The Advent of Christ in the Ethereal World
GA 118
15 March 1910, Stuttgart
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Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, 5th ed.
9. Die Bergpredigt das Land Schamballa
9. Die Bergpredigt das Land Schamballa
[ 1 ] Es wurde hier vorgestern der Hinweis darauf gegeben, wie die Menschheit im gegenwärtigen Zeitpunkt schweren Ereignissen entgegengehen wird. Verstehen werden wir, um was es sich handelt, wenn wir rückblickend unsere Zeit ganz hineinstellen in die Menschheitsentwickelung überhaupt. Da werden wir uns manches Bekannte und Unbekannte wieder vergegenwärtigen können. Sie wissen, daß einer der wesentlichsten Aussprüche, der vor Eintritt des ChristusEreignisses getan wurde, jener war, der besagte: « Ändert eure Seelenverfassung, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.» Diese Worte sind von tiefgehender Bedeutung, weil sie darauf hinweisen, daß mit der ganzen Seelenentwickelung damals Bedeutsames vorgegangen ist. Es waren etwas mehr als 3000 Jahre vergangen von jener Zeit, die wir das Kali Yuga oder das finstere Zeitalter nennen. Welchen Sinn hat nun dieses Zeitalter? Es ist jene Epoche, innerhalb welcher der Mensch, seinen normalen Verhältnissen nach, angewiesen war allein auf dasjenige, was sich den äußeren Sinnen darbot und dem Verstande zugänglich war, der ja an das Instrument des Gehirns gebunden ist. Alles das konnte man erfahren, wissen und verstehen in der finsteren Zeit des Kali Yuga. Dieser finsteren Zeit ist eine andere vorangegangen, in welcher der Mensch nicht allein angewiesen war auf die äußeren Sinne und den äußeren Verstand, sondern mehr oder weniger noch Erinnerungen hatte an die alten traumhaften Zustände, die ihm eine Verbindung mit der geistigen Welt ermöglichten. Von dieser menschlichen Vorzeit wollen wir uns ein Bild machen.
[ 1 ] Es wurde hier vorgestern der Hinweis darauf gegeben, wie die Menschheit im gegenwärtigen Zeitpunkt schweren Ereignissen entgegengehen wird. Verstehen werden wir, um was es sich handelt, wenn wir rückblickend unsere Zeit ganz hineinstellen in die Menschheitsentwickelung überhaupt. Da werden wir uns manches Bekannte und Unbekannte wieder vergegenwärtigen können. Sie wissen, daß einer der wesentlichsten Aussprüche, der vor Eintritt des ChristusEreignisses getan wurde, jener war, der besagte: « Ändert eure Seelenverfassung, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.» Diese Worte sind von tiefgehender Bedeutung, weil sie darauf hinweisen, daß mit der ganzen Seelenentwickelung damals Bedeutsames vorgegangen ist. Es waren etwas mehr als 3000 Jahre vergangen von jener Zeit, die wir das Kali Yuga oder das finstere Zeitalter nennen. Welchen Sinn hat nun dieses Zeitalter? Es ist jene Epoche, innerhalb welcher der Mensch, seinen normalen Verhältnissen nach, angewiesen war allein auf dasjenige, was sich den äußeren Sinnen darbot und dem Verstande zugänglich war, der ja an das Instrument des Gehirns gebunden ist. Alles das konnte man erfahren, wissen und verstehen in der finsteren Zeit des Kali Yuga. Dieser finsteren Zeit ist eine andere vorangegangen, in welcher der Mensch nicht allein angewiesen war auf die äußeren Sinne und den äußeren Verstand, sondern mehr oder weniger noch Erinnerungen hatte an die alten traumhaften Zustände, die ihm eine Verbindung mit der geistigen Welt ermöglichten. Von dieser menschlichen Vorzeit wollen wir uns ein Bild machen.
[ 2 ] Der Mensch konnte nicht nur sehen das Reich der Mineralien, Pflanzen und Tiere, sowie sich selbst innerhalb des physischen Menschenreichs, sondern er konnte in einem Zustand zwischen Wachen und Schlafen eine göttliche Welt sehen. Er nahm sich dann wahr als deren unterstes Glied, als ein unterstes Reich in der Hierarchienfolge, über sich die Engel, die Erzengel und so weiter. Er wußte dieses durch sein Erleben, so daß es für ihn ein Unsinn gewesen wäre, diese geistige Welt abzuleugnen, wie es heute ein gleicher Unsinn sein würde, das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich abzuleugnen. Nicht war es aber so, daß der Mensch nur als Erkenntnis hatte, was ihm an Wissen aus diesem Reiche zuströmte, sondern er hatte auch die Möglichkeit, sich mit den Kräften dieses Reiches der geistigen Welt zu durchdringen: Er war dann in Ekstase, sein Ich-Gefühl war unterdrückt, aber die geistige Welt floß förmlich in ihn ein. Es hatte der Mensch daher nicht nur ein Wissen, eine Erfahrung, sondern wenn er zum Beispiel eine Krankheit hatte, so konnte er mittels der Ekstase sich Erfrischung und Gesundung holen. Diejenigen Zeitalter, in denen der Mensch noch einen unmittelbaren Zusammenhang mit den geistigen Welten hatte, nannte die orientalische Weisheit: Krita Yuga, Treta Yuga, Dvapara Yuga. Im letzteren war ein unmittelbarer Einblick in die geistigen Welten nicht mehr möglich, sondern nur eine Erinnerung, wie bei einem Greise an seine Jugend. Dann wurden die Tore der geistigen Welt gleichsam geschlossen. Der Mensch konnte in normalen Bewußtseinszuständen mit der geistigen Welt nicht mehr verkehren. Und es kam die Zeit, in welcher der Mensch sich nur auf Grund einer langen, strengen Vorbereitung in der Geheimschulung zu der geistigen Welt hinwenden konnte. Während Kali Yuga kam manchmal etwas von der geistigen in die physische Welt herein. Das kam aber dann meistens nicht von den guten Mächten, sondern es war gewöhnlich dämonischer Natur. In allen Persönlichkeiten, die uns die Evangelien schildern als mit eigenartigen Krankheiten behaftet, die man Besessenheit nannte, sind diese Erkrankungen auf dämonische Wirkungen zurückzuführen. In ihnen haben wir den Einfluß böser geistiger Wesenheiten zu erkennen. Das kleine Kali Yuga beginnt etwa im Jahre 3000 vor Christus und charakterisiert sich dadurch, daß sich nach und nach vor dem normalen Bewußtsein die Tore der geistigen Welt völlig verschlossen, so daß man alle Erkenntnisse aus der sinnlichen Umwelt holen mußte. Wenn das so fortgegangen wäre, dann würde dem Menschen der Zusammenhang mit der geistigen Welt völlig verlorengegangen sein. Bis dahin hatte der Mensch doch noch etwas an Erinnerungen auf dem Wege der Tradition aufbewahrt; aber jetzt verlor er auch darin immer mehr den Zusammenhang. Denn auch der Lehrer, obgleich Bewahrer der Tradition, konnte ihm nicht mehr unmittelbar von der geistigen Welt erzählen. Die Aufnahmefähigkeit dafür war nicht mehr vorhanden. Die Erkenntnisse der Menschheit erstreckten sich immer mehr nur auf das Materielle.
