Writings on the History of the
Anthroposophical Movement and Society
1902–1925
GA 37
26-31 December 1912, Adyar, India
1912 Annual Report for the German Section of the Theosophical Society
Translated by Marie Steiner for the thirty-seventh Anniversary and Convention of the T.S., 1912
To the President, TS: - The undersigned has the honour to present herewith the annual report of the Theosophical Society in Germany.
This year also our work has gone along the same lines and in the same manner, as since the foundation of the German Section. In the various Lodges, to which 3 new ones have been added, the work was done in such a way that knowledge, as well as the deepening and ennobling of life, have been aspired to. And one can distinctly see how the public lectures, as well as the other activities emanating from our Society, find an ever-growing wider comprehension in broader circles of the population. New Lodges have been founded in Augsburg, Erfurt and Hamburg. One Lodge dissolved. The total number of Lodges is now 55, and there are besides 4 (or 3) Centres. 293 members entered during the year; 14 died, 90 have resigned or dropped; 29 have gone over to other Sections; the net increase being thus 160.
The lecture-work of Dr. Rudolf Steiner went on this year as in former years. Lecture-series were held by him in Hannover, Helsingfors, Norrköping, Stockholm, Christiania, Munich and Bâle. Single lectures were given by him in most of the Lodges of our Section and were also held abroad. Dr. Carl Unger’s work for the building up of a philosophical foundation of the Theosophical work has been vigorously continued. His efforts too were directed in the same direction as before. Herr Adolf Arenson and Fräulein Toni Völker work with devotion in Stuttgart and its environment. So do Fräulein Stinde and Baroness Gumppenberg in Munich, Michael Bauer in Nürnberg, Frau Wolfram in Leipzig, Frl. Scholl in Cöln, Frau Wandrey in Hamburg. All these unwearingly affective members try to serve in the most intense manner the ideal of strengthening Theosophical knowledge and Theosophical life. At present the number of members that have entered into the ranks of those that have put their work into the Service of our cause by lectures, effective service of humanity and other different ways, is very large, and it is not possible even to name each single one in this report. Dr. Peiper’s activity as healer and lecturer in Munich, Frl. Stinde and Countess Kalckreuth’s unwearying activity for the spreading of spiritual life in the lower classes of the population, the activity in word and deed of Herr Walther, Frau v. Reden, Frl. Vreede, Herr v. Rainer, Frau ReifBusse and many others, have helped in the most different directions to deepen our thoughts, and to implant them in an effective way into the life of the soul and also into practical life.
The fertility of our work on the line of mystery-representations in Munich showed itself this year not only through the ever-increasing number of visitors, but also in that we were allowed to offer besides the repetition of the mysteries already performed, «The Holy Drama of Eleusis» by Eduard Schur&, «The Portals of Initiation» and «The Probation of the Soul» by Rudolf Steiner, a fourth performance of a similar kind, «The Guardian of the Threshold». Of those that are active in this work and have already been named formerly in his report, of Frl. v. Sivers, Frl. Waller, Herr Doser, Herr Seiling, Dr. Peipers and many others, of Baroness Eckhardstein as artistic moulder of the scenic pictures, of our painters Herr Hass, Herr Linde, Herr Volkert, as shapers of the decorative work, of them all I will only say, that with the increase of work, their devotion and self-surrender have increased.
On the whole it may be said, that our work progresses in the line designated by the fact, that within our field of activity a great number of persons have found in Theosophy the inmost impulse of their life.
We send our best greetings to the President and to the brothers in India.
Dr. Rudolf Steiner,
General Secretary.
Rudolf Steiner's handwritten draft of the 1912 Annual Report
An den Präsidenten der Theosophischen Gesellschaft. Der Unterzeichnete hat die Ehre, hiermit den JahresBericht der Theosophischen Gesellschaft in Deutschland zu übersenden.
Auch in diesem Jahre schritt unsere Arbeit in denjenigen Bahnen und in der gleichen Art weiter, wie dieses seit der Begründung der deutschen Sektion sich gezeigt hat. In den einzelnen Logen, zu welchen ... neue hinzugekommen sind, wurde so gearbeitet, dass Erkenntnis und Vertiefung und Veredlung des Lebens in dem gleichen Maße angestrebt wurden. Und deutlich bemerkbar ist, wie auch die öffentlichen Vorträge und das andere Wirken, das von unserer Gesellschaft ausgeht, ein immer weiteres Verständnis in breiteren Kreisen der Bevölkerung finden. Neue Logen sind begründet worden in ... . Die Gesamtzahl der Logen ist gegenwärtig ... und es bestehen außerdem ... Zentren. ... Mitglieder sind während des Jahres neu eingetreten; ... sind gestorben, ... sind dropped oder ausgetreten. Der reine Zuwachs beträgt ... . Die gegenwärtige Zahl der Mitglieder ist ....
