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Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a

19 December 1904, Berlin

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72. Die Geburt des Lichtes eine Weihnachtsbetrachtung

72. Die Geburt des Lichtes eine Weihnachtsbetrachtung

[ 1 ] Wer heute auf der Straße zwischen den aufgestellten Weihnachtsbäumen hindurchgeht, der könnte wohl leicht auf den Gedanken verfallen, dass der Weihnachtsbaum selbst etwas sehr Altes sei. Gerade am Weihnachtsbaum aber können Sie die Veränderung in den Gebräuchen und Sitten der Menschen sehen, denn der Weihnachtsbaum, der heute fast in keinem Hause fehlt, ist noch nicht einmal hundert Jahre alt. Vor einem Jahrhundert würden Sie nicht durch solche von Weihnachtsbäumen besetzten Straßen haben gehen können. Sie würden sich auch vergeblich in der Dichtung vor hundert oder hundertzwanzig Jahren umsehen nach einem Lied, nach einem Gedicht, welches den Weihnachtsbaum besingt. Das müsste Ihnen aber doch eine auffällige Erscheinung sein, denn der Weihnachtsbaum ist jedenfalls etwas, was von den Dichtern besungen worden ist in der Zeit, in der er einmal da war. Er ist eine ganz neue Erscheinung, er ist etwas, was erst in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts in Europa so allgemein geworden ist. Der Weihnachtsbaum als Symbol des Weihnachtsfestes tritt erst auf um das Jahr 1800 herum, das Weihnachtsfest aber ist uralt, ist nicht erst christlich. Es wurde in derselben Weise gefeiert in allen Zeiten, von denen wir geschichtlich Nachricht haben können.

[ 1 ] Wer heute auf der Straße zwischen den aufgestellten Weihnachtsbäumen hindurchgeht, der könnte wohl leicht auf den Gedanken verfallen, dass der Weihnachtsbaum selbst etwas sehr Altes sei. Gerade am Weihnachtsbaum aber können Sie die Veränderung in den Gebräuchen und Sitten der Menschen sehen, denn der Weihnachtsbaum, der heute fast in keinem Hause fehlt, ist noch nicht einmal hundert Jahre alt. Vor einem Jahrhundert würden Sie nicht durch solche von Weihnachtsbäumen besetzten Straßen haben gehen können. Sie würden sich auch vergeblich in der Dichtung vor hundert oder hundertzwanzig Jahren umsehen nach einem Lied, nach einem Gedicht, welches den Weihnachtsbaum besingt. Das müsste Ihnen aber doch eine auffällige Erscheinung sein, denn der Weihnachtsbaum ist jedenfalls etwas, was von den Dichtern besungen worden ist in der Zeit, in der er einmal da war. Er ist eine ganz neue Erscheinung, er ist etwas, was erst in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts in Europa so allgemein geworden ist. Der Weihnachtsbaum als Symbol des Weihnachtsfestes tritt erst auf um das Jahr 1800 herum, das Weihnachtsfest aber ist uralt, ist nicht erst christlich. Es wurde in derselben Weise gefeiert in allen Zeiten, von denen wir geschichtlich Nachricht haben können.

[ 2 ] Im Christentum selbst ist das Weihnachtsfest als solches symbolisch genommen worden für die Geburt des christlichen Erlösers erst seit dem vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Keineswegs wurde in den ersten christlichen Jahrhunderten der 25. Dezember als der Geburtstag des Stifters des Christentums gefeiert; erst im vierten Jahrhundert wurde er als solcher aufgefasst. Aber ein Fest wurde in dieser Zeit doch gefeiert im römischen Reiche, ein Fest wurde auch gefeiert in derselben Zeit bei den alten keltischen und bei den germanischen Völkern und mit einem ähnlichen Gedanken auch schon im alten Ägypten und noch in mancher anderen Gegend. Was da gefeiert worden ist, war noch etwas anderes; erst im vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung wurde es zusammengebracht mit dem Geburtstage des Stifters des Christentums.

[ 2 ] Im Christentum selbst ist das Weihnachtsfest als solches symbolisch genommen worden für die Geburt des christlichen Erlösers erst seit dem vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Keineswegs wurde in den ersten christlichen Jahrhunderten der 25. Dezember als der Geburtstag des Stifters des Christentums gefeiert; erst im vierten Jahrhundert wurde er als solcher aufgefasst. Aber ein Fest wurde in dieser Zeit doch gefeiert im römischen Reiche, ein Fest wurde auch gefeiert in derselben Zeit bei den alten keltischen und bei den germanischen Völkern und mit einem ähnlichen Gedanken auch schon im alten Ägypten und noch in mancher anderen Gegend. Was da gefeiert worden ist, war noch etwas anderes; erst im vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung wurde es zusammengebracht mit dem Geburtstage des Stifters des Christentums.

[ 3 ] Nun könnte man daraus den Schluss ziehen, dass die christliche Kirche etwas getan hätte, was geschichtlich gegen jedes Herkommen wäre, und sozusagen damit etwas korrigieren wollte. Das ist aber nicht der Fall. Wer wirklich die Bedeutung des Weihnachtsfestes versteht, der erkennt die uralte Weisheit, die in einem solchen Feste verborgen liegt. Feste, wie das Weihnachtsfest, das Oster-, das Pfingstfest, sind nichts anderes als Daten, als in die Zeit eingeschriebene Daten unserer Altvordern, unserer Vorfahren, mit denen sie uns, ihren Nachkommen, gezeigt haben, wie sie das Verhältnis von Welt und Mensch und die großen Geheimnisse des Daseins verstanden haben. Wer zu entziffern weiß die Schrift, die uns in den großen Festen niedergelegt ist, wer zu entziffern weiß die Hieroglyphen, die uns die Zeit selbst darbietet, der blickt in tiefe, in bedeutungsvolle Mysterien alles menschlichen Werdens. Ich sagte - und wir werden gleich sehen, in welchem Sinne das gilt —, dass das Weihnachtsfest gefeiert worden ist seit der Zeit, in der wir Geschichte haben. Die Zeiten, über die wir Geschichtsurkunden kennen, gehen zurück bis in die dritte Unterrasse der fünften Wurzelrasse. Bis zum fünfzehnten, sechzehnten Jahrhundert gehen die Zeiten unserer eigenen Unterrasse, in der sich physische Wissenschaft und physische Kultur entwickelt haben. Dieser ging eine andere Rasse voran, und diese geht zurück bis ins neunte, achte Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, in die Zeiten, in denen Homer seine Dichtungen den Griechen vorgesungen hat. Diese Zeit berichtet uns von den Gefühlen und Taten der uns vorangegangenen vierten Unterrasse.

[ 3 ] Nun könnte man daraus den Schluss ziehen, dass die christliche Kirche etwas getan hätte, was geschichtlich gegen jedes Herkommen wäre, und sozusagen damit etwas korrigieren wollte. Das ist aber nicht der Fall. Wer wirklich die Bedeutung des Weihnachtsfestes versteht, der erkennt die uralte Weisheit, die in einem solchen Feste verborgen liegt. Feste, wie das Weihnachtsfest, das Oster-, das Pfingstfest, sind nichts anderes als Daten, als in die Zeit eingeschriebene Daten unserer Altvordern, unserer Vorfahren, mit denen sie uns, ihren Nachkommen, gezeigt haben, wie sie das Verhältnis von Welt und Mensch und die großen Geheimnisse des Daseins verstanden haben. Wer zu entziffern weiß die Schrift, die uns in den großen Festen niedergelegt ist, wer zu entziffern weiß die Hieroglyphen, die uns die Zeit selbst darbietet, der blickt in tiefe, in bedeutungsvolle Mysterien alles menschlichen Werdens. Ich sagte - und wir werden gleich sehen, in welchem Sinne das gilt —, dass das Weihnachtsfest gefeiert worden ist seit der Zeit, in der wir Geschichte haben. Die Zeiten, über die wir Geschichtsurkunden kennen, gehen zurück bis in die dritte Unterrasse der fünften Wurzelrasse. Bis zum fünfzehnten, sechzehnten Jahrhundert gehen die Zeiten unserer eigenen Unterrasse, in der sich physische Wissenschaft und physische Kultur entwickelt haben. Dieser ging eine andere Rasse voran, und diese geht zurück bis ins neunte, achte Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, in die Zeiten, in denen Homer seine Dichtungen den Griechen vorgesungen hat. Diese Zeit berichtet uns von den Gefühlen und Taten der uns vorangegangenen vierten Unterrasse.

[ 4 ] Dann kommen wir zurück zu den noch älteren Zeiten, die uns aber schon in das graue Altertum zurückführen, in die Zeit des alten Babylons und Assyriens, in die alten Zeiten des jüdischen Volkes, in die Zeiten, in denen die ägyptischen Priester ihre Weisheit bewahrt haben und sie nur in exoterischer Weise in das Volk gebracht haben. Dann hört die geschichtliche Überlieferung auf. Was uns von der persischen Geschichte überliefert ist, das ist erst viel später aufgezeichnet worden. Was uns als die erhabene Religion des alten Indien mitgeteilt wird, was in den Veden und in der Vedanta-Philosophie verzeichnet ist, das sind späte Aufzeichnungen gegenüber den je Zeiten, in denen die großen Gedanken der alten indischen Rishis, die sie unmittelbar von den göttlichen Geistern selbst empfangen haben, durch diese der Menschheit zugeflossen sind. So blicken wir zurück aus der Zeit, in der wir selber sind und die noch lange dauern wird, in die römisch-griechische Epoche, die in das Christentum übergeführt wird, dann in die Epoche, in welcher die ägyptischen Priester wirkten. Dann aber verlieren sich die Wege. Nur derjenige, welcher auf anderen Wegen die Geschichte verfolgen kann, kann vom alten Persien etwas wissen. Noch weiter zurück werden wir geführt in die Zeiten, in die nur der Okkultist hineinzusehen vermag.

[ 4 ] Dann kommen wir zurück zu den noch älteren Zeiten, die uns aber schon in das graue Altertum zurückführen, in die Zeit des alten Babylons und Assyriens, in die alten Zeiten des jüdischen Volkes, in die Zeiten, in denen die ägyptischen Priester ihre Weisheit bewahrt haben und sie nur in exoterischer Weise in das Volk gebracht haben. Dann hört die geschichtliche Überlieferung auf. Was uns von der persischen Geschichte überliefert ist, das ist erst viel später aufgezeichnet worden. Was uns als die erhabene Religion des alten Indien mitgeteilt wird, was in den Veden und in der Vedanta-Philosophie verzeichnet ist, das sind späte Aufzeichnungen gegenüber den je Zeiten, in denen die großen Gedanken der alten indischen Rishis, die sie unmittelbar von den göttlichen Geistern selbst empfangen haben, durch diese der Menschheit zugeflossen sind. So blicken wir zurück aus der Zeit, in der wir selber sind und die noch lange dauern wird, in die römisch-griechische Epoche, die in das Christentum übergeführt wird, dann in die Epoche, in welcher die ägyptischen Priester wirkten. Dann aber verlieren sich die Wege. Nur derjenige, welcher auf anderen Wegen die Geschichte verfolgen kann, kann vom alten Persien etwas wissen. Noch weiter zurück werden wir geführt in die Zeiten, in die nur der Okkultist hineinzusehen vermag.

