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Man in the Light of
Occultism, Theosophy and Philosophy
GA 137

12 June 1912, Oslo

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Zehnter Vortrag

Zehnter Vortrag

[ 1 ] Es war keineswegs zufällig, daß ich, nachdem ich noch einmal auseinandergesetzt hatte die nächste Begegnung, die der Mensch hat, wenn er die Schwelle zu den übersinnlichen Welten betritt, die Begegnung mit dem Tod und dem Luzifer, daß ich dann versucht habe, den Übergang zu nehmen zu einer Auseinandersetzung, die Sie vielleicht zunächst als eine schwer verständliche berührt hat. Ich habe dann versucht, Ihnen die Bedeutung der Christus-Wesenheit auseinanderzusetzen, und im Verlaufe dieser Auseinandersetzung über die Christus-Wesenheit, die sich, man möchte sagen, von selbst ergeben hat, war es notwendig, hinzuweisen auf die Versuchungsgeschichte in den Evangelien, auf die Abweisung des Luzifer durch den Christus, was ja in den Evangelien als die Versuchungsgeschichte dargestellt wird, als die Versuchung, wie sie dort benannt wird, in der Einsiedelei, oder, wie man oft sagt, in der Wüste. Dann wurde, nachdem der Gang unserer Betrachtung etwas weiter sich erstreckt hatte, der Übergang genommen zu einer Mitteilung über den Buddha.

[ 1 ] Es war keineswegs zufällig, daß ich, nachdem ich noch einmal auseinandergesetzt hatte die nächste Begegnung, die der Mensch hat, wenn er die Schwelle zu den übersinnlichen Welten betritt, die Begegnung mit dem Tod und dem Luzifer, daß ich dann versucht habe, den Übergang zu nehmen zu einer Auseinandersetzung, die Sie vielleicht zunächst als eine schwer verständliche berührt hat. Ich habe dann versucht, Ihnen die Bedeutung der Christus-Wesenheit auseinanderzusetzen, und im Verlaufe dieser Auseinandersetzung über die Christus-Wesenheit, die sich, man möchte sagen, von selbst ergeben hat, war es notwendig, hinzuweisen auf die Versuchungsgeschichte in den Evangelien, auf die Abweisung des Luzifer durch den Christus, was ja in den Evangelien als die Versuchungsgeschichte dargestellt wird, als die Versuchung, wie sie dort benannt wird, in der Einsiedelei, oder, wie man oft sagt, in der Wüste. Dann wurde, nachdem der Gang unserer Betrachtung etwas weiter sich erstreckt hatte, der Übergang genommen zu einer Mitteilung über den Buddha.

[ 2 ] Nun lassen Sie uns ganz kurz noch einmal diese Begegnung mit dem Tod und mit Luzifer vor unsere Seele rufen. Luzifer erscheint tatsächlich dem okkultistischen Aspiranten zunächst als das Urbild menschlicher und auch übermenschlicher, sozusagen göttlicher Größe, wenn er so, herausgenommen aus seinen Taten, dem Menschen entgegentritt als eine verführerische Wesenheit. Und der okkultistische Aspirant wird gewissermaßen erst dann von der Versuchung ein wenig geheilt, wenn er zurückblickt auf das, was er selbst durch Luzifer geworden ist, wenn er auf das Schreckensbild tierischer Art blickt, das von Inkarnation zu Inkarnation der Mensch geworden ist durch die luziferische Versuchung und Verführung. Und dann, habe ich Ihnen gesagt, dann tritt für den okkultistischen Aspiranten der Gegenwart ein jene Hilfe, die ihm von dem Christus werden kann; und die Begegnung ist dann ungefähr so, daß der Christus eine Art höchsten, vollsten Trostes bietet gegenüber dem furchtbaren Eindruck, den die Begegnung mit dem Tode und mit Luzifer hervorruft, und mit dem, was man selber darstellt, und was in einer gewissen Beziehung der Hüter der Schwelle ist. Wenn diese Begegnung einen furchtbaren Eindruck gemacht hat, so bietet sozusagen dasjenige, was einem der Christus sein kann, einen Trost, eine Hoffnung. Denn an die Stelle des Todes selber, anstelle des zerbrochenen menschlichen Leibes tritt etwas anderes auf. Und das, was ich Ihnen hier sage, ist eine unbedingte Erfahrung, die gemacht werden kann, die wirklich so gemacht wird, wie ich sie erzähle: An die Stelle des Todes nämlich tritt dann, uns begreiflich machend, daß dieses Ich doch erhalten werden kann, Christus selber. Mit anderen Worten, wir bekommen innerlich in unserem Bewußtsein ein Bild, das ganz unabhängig ist von jeder Erinnerung aus dem Sinnenleben. Da von Illusion, Halluzination zu sprechen, wäre eben der reinste Unsinn, denn man könnte blind und taub und geruchlos und alles mögliche sein, und man könnte doch dieses Erlebnis haben, das sich darbietet bei diesem Punkt der Initiation; Christus würde dennoch an die Stelle des Todes treten. Was hat man dann aber vor sich?

[ 2 ] Nun lassen Sie uns ganz kurz noch einmal diese Begegnung mit dem Tod und mit Luzifer vor unsere Seele rufen. Luzifer erscheint tatsächlich dem okkultistischen Aspiranten zunächst als das Urbild menschlicher und auch übermenschlicher, sozusagen göttlicher Größe, wenn er so, herausgenommen aus seinen Taten, dem Menschen entgegentritt als eine verführerische Wesenheit. Und der okkultistische Aspirant wird gewissermaßen erst dann von der Versuchung ein wenig geheilt, wenn er zurückblickt auf das, was er selbst durch Luzifer geworden ist, wenn er auf das Schreckensbild tierischer Art blickt, das von Inkarnation zu Inkarnation der Mensch geworden ist durch die luziferische Versuchung und Verführung. Und dann, habe ich Ihnen gesagt, dann tritt für den okkultistischen Aspiranten der Gegenwart ein jene Hilfe, die ihm von dem Christus werden kann; und die Begegnung ist dann ungefähr so, daß der Christus eine Art höchsten, vollsten Trostes bietet gegenüber dem furchtbaren Eindruck, den die Begegnung mit dem Tode und mit Luzifer hervorruft, und mit dem, was man selber darstellt, und was in einer gewissen Beziehung der Hüter der Schwelle ist. Wenn diese Begegnung einen furchtbaren Eindruck gemacht hat, so bietet sozusagen dasjenige, was einem der Christus sein kann, einen Trost, eine Hoffnung. Denn an die Stelle des Todes selber, anstelle des zerbrochenen menschlichen Leibes tritt etwas anderes auf. Und das, was ich Ihnen hier sage, ist eine unbedingte Erfahrung, die gemacht werden kann, die wirklich so gemacht wird, wie ich sie erzähle: An die Stelle des Todes nämlich tritt dann, uns begreiflich machend, daß dieses Ich doch erhalten werden kann, Christus selber. Mit anderen Worten, wir bekommen innerlich in unserem Bewußtsein ein Bild, das ganz unabhängig ist von jeder Erinnerung aus dem Sinnenleben. Da von Illusion, Halluzination zu sprechen, wäre eben der reinste Unsinn, denn man könnte blind und taub und geruchlos und alles mögliche sein, und man könnte doch dieses Erlebnis haben, das sich darbietet bei diesem Punkt der Initiation; Christus würde dennoch an die Stelle des Todes treten. Was hat man dann aber vor sich?

[ 3 ] Stellen Sie sich vor, Sie haben vor sich Christus, der an die Stelle des Todes tritt, und Luzifer: absolut das Bild, das die Evangelien selbst darbieten als die Versuchungsszene in der Wüste. Sie brauchten sich gar nicht an diese Versuchungsgeschichte aus den Evangelien zu erinnern, Sie hätten sie doch vor sich. Und dadurch hätten Sie sie vor sich, daß Sie den Impuls in Ihre Seele aufgenommen haben, daß der Christus einmal über die Erde gegangen ist und gekreuzigt worden ist und den Tod besiegt hat. Das Paulinische Christentum bloß braucht auf Sie gewirkt zu haben, nicht das Christentum der Evangelien.

[ 3 ] Stellen Sie sich vor, Sie haben vor sich Christus, der an die Stelle des Todes tritt, und Luzifer: absolut das Bild, das die Evangelien selbst darbieten als die Versuchungsszene in der Wüste. Sie brauchten sich gar nicht an diese Versuchungsgeschichte aus den Evangelien zu erinnern, Sie hätten sie doch vor sich. Und dadurch hätten Sie sie vor sich, daß Sie den Impuls in Ihre Seele aufgenommen haben, daß der Christus einmal über die Erde gegangen ist und gekreuzigt worden ist und den Tod besiegt hat. Das Paulinische Christentum bloß braucht auf Sie gewirkt zu haben, nicht das Christentum der Evangelien.

[ 4 ] Also es ist dann möglich, etwas, was in den Evangelien geschildert wird, unabhängig von den Evangelien, also unabhängig überhaupt von jedem äußeren Eindruck zu erleben; das ist durchaus möglich. Wenn Sie sich an das gewöhnliche Leben erinnern, so werden Sie sich sagen: Sie haben im gewöhnlichen Leben ein bewußtes Erleben, wenn äußere Eindrücke auf dieses Ihr Bewußtsein gemacht werden, wenn die Vorstellungen Ihres Bewußtseins hervorgerufen werden durch äußere Eindrücke. — Jetzt haben Sie ein Bild vor sich, das kein äußerer Eindruck hervorrufen kann, weil Sie nirgends in der sinnlichen Welt Luzifer finden können. Als äußeren Eindruck in der physisch-sinnlichen Welt können Sie ihn nicht finden. Das ergänzt sich Ihnen, indem Sie das Bild des Todes haben — das Sie auch nicht dort in der sinnlichen Welt finden können —, in dem der Tod sich in den Christus verwandelt. Sie haben das zu dem hinzu, was Sie zwar zur Not gewinnen können als eine Reminiszenz aus dieser äußeren Welt, aber was sich Ihnen, wenn Sie eintreten in diese übersinnliche Welt, als ein Bild zeigt, das auch unabhängig von der äußeren Welt gewonnen werden kann. Kein äußerer Eindruck braucht da zu sein, wenn Sie dieses Bild der Versuchung des Christus und der Besiegung des Todes, sozusagen der Besiegung alles dessen, was Luzifer angefangen hat mit dem Menschen, vor sich haben. Und was ist denn das für ein Bewußtsein? Ein Bewußtsein ohne einen äußeren Gegenstand.

[ 4 ] Also es ist dann möglich, etwas, was in den Evangelien geschildert wird, unabhängig von den Evangelien, also unabhängig überhaupt von jedem äußeren Eindruck zu erleben; das ist durchaus möglich. Wenn Sie sich an das gewöhnliche Leben erinnern, so werden Sie sich sagen: Sie haben im gewöhnlichen Leben ein bewußtes Erleben, wenn äußere Eindrücke auf dieses Ihr Bewußtsein gemacht werden, wenn die Vorstellungen Ihres Bewußtseins hervorgerufen werden durch äußere Eindrücke. — Jetzt haben Sie ein Bild vor sich, das kein äußerer Eindruck hervorrufen kann, weil Sie nirgends in der sinnlichen Welt Luzifer finden können. Als äußeren Eindruck in der physisch-sinnlichen Welt können Sie ihn nicht finden. Das ergänzt sich Ihnen, indem Sie das Bild des Todes haben — das Sie auch nicht dort in der sinnlichen Welt finden können —, in dem der Tod sich in den Christus verwandelt. Sie haben das zu dem hinzu, was Sie zwar zur Not gewinnen können als eine Reminiszenz aus dieser äußeren Welt, aber was sich Ihnen, wenn Sie eintreten in diese übersinnliche Welt, als ein Bild zeigt, das auch unabhängig von der äußeren Welt gewonnen werden kann. Kein äußerer Eindruck braucht da zu sein, wenn Sie dieses Bild der Versuchung des Christus und der Besiegung des Todes, sozusagen der Besiegung alles dessen, was Luzifer angefangen hat mit dem Menschen, vor sich haben. Und was ist denn das für ein Bewußtsein? Ein Bewußtsein ohne einen äußeren Gegenstand.

[ 5 ] Ich habe Sie hinzuführen versucht zu dem, was das unoffenbare Licht ist, hinzuführen versucht zu dem, was das unaussprechliche Wort ist. Jetzt haben Sie den Begriff bekommen eines Bewußtseins ohne einen äußeren Gegenstand, eines Bewußtseins, dem durch sein eigenes Sein ein Inhalt gegeben wird. Das ist das Bewußtsein ohne einen äußeren Gegenstand.

[ 5 ] Ich habe Sie hinzuführen versucht zu dem, was das unoffenbare Licht ist, hinzuführen versucht zu dem, was das unaussprechliche Wort ist. Jetzt haben Sie den Begriff bekommen eines Bewußtseins ohne einen äußeren Gegenstand, eines Bewußtseins, dem durch sein eigenes Sein ein Inhalt gegeben wird. Das ist das Bewußtsein ohne einen äußeren Gegenstand.

[ 6 ] Und dann hat uns unsere Betrachtung dazu geführt, die sonderbare, aber doch wahre Mitteilung über den Buddha zu machen. Das war wiederum nicht zufällig, sondern ich mußte die gestrige Betrachtung über den Menschen mit seinen innerlichen Bewegungen vorausschicken, um Ihnen verständlich zu machen, daß der Mensch auch noch eine Stufe weiterkommen kann in der Initiation, in der Einweihung in die höheren Welten. Ich habe Ihnen die vielleicht zunächst schwer verständliche Wahrheit aussprechen müssen, auf die wir gleich zurückkommen werden, daß Luzifer sich dann völlig verwandelt darstellt, darstellt als der Herrscher im Reich der Venus, wenn wir zu dieser zweiten Stufe vorrücken. Ich sagte, daß dann uns das, was vorher von uns geahnt worden ist, als übermächtige Sonne, wie ein Planet unter den sieben Planeten erscheint und der Christus als der Geist dieses Planeten, der wie ein Bruder des Geistes der Venus, der auch in gewisser Beziehung dann uns als Planetengeist erscheint, auch als Planetengeist vor uns hintritt, Christus gewissermaßen als ein Bruder des Luzifer. Dann aber haben wir anschließen müssen an diese Betrachtung diejenige über die nachirdischen Schicksale des Buddha. Sie sind aus dem Grund an diese Betrachtung gerade angeschlossen worden, weil sie in ihrer Ursprünglichkeit, so wie sie eben erlebt werden sollen, nicht erlebt werden können ohne diese zweite Initiationsstufe, die sich auf die geschilderte Weise ergibt. Ohne daß man weiterrückt von dieser ersten Begegnung mit dem Tod und Luzifer, wo man die Versuchungsszene zum Beispiel sieht, ohne daß man weiterrückt bis zur anderen Initiationsstufe, wo die sieben Planetengeister erscheinen, ohne das kann man nicht die Wahrheit über den Buddha gewinnen, wie sie gestern dargestellt worden ist. Nur dann kann man sie gewinnen. Daher mußte ich zuerst das voranschicken.

[ 6 ] Und dann hat uns unsere Betrachtung dazu geführt, die sonderbare, aber doch wahre Mitteilung über den Buddha zu machen. Das war wiederum nicht zufällig, sondern ich mußte die gestrige Betrachtung über den Menschen mit seinen innerlichen Bewegungen vorausschicken, um Ihnen verständlich zu machen, daß der Mensch auch noch eine Stufe weiterkommen kann in der Initiation, in der Einweihung in die höheren Welten. Ich habe Ihnen die vielleicht zunächst schwer verständliche Wahrheit aussprechen müssen, auf die wir gleich zurückkommen werden, daß Luzifer sich dann völlig verwandelt darstellt, darstellt als der Herrscher im Reich der Venus, wenn wir zu dieser zweiten Stufe vorrücken. Ich sagte, daß dann uns das, was vorher von uns geahnt worden ist, als übermächtige Sonne, wie ein Planet unter den sieben Planeten erscheint und der Christus als der Geist dieses Planeten, der wie ein Bruder des Geistes der Venus, der auch in gewisser Beziehung dann uns als Planetengeist erscheint, auch als Planetengeist vor uns hintritt, Christus gewissermaßen als ein Bruder des Luzifer. Dann aber haben wir anschließen müssen an diese Betrachtung diejenige über die nachirdischen Schicksale des Buddha. Sie sind aus dem Grund an diese Betrachtung gerade angeschlossen worden, weil sie in ihrer Ursprünglichkeit, so wie sie eben erlebt werden sollen, nicht erlebt werden können ohne diese zweite Initiationsstufe, die sich auf die geschilderte Weise ergibt. Ohne daß man weiterrückt von dieser ersten Begegnung mit dem Tod und Luzifer, wo man die Versuchungsszene zum Beispiel sieht, ohne daß man weiterrückt bis zur anderen Initiationsstufe, wo die sieben Planetengeister erscheinen, ohne das kann man nicht die Wahrheit über den Buddha gewinnen, wie sie gestern dargestellt worden ist. Nur dann kann man sie gewinnen. Daher mußte ich zuerst das voranschicken.

