From the Akashic Records
GA 11
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III. Übergang der vierten in die fünfte Wurzelrasse
[ 1 ] Die folgenden Mitteilungen beziehen sich auf den Übergang der vierten (atlantischen) Wurzelrasse in die fünfte (arische), welcher die gegenwärtige zivilisierte Menschheit angehört. Nur derjenige wird sie richtig auffassen, der sich von dem Gedanken der Entwickelung in seinem ganzen Umfange und in seiner ganzen Bedeutung durchdringen kann. Alles, was der Mensch um sich herum gewahr wird, ist in Entwickelung. Und auch die Eigenschaft der Menschen unserer fünften Wurzelrasse, die im Gebrauche des Gedankens liegt, hat sich erst entwickelt. Ja, gerade diese Wurzelrasse ist es, welche die Kraft des Denkens langsam und allmählich zur Reife bringt. Der gegenwärtige Mensch entschließt sich (im Gedanken) zu etwas, und dann führt er es aus als die Folge des eigenen Gedankens. Bei den Atlantiern bereitete sich diese Fähigkeit erst vor. Nicht die eigenen Gedanken, sondern die ihnen von höhergearteten Wesenheiten zuströmenden beeinflußten ihren Willen. Dieser wurde also gewissermaßen von außen gelenkt. — Wer sich mit diesem Entwickelungsgedanken beim Menschen vertraut macht und zugeben lernt, daß dieser in der Vorzeit ein ganz anders geartetes Wesen — als irdischer Mensch — war, der wird auch zu der Vorstellung von den völlig anderen Wesenheiten aufsteigen können, von denen in den Mitteilungen gesprochen wird. Ungeheuer große Zeiträume nahm die Entwickelung in Anspruch, von der berichtet wird. Was in dem Vorhergehenden von der vierten Wurzelrasse, den Atlantiern, gesagt worden ist, das bezieht sich auf die große Masse der Menschheit. Aber diese stand unter Führern, die in ihren Fähigkeiten hoch emporragten über sie. Die Weisheit, welche diese Führer besaßen, und die Kräfte, welche sie beherrschten, waren durch keinerlei irdische Erziehung zu erlangen. Sie waren ihnen von höheren, nicht unmittelbar zur Erde gehörenden Wesenheiten erteilt worden. Es war daher nur natürlich, daß die große Masse der Menschen diese ihre Führer als Wesen höherer Art empfanden, als «Boten» der Götter. Denn mit den menschlichen Sinnesorganen, mit dem menschlichen Verstande wäre nicht zu erreichen gewesen, was diese Führer wußten und ausführen konnten. Man verehrte sie als «Gottesboten» und empfing ihre Befehle, Gebote und auch ihren Unterricht. Durch Wesen solcher Art wurde die Menschheit unterwiesen in den Wissenschaften, Künsten, in der Verfertigung von Werkzeugen. Und solche «Götterboten» leiteten entweder selbst die Gemeinschaften oder unterrichteten Menschen, die weit genug vorgeschritten waren, in den Regierungskünsten. Man sagte von diesen Führern, daß sie «mit den Göttern verkehren» und von diesen selbst in die Gesetze eingeweiht werden, nach denen sich die Menschheit entwickeln müsse. Und das entsprach der Wirklichkeit. An Orten, von denen die Menge nichts wußte, geschah diese Einweihung, dieser Verkehr mit den Göttern. Mysterientempel wurden diese Einweihungsorte genannt. Von ihnen aus also geschah die Verwaltung des Menschengeschlechts.
[ 2 ] Das, was in den Mysterientempeln geschah, war demgemäß auch dem Volke unverständlich. Und ebensowenig verstand dieses die Absichten seiner großen Führer. Das Volk konnte mit seinen Sinnen ja nur verstehen, was sich auf der Erde unmittelbar zutrug, nicht was zum Heile dieser aus höheren Welten offenbart wurde. Daher mußten auch die Lehren der Führer in einer Form abgefaßt sein, die nicht den Mitteilungen über irdische Ereignisse ähnlich war. Die Sprache, welche die Götter mit ihren Boten in den Mysterien sprachen, war ja auch keine irdische, und die Gestalten, in denen sich diese Götter offenbarten, waren ebensowenig irdisch. «In feurigen Wolken» erschienen die höheren Geister ihren Boten, uni ihnen mitzuteilen, wie sie die Menschen zu führen haben. In menschlicher Gestalt kann nur ein Mensch erscheinen; Wesenheiten, deren Fähigkeiten über das Menschliche hinausragen, müssen in Gestalten sich offenbaren, die nicht unter den irdischen zu finden sind.