[ 5 ] Nun, wer das Christfest verstehen will, der muss in der Zeitenwende bis zu dem Punkte zurückblicken, wo zum ersten Male eine neue Weisheit wiederum die neuerstandene Menschheit gelehrt worden ist. Wir sind damit zurückgekommen bis zu der Zeit, wo durch die ungeheuren Überflutungen eines großen Kontinents die alte atlantische Kultur verschwunden war und eine neue Menschheitskultur - zu der diese Epochen, die ich schon aufgezählt habe, gehören begründet worden ist. Eine ganz neue Denk- und Empfindungsweise ist mit dieser neuen Menschheit heraufgezogen. Nichts ist von der eigentlichen Kultur der Atlantier, geschweige denn von der noch älteren Kultur der lemurischen Völker, die einst in uralten Zeiten gelebt haben und durch Feuer untergegangen sind, unmittelbar erhalten geblieben. Das, was die Menschheit aber einmal durchlebt hat, muss dann, wenn ein neuer Wendepunkt der Entwicklung erreicht worden ist, nochmals kurz durchgemacht werden. So sind in der Tat die ersten Unterrassen der fünften Wurzelrasse dazu bestimmt gewesen, drei wichtige Entwicklungsepochen der Menschheit kurz zu wiederholen.

[ 5 ] Nun, wer das Christfest verstehen will, der muss in der Zeitenwende bis zu dem Punkte zurückblicken, wo zum ersten Male eine neue Weisheit wiederum die neuerstandene Menschheit gelehrt worden ist. Wir sind damit zurückgekommen bis zu der Zeit, wo durch die ungeheuren Überflutungen eines großen Kontinents die alte atlantische Kultur verschwunden war und eine neue Menschheitskultur - zu der diese Epochen, die ich schon aufgezählt habe, gehören begründet worden ist. Eine ganz neue Denk- und Empfindungsweise ist mit dieser neuen Menschheit heraufgezogen. Nichts ist von der eigentlichen Kultur der Atlantier, geschweige denn von der noch älteren Kultur der lemurischen Völker, die einst in uralten Zeiten gelebt haben und durch Feuer untergegangen sind, unmittelbar erhalten geblieben. Das, was die Menschheit aber einmal durchlebt hat, muss dann, wenn ein neuer Wendepunkt der Entwicklung erreicht worden ist, nochmals kurz durchgemacht werden. So sind in der Tat die ersten Unterrassen der fünften Wurzelrasse dazu bestimmt gewesen, drei wichtige Entwicklungsepochen der Menschheit kurz zu wiederholen.

[ 6 ] Im alten Indien blickten die weisen Rishis zurück auf jene Zeiten, in denen die Menschheit noch auf einer ganz anderen Stufe war, auf jene Zeiten, in denen es noch nicht ein männliches und ein weibliches Geschlecht gab, in denen der Mensch noch eine Einheit war. Da blickten sie zurück auf jene große Einheit im Menschengeschlecht, auf jenen Urmenschen Adam, der in verschiedenen Geheimlehren auch Adam Kadmon genannt wird, der Mann und Weib zugleich war. Sie brachten in geistiger Art jene Ureinheit des Menschentums zum Ausdruck, indem sie das oberste Weltwesen mit dem unbestimmten heiligen Namen Brahman andeuteten. Brahman ist ursprünglich dasjenige, aus dem als aus der Alleinheit, aus dem göttlichen Einheitsgrunde hervorgegangen ist alle Mannigfaltigkeit. Auf der Erde selbst war diese Einheit für den Menschen in gewisser Weise nur vorhanden in den Zeiten, in denen es noch nicht Männliches und Weibliches gegeben hat, in den Zeiten, in denen noch nicht die Mannigfaltigkeit, wie wir sie jetzt haben, vorhanden war. Es ist wie ein Spiegelbild aus dem Geiste der großen indischen Rishis, was uns da entgegentritt: die göttliche Ureinheit der Menschen, der vormenschliche Adam Kadmon, in dem noch Friede, Geist, Klarheit und Eintracht war; der redet aus dem Vedenwort, wie es den Lippen der indischen Rishis entströmte, Das war die erste Epoche unseres Menschengeschlechtes nach der großen Flut. Da war es noch nicht so, dass man auf unserer Erde sprach von einer Dreieinigkeit, von einer dreifachen göttlichen Person. Lediglich von einer Ureinheit, von Brahman sprach man, in dem alles beschlossen ist, von dem alles stammt.

[ 6 ] Im alten Indien blickten die weisen Rishis zurück auf jene Zeiten, in denen die Menschheit noch auf einer ganz anderen Stufe war, auf jene Zeiten, in denen es noch nicht ein männliches und ein weibliches Geschlecht gab, in denen der Mensch noch eine Einheit war. Da blickten sie zurück auf jene große Einheit im Menschengeschlecht, auf jenen Urmenschen Adam, der in verschiedenen Geheimlehren auch Adam Kadmon genannt wird, der Mann und Weib zugleich war. Sie brachten in geistiger Art jene Ureinheit des Menschentums zum Ausdruck, indem sie das oberste Weltwesen mit dem unbestimmten heiligen Namen Brahman andeuteten. Brahman ist ursprünglich dasjenige, aus dem als aus der Alleinheit, aus dem göttlichen Einheitsgrunde hervorgegangen ist alle Mannigfaltigkeit. Auf der Erde selbst war diese Einheit für den Menschen in gewisser Weise nur vorhanden in den Zeiten, in denen es noch nicht Männliches und Weibliches gegeben hat, in den Zeiten, in denen noch nicht die Mannigfaltigkeit, wie wir sie jetzt haben, vorhanden war. Es ist wie ein Spiegelbild aus dem Geiste der großen indischen Rishis, was uns da entgegentritt: die göttliche Ureinheit der Menschen, der vormenschliche Adam Kadmon, in dem noch Friede, Geist, Klarheit und Eintracht war; der redet aus dem Vedenwort, wie es den Lippen der indischen Rishis entströmte, Das war die erste Epoche unseres Menschengeschlechtes nach der großen Flut. Da war es noch nicht so, dass man auf unserer Erde sprach von einer Dreieinigkeit, von einer dreifachen göttlichen Person. Lediglich von einer Ureinheit, von Brahman sprach man, in dem alles beschlossen ist, von dem alles stammt.

[ 7 ] Dann kam eine Zeit, in der die persischen Zarathustra-Priester, die Weisen der Parsen, zurückblickten auf jene Epoche, in der aus dem Feuer herausgeboren wurde der zweigeschlechtige Mensch, in der geboren wurde jener Mensch, welcher ein Duales, ein Zweifaches vorstellt. Und mit jener Geburt des Menschen aus dem Feuer kam etwas in unsere irdische Welt, was vorher noch nicht da war, es kam da erst das Böse in die Welt. Das Böse ist im menschlichen Sinne nicht vorhanden gewesen vor der Entstehung der Geschlechter. Diese entstanden seit der Mitte der lemurischen Zeit. Und Gut und Böse gibt es auch erst seit jener Zeit. Gut und Böse erfüllte die letzte lemurische Zeit und die erste atlantische Zeit.

[ 7 ] Dann kam eine Zeit, in der die persischen Zarathustra-Priester, die Weisen der Parsen, zurückblickten auf jene Epoche, in der aus dem Feuer herausgeboren wurde der zweigeschlechtige Mensch, in der geboren wurde jener Mensch, welcher ein Duales, ein Zweifaches vorstellt. Und mit jener Geburt des Menschen aus dem Feuer kam etwas in unsere irdische Welt, was vorher noch nicht da war, es kam da erst das Böse in die Welt. Das Böse ist im menschlichen Sinne nicht vorhanden gewesen vor der Entstehung der Geschlechter. Diese entstanden seit der Mitte der lemurischen Zeit. Und Gut und Böse gibt es auch erst seit jener Zeit. Gut und Böse erfüllte die letzte lemurische Zeit und die erste atlantische Zeit.

[ 8 ] Interessant ist es, zu erforschen nach den spirituellen Urkunden, die man die <«Akasha-Chronik> nennt, wie sich diese zweierlei Gestaltung der Menschheit auslebt. Sie werden im nächsten Heft der Zeitschrift «Lucifer - Gnosis» eine Darlegung finden, wie sich die Zweiheit im Menschen ausgestaltet, wie wirklich, als der Mensch in zwei Geschlechtern erschien, des Menschen Seele und des Menschen physische Willenskraft zunächst verteilt waren unter die Geschlechter. Selbst derjenige, der heute als Okkultist die wunderbaren Urkunden entziffert, die uns in der Akasha-Chronik erhalten sind, kann — weil das so verschieden ist von den Vorstellungen, die man sich über diese Zeiten macht - erstaunt sein über die Art und Weise, wie grundverschieden von dem heutigen Zustande das Männliche und Weibliche in diesen ersten Zeiten auf unserer Erde auftrat. Die Frau bildete zunächst die Seele aus, unter der Führung der weisen Menschheitsführer; der Mann bildete das Willenselement aus. So entsteht eine Zweiheit von Wille und Seele. Sie stehen einander gegenüber in der atlantischen Epoche in den zwei Geschlechtern der Menschheit. Dadurch, dass Seele in den physischen Leib und dadurch in die Menschheit kam, ist das Böse in die Menschheit gekommen. Und dadurch, dass unsere Menschheit jene Epoche wiederholen musste, welche sich charakterisiert durch den Unterschied von Gut und Böse, dadurch kam die Feuerreligion, die Parsenreligion, die Lehre von Ormuzd und Ahriman heraus. Dies geht unserer Geschichte voran als persische Kulturperiode.

[ 8 ] Interessant ist es, zu erforschen nach den spirituellen Urkunden, die man die <«Akasha-Chronik> nennt, wie sich diese zweierlei Gestaltung der Menschheit auslebt. Sie werden im nächsten Heft der Zeitschrift «Lucifer - Gnosis» eine Darlegung finden, wie sich die Zweiheit im Menschen ausgestaltet, wie wirklich, als der Mensch in zwei Geschlechtern erschien, des Menschen Seele und des Menschen physische Willenskraft zunächst verteilt waren unter die Geschlechter. Selbst derjenige, der heute als Okkultist die wunderbaren Urkunden entziffert, die uns in der Akasha-Chronik erhalten sind, kann — weil das so verschieden ist von den Vorstellungen, die man sich über diese Zeiten macht - erstaunt sein über die Art und Weise, wie grundverschieden von dem heutigen Zustande das Männliche und Weibliche in diesen ersten Zeiten auf unserer Erde auftrat. Die Frau bildete zunächst die Seele aus, unter der Führung der weisen Menschheitsführer; der Mann bildete das Willenselement aus. So entsteht eine Zweiheit von Wille und Seele. Sie stehen einander gegenüber in der atlantischen Epoche in den zwei Geschlechtern der Menschheit. Dadurch, dass Seele in den physischen Leib und dadurch in die Menschheit kam, ist das Böse in die Menschheit gekommen. Und dadurch, dass unsere Menschheit jene Epoche wiederholen musste, welche sich charakterisiert durch den Unterschied von Gut und Böse, dadurch kam die Feuerreligion, die Parsenreligion, die Lehre von Ormuzd und Ahriman heraus. Dies geht unserer Geschichte voran als persische Kulturperiode.

