Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Ancient Mysteries and Christianity
GA 87

22 February 1902, Berlin

Translate the original German text into any language:

Versions Available:

Antike Mysterien und Christentum, 1st ed.
  1. Ancient Mysteries and Christianity, tr. SOL

16. Der Christusgedanke und seine Beziehung zum Ägyptischen und Buddhistischen Geistesleben

16. Der Christusgedanke und seine Beziehung zum Ägyptischen und Buddhistischen Geistesleben

[ 1 ] [Sehr verehrte Anwesende!]

[ 1 ] [Sehr verehrte Anwesende!]

[ 2 ] Ich möchte, bevor ich zu meinem weiteren Thema übergehe, anknüpfen an einige Bemerkungen, die namentlich mit Rücksicht auf den neulichen Vortrag und überhaupt auf die ganze Betrachtungsweise gemacht worden sind. Ich möchte an zwei Tatsachen der neueren Geistesentwicklung anknüpfen und dabei zeigen, welches eigentlich unsere Aufgabe hier ist. Ich möchte zeigen, wenn man diese Aufgabe erfasst, wie dann aus der tiefsten Erfassung des mystischen und theosophischen Gehaltes der verschiedensten - ich sage nicht bloß Religionssysteme, sondern - Weltlehren, wie aus diesem Gehalt hervorgeht das eigentliche Bewusstsein, das der Mensch im Laufe seines Lebens auszubilden hat. Ich möchte eben deshalb anknüpfen an zwei Ereignisse im Leben von bedeutenden Menschen aus der letzten Zeit der Entwicklung des Geisteslebens, die in einem bestimmten Augenblicke ihres Lebens erkannt haben, dass es ein Höheres, ein Aufwärtssteigen gibt, dass das Erkennen nicht etwas ist, was uns ein für alle Mal in einer bestimmten Gestalt vorliegen kann, sondern dass es nichts anderes ist als das Betreten eines Pfades, welcher die Perspektive nach dem Ewigen eröffnet.

[ 2 ] Ich möchte, bevor ich zu meinem weiteren Thema übergehe, anknüpfen an einige Bemerkungen, die namentlich mit Rücksicht auf den neulichen Vortrag und überhaupt auf die ganze Betrachtungsweise gemacht worden sind. Ich möchte an zwei Tatsachen der neueren Geistesentwicklung anknüpfen und dabei zeigen, welches eigentlich unsere Aufgabe hier ist. Ich möchte zeigen, wenn man diese Aufgabe erfasst, wie dann aus der tiefsten Erfassung des mystischen und theosophischen Gehaltes der verschiedensten - ich sage nicht bloß Religionssysteme, sondern - Weltlehren, wie aus diesem Gehalt hervorgeht das eigentliche Bewusstsein, das der Mensch im Laufe seines Lebens auszubilden hat. Ich möchte eben deshalb anknüpfen an zwei Ereignisse im Leben von bedeutenden Menschen aus der letzten Zeit der Entwicklung des Geisteslebens, die in einem bestimmten Augenblicke ihres Lebens erkannt haben, dass es ein Höheres, ein Aufwärtssteigen gibt, dass das Erkennen nicht etwas ist, was uns ein für alle Mal in einer bestimmten Gestalt vorliegen kann, sondern dass es nichts anderes ist als das Betreten eines Pfades, welcher die Perspektive nach dem Ewigen eröffnet.

[ 3 ] Es muss ein großer Augenblick gewesen sein, als der deutsche Philosoph Johann Gottlieb Fichte in Jena sein Bewusstsein mit starker Kraft und tief dringenden Worten aussprach in dem Augenblicke, als sich das enthüllt hatte, was man die eigentliche Geistschicht des Bewusstseins nennt. Das wird von den Geschichteschreibern der Philosophie nicht begriffen.

[ 3 ] Es muss ein großer Augenblick gewesen sein, als der deutsche Philosoph Johann Gottlieb Fichte in Jena sein Bewusstsein mit starker Kraft und tief dringenden Worten aussprach in dem Augenblicke, als sich das enthüllt hatte, was man die eigentliche Geistschicht des Bewusstseins nennt. Das wird von den Geschichteschreibern der Philosophie nicht begriffen.

[ 4 ] Ich möchte die Worte, die er damals zu seinen Schülern sprach, hier anführen: «Das, was man den Tod nennt, kann mein Werk nicht abbrechen; denn mein Werk soll vollendet werden, und es kann in keiner Zeit vollendet werden, mithin ist meinem Dasein keine Zeit bestimmt — und ich bin ewig. Ich habe mit der Übernehmung jener großen Aufgabe die Ewigkeit an mich gerissen. Ich hebe mein Haupt kühn empor zu dem drohenden Felsengebirge und zu dem tobenden Wassersturze und zu den trachtenden und in einem Feuermeer schwimmenden Wolken, und sage: «Ich bin ewig, und ich trotze Eurer Macht! Brecht alle herab auf mich; und Du Erde und Du Himmel, vermischt Euch im wilden Tumulte! Und ihr Elemente alle - schäumet und tobet und zerreibet im wilden Kampfe das letzte Sonnenstäubchen des Körpers, den ich mein nenne! Mein Wille allein mit seinem festen Plane soll kühn und kalt über den Trümmern des Weltalls schweben; denn ich habe meine Bestimmung ergriffen, und die ist dauernder als ihr; sie ist ewig, und ich bin ewig, wie sie.»

[ 4 ] Ich möchte die Worte, die er damals zu seinen Schülern sprach, hier anführen: «Das, was man den Tod nennt, kann mein Werk nicht abbrechen; denn mein Werk soll vollendet werden, und es kann in keiner Zeit vollendet werden, mithin ist meinem Dasein keine Zeit bestimmt — und ich bin ewig. Ich habe mit der Übernehmung jener großen Aufgabe die Ewigkeit an mich gerissen. Ich hebe mein Haupt kühn empor zu dem drohenden Felsengebirge und zu dem tobenden Wassersturze und zu den trachtenden und in einem Feuermeer schwimmenden Wolken, und sage: «Ich bin ewig, und ich trotze Eurer Macht! Brecht alle herab auf mich; und Du Erde und Du Himmel, vermischt Euch im wilden Tumulte! Und ihr Elemente alle - schäumet und tobet und zerreibet im wilden Kampfe das letzte Sonnenstäubchen des Körpers, den ich mein nenne! Mein Wille allein mit seinem festen Plane soll kühn und kalt über den Trümmern des Weltalls schweben; denn ich habe meine Bestimmung ergriffen, und die ist dauernder als ihr; sie ist ewig, und ich bin ewig, wie sie.»

[ 5 ] Das ist die eine Tatsache, die ausdrücken soll, welche Wirkung auf einen Menschen ausgeübt wird, der von der Überzeugung durchdrungen ist, dass er mit der Erkenntnis die Unendlichkeit berritt, eine Tatsache, welche ausdrücken soll, welchen Einfluss das auf die Persönlichkeit hervorbringt.

[ 5 ] Das ist die eine Tatsache, die ausdrücken soll, welche Wirkung auf einen Menschen ausgeübt wird, der von der Überzeugung durchdrungen ist, dass er mit der Erkenntnis die Unendlichkeit berritt, eine Tatsache, welche ausdrücken soll, welchen Einfluss das auf die Persönlichkeit hervorbringt.

