The Mission of Individual Folk-souls
in their Connection with Germanic-Norse Mythology
GA 121
11 June 1918, Oslo
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The Mission of Folk-Souls, tr. Parker
Fünfter Vortrag
5. Manifestation of the Hierarchies in the Elements of Nature. The Mission of the planetary Epochs of Old Saturn, Old Sun, Old Moon and Earth
[ 1 ] Aus dem gestrigen Vortrage wird hervorgegangen sein, daß allerdings notwendig ist zum vorurteilslosen Eindringen in die Tatsachen, welche dieser Betrachtung zugrunde liegen, ein gewisses Sichhinwegsetzen über alles dasjenige, was sonst leicht an Gefühlen, an Empfindungen den Menschen gerade von jener Seite her durchdringt, die wir jetzt objektiv charakterisieren müssen. Solange man noch irgendwie geneigt ist, eine objektive Charakteristik dieser oder jener Rasse, dieses oder jenes Volkstums oder dergleichen persönlich zu nehmen, so lange wird ein vorurteilsfreies Verständnis der Tatsachen gerade dieses Vortragszyklus schwer zu erreichen sein. Damit hängt es auch zusammen, daß über diese Dinge auf keinem anderen Boden als auf dem Boden der Geisteswissenschaft gesprochen werden kann. Denn was man auch hören soll über die Charaktere dieses oder jenes Volkstums, und wie sehr man auch deshalb, weil man doch innerhalb irgendeiner Rasse, innerhalb eines Volkstums steht mit seinen Empfindungen, Gefühlen und so weiter, dabei sein könnte, man hat ein genügendes Gegengewicht als Geisteswissenschafter, um es in die andere Waagschale zu legen. Das ist die wirklich verstandene Lehre von dem Karma und der Reinkarnation. Sie bietet uns ja einen Ausblick darauf, daß wir mit dem innersten Kern unseres Wesens in den aufeianderfolgenden Zeiten in den verschiedensten Rassen, in den verschiedensten Völkern inkarniert werden. So können wir also gewiß sein, wenn wir auf diesen Kern unseres Wesens schauen, daß wir mit ihm teilnehmer. werden nicht nur an den Sonnen- oder vielleicht auch Schattenseiten aller Rassen, aller Volkstümer, sondern wir können gewiß sein, daß wir in unserem innersten Wesen aufnehmen Beitrag auf Beitrag der Segnungen aller Rassen und Volkstümer, indem wir einmal da, einmal dort inkarniert werden.
[ 1 ] It will be seen from the last lecture that if we wish to make an impartial study of the facts underlying our present investigation we must transcend those prejudices which might easily arise on matters which I must now describe objectively. So long as one has the slightest tendency to take personally an objective description of a particular race or people, it will be difficult to reach an unprejudiced understanding of the facts presented in this lecture course. For this reason these matters can only be discussed in the light of Spiritual Science. For however deeply one may be involved emotionally in a particular people or race, as Anthroposophists we have an adequate counterpoise in the teaching of karma and reincarnation, when rightly understood. This teaching opens a vista into the future and reveals that our integral Self is incarnated in successive ages in different races and peoples. When we contemplate the destiny of our integral Self we may be sure that we shall share not only the positive or perhaps also the negative aspects of all races and peoples; but we may be sure that in our inmost being we shall also receive the countless blessings of all races and all peoples since we are incarnated in different races at different times.
[ 2 ] Es wird unser Bewußtsein, unser Horizont weiter, umfassender durch diese Ideen von Karma und Reinkarnation. Deshalb lernen wir erst durch sie dasjenige ertragen, was in unserer Gegenwart über die Geheimnisse der Rassen- und Volkszusammenhänge vor unser geistiges Auge treten muß. So wird denn gerade durch das in dieser Betrachtung Abgehandelte, wenn es richtig erkannt wird, ein Unbefriedigtsein über das Inkarniertwerden in diesem Volke oder jener Rasse nicht in uns hineingebracht werden können. Es wird aber trotzdem ebenso in die Menschheit durch ein solches objektives Anschauen der menschlichen Volks- und Rassencharaktere Unfrieden und Disharmonie hereingebracht werden können, wenn es nicht mit den angedeuteten Voraussetzungen aufgenommen wird. Der geistig Strebende wird durch die Lehre von Karma und Reinkarnation lernen, wie jedes—und sei es auch das kleinste Volk — seinen Beitrag zu liefern hat zu der Gesamtentwikkelung der Menschheit. Das wird gerade das Bedeutungsvolle sein, daß in dem zweiten Teile dieser Vorträge gezeigt werden wird, wie die einzelnen Einflüsse der Völkermissionen in die Gesamt-Menschheit einfließen, und wie sogar einzelne Volkssplitter, die da und dort in die großen Volksmassen zerstreut sind, ihre Bedeutung haben in der Gesamtharmonie der Menschheitsevolution. Das aber wird nur allmählich vor unser geistiges Auge hintreten können.
[ 2 ] Our consciousness, our horizon, is enlarged through these ideas of karma and reincarnation. Only through these teachings therefore do we learn to accept what is revealed to us at the present time concerning the mysterious relations of race and nation. If we rightly understand the theme of these lectures we shall harbour no regrets at having incarnated in a particular people or race. But an objective survey of national and racial characteristics may, nonetheless, provoke dissension and disharmony unless it is accepted in the spirit I have already suggested. The aspirant for spiritual knowledge will learn through the teachings of karma and reincarnation how every nation, even the smallest nation, has to contribute its share towards the total evolution of humanity. In the second part of this lecture-course I propose to show—and herein lies its real importance—how the particular influences of the missions of the several peoples are merged in the whole of humanity and how even isolated ethnic groups which are scattered here and there amongst larger national groups have their part to play in the great harmony of human evolution. This, however, will only become apparent to us step by step.
[ 3 ] Wir werden uns — um ein volles Verständnis für die Charaktere der einzelnen Volksseelen zu gewinnen — an solche Beispiele halten müssen, die uns in gewisser Beziehung auf der einen Seite klarer sind als die Volkscharaktere der Gegenwart, innerhalb welcher wir mit unserer Zivilisation selber leben, und wir werden uns auf der anderen Seite vielleicht mit solchen Volkscharakteren beschäftigen müssen, die uns der Zeit nach etwas ferner liegen, damit wir uns ein Verständnis dafür erwerben, wie man überhaupt Volkscharaktere, Volksmissionen verstehen kann. Damit haben wir ja zunächst nur im allgemeinen das Rassenhafte, das Volksmäßige charakterisiert.
[ 3 ] In order to acquire a full understanding of the characteristics of the individual Folk Souls we shall have to select examples which are clearer to us in certain respects than the folk characteristics of our own times. On the other hand, we shall perhaps have to deal with folk characteristics which belong to a more distant epoch, in order to have a yardstick for determining the characteristics and tasks of the different nations. But this will be nothing more than a general outline of the racial or folk characteristics.
[ 4 ] Daß wir im Laufe der letzten Vorträge gefunden haben, daß in einer Rasse zusammenwirken müssen sozusagen ein normaler und ein abnormer Geist der Form, daß innerhalb eines Volkes ein in seiner normalen Entwickelung begriffener und ein in abnormer Entwickelung begriffener Erzengelgeist wirken müssen, das hat uns sozusagen verständlich gemacht, wie die Wesenheiten, die wir als die geistigen Hierarchien kennen gelernt haben, in die Evolution eingreifen.
[ 4 ] In the course of the last lectures we have learned that a race is the product of the cooperative activity of a normal and abnormal Spirit of Form, and a people the product of a normal and abnormal Archangel; and we now understand how the Beings of the spiritual Hierarchies intervene in evolution.
