Wonders of the World,
Trials of the Soul,
and Revelations of the Spirit
GA 129
25 August 1911, Munich
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Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen, 6th ed.
Achter Vortrag
Achter Vortrag
[ 1 ] Im Laufe des gestrigen Vortrages konnten wir sehen, wie in die Natur des Menschen mannigfaltige Kräfte des Makrokosmos hereinspielen, und wir haben auch gesehen, wie die Griechenseele diese Kräfte des Makrokosmos empfand und sie in ihrer Art bildhaft zum Ausdrucke brachte in dem, was wir heute zum großen Teile in der griechischen Mythologie haben. Daß ich die griechische Mythologie mehrfach heranzog, geschah ja nicht aus dem Grunde, um sie zu erklären, sondern um von einer gewissen Seite her Urwahrheiten in entsprechender Art zu beleuchten, und dazu greift man besser zum Bilde und dann zu dem, was geschichtlich gegeben ist, als daß man sich an die abstrakten Vorstellungen unseres Lebens wendet, die in ihrer Armut die großen Weltenwunder nicht zum Ausdrucke bringen können. Wir haben auch gesehen, wie in der Dionysosfigur bereits etwas vorliegt, was mit unseren intimsten Seelenkräften zusammenhängt, mit dem, was wir Seelenprüfungen nennen können.
[ 1 ] Im Laufe des gestrigen Vortrages konnten wir sehen, wie in die Natur des Menschen mannigfaltige Kräfte des Makrokosmos hereinspielen, und wir haben auch gesehen, wie die Griechenseele diese Kräfte des Makrokosmos empfand und sie in ihrer Art bildhaft zum Ausdrucke brachte in dem, was wir heute zum großen Teile in der griechischen Mythologie haben. Daß ich die griechische Mythologie mehrfach heranzog, geschah ja nicht aus dem Grunde, um sie zu erklären, sondern um von einer gewissen Seite her Urwahrheiten in entsprechender Art zu beleuchten, und dazu greift man besser zum Bilde und dann zu dem, was geschichtlich gegeben ist, als daß man sich an die abstrakten Vorstellungen unseres Lebens wendet, die in ihrer Armut die großen Weltenwunder nicht zum Ausdrucke bringen können. Wir haben auch gesehen, wie in der Dionysosfigur bereits etwas vorliegt, was mit unseren intimsten Seelenkräften zusammenhängt, mit dem, was wir Seelenprüfungen nennen können.
[ 2 ] Was nennen wir denn eigentlich im esoterischen Sinne Seelenprüfungen? Seelenprüfungen treten ein, wenn der Mensch versucht, jene Wege der Seele einzuschlagen, die hinaufführen können in die geistigen Welten. Ich habe schon gestern die leichtesten und leisesten dieser Seelenprüfungen etwas angedeutet. Wenn wir im allgemeinen sprechen wollen, dann können wir sagen, die Prüfungen der Seele bestehen darin, daß man bei dem Wege in die höheren Welten hinauf Erlebnisse hat, denen man nicht so ohne weiteres, sondern erst durch eine gewisse Vorbereitung gewachsen ist. Die Prüfungen bestehen dann darin, daß man Anstrengungen machen muß, gewisse Erkenntnisse zu ertragen, diesen Erlebnissen sich ruhig gegenüberzustellen. Es ist Ihnen ein im Grunde genommen nicht weitab liegendes Seelenerlebnis gegen das Ende des zweiten RosenkreuzerDramas «Die Prüfung der Seele» nahegelegt, und wir können uns vielleicht gerade an diesem Erlebnis der Seele veranschaulichen, was im wahren Sinne des Wortes eine Seelenprüfung ist. Denken wir uns da die Gestalt, die da geschildert ist als Capesius. Aus den beiden Dramen wissen wir, welche Erlebnisse Capesius durchmacht. Wir sahen, wie er nach und nach an das geistige Leben herankommt, wie er erst nur Ahnungen davon erhält durch seinen gesunden Sinn, der ihn heraustreibt aus dem, was er bisher in bezug auf das Gelehrtenhafte getrieben hat. Capesius kommt zu Ahnungen, daß die geistige Welt dennoch eine höhere Realität in sich einschließt; er kommt dann, namentlich dadurch, daß er diese Ahnungen in sich auslebt, daß sie ganz lebendig in ihm werden, dazu, gewisse Eindrücke zu haben, die man notwendig haben muß von dem, was man die äußeren Veröffentlichungen des Okkultismus, der Geistes- oder Geheimwissenschaft nennen kann. Es unterscheiden sich diese Veröffentlichungen der Geisteswissenschaft von anderen, sagen wir wissenschaftlichen oder literarischen Mitteilungen ganz prinzipiell. Während andere Mitteilungen einfach auf unseren Intellekt und vielleicht mittelbar durch unseren Intellekt auf unsere Gemütskräfte wirken, hat nur der in richtiger Art etwas Geistiges oder Geheimwissenschaftliches auf sich wirken lassen, der da fühlt, daß das innerste Leben seiner Seele durchrüttelt wird, daß es in gewisser Weise umgekehrt wird durch das, was ausfließt nicht an abstraktem Gehalt, sondern an lebendigem Leben von aller Geisteswissenschaft. So etwas fühlt Capesius, nachdem er durch seine Ahnungen sich durchgerungen hat, und er vertieft sich dann in dem ersten Bilde der «Prüfung der Seele» in Schriften, in das sogenannte Lebensbuch, das von Benedictus herrührt. Das aber hat nicht etwa nur die Folge für ihn, daß er nachdenkt, daß er, wie man das sonst macht, sein Gehirn zergrübelt und hinter den Sinn kommen will, sondern er fühlt die geistige Welt in einer für ihn unverständlichen Weise hereinbrechen. Ja, noch eine andere Folge! Man könnte sehr leicht die Stimmung, die im ersten Bilde des zweiten Dramas herrscht, vergleichen mit der Faustischen Stimmung am Beginne des «Faust» von Goethe; dennoch ist sie ganz prinzipiell verschieden von dieser Fauststimmung. Die Fauststimmung besagt eigentlich nur, daß man zu einer gewissen Art von Skepsis, von Zweifel an allem Wissen kommen kann, daß man dann aus seinem inneren menschlichen Drange heraus andere Wege sucht als die gewöhnlichen Wissens- oder Erkenntniswege. Bei Capesius ist noch etwas anderes der Fall. Er wird gerade dadurch am Anfange in die tiefen Zwiespalte geführt, daß er den Zweifel, das Verharren im Nichtwissen erkennen lernt als die größte Sünde des Menschen. Er lernt erkennen, daß in den tiefen Gründen der Menschenseele etwas ruht, was das gewöhnliche Bewußtsein des Menschen zunächst nicht kennt, von dem es nichts weiß. Ein Schatz ruht da unten in den tiefen Schächten unserer Seele. Wir bergen etwas in uns, was in diesen tiefen Seelenschächten zunächst für das normale Bewußtsein unerkennbar ist, und wir lernen, wenn wir uns der Gesinnung und der wahren Bedeutung der Geisteswissenschaft nach in diese letztere vertiefen, daß es nicht nur eine egoistische Sehnsucht ist, sondern daß es die tiefste menschliche Pflicht gegenüber den Kräften des Makrokosmos ist, den Schatz, der in unserer Seele ruht, nicht verkommen zu lassen.
[ 2 ] Was nennen wir denn eigentlich im esoterischen Sinne Seelenprüfungen? Seelenprüfungen treten ein, wenn der Mensch versucht, jene Wege der Seele einzuschlagen, die hinaufführen können in die geistigen Welten. Ich habe schon gestern die leichtesten und leisesten dieser Seelenprüfungen etwas angedeutet. Wenn wir im allgemeinen sprechen wollen, dann können wir sagen, die Prüfungen der Seele bestehen darin, daß man bei dem Wege in die höheren Welten hinauf Erlebnisse hat, denen man nicht so ohne weiteres, sondern erst durch eine gewisse Vorbereitung gewachsen ist. Die Prüfungen bestehen dann darin, daß man Anstrengungen machen muß, gewisse Erkenntnisse zu ertragen, diesen Erlebnissen sich ruhig gegenüberzustellen. Es ist Ihnen ein im Grunde genommen nicht weitab liegendes Seelenerlebnis gegen das Ende des zweiten RosenkreuzerDramas «Die Prüfung der Seele» nahegelegt, und wir können uns vielleicht gerade an diesem Erlebnis der Seele veranschaulichen, was im wahren Sinne des Wortes eine Seelenprüfung ist. Denken wir uns da die Gestalt, die da geschildert ist als Capesius. Aus den beiden Dramen wissen wir, welche Erlebnisse Capesius durchmacht. Wir sahen, wie er nach und nach an das geistige Leben herankommt, wie er erst nur Ahnungen davon erhält durch seinen gesunden Sinn, der ihn heraustreibt aus dem, was er bisher in bezug auf das Gelehrtenhafte getrieben hat. Capesius kommt zu Ahnungen, daß die geistige Welt dennoch eine höhere Realität in sich einschließt; er kommt dann, namentlich dadurch, daß er diese Ahnungen in sich auslebt, daß sie ganz lebendig in ihm werden, dazu, gewisse Eindrücke zu haben, die man notwendig haben muß von dem, was man die äußeren Veröffentlichungen des Okkultismus, der Geistes- oder Geheimwissenschaft nennen kann. Es unterscheiden sich diese Veröffentlichungen der Geisteswissenschaft von anderen, sagen wir wissenschaftlichen oder literarischen Mitteilungen ganz prinzipiell. Während andere Mitteilungen einfach auf unseren Intellekt und vielleicht mittelbar durch unseren Intellekt auf unsere Gemütskräfte wirken, hat nur der in richtiger Art etwas Geistiges oder Geheimwissenschaftliches auf sich wirken lassen, der da fühlt, daß das innerste Leben seiner Seele durchrüttelt wird, daß es in gewisser Weise umgekehrt wird durch das, was ausfließt nicht an abstraktem Gehalt, sondern an lebendigem Leben von aller Geisteswissenschaft. So etwas fühlt Capesius, nachdem er durch seine Ahnungen sich durchgerungen hat, und er vertieft sich dann in dem ersten Bilde der «Prüfung der Seele» in Schriften, in das sogenannte Lebensbuch, das von Benedictus herrührt. Das aber hat nicht etwa nur die Folge für ihn, daß er nachdenkt, daß er, wie man das sonst macht, sein Gehirn zergrübelt und hinter den Sinn kommen will, sondern er fühlt die geistige Welt in einer für ihn unverständlichen Weise hereinbrechen. Ja, noch eine andere Folge! Man könnte sehr leicht die Stimmung, die im ersten Bilde des zweiten Dramas herrscht, vergleichen mit der Faustischen Stimmung am Beginne des «Faust» von Goethe; dennoch ist sie ganz prinzipiell verschieden von dieser Fauststimmung. Die Fauststimmung besagt eigentlich nur, daß man zu einer gewissen Art von Skepsis, von Zweifel an allem Wissen kommen kann, daß man dann aus seinem inneren menschlichen Drange heraus andere Wege sucht als die gewöhnlichen Wissens- oder Erkenntniswege. Bei Capesius ist noch etwas anderes der Fall. Er wird gerade dadurch am Anfange in die tiefen Zwiespalte geführt, daß er den Zweifel, das Verharren im Nichtwissen erkennen lernt als die größte Sünde des Menschen. Er lernt erkennen, daß in den tiefen Gründen der Menschenseele etwas ruht, was das gewöhnliche Bewußtsein des Menschen zunächst nicht kennt, von dem es nichts weiß. Ein Schatz ruht da unten in den tiefen Schächten unserer Seele. Wir bergen etwas in uns, was in diesen tiefen Seelenschächten zunächst für das normale Bewußtsein unerkennbar ist, und wir lernen, wenn wir uns der Gesinnung und der wahren Bedeutung der Geisteswissenschaft nach in diese letztere vertiefen, daß es nicht nur eine egoistische Sehnsucht ist, sondern daß es die tiefste menschliche Pflicht gegenüber den Kräften des Makrokosmos ist, den Schatz, der in unserer Seele ruht, nicht verkommen zu lassen.
[ 3 ] Man lernt, meine lieben Freunde, daß bei jedem Menschen, der in der Welt vorhanden ist, da unten in den Seelengründen etwas liegt, was einstmals die Götter aus ihrem eigenen Leib, aus ihrer eigenen Substanz in uns hineingelegt haben. Man lernt fühlen, die Götter haben auf ein Stück ihres eigenen Daseins verzichtet, haben sich das gleichsam aus ihrem Fleische gerissen, es von sich weggenommen und es in unsere Seelen hineingelegt. Wir können nun als Menschen ein Zweifaches tun mit diesem Seelenschatze, der ein göttliches Erbteil ist. Wir können aus einer gewissen menschlichen Bequemlichkeit heraus sagen: Ach, was brauche ich Erkenntnis, die Götter werden mich schon selber zu den Zielen führen. - Das tun sie aber nicht, denn sie haben solchen Schatz in unser Inneres gesenkt, damit wir ihn durch unsere Freiheit herausheben. Wir können also diesen Seelenschatz in uns verkommen lassen. Das ist der eine Weg, den die Menschenseele einschlagen kann. Der zweite Weg ist der, daß wir uns unserer höchsten Pflicht bewußt werden gegenüber den himmlischen Mächten und uns sagen: Wir müssen ihn heben, wir müssen ihn heraufbringen aus den verborgenen Tiefen in unser Bewußtsein herein. - Was tun wir denn, wenn wir diesen Seelenschatz heraufholen aus den Tiefen unseres Bewußtseins? Dann geben wir diesem Seelenschatz eine andere Form, als er früher im Leibe der Götter gehabt hat, aber in dieser Form, die er durch uns angenommen hat, geben wir ihn wiederum auf geheimnisvolle Weise den Göttern zurück. Mit unserer Erkenntnis betreiben wir keine persönliche Angelegenheit, mit unserer Erkenntnis tun wir nicht etwas, was bloß unserem Egoismus dienen soll, wir tun nichts Geringeres, als daß wir das Gut, das edle Erbgut, das uns die Götter gegeben haben, ihnen wiederum in der veränderten Form, die es durch uns bekommen soll, zurückbringen in die höheren Welten, damit sie es mit uns wieder haben. Wenn wir aber den Seelenschatz verfallen lassen in uns, dann treiben wir im wahrsten Sinne Egoismus, denn alsdann bleibt dieser Seelenschatz unwiederbringlich für den Weltenprozeß verloren: der Götter Erbteil lassen wir verwesen, wenn wir nicht erkennen wollen in uns.