[ 2 ] Der Mensch konnte nicht nur sehen das Reich der Mineralien, Pflanzen und Tiere, sowie sich selbst innerhalb des physischen Menschenreichs, sondern er konnte in einem Zustand zwischen Wachen und Schlafen eine göttliche Welt sehen. Er nahm sich dann wahr als deren unterstes Glied, als ein unterstes Reich in der Hierarchienfolge, über sich die Engel, die Erzengel und so weiter. Er wußte dieses durch sein Erleben, so daß es für ihn ein Unsinn gewesen wäre, diese geistige Welt abzuleugnen, wie es heute ein gleicher Unsinn sein würde, das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich abzuleugnen. Nicht war es aber so, daß der Mensch nur als Erkenntnis hatte, was ihm an Wissen aus diesem Reiche zuströmte, sondern er hatte auch die Möglichkeit, sich mit den Kräften dieses Reiches der geistigen Welt zu durchdringen: Er war dann in Ekstase, sein Ich-Gefühl war unterdrückt, aber die geistige Welt floß förmlich in ihn ein. Es hatte der Mensch daher nicht nur ein Wissen, eine Erfahrung, sondern wenn er zum Beispiel eine Krankheit hatte, so konnte er mittels der Ekstase sich Erfrischung und Gesundung holen. Diejenigen Zeitalter, in denen der Mensch noch einen unmittelbaren Zusammenhang mit den geistigen Welten hatte, nannte die orientalische Weisheit: Krita Yuga, Treta Yuga, Dvapara Yuga. Im letzteren war ein unmittelbarer Einblick in die geistigen Welten nicht mehr möglich, sondern nur eine Erinnerung, wie bei einem Greise an seine Jugend. Dann wurden die Tore der geistigen Welt gleichsam geschlossen. Der Mensch konnte in normalen Bewußtseinszuständen mit der geistigen Welt nicht mehr verkehren. Und es kam die Zeit, in welcher der Mensch sich nur auf Grund einer langen, strengen Vorbereitung in der Geheimschulung zu der geistigen Welt hinwenden konnte. Während Kali Yuga kam manchmal etwas von der geistigen in die physische Welt herein. Das kam aber dann meistens nicht von den guten Mächten, sondern es war gewöhnlich dämonischer Natur. In allen Persönlichkeiten, die uns die Evangelien schildern als mit eigenartigen Krankheiten behaftet, die man Besessenheit nannte, sind diese Erkrankungen auf dämonische Wirkungen zurückzuführen. In ihnen haben wir den Einfluß böser geistiger Wesenheiten zu erkennen. Das kleine Kali Yuga beginnt etwa im Jahre 3000 vor Christus und charakterisiert sich dadurch, daß sich nach und nach vor dem normalen Bewußtsein die Tore der geistigen Welt völlig verschlossen, so daß man alle Erkenntnisse aus der sinnlichen Umwelt holen mußte. Wenn das so fortgegangen wäre, dann würde dem Menschen der Zusammenhang mit der geistigen Welt völlig verlorengegangen sein. Bis dahin hatte der Mensch doch noch etwas an Erinnerungen auf dem Wege der Tradition aufbewahrt; aber jetzt verlor er auch darin immer mehr den Zusammenhang. Denn auch der Lehrer, obgleich Bewahrer der Tradition, konnte ihm nicht mehr unmittelbar von der geistigen Welt erzählen. Die Aufnahmefähigkeit dafür war nicht mehr vorhanden. Die Erkenntnisse der Menschheit erstreckten sich immer mehr nur auf das Materielle.
[ 3 ] Im weiteren Verlauf dieser Entwickelung hätten die Menschen den Zusammenhang mit der geistigen Welt nicht wiederfinden können, wenn man ihn auch wieder herzustellen suchte, wäre nicht von anderer Seite her etwas geschehen. Und dies geschah dadurch, daß die göttliche Wesenheit, die wir mit Christus bezeichnen, sich auf dem physischen Plan verkörperte.
[ 3 ] Im weiteren Verlauf dieser Entwickelung hätten die Menschen den Zusammenhang mit der geistigen Welt nicht wiederfinden können, wenn man ihn auch wieder herzustellen suchte, wäre nicht von anderer Seite her etwas geschehen. Und dies geschah dadurch, daß die göttliche Wesenheit, die wir mit Christus bezeichnen, sich auf dem physischen Plan verkörperte.
[ 4 ] Früher konnte der Mensch sich zu geistigen Wesenheiten erheben. Jetzt aber mußten diese ganz nahe zu ihm herankommen, völlig in seine Sphäre heruntersteigen, damit er sie mit seiner Ich-Wesenheit erkennen könne. Dieser Zeitpunkt wurde in alten Zeiten prophetisch verkündigt. Es wurde gesagt, daß der Mensch dann mit und in dem eigenen Ich sein Verhältnis zu seinem Gott finden könne. Als aber dieser Augenblick eintrat, mußten die Menschen energisch darauf hingewiesen werden, daß der verheißene Zeitpunkt wirklich gekommen war. Der das in gewaltigster Weise tat, war Johannes der Täufer. Indem er darauf hinwies, daß die Zeiten sich jetzt geändert hätten, sagte er: «Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.» Dann wurde in ähnlicher Weise darauf hingewiesen durch den Christus Jesus. Der bedeutsamste Hinweis vollzog sich aber vorher durch die Taufhandlungen im Jordan, die Johannes an vielen vollzog, und durch die Lehre selbst. Aber durch dieses allein wäre die Wandlung noch nicht möglich gewesen. Eine Anzahl Menschen mußte vielmehr in der geistigen Welt etwas erleben, wodurch in ihnen die Überzeugung lebendig werden konnte, daß ein Göttliches sich offenbaren werde. Und dieses geschah durch das Untertauchen im Wasser. Wenn der Mensch am Ertrinken ist, dann wird sein Ätherleib in seinem Zusammenhang mit dem physischen Leib gelockert, teilweise sogar herausgehoben, und der Mensch erlebt dann dasjenige, was ein Zeichen ist für den neuen Einschlag in der Weltenentwickelung. Und daraus ergibt sich die gewaltige Mahnung: Ändert eure Seelenverfassung, denn die Reiche der Himmel sind nah! Es kommt über euch diejenige Seelenverfassung, durch welche ihr in Beziehung treten werdet zu dem herabgestiegenen Christus. Die Zeiten sind erfüllt.
[ 4 ] Früher konnte der Mensch sich zu geistigen Wesenheiten erheben. Jetzt aber mußten diese ganz nahe zu ihm herankommen, völlig in seine Sphäre heruntersteigen, damit er sie mit seiner Ich-Wesenheit erkennen könne. Dieser Zeitpunkt wurde in alten Zeiten prophetisch verkündigt. Es wurde gesagt, daß der Mensch dann mit und in dem eigenen Ich sein Verhältnis zu seinem Gott finden könne. Als aber dieser Augenblick eintrat, mußten die Menschen energisch darauf hingewiesen werden, daß der verheißene Zeitpunkt wirklich gekommen war. Der das in gewaltigster Weise tat, war Johannes der Täufer. Indem er darauf hinwies, daß die Zeiten sich jetzt geändert hätten, sagte er: «Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.» Dann wurde in ähnlicher Weise darauf hingewiesen durch den Christus Jesus. Der bedeutsamste Hinweis vollzog sich aber vorher durch die Taufhandlungen im Jordan, die Johannes an vielen vollzog, und durch die Lehre selbst. Aber durch dieses allein wäre die Wandlung noch nicht möglich gewesen. Eine Anzahl Menschen mußte vielmehr in der geistigen Welt etwas erleben, wodurch in ihnen die Überzeugung lebendig werden konnte, daß ein Göttliches sich offenbaren werde. Und dieses geschah durch das Untertauchen im Wasser. Wenn der Mensch am Ertrinken ist, dann wird sein Ätherleib in seinem Zusammenhang mit dem physischen Leib gelockert, teilweise sogar herausgehoben, und der Mensch erlebt dann dasjenige, was ein Zeichen ist für den neuen Einschlag in der Weltenentwickelung. Und daraus ergibt sich die gewaltige Mahnung: Ändert eure Seelenverfassung, denn die Reiche der Himmel sind nah! Es kommt über euch diejenige Seelenverfassung, durch welche ihr in Beziehung treten werdet zu dem herabgestiegenen Christus. Die Zeiten sind erfüllt.