[ 6 ] Die andere bezieht sich auf Goethe, der in einer anderen Weise zur selben inneren Wirkung gekommen ist, dem es auch in einem Augenblicke blitzartig aufleuchtet, dass in den Erscheinungen der Welt ein Buch uns vorliegt, aus dem das Göttliche zu lesen ist. Als er in Italien vor den Kunstwerken stand, da schrieb er an seine Freunde die Worte: «Ich habe eine Vermutung, dass sie nach eben den Gesetzen verfuhren, nach welchen die Natur verfährt und denen ich auf der Spur bin. Nur ist noch etwas anders dabei, das ich nicht auszusprechen wüsste.» «Diese hohen Kunstwerke sind zugleich als die höchsten Naturwerke von Menschen nach wahren und natürlichen Gesetzen hervorgebracht worden. Alles Willkürliche, Eingebildete fällt zusammen, da ist die Notwendigkeit, da ist Gott.» Das Gottesbewusstsein ging Goethe im Jahre 1787 in Italien auf, als er vor den Kunstwerken stand, in welche die Mysterien uralter Geheimnisse hineingeheimnisst waren.

[ 6 ] Die andere bezieht sich auf Goethe, der in einer anderen Weise zur selben inneren Wirkung gekommen ist, dem es auch in einem Augenblicke blitzartig aufleuchtet, dass in den Erscheinungen der Welt ein Buch uns vorliegt, aus dem das Göttliche zu lesen ist. Als er in Italien vor den Kunstwerken stand, da schrieb er an seine Freunde die Worte: «Ich habe eine Vermutung, dass sie nach eben den Gesetzen verfuhren, nach welchen die Natur verfährt und denen ich auf der Spur bin. Nur ist noch etwas anders dabei, das ich nicht auszusprechen wüsste.» «Diese hohen Kunstwerke sind zugleich als die höchsten Naturwerke von Menschen nach wahren und natürlichen Gesetzen hervorgebracht worden. Alles Willkürliche, Eingebildete fällt zusammen, da ist die Notwendigkeit, da ist Gott.» Das Gottesbewusstsein ging Goethe im Jahre 1787 in Italien auf, als er vor den Kunstwerken stand, in welche die Mysterien uralter Geheimnisse hineingeheimnisst waren.

[ 7 ] Auch die Erkenntnis ging ihm auf, dass nur der das Göttliche sehen kann, der den guten Willen und den Glauben hat. Der kann es nur erkennen. Für den Menschen, der Glauben hat, tritt in seinem Leben der Augenblick ein, wo blitzartig sich das Feld unseres Lebens erleuchtet und er den Pfad des Ewigen betritt. Diese Gewähr, welche aus solchen Tatsachen fließt, muss uns leiten, wenn wir eindringen wollen in dasjenige, was die Religionen aller Zeiten, was aber auch die anderen Lehren auf mehr oder weniger elementarer Stufe beigetragen haben und was wir kennen müssen, wenn wir wahrhaft eindringen wollen in den mystischen Gehalt und in die Realität des Christentums. Wenn man eindringen will, so darf man dem Christentum nichts nehmen.

[ 7 ] Auch die Erkenntnis ging ihm auf, dass nur der das Göttliche sehen kann, der den guten Willen und den Glauben hat. Der kann es nur erkennen. Für den Menschen, der Glauben hat, tritt in seinem Leben der Augenblick ein, wo blitzartig sich das Feld unseres Lebens erleuchtet und er den Pfad des Ewigen betritt. Diese Gewähr, welche aus solchen Tatsachen fließt, muss uns leiten, wenn wir eindringen wollen in dasjenige, was die Religionen aller Zeiten, was aber auch die anderen Lehren auf mehr oder weniger elementarer Stufe beigetragen haben und was wir kennen müssen, wenn wir wahrhaft eindringen wollen in den mystischen Gehalt und in die Realität des Christentums. Wenn man eindringen will, so darf man dem Christentum nichts nehmen.

[ 8 ] Es ist nicht meine Aufgabe, Religiöses zu lehren, noch auch ist es meine Aufgabe, Theologisches zu lehren. Meine Aufgabe ist nur, mystisch-theosophische Lehren auseinanderzusetzen. Das könnte ich nicht, wenn ich nicht davon durchdrungen wäre — ebenso wie es bei Goethe war, wo er sagt, jetzt geht mir erst das Göttliche in diesen Kunstwerken auf, jetzt erst verstehe ich die uralten Mysterien —, wenn ich nicht so sehr überzeugt wäre, dass in einem bestimmten Momente etwas aufleuchtet, das es möglich macht, das Ewige, das Göttliche zu erkennen, so könnte ich nicht so sprechen.

[ 8 ] Es ist nicht meine Aufgabe, Religiöses zu lehren, noch auch ist es meine Aufgabe, Theologisches zu lehren. Meine Aufgabe ist nur, mystisch-theosophische Lehren auseinanderzusetzen. Das könnte ich nicht, wenn ich nicht davon durchdrungen wäre — ebenso wie es bei Goethe war, wo er sagt, jetzt geht mir erst das Göttliche in diesen Kunstwerken auf, jetzt erst verstehe ich die uralten Mysterien —, wenn ich nicht so sehr überzeugt wäre, dass in einem bestimmten Momente etwas aufleuchtet, das es möglich macht, das Ewige, das Göttliche zu erkennen, so könnte ich nicht so sprechen.

[ 9 ] Nichts wird dem Kunstwerk genommen, wenn wir mehr sehen als das, was wir mit unseren Augen und Ohren vernehmen. Nichts wird uns genommen, wenn wir die Evangelien nicht nur geschichtlich betrachten. Wenn wir aber das Tiefere haben wollen, das Göttliche, so müssen wir weit hinausgehen über das Geschichtliche. Wenn Goethe schon in den Kunstwerken, welche in der äußeren Sinneswelt waren, das Göttliche sieht, dann muss es auch eine Betrachtungsweise geben, welche das Göttliche auf einer höheren Stufe sieht, wo es sich als Leben in den initiierten Persönlichkeiten zum Ausdruck bringt. Es würde wie ein Wunder vor uns stehen, wenn wir es nicht begreifen könnten in dem ganzen notwendigen Zusammenhang, in dem ewigen Weltengang durch die verschiedenen Gliederungen, durch das Materielle hindurch bis wieder zurück zu dem Göttlichen.

[ 9 ] Nichts wird dem Kunstwerk genommen, wenn wir mehr sehen als das, was wir mit unseren Augen und Ohren vernehmen. Nichts wird uns genommen, wenn wir die Evangelien nicht nur geschichtlich betrachten. Wenn wir aber das Tiefere haben wollen, das Göttliche, so müssen wir weit hinausgehen über das Geschichtliche. Wenn Goethe schon in den Kunstwerken, welche in der äußeren Sinneswelt waren, das Göttliche sieht, dann muss es auch eine Betrachtungsweise geben, welche das Göttliche auf einer höheren Stufe sieht, wo es sich als Leben in den initiierten Persönlichkeiten zum Ausdruck bringt. Es würde wie ein Wunder vor uns stehen, wenn wir es nicht begreifen könnten in dem ganzen notwendigen Zusammenhang, in dem ewigen Weltengang durch die verschiedenen Gliederungen, durch das Materielle hindurch bis wieder zurück zu dem Göttlichen.