[ 3 ] Daß die «Gottesboten» diese Offenbarungen empfangen konnten, rührt davon her, daß sie selbst die vollkommensten unter ihren Menschenbrüdern waren. Sie hatten auf früheren Entwickelungsstufen bereits durchgemacht, was die Mehrzahl der Menschen noch durchzumachen hat. Nur in einer gewissen Beziehung gehörten sie dieser Mitmenschheit an. Sie konnten die menschliche Gestalt annehmen. Aber ihre seelisch-geistigen Eigenschaften waren übermenschlicher Art. Sie waren also göttlich-menschliche Doppelwesen. Man konnte sie daher auch als höhere Geister bezeichnen, die menschliche Leiber angenommen hatten, um der Menschheit auf ihrem irdischen Wege weiter zu helfen. Ihre eigentliche Heimat war nicht auf der Erde. — diese Wesen führten die Menschen, ohne ihnen die Grundsätze mitteilen zu können, nach denen sie sie führten. Denn bis zur fünften Unterrasse der Atlantier, den Ursemiten, hatten die Menschen eben gar keine Fähigkeit, um diese Grundsätze zu begreifen. Erst die Denkkraft, die sich in dieser Unterrasse entwickelte, war eine solche Fähigkeit. Aber diese Fähigkeit entwickelte sich langsam und allmählich. Und auch die letzten Unterrassen der Atlantier konnten noch sehr wenig begreifen von den Grundsätzen ihrer göttlichen Führer. Sie fingen an, erst ganz unvollkommen, etwas von solchen Grundsätzen zu ahnen. Daher waren ihre Gedanken und auch die Gesetze, von denen bei ihren Staatseinrichtungen gesprochen worden ist, mehr geahnt als klar gedacht.
[ 4 ] Der Hauptführer der fünften atlantischen Unterrasse bereitete diese nach und nach vor, damit sie in späterer Zeit, nach dem Untergange der atlantischen Lebensart, eine neue beginnen könne, eine solche, welche ganz durch die Denkkraft geregelt wird.
[ 5 ] Nun muß man sich vergegenwärtigen, daß man es am Ende der atlantischen Zeit mit drei Gruppen menschenartiger Wesenheiten zu tun hat. 1. Mit den genannten «Götterboten», die der großen Volksmasse weit voraus in der Entwickelung waren, die göttliche Weisheit lehrten und göttliche Taten verrichteten. 2. Die große Masse selbst, bei welcher die Denkkraft in einem dumpfen Zustande war, trotzdem sie Fähigkeiten naturwüchsiger Art besaß, welche der heutigen Menschheit verlorengegangen sind. 3. Eine kleinere Schar von solchen, welche die Denkkraft entwickelten. Diese verlor dadurch zwar allmählich die urwüchsigen Fähigkeiten der Atlantier; aber sie bildete sich dafür heran, die Grundsätze der «Götterboten» denkend zu erfassen. — die zweite Gruppe der Menschenwesen war dem allmählichen Aussterben geweiht. Die dritte aber konnte von dem Wesen der ersten Art dazu herangezogen werden, ihre Führung selbst in die Hand zu nehmen.
[ 6 ] Aus dieser dritten Gruppe nahm der genannte Hauptführer, welchen die okkultistische Literatur als Manu bezeichnet, die Befähigtesten heraus, um aus ihnen eine neue Menschheit hervorgehen zu lassen. Diese Befähigtesten waren in der fünften Unterrasse vorhanden. Die Denkkraft der sechsten und siebenten Unterrasse war schon in einer gewissen Weise auf Abwege geraten und nicht mehr zur Weiterentwickelung geeignet. — die besten Eigenschaften der Besten mußten entwickelt werden. Das geschah, indem der Führer die Auserlesenen an einem besonderen Orte der Erde — in Innerasien — absonderte und sie vor jedem Einflusse der Zurückgebliebenen oder der auf Abwege Geratenen befreite. — die Aufgabe, die sich der Führer stellte, war, seine Schar so weit zu bringen, daß ihre Zugehörigen in der eigenen Seele, mit eigener Denkkraft die Grundsätze erfassen könnten, nach denen sie bisher auf eine von ihnen geahnte, aber nicht klar erkannte Art gelenkt worden waren. Die Menschen sollten erkennen die göttlichen Kräfte, denen sie unbewußt gefolgt waren. Bisher hatten die Götter durch ihre Boten die Menschen geführt; jetzt sollten die Menschen von diesen göttlichen Wesenheiten wissen. Sie sollten sich selbst als die ausführenden Organe der göttlichen Vorsehung ansehen lernen.