Die Vortragsarbeit Dr. Rudolf Steiners verlief auch in diesem Jahre in derselben Art wie in den vorigen. Zyklen von Vorträgen durch ihn fanden statt in Hannover, Helsingfors, Norrköpping, Stockholm, Christiania, München und Basel. Einzelne Vorträge wurden in den meisten Logen der Sektion und auch außerhalb der Sektion gehalten. Dr. Carl Ungers Arbeit zum Aufbau einer philosophischen Begründung der theosophischen Arbeit schritt kräftig vorwärts. Auch er hat in der gleichen Art weitergearbeitet, in der er bisher sich bemüht hat. Herr Adolf Arenson, Fräulein Toni Völker sind von Stuttgart, dem Hauptfelde ihrer Arbeit, aus für unsere Arbeit hingebungsvoll tätig. Von München aus arbeiten Fräulein Stinde, Baronin von Gumppenberg, von Nürnberg aus Michael Bauer, von Leipzig aus Frau Wolfram, von Köln aus Frl. Scholl, von Hamburg aus Frau Wandrey. Alle diese unermüdlich tätigen Mitglieder bestreben sich, der Ausbreitung der theosophischen Erkenntnisse und des theosophischen Lebens in der intensivsten Art zu dienen. Es ist gegenwärtig die Zahl derjenigen, welche in die Reihe derjenigen eingetreten sind, die in Vorträgen wirksamen Menschheitsdienst und sonst auf die mannigfaltigste Art ihre Arbeit in den Dienst unserer Sache stellen, eine sehr große und kaum mehr möglich, das Einzelne in diesem Berichte auch nur zu nennen. Dr. Peipers Tätigkeit als Heiler und Vortragender in München, Frl. Stindes und der Gräfin Kalckreuth unermüdliche Wirksamkeit für die Verbreitung des Geisteslebens im Volke, die Tätigkeit in Wort und Tat durch Herrn Walther, Frau v. Reden, Herrn v. Rainer, Frau Reif-Busse und vielen andern hat nach mannigfaltigsten Richtungen gedient, unsere Gedanken zu vertiefen und in wirksamer Art dem seelischen und auch dem praktischen Leben einzupflanzen.
Die Fruchtbarkeit unserer Arbeit durch die MysterienDarstellungen in München erwies sich nicht nur durch die sich steigernde Besucherzahl auch bei diesen Veranstaltungen in diesem Jahre, sondern auch dadurch, dass wir außer der Wiederholung der vorher aufgeführten Mysterien: «Das heilige Drama» von Edouard Schurg, «Pforte der Einweihung» und «Prüfung der Seele» von Rudolf Steiner noch die vierte Aufführung solcher Art, den «Hüter der Schwelle» von Dr. Rudolf Steiner, bieten durften. Von den bei dieser Arbeit Mitwirkenden, die schon früher in diesen Berichten genannt worden sind, Frl. v. Sivers, Frl. Waller, Herrn Doser, Herrn Seiling, Dr. Peipers und vielen andern, von Baroness Eckhardtstein als künstlerische Ausgestalterin der szenischen Bilder, von unseren Malern Herrn Hass, Herrn Linde, Herrn Volkert als Gestalter des dekorativen Werkes, von der organisierenden Arbeit Frl. Stindes und der Gräfin Kalckreuth, von ihnen allen soll nur gesagt werden, dass mit der Vergrößerung der Arbeit, die sie zu leisten hatten, auch ihre Hingebung und ihr Opfermut sich vergrößert haben.
Im Ganzen darf gesagt werden, dass unsere Arbeit in den Bahnen weiterschreitet, welche durch die Tatsache vorgezeichnet ist, dass innerhalb unseres Arbeitsfeldes eine große Anzahl von Personen in Theosophie den innersten Impuls ihres Lebens gefunden haben.
Wir senden die besten Grüße dem Präsidenten und den Brüdern in Indien.
Dr. Rudolf Steiner
General Sekretär der Deutschen Sektion
der Theosophischen Gesellschaft.