The Mission of Individual Folk-souls
in their Connection with Germanic-Norse Mythology
GA 121
8 June 1918, Oslo
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The Mission of Individual Folk-Souls, tr. SOL
Zweiter Vortrag
Second Lecture
[ 1 ] Es ist gestern gesagt worden, daß diejenigen Wesenheiten, welche als Volksgeister zu betrachten sind, auf einer solchen Stufe stehen, daß sie in ihrem gegenwärtigen Dasein von ihrer Ichheit aus an ihrem Äther- oder Lebensleib arbeiten, daß sie also diesen Äther- oder Lebensleib von dem innersten Wesen ihres Seelischen heraus bearbeiten.
[ 1 ] It was stated yesterday that those beings who are to be regarded as national spirits have reached a stage where, in their present existence, they work on their etheric or life body from the perspective of their individuality; in other words, they shape this etheric or life body from the innermost essence of their soul.
[ 2 ] Nun wird ja natürlich jeder von Ihnen sich sagen können: Gewiß muß es zugegeben werden, daß die Arbeit an diesem Äther- oder Lebensleib nicht unmittelbar mit äußeren Wahrnehmungsorganen, mit physischen Augen gesehen werden kann, sondern daß dies sozusagen eine Angelegenheit des hellseherischen Bewußtseins ist. Wenn aber die Tätigkeit dieser Wesenheiten, also dieser Volksgeister, in das Menschenleben hineinragt, so muß doch auf der anderen Seite irgend etwas aufzuzeigen sein, irgend etwas anzuführen sein, was in einer gewissen Weise im Äußerlichen sichtbar, eine Art Abdruck, eine Art Abglanz dieser Arbeit jener Volksgeister oder Erzengelwesen ist. Außerdem müssen ja diese Wesenheiten gewissermaßen auch einen physischen Leib haben. Es muß sich ihre Leiblichkeit in irgend einer Form zum Ausdruck bringen. Und diese physische Form, in der sie sich zum Ausdruck bringen, die Arbeit, die Wirksamkeit dieser Wesenheiten, die müßten sich auch in irgend einer Weise in der Welt andeuten, in der der Mensch ist, denn schließlich muß ja der Menschenleib etwas mit der Arbeit dieser geistigen Wesenheiten zu tun haben.
[ 2 ] Now, of course, each of you will be able to say to yourselves: It must certainly be acknowledged that the work on this etheric or life body cannot be seen directly with the external organs of perception, with physical eyes, but that this is, so to speak, a matter for clairvoyant consciousness. But if the activity of these beings—that is, these folk spirits—extends into human life, then there must be something to point to on the other side, something to cite that is in a certain way visible on the outside, a kind of imprint, a kind of reflection of the work of those folk spirits or archangelic beings. Moreover, these beings must, so to speak, also have a physical body. Their physicality must express itself in some form. And this physical form in which they express themselves, the work and activity of these beings, must also be indicated in some way in the world in which human beings exist, for after all, the human body must have something to do with the work of these spiritual beings.
[ 3 ] Wir werden ausgehen von dem Äther- oder Lebensleib dieser Wesenheiten und von der Arbeit, welche sie in diesem Äther- oder Lebensleib verrichten. Da also werden wir uns zunächst an die Forschungen des hellseherischen Bewußtseins wenden müssen. Wo findet nun die hellseherische Forschung etwas, was bezeichnet werden kann als ein solcher Ätherleib dieser Erzengelwesen, dieser Archangeloi, und wie haben wir diese Arbeit aufzufassen? — Sie alle wissen, daß das Antlitz, die Oberfläche unserer Erde an den verschiedenen Stellen verschieden ist, und daß an den verschiedenen Stellen unserer Erde in der allerverschiedensten Art die Bedingungen gegeben sind zur Entfaltung von Volkseigentümlichkeiten, von Volkseigenschaften. Das äußere materialistische Bewußtsein wird davon sprechen, daß Klima, Pflanzenwuchs, vielleicht das Wasser irgend eines Landes oder einer Gegend unserer Erde maßgebend seien neben mancherlei anderem für das, was sich an Volkseigentümlichkeiten, Volkseigenschaften kundgibt. Daß das materielle Bewußtsein, das Bewußtsein des physischen Planes so spricht, ist weiter nicht verwunderlich, denn dieses Bewußtsein des physischen Planes kennt eben nur das, was mit Augen gesehen werden kann. Für das hellseherische Bewußtsein ist aber die Sache noch ganz anders. Wer mit hellseherischem Bewußtsein die verschiedenen Gebiete unserer Erde durchwandert, wer mit diesem Bewußtsein den einen oder anderen Boden unserer Erde betritt, der weiß, daß in dem eigentümlichen physischen Pflanzenbild, in der eigentümlichen Konfiguration der Gesteine sich nicht alles dasjenige erschöpft, was er von diesem Boden, von diesem Bilde irgend eines Erdengebietes weiß. Wenn aber für das materialistische Bewußtsein nur von einem Abstraktum gesprochen wird, wenn wir von einem eigentümlichen Aroma, ja, von einer Aura eines bestimmten Gebietes unserer Erde sprechen, ist das wiederum begreiflich. Für das hellseherische Bewußtsein erhebt sich in der Tat über jedem Fleck unserer Erde dieses eigentümliche geistige Wolkengebilde, das man bezeichnen muß als die Äther-Aura eines besonderen Erdengebietes. Diese Äther-Aura ist anders, ganz anders über den Gefilden der Schweiz als über den Gefilden Italiens und wieder anders über den Gefilden Norwegens, Dänemarks oder Deutschlands. So wahr jeder Mensch seinen eigenen Ätherleib hat, so wahr ist über jedem Gebiete unserer Erdoberfläche eine Art Äther-Aura aufgetürmt.
[ 3 ] We will begin with the etheric or life body of these beings and with the work they perform within this etheric or life body. We must therefore first turn to the research of clairvoyant consciousness. Where, then, does clairvoyant research find something that can be described as such an etheric body of these archangelic beings, these Archangeloi, and how are we to understand this work? — You all know that the face, the surface of our Earth, varies from place to place, and that in the various regions of our Earth the conditions for the development of national characteristics and traits are present in the most diverse ways. Outward, materialistic consciousness will say that climate, plant life, perhaps the water of a particular country or region of our Earth, are decisive factors—along with many other things—for what manifests as national characteristics and traits. That material consciousness, the consciousness of the physical plane, speaks in this way is not surprising, for this consciousness of the physical plane knows only what can be seen with the eyes. For clairvoyant consciousness, however, the matter is quite different. Anyone who wanders through the various regions of our Earth with clairvoyant consciousness, anyone who sets foot on one or another part of our Earth with this consciousness, knows that the unique physical appearance of the vegetation and the unique configuration of the rocks do not encompass everything there is to know about that soil, about the landscape of any given region of the Earth. But when, for the materialistic consciousness, we speak only of an abstraction, when we speak of a peculiar aroma, indeed, of an aura of a particular region of our Earth, that is, in turn, understandable. For the clairvoyant consciousness, this peculiar spiritual cloud formation does indeed rise above every spot on our Earth, which must be described as the etheric aura of a particular region of the Earth. This etheric aura is different, quite different over the regions of Switzerland than over the regions of Italy, and again different over the regions of Norway, Denmark, or Germany. Just as every human being has their own etheric body, so too does a kind of etheric aura rise above every region of our Earth’s surface.
[ 4 ] Diese Äther-Aura nun unterscheidet sich sehr wesentlich von anderen ätherischen Auren, sagen wir von den ätherischen Auren der Menschen. Wenn wir einen Menschen betrachten, der im Leben steht, dann finden wir, daß die Äther-Aura des Menschen an diesen Menschen gebunden ist, so lange er lebt, das heißt von der Geburt bis zum Tode. Sie war also sozusagen verbunden mit seinem physischen Leibe und ändert sich eigentlich nur insoweit, als der Mensch im Leben eine Entwickelung durchmacht, wenn er in bezug auf Intelligenz, Moral und so weiter höher steigt. Dann aber sehen wir immer, daß diese Äther-Aura des Menschen sozusagen von innen heraus sich ändert, gewisse Einschlüsse bekommt, die von innen aufglänzen, aufleuchten. Anders ist das bei jenen Äther-Auren, welche über den verschiedenen Ländergebieten wahrzunehmen sind. Gewiß, sie haben durch lange Zeiten hindurch einen gewissen Grundton, und sie haben etwas, was durch lange Zeiten hindurch bleibt. Aber es gibt in diesen Äther-Auren auch rasch sich vollziehende Änderungen, und diese rasch sich vollziehenden Änderungen sind das, was diese Auren von den menschlichen Auren unterscheidet, die sich langsam und allmählich ändern und, wenn sie sich ändern, diese Anderung nur von innen heraus vollziehen. Diese Auren über den verschiedenen Ländergebieten ändern sich nämlich im Laufe der Entwickelung der Erdenmenschheit dann, wenn ein Volk seinen Wohnsitz verläßt und von einem anderen Erdengebiete Besitz ergreift. Das ist das Eigentümliche, daß in der Tat die Äther-Aura, die über einem bestimmten Erdengebiete ist, nicht allein abhängt von dem, was sozusagen aus dem Boden aufsteigt, sondern daß sie davon abhängt, welches Volk zuletzt seinen Wohnsitz auf diesem Erdengebiete aufgeschlagen hatte.
