having lasted for five thousand years, Kali Yuga ended in A.D. 1899. This was a year of crucial importance for the evolution of humanity. Naturally, it is again an approximate date, for things happen gradually. But just as the year 3101 B.C. can be indicated as a point of time when humanity was led down from the stage of the old clairvoyance to physical vision and intellectuality, so the year 1899 is the time when humanity received an impetus towards the first beginnings of a future clairvoyance. And it is the lot of mankind, already in this twentieth century before the next millennium—indeed for a few individuals in the first half of this century—to develop the first rudiments of a new faculty of clairvoyance that quite certainly will appear if men prove capable of understanding it. It must, however, be realised that there are two possibilities. It belongs to the very essence of the human soul that natural faculties of clairvoyance will arise in the future in a few people during the first half of the twentieth century and in more and more human beings during the next two thousand five hundred years, until finally there will be a sufficient number who, if they so desire, will have the new, natural clairvoyance. A distinction must, of course, be made between cultivated and natural clairvoyance.
[ 15 ] Aber zweierlei könnte geschehen. Das eine ist das, daß die Menschen zwar die Anlage zu diesem Hellsehen haben, daß aber für die nächsten Jahrzehnte der Materialismus siegt, und die Menschheit im materialistischen Sumpf versinkt. Dann werden zwar einzelne Menschen auftreten und werden sagen, es ist ihnen so, wie wenn sie im physischen Menschen auch noch etwas sehen würden wie einen zweiten Menschen; aber wenn das materialistische Bewußtsein es dahin bringt, Geisteswissenschaft für eine Narrheit zu erklären und alles Bewußtsein von der geistigen Welt totzutreten, dann wird man eben diese ersten Anlagen nicht verstehen. Es wird von der Menschheit selber abhängen, ob es zum Heil oder zum Unheil ausschlagen wird, was sich da zutragen wird, da unvermerkt vorübergehen könnte dasjenige, was da eigentlich kommen soll. Oder es könnte der andere Fall eintreten, daß die Geisteswissenschaft nicht niedergetreten wird. Dann wird man verstehen, solche Eigenschaften nicht nur in den Geheimschulen der Initiation zu pflegen, sondern sie auch zu hegen, wenn sie wie feine Pflänzchen des menschlichen Seelenlebens gegen die Mitte unseres Jahrhunderts bei diesen oder jenen auftreten, die da wie aus einer erwachten Seelenkraft heraus sagen werden: Ich sehe etwas wie eine Realität, wie es beschrieben wird in der «Theosophie» als der zweite Mensch innerhalb des physischen Menschen. Aber noch andere Seelenfähigkeiten werden auftreten, zum Beispiel eine Fähigkeit, welche die Menschen an sich bemerken werden. Sie werden sozusagen irgendeine Handlung vollziehen. Indem sie aufschauen werden von dieser, wird sich ihnen etwas wie eine Art Traumbild vor die Seele stellen, von dem sie wissen werden: Das steht mit meiner Handlung in irgendeinem Zusammenhang. — Und die Menschen werden aus der Geisteswissenschaft heraus wissen: Wenn mir so ein Nachbild meiner Handlung erscheint - das sich aber ganz wesentlich unterscheidet von dieser Handlung -, so ist das nichts anderes, als daß es mir die karmische Wirkung meiner Handlung zeigt, die in der Zukunft eintreten soll.
[ 15 ] But there are two possibilities. The one is that although men have indeed the aptitude for this clairvoyance, materialism may triumph in the next decades and humanity sink in its morass. True, even then there will be individuals here and there who assert that they see in the physical man something like a second man; but if materialistic consciousness gets to the point of declaring Spiritual Science to be sheer craziness and stamping out all consciousness of the spiritual world, then these incipient faculties will not be understood. It will depend upon humanity itself whether what will then take place turns out to be for the good or ill, because what ought to come about might pass unnoticed. Or the other situation is possible, where Spiritual Science is not trampled underfoot. Then men will understand how to cultivate such faculties not only in the secret schools of Initiation but also to foster them when, towards the middle of this century, they appear like delicate buds of the life of soul in individuals here and there. They will say, as if from a power that has awakened within them: I see as a reality something that is described in Anthroposophy as the second man within the physical man. But still other faculties will appear—for example, a faculty that a man will notice in himself. After he has performed some deed, there will appear before his soul a kind of dream-picture which he will know to be connected in some way with what he has done. And from Spiritual Science he will realise: When an after-image of my deed appears in this way, although it is essentially different from the deed itself, it reveals to me what the karmic effect of my deed will be in the future.
[ 16 ] Solches karmisches Verständnis wird sich für den einzelnen in der Mitte unseres Jahrhunderts ergeben, weil Kali Yuga abgelaufen ist und weil von Epoche zu Epoche in den Menschen immer neue Fähigkeiten auftreten. Aber wenn kein Verständnis geschaffen ist, wenn diese Fähigkeit sozusagen totgetreten wird, wenn man solche als Narren einsperrt, welche von diesen Fähigkeiten reden, dann wird das zum Unheil der Menschen ausschlagen. Die Menschen werden im materialistischen Sumpf verkommen. Es wird ganz davon abhängen, ob für Geisteswissenschaft ein Verständnis erweckt wird, oder ob es der materialistischen Gegenströmung, ob es dem Ahriman gelingen wird, zurückzuschlagen dasjenige, was Geisteswissenschaft in guter Absicht tut. Dann mögen ja freilich diejenigen kommen, die in diesem materialistischen Sumpf erstickend stecken und mögen sagen: Nun ja, das waren schöne Propheten, die da gesagt haben, es werden die Menschen neben dem physischen noch einen zweiten Menschen sehen! Gewiß wird sich dann nichts zeigen, wenn man die Fähigkeiten dazu totgetreten haben wird. Wenn sie sich aber nicht zeigen werden in der Mitte des 20. Jahrhunderts, so wird das kein Beweis dafür sein, daß der Mensch nicht dazu veranlagt ist, sondern nur dafür, daß die Menschen die jungen Pflänzlein im Keim zertreten haben. Was heute gesagt wird, das ist da und kann sich entwickeln, wenn die Menschheit nur will.
