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Life Between Death and Rebirth
in Relation to Cosmic Realities
GA 141

4 March 1913, Berlin

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Neunter Vortrag

Neunter Vortrag

[ 1 ] In der Zeit, in welcher der Materialismus hauptsächlich theoretisch geblüht hat, also in den mittleren und zum Teil auch noch in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, als etwa die Schriften Büchners oder Vogts, des sogenannten «dicken» Vogts, tiefen Eindruck in weiten Kreisen von Menschen gemacht hatten, die sich damals als aufgeklärte Menschen fühlten, da konnte man oftmals eine Redewendung hören —, eine Redewendung, die heute auch noch zuweilen gehört werden kann, da ja in gewissen Weltanschauungsgruppen sozusagen die Nachzügler jenes theoretischen Materialismus immer noch vorhanden sind. Wenn die Leute nicht etwa direkt ein jegliches Leben nach dem Tode ablehnen wollen, wenn sie zuweilen dieses Leben nach dem Tode zugeben wollen, dann sagen sie: Nun ja, es mag ein solches Leben nach dem Tode geben. Aber warum sollten wir uns hier in diesem Erdenleben darum kümmern? Wir werden ja sehen, wenn der Tod eingetreten ist, ob es ein solches Leben gibt. Und wenn wir hier auf der Erde uns nur mit dem beschäftigen, was uns die Erde gibt, und nicht weiter auf das Rücksicht nehmen, was nach dem Tode kommen soll, so kann uns doch nichts Besonderes entgehen. Denn wenn das Leben nach dem Tode etwas bieten mag, so werden wir es dann ja sehen!

[ 1 ] In der Zeit, in welcher der Materialismus hauptsächlich theoretisch geblüht hat, also in den mittleren und zum Teil auch noch in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, als etwa die Schriften Büchners oder Vogts, des sogenannten «dicken» Vogts, tiefen Eindruck in weiten Kreisen von Menschen gemacht hatten, die sich damals als aufgeklärte Menschen fühlten, da konnte man oftmals eine Redewendung hören —, eine Redewendung, die heute auch noch zuweilen gehört werden kann, da ja in gewissen Weltanschauungsgruppen sozusagen die Nachzügler jenes theoretischen Materialismus immer noch vorhanden sind. Wenn die Leute nicht etwa direkt ein jegliches Leben nach dem Tode ablehnen wollen, wenn sie zuweilen dieses Leben nach dem Tode zugeben wollen, dann sagen sie: Nun ja, es mag ein solches Leben nach dem Tode geben. Aber warum sollten wir uns hier in diesem Erdenleben darum kümmern? Wir werden ja sehen, wenn der Tod eingetreten ist, ob es ein solches Leben gibt. Und wenn wir hier auf der Erde uns nur mit dem beschäftigen, was uns die Erde gibt, und nicht weiter auf das Rücksicht nehmen, was nach dem Tode kommen soll, so kann uns doch nichts Besonderes entgehen. Denn wenn das Leben nach dem Tode etwas bieten mag, so werden wir es dann ja sehen!

[ 2 ] Wie gesagt, man konnte oft und oft und kann auch heute noch in weiten Kreisen diese Redensart hören, und wenn sie so ausgesprochen wird — sie möchte fast in einer gewissen Beziehung annehmbar scheinen. Und doch: sie widerspricht vollständig den Tatsachen, die sich der geistigen Forschung ergeben, wenn man diejenigen Tatsachen geistig ins Auge faßt, welche sich in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt abspielen. Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes hindurchgegangen ist, dann tritt er ja in Beziehungen zu den verschiedensten Kräften und Wesenheiten. Der Mensch lebt sich sozusagen nicht nur in eine Summe von übersinnlichen Tatsachen ein, sondern er kommt in Berührung mit gewissen Kräften, ja mit Wesenheiten, die wir kennen und oft besprochen haben als die Wesenheiten der einzelnen höheren. Hierarchien. Fragen wir uns nun einmal, welche Bedeutung es für den Menschen beim Durchgange durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt hat, mit diesen Kräften und Wesenheiten der höheren Hierarchien in Zusammenhang zu kommen.

[ 2 ] Wie gesagt, man konnte oft und oft und kann auch heute noch in weiten Kreisen diese Redensart hören, und wenn sie so ausgesprochen wird — sie möchte fast in einer gewissen Beziehung annehmbar scheinen. Und doch: sie widerspricht vollständig den Tatsachen, die sich der geistigen Forschung ergeben, wenn man diejenigen Tatsachen geistig ins Auge faßt, welche sich in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt abspielen. Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes hindurchgegangen ist, dann tritt er ja in Beziehungen zu den verschiedensten Kräften und Wesenheiten. Der Mensch lebt sich sozusagen nicht nur in eine Summe von übersinnlichen Tatsachen ein, sondern er kommt in Berührung mit gewissen Kräften, ja mit Wesenheiten, die wir kennen und oft besprochen haben als die Wesenheiten der einzelnen höheren. Hierarchien. Fragen wir uns nun einmal, welche Bedeutung es für den Menschen beim Durchgange durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt hat, mit diesen Kräften und Wesenheiten der höheren Hierarchien in Zusammenhang zu kommen.

[ 3 ] Wir wissen, daß der Mensch, wenn er durch dieses Leben in der übersinnlichen Welt durchgegangen ist und durch eine neue Geburt wieder ins Dasein tritt, in einer gewissen Weise der Selbstaufbauer seiner Leiblichkeit, ja seines ganzen Geschickes in dem nächsten Leben wird. Innerhalb gewisser Grenzen formt und baut der Mensch seinen Leib bis in die Windungen seines Gehirns sich auf mit den Kräften, die er sich aus den geistigen Welten mitzubringen hat, wenn er durch die Geburt neuerdings ins physische Dasein tritt. Und hier im physischen Dasein hängt ja unser ganzes Leben davon ab, daß wir solche Formen, solche Ausgestaltungen unseres physischen Leibes haben, durch die wir mit der äußeren physischen Welt in Beziehung treten können, durch die wir in dieser äußeren physischen Welt handeln, uns betätigen können, ja, durch die wir in dieser äußeren physischen Welt denken können. Denn wenn wir hier in der physischen Welt nicht das entsprechend zugeformte Gehirn haben, welches wir uns, durchgehend durch die Geburt, aus den Kräften der übersinnlichen Welt heraus formen, so bleiben wir ja unzulänglich für das Leben in der physischen Welt. Wir sind für dieses Leben in der physischen Welt nur dann zulänglich, wenn wir uns solche Kräfte aus der geistigen Welt mitbringen, durch die wir uns einen dieser physischen Welt mit allen ihren Forderungen gewachsenen Leib aufbauen können. Die Kräfte, die übersinnlichen Kräfte, welche der Mensch braucht, um an seinem Leib und auch an seinem Schicksal zu formen, sie erhalten wir von jenen Wesenheiten und Kräften der höheren Hierarchien, mit denen wir zwischen Tod und neuer Geburt in Zusammenhang kommen. Was wir zum Aufbau unseres Lebens brauchen, das müssen wir uns also erwerben in der Zeit, die unserer Geburt vorangegangen ist seit dem letzten Tode. Wir müssen sozusagen zwischen dem Tode und der nächsten Geburt Schritt für Schritt an die entsprechenden Wesenheiten herantreten, die uns bescheren können, uns übergeben können die Kräfte, die wir dann, wenn wir wieder ins physische Dasein getreten sind, zu unserem Leben brauchen.

[ 3 ] Wir wissen, daß der Mensch, wenn er durch dieses Leben in der übersinnlichen Welt durchgegangen ist und durch eine neue Geburt wieder ins Dasein tritt, in einer gewissen Weise der Selbstaufbauer seiner Leiblichkeit, ja seines ganzen Geschickes in dem nächsten Leben wird. Innerhalb gewisser Grenzen formt und baut der Mensch seinen Leib bis in die Windungen seines Gehirns sich auf mit den Kräften, die er sich aus den geistigen Welten mitzubringen hat, wenn er durch die Geburt neuerdings ins physische Dasein tritt. Und hier im physischen Dasein hängt ja unser ganzes Leben davon ab, daß wir solche Formen, solche Ausgestaltungen unseres physischen Leibes haben, durch die wir mit der äußeren physischen Welt in Beziehung treten können, durch die wir in dieser äußeren physischen Welt handeln, uns betätigen können, ja, durch die wir in dieser äußeren physischen Welt denken können. Denn wenn wir hier in der physischen Welt nicht das entsprechend zugeformte Gehirn haben, welches wir uns, durchgehend durch die Geburt, aus den Kräften der übersinnlichen Welt heraus formen, so bleiben wir ja unzulänglich für das Leben in der physischen Welt. Wir sind für dieses Leben in der physischen Welt nur dann zulänglich, wenn wir uns solche Kräfte aus der geistigen Welt mitbringen, durch die wir uns einen dieser physischen Welt mit allen ihren Forderungen gewachsenen Leib aufbauen können. Die Kräfte, die übersinnlichen Kräfte, welche der Mensch braucht, um an seinem Leib und auch an seinem Schicksal zu formen, sie erhalten wir von jenen Wesenheiten und Kräften der höheren Hierarchien, mit denen wir zwischen Tod und neuer Geburt in Zusammenhang kommen. Was wir zum Aufbau unseres Lebens brauchen, das müssen wir uns also erwerben in der Zeit, die unserer Geburt vorangegangen ist seit dem letzten Tode. Wir müssen sozusagen zwischen dem Tode und der nächsten Geburt Schritt für Schritt an die entsprechenden Wesenheiten herantreten, die uns bescheren können, uns übergeben können die Kräfte, die wir dann, wenn wir wieder ins physische Dasein getreten sind, zu unserem Leben brauchen.

[ 4 ] Nun können wir in einer zweifachen Weise in diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt vor den Wesenheiten der höheren Hierarchien vorübergehen. Wir können so vor ihnen vorübergehen, daß wir sie erkennen, daß wir ihre Wesenheit, ihre Charaktereigenschaften verstehen, und daß wir entgegennehmen können, was sie uns zu geben vermögen, denn es ist ein Empfangen dessen von den höheren Hierarchien, was sie uns geben können, und was wir in dem folgenden Leben brauchen. Wir müssen in bezug auf das, was zu geben ist, in der Lage sein zu verstehen, ja auch nur zu sehen, wenn uns dies oder jenes gereicht wird, was wir dann brauchen können. Denn wir könnten auch so an diesen Wesenheiten vorübergehen, daß uns, bildlich gesprochen, die Hände dieser Wesen der höheren Hierarchien ihre Gaben reichen, die wir auch für unser Leben brauchten, daß wir sie aber nicht nehmen, weil es finster ist, geistig gesprochen, in dieser höheren Welt, durch die wir da durchgehen. Wir können also mit Verständnis durch diese Welt durchgehen, so daß wir gewahr werden, was uns von jenen Wesenheiten gereicht werden soll, oder wir können auch durch diese Welt mit Unverständnis durchgehen und nicht gewahr werden, was die Wesenheiten uns reichen wollen. Die Art nun, wie wir durchgehen, welche von den zwei Arten wir für den Durchgang zwischen Tod und neuer Geburt notwendigerweise wählen müssen, das wird vorherbestimmt durch die Nachwirkungen des vorangegangenen letzten und der früheren Erdenleben. Ein Mensch, der sich in dem letzten Erdenleben stumpf und ablehnend gegenüber allen Gedanken und Ideen verhalten hat, die uns als Aufklärungen über die übersinnliche Welt kommen können, ein solcher Mensch geht durch das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt wie durch eine Welt von Finsternis hindurch. Denn das Licht, geistig gesprochen, welches wir brauchen, um zu erkennen, wie diese Wesenheiten an uns herantreten, um zu erkennen, welche Gaben wir von den einen oder anderen Wesenheiten zu unserm nächsten Leben empfangen sollen, das Licht des Verständnisses dafür können wir nicht in der übersinnlichen Welt selber erlangen, sondern das müssen wir hier in der physischen Erdenverkörperung erlangen. Wir gehen so durch das übersinnliche Leben bis zur nächsten Geburt, daß wir an allem vorübergehen, nichts erkennen und nirgends die Kräfte in Empfang nehmen, die wir zum nächsten Leben brauchen, wenn wir, durch die Pforte des Todes hindurchgehend, keine Ideen und Begriffe mitbringen, um sie in das spirituelle Leben zu tragen.