[ 4 ] This etheric aura, however, differs very significantly from other etheric auras—for example, from the etheric auras of human beings. When we observe a human being living their life, we find that the etheric aura of that person is bound to them for as long as they live—that is, from birth to death. It is, so to speak, connected to their physical body and actually changes only to the extent that the person undergoes development in life, as they ascend to higher levels in terms of intelligence, morality, and so on. But then we always see that this etheric aura of the human being changes, so to speak, from within, acquiring certain inclusions that shine and glow from within. It is different with those etheric auras that can be perceived over the various regions of the earth. Certainly, they have a certain basic tone over long periods of time, and they have something that remains over long periods of time. But there are also rapid changes taking place in these etheric auras, and these rapid changes are what distinguish these auras from human auras, which change slowly and gradually and, when they do change, undergo this change only from within. These auras over the various regions of the earth change, in fact, in the course of the development of humanity, whenever a people leaves its homeland and takes possession of another region of the earth. This is the peculiarity: that in fact the etheric aura over a particular region of the Earth does not depend solely on what, so to speak, rises from the ground, but rather on which people most recently established their residence in that region of the Earth.
[ 5 ] So suchen diejenigen, welche die Geschicke unseres Menschengeschlechtes in ihrer wahren Gestaltung auf der Erde verfolgen wollen, das Ineinandergreifen gerade dieses Teiles der Äther-Auren unserer Erdengebiete zu verfolgen. Sehr, sehr änderten sich die verschiedenen Äther-Auren Europas in der Zeit, die man als die Zeit der Völkerwanderung bezeichnet. Daraus sehen Sie schon, daß in dieser Äther-Aura über einem Erdengebiete etwas veränderlich ist, das in der Tat plötzlich sich umändern kann, und diese Umänderung kann in gewisser Beziehung sogar von außen gebracht werden. So ist eine jede solche ÄtherAura in gewisser Beziehung ein Zusammenfluß von dem, was aus dem Boden stammt und von dem, was sozusagen durch die Wanderungen der Völker hineingetragen wird.
[ 5 ] Thus, those who wish to trace the true course of humanity’s destiny on Earth seek to observe the interplay of precisely this aspect of the etheric auras of our earthly regions. The various etheric auras of Europe underwent profound changes during the period known as the Migration Period. From this you can already see that in this etheric aura over an earthly region there is something changeable that can indeed suddenly transform, and this transformation can, in a certain sense, even be brought about from outside. Thus, every such etheric aura is, in a certain sense, a confluence of that which originates from the soil and that which is, so to speak, carried into it by the migrations of peoples.
[ 6 ] Wenn wir diese Aura betrachten, dann müssen wir uns klar sein darüber, daß in gewisser Beziehung der Satz, der so leicht in der Geisteswissenschaft angeführt wird, aber eigentlich im Grunde genommen niemals so recht verstanden wird oder wenigstens niemals so recht in seiner tiefen Tragweite betrachtet wird, die denkbar weiteste Gültigkeit hat, der Satz: daß alles, was das physische Bewußtsein draußen in der Welt sieht, doch nur Maja oder Illusion ist. Der Satz wird oftmals auf dem Gebiete der theosophischen Weltanschauung ausgesprochen, aber beachtet im einzelnen, so daß man ihn wirklich ins Leben einführt, wird er doch im Grunde genommen recht wenig. Man spricht ihn mehr als abstrakte Wahrheit aus. Will man aber die konkreten Verhältnisse betrachten, dann vergißt man ihn und bleibt beim materiellen Bewußtsein stehen. In Wahrheit ist dasjenige, was in geheimnisvoller Weise uns entgegentritt von dem Stück Erde, das von einem Volke bewohnt ist, die Äther-Aura des betreffenden Erdengebietes. Das, was den physischen Augen entgegentritt in der grünen Pflanzendecke der Erde, der eigentümlichen Konfiguration des Bodens und so weiter, das ist im Grunde genommen nur Maja oder äußerliche Illusion, das ist gleichsam eine Verdichtung dessen, was in der Äther-Aura wirkt. Allerdings ist nur dasjenige von dem Außerlichen von dieser Äther-Aura abhängig, worauf die Äther-Aura, das heißt ein sich lebendig organisierendes Prinzip Einfluß haben kann. Die Erzengel, die die geistigen Gesetze inne haben, können nicht in die physischen Gesetze eingreifen. Da hinein, wo also bloß die physischen Gesetze wirken und in Betracht kommen, wie bei den Gebirgsverhältnissen, der Wölbung des Bodens und so weiter, wo das, was die großen Änderungen des Volkes bedingt, abhängig ist von den physischen Verhältnissen, da hinein reicht der Einfluß der Erzengel nicht; so weit sind die Erzengel in ihrer Entwickelung noch nicht, daß sie in die physischen Verhältnisse eingreifen könnten. Weil sie das nicht können, weil sie da abhängig sind, deshalb müssen sie zu gewissen Zeiten über die Erde wandern, deshalb verkörpern sie sich in dem, was die Konfiguration des Bodens bedeutet, gleichsam als in dem physischen Leib, also in dem, was von den physischen Gesetzen beherrscht ist. Da kann der Ätherleib des Volkes noch nicht hinein, da kann er sich noch nicht organisierend hinein erstrecken. Deshalb wird der Boden aufgesucht, wenn er sich als geeignet erweisen soll, und aus dieser Ehe zwischen dem Ätherleibe, der aber jetzt von geistig-seelischen Kräften durcharbeitet wird, und dem physischen Stück Erde entsteht dasjenige, was uns als der Zauberhauch im Außern eines Volkstums entgegentritt, das, was der Mensch, der nicht Hellseher ist, in einem Lande bloß fühlen kann, was der Mensch aber, der mit hellseherischem Bewußtsein Land und Volk durchschaut, erschauen kann.
[ 6 ] When we consider this aura, we must be clear that, in a certain sense, the statement—which is so readily cited in spiritual science but is actually never truly understood, or at least never fully considered in its profound implications—has the broadest possible validity: the statement that everything physical consciousness sees out in the world is, after all, only maya or illusion. The statement is often uttered in the realm of theosophical worldview, but when considered in detail—so that it is truly brought to life—it is, in fact, rarely heeded. It is spoken of more as an abstract truth. But when one wishes to consider concrete circumstances, one forgets it and remains stuck in material consciousness. In truth, what mysteriously confronts us from that part of the earth inhabited by a people is the etheric aura of the respective earthly region. What meets the physical eye in the green vegetation of the earth, the peculiar configuration of the soil, and so on, is, in essence, merely Maya or external illusion; it is, as it were, a condensation of what is at work in the etheric aura. However, only that aspect of the external world is dependent on this etheric aura upon which the etheric aura—that is, a living, self-organizing principle—can exert influence. The archangels, who are the custodians of the spiritual laws, cannot intervene in the physical laws. Where, therefore, only the physical laws are at work and come into play—as in the case of mountain ranges, the curvature of the earth’s surface, and so on—where the factors that bring about great changes in a people depend on physical conditions, the influence of the archangels does not extend there; the archangels have not yet reached that stage in their development where they could intervene in physical conditions. Because they cannot do this, because they are dependent in this regard, they must wander over the earth at certain times; therefore, they incarnate in what the configuration of the earth represents, as it were, in the physical body—that is, in what is governed by physical laws. The etheric body of the people cannot yet enter there; it cannot yet extend itself into it in an organizing manner. That is why the soil is sought out, if it is to prove suitable, and from this union between the etheric body—which is now being worked through by spiritual-soul forces— and the physical piece of earth, there arises that which confronts us as the magical breath in the outward appearance of a folk culture—that which a person who is not a clairvoyant can merely feel in a country, but which a person who, with clairvoyant consciousness, sees through the land and the people, can perceive.
