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From the Akashic Records
GA 11

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Aus der Akasha-Chronik
Vorbemerkungen

[ 1 ] Durch die gewöhnliche Geschichte kann sich der Mensch nur über einen geringen Teil dessen belehren, was die Menschheit in der Vorzeit erlebt hat. Nur auf wenige Jahrtausende werfen die geschichtlichen Zeugnisse Licht. Und auch was uns die Altertumskunde die Paläontologie, die Geologie lehren können, ist nur etwas sehr Begrenztes. Und zu dieser Begrenztheit kommt noch die Unzuverlässigkeit alles dessen, was auf äußere Zeugnisse aufgebaut ist. Man bedenke nur, wie sich das Bild dieser oder jener gar nicht so lange hinter uns liegenden Begebenheit oder eines Volkes geändert hat, wenn neue geschichtliche Zeugnisse aufgefunden worden sind. Man vergleiche nur einmal die Schilderungen, die von verschiedenen Geschichtsschreibern über eine und dieselbe Sache gegeben werden; und man wird sich bald überzeugen, auf welch unsicherem Boden man da steht. Alles, was der äußeren Sinnenwelt angehört, unterliegt der Zeit. Und die Zeit zerstört auch, was in der Zeit entstanden ist. Die äußerliche Geschichte ist aber auf das angewiesen, was in der Zeit erhalten geblieben ist. Niemand kann sagen, ob das, was erhalten geblieben ist, auch das Wesentliche ist, wenn er bei den äußeren Zeugnissen stehenbleibt. — Aber alles, was in der Zeit entsteht, hat seinen Ursprung im Ewigen. Nur ist das Ewige der sinnlichen Wahrnehmung nicht zugänglich. Aber dem Menschen sind die Wege offen zur Wahrnehmung des Ewigen. Er kann die in ihm schlummernden Kräfte so ausbilden, daß er dieses Ewige zu erkennen vermag. In den Aufsätzen über die Frage: «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», die in dieser Zeitschrift erscheinen, wird auf diese Ausbildung hingewiesen. In ihrem Verlaufe werden diese Aufsätze auch zeigen, daß der Mensch auf einer gewissen hohen Stufe seiner Erkenntnisfähigkeit auch zu den ewigen Ursprüngen der zeitlich vergänglichen Dinge dringen kann. Erweitert der Mensch auf diese Art sein Erkenntnisvermögen, dann ist er behufs Erkenntnis der Vergangenheit nicht mehr auf die äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu schauen, was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist, was keine Zeit von ihnen zerstören kann. Von der vergänglichen Geschichte dringt er zu einer unvergänglichen vor. Diese Geschichte ist allerdings mit andern Buchstaben geschrieben als die gewöhnliche. Sie wird in der Gnosis, in der Theosophie die «Akasha-Chronik» genannt. Nur eine schwache Vorstellung kann man in unserer Sprache von dieser Chronik geben. Denn unsere Sprache ist auf die Sinnenwelt berechnet. Und was man mit ihr bezeichnet, erhält sogleich den Charakter dieser Sinnenwelt. Man macht daher leicht auf den Uneingeweihten, der sich von der Tatsächlichkeit einer besonderen Geisteswelt noch nicht durch eigene Erfahrung überzeugen kann, den Eindruck eines Phantasten, wenn nicht einen noch schlimmeren. — Wer sich die Fähigkeit errungen hat, in der geistigen Welt wahrzunehmen, der erkennt da die verflossenen Vorgänge in ihrem ewigen Charakter. Sie stehen vor ihm nicht wie die toten Zeugnisse der Geschichte, sondern in vollem Leben. Es spielt sich vor ihm in einer gewissen Weise ab, was geschehen ist. — die in das Lesen solcher lebenden Schrift eingeweiht sind, können in eine weit fernere Vergangenheit zurückblicken als in diejenige, welche die äußere Geschichte darstellt; und sie können auch — aus unmittelbarer geistiger Wahrnehmung — die Dinge, von denen die Geschichte berichtet, in einer weit zuverlässigeren Weise schildern, als es dieser möglich ist. Um einem möglichen Irrtum vorzubeugen, sei hier gleich gesagt, daß auch der geistigen Anschauung keine Unfehlbarkeit innewohnt. Auch diese Anschauung kann sich täuschen, kann ungenau, schief, verkehrt sehen. Von Irrtum frei ist auch auf diesem Felde kein Mensch; und stünde er noch so hoch. Deshalb soll man sich nicht daran stoßen, wenn Mitteilungen, die aus solchen geistigen Quellen stammen, nicht immer völlig übereinstimmen. Allein die Zuverlässigkeit der Beobachtung ist hier eine doch weit größere als in der äußerlichen Sinnenwelt. Und was verschiedene Eingeweihte über Geschichte und Vorgeschichte mitteilen können, wird im Wesentlichen in Übereinstimmung sein. Tatsächlich gibt es solche Geschichte und Vorgeschichte in allen Geheimschulen. Und hier herrscht seit Jahrtausenden so volle Übereinstimmung, daß sich damit die Übereinstimmung, die zwischen den äußeren Geschichtsschreibern auch nur eines Jahrhunderts besteht, gar nicht vergleichen läßt. Die Eingeweihten schildern zu allen Zeiten und allen Orten im Wesentlichen das gleiche.