[ 5 ] Christus Jesus gab selbst die eindringlichste Lehre von der Erfüllung der Zeiten in dem, was wir die Bergpredigt nennen. Sie war durchaus keine Volkspredigt, denn es heißt: «Da Christus das Volk sah, ging er hinweg und offenbarte sich seinen Jüngern.» Da offenbarte Christus ihnen im großen und ganzen das Folgende: In alten Zeiten konnte der Mensch gotterfüllt werden in der Ekstase; außer seinem Ich war er beseligt, er hatte ein unmittelbares Erlebnis mit der geistigen Welt, aus der er geistige Kräfte herunterholen und Gesundungskräfte saugen konnte. Jetzt aber, so sagte der Christus Jesus seinen Jüngern, kann derjenige Mensch gotterfüllt werden, der in sich selber sich durchdringt mit dem Gottes- und Christus-Impuls, der in diesem Impuls selber aufgehen kann als Ich. Früher konnte nur derjenige zur geistigen Welt aufsteigen, der angefüllt war mit den Strömungen dieser geistigen Welt; nur dieser konnte seliggepriesen werden als ein Reicher des Geistes. Das war der Hellseher im alten Sinne, und der gehörte zu den seltensten Persönlichkeiten. Die meisten waren Bettler geworden im Geiste. Jetzt aber konnten diejenigen das Reich der Himmel finden, die es in ihrem Ich suchten. Das, was in einer solch bedeutsamen Epoche der Menschheit geschieht, das geschieht immer für den ganzen Menschen. Wenn auch nur ein einziges Glied seines Wesens ergriffen wird, so klingen doch alle andern mit. Alle Glieder des Menschen: der physische Leib, der ätherische Leib, die Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele, die Bewußtseinsseele, das Ich, die höheren Seelenglieder sodann, sie leben auf durch die Nähe der Himmelreiche. Diese Lehren stimmen überein mit den großen Lehren der Urweltweisheit.
[ 5 ] Christus Jesus gab selbst die eindringlichste Lehre von der Erfüllung der Zeiten in dem, was wir die Bergpredigt nennen. Sie war durchaus keine Volkspredigt, denn es heißt: «Da Christus das Volk sah, ging er hinweg und offenbarte sich seinen Jüngern.» Da offenbarte Christus ihnen im großen und ganzen das Folgende: In alten Zeiten konnte der Mensch gotterfüllt werden in der Ekstase; außer seinem Ich war er beseligt, er hatte ein unmittelbares Erlebnis mit der geistigen Welt, aus der er geistige Kräfte herunterholen und Gesundungskräfte saugen konnte. Jetzt aber, so sagte der Christus Jesus seinen Jüngern, kann derjenige Mensch gotterfüllt werden, der in sich selber sich durchdringt mit dem Gottes- und Christus-Impuls, der in diesem Impuls selber aufgehen kann als Ich. Früher konnte nur derjenige zur geistigen Welt aufsteigen, der angefüllt war mit den Strömungen dieser geistigen Welt; nur dieser konnte seliggepriesen werden als ein Reicher des Geistes. Das war der Hellseher im alten Sinne, und der gehörte zu den seltensten Persönlichkeiten. Die meisten waren Bettler geworden im Geiste. Jetzt aber konnten diejenigen das Reich der Himmel finden, die es in ihrem Ich suchten. Das, was in einer solch bedeutsamen Epoche der Menschheit geschieht, das geschieht immer für den ganzen Menschen. Wenn auch nur ein einziges Glied seines Wesens ergriffen wird, so klingen doch alle andern mit. Alle Glieder des Menschen: der physische Leib, der ätherische Leib, die Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele, die Bewußtseinsseele, das Ich, die höheren Seelenglieder sodann, sie leben auf durch die Nähe der Himmelreiche. Diese Lehren stimmen überein mit den großen Lehren der Urweltweisheit.
[ 6 ] Früher mußte beim Eingehen in die geistige Welt der Ätherleib sich leicht trennen von dem physischen Leib; dieser mußte also ganz besonders geartet sein. Christus Jesus sagte daher mit Hinweis auf den physischen Leib: Selig können sein die Bettler, das heißt, die arm sind an Geist, denn sie werden, wenn sie diesen vom Ich beherrschten äußeren Leib richtig entwickeln, das Reich der Himmel finden. Sodann sagte er vom Ätherleib: Früher konnten die Menschen vom leiblichen und seelischen Leid geheilt werden durch Hinaufsteigen in die geistige Welt mittels der Ekstase. Wenn sie nun gotterfüllt, gottinnig werden, dann können, die da Leid tragen, geheilt, getröstet werden und können in sich selber den Grund, den Trost finden. Weiter sagte er vom Astralleib: Früher mußten diejenigen, die wilde, stürmische Leidenschaften und Impulse im Astralleib hegten, dadurch besänftigt werden, daß ihnen Gleichmut, Gelassenheit und Läuterung zuströmte von den geistig-göttlichen Wesenheiten. - Jetzt aber sollten die Menschen durch die Kraft ihres eigenen Ich unter der Einwirkung Christi die Kraft finden, ihren Astralleib zu läutern. Die Stätte, wo der Astralleib sich läutern kann, ist jetzt die Erde geworden. Daher mußte dieser Einschlag für den Astralleib so dargestellt werden, daß gesagt wurde: Selig und gotterfüllt im Astralleib können nur diejenigen sein, die sich das Gleichnis, Gleichmaß erwerben, und ihnen wird als Los, als Lohn aller Trost und alles Gute auf der Erde zufallen. - Auf die Empfindungsseele bezieht sich die vierte Seligpreisung. Wer sich in seiner Empfindungsseele recht läutern und eine höhere Entwickelung durchmachen will, der wird in seinem Ich einen Einschlag des Christus bekommen; er wird einen Durst im Herzen nach Gerechtigkeit verspüren, gottinnig werden und sein Ich wird in sich selber gesättigt sein. - Das nächste Glied ist die Verstandes- oder Gemütsseele. Das Ich schlummert dumpf in der Empfindungsseele und erwacht erst in der Verstandes- oder Gemütsseele. Wenn wir mit unserem Ich in der Empfindungsseele schlummern, dann können wir nicht in allen Menschen das finden, was sie erst zu wirklichen Menschen macht: das Ich. Bevor der Mensch das Ich in sich entwickelt hat, muß er seine Empfindungsseele in höhere Welten hinaufwachsen lassen, um dort etwas wahrnehmen zu können. Wenn er aber in der Verstandes- oder Gemütsseele sich entwickelt, kann er den Menschen neben sich wahrnehmen. Bei allen bisher genannten Gliedern müssen wir uns an das erinnern, was in früheren Reichen gegeben war. Erst in der Verstandes- oder Gemütsseele kann sich die Seele mit dem erfüllen, was von Mensch zu Mensch strömt. Es wird in dem Satzgefüge der fünften Seligpreisung etwas Besonderes eintreten müssen; es muß Subjekt und Prädikat gleich sein, weil hingedeutet werden soll auf das, was das Ich in sich entwickelt. Dieser fünfte Satz sagt: «Wer Mitleid und Barmherzigkeit entwickelt, der wird Barmherzigkeit wiederfinden.» Das ist eine Kreuzprobe, die wir hier bei einem okkulten Dokument machen. Christus hat in bezug auf die einzelnen Glieder der menschlichen Natur alles verheißen, alles stimmt.