[ 10 ] Ich bin ausgegangen von dem Bewusstsein des Ewigen in einer einzelnen Menschenseele bei Johann Gottlieb Fichte, und ich kann auf keine andere Weise den tieferen Grund im Christentum zeigen, als dieses Bewusstsein zu verfolgen in einer sehr alten Zeit, in der Zeit der alten ägyptischen Religionslehren, und Ihnen dann zeigen, wie diese Lehren der alten Ägypter in den Lehren der Essäer aufleuchten, um beweisen zu können, dass in dem Augenblicke, als der Gottmensch den Menschen erschien, tatsächlich nur in einer solchen Brüderschaft Menschen da sein konnten, die genügend vorbereitet waren, um das zu verstehen, was sich da ereignen sollte.

[ 10 ] Ich bin ausgegangen von dem Bewusstsein des Ewigen in einer einzelnen Menschenseele bei Johann Gottlieb Fichte, und ich kann auf keine andere Weise den tieferen Grund im Christentum zeigen, als dieses Bewusstsein zu verfolgen in einer sehr alten Zeit, in der Zeit der alten ägyptischen Religionslehren, und Ihnen dann zeigen, wie diese Lehren der alten Ägypter in den Lehren der Essäer aufleuchten, um beweisen zu können, dass in dem Augenblicke, als der Gottmensch den Menschen erschien, tatsächlich nur in einer solchen Brüderschaft Menschen da sein konnten, die genügend vorbereitet waren, um das zu verstehen, was sich da ereignen sollte.

[ 11 ] Johannes der Täufer, der wohl dem Essäerbunde angehörte, war vorbereitet. Das kann man aus den Worten seiner Predigt erkennen: "Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Bereitet den Weg dem Herrn und machet richtig seine Steige. - Auf die Frage: Bist du Christus?, antwortet er: Ich bin nicht Christus. Der ist’s, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, seine Schuhriemen aufzulösen. Es kommt einer nach mir, der ist stärker als ich.

[ 11 ] Johannes der Täufer, der wohl dem Essäerbunde angehörte, war vorbereitet. Das kann man aus den Worten seiner Predigt erkennen: "Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Bereitet den Weg dem Herrn und machet richtig seine Steige. - Auf die Frage: Bist du Christus?, antwortet er: Ich bin nicht Christus. Der ist’s, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, seine Schuhriemen aufzulösen. Es kommt einer nach mir, der ist stärker als ich.

[ 12 ] Wenn diese Worte hindeuten sollen auf das, was im Christentum erscheint, dann müssen wir erst die Vorbedingungen kennenlernen, welche imstande waren, Johannes die Augen zu öffnen. Nicht darum handelt es sich, die Ereignisse in der Geschichte zu verfolgen, sondern darum, die göttlichen Ideale zu erkennen.

[ 12 ] Wenn diese Worte hindeuten sollen auf das, was im Christentum erscheint, dann müssen wir erst die Vorbedingungen kennenlernen, welche imstande waren, Johannes die Augen zu öffnen. Nicht darum handelt es sich, die Ereignisse in der Geschichte zu verfolgen, sondern darum, die göttlichen Ideale zu erkennen.

[ 13 ] In der religiösen Entwicklung treten uns zuerst in den paulinischen Lehren der Tod und die Auferstehung entgegen, und sie treten uns entgegen, bevor wir geschichtlich kennenlernen den übrigen Gehalt der Lehren. Wir verstehen sie nur, wenn wir zurückgehen auf die Lehren, welche Jahrtausende lang im ägyptischen Priestertum vorhanden waren, auf jene Lehren, welche im ägyptischen MysterienLeben auch wieder nichts anderes darstellen als jene Überwindung des Lebens durch den Tod, das heißt mit anderen Worten die Möglichkeit, Tod und Leben aufzufassen als die größten Symbole des Werdens, als diejenigen Symbole, welche gerade den tiefsten Bestand, das tiefste Sein in der Weltentwicklung zeigen.

[ 13 ] In der religiösen Entwicklung treten uns zuerst in den paulinischen Lehren der Tod und die Auferstehung entgegen, und sie treten uns entgegen, bevor wir geschichtlich kennenlernen den übrigen Gehalt der Lehren. Wir verstehen sie nur, wenn wir zurückgehen auf die Lehren, welche Jahrtausende lang im ägyptischen Priestertum vorhanden waren, auf jene Lehren, welche im ägyptischen MysterienLeben auch wieder nichts anderes darstellen als jene Überwindung des Lebens durch den Tod, das heißt mit anderen Worten die Möglichkeit, Tod und Leben aufzufassen als die größten Symbole des Werdens, als diejenigen Symbole, welche gerade den tiefsten Bestand, das tiefste Sein in der Weltentwicklung zeigen.

[ 14 ] Wir haben [durch das ägyptische Totenbuch] auch geschichtlich heute die Möglichkeit, in die Lehren der ägyptischen Mysterien einzudringen. Wir wissen, welche Vorstellungen sich die ägyptischen Priester gemacht haben über den Übergang vom Leben zum Tod. Wir wissen aber auch, dass die ägyptischen Priester das ganze menschliche Leben desjenigen, welcher den Erkenntnispfad betreten wollte, so einzurichten versuchten, dass ein solcher sich auf den Erkenntnisweg begebender Mensch vorbereitet war für jene Stufen der Entwicklung, die der ägyptische Mysterien-Lehrer vorführt, wenn der Schüler durch das Tor des Todes geht. Jene Prüfungen, die da gefordert wurden, werden uns geschildert in alten Urkunden.

[ 14 ] Wir haben [durch das ägyptische Totenbuch] auch geschichtlich heute die Möglichkeit, in die Lehren der ägyptischen Mysterien einzudringen. Wir wissen, welche Vorstellungen sich die ägyptischen Priester gemacht haben über den Übergang vom Leben zum Tod. Wir wissen aber auch, dass die ägyptischen Priester das ganze menschliche Leben desjenigen, welcher den Erkenntnispfad betreten wollte, so einzurichten versuchten, dass ein solcher sich auf den Erkenntnisweg begebender Mensch vorbereitet war für jene Stufen der Entwicklung, die der ägyptische Mysterien-Lehrer vorführt, wenn der Schüler durch das Tor des Todes geht. Jene Prüfungen, die da gefordert wurden, werden uns geschildert in alten Urkunden.

[ 15 ] Mir hat sich aus der Betrachtung der ägyptischen Lehren, soweit sie nach unserer abendländischen Erkenntnis zu verfolgen sind, ergeben, dass wir es zu tun haben mit einem Ausdruck für die tiefsten Geheimnisse des menschlichen Lebens, für dieselben Geheimnisse, welche auch die griechische Mysterien-Lehre hatte. Ja, es hat sich mir ergeben, dass ihnen zugrunde liegen praktische Mysterien-Übungen, welche auch in den ägyptischen Priesterschulen geübt worden sind.

[ 15 ] Mir hat sich aus der Betrachtung der ägyptischen Lehren, soweit sie nach unserer abendländischen Erkenntnis zu verfolgen sind, ergeben, dass wir es zu tun haben mit einem Ausdruck für die tiefsten Geheimnisse des menschlichen Lebens, für dieselben Geheimnisse, welche auch die griechische Mysterien-Lehre hatte. Ja, es hat sich mir ergeben, dass ihnen zugrunde liegen praktische Mysterien-Übungen, welche auch in den ägyptischen Priesterschulen geübt worden sind.