[ 3 ] Man lernt, meine lieben Freunde, daß bei jedem Menschen, der in der Welt vorhanden ist, da unten in den Seelengründen etwas liegt, was einstmals die Götter aus ihrem eigenen Leib, aus ihrer eigenen Substanz in uns hineingelegt haben. Man lernt fühlen, die Götter haben auf ein Stück ihres eigenen Daseins verzichtet, haben sich das gleichsam aus ihrem Fleische gerissen, es von sich weggenommen und es in unsere Seelen hineingelegt. Wir können nun als Menschen ein Zweifaches tun mit diesem Seelenschatze, der ein göttliches Erbteil ist. Wir können aus einer gewissen menschlichen Bequemlichkeit heraus sagen: Ach, was brauche ich Erkenntnis, die Götter werden mich schon selber zu den Zielen führen. - Das tun sie aber nicht, denn sie haben solchen Schatz in unser Inneres gesenkt, damit wir ihn durch unsere Freiheit herausheben. Wir können also diesen Seelenschatz in uns verkommen lassen. Das ist der eine Weg, den die Menschenseele einschlagen kann. Der zweite Weg ist der, daß wir uns unserer höchsten Pflicht bewußt werden gegenüber den himmlischen Mächten und uns sagen: Wir müssen ihn heben, wir müssen ihn heraufbringen aus den verborgenen Tiefen in unser Bewußtsein herein. - Was tun wir denn, wenn wir diesen Seelenschatz heraufholen aus den Tiefen unseres Bewußtseins? Dann geben wir diesem Seelenschatz eine andere Form, als er früher im Leibe der Götter gehabt hat, aber in dieser Form, die er durch uns angenommen hat, geben wir ihn wiederum auf geheimnisvolle Weise den Göttern zurück. Mit unserer Erkenntnis betreiben wir keine persönliche Angelegenheit, mit unserer Erkenntnis tun wir nicht etwas, was bloß unserem Egoismus dienen soll, wir tun nichts Geringeres, als daß wir das Gut, das edle Erbgut, das uns die Götter gegeben haben, ihnen wiederum in der veränderten Form, die es durch uns bekommen soll, zurückbringen in die höheren Welten, damit sie es mit uns wieder haben. Wenn wir aber den Seelenschatz verfallen lassen in uns, dann treiben wir im wahrsten Sinne Egoismus, denn alsdann bleibt dieser Seelenschatz unwiederbringlich für den Weltenprozeß verloren: der Götter Erbteil lassen wir verwesen, wenn wir nicht erkennen wollen in uns.
[ 4 ] Des Capesius’ Stimmung geht daraus hervor. Er fühlt in der ersten Szene des zweiten Dramas, daß es seine Pflicht ist, nicht im Zweifel zu verharren, nicht etwa stehenzubleiben bei der Empfindung, man könne nichts wissen, sondern daß es in höherem Sinne eine Pflichtverletzung gegen die kosmischen Mächte wäre, den Seelenschatz verwesen zu lassen. Er fühlt sich nur im Beginne unfähig, die Werkzeuge seines Leibes zu gebrauchen, um diesen Seelenschatz zu heben. Und das ist die Diskrepanz in seiner Seele, das ist nichts Faustisches mehr. Er sagt sich vielmehr: Du mußt erkennen, du darfst gar nicht im Nichterkennen verharren und dich etwa dem Gefühl hingeben, wie schwach die Kräfte sind, die wir zunächst als Resultat unseres gewöhnlichen Lebens zu unserer Verfügung haben, um den angedeuteten Seelenschatz zu heben. - Da gibt es dann nur ein einziges: Vertrauen haben zu der eigenen Seele. Wenn sie in Geduld nach und nach entwickelt, was in sie gelegt ist, dann müssen ihr die Kräfte, die sie jetzt noch schwach fühlt, immer mehr und mehr wachsen, so daß sie ihre Pflicht gegenüber den kosmischen Mächten wirklich erfüllen kann. Dieses Vertrauen in die Tragkraft und Fruchtbarkeit der menschlichen Seele muß uns tragen, wenn wir oftmals, weil wir nur die aus der Vergangenheit erworbene Kraft mitbringen, ratlos und furchtsam stehen, wenn es uns erscheint: Du mußt, und du kannst nicht in diesem Augenblick!
[ 4 ] Des Capesius’ Stimmung geht daraus hervor. Er fühlt in der ersten Szene des zweiten Dramas, daß es seine Pflicht ist, nicht im Zweifel zu verharren, nicht etwa stehenzubleiben bei der Empfindung, man könne nichts wissen, sondern daß es in höherem Sinne eine Pflichtverletzung gegen die kosmischen Mächte wäre, den Seelenschatz verwesen zu lassen. Er fühlt sich nur im Beginne unfähig, die Werkzeuge seines Leibes zu gebrauchen, um diesen Seelenschatz zu heben. Und das ist die Diskrepanz in seiner Seele, das ist nichts Faustisches mehr. Er sagt sich vielmehr: Du mußt erkennen, du darfst gar nicht im Nichterkennen verharren und dich etwa dem Gefühl hingeben, wie schwach die Kräfte sind, die wir zunächst als Resultat unseres gewöhnlichen Lebens zu unserer Verfügung haben, um den angedeuteten Seelenschatz zu heben. - Da gibt es dann nur ein einziges: Vertrauen haben zu der eigenen Seele. Wenn sie in Geduld nach und nach entwickelt, was in sie gelegt ist, dann müssen ihr die Kräfte, die sie jetzt noch schwach fühlt, immer mehr und mehr wachsen, so daß sie ihre Pflicht gegenüber den kosmischen Mächten wirklich erfüllen kann. Dieses Vertrauen in die Tragkraft und Fruchtbarkeit der menschlichen Seele muß uns tragen, wenn wir oftmals, weil wir nur die aus der Vergangenheit erworbene Kraft mitbringen, ratlos und furchtsam stehen, wenn es uns erscheint: Du mußt, und du kannst nicht in diesem Augenblick!
[ 5 ] Alle Prüfungen der Seele spielen sich im Grunde genommen so ab, daß wir vor dieser Furcht oder vor dieser Ohnmacht zurückschaudern. Und nur wenn wir in uns jene Seelenstärke finden, die aus dem Vertrauen zu sich selbst hervorgeht, aus dem Vertrauen, das uns allmählich durch die Vertiefung in die Geisteswissenschaft heranwächst, nur dann können wir solche Prüfungen im wahren Sinne des Wortes bestehen.
[ 5 ] Alle Prüfungen der Seele spielen sich im Grunde genommen so ab, daß wir vor dieser Furcht oder vor dieser Ohnmacht zurückschaudern. Und nur wenn wir in uns jene Seelenstärke finden, die aus dem Vertrauen zu sich selbst hervorgeht, aus dem Vertrauen, das uns allmählich durch die Vertiefung in die Geisteswissenschaft heranwächst, nur dann können wir solche Prüfungen im wahren Sinne des Wortes bestehen.
[ 6 ] Sie werden es schon gesehen haben aus alledem, was der Geist dieser Vorträge war, daß in den Menschen herein, in seine ganze Natur und Wesenheit im Grunde genommen zwei Weltenströmungen spielen. Um diese zwei Weltenströmungen wirklich im Menschen zu harmonisieren, dazu gehört Seelenstärke, dazu gehört die Kraft, sich mutig und kühn den beiden Strömungen entgegenzuhalten. Das sehen Sie nun ganz deutlich ausgedrückt am Ende des zweiten Dramas «Die Prüfung der Seele». Da sehen wir, wie Capesius durchgegangen ist durch wichtige okkulte Erlebnisse, wie er einen Blick tun durfte in seine vorhergehende Inkarnation, wie er sich kennenlernen durfte, so wie er vor Jahrhunderten auf unserer Erde war. Und dann finden Sie einen Ausspruch, den man wahrhaft nicht leicht nehmen soll, den Ausspruch, daß die Erkenntnis des einen Lebens uns Pflichten auferlegt für viele Leben, nicht bloß für eines. Denken Sie nur einmal, meine lieben Freunde, daß man da sieht, wenn man in die vorhergehende Inkarnation zurückblickt, wie man zu dem oder jenem Menschen gestanden hat, was man an dem oder jenem Menschen verschuldet hat, so daß man sein Lebenskonto in einem weiten Maße belastet fühlt, wenn man diesen Blick in die vorhergehende Inkarnation getan hat. Dann tritt eines vor unsere Seele hin, was uns recht mutlos machen könnte. Wir erkennen: Du kannst in deiner gegenwärtigen Inkarnation gar nicht alles gutmachen, was du auf deinem Schuldkonto auf dich geladen hast. — Es entsteht allerdings bei vielen Menschen die tiefste Sehnsucht, möglichst viel gutzumachen, aber sie entsteht aus Egoismus. Denn das eine ist ganz unerträglich für die meisten Menschen und ihren Egoismus: daß sie vieles, vieles von diesem Schuldkonto durch die Todespforte hindurchtragen sollen, daß sie wissen: Du mußt sterben und mußt in die nächste Inkarnation hinein dieses oder jenes von deinem Schuldkonto mitnehmen. — Diese Kühnheit aber, sich frei und ehrlich zu gestehen: Du hast Schlechtigkeit auf deiner Seele -, die erfordert eine hohe Egoismuslosigkeit, während im allgemeinen der Mensch dazu veranlagt ist, so gut sein zu wollen, als seine Vorstellung von dem, wie ein Mensch gut sein kann, reicht. Wer wirklich okkulte Erfahrungen dieser Art gemacht hat, der muß sich seine Schlechtigkeit rückhaltlos gestehen können und sogar sich sagen können, daß es unmöglich ist, alles schon in diesem Leben gutzumachen.
[ 6 ] Sie werden es schon gesehen haben aus alledem, was der Geist dieser Vorträge war, daß in den Menschen herein, in seine ganze Natur und Wesenheit im Grunde genommen zwei Weltenströmungen spielen. Um diese zwei Weltenströmungen wirklich im Menschen zu harmonisieren, dazu gehört Seelenstärke, dazu gehört die Kraft, sich mutig und kühn den beiden Strömungen entgegenzuhalten. Das sehen Sie nun ganz deutlich ausgedrückt am Ende des zweiten Dramas «Die Prüfung der Seele». Da sehen wir, wie Capesius durchgegangen ist durch wichtige okkulte Erlebnisse, wie er einen Blick tun durfte in seine vorhergehende Inkarnation, wie er sich kennenlernen durfte, so wie er vor Jahrhunderten auf unserer Erde war. Und dann finden Sie einen Ausspruch, den man wahrhaft nicht leicht nehmen soll, den Ausspruch, daß die Erkenntnis des einen Lebens uns Pflichten auferlegt für viele Leben, nicht bloß für eines. Denken Sie nur einmal, meine lieben Freunde, daß man da sieht, wenn man in die vorhergehende Inkarnation zurückblickt, wie man zu dem oder jenem Menschen gestanden hat, was man an dem oder jenem Menschen verschuldet hat, so daß man sein Lebenskonto in einem weiten Maße belastet fühlt, wenn man diesen Blick in die vorhergehende Inkarnation getan hat. Dann tritt eines vor unsere Seele hin, was uns recht mutlos machen könnte. Wir erkennen: Du kannst in deiner gegenwärtigen Inkarnation gar nicht alles gutmachen, was du auf deinem Schuldkonto auf dich geladen hast. — Es entsteht allerdings bei vielen Menschen die tiefste Sehnsucht, möglichst viel gutzumachen, aber sie entsteht aus Egoismus. Denn das eine ist ganz unerträglich für die meisten Menschen und ihren Egoismus: daß sie vieles, vieles von diesem Schuldkonto durch die Todespforte hindurchtragen sollen, daß sie wissen: Du mußt sterben und mußt in die nächste Inkarnation hinein dieses oder jenes von deinem Schuldkonto mitnehmen. — Diese Kühnheit aber, sich frei und ehrlich zu gestehen: Du hast Schlechtigkeit auf deiner Seele -, die erfordert eine hohe Egoismuslosigkeit, während im allgemeinen der Mensch dazu veranlagt ist, so gut sein zu wollen, als seine Vorstellung von dem, wie ein Mensch gut sein kann, reicht. Wer wirklich okkulte Erfahrungen dieser Art gemacht hat, der muß sich seine Schlechtigkeit rückhaltlos gestehen können und sogar sich sagen können, daß es unmöglich ist, alles schon in diesem Leben gutzumachen.
