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The Mission of Individual Folk-souls
in their Connection with Germanic-Norse Mythology
GA 121

7 June 1918, Oslo

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Erster Vortrag

First Lecture

[ 1 ] Es gereicht mir zu großer Befriedigung, nun schon das dritte Mal in etwas längeren Ausführungen zu unsern Freunden hier in Norwegen sprechen zu können, und ich möchte auf die lieben Worte unseres lieben Freundes Eriksen nur ganz kurz sagen, daß die Worte herzlicher BegrüRung, die er soeben ausgesprochen hat, ebenso herzlich und aus ebenso tiefen Gründen der Seele heraus, wie sie gesprochen worden sind, von mir erwidert werden.

[ 1 ] It gives me great pleasure to be able to address our friends here in Norway at some length for the third time now, and I would like to respond very briefly to the kind words of our dear friend Eriksen by saying that the warm words of welcome he has just spoken are reciprocated by me with equal warmth and from the depths of my soul, just as they were spoken.

[ 2 ] Ich hoffe, daß auch dieser Vortragszyklus, den ich nunmehr vor Ihnen beginnen möchte, einiges beitragen kann zu der Erkenntnis von dem, was wir das Gesamtbild unserer Weltanschauung nennen. Ich möchte gerade bei diesem Vortragszyklus darauf aufmerksam machen, daß er ja in seinem Verlaufe mancherlei enthalten muß, was sozusagen zu den einschneidendsten Wahrheiten unserer Weltanschauung gehört, daß er einiges von dem wird enthalten müssen, was eigentlich dem gegenwärtigen menschlichen Denken noch ziemlich fern liegt. Daher bitte ich vor allen Dingen diejenigen der verehrten Freunde, welche sich mit den weitergehenden Fragen der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung weniger befaßt haben, darauf Rücksicht zu nehmen, daß wir ja nicht vorwärts kommen würden auf unserm Felde, wenn wir nicht von Zeit zu Zeit immer wieder einen kräftigen Ruck, einen kräftigen Sprung in diejenigen Partien geistiger Erkenntnis tun würden, welche gerade dem gegenwärtigen menschlichen Denken, Fühlen und Empfinden eigentlich ziemlich fern liegen.

[ 2 ] I hope that this series of lectures, which I am now about to begin before you, will also contribute in some way to an understanding of what we call the overall picture of our worldview. I would like to point out, particularly with regard to this lecture series, that in the course of its development it must necessarily contain many things that belong, so to speak, to the most fundamental truths of our worldview, and that it will have to include some elements that are actually still quite distant from contemporary human thinking. Therefore, I ask above all those of my esteemed friends who have dealt less with the more advanced questions of the spiritual-scientific worldview to bear in mind that we would not make progress in our field if we did not, from time to time, take a vigorous leap into those realms of spiritual knowledge that are actually quite distant from present-day human thinking, feeling, and perception.

[ 3 ] Von diesem Gesichtspunkte aus wird manchmal den Ausführungen gegenüber ein gewisser guter Wille notwendig sein; denn um alles das herbeizutragen, was herbeigetragen werden müßte an Belegen und Beweisen für dasjenige, was in den nächsten Tagen von dieser Stelle aus gesprochen werden wird, dazu gehört eine viel längere Zeit. Wir würden nicht vorwärts kommen, wenn nicht gerade diesen Ausführungen gegenüber sozusagen etwas appelliert würde an den guten Willen, an das Entgegenkommen spirituellen Verständnisses. Es ist in der Tat das Gebiet, welches wir hiermit berühren, ein solches, das so ziemlich bis in unsere Zeiten hinein gerade von Okkultisten, gerade von Mystikern und Theosophen gemieden worden ist, und zwar gemieden worden ist aus dem Grunde, weil ein höherer Grad von Vorurteilslosigkeit notwendig ist, um die Dinge, die zu sagen sind, gewissermaßen ohne Widerstreben, das manchmal auftauchen könnte, entgegenzunehmen.

[ 3 ] From this perspective, a certain degree of goodwill toward these remarks will sometimes be necessary; for it would take much longer to present all the evidence and proof required to support what will be said here in the coming days. We would not make any progress if, so to speak, an appeal were not made to goodwill and to the receptiveness of spiritual understanding regarding these very explanations. Indeed, the field we are now touching upon is one that, right up to our own times, has been largely avoided by occultists, mystics, and theosophists alike—and avoided for the very reason that a higher degree of open-mindedness is necessary to receive the things that must be said, so to speak, without the resistance that might sometimes arise.

[ 4 ] Wie das gemeint ist, wird Ihnen vielleicht am verständlichsten werden, wenn Sie sich erinnern, daß man in einem gewissen Grad mystischer oder okkulter Entwickelung ein heimatloser Mensch genannt wird. Es ist dies geradezu ein technischer Ausdruck, «heimatloser Mensch», und wenn wir ohne Umschweife — da wir nicht über den Pfad der Erkenntnis sprechen — charakterisieren wollen, was mit dem Worte «heimatloser Mensch» gemeint ist, so können wir kurz sagen, daß derjenige ein heimatloser Mensch genannt wird, der in seiner Erkenntnis, seiner Auffassung der großen Menschheitsgesetze in Wahrheit unbeeinflußbar ist von alledem, was sonst im Menschen aufsteigt aus dem Ort, an dem er in Gemäßheit seines Volkstums lebt. Ein heimatloser Mensch, können wir auch sagen, ist derjenige, welcher die große Mission der Gesamtmenschheit in sich aufzunehmen vermag, ohne daß sich die Nuancen der besondern Gefühle und Empfindungen einmischen, die aus diesem oder jenem Heimatboden herauswachsen. Sie sehen daraus, daß zu einem gewissen Reifegrad mystischer oder okkulter Entwickelung ein freier Gesichtspunkt gerade gegenüber demjenigen gehört, was wir mit Recht sonst als etwas Großes betrachten, was wir anderseits dem einzelnen Menschenleben gegenüber als die Mission der einzelnen Volksgeister, als dasjenige bezeichnen, was aus dem Untergrunde eines Volksbodens, aus dem Geiste der Völker heraus die einzelnen konkreten Beiträge zu der gesamten Mission der Menschheit liefert.

[ 4 ] You may understand what this means most clearly if you recall that, at a certain stage of mystical or occult development, one is called a “homeless person.” This is quite literally a technical term, “homeless person,” and if we wish to characterize—without beating around the bush, since we are not speaking of the path of knowledge—what is meant by the term “homeless person,” we can briefly say that a person is called a “homeless person” if, in their knowledge and understanding of the great laws of humanity, they are truly unaffected by all that otherwise arises in a person from the place where they live in accordance with their national character. We can also say that a rootless human being is one who is capable of taking in the great mission of all humanity without being influenced by the nuances of particular feelings and sensibilities that arise from this or that homeland. You can see from this that a certain degree of maturity in mystical or occult development requires a free perspective precisely toward that which we otherwise rightly regard as something great—that which, on the other hand, we describe in relation to the individual human life as the mission of the individual national spirits, as that which, from the depths of a national soil, from the spirit of the peoples, provides the individual concrete contributions to the entire mission of humanity.

[ 5 ] Schildern wollen wir also sozusagen das Große dessen, wovon der heimatlose Mensch in gewisser Beziehung frei werden muß. Nun haben die heimatlosen Menschen aller Zeiten, von den Urzeiten angefangen bis in unsere Tage hinein, immer gewußt, daß, wenn sie sozusagen in vollem Umfange charakterisieren würden dasjenige, was man als den Charakter der Heimatlosigkeit bezeichnet, sie dann wenig, sehr wenig Verständnis finden würden. Es würde zunächst einmal das Vorurteil diesen heimatlosen Menschen entgegengebracht werden, das sich in dem Vorwurfe ausdrücken würde: Ihr habt ja allen Zusammenhang mit dem Mutterboden des Volkstums verloren; ihr habt ja kein Verständnis für das, was den Menschen sonst das Teuerste ist. — Nun ist es aber nicht so. Heimatlosigkeit ist in gewisser Beziehung doch im Grunde genommen — oder kann es wenigstens sein — ein Umweg, um, nachdem diese heilige Stätte, diese Heimatlosigkeit erreicht ist, wieder den Rückweg zu finden zu den Volkssubstanzen, den Einklang zu finden mit dem Bodenständigen in der Menschheitsentwickelung. Wenn darauf von vornherein aufmerksam gemacht werden muß, so ist es auf der andern Seite doch nicht unbegründet, daß gerade in unserer Zeit in unbefangenster Weise auch einmal über dasjenige gesprochen wird, was wir die Mission der einzelnen Volksseelen der Menschheit nennen. Ebenso, wie es begründet ist, daß bisher sozusagen bis zu einem gewissen Grade von dieser Mission ganz geschwiegen wurde, ebenso begründet ist es, in unserer Gegenwart damit zu beginnen, von dieser Mission zu reden. Es ist aus dem Grunde von einer ganz besonderen Wichtigkeit, weil die nächsten Schicksale der Menschheit in einem viel höheren Grade als das bisher der Fall war, die Menschen zu einer gemeinsamen Menschheitsmission zusammenführen werden. Zu dieser gemeinsamen Mission werden aber die einzelnen Volksangehörigen nur dann ihren entsprechenden freien, konkreten Beitrag liefern können, wenn sie vor allen Dingen ein Verständnis haben für ihr Volkstum, ein Verständnis für dasjenige, was man nennen könnte «Selbsterkenntnis des Volkstums». Wenn im alten Griechenland in den apollinischen Mysterien der Satz: «Erkenne dich selbst» eine große Rolle gespielt hat, so wird in einer nicht zu fernen Zukunft der Ausspruch an die Volksseelen gerichtet werden: «Erkennet euch selbst als Volksseelen.» Dieser Spruch wird eine gewisse Bedeutung haben für das Zukunftswirken der Menschheit.

