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Paths and Goals of Spiritual Man
GA 125

27 December 1910, Stuttgart

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14. Die Julfestzeit, Die Christfest-Symbole und die welthistorische Stimmung anthroposophischer Vorstellungsart

14. Die Julfestzeit, Die Christfest-Symbole und die welthistorische Stimmung anthroposophischer Vorstellungsart

[ 1 ] Der Geist, durch dessen Aufnahme die menschliche Seele sich im Weltenlauf immer weiter und weiter entwickelt, ist ein ewiger. Aber die Art und Weise, wie er sich einlebt, wie er sich ausprägt in dem, was der Mensch auf der Erde empfinden, lieben und schaffen kann, diese Art ist von Epoche zu Epoche stets eine neue. Und darin besteht gerade des Menschen Aufgabe im Weltenlauf, dem Geist die aufeinanderfolgenden vielen Formen zu ermöglichen, durch die er die Leiter zu jenen Vollkommenheiten hinaufsteigt, die wir ahnen, und die wir eigentlich nur ahnen sollen, die wir nicht in zu deutliche Begriffe hineinpressen möchten. Wenn wir so an den Geist und an sein Werden im Menschheitslauf denken, dann treten die Ewigkeit und das Vergängliche vor unser seelisches Auge. Und in den besonderen Fällen des Lebens, da und dort, immer wieder und wieder, können wir sehen, wie dieses Ewige im Vergänglichen auftaucht, wie es im Vergänglichen sich ausprägt, um wieder zu verschwinden und in immer neuen Formen sich geltend zu machen. Was uns hier als Symbol unserer Weihnacht umgibt, können wir heute auch schon empfinden wie etwas, das vergangenen Formen angehört, das Ewige in der äußeren Welt im Sinnbild zu schauen. Denn wahrhaftig, wenn wir in der zweiten Dezemberhälfte in dieser unserer Gegenwart hinausgehen, namentlich in die Straßen der Großstadt, da draußen den Weihnachtsglanz und alles das sehen, was in die Häuser einladen soll, um das Christfest zu begehen, dann muß es einem Auge, das noch ästhetisch empfinden kann, schon weh tun, wenn es die Dinge des Weihnachtsmarktes ausgebreitet und mitten durch sie hindurchsausen sieht das, was im Grunde genommen nicht durch Weihnachtsbäume und Weihnachtssymbole sausen kann: Automobile, elektrische Straßenbahnen oder dergleichen. Die Dinge.gehören in einer gewissen Weise, so wie sie heute empfunden werden, nicht mehr zusammen. Noch tiefer wohl empfinden wir die Sache, wenn wir uns dann vergegenwärtigen, was dieses Weihnachtsfest geworden ist für viele der Menschen, die in den Großstädten die Träger der Bildung der Gegenwart sein wollen. Ein Geschenkfest, ein Fest, in dem wenig mehr von der Wärme, von der gründlichen Empfindungstiefe lebt, welche in einer noch nicht sehr fernen Vergangenheit um dieses bedeutungsvolle Weihnachtsfest herum vorhanden war: ein Geschenkfest ist es geworden. Unter den mancherlei Dingen, die uns das geben wollen, was wir unsere anthroposophische Weltanschauung, unsere anthroposophische Vorstellungsart nennen, sollten wohl wiederum die ganz warmen Empfindungen und Gefühle sein, welche die Menschenseele an den hohen Festtagen des alten Kirchenjahres durchzogen.

[ 1 ] Der Geist, durch dessen Aufnahme die menschliche Seele sich im Weltenlauf immer weiter und weiter entwickelt, ist ein ewiger. Aber die Art und Weise, wie er sich einlebt, wie er sich ausprägt in dem, was der Mensch auf der Erde empfinden, lieben und schaffen kann, diese Art ist von Epoche zu Epoche stets eine neue. Und darin besteht gerade des Menschen Aufgabe im Weltenlauf, dem Geist die aufeinanderfolgenden vielen Formen zu ermöglichen, durch die er die Leiter zu jenen Vollkommenheiten hinaufsteigt, die wir ahnen, und die wir eigentlich nur ahnen sollen, die wir nicht in zu deutliche Begriffe hineinpressen möchten. Wenn wir so an den Geist und an sein Werden im Menschheitslauf denken, dann treten die Ewigkeit und das Vergängliche vor unser seelisches Auge. Und in den besonderen Fällen des Lebens, da und dort, immer wieder und wieder, können wir sehen, wie dieses Ewige im Vergänglichen auftaucht, wie es im Vergänglichen sich ausprägt, um wieder zu verschwinden und in immer neuen Formen sich geltend zu machen. Was uns hier als Symbol unserer Weihnacht umgibt, können wir heute auch schon empfinden wie etwas, das vergangenen Formen angehört, das Ewige in der äußeren Welt im Sinnbild zu schauen. Denn wahrhaftig, wenn wir in der zweiten Dezemberhälfte in dieser unserer Gegenwart hinausgehen, namentlich in die Straßen der Großstadt, da draußen den Weihnachtsglanz und alles das sehen, was in die Häuser einladen soll, um das Christfest zu begehen, dann muß es einem Auge, das noch ästhetisch empfinden kann, schon weh tun, wenn es die Dinge des Weihnachtsmarktes ausgebreitet und mitten durch sie hindurchsausen sieht das, was im Grunde genommen nicht durch Weihnachtsbäume und Weihnachtssymbole sausen kann: Automobile, elektrische Straßenbahnen oder dergleichen. Die Dinge.gehören in einer gewissen Weise, so wie sie heute empfunden werden, nicht mehr zusammen. Noch tiefer wohl empfinden wir die Sache, wenn wir uns dann vergegenwärtigen, was dieses Weihnachtsfest geworden ist für viele der Menschen, die in den Großstädten die Träger der Bildung der Gegenwart sein wollen. Ein Geschenkfest, ein Fest, in dem wenig mehr von der Wärme, von der gründlichen Empfindungstiefe lebt, welche in einer noch nicht sehr fernen Vergangenheit um dieses bedeutungsvolle Weihnachtsfest herum vorhanden war: ein Geschenkfest ist es geworden. Unter den mancherlei Dingen, die uns das geben wollen, was wir unsere anthroposophische Weltanschauung, unsere anthroposophische Vorstellungsart nennen, sollten wohl wiederum die ganz warmen Empfindungen und Gefühle sein, welche die Menschenseele an den hohen Festtagen des alten Kirchenjahres durchzogen.

[ 2 ] Und wir sollten wieder verstehen lernen, wie es notwendig für uns ist, notwendig ist für unsere Seelen, in gewissen Zeiten den ganzen Zusammenhang mit der großen Welt zu fühlen, aus welcher der Mensch herausgeboren ist, um unsere intellektuellen, unsere Gefühls- und auch unsere moralischen Kräfte zu erneuern. Denn ein solches Fest, wo alle Moral, wo alle Menschlichkeit erneuert werden konnte, war wirklich einmal das Christfest, ausbreitend in seinen Symbolen eine Wärme, von der sich die heutige Nüchternheit, die heutige Prosa des Lebens kaum mehr einen rechten Begriff macht. Uns aber könnte das Hineinversetzen in diese Symbole etwas sein, was uns ein wenig vor die Seele die Empfindungen, die Gesinnungen, die Gefühle rücken kann, die wir jener Auferstehung gegenüber selber haben können, die wir als die anthroposophische Auferstehung der Menschheit ahnen, und die wir daher auch gegenüber der Geburt des anthroposophischen Geistes in unserer Seele haben können. Und es gibt wohl eine Art von Verbindung zwischen den älteren Christgeburtsfest-Gedanken und den neueren anthroposophischen Gedanken von der Geburt unserer anthroposophischen Vorstellungen und Gesinnungen, des ganzen anthroposophischen Geistes in der Krippe unseres Herzens: es gibt eine solche Beziehung. Und vielleicht ist heute am ehesten der Anthroposoph imstande, sich zu vertiefen in das, was durch lange Zeiten hindurch gerade beim christlichen Weihnachtsfest gefühlt worden ist, was wiederum empfunden werden kann, wenn Ähnliches geboren werden wird aus der Atmosphäre, die uns heute schon einmal umgibt, aus der Atmosphäre des Materialismus der Gegenwart heraus.

[ 2 ] Und wir sollten wieder verstehen lernen, wie es notwendig für uns ist, notwendig ist für unsere Seelen, in gewissen Zeiten den ganzen Zusammenhang mit der großen Welt zu fühlen, aus welcher der Mensch herausgeboren ist, um unsere intellektuellen, unsere Gefühls- und auch unsere moralischen Kräfte zu erneuern. Denn ein solches Fest, wo alle Moral, wo alle Menschlichkeit erneuert werden konnte, war wirklich einmal das Christfest, ausbreitend in seinen Symbolen eine Wärme, von der sich die heutige Nüchternheit, die heutige Prosa des Lebens kaum mehr einen rechten Begriff macht. Uns aber könnte das Hineinversetzen in diese Symbole etwas sein, was uns ein wenig vor die Seele die Empfindungen, die Gesinnungen, die Gefühle rücken kann, die wir jener Auferstehung gegenüber selber haben können, die wir als die anthroposophische Auferstehung der Menschheit ahnen, und die wir daher auch gegenüber der Geburt des anthroposophischen Geistes in unserer Seele haben können. Und es gibt wohl eine Art von Verbindung zwischen den älteren Christgeburtsfest-Gedanken und den neueren anthroposophischen Gedanken von der Geburt unserer anthroposophischen Vorstellungen und Gesinnungen, des ganzen anthroposophischen Geistes in der Krippe unseres Herzens: es gibt eine solche Beziehung. Und vielleicht ist heute am ehesten der Anthroposoph imstande, sich zu vertiefen in das, was durch lange Zeiten hindurch gerade beim christlichen Weihnachtsfest gefühlt worden ist, was wiederum empfunden werden kann, wenn Ähnliches geboren werden wird aus der Atmosphäre, die uns heute schon einmal umgibt, aus der Atmosphäre des Materialismus der Gegenwart heraus.

