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The Rudolf Steiner Archive

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Occult History
Esoteric Reflections on the Karmic Connections
between Personalities and Events in World History
GA 126

31 December 1910, Stuttgart

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Fünfter Vortrag

Fünfter Vortrag

[ 1 ] Der Einblick in den Entwickelungsgang solcher Individualitäten, wie wir sie gestern sozusagen durch zwei Inkarnationen hindurch haben verfolgen können, gestattet uns, in das geheimnisvolle Werden und Weben der Weltengeister während der Menschheitsentwickelung, während der Menschengeschichte etwas hineinzuschauen. Denn wenn wir uns die Bilder vor Augen halten, die uns gestern wenigstens skizzenhaft vor die Seele ziehen konnten, die Bilder von Julianus dem Abtrünnigen und von der nächsten Ausprägung dieser selben Individualität im Verlaufe des Menschheitswerdens als Tycho Brahe, als der große Astronom, dann kann uns eines besonders auffallen. Gerade bei solchen Persönlichkeiten, die innerhalb der Geschichte etwas bedeuten, können wir beobachten, daß sozusagen das Eigentümliche ihrer Individualität von einer Inkarnation in die andere hinüberwirkt, daß aber modifizierend in diesem reinen Reinkarnationsgang dasjenige sich geltend macht, was höhere geistige Individualitäten der oberen Hierarchien in der Geschichte vollbringen wollen, und zu dem sie sich nur der einzelnen Menschen als Werkzeuge bedienen. Denn wir müssen uns ja sagen: Die Individualität, die da auftrat als Julianus Apostata, hatte im 4. nachchristlichen Jahrhundert die Aufgabe, gewissermaßen einen letzten Anstoß dazu zu geben, die spirituellen Weisheitsschätze früherer Epochen der Menschheitsentwickelung ein letztes Mal zum gewaltigen Aufflammen zu bringen und sie so zu bewahren vor dem Schicksal, das sie leicht hätten finden können, wenn es nur dem aufstrebenden Christentum überlassen geblieben wäre, mit diesem Weisheitsschatz zu wirtschaften. Und auf der anderen Seite müssen wir uns sagen, daß eine Individualität, die in einer Persönlichkeit inkarniert war, welche das Glück hatte, sogar in die eleusinischen Mysterien eingeweiht zu werden, bei ihrer Wiederinkarnation die Bedingungen hatte, auf sich wirken zu lassen eine unendliche Fülle von Zeitenkräften und von Wesenheiten, die in die Zeit hereinwirken, wie das ja im 16. Jahrhundert geschehen sollte. Und wir werden in der Tat völlig verständlich finden das Große und Gewaltige, das uns gestern an der Persönlichkeit Tycho Brahes vor Augen getreten ist und das ja seine Erklärung darin findet, daß eine Unsumme von makrokosmischer Wissenschaft in Verbindung mit dem Mikrokosmos bei Tycho Brahe auftreten konnte, weil er eben ein Eingeweihter in einer früheren Inkarnation gewesen war. So werden wir gewahr durch solche Betrachtungen der okkulten Geschichte, daß es allerdings unmittelbar die Menschen sind, welche Geschichte machen, daß aber letzten Grundes doch nur die Geschichte verständlich werden kann, wenn wir den Zusammenhang finden zwischen den einzelnen in der Geschichte auftretenden und absterbenden Persönlichkeiten und den individuellen Fäden, die sozusagen durch die ganze Menschheitsentwickelung durchgehen und sich in den Persönlichkeiten reinkarnieren. Aber wir müssen immer damit zusammenhalten dasjenige, was aus anderen, aus überphysischen Welten hereinströmt durch die Mächte anderer Hierarchien, wenn wir das Menschentum auf unserer Erdoberfläche im Laufe der Geschichte verstehen wollen.

[ 1 ] Der Einblick in den Entwickelungsgang solcher Individualitäten, wie wir sie gestern sozusagen durch zwei Inkarnationen hindurch haben verfolgen können, gestattet uns, in das geheimnisvolle Werden und Weben der Weltengeister während der Menschheitsentwickelung, während der Menschengeschichte etwas hineinzuschauen. Denn wenn wir uns die Bilder vor Augen halten, die uns gestern wenigstens skizzenhaft vor die Seele ziehen konnten, die Bilder von Julianus dem Abtrünnigen und von der nächsten Ausprägung dieser selben Individualität im Verlaufe des Menschheitswerdens als Tycho Brahe, als der große Astronom, dann kann uns eines besonders auffallen. Gerade bei solchen Persönlichkeiten, die innerhalb der Geschichte etwas bedeuten, können wir beobachten, daß sozusagen das Eigentümliche ihrer Individualität von einer Inkarnation in die andere hinüberwirkt, daß aber modifizierend in diesem reinen Reinkarnationsgang dasjenige sich geltend macht, was höhere geistige Individualitäten der oberen Hierarchien in der Geschichte vollbringen wollen, und zu dem sie sich nur der einzelnen Menschen als Werkzeuge bedienen. Denn wir müssen uns ja sagen: Die Individualität, die da auftrat als Julianus Apostata, hatte im 4. nachchristlichen Jahrhundert die Aufgabe, gewissermaßen einen letzten Anstoß dazu zu geben, die spirituellen Weisheitsschätze früherer Epochen der Menschheitsentwickelung ein letztes Mal zum gewaltigen Aufflammen zu bringen und sie so zu bewahren vor dem Schicksal, das sie leicht hätten finden können, wenn es nur dem aufstrebenden Christentum überlassen geblieben wäre, mit diesem Weisheitsschatz zu wirtschaften. Und auf der anderen Seite müssen wir uns sagen, daß eine Individualität, die in einer Persönlichkeit inkarniert war, welche das Glück hatte, sogar in die eleusinischen Mysterien eingeweiht zu werden, bei ihrer Wiederinkarnation die Bedingungen hatte, auf sich wirken zu lassen eine unendliche Fülle von Zeitenkräften und von Wesenheiten, die in die Zeit hereinwirken, wie das ja im 16. Jahrhundert geschehen sollte. Und wir werden in der Tat völlig verständlich finden das Große und Gewaltige, das uns gestern an der Persönlichkeit Tycho Brahes vor Augen getreten ist und das ja seine Erklärung darin findet, daß eine Unsumme von makrokosmischer Wissenschaft in Verbindung mit dem Mikrokosmos bei Tycho Brahe auftreten konnte, weil er eben ein Eingeweihter in einer früheren Inkarnation gewesen war. So werden wir gewahr durch solche Betrachtungen der okkulten Geschichte, daß es allerdings unmittelbar die Menschen sind, welche Geschichte machen, daß aber letzten Grundes doch nur die Geschichte verständlich werden kann, wenn wir den Zusammenhang finden zwischen den einzelnen in der Geschichte auftretenden und absterbenden Persönlichkeiten und den individuellen Fäden, die sozusagen durch die ganze Menschheitsentwickelung durchgehen und sich in den Persönlichkeiten reinkarnieren. Aber wir müssen immer damit zusammenhalten dasjenige, was aus anderen, aus überphysischen Welten hereinströmt durch die Mächte anderer Hierarchien, wenn wir das Menschentum auf unserer Erdoberfläche im Laufe der Geschichte verstehen wollen.

[ 2 ] Nun ist uns ja bei unserer Betrachtung vor Augen getreten, wie in all den Kulturzeiträumen nach der atlantischen Katastrophe gewisse übergeordnete Mächte aus den höheren Hierarchien durch die Menschen hereingewirkt haben. Wir haben gesagt: Am stärksten tritt das hervor bei der altindischen Seele, die sozusagen nur ein Schauplatz ist für das Hereinwirken höherer geistiger Wesenheiten. Etwas mehr tritt es zurück dann in der Seele des Urpersers. Und dann haben wir gesehen, daß bei der ägyptisch-chaldäischen Kultur die Seele schon die Aufgabe hatte — und das tritt uns besonders bei der Betrachtung der babylonischen Seele entgegen —, herunterzutragen das Überpersönliche in das Persönliche, das Spirituelle auf den physischen Plan. Die Persönlichkeit gewinnt also immer mehr Bedeutung, je mehr wir uns der griechischen Zeit nähern, und in dieser, mußten wir sagen, haben wir das Weben des Ich im Ich, die völlige Ausprägung der Persönlichkeit bei den starken und kräftigen Gestalten, die uns im griechischen Zeitraum entgegentreten. In den Griechen und später bei den Römern trat am meisten das zurück, was nur der Individualität aus höheren Welten zunächst gegeben werden kann; dagegen trat das hervor, was der Mensch als sein eigentlich Menschliches in seiner Persönlichkeit ausprägt.

[ 2 ] Nun ist uns ja bei unserer Betrachtung vor Augen getreten, wie in all den Kulturzeiträumen nach der atlantischen Katastrophe gewisse übergeordnete Mächte aus den höheren Hierarchien durch die Menschen hereingewirkt haben. Wir haben gesagt: Am stärksten tritt das hervor bei der altindischen Seele, die sozusagen nur ein Schauplatz ist für das Hereinwirken höherer geistiger Wesenheiten. Etwas mehr tritt es zurück dann in der Seele des Urpersers. Und dann haben wir gesehen, daß bei der ägyptisch-chaldäischen Kultur die Seele schon die Aufgabe hatte — und das tritt uns besonders bei der Betrachtung der babylonischen Seele entgegen —, herunterzutragen das Überpersönliche in das Persönliche, das Spirituelle auf den physischen Plan. Die Persönlichkeit gewinnt also immer mehr Bedeutung, je mehr wir uns der griechischen Zeit nähern, und in dieser, mußten wir sagen, haben wir das Weben des Ich im Ich, die völlige Ausprägung der Persönlichkeit bei den starken und kräftigen Gestalten, die uns im griechischen Zeitraum entgegentreten. In den Griechen und später bei den Römern trat am meisten das zurück, was nur der Individualität aus höheren Welten zunächst gegeben werden kann; dagegen trat das hervor, was der Mensch als sein eigentlich Menschliches in seiner Persönlichkeit ausprägt.

[ 3 ] Nun kann ja die Frage entstehen, und die Beantwortung dieser Frage wird uns erst den ganzen okkulten Gang der Geschichte tiefer begreiflich machen können: Was sind denn das eigentlich für Geister, welche durch die Inder, die Urperser, durch die Babylonier, Chaldäer und Ägypter gewirkt haben, welchen Hierarchien gehören sie an? Wir können aus den Forschungen, die uns durch die okkulten Quellen möglich sind, allerdings in einer gewissen Weise sagen, welche Individualitäten der höheren Hierarchien sich in jeder dieser genannten Zeitläufe der Menschen als Werkzeuge bedienten, um durch sie zu wirken. In die alte indische Seele herein, also in jene Seele, die sozusagen kulturschöpferisch war unmittelbar nach der atlantischen Katastrophe, in diese ergossen ihre Kräfte herein diejenigen Wesenheiten, die wir gewohnt sind Angeloi oder Engel zu nennen. So daß wir in einer gewissen Beziehung recht haben, wenn wir sagen: Wenn ein alter Inder sprach, wenn er das, was seine Seele bewegte, ausdrückte, so ist es so, daß durch seine Seele nicht seine eigene Ichheit direkt sprach, sondern ein Engel, ein Angelos. Weil nun der Engel nur eine Stufe über der Menschheit steht, so ist er das dem Menschen verwandteste Wesen der höheren Hierarchien, und daher konnte er sich sozusagen am meisten in seiner Eigenart aussprechen. Es kommt am meisten das menschlich Fremde gerade in der indischen Ausdrucksweise zustande, weil der Engel am verwandtesten dem Menschen ist, und sich daher am deutlichsten als Engel aussprechen kann.