[ 7 ] Wie aber wirkt jetzt dasjenige herein, was sozusagen die Arbeit des Erzengels, des Volksgeistes in dem Ätherleib, der über den Boden sich erhebt, ist? Was ist die Arbeit des Erzengels, wie wirkt er herein in das Menschliche, das auf diesem Boden sich bewegt, das in dieser Wolke des Volksgeistes darinnen lebt? Er wirkt so hinein, daß diese Kraft in drei Arten beim Menschen sich zum Ausdruck bringt. Die Äther-Aura des Volkes ist es, die in den Menschen hineinwirkt, den Menschen durchsetzt, durchwebt, und zwar wirkt diese Äther-Aura so in die menschliche Wesenheit hinein, daß ein Dreifaches in der menschlichen Wesenheit davon ergriffen wird. Durch die Mischung dieses Dreifachen entsteht dann der eigentümliche Charakter, den ein Mensch trägt, der in dieser Äther-Aura des Volkes darinnen lebt. Diese Äther- Aura, worauf wirkt sie beim Menschen? Sie wirkt auf ein Dreifaches in den Temperamenten. Sie wirkt auf die Temperamente, die selber in das Emotionsleben des Menschen versenkt sind, die im Ätherleibe des Menschen darinnen wirken, nur nicht auf das sogenannte melancholische Temperament. Die Äther-Aura des Volkes wirkt auf das cholerische, phlegmatische und sanguinische Temperament. Im allgemeinen also fließt das, was die Kraft der Äther-Aura des Volkes ist, in diese drei Temperamente hinein. Nun können diese drei Temperamente in der einzelnen menschlichen Individualität in der verschiedensten Weise gemischt sein und zusammenwirken. Unendliche Mannigfaltigkeit können Sie sich da denken, wenn die drei Kräfte zusammenwirken, wenn die eine die andere beeinflußt, besiegt und so weiter. Dadurch entsteht die mannigfaltigste Konfiguration, die uns zum Beispiel in Rußland, Norwegen, Deutschland verschiedenartig entgegentritt. Das macht den Volkscharakter des Menschen aus, was in die Temperamente hineinwirkt. Der Unterschied, der hier bei den einzelnen Individuen besteht, wird nur durch den Grad der Mischung bewirkt. Die Volkstemperamente sind also nach den Einwirkungen der Volksaura gemischt.
[ 7 ] But how does that which is, so to speak, the work of the archangel—the national spirit in the etheric body that rises above the earth—actually take effect? What is the work of the archangel, and how does he influence the human beings who move upon this earth and live within this cloud of the national spirit? He influences them in such a way that this force finds expression in three ways within the human being. It is the etheric aura of the people that works into human beings, permeates them, and weaves through them; indeed, this etheric aura works into the human being in such a way that a threefold aspect of the human being is affected by it. Through the intermingling of this threefold aspect, the distinctive character of a person who lives within this etheric aura of the people then arises. This etheric aura—what does it affect in the human being? It affects a threefold aspect of the temperaments. It affects the temperaments that are themselves immersed in the human emotional life, that work within the human etheric body—but not the so-called melancholic temperament. The etheric aura of the people affects the choleric, phlegmatic, and sanguine temperaments. In general, then, the power of the people’s etheric aura flows into these three temperaments. Now, these three temperaments can be mixed and interact in the most diverse ways within the individual human personality. You can imagine infinite variety there when the three forces interact, when one influences the other, overpowers it, and so on. This gives rise to the most diverse configurations, which we encounter in different ways, for example, in Russia, Norway, and Germany. This is what constitutes the national character of a people, which works into the temperaments. The difference that exists here among individual people is brought about solely by the degree of mixture. The national temperaments are thus mixed according to the influences of the national aura.
[ 8 ] So also haben wir über die Erde hin wirksam die Volksgeister. Die haben aber auch ihre eigenen Wege; denn das ist für ihre eigenen Angelegenheiten nicht das Wesentliche, daß sie in die Temperamente hineinwirken. Das tun sie nur deshalb, weil die Kräfte in der Welt in Wechselwirkung miteinander treten. Das tun sie zunächst als ihre gewollten Taten, als das, was ihre Mission ist. Daneben kommen aber auch die eigenen Angelegenheiten ihres Ichs in Betracht. Die bestehen darin, daß sie selber weiterkommen in ihrer Entwickelung, daß sie selber über die Erde schreiten und sich auf diesen oder jenem Gebiet der Erde verkörpern. Das sind aber ihre eigenen Angelegenheiten. Das andere, was sie in den Temperamenten der Menschen tun, das ist etwas, was sie nebenbei arbeiten, was ihr Beruf ist. Natürlich kommt der Mensch auch wieder durch ihre Arbeit vorwärts, sie wirkt auf ihn zurück. Daher wirkt auch die menschliche Arbeit auf den Volksgeist zurück. Welche Bedeutung die einzelnen Menschen für den Volksgeist haben, das werden wir noch sehen. Das ist wichtig. Das Wesentliche ist aber, daß wir einen solchen Volksgeist verfolgen können, wie er sich in der Welt verkörpert, dann wieder eine Zeitlang in der geistigen Welt lebt und sich sodann wieder wo anders verkörpert und so weiter. Wenn wir diese Vorgänge betrachten, so haben wir immer nur Ich-Angelegenheiten dieser Wesen vor uns. Denken Sie sich also nun — damit Sie sich das recht konkret vorstellen — den menschlichen Ätherleib in den Volksätherleib eingebettet; denken Sie sich dann das Ineinanderwirken vom menschlichen Ätherleib und Volksätherleib, und denken Sie sich darauf, daß sich der Volksätherleib in den Volkstemperamenten spiegelt, spiegelt in der Mischung der Temperamente der einzelnen Menschen, dann haben Sie das Geheimnis, wie uns der Volksgeist in seiner Art innerhalb eines Volkes entgegentritt.
[ 8 ] Thus, the national spirits are at work across the earth. But they also have their own paths; for influencing the temperaments is not the essential aspect of their own affairs. They do so only because the forces in the world interact with one another. They do this first and foremost as their deliberate actions, as part of their mission. But in addition to this, the national spirits’ own affairs—those of their “I”—also come into play. These consist in their own progress in development, in their own journey across the earth, and in their incarnation in this or that region of the earth. But these are their own affairs. What they do in the temperaments of human beings is something they work on as a side activity; it is their profession. Of course, human beings also make progress through their work; it has a reciprocal effect on them. Therefore, human work also has a reciprocal effect on the national spirit. We will yet see what significance individual human beings have for the national spirit. That is important. The essential point, however, is that we can trace such a national spirit as it incarnates in the world, then lives for a time in the spiritual world, and subsequently incarnates elsewhere, and so on. When we observe these processes, we are always dealing only with the “I”-matters of these beings. So now imagine—so that you can picture this quite concretely—the human etheric body embedded in the national etheric body; then imagine the interaction between the human etheric body and the national etheric body, and imagine that the national etheric body is reflected in the national temperaments, reflected in the mixture of the temperaments of individual human beings; then you have the secret of how the national spirit confronts us in its own way within a people.
[ 9 ] Nun haben wir, nachdem wir dieses gesagt haben, im Grunde genommen die wichtigste Arbeit der eigentlichen Erzengel oder Volksgeister erschöpft. Wir würden aber noch lange nicht die Eigentümlichkeiten eines Volkes erschöpft haben, wenn wir nur die Art des Charakters, wie ein Mensch ihn innerhalb dieses Volkes besitzt, in Betracht ziehen wollten. Aber die Erzengelwesenheiten, die die eigentlichen Geister der Volksstämme sind, die haben diese Aufgabe.
[ 9 ] Now that we have said this, we have essentially covered the most important work of the Archangels or National Spirits themselves. However, we would be far from having exhausted the peculiarities of a people if we were to consider only the kind of character that a human being possesses within that people. But the archangelic beings, who are the actual spirits of the tribes, have this task.