[ 6 ] Früher mußte beim Eingehen in die geistige Welt der Ätherleib sich leicht trennen von dem physischen Leib; dieser mußte also ganz besonders geartet sein. Christus Jesus sagte daher mit Hinweis auf den physischen Leib: Selig können sein die Bettler, das heißt, die arm sind an Geist, denn sie werden, wenn sie diesen vom Ich beherrschten äußeren Leib richtig entwickeln, das Reich der Himmel finden. Sodann sagte er vom Ätherleib: Früher konnten die Menschen vom leiblichen und seelischen Leid geheilt werden durch Hinaufsteigen in die geistige Welt mittels der Ekstase. Wenn sie nun gotterfüllt, gottinnig werden, dann können, die da Leid tragen, geheilt, getröstet werden und können in sich selber den Grund, den Trost finden. Weiter sagte er vom Astralleib: Früher mußten diejenigen, die wilde, stürmische Leidenschaften und Impulse im Astralleib hegten, dadurch besänftigt werden, daß ihnen Gleichmut, Gelassenheit und Läuterung zuströmte von den geistig-göttlichen Wesenheiten. - Jetzt aber sollten die Menschen durch die Kraft ihres eigenen Ich unter der Einwirkung Christi die Kraft finden, ihren Astralleib zu läutern. Die Stätte, wo der Astralleib sich läutern kann, ist jetzt die Erde geworden. Daher mußte dieser Einschlag für den Astralleib so dargestellt werden, daß gesagt wurde: Selig und gotterfüllt im Astralleib können nur diejenigen sein, die sich das Gleichnis, Gleichmaß erwerben, und ihnen wird als Los, als Lohn aller Trost und alles Gute auf der Erde zufallen. - Auf die Empfindungsseele bezieht sich die vierte Seligpreisung. Wer sich in seiner Empfindungsseele recht läutern und eine höhere Entwickelung durchmachen will, der wird in seinem Ich einen Einschlag des Christus bekommen; er wird einen Durst im Herzen nach Gerechtigkeit verspüren, gottinnig werden und sein Ich wird in sich selber gesättigt sein. - Das nächste Glied ist die Verstandes- oder Gemütsseele. Das Ich schlummert dumpf in der Empfindungsseele und erwacht erst in der Verstandes- oder Gemütsseele. Wenn wir mit unserem Ich in der Empfindungsseele schlummern, dann können wir nicht in allen Menschen das finden, was sie erst zu wirklichen Menschen macht: das Ich. Bevor der Mensch das Ich in sich entwickelt hat, muß er seine Empfindungsseele in höhere Welten hinaufwachsen lassen, um dort etwas wahrnehmen zu können. Wenn er aber in der Verstandes- oder Gemütsseele sich entwickelt, kann er den Menschen neben sich wahrnehmen. Bei allen bisher genannten Gliedern müssen wir uns an das erinnern, was in früheren Reichen gegeben war. Erst in der Verstandes- oder Gemütsseele kann sich die Seele mit dem erfüllen, was von Mensch zu Mensch strömt. Es wird in dem Satzgefüge der fünften Seligpreisung etwas Besonderes eintreten müssen; es muß Subjekt und Prädikat gleich sein, weil hingedeutet werden soll auf das, was das Ich in sich entwickelt. Dieser fünfte Satz sagt: «Wer Mitleid und Barmherzigkeit entwickelt, der wird Barmherzigkeit wiederfinden.» Das ist eine Kreuzprobe, die wir hier bei einem okkulten Dokument machen. Christus hat in bezug auf die einzelnen Glieder der menschlichen Natur alles verheißen, alles stimmt.
[ 7 ] Auf die Bewußtseinsseele bezieht sich der nächste Satz der Seligpreisungen. Durch sie kommt das Ich als reines Ich derart zur Entwickelung, daß es den Gott in sich aufnehmen kann. Wenn also der Mensch so weit heraufdringen kann, dann kann er den Tropfen des Göttlichen, sein Ich in sich wahrnehmen. Er kann durch seine gereinigte Bewußtseinsseele Gott schauen. Dieser sechste Satz der Seligpreisungen muß sich also auf das Gottschauen beziehen. Der äußere physische Ausdruck für das Ich und die Bewußtseinsseele ist das physische Blut, und worin sich dieses besonders zum Ausdruck bringt, das ist das menschliche Herz als Ausdruck des gereinigten Ich. Christus sprach daher: «Selig werden die sein, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.» Damit ist geradezu bis in diese Intimität herein angedeutet, daß unser Herz der Ausdruck des Ich, des Göttlichen im Menschen ist.
[ 7 ] Auf die Bewußtseinsseele bezieht sich der nächste Satz der Seligpreisungen. Durch sie kommt das Ich als reines Ich derart zur Entwickelung, daß es den Gott in sich aufnehmen kann. Wenn also der Mensch so weit heraufdringen kann, dann kann er den Tropfen des Göttlichen, sein Ich in sich wahrnehmen. Er kann durch seine gereinigte Bewußtseinsseele Gott schauen. Dieser sechste Satz der Seligpreisungen muß sich also auf das Gottschauen beziehen. Der äußere physische Ausdruck für das Ich und die Bewußtseinsseele ist das physische Blut, und worin sich dieses besonders zum Ausdruck bringt, das ist das menschliche Herz als Ausdruck des gereinigten Ich. Christus sprach daher: «Selig werden die sein, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.» Damit ist geradezu bis in diese Intimität herein angedeutet, daß unser Herz der Ausdruck des Ich, des Göttlichen im Menschen ist.
[ 8 ] Nun wollen wir noch hinaufsteigen zu dem, was höher als die Bewußtseinsseele ist, zu Manas, Buddhi, Atman. Der gegenwärtige Mensch kann wohl die drei Seelenglieder ausbilden, aber in ferner Zukunft erst die höheren Glieder: Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch. Diese können im Menschen noch nicht in sich selber leben, er muß dazu aufschauen zu höheren Wesen. Sein Geistselbst ist noch nicht in ihm; es ergießt sich erst später über ihn. Er ist noch nicht genügend entwickelt, um das Geistselbst völlig in sich aufzunehmen, er steht in dieser Beziehung erst im Anfang der Entwickelung, ist nur gleichsam ein Gefäß, um es allmählich in sich aufzunehmen. Das deutet auch der siebente Satz der Seligpreisung an. Das Geistselbst kann ihn zunächst nur durchwärmen, durchweben. Allein die Tat Christi bringt es auf die Erde herunter als die Kraft der Liebe und Harmonie. Daher sagt Christus: Selig sind die, welche das Geistselbst als erstes geistiges Glied zu sich herunterholen, denn sie werden Gottes Kinder werden. - Das weist die Menschen hinauf in die höheren Welten. Fernerhin wird Bezug genommen auf dasjenige, was für die Zukunft herbeigeführt werden soll, was aber von der Gegenwart mehr und mehr angefochten und mit allen Kräften und Mächten verfolgt wird. Es ist angedeutet in dem achten Satz der Seligpreisungen: Gotterfüllt oder selig sind diejenigen, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn sie werden erfüllt sein in ihrem Selbst von den Reichen des Himmels, vom Lebensgeist, von Buddhi. - Im Anschlusse daran finden wir noch Hinweise auf die besondere Mission des Christus selber, auch in dem Sinne, daß die intimen Schüler des Christus selig sein können, wenn sie um seinetwillen Verfolgung leiden müssen: eine leise Andeutung auf das Atma, das erst in ferner Zukunft uns zuteil werden wird, ist damit verbunden.