[ 16 ] This understanding of karma will develop in certain individuals during the middle of our century. The explanation is that Kali Yuga has run its course and that from epoch to epoch new faculties appear in men. But if no understanding is developed, if this particular faculty is stamped out, if those who speak about faculties of this kind are put away as if they were insane, disaster is inevitable and humanity will sink in the morass of materialism. Everything will depend upon whether understanding is awakened for Spiritual Science, or whether Ahriman will succeed in suppressing its intentions. Then, of course, those who are choking in materialism may say scornfully: They were fine prophets who stated that a second man will be seen beside the physical man! Nothing will be apparent if the faculties for seeing it are crushed out. But even if these faculties do not become evident in the middle of the twentieth century, this will be no proof that the rudiments of them are not within man, but only that the seed of the young buds has been crushed. The faculties that have been described to-day exist and can be developed, provided only that mankind is willing.
[ 17 ] Vor einer solchen Entwickelung stehen wir also unmittelbar. Wir gehen sozusagen den Weg der Entwickelung wiederum zurück. Bei Abraham wurde das Gottesbewußtsein in das Gehirn hereingeführt; indem wir in ein neues abrahamitisches Zeitalter eintreten, wird das Gottesbewußtsein wiederum aus dem Gehirn herausgeführt, und wir beginnen immer mehr und mehr in den nächsten 2500 Jahren Menschen zu erleben, die dasjenige haben werden, was die erhabenen Initiationsgeheimnisse ergeben als die großen spirituellen Lehren von den Weltengeheimnissen. Genau so, wie der Geist des Moses geherrscht hat im abgelaufenen Zeitalter bis zu uns, so beginnt nunmehr der Geist des Abraham zu walten, um gleichsam, nachdem er damals die Menschheit hereingeführt hat in ein Gottesbewußtsein innerhalb der sinnlichen Welt, die Menschheit aus demselben nun wiederum herauszuführen. Denn das ist ein urewiges Weltengesetz, daß sozusagen eine jede Individualität eine bestimmte Tat periodisch mehrmals, vor allen Dingen zweimal zu tun hat, das eine Mal wie als das Gegenteil vom andern. Was Abraham sozusagen der Menschheit heruntergebracht hat in das physische Bewußtsein herein, das wird er für sie wiederum hinauftragen in die geistige Welt hinein.
[ 17 ] This stage of evolution therefore lies immediately ahead of us. We are, as it were, retracing the path of development. In Abraham, consciousness of the Divine was brought down into the brain; in passing into a new Abraham-epoch, consciousness of the Divine will in turn be brought out of the brain, and during the next two thousand five hundred years we shall find more and more human beings who possess knowledge of the great spiritual teachings of the cosmic secrets yielded by the mysteries of Initiation. Just as the spirit of Moses prevailed in the epoch that is now over, so in our time the spirit of Abraham begins to prevail, in order that after men have been led to consciousness of the Divine in the material world, they may now be led out of and beyond it. For it is an eternal cosmic law that each individuality has to perform a particular deed more than once, periodically—twice at all events, the one as the antithesis of the other. What Abraham brought down for men into the physical consciousness he will bear upwards again for them into the spiritual world.
[ 18 ] So sehen wir, daß wir in wichtigen, in wesentlichen Zeitverhältnissen leben, und wir bekommen dann einen Begriff, daß Geisteswissenschaft zu verbreiten heute nicht irgend etwas ist, was man aus Vorliebe tut, sondern etwas, was von unserer Zeit gefordert wird. Vorzubereiten die Menschheit auf große Entwickelungsmomente, das gehört zu den Aufgaben der Geistesforschung. Damit die Menschen wissen werden, was sie sehen, dazu ist Geisteswissenschaft da. Wer es ehrlich mit seinem Zeitalter meint, der kann gar nicht anders, als daran zu denken, daß Geist-Erkenntnis in die Welt kommen muß, um nicht unvermerkt an der Menschheit vorübergehen zu lassen, was dann kommt.
[ 18 ] Thus it is obvious that we are living at a vitally important time and that to disseminate Spiritual Science to-day is not a matter of preference but something that is demanded by our age. To prepare mankind for great moments in the process of evolution is among the tasks of spiritual investigation. Spiritual Science exists in order that men may know what it is they are seeing. Anyone who is true to his age cannot but be mindful of the fact that spirit-knowledge must be brought into the world to prevent what is coming from passing by humanity unnoticed.