[ 10 ] Nun eignet aber einem Volke, wie Sie leicht ahnen können, noch manches andere. Woher kommt das? Wenn der Erzengel, der leitende Volksgeist sich nicht mit anderen Wesenheiten auf demselben Grund und Boden begegnen und nicht mit ihnen zusammenarbeiten würde in diesem Ätherleib des Menschen, dann würde manches von den Eigenschaften eines Volkes gar nicht entstehen können. Der Mensch ist ein Schauplatz für die Begegnung der Erzengel mit noch anderen Wesenheiten, die mit den Erzengeln zusammenwirken und sozusagen mit ihnen zusammenarbeiten. Aus diesem Zusammenarbeiten entsteht aber noch etwas ganz anderes. Das hellseherische Bewußtsein findet, wenn es die Völker studiert, merkwürdigerweise geheimnisvolle Wesenheiten außer den bereits charakterisierten Erzengelwesen, die in gewisser Beziehung den Erzengeln verwandt, aber doch wieder in anderer Beziehung vollständig von ihnen verschieden sind, vor allen Dingen dadurch, daß sie viel größere Kräfte anzuwenden vermögen als die Volksgeister selber. Der Volksgeist wirkt in einer außerordentlich feinen und intimen Weise auf die einzelne menschliche Seele in diesem Hineinweben in die Temperamente. Aber in einer viel stärkeren, kraftvolleren Weise wirken da noch andere Wesenheiten hinein. Diese anderen Wesenheiten müssen wir uns einmal aus unserer allgemeinen Kenntnis der Hierarchien klar machen. Da werden wir sozusagen den Namen finden für diese anderen Wesenheiten, die das hellseherische Bewußtsein beobachtet. Stellen Sie sich einmal vor die Hierarchien der Geister in folgender Weise:
[ 10 ] But as you can easily imagine, a people possesses many other qualities as well. Where do these come from? If the archangel—the guiding spirit of the people—did not encounter other beings on the same soil and did not work together with them within this etheric body of the human being, then many of the characteristics of a people could not come into being at all. Human beings are a stage for the Archangels’ encounter with other beings who interact with the Archangels and, so to speak, work together with them. But something quite different arises from this collaboration. When the clairvoyant consciousness studies the peoples, it strangely finds mysterious beings besides the Archangelic beings already described, who are related to the Archangels in a certain respect, yet in another respect are completely different from them, above all in that they are capable of applying much greater powers than the national spirits themselves. The national spirit works in an extraordinarily subtle and intimate way upon the individual human soul through this weaving into the temperaments. But other beings are at work there in a much stronger, more powerful way. We must first clarify these other beings from our general knowledge of the hierarchies. There we will, so to speak, find the names for these other beings that clairvoyant consciousness observes. Imagine the hierarchies of spirits in the following way:
1. Menschen,
2. Engel,
3. Erzengel,
4. Urbeginne oder Geister der Persönlichkeit,
5. Gewalten oder Geister der Form.
1. Humans,
2. Angels,
3. Archangels,
4. Primordial Beings or Spirits of Personality,
5. Powers or Spirits of Form.
[ 11 ] Sodann würden wir weiter zu anderen kommen, die wir aber heute nicht weiter in Betracht ziehen wollen. Wenn Sie sich nun an dasjenige erinnern, wovon wir gestern gesprochen haben — und was Sie auch genau auseinandergesetzt finden in den Mitteilungen aus der «AkashaChronik» und in meiner Schrift «Die Geheimwissenschaft» —, so werden Sie sich sagen: Von diesen Wesenheiten sind es die Erzengel, welche während der alten Sonnenzeit ihre Menschheitsstufe durchgemacht haben. Da waren diejenigen Wesenheiten, die wir Geister der Form oder Gewalten nennen, die jetzt zwei Stufen höher sind als die Erzengel, auf der Erzengelstufe; sie waren Archangeloi, solche Wesenheiten, wie es die heute charakterisierten Volksgeister sind. Das war damals ihre normale Entwickelungsstufe.
[ 11 ] We would then move on to others, but we do not wish to consider them further today. If you now recall what we spoke of yesterday—and which you will also find discussed in detail in the messages from the *Akasha Chronicle* and in my book *The Secret Science*—you will say to yourselves: Of these beings, it is the archangels who passed through their human stage during the ancient Sun era. At that time, there were those beings whom we call spirits of form or powers, who are now two stages higher than the archangels, at the archangel stage; they were Archangeloi, beings such as the national spirits characterized today. That was their normal stage of development at that time.
[ 12 ] Nun gibt es aber ein eigentümliches Geheimnis in der Entwickelung, das ist das Gesetz von dem Zurückbleiben gewisser Wesenheiten, das Gesetz, welches bewirkt, daß auf jeder Stufe gewisse Wesenheiten zurückbleiben, die dann auf der folgenden Stufe nicht auf der normalen Höhe stehen, sondern eigentlich den Charakter haben, den sie auf den früheren Stufen haben sollten. Nun sind während unserer Menschheitsevolution immer Wesenheiten zurückgeblieben. Unter diesen Zurückgebliebenen sind auch solche Geister der Form, solche Gewalten, und sie sind in einer ganz eigenartigen Weise zurückgeblieben, nämlich so, daß sie zwar in bezug auf gewisse Eigenschaften Geister der Form, Gewalten sind, daß sie durch gewisse Eigenschaften das können, was heute nur die Geister der Form können, die den Menschen auf der Erdenstufe das Ich verliehen haben, daß sie das aber nicht vollständig können, weil sie nicht alle dazu notwendigen Eigenschaften besitzen. Sie sind so stehen geblieben, daß sie nicht auf der Sonne, sondern jetzt während ihrer Erdenzeit ihre Erzengelstufe durchmachen, so daß sie Wesenheiten sind, die jetzt auf der Stufe der Volksgeister stehen, aber ganz andere Eigenschaften haben. Während die Volksgeister intim hineinwirken in das Menschenleben, weil sie zwei Stufen höher stehen als der Mensch, also mit den Menschen immer noch verwandt sind, sind diese Gewalten, diese Geister der Form vier Stufen über die Menschheitsstufe erhaben. Sie haben daher ungeheuer viele und große Kräfte, die nicht dazu taugen würden, so intim in die Menschen hineinzuwirken. Sie würden robuster wirken, aber kein anderes Gebiet haben für ihre Wirksamkeit als dasjenige, auf dem die normalen Volksgeister, die Erzengel, stehen.
[ 12 ] There is, however, a peculiar mystery in evolution: the law of the lagging behind of certain beings—the law that causes certain beings to remain behind at every stage, so that at the next stage they do not reach the normal level but actually retain the character they should have had at earlier stages. Now, throughout our human evolution, entities have always remained behind. Among these laggards are also such spirits of form, such powers, and they have remained behind in a very peculiar way, namely in such a way that, although they are spirits of form with regard to certain properties, and through certain qualities can do what today only the spirits of form—who bestowed the ‘I’ upon human beings on the Earth stage—can do; yet they cannot do this fully because they do not possess all the necessary qualities. They have remained at a stage where they do not pass through the Archangel stage on the Sun, but rather during their time on Earth, so that they are beings who now stand at the level of the national spirits, yet possess entirely different qualities. While the national spirits work intimately into human life because they stand two stages higher than humans—and are thus still related to humans—these powers, these spirits of form, are elevated four stages above the human stage. They therefore possess an immense number and magnitude of powers that would not be suited to influencing human beings so intimately. They would exert a more robust influence, but would have no other sphere of activity than that in which the normal national spirits, the archangels, stand.
[ 13 ] Das ist das Schwierige, daß man erst unterscheiden lernen muß in der höheren Welt. Die, welche glauben, mit ein paar Begriffen in den höheren Welten auskommen zu können, irren sich sehr. Der Mensch, der mit oberflächlichen Begriffen in die höheren Welten hinaufsteigt, der findet da wohl die Erzengel. Aber man muß unterscheiden, ob es Wesen sind, die jetzt normalerweise auf die Erzengelstufe gekommen sind oder solche, die während des Sonnenzustandes der Erde auf dieser Stufe hätten stehen sollen. So also wirken auf dem gleichen Gebiete mit den Geistern der Volksstämme oder Erzengeln zusammen andere Wesenheiten, die sozusagen in der Rangordnung der Erzengel stehen, die aber mit ganz anderen, robusteren Eigenschaften begabt sind, mit solchen Eigenschaften, wie sie die sonstigen Geister der Form haben, und die dadurch tief eingreifen können in die menschliche Natur. Denn was haben diese Geister der Form während des Erdendaseins aus dem Menschen gemacht? Denken Sie sich, daß die Menschen zu sich nicht Ich sagen könnten, wenn die Geister der Form nicht das Gehirn geformt hätten zu dem, was der Mensch heute als solches besitzt. Also bis in die physische Gestaltung hinein können solche Wesenheiten wirken, trotzdem sie nur auf der Stufe der Erzengel stehen. Sie treten in eine Art von Wettkampf mit den Volksgeistern auf dem Terrain, wo die Volksgeister wirken.