[ 9 ] Das «Gut und Böse» lebte in der Religion des Zarathustra. Da sprach man noch nicht von einer Dreiheit. Das kam erst später, ungefähr in der Zeit, da unsere geschichtlichen Dokumente beginnen. Nichts meldet die Akasha-Chronik von einer Dreieinigkeit in der vorgeschichtlichen Zeit. Erst als die Menschen zu unterscheiden wussten zwischen Gut und Böse, da waren sie in die Notwendigkeit versetzt, zu einem Dritten aufzublicken. Da tritt uns in der Gestalt des Mittlers, in der Gestalt, die uns in den sogenannten Mithrasmysterien am klarsten entgegentritt, die von Persien über die ganze Welt verbreitet werden, da tritt uns in der Dreieinigkeit der Mittler, der Versöhner, der Erlöser der Menschheit vom Bösen, der Hinführer vom Bösen zum Guten auf.

[ 9 ] Das «Gut und Böse» lebte in der Religion des Zarathustra. Da sprach man noch nicht von einer Dreiheit. Das kam erst später, ungefähr in der Zeit, da unsere geschichtlichen Dokumente beginnen. Nichts meldet die Akasha-Chronik von einer Dreieinigkeit in der vorgeschichtlichen Zeit. Erst als die Menschen zu unterscheiden wussten zwischen Gut und Böse, da waren sie in die Notwendigkeit versetzt, zu einem Dritten aufzublicken. Da tritt uns in der Gestalt des Mittlers, in der Gestalt, die uns in den sogenannten Mithrasmysterien am klarsten entgegentritt, die von Persien über die ganze Welt verbreitet werden, da tritt uns in der Dreieinigkeit der Mittler, der Versöhner, der Erlöser der Menschheit vom Bösen, der Hinführer vom Bösen zum Guten auf.

[ 10 ] In diesen alten Zeiten hat man immer in dem Irdischen ein Abbild des Göttlichen sehen müssen, ein Abbild dessen, was sich am großen Himmelsgewölbe zugetragen hat. Wenn Sie sich den Tierkreis ansehen, so werden sie sehen, dass in diesem Tierkreis aufeinanderfolgen die Zeichen des Krebses, der Zwillinge, des Stiers und des Widders oder Lammes. Nach gewissen Gesetzen rückt die Sonne oder besser der Frühlingspunkt der Sonne vor, sodass in uralten Zeiten die Sonne im Frühling aufgegangen ist im Zeichen des Krebses, später im Zeichen der Zwillinge, noch später im Zeichen des Stiers, und noch später im Zeichen des Widders oder Lammes. Ungefähr um die Zeit des achten Jahrhunderts vor Christi Geburt hatte die Sonne am Himmelsgewölbe das Sternbild des Widders oder Lammes erreicht. Jetzt, in unserer Kulturzeit tritt sie in das Sternbild der Fische ein.

[ 10 ] In diesen alten Zeiten hat man immer in dem Irdischen ein Abbild des Göttlichen sehen müssen, ein Abbild dessen, was sich am großen Himmelsgewölbe zugetragen hat. Wenn Sie sich den Tierkreis ansehen, so werden sie sehen, dass in diesem Tierkreis aufeinanderfolgen die Zeichen des Krebses, der Zwillinge, des Stiers und des Widders oder Lammes. Nach gewissen Gesetzen rückt die Sonne oder besser der Frühlingspunkt der Sonne vor, sodass in uralten Zeiten die Sonne im Frühling aufgegangen ist im Zeichen des Krebses, später im Zeichen der Zwillinge, noch später im Zeichen des Stiers, und noch später im Zeichen des Widders oder Lammes. Ungefähr um die Zeit des achten Jahrhunderts vor Christi Geburt hatte die Sonne am Himmelsgewölbe das Sternbild des Widders oder Lammes erreicht. Jetzt, in unserer Kulturzeit tritt sie in das Sternbild der Fische ein.

[ 11 ] Je nachdem nun, was im Geistigen geschieht, gestaltet sich das aus, was auf der Erde sich ereignet. Das Krebszeichen ist Ihnen ja bekannt, aber seine wahre Bedeutung ist nicht immer bekannt. Dieses Zeichen des Krebses muss man verstehen; dann wird man auch verstehen, wie es hindeutet auf das Aufgehen einer ganz neuen Zeit. Es sind zwei ineinandergeschlungene Spiralen oder zwei ineinander geschlagene Wirbel. Wenn etwas Wichtiges in der Welt geschieht, wenn ein Entwicklungsabschnitt von einem anderen abgelöst wird, wenn etwas ganz Neues eintritt in der Welt, dann verschlingen sich zwei solche Wirbelbewegungen. In diesem einen Wirbel haben Sie das Aufhören der atlantischen Kultur, und in dem anderen haben Sie den Anfang der arischen Kultur bezeichnet. Am Himmel oben haben unsere Vorfahren das äußere Zeichen für das Aufgehen der neuen arischen Kultur erblickt. Dann, in späterer Zeit, trat die Sonne in das Zeichen der Zwillinge. Die Zwillinge sind ein Zeichen für Gut und Böse; die Zwillinge sind das Tierkreiszeichen, welches das persische Denken beherrschte. Dann tritt die Sonne in das Zeichen des Stieres. Damit kommen wir in die dritte Unterrasse; sie hat die Stierverehrung, den ägyptischen Apis, in Babylonien den Stierdienst, und endlich im damaligen späteren Persien das Stieropfer, den Mithrasdienst. Das Stieropfer hat der Mensch vom Himmel heruntergeholt, weil es da eingezeichnet war.

[ 11 ] Je nachdem nun, was im Geistigen geschieht, gestaltet sich das aus, was auf der Erde sich ereignet. Das Krebszeichen ist Ihnen ja bekannt, aber seine wahre Bedeutung ist nicht immer bekannt. Dieses Zeichen des Krebses muss man verstehen; dann wird man auch verstehen, wie es hindeutet auf das Aufgehen einer ganz neuen Zeit. Es sind zwei ineinandergeschlungene Spiralen oder zwei ineinander geschlagene Wirbel. Wenn etwas Wichtiges in der Welt geschieht, wenn ein Entwicklungsabschnitt von einem anderen abgelöst wird, wenn etwas ganz Neues eintritt in der Welt, dann verschlingen sich zwei solche Wirbelbewegungen. In diesem einen Wirbel haben Sie das Aufhören der atlantischen Kultur, und in dem anderen haben Sie den Anfang der arischen Kultur bezeichnet. Am Himmel oben haben unsere Vorfahren das äußere Zeichen für das Aufgehen der neuen arischen Kultur erblickt. Dann, in späterer Zeit, trat die Sonne in das Zeichen der Zwillinge. Die Zwillinge sind ein Zeichen für Gut und Böse; die Zwillinge sind das Tierkreiszeichen, welches das persische Denken beherrschte. Dann tritt die Sonne in das Zeichen des Stieres. Damit kommen wir in die dritte Unterrasse; sie hat die Stierverehrung, den ägyptischen Apis, in Babylonien den Stierdienst, und endlich im damaligen späteren Persien das Stieropfer, den Mithrasdienst. Das Stieropfer hat der Mensch vom Himmel heruntergeholt, weil es da eingezeichnet war.

[ 12 ] Die vierte Unterrasse, in welche das Aufgehen des Christentums fällt, beginnt damit, dass die Sonne in den Widder eintritt. Eine wichtige Sage — das Herüberholen des Widderfelles durch den griechischen Helden Jason - zeigt uns diesen wichtigen Wendepunkt der Geschichte an. Und einen weiteren wichtigen Wendepunkt zeigt uns die Opferung des mystischen Lammes am Kreuze an. Das ist der geschichtliche Ausdruck des Mysteriums, der damit angedeutet ist, dass die Sonne, der Regent der Welt, den Punkt am Himmelsgewölbe erreicht hat, der bezeichnet wird mit Lamm oder Widder.

[ 12 ] Die vierte Unterrasse, in welche das Aufgehen des Christentums fällt, beginnt damit, dass die Sonne in den Widder eintritt. Eine wichtige Sage — das Herüberholen des Widderfelles durch den griechischen Helden Jason - zeigt uns diesen wichtigen Wendepunkt der Geschichte an. Und einen weiteren wichtigen Wendepunkt zeigt uns die Opferung des mystischen Lammes am Kreuze an. Das ist der geschichtliche Ausdruck des Mysteriums, der damit angedeutet ist, dass die Sonne, der Regent der Welt, den Punkt am Himmelsgewölbe erreicht hat, der bezeichnet wird mit Lamm oder Widder.

[ 13 ] Nun müssen wir aber diese ganze Entwicklung in der richtigen Weise verstehen. Nach der Zweiheit von Gut und Böse tritt im menschlichen Bewusstsein die Dreieinigkeit auf. In verschiedenen Religionen tritt dies auf. Wir brauchen sie nur kennenzulernen in dem, was wir in den verschiedenen Ländern am Mittelmeer kennen als Mithrasmysterien. Blicken wir auf einen solchen Mysterientempel hin. Es vollzieht sich da für diejenigen, welche nur teilnehmen an den kleinen Mysterien, eine symbolische Handlung. Für diejenigen, die an den großen Mysterien teilnehmen dürfen, vollzieht sich dasselbe als Tatsache im Astralraum. Nur über die kleinen Mysterien des Mithrasdienstes kann ich sprechen. Der symbolische Stier wird sichtbar. Auf ihm reitet der Mittler, der Gott. Er hält dem Stiere dann die Nüstern zu und stößt ihm das Schwert in die Seite. Eine Schlange kommt, ein Skorpion; über dem Haupte des Mithras sieht man einen Vogel, und oben über der ganzen Gruppe sieht man auf der einen Seite den Genius mit gesenkter und auf der anderen Seite mit erhobener Fackel, was symbolisiert die Sonne auf ihrem Gange durch das Himmelsgewölbe.