[ 3 ] Aber indem wir so anthroposophisch empfinden wollen über das Weihnachtsfest, können wir uns nicht bloß auf das beschränken, was christliches Weihnachtsfest war oder ist. Sondern wo wir auch hinblicken in der Welt und in wie ferne Zeiten der Vergangenheit wir auch blicken: etwas, das sich vergleichen läßt, heranbringen läßt in Gedanken und Empfindungen an das Weihnachtsfühlen, etwas dergleichen hat es im Grunde genommen allüberall gegeben. Wir wollen heute nicht weit gehen, wir wollen nur bis zu den Gefühlen und Empfindungen gehen, die vor der Einführung des Christentums etwa ein Mensch nun in unseren Gegenden selber, in den Gegenden Mitteleuropas haben konnte zu den Zeiten, die entsprechend waren jenen, in denen heute das Weihnachtsfest herankommt. Werfen wir einmal einen kurzen Blick zurück in jene Zeiten vor der Einführung des Christentums in Europa, in denen in verhältnismäßig rauher klimatischer Gegend unsere Vorfahren in Europa sich ihren Unterhalt namentlich dadurch schaffen mußten, daß sie den ganzen Sommer hindurch als eine Art Hirtenvölker oder Ackerbauvölker lebten, aber in innigem Zusammenhang ihrer Empfindungen und Gefühle mit der ganzen großen natürlichen Welt, in inniger Anbetung des Sonnenstrahls, in inbrünstiger Verehrung, die nicht Gedanke, die Gefühl und Hingebung war, in inbrünstiger Andacht gegenüber der großen Welt. Und wenn der alte Hirte oder Viehzüchter Europas draußen auf seinen rauhen Weiden war, im glühenden Sonnenstrahl oftmals, dann empfand er nicht nur etwa das äußerlich Physisch-Natürliche, dann empfand er einen innigen Zusammenhang seines ganzen Wesens mit dem, was ihm in der Physiognomie der Natur entgegenleuchtete. Er lebte mit seinem ganzen Herzen in der Natur darin. Nicht nur, daß in seinem Auge die physischen Sonnenstrahlen das Licht zurückwarfen: in seinem Herzen entzündete das Sonnenlicht geistig das, was Sommerjubel, Sommerjauchzen war, und was sich im Grunde genommen zusammendrängte in jenen Feuern, die dann zu.den Johannifeuern geworden sind im Sommer. Da wollte die ganze Natur aus Menschenherzen aufjauchzen, der Geist der Natur widerklingen aus Menschenherzen.

[ 3 ] Aber indem wir so anthroposophisch empfinden wollen über das Weihnachtsfest, können wir uns nicht bloß auf das beschränken, was christliches Weihnachtsfest war oder ist. Sondern wo wir auch hinblicken in der Welt und in wie ferne Zeiten der Vergangenheit wir auch blicken: etwas, das sich vergleichen läßt, heranbringen läßt in Gedanken und Empfindungen an das Weihnachtsfühlen, etwas dergleichen hat es im Grunde genommen allüberall gegeben. Wir wollen heute nicht weit gehen, wir wollen nur bis zu den Gefühlen und Empfindungen gehen, die vor der Einführung des Christentums etwa ein Mensch nun in unseren Gegenden selber, in den Gegenden Mitteleuropas haben konnte zu den Zeiten, die entsprechend waren jenen, in denen heute das Weihnachtsfest herankommt. Werfen wir einmal einen kurzen Blick zurück in jene Zeiten vor der Einführung des Christentums in Europa, in denen in verhältnismäßig rauher klimatischer Gegend unsere Vorfahren in Europa sich ihren Unterhalt namentlich dadurch schaffen mußten, daß sie den ganzen Sommer hindurch als eine Art Hirtenvölker oder Ackerbauvölker lebten, aber in innigem Zusammenhang ihrer Empfindungen und Gefühle mit der ganzen großen natürlichen Welt, in inniger Anbetung des Sonnenstrahls, in inbrünstiger Verehrung, die nicht Gedanke, die Gefühl und Hingebung war, in inbrünstiger Andacht gegenüber der großen Welt. Und wenn der alte Hirte oder Viehzüchter Europas draußen auf seinen rauhen Weiden war, im glühenden Sonnenstrahl oftmals, dann empfand er nicht nur etwa das äußerlich Physisch-Natürliche, dann empfand er einen innigen Zusammenhang seines ganzen Wesens mit dem, was ihm in der Physiognomie der Natur entgegenleuchtete. Er lebte mit seinem ganzen Herzen in der Natur darin. Nicht nur, daß in seinem Auge die physischen Sonnenstrahlen das Licht zurückwarfen: in seinem Herzen entzündete das Sonnenlicht geistig das, was Sommerjubel, Sommerjauchzen war, und was sich im Grunde genommen zusammendrängte in jenen Feuern, die dann zu.den Johannifeuern geworden sind im Sommer. Da wollte die ganze Natur aus Menschenherzen aufjauchzen, der Geist der Natur widerklingen aus Menschenherzen.

[ 4 ] So empfand man das Jahr hindurch. Und so empfand man sich in inniger Gemeinschaft auch mit der Tierwelt, die man hütete. Dann kam der Herbst, dann kamen die Zeiten, in denen es streng winterlich wurde. Ich gedenke dabei jener Zeiten, in denen rauhe Winter über das Land hingingen, von deren Rauheit sich die gegenwärtige Menschheit wenig Vorstellung macht. Da mußte mit Ausnahme des Notwendigsten das letzte Stück Vieh geschlachtet werden. Da wurde es still in allem äußeren Leben, da war es wirklich so, daß etwas in die Menschenherzen einzog, was man wie eine Art von Tod, von Finsternis nennen konnte gegenüber alledem, was den Sommer hindurch als Stimmung diese Herzen durchzog. Das waren die Zeiten, in denen wirklich noch ein Nachklang alter hellseherischer Kräfte gerade durch die ganze Eigenart des Klimas und der Natur in Mitteleuropa vorhanden war. Die Menschen, die im Sommer jubelten und jauchzten, so als ob die Natur selber in ihren Herzen gejauchzt und gejubelt hätte, dieselben Menschen konnten im Winter, namentlich dem heranziehenden Winter gegenüber, stille, ruhig in sich werden, konnten aufgehen lassen in ihrem eigenen Inneren etwas von der Stimmung, die den Menschen überkommen sollte, wenn er mit Außerachtlassung aller äußeren Welt in seine eigene innere Welt einzieht, um das innere Göttliche zu empfinden, zu fühlen.

[ 4 ] So empfand man das Jahr hindurch. Und so empfand man sich in inniger Gemeinschaft auch mit der Tierwelt, die man hütete. Dann kam der Herbst, dann kamen die Zeiten, in denen es streng winterlich wurde. Ich gedenke dabei jener Zeiten, in denen rauhe Winter über das Land hingingen, von deren Rauheit sich die gegenwärtige Menschheit wenig Vorstellung macht. Da mußte mit Ausnahme des Notwendigsten das letzte Stück Vieh geschlachtet werden. Da wurde es still in allem äußeren Leben, da war es wirklich so, daß etwas in die Menschenherzen einzog, was man wie eine Art von Tod, von Finsternis nennen konnte gegenüber alledem, was den Sommer hindurch als Stimmung diese Herzen durchzog. Das waren die Zeiten, in denen wirklich noch ein Nachklang alter hellseherischer Kräfte gerade durch die ganze Eigenart des Klimas und der Natur in Mitteleuropa vorhanden war. Die Menschen, die im Sommer jubelten und jauchzten, so als ob die Natur selber in ihren Herzen gejauchzt und gejubelt hätte, dieselben Menschen konnten im Winter, namentlich dem heranziehenden Winter gegenüber, stille, ruhig in sich werden, konnten aufgehen lassen in ihrem eigenen Inneren etwas von der Stimmung, die den Menschen überkommen sollte, wenn er mit Außerachtlassung aller äußeren Welt in seine eigene innere Welt einzieht, um das innere Göttliche zu empfinden, zu fühlen.

[ 5 ] Also die Natur selber hat der alten europäischen Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, aus dem Leben in der Außenwelt voll einzutauchen in das eigene Innere. Dieses Herabsteigen in Tod und Finsternis empfand man, wenn der November herankam, durch Wochen hindurch als Festzeit, das empfand man als das Herandämmern dessen, was man Julfestzeit nannte. Und das, was sich anschloß an diese Stimmung, war etwas, was uns so recht zeigen kann, wie lange im Grunde genommen das Andenken an die alten hellseherischen Zustände aller Völker gerade in Mittel- und Nordeuropa heimisch geblieben ist. Was dann folgte in der Zeit, in der etwa unser Januar und Februar herankommt, war so, daß die Menschen ein Durchdrungensein ihres Inneren mit Vorboten des neuen natürlichen Jubels empfanden, der neuen natürlichen Auferstehung. Das empfanden sie jetzt wie einen Vorboten dessen, was sie in der Außenwelt erleben sollten, da noch Schnee die Weiden bedeckte, da noch Eis an den Bäumen war, da außen in der Natur noch nichts zu sehen war von der Ankündigung der frohen Macht, was jetzt vor der Ankündigung der frohen Macht noch ein ganz Bei-sich-Sein, ganz In-sich-Ruhen ist. Das verwandelte sich in der Seele so, daß der Mensch von sich selber loskam.

