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Man in the Light of
Occultism, Theosophy and Philosophy
GA 137

7 June 1912, Oslo

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Fünfter Vortrag

Fünfter Vortrag

[ 1 ] Wir haben gestern die verschiedenen Formen der Mystik, zum Teil wenigstens, an unserer Seele vorüberziehen lassen. Es sollte in dieser gestrigen Betrachtung gezeigt werden, daß der Mystiker ein Mensch ist, insbesondere in der neueren, nachchristlichen Zeit, welcher sich auf den okkulten Pfad, den okkulten Weg begibt, und zu diesem Zwecke es unternimmt, sein persönliches, sein alltägliches Ich-Bewußtsein zu überwinden.

[ 1 ] Wir haben gestern die verschiedenen Formen der Mystik, zum Teil wenigstens, an unserer Seele vorüberziehen lassen. Es sollte in dieser gestrigen Betrachtung gezeigt werden, daß der Mystiker ein Mensch ist, insbesondere in der neueren, nachchristlichen Zeit, welcher sich auf den okkulten Pfad, den okkulten Weg begibt, und zu diesem Zwecke es unternimmt, sein persönliches, sein alltägliches Ich-Bewußtsein zu überwinden.

[ 2 ] Wir haben aber an den Beispielen, die wir gestern anführen konnten, gezeigt, wie der Mystiker gewissermaßen seinen Weg, den er also nimmt, doch verfehlen kann. Er kann ihn verfehlen, weil er zwar das gewöhnliche Bewußtsein zu überwinden, ja auszulöschen versucht, dabei aber doch — und das haben wir ja an hervorragenden mystischen Persönlichkeiten gezeigt — in dem Moment, wo anstelle des gewöhnlichen Bewußtseins nun ein übersinnliches Erfahren auftauchen sollte, er oftmals in ein Gebiet hineinkommt, das eigentlich alle Erfahrung, alles wirkliche Erleben ausschließt. Daher mußten wir bemerken, wie eine hervorragende mystische Persönlichkeit ihr Ziel so ausdrückt, daß sie es in das Wort Vermählung, Vereinigung kleidet. Zu gleicher Zeit mußten wir charakterisieren diese Vermählung, diese Vereinigung, wie eine Art Sich-selbst-Verlieren, wie ein Sich-Entfremden, wie ein Sich-nicht-mehr-Haben, wie, in einer Art von höherem Schlaf, ein in ein anderes Element Übergegangensein.

[ 2 ] Wir haben aber an den Beispielen, die wir gestern anführen konnten, gezeigt, wie der Mystiker gewissermaßen seinen Weg, den er also nimmt, doch verfehlen kann. Er kann ihn verfehlen, weil er zwar das gewöhnliche Bewußtsein zu überwinden, ja auszulöschen versucht, dabei aber doch — und das haben wir ja an hervorragenden mystischen Persönlichkeiten gezeigt — in dem Moment, wo anstelle des gewöhnlichen Bewußtseins nun ein übersinnliches Erfahren auftauchen sollte, er oftmals in ein Gebiet hineinkommt, das eigentlich alle Erfahrung, alles wirkliche Erleben ausschließt. Daher mußten wir bemerken, wie eine hervorragende mystische Persönlichkeit ihr Ziel so ausdrückt, daß sie es in das Wort Vermählung, Vereinigung kleidet. Zu gleicher Zeit mußten wir charakterisieren diese Vermählung, diese Vereinigung, wie eine Art Sich-selbst-Verlieren, wie ein Sich-Entfremden, wie ein Sich-nicht-mehr-Haben, wie, in einer Art von höherem Schlaf, ein in ein anderes Element Übergegangensein.

[ 3 ] In dem letzteren liegt es, daß die Mystik, so wie sie uns zumeist entgegentritt, zwar der Weg ist zum Okkultismus hin, aber nicht erreicht das Bewußtsein ohne einen bewußten Gegenstand. Denn in dem Augenblicke, wo der Mystiker die Gegenstände dieser Welt alle verläßt, wenigstens so weit, wie wir gestern die Mystik besprochen haben, verliert er auch das Bewußtsein selber; da kommt ein anderer Zustand, ein Zustand von Trunkenheit, von Selbstverlorenheit über ihn, so daß er nicht erreicht, was als das dritte Element des okkulten Erlebens bezeichnet werden muß, nämlich das andere Bewußtsein, das höhere Bewußtsein, das keinen äußeren Gegenstand von all den Gegenständen, die sonst das Bewußtsein hat, besitzt und dennoch ein Bewußtsein ist.

[ 3 ] In dem letzteren liegt es, daß die Mystik, so wie sie uns zumeist entgegentritt, zwar der Weg ist zum Okkultismus hin, aber nicht erreicht das Bewußtsein ohne einen bewußten Gegenstand. Denn in dem Augenblicke, wo der Mystiker die Gegenstände dieser Welt alle verläßt, wenigstens so weit, wie wir gestern die Mystik besprochen haben, verliert er auch das Bewußtsein selber; da kommt ein anderer Zustand, ein Zustand von Trunkenheit, von Selbstverlorenheit über ihn, so daß er nicht erreicht, was als das dritte Element des okkulten Erlebens bezeichnet werden muß, nämlich das andere Bewußtsein, das höhere Bewußtsein, das keinen äußeren Gegenstand von all den Gegenständen, die sonst das Bewußtsein hat, besitzt und dennoch ein Bewußtsein ist.

[ 4 ] Ich will Ihnen nun heute zeigen, wie der Okkultist es eigentlich zunächst anstellt, daß er aus dem gewöhnlichen Bewußtsein herausspringt, daß er es verläßt und dennoch sich nicht verliert, dennoch noch etwas hat, in dem er lebt. Wenn wir uns die Frage vorlegen: Woher kommt es denn bei einer solchen Mystik, wie wir sie gestern besprochen haben, daß die mystische Persönlichkeit sich selbst verliert? — da müssen wir sagen: Es kommt davon her, daß wir bei den meisten dieser mystischen Persönlichkeiten, wenn wir noch so genau nachforschen, eigentlich einen innerlichen zwingenden Grund, aus sich herauszugehen, gar nicht finden; ein innerlicher zwingender Grund ist zunächst nicht da.

[ 4 ] Ich will Ihnen nun heute zeigen, wie der Okkultist es eigentlich zunächst anstellt, daß er aus dem gewöhnlichen Bewußtsein herausspringt, daß er es verläßt und dennoch sich nicht verliert, dennoch noch etwas hat, in dem er lebt. Wenn wir uns die Frage vorlegen: Woher kommt es denn bei einer solchen Mystik, wie wir sie gestern besprochen haben, daß die mystische Persönlichkeit sich selbst verliert? — da müssen wir sagen: Es kommt davon her, daß wir bei den meisten dieser mystischen Persönlichkeiten, wenn wir noch so genau nachforschen, eigentlich einen innerlichen zwingenden Grund, aus sich herauszugehen, gar nicht finden; ein innerlicher zwingender Grund ist zunächst nicht da.

[ 5 ] Es würde ein leichtes sein, bei allen Mystikern, die gestern angeführt worden sind, zu zeigen, wie es äußere Gründe waren, die sie sozusagen zum Überspringen ihrer eigenen Persönlichkeit veranlaßt haben. Wir könnten da zeigen, wie gewisse, sagen wir, vererbte hellseherische visionäre Zustände bei Franz von Assisi da waren. Wir könnten bei den verschiedenen weiblichen Mystikern, die wir angeführt haben, zeigen, wie es die Persönlichkeit — die Persönlichkeit, betone ich ausdrücklich — des Jesus selber ist, der ihnen wie ein Bräutigam erscheint, so daß wir gleich sehen: Wenn nicht die alte christliche Tradition, also ein äußerer Umstand auf diese Mystikerinnen gewirkt hätte, wenn sie nicht von außen angeregt worden wären, so würden sie nicht zu ihrem mystischen Zustande haben kommen können.

[ 5 ] Es würde ein leichtes sein, bei allen Mystikern, die gestern angeführt worden sind, zu zeigen, wie es äußere Gründe waren, die sie sozusagen zum Überspringen ihrer eigenen Persönlichkeit veranlaßt haben. Wir könnten da zeigen, wie gewisse, sagen wir, vererbte hellseherische visionäre Zustände bei Franz von Assisi da waren. Wir könnten bei den verschiedenen weiblichen Mystikern, die wir angeführt haben, zeigen, wie es die Persönlichkeit — die Persönlichkeit, betone ich ausdrücklich — des Jesus selber ist, der ihnen wie ein Bräutigam erscheint, so daß wir gleich sehen: Wenn nicht die alte christliche Tradition, also ein äußerer Umstand auf diese Mystikerinnen gewirkt hätte, wenn sie nicht von außen angeregt worden wären, so würden sie nicht zu ihrem mystischen Zustande haben kommen können.

[ 6 ] Diese äußere Anregung war es namentlich bei all den Mystikern, die wir gestern angeführt haben. Ein innerer zwingender Grund muß es aber sein, der den Menschen dazu bewegt, sich selber zu überspringen.

[ 6 ] Diese äußere Anregung war es namentlich bei all den Mystikern, die wir gestern angeführt haben. Ein innerer zwingender Grund muß es aber sein, der den Menschen dazu bewegt, sich selber zu überspringen.

[ 7 ] Ein solcher zwingender Grund liegt beim wahren okkultistischen Aspiranten nun auch wirklich vor. Wir können uns ihn in der folgenden Art vorstellen. Nehmen Sie einmal an, der Mensch kommt dazu, über sein Ich, über dieses merkwürdige Glied der menschlichen Wesenheit, über diesen Mittelpunkt seines Bewußtseins einmal nachzusinnen. Zunächst merkt ja der Mensch, daß dieses Ich gewissermaßen das Zusammenhaltende in seinem Leben innerhalb des Erdenzustandes ist. Sie würden, wenn Sie zum Beispiel naturwissenschaftlich Ihr Leben verfolgten, zu der Einsicht kommen, daß Ihr äußerer Leib schon so, wie er substantiell Ihnen entgegentritt, mit Ihrem Bleibenden auf dieser Erde nicht viel zu tun hat; denn die Naturwissenschaft zeigt Ihnen, daß sich das Substantielle des Leibes in sieben bis acht Jahren vollständig erneuert, so daß nicht gerade viele unter uns sein werden, welche annehmen können, daß sie irgend etwas von den Substanzen ihres Leibes, die sie in der Kindheit in sich gehabt haben, heute noch haben; vielmehr werden sich wohl so ziemlich alle hier sagen müssen: Dieser Leib hat sein Substantielles im Laufe des Lebens gründlich verändert, dieser Leib ist gründlich ein anderer geworden. Das Bleibende ist also in der Substantialität des Leibes gewiß nicht zu finden.