[ 3 ] Nun kann ja die Frage entstehen, und die Beantwortung dieser Frage wird uns erst den ganzen okkulten Gang der Geschichte tiefer begreiflich machen können: Was sind denn das eigentlich für Geister, welche durch die Inder, die Urperser, durch die Babylonier, Chaldäer und Ägypter gewirkt haben, welchen Hierarchien gehören sie an? Wir können aus den Forschungen, die uns durch die okkulten Quellen möglich sind, allerdings in einer gewissen Weise sagen, welche Individualitäten der höheren Hierarchien sich in jeder dieser genannten Zeitläufe der Menschen als Werkzeuge bedienten, um durch sie zu wirken. In die alte indische Seele herein, also in jene Seele, die sozusagen kulturschöpferisch war unmittelbar nach der atlantischen Katastrophe, in diese ergossen ihre Kräfte herein diejenigen Wesenheiten, die wir gewohnt sind Angeloi oder Engel zu nennen. So daß wir in einer gewissen Beziehung recht haben, wenn wir sagen: Wenn ein alter Inder sprach, wenn er das, was seine Seele bewegte, ausdrückte, so ist es so, daß durch seine Seele nicht seine eigene Ichheit direkt sprach, sondern ein Engel, ein Angelos. Weil nun der Engel nur eine Stufe über der Menschheit steht, so ist er das dem Menschen verwandteste Wesen der höheren Hierarchien, und daher konnte er sich sozusagen am meisten in seiner Eigenart aussprechen. Es kommt am meisten das menschlich Fremde gerade in der indischen Ausdrucksweise zustande, weil der Engel am verwandtesten dem Menschen ist, und sich daher am deutlichsten als Engel aussprechen kann.

[ 4 ] Schon weniger war es jenen Wesen der höheren Hierarchien möglich, sich in ihrer unmittelbaren Eigenart auszusprechen, die sich durch die Urperser aussprachen. Denn das waren Wesenheiten der nächsthöheren Stufe, das waren die Erzengel, die durch die Seele des urpersischen Volkes sprachen. Und weil diese eben um zwei Stufen höher stehen als der Mensch, so ist das, was sie mit den menschlichen Werkzeugen aussprechen können, ihrem eigenen Wesen fremder als das, was die Engel durch die Inder aussprechen konnten. So wird Stufe um Stufe die Sache immer menschlicher. Dennoch aber ist es immer vorhanden, dieses Herunterfließen aus den höheren Hierarchien. Durch die Seele der babylonischen, der chaldäischen, der ägyptischen Bevölkerung sprechen sich aus die Geister der Persönlichkeit. Da kommt deshalb auch die Persönlichkeit am allermeisten heraus, und da ist das, was der Mensch noch zu geben vermag aus dem, was herunterfließt, seinem Ursprunge am fremdesten und wird am allermeisten menschlich-persönlich. So haben wir, wenn wir fortschreiten bis herein zum babylonisch-ägyptischen Zeitraum, eine fortdauernde Offenbarung der Engel, der Erzengel und der Geister der Persönlichkeit.

[ 4 ] Schon weniger war es jenen Wesen der höheren Hierarchien möglich, sich in ihrer unmittelbaren Eigenart auszusprechen, die sich durch die Urperser aussprachen. Denn das waren Wesenheiten der nächsthöheren Stufe, das waren die Erzengel, die durch die Seele des urpersischen Volkes sprachen. Und weil diese eben um zwei Stufen höher stehen als der Mensch, so ist das, was sie mit den menschlichen Werkzeugen aussprechen können, ihrem eigenen Wesen fremder als das, was die Engel durch die Inder aussprechen konnten. So wird Stufe um Stufe die Sache immer menschlicher. Dennoch aber ist es immer vorhanden, dieses Herunterfließen aus den höheren Hierarchien. Durch die Seele der babylonischen, der chaldäischen, der ägyptischen Bevölkerung sprechen sich aus die Geister der Persönlichkeit. Da kommt deshalb auch die Persönlichkeit am allermeisten heraus, und da ist das, was der Mensch noch zu geben vermag aus dem, was herunterfließt, seinem Ursprunge am fremdesten und wird am allermeisten menschlich-persönlich. So haben wir, wenn wir fortschreiten bis herein zum babylonisch-ägyptischen Zeitraum, eine fortdauernde Offenbarung der Engel, der Erzengel und der Geister der Persönlichkeit.

[ 5 ] Wir können insbesondere bei den Persern genau verfolgen, wie sie ein Bewußtsein davon hatten, daß da hereinwirkten als die hauptsächlichsten Geister die Archangeloi in das, was wir den menschlichen Organismus, den Gesamtorganismus nennen können. Allerdings müssen wir da nicht einen Durchschnittsperser nehmen, wenn wir das Hereinströmen dessen, was aus den höheren Hierarchien herunterfließt, in Betracht ziehen wollen. Es strömte auch auf den Durchschnittsperser herein; aber wissen, wie das geschieht, die Sache durchschauen, das konnten nur diejenigen, welche die unmittelbaren Schüler waren des Inspirators der Urperserkultur, des Zarathustra selber. Und die wußten es in der Tat, denn Sie werden sich vielleicht erinnern aus mancherlei Darstellungen der Zarathustra-Lehre, die ich selbst schon gegeben habe, oder auch aus dem, was exoterisch überliefert ist, daß sich in der Anschauung der Urperser das Utgöttliche, Zervan Akarana offenbart durch die beiden gegensätzlichen Mächte Ormuzd und Ahriman. Nun waren sich die alten Perser klar darüber, daß alle solche Dinge, die sich im Menschen offenbaren, aus dem Makrokosmos herstammen, und daß die Erscheinungen des Makrokosmos, namentlich also die Bewegungen und Stellungen der Sterne, einen geheimnisvollen Zusammenhang haben mit dem, was im Mikrokosmos, im Menschen liegt. Daher sahen die Schüler des Zarathustra den äußeren Ausdruck, das Bild für Zervan Akarana, für dasjenige, was durch alle Zeiten als Urwesen ewig webt und lebt, in dem Tierkreis, und das Wort «Zodiakus» erinnert noch an das Wort Zervan Akarana. Also in dem Tierkreise sahen sie es, und aus den zwölf Richtungen des Tierkreises sahen die Schüler des Zarathustra herkommen zwölf Mächte, von denen die eine Hälfte nach der lichten Seite, gleichsam nach der Lichtseite des Tierkreises, da, wo die Sonne oben bei Tag durchläuft, gerichtet war; die andere Hälfte war der finsteren Seite des Tierkreises, dem Ahriman, wie sie sagten, zugewendet. Also von zwölf Seiten des Weltenalls herkommend und in die Menschenotganisation eindringend, so dachte sich der Perser die makrokosmischen Kräfte; die strömten ein in die Menschheitsorganisation, wirkten und arbeiteten in ihr, so daß sie im Menschen präsent, gegenwärtig sind. Daher muß sich der menschlichen Intelligenz das, was sich heranentwickelt durch die Zwölfzahl, auch mikrokosmisch offenbaren, das heißt, es muß sich das durch die Zwölfzahl der Amshaspands (Erzengel) auch im Mikrokosmos ausdrücken, und zwar als eine letzte Manifestation sozusagen dieser zwölf geistigen makrokosmischen Wesenheiten, die schon früher gewirkt haben, die vorbereitet haben, was nur eine letzte Ausbildung während der persischen Kultur gefunden hat.

[ 5 ] Wir können insbesondere bei den Persern genau verfolgen, wie sie ein Bewußtsein davon hatten, daß da hereinwirkten als die hauptsächlichsten Geister die Archangeloi in das, was wir den menschlichen Organismus, den Gesamtorganismus nennen können. Allerdings müssen wir da nicht einen Durchschnittsperser nehmen, wenn wir das Hereinströmen dessen, was aus den höheren Hierarchien herunterfließt, in Betracht ziehen wollen. Es strömte auch auf den Durchschnittsperser herein; aber wissen, wie das geschieht, die Sache durchschauen, das konnten nur diejenigen, welche die unmittelbaren Schüler waren des Inspirators der Urperserkultur, des Zarathustra selber. Und die wußten es in der Tat, denn Sie werden sich vielleicht erinnern aus mancherlei Darstellungen der Zarathustra-Lehre, die ich selbst schon gegeben habe, oder auch aus dem, was exoterisch überliefert ist, daß sich in der Anschauung der Urperser das Utgöttliche, Zervan Akarana offenbart durch die beiden gegensätzlichen Mächte Ormuzd und Ahriman. Nun waren sich die alten Perser klar darüber, daß alle solche Dinge, die sich im Menschen offenbaren, aus dem Makrokosmos herstammen, und daß die Erscheinungen des Makrokosmos, namentlich also die Bewegungen und Stellungen der Sterne, einen geheimnisvollen Zusammenhang haben mit dem, was im Mikrokosmos, im Menschen liegt. Daher sahen die Schüler des Zarathustra den äußeren Ausdruck, das Bild für Zervan Akarana, für dasjenige, was durch alle Zeiten als Urwesen ewig webt und lebt, in dem Tierkreis, und das Wort «Zodiakus» erinnert noch an das Wort Zervan Akarana. Also in dem Tierkreise sahen sie es, und aus den zwölf Richtungen des Tierkreises sahen die Schüler des Zarathustra herkommen zwölf Mächte, von denen die eine Hälfte nach der lichten Seite, gleichsam nach der Lichtseite des Tierkreises, da, wo die Sonne oben bei Tag durchläuft, gerichtet war; die andere Hälfte war der finsteren Seite des Tierkreises, dem Ahriman, wie sie sagten, zugewendet. Also von zwölf Seiten des Weltenalls herkommend und in die Menschenotganisation eindringend, so dachte sich der Perser die makrokosmischen Kräfte; die strömten ein in die Menschheitsorganisation, wirkten und arbeiteten in ihr, so daß sie im Menschen präsent, gegenwärtig sind. Daher muß sich der menschlichen Intelligenz das, was sich heranentwickelt durch die Zwölfzahl, auch mikrokosmisch offenbaren, das heißt, es muß sich das durch die Zwölfzahl der Amshaspands (Erzengel) auch im Mikrokosmos ausdrücken, und zwar als eine letzte Manifestation sozusagen dieser zwölf geistigen makrokosmischen Wesenheiten, die schon früher gewirkt haben, die vorbereitet haben, was nur eine letzte Ausbildung während der persischen Kultur gefunden hat.