[ 7 ] Vor einer wichtigen Entscheidung stand die also abgesonderte Schar. Der göttliche Führer war in ihrer Mitte, in Menschengestalt. Von solchen Götterboten hatte die Menschheit vorher Anweisungen, Befehle erhalten, was sie zu tun oder zu lassen hatte. Sie war in den Wissenschaften unterrichtet worden, die sich auf dasjenige bezogen, was sie mit den Sinnen hatte wahrnehmen können. Eine göttliche Weltregierung hatten die Menschen geahnt, hatten sie in ihren eigenen Handlungen empfunden; aber klar gewußt hatten sie nichts von ihr. — nun sprach ihr Führer in einer ganz neuen Art zu ihnen. Er lehrte sie, daß unsichtbare Mächte das lenken, was sie sichtbar vor sich hätten; und daß sie selbst Diener dieser unsichtbaren Mächte seien, daß sie mit ihren Gedanken die Gesetze dieser unsichtbaren Mächte zu vollziehen hätten. Von einem Überirdisch-Göttlichen hörten die Menschen. Und daß das unsichtbare Geistige der Schöpfer und Erhalter des sichtbaren Körperlichen sei. Zu ihren sichtbaren Götterboten, zu den übermenschlichen Eingeweihten, von denen der selbst einer war, der so zu ihnen sprach, hatten sie bisher aufgesehen, und von ihnen wurde mitgeteilt, was zu tun und was zu lassen sei. Jetzt aber wurden sie dessen gewürdigt, daß der Götterbote ihnen von den Göttern selbst sprach. Gewaltig war die Rede, die er seiner Schar immer wieder einschärfte. «Ihr habt bis jetzt gesehen diejenigen, die euch führten; aber es gibt höhere Führer, die ihr nicht sehet. Und diesen Führern seid ihr untertan. Ihr sollt vollziehen die Befehle des Gottes, den ihr nicht sehet; und ihr sollt gehorchen einem solchen, von dem ihr euch kein Bild machen könnet.» So klang aus dem Munde des großen Führers das neue höchste Gebot, das da die Verehrung vorschrieb eines Gottes, dem kein sinnlich-sichtbares Bild ähnlich sein konnte, von dem daher auch keines gemacht werden sollte. Von diesem großen Urgebote der fünften Menschenrasse ist ein Nachklang das bekannte: «Du sollst dir kein Götzenbild machen, noch irgendein Abbild von etwas, was droben im Himmel oder unten auf der Erde, oder was im Wasser unter der Erde ist...». 5Buch Moses, 10. Kap. 51
[ 8 ] Dem Hauptführer (Manu) standen andere Götterboten zur Seite, welche für die einzelnen Lebenszweige seine Absichten ausführten und an der Entwickelung der neuen Rasse arbeiteten. Denn es handelte sich darum, das ganze Leben im Sinne der neuen Auffassung von einer göttlichen Weltregierung einzurichten. Die Gedanken der Menschen sollten überall von dem Sichtbaren auf das Unsichtbare hingelenkt werden. Das Leben wird durch die Naturmächte bestimmt. Von Tag und Nacht, von Winter und Sommer, von Sonnenschein und Regen hängt der Verlauf dieses menschlichen Lebens ab. Wie diese einflußreichen sichtbaren Tatsachen mit den unsichtbaren (göttlichen) Kräften im Zusammenhang stehen und wie der Mensch sich verhalten solle, damit er diesen unsichtbaren Mächten gemäß sein Leben einrichte: das wurde ihm gezeigt. Alles Wissen und alle Arbeit sollte in diesem Sinne getrieben werden. Im Gang der Sterne und der Witterungsverhältnisse sollte der Mensch die göttlichen Ratschlüsse sehen, den Ausfluß der göttlichen Weisheit. Astronomie und Witterungskunde wurden in diesem Sinne gelehrt. Und seine Arbeit, sein sittliches Leben solle der Mensch so einrichten, daß sie den weisheitsvollen Gesetzen des Göttlichen entsprechen. Nach göttlichen Geboten wurde das Leben geordnet, wie im Gang der Sterne, in den Witterungsverhältnissen und so weiter die göttlichen Gedanken erforscht wurden. Durch Opferhandlungen sollte der Mensch seine Werke mit den Fügungen der Götter in Einklang bringen. — Es war die Absicht des Manu, alles im menschlichen Leben auf die höheren Welten hinzulenken. Alles menschliche Tun, alle Einrichtungen sollten einen religiösen Charakter tragen. Dadurch wollte der Manu das einleiten, was der fünften Wurzelrasse als ihre eigentliche Aufgabe obliegt. Diese sollte lernen, sich selbst durch ihre Gedanken zu leiten. Aber zum Heile kann solche Selbstbestimmung nur führen, wenn sich der Mensch auch selbst in den Dienst der höheren Kräfte stellt. Der Mensch soll sich seiner Gedankenkraft bedienen; aber diese Gedankenkraft soll geheiligt sein durch den Hinblick auf das Göttliche.