[ 7 ] Ein solcher zwingender Grund liegt beim wahren okkultistischen Aspiranten nun auch wirklich vor. Wir können uns ihn in der folgenden Art vorstellen. Nehmen Sie einmal an, der Mensch kommt dazu, über sein Ich, über dieses merkwürdige Glied der menschlichen Wesenheit, über diesen Mittelpunkt seines Bewußtseins einmal nachzusinnen. Zunächst merkt ja der Mensch, daß dieses Ich gewissermaßen das Zusammenhaltende in seinem Leben innerhalb des Erdenzustandes ist. Sie würden, wenn Sie zum Beispiel naturwissenschaftlich Ihr Leben verfolgten, zu der Einsicht kommen, daß Ihr äußerer Leib schon so, wie er substantiell Ihnen entgegentritt, mit Ihrem Bleibenden auf dieser Erde nicht viel zu tun hat; denn die Naturwissenschaft zeigt Ihnen, daß sich das Substantielle des Leibes in sieben bis acht Jahren vollständig erneuert, so daß nicht gerade viele unter uns sein werden, welche annehmen können, daß sie irgend etwas von den Substanzen ihres Leibes, die sie in der Kindheit in sich gehabt haben, heute noch haben; vielmehr werden sich wohl so ziemlich alle hier sagen müssen: Dieser Leib hat sein Substantielles im Laufe des Lebens gründlich verändert, dieser Leib ist gründlich ein anderer geworden. Das Bleibende ist also in der Substantialität des Leibes gewiß nicht zu finden.

[ 8 ] Wenn Sie von der äußeren Substantialität des Leibes absehen und versuchen einen Blick zu werfen auf Ihr inneres Erleben, auf Ihr Denken, Fühlen und Wollen, so werden Sie bald bemerken, wie auch das sich im Laufe des Lebens geändert hat. Sie brauchen nur zurückzudenken, wie ganz andere Gedanken, namentlich ganz andere Empfindungen, Gefühle und Willensimpulse es waren, die in Ihrer Jugend in Ihrer Seele gewaltet haben, wenn Sie sie mit denen in einem späteren Alter vergleichen, und Sie werden bemerken, wie sich dieses innere Seelenleben eigentlich recht gründlich geändert hat. Aber niemandem von Ihnen wird es einfallen, wenn er, wie man so sagt, bei gesunden Sinnen ist, davon zu sprechen, daß er jetzt ein anderes Ich sei als vor zehn oder zwanzig oder dreißig Jahren, oder überhaupt vor so viel Jahren, als er zurückdenken kann. In dem Augenblick, wo nämlich der Mensch sich zugeben müßte, daß er, sagen wir, bis in sein siebzehntes Jahr zurück ein Ich wäre, und vom siebzehnten Jahre bis zum vierten oder dritten Jahre ein anderes Ich, dann wäre seine innere Wesenheit zerrissen und er wäre nicht mehr bei seinen gesunden Sinnen. Also von diesem Ich, das der eigentliche Mittelpunkt unseres Bewußtseins ist, müssen wir für dieses Erdenleben allerdings annehmen, daß es etwas Bleibendes ist während unseres irdischen Lebensganges.

[ 8 ] Wenn Sie von der äußeren Substantialität des Leibes absehen und versuchen einen Blick zu werfen auf Ihr inneres Erleben, auf Ihr Denken, Fühlen und Wollen, so werden Sie bald bemerken, wie auch das sich im Laufe des Lebens geändert hat. Sie brauchen nur zurückzudenken, wie ganz andere Gedanken, namentlich ganz andere Empfindungen, Gefühle und Willensimpulse es waren, die in Ihrer Jugend in Ihrer Seele gewaltet haben, wenn Sie sie mit denen in einem späteren Alter vergleichen, und Sie werden bemerken, wie sich dieses innere Seelenleben eigentlich recht gründlich geändert hat. Aber niemandem von Ihnen wird es einfallen, wenn er, wie man so sagt, bei gesunden Sinnen ist, davon zu sprechen, daß er jetzt ein anderes Ich sei als vor zehn oder zwanzig oder dreißig Jahren, oder überhaupt vor so viel Jahren, als er zurückdenken kann. In dem Augenblick, wo nämlich der Mensch sich zugeben müßte, daß er, sagen wir, bis in sein siebzehntes Jahr zurück ein Ich wäre, und vom siebzehnten Jahre bis zum vierten oder dritten Jahre ein anderes Ich, dann wäre seine innere Wesenheit zerrissen und er wäre nicht mehr bei seinen gesunden Sinnen. Also von diesem Ich, das der eigentliche Mittelpunkt unseres Bewußtseins ist, müssen wir für dieses Erdenleben allerdings annehmen, daß es etwas Bleibendes ist während unseres irdischen Lebensganges.

[ 9 ] Aber sehen Sie, wenn man sich weiter besinnt, dann merkt man doch sehr bald, daß etwas noch nicht ganz stimmt in dieser Erwägung über das Ich. Wenn Sie zu Ihren Mitmenschen von sich selber sprechen, so sagen Sie in Ihrem Satze «Ich», und Sie meinen eben mit diesem «Ich» alles das, was Ihr Bewußtsein während Ihrer irdischen Lebensbahn zusammengehalten hat. Diese Grundempfindung über das Ich hat es bewirkt, daß viele Philosophen, und manche Philosophen noch bis heute, das Ich geradezu als etwas ansprechen, wovon man überhaupt zunächst ausgehen kann, wenn man über den Menschen und sein Wesen irgend etwas sagen will. Man möchte sagen, wenn man nur die neuere Philosophie durchsieht, daß immer wieder und wieder der Drang auftritt, an das Ich anzuknüpfen. Von Fichte bis Bergson wenn wir nur diesen letzten Zeitraum ins Auge fassen — finden Sie überall die Bestrebungen, an das Ich anzuknüpfen. Es sind bemerkenswerte, bedeutsame Resultate dadurch zustande gekommen. Aber dem, der noch tiefer denkt, der noch tiefer sich besinnt, taucht da plötzlich ein anderer Gedanke auf. Es taucht der Gedanke auf: Du sprichst zwar immer von deinem Ich, du bist überzeugt davon, daß dieses Ich das Bleibende, das Beständige ist im Erdenleben, aber kennst du es denn auch, dieses Ich, weißt du es denn auch irgendwie zu schildern? — Wer darauf sich genauer besinnt, der merkt, daß dieses Ich doch nicht so bleibend ist, wie er es kennt, denn alle bloße Ich-Philosophie, wenn ihre Vertreter von einem dauernden Ich sprechen, das sie kennen wollen, widerlegt das Leben. Jede Nacht, in der der Mensch schläft, wird das bleibende Ich einfach widerlegt, denn da ist es ausgelöscht; so daß wir eigentlich, wenn wir sprechen von unserem Ich, in diesem Sprechen einen gewissen Fehler begehen. Wir besinnen uns auf unser Leben und lassen unwillkürlich das, wovon wir wissen, daß es zu uns gehört, nämlich gerade unser Ich, während der Nacht- und Schlafzustände aus, denn dann wissen wir ja nichts von diesem Ich. Wir haben also bei der Besinnung auf unser Ich eine unterbrochene Linie, nicht eine fortlaufende.

[ 9 ] Aber sehen Sie, wenn man sich weiter besinnt, dann merkt man doch sehr bald, daß etwas noch nicht ganz stimmt in dieser Erwägung über das Ich. Wenn Sie zu Ihren Mitmenschen von sich selber sprechen, so sagen Sie in Ihrem Satze «Ich», und Sie meinen eben mit diesem «Ich» alles das, was Ihr Bewußtsein während Ihrer irdischen Lebensbahn zusammengehalten hat. Diese Grundempfindung über das Ich hat es bewirkt, daß viele Philosophen, und manche Philosophen noch bis heute, das Ich geradezu als etwas ansprechen, wovon man überhaupt zunächst ausgehen kann, wenn man über den Menschen und sein Wesen irgend etwas sagen will. Man möchte sagen, wenn man nur die neuere Philosophie durchsieht, daß immer wieder und wieder der Drang auftritt, an das Ich anzuknüpfen. Von Fichte bis Bergson wenn wir nur diesen letzten Zeitraum ins Auge fassen — finden Sie überall die Bestrebungen, an das Ich anzuknüpfen. Es sind bemerkenswerte, bedeutsame Resultate dadurch zustande gekommen. Aber dem, der noch tiefer denkt, der noch tiefer sich besinnt, taucht da plötzlich ein anderer Gedanke auf. Es taucht der Gedanke auf: Du sprichst zwar immer von deinem Ich, du bist überzeugt davon, daß dieses Ich das Bleibende, das Beständige ist im Erdenleben, aber kennst du es denn auch, dieses Ich, weißt du es denn auch irgendwie zu schildern? — Wer darauf sich genauer besinnt, der merkt, daß dieses Ich doch nicht so bleibend ist, wie er es kennt, denn alle bloße Ich-Philosophie, wenn ihre Vertreter von einem dauernden Ich sprechen, das sie kennen wollen, widerlegt das Leben. Jede Nacht, in der der Mensch schläft, wird das bleibende Ich einfach widerlegt, denn da ist es ausgelöscht; so daß wir eigentlich, wenn wir sprechen von unserem Ich, in diesem Sprechen einen gewissen Fehler begehen. Wir besinnen uns auf unser Leben und lassen unwillkürlich das, wovon wir wissen, daß es zu uns gehört, nämlich gerade unser Ich, während der Nacht- und Schlafzustände aus, denn dann wissen wir ja nichts von diesem Ich. Wir haben also bei der Besinnung auf unser Ich eine unterbrochene Linie, nicht eine fortlaufende.

[ 10 ] Wie kann das überhaupt sein, daß wir es mit jener unterbrochenen Linie zu tun haben, daß das Ich-Bewußtsein immer abreißt? Das kommt davon her, daß das, was wir als Mensch von dem Ich haben, nur der Gedanke, nur die Vorstellung des Ich ist. Und weil alle Vorstellungen beim Schlafen in die Finsternis der Bewußtlosigkeit hinuntersinken, so tut es auch der Gedanke des Ich. Der sinkt mit hinunter. Schon der Umstand, daß er mit der Vorstellungswelt versinkt, zeigt uns, daß wir in dem Ich — und der Philosoph hat logischerweise auch nur die Vorstellung des Ich — ein Abbild haben von etwas, von dem wir reden, wenn wir «Ich» sagen, das sich uns aber nur im Bilde zeigt.

[ 10 ] Wie kann das überhaupt sein, daß wir es mit jener unterbrochenen Linie zu tun haben, daß das Ich-Bewußtsein immer abreißt? Das kommt davon her, daß das, was wir als Mensch von dem Ich haben, nur der Gedanke, nur die Vorstellung des Ich ist. Und weil alle Vorstellungen beim Schlafen in die Finsternis der Bewußtlosigkeit hinuntersinken, so tut es auch der Gedanke des Ich. Der sinkt mit hinunter. Schon der Umstand, daß er mit der Vorstellungswelt versinkt, zeigt uns, daß wir in dem Ich — und der Philosoph hat logischerweise auch nur die Vorstellung des Ich — ein Abbild haben von etwas, von dem wir reden, wenn wir «Ich» sagen, das sich uns aber nur im Bilde zeigt.