[ 7 ] Wenn Sie sich nun fragen, ob zunächst für das äußere Bewußtsein, das auf äußere Eindrücke angewiesen ist, diese Wahrheit zu gewinnen ist über den Buddha in seiner nachirdischen Zeit, dann werden Sie sich antworten müssen, daß mit dem irdischen Bewußtsein es nicht möglich ist, die Kultur des Mars so zu durchforschen, daß entdeckt werden könnte, was der Buddha dort tut. In dem Augenblick aber, wo die Initiation bis zu der eben erwähnten und gestern geschilderten Stufe vordringt, ist es möglich, daß das Bewußtsein ohne einen äußeren Gegenstand dieses Erlebnis durch sein eigenes Sein hat. Wir haben es also auch mit Bezug auf diese Buddhawahrheit mit einem Bewußtsein zu tun ohne einen äußeren Gegenstand. Der Tatsachenbestand ist natürlich ein äußerer; der Buddha lebt ja wirklich auf dem Mars; aber das Bewußtsein geht nicht aus sich heraus, läßt nicht einen äußeren Eindruck auf sich wirken, wenn es eine solche Wahrheit erkennt, ist also ein Bewußtsein ohne äußeren Gegenstand. So, sehen Sie, habe ich Sie hingeführt zu dem Begriff, den wir als den dritten angeführt haben im Beginn unserer Vorträge: zu dem Bewußtsein ohne einen äußeren Gegenstand.

[ 7 ] Wenn Sie sich nun fragen, ob zunächst für das äußere Bewußtsein, das auf äußere Eindrücke angewiesen ist, diese Wahrheit zu gewinnen ist über den Buddha in seiner nachirdischen Zeit, dann werden Sie sich antworten müssen, daß mit dem irdischen Bewußtsein es nicht möglich ist, die Kultur des Mars so zu durchforschen, daß entdeckt werden könnte, was der Buddha dort tut. In dem Augenblick aber, wo die Initiation bis zu der eben erwähnten und gestern geschilderten Stufe vordringt, ist es möglich, daß das Bewußtsein ohne einen äußeren Gegenstand dieses Erlebnis durch sein eigenes Sein hat. Wir haben es also auch mit Bezug auf diese Buddhawahrheit mit einem Bewußtsein zu tun ohne einen äußeren Gegenstand. Der Tatsachenbestand ist natürlich ein äußerer; der Buddha lebt ja wirklich auf dem Mars; aber das Bewußtsein geht nicht aus sich heraus, läßt nicht einen äußeren Eindruck auf sich wirken, wenn es eine solche Wahrheit erkennt, ist also ein Bewußtsein ohne äußeren Gegenstand. So, sehen Sie, habe ich Sie hingeführt zu dem Begriff, den wir als den dritten angeführt haben im Beginn unserer Vorträge: zu dem Bewußtsein ohne einen äußeren Gegenstand.

[ 8 ] Wir haben also jetzt schon, wenn wir überblicken, was wir auseinandergesetzt haben, drei menschliche Bewußtseinszustände: das gewöhnliche physische Bewußtsein, dann dasjenige, das auf der ersten Initiationsstufe erlangt wird, und als Beispiel eines Erlebnisses habe ich Ihnen angeführt das Bild: Tod und Luzifer oder: Christus und Luzifer in der Versuchungsgeschichte. Die nächste Bewußtseinsstufe war diese, wo die sieben Planetengeister dem Menschen erscheinen. Ich habe dies Ihnen außerdem durch das Beispiel des Buddha illustriert, wie Sie da erleben das Schicksal des Buddha, nachdem der Buddha eben Buddha geworden ist und nicht mehr zu einem physischen Dasein auf der Erde zurückzukehren hat. — Da haben Sie sozusagen drei Bewußtseinszustände des Menschen: Wir haben das physische Bewußtsein; wir haben dann das Bewußtsein höherer Welten auf der ersten Stufe, wie es gestern geschildert worden ist, das wir illustriert haben durch die Versuchungsgeschichte; und wir haben dann auf ein noch höheres Bewußtsein, ein zweites Bewußtsein übersinnlicher Art hingewiesen. Und sehen Sie, so schön und wünschenswert es vielleicht auch für manche von Ihnen wäre, auch noch weiter hinzuweisen auf Bewußtseinsstufen höherer Art, es fehlt uns dazu die Zeit. Nur andeuten werde ich gleich nachher eine solche andere Bewußtseinsstufe noch höherer Art.

[ 8 ] Wir haben also jetzt schon, wenn wir überblicken, was wir auseinandergesetzt haben, drei menschliche Bewußtseinszustände: das gewöhnliche physische Bewußtsein, dann dasjenige, das auf der ersten Initiationsstufe erlangt wird, und als Beispiel eines Erlebnisses habe ich Ihnen angeführt das Bild: Tod und Luzifer oder: Christus und Luzifer in der Versuchungsgeschichte. Die nächste Bewußtseinsstufe war diese, wo die sieben Planetengeister dem Menschen erscheinen. Ich habe dies Ihnen außerdem durch das Beispiel des Buddha illustriert, wie Sie da erleben das Schicksal des Buddha, nachdem der Buddha eben Buddha geworden ist und nicht mehr zu einem physischen Dasein auf der Erde zurückzukehren hat. — Da haben Sie sozusagen drei Bewußtseinszustände des Menschen: Wir haben das physische Bewußtsein; wir haben dann das Bewußtsein höherer Welten auf der ersten Stufe, wie es gestern geschildert worden ist, das wir illustriert haben durch die Versuchungsgeschichte; und wir haben dann auf ein noch höheres Bewußtsein, ein zweites Bewußtsein übersinnlicher Art hingewiesen. Und sehen Sie, so schön und wünschenswert es vielleicht auch für manche von Ihnen wäre, auch noch weiter hinzuweisen auf Bewußtseinsstufen höherer Art, es fehlt uns dazu die Zeit. Nur andeuten werde ich gleich nachher eine solche andere Bewußtseinsstufe noch höherer Art.

[ 9 ] Was können wir erfahren und erleben durch das physische Bewußtsein? Alles das, was in der sinnlichen Gegenwart ist, was also Gegenstand unseres Erdendaseins ist. Was können wir durch das zweite Bewußtsein erfahren? Wir wollen von dem Beispiel zunächst absehen, das angeführt worden ist, von der Versuchungsgeschichte. Durch dieses Bewußtsein der ersten Bewußtseinsstufe höherer Art kann noch etwas anderes gefunden werden; und was dadurch gefunden und beschrieben werden kann, das finden Sie ganz skizzenhaft beschrieben in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», da, wo die Rede ist von dem Mondenzustand, der unserem Erdenzustand vorangegangen ist. Dieser alte Mondenzustand ist nicht mehr da, er muß beschrieben werden durch ein Bewußtsein ohne einen heute vorhandenen Gegenstand. Er ist nur da in den höheren Welten, konserviert, wie Sie ja auch oft schon gehört haben, in der Akasha-Chronik. Also wir haben für das erste Bewußtsein höherer Art ein zweites außer der Versuchungsgeschichte: Wir haben alle Vorgänge, die sich, wie wir sagen können, auf den alten Mond beziehen. Und alles, was mit diesem alten Mond zusammenhängt, läßt sich durch dieses Bewußtsein beschreiben.

[ 9 ] Was können wir erfahren und erleben durch das physische Bewußtsein? Alles das, was in der sinnlichen Gegenwart ist, was also Gegenstand unseres Erdendaseins ist. Was können wir durch das zweite Bewußtsein erfahren? Wir wollen von dem Beispiel zunächst absehen, das angeführt worden ist, von der Versuchungsgeschichte. Durch dieses Bewußtsein der ersten Bewußtseinsstufe höherer Art kann noch etwas anderes gefunden werden; und was dadurch gefunden und beschrieben werden kann, das finden Sie ganz skizzenhaft beschrieben in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», da, wo die Rede ist von dem Mondenzustand, der unserem Erdenzustand vorangegangen ist. Dieser alte Mondenzustand ist nicht mehr da, er muß beschrieben werden durch ein Bewußtsein ohne einen heute vorhandenen Gegenstand. Er ist nur da in den höheren Welten, konserviert, wie Sie ja auch oft schon gehört haben, in der Akasha-Chronik. Also wir haben für das erste Bewußtsein höherer Art ein zweites außer der Versuchungsgeschichte: Wir haben alle Vorgänge, die sich, wie wir sagen können, auf den alten Mond beziehen. Und alles, was mit diesem alten Mond zusammenhängt, läßt sich durch dieses Bewußtsein beschreiben.

[ 10 ] Nun möchte ich Sie dabei noch auf eines aufmerksam machen. Es hat wiederum seine besondere Bewandtnis, daß ich Ihnen als ein konkretes, besonderes Beispiel von einem Erlebnis, das man zunächst haben kann durch dieses höhere Bewußtsein erster Art, gerade die Versuchungsgeschichte angeführt habe unter den mancherlei Erlebnissen, die man hat. Wenn man sozusagen dieses höhere Bewußtsein erster Art nach dem alten Monde richtet, hat man eine Wiederholung dieser Versuchungsgeschichte. Eine Wiederholung für den Menschen; in Wahrheit hat sich das natürlich lange vorher abgespielt. Denn, sehen Sie, man erfährt nämlich dann, daß der Christus schon auf dem alten Mond den Luzifer für sich besiegt hatte, und daß die Szene, die so in den Evangelien geschildert wird, die zweite, die wiederholte Tatsache ist, wo der Christus den Sieg über den Luzifer erringt, also daß der Christus auf der Erde von vornherein den Luzifer abweist. Das ist aus dem Grund — wie Sie es ja für selbstverständlich halten werden, hat der Christus auch eine Entwickelung durchgemacht —, weil der Christus, als er für sich noch weniger entwickelt war auf dem Monde, aus seinem durchaus den höchsten Mächten ergebenen Sinne heraus alle Anfechtungen des Luzifer, die dazumal für ihn noch etwas bedeutet haben, abgewiesen hat. Auf dem alten Monde trat also bereits Luzifer dem Christus entgegen. Auf der Erde war Luzifer dem Christus nicht mehr gefährlich; da weist er ihn ohne weiteres ab. Auf dem Monde aber entwickelte Christus alle ihm zur Verfügung stehenden Kräfte, um abzuweisen den Luzifer. Das ist also etwas, was man weiter erlebt, wenn man so den Blick des höheren Bewußtseins zurück wirft in die alte Mondenzeit.

[ 10 ] Nun möchte ich Sie dabei noch auf eines aufmerksam machen. Es hat wiederum seine besondere Bewandtnis, daß ich Ihnen als ein konkretes, besonderes Beispiel von einem Erlebnis, das man zunächst haben kann durch dieses höhere Bewußtsein erster Art, gerade die Versuchungsgeschichte angeführt habe unter den mancherlei Erlebnissen, die man hat. Wenn man sozusagen dieses höhere Bewußtsein erster Art nach dem alten Monde richtet, hat man eine Wiederholung dieser Versuchungsgeschichte. Eine Wiederholung für den Menschen; in Wahrheit hat sich das natürlich lange vorher abgespielt. Denn, sehen Sie, man erfährt nämlich dann, daß der Christus schon auf dem alten Mond den Luzifer für sich besiegt hatte, und daß die Szene, die so in den Evangelien geschildert wird, die zweite, die wiederholte Tatsache ist, wo der Christus den Sieg über den Luzifer erringt, also daß der Christus auf der Erde von vornherein den Luzifer abweist. Das ist aus dem Grund — wie Sie es ja für selbstverständlich halten werden, hat der Christus auch eine Entwickelung durchgemacht —, weil der Christus, als er für sich noch weniger entwickelt war auf dem Monde, aus seinem durchaus den höchsten Mächten ergebenen Sinne heraus alle Anfechtungen des Luzifer, die dazumal für ihn noch etwas bedeutet haben, abgewiesen hat. Auf dem alten Monde trat also bereits Luzifer dem Christus entgegen. Auf der Erde war Luzifer dem Christus nicht mehr gefährlich; da weist er ihn ohne weiteres ab. Auf dem Monde aber entwickelte Christus alle ihm zur Verfügung stehenden Kräfte, um abzuweisen den Luzifer. Das ist also etwas, was man weiter erlebt, wenn man so den Blick des höheren Bewußtseins zurück wirft in die alte Mondenzeit.

[ 11 ] Wenn man nun weiterkommt zu dem zweiten Bewußtsein höherer Art, dann ergibt sich neben Erkenntnissen, die für die Erde eine Bedeutung haben wie die Buddhageschichte, noch etwas anderes — was man also später zu erkennen hat, durch dieses zweite Bewußtsein höherer Art —, und das ist wiederum geschildert in meiner «Geheimwissenschaft» in der Skizze, die über den früheren Verkörperungszustand unserer Erde, über die alte Sonne gegeben worden ist. Dazumal waren die Verhältnisse wirklich wesentlich anders, und es ist schon recht schwierig, wie Sie ja aus der Schwierigkeit des Verstehens gerade dieses Kapitels meiner «Geheimwissenschaft» ersehen, es ist schwierig, diesen alten Sonnenzustand zu schildern. Ich habe dort mehr Rücksicht genommen auf die den Menschen näherliegenden Szenen, die sich sozusagen auf die Naturseite beziehen. Es würde in der Zeit, als diese «Geheimwissenschaft» geschrieben wurde, in der theosophischen Bewegung wenig Verständnis gefunden haben, wenn ich auf die mehr moralischen Dinge hingewiesen hätte, welche man auch erlebt in der Betrachtung der alten Sonnenzeit. Da erlebt man nicht mehr die Versuchungsgeschichte. Wenn wir uns zurückwenden zur Sonnenzeit, dann tritt uns die Sonne selbst noch auf als ein Planet unter den sieben Planeten, Venus vorgebildet mit Luzifer als dem Herrscher; und zunächst erscheinen die beiden, der Sonnengeist und der Venusgeist, mit anderen Worten der Christus und der Luzifer, sie erscheinen als eine Art Brüder. Man muß dann alle Anstrengung anwenden, um einen Unterschied zu gewahren zwischen den beiden. Der Unterschied in der alten Sonnenzeit zwischen Luzifer und dem Christus ergibt sich nicht so ohne weiteres aus der Betrachtung ihrer äußeren Wesenheit, sondern er ergibt sich erst, wenn man auf das Innere eingeht. Und es ist schwierig, außerordentlich schwierig, jetzt Mittel der äußeren Darstellung zu finden, um Ihnen zu zeigen, worin der Unterschied besteht. Betrachten Sie das, was ich sagen werde, als einen Versuch, den Unterschied, der sich dem hellseherischen Bewußtsein in der alten Sonnenzeit für den Christus und den Luzifer ergibt, eben so gut es geht zu charakterisieren.

[ 11 ] Wenn man nun weiterkommt zu dem zweiten Bewußtsein höherer Art, dann ergibt sich neben Erkenntnissen, die für die Erde eine Bedeutung haben wie die Buddhageschichte, noch etwas anderes — was man also später zu erkennen hat, durch dieses zweite Bewußtsein höherer Art —, und das ist wiederum geschildert in meiner «Geheimwissenschaft» in der Skizze, die über den früheren Verkörperungszustand unserer Erde, über die alte Sonne gegeben worden ist. Dazumal waren die Verhältnisse wirklich wesentlich anders, und es ist schon recht schwierig, wie Sie ja aus der Schwierigkeit des Verstehens gerade dieses Kapitels meiner «Geheimwissenschaft» ersehen, es ist schwierig, diesen alten Sonnenzustand zu schildern. Ich habe dort mehr Rücksicht genommen auf die den Menschen näherliegenden Szenen, die sich sozusagen auf die Naturseite beziehen. Es würde in der Zeit, als diese «Geheimwissenschaft» geschrieben wurde, in der theosophischen Bewegung wenig Verständnis gefunden haben, wenn ich auf die mehr moralischen Dinge hingewiesen hätte, welche man auch erlebt in der Betrachtung der alten Sonnenzeit. Da erlebt man nicht mehr die Versuchungsgeschichte. Wenn wir uns zurückwenden zur Sonnenzeit, dann tritt uns die Sonne selbst noch auf als ein Planet unter den sieben Planeten, Venus vorgebildet mit Luzifer als dem Herrscher; und zunächst erscheinen die beiden, der Sonnengeist und der Venusgeist, mit anderen Worten der Christus und der Luzifer, sie erscheinen als eine Art Brüder. Man muß dann alle Anstrengung anwenden, um einen Unterschied zu gewahren zwischen den beiden. Der Unterschied in der alten Sonnenzeit zwischen Luzifer und dem Christus ergibt sich nicht so ohne weiteres aus der Betrachtung ihrer äußeren Wesenheit, sondern er ergibt sich erst, wenn man auf das Innere eingeht. Und es ist schwierig, außerordentlich schwierig, jetzt Mittel der äußeren Darstellung zu finden, um Ihnen zu zeigen, worin der Unterschied besteht. Betrachten Sie das, was ich sagen werde, als einen Versuch, den Unterschied, der sich dem hellseherischen Bewußtsein in der alten Sonnenzeit für den Christus und den Luzifer ergibt, eben so gut es geht zu charakterisieren.