[ 7 ] Romanus sagt das mit einem Worte, das paradigmatisch sein will, sagt, daß es notwendig ist, Schuld aus dem vorhergehenden Leben hindurchzutragen durch die Pforte des Todes, kühn entgegenzublicken dem Augenblick, da der Wächter vor uns steht, der uns unser Schuldkonto vorhält. Das sagt Romanus in der «Prüfung der Seele», und es ist notwendig, daß wir dieses berücksichtigen. Da stehen wir vor der anderen Strömung, die man so bezeichnen könnte: Wenn der Mensch nun nicht jene triviale Selbsterkenntnis, sondern wirkliche Selbsterkenntnis übt, wenn er wirklich etwas wissen lernt von seiner innersten Wesenheit, dann findet er in der Regel etwas, was er durchaus nicht haben möchte, was ihm nicht nur unbequem im höchsten Grade, sondern, wenn es wirklich auftritt, zerschmetternd für ihn ist. — Vergleichen Sie mit dieser Grundempfindung der menschlichen Seele, die etwas Zerschmetterndes hat, was in so vielen Seelen herrscht, auch wenn sie schon gewisse Bekanntschaft haben mit der Geisteswissenschaft. Wie oftmals kann das Wort gehört werden: Ach, ich tue das aus reiner Selbstlosigkeit heraus, ich will nichts für mich, und so weiter. Vielleicht gerade dann, wenn man am allermeisten für sich selber will, dann maskiert, kaschiert man sich das dadurch, daß man sagt: Ich will das nicht für mich haben. — Das ist eine alltägliche Erfahrung. Besser aber ist es, daß man sich gesteht, wie es wirklich ist, daß man im Grunde genommen auch die scheinbar selbstlosesten Handlungen für sich haben will. Denn dadurch legt man eine Grundlage, um nach und nach das Bild ertragen zu lernen, das einem der Hüter der Schwelle, der Wächter gegenüber der geistigen Welt, wirklich entgegenstellt.
[ 7 ] Romanus sagt das mit einem Worte, das paradigmatisch sein will, sagt, daß es notwendig ist, Schuld aus dem vorhergehenden Leben hindurchzutragen durch die Pforte des Todes, kühn entgegenzublicken dem Augenblick, da der Wächter vor uns steht, der uns unser Schuldkonto vorhält. Das sagt Romanus in der «Prüfung der Seele», und es ist notwendig, daß wir dieses berücksichtigen. Da stehen wir vor der anderen Strömung, die man so bezeichnen könnte: Wenn der Mensch nun nicht jene triviale Selbsterkenntnis, sondern wirkliche Selbsterkenntnis übt, wenn er wirklich etwas wissen lernt von seiner innersten Wesenheit, dann findet er in der Regel etwas, was er durchaus nicht haben möchte, was ihm nicht nur unbequem im höchsten Grade, sondern, wenn es wirklich auftritt, zerschmetternd für ihn ist. — Vergleichen Sie mit dieser Grundempfindung der menschlichen Seele, die etwas Zerschmetterndes hat, was in so vielen Seelen herrscht, auch wenn sie schon gewisse Bekanntschaft haben mit der Geisteswissenschaft. Wie oftmals kann das Wort gehört werden: Ach, ich tue das aus reiner Selbstlosigkeit heraus, ich will nichts für mich, und so weiter. Vielleicht gerade dann, wenn man am allermeisten für sich selber will, dann maskiert, kaschiert man sich das dadurch, daß man sagt: Ich will das nicht für mich haben. — Das ist eine alltägliche Erfahrung. Besser aber ist es, daß man sich gesteht, wie es wirklich ist, daß man im Grunde genommen auch die scheinbar selbstlosesten Handlungen für sich haben will. Denn dadurch legt man eine Grundlage, um nach und nach das Bild ertragen zu lernen, das einem der Hüter der Schwelle, der Wächter gegenüber der geistigen Welt, wirklich entgegenstellt.
[ 8 ] Und nun werfen wir in höherem Sinne die Frage auf: Warum finden wir denn so vieles unharmonisch in uns? Was bewirkt es denn eigentlich, daß wir so vieles Unharmonische in uns finden? Ja, sehen Sie, das hängt zusammen mit der ganzen Menschheitsentwickelung. Man muß sich schon darauf einlassen, diese Menschheitsentwickelung etwas gründlicher zu betrachten, wenn man verstehen will, warum der Mensch gerade dann, wenn er tiefer in seine Natur und Wesenheit hineintaucht, so vieles Unharmonische findet. Setzen wir also jetzt einmal für den Augenblick voraus, daß da ein tiefer Seelenschatz in uns verborgen ist, der für das heutige normale Bewußtsein gänzlich unbewußt eigentlich ist, daß wir, wenn wir ihn in unseren Seelenprüfungen auffinden, dann unendlich viel Disharmonisches auf dem Grunde unserer Seele finden, vieles, vor dem wir zurückschaudern, zurückschrecken können, uns zerschmettert fühlen können. Was ist es, was wir da in uns tragen? Wir wissen alle, daß die Menschheitsentwickelung eine sehr komplizierte war, bevor der Mensch seine gegenwärtige Stufe erreicht hat. Wir wissen, daß der Mensch, um zu seiner heutigen Gestaltung zu kommen, die alte Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung durchmachen mußte und daß er dann erst in die Erdenentwickelung eintrat. Wenn einmal in einem weiteren Kreise bekannt sein wird, wie kompliziert eigentlich die wahren Tatsachen des Lebens sind, wie man gar nichts verstehen kann von dem, was der Mensch ist und was den Menschen umgibt, ohne daß man zurückblickt auf diese Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung, dann wird man sehen, wie unendlich naiv es ist, was unsere heutige abstrakte Wissenschaft darbietet, wie sehr diese Wissenschaft eigentlich nur an der Oberfläche der Dinge haften bleibt. Durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung hat sich langsam vorbereitet und ausgestaltet, was wir als die viergliedrige Wesenheit des Menschen heute haben. Und als die Mondenentwickelung abgelaufen war, war der Mensch auf einer bestimmten Höhe der Entwickelung angelangt. Die Zeit zwischen der Monden- und der Erdenentwickelung ist dann damit ausgefüllt worden, daß das Geistige, was auf dem Monde vom Menschen vorhanden war, verarbeitet wurde zum neuen Keime der Erdenentwickelung.
[ 8 ] Und nun werfen wir in höherem Sinne die Frage auf: Warum finden wir denn so vieles unharmonisch in uns? Was bewirkt es denn eigentlich, daß wir so vieles Unharmonische in uns finden? Ja, sehen Sie, das hängt zusammen mit der ganzen Menschheitsentwickelung. Man muß sich schon darauf einlassen, diese Menschheitsentwickelung etwas gründlicher zu betrachten, wenn man verstehen will, warum der Mensch gerade dann, wenn er tiefer in seine Natur und Wesenheit hineintaucht, so vieles Unharmonische findet. Setzen wir also jetzt einmal für den Augenblick voraus, daß da ein tiefer Seelenschatz in uns verborgen ist, der für das heutige normale Bewußtsein gänzlich unbewußt eigentlich ist, daß wir, wenn wir ihn in unseren Seelenprüfungen auffinden, dann unendlich viel Disharmonisches auf dem Grunde unserer Seele finden, vieles, vor dem wir zurückschaudern, zurückschrecken können, uns zerschmettert fühlen können. Was ist es, was wir da in uns tragen? Wir wissen alle, daß die Menschheitsentwickelung eine sehr komplizierte war, bevor der Mensch seine gegenwärtige Stufe erreicht hat. Wir wissen, daß der Mensch, um zu seiner heutigen Gestaltung zu kommen, die alte Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung durchmachen mußte und daß er dann erst in die Erdenentwickelung eintrat. Wenn einmal in einem weiteren Kreise bekannt sein wird, wie kompliziert eigentlich die wahren Tatsachen des Lebens sind, wie man gar nichts verstehen kann von dem, was der Mensch ist und was den Menschen umgibt, ohne daß man zurückblickt auf diese Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung, dann wird man sehen, wie unendlich naiv es ist, was unsere heutige abstrakte Wissenschaft darbietet, wie sehr diese Wissenschaft eigentlich nur an der Oberfläche der Dinge haften bleibt. Durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung hat sich langsam vorbereitet und ausgestaltet, was wir als die viergliedrige Wesenheit des Menschen heute haben. Und als die Mondenentwickelung abgelaufen war, war der Mensch auf einer bestimmten Höhe der Entwickelung angelangt. Die Zeit zwischen der Monden- und der Erdenentwickelung ist dann damit ausgefüllt worden, daß das Geistige, was auf dem Monde vom Menschen vorhanden war, verarbeitet wurde zum neuen Keime der Erdenentwickelung.
[ 9 ] Wie ist nun der Mensch als Ergebnis der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung auf unserer Erde angekommen? Wir haben uns diese Frage von den verschiedensten Seiten her schon beantwortet. Wir wollen heute noch eine neue Seite hinzufügen. Denn das, was eigentliche okkulte Tatsachen sind, kann man nicht dadurch erkennen, daß man ein paar abstrakte Begriffe hinpfahlt, sondern indem man es sich von allen Seiten beleuchtet und so sich dem nähert, was die Wahrheit ist. Der höheren Wahrheit Wege sind verworren, und nur der kann sie gehen, der in Geduld durch Labyrinthe wandern will. Wie ist der Mensch, als er sein Ergebnis von dem Monde herübergebracht hat, innerhalb der Erdenentwikkelung angekommen? Alles das, was des Menschen heutiger physischer Leib ist, war, als die Erde im Beginne ihrer Entwickelung war, so wie wir es heute im physischen Leibe wahrnehmen, im Grunde genommen noch gar nicht vorhanden. Wenn auch auf dem alten Saturn schon die erste Anlage zu diesem physischen Leibe vorhanden war, wenn auch auf der Sonne und dem Monde diese Anlage sich weiter entwickelte und auf dem alten Monde schon eine hohe Stufe erlangt hatte, so müssen Sie sich doch vorstellen, daß in der Zwischenzeit zwischen Saturn- und Sonnenentwickelung, zwischen Sonnen- und Mondenentwickelung, zwischen Monden- und Erdenentwickelung alles das, was sich als Anlage des physischen Leibes und der anderen Leiber entwickelt hatte, wiederum sich vergeistigt hat. Es ist wieder in übersinnliche Substantialität übergegangen, als der Mond seine Entwickelung abgeschlossen hatte. Da war das Physische, das sich auf dem Saturn entwickelt und sich weiter gestaltet hatte, natürlich nicht ein Physisches, sondern das alles war wiederum in den Geist zurückgenommen, war gleichsam aufgelöst, war darin als Kräfte vorhanden, welche physische Gestaltungen hervorrufen konnten - aber Physisches war nicht vorhanden. Als die Erdenentwickelung begann, war das, was wir den physischen Leib nennen, nicht als ein physischer Leib vorhanden, sondern es war geistig vorhanden, so daß es sich nach und nach zum physischen Leibe verdichten konnte. Es enthielt die Kräfte, die dann zur Verdichtung des physischen Leibes führen konnten. Das müssen wir in Erwägung ziehen. Ja, wir können noch weiter gehen.
[ 9 ] Wie ist nun der Mensch als Ergebnis der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung auf unserer Erde angekommen? Wir haben uns diese Frage von den verschiedensten Seiten her schon beantwortet. Wir wollen heute noch eine neue Seite hinzufügen. Denn das, was eigentliche okkulte Tatsachen sind, kann man nicht dadurch erkennen, daß man ein paar abstrakte Begriffe hinpfahlt, sondern indem man es sich von allen Seiten beleuchtet und so sich dem nähert, was die Wahrheit ist. Der höheren Wahrheit Wege sind verworren, und nur der kann sie gehen, der in Geduld durch Labyrinthe wandern will. Wie ist der Mensch, als er sein Ergebnis von dem Monde herübergebracht hat, innerhalb der Erdenentwikkelung angekommen? Alles das, was des Menschen heutiger physischer Leib ist, war, als die Erde im Beginne ihrer Entwickelung war, so wie wir es heute im physischen Leibe wahrnehmen, im Grunde genommen noch gar nicht vorhanden. Wenn auch auf dem alten Saturn schon die erste Anlage zu diesem physischen Leibe vorhanden war, wenn auch auf der Sonne und dem Monde diese Anlage sich weiter entwickelte und auf dem alten Monde schon eine hohe Stufe erlangt hatte, so müssen Sie sich doch vorstellen, daß in der Zwischenzeit zwischen Saturn- und Sonnenentwickelung, zwischen Sonnen- und Mondenentwickelung, zwischen Monden- und Erdenentwickelung alles das, was sich als Anlage des physischen Leibes und der anderen Leiber entwickelt hatte, wiederum sich vergeistigt hat. Es ist wieder in übersinnliche Substantialität übergegangen, als der Mond seine Entwickelung abgeschlossen hatte. Da war das Physische, das sich auf dem Saturn entwickelt und sich weiter gestaltet hatte, natürlich nicht ein Physisches, sondern das alles war wiederum in den Geist zurückgenommen, war gleichsam aufgelöst, war darin als Kräfte vorhanden, welche physische Gestaltungen hervorrufen konnten - aber Physisches war nicht vorhanden. Als die Erdenentwickelung begann, war das, was wir den physischen Leib nennen, nicht als ein physischer Leib vorhanden, sondern es war geistig vorhanden, so daß es sich nach und nach zum physischen Leibe verdichten konnte. Es enthielt die Kräfte, die dann zur Verdichtung des physischen Leibes führen konnten. Das müssen wir in Erwägung ziehen. Ja, wir können noch weiter gehen.