[ 5 ] We wish, so to speak, to describe the essence of that from which the rootless person must, in a certain sense, free themselves. Now, rootless people of all times, from prehistoric times right up to the present day, have always known that if they were to fully characterize, so to speak, what is referred to as the nature of rootlessness, they would find little, very little understanding. First of all, these rootless people would be met with a prejudice expressed in the accusation: You have lost all connection with the native soil of your people; you have no understanding of what is otherwise most precious to people. — But that is not the case. In a certain sense, rootlessness is—or at least can be—a detour, so that once this sacred place, this rootlessness, has been reached, one may find the way back to the substance of the people, to find harmony with the down-to-earth in human development. If this must be pointed out from the outset, it is nevertheless not unfounded that, especially in our time, we should speak in the most open-minded way about what we call the mission of the individual national souls of humanity. Just as it is justified that, up to now, so to speak, this mission has been kept entirely silent to a certain degree, so too is it justified to begin speaking of this mission in our present time. It is of a very special importance for the reason that the coming destinies of humanity will bring people together in a common human mission to a much greater degree than has been the case up to now. However, the individual members of a people will only be able to make their corresponding free, concrete contribution to this common mission if, above all, they have an understanding of their national character—an understanding of what might be called “self-knowledge of the national character.” Just as the phrase “Know thyself” played a major role in the Apollonian Mysteries of ancient Greece, so too will the saying “Know yourselves as national souls” be addressed to the national souls in the not-too-distant future. This saying will have a certain significance for the future work of humanity.

[ 6 ] Nun wird es unserer Zeit schon ganz besonders schwer, Wesenheiten anzuerkennen, welche für die äußere sinnliche Wahrnehmung, für die äußere materielle Erkenntnis sozusagen gar nicht da sind. Es wird ja vielleicht nicht so schwierig sein für unsere Gegenwart, anzuerkennen, daß der Mensch, so wie er in der Welt vor uns steht, gewisse Glieder, gewisse Teile seiner Wesenheit hat, die übersinnlich, unsichtbar sind. Es wird sich vielleicht der gegenwärtige materialistische Sinn der Menschheit noch leichter zu dieser Anschauung führen lassen, daß Wesenheiten, die man wenigstens nach ihrer Außenseite hin physisch sehen kann, wie die Menschen, auch einen übersinnlichen, unsichtbaren Teil haben. Aber eine starke Zumutung ist es für unsere Gegenwart, wenn man zu ihr sprechen soll von Wesenheiten, die eigentlich nach gewöhnlicher Anschauung gar nicht da sind. Denn was ist es eigentlich, was man heute da oder dort Volksseele, Volksgeist nennt? Es ist höchstens das, was man gelten läßt als eine Eigenschaft, als eine gemeinschaftliche Eigenschaft von so und so vielen hundert Menschen oder Millionen von Menschen, die auf einem gewissen Boden zusammengedrängt sind. Daß irgend etwas, was da lebt außer den vielen Millionen Menschen, die auf dem Boden zusammengedrängt sind, daß irgend etwas Reales, das sich decken würde mit dem Begriff Volksgeist, diesem Begriffe zugrunde liegt, das ist schwer für ein Bewußtsein unserer gegenwärtigen Zeit klar zu machen. Wenn man fragen würde — sagen wir jetzt, um etwas ganz Neutrales zu haben —: Was versteht der gegenwärtige Mensch unter dem schweizerischen Volksgeist? — da würde er in abstrakten Ausdrücken einige Eigenschaften beschreiben, welche diejenigen Menschen haben, welche das schweizerische Gebiet der Alpen und des Jura bewohnen, und wird sich klar darüber sein, daß dem nicht etwas entspricht, was man mit äußeren Erkenntniskräften, mit Augen oder sonstigen Wahrnehmungsorganen erkennen könnte. Das muß das erste sein, daß man in offener und ehrlicher Weise sich den Gedanken bilden kann, daß es Wesenheiten gibt, die sich ohne weiteres eigentlich nicht sinnlich äußern, dem gewöhnlichen materiellen Wahrnehmungsvermögen sich nicht darbieten, daß es sozusagen zwischen den Wesen, die sinnlich wahrnehmbar sind, andere unsichtbar wirkende Wesenheiten gibt, die hereinwirken in sichtbare Wesenheiten, wie die menschliche Wesenheit in die menschlichen Hände oder menschlichen Finger, daß man also sprechen kann von dem schweizerischen Volksgeist wie von dem Geiste eines Menschen, und daß man diesen Geist des Menschen ebenso genau von dem unterscheiden kann, was man in den zehn Fingern vor sich hat, wie man den schweizerischen Volksgeist unterscheiden kann von den Millionen von Menschen, die in den Bergen der Schweiz leben. Er ist noch etwas anderes, nämlich eine Wesenheit, wie der Mensch selber eine Wesenheit ist. Nur unterscheiden sich die Menschen davon dadurch, daß sie dem Wahrnehmungsvermögen des Menschen eine sinnliche Außenseite darbieten. In demselben Maße, wie sich der Mensch dem sinnlichen Wahrnehmungsvermögen darbietet, bietet eine äußere Erscheinung, etwas, was man mit Empfindungsorganen oder äußeren Sinnen sehen oder wahrnehmen kann, ein Volksgeist nicht dar, aber er ist dennoch eine durchaus reale Wesenheit.

[ 6 ] Nowadays, it is particularly difficult for us to acknowledge beings that, so to speak, do not exist at all for external sensory perception or for external material cognition. Perhaps it will not be so difficult for us today to acknowledge that human beings, as they stand before us in the world, have certain aspects, certain parts of their being, that are supersensory and invisible. Perhaps the current materialistic mindset of humanity can be led even more easily to the view that beings whom one can at least physically see on the outside, such as human beings, also have a supersensible, invisible part. But it is a great imposition on our present age to speak to it of beings who, according to ordinary perception, do not actually exist at all. For what is it, really, that people today call here and there the national soul or national spirit? It is, at most, what is accepted as a quality—a collective quality—of so many hundreds or millions of people crowded together on a certain piece of land. That there is anything living there besides the many millions of people crowded together on that territory, that there is anything real that would correspond to the concept of a national spirit, that underlies this concept—this is difficult to make clear to the consciousness of our present age. If one were to ask—let us say, for the sake of having something entirely neutral—: What does the modern person understand by the Swiss national spirit? — they would describe, in abstract terms, certain characteristics possessed by the people who inhabit the Swiss regions of the Alps and the Jura, and would be aware that this does not correspond to anything that could be perceived through external faculties of cognition, through the eyes or other organs of perception. This must be the first step: to be able to form the idea, in an open and honest way, that there are beings who do not, strictly speaking, manifest themselves through the senses, who do not present themselves to ordinary material perception; that there are, so to speak, other beings—invisible yet active—between those beings that are perceptible to the senses, beings who work into visible beings, just as the human being acts upon the human hands or fingers; that one can thus speak of the Swiss national spirit just as one speaks of the spirit of a human being, and that one can distinguish this human spirit just as clearly from what one has before one in the ten fingers as one can distinguish the Swiss national spirit from the millions of people living in the mountains of Switzerland. It is something else entirely, namely an entity, just as the human being itself is an entity. The only difference is that human beings present a sensory exterior to the human faculty of perception. To the same extent that a human being presents itself to the sensory powers of perception—that is, an external appearance, something that can be seen or perceived with the organs of sensation or the external senses—a national spirit does not present itself; yet it is nonetheless a thoroughly real entity.

[ 7 ] Heute wird es sich darum handeln, uns gewissermaßen eine Vorstellung zu bilden von einer solchen realen Wesenheit. Wie machen wir das überhaupt in der Geisteswissenschaft, wenn wir uns von einer realen Wesenheit eine Vorstellung bilden wollen? Ein charakteristisches Beispiel, wie wir uns eine Vorstellung bilden von einer realen Wesenheit, gewinnen wir, wenn wir zuerst einmal den Blick auf das Wesen des Menschen werfen. Wenn wir geisteswissenschaftlich den Menschen beschreiben, unterscheiden wir an ihm den physischen Leib, den Ather- oder Lebensleib, den Astralleib oder Empfindungsleib und das, was wir als das höchste Glied der menschlichen Wesenheit betrachten, das Ich. Wir wissen also, daß wir in dem, was wir physischen Leib, Atherleib, Astralleib und Ich nennen, sozusagen den gegenwärtigen Menschen vor uns haben. Sie wissen aber auch, daß wir auf eine Entwickelung der Menschheit in der Zukunft hinblicken, und daß das Ich an den drei niederen Gliedern der menschlichen Wesenheit arbeitet, so daß es diese Glieder vergeistigt, umarbeitet von der gegenwärtigen niederen in die zukünftige höhere Form. Das Ich wird das Astrale umarbeiten, umformen, so daß es etwas anderes werden wird, als was es heute schon ist. Der Astralleib wird dann darstellen das, was Sie unter dem Namen Geistselbst oder Manas kennen. Ebenso wird eine noch höhere Arbeit des Ich an dem Atherleibe oder Lebensleibe geleistet werden dadurch, daß es ihn umarbeitet und umprägt in das, was wir Lebensgeist oder Buddhi nennen. Und endlich ist die höchste Arbeit des Menschen, die wir uns vorläufig denken können, die, daß der Mensch das widerstrebendste Glied seiner Wesenheit, den physischen Leib vergeistigen, umwandeln und metamorphosieren wird in das Geistige. Es wird das höchste Glied der menschlichen Wesenheit sein, wenn das Ich umgestaltet haben wird das, was heute physischer Leib ist, das, was heute uns am gröbsten und materiellsten entgegentritt, wenn das Ich es umgestaltet haben wird in den Geistesmenschen oder Atma. So blicken wir auf drei Glieder der menschlichen Natur, die sich in der Vergangenheit entwickelt haben, auf eines, in dem wir jetzt darinnen stehen, und auf drei andere, aus denen das Ich etwas Neues in der Zukunft machen wird.