[ 19 ] Nun sind aber diese Dinge noch mit andern verknüpft. In gewissen andern Beziehungen erneuert sich alles in solch ähnlicher Wiederholung. Wir leben einer Zeit entgegen, in der immer mehr und mehr von demjenigen für die Menschheit sich erneuern soll, was in den vorchristlichen Jahrhunderten da war, aber alles wird getaucht in das, was die Menschheit hat gewinnen können durch das große ChristusEreignis. Wir haben gesehen, daß die Menschheit jenen großen Moment, den Moses erlebt hat durch seine Eindrücke vom brennenden Dornbusch und vom Blitzesfeuer auf dem Sinai, nun in christlicher Verinnerlichung wieder erlebt hat. Denn jetzt sind sich die Tauler, die Eckhart klar: wenn ihnen von innen aufgeht, was jener Moses Jahve genannt hat, so ist es der Christus, so ist es nicht mehr die zurückgespiegelte Christus-Wesenheit, sondern direkt der Christus, der aus der Tiefe des Herzens aufsteigt. Es ist sozusagen direkt wiedererlebt in einer verchristlichten Gestalt, in einer durch den Christus-Impuls umgeänderten Gestalt, durch die christlichen Mystiker dasjenige, was von Moses erlebt worden war. Und in umgeänderter, neuer Gestalt wird das erlebt werden, was sozusagen erlebt worden ist in der vorchristlichen, abrahamitischen Zeit. Und was wird das sein? All die Dinge und Ereignisse, welche sozusagen normalerweise in der Menschheitsentwickelung auftreten, alle diese werfen gleichsam ihre Lichter voraus. Ich möchte nicht die Trivialität, die oft gesagt wird, wiederholen, ich möchte nicht sagen, werfen ihre Schatten, sondern ihre Lichter. So ist in gewisser Beziehung etwas von Ereignissen der Zukunft im Licht vorausgeworfen in dem, was wir die Bekehrung des Saulus zum Paulus nennen: in dem Ereignis von Damaskus.
[ 19 ] These things are connected with others. In certain other respects everything is renewed in similar repetitions. A time is approaching when more and more of what existed in pre-Christian centuries will be renewed for humanity, but everything will now be steeped in what men have been able to acquire through the mighty Christ Event. We have heard that the great impulse experienced by Moses through the vision of the burning thorn bush and lightning on Sinai was experienced again inwardly, in its Christianised form. For men such as Tauler and Eckhart knew with all certainty that when there dawned within them the power known to Moses as Jahve, that power was the Christ, no longer the reflected Christ but the Christ Himself, arising from the depth of the heart. What had been experienced by Moses was experienced by the Christian mystics in a Christianised form, in a form changed through the Christ Impulse. And what was experienced in the pre-Christian age of Abraham—that, too, will be experienced in a new and different form. And what will this be? All things, all events that come about normally in the evolution of humanity cast their lights in advance (instead of the trivial saying, “cast their shadows”, I prefer to say, “cast their lights”). Thus in certain respects a light indicative of future happenings was cast in advance by the event of Damascus, the conversion of Saul into Paul.
[ 20 ] Machen wir uns einmal klar, was dieses Ereignis für den Paulus zu bedeuten hatte. Paulus war bis zu diesem Ereignis sozusagen bekannt mit alldem, was der althebräischen Geheimlehre eigen war. Was wußte der Paulus? Der Paulus wußte aus seiner althebräischen Geheimlehre, daß einstmals eine Individualität heruntersteigen werde, welche für die Menschheit darstellen wird denjenigen, der den Tod überwinden wird. Er wußte: Es wird einmal eine Individualität im Fleisch erscheinen, diese wird durch ihr Leben zeigen, daß der Geist über den Tod hinaus so lebt, daß der Tod eben für diese Individualität innerhalb ihrer Erdeninkarnation nichts anderes bedeutet als ein anderes physisches Ereignis. Das wußte er. Und er wußte noch etwas anderes aus seiner althebräischen Geheimlehre. Er wußte, daß dann, wenn der Christus, der da kommen sollte, der Messias, im Fleisch dagewesen ist, wenn er auferstanden sein wird, sozusagen den Sieg davongetragen haben wird über den Tod, dann die geistige Sphäre der Erde sich verändert haben wird, dann das Hellsehen eine Veränderung erfahren haben wird. Während vorher ein Hellseher in der geistigen Atmosphäre der Erde die Christus-Wesenheit nicht gesehen hat - die konnte er nur sehen bei dem Blick zum Sonnengeist -, so mußte, das wußte Paulus, durch den Christus-Impuls diejenige Veränderung eintreten für das Erdendasein, daß dann nach dem Sieg über den Tod für das hellseherische Bewußtsein der Christus in der Erdensphäre zu finden ist. Wird also der Mensch hellseherisch, so muß er in der Erdensphäre den Christus als den wirksamen Erdgeist sehen. Wovon aber Paulus sich nicht überzeugen konnte, als er noch Saulus war, das war, daß derjenige, welcher da gelebt hat in Palästina, am Kreuz gestorben ist, von dem seine Jünger sagten, er wäre auferstanden, daß der wirklich derjenige war, von dem die althebräische Geheimlehre gesprochen hatte. Das ist das Bedeutsame, daß Paulus nicht überzeugt worden ist durch das, was er physisch gesehen hat von demjenigen, was in den Evangelien erzählt ist. Er fing erst an, die Überzeugung zu haben, daß der Christus auch der vorhergesagte Messias ist, als eben an ihm sich zeigte jenes vorausgeworfene Licht, als er wie durch eine Gnade von oben hellseherisch wurde und den Christus in der Erdensphäre entdeckte. Er ist also schon dagewesen, er ist schon auferstanden, mußte er sich sagen. Indem Paulus selber hellseherisch den Christus gesehen hat in der geistigen Erdensphäre, wußte er: Jetzt ist er da. - Von dem Augenblick an war die Überzeugung in ihm da von dem Christus Jesus. Also das Grundereignis war, daß er hellscherisch in der Erdensphäre den Christus Jesus entdeckt hat im Ereignis von Damaskus. Wenn also Paulus zum Beispiel nicht mehr in Palästina die Taten des Christus Jesus hätte erzählen hören können, wenn er nicht aus persönlicher Erfahrung die Evangelien hätte hören können, sondern wenn er etwas später gelebt hätte, so hätte es sein können, daß er eben nur später dieses Christus-Ereignis von Damaskus erlebt hätte. Dann würde er aber zu derselben Überzeugung gekommen sein. Denn dieses Ereignis, das offenbarte ihm die Tatsache: Der Christus war da! Und der sich da in der Erdensphäre offenbart, das ist derjenige, von dem die althebräische Geheimlehre redet! - Dieses Christus-Ereignis ist nicht an einen Zeitpunkt gebunden. Es ist bei Paulus nur sehr rasch erfolgt [nach dem Mysterium von Golgatha], damit das Christentum durch Paulus seinen Lauf machen konnte.