[ 10 ] Wir wissen, daß wir jetzt in der nachatlantischen Zeit stehen, wissen, daß dieser die atlantische Zeit und die lemurische Zeit vorangegangen sind. Und wir kommen dann, wenn wir hinter die lemurische Zeit zurückgehen, zu noch älteren Zeiten der Erdenentwickelung. Als aber die lemurische Zeit heranrückte, da war der Mensch noch immer nicht als physischer Leib in seiner heutigen Gestalt vorhanden. Da war das, was heute physisch ist, in seinen dichtesten Gebieten im Grunde genommen als Ätherleib vorhanden, das heißt, die Kräfte unseres jetzigen physischen Leibes waren damals wie aufgelöst im Ätherleib. Dieser Ätherleib hatte nur eben solche Kräfte, daß, wenn sie sich ihrer eigenen Natur nach verdichteten, sie dann zu unserem physischen Leibe führen konnten; sie waren also in gewisser Beziehung die Kräfte des physischen Leibes, aber sie waren nicht als physischer Leib vorhanden. Also noch als der Mensch seine lemurische Entwickelung antrat, war im Grunde genommen seine dichteste Leiblichkeit eine ätherische, und alle Verdichtung zu dem physischen Leibe ist erst von der lemurischen Zeit an geschehen. Und diese Verdichtung zum physischen Leib hat sich in einer komplizierten Art vollzogen. Der Mensch war also zunächst für die geistige Anschauung in einem Ätherleibe vorhanden. In diesem Ätherleibe waren jene Kräfte des physischen Leibes, die durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung erworben waren. Sie hatten die Tendenz, sich zu verdichten, so daß der physische Leib nach und nach entstehen konnte, aber sie waren noch nicht physischer Leib. Der Mensch würde aber nicht so geworden sein, wie er heute ist, wenn sich die Kräfte seines physischen Leibes einfach so verdichtet hätten, wie sie damals veranlagt waren. Wenn das alles, was dazumal im Beginne der lemurischen Zeit Anlage war, im physischen Leibe des Menschen zum Ausdrucke gekommen wäre, dann würde der Mensch auch äußerlich physisch ganz anders aussehen.
[ 10 ] Wir wissen, daß wir jetzt in der nachatlantischen Zeit stehen, wissen, daß dieser die atlantische Zeit und die lemurische Zeit vorangegangen sind. Und wir kommen dann, wenn wir hinter die lemurische Zeit zurückgehen, zu noch älteren Zeiten der Erdenentwickelung. Als aber die lemurische Zeit heranrückte, da war der Mensch noch immer nicht als physischer Leib in seiner heutigen Gestalt vorhanden. Da war das, was heute physisch ist, in seinen dichtesten Gebieten im Grunde genommen als Ätherleib vorhanden, das heißt, die Kräfte unseres jetzigen physischen Leibes waren damals wie aufgelöst im Ätherleib. Dieser Ätherleib hatte nur eben solche Kräfte, daß, wenn sie sich ihrer eigenen Natur nach verdichteten, sie dann zu unserem physischen Leibe führen konnten; sie waren also in gewisser Beziehung die Kräfte des physischen Leibes, aber sie waren nicht als physischer Leib vorhanden. Also noch als der Mensch seine lemurische Entwickelung antrat, war im Grunde genommen seine dichteste Leiblichkeit eine ätherische, und alle Verdichtung zu dem physischen Leibe ist erst von der lemurischen Zeit an geschehen. Und diese Verdichtung zum physischen Leib hat sich in einer komplizierten Art vollzogen. Der Mensch war also zunächst für die geistige Anschauung in einem Ätherleibe vorhanden. In diesem Ätherleibe waren jene Kräfte des physischen Leibes, die durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung erworben waren. Sie hatten die Tendenz, sich zu verdichten, so daß der physische Leib nach und nach entstehen konnte, aber sie waren noch nicht physischer Leib. Der Mensch würde aber nicht so geworden sein, wie er heute ist, wenn sich die Kräfte seines physischen Leibes einfach so verdichtet hätten, wie sie damals veranlagt waren. Wenn das alles, was dazumal im Beginne der lemurischen Zeit Anlage war, im physischen Leibe des Menschen zum Ausdrucke gekommen wäre, dann würde der Mensch auch äußerlich physisch ganz anders aussehen.
[ 11 ] Das müssen wir uns gegenwärtig halten, daß in der Tat der Mensch heute anders aussieht, als er veranlagt war in jener Zeit, die wir hinter die alte lemurische Zeit zurückzuverlegen haben. Es haben eben im Laufe der lemurischen, der atlantischen und nachatlantischen Zeit nicht nur diejenigen Kräfte in der menschlichen Natur gewirkt, die dazumal als Anlagen im Menschen vorhanden waren, sondern es haben auch noch andere Kräfte gewirkt. Wenn wir uns nun eine Vorstellung machen wollen, wie die Kräfte des Ätherleibes weiter gewirkt haben, dann können wir uns das am besten veranschaulichen an einem bestimmten Organsystem des menschlichen physischen Leibes. Wir wollen einmal darauf eingehen, wie aus dem Ätherleib heraus zunächst ein Teil der menschlichen Wesenheit seit der alten lemurischen Zeit geworden ist.
[ 11 ] Das müssen wir uns gegenwärtig halten, daß in der Tat der Mensch heute anders aussieht, als er veranlagt war in jener Zeit, die wir hinter die alte lemurische Zeit zurückzuverlegen haben. Es haben eben im Laufe der lemurischen, der atlantischen und nachatlantischen Zeit nicht nur diejenigen Kräfte in der menschlichen Natur gewirkt, die dazumal als Anlagen im Menschen vorhanden waren, sondern es haben auch noch andere Kräfte gewirkt. Wenn wir uns nun eine Vorstellung machen wollen, wie die Kräfte des Ätherleibes weiter gewirkt haben, dann können wir uns das am besten veranschaulichen an einem bestimmten Organsystem des menschlichen physischen Leibes. Wir wollen einmal darauf eingehen, wie aus dem Ätherleib heraus zunächst ein Teil der menschlichen Wesenheit seit der alten lemurischen Zeit geworden ist.


[ 12 ] Nehmen wir einmal an, es würde uns diese Zeichnung vergegenwärtigen den Atherleib des Menschen, wie er war, als die Erdenentwickelung vor der lemurischen Epoche begann. In diesem Atherleibe sind die mannigfaltigsten Strömungen, sind die mannigfaltigsten Kräfterichtungen, die das Ergebnis der alten Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung sind. Von diesen Kräften, die da darin sind, von diesen Strömungen wollen wir etwas herausheben. Eine gewisse Summe von Strömungen tendierte dahin, richtete ihre Ziele dahin, alles das in dem menschlichen physischen Organismus zustande zu bringen, was wir nennen können die Blutzirkulation mit ihrer Zentralisierung, mit ihrem Mittelpunkt im Herzen. Also, es sind Kräfte, die im alten Saturn-, Sonnen- und Mondenzustand erworben worden sind, die aber im Ätherleib vor der lemurischen Zeit verankert waren, welche sich gleichsam so verdichteten, daß das Blutsystem mit seinem Mittelpunkt, dem Herzen, als Physisches herauskommen konnte. So haben wir jenes Organsystem ins Auge gefaßt, das aus einer bestimmten Art von Kräften unseres Ätherleibes als physische Verdichtung nach und nach von der alten lemurischen Zeit an hervorgegangen ist. Wie Sie sehen können, daß aus einer Lösung von Kochsalz in Wasser sich bei entsprechender Behandlung das Kochsalz herauskristallisiert, eine Kristallgestalt wird, die sich heraushebt aus der Lösung, so ist es im höheren Sinn bei dem, was wir das Blutsystem und das Herz nennen. Es kristallisiert sich heraus aus Kräften des menschlichen Ätherleibes, die eben die Tendenz haben, sich zu diesem physischen Organsystem zu verdichten. Erst im Verlaufe dieser Erdenentwickelung konnten sie sich zu diesem physischen Herzen herausentwickeln.
[ 12 ] Nehmen wir einmal an, es würde uns diese Zeichnung vergegenwärtigen den Atherleib des Menschen, wie er war, als die Erdenentwickelung vor der lemurischen Epoche begann. In diesem Atherleibe sind die mannigfaltigsten Strömungen, sind die mannigfaltigsten Kräfterichtungen, die das Ergebnis der alten Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung sind. Von diesen Kräften, die da darin sind, von diesen Strömungen wollen wir etwas herausheben. Eine gewisse Summe von Strömungen tendierte dahin, richtete ihre Ziele dahin, alles das in dem menschlichen physischen Organismus zustande zu bringen, was wir nennen können die Blutzirkulation mit ihrer Zentralisierung, mit ihrem Mittelpunkt im Herzen. Also, es sind Kräfte, die im alten Saturn-, Sonnen- und Mondenzustand erworben worden sind, die aber im Ätherleib vor der lemurischen Zeit verankert waren, welche sich gleichsam so verdichteten, daß das Blutsystem mit seinem Mittelpunkt, dem Herzen, als Physisches herauskommen konnte. So haben wir jenes Organsystem ins Auge gefaßt, das aus einer bestimmten Art von Kräften unseres Ätherleibes als physische Verdichtung nach und nach von der alten lemurischen Zeit an hervorgegangen ist. Wie Sie sehen können, daß aus einer Lösung von Kochsalz in Wasser sich bei entsprechender Behandlung das Kochsalz herauskristallisiert, eine Kristallgestalt wird, die sich heraushebt aus der Lösung, so ist es im höheren Sinn bei dem, was wir das Blutsystem und das Herz nennen. Es kristallisiert sich heraus aus Kräften des menschlichen Ätherleibes, die eben die Tendenz haben, sich zu diesem physischen Organsystem zu verdichten. Erst im Verlaufe dieser Erdenentwickelung konnten sie sich zu diesem physischen Herzen herausentwickeln.
[ 13 ] Wir werden noch sehen, warum das erst im Verlaufe der Erdenentwickelung geschah und nicht zum Beispiel schon im Verlaufe der Mondenentwickelung. Was ist denn eigentlich für uns das Blutsystem und das Herzsystem? Verdichtete Ätherwelt, verdichtete Kräfte der Ätherwelt. Für die Erdenentwickelung nun würde für diejenigen Kräfte, die sich da zu unserem Herz- und Blutsystem verdichtet haben, eine Art von Ende, eine Art von Tod eingetreten sein mit dem Momente, wo sie jene Dichte erlangt hätten, die eben unser physisches Herz und das physische Blut, dieses ganze System heute zeigt. Das ist das Bedeutungsvolle und Geheimnisvolle der Erdenentwickelung, daß nicht nur diese Verdichtung stattfand, daß nicht nur die Kräfte, die herübergebracht worden sind von dem alten Saturn, der alten Sonne und dem alten Mond, sich zu einem solchen Organsystem verdichtet haben, daß also nicht nur dasjenige, was im Ätherleibe war, physischer Leib wurde, sondern daß für jedes unserer Organsysteme in der Erdenentwickelung ein Impuls eintritt, durch welchen das, was früher Äther war und sich zu Physischem verdichtet hatte, wiederum aufgelöst, wiederum zurück in den Äther verwandelt wird. So gehört es also zu den wichtigsten Impulsen unserer Erdenentwickelung, daß die Ätherkräfte, nachdem sie sich zu einem Organsystem verdichtet haben, nicht bei diesem Ziel- und Endpunkt gelassen werden, sondern daß gleichsam andere Kräfte, andere Impulse eingreifen, die wiederum auflösen. In demselben Momente, wo unsere menschlichen Organe ihre stärkste Dichtigkeit in der Erdenentwickelung erlangt haben, da lösen gewisse Mächte des Makrokosmos die Substantialitäten dieser Organsysteme wieder auf, so daß das, was früher gleichsam hineingeschlüpft ist in die Organsysteme, jetzt wiederum herauskommt, wiederum sichtbar wird.
[ 13 ] Wir werden noch sehen, warum das erst im Verlaufe der Erdenentwickelung geschah und nicht zum Beispiel schon im Verlaufe der Mondenentwickelung. Was ist denn eigentlich für uns das Blutsystem und das Herzsystem? Verdichtete Ätherwelt, verdichtete Kräfte der Ätherwelt. Für die Erdenentwickelung nun würde für diejenigen Kräfte, die sich da zu unserem Herz- und Blutsystem verdichtet haben, eine Art von Ende, eine Art von Tod eingetreten sein mit dem Momente, wo sie jene Dichte erlangt hätten, die eben unser physisches Herz und das physische Blut, dieses ganze System heute zeigt. Das ist das Bedeutungsvolle und Geheimnisvolle der Erdenentwickelung, daß nicht nur diese Verdichtung stattfand, daß nicht nur die Kräfte, die herübergebracht worden sind von dem alten Saturn, der alten Sonne und dem alten Mond, sich zu einem solchen Organsystem verdichtet haben, daß also nicht nur dasjenige, was im Ätherleibe war, physischer Leib wurde, sondern daß für jedes unserer Organsysteme in der Erdenentwickelung ein Impuls eintritt, durch welchen das, was früher Äther war und sich zu Physischem verdichtet hatte, wiederum aufgelöst, wiederum zurück in den Äther verwandelt wird. So gehört es also zu den wichtigsten Impulsen unserer Erdenentwickelung, daß die Ätherkräfte, nachdem sie sich zu einem Organsystem verdichtet haben, nicht bei diesem Ziel- und Endpunkt gelassen werden, sondern daß gleichsam andere Kräfte, andere Impulse eingreifen, die wiederum auflösen. In demselben Momente, wo unsere menschlichen Organe ihre stärkste Dichtigkeit in der Erdenentwickelung erlangt haben, da lösen gewisse Mächte des Makrokosmos die Substantialitäten dieser Organsysteme wieder auf, so daß das, was früher gleichsam hineingeschlüpft ist in die Organsysteme, jetzt wiederum herauskommt, wiederum sichtbar wird.