[ 8 ] Nun wollen wir noch hinaufsteigen zu dem, was höher als die Bewußtseinsseele ist, zu Manas, Buddhi, Atman. Der gegenwärtige Mensch kann wohl die drei Seelenglieder ausbilden, aber in ferner Zukunft erst die höheren Glieder: Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch. Diese können im Menschen noch nicht in sich selber leben, er muß dazu aufschauen zu höheren Wesen. Sein Geistselbst ist noch nicht in ihm; es ergießt sich erst später über ihn. Er ist noch nicht genügend entwickelt, um das Geistselbst völlig in sich aufzunehmen, er steht in dieser Beziehung erst im Anfang der Entwickelung, ist nur gleichsam ein Gefäß, um es allmählich in sich aufzunehmen. Das deutet auch der siebente Satz der Seligpreisung an. Das Geistselbst kann ihn zunächst nur durchwärmen, durchweben. Allein die Tat Christi bringt es auf die Erde herunter als die Kraft der Liebe und Harmonie. Daher sagt Christus: Selig sind die, welche das Geistselbst als erstes geistiges Glied zu sich herunterholen, denn sie werden Gottes Kinder werden. - Das weist die Menschen hinauf in die höheren Welten. Fernerhin wird Bezug genommen auf dasjenige, was für die Zukunft herbeigeführt werden soll, was aber von der Gegenwart mehr und mehr angefochten und mit allen Kräften und Mächten verfolgt wird. Es ist angedeutet in dem achten Satz der Seligpreisungen: Gotterfüllt oder selig sind diejenigen, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn sie werden erfüllt sein in ihrem Selbst von den Reichen des Himmels, vom Lebensgeist, von Buddhi. - Im Anschlusse daran finden wir noch Hinweise auf die besondere Mission des Christus selber, auch in dem Sinne, daß die intimen Schüler des Christus selig sein können, wenn sie um seinetwillen Verfolgung leiden müssen: eine leise Andeutung auf das Atma, das erst in ferner Zukunft uns zuteil werden wird, ist damit verbunden.
[ 9 ] So wird also in der Bergpredigt die große Lehre verkündet vom Himmelreich, das nahe herangekommen ist. Im Laufe dieser Ereignisse erfüllte sich in Palästina das Mysterium der Menschheitsentwickelung: der Mensch war in allen seinen Wesensgliedern so weit herangereift, daß er den Christus-Impuls unmittelbar mit seinen geläuterten physischen Kräften in sich aufnehmen konnte. So vollzog sich die Verbindung des Gottmenschen Christus mit dem Menschen Jesus von Nazareth und durchdrang während dreier Jahre die Erde mit ihrem Kräftestrom. Das mußte eintreten, damit der Mensch während des Kali Yuga seinen Zusammenhang mit der geistigen Welt nicht völlig verliere. Doch Kali Yuga, das finstere Zeitalter, dauerte noch längere Zeit fort, bis ins Jahr 1899. Das ist ein besonders wichtiges Jahr in der Menschheitsentwickelung, weil damit die fünftausendjährige Periode des Kali Yuga abgelaufen ist. Es ist der Anfang zu einer neuen Stufe der Menschheitsentwickelung damit gegeben. Zu den alten Fähigkeiten des Kali Yuga wird der Mensch neue geistige Fähigkeiten hinzu entwickeln. Wir gehen damit einer Periode entgegen, in der neue natürliche Fähigkeiten und Möglichkeiten, in die göttlich-geistigen Welten hineinzuschauen, erwachen werden. Noch bevor die Mitte des 20. Jahrhunderts abgelaufen ist, werden manche Menschen bei vollem Ich-Bewußtsein das Hereinragen einer göttlich-geistigen Welt in unsere physisch-sinnliche Welt in der Art erfahren, wie es Saulus bei seiner Umwandlung in Paulus vor Damaskus erlebte. Das wird dann der normale Zustand werden für eine Anzahl von Menschen.
[ 9 ] So wird also in der Bergpredigt die große Lehre verkündet vom Himmelreich, das nahe herangekommen ist. Im Laufe dieser Ereignisse erfüllte sich in Palästina das Mysterium der Menschheitsentwickelung: der Mensch war in allen seinen Wesensgliedern so weit herangereift, daß er den Christus-Impuls unmittelbar mit seinen geläuterten physischen Kräften in sich aufnehmen konnte. So vollzog sich die Verbindung des Gottmenschen Christus mit dem Menschen Jesus von Nazareth und durchdrang während dreier Jahre die Erde mit ihrem Kräftestrom. Das mußte eintreten, damit der Mensch während des Kali Yuga seinen Zusammenhang mit der geistigen Welt nicht völlig verliere. Doch Kali Yuga, das finstere Zeitalter, dauerte noch längere Zeit fort, bis ins Jahr 1899. Das ist ein besonders wichtiges Jahr in der Menschheitsentwickelung, weil damit die fünftausendjährige Periode des Kali Yuga abgelaufen ist. Es ist der Anfang zu einer neuen Stufe der Menschheitsentwickelung damit gegeben. Zu den alten Fähigkeiten des Kali Yuga wird der Mensch neue geistige Fähigkeiten hinzu entwickeln. Wir gehen damit einer Periode entgegen, in der neue natürliche Fähigkeiten und Möglichkeiten, in die göttlich-geistigen Welten hineinzuschauen, erwachen werden. Noch bevor die Mitte des 20. Jahrhunderts abgelaufen ist, werden manche Menschen bei vollem Ich-Bewußtsein das Hereinragen einer göttlich-geistigen Welt in unsere physisch-sinnliche Welt in der Art erfahren, wie es Saulus bei seiner Umwandlung in Paulus vor Damaskus erlebte. Das wird dann der normale Zustand werden für eine Anzahl von Menschen.
[ 10 ] Der Christus wird nicht wieder, wie damals im Jesus, im physischen Leib inkarniert werden, denn damit würde jetzt nichts zu erreichen sein. Das war aus tiefen Gesetzmäßigkeiten der kosmisch-irdischen Entwickelung damals nötig, weil ihn die Menschen sonst nicht hätten erkennen können. Jetzt aber sind die Menschen weiterentwickelt: sie sind nunmehr fähig geworden, durch ihre Seelenkräfte bis zum äthetischen Sehen hindurchzudringen. Daher wird Christus dem Menschen im ätherischen und nicht im physischen Leibe sichtbar werden. Das alles wird immerhin während der nächsten 2500 Jahre von der Mitte des 20. Jahrhunderts ab mehr und mehr auftreten. Genügend viele Menschen werden das Ereignis von Damaskus dann selbst erlebt haben, so daß man es als bekanntes Ereignis auf der Erde zuletzt von allen Seiten anerkennen wird. Wir treiben Geisteswissenschaft, damit diese erst schwach auftretenden Fähigkeiten nicht unbemerkt, spurlos an den Menschen vorübergehen, damit die begnadeten Menschen nicht als Träumer und Narren angesehen, sondern von einer kleinen Gruppe Menschen verstanden und gestützt werden, die in ihrem Zusammenhang verhindern, daß der menschliche Unverstand diese zarten Keime und Anlagen brutal zu Tode tritt. Die Geisteswissenschaft soll vielmehr die Möglichkeit vorbereiten, daß sie zur Entwickelung gelangen. Auf diese Fähigkeiten wurde im vorigen Vortrage hingedeutet als auf den Einblick in das Land Schamballa, damit der Mensch die Bedeutung und das Wesen des Christus erkennen könne, dessen Wiedererscheinen nichts anderes ist als ein Hinaufwachsen des Menschen in seiner Erkenntnis.