[ 5 ] Jetzt fragen wir uns: Wie wirken denn die geistigen Wesenheiten höherer Art in das Konkrete hinein? Da wird es gut sein, wenn wir uns heute dadurch eine Grundlage schaffen, daß wir uns überhaupt ein Verständnis erwerben über die Hierarchien, zu denen, wie wir wissen, der Mensch als unterstes Glied gehört. Erinnern Sie sich an dasjenige, was wir bereits gehört haben, so wissen Sie, daß wir diese Hierarchien so auffassen, daß wir sagen: Auf der untersten Stufe steht der Mensch. — Unter ihm liegen die drei Naturreiche: Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich. — Dann kommen die Engel, dann die Erzengel, dann die Urkräfte oder Archai. Das ist dasjenige, was wir bezeichnen können als die erste der Hierarchien, vom Menschen aufsteigend. Die zweite der Hierarchien ist die folgende:
[ 5 ] The question now arises; how do the Beings of a higher order work into the external world? It would be as well to begin by acquiring today an understanding of the Hierarchies of which man is the lowest member. You will recall that we placed man on the lowest rung of the Hierarchical ladder. Below him are the three kingdoms of nature, the animal, vegetable and mineral kingdoms. Above him are the Angels, the Archangels and the Archai or First Beginnings. This is the Hierarchy immediately above man—the third Hierarchy. The second Hierarchy is as follows:
1. Geister der Form — Gewalten
2. Geister der Bewegung — Mächte
3. Geister der Weisheit — Herrschaften
- Spirits of Form—Powers (Exusiai)
- Spirits of Movement—Mights (Dynamis)
- Spirits of Wisdom—Dominions (Kyriotetes)
[ 6 ] Sodann haben wir noch die höchste der drei Hierarchien:
[ 6 ] Then we have the highest of the three Hierarchies—the first Hierarchy:
1. Geister des Willens — Throne
2. Cherubim
3. Seraphim
- Spirits of Will—Thrones
- Cherubim
- Seraphim
[ 7 ] Nun fragen wir uns einmal: Da alle geistigen Wesenheiten sich irgendwie offenbaren, so daß sie im Bereiche der Maja oder Illusion, also im Bereiche der Sinnenwelt irgendwo erscheinen, wo können wir sie auf der untersten Stufe der Offenbarung, auf der Stufe der Täuschung aufsuchen? Der Mensch in seiner gewöhnlichen Natur- und Geistesbetrachtung kennt ja nur das Gebiet der Maja oder Illusion, die alleräußerste Äußerung dieser geistigen Wesenheiten. Ich will Ihnen an einem Beispiele zeigen, wie der Mensch eigentlich nur die alleräußerste Manifestation, die alleräußerste Offenbarung dieser Wesen kennt.
[ 7 ] Since all spiritual Beings manifest in some form or other and are to be found therefore in the phenomenal world, the realm of Maya or illusion, we must ask ourselves where we must look for them at the lowest stage of manifestation, at the stage of illusion. In his normal perception of Nature and the Spirit man knows only the realm of Maya, the most external manifestation of these spiritual Beings. I propose to illustrate this by means of an example.
[ 8 ] Der Mensch geht zum Beispiel mit seinen Füßen über nordischen Felsengrund. Da wird er nun zunächst darüber sagen: Da ist Materie ausgebreitet, und er wird dieses dichte Felsengestein, über das er dahinschreitet, so beschreiben, wie er es zunächst sieht und es in seiner gewöhnlichen Sprache «harte Gesteinsmaterie» nennen. Derjenige, der eindringt in das Wesen der Dinge, sieht in dieser Gesteinsmaterie etwas ganz anderes. Was ist das eigentlich, worauf wir auftreten und was uns Widerstand bietet? Das, wovon der Mensch glaubt, daß es da sei, das ist gar nicht da, das ist eine Täuschung. Die äußerste Oberfläche unserer Erde ist lediglich eine Täuschung. Die Wahrheit ist diese, daß Kräfte von unten heraufwirken, die wiederum nichts anderes sind als Kräfte, die von gewissen Wesenheiten ausströmen, so daß wir also sagen können: Wir sehen in einem solchen Stück Boden dasjenige vor uns, was sich zunächst als eine Kraft darstellt, die aus der Erde heraus nach allen Seiten hin wirkt. Diese Kräfte sind wirklich da und strahlen nach allen Seiten in den Raum hinaus. Der Mensch könnte allerdings nicht auf der Erde herumgehen, wenn nur diese Kräfte da wären. Diese Kräfte allein würden den Menschen mit rasender Schnelligkeit in den Raum hinausschleudern. Daß er auf festem Boden stehen kann, das verdankt er dem Umstande, daß aus dem Weltenraum von allen Seiten andere Kräfte hereinstrahlen. Immerfort begegnet sich die Sphäre der hereinstrahlenden Kräfte mit derjenigen der herausstrahlenden Kräfte, und da, wo sie zusammenkommen, bilden sie sozusagen eine Grenze, und das ist die Oberfläche der Erde. So ist das, was man sieht als Oberfläche, nur eine Täuschung, die das Ergebnis von ein- und ausstrahlenden Kräften ist, welche so wirken, daß sie sich gerade an der betreffenden Oberfläche gegenseitig aufhalten. Was da herausströmt, ist im wesentlichen dasselbe, was wir die Wirkungen der Throne, die Wirkungen der Geister des Willens nennen müssen. Diese Geister strahlen von der Erde nach allen Seiten hin ihre Kräfte aus, und dasjenige, was von dem Weltenraum hereinkommt, das ist im wesentlichen das, was man nennen kann einstrahlende, hereinarbeitende Kräfte von gewissen Geistern der Bewegung. Diese beiden Arten von Kräften begegnen sich also hier, und dieses Zusammenwirken der Throne mit den Geistern der Bewegung — dadurch, daß die Throne in ihrer Wirkung aufgehalten werden von den Geistern der Bewegung — gibt die verschiedenartig konfigurierte Oberfläche, so daß das, was Sie draußen als Erdoberfläche sehen, das Unwahrhaftigste, die äußerste Täuschung ist. Das, was wirklich da ist, ist ein Ausgleich von Kräften und gleichsam ein Vertrag zwischen den Geistern des Willens und den Geistern der Bewegung, der so geschlossen wird, daß er die Erde in der verschiedensten Weise konfiguriert.
[ 8 ] Let us suppose a person is traveling on foot over the bare, rugged landscape of Norway. His first impression will be of a rocky expanse spread out before him. He will describe this solid rock formation in terms of his first impression, namely as hard “rocky substance”. But he who penetrates into the being of natural phenomena has a totally different conception of this “rocky substance”. What is the real nature of that upon which we stand and which offers resistance? The external surface of the Earth which man believes to have a real existence does not exist at all, it is an illusion. In reality spiritual forces are at work radiating from below, from within the Earth; they emanate from certain Beings. Thus in a particular locality we see a manifestation of forces emanating from the Earth and raying outward in all directions. But if these forces alone were present, clearly man would not have solid ground under his feet, for of themselves they would project him with maximum velocity into space. He owes his ability to stand on solid ground to the circumstance that other forces stream in from all sides from universal space. Where the forces streaming in from the Universe encounter the forces raying outward from within the Earth there arises, so to speak, a frontier or boundary which is the apparent surface of the Earth. The surface one sees, therefore, is only an illusion; it is a result of the activity of the in-streaming and outward streaming forces which neutralize each other at the apparent surface in question. The forces raying outward in all directions are the forces of the Thrones, the Spirits of Will. The forces streaming in from the Universe are essentially the forces that proceed from the Spirits of Movement. Thus these two forces meet at this frontier and this interplay of the Thrones with the Spirits of Movement—since the activity of the Thrones is neutralized by the Spirits of Movement—produces the diversified contours of the Earth's surface. What is seen externally as the Earth's surface is wholly unreal; it is simply illusion. In reality it is the product of a balance of forces; an agreement, as it were, is concluded between the Spirits of Will and the Spirits of Movement as a consequence of which the Earth assumes its highly diversified configurations.
[ 9 ] Allerdings würde das immer noch nicht hinreichen, daß unsere Erde, so wie sie jetzt gerade ist, sich als ein solcher Planet bilden könnte. Das Gegeneinanderwirken der Geister des Willens und der Geister der Bewegung würde dazu noch nicht hinreichen. Das würde noch etwas ganz anderes geben. Wenn nämlich bloß die Geister des Willens vom Innern der Erde heraus wirken würden und nur einen Widerpart in den Geistern der Bewegung hätten, dann würde die Erde in fortwährendem Flusse, in einem fortwährenden inneren Strome sein. Der Planet würde noch nicht an irgendeiner Stelle zur Ruhe kommen können. Er wäre dann zwar nicht so flüssig wie das heutige Meer, er würde ein nicht so leicht wellenwerfendes und wellenbildendes Element sein wie das Wasser, würde aber in einer dichteren Masse Wellen werfen und bilden.
[ 9 ] Nevertheless through this interplay alone our Earth could not arrive at its present planetary form. The forces of the Spirits of Will and the Spirits of Movement acting and reacting upon each other would not be sufficient for this; the resultant effect would be something totally different. If, for example, only the Spirits of Will were to ray outwards from within the Earth and were opposed by the Spirits of Movement alone, then the Earth would be in a continual state of flux, the ever moving forms could not be brought to rest. In that event, it is true, it would not be as fluid as the ocean in its present state; it would not be of a liquid consistency like water that is ruffled at the slightest breath of wind, but of a viscous, semi-fluid consistency.