[ 16 ] Was unter diesen Prüfungen gemeint ist, das wird sich uns ergeben aus einzelnen Stellen, die ich Ihnen vorlesen möchte. Es wird sich Ihnen zeigen, was diejenigen Menschen für ein Bekenntnis abzulegen hatten, nach Anschauung der ägyptischen Priester, um einzugehen in die höheren Welten, um die höheren Stufen des Daseins zu erklimmen. Es wird sich uns zeigen, welche Vorbedingungen er erfüllt haben musste.

[ 16 ] Was unter diesen Prüfungen gemeint ist, das wird sich uns ergeben aus einzelnen Stellen, die ich Ihnen vorlesen möchte. Es wird sich Ihnen zeigen, was diejenigen Menschen für ein Bekenntnis abzulegen hatten, nach Anschauung der ägyptischen Priester, um einzugehen in die höheren Welten, um die höheren Stufen des Daseins zu erklimmen. Es wird sich uns zeigen, welche Vorbedingungen er erfüllt haben musste.

[ 17 ] Aber innig verknüpft mit allen diesen ägyptischen Lehren ist eine Vorstellung der ägyptischen Priesteranschauung, dass der Mensch selbst dahin kommt, wo er dann von den Göttern angesprochen werden kann mit dem Namen des Gottes, der dem Gott Ra am allernächsten steht. Mit dem Namen Osiris wird der Mensch angesprochen. Das Osiris-Werden ist es, was uns im alten Ägypten mitgeteilt wird. Nachdem der Mensch durchgegangen ist durch die Prüfungen, nachdem er praktisch den Pfad betreten hat und aufsteigt, wird er ähnlich demjenigen Gott, den die Ägypter als Mittler ansehen zwischen dem höchsten Gott, zwischen Ra selbst, dem Ausdruck des unendlichen Geistes, und dem Materiellen, dem Irdischen, dem Menschlichen.

[ 17 ] Aber innig verknüpft mit allen diesen ägyptischen Lehren ist eine Vorstellung der ägyptischen Priesteranschauung, dass der Mensch selbst dahin kommt, wo er dann von den Göttern angesprochen werden kann mit dem Namen des Gottes, der dem Gott Ra am allernächsten steht. Mit dem Namen Osiris wird der Mensch angesprochen. Das Osiris-Werden ist es, was uns im alten Ägypten mitgeteilt wird. Nachdem der Mensch durchgegangen ist durch die Prüfungen, nachdem er praktisch den Pfad betreten hat und aufsteigt, wird er ähnlich demjenigen Gott, den die Ägypter als Mittler ansehen zwischen dem höchsten Gott, zwischen Ra selbst, dem Ausdruck des unendlichen Geistes, und dem Materiellen, dem Irdischen, dem Menschlichen.

[ 18 ] Osiris, der Sohn des höchsten Gottes, hat nach der ägyptischen Sage zugrunde gehen müssen. Sein Leib hat zugrunde gehen müssen. Die Stücke sind da und dort begraben, und er sitzt zur Rechten Gottes. Der Mensch ist berufen, die Entwicklung durchzumachen, die ihn zum Osiris macht. Beim Eingang durch das Tor des Todes hat er das Bekenntnis abzulegen, das ihn befähigt, den Pfad weiterzuwandeln, der ihn zu Osiris führt.

[ 18 ] Osiris, der Sohn des höchsten Gottes, hat nach der ägyptischen Sage zugrunde gehen müssen. Sein Leib hat zugrunde gehen müssen. Die Stücke sind da und dort begraben, und er sitzt zur Rechten Gottes. Der Mensch ist berufen, die Entwicklung durchzumachen, die ihn zum Osiris macht. Beim Eingang durch das Tor des Todes hat er das Bekenntnis abzulegen, das ihn befähigt, den Pfad weiterzuwandeln, der ihn zu Osiris führt.

[ 19 ] Ich möchte Ihnen nun zunächst aus diesem Bekenntnis einige Stellen mitteilen. Sie werden sehen, zu welchen großartigen, gewaltigen Anschauungen diese tausend und abertausend Jahre alten MysterienLehren führen. [Der einzuweihende Mensch] ruft den Gott an, um Anteil zu erhalten an dem höheren Leben. Es werden Worte vorkommen, die zu erklären zu weit führen würde. Es kommt nur auf den Geist an: «Heil dir, Harmachis Khepra, der sich seine Gestalt selbst gibt! Strahlend ist dein Aufgang am Horizont, erleuchtend die zwiefache Erde mit deinen Strahlen. Alle Götter sind in Freude, wenn sie dich schauen, König des Himmels, mit der Schlange auf dem Haupt, der Krone des Südens und der Krone des Nordens auf deiner Stirn, und sie setzen sich dir gegenüber und arbeiten vorn an der Barke, um für dich alle deine Feinde zu vernichten.»] Die Barke ist der Wagen des Sonnengottes. [«Die Bewohner von Tiau ziehen deiner Majestät entgegen, um dieses strahlende Zeichen zu schauen. Ich komme zu dir, ich weile bei dir, um deine Scheibe jeden Tag zu sehen. Nicht möge ich eingekerkert, nicht verstoßen werden. Erneuern mögen sich meine Glieder»] und so weiter. [«Großes Licht, hervorgegangen aus dem Nun! Du erhältst das Dasein der Menschen durch den Strom, der von dir ausgeht.»] - Dieser Strom wird uns auch in der christlichen Mystik begegnen. - [«Beschütze den Osiris N. in der göttlichen Unterwelt».] Da wurde der Name des Betreffenden genannt. - [«Lass ihn eingehen in das Amenti, lass ihn bezwingen das Böse; stelle dich als Schutzherr hinter ihn wider seine Sünden; reihe ihn ein unter die Seligen und Erhabenen.»]

[ 19 ] Ich möchte Ihnen nun zunächst aus diesem Bekenntnis einige Stellen mitteilen. Sie werden sehen, zu welchen großartigen, gewaltigen Anschauungen diese tausend und abertausend Jahre alten MysterienLehren führen. [Der einzuweihende Mensch] ruft den Gott an, um Anteil zu erhalten an dem höheren Leben. Es werden Worte vorkommen, die zu erklären zu weit führen würde. Es kommt nur auf den Geist an: «Heil dir, Harmachis Khepra, der sich seine Gestalt selbst gibt! Strahlend ist dein Aufgang am Horizont, erleuchtend die zwiefache Erde mit deinen Strahlen. Alle Götter sind in Freude, wenn sie dich schauen, König des Himmels, mit der Schlange auf dem Haupt, der Krone des Südens und der Krone des Nordens auf deiner Stirn, und sie setzen sich dir gegenüber und arbeiten vorn an der Barke, um für dich alle deine Feinde zu vernichten.»] Die Barke ist der Wagen des Sonnengottes. [«Die Bewohner von Tiau ziehen deiner Majestät entgegen, um dieses strahlende Zeichen zu schauen. Ich komme zu dir, ich weile bei dir, um deine Scheibe jeden Tag zu sehen. Nicht möge ich eingekerkert, nicht verstoßen werden. Erneuern mögen sich meine Glieder»] und so weiter. [«Großes Licht, hervorgegangen aus dem Nun! Du erhältst das Dasein der Menschen durch den Strom, der von dir ausgeht.»] - Dieser Strom wird uns auch in der christlichen Mystik begegnen. - [«Beschütze den Osiris N. in der göttlichen Unterwelt».] Da wurde der Name des Betreffenden genannt. - [«Lass ihn eingehen in das Amenti, lass ihn bezwingen das Böse; stelle dich als Schutzherr hinter ihn wider seine Sünden; reihe ihn ein unter die Seligen und Erhabenen.»]