[ 10 ] Der Christus wird nicht wieder, wie damals im Jesus, im physischen Leib inkarniert werden, denn damit würde jetzt nichts zu erreichen sein. Das war aus tiefen Gesetzmäßigkeiten der kosmisch-irdischen Entwickelung damals nötig, weil ihn die Menschen sonst nicht hätten erkennen können. Jetzt aber sind die Menschen weiterentwickelt: sie sind nunmehr fähig geworden, durch ihre Seelenkräfte bis zum äthetischen Sehen hindurchzudringen. Daher wird Christus dem Menschen im ätherischen und nicht im physischen Leibe sichtbar werden. Das alles wird immerhin während der nächsten 2500 Jahre von der Mitte des 20. Jahrhunderts ab mehr und mehr auftreten. Genügend viele Menschen werden das Ereignis von Damaskus dann selbst erlebt haben, so daß man es als bekanntes Ereignis auf der Erde zuletzt von allen Seiten anerkennen wird. Wir treiben Geisteswissenschaft, damit diese erst schwach auftretenden Fähigkeiten nicht unbemerkt, spurlos an den Menschen vorübergehen, damit die begnadeten Menschen nicht als Träumer und Narren angesehen, sondern von einer kleinen Gruppe Menschen verstanden und gestützt werden, die in ihrem Zusammenhang verhindern, daß der menschliche Unverstand diese zarten Keime und Anlagen brutal zu Tode tritt. Die Geisteswissenschaft soll vielmehr die Möglichkeit vorbereiten, daß sie zur Entwickelung gelangen. Auf diese Fähigkeiten wurde im vorigen Vortrage hingedeutet als auf den Einblick in das Land Schamballa, damit der Mensch die Bedeutung und das Wesen des Christus erkennen könne, dessen Wiedererscheinen nichts anderes ist als ein Hinaufwachsen des Menschen in seiner Erkenntnis.
[ 11 ] Im allgemeinen wiederholen sich die Zeitalter, stets aber in etwas anderer Weise. In der Geisteswissenschaft sieht man die Kali YugaEpoche so an, daß man deren Beginn bezeichnet als das Zuschließen der Tore der geistigen Welten. Nach Ablauf der ersten tausend Jahre kam der erste Ersatz dadurch, daß durch die Individualität des Abraham, nach seiner Einweihung durch Melchisedek, es einem Menschen möglich gemacht worden war, im Durchschauen und in richtiger Bewertung des vor den Sinnen ausgebreiteten Teppichs der Umwelt, den Gott in dieser Außenwelt zu erkennen. Abraham zeigte die erste Morgenröte der Erkenntnis dessen, was ein Ich-Gott ist, eines Gottes, der verwandt ist mit der Ich-Natur des Menschen. Dem Abraham wurde es klar, daß es hinter den Erscheinungen der Sinnenwelt etwas gibt, was dazu leitet, das menschliche Ich als einen Tropfen des ungeheuren, unfaßbaren Welten-Ichs aufzufassen.
[ 11 ] Im allgemeinen wiederholen sich die Zeitalter, stets aber in etwas anderer Weise. In der Geisteswissenschaft sieht man die Kali YugaEpoche so an, daß man deren Beginn bezeichnet als das Zuschließen der Tore der geistigen Welten. Nach Ablauf der ersten tausend Jahre kam der erste Ersatz dadurch, daß durch die Individualität des Abraham, nach seiner Einweihung durch Melchisedek, es einem Menschen möglich gemacht worden war, im Durchschauen und in richtiger Bewertung des vor den Sinnen ausgebreiteten Teppichs der Umwelt, den Gott in dieser Außenwelt zu erkennen. Abraham zeigte die erste Morgenröte der Erkenntnis dessen, was ein Ich-Gott ist, eines Gottes, der verwandt ist mit der Ich-Natur des Menschen. Dem Abraham wurde es klar, daß es hinter den Erscheinungen der Sinnenwelt etwas gibt, was dazu leitet, das menschliche Ich als einen Tropfen des ungeheuren, unfaßbaren Welten-Ichs aufzufassen.
[ 12 ] Eine zweite Stufe der Gottoffenbarung wurde erlebt in der Zeit des Moses, denn da näherte sich der Gott dem Menschen durch die Elemente. Im brennenden Dornbusch, in Blitz und Donner am Sinai offenbarte er sich seinen Sinnen, sprach er sein tiefstes Wesen an. Im dritten Jahrtausend der so sich durchringenden Gotteserkenntnis erfolgte die salomonische Epoche, in welcher Gott sich durch die Symbole des Tempels offenbarte, den Salomo zu Jerusalem erbaut hatte. Die göttliche Offenbarung erfolgte also stufenweise: bei Abraham als Ich-Gott oder Jahve-Gott; bei Moses im Feuer des brennenden Busches, in Blitz und Donner; bei Salomo im Symbolum des Tempels. Was für ein gewisses Zeitalter gilt, das wiederholt sich später in umgekehrter Reihenfolge. Der Wendepunkt ist die Erscheinung des Christus Jesus in Palästina. Was vor dieser Zeit zuletzt wirksam war, das kommt nach dieser zuerst wieder empor. Daher ist das erste Jahrtausend nach Christus wieder ein salomonisches und der Geist des Salomo wirkt in dieser Zeit in den besten der Menschen, um das Mysterium von Golgatha zu durchdringen. Derjenige konnte am weitesten und am innerlichsten diese Zeichen deuten, der in den ersten Jahrhunderten nach Christus am tiefsten die Tat auf Golgatha empfinden konnte.
[ 12 ] Eine zweite Stufe der Gottoffenbarung wurde erlebt in der Zeit des Moses, denn da näherte sich der Gott dem Menschen durch die Elemente. Im brennenden Dornbusch, in Blitz und Donner am Sinai offenbarte er sich seinen Sinnen, sprach er sein tiefstes Wesen an. Im dritten Jahrtausend der so sich durchringenden Gotteserkenntnis erfolgte die salomonische Epoche, in welcher Gott sich durch die Symbole des Tempels offenbarte, den Salomo zu Jerusalem erbaut hatte. Die göttliche Offenbarung erfolgte also stufenweise: bei Abraham als Ich-Gott oder Jahve-Gott; bei Moses im Feuer des brennenden Busches, in Blitz und Donner; bei Salomo im Symbolum des Tempels. Was für ein gewisses Zeitalter gilt, das wiederholt sich später in umgekehrter Reihenfolge. Der Wendepunkt ist die Erscheinung des Christus Jesus in Palästina. Was vor dieser Zeit zuletzt wirksam war, das kommt nach dieser zuerst wieder empor. Daher ist das erste Jahrtausend nach Christus wieder ein salomonisches und der Geist des Salomo wirkt in dieser Zeit in den besten der Menschen, um das Mysterium von Golgatha zu durchdringen. Derjenige konnte am weitesten und am innerlichsten diese Zeichen deuten, der in den ersten Jahrhunderten nach Christus am tiefsten die Tat auf Golgatha empfinden konnte.