[ 10 ] Wenn Sie sich eine Vorstellung davon machen wollen, wie die Geister des Willens und die Geister der Bewegung ursprünglich zusammenwirkten, so möchte ich Ihnen ein Beispiel geben und Sie bitten, mich etwas auf der Landkarte zu begleiten. Da möchte ich zunächst auf die Alpen hinweisen, die heute ein festes Berggerippe sind, so daß wie ein fester Gesteinsboden das Alpenmassiv die italienische Halbinsel im Süden von den anderen europäischen Gebieten abtrennt. Wie ist diese Alpenkette nun eigentlich zustande gekommen? Es gab eine Zeit — sie liegt weit in urferner Vergangenheit zurück —, da war das Alpenmassiv überhaupt noch nicht da, aber nord- und westwärts hin, da waren bereits ältere Erhebungen, die damals schon fest geworden waren. Zähflüssige Wellen waren es, die dann von Süden herauf aufgeworfen wurden, so daß wir uns die Sache so vorstellen können:
[ 10 ] If you wish to form an idea of how the Spirits of Will and the Spirits of Movement originally worked in concert, I would like to give you an example and would ask you to follow me on the sketch. In the first place let me draw your attention to the Alps, which today form a solid mountain chain so that the solid barrier of the Alpine Massif divides the Italian peninsula in the South from the rest of Europe. How is one to account for this alpine chain? There was a time in the far distant past when the Alpine Massif did not as yet exist, but to the North and West there were already older eminencies which at that time had already become solidified. Waves of semi-fluid consistency were then thrown up from the South. We may picture the situation somewhat as follows:


[ 11 ] Hier bei A würden wir das Böhmische Plateau haben. Dann wollen Sie sich vorstellen, daß von Süden herauf eine mächtige Welle geworfen wurde, die sich nach rechts gegen das Böhmische Plateau und nach links gegen das französische Zentralplateau hinüber spaltete und verbreitet hat. Diese mächtige Welle bildete also in uralten Zeiten dieses Alpenmassiv. Selbst aus einer populären Vorstellung kann sich dies ergeben. Wer einmal auf einem Bergesgipfel der Alpen gestanden hat und die eigentümliche Konfiguration der Alpenkette überblickt, der sieht — wenn er es auch nicht wüßte — das, was die Geisteswissenschaft längst festgestellt hat und die heutigen Geologen sogar feststellen: die eigenartige Wellenbildung, die in der Zeit, als die Urmasse der Erde noch in einem zähflüssigen Zustande war, stattgefunden hat. So würde sich durch das Zusammenwirken der Geister des Willens und der Geister der Bewegung die Erde heute noch gestalten, wenn nicht ein anderes Wirken eingetreten wäre, ein Wirken, das außerordentlich nachhaltig ist, und das sich auf unserer Erdoberfläche dadurch äußert, daß den Willenskräften, die mit den Geistern der Bewegung zusammenwirken, dasjenige eingegliedert wird, was wir eben die Geister der Form nennen. Sie können sich also vorstellen, daß diese Geister der Form, gleichsam auf den Wellen tanzend, die bewegten Massen zur Ruhe bringen, in Formen gießen, so daß wir also ein Zusammenwirken von dreierlei Kräften zu verzeichnen haben. Diese drei Kräfte führen auf dreierlei Wesenheiten zurück. Auf der einen Seite sehen Sie wirken die Geister der Form, die sowohl nach oben als nach unten, sowohl in die Sphäre der Geister des Willens als auch in die Sphäre der Geister der Bewegung hineinwirken. Über ihnen sind die Geister der Bewegung, unter ihnen die Geister des Willens. — Dasjenige, was auf unserer Erde äußerlich vorzugsweise als flüssiges Element erscheint — allerdings nicht unser heutiges Wasser, sondern das alte flüssige Element, das durch die Geister der Form zur Ruhe gebracht worden ist —, das müssen wir als die äußerste Manifestation der Geister des Willens oder der Throne auffassen. Immer aber mischt sich in dieses Wirken ein anderes Element hinein; es wird sozusagen den Geistern des Willens oder Thronen Hilfe geleistet von den Cherubim und Seraphim. Von den Cherubim wird Hilfe geleistet im Elemente der Luft, in allem, was als Luftförmiges die scheinbare Materie der Erde durchdringt. Luft ist gleichsam eine Illusion, und dahinter stehen die mächtigen Wesenheiten, die wir Cherubim nennen. Die Seraphim wirken in dem, was wir als Wärme kennen, hinter allem, was irgend als Wärme vorhanden ist.
[ 11 ] Here at A we have the Bohemian Plateau. Now imagine a huge wave thrown up from the South which divided and spilled over the Bohemian Plateau on the right (to the East) and over the central plateau of France on the left (to the West). In primeval times this mighty wave formed the Alpine Massif. It is possible to arrive at this conclusion without specialist knowledge. Anyone who has once stood on the summit of one of the Alpine peaks and surveyed the unique configuration of the Alpine chain has observed—even if he were unaware of it—what Spiritual Science has long established and which even the present-day geologists have confirmed—that peculiar wave-like formation which dates from the time when the primeval mass of the Earth was still in a semi-fluid condition. Such would be the configuration of the Earth today through the cooperation of the Spirits of Will and the Spirits of Movement but for the intervention of another activity which is remarkably persistent and which is manifested on the surface of our Earth by the interweaving of the activity of the Spirits of Form with the Spirits of Will (the Thrones) who work in conjunction with the Spirits of Movement. You may picture therefore that these Spirits of Form, dancing as it were upon the waves, brought the ever moving forms to rest and moulded them into form. We can therefore point to the cooperative activity on the part of three different forces which proceed from three kinds of Beings. On the one hand we see the activity of the Spirits of Form who work inward from the cosmic sphere and unfold their activity in the realms of the Spirits of Will below them as well as in that of the Spirits of Movement above them. That which on our Earth appears externally for the most part as a fluid element—not the liquid water we see around us today, but the primal semi-fluid element which was brought to rest by the Spirits of Form—this we must look upon as the most external manifestation of the Spirits of Will. But another element is always associated with this activity. The Spirits of Will (or Thrones) are assisted by the Cherubim or Seraphim. The Cherubim work in the air element, in everything aeriform which permeates the apparent solid substance of the Earth. Air is an illusion behind which stand the mighty Beings we call Cherubim. The Seraphim work in fire, they operate in whatsoever manifests as heat.
[ 12 ] Wir blicken damit auf das hin, was in unserem Planeten durch Ausstrahlen von innen heraus aus dem Mittelpunkte bewirkt wird. Wir können also sagen: Unser Planet ist so zusammengesetzt, daß aus seinem Mittelpunkt heraus wirken die Geister des Willens oder Throne, die Cherubim und Seraphim. Wir müssen unseren Planeten so auffassen: Wo die Luft- und Wärmegrenze desselben ist — das Luftmeer gehört ebenso zu unserem Planeten wie das Wasser oder die feste Erde —, da wird gleichsam eine Oberfläche gebildet. Auf dieser Oberfläche tanzen förmlich auf den Wellen und bringen sie zur Ruhe, zur Form, die Geister der Form. Aus diesem Grunde wurde ihnen der Name gegeben, weil sie das zähflüssige Element zur Ruhe bringen. Hinter ihnen stehen die Geister der Bewegung. In deren Element mischt sich wieder dasjenige, was wir die Geister der Weisheit nennen. So daß wir, wenn wir gegen den Mittelpunkt unseres Planeten hinblicken, sagen können: Da sind erhabene Wesenheiten, Throne, Cherubim, Seraphim. — Blicken wir hinaus, so schauen wir zunächst durch die Sphäre der Geister der Form, die Luft und Wärme durchdringen mit ihrem Element, auf die Geister der Bewegung und die Geister der Weisheit. Alles, was wir an Naturkräften und Erscheinungen haben, wenn wir den Blick hinausrichten in den Umkreis unserer Erde, wenn wir hinaufschauen in Himmelshöhen, das ist im wesentlichen der zweiten Hierarchie zuzuschreiben. Alles, was wir erblicken, wenn wir in die Tiefen der Erde hinunterschauen, das schreiben wir den Wesenheiten zu, die wir als die dritte Hierarchie bezeichnet haben. Das eigentümliche Zusammenwirken der zweiten und dritten Hierarchie, das gibt die Konfiguration unserer Umgebung.
[ 12 ] Thus we see how the radiations from the centre influence our Earth planet. Our planet therefore is so constituted that the Spirits of Will (or Thrones), the Seraphim and the Cherubim work from the centre. We must look upon our planet in this way: at the meeting-place of the boundaries of air and heat or warmth—for the atmosphere is just as much part of our planet as the water or dry land—a surface is formed. Upon this surface the Spirits of Form literally dance upon the waves and bring them to rest and mould them into form. It was for this reason that they were given their name. Behind them are the Spirits of Movement and in their element again is mingled what we called the Spirits of Wisdom. When therefore we look inward towards the centre of our planet we are aware of the presence of Divine Beings, Thrones, Cherubim and Seraphim. When we look outward we perceive first of all beyond the realm of the Spirits of Form who permeate the air and heat with their element, the Spirits of Movement and the Spirits of Wisdom. When we gaze out into the periphery of the Earth, when we lift our eyes to the Cosmic Spheres, all the nature-forces and natural phenomena we encounter there are fundamentally the work of the second Hierarchy. Everything we see when we look into the depths of the Earth we ascribe to the Beings of the first (highest) Hierarchy. It is to the unique cooperative activity of these two Hierarchies that we owe the configuration of our environment.