[ 12 ] Wenn wir den Blick hinwenden auf der einen Seite zu Christus, auf der anderen Seite zu Luzifer, dann werden wir allerdings noch etwas anderes gewahr. Wir werden gewahr, daß Luzifer, der Venusherrscher, in einer außerordentlich lichtvollen Gestalt erscheint — obwohl geistiges Licht gemeint ist —, so daß wir die Empfindung haben: Aller Glanz, der jemals uns kommen kann durch eine Betrachtung, die von der Offenbarung des Lichtes ausgeht, ist etwas Geringfügiges gegen die Majestät Luzifers in der alten Sonnenzeit. Aber wir bemerken innerhalb dieses Luzifer, wenn wir auf seine Intentionen, die ja dann zu durchschauen sind, eingehen, daß er ein Geist ist, welcher durch alles das, was er an sich hat, begabt ist mit einem unendlich großen Stolze, mit einem solchen Stolze, daß man durch diesen Stolz auch versucht werden kann. Denn bekanntlich werden selbst Dinge, die der Mensch bis zu einem gewissen Grade hin nicht verführerisch findet, dann verführerisch, wenn sie zu majestätischer Größe werden. Und der Stolz in seiner majestätischen Größe wirkt auch verführerisch. Das ist das Verführerische des Luzifer in seiner stolzen Größe, in seinem Stolz auf seine Lichtgestalt. Dasjenige, was man «unoffenbares» Licht nennen kann, das Licht, das nicht äußerlich leuchtet, sondern in sich selber die große starke Kraft hat, das hat er in vollstem Maße. Und daneben ist die Gestalt des Christus in der alten Sonnenzeit, der sozusagen der Herrscher des Sonnenplaneten ist, ein Bild vollster Hingabe an dasjenige, was ringsherum sonst in der Welt ist. Während Luzifer eigentlich nur auf sich selbst bedacht erscheint — man muß das alles in menschliche Worte kleiden, obwohl sie nicht ausreichen —, erscheint der Christus als hingegeben an dasjenige, was ihn in dem weiten, weiten Weltall umgibt.

[ 12 ] Wenn wir den Blick hinwenden auf der einen Seite zu Christus, auf der anderen Seite zu Luzifer, dann werden wir allerdings noch etwas anderes gewahr. Wir werden gewahr, daß Luzifer, der Venusherrscher, in einer außerordentlich lichtvollen Gestalt erscheint — obwohl geistiges Licht gemeint ist —, so daß wir die Empfindung haben: Aller Glanz, der jemals uns kommen kann durch eine Betrachtung, die von der Offenbarung des Lichtes ausgeht, ist etwas Geringfügiges gegen die Majestät Luzifers in der alten Sonnenzeit. Aber wir bemerken innerhalb dieses Luzifer, wenn wir auf seine Intentionen, die ja dann zu durchschauen sind, eingehen, daß er ein Geist ist, welcher durch alles das, was er an sich hat, begabt ist mit einem unendlich großen Stolze, mit einem solchen Stolze, daß man durch diesen Stolz auch versucht werden kann. Denn bekanntlich werden selbst Dinge, die der Mensch bis zu einem gewissen Grade hin nicht verführerisch findet, dann verführerisch, wenn sie zu majestätischer Größe werden. Und der Stolz in seiner majestätischen Größe wirkt auch verführerisch. Das ist das Verführerische des Luzifer in seiner stolzen Größe, in seinem Stolz auf seine Lichtgestalt. Dasjenige, was man «unoffenbares» Licht nennen kann, das Licht, das nicht äußerlich leuchtet, sondern in sich selber die große starke Kraft hat, das hat er in vollstem Maße. Und daneben ist die Gestalt des Christus in der alten Sonnenzeit, der sozusagen der Herrscher des Sonnenplaneten ist, ein Bild vollster Hingabe an dasjenige, was ringsherum sonst in der Welt ist. Während Luzifer eigentlich nur auf sich selbst bedacht erscheint — man muß das alles in menschliche Worte kleiden, obwohl sie nicht ausreichen —, erscheint der Christus als hingegeben an dasjenige, was ihn in dem weiten, weiten Weltall umgibt.

[ 13 ] So war dieses weite Weltall nicht, wie es heute ist. Wenn man heute sich auf die Sonne versetzte, würde man ja, radial ausschauend, zunächst blicken auf die zwölf Sternbilder des Tierkreises. Die waren in äußerer Sichtbarkeit damals als solche nicht vorhanden. Dafür waren aber vorhanden zwölf Gestalten, zwölf Wesenheiten, die, da ja der äußere Raum nicht von Licht erfüllt war, aus der Tiefe der Dunkelheit, aus der Tiefe der Finsternis heraus ihre Worte erschallen ließen. Was waren das für Worte? Ja, sehen Sie, das waren Worte — das Wort «Wort» ist wiederum nur ein Surrogat, um das anzudeuten, um was es sich handelt —, das waren Worte, die kündeten von uralten, dazumal schon uralten Zeiten. Das waren zwölf Weltinitiatoren. Heute stehen in der Richtung dieser zwölf Weltinitiatoren die zwölf Tierkreisbilder, und von ihnen aus tönt zu der Seele, die aufgeschlossen ist der ganzen Welt, die ursprüngliche Art des unausgesprochenen Weltenwortes, das aus den zwölf Stimmen gebildet werden konnte. Und während — ich muß jetzt anfangen bildlich zu sprechen, weil eben Menschenworte nicht ausreichen — Luzifer einzig und allein in sich den Drang hatte, mit dem in ihm vorhandenen Lichte alles zu bestrahlen und es dadurch zu erkennen, gab sich der Christus dem Eindruck dieses Weltenwortes unaussprechlicher Art hin und nahm es ganz, ganz in sich auf; so daß sie jetzt in der Christus-Seele vereint waren, daß diese Christus-Seele das Vereinigungswesen war der großen, durch das unaussprechliche Wort hineintönenden Weltgeheimnisse. So tritt uns der Gegensatz des das Weltenwort empfangenden Christus und des stolzen Luzifer, des Venusgeistes, entgegen, der ablehnt das Weltenwort und mit seinem Lichte alles ergründen will.

[ 13 ] So war dieses weite Weltall nicht, wie es heute ist. Wenn man heute sich auf die Sonne versetzte, würde man ja, radial ausschauend, zunächst blicken auf die zwölf Sternbilder des Tierkreises. Die waren in äußerer Sichtbarkeit damals als solche nicht vorhanden. Dafür waren aber vorhanden zwölf Gestalten, zwölf Wesenheiten, die, da ja der äußere Raum nicht von Licht erfüllt war, aus der Tiefe der Dunkelheit, aus der Tiefe der Finsternis heraus ihre Worte erschallen ließen. Was waren das für Worte? Ja, sehen Sie, das waren Worte — das Wort «Wort» ist wiederum nur ein Surrogat, um das anzudeuten, um was es sich handelt —, das waren Worte, die kündeten von uralten, dazumal schon uralten Zeiten. Das waren zwölf Weltinitiatoren. Heute stehen in der Richtung dieser zwölf Weltinitiatoren die zwölf Tierkreisbilder, und von ihnen aus tönt zu der Seele, die aufgeschlossen ist der ganzen Welt, die ursprüngliche Art des unausgesprochenen Weltenwortes, das aus den zwölf Stimmen gebildet werden konnte. Und während — ich muß jetzt anfangen bildlich zu sprechen, weil eben Menschenworte nicht ausreichen — Luzifer einzig und allein in sich den Drang hatte, mit dem in ihm vorhandenen Lichte alles zu bestrahlen und es dadurch zu erkennen, gab sich der Christus dem Eindruck dieses Weltenwortes unaussprechlicher Art hin und nahm es ganz, ganz in sich auf; so daß sie jetzt in der Christus-Seele vereint waren, daß diese Christus-Seele das Vereinigungswesen war der großen, durch das unaussprechliche Wort hineintönenden Weltgeheimnisse. So tritt uns der Gegensatz des das Weltenwort empfangenden Christus und des stolzen Luzifer, des Venusgeistes, entgegen, der ablehnt das Weltenwort und mit seinem Lichte alles ergründen will.

[ 14 ] Und von dem, was Luzifer und Christus dazumal waren, ging nun alle spätere Entwickelung aus. Denn das hatte zur Folge, daß die Christus-Wesenheit in sich aufgenommen hatte das umfassende Weltenwort, die umfassenden Weltengeheimnisse, und daß die Luziferwesenheit verlor durch das, was ich nur mit dem Worte «stolze Lichtgestalt» ausdrücken kann, verlor ihr Reich, das Venusreich. Durch andere Gründe, die uns jetzt ferner liegen, verloren die anderen Planetengeister oder auch veränderten die anderen Planetengeister ihre Wesenheiten. Darauf kommt es uns jetzt nicht an. Auf den Gegensatz zwischen Christus und Luzifer kommt es uns an. So geschah es dann, daß Luzifer immer mehr und mehr verlor von seiner Herrschaft, daß ihm immer mehr und mehr verlorenging das Reich der Venus, daß Luzifer sozusagen mit seinem Lichte ein entthronter Herrscher wurde, und daß der Planet Venus sich fortan ohne einen eigentlichen Herrscher behelfen mußte, daher nur eine nach abwärts gehende Entwickelung durchmachen konnte. Aufgenommen hatte aber der Christus während der alten Sonnenzeit das Weltenwort; und dieses Weltenwort hat die Eigenschaft, daß es sich in der Seele, von der es aufgenommen wird, zu erneuertem Lichte entzündet, so daß von der alten Sonnenzeit an das Weltenwort in dem Christus Licht wurde, und der Planet, dessen Herrscher der Christus war, von der alten Sonnenzeit an sich zum Mittelpunkt des ganzen Planetensystems, zur Sonne, entwickelte, und die anderen Planeten in Abhängigkeit kamen von der Sonne, auch in bezug auf ihre geistigen Herrscher.

[ 14 ] Und von dem, was Luzifer und Christus dazumal waren, ging nun alle spätere Entwickelung aus. Denn das hatte zur Folge, daß die Christus-Wesenheit in sich aufgenommen hatte das umfassende Weltenwort, die umfassenden Weltengeheimnisse, und daß die Luziferwesenheit verlor durch das, was ich nur mit dem Worte «stolze Lichtgestalt» ausdrücken kann, verlor ihr Reich, das Venusreich. Durch andere Gründe, die uns jetzt ferner liegen, verloren die anderen Planetengeister oder auch veränderten die anderen Planetengeister ihre Wesenheiten. Darauf kommt es uns jetzt nicht an. Auf den Gegensatz zwischen Christus und Luzifer kommt es uns an. So geschah es dann, daß Luzifer immer mehr und mehr verlor von seiner Herrschaft, daß ihm immer mehr und mehr verlorenging das Reich der Venus, daß Luzifer sozusagen mit seinem Lichte ein entthronter Herrscher wurde, und daß der Planet Venus sich fortan ohne einen eigentlichen Herrscher behelfen mußte, daher nur eine nach abwärts gehende Entwickelung durchmachen konnte. Aufgenommen hatte aber der Christus während der alten Sonnenzeit das Weltenwort; und dieses Weltenwort hat die Eigenschaft, daß es sich in der Seele, von der es aufgenommen wird, zu erneuertem Lichte entzündet, so daß von der alten Sonnenzeit an das Weltenwort in dem Christus Licht wurde, und der Planet, dessen Herrscher der Christus war, von der alten Sonnenzeit an sich zum Mittelpunkt des ganzen Planetensystems, zur Sonne, entwickelte, und die anderen Planeten in Abhängigkeit kamen von der Sonne, auch in bezug auf ihre geistigen Herrscher.

[ 15 ] Diese Szene müssen wir auf uns wirken lassen; dann werden wir finden, daß sich während der alten Sonnenzeit geschieden haben die Wege von Christus und Luzifer. Abwärts ging der Weg des Luzifer, zurückbleiben mußte er in seiner Entwickelung, und er blieb auch deshalb während der Mondenzeit zurück in seiner Entwickelung. Vorwärts ging und ein vorwärts sich entwickelnder Geist wurde der Christus-Geist, der Sonnengeist, der endlich in der Ihnen öfter geschilderten Gestalt auf der Erde auftreten konnte. Durch seine Hingabe an das Weltenall, durch die Aufnahme des göttlich-schöpferischen Wortes, durch die Identifizierung mit dem göttlich-schöpferischen, mit dem unaussprechlichen Wort, durch die Abweisung eines jeglichen Stolzes und durch den Ersatz eines jeglichen Stolzes durch die Hingabe an das Weltenwort wurde der Christus aus dem Herrscher eines Planeten, der er war in der alten Sonnenzeit, der Herrscher über die anderen Planeten, mit dem Regierungsgebiet der Sonne. Und wenn Sie dieses wissen — ich spreche das insbesondere auch zu denjenigen, die meine Vorträge in Helsingfors gehört haben —, wenn Sie dieses wissen, so werden Sie nicht mehr einen Widerspruch darin finden, daß von dem Christus als von einem Sonnengeist höherer Art als die Planetengeister gesprochen worden ist. Denn das ist selbstverständlich für den gegenwärtigen Zustand. Es überragt der Christus die anderen Planetengeister, er ist der Sonnengeist. Hier aber, wo geschildert werden sollte nicht bloß die Belebung der einzelnen Himmelskörper durch ihre Geister, sondern wo geschildert werden sollten die einzelnen Bewußtseinszustände, hier mußte darauf hingewiesen werden, daß der Christus durch seine besondere Eigenschaft sich aus einem Geiste, der gleichgeartet war den Planetengeistern, im Verlaufe jener Entwickelung, die verflossen ist zwischen der alten Sonne und der gegenwärtigen Zeit, zu dem Regenten dieses ganzen Systems heraufentwickelt hat.

[ 15 ] Diese Szene müssen wir auf uns wirken lassen; dann werden wir finden, daß sich während der alten Sonnenzeit geschieden haben die Wege von Christus und Luzifer. Abwärts ging der Weg des Luzifer, zurückbleiben mußte er in seiner Entwickelung, und er blieb auch deshalb während der Mondenzeit zurück in seiner Entwickelung. Vorwärts ging und ein vorwärts sich entwickelnder Geist wurde der Christus-Geist, der Sonnengeist, der endlich in der Ihnen öfter geschilderten Gestalt auf der Erde auftreten konnte. Durch seine Hingabe an das Weltenall, durch die Aufnahme des göttlich-schöpferischen Wortes, durch die Identifizierung mit dem göttlich-schöpferischen, mit dem unaussprechlichen Wort, durch die Abweisung eines jeglichen Stolzes und durch den Ersatz eines jeglichen Stolzes durch die Hingabe an das Weltenwort wurde der Christus aus dem Herrscher eines Planeten, der er war in der alten Sonnenzeit, der Herrscher über die anderen Planeten, mit dem Regierungsgebiet der Sonne. Und wenn Sie dieses wissen — ich spreche das insbesondere auch zu denjenigen, die meine Vorträge in Helsingfors gehört haben —, wenn Sie dieses wissen, so werden Sie nicht mehr einen Widerspruch darin finden, daß von dem Christus als von einem Sonnengeist höherer Art als die Planetengeister gesprochen worden ist. Denn das ist selbstverständlich für den gegenwärtigen Zustand. Es überragt der Christus die anderen Planetengeister, er ist der Sonnengeist. Hier aber, wo geschildert werden sollte nicht bloß die Belebung der einzelnen Himmelskörper durch ihre Geister, sondern wo geschildert werden sollten die einzelnen Bewußtseinszustände, hier mußte darauf hingewiesen werden, daß der Christus durch seine besondere Eigenschaft sich aus einem Geiste, der gleichgeartet war den Planetengeistern, im Verlaufe jener Entwickelung, die verflossen ist zwischen der alten Sonne und der gegenwärtigen Zeit, zu dem Regenten dieses ganzen Systems heraufentwickelt hat.

[ 16 ] Wie gesagt, es reicht die Zeit nicht aus, um auch noch zu schildern das dritte Bewußtsein höherer Art. Nur andeuten kann ich, daß der alte Saturnzustand, der erste Zustand, den man gewöhnlich schildern kann in den aufeinanderfolgenden Verkörperungen unserer Erde, erlebt werden kann mit diesem höheren Bewußtsein dritter Art, so daß wir sprechen können auch noch von einem dritten Bewußtsein übersinnlicher Art. Wenn wir allerdings die Initiation in ihrer Vollständigkeit verfolgen wollen, müssen wir auf schwindelnde Höhen des Bewußtseins verweisen; das ist etwas, was in einer gewissen Weise von vornherein als eine Art Vermessenheit erscheint, und wo tatsächlich schon die Ohnmacht beginnt, Menschenworte zu brauchen. Daher ist auch in meiner «Geheimwissenschaft» darauf verzichtet, irgend etwas zu schildern, was noch höheren Bewußtseinszuständen angehört, aus dem einfachen Grunde, weil man eigentlich die höheren Dinge nicht mit Menschenworten schildern kann. Diese höheren Bewußtseinszu-stände wurden in den Mysterien dadurch herbeigeführt, daß man erst besondere symbolische Zeichen bildete und dann in einer symbolischen Sprache sprach, und durch eine solche Symbolik Menschen auch zu höheren Bewußtseinszuständen hinaufführen konnte. Aber es gibt noch höhere solche Bewußtseinszustände, und man kann wohl sprechen noch von einem vierten und fünften Bewußtsein übersinnlicher Art. Das geht natürlich ins Unendliche hinauf, und man kann davon immer nur als in einer Richtung gehend sprechen.