[ 11 ] Also mit diesem Dauernden unseres Seelenlebens, mit diesem Ich und seiner Erkenntnis steht es immerhin nicht so, daß sich ein eigentlicher okkulter Ausgangspunkt gewinnen läßt, denn es ist zunächst nur als Bild gegeben, es ist nur als Bild da. Unser Seelenleben aber ist ein Bild von eigentümlicher Art, ein sehr merkwürdiges Bild; ein Bild, das auf etwas schließen läßt. Es gibt nämlich viele Bilder in unserem Seelenleben, viele Vorstellungen. Wie kommen denn diese Vorstellungen in das Seelenleben beim irdischen Menschen hinein? Dadurch, daß Gegenstände um ihn herum sind. Wenn Sie wirklich richtig das Bewußtsein prüfen, wenn Sie Ihr vorstellendes Seelenleben — und das ist das Bewußtsein — prüfen, dann werden Sie überall finden, daß dasjenige, was sich als Vorstellung geltend macht, was das Bewußtsein ausfüllt, von den äußeren Dingen angeregt ist, Bild sozusagen ist von den äußeren Dingen.

[ 11 ] Also mit diesem Dauernden unseres Seelenlebens, mit diesem Ich und seiner Erkenntnis steht es immerhin nicht so, daß sich ein eigentlicher okkulter Ausgangspunkt gewinnen läßt, denn es ist zunächst nur als Bild gegeben, es ist nur als Bild da. Unser Seelenleben aber ist ein Bild von eigentümlicher Art, ein sehr merkwürdiges Bild; ein Bild, das auf etwas schließen läßt. Es gibt nämlich viele Bilder in unserem Seelenleben, viele Vorstellungen. Wie kommen denn diese Vorstellungen in das Seelenleben beim irdischen Menschen hinein? Dadurch, daß Gegenstände um ihn herum sind. Wenn Sie wirklich richtig das Bewußtsein prüfen, wenn Sie Ihr vorstellendes Seelenleben — und das ist das Bewußtsein — prüfen, dann werden Sie überall finden, daß dasjenige, was sich als Vorstellung geltend macht, was das Bewußtsein ausfüllt, von den äußeren Dingen angeregt ist, Bild sozusagen ist von den äußeren Dingen.

[ 12 ] Damit hätten wir den Grund gegeben, warum wir uns dieses oder jenes vorstellen. Er liegt darin, daß die äußeren Dinge uns anregen. Wenn sie nicht da wären, würden wir sie uns nicht vorstellen. Aber mit der Ich-Vorstellung, mit dem merkwürdigen Bilde des Ich, ist es etwas ganz Besonderes. Suchen Sie sich draußen in der Welt den Gegenstand, der Ihre Ich-Vorstellung anregt. Da ist keiner vorhanden, da gibt es keinen. Es ist der Unterschied der Ich-Vorstellung, des IchBildes, wenn wir es nur als Bild haben, daß wir für die anderen Vorstellungen Gegenstände nachweisen können, für die Ich-Vorstellung aber nicht. Also kann im weiteren Umkreise unseres äußeren Lebens nicht das vorhanden sein, was in der Ich-Vorstellung vorhanden ist, was sich in die Worte «Ich bin» kleidet.

[ 12 ] Damit hätten wir den Grund gegeben, warum wir uns dieses oder jenes vorstellen. Er liegt darin, daß die äußeren Dinge uns anregen. Wenn sie nicht da wären, würden wir sie uns nicht vorstellen. Aber mit der Ich-Vorstellung, mit dem merkwürdigen Bilde des Ich, ist es etwas ganz Besonderes. Suchen Sie sich draußen in der Welt den Gegenstand, der Ihre Ich-Vorstellung anregt. Da ist keiner vorhanden, da gibt es keinen. Es ist der Unterschied der Ich-Vorstellung, des IchBildes, wenn wir es nur als Bild haben, daß wir für die anderen Vorstellungen Gegenstände nachweisen können, für die Ich-Vorstellung aber nicht. Also kann im weiteren Umkreise unseres äußeren Lebens nicht das vorhanden sein, was in der Ich-Vorstellung vorhanden ist, was sich in die Worte «Ich bin» kleidet.

[ 13 ] Wir müssen also sagen, da liegt zugrunde etwas immerhin Unbekanntes, etwas, was nicht in der äußeren Welt, soweit sie sich dem Erdenmenschen darbietet, zu finden ist. Es ist etwas Eigentümliches, dieses Ich. Wäre nämlich dieses Ich innerlich zu erhaschen, zu erfassen, wie manche Intuitionisten wie zum Beispiel Bergson meinen, wäre mehr zu erfassen als das bloße Bild, dann könnte man sagen, man hätte zwar wenig von einer irdischen Wirklichkeit, von einer Wirklichkeit, die nicht von außen gegeben ist, aber man hätte immerhin etwas. Man kann es aber nicht erhaschen, nicht erreichen, dieses Ich.

[ 13 ] Wir müssen also sagen, da liegt zugrunde etwas immerhin Unbekanntes, etwas, was nicht in der äußeren Welt, soweit sie sich dem Erdenmenschen darbietet, zu finden ist. Es ist etwas Eigentümliches, dieses Ich. Wäre nämlich dieses Ich innerlich zu erhaschen, zu erfassen, wie manche Intuitionisten wie zum Beispiel Bergson meinen, wäre mehr zu erfassen als das bloße Bild, dann könnte man sagen, man hätte zwar wenig von einer irdischen Wirklichkeit, von einer Wirklichkeit, die nicht von außen gegeben ist, aber man hätte immerhin etwas. Man kann es aber nicht erhaschen, nicht erreichen, dieses Ich.

[ 14 ] Aber eines kann jeder Mensch von diesem Ich wissen, eines, das gewissermaßen dienen kann als Stützpunkt, so wie ihn einstmals Archimedes für seinen Hebel verlangt hat, um die Erde aus den Angeln zu heben. Eines kann dazu dienen, wenn wir gerade auf dieses Ich hin die Besinnung unserer Seele richten. Aus den vielerlei Fragen und Welträtseln, die da entstehen können, wenn Menschen sie bloß auf die Außenwelt richten, kann nämlich eine besondere Frage sich herauslösen; und das wird im Grunde genommen immer die Frage sein, bei der der okkultistische Aspirant einsetzen muß, wenn er das Bewußtsein überspringen will. Er muß sich fragen: Siehst du da gar nichts im weiten Umkreise deines irdischen Erlebens, was dir so erscheint, daß du sagen kannst, das Innerste deines Wesens drückt sich in ihm aus? Findest du nirgends etwas, was dein Ich zum Ausdruck bringt?

[ 14 ] Aber eines kann jeder Mensch von diesem Ich wissen, eines, das gewissermaßen dienen kann als Stützpunkt, so wie ihn einstmals Archimedes für seinen Hebel verlangt hat, um die Erde aus den Angeln zu heben. Eines kann dazu dienen, wenn wir gerade auf dieses Ich hin die Besinnung unserer Seele richten. Aus den vielerlei Fragen und Welträtseln, die da entstehen können, wenn Menschen sie bloß auf die Außenwelt richten, kann nämlich eine besondere Frage sich herauslösen; und das wird im Grunde genommen immer die Frage sein, bei der der okkultistische Aspirant einsetzen muß, wenn er das Bewußtsein überspringen will. Er muß sich fragen: Siehst du da gar nichts im weiten Umkreise deines irdischen Erlebens, was dir so erscheint, daß du sagen kannst, das Innerste deines Wesens drückt sich in ihm aus? Findest du nirgends etwas, was dein Ich zum Ausdruck bringt?

[ 15 ] Mit dem Hineinschauen in das innere Leben ist es zunächst eine betrübende, eine fatale Sache. Da kommen wir nur in unsere zeitlichen Vorstellungen hinein und können niemals sicher sein, ob wir etwas finden, was uns aus der zeitlichen Vorstellungswelt herausführt. Jedenfalls können wir nicht hoffen, von unserer Persönlichkeit loszukommen — und das müssen wir als Okkultisten erreichen —, wenn wir fortwährend in unsere Persönlichkeit hineinschauen. Draußen sind aber nur die Erfahrungen und Erlebnisse des Erdenmenschen. Wir finden, daß nur das, was im äußeren Ausdruck vorhanden ist, Ausdruck sein kann für etwas, was dem Ich entspräche; aber wir können das Ich eben nicht erhaschen. Wenn wir den Blick um uns rundherum wenden, so finden wir nur eines, und das ist zunächst das einzige, was wir finden können als Ausdruck für unser Ich: das ist die menschliche Gestalt.

[ 15 ] Mit dem Hineinschauen in das innere Leben ist es zunächst eine betrübende, eine fatale Sache. Da kommen wir nur in unsere zeitlichen Vorstellungen hinein und können niemals sicher sein, ob wir etwas finden, was uns aus der zeitlichen Vorstellungswelt herausführt. Jedenfalls können wir nicht hoffen, von unserer Persönlichkeit loszukommen — und das müssen wir als Okkultisten erreichen —, wenn wir fortwährend in unsere Persönlichkeit hineinschauen. Draußen sind aber nur die Erfahrungen und Erlebnisse des Erdenmenschen. Wir finden, daß nur das, was im äußeren Ausdruck vorhanden ist, Ausdruck sein kann für etwas, was dem Ich entspräche; aber wir können das Ich eben nicht erhaschen. Wenn wir den Blick um uns rundherum wenden, so finden wir nur eines, und das ist zunächst das einzige, was wir finden können als Ausdruck für unser Ich: das ist die menschliche Gestalt.

[ 16 ] Fassen Sie jetzt dieses Wort, damit wir uns über diesen schwierigen Punkt hinweghelfen — er muß überwunden werden, wenn wir unser Thema bewältigen wollen —, «die menschliche Gestalt» ja so recht auf, wie es aufzufassen ist, nämlich, daß sie uns entgegentritt in der äußeren Welt. Es gibt, glaube ich, für jeden Menschen leicht die Möglichkeit, sich zu sagen: So wie eine Pflanze in ihrer äußeren Form der Ausdruck ihrer Wesenheit ist, wie sie so geformt ist, weil es ihrem inneren Wesen entspricht; so wie ein Kristall geformt ist, wie er ist, weil es seinem inneren Wesen entspricht; wie jedes Tier so geformt ist, wie es seinem inneren Wesen entspricht, so muß auch die menschliche Form dem menschlichen Wesen entsprechen. Und da wir zunächst aus unseren irdischen Erlebnissen in unserem Ich zusammenfassen unser Wesen, so muß die menschliche Form der Ausdruck für das menschliche Ich sein. Mit anderen Worten: Im weiten Umkreise unserer Erfahrung erweist sich die menschliche Form, die menschliche Gestalt als der Ausdruck des menschlichen Wesens. Ein recht trivialer Satz scheint es zu sein, aber es ist einer der allerwichtigsten Sätze, denen wir uns überhaupt betrachtend hingeben können.