[ 13 ] In welchem Naturelement — wir haben die drei Naturelemente Wasser, Luft, Feuer als mit den Geistern des Willens, den Cherubim und Seraphim in Verbindung stehend angeführt — geben sich nun die Geister der Form kund? Das sind die nächsten Wesen, die auf der Oberfläche tanzen, auf der wir weben, leben und sind. Sie kommen aus dem Weltenraum herein, entfalten aber ihre Kraft nun in dem, was aus der Erde heraufströmt. Für unsere Beobachtung sind sie konzentriert in dem, was wir die ausstrahlenden Sonnenstrahlen nennen. Das Licht ist also das Element, in dem die Geister der Form zunächst weben und leben. Indem aber die Lichtwirkungen mit alle dem, was sie enthalten, sich an der Grenze, wo die Geister der Bewegung und die Geister des Willens zusammenwirken, entfalten, da werden die festen Formen erzeugt.
[ 13 ] We have stated that the three elements, water, air and fire are related to the Spirits of Will, the Cherubim and Seraphim. In which of these elements do the Spirits of Form manifest themselves? They are the Beings nearest to us and they “dance upon” the surface of the Earth where we live and have our being. They work inward from universal space, but now unfold their forces in the emanations issuing from the Earth. To us they are concentrated in the rays of the Sun. Light, therefore, is the element in which the Spirits of Form first weave and work. Since, however, the activities of light and everything related thereunto manifest themselves at the frontier where the Spirits of Movement and Spirits of Will work in concert, it is at this meeting-place that solid forms are created.
[ 14 ] Der Mensch hat zunächst keine Organe, um auch in das hinaufblikken zu können, was jenseits jener Kräfte des Lichtes — die wir auch die Geister der Form nennen — liegt, keine Organe, um in das hineinblicken zu können, was in das Licht hineinverwoben ist. Alles, was auf unserer Erde Zersetzungen und Zusammensetzungen bedingt, alles was als chemische Kräfte auf derselben wirkt, ist hier noch in das Licht hineinverwoben, und das ist im wesentlichen das Terrain, auf dem die Geister der Bewegung tätig sind. Wenn der Mensch etwas wahrzunehmen lernt von dem, was er sonst nur als Maja in der Wirkung der chemischen Zusammensetzungen und Auflösungen sieht, dann hört er diese Geister der Bewegung, dann nimmt er die Sphärenmusik wahr, von der die pythagoräische und andere Geheimschulen sprechen. Das ist auch das, was Goethe beschreibt, wenn er von der Sonne nicht als der Lichtspenderin spricht, sondern sagt: «Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Wettgesang, und ihre vorgeschriebne Reise vollendet sie mit Donnergang.»
[ 14 ] Man has, at first, no organs that would enable him to see what lies beyond these forces of light, which we call the Spirits of Form, no organs with which to perceive that which is woven into the light. Everything which on our Earth determines creation and destruction, all the chemical forces active in the Earth, is still interwoven with light and this is principally the domain in which the Spirits of Movement operate. When man learns to perceive something of that which he otherwise looks upon simply as Maya, in the action of chemical synthesis and analysis, then he hears these Spirits of Movement, he perceives the Music of the Spheres of which the Pythagorean and other occult schools speak. That too is what Goethe describes when he speaks of the Sun, not as the giver of light, but when he says: The Sun, in ancient guise, competing. With brother spheres in rival song, With thunder-march, his orb completing. Moves his predestin'd course along. —(Faust. Prologue in Heaven. Tr. Anna Swanwick)
[ 15 ] Diese Sphärenmusik ist auch jetzt immer noch da, nur daß sie das gewöhnliche Bewußtsein nicht hört. Sie ist wirklich, diese Sphärenmusik, die allen Menschen als astralische Wirkung von außen entgegenkommt. Der Mensch hört sie nur nicht. Würde er in bezug auf diese Sphärenmusik einen eben solchen Wechsel haben wie beim Licht, das er zu gewissen Zeiten, beim Eintreten der Dunkelheit, nicht sieht, dann würde er sie zu gewissen Zeiten auch hören. Sie tönt aber Tag und Nacht, und daher kann er sie nur dann hören, wenn er eine gewisse okkulte Schulung, eine gewisse okkulte Entwickelung durchmacht. Während das Licht uns während des Tages als Licht zuströmt und während der Nacht als aufgenommenes, absorbiertes Licht weiterwebt, tönt die Sphärenmusik Tag und Nacht. Es ist für den Menschen damit so wie bei dem Müller, der die Mühle nur dann hört, wenn sie stille steht.
[ 15 ] This Music of the Spheres is still there, but it is inaudible to ordinary consciousness. It is a reality; it approaches all men from without as an astral effect. Man, however, does not hear it. If in relation to this he were to experience an alternation similar to that of light and dark at certain times, then there would also be times when he could hear the Music of the Spheres. It sounds forth both day and night and therefore he can only hear it if he undergoes a certain occult training and development. Whereas the light streams towards us during the day as light and during the night continues to operate as a reservoir of assimilated light, the Music of the Spheres sounds forth continually both day and night. In this situation man is in the same position as the miller who is aware of the sound of his mill wheel only when it is no longer working.
[ 16 ] Es gibt außerdem noch die Geister der Weisheit, die von außen ihre Wirkungen hereinsenden und die hineinwirken in das webende Licht und die den Raum durchwebende Sphärenmusik. Das ist das auf die Erde einstrahlende Leben des Weltenäthers. Leben strömt vom Weltenraum auf die Erde ein und wird von den Wesen aufgefangen. Das kommt von den Geistern der Weisheit.
[ 16 ] The last of the Beings of the Second Hierarchy are the Spirits of Wisdom, who work from the surrounding Cosmos into the weaving light and into the Music of the Spheres operating throughout the Universe. That is the Life of the universal Ether, raying in on to the Earth. For Life is pouring in on to the Earth from cosmic spaces and is received by living creatures here on Earth. It comes from the Spirits of Wisdom.
[ 17 ] So blicken wir in Weltenfernen und sehen zunächst zu der Sonne auf, in der diese Kräfte für uns konzentriert sind und sehen, wie aus dem Raume hereindringt strömendes Leben, webender Ton, formendes Licht, die Dreiheit der zweiten Hierarchie. Von unten herauf strömt uns die höchste der Hierarchien zu, die Seraphim, Cherubim und Throne. Hineinverwoben in all das Wirken über die Erde hin, mehr im Innern der Wesen wirkend, ist die erste Hierarchie. Dazu gehören zunächst die Archai, die als Zeitgeister wirken. Diese Zeitgeister weben in dem, was ihnen von den höheren Hierarchien zubereitet worden ist, und bewirken das, was wir unsere menschliche Geschichte, die Kulturevolution auf der Erde nennen. Dann finden wir im Umkreise die Erzengel, die Geister der Volksstämme und endlich die Vermittler zwischen dem einzelnen Menschen und den Erzengeln: die Engel.
[ 17 ] Thus we gaze out into cosmic spaces and perceive first of all the Sun in which these threefold forces are concentrated for our spiritual vision. We perceive how instreaming Life, weaving Sound, formative Light, the trinity of the second Hierarchy, are working in from universal space. The highest of the Hierarchies, the Seraphim, the Cherubim and the Thrones, work upwards from below, from the centre of the Earth. The third Hierarchy (the Hierarchy immediately above man) is interwoven with all terrestrial activity and works chiefly in the inner being of organic life. To this Hierarchy belongs, in the first place, the Archai acting as the Time Spirits. These Time Spirits work in the material prepared for them by the higher Hierarchies; they lay the foundation of what we call the history of mankind, the evolution of civilization on Earth. Then in our immediate environment we find the Archangels, the tribal Folk Spirits, and finally the Angels who mediate between the individual human’ beings and the Archangels.