[ 9 ] Man begreift nur vollständig, was damals geschah, wenn man auch weiß, daß die Entwickelung der Denkkraft, von der fünften Unterrasse der Atlantier angefangen, noch etwas anderes im Gefolge gehabt hat. Die Menschen waren nämlich von einer gewissen Seite her in den Besitz von Kenntnissen und Künsten gekommen, die nicht unmittelbar mit dem zusammenhingen, was der obengenannte Manu als seine eigentliche Aufgabe ansehen mußte. Diesen Kenntnissen und Künsten fehlte zunächst der religiöse Charakter. Sie kamen so an den Menschen heran, daß dieser an nichts anderes denken konnte, als sie in den Dienst des Eigennutzes, seiner persönlichen Bedürfnisse zu stellen... 6Über den Ursprung dieser Kenntnisse und Künste öffentliche Mitteilungen zu machen, ist vorläufig nicht erlaubt. Daher muß hier eine Stelle der Akasha-Chronik wegbleiben. Zu solchen Kenntnissen gehört zum Beispiel die des Feuers in seiner Anwendung zu menschlichen Verrichtungen. In den ersten atlantischen Zeiten brauchte der Mensch das Feuer nicht, denn es stand ja die Lebenskraft zu seinen Diensten. Je weniger er aber mit fortschreitender Zeit in der Lage war, sich dieser Kraft zu bedienen, desto mehr mußte er lernen, sich Werkzeuge, Geräte aus sogenannten leblosen Dingen zu machen. Dazu diente ihm der Gebrauch des Feuers. Und ähnlich war es mit anderen Naturkräften. Der Mensch hatte also gelernt, sich solcher Naturkräfte zu bedienen, ohne sich ihres göttlichen Ursprungs bewußt zu sein. Und so sollte es auch sein. Der Mensch sollte durch nichts gezwungen sein, diese im Dienste seiner Denkkraft stehenden Dinge auf die göttliche Weltordnung zu beziehen. Er sollte das vielmehr freiwillig in seinen Gedanken tun. So ging denn die Absicht des Manu dahin, die Menschen dazu zu bringen, daß sie selbständig, aus einem inneren Bedürfnis heraus, solche Dinge in Zusammenhang brachten mit der höheren Weltordnung. Gleichsam wählen konnten die Menschen, ob sie die erlangten Erkenntnisse rein im persönlichen Eigennutz oder im religiösen Dienste einer höheren Welt anwenden wollten. — war also der Mensch vorher gezwungen, sich als Glied der göttlichen Weltlenkung zu betrachten, von der ihm zum Beispiel die Beherrschung der Lebenskraft zufloß, ohne daß er die Denkkraft anzuwenden brauchte, so konnte er jetzt die Naturkräfte auch anwenden, ohne den Gedanken auf das Göttliche zu lenken. — dieser Entscheidung waren nicht alle Menschen gewachsen, welche der Manu um sich gesammelt hatte, sondern vielmehr nur eine geringe Zahl derselben. Und nur aus dieser letzteren Zahl konnte der Manu den Keim zur neuen Rasse wirklich bilden. Mit ihr zog er sich dann zurück, um sie weiterzuentwickeln, während die anderen sich mit der übrigen Menschheit vermischten. — von der genannten geringen Zahl von Menschen, die sich zuletzt um den Manu geschart hatte, stammt dann alles ab, was die wahren Fortschrittskeime der fünften Wurzelrasse bis heute noch bildet. Daher ist es aber auch erklärlich, daß zwei Charakterzüge durch die ganze Entwickelung dieser fünften Wurzelrasse durchgehen. Der eine Zug ist den Menschen eigen, die beseelt sind von höheren Ideen, die sich als Kinder einer göttlichen Weltmacht betrachten; der andere kommt denen zu, die alles nur in den Dienst der persönlichen Interessen, des Eigennutzes stellen.