[ 13 ] Nun müssen wir aber diese ganze Entwicklung in der richtigen Weise verstehen. Nach der Zweiheit von Gut und Böse tritt im menschlichen Bewusstsein die Dreieinigkeit auf. In verschiedenen Religionen tritt dies auf. Wir brauchen sie nur kennenzulernen in dem, was wir in den verschiedenen Ländern am Mittelmeer kennen als Mithrasmysterien. Blicken wir auf einen solchen Mysterientempel hin. Es vollzieht sich da für diejenigen, welche nur teilnehmen an den kleinen Mysterien, eine symbolische Handlung. Für diejenigen, die an den großen Mysterien teilnehmen dürfen, vollzieht sich dasselbe als Tatsache im Astralraum. Nur über die kleinen Mysterien des Mithrasdienstes kann ich sprechen. Der symbolische Stier wird sichtbar. Auf ihm reitet der Mittler, der Gott. Er hält dem Stiere dann die Nüstern zu und stößt ihm das Schwert in die Seite. Eine Schlange kommt, ein Skorpion; über dem Haupte des Mithras sieht man einen Vogel, und oben über der ganzen Gruppe sieht man auf der einen Seite den Genius mit gesenkter und auf der anderen Seite mit erhobener Fackel, was symbolisiert die Sonne auf ihrem Gange durch das Himmelsgewölbe.

[ 14 ] Das Menschenleben, wie es sich abspielt im Bewusstsein der damaligen Zeit, wird uns damit dargestellt. Der Mensch war dahin gelangt, in sich selbst zunächst die Erlösung zu suchen, das dritte göttliche Prinzip, das ihn hinwegführt über das Böse, und das das Böse mit dem Guten versöhnen kann. Das Böse sind die Leidenschaften, das, was den Menschen herunterzieht zur Erde, bis in das, was durch den Stier symbolisiert wird. Was aber den Menschen zum höheren Selbst hinaufführen kann, was als Unsterbliches erscheint, ist der Mittler, der das Niedere ertötet hat, wenn er symbolisch das Schwert in die Lenden des Stieres gestoßen hat. So tritt als Mittler zwischen Gut und Böse, also in der dritten Unterrasse, eine Dreiheit im Göttlichen auf, und damit hat die Menschheit das begriffen, was in der Theosophie Atman-Budhi-Manas genannt wird. In dem Augenblick, wo der Mittler erscheint, wird das mystische Geheimnis vollzogen: Die Dreiheit im Bewusstsein des Menschen erwacht.

[ 14 ] Das Menschenleben, wie es sich abspielt im Bewusstsein der damaligen Zeit, wird uns damit dargestellt. Der Mensch war dahin gelangt, in sich selbst zunächst die Erlösung zu suchen, das dritte göttliche Prinzip, das ihn hinwegführt über das Böse, und das das Böse mit dem Guten versöhnen kann. Das Böse sind die Leidenschaften, das, was den Menschen herunterzieht zur Erde, bis in das, was durch den Stier symbolisiert wird. Was aber den Menschen zum höheren Selbst hinaufführen kann, was als Unsterbliches erscheint, ist der Mittler, der das Niedere ertötet hat, wenn er symbolisch das Schwert in die Lenden des Stieres gestoßen hat. So tritt als Mittler zwischen Gut und Böse, also in der dritten Unterrasse, eine Dreiheit im Göttlichen auf, und damit hat die Menschheit das begriffen, was in der Theosophie Atman-Budhi-Manas genannt wird. In dem Augenblick, wo der Mittler erscheint, wird das mystische Geheimnis vollzogen: Die Dreiheit im Bewusstsein des Menschen erwacht.

[ 15 ] So wurde der Mensch geführt durch die menschliche Erkenntnis der Einheit, der Zweiheit und der Dreiheit zu Atman, Budhi, Manas. Atman oder der Geistesmensch ist die Einheit, die der Mensch in sich selbst wahrzunehmen in der Lage ist, wenn er sich dazu entwickelt haben wird. Budhi oder der Lebensgeist wird im Menschen dadurch zum Ausdruck kommen, dass das Böse durch das Gute überwunden wird, dass die Zweiheit einerseits die niederen Instinkte oder das Verlangen läutert und andererseits höhere sogenannte Feuerinstinkte oder die Liebe versöhnt sein werden, indem alles Böse im Feuer der Liebe verzehrt sein wird. Manas oder das Geistselbst ist das geistige Prinzip, das jetzt schon die menschliche Entwicklung regiert. Wie durch den Messias, den Erlöser, in der Welt ein Einklang geschaffen wird, der von der Disharmonie zur Harmonie führen muss, so löst die Zweiheit sich auf durch die Dreiheit, in der das Böse durch das Gute überwunden wird.

[ 15 ] So wurde der Mensch geführt durch die menschliche Erkenntnis der Einheit, der Zweiheit und der Dreiheit zu Atman, Budhi, Manas. Atman oder der Geistesmensch ist die Einheit, die der Mensch in sich selbst wahrzunehmen in der Lage ist, wenn er sich dazu entwickelt haben wird. Budhi oder der Lebensgeist wird im Menschen dadurch zum Ausdruck kommen, dass das Böse durch das Gute überwunden wird, dass die Zweiheit einerseits die niederen Instinkte oder das Verlangen läutert und andererseits höhere sogenannte Feuerinstinkte oder die Liebe versöhnt sein werden, indem alles Böse im Feuer der Liebe verzehrt sein wird. Manas oder das Geistselbst ist das geistige Prinzip, das jetzt schon die menschliche Entwicklung regiert. Wie durch den Messias, den Erlöser, in der Welt ein Einklang geschaffen wird, der von der Disharmonie zur Harmonie führen muss, so löst die Zweiheit sich auf durch die Dreiheit, in der das Böse durch das Gute überwunden wird.

[ 16 ] Damit war das Menschengeschlecht so weit gekommen, dass es in der Dreiheit sein ganzes Schicksal erblickt. Aber es erblickt in dieser Dreiheit das Schicksal so, wie es als eine ewige Weltordnung über die Menschen verhängt ist. Der Mensch blickt zu dem dreifachen Aspekt der Gottheit hinauf, erblickt eine göttliche Dreieinigkeit in der Welt und sich selbst abhängig von dieser göttlichen Dreieinigkeit. Wahrhaft erfahren musste er zuerst, dass diese göttliche Dreieinigkeit unmittelbar, in einem Menschenbruder, selbst zu ihm herunterstieg. Das war das große Ereignis, das im Beginne unserer Zeitrechnung steht. Damit wird für das menschliche Bewusstsein die Dreieinigkeit zu etwas ganz Neuem.

[ 16 ] Damit war das Menschengeschlecht so weit gekommen, dass es in der Dreiheit sein ganzes Schicksal erblickt. Aber es erblickt in dieser Dreiheit das Schicksal so, wie es als eine ewige Weltordnung über die Menschen verhängt ist. Der Mensch blickt zu dem dreifachen Aspekt der Gottheit hinauf, erblickt eine göttliche Dreieinigkeit in der Welt und sich selbst abhängig von dieser göttlichen Dreieinigkeit. Wahrhaft erfahren musste er zuerst, dass diese göttliche Dreieinigkeit unmittelbar, in einem Menschenbruder, selbst zu ihm herunterstieg. Das war das große Ereignis, das im Beginne unserer Zeitrechnung steht. Damit wird für das menschliche Bewusstsein die Dreieinigkeit zu etwas ganz Neuem.

[ 17 ] Nun verstehen wir aber die tiefere Bedeutung des Weihnachtsfestes nur, wenn wir den Mittler in der richtigen Weise auffassen. Aus der Einheit hat sich die Zweiheit entwickelt, aus der Zweiheit ein Chaos, aus dem sich wieder Harmonie entwickeln soll. Diese Harmonie kann sich nur dadurch entwickeln, dass der Mittler diese Harmonie schafft. Diese Harmonie kann nur ihren Ausdruck finden in einer urewigen Gesetzlichkeit, und diese urewige Gesetzlichkeit fand ihren symbolischen Ausdruck - in der Zeit, in der der Mithrasdienst entstanden ist — dadurch, dass in dem Menschen selbst ein Abbild gesehen wurde dieses die urewigen Weltenharmonien schaffenden Weltgesetzes.

[ 17 ] Nun verstehen wir aber die tiefere Bedeutung des Weihnachtsfestes nur, wenn wir den Mittler in der richtigen Weise auffassen. Aus der Einheit hat sich die Zweiheit entwickelt, aus der Zweiheit ein Chaos, aus dem sich wieder Harmonie entwickeln soll. Diese Harmonie kann sich nur dadurch entwickeln, dass der Mittler diese Harmonie schafft. Diese Harmonie kann nur ihren Ausdruck finden in einer urewigen Gesetzlichkeit, und diese urewige Gesetzlichkeit fand ihren symbolischen Ausdruck - in der Zeit, in der der Mithrasdienst entstanden ist — dadurch, dass in dem Menschen selbst ein Abbild gesehen wurde dieses die urewigen Weltenharmonien schaffenden Weltgesetzes.

[ 18 ] In denselben Mysterien, von denen ich schon hier gesprochen habe, in den Geheimnissen der persischen Religion, finden Sie eine siebenfache Einweihung derjenigen, welche zugelassen wurden zu den heiligen Geheimnissen. Zu dem ersten Grad gehörten diejenigen, die etwas erfuhren von den allerersten Geheimnissen: Das war der Grad der «Raben», wie der symbolische Name heißt. Der zweite Grad war derjenige der «Okkulten». Der dritte Grad war derjenige der «Kämpfer» oder für die heilige Wahrheit. Der vierte Grad waren die sogenannten «Löwen», und der fünfte Grad waren die «Perser. Erst der wurde als voller Perser angesehen, in dem erwacht war das Bewusstsein des höchsten Geistigen im Menschen, das wir mit Manas bezeichnen. Derjenige, in dem das erwacht war, konnte als ein im fünften Grade Eingeweihter bezeichnet werden, und den bezeichnete man als Perser. Er war ein Angehöriger eines Volkes im wahrsten Sinne des Wortes. Er repräsentierte das Schicksal seines Volkes. Und wurde er einen Grad höher eingeweiht, so repräsentierte er nicht mehr das Persönliche seines Volkes, sondern das der ganzen Menschheit. Er repräsentierte dann nicht das Karma eines Volkes, sondern der ganzen Menschheit, insofern sie sich entwickelt hat von der Mitte der lemurischen Rasse und weiter in die fünfte Wurzelrasse hinein. Dann nannte man einen solchen Eingeweihten einen Sonnenläufer oder einen ‹Sonnenhelden›. Alle diejenigen, welche Sie in den Büchern als Sonnenhelden finden, sind nichts anderes als solche Eingeweihte im sechsten Grade. Dann kam der ‹Vater›; der war verknüpft mit der Menschheitsentwicklung der Zukunft.