[ 16 ] Fassen Sie jetzt dieses Wort, damit wir uns über diesen schwierigen Punkt hinweghelfen — er muß überwunden werden, wenn wir unser Thema bewältigen wollen —, «die menschliche Gestalt» ja so recht auf, wie es aufzufassen ist, nämlich, daß sie uns entgegentritt in der äußeren Welt. Es gibt, glaube ich, für jeden Menschen leicht die Möglichkeit, sich zu sagen: So wie eine Pflanze in ihrer äußeren Form der Ausdruck ihrer Wesenheit ist, wie sie so geformt ist, weil es ihrem inneren Wesen entspricht; so wie ein Kristall geformt ist, wie er ist, weil es seinem inneren Wesen entspricht; wie jedes Tier so geformt ist, wie es seinem inneren Wesen entspricht, so muß auch die menschliche Form dem menschlichen Wesen entsprechen. Und da wir zunächst aus unseren irdischen Erlebnissen in unserem Ich zusammenfassen unser Wesen, so muß die menschliche Form der Ausdruck für das menschliche Ich sein. Mit anderen Worten: Im weiten Umkreise unserer Erfahrung erweist sich die menschliche Form, die menschliche Gestalt als der Ausdruck des menschlichen Wesens. Ein recht trivialer Satz scheint es zu sein, aber es ist einer der allerwichtigsten Sätze, denen wir uns überhaupt betrachtend hingeben können.

[ 17 ] Nun aber muß der Okkultist weitergehen. Von dem Ich sagt er sich, daß er es zwar ausdrückt, wenn er Ich sagt, daß er es aber nirgends hat, daß es nicht da ist; denn das, was da ist, ist nur immer die Vorstellung des Ich. Die menschliche Gestalt scheint aber da zu sein. So daß wir vor die merkwürdige Rätselfrage gestellt sind: Wir sehen auf Schritt und Tritt die menschliche Gestalt, den Ausdruck des menschlichen Ich, und das Ich dieses Wesens können wir doch nicht erhaschen.

[ 17 ] Nun aber muß der Okkultist weitergehen. Von dem Ich sagt er sich, daß er es zwar ausdrückt, wenn er Ich sagt, daß er es aber nirgends hat, daß es nicht da ist; denn das, was da ist, ist nur immer die Vorstellung des Ich. Die menschliche Gestalt scheint aber da zu sein. So daß wir vor die merkwürdige Rätselfrage gestellt sind: Wir sehen auf Schritt und Tritt die menschliche Gestalt, den Ausdruck des menschlichen Ich, und das Ich dieses Wesens können wir doch nicht erhaschen.

[ 18 ] Nun gibt es nur eine Möglichkeit, weiterzukommen, und diese Möglichkeit ist die, daß der Okkultist sich recht sehr einläßt darauf, zu empfinden, daß es sich mit der menschlichen Gestalt auch so verhält wie mit einem menschlichen Ich. Denn wenn sie immer da ist, dann entspricht sie eben nicht dem Ich, das nicht immer da ist. Die Notwendigkeit liegt also vor, daß wir irgendwie dazu kommen können, von dem, was uns scheinbar immer begegnet auf Schritt und Tritt, von der menschlichen Gestalt, der menschlichen Form zu sagen, sie ist nicht da, sie existiert zunächst gar nicht unter den Erdendingen. Es ist außerordentlich wichtig, daß wir vordringen zu der Vorstellung, daß es mit der menschlichen Gestalt etwas ganz Besonderes auf sich hat, ähnlich wie mit der Vorstellung des Ich, und daß diese menschliche Gestalt, indem sie uns von außen entgegentritt, uns in irgendeiner Weise eigentlich täuscht, daß sie uns in irgendeiner Weise anlügt. Das ist die Empfindung, zu der der okkultistische Aspirant kommt: daß die menschliche Gestalt ihn anlügt, indem sie vorgibt, ein Ausdruck für sein Wesen zu sein, aber einfach so trivial da sein will, während das Wesen sich verbirgt.

[ 18 ] Nun gibt es nur eine Möglichkeit, weiterzukommen, und diese Möglichkeit ist die, daß der Okkultist sich recht sehr einläßt darauf, zu empfinden, daß es sich mit der menschlichen Gestalt auch so verhält wie mit einem menschlichen Ich. Denn wenn sie immer da ist, dann entspricht sie eben nicht dem Ich, das nicht immer da ist. Die Notwendigkeit liegt also vor, daß wir irgendwie dazu kommen können, von dem, was uns scheinbar immer begegnet auf Schritt und Tritt, von der menschlichen Gestalt, der menschlichen Form zu sagen, sie ist nicht da, sie existiert zunächst gar nicht unter den Erdendingen. Es ist außerordentlich wichtig, daß wir vordringen zu der Vorstellung, daß es mit der menschlichen Gestalt etwas ganz Besonderes auf sich hat, ähnlich wie mit der Vorstellung des Ich, und daß diese menschliche Gestalt, indem sie uns von außen entgegentritt, uns in irgendeiner Weise eigentlich täuscht, daß sie uns in irgendeiner Weise anlügt. Das ist die Empfindung, zu der der okkultistische Aspirant kommt: daß die menschliche Gestalt ihn anlügt, indem sie vorgibt, ein Ausdruck für sein Wesen zu sein, aber einfach so trivial da sein will, während das Wesen sich verbirgt.

[ 19 ] Es wäre ja auch in anderer Beziehung nicht gerade entsprechend der Forderung, die wir aufgestellt haben, nämlich ein Bewußtsein zu haben ohne einen bewußten Gegenstand, das doch ein Bewußtsein ist, wenn wir uns aneignen würden ein Bewußtsein von der menschlichen Gestalt, die ja doch wieder ein äußerer Gegenstand ist. Das heißt mit anderen Worten: Die menschliche Gestalt, die uns überall begegnet im Leben, kann das nicht sein, was wir suchen als Ausdruck des Ich.

[ 19 ] Es wäre ja auch in anderer Beziehung nicht gerade entsprechend der Forderung, die wir aufgestellt haben, nämlich ein Bewußtsein zu haben ohne einen bewußten Gegenstand, das doch ein Bewußtsein ist, wenn wir uns aneignen würden ein Bewußtsein von der menschlichen Gestalt, die ja doch wieder ein äußerer Gegenstand ist. Das heißt mit anderen Worten: Die menschliche Gestalt, die uns überall begegnet im Leben, kann das nicht sein, was wir suchen als Ausdruck des Ich.

[ 20 ] Nun muß der Okkultist allerdings wissen, daß er nicht in Vorstellungen, nicht in Schlußfolgerungen leben kann, die von außen genommen sind; er kann die Erlebnisse, zu denen er jetzt kommen muß, nicht von außen her nehmen, denn das von außen Kommende macht sein Erdenbewußtsein aus, das er überspringen will. Wenn der Okkultist seine menschliche Gestalt ansieht, muß er aber etwas erleben an dieser menschlichen Gestalt, was ihn über alles Erdenbewußtsein hinausführt.

[ 20 ] Nun muß der Okkultist allerdings wissen, daß er nicht in Vorstellungen, nicht in Schlußfolgerungen leben kann, die von außen genommen sind; er kann die Erlebnisse, zu denen er jetzt kommen muß, nicht von außen her nehmen, denn das von außen Kommende macht sein Erdenbewußtsein aus, das er überspringen will. Wenn der Okkultist seine menschliche Gestalt ansieht, muß er aber etwas erleben an dieser menschlichen Gestalt, was ihn über alles Erdenbewußtsein hinausführt.

[ 21 ] Können wir denn an der menschlichen Gestalt etwas erleben, was uns über alles Erdenbewußtsein hinausführt? Ja, wir können etwas in der menschlichen Gestalt erleben dadurch, daß wir zunächst unser menschliches Antlitz ansehen und bemerken, daß dieses menschliche Antlitz einen ganz besonderen Eindruck macht. Man muß allerdings, wenn man so als okkultistischer Aspirant zu dieser entsprechenden Empfindung kommen will, nicht vernarrt und verliebt sein in die gewöhnliche Vorstellung, die man einmal hat; sonst wird man immer dem menschlichen Antlitz so entgegentreten, daß man zu der Empfindung, die zu entwickeln ist, nicht kommen kann. Man wird zu den tiefstmöglichen Empfindungen kommen müssen, die in uns aufzutreiben sind, denn wir kommen dem menschlichen Antlitz gegenüber zu einer besonders merkwürdigen Empfindung, nämlich zu der Empfindung: Dieses menschliche Antlitz ist nicht so, wie es sein sollte. Und man wird dem menschlichen Antlitz und allem, was dazugehört, überhaupt dem oberen Teil des Menschen, ansehen lernen, daß es verändert worden ist durch dasjenige im menschlichen Seelenleben, was man nennen kann Hochmut, Stolz und Überhebung.

[ 21 ] Können wir denn an der menschlichen Gestalt etwas erleben, was uns über alles Erdenbewußtsein hinausführt? Ja, wir können etwas in der menschlichen Gestalt erleben dadurch, daß wir zunächst unser menschliches Antlitz ansehen und bemerken, daß dieses menschliche Antlitz einen ganz besonderen Eindruck macht. Man muß allerdings, wenn man so als okkultistischer Aspirant zu dieser entsprechenden Empfindung kommen will, nicht vernarrt und verliebt sein in die gewöhnliche Vorstellung, die man einmal hat; sonst wird man immer dem menschlichen Antlitz so entgegentreten, daß man zu der Empfindung, die zu entwickeln ist, nicht kommen kann. Man wird zu den tiefstmöglichen Empfindungen kommen müssen, die in uns aufzutreiben sind, denn wir kommen dem menschlichen Antlitz gegenüber zu einer besonders merkwürdigen Empfindung, nämlich zu der Empfindung: Dieses menschliche Antlitz ist nicht so, wie es sein sollte. Und man wird dem menschlichen Antlitz und allem, was dazugehört, überhaupt dem oberen Teil des Menschen, ansehen lernen, daß es verändert worden ist durch dasjenige im menschlichen Seelenleben, was man nennen kann Hochmut, Stolz und Überhebung.

[ 22 ] Sehen Sie, das ist der Anfang des Überspringens des gewöhnlichen Bewußtseins, daß der Mensch bis zu dieser ursprünglichen Empfindung vordringt, daß er sagt: Du, menschliches Antlitz, du, menschlicher Kopf, du, menschlicher Oberleib, du lügst mich an; du hast dir durch deinen Stolz und deine Überhebung eine Form gegeben, die du nicht haben solltest. Wenn ich dich sehe, dich menschlichen Oberleib, so sehe ich durch dein Scheinbild durch, und wenn ich alles betrachte, was durch die vielen Inkarnationen hindurch dem Menschen aufgeprägt worden ist an Hochmut und Überhebung, so zeigt sich mir etwas ganz anderes. — Da kommen wir durch dasjenige, was die menschliche Gestalt in ihrer oberen Hälfte ist, zu der Empfindung, daß der Mensch seine ursprüngliche Gestalt verändert hat durch Hochmut und durch Überhebung.