[ 10 ] So lange blieb die kleine Schar um den Manu, bis sie hinlänglich gekräftigt war, um in dem neuen Geiste zu wirken, und bis ihre Glieder hinausziehen konnten, diesen neuen Geist der übrigen Menschheit zu bringen, die von den vorhergehenden Rassen übriggeblieben war. Es ist natürlich, daß dieser neue Geist bei den verschiedenen Völkern einen verschiedenen Charakter annahm, je nachdem sich diese selbst in den verschiedenen Gebieten entwickelt hatten. Die alten zurückgebliebenen Charakterzüge vermischten sich mit dem, was die Sendboten des Manu in die verschiedenen Teile der Welt trugen. Dadurch entstanden mannigfaltige neue Kulturen und Zivilisationen
[ 11 ] Die befähigtesten Persönlichkeiten aus der Umgebung des Manu wurden dazu ausersehen, nach und nach unmittelbar in seine göttliche Weisheit eingeweiht zu werden, auf daß sie Lehrer der übrigen werden konnten. So kam es, daß zu den alten Götterboten jetzt auch eine neue Art von Eingeweihten kam. Es sind diejenigen, welche ihre Denkkraft geradeso wie ihre übrigen Mitmenschen in irdischer Art ausgebildet haben. Die vorhergehenden Götterboten — auch der Manu — hatten das nicht. Ihre Entwickelung gehört höheren Welten an. Sie brachten ihre höhere Weisheit in die irdischen Verhältnisse herein. Was sie der Menschheit schenkten, war eine «Gabe von oben». Die Menschen waren noch vor der Mitte der atlantischen Zeit nicht so weit, mit eigenen Kräften begreifen zu können, was die göttlichen Ratschlüsse sind. Jetzt — in der angedeuteten Zeit — sollten sie dazu kommen. Das irdische Denken sollte sich erheben bis zu dem Begriffe vom Göttlichen. Menschliche Eingeweihte traten zu den übermenschlichen. Das bedeutet einen wichtigen Umschwung in der Entwickelung des Menschengeschlechtes. Noch die ersten Atlantier hatten nicht die Wahl, ihre Führer als göttliche Sendboten anzusehen oder auch nicht. Denn was diese vollbrachten, drängte sich auf als Tat höherer Welten. Es trug den Stempel des göttlichen Ursprungs. So waren die Boten der atlantischen Zeit durch ihre Macht geheiligte Wesenheiten, umgeben von dem Glanze, den ihnen diese Macht verlieh. Die menschlichen Eingeweihten der Folgezeit sind, äußerlich genommen, Menschen unter Menschen. Allerdings aber verblieben sie im Zusammenhang mit den höheren Welten, und die Offenbarungen und Erscheinungen der Götterboten dringen zu ihnen. Nur ausnahmsweise, wenn sich eine höhere Notwendigkeit ergibt, machen sie Gebrauch von gewissen Kräften, die ihnen von dorther verliehen sind. Dann vollbringen sie Taten, welche die Menschen nach den ihnen bekannten Gesetzen nicht verstehen und daher mit Recht als Wunder ansehen. — Die höhere Absicht aber bei alledem ist, die Menschheit auf eigene Füße zu stellen, deren Denkkraft vollkommen zu entwickeln. — die menschlichen Eingeweihten sind heute die Vermittler zwischen dem Volke und den höheren Mächten; und nur die Einweihung befähigt zum Umgange mit den Götterboten.
[ 12 ] Die menschlichen Eingeweihten, die heiligen Lehrer, wurden nun im Beginne der fünften Wurzelrasse Führer der übrigen Menschheit. Die großen Priesterkönige der Vorzeit, von denen nicht die Geschichte, wohl aber die Sagenwelt Zeugnis ablegt, gehören der Schar dieser Eingeweihten an. Immer mehr zogen sich die höheren Götterboten von der Erde zurück und überließen die Führung diesen menschlichen Eingeweihten, denen sie aber mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wäre das nicht so, so käme der Mensch niemals zum freien Gebrauch seiner Denkkraft. Die Welt steht unter göttlicher Führung; aber der Mensch soll nicht gezwungen werden, das zuzugeben, sondern er soll in freier Überlegung es einsehen und begreifen. Ist er erst so weit, dann enthüllen ihm die Eingeweihten stufenweise ihre Geheimnisse. Aber dies kann nicht plötzlich geschehen. Sondern die ganze Entwickelung der fünften Wurzelrasse ist der langsame Weg zu diesem Ziele. Wie Kinder führte der Manu erst selbst noch seine Schar. Dann ging die Führung ganz allmählich auf menschliche Eingeweihte über. Und heute besteht der Fortschritt noch immer in einer Mischung von bewußtem und unbewußtem Handeln und Denken der Menschen. Erst am Ende der fünften Wurzelrasse, wenn durch die sechste und siebente Unterrasse hindurch eine genügend große Anzahl von Menschen des Wissens fähig ist, wird sich der größte Eingeweihte ihnen öffentlich enthüllen können. Und dieser menschliche Eingeweihte wird dann die weitere Hauptführung ebenso übernehmen können, wie das der Manu am Ende der vierten Wurzelrasse getan hat. So ist die Erziehung der fünften Wurzelrasse die, daß ein größerer Teil der Menschheit dazu kommen wird, einem menschlichen Manu frei zu folgen, wie das die Keimrasse dieser fünften mit dem göttlichen getan hat.