[ 4 ] Nun können wir in einer zweifachen Weise in diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt vor den Wesenheiten der höheren Hierarchien vorübergehen. Wir können so vor ihnen vorübergehen, daß wir sie erkennen, daß wir ihre Wesenheit, ihre Charaktereigenschaften verstehen, und daß wir entgegennehmen können, was sie uns zu geben vermögen, denn es ist ein Empfangen dessen von den höheren Hierarchien, was sie uns geben können, und was wir in dem folgenden Leben brauchen. Wir müssen in bezug auf das, was zu geben ist, in der Lage sein zu verstehen, ja auch nur zu sehen, wenn uns dies oder jenes gereicht wird, was wir dann brauchen können. Denn wir könnten auch so an diesen Wesenheiten vorübergehen, daß uns, bildlich gesprochen, die Hände dieser Wesen der höheren Hierarchien ihre Gaben reichen, die wir auch für unser Leben brauchten, daß wir sie aber nicht nehmen, weil es finster ist, geistig gesprochen, in dieser höheren Welt, durch die wir da durchgehen. Wir können also mit Verständnis durch diese Welt durchgehen, so daß wir gewahr werden, was uns von jenen Wesenheiten gereicht werden soll, oder wir können auch durch diese Welt mit Unverständnis durchgehen und nicht gewahr werden, was die Wesenheiten uns reichen wollen. Die Art nun, wie wir durchgehen, welche von den zwei Arten wir für den Durchgang zwischen Tod und neuer Geburt notwendigerweise wählen müssen, das wird vorherbestimmt durch die Nachwirkungen des vorangegangenen letzten und der früheren Erdenleben. Ein Mensch, der sich in dem letzten Erdenleben stumpf und ablehnend gegenüber allen Gedanken und Ideen verhalten hat, die uns als Aufklärungen über die übersinnliche Welt kommen können, ein solcher Mensch geht durch das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt wie durch eine Welt von Finsternis hindurch. Denn das Licht, geistig gesprochen, welches wir brauchen, um zu erkennen, wie diese Wesenheiten an uns herantreten, um zu erkennen, welche Gaben wir von den einen oder anderen Wesenheiten zu unserm nächsten Leben empfangen sollen, das Licht des Verständnisses dafür können wir nicht in der übersinnlichen Welt selber erlangen, sondern das müssen wir hier in der physischen Erdenverkörperung erlangen. Wir gehen so durch das übersinnliche Leben bis zur nächsten Geburt, daß wir an allem vorübergehen, nichts erkennen und nirgends die Kräfte in Empfang nehmen, die wir zum nächsten Leben brauchen, wenn wir, durch die Pforte des Todes hindurchgehend, keine Ideen und Begriffe mitbringen, um sie in das spirituelle Leben zu tragen.

[ 5 ] Daraus sehen wit, wie unmöglich es ist, zu sagen, man könne warten bis der Tod eintritt, denn dann werde sich zeigen, welche Tatsache oder ob überhaupt eine Wirklichkeit uns nach dem Tode entgegentrete. Wie wir uns dann zu dieser Wirklichkeit verhalten können, das hängt davon ab, ob wir uns hier im Erdenleben in unserer Seele empfangend oder ablehnend verhalten haben zu den Begriffen über die übersinnliche Welt, die wir haben erhalten können, und die das Licht sein müssen, durch das wir uns den Durchgang zwischen Tod und neuer Geburt beleuchten.

[ 5 ] Daraus sehen wit, wie unmöglich es ist, zu sagen, man könne warten bis der Tod eintritt, denn dann werde sich zeigen, welche Tatsache oder ob überhaupt eine Wirklichkeit uns nach dem Tode entgegentrete. Wie wir uns dann zu dieser Wirklichkeit verhalten können, das hängt davon ab, ob wir uns hier im Erdenleben in unserer Seele empfangend oder ablehnend verhalten haben zu den Begriffen über die übersinnliche Welt, die wir haben erhalten können, und die das Licht sein müssen, durch das wir uns den Durchgang zwischen Tod und neuer Geburt beleuchten.

[ 6 ] Noch ein anderes können wir aus dem Gesagten ersehen. Der Glaube, daß man sozusagen nur zu sterben brauche, um alles zu empfangen, was die übersinnliche Welt einem geben könne, wenn man es auch hier versäumt hat, sich auf sie vorzubereiten, dieser Glaube ist ganz falsch. Alle Welten haben ihre besondere Mission. Und was sich der Mensch in seiner Erdenverkörperung erwerben kann, das kann er sich in keiner der anderen Welten erwerben. Er kann zwischen dem Tode und der neuen Geburt unter allen Umständen in Gemeinschaft kommen mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien. Um aber ihre Gaben entgegenzunehmen, um nicht im Finstern durch das Leben zu tappen oder doch in grausiger Einsamkeit, sondern um eine Beziehung zu den höheren Hierarchien und ihren Kräften anknüpfen zu können, dazu müssen hier im Erdenleben die Ideen und Begriffe erworben werden, die das Licht sind, um die höheren Hierarchien zu schauen. So geht ein Mensch, der es im Erdenleben, im heutigen Zeitenzyklus zum Beispiel verschmäht hat, sich spirituelle Begriffe anzueignen, wie in grausiger Einsamkeit durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt, und in bezug auf das höhere Leben bedeutet grausige Einsamkeit eben im finstern tappen, und er bringt sich dann im nächsten Leben nicht die Kräfte mit, welche ihm in entsprechender Weise seinen Leib aufbauen und seine Werkzeuge zimmern sollen. Er kann sie nur in unvollkommener Gestalt aufbauen, und er wird daher ein unzulänglicher Mensch im nächsten Leben sein.

[ 6 ] Noch ein anderes können wir aus dem Gesagten ersehen. Der Glaube, daß man sozusagen nur zu sterben brauche, um alles zu empfangen, was die übersinnliche Welt einem geben könne, wenn man es auch hier versäumt hat, sich auf sie vorzubereiten, dieser Glaube ist ganz falsch. Alle Welten haben ihre besondere Mission. Und was sich der Mensch in seiner Erdenverkörperung erwerben kann, das kann er sich in keiner der anderen Welten erwerben. Er kann zwischen dem Tode und der neuen Geburt unter allen Umständen in Gemeinschaft kommen mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien. Um aber ihre Gaben entgegenzunehmen, um nicht im Finstern durch das Leben zu tappen oder doch in grausiger Einsamkeit, sondern um eine Beziehung zu den höheren Hierarchien und ihren Kräften anknüpfen zu können, dazu müssen hier im Erdenleben die Ideen und Begriffe erworben werden, die das Licht sind, um die höheren Hierarchien zu schauen. So geht ein Mensch, der es im Erdenleben, im heutigen Zeitenzyklus zum Beispiel verschmäht hat, sich spirituelle Begriffe anzueignen, wie in grausiger Einsamkeit durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt, und in bezug auf das höhere Leben bedeutet grausige Einsamkeit eben im finstern tappen, und er bringt sich dann im nächsten Leben nicht die Kräfte mit, welche ihm in entsprechender Weise seinen Leib aufbauen und seine Werkzeuge zimmern sollen. Er kann sie nur in unvollkommener Gestalt aufbauen, und er wird daher ein unzulänglicher Mensch im nächsten Leben sein.

[ 7 ] Wir sehen daraus, wie Karma von dem einen Leben zu dem nächsten hinüberwirkt. In dem einen Leben verschmäht es der Mensch durch seine Willkür, mit den geistigen Welten irgendwie seelisch einen Zusammenhang zu entwickeln; im nächsten Leben hat er keine Kräfte, um sich auch nur die Organe anzuschaffen, durch die er denken, fühlen, wollen könnte die Wahrheiten des geistigen Lebens. Dann bleibt er stumpf und unaufmerksam gegenüber den geistigen Verhältnissen, und es geht das geistige Leben wie im Traum an ihm vorüber, wie es ja bei so vielen Menschen der Fall ist. Er kann sich dann auf dem Erdenrund für die geistigen Welten nicht interessieren. Und wenn eine solche Seele dann neuerdings durch die Pforte des Todes geht, dann ist sie eine rechte Beute für die luziferischen Mächte, dann tritt Luzifer gerade an solche Seelen heran. Und das Eigenartige ist, daß in dem nächsten Leben in der geistigen Welt, in dem auf das stumpfe und unaufmerksame folgende, solchem Menschen sehr wohl die Wesenheiten und Tatsachen der höheren Hierarchien beleuchtet werden, aber jetzt nicht durch das, was er sich im Erdenleben erworben hat, sondern durch das Licht, welches ihm Luzifer in seine Seele hineinträufelt. Luzifer beleuchtet ihm jetzt die höhere Welt, wenn er durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchgeht. Jetzt kann er zwar die höheren Hierarchien wahrnehmen, kann wahrnehmen, wenn sie ihm Kräfte reichen wollen. Aber daß Luzifer ihm das Licht dafür angesteckt hat, das gibt die besondere Nuance, die besondere Färbung; das macht alle Gaben dann von besonderer Art. Die Kräfte der höheren Hierarchien sind dann nicht so, wie der Mensch sie sonst hätte aufnehmen können, sondern sie werden so, daß er, wenn er ins nächste Leben eintritt, sich wohl seine Leiblichkeit formen und gestalten kann, aber er gestaltet sie dann so, daß er zu einem Menschen wird, der zwar jetzt der äußeren Welt und ihren Anforderungen gewachsen ist; aber in gewisser Beziehung ist dann ein solcher Mensch innerlich unzulänglich, weil er in seiner Seele durchsetzt und durchfärbt ist von Luzifers Gaben oder wenigstens von luziferisch gefärbten Gaben.

[ 7 ] Wir sehen daraus, wie Karma von dem einen Leben zu dem nächsten hinüberwirkt. In dem einen Leben verschmäht es der Mensch durch seine Willkür, mit den geistigen Welten irgendwie seelisch einen Zusammenhang zu entwickeln; im nächsten Leben hat er keine Kräfte, um sich auch nur die Organe anzuschaffen, durch die er denken, fühlen, wollen könnte die Wahrheiten des geistigen Lebens. Dann bleibt er stumpf und unaufmerksam gegenüber den geistigen Verhältnissen, und es geht das geistige Leben wie im Traum an ihm vorüber, wie es ja bei so vielen Menschen der Fall ist. Er kann sich dann auf dem Erdenrund für die geistigen Welten nicht interessieren. Und wenn eine solche Seele dann neuerdings durch die Pforte des Todes geht, dann ist sie eine rechte Beute für die luziferischen Mächte, dann tritt Luzifer gerade an solche Seelen heran. Und das Eigenartige ist, daß in dem nächsten Leben in der geistigen Welt, in dem auf das stumpfe und unaufmerksame folgende, solchem Menschen sehr wohl die Wesenheiten und Tatsachen der höheren Hierarchien beleuchtet werden, aber jetzt nicht durch das, was er sich im Erdenleben erworben hat, sondern durch das Licht, welches ihm Luzifer in seine Seele hineinträufelt. Luzifer beleuchtet ihm jetzt die höhere Welt, wenn er durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchgeht. Jetzt kann er zwar die höheren Hierarchien wahrnehmen, kann wahrnehmen, wenn sie ihm Kräfte reichen wollen. Aber daß Luzifer ihm das Licht dafür angesteckt hat, das gibt die besondere Nuance, die besondere Färbung; das macht alle Gaben dann von besonderer Art. Die Kräfte der höheren Hierarchien sind dann nicht so, wie der Mensch sie sonst hätte aufnehmen können, sondern sie werden so, daß er, wenn er ins nächste Leben eintritt, sich wohl seine Leiblichkeit formen und gestalten kann, aber er gestaltet sie dann so, daß er zu einem Menschen wird, der zwar jetzt der äußeren Welt und ihren Anforderungen gewachsen ist; aber in gewisser Beziehung ist dann ein solcher Mensch innerlich unzulänglich, weil er in seiner Seele durchsetzt und durchfärbt ist von Luzifers Gaben oder wenigstens von luziferisch gefärbten Gaben.