[ 13 ] The difficulty lies in the fact that one must first learn to distinguish between things in the higher worlds. Those who believe they can get by in the higher worlds with just a few concepts are very much mistaken. The person who ascends into the higher worlds with superficial concepts will indeed find the archangels there. But one must distinguish whether these are beings who have now normally reached the archangelic level, or those who should have stood at this level during the Earth’s solar state. Thus, in the same realm as the spirits of the tribes or the archangels, other beings work together who, so to speak, stand in the hierarchy of the archangels, but who are endowed with entirely different, more robust qualities—qualities such as those possessed by the other spirits of form—and who can thereby deeply influence human nature. For what have these spirits of form made of human beings during their earthly existence? Consider that human beings would not be able to say “I” to themselves if the spirits of form had not shaped the brain into what the human being possesses today as such. Thus, such beings can work right down into the physical form, even though they stand only on the level of the archangels. They enter into a kind of competition with the national spirits on the terrain where the national spirits are active.
[ 14 ] Das erste, was sie hauptsächlich bewirken, indem diese Geister von der einen Seite und die anderen von der anderen Seite zusammenstoßen, ist die Sprache, das, was nicht entstehen könnte ohne den ganzen Bau und die Form des menschlichen Leibes. In dem Bau des Menschen haben Sie die Wirksamkeit dieser anderen Volksgeister, die mit den Naturgewalten und mit den Menschen verbunden werden. Also die Sprache dürfen wir nicht einfach denselben Wesenheiten zuschreiben, die in intimer Weise in das Volkstemperament hineinwirken und dem Volke als um zwei Stufen über dem Menschen stehende Wesen ihre Konfiguration aufprägen. Die Wesen, welche die Sprache geben, haben große Kraft, sie sind eigentlich Gewalten; sie wirken auf die Erde, weil sie auf der Erde geblieben sind, während ihre anderen Genossen im Ich wirken von der Sonne aus in den Weltenraum hinein. Von den Menschen wurde vor dem Erscheinen des Christus Jesus das Jahve- oder Jehova-Wesen verehrt, und sie verehrten nachher als vom Weltenraum hereinwirkend das Christuswesen. In bezug auf die Sprachgeister müssen wir sagen, daß in der Sprache gerade das vom Menschen geliebt wird, was bei der Erde verblieben ist. Wir müssen uns ganz andere Anschauungen angewöhnen. Der Mensch ist gewohnt, seine eigenen Begriffe auf das ganze Weltall anzuwenden. Er tut natürlich sehr Unrecht, wenn er die Tatsache, daß diese hohen Wesenheiten zurückbleiben in der Entwickelung, ungefähr so betrachtet, wie wenn ein Schulmädchen in einer Klasse sitzen bleibt. Sie bleiben nicht sitzen, weil sie nicht gelernt haben, sondern aus Gründen großer Weisheit, die in der Welt waltet. Würden nicht gewisse Wesenheiten auf ihre normale Weiterentwickelung verzichten und, statt mit der Sonne weiterzugehen, ihre Weiterentwickelung auf der Erde durchmachen, so würde das nicht auf der Erde haben entstehen können, was wir Sprache nennen. In gewisser Beziehung hat der Mensch seine Sprache innig zu lieben, und zwar aus dem Grunde, weil sozusagen aus Liebe bei ihm geblieben sind hohe Wesenheiten, die verzichtet haben auf gewisse Eigenschaften, damit der Mensch sich so entwickeln kann, wie das der Weisheit entspricht. Gerade so wie wir das Vorauseilen als eine Art von Opfer ansehen müssen, so müssen wir auch das Zurückbleiben in früheren Entwickelungsepochen als eine Art von Opfer ansehen, und wir müssen uns durchaus klar sein, daß die Menschen zu gewissen Eigenschaften gar nicht hätten kommen können, wenn nicht solche Opfer gebracht worden wären.
[ 14 ] The first thing they primarily bring about, as these spirits collide from one side and the others from the other, is language—something that could not arise without the entire structure and form of the human body. In the structure of the human being, you find the influence of these other national spirits, which are connected to the forces of nature and to human beings. So we must not simply attribute language to the same entities that work intimately into the national temperament and, as beings standing two steps above human beings, impose their configuration upon the people. The beings who bestow language possess great power; they are, in fact, forces; they act upon the Earth because they have remained on Earth, while their other companions act from the Sun into outer space. Before the coming of Christ Jesus, human beings worshipped the Yahweh or Jehovah being, and afterwards they worshipped the Christ being as one working from outer space. With regard to the spirits of language, we must say that in language it is precisely that which has remained on Earth that is loved by human beings. We must accustom ourselves to entirely different views. Human beings are accustomed to applying their own concepts to the entire universe. They are, of course, very much mistaken when they view the fact that these high beings lag behind in their development in much the same way as a schoolgirl who has to repeat a grade. They do not remain behind because they have not learned, but for reasons of great wisdom that reigns in the world. If certain beings had not renounced their normal further development and, instead of moving on with the Sun, had undergone their further development on Earth, what we call language could not have come into being on Earth. In a certain sense, human beings must love their language deeply, precisely because, so to speak, high beings have remained with them out of love, having renounced certain qualities so that humanity might develop in a way that corresponds to wisdom. Just as we must regard moving ahead as a kind of sacrifice, so too must we regard remaining behind in earlier epochs of development as a kind of sacrifice, and we must be absolutely clear that human beings could never have attained certain qualities if such sacrifices had not been made.
[ 15 ] So also sehen wir, wie in dem Ätherleibe des Menschen und in dem Ätherleibe des Volksgeistes, der in Betracht kommt, zweierlei Wesenheiten ihre Arbeit austauschen: die normal entwickelten Erzengel und die auf der Erzengelstufe stehengebliebenen Geister der Form, die verzichtet haben auf ihre eigene Entwickelung, um den Menschen während ihres Erdendaseins die Volkssprache einzuverleiben. Sie mußten die Kraft haben, den Kehlkopf, die ganzen Sprachwerkzeuge so umzubilden, daß das Ergebnis dieser Sprachwerkzeuge eine physische Manifestation, nämlich gerade die Sprache ist. Wir müssen also als Ergebnis dieses Zusammenwirkens gerade dasjenige ansehen, was als Volksgemüt, als Volkstemperament mit der Sprache im Bunde uns entgegentritt. Was der Mensch auszusprechen vermag, wodurch er sich als Angehöriger seines Volkes kundgibt, was er hinaustönen läßt in die Luft, das ist dasjenige, was die mit den Volksgeistern verbündeten Geister der Form nur deshalb bewirken können, weil sie mit ihren großen Kräften und Gewalten auf der Stufe der Volksgeister stehen geblieben sind. So findet also ein solches Zusammenwirken statt innerhalb derjenigen Terrains, derjenigen Gebiete, wo die Volksgeister wirken. Ein ähnliches Zusammenwirken findet aber auch noch auf einem anderen Gebiete statt.
[ 15 ] Thus we see how, within the etheric body of the human being and within the etheric body of the national spirit in question, two kinds of beings exchange their work: the normally developed archangels and the spirits of form who have remained at the archangelic level, having renounced their own development in order to instill the national language into human beings during their earthly existence. They had to possess the power to transform the larynx and the entire speech apparatus in such a way that the result of these speech organs is a physical manifestation—namely, language itself. We must therefore regard as the result of this interaction precisely that which confronts us as the national character, the national temperament, in union with language. What a person is able to utter, through which they reveal themselves as a member of their people, what they let resound out into the air—that is what the spirits of form, allied with the national spirits, can bring about only because they have remained at the level of the national spirits with their great powers and forces. Thus, such a collaboration takes place within those realms, those spheres, where the national spirits are at work. A similar collaboration, however, also takes place in another sphere.