[ 20 ] Let us be clear what this signified for Paul. Up to then he had acquired a thorough knowledge of the Hebraic secret doctrines. From these teachings he knew that some day an Individuality would descend to the earth, representing to humanity the One who conquers death. He knew: an Individuality will appear in the flesh, showing through his life that the spirit triumphs over death so completely that for this Individuality in his earthly incarnation death has no more significance than any other physical happening. Paul knew this. And he knew something else as well from the ancient Hebraic teachings, namely that when the Christ, the Messiah who was to come, had lived in the flesh, when He had resurrected and had won the victory over death, the spiritual sphere of the earth would be transformed and clairvoyance would undergo a change. Whereas before then a clairvoyant would not have seen the Christ Being in the spiritual atmosphere of the earth, but only when he looked upwards to the Sun Spirit, Paul knew that through the Christ Impulse there would take place in earth-existence a change signifying that, having gained the victory over death the Christ would be found by clairvoyant vision in the sphere of the earth. When, therefore, a man was clairvoyant, he would behold the Christ in the earth-sphere as the living spirit of the earth. But that of which Paul, while he was still Saul, could not be convinced was that the One who had lived in Palestine, had died on the Cross and was said by his disciples to have been resurrected, was indeed the One to whom the ancient Hebraic doctrines referred. The salient point is that Paul had not been convinced by what he had seen physically of the things narrated in the Gospels. Conviction that the Christ was the predicted Messiah first came to him when the light cast in advance revealed itself to him, when as though by Grace from above he became clairvoyant and, finding Christ in the sphere of the earth, was compelled to say to himself: He has been here in very truth and has risen! It was because Paul himself had beheld Christ in the spiritual sphere of the earth that he knew: Now He is here! And from that moment he was convinced regarding Christ Jesus. The essence of what happened at Damascus, therefore, was that Paul had discovered Christ Jesus clairvoyantly in the sphere of the earth. Thus, if he had not, for example, heard tell of the deeds of Christ in Palestine, if he had not himself actually heard the stories told in the Gospels but had lived somewhat later, he might have experienced the Christ Event of Damascus only later: but even so he would have arrived at the same conviction. For this event revealed to him the reality of Christ's presence! He knew: He who is now revealed in the sphere of the earth is the One of whom the ancient Hebraic secret doctrine tells. The Christ Event is not confined to one point of time only. In the case of Paul it came very early, in order that through him Christianity might pursue its course.
[ 21 ] Nun war allerdings die Entwickelung der Menschheit in der Zeit, wo das Kali Yuga bestand, bis 1899, nicht so, daß der Mensch so mir nichts dir nichts ein Paulus-Ereignis erleben konnte. Dazu waren die menschlichen Fähigkeiten nicht herangereift. Daher erlebte es einer eben als Gnade. Und ähnliche Ereignisse erlebten andere noch durch Gnade. Aber nun stehen wir ja in jenem Zeitalter, wo jener mächtige Umschwung geschehen soll, wo sich die ersten Keime eines natürlichen Hellsehens entwickeln. Wir treten hinein in das abrahamitische Zeitalter, wir werden hinausgeführt in die geistige Welt. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, daß eine gewisse Anzahl von Menschen und immer mehr und mehr Menschen in den nächsten 2500 Jahren das Ereignis von Damaskus nacherleben. Und das wird das Große, das Gewaltige des nächsten Zeitalters sein, daß für viele Menschen das Ereignis von Damaskus aufleben wird, daß für diejenigen Fähigkeiten, von denen eben gesagt worden ist, daß sie auftreten werden, der einmal in der geistigen Erdensphäre befindliche Christus wahrnehmbar wird, hereinleuchten wird. Indem die Menschen fähig werden, den Ätherleib zu sehen, werden sie den Ätherleib des Christus Jesus sehen lernen, wie der Paulus ihn gesehen hat. Das ist dasjenige, was als das Charakteristikum eines neuen Zeitalters beginnt, und was bei den ersten Vorläufern der Menschen mit diesen Fähigkeiten sich schon zwischen 1930 bis 1940/45 zeigen wird. Wenn die Menschen aufmerksam sein werden, werden sie dieses Ereignis von Damaskus und damit Klarheit und Wahrheit über das Christus-Ereignis durch unmittelbare geistige Anschauung erleben.
[ 21 ] Now, as long as Kali Yuga lasted—this was until the year 1899—the evolution of humanity had not reached the stage at which Paul's experience could be repeated without more ado; human faculties were not mature enough for that. Hence there was one who experienced it through Grace; and others, too, experienced similar events through Grace. But we are living now in the age when there is to be a revolutionary change: the first rudiments of natural clairvoyance are developing. We are passing into the Abraham-epoch and are being led out into the spiritual world. This means that it will be possible for a certain number of human beings, and more and more in the next two thousand five hundred years, to experience a repetition of the event of Damascus. The great and momentous feature of the coming era will be that many human beings will experience this event. The Christ, now to be found in the spiritual sphere of the earth, will be perceptible to those faculties which, as we have said, will make their appearance. When men become able to see the etheric body, they will learn to see the etheric body of Christ Jesus, as did Paul. This is what is beginning as the characteristic trait of a new age, and between the years 1930-40-45 it will already become evident in the first forerunners of human beings possessed of these faculties. If men are alert they will experience this event of Damascus through direct spiritual vision and therewith clarity and truth concerning the Christ Event. A remarkable parallelism of happenings will come about.