[ 2 ] Nach diesen Vorbemerkungen sollen hier mehrere Kapitel aus der Akasha-Chronik wiedergegeben werden. Der Anfang soll gemacht werden mit Schilderungen derjenigen Tatsachen, die sich abspielten, als zwischen Amerika und Europa noch das sogenannte atlantische Festland vorhanden war. Auf diesem Teil unserer Erdoberfläche war einstmals Land. Der Boden dieses Landes bildet heute den Grund des Atlantischen Ozeans. Plato erzählt noch von dem letzten Rest des Landes, der Insel Poseidonis, die westwärts von Europa und Afrika lag. Daß der Meeresboden des Atlantischen Ozeans einstmals Festland war, daß er durch etwa eine Million von Jahren der Schauplatz einer Kultur war, die allerdings von unserer heutigen sehr verschieden gewesen ist: dies, sowie die Tatsache, daß die letzten Reste dieses Festlandes im zehnten Jahrtausend v.Chr. untergegangen sind, kann der Leser in dem Büchlein «Atlantis, nach okkulten Quellen, von W. Scott-Elliot» nachlesen. Hier sollen Mitteilungen gegeben werden über diese uralte Kultur, welche Ergänzungen bilden zu dem in jenem Buche Gesagten. Während dort mehr die Außenseite, die äußeren Vorgänge bei diesen unseren atlantischen Vorfahren geschildert werden, soll hier einiges verzeichnet werden über ihren seelischen Charakter und über die innere Natur der Verhältnisse, unter denen sie lebten. Der Leser muß sich also in Gedanken zurückversetzen in ein Zeitalter, das fast zehntausend Jahre hinter uns liegt und das viele Jahrtausende hindurch gedauert hat. Was hier geschildert wird, hat sich aber nicht allein auf dem von den Wassern des Atlantischen Ozeans überfluteten Festland abgespielt, sondern auch auf den benachbarten Gebieten des heutigen Asien, Afrika, Europa und Amerika. Und was sich in diesen Gebieten später abspielte, hat sich aus jener früheren Kultur heraus entwickelt. — über die Quellen der hier zu machenden Mitteilungen bin ich heute noch verpflichtet, Schweigen zu beobachten. Wer über solche Quellen überhaupt etwas weiß, wird verstehen, warum das so sein muß. Aber es können Ereignisse eintreten, die auch ein Sprechen nach dieser Richtung hin sehr bald möglich machen. Wieviel von den Erkenntnissen, die im Schoße der theosophischen Strömung verborgen liegen, nach und nach mitgeteilt werden darf, das hängt ganz von dem Verhalten unserer Zeitgenossen ab. — und nun soll das erste der Schriftstücke folgen, die hier verzeichnet werden können.

Versions Available:

Atlantis and Lemuria 1911, tr. Max Gysi
  1. Cosmic Memory 1959, tr. Karl E. Zimmer
  2. From the Akashic Record, Steiner Online Library
  3. Aus der Akasha-Chronik, 6th ed.

I. From the Âkâshic Records

It is but a small part of prehistoric human experience which can be learnt by the methods of ordinary history. Historic evidence throws light on only a few thousand years; and even what archaeology, palæontology, and geology can teach us is very limited. Added to this limitation is the untrustworthiness which attaches to everything based upon external evidence. We need only consider how the presentation of some event, even if comparatively recent, or connected with a nation, is totally transformed on the discovery of new historic evidence. We need but compare the descriptions given by different historians of one and the same thing in order to realise at once how insecure is the ground on which we stand. Everything belonging to the outer world of sense is subject to time, and time destroys what in time arises. Now, external history depends on what has been preserved to us in time; and no one, dependent only on external evidence, can even say whether that which has been preserved is true.