[ 16 ] Ich habe gestern angeführt, daß noch andere Kräfte, die Urbeginne oder die Geister der Persönlichkeit, die während des Erdendaseins das darstellen, was man Zeitgeist nennt, wirksam sind. Diese wirken so, daß sie von ihrem eigentlichen Ich aus, von ihrer seelischen Organisation aus, in den physischen Leib hineinarbeiten, daß sie also die Kräfte des physischen Leibes in Bewegung bringen. Wir müssen also voraussetzen, daß, wenn in einer bestimmten Zeit als Ergebnis der Wirkung des Zeitgeistes irgend etwas eintritt, irgend etwas sich innerhalb eines Zeitgeistes offenbart, wodurch die Menschheit einen Fortschritt macht, daß das einer Arbeit mit physischen Kräften innerhalb unseres Erdendaseins entspricht. Sie können das sehr leicht einsehen, Sie brauchen es sich nur zu überlegen, um zu begreifen, wie wirklich physische Voraussetzungen notwendig sind, damit dieses oder jenes im Zeitgeiste entsteht. Oder können Sie sich vorstellen, daß unter anderen Voraussetzungen Kepler oder Kopernikus oder Perikles in einer anderen Zeit gelebt haben könnten? Die Persönlichkeiten wachsen aus ganz bestimmten Zeitverhältnissen heraus, aus denjenigen Verhältnissen, die in einem bestimmten Zeitpunkte durch die physische Arbeit von höheren Wesenheiten konfiguriert und organisiert werden. Da sind es in der Tat die physischen Verhältnisse, freilich physische Verhältnisse, die wir uns nicht als materielle Klötze vorzustellen haben, sondern als gewisse Konfigurationen in der physischen Gemeinsamkeit unserer Erde. Manchmal tritt diese Konfiguration ganz gewaltig hervor; manchmal muß dabei, wenn der Zeitgeist in irgendeiner Weise seinen Einfluß übt, eine ganz bestimmte physische Konstellation zustande kommen. Denken Sie nur daran, daß, als man einmal erst ganz bestimmt geschliffene Gläser hatte, diese durch Kinderspiel in einer Glasschleiferwerkstätte so zusammengefügt wurden, daß man daran bemerken konnte die optische Wirkung als Fernglas, so daß der Erfinder des Fernrohres nur die Beobachtung dieses Gesetzes des Fernrohres zu realisieren brauchte.
[ 16 ] Yesterday I pointed out that other forces—the primordial beginnings or the spirits of personality—are at work during earthly existence, representing what is called the Zeitgeist. These forces operate in such a way that they work into the physical body from their true self, from their soul organization, thereby setting the forces of the physical body in motion. We must therefore assume that when, at a certain time, something occurs as a result of the influence of the Zeitgeist—when something manifests itself within a Zeitgeist through which humanity makes progress—this corresponds to a working with physical forces within our earthly existence. You can see this very easily; you need only consider it to understand how truly physical conditions are necessary for this or that to arise within the spirit of the age. Or can you imagine that, under different conditions, Kepler or Copernicus or Pericles could have lived in a different time? These personalities emerge from very specific conditions of the time—from those conditions that are configured and organized at a specific point in time through the physical work of higher beings. It is indeed the physical conditions—though not physical conditions that we should imagine as material blocks, but rather as certain configurations within the physical fabric of our Earth. Sometimes this configuration emerges quite powerfully; sometimes, when the spirit of the age exerts its influence in some way, a very specific physical constellation must come into being. Just consider that once, when one had very precisely cut glass pieces, these were assembled by children playing in a glass-cutting workshop in such a way that one could observe the optical effect of a telescope, so that the inventor of the telescope merely needed to realize this law of the telescope.
[ 17 ] Diese Sache ist ein historisches Faktum. Denken Sie sich aber, welche physischen Vorgänge notwendig waren, damit das alles hat stattfinden können! Die Linsen mußten erst erfunden, geschliffen und in der entsprechenden Weise zusammengesetzt werden. Sie können da wohl das Wort «Zufall» gebrauchen, aber Sie können es nur anwenden, wenn Sie darauf verzichten, die Gesetzmäßigkeit auch in solchen Geschehnissen zu begreifen. Diese physischen Verhältnisse führen zusammen die Archai, die Urkräfte. Das Spiegelbild ihrer Arbeit ist das, was an einem Punkte der Erde zusammenführend wirkt, was sonst als Zeitgeist in mannigfaltiger Weise wirkt. Denken Sie sich, was in neuerer Zeit mit vielen physischen Dingen nicht geworden wäre, wenn diese Arbeit der Archai in Ihren physischen Leibern nicht stattgefunden hätte. So ist es in der Tat die Arbeit der Archai, welche in dieser Beziehung, in dieser Richtung wirkt.
[ 17 ] This is a historical fact. But just imagine what physical processes were necessary for all of this to take place! The lenses first had to be invented, ground, and assembled in the appropriate manner. You may well use the word “chance” here, but you can only apply it if you refrain from seeking to understand the lawfulness even in such events. These physical conditions bring together the Archai, the primal forces. The reflection of their work is what acts as a unifying force at a single point on Earth, what otherwise manifests in manifold ways as the spirit of the age. Consider what would not have come to pass in recent times with many physical things if this work of the Archai had not taken place within their physical bodies. Thus, it is indeed the work of the Archai that acts in this regard, in this direction.
[ 18 ] Wenn nun diese Archai in dieser Weise wirken und den Zeitgeist dirigieren, so können wir uns wieder fragen: Wie intuieren eigentlich diese Zeitgeister den Menschheitsfortschritt? Sie intuieren ihn dadurch, daß einen Menschen das, was im Physischen geschieht, wie zufällig anregt. Es sind nicht bloß Legenden, wenn auch das manchmal zutrifft. Ich erinnere nur an die schwingende Kirchenlampe im Dome zu Pisa, wo Galilei das Pendelgesetz entdeckt hat an den regelmäßigen Schwingungen der Lampe im Dom, und wie dann Kepler und Newton zu ihren Entdeckungen angeregt wurden. Hunderte und Tausende von Fällen könnte man erzählen, wo physisches Geschehen zusammengeführt wird mit menschlichem Denken, woraus man ersehen könnte, wie da intuiert wird von den Archai oder Urkräften das, was als Ideen, als Zeitideen in die Welt hinausgeht, was die Menschen dann in ihrer Entwickelung beeinflußt, was ihren Fortschritt regelt und gesetzmäßig durchdringt. Aber auch auf diesem Gebiet wirken zusammen die Wesenheiten, die normalerweise während unseres Erdendaseins Geister der Persönlichkeit geworden sind, mit anderen, die dadurch, daß sie auf dem Mond zurückgeblieben sind, jetzt nicht Geister der Form oder Gewalten sind, wie sie auf der Erde sein sollten, sondern auch jetzt erst wirken als Geister der Persönlichkeit.
[ 18 ] If these Archai operate in this way and direct the spirit of the age, we may ask ourselves once again: How do these spirits of the age actually intuit human progress? They intuit it through the way in which what happens in the physical world seems to inspire a person almost by chance. These are not merely legends, even if that is sometimes the case. I need only recall the swinging church lamp in the Cathedral of Pisa, where Galileo discovered the law of the pendulum from the lamp’s regular oscillations, and how Kepler and Newton were subsequently inspired to make their discoveries. One could recount hundreds and thousands of cases where physical events are brought together with human thought, from which one could see how the Archai or primal forces intuit what goes out into the world as ideas, as ideas of time, which then influence human beings in their development, which govern their progress and permeate it according to law. But in this realm as well, the beings who have normally become spirits of personality during our earthly existence work together with others who, having remained on the Moon, are not now spirits of form or forces as they would be on Earth, but only now begin to act as spirits of personality.
[ 19 ] So sind diejenigen Wesenheiten, die nicht schon von der Sonnenstufe, sondern erst von der Mondenstufe aus verzichtet haben, jetzt Geister der Persönlichkeit, aber nicht mit den Eigenschaften, die sie normalerweise haben sollten, das heißt, sie intuieren nicht in der Weise wie die normalen Geister der Persönlichkeit, sondern als zurückgebliebene Geister der Form. Sie regen nicht von außen an und überlassen es intim dem Menschen selber, das zu beobachten, was im Physischen bewirkt wird, sondern sie regen im Innern an, sie konfigurieren im Innern des Gehirns und geben dem Denken eine gewisse Richtung. Daher ist das Denken des Menschen in den verschiedenen Zeiträumen von innen angeregt, so daß jedes Zeitalter eine bestimmte Art des Denkens hat. Das hängt mit den feinen Konfigurationen des Denkens zusammen, mit inneren Konstellationen. Da arbeiten die zurückgebliebenen Geister der Form, die den Charakter der Geister der Persönlichkeit haben, im Innern der Menschen und bringen eine gewisse Denkart, eine ganz bestimmte Form der Begriffe hervor. Das macht es, daß die Menschen von Epoche zu Epoche nicht nur geführt werden im Sinne der intuierenden Geister der Persönlichkeit, wo sie sich selber anregen lassen, das oder jenes zu tun, sondern daß sie fortgetrieben werden wie durch innere Kräfte, so daß das Denken von innen heraus sich physisch kundgibt, wie sich in der Sprache kundgibt das, was auf der anderen Seite als Geister der Form zurückgeblieben ist. So drückt die Denkart sich aus als eine Manifestation der Geister der Form, die in unserer Zeit als Geister der Persönlichkeit auftreten. Es sind also nicht so intim wirkende Geister der Persönlichkeit, die es dem Menschen überlassen, zu machen, was er will, sondern ihn ergreifen und mit vorwärtsstürmender Gewalt drängen. Daher können Sie immer diese zwei Typen in denjenigen Menschen sehen, welche von dem Zeitgeist angeregt sind. In denjenigen, welche von den wahren Zeitgeistern, von den auf normaler Stufe stehenden, angeregt sind, können Sie sozusagen sehen die wahren Vertreter ihrer Zeit. Wir können sie betrachten als Menschen, die kommen mußten, und ihre Tätigkeit als etwas, was nicht anders hat geschehen können.
