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Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a

2 August 1904, Berlin

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge I, tr. SOL

48. Fleischwerdung

48. Fleischwerdung

1. Weißt du, wie die Seele in die Welt gekommen ist?
2. Weißt du, wie die Seele aus der Welt kommt?
3. Kennst du den Unterschied des Väterweges von dem Götterweg?
4. Weißt du, warum jene Welt nicht voll ist?
5. Weißt du, warum bei der fünften Opferspende die Wasser mit Menschenstimme zu reden beginnen?

1. Weißt du, wie die Seele in die Welt gekommen ist?
2. Weißt du, wie die Seele aus der Welt kommt?
3. Kennst du den Unterschied des Väterweges von dem Götterweg?
4. Weißt du, warum jene Welt nicht voll ist?
5. Weißt du, warum bei der fünften Opferspende die Wasser mit Menschenstimme zu reden beginnen?

[ 1 ] Die drei unteren Prinzipien des Menschen werden von der ätherischen Hülle ebenso zusammengehalten und umschlossen wie die drei oberen von der aurischen Hülle. Was das Auseinanderfallen der physischen Zellen verhindert, ist der Ätherkörper.

[ 1 ] Die drei unteren Prinzipien des Menschen werden von der ätherischen Hülle ebenso zusammengehalten und umschlossen wie die drei oberen von der aurischen Hülle. Was das Auseinanderfallen der physischen Zellen verhindert, ist der Ätherkörper.

[ 2 ] Prana ist nur ein Teil von Shiva, umschlossen und dadurch gesondert, für sich bestehend. Kama und Kama-Manas liegen in der Schablone des Ätherkörpers, die auf dem Rückwege zu einer Inkarnation von der Seele dadurch gebildet wird, das sie aus dem allgemeinen Rupa-Manas und Kama-Stoff grade die Bestandteile an sich heranzicht, die vor ihrem Arupa-Aufenthalt, ihren Kama- und Rupa-Körper ausgemacht hatten. Einen Arupa-Aufenthalt hat jede Seele, denn nur dadurch ist sie Seele, das heißt Kausalkörper, dass der Ansatz zum selbstlosen Gedankenleben gelegt ist. Selbst der Wilde hat den Keim dazu, und wie gering auch dieser Keim ist, er verschafft ihm den Durchgang durch die Arupa-Sphäre, durch Devachan. Unsere Gedanken, sich in den Mentalstoff bauend, haben gewöhnlich noch undefinierte, nicht präzise Formen, weil sie so viele Hüllen zu durchbrechen haben, sich an sie stoßen.

[ 2 ] Prana ist nur ein Teil von Shiva, umschlossen und dadurch gesondert, für sich bestehend. Kama und Kama-Manas liegen in der Schablone des Ätherkörpers, die auf dem Rückwege zu einer Inkarnation von der Seele dadurch gebildet wird, das sie aus dem allgemeinen Rupa-Manas und Kama-Stoff grade die Bestandteile an sich heranzicht, die vor ihrem Arupa-Aufenthalt, ihren Kama- und Rupa-Körper ausgemacht hatten. Einen Arupa-Aufenthalt hat jede Seele, denn nur dadurch ist sie Seele, das heißt Kausalkörper, dass der Ansatz zum selbstlosen Gedankenleben gelegt ist. Selbst der Wilde hat den Keim dazu, und wie gering auch dieser Keim ist, er verschafft ihm den Durchgang durch die Arupa-Sphäre, durch Devachan. Unsere Gedanken, sich in den Mentalstoff bauend, haben gewöhnlich noch undefinierte, nicht präzise Formen, weil sie so viele Hüllen zu durchbrechen haben, sich an sie stoßen.