[ 18 ] Wir können also sagen: In den Naturkräften, die wir auf dem Erdplaneten haben, in Erde, Wasser, Luft und Feuer strömen aus die Wesenheiten der dritten Hierarchie und strömen entgegen dem Wirken der Geister der Form, die von außen kommen. Von außen strömen die Wesenheiten der zweiten Hierarchie herein, und im Umkreis der Erde sind die Wesenheiten der ersten Hierarchie, welche sozusagen vorläufig diejenige ist, welche die schwächsten Kräfte hat. Denken Sie sich nur einmal, was für starke Kräfte die erhabenen Wesenheiten haben, welche wir die Geister des Willens nennen, die eigentlich den Boden meißeln, auf dem wir herumgehen. Dann haben wir diejenigen Kräfte, die von außen hereinströmen. Nehmen wir die uns am nächsten stehenden, die Geister der Form, welche die Massen plastisch modellieren. Sodann haben wir das, was intim in die menschliche Seele wirkt, das, was wir die Engel, Erzengel und Archai nennen. — In der dritten Hierarchie haben wir also diejenigen Naturkräfte, die wir als die stärksten, als die Untergrund-Naturkräfte, als die Kräfte unserer Erdfeste kennen. In der zweiten haben wir diejenigen Kräfte, die um uns im Atherelement leben und weben, und in der ersten Hierarchie haben wir dasjenige, was uns selber intim durchlebt und durchwebt.
[ 18 ] To sum up, therefore: In the forces of Nature upon our planet, in earth, water, air and fire are the Beings of the first or highest Hierarchy who stream forth to meet the activity of the Spirits of Form working in from the cosmic sphere. From outside, the Beings of the second Hierarchy stream in, and in the environment of the Earth are the Beings of the third Hierarchy who, for the moment, are the weakest of the forces. Just imagine for a moment how powerful are the forces of those exalted Beings whom we call the Spirits of Will, who fashion the very ground under our feet. Then we have those forces which stream in from outside, the Spirits of Form who are nearest to us, and who mould the contours of the Earth in their plastic state. And finally we have Angels, Archangels and Archai who work more intimately into human souls. And so in the first (highest) Hierarchy we have those forces of Nature which we recognize as the strongest—the Nature-forces emanating from the centre of the Earth, the forces of the solid Earth beneath us. In the second Hierarchy we have the cosmic forces which live and weave around us in the ether and in the third Hierarchy we have that which lives and weaves in the inner recesses of our soul.
[ 19 ] Wenn wir diese drei Hierarchien in ihrem Zusammenwirken nehmen und sehen, wie sie wirken in unserem Erdplaneten, wie sie ihn aus dem gesamten Mutterschoß des Weltenalls herausgestalten, dann bekommen wir einen Begriff von dem, was notwendig war, um diese Erde zustande zu bringen. Die Erde mußte durch verschiedene Verkörperungen hindurchgehen, bevor sie Erde werden konnte: durch den Saturn-, den Sonnen- und den Mondzustand. Wenn Sie die Darstellungen in meiner Schrift «Aus der Akasha-Chronik» und in meiner «Geheimwissenschaft» verfolgen, so werden Sie sehen, daß schon während früherer Verkörperungen unserer Erde diese verschiedenen geistigen Wesenheiten zusammengewirkt haben, nur daß dieses Zusammenwirken in einer von der gegenwärtigen verschiedenartigen Weise stattgefunden hat. Jedesmal, wenn eine neue Verkörperung auftrat, also Saturn-, Sonnen-, Mond- und Erdenzustand, gab es eine andere Art des Zusammenwirkens dieser hierarchischen Wesenheiten, weil nämlich jeder dieser Zustände, durch die unsere Erde hindurchgegangen ist, eine besondere Aufgabe darstellt, die sich diese hierarchischen Wesenheiten setzten. Wir können durchaus davon sprechen, daß jeder der Zustände, die unsere Erde durchgemacht hat, und die Zustände, die sie noch durchmachen wird, eine besondere Mission in der kosmischen Entwickelung bedeuten und bedeutet haben.
[ 19 ] If we observe the cooperative activity of these three Hierarchies and see how they operate in our Earth planet, how they form it out of the totality of the Universe, then we have some indication of what was necessary in order to create our Earth. The Earth had to pass through the planetary epochs of Old Saturn, Old Sun, and Old Moon before it could become our present Earth. If you refer to my books Cosmic Memory and Occult Science, you will find that, even during the earlier incarnations of our Earth, these various spiritual Beings worked together, but that the nature of this cooperative activity was different from that of today. With each new incarnation in the Saturn, Sun, Moon and Earth states the cooperative activity of those Hierarchical Beings assumed a different form because in each of these planetary epochs of the Earth the Hierarchical Beings had their specific task to fulfil. We may confidently affirm that each of the conditions through which our Earth has passed and those which still lie before it, represent, and have represented, a particular stage in the process of cosmic evolution.
[ 20 ] Es ist nun außerordentlich schwierig — denn alle Begriffe ändern sich von Planetenzustand zu Planetenzustand — zu definieren, was die Mission der alten Saturn-, der alten Sonnen-, der alten Mondepoche war. Es ist dies nicht leicht, weil man zunächst die Mission unserer Erde sehr abstrakt charakterisieren muß. Man bekommt am leichtesten eine Vorstellung davon, wenn man sich vergegenwärtigt, wie die verschiedenen Kräfte beschaffen sind, die im Weltenraum sich offenbaren. Nun haben Sie, wenn Sie auf das menschliche Innere, auf das Seelenleben schauen, Wollen, Fühlen und Denken, und wiederum haben Sie, wenn Sie auf die menschlichen Hüllen blicken, auf das Äußere der Menschennatur, physischen Leib, Atherleib und Astralleib, so daß Sie, wenn Sie den heutigen Menschen anschauen und von seinem Ich zunächst absehen, ihn als ein Gewebe auffassen können des physischen, Ather- und Astralleibes, in das hineingewoben sind — wie in eine äußere Hülle — Wollen, Fühlen und Denken.
[ 20 ] Since all conceptions change from one planetary condition to another it is extremely difficult to define what were the tasks of the Old Saturn, Old Sun and Old Moon epochs. This is not easy because we must first characterize the mission of our Earth in a very general way. The simplest way to conceive of it is to call to mind the nature of the various forces which manifest themselves in space. Man's inner life consists of thinking, feeling and willing; his outer vehicles consist of the physical body, etheric body and astral body. So that if we take a man of the present day and ignore for the moment his ego, we can envisage him as a tapestry consisting of the physical, etheric and astral bodies into which are woven—as into an outer envelope—thinking, feeling and willing.
[ 21 ] Nun sind diese Kräfte im Menschen, sowohl im äußerlichen wie im inneren Menschen, immer verwandt mit irgendwelcher früheren Mission, die gebunden war an frühere Verkörperungen der Erde. Da haben wir zum Beispiel die Saturnmission. Wenn Sie sich eine annähernde Vorstellung von derselben machen wollen, dann können Sie sich dieselbe verwandt denken mit dem, was menschlicher physischer Leib auf der einen Seite und menschlicher Wille auf der anderen Seite ist. Das ist so zu denken, daß, wenn es keine Saturnverkörperung unserer Erde gegeben hätte, der Wille des Menschen auf der einen Seite und sein physischer Leib auf der anderen Seite nicht hätten zu ihrer heutigen Gestaltung kommen können. Der Mensch verdankt das, was er an Wille und physischem Leib hat, dem alten Saturn. Daß er den physischen Leib dem Saturn verdankt, entnehmen wir aus der Akashachronik. Es wirkt aber auch jeder vorhergehende Zustand in den auf diesen Zustand folgenden Gestaltungen nach. Was sich daher heute kundgibt als Wille, ist zurückzuführen auf die Nachwirkung des Saturnelementes. Das wird zu dem Ergebnisse, daß vom Innern des Menschen sich dessen Wesenheit als Wille kundgibt. Von der Mission des Sonnenzustandes bekommen Sie einen Begriff, wenn Sie das, was man menschlichen Ätherleib nennt, betrachten und daran anknüpfen das Fühlen. Daß der Atherleib bis auf die alte Sonne zurückgeht, wurde Ihnen schon gesagt. Die Nachwirkung wirkt aber so, daß der Mensch die inneren Kräfte des Fühlens später entwickeln konnte. Und wenn wir endlich auf den Mondzustand blicken, so sehen wir, daß der Astralleib des Menschen und das menschliche Denken an denselben gebunden ist. So daß wir sagen können: Damit diese Kräfte des inneren und äußeren Menschen — physischer Leib, Ätherleib und Astralleib; Wollen, Fühlen und Denken — sich so haben entwickeln können, daß sie der Mensch heute als äußeres und inneres Leben besitzt, dazu waren drei aufeinanderfolgende kosmische Missionen nötig. Und diejenigen Wesenheiten, die wir als die Wesenheiten der Hierarchien bezeichnet haben, mußten, damit die Aufgabe der drei aufeinanderfolgenden Verkörperungen unserer Erde erfüllt werden und dem Menschen verliehen werden konnte, was in seiner heutigen Konstitution zum Vorschein kommt, jedesmal in entsprechender Wechseltätigkeit zusammenwirken.