[ 5 ] Also die Natur selber hat der alten europäischen Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, aus dem Leben in der Außenwelt voll einzutauchen in das eigene Innere. Dieses Herabsteigen in Tod und Finsternis empfand man, wenn der November herankam, durch Wochen hindurch als Festzeit, das empfand man als das Herandämmern dessen, was man Julfestzeit nannte. Und das, was sich anschloß an diese Stimmung, war etwas, was uns so recht zeigen kann, wie lange im Grunde genommen das Andenken an die alten hellseherischen Zustände aller Völker gerade in Mittel- und Nordeuropa heimisch geblieben ist. Was dann folgte in der Zeit, in der etwa unser Januar und Februar herankommt, war so, daß die Menschen ein Durchdrungensein ihres Inneren mit Vorboten des neuen natürlichen Jubels empfanden, der neuen natürlichen Auferstehung. Das empfanden sie jetzt wie einen Vorboten dessen, was sie in der Außenwelt erleben sollten, da noch Schnee die Weiden bedeckte, da noch Eis an den Bäumen war, da außen in der Natur noch nichts zu sehen war von der Ankündigung der frohen Macht, was jetzt vor der Ankündigung der frohen Macht noch ein ganz Bei-sich-Sein, ganz In-sich-Ruhen ist. Das verwandelte sich in der Seele so, daß der Mensch von sich selber loskam.

[ 6 ] Dieser Zwischenzustand, der beim Herannahen dessen, was wir heute Frühling nennen, von unseren Altvordern empfunden worden ist, wurde so empfunden, wie etwa der Hellseher seinen Astralleib empfindet, wenn dieser Astralleib nicht ganz gereinigt und geläutert ist. Das wurde so empfunden wie ein Erfülltsein des geistigen Horizontes mit allerlei Tiergestaiten. Und das suchten diese Menschen auch zum Ausdrucke zu bringen. Das bildete für sie einen Übergang von der eigentlichen tiefen Festesstimmung des herannahenden Winters zu jener Stimmung, die wiederum im Sommer die Seele überkommen sollte. Sie ahmt symbolisch nach, was des Menschen Astralleib zeigt, ahmt nach in ausgelassenen Spielen, in ausgelassenen Tänzen, in Tiermasken diesen Übergang von dem ganz In-sich-selber-Ruhen zu dem jauchzenden Aufgehen in der großen Natur. So war es.

[ 6 ] Dieser Zwischenzustand, der beim Herannahen dessen, was wir heute Frühling nennen, von unseren Altvordern empfunden worden ist, wurde so empfunden, wie etwa der Hellseher seinen Astralleib empfindet, wenn dieser Astralleib nicht ganz gereinigt und geläutert ist. Das wurde so empfunden wie ein Erfülltsein des geistigen Horizontes mit allerlei Tiergestaiten. Und das suchten diese Menschen auch zum Ausdrucke zu bringen. Das bildete für sie einen Übergang von der eigentlichen tiefen Festesstimmung des herannahenden Winters zu jener Stimmung, die wiederum im Sommer die Seele überkommen sollte. Sie ahmt symbolisch nach, was des Menschen Astralleib zeigt, ahmt nach in ausgelassenen Spielen, in ausgelassenen Tänzen, in Tiermasken diesen Übergang von dem ganz In-sich-selber-Ruhen zu dem jauchzenden Aufgehen in der großen Natur. So war es.

[ 7 ] Wenn wir uns in so etwas vertiefen, wenn wir uns denken, daß in eine solche Stimmung Volksgemüt und Volkssinn über weite, weite Kreise hin ganz eingetaucht war, dann verstehen wir, wie auch da auf diesem Boden vorhanden war das Fühlen des Hinuntertauchens in die äußerliche physische Finsternis, in den äußerlich physischen Tod der Natur; wie allerdings noch voll empfunden worden ist, daß gerade in diesem Untertauchen in den physischen Tod der Natur, in die physische Finsternis das höchste Licht des Geistes gegeben werden kann. Und wie sich unmittelbar verwandelt die Stimmung des Untertauchens in den physischen Tod in die ausgelassene Stimmung, welcher Ausdruck gegeben worden ist in Tiermasken, in den ausgelassenen Tänzen und ausgelassener Musik. Wie allerdings noch nicht vorhanden war das volle Gefühl, daß der Mensch dann, wenn er das äußerste, das höchste Licht finden soll, er es in der innersten Tiefe suchen muß; wie aber durch die innige, hingebungsvolle Verbindung mit allen Kräften, mit allem Weben und Leben der Natur ein Boden geschaffen war, in den hineingesenkt werden konnte, was der Menschheit für ihre Evolution durch den Christus-Impuls verkündet werden sollte. Man brauchte den Empfindungen und den Gefühlen dieser über die europäischen Gegenden ausgebreiteten Menschen gleichsam nur zu sagen — allerdings nicht in abstrakten, trockenen, philiströsen Worten, sondern so, daß das, was man sagen wollte, im Symbolum zum Gemüte sprach —, man brauchte nur begreiflich zu machen: Da, wo ihr hinuntertaucht in die Finsternis, in den Tod der äußeren Natur, da könnt ihr, wenn ihr eure Seele geeignet macht, in der richtigen Art zu empfinden und zu fühlen, ein ewiges, ein unvergängliches Licht finden. Und dieses Licht, das ist in die Menschheitsentwickelung hereingebracht worden durch das, was durch das Mysterium von Golgatha, was durch die Ereignisse von PaJästina innerhalb dieser Menschheitsentwickelung aufgetaucht ist.

[ 7 ] Wenn wir uns in so etwas vertiefen, wenn wir uns denken, daß in eine solche Stimmung Volksgemüt und Volkssinn über weite, weite Kreise hin ganz eingetaucht war, dann verstehen wir, wie auch da auf diesem Boden vorhanden war das Fühlen des Hinuntertauchens in die äußerliche physische Finsternis, in den äußerlich physischen Tod der Natur; wie allerdings noch voll empfunden worden ist, daß gerade in diesem Untertauchen in den physischen Tod der Natur, in die physische Finsternis das höchste Licht des Geistes gegeben werden kann. Und wie sich unmittelbar verwandelt die Stimmung des Untertauchens in den physischen Tod in die ausgelassene Stimmung, welcher Ausdruck gegeben worden ist in Tiermasken, in den ausgelassenen Tänzen und ausgelassener Musik. Wie allerdings noch nicht vorhanden war das volle Gefühl, daß der Mensch dann, wenn er das äußerste, das höchste Licht finden soll, er es in der innersten Tiefe suchen muß; wie aber durch die innige, hingebungsvolle Verbindung mit allen Kräften, mit allem Weben und Leben der Natur ein Boden geschaffen war, in den hineingesenkt werden konnte, was der Menschheit für ihre Evolution durch den Christus-Impuls verkündet werden sollte. Man brauchte den Empfindungen und den Gefühlen dieser über die europäischen Gegenden ausgebreiteten Menschen gleichsam nur zu sagen — allerdings nicht in abstrakten, trockenen, philiströsen Worten, sondern so, daß das, was man sagen wollte, im Symbolum zum Gemüte sprach —, man brauchte nur begreiflich zu machen: Da, wo ihr hinuntertaucht in die Finsternis, in den Tod der äußeren Natur, da könnt ihr, wenn ihr eure Seele geeignet macht, in der richtigen Art zu empfinden und zu fühlen, ein ewiges, ein unvergängliches Licht finden. Und dieses Licht, das ist in die Menschheitsentwickelung hereingebracht worden durch das, was durch das Mysterium von Golgatha, was durch die Ereignisse von PaJästina innerhalb dieser Menschheitsentwickelung aufgetaucht ist.

[ 8 ] Es ist charakteristisch, daß man es in den nächsten Jahrhunderten dahin hat bringen können, daß innerhalb Europas am innigsten, am herzlichsten der Christus-Impuls hat empfunden werden können an dem kindlichen Christus, an der Geburt des Christkindes. Wie muß man, wenn man der Menschheit überhaupt eine Aufgabe in der Evolution zuerteilen will, diese Menschenaufgabe empfinden? Nicht anders als so, daß der Mensch seinen Ursprung genommen hat von einem Göttlich-Geistigen, daß er zurückschauen kann auf seinen göttlich-geistigen Ursprung, daß er aber von diesem göttlich-geistigen Ursprung immer tiefer und tiefer heruntergestiegen ist, immer mehr und mehr verwandt und verwoben worden ist der äußeren physischen Materie, dem äußeren physischen Plan. Dann aber muß man empfinden, wie der Mensch wiederum den Weg umgekehrt machen kann durch den mächtigen Impuls, den wir den Christus-Impuls nennen. Wie er umkehren kann und wiederum mit Überwindung dessen, was ihn in die physische Welt hineingeführt hat, den Weg von unten nach oben in die geistigen Höhen gehen kann.