[ 22 ] Sehen Sie, das ist der Anfang des Überspringens des gewöhnlichen Bewußtseins, daß der Mensch bis zu dieser ursprünglichen Empfindung vordringt, daß er sagt: Du, menschliches Antlitz, du, menschlicher Kopf, du, menschlicher Oberleib, du lügst mich an; du hast dir durch deinen Stolz und deine Überhebung eine Form gegeben, die du nicht haben solltest. Wenn ich dich sehe, dich menschlichen Oberleib, so sehe ich durch dein Scheinbild durch, und wenn ich alles betrachte, was durch die vielen Inkarnationen hindurch dem Menschen aufgeprägt worden ist an Hochmut und Überhebung, so zeigt sich mir etwas ganz anderes. — Da kommen wir durch dasjenige, was die menschliche Gestalt in ihrer oberen Hälfte ist, zu der Empfindung, daß der Mensch seine ursprüngliche Gestalt verändert hat durch Hochmut und durch Überhebung.

[ 23 ] Auch ein Zweites sehen wir als okkultistische Aspiranten dem Menschen in bezug auf seine Gestalt und in bezug auf die übrigen Teile seines Wesens an. Wiederum macht der Mensch, wenn alle ursprünglichen Empfindungen des Seelenlebens aufgerufen werden, den Eindruck: er Jügt uns eigentlich an; es müssen auch die übrigen Teile der menschlichen Gestalt anders sein. Man muß wiederum etwas abziehen, dann kommt man auf das Ursprüngliche der menschlichen Gestalt; und was man da weiter abziehen muß, ist die Begehrlichkeit, die Begierde. Umgestaltet ist der Mensch, man muß sagen, oben durch Stolz und Hochmut und durch Überhebung, unten durch die Begierde. Würde die Begierde ihn nicht als innerliches Feuer durchglühen, so würde die untere Hälfte seines Organismus eine andere Gestalt haben.

[ 23 ] Auch ein Zweites sehen wir als okkultistische Aspiranten dem Menschen in bezug auf seine Gestalt und in bezug auf die übrigen Teile seines Wesens an. Wiederum macht der Mensch, wenn alle ursprünglichen Empfindungen des Seelenlebens aufgerufen werden, den Eindruck: er Jügt uns eigentlich an; es müssen auch die übrigen Teile der menschlichen Gestalt anders sein. Man muß wiederum etwas abziehen, dann kommt man auf das Ursprüngliche der menschlichen Gestalt; und was man da weiter abziehen muß, ist die Begehrlichkeit, die Begierde. Umgestaltet ist der Mensch, man muß sagen, oben durch Stolz und Hochmut und durch Überhebung, unten durch die Begierde. Würde die Begierde ihn nicht als innerliches Feuer durchglühen, so würde die untere Hälfte seines Organismus eine andere Gestalt haben.

[ 24 ] Diese zwei Empfindungen sind die Grundempfindungen, von denen ausgegangen werden muß. Diese Empfindungen kann man haben. Man kann sie kleiden in die zwei Urteile: Der Mensch ist zu stolz, zu voll von Überhebung, und er ist zu begehrlich. — Das sind bestimmte innere Bewußtseinserlebnisse, die man haben kann, die sich aufdrängen, wenn man den Menschen wirklich mit den tiefsten Empfindungen der Seele anschaut. Aber was hat uns diese Empfindungen verursacht? Sind denn diese Empfindungen durch irgendeinen Gegenstand in der weiten Welt des Erdenlebens hervorgerufen? Sie sind ja nur dann da im menschlichen Erleben, wenn der Mensch seine eigene Gestalt als nicht zutreffend empfindet, wenn er dasjenige, was in ihm ist, empfindet, als ob es ursprünglich anders veranlagt und durch Überhebung und Begierde umgeändert worden wäre. Das also, was wir als äußere Gegenstände bezeichnen, veranlaßt diese zwei Erlebnisse nicht. Dennoch können sie auftreten im menschlichen Bewußtsein, können da sein dadurch, daß der Mensch mit seiner Umwelt lebt.

[ 24 ] Diese zwei Empfindungen sind die Grundempfindungen, von denen ausgegangen werden muß. Diese Empfindungen kann man haben. Man kann sie kleiden in die zwei Urteile: Der Mensch ist zu stolz, zu voll von Überhebung, und er ist zu begehrlich. — Das sind bestimmte innere Bewußtseinserlebnisse, die man haben kann, die sich aufdrängen, wenn man den Menschen wirklich mit den tiefsten Empfindungen der Seele anschaut. Aber was hat uns diese Empfindungen verursacht? Sind denn diese Empfindungen durch irgendeinen Gegenstand in der weiten Welt des Erdenlebens hervorgerufen? Sie sind ja nur dann da im menschlichen Erleben, wenn der Mensch seine eigene Gestalt als nicht zutreffend empfindet, wenn er dasjenige, was in ihm ist, empfindet, als ob es ursprünglich anders veranlagt und durch Überhebung und Begierde umgeändert worden wäre. Das also, was wir als äußere Gegenstände bezeichnen, veranlaßt diese zwei Erlebnisse nicht. Dennoch können sie auftreten im menschlichen Bewußtsein, können da sein dadurch, daß der Mensch mit seiner Umwelt lebt.

[ 25 ] Das ist außerordentlich wichtig, daß es möglich ist, zu einem inneren Urteil, einem inneren Erleben zu kommen, das keinen Gegenstand hat. Und dieses innere Erleben bewirkt etwas. Es bewirkt, daß der okkult strebende Mensch sich abwendet zunächst von seiner menschlichen Erdengestalt, indem er sagt: Du bist nicht wahr, Mensch, wie du eigentlich vor mir stehst. — Er wendet sich ab; aber nicht wie die Mystiker, von denen wir gestern gesprochen haben, die, indem sie sich abwenden von den Erdenerlebnissen, nichts mehr haben, sondern er tritt aus seinem gewöhnlichen Erleben heraus, nimmt aber etwas mit, nämlich ein Urteil über die menschliche Gestalt, das im Grunde genommen in der mannigfaltigsten Weise aus dem menschlichen Gefühl heraus immer wieder ausgesprochen worden ist.

[ 25 ] Das ist außerordentlich wichtig, daß es möglich ist, zu einem inneren Urteil, einem inneren Erleben zu kommen, das keinen Gegenstand hat. Und dieses innere Erleben bewirkt etwas. Es bewirkt, daß der okkult strebende Mensch sich abwendet zunächst von seiner menschlichen Erdengestalt, indem er sagt: Du bist nicht wahr, Mensch, wie du eigentlich vor mir stehst. — Er wendet sich ab; aber nicht wie die Mystiker, von denen wir gestern gesprochen haben, die, indem sie sich abwenden von den Erdenerlebnissen, nichts mehr haben, sondern er tritt aus seinem gewöhnlichen Erleben heraus, nimmt aber etwas mit, nämlich ein Urteil über die menschliche Gestalt, das im Grunde genommen in der mannigfaltigsten Weise aus dem menschlichen Gefühl heraus immer wieder ausgesprochen worden ist.

[ 26 ] Was jetzt charakterisiert worden ist, ist sozusagen das Elementare, von dem das okkulte Bewußtsein oftmals ausgegangen ist, wenn es nicht bloß mystisches Erleben, sondern okkultes Bewußtsein werden sollte. Es ist ausgegangen von einem Urteil über den Menschen, aber so, daß die menschliche Gestalt ausgelöscht worden ist. Nicht ist aber ausgelöscht worden alles innere Erleben. Es ist geblieben ein gewisses Urteil über den Menschen, nämlich: Eigentlich hat das, wie du bist, alles das Erdenleben gemacht, und du bist im Grunde genommen so, daß du hinweisest auf eine ganz andere Gestalt, auf eine ganz andere Form.

[ 26 ] Was jetzt charakterisiert worden ist, ist sozusagen das Elementare, von dem das okkulte Bewußtsein oftmals ausgegangen ist, wenn es nicht bloß mystisches Erleben, sondern okkultes Bewußtsein werden sollte. Es ist ausgegangen von einem Urteil über den Menschen, aber so, daß die menschliche Gestalt ausgelöscht worden ist. Nicht ist aber ausgelöscht worden alles innere Erleben. Es ist geblieben ein gewisses Urteil über den Menschen, nämlich: Eigentlich hat das, wie du bist, alles das Erdenleben gemacht, und du bist im Grunde genommen so, daß du hinweisest auf eine ganz andere Gestalt, auf eine ganz andere Form.

[ 27 ] Wenn wir nun noch weiter verstehen wollen, wie wir es da eigentlich zu tun haben mit dem, was dem Menschen nach und nach aufdämmern kann als ein Bewußtsein ohne Gegenstand, dann wird es notwendig sein, daß wir etwas genauer auf diese menschliche Form eingehen. Denn wenn wir gezeigt haben, wie der okkultistische Aspirant herausspringt aus sich und nur behält eine Art von Empfindungsurteil über den Menschen, so daß wir gewissermaßen uns abwenden von der einen Hälfte des Menschen, indem wir sagen, sie ist zu stolz, und von der anderen Hälfte, indem wir sagen, sie ist zu begehrlich, so ist das bis jetzt doch noch ein ziemlich unbestimmtes innerliches Erleben, das noch nicht konkret, noch nicht bestimmt werden will. Es ist ja innerliches Erleben, von dem wir sehen werden, daß es in die höchsten Regionen des geistigen Erlebens hinaufführt; aber es ist noch unbestimmt.

[ 27 ] Wenn wir nun noch weiter verstehen wollen, wie wir es da eigentlich zu tun haben mit dem, was dem Menschen nach und nach aufdämmern kann als ein Bewußtsein ohne Gegenstand, dann wird es notwendig sein, daß wir etwas genauer auf diese menschliche Form eingehen. Denn wenn wir gezeigt haben, wie der okkultistische Aspirant herausspringt aus sich und nur behält eine Art von Empfindungsurteil über den Menschen, so daß wir gewissermaßen uns abwenden von der einen Hälfte des Menschen, indem wir sagen, sie ist zu stolz, und von der anderen Hälfte, indem wir sagen, sie ist zu begehrlich, so ist das bis jetzt doch noch ein ziemlich unbestimmtes innerliches Erleben, das noch nicht konkret, noch nicht bestimmt werden will. Es ist ja innerliches Erleben, von dem wir sehen werden, daß es in die höchsten Regionen des geistigen Erlebens hinaufführt; aber es ist noch unbestimmt.

[ 28 ] Damit wir zu größerer Bestimmtheit kommen können, wollen wir uns einmal auf die menschliche Gestalt, wie sie uns zunächst detaillierter entgegentritt, einlassen. Wenn man gelehrt sprechen wollte, würde man sagen: Wir wollen die menschliche Gestalt einmal zerlegen. — Wenn man die menschliche Gestalt zerlegt, sondert man sie allerdings in gewisse Glieder und Teile, die sich außerordentlich bedeutungsvoll aufdrängen, weil sich die menschliche Gestalt wirklich auseinanderlegt in diese Glieder. Diese Glieder werden sich uns ergeben, wenn wir uns fragen: Was macht es eigentlich, daß der Mensch gestaltet ist, wie er gestaltet ist? — wenn Sie sich einlassen auf das, was ich sagen werde. Sie werden finden, daß die Angaben, die aus den Tiefen des Okkultismus geschöpft sind, in der Tat erschöpfend die Einteilung der menschlichen Gestalt ergeben, daß sie uns zeigen, wie die menschliche Gestalt eigentlich zusammengesetzt ist.