[ 16 ] Wie gesagt, es reicht die Zeit nicht aus, um auch noch zu schildern das dritte Bewußtsein höherer Art. Nur andeuten kann ich, daß der alte Saturnzustand, der erste Zustand, den man gewöhnlich schildern kann in den aufeinanderfolgenden Verkörperungen unserer Erde, erlebt werden kann mit diesem höheren Bewußtsein dritter Art, so daß wir sprechen können auch noch von einem dritten Bewußtsein übersinnlicher Art. Wenn wir allerdings die Initiation in ihrer Vollständigkeit verfolgen wollen, müssen wir auf schwindelnde Höhen des Bewußtseins verweisen; das ist etwas, was in einer gewissen Weise von vornherein als eine Art Vermessenheit erscheint, und wo tatsächlich schon die Ohnmacht beginnt, Menschenworte zu brauchen. Daher ist auch in meiner «Geheimwissenschaft» darauf verzichtet, irgend etwas zu schildern, was noch höheren Bewußtseinszuständen angehört, aus dem einfachen Grunde, weil man eigentlich die höheren Dinge nicht mit Menschenworten schildern kann. Diese höheren Bewußtseinszu-stände wurden in den Mysterien dadurch herbeigeführt, daß man erst besondere symbolische Zeichen bildete und dann in einer symbolischen Sprache sprach, und durch eine solche Symbolik Menschen auch zu höheren Bewußtseinszuständen hinaufführen konnte. Aber es gibt noch höhere solche Bewußtseinszustände, und man kann wohl sprechen noch von einem vierten und fünften Bewußtsein übersinnlicher Art. Das geht natürlich ins Unendliche hinauf, und man kann davon immer nur als in einer Richtung gehend sprechen.

[ 17 ] Wenn wir dies berücksichtigen, dann werden wir vor unsere Seele die Möglichkeit hinstellen können, daß der Mensch mit den verschiedenen übersinnlichen Bewußtseinen außer der physischen Welt andere Welten erblickt; und wenn Sie in Betracht ziehen, daß die erste Anlage zum physischen Menschen, wie sie in der «Geheimwissenschaft» dargestellt ist, schon während des alten Saturnzustandes begann, so werden Sie ja im Menschen eine gewisse Beziehung zu der Welt des dritten übersinnlichen Bewußtseins erblicken. Aber außerdem ist ja der Mensch geleitet und gelenkt von Wesen, die höher sind als er selber. Diese höheren Wesenheiten kann er erkennen; die wirken auf ihn. Und das ist Ihnen wohl von vornherein klar, daß der Mensch zwar so, wie er vor uns steht, aus den Welten heraus geschaffen ist, die bis zum dritten übersinnlichen Bewußtsein gehen, daß er aber im Zusammenhange steht mit noch höheren Welten.

[ 17 ] Wenn wir dies berücksichtigen, dann werden wir vor unsere Seele die Möglichkeit hinstellen können, daß der Mensch mit den verschiedenen übersinnlichen Bewußtseinen außer der physischen Welt andere Welten erblickt; und wenn Sie in Betracht ziehen, daß die erste Anlage zum physischen Menschen, wie sie in der «Geheimwissenschaft» dargestellt ist, schon während des alten Saturnzustandes begann, so werden Sie ja im Menschen eine gewisse Beziehung zu der Welt des dritten übersinnlichen Bewußtseins erblicken. Aber außerdem ist ja der Mensch geleitet und gelenkt von Wesen, die höher sind als er selber. Diese höheren Wesenheiten kann er erkennen; die wirken auf ihn. Und das ist Ihnen wohl von vornherein klar, daß der Mensch zwar so, wie er vor uns steht, aus den Welten heraus geschaffen ist, die bis zum dritten übersinnlichen Bewußtsein gehen, daß er aber im Zusammenhange steht mit noch höheren Welten.

[ 18 ] Sehen Sie, das, was da als erreichbar geschildert wird durch verschiedene Bewußtseinszustände, das kann wirklich schon dem gewöhnlichen Menschen, man möchte sagen, klargemacht werden. Man kann verstehen, daß es solche Bewußtseinszustände gibt. Der Mensch erlebt zwar auf der Erde als Erdenmensch diese Bewußtseinszustände nicht unmittelbar, aber er erlebt äußere Offenbarungen dieser Bewußtseinszustände.

[ 18 ] Sehen Sie, das, was da als erreichbar geschildert wird durch verschiedene Bewußtseinszustände, das kann wirklich schon dem gewöhnlichen Menschen, man möchte sagen, klargemacht werden. Man kann verstehen, daß es solche Bewußtseinszustände gibt. Der Mensch erlebt zwar auf der Erde als Erdenmensch diese Bewußtseinszustände nicht unmittelbar, aber er erlebt äußere Offenbarungen dieser Bewußtseinszustände.

[ 19 ] Das physische Bewußtsein erlebt er ja ohnehin. Das erste Bewußtsein übersinnlicher Art, davon erlebt der Mensch ein Surrogat, eine Andeutung in jenem erhobenen Traumbewußtsein, das nicht bloß willkürliche Traumbilder liefert, sondern das sich erstreckt bis zu Wahrnehmungen von Wirklichkeiten, die allerdings einer höheren Welt angehören. Und es bedarf eigentlich nur einer systematischen höheren Ausbildung des Traumbewußtseins, dann kommt der Mensch zu dem ersten Bewußtsein übersinnlicher Art. Und dieses erste Bewußtsein übersinnlicher Art, das kann schon Aufschluß geben über wichtige Verhältnisse, die sich auf dem alten Monde, dem vergangenen Verkörperungszustande unserer Erde, zugetragen haben. Daher werden Sie finden, daß in okkulten Mitteilungen gerade die meisten Schilderungen, neben dem, was auf der Erde sich zugetragen hat, von dem alten Mond gemacht werden, während dann sehr häufig halt gemacht wird und die Mitteilungen nicht mehr über diesen Mondenzustand zum alten Sonnenzustand zurückgehen. Dies wird dann der Fall sein, wenn solchen Mitteilungen das erste hellseherische Bewußtsein zugrunde liegt, das am häufigsten ist, das am leichtesten erreichbar ist. Aus diesem Bewußtsein, das bis zum alten Monde zurückgeht, ist auch zum überwiegend größten Teile alles das geschöpft, was in der «Secret Doctrine» von Helena Petrowna Blavatsky gegeben ist. Das wissen alle Okkultisten, die sich auskennen. Deshalb werden Sie auch, wenn Sie die «Geheimlehre» durchgehen, in den großen, umfassenden Mitteilungen in bezug auf archaische Erkenntnis kaum viel finden über eine weitere Vergangenheit als bis zu den Mondenzuständen, die dem jetzigen Erdenzustand vorangegangen sind.

[ 19 ] Das physische Bewußtsein erlebt er ja ohnehin. Das erste Bewußtsein übersinnlicher Art, davon erlebt der Mensch ein Surrogat, eine Andeutung in jenem erhobenen Traumbewußtsein, das nicht bloß willkürliche Traumbilder liefert, sondern das sich erstreckt bis zu Wahrnehmungen von Wirklichkeiten, die allerdings einer höheren Welt angehören. Und es bedarf eigentlich nur einer systematischen höheren Ausbildung des Traumbewußtseins, dann kommt der Mensch zu dem ersten Bewußtsein übersinnlicher Art. Und dieses erste Bewußtsein übersinnlicher Art, das kann schon Aufschluß geben über wichtige Verhältnisse, die sich auf dem alten Monde, dem vergangenen Verkörperungszustande unserer Erde, zugetragen haben. Daher werden Sie finden, daß in okkulten Mitteilungen gerade die meisten Schilderungen, neben dem, was auf der Erde sich zugetragen hat, von dem alten Mond gemacht werden, während dann sehr häufig halt gemacht wird und die Mitteilungen nicht mehr über diesen Mondenzustand zum alten Sonnenzustand zurückgehen. Dies wird dann der Fall sein, wenn solchen Mitteilungen das erste hellseherische Bewußtsein zugrunde liegt, das am häufigsten ist, das am leichtesten erreichbar ist. Aus diesem Bewußtsein, das bis zum alten Monde zurückgeht, ist auch zum überwiegend größten Teile alles das geschöpft, was in der «Secret Doctrine» von Helena Petrowna Blavatsky gegeben ist. Das wissen alle Okkultisten, die sich auskennen. Deshalb werden Sie auch, wenn Sie die «Geheimlehre» durchgehen, in den großen, umfassenden Mitteilungen in bezug auf archaische Erkenntnis kaum viel finden über eine weitere Vergangenheit als bis zu den Mondenzuständen, die dem jetzigen Erdenzustand vorangegangen sind.

[ 20 ] Diese Traumbewußtseinszustände sind also der erste Anfang, man möchte sagen, das Surrogat, das der Mensch der Erde hat von dem nächsten übersinnlichen Bewußtsein. Wenn nun der Mensch tief schläft, dann ist sein Bewußtsein verdunkelt, aber es ist deshalb nicht etwa kein Bewußtsein vorhanden. Wenn es aufwacht, das tiefe Schlafbewußtsein, wenn es wach würde außerhalb des Leibes, dann ist es das zweite übersinnliche Bewußtsein, das höher hinaufgeht, und das würde allerdings den, der es erleben kann, bis zu dem alten Sonnenzustand hinaufführen.

[ 20 ] Diese Traumbewußtseinszustände sind also der erste Anfang, man möchte sagen, das Surrogat, das der Mensch der Erde hat von dem nächsten übersinnlichen Bewußtsein. Wenn nun der Mensch tief schläft, dann ist sein Bewußtsein verdunkelt, aber es ist deshalb nicht etwa kein Bewußtsein vorhanden. Wenn es aufwacht, das tiefe Schlafbewußtsein, wenn es wach würde außerhalb des Leibes, dann ist es das zweite übersinnliche Bewußtsein, das höher hinaufgeht, und das würde allerdings den, der es erleben kann, bis zu dem alten Sonnenzustand hinaufführen.

[ 21 ] Der Mensch, der ein wenig sich überlegt, wird sich also sagen: Durch mein Tagesbewußtsein gehe ich herum mit äußeren Bewegungen; die sind mit meinem Tagesbewußtsein, mit meinem Erdenbewußtsein zusammenhängend. Die Bewegungen, die innerlich sind, nämlich die Bewegungen des mittleren Menschen, die dauern aber fort, auch während der Mensch schläft; die sind regiert von dem Bewußtsein, das der Mensch dann sozusagen als tiefes Schlafbewußtsein hat. Nur weiß er nichts davon. Daher sind die Herzbewegung, die Atmung, solche Bewegungen, die mit diesem zweiten Bewußtsein zusammenhängen, und die auch innerlich in ihrem ganzen Zusammenhange mit den höheren Welten nur verstanden werden können, wenn der Mensch außerhalb seines Leibes erwacht, eben in tiefem Schlafzustande seines Leibes. So daß also der Mensch eigentlich durch seine Vernunft einsehen kann, daß es drei solcher Bewußtseinszustände gibt. Es würde jetzt zu weit führen, zu zeigen, daß es allerdings noch Dinge gibt, die darauf hindeuten, daß es noch höhere Bewußtseine gibt. In jedem Falle durften wir das sagen, daß der Mensch, der sich überlegt, wie das Leben des Menschen ist als Erdenmensch, wenigstens Offenbarungen der höheren Bewußtseine hat. Daher kann man auch zum Erdenmenschen von diesen höheren Bewußtseinszuständen sprechen, kann sprechen davon, daß der Mensch die gewöhnlichen Vorgänge des Erdenlebens erlebt durch sein alltägliches Bewußtsein; daß er ferner erleben würde, wenn sein Traumbewußtsein eine ungeheure Steigerung erführe, alles dasjenige, was mit den Gesetzen zusammenhängt, die sich noch vom alten Mond in die Gegenwart der Erde herübergeerbt haben; und daß, wenn er wach würde im Tiefschlaf, unabhängig von seinem Leibe, er auch die alten Sonnenzustände erleben würde in der Gestalt, in der sie sich noch hineinerstrecken in die gegenwärtigen Erdenzustände. Das kann man also mitteilen, und man kann sagen, wie sich das offenbart. Es ist also heute nicht ganz unverständlich, auf diese Dinge hinzuweisen. Man kann ein Verständnis erwecken für dasjenige, was der okkultistische Aspirant erforscht, was er nennt verschiedene Bewußtseinszustände, was in Wahrheit verschiedene Welten sind.

[ 21 ] Der Mensch, der ein wenig sich überlegt, wird sich also sagen: Durch mein Tagesbewußtsein gehe ich herum mit äußeren Bewegungen; die sind mit meinem Tagesbewußtsein, mit meinem Erdenbewußtsein zusammenhängend. Die Bewegungen, die innerlich sind, nämlich die Bewegungen des mittleren Menschen, die dauern aber fort, auch während der Mensch schläft; die sind regiert von dem Bewußtsein, das der Mensch dann sozusagen als tiefes Schlafbewußtsein hat. Nur weiß er nichts davon. Daher sind die Herzbewegung, die Atmung, solche Bewegungen, die mit diesem zweiten Bewußtsein zusammenhängen, und die auch innerlich in ihrem ganzen Zusammenhange mit den höheren Welten nur verstanden werden können, wenn der Mensch außerhalb seines Leibes erwacht, eben in tiefem Schlafzustande seines Leibes. So daß also der Mensch eigentlich durch seine Vernunft einsehen kann, daß es drei solcher Bewußtseinszustände gibt. Es würde jetzt zu weit führen, zu zeigen, daß es allerdings noch Dinge gibt, die darauf hindeuten, daß es noch höhere Bewußtseine gibt. In jedem Falle durften wir das sagen, daß der Mensch, der sich überlegt, wie das Leben des Menschen ist als Erdenmensch, wenigstens Offenbarungen der höheren Bewußtseine hat. Daher kann man auch zum Erdenmenschen von diesen höheren Bewußtseinszuständen sprechen, kann sprechen davon, daß der Mensch die gewöhnlichen Vorgänge des Erdenlebens erlebt durch sein alltägliches Bewußtsein; daß er ferner erleben würde, wenn sein Traumbewußtsein eine ungeheure Steigerung erführe, alles dasjenige, was mit den Gesetzen zusammenhängt, die sich noch vom alten Mond in die Gegenwart der Erde herübergeerbt haben; und daß, wenn er wach würde im Tiefschlaf, unabhängig von seinem Leibe, er auch die alten Sonnenzustände erleben würde in der Gestalt, in der sie sich noch hineinerstrecken in die gegenwärtigen Erdenzustände. Das kann man also mitteilen, und man kann sagen, wie sich das offenbart. Es ist also heute nicht ganz unverständlich, auf diese Dinge hinzuweisen. Man kann ein Verständnis erwecken für dasjenige, was der okkultistische Aspirant erforscht, was er nennt verschiedene Bewußtseinszustände, was in Wahrheit verschiedene Welten sind.

[ 22 ] Es ist üblich geworden, diese verschiedenen Bewußtseinszustände zu nennen verschiedene «Plane»; das, was mit dem physischen Bewußtsein zu überschauen ist, zu nennen den physischen Plan; was überschaubar ist mit dem ersten Bewußtsein übersinnlicher Art: den astralischen Plan; was überschaubar ist mit dem zweiten Bewußtsein übersinnlicher Art: den niederen Devachan- oder Mentalplan; was überschaubar ist mit dem dritten Bewußtsein übersinnlicher Art: den höheren Mentalplan oder höheren Devachanplan. Dann würde sich anschließen der Budhiplan und Nirvanaplan. Damit aber würden wir nur andere Benennungen haben für dasjenige, was der okkulte Entwickelungsgang ergibt. Und dann hätte man, um anzuknüpfen an Vorstellungen, die leichter zu bilden sind als die Vorstellungen über verschiedene Bewußtseinszustände, eigentlich dargestellt den Menschen. Denn es ist immer der Mensch, der da wirkt in seinen Zuständen als angehörig den verschiedenen Planen oder Welten. Und dann hätte man die Kunde, die Wissenschaft, die Erkenntnis des Menschen vom okkulten Standpunkte, wo man spricht von verschiedenen Bewußtseins-Entwickelungszuständen, zum theosophischen Standpunkte hingeführt. Während der Okkultist spricht von Bewußtseinszuständen, spricht der Theosoph von aufeinanderfolgenden Planen. Sie sehen, daß auf diese Weise der Okkultismus als Theosophie äußerlich verkündet werden kann.

[ 22 ] Es ist üblich geworden, diese verschiedenen Bewußtseinszustände zu nennen verschiedene «Plane»; das, was mit dem physischen Bewußtsein zu überschauen ist, zu nennen den physischen Plan; was überschaubar ist mit dem ersten Bewußtsein übersinnlicher Art: den astralischen Plan; was überschaubar ist mit dem zweiten Bewußtsein übersinnlicher Art: den niederen Devachan- oder Mentalplan; was überschaubar ist mit dem dritten Bewußtsein übersinnlicher Art: den höheren Mentalplan oder höheren Devachanplan. Dann würde sich anschließen der Budhiplan und Nirvanaplan. Damit aber würden wir nur andere Benennungen haben für dasjenige, was der okkulte Entwickelungsgang ergibt. Und dann hätte man, um anzuknüpfen an Vorstellungen, die leichter zu bilden sind als die Vorstellungen über verschiedene Bewußtseinszustände, eigentlich dargestellt den Menschen. Denn es ist immer der Mensch, der da wirkt in seinen Zuständen als angehörig den verschiedenen Planen oder Welten. Und dann hätte man die Kunde, die Wissenschaft, die Erkenntnis des Menschen vom okkulten Standpunkte, wo man spricht von verschiedenen Bewußtseins-Entwickelungszuständen, zum theosophischen Standpunkte hingeführt. Während der Okkultist spricht von Bewußtseinszuständen, spricht der Theosoph von aufeinanderfolgenden Planen. Sie sehen, daß auf diese Weise der Okkultismus als Theosophie äußerlich verkündet werden kann.