[ 22 ] Und ein merkwürdiger Parallelismus der Ereignisse wird sich abspielen. Denn in den nächsten zwei Jahrzehnten werden die Menschen dann immer mehr und mehr von dem Buchstaben der Evangelien abfallen, sie werden sie nicht mehr verstehen. Sehen wir doch heute schon, wie die Triviallinge überall den Leuten aus den Evangelien «beweisen», daß diese keine historischen Urkunden sind, daß man auf einen historischen Christus überhaupt sich nicht berufen kann. Die historischen Dokumente werden für die Menschheit an Wert verlieren, die Zahl derer, die den Christus Jesus leugnen, wird immer größer und größer. Und nur kurzsichtig sind diejenigen Menschen, welche da werden glauben können, daß man durch die bloße Historie die Sache noch wird halten können. Das sind nicht diejenigen, die es ehrlich meinen mit dem Christentum, welche abweisen das Verständnis für den geistigen Beweis des Christus Jesus. Der geistige Beweis des Christus Jesus wird dadurch geliefert werden, daß gehegt werden die Fähigkeiten der Menschen, daß sie schauen sollen den wahrhaft vorhandenen Christus in seinem Ätherleib. Denn im Grunde genommen mögen sich diejenigen noch so gute Christen nennen, welche nur auf Dokumenten fußen wollen: sie zerstören das Christentum; sie mögen noch so zetern und mögen noch so laut dasjenige, was sie wissen über das Christentum, aus den Urkunden verkünden: sie zerstören das Christentum, weil sie eine geistige Lehre ablehnen, durch welche aus dem Schauen heraus in unserem Jahrhundert der Christus für die Menschen zur Wahrheit werden wird.
[ 22 ] During the next two decades men will be more and more inclined to abandon the texts of the Gospels because they will no longer understand them. Superficial scholars are everywhere at pains to “prove” that the Gospels are not historical records, that there can be no question of any historical Christ. The historical documents will lose their value and the number of people who deny Christ Jesus will steadily increase. Men who may still believe that these events can be substantiated by history are short-sighted. Those who mean well by Christianity will not reject understanding of the spiritual proof of the existence of Christ Jesus, for this spiritual proof will be provided through the cultivation of the faculties which enable men to behold the Christ as a real Presence in His etheric body. Those who place reliance only on documents may call themselves good Christians, but in point of fact they are destroying Christianity; however vociferously they proclaim the knowledge they have gleaned about Christianity from documentary records, they are destroying it because they are rejecting a spiritual teaching through which, in actual vision, the Christ will become a reality for men in our century.
[ 23 ] Als unsere Zeitrechnung begann, da waren schon durch mehr als drei Jahrtausende die Menschen heruntergestiegen in das finstere Zeitalter, waren angewiesen auf ihre äußeren Fähigkeiten. Damals hätte sich der Christus auf keine andere Weise zeigen können den Fähigkeiten, die für die Menschenentwickelung notwendig waren, als durch die physische Inkarnation. Damals waren die physischen Fähigkeiten auf ihrer höchsten Höhe, daher mußte der Christus in einem physischen Leib erscheinen. Die Menschheit wäre aber nicht um einen Schritt weitergekommen, wenn sie nicht fähig werden könnte, mit höheren Fähigkeiten in höheren Welten die Realität des Christus zu finden. Wie damals mit bloß physischen Fähigkeiten der Christus gefunden werden mußte, so werden die Menschen mit den neu entwickelten Fähigkeiten den Christus finden in derjenigen Welt, wo eben nur Ätherleiber gesehen werden. Denn eine zweite physische Verkörperung des Christus gibt es nicht. Einmal nur war er im fleischlichen Leib, weil nur einmal die menschlichen Fähigkeiten angewiesen waren, den Christus im fleischlichen Leib zu haben. Jetzt aber werden sie mit den höheren Fähigkeiten den um so realeren Ätherleib des Christus wahrnehmen können.
[ 23 ] When the Christian era began, men had been descending into the Dark Age for more than three thousand years, had been thrown back upon the faculties of their outer senses. At that time Christ could not have revealed Himself to the faculties necessary for the evolution of humanity in any other way than through physical incarnation. Because man's physical faculties had then reached the peak of their development, Christ was obliged to appear in a physical body. But no progress at all would be possible unless with higher faculties men were able to discover Christ as a reality in the higher worlds. Just as Christ had once to be discovered with purely physical faculties, men will find him with the newly developed faculties in that world where etheric bodies alone are to be seen. There can be no second physical incarnation of Christ. He came once in a physical body of flesh because it was at one period only that human faculties were dependent upon His presence in such a body. But now, with the higher faculties, men will be able to perceive the etheric body of Christ as an even greater reality.