[ 28 ] Damit wir zu größerer Bestimmtheit kommen können, wollen wir uns einmal auf die menschliche Gestalt, wie sie uns zunächst detaillierter entgegentritt, einlassen. Wenn man gelehrt sprechen wollte, würde man sagen: Wir wollen die menschliche Gestalt einmal zerlegen. — Wenn man die menschliche Gestalt zerlegt, sondert man sie allerdings in gewisse Glieder und Teile, die sich außerordentlich bedeutungsvoll aufdrängen, weil sich die menschliche Gestalt wirklich auseinanderlegt in diese Glieder. Diese Glieder werden sich uns ergeben, wenn wir uns fragen: Was macht es eigentlich, daß der Mensch gestaltet ist, wie er gestaltet ist? — wenn Sie sich einlassen auf das, was ich sagen werde. Sie werden finden, daß die Angaben, die aus den Tiefen des Okkultismus geschöpft sind, in der Tat erschöpfend die Einteilung der menschlichen Gestalt ergeben, daß sie uns zeigen, wie die menschliche Gestalt eigentlich zusammengesetzt ist.

[ 29 ] Das erste, was uns an dieser menschlichen Gestalt auffällt, was wesentlich ist, was sozusagen den Menschen äußerlich, der Form nach zum Menschen macht, ist das, was ich schon hervorgehoben habe, als ich sozusagen den ersten Satz dieser Vorträge sprach. Das ist die Tatsache, daß die menschliche Gestalt aufrecht ist, die Tatsache, daß der Mensch ein aufrechtgehendes Wesen ist. Das ist das erste Wichtige, sozusagen der erste Teil seiner Gestalt. Wir wollen, um diesen Teil seiner Gestalt einmal vor uns hinzustellen, ihn die Aufrechtheit nennen.

[ 29 ] Das erste, was uns an dieser menschlichen Gestalt auffällt, was wesentlich ist, was sozusagen den Menschen äußerlich, der Form nach zum Menschen macht, ist das, was ich schon hervorgehoben habe, als ich sozusagen den ersten Satz dieser Vorträge sprach. Das ist die Tatsache, daß die menschliche Gestalt aufrecht ist, die Tatsache, daß der Mensch ein aufrechtgehendes Wesen ist. Das ist das erste Wichtige, sozusagen der erste Teil seiner Gestalt. Wir wollen, um diesen Teil seiner Gestalt einmal vor uns hinzustellen, ihn die Aufrechtheit nennen.

[ 30 ] Sehen Sie, es wird Ihnen zunächst so scheinen, als ob irgendeine Willkür in der Art läge, wie ich Ihnen jetzt den Menschen in bezug auf seine Gestalt zerlege. Wenn Sie sich aber wirklich genau darauf einlassen, dann werden Sie sehen, daß es keine Willkür ist, sondern daß es das Wesen des Menschen aus seiner Gestalt wiedergibt, wie ich Ihnen jetzt das Wesen des Menschen wiedergebe im Sinne der okkulten Erkenntnis.

[ 30 ] Sehen Sie, es wird Ihnen zunächst so scheinen, als ob irgendeine Willkür in der Art läge, wie ich Ihnen jetzt den Menschen in bezug auf seine Gestalt zerlege. Wenn Sie sich aber wirklich genau darauf einlassen, dann werden Sie sehen, daß es keine Willkür ist, sondern daß es das Wesen des Menschen aus seiner Gestalt wiedergibt, wie ich Ihnen jetzt das Wesen des Menschen wiedergebe im Sinne der okkulten Erkenntnis.

[ 31 ] Das zweite, was wir als wesentlich für die menschliche Gestalt annehmen können, was den Menschen zum Menschen macht, das ist die Tatsache, daß seine Gestalt nach vorn hin so veranlagt ist, daß er ein sprechendes Wesen sein kann, daß der Ton sich in ihm erzeugen kann. Bedenken Sie doch nur einmal, daß das ganz wesentlich ist für den Menschen. Während im allgemeinen jeder Mensch nach oben hin organisiert ist, ist er im speziellen nach oben so organisiert, daß seine Sprechorgane vom Herzen und Kehlkopf anfangen und nach oben, nach dem Gesichte zu gehen. Betrachten Sie den Menschen daraufhin, so werden Sie finden, daß alle Formen der Glieder nach der Tonerzeugung und Tonbildung hin organisiert sind. Wir können also sagen: Das zweite Wichtige in der Ordnung der Glieder der menschlichen Gestalt ist die Hinordnung zur Tonbildung, zum Sprechen.

[ 31 ] Das zweite, was wir als wesentlich für die menschliche Gestalt annehmen können, was den Menschen zum Menschen macht, das ist die Tatsache, daß seine Gestalt nach vorn hin so veranlagt ist, daß er ein sprechendes Wesen sein kann, daß der Ton sich in ihm erzeugen kann. Bedenken Sie doch nur einmal, daß das ganz wesentlich ist für den Menschen. Während im allgemeinen jeder Mensch nach oben hin organisiert ist, ist er im speziellen nach oben so organisiert, daß seine Sprechorgane vom Herzen und Kehlkopf anfangen und nach oben, nach dem Gesichte zu gehen. Betrachten Sie den Menschen daraufhin, so werden Sie finden, daß alle Formen der Glieder nach der Tonerzeugung und Tonbildung hin organisiert sind. Wir können also sagen: Das zweite Wichtige in der Ordnung der Glieder der menschlichen Gestalt ist die Hinordnung zur Tonbildung, zum Sprechen.

[ 32 ] Das dritte, was Sie als wichtig für die menschliche Gestalt ansehen müssen, ist die Tatsache, daß diese menschliche Gestalt symmetrisch ist. Sie können sich nicht denken, daß die menschliche Gestalt von ihrem Wesen nichts verlieren würde, wenn sie nicht symmetrisch wäre. Das ist das dritte Wesentliche: Alle Glieder sind so gestellt, daß beide Seiten symmetrisch sind. Wir wissen, daß es Ausnahmen davon gibt, aber das Symmetrische gehört zum Wesentlichen einer Anzahl von Gliedern.

[ 32 ] Das dritte, was Sie als wichtig für die menschliche Gestalt ansehen müssen, ist die Tatsache, daß diese menschliche Gestalt symmetrisch ist. Sie können sich nicht denken, daß die menschliche Gestalt von ihrem Wesen nichts verlieren würde, wenn sie nicht symmetrisch wäre. Das ist das dritte Wesentliche: Alle Glieder sind so gestellt, daß beide Seiten symmetrisch sind. Wir wissen, daß es Ausnahmen davon gibt, aber das Symmetrische gehört zum Wesentlichen einer Anzahl von Gliedern.

[ 33 ] Das vierte, das in Betracht kommt, ergibt sich in der folgenden Weise. Wenn Sie beachten, was der Mensch in diesen drei Gliederungen seiner Gestalt: seiner Aufrechtheit, seinem Sprechen und seiner Symmetrie hat, so werden Sie sagen müssen: Was da im Menschen als drei Glieder vorhanden ist, das geht nach außen. Daß der Mensch sich aufrichtet, das ist etwas, was ihn in die äußere Welt hineinstellt. Die Sprache ist etwas, von dem Sie ohne weiteres wissen werden, daß es ihn in die äußere Welt hineinstellt. Die symmetrische Gestalt ordnet ihn im Raume in eine gewisse Gleichgewichtslage ein. — Jetzt kommen wir noch zu etwas anderem; das ist der Umstand, daß der Mensch, rein physisch genommen, eine Innerlichkeit ist, daß er eingeschlossen hat gewisse Organe von seiner Haut, von seinem Äußeren. Wir können also sagen: Der Mensch hat als viertes Glied seiner Gestalt das Eingeschlossensein durch seine Haut, so daß die Organe, welche die innerlichen Funktionen unterhalten, innerlich sind und vor der Außenwelt geschützt werden. — Wir werden also sagen: Eingeschlossenheit oder Abgeschlossenheit ist etwas, was zu dieser Gestalt gehört.

[ 33 ] Das vierte, das in Betracht kommt, ergibt sich in der folgenden Weise. Wenn Sie beachten, was der Mensch in diesen drei Gliederungen seiner Gestalt: seiner Aufrechtheit, seinem Sprechen und seiner Symmetrie hat, so werden Sie sagen müssen: Was da im Menschen als drei Glieder vorhanden ist, das geht nach außen. Daß der Mensch sich aufrichtet, das ist etwas, was ihn in die äußere Welt hineinstellt. Die Sprache ist etwas, von dem Sie ohne weiteres wissen werden, daß es ihn in die äußere Welt hineinstellt. Die symmetrische Gestalt ordnet ihn im Raume in eine gewisse Gleichgewichtslage ein. — Jetzt kommen wir noch zu etwas anderem; das ist der Umstand, daß der Mensch, rein physisch genommen, eine Innerlichkeit ist, daß er eingeschlossen hat gewisse Organe von seiner Haut, von seinem Äußeren. Wir können also sagen: Der Mensch hat als viertes Glied seiner Gestalt das Eingeschlossensein durch seine Haut, so daß die Organe, welche die innerlichen Funktionen unterhalten, innerlich sind und vor der Außenwelt geschützt werden. — Wir werden also sagen: Eingeschlossenheit oder Abgeschlossenheit ist etwas, was zu dieser Gestalt gehört.

[ 34 ] Ein weiteres, das fünfte, was zu dieser Gestalt gehört, bitte ich darin zu sehen, daß in dieser Innerlichkeit, die eben von der äußeren Hülle abgeschlossen ist, die Organe tätig sind; dasjenige, was da im Inneren wirkt und lebt. Daß es da im Inneren wirkt und lebt, das bezeugt uns, daß der Mensch, so wie er vor uns steht in seiner Gestalt, nicht nur abhängig ist von der Außenwelt, sondern daß er auch von seinem Inneren abhängig ist, daß er in seinem Inneren gleichsam einen Mittelpunkt seines Webens und Wesens hat. Wenn wir also den Gliedern, die wir jetzt schon betrachtet haben, zum Beispiel nur die Blutzirkulation gegenüberstellen, so haben wir etwas, was rein im Inneren verläuft, ein innerliches Abgeschlossensein. Wir haben also die Abgeschlossenheit, und wir haben ein Inneres, sich Abschließendes.