[ 20 ] [Der Titel des wichtigen 125. Kapitels lautet:] «Kapitel, um einzugehen in die Halle der zwiefachen Gerechtigkeit und zu trennen den Menschen von seinen Sünden, damit er schaue das. Antlitz der Götter» Dann wird der Tote alsbald redend eingeführt: «Gepriesen sei der Gott, der Herr der zwiefachen Gerechtigkeit! Ich bin gekommen zu dir, meinem Herrn; gebracht bin ich zum Anblick deiner Herrlichkeit. Ich kenne dich, ich kenne die Namen der zweiundvierzig Götter, die da sind mit dir in der Halle der zwiefachen Gerechtigkeit, die da leben in Obwacht der Sünder und trinken von ihrem Blut an diesem Tage der Abwägung des Wandels vor dem, «Guten Wesen» (Osiris). Schirmherr des geliebten Zwillingspaares, seiner Augäpfel, Herr der zwiefachen Gerechtigkeit ist dein Name. Schirme du mich! Ich komme zu dir, und ich bringe dir Gerechtigkeit; ferne halt’ ich die Unlauterkeit.»

[ 20 ] [Der Titel des wichtigen 125. Kapitels lautet:] «Kapitel, um einzugehen in die Halle der zwiefachen Gerechtigkeit und zu trennen den Menschen von seinen Sünden, damit er schaue das. Antlitz der Götter» Dann wird der Tote alsbald redend eingeführt: «Gepriesen sei der Gott, der Herr der zwiefachen Gerechtigkeit! Ich bin gekommen zu dir, meinem Herrn; gebracht bin ich zum Anblick deiner Herrlichkeit. Ich kenne dich, ich kenne die Namen der zweiundvierzig Götter, die da sind mit dir in der Halle der zwiefachen Gerechtigkeit, die da leben in Obwacht der Sünder und trinken von ihrem Blut an diesem Tage der Abwägung des Wandels vor dem, «Guten Wesen» (Osiris). Schirmherr des geliebten Zwillingspaares, seiner Augäpfel, Herr der zwiefachen Gerechtigkeit ist dein Name. Schirme du mich! Ich komme zu dir, und ich bringe dir Gerechtigkeit; ferne halt’ ich die Unlauterkeit.»

[ 21 ] Nun wird er geprüft, ob er tatsächlich die Namen der 42 Götter kennt. Nachdem er die Läuterung durchgemacht hat, muss er schildern, in welcher Weise er die Götter kennengelernt hat.

[ 21 ] Nun wird er geprüft, ob er tatsächlich die Namen der 42 Götter kennt. Nachdem er die Läuterung durchgemacht hat, muss er schildern, in welcher Weise er die Götter kennengelernt hat.

[ 22 ] Nun will ich Ihnen zeigen, wie er den Göttern dankt, nachdem sie ihn für würdig erkannt haben. Unsichtbare Mächte treten ihm entgegen und stellen sein Wissen auf die Probe, bevor er eingehen kann in den Schoß des Osiris. Er hat sich sein mystisches Wissen durch Beschaulichkeit unter dem Feigenbaum angeeignet. «Was hast du gesehen?» — Beim Eintritt hat er den Wesen am Tor die Namen zu sagen: «[Arm des Schu, bereit zum Schirme des Osiris], «Kinder der Schlange ist [euer Name].»

[ 22 ] Nun will ich Ihnen zeigen, wie er den Göttern dankt, nachdem sie ihn für würdig erkannt haben. Unsichtbare Mächte treten ihm entgegen und stellen sein Wissen auf die Probe, bevor er eingehen kann in den Schoß des Osiris. Er hat sich sein mystisches Wissen durch Beschaulichkeit unter dem Feigenbaum angeeignet. «Was hast du gesehen?» — Beim Eintritt hat er den Wesen am Tor die Namen zu sagen: «[Arm des Schu, bereit zum Schirme des Osiris], «Kinder der Schlange ist [euer Name].»

[ 23 ] [Hat der Verstorbene die Prüfung bestanden, dann spricht Thot: «Tritt vor, du hast die Prüfung bestanden. Brod ist für dich im UzatAuge. Der Osiris N lebt wahrhaft ewig.»]

[ 23 ] [Hat der Verstorbene die Prüfung bestanden, dann spricht Thot: «Tritt vor, du hast die Prüfung bestanden. Brod ist für dich im UzatAuge. Der Osiris N lebt wahrhaft ewig.»]

[ 24 ] [Lücke in der Mitschrift] Das sind Gebete, wie sie sich geknüpft haben an diesen Wendepunkt des Menschen und die auferlegt wurden dem, der den Weg gehen wollte. Er musste auch die Zeremonien der Initiation durchmachen, und durch sein Leben sich vorbereiten, um den wahren Lebenskern dieser Lehren zu verstehen.

[ 24 ] [Lücke in der Mitschrift] Das sind Gebete, wie sie sich geknüpft haben an diesen Wendepunkt des Menschen und die auferlegt wurden dem, der den Weg gehen wollte. Er musste auch die Zeremonien der Initiation durchmachen, und durch sein Leben sich vorbereiten, um den wahren Lebenskern dieser Lehren zu verstehen.

[ 25 ] Nachdem ich Ihnen gezeigt habe die Vorstellungen, welche durch Jahrtausende hindurch geherrscht haben in Ägypten, nachdem ich Ihnen gezeigt habe, dass Tod und Leben nur zwei Ausdrücke sind für ein und dasselbe, nachdem ich Ihnen gezeigt habe, dass der Gott Osiris nichts anderes darstellt als das Ziel, das der Mensch selber anzustreben hat, nachdem ich Ihnen gezeigt habe, dass jeder berufen ist, ein Osiris zu werden, und jeder auf den Pfad zu bringen ist des Osiris, will ich abspringen zu einer Vorstellung, die gebildet ist im fernen Orient, welche eine innere Verwandtschaft zeigen wird, die sich darstellen wird als eine Art Fortsetzung, als etwas, was dies bis in die Erde selbst hinunterführt.

[ 25 ] Nachdem ich Ihnen gezeigt habe die Vorstellungen, welche durch Jahrtausende hindurch geherrscht haben in Ägypten, nachdem ich Ihnen gezeigt habe, dass Tod und Leben nur zwei Ausdrücke sind für ein und dasselbe, nachdem ich Ihnen gezeigt habe, dass der Gott Osiris nichts anderes darstellt als das Ziel, das der Mensch selber anzustreben hat, nachdem ich Ihnen gezeigt habe, dass jeder berufen ist, ein Osiris zu werden, und jeder auf den Pfad zu bringen ist des Osiris, will ich abspringen zu einer Vorstellung, die gebildet ist im fernen Orient, welche eine innere Verwandtschaft zeigen wird, die sich darstellen wird als eine Art Fortsetzung, als etwas, was dies bis in die Erde selbst hinunterführt.

[ 26 ] In den ägyptischen Mysterien-Lehren finden wir innerhalb derselben die Überzeugung, dass derjenige, welcher tatsächlich dem Osiris ähnlich geworden ist, welcher die Prüfung bestanden hat, die Fähigkeit hat, selbst als ein Gott zu erscheinen auf der Erde, und dass er die Fähigkeit hat, aufzutreten auf der Erde so, dass, wenn er die menschliche Gestalt annimmt, er erkannt wird von den GeheimWissern als eine verkappte Gottheit.