[ 24 ] Das ist dasjenige, was man nennen kann jenes gewaltige Ereignis, das uns bevorsteht: Das Wiedererscheinen des Christus Jesus - nach und nach zuerst für wenige, dann für immer mehr und mehr Menschen. Es ist ein Ereignis, das nicht nur Bedeutung hat für diejenigen Menschen, die dann noch im Fleisch verkörpert sein werden. Es wird eine Anzahl von Menschen, die heute verkörpert sind, auch zu jener Zeit noch verkörpert sein, wenn dieses Christus-Ereignis eintritt. Die werden es so erleben, wie es geschildert worden ist. Andere werden durch die Pforte des Todes gegangen sein. Aber, wie wir einmal bei einem Vortrage hier gesehen haben, daß das Ereignis von Golgatha nicht bloß ein Ereignis für die physische Welt war, sondern hinübergewirkt hat in alle geistigen Welten, wie der Hinabstieg des Christus in die Unterwelt eine wirkliche Tatsache war, so wird hineinwirken das Christus-Ereignis, das in unserem Jahrhundert sich hinstellen wird, auch in die Welt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, wenn auch in anderer Gestalt, als es der Mensch hier auf Erden finden wird. Aber eines wird notwendig sein: Jene Fähigkeiten, durch welche man das Christus-Ereignis wird wahrnehmen können zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, die können nicht erworben werden zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, die müssen hier auf dem physischen Plan erworben werden, die müssen mitgebracht werden in das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Es gibt eben Fähigkeiten, die erworben werden müssen auf der Erde. Denn wir sind nicht umsonst herausgesetzt auf die physische Erde. Derjenige geht fehl, der glaubt, daß wir umsonst auf die Erde versetzt worden sind. Wir müssen uns da Fähigkeiten erwerben, die wir uns in keiner andern Welt erwerben können. Und die Fähigkeiten zum Verständnis des ChristusEreignisses, von dem wir gesprochen haben, und der folgenden Ereignisse, die müssen hier auf dieser Erde erworben werden. Und diejenigen Menschen, welche sich hier auf der Erde diese Fähigkeiten jetzt erwerben durch die geisteswissenschaftliche Verkündigung, die werden durch die Pforte des Todes diese Fähigkeiten durchtragen. Nicht etwa bloß durch die Einweihung, sondern durch die verständnisvolle Hinnahme der geisteswissenschaftlichen Verkündigung erwirbt man sich die Fähigkeiten, die Möglichkeit, auch in der geistigen Welt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt das Christus-Ereignis wahrzunehmen. Wer aber taube Ohren hat, der muß warten bis zu einer nächsten Inkarnation, um sich hier die Fähigkeiten zu erwerben, die man sich hier erwerben muß, damit man das Christus-Ereignis dort erleben könne. So also darf niemand irgendwie glauben, daß ihm die Verkündigung des Christus-Ereignisses, das nur aus der ganzen geisteswissenschaftlichen Lehre heraus verstanden werden kann, keine Frucht tragen wird, wenn er dann, wenn es eintreten wird, schon durch die Pforte des Todes gegangen sein wird. Es wird ihm Frucht tragen.
[ 24 ] The momentous event in store for us can be called: the Reappearance of Christ Jesus ... a gradual reappearance, to begin with for a few and then for more and more human beings. It is an event that has significance not only for those who will then still be incarnated in bodies of flesh. A number of human beings living to-day will still be in incarnation at the time of the Christ Event ... they will experience it in the way that has been described. Others will have passed through the gate of death. As we once heard in a lecture here, [This reference is to a lecture given 14th November, 1909: The Tasks and Aims of Spiritual Science.] the Event of Golgotha was an event that affected not only the physical world; its influences reached into all the spiritual worlds. Christ's descent into the underworld was an actual fact and the effects of the Christ Event that is to take place in our century will also work—though not in the same form as on earth—into the world in which man lives between death and rebirth. But there is one essential. The faculties by means of which men will be able, between death and rebirth, to behold the Christ Event, cannot be acquired in that world; they must be acquired on the physical plane and carried from there into the life between death and a new birth. There are faculties which must be acquired on the earth, for we have not been placed on the physical earth for nothing. It is an error to believe that there is no purpose in living on the earth. Faculties have to be acquired there that can be acquired in no other world—they are the faculties for understanding the Christ Event and the events that will follow it. Those human beings who now develop these faculties on the earth through the teachings of Spiritual Science will carry them through the gate of death. It is not through Initiation only, but through a clear-minded acceptance of spiritual-scientific knowledge, that the faculties are acquired which make it possible also to be aware of the Christ Event in the spiritual world between death and a new birth. But those who turn deaf ears to this knowledge must wait until a later incarnation to acquire the faculties that must be acquired here on earth in order that the Christ Event may be experienced in yonder world. Therefore let nobody imagine that the announcement of the Christ Event—an event which the teachings of Spiritual Science alone can make intelligible—will bear no fruit for him if he has already passed through the gate of death. It will indeed bear fruit.
[ 25 ] So sehen wir, daß die Geistesforschung die Vorbereiterin ist für ein neues Christus-Ereignis. Diejenigen aber, welche den Nerv der Lehre vom Geiste in sich aufnehmen als einen Inhalt ihres ganzen Seelenlebens, als lebendiges Leben, sollen dann auch wirklich hinaufwachsen zu einem spirituellen Verständnis der Sache, sollen dann sich klar werden, daß sie durch die Geisteswissenschaft unser neu erwachendes Zeitalter gründlich verstehen lernen müssen. Wir müssen verstehen lernen, daß wir in der Zukunft nicht die wichtigsten Ereignisse auf dem physischen Plan zu suchen haben, sondern außerhalb des physischen Planes, wie den Christus, den wir als Äthergestalt in der geistigen Welt bei seiner Wiederkehr zu suchen haben werden.
[ 25 ] Obviously, therefore, spiritual research prepares the way for a new Christ Event. But those who receive into themselves the essence of the teaching of the spirit as part of their whole life of soul, as a quickening, vital force, must then grow on to a spiritual understanding of these things, realising that through Spiritual Science they must learn to understand our newly dawning age thoroughly and fundamentally. We must come to realise that in the future the most important events must be sought, not on the physical plane but outside and beyond it, just as Christ must be sought in the spiritual world when He appears in His etheric form.