[ 6 ] Die heutige Physiologie könnte wissen, wo die zwölf mikrokosmischen Gegenbilder der zwölf Amshaspands sind. Das sind die zwölf Hauptnerven, die aus dem Haupte entspringen; die sind nichts anderes als etwas, was durch das Hereinstrahlen der zwölf makrokosmischen Mächte in den Menschen entstanden ist und im Menschen sich materiell verdichtet hat. Von den zwölf Seiten des Tierkreises aus wirkten die zwölf Erzengelwesen, so haben die alten Perser es sich vorgestellt, und um allmählich das hervorzubringen, was heute unsere Intelligenz ist, wirkten sie in zwölf Strahlen herein in das menschliche Haupt. Natürlich wirkten sie in der urpersischen Zeit nicht zum erstenmal in den Menschen herein, sondern zuletzt so, daß wir zwölf kosmische Strahlungen, zwölf Erzengel-Strahlungen haben, die sich dann im Haupte des Menschen verdichtet haben zu den zwölf Hauptgehirnnerven, wie wenn sie da drin materiell gefroren wären. Und da man in späterer Zeit selbstverständlich immer auch das weiß, was man früher schon gewußt hat, so konnten die Perser auch wissen, daß niedrigere Geister als die Erzengel früher in der indischen Kultur gewirkt hatten. Die nächste Stufe unter den Amshaspands, unter den Erzengeln, nannten die Perser Izads, und von denen unterschieden sie achtundzwanzig bis einunddreißig. Die sind also das, was weniger hohe Tätigkeit, was seelische . Tätigkeit im Menschen bewirkt. Das sind diejenigen, die ihre Strahlen hereinsenden und die den achtundzwanzig beziehungsweise dreißig bis einunddreißig Rückenmarksnerven des Menschen entsprechen. So daß Sie unsere moderne Physiologie ins Geistige, in Spirituelles makrokosmisch umgesetzt haben in den zwölf Amshaspands des Zarathustrismus und in den achtundzwanzig bis einunddreißig Izads der nächst niedrigeren Hierarchie.

[ 6 ] Die heutige Physiologie könnte wissen, wo die zwölf mikrokosmischen Gegenbilder der zwölf Amshaspands sind. Das sind die zwölf Hauptnerven, die aus dem Haupte entspringen; die sind nichts anderes als etwas, was durch das Hereinstrahlen der zwölf makrokosmischen Mächte in den Menschen entstanden ist und im Menschen sich materiell verdichtet hat. Von den zwölf Seiten des Tierkreises aus wirkten die zwölf Erzengelwesen, so haben die alten Perser es sich vorgestellt, und um allmählich das hervorzubringen, was heute unsere Intelligenz ist, wirkten sie in zwölf Strahlen herein in das menschliche Haupt. Natürlich wirkten sie in der urpersischen Zeit nicht zum erstenmal in den Menschen herein, sondern zuletzt so, daß wir zwölf kosmische Strahlungen, zwölf Erzengel-Strahlungen haben, die sich dann im Haupte des Menschen verdichtet haben zu den zwölf Hauptgehirnnerven, wie wenn sie da drin materiell gefroren wären. Und da man in späterer Zeit selbstverständlich immer auch das weiß, was man früher schon gewußt hat, so konnten die Perser auch wissen, daß niedrigere Geister als die Erzengel früher in der indischen Kultur gewirkt hatten. Die nächste Stufe unter den Amshaspands, unter den Erzengeln, nannten die Perser Izads, und von denen unterschieden sie achtundzwanzig bis einunddreißig. Die sind also das, was weniger hohe Tätigkeit, was seelische . Tätigkeit im Menschen bewirkt. Das sind diejenigen, die ihre Strahlen hereinsenden und die den achtundzwanzig beziehungsweise dreißig bis einunddreißig Rückenmarksnerven des Menschen entsprechen. So daß Sie unsere moderne Physiologie ins Geistige, in Spirituelles makrokosmisch umgesetzt haben in den zwölf Amshaspands des Zarathustrismus und in den achtundzwanzig bis einunddreißig Izads der nächst niedrigeren Hierarchie.

[ 7 ] In der Tat ist es ja so in der historischen Entwickelung der Menschheit, daß das, was ursprünglich spirituell aufgetreten ist, uns wiederum durch anatomisches Zerschnitzeln vor Augen tritt, weil die Dinge, die früher dem hellseherischen Schauen spirituell zugänglich waren, in späteren Zeitaltern materialistisch zum Vorschein kommen. In der Tat, hier zeigt sich eine wunderbare Brücke zwischen Zarathustrismus in seiner Spiritualität und unserer modernen Physiologie in ihrem Materialismus. Es wird ja allerdings das Schicksal des größten Teiles der Menschheit sein, daß eine solche Idee von dem Zusammenhange der persischen Amshaspands und Izads mit unseren Nerven als Wahnsinn insbesondere diejenigen betrachten, die heute materialistische Physiologie studieren. Aber wir haben Zeit, denn der persische Zeitraum wird sich erst im sechsten, in dem Zeitraum, der nach dem unsrigen kommt, vollständig wiederholen. Da wird erst die Grundbedingung gegeben sein, daß bei einem großen Teile der Menschheit solche Dinge verstanden werden können. Daher müssen wir uns damit begnügen, daß wir heute auf solche Dinge innerhalb der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung hindeuten können. Aber solche Hinweise müssen heute auch erfolgen, wenn im wahren Sinne des Wortes von geisteswissenschaftlicher Weltanschauung geredet werden soll, und wenn man nicht bloß allgemein phrasenhaft darauf aufmerksam machen will, daß der Mensch eine mikrokosmische Wiederholung des Makrokosmos ist.

[ 7 ] In der Tat ist es ja so in der historischen Entwickelung der Menschheit, daß das, was ursprünglich spirituell aufgetreten ist, uns wiederum durch anatomisches Zerschnitzeln vor Augen tritt, weil die Dinge, die früher dem hellseherischen Schauen spirituell zugänglich waren, in späteren Zeitaltern materialistisch zum Vorschein kommen. In der Tat, hier zeigt sich eine wunderbare Brücke zwischen Zarathustrismus in seiner Spiritualität und unserer modernen Physiologie in ihrem Materialismus. Es wird ja allerdings das Schicksal des größten Teiles der Menschheit sein, daß eine solche Idee von dem Zusammenhange der persischen Amshaspands und Izads mit unseren Nerven als Wahnsinn insbesondere diejenigen betrachten, die heute materialistische Physiologie studieren. Aber wir haben Zeit, denn der persische Zeitraum wird sich erst im sechsten, in dem Zeitraum, der nach dem unsrigen kommt, vollständig wiederholen. Da wird erst die Grundbedingung gegeben sein, daß bei einem großen Teile der Menschheit solche Dinge verstanden werden können. Daher müssen wir uns damit begnügen, daß wir heute auf solche Dinge innerhalb der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung hindeuten können. Aber solche Hinweise müssen heute auch erfolgen, wenn im wahren Sinne des Wortes von geisteswissenschaftlicher Weltanschauung geredet werden soll, und wenn man nicht bloß allgemein phrasenhaft darauf aufmerksam machen will, daß der Mensch eine mikrokosmische Wiederholung des Makrokosmos ist.

[ 8 ] Auch in anderen Gegenden hat man gewußt, daß das, was im Menschen sich ausdrückt, von außen hereinfließt. Daher hat man zum Beispiel in gewissen Zeiten der germanischen Mythologie von zwölf Strömen gesprochen, welche von Niflheim nach Muspelheim fließen. Die zwölf Ströme sind nicht im physisch-materiellen Sinne gemeint, sondern sie sind das, was, hellseherisch geschaut, als ein gewisser Abglanz vom Makrokosmos hereinfließt in den menschlichen Mikrokosmos, in das Wesen, das auf der Erde herumwandelt und sich durch makrokosmische Kräfte entwickeln soll. Und das muß ja allerdings betont werden, daß diese Strömungen heute im Grunde genommen als astralische Ströme zu sehen sind, während sie in den atlantischen Zeiten, die unmittelbar auf Lemurien folgten, und in Lemurien selbst als ätherische Strömungen gesehen werden konnten. Daher muß ein mit der Erde verwandter Planet, der nur in einem früheren Stadium der Entwickelung ist, so etwas Ähnliches zeigen. Und da man aus der Ferne oft Dinge beobachten kann, die sich in der Nähe wegen der Vereinzelung unserem Wahrnehmen entziehen, so könnte man bei einem ähnlichen Planeten wie die Erde, wenn er genügend weit entfernt ist und solche früheren Entwickelungsstufen unserer Erde durchmacht, diese zwölf Strömungen eventuell heute noch beobachten. Allerdings werden sie etwas anders ausschauen, als es einmal auf der Erde ausgeschaut hat, allerdings ist die Entfernung notwendig, denn wenn Sie zum Beispiel innerhalb eines Mückenschwarmes stehen, so erscheint Ihnen auch der Schwarm nicht mit den wolkenartigen Abschattierungen; die nehmen Sie nur wahr, wenn Sie ihn von ferneher sehen. Das, was ich jetzt gesagt habe, liegt jenen Beobachtungen zugrunde, die von Marskanälen sprechen. Dem, was man als Marskanäle beschreibt, liegt in Wahrheit das zugrunde, was ich Ihnen eben angedeutet habe; man hat es da zu tun mit gewissen Kraftströmungen, die einem früheren Zustand der Erde entsprechen und die in der altgermanischen Mythe als Strömungen beschrieben sind, die von Niflheim nach Muspelheim flossen. Das ist allerdings eine arge Ketzerei für die heutige Schulphysiologie und Schulastronomie; aber diese werden sich ja schon im Laufe der nächsten Jahrtausende manche Korrektur gefallen lassen müssen.

[ 8 ] Auch in anderen Gegenden hat man gewußt, daß das, was im Menschen sich ausdrückt, von außen hereinfließt. Daher hat man zum Beispiel in gewissen Zeiten der germanischen Mythologie von zwölf Strömen gesprochen, welche von Niflheim nach Muspelheim fließen. Die zwölf Ströme sind nicht im physisch-materiellen Sinne gemeint, sondern sie sind das, was, hellseherisch geschaut, als ein gewisser Abglanz vom Makrokosmos hereinfließt in den menschlichen Mikrokosmos, in das Wesen, das auf der Erde herumwandelt und sich durch makrokosmische Kräfte entwickeln soll. Und das muß ja allerdings betont werden, daß diese Strömungen heute im Grunde genommen als astralische Ströme zu sehen sind, während sie in den atlantischen Zeiten, die unmittelbar auf Lemurien folgten, und in Lemurien selbst als ätherische Strömungen gesehen werden konnten. Daher muß ein mit der Erde verwandter Planet, der nur in einem früheren Stadium der Entwickelung ist, so etwas Ähnliches zeigen. Und da man aus der Ferne oft Dinge beobachten kann, die sich in der Nähe wegen der Vereinzelung unserem Wahrnehmen entziehen, so könnte man bei einem ähnlichen Planeten wie die Erde, wenn er genügend weit entfernt ist und solche früheren Entwickelungsstufen unserer Erde durchmacht, diese zwölf Strömungen eventuell heute noch beobachten. Allerdings werden sie etwas anders ausschauen, als es einmal auf der Erde ausgeschaut hat, allerdings ist die Entfernung notwendig, denn wenn Sie zum Beispiel innerhalb eines Mückenschwarmes stehen, so erscheint Ihnen auch der Schwarm nicht mit den wolkenartigen Abschattierungen; die nehmen Sie nur wahr, wenn Sie ihn von ferneher sehen. Das, was ich jetzt gesagt habe, liegt jenen Beobachtungen zugrunde, die von Marskanälen sprechen. Dem, was man als Marskanäle beschreibt, liegt in Wahrheit das zugrunde, was ich Ihnen eben angedeutet habe; man hat es da zu tun mit gewissen Kraftströmungen, die einem früheren Zustand der Erde entsprechen und die in der altgermanischen Mythe als Strömungen beschrieben sind, die von Niflheim nach Muspelheim flossen. Das ist allerdings eine arge Ketzerei für die heutige Schulphysiologie und Schulastronomie; aber diese werden sich ja schon im Laufe der nächsten Jahrtausende manche Korrektur gefallen lassen müssen.