[ 34 ] Ein weiteres, das fünfte, was zu dieser Gestalt gehört, bitte ich darin zu sehen, daß in dieser Innerlichkeit, die eben von der äußeren Hülle abgeschlossen ist, die Organe tätig sind; dasjenige, was da im Inneren wirkt und lebt. Daß es da im Inneren wirkt und lebt, das bezeugt uns, daß der Mensch, so wie er vor uns steht in seiner Gestalt, nicht nur abhängig ist von der Außenwelt, sondern daß er auch von seinem Inneren abhängig ist, daß er in seinem Inneren gleichsam einen Mittelpunkt seines Webens und Wesens hat. Wenn wir also den Gliedern, die wir jetzt schon betrachtet haben, zum Beispiel nur die Blutzirkulation gegenüberstellen, so haben wir etwas, was rein im Inneren verläuft, ein innerliches Abgeschlossensein. Wir haben also die Abgeschlossenheit, und wir haben ein Inneres, sich Abschließendes.

[ 35 ] Aber mit diesem Inneren, sich Abschließenden in der menschlichen Gestalt, hat es seine ganz besondere Bewandtnis. Dieses Innere, sich Abschließende nämlich, ist im Menschen eine Zweiheit, rein physisch gesprochen. Es gibt nämlich solche inneren Organe, wie Lunge und Herz, die ihre Gestalt einem Kompromisse verdanken, einer Wirkung von außen. Das Herz muß mit der Lunge in Korrespondenz stehen und ist daher den äußeren Verhältnissen angepaßt worden. Die Außenwelt, die Luft dringt durch die Lunge in das Innere ein und wird daher den inneren Organen angepaßt. Dann haben wir auch Organe, die durch ihre Gestalt schon anzeigen, daß sie nur dem Inneren des Leibes angepaßt sind. Das sind die Organe des Unterleibes. Die haben ihre Gestalt davon, daß sie im Menschen drinnen sind. Sie können sich alle denken, daß der Magen, die Gedärme, die Leber, die Milz, wenn sie anders im Inneren gestaltet wären, zusammenhängen könnten mit dem Herzen und der Lunge, und in irgendeiner Weise doch die richtigen Funktionen verrichten könnten. Wenn das Äußere einmal in die Lunge Eingang gefunden hat, dann kann das Innere verschieden gestaltet sein; dann ist nur das Innere des Menschen maßgebend. So daß wir sagen können: Wir haben sechstens einen Teil der menschlichen Gestalt, den wir das eigentliche Innere nennen können, das Innere in leiblicher Beziehung, und wichtig ist es hierbei, daß wir uns bewußt werden: ohne Beziehung zur Außenwelt.

[ 35 ] Aber mit diesem Inneren, sich Abschließenden in der menschlichen Gestalt, hat es seine ganz besondere Bewandtnis. Dieses Innere, sich Abschließende nämlich, ist im Menschen eine Zweiheit, rein physisch gesprochen. Es gibt nämlich solche inneren Organe, wie Lunge und Herz, die ihre Gestalt einem Kompromisse verdanken, einer Wirkung von außen. Das Herz muß mit der Lunge in Korrespondenz stehen und ist daher den äußeren Verhältnissen angepaßt worden. Die Außenwelt, die Luft dringt durch die Lunge in das Innere ein und wird daher den inneren Organen angepaßt. Dann haben wir auch Organe, die durch ihre Gestalt schon anzeigen, daß sie nur dem Inneren des Leibes angepaßt sind. Das sind die Organe des Unterleibes. Die haben ihre Gestalt davon, daß sie im Menschen drinnen sind. Sie können sich alle denken, daß der Magen, die Gedärme, die Leber, die Milz, wenn sie anders im Inneren gestaltet wären, zusammenhängen könnten mit dem Herzen und der Lunge, und in irgendeiner Weise doch die richtigen Funktionen verrichten könnten. Wenn das Äußere einmal in die Lunge Eingang gefunden hat, dann kann das Innere verschieden gestaltet sein; dann ist nur das Innere des Menschen maßgebend. So daß wir sagen können: Wir haben sechstens einen Teil der menschlichen Gestalt, den wir das eigentliche Innere nennen können, das Innere in leiblicher Beziehung, und wichtig ist es hierbei, daß wir uns bewußt werden: ohne Beziehung zur Außenwelt.

[ 36 ] Nun sind wir auch an die Grenze gelangt, wo in der menschlichen Gestalt sozusagen aus dem Inneren wieder etwas nach außen gehen muß, wo wir etwas an der menschlichen Gestalt finden, das sehr wohl wieder mit der Außenwelt in Beziehung steht. Betrachten Sie nur die Form der menschlichen Füße. Wenn sie nicht so geformt wären für den Boden, wenn sie nicht unten eine Sohle hätten, so könnte der Mensch nicht gehen. Wenn sie so geformt wären, daß sie in eine spitze Form ausgingen, würde der Mensch fortwährend umfallen. Da kommen wir also, wenn Sie die menschliche Gestalt verfolgen, zu Organen, die wiederum angepaßt sind an die äußeren Verhältnisse. Aber nicht nur die Füße, sondern auch die Beine sind so geformt, daß der Mensch eben ein Mensch ist. Wäre er ein Fisch oder ein fliegendes Wesen, so würden seine Organe anders geformt sein müssen; sie sind aber so geformt, daß der Mensch dieses auf der Erde stehende und gehende Wesen ist. Zu diesem Zwecke, ein auf der Erde arbeitendes, stehen und gehen könnendes Wesen zu sein, sind alle die Organe geformt, von den Hüften ab nach abwärts, so daß wir sagen können: In den Hüften haben wir siebentens eine gewisse Gleichgewichtslage. Was darüber ist, ist notwendig nach außen geformt oder nach innen abgeschlossen; was nach unten ist, ist nach unten geformt, so daß wir sagen können: In den Hüften ist eine gewisse Gleichgewichtslage. Von dem, was darunter ist, können wir sagen, daß es sich anpaßt an die irdischen Verhältnisse.

[ 36 ] Nun sind wir auch an die Grenze gelangt, wo in der menschlichen Gestalt sozusagen aus dem Inneren wieder etwas nach außen gehen muß, wo wir etwas an der menschlichen Gestalt finden, das sehr wohl wieder mit der Außenwelt in Beziehung steht. Betrachten Sie nur die Form der menschlichen Füße. Wenn sie nicht so geformt wären für den Boden, wenn sie nicht unten eine Sohle hätten, so könnte der Mensch nicht gehen. Wenn sie so geformt wären, daß sie in eine spitze Form ausgingen, würde der Mensch fortwährend umfallen. Da kommen wir also, wenn Sie die menschliche Gestalt verfolgen, zu Organen, die wiederum angepaßt sind an die äußeren Verhältnisse. Aber nicht nur die Füße, sondern auch die Beine sind so geformt, daß der Mensch eben ein Mensch ist. Wäre er ein Fisch oder ein fliegendes Wesen, so würden seine Organe anders geformt sein müssen; sie sind aber so geformt, daß der Mensch dieses auf der Erde stehende und gehende Wesen ist. Zu diesem Zwecke, ein auf der Erde arbeitendes, stehen und gehen könnendes Wesen zu sein, sind alle die Organe geformt, von den Hüften ab nach abwärts, so daß wir sagen können: In den Hüften haben wir siebentens eine gewisse Gleichgewichtslage. Was darüber ist, ist notwendig nach außen geformt oder nach innen abgeschlossen; was nach unten ist, ist nach unten geformt, so daß wir sagen können: In den Hüften ist eine gewisse Gleichgewichtslage. Von dem, was darunter ist, können wir sagen, daß es sich anpaßt an die irdischen Verhältnisse.

[ 37 ] Dann haben wir, wenn wir den Menschen weiter verfolgen, weitere Organe, welche ganz angepaßt sind den äußeren Verhältnissen, nämlich achtens die Reproduktionsorgane.

[ 37 ] Dann haben wir, wenn wir den Menschen weiter verfolgen, weitere Organe, welche ganz angepaßt sind den äußeren Verhältnissen, nämlich achtens die Reproduktionsorgane.

[ 38 ] Sie brauchen sich nur zu überlegen, daß der Mensch, wenn er in entsprechender Weise gehen will, wie er als Mensch gehen soll, auch die Oberschenkel in einer Weise angeordnet haben muß, daß sie, von den unteren getrennt, im Winkel sich biegen. Das bewirkt, daß er sich in seinem Gange an seine irdischen Verhältnisse anpassen kann, so daß der Mensch an die Oberschenkel anschließend, was wichtig ist, die Knie hat, welche wesentlich seine untere Gestalt bedingen. Sodann hat der Mensch noch die Unterschenkel und, wieder getrennt davon, die Füße.

[ 38 ] Sie brauchen sich nur zu überlegen, daß der Mensch, wenn er in entsprechender Weise gehen will, wie er als Mensch gehen soll, auch die Oberschenkel in einer Weise angeordnet haben muß, daß sie, von den unteren getrennt, im Winkel sich biegen. Das bewirkt, daß er sich in seinem Gange an seine irdischen Verhältnisse anpassen kann, so daß der Mensch an die Oberschenkel anschließend, was wichtig ist, die Knie hat, welche wesentlich seine untere Gestalt bedingen. Sodann hat der Mensch noch die Unterschenkel und, wieder getrennt davon, die Füße.

1. Aufrechtheit
2. Hinordnung zur Tonbildung
3. das Symmetrische
4. Abgeschlossenheit
5. Inneres, sich Abschließendes
6. Inneres in leiblicher Beziehung, ohne Beziehung zur Außenwelt
7. Gleichgewichtslage
8. Reproduktionsorgane
9. Oberschenkel
10. Knie
11. Unterschenkel
12. Füße.

1. Aufrechtheit
2. Hinordnung zur Tonbildung
3. das Symmetrische
4. Abgeschlossenheit
5. Inneres, sich Abschließendes
6. Inneres in leiblicher Beziehung, ohne Beziehung zur Außenwelt
7. Gleichgewichtslage
8. Reproduktionsorgane
9. Oberschenkel
10. Knie
11. Unterschenkel
12. Füße.

[ 39 ] Sie werden sagen, daß da die Hände fehlen. Wir werden in der nächsten Betrachtung sehen, warum hier eigentlich die Hände fehlen. Aber ich bitte Sie, sich diese Tabelle zunächst einmal anzusehen. Ich sagte, es könnte zunächst erscheinen, als ob es eine willkürliche Hinordnung wäre, daß die gesamte menschliche Gestalt hier in zwölf Glieder geteilt worden ist. Aber alles, was der Mensch wirklich braucht, um Erdenmensch zu sein — wie es sich mit den Händen verhält, werden wir morgen besprechen —, ist in diesen Gliedern enthalten; und es ist so darin enthalten, daß jedes dieser Glieder eine gewisse Selbständigkeit hat, daß jedes dieser Glieder getrennt ist von den anderen; und es wäre immerhin denkbar, daß jedes dieser Glieder mit den anderen in Verbindung stände und doch etwas anders geformt wäre, als sie geformt sind. Sie können sich andere Formen denken; aber daß zwölf solche Teile zusammengefügt sind, damit die menschliche Gestalt da ist, das können Sie nicht außer acht lassen.