[ 26 ] Was jetzt gesagt worden ist, wird immer und immer wieder gesagt werden in den nächsten Jahrzehnten. Aber es wird Menschen geben, die dieses mißverstehen werden, die sagen werden: Der Christus soll also wiederkommen! — Weil sie hereintragen werden in solche Anschauung den Glauben, daß das eine physische Wiederkunft sei, so werden sie Nahrung geben all denjenigen, die als falsche Messiasse auftreten werden. Und solche wird es genug geben in der Mitte des 20. Jahrhunderts, die benutzen werden den materialistischen Glauben der Menschen, die benutzen werden das materialistische Denken und Fühlen der Menschen, um sich für den Christus auszugeben. Falsche Messiasse hat es immer gegeben. Da haben wir zum Beispiel jenes Zeitalter vor den Kreuzzügen, wo in Südfrankreich ein falscher Messias aufgetreten ist, in dem seine Anhänger gesehen haben etwas, wie einen im physischen Leib verkörperten Christus. Vorher war ein falscher Messias in Spanien aufgetreten und hatte viele Anhänger gefunden. In Nordafrika hat ein großes Aufsehen erregt einer, der sich für den Christus ausgegeben hat. Im 17. Jahrhundert trat in Smyrna ein Mensch auf als Christus und fand ungeheuren Andrang. Sabbatai Zewi hieß er. Zu ihm sind hingepilgert die Menschen aus Polen, Ungarn, Österreich, Spanien, Deutschland, Frankreich, aus ganz Europa und aus einem großen Teil von Afrika und Asien. In den verflossenen Jahrhunderten war das nicht so schlimm, denn da war sozusagen an die Menschheit noch nicht die Forderung gestellt, zu unterscheiden das Wahre vom Falschen. Jetzt erst stehen wir in dem Zeitalter, wo es verhängnisvoll werden könnte, wenn die Menschen die geistige Probe nicht bestehen würden. Diejenigen werden sie bestehen, die wissen, daß die menschlichen Fähigkeiten sich weiterentwickeln, daß diejenigen Fähigkeiten, die den Christus im Physischen sehen mußten, eben angewiesen waren, nur bei der Begründung des Christentums ihn so zu sehen, daß aber die Menschheit nicht vorrücken würde, wenn sie den Christus nicht in unserem Jahrhundert in einer erhöhteren Gestalt wiederfinden würde. Und die nach Geisteswissenschaft Strebenden werden sich als diejenigen erweisen müssen, welche die falschen Messiasse unterscheiden können von dem einzigen Messias, der nicht im Fleisch, sondern der für die neuerwachten Fähigkeiten als eine spirituelle Wesenheit erscheint. Und die Zeit wird kommen, in der die Menschen wieder hineinschauen werden in die geistige Welt und da das Land sehen werden, aus dem herunterfließen diejenigen Ströme, welche wahre geistige Nahrung geben alldem, was in der physischen Welt geschieht.
[ 26 ] What has here been said will be repeated again and again in the coming decades. But there will be people who misunderstand it and who will say: So Christ is to come again! Because this view will be tinged with the belief that this is a physical return, such people will support all the false Messiahs who will appear. And in the middle of the twentieth century there will be plenty of them, making use of the materialistic beliefs, the materialistic thinking and feeling of men in order to proclaim themselves as Christ. There have always been false Messiahs. For example, in the South of France, before the Crusades, there appeared a false Messiah whom his followers regarded as a kind of Christ incarnate in a physical body. Before then a false Messiah had appeared in Spain, attracting a large number of followers. In North Africa, a man who announced himself as the Christ created a great sensation. In the seventeenth century a man who appeared in Smyrna, alleging himself to be the Christ, drew a vast crowd of followers; his name was Shabbathai Zewi. Pilgrims journeyed to him from Poland, Austria, Spain, Germany, France, from all over Europe and from wide provinces of Africa and Asia. In past centuries this kind of happening was not so deplorable, for the demand to distinguish the true from the false had not yet been made of humanity. Only now are we living in the age when disaster might befall if men were not equal to the spiritual test. Those will be equal to it who know that human faculties develop to higher stages, that the faculties on account of which it was necessary for Christ to be seen physically were dependent upon a physical manifestation at the time of the founding of Christianity but that no progress would be made if in this present century men were not to find Him again in a higher form. Those who are striving in the sense of Spiritual Science will have to prove that they are the ones able to distinguish the false Messiahs from the One Messiah who does not appear in the flesh, but appears as a spiritual Being to the newly awakened faculties of men.
[ 27 ] Wir haben ja immer gesehen, daß es den Menschen möglich war, im alten Hellsehen in diese geistige Welt hineinzuschauen. Die morgenländischen Schriften enthalten auch in ihrer Tradition etwas, wie eben eine Überlieferung eines alten geistigen Landes, in das die Menschen einstmals hineinschauen konnten, aus dem sie heraussaugen konnten alles das, was der physischen Welt an Übersinnlichem zufließen konnte. Voller Wehmut sind manche Beschreibungen über jenes Land, das die Menschen einmal erreichen konnten, und das sich wie zurückgezogen hat. Dies Land war in der Tat den Menschen einmal erreichbar, und es wird den Menschen wieder erreichbar sein, jetzt, nachdem Kali Yuga, das finstere Zeitalter, abgelaufen ist. Die Einweihung hat aber immer hineingeführt und für diejenigen, welche die Einweihung genossen haben, gab es immer die Möglichkeit, hineinzulenken die Schritte in jenes geheimnisvolle Land, das sich zurückgezogen hat während des Kali Yuga, von dem als von einem Land gesprochen wird, das wie verschwunden ist aus dem Bereich der menschlichen Erfahrung. Rührend sind jene Schriften, die von diesem alten Land sprechen. Es ist dasselbe Land, in dem die Eingeweihten immer wieder und wiederum Einkehr halten, um sich von da aus die neuen Ströme und Anregungen zu holen für alles das, was der Menschheit von Jahrhundert zu Jahrhundert gegeben werden soll. Immer wieder und wiederum halten diejenigen, die mit der geistigen Welt in dieser Weise in Beziehung stehen, Einkehr in dieses geheimnisvolle Land, das genannt wird «Schamballa». Es ist der Urquell, in den hineingereicht hat der hellseherische Blick, der sich zurückgezogen hat im Kali Yuga, von dem wie von einem alten Märchenland gesprochen wird, das aber wiederkommen wird in den Bereich der Menschen. Schamballa wird es wieder geben, nachdem das Kali Yuga abgelaufen sein wird. Die Menschheit wird wiederum hineinwachsen in das Land Schamballa durch normale menschliche Fähigkeiten, aus dem sich Kraft und Weisheit die Eingeweihten zu holen haben für ihre Mission. Schamballa gibt es, Schamballa gab es, Schamballa wird wieder da sein für die Menschheit. Und zu dem ersten, was die Menschen erblicken werden, wenn Schamballa sich wieder zeigen wird, wird der Christus in seiner Äthergestalt gehören. Es gibt keinen andern Führer für die Menschheit in das von den orientalischen Schriften für verschwunden erklärte Land, als den Christus. Der Christus wird die Menschen nach Schamballa führen.