[ 19 ] Thus, those entities that did not renounce their existence at the solar stage but only at the lunar stage are now spirits of personality, though not with the qualities they would normally possess; that is, they do not intuit in the same way as normal spirits of personality, but rather as retarded spirits of form. They do not stimulate from the outside and leave it intimately up to the human being to observe what is brought about in the physical realm; rather, they stimulate from within, they configure within the brain, and give thought a certain direction. Thus, human thinking is stimulated from within during the various periods of time, so that each age has a specific mode of thinking. This is connected to the subtle configurations of thought, to inner constellations. There the retarded spirits of form, which possess the character of the spirits of personality, work within human beings and bring forth a certain way of thinking, a very specific form of concepts. This is what causes people, from epoch to epoch, not only to be guided in the sense of the intuiting spirits of personality—where they allow themselves to be inspired to do this or that—but to be driven forward as if by inner forces, so that thinking manifests itself physically from within, just as that which has remained on the other side as spirits of form manifests itself in language. Thus the mode of thinking expresses itself as a manifestation of the spirits of form, which in our time appear as spirits of personality. These are therefore not spirits of personality that act in an intimate way, leaving it up to the individual to do as he pleases, but rather seize him and drive him forward with impetuous force. Hence you can always discern these two types in those people who are inspired by the spirit of the age. In those who are inspired by the true spirits of the age—those operating at the normal level—you can, so to speak, see the true representatives of their time. We can regard them as people who had to come, and their activity as something that could not have happened any other way.
[ 20 ] Es kommen aber auch andere Menschen, in denen wirken diejenigen Geister der Persönlichkeit, die eigentlich Geister der Form sind. Das sind die anderen Geister, die wir bezeichnet haben als die Denkgeister, die während des Mondenzyklus auf ihren jetzigen Standpunkt vorrückten. Der Mensch ist nun der Schauplatz, auf dem alles dies zusammenwirkt. Dieses Zusammenwirken macht sich dadurch geltend, daß Sprache und Denken in ein Wechselverhältnis treten, dadurch, daß nicht bloß die Geister, die auf der gleichen Stufe stehen, in ein Wechselverhältnis kommen, sondern daß auch die normalen Erzengel, die Volksgemüt und Volkstemperament regeln, in Wechselverhältnisse treten mit dem, was eben charakterisiert worden ist, also nicht nur mit den auf der Erzengelstufe stehenden Geistern der Form, sondern auch mit denjenigen Geistern der Persönlichkeit, die eigentlich zurückgebliebene Geister der Form sind.
[ 20 ] But there are also other human beings in whom the spirits of personality—which are actually spirits of form—are at work. These are the other spirits we have referred to as the thinking spirits, which advanced to their present position during the lunar cycle. Human beings are now the stage on which all this interacts. This interaction manifests itself in that speech and thought enter into a reciprocal relationship; not only do the spirits at the same level interact, but the normal archangels, who govern the national character and national temperament, also enter into a reciprocal relationship with what has just been described, that is, not only with the spirits of form standing on the archangelic level, but also with those spirits of personality who are actually spirits of form that have remained behind.
[ 21 ] Diese zwei Arten treten in der menschlichen Natur und menschlichen Wesenheit auf. Dieses Verhältnis ist im höchsten Grade interessant zu studieren, wenn man mit okkulten Kenntnissen, mit okkultem Sehvermögen von Volk zu Volk geht. Da kann man sehen, wie die normalen Volksgeister wirken, und wie dann diese normalen Volksgeister ihre Befehle von den Zeitgeistern bekommen; wie aber diese Volksgeister zusammenwirken im Innern des Menschen mit den Sprachgeistern und auch mit den Denkgeistern, die in die Gedanken der Menschen hineinwirken. Da finden sich im Innern des Menschen nicht nur normale Erzengel und abnorme Erzengel, sondern auch die Erzengel im Gegensatz mit den abnormen Geistern der Persönlichkeit, die von innen heraus die Gedankenarbeit einer bestimmten Zeit regeln. Da ist es nun im höchsten Grade interessant — ich habe gesagt, es werden Zustände angedeutet werden, denen Sie entgegenkommen müssen mit Ihrem spirituellen Verständnis, die eingekleidet werden müssen in gewöhnliche Worte, weil im Leben noch keine Sprache geschaffen ist, die alles das glaubhaft und verständlich machen würde; man muß alles ausdrücken in Worten, die den Tatbestand etwas bildhaft geben, was aber einer bedeutungsvollen Tatsache der Menschheitsentwickelung entspricht —, da ist es nun im höchsten Grade interessant und wichtig, der Menschheitsentwickelung in neuerer Zeit zu folgen, wichtig zu wissen, daß einmal geradezu ein gegenseitiger Vertrag geschlossen worden ist von einem der leitenden Geister der Völker, der ein normaler Erzengel ist, mit einem solchen Geist, der als Geist der Denkkräfte im Innern wirkt, also mit einem abnormen Geist der Persönlichkeit, und es zeigt sich in einer gewissen geschichtlichen Epoche das ernste, bedeutsame Ergebnis dieses Vertrages. Um diesen Vertrag noch besonders voll zu machen, wurde ein harmonisches Verhältnis hergestellt mit dem entsprechenden abnormen Erzengel, der der leitende Geist der Sprache in jener Zeit war, so daß es einen Punkt in der Menschheitsentwickelung gibt, wo sozusagen zusammenwirkt normales und abnormes Erzengeltum, und wo außerdem noch als Einschlag hineinwirkt die Denkungsart, die von innen heraus durch einen abnormen Geist der Persönlichkeit bewirkt wird. Dieser Vertrag zwischen diesen drei Parteien spiegelt sich in einem bestimmten Volke wider. Das ist das indische Volk, das Volk, das in der ersten nachatlantischen Zeit die nachatlantische Kultur einleitete. Während dieser indischen Kultur trat jene Konstellation ein, wo jene drei Wesenheiten am harmonischsten zusammenwirkten. Die Folge davon ist alles dasjenige, was wir als die historische Rolle dieses indischen Volkes bezeichnen können. Auch in den Zeiten, von denen es schon geschichtliche Überlieferungen gibt, wirkt das nach, was damals in dem Vertrag abgeschlossen wurde. Dies war der Grund, warum mit einer solchen Gewalt die alte heilige Sprache der Inder wirkte und jene gewaltigen historischen Kulturwirkungen hatte, warum sie noch so gewaltig in der Folgezeit wirken konnte. Diese Kraft brachten die abnormen Erzengel, die in der Sprache wirkten. Diese Gewalt der Sanskritsprache beruht gerade auf dem Vertrage, von dem ich eben gesprochen habe. Und wiederum beruht darauf die eigenartige indische Philosophie, die als Philosophie, als- vom Innern des Menschen heraus schaffendes Denken noch nicht erreicht ist von irgendeinem andern Volke der Welt; darauf beruht die innere Geschlossenheit des Denkens der indischen Kultur. Bei allen andern Gebieten haben wir andere Verhältnisse zu beobachten. In ihr allein trat dazumal das zutage, was jetzt charakterisiert worden ist. Daher ist es so unendlich reizvoll, diesen Gedankengängen zu folgen, die dadurch eine besondere Konfiguration haben, weil sie hervorgegangen sind nicht aus dem Übergewichte des normalen Erzengels über den abnormen, sondern als etwas, was in Harmonie mit jener Geschlossenheit steht, weil tatsächlich jeder Gedanke vom Volkstemperament absorbiert und mit Liebe ins einzelne hinein fortgesponnen worden ist — damals, als das indische Volk als erste Kulturblüte der nachatlantischen Zeit vorhanden war. Und die Sprache wirkte so fort aus dem Grunde, weil da nicht ein Kampf entstanden war, der sonst überall entstanden wäre, sondern weil ein Zusammenwirken zwischen dem Erzengel der normalen Entwickelung und dem Erzengel der abnormen Entwickelung stattfand, so daß man sagen kann, daß die Sprache, ausgegossen von dem reinsten Temperament, selber ein Produkt des Temperamentes ist. Das ist das Geheimnis dieses ersten Kulturvolkes der nachatlantischen Zeit.