[ 14 ] Wir können nun okkult gerade am genauesten bei unserem Herzen und dem durch dasselbe strömenden Blute verfolgen, wie diese Auflösung geschieht, wie also die Erdenimpulse eingreifen in die Substanzen eines solchen Organsystems. Fortwährend strömt, für den hellseherischen Blick wahrnehmbar, von unserem Herzen etwas aus. Wenn Sie das Blut hellseherisch durch den menschlichen Leib pulsieren sehen, dann sehen Sie auch, wie dieses Blut sich gleichsam im Herzen wiederum verdünnt, wie da das Blut wiederum in seinen feinsten Teilen, also nicht in seinen gröberen, sondern in seinen feinsten physischen Teilen sich auflöst und in die Ätherform zurückgeht. Wie das Blut im Äther sich nach und nach gebildet hat, so haben wir jetzt auch schon wiederum im gegenwärtigen Menschenleib den umgekehrten Prozeß. Das Blut ätherisiert sich, und es strömen fortwährend vom Herzen Ätherströme aus, welche gegen den menschlichen Kopf hinströmen, so daß wir den Ätherleib zurückgebildet sehen auf dem Umweg des Blutes. Dasjenige also, was sich kristallisiert hat in der vorlemurischen Zeit aus dem Äther heraus zum menschlichen Blutsystem und dem Herzen, das sehen wir jetzt wiederum sich zurückätherisieren und heraufströmen im menschlichen Ätherleibe zu dem Kopfe. Und würde dieser Teil der menschlichen Ätherströmungen nicht fortwährend vom Herzen nach dem Kopfe strömen, so könnten wir noch so viel versuchen, über die Welt zu denken und von der Welt zu erkennen, wir würden nichts mit dem bloßen Instrumente unseres Gehirns denken können. Unser Gehirn wäre für die Erkenntnis ein ganz unbrauchbares Organ, wenn es nur als physisches Gehirn wirken würde. Man kann sich aus dem Okkultismus heraus eine Vorstellung davon machen, wie das Gehirn wirken würde, wenn es heute auf sich selbst angewiesen wäre. Da würde der Mensch nur das denken können, was sich auf die inneren Bedürfnisse seines Leibes bezieht. Er würde denken können zum Beispiel: Ich habe jetzt Hunger, ich habe jetzt Durst, ich will jetzt diesen oder jenen Trieb befriedigen. - Der Mensch würde nur das denken können, was sich auf seine eigenen leiblichen Bedürfnisse bezieht, würde, wenn er bloß auf sein physisches Gehirn angewiesen wäre, der denkbar größte Egoist sein. So aber wird unser Gehirn fortwährend durchströmt von jenen feinen substantiellen Ätherströmungen, die vom Herzen herauf fließen. Diese Ätherströmungen haben eine unmittelbare Verwandtschaft zu einem zarten, wichtigen Organ des Gehirns, zu der sogenannten Zirbeldrüse. Sie umspülen und umsprühen fortwährend die Zirbeldrüse. Die Zirbeldrüse wird von diesen feinen Ätherströmungen umglüht, und ihre Bewegungen als physisches Gehirnorgan sind im Einklange mit den Ätherströmungen, welche ich Ihnen so als vom Herzen ausgehend geschildert habe. Dadurch aber stehen diese Ätherbewegungen wiederum mit dem physischen Gehirn in Verbindung, prägen dem physischen Gehirn zu der egoistischen Erkenntnis dasjenige ein, was uns möglich macht, von der Außenwelt, von dem, was wir nicht selbst sind, etwas zu erkennen. Auf dem Umwege durch unsere Zirbeldrüse wirkt also unser ätherisiertes Blutsystem wiederum zurück auf unser Gehirn. Eine nach einer gewissen Richtung noch genauere Ausführung dieser Tatsache werden Sie finden, wenn die Vorträge erscheinen werden, welche ich als «Okkulte Physiologie» in Prag gehalten habe; da habe ich einiges von einer anderen Seite her gerade über die Funktion der Zirbeldrüse angeführt.
[ 14 ] Wir können nun okkult gerade am genauesten bei unserem Herzen und dem durch dasselbe strömenden Blute verfolgen, wie diese Auflösung geschieht, wie also die Erdenimpulse eingreifen in die Substanzen eines solchen Organsystems. Fortwährend strömt, für den hellseherischen Blick wahrnehmbar, von unserem Herzen etwas aus. Wenn Sie das Blut hellseherisch durch den menschlichen Leib pulsieren sehen, dann sehen Sie auch, wie dieses Blut sich gleichsam im Herzen wiederum verdünnt, wie da das Blut wiederum in seinen feinsten Teilen, also nicht in seinen gröberen, sondern in seinen feinsten physischen Teilen sich auflöst und in die Ätherform zurückgeht. Wie das Blut im Äther sich nach und nach gebildet hat, so haben wir jetzt auch schon wiederum im gegenwärtigen Menschenleib den umgekehrten Prozeß. Das Blut ätherisiert sich, und es strömen fortwährend vom Herzen Ätherströme aus, welche gegen den menschlichen Kopf hinströmen, so daß wir den Ätherleib zurückgebildet sehen auf dem Umweg des Blutes. Dasjenige also, was sich kristallisiert hat in der vorlemurischen Zeit aus dem Äther heraus zum menschlichen Blutsystem und dem Herzen, das sehen wir jetzt wiederum sich zurückätherisieren und heraufströmen im menschlichen Ätherleibe zu dem Kopfe. Und würde dieser Teil der menschlichen Ätherströmungen nicht fortwährend vom Herzen nach dem Kopfe strömen, so könnten wir noch so viel versuchen, über die Welt zu denken und von der Welt zu erkennen, wir würden nichts mit dem bloßen Instrumente unseres Gehirns denken können. Unser Gehirn wäre für die Erkenntnis ein ganz unbrauchbares Organ, wenn es nur als physisches Gehirn wirken würde. Man kann sich aus dem Okkultismus heraus eine Vorstellung davon machen, wie das Gehirn wirken würde, wenn es heute auf sich selbst angewiesen wäre. Da würde der Mensch nur das denken können, was sich auf die inneren Bedürfnisse seines Leibes bezieht. Er würde denken können zum Beispiel: Ich habe jetzt Hunger, ich habe jetzt Durst, ich will jetzt diesen oder jenen Trieb befriedigen. - Der Mensch würde nur das denken können, was sich auf seine eigenen leiblichen Bedürfnisse bezieht, würde, wenn er bloß auf sein physisches Gehirn angewiesen wäre, der denkbar größte Egoist sein. So aber wird unser Gehirn fortwährend durchströmt von jenen feinen substantiellen Ätherströmungen, die vom Herzen herauf fließen. Diese Ätherströmungen haben eine unmittelbare Verwandtschaft zu einem zarten, wichtigen Organ des Gehirns, zu der sogenannten Zirbeldrüse. Sie umspülen und umsprühen fortwährend die Zirbeldrüse. Die Zirbeldrüse wird von diesen feinen Ätherströmungen umglüht, und ihre Bewegungen als physisches Gehirnorgan sind im Einklange mit den Ätherströmungen, welche ich Ihnen so als vom Herzen ausgehend geschildert habe. Dadurch aber stehen diese Ätherbewegungen wiederum mit dem physischen Gehirn in Verbindung, prägen dem physischen Gehirn zu der egoistischen Erkenntnis dasjenige ein, was uns möglich macht, von der Außenwelt, von dem, was wir nicht selbst sind, etwas zu erkennen. Auf dem Umwege durch unsere Zirbeldrüse wirkt also unser ätherisiertes Blutsystem wiederum zurück auf unser Gehirn. Eine nach einer gewissen Richtung noch genauere Ausführung dieser Tatsache werden Sie finden, wenn die Vorträge erscheinen werden, welche ich als «Okkulte Physiologie» in Prag gehalten habe; da habe ich einiges von einer anderen Seite her gerade über die Funktion der Zirbeldrüse angeführt.
[ 15 ] So sehen wir, daß wir nicht nur einen Prozeß haben innerhalb des Erdenwerdens, der zu einer Verdichtung führt, sondern auch wiederum eine Rückverdünnung. Wenn wir das ins Auge fassen, so müssen wir sagen: Also tragen wir in uns Kräfte, die gewissermaßen rückgebildet werden zu der Gestalt, die sie schon hatten während der alten Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung. Der Mensch, so wie er es heute in sich trägt, weiß ja durch sein gewöhnliches Bewußtsein nichts von diesem wunderbaren Kräftespiel in seinem Ätherleib, das eine Kommunikation herstellt zwischen seinem Herzen und seinem Gehirn. Derjenige, welcher im Verlaufe einer okkulten Entwickelung zum Bewußtsein davon kommt, der wird in einer eigenartigen Weise dieser Ätherströmungen gewahr. Hier liefert die Selbsterkenntnis etwas höchst Merkwürdiges, etwas höchst Bedeutungsvolles. Da lernt man erkennen, wie diese Kräfte aus dem Herzen heraufströmen zum Gehirn, um dieses Gehirn so zu gestalten, daß es der Mensch als Werkzeug seines Seelenlebens brauchen kann. Aber man merkt sogleich, daß diese Kräfte, man möchte sagen, nicht ungeschoren hindurchgegangen sind durch die menschliche Organisation, daß der Mensch sie nicht so entläßt, wie sie hineingegangen sind in sein Herz. Alles, was der Mensch mittlerweile entwickelt hat, aus dem Unbewußten heraus entwickelt hat an niederen Trieben, Begierden, an alledem, was sich in seine Natur hineinbegeben hat, das wird wiederum mit hineingetragen in die Ätherströmung, die wir aus dem Herzen heraus bilden. So haben wir sie gleichsam in der alten lemurischen Zeit in gewisser Beziehung als reine Ätherströmung erhalten, die keine andere Gier, keinen anderen Willen hatte, als sich zu dem wunderbaren, weisheitsvollen Bau unseres Herzens zu verdichten. Dann haben wir gelebt als physische Menschen mit diesem Herzen und Blutsystem, haben auf der Erde verschiedene Inkarnationen durchgemacht, ohne daß wir etwas wußten von dieser Verdichtung unseres alten Ätherleibes zum physischen Teile des Herzens und Blutsystems. Und wir ha ben uns durchdrungen mit all dem, was an Begierden, an Sehnsüchten, an Sympathien und Antipathien, an Affekten und Leidenschaften, an Gewohnheiten, an Irrtümern durch uns gezogen ist, und von diesem allem ist der Ätherleib, der nun neu ersteht, der nun hinaufgeht zum Gehirn, getrübt, durchsetzt. Das schicken wir von unserem Herzen mit hinauf, und dessen werden wir jetzt gewahr in wirklicher Selbsterkenntnis. Wir werden gewahr, daß wir dasjenige, was wir von den Göttern selbst in der Tiefe unseres Leibeslebens erhalten haben, den Göttern nicht wiederum in der gleichen Art zurückgeben können, sondern verunreinigt durch unsere eigene Wesenheit. Wir müssen uns nun nach und nach nähern dem, was eben jetzt als eine Art Unreinheit unseres eigenen Wesens geschildert worden ist.
[ 15 ] So sehen wir, daß wir nicht nur einen Prozeß haben innerhalb des Erdenwerdens, der zu einer Verdichtung führt, sondern auch wiederum eine Rückverdünnung. Wenn wir das ins Auge fassen, so müssen wir sagen: Also tragen wir in uns Kräfte, die gewissermaßen rückgebildet werden zu der Gestalt, die sie schon hatten während der alten Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung. Der Mensch, so wie er es heute in sich trägt, weiß ja durch sein gewöhnliches Bewußtsein nichts von diesem wunderbaren Kräftespiel in seinem Ätherleib, das eine Kommunikation herstellt zwischen seinem Herzen und seinem Gehirn. Derjenige, welcher im Verlaufe einer okkulten Entwickelung zum Bewußtsein davon kommt, der wird in einer eigenartigen Weise dieser Ätherströmungen gewahr. Hier liefert die Selbsterkenntnis etwas höchst Merkwürdiges, etwas höchst Bedeutungsvolles. Da lernt man erkennen, wie diese Kräfte aus dem Herzen heraufströmen zum Gehirn, um dieses Gehirn so zu gestalten, daß es der Mensch als Werkzeug seines Seelenlebens brauchen kann. Aber man merkt sogleich, daß diese Kräfte, man möchte sagen, nicht ungeschoren hindurchgegangen sind durch die menschliche Organisation, daß der Mensch sie nicht so entläßt, wie sie hineingegangen sind in sein Herz. Alles, was der Mensch mittlerweile entwickelt hat, aus dem Unbewußten heraus entwickelt hat an niederen Trieben, Begierden, an alledem, was sich in seine Natur hineinbegeben hat, das wird wiederum mit hineingetragen in die Ätherströmung, die wir aus dem Herzen heraus bilden. So haben wir sie gleichsam in der alten lemurischen Zeit in gewisser Beziehung als reine Ätherströmung erhalten, die keine andere Gier, keinen anderen Willen hatte, als sich zu dem wunderbaren, weisheitsvollen Bau unseres Herzens zu verdichten. Dann haben wir gelebt als physische Menschen mit diesem Herzen und Blutsystem, haben auf der Erde verschiedene Inkarnationen durchgemacht, ohne daß wir etwas wußten von dieser Verdichtung unseres alten Ätherleibes zum physischen Teile des Herzens und Blutsystems. Und wir ha ben uns durchdrungen mit all dem, was an Begierden, an Sehnsüchten, an Sympathien und Antipathien, an Affekten und Leidenschaften, an Gewohnheiten, an Irrtümern durch uns gezogen ist, und von diesem allem ist der Ätherleib, der nun neu ersteht, der nun hinaufgeht zum Gehirn, getrübt, durchsetzt. Das schicken wir von unserem Herzen mit hinauf, und dessen werden wir jetzt gewahr in wirklicher Selbsterkenntnis. Wir werden gewahr, daß wir dasjenige, was wir von den Göttern selbst in der Tiefe unseres Leibeslebens erhalten haben, den Göttern nicht wiederum in der gleichen Art zurückgeben können, sondern verunreinigt durch unsere eigene Wesenheit. Wir müssen uns nun nach und nach nähern dem, was eben jetzt als eine Art Unreinheit unseres eigenen Wesens geschildert worden ist.