[ 9 ] Das alles kann uns darauf hinweisen, in welchen Abgrund von tiefer Weisheit wir ahnend hineinblicken, wenn der einfache Satz ausgesprochen wird: Der menschliche Mikrokosmos ist eine Art Spiegelbild des Makrokosmos. Solche Sätze machen uns so recht darauf aufmerksam, daß diese Phrase sich unmittelbar berührt mit den tiefsten Weistümern; denn der Satz, der Mensch sei ein Mikrokosmos gegenüber dem Makrokosmos, kann wirklich eine bloße triviale Phrase sein, richtig erfaßt aber kann sie uns darstellen die Zusammenfassung von Millionen und aber Millionen einzelner konkreter Weistümer. Und das sollte hervorgehoben werden, um Ihnen zu zeigen, wie die Konfiguration war bei den Seelen der urpersischen Menschenkultur. Da war, namentlich bei den leitenden Persönlichkeiten, eine lebendige Empfindung von diesem Zusammenhange des Menschen mit dem Makrokosmos vorhanden. Nachdem nun bis zur babylonisch-ägyptischen Kultur hin jene Wesenheiten gewirkt hatten, welche wir der Reihe nach bezeichnet haben als Engel, Erzengel und Geister der Persönlichkeit, folgte dann jene merkwürdige griechisch-lateinische Kultur, welche die Persönlichkeit als solche, das Weben des Ich im Ich ganz besonders zum Ausdrucke gebracht hat. Da offenbarten sich auch gewisse Wesenheiten, die auf einer Stufe höher sind als die Geister der Persönlichkeit; es offenbarten sich die Geister der Form. Aber die Offenbarung dieser Geister der Form geschah auf eine andere Art als die der Geister der Persönlichkeit, der Erzengel und Engel. Wie offenbaren sich Engel, Erzengel und Geister der Persönlichkeit in unserer nachatlantischen Zeit? Sie wirken in das menschliche Innere herein: die Engel für den Inder inspirierend, die Erzengel auch noch ähnlich so bei dem Urperser, aber doch in einer Weise, daß das «Menschliche» etwas mehr schon zur Geltung kommt; der Geist der Persönlichkeit aber stand gleichsam hinter den Seelen der Ägypter, sie antreibend, herauszustellen auf den physischen Plan das Spirituelle. Anders offenbaren sich die Geister der Form. Die offenbaren sich von unten nach oben als viel mächtigere Geister, die nicht darauf angewiesen sind, sich des Menschen bloß als Werkzeug zu bedienen; sie offenbaren sich in den Reichen der Natur, die um uns herum sind, in der Konfiguration der Wesen des mineralischen, pflanzlichen, tierischen Reiches. Und da muß der Mensch, wenn er die Geister der Form an ihrer Offenbarung erkennen will, sein Auge nach außen richten, muß die Natur beobachten, muß ergründen, was die Geister der Form in die Natur hineingeheimnißt haben. Daher empfängt der Mensch in dem griechischen Zeitraum, wo vorzugsweise die Geister der Form sich manifestieren, keinen direkten Einfluß, der inspirierend wirkt. Die Einwirkung der Geister der Form vollzieht sich vielmehr so, daß der Mensch durch das Äußere der Sinnenwelt gereizt wird, daß seine Sinne mit Freude, mit Beseligung sich hinwenden auf das, was ringsherum ausgebreitet ist, daß er versucht zu idealisieren, auszugestalten, was ausgebreitet ist. Also von außen her reizen die Geister der Form. Und einer der hauptsächlichsten Geister der Form ist derjenige, der sich hinter Jahve oder Jehovah verbirgt. Und obzwar die Geister der Form sieben an der Zahl sind und in den verschiedenen Naturreichen wirken, so ist doch eine Empfindungsfähigkeit der gegenwärtigen Menschen eigentlich nur für den einen Geist vorhanden, den wir als Jahve bezeichnen. Wenn wir das alles bedenken, so erscheint es uns begreiflich, daß gegen den vierten Zeitraum hin der Mensch mehr oder weniger verlassen wird der Hauptsache nach von diesen dirigierenden Mächten, von den Engeln, Erzengeln und Geistern der Persönlichkeit, und daß er seinen Blick ganz herauswendet auf die äußere Welt, auf den physischen Horizont, wo sich die Geister der Form offenbaren. Hinter dieser physischen Welt haben sie freilich auch schon früher gesteckt, sie haben sich sozusagen nur nicht zu erkennen gegeben für das menschliche Erkennen. In dem Zeitraum, der unmittelbar der atlantischen Katastrophe folgte, wirkten die Geister der Form; sie wirkten in den Naturreichen, in den Gesetzen von Wind und Wetter, in den Gesetzen von Pflanze, Tier und Mineral. Sie haben auch in noch älteren Zeiten gewirkt. Aber der Mensch lenkte nicht hin den Blick auf das, was ihm da äußerlich entgegentrat, denn er war innerlich inspiriert von den anderen. Er war abgelenkt von der äußeren Welt. Woher kam das?

[ 9 ] Das alles kann uns darauf hinweisen, in welchen Abgrund von tiefer Weisheit wir ahnend hineinblicken, wenn der einfache Satz ausgesprochen wird: Der menschliche Mikrokosmos ist eine Art Spiegelbild des Makrokosmos. Solche Sätze machen uns so recht darauf aufmerksam, daß diese Phrase sich unmittelbar berührt mit den tiefsten Weistümern; denn der Satz, der Mensch sei ein Mikrokosmos gegenüber dem Makrokosmos, kann wirklich eine bloße triviale Phrase sein, richtig erfaßt aber kann sie uns darstellen die Zusammenfassung von Millionen und aber Millionen einzelner konkreter Weistümer. Und das sollte hervorgehoben werden, um Ihnen zu zeigen, wie die Konfiguration war bei den Seelen der urpersischen Menschenkultur. Da war, namentlich bei den leitenden Persönlichkeiten, eine lebendige Empfindung von diesem Zusammenhange des Menschen mit dem Makrokosmos vorhanden. Nachdem nun bis zur babylonisch-ägyptischen Kultur hin jene Wesenheiten gewirkt hatten, welche wir der Reihe nach bezeichnet haben als Engel, Erzengel und Geister der Persönlichkeit, folgte dann jene merkwürdige griechisch-lateinische Kultur, welche die Persönlichkeit als solche, das Weben des Ich im Ich ganz besonders zum Ausdrucke gebracht hat. Da offenbarten sich auch gewisse Wesenheiten, die auf einer Stufe höher sind als die Geister der Persönlichkeit; es offenbarten sich die Geister der Form. Aber die Offenbarung dieser Geister der Form geschah auf eine andere Art als die der Geister der Persönlichkeit, der Erzengel und Engel. Wie offenbaren sich Engel, Erzengel und Geister der Persönlichkeit in unserer nachatlantischen Zeit? Sie wirken in das menschliche Innere herein: die Engel für den Inder inspirierend, die Erzengel auch noch ähnlich so bei dem Urperser, aber doch in einer Weise, daß das «Menschliche» etwas mehr schon zur Geltung kommt; der Geist der Persönlichkeit aber stand gleichsam hinter den Seelen der Ägypter, sie antreibend, herauszustellen auf den physischen Plan das Spirituelle. Anders offenbaren sich die Geister der Form. Die offenbaren sich von unten nach oben als viel mächtigere Geister, die nicht darauf angewiesen sind, sich des Menschen bloß als Werkzeug zu bedienen; sie offenbaren sich in den Reichen der Natur, die um uns herum sind, in der Konfiguration der Wesen des mineralischen, pflanzlichen, tierischen Reiches. Und da muß der Mensch, wenn er die Geister der Form an ihrer Offenbarung erkennen will, sein Auge nach außen richten, muß die Natur beobachten, muß ergründen, was die Geister der Form in die Natur hineingeheimnißt haben. Daher empfängt der Mensch in dem griechischen Zeitraum, wo vorzugsweise die Geister der Form sich manifestieren, keinen direkten Einfluß, der inspirierend wirkt. Die Einwirkung der Geister der Form vollzieht sich vielmehr so, daß der Mensch durch das Äußere der Sinnenwelt gereizt wird, daß seine Sinne mit Freude, mit Beseligung sich hinwenden auf das, was ringsherum ausgebreitet ist, daß er versucht zu idealisieren, auszugestalten, was ausgebreitet ist. Also von außen her reizen die Geister der Form. Und einer der hauptsächlichsten Geister der Form ist derjenige, der sich hinter Jahve oder Jehovah verbirgt. Und obzwar die Geister der Form sieben an der Zahl sind und in den verschiedenen Naturreichen wirken, so ist doch eine Empfindungsfähigkeit der gegenwärtigen Menschen eigentlich nur für den einen Geist vorhanden, den wir als Jahve bezeichnen. Wenn wir das alles bedenken, so erscheint es uns begreiflich, daß gegen den vierten Zeitraum hin der Mensch mehr oder weniger verlassen wird der Hauptsache nach von diesen dirigierenden Mächten, von den Engeln, Erzengeln und Geistern der Persönlichkeit, und daß er seinen Blick ganz herauswendet auf die äußere Welt, auf den physischen Horizont, wo sich die Geister der Form offenbaren. Hinter dieser physischen Welt haben sie freilich auch schon früher gesteckt, sie haben sich sozusagen nur nicht zu erkennen gegeben für das menschliche Erkennen. In dem Zeitraum, der unmittelbar der atlantischen Katastrophe folgte, wirkten die Geister der Form; sie wirkten in den Naturreichen, in den Gesetzen von Wind und Wetter, in den Gesetzen von Pflanze, Tier und Mineral. Sie haben auch in noch älteren Zeiten gewirkt. Aber der Mensch lenkte nicht hin den Blick auf das, was ihm da äußerlich entgegentrat, denn er war innerlich inspiriert von den anderen. Er war abgelenkt von der äußeren Welt. Woher kam das?

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[ 10 ] Wie haben wir es zu verstehen, daß diese anderen Hierarchien, die, wie wir wissen, niedriger stehen als die Geister der Form, dem damals schon bestehenden Wirken der Geister der Form gegenüber ihren Einfluß in so beherrschender Weise geltend machten? Das hängt zusammen mit einer ganz bestimmten periodischen Entwickelung unserer gesamten Erde. Diese Dinge sind für den hellseherischen Blick, der mit Hilfe der Akasha-Chronik nach rückwärts schaut, ganz anders als sie sich ausnehmen für die Spekulationen, die auf Grundlage der heutigen geologischen Tatsachen gemacht werden. Wenn wir da zurückgehen hinter die Wirksamkeit der Geister der Persönlichkeit in der chaldäischen Periode, hinter die der Erzengel in der persischen und der Engel in der altindischen Periode, so kommen wir ja zu dem Zeitraum unserer Erde, in dem die atlantische Katastrophe am allerärgsten wütete. Wir kommen allmählich ganz in die atlantische Katastrophe hinein. Es ist die Zeit, auf welche hinweisen die Sintflutsagen der verschiedenen Völker, und in der Tat hat es damals anders ausgesehen, als die geologischen Hypothesen der gegenwärtigen Zeit es ausmalen. In der noch früheren atlantischen Zeit, da hat es wiederum ganz anders ausgeschaut. Der Mensch war ein verwandelbares Wesen. Das ganze Antlitz der Erde war vor dieser Katastrophe anders als es sich die Menschen jetzt träumen lassen. Nun können Sie sich denken, daß damals in noch höherem Maße geistige Hierarchien auf die Erde hereingewirkt haben.