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Atlantis and Lemuria 1911, tr. Max Gysi
III. Transition of the Atlantean into the Âryan Root-Race
The following communications refer to the transition of the fourth (Atlantean) Root-Race into the fifth (Âryan), to which belongs civilised mankind of the present day. He only will estimate them correctly who is able to grasp the idea of evolution in its fullest meaning. Everything that comes to the notice of man in his surroundings is in a condition of development. And it must also be remembered that the peculiar characteristic of men of our fifth Root-Race, consisting in the use of thought, has but just been developed. Indeed, it is this Root-Race that slowly and gradually brings the power of thought to maturity. The man of the present makes up his mind and carries out his decision on the strength of his own thought. With the Atlanteans this capacity was only in preparation. Not their own thoughts, but those which flowed in upon them from Beings of a higher kind, influenced their will, which was thus guided, in a sense, from without. He who makes himself familiar with this conception of evolution in regard to man, and who learns to admit that he was, in prehistoric times and as an inhabitant of the earth, of an altogether different constitution, will also be able to advance to the conception of those wholly different Beings to whom reference is made in these communications. The development which is under consideration occupied enormous periods of time. Details of this will be shown more circumstantially in the following communications.
What has previously been said about the fourth Root-Race, the Atlantean, refers to the great general mass of mankind. But the latter found themselves under leaders who towered high above them in ability. The wisdom possessed by these leaders, and the powers of which they were masters, could not be obtained through any earthly education, but were imparted to them by entities of a high rank, and not pertaining directly to the earth. It was, therefore, quite natural that the great mass of mankind regarded these, their leaders, as Beings of a higher kind, as “messengers” of the gods. For that which these leaders knew and were able to achieve could not have been accomplished by means of human sense-organs or human understanding. They were worshipped as “Divine Messengers,” and their precepts, commands, and instructions were accepted. By such Beings mankind was instructed in sciences, arts, and the construction of tools. And such “Divine Messengers” either directed the communities themselves, or instructed such men as were sufficiently developed in the arts of governing. These leaders were said “to hold intercourse with gods,” and to be initiated by these themselves in the laws according to which mankind was to develop. And this was in accordance with fact. This initiation, this intercourse with the gods, occurred at places quite unknown to the populace. “Temples of Mysteries” was the name given to these places of initiation, and it was from their midst that mankind was governed.
That which took place in the Temples of Mysteries was, accordingly, incomprehensible to the populace, and only very slightly did the latter understand the purposes of their great leaders. The people could, indeed, understand with their senses only what happened immediately on the earth, not what was revealed from higher worlds. Consequently the teachings of the leaders had also to be clad in a form which was unlike the form used in the communication of earthly matters. The language used in the mysteries between the gods and their messengers was, indeed, no earthly tongue, nor were the forms assumed by the gods in their manifestations of an earthly kind. “In fiery clouds” did they, the higher spirits, appear to their messengers, in order to instruct them how men were to be guided. Only a man can appear in human form; entities whose faculties surpass the human level must manifest under forms which are not to be found among those of earth.
The fact that the “Messengers of the Gods” could receive the revelations was owing to their attainment of the highest degree of development among their human brothers. They had already, in earlier stages of evolution, gone through what the majority of men have yet to experience. Only in a special way did they belong to this contemporaneous mankind. They could assume the human form, but their psycho-spiritual faculties were superhuman in character. They were, therefore, divine-human, double entities. Hence they might also be described as higher spirits who had assumed human bodies, in order to help mankind further along its earthly path. Their true home was not on the earth. These entities guided man without being able to communicate to him the principles according to which they were leading him. For up to the fifth sub-race of the Atlanteans, the Original Semites, men had absolutely no capacity whatever wherewith to grasp these principles. Not till the power of thought began to develop in this sub-race did such capacity exist. But this faculty developed slowly and gradually. Even the last sub-races of the Atlanteans could as yet understand very little of the principles of their divine leaders. They began by having a very vague presentiment of such principles. Consequently, their conceptions and also the laws mentioned in connection with their civic institutions were intuitive rather than definitely thought out.
The chief leader of the fifth Atlantean sub-race had for his object to bring it gradually to such a point that it could, later on, and after the disappearance of the Atlantean mode of living, initiate a new one, such as would be completely regulated by the power of thought.
Now we must realise that the end of the Atlantean era is characterized by these groups of human entities. There are, firstly, the so-called “Messengers of the Gods,” who were advanced far beyond the great mass of people, teaching Divine Wisdom and performing divine deeds. Secondly, there was the great mass itself, in which the power of thought was in a state of torpor, although it possessed other natural faculties which have since been lost. Thirdly, there was a smaller number of such as developed the thinking capacity. These, it is true, gradually lost the primeval faculties of the Atlanteans; but they developed instead the capacity to grasp in thought the principles of the “Messengers of the Gods.” The second group of human entities was destined to die out gradually. The third, however, admitted of such an education by the entities of the first group that it could henceforward take over its own guidance.