[ 7 ] Today we will focus on forming, so to speak, a conception of such a real entity. How do we actually go about this in spiritual science when we want to form a conception of a real entity? We gain a characteristic example of how we form a conception of a real entity when we first turn our attention to the nature of the human being. When we describe the human being from a spiritual scientific perspective, we distinguish in him the physical body, the etheric or life body, the astral body or sensory body, and what we regard as the highest member of the human being, the I. We know, then, that in what we call the physical body, the etheric body, the astral body, and the I, we have, so to speak, the present human being before us. But you also know that we are looking toward a future development of humanity, and that the ego is working on the three lower members of the human being, so that it spiritualizes these members, transforming them from their present lower form into their future higher form. The ego will transform and reshape the astral so that it becomes something other than what it is today. The astral body will then represent what you know as the spiritual self or Manas. Likewise, an even higher work of the ego will be performed on the etheric body or life body by transforming and reshaping it into what we call the life spirit or Buddhi. And finally, the highest work of the human being that we can conceive of for the time being is that the human being will spiritualize, transform, and metamorphose the most resistant part of his being—the physical body—into the spiritual. It will be the highest aspect of the human being when the ego has transformed what is today the physical body—that which today confronts us as the coarsest and most material—into the spiritual human being or Atma. Thus we look upon three aspects of human nature that have developed in the past, upon one in which we now stand, and upon three others from which the ego will create something new in the future.

[ 8 ] Wir wissen auch, daß zwischen der Arbeit, die verflossen ist, und zwischen der Arbeit, die in der Zukunft verfließen wird, um die drei höheren Glieder zu bilden, etwas dazwischen liegt. Wir wissen, daß wir das Ich selber gegliedert uns denken müssen. Es arbeitet an einer Art von Zwischenwesenheit. Wir sprechen daher davon, daß zwischen dem Astralleibe, wie er aus der Vergangenheit dem Menschen geworden ist, und dem Geistselbst oder Manas, das aus diesem Astralleib in ferner Zukunft dem Menschen werden wird, in der Mitte darinnen liegen die drei vorbereitenden Glieder; das sind: die Empfindungsseele, das niederste Glied, in dem das Ich gearbeitet hat, die Verstandes- oder Gemütsseele und die Bewußtseinsseele. So daß wir sagen können: Von dem, was wir herausarbeiten als Geistselbst oder Manas, von dem ist außerordentlich wenig heute beim Menschen vorhanden, höchstens der Anfang. Dagegen hat sich der Mensch dadurch zu dieser künftigen Arbeit vorbereitet, daß er seine drei niederen Glieder in einer gewissen Weise, in gewissem Maße hat beherrschen gelernt. Er hat sich vorbereitet dadurch, daß er den Empfindungsleib oder den astralischen Leib hat beherrschen gelernt, indem er mit seinem Ich in denselben eingedrungen ist und innerhalb des Empfindungsleibes die Empfindungsseele herausgebildet hat. Ebenso wie die Empfindungsseele in einem gewissen Verhältnis zum Empfindungsleibe steht, so steht die Verstandes- oder Gemütsseele in einem gewissen Verhältnis zum Ather- oder Lebensleibe, so daß die Verstandes- oder Gemütsseele ein schwaches Vorbild dessen ist, was der Lebensgeist oder Buddhi sein wird, zwar ein schwaches Vorbild, aber doch ein Vorbild. Und das, was in der Bewußtseinsseele sich befindet, ist in gewisser Weise von dem Ich hineingearbeitet in den physischen Leib. Daher ist sie ein schwaches Vorbild dessen, was einst Geistesmensch oder Atma sein wird. Wir können auch sagen: Gegenwärtig erkennen wiram Menschen, wenn wirabsehen von geringfügigen Teilen, die er schon aus dem astralischen Leibe herausgearbeitet hat als Anfang des Geistselbstes oder Manas, vier verschiedene Glieder. Wir können heute unterscheiden:

[ 8 ] We also know that there is something in between the work that has been done and the work that will be done in the future to form the three higher members. We know that we must conceive of the “I” itself as structured. It is working on a kind of intermediate existence. We therefore speak of the fact that between the astral body, as it has become part of the human being from the past, and the spiritual self or Manas, which will become part of the human being from this astral body in the distant future, there lie in the middle the three preparatory members; namely: the feeling soul, the lowest member in which the ego has worked, the intellectual or emotional soul, and the consciousness soul. So that we can say: Of what we are working out as the spiritual self or Manas, there is extremely little present in human beings today, at most the beginning. On the other hand, human beings have prepared themselves for this future work by learning to master their three lower members in a certain way and to a certain extent. They have prepared themselves by learning to master the sensory body or the astral body, by penetrating into it with their ego and developing the soul of feeling within the sensory body. Just as the soul of feeling stands in a certain relationship to the body of feeling, so the soul of understanding or emotion stands in a certain relationship to the etheric or life body, so that the soul of understanding or emotion is a faint foreshadowing of what the life spirit or Buddhi will be—a faint foreshadowing, but a foreshadowing nonetheless. And what is contained within the conscious soul is, in a certain sense, worked into the physical body by the ego. Therefore, it is a faint foreshadowing of what will one day be the spiritual human being or Atma. We can also say: At present, we recognize in the human being—if we disregard minor parts that he has already worked out of the astral body as the beginning of the spiritual self or Manas—four distinct members. We can distinguish today:

1. den physischen Leib,
2. den Atherleib,
3. den Astralleib,
4. das in demselben arbeitende Ich,

1. the physical body,
2. the etheric body,
3. the astral body,
4. the “I” that acts within it,

[ 9 ] und ferner, wie ein Vorglanz zu den höheren Gliedern:

[ 9 ] and furthermore, as a prelude to the higher links:

die Empfindungsseele,
die Verstandesseele,
die Bewußtseinsseele.

the sensory soul,
the intellectual soul,
the conscious soul.

[ 10 ] Da haben wir den Menschen als eine Wesenheit vor uns, wie er sich uns heute darbietet, und da erfassen wir sozusagen diesen Menschen in dem gegenwärtigen Augenblicke seines Werdens. Wir sehen förmlich das Ich herausarbeiten, nachdem als Vorbereitung ihm geworden ist die Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele, die höheren Glieder. Wir sehen dieses Ich arbeiten mit den Kräften der Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele an dem astralischen Leibe, an den Anfängen des Geistselbstes. Wir sehen den Menschen gegenwärtig in diesem Momente seines Arbeitens.

[ 10 ] Here we have before us the human being as he presents himself to us today, and here we grasp, so to speak, this human being at the very moment of his becoming. We can literally see the “I” emerging, having been prepared by the soul of feeling, the soul of understanding, and the soul of consciousness—the higher members. We see this ‘I’ working with the forces of the soul of feeling, the soul of understanding, and the soul of consciousness upon the astral body, upon the beginnings of the spiritual self. We see the human being present in this very moment of his work.

[ 11 ] Diejenigen — und es werden die meisten von Ihnen sein —, die sich mit dem befaßt haben, was wir die Erforschung der Akasha-Chronik nennen, mit der Entwickelung des Menschen in urferner Vergangenheit und mit dem Ausblick in die ferne Zukunft, die werden wissen, daß die Menschen, wie ich sie Ihnen skizzenhaft charakterisieren konnte, sich entwickelt haben, daß wir zurückschauen können in ferne Vergangenheit, daß die Menschen lange Entwickelungsepochen gebraucht haben, um die erste Anlage ihres physischen Leibes, dann die erste Anlage des Atherleibes und endlich des Astralleibes zu bilden und diese drei Glieder dann weiter zu entwickeln. Der Mensch hat dazu lange Zeiträume gebraucht, und Sie wissen vielleicht auch, daß der Mensch die frühere Entwickelung seines Wesens, zum Beispiel die Entwickelung seines astralischen Leibes, nicht in demselben Zustande der Erde durchgemacht hat, in dem die Erde heute ist, sondern daß er seinen astralischen Leib entwickelt hat in einem früheren Zustande des Erdendaseins, dem Mondendasein. Wie wir das heutige Leben als die Folge früherer Erdenleben, früherer Verkörperungen erkennen, so blicken wir auch auf frühere Verkörperungen unserer Erde zurück. Das, was wir Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele nennen, wurde erst in dem heutigen Erdendasein gebildet. In dem Mondendasein wurde der astralische Leib eingepflanzt, und in einem noch früheren Dasein unserer Erde, dem Sonnenzustande, wurde der Ätherleib eingepflanzt und endlich während des Saturnzustandes der physische Leib. So daß wir auf drei Verkörperungen der Erde zurückblicken, und auf jeder dieser Verkörperungen sehen wir eines der Glieder, die der Mensch heute in sich trägt, zuerst veranlagt und dann weiter ausgebildet.