But everything which arises in time has its origin in the Eternal; and although the Eternal is not accessible to sense-perception, the paths that lead to a perception of the Eternal are available to man. He can so develop the forces that slumber within him as to be able to know this Eternal. In the articles on “How to Attain Knowledge of the Higher Worlds,” which have appeared under the title The Way of Initiation,1The Way of Initiation, by Rudolf Steiner, Ph.D., with a foreword by Annie Besant, and some Biographical Notes of the Author by Edouard Schuré. Second edition. Price 3s. 10d. inclusive of postage. and Initiation and its Results,2Initiation and its Results. A sequel to the above. Second edition. 3s. 10d. post free. Both to be obtained from the Theosophical Publishing Society, London. the method of this training is indicated. In these two books it has been shown that at a certain high stage of knowledge man can even penetrate to the everlasting sources that underlie the passing things of time. (Let the reader here have patience; these matters can only be dealt with by degrees.) If a man in the way described has developed his power to know, then, as regards knowledge of the past, he is no longer restricted entirely to outer evidence. Then he can behold that which in the happening is imperceptible to the senses, that which no time can destroy. He presses on from evanescent history to that which does not pass away. It is true that this history is written in other than the ordinary characters, and in the Gnosis, in Theosophy, is called “The Âkâshic Records.” Only a feeble picture of these records can be given in our language, for it is adapted to the uses of the world of sense, and what we name with it receives at once the character of that world. Thus the narrator might give to the uninitiated, to one who cannot yet from his own experience convince himself of the actuality of a distinct spiritual world, the impression of being a mere visionary, if indeed not something worse.

He who has won for himself the power to observe in the spiritual world, there recognises bygone events in their eternal character. They stand before him, not as dead witnesses of history, but in the fullness of life. In a certain sense, the past events are played out before him. Those who have learnt to read such a living script can look back into a far more distant past than that which external history depicts; and they can also, by direct spiritual perception, describe those matters which history relates in a far more trustworthy manner than is possible by the latter. In order to avoid a possible error, let it here be at once understood that even mental vision is not infallible. Such perception may also be deceived; it may be inaccurate, crooked, topsy-turvy. Even in this domain nobody, however exalted, is necessarily free from error; therefore no one need take exception if communications that spring from such spiritual sources are not always in full accord. But the trustworthiness of such observations is certainly far greater here than in the outer world of sense; and those communications which, bearing on history and prehistoric times, can be given out by the various Initiates, agree in their essence. In all mystic schools there actually exists such history and pre-history, and such absolute agreement has reigned here for thousands of years that it is impossible to compare it with the agreement existing among ordinary historians even for a century. Initiates describe at all times and in all places essentially the same thing.

After these preliminary remarks, several chapters of the Âkâshic Records will be repeated here. At the outset those facts will be described which occurred during the existence of the so-called continent of Atlantis, which lay between America and Europe. This part of the surface of our earth was at one time land. To-day it is this land which forms the bottom of the Atlantic Ocean. Plato still told of the last remnant of this land—the Island of Poseidonis—lying to the west of Europe and Africa.

In the little book, The Story of Atlantis, by W. Scott-Elliot,3Published by the Theosophical Publishing Society, London. the reader will learn that the bottom of the Atlantic Ocean was once a continent; that for about 1,000,000 years it was the scene of a civilisation certainly very different from ours of to-day; and that the last remnant of this continent was submerged nearly 10,000 years B.C. Details completing those given in that book, and bearing on this hoary civilisation, will be given here. While the outward events of the life of these our Atlantean forefathers are more conspicuously the subject of description in the above work, something will here be said of the soul-life, and of the inner nature of the conditions under which they lived. The reader must therefore go back in thought to a period lying more than 10,000 years behind us, and to a civilisation which had existed for many thousands of years. What is here related, however, took place not only on the continent submerged by the waters of the Atlantic Ocean, but also in the neighbouring regions that now form Asia, Africa, Europe, and America; and what subsequently happened in these regions was evolved out of that earlier civilisation. As to the sources of the information to be given here, I am for the present obliged to be silent. He who knows anything at all about such sources will understand why this must be so; but circumstances may arise which will make it possible to speak on this subject very shortly. How much of the knowledge lying hidden in the womb of the Theosophical movement may gradually be communicated, depends altogether on the attitude of our contemporaries. And now follows the first of the documents which are here to be reproduced.