[ 8 ] Es ist charakteristisch, daß man es in den nächsten Jahrhunderten dahin hat bringen können, daß innerhalb Europas am innigsten, am herzlichsten der Christus-Impuls hat empfunden werden können an dem kindlichen Christus, an der Geburt des Christkindes. Wie muß man, wenn man der Menschheit überhaupt eine Aufgabe in der Evolution zuerteilen will, diese Menschenaufgabe empfinden? Nicht anders als so, daß der Mensch seinen Ursprung genommen hat von einem Göttlich-Geistigen, daß er zurückschauen kann auf seinen göttlich-geistigen Ursprung, daß er aber von diesem göttlich-geistigen Ursprung immer tiefer und tiefer heruntergestiegen ist, immer mehr und mehr verwandt und verwoben worden ist der äußeren physischen Materie, dem äußeren physischen Plan. Dann aber muß man empfinden, wie der Mensch wiederum den Weg umgekehrt machen kann durch den mächtigen Impuls, den wir den Christus-Impuls nennen. Wie er umkehren kann und wiederum mit Überwindung dessen, was ihn in die physische Welt hineingeführt hat, den Weg von unten nach oben in die geistigen Höhen gehen kann.

[ 9 ] Wenn man das empfindet, sagt man sich: So wie dieses menschliche Ich innerhalb der physischen Leiblichkeit ist, wie dieses menschliche Ich heute ist, ist es herabgestiegen aus göttlich-geistigen Höhen und fühlt sich verwoben und verstrickt in die Welt des äußeren physischen Planes. Aber diesem Ich liegt ein anderes zugrunde: dem schuldvoll gewordenen Ich gleichsam das unschuldige Ich. Wo tritt uns denn dasjenige Ich, das noch nicht in die physische Welt verwoben ist, zunächst wenigstens annähernd entgegen? Da wo wir — wenn wir zurückblicken in unser eigenes Leben, wie es zwischen Geburt und Tod verläuft uns zurückerinnern bis zu dem Augenblick, wo unser Ich-Bewußtsein in einem gewissen Zeitpunkt der ersten Jahre auftritt. Das Ich ist da, wenn der Mensch sich auch nicht erinnert, es ist vorhanden und lebt und webt innerhalb von uns auch da, wo die Ich-Vorstellung noch nicht aufgetreten ist, da wo dieses Ich, das herumsieht in der Außenwelt, sich mit dem physischen Plan verwebt, wo die Ich-Vorstellung noch nicht da ist, wo aber das Ich da ist im kindlichen, unschuldvollen Zustand; das Ich, das wohl als ein Ideal dastehen kann, welches wieder erreicht werden soll, nur mit Durchdrungensein von all dem, was der Mensch erleben kann in dieser Schule des physischen Lebens auf der Erde. Und so kann dann im Menschenherzen gefühlt werden mit innerer Wärme, wenn es auch der nüchterne Verstand nur schwierig in Worte wird fassen können, das Ideal: Werde so, wie dein Ich ist, wenn es noch nicht die Ich-Vorstellung hat. Werde so, wie du werden könntest, wenn du hineinflüchten würdest in dein kindliches Ich. In all das, was dein späteres Ich erwirbt, leuchtet dann das Kindheits-Ich. - Und indem wir es als Ideal empfinden, leuchtet es in dem Jesus von Nazareth, in den der Christus später hineinverkörpert worden ist.

[ 9 ] Wenn man das empfindet, sagt man sich: So wie dieses menschliche Ich innerhalb der physischen Leiblichkeit ist, wie dieses menschliche Ich heute ist, ist es herabgestiegen aus göttlich-geistigen Höhen und fühlt sich verwoben und verstrickt in die Welt des äußeren physischen Planes. Aber diesem Ich liegt ein anderes zugrunde: dem schuldvoll gewordenen Ich gleichsam das unschuldige Ich. Wo tritt uns denn dasjenige Ich, das noch nicht in die physische Welt verwoben ist, zunächst wenigstens annähernd entgegen? Da wo wir — wenn wir zurückblicken in unser eigenes Leben, wie es zwischen Geburt und Tod verläuft uns zurückerinnern bis zu dem Augenblick, wo unser Ich-Bewußtsein in einem gewissen Zeitpunkt der ersten Jahre auftritt. Das Ich ist da, wenn der Mensch sich auch nicht erinnert, es ist vorhanden und lebt und webt innerhalb von uns auch da, wo die Ich-Vorstellung noch nicht aufgetreten ist, da wo dieses Ich, das herumsieht in der Außenwelt, sich mit dem physischen Plan verwebt, wo die Ich-Vorstellung noch nicht da ist, wo aber das Ich da ist im kindlichen, unschuldvollen Zustand; das Ich, das wohl als ein Ideal dastehen kann, welches wieder erreicht werden soll, nur mit Durchdrungensein von all dem, was der Mensch erleben kann in dieser Schule des physischen Lebens auf der Erde. Und so kann dann im Menschenherzen gefühlt werden mit innerer Wärme, wenn es auch der nüchterne Verstand nur schwierig in Worte wird fassen können, das Ideal: Werde so, wie dein Ich ist, wenn es noch nicht die Ich-Vorstellung hat. Werde so, wie du werden könntest, wenn du hineinflüchten würdest in dein kindliches Ich. In all das, was dein späteres Ich erwirbt, leuchtet dann das Kindheits-Ich. - Und indem wir es als Ideal empfinden, leuchtet es in dem Jesus von Nazareth, in den der Christus später hineinverkörpert worden ist.

[ 10 ] Von solchen Empfindungen aus können wir verstehen, wie ein inniger Zug von Menschenwachstum, von Menschenweiterentwickelung die Gemüter der einfachsten Leute über ganz Europa hin hat ergreifen können bei dem Anblick der Verkörperung desjenigen Menschen, der reif werden konnte, den Christus in sich aufzunehmen. So sehen wir, daß es ein wirklicher Fortschritt, ein gewaltiger Fortschritt war, als in die Empfindungen des alten Julfestes hineingetragen wurden die Empfindungen, die sich an das Jesus-Geburtstagsfest anknüpfen. Es war ein gewaltiger Fortschritt. Wir können diesen Fortschritt vielleicht dadurch bezeichnen, daß wir sagen: In jenen Finsternissen, in denen zunächst die Seele sich sammeln wollte, um sich vorzubereiten für das Jubeln und Jauchzen des neuen Sommers, in jener Finsternis wurde angezündet das Licht des Christus Jesus.

[ 10 ] Von solchen Empfindungen aus können wir verstehen, wie ein inniger Zug von Menschenwachstum, von Menschenweiterentwickelung die Gemüter der einfachsten Leute über ganz Europa hin hat ergreifen können bei dem Anblick der Verkörperung desjenigen Menschen, der reif werden konnte, den Christus in sich aufzunehmen. So sehen wir, daß es ein wirklicher Fortschritt, ein gewaltiger Fortschritt war, als in die Empfindungen des alten Julfestes hineingetragen wurden die Empfindungen, die sich an das Jesus-Geburtstagsfest anknüpfen. Es war ein gewaltiger Fortschritt. Wir können diesen Fortschritt vielleicht dadurch bezeichnen, daß wir sagen: In jenen Finsternissen, in denen zunächst die Seele sich sammeln wollte, um sich vorzubereiten für das Jubeln und Jauchzen des neuen Sommers, in jener Finsternis wurde angezündet das Licht des Christus Jesus.

[ 11 ] Einen Nachklang dessen, was da mit der europäischen Bevölkerung eigentlich geschehen ist, empfinden wir noch in dem, was für das 19. Jahrhundert, wenigstens in seiner zweiten Hälfte, kaum noch etwas anderes war als ein Gegenstand gelehrter Forscher und Sammler. Einen Nachklang empfinden wir noch in den alten Weihnacht-, in den Christspielen. Solche Christspiele, solche Weihnachtspiele wurden in einer eigenartigen Weise schon in alten mittelalterlichen Zeiten um die Weihnachtszeit herum gespielt. Durch sie wurde all der Empfindungsgehalt wachgerufen, all das, was die Seele um diese Zeit an Leben haben konnte über dieselben Strecken hin, auf denen die Leute noch älterer Zeiten beim Herannahen des Julfestes das empfunden haben, was ich Ihnen vorhin charakterisierte. Und wenn wir den Blick hinwenden von den charakterisierten alten Julfesten zu den Weihnachtspielen des Mittelalters, empfinden wir so recht, was für ein warmer Impuls mit dem Christentum in die europäische Bevölkerung eingeschlagen ist. Ja, da hat sich etwas ganz besonderes in die Herzen, in die Seelen hineingesenkt.

[ 11 ] Einen Nachklang dessen, was da mit der europäischen Bevölkerung eigentlich geschehen ist, empfinden wir noch in dem, was für das 19. Jahrhundert, wenigstens in seiner zweiten Hälfte, kaum noch etwas anderes war als ein Gegenstand gelehrter Forscher und Sammler. Einen Nachklang empfinden wir noch in den alten Weihnacht-, in den Christspielen. Solche Christspiele, solche Weihnachtspiele wurden in einer eigenartigen Weise schon in alten mittelalterlichen Zeiten um die Weihnachtszeit herum gespielt. Durch sie wurde all der Empfindungsgehalt wachgerufen, all das, was die Seele um diese Zeit an Leben haben konnte über dieselben Strecken hin, auf denen die Leute noch älterer Zeiten beim Herannahen des Julfestes das empfunden haben, was ich Ihnen vorhin charakterisierte. Und wenn wir den Blick hinwenden von den charakterisierten alten Julfesten zu den Weihnachtspielen des Mittelalters, empfinden wir so recht, was für ein warmer Impuls mit dem Christentum in die europäische Bevölkerung eingeschlagen ist. Ja, da hat sich etwas ganz besonderes in die Herzen, in die Seelen hineingesenkt.