[ 26 ] In den ägyptischen Mysterien-Lehren finden wir innerhalb derselben die Überzeugung, dass derjenige, welcher tatsächlich dem Osiris ähnlich geworden ist, welcher die Prüfung bestanden hat, die Fähigkeit hat, selbst als ein Gott zu erscheinen auf der Erde, und dass er die Fähigkeit hat, aufzutreten auf der Erde so, dass, wenn er die menschliche Gestalt annimmt, er erkannt wird von den GeheimWissern als eine verkappte Gottheit.

[ 27 ] Überspringen wir die Zeit und denken wir uns jenes große Totengericht, welches zwischen Osiris und Ra abgehalten worden ist, denken wir es uns vergegenwärtigt und denken wir uns, innerhalb dieses Totengerichtes wird beratschlagt, ob nicht hinuntergesandt werden soll ein Gott, um den Menschen eine neue Lehre, eine neue Anschauung zu bringen, neue Vorstellungen, neue Ideen, ob nicht zu dem Mittel gegriffen werden soll, einen Gott Osiris hinunterzuschicken und ihn Mensch werden zu lassen.

[ 27 ] Überspringen wir die Zeit und denken wir uns jenes große Totengericht, welches zwischen Osiris und Ra abgehalten worden ist, denken wir es uns vergegenwärtigt und denken wir uns, innerhalb dieses Totengerichtes wird beratschlagt, ob nicht hinuntergesandt werden soll ein Gott, um den Menschen eine neue Lehre, eine neue Anschauung zu bringen, neue Vorstellungen, neue Ideen, ob nicht zu dem Mittel gegriffen werden soll, einen Gott Osiris hinunterzuschicken und ihn Mensch werden zu lassen.

[ 28 ] Eine solche Vorstellung begegnet uns in der indischen Lehre, welche zuerst auftrat etwa im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Es wird also beratschlagt im Schoße der Götter, ob nicht hinuntersteigen soll unter die Menschen und geboren werden soll unter ihnen ein Erleuchteter, ein erhabenes göttliches Wesen selber. Wenn man dies mit den Worten der ägyptischen Weisen ausdrücken soll, so müssen wir sagen, ein Osiris soll hinuntersteigen und Menschengestalt annehmen, ein Erlöser, mit anderen Worten oder wie die Weisheitslehren der Inder sagen, ein wahrhafter Arzt, ein in der Heilkunde wahrhaft Erfahrener soll hinuntersteigen unter die Menschen und verkündigt soll werden, dass einer Königin, Maja mit Namen, ein Erleuchteter geboren werden soll. Dieser König soll den Namen erhalten «Bhagavad>, der Herrliche. Er wird später erkannt werden als der Erlöser, der Buddha. Es wird gesagt, dass er geboren werden soll in Gestalt eines weißen Elefanten. Das ist die Gestalt nach den alten Weisheitslehren, in der sich Gott verkörpern kann. Er wird sein ein hochgesinnter König, ein König der Könige. Er wird verlassen die Region des Lichts, um einzutreten aus Liebe für alle in diese Welt. Er wird geehrt werden als König der drei Welten.

[ 28 ] Eine solche Vorstellung begegnet uns in der indischen Lehre, welche zuerst auftrat etwa im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Es wird also beratschlagt im Schoße der Götter, ob nicht hinuntersteigen soll unter die Menschen und geboren werden soll unter ihnen ein Erleuchteter, ein erhabenes göttliches Wesen selber. Wenn man dies mit den Worten der ägyptischen Weisen ausdrücken soll, so müssen wir sagen, ein Osiris soll hinuntersteigen und Menschengestalt annehmen, ein Erlöser, mit anderen Worten oder wie die Weisheitslehren der Inder sagen, ein wahrhafter Arzt, ein in der Heilkunde wahrhaft Erfahrener soll hinuntersteigen unter die Menschen und verkündigt soll werden, dass einer Königin, Maja mit Namen, ein Erleuchteter geboren werden soll. Dieser König soll den Namen erhalten «Bhagavad>, der Herrliche. Er wird später erkannt werden als der Erlöser, der Buddha. Es wird gesagt, dass er geboren werden soll in Gestalt eines weißen Elefanten. Das ist die Gestalt nach den alten Weisheitslehren, in der sich Gott verkörpern kann. Er wird sein ein hochgesinnter König, ein König der Könige. Er wird verlassen die Region des Lichts, um einzutreten aus Liebe für alle in diese Welt. Er wird geehrt werden als König der drei Welten.

[ 29 ] Sie sollte sich erfüllen, diese Prophezeiung an dem Gautama aus dem Geschlechte der Siddhartha. Brahma selbst schenkte dem in das Irdische eintretenden Göttlichen einen Tautropfen. Könige und Priester erscheinen mit Gaben vor dem Kinde. Himmlische Heerscharen erscheinen und erklären: «Die Welt ist im Wohlsein, das Glück ist befestigt im All, ein Meister der Weisheit ist geboren.» — Das alles erzählt uns die indische Erzählung, dass es geschehen sei, als Buddha geboren wurde.

[ 29 ] Sie sollte sich erfüllen, diese Prophezeiung an dem Gautama aus dem Geschlechte der Siddhartha. Brahma selbst schenkte dem in das Irdische eintretenden Göttlichen einen Tautropfen. Könige und Priester erscheinen mit Gaben vor dem Kinde. Himmlische Heerscharen erscheinen und erklären: «Die Welt ist im Wohlsein, das Glück ist befestigt im All, ein Meister der Weisheit ist geboren.» — Das alles erzählt uns die indische Erzählung, dass es geschehen sei, als Buddha geboren wurde.

[ 30 ] Und von einer anderen Seite wurde gesagt: Dieses Kind wird zum Buddha werden. Mit zwölf Jahren wird es im Tempel dargestellt. Hier lächelt das Kind und erinnert sich an seine Göttlichkeit. Es wird von ihm gesagt, dass ein König geboren ist, dessen Reich nicht von dieser Welt ist. Der zwölfjährige Buddha ist verloren gegangen. Er wird gefunden von den Angehörigen im Walde, wo er zwischen den Sängern der Vorzeit sitzt, in himmlische Regionen entrückt, und wie er diesen alten Weisen die alten heiligen Bücher auslegt, wie sie erstaunen über die Weisheit. Das Bewusstsein seiner Berufung erwacht in ihm.

[ 30 ] Und von einer anderen Seite wurde gesagt: Dieses Kind wird zum Buddha werden. Mit zwölf Jahren wird es im Tempel dargestellt. Hier lächelt das Kind und erinnert sich an seine Göttlichkeit. Es wird von ihm gesagt, dass ein König geboren ist, dessen Reich nicht von dieser Welt ist. Der zwölfjährige Buddha ist verloren gegangen. Er wird gefunden von den Angehörigen im Walde, wo er zwischen den Sängern der Vorzeit sitzt, in himmlische Regionen entrückt, und wie er diesen alten Weisen die alten heiligen Bücher auslegt, wie sie erstaunen über die Weisheit. Das Bewusstsein seiner Berufung erwacht in ihm.