[ 11 ] Those of you—and this will include most of you—who have studied what we call the research into the Akashic Records, the evolution of humankind in the distant past, and the outlook into the distant future, will know that human beings, as I have been able to sketch them for you, have evolved; that we can look back into the distant past; that human beings required long epochs of development to form the first rudiments of their physical body, then the first rudiments of the etheric body, and finally the astral body, and to further develop these three members. Humanity has needed long periods of time for this, and you may also know that humanity did not undergo the earlier development of its being—for example, the development of its astral body—in the same state of the Earth in which the Earth is today, but rather that it developed its astral body in an earlier state of Earth existence, the lunar existence. Just as we recognize our present life as the consequence of earlier Earth lives, earlier incarnations, so too do we look back upon earlier incarnations of our Earth. What we call the feeling soul, the intellectual or emotional soul, was first formed in the present-day Earth existence. In the Lunar existence, the astral body was implanted, and in an even earlier existence of our Earth, the Solar state, the etheric body was implanted, and finally, during the Saturn state, the physical body. Thus we look back upon three incarnations of the Earth, and in each of these incarnations we see one of the members that human beings carry within themselves today, first laid down and then further developed.

[ 12 ] Noch etwas anderes ist zu betonen, wenn wir von dem Saturn-, Sonnen-, Monden-Zustande reden. Genau so, wie wir als Menschen auf der Erde den Zustand durchmachen, den wir den selbstbewußten Menschheitszustand nennen können. So haben während früherer Zustände unserer Erdenentwickelung, während des alten Monden-, Sonnen- und Saturnzustandes andere Wesen die Stufe durchgemacht, die wir heute auf der Erde durchmachen. Es ist dabei ziemlich gleichgültig, ob man mit der Terminologie, die man im Orient gebraucht, oder mit derjenigen, die mehr im Okzident üblich ist, die Wesenheiten benennt. Diejenigen Wesenheiten, die während des Mondenzustandes unserer Erde auf der Stufe standen, auf der der Mensch heute steht, und die die nächsthöheren Wesenheiten sind, die über uns stehen, nennen wir in der Terminologie der christlichen Esoterik Angeloi oder Engel. Sie stehen eine Stufe höher als der Mensch, weil sie um eine Epoche früher ihre Menschheitsstufe absolviert haben, so daß diese Wesenheiten dasjenige, was wir heute sind, dazumal während des alten Mondenzustandes waren. Sie waren es aber nicht so, daß sie damals auf dem Monde herumgegangen wären wie die Menschen heute auf der Erde. Sie waren Wesenheiten auf der Menschheitsstufe, aber sie lebten nicht im Fleische wie der Mensch heute. So entsprach nur ihre Stufe der Entwickelung dem Menschsein, das der Mensch heute durchmacht. Ebenso finden wir Wesenheiten noch höherer Art, welche während des alten Sonnenzustandes die Menschheitsentwickelung durchgemacht haben. Es sind die Archangeloi oder Erzengel. Das sind Wesenheiten, die zwei Stufen höher stehen als der Mensch, die zwei Epochen früher ihre Menschheitsstufe durchgemacht haben. Wenn wir noch weiter zurückgehen bis zur ersten Verkörperung unseres Erdendaseins, bis zum Saturnzustand, da finden wir, daß da diejenigen Wesenheiten ihre Menschheitsstufe durchgemacht haben, die wir als Geister der Persönlichkeit, Archai, Urbeginne bezeichnen, so daß wir, wenn wir bei diesen Wesenheiten beginnen — die also in urferner Vergangenheit, während des alten Saturnzustandes Menschen waren — und dann die Verkörperungen der Erde verfolgen bis auf unseren Zeitpunkt, vor uns haben die Entwikkelungsstufen der Wesen bis herunter zu unserer Wesenheit. Wir können also sagen: Urbeginne, Archai waren Menschen auf dem alten Saturn; Erzengel, Archangeloi waren Menschen auf der alten Sonne; Engel oder Angeloi waren Menschen auf dem alten Mond; Menschen sind Menschen auf unserer Erde. Da wir nun wissen, daß wir in der Zukunft unsere Entwickelung weiterführen, dasjenige, was unsere niederen Glieder sind, weiter entfalten, also dasjenige, was heute unser astralischer Leib, unser Ather- oder Lebensleib und unser physischer Leib ist, so müssen wir doch fragen: Ist es nicht ebenso natürlich, daß die Wesenheiten, die früher die Menschheitsstufe durchgemacht haben, jetzt schon auf der Stufe sind, wo sie umarbeiten ihren astralischen Leib in das Geistselbst oder Manas? Wie wir während der nächsten Verkörperung unserer Erde — während des Jupiter-Daseins — fertig werden mit der Umgestaltung unseres Astralleibes in Geistselbst oder Manas, so sind fertig geworden diejenigen Wesenheiten, die während der Mondepoche Menschen waren, die Angeloi, mit der Umgestaltung ihrer Astralleiber in Geistselbst oder Manas, oder sie werden damit während unseres Erdendaseins fertig werden. Sie machen das durch während unserer Erdenverkörperung, was wir erst während der nächsten Verkörperung der Erde werden durchzumachen haben. Blicken wir noch weiter zurück auf die Wesen, die während des alten Sonnendaseins Menschen waren, so können wir sagen: Sie haben schon während des Mondenzustandes das durchmachen müssen, was wir erst in der nächsten Erdenverkörperung werden durchmachen müssen. Sie stehen bei der Arbeit, die der Mensch ausführen wird, wenn er mit seinem Ich umarbeitet seinen Äther- oder Lebensleib in Lebensgeist oder Buddhi. Wir haben also in diesen Archangeloi, in diesen Erzengeln Wesenheiten, die zwei Stufen über uns stehen, die auf der Stufe stehen, die wir einst erreichen werden, wenn wir von unserem Ich aus umarbeiten werden den Lebensleib in Lebensgeist oder Buddhi. Wir blicken, wenn wir zu diesen Wesenheiten aufschauen, so zu ihnen auf, daß wir sagen: Wir sehen in ihnen Wesenheiten, die zwei Stufen über uns stehen, Wesenheiten, in denen wir gleichsam vorausgenommen sehen, was wir selber in Zukunft erleben werden; wir blicken zu ihnen auf als zu solchen Wesen, die heute arbeiten an ihrem Äther- oder Lebensleib und ihn umformen zu Lebensgeist oder Buddhi. Ebenso blicken wir auf zu noch höheren Wesenheiten, zu den Geistern der Persönlichkeit. Sie stehen auf einer noch höheren Stufe als die Erzengel, auf einer Stufe, die der Mensch erreichen wird in noch fernerer Zukunft, wenn er wird umarbeiten können den physischen Leib in Atma oder Geistesmensch.

[ 12 ] There is something else to emphasize when we speak of the Saturn, Sun, and Moon stages. Just as we, as human beings on Earth, are going through the stage that we might call the self-conscious human stage. So, during earlier stages of Earth’s development—during the ancient Lunar, Solar, and Saturn stages—other beings went through the stage that we are going through today on Earth. It makes little difference whether one names these beings using the terminology common in the East or that more commonly used in the West. Those beings who, during the Lunar stage of our Earth, stood at the level where humanity stands today, and who are the next higher beings standing above us, we call, in the terminology of Christian esotericism, Angeloi or angels. They stand one level higher than human beings because they completed their human stage one epoch earlier, so that these beings were, during the ancient lunar phase, what we are today. However, they were not walking around on the Moon at that time as human beings do today on Earth. They were beings at the human stage, but they did not live in the flesh as human beings do today. Thus, only their stage of development corresponded to the human existence that humans undergo today. Likewise, we find beings of an even higher order who underwent human development during the ancient solar state. These are the Archangeloi or Archangels. They are beings who stand two stages higher than humans, who went through their human stage two epochs earlier. If we go back even further to the first incarnation of our earthly existence, to the Saturn state, we find that the beings who went through their human stage there are those we designate as spirits of personality, Archai, Primordial Beings, so that when we begin with these beings—who were thus human beings in the distant past, during the ancient Saturn state—and then trace the incarnations on Earth down to our present time, we have before us the stages of development of beings all the way down to our own being. We can therefore say: Primordial Beings, the Archai, were human beings on ancient Saturn; archangels, Archangeloi, were human beings on the ancient Sun; angels, or Angeloi, were human beings on the ancient Moon; human beings are human beings on our Earth. Since we now know that in the future we will continue our development, further unfolding what are our lower members—that is, what today is our astral body, our etheric or life body, and our physical body—we must ask: Is it not just as natural that the beings who previously passed through the human stage are now already at the stage where they are transforming their astral body into the spiritual self or Manas? Just as we will complete the transformation of our astral body into the spiritual self or Manas during the next incarnation of our Earth—during the Jupiter epoch—so have those beings who were human during the Lunar epoch, the Angeloi, completed the transformation of their astral bodies into the spiritual self or Manas, or they will complete it during our Earthly existence. They are undergoing during our Earth incarnation what we will only have to undergo during the next incarnation of the Earth. If we look even further back at the beings who were human during the ancient Sun existence, we can say: They already had to undergo during the Lunar epoch what we will only have to undergo in the next Earth incarnation. They are engaged in the work that the human being will perform when, through the activity of the ego, he transforms his etheric or life body into life spirit or buddhi. Thus, in these Archangels, we have beings who stand two stages above us, who stand on the stage that we will one day reach when, through the activity of our ego, we transform the life body into life spirit or buddhi. When we look up to these beings, we do so in such a way that we say: We see in them beings who stand two levels above us, beings in whom we see, as it were, a foreshadowing of what we ourselves will experience in the future; we look up to them as beings who are working today on their etheric or life body and transforming it into life spirit or buddhi. In the same way, we look up to even higher beings, to the spirits of personality. They stand on a level even higher than the archangels, on a level that humanity will reach in the even more distant future, when it will be able to transform the physical body into Atma, or the spiritual human being.