[ 12 ] Es ist jetzt nicht mehr wie früher. Im 19. Jahrhundert war es nurmehr ein Gegenstand gelehrter Sammler. Trotzdem hatte es etwas Rührendes, wenn man die ältere Sorte deutscher Philologen, deutscher Sprachphilologen und Sagenphilologen und Mythenforscher noch gekannt hat, die nicht mit Gleichgültigkeit, sondern mit Liebe, mit inniger Liebe sich noch vertieft haben in das, was aus früheren Jahrhunderten als Weihnachtspiele in verschiedenen Gegenden geblieben ist. Ich selber hatte ja zu einem alten Freunde einen solchen Sammler, der längere Zeit in den fünfziger, sechziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts Professor an einer Preßburger Oberrealschule war, der dort lange Zeit Forschungen angestellt hat über die von dem Westen nach dem ungarischen Osten verschlagene germanische Bevölkerung, der vertraut war mit jenen eigentümlichen Reizen der Gebräuche und der Sprache zugleich der in Nordungarn damals noch lebenden, jetzt magyarisierten Zipser Deutschen und dergleichen. Der erfuhr auch einmal, daß in der Nähe von Preßburg in einem verschlagenen Dorf noch Weihnachtspiele lebten. Und er, ich meine meinen alten Freund Karl Julius Schröer, ging hin und versuchte dahinter zu kommen, was da aus alten Zeiten noch im Volke lebte. Er hat mir manches später von den wunderbaren Eindrücken erzählt, die er da bekommen hat von den letzten Ruinen, die von Weihnachtspielen aus viel, viel älteren Zeiten geblieben waren. Da war in einem Dorf ein alter Mann. In dessen Familie hatte sich fortgeerbt als Brauch, wenn die Weihnachtszeit herankam, diejenigen zu sammeln, die im Dorfe geeignet waren, ein Weihnachtspiel aufzuführen, ein Weihnachtspiel, in dem in schlichter Art vorgetragen werden sollte, was eben die Weihnachtsgeschichte ist, was uns die Evangelien als die Weihnachtsgeschichte, als die Herodes- und Drei-Königs-Geschichte erzählen. Wenn man aber das ganz Eigenartige solcher Weihnachtspiele verstehen will, dann muß man einen Begriff davon haben, wie das Leben in der einfachen Bevölkerung noch in älteren Zeiten war. Das ist jetzt vorüber, das soll auch nicht wieder zurückgebracht werden. Wenn ich bezeichnen möchte, worauf es hier ankommt, dann könnte ich eigentlich nicht anders sagen als: Hat nicht das Schneeglöckchen eine bestimmte Zeit des Jahres, indem es blüht, oder das Maiglöckchen oder das Veilchen eine bestimmte Zeit, indem es sich in den ganzen Makrokosmos hineinstellt? Gewiß, im Glashaus können Sie es zu anderen Zeiten zum Blühen bringen, aber es tut eigentlich weh, wenn man das blühende Veilchen deplaciert in einer anderen Zeit empfinden soll als da, wo es in den ganzen Makrokosmos hineingestellt ist. Es ist wenig Stimmung für solche Dinge in unserer jetzigen Zeit vorhanden, aber es ist etwas Ahnliches um den Menschen in älteren Zeiten. Was die Menschen in gewissen Zeiten des Mittelalters hindurch haben empfinden können, wenn der Herbst und die Weihnachtszeit herannahte, wenn die dunklen Nächte kamen, was da die Menschen haben so empfinden können, daß sich ihre Herzenserlebnisse hineinstellten in alles, was draußen in der Natur lebt, daß diese Erlebnisse paßten zu dem Schnee draußen und den Schneeflocken und den Eiszapfen an den Bäumen, was da empfunden werden konnte, das konnte eben nur zur Weihnachtszeit empfunden werden. Das war eine ganz besondere Stimmung, das war etwas, was der Seele Stärkung, Heilkraft für das ganze Jahr hindurch gab. Das erneuerte die Seele wirklich, das war eine reale Macht. Wenn man vor Jahrzehnten da oder dort noch die letzten Reste dieser Empfindungen hat beobachten können, sind diese Empfindungen einem schon entgegengetreten. Und ich möchte es als eine durchaus äußere Erfahrung auf dem physischen Plan von mir aus sagen, daß man noch die losesten, die nichtsnutzigsten Burschen finden konnte, die immerhin dann, wenn die Tage kürzer wurden, in ihrer Seele sich nicht getraut haben, unfromm zu sein. Die sonst am meisten gerauft haben, die rauften am wenigsten, und die, die wenig gerauft haben, die rauften gar nicht um die Weihnachtszeit. Es war eine reale Macht, die da in den Seelen lebte. Und in diese ganze Empfindungswelt war eingetaucht der Zeitraum in den Wochen um die heilige Weihnacht herum.

[ 12 ] Es ist jetzt nicht mehr wie früher. Im 19. Jahrhundert war es nurmehr ein Gegenstand gelehrter Sammler. Trotzdem hatte es etwas Rührendes, wenn man die ältere Sorte deutscher Philologen, deutscher Sprachphilologen und Sagenphilologen und Mythenforscher noch gekannt hat, die nicht mit Gleichgültigkeit, sondern mit Liebe, mit inniger Liebe sich noch vertieft haben in das, was aus früheren Jahrhunderten als Weihnachtspiele in verschiedenen Gegenden geblieben ist. Ich selber hatte ja zu einem alten Freunde einen solchen Sammler, der längere Zeit in den fünfziger, sechziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts Professor an einer Preßburger Oberrealschule war, der dort lange Zeit Forschungen angestellt hat über die von dem Westen nach dem ungarischen Osten verschlagene germanische Bevölkerung, der vertraut war mit jenen eigentümlichen Reizen der Gebräuche und der Sprache zugleich der in Nordungarn damals noch lebenden, jetzt magyarisierten Zipser Deutschen und dergleichen. Der erfuhr auch einmal, daß in der Nähe von Preßburg in einem verschlagenen Dorf noch Weihnachtspiele lebten. Und er, ich meine meinen alten Freund Karl Julius Schröer, ging hin und versuchte dahinter zu kommen, was da aus alten Zeiten noch im Volke lebte. Er hat mir manches später von den wunderbaren Eindrücken erzählt, die er da bekommen hat von den letzten Ruinen, die von Weihnachtspielen aus viel, viel älteren Zeiten geblieben waren. Da war in einem Dorf ein alter Mann. In dessen Familie hatte sich fortgeerbt als Brauch, wenn die Weihnachtszeit herankam, diejenigen zu sammeln, die im Dorfe geeignet waren, ein Weihnachtspiel aufzuführen, ein Weihnachtspiel, in dem in schlichter Art vorgetragen werden sollte, was eben die Weihnachtsgeschichte ist, was uns die Evangelien als die Weihnachtsgeschichte, als die Herodes- und Drei-Königs-Geschichte erzählen. Wenn man aber das ganz Eigenartige solcher Weihnachtspiele verstehen will, dann muß man einen Begriff davon haben, wie das Leben in der einfachen Bevölkerung noch in älteren Zeiten war. Das ist jetzt vorüber, das soll auch nicht wieder zurückgebracht werden. Wenn ich bezeichnen möchte, worauf es hier ankommt, dann könnte ich eigentlich nicht anders sagen als: Hat nicht das Schneeglöckchen eine bestimmte Zeit des Jahres, indem es blüht, oder das Maiglöckchen oder das Veilchen eine bestimmte Zeit, indem es sich in den ganzen Makrokosmos hineinstellt? Gewiß, im Glashaus können Sie es zu anderen Zeiten zum Blühen bringen, aber es tut eigentlich weh, wenn man das blühende Veilchen deplaciert in einer anderen Zeit empfinden soll als da, wo es in den ganzen Makrokosmos hineingestellt ist. Es ist wenig Stimmung für solche Dinge in unserer jetzigen Zeit vorhanden, aber es ist etwas Ahnliches um den Menschen in älteren Zeiten. Was die Menschen in gewissen Zeiten des Mittelalters hindurch haben empfinden können, wenn der Herbst und die Weihnachtszeit herannahte, wenn die dunklen Nächte kamen, was da die Menschen haben so empfinden können, daß sich ihre Herzenserlebnisse hineinstellten in alles, was draußen in der Natur lebt, daß diese Erlebnisse paßten zu dem Schnee draußen und den Schneeflocken und den Eiszapfen an den Bäumen, was da empfunden werden konnte, das konnte eben nur zur Weihnachtszeit empfunden werden. Das war eine ganz besondere Stimmung, das war etwas, was der Seele Stärkung, Heilkraft für das ganze Jahr hindurch gab. Das erneuerte die Seele wirklich, das war eine reale Macht. Wenn man vor Jahrzehnten da oder dort noch die letzten Reste dieser Empfindungen hat beobachten können, sind diese Empfindungen einem schon entgegengetreten. Und ich möchte es als eine durchaus äußere Erfahrung auf dem physischen Plan von mir aus sagen, daß man noch die losesten, die nichtsnutzigsten Burschen finden konnte, die immerhin dann, wenn die Tage kürzer wurden, in ihrer Seele sich nicht getraut haben, unfromm zu sein. Die sonst am meisten gerauft haben, die rauften am wenigsten, und die, die wenig gerauft haben, die rauften gar nicht um die Weihnachtszeit. Es war eine reale Macht, die da in den Seelen lebte. Und in diese ganze Empfindungswelt war eingetaucht der Zeitraum in den Wochen um die heilige Weihnacht herum.