[ 23 ] Nun handelt es sich darum, daß sich uns im Laufe unserer Betrachtungen auch noch andere Gesichtspunkte ergeben haben, und es ist notwendig, daß wir diese anderen Gesichtspunkte noch vollends erledigen. Da ist zum Beispiel einer dieser, daß der Mensch zunächst seiner äußeren Gestalt nach ein dreimal siebengliedriger Mensch ist. Ja, es reicht die Zeit nicht aus, in allen Einzelheiten die Sache durchzuführen. Erinnern Sie sich an das, was in der «Geheimwissenschaft» steht, daß der Mensch vor diesem Erdenzustand drei andere Zustände: Mond, Sonne, Saturn durchgemacht hat, und daß die allererste Anlage zur äußeren menschlichen physischen Form schon während des alten Saturnzustandes vorhanden war, und daß dann dieser physische Mensch immer weiter durchgebildet wurde. Wenn Sie dies in Erwägung ziehen, so werden Sie sich sagen: Das, was uns heute als ein so wunderbarer Leib erscheint, das hat eine recht lange Entwickelung durchmachen müssen; denn diese Entwickelung ging ja durch drei Zustände hindurch: durch Saturn, Sonne, Mond. Ein jeder dieser Zustände kann in sieben geteilt werden, und jedes Siebentel dieser Zustände hat dem Menschen etwas eingeprägt in seiner Gestalt, eine Spur zurückgelassen. Dann haben Sie die dreimal sieben Gestaltungskräfte. Nur das ist nicht zu finden, was der Mensch während der Erdenzeit hinzugebracht hat. Aber das ist gerade zerbrechlich, das ist die Zusammenfassung der ganzen Gestalt, das ist durch Luzifer zerbrochen. So daß, wenn wir den Menschen in dreimal sieben Glieder teilen, wir da den Ausdruck haben des physischen Menschen auf der Erde, dessen, was aufgeprägt haben dem physischen Menschen die vorhergehenden Saturn-, Sonne-, Mondzustände, und wir können sagen: Wir haben es da zunächst zu tun mit dem physischen Menschen. — Der Okkultist muß ihn betrachten, wie wir das teilweise, soweit es die Zeit zugelassen hat, in diesen Vorträgen getan haben; aber den Theosophen kann man einfach hinweisen auf das, was zunächst da ist, und man kann sagen: Es ist am Menschen der physische Leib. — So daß, wenn wir den Menschen betrachten, wir es zunächst zu tun haben mit seinem physischen Leibe, jenem komplizierten Gebilde, welches durch so viele Zustände hindurchgegangen ist und heute noch immer das Gepräge entfaltet dieser vielen Zustände.

[ 23 ] Nun handelt es sich darum, daß sich uns im Laufe unserer Betrachtungen auch noch andere Gesichtspunkte ergeben haben, und es ist notwendig, daß wir diese anderen Gesichtspunkte noch vollends erledigen. Da ist zum Beispiel einer dieser, daß der Mensch zunächst seiner äußeren Gestalt nach ein dreimal siebengliedriger Mensch ist. Ja, es reicht die Zeit nicht aus, in allen Einzelheiten die Sache durchzuführen. Erinnern Sie sich an das, was in der «Geheimwissenschaft» steht, daß der Mensch vor diesem Erdenzustand drei andere Zustände: Mond, Sonne, Saturn durchgemacht hat, und daß die allererste Anlage zur äußeren menschlichen physischen Form schon während des alten Saturnzustandes vorhanden war, und daß dann dieser physische Mensch immer weiter durchgebildet wurde. Wenn Sie dies in Erwägung ziehen, so werden Sie sich sagen: Das, was uns heute als ein so wunderbarer Leib erscheint, das hat eine recht lange Entwickelung durchmachen müssen; denn diese Entwickelung ging ja durch drei Zustände hindurch: durch Saturn, Sonne, Mond. Ein jeder dieser Zustände kann in sieben geteilt werden, und jedes Siebentel dieser Zustände hat dem Menschen etwas eingeprägt in seiner Gestalt, eine Spur zurückgelassen. Dann haben Sie die dreimal sieben Gestaltungskräfte. Nur das ist nicht zu finden, was der Mensch während der Erdenzeit hinzugebracht hat. Aber das ist gerade zerbrechlich, das ist die Zusammenfassung der ganzen Gestalt, das ist durch Luzifer zerbrochen. So daß, wenn wir den Menschen in dreimal sieben Glieder teilen, wir da den Ausdruck haben des physischen Menschen auf der Erde, dessen, was aufgeprägt haben dem physischen Menschen die vorhergehenden Saturn-, Sonne-, Mondzustände, und wir können sagen: Wir haben es da zunächst zu tun mit dem physischen Menschen. — Der Okkultist muß ihn betrachten, wie wir das teilweise, soweit es die Zeit zugelassen hat, in diesen Vorträgen getan haben; aber den Theosophen kann man einfach hinweisen auf das, was zunächst da ist, und man kann sagen: Es ist am Menschen der physische Leib. — So daß, wenn wir den Menschen betrachten, wir es zunächst zu tun haben mit seinem physischen Leibe, jenem komplizierten Gebilde, welches durch so viele Zustände hindurchgegangen ist und heute noch immer das Gepräge entfaltet dieser vielen Zustände.

[ 24 ] Dann haben wir aber noch etwas anderes betrachtet; wir haben den Menschen in seinen inneren Bewegungen betrachtet. Und erinnern Sie sich, wozu uns das gestern geführt hat. Die Gestalt sieht man, die Bewegungen aber — wir haben gestern schon darauf hingewiesen, daß es schwierig ist, da zu unterscheiden, darauf zu kommen, welche Bewegungen die wesentlichen sind —, die Bewegungen sieht man als solche nicht. Aber eine Besonderheit unserer Betrachtung hat es auf ganz naturgemäße Art ergeben, daß wir gerade durch diese Bewegungsfähigkeit des Menschen bis zur alten Sonne zurückgeführt worden sind. Und jetzt wird es Ihnen nicht mehr sonderbar erscheinen, wenn ich Sie darauf aufmerksam mache, daß alles, was solche innere Beweglichkeit des Menschen ist, zusammenhängt mit den Erlebnissen, die der Mensch durchgemacht hat während der alten Sonnenzeit. Während der Mensch also als physischer Mensch, wie er uns entgegentritt, das Gepräge von Saturn, Sonne und Mond in sich trägt, so trägt er als innerlich beweglicher Mensch in sich die Kräfte zu seiner inneren Beweglichkeit seit der alten Sonnenzeit. Da hat er Sonnenzeit, Mondenzeit und die bisherige Erdenzeit durchgemacht. Dasjenige, was nicht Gestalt, sondern der innere Grund der Beweglichkeit ist, das bezeichnen wir als den ersten unsichtbaren Menschen. Man sieht nicht diesen unsichtbaren Menschen, man sieht nur seine äußeren Folgen, die Bewegungen; das bezeichnet man als den ätherischen Menschen, den Ätherkörper oder Ätherleib. Den Ätherleib nimmt man nur wahr durch ein höheres Bewußtsein, aber die Wirkungen des Atherleibes in der physischen Welt, das sind die inneren Bewegungen, die der Mensch ausführt. Nun könnten wir also sagen: Insofern der Mensch alle drei Zustände, die voraufgegangen sind, durchmachen mußte, ist er zum physischen Menschen geworden; insofern er nur Sonnen- und Mondenzeit durchmachen mußte, ist er zum ätherischen Menschen geworden; insofern er die Mondenzeit nur durchgemacht hat, ist er zum astralischen Menschen geworden. Da hat sich eingegliedert seinen Bewegungen alles das, was zum Denken, Fühlen und Wollen führte; so daß Sie also wieder aufsteigen können. Wenn Sie von dem aufsteigen, was innerlich, nicht leiblich und äußerlich ist, so kommen Sie zum astralischen Menschen, der als solcher ja nicht zu sehen ist, aber dessen innere Äußerungen Denken, Fühlen, Wollen sind. Und dann kommen wir zu dem, was die Erde vorbereitend aus dem Menschen gemacht hat und was sie in der Zukunft erst ganz zu machen berufen ist, die völlige Ausbildung und weitere Gestaltung seines Ich, das sich ergeben hat im Laufe der Erdenentwickelung, das sich ausbilden wird zu höheren Stufen: Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch — Manas, Budhi, Atma. Und wir haben dann den Menschen selbst gegliedert.

[ 24 ] Dann haben wir aber noch etwas anderes betrachtet; wir haben den Menschen in seinen inneren Bewegungen betrachtet. Und erinnern Sie sich, wozu uns das gestern geführt hat. Die Gestalt sieht man, die Bewegungen aber — wir haben gestern schon darauf hingewiesen, daß es schwierig ist, da zu unterscheiden, darauf zu kommen, welche Bewegungen die wesentlichen sind —, die Bewegungen sieht man als solche nicht. Aber eine Besonderheit unserer Betrachtung hat es auf ganz naturgemäße Art ergeben, daß wir gerade durch diese Bewegungsfähigkeit des Menschen bis zur alten Sonne zurückgeführt worden sind. Und jetzt wird es Ihnen nicht mehr sonderbar erscheinen, wenn ich Sie darauf aufmerksam mache, daß alles, was solche innere Beweglichkeit des Menschen ist, zusammenhängt mit den Erlebnissen, die der Mensch durchgemacht hat während der alten Sonnenzeit. Während der Mensch also als physischer Mensch, wie er uns entgegentritt, das Gepräge von Saturn, Sonne und Mond in sich trägt, so trägt er als innerlich beweglicher Mensch in sich die Kräfte zu seiner inneren Beweglichkeit seit der alten Sonnenzeit. Da hat er Sonnenzeit, Mondenzeit und die bisherige Erdenzeit durchgemacht. Dasjenige, was nicht Gestalt, sondern der innere Grund der Beweglichkeit ist, das bezeichnen wir als den ersten unsichtbaren Menschen. Man sieht nicht diesen unsichtbaren Menschen, man sieht nur seine äußeren Folgen, die Bewegungen; das bezeichnet man als den ätherischen Menschen, den Ätherkörper oder Ätherleib. Den Ätherleib nimmt man nur wahr durch ein höheres Bewußtsein, aber die Wirkungen des Atherleibes in der physischen Welt, das sind die inneren Bewegungen, die der Mensch ausführt. Nun könnten wir also sagen: Insofern der Mensch alle drei Zustände, die voraufgegangen sind, durchmachen mußte, ist er zum physischen Menschen geworden; insofern er nur Sonnen- und Mondenzeit durchmachen mußte, ist er zum ätherischen Menschen geworden; insofern er die Mondenzeit nur durchgemacht hat, ist er zum astralischen Menschen geworden. Da hat sich eingegliedert seinen Bewegungen alles das, was zum Denken, Fühlen und Wollen führte; so daß Sie also wieder aufsteigen können. Wenn Sie von dem aufsteigen, was innerlich, nicht leiblich und äußerlich ist, so kommen Sie zum astralischen Menschen, der als solcher ja nicht zu sehen ist, aber dessen innere Äußerungen Denken, Fühlen, Wollen sind. Und dann kommen wir zu dem, was die Erde vorbereitend aus dem Menschen gemacht hat und was sie in der Zukunft erst ganz zu machen berufen ist, die völlige Ausbildung und weitere Gestaltung seines Ich, das sich ergeben hat im Laufe der Erdenentwickelung, das sich ausbilden wird zu höheren Stufen: Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch — Manas, Budhi, Atma. Und wir haben dann den Menschen selbst gegliedert.

[ 25 ] Sie sehen daraus, daß, indem wir den Menschen aus der ganzen Welt heraus begreifen, sich uns nicht nur die verschiedenen Bewußtseinszustände ergeben, die wir dann als Welten ansprechen, sondern es ergeben sich auch Einteilungen des Menschen: physischer Leib, Ätherleib und so weiter. Und man kann wiederum durch vernünftige äußere Betrachtung des Menschen zu der Einsicht kommen: Du siehst den Ätherleib nicht, aber du siehst seine Offenbarungen hier in der physischen Welt. Die Offenbarungen des Ätherleibes sind die Bewegungen im Inneren; die Offenbarungen des astralischen Leibes sind Denken, Fühlen und Wollen. Das «Ich» offenbart sich selber. Und sobald der Mensch nur vernünftig genug ist, zu begreifen, daß die Bewegungen, die der Mensch innerlich machen muß, nicht von der menschlichen Gestalt herrühren, nicht vom Physischen herrühren können, sobald er sich nur zu dem einzig vernünftigen Gedanken erhebt, daß das von einem Übersinnlichen herrühren muß, dann hat er auch die Möglichkeit, nicht nur zu glauben, sondern auch mit der Vernunft zu begreifen, daß es einen Ätherleib gibt. Wenn man also die okkulten Erkenntnisse in solche Formen kleidet, daß sie zu dem allgemeinen Bewußtsein sprechen, dann hat man den Okkultismus in die Theosophie gebracht, ihn theosophisch eingekleidet. So wie es also geschieht, daß man in der Theosophie von Planen spricht, so ist es auch theosophisch eingekleidet, wenn man von den verschiedenen Gliedern der Menschennatur spricht. Das alles, was über den Menschen gesagt werden kann, ist auf okkultem Wege zu finden. Wir müssen die ganze Welt durchschreiten, müssen als okkultistischer Aspirant die verschiedenen Bewußtseinszustände annehmen, dann erweist sich uns, daß diese verschiedenen Bewußtseinszustände uns erst aufklären über das, was der Mensch wirklich ist, so daß der Mensch wirklich nur durch den Okkultismus in seinem Wesen begriffen werden kann. 'Theosophie ist nun der Versuch, die okkulten Erkenntnisse in vernünftige Wahrheiten zu kleiden, so daß der Mensch das alles einsehen kann. Die Dinge, die ich Ihnen gesagt habe, sie stimmen in der mannigfaltigsten Weise mit sich selbst und mit der Welt überein, wenn Sie sie vernünftig prüfen werden. Und in dieser vernünftigen Prüfung sehe ich dasjenige, was Ihnen die aus dem Okkultismus gewonnenen Resultate erst eigentlich bestätigen soll.

[ 25 ] Sie sehen daraus, daß, indem wir den Menschen aus der ganzen Welt heraus begreifen, sich uns nicht nur die verschiedenen Bewußtseinszustände ergeben, die wir dann als Welten ansprechen, sondern es ergeben sich auch Einteilungen des Menschen: physischer Leib, Ätherleib und so weiter. Und man kann wiederum durch vernünftige äußere Betrachtung des Menschen zu der Einsicht kommen: Du siehst den Ätherleib nicht, aber du siehst seine Offenbarungen hier in der physischen Welt. Die Offenbarungen des Ätherleibes sind die Bewegungen im Inneren; die Offenbarungen des astralischen Leibes sind Denken, Fühlen und Wollen. Das «Ich» offenbart sich selber. Und sobald der Mensch nur vernünftig genug ist, zu begreifen, daß die Bewegungen, die der Mensch innerlich machen muß, nicht von der menschlichen Gestalt herrühren, nicht vom Physischen herrühren können, sobald er sich nur zu dem einzig vernünftigen Gedanken erhebt, daß das von einem Übersinnlichen herrühren muß, dann hat er auch die Möglichkeit, nicht nur zu glauben, sondern auch mit der Vernunft zu begreifen, daß es einen Ätherleib gibt. Wenn man also die okkulten Erkenntnisse in solche Formen kleidet, daß sie zu dem allgemeinen Bewußtsein sprechen, dann hat man den Okkultismus in die Theosophie gebracht, ihn theosophisch eingekleidet. So wie es also geschieht, daß man in der Theosophie von Planen spricht, so ist es auch theosophisch eingekleidet, wenn man von den verschiedenen Gliedern der Menschennatur spricht. Das alles, was über den Menschen gesagt werden kann, ist auf okkultem Wege zu finden. Wir müssen die ganze Welt durchschreiten, müssen als okkultistischer Aspirant die verschiedenen Bewußtseinszustände annehmen, dann erweist sich uns, daß diese verschiedenen Bewußtseinszustände uns erst aufklären über das, was der Mensch wirklich ist, so daß der Mensch wirklich nur durch den Okkultismus in seinem Wesen begriffen werden kann. 'Theosophie ist nun der Versuch, die okkulten Erkenntnisse in vernünftige Wahrheiten zu kleiden, so daß der Mensch das alles einsehen kann. Die Dinge, die ich Ihnen gesagt habe, sie stimmen in der mannigfaltigsten Weise mit sich selbst und mit der Welt überein, wenn Sie sie vernünftig prüfen werden. Und in dieser vernünftigen Prüfung sehe ich dasjenige, was Ihnen die aus dem Okkultismus gewonnenen Resultate erst eigentlich bestätigen soll.