From the midst of this third group selection was made by the aforesaid chief leader (who is known in Theosophical literature by the name of the Manu) of those most capable of forming the nucleus of a new mankind. These fittest people were to be found in the fifth sub-race. The thought-power of the sixth and seventh sub-races was in a certain way already on the downward path, and no longer fit for further development. The best qualities of the best men were to be developed. This was achieved by the leader sequestering the elect in a particular spot of the earth—in Central Asia—and freeing them from every influence of those left behind or gone astray. The task undertaken by the leader was to conduct his disciples so far on that they could grasp in their own souls and through their own thought the principles according to which they were previously directed and which they faintly understood. Men were now meant to understand the divine powers which they had formerly followed blindly. So far, the gods had led men through their messengers; henceforth men should know of these divine Beings. They were to consider themselves as the executive organs of divine Providence.
This isolated group had to face an important change. The divine leader was in their midst in human form. From such divine messengers mankind had previously received directions or commands as to what was to be done or left undone. It had been taught in sciences which referred to what could be observed by the senses. Men suspected the fact of a divine government of the world, they felt as much in their own actions, but they had no clear knowledge of this fact. Their leader now spoke to them quite differently. He taught them that invisible powers governed what was visibly before them; and that they themselves were servants of these invisible powers; that, with their thoughts, they had to execute the laws of these powers; and that the invisible spiritual element was the Creator and Preserver of the visible material world. Hitherto they had looked up to their visible messengers of the gods, to those superhuman Initiates of whom he who talked to them thus was himself one, and by whom they were directed as to what to do or to avoid. Now however they were found worthy of being instructed by the divine messenger of the gods. Powerful was the injunction impressed again and again on his followers: “Hitherto ye have seen those who were your leaders, but there are higher Leaders whom ye see not, and ye are subject to these Leaders. Fulfil the commands of the God whom ye see not, and obey Him of whom ye can make to yourselves no image.” Thus sounded, from the lips of the great Leader, the new and highest commandment, prescribing the worship of a God whom no image, visible to the senses, could resemble, of whom, therefore, none such should be made. An echo of this great primary commandment of the fifth race is heard in the well-known phrase: “Thou shalt have no other gods before me. Thou shalt not make unto thee any graven image, or any likeness of any thing that is in heaven above, or that is in the earth beneath, or that is in the water under the earth.” (Exodus, chapter xx, 3 and 4.)
Assisting the chief leader (Manu), there were other messengers of the gods who executed his designs with regard to particular branches of life, and helped in the development of the new race. For the object was to arrange the whole of life conformably with the new conception of a divine government of the world. The thoughts of men were to be turned in every respect from the visible to the invisible. Life is determined by natural forces. The course of this human life depends on day and night, winter and summer, sunshine and rain. How these momentous visible facts are connected with the invisible (divine) forces, and how man should act so as to live in accordance with these invisible powers—all this was shown to him. All knowledge and all work were to be pursued in this sense. In the course of the stars and in atmospheric conditions, man was to see the decrees of Providence, the expression of divine Wisdom. Astronomy and meteorology were taught in this sense. And man was to bring his work, his moral life, into harmony with the laws of the divine, that are so rich in wisdom. Life was ordered according to divine commandments, since in the course of the stars, in meteorological conditions, etc., divine thoughts were fathomed. Man was to bring his works into harmony with dispositions of the gods through sacrificial deeds.
It was the intention of the Manu to direct everything in human life towards the higher worlds. All human action, all arrangements were to bear a religious character. In this way the Manu wished to lead the way to that which constitutes the special task of the fifth Root-Race. This Race was to learn to guide itself onward through its own thoughts. Such self-determination, however, can lead to salvation only when man gives his own self also to the service of the higher powers. Man should make use of his thinking capacity; but this power of thought should be uplifted by mindfulness of the Divine.