[ 13 ] Denn, was empfand man da? Was man da empfand, das war wirklich, in Empfindungen, in Gefühlen zusammengedrängt: Herabstieg der Menschen von göttlich-geistigen Höhen zu dem tiefsten Punkt auf dem physischen Plan. Empfangen des Christus-Impulses, Umkehr des Menschenweges, Hinaufstieg zu göttlich-geistigen Höhen. — Das empfand man an alledem, was mit dem Christus-Ereignis zusammenhing. Daher stellte man wohl gerne nicht nur die christlichen Ereignisse dar, sondern wie man zusammengekoppelt hat in dem Kalender den Adam- und Eva-Tag am 24. Dezember und den Jesus-Geburtstag am 25. Dezember, so führte man ein Paradeisspiel auf und unmittelbar daran anschließend das Christ-Geburtstagsspiel, darstellend den Impuls des Aufstieges des Menschen wiederum in die göttlich-geistigen Höhen hinauf. Das empfand man tief, wenn aus dem Paradeisspiel erklang der Name: Eva! — die Menschheitsmutter, von der die Menschen abstammten, die dann in das Tal des physischen Lebens heruntergestiegen sind. Das hörte man an einem der Tage, und am nächsten Tage die Umkehrung des Menschenweges. Das ist ja schon angedeutet in jenem Laute, der diese Umkehrung ausdrücken wollte: Ave Maria! Ave empfand man als die Umkehrung von Eva: Ave - Eva. Das ging den Leuten tief zu Herzen, wenn sie so etwas hörten, wie etwa die Worte, die unzählige Male erklangen an die Ohren und Herzen, von dem 5., 6., 7., 8. Jahrhundert an, und die man verstand.

[ 13 ] Denn, was empfand man da? Was man da empfand, das war wirklich, in Empfindungen, in Gefühlen zusammengedrängt: Herabstieg der Menschen von göttlich-geistigen Höhen zu dem tiefsten Punkt auf dem physischen Plan. Empfangen des Christus-Impulses, Umkehr des Menschenweges, Hinaufstieg zu göttlich-geistigen Höhen. — Das empfand man an alledem, was mit dem Christus-Ereignis zusammenhing. Daher stellte man wohl gerne nicht nur die christlichen Ereignisse dar, sondern wie man zusammengekoppelt hat in dem Kalender den Adam- und Eva-Tag am 24. Dezember und den Jesus-Geburtstag am 25. Dezember, so führte man ein Paradeisspiel auf und unmittelbar daran anschließend das Christ-Geburtstagsspiel, darstellend den Impuls des Aufstieges des Menschen wiederum in die göttlich-geistigen Höhen hinauf. Das empfand man tief, wenn aus dem Paradeisspiel erklang der Name: Eva! — die Menschheitsmutter, von der die Menschen abstammten, die dann in das Tal des physischen Lebens heruntergestiegen sind. Das hörte man an einem der Tage, und am nächsten Tage die Umkehrung des Menschenweges. Das ist ja schon angedeutet in jenem Laute, der diese Umkehrung ausdrücken wollte: Ave Maria! Ave empfand man als die Umkehrung von Eva: Ave - Eva. Das ging den Leuten tief zu Herzen, wenn sie so etwas hörten, wie etwa die Worte, die unzählige Male erklangen an die Ohren und Herzen, von dem 5., 6., 7., 8. Jahrhundert an, und die man verstand.

[ 14 ] Was wir also etwa wie folgend sagen würden:

[ 14 ] Was wir also etwa wie folgend sagen würden:

Ave maris stella
Dei mater alma
Atque semper virgo
Felix coeli porta.
Sumens illud Ave
Gabrielis ore
Funda nos in pace
Mutans nomen Evae!
Ave, Stern des Meeres,
Göttlich junge Mutter
Und ewige Jungfrau,
Du glückliche Pforte des Himmels.
Nehmend jenes Ave
Als eine Gabe Gabriels,
Wurdest du uns die Grundlage zum Frieden,
Indem du umwendetest
Den Namen Eva!
Ave maris stella
Dei mater alma
Atque semper virgo
Felix coeli porta.
Sumens illud Ave
Gabrielis ore
Funda nos in pace
Mutans nomen Evae!
Ave, Stern des Meeres,
Göttlich junge Mutter
Und ewige Jungfrau,
Du glückliche Pforte des Himmels.
Nehmend jenes Ave
Als eine Gabe Gabriels,
Wurdest du uns die Grundlage zum Frieden,
Indem du umwendetest
Den Namen Eva!

[ 15 ] Und in dem, was man aufführte als Paradeisspiele, empfand man etwas, das in Weihnachts-, in heilige Stimmung getaucht sein mußte. Ja, das empfand man tief, und man darf das wohl unter Anthroposophen sagen: Erinnert es uns nicht etwas an die Art und Weise, wie man - freilich ist das etwas Größeres — in den Mysterien der Wahrheit gegenübersteht, wenn wir schildern hören die Art und Weise, wie die Mitspielenden an den Weihnachtspielen probten, sich vorbereiteten, sich benahmen vor und während der Weihnachtspiele? Wir wissen: die Mysterien werden so gedacht, daß man die Wahrheit nicht in nüchterner Weise empfängt, die von jeder menschlichen Stimmung durchdrungen sein kann. Unsinnig ist es für den, der etwas von der _ Heiligkeit der Wahrheit empfindet, daß in den prosaischen, nüchternen Lehrsälen der Gegenwart wirklich die Wahrheit gefunden werden könnte. Da hat man keinen Begriff mehr davon, daß die Wahrheit mit geläuterter, mit reiner, mit vorbereiteter Seele gesucht werden soll; daß eine Seele die Wahrheit nicht findet, wenn sie nicht in ihrem Innersten erst geheiligt ist, sich nicht in ihren Empfindungen dazu vorbereitet. Davon hat man heute, wo die Wahrheit für den Materialismus das Prosaischeste geworden ist, keinen Begriff mehr. In den Mysterien nahte man sich der Wahrheit, nachdem die Prüfungen der Seele auf ihre Reinheit, auf ihre Freiheit, auf ihre Furchtlosigkeit durchgemacht worden waren. Und man möchte sagen: Erinnert es uns nicht daran, wenn noch der alte Mann, den Karl Julius Schröer kennenlernte, von seinen Sängern, die er sammelte, das Einhalten der alten Regeln verlangte? Wer unter Leuten auf dem Dorfe gelebt hat, weiß, was die erste Regel bedeutet. Die erste Regel war, daß während der ganzen Vorbereitungen, die gepflogen werden sollten, keiner der Mitspielenden zu einem Dirndl gehen darf. Das bedeutet auf dem Dorfe etwas Ungeheueres, es bedeutet das Eingetauchtsein in Frömmigkeit dessen, was man vorhatte. Keiner durfte, während er probte, ein Schelmenlied singen, das war die andere Regel. Keiner durfte etwas anderes wollen, als sich eines guten, ehrbaren Lebenswandels befleißigen, das war die dritte Regel. Und der vierte Punkt war der, daß er in allen Dingen dem folgen mußte, in dessen Hand die Tradition des Weihnachtspieles war, die man nicht gerne auslieferte.

[ 15 ] Und in dem, was man aufführte als Paradeisspiele, empfand man etwas, das in Weihnachts-, in heilige Stimmung getaucht sein mußte. Ja, das empfand man tief, und man darf das wohl unter Anthroposophen sagen: Erinnert es uns nicht etwas an die Art und Weise, wie man - freilich ist das etwas Größeres — in den Mysterien der Wahrheit gegenübersteht, wenn wir schildern hören die Art und Weise, wie die Mitspielenden an den Weihnachtspielen probten, sich vorbereiteten, sich benahmen vor und während der Weihnachtspiele? Wir wissen: die Mysterien werden so gedacht, daß man die Wahrheit nicht in nüchterner Weise empfängt, die von jeder menschlichen Stimmung durchdrungen sein kann. Unsinnig ist es für den, der etwas von der _ Heiligkeit der Wahrheit empfindet, daß in den prosaischen, nüchternen Lehrsälen der Gegenwart wirklich die Wahrheit gefunden werden könnte. Da hat man keinen Begriff mehr davon, daß die Wahrheit mit geläuterter, mit reiner, mit vorbereiteter Seele gesucht werden soll; daß eine Seele die Wahrheit nicht findet, wenn sie nicht in ihrem Innersten erst geheiligt ist, sich nicht in ihren Empfindungen dazu vorbereitet. Davon hat man heute, wo die Wahrheit für den Materialismus das Prosaischeste geworden ist, keinen Begriff mehr. In den Mysterien nahte man sich der Wahrheit, nachdem die Prüfungen der Seele auf ihre Reinheit, auf ihre Freiheit, auf ihre Furchtlosigkeit durchgemacht worden waren. Und man möchte sagen: Erinnert es uns nicht daran, wenn noch der alte Mann, den Karl Julius Schröer kennenlernte, von seinen Sängern, die er sammelte, das Einhalten der alten Regeln verlangte? Wer unter Leuten auf dem Dorfe gelebt hat, weiß, was die erste Regel bedeutet. Die erste Regel war, daß während der ganzen Vorbereitungen, die gepflogen werden sollten, keiner der Mitspielenden zu einem Dirndl gehen darf. Das bedeutet auf dem Dorfe etwas Ungeheueres, es bedeutet das Eingetauchtsein in Frömmigkeit dessen, was man vorhatte. Keiner durfte, während er probte, ein Schelmenlied singen, das war die andere Regel. Keiner durfte etwas anderes wollen, als sich eines guten, ehrbaren Lebenswandels befleißigen, das war die dritte Regel. Und der vierte Punkt war der, daß er in allen Dingen dem folgen mußte, in dessen Hand die Tradition des Weihnachtspieles war, die man nicht gerne auslieferte.