[ 10 ] Wie haben wir es zu verstehen, daß diese anderen Hierarchien, die, wie wir wissen, niedriger stehen als die Geister der Form, dem damals schon bestehenden Wirken der Geister der Form gegenüber ihren Einfluß in so beherrschender Weise geltend machten? Das hängt zusammen mit einer ganz bestimmten periodischen Entwickelung unserer gesamten Erde. Diese Dinge sind für den hellseherischen Blick, der mit Hilfe der Akasha-Chronik nach rückwärts schaut, ganz anders als sie sich ausnehmen für die Spekulationen, die auf Grundlage der heutigen geologischen Tatsachen gemacht werden. Wenn wir da zurückgehen hinter die Wirksamkeit der Geister der Persönlichkeit in der chaldäischen Periode, hinter die der Erzengel in der persischen und der Engel in der altindischen Periode, so kommen wir ja zu dem Zeitraum unserer Erde, in dem die atlantische Katastrophe am allerärgsten wütete. Wir kommen allmählich ganz in die atlantische Katastrophe hinein. Es ist die Zeit, auf welche hinweisen die Sintflutsagen der verschiedenen Völker, und in der Tat hat es damals anders ausgesehen, als die geologischen Hypothesen der gegenwärtigen Zeit es ausmalen. In der noch früheren atlantischen Zeit, da hat es wiederum ganz anders ausgeschaut. Der Mensch war ein verwandelbares Wesen. Das ganze Antlitz der Erde war vor dieser Katastrophe anders als es sich die Menschen jetzt träumen lassen. Nun können Sie sich denken, daß damals in noch höherem Maße geistige Hierarchien auf die Erde hereingewirkt haben.

[ 11 ] Wir haben gleichsam eine Grenze zwischen den alten Einwirkungen in der atlantischen Zeit und denen in der nachatlantischen Zeit, eine Grenze, die ausgefüllt ist von der atlantischen Katastrophe, von jenen Vorgängen, die das Antlitz unserer Erde in bezug auf Verteilung von Wasser und Land total verändert haben. Solche Zeiten und ihre Veränderungen hängen zusammen mit großen Vorgängen in der Konstellation, in der Lage und Bewegung der mit der Sonne zusammenhängenden Weltenkörper. Und in der Tat wird aus dem Makrokosmosraum hereindirigiert das, was sich als solche Perioden in der Erde abspielt. Es würde heute zu weit führen, wenn ich Ihnen auseinandersetzen wollte, wie diese aufeinanderfolgenden Perioden dirigiert werden, eingeteilt werden von dem, was man heute in der Astronomie nennt das Vorrücken der Tagundnachtgleiche. Das hängt zusammen mit der Stellung der Erdachse zur Achse der Ekliptik, das hängt mit großen Vorgängen in der Konstellation unserer benachbarten Weltenkörper zusammen, und da gibt es in der Tat ganz bestimmte Zeiten, in denen durch die eigentümliche Stellung der Erde in ihrer Achse zu den anderen Körpern ihres Systems eine ganz andere Verteilung von Hitze und Kälte auf unserer Erde vorhanden ist als sonst. Es ändern sich die klimatischen Verhältnisse durch diese Stellung der Erdachse zu den Nachbarsternen. Und in der Tat: Im Laufe von etwas über 25 000 Jahren beschreibt unsere Erdachse eine Art von Kegel oder Kreisbewegung, so daß unsere Erde Zustände, die sie in einer gewissen Zeit erlebt, in einer anderen Form nach 25 000 bis 26000 Jahren wieder erlebt, gerade auf höherer Stufe. Immer aber zwischen diesen großen Zeitabschnitten liegen kleinere Abschnitte. Und die Sache geht auch nicht durchaus kontinuierlich fort, sondern so, daß gewisse Jahre Knotenpunkte, tiefe Einschnitte sind, in denen Wichtiges geschieht. Und da dürfen wir insbesondere darauf hinweisen, weil es für die ganze geschichtliche Entwickelung unserer Erdenmenschheit wesentlich bedeutsam ist, daß im 7. Jahrtausend vor Christo ein ganz besonders wichtiger astronomischer Zeitpunkt war — wichtig, weil er sich durch die Konstellation der Erdachse zu den Nachbarsternen in einer solchen Verteilung der klimatischen Verhältnisse auf Erden ausdrückte, daß eben dazumal die atlantische Katastrophe wirkte, sechs bis sieben- bis achttausend Jahre vor unserer Zeitrechnung - sie wirkte ja durch lange Zeiten hindurch. Wir können hier nur das betonen, was richtig ist und nicht die phantastischen Zeiträume, die angegeben werden, denn es liegt viel weniger weit hinter uns, als gewöhnlich geglaubt wird. In diesem Zeitraum wirkten allerdings die makrokosmischen Verhältnisse so ins Physische hinein, daß sich die Wirkung ausprägte in diesen gewaltigen physischen Revolutionen unserer Erde, die uns als die atlantische Katastrophe entgegentreten und das Antlitz der Erde vollständig veränderten. Das war die stärkste physische Umänderung, das war die stärkste Einwirkung vom Makrokosmos auf die Erde. Dafür war damals der Einfluß von dieser Seite her auf den Geist der Menschen am geringsten; deshalb konnten in diesem Zeitraum die weniger starken Mächte der Hierarchien beginnen, einen starken Einfluß auf den Menschen auszuüben, der dann allmählich wieder abflutete.

[ 11 ] Wir haben gleichsam eine Grenze zwischen den alten Einwirkungen in der atlantischen Zeit und denen in der nachatlantischen Zeit, eine Grenze, die ausgefüllt ist von der atlantischen Katastrophe, von jenen Vorgängen, die das Antlitz unserer Erde in bezug auf Verteilung von Wasser und Land total verändert haben. Solche Zeiten und ihre Veränderungen hängen zusammen mit großen Vorgängen in der Konstellation, in der Lage und Bewegung der mit der Sonne zusammenhängenden Weltenkörper. Und in der Tat wird aus dem Makrokosmosraum hereindirigiert das, was sich als solche Perioden in der Erde abspielt. Es würde heute zu weit führen, wenn ich Ihnen auseinandersetzen wollte, wie diese aufeinanderfolgenden Perioden dirigiert werden, eingeteilt werden von dem, was man heute in der Astronomie nennt das Vorrücken der Tagundnachtgleiche. Das hängt zusammen mit der Stellung der Erdachse zur Achse der Ekliptik, das hängt mit großen Vorgängen in der Konstellation unserer benachbarten Weltenkörper zusammen, und da gibt es in der Tat ganz bestimmte Zeiten, in denen durch die eigentümliche Stellung der Erde in ihrer Achse zu den anderen Körpern ihres Systems eine ganz andere Verteilung von Hitze und Kälte auf unserer Erde vorhanden ist als sonst. Es ändern sich die klimatischen Verhältnisse durch diese Stellung der Erdachse zu den Nachbarsternen. Und in der Tat: Im Laufe von etwas über 25 000 Jahren beschreibt unsere Erdachse eine Art von Kegel oder Kreisbewegung, so daß unsere Erde Zustände, die sie in einer gewissen Zeit erlebt, in einer anderen Form nach 25 000 bis 26000 Jahren wieder erlebt, gerade auf höherer Stufe. Immer aber zwischen diesen großen Zeitabschnitten liegen kleinere Abschnitte. Und die Sache geht auch nicht durchaus kontinuierlich fort, sondern so, daß gewisse Jahre Knotenpunkte, tiefe Einschnitte sind, in denen Wichtiges geschieht. Und da dürfen wir insbesondere darauf hinweisen, weil es für die ganze geschichtliche Entwickelung unserer Erdenmenschheit wesentlich bedeutsam ist, daß im 7. Jahrtausend vor Christo ein ganz besonders wichtiger astronomischer Zeitpunkt war — wichtig, weil er sich durch die Konstellation der Erdachse zu den Nachbarsternen in einer solchen Verteilung der klimatischen Verhältnisse auf Erden ausdrückte, daß eben dazumal die atlantische Katastrophe wirkte, sechs bis sieben- bis achttausend Jahre vor unserer Zeitrechnung - sie wirkte ja durch lange Zeiten hindurch. Wir können hier nur das betonen, was richtig ist und nicht die phantastischen Zeiträume, die angegeben werden, denn es liegt viel weniger weit hinter uns, als gewöhnlich geglaubt wird. In diesem Zeitraum wirkten allerdings die makrokosmischen Verhältnisse so ins Physische hinein, daß sich die Wirkung ausprägte in diesen gewaltigen physischen Revolutionen unserer Erde, die uns als die atlantische Katastrophe entgegentreten und das Antlitz der Erde vollständig veränderten. Das war die stärkste physische Umänderung, das war die stärkste Einwirkung vom Makrokosmos auf die Erde. Dafür war damals der Einfluß von dieser Seite her auf den Geist der Menschen am geringsten; deshalb konnten in diesem Zeitraum die weniger starken Mächte der Hierarchien beginnen, einen starken Einfluß auf den Menschen auszuüben, der dann allmählich wieder abflutete.