[ 13 ] So wahr der Mensch auf der jetzigen Stufe seines Daseins ist, so wahr sind diese entsprechenden Wesenheiten auf den eben charakterisierten Stufen ihres Daseins, so wahr stehen sie über uns, so wahr sind sie Realitäten. Nun steht ihre Realität nicht etwa fern dem Erdendasein, sondern greift vielmehr in dasselbe ein, wirkt hinein in unser Menschendasein. Wir müssen uns jetzt nur fragen: Wie wirken diese über dem Menschen stehenden Wesenheiten in unser Menschheitsdasein hinein? Wenn wir uns dieses Hineinwirken begreiflich machen wollen, dann müssen wir darauf Rücksicht nehmen, daß solche Wesenheiten sozusagen in ihrer Arbeit einen anderen geistigen Anblick darbieten werden als diejenigen Wesenheiten, die wir heute Menschen nennen. Es ist in der Tat ein beträchtlicher Unterschied zwischen diesen Wesenheiten, die über dem Menschen stehen, und denjenigen Wesenheiten, die heute erst auf der Menschheitsstufe sich befinden. So sonderbar das jetzt auch klingen mag, es wird Ihnen im Laufe der nächsten Tage noch vollständig klar werden. Es ist doch durchaus aus wirklicher Geistesforschung heraus gesprochen: Der Mensch, wie er heute ist, ist gewissermaßen in einem Mittelzustand seines Daseins. So wie heute sein Ich an seinen niederen Gliedern arbeitet, wird es nicht immer bleiben. Es ist gleichsam das ganze menschliche Wesen heute wie in sich zusammenhängend, und es bildet gleichsam eine durch nichts unterbrochene Wesenheit. Das kann in der Zukunft der Menschheitsentwickelung anders werden, und es wird wesentlich anders werden. Wenn der Mensch einmal so weit sein wird, daß er mit vollem Bewußtsein an seinem Astralleib arbeiten und mit seinem Ich diesen Astralleib in Geistselbst oder Manas umarbeiten wird, dann wird ein ähnlicher Zustand bei vollem Bewußtsein vorhanden sein, wie er jetzt beim Unbewußtsein oder Unterbewußtsein des Menschen im Schlafe vorhanden ist. Stellen Sie sich einmal den Schlafzustand des Menschen vor. Der Mensch rückt beim Schlafzustand in bezug auf seinen Astralleib und sein Ich aus seinem physischen Leib und seinem Ätherleib heraus, er läßt sie im Bette liegen und schwebt dann gleichsam außerhalb des physischen und Ätherleibes. Denken Sie sich jetzt in diesem Zustande den Menschen so, daß das Bewußtsein erwacht: Ich bin ein Ich, — daß es so erwacht in diesem Geistesleib, wie es im tagwachen Bewußtseinszustande da ist. Was würde der Mensch schon gegenwärtig für einen merkwürdigen Anblick für sich selber darbieten! Er würde an einer Stelle fühlen: «Da bin ich», und vielleicht da unten, weit weg von dieser ersteren Stelle: «Da ist mein physischer Leib und mein Ätherleib; sie sind an jenem Orte und sie gehören zu mir, aber ich mit meinen anderen Gliedern, ich schwebe außerhalb, da oben». Wenn der Mensch heute bewußt wird in seinem Astralleibe, außerhalb seines physischen und Ätherleibes, dann kann er allerdings — und wenn er heute auf der Erde sozusagen noch so hoch entwickelt ist — nichts anderes tun, als frei in seinem Astralleibe sich da- oder dorthin bewegen und kann unabhängig von seinem physischen Leibe da oder dort in der Welt tätig sein, aber das kann er dann noch nicht mit seinem physischen und Atherleibe. Man wird sie aber in ferner Zukunft auch von einer Stätte des Nordens von Europa zum Beispiel von außen hingeleiten können nach einer anderen Stätte, ihnen befehlen: Geht weiter! und sie dann in ihrer Bewegung von außen lenken. Das geht heute noch nicht. Das wird aber der Mensch können, wenn er sich über die Stufe der Erdenentwickelung zu der Jupiterstufe entwickelt haben wird, zu der folgenden Entwikkelungsstufe unseres Erdenplaneten. Das wird auch der folgende Entwickelungszustand des Menschen sein. Wir werden dann fühlen, daß wir gewissermaßen für uns selbst der Dirigent von außen sein werden. Das ist das Wesentliche. Und das führt zu einer Spaltung von dem, was wir heute die menschliche Wesenheit genannt haben. Das materialistische Bewußtsein kann damit allerdings nicht viel anfangen. Es kann nicht verfolgen dasjenige, was heute schon in gewisser Beziehung real in der Außenwelt wirkt in ähnlicher Weise, wie es einmal in der Zukunft beim Menschenwesen vorhanden sein wird. Solche Erscheinungen sind schon heute da. Die Menschen könnten sie wahrnehmen, wenn sie acht geben würden. Sie würden dann sehen, daß es gewisse Wesenheiten gibt, die zum Beispiel zu früh sich so entwickelt haben. Wie der Mensch, wenn er den richtigen Zeitpunkt abwartet, im richtigen Zeitpunkt den Jupiterzustand erreichen wird, so daß er leiten kann seinen physischen und ätherischen Leib, so gibt es auch Wesen, welche in gewisser Beziehung sich vorschnell entwickelt haben, ohne den richtigen Zeitpunkt abgewartet zu haben. Solche vorzeitig entwikkelte Wesenheiten haben wir in unserer Vogelwelt, und zwar in solchen Wesenheiten der Vogelwelt, welche jedes Jahr die großen Wanderzüge über die Erde vollführen. Da ist es die sogenannte Gruppenseele, welche mit dem ätherischen Leibe eines jeden Vogels zusammenhängt. So wie die Gruppenseele die regelmäßigen Wanderzüge der Vögel über die Erde hin dirigiert, so wird der Mensch, nachdem er sein Geistselbst oder Manas entwickelt hat, das, was wir physischen und ätherischen Leib nennen, befehligen, ihnen gebieten, sie in Bewegung setzen. In einem noch höheren Sinne wird der Mensch diese dirigieren, von außen in Bewegung setzen können, wenn er einmal so weit entwickelt sein wird, daß er auch noch umarbeitend in bezug auf den Ather- oder Lebensleib wirkt. Solche Wesenheiten, die das schon können, gibt es schon heute. Das sind die Archangeloi oder Erzengel. Das sind Wesenheiten, die das bereits können, was der Mensch einmal können wird, Wesenheiten, die dasjenige vollbringen können, was man nennen kann «seinen ätherischen und seinen physischen Leib von außen dirigieren», die aber außerdem auch noch arbeiten können an ihrem eigenen Ätherleibe.

[ 13 ] Just as human beings exist at their present stage of existence, so do these corresponding beings exist at the stages of existence just described; just as they stand above us, so are they realities. Now, their reality is not at all distant from earthly existence, but rather intervenes in it, influencing our human existence. We must now ask ourselves: How do these beings, who stand above humanity, influence our human existence? If we wish to understand this influence, we must take into account that such beings, so to speak, present a different spiritual aspect in their work than those beings we today call human beings. There is indeed a considerable difference between these beings that stand above humanity and those beings that are currently only at the human stage. As strange as this may sound now, it will become completely clear to you over the course of the next few days. This is, after all, spoken from genuine spiritual research: Humanity, as it is today, is, so to speak, in an intermediate state of its existence. Just as his ego works on his lower members today, it will not always remain so. The entire human being is, as it were, coherent within itself today, and it forms, as it were, an entity uninterrupted by anything. This may change in the future of human development, and it will change significantly. Once human beings have reached the point where they can work on their astral body with full consciousness and, together with their ego, transform this astral body into the spiritual self or manas, then a state similar to the one that now exists in the unconscious or subconscious of human beings during sleep will be present in full consciousness. Imagine the state of sleep in human beings. In the state of sleep, the human being withdraws from their physical body and etheric body in relation to their astral body and ego; they leave them lying in bed and then float, as it were, outside the physical and etheric bodies. Now imagine the human being in this state such that consciousness awakens: “I am an I”—that it awakens in this spiritual body just as it is in the waking state of consciousness. What a strange sight the human being would present to themselves at that moment! He would feel in one place: “There I am,” and perhaps down there, far away from that first place: “There is my physical body and my etheric body; they are in that place and they belong to me, but I, with my other limbs, am floating outside, up there.” When a person today becomes conscious in his astral body, outside his physical and etheric bodies, then he can indeed—even if he is, so to speak, highly developed on Earth today—do nothing other than move freely here or there in his astral body and can act independently of his physical body here or there in the world; but he cannot yet do this with his physical and etheric bodies. But in the distant future, it will also be possible to guide them from a place in northern Europe, for example, from the outside to another place, commanding them: “Go on!” and then directing their movement from the outside. That is not yet possible today. But human beings will be able to do this once they have evolved beyond the stage of Earth’s development to the Jupiter stage, the next stage of development for our Earth planet. That will also be the next stage of human development. We will then feel that we will, so to speak, be our own conductor from the outside. That is the essential point. And this leads to a division of what we have today called the human being. Materialistic consciousness, however, cannot make much of this. It cannot grasp that which is already, in a certain sense, actively present in the external world today in a manner similar to how it will one day be present in the human being. Such phenomena already exist today. People could perceive them if they paid attention. They would then see that there are certain beings who, for example, have developed in this way too early. Just as the human being, by waiting for the right moment, will reach the Jupiter state at the right time so that he can guide his physical and etheric bodies, so there are also beings who, in a certain sense, have developed prematurely without having waited for the right moment. We find such prematurely developed beings in our bird world, specifically in those beings of the bird world that undertake the great migrations across the Earth every year. Here it is the so-called group soul that is connected to the etheric body of each bird. Just as the group soul directs the regular migrations of the birds across the Earth, so will the human being, after having developed his spiritual self or Manas, command what we call the physical and etheric bodies, give them orders, and set them in motion. In an even higher sense, the human being will be able to direct these, to set them in motion from the outside, once he has developed to the point where he also acts transformatively with regard to the etheric or life body. Such beings who are already capable of this exist today. These are the Archangeloi or Archangels. These are beings who can already do what human beings will one day be able to do, beings who can accomplish what might be called “directing their etheric and physical bodies from the outside,” but who can also work on their own etheric bodies.