[ 8 ] Wenn wir Menschen im Leben antreffen, welche ihre Leiblichkeit in der Weise zugearbeitet haben, daß sie ihren Verstand gut benutzen können, sich auch gewisse Geschicklichkeiten erwerben, durch die sie sich hochbringen können, es aber nur zu ihrem eigenen Vorteile tun, wenn sie ihre Gaben nur anwenden, um das zu erhaschen, was für sie und ihr Sein Bedeutung hat, wenn sie also recht rücksichtslos, trocken ihren Vorteil im Auge haben, wie es gerade in unserer Zeit recht viele Menschen gibt, dann findet der Seher sehr häufig, daß sie jene Vorgeschichte durchgemacht haben, welche eben charakterisiert worden ist. Sie wurden, bevor sie zu dem trockenen und verständigen und geschickten Leben gekommen sind, durch die Welt, welche zwischen dem Tode und der neuen Geburt verläuft, geführt von den luziferischen Wesenheiten; und diese konnten an sie herantreten, weil sie in der vorherigen Inkarnation stumpf und träumend durch das Leben gegangen waren. Dieses Stumpfsinnige und Träumerische aber hatten sie sich erworben, weil sie vorher durch ein Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchgegangen waren, wo sie sich in Finsternis durchtappten, durch ein Leben, in welchem ihnen die Geister der höheren Hierarchien die Kräfte zum Aufbau eines neuen Lebens geben sollten, die sie aber nicht richtig entgegennehmen konnten; und das wieder war geschehen, weil sie es vorher willkürlich abgelehnt hatten, sich mit den Ideen und Begriffen über eine geistige Welt zu befassen. Hier haben wir den karmischen Zusammenhang! Je nachdem, was im historischen Werdegang der Menschheit das Tatsächliche ist, vermannigfaltigen sich die Dinge, die jetzt dargestellt worden sind. Aber sie treten auf; sie treten nur zu häufig auf, wenn wir mit Hilfe der Geistesforschung in die höheren Welten eindringen und die Bedingungen der Menschenleben erkennend, vor das geistige Auge rücken.

[ 8 ] Wenn wir Menschen im Leben antreffen, welche ihre Leiblichkeit in der Weise zugearbeitet haben, daß sie ihren Verstand gut benutzen können, sich auch gewisse Geschicklichkeiten erwerben, durch die sie sich hochbringen können, es aber nur zu ihrem eigenen Vorteile tun, wenn sie ihre Gaben nur anwenden, um das zu erhaschen, was für sie und ihr Sein Bedeutung hat, wenn sie also recht rücksichtslos, trocken ihren Vorteil im Auge haben, wie es gerade in unserer Zeit recht viele Menschen gibt, dann findet der Seher sehr häufig, daß sie jene Vorgeschichte durchgemacht haben, welche eben charakterisiert worden ist. Sie wurden, bevor sie zu dem trockenen und verständigen und geschickten Leben gekommen sind, durch die Welt, welche zwischen dem Tode und der neuen Geburt verläuft, geführt von den luziferischen Wesenheiten; und diese konnten an sie herantreten, weil sie in der vorherigen Inkarnation stumpf und träumend durch das Leben gegangen waren. Dieses Stumpfsinnige und Träumerische aber hatten sie sich erworben, weil sie vorher durch ein Leben zwischen Tod und neuer Geburt durchgegangen waren, wo sie sich in Finsternis durchtappten, durch ein Leben, in welchem ihnen die Geister der höheren Hierarchien die Kräfte zum Aufbau eines neuen Lebens geben sollten, die sie aber nicht richtig entgegennehmen konnten; und das wieder war geschehen, weil sie es vorher willkürlich abgelehnt hatten, sich mit den Ideen und Begriffen über eine geistige Welt zu befassen. Hier haben wir den karmischen Zusammenhang! Je nachdem, was im historischen Werdegang der Menschheit das Tatsächliche ist, vermannigfaltigen sich die Dinge, die jetzt dargestellt worden sind. Aber sie treten auf; sie treten nur zu häufig auf, wenn wir mit Hilfe der Geistesforschung in die höheren Welten eindringen und die Bedingungen der Menschenleben erkennend, vor das geistige Auge rücken.

[ 9 ] So also ist es unrichtig zu sagen: Man braucht sich hier nur um das zu kümmern, was uns im irdischen Dasein umgibt, denn das Spätere wird sich schon zeigen. — Wie es sich zeigen wird, das hängt eben ganz davon ab, wie man sich hier dafür vorbereitet hat.

[ 9 ] So also ist es unrichtig zu sagen: Man braucht sich hier nur um das zu kümmern, was uns im irdischen Dasein umgibt, denn das Spätere wird sich schon zeigen. — Wie es sich zeigen wird, das hängt eben ganz davon ab, wie man sich hier dafür vorbereitet hat.

[ 10 ] Auch ein anderes kann leicht eintreten. Und ich sage diese Dinge, damit uns durch das Verständnis für das Leben zwischen Tod und neuer Geburt zugleich das Leben zwischen Geburt und Tod immer verständlicher werde.

[ 10 ] Auch ein anderes kann leicht eintreten. Und ich sage diese Dinge, damit uns durch das Verständnis für das Leben zwischen Tod und neuer Geburt zugleich das Leben zwischen Geburt und Tod immer verständlicher werde.

[ 11 ] Wir sehen in diesem Erdenleben, wenn wir es verständig betrachten, manche Menschen — insbesondere in unserer Zeit sind diese Menschen wieder sehr häufig —, die in einer gewissen Weise nur halb denken können, deren Logik überall stillesteht gegenüber der Wirklichkeit. Ein Beispiel sei angeführt. Ein im übrigen durchaus in seinen Bestrebungen ehrlicher freisinniger Prediger hat bei einer Gelegenheit im ersten Freidenkerkalender folgendes gesagt: Man solle den Kindern nicht religiöse Begriffe beibringen, denn das wäre unnatürlich. Wenn man die Kinder aufwachsen läßt, ohne daß man ihnen religiöse Begriffe einpfropft, dann sehen wir, daß sie von selbst nicht zu Begriffen kommen von Gott, Unsterblichkeit und so weiter. Daraus könnte man aber ersehen, daß solche Begriffe dem Menschen unnatürlich sind; und was dem Menschen unnatürlich ist, das dürfte man ihm auch nicht beibringen, sondern nur das, was man aus seiner eigenen Seele ihm herausholen kann. — Wie bei sehr vielen Dingen, so gibt es bei einem solchen Ausspruche tausend und aber tausend Menschen der Gegenwart, denen dies sehr klug, sehr scharfsinnig gedacht erscheint. Aber man braucht nur wirkliche Logik anzuwenden, dann findet man das Folgende. Man nehme einen Menschen, der noch nicht sprechen gelernt hat, setze ihn aus auf eine einsame Insel und sorge dafür, daß er keine Sprachlaute hören wird. Die Folge wird dann sein: er lernt nie sprechen. Und wer nun sagt, man dürfe dem Menschen keine religiösen Begriffe beibringen, der müßte logischerweise auch sagen, der Mensch solle nicht sprechen lernen, denn die Sprache vermittele sich nicht durch sich selbst. Der betreffende freireligiöse Prediger kann also den angeführten Gedanken nicht verbreiten durch seine Logik, denn er steht still mit seiner Logik vor den Tatsachen. Er kann nur einen kleinen Kreis damit umfassen und merkt nicht, daß der Gedanke, wenn man ihn überhaupt faßt, sich von selber aufhebt.

[ 11 ] Wir sehen in diesem Erdenleben, wenn wir es verständig betrachten, manche Menschen — insbesondere in unserer Zeit sind diese Menschen wieder sehr häufig —, die in einer gewissen Weise nur halb denken können, deren Logik überall stillesteht gegenüber der Wirklichkeit. Ein Beispiel sei angeführt. Ein im übrigen durchaus in seinen Bestrebungen ehrlicher freisinniger Prediger hat bei einer Gelegenheit im ersten Freidenkerkalender folgendes gesagt: Man solle den Kindern nicht religiöse Begriffe beibringen, denn das wäre unnatürlich. Wenn man die Kinder aufwachsen läßt, ohne daß man ihnen religiöse Begriffe einpfropft, dann sehen wir, daß sie von selbst nicht zu Begriffen kommen von Gott, Unsterblichkeit und so weiter. Daraus könnte man aber ersehen, daß solche Begriffe dem Menschen unnatürlich sind; und was dem Menschen unnatürlich ist, das dürfte man ihm auch nicht beibringen, sondern nur das, was man aus seiner eigenen Seele ihm herausholen kann. — Wie bei sehr vielen Dingen, so gibt es bei einem solchen Ausspruche tausend und aber tausend Menschen der Gegenwart, denen dies sehr klug, sehr scharfsinnig gedacht erscheint. Aber man braucht nur wirkliche Logik anzuwenden, dann findet man das Folgende. Man nehme einen Menschen, der noch nicht sprechen gelernt hat, setze ihn aus auf eine einsame Insel und sorge dafür, daß er keine Sprachlaute hören wird. Die Folge wird dann sein: er lernt nie sprechen. Und wer nun sagt, man dürfe dem Menschen keine religiösen Begriffe beibringen, der müßte logischerweise auch sagen, der Mensch solle nicht sprechen lernen, denn die Sprache vermittele sich nicht durch sich selbst. Der betreffende freireligiöse Prediger kann also den angeführten Gedanken nicht verbreiten durch seine Logik, denn er steht still mit seiner Logik vor den Tatsachen. Er kann nur einen kleinen Kreis damit umfassen und merkt nicht, daß der Gedanke, wenn man ihn überhaupt faßt, sich von selber aufhebt.

[ 12 ] Wer sich im Leben umschaut, der findet dieses unzulängliche, halbe Denken weit verbreitet. Wenn man mit Hilfe übersinnlicher Forschung den Weg eines solchen Menschen zurückverfolgt und an den Gebieten ankommt, welche die Seele zwischen dem letzten Tode und der letzten Geburt durchlebt hat, wo er also in dieser Weise unlogisch geworden ist, dann findet der Seher oft, daß ein solcher Mensch im letzten Leben zwischen Tod und neuer Geburt so durch die spirituelle Welt durchgegangen ist, daß er unter der Führung des Ahriman den höheren geistigen Wesenheiten und Kräften entgegengetreten ist, jenen Wesenheiten und Mächten, welche ihm das geben sollten, was er jetzt in diesem Leben brauchte, und die ihm nicht die Möglichkeit geben konnten, sich so auszubilden, daß er richtig denken kann. Ahriman war der Führer und Ahriman hat ihm die Möglichkeit gegeben, die Gaben der Wesenheiten und Mächte der höheren Hierarchien nur so zu empfangen, daß er im Leben überall mit seinem Denken stillesteht vor den wirklichen Tatsachen, daß er nirgends sein Denken so faßt, daß es in sich selbst geschlossen und gültig ist. Ein großer Teil derjenigen Menschen — und es sind eben ihrer über und über viele —, die heute nicht denken können, verdanken dies der Tatsache, daß sie in ihrem letzten Leben zwischen Tod und neuer Geburt sich von Ahriman mußten begleiten lassen, weil sie sich dazu gewissermaßen geeignet gemacht haben durch ihr letztes Erdenleben, durch jenes Erdenleben, welches das vorangehende gegenüber dem jetzigen ist.