[ 18 ] In denselben Mysterien, von denen ich schon hier gesprochen habe, in den Geheimnissen der persischen Religion, finden Sie eine siebenfache Einweihung derjenigen, welche zugelassen wurden zu den heiligen Geheimnissen. Zu dem ersten Grad gehörten diejenigen, die etwas erfuhren von den allerersten Geheimnissen: Das war der Grad der «Raben», wie der symbolische Name heißt. Der zweite Grad war derjenige der «Okkulten». Der dritte Grad war derjenige der «Kämpfer» oder für die heilige Wahrheit. Der vierte Grad waren die sogenannten «Löwen», und der fünfte Grad waren die «Perser. Erst der wurde als voller Perser angesehen, in dem erwacht war das Bewusstsein des höchsten Geistigen im Menschen, das wir mit Manas bezeichnen. Derjenige, in dem das erwacht war, konnte als ein im fünften Grade Eingeweihter bezeichnet werden, und den bezeichnete man als Perser. Er war ein Angehöriger eines Volkes im wahrsten Sinne des Wortes. Er repräsentierte das Schicksal seines Volkes. Und wurde er einen Grad höher eingeweiht, so repräsentierte er nicht mehr das Persönliche seines Volkes, sondern das der ganzen Menschheit. Er repräsentierte dann nicht das Karma eines Volkes, sondern der ganzen Menschheit, insofern sie sich entwickelt hat von der Mitte der lemurischen Rasse und weiter in die fünfte Wurzelrasse hinein. Dann nannte man einen solchen Eingeweihten einen Sonnenläufer oder einen ‹Sonnenhelden›. Alle diejenigen, welche Sie in den Büchern als Sonnenhelden finden, sind nichts anderes als solche Eingeweihte im sechsten Grade. Dann kam der ‹Vater›; der war verknüpft mit der Menschheitsentwicklung der Zukunft.

[ 19 ] Was bedeutet der Name Sonnenläufer? Wenn Sie zurückblicken könnten in die Urzeiten unseres Sonnensystems, so würden Sie sehen, dass dieses Sonnensystem hervorgegangen ist aus dem Kampf des Wärmechaos, und dass sich die Harmonie selbst in unserer Welt aus Disharmonie hergestellt hat, dass sich der Friede und die Gesetze aus Unfriede und Disharmonie herausentwickelt haben. Aber wie sind sie entstanden? Sie sind so entstanden: Die Sonne hat einen so geregelten Lauf, dass wir uns gar nicht vorstellen können, dass die Sonne auch nur einen Augenblick abweichen könnte von ihrer Bahn; so fest in Harmonie begründet ist unsere Welt, dass die Sonne von ihrer Bahn durch die Welt fest bestimmt in ihrer Richtung ist, dass nichts sie aus dieser Richtung herausbringen kann. In diesem Gang der Sonne über das Himmelsgewölbe sah der alte persische Eingeweihte im sechsten Grad sein eigenes inneres Schicksal. So fest musste die Sonne seines eigenen Inneren ihm leuchten, die Sonne seines Geistes, dass er ebenso unmöglich von der Bahn des Guten und des Weisen abweichen konnte wie die Sonne von ihrer Bahn. So durchdrungen von dieser Gesetzmäßigkeit musste der Mensch sein, der die sechste Stufe der Einweihung erreicht hatte, dass er unmöglich aus seiner Bahn herausweichen konnte; dann war er ein Sonnenheld, ein Sonnenläufer.

[ 19 ] Was bedeutet der Name Sonnenläufer? Wenn Sie zurückblicken könnten in die Urzeiten unseres Sonnensystems, so würden Sie sehen, dass dieses Sonnensystem hervorgegangen ist aus dem Kampf des Wärmechaos, und dass sich die Harmonie selbst in unserer Welt aus Disharmonie hergestellt hat, dass sich der Friede und die Gesetze aus Unfriede und Disharmonie herausentwickelt haben. Aber wie sind sie entstanden? Sie sind so entstanden: Die Sonne hat einen so geregelten Lauf, dass wir uns gar nicht vorstellen können, dass die Sonne auch nur einen Augenblick abweichen könnte von ihrer Bahn; so fest in Harmonie begründet ist unsere Welt, dass die Sonne von ihrer Bahn durch die Welt fest bestimmt in ihrer Richtung ist, dass nichts sie aus dieser Richtung herausbringen kann. In diesem Gang der Sonne über das Himmelsgewölbe sah der alte persische Eingeweihte im sechsten Grad sein eigenes inneres Schicksal. So fest musste die Sonne seines eigenen Inneren ihm leuchten, die Sonne seines Geistes, dass er ebenso unmöglich von der Bahn des Guten und des Weisen abweichen konnte wie die Sonne von ihrer Bahn. So durchdrungen von dieser Gesetzmäßigkeit musste der Mensch sein, der die sechste Stufe der Einweihung erreicht hatte, dass er unmöglich aus seiner Bahn herausweichen konnte; dann war er ein Sonnenheld, ein Sonnenläufer.

[ 20 ] Alle früheren Grade der Einweihung hatten keinen anderen Zweck, als dem Menschen diese innere Sicherheit, diese innere Sonnenhaftigkeit zu geben. So sah der Mensch, der etwas wusste von diesen Mysterien, eine tiefe Harmonie zwischen dem menschlichen Schicksal und dem Gang der Sonne über das Himmelsgewölbe. Die Sonne - so sagte er -, sie bewirkt, dass die Tage immer kürzer und kürzer werden, dass die Natur gegen den Herbst hin abstirbt, dass alles sich zurückzieht in das Innere. Und wenn wir zu dem Zeitpunkt herankommen, der heute als das Weihnachtsfest gefeiert wird, dann tritt eine neue Wende ein: Das Licht tritt hervor, die Tage werden länger in der Natur, die Natur kann wieder erwachen. Die Geburt des Lichtes, das war der Moment, der gefeiert worden ist seit den Zeiten, in denen man gesprochen hat davon, dass das Licht das Symbol der Offenbarung in der Welt und im Menschen ist. Sodass im Morgenlande alle Völker unserer Wurzelrasse das Licht als das Kleid für die weise Einrichtung der Welt betrachteten. In dem Licht sahen sie das Kleid für die Weltenweisheit. Wenn wir das Auge in den Weltenraum hinausrichten, so erscheint das Licht, harmonisch und fest eingeprägt, in den Sternen draußen. In Wirklichkeit offenbaren sich die Geister der Weisheit durch das Licht, das die alten Religionen als das Kleid der Weisheit der Welt angesehen haben.

[ 20 ] Alle früheren Grade der Einweihung hatten keinen anderen Zweck, als dem Menschen diese innere Sicherheit, diese innere Sonnenhaftigkeit zu geben. So sah der Mensch, der etwas wusste von diesen Mysterien, eine tiefe Harmonie zwischen dem menschlichen Schicksal und dem Gang der Sonne über das Himmelsgewölbe. Die Sonne - so sagte er -, sie bewirkt, dass die Tage immer kürzer und kürzer werden, dass die Natur gegen den Herbst hin abstirbt, dass alles sich zurückzieht in das Innere. Und wenn wir zu dem Zeitpunkt herankommen, der heute als das Weihnachtsfest gefeiert wird, dann tritt eine neue Wende ein: Das Licht tritt hervor, die Tage werden länger in der Natur, die Natur kann wieder erwachen. Die Geburt des Lichtes, das war der Moment, der gefeiert worden ist seit den Zeiten, in denen man gesprochen hat davon, dass das Licht das Symbol der Offenbarung in der Welt und im Menschen ist. Sodass im Morgenlande alle Völker unserer Wurzelrasse das Licht als das Kleid für die weise Einrichtung der Welt betrachteten. In dem Licht sahen sie das Kleid für die Weltenweisheit. Wenn wir das Auge in den Weltenraum hinausrichten, so erscheint das Licht, harmonisch und fest eingeprägt, in den Sternen draußen. In Wirklichkeit offenbaren sich die Geister der Weisheit durch das Licht, das die alten Religionen als das Kleid der Weisheit der Welt angesehen haben.

[ 21 ] So erschien den alten Religionen die Dreiheit, dass sie zuerst die Einheit feierten, die Urweisheit, dann die Zweiheit, Licht und Finsternis, und endlich, als Dreiheit, auch den erleuchteten Menschen, den Lehrer und Mittler, den Mithras.

[ 21 ] So erschien den alten Religionen die Dreiheit, dass sie zuerst die Einheit feierten, die Urweisheit, dann die Zweiheit, Licht und Finsternis, und endlich, als Dreiheit, auch den erleuchteten Menschen, den Lehrer und Mittler, den Mithras.

[ 22 ] Aber nicht eher konnte der Menschheit ein Heil werden im Sinne dieses Bewusstseins, bis aus den Menschenherzen selbst hervorgebracht wird das Bewusstsein von dieser ganzen Weltenharmonie. Das, was draußen lebt in der Welt als Licht, als die Geburt des Lichtes, das muss in dem Zeitpunkte, an den wir jetzt herantreten, dem Menschenherzen selbst aufgehen. Davon ist die äußere mystische Tatsache, die sich vollzogen hat, die Begründung des Christentums. In dem Christus ist dasjenige erschienen auf unserer Erde, was von Anbeginn an da war, was aber durch die Zeit hindurch, von der wir jetzt gesprochen haben, der Menschheit verborgen blieb. Während dieser Zeit hat die Menschheit jene drei Stufen nach und nach wiederholt. Jetzt aber kann ein neuer Standpunkt, ein neuer Höhepunkt erreicht werden: Das Licht kann neu geboren werden. So wie nach dem immer schwächer und schwächer Werden des Lichtes, indem wir uns dem Herbst nähern, dann, wenn wir zur Winter-Sonnenwende kommen, das Licht neu geboren wird, so wurde auch in der vierten Unterrasse der Heiland, der Christus, der Menschheit geboren. Er ist der neue Sonnenheld, der nicht nur in den Tiefen der Mysterientempel eingeweiht war, sondern vor aller Welt erschien, auf dass selig sein können auch diejenigen, die nicht sehen und doch glauben! Damit war es von selbst gegeben, dass, als man erkannte, dass bis zu der Persönlichkeit heruntersteigen kann das Göttliche, man in dem Momente setzen konnte an die Stelle des Geburtsfestes des Lichtes das Geburtsfest des Sonnenhelden der vierten nachatlantischen Rasse.

[ 22 ] Aber nicht eher konnte der Menschheit ein Heil werden im Sinne dieses Bewusstseins, bis aus den Menschenherzen selbst hervorgebracht wird das Bewusstsein von dieser ganzen Weltenharmonie. Das, was draußen lebt in der Welt als Licht, als die Geburt des Lichtes, das muss in dem Zeitpunkte, an den wir jetzt herantreten, dem Menschenherzen selbst aufgehen. Davon ist die äußere mystische Tatsache, die sich vollzogen hat, die Begründung des Christentums. In dem Christus ist dasjenige erschienen auf unserer Erde, was von Anbeginn an da war, was aber durch die Zeit hindurch, von der wir jetzt gesprochen haben, der Menschheit verborgen blieb. Während dieser Zeit hat die Menschheit jene drei Stufen nach und nach wiederholt. Jetzt aber kann ein neuer Standpunkt, ein neuer Höhepunkt erreicht werden: Das Licht kann neu geboren werden. So wie nach dem immer schwächer und schwächer Werden des Lichtes, indem wir uns dem Herbst nähern, dann, wenn wir zur Winter-Sonnenwende kommen, das Licht neu geboren wird, so wurde auch in der vierten Unterrasse der Heiland, der Christus, der Menschheit geboren. Er ist der neue Sonnenheld, der nicht nur in den Tiefen der Mysterientempel eingeweiht war, sondern vor aller Welt erschien, auf dass selig sein können auch diejenigen, die nicht sehen und doch glauben! Damit war es von selbst gegeben, dass, als man erkannte, dass bis zu der Persönlichkeit heruntersteigen kann das Göttliche, man in dem Momente setzen konnte an die Stelle des Geburtsfestes des Lichtes das Geburtsfest des Sonnenhelden der vierten nachatlantischen Rasse.