[ 3 ] In die Arupa-Sphäre nehmen wir bloß ihre Essenz, ihren Keim mit, dort quellen sie auf und leben erst ihr eigenes Leben. Vor jeder Neuverkörperung muss der Mensch durch den Samenzustand, das heißt durch die Arupa-Sphäre des Devachan gehen. Auf dem Rückwege nun muss dieser Same durch die magnetische Kraft seiner eigenen früheren Gebilde, das heißt Handlungen, Empfindungen und Gedanken, sich wieder mit dem Stoff umkleiden, aus dem sie bestanden haben. Das präzise gewordene Gedankenbild findet in der Astralsphäre die ihm durch den Lipika, den Herrn des Karma, nach ewigen Gesetzen zuerteilten, durch ihn selbst erschaffenen Formen, Schablonen; durch die Maharajas wird der Ätherstoff diesen Schablonen gleichsam zugeführt, von allen vier Winden tragen sie ihn her. So ist die untere persönliche Hülle, der ätherische Doppelkörper verfertigt, der sich nun in die Physis einsenkt.

[ 3 ] In die Arupa-Sphäre nehmen wir bloß ihre Essenz, ihren Keim mit, dort quellen sie auf und leben erst ihr eigenes Leben. Vor jeder Neuverkörperung muss der Mensch durch den Samenzustand, das heißt durch die Arupa-Sphäre des Devachan gehen. Auf dem Rückwege nun muss dieser Same durch die magnetische Kraft seiner eigenen früheren Gebilde, das heißt Handlungen, Empfindungen und Gedanken, sich wieder mit dem Stoff umkleiden, aus dem sie bestanden haben. Das präzise gewordene Gedankenbild findet in der Astralsphäre die ihm durch den Lipika, den Herrn des Karma, nach ewigen Gesetzen zuerteilten, durch ihn selbst erschaffenen Formen, Schablonen; durch die Maharajas wird der Ätherstoff diesen Schablonen gleichsam zugeführt, von allen vier Winden tragen sie ihn her. So ist die untere persönliche Hülle, der ätherische Doppelkörper verfertigt, der sich nun in die Physis einsenkt.

[ 4 ] Unter ‹Väterweg› haben wir jene Welt unserer Wünsche zu verstehen, die uns noch durch Genießen an sich kettet; erst wenn wir uns gewöhnt haben, die drei unteren Reiche bloß als Halle des Lernens zu betrachten und nichts mehr von ihr zu verlangen, sind wir reif für den Götterweg, der uns das Leben im Geiste erschließt.

[ 4 ] Unter ‹Väterweg› haben wir jene Welt unserer Wünsche zu verstehen, die uns noch durch Genießen an sich kettet; erst wenn wir uns gewöhnt haben, die drei unteren Reiche bloß als Halle des Lernens zu betrachten und nichts mehr von ihr zu verlangen, sind wir reif für den Götterweg, der uns das Leben im Geiste erschließt.

[ 5 ] Devajani, Pitrijani. Solange wir noch zu selbstischem Glücke streben, solange kann jene Welt, Devajani, nicht voll werden. Nur wenn wir den Früchten unserer Taten entsagen, sind wir nicht an die Welt der Väter, die Welt des Kama, gebunden. Die Tat allein bindet uns nicht.

[ 5 ] Devajani, Pitrijani. Solange wir noch zu selbstischem Glücke streben, solange kann jene Welt, Devajani, nicht voll werden. Nur wenn wir den Früchten unserer Taten entsagen, sind wir nicht an die Welt der Väter, die Welt des Kama, gebunden. Die Tat allein bindet uns nicht.

[ 6 ] Das erste Opfer: Teilung der Einheit in die Dreiheit. Das zweite und dritte: die Ausgießungen des dritten Logos; das vierte: Beseelung durch den zweiten Logos; das fünfte: die materielle Welt wird durch den ersten Logos geistig befruchtet, der Mensch ersteht, das Wort wird Fleisch.

[ 6 ] Das erste Opfer: Teilung der Einheit in die Dreiheit. Das zweite und dritte: die Ausgießungen des dritten Logos; das vierte: Beseelung durch den zweiten Logos; das fünfte: die materielle Welt wird durch den ersten Logos geistig befruchtet, der Mensch ersteht, das Wort wird Fleisch.