[ 39 ] Sie werden sagen, daß da die Hände fehlen. Wir werden in der nächsten Betrachtung sehen, warum hier eigentlich die Hände fehlen. Aber ich bitte Sie, sich diese Tabelle zunächst einmal anzusehen. Ich sagte, es könnte zunächst erscheinen, als ob es eine willkürliche Hinordnung wäre, daß die gesamte menschliche Gestalt hier in zwölf Glieder geteilt worden ist. Aber alles, was der Mensch wirklich braucht, um Erdenmensch zu sein — wie es sich mit den Händen verhält, werden wir morgen besprechen —, ist in diesen Gliedern enthalten; und es ist so darin enthalten, daß jedes dieser Glieder eine gewisse Selbständigkeit hat, daß jedes dieser Glieder getrennt ist von den anderen; und es wäre immerhin denkbar, daß jedes dieser Glieder mit den anderen in Verbindung stände und doch etwas anders geformt wäre, als sie geformt sind. Sie können sich andere Formen denken; aber daß zwölf solche Teile zusammengefügt sind, damit die menschliche Gestalt da ist, das können Sie nicht außer acht lassen.

[ 40 ] Wenn Sie das nehmen, was der Mensch sein soll auf der Erde, dann können Sie nicht außer acht lassen, daß er eine gegliederte Gestalt sein muß, die in dieser Weise angeordnet ist, so daß, wenn wir die menschliche Gestalt betrachten, sie sich gliedern muß in zwölf einzelne Glieder. Diese zwölf einzelnen Glieder haben immer im Okkultismus die denkbar größte Bedeutung gehabt. Diese zwölf einzelnen Glieder der menschlichen Gestalt brauchen wir, um die ganze Bedeutung dieser menschlichen Gestalt in ihrem Zusammenhange mit dem menschlichen Wesen ins Auge zu fassen. Der Okkultismus hat sie immer gekannt, und aus Gründen, die sich uns ergeben werden im weiteren Verfolge dieser Vorträge, wenn wir den Menschen in okkulter, theosophischer und philosophischer Beziehung kennenlernen werden, wird sich uns zeigen, warum diese Glieder aus einem gewissen Zusammenhange heraus ganz bestimmte Bezeichnungen erhalten haben.

[ 40 ] Wenn Sie das nehmen, was der Mensch sein soll auf der Erde, dann können Sie nicht außer acht lassen, daß er eine gegliederte Gestalt sein muß, die in dieser Weise angeordnet ist, so daß, wenn wir die menschliche Gestalt betrachten, sie sich gliedern muß in zwölf einzelne Glieder. Diese zwölf einzelnen Glieder haben immer im Okkultismus die denkbar größte Bedeutung gehabt. Diese zwölf einzelnen Glieder der menschlichen Gestalt brauchen wir, um die ganze Bedeutung dieser menschlichen Gestalt in ihrem Zusammenhange mit dem menschlichen Wesen ins Auge zu fassen. Der Okkultismus hat sie immer gekannt, und aus Gründen, die sich uns ergeben werden im weiteren Verfolge dieser Vorträge, wenn wir den Menschen in okkulter, theosophischer und philosophischer Beziehung kennenlernen werden, wird sich uns zeigen, warum diese Glieder aus einem gewissen Zusammenhange heraus ganz bestimmte Bezeichnungen erhalten haben.

[ 41 ] Man hat nämlich das, was unter erstens angeführt worden ist, genannt «Widder» und bezeichnet mit dem Zeichen ♈︎.

[ 41 ] Man hat nämlich das, was unter erstens angeführt worden ist, genannt «Widder» und bezeichnet mit dem Zeichen ♈︎.

[ 42 ] Was unter zweitens angeführt ist, wird bezeichnet als «Stier» und mit dem Zeichen ♉︎ symbolisiert.

[ 42 ] Was unter zweitens angeführt ist, wird bezeichnet als «Stier» und mit dem Zeichen ♉︎ symbolisiert.

[ 43 ] Was als das Symmetrische angeführt ist, als «Zwillinge», ist mit dem Zeichen ♊︎ bezeichnet worden.

[ 43 ] Was als das Symmetrische angeführt ist, als «Zwillinge», ist mit dem Zeichen ♊︎ bezeichnet worden.

[ 44 ] Was als Abgeschlossenheit im Inneren charakterisiert wurde, ist mit diesem Zeichen ♋︎ belegt und «Krebs» genannt worden.

[ 44 ] Was als Abgeschlossenheit im Inneren charakterisiert wurde, ist mit diesem Zeichen ♋︎ belegt und «Krebs» genannt worden.

[ 45 ] Was als Inneres, sich abschließendes Leben charakterisiert wurde, nannte man «Löwe» und symbolisierte es mit diesem Zeichen: ♌︎.

[ 45 ] Was als Inneres, sich abschließendes Leben charakterisiert wurde, nannte man «Löwe» und symbolisierte es mit diesem Zeichen: ♌︎.

[ 46 ] Dasjenige, was Inneres in leiblicher Beziehung, ohne Beziehung auf etwas Äußeres ist, was also im Inneren abgeschlossen ist, die dreifache menschliche Natur bezeichnet und den Abschluß nach innen andeutet, wird genannt «Jungfrau» und mit diesem Zeichen ♍︎ belegt.

[ 46 ] Dasjenige, was Inneres in leiblicher Beziehung, ohne Beziehung auf etwas Äußeres ist, was also im Inneren abgeschlossen ist, die dreifache menschliche Natur bezeichnet und den Abschluß nach innen andeutet, wird genannt «Jungfrau» und mit diesem Zeichen ♍︎ belegt.

[ 47 ] Das, was die Gleichgewichtslage andeutet, braucht nicht viel Erklärung, wenn man es als «Waage» bezeichnet: ♎︎.

[ 47 ] Das, was die Gleichgewichtslage andeutet, braucht nicht viel Erklärung, wenn man es als «Waage» bezeichnet: ♎︎.

[ 48 ] Die Reproduktionsorgane, die wieder die Richtung nach außen haben, werden bezeichnet mit dem Ausdruck «Skorpion» und mit diesem Zeichen ♏︎ symbolisiert.

[ 48 ] Die Reproduktionsorgane, die wieder die Richtung nach außen haben, werden bezeichnet mit dem Ausdruck «Skorpion» und mit diesem Zeichen ♏︎ symbolisiert.

[ 49 ] Die Oberschenkel, das, was man als «Schütze» bezeichnet, haben dieses Zeichen: ♐︎.

[ 49 ] Die Oberschenkel, das, was man als «Schütze» bezeichnet, haben dieses Zeichen: ♐︎.

[ 50 ] Die Knie, als «Steinbock», sind symbolisiert durch dieses Zeichen: ♑︎.

[ 50 ] Die Knie, als «Steinbock», sind symbolisiert durch dieses Zeichen: ♑︎.

[ 51 ] Die Unterschenkel, als «Wassermann», durch dieses Zeichen: ♑︎.

[ 51 ] Die Unterschenkel, als «Wassermann», durch dieses Zeichen: ♑︎.

[ 52 ] Und endlich die Füße als «Fische» mit diesem Zeichen: ♓︎.

[ 52 ] Und endlich die Füße als «Fische» mit diesem Zeichen: ♓︎.

[ 53 ] Sehen Sie zunächst in diesen Zeichen nur Signaturen, Zeichen für die Glieder der menschlichen Gestalt, von denen man sagen kann, daß sie die gesamte menschliche Gestalt zusammensetzen. Sehen Sie in diesen Zeichen zunächst nichts anderes als ein Mittel, so wie wenn man Buchstaben gewählt hätte, um diese einzelnen Teile der menschlichen Gestalt zu benennen. Dann haben Sie zunächst genug getan, ins Auge zu fassen das, was wir als menschliche Gestalt bezeichnen. Und wir können, weil wir sie in einzelne Teile gliedern, die angeführten Namen geben, diese einzelnen Teile wie mit Buchstaben mit den Zeichen belegen, die hinzugeschrieben sind.

[ 53 ] Sehen Sie zunächst in diesen Zeichen nur Signaturen, Zeichen für die Glieder der menschlichen Gestalt, von denen man sagen kann, daß sie die gesamte menschliche Gestalt zusammensetzen. Sehen Sie in diesen Zeichen zunächst nichts anderes als ein Mittel, so wie wenn man Buchstaben gewählt hätte, um diese einzelnen Teile der menschlichen Gestalt zu benennen. Dann haben Sie zunächst genug getan, ins Auge zu fassen das, was wir als menschliche Gestalt bezeichnen. Und wir können, weil wir sie in einzelne Teile gliedern, die angeführten Namen geben, diese einzelnen Teile wie mit Buchstaben mit den Zeichen belegen, die hinzugeschrieben sind.

[ 54 ] Sie wissen ja alle, daß in einer gewissen Beziehung diese Bezeichnungen uralten Gewohnheiten entsprechen und daß sie namentlich, so wie sie angeführt sind, in der Astrologie eine Rolle spielen. Aber ich bitte Sie, für diese Vorträge mit diesen Bezeichnungen nichts anderes zu verbinden, als daß wir mit ihrer Hilfe unsere Aufmerksamkeit hinlenken auf die menschliche Gestalt und sie naturgemäß gliedern in zwölf Teile. Wenn wir diesen Gliedern sonderbare Namen geben und sonderbare Zeichen hinzufügen, so ist das nicht anders aufzufassen, als wenn die Laute der menschlichen Sprache manchmal so sind, daß wir nicht gleich erkennen können, warum sie dieses oder jenes ausdrücken; nicht anders, als wenn die Buchstaben so sind, daß man auch nicht immer sagen kann, warum sie dieses oder jenes bezeichnen.

[ 54 ] Sie wissen ja alle, daß in einer gewissen Beziehung diese Bezeichnungen uralten Gewohnheiten entsprechen und daß sie namentlich, so wie sie angeführt sind, in der Astrologie eine Rolle spielen. Aber ich bitte Sie, für diese Vorträge mit diesen Bezeichnungen nichts anderes zu verbinden, als daß wir mit ihrer Hilfe unsere Aufmerksamkeit hinlenken auf die menschliche Gestalt und sie naturgemäß gliedern in zwölf Teile. Wenn wir diesen Gliedern sonderbare Namen geben und sonderbare Zeichen hinzufügen, so ist das nicht anders aufzufassen, als wenn die Laute der menschlichen Sprache manchmal so sind, daß wir nicht gleich erkennen können, warum sie dieses oder jenes ausdrücken; nicht anders, als wenn die Buchstaben so sind, daß man auch nicht immer sagen kann, warum sie dieses oder jenes bezeichnen.

[ 55 ] Was wir erreicht haben mit diesen Bezeichnungen, ist, daß wir darin haben den Ausdruck der menschlichen Gestalt, gegliedert in zwölf Teile, und daß wir ihnen zu unserem weiteren Gebrauch Namen beigefügt haben, die aus dem Okkultismus auch schon hie und da in die Öffentlichkeit gedrungen sind.

[ 55 ] Was wir erreicht haben mit diesen Bezeichnungen, ist, daß wir darin haben den Ausdruck der menschlichen Gestalt, gegliedert in zwölf Teile, und daß wir ihnen zu unserem weiteren Gebrauch Namen beigefügt haben, die aus dem Okkultismus auch schon hie und da in die Öffentlichkeit gedrungen sind.