[ 14 ] Bilden Sie sich als Idee den Begriff von Wesenheiten, die sozusagen im Umkreis unserer Erde wirken, die in der geistigen Atmosphäre unserer Erde enthalten sind mit ihrem Ich, die von diesem ihrem Ich aus schon umgewandelt haben ihren astralischen Leib, so daß sie ein vollentwickeltes Geistselbst oder Manas besitzen, die aber jetzt mit diesem vollentwickelten Geistselbst oder Manas weiterwirken auf unserer Erde und hereinarbeiten in die Menschen, indem sie unseren Ather- oder Lebensleib umgestalten; Wesenheiten, die auf der Stufe stehen, auf welcher sie den Ather- oder Lebensleib zu Buddhi oder Lebensgeist umgestalten. Wenn Sie sich solche Wesenheiten denken, die also auf der Stufe der geistigen Hierarchien stehen, die wir Erzengel nennen, haben Sie einen Begriff von dem, was man «Volksgeister» nennt, was man die dirigierenden Volksgeister der Erde nennt. Die Volksgeister gehören in die Stufe der Archangeloi oder Erzengel. Wir werden sehen, wie sie ihrerseits den Äther- oder Lebensleib dirigieren, und wie sie dadurch wieder hineinwirken in die Menschheit und diese in ihre eigene Tätigkeit einbeziehen. Wenn wir die verschiedenen Völker unserer Erde betrachten und einzelne herausheben, dann werden wir in dem eigentümlichen Weben und Leben dieser Völker, in dem, was wir die besonderen, charakteristischen Eigenschaften dieser Völker nennen, ein Abbild von dem haben, was wir als die Mission der Volksgeister betrachten können.

[ 14 ] Imagine, as a concept, beings that are active, so to speak, in the vicinity of our Earth, who are contained within the spiritual atmosphere of our Earth along with their I, and who, from this I of theirs, have already transformed their astral body, so that they possess a fully developed spiritual self or Manas, but who now continue to work on our Earth with this fully developed spiritual self or Manas and work into human beings by transforming our etheric or life body; beings who stand at the stage where they transform the etheric or life body into Buddhi or life spirit. If you imagine such beings, who thus stand at the level of the spiritual hierarchies that we call Archangels, you have a concept of what is called “national spirits,” what is called the guiding national spirits of the Earth. The national spirits belong to the level of the Archangeloi or Archangels. We shall see how they, in turn, direct the etheric or life body, and how they thereby influence humanity once more and involve it in their own activity. When we consider the various peoples of our Earth and single out individual ones, we will find in the unique fabric and life of these peoples—in what we call their special, characteristic qualities—a reflection of what we may regard as the mission of the national spirits.

[ 15 ] Wenn wir die Mission dieser Wesenheiten erkennen — Inspiratoren der Völker sind diese Wesenheiten —, dann können wir sagen, was ein Volk ist. Ein Volk ist eine zusammengehörige Gruppe von Menschen, welche von einem der Archangeloi, einem der Erzengel geleitet wird. Die einzelnen Glieder eines Volkes bekommen das, was sie als Glieder des Volkes tun, was sie als Glieder des Volkes vollführen, von einer solchen Seite her inspiriert. Dadurch, daß wir uns vorstellen, daß diese Volksgeister individuell verschieden sind, wie die Menschen auf unserer Erde, werden wir es begreiflich finden, daß die einzelnen verschiedenen Gruppen der Völker die individuelle Mission dieser Archangeloi sind. Wenn wir uns einmal geistig veranschaulichen, wie in der Weltgeschichte Volk nach Volk und auch Volk neben Volk wirkt, so können wir jetzt, wenigstens in abstrakter Form — die Form wird immer konkreter und konkreter werden in den nächsten Vorträgen — uns vorstellen, daß alles, was da vor sich geht, inspiriert ist von diesen geistigen Wesenheiten. Aber eines wird uns wohl leicht vor die Seele treten können: daß neben diesem Wirken von Volk nach Volk noch etwas anderes stattfindet in der Menschheitsentwickelung. Sie können, wenn Sie jenen Zeitraum überblicken, den wir von der großen atlantischen Katastrophe aus rechnen, die das Antlitz der Erde so weit verändert hat, daß jener Kontinent, der bestanden hat zwischen dem heutigen Afrika, Amerika und Europa, in jener Zeit untergegangen ist, die Zeiträume unterscheiden, in welchen die großen Völker gewirkt haben, bei denen die nachatlantischen Kulturen herauskamen: die alte indische, die persische, die ägyptisch-chaldäische, die griechisch-lateinische und unsere gegenwärtige Kultur, die nach einiger Zeit in die sechste Kulturepoche übergehen wird. Wir bemerken auch, daß nacheinander darin gewirkt haben verschiedene Völkerinspiratoren. Wir wissen, daß noch lange die ägyptisch-chaldäische Kultur gewirkt hat, als die griechische Kultur schon ihren Anfang nahm, und daß die griechische Kultur noch weiter waltete, als die römische schon ihren Anfang genommen hatte. So können wir die Völker nebeneinander und nacheinander betrachten. Aber in allem, was sich in und mit den Völkern entwickelt, entwickelt sich noch etwas anderes. Es ist ein Fortschritt in der menschlichen Entwickelung. Es kommt dabei nicht in Betracht, ob wir das eine höher oder niedriger stellen. Es kann zum Beispiel einer sagen: Mir gefällt die indische Kultur am besten. Das mag ein persönliches Urteil sein. Wer aber nicht auf persönliche Urteile schwört, der wird sagen: Es ist gleichgültig, wie wir die Dinge bewerten; der notwendige Gang führt die Menschheit vorwärts, mag man das später auch Niedergang nennen. Die Notwendigkeit führt die Menschheit vorwärts. Wenn wir die verschiedenen Zeiträume vergleichen, 5000 Jahre vor Christus, 3000 Jahre vor Christus und 1000 Jahre nach Christus, dann ist etwas noch da, was über die Volksgeister hinübergreift, etwas, woran die verschiedenen Volksgeister teilnehmen. Sie brauchen das nur in unserer Zeit ins Auge zu fassen. Woher kommt es, daß in diesem Saale so viele Menschen zusammensitzen können, die aus den verschiedensten Volksgebieten herkommen und sich verstehen und sich zu verstehen versuchen in bezug auf das Allerwichtigste, was sie hier zusammengeführt hat? Die verschiedenen Menschen kommen aus dem Bereich der verschiedensten Volksgeister heraus, und dennoch gibt es etwas, worin sie sich verstehen. In ähnlicher Weise verstanden sich und konnten sich verstehen in damaliger Zeit die verschiedenen Völker untereinander, weil es in jeder Zeit etwas gibt, was die Volksseele übergreift, die verschiedenen Volksseelen zusammenführen kann, etwas, was man überall mehr oder weniger versteht. Das ist dasjenige, was man mit dem recht schlechten, aber gebräuchlichen deutschen Wort «Zeitgeist» benennt oder auch «Geist der Epoche». Der Geist der Epoche, der Zeitgeist, ist ein anderer in der griechischen Zeit, ein anderer in der unsrigen. Diejenigen, welche den Geist in unserer Zeit erfassen, werden zur Theosophie hingetrieben. Das ist das aus dem Geiste der Epoche über die einzelnen Volksgeister Übergreifende. In derjenigen Zeit, in der Christus Jesus auf der Erde erschien, bezeichnete sein Vorläufer, Johannes der Täufer, den Geist, den man als Zeitgeist bezeichnen könnte, mit den Worten: «Ändert die Verfassung der Seele, denn die Reiche der Himmel sind nahe herbeigekommen.»

[ 15 ] When we recognize the mission of these beings—who are the inspirers of peoples—then we can define what a people is. A people is a cohesive group of human beings led by one of the Archangels. The individual members of a people receive inspiration from this source for what they do as members of the people, for what they accomplish as members of the people. By imagining that these national spirits are individually distinct, just as human beings on our Earth are, we will find it understandable that the various groups of peoples are the individual missions of these Archangels. If we mentally visualize how, in world history, one people after another and also one people alongside another works, then we can now—at least in abstract form (the form will become more and more concrete in the coming lectures)—imagine that everything that is taking place there is inspired by these spiritual beings. But one thing will likely come to mind quite easily: that alongside this interplay of one people with another, something else is taking place in human evolution. If you survey the period of time we count from the great Atlantean catastrophe—which altered the face of the Earth so profoundly that the continent that once existed between present-day Africa, America, and Europe was submerged at that time—you can distinguish the periods in which the great peoples were active, from which the post-Atlantean cultures emerged: the ancient Indian, the Persian, the Egyptian-Chaldean, the Greek-Latin, and our present culture, which will eventually transition into the sixth cultural epoch. We also observe that various national inspirers have successively been active within them. We know that the Egyptian-Chaldean culture continued to exert its influence long after the Greek culture had already begun, and that the Greek culture continued to prevail even after the Roman culture had already begun. Thus we can view the peoples side by side and one after another. But in everything that develops within and alongside the peoples, something else is also developing. It is progress in human development. It does not matter whether we regard one as higher or lower. One might say, for example: I like Indian culture best. That may be a personal judgment. But anyone who does not swear by personal judgments will say: It is irrelevant how we evaluate things; the necessary course leads humanity forward, even if one later calls it decline. Necessity drives humanity forward. If we compare the different periods—5000 years before Christ, 3000 years before Christ, and 1000 years after Christ—then there is still something that transcends the national spirits, something in which the various national spirits participate. You need only consider this in our own time. How is it that so many people can sit together in this hall, coming from the most diverse national regions, and understand one another and strive to understand one another regarding the most important thing that has brought them together here? These different people come from the realm of the most diverse national spirits, and yet there is something in which they understand one another. In a similar way, the various peoples understood one another and were able to understand one another in those days, because in every age there is something that transcends the national soul, that can bring the various national souls together—something that is understood more or less everywhere. This is what is referred to by the rather poor but common German term “Zeitgeist” or “spirit of the age.” The spirit of the epoch, the Zeitgeist, is different in the Greek era than it is in our own. Those who grasp the spirit of our time are drawn toward theosophy. This is what transcends the individual national spirits from the spirit of the epoch. In the time when Christ Jesus appeared on Earth, his forerunner, John the Baptist, described the spirit that could be called the Zeitgeist with the words: “Repent, for the kingdom of heaven is at hand.”