[ 21 ] Now these forces in man, both in the outer and the inner man, are always related to some earlier mission which was connected with a former incarnation of the Earth. If, for example, we wish to form an approximate idea of the Saturn mission, we may think of it as being related, on the one hand, to the human physical body and, on the other, to the human will. Now if there had been no Saturn incarnation of our Earth, neither the life of will in man, no r his physical body could have attained their present form. A man owes his physical body and life of will to Old Saturn. He is indebted to the Akashic Records for this knowledge. The after-effects of each Earth incarnation, however, are reflected in the forms of the succeeding incarnations. Hence the life of will as we know it today can be traced back to the after-effects of the Saturn element. Consequently the Saturn element is reflected in the inner life of man as will. You will have an idea of the mission of the Old Sun epoch if you study the etheric body and also the later development of the sentient life. You already know that the etheric body can be traced back to the Old Sun. The after-effects however are such that man was able to develop later the inner life of feeling. Finally, we find that the Old Moon condition was related to the astral body of man and the inner life of thought. Thus three successive incarnations of the Earth were necessary in order that these forces of the inner and outer man—physical body, etheric body and astral body; thinking, feeling and willing—could so develop that they are now an integral part of his physical and spiritual life. In order that the task of the three successive incarnations or planetary epochs of our Earth could be fulfilled and that man could be endowed with his present constitutional make-up, those Beings whom we have described as belonging to the Hierarchies were obliged to work together in each of these planetary epochs in a way appropriate to each Earth incarnation.
[ 22 ] Es mußte also die Mission des alten Saturnzustandes erfüllt werden, sonst hätte der Mensch nicht den Einschlag des physischen Leibes und des Wollens erhalten können. Es mußte die Mission der Sonne erfüllt werden, sonst hätte er nicht den Ätherleib und das Fühlen erhalten können, und endlich mußte die Mission des Mondes erfüllt werden, sonst hätte er nicht den Astralleib und das, was wir die Kraft des Denkens nennen, haben können. So sind die drei vorhergehenden Verkörperungen unserer Erde insbesondere demjenigen gewidmet, was wir eines der vorherrschenden Elemente unserer eigenen, persönlichen Wesenheit, unseres «Ich» nennen können. Es liegt nämlich die Tatsache vor, daß der äußere, physische Leib, der ausgeflossen ist aus dem Wesen des alten Saturn, aus den Geistern des Willens, nichts anderes darstellt, als den Willen von außen gesehen. Bei uns wirkt der Wille als Innenleben aus dem Inneren. — Diese Worte sind ganz genau gewählt, sie sind nicht phantastisch, sondern ganz genau der Natur der Sache entsprechend. Sie können aus ihnen viel lernen. — Die Sonnenperiode hat die Erde durchgemacht, um den Ätherleib auf der einen Seite zu begründen durch den Einfluß der Geister der Weisheit, und um zu begründen auf der anderen Seite durch das Fortwirken des Elementes der Weisheit dasjenige, was die innere Weisheit reflektiert: das Gefühl. Dasjenige, was die Mondenmission war, hängt mit dem Astralleibe und mit dem Denken in ähnlicher Weise zusammen.
[ 22 ] The mission of Old Saturn therefore had to be fulfilled otherwise man's physical body and the life of will could not have been bestowed upon him. To the Old Sun he owed his etheric body and sentient life, and finally to the Old Moon he owed the astral body and the power of thought. Thus, each of the three preceding incarnations of our Earth were especially devoted to one of the salient aspects of our individual being, our ‘I’. In effect the external physical body which stems from the activity of the Spiritual Beings of Old Saturn, from the Spirits of Will, is simply Will that is externalized. Today the will is an expression of the inner life. These words are carefully chosen; they are no flight of fancy, but fit the facts completely. You can learn much from them. The Earth passed through the Old Sun epoch in order, on the one hand, to lay the foundation of the etheric body through the influence of the Spirits of Wisdom, and, on the other hand, through the continued operation of the element of wisdom, to endow us inwardly with Feeling, the inner element of Wisdom. The mission of Old Moon is associated with the astral body and the inner life of Thought.
[ 23 ] Jetzt fragt es sich: Was haben die hauptsächlich auf der Erde wirkenden und die Erde formenden Geister der Form für eine besondere Mission gewählt? Wir können zunächst sagen: Die Geister, die auf dem Saturn hauptsächlich gewirkt haben, die Geister des Willens oder Throne, hatten die Mission, das Element einzuweben, das später während der Erdenentwickelung in dem Willen sich offenbart. Das ist die große Saturnmission: den Willen einzuimpfen, die Willenskräfte einzupflanzen. Wenn wir so etwas betrachten, so bekommen wir Hochachtung und Respekt vor den waltenden kosmischen Mächten. Wir bekommen eine richtige Wertschätzung diesen Mächten gegenüber, wenn wir sehen, daß zu dem kunstvollen Gewebe von äußerem Willen, der in dem physischen Leibe lebt, und von innerem Willen eine besondere planetarische Mission notwendig war. Die gesamte Welt der Hierarchien mußte einen Planeten entstehen und wieder vergehen lassen, um das Verhältnis zustande zu bringen, was in uns als äußeres und inneres Willenselement eingewoben ist. Ebenso mußte die alte Sonne entstehen, um den Ätherleib und das Gefühlselement, das innere Weisheitselement entstehen zu lassen. Was sich dann in unserem Denkelement, in unserer Astralität, als inneres Gedankenelement im Menschen reflektiert, dazu war die Mondmission notwendig.
[ 23 ] The problem, which now confronts us, is this: what particular mission has been chosen by the Spirits of Form who work chiefly on the Earth and fashion it? Now the task before the Spirits of Will or Thrones who worked chiefly on Old Saturn was to endow man with that element which later, during Earth-evolution, manifests itself as Will. The great task of Old Saturn, then, is to implant the will, the forces of will. When we contemplate this gift to man, we are filled with admiration and reverence for the ruling cosmic Powers. They command our deep respect when we realize that for the skilful interweaving of outer Will, which resides in our physical body, and of inner Will, a special planetary mission was necessary. The whole world of the Hierarchies had to suffer the birth and death of a planet in order to bring about the condition which we experience as the outer and inner element of Will. In the same way, the Old Sun universe was necessary in order to endow us with the etheric body and the element of Feeling, the inner element of Wisdom. And the Old Moon mission was necessary in order to endow us with the astral body and the inner life of Thought.
[ 24 ] Welche Mission haben nun die Geister der Form, was ist also die eigentliche Erdenmission? Wenn Sie an die Saturnmission die Einprägung des Willens anknüpfen, an die Sonnenmission vorzugsweise die Einprägung des Gefühlselementes, an die Mondmission vorzugsweise die Einprägung des Gedankenelementes — also dasjenige, was im menschlichen Astralleibe ist —, so hat man an den Erdenplaneten die Mission zu knüpfen, ein vollständiges Gleichgewicht dieser drei Elemente zu bewirken, das Gleichgewicht dieser drei Elemente herzustellen, von denen jedes während eines der früheren Zustände unseres Planeten die Oberhand hatte, so daß im Gleichgewichtszustande zusammenwirken diese drei Elemente, von denen jedes die Hegemonie hatte in einer der früheren Verkörperungen der Erde. Das ist die Mission unserer Erde. Zum Stillstand zu bringen den Kampf dieser Elemente dadurch, daß sie in das richtige Gleichgewichtsverhältnis gebracht werden, das ist die Erdenmission. Der Mensch ist hineinverwoben in diese Erdenmission, um dieses Gleichgewicht zuerst in seinem eigenen Innern aus Denken, Fühlen und Wollen aufzubauen. Der Mensch war in dieser Beziehung in der Tat bei der Entstehung der Erde ein regelloses Gewebe von Denken, Fühlen und Wollen. Wie noch bei dem gegenwärtigen Menschen das innere Gleichgewicht nicht vollständig ist, sondern vielfach in Disharmonie, in Unordnung ist, das kann jeder an sich fühlen, der auch nur ein bißchen Selbsterkenntnis hat. Der Mensch ist zunächst berufen, in seinem Inneren das Gleichgewicht zwischen Denken, Fühlen und Wollen herzustellen, wodurch er von sich ausstrahlen und übertragen kann auf die Erde das, was dieses Gleichgewicht von Denken, Fühlen und Wollen bedeutet.
[ 24 ] What, then, is the mission of the Spirits of Form? What is the real Mission of the Earth? If one associates the Old Saturn mission with the endowment of the element of Will, the Old Sun mission principally with the endowment of the element of Feeling, and the Moon mission chiefly with that of the element of Thought—with the astral body of man—then the mission of the Earth is to bring about a perfect harmony between these three elements, each of which had been predominant in an earlier incarnation of our Earth. The mission of our Earth is to resolve the conflict between these elements and restore a proper harmony between them. Man is involved in this mission of the Earth in order that he may establish this harmony between thinking, feeling and willing, first of all in his own inner being. At the beginning of the Earth period man was in this respect a patchwork of thought, feeling and will. Everyone who possesses a little self-knowledge can feel that the man of today has not yet achieved inner harmony; he is frequently a victim of conflict and discord. Man is called upon first of all to strike a balance between thought, feeling and will within himself by means of which he himself as an Ego-being can demonstrate and communicate to his fellow men what this harmony signifies.