[ 26 ] Der zweite Gesichtspunkt, der sich ergeben hat, muß auch noch erledigt werden, damit Sie sehen, daß 'Theosophie und Okkultismus nicht bloß in Widersprüche hineinführen — Sie haben ja schon aus dem ersten Vortrag gesehen, wie wir es mit dem Widerspruche zu halten haben —, sondern daß sich bei einer weitergehenden Betrachtung diese Widersprüche lösen. Das haben Sie für mancherlei schon in diesen Vorträgen gesehen; aber für mancherlei könnten sich Ihnen gerade aus dem, was Ihnen jetzt wieder gesagt worden ist, neue Widersprüche ergeben. Ich kann natürlich nicht heute alle möglichen Widersprüche besprechen, aber einen Widerspruch werde ich versuchen mit Hilfe von solchen okkulten Erkenntnissen zu lösen, wie sie sich in dem zweiten Bewußtsein übersinnlicher Art ergeben. Es werden sich mehrere von Ihnen erinnern, daß von mir und anderen öfter hingewiesen worden ist auf die Christus-Wesenheit als auf eine kosmische Wesenheit, überragend durch ihre Eigenheit die anderen Religionsstifter. Es wurde gesagt, daß es nicht weiter wunderbar ist, daß diese Eigenart der Christus-Wesenheit vorzugsweise im Abendland erkannt werden kann, denn dem Abendland ist der historische Geist eigen. Und so braucht auch das Abendland, damit die Erde überhaupt sich so entwickeln kann, daß Menschen durch verschiedene Inkarnationen gehen können, einen Schwerpunkt für diese Entwickelung. Und man muß sich eigentlich nur wundern, daß sich irgendwo Abendländer finden, die diesen Schwerpunkt nicht zugeben wollen. Dieser Schwerpunkt ist eben der Christus-Impuls. Und derjenige, der von Wiederverkörperungen des Christus sprechen würde, würde genau denselben Fehler machen wie einer, der da glauben würde, eine Waage sollte in mehreren Punkten festgehalten werden. Für die Christus-Wesenheit machen Sie in solchem Falle dasselbe, als wenn Sie eine Waage an zwei oder drei Punkten sich bewegen lassen wollen. Die Sache ist also von diesem Gesichtspunkte aus unendlich einfach.

[ 26 ] Der zweite Gesichtspunkt, der sich ergeben hat, muß auch noch erledigt werden, damit Sie sehen, daß 'Theosophie und Okkultismus nicht bloß in Widersprüche hineinführen — Sie haben ja schon aus dem ersten Vortrag gesehen, wie wir es mit dem Widerspruche zu halten haben —, sondern daß sich bei einer weitergehenden Betrachtung diese Widersprüche lösen. Das haben Sie für mancherlei schon in diesen Vorträgen gesehen; aber für mancherlei könnten sich Ihnen gerade aus dem, was Ihnen jetzt wieder gesagt worden ist, neue Widersprüche ergeben. Ich kann natürlich nicht heute alle möglichen Widersprüche besprechen, aber einen Widerspruch werde ich versuchen mit Hilfe von solchen okkulten Erkenntnissen zu lösen, wie sie sich in dem zweiten Bewußtsein übersinnlicher Art ergeben. Es werden sich mehrere von Ihnen erinnern, daß von mir und anderen öfter hingewiesen worden ist auf die Christus-Wesenheit als auf eine kosmische Wesenheit, überragend durch ihre Eigenheit die anderen Religionsstifter. Es wurde gesagt, daß es nicht weiter wunderbar ist, daß diese Eigenart der Christus-Wesenheit vorzugsweise im Abendland erkannt werden kann, denn dem Abendland ist der historische Geist eigen. Und so braucht auch das Abendland, damit die Erde überhaupt sich so entwickeln kann, daß Menschen durch verschiedene Inkarnationen gehen können, einen Schwerpunkt für diese Entwickelung. Und man muß sich eigentlich nur wundern, daß sich irgendwo Abendländer finden, die diesen Schwerpunkt nicht zugeben wollen. Dieser Schwerpunkt ist eben der Christus-Impuls. Und derjenige, der von Wiederverkörperungen des Christus sprechen würde, würde genau denselben Fehler machen wie einer, der da glauben würde, eine Waage sollte in mehreren Punkten festgehalten werden. Für die Christus-Wesenheit machen Sie in solchem Falle dasselbe, als wenn Sie eine Waage an zwei oder drei Punkten sich bewegen lassen wollen. Die Sache ist also von diesem Gesichtspunkte aus unendlich einfach.

[ 27 ] Aber es gibt ja noch einen anderen, einen moralischen Grund, der in bezug auf das Verhältnis des Menschen zu dem Christus, der als Impuls der Erdenentwickelung anzusehen ist, geltend gemacht werden muß. Dieser andere Gesichtspunkt ist der: Der Christus trat in einem bestimmten Momente in diese Entwickelung hinein. Die Menschen, die gegenwärtig leben, waren auch schon vor dem Christus inkarniert, werden jetzt wiederum inkarniert, lebten also nicht nur während derjenigen Zeit der Erdenentwickelung, wo der Christus noch nicht da war, sondern sie leben auch jetzt, wo der Christus dagewesen ist. Und der materialistische Einwand, der oftmals gemacht wird, daß, wenn der Christus so wichtig wäre, eben sein einmaliges Kommen auf Erden eine Ungerechtigkeit bedeuten würde, dieser materialistische Einwand fällt weg. Oftmals wird man gefragt: Ja, wie konnte denn die Ungerechtigkeit geschehen, daß alle Menschen, die vor dem Christus gelebt haben, die Wohltat des Christus nicht gehabt haben sollen, während diejenigen, die nach dem Christus leben, diese Wohltat haben sollen? — Das sind aber doch dieselben Menschen! Also dieser Einwand sollte von theosophischer Seite wahrhaftig nicht gemacht werden. Aber gerade in dem letzteren liegt doch etwas außerordentlich Bedeutsames. Er kann nämlich in gewisser Weise gemacht werden, allerdings nur in bezug auf wenige Fälle, aber einer von diesen Fällen, wo er gemacht werden kann, wenn Sie sich es recht überlegen, das ist doch gerade der Buddhafall.

[ 27 ] Aber es gibt ja noch einen anderen, einen moralischen Grund, der in bezug auf das Verhältnis des Menschen zu dem Christus, der als Impuls der Erdenentwickelung anzusehen ist, geltend gemacht werden muß. Dieser andere Gesichtspunkt ist der: Der Christus trat in einem bestimmten Momente in diese Entwickelung hinein. Die Menschen, die gegenwärtig leben, waren auch schon vor dem Christus inkarniert, werden jetzt wiederum inkarniert, lebten also nicht nur während derjenigen Zeit der Erdenentwickelung, wo der Christus noch nicht da war, sondern sie leben auch jetzt, wo der Christus dagewesen ist. Und der materialistische Einwand, der oftmals gemacht wird, daß, wenn der Christus so wichtig wäre, eben sein einmaliges Kommen auf Erden eine Ungerechtigkeit bedeuten würde, dieser materialistische Einwand fällt weg. Oftmals wird man gefragt: Ja, wie konnte denn die Ungerechtigkeit geschehen, daß alle Menschen, die vor dem Christus gelebt haben, die Wohltat des Christus nicht gehabt haben sollen, während diejenigen, die nach dem Christus leben, diese Wohltat haben sollen? — Das sind aber doch dieselben Menschen! Also dieser Einwand sollte von theosophischer Seite wahrhaftig nicht gemacht werden. Aber gerade in dem letzteren liegt doch etwas außerordentlich Bedeutsames. Er kann nämlich in gewisser Weise gemacht werden, allerdings nur in bezug auf wenige Fälle, aber einer von diesen Fällen, wo er gemacht werden kann, wenn Sie sich es recht überlegen, das ist doch gerade der Buddhafall.

[ 28 ] Während in der Tat die über die Erde ausgebreiteten Menschen immer wieder geboren werden und also den Christus-Impuls erleben in ihren Inkarnationen nach der Christus-Zeit, lebte der Buddha in der vorchristlichen Zeit, erreichte da die Entwickelungsstufe, durch die er nicht mehr in einen Erdenleib zurückzukehren braucht, und gehört also tatsächlich zu den allerdings wenigen Menschen, die auf dieser Erde lebten und fortgingen, bevor der Christus gekommen war. Das ist nun einmal so. Und nun können Sie sagen: Ja, wie ist nun das Verhältnis des Christus zum Buddha — abgesehen von dem, was ich gestern erwähnt habe, daß der Buddha aus höheren Welten in den Astralleib des Lukas-Jesusknaben hereinleuchtet —, wie steht aber sonst das Verhältnis des Christus zum Buddha? Ist es denn wirklich so, daß der Buddha einfach nur die Erde verließ, bevor der Christus auf der Erde war? Daß er seinen Weg zum Mars antrat, so daß der Buddha und der Christus sozusagen aneinander vorbeigehen? — Sehen Sie, da müssen wir nun mit einer tieferen okkulten Erkenntnis eingreifen, wenn wir dieses Problem lösen wollen. Bedenken Sie dasjenige, was ich gesagt habe. Ich habe auseinandergesetzt, wie der Christus mit der Sonne verbunden war. Tatsächlich ist der Christus zur Vereinigung mit der Erde erst durch die Johannes-Taufe oder eigentlich durch das Mysterium von Golgatha gekommen. Der Christus ist also Sonnengeist; wir haben ihn, bevor das Mysterium von Golgatha auf der Erde eintrat, in Verbindung zu sehen mit seinem Reiche, der Sonne, wo ihn auch der alte Zarathustra gesucht hat. Und während Christus als Herrscher im Sonnenreich wirkt, während er noch nicht seine Herrschaft ausgedehnt hat über die Erde, wenigstens noch nicht durch seinen Impuls, verläuft das Leben des Buddha auf Erden.

[ 28 ] Während in der Tat die über die Erde ausgebreiteten Menschen immer wieder geboren werden und also den Christus-Impuls erleben in ihren Inkarnationen nach der Christus-Zeit, lebte der Buddha in der vorchristlichen Zeit, erreichte da die Entwickelungsstufe, durch die er nicht mehr in einen Erdenleib zurückzukehren braucht, und gehört also tatsächlich zu den allerdings wenigen Menschen, die auf dieser Erde lebten und fortgingen, bevor der Christus gekommen war. Das ist nun einmal so. Und nun können Sie sagen: Ja, wie ist nun das Verhältnis des Christus zum Buddha — abgesehen von dem, was ich gestern erwähnt habe, daß der Buddha aus höheren Welten in den Astralleib des Lukas-Jesusknaben hereinleuchtet —, wie steht aber sonst das Verhältnis des Christus zum Buddha? Ist es denn wirklich so, daß der Buddha einfach nur die Erde verließ, bevor der Christus auf der Erde war? Daß er seinen Weg zum Mars antrat, so daß der Buddha und der Christus sozusagen aneinander vorbeigehen? — Sehen Sie, da müssen wir nun mit einer tieferen okkulten Erkenntnis eingreifen, wenn wir dieses Problem lösen wollen. Bedenken Sie dasjenige, was ich gesagt habe. Ich habe auseinandergesetzt, wie der Christus mit der Sonne verbunden war. Tatsächlich ist der Christus zur Vereinigung mit der Erde erst durch die Johannes-Taufe oder eigentlich durch das Mysterium von Golgatha gekommen. Der Christus ist also Sonnengeist; wir haben ihn, bevor das Mysterium von Golgatha auf der Erde eintrat, in Verbindung zu sehen mit seinem Reiche, der Sonne, wo ihn auch der alte Zarathustra gesucht hat. Und während Christus als Herrscher im Sonnenreich wirkt, während er noch nicht seine Herrschaft ausgedehnt hat über die Erde, wenigstens noch nicht durch seinen Impuls, verläuft das Leben des Buddha auf Erden.

[ 29 ] Nun müssen wir zu den früheren Verkörperungen des Buddha zurückgehen, wenn wir Aufschluß gewinnen wollen. Wir wissen, daß der Buddha vorher ein Bodhisattva war, daß er durch lange Zeiten hindurch als Bodhisattva auf der Erde gewirkt hat. Eine gewöhnliche Menschenseele, wie wir sie sonst beschrieben haben, hatten allerdings diese Bodhisattvas nicht in sich, sondern es hat eine ganz besondere Bewandtnis mit diesen Bodhisattvas. Sie müssen sich erinnern an das, was dargestellt ist in meiner «Geheimwissenschaft» im Beginn unserer Erdenentwickelung: daß da die Sonne, nach einem Zwischenzustand zwischen dem alten Mond und der Erde, mit der Erde und den anderen Planeten wiederum vereint war, und daß sie sich dann wieder auseinandergeschält haben. Es war also einmal ein Zustand, in dem die Erde mit der Sonne vereint war. Dann haben sich Erde und Sonne getrennt, und Sie wissen, daß dann die Mondentrennung eintrat; Sie wissen, wie die Erde durch Seelen von anderen Planeten verstärkt worden ist. Fassen wir nun ins Auge denjenigen Zeitpunkt, wo sich eben die Sonne von der Erde getrennt hat. Da, wo dies geschah, waren in der Sonne drinnen noch die beiden Planeten Venus und Merkur, astronomisch gesprochen. Und der Vorgang ist so, daß sich zuerst abtrennt die Erde von der Sonne, in der damals noch darinnensteckten Venus und Merkur; dann nachher erst trennen sich Venus und Merkur von der Sonne ab. Nun waren also da Sonne und Erde. Auf der Erde geht die Entwickelung nun fort. Da bleibt nur ein geringer Teil von Menschen zurück. Andere gehen zu den Planeten hinauf, später wiederum herunter. Aber Wesenheiten sind auch mitgegangen — denn die Welt besteht nicht nur aus äußerer Materie, sondern aus Wesenheiten —, Wesenheiten sind mitgegangen, als die Sonne sich von der Erde trennte. Der Führer ist der Christus. Denn in der Zeit der Erdenentwickelung, wo die Sonne sich von der Erde trennt, hat sich schon das vollzogen, was man nennen kann den Vorrang, den der Christus über den Luzifer und die anderen Planetengeister erlangt hat. Später dann trennte sich heraus die Venus, trennte sich heraus Merkur. Fassen wir dieses Heraustreten der Venus von der Sonne einmal ins Auge. Es trennen sich mit der Venus Wesenheiten, die zuerst mitgegangen waren, die aber nicht fähig waren, in der Sonne zu bleiben; die trennen sich los und bevölkern die Venus. Nun war mitgegangen, und für diese Venusbewohner zunächst als ein Abgesandter des Christus, der Sonne, diejenige Wesenheit, welche dem späteren Buddha zugrunde liegt. Der Christus hat ihn zuerst auf die Venus geschickt, und in der Tat machte der Buddha allerlei Entwickelungszustände hier durch; und als dann die Seelen von der Venus zur Erde zurückkamen, da waren die gewöhnlichen Menschenseelen natürlich wenig entwickelt; der Buddha aber, der zurückkam und dann mit den Venusseelen zur Erde herunterstieg, der war eine so hoch entwickelte Wesenheit, daß er nun ein Bodhisattva und dann früh ein Buddha werden konnte. So haben Sie in dem Buddha einen alten Abgesandten des Christus, der die Aufgabe hatte, vorzubereiten das Werk des Christus auf der Erde. Denn die Absendung zu den Venusmenschen hatte keinen anderen Sinn, als einen Vorläufer vorauszuschicken von der Sonne auf die Erde. Und nun können Sie es auch begreifen: Weil der Buddha länger als die anderen Erdenmenschen bei dem Christus war — denn die Erde hat sich früher abgetrennt —, deshalb brauchte er nur denjenigen Teil des Christus-Impulses, den er noch von der Sonne her in sich hatte, so daß also es genügte für den Buddha, das Christus-Ereignis dann mit Hilfe des Impulses, den er von dem Christus auf der Sonne empfangen hatte, von der geistigen Welt aus zu verfolgen, während die anderen Menschen das Christus-Ereignis auf der Erde abzuwarten hatten. Weil also der Buddha seine besondere Beziehung hatte zu dem Christus, weil er wie ein Vorläufer von ihm vorausgeschickt worden war, so brauchte er nicht auf der Erde das Christus-Ereignis abzuwarten, sondern nahm von der Erde die Fähigkeit mit, auch ohne die Christus-Mittel, die der andere Mensch braucht, sich zu erinnern an dasjenige, was auf der Erde das Ich bedeutet, und dadurch von den höheren Welten herunterzuschauen auf das Christus-Ereignis. So konnte lange vorbereitet werden im Weltall jene merkwürdige Mission, die der Buddha unternommen hatte im Auftrage des Christus. Der Buddha ist zuerst geschickt worden zu den Venusmenschen — und vergleichen Sie das, was ich jetzt sage, mit den Vorträgen in Helsingfors —, dann auf die Erde, dann machte er den Weg zurück zu den Marsmenschen und hat dort weiterzuwirken an der lange vorbereiteten Mission auf dem Mars.