[ 16 ] So kann man für jede Epoche den Zeitgeist finden, und das ist etwas, was sich hineinwebt in das Weben der Volksgeister, das wir damit zu gleicher Zeit als das Weben der Archangeloi charakterisiert haben. Für den heutigen materialistischen Menschen ist der Zeitgeist etwas ganz Abstraktes ohne Realität, und noch weniger darf man ihm damit kommen, in dem Zeitgeist ein wahres Wesen zu sehen. Dennoch verbirgt sich hinter dem Worte «Zeitgeist» eine wirkliche Wesenheit, keine andere Wesenheit als eine solche, die drei Stufen über der Menschheitsstufe steht. Jene Wesenheiten verbergen sich dahinter, die schon auf dem alten Saturn, der am weitesten zurückliegenden Entwickelungsepoche der Erde, ihre Menschheitsstufe durchmachten, und die heute aus dem geistigen Umkreis der Erde an der Umgestaltung der Erde arbeiten und dabei die letzte Phase sozusagen an der Umgestaltung ihres physischen Leibes in Geistesmensch oder Atma durchmachen. Mit hohen Wesenheiten haben wir es hier zu tun, mit Wesenheiten, gegenüber deren Eigenschaften den Menschen ein Schwindel überkommen möchte. Es sind diejenigen Wesenheiten, die wir wieder bezeichnen könnten als die eigentlichen Inspiratoren — oder wir müssen auf diesem Gebiete sagen, wenn wir mit technischen Ausdrücken des Okkultismus sprechen wollen —, die Intuitoren des Zeitgeistes oder der Zeitgeister. Sie wirken so, daß sie sich abwechseln und gleichsam einer dem andern die Hand reicht. Von Epoche zu Epoche reichen sie sich ihre Aufgabe zu. Der Geist der Epoche, der während der griechischen Zeit wirkte, reicht weiter die Mission an den, der später wirkt und so weiter. Sie wechseln sich also ab. Es sind, wie wir sahen, eine Anzahl solcher Zeitgeister, solcher Geister der Persönlichkeit, die als Zeitgeist wirken. Sie sind eine höhere Rangordnung gegenüber den Volksgeistern, diese Geister der Persönlichkeit, diese Intuitoren des Zeitgeistes. In jedem Zeitalter wirkt vorzugsweise einer und gibt diesem Zeitalter seine Gesamtsignatur, gibt seine Aufträge an die Volksgeister, so daß dasjenige, was der Gesamtgeist der Epoche ist, sich spezialisiert, individualisiert nach den Volksgeistern. Dann wird er abgelöst in der kommenden Epoche von einem andern Zeitgeiste, einem andern Geiste der Persönlichkeit, einem andern Arche.

[ 16 ] Thus, one can find the spirit of the age for every epoch, and this is something that is woven into the weaving of the national spirits, which we have simultaneously characterized as the weaving of the Archangels. For today’s materialistic human being, the Zeitgeist is something entirely abstract and devoid of reality, and one must certainly not suggest to them that the Zeitgeist is a true being. Nevertheless, behind the word “Zeitgeist” lies a real being, none other than one that stands three levels above the human level. Behind it lie those beings who already passed through their human stage on ancient Saturn, the most distant epoch of Earth’s development, and who today, from the spiritual sphere surrounding the Earth, are working on the transformation of the Earth, thereby undergoing, so to speak, the final phase of the transformation of their physical body into a spiritual human being or Atma. We are dealing here with high beings, with beings whose qualities might make a human feel dizzy. These are the beings we might again describe as the actual inspirers—or, to use technical terms of occultism in this context, the intuitors of the spirit of the age or the spirits of the age. They work in such a way that they take turns, passing the baton, as it were, from one to the other. From epoch to epoch, they pass their task on to one another. The spirit of the epoch that was active during the Greek period passes the mission on to the one who acts later, and so on. They thus take turns. As we have seen, there are a number of such time spirits, such spirits of personality, who act as the spirit of the age. These spirits of personality, these intuitors of the spirit of the age, occupy a higher rank than the national spirits. In every age, one acts preeminently and gives that age its overall character, assigning its tasks to the national spirits, so that what constitutes the collective spirit of the epoch becomes specialized and individualized through the national spirits. Then, in the coming epoch, it is succeeded by another spirit of the age, another spirit of personality, another archetype.

[ 17 ] Wenn eine gewisse Anzahl von Epochen vorübergegangen ist, dann ist ein Zeitgeist durch die Weiterentwickelung hindurchgegangen. Das müssen wir uns so vorstellen: Wenn wir in unserer Zeit sterben und unsere Entwickelung hier durchgemacht haben, so gibt unsere Persönlichkeit das Ergebnis dieses Erdenlebens an das nächste Erdenleben weiter. So ist es auch mit den Geistern der Epoche der Fall. In jeder Epoche haben wir einen solchen Geist der Epoche; der gibt am Ende der Epoche sein Amt an seinen Nachfolger ab, dieser wieder an seinen weiteren Nachfolger und so weiter. Die vorangegangenen machen inzwischen ihre eigene Entwickelung durch, dann kommt derjenige, der am längsten nicht daran gewesen ist, wieder an die Reihe, so daß derselbe in einer spätern Epoche, während die andern dann ihre eigene Entwickelung durchmachen, als Geist der Epoche wiederkommt und für die fortgeschrittene Menschheit das, was er selber für seine höhere Mission erworben hat, intuierend der Menschheit einflößt. Wir blicken zu diesen Geistern der Persönlichkeit hinauf, zu diesen Wesen, die mit dem sonst so nichtssagenden Worte «Zeitgeist» benannt werden können, so, daß wir sagen können: Wir Menschen gehen von Inkarnation zu Inkarnation; wir wissen aber ganz genau, daß, indem wir selber von Epoche zu Epoche schreiten, indem wir in die Zukunft sehen, immer andere Zeitgeister die Geschehnisse unserer Erde regieren. Aber auch unser heutiger Zeitgeist wird wiederkommen, wir werden ihm wieder begegnen. Wegen dieser Eigenschaft dieser Geister der Persönlichkeit, daß sie gleichsam Kreise beschreiben und wieder zu ihrem Ausgangspunkte zurückkommen, daß sie Zyklen beschreiben, wegen dieser Eigenschaft werden sie auch «Geister der Umlaufszeiten» genannt. — Wir werden diesen Ausdruck noch genauer zu rechtfertigen haben. — Also diese höheren geistigen Wesenheiten, die ihre Befehle ausgeben an die Volksgeister, werden auch Geister der Umlaufszeiten genannt. Es sind damit gemeint jene Umlaufszeiten, die der Mensch selber durchzumachen hat, indem er von Epoche zu Epoche in gewisser Weise zurückkehrt zu früheren Zuständen und sie in höherer Form wiederholt. Nun sehen Sie, dieses Wiederholen der Eigentümlichkeiten früherer Formen, das kann Ihnen auffallen. Wenn Sie in geisteswissenschaftlichem Sinne genau die Entwickelung der Menschheitsstufen auf der Erde durchnehmen, so finden Sie diese wiederholten Geschehnisse in der verschiedensten Weise. So ist eine Wiederholung darin, daß sozusagen sieben Epochen sich folgen nach der atlantischen Katastrophe, die wir nennen die nachatlantischen Kulturstufen. Die griechisch-lateinische Stufe oder Kulturepoche bildet sozusagen den Wendepunkt in unserm Zyklus und erleidet daher keine Wiederholung. Auf diese folgt die Wiederholung der ägyptisch-chaldäischen Epoche, und zwar in unserer eigenen Zeit. Auf diese wird folgen eine andere Epoche, die eine Wiederholung der persischen Zeit sein wird, allerdings in etwas anderer Art, und dann wird die siebente Epoche kommen, die eine Wiederholung der uralt-indischen Kultur, der Epoche der heiligen Rishis sein wird, so daß in dieser Epoche gewisse Dinge in anderer Form heraus kommen werden, die damals veranlagt worden sind. Die Lenkung dieser Geschehnisse obliegt den Zeitgeistern.