[ 25 ] In der okkulten Symbolik hat man immer diese Mission der Erde in ganz besonderer Weise durch eine Figur ausgedrückt. Wenn Sie alle geometrischen Figuren durchgehen, werden Sie keine finden, die dem Zusammenwirken im Sinne des Gleichgewichtes so genau entspricht, wie das gleichseitige Dreieck. Wenn Sie das gleichseitige Dreieck nur aufzeichnen, so finden Sie die drei Seiten einander gleich, die drei Winkel einander gleich, jeder Scheitelpunkt ist gleich weit von dem anderen und alle gleich weit von dem Mittelpunkte entfernt. Der Mittelpunkt von dem gleichseitigen Dreieck ist ein absolutes Symbolum für das Gleichgewichtswirken, so daß, wenn der Okkultist das Dreieck anschaut, er in demselben ein Symbolum sehen kann für das absolut equilibrierte Zusammenwirken dessen, was in den drei früheren Verkörperungen unserer Erde jeweilig die Hegemonie hatte. Die Taten des Ich in dem Menschen bedeuten nichts anderes als das Schaffen eines tätigen, eines aktiven Mittelpunktes in der Menschennatur, wodurch dieser Gleichgewichtszustand von innen heraus vorbereitet werden kann. So ist in der Tat der Mensch zu Großem berufen auf unserer Erde, nämlich dazu, von innen heraus durch seine ganze Wesenheit zunächst das Gleichgewicht dessen zu bewirken, was früher in der verschiedensten Weise und zu verschiedenen Zeiten jeweilig vorherrschend war.
[ 25 ] In occult symbolism this Earth-mission has always been expressed in a special way by means of a geometrical figure. Amongst geometrical figures you will find none which corresponds so exactly to the balance or harmony of these three activities as the equilateral triangle. If you draw an equilateral triangle you will find the three sides are equal, the three angles equal, the vertices are equidistant from each other and all are equidistant from the centre. The centre of an equilateral triangle is a complete symbol of a balance of forces, so that when the occultist looks at an equilateral triangle he perceives in it a symbol of the perfectly balanced cooperation of those elements, each of which held for a time the upper hand in the three earlier incarnations of our Earth. The deeds of the ‘I’ in man signify simply the creation of an active centre in his nature whereby this state of harmony can be prepared from within. Man therefore is called to high destiny on Earth to bring about from within, first of all through his whole being, a balance between what was predominant for a time in earlier planetary epochs in various ways and at various times.
[ 26 ] Das ist zunächst eine recht abstrakte Definition unserer Erdenmission, aber diese besteht einmal in dem Gesagten. Das Geheimnis dieser Mission spricht sich dadurch aus, daß durch dieses Zusammenwirken, durch dieses Gleichgewicht der drei Kräfte das Innere tatsächlich produktiv Neues wirkt. Es wird dadurch wahrhaft ein viertes Element erzeugt zu den drei vorhergehenden, und dieses vierte Element ist das Element der Liebe. Die Liebe kann im Weltgetriebe sich nur entwickeln, wenn ein absolutes Gleichgewicht der drei in früheren Zeiten abwechselnd die Hegemonie führenden Kräfte eintritt. — Darüber werden wir in den nächsten Tagen noch mehr zu sprechen haben. Vorläufig nehmen Sie das als abstrakte Charakteristik hin.
[ 26 ] Now that is a very general definition of our Earth mission, but this mission is exactly as I have described it. The secret of this mission is that through this cooperation, through this balance or harmony of the three forces, the inner being really creates something new. A fourth element, which is the element of Love, is thus added to the three preceding elements. Love can only develop in the busy work-a-day world when an absolute harmony exists between the three forces, which in earlier epochs were each in turn, the dominating influence. We shall have more to say about this in the next few days. For the moment you must accept it as a general description.
[ 27 ] So ist unser Planet der Planet der Liebe, und deshalb ist sozusagen dieses Gleichgewicht, das sich herausstellt in dem Zusammenwirken dieser drei Kräfte, in seinem Ergebnis Liebeswirken, und Liebeswirken soll durch alle folgenden Verkörperungen der Erde, gerade durch die Mission des Erdenwirkens hineinverwoben werden in die gesamte Evolution. Dadurch wird die Dreiheit zu einer Vierheit, und diese Vierheit beginnt mit ihrem vierten Element auf der untersten Stufe, beginnt sozusagen mit der niedersten Form der Liebe, die geläutert und gereinigt wird bis zu dem Grade, daß am Ende der gesamten Erdenentwickelung die Liebe als ein völlig gleichberechtigtes Element erscheinen wird. Die Mission des Gleichgewichtes für unseren Erdenplaneten erfüllen, heißt also im Grunde genommen: die Dreiheit zu einer Vierheit machen. Deshalb wird auch das Geheimnis des Erdendaseins gewöhnlich okkult ausgesprochen mit den Worten «Die Dreiheit zur Vierheit machen». Das vierte Element ist natürlich heute noch sehr unvollkommen. Es wird aber, wenn die Erde ihre Mission erfüllt haben wird, ebenso hellglänzend sein wie das heilige Dreieck, das uns mit seiner Gleichgewichtslage als das höchste Symbolum, das wir für unser Erdenideal haben, vorleuchtet, insofern wir uns an die Vergangenheit der Erde erinnern.
[ 27 ] Thus our planet is the planet of Love and therefore the result of this balance or harmony which is reflected in the cooperation of the three forces is the active spirit of Love, and this spirit of Love is to be woven into the whole of evolution throughout all the successive incarnations of the Earth by the fulfillment of the Earth's mission. In this way the Trinity becomes a Quaternary: the latter begins with its fourth element at the lowest stage, with the most elementary or primitive form of love which is so purged and purified that at the close of the Earth-evolution Love will appear as an element enjoying to the full equal status with the others. To fulfil the mission of balance or harmony ordained for our Earth planet implies, in reality, transforming the Trinity into a Quaternary. To make the Trinity into a Quaternary is therefore an occult formula for the Earth's secret. Inevitably the fourth element is today still very imperfect. But when the Earth shall have fulfilled its mission, it will appear as luminous as the Sacred Triangle which, with its state of perfect balance, shines forth as the highest symbol we possess for our Earth—ideal in so far as we can remember the past of the Earth.
[ 28 ] Es ist dieses Zusammenwirken der Elemente von Denken, Fühlen und Wollen im Innern des Menschen zunächst so, daß dieses eigentliche Innere zur Substanz der Liebe wird. Das ist dasjenige, was man das eigentlich Produktive, das innerlich Produzierende im Erdendasein nennen kann. Deshalb muß man die Geister der Form in ihrer Gesamtheit, weil sie gerade diese Mission haben, die drei früheren Zustände ins Gleichgewicht zu bringen, zugleich als die Geister der Liebe bezeichnen.
[ 28 ] This correspondence between the elements of thinking, feeling and willing is such that the inmost being of man becomes the substance of Love and this is what one may call the really creative, the inwardly creative element in earthly existence. We must therefore describe the Spirits of Form in their totality (because their particular mission is to harmonize the three former conditions) as the Spirits of Love.
[ 29 ] Wenn wir so das Erdendasein betrachten, dann haben wir zunächst charakterisiert das Wollen, Fühlen und Denken und das Liebeswirken außerhalb unseres Erdenplaneten, und wir haben als besondere Aufgabe der Geister der Form die Einimpfung, die Einprägung der Liebe, die das Resultat des Gleichgewichtes ist, bezeichnen können. Darin besteht also die Gesamtmission der Erde. Um diese die Erde durchdringende Kraft der Liebe zustande zu bringen, dazu ist das Ineinanderwirken und Ineinanderarbeiten alles dessen notwendig, was wir als die Arbeit der niedersten Hierarchien bezeichnet haben. Wie wir schon in unserer vorhergehenden Betrachtung angefangen haben zu charakterisieren, muß dadurch sozusagen das Netz der Liebe gewoben werden, und es muß dieses Gewebe der Liebe so gewoben werden, daß die Hauptfäden hineingewoben werden — weil das ihrer Grundmission entspricht — durch die normalen Geister der Form. Dann weben hinein die abnormen Geister der Form, die eigentlich Geister der Bewegung sind, das, was die Rassen gibt. Dann weben die normalen und abnormen Zeitgeister die geschichtliche Entwickelung hinein, und dann weben die Erzengel mit normaler und abnormer Entwickelung die einzelnen Volks- und Sprachen-Entwickelungen hinein, und endlich wirken hinein die Wesen, welche den Menschen an den richtigen Platz auf der Erde stellen, die Engel. So wird dieses gewaltige Netz der Liebe gewoben. Das, was als Netz der Liebe, als die eigentliche Erdenmission, gewoben wird, das ist aber nur als Abglanz, als Maja in unserer Erde sichtbar.