[ 29 ] Nun müssen wir zu den früheren Verkörperungen des Buddha zurückgehen, wenn wir Aufschluß gewinnen wollen. Wir wissen, daß der Buddha vorher ein Bodhisattva war, daß er durch lange Zeiten hindurch als Bodhisattva auf der Erde gewirkt hat. Eine gewöhnliche Menschenseele, wie wir sie sonst beschrieben haben, hatten allerdings diese Bodhisattvas nicht in sich, sondern es hat eine ganz besondere Bewandtnis mit diesen Bodhisattvas. Sie müssen sich erinnern an das, was dargestellt ist in meiner «Geheimwissenschaft» im Beginn unserer Erdenentwickelung: daß da die Sonne, nach einem Zwischenzustand zwischen dem alten Mond und der Erde, mit der Erde und den anderen Planeten wiederum vereint war, und daß sie sich dann wieder auseinandergeschält haben. Es war also einmal ein Zustand, in dem die Erde mit der Sonne vereint war. Dann haben sich Erde und Sonne getrennt, und Sie wissen, daß dann die Mondentrennung eintrat; Sie wissen, wie die Erde durch Seelen von anderen Planeten verstärkt worden ist. Fassen wir nun ins Auge denjenigen Zeitpunkt, wo sich eben die Sonne von der Erde getrennt hat. Da, wo dies geschah, waren in der Sonne drinnen noch die beiden Planeten Venus und Merkur, astronomisch gesprochen. Und der Vorgang ist so, daß sich zuerst abtrennt die Erde von der Sonne, in der damals noch darinnensteckten Venus und Merkur; dann nachher erst trennen sich Venus und Merkur von der Sonne ab. Nun waren also da Sonne und Erde. Auf der Erde geht die Entwickelung nun fort. Da bleibt nur ein geringer Teil von Menschen zurück. Andere gehen zu den Planeten hinauf, später wiederum herunter. Aber Wesenheiten sind auch mitgegangen — denn die Welt besteht nicht nur aus äußerer Materie, sondern aus Wesenheiten —, Wesenheiten sind mitgegangen, als die Sonne sich von der Erde trennte. Der Führer ist der Christus. Denn in der Zeit der Erdenentwickelung, wo die Sonne sich von der Erde trennt, hat sich schon das vollzogen, was man nennen kann den Vorrang, den der Christus über den Luzifer und die anderen Planetengeister erlangt hat. Später dann trennte sich heraus die Venus, trennte sich heraus Merkur. Fassen wir dieses Heraustreten der Venus von der Sonne einmal ins Auge. Es trennen sich mit der Venus Wesenheiten, die zuerst mitgegangen waren, die aber nicht fähig waren, in der Sonne zu bleiben; die trennen sich los und bevölkern die Venus. Nun war mitgegangen, und für diese Venusbewohner zunächst als ein Abgesandter des Christus, der Sonne, diejenige Wesenheit, welche dem späteren Buddha zugrunde liegt. Der Christus hat ihn zuerst auf die Venus geschickt, und in der Tat machte der Buddha allerlei Entwickelungszustände hier durch; und als dann die Seelen von der Venus zur Erde zurückkamen, da waren die gewöhnlichen Menschenseelen natürlich wenig entwickelt; der Buddha aber, der zurückkam und dann mit den Venusseelen zur Erde herunterstieg, der war eine so hoch entwickelte Wesenheit, daß er nun ein Bodhisattva und dann früh ein Buddha werden konnte. So haben Sie in dem Buddha einen alten Abgesandten des Christus, der die Aufgabe hatte, vorzubereiten das Werk des Christus auf der Erde. Denn die Absendung zu den Venusmenschen hatte keinen anderen Sinn, als einen Vorläufer vorauszuschicken von der Sonne auf die Erde. Und nun können Sie es auch begreifen: Weil der Buddha länger als die anderen Erdenmenschen bei dem Christus war — denn die Erde hat sich früher abgetrennt —, deshalb brauchte er nur denjenigen Teil des Christus-Impulses, den er noch von der Sonne her in sich hatte, so daß also es genügte für den Buddha, das Christus-Ereignis dann mit Hilfe des Impulses, den er von dem Christus auf der Sonne empfangen hatte, von der geistigen Welt aus zu verfolgen, während die anderen Menschen das Christus-Ereignis auf der Erde abzuwarten hatten. Weil also der Buddha seine besondere Beziehung hatte zu dem Christus, weil er wie ein Vorläufer von ihm vorausgeschickt worden war, so brauchte er nicht auf der Erde das Christus-Ereignis abzuwarten, sondern nahm von der Erde die Fähigkeit mit, auch ohne die Christus-Mittel, die der andere Mensch braucht, sich zu erinnern an dasjenige, was auf der Erde das Ich bedeutet, und dadurch von den höheren Welten herunterzuschauen auf das Christus-Ereignis. So konnte lange vorbereitet werden im Weltall jene merkwürdige Mission, die der Buddha unternommen hatte im Auftrage des Christus. Der Buddha ist zuerst geschickt worden zu den Venusmenschen — und vergleichen Sie das, was ich jetzt sage, mit den Vorträgen in Helsingfors —, dann auf die Erde, dann machte er den Weg zurück zu den Marsmenschen und hat dort weiterzuwirken an der lange vorbereiteten Mission auf dem Mars.

[ 30 ] Auf dem Mars ist die Sache so, daß diejenigen Menschen, die dort geblieben sind, in einer großen Gefahr stehen, wie die Erdenmenschen in einer großen Gefahr standen, aus der sie der Christus befreite. Die Marsmenschen stehen in der Gefahr, daß ihnen — sie hatten ja kein Ich besonders zu entwickeln — ihr astralischer Leib und dadurch mittelbar auch ihr Ätherleib furchtbar an Kräften verlieren sollte, gewissermaßen austrocknen sollte. Die ganze Natur der Marsmenschen hat sich so ausgelebt, daß auf dem Mars furchtbare Kriege stattgefunden haben. Die Menschen auf dem Mars sind sehr bodenständig — die Menschen auf der Erde sind kosmopolitisch angelegt —, die Marsmenschen sind viel mehr auf den Boden versessen, und es gibt sehr wenig Kosmopolitiker auf dem Mars. Aber dafür gibt es, oder wenigstens hat es viel Krieg und Streit gegeben; das alles ging hervor aus dem durch das Ich nicht besänftigten starken astralischen Leib. Wenn Sie das alles zusammennehmen, werden Sie begreifen, daß bei Menschen, die sich entwickeln, wie es auf dem Mars der Fall ist, ungeheuer viel Streit sein muß. Der Mars ist nur eine Art von wiederverkörpertem Mond, und da also das, was im astralischen Leibe steckt, nicht gemildert ist durch die Besänftigung des Ich, sind diese Menschen ganz hervorragend kriegslustig. Die Griechen haben eine richtige Erkenntnis gehabt, indem sie gerade Mars zum Kriegsgott gemacht haben. Große Verwunderung überkommt einen, so in den Mythen die Anklänge daran zu finden; und eine überraschende Sache ist es für einen, wenn man findet, daß wirklich ungeheure Kriege da herrschten. Man ist dann ungemein verwundert, wenn man schon in den alten Mysterienerkenntnissen in den Bezeichnungen findet, daß diese okkulten Erkenntnisse vorhanden waren. Also ungeheure Kriege waren da. Und jetzt denken Sie sich die Fortsetzung des Buddhalebens, dieses Meisters des Mitleids und der Liebe, dieses Meisters in Überwindung von Kastenunterschieden, dann werden Sie begreifen, daß Buddha wirklich seine Mission auf dem Mars hat; diese Mission, die darin besteht, dort einzuführen das, wozu die Marsmenschen allein nicht kommen können, was ihnen erscheinen würde als eine ganz übertriebene Frömmigkeit, als Mönchtum und so weiter — durch ein grandioses Beispiel von übersteigerter Demut und Sanftmut auf die Marsmenschen zu wirken und sie zu beleben nach dieser Richtung hin. Ich kann Ihnen nur die Anfänge des Bildes geben, wodurch der Buddha auf den Mars zu wirken hat. Die Bedeutung, die Wirkung des Buddha ist dort wirklich eine ganz ähnliche für diese ohne das Ich lebenden Marsmenschen, wie eben die eines Erlösers, eines Befreiers zu höherer Weltanschauung. Und während auf der Erde eine allgemeine Brüderlichkeit und Nächstenliebe im tiefsten Impulse mit dem Christus zusammenhängt, hängt Kosmopolitismus im wesentlichen zusammen mit jener Erlösertat, die dort der Buddha zu verrichten hat.

[ 30 ] Auf dem Mars ist die Sache so, daß diejenigen Menschen, die dort geblieben sind, in einer großen Gefahr stehen, wie die Erdenmenschen in einer großen Gefahr standen, aus der sie der Christus befreite. Die Marsmenschen stehen in der Gefahr, daß ihnen — sie hatten ja kein Ich besonders zu entwickeln — ihr astralischer Leib und dadurch mittelbar auch ihr Ätherleib furchtbar an Kräften verlieren sollte, gewissermaßen austrocknen sollte. Die ganze Natur der Marsmenschen hat sich so ausgelebt, daß auf dem Mars furchtbare Kriege stattgefunden haben. Die Menschen auf dem Mars sind sehr bodenständig — die Menschen auf der Erde sind kosmopolitisch angelegt —, die Marsmenschen sind viel mehr auf den Boden versessen, und es gibt sehr wenig Kosmopolitiker auf dem Mars. Aber dafür gibt es, oder wenigstens hat es viel Krieg und Streit gegeben; das alles ging hervor aus dem durch das Ich nicht besänftigten starken astralischen Leib. Wenn Sie das alles zusammennehmen, werden Sie begreifen, daß bei Menschen, die sich entwickeln, wie es auf dem Mars der Fall ist, ungeheuer viel Streit sein muß. Der Mars ist nur eine Art von wiederverkörpertem Mond, und da also das, was im astralischen Leibe steckt, nicht gemildert ist durch die Besänftigung des Ich, sind diese Menschen ganz hervorragend kriegslustig. Die Griechen haben eine richtige Erkenntnis gehabt, indem sie gerade Mars zum Kriegsgott gemacht haben. Große Verwunderung überkommt einen, so in den Mythen die Anklänge daran zu finden; und eine überraschende Sache ist es für einen, wenn man findet, daß wirklich ungeheure Kriege da herrschten. Man ist dann ungemein verwundert, wenn man schon in den alten Mysterienerkenntnissen in den Bezeichnungen findet, daß diese okkulten Erkenntnisse vorhanden waren. Also ungeheure Kriege waren da. Und jetzt denken Sie sich die Fortsetzung des Buddhalebens, dieses Meisters des Mitleids und der Liebe, dieses Meisters in Überwindung von Kastenunterschieden, dann werden Sie begreifen, daß Buddha wirklich seine Mission auf dem Mars hat; diese Mission, die darin besteht, dort einzuführen das, wozu die Marsmenschen allein nicht kommen können, was ihnen erscheinen würde als eine ganz übertriebene Frömmigkeit, als Mönchtum und so weiter — durch ein grandioses Beispiel von übersteigerter Demut und Sanftmut auf die Marsmenschen zu wirken und sie zu beleben nach dieser Richtung hin. Ich kann Ihnen nur die Anfänge des Bildes geben, wodurch der Buddha auf den Mars zu wirken hat. Die Bedeutung, die Wirkung des Buddha ist dort wirklich eine ganz ähnliche für diese ohne das Ich lebenden Marsmenschen, wie eben die eines Erlösers, eines Befreiers zu höherer Weltanschauung. Und während auf der Erde eine allgemeine Brüderlichkeit und Nächstenliebe im tiefsten Impulse mit dem Christus zusammenhängt, hängt Kosmopolitismus im wesentlichen zusammen mit jener Erlösertat, die dort der Buddha zu verrichten hat.

[ 31 ] Noch ein anderer Punkt ist es, den ich erledigen muß, bevor wir auseinandergehen. Das ist der Punkt, der Sie darauf hinweisen soll, daß die verschiedenen Religionen auf der Erde, die ja alle, was für den Theosophen eine Selbstverständlichkeit ist, aus einer einzigen Quelle heraus entstanden sind, nur in verschiedener Weise sich verhalten zu den okkulten Mitteilungen, die gemacht werden können. Man möchte sagen, eine jede Religion, wenn man sie richtig versteht, weist auf einen Religionsstifter hin, der irgendein Erlebnis einer bestimmten Initiationsstufe durch diese Religion in einer geeigneten Weise für eine Gruppe von Menschen bekanntgemacht hat. Da finden Sie zum Beispiel eine Religion, welche sich nicht bis zu dem Christus, der der Sonnengeist ist, zu erheben vermag, sondern die besondere Anlage hat, sich bis zu jener umfassenden Seele zu erheben, die da lebte in dem Geiste, der dann oftmals als Bodhisattva verkörpert wurde, und welche dadurch besonders auf den hinweist, der nun wiederum der große Initiator, der Begeister des Buddha ist. Also eine Religion, die sich nicht zu der Anschauung erheben kann, daß der Christus der Sonnengeist ist und auf die Erde heruntergekommen ist. Sie sieht gleichsam so weit, daß sie bis zu diesem Abgesandten hinsieht und alles auch zusammenfaßt, was gleichsam von der Sonne hervorkommt und was im eminentesten Sinne zu einem Planetengeist wird, und es ist ja sehr begreiflich, daß der Buddha als ein Planetengeist bezeichnet wird. Eine solche Religion, die vorzugsweise auf diesen Geist hinwies, der nun die eigene Entwickelung des Buddha leitet, die konnte nur eine solche Gestalt fassen, wie die des Vishnu in der indischen Trimurti ist. Und weil eine solche religiöse Form noch nicht durchgedrungen ist zur Erkenntnis des allgemeinen Sieges des Christus über Luzifer, so kann sie auch die Gestalt des Luzifer nicht so gegenüberstellen dem Christus, wie es in der jetzigen Zeit möglich ist. Dadurch erscheint einer solchen Religion Luzifer in einer gewissen Weise neben dem Christus als eine selbständige, unbesiegte, als eine gleichwertige Gestalt. Wir haben ja selbst gesehen: wie eine Art von Bruder wird der Luzifer vorgestellt. Das haben Sie dann, wenn dem Vishnu der Shiva entgegengestellt wird. Und ich bitte Sie, jetzt einmal die Shivaiten zu studieren; dann werden Sie schon erfassen, wie man die Shivareligion des Indertums verstehen kann, wenn man die Kenntnis des luziferischen Wesens hat. Denn Shiva ist wirklich Luzifer in der Gestalt, in der er noch nicht besiegt ist. All der Kultus, die ganze Religion mit ihren sechzig Millionen Anhängern, als Religion des Shiva, ist eigentlich im eminentesten Sinne von dem eben bezeichneten Gesichtspunkte aus als eine Art luziferischer Religion zu bezeichnen. Sie werden begreiflich finden, daß alle Formen der okkulten Erkenntnis, je nach der Veranlagung der Menschen, auf den verschiedenen Stufen sich ausprägen konnten in den verschiedenen Religionen.

[ 31 ] Noch ein anderer Punkt ist es, den ich erledigen muß, bevor wir auseinandergehen. Das ist der Punkt, der Sie darauf hinweisen soll, daß die verschiedenen Religionen auf der Erde, die ja alle, was für den Theosophen eine Selbstverständlichkeit ist, aus einer einzigen Quelle heraus entstanden sind, nur in verschiedener Weise sich verhalten zu den okkulten Mitteilungen, die gemacht werden können. Man möchte sagen, eine jede Religion, wenn man sie richtig versteht, weist auf einen Religionsstifter hin, der irgendein Erlebnis einer bestimmten Initiationsstufe durch diese Religion in einer geeigneten Weise für eine Gruppe von Menschen bekanntgemacht hat. Da finden Sie zum Beispiel eine Religion, welche sich nicht bis zu dem Christus, der der Sonnengeist ist, zu erheben vermag, sondern die besondere Anlage hat, sich bis zu jener umfassenden Seele zu erheben, die da lebte in dem Geiste, der dann oftmals als Bodhisattva verkörpert wurde, und welche dadurch besonders auf den hinweist, der nun wiederum der große Initiator, der Begeister des Buddha ist. Also eine Religion, die sich nicht zu der Anschauung erheben kann, daß der Christus der Sonnengeist ist und auf die Erde heruntergekommen ist. Sie sieht gleichsam so weit, daß sie bis zu diesem Abgesandten hinsieht und alles auch zusammenfaßt, was gleichsam von der Sonne hervorkommt und was im eminentesten Sinne zu einem Planetengeist wird, und es ist ja sehr begreiflich, daß der Buddha als ein Planetengeist bezeichnet wird. Eine solche Religion, die vorzugsweise auf diesen Geist hinwies, der nun die eigene Entwickelung des Buddha leitet, die konnte nur eine solche Gestalt fassen, wie die des Vishnu in der indischen Trimurti ist. Und weil eine solche religiöse Form noch nicht durchgedrungen ist zur Erkenntnis des allgemeinen Sieges des Christus über Luzifer, so kann sie auch die Gestalt des Luzifer nicht so gegenüberstellen dem Christus, wie es in der jetzigen Zeit möglich ist. Dadurch erscheint einer solchen Religion Luzifer in einer gewissen Weise neben dem Christus als eine selbständige, unbesiegte, als eine gleichwertige Gestalt. Wir haben ja selbst gesehen: wie eine Art von Bruder wird der Luzifer vorgestellt. Das haben Sie dann, wenn dem Vishnu der Shiva entgegengestellt wird. Und ich bitte Sie, jetzt einmal die Shivaiten zu studieren; dann werden Sie schon erfassen, wie man die Shivareligion des Indertums verstehen kann, wenn man die Kenntnis des luziferischen Wesens hat. Denn Shiva ist wirklich Luzifer in der Gestalt, in der er noch nicht besiegt ist. All der Kultus, die ganze Religion mit ihren sechzig Millionen Anhängern, als Religion des Shiva, ist eigentlich im eminentesten Sinne von dem eben bezeichneten Gesichtspunkte aus als eine Art luziferischer Religion zu bezeichnen. Sie werden begreiflich finden, daß alle Formen der okkulten Erkenntnis, je nach der Veranlagung der Menschen, auf den verschiedenen Stufen sich ausprägen konnten in den verschiedenen Religionen.