[ 23 ] Das geschah im vierten Jahrhundert unserer vierten Unterrasse. Was früher nie da war, war jetzt da, nämlich die Möglichkeit, dass der Mensch das Licht in sich selber gebären konnte. Er konnte es, weil das Lichtprinzip zum ersten Male in einem Menschen inkarniert war. Damit, dass dies geschehen war, war notwendigerweise das Wintersonnenwendfest in Zusammenhang gebracht mit dem Christfest. Die ganze Bedeutung der vorhergehenden Unterrassen ist festgelegt und festgestellt mit der Verlegung des Geburtsfestes Christi auf das Wintersonnenwendfest. Von außen war zuerst den Menschen die Weisheit und das Licht erschienen, jetzt aber soll das Licht hervorgebracht werden aus dem eigenen menschlichen Herzen. Christus sollte im Menschen selbst geboren werden. Deshalb musste auch das Ereignis in Palästina eintreten, ein mystisches Ereignis und eine historische Tatsache.

[ 23 ] Das geschah im vierten Jahrhundert unserer vierten Unterrasse. Was früher nie da war, war jetzt da, nämlich die Möglichkeit, dass der Mensch das Licht in sich selber gebären konnte. Er konnte es, weil das Lichtprinzip zum ersten Male in einem Menschen inkarniert war. Damit, dass dies geschehen war, war notwendigerweise das Wintersonnenwendfest in Zusammenhang gebracht mit dem Christfest. Die ganze Bedeutung der vorhergehenden Unterrassen ist festgelegt und festgestellt mit der Verlegung des Geburtsfestes Christi auf das Wintersonnenwendfest. Von außen war zuerst den Menschen die Weisheit und das Licht erschienen, jetzt aber soll das Licht hervorgebracht werden aus dem eigenen menschlichen Herzen. Christus sollte im Menschen selbst geboren werden. Deshalb musste auch das Ereignis in Palästina eintreten, ein mystisches Ereignis und eine historische Tatsache.

[ 24 ] Wir haben es also mit einem historischen Ereignis zu tun, und das ist gerade das große Mysterium, das so wenig begriffen wird: dass sich das, was sich in Palästina abgespielt hat, wörtlich so abgespielt hat, wie es beschrieben worden ist im Johannes-Evangelium, und dass es zugleich eine mystische Tatsache ist. Wer das Ereignis nicht so auffasst, der versteht das Ereignis noch nicht. Wenn Sie es aber so auffassen, dann werden Sie auch verstehen, warum von diesem Momente an Gott als Persönlichkeit vorzustellen ist, und dass die Dreieinigkeit, die vorher anders vorgestellt worden war, in der Form von drei göttlichen Personen vorzustellen ist. Christus war jetzt Person geworden, und damit war der Beweis geliefert, dass das Göttliche im Menschen verwirklicht werden kann. Damit war ein Erstling auf der Erde erschienen, in dem einmal das Göttliche gewohnt hat. Und das konnte fortan ein bleibendes, ein nimmer zu zerstörendes Ideal für die Menschen werden.

[ 24 ] Wir haben es also mit einem historischen Ereignis zu tun, und das ist gerade das große Mysterium, das so wenig begriffen wird: dass sich das, was sich in Palästina abgespielt hat, wörtlich so abgespielt hat, wie es beschrieben worden ist im Johannes-Evangelium, und dass es zugleich eine mystische Tatsache ist. Wer das Ereignis nicht so auffasst, der versteht das Ereignis noch nicht. Wenn Sie es aber so auffassen, dann werden Sie auch verstehen, warum von diesem Momente an Gott als Persönlichkeit vorzustellen ist, und dass die Dreieinigkeit, die vorher anders vorgestellt worden war, in der Form von drei göttlichen Personen vorzustellen ist. Christus war jetzt Person geworden, und damit war der Beweis geliefert, dass das Göttliche im Menschen verwirklicht werden kann. Damit war ein Erstling auf der Erde erschienen, in dem einmal das Göttliche gewohnt hat. Und das konnte fortan ein bleibendes, ein nimmer zu zerstörendes Ideal für die Menschen werden.

[ 25 ] Alle früheren großen Weisheitslehrer - der ägyptische Hermes, die alten indischen Rishis, der chinesische Konfuzius, der persische Zarathustra —, sie haben das Wort des Göttlichen ausgesprochen, sie waren die großen Lehrer. Mit Jesus, der der Christus war, hat zum ersten Male in einer lebendigen Gestalt das Göttliche selbst auf der Erde gewandelt. Vorher hatten wir auf der Erde nur den Weg und die Wahrheit. Jetzt haben wir den Weg, die Wahrheit und das Leben. Das ist der große Unterschied zwischen den früheren Religionen und dem Christentum, dass das Letztere die Erfüllung der vorhergehenden Religionen ist, dass man es bei Christus nicht mit einem Weisheitslehrer zu tun hat - denn Weisheitslehrer sind auch in allen anderen Religionen vorhanden -, sondern mit einer menschlichen Persönlichkeit, die zugleich als göttliche Persönlichkeit verehrt werden muss. Daher ist die Botschaft der Jünger so wichtig: Wir haben die Hände in seine Wunden gelegt, wir haben seine Botschaft gehört. — Daher auch das Bauen auf den Augenschein, auf den unmittelbaren Sinneseindruck; dass man nicht bloß auf das Wort zu hören, sondern auch auf die Persönlichkeit zu sehen hätte. Und daher auch die Überzeugung, dass er der Welten-Sonnenheld in ganz einziger Art war.

[ 25 ] Alle früheren großen Weisheitslehrer - der ägyptische Hermes, die alten indischen Rishis, der chinesische Konfuzius, der persische Zarathustra —, sie haben das Wort des Göttlichen ausgesprochen, sie waren die großen Lehrer. Mit Jesus, der der Christus war, hat zum ersten Male in einer lebendigen Gestalt das Göttliche selbst auf der Erde gewandelt. Vorher hatten wir auf der Erde nur den Weg und die Wahrheit. Jetzt haben wir den Weg, die Wahrheit und das Leben. Das ist der große Unterschied zwischen den früheren Religionen und dem Christentum, dass das Letztere die Erfüllung der vorhergehenden Religionen ist, dass man es bei Christus nicht mit einem Weisheitslehrer zu tun hat - denn Weisheitslehrer sind auch in allen anderen Religionen vorhanden -, sondern mit einer menschlichen Persönlichkeit, die zugleich als göttliche Persönlichkeit verehrt werden muss. Daher ist die Botschaft der Jünger so wichtig: Wir haben die Hände in seine Wunden gelegt, wir haben seine Botschaft gehört. — Daher auch das Bauen auf den Augenschein, auf den unmittelbaren Sinneseindruck; dass man nicht bloß auf das Wort zu hören, sondern auch auf die Persönlichkeit zu sehen hätte. Und daher auch die Überzeugung, dass er der Welten-Sonnenheld in ganz einziger Art war.

[ 26 ] Wenn wir das begreifen, dann verstehen wir auch, dass das alte Fest der Wintersonnenwende früher etwas anderes bedeutet hat als das heutige Christfest. In Ägypten finden wir Horus, Isis und Osiris, das Urbild dessen, was auch im Christentum lebt. Im alten Indien haben wir die Geburt des Krishna von der heiligen Jungfrau. Überall finden wir Anklänge an diese Mythe. Aber das, worauf es bei dem Christentum ankommt, ist dasjenige, was ich soeben ausgesprochen habe: Es ist der Umstand, dass nicht nur die Dreiheit, sondern die Vierheit heilig geworden ist, dass das Heilige heruntergestiegen ist bis zur Persönlichkeit. Vorher war das Heilige göttlich und thronte in unerreichbarer Höhe über den Menschen. Die alten Weisheitslehrer, die heiligen Rishis, verehrten es als das unbestimmte, nicht auszusprechende Brahman; die alten Zarathustra-Schüler sahen es in dem Doppelausdruck des Guten und Bösen; in Ägypten ist, wie gesagt, die Dreiheit von Isis, Osiris und Horus - aber dass das Göttliche gewohnt hat unter den Menschen, dass es Persönlichkeit geworden ist, das war das Geheimnis der vierten Unterrasse. Das ist das wichtigste Ereignis unserer Menschheitsepoche, dass das Weihnachtsfest, das immer dargestellt hat die Geburt eines Eingeweihten, jetzt darstellt die Geburt des größten Sonnenhelden, des Christus selbst. So sehen wir notwendig diese zwei Dinge im Weltenlauf zusammenklingen.

[ 26 ] Wenn wir das begreifen, dann verstehen wir auch, dass das alte Fest der Wintersonnenwende früher etwas anderes bedeutet hat als das heutige Christfest. In Ägypten finden wir Horus, Isis und Osiris, das Urbild dessen, was auch im Christentum lebt. Im alten Indien haben wir die Geburt des Krishna von der heiligen Jungfrau. Überall finden wir Anklänge an diese Mythe. Aber das, worauf es bei dem Christentum ankommt, ist dasjenige, was ich soeben ausgesprochen habe: Es ist der Umstand, dass nicht nur die Dreiheit, sondern die Vierheit heilig geworden ist, dass das Heilige heruntergestiegen ist bis zur Persönlichkeit. Vorher war das Heilige göttlich und thronte in unerreichbarer Höhe über den Menschen. Die alten Weisheitslehrer, die heiligen Rishis, verehrten es als das unbestimmte, nicht auszusprechende Brahman; die alten Zarathustra-Schüler sahen es in dem Doppelausdruck des Guten und Bösen; in Ägypten ist, wie gesagt, die Dreiheit von Isis, Osiris und Horus - aber dass das Göttliche gewohnt hat unter den Menschen, dass es Persönlichkeit geworden ist, das war das Geheimnis der vierten Unterrasse. Das ist das wichtigste Ereignis unserer Menschheitsepoche, dass das Weihnachtsfest, das immer dargestellt hat die Geburt eines Eingeweihten, jetzt darstellt die Geburt des größten Sonnenhelden, des Christus selbst. So sehen wir notwendig diese zwei Dinge im Weltenlauf zusammenklingen.