[ 17 ] Once a certain number of epochs have passed, a spirit of the age has undergone further development. We must imagine it this way: When we die in our own time and have completed our development here, our personality passes on the results of this earthly life to the next. The same is true of the spirits of the age. In every epoch we have such a spirit of the epoch; at the end of the epoch, it hands over its office to its successor, who in turn hands it over to his next successor, and so on. In the meantime, the previous ones undergo their own development; then it is the turn of the one who has been absent the longest, so that in a later epoch, while the others are undergoing their own development, he returns as the spirit of the epoch and, intuiting what he himself has acquired for his higher mission, instills it into humanity. We look up to these spirits of personality, to these beings who can be named with the otherwise so meaningless word “zeitgeist,” so that we can say: We humans go from incarnation to incarnation; but we know quite precisely that, as we ourselves move from epoch to epoch, as we look into the future, ever-changing zeitgeists govern the events of our Earth. But our present-day Zeitgeist will also return; we will encounter it again. Because of this characteristic of these spirits of personality—that they, as it were, describe circles and return to their starting points, that they describe cycles—because of this characteristic, they are also called “spirits of the cycles.” — We will have to justify this expression more precisely. — So these higher spiritual beings, who issue their commands to the national spirits, are also called spirits of the cycles. This refers to those cycles that human beings themselves must go through, in which, from epoch to epoch, they return in a certain sense to earlier states and repeat them in a higher form. Now you see, this repetition of the characteristics of earlier forms—you may notice this. If you examine the development of the stages of humanity on Earth in a spiritual-scientific sense, you will find these repeated events in the most varied ways. For instance, there is a repetition in the fact that, so to speak, seven epochs follow one another after the Atlantean catastrophe, which we call the post-Atlantean cultural stages. The Greco-Latin stage or cultural epoch forms, so to speak, the turning point in our cycle and therefore does not undergo a repetition. This is followed by the repetition of the Egyptian-Chaldean epoch, specifically in our own time. This will be followed by another epoch, which will be a repetition of the Persian period, albeit in a somewhat different form, and then the seventh epoch will come, which will be a repetition of ancient Indian culture, the epoch of the holy Rishis, so that in this epoch certain things that were laid the foundation for back then will emerge in a different form. The guidance of these events is the responsibility of the spirits of the age.

[ 18 ] Daß nun auf die Erde verteilt in verschiedenen Völkern das ausgelebt wird, was von Epoche zu Epoche weiterschreitet, daß die verschiedensten Gestalten aus diesem oder jenem Boden gebildet werden, aus dieser oder jener Sprachgemeinschaft herauswachsen, aus dieser oder jener Formensprache, aus Architektur, Kunst und Wissenschaft entstehen können und alle die Metamorphosen annehmen können und alles das aufzunehmen vermögen, was der Geist der Epoche der Menschheit einflößen kann, dazu brauchen wir die Volksgeister, die in der Hierarchie höherer Wesenheiten zu den Erzengeln gehören. Nun brauchen wir noch eine Vermittlung zwischen der höheren Mission der Volksgeister und denjenigen Wesenheiten, die hier auf der Erde von ihnen inspiriert werden sollen. Sie werden unschwer erkennen können, zunächst in abstrakter Form, daß die Vermittler dieser beiden Geisterarten die Hierarchie der Engel sind. Sie bilden das vermittelnde Glied zwischen Volksgeist und Einzelmensch. Damit der Mensch in sich hineinbekommen kann, was der Volksgeist dem ganzen Volke einzuflößen hat, damit der einzelne Mensch ein Werkzeug werde in der Mission des Volkes, dazu bedarf es dieser Vermittlung zwischen Einzelmensch und Erzengel des Volkes.

[ 18 ] That what progresses from epoch to epoch is now lived out across the Earth among various peoples; that the most diverse forms are shaped from this or that soil, grow out of this or that linguistic community, out of this or that formal language, out of architecture, art, and science, and that they can take on all these metamorphoses and are capable of absorbing everything that the spirit of the epoch can instill in humanity—for this we need the national spirits, who belong to the archangels in the hierarchy of higher beings. Now we still need a mediation between the higher mission of the national spirits and those beings who are to be inspired by them here on Earth. You will easily be able to recognize, initially in abstract form, that the mediators between these two kinds of spirits are the hierarchy of angels. They form the mediating link between the national spirit and the individual human being. So that the human being may take into himself what the national spirit is to instill in the entire people, so that the individual human being may become an instrument in the mission of the people—this requires this mediation between the individual human being and the archangel of the people.

[ 19 ] So haben wir hinaufgeschaut zu den Wesen, welche Mensch geworden sind, drei Stufen bevor der Erdenmensch seine Menschheitsstufe erreichte, und haben gesehen, wie sie sich hineinstellen in ihrem Bewußtsein in die Menschheit und eingreifen in unsere Erdenentwickelung. Wir werden nun morgen zu zeigen haben, inwiefern das Arbeiten der Erzengel von oben herunter, von ihrem Ich aus, das schon Manas oder Geistselbst ausgebildet hat und am Atherleib oder Lebensleib des Menschen arbeitet, gerade in den Produktionen, in den Eigenschaften und in dem Charakter eines Volkes sich darlebt. Der Mensch steht darin in dieser Arbeit der höheren Wesenheiten, unmittelbar umgibt sie den Menschen, indem er als Angehöriger eines Volkes in dieselbe hineingestellt ist. Der Mensch ist zwar zunächst eine menschliche Individualität, eine Ausgestaltung einer Ichheit, dann aber ist er nicht nur Individualität, sondern auch Angehöriger eines Volkes und damit etwas, wofür er zunächst als menschliche Individualität nichts kann. Was kann der Mensch, indem er einem bestimmten Volke angehört, dafür, daß er gerade die Sprache dieses Volkes spricht? Das ist nicht eine individuelle Errungenschaft, das gehört auch nicht zu dem, was wir ein individuelles Fortschreiten nennen, das ist das Strombett, in das er aufgenommen wird. Das, was wir menschliches Fortschreiten nennen, ist etwas ganz anderes. Indem wir die Volksseele weben und leben sehen, werden wir uns erinnern, worin das Fortschreiten des Menschen besteht und was der Mensch braucht, um sich durch dasselbe durchzubewegen. Wir werden sehen, was sozusagen nicht nur zu seiner Entwickelung, sondern zur Entwickelung noch ganz anderer Wesenheiten gehört.

[ 19 ] Thus we have looked up to the beings who became human three stages before the earthly human reached the human stage, and have seen how they position themselves within humanity through their consciousness and intervene in our earthly evolution. Tomorrow we shall have to show to what extent the work of the archangels from above, from their I, which has already developed the Manas or spiritual self and works on the etheric body or life body of the human being, manifests itself precisely in the productions, in the qualities, and in the character of a people. In this work of the higher beings, the human being stands within it; it immediately surrounds the human being in that, as a member of a people, he is placed within it. The human being is, of course, first and foremost a human individuality, a manifestation of an I-ness; but then he is not only an individuality but also a member of a people, and thus something for which he, as a human individuality, is initially not responsible. What can a human being, by belonging to a particular people, do about the fact that he speaks precisely the language of that people? This is not an individual achievement; nor does it belong to what we call individual progress; it is the riverbed into which he is received. What we call human progress is something entirely different. As we see the national soul being woven and lived, we will recall what human progress consists of and what a human being needs in order to move through it. We will see what belongs, so to speak, not only to his development but also to the development of entirely different entities.

[ 20 ] So sehen wir, wie der Mensch eingegliedert ist in die Reihe der Hierarchien, wie in seiner Entwickelung von Zeit zu Zeit, von Epoche zu Epoche Wesenheiten, die wir von der anderen Seite her kennen, mitwirken. Und wir haben gesehen, wie dafür gesorgt wird, daß sich diese Wesenheiten in der mannigfaltigsten individuellen Weise ausleben können, haben gesehen, daß das, was sie zu liefern haben, sich hineinleben kann in die Menschen.

[ 20 ] Thus we see how human beings are integrated into the hierarchy, and how, in their development from time to time, from epoch to epoch, beings whom we know from the other side play an active role. And we have seen how it is ensured that these beings can express themselves in the most diverse individual ways, and have seen that what they have to offer can be absorbed into human beings.

[ 21 ] Die großen Richtlinien der einzelnen Epochen geben die Zeitgeister. Die Ausbreitung des Zeitgeistes über die ganze Erde hin wird durch die einzelnen Völkerindividualitäten möglich. Während die Zeitgeister die Volksgeister befähigen, wird durch die Engel bewirkt, daß diese einfließen können in die einzelnen Menschen, so daß die einzelnen Menschen ihre Mission erfüllen können. Daß die einzelnen Menschen Werkzeuge werden in dieser Mission der Volksgeister, das wird bewirkt durch die Wesen, welche zwischen den Menschen und den Volksgeistern stehen, durch die Engel oder Angeloi.

[ 21 ] The overarching principles of each epoch are shaped by the spirit of the times. The spread of the spirit of the times across the entire globe is made possible by the individual national characters. While the spirits of the age empower the national spirits, the angels ensure that these can flow into individual human beings, so that individual human beings can fulfill their mission. The fact that individual human beings become instruments in this mission of the national spirits is brought about by the beings who stand between human beings and the national spirits—the angels or Angeloi.

[ 22 ] Wie dieses wunderbare Netz uns erkennen lassen wird das Wirken der mannigfaltigen Volksindividualitäten der Vorzeit und der Gegenwart, das wird einen Gegenstand dieser Vorträge bilden. Wir werden im nächsten Vortrag damit beginnen, in das Konkrete hineinzuleuchten, wie dieses Gewebe, auf das wir heute nur skizzenhaft hingedeutet haben, gesponnen wird, das Geistesgewebe, das unser nächstes Weltendasein ist.

[ 22 ] How this marvelous network will reveal to us the workings of the manifold national individualities of the past and the present will be one of the subjects of these lectures. In the next lecture, we will begin to shed light on the concrete details of how this fabric—which we have only sketched out today—is woven, the spiritual fabric that is our next worldly existence.