[ 12 ] Also da, wo die Geister der Form mächtig revoltierend hereinwirkten auf das Physische, da haben sie nicht so viel Zeit gehabt, auch noch auf den Geist der Menschen zu wirken, so daß das Physische dem Menschen sozusagen unter den Füßen entschwunden ist. Dafür aber war der Mensch gerade während der atlantischen Katastrophe am meisten geistentrückt und kam erst allmählich wiederum in die physische Welt herein in der nachatlantischen Zeit. Nun wird es Ihnen nicht schwer werden, sich vorzustellen — wenn Sie sich also denken, daß der geringste Einfluß auf den menschlichen Geist ausgeübt worden ist in dieser Zeit, also etwa sechs- bis sieben- bis achttausend Jahre vor unserer christlichen Zeitrechnung, und der größte Einfluß auf die physischen Verhältnisse der Erde —, daß es einen anderen Zeitpunkt geben kann, wo das Gegenteil der Fall ist: wo diejenigen, die eine solche Sache wissen können, in umgekehrter Art den geringsten Einfluß auf das Physische, dafür aber gerade von den Geistern der Form den größten Einfluß auf den menschlichen Geist verspüren. Sie können sich zunächst einmal hypothetisch in der Seele konstruieren, daß es einen Punkt geben kann in der Geschichte, wo das Umgekehrte von der großen atlantischen Katastrophe der Fall ist. Das wird natürlich nicht so leicht zu bemerken sein, denn dem in unserer nachatlantischen Zeit ja sehr auf das Physische veranlagten Menschen, dem wird die atlantische Katastrophe, in der Erdenteile zugrunde gehen, sehr stark auffallen. Weniger wird ihm auffallen, wenn die Geister der Form einen starken Einfluß auf die menschliche Persönlichkeit haben und einen geringen Einfluß nur auf das, was äußerlich sich abspielt. Dieser Zeitpunkt, wo das eingetreten ist, was also naturgemäß die Menschen weniger bemerken, das ist das Jahr 1250 der nachchristlichen Ära. Und dieses Jahr 1250 ist in der Tat ein außerordentliches, historisch wichtiges Jahr. Das fiel in einen Zeitraum hinein, den man etwa so charakterisieren kann: Die Geister fühlten sich sozusagen gedrängt, auf das genaueste die Art und Weise zum Ausdruck zu bringen, wie man zu den über den anderen Hierarchien stehenden höheren göttlichen Wesenheiten hinaufblickt, wie man zu diesen Wesenheiten, die man zunächst als Einheit, erst durch Jahve, dann durch Christus empfindet, ein Verhältnis zu gewinnen sucht und alles menschliche Wissen dazu anwendet, um die Mysterien von dem Christus Jesus zu enthüllen. Das war ein Zeitpunkt, der insbesondere geeignet war, der Menschheit die Mysterien zu überbringen, die sich unmittelbar im Zusammenhang des Geistigen mit dem Naturwirken ausprägen. Daher sehen wir, daß dieses Jahr der Ausgangspunkt ist für große präzise Verarbeitungen dessen, was früher nur geglaubt, nur geahnt wurde: der Ausgangspunkt der heute viel zu wenig gewürdigten Scholastik. Dann aber war es auch der Ausgangspunkt jener Offenbarung, die in Geistern wie zum Beispiel Agrippa von Netiesheim zum Ausdruck kam, und die am tiefsten in der ganzen Rosenkreuzerei sich ausprägte. Dies weist uns also darauf hin, daß, wenn man die tieferen Kräfte der geschichtlichen Entwickelung suchen will, man doch noch auf ganz andere Verhältnisse eingehen muß als die äußerlich zutage liegenden. Ja, hinter dem, was ich jetzt gesagt habe, verbergen sich zum Beispiel auch diejenigen Kräfte, die in den schon bestehenden und abflutenden Kreuzzügen wirksam sind. Die ganze europäische Geschichte, namentlich das, was sich abspielt zwischen Orient und Okzident, ist nur dadurch ermöglicht, daß Kräfte so dahinterstehen, wie ich sie jetzt beschrieben habe.

[ 12 ] Also da, wo die Geister der Form mächtig revoltierend hereinwirkten auf das Physische, da haben sie nicht so viel Zeit gehabt, auch noch auf den Geist der Menschen zu wirken, so daß das Physische dem Menschen sozusagen unter den Füßen entschwunden ist. Dafür aber war der Mensch gerade während der atlantischen Katastrophe am meisten geistentrückt und kam erst allmählich wiederum in die physische Welt herein in der nachatlantischen Zeit. Nun wird es Ihnen nicht schwer werden, sich vorzustellen — wenn Sie sich also denken, daß der geringste Einfluß auf den menschlichen Geist ausgeübt worden ist in dieser Zeit, also etwa sechs- bis sieben- bis achttausend Jahre vor unserer christlichen Zeitrechnung, und der größte Einfluß auf die physischen Verhältnisse der Erde —, daß es einen anderen Zeitpunkt geben kann, wo das Gegenteil der Fall ist: wo diejenigen, die eine solche Sache wissen können, in umgekehrter Art den geringsten Einfluß auf das Physische, dafür aber gerade von den Geistern der Form den größten Einfluß auf den menschlichen Geist verspüren. Sie können sich zunächst einmal hypothetisch in der Seele konstruieren, daß es einen Punkt geben kann in der Geschichte, wo das Umgekehrte von der großen atlantischen Katastrophe der Fall ist. Das wird natürlich nicht so leicht zu bemerken sein, denn dem in unserer nachatlantischen Zeit ja sehr auf das Physische veranlagten Menschen, dem wird die atlantische Katastrophe, in der Erdenteile zugrunde gehen, sehr stark auffallen. Weniger wird ihm auffallen, wenn die Geister der Form einen starken Einfluß auf die menschliche Persönlichkeit haben und einen geringen Einfluß nur auf das, was äußerlich sich abspielt. Dieser Zeitpunkt, wo das eingetreten ist, was also naturgemäß die Menschen weniger bemerken, das ist das Jahr 1250 der nachchristlichen Ära. Und dieses Jahr 1250 ist in der Tat ein außerordentliches, historisch wichtiges Jahr. Das fiel in einen Zeitraum hinein, den man etwa so charakterisieren kann: Die Geister fühlten sich sozusagen gedrängt, auf das genaueste die Art und Weise zum Ausdruck zu bringen, wie man zu den über den anderen Hierarchien stehenden höheren göttlichen Wesenheiten hinaufblickt, wie man zu diesen Wesenheiten, die man zunächst als Einheit, erst durch Jahve, dann durch Christus empfindet, ein Verhältnis zu gewinnen sucht und alles menschliche Wissen dazu anwendet, um die Mysterien von dem Christus Jesus zu enthüllen. Das war ein Zeitpunkt, der insbesondere geeignet war, der Menschheit die Mysterien zu überbringen, die sich unmittelbar im Zusammenhang des Geistigen mit dem Naturwirken ausprägen. Daher sehen wir, daß dieses Jahr der Ausgangspunkt ist für große präzise Verarbeitungen dessen, was früher nur geglaubt, nur geahnt wurde: der Ausgangspunkt der heute viel zu wenig gewürdigten Scholastik. Dann aber war es auch der Ausgangspunkt jener Offenbarung, die in Geistern wie zum Beispiel Agrippa von Netiesheim zum Ausdruck kam, und die am tiefsten in der ganzen Rosenkreuzerei sich ausprägte. Dies weist uns also darauf hin, daß, wenn man die tieferen Kräfte der geschichtlichen Entwickelung suchen will, man doch noch auf ganz andere Verhältnisse eingehen muß als die äußerlich zutage liegenden. Ja, hinter dem, was ich jetzt gesagt habe, verbergen sich zum Beispiel auch diejenigen Kräfte, die in den schon bestehenden und abflutenden Kreuzzügen wirksam sind. Die ganze europäische Geschichte, namentlich das, was sich abspielt zwischen Orient und Okzident, ist nur dadurch ermöglicht, daß Kräfte so dahinterstehen, wie ich sie jetzt beschrieben habe.

[ 13 ] Wir können also sagen: Es gibt zwei Zeitpunkte, von denen der eine bezeichnet werden kann als eine große Umwälzung auf dem äußeren physischen Plan, der andere als der Übergangspunkt von all dem, was in den Mysterien rumoren mußte. Aber wir müssen daran festhalten, daß in der Tat für alle solche Dinge wiederum andere Gesetze bestehen, welche die Hauptgesetze durchkreuzen. Und so begreifen wir, daß in diese Zeit hinein der Ausgangspunkt für große Offenbarungen fällt, daß diese Zeit so recht geeignet ist für das Auftreten eines Menschen, der wie Julianus Apostata einmal inspiriert worden ist in den eleusinischen Mysterien. Er hat dann auf seine Seele wirken lassen, was da herausgekommen ist als die Offenbarungen der Geister der Form. Aber ungefähr vierhundert Jahre sind es auch immer, in denen der erste Ansturm irgendeines gewaltigen Einflusses wirkt; dann beginnt ein Abfluten, dann beginnen sozusagen die Ströme sich zu trennen. Daher wirkte das, was damals geschaut wurde als ein Spirituelles hinter den Naturerscheinungen so, daß man das Spirituelle vergaß und nur die Naturerscheinung behielt. Das ist das Moderne. Und Tycho Brahe ist zu gleicher Zeit einer der letzten, die noch das Spirituelle hinter demjenigen, was äußere Naturwissenschaft ist, erfassen. Und gerade T'ycho Brahe ist deshalb eine so wunderbare Persönlichkeit, weil er die äußere Astronomie in so hohem Grade beherrscht, daß er Tausende von Sternen und anderes entdeckt und dabei das spirituelle Walten der großen Mächte doch wiederum so in der Seele trägt, daß er ganz Europa in Erstaunen versetzte, als er kühn und keck den Tod des Sultans Soliman voraussagte. Wir sehen: Aus dem spirituellen Naturwissen, das 1250 anfängt und das uns äußerlich entgegentritt bei solchen Geistern wie Agrippa von Nettesheim, schält sich allmählich heraus dasjenige, was später nur äußeres Naturwirken ist; während das Innere, das Spirituelle, in jener geheimnisvollen Strömung verbleibt, die uns als Rosenkreuzerei bekannt ist. Da fließen dann die beiden Ströme dahin.

[ 13 ] Wir können also sagen: Es gibt zwei Zeitpunkte, von denen der eine bezeichnet werden kann als eine große Umwälzung auf dem äußeren physischen Plan, der andere als der Übergangspunkt von all dem, was in den Mysterien rumoren mußte. Aber wir müssen daran festhalten, daß in der Tat für alle solche Dinge wiederum andere Gesetze bestehen, welche die Hauptgesetze durchkreuzen. Und so begreifen wir, daß in diese Zeit hinein der Ausgangspunkt für große Offenbarungen fällt, daß diese Zeit so recht geeignet ist für das Auftreten eines Menschen, der wie Julianus Apostata einmal inspiriert worden ist in den eleusinischen Mysterien. Er hat dann auf seine Seele wirken lassen, was da herausgekommen ist als die Offenbarungen der Geister der Form. Aber ungefähr vierhundert Jahre sind es auch immer, in denen der erste Ansturm irgendeines gewaltigen Einflusses wirkt; dann beginnt ein Abfluten, dann beginnen sozusagen die Ströme sich zu trennen. Daher wirkte das, was damals geschaut wurde als ein Spirituelles hinter den Naturerscheinungen so, daß man das Spirituelle vergaß und nur die Naturerscheinung behielt. Das ist das Moderne. Und Tycho Brahe ist zu gleicher Zeit einer der letzten, die noch das Spirituelle hinter demjenigen, was äußere Naturwissenschaft ist, erfassen. Und gerade T'ycho Brahe ist deshalb eine so wunderbare Persönlichkeit, weil er die äußere Astronomie in so hohem Grade beherrscht, daß er Tausende von Sternen und anderes entdeckt und dabei das spirituelle Walten der großen Mächte doch wiederum so in der Seele trägt, daß er ganz Europa in Erstaunen versetzte, als er kühn und keck den Tod des Sultans Soliman voraussagte. Wir sehen: Aus dem spirituellen Naturwissen, das 1250 anfängt und das uns äußerlich entgegentritt bei solchen Geistern wie Agrippa von Nettesheim, schält sich allmählich heraus dasjenige, was später nur äußeres Naturwirken ist; während das Innere, das Spirituelle, in jener geheimnisvollen Strömung verbleibt, die uns als Rosenkreuzerei bekannt ist. Da fließen dann die beiden Ströme dahin.