[ 27 ] Wenn wir hinblicken auf die vierte Unterrasse und sie vergleichen mit dem Zeitpunkt, an dem wir selbst stehen, dann sehen wir das Göttliche noch weiter heruntergerückt. Und es hat eine eigentümliche Gestalt in unserer jetzigen Zeit angenommen, eine Gestalt, die man verstehen muss, wenn man das Weihnachtsfest völlig entziffern will. Gehen Sie zurück in die vierte Unterrasse, bis in das zwölfte, dreizehnte Jahrhundert: Überall werden Sie volles Verständnis für die wirkliche Persönlichkeit Christi bei denen finden, die das wissen; wobei diese Persönlichkeit Christi so umfassend geschildert wird, dass zum Beispiel in der Dichtung «Heliand» deutsche Verhältnisse auf den Christus übertragen werden. Der Christus steht so fest innerhalb der Menschheit, dass man die Verhältnisse anderer Länder in Beziehung bringen kann zu seiner erlösenden Tat. So fest steht er in der allgemeinen Menschheit drinnen als Persönlichkeit. Dann aber kommt eine andere Stimmung. Es kommt eine gewisse Erschütterung des Glaubens an dieses Urbild der Menschheit. Etwas, was auf der einen Seite ein Fortschritt ist, tritt ein: Ein viel größerer Kreis der Menschheit tritt ein in die weitere Evolution des Christentums. Aber dafür hört der Mensch auf, zu begreifen, dass in der einzelnen Persönlichkeit des Christus der Mittelpunkt seines Denkens, Fühlens und Wollens liegen könne. Immer weniger werden diejenigen, welche sich zu sagen getrauen, dass es sich nicht um die Lehre, sondern um die Persönlichkeit Christi handelt. Schließlich löst sich das gar auf in der Verehrung des abstrakten Ideals, das man nur noch geistig denkt und dem der Mensch zustrebt. Zur Zeit der ersten Unterrasse war es Brahman, zur Zeit der zweiten war es Licht und Finsternis, zur Zeit der dritten war es die Dreieinigkeit. Dann, zur Zeit der vierten Unterrasse, war diese Dreieinigkeit heruntergestiegen und Person geworden. Es ist das Persönliche zuletzt noch weiter heruntergestiegen, bis zum bloßen Verstande, der das Menschheitspersönliche aufgelöst hat und nur noch als abstraktes Ideal verehrt.

[ 27 ] Wenn wir hinblicken auf die vierte Unterrasse und sie vergleichen mit dem Zeitpunkt, an dem wir selbst stehen, dann sehen wir das Göttliche noch weiter heruntergerückt. Und es hat eine eigentümliche Gestalt in unserer jetzigen Zeit angenommen, eine Gestalt, die man verstehen muss, wenn man das Weihnachtsfest völlig entziffern will. Gehen Sie zurück in die vierte Unterrasse, bis in das zwölfte, dreizehnte Jahrhundert: Überall werden Sie volles Verständnis für die wirkliche Persönlichkeit Christi bei denen finden, die das wissen; wobei diese Persönlichkeit Christi so umfassend geschildert wird, dass zum Beispiel in der Dichtung «Heliand» deutsche Verhältnisse auf den Christus übertragen werden. Der Christus steht so fest innerhalb der Menschheit, dass man die Verhältnisse anderer Länder in Beziehung bringen kann zu seiner erlösenden Tat. So fest steht er in der allgemeinen Menschheit drinnen als Persönlichkeit. Dann aber kommt eine andere Stimmung. Es kommt eine gewisse Erschütterung des Glaubens an dieses Urbild der Menschheit. Etwas, was auf der einen Seite ein Fortschritt ist, tritt ein: Ein viel größerer Kreis der Menschheit tritt ein in die weitere Evolution des Christentums. Aber dafür hört der Mensch auf, zu begreifen, dass in der einzelnen Persönlichkeit des Christus der Mittelpunkt seines Denkens, Fühlens und Wollens liegen könne. Immer weniger werden diejenigen, welche sich zu sagen getrauen, dass es sich nicht um die Lehre, sondern um die Persönlichkeit Christi handelt. Schließlich löst sich das gar auf in der Verehrung des abstrakten Ideals, das man nur noch geistig denkt und dem der Mensch zustrebt. Zur Zeit der ersten Unterrasse war es Brahman, zur Zeit der zweiten war es Licht und Finsternis, zur Zeit der dritten war es die Dreieinigkeit. Dann, zur Zeit der vierten Unterrasse, war diese Dreieinigkeit heruntergestiegen und Person geworden. Es ist das Persönliche zuletzt noch weiter heruntergestiegen, bis zum bloßen Verstande, der das Menschheitspersönliche aufgelöst hat und nur noch als abstraktes Ideal verehrt.

[ 28 ] In unserer fünften Unterrasse bereitet sich aber schon der Zeitpunkt vor, der da noch kommen muss, und der uns bringen muss den Glauben an die neuen Eingeweihten, an die ‹Väter›. Die im siebenten Grad Eingeweihten nennt man die Väter, und wir sprechen in der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung von der Erkenntnis der Meister, weil es nicht bloß der eine ist, sondern weil es die Meister sein werden, zu denen der Mensch in Dankbarkeit und Verehrung hinblicken wird als zu den großen Führern der Menschheit. So verbindet uns die fünfte Unterrasse mit unserer Zukunft. Und so erscheint uns diese vierte Unterrasse mitten hineingestellt in den großen Prozess, den wir durchmachen, in den Prozess des Advents, das heißt der drei vorangegangenen Rassen, wovon der dreiwöchige Advent ein Abbild ist, weil der Mensch in Kürze noch einmal durchmacht die Art und Weise, wie in früherer Zeit das Aufgehen des Lichtes zur Weihnachtszeit erfolgte. Dann folgt darauf das Leben im Lichte. Deshalb ist auch für den Christen das Weihnachtsfest nicht etwas Vorübergehendes, nicht ein Erinnerungsfest an das, was vorübergegangen ist; denn das Weihnachtsantiphon heißt nicht: Christus ist geboren worden, oder Christus war geboren, sondern es heißt: Heute ist Christus geboren. - Immer wird von heute gesprochen. Das ist wichtig und bedeutungsvoll. Von «heute wird gesprochen in dem Sinne, wie Christus selbst gesprochen hat: ‹Ich bin bei euch bis ans Ende der Tage.› - Das ist etwas, was mit jedem Jahre neu vor uns steht und uns enthüllt den Zusammenhang zwischen Mensch und Himmel. Er zeigt uns, dass auch im Menschen sich das vollziehen muss, was sich im Himmel vollzogen hat. Und wie die Sonne aus ihrer Bahn nicht einen Zentimeter hinausgehen könnte, ohne Verwirrung anzurichten, so muss auch der Mensch seinen Weg einhalten. Er muss jene innere Harmonie, jenen inneren Rhythmus erreichen, den ihm darlebt Christus, der in dem Jesus inkarniert war und der wirken wird in den Vätern, deren Führung der Mensch in Zukunftszeiten nachleben muss.

[ 28 ] In unserer fünften Unterrasse bereitet sich aber schon der Zeitpunkt vor, der da noch kommen muss, und der uns bringen muss den Glauben an die neuen Eingeweihten, an die ‹Väter›. Die im siebenten Grad Eingeweihten nennt man die Väter, und wir sprechen in der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung von der Erkenntnis der Meister, weil es nicht bloß der eine ist, sondern weil es die Meister sein werden, zu denen der Mensch in Dankbarkeit und Verehrung hinblicken wird als zu den großen Führern der Menschheit. So verbindet uns die fünfte Unterrasse mit unserer Zukunft. Und so erscheint uns diese vierte Unterrasse mitten hineingestellt in den großen Prozess, den wir durchmachen, in den Prozess des Advents, das heißt der drei vorangegangenen Rassen, wovon der dreiwöchige Advent ein Abbild ist, weil der Mensch in Kürze noch einmal durchmacht die Art und Weise, wie in früherer Zeit das Aufgehen des Lichtes zur Weihnachtszeit erfolgte. Dann folgt darauf das Leben im Lichte. Deshalb ist auch für den Christen das Weihnachtsfest nicht etwas Vorübergehendes, nicht ein Erinnerungsfest an das, was vorübergegangen ist; denn das Weihnachtsantiphon heißt nicht: Christus ist geboren worden, oder Christus war geboren, sondern es heißt: Heute ist Christus geboren. - Immer wird von heute gesprochen. Das ist wichtig und bedeutungsvoll. Von «heute wird gesprochen in dem Sinne, wie Christus selbst gesprochen hat: ‹Ich bin bei euch bis ans Ende der Tage.› - Das ist etwas, was mit jedem Jahre neu vor uns steht und uns enthüllt den Zusammenhang zwischen Mensch und Himmel. Er zeigt uns, dass auch im Menschen sich das vollziehen muss, was sich im Himmel vollzogen hat. Und wie die Sonne aus ihrer Bahn nicht einen Zentimeter hinausgehen könnte, ohne Verwirrung anzurichten, so muss auch der Mensch seinen Weg einhalten. Er muss jene innere Harmonie, jenen inneren Rhythmus erreichen, den ihm darlebt Christus, der in dem Jesus inkarniert war und der wirken wird in den Vätern, deren Führung der Mensch in Zukunftszeiten nachleben muss.

[ 29 ] Das ist der Zusammenhang zwischen Mensch und Himmel: Die Sonne soll nicht nur unbeirrbar am Himmel wandeln und zur Wintersonnenwende neue Kräfte gewinnen, sie soll auch im Menschen bewirken eine Geburt des Lichtes aus dem tiefsten Inneren heraus, ein Auferstehen, ein Sonnenheldentum der fünften Wurzelrasse. Daher heißt auch der Weihnachtsspruch: «Gloria in excelsis deo et in terra pax», «Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind.» Der innere Friede wird auch die Menschheitsevolution in einen rhythmischen Gang bringen, so wie die Sonne ihren eigenen Gang in einen regelmäßigen Rhythmus gebracht hat. In der Sonne haben wir ein Abbild des urewigen Kreislaufs des Kosmos. Sie hat das Chaos in sich selbst überwunden und zum Frieden gebracht. In diesem Sinne ist das Weihnachtsfest ein Fest des Friedens, von dem auch ausströmen soll die Stimmung des Friedens und der Harmonie. Dann wird es in der richtigen Weise begangen, wenn von diesem Feste ausströmt die Kraft des Friedens und der Harmonie. Es ertönen mit den Weihnachtsglocken nicht allein kirchliche Klänge, es ertönen uns die Klänge der ganzen strebenden Menschheit, die an der gegenwärtigen Kultur und ihrer Fort-Entwicklung arbeitet und gearbeitet hat, seitdem die Erde mit ihrer Geistigkeit wieder aus dem großen Froste emporsteigt.

[ 29 ] Das ist der Zusammenhang zwischen Mensch und Himmel: Die Sonne soll nicht nur unbeirrbar am Himmel wandeln und zur Wintersonnenwende neue Kräfte gewinnen, sie soll auch im Menschen bewirken eine Geburt des Lichtes aus dem tiefsten Inneren heraus, ein Auferstehen, ein Sonnenheldentum der fünften Wurzelrasse. Daher heißt auch der Weihnachtsspruch: «Gloria in excelsis deo et in terra pax», «Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind.» Der innere Friede wird auch die Menschheitsevolution in einen rhythmischen Gang bringen, so wie die Sonne ihren eigenen Gang in einen regelmäßigen Rhythmus gebracht hat. In der Sonne haben wir ein Abbild des urewigen Kreislaufs des Kosmos. Sie hat das Chaos in sich selbst überwunden und zum Frieden gebracht. In diesem Sinne ist das Weihnachtsfest ein Fest des Friedens, von dem auch ausströmen soll die Stimmung des Friedens und der Harmonie. Dann wird es in der richtigen Weise begangen, wenn von diesem Feste ausströmt die Kraft des Friedens und der Harmonie. Es ertönen mit den Weihnachtsglocken nicht allein kirchliche Klänge, es ertönen uns die Klänge der ganzen strebenden Menschheit, die an der gegenwärtigen Kultur und ihrer Fort-Entwicklung arbeitet und gearbeitet hat, seitdem die Erde mit ihrer Geistigkeit wieder aus dem großen Froste emporsteigt.