[ 16 ] In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben Leute diese Dinge gesammelt, denn da sind die alten Empfindungen eben verflogen. Später trat mir dann wiederum noch einmal auch etwas von der ganzen Pietät, von der ungeheuren Innigkeit entgegen, mit der diejenigen, die als Gelehrte noch etwas mit dem Volke verwoben waren und zum Beispiel in den versprengten Sprachinseln Ungarns geblieben sind, die alten Spiele und Lieder sammelten. Es trat mir, als ich um die Weihnachtszeit in Hermannstadt war, wo die Hermannstädter Gymnasiallehrer sich viel beschäftigt hatten mit dem Sammeln von solchen Spielen, das Herodesspiel entgegen. Und so konnte man sozusagen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch die Sammler dessen kennenlernen, was auf dem Boden lebendig war, den ich in bezug auf die Julfeste charakterisiert habe. Stellen wir uns nicht irgend etwas Theoretisches vor, sondern diesen warmen Zauberhauch von Weihnachtsstimmung, wie er in diesen Weihnachtspielen lebte. Wir bekommen dadurch zugleich einen Begriff von der Regeneration des Menschen, von dem Glauben des Menschen durch den Christus-Impuls an ein Göttlich-Geistiges. Solch Einstudieren von Weihnachtspielen, oh, das war etwas, was uns wirklich sehr lehrreich sein könnte für die Gegenwart, wo man den Begriff, wie die Kunst herauswächst aus Frömmigkeit, aus Religion, aus Weisheit, längst verloren hat. Heute, wo man in der Kunst so gerne etwas von allem übrigen Losgelöstes sehen will, wo die Kunst zum Beispiel zum Formalismus ausgeartet ist, heute könnte man viel lernen von der ganzen Art und Weise, wie die Kunst eine Blüte der Menschheit war. So einfach sie in diesen Weihnachtspielen auftrat, sie war eine Blüte des ganzen Wesens des Menschen. Zuerst mußten die Buben, welche die Spiele aufführten, fromm sein, zuerst mußten sie in ihren ganzen Menschen etwas wie einen Extrakt von der ganzen Weihnachtsstimmung aufnehmen. Dann aber mußten sie in einer streng geregelten Weise rhythmisch sprechen lernen. Heute, wo man überhaupt die Kunst des Sprechens im alten Sinne verloren hat, wo man keine Ahnung mehr hat, wie der Reim eine ungeheure Rolle spielt und der Rhythmus eine solche Rolle spielt, wie jede Bewegung dieser sonst den Dreschflegel handhabenden Menschen, wie jede Geste dieser Menschen einstudiert war bis auf das einzelnste hin, wie sie ganz darin standen durch Wochen in Rhythmus, in Tonung, in Hingegebensein an das, was sie darstellen sollten —- man könnte für ein wirkliches Verständnis der Kunst gerade heute unendlich viel davon lernen, heute, wo man zum Beispiel das künstlerische Sprechen soweit verlernt hat, daß kaum noch nach etwas anderem als dem Sinn gesprochen wird, während damals in diesen Weihnachtspielen gerade das Reizvolle das war, daß Rhythmus, Ton, Geste, der ganze Mensch sprach. Es war wirklich noch groß, selbst die letzten Ruinen zu sehen.

[ 16 ] In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben Leute diese Dinge gesammelt, denn da sind die alten Empfindungen eben verflogen. Später trat mir dann wiederum noch einmal auch etwas von der ganzen Pietät, von der ungeheuren Innigkeit entgegen, mit der diejenigen, die als Gelehrte noch etwas mit dem Volke verwoben waren und zum Beispiel in den versprengten Sprachinseln Ungarns geblieben sind, die alten Spiele und Lieder sammelten. Es trat mir, als ich um die Weihnachtszeit in Hermannstadt war, wo die Hermannstädter Gymnasiallehrer sich viel beschäftigt hatten mit dem Sammeln von solchen Spielen, das Herodesspiel entgegen. Und so konnte man sozusagen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch die Sammler dessen kennenlernen, was auf dem Boden lebendig war, den ich in bezug auf die Julfeste charakterisiert habe. Stellen wir uns nicht irgend etwas Theoretisches vor, sondern diesen warmen Zauberhauch von Weihnachtsstimmung, wie er in diesen Weihnachtspielen lebte. Wir bekommen dadurch zugleich einen Begriff von der Regeneration des Menschen, von dem Glauben des Menschen durch den Christus-Impuls an ein Göttlich-Geistiges. Solch Einstudieren von Weihnachtspielen, oh, das war etwas, was uns wirklich sehr lehrreich sein könnte für die Gegenwart, wo man den Begriff, wie die Kunst herauswächst aus Frömmigkeit, aus Religion, aus Weisheit, längst verloren hat. Heute, wo man in der Kunst so gerne etwas von allem übrigen Losgelöstes sehen will, wo die Kunst zum Beispiel zum Formalismus ausgeartet ist, heute könnte man viel lernen von der ganzen Art und Weise, wie die Kunst eine Blüte der Menschheit war. So einfach sie in diesen Weihnachtspielen auftrat, sie war eine Blüte des ganzen Wesens des Menschen. Zuerst mußten die Buben, welche die Spiele aufführten, fromm sein, zuerst mußten sie in ihren ganzen Menschen etwas wie einen Extrakt von der ganzen Weihnachtsstimmung aufnehmen. Dann aber mußten sie in einer streng geregelten Weise rhythmisch sprechen lernen. Heute, wo man überhaupt die Kunst des Sprechens im alten Sinne verloren hat, wo man keine Ahnung mehr hat, wie der Reim eine ungeheure Rolle spielt und der Rhythmus eine solche Rolle spielt, wie jede Bewegung dieser sonst den Dreschflegel handhabenden Menschen, wie jede Geste dieser Menschen einstudiert war bis auf das einzelnste hin, wie sie ganz darin standen durch Wochen in Rhythmus, in Tonung, in Hingegebensein an das, was sie darstellen sollten —- man könnte für ein wirkliches Verständnis der Kunst gerade heute unendlich viel davon lernen, heute, wo man zum Beispiel das künstlerische Sprechen soweit verlernt hat, daß kaum noch nach etwas anderem als dem Sinn gesprochen wird, während damals in diesen Weihnachtspielen gerade das Reizvolle das war, daß Rhythmus, Ton, Geste, der ganze Mensch sprach. Es war wirklich noch groß, selbst die letzten Ruinen zu sehen.

[ 17 ] Wenn die Weihnachtstage vorbei waren, gingen die Heiligen Drei Könige herum, zu keiner anderen Zeit als der Zeit nach Weihnachten. Ich erinnere mich noch selbst, wie ich in den Dörfern die Drei Könige herumgehen gesehen habe. Sie gingen von Haus zu Haus. Sie hatten an einer Schere einen Stern. Er wurde durch das Ausziehen der Schere weithin geschleudert. Das Abschleudern stand im Einklang mit dem Rhythmus dieser Drei Könige, die in der primitivsten Weise angezogen waren, die aber durch die ganze Art und Weise, wie sie in der richtigen Zeit die betreffenden Dinge durch das Volk trugen, wie sie in Selbstvergessenheit darinnen lebten, volle Festesstimmung vorbereiteten. Unsere Zeit kann das gar nicht mehr verstehen, wenn nicht wiederum Stimmung dafür erweckt werden kann, daß aus dem, was in uns erwachen soll als Leben des Geistes, durch die Anthroposophie in Kunst umgesetzt uns entgegentreten darf etwas in der Art von über die Zeit hinausgehobenen Spielen, wie es gegenüber der Gegenwart sein muß, die aber dann auch sich nicht anlehnen können an Festzeiten, sondern die nur mit dem Ewigen, mit dem an keine Jahreszeit gebundenen Ewigen der Menschenseele zu tun haben müssen.

[ 17 ] Wenn die Weihnachtstage vorbei waren, gingen die Heiligen Drei Könige herum, zu keiner anderen Zeit als der Zeit nach Weihnachten. Ich erinnere mich noch selbst, wie ich in den Dörfern die Drei Könige herumgehen gesehen habe. Sie gingen von Haus zu Haus. Sie hatten an einer Schere einen Stern. Er wurde durch das Ausziehen der Schere weithin geschleudert. Das Abschleudern stand im Einklang mit dem Rhythmus dieser Drei Könige, die in der primitivsten Weise angezogen waren, die aber durch die ganze Art und Weise, wie sie in der richtigen Zeit die betreffenden Dinge durch das Volk trugen, wie sie in Selbstvergessenheit darinnen lebten, volle Festesstimmung vorbereiteten. Unsere Zeit kann das gar nicht mehr verstehen, wenn nicht wiederum Stimmung dafür erweckt werden kann, daß aus dem, was in uns erwachen soll als Leben des Geistes, durch die Anthroposophie in Kunst umgesetzt uns entgegentreten darf etwas in der Art von über die Zeit hinausgehobenen Spielen, wie es gegenüber der Gegenwart sein muß, die aber dann auch sich nicht anlehnen können an Festzeiten, sondern die nur mit dem Ewigen, mit dem an keine Jahreszeit gebundenen Ewigen der Menschenseele zu tun haben müssen.