[ 27 ] The time will come when men will again see into the spiritual world and there behold the land whence flow the streams of true spiritual nourishment for everything that happens in the physical world. Again and again we have heard that it was once possible for men to look with clairvoyant vision into the spiritual world. Oriental writings also contain the tradition of an ancient spiritual land [See note 1 at end of lecture.] into which men were once able to gaze and whence they could draw the super-sensible influences that were available for the physical world. Many descriptions of this land, that was once within reach of men's vision but has withdrawn, are full of sadness. This land was indeed once accessible to men and will be so again now that Kali Yuga, the Dark Age, is over. Initiation has always led thither, and it was always possible for those who had achieved Initiation to guide their steps into that mysterious land which is said to have disappeared from the sphere of human experience. Deeply moving are the writings which tell of this ancient land, whither the Initiates repair ever and again in order to bring from there the new streams and impulses for everything that is to be imparted to mankind from century to century. Those who are connected with the spiritual world in this way resort again and again to Shamballa—the name of this mysterious land. It is the deep fount into which clairvoyant vision once reached; it withdrew during Kali Yuga and is spoken of as an ancient fairyland that will come again into the realm of man. Shamballa will be there again when Kali Yuga has run its course. Mankind will rise through normal human faculties into the land of Shamballa, the land whence the Initiates draw strength and wisdom for the missions they are to fulfil. Shamballa is a reality, was a reality, will be a reality again for humanity. And when Shamballa reveals itself again, one of the first visions to come to men will be that of Christ in His etheric form. Into the land declared by Oriental writings to have vanished there is no Leader other than Christ. It is Christ who will lead men to Shamballa.
[ 28 ] Das ist dasjenige, was wir uns in die Seele schreiben sollen, was der Menschheit werden kann, wenn sie das gestern erwähnte Wahrzeichen im richtigen Sinn auffaßt. Wenn sie versteht, diese Menschheit, daß sie jetzt nicht tiefer herabsinken darf in die Materie, daß sie Umkehr halten muß, daß ein spirituelles Leben seinen Anfang nehmen muß, dann wird sich ergeben zuerst für wenige, dann - in 2500 Jahren - für immer mehr und mehr Menschen das lichtdurchwobene und das lichtdurchglänzte, das von unendlicher Lebensfülle strotzende, das unsere Herzen mit Weisheit erfüllende Land Schamballa. Das ist dasjenige, was für die, welche verstehen wollen, für die, welche Ohren haben, um zu hören und Augen haben, um zu sehen, als Ereignis zu schildern ist, das den größten Wendepunkt in der Entwickelung der Menschheit bedeutet bei Anbruch des abrahamitischen Zeitalters nach der Begründung des Christentums. Es wird dasjenige Ereignis sein, durch das die Menschen in erhöhterem Maße den Christus-Impuls verstehen werden. Denn das wird das Eigenartige sein, daß hierdurch die Weisheit nichts verlieren wird. Je mehr Schauungen sich die Menschen erringen werden, desto größer wird ihnen der Christus erscheinen, desto gewaltiger wird er ihnen erscheinen! Wenn erst die Menschen ihren Blick werden tauchen können in Schamballa, dann werden sie erst mancherlei von dem wieder einsehen können, was zwar in den Evangelien enthalten ist, wozu aber die Menschen eine Art Ereignis von Damaskus brauchen werden, um erkennen zu können, was in den Evangelien gegeben ist. So wird in derjenigen Zeit, wo die Menschen den Urkunden gegenüber am ungläubigsten sein werden, das neue Bekenntnis zu dem Christus Jesus entstehen durch unser Hineinwachsen in das Gebiet, wo wir ihn zunächst treffen werden: durch das Hineinwachsen in das geheimnisvolle Land Schamballa.
[ 28 ] We must inscribe into our souls what can come to pass for humanity if the omen [See note 2 at the end of this lecture.] referred to in the lecture yesterday is rightly understood. If men realise that they dare not allow themselves to sink more deeply into matter, that their path must be reversed, that a spiritual life must begin, then, at first for a few and in the course of two thousand five hundred years for a greater and greater number of human beings, there will arise the experience of the land of Shamballa—woven of light, shone through with light, teeming with wisdom. Such is the event which for those who have the will to understand, for those who have ears to hear and eyes to see, must be described as denoting the most momentous turning-point in the evolution of humanity at the dawn of the Abraham-epoch in the Christian era. It is the event through which men's understanding of the Christ Impulse will be enhanced and intensified. Strange as it may seem, wisdom will thereby lose nothing of its value. The more insight men achieve, the greater and mightier will Christ appear to them to be! When once their gaze can penetrate into Shamballa, they will be able to understand much of what is indeed contained in the Gospels but for the recognition of which they will need to experience a kind of event of Damascus. Thus at the time when men are more sceptical of the original records than they have ever been, the new form of belief in Christ Jesus will arise when we grow into the realm where He will first be encountered: the mysterious land of Shamballa.