To grasp completely what happened at that time, it is also necessary to know that the development of the thinking capacity, beginning with the fifth sub-race of the Atlanteans, brought about a still further consequence. In a certain direction men acquired branches of knowledge and performed acts which were in no immediate connection with what the Manu had to consider as his proper task. These acquirements and arts lacked, first of all, the religious character. They dawned on man at a time when his only thought was to exploit them for his own advantage, for his personal wants.—To such acquirements belongs, for instance, that of Fire in its application to human industry. At the beginning of the Atlantean era man had no need of fire, as the vital force was still at his disposal. With this decrease of his ability to avail himself of this force, he was obliged to learn how to fashion his tools and implements from so-called lifeless things. Here the use of fire became most advantageous, and it was the same with regard to other natural forces. Man had also learned to make use of these forces without being conscious of their divine origin. This, indeed, was inevitable. Man was not to be forced to link these things, which assisted his own mentality, with the divine order of things. This he was rather meant to do voluntarily in his thoughts. The intention of the Manu was, then, to evoke in men a spontaneous need to establish a connection between such things and the higher order of the world. Men could, as it were, choose whether they would exploit the acquired knowledge for purely personal benefit, or use it in the religious service of a higher world. Just as man had previously been forced to consider himself as a part of the divine ruling of the world, from which there flowed in on him, for instance, the mastery of the vital force without any need of mental effort, so now he could also make use of natural forces without giving thought to the divine. Of those whom the Manu had gathered round himself, all were not ripe for the change. Indeed, very few of them were so. And only from these could the nucleus of the new race be actually formed by the Manu. It was, then, only with this small number that the Manu retired, in order to further their development, while the rest became merged in the general mass of mankind. It was then from this small number of men, thus finally grouped round the Manu, that all the true germs of progress in the fifth Root-Race up to the present time were derived. Thus, however, it becomes plain that the whole development of this fifth Root-Race displays two characteristic features. One of these distinguishes those who are animated by higher ideals, and who consider themselves as children of a divine universal power; the other appears in those who make everything subservient only to personal interests, to selfish ends.
This little band remained with the Manu until it had become strong enough to act in the new spirit, and until its members could set forth to impart this new spirit to that portion of mankind which remained over from the preceding races. This new spirit naturally assumed a different character with various nations, according to the different phases of their development. The old surviving characteristics became mixed with what the messengers of the Manu brought into the various parts of the world, and in this way manifold new cultures and civilizations arose.
The fittest personalities of those surrounding the Manu were chosen to become initiated little by little into his divine wisdom, so that they might become teachers to the rest. Thus it was that along with the old messengers of the gods there now arose a new kind of Initiates. These were they who developed their mentality in exactly the same manner as the rest of their fellow-men. The divine messengers of old—and the Manu—had not done so. Their development belongs to higher worlds. They brought their higher wisdom into earthly relations. What they gave to mankind was “a gift from on high.” Before the middle of the Atlantean era men were not advanced far enough to grasp with their own faculties the import of divine decrees. Now, in the period indicated, they were to reach this stage. Their earthly thought was to rise to the conception of the divine. Human Initiates united themselves with those who were superhuman. This signifies an important change in the development of humanity. The first Atlanteans had not yet the choice of viewing their leaders as divine messengers, or of not doing so. For what these accomplished appeared, perforce, as a deed of the higher worlds. A divine origin was stamped on it. On account of their power, the divine messengers of the Atlantean era were therefore sanctified Beings, surrounded by the lustre conferred on them by this power. The human Initiates of the subsequent era, if considered externally, are men among men. To be sure, they remained in touch with the higher worlds, receptive of the revelations and appearances of the messengers of the gods. Only on exceptional occasions, in the case of a higher necessity, they made use of certain powers, conferred on them from that source. Then did they perform feats which men failed to interpret in terms of the known laws and therefore rightly viewed as miracles. Nevertheless it is the higher purpose of all this to place men on their own feet, to develop perfectly their mentality. The human Initiates are now the mediators between the people and the higher powers; and Initiation alone qualifies one for intercourse with the messengers of the gods.
The human Initiates, the holy teachers, became, then, in the beginning of the fifth Root-Race, the leaders of the rest of mankind. The great priest-kings of prehistoric times—attested to, if not historically, at least mythologically—belong to this class of Initiates. The higher messengers of the gods gradually withdrew from this earth, handing over the leadership to these human Initiates, but still assisting them by deed and word. Were this not so, man would not attain to a free use of his mentality. The world stands under divine guidance; but man should not be forced to acknowledge this fact, but should do so in consequence of the free exercise of his mental capacity. Only when he has attained to this do the Initiates gradually unveil to him their secrets. But this cannot be attained suddenly. Rather is the whole development of the fifth Root-Race a slow path to this goal. At first the Manu himself still led his flock like children, but afterwards the leadership was gradually transferred to human Initiates. And, to-day, the progress still continues to consist in a mingling of conscious and unconscious acting and thinking on the part of men. Only at the end of the fifth Root-Race, when, after the progress made in the course of the sixth and seventh sub-races, a sufficiently large number of men will be ready to receive knowledge, the greatest Initiate will be able to reveal himself to them publicly. And this human Initiate will then be able to take over the further general leadership, just as the Manu had done at the end of the fourth Root-Race. The education of the fifth Root-Race has therefore as its aim the production of a larger portion of mankind who shall attain so far as to follow freely a human Manu, just as was done by the nucleus of this fifth race with regard to the divine Manu.