[ 12 ] Wer sich im Leben umschaut, der findet dieses unzulängliche, halbe Denken weit verbreitet. Wenn man mit Hilfe übersinnlicher Forschung den Weg eines solchen Menschen zurückverfolgt und an den Gebieten ankommt, welche die Seele zwischen dem letzten Tode und der letzten Geburt durchlebt hat, wo er also in dieser Weise unlogisch geworden ist, dann findet der Seher oft, daß ein solcher Mensch im letzten Leben zwischen Tod und neuer Geburt so durch die spirituelle Welt durchgegangen ist, daß er unter der Führung des Ahriman den höheren geistigen Wesenheiten und Kräften entgegengetreten ist, jenen Wesenheiten und Mächten, welche ihm das geben sollten, was er jetzt in diesem Leben brauchte, und die ihm nicht die Möglichkeit geben konnten, sich so auszubilden, daß er richtig denken kann. Ahriman war der Führer und Ahriman hat ihm die Möglichkeit gegeben, die Gaben der Wesenheiten und Mächte der höheren Hierarchien nur so zu empfangen, daß er im Leben überall mit seinem Denken stillesteht vor den wirklichen Tatsachen, daß er nirgends sein Denken so faßt, daß es in sich selbst geschlossen und gültig ist. Ein großer Teil derjenigen Menschen — und es sind eben ihrer über und über viele —, die heute nicht denken können, verdanken dies der Tatsache, daß sie in ihrem letzten Leben zwischen Tod und neuer Geburt sich von Ahriman mußten begleiten lassen, weil sie sich dazu gewissermaßen geeignet gemacht haben durch ihr letztes Erdenleben, durch jenes Erdenleben, welches das vorangehende gegenüber dem jetzigen ist.

[ 13 ] Und wie ist dieses Erdenleben verlaufen, wenn man es mit dem Blick des Sehers verfolgt?

[ 13 ] Und wie ist dieses Erdenleben verlaufen, wenn man es mit dem Blick des Sehers verfolgt?

[ 14 ] Da findet man bei solchen Menschen, daß sie Hypochonder, mürrische Menschen gewesen sind, die nicht heran wollten an die Welt und ihre Tatsachen und Wesenheiten, denen es in einer gewissen Beziehung immer unbequem war, irgendein Verhältnis zur Umwelt zu gewinnen. Sehr häufig waren solche Menschen unerträgliche Hypochonder in ihrem vorhergehenden Leben. Würden sie in ihrer Körperkraft physisch untersucht worden sein, so würden sie solche physische Krankheiten gehabt haben, die man sehr häufig bei hypochondrisch veranlagten Naturen findet. Und wenn man dann weiter zurückgeht, zurückgeht zu dem früheren Leben zwischen Tod und Wiederverkörperung, das dem hypochondrischen Leben also vorangegangen ist, dann findet man, daß diese Menschen in jener Zeit wieder der richtigen Führung entbehren mußten, daß sie nicht ordentlich haben wahrnehmen können, was die Gaben der höheren Hierarchien hätten sein sollen. Und wie haben sie sich in dem drittletzten Leben hier auf der Erde so etwas zubereitet? Sie haben es dadurch sich zubereitet, daß sie damals eine gewisse, wenn auch durchaus religiös zu nennende Seelenstimmung entwickelt haben, aber nur aus Egoismus heraus. Sie waren Menschen, die nur aus Egoismus heraus fromme, vielleicht sogar mystische Naturen waren, wie ja sehr häufig Mystik aus Egoismus zustande kommt, in der Weise, daß der Mensch sagt: Ich suche in meinem Innern, um in meinem Innern den Gott zu erkennen. — Und wenn man dem nachgeht, was er dort sucht, so ist es nur das eigene Selbst, das er zum Gott macht. Bei vielen frommen Seelen findet man es, daß sie nur deshalb fromm sind, damit ihnen nach dem Tode diese oder jene geistige Stimmung blühe. Egoistische Seelenstimmung ist es, was sie sich auf diese Weise zubereitet haben.

[ 14 ] Da findet man bei solchen Menschen, daß sie Hypochonder, mürrische Menschen gewesen sind, die nicht heran wollten an die Welt und ihre Tatsachen und Wesenheiten, denen es in einer gewissen Beziehung immer unbequem war, irgendein Verhältnis zur Umwelt zu gewinnen. Sehr häufig waren solche Menschen unerträgliche Hypochonder in ihrem vorhergehenden Leben. Würden sie in ihrer Körperkraft physisch untersucht worden sein, so würden sie solche physische Krankheiten gehabt haben, die man sehr häufig bei hypochondrisch veranlagten Naturen findet. Und wenn man dann weiter zurückgeht, zurückgeht zu dem früheren Leben zwischen Tod und Wiederverkörperung, das dem hypochondrischen Leben also vorangegangen ist, dann findet man, daß diese Menschen in jener Zeit wieder der richtigen Führung entbehren mußten, daß sie nicht ordentlich haben wahrnehmen können, was die Gaben der höheren Hierarchien hätten sein sollen. Und wie haben sie sich in dem drittletzten Leben hier auf der Erde so etwas zubereitet? Sie haben es dadurch sich zubereitet, daß sie damals eine gewisse, wenn auch durchaus religiös zu nennende Seelenstimmung entwickelt haben, aber nur aus Egoismus heraus. Sie waren Menschen, die nur aus Egoismus heraus fromme, vielleicht sogar mystische Naturen waren, wie ja sehr häufig Mystik aus Egoismus zustande kommt, in der Weise, daß der Mensch sagt: Ich suche in meinem Innern, um in meinem Innern den Gott zu erkennen. — Und wenn man dem nachgeht, was er dort sucht, so ist es nur das eigene Selbst, das er zum Gott macht. Bei vielen frommen Seelen findet man es, daß sie nur deshalb fromm sind, damit ihnen nach dem Tode diese oder jene geistige Stimmung blühe. Egoistische Seelenstimmung ist es, was sie sich auf diese Weise zubereitet haben.

[ 15 ] Wenn wir also drei solcher Erdenleben mit Hilfe der Geistesforschung verfolgen, so finden wir in dem ersten als Grundstimmung in der Seele egoistische Mystik, egoistische Religiosität. Und wenn wir heute Menschen betrachten, die sich in der gekennzeichneten Weise dem Leben gegenüber verhalten, so kommen wir ja durch die geistige Forschung in die Zeiten zurück, in welchen in Hülle und Fülle Seelen da waren, die eigentlich nur aus vollem Egoismus heraus eine religiöse Stimmung entwickelten. Sie gingen dann durch ein Dasein zwischen Tod und neuer Geburt, ohnmächtig von den geistigen Wesenheiten die Gaben zu empfangen, die ihnen das nächste Leben richtig gestalten sollten. Dann wurde das nächste Leben ein mürrisches, ein hypochondrisches, wo ihnen alles zuwider war. Dadurch wieder bereiteten sie sich dazu vor, daß nun, wenn sie durch die Pforte des Todes gegangen sind, Ahriman und dessen Scharen ihre Führer waren und sie solche Kräfte bekamen, wodurch sie in dem nun folgenden Erdenleben eine mangelhafte Logik, ein kurzsichtiges, stumpfes Denken zeigen.

[ 15 ] Wenn wir also drei solcher Erdenleben mit Hilfe der Geistesforschung verfolgen, so finden wir in dem ersten als Grundstimmung in der Seele egoistische Mystik, egoistische Religiosität. Und wenn wir heute Menschen betrachten, die sich in der gekennzeichneten Weise dem Leben gegenüber verhalten, so kommen wir ja durch die geistige Forschung in die Zeiten zurück, in welchen in Hülle und Fülle Seelen da waren, die eigentlich nur aus vollem Egoismus heraus eine religiöse Stimmung entwickelten. Sie gingen dann durch ein Dasein zwischen Tod und neuer Geburt, ohnmächtig von den geistigen Wesenheiten die Gaben zu empfangen, die ihnen das nächste Leben richtig gestalten sollten. Dann wurde das nächste Leben ein mürrisches, ein hypochondrisches, wo ihnen alles zuwider war. Dadurch wieder bereiteten sie sich dazu vor, daß nun, wenn sie durch die Pforte des Todes gegangen sind, Ahriman und dessen Scharen ihre Führer waren und sie solche Kräfte bekamen, wodurch sie in dem nun folgenden Erdenleben eine mangelhafte Logik, ein kurzsichtiges, stumpfes Denken zeigen.

[ 16 ] So haben wir den andern Fall von drei aufeinanderfolgenden Inkarnationen. Und wir sehen immer wieder und wieder, wie es Unsinn ist zu glauben, daß man warten könne bis der Tod an einen herantritt, um zur übersinnlichen Welt in Beziehung zu kommen. Ja, wie man nach dem Tode in Beziehung zur übersinnlichen Welt kommt, das hängt eben ab von den inneren Seelenneigungen und Interessen, die man sich hier gegenüber der übersinnlichen Welt angeeignet hat. Es hängen nicht nur die aufeinanderfolgenden Erdenleben zusammen wie Ursache und Wirkungen — sondern auch die Leben hier zwischen Geburt und Tod und die Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt hängen in gewisser Beziehung zusammen wie Ursachen und Wirkungen. Wir können dies aus dem Folgenden sehen.

[ 16 ] So haben wir den andern Fall von drei aufeinanderfolgenden Inkarnationen. Und wir sehen immer wieder und wieder, wie es Unsinn ist zu glauben, daß man warten könne bis der Tod an einen herantritt, um zur übersinnlichen Welt in Beziehung zu kommen. Ja, wie man nach dem Tode in Beziehung zur übersinnlichen Welt kommt, das hängt eben ab von den inneren Seelenneigungen und Interessen, die man sich hier gegenüber der übersinnlichen Welt angeeignet hat. Es hängen nicht nur die aufeinanderfolgenden Erdenleben zusammen wie Ursache und Wirkungen — sondern auch die Leben hier zwischen Geburt und Tod und die Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt hängen in gewisser Beziehung zusammen wie Ursachen und Wirkungen. Wir können dies aus dem Folgenden sehen.