[ 31 ] Ich lese zu dieser Stelle aus dem Evangelium des Lukas aus dem zweiten Kapitel den Vers 40 und weitere aus dem Grunde, den Sie selbst sehen werden, wenn Sie diese Verse verfolgen. «Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes Gnade war bei ihm. Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus in Jerusalem und seine Eltern wussten’s nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit, und suchten ihn unter Freunden und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, dass er ihnen zuhörte und sie fragte; und alle waren verwundert, die ihm zuhörten, über seinen Verstand und seine Antworten.»

[ 31 ] Ich lese zu dieser Stelle aus dem Evangelium des Lukas aus dem zweiten Kapitel den Vers 40 und weitere aus dem Grunde, den Sie selbst sehen werden, wenn Sie diese Verse verfolgen. «Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes Gnade war bei ihm. Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus in Jerusalem und seine Eltern wussten’s nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit, und suchten ihn unter Freunden und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, dass er ihnen zuhörte und sie fragte; und alle waren verwundert, die ihm zuhörten, über seinen Verstand und seine Antworten.»

[ 32 ] Der neunundzwanzigjährige Buddha wird durch den Anblick des menschlichen Elends, durch den Anblick des Leides und der Krankheit, durch den Anblick des Übels auf der Erde veranlasst, Weib und Kind zu verlassen, um im einsamen Leben zu sehen, welchen Weg er zu wandeln haben müsse; und wir hören, dass er auf seinem Weg durch die Einsamkeit aus dem Kreise derer, die die Einsamkeit schon gewählt haben, sich Jünger wirbt, und dass er dann eine Anzahl Seligpreisungen spricht. Wir hören aus dem Munde des dreißigjährigen Buddha: Selig sind die Einsamen. Selig sind die, die frei sind von jeglicher Lust. Selig sind die, die sich erheben über die Gedanken des eigenen Ich. Wahrlich, dies ist höchste Seligkeit.

[ 32 ] Der neunundzwanzigjährige Buddha wird durch den Anblick des menschlichen Elends, durch den Anblick des Leides und der Krankheit, durch den Anblick des Übels auf der Erde veranlasst, Weib und Kind zu verlassen, um im einsamen Leben zu sehen, welchen Weg er zu wandeln haben müsse; und wir hören, dass er auf seinem Weg durch die Einsamkeit aus dem Kreise derer, die die Einsamkeit schon gewählt haben, sich Jünger wirbt, und dass er dann eine Anzahl Seligpreisungen spricht. Wir hören aus dem Munde des dreißigjährigen Buddha: Selig sind die Einsamen. Selig sind die, die frei sind von jeglicher Lust. Selig sind die, die sich erheben über die Gedanken des eigenen Ich. Wahrlich, dies ist höchste Seligkeit.

[ 33 ] Selig die Mutter, selig der Vater, selig die Gattin, ruft die Menge auf der Straße. Er aber sagt: Selig sind nur die, welche im Nirwana sind. Dagegen Evangelium Lukas, Kapitel 11, Vers 25 bis 28: «Und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da und es wird hernach mit demselben Menschen ärger denn zuvor. Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volke die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.»

[ 33 ] Selig die Mutter, selig der Vater, selig die Gattin, ruft die Menge auf der Straße. Er aber sagt: Selig sind nur die, welche im Nirwana sind. Dagegen Evangelium Lukas, Kapitel 11, Vers 25 bis 28: «Und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da und es wird hernach mit demselben Menschen ärger denn zuvor. Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volke die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.»

[ 34 ] Wir hören von Buddha, dass er fünf Schüler angeworben hat. Er wird, badend am Flusse, gefeiert von den Göttersöhnen. Er geht unter den Feigenbaum. Hier wird ihm dann die Erleuchtung [zuteil], das mystische Wissen, das durch Beschaulichkeit erlangt wird.

[ 34 ] Wir hören von Buddha, dass er fünf Schüler angeworben hat. Er wird, badend am Flusse, gefeiert von den Göttersöhnen. Er geht unter den Feigenbaum. Hier wird ihm dann die Erleuchtung [zuteil], das mystische Wissen, das durch Beschaulichkeit erlangt wird.

[ 35 ] Johannes 1,45-48: «Philippus finder Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesum, Josephs Sohn von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es. Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht zu ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, an welchem kein Falsch ist. Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dich Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.»

[ 35 ] Johannes 1,45-48: «Philippus finder Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesum, Josephs Sohn von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es. Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht zu ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, an welchem kein Falsch ist. Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dich Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.»

[ 36 ] Der Versucher «Mara» naht sich Buddha und fordert ihn auf, ihn anzubeten, indem er ihm ein Königreich verspricht. — Ich begehre kein weltliches Königreich, antwortet ihm Buddha. Die Tochter Maras erscheint. Buddha kommt ihr entgegen mit den heiligen Büchern der Inder. Als Mara sah, dass Buddha ihm mit göttlicher Weisheit entgegentritt, spricht er: Meine Weisheit ist dahin.

[ 36 ] Der Versucher «Mara» naht sich Buddha und fordert ihn auf, ihn anzubeten, indem er ihm ein Königreich verspricht. — Ich begehre kein weltliches Königreich, antwortet ihm Buddha. Die Tochter Maras erscheint. Buddha kommt ihr entgegen mit den heiligen Büchern der Inder. Als Mara sah, dass Buddha ihm mit göttlicher Weisheit entgegentritt, spricht er: Meine Weisheit ist dahin.

[ 37 ] Markus 1,12-14: «Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste. Und er war allda in der Wüste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dienten ihm. Nachdem aber Johannes überantwortet war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes.»

[ 37 ] Markus 1,12-14: «Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste. Und er war allda in der Wüste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dienten ihm. Nachdem aber Johannes überantwortet war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes.»

[ 38 ] Nunmehr wirbt er Schüler. Zwei Brüder sind seine ersten Schüler, von denen der eine einer der bedeutsamsten ist. - Vergleichen wir Johannes 1, Vers 45 bis 48. - Fünf weitere Schüler finden sich jetzt bei seinen Lehrwanderungen. - In der ersten Buddha-Biografie hören wir von zwölf Jüngern und seinem Lieblingsjünger Ananda.

[ 38 ] Nunmehr wirbt er Schüler. Zwei Brüder sind seine ersten Schüler, von denen der eine einer der bedeutsamsten ist. - Vergleichen wir Johannes 1, Vers 45 bis 48. - Fünf weitere Schüler finden sich jetzt bei seinen Lehrwanderungen. - In der ersten Buddha-Biografie hören wir von zwölf Jüngern und seinem Lieblingsjünger Ananda.

[ 39 ] Wir hören weiter aus der Buddha-Biografie, dass Buddha durch Gleichnisse die Gespräche verständlich machte, dass er alle seine Lehren in solchen Gleichnis-Reden zum Ausdruck brachte. [...] Der Regen strömt herab auf Gerechte und Ungerechte. Der Brahmane, welcher die Erleuchtung nicht hat, gleicht einem blinden Mann. Er kann Lehrer nur für Blinde sein.

[ 39 ] Wir hören weiter aus der Buddha-Biografie, dass Buddha durch Gleichnisse die Gespräche verständlich machte, dass er alle seine Lehren in solchen Gleichnis-Reden zum Ausdruck brachte. [...] Der Regen strömt herab auf Gerechte und Ungerechte. Der Brahmane, welcher die Erleuchtung nicht hat, gleicht einem blinden Mann. Er kann Lehrer nur für Blinde sein.