[ 16 ] Wenn wir das verstehen wollen, dann müssen wir uns folgendes vorhalten: Als die Saturnentwickelung begonnen hat, besser gesagt, bevor sie noch begonnen hat, da ist die Ätherströmung aller Menschheit und aller Erdenentwickelung, auf die wir hingedeutet haben, noch eine einzige, und eigentlich entsteht in dem Momente, wo die Saturnentwickelung einsetzt, der Zwiespalt, die Zweiheit in den Kräften des Makrokosmos. Auch darauf werden wir noch weisen, warum das entstanden ist; jetzt wollen wir nur die Tatsache anführen. Erst mit dem Momente, da die Saturnentwickelung beginnt, setzt die Zweiheit in allem makrokosmischen Wirken ein. Diese Zweiheit deutet die griechische Mythologie dadurch an, daß sie den alten Saturn, oder Kronos, wie ihn die alten Griechen nannten, zugleich zum Gegner seines Vaters, des Uranos, macht, und dadurch ist zugleich angezeigt, daß sie sich bewußt ist, daß ursprünglich eine Einheit aller makrokosmischen Kräfte vorliegt. Als aber der alte Saturn oder Kronos sich zu kristallisieren beginnt, da widersetzt sich sogleich etwas, was in diesen Kronos hineingeheimnißt ist, der universellen Entwickelung. Es tritt ein Zwiespalt auf, und wenn wir heute dabei bleiben wollen, was ausgeführt worden ist, dann können wir sagen: Die ganze Summe der göttlich-geistigen Wesenheiten, die damals in der Entwickelung gewaltet hat, als der Saturn mit seinem Werden einsetzte, spaltete sich in sich gewissermaßen, so daß wir jetzt eine Entwickelungsströmung, welche unmittelbar beteiligt ist an alledem, was durch Saturn, Sonne und Mond bis zu unserer Erde herauf geschieht, und eine andere Strömung neben dieser Hauptströmung haben.
[ 16 ] Wenn wir das verstehen wollen, dann müssen wir uns folgendes vorhalten: Als die Saturnentwickelung begonnen hat, besser gesagt, bevor sie noch begonnen hat, da ist die Ätherströmung aller Menschheit und aller Erdenentwickelung, auf die wir hingedeutet haben, noch eine einzige, und eigentlich entsteht in dem Momente, wo die Saturnentwickelung einsetzt, der Zwiespalt, die Zweiheit in den Kräften des Makrokosmos. Auch darauf werden wir noch weisen, warum das entstanden ist; jetzt wollen wir nur die Tatsache anführen. Erst mit dem Momente, da die Saturnentwickelung beginnt, setzt die Zweiheit in allem makrokosmischen Wirken ein. Diese Zweiheit deutet die griechische Mythologie dadurch an, daß sie den alten Saturn, oder Kronos, wie ihn die alten Griechen nannten, zugleich zum Gegner seines Vaters, des Uranos, macht, und dadurch ist zugleich angezeigt, daß sie sich bewußt ist, daß ursprünglich eine Einheit aller makrokosmischen Kräfte vorliegt. Als aber der alte Saturn oder Kronos sich zu kristallisieren beginnt, da widersetzt sich sogleich etwas, was in diesen Kronos hineingeheimnißt ist, der universellen Entwickelung. Es tritt ein Zwiespalt auf, und wenn wir heute dabei bleiben wollen, was ausgeführt worden ist, dann können wir sagen: Die ganze Summe der göttlich-geistigen Wesenheiten, die damals in der Entwickelung gewaltet hat, als der Saturn mit seinem Werden einsetzte, spaltete sich in sich gewissermaßen, so daß wir jetzt eine Entwickelungsströmung, welche unmittelbar beteiligt ist an alledem, was durch Saturn, Sonne und Mond bis zu unserer Erde herauf geschieht, und eine andere Strömung neben dieser Hauptströmung haben.
[ 17 ] Wenn ich einen groben Vergleich gebrauchen soll, so können Sie sich diese Nebenströmung etwa vorstellen, wenn Sie sich das Verhältnis der Luft, der Atmosphäre, welche die Erde umgibt, denken als eine feinere Substanz zu den dichteren Partien der Erde, zum Wasser und zur festen Erde. So könnten wir uns auch vorstellen, daß eine dichtere Entwickelung über Saturn, Sonne und Mond geht, daß aber diese dichtere Entwickelung immer eingehüllt ist von einer dünneren Entwickelung. Wir könnten uns gleichsam vorstellen, daß der alte Saturn, die alte Sonne und der alte Mond ihre göttlich-geistigen Wesenheiten unmittelbar auf sich wirkend haben in ihrer eigenen Substanz, daß aber immer im Umkreis andere göttlich-geistige Wesenheiten sind, die ihrerseits die geistigen Wesenheiten, welche in Saturn, Sonne und Mond unmittelbar wirken, umgeben, wie die Luft die Erde umgibt. Wir haben damit zwei Götter- oder Geistesreiche angedeutet, von denen das eine unmittelbar an allem teilnimmt, in alles eingeht, was aufeinanderfolgend auf Saturn, Sonne und Mond geschieht; die andere Göttergeneration, die andere Reihe von Göttern hält sich gleichsam etwas fern, greift nur von außen, mittelbar ein, und wir müssen uns jetzt eine Vorstellung davon machen, wie sich die eine Götterart zu der anderen Götterart verhält. Und ich bitte, jetzt wohl darauf zu achten, wie das Verhältnis der eigentlich umfassenderen Götter, die sich unmittelbar beteiligen an der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwikkelung, zu den anderen Göttern ist, die gleichsam diese Weltenkugel in ihrer Aufeinanderfolge umschweben.
[ 17 ] Wenn ich einen groben Vergleich gebrauchen soll, so können Sie sich diese Nebenströmung etwa vorstellen, wenn Sie sich das Verhältnis der Luft, der Atmosphäre, welche die Erde umgibt, denken als eine feinere Substanz zu den dichteren Partien der Erde, zum Wasser und zur festen Erde. So könnten wir uns auch vorstellen, daß eine dichtere Entwickelung über Saturn, Sonne und Mond geht, daß aber diese dichtere Entwickelung immer eingehüllt ist von einer dünneren Entwickelung. Wir könnten uns gleichsam vorstellen, daß der alte Saturn, die alte Sonne und der alte Mond ihre göttlich-geistigen Wesenheiten unmittelbar auf sich wirkend haben in ihrer eigenen Substanz, daß aber immer im Umkreis andere göttlich-geistige Wesenheiten sind, die ihrerseits die geistigen Wesenheiten, welche in Saturn, Sonne und Mond unmittelbar wirken, umgeben, wie die Luft die Erde umgibt. Wir haben damit zwei Götter- oder Geistesreiche angedeutet, von denen das eine unmittelbar an allem teilnimmt, in alles eingeht, was aufeinanderfolgend auf Saturn, Sonne und Mond geschieht; die andere Göttergeneration, die andere Reihe von Göttern hält sich gleichsam etwas fern, greift nur von außen, mittelbar ein, und wir müssen uns jetzt eine Vorstellung davon machen, wie sich die eine Götterart zu der anderen Götterart verhält. Und ich bitte, jetzt wohl darauf zu achten, wie das Verhältnis der eigentlich umfassenderen Götter, die sich unmittelbar beteiligen an der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwikkelung, zu den anderen Göttern ist, die gleichsam diese Weltenkugel in ihrer Aufeinanderfolge umschweben.
[ 18 ] Sie können sich am besten eine Vorstellung davon machen, wie das ist, wenn Sie zunächst auf den Menschen selber einige Blicke werfen. Nehmen Sie die menschliche Seele; sie denkt. Was heißt das: sie denkt? Das heißt, sie bringt Gedanken hervor. Das ist ein Prozeß, der sich in uns abspielt und der da macht, daß wir auf der einen Seite dieses reale Seelenwesen sind und auf der anderen Seite unsere Gedanken fortwährend aufsteigen, gleichsam diese Seele fortwährend einhüllen. Der Mensch mit seinem Denken ist auch als Seelenwesen noch auf einer verhältnismäßig untergeordneten Stufe der Weltorganisation. Diejenigen Wesenheiten, die wir jetzt als Götter bezeichnet und in zwei Strömungen unterschieden haben, stehen auf einer weit höheren Stufe. Denken Sie sich einmal, der Mensch wäre nicht nur imstande, seine Gedanken als bloße Gedanken zu fassen, sondern die menschliche Seele wäre so stark, daß dasjenige, was sie denkt, gleich darauf eine Wesenheit würde, daß wir unsere Gedanken als Wesenheiten gebären würden, daß, wenn wir einen Gedanken fassen würden, er schon wirklich dastehen würde. In gewisser Weise bleibt er in der Akasha-Chronik, aber er verdichtet sich nicht so, daß der Mensch ihn als Realität vor sich hat. Denken Sie sich, wir würden nicht Gedanken denken, sondern mit jedem Gedanken würden wir eine Wesenheit hervorbringen. Dann haben wir erfaßt, was innerhalb der göttlich-geistigen Welt geschieht. Die in schönster Harmonie, in schönster Einheit lebenden Götter, die da waren vor dem alten Saturn, stellten sich selber vor: sie dachten. - Nur waren ihre Gedanken nicht so wie die menschlichen Gedanken, daß man sie irreal nennen muß, sondern sie waren Wesenheiten, waren andere Götter. So daß wir Göttergenerationen haben, die ursprünglich durch sich selbst in ihrer Realität sind, und andere, die einfach die realen Vorstellungen der unmittelbar mit Saturn, Sonne und Mond verknüpften Götter sind. Das sind die Gottheiten, welche gleichsam umschweben die in ihrer Entwickelung befindliche Weltenkugel von Saturn, Sonne und Mond.
[ 18 ] Sie können sich am besten eine Vorstellung davon machen, wie das ist, wenn Sie zunächst auf den Menschen selber einige Blicke werfen. Nehmen Sie die menschliche Seele; sie denkt. Was heißt das: sie denkt? Das heißt, sie bringt Gedanken hervor. Das ist ein Prozeß, der sich in uns abspielt und der da macht, daß wir auf der einen Seite dieses reale Seelenwesen sind und auf der anderen Seite unsere Gedanken fortwährend aufsteigen, gleichsam diese Seele fortwährend einhüllen. Der Mensch mit seinem Denken ist auch als Seelenwesen noch auf einer verhältnismäßig untergeordneten Stufe der Weltorganisation. Diejenigen Wesenheiten, die wir jetzt als Götter bezeichnet und in zwei Strömungen unterschieden haben, stehen auf einer weit höheren Stufe. Denken Sie sich einmal, der Mensch wäre nicht nur imstande, seine Gedanken als bloße Gedanken zu fassen, sondern die menschliche Seele wäre so stark, daß dasjenige, was sie denkt, gleich darauf eine Wesenheit würde, daß wir unsere Gedanken als Wesenheiten gebären würden, daß, wenn wir einen Gedanken fassen würden, er schon wirklich dastehen würde. In gewisser Weise bleibt er in der Akasha-Chronik, aber er verdichtet sich nicht so, daß der Mensch ihn als Realität vor sich hat. Denken Sie sich, wir würden nicht Gedanken denken, sondern mit jedem Gedanken würden wir eine Wesenheit hervorbringen. Dann haben wir erfaßt, was innerhalb der göttlich-geistigen Welt geschieht. Die in schönster Harmonie, in schönster Einheit lebenden Götter, die da waren vor dem alten Saturn, stellten sich selber vor: sie dachten. - Nur waren ihre Gedanken nicht so wie die menschlichen Gedanken, daß man sie irreal nennen muß, sondern sie waren Wesenheiten, waren andere Götter. So daß wir Göttergenerationen haben, die ursprünglich durch sich selbst in ihrer Realität sind, und andere, die einfach die realen Vorstellungen der unmittelbar mit Saturn, Sonne und Mond verknüpften Götter sind. Das sind die Gottheiten, welche gleichsam umschweben die in ihrer Entwickelung befindliche Weltenkugel von Saturn, Sonne und Mond.
[ 19 ] Wir haben also zweierlei Göttergenerationen. Die eine Göttergeneration ist die Vorstellungswelt der anderen, verhält sich tatsächlich zu der anderen, wie sich unsere Gedanken zu unserem realen Seelendasein verhalten. Wie haben wir denn bisher diejenigen Götter genannt, welche da eigentlich bloß die Gedanken der anderen sind? Diese Götter, die nur die Gedanken der anderen sind, haben wir bisher wegen gewisser Eigenschaften die luziferischen Wesenheiten genannt, und wir müssen im weiteren Umfang alles zu den luziferischen Wesenheiten rechnen, von dem wir sagen können: Die ursprünglichen Götter hatten das Bedürfnis, sich selbst erkennend sich vorzustellen. Deshalb stellten sie wie kosmische Gedanken oder Gedankenwesen die luziferischen Wesenheiten sich gegenüber, wie heute dem Menschen seine Gedanken gegenüberstehen. Und wie sich der Mensch im Grunde genommen erst in seinen Gedanken erkennt, so lernten sich die ursprünglichen Götter an Luzifer und seinen Scharen erkennen. Wir könnten das noch etwas anders ausdrücken. Wir könnten sagen, daß diese Wesenheiten, die eigentlich nur die Vorstellungen der anderen waren, immer zurückgeblieben sind gegenüber der anderen Entwickelung. Die vorschreitenden Götter haben gleichsam etwas von sich zurückgelassen, so daß sie darauf zurückblicken konnten und sich, wie man sich im wirklichen Leben nur in einem Spiegel erkennen kann, in diesem aus ihrer Substanz herausgeworfenen Spiegel selbst schauen konnten. So sind in der Tat die luziferischen Wesenheiten zurückgebliebene Wesenheiten, aus den ursprünglichen Göttern herausgeworfene Wesenheiten, die da waren, damit ein Spiegel der Selbsterkenntnis für die fortschreitenden Göttergestalten vorhanden ist.