[ 21 ] These two types are found in human nature and the human being. This relationship is of the utmost interest to study when one moves from one people to another with occult knowledge and occult insight. There one can see how the normal national spirits work, and how these normal national spirits then receive their commands from the spirits of the age; but also how these national spirits interact within the human being with the spirits of language and also with the spirits of thought, which influence human thoughts. There, within the human being, one finds not only normal archangels and abnormal archangels, but also the archangels in contrast to the abnormal spirits of the personality, which regulate the thought processes of a particular era from within. It is now of the utmost interest—I have said that conditions will be hinted at which you must meet with your spiritual understanding, conditions that must be clothed in ordinary words, because no language has yet been created in life that would make all this credible and understandable; one must express everything in words that convey the facts somewhat pictorially, yet correspond to a significant fact of human development—it is now of the utmost interest and importance to follow the development of humanity in recent times, it is important to know that at one time a mutual contract was actually concluded by one of the guiding spirits of the peoples—who is a normal archangel—with a spirit that works inwardly as the spirit of the powers of thought, that is, with an abnormal spirit of personality; and the serious, significant result of this contract becomes evident in a certain historical epoch. To make this contract particularly complete, a harmonious relationship was established with the corresponding abnormal archangel, who was the guiding spirit of language at that time, so that there is a point in human development where, so to speak, normal and abnormal archangels work together, and where, moreover, the mode of thinking brought about from within by an abnormal spirit of personality also exerts its influence. This covenant between these three parties is reflected in a particular people. This is the Indian people, the people who, in the first post-Atlantean epoch, initiated post-Atlantean culture. During this Indian culture, that constellation arose in which those three entities interacted most harmoniously. The result of this is everything we can describe as the historical role of this Indian people. Even in the times for which historical records already exist, the effects of what was agreed upon in that covenant continue to be felt. This was the reason why the ancient sacred language of the Indians exerted such a powerful influence and had those immense historical cultural effects, and why it was still able to exert such a powerful influence in the subsequent era. This power was brought about by the archangels who worked within the language. This power of the Sanskrit language is based precisely on the covenant of which I have just spoken. And in turn, the unique Indian philosophy rests upon this—a philosophy, as thinking that creates from within the human being, which has not yet been attained by any other people in the world; upon this rests the inner coherence of the thinking of Indian culture. In all other regions, we observe different conditions. In it alone did what has now been characterized come to light at that time. That is why it is so infinitely fascinating to follow these trains of thought, which have a special configuration because they arose not from the predominance of the normal archangel over the abnormal one, but as something that stands in harmony with that unity, because in fact every thought was absorbed by the national temperament and spun out with love into the particular — back when the Indian people existed as the first cultural flowering of the post-Atlantean era. And the language continued to have this effect fundamentally because no conflict arose there that would otherwise have arisen everywhere else, but because a cooperation took place between the Archangel of normal development and the Archangel of abnormal development, so that one can say that the language, poured forth from the purest temperament, is itself a product of that temperament. That is the secret of this first civilized people of the post-Atlantean era.
[ 22 ] Das aber ist es, was betrachtet werden muß bei allen andern Völkern, daß nämlich bei ihnen eine eigenartige Zusammenwirkung entsteht zwischen diesen drei Kräften, zwischen dem normalen Volksgeist oder Erzengel, dem abnormen Erzengel und zwischen dem, was innerlich wirkt in dem abnormen Geist der Zeit, der nicht als Zeitgeist, sondern von innen heraus wirkt, und endlich dem, was der wahre Zeitgeist dem Volke innerlich übertragen hat. Darauf beruht die wahre Erkenntnis eines Volkes, daß man diese Kräfte im Innern belauscht, daß man den Anteil prüft, den ein jeder Faktor an der Konstitution des Volkes hat. Daher ist es schwierig geworden für die Menschen, welche nicht die okkulten Kräfte der Menschheitsentwickelung in Frage ziehen, eigentlich das Wort «Volk» zu definieren. Versuchen Sie einmal die einzelnen Bücher herzunehmen, worin der Begriff des Volkes irgendwo in der Welt definiert worden ist, und Sie werden schen, was da alles als Definition des Begriffes Volk existiert und wie sehr sie voneinander abweichen. Sie müssen ja voneinander abweichen, weil der eine mehr fühlt, was von der einen Seite, von den normalen Erzengeln herkommt, der andere mehr fühlt, was von dem abnormen Erzengel herrührt und der Dritte wieder das, was von den einzelnen Persönlichkeiten des Volkes kommt. Ein jeder fühlt etwas anderes und verwertet es in seiner Definition. Das ist es gerade, was uns klar geworden ist durch die Geisteswissenschaft, daß diese Definitionen nicht immer falsch zu sein brauchen; sie sind nur immer in Maja, in Illusion getaucht. An dem, was einer sagt, kann man sehen, ob er nur die Maja betrachtet, und ob er die verschiedenen wirkenden Kräfte unberücksichtigt läßt. Daher wird man selbstverständlich immer einen ganz anderen Begriff bekommen, wenn vom geisteswissenschaftlichen Standpunkte aus ein Volk wie das schweizerische, das auf demselben Grund und Boden lebt und drei Sprachen spricht, und dagegen Völker mit einheitlicher Sprache betrachtet werden.
[ 22 ] But this is what must be considered in the case of all other peoples: namely, that a unique interplay arises among them between these three forces—between the normal national spirit or archangel, the abnormal archangel, and that which works inwardly within the abnormal spirit of the age (which does not act as a zeitgeist but works from within), and finally that which the true zeitgeist has imparted inwardly to the people. The true understanding of a people rests upon listening to these forces within, upon examining the part that each factor plays in the constitution of the people. That is why it has become difficult for people who do not take the occult forces of human development into account to actually define the word “people.” Try taking a look at the various books in which the concept of the people has been defined somewhere in the world, and you will see the wide range of definitions that exist and how much they differ from one another. They must differ from one another, because one person feels more of what comes from one side, from the normal archangels; another feels more of what stems from the abnormal archangel; and a third, in turn, feels what comes from the individual personalities of the people. Each person feels something different and incorporates it into their definition. This is precisely what has become clear to us through spiritual science: that these definitions need not always be wrong; they are simply always steeped in Maya, in illusion. From what a person says, one can see whether they are looking only at Maya and whether they are disregarding the various active forces. Therefore, one will naturally always arrive at a completely different concept when, from the spiritual-scientific standpoint, a people such as the Swiss—who live on the same land and speak three languages—is considered in contrast to peoples with a single language.
[ 23 ] Warum Völker mehr aus dem Geiste der Persönlichkeit heraus wirken, also durch das Zusammenwirken der einzelnen Persönlichkeiten namentlich ihr Dasein haben, darüber werden wir noch zu sprechen haben. Solche Völker, die mehr ihr Dasein haben durch den abnormen Geist der Persönlichkeit, werden wir auch auf der Erde finden. Diese Geister der Persönlichkeit wirken nicht auf Weiterentwickelung hin. Sie brauchen sich nur den Charakter des nordamerikanischen Volkes klar zu legen, so haben Sie ein Volk, das vorderhand auf diesem Prinzip beruht. So werden Sie sehen, daß wir die Weltgeschichte, insofern sie Völkergeschichte ist, erst verstehen werden, wenn wir normale und abnorme Erzengel, normale und abnorme Geister der Persönlichkeit in ihrem gegenseitigen Rang und ihrem Zusammenwirken und gleichzeitig in der Aufeinanderfolge der Völker im Verlaufe der Weltgeschichte verfolgen werden.
[ 23 ] We will have to discuss why peoples act more out of the spirit of personality—that is, why their very existence depends on the interaction of individual personalities. We will also find such peoples on Earth who derive their existence more from the abnormal spirit of personality. These spirits of personality do not work toward further development. You need only consider the character of the North American people, and you have a people that is currently based on this principle. Thus you will see that we will only understand world history—insofar as it is the history of peoples—when we trace normal and abnormal archangels, normal and abnormal spirits of personality, in their mutual hierarchy and their interaction, and simultaneously in the succession of peoples throughout the course of world history.