[ 29 ] In considering Earth-existence in this way we first described thinking, feeling and willing and the working of Love outside our Earth planet and we described as the special task of the Spirits of Form the implanting of Love which results from balance or harmony. This is the whole mission of the Earth. In order to realize this power of Love that shall permeate the Earth, the interplay and interaction of the lowest Hierarchies was necessary. As we began to indicate in our previous study, the network of Love must be woven by these Hierarchies and Love must be woven in such a way that the principal threads are woven by the normal Spirits of Form, for that is their fundamental mission. Then the abnormal Spirits of Form, who are in reality Spirits of Movement, weave into the tapestry that which creates the different races. Then the normal and abnormal Time Spirits weave into it the historical evolution, and the normal and abnormal Archangels the evolution of the individual peoples and languages; and finally the Angels who determine man's rightful place on Earth participate in this activity. In this way the mighty tapestry of Love is being woven. Yet of this tapestry of Love which is being woven as the real mission of Earth only the Maya, the outer reflection, is visible on Earth.
[ 30 ] Das nächste Gebiet über der physischen Welt, wo dieses Netz gesehen werden kann, ist die astralische Welt. Aber immer klarer und klarer sieht man das Arbeiten der Hierarchien an den Wahrheiten, die unserer äußeren Maja zugrunde liegen, wenn man sich erhebt aus der astralischen Welt in die Welt des niederen und höheren Devachan. Dann sieht man, wie dieses Gewebe gesponnen wird. Erhebt man sich zur Astralwelt, dann erblickt man allerdings zunächst dasjenige noch nicht, was hauptsächlich von innen spinnt, nämlich die Geister des Willens, die Cherubim und Seraphim. Wenn der Mensch diese Geister bei ihrer Arbeit finden will, dann muß er sich zum Schauen in noch höhere Welten erheben. Aber eines finden wir schon in der astralen Welt: das, was wir die abnormen Geister der Form nennen, welche, wenn sie eine normale Entwickelung erlangt hätten, von außen weben sollten. Wir haben gesehen, daß die Geister der zweiten Hierarchie von außen weben sollen; hier aber sehen wir, daß sie von innen weben. Wir können also sagen: In dieses Netz, in dem von außen weben die Geister der Bewegung, die Geister der Form und die Geister der Weisheit, von innen die Geister des Willens, die Seraphim und Cherubim, weben auch noch von innen Wesenheiten, die eigentlich von außen weben müßten. Sie weben aber unter der Oberfläche so, wie etwa der Seidenwurm den Kokon webt. Innerlich ist das, was zunächst in der Astralwelt gesehen wird. Diese eigenartigen Geister der Bewegung, die deplazierte, gestürzte Geister sind, sie sind das nächste, was sichtbar wird von diesen in der geistigen Erdenatmosphäre webenden und wogenden geistigen Wesenheiten. Diese geistigen Wesenheiten, die das erste sind, was auf dem Astralplan zunächst sichtbar wird, noch bevor dasjenige, was normalerweise auftritt, die Engelwesen oder Angeloi sichtbar werden, sind für das hellseherische Schauen eigentlich — trotzdem sie für die Erzeugung der Rassen im tiefsten Sinne notwendig sind — doch in gewisser Weise die verführerischen Geister. Diese Geister, von welchen jeder wieder viele unter sich hat — weil jeder viele geistig untergeordnete Wesen erzeugt —, sind in der geistigen Welt eingehüllt in eine Summe von geistigen Wesenheiten, die immer unter den betreffenden Hierarchien stehen. Auch die höheren Geister haben solche unter ihnen stehende Wesenheiten; die Geister des Willens: die Undinen; die Cherubim: die Sylphen; die Seraphim: die Salamander. Aber auch diese abnormen Geister der Form, die eigentlich Geister der Bewegung sind, die wie eine Art häßlicher geistiger Wesen auf dem astralischen Plane erscheinen, haben ihre untergeordneten Geister. Sie sind die Geister, welche weben und leben in dem, was mit dem Entstehen der menschlichen Rassen zusammenhängt, was also beim Menschen mit dem zusammenhängt, sozusagen an dem Elemente hängt, das wir als das erdgebundene charakterisiert haben, als das mit der Fortpflanzung zusammenhängende und dergleichen. Das sind Wesenheiten, das ist überhaupt ein Terrain, welches zu den buntesten und gefährlichsten der astralischen Welt gehört, und es ist leider das Terrain — an dieser Stelle kann es am besten im Zusammenhange gesagt werden —, das von denjenigen, die auf eine unrichtige Weise zum Schauen kommen, am allerleichtesten gefunden werden kann. Am leichtesten kommt das Heer derjenigen Geister, die mit der Fortpflanzung der Rasse zu tun haben und dienende Glieder derselben sind, zum Vorschein. Mancher, der vorzeitig und auf unrichtige Weise sich in das okkulte Gebiet hineinbegeben hat, hat es teuer dadurch bezahlen müssen, daß ihm das Heer dieser geistigen Wesenheiten ohne die Harmonisierung durch andre geistige Wesen entgegentrat.
[ 30 ] The nearest realm above the physical world in which it is possible to perceive this tapestry is the astral world. In order to see the working of the Hierarchies more and more clearly in the truths underlying our external Maya we must raise our consciousness from the astral plane to the planes of lower and higher Devachan. We then perceive how this tapestry is woven. If we raise our consciousness to the astral plane, the Beings normally working from the depths, namely, the Spirits of Will (Thrones), Cherubim and Seraphim are not yet visible. If we wish to perceive these Spirits at work we must raise our spiritual vision to still higher realms. But already in the astral world we find the abnormal Spirits of Form who, if they had fulfilled their normal evolution, would be working from without. The Spirits of the second Hierarchy, as we already know, ought to work from without, from the celestial spheres, but here they are working from within, from the centre of the Earth. Thus into this tapestry of Love in which the Spirits of Movement, the Spirits of Form and the Spirits of Wisdom are working from without, and the Spirits of Will, the Seraphim and Cherubim from within, there are also other Beings working from within who should really be working from without. They work secretly, however, after the manner in which the silkworm spins its cocoon. What is seen first of all in the astral world are Beings working from the depths. These singular Spirits of Movement who have transposed their sphere and are fallen Spirits, are the first Beings to become visible amongst those spiritual Beings weaving and surging in the spiritual atmosphere of the Earth. These Beings who are the first to become visible on the astral plane, even before the normal Angels, are the Spirits who in a sense falsify clairvoyant perception—despite the fact that they are vitally necessary for the propagation of the races. These Spirits, each of whom has many attendant spirits, because each one begets many spiritually subordinate beings, are surrounded in the spiritual world by a number of spiritual beings who are always subordinate to their respective Hierarchies. The higher Spirits also have their attendant Nature-spirits—the Spirits of Will: the Undines; the Cherubim: the Sylphs; the Seraphim: the Salamanders. The abnormal Spirits of Form who are really Spirits of Movement and who appear as hideous spiritual Beings on the astral plane also have their subordinate spirits. They are the spirits who are actively engaged in whatsoever is associated with the genesis of the human races, in that which in man is associated with the earth-bound, with the propagation of race and the like. These beings, indeed this whole domain is one of the most variegated and dangerous of the astral world and—this is the appropriate moment to call attention to it—it is the one most easily contacted by those who attain to clairvoyant vision by erroneous methods. The hosts of these spirits who are associated with the propagation of the race, who serve that purpose, are those most easily perceived. Many a one who has entered into the occult realm prematurely or in the wrong way has had to pay dearly for it because he encountered this host of spiritual beings without the harmonizing influence of the other spiritual Beings.
[ 31 ] So haben wir hineinleuchten können in das, was am Realen spinnt und webt, um das Gewebe zu weben, aus dem dann die eigentliche seelische Welt des Menschen sich entfaltet. Wie diese Grundlage, in die wir jetzt ein wenig hineingeschaut haben, in der Rassen-, in der Volksentstehung und so weiter zum Vorschein kommt, davon wollen wir morgen weiter sprechen.
[ 31 ] Thus we have been able to throw light upon that which weaves on the loom of Reality in order to produce this tapestry from which the pattern of man's psychic life emerges. Tomorrow we will discuss in further detail how this cosmic pattern which we have touched upon today is reflected in the origin and development of races and peoples.