[ 40 ] Dazu gehört das Wort Matthäus 15,12-14: «Da traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Weißt du auch, dass sich die Pharisäer ärgerten, da sie das Wort hörten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren. Sie sind blinde Blindenleiter. Wenn aber ein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube.»

[ 40 ] Dazu gehört das Wort Matthäus 15,12-14: «Da traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Weißt du auch, dass sich die Pharisäer ärgerten, da sie das Wort hörten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren. Sie sind blinde Blindenleiter. Wenn aber ein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube.»

[ 41 ] [Notiz des Stenografen:] Noch einige Buddha-Worte.

[ 41 ] [Notiz des Stenografen:] Noch einige Buddha-Worte.

[ 42 ] Der Lieblingsjünger Buddhas wollte ein verachtetes Mädchen nicht heranlassen, als es an Buddha herantreten wollte. Da antwortete er im Beisein des Lieblingsschülers: Ich frage nicht nach deiner Kaste, nicht nach deiner Familie, meine Schwester.

[ 42 ] Der Lieblingsjünger Buddhas wollte ein verachtetes Mädchen nicht heranlassen, als es an Buddha herantreten wollte. Da antwortete er im Beisein des Lieblingsschülers: Ich frage nicht nach deiner Kaste, nicht nach deiner Familie, meine Schwester.

[ 43 ] Vergleichen wir dies mit der Stelle Johannes 4,1-7: «Da nun der Herr inneward, dass vor die Pharisäer gekommen war, wie Jesus mehr Jünger machte und taufte denn Johannes (wiewohl Jesus selber nicht taufte, sondern seine Jünger), verließ er das Land Judäa und zog wieder nach Galiläa. Er musste aber durch Samaria reisen. Da kam er in eine Stadt Samarias, die heißt Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste Stunde. Da kommt ein Weib aus Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken.»

[ 43 ] Vergleichen wir dies mit der Stelle Johannes 4,1-7: «Da nun der Herr inneward, dass vor die Pharisäer gekommen war, wie Jesus mehr Jünger machte und taufte denn Johannes (wiewohl Jesus selber nicht taufte, sondern seine Jünger), verließ er das Land Judäa und zog wieder nach Galiläa. Er musste aber durch Samaria reisen. Da kam er in eine Stadt Samarias, die heißt Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste Stunde. Da kommt ein Weib aus Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken.»

[ 44 ] Ferner da, wo Buddha seine Jünger aussendet mit Worten, die uns wie eine Art von Pfingstpredigt innerhalb der buddhistischen Lehren entgegentreten. Buddha selbst spricht zu seinen Jüngern: Jeder Hirte soll in seiner eigenen Sprache sprechen. Liefert die Lehre nicht aus an Verächter und Spötter und nicht an solche, welche von Begierde berauscht sind.

[ 44 ] Ferner da, wo Buddha seine Jünger aussendet mit Worten, die uns wie eine Art von Pfingstpredigt innerhalb der buddhistischen Lehren entgegentreten. Buddha selbst spricht zu seinen Jüngern: Jeder Hirte soll in seiner eigenen Sprache sprechen. Liefert die Lehre nicht aus an Verächter und Spötter und nicht an solche, welche von Begierde berauscht sind.

[ 45 ] Und dazu Matthäus 7, Vers 6: «Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, auf dass sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen.»

[ 45 ] Und dazu Matthäus 7, Vers 6: «Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, auf dass sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen.»

[ 46 ] Nun spricht [Buddha] noch in einer seiner letzten Lehren, dass er bei seinen Jüngern sein werde, solange sie seine Lehre verbreiten. Er wird ihnen unsichtbar gegenwärtig sein. Die entsprechenden Stellen sind bei Matthäus und Johannes.

[ 46 ] Nun spricht [Buddha] noch in einer seiner letzten Lehren, dass er bei seinen Jüngern sein werde, solange sie seine Lehre verbreiten. Er wird ihnen unsichtbar gegenwärtig sein. Die entsprechenden Stellen sind bei Matthäus und Johannes.

[ 47 ] Er weissagt, nach ihm werde einer kommen in himmlischer Glorie. Und der Böse und sein Reich werden dann vollends überwunden sein.

[ 47 ] Er weissagt, nach ihm werde einer kommen in himmlischer Glorie. Und der Böse und sein Reich werden dann vollends überwunden sein.

[ 48 ] Wir hören, dass sie vereinigt wurden, nachdem der Buddha wieder zu dem Göttlichen eingegangen war, nachdem er seinen Tod selbst hat herankommen sehen und sich zurückgezogen hat in die Einsamkeit.

[ 48 ] Wir hören, dass sie vereinigt wurden, nachdem der Buddha wieder zu dem Göttlichen eingegangen war, nachdem er seinen Tod selbst hat herankommen sehen und sich zurückgezogen hat in die Einsamkeit.

[ 49 ] Von seiner Weisheit wurde sein Leib ein glänzender Leib.

[ 49 ] Von seiner Weisheit wurde sein Leib ein glänzender Leib.

[ 50 ] Bei seinem Tode fiel ein Meteor, die Erde stand in Flammen, ein Donner machte die Welt erbeben. Er war hinabgestiegen zur Hölle, um die darin Versammelten zu trösten. Das ist eine Art von Fortsetzung dessen, was die alten Ägypter in ihrem Gang vom Leben zum Tod haben.

[ 50 ] Bei seinem Tode fiel ein Meteor, die Erde stand in Flammen, ein Donner machte die Welt erbeben. Er war hinabgestiegen zur Hölle, um die darin Versammelten zu trösten. Das ist eine Art von Fortsetzung dessen, was die alten Ägypter in ihrem Gang vom Leben zum Tod haben.

[ 51 ] Ich musste dies alles vorausschicken, bevor ich weiterfahren kann. Ich kann nicht einmal ganz klarmachen, warum ich das alles klarmachen musste, weil die Zeit schon zu vorgeschritten ist. Ich musste zeigen, welcher Zusammenhang in den Weisheitslehren und religi sen Vorstellungen Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung vorhanden war. Ich musste zeigen, was Positives darin vorhanden war. Diese Betrachtungsweise wird uns dahin führen, wahrhaftig dasjenige zu verstehen, was sich um die Wende unserer Zeitrechnung zugetragen hat.

[ 51 ] Ich musste dies alles vorausschicken, bevor ich weiterfahren kann. Ich kann nicht einmal ganz klarmachen, warum ich das alles klarmachen musste, weil die Zeit schon zu vorgeschritten ist. Ich musste zeigen, welcher Zusammenhang in den Weisheitslehren und religi sen Vorstellungen Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung vorhanden war. Ich musste zeigen, was Positives darin vorhanden war. Diese Betrachtungsweise wird uns dahin führen, wahrhaftig dasjenige zu verstehen, was sich um die Wende unserer Zeitrechnung zugetragen hat.

Fragenbeantwortung:

Fragenbeantwortung:

[ 53 ] [Das Buch «Buddha und Christus»] von Rudolf Seydel ist sehr gut, aber geschichtlich. Es bringt wesentliche Momente zusammen, weiß aber damit nichts anzufangen. - Von [Oldenberg] gibt es auch ein sehr gutes Buch.

[ 53 ] [Das Buch «Buddha und Christus»] von Rudolf Seydel ist sehr gut, aber geschichtlich. Es bringt wesentliche Momente zusammen, weiß aber damit nichts anzufangen. - Von [Oldenberg] gibt es auch ein sehr gutes Buch.