[ 18 ] Es konnte in uns lebendig werden, was für diese Seelen praktisch wurde: der Christus-Impuls in einer bestimmten Zeit. Ja, wir sind in einer gewissen Weise doch schon tief in der Zeit darinnen, in welcher der Materialismus in der Außenwelt so sehr alle Kreise ergriffen hat, daß ganz andere Impulse notwendig sind, um diesen Christus-Impuls zu erneuern, als die einfachen Impulse, die im Mittelalter gewirkt haben. Eine Erneuerung des menschlichen Inneren ist notwendig, wie die Anthroposophie sie anstreben soll, ein Heraufholen der tiefsten Kräfte der menschlichen Seele, ganz anderer Kräfte noch, als die waren, die uns in den Weihnachtssymbolen, in den Weihnachtsfestgebräuchen entgegengetreten sind. Und so wahr, wie wir gerade durch unsere Anthroposophie lernen können das zu erfühlen, was wie ein Zauberhauch durch die Herzen zog in der Aufführung von Paradeis- und Christspielen, in alledem, was zu diesen Festzeiten durch die Herzen zog, so wahr wir das durch die Anthroposophie empfinden können, so aufrichtig sollen wir der anderen Tatsache gegenüberstehen, daß der ewige Geist in immer neuer Form in der Menschheitsentwickelung sich ausleben muß. Daher soll uns der Anblick der Christfestsymbole ein Ansporn dazu werden, aufzunehmen in Christfeststimmung, was die welthistorische Stimmung anthroposophischer Vorstellungsart in unseren Herzen sein kann.

[ 18 ] Es konnte in uns lebendig werden, was für diese Seelen praktisch wurde: der Christus-Impuls in einer bestimmten Zeit. Ja, wir sind in einer gewissen Weise doch schon tief in der Zeit darinnen, in welcher der Materialismus in der Außenwelt so sehr alle Kreise ergriffen hat, daß ganz andere Impulse notwendig sind, um diesen Christus-Impuls zu erneuern, als die einfachen Impulse, die im Mittelalter gewirkt haben. Eine Erneuerung des menschlichen Inneren ist notwendig, wie die Anthroposophie sie anstreben soll, ein Heraufholen der tiefsten Kräfte der menschlichen Seele, ganz anderer Kräfte noch, als die waren, die uns in den Weihnachtssymbolen, in den Weihnachtsfestgebräuchen entgegengetreten sind. Und so wahr, wie wir gerade durch unsere Anthroposophie lernen können das zu erfühlen, was wie ein Zauberhauch durch die Herzen zog in der Aufführung von Paradeis- und Christspielen, in alledem, was zu diesen Festzeiten durch die Herzen zog, so wahr wir das durch die Anthroposophie empfinden können, so aufrichtig sollen wir der anderen Tatsache gegenüberstehen, daß der ewige Geist in immer neuer Form in der Menschheitsentwickelung sich ausleben muß. Daher soll uns der Anblick der Christfestsymbole ein Ansporn dazu werden, aufzunehmen in Christfeststimmung, was die welthistorische Stimmung anthroposophischer Vorstellungsart in unseren Herzen sein kann.

[ 19 ] Sieht doch der, welcher die Geheimnisse der Christnacht in der richtigen Art empfindet, hoffnungsvoll hin auf das, was als ein zweites Fest auf das Weihnachtsfest folgen soll, sieht er doch aufs Osterfest, auf das Auferstehungsfest, wo Sieger sein soll das, was geboren wird in der Weihnacht. Und so haben wir die Überzeugung von der Notwendigkeit, daß alles geistige Leben, daß alles Kulturleben überhaupt durchdrungen und durchsättigt werden muß von dem, was wir anthroposophische Vorstellung, anthroposophisches Fühlen und Denken und Wollen nennen. In der Zukunft, meine lieben Freunde, wird es entweder eine Geisteswissenschaft geben, oder es wird gar keine Wissenschaft geben, sondern nur eine äußere technische Praxis. In der Zukunft wird es eine von Anthroposophie durchdrungene Religion geben, oder es wird gar keine Religion geben, sondern nur äußeres Kirchentum. In der Zukunft wird es anthroposophisch durchdrungene Kunst geben, oder es wird gar keine Künste geben, denn Künste, die losgelöst von dem Leben der Menschenseele sein wollen, werden ein kurzes, ein ephemeres Dasein haben. So blicken wir auf etwas, das uns mit derselben Gewißheit entgegenleuchtet wie die Prophezeiung, die uns gegeben ist durch die Theodora in der «Pforte der Einweihung» von der Erneuerung des Christus-Anblickes. Mit eben solcher Gewißheit steht in unserer Seele die Auferstehung anthroposophischen Geistes in Wissenschaft, Religion, Kunst und allem Menschheitsleben. Das große Osterfest der Menschheit steht vor unserer ahnenden Seele.

[ 19 ] Sieht doch der, welcher die Geheimnisse der Christnacht in der richtigen Art empfindet, hoffnungsvoll hin auf das, was als ein zweites Fest auf das Weihnachtsfest folgen soll, sieht er doch aufs Osterfest, auf das Auferstehungsfest, wo Sieger sein soll das, was geboren wird in der Weihnacht. Und so haben wir die Überzeugung von der Notwendigkeit, daß alles geistige Leben, daß alles Kulturleben überhaupt durchdrungen und durchsättigt werden muß von dem, was wir anthroposophische Vorstellung, anthroposophisches Fühlen und Denken und Wollen nennen. In der Zukunft, meine lieben Freunde, wird es entweder eine Geisteswissenschaft geben, oder es wird gar keine Wissenschaft geben, sondern nur eine äußere technische Praxis. In der Zukunft wird es eine von Anthroposophie durchdrungene Religion geben, oder es wird gar keine Religion geben, sondern nur äußeres Kirchentum. In der Zukunft wird es anthroposophisch durchdrungene Kunst geben, oder es wird gar keine Künste geben, denn Künste, die losgelöst von dem Leben der Menschenseele sein wollen, werden ein kurzes, ein ephemeres Dasein haben. So blicken wir auf etwas, das uns mit derselben Gewißheit entgegenleuchtet wie die Prophezeiung, die uns gegeben ist durch die Theodora in der «Pforte der Einweihung» von der Erneuerung des Christus-Anblickes. Mit eben solcher Gewißheit steht in unserer Seele die Auferstehung anthroposophischen Geistes in Wissenschaft, Religion, Kunst und allem Menschheitsleben. Das große Osterfest der Menschheit steht vor unserer ahnenden Seele.

[ 20 ] Wir können verstehen, daß es wiederum Krippen gibt, wiederum gibt einsame, noch recht einsame Stätten, in denen noch in Kindheitsform das geboren wird, was unter den Menschen auferstehen soll. Im Mittelalter hat man die Menschen in die Häuser hineingeführt und ihnen die Krippe gezeigt, eine Nachahmung des Stalles mit Ochs und Esel, mit dem Jesuskind, seinen Eltern und den Hirten. Man hat ihnen gesagt: Da liegt die Hoffnung der Zukunft der Menschheit. — Lassen wir in unserer Seele das, was wir pflegen, was wir wollen innerhalb unserer anthroposophischen Arbeitsstätten, lassen wir das moderne neue Krippen sein, in denen unter der Führung desjenigen, den wir den Christus Jesus nennen, aufersteht der neue Geist, heute noch in Kindheitsform, heute noch auf der Stufe des Geborenwerdens in den einzelnen anthroposophischen Arbeitszweigen, in den Krippen, aber in sich tragend das Unterpfand, daß er Sieger sein wird, daß wir als Menschen durch ihn feiern können das große Osterfest der Menschheit, das Auferstehungsfest der Menschheit in einem neuen Geist, in dem Geist, den wir ahnen wollen, den wir erstreben wollen als den anthroposophischen Geist.

[ 20 ] Wir können verstehen, daß es wiederum Krippen gibt, wiederum gibt einsame, noch recht einsame Stätten, in denen noch in Kindheitsform das geboren wird, was unter den Menschen auferstehen soll. Im Mittelalter hat man die Menschen in die Häuser hineingeführt und ihnen die Krippe gezeigt, eine Nachahmung des Stalles mit Ochs und Esel, mit dem Jesuskind, seinen Eltern und den Hirten. Man hat ihnen gesagt: Da liegt die Hoffnung der Zukunft der Menschheit. — Lassen wir in unserer Seele das, was wir pflegen, was wir wollen innerhalb unserer anthroposophischen Arbeitsstätten, lassen wir das moderne neue Krippen sein, in denen unter der Führung desjenigen, den wir den Christus Jesus nennen, aufersteht der neue Geist, heute noch in Kindheitsform, heute noch auf der Stufe des Geborenwerdens in den einzelnen anthroposophischen Arbeitszweigen, in den Krippen, aber in sich tragend das Unterpfand, daß er Sieger sein wird, daß wir als Menschen durch ihn feiern können das große Osterfest der Menschheit, das Auferstehungsfest der Menschheit in einem neuen Geist, in dem Geist, den wir ahnen wollen, den wir erstreben wollen als den anthroposophischen Geist.