[ 13 ] Im zweiten Jahrtausend nach Christus können wir eine Wiederholung des Moses-Zeitalters erkennen. Was in diesem äußerliches Erleben war, tritt jetzt in der Mystik eines Eckhart, eines Johannes Tauler und so weiter auf. Dasselbe, was Moses äußerlich im brennenden Busch, in Blitz und Donner erlebt hatte, das erlebten nun die Mystiker in ihrem Innern. Sie sprachen, wenn sie in ihr Inneres eingekehrt waren, davon, daß sich ihnen der Ich-Gott offenbare. Wenn sie in ihrer Seele das Fünkchen ihres Ich erfaßten, dann offenbarte sich ihnen der Ich-Gott, der Einheitsgott Jahve. So war es bei Tauler, der ein großer Prediger war und Gewaltiges verkünden konnte. Zu ihm kam der Laie, der Gottesfreund aus dem Oberlande, von dem man erst meinte, er wolle ein Schüler Taulers werden, der aber bald sein Lehrer wurde, so daß Tauler nachher Gott aus seinem Innern mit einer solchen innerlichen Kraft verkündigen konnte, daß sich diese in den Berichten noch erkennen läßt, laut welchen eine Reihe von Schülern und Zuhörern auf seine Rede hin wie tot umgefallen seien, was an die Ereignisse erinnert, unter denen dem Moses die Gesetze auf dem Sinai gegeben wurden.
[ 13 ] Im zweiten Jahrtausend nach Christus können wir eine Wiederholung des Moses-Zeitalters erkennen. Was in diesem äußerliches Erleben war, tritt jetzt in der Mystik eines Eckhart, eines Johannes Tauler und so weiter auf. Dasselbe, was Moses äußerlich im brennenden Busch, in Blitz und Donner erlebt hatte, das erlebten nun die Mystiker in ihrem Innern. Sie sprachen, wenn sie in ihr Inneres eingekehrt waren, davon, daß sich ihnen der Ich-Gott offenbare. Wenn sie in ihrer Seele das Fünkchen ihres Ich erfaßten, dann offenbarte sich ihnen der Ich-Gott, der Einheitsgott Jahve. So war es bei Tauler, der ein großer Prediger war und Gewaltiges verkünden konnte. Zu ihm kam der Laie, der Gottesfreund aus dem Oberlande, von dem man erst meinte, er wolle ein Schüler Taulers werden, der aber bald sein Lehrer wurde, so daß Tauler nachher Gott aus seinem Innern mit einer solchen innerlichen Kraft verkündigen konnte, daß sich diese in den Berichten noch erkennen läßt, laut welchen eine Reihe von Schülern und Zuhörern auf seine Rede hin wie tot umgefallen seien, was an die Ereignisse erinnert, unter denen dem Moses die Gesetze auf dem Sinai gegeben wurden.
[ 14 ] Von diesem Geiste waren die Jahrhunderte bis zu uns herauf erfüllt. Jetzt aber gehen wir entgegen der Erinnerung und Wiederbelebung des abrahamitischen Zeitalters, aber in dem Sinne, daß die Menschen aus der unseren physischen Sinnen zugänglichen Welt hinaufgeführt werden. Der Geist Abrahams wird unsere Erkenntnis derart beeinflussen, daß die Menschen von ihrer alleinigen Wertschätzung der sinnlichen Welt sich lossagen werden. Und in umgekehrter Weise als es bei Abraham der Fall war, da der Geist, da Gott nur in der Sinnenwelt zu finden war, werden die Menschen jetzt hinauswachsen über die Sinneswelt und hineinwachsen in die geistige Welt. Man kann wohl sagen: Es schadete der Entwickelung nicht, wenn die Menschen von alledem bisher nichts wußten, aber in der jetzt anbrechenden Zeit sollen die Menschen in die Lage versetzt werden, ihr Geschick selbstbewußt in die Hand zu nehmen. Sie müssen wissen, wie Christus später wahrnehmbar werden wird. Mit Recht wird erzählt, daß Christus nach dem Ereignis von Golgatha herunterstieg zu den Toten, in die geistige Welt, um ihnen das Wort der Erlösung zu bringen. Es wirkt das Christus-Ereignis auch jetzt noch im gleichen Sinne. Daher ist es gleich, ob der Mensch noch hier in der physischen Erdenwelt lebt oder ob er schon gestorben ist: Das Christus-Ereignis kann er auch in der geistigen Welt noch erleben, wenn er sich nur hier auf Erden ein Verständnis dafür geschaffen hat. Dann wird es sich zeigen, daß der Mensch nicht ohne Grund auf dieser unserer Erde gelebt hat, Hat aber der Mensch hier kein Verständnis für das ChristusEreignis erworben, so gehen dessen Wirkungen in der Zeit zwischen Tod und einer neuen Geburt spurlos an ihm vorüber, und er muß warten bis zu seiner nächsten Rückkehr auf die Erde, bis zu einer neuen Geburt, damit ihm dann die Möglichkeit geboten werde, sich vorzubereiten. Der Mensch darf nicht glauben, daß Christus im Fleische wieder erscheinen wird, wie es manche Irrlehren verkünden, da man ja sonst nicht an die Fortentwickelung der menschlichen Fähigkeiten glauben könnte, sondern sagen müßte: die Ereignisse wiederholen sich in gleicher Art. Das ist aber nicht der Fall; sie wiederholen sich zwar, aber stets auf höheren Stufen.
[ 14 ] Von diesem Geiste waren die Jahrhunderte bis zu uns herauf erfüllt. Jetzt aber gehen wir entgegen der Erinnerung und Wiederbelebung des abrahamitischen Zeitalters, aber in dem Sinne, daß die Menschen aus der unseren physischen Sinnen zugänglichen Welt hinaufgeführt werden. Der Geist Abrahams wird unsere Erkenntnis derart beeinflussen, daß die Menschen von ihrer alleinigen Wertschätzung der sinnlichen Welt sich lossagen werden. Und in umgekehrter Weise als es bei Abraham der Fall war, da der Geist, da Gott nur in der Sinnenwelt zu finden war, werden die Menschen jetzt hinauswachsen über die Sinneswelt und hineinwachsen in die geistige Welt. Man kann wohl sagen: Es schadete der Entwickelung nicht, wenn die Menschen von alledem bisher nichts wußten, aber in der jetzt anbrechenden Zeit sollen die Menschen in die Lage versetzt werden, ihr Geschick selbstbewußt in die Hand zu nehmen. Sie müssen wissen, wie Christus später wahrnehmbar werden wird. Mit Recht wird erzählt, daß Christus nach dem Ereignis von Golgatha herunterstieg zu den Toten, in die geistige Welt, um ihnen das Wort der Erlösung zu bringen. Es wirkt das Christus-Ereignis auch jetzt noch im gleichen Sinne. Daher ist es gleich, ob der Mensch noch hier in der physischen Erdenwelt lebt oder ob er schon gestorben ist: Das Christus-Ereignis kann er auch in der geistigen Welt noch erleben, wenn er sich nur hier auf Erden ein Verständnis dafür geschaffen hat. Dann wird es sich zeigen, daß der Mensch nicht ohne Grund auf dieser unserer Erde gelebt hat, Hat aber der Mensch hier kein Verständnis für das ChristusEreignis erworben, so gehen dessen Wirkungen in der Zeit zwischen Tod und einer neuen Geburt spurlos an ihm vorüber, und er muß warten bis zu seiner nächsten Rückkehr auf die Erde, bis zu einer neuen Geburt, damit ihm dann die Möglichkeit geboten werde, sich vorzubereiten. Der Mensch darf nicht glauben, daß Christus im Fleische wieder erscheinen wird, wie es manche Irrlehren verkünden, da man ja sonst nicht an die Fortentwickelung der menschlichen Fähigkeiten glauben könnte, sondern sagen müßte: die Ereignisse wiederholen sich in gleicher Art. Das ist aber nicht der Fall; sie wiederholen sich zwar, aber stets auf höheren Stufen.