[ 30 ] Was die vorhergehenden Rassen als ihre Zukunft ersehnt haben, das wurde der vierten nachatlantischen Unterrasse geboren. Und das, was die drei nachfolgenden erstreben müssen, das tönt heraus aus den Weihnachtsklängen. Die Harmonien der Himmel sprechen wirklich zu uns, wenn wir verstehen, was das Weihnachtsfest ausdrückt. So fest begründet ist in der uralten Weisheit ein jegliches Fest des Jahres.

[ 30 ] Was die vorhergehenden Rassen als ihre Zukunft ersehnt haben, das wurde der vierten nachatlantischen Unterrasse geboren. Und das, was die drei nachfolgenden erstreben müssen, das tönt heraus aus den Weihnachtsklängen. Die Harmonien der Himmel sprechen wirklich zu uns, wenn wir verstehen, was das Weihnachtsfest ausdrückt. So fest begründet ist in der uralten Weisheit ein jegliches Fest des Jahres.

[ 31 ] Nicht zufällig sind diese Feste festgesetzt worden, nicht der Willkür sind sie entsprossen, sondern aus der tiefsten Weisheit der Welt sind sie geschöpft, und wer sie wirklich verstehen und mit vollem Verständnis feiern kann, der findet darin die Schriftzeichen der uralten Weisheit für das, was geschehen ist von Anbeginn und geschehen wird in die Zukunft hinein. Dadurch gewinnen die Feste eine neue Bedeutung; sie hören auf, die konventionelle Bedeutung zu haben, die sie ja für viele nur noch haben. So die großen Weltenwahrheiten lesen, heißt, die großen Weltenfeste im richtigen Sinne feiern. Mit dem Herzen, mit dem Sinn, mit dem Gemüte lesen Sie die Urwahrheiten des Himmels, wenn Sie die großen Weltenfeste feiern. Dann sind sie auch wieder echt aus dem Geiste heraus gefeiert, dann sind sie der Menschheit wieder etwas.

[ 31 ] Nicht zufällig sind diese Feste festgesetzt worden, nicht der Willkür sind sie entsprossen, sondern aus der tiefsten Weisheit der Welt sind sie geschöpft, und wer sie wirklich verstehen und mit vollem Verständnis feiern kann, der findet darin die Schriftzeichen der uralten Weisheit für das, was geschehen ist von Anbeginn und geschehen wird in die Zukunft hinein. Dadurch gewinnen die Feste eine neue Bedeutung; sie hören auf, die konventionelle Bedeutung zu haben, die sie ja für viele nur noch haben. So die großen Weltenwahrheiten lesen, heißt, die großen Weltenfeste im richtigen Sinne feiern. Mit dem Herzen, mit dem Sinn, mit dem Gemüte lesen Sie die Urwahrheiten des Himmels, wenn Sie die großen Weltenfeste feiern. Dann sind sie auch wieder echt aus dem Geiste heraus gefeiert, dann sind sie der Menschheit wieder etwas.

[ 32 ] Nicht bloße abstrakte Gedanken, nicht ein Dogmengeflecht ist die Geisteswissenschaft. Sie hat eine große Aufgabe und eine Weltmission, um das, was die Menschheit vergessen hat, wieder zu beleben, das Feuer wieder herauszuschlagen aus dem, was uns von unseren Altvordern gegeben worden ist. Dann wird auch der Egoismus der Menschen aufhören. Sie werden lernen, in dem Einheitsgeist der Welt zu leben. Das ist die Weisheit, welche, neben vielem anderen, von der Geisteswissenschaft ausströmt, und sie ist in gutem Sinne praktisch; sie gibt uns den inneren Halt und die sichere Hoffnung. Und deshalb wird jene Friedensstimmung und Geisteszuversicht, die von dem Weihnachtsfest ausströmt, den zur Geist-Erkenntnis Strebenden im tiefsten Inneren durchseelen können.

[ 32 ] Nicht bloße abstrakte Gedanken, nicht ein Dogmengeflecht ist die Geisteswissenschaft. Sie hat eine große Aufgabe und eine Weltmission, um das, was die Menschheit vergessen hat, wieder zu beleben, das Feuer wieder herauszuschlagen aus dem, was uns von unseren Altvordern gegeben worden ist. Dann wird auch der Egoismus der Menschen aufhören. Sie werden lernen, in dem Einheitsgeist der Welt zu leben. Das ist die Weisheit, welche, neben vielem anderen, von der Geisteswissenschaft ausströmt, und sie ist in gutem Sinne praktisch; sie gibt uns den inneren Halt und die sichere Hoffnung. Und deshalb wird jene Friedensstimmung und Geisteszuversicht, die von dem Weihnachtsfest ausströmt, den zur Geist-Erkenntnis Strebenden im tiefsten Inneren durchseelen können.

[ 33 ] Die erhabenen geistigen Führer der Menschheit haben uns in Urzeiten selbst einmal dieses Fest vorgeschrieben. Lassen Sie uns das als echte Weihnachtsweisheit heute am Schluss dieser Stunde noch vor das innere Auge stellen: Vorgeschrittene Menschenbrüder sind die Führer der spirituellen Bewegung, vorgeschrittene Menschenbrüder, die bei dem Beginne der fünften Wurzelrasse damals, als die großen Weltenfeste festgelegt worden sind, schon zugegen waren, und die uns auch heute noch als die großen Lehrer der Menschheit solche Wahrheiten wieder enthüllen. Die Weisheitslehren geben sie uns nicht aus Spekulation, aus eigener Meinung heraus, sondern weil sie dabei waren, als die Dinge sich offenbarten. Sie haben den Frieden vorbereitet, der einst über die Menschheit strömen soll, und sie haben in den Festen die heilige Schrift verfasst, aus der wir lesen sollen die Botschaft des Friedens, die Botschaft der inneren Seelenseligkeit, die wir durch die Geisteswissenschaft wieder erlangen sollen. Leben wir im Sinne der Meister des Einklangs, dann leben wir immer mehr dem großen Ideal entgegen, das sie uns selber darleben. An jene erhabenen Führer der Menschheit lässt uns die Geisteswissenschaft denken, wenn uns die Weihnachtsstimmung ergreift, die uns vom Frieden spricht, und von den Opfergaben der großen Meister. Es strömt dieser Friede in die Menschheitszukunft hinein. Wir sehen sie ganz umflossen von dem Glanze dieses geistigen Lichtes und des Zusammenklangs der Empfindungen. In dieser Glorie, in der sie uns erscheinen, erkennen wir sie als die Väter, die uns der Zukunft entgegenführen. Wir streben ihnen nach, und aus unserer eigenen Seele wird ein Leben geboren, das in Frieden getaucht ist, in Harmonie und Eintracht - in jene Harmonie, die ein Abbild ist des Ganges der Sonne um die Welt.

[ 33 ] Die erhabenen geistigen Führer der Menschheit haben uns in Urzeiten selbst einmal dieses Fest vorgeschrieben. Lassen Sie uns das als echte Weihnachtsweisheit heute am Schluss dieser Stunde noch vor das innere Auge stellen: Vorgeschrittene Menschenbrüder sind die Führer der spirituellen Bewegung, vorgeschrittene Menschenbrüder, die bei dem Beginne der fünften Wurzelrasse damals, als die großen Weltenfeste festgelegt worden sind, schon zugegen waren, und die uns auch heute noch als die großen Lehrer der Menschheit solche Wahrheiten wieder enthüllen. Die Weisheitslehren geben sie uns nicht aus Spekulation, aus eigener Meinung heraus, sondern weil sie dabei waren, als die Dinge sich offenbarten. Sie haben den Frieden vorbereitet, der einst über die Menschheit strömen soll, und sie haben in den Festen die heilige Schrift verfasst, aus der wir lesen sollen die Botschaft des Friedens, die Botschaft der inneren Seelenseligkeit, die wir durch die Geisteswissenschaft wieder erlangen sollen. Leben wir im Sinne der Meister des Einklangs, dann leben wir immer mehr dem großen Ideal entgegen, das sie uns selber darleben. An jene erhabenen Führer der Menschheit lässt uns die Geisteswissenschaft denken, wenn uns die Weihnachtsstimmung ergreift, die uns vom Frieden spricht, und von den Opfergaben der großen Meister. Es strömt dieser Friede in die Menschheitszukunft hinein. Wir sehen sie ganz umflossen von dem Glanze dieses geistigen Lichtes und des Zusammenklangs der Empfindungen. In dieser Glorie, in der sie uns erscheinen, erkennen wir sie als die Väter, die uns der Zukunft entgegenführen. Wir streben ihnen nach, und aus unserer eigenen Seele wird ein Leben geboren, das in Frieden getaucht ist, in Harmonie und Eintracht - in jene Harmonie, die ein Abbild ist des Ganges der Sonne um die Welt.

[ 34 ] Die Geburt des Friedens zur Weihnachtszeit ist ein Abbild des Ganges der Sonne um das Himmelsgewölbe. Das lehren uns die weisen Magier, die großen Meister, das sprechen diejenigen, die nicht nur einen blinden Glauben an diese Meister haben, sondern die da wissen und aus ihrem vollen Wissen heraus sagen: Die Meister, sie sind, und die spirituelle Weltbewegung unter der Führung der Meister ist die große erhabene Friedensbewegung, die den Menschen hinführt zu jener Weltenharmonie, in welcher die Menschenseelen mit der harmonischen Regelmäßigkeit und Unbeirrbarkeit leben werden, mit der die Sonne durch die Welten zieht und uns die Wege weist zur leuchtenden Schönheit der geistigen Sonne.

[ 34 ] Die Geburt des Friedens zur Weihnachtszeit ist ein Abbild des Ganges der Sonne um das Himmelsgewölbe. Das lehren uns die weisen Magier, die großen Meister, das sprechen diejenigen, die nicht nur einen blinden Glauben an diese Meister haben, sondern die da wissen und aus ihrem vollen Wissen heraus sagen: Die Meister, sie sind, und die spirituelle Weltbewegung unter der Führung der Meister ist die große erhabene Friedensbewegung, die den Menschen hinführt zu jener Weltenharmonie, in welcher die Menschenseelen mit der harmonischen Regelmäßigkeit und Unbeirrbarkeit leben werden, mit der die Sonne durch die Welten zieht und uns die Wege weist zur leuchtenden Schönheit der geistigen Sonne.