[ 19 ] Wir haben also zweierlei Göttergenerationen. Die eine Göttergeneration ist die Vorstellungswelt der anderen, verhält sich tatsächlich zu der anderen, wie sich unsere Gedanken zu unserem realen Seelendasein verhalten. Wie haben wir denn bisher diejenigen Götter genannt, welche da eigentlich bloß die Gedanken der anderen sind? Diese Götter, die nur die Gedanken der anderen sind, haben wir bisher wegen gewisser Eigenschaften die luziferischen Wesenheiten genannt, und wir müssen im weiteren Umfang alles zu den luziferischen Wesenheiten rechnen, von dem wir sagen können: Die ursprünglichen Götter hatten das Bedürfnis, sich selbst erkennend sich vorzustellen. Deshalb stellten sie wie kosmische Gedanken oder Gedankenwesen die luziferischen Wesenheiten sich gegenüber, wie heute dem Menschen seine Gedanken gegenüberstehen. Und wie sich der Mensch im Grunde genommen erst in seinen Gedanken erkennt, so lernten sich die ursprünglichen Götter an Luzifer und seinen Scharen erkennen. Wir könnten das noch etwas anders ausdrücken. Wir könnten sagen, daß diese Wesenheiten, die eigentlich nur die Vorstellungen der anderen waren, immer zurückgeblieben sind gegenüber der anderen Entwickelung. Die vorschreitenden Götter haben gleichsam etwas von sich zurückgelassen, so daß sie darauf zurückblicken konnten und sich, wie man sich im wirklichen Leben nur in einem Spiegel erkennen kann, in diesem aus ihrer Substanz herausgeworfenen Spiegel selbst schauen konnten. So sind in der Tat die luziferischen Wesenheiten zurückgebliebene Wesenheiten, aus den ursprünglichen Göttern herausgeworfene Wesenheiten, die da waren, damit ein Spiegel der Selbsterkenntnis für die fortschreitenden Göttergestalten vorhanden ist.
[ 20 ] In einem gewissen Sinn ist das, was in unserer Seele in uns selbst mikrokosmisch vorgeht, durchaus ein Abbild dieses Makrokosmos. Nur ist das in uns umgekehrt vorhanden, was in dem Makrokosmos in einer gewissen Weise vorgebildet ist. Wir tragen in unserem Mikrokosmos ein Abbild dieses Götterzwiespaltes, dieser Göttergenerationen, von denen die eine eine ursprüngliche ist und die andere eine aus dieser ursprünglichen herausgeborene Reihe von Wesenheiten, die da sind, damit sich diese anderen Wesenheiten vorstellen können. Sie können daraus entnehmen, daß ein großer Unterschied sein muß in diesen beiden Strömungen der Göttergenerationen; er zeigt sich uns auch ganz klar. Er zeigt sich uns darin, daß unser ganzes umfängliches Selbst mit all dem, was unbewußt in uns ist, aus dem auch unser Leibesorganismus hervorgegangen ist, aus der ursprünglichen Göttergeneration stammt. Das jedoch, was wir erleben mit unserem Bewußtsein, das, was wir überschauen können mit unserem gewöhnlichen alltäglichen Bewußtsein, stammt von der Göttergeneration, die nur die Vorstellung ist von der ursprünglichen. Von zwei Seiten her kommt das, was unsere Wesenheit ist, in uns herein. Unsere Gesamtorganisation mit allem Unterbewußten kommt von der ursprünglichen Göttergeneration. Dasjenige, dessen wir uns bewußt sind, das kommt von der anderen Seite her, von der den alten Saturn, die Sonne und den Mond nur umschwebenden Göttergeneration. Daher empfinden wir, wenn wir auf unser Vorstellungsleben eingehen, daß sozusagen in einem höheren Sinne die Vorstellung nur die Jüngste Tochter einer Göttergeneration ist, daher empfinden wir das Unreale, das bloß gedankenhaft Vorüberhuschende unseres Bewußtseinslebens. Das war etwas, was auch den Schülern der griechischen Mysterien aufgegangen ist, indem ihnen deutlich gemacht worden ist: Es leben im ganzen Werden göttliche Strömungen, die umfassend sind, die uns unbewußt einströmen in ihrem ganzen Wesen, und es leben solche, die nur das gewöhnliche, normale Bewußtsein aufnimmt. — Dann wurde diesem griechischen Schüler klar, daß er von diesem normalen Bewußtsein absehen und sich zu den alten Göttern, die man auch die unterirdischen nannte, wenden mußte, zu denjenigen Göttern, an deren Natur Dionysos seinen Anteil hatte. Nur so konnte er zu der Erkenntnis des wahren Wesens des Menschen kommen.
[ 20 ] In einem gewissen Sinn ist das, was in unserer Seele in uns selbst mikrokosmisch vorgeht, durchaus ein Abbild dieses Makrokosmos. Nur ist das in uns umgekehrt vorhanden, was in dem Makrokosmos in einer gewissen Weise vorgebildet ist. Wir tragen in unserem Mikrokosmos ein Abbild dieses Götterzwiespaltes, dieser Göttergenerationen, von denen die eine eine ursprüngliche ist und die andere eine aus dieser ursprünglichen herausgeborene Reihe von Wesenheiten, die da sind, damit sich diese anderen Wesenheiten vorstellen können. Sie können daraus entnehmen, daß ein großer Unterschied sein muß in diesen beiden Strömungen der Göttergenerationen; er zeigt sich uns auch ganz klar. Er zeigt sich uns darin, daß unser ganzes umfängliches Selbst mit all dem, was unbewußt in uns ist, aus dem auch unser Leibesorganismus hervorgegangen ist, aus der ursprünglichen Göttergeneration stammt. Das jedoch, was wir erleben mit unserem Bewußtsein, das, was wir überschauen können mit unserem gewöhnlichen alltäglichen Bewußtsein, stammt von der Göttergeneration, die nur die Vorstellung ist von der ursprünglichen. Von zwei Seiten her kommt das, was unsere Wesenheit ist, in uns herein. Unsere Gesamtorganisation mit allem Unterbewußten kommt von der ursprünglichen Göttergeneration. Dasjenige, dessen wir uns bewußt sind, das kommt von der anderen Seite her, von der den alten Saturn, die Sonne und den Mond nur umschwebenden Göttergeneration. Daher empfinden wir, wenn wir auf unser Vorstellungsleben eingehen, daß sozusagen in einem höheren Sinne die Vorstellung nur die Jüngste Tochter einer Göttergeneration ist, daher empfinden wir das Unreale, das bloß gedankenhaft Vorüberhuschende unseres Bewußtseinslebens. Das war etwas, was auch den Schülern der griechischen Mysterien aufgegangen ist, indem ihnen deutlich gemacht worden ist: Es leben im ganzen Werden göttliche Strömungen, die umfassend sind, die uns unbewußt einströmen in ihrem ganzen Wesen, und es leben solche, die nur das gewöhnliche, normale Bewußtsein aufnimmt. — Dann wurde diesem griechischen Schüler klar, daß er von diesem normalen Bewußtsein absehen und sich zu den alten Göttern, die man auch die unterirdischen nannte, wenden mußte, zu denjenigen Göttern, an deren Natur Dionysos seinen Anteil hatte. Nur so konnte er zu der Erkenntnis des wahren Wesens des Menschen kommen.
[ 21 ] Eines nur gibt es innerhalb der Erdenentwickelung, wodurch etwas ganz Neues, ein neues Element der Hellsichtigkeit, aber auch ein neues Element des von okkulten Kräften durchdrungenen Gemütes und Wirkens in uns eintreten kann.
[ 21 ] Eines nur gibt es innerhalb der Erdenentwickelung, wodurch etwas ganz Neues, ein neues Element der Hellsichtigkeit, aber auch ein neues Element des von okkulten Kräften durchdrungenen Gemütes und Wirkens in uns eintreten kann.
[ 22 ] Es ist in der Tat so, daß für alles Menschenleben bis zu einem gewissen Zeitpunkt hin von der über der alten Saturn-, Sonnenund Mondenentwickelung schwebenden Götterströmung nur dasjenige hereinkommen konnte, was ich eben charakterisiert habe. Das floß in das menschliche Bewußtsein von außen, ohne daß der Mensch sozusagen in sein Inneres, in die Region der unteren Götter hinabstieg. Nur das konnte hereinfließen, was niemals hat kommen können zu der wirklichen Weltrealität. Durch äußeres Erkennen konnte man nicht zu der wirklichen Weltrealitäit kommen, denn dazu hätte sich in das, was von außen an unser gewöhnliches Bewußtsein durch die lange Zeit der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit gekommen ist, etwas hineinmischen müssen, was nicht allein Vorstellungsleben der unterirdischen Götter, sondern was eine Realität ist. Etwas, was so wirkt, wie wenn plötzlich das, was sonst nur unser Gedankenleben ist, was immer so vor uns steht, als ob es als unser irreales Gedankenleben aus der Seele herausgeschwitzt würde, für einen Moment so gepackt würde von einer substantiellen Realität, daß ein besonders bevorzugter Gedanke stehenbleiben könnte, neben uns da wäre wie unsere Seele selber - als eine Realität. So etwas müßte eintreten, wenn die im Umkreis schwebenden Götter so wirken wollten, wie gewirkt haben durch alle Zeiten hindurch die Götterströmungen, die durch das weitere Selbst bis in unsere Leibesorganisation hineinwirkten. Es müßte uns von außen etwas herzuströmen, das gleichsam aus der geistigen Welt herein eine Erneuerung, ein Wiederauferstehen, ein Wiederaufleben dessen bedeutet, was uns organisiert hat und was dann hinuntergezogen ist in die Tiefen unseres Bewußtseins.
[ 22 ] Es ist in der Tat so, daß für alles Menschenleben bis zu einem gewissen Zeitpunkt hin von der über der alten Saturn-, Sonnenund Mondenentwickelung schwebenden Götterströmung nur dasjenige hereinkommen konnte, was ich eben charakterisiert habe. Das floß in das menschliche Bewußtsein von außen, ohne daß der Mensch sozusagen in sein Inneres, in die Region der unteren Götter hinabstieg. Nur das konnte hereinfließen, was niemals hat kommen können zu der wirklichen Weltrealität. Durch äußeres Erkennen konnte man nicht zu der wirklichen Weltrealitäit kommen, denn dazu hätte sich in das, was von außen an unser gewöhnliches Bewußtsein durch die lange Zeit der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit gekommen ist, etwas hineinmischen müssen, was nicht allein Vorstellungsleben der unterirdischen Götter, sondern was eine Realität ist. Etwas, was so wirkt, wie wenn plötzlich das, was sonst nur unser Gedankenleben ist, was immer so vor uns steht, als ob es als unser irreales Gedankenleben aus der Seele herausgeschwitzt würde, für einen Moment so gepackt würde von einer substantiellen Realität, daß ein besonders bevorzugter Gedanke stehenbleiben könnte, neben uns da wäre wie unsere Seele selber - als eine Realität. So etwas müßte eintreten, wenn die im Umkreis schwebenden Götter so wirken wollten, wie gewirkt haben durch alle Zeiten hindurch die Götterströmungen, die durch das weitere Selbst bis in unsere Leibesorganisation hineinwirkten. Es müßte uns von außen etwas herzuströmen, das gleichsam aus der geistigen Welt herein eine Erneuerung, ein Wiederauferstehen, ein Wiederaufleben dessen bedeutet, was uns organisiert hat und was dann hinuntergezogen ist in die Tiefen unseres Bewußtseins.
[ 23 ] Das, was in diese außenstehende Göttergeneration in einem Momente hineingezogen ist, das war in der Tat der Christus, der bei der Johannestaufe im Jordan in den Leib des Jesus von Nazareth eingezogen ist. Mit diesem Christus zieht eine Götterwesenheit in das physische Leben ein auf demselben Weg, den diegjenigen Götter einzuschlagen hatten für das Erdenleben, die eigentlich früher nur von den anderen Göttern vorgestellte Wesen waren. Aber jetzt zieht zum ersten Male eine reale Wesenheit ein, eine Wesenheit, welche nicht in demselben Sinne nur Vorstellung der anderen Götter, sondern selbständig, substantiell selbständig ist. Da kommt aus dem Weltenraum, in dem vorher nur die Vorstellungen anderer Götter gelebt haben, ein solcher Göttergedanke, der real ist. Wodurch konnte das geschehen? Das konnte dadurch geschehen, daß dieses bedeutsame Ereignis der Johannestaufe im Jordan eine lange Vorbereitung hatte innerhalb unseres ganzen Menschenwerdens durch Saturn, Sonne und Mond. Was da geschehen ist am Jordan und später durch das Mysterium von Golgatha, das ist der Nachklang eines anderen wichtigen Ereignisses, das sich allerdings abgespielt hat in einer sehr, sehr fernen Vergangenheit, die wir zurückverlegen müssen in die alte Sonnenentwickelung.