[ 15 ] Es wird in den nächsten Jahrhunderten noch öfter verkündigt werden, daß Christus wiederkommen und sich offenbaren werde. Falsche Messiasse oder falsche Christusse werden erscheinen. Aber diejenigen, die nach Maßgabe des Vorgetragenen das rechte Verständnis für die wahrhaftige Erscheinung Christi erlangt haben, sie werden derartige Erscheinungen abweisen. Für den Wissenden, der die Geschichte der letzten Jahrhunderte nach dieser Richtung hin kennt, wird es nichts Erstaunendes und Erhebliches sein, daß solche Messiasse auftreten. Das geschah unter anderem vor den Kreuzzügen; ferner im 17. Jahrhundert, wo in Smyrna ein falscher Messias — Sabbatai Zewi - auftrat, zu dem sogar Pilger aus Frankreich und Spanien hinströmten.
[ 15 ] Es wird in den nächsten Jahrhunderten noch öfter verkündigt werden, daß Christus wiederkommen und sich offenbaren werde. Falsche Messiasse oder falsche Christusse werden erscheinen. Aber diejenigen, die nach Maßgabe des Vorgetragenen das rechte Verständnis für die wahrhaftige Erscheinung Christi erlangt haben, sie werden derartige Erscheinungen abweisen. Für den Wissenden, der die Geschichte der letzten Jahrhunderte nach dieser Richtung hin kennt, wird es nichts Erstaunendes und Erhebliches sein, daß solche Messiasse auftreten. Das geschah unter anderem vor den Kreuzzügen; ferner im 17. Jahrhundert, wo in Smyrna ein falscher Messias — Sabbatai Zewi - auftrat, zu dem sogar Pilger aus Frankreich und Spanien hinströmten.
[ 16 ] Damals schadete ein solcher irreführender Glaube nicht viel. Aber jetzt, wo man mit den vorgerückten Fähigkeiten der Menschen das Wiedererscheinen Christi im Fleische als einen Irrtum, und seine Erscheinung im Ätherleibe als richtig und wahr erkennen sollte, jetzt ist es eine Notwendigkeit, in bestimmter Weise zu unterscheiden; eine Verwechslung wird sich bitter rächen. Einem angeblich im Fleische verkörperten Christus ist nicht zu glauben, sondern nur dem im Ätherleibe erscheinenden. Diese Erscheinung wird sein wie eine natürliche Einweihung, so wie der Eingeweihte jetzt dieses Ereignis als ein besonderes Erlebnis hat. Wir gehen also einem Zeitalter entgegen, in welchem der Mensch, außer dem physisch-sinnlichen, seiner Erkenntnis gemäß noch ein geistiges Reich um sich hat. Der Führer aber in diesem neuen Reiche der Geister wird der ätherische Christus sein. Und die Menschen — welcher Religionsgemeinschaft, welchem Bekenntnis überhaupt sie auch angehören mögen -, sie werden, wenn sie diese Tatsachen in sich erfahren, dieses Christus-Ereignis anerkennen. Die Christen sind dabei vielleicht in einer schwierigeren Lage als die Angehörigen mancher andern Religion, wenn sie tatsächlich die Erfahrung des ätherischen Christus machen; aber sie müssen versuchen, ebenso neutral dieses Christus-Ereignis anzunehmen. Das wird gerade die Aufgabe sein, daß besonders aus dem Christentum heraus sich das Verständnis entwickelt für die Möglichkeit, hineinzuschreiten in die geistige Welt, ohne abhängig zu sein von irgendwelchem positiven Religionsbekenntnis, sondern allein durch die Kraft des guten Willens.
[ 16 ] Damals schadete ein solcher irreführender Glaube nicht viel. Aber jetzt, wo man mit den vorgerückten Fähigkeiten der Menschen das Wiedererscheinen Christi im Fleische als einen Irrtum, und seine Erscheinung im Ätherleibe als richtig und wahr erkennen sollte, jetzt ist es eine Notwendigkeit, in bestimmter Weise zu unterscheiden; eine Verwechslung wird sich bitter rächen. Einem angeblich im Fleische verkörperten Christus ist nicht zu glauben, sondern nur dem im Ätherleibe erscheinenden. Diese Erscheinung wird sein wie eine natürliche Einweihung, so wie der Eingeweihte jetzt dieses Ereignis als ein besonderes Erlebnis hat. Wir gehen also einem Zeitalter entgegen, in welchem der Mensch, außer dem physisch-sinnlichen, seiner Erkenntnis gemäß noch ein geistiges Reich um sich hat. Der Führer aber in diesem neuen Reiche der Geister wird der ätherische Christus sein. Und die Menschen — welcher Religionsgemeinschaft, welchem Bekenntnis überhaupt sie auch angehören mögen -, sie werden, wenn sie diese Tatsachen in sich erfahren, dieses Christus-Ereignis anerkennen. Die Christen sind dabei vielleicht in einer schwierigeren Lage als die Angehörigen mancher andern Religion, wenn sie tatsächlich die Erfahrung des ätherischen Christus machen; aber sie müssen versuchen, ebenso neutral dieses Christus-Ereignis anzunehmen. Das wird gerade die Aufgabe sein, daß besonders aus dem Christentum heraus sich das Verständnis entwickelt für die Möglichkeit, hineinzuschreiten in die geistige Welt, ohne abhängig zu sein von irgendwelchem positiven Religionsbekenntnis, sondern allein durch die Kraft des guten Willens.
[ 17 ] Dazu soll uns die Anthroposophie vor allem helfen. Sie wird uns hineinführen in das geistige Land, von dem die alten tibetanischen Schriften als von einem weit entrückten Märchenlande — gemeint ist die geistige Welt - sprechen: in das Land Schamballa. Aber nicht im entrückten, sondern im vollbewußten Zustande soll der Mensch da hineingehen unter der Führung des Christus. Der Eingeweihte muß und kann schon jetzt öfters nach Schamballa gehen, um sich von dort stets neue Kräfte zu holen. Später werden auch die andern Menschen in das Land Schamballa eingehen; sie werden es erstrahlen sehen, wie Paulus die Lichtflut des Christus über sich erstrahlen sah. Auch ihnen wird sie entgegenströmen, auch ihnen wird die Pforte der Lichtwelt sich erschließen, durch die sie eintreten werden in das heilige Land Schamballa.
[ 17 ] Dazu soll uns die Anthroposophie vor allem helfen. Sie wird uns hineinführen in das geistige Land, von dem die alten tibetanischen Schriften als von einem weit entrückten Märchenlande — gemeint ist die geistige Welt - sprechen: in das Land Schamballa. Aber nicht im entrückten, sondern im vollbewußten Zustande soll der Mensch da hineingehen unter der Führung des Christus. Der Eingeweihte muß und kann schon jetzt öfters nach Schamballa gehen, um sich von dort stets neue Kräfte zu holen. Später werden auch die andern Menschen in das Land Schamballa eingehen; sie werden es erstrahlen sehen, wie Paulus die Lichtflut des Christus über sich erstrahlen sah. Auch ihnen wird sie entgegenströmen, auch ihnen wird die Pforte der Lichtwelt sich erschließen, durch die sie eintreten werden in das heilige Land Schamballa.