[ 17 ] Wenn der Seher den Blick in die übersinnliche Welt hinaufrichtet, wo sich die Seelen nach dem Tode aufhalten, so findet er dort Seelen, welche in einem gewissen Abschnitte dieses Lebens zwischen "Tod und neuer Geburt — man macht ja in diesem langen Zeitraume viele Erlebnisse durch, und es können bei solchen Beschreibungen immer nur Teile geschildert werden — Diener sind derjenigen Mächte, die wir nennen die Herren alles gesunden, sprießenden und sprossenden Lebens auf der Erde. Wir finden unter den verstorbenen Menschen durchaus solche, welche eine gewisse Zeit hindurch in der übersinnlichen Welt mitwirken an der wunderbaren Aufgabe — denn es ist eine wunderbare Aufgabe —, in die physische Welt hineinzugießen, hineinzuträufeln alles, was die Wesen der Erde in ihrer Gesundheit fördern kann, was sie zum Blühen und Gedeihen bringen kann. Wie wir durch gewisse Bedingungen Diener der bösen Mächte von Krankheit und Unglück werden können, so können wir Diener werden derjenigen geistigen Wesenheiten, welche Gesundheit und Wachstum befördern, die in unsere Welt blühendes Leben befördernde Kräfte aus der geistigen Welt hereinsenden. Denn das ist ja nur ein materialistischer Aberglaube, daß die physische Hygiene, die äußeren Einrichtungen allein das Gesundheitfördernde sind. Alles, was im physischen Leben geschieht, wird dirigiert durch die Wesenheiten und Mächte der höheren Welten, die ihre Kräfte fortwährend in die physische Welt hineinsenden, sie hineinträufeln, die Kräfte, die in einer gewissen Weise frei wirken, oder auf Menschen oder andere Wesen wirken als Gesundheit fördernde oder als Gesundheit und Wachstum schädigende. — Leitend in bezug auf diese Vorgänge in Gesundheit und Krankheit sind gewisse geistige Mächte und Wesenheiten. Aber der Mensch wird im Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt Mitarbeiter dieser Mächte; und wir können, wenn wir uns in der richtigen Weise dazu vorbereitet haben, die Seligkeit genießen, daran mitzuarbeiten, die Gesundheit und Wachstum fördernden Kräfte aus den höheren Welten in diese unsere physische Welt hineinzuträufeln. Und wenn der Seher verfolgt, wodurch sich solche Seelen dies verdient haben, so merkt er: Im physischen Erdenleben können die Menschen in zweifacher Art das vollbringen und denken, was sie vollbringen und denken wollen.

[ 17 ] Wenn der Seher den Blick in die übersinnliche Welt hinaufrichtet, wo sich die Seelen nach dem Tode aufhalten, so findet er dort Seelen, welche in einem gewissen Abschnitte dieses Lebens zwischen "Tod und neuer Geburt — man macht ja in diesem langen Zeitraume viele Erlebnisse durch, und es können bei solchen Beschreibungen immer nur Teile geschildert werden — Diener sind derjenigen Mächte, die wir nennen die Herren alles gesunden, sprießenden und sprossenden Lebens auf der Erde. Wir finden unter den verstorbenen Menschen durchaus solche, welche eine gewisse Zeit hindurch in der übersinnlichen Welt mitwirken an der wunderbaren Aufgabe — denn es ist eine wunderbare Aufgabe —, in die physische Welt hineinzugießen, hineinzuträufeln alles, was die Wesen der Erde in ihrer Gesundheit fördern kann, was sie zum Blühen und Gedeihen bringen kann. Wie wir durch gewisse Bedingungen Diener der bösen Mächte von Krankheit und Unglück werden können, so können wir Diener werden derjenigen geistigen Wesenheiten, welche Gesundheit und Wachstum befördern, die in unsere Welt blühendes Leben befördernde Kräfte aus der geistigen Welt hereinsenden. Denn das ist ja nur ein materialistischer Aberglaube, daß die physische Hygiene, die äußeren Einrichtungen allein das Gesundheitfördernde sind. Alles, was im physischen Leben geschieht, wird dirigiert durch die Wesenheiten und Mächte der höheren Welten, die ihre Kräfte fortwährend in die physische Welt hineinsenden, sie hineinträufeln, die Kräfte, die in einer gewissen Weise frei wirken, oder auf Menschen oder andere Wesen wirken als Gesundheit fördernde oder als Gesundheit und Wachstum schädigende. — Leitend in bezug auf diese Vorgänge in Gesundheit und Krankheit sind gewisse geistige Mächte und Wesenheiten. Aber der Mensch wird im Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt Mitarbeiter dieser Mächte; und wir können, wenn wir uns in der richtigen Weise dazu vorbereitet haben, die Seligkeit genießen, daran mitzuarbeiten, die Gesundheit und Wachstum fördernden Kräfte aus den höheren Welten in diese unsere physische Welt hineinzuträufeln. Und wenn der Seher verfolgt, wodurch sich solche Seelen dies verdient haben, so merkt er: Im physischen Erdenleben können die Menschen in zweifacher Art das vollbringen und denken, was sie vollbringen und denken wollen.

[ 18 ] Sehen wir uns einmal das Leben an. Wir sehen zahlreiche Menschen, die machen ihre Arbeit, wie es ihnen vorgeschrieben ist durch ihr Amt oder durch dieses oder jenes. Aber wenn auch nicht der radikale Fall eintritt, daß solche Menschen ihrer Arbeit gegenüber leben wie das Tier, das zur Schlachtbank geführt wird, so könnte man doch sagen, sie arbeiten, weil sie müssen. Sie würden auch nie ihre Pflicht versäumen — gewiß, das kann alles sein! In gewisser Beziehung kann das beim heutigen Menschheitszyklus auch gar nicht anders sein in bezug auf das, was die Pflicht fordert und wofür der Mensch keinen anderen Antrieb hat, als daß es die Pflicht fordert. Das soll durchaus nicht so gesagt sein, als wenn die Pflichtarbeit in Grund und Boden hinein kritisiert werden soll! So darf es nicht aufgefaßt werden; die Erdentwickelung ist eben so, daß gerade diese Seite des Lebens immer mehr und mehr Ausbreitung gewinnt. Das wird in Zukunft nicht etwa besser sein: die Verrichtungen, welche die Menschen werden tun müssen, werden sich immer mehr und mehr komplizieren, insofern sie das äußere Leben betreffen, und immer mehr und mehr werden die Menschen verurteilt sein, nur das zu tun und zu denken, wozu sie durch die Pflicht getrieben werden. Aber wir haben es heute schon — und werden es immer mehr haben —, daß es Menschen gibt, die ihre Arbeit nur deshalb tun, weil sie durch die Pflicht getrieben werden, und daß es dagegen andere Menschen geben wird, die sich eine Gesellschaft wie die unserige aufsuchen, wo sie auch etwas vollbringen können, nicht aus äußerem Pflichtgefühl, wie im äußeren Leben, sondern etwas, wozu sie Hingabe, Enthusiasmus haben. Daher können wir die Arbeit nach der Seite hin ins Auge fassen: ob sie gleichsam eine Arbeit des äußeren Vollbringens und des Denkens aus Pflicht ist, oder eine Arbeit, die mit Enthusiasmus, mit Hingabe aus innerstem Triebe der Seele verrichtet wird, wozu nichts treibt als die Seele selber. Diese Stimmung der Seele: nicht bloß aus Pflicht, sondern aus Liebe, aus Neigung, aus Hingabe zu denken und zu tun, diese Stimmung bereitet die Seele dazu vot, ein Diener der guten Mächte von Gesundheit, von allen heilsamen Kräften zu werden, die aus der übersinnlichen Welt in unsere physische Welt hinuntergeschickt werden, ein Diener von allem Sprießenden und Sprossenden, Gedeihenden zu werden und die Seligkeit zu empfinden, die man dadurch empfinden kann.

[ 18 ] Sehen wir uns einmal das Leben an. Wir sehen zahlreiche Menschen, die machen ihre Arbeit, wie es ihnen vorgeschrieben ist durch ihr Amt oder durch dieses oder jenes. Aber wenn auch nicht der radikale Fall eintritt, daß solche Menschen ihrer Arbeit gegenüber leben wie das Tier, das zur Schlachtbank geführt wird, so könnte man doch sagen, sie arbeiten, weil sie müssen. Sie würden auch nie ihre Pflicht versäumen — gewiß, das kann alles sein! In gewisser Beziehung kann das beim heutigen Menschheitszyklus auch gar nicht anders sein in bezug auf das, was die Pflicht fordert und wofür der Mensch keinen anderen Antrieb hat, als daß es die Pflicht fordert. Das soll durchaus nicht so gesagt sein, als wenn die Pflichtarbeit in Grund und Boden hinein kritisiert werden soll! So darf es nicht aufgefaßt werden; die Erdentwickelung ist eben so, daß gerade diese Seite des Lebens immer mehr und mehr Ausbreitung gewinnt. Das wird in Zukunft nicht etwa besser sein: die Verrichtungen, welche die Menschen werden tun müssen, werden sich immer mehr und mehr komplizieren, insofern sie das äußere Leben betreffen, und immer mehr und mehr werden die Menschen verurteilt sein, nur das zu tun und zu denken, wozu sie durch die Pflicht getrieben werden. Aber wir haben es heute schon — und werden es immer mehr haben —, daß es Menschen gibt, die ihre Arbeit nur deshalb tun, weil sie durch die Pflicht getrieben werden, und daß es dagegen andere Menschen geben wird, die sich eine Gesellschaft wie die unserige aufsuchen, wo sie auch etwas vollbringen können, nicht aus äußerem Pflichtgefühl, wie im äußeren Leben, sondern etwas, wozu sie Hingabe, Enthusiasmus haben. Daher können wir die Arbeit nach der Seite hin ins Auge fassen: ob sie gleichsam eine Arbeit des äußeren Vollbringens und des Denkens aus Pflicht ist, oder eine Arbeit, die mit Enthusiasmus, mit Hingabe aus innerstem Triebe der Seele verrichtet wird, wozu nichts treibt als die Seele selber. Diese Stimmung der Seele: nicht bloß aus Pflicht, sondern aus Liebe, aus Neigung, aus Hingabe zu denken und zu tun, diese Stimmung bereitet die Seele dazu vot, ein Diener der guten Mächte von Gesundheit, von allen heilsamen Kräften zu werden, die aus der übersinnlichen Welt in unsere physische Welt hinuntergeschickt werden, ein Diener von allem Sprießenden und Sprossenden, Gedeihenden zu werden und die Seligkeit zu empfinden, die man dadurch empfinden kann.

[ 19 ] Es ist für das Gesamtleben des Menschen außerordentlich wichtig, dies zu wissen. Denn dadurch allein, daß er sich im Leben solche Kräfte erwirbt, welche ihn fähig machen, mit den betreffenden Mächten zusammenzukommen, dadurch allein kann der Mensch geistig mitarbeiten an einer immer weitergehenden Gesundung, an einem immer weitergehenden Gedeihen der Erdenverhältnisse.

[ 19 ] Es ist für das Gesamtleben des Menschen außerordentlich wichtig, dies zu wissen. Denn dadurch allein, daß er sich im Leben solche Kräfte erwirbt, welche ihn fähig machen, mit den betreffenden Mächten zusammenzukommen, dadurch allein kann der Mensch geistig mitarbeiten an einer immer weitergehenden Gesundung, an einem immer weitergehenden Gedeihen der Erdenverhältnisse.

[ 20 ] Und noch einen anderen Fall können wir betrachten. Nehmen wir einen Menschen, der sich Mühe gibt, der Umgebung und ihren Anforderungen sich anzupassen. Das ist nicht bei allen Menschen der Fall. Es gibt solche, die sich keine Mühe geben, um sich in die Welt hineinzufinden; es gibt Menschen, die sich sowohl im geistigen wie im äußeren leiblichen Leben nicht in die Verhältnisse hineinfinden können. So haben wir zum Beispiel Menschen, die einmal an der Anschlagsäule einen Zettel lesen, daß da oder dort ein anthroposophischer Vortrag stattfindet; da gehen sie auch einmal hinein, aber kaum sind sie drinnen, da schlafen sie schon. Ihre Seele kann sich nicht an die Umgebung anpassen, stimmt nicht dazu. Mir sind Männer bekannt geworden, die sich nicht selber einen Knopf, der ihnen abgerissen ist, annähen können; das heißt aber, sie können sich nicht den äußeren physischen Verhältnissen anpassen. Und so können wir tausend und aber tausend Arten des geschickten oder ungeschickten Sich-Hineinfindens in das Leben anführen. Von solchen Dingen hängt mancherlei ab, ich habe das schon gesagt. Jetzt wollen wir nur das anführen, was davon abhängt für das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt.

[ 20 ] Und noch einen anderen Fall können wir betrachten. Nehmen wir einen Menschen, der sich Mühe gibt, der Umgebung und ihren Anforderungen sich anzupassen. Das ist nicht bei allen Menschen der Fall. Es gibt solche, die sich keine Mühe geben, um sich in die Welt hineinzufinden; es gibt Menschen, die sich sowohl im geistigen wie im äußeren leiblichen Leben nicht in die Verhältnisse hineinfinden können. So haben wir zum Beispiel Menschen, die einmal an der Anschlagsäule einen Zettel lesen, daß da oder dort ein anthroposophischer Vortrag stattfindet; da gehen sie auch einmal hinein, aber kaum sind sie drinnen, da schlafen sie schon. Ihre Seele kann sich nicht an die Umgebung anpassen, stimmt nicht dazu. Mir sind Männer bekannt geworden, die sich nicht selber einen Knopf, der ihnen abgerissen ist, annähen können; das heißt aber, sie können sich nicht den äußeren physischen Verhältnissen anpassen. Und so können wir tausend und aber tausend Arten des geschickten oder ungeschickten Sich-Hineinfindens in das Leben anführen. Von solchen Dingen hängt mancherlei ab, ich habe das schon gesagt. Jetzt wollen wir nur das anführen, was davon abhängt für das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt.

[ 21 ] Alles wird Ursache, und aus allem gehen Wirkungen hervor. Ein Mensch, der sich bemüht, sich seiner Umgebung einzugliedern, der sich also auch einmal selber einen Knopf annähen kann oder sich etwas anzuhören vermag, was ihm ungewohnt ist, so daß er nicht gleich dabei einschläft, ein solcher bereitet sich dadurch dazu vor, nach dem Tode ein Mitarbeiter, ein Helfer derjenigen Geister zu werden, welche den menschlichen Fortschritt fördern, welche die spirituellen Mächte und Kräfte hereinsenden auf die Erde, um menschlichen Fortschritt und fortschreitendes Leben zu fördern, Leben, welches von Zeitalter zu Zeitalter fortschreitet. Nur dadurch können wir uns die Seligkeit nach dem Tode erwerben, auf das irdische Leben, wie es fortschreitet, hinunterzuschauen und mitzuarbeiten an den Kräften, die immer hinuntergesendet werden auf die Erde, damit Fortschritt sein kann, wenn wir uns hier im Leben bemühen, uns den Verhältnissen anzupassen, uns in die Umgebung hineinzufinden. Karma wird erst dann in der richtigen umfassenden Weise verstanden, wenn wir in die Lage kommen, es in seinen Einzelheiten zu betrachten, in jenen Einzelheiten, die uns zeigen, in wie mannigfaltiger Art Ursachen und Wirkungen zusammenhängen hier in der physischen Welt, in der geistigen Welt und im Gesamtdasein.

[ 21 ] Alles wird Ursache, und aus allem gehen Wirkungen hervor. Ein Mensch, der sich bemüht, sich seiner Umgebung einzugliedern, der sich also auch einmal selber einen Knopf annähen kann oder sich etwas anzuhören vermag, was ihm ungewohnt ist, so daß er nicht gleich dabei einschläft, ein solcher bereitet sich dadurch dazu vor, nach dem Tode ein Mitarbeiter, ein Helfer derjenigen Geister zu werden, welche den menschlichen Fortschritt fördern, welche die spirituellen Mächte und Kräfte hereinsenden auf die Erde, um menschlichen Fortschritt und fortschreitendes Leben zu fördern, Leben, welches von Zeitalter zu Zeitalter fortschreitet. Nur dadurch können wir uns die Seligkeit nach dem Tode erwerben, auf das irdische Leben, wie es fortschreitet, hinunterzuschauen und mitzuarbeiten an den Kräften, die immer hinuntergesendet werden auf die Erde, damit Fortschritt sein kann, wenn wir uns hier im Leben bemühen, uns den Verhältnissen anzupassen, uns in die Umgebung hineinzufinden. Karma wird erst dann in der richtigen umfassenden Weise verstanden, wenn wir in die Lage kommen, es in seinen Einzelheiten zu betrachten, in jenen Einzelheiten, die uns zeigen, in wie mannigfaltiger Art Ursachen und Wirkungen zusammenhängen hier in der physischen Welt, in der geistigen Welt und im Gesamtdasein.

[ 22 ] Es ist damit wiederum ein Licht geworfen auf die Tatsache, daß unser Leben’ in den geistigen Welten davon abhängt, wie wir das Leben im physischen Leibe zubringen. Denn, wie gesagt, alle Welten haben ihre besondere Mission, und nicht zwei Welten haben eine gleiche Mission im Dasein. Was in einer Welt die charakteristischen Erscheinungen, die charakteristischen Erlebnisse sind, das sind nicht auch die charakteristischen Erscheinungen und Erlebnisse in einer anderen Welt. Und wenn ein Wesen zum Beispiel diejenigen Dinge aufnehmen soll, die es nur auf der Erde aufnehmen kann, so muß es sie eben auf der Erde aufnehmen. Und versäumt es dies, so kann es die Aufnahme nicht in einer anderen Welt besorgen. Das zeigt sich insbesondere bei einer Sache, die wir eigentlich schon berührt haben, bei der es aber gut ist, sie besonders tief in unsere Seele zu schreiben: das zeigt sich bei der Aufnahme gewisser Begriffe und Ideen, die der Mensch gerade für sein Gesamtleben braucht. Nehmen wir ein uns naheliegendes Beispiel: die in unserem Zeitalter berechtigte und wirksame Anthroposophie. Die Menschen eignen sie sich so an, daß sie zunächst auf der Erde leben und auf die Ihnen bekannte Art an die Anthroposophie herantreten und sie in sich aufnehmen. Es könnte nun auch hier leicht der Glaube entstehen, es sei doch nicht notwendig, hier auf der Erde Anthroposophie zu treiben, sondern: wie es in den geistigen Welten aussieht, das wird man schon zu lernen imstande sein, wenn man durch die Pforte des Todes hindurchgeschritten ist; da werden sich auch geistige Lehrer der höheren Hierarchien finden, welche diese Dinge an die Seele heranbringen können!

[ 22 ] Es ist damit wiederum ein Licht geworfen auf die Tatsache, daß unser Leben’ in den geistigen Welten davon abhängt, wie wir das Leben im physischen Leibe zubringen. Denn, wie gesagt, alle Welten haben ihre besondere Mission, und nicht zwei Welten haben eine gleiche Mission im Dasein. Was in einer Welt die charakteristischen Erscheinungen, die charakteristischen Erlebnisse sind, das sind nicht auch die charakteristischen Erscheinungen und Erlebnisse in einer anderen Welt. Und wenn ein Wesen zum Beispiel diejenigen Dinge aufnehmen soll, die es nur auf der Erde aufnehmen kann, so muß es sie eben auf der Erde aufnehmen. Und versäumt es dies, so kann es die Aufnahme nicht in einer anderen Welt besorgen. Das zeigt sich insbesondere bei einer Sache, die wir eigentlich schon berührt haben, bei der es aber gut ist, sie besonders tief in unsere Seele zu schreiben: das zeigt sich bei der Aufnahme gewisser Begriffe und Ideen, die der Mensch gerade für sein Gesamtleben braucht. Nehmen wir ein uns naheliegendes Beispiel: die in unserem Zeitalter berechtigte und wirksame Anthroposophie. Die Menschen eignen sie sich so an, daß sie zunächst auf der Erde leben und auf die Ihnen bekannte Art an die Anthroposophie herantreten und sie in sich aufnehmen. Es könnte nun auch hier leicht der Glaube entstehen, es sei doch nicht notwendig, hier auf der Erde Anthroposophie zu treiben, sondern: wie es in den geistigen Welten aussieht, das wird man schon zu lernen imstande sein, wenn man durch die Pforte des Todes hindurchgeschritten ist; da werden sich auch geistige Lehrer der höheren Hierarchien finden, welche diese Dinge an die Seele heranbringen können!

[ 23 ] Nun besteht die Tatsache, daß der Mensch mit seiner ganzen Seele nach den Entwickelungen, die er bis zum gegenwärtigen Menschheitszyklus durchgemacht hat, jetzt dazu vorbereitet ist, eben einmal auf der Erde an die Art anthroposophischen Lebens heranzutreten, an die man nur herantreten kann, weil man im physischen Leibe lebt, weil man das physische Leben mitmacht. Dazu ist der Mensch vorbestimmit. Und macht er es nicht mit, so kann er zu keiner der geistigen Wesenheiten Beziehungen entwickeln, die diese zu seinem Lehrer machen. Man kann nicht einfach sterben und dann nach dem Tode einen Lehrer finden, der einem ersetzen könnte, was hier im physischen Erdenleben als Anthroposophie an die Seelen herantreten kann. Wir brauchen nicht deshalb zu trüben Gedanken zu kommen, weil wir sehen, daß viele Menschen die Anthroposophie verschmähen, und wir nun voraussetzen müssen, daß sie sich dieselbe zwischen Tod und neuer Geburt nicht aneignen können. Wir brauchen deshalb nicht zu verzweifeln, denn diese Menschen werden in einem neuen Erdenleben geboren werden und dann wird schon genügend anthroposophische Anregung und Anthroposophie auf der Erde vorhanden sein, so daß sie diese dann aufnehmen können. Für die heutige Zeit ist Verzweiflung noch nicht am Platze — was nun aber keinen dazu bringen soll, zu sagen: Ich kann die Anthroposophie im folgenden Leben aufnehmen; jetzt kann ich es mir noch sparen! — Nein, auch das kann nicht nachgeholt werden, was hier versäumt wird. Als unsere deutsche theosophische Bewegung ganz im Anfange war, sprach ich einmal in einem Vortrage über Nietzsche von gewissen Dingen der höheren Welten. In den Zusammenhang, in welchem das damals gesprochen wurde, waren Diskussionen eingefügt. Während derselben stand jemand auf und sagte: Eine solche Sache muß man immer an der Kantschen Philosophie prüfen, und da kommt man doch darauf, daß man all diese Dinge hier nicht wissen kann; denn erst dann kann man darüber etwas wissen, wenn man gestorben sein wird. — Ganz wörtlich sagte das der Betreffende damals. Nun, so ist es nicht, daß man bloß sterben braucht, um irgendwelche Dinge zu erfahren. Man erfährt, wenn man durch die Pforte des Todes geht, die Dinge nicht, für die man sich nicht vorbereitet hat. Das Leben zwischen Tod und neuer Geburt ist durchaus eine Fortsetzung des Lebens hier, wie wir an den schon vorgebrachten Beispielen gesehen haben. Daher können wir von den Wesenheiten der höheren Hierarchien nach dem Tode als Menschen dasjenige, was wir dadurch erlangen können, daß wir überhaupt Anthroposoph werden, nur dadurch erlangen, daß wir uns hier auf der Erde dazu vorbereitet haben. Unser Zusammenhang mit der Erde, unser Durchgang durch das Erdenleben hat eben eine Bedeutung, die durch nichts ersetzt werden kann.

[ 23 ] Nun besteht die Tatsache, daß der Mensch mit seiner ganzen Seele nach den Entwickelungen, die er bis zum gegenwärtigen Menschheitszyklus durchgemacht hat, jetzt dazu vorbereitet ist, eben einmal auf der Erde an die Art anthroposophischen Lebens heranzutreten, an die man nur herantreten kann, weil man im physischen Leibe lebt, weil man das physische Leben mitmacht. Dazu ist der Mensch vorbestimmit. Und macht er es nicht mit, so kann er zu keiner der geistigen Wesenheiten Beziehungen entwickeln, die diese zu seinem Lehrer machen. Man kann nicht einfach sterben und dann nach dem Tode einen Lehrer finden, der einem ersetzen könnte, was hier im physischen Erdenleben als Anthroposophie an die Seelen herantreten kann. Wir brauchen nicht deshalb zu trüben Gedanken zu kommen, weil wir sehen, daß viele Menschen die Anthroposophie verschmähen, und wir nun voraussetzen müssen, daß sie sich dieselbe zwischen Tod und neuer Geburt nicht aneignen können. Wir brauchen deshalb nicht zu verzweifeln, denn diese Menschen werden in einem neuen Erdenleben geboren werden und dann wird schon genügend anthroposophische Anregung und Anthroposophie auf der Erde vorhanden sein, so daß sie diese dann aufnehmen können. Für die heutige Zeit ist Verzweiflung noch nicht am Platze — was nun aber keinen dazu bringen soll, zu sagen: Ich kann die Anthroposophie im folgenden Leben aufnehmen; jetzt kann ich es mir noch sparen! — Nein, auch das kann nicht nachgeholt werden, was hier versäumt wird. Als unsere deutsche theosophische Bewegung ganz im Anfange war, sprach ich einmal in einem Vortrage über Nietzsche von gewissen Dingen der höheren Welten. In den Zusammenhang, in welchem das damals gesprochen wurde, waren Diskussionen eingefügt. Während derselben stand jemand auf und sagte: Eine solche Sache muß man immer an der Kantschen Philosophie prüfen, und da kommt man doch darauf, daß man all diese Dinge hier nicht wissen kann; denn erst dann kann man darüber etwas wissen, wenn man gestorben sein wird. — Ganz wörtlich sagte das der Betreffende damals. Nun, so ist es nicht, daß man bloß sterben braucht, um irgendwelche Dinge zu erfahren. Man erfährt, wenn man durch die Pforte des Todes geht, die Dinge nicht, für die man sich nicht vorbereitet hat. Das Leben zwischen Tod und neuer Geburt ist durchaus eine Fortsetzung des Lebens hier, wie wir an den schon vorgebrachten Beispielen gesehen haben. Daher können wir von den Wesenheiten der höheren Hierarchien nach dem Tode als Menschen dasjenige, was wir dadurch erlangen können, daß wir überhaupt Anthroposoph werden, nur dadurch erlangen, daß wir uns hier auf der Erde dazu vorbereitet haben. Unser Zusammenhang mit der Erde, unser Durchgang durch das Erdenleben hat eben eine Bedeutung, die durch nichts ersetzt werden kann.

[ 24 ] Eine Art von Vermittelung kann allerdings gerade auf diesem Gebiete eintreten. Ich habe auch darüber schon gesprochen. Ein Mensch kann dahinsterben und er kann während seines Erdenlebens nichts von Geisteswissenschaft erfahren haben; aber sein Bruder, seine Gattin oder ein nahestehender Freund ist Anthroposoph. Der Verstorbene hat sich hier während seines Lebens geweigert, etwas von Anthroposophie zu erfahren; er hat vielleicht nur darüber geschimpft. Nun ist er durch die Pforte des Todes gegangen. Da kann er dann durch die anderen Persönlichkeiten auf der Erde mit der Anthroposophie vertraut gemacht werden. Aber wir schen auch dabei, daß jemand auf der Erde da ist und es dem andern aus Liebe gibt, so daß also auch hier der Zusammenhang mit dem Irdischen gewahrt werden muß. Darauf beruht das, was ich genannt habe « Vorlesen den Toten». Wir können ihnen damit eine große Wohltat erweisen, wenn sie auch vorher nichts von der geistigen Welt wissen wollten. Wir können es entweder so machen, daß wir es in Gedankenform tun und auf diese Weise die Toten unterrichten, oder wir können uns ein anthroposophisches Buch oder dergleichen nehmen, uns die Persönlichkeit des Toten vorstellen und ihm dann aus dem Buche vorlesen. Dann vernehmen es die Toten. Gerade durch solche Dinge haben wir in unserer anthroposophischen Bewegung große, schöne Beispiele erlebt von dem, was wir den Toten angedeihen lassen können. Viele unserer Freunde lesen ihren Toten vor. — Man kann auch die Erfahrung machen, die ich kürzlich machen konnte, daß mich jemand um einen kurz vorher dahingestorbenen Toten fragte, weil sich dieser durch allerlei Anzeichen, besonders während der Nacht, bemerkbar machte, durch Unruhe im Zimmer, Poltern und so weiter. Man kann daraus oft den Schluß ziehen, daß der Tote etwas haben will. In diesem Falle stellte sich in der Tat heraus, daß der Tote Sehnsucht hatte, irgend etwas zu erfahren. Der Betreffende war im Leben ein gelehrter Mann gewesen, aber er hatte vorher alles abgelehnt, was als Wissen über die geistige Welt an ihn herankam. Jetzt konnte man heraushören, daß ihm eine große Wohltat erwiesen würde, wenn man ihm zum Beispiel einen ganz bestimmten Vortragszyklus vorlesen würde, weil darin die Dinge besprochen sind, nach denen er sozusagen lechzte. So kann über den Tod hinaus in einer ungeheuer bedeutungsvollen Weise Abhilfe geschaffen werden für etwas, was auf der Erde versäumt worden ist.

[ 24 ] Eine Art von Vermittelung kann allerdings gerade auf diesem Gebiete eintreten. Ich habe auch darüber schon gesprochen. Ein Mensch kann dahinsterben und er kann während seines Erdenlebens nichts von Geisteswissenschaft erfahren haben; aber sein Bruder, seine Gattin oder ein nahestehender Freund ist Anthroposoph. Der Verstorbene hat sich hier während seines Lebens geweigert, etwas von Anthroposophie zu erfahren; er hat vielleicht nur darüber geschimpft. Nun ist er durch die Pforte des Todes gegangen. Da kann er dann durch die anderen Persönlichkeiten auf der Erde mit der Anthroposophie vertraut gemacht werden. Aber wir schen auch dabei, daß jemand auf der Erde da ist und es dem andern aus Liebe gibt, so daß also auch hier der Zusammenhang mit dem Irdischen gewahrt werden muß. Darauf beruht das, was ich genannt habe « Vorlesen den Toten». Wir können ihnen damit eine große Wohltat erweisen, wenn sie auch vorher nichts von der geistigen Welt wissen wollten. Wir können es entweder so machen, daß wir es in Gedankenform tun und auf diese Weise die Toten unterrichten, oder wir können uns ein anthroposophisches Buch oder dergleichen nehmen, uns die Persönlichkeit des Toten vorstellen und ihm dann aus dem Buche vorlesen. Dann vernehmen es die Toten. Gerade durch solche Dinge haben wir in unserer anthroposophischen Bewegung große, schöne Beispiele erlebt von dem, was wir den Toten angedeihen lassen können. Viele unserer Freunde lesen ihren Toten vor. — Man kann auch die Erfahrung machen, die ich kürzlich machen konnte, daß mich jemand um einen kurz vorher dahingestorbenen Toten fragte, weil sich dieser durch allerlei Anzeichen, besonders während der Nacht, bemerkbar machte, durch Unruhe im Zimmer, Poltern und so weiter. Man kann daraus oft den Schluß ziehen, daß der Tote etwas haben will. In diesem Falle stellte sich in der Tat heraus, daß der Tote Sehnsucht hatte, irgend etwas zu erfahren. Der Betreffende war im Leben ein gelehrter Mann gewesen, aber er hatte vorher alles abgelehnt, was als Wissen über die geistige Welt an ihn herankam. Jetzt konnte man heraushören, daß ihm eine große Wohltat erwiesen würde, wenn man ihm zum Beispiel einen ganz bestimmten Vortragszyklus vorlesen würde, weil darin die Dinge besprochen sind, nach denen er sozusagen lechzte. So kann über den Tod hinaus in einer ungeheuer bedeutungsvollen Weise Abhilfe geschaffen werden für etwas, was auf der Erde versäumt worden ist.

[ 25 ] Das ist es, was uns so recht die große, bedeutungsvolle Mission der Anthroposophie nahebringt, daß die Anthroposophie den Abgrund überbrücken wird zwischen den Lebenden und den Toten, daß die Menschen nicht dahinsterben, als wenn sie von uns fortgehen, sondern daß wir mit ihnen in Verbindung bleiben und für sie tätig sein können. Wenn jemand fragt, ob man denn immer wissen könne, ob der Tote uns auch zuhöre, so muß gesagt werden, daß auf der einen Seite die Menschen, die so etwas mit wirklicher Hingabe tun, nach einiger Zeit aus der Art, wie die Gedanken in ihrer eigenen Seele leben, die sie dem Toten vorlesen, wirklich merken werden, daß der Tote sie umschwebt. Aber das ist immerhin eine Empfindung, die nur feiner beobachtende Seelen haben können. Das Ärgste, was passieren kann, ist, daß eine solche Sache, die ein großer Liebesdienst sein kann, eben nicht angehört wird; dann hat man sie für den Betreffenden unnötig gemacht. Vielleicht aber hat sie dann im Weltenzusammenhange noch eine andere Bedeutung. Man sollte sich aber um einen solchen Mißerfolg nicht viel kümmern, denn es kommt doch vor, daß man hier einer Anzahl von Menschen etwas vorliest — und sie einem auch nicht zuhören.

[ 25 ] Das ist es, was uns so recht die große, bedeutungsvolle Mission der Anthroposophie nahebringt, daß die Anthroposophie den Abgrund überbrücken wird zwischen den Lebenden und den Toten, daß die Menschen nicht dahinsterben, als wenn sie von uns fortgehen, sondern daß wir mit ihnen in Verbindung bleiben und für sie tätig sein können. Wenn jemand fragt, ob man denn immer wissen könne, ob der Tote uns auch zuhöre, so muß gesagt werden, daß auf der einen Seite die Menschen, die so etwas mit wirklicher Hingabe tun, nach einiger Zeit aus der Art, wie die Gedanken in ihrer eigenen Seele leben, die sie dem Toten vorlesen, wirklich merken werden, daß der Tote sie umschwebt. Aber das ist immerhin eine Empfindung, die nur feiner beobachtende Seelen haben können. Das Ärgste, was passieren kann, ist, daß eine solche Sache, die ein großer Liebesdienst sein kann, eben nicht angehört wird; dann hat man sie für den Betreffenden unnötig gemacht. Vielleicht aber hat sie dann im Weltenzusammenhange noch eine andere Bedeutung. Man sollte sich aber um einen solchen Mißerfolg nicht viel kümmern, denn es kommt doch vor, daß man hier einer Anzahl von Menschen etwas vorliest — und sie einem auch nicht zuhören.

[ 26 ] Diese Dinge können den Ernst und die Würde der Anthroposophie in die richtigen Begriffe bringen. Immer aber müssen wir sagen, daß die Art, wie wir in der geistigen Welt nach dem Tode leben werden, ganz abhängen wird von der Art, wie wir hier auf der Erde gelebt haben. Auch das Zusammenleben mit anderen Menschen in der geistigen Welt hängt davon ab, was wir hier für eine Beziehung zu ihnen gesucht haben. Mit einem Menschen, zu dem wir hier keine Beziehung angeknüpft haben, können wir nicht ohne weiteres in der andern Welt, zwischen Tod und neuer Geburt, eine Beziehung anknüpfen. Die Möglichkeit, zu ihm hingeführt zu werden, mit ihm in der geistigen Welt zusammenzusein, erwirbt man sich gewöhnlich in der Regel durch das, was hier auf der Erde angeknüpft worden ist, allerdings nicht bloß durch das, was in der letzten, sondern auch was in früheren Inkarnationen angeknüpft worden ist.

[ 26 ] Diese Dinge können den Ernst und die Würde der Anthroposophie in die richtigen Begriffe bringen. Immer aber müssen wir sagen, daß die Art, wie wir in der geistigen Welt nach dem Tode leben werden, ganz abhängen wird von der Art, wie wir hier auf der Erde gelebt haben. Auch das Zusammenleben mit anderen Menschen in der geistigen Welt hängt davon ab, was wir hier für eine Beziehung zu ihnen gesucht haben. Mit einem Menschen, zu dem wir hier keine Beziehung angeknüpft haben, können wir nicht ohne weiteres in der andern Welt, zwischen Tod und neuer Geburt, eine Beziehung anknüpfen. Die Möglichkeit, zu ihm hingeführt zu werden, mit ihm in der geistigen Welt zusammenzusein, erwirbt man sich gewöhnlich in der Regel durch das, was hier auf der Erde angeknüpft worden ist, allerdings nicht bloß durch das, was in der letzten, sondern auch was in früheren Inkarnationen angeknüpft worden ist.

[ 27 ] Kurz, sachliche und persönliche Verhältnisse, die wir auf der Erde geschaffen haben, sind das Bestimmende für das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt. Es treten Ausnahmefälle ein, aber die sind eben dann Ausnahmefälle. Und wenn Sie sich an das erinnern, was ich in der Weihnachtszeit hier über den Buddha und seine jetzige Mission auf dem Mars gesagt habe, so haben Sie gerade an der Gestalt des Buddha einen solchen Ausnahmefall. Es gibt zahlreiche Seelen auf der Erde, die in den Mysterieninspirationen dem Buddha — oder auch vorher in seinem Bodhisattva-Dasein — persönlich gegenübergetreten sind. Aber weil Buddha als der Sohn des Suddhodana seine letzte Erdenverkörperung durchgemacht hat, und dann das, was ich geschildert habe als sein Wirken im Ätherleibe, und jetzt seine Tätigkeit nach dem Mars verlegt hat, deshalb ist nun die Möglichkeit gegeben, auch wenn wir vorher nicht mit dem Buddha zusammengekommen sind, mit ihm im Leben zwischen Tod und neuer Geburt in ein Verhältnis zu kommen; und was dieses Verhältnis ergibt, das bringen wir dann wieder in die nächste Erdeninkarnation herein. Das ist aber der Ausnahmefall. In der Regel finden wir nach dem Tode diejenigen Menschen, mit denen wir hier Beziehungen und Verhältnisse anknüpften, und setzen diese Verhältnisse und Beziehungen nach dem Tode fort.

[ 27 ] Kurz, sachliche und persönliche Verhältnisse, die wir auf der Erde geschaffen haben, sind das Bestimmende für das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt. Es treten Ausnahmefälle ein, aber die sind eben dann Ausnahmefälle. Und wenn Sie sich an das erinnern, was ich in der Weihnachtszeit hier über den Buddha und seine jetzige Mission auf dem Mars gesagt habe, so haben Sie gerade an der Gestalt des Buddha einen solchen Ausnahmefall. Es gibt zahlreiche Seelen auf der Erde, die in den Mysterieninspirationen dem Buddha — oder auch vorher in seinem Bodhisattva-Dasein — persönlich gegenübergetreten sind. Aber weil Buddha als der Sohn des Suddhodana seine letzte Erdenverkörperung durchgemacht hat, und dann das, was ich geschildert habe als sein Wirken im Ätherleibe, und jetzt seine Tätigkeit nach dem Mars verlegt hat, deshalb ist nun die Möglichkeit gegeben, auch wenn wir vorher nicht mit dem Buddha zusammengekommen sind, mit ihm im Leben zwischen Tod und neuer Geburt in ein Verhältnis zu kommen; und was dieses Verhältnis ergibt, das bringen wir dann wieder in die nächste Erdeninkarnation herein. Das ist aber der Ausnahmefall. In der Regel finden wir nach dem Tode diejenigen Menschen, mit denen wir hier Beziehungen und Verhältnisse anknüpften, und setzen diese Verhältnisse und Beziehungen nach dem Tode fort.

[ 28 ] Diese Auseinandersetzungen, die an das anknüpfen, was über das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verlaufe dieses Winters gegeben worden ist, sind mit dem Ziele und der Perspektive gesagt, zu zeigen, wie Anthroposophie dem Menschen nur etwas Halbes ist, wenn sie eine Theorie und eine äußere Wissenschaft bleibt, wie sie erst dann das ist, was sie sein soll, wenn sie wie ein Lebenselixier die Seelen durchdringt, so daß die Seelen vollkommen darleben, was an den Menschen empfindungsgemäß herantritt, wenn er zu den höheren Welten in ein Erkenntnisverhältnis tritt. Der Tod, er tritt dann für den Menschen nicht so auf wie etwas, was persönliche menschliche Verhältnisse zerstört. Der Abgrund zwischen dem Leben hier auf der Erde und dem Leben nach dem Tode wird überwunden, viele Tätigkeiten werden sich in der Zukunft entfalten, die unter diesem Gesichtspunkte vollzogen werden. Hereinwirken werden die Toten ins Leben, die Lebenden in das Reich der Toten.

[ 28 ] Diese Auseinandersetzungen, die an das anknüpfen, was über das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verlaufe dieses Winters gegeben worden ist, sind mit dem Ziele und der Perspektive gesagt, zu zeigen, wie Anthroposophie dem Menschen nur etwas Halbes ist, wenn sie eine Theorie und eine äußere Wissenschaft bleibt, wie sie erst dann das ist, was sie sein soll, wenn sie wie ein Lebenselixier die Seelen durchdringt, so daß die Seelen vollkommen darleben, was an den Menschen empfindungsgemäß herantritt, wenn er zu den höheren Welten in ein Erkenntnisverhältnis tritt. Der Tod, er tritt dann für den Menschen nicht so auf wie etwas, was persönliche menschliche Verhältnisse zerstört. Der Abgrund zwischen dem Leben hier auf der Erde und dem Leben nach dem Tode wird überwunden, viele Tätigkeiten werden sich in der Zukunft entfalten, die unter diesem Gesichtspunkte vollzogen werden. Hereinwirken werden die Toten ins Leben, die Lebenden in das Reich der Toten.

[ 29 ] Und nun möchte ich, daß sich Ihre Seelen ein wenig darein vertiefen, wie das Leben reicher, voller, geistiger wird, wenn alles wirklich durch die Anthroposophie geschieht. Nur wer so Anthroposophie empfinden kann, der empfindet richtig gegenüber der Anthroposophie. Das ist nicht die Hauptsache, daß wir wissen: Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, er geht durch verschiedene Inkarnationen durch, die Erde hat während ihres Daseins verschiedene Inkarnationen durchgemacht, das Saturndasein, das Sonnendasein, das Mondendasein. — Das zu wissen ist nicht die Hauptsache; das Wichtigste und Wesentliche ist, daß wir unser Leben durch die Anthroposophie in einer solchen Weise umgestalten können, wie es die Zukunft der Erde erfordert. Das können wir nicht tief genug empfinden, und nicht oft genug können wir uns in dieser Beziehung anregen. Denn die Empfindungen, die wir unter der Anregung der Erkenntnis der übersinnlichen Welt von unsern Versammlungen mitnehmen, und mit denen wir dann durch das Leben schreiten, sie sind das Wichtige im anthroposophischen Leben. Daher genügt es nicht, wenn wir in der Anthroposophie nur wissen, sondern in der Anthroposophie wissen wir empfindend, und empfinden wir wissend. Nur haben wir zu begreifen, wie falsch es ist, ohne etwas von der Welt zu wissen, glauben zu können, daß man der Welt gerecht werden kann. Wahr ist das Wort, das Leonardo da Vinci gesagt hat: Die große Liebe ist die Tochter der großen Erkenntnis. Und wer nicht erkennen will, der lernt auch nicht im wirklichen Sinne lieben.

[ 29 ] Und nun möchte ich, daß sich Ihre Seelen ein wenig darein vertiefen, wie das Leben reicher, voller, geistiger wird, wenn alles wirklich durch die Anthroposophie geschieht. Nur wer so Anthroposophie empfinden kann, der empfindet richtig gegenüber der Anthroposophie. Das ist nicht die Hauptsache, daß wir wissen: Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, er geht durch verschiedene Inkarnationen durch, die Erde hat während ihres Daseins verschiedene Inkarnationen durchgemacht, das Saturndasein, das Sonnendasein, das Mondendasein. — Das zu wissen ist nicht die Hauptsache; das Wichtigste und Wesentliche ist, daß wir unser Leben durch die Anthroposophie in einer solchen Weise umgestalten können, wie es die Zukunft der Erde erfordert. Das können wir nicht tief genug empfinden, und nicht oft genug können wir uns in dieser Beziehung anregen. Denn die Empfindungen, die wir unter der Anregung der Erkenntnis der übersinnlichen Welt von unsern Versammlungen mitnehmen, und mit denen wir dann durch das Leben schreiten, sie sind das Wichtige im anthroposophischen Leben. Daher genügt es nicht, wenn wir in der Anthroposophie nur wissen, sondern in der Anthroposophie wissen wir empfindend, und empfinden wir wissend. Nur haben wir zu begreifen, wie falsch es ist, ohne etwas von der Welt zu wissen, glauben zu können, daß man der Welt gerecht werden kann. Wahr ist das Wort, das Leonardo da Vinci gesagt hat: Die große Liebe ist die Tochter der großen Erkenntnis. Und wer nicht erkennen will, der lernt auch nicht im wirklichen Sinne lieben.

[ 30 ] So, in diesem Sinne, soll Anthroposophie zunächst in unsere Seele kommen, damit von diesem Einflusse, von uns ausgehend, immer mehr und mehr in der Erdentwickelung eine Strömung beginne, eine geistige Strömung, welche Geist und Physis zu einer Harmonie gestalten wird. Dann wird die Zeit kommen, in welcher die Menschen auf der Erde zwar noch materiell leben werden — und das äußere Erdenleben wird immer materieller und materieller werden —, aber der Mensch wird über die Erde schreiten und in seiner Seele den Zusammenhang mit der höheren Welt tragen. Außen wird das Erdenleben immer materieller werden — das ist das Erdenkarma —, doch in demselben Maße als das Erdenleben außen materieller wird, müssen, wenn die Erdentwickelung ihr Ziel erreichen soll, die Seelen innen immer spiritueller und spiritueller werden. Wie sich diese Aufgabe gestaltet, dazu wollte ich durch die heutige Betrachtung wieder einen kleinen Beitrag geben.

[ 30 ] So, in diesem Sinne, soll Anthroposophie zunächst in unsere Seele kommen, damit von diesem Einflusse, von uns ausgehend, immer mehr und mehr in der Erdentwickelung eine Strömung beginne, eine geistige Strömung, welche Geist und Physis zu einer Harmonie gestalten wird. Dann wird die Zeit kommen, in welcher die Menschen auf der Erde zwar noch materiell leben werden — und das äußere Erdenleben wird immer materieller und materieller werden —, aber der Mensch wird über die Erde schreiten und in seiner Seele den Zusammenhang mit der höheren Welt tragen. Außen wird das Erdenleben immer materieller werden — das ist das Erdenkarma —, doch in demselben Maße als das Erdenleben außen materieller wird, müssen, wenn die Erdentwickelung ihr Ziel erreichen soll, die Seelen innen immer spiritueller und spiritueller werden. Wie sich diese Aufgabe gestaltet, dazu wollte ich durch die heutige Betrachtung wieder einen kleinen Beitrag geben.