[ 23 ] Das, was in diese außenstehende Göttergeneration in einem Momente hineingezogen ist, das war in der Tat der Christus, der bei der Johannestaufe im Jordan in den Leib des Jesus von Nazareth eingezogen ist. Mit diesem Christus zieht eine Götterwesenheit in das physische Leben ein auf demselben Weg, den diegjenigen Götter einzuschlagen hatten für das Erdenleben, die eigentlich früher nur von den anderen Göttern vorgestellte Wesen waren. Aber jetzt zieht zum ersten Male eine reale Wesenheit ein, eine Wesenheit, welche nicht in demselben Sinne nur Vorstellung der anderen Götter, sondern selbständig, substantiell selbständig ist. Da kommt aus dem Weltenraum, in dem vorher nur die Vorstellungen anderer Götter gelebt haben, ein solcher Göttergedanke, der real ist. Wodurch konnte das geschehen? Das konnte dadurch geschehen, daß dieses bedeutsame Ereignis der Johannestaufe im Jordan eine lange Vorbereitung hatte innerhalb unseres ganzen Menschenwerdens durch Saturn, Sonne und Mond. Was da geschehen ist am Jordan und später durch das Mysterium von Golgatha, das ist der Nachklang eines anderen wichtigen Ereignisses, das sich allerdings abgespielt hat in einer sehr, sehr fernen Vergangenheit, die wir zurückverlegen müssen in die alte Sonnenentwickelung.
[ 24 ] Wir haben also in der Entwickelung, wie sie sich bisher abgespielt hat, die Saturn-, Sonnen-, Monden- und Erdenentwickelung. Auf der Erdenentwickelung erleben wir das Mysterium von Golgatha und die Johannestaufe im Jordan. Während der alten Sonnenentwickelung ist aus der Akasha-Chronik zu gewinnen ein anderes bedeutsames Ereignis, das in der folgenden Weise zu charakterisieren ist. Damals war ein Prozeß am weitesten vorgeschritten, von dem man sagen kann: Die oberen Götter sind die Vorstellungen der unteren Götter, sind abhängig von ihnen. — Und diese oberen Götter finden es, wenn ich mich trivial ausdrücken darf, ihrer eigenen Wesenheit angemessener, in dem leichten Elemente der oberen Welten zu leben als in dem dichteren Elemente, aus dem sich die Erde hervorbildete. Es geschieht während der Sonnenentwickelung diese Scheidung zwischen zwei verschiedenen Göttergenerationen, von denen sich die eine anschickt, als die wirklichen alten Götter weiterzuleben mit den Elementen Erde, Wasser und Luft. Die andere Göttergeneration findet das zu schwierig, in diese dichten Elemente hinein sich zu versetzen, und lebt bloß weiter mit dem, was wir die ätherischen Elemente nennen, erst mit der Wärme, dann mit dem Licht-, dem chemischen und dem Lebensäther. Wir können diese zwei nebeneinanderlaufenden Götterströmungen auch so bezeichnen, daß die eine den schwierigeren Weg wählt, durch die dichteren Elemente zu gehen, daß aber die andere den leichteren Weg wählt, gleichsam umflattert die anderen Götter in dem chemischen und Lebensäther und ihre Leiber daraus bildet. Es bildet demgemäß alles, was so in diesen feineren Ätherelementen lebt - und das geschieht gerade in der Hauptsache während der alten Sonnenentwickelung -, Kräfte aus, die überhaupt auf die Dauer nur leben können in diesen dünneren Elementen.
[ 24 ] Wir haben also in der Entwickelung, wie sie sich bisher abgespielt hat, die Saturn-, Sonnen-, Monden- und Erdenentwickelung. Auf der Erdenentwickelung erleben wir das Mysterium von Golgatha und die Johannestaufe im Jordan. Während der alten Sonnenentwickelung ist aus der Akasha-Chronik zu gewinnen ein anderes bedeutsames Ereignis, das in der folgenden Weise zu charakterisieren ist. Damals war ein Prozeß am weitesten vorgeschritten, von dem man sagen kann: Die oberen Götter sind die Vorstellungen der unteren Götter, sind abhängig von ihnen. — Und diese oberen Götter finden es, wenn ich mich trivial ausdrücken darf, ihrer eigenen Wesenheit angemessener, in dem leichten Elemente der oberen Welten zu leben als in dem dichteren Elemente, aus dem sich die Erde hervorbildete. Es geschieht während der Sonnenentwickelung diese Scheidung zwischen zwei verschiedenen Göttergenerationen, von denen sich die eine anschickt, als die wirklichen alten Götter weiterzuleben mit den Elementen Erde, Wasser und Luft. Die andere Göttergeneration findet das zu schwierig, in diese dichten Elemente hinein sich zu versetzen, und lebt bloß weiter mit dem, was wir die ätherischen Elemente nennen, erst mit der Wärme, dann mit dem Licht-, dem chemischen und dem Lebensäther. Wir können diese zwei nebeneinanderlaufenden Götterströmungen auch so bezeichnen, daß die eine den schwierigeren Weg wählt, durch die dichteren Elemente zu gehen, daß aber die andere den leichteren Weg wählt, gleichsam umflattert die anderen Götter in dem chemischen und Lebensäther und ihre Leiber daraus bildet. Es bildet demgemäß alles, was so in diesen feineren Ätherelementen lebt - und das geschieht gerade in der Hauptsache während der alten Sonnenentwickelung -, Kräfte aus, die überhaupt auf die Dauer nur leben können in diesen dünneren Elementen.
[ 25 ] Aber ungefähr in der Mitte der alten Sonnenentwickelung geschieht das Große, Gewaltige, daß eine Wesenheit während dieser Sonnenentwickelung Kräfte ausbildet, die im Widerspruch stehen mit den feineren, dünneren Ätherelementen. Gegenüber demjenigen, was wir das Mysterium von Golgatha, das große Erdenopfer nennen, können wir sprechen von einem Sonnenopfer, das darin bestand, daß sich eine Wesenheit zwar ihren Aufenthalt wählte unter den Göttern, welche nur in den feineren Elementen leben wollten, aber solche dichteren Kräfte ausbildete, die gewachsen waren den Erdenelementen. Und so haben wir, seit der Sonnenentwickelung in der Reihe der Wesenheiten, die eigentlich nur für das Ätherische mit ihren Kräften bewaffnet sind, eine Wesenheit, welche eine innige Verwandtschaft hat innerhalb des Weltenäthers mit dem Irdischen. Seit der alten Sonnenentwickelung wartete diese Wesenheit auf den richtigen Moment, um dasjenige, was sie an Kräften ausgebildet hatte, in die Erde selber hereinzuleiten. Und es war des Zarathustra großes Verdienst, daß er erkannt hat: In dem, was da als Sonne draußen ist, ist etwas zurückgeblieben von der alten Sonne. Das enthält vorläufig dieses Wesen. Aber der Moment rückt heran, wo dieses Wesen seine den Elementen angemessene Gestalt auch auf die Erde herabtragen wird.
[ 25 ] Aber ungefähr in der Mitte der alten Sonnenentwickelung geschieht das Große, Gewaltige, daß eine Wesenheit während dieser Sonnenentwickelung Kräfte ausbildet, die im Widerspruch stehen mit den feineren, dünneren Ätherelementen. Gegenüber demjenigen, was wir das Mysterium von Golgatha, das große Erdenopfer nennen, können wir sprechen von einem Sonnenopfer, das darin bestand, daß sich eine Wesenheit zwar ihren Aufenthalt wählte unter den Göttern, welche nur in den feineren Elementen leben wollten, aber solche dichteren Kräfte ausbildete, die gewachsen waren den Erdenelementen. Und so haben wir, seit der Sonnenentwickelung in der Reihe der Wesenheiten, die eigentlich nur für das Ätherische mit ihren Kräften bewaffnet sind, eine Wesenheit, welche eine innige Verwandtschaft hat innerhalb des Weltenäthers mit dem Irdischen. Seit der alten Sonnenentwickelung wartete diese Wesenheit auf den richtigen Moment, um dasjenige, was sie an Kräften ausgebildet hatte, in die Erde selber hereinzuleiten. Und es war des Zarathustra großes Verdienst, daß er erkannt hat: In dem, was da als Sonne draußen ist, ist etwas zurückgeblieben von der alten Sonne. Das enthält vorläufig dieses Wesen. Aber der Moment rückt heran, wo dieses Wesen seine den Elementen angemessene Gestalt auch auf die Erde herabtragen wird.
[ 26 ] Dann kam der Moment, wo die Menschheit freilich noch nicht reif war, dieses in die Ätherwelt eingefügte Wesen selbst zu erkennen, wo sie aber zunächst sein Spiegelbild erkannte. Das war eine Vorbereitung. Und so zeigte sich denn der Menschheit aus Gründen, die wir morgen anführen werden, im Verlaufe der Entwickelung zunächst dieses Wesen noch nicht selber, sondern in einem Spiegelbild, welches wir dadurch charakterisieren können, daß wir sagen: es verhält sich dieses Bild zu der Wirklichkeit, wie sich verhält das Mondenlicht, das ein zurückgestrahltes Sonnenlicht ist, zu dem direkten Sonnenlicht selber. — Jenes Wesen, das sich zuerst während der alten Sonnenzeit zu seiner großen Tat von Golgatha vorbereitet hatte, das wurde zunächst den Menschen in seinem Spiegelbild gezeigt, und dieses Spiegelbild wurde genannt von dem althebräischen Volke Jahve oder Jehova. Und Jahve oder Jehova ist der zurückgestrahlte Christus, ist im Grunde genommen dasselbe, was der Christus ist, nur als Spiegelbild, gleichsam prophetisch vorausgezeigt. Vorausgezeigt so lange, bis die Zeit kommen durfte, da das Wesen sich in seiner eigenen Gestalt, in seinem Urbild, nicht bloß in seinem Spiegelbild zeigen konnte.
[ 26 ] Dann kam der Moment, wo die Menschheit freilich noch nicht reif war, dieses in die Ätherwelt eingefügte Wesen selbst zu erkennen, wo sie aber zunächst sein Spiegelbild erkannte. Das war eine Vorbereitung. Und so zeigte sich denn der Menschheit aus Gründen, die wir morgen anführen werden, im Verlaufe der Entwickelung zunächst dieses Wesen noch nicht selber, sondern in einem Spiegelbild, welches wir dadurch charakterisieren können, daß wir sagen: es verhält sich dieses Bild zu der Wirklichkeit, wie sich verhält das Mondenlicht, das ein zurückgestrahltes Sonnenlicht ist, zu dem direkten Sonnenlicht selber. — Jenes Wesen, das sich zuerst während der alten Sonnenzeit zu seiner großen Tat von Golgatha vorbereitet hatte, das wurde zunächst den Menschen in seinem Spiegelbild gezeigt, und dieses Spiegelbild wurde genannt von dem althebräischen Volke Jahve oder Jehova. Und Jahve oder Jehova ist der zurückgestrahlte Christus, ist im Grunde genommen dasselbe, was der Christus ist, nur als Spiegelbild, gleichsam prophetisch vorausgezeigt. Vorausgezeigt so lange, bis die Zeit kommen durfte, da das Wesen sich in seiner eigenen Gestalt, in seinem Urbild, nicht bloß in seinem Spiegelbild zeigen konnte.
[ 27 ] So sehen wir das für die Erde wichtigste Ereignis auf der alten Sonne vorgebildet, sehen die Menschheit durch das hebräische Altertum vorbereitet auf den Christus. Wir sehen das Wesen, das sich einstmals von der Erde abgesondert hat, das nach der Sonne gegangen ist, wiederum herabkommen, aber wir sehen auch, wie es dem Menschen zuerst in einem Spiegelbilde, gleichsam in einer Vorstellung gezeigt wird. So wie sich die oberen Götter zu den unteren verhalten, so ist Jahve oder Jehova die Vorstellung von dem realen Christus und gleicht ihm für denjenigen, der die Dinge durchschaut, vollständig. Daher können wir in gewisser Beziehung sprechen von Jehova-Christus und treffen damit auch den wahren Sinn der Evangelien, die uns sagen, daß der Christus selber davon gesprochen hat: Wenn ihr mich kennenlernen wollt, dann müßt ihr auch wissen, wie von mir gesprochen haben Moses und die Propheten.
[ 27 ] So sehen wir das für die Erde wichtigste Ereignis auf der alten Sonne vorgebildet, sehen die Menschheit durch das hebräische Altertum vorbereitet auf den Christus. Wir sehen das Wesen, das sich einstmals von der Erde abgesondert hat, das nach der Sonne gegangen ist, wiederum herabkommen, aber wir sehen auch, wie es dem Menschen zuerst in einem Spiegelbilde, gleichsam in einer Vorstellung gezeigt wird. So wie sich die oberen Götter zu den unteren verhalten, so ist Jahve oder Jehova die Vorstellung von dem realen Christus und gleicht ihm für denjenigen, der die Dinge durchschaut, vollständig. Daher können wir in gewisser Beziehung sprechen von Jehova-Christus und treffen damit auch den wahren Sinn der Evangelien, die uns sagen, daß der Christus selber davon gesprochen hat: Wenn ihr mich kennenlernen wollt, dann müßt ihr auch wissen, wie von mir gesprochen haben Moses und die Propheten.
[ 28 ] Der Christus wußte wohl, daß, wenn in alten Zeiten von Jahve oder Jehova gesprochen wurde, von ihm gesprochen wurde und daß alles, was von Jahve gesprochen wurde, sich zu ihm so verhält wie das Spiegelbild zu seinem Urbilde.
[ 28 ] Der Christus wußte wohl, daß, wenn in alten Zeiten von Jahve oder Jehova gesprochen wurde, von ihm gesprochen wurde und daß alles, was von Jahve gesprochen wurde, sich zu ihm so verhält wie das Spiegelbild zu seinem Urbilde.