[ 14 ] Ja, es ist merkwürdig, wie sich sogar innerhalb von Persönlichkeiten dieses Auseinanderschälen zeigt. Ich habe schon einmal, ziemlich am Anfange unserer deutschen Bewegung, darauf aufmerksam gemacht, wie in einer Persönlichkeit des 15. Jahrhunderts das auftritt, was sich hier als spirituelle Bewegung fortzieht, noch mit einem gewissen Naturwissen verbunden, wie dann das Spirituelle abgeworfen wird und rein äußerlich weiterlebt. An einer einzelnen Individualität können wir das verfolgen: an der des Nikolaus Cusanus. Wenn wir ihn nur lesen — man kann noch mehr tun als lesen bei ihm -, schon durch das Lesen stellt sich heraus, wie bei ihm noch verbunden war tiefstes spirituelles Anschauen mit dem äußeren Naturwissen, namentlich wo dieses sich in mathematische Formen kleidet. Und weil er eine Einsicht davon hatte, wie schwer das zu erreichen ist in einer Zeit, die immer mehr und mehr nach der äußeren Gelehrsamkeit sich hinbewegt, nannte er sein Werk aus einer welthistorischen Bescheidenheit heraus «Gelehrte Unwissenheit», «docta ignorantia». Natürlich wollte er damit nicht ausdrücken, daß er ein ganz besonders dummer Kerl sei, sondern daß das, was er zu sagen hatte, über dem liegt, was sich nunmehr entwickeln wird als bloße äußere Gelehrsamkeit. Wenn wir mit einem heute beliebt gewordenen Worte reden wollen, so können wir sagen: Diese «Gelehrte Unwissenheit» ist eine Übergelehrsamkeit. - Dann wurde er, wie Sie wissen, wiedergeboren, und zwar sehr bald in diesem Falle, als Nikolaus Kopernikus. Dieselbe Wesenheit, die in Nikolaus Cusanus war, wirkte weiter in Nikolaus Kopernikus. Aber es zeigt sich, wie gerade in jenen Zeiten die Menschheitsorganisation so nach dem Physischen hin vorgerückt ist, daß die ganze Tiefe des Nikolaus Cusanus in Kopernikus nur so wirken konnte, daß eben das äußere physische Weltensystem zustande kam. Was in Cusanus lebte, wurde gleichsam filtriert, das Spirituelle abgeworfen und umgewandelt zu äußerem Wissen. Da sehen wir handgreiflich, wie in kurzer Zeit wirken sollte jener mächtige Impuls vom Jahre 1250, wo er seinen Zeitmittelpunkt hatte. Und das, was da hereinströmte auf unsere Erde in diesem Punkt, das wirkte in seiner Art durchaus weiter fort. Es wirkte in diesen beiden Strömungen fort, von denen die eine materialistisch ist und noch materialistischer werden wird, die andere nach dem Spirituellen trachtet und sich insbesondere in dem kundgab, was wir als Rosenkreuzeroffenbarung kennen, die am intensivsten eben von diesem Ausgangspunkte aus floß, wenn sie sich auch vorher schon vorbereitet hatte.

[ 14 ] Ja, es ist merkwürdig, wie sich sogar innerhalb von Persönlichkeiten dieses Auseinanderschälen zeigt. Ich habe schon einmal, ziemlich am Anfange unserer deutschen Bewegung, darauf aufmerksam gemacht, wie in einer Persönlichkeit des 15. Jahrhunderts das auftritt, was sich hier als spirituelle Bewegung fortzieht, noch mit einem gewissen Naturwissen verbunden, wie dann das Spirituelle abgeworfen wird und rein äußerlich weiterlebt. An einer einzelnen Individualität können wir das verfolgen: an der des Nikolaus Cusanus. Wenn wir ihn nur lesen — man kann noch mehr tun als lesen bei ihm -, schon durch das Lesen stellt sich heraus, wie bei ihm noch verbunden war tiefstes spirituelles Anschauen mit dem äußeren Naturwissen, namentlich wo dieses sich in mathematische Formen kleidet. Und weil er eine Einsicht davon hatte, wie schwer das zu erreichen ist in einer Zeit, die immer mehr und mehr nach der äußeren Gelehrsamkeit sich hinbewegt, nannte er sein Werk aus einer welthistorischen Bescheidenheit heraus «Gelehrte Unwissenheit», «docta ignorantia». Natürlich wollte er damit nicht ausdrücken, daß er ein ganz besonders dummer Kerl sei, sondern daß das, was er zu sagen hatte, über dem liegt, was sich nunmehr entwickeln wird als bloße äußere Gelehrsamkeit. Wenn wir mit einem heute beliebt gewordenen Worte reden wollen, so können wir sagen: Diese «Gelehrte Unwissenheit» ist eine Übergelehrsamkeit. - Dann wurde er, wie Sie wissen, wiedergeboren, und zwar sehr bald in diesem Falle, als Nikolaus Kopernikus. Dieselbe Wesenheit, die in Nikolaus Cusanus war, wirkte weiter in Nikolaus Kopernikus. Aber es zeigt sich, wie gerade in jenen Zeiten die Menschheitsorganisation so nach dem Physischen hin vorgerückt ist, daß die ganze Tiefe des Nikolaus Cusanus in Kopernikus nur so wirken konnte, daß eben das äußere physische Weltensystem zustande kam. Was in Cusanus lebte, wurde gleichsam filtriert, das Spirituelle abgeworfen und umgewandelt zu äußerem Wissen. Da sehen wir handgreiflich, wie in kurzer Zeit wirken sollte jener mächtige Impuls vom Jahre 1250, wo er seinen Zeitmittelpunkt hatte. Und das, was da hereinströmte auf unsere Erde in diesem Punkt, das wirkte in seiner Art durchaus weiter fort. Es wirkte in diesen beiden Strömungen fort, von denen die eine materialistisch ist und noch materialistischer werden wird, die andere nach dem Spirituellen trachtet und sich insbesondere in dem kundgab, was wir als Rosenkreuzeroffenbarung kennen, die am intensivsten eben von diesem Ausgangspunkte aus floß, wenn sie sich auch vorher schon vorbereitet hatte.

[ 15 ] So sehen Sie, daß wir sozusagen eine Art sechs bis sieben bis acht Jahrtausende dauernden Zeitraum haben, in dem die Erdentwickelung einen wichtigen Zyklus durchläuft in bezug auf die historischen Tatsachen, in welche die Menschenentwickelung hineinverwoben ist. Solche Zyklen werden wiederum von anderen durchschnitten, denn es wirken eben die verschiedensten periodischen Kräfte auf unsere Erdentwickelung ein. Nur dann, wenn wir die Kräfte auseinanderlegen, wenn wir die einzelnen Kräfte kennenlernen und sozusagen nachsehen, wie sie sich zusammen gestalten, nur dann können wir allmählich dahinterkommen, wie die Dinge auf der Erde geschehen. Durch alle solche Kräfte und Gesetzmäßigkeiten wird eigentlich die Menschheit vorwärtsgebracht, wird der menschliche Fortschritt bewirkt. Wissen Sie doch, daß von einer anderen Strömung her ein wichtiger Knotenpunkt in unser Jahrhundert gelegt ist, der in dem Rosenkreuzermysterium angedeutet ist: Das Wiederhineinsehen in die ätherische Welt und die Offenbarung des Christus innerhalb der ätherischen Welt. Das gehört aber einer anderen Strömung an. Ich spreche jetzt mehr von Kräften, die in die breite Basis des historischen Geschehens hineinwirken.

[ 15 ] So sehen Sie, daß wir sozusagen eine Art sechs bis sieben bis acht Jahrtausende dauernden Zeitraum haben, in dem die Erdentwickelung einen wichtigen Zyklus durchläuft in bezug auf die historischen Tatsachen, in welche die Menschenentwickelung hineinverwoben ist. Solche Zyklen werden wiederum von anderen durchschnitten, denn es wirken eben die verschiedensten periodischen Kräfte auf unsere Erdentwickelung ein. Nur dann, wenn wir die Kräfte auseinanderlegen, wenn wir die einzelnen Kräfte kennenlernen und sozusagen nachsehen, wie sie sich zusammen gestalten, nur dann können wir allmählich dahinterkommen, wie die Dinge auf der Erde geschehen. Durch alle solche Kräfte und Gesetzmäßigkeiten wird eigentlich die Menschheit vorwärtsgebracht, wird der menschliche Fortschritt bewirkt. Wissen Sie doch, daß von einer anderen Strömung her ein wichtiger Knotenpunkt in unser Jahrhundert gelegt ist, der in dem Rosenkreuzermysterium angedeutet ist: Das Wiederhineinsehen in die ätherische Welt und die Offenbarung des Christus innerhalb der ätherischen Welt. Das gehört aber einer anderen Strömung an. Ich spreche jetzt mehr von Kräften, die in die breite Basis des historischen Geschehens hineinwirken.

[ 16 ] Wenn wir aber vollständig das historische Geschehen verstehen wollen, dann müssen wir noch berücksichtigen, daß solche Knotenpunkte der Entwickelung stets mit gewissen Stellungen der Sterne zusammenhängen, und daß unsere Erdachse im Jahre 1250 auch in einer gewissen Stellung war, so daß die sogenannte kleine Achse der Ekliptik eine ganz besondere Lage hatte zu der Erdachse. Wenn wir also berücksichtigen, daß das, was auf der Erde geschieht, durch große Himmelsverhältnisse bewirkt wird, dann können wir schon an den äußeren klimatischen Verhältnissen sehen, daß innerhalb der Erde wieder spezialisiert und differenziert wird. Nicht wahr, dadurch, daß aus dem Kosmos heraus die Kräfte in gewisser Weise wirken, ist es um den Gürtel der Erde so, daß wir dort die heiße Zone haben, dann kommt die gemäßigte, dann die kalte. Das kann als eine Art von Beispiel genommen werden dafür, wie auf dem physischen Plane sich geltend macht, was aus der Sonne und anderen Verhältnissen heraus durch das geistige Geschehen bewirkt wird. Aber nun wird wiederum innerhalb der Erde selber differenziert; das Klima ist ein anderes, wenn man in der heißen Zone es zu tun hat mit Tiefen oder Höhen; auf den Höhen kann es trotzdem sehr kalt sein. Daher ist unter denselben Graden ganz anders klimatisch das Verhältnis verteilt, wenn wir in Afrika oder Amerika die Dinge betrachten. Aber es gibt auch etwas in der geistigen Entwickelung, was sich mit dieser Art von Differenzierung vergleichen läßt, so daß in der Tat in Zeiträumen, in denen vielleicht weithin auf der Erde ein ganz bestimmter Charakter durch die Sternkonstellation herrscht, Modifikationen in den Geistern und Seelen der Menschen, Spezialverhältnisse eintreten. Das ist besonders wichtig, denn es muß in der Tat zuweilen geschehen, daß für weit hinaus gesorgt wird.

[ 16 ] Wenn wir aber vollständig das historische Geschehen verstehen wollen, dann müssen wir noch berücksichtigen, daß solche Knotenpunkte der Entwickelung stets mit gewissen Stellungen der Sterne zusammenhängen, und daß unsere Erdachse im Jahre 1250 auch in einer gewissen Stellung war, so daß die sogenannte kleine Achse der Ekliptik eine ganz besondere Lage hatte zu der Erdachse. Wenn wir also berücksichtigen, daß das, was auf der Erde geschieht, durch große Himmelsverhältnisse bewirkt wird, dann können wir schon an den äußeren klimatischen Verhältnissen sehen, daß innerhalb der Erde wieder spezialisiert und differenziert wird. Nicht wahr, dadurch, daß aus dem Kosmos heraus die Kräfte in gewisser Weise wirken, ist es um den Gürtel der Erde so, daß wir dort die heiße Zone haben, dann kommt die gemäßigte, dann die kalte. Das kann als eine Art von Beispiel genommen werden dafür, wie auf dem physischen Plane sich geltend macht, was aus der Sonne und anderen Verhältnissen heraus durch das geistige Geschehen bewirkt wird. Aber nun wird wiederum innerhalb der Erde selber differenziert; das Klima ist ein anderes, wenn man in der heißen Zone es zu tun hat mit Tiefen oder Höhen; auf den Höhen kann es trotzdem sehr kalt sein. Daher ist unter denselben Graden ganz anders klimatisch das Verhältnis verteilt, wenn wir in Afrika oder Amerika die Dinge betrachten. Aber es gibt auch etwas in der geistigen Entwickelung, was sich mit dieser Art von Differenzierung vergleichen läßt, so daß in der Tat in Zeiträumen, in denen vielleicht weithin auf der Erde ein ganz bestimmter Charakter durch die Sternkonstellation herrscht, Modifikationen in den Geistern und Seelen der Menschen, Spezialverhältnisse eintreten. Das ist besonders wichtig, denn es muß in der Tat zuweilen geschehen, daß für weit hinaus gesorgt wird.

[ 17 ] Denken Sie sich doch einmal, daß die weise Weltenlenkung - es ist das natürlich nur vergleichsweise gesprochen - sich sozusagen vor Jahrtausenden vornehmen mußte: Da ist eine Gruppe von Seelen, die muß ich vorbereiten, daß sie in der nächsten Inkarnation diese oder jene Aufgabe vollziehen können. Da müssen Zusammenhänge geschaffen werden, so daß vielleicht eine kleine Gruppe von Menschen, die gerade etwas ganz Bestimmtes erfahren haben, die zusammen auf einem kleinen Fleck der Erde inkarniert sind, etwas durchmachen können, was für diesen Zeitpunkt unbedeutend erscheint. Wenn man aber den Blick darauf hinwendet, wie solche Menschen, die auf einen kleinen Raum zusammengedrängt sind, in ihrer nächsten Verkörperung auseinandergeworfen werden und gerade das, was sie auf dem engen Raum erhalten haben, später für die gesamte Menschheit wirken, dann gewinnt die Sache ein anderes Ansehen. Und so können wir begreifen, daß in Zeiten, wo der Gesamtcharakter der Menschheit ein ganz bestimmter ist, in abgesonderten Teilen der Kultur etwas auftritt, was ganz auffallend sich ausnimmt, was sich von diesem Gesamtcharakter durchaus unterscheidet. Sehen Sie, so etwas möchte ich Ihnen erwähnen, weil es unserer Zeit ziemlich nahe liegt.

[ 17 ] Denken Sie sich doch einmal, daß die weise Weltenlenkung - es ist das natürlich nur vergleichsweise gesprochen - sich sozusagen vor Jahrtausenden vornehmen mußte: Da ist eine Gruppe von Seelen, die muß ich vorbereiten, daß sie in der nächsten Inkarnation diese oder jene Aufgabe vollziehen können. Da müssen Zusammenhänge geschaffen werden, so daß vielleicht eine kleine Gruppe von Menschen, die gerade etwas ganz Bestimmtes erfahren haben, die zusammen auf einem kleinen Fleck der Erde inkarniert sind, etwas durchmachen können, was für diesen Zeitpunkt unbedeutend erscheint. Wenn man aber den Blick darauf hinwendet, wie solche Menschen, die auf einen kleinen Raum zusammengedrängt sind, in ihrer nächsten Verkörperung auseinandergeworfen werden und gerade das, was sie auf dem engen Raum erhalten haben, später für die gesamte Menschheit wirken, dann gewinnt die Sache ein anderes Ansehen. Und so können wir begreifen, daß in Zeiten, wo der Gesamtcharakter der Menschheit ein ganz bestimmter ist, in abgesonderten Teilen der Kultur etwas auftritt, was ganz auffallend sich ausnimmt, was sich von diesem Gesamtcharakter durchaus unterscheidet. Sehen Sie, so etwas möchte ich Ihnen erwähnen, weil es unserer Zeit ziemlich nahe liegt.

[ 18 ] Im Steinthal bei Straßburg hat Oberlin gelebt. Es hat insbesondere der tiefsinnige deutsche Psychologe und Forscher Schubert immer auf diesen Oberlin hingewiesen. Es war eine eigenartige Persönlichkeit, dieser Oberlin, und er hat in eigenartiger Weise auf die Seelen gewirkt. Er war eine hellsichtige Persönlichkeit — ich kann dies nur andeuten — und war wirklich in der Lage, nachdem er verhältnismäßig früh die Gattin verloren hatte, mit der Individualität der Gattin so zusammenzuleben, wie man mit einem Lebenden zusammenlebt. Und nun notierte er sich Tag für Tag, was da oben, wo seine Gattin lebte, geschah, und er legte das auch in einer Landkarte des Himmels dar und zeigte es den Leuten, die um ihn herum waren, so daß in der Tat eine ganze Gemeinde da war, die teilnahm an dem Leben, das Oberlin mit seiner verstorbenen Gattin führte. Es ist eine eigenartige, deplacierte Sache, daß in die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert so etwas hineingestellt ist. Aber wenn Sie in Betracht ziehen, was ich gesagt habe, so werden Sie den Sinn einer solchen Sache erblicken. Und solche Dinge, wie sie sich dem Oberlin geoffenbart haben, gehören zum Bedeutsamsten, was auf diesem Gebiete in der neueren Zeit herausgekommen ist. Ich darf vielleicht Sie darauf aufmerksam machen, daß wir jetzt ein sehr schönes kulturhistorisches Werk haben, das diese Verhältnisse von Oberlin behandelt, den Roman von Fritz Lienhard. Sie werden darin außerordentlich anregende Lektüre, nicht nur in bezug auf die Person dieses Pfarrers, sondern auch auf die anderen damaligen Kulturverhältnisse finden. Aus solchen Dingen heraus, die man leicht unterschätzt und als zufällig betrachtet, können wir sehen, wie ein solches Geschehen sich hineinstellt in unsere Entwickelung, wie es wirken kann im gesamten Zusammenhang der Menschheitsentwickelung. Denn die Menschen, die in solcher Weise zusammengewürfelt sind, die sich um eine Persönlichkeit scharen, die als ihr Führer wirkt, solche Menschen sind dazu bestimmt, in späteren Inkarnationen gewisse Aufgaben*zu übernehmen.

[ 18 ] Im Steinthal bei Straßburg hat Oberlin gelebt. Es hat insbesondere der tiefsinnige deutsche Psychologe und Forscher Schubert immer auf diesen Oberlin hingewiesen. Es war eine eigenartige Persönlichkeit, dieser Oberlin, und er hat in eigenartiger Weise auf die Seelen gewirkt. Er war eine hellsichtige Persönlichkeit — ich kann dies nur andeuten — und war wirklich in der Lage, nachdem er verhältnismäßig früh die Gattin verloren hatte, mit der Individualität der Gattin so zusammenzuleben, wie man mit einem Lebenden zusammenlebt. Und nun notierte er sich Tag für Tag, was da oben, wo seine Gattin lebte, geschah, und er legte das auch in einer Landkarte des Himmels dar und zeigte es den Leuten, die um ihn herum waren, so daß in der Tat eine ganze Gemeinde da war, die teilnahm an dem Leben, das Oberlin mit seiner verstorbenen Gattin führte. Es ist eine eigenartige, deplacierte Sache, daß in die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert so etwas hineingestellt ist. Aber wenn Sie in Betracht ziehen, was ich gesagt habe, so werden Sie den Sinn einer solchen Sache erblicken. Und solche Dinge, wie sie sich dem Oberlin geoffenbart haben, gehören zum Bedeutsamsten, was auf diesem Gebiete in der neueren Zeit herausgekommen ist. Ich darf vielleicht Sie darauf aufmerksam machen, daß wir jetzt ein sehr schönes kulturhistorisches Werk haben, das diese Verhältnisse von Oberlin behandelt, den Roman von Fritz Lienhard. Sie werden darin außerordentlich anregende Lektüre, nicht nur in bezug auf die Person dieses Pfarrers, sondern auch auf die anderen damaligen Kulturverhältnisse finden. Aus solchen Dingen heraus, die man leicht unterschätzt und als zufällig betrachtet, können wir sehen, wie ein solches Geschehen sich hineinstellt in unsere Entwickelung, wie es wirken kann im gesamten Zusammenhang der Menschheitsentwickelung. Denn die Menschen, die in solcher Weise zusammengewürfelt sind, die sich um eine Persönlichkeit scharen, die als ihr Führer wirkt, solche Menschen sind dazu bestimmt, in späteren Inkarnationen gewisse Aufgaben*zu übernehmen.

[ 19 ] So sehen Sie — das wollte ich heute Ihnen vor Ihre Seele bringen -, wie sozusagen das größte, das makrokosmische Hereinwirken aus Weltenfernen in die Menschenseelen zusammenhängt mit dem, was sich im kleinsten Raum abspielen kann. Insbesondere interessant werden diese Dinge aber, wenn man ein anderes Gesetz mit solchen Dingen verbindet, mit solchen großen Knotenpunkten der Entwickelung, wie ein solcher 1250 war. Damals ist am stärksten in die Menschenseele hereingewirkt worden — und das kann man weniger bemerken als das Rumoren in Kontinenten. Während der atlantischen Katastrophe ist von den Geistern der Form am wenigsten in Menschenseelen gewirkt worden; daher haben die jüngeren Hierarchien sozusagen das Feld damals beherrscht. Und so verteilen sich überhaupt die Tätigkeiten der verschiedenen Klassen von hierarchischen Wesenheiten. Wichtig ist es nun, daß wir erkennen, daß in diesen zyklischen Bewegungen wiederum gewisse Gesetze des Aufstiegs und des Verfalls stecken. Etwas davon habe ich schon angedeutet, als ich sagte, daß ein Ansturm im Jahre 1250 war, daß dann ein Verfall eintrat, der sich in der rein materialistischen Strömung kundgab. Solches können wir öfter bemerken. Und es ist interessant zu sehen, wie aufsteigende und absteigende Zyklen abwechseln in dem, was sich als Menschheitsgeschichte vollzieht.

[ 19 ] So sehen Sie — das wollte ich heute Ihnen vor Ihre Seele bringen -, wie sozusagen das größte, das makrokosmische Hereinwirken aus Weltenfernen in die Menschenseelen zusammenhängt mit dem, was sich im kleinsten Raum abspielen kann. Insbesondere interessant werden diese Dinge aber, wenn man ein anderes Gesetz mit solchen Dingen verbindet, mit solchen großen Knotenpunkten der Entwickelung, wie ein solcher 1250 war. Damals ist am stärksten in die Menschenseele hereingewirkt worden — und das kann man weniger bemerken als das Rumoren in Kontinenten. Während der atlantischen Katastrophe ist von den Geistern der Form am wenigsten in Menschenseelen gewirkt worden; daher haben die jüngeren Hierarchien sozusagen das Feld damals beherrscht. Und so verteilen sich überhaupt die Tätigkeiten der verschiedenen Klassen von hierarchischen Wesenheiten. Wichtig ist es nun, daß wir erkennen, daß in diesen zyklischen Bewegungen wiederum gewisse Gesetze des Aufstiegs und des Verfalls stecken. Etwas davon habe ich schon angedeutet, als ich sagte, daß ein Ansturm im Jahre 1250 war, daß dann ein Verfall eintrat, der sich in der rein materialistischen Strömung kundgab. Solches können wir öfter bemerken. Und es ist interessant zu sehen, wie aufsteigende und absteigende Zyklen abwechseln in dem, was sich als Menschheitsgeschichte vollzieht.