[ 32 ] Nun aber, wenn man das Ganze überblickt — wir haben besprochen einiges von dem unoffenbaren Lichte, einiges von dem unaussprechlichen Worte, und es ist uns dann gelungen, auf mancherlei Umwegen auch zu dem Bewußtsein ohne Gegenstand zu kommen —, nun fragen Sie sich einmal, wenn Sie stehenbleiben bei dieser Dreiheit: Drücken sich diese drei Dinge wenigstens in ihren Offenbarungen in unserer Welt aus?

[ 32 ] Nun aber, wenn man das Ganze überblickt — wir haben besprochen einiges von dem unoffenbaren Lichte, einiges von dem unaussprechlichen Worte, und es ist uns dann gelungen, auf mancherlei Umwegen auch zu dem Bewußtsein ohne Gegenstand zu kommen —, nun fragen Sie sich einmal, wenn Sie stehenbleiben bei dieser Dreiheit: Drücken sich diese drei Dinge wenigstens in ihren Offenbarungen in unserer Welt aus?

[ 33 ] Sehen Sie, Sie können erkennen, wie sie sich ausdrücken, wenn Sie alles das zusammennehmen, was im Laufe dieser Vorträge besprochen worden ist. Sie werden sich sagen: Das Licht, es erschien ganz und gar in der Charakteristik des stolzen Luzifer; das Licht ist also im Grunde genommen ein Attribut des Geistigen, und der Mensch hat eigentlich das Licht nur in seinem schwächsten Ausdruck in seinen Gedanken gegeben, wenn er auf dem physischen Plane hier ist. Und wo hat denn der Mensch das sonst unaussprechliche Wort, wenn er hier auf dem physischen Plane ist? Nun, das, was das unaussprechliche Wort ist in der Welt, ist aussprechliches Wort hier auf dem physischen Plan, und Sie brauchen nicht weit zu gehen, um zum Ursprung zu kommen dessen, woraus das Wort kommen muß: es ist das Seelische im Menschen. Während also das Licht nach und nach mehr zum Geistigen wird, wird das Wort nach und nach offenbar im Menschen im Seelischen. Und das Bewußtsein ohne Gegenstand, wie offenbart es sich bei dem physischen Menschen? Dadurch, daß äußerer Stoff auf ihn wirkt. Das, was das physische Bewußtsein ist, braucht den äußeren Gegenstand, das kaut an dem äußeren Gegenstand. Oben haben wir gefunden: Bewußtsein ohne einen Gegenstand, unaussprechliches Wort, unoffenbares Licht; unten finden wir als die letzte Offenbarung auf dem physischen Plan das menschliche Bewußtsein, das sich an der Materie verkaut; wir finden die Seele, welche das Wort, wenn auch in getrübter Gestalt, offenbart, und wir finden endlich das Licht, welches in der ganz schwachen Art des Denkens beim Menschen vorhanden ist, so daß der Hellseher das Denken als Licht, als menschliche Aura, überhaupt alles, was vom Licht kommt, nur als Aura schauen kann. Aber im Denken oder in dem, was auf dem physischen Plan schon geistig ist, im Denken erscheint der letzte Abglanz von dem unoffenbaren Lichte. So daß wir sagen können: Wir können unsere höchsten Dinge, die wir gefunden haben, aussprechen, indem wir auf den Menschen hinweisen, auf den Menschen als Geist, als Seele, als Materie. Im Geist und in seiner Seele zusammen findet der Mensch wiederum als eine Einheit das Bild seines Ich. Ja, auch dieses letzte, was der Mensch auf dem physischen Plan findet, Materie oder Stoff, Seele und Geist, es ist eine Offenbarung der höchsten Dreiheit. Die Menschen haben ja verloren jene uralten Offenbarungen des alten Okkultismus; als der Okkultismus allmählich seine neuere Form annahm, fand er wenig äußeres Verständnis mehr. In unserer Zeit muß er es wieder finden, In dieser Zeit muß er wieder zur Theosophie werden.

[ 33 ] Sehen Sie, Sie können erkennen, wie sie sich ausdrücken, wenn Sie alles das zusammennehmen, was im Laufe dieser Vorträge besprochen worden ist. Sie werden sich sagen: Das Licht, es erschien ganz und gar in der Charakteristik des stolzen Luzifer; das Licht ist also im Grunde genommen ein Attribut des Geistigen, und der Mensch hat eigentlich das Licht nur in seinem schwächsten Ausdruck in seinen Gedanken gegeben, wenn er auf dem physischen Plane hier ist. Und wo hat denn der Mensch das sonst unaussprechliche Wort, wenn er hier auf dem physischen Plane ist? Nun, das, was das unaussprechliche Wort ist in der Welt, ist aussprechliches Wort hier auf dem physischen Plan, und Sie brauchen nicht weit zu gehen, um zum Ursprung zu kommen dessen, woraus das Wort kommen muß: es ist das Seelische im Menschen. Während also das Licht nach und nach mehr zum Geistigen wird, wird das Wort nach und nach offenbar im Menschen im Seelischen. Und das Bewußtsein ohne Gegenstand, wie offenbart es sich bei dem physischen Menschen? Dadurch, daß äußerer Stoff auf ihn wirkt. Das, was das physische Bewußtsein ist, braucht den äußeren Gegenstand, das kaut an dem äußeren Gegenstand. Oben haben wir gefunden: Bewußtsein ohne einen Gegenstand, unaussprechliches Wort, unoffenbares Licht; unten finden wir als die letzte Offenbarung auf dem physischen Plan das menschliche Bewußtsein, das sich an der Materie verkaut; wir finden die Seele, welche das Wort, wenn auch in getrübter Gestalt, offenbart, und wir finden endlich das Licht, welches in der ganz schwachen Art des Denkens beim Menschen vorhanden ist, so daß der Hellseher das Denken als Licht, als menschliche Aura, überhaupt alles, was vom Licht kommt, nur als Aura schauen kann. Aber im Denken oder in dem, was auf dem physischen Plan schon geistig ist, im Denken erscheint der letzte Abglanz von dem unoffenbaren Lichte. So daß wir sagen können: Wir können unsere höchsten Dinge, die wir gefunden haben, aussprechen, indem wir auf den Menschen hinweisen, auf den Menschen als Geist, als Seele, als Materie. Im Geist und in seiner Seele zusammen findet der Mensch wiederum als eine Einheit das Bild seines Ich. Ja, auch dieses letzte, was der Mensch auf dem physischen Plan findet, Materie oder Stoff, Seele und Geist, es ist eine Offenbarung der höchsten Dreiheit. Die Menschen haben ja verloren jene uralten Offenbarungen des alten Okkultismus; als der Okkultismus allmählich seine neuere Form annahm, fand er wenig äußeres Verständnis mehr. In unserer Zeit muß er es wieder finden, In dieser Zeit muß er wieder zur Theosophie werden.

[ 34 ] Aber es gab eine Zwischenzeit, da haben die Menschen nicht hinaufgeblickt zu den okkulten Wahrheiten, die ihnen früher verkündet worden sind, da haben die Menschen nicht verstanden dasjenige, was wir heute kleiden in die 'Theosophie. Da haben sie sich gehalten an die letzte Offenbarung, an die letzten Wirkungen der höheren Dreiheit, an Materie, Seele und Geist. Und es ist aus dieser Betrachtung, die nur entwurzelt war, weil sie zu den letzten Offenbarungen die Ursprünge nicht kannte, es ist daraus entstanden, was eigentlich im Grunde doch erst auftrat sechs Jahrhunderte vor der christlichen Zeit und bis in unsere Zeit gedauert hat: es ist aufgetaucht das, was man Philosophie nennen kann. Und überall werden Sie finden, daß die Philosophie anknüpft an die letzte äußere Offenbarung der großen Dreiheit, die sehr verhüllt bleibt. Sie sieht nur ausgebreitet das materielle Leben, an dem das menschliche Bewußtsein kaut. Sie begreift nicht das unaussprechliche Wort, sondern ahnen kann sie noch das Seelische der Welt, wenn es sich offenbart in der Menschenseele als das ausgesprochene Wort. Sie findet nicht das ungeoffenbarte Licht, kann es aber ahnen, da es in seiner letzten Wirkung, im menschlichen Denken, dem zuerst der Außenwelt zugekehrten Teile des menschlichen Geistes, erscheint. Leib, Seele und Geist — bei dem griechischen Geiste treten sie als der dreigliedrige Mensch auf —, sie spielen ihre große Rolle durch das ganze Zeitalter der Philosophie. Es gab eine Zeit, da für die äußere Welt verhüllt waren die Okkultismen, verhüllt waren die Theosophien, und die Menschen sich gehalten hatten an die äußerste Offenbarung, an das, was man Leib, Seele und Geist nennt. Und dieses Zeitalter erstreckt sich bis in unsere Tage hinein; aber die Zeit der Philosophie ist erfüllt. Die Philosophen haben ihr Zeitalter hinter sich gehabt. Das einzige, was heute Philosophie sein kann, ist die Rettung desjenigen im Menschen, an das sich der Hellseher erinnern muß auf der ersten Stufe seiner Entwickelung, ist die Rettung des Ich, des Selbstbewußtseins. Das wird Philosophie begriffen haben müssen. Daher versuchen Sie von diesem Gesichtspunkte aus meine «Philosophie der Freiheit» zu verstehen, wo angeknüpft wird gerade an das, was überleiten muß das philosophische Bewußtsein in die Zeit, die nun kommt, und in der wiederum eintreten muß in die Menschheitsentwickelung das, was ein genaueres Abbild der höheren Dreiheit sein kann als die Philosophie, wo eintreten muß in die Menschheitsentwickelung die Theosophie.

[ 34 ] Aber es gab eine Zwischenzeit, da haben die Menschen nicht hinaufgeblickt zu den okkulten Wahrheiten, die ihnen früher verkündet worden sind, da haben die Menschen nicht verstanden dasjenige, was wir heute kleiden in die 'Theosophie. Da haben sie sich gehalten an die letzte Offenbarung, an die letzten Wirkungen der höheren Dreiheit, an Materie, Seele und Geist. Und es ist aus dieser Betrachtung, die nur entwurzelt war, weil sie zu den letzten Offenbarungen die Ursprünge nicht kannte, es ist daraus entstanden, was eigentlich im Grunde doch erst auftrat sechs Jahrhunderte vor der christlichen Zeit und bis in unsere Zeit gedauert hat: es ist aufgetaucht das, was man Philosophie nennen kann. Und überall werden Sie finden, daß die Philosophie anknüpft an die letzte äußere Offenbarung der großen Dreiheit, die sehr verhüllt bleibt. Sie sieht nur ausgebreitet das materielle Leben, an dem das menschliche Bewußtsein kaut. Sie begreift nicht das unaussprechliche Wort, sondern ahnen kann sie noch das Seelische der Welt, wenn es sich offenbart in der Menschenseele als das ausgesprochene Wort. Sie findet nicht das ungeoffenbarte Licht, kann es aber ahnen, da es in seiner letzten Wirkung, im menschlichen Denken, dem zuerst der Außenwelt zugekehrten Teile des menschlichen Geistes, erscheint. Leib, Seele und Geist — bei dem griechischen Geiste treten sie als der dreigliedrige Mensch auf —, sie spielen ihre große Rolle durch das ganze Zeitalter der Philosophie. Es gab eine Zeit, da für die äußere Welt verhüllt waren die Okkultismen, verhüllt waren die Theosophien, und die Menschen sich gehalten hatten an die äußerste Offenbarung, an das, was man Leib, Seele und Geist nennt. Und dieses Zeitalter erstreckt sich bis in unsere Tage hinein; aber die Zeit der Philosophie ist erfüllt. Die Philosophen haben ihr Zeitalter hinter sich gehabt. Das einzige, was heute Philosophie sein kann, ist die Rettung desjenigen im Menschen, an das sich der Hellseher erinnern muß auf der ersten Stufe seiner Entwickelung, ist die Rettung des Ich, des Selbstbewußtseins. Das wird Philosophie begriffen haben müssen. Daher versuchen Sie von diesem Gesichtspunkte aus meine «Philosophie der Freiheit» zu verstehen, wo angeknüpft wird gerade an das, was überleiten muß das philosophische Bewußtsein in die Zeit, die nun kommt, und in der wiederum eintreten muß in die Menschheitsentwickelung das, was ein genaueres Abbild der höheren Dreiheit sein kann als die Philosophie, wo eintreten muß in die Menschheitsentwickelung die Theosophie.

[ 35 ] So sehen Sie, das Zeitalter der Philosophie hat sich erfüllt. Alter als die Philosophie ist die Theosophie. Die Theosophie wird an die Stelle der Philosophie treten trotz allen Widerspruches. Sie ist sozusagen das, was die längere Phase hat; sie ragt an Dauer über das Zeitalter der Philosophie hinaus. Der Mensch kann vom philosophischen Gesichtspunkte aus nur eine gewisse Zeit hindurch betrachtet werden; länger dauert in Vergangenheit und Zukunft das Zeitalter der Theosophie als das Zeitalter der bloßen Philosophie. Der Mensch kann betrachtet werden von dem Gesichtspunkte der Theosophie. Überragend aber und völlig in das Wesen des Menschen eindringend ist der Okkultismus. Dieser Okkultismus ist dasjenige, was uns mit dem menschlichen Wesen völlig bekannt macht. Denn allen menschlichen Erkenntnissen liegt zugrunde Okkultismus. Okkultismus ist das Älteste und hat das längste Zeitalter. Vor der 'Theosophie war der Okkultismus, nach der Theosophie wird der Okkultismus sein. Vor der Philosophie war die 'Theosophie, nach der Philosophie wird die Theosophie sein.

[ 35 ] So sehen Sie, das Zeitalter der Philosophie hat sich erfüllt. Alter als die Philosophie ist die Theosophie. Die Theosophie wird an die Stelle der Philosophie treten trotz allen Widerspruches. Sie ist sozusagen das, was die längere Phase hat; sie ragt an Dauer über das Zeitalter der Philosophie hinaus. Der Mensch kann vom philosophischen Gesichtspunkte aus nur eine gewisse Zeit hindurch betrachtet werden; länger dauert in Vergangenheit und Zukunft das Zeitalter der Theosophie als das Zeitalter der bloßen Philosophie. Der Mensch kann betrachtet werden von dem Gesichtspunkte der Theosophie. Überragend aber und völlig in das Wesen des Menschen eindringend ist der Okkultismus. Dieser Okkultismus ist dasjenige, was uns mit dem menschlichen Wesen völlig bekannt macht. Denn allen menschlichen Erkenntnissen liegt zugrunde Okkultismus. Okkultismus ist das Älteste und hat das längste Zeitalter. Vor der 'Theosophie war der Okkultismus, nach der Theosophie wird der Okkultismus sein. Vor der Philosophie war die 'Theosophie, nach der Philosophie wird die Theosophie sein.

[ 36 ] Sie aber, meine lieben Freunde, versuchen nun unter den anderen Idealen auch dieses zu begreifen, daß Sie berufen sind, zu verstehen, wie das philosophische Ideal, das doch nur für wenige Menschen da war, in unserer Zeit hat einlaufen müssen in ein neues Ideal, in das theosophische Ideal, das für viele Menschen verständlich sein wird, weil aus viel größeren Menschentiefen heraus die Theosophie zum Menschen zu sprechen vermag als abstrakte Philosophie, die abstrakt bleiben muß, weil sie nur einen letzten Abklatsch der menschlichen Urwesenheit und ihrer Dreiheit darbieten kann. Betrachtet man so die Sache, der wir zugetan sind, dann betrachtet man sie in einer weltgeschichtlichen Notwendigkeit; dann fühlt man, was Theosophie der modernen Menschheit sein muß, wie die dreifachen Gesichtspunkte tatsächlich für den Menschen und seine Betrachtung selbst Menschheitsgesichtspunkte sind, die sich nacheinander entwickeln werden. Und da erlangen Sie dann, indem Sie dieses Denken aus Ihrem Kopf in Ihr Herz heruntersinken lassen, da erlangen Sie dann ein Gefühl von dem Wesentlichen und Bedeutungsvollen und Heiligen, was uns die Theosophie sein soll.

[ 36 ] Sie aber, meine lieben Freunde, versuchen nun unter den anderen Idealen auch dieses zu begreifen, daß Sie berufen sind, zu verstehen, wie das philosophische Ideal, das doch nur für wenige Menschen da war, in unserer Zeit hat einlaufen müssen in ein neues Ideal, in das theosophische Ideal, das für viele Menschen verständlich sein wird, weil aus viel größeren Menschentiefen heraus die Theosophie zum Menschen zu sprechen vermag als abstrakte Philosophie, die abstrakt bleiben muß, weil sie nur einen letzten Abklatsch der menschlichen Urwesenheit und ihrer Dreiheit darbieten kann. Betrachtet man so die Sache, der wir zugetan sind, dann betrachtet man sie in einer weltgeschichtlichen Notwendigkeit; dann fühlt man, was Theosophie der modernen Menschheit sein muß, wie die dreifachen Gesichtspunkte tatsächlich für den Menschen und seine Betrachtung selbst Menschheitsgesichtspunkte sind, die sich nacheinander entwickeln werden. Und da erlangen Sie dann, indem Sie dieses Denken aus Ihrem Kopf in Ihr Herz heruntersinken lassen, da erlangen Sie dann ein Gefühl von dem Wesentlichen und Bedeutungsvollen und Heiligen, was uns die Theosophie sein soll.