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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

Collected Essays on Drama 1889–1900
GA 29

Automated Translation

Dramaturgische Blätter 1898, Volume I, 1

7. Dramaturgical Sheets
Inauguration

In Germany there is no organ dedicated to the interests of the theater. Such a body appears to be an urgent requirement of the times in view of the fact that the theater has to fulfill one of the most important cultural tasks of the present day.

This Dramaturgische Blätter is intended to create such an organ. A permanent and expert treatment of artistic, technical, legal and social theater matters should be offered. Anyone who wants to have a proper say on such matters should have the opportunity to express their views in these journals.

The plan for the company originated with the former editor of the Magazin für Literatur, Otto Neumann-Hofer. He asked important experts in the theater business for their opinion on this matter and found approval and a happy response everywhere. The current management of the Magazin has made this plan its own and will do its utmost to realize it.

They were delighted that the Deutsche Bühnenverein approved the plan and, at its meeting on October 17, authorized the Dramaturgische Blätter to call itself its organ. The fact that this body, which is at the forefront of German theater relations, has given its approval to the new organ and is giving it its strong support is regarded by the management as a special guarantee for the success of the enterprise.

The treatment of artistic and technical questions of the theater is to be one of the main tasks of the Dramaturgische Blätter. The development of dramatic literature in the present day poses a number of important tasks in this field. Only those who are intimately familiar with the demands of the stage are called upon to solve them. We would like to count them first and foremost among the contributors to this organ. We would also like to ask the stage poets and playwrights to raise their voices. All stage artists should have their say. Speech and counter-speech should result in something that serves the stage.

With art itself, the interests of the personalities and institutions who dedicate their lives to this art are close to our hearts. We want to represent their legal and social interests. Artists should speak to the people they delight through their art.

The General Counsel of the Deutscher Bühnenverein, District Court Judge Dr. Felisch, has given me the most gratifying promise to report on the arbitration awards made by the association in the Dramaturgische Blätter.

We want to offer our readers reports on events in theater life, on factual and personal issues.

The task that the Magazin has to fulfill for intellectual life in general, the Dramaturgische Blätter should make its own in particular.

DRAMATURGISCHE BLÄTTER
Zur Einführung

In Deutschland fehlt es an einem Organe, das den Interessen des Theaters gewidmet wäre. Ein solches Organ erscheint als eine dringende Forderung der Zeit gegenüber der Tatsache, daß das Theater eine der wichtigsten Kulturaufgaben der Gegenwart zu erfüllen hat.

Durch diese «Dramaturgischen Blätter» soll ein solches Organ geschaffen werden. Eine ständige und sachverständige Behandlung der künstlerischen, technischen, juridischen und sozialen Theaterangelegenheiten soll geboten werden. Wer über solche Angelegenheiten ein sachgemäßes Wort reden will, soll in diesen Blättern Gelegenheit finden, seine Ansicht vorzubringen.

Der Plan des Unternehmens stammt von dem früheren Herausgeber des «Magazins für Literatur», Otto Neumann-Hofer. Er hat bedeutende Sachkenner im Theaterwesen um ihre Ansicht in dieser Angelegenheit gefragt und überall Zustimmung und freudiges Entgegenkommen gefunden. Die gegenwärtige Leitung des «Magazins» hat diesen Plan zu dem ihrigen gemacht und will nach Kräften an seiner Verwirklichung arbeiten.

Sie hat die große Freude erlebt, daß der «Deutsche Bühnenverein» den Plan gutgeheißen und in seiner Sitzung vom 17.Oktober den «Dramaturgischen Blättern» genehmigt hat, sich als sein Organ bezeichnen zu dürfen. Daß diese an der Spitze der deutschen Theaterverhältnisse stehende Körperschaft zu dem neuen Organ seine Zustimmung gegeben hat und ihm seine kräftige Förderung angedeihen läßt, betrachtet die Leitung als eine besondere Bürgschaft für das Gedeihen des Unternehmens.

Die Behandlung der künstlerischen und technischen Fragen des Theaters soll vorzüglich zu den Aufgaben der «Dramaturgischen Blätter» gehören. Die Entwickelung der dramatischen Literatur in der Gegenwart stellt auf diesem Gebiete eine Reihe wichtiger Aufgaben. Sie zu lösen sind nur diejenigen berufen, welche mit den Anforderungen der Bühne intim vertraut sind. Sie möchten wir in erster Linie zu den Mitarbeitern dieses Organs zählen. Auch die Bühnendichter und Theaterschriftsteller möchten wir ersuchen, ihre Stimme zu erheben. Alle Bühnenkünstler sollen zu Worte kommen. Aus Rede und Gegenrede soll sich etwas ergeben, das der Bühne dient.

Mit der Kunst selbst liegen uns die Interessen der Persönlichkeiten und Einrichtungen auf dem Herzen, die dieser Kunst ihr Leben widmen. Ihre juridischen und sozialen Interessen wollen wir vertreten. Die Künstler sollen zu den Menschen sprechen, die sie durch ihre Kunst erfreuen.

Der Syndikus des «Deutschen Bühnenvereins», Herr Landgerichtsrat Dr. Felisch, hat mir die höchst erfreuliche Zusage gemacht, über die durch den Verein vorgenommenen Schiedssprüche in den «Dramaturgischen Blättern» Mitteilung zu machen.

Berichte über die Vorgänge im Theaterleben, über sachliche und Personenfragen wollen wir unsern Lesern bieten.

Die Aufgabe, welche das «Magazin» für das geistige Leben im allgemeinen zu erfüllen hat, sollen sich die «Dramaturgischen Blätter» im besonderen zu